£vdr.
Die
Groß=Schmetterlinge
der Erde
Eine systematische Bearbeitung "
der bis jetzt bekannten Großschmetterlinge
In Verbindung mit namhaftesten Fachmännern herausgegeben
von
Dr. Adalbert Seitz
Direktor des zoologischen Gartens zu Frankfurt a. M.; correspondierendes,
arbeitendes und ordentliches Mitglied vieler wissenschaftlicher Gesellschaften
STUTTGART
FRITZ LEHMANN VERLAG
1908
XIII
XIII. BAND:
Die Großschmetterlinge
des
Afrikanischen Faunengebietes
Alle Rechte vorbehalten.
DIE
GROSS-SCHMETTERLINGE
DER ERDE
EINE SYS'FEMA TISCHE BEARBEITUNG DER BIS
lE.TZl^ BEKANNTEN GROSS-SCHMETTERLINGE
IN VERBINDUNG MIT NAMHAFTEN FACHMÄNNERN
herausgegI':bex von
Prof. Dr. AD ALBERT SEITZ
I. ABTEILUNG — PALAEARKTISCHE FAUNA — BAND 1—4
II. ABTEILUNG — EXOTISCHE FAUNA — BAND 5—16
13. BAND
ALFRED KERNEN VERLAG STUTTGART
1925
DIE
AFRIKANISCHEN
TAGFAETER
MIT 8ü TAFELN
TEXT-BAND
ALFRED KERNEN VERLAG STUTTGART
1925
Alle Rechte, besonders die der Uebcrsctzung,
vorbehalten.
Printed in Germany.
Copyright 1925 by Alfred Kernen Verlag, Stuttgart.
Druck von H. I- a ii p p jr, TUbiiigeil.
aOf . US.
Vorwort.
Als zweiter Exotenband ist mit Band 13, den ich hiermit ücr Oeffentlichkeit übergebe, die Bearbeitung
der äthiopischen Tagfalter abgeschlossen worden. Für diesen Abschnitt der Groi3-Schmetterlinge der Erde war
es dem Herausgeber gelungen, den in unserer Kenntnis der afrikanischen Falterfauna führenden Entomologen,
Herrn Christoph AuRiviLLius in Stockhohn zu gewinnen, dessen Bearbeitungen und Verzeichnisse äthiopischer
Falter trotz großer Vielseitigkeit ihres Verfassers als klassische Spezialarbeit allgemeinste Anerkennung gefunden
haben. Die erste wirklich umfassende Zusammenstellung afrikanischer Rhopaloceren, die in den Swenska
Vetenskaps Akademiens Handlingar erschien und dann als selbständiges Verzeichnis weite Verbreitung fand,
hat hier eine ausführliche und vielfach ergänzende Durcharbeitung erfahren, der eine Ausarbeitung der äthio-
pischen Gnjpocera angefügt worden ist.
Hierdurch besitzt der 13. Band vor den andern den Vorzug größerer Einheitlichkeit und Gleichartigkeit
in der Ausführung, wenn auch vielleicht durch Verteilung der einzelnen Familien an mehrere Bearbeiter eine
raschere Erledigung des Bandes denkbar gewesen wäre. Daß die Zeitereignisse eine zehnjährige Pause in die
Fortfühnnig dieser Arbeit bringen würden, konnte bei Festsetzung des Arbeitsprogramms für das Gesamtwerk
nicht vorausgesehen werden. Die Bearbeitung dieses Bandes selbst zog sich ja nur über wenige Jahre hin, indem
von wenigen ersten Bogen abgesehen die hauptsächliche Bearbeitung in die Jahre 1911 — 13 und dann wieder
in die Jahre 1923 — 24 fällt. Daß gerade dieser Band besonders durch die Kriegs- und noch mehr durch die
ersten Nachkriegsjahre gestört werden mußte, war eine natürliche Folge des durch Unsicherheit unterbrochenen
inneren und äußeren Verkehrs des Ursprunglandes mit dem Auslande. Wäre die lange Dauer dieser Bedräng-
nisse voraussehbar gewesen, so würde vielleicht eine gedrängte und mehr gekürzte Zusammenfassung der Materie
durchgeführt worden sein. Jetzt, nachdem die Hindernisse überwunden sind, wird der Benutzer des Werkes
dankbar sein, daß es nicht lückenhaft oder so kursorisch abgefaßt ist, wie es beim Streben nach schneller
Erledigung hätte geschehen müssen. Besonders dankenswert wird der Benutzer des Bandes die Einflechtung von
Bestimmungstabellen finden, die der Herr Verfasser in selbstloser Hingabe für alle schwierigeren Faltergruppen
ausgearbeitet hat und die den Gebrauch und die Orientierung wesentlich erleichtern. Sie sind darum von beson-
derem Werte, weil gerade die äthiopische Fauna, die doch mehr wie die andern Faunen erst in den letzten Zeit-
epochen erforscht werden konnte, der Bestimmung recht eihebliche Schwierigkeiten entgegenstellt. Die exorbi-
tante Variabilität afrikanischer Falterformen und die Fähigkeit ihrer .\rten, in oft einander ganz unähnlichen
Formen zu erscheinen — man denke an die Teracolus, an Papilio dardanus, Hypolimnas dubia usw. — die wir
weder aus dem amerikanischen noch aus dem paläarktischen Gebiet in gleicher Intensität kennen, ließ diese
Bestinnnungserleichterung durch beigegebene Schlüssel für kleinere Falter, «ic Lycaenidae usw. besonders
erwünscht erscheinen; machte ihre Herstellung zugleich aber auch darum sehr schwierig, weil von einer großen
Zahl in der Neuzeit aufgefiuidener Arten heute noch sehr geringes Material vorliegt.
Die nahezu 3000 Abbildungen, welche zur Illustration des Textes beigegeben sind, dürften hinreichen,
sich schnell über die wesentlichen Charakteristica der Hauptformen sowohl, wie der Artengruppen und der
Gesamtfauna zu unterrichten. Kunstwerke wird bei dem bis zu den Kriegswirren minimalen Anschaffungs-
preis der Lieferungen niemand erwarten. Solche zu liefern ist niem.als versprochen und niemals beabsichtigt
worden; hätte ein solches Bestreben doch nicht nur den Preis, sondern auch den schnellen Fortgang des Gesamt-
werkes in nachteiligster W'eise beeinflussen müssen. Ebensowenig wird gefordert werden dürfen, daß von den
fast anderthalb tausend Tafeln des Gesamtwerks (von denen schon über 800 erschienen sind) alle in gleicher Weise
geglückt sind. Zwar sind vom Verlag weder Kosten noch Mühen zu ihrer Vollendung gespart worden, und auch
der Herausgeber glaubt sein Bestes für ihre Förderung getan zu haben; aber eine höchst nachteilige für die
Farbenindustrie fast katastrophale Beschränkung der Rohstoffeinfuhr während und nach dem Kriege mußte
die Anwendung feinerer Farben zur Herstellung naturgetreu kolorierter Tafeln in Deutschland beeinträchtigen.
Noch größere Schwierigkeiten entstanden durch die Beschlagnahme aller gelernten Arbeitskräfte zur Landes-
verteidigung, sowie durch die Störungen während und nach der Revolution, deren Schäden bis heute noch nicht
ganz überwunden sind. Immerhin wird der vorurteilslose Beurteiler herausfinden, daß nach einer unverkenn-
baren Abnahme der künstlerischen Leistung in den Jahren 1920 — 21, in welcher Zeit einige Lycaeniden-Tafeln
VI VORWORT.
hergestellt wurden, ein Wiederaufstieg, entsprechend der zunehmenden Gesundung des Entstehungslandes deut-
lich wahrnehmbar wird.
Eine erhebliche Schwierigkeit für die Illustrierung bildete das oft völlige Versagen der Post in der Nach-
kriegszeit. Die Besetzung der höheren wie der niederen Stellen durch die ungeeignetsten Kräfte war eine der
nachteiligsten Einflüsse der Revolution, wodurch der Vensand wertvoller und zugleich empfindlicher Objekte
für eine ganze Reihe von Jahren ausgeschlossen wurde. Besonders bei Ausarbeitung der Lycaeniden-Tafeln
konnten daher Abbildungen dach der Xatur weit weniger gebracht werden, als bei Herstellung der vorangehen-
den Tafeln und manche Jlängel in der Illu.strierung sind daher mehr auf das Konto unzulänglicher Vorlagen als
auf ungenaue oder fehlerhafte Wiedergabe denselben durch die Kunstanstalt zurückzuführen. Der Herr Ver-
fasser hat darum auch keinen Anstand genommen, im Text in besonders störenden Fällen auf die Mängel solcher
Illustration hinzuweisen.
In den meisten Fällen, wo eine Illustration als nicht hinreichend für die Fest.stelhmg einer Form erkannt
wurde, sei es weil manche Spezies zu sehr variieren, um durch eine Figur, die doch immer nur ein bestimmtes
Individuum wiedergeben kann, genügend kenntlich gemacht zu werden, sei es, weil Bedenken bezüglich der Zu-
verläs.sigkeit der Vorlage oder der Wiedergabe bestanden, ist versucht worden, durch größere Ausführlichkeit des
beschreibenden Textes einen Ersatz hierfür zu schaffen. Der umfassende Ueberblick des Herrn Verfassers und
seine souveräne Beherrschung des Stoffes dürften ihn mehr als andere Bearbeiter befähigen, die unterscheidenden
Merkmale hervorzuheben und zu präzisieren, so daß der vorliegende Band sich ganz besonders zur Unterlage
monographi.'icher Bearbeitungen exotischer Tagfaltergruppen eignen dürfte. Rund 3700 äthiopische Falter-
formen sind besprochen und zum erstenmal \\ird es jetzt Sammlern und Museen möglich sein, ihre Sammlungen
ohne das zeitraubende Zusammensuchen zerstreuter Literatur zu bestimmen. Wir möchten dies besonders
bei diesem Afrika-Band hervorheben, da das uns zugesandte Material, wie gering dies auch sein mochte, den
Beweis lieferte, daß bei keiner Fauna eine solche Unsicherheit in der Determination herrscht, wie wir sie selbst
bei großen inid sonst gut durchgearbeiteten Sammlungen hinsichtlich der Afrikaausbeuten wahrnehmen konnten.
Es ist wohl kaum nötig, auch bei diesem Band den schon mehrfach gegebenen Hinweis zu wiederholen, daß
so wenig wie bei den andern Bänden, in diesem dreizehnten eine Zusammenstellung erschöpfender Monographien
gegebenwerden konnte, wenn auch einige bisher wenig geklärte CJruppen (z. B. Diestogyna) eine eingehendere Aus-
arbeitung erfuhren, wie sie anderen, leichter verständlichen Gruppen zuteil werden konnte. Zunächst glaube
ich, bei dem Charakter des Gesamt werks als Erstlingswerk seiner Art, auf Milde der Beurteilung von selten der
wissenschaftlichen Welt hoffen zu dürfen. Bei einem Gebrauchswerk kann eine in allen Fällen richtige Lösung
aller zweifelhaften und unsicheren Punkte der weitschichtigen Materie unmöglich angestrebt werden. Kritische
Auseinandersetzungen können bei der Ausdehnung der Bearbeitung aiif alle bekannten Großschmetterlingsarten
unmöglich Platz finden und der Herr Verfasser hat oft auf den Wunsch des Herausgebers Altes, vermutlich
Irriges oder Unerwiesencs in Anordnung und Gliederung des Stoffes beibehalten, um nicht zu umfangreichen
Auseinandersetzungen genötigt zusein, die außerlialb des Rahmens des Gesamtwerks liegen. Was seither fehlte
und hier geschaffen werden soll, ist ja nicht ein kritisch gehaltenes Kompendium, sondern ein Orientierungswerk,
das leicht in den fremden Weltteil mitgeführt werden und dort den Sammler belehren kann, wie er seine Aus-
beute schnell erkennen und bewerten kann. Ein solches Werk wurde bisher vermißt; es waren lange umständ-
liche Auszüge und Notizen aus Spezial werken, Kopien faunistischer Listen, Separata und Skizzenbücher nötig,
weim man nicht blind darauf lossammeln oder später nach der Rückkehr die Enttäuschung erleben wollte, viel-
fach auf L^nwürdiges, lange Bekanntes seine Aufmerksamkeit gelenkt und das Beachtenswerteste übersehen
zu haben.
Dieser Endzweck hat dem Herausgeber stets vor Augen gestanden, uiul wenn trotzdem infolge der Ge-
wissenhaftigkeit und hervorragenden Sachkenntnis des Herrn Verfassers die vorliegende Bearbeitung der äthiopi-
schen Tagfalterfauna manchen Fehler der seitherigen Literatur verbessert und die neuesten Forschungen mit-
berücksichtigt, wobei für die früher erschienenen Familien eine Ergänzung durch ein später erscheinendes Supple-
mentheft in Aussicht gestellt wird, so bitten wir diese Sonderleistung als einen Ersatz hinnehmen zu wollen für
so manche Mängel der Illustration, besonders auch in der Tafelbezeichnung, in der vielfach die Störungen zum
Ausdruck kommen, welche die für Europa so betrübende Weltlage während des letzten Jahrzehnts mit sich
brachte.
Auch der andere Gesichtspruikt . der .seinerzeit die Inangriffnahme der ..Groß-Schmetterlinge" veran-
laßt hat — ihrem Besitzer ein schnelles Urteil über Angebote oder Erwerbungen zu ermöglichen — , ist im
vorliegenden Bande keinen Augenblick außer Augen gelassen worden. Die Schwierigkeiten, sich nach den
oft weitschweifigen Diagnosen oder ungenügenden Darstellungen alter Technik ein deutliches Bild vieler ätio-
])ischer Falter zu machen, erschwerte die au.sreichend? X'erwendrmg faunistischer Zusammenstelhmgen. Wohl
liegen ausgezeichnete Monographien zahlreicher Grupjjen afrikanischer Tagfalter vor, aber bei anderen Gattungen
fehlen sie, und von jeder erscheinenden faunistischen Liste konnte erst nach Beschaffung z. T. schwer erhält-
licher Werke und Zeitschriften ein abschließendes Bild gewonnen werden. Was die ,, Groß-Schmetterlinge"
hierin zu nützen vermögen, könnte der Versuch zeigen, sich über die Heterocerenfauna Afrikas, deren Bearbei-
tung erst jetzt richtig einsetzt, einen Ueberblick zu verschaffen; ein solcher kann heute nur durch mühsame
und zeitraubende Arbeit gewonnen werden.
VORWORT. VII
Es bedarf nur noch einer Rechtfertigung darüber, daß die hier bearbeitete Fauna häufiger als „afri-
kanische" denn als äthiopische bezeichnet worden ist. Diese Benennung stimmt mit dem behandelten Stoff
insofern nicht überein, als erstlich das große Gebiet nördlich der Sahara, wiewohl afrikanisch, ausscheidet,
und zweitens das südlichere Arabien, ganz besonders der Jemen und Hadi-amaut noch den tj'pisch äthiopischen
Charakter tragen. Aber bei dem gerade neuerdings wieder hervortretenden Bestreben der Abessinier, den
früher ihrem Lande zugehörigen Namen des ,, äthiopischen Gebietes" wieder dem Lande von ,,Habesch" zuzu-
eignen, konnte die Doppelbedeutung der Bezeichnung ,,Aethiopien" leicht zu Mißverständnissen führen.
So übergeben wir denn diesen Band, dessen 80 Tafeln afrikanischer Tagfalter 172 der indischen und
203 der amerikanischen Rhopalocerenfauna gegenüberstehen, der Oeffentlichkeit in dem Vertrauen, daß der
redliche Wille, alle die erwarteten wie die unvorhergesehenen Schwierigkeiten zu überwinden, auch in den-
jenigen Fällen, wo dies nur mangelhaft zu ermöglichen war, nicht verkannt werden möge und daß dem Heraus-
geber der Dank dafür, die Bearbeitung des Materials in die bewährtesten Hände gelegt zu haben, nicht ver-
sagt werden möge.
D a r m s t a d t . im April 1925.
Dr. Adalbert Seitz.
Einleitung.
Die gewaltige Ländermasse Afrikas, die sich, gänzlich lialbinsellos, über drei Zonen hinlagert, sullte
kaum vermuten lassen, dass sich in ihr zwei einander völlig fremde Faunen begegnen. Wie schon in der
Einleitung ausgeführt worden ist, bildet die in ihrem Innern fast tierlose Sahara den Scheidegürtel, und ihre
streckenweise fast vollkommene Vegetationslosigkeit gestattet nur ganz wenigen, vom Klima fast unabhängigen,
im höchsten Grade fluggewandten Arten iln-e Durchquerung.
Bei Abgrenzung der paläaiktischen Region nacli Süden hin wurde schon erwähnt, dass die
Atlasländer mit dem übrigen Afrika faunistiscli nichts zu tun haben. Sie haben es auch klimatisch nicht.
Bis in das Herz der grossen Wüste hinein herrscht in Nord-Afrika gleichzeitig mit dem europäischen Winter
eine kalte Jahreszeit, wenn auch von sehr verschieden langer Dauer. In den Auresbergen von Algerien
dauert diese Winterszeit in höheren Lagen ß — 8 Monate lang. Anhaltendes oder oft wiederholtes Verschneien
der Bergtäler ist im höheren Atlas keine Seltenheit und bis in die Zeit liinein, wo in Mitteleuropa längst
jede Schneespur verschwunden ist , leuchten die Gipfel des marokkanischen Atlas und die mit Cedern
bestandenen Auresberge in blendendem Weiss.
Aber südlich der Sahara kommt ein Winter nicht mehr vor. Wohl kann auch in Süd-Afrika des
Nachts die Temperatur ganz beträchtlich sinken nnd kann man Mühe haben , sich gegen die empfindliche
Kälte zu schützen: das hindert aber nicht, dass 12 Stunden später die Sonne gewaltig heruntersengt und
ein Winterschlaf der Ptlanzenwelt nicht eintritt; er ist einem Sommerschlaf gewichen, indem die Vegetation
in der heissen Zeit abdorrt und erst nach den befruchtenden Herbstregen mit Blüten und Jungtrieben von
neuem hervorbricht.
Im eigentlicli tropischen Afrika unterljleibt die Ruliepause des Ptlanzenlebens ganz und eine immer
grüne und immer belaubte Pflanzendecke schliesst sich hier so dicht zusammen, dass stellenweise die Undurch-
dringlichkeit indischer oder brasilianischer Urwälder erreicht wird. Aber die Region, die mit solchen Wäldern
bedeckt ist, ist nicht so sehr gross und meist von Grasländern durchln-ochen. Im ganzen herrscht in Afrika
der Steppencharakter vor.
Die geringe Zahl von Hochgebirgen scheint der Entwicklung einer abwechslungsreichen Schmetterlings-
fauna wenig günstig. Nur sehr wenige afrikanische Landschaften lassen sich in einen entfernten Vergleich
mit dem überaus mannigfaltigen Charakter asiatischer Gebirge, wie des Himalaya, der Sunda-Bergkette oder
den japanischen Gebirgszügen bringen, ebenso schwer wie mit der ungeheuren Andenkette Amerikas. Nur
Abyssinien, der Kilima-Ndjaro und Madagascar zeigen stärkere Erhebungen und tiefer eingeschnittene Täler,
zu denen etwa noch die schon sehr weit südlich gelegenen Drachenberge gerechnet werden können. Die
Berge von Kamerun, von Togo, Benguella und die Nilgebirge sind nicht hoch genug, um faunistisch mit
dem umgebenden Tiefland in Kontrast zu treten, und die der Küste naheliegenden HUgelzUge, die Quer-
ketten , welche die Steppen und W^üsten des ausgedehnten Inneren durchziehen , entfernen sich kaum vom
Dünen Charakter .
Der phj'sikalische Charakter Afrikas ist kurz folgender: Das Innere ist Hochland, das schnell, oft
in Stufen, zur sandigen Küste ajjfällt. Kurze aber energische Jahresregen schwemmen gewaltige Wasser-
massen auf das Hochland, die sich in wenigen aber tief bettigen Flüssen nach dem Meere wälzen. Diese
überspringen die Stufen, die vom Tafellande zur Küste herabführen, in wilden Katarakten, bis das Küsten-
tiefland erreicht ist, wo die Wassermasseii die oft ungeheuren Flusstäler füllen, sie überschwemmen und
schliesshch in vielarmigem Delta das Meer erreichen. Die Cberschwemmungen treten , als eine natürliche
Folge der Hochlandregenzeiten, regelmässig und sicher auf, so dass die Natur, besonders auch die Tierwelt,
ihnen angepasst ist, ja dass selbst der Mensch, wenn er es, wie die alten Ägypter, versteht, mit den Wassern
zu arbeiten, sie zu nutzbringender Berieselung zu stauen und eine rationelle Drainierung zu ijefi-eiben
gelernt hat.
XIII 1
2 EINLEITUNG. Von Dr. A. Seitz.
Das eigentliche Waidgebiet überdeckt in Afrika nur denjenigen Teil der heissen Zone, der von 10"
Nord bis unget'ähr '20" Süd reicht. Aber auch hier tritt der eigentliche Uiwald nur an einzelnen Stellen
bis an die Küste heran, und ebenso erreicht er nicht in zusainmenhängeiuleni Komplex das hochgelegene
Innere sondern immer häufiger ziehen mit oft riesenhohen Gräsern bestandene Steppen durch seine Fläciien
iiindurch die sich mehr und mehr zu dem fast ganz Zentral-Afrika in unabsehbaren Ebenen überdeckenden
(Grasland zusammenfügen. Innner dürftiger und durchsichtiger werden nach dem Hochlande zu die zuletzt
nur noch streifenförmigen Galleriewälder, bis schliesslich nur vereinzelte Kandelaberbäume wie versprengte
Findlinge die Einförmigkeit der Steppe unterbrechen.
Charakteristisch für Afrika sind die Dornen der Vegetation. Auch in Amerika und in Indien trifft
man Stachelgewächse genug, aber doch nur vereinzelt, eingesprengt in Dickichte harmloser Gewächse.
Aber in Afrika ist unter den wildwachsenden Pflanzen kaum ein Kraut oder ein Strauch, der nicht sticht,
ritzt, hakt oder krallt, in einer für den Wanderer überaus lästigen Weise. Selbst die hochwachsenden Akazien
und 'Mimosen reifen Dornen, die sie zum Überfluss noch abwerfen, und die dann, stets zu dreien sparrig
zusammengefügt, unter den Bäumen umherliegen und, da infolge der nach drei Seiten auseinanderstarrenden
Stacheln slets ein Dorn nach oben gerichtet sein muss, dieser einer Fussangel gleich wirkt.
Diese Unnahbarkeit der das heutige Afrika überdeckenden Pflanzen lässt uns auf eine Charakter-
eigentümiichkeit der Vegetation schliessen , die uns wiederum manches tiergeographische Rätsel löst. Die
he"iitii,'e Flora Afrikas ist nämlich ein dürftiger Rest, ein Überbleibsel einer einst ungeheuren Zahl von
Pflanzenarten, von denen fast sämtliche geniessbaren Laubpflanzen ausgerottet sind. Ausgerottet durch den
schier i)hänomenalen Reichtum Afrikas an laubfressenden Tieren: einem Reichtum an Herden von grossen
Wiederkäuern, Dickhäutern und Einhufern, wie ihn kein anderer Weltteil je gekannt hat. Wenn ich zu-
weilen sah, wie, noch ehe die eine Herde am Horizonte verschwunden war, schon wieder die nächste auf-
tauchte, um Nachlese zu halten: wenn ich sah, wie jedes von der weichmäuligen Gazelle noch verschonte
Stachelkräutchen sofort von einem grösseren, derberen Wild verzehrt wurde, da war mir klar, warum so
weit das Auge reichte nur zähes Stachelgras, scharfdorniges Gestrüpp, nur DistelblUten und ungeniessbar
bittere Wennut oder beissende Salzkräuter zu erblicken waren. Da wurde mir aber auch klar, wie dieser
furchtbare Kampf, den die Vegetation gegen ihre Vernichter zu kämpfen hatte, auf die Insekten-, besonders
die Lepidopteren-Fauna, wirken musste. Ein fast vollständiges Fehlen der monophagen Laubfresser, die
sich nicht dornen- oder giftführende Pflanzen zur Nahrung auserkoren haben, war eine notwendige Folge
davon: ebenso die weite Verbreitung derjenigen Steppenbewohner, die lange Trockenzeiten überstehen
können: ein Überwiegen derjenigen Formen, die nur eine Generation mit schneller Ablaufszeit reifen oder
die in zweiter Generation völlig andere Vegetations- und Wetterveihältnisse zu ertragen geeignet sind u. s. f.
Ja, ich möchte sagen, dass es fast keine Fauna der Erde gibt, deren Eigentümhchkeiten sich so ungezwungen
aus dem Charakter des Heimatlandes herteiten. wie gerade die afrikanisclie : und diese Eigentümlichkeiten
hervorzuheben wollen wir in den folgenden Zeilen versuchen.
Eine universelle Verbreitung \neler Arten innerhalb des ätliiopischen Gebietes, die sich fast über
das ganze Gei)iet erstreckt, ist die hervorragendste Eigentümlichkeit. In keiner andern Fauna kommt in
ähnlichem Grade vor, dass ein Falter, nennen wir z. B. für Afrika die J)<()i<u>! vhrysippua, die Pi/nnneis cin/iii,
Liicictia bttetka, Deiopein piikheüa, Cutopsiüa florella, Celerio celerio u. v. a. an der Nord- wie an der Süd-
grenze, im äussersten Westen, wie im Osten des Gebiets in annähernd gleicher Häutigkeit auftritt.
Stark ausgebildeter Polymorphismus ist weiterhin charakteristisch. Er resultiert daraus, dass viele
Species sowohl nach Geschlecht, wie nach Jahreszeit und dann nochmals nach der Lokalität variieren.
\'iele Arten haben sowohl für das o" wie für das V eine charakteristische Regenform, wie Trockenform, so
dass schon für jeden Punkt der äthiopischen Fauna manche Arten in 4 gut unterschiedenen Formen \or-
kummeii. .Mitunter ändern sich diese Fonnen schon in nahegelegenen Landschaften vollständig, und es
erklärt sich so, dass mitunter für eine einzige Art über 30 verschiedene Arten aufgestellt worden sind, die
wir heute unter dem Begrifl" einer KoUektivart zusammenzufassen haben.
Auch die Mimicry spielt hier mit herein, und zwar in einer gerade für Afrika charakteristischen
Form. Wir haben die sogen. »Uniformen*, wie wir sie z. B. in Amerika kennen lernten, auch in Afrika.
Modeile sind hauptsächlich die Atiiaiiris-Arien und die Acraeen. Echt afrikanisch ist dabei aber die souveräne
Ausseraclitlassung der Grössenverhältnisse. Weit mehr als dies in andern Gebieten der Fall ist, finden wir
unzweifelhafte Nachbildungen und Ähnlichkeiten in Farbe und Zeichnung, wo ein so gewaltiger Grössen-
unterschied besteht, dass nian jede wirkungsvolle Täuschung als von vornherein ausgeschlossen betrachten
sollte; wer aber die afrikanische Fauna genau kennt, hält diese Täuschung nicht für ausgeschlossen, sondern
sogar für von der Natur gewollt und für sehr möglich, und zwar aus folgendem Grunde.
Ein grosser Reichtum an Zwerg- und Kümmerformen tritt uns bei Besichtigung reichhaltigeren
afrikanischen'' Materials entgegen. Grosse, tiefgeftirt)te und kräftig gebildete Regenzeitformen können als
Trockeiiformen winzige. blassgefärt)te und fast zeichinuigsiose Falterchen haben. So beobachtete ich bei
tägliclien Ausflügen , Wie die mir vorfliegenden Individuen einer 'J'n-<ia>l i,s- Ar\ von Tag zu Tage kleiner
waren , so dass die Grösse der beobachteten Tiere binnen kaum 6 Wochen auf weniger als die Hälfte des
EINLEITUNG. Von Dr. A. Seitz. ' 3
ursprünglichen Masses ziuiickging; und ich besitze afrikanische Pieriden, die kaum mehr als ein Drittel
gleichartiger Individuen aus der nämlichen Gegend messen.
Dass in einem Weltteil wie Afrika, wo in- vielen Gegenden ständig, in fast allen wähi-end der
Sommerdürre, das Rotgelb staubigen un<l felsigen Untergrundes die Hauptrolle unter den Landsciiaftsfarben
spielt, auch die Falterwelt diese Farben in allen denkbaren Mischungen und Nuancierungen trägt, ist eine
natürliche Folge der Anpassung in der Natur. Gut zwei Drittheile von den Tagfaltern Afrikas sind rot-
braun, gelb- oder dunkelbraun gefärbt. Die Arraen , Danais, Mi/ca/eifis, Hcnotcsia, Ypthiiiin, die Ldchnopteru,
AteUii , manche Precix, Ci/iiinthoi', ja selbst viele Lycaeniden {Miiiiacnwa u. a.) haben braune oder sandgelbe
Grundfarbe. Es ist bemerkenswert, dass dies gerade die besonders häufigen, zuweilen massenhaft auf-
tretenden Arten sind, während die andern, oft prächtig gefärbten Gattungen, die Chiiraxcs, Pajiilio, Neptis,
lli/po/iiiiiias, Eitphai'dra etc. wohl vielfach nicht selten , aber in ihrem Auftreten doch mehr vereinzelt sind,
so dass man sie nicht mit so viel Recht als Charakterschmetterhng Afrikas bezeichnen kann, als die
vorerwähnten.
Für viele Gegenden Afrikas, besonders dessen südlichen Teil chaiakteristisch, und durch die klima-
tischen Eigentümlichkeiten bedingt ist eine kurze Erscheinungs- und Flugzeit der einzelnen Falterarten.
Selbst im paläai-ktischen Süden gibt es eine grosse Anzahl von Faltern, die \\\v in kaum wechselnder Selten-
heit das ganze Jahr hindurch antreffen; so z. B. ('/n-i/soji/iKiius j>lil(ii/as, Li/cariia liadiai, die /^«/vor/r-Arten u. a. m.
Eine Reihe von Generationen löst einander ab und greift so ineinander, dass es z. B. an den Mittelmeer-
küsten kaum einen Tag im Jahr gibt, an dem uns bei Sonnenschein nicht beispielsweise eine Parai-ge nier/era
vorfliegen könnte. Das gerade Gegenteil haben wir aber in gewissen Gegenden Afrikas, so z. B. am Kap.
In einem relativ kleinen Teil des Jahres spielt sich die ganze Lebensgeschichte einer Art ab, bis zu dem
dann folgenden Ei- oder, häufiger noch, Puppenzustande. Diese Puppe aber liegt dann den ganzen Rest
— oft drei Viertel — des Jahres leblos und ohne verfolgbaren Fortschritt in ihrer Entwicklung, bis die
kurze Faltertlugzeit naht. Am Ende ilerselben sterben dann die Tiere ganz schnell ab , so dass man trotz
der schnell mit den Leichen aufräumenden Ameisen manchmal die abgestorbenen Insekten wie gesät umher-
liegen sieht, und zwar ohne dass ein plötzlicher Witterungsumschlag eine allgemein wirkende Todesursache
abgegeben hätte.
Wenn wir den enormen Unterschied bedenken, der die dürren Steppen Afrikas von dessen üppiger
Waldregion trennt, so erklärt sich leicht, warum die Verteilung der äthiopischen P'auna eine so ungleich-
massige ist. Dies tritt uns besonders deutlich entgegen, wenn wir die Artenzahl betrachten, mit der die
einzelnen Schmetterlingsfamilien im äthiopischen Gebiet vertreten sind.
Die Papilioniden sind mit ca. 100 Formen vertreten, aber so ungleichmässig, dass es grosse Distrikte
in Afrika gibt, in denen Papilio-Arten überhaupt nicht vorkommen. Der einzige Distrikt des paläarktischen
Gebietes (kleinere Inseln ausgenommen), wo das Genus PapiUo gänzlich fehlt, liegt ja ebenfalls auf afrika-
nischem Boden, in Ägypten. Aber wenn auch die Papilio-losen Landstriche in Afrika nicht sehr gross sind,
so besitzen ungeheure Länderstrecken des äthiopischen Gebietes nur eine Species, nämlich den einzigen,
universell verbreiteten afrikanischen Fapilio dcntodocux. Diesen Papilio-armen Gegenden stehen Gebiete an
der tropischen Westküste gegenüber, in denen man an einem Tage über ein Dutzeiul P^z/wV/o-Formen beob-
achten kann, die also in ihrem Segelfalter-Reichtum mit den schmetterlingreichsten Gebieten von Südost-Asien
oder Süd- Amerika in Vergleich treten. Immer aber bleibt eine Eigentümlichkeit beachtenswert: dass dem
afrikanischen Kontinente die geschützten Schwalbenschwänze, die Arist olo chi enfalt er, völlig fehlen.
Es gibt deshallj auch in Afrika keine PiipiUo, die anderen PajJ/lio-Arten nachgebildet scheinen; ein Verhalten,
das in Asien und Amerika in so hohem Masse in die Erscheinung tritt, dass sich ganze Falterreihen bei den
PhuniiacoplKKjuK und den l'apilin k. .s. wiederholen. — Auf der Insel Madagaskar allein, die, besonders in
ihren höheren Tieren, eine so überraschende Hinneigung zu Indien zeigt, dass darauf allerhand vorgeschicht-
liche Hypothesen basiert wurden, kommt ein Falter vor — Papilio antenov — der zu den Pharmacopliagas
gezogen wurde. Noch muss, als eine eigentümliche Bildung der afrikanischen Papilionen-Fauna des im
männhchen Geschlechte riesenhaften Pap. (Dilininfhus Erwähnung getan werden, der das etwas verzerrte
Bild einer gigantischen Acraea zu bieten scheint. Das viel kleinere ? aber (für welches Geschlecht die
Nachahmung besonders Bedeutung hat) ähnelt tatsächlich einer grossen Acräe der Gattung Planeiiia und es
ist daher nicht erforderlich , bei der Suche nach einem Modell für P. aiüiiiiarhus an ausgestorbene Riesen-
acräen zu denken. Für die völlig fehlenden Aristolochienfalter der Gruppe Oruithoptera ist in einem sehr
grossen Falter der Westküste, dem Pap. zaliit<i.ris, ein Äquivalent geboten. Die völlig ungerechtfertigte Hinzu-
ziehung des ziibiioxis zur Ormtho]>(eya-{ji'\i\i^Q war auf rein äusserhche Gründe hin geschehen.
Die Pieriden teilen sich mit den Acräen in Afrika in die Herrschaft über das Gebiet. Für alle
waldlosen Gebiete Afrikas sind die Pmiro/nft charakteristisch, die in recht schnellem Fluge über die Sand-
dünen und Felsrücken der Wüste hinsausen und selbst da noch zahlreich auftreten, wo schon die Wasser-
losigkeit einer Gegend der Vegetation eine Grenze gesetzt zu haben scheint. Indessen bietet ein Kapernstrauch,
eine zwischen Steinen eingeklemmte Gruzifere immer noch Nahrung genug für die schmächtigen Weiss-
linge dieser Gattung. — Eine höchst sonderbare Erscheinung ist auch Pseudopontiü', ein zartes, mit breiten,
4 EINLEITUNG. Von Di: A. Seitz.
völlig abgerundeten Klügeln versehenes Tierchen. Bei ihm ist die äussere Gestaltung des Körpers ebenso,
wie die in ihrem .systematischen Wert vielfach überschätzte Flügeladerung derart abweichend von der anderer
Pieriden, dass man über die Familienzugehöiigkeit der I'srii(/"ii()iil/a \ielt'acii im Zweifel war, dass sogar
gezweifelt wurde, ob man es hier mit einem echten Tagfalter zu tun habe. — Je mehr eine afrikanische
Gegend Vegetation zeigt, um so grösser und stattlicher werden die sie bewohnenden Pieriden und die
l'ieris-, Ajipias- und Kronia-Fovmen des heissen Afrika gehören schon zu den imposanteren Vertretern der
Familie der Pieriden.
Die Danaiden spielen, trotz der relativ geringen Formenzahl infolge ihres Individienreichtums eine
grcsse Rolle in .Afrika. Nur dem nordwestlichen Teil des Kontinents, dem noch paläarktischen Marokko
und .Mgerien, fehlen .sie gänzlich; sonst sind sie, selbst in ptlanzenarmen Wüsten, fast überall zu finden,
zum Teil in hervorragend schönen Formen. Die im ganzen indischen Gebiet als Charaktertiere heimischen
Eiijtliii'ii fehlen in Afrika fast gänzlich und sind einigermassen ersetzt durch die weit weniger fornieiueiche
Gattung AiiKtiiris.
Dil' Satyriden .stehen in dem zum grossen Teil in den Tropen gelegenen ätliio|)ischen Gebiet ziem-
lich im Hintergründe. An den ca. 150 Arten sind die kleinen oiler niittelkleinen Gattungen }^ijralexl>; und
Yplhiiiiii am stärksten beteiligt. In der Gattung Meneris erstehen im äussersten Süden noch stattliche Ge-
stalten, imniei'liin ein ärmliches Aipiivalent gegen die artenreiche Gattung S<iti/nis im Norden der Alten Welt
und die llrtiroiiijiiiplKi im australischen Süden. Beziehungen mit den Nachbarfaunen werden gegeben durch
die versprengte Form Parurge DKiderakal von Abbyssinien, der einzigen nicht-paläarktischen Pararrje , und
gemeinsam mit der indischen Fauna i.st die durch den ganzen wärmeren Teil der Alten Welt verbreitete
Mr/iiiiilix Icclii. Die Gattung E/i/mnias, deren indische Angehörige Kuplafin- oder />''«(//.s-Formen nachahmen,
hat für ihre afrikanischen Formen die dort heimische Gattung Amauris zum Modell.
Vollständig fehlen in Afrika alle nicht zu den Satyriden zählenden Familien der Satyromorphen.
Weder die Morphiden, noch die Amatliusiiden, oder BrassoHden haben in Afrika Vertreter odei' Verwandte,
die man als ein A(pii\alent der Riesenfalter ansehen könnte.
Dif Nymphaliden, deren relativ gleichmässige Verbreitung über die Erde wir schon an anderer Stelle
(Bd. IX, ]). 4j erwähnt lml)en, machen, wenn wir die den Melitaeen nahestehenden Andia mit hereinnehmen, genau
ein Di-ittteil aller bis jetzt bekannten afrikanischen Tagfalterformen aus. In den Chanixcs, von denen man
100 lein afrikanische Formen kennt, in den Ci/mol/ioi', mit über 50, den Kin-i/iiluiir, Diesfoi/i/mi und Eujihacdra
(den alten PiDiiiildcosoiiia) mit zusammen 100 Arten ist ein reiches Kontingent ini])0santer Tagfalter gegeben, das
bei der gegenwärtigen Zunahme unsrer Kenntnis \on Inner-Afrika in stetigem Wachsen begriffen ist. Be-
merkenswert ist, dass die ca. :S00 grossen Formen afrikanischer Nymphaliden sich fast sämtlich um die
.\(piatorialgegen(len scharen, der Süden des Kontinentes aber ganz arm an grösseren Nymphahden und der
(paläarktische) Norden Afrikas gar nur wm 7 grösseren und fi kleineren Nymphalidenarten bewohnt ist.
Die Acraeen zählen in Afrika über 150, z. T. ineinander übergehende Formen und man trifft im
äthiopischen Geliict keinen Hügel, keine Steppe, kein Flussufer, wo nicht diese dünnbeschuppten, unbeholfenen,
schwachen, aber durchaus zählebigen Falter zu beobachten sind. In der paläarktischen Fauna haben sie nur
eine, "kaum das Gebiet erreichende Art, und im indischen Gebiet ebenso nur wenige veisprengte Vertreter. Aber in
Amerika hat sich ein Parallelzweig in der Gattung Arliiiolc entwickelt, der indes, wie gross auch seine
Formenzahl ist, weder nach Süden noch nach Norden den W^endekreis nennenswert überschreitet.
Die dritte Gruppe der »Acraeomorphen Nymphalinen« . die Maracuja-Falter Fritz Müi-lek's, die in
den indischen Tropen durch die <\ihoHici, in den amerikanischen durch die BclironiiiK und die Nymphaliden der
Colaf'u/n-Gvnp\w re|)räsentiert sind, haben in .\frika keine Verti-eter.
Ganz schwach vertri'ten sind in .\frika auch die Libytheiden und die Eryciniden. Bei ersteren
fällt dies weniger auf, da, wiewohl die L/hi/Ihru fast über die ganze wärmere Erde verbreitet und meist auch
häutig sind, es doch kaum ein Land gibt, in dem man nu'hr als eine Form dieser meikwürdigen Gattung an-
trifft. Was die Eryciniden betrifft, deren Schwerpunkt im tropischen Amerika liegt, so erscheinen sie in
Afrika in der gleiclien l'nscheinharkeit luul Dürftigkeit der Arten, wie im paläarktischen und indoaustralischen
Gebiet, nändich in mir 10 Formen.
Die Lycaeniden machen ihrem Formenreichtum nach etwa ein Drittteil der gesamten Tagfalfer-
fauna des äthiopischen Gebietes aus. In den sandfai'benen, z. T. mimetisch ausgearteten Ciattungen Miniu-
criK'o, Psr)((lrrtHiii , fji/ilnifi, l'rnli/a etc. bieten sie uns völlig fremde Modifikationen des Ljcaenidentjpus,
während wir in Ajilniariis, JJ/ai/is u. a. Analogien zu aus andern Faunen bekannten Gruppen {('igariiis, Chnj-
fiiijßlitniifs) erblicken. Li/rai)icstli<s , Ijumjiides, Zizaru, lohiiis, Deudwix bewahren auch im äthiopischen Afrika
ihre universelle Verbreitung.
Die Grypocera, durch die einzige Familie der Hesperiden gebildet, leben in Afrika in etwa 350 Arten ;
es entspricht dies ungefähr der Verbreitung, wie sie die Gruppe auch im wärmeren Asien besitzt. Hinter dem
Heer der amerikanischen Familiengenossen steht diese Zahl aber, wenn sie auch an sich nicht unbeträcht-
lich scheint, bedeutend zurück. Hervorragend sind die Arten der Gattung Rhoi)alocampla in Afrika ein-
EINLEITUNG. Von Dr. A. Seitz. 5
heimisch, die, wievvnlil den näciitlichen hmcnr verwandt, doch auch bei Tage fliegen. Iilir)palociiiii}it(( forcs/aii,
mit schnurrendem Nachtfaltertluge, der in Afrika weit verbreitet ist und oft in Unzalil die Idüiicnden Bäume
umschwirrt, gehört sogar zu den Charaktertieren vieler afrikanischer Landschaften. Mit Amerika hat das
äthiopische Afrika nicht eine einzige Hesperidenform gemein, mit Europa nur ganz wenige, während die
Atlasländer fast ausschliesslicii Nebenformen europäischer S])ecies beherbergen. Die Celacnorvhbms, ( 'yii(iiiidr><,
Baorix, Caenides und Farda/eodes, sowie die oben erwähnten lihopalocaniptu sind die am stärksten vertretenen
Gattungen Afrikas.
Von den Heteroceren tritt uns zunächst die Famihe der Zygaeniden in einer Reihe von Formen
entgegen, die unsrer Gattung Zt/f/dena sehr nahe stehen und die diese sonst ganz paläarktische Gattung im
äthiopischen Gebiet vertreten. An die Stelle des Garmoisinrot unsrer europäischen Zijgaena ist bei den süd-
afrikanischen Verwandten zumeist Hochgelb getreten; sonst sind die Zutulba, Neurosymploca und Aric/ialcu
in Form und Grösse nur wenig von den Europäern abweichend. Sehr auffallend ist, dass die eigentlichen
Chalcosimae, die artenreichste Gruppe der Zygac'nidue, in Afrika fast nicht vertreten sind, obwohl tlie Gattung
Chulcosia selbst liis nach Aden in Arabien, also in einen Annex des äthiopischen Gelnetes hineinreicht. Die
\venigen afrikanischen Chalcosiinen-Gattungen entfernen sich bereits ziemlich weit von dem tj'pischen Cha-
rakter dieser Subfamihe, so dass man ihre völlige Eliminierung aus derselben wohl in Erwägung ziehen
kann. — Mit einer kleinen Anzahl von Formen ist die Subfamilie der ITimantopterinae in Afrika vertreten,
die man früher unter dem Namen TInjmaridac für eine eigene Familie ansah. Es sind Tei-mitenfreunde,
deren sonderbar umgestaltete Hinterflügel zweifellos eine bestimmte biologische Bedeutung haben.
Die Syntomidae sind, wie in allen tropischen Ländern, so auch im heissen Afrika gestalten- und
formenreich in ihrem Vorkonunen. Die l'seudonadia und Sfidünudia vertreten die paläarktischen Bi/sdiuxs
und sehr viele Gattungen, wie Taxcia, Etdomis, Myopsijdie, EpiUtxis, Thyretex, Apisa, die artenreiche Metardia u. a.
sind ganz auf den äthiopischen Weltteil beschränkt.
Die Lithosiidae, durch die ganze Welt zerstreut, haben auch in Afrika viele Formen. Als un-
scheinbare, von den Laiensammlern wenig beachtete Nachtfalterchen, sind \iele von ihnen eist spät bekannt
geworden und gerade für Afrika steht zu erwarten, dass die jetzt seit kurzem beginnende intensivere Durch-
forschung viele neue Formen zutage fördern wird.
Von den Arctiidae wurde schon in den Einleitungen zu Band V und Band IX gesagt, dass ihre
Hauptheimat, wenigstens was die typischen, bunten Gattungen betrifft, in der gemässigten Zone liegt. In
Afrika sind es ganz besonders die mehr einfarbigen Diacrisia und Kstiyii/cnr, die dort die Familie repräsen-
tieren. Dies gilt aber nur für den Teil Afrikas, der das äthiopische Faunengebiet ausmacht; der paläark-
tische Norden dokumentiert durch das Voi'kommen echt nordisch-bunter Bären, wie Ardiu villk-a, fuxdida,
diilo, seine Zusammengehörigkeit mit Euro]>a.
Zu den Hypsidae hat man eine Anzahl Gattungen gerechnet, die z. T. Afrika eigentümlich sind,
wie Efjybolis, Caryath u. a., teils durch die Tropen der Alten Welt zerstreut sind, wie EliyiHn. Solange diese
Gruppe, die wohl nur die LTnterabteilung einer andern Familie bildet und aus der manche Gattungen- ent-
fernt werden müssten, nicht genau begrenzt und systematisch bis ins Detail bearbeitet ist, haben faunistische
Betrachtungen der ihr zugerechneten Formen keinen grossen Wert.
Für die Nyctemeridae gilt fast das gleiche, wie für die vorige Gruppe. Eine ganze Anzahl der
früher hierher gerechneten, mitunter ausschliesslich äthiopischen Gattungen, hat sich als falsch untergebracht
erwiesen. Die Gattung Nydemera selbst ist mit einer Reihe von Arten vertreten, wobei sich auch mimetische
Formen befinden (Nydemera acracina), die das beliebteste Modell Afrikas, die Acraea, kopieren.
Die Liparidae mit ihrer universellen Verbreitung haben auch im äthiopischen Gebiet ihre eigen-
tümlichen Gattungen. Zumeist gehören die afrikanischen Arten weitverbreiteten Gattungen an, wie Oryyju,
Lymantr'ia, Dasydüra, Aroa usw.
Die Psychidae sind in ihren faunistischen Beziehungen zu den einzelnen Ländern und Weltteilen
schon im V. Band (p. 7) charakterisiert wor'den. Von der Südhälfte Afrikas, bezw. von Madagaskar sind im
ganzen erst wenige Arten, darunter allerdings auch grössere Formen, publiziert; es steht aber zu erwarten,
dass, wenn geordnetere Verhältnisse in Innerafrika erst die Raupenzucht gestatten, die Zahl bekannter afri-
kanischer Psychiden sehr erheblich steigt.
Merkwürdig ist das auffallende Zurücktreten der Limacodidae im tiopischen und südlichen Afrika.
Neben einigen wenigen Veitretern allgemein verbi-eiteter Genera, wie Faram (yeiiera), Miresa und X(dada
finden sich kaum speziell afrikanische Formen in dieser Familie. Wenn auch die Tatsache, dass von dem
bezüglich seiner Heterocerenfauna besser bekannten Madagaskar mehr Formen als vom Festlande bekannt
sind, Hoffnung auf zahlreiche bevorstehende Neuentdeckungen erregt, so ist doch unverkennbar, dass der
Westen der Alten Welt von dieser sonst fast kosmopohtischen Gruppe gemieden wird, worauf wir ja schon
gelegentlich der Verbreitung der Limacodidae in Europa hindeuteten.
Die Sammelgruppe der Notodontidae ist im ganzen sehr schwach vertreten. Die in Afrika ein-
heimischen Gattungen wie Anaphc und AiUheua sind bemerkenswerterweise solche, die den typischen Noto-
6 KIXI.KITUNG. Von Dr. A. Seitz.
dontidenformen ferner stehen, während gerade die sonst verbreiteten charakteristischen Genera fehlen, so z. B.
die echten Gabelschwänze, die doch sonst über die ganze Erde verbreitet sind. Es ist dieses Fehlen der Cmim
südlich der Sahara um so auffallender, als nördlich derselben diese Spinner in einer Zahl auftreten, die nur in
einzelnen Distrikten Ost-Asiens annähernd, in Europa aber niemals erreicht wird. Ich sah in Nord-Afrika
Gruppen alter I'a])peln, die nicht mehr den geringsten Rest eines Blättchens aufwiesen; so gründlich waren
sie von den J)innni(r(i-RAU])en entlaubt. Ob die kapische Dkrunuropsis vilis FIdr. den Dicraimm oder Cemra
sehr nahesteht, vermag ich nicht zu entscheiden. — Dass die in der Alten Welt verbreitete Gattung Plmh-vu
in Afrika nicht \ertreten ist, ist eine Farallelerscheinung zu obigem Verhalten.
Die Sphingidae zeigen infolge ihres kräftigen und ausdauernden Fluges nicht so viele auf kleinere
Distrikte isolierte Arten als dies schwerfälligere LepidopterenfamiHen tun. Das äthiopische Gebiet hat nicht
ganz ein Vierteil aller bekannten .S))hrngiden zu Einwohnern, darunter aber .sehr viele ihm eigentümliche
Arten. Auch hier zeigt sich wieder das merkwürdige Verhalten, dass die Sahara selbst für tliese leistungs-
fähigen Flieger, die das Mittelmeer mit Leichtigkeit überfliegen, eine einschränkende Barriere bildet, denn
es ist nur ganz vereinzelt gemeldet , dass eine der zahlreichen Schwärmerarten des tropischen Afrika als
Irrgast nördlich der Sahara erschienen wäre.
Die Saturnidae zeigen die gleiche Eigentümlichkeit. Im paläarktischen Nord-Afrika lebt nur eine,
dem Typus nach südeuroi)äische Saturnide , tidturnht id/initini ; südlich der Sahara aber kommt eine lange
Reihe eigentümlicher Arten und selbst Gattungen vor. Wahrhafte Riesengestalten, wie Philosmnid plölzi,
Hunnen plutidiniii , Niidfiiar/id Ixirnis etc. imponieren durch ihre Grösse und die enorm lang geschwänzten
Eiidnniioniti durch ihre Gestalt; Buloccra und Ludia täuschen sitzend ein unscheinbares, verschrumjtftes
Blättchen vor; aber von allen diesen merkwürdigen Formen, wie gute Flieger auch manche sein mögen,
hat auch nicht eine den Weg durch die grosse Wüste nach Norden gefunden. So hat denn das äthiopische
Afrika aucli hinsichtlich dieser universellen Familie seinen besonderen Gharakter gewahrt und seine Fauna
den Eigentümlichkeiten des Landes angepasst. Zu letzteren gehört ein enormer Reichtum an alles zer-
störenden Insekten, wie Ameisen und Termiten, und wir dürfen es wohl als eine speziell gegen diese Zer-
störer gerichtete Schutzmassregel betiachten, dass viele von den frei in der Erde ruhenden äthiopischen
Safurniden-Puppen eine Puppenschale von ganz enormer Härte und Widerstandsfähigkeit haben; so sind die
Puppen von (rijnanisa, yuddiirelhi, Anthfmi'a inddberf/i u. a. geradezu gepanzert.
Die Lasiocampidae sind gut vertreten, liesonders der Süden des Gebietes und Madagascar ist von
zahlreichen Arten bewohnt. Manche der hierhergehörigen Falter kommen aus ungewöhnlich grossen Raupen,
von denen manche durch Entzündung erregende Haare geschützt sind.
An Cossidae und Hepialidae ist das äthiopische Gebiet nicht reich. Einige imposante Formen der
A'/y^ew/cs-Gruppe und sehr wenige Arten der Gattungen Pli/rlioloimi , Ikdam und Phassus bilden kein aus-
reichendes .Äcjuivalent gegen die gigantigen australischen Gossiden und die Hepialiden Phassiis f/i(jfintci(s von
Amerika und Pic/m lii/dr(i<jirijtlius von Xeu-HoUand. Dagegen lebt in Südafrika die schönste aller Hepialidae,,
sowie die schönste Gosside; erstere, Leto cenus, hat auf dem rotgelben Vordertlügelgrunde dichte Reihen
grosserSilbertropfen und die Gosside (oder Zeuzeride, wie gewöhnlich geschrieben wirdi Chalcidica auvoejutlata
ist auf blauem Grunde mit goldgelben Punkten übersät.
Die hier nicht genannten, kleineren Gruppen der Bombvciden tragen nicht so viel zur Gharakteri-
sierung der äthiopischen Fauna bei, dass sie hier bespioclien werden müssten; nur eine Gruppe nuiss hier
aufgeführt werden, obwohl sie nur zwei einander nahesteiiende Vertreter in der afrikanischen Fauna hat.
Es ist die Familie der Uraniidae, deren südostafrikanische Arten T. eroeaun und riphem mit grün- und gold-
schillernden Bändern vielleicht die schönsten aller bekannten Lepidopteren sind.
Zu den Noctuen bilden eine Übergangsfamilie die Agaristidae. Ihre vornehme Färbung, ihr leichter,
eleganter Flug und die gefällige, aller grotesken Verzerrungen entl)ehrende Form lassen sie als eine der
bevorzugtesten Gruppen erscheinen und die Angehörigen ihrer auf das äthiopische Afrika beschränkten Gat-
tungen Anapheld und Xardlmspiloptenjx fallen selbst dem Niclitentomologen auf Aber in den meisten Gegenden
.\fiikas sind die Agaristiden nicht häutig und da sie auch meist recht scheu sind, wird man ihrer nicht
leicht ansichtig.
Die Noctuen selbst sind in Afrika ebenso variabel wie in den andern Faunen. Besonders lange
Perioden grellen Sonnenscheins und absoluter Regenlosigkeit lassen die den JJe/iot/ii.s und Äcontid nahe-
stehenden kleinen, lebhaft gefärbten Tageulen überwiegen, gegenüber den in der gemässigten Zone zahlreicher
auftretenden Af/rotis und MnmeMrd. Die ddoeidd, in dem nördlicli \on der Sahara gelegenen Afrika noch
in 8 Arten und im Sommer in Myriaden von Individuen auftretend, fehlen dem äthiopischen Gebiet total;
Ophiderex und Ophiiisa und die schönen Miniodes treten an ihre Stelle. Grosse Dämmerungseulen sind stellen-
weise nicht selten, aber es gibt keine Form, die der gigantischen .\merikanerin Thijxdnia dr/rijipina nahe-
kommt ; höchstens kleine Exemplare des h'rcbiis odoru werden ei'reicht von der in Indien wie in Afrika
unter Brücken nicht seltenen Patida macrops.
EINLEITUNG. Von Dr. A. Seitz. 7
Die Geometriden bieten ebensowenig auffallende Charakteristika für das äthiopische Gebiet, wie
die Noctuidae. Macaria und Boarmiiden, letztere besonders im Süden, spielen eine ebenso dominierende
Rolle, wie in anderen Gebieten. Im tropischen Afrika treten in den Vordergrund grosse, in der Zeichnung
und Färbung an Abnixaa erinnernde Tagspanner, die gewissermassen die Emchemon des orientalischen Ge-
biets ersetzen. Manche Arten und Gattungen standen früher bei den Bombyciden und noch jetzt scheint
bei Unkenntnis der Raupe manche hierhergerechnete Art in ihrer systematischen Stellung ungewiss.
Das wäre in grossen Zügen ein Bild von den die äthiopische Fauna zusammensetzenden Falter-
familien, so wie sie sich bei einer obertlächlichen Betrachtung ihrer durch Grösse, Gestalt, Arten- oder Indi-
viduenanzahl hervorstechenden Gattungen darstellten. Natürlich ist das Bild der Schmetterlingsfauna im Ge-
biet selbst ausserordentlich wechselnd; in welcher Weise, darüber soll das Spezialstudium der folgenden
Kapitel Aufschluss geben.
TAGFALTER
XIII
Ausgegeben 21. VJJI. Of<.
1. Familie: Papilionidae, Segelfalter.
Taster bei allen äthiopischen Formen klein, dem Kopfe dicht anliegend. Die Vorderbeine bei beiden
Geschlechtern vollständig entwickelt; die Vorderschienen etwa an der Mitte ihrer Innenseite mit einem
flachen Dorn (»Schienenblatt«). Die Submediana der Vflgl entsendet aus ihrer Wurzel nach hinten einen
kurzen Zweig, welcher in dem Hinterrande des Flügels, vor dessen Mitte, mündet. Die Hflgl nur mit einer
Innenrandrippe, indem die Rippe i a fehlt. Die Fussklauen einfach. — Ei gerundet oder etwas flachgedrückt,
ohne deutliche Skulptur. — Rp ausgewachsen unbewaffnet oder mit Fleischzapfen oder einfachen, paarweise
gestellten Dornen, stets zwischen Kopf und erstem RUckengliede mit einer herausstUlpbaren , lebhaft gelb
oder rot gefärbten Gabel, die einen üblen Geruch an sich hat und wohl als ein Verteidigungsmittel dient.
— • Pp mehr oder weniger eckig, an der Afterspitze und durch einen Gürtel um die Mitte befestigt.
In der äthiopischen Region kommt von dieser Famihe nur eine einzige Gattung vor.
1. Gattung. Papilio L., Schwalbenscinväuze.
Hinsichtlich der Unterschiede zwischen dieser Gattung und den übrigen in diesem Faunengebiete
nicht vertretenen Gattungen der Papilioniden wird auf die Darstellung in den anderen Abteilungen des
Werkes *) verwiesen.
Die Papilio- Alien bilden einen wichtigen Teil der Tagfalterfauna Afrikas. Einige wie /'. (/emodonin,
poHcenes, dardiiiiits, leoiiidas und iiireus sind über den grössten Teil des Festlandes verbreitet und fast überall
häufig, andere sind auf kleinere Gebiete beschränkt und auch dort selten. Die Raupen scheinen fast alle
auf Bäumen oder Sträuchern zu leben und damit hängt wohl zusammen, dass die Falter fast ausschliesslich
in bewaldeten Gegenden vorkommen und auf den grossen Gra.ssteppen fehlen. Die Männchen kommen oft
zusammen mit anderen Tagfaltern, besonders Pieriden, an sandige Ufer und setzen sich in grossen Scharen
auf den Sand nieder, um Wasser zu saugen. Die Weibchen dagegen werden nie auf solchen Plätzen an-
getroffen; sie fliegen weniger umher und man trifft sie meist nur die Futterpflanze der Raupen um-
flatternd. Daraus erklärt sich , dass die \\'eibchen selbst ganz häufiger Arten in den Sammlungen noch
sehr selten sind. Sie müssen im Walde an den Futterpflanzen gesucht, oder besser noch aus den Raupen
erzogen werden.
Auch die äthiopischen Schwalbenschwänze können in drei Untergattungen eingeteilt werden, welche
folgendermassen leicht zu unterscheiden sind:
A. Der 1. Costalast der Vflgl verläuft ganz frei bis zum Vorderrande.
a. Die Fühler schwarz , ohne Schuppen. Der Innenrand der Hflgl bei beiden Geschlechtern flach
oder mehr oder weniger rinnenförmig, beim <f immer ohne Duftschuppen. Rinnenfalter.
ß. Die Fühler rot oder rötlicii. Der Innenrand der Hflgl beim cf nach oben umgebogen, eine Menge
von filzartigen Schuppen einschliessend. Aristolochienfalter.
B. Der 1. Gostalast der Vflgl vereinigt sich bald nach seinem Ursprünge mit der Costaiis. Der Ird
der Hflgl ist beim d" nach oben umgeschlagen, eine Falte bildend, welche lange Strahlhaare und
mehr oder weniger filzartige Männchenschuppen einschliesst. Segelf alt er.
A. Rinnenfalter.
Diese Untergattung umfaßt die grössten der afrikanischen Papilio-Arien und überhaupt die grössten
Tagfalter Afrikas. Von den zehn hierher gehörenden Gruppen sind alle ausser der letzten, die auch in
Asien vertreten ist, auf die äthiopische Region beschränkt.
Antimachus-Gruppe.
Der Hlb lang und schlank, den Analwinkel der Hflgl erreichend. Die Vflgl sind sehr lang und schmal,
wenigstens beim cf doppelt so lang wie die abgerundeten schwanzlosen Hflgl. Taster gelb. Brust gelb gefleckt.
Stirn, Scheitel, Halsschild und Schulterdecken je mit zwei kleinen hellgelben Flecken.
P. antimachus Drunj (1 a). Einer der grössten aller bekannten Tagfalter; wurde schon im Jahre 1782 antimc
nach einem einzigen männlichen Stücke aus Sierra Leone beschrieben und abgebildet. Erst im Jahre 1864
kam ein zweites Stück nach Europa. Heute ist die Art in den Sammlungen Europas ziemlich verbreitet. Die
*) Vergi. Bd. I, p. 7, 8; Bd. V, p. 12; Bd. IX, p. 9.
12
l'AIMIJd. Von Dr. C. Alirivilliüs.
Vflgl sind srlnvarz mit zahli-eiclieii eckii^i'ii lotyclben Kleckon. Die Htli;! sind (iheii rnttjelh mit einem grossen
schwarzen Reck am Ende der .Mittelzelle und 6 7 gerundeten schwarzen Uiscaltlecken, ferner mit einer
nach innen tief gezackten, schwarzen Randbinde, die an den Enden der Zwisclienadert'alten mit gelben
Saumtlecken geziert ist. Das o" erreicht eine Flügelspannung von 200—230 mm, das sehr seltene ? ist viel
kleiner und erreicht nur eine Spannweite von 150 mm. Die Kntwickiungsstadien sind leider völlig un-
bekannt. Das cf fliegt hoch und schnell und ist schwer zu erhaschen. — Westafrikanisches Urwaldgebiet
gigantea. von Sierra Leone bis Aruwinii und Kassai. — Bei ab. gigantea \\'<iH:. sind die beiden schwarzen Ouertlecke
in der Mitfelzelle der Htlgl miteinander vereinigt und die schwarzen Flecke in der Mitte der Htlgl fast
plagiata. doppelt SO gross wie bei der typischen Form, und mehr eckig; Uabun. — ab. plagiata Stich, hat die äusseren
gelbbraunen Discaltlecke der Felder 5, <> und S der N'tlgl vergrössert und zu einer (hierbinde vereinigt;
Kamerun.
Rex-Gruppe.
Der Hlb erreicht bei weitem nicht den Analwinkel der Hflgl. Vflgl nur wenig verlängert; Hflgl abgerundet,
ungeschwiinzt , wellenrandig. Die Flügel von schwarzer Grundfarbe mit weissen Flecken , welche bei allen
Arten ganz ähnlich angeordnet sind. Die Vflgl haben zwei solche Flecke in der Mittelzelle, je einen Discalfleck in
den Feldern 2—6 und 8, von denen diejenigen der Felder 4 und .5 klein sind oder fehlen, 8 Submarginalflecke in
den Feldern 1 b— 8 und 8 Saunitlecke an den Spitzen der Zwischenaderfalten. Die Htlgl haben einen grossen Fleck
in der INIittclzelle , welcher diese fast ganz ausfüllt, je einen Fleck in der Wurzel der Felder Ib— 7, von
denen diejenigen der Felder 3 und 1 klein sind oder fehlen, je zwei schiefgestellte Submarginalflecke der Felder
1 b— 7, einen Submarginalfleik im Felde la und 7 einfache Sauniflecke. Kopf, Brust und Rücken weiss punktiert;
Hlb mit weisslichem Seitcustreifen. Die Arten sind selten, ahmen gewisse Danaiden in Farbe und Zeichnung
nach und scheinen hauptsächlich nur in Gebirgsgegenden vorzukommen. Entwicklungsstadien unbekannt.
rex. P. rex Ohfifli. (II)). Beim (f haben die Vflgl oben zwei breite orangegelbe ^Yurzelstriche. in der
Mittelzelle und unter derselben, die aber die weissen Flecken nicht oder kaum erreichen. Auf der Unter-
seite sind diese Flecke grösser und zusammengeflossen, den ganzen Wurzelteil bedeckend. Grundfarbe der
Hflgl oben bis zur Wurzel schwarz, unten an der "Wurzel des Vrds (im Felde 8) orangegell). Beim ? ist
der ganze Wurzelteil der Vtlgloiierseite wenigstens bis zu den ersten weissen Flecken orangegelb. Ahmt
die in denselben Gegenden vorkommende Danaida fonnosa Godm. genau nach, ist aber gewöhnlich viel
grösser; doch kommen auch kleinere Stücke vor. Die Flügelspannung kann nämlich zwischen 97 und
140 mm .schwanken. Gebirgsgegenden von Deutsch- und Britisch- Ostafrika bis zur nordöstlichen Fcke
mimetiats. des Victoria Nyanza. — mimeticus Hothsch. (la) weicht in lieiden Geschlechtern dadurch von rex ab, dass
die Wurzel der Vtlgl bis zu ileii hellen Flecken und der Wuizelteil der Hflgl bis über die Mitte hinaus
dunkel rotbraun sind. Ahmt Dunuida meiredunia Kar.icli nach. An der Nordwest- und Nordseite des Victoria
Nyanza bis zur nordöstlichen Ecke des Sees. Dort, wo Danaida jornumt und merccdonia einander begegnen,
coininixta. kommt auch eine Zwischenform zwischen nmncticiia und rer vor, commixta Aurir., bei welcher die Wurzel-
sdiiiltzei. färbe der Vflgl ausgedehnter als bei rex, aber nicht so dunkel wie bei miinttictis ist. — schultzei Aiirir.
Die Flügel auf beiden Seiten bis zur Wurzel mit rein schwarzer Grundfarbe, in der Wurzel des P'eldes Ib
der Vflgl ein weisser, geiiogener Längsstreif. Vflgl küizer und breiter, als bei den vorhergehenden Formen,
ihre Saumflecke grösser. Stellt wohl die älteste Form dieser Gruppe dar und scheint kaum als ein Nach-
ahmer Von Danaida pctinrana betrachtet werden zu können. In Nord-Adamaua (Kamerungebiet) an Fels-
wänden fliegend xon lieutmiul A. Schii.tze entdeckt.
Zaimoxis-Gruppe.
Hlb den .Vnalwinkcl nicht erreichend, kräftig gebaut, fast einfarbig gelli. Hflgl gleichniässig abgerundet,
ohne Schwanz. Kopf. Urust und Hatsscliild weiss puuktiert. Flügel oben von hellblauer Grundfarbe mit schwarzen
Ripi)en und schwarzen Zwischenaderstralilen. Hflgl in jedem Felde mit 2 Saumflecken. Wurzelzelle der Hflgl gross,
rh()nd)oidis(h. Kntwieklungsstadien unbekannt.
zaimoxis. P. zalmoxis Ihw. (111). Vflgl beiderseits am \\\\ und Aussenrd schmal, an der Spitze breit
schwarz, unten die Grundfarbe grauweisslich. Hflgl oben mit breiter, schwarzer Saumlnnde und blauen
Saumflecken, unten mit schmaler Saumbinde und weissiichen Saumflecken; die Grundfarbe der Unterseite
rotbraun, in der Mitte weisslich aufgehellt. — Im Urwaldgebiet West-Afrikas von Old Calabar bis Aru-
winii und Lualuaburg angetroffen. — ripponi Eiib. mit dunkel bronzefarbiger Grundtarife der f)berseite,
sowie auch die dann und wann in den Sannnlungen vorkonnnenden Stücke mit schmutziggrüner tirundfarbe
sind nur verfärbte Stücke und kommen in der Natur nicht vor.
Dardanus-Gruppe.
Hlb den Analwinkel nicht erreichend. Vflgl breit und kurz. Hflgl beim (f immer an der Rijjjje 4 lang-
geschwänzt, beim ? gewöhnlich abgerundet und schwanzlos, bisweilen aber wie beim cT geschwänzt. Mittelzelle
der Hflgl bell (gelb, rotgelb, rot oder weiss) gefärbt, selten an der Wurzel schmal schwärzlich. Hflgl gewöhnlich
mit zwei hellen Submarginalflecken in jedem der Felder Ib— 7. Kopf und Thorax wenigstens bei den dunklen
Formen deutlich weiss punktiert. Die $$ sind sehr polj-morph und nicht nur von den d'd' oft ganz verschieden,
sondern auch einander so unähnlich, dass sie lange als ganz verschiedene Arten betrachtet wurden. Hierzu kommt,
PAPILIO. Von Dr. C. Aurivillius. 13
dass sowohl die cfcf wie die i^ in den verschiedenen Gegenden der äthiopischen Region als verschiedene (geo-
graphische) Rassen auftreten. Es entsteht dadurch eine Menge verschiedener mehr oder weniger ineinander über-
gehender Formen, die wohl am besten alle als zu einer einzigen Art gehörig betrachtet w;erden. Die Mehrzahl der
Weibchenformen sind ausgezeichnete „Nachahmer'- von Danaiden und Acräiden. Diese Ähnlichkeit ist zwar eine
unleugbare Thatsache , ob sie aber allein durch die geläufige Mimicry-Theorie wissenschaftlich erklärt werden kann,
muss , wenn man unparteiisch sein will, als sehr zweifelhaft betrachtet werden. Diese Frage ist von grösster bio-
logischer Tragweite und verdient daium auch allseitig untersucht und geprüft zu werden. Eine umfassende Unter-
suchung der Formen der Dardanus-Gruppe und deren Entwicklung in verschiedenen Gegenden der äthiopischen
Region wird ganz sicher von grösster Bedeutung und wissenschaftlichem Interesse sein und wird allen denen, welche
in der Lage sind, dazu beitragen zu können, dringend empfohlen. — Rp mit zwei kurzen Hörnchen am ersten und
letzten Gliede; die Glieder 3 — 5 breiter und dicker als die übrigen; der Leib demnach sowohl nach vorn wie nach
hinten allmählich verjüngt; auf dem 3. Gliede ein kleiner Augenfleck. — Die Pp in der Mitte stark erweitert; oben,
unten und an den Seiten scharf gekielt; die Kopfhörnchen sind parallel, dicht aneinander liegend und gegen die
Rückenseite umgebogen; Mittelrücken massig, etwa wie bei /'. muchaun, erhaben; Hlb ohne Höckerchen.
P. dardanus. cf Flügel oben mit hellgelber Grundfarbe, Vrd der Vtlgl bis zur Mittelzelle und
Rippe 10 schwarz, Spitze und Saum breit schwarz, gewöhnlich nur im Felde 7 mit gelbem Submarginal-
fleck. Hflgl stets bis über die Mittelzelle hinaus einfarbig hellgelb, dann entweder nur mit schwarzen
Flecken am Vrde und am Analwinkel oder mit einer breiten schwarzen Saumhinde, die grosse Submarginal-
flecke von der Grundfarbe einschliesst. Die schwarzen Zeichnungen der Oberseite sind auf der Unterseite
rostbraun bis schwarzbraun und die Hflgl haben drei braune Linien in der Mittelzelle und rostbraune Striche
auf den Zwischenaderfalten. — Die älteste bekannte Lokalrasse dardanus Broun (2 a) kommt in West- dardanus.
Afrika von Sierra Leone bis Angola und Uganda vor. Beim cf (= merope Cr.) ist die schwarze Querbinde
der Hflgl nie zusammenhängend und das Schwänzchen ist entweder einfarbig gelb oder hat nur eine
schAvarze Längslinie; die Fransen und die Saumflecke der Hflgl sind hellgelb wie die Grundfarbe. Die
Weibchen sind immer ungeschwänzt. Als Weibchen gehören hierher f.-? hippOCOOn F. (2b), bei welcher lüppocoon.
alle Zeichnungen rein weiss sind und die Saumbinde der Hflgl die Miltelzelle fast erreicht, f.-? heimsi tiitff-, lieimsi.
welche nur durch schmälere Saumi)inde der Hflgl abweicht; f.-? nioboides Aurir., bei welcher der Wurzel- nioboides.
teil der Hflgl gelb, die Zeichnungen der Vflgl aber weiss .sind, f.-? trophonissa ÄKriv. (2c), bei welcher trophonissa.
sowohl der Wurzelteil der Hflgl, wie auch der Hrdsfleck der Vflgl rotgell), die Subapicalbinde der \"flgl
aber rein weiss ist, f-? benio i^uff., bei welcher der Wurzelteil der Hflgl und der Hrdsfleck der Vflgl hell- henio.
gelb, die Subapicalbinde aber weiss ist, und f.-? niobe Aitiic, bei der alle Zeichnungen rotgell) bis "'o^c-
ziegelrot sind. Alle diese Formen sind einander ganz ähnlich gezeichnet, ausgenommen, dass bei trophoniüsti
der Hrdsfleck der Vflgl auch einen Teil der Mittelzelle bedeckt; ihnen allen gemeinsam ist, dass das
Feld 3 der Vflgl einfarbig schwarz ist. Bei einer fünften Wei])chenform West-Afrikas, f.-? dionysus DU. & Ileip., dionysns.
hat aucli das Feld 3 der Vflgl einen weissen Fleck, welcher die Sui)ajiicalbinde und den Hrdsfleck zu einem
grossen weissen Felde, das auch einen grossen Teil der Mittelzelle bedeckt, vereinigt; der Wurzelteii
der Hflgl ist bei dieser Form goldgelb. — In Süd -Afrika, von der Ka])kolonie l)is nach Delagoa, kommt die
Rasse cenea Stoll vor. Beide Geschlechter sind durchschnittlich kleiner als Stücke aus West -Afrika. Beim o" cenea.
ist die schwarze Querbinde der Hflgl gewöhnlich breit und zusammenhängend, der Schwanz schwarz
mit gelber Spitze oder gelben Spifzenflecken und die Fransen ockergelb bis rostgelb, dunkler als die Grund-
farbe; die iAlittelzelle der Vflgl ist längs dem Vrde schmal schwarz. Die ?? haben abgerundete, ungeschwänzte
Hflgl. Die typischen ?? weichen von allen anderen dadurch ab, dass der heUe Fleck im Felde Ib ganz
oder fast gänzlich fehlt, wie auch der Discalfleck im Felde 5; der Wurzelteil der Hflgl ist mehr oder weniger
gelblich, die Flecke der Vflgl sind gewöhnlich geljjlich, bisw-eilen aber weiss, dies ist f-? acene Suff. (2b). acene.
Bei f.-? cephonius Hopff. ist der helle Discalfleck 5 der Hflgl vorhanden und bildet mit den Flecken 4 und 6 cephonius.
eine gelbe Subapicalbinde. Eine vierte Form, f.-? hippocoonoides Iluase (2 b), ist wie Mppocoon gezeichnet, hippo-
hat aber eine schmälere, nach innen scharf begrenzte Saumbinde der Hflgl, kurze oder fehlende Zwischen- '■'oonoides.
aderstrahlen und kleinere Subapicalbinde der Hflgl. Die f.-? trophotlius Wedw. weicht nur durch schmälere irophonius.
Saumbinde der Hflgl, kurze oder fehlende Zwischenaderstrahlen der Hflgl und die am Hrde nicht rot ge-
färbte Mittelzelle der Vflgl von trophonissa ab. — In Ost -Afrika von der Delagoa-Bay bis Britisch Ost -Afrika
fliegt die Rasse tibulhis Kirbi/ (2 a). Die cfcT sind kaum von den Männchen von cenea verschieden und tibnllns.
gehen im Süden ohne scharfe Grenze in diese Form über; die Fransen der Hflgl sind heUgelb wie die Grund-
farbe, nicht rostgelb. Als Aberrationen gehören hierher ab.-cf maculatus Suff., bei der die Vflgl auch in mamlatus.
den Feldern Ib— 6 einen hellgelben Subniarginalfleck haben, und ab.-cf' discopunctatus Suff., bei welcher die disco-
Vflgl einen schwarzen vStrich am Ende der Mittelzelle haben. Das ungeschwänzte ? kommt der W^eibchen- !>"'tctatus.
form hippocoonoides äusserst nahe, hat aber eine grössere Subapicalbinde der Vflgl und die Zwischenaderstralden
der Hflgl sind kurz oder fehlen ganz. Die f.-? salaami .s'«^'. entspricht der westafrikanischen f. niobe und hat salaami.
alle Zeichnungen gelb bis ziegelrot. — In den hoher gelegenen Gegenden des Innern von Deutsch- und
Britisch-Ostafrika , an der Süd- und Ostseite des Victoria Nyanza bis nach Kavirondo kommt eine vierte
Lokalrasse polytrophus li. & J. (= boosi Suff.) vor. Die cfcf stimmen ziemlich mit den cfd" aus polytrophas.
West-Afrika überein, sind aber kleiner und dadurch ausgezeichnet, dass der grosse schwarze Fleck im
Felde 1 b der Hflgl einen deutlichen hellgelben Fleck einschUesst. Die ?? sind ungeschwänzt, sonst aber so
veränderlich, dass man glauben könnte, dass alle ?$-Formen von dardanus in dieser Gegend einander begegnet
14 l'AI'ILK». Von Dr. C. Auiiivni.ii s.
äionysoides. wären. — Die f.-? dionysoides Anrir. kimiiut uiilei- allen ungescliwäiizteii ?-P^ormen dem a' iiiii iiiiclisten : die
VAkI haben nändich eine hellgelbe Unindfarbe, die den grüssten Teil der Felder la — 3 und den inneren Teil
der Felder 4—6 und 8 sowie auch einen grossen Teil der Mittelzelle bedeckt; dadurch erhält die schwarze
Farlie fast dieselbe Ausdehnunp; wie beim cf ; in den Feldern 1 b, 2, 3 und 7 stehen giosse helle Snbmargiuid-
flecke. Die Htlgl haben eine ähnliche oder eine mehr ockergelbe (irundt'arbe und eine sclnnale sthvvarze
Saumbinde mit grossen Submarginalflecken , die dem Irde der Binde näher als dem Saume stehen und bis-
trimeni. weilen sogar mit der Cirun(llarl)c vereinigt sind. — Die f.-? trimeni I'onlt. lud eine weissgelbe oder hell-
geli)e Grundfarbe und unterscheidet sich sofort von i/inni/siiii/is dadurch, dass der Hrdstleck durch einen
schwarzen Zwischenraum von der Subapicalbinde getrennt ist ; die Submargiindtlecke der Htlgl sind kleiner
pemptolipits. und liegen näher am Saume. — Bei einer dritten Fonii f.-? pemptolipus Aiir/r. bedeckt der Hrdsfleck der
Vflgl nur die Felder I a, Ib und 2, nicht aber den Hrd der Milleizelie und der helle Fleck im Felde 5
planemoides, fehlt. — Bei f-? planemoides Trim. bilden die hellen (gewöhnlich rotgelben oder gelhen) Flecke der Felder
la — 6 und S der Vtlgl eine zusanunenhängende Querbinde, die jedoch die Wurzel der Felder la— 3 nicht
bedeckt und daher nach hinten nicht breiter ist. Die Saumbinde der lltlgl ist sehr breit und erreicht oft
iiüxta. fast die Mittelzelle. — Die i.-'i mixta Aurir. weicht von planemoides nur dadurch ab, dass der helle Fleck
im Felde 3 der Vflgl fehlt; die Querbinde wird also wie bei triweni in zwei Flecke aufgelöst. Von Irinieni
weicht miaia dadurch ab, dass der Hrilstleck klein ist und die Wurzel der Felder i a- '2 nicht erreicht.
Ausser diesen Formen hat iM/i/li-Dphus ??-Formen, welche kaum von liippocoon, tihid/ns und cenea unterschieden
werden können. — In Abjssinien und den angrenzenden Teilen des Somalilandes konmit noch eine Lokal-
antinoni. rasse antlnorü Oberfli. vor. Das cf('2a) kommt dem cf von dardamts und fio/i/trojiliHs nahe, hat aber weit
mehr reduzierte schwarze Zeichnungen, so dass die Wurzel des Feldes 7 der Vflgl breit gelb ist. Die ??
sind stets wie die cfcT geschwänzt und die Hauptform ('2 a) stimmt auch in Farbe und Zeichnung nahe mit den
cfcr' iiberein, ausser dass die Mittelzelle der Vflgl am Vrde einen schwarzen, an der Spitze hakenförmig
niavoides. erweiterten Strich hat. — Die f.-V niavoides Kheil stimmt in Farbe und Zeichnung mit libi(niis-2 iiberein,
ruspina. bei ?-f. ruspina Kheil sind dagegen der Wurzelteil der Hflgl und der Hrdsfleck der Vtlgl ziegelrot, die
übrigen Flecke der Vflgl sowie die grossen Submarginalflecke der Hflgl weiss; der Hrdsfleck der Vflgl be-
deckt wie bei fniphrniix^'a auch einen Teil der Jlitfelzelle; riispi)iii weicht also hauptsächlich nur durch die
langen Schwänze der Htlgl von trophonism ali. — Bei den jetzt folgenden beiden Inselformen sind die Ge-
schlechter einander ähnlich und es ist davon nur eine ??-Form bekannt: diese ist geschwänzt und nur durcii
einen schwarzen Streifen am N'rde der Mittelzelle der Vflgl, wie bei ((iifiiiorii 2i2n), von den d'd' verschieden.
meriones. Die Inselforinen sind: meriones hldr. von Madagaskar: fast wie /(7(»//(/.s-c/ gefärbt und gezeichnet; die Quer-
binde der Hflgl ist jedoch in Flecke aufgelöst und der Schwanz schwarz, an der Spitze gelb: von allen anderen
ist diese Form dadurch verschieden , dass die Saumbinde der Vflgl zwischen den Rippen 5 und S nach
innen fast gerade abgeschnitten und an der flippe 8 rechtwinkelig gebrochen ist, die Wurzel <les Feldes 7
humbloti. frei lassend. — humbloti Obuth. |9bi von der Insel Gross-Gonioro unterscheidet sich von allen anderen
durd((iiiis-Yu\n\e\\ dadurch, dass die Htlgl eine etwa S mm breite, ungefleckte schwarze Saumbinde und einen
ganz schwarzen Schwanz haben.
&■■
Zenobia-Gruppe.
Hlb den Analwinkel der Hflfi;] nicht erreichend. Die Flügel oben schwarz mit weissen oder gelben Zeich-
nungen. Die IMittelzellc der Hllgl oben an der Wurzel mehr oder weniger oft bis über die Mitte hinaus schwarz
gefärbt. Hffgl abgerundet, uiigescliwänzt oder an der Kippe 4 nur kiu'z geeckt, unten an der Wurzel ockergelb bis
rotbraun mit schwarzen Läng.'istralden. Entwicklungsstadien unbelvannt. — Die Arten können in zwei scharf getrennte
Untergruppen geschieden werden.
1. Untergruppe.
Der schwarze Wurzellängsstralil im Felde 7 der Hilglunterseite ist verdickt und in der Mitte unterbrochen,
so dass er 2 Flecke bildet. Die ?? bei allen Arten ausser der letzten von den (fcf ganz verschieden. Hei den cfcf
sind die Wurzeln der Felder 1 b bis 4 (bis 0) und die Rippen '2 bis 5 der Vflgloljerseite mit filzähubchen Haaren
dicht bekleidet. Die Flügel haben beim o' eine gemeinsame, weisse oder gelbliche Discalbinde, die auf dem Vflgl
mehr oder wcnitrer in Flecke aufgelöst, auf dem Htlgl alier zusannnenhängend und oft erweitert ist.
edierioides. p. echerioides Trim. (20 0") Discalquerbinde gelblich; Discalflecke 2— 5 der Vflgl. mehr oder weiuger
abgerundet, nie viereckig. Vflgl ohne Submarginalflecke, Hflgl mit 6 Submarginalflecken, die dicht am
Saume liegen oder sogar mit den Saummöndchen vereinigt sind. ?: Vflgl nur mit 3 Di.scalllecken in 2, 5
und 6, einem Fleck in der Mittelzelle und 5 Submarginalflecken (in 1 b— 3, 5 und 8; der letzte den Saum
berührend), weiss; Hflgl mit grossem abgerundetem, gelbem Mittelfelde, das den grössten Teil der Mittel-
zelle und die Wurzel der Felder Ic— 6 bedeckt, und mit 6—7 weissen Submarginalflecken, die nahe am
ridesdti. Saume liegen. Kapkolonie bis Deutsch-Ostafrika. — "ab. cf rideschi Suff. Der Discalfleck im Felde 6 der
wertheri. Vflgl fehlt: Kiliuia Ndjaro. — ab. V wertheri Ktira<h. Die Hflgl in den Feldern 5 und 6 mit einem weissen
oscari. Fleck zwischen der .Miltelbinde und den Submarginalflecken. Deutsch-Ostafrika. — oscari HntJiscJi. Der
schwarze Wurzelteil der lltlgloberseite des o" erstreckt sich bis über die Wurzel der Rippe 2 hinaus, die
leucospilus. helle Querbinde wird dadurch schmäler. ?: alle Zeichnungen der Oberseite gelblich. Abyssinien. — leuco-
PAPILIO. Von Dr. G. Aubivillius. " 15
spilus Ilofhsch. (f: der schwarze Wurzelteil der Hflgloberseite erreicht gerade noch die Rippe 2; der
schwarze Wurzellängsstrahl im Felde 7 der Hflglunterseite fein. ?: alle Zeichnungen der Oberseite weiss.
Abyssinien.
P. fülleborni Karsch. (2 c). cf : Mittelbinde beider Flügel weiss , auf dem Vflgl schmal , hinten nur fültebomi.
G nun breit, auf dem Hflgl 12 — 14 mm breit und nach aussen abgerundet. Beide Flügel ganz ohne Sub-
marginalflecke aber mit deutlichen weissen Saummöndchen. ?: Die Vflgl ol)en mit rein weissen Flecken,
welche wie bei Jacl.soiil ? angeordnet sind, ausgenommen dass der Submarginalfleck im Felde 8 am Saume
liegt. Der grosse Mittelfleck der Vflgl gelblichweiss bis ockergelb; alle Submarginalflecke am Saume liegend
und mit den weissen Saummöndchen vereinigt. — Deutsch Ost-Afrika; im Inneren.
P. sjöstedti Äiiriv. cf : Die Flügel oben tiefschwarz ohne Submarginalflecke; die weisse Mittelbinde sjostedti.
sehr schmal, auf den Hflgln nur 3,5 — 5 mm breit, fast gleichbreit, auf den Vflgln aus 8 kleinen, weitgetrennten
Flecken gebildet; die weissen Saummöndchen besonders auf den Htlgln sehr deutlich; der tief braune Wurzel-
teil der Hflgluntei'seite erreicht die Spitze der Mittelzelle und ist nach aussen durch eine feine weisse Linie
begrenzt. — Das ? unterscheidet sich oben von jacksoni ? nur dadurch, dass der Submarginalfleck 8 der
Hflgl lang strichförmig ist und den Saum erreicht, und dass die Submarginalflecke der Hflgl klein und völlig
mit den Saunmiöndchen vereinigt sind. In der Mitte des Feldes 5 der Hflgl kommt ein weisser Fleck vor;
der braune Wurzelteil der Hflglunterseite ist viel kleiner als beim cf und nach aussen bogenförmig begrenzt.
— Deutsch Ost- Afrika: Meruberg.
P. jacksoni E. Sh. (cf 2d, ? 3a). Die weisse Mittelbinde der Hflgl 5—8 mm breit; ihre Submarginal- jadrsoni.
flecke 4 — G mm vom Saume entfernt; der braune Wurzelteil der Hflglunterseite erreicht nur die Wurzel der
Rippe 2. — ?: Die Submarginalflecke sind alle vom Saume mehr oder weniger entfernt und derjenige im
Felde 8 der Vflgl kurz und abgerundet, vom Saume etwa 4 mm entfernt. Deutsch Ost- Afrika: Imbo-Urundi;
Brit. Ost- Afrika: Kikuj'u, Kavirondo, Ruwenzori.
P. zoroastres. Bei den cfcf ist die Mittell)inde gewöhnlich rein weiss, am Irde der Hflgl 10 — 13 mm
breit, beiderseits fast geradlinig begrenzt und nach vorn allmiihlich schmäler; die Flecke der Vflgl sind grösser
als bei den vorigen Arten und der Fleck in Ib etwa 10 mm breit; die Submarginalflecke der Hflgl sind fast
immer vorhanden und sind nicht mit den Saummöndchen vereinigt. Beim ? liegt der Submarginalfleck 8 der
Vflgl sehr nahe am Saume oder erreicht diesen völlig. Die Submarginalflecke der Hflgl sind vorhanden und
alle oder fast alle vom Saume entfernt. Bei der zuerst besciu-iebenen Form zoroastres Bruce, sind die zoroastres.
Zeichnungen der Oberseite beim cf rein weiss; die Vflgl ohne Flecke im Felde 6, aber mit einem kleinen
Submarginalfleck im Felde 5 ; die Hflgl mit 4 kleinen freien Submarginalflecken. ? unbekannt. Fernando
Po und Kamerun. — Bei preussius Karsch. hat das cf auf der Oberseite eine gelblichweisse Mittelbinde; preussius.
die Vflgl mit kleinem Discalflecke in den Feldern 6 und 8, aber ohne Submarginalflecke; die Hflgl mit 3
freien Submarginalflecken. ?: Die Vtlgl auch im Felde 6 mit einem kleinem Submarginalflecke; alle Flecke
der Vtlgloberseite sowie der grosse Fleck in der Wurzelzelle der Hflgl gelltlichweiss. Kamerunl)erg: Buea.
— homeyeri l'/öt: (cf 2d, ? 3a). Das cT hat die Zeichnungen rein weiss; die Vflgl im Felde 6 mit einem fiomeyeri.
länglichen Wurzelfleck, der den kleinen Discaltleck fast erreicht, und mit einem Flecke in der Mittelzelle
nahe an deren Spitze ; die Hflgl mit oder ohne Submarginalflecke. Beim ? sind die Vflgl ohne Submarginal-
flecke im Felde 6; das Discalfeld der Hflgl ist gelb oder rein weiss. Angola; Gongogebiet ; Deutsch Ost-
Afrika; Uganda.
Die beiden jetzt folgenden Arten sind auch dadurch ausgezeichnet, dass die $$ sehr von den cfo' abweichen,
sie sind aber von den ?$ der vorliergehenden Arten ganz verschieden. Die cf cf sind dadurch ausgezeichnet, dass die
Binde der Vtlgl viel breiter, im Felde 1 b '20 — '2i mm breit ist, nach vorn nur allmählich .schmäler wird und aus mehr
rektangulären nur schmal getrennten Flecken der Felder 1 a — .5 besteht. Zeichnungen der Oberseite weiss oder beim
? hellgelblich.
P. cynorta F. (2d). Beide Flügel oben und unten ohne Sub7narginalflecke. cf. Mittelbinde der cynorta.
Hflgl oben 12 — 15 mm breit; die Vflgl nn't 8 Flecken in 2a— 7, von denen die Flecke in Ib — 5 lang-
gestreckt und nach aussen quer abgeschnitten sind, diejenigen in 6 und 7 dagegen viel kürzer und kleiner;
derjenige im Felde 7 liegt näher am Saume als die in 3—6. — Bei der cf = ab. norcyta >iuff. (2d) feiflt norcyta.
der Fleck im Felde 6. Das ?, von dem ein kleines, etwas abweichendes Stück in 2d abgebildet ist, hat
eine weisse oder weissliche, nach aussen undeutlich begrenzte Mittelbinde der Hflgl, einen solchen Hrdsfleck
in den Feldern la — 2(-3) der Vflgl und eine grössei'e oder kleinere Subapicalbinde der Vflgl, welche aus
5 Flecken in den Feldern 4 - 6, 8 und in der Spitze der Mittelzeüe besteht. West-Afrika, von Sierra Leona
bis Angola und Uganda. — ? f . peculiaris Neaee weicht dadurch ab, dass die Flecke rahmgelb sind und peculiaris.
dass die Mittelbinde der Hflgl fehlt oder nur durch einen Fleck im Felde 7 angedeutet ist. Uganda.
P. plagiatus Aiirir. cf dem cf von ci/iiorfa sehr ähnlich , die Mittelbinde der Hflgl aber beiderseits plagiatus.
fast geradlinig begrenzt, die Flecke des Feldes la — 5 der Vflgl noch länger und nach aussen abgerundet;
der Fleck im Felde 6 fehlt und der Fleck im Felde 7 liegt nicht näher am Saume als diejenigen der
Felder 2 — 4. Das ? zeigt keine hellen Flecke am Hrd der Vflgl, aber ein grosses weisses Mittelfeld, welches
16 PAPILIO. Von Dr. C. Airivillius.
aus einem grossen Fleck in der Spitze der Mittelzelle, drei grossen Flecken in den Feldern 2—4 und 2 — 3
kleinen Flecken der Felder 5 und 6 besteht; näher am Saume linden sich bisweilen 4 — 5 kleine weisse
Submarginalpunkte. Die Hflgl haben ein grosses weisses Mittelfeld , welches wurzelwärts geradlinig ab-
geschnitten, nach aussen aber abgerundet ist. In Kamerun und im nördlichen Teil des Congostaates.
zenobia. P. zenobia F. (3b). Beide Geschlechter ähnlich gefärbt und gezeichnet. Die weisse oder weiss-
liche Mitlelbinde ist bis zur Rippe 6 der Vtlgl zusammenhängeiul und wurzelwärts fast geradlinig begrenzt:
die Flecke 2 — 4 der Vflgl nach aussen scharf zugespitzt ; das Feld 6 der Vtlgl gewöhnlich einfarbig ohne
nobicea. Fleck, bisweilen — ab. nobicea !^uff\ — mit einem Flecke, der den stets vorluindenen kleinen Fleck im
Felde 7 mit der Mittelbinde vereinigt. Beim ? findet sich auch ein kleiner Fleck in der Sj)itze der .Mittel-
zelle der Vflgl; dieser Fleck kommt bei ab. nobicea auch beim cf vor. Die JMittelbinde der Hflgl ist ge-
odenatus. wohnlich 12—15 mm breit, kamrjedoch auch nur 8—10 mm breit sein: diese Form ist odenatus Weafir.
benannt worden.
2. Untergruppe.
Der schwarze Zwischenaderlängsstrahl im braunen Wurzelteil des Feldes 7 der Hflglunterseite ist, wie die
Fitj. Ic zeigt, liiiienföniiig und zusammenhängend. Die Geschlechter sind einander ähnlich gefärbt und gezeichnet.
Die Hflgl ohne SubmarginalHecke, aber mit einer weissen oder hellgelben Mittelbinde, die gewöhnlich die Rippe 9
oder 10 der Vflgl, bei andronicus aber nur die Rippe 6 erreicht.
andronicus. P. androniCUS Ward. Die schneeweisse Mittelbinde erreicht nur die Rippe 6 der Vtlgl: in der
Mitte des Fehles 7 der Vflgl ein viereckiger weisser Fleck, zu dem beim ? auch ein Fleck in der Hinter-
ecke der Mittelzelle tritt. Beide Hflgl mit kleinen weissen Saummöndchen zwischen den Aderenden. Kamerun.
mechowianus. P. mechowlanus Deir. (= andochdes Gr. 8m.) (3 a). Saummöndchen beider Flügel klein. Mittel-
binde breit, in der :Mitte der Hflgl 13 — 16 mm breit, am Vrde der Vflgl deutlich wurzelwärts gebogen, das
Zellende umfassend; der Fleck im Felde 7 liegt an der Wurzel des Feldes, ist sehr klein und erstreckt sich
nicht näher an den Saum als der Fleck im Felde 6. Beim cf sind die Flecke der Felder 1 a, 2, 3 und 4
auf der Innenseite durch die Filzhaare breit dreieckig getrennt. Gongogebiet und Angola.
cypraeofila. P. cypraeofila B)itL (1 c). Die Saumflecke der Hflgl sehr gross, viel länger als am Saume breit,
elliptisch oder kreisförmig; Zeichnungen der Oberseite gelbliclnveiss; Hflgl mit abgerundetem Saume und
8—10 nun breiter Mittelbinde. Bei der zuerst beschriebenen Form besteht die Mittelbinde aus 9 Flecken
filaprae. in 2 a— 8. Sierra Leone bis Kamerun. — Bei ab. filaprae Suff, aus Kamerun fehlt der Fleck im Felde 8
praecyola. der Vflgl und bei ab. praecyola Snjf. aus Kamerun findet sich auf der Oberseite der Hflgl ein weisser Fleck
im Felde 5 nach aussen von der Mittelbinde.
gallientts. P. gallienus Dist. (1 c). Saumflecke der Hflgl so gross wie bei der vorigen Art oder noch grösser;
alle Zeichnungen der Oberseite hell schwefelgelb; Hflgl mit dem Saume an der Rippe 4 deutlich geeckt;
Mittelbinde der Vtlgl. aus 9 Flecken in 1 a— 8 gebildet, der Htlgl nur 3—6 nun breit. Kamerun und Gongo-
whitnalli. gebiet. — whitnalli Neave aus Uganda hat eine etwas breitere Mittelbinde, ist aber sonst kaum \on der
typischen Form verschieden. Uganda.
Nobiiis-Gruppe.
Hll) den Analwiukel der Hflgl nicht erreichend. Hflgl an der Rippe 4 geschwänzt. Körper ohne helle
Punkte oder Flecke. Flügel oben hell ockergelblich mit rostbraunen Zeichnungen am Saume. Die einzige hierher
gehörige Art zeigt Beziehungen sowohl zu der rfa;Y/a««s-Gruppe wie zu den ersten Arten der folgenden Gruppe.
Geschlechter einander ähnlich.
nobilis. P. nobilis lio(i. (4c). Die rostbraune Sauud)inde der Vtlgl ist vom \orderraiule wenigstens bis zur
Rippe 3 zusammenhängend und schliesst zwei Flecke der Grundfarbe in den Feldern 7 und 8 ein; dann
folgt ein Saumfleck am Ende der Rippe 2; die Wurzel ist ebenfalls mehr oder weniger gebräunt. Die Hflgl
haben gewöhnlich rostbraune Saundlecke an den Aderenden und der Schwanz ist ganz rostbraun; bisweilen
kommen auch rostbraune SubmarginalHecke in den Feldern 2 und 3 vor. Im nördlichen Teil von Deutsch
Ost-Afrika luul in Brit. Ost -Afrika: eine ausgeprägte Steppenform.
Hesperus-Gruppe.
Hlb den .\nalwinkel der Hfls'l nicht erreichend. Die Flügel oben schwarz mit weisslichen oder gelben
Zeichnungen. Hllgl oben an der Wurzel schwarz gefärbt, am Ende der Rijipe 4 lang geschwänzt. Geschlechter
nicht oder nur wenig verschieden. Kntwicklungsstadien uubekannt.
P. hesperus. Schwanz der Hflgl einfarbig schwarz. Die Flügel mit einer gemeinsamen weisslichen
Mittelbinde, welche sich von der Mitte des Irds der Hflgl bis zur Ri]i])e 4 der Vtlgl erstreckt, ihr Fleck im
Felde 2 der Vflgl ist wenigstens doppelt so lang wie der Fleck im Felde t b. Die Mittelbinde der Hflgl
bedeckt weder die Spitze der Mittelzelle noch die Wurzel der Felder 4 und 5; ilne Flecke nach aussen
Ausgegeben 25. VIII. OS. PAPILIO. Von Dr. G. AuRIVILLIlJS. 17
quer abgeschnitten. Die Vflgl des cf ohne Filzflecke; das? am Anahvinliel der Hflgl mit 1 — 2 roten Flecken,
welche beim cf fehlen. — hesperus Westw. (4b). Die Hflgl mit je einem grossen Submarginalfleck in 3 hespems.
und 4 und viel kleineren in 6 (und 7), also ohne fleck im Felde 5; die Vflgl ohne DiscalÜeck im Felde 4
aber mit einer Subapicalbinde aus 3 — 4 Flecken in den Feldern 5, 6, 8 (und 9) und einem Submarginalfleck
im Felde 8. West-Afrika, von der ElfenbeinkUste bis Angola und Uganda. — Bei ab. maculatissima Hnff. macula-
sind die Vorderflügel mit einem Discalfleck im Felde 4 und die Hflgl mit einem Submarginalfleck im Felde 2, tissima.
aber ohne Fleck in 5. Kamerun. — horribilis Rtlr. Die Hflgl mit 5 ziemlich gleich grossen Submarginal- horribitis.
flecken in den Feldern 3 — 7; die Vflgl ohne Discalfleck im Felde 4. Ashanti, und im Innern von Kamerun.
P. pelodurus Btlr. (4b). Weiciit von JiMpcrus hauptsächlich nur dadurch ab, dass die Mittel])inde pelodums.
der Hflgl sowohl die Spitze der Mitfelzelle wie auch die Wurzel der Felder 3 — 5 bedeckt; die Hflgl mit
5 — 6 Submarginalflecken (in den Feldern 2 — 7), von denen diejenigen der Felder 3 — 6 fast gleich gross
sind. Beide Geschlechter mit rotem Fleck am Analwinkel der Hflgl. Nyassaland und Deutsch Ost-Afrika.
P. euphranor Trim. (9 a). Die gelbliche Mittelbinde bedeckt nicht die Spitze der Mittelzelle der euphranor.
Hflgl (ist aber dort von 3 kleinen Flecken der Felder 3 — 5 begleitet) und ist auf den Vflgln aus 9 Flecken
(in den Feldern la — 6, 8, 9) zusammengesetzt; ihr Fleck im Felde 2 ist nicht grösser als der Fleck im
Felde Ib; die Hflgl oben in jedem Felde mit 2 (cT) oder 4 (?) Submarginalflecken; die Stirn mit zwei
hellen Punkten; die Vflgl beim ? oben mit einer vollständigen, leicht S-förmig gebogenen Querreihe von
8 Submarginalflecken. Vom KafFernland bis zum Transvaal.
P. constantinus Ward. (4 c). Die Flügel unten an der Wurzel mit deutlichen schwarzen Längs- constaniimis.
strahlen in der JMittelzelle und im Felde 7 der Hflgl. Beide Flügel oben mit gelblichen Submarginalflecken,
zwei in jedem Felde. Die Vflgl mit einem hellen Fleck in der Mittelzelle. Die Mittelbinde schmal, aber
vollständig, die Spitze der Mittelzelle der Hflgl nicht bedeckend. Die Rippen 1 — 5 der Vflgl beim o^ beider-
seits mit glänzenden Filzhaaren bekleidet. Von Natal bis A!)essinien.
P. mackinnoni Em. Sharpc (4c). Beide Flügel oben nur mit einer schmalen gelben Querbinde, welche mackinnoni.
auf dem Hflgl gegen die Spitze der Rippe 2 gerichtet ist und weit hinter der Mittelzelle verläuft; die Vflgl
bei der typischen Form auch mit einem gelben Fleck in der Wurzel des Feldes 8. Deutsch (_)st-Afrika (im
Innern), Brit. Ost- Afrika, Kuwenzori. — ab. immaculatus Sufj'. hat in der Wurzel des Feldes 8 der Vflgl immaculatus.
keinen Fleck. — Bei ab. bimaculatus N«//'. fuhren die Vflgl sowohl in der Wurzel des Feldes 8 wie in bimaculatus.
derjenigen des Feldes 6 einen gelben Fleck.
P. delalandei Gndf. (dl)). Der Hflglsohwanz mit einem hellen Fleck an der Spitze; die beim (f delalandei.
weissliche, beim ? gelbe Mittelbinde bedeckt auf den Hflgln nur die S])ilze der Mittelzelle, ist gegen den
Analwinkel gerichtet und auf den Rijipen nach aussen lang gezackt; die Hflgl haben grosse Saumflecke,
aber kei)ie Submarginalflecke; die Vflgl führen eine ganz gerade Reihe von 8 kleinen, gerundeten oder
ovalen Submarginalflecken; die Mittelzelle der Vflgl vor der Spitze mit einem Querfleck, der beim d" breit
und blaugrau, beim ? schmal und gelblich ist; die Rippen 1 — 4 der Vflgl beim o'' sehr breit fllzartig be-
haart. Madagaskar.
Phorcas-Gruppe.
Die Flügel oben schwarz mit grünen oder grüiilichgelben oder hellen, beim ? gelblichen Zeichnungen. Die
Hflgl an der Rippe 4 lang geschwänzt. Die Mittelbinde der Hflgl bedeckt nicht die äiisserste Spitze der Mittel-
zelle, ist aber oft von kleinen Flecken an der Wurzel der Felder .S— 5 begleitet und erreicht beim cf und der ihm
ähnlichen Weibchenform fast völlig die Wurzel der Zelle. Die Submarginalflecke sind beim ? auf beiden Flügeln
vorhanden und oft zwei in jedem Felde, beim cf ist gewöhnlich nur der Fleck im Felde 7 der Vflgl deutlich und
grün. — Vflgl beim cf ohne Filzhaare. — J dimorph; die eine Form ist dem cf ähnlich und hat grüne Zeichnungen,
die andere schliesst sich den Arten euphranor und conntantintis der vorigen Gruppe eng au: sie hat gelbliche Zeich-
nungen und eine schmale Mittelbinde, welche die Wurzel der Hflgl bei weitem nicht erreicht. Von den Arten der
vorigen Gruppe unterscheidet sie sich durch die grossen hellen Seitenflecke des Schwanzanhanges.
P. phorcas. Die Mittelzelle der Vflgl einfarbig schwarz , ungefleckt. — phorcas Cr. (6 c). Mittel- phorcas.
binde breit und lebhaft grün, die Wurzel der Hflgl und den innersten Teil der Felder 2—9 der Vflgl er-
reichend, ihr Fleck im Felde 5 der Vflgl vorhanden, nach vorn aber durch die Falte des Feldes begrenzt
und demnach die Rippe fi nicht erreichend. Die Submarginalflecke 1 — 6 der Vflgl beim cf ganz
fehlend. Der Discalfleck im Felde 4 der Vflgl nur 5 — 5'/„ mm lang. Sierra Leone bis zum Niger; Ru-
wenzori. — Die ?-Forni thersander i''. (6 c) hat eine hellgelblichweisse Mittelbinde, die auf dem Hflgl nur etwa ^Acz-sanrfe/-.
7 mm breit, dessen Wurzel und die der Felder 2 und 3 auf dem Vflgl frei lässt; Discalfleck 5 der Vflgl vor-
handen. — congoanus Kothsch. ist grösser als phorcas und mit breiterer Mittelbinde, deren Fleck im Felde 4 congoanus.
der Vflgl 7 — 10 mm lang ist; sonst nicht verschieden. Kamerun, Kongo und Uganda. — ansorgei liothsch. ansorgei.
(= tippelskirchi Suff.) (6 c) weicht von phorcas dadurch ab, dass der Discalfleck im Felde 5 der Vflgl völlig
fehlt; die Submarginalflecke sind auch beim cf deutlich. Brit. Ost -Afrika; Uganda. — ?-Form thersandroides t/ier-
Äiirir. Entspricht der ?-Form thersandcr von phorcas und unterscheidet sich von ihm nur durch das Fehlen sandroides.
der Discalflecke im Felde 5 der Vflgl. — nyikanus B. u. ./. (? = leopoldi Üu^'. ?). Discalfleck im Felde 5 nyikanus.
xni 3
i8 PAPILIO. Von Dr. C. AurivilUus.
der Vflgl vorhanden, aber klein ; dei-jenige im Felde C sehr klein, nicht grösser als der in Feld 7. Nyassa-
casphor. land und Deutsch Ost- Afrika. — casphor .S«//'. Discalfleck im Felde 5 der Vtlgl gross, die Rippe ß er-
reichend; die Mittelbinde also ganz zusammenhängend; sonst wie phorais und congoaniis gezeichnet. Deutsch-
Ost -Afrika: Tabora.
nandina. P. nandina A'. n. .1. Die Vtlgl mit einem grossen hellen Flecke in der Mittelzelle, der sich der
Discalbinde anschliesst; die DiscalJjinde hellgelblich, etwas grünlich angeflogen und mit zwei Flecken im
Felde 5 der Vflgl; sonst ganz wie bei phorcas gebildet. Brit. Ost -Afrika.
Nireus-Gruppe.
Hlb den Analwinkel der llllgl nicht erreichend. Die Flügel ohcn .schwarz mit bhiueu oder griinliclien Zeich-
nungen. Die Htlgl an der Ri])pe 4 geeckt oder geschwänzt. Der Körper unten schwarz mit oder ohne weisse
Puuktflecken. Die Stirn weis.s punktiert. Die cfcT ohne Filzfiecke. Die Mittelbinde, welche nur beim ? von phor-
hanta völlig fehlt, ist gegen den Aiialwinkel der Hflgl gerichtet und dort fast immer durch die Rippe Ib begrenzt;
sie en-eicht niemals die Wurzel der Htlgl. Die Rp ist am dritten Gliede verdickt und von dort nach vorn schnell,
nach hinten allmählich verjüngt; das erste und letzte Glied liaben jedes zwei weit getrennte Dornsi)itzcn. Die Pj) hat
einen zwois])itzigen Ko])f und eine hohe Erhabenheit am Mittelrücken, von oben gesehen ist sie am zweiten Hlb-
gliede Jederseits stark winkelig verbi-eitert.
1. Untergruppe.
Die Hflgl an der Rippe 4 mit einem deutlichen freien, wenigstens (1 mm langen Schwanz, welcher, wenn
nichts anderes angegeben wird, einfarbig schwarz ist.
mangowa. P. mangoura Hcir. Schwanz der Htlgl mit weisser Spitze; die Hflgl unten mit heller Mittelbinde,
aber ohne Submarginaltlecke ; die beim cT blaue, beim ? gelbe Discalbinde der Oberseite am Vrde der Vflgl
tief gegabelt, indem sie auch einen Fleck nahe an der Spitze der Mittelzelle hat; die Vflgl mit einer fast
geraden Reihe von 7 blauen (cf) oder liellgelblichen (?) Submarginalflecken in den Feldern 2—8; die Hflgl
oben ohne Submarginaltlecke, aber mit weissen (cf) oder gelblichen (?) beim ? sehr grossen Saummöndchen.
Schliesst sich dem P. delalandei sehr nalie an. Madagaskar.
dwropus. P. charopus Westir. (fia). Die Spitze der Vflgl ausgezogen und ihr Aussenrd darum am Ende der
Kippen 5 und (j deutlich ausgeschnitten; die Vflgl unten mit vier grossen gelblichen Submarginalflecken in
den Feldern ib — 4: die blaue Mittelbinde der Oberseite nach hinten allmähhch und sehr stark erweitert, so
dass die Flecke der Felder 2 und 8 der Hflgl sehr lang sind und viel mehr als die Hälfte ihrer Fehler be-
decken ; die Submarginaltlecke der Hflglunterseite von der Farbe des Grundes und darum nur durch ihre
silbernen Ringe angedeutet. Ashanti bis Kamerun.
hornimani. P. hornimani J)ht. ((Ja) weicht von der vorigen Art nur dadurch ab, dass die Mittelbinde der Ober-
seite nach hinten nur wenig erweitert ist, so dass die Flecke der Felder 2 und 3 der Hflgl nur ein Drittel
oder ein Viertel iiirer Felder bedecken und kaum doppelt so lang wie breit sind; die Submarginalflecke der
Hflglunterseite beim cf gelb, scharf hervortretend, beim ? wie bei charopus. Deutsch Ost -Afrika.
oribazus. P. oribazus Bsd. (6a). Aussenrd der Vflgl fast gerade; die Vflgl unten mit violetten oder weiss-
liclien Submarginalflecken in den Feldern Ib — 4; die Mittelbinde der Oberseite fast gleich breit und wenig-
stens bis zur Rippe 5 der Hflgl zusannnenhängend ; der Discalfleck im Felde 2 der Hflgl bedeckt nicht die
innerste Wurzel des Feldes und derjenige des Feldes 1 c erreicht nicht die Mittelzelle. Madagaskar.
epiphorbas. P. epiphorbas Bsd. (6 b) weicht von oribazus dadurch ab, dass die blaue oder grünliche Mittelbinde
der Oberseite in den Feldern la und Ib der Vflgl vöüig fehlt {&) oder wenigstens im Felde Ib (?) unter-
brochen ist, und dass die Vflgl unten keine Submarginalflecke haben. Der Discalfleck im Felde 2 der Hflgl-
oberseite erreicht die Wurzel des Feldes und derjenige des Feldes Ic die Mittelzelle; beim cf kommen auf
der Unterseite der Hflgl wenigstens 1 — 2, gewöhnlich mehrere scharf hervortretende gelbe Submarginalflecke
vor. Die Rp soll einfarbig grün ohne Zeichnungen sein. Madagaskar.
2. Untergruppe.
Die Hflgl zwischen den Rippen 2 und 4 breit ausgezogen und au der Rippe 4 mehr oder weniger scharf
geeckt oder gelajipt, nicht aber mit einem freien Schwänze; bei phorlxintu, wo dieser Lappen am längsten ist, misst
er nur 3 nun. Die Submarginalflecke der Hliglunterseite sind beim c/' scharf begrenzt, goldgelb bis weiss, beim ?
undeutlich, nebelig, weisslich.
phorbanta. P. phorbanta L. (= dis])arilis Bad) (6 b i). Die blaue Mittelbinde der Oberseite fehlt entweder
völlig (?) oder wenigstens in den Feldern 1 a und 1 b "der Vflgl (cf) ; sie ist beim cf gegen den Analwinkel
der Hflgl spitz ausgezogen ; die Submarginalflecke der Oberseite sind beim tf blau und fehlen auf dem Vflgl,
beim ? gross imd weisslich und auf beiden Flügeln vorhanden. Rp oben lebhaft grün mit gell)er Seiten-
nana. linie und gelber, gebogener Querlinie am Glied 3, unten siiberweiss. Pj) grünlich. Bourbon. — nana Oherlh.
ist eine kleinere Lokalrasse, welche auf den Seychellen vorkommt.
PAPILIO. Von Dr. C. Alrivillus. lij
P. manlius /'. (=-- phorl)aiita Bsd.). Die Discalbinde der Vflgl bei beiden Geschlechtern nur aus numlius.
drei Flecken (in den Feldern 3, 4 und in der Mittelzelle) gebildet ; diejenige der Hflgl kurz, nur die Wurzel
der Felder 2 und 3 bedeckend und dort quer abgeschnitten; beide Flügel oben mit blauen Submarginal-
flecken; die Vflgl des o" führen jedoch davon nur sehr wenige. Insel Mauritius.
P. nireus. Die Vflgl oben höchstens mit zwei blauen Submarginalflecken in den Feldern 7 und 8;
selten beim ? mit mehreren aber gelben Submarginalflecken; die blaue (</) oder grünliche (?) Mittelbinde
ist am Hrde der Vflgl 2-7 und in der Mitte der Hflgl 4-12 mm breit und nach hinten nur wenig er-
weitert; der Fleck im Felde 2 der Hflgl bedeckt nicht vöUig die Wurzel des Feldes und der schmale Fleck
im Felde Ic erreicht nicht die Mittelzelle; die Vflgl unten fast immer ganz ohne Submarginalflecke. —
nireus L. (.5a). Mittelbinde der Vflgloberseite gut entwickelt; ihre Flecke der Felder 2—4 nach aussen quer nireus.
abgeschnitten; der Discalfleck im Felde 2 der Hflgl ist sehr lang und analwärts länger als der Fleck im
Felde Ic ausgezogen. Sierra Leone bis Angola und Uganda. — lyaeus IM. (5 b). Die' Mittelbinde schmäler, lyaeus.
aber vollständig; ihr Fleck im Felde 2 der Hflgl ist kürzer und reicht nicht so weit analwärts, wie der
Fleck in 1 c. Rp oben grün, unten weisshch, auf Ring 7 und 8 jederseits mit einem weisshchen
schiefen Längsstriche und auf dem dritten Ring mit einem Gürtel von ringförmigen Flecken. Kap-Kolonie
bis Angola und Brit. Ost -Afrika. — & ab. aelyus .S«/f'. weicht von lyaeus nur dadurch ab, dass der Discal- ac/yus.
fleck im Felde la der Vflgl völlig fehlt und der im Felde Ib in zwei geteilt ist. Deutsch Ost -Afrika. —
pseudonireus Fldr. (= donaldsoni Km. Sharpe) (6a). Die Jlittelbinde fehlt auf den Vflgln völlig oder ist nur pseudonireus.
durch einige sehr kleine Flecke vertreten; auf den Hflgln ist sie wie bei lijacK» gebildet. Somaliland und
Abyssinia. — aristophontes Obnih. Das cf weicht von nireux nur dadurch ab, dass die Discalflecke der aristo-
Felder 2 und 3 der \'flgl länger und nach aussen lang zugespitzt sind; das ? dagegen ist ganz verschieden, phontes.
die Submarginalflecke beider Flügel sind ojjen und unten gut entwickelt und gelblich, die Mittelbinde der
Oberseite ist grünlichgelb und die Grundfarbe beider Flügel ist braun. Insel Gross-Gomoro.
P. sosia //. u. .7. Die Vflgl oben in den Feldern Ib — 8 mit deutlichen, kleinen, gewöhnhch doppelten sosia.
Submarginalpunkten, unten aber ohne grosse Submarginalflecke; die Mittelbinde fast wie bei nircHü gebildet,
ihr Fleck im Felde 2 bedeckt jedoch die Wurzel des Feldes, ist aber analwärts länger ausgezogen als der
Fleck in 1 c, der die Mittelzelle nicht en-eicht. Sierra Leone bis zum Kongogebiete und LIganda.
P. aethiops li. i<. J. Vflgl oben ohne blaue Submarginalpunkte in den Feldern 1 b — 6, unten aber aethiops.
mit grossen, gelblichen Submarginalflecken in den Feldern Ib — 4; die blaue Mittelbinde der Oberseite auf
den Vflgln fast gleich breit und nach aussen an den Rippen eingeschnitten, auf den Hflgln schmäler als
bei hrontcs und die Wurzel des Feldes 2 nicht bedeckend, ihr Fleck in ic ganz kurz, die Mittelzelle nicht
erreichend. Somaliland und Abessinien.
P. thuraui Kavsch. Beide Flügel oben schwarzbraun ohne Mittelbinde, aber mit blauen Submarginal- thnraui.
flecken und die Vflgl noch in der Mitte zwischen der Spitze der Mittelzelle und dem Saume mit drei blauen
Fleckchen in den Feldern 3, 4 und 6 ; die Vflgl unten mit vier grossen gelblichen Submarginalflecken in
den Feldern ib — 4. Deutsch Ost-Afrika: Ubena.
P. cyclopis B. 11. J. Die Mittelbinde der Oberseite sehr verschmälert und auf den Vflgln in Flecke cyclopis.
aufgelöst ; ihr Fleck im Felde 2 der Hflgl bedeckt nicht die Wurzel des Feldes und der Fleck in 1 c er-
reicht nicht die Mittelzelle ; die Vflgl unten mit grossen gelben Submarginalflecken in 1 b — 4. Vielleicht nur
eine Form von thm-aid. Nyassaland.
P. bromius. Die blaue oder grünliche Mittelbinde der Oberseite ist breit, am Hrde der Vflgl
10 — 14 mm, in der Mitte der Hflgl 10-17 mm breit und nach hinten deutlich erweitert; ihr Fleck im Felde 2
der Hflgl bedeckt immer vollständig die Wurzel des Feldes und der Fleck in 1 c ist sehr lang und erreicht
immer die Mittelzelle. — bromius Dbl. (5 b, c). Der grünblaue Fleck in der Mittelzelle der Vflgloberseite bromius.
erreicht wurzelwärts wenigstens die Mitte des Feldes 2 ; die Vflgl unten ohne grosse gelbliche Submarginal-
flecke, höchstens mit einigen kleinen Punkten nahe am Saume. Sierra Leone bis zum Kongogebiete und
Äquatoria. — chrapliowsliii Suff. (5 c). Der blaue Fleck in der Mittelzelle der Vflgloberseite erreicht würzet- dirapkowskti.
wärts etwa die Mitte des Feldes 2; die Vflgl unten mit grossen gelblichen Submarginalflecken in den
Feldern lb--4. Brit. Ost-Afrika: Nairobi. — brontes Godm. (5a). Die blaue Mittelbinde der Oberseite ist brontes.
etwas schmäler als bei bromius und ihr Fleck in der Mittelzelle der Vflgl erreicht wurzelwärts höchstens die
Rippe 3 : die Vflgl unten mit grossen gelbhchen Submarginalflecken in den Feldern 1 b— 4. Deutsch und
Britisch Ost -Afrika.
Demoleus-Gruppe.
Hlb den Analwiukel nicht erreichend. Hflgl auf beiden Seiten am Analwinkel im Felde 1 c mit einem
schwarzen, blauen und roten Augenflecke und wenigstens unten auch mit einem ähnlichen Augenflecke am Vrd im
Felde 7. Die Flügel schwärzlich mit hellgelber Mittelbinde und hellgelben Submargiual- und Saumflecken. Rp mit
einem kurzen Dorn auf jeder Seite des ersten und vorletzten Ringes. Die Pp mit zweispitzigem Kopfe und nach
vorn gerichtetem Höcker des Mittelrückens.
20 PAl'ILIO. Von Dr. C. Aikivillius.
denwleus. P. demoleus L. (vgl. Pars I, l^d. 1, Taf. 6b). Unterscheidet sich von (hmodociis unter anderem
dadurch, dass der Augenfleck am Analwinkel der Hflgl fast ganz rotbraun ist. Diese im indischen Gebiete
sehr häufige Art kommt auch in Arabien bei Muscat vor.
P. demodocus. Die Flügel oben schwärzlich mit gelben Zeichnungen, welche so, wie die Figur
(4a) zeigt, angeordnet sind; die Wurzelhälfte der Mittelzelle der Vtlgloberseite mit Oiiorreihen von kleinen
gelben Punkten ; die Discaltlecke der Felder 2 und S dei' Vflgl unregelmässig geeckt ; der rote öubmarginal-
tleck im Felde 1 c der Hflgl, der den äusseren Teil des Augenfleckes bildet, grenzt unmittelbar an den gelben
demodocus. Saumtleck desselben Feldes. — demodocus I'-s}). (4a). Die Hflgl an der Rippe 4 nur etwas länger als an
den anderen Rippen geeckt; die hellen Flecke der Oberseite schwefelgelb; die schwarze Spitze der Mittel-
zelle der Hflgl nicht von der Grundfarbe getrennt. Überall in der äthiopischen Region häufig, nur auf
docusdemo. Madagaskar selten und dorthin vielleicht eingeführt. — ab. docusdemo Nw//'. hat die hellen Flecke der Ober-
seite grösser und die schwarze Zellspitze der Hflgl durch schwefelgelbe Flecke in den Wurzeln der Felder 2 — 6
albicans, völlig eingeschlossen. Deutsch Ost-Afrika: Tabora. • — Bei ab. albicans <S'«/7'. sind die Zeichnungen der
nubila. Oberseite weiss. Kamerun. — Die Form mit ledergelben Flecken der Oberseite ab. nubila Capr. (4a) ist nur auf
bennetti. dunkel verfärbte Stücke begründet. — Bei bennetti DLrcii sind die Flecke der Oberseite viel kleiner als
bei demodocus und auf den Vflgln völlig getrennt; die JMittelhinde der Hflgl ist in der Mittelzelle nur 4 nun
breit; die Hflgl an der Rippe 4 kurz geschwänzt. Insel Sokotra.
erititonioides. P. erithonioides Smith (9 b). Die Wurzelhälfte der Vflglmittelzelle mit Querreihen von kleinen gelben
Punkten; der rote Submarginalfleck im Felde Ic der Hflgl, der hinter dem blauumzogenen Augenflecke
liegt, ist durch einen viereckigen schwarzen Fleck fast völlig von dem gelben Saumflecke desselben Feldes
getrennt; die Hflgl beim cT nur gelappt, beim ? geschwänzt; die Zeichnungen der Oberseite hellgelb und
wie bei demodocus gebildet. Madagaskar.
moron- P. morondavana Smith. Der Wurzelteil der Vtlgloberseite nur mit gelben Schuppen gleichförmig be-
davana. streut; die Discalllecke 2 und 3 der Vflgl elliptisch abgerundet; die Hflgl an der Rippe 4 geschwänzt; sonst
dem driiiodociis sehr ähnlich. Madagaskar.
P. menestheus. Die Hflgl an der Rippe 4 mit einem 14 — 20 inni langen, au der Spitze erweiterten
und vor der Spitze jederseits hell gefleckten Schwänze. Die Flügel mit einer gemeinsamen hellen Mittel-
binde, die auf den Vflgln mehr oder weniger in Flecke aufgelöst ist, und mit hellen Submarginalflecken,
von denen diejenigen der Felder Ib — 7 der Vflgl gleich gross sind und in einer geraden Linie liegen und
die der Felder Ic und 7 der llilgl rot siiul. Die Stirn schwarz mit zwei gelben Längshnien. Die Vflgl
menestheus. beim cf oben mit breiten Filzstreifen an den lüppen 1—4. Bei menestheus />*■«;•// sind die Zeichnungen der
Oberseite hellgelb; die Mittelbinde der Vflgl am Vrd deutlich wurzelwärts gebogen, indem der Fleck des
Feldes 7 in der Wurzel des Feldes und der Fleck in S zum grössten Teil vor dem Ursprünge der Rippe 8
liegt; die Discaltlecke la (i der Vflgl nach aussen zugespitzt oder abgerundet; die Vflgl 59 — (57 mm lang.
pygmaeus. Sierra Leone bis Kamerun. — ab. pygmaeus .iiirir. hat die Zeichnungen der Oberseite weiss, und die Vflgl
lormieri. sind nur etwa 45 mm lang. Kamenui. — lormieri Dist. (.sh) weicht \ox\ mniesfheiis dadurch ah, dass die Mittt'll)iiule
der Vflgl bis zum \'rd fast i^anz gerade verläuft, indem tler Discaltleck des Feldes 7 hinter der Wurzel des
Feldes liegt und der Fleck in 8 ganz oder zum grössten Teil hinter dem Ursprünge der Rippe 8 liegt.
oplii- Gabun, Kongogebiet; iMailagaskar. ophidicephalus Ohcrth. (Sa) ist eine Form, die von vielen Verfassern
dicephalus. ^\^ selbständige Art betrachtet wird. Sie kommt dem t\|)ischen menestheus sehr nahe und ist von diesem
kaum scharf zu unterscheiden; die gelben Zeichnungen sind etwas grösser, die Mittelbinde der \i\g\ darum
etwas mehr zusammeidiängend und am Vrd wie erwciterl. weil ihre Flecke in den Feldern 7 und 8 ge-
wöludicli grösser als bei meiwstheu.^ sind; die Discaltlecke 2 (i der Vtlgl sind gewöhnlich nach aussen fast
(|uer altgeschnitten, bisweilen jedoch, ganz wie bei menestheus, abgerundet; die Submarginalffecke der Vflgl-
unterseite sind vergrössert und bilden eine fast zusanunenhängende Submarginalbiude; die Auiienflecke der
phalusco. Hflgl sind etwas gi'össer und deutlicher. Kapkolonie bis Hriiiscli Ost -Afrika. ab. phalusco Suff, ist da-
durch ausgezeichnet, dass die Discaltlecke 7 und 8 der Vflgl saumwärts so verlängert sind, dass die Mittel-
binde eine gerade Linie bildet. Natal.
B Aristolochienfalter.
Von dieser Abteilung, welche in Asien und Amerika durch zahlreiche Arten vertreten wird, kommt
in der äthiopischen Region nur eine einzige xVrt vor. Es genügt darum, hier auf die Kennzeichen dieser
Gru])pe, wie sie liei der Behandlung dei' anderen Faunengebiete angegeben sind*), zu verweisen.
antenor. P. antenor Dr. (9c). Schwanz, Kopf und Halskragen rot; Hll) weisslich, mehr oder weniger rot
angeflogen; Hflgl an der Rippe 4 lang geschwänzt; Flügel beiderseits schwarz, hinter der Mitte der Hflgl
mit grauen Schuppen bestreut, beide mit grossen gerundeten weissen (cf) oder weissgrauen (?) Discal- und
*) Vgl. Bd. ], \^. 8; Bd. 5, p. 12, Bd. ii, \<. 11.
PAPILIO. Von Dr. G. Aurivillius. 21
Submarginaltlecken, sowie mit drei solchen Flecken in der Mittelzelle der Vtlgl und einem in der Zelle der
Hflgl; die Submarginaltlecke der Felder lc-5 der Hflgl sind lebhaft rot (cf) oder rötlich (?) ausgefüllt.
Die Rp ist weisslich und hat auf jedem Ring 6—8 rötliche fleischige Zapfen; sie lebt auf einer Combre-
tacee, Quisqualis Grandidieri Baill. Pp grünlich gefärbt und stark S-förmig gebogen; die drei mittleren
Glieder des Hlbs haben oben je zwei kurze Zapfen. Die Gesclüchte dieser prächtigen Art ist recht eigen-
tümhch. Wie auch (mfimacliia wurde sie zuerst von dem englischen Sammler D. Deury in seinem Werke
»lUustrations of Natural History« beschrieljen und abgebildet. Deury kannte das Vaterland von anterior
nicht und noch 183G hatte Boisduval kein Stück dieser Art gesehen, teilte aber mit, dass sie nach einer
Angabe Hopes aus Timbuktu im westlichen Sudan stammen sollte. Erst viel später wurde es bekannt, dass
(üitcHor auf Madagaskar lel)t, wo er nur an der West- und SUdküste, nicht aber im Urwaldgebiete vorkommt.
imtemr schliesst sich den ostindischen Aristolochienfaltern an und ist einer der vielen Beweise dafür, dass die
Fauna Süd -Asiens nähere Beziehungen zu der Fauna Madagaskars als zu derjenigen des afrikanischen Fest-
landes hat.
C. Segelfalter.
Diese Abteihnig ist im äthiopischen Gebiete durch zahlreiche Arten vertreten. Die Arten sind durchschnitt-
lich kleiner und schwächer gebaut als die der ersten Abteihmg. Sie können in 6 Gruppen eingeteilt werden, von
denen die vier ersten abgerundete, nicht geschwänzte Hflgl haben. Die ?? der meisten Arten sind in den Samm-
lungen sehr selten und teilweise sogar noch unbekannt; sie weichen nur wenig von den cfc/* ab.
Ridleyanus-Gruppe.
Hflgl al)gerun(let, ohne Schwanz. Die Stirn jederseits breit golli, nur in der Blitte schmal schwarz. Die
Palpen einfarbig gelb. Die Flügel oben schwarz und rot, den Arten der Gattung Acntea ähnlich gezeichnet. Frühere
Stadien unbekannt.
P. ridleyanus White (la). Vtlgl schwarz, stellenweise halbdurchsichtig, mit einer Halbbinde von ridleyanus.
5 roten Flecken in den Feldern 1 a— 4 und zwei tiefschwarzen, jederseits geD] gesäumten Querflecken in der
Mittelzelle; Hflgl oljen rot nut schwarzer Saund)inde und Wurzel und einigen schwarzen Flecken. Von Lokoja
am Niger bis Angola, der Aipiaforprovinz und Bukoba am Viktoria Nyanza.
Pylades-Gruppe.
Die Hflgl ungeschwänzt, an den Rippenenden geeckt. Die Stirn jederseits mit einem weissen oder roten
Punkt oder Strich. Die Palpen weiss. Die P^lügel oben weiss und schwarz, unten an der Wurzel rot oder rotbraun.
Die Unterseite der Flügel hat bei allen Arten dieselbe weisse Grundzeichnung. Diese l)esteht auf den Vflgln aus
8 Submarginalflecken, die dicht am Saume stehen; 9 Discalflecken (in la — 8), von denen die der Felder b, 6 und 8
fast immer klein und doppelt sind, und aus vier Querflecken oder Querbinden in der Mittelzelle. Die Hflgl haben
unten eine breite weisse Querbinde, die sich vom Vrde wenigstens bis zur Rippe 2 erstreckt, fast die ganze Mittel-
zelle bedeckt und dincli einen dimklen Läugsstrahl des Feldes Ic vom weissen Irdf'elde Ib getrennt ist. Im breiten
dunklen Saumliaude führen die Hflgl 6 Submarginalflecke, von denen che der Felder 1—4 bisweilen gespalten sind,
und 3—4 Subdiscalflecke in den Feldern 2 — 5; diese können auch doppelt und in zwei Reihen geordnet sein. Die
Haare der Irdsfalte der Hflgl des cf sind lang und gelblichweiss. Die ausgewachsene Rp hat nicht nur auf dem
ersten und vorletzten, sondern auch auf dem zweiten und dritten Ring je zwei weit getrennte Dornen. Der lange
Höcker des Mittelrückens der Pp ist schräg mich vorn gerichtet und erstreckt sich fast ebenso weit vorwärts wie
die Kopfspitze.
P. endochus Bsd (7c). Die Hflgl unten" mit 4—5 freien roten Subdiscalflecken in Ic— 5. I>ev endodtus.
weisse Wurzelteil der Flügeloberseite ist selir gross, erreicht auf den Vflgln fast die Spitze der Mittelzelle
und erstreckt sich auf den Htlgln ül)er die Mittelzelle hinaus; die schwarzen Teile der Oberseite sind ganz
ungefleckt, mit Ausnahme von einem kleinen Fleck im Felde 7 der Hflgl. Madagaskar.
P. pylades. Die Hflgl unten ohne rote Flecke in der Sauml)inde; beide Flügel oben mit weissen
Flecken in der Saumbinde; Hlb jederseits mit einem breiten gelben Seitenstreifen; die Spitze der Mittel-
zelle der Vflgl mit zwei weissen Flecken, einem in der Vorder- und einem in der Hinterecke. — pylades F. (7 c). pylades.
Der Discalfleck im Felde 3 der Vflgl füllt die Wurzel dieses Feldes völlig aus und ist sowohl mit dem Hrds-
fleck der Zelle wie mit den Discalflecken der Felder la— 2 zu einem grossen weissen Felde vereinigt.
Senegal, bis zum Weissen Nil, südlich nur bis zum nördhchsten Teil des Kongostaates. — angolanus Goeze (7b). angolanus.
Der Discalfleck im Felde 3 fehlt ganz oder ist klein und völlig frei, die Wurzel des Feldes nicht erreichend;
die Mittelzelle der Vflgl ohne weissen Hrdsfleck oder nur mit einem kleinen solchen Flecke. Vom Kongo-
gebiete südlich bis Natal und östhch bis Brit. Ost-Afrika. — ab. lapydes Suff, weicht nur dadurch von lapydes.
(inciolanua ab, dass die Mittelzelle der Vflgl einen Hrdsfleck hat, der jedoch nur die Rippe 3 erreicht. Deutsch
Ost -Afrika: Kilossa.
P. morania, Die Hflgl unten ohne rote Mecke in der Saumbinde; beide Flügel oben mit weissen
Flecken in der Saumbinde; Hlb ohne zusammenhängenden gelben Seitenstreif, höchstens mit drei gelben
Seitenfleckchen am 2. — 4. Ringe , dagegen mit dreieckigen schwarzen Seitenflecken. Die Spitze der
22 PAPILIU. Von Dr. C. Airivillius.
Mittelzelle der Vflgl entweder durch einen einzigen weissen Flec-k ertullf oder mit zwei Flec-ken, die jedoch
inorania. nur schmal oder unvollständig getrennt sind. — Bei morania Anya.^ (71), c) ist der üiscaltleck im Felde 2
der Vflgl gross und füllt die Wurzel des Feldes völlig aus : die weissen Subdiscaltlecke der Felder 2 — 5 der
Hflgloberseite liegen näher am Irde als am Aussenrde der schwarzen Saumbinde; die Zeichnungen gelblich
laboraniis. oder grünlichweiss. Ovamboland bis Delagoa-Baj-. - taboranus ÜbirUt. (7b) hat die Zeichnungen der Über-
seite schneeweiss; der Discalfleck im Felde 2 der A'Ugl ist kleiner, die Wurzel des Feldes nicht erreichend
und liegt ganz frei ; die weissen Subdiscalflecken der Hflgloberseite liegen fast in der Mitte der Saumbinde.
N^assaland und Deutsch Ost -Afrika.
Tynderaeus-Gruppe.
Hflgl ungeschwänzt, mit abgerundetem, an den ßij)j)enenden tieecktcni oder nur gewelltem Saume. Die
Flügel oben schwarzl)raun mit grünen Flecken. Die Hflgl unten an der Wurzel mit einem oder mehreren getrennten
schwarzen Punkten oder Flecken und deutlichen schwarzen Punkten oder Flecken in der Spitze der Mittelzelle und
im Wurzelteil der PVlder Ic— 7. Diese Gruppe verbindet die vorhergehende mit der folgenden, indem cynius sich
an momnia und hitnilliunus sich an fulli-ri anschliesst. Die Geschlechter sind einander ähnlich; die Entwicklungs-
stadien noch unbekannt.
P. cyrnus. Die Vflgl unten an der Wurzel des Vrds breit rot; die Rippen der Htlglunterseite breit
lot oder braun gesäumt; die Vtlgl mit 8 einfachen Submarginaltleckeu, <S — 10 Discalflecken und 3 Flecken
in der Mittelzelle, die Htlgl mit einem grossen Flecke in der Mittelzeile, 5 Discalflecken und 5 Submarginal-
cyrmis. flecken in den Feldern 1 b— 5. — cyrnus Bsd. (3 c). Der Discalfleck im Felde 1 a der Vflgl fehlt und die
nuscyrus. Flecke in Ib — 3 sind voneinander getrennt. Madagaskar. — Bei ab. nuscyrus .S«//'. ist der Discalfleck im
Felde la vorhanden und die Flecke der Felder lb-3 sind miteinander vereinigt. ^ladagaskar.
tynderaeus. P. tynderacus /''. (7a). Die Vflgl unten an der Wurzel nicht rot, in jedem Felde mit zwei Sub-
marginalflecken ; die Mittelbinde der Hflgl besteht aus einem grünen Flecke in der Mittelzelle und in 1 c
sowie aus einem weisslichen Flecke im Felde 7; alle Flecke der Oberseite, wie auch die Discalflecke der
Unterseite sind lebhaft grün, nur durch Verfärbung werden sie gelblich (ab. orhrea Capr.); die Palpen, die
Stirn- und Brustpunkte sind rot; die Flügel unten mehr oder weniger purpurschillemd. Westafrikanisches
Urwaldgebiet, von Sierra Leone bis zum oberen Kongo.
P. latreillianus. Saum der Hflgl sanft gewellt: die Palpen gell); Stirn- und Brustpunkte weiss; die
latreillianus. Flecke der Unterseite matt und gelblich, messingglänzend, nie grün. — latreillianus <!v(lt. (3d) ist kleiner;
theorini. die Vflgl oben mit deutlichen grünen Submarginalpunkten. Sierra Leone. — theorini Aurir. (:?d). Grösser;
die Vflgl ganz ohne Submarginalpunkte. Kamerun bis Angola.
Leonidas-Gruppe.
Hflgl ungeschwänzt, unten an der Wurzel mit einem oder mehreren getrennten schwarzen Punkten, aber
ohne solche Punkte in der IMitte des Flügels. Die Flügel oben schwarz oder schwärzlicli mit gelben, weissen oder
liellblaiien Zeichnungen. Rp mit zwei Dornen am ersten und vorletzten Ringe; Ring 2 und 3 an den Seiten nur
geeckt, nicht bedornt. Die Pp vorn steil abfallend, indem der Höcker des Mittelriickens sich ebensoweit nach vorn
erstreckt wie der Kopf.
1. Untergruppe.
Beide Flügel unten ohne deutliche dunkle Längsstriche auf den Zwischenaderfalten und ohne dunkle Längs-
striche iu der Mittelzelle der Hflgl. Beide Flügel mit Submarginalflecken. Der Discalfleck des Feldes Ib der Vflgl
erreicht nie die Wiu-zel des Feldes.
P. leonidas. hie Htlgl gewöhnHch mit freien Discalflecken in den Feldern 2—5 und mit eiutr
breiten Wurzelquerbinde, die den grössten Teil der Mittelzelle und die Wurzel der Felder i c, 2, (> uiul 7
bedeckt. Die Vflgl stets mit Discalflecken in den Feldern 1 b, 3, 7 und 8, gewöhnlich aber auch mit kleinen
leonidas. solchen Flecken in 2, 4, 5 und B; ihre i\littelzelle meist mit drei Flecken. — leonidas /'. (= similis T/-.) (7d).
Alle Flecke hellblau (cf) oder bläulichweiss (?); die Vflgl ohne Discalfleck im Felde la; die Submarginal-
flecke beider Flügel gross; der Discalfleck des Feldes 4 der Vflgl ist nach innen abgerundet und erreicht
interniplaga. nicht die Wurzel des Feldes. Sierra Leone, Angola, Delagoa-Bay, Brit. Ost -Afrika. — Bei ab. (y) interni-
plaga Aurir. führen die Vflgl einen grossen Discalfleck im Felde 1 a, sonst ist sie der vorigen Form ähnlich.
onidale. Deutsch Ost -Afrika. — ab. (?) onidale Sttff. hat den hellen Wurzelteil der Hflgl mit schwarzen Schuppen
bestreut, die Rippen darin sind schwarz gesäumt und die Flecke in den Feldern ic und 2 sind klein oder
brasidas. fehlen ganz; sonst der Form leoiidas ähnlich. Deutsch 0.st-Afrika: Muanza. — brasidas Fldr. (7d). Hier
sind die Flecke der Oberseite klein, weiss oder gelblichweiss; die Submarginalflecke punkttormig. Kein
iimanus. Discalfleck im Felde 1 a der Vflgl. Angola bis Natal. — umanus U. h. J. weicht von allen vorhergehenden
dadurch ab, dass die helle Wurzehpierbinde der Hflgl sicli nur bis zur Wurzel der Rippe 2 erstreckt.
pelopidas. AJjessinien. — pelopidas Obcrtli. Die Flecke der Vflgl hellldäuiich, durchschnittlich etwas grösser als bei
leonidas, der Discalfleck im Felde 4 erreicht die Wurzel des Feldes ; die Wurzelquerbinde der Hflgl ist sehr
PAPILIO. Von Dr. C. Aitbivillius. 23
breit und fast rein weiss, die Submarginalflecke aber sind klein, punktförmig, nicht grösser als die Discal-
flecke. Eine nocli wenig bekannte Form, die vielleicht eine selbständige Art ist, obgleich sie in der Zeich-
nung sehr nahe mit leonidas übereinstimmt. Deutsch Ost -Afrika und von der Insel Pemba.
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2. Untergruppe.
Die Flügel unten mit deutlichen dunklen Längsstricheu auf den Zwischenaderfalten uml mit dunklen Längs-
strahlen in der Jlittelzelle.
P. levassori Oberth. (9 b). Die Flügel sind oben zum grössten Teil gelblichweiss ; schwarz sind nur levassori.
der Vrd der Vflgl bis zur Mittelzelle, die mit zwei hellen Flecken in den Feldern 7 und 8 gezierte Spitze
und eine zwischen der Rippe 5 und dem Hinterwinkel mir 1 mm breite Saumlinie der Htlgl, welche am
Vorderwinkel etwas erweitert ist und dort zwei helle Flecke einschliesst. Insel Gross-Gomoro.
P. hachei Diic. Die Vflgl schwarz bis schwärzlich mit einer am Hrde sehr breiten, gelblichweissen hadiei.
Halblnnde, welche die Rippe 5 erreicht und dort mit einem grossen, ähnlich gefärbten Flecke in der Spitzen-
hälfte der Mittelzelle verbunden ist; diese Binde bedeckt völlig die Wurzel des Feldes 2 und lässt nur den
innersten Teil des Feldes 1 b frei ; die Hflgl oben von der Wurzel bis weit über die Zellenspitze hinaus rein
weiss mit einer etwa 5 mm breiten, gegen den Vorderwinkel verschmälerten, ungefleckten schwarzen Saum-
binde. Kongogebiet.
P. möbii Sufl'. (9 c) ist der vorhergehenden Art sehr ähnlich und weicht hauptsächUch nur dadurch möbü.
ab, dass die weisse Binde der Vflgl etwas schmäler ist und die Wurzel des Feldes 2 frei lässt und diejenige
der Hflgl nur 12 mm breit ist und weder die Wurzel noch die Spitze der Mittelzelle erreicht. Kongogebiet.
P. auriger Bfh: (3b). Die Flügel oben schwarz mit weisser, etwa 10 mm breiter, im Felde 5 der auriger.
Vflgl unterbrochener Mittelbinde und ohne Submarginaiflecke ; die Hflgl unten an der Wurzel tiefschwarz mit
einem orangegelben Fleck an der Wurzel des Vrds. Gabun.
P. ucalegon. HD) mit dreieckigen, weisslichen Seitenflecken; beide Flügel ohne Submarginaiflecke;
Mittellunde fast wie bei iiiirir/er gebildet; die Htlgl unten an der Wurzel gelbbraun bis hell rotbraun, mit
drei schwarzen Punkten (in den Feldern 7 und 8 und in der MittelzeUe), von denen der in der Zelle weiss-
gefleckt ist. — ucalegon New. (3 b) hat die Mittelljinde oben grünlich weiss, unten auf den Hflgln von der- ucalegon.
selljen Farbe und beiderseits scharf begrenzt; der Fleck in der Mittelzelle der Vflgl ist gewöhnlich klein
und elliptisch, fehlt aber auch bisweilen völlig (ab. legonuca ^iitf'-)- Alt Calabar; Kamerun; Gabun. — Bei legonuca.
simoni Äitriv. ist die Mittelbinde fast rein weiss, unten auf den Hflgln beiderseits scharf begrenzt; der Fleck simoni.
in der Mittelzelle der Vflgl ist gross, dreieckig und erreicht oft mit seiner Spitze den Vrd der Zelle, indem
er eine nach vorn stark verschmälerte Querbinde bildet. Im nördlichen Teil des Kongogebietes. — ucale- ucalegonides.
gonides %/*•. hat die Mittelbinde mehr oder weniger gelblich, unten auf den Hflgln undeutlich begrenzt und
niciit scharf hervortretend ; die Discalflecke der Vflgl sind sehr unbeständig, so dass bald der eine, bald der
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andere klein ist oder fehlt, wodurch die Binde unterbrochen wird. Im mittleren und südlichen Kongogebiete.
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P. phrynon Bruce. Vflgl rotbraun, ein rahmfarbiger, gespaltener Fleck nahe an der Spitze grösser phrynon.
als bei ucalegon; ein Strich in der Jlittelzelle längs dem Hrde und ein langer, eckiger Fleck im Felde 3,
welcher fast den Saum erreicht, rahmfarbig; ein rahmfarbiger Fleck an der Mitte des Hrds im Felde la und
ein grosser ähnlicher Fleck in Ib; Hflgl goldbraun mit breiter rahmfarbiger Mittelbinde'; Hflgl unten heller als oben
mit schwarzen Rippen und dunkel rotbraunem Wurzelteii, aber ohne helle Mittelbinde. Diese mir unbekannte
Form ist vieUeicht nur eine Aberration von ucalegunidea, bei der die Discalflecke 2, 4 und 5 der Vflgl vöUig
fehlen. Oberer Kongo.
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Die folgenden Arten zeichnen sich von den vorhei-gehenden dadurch aus, dass die breite schwarze Saum-
binde der Hflgl stets mit hellen Flecken geziert ist. Die Flügel haben eine gemeinsame helle Mittelbinde, welche
die Wurzel der Hflgl nicht erreicht und im Felde 5 der Vflgl unterbrochen ist. Die Hflgl unten ohne schwarzen
Wurzelpunkt im Felde 7 und demnach nur mit zwei solchen Punkten. Die Hflgl mit 3 — 8 gewöhnlich doppelten
Submarginalflecken.
P. fulleri Smith. Die Zeichnungen hellgelb ; die Mittelbinde fast ganz wie bei ucalegon gebildet ; die fu/leri.
Mittelzelle der Vflgl mit einem Apicalflecke und einem Striche am Hrde zwischen den Rippen 3 und 4 ; die
Hflgl mit je zwei Sulnnarginalpunkten in den Feldern 2— G und mit drei grossen Discalflecken etwa in der
Mitte der Felder 2—4, unten an der Wurzel rot. Kamerun.
P. aurivilliusi Seeldr. Zeichnungen weiss, schwach grünlich angeflogen ; die Discalflecke 1 a und 1 b aurivHHusi.
der Vflgl bedecken nicht die W\irzel dieser Felder; beide Flügel in jedem Felde mit zwei kleinen strich-
ähnHchen Submarginalflecken; die Hflgl oben in jedem der Felder 2-4 mit einem einfachen Discalflecke;
der weisse Wurzelfleck des Feldes 2 der Hflgl nach aussen quer abgeschnitten und scharf begrenzt; die
Mittelzelle der Vflgl dem Felde 3 gegenüber mit 3 — 4 weissen Längsstrichen und dicht vor der Spitze mit
einem weissen Vrdsfleck. Kongogebiet.
24 PAPILIO. Von Dr. C. Aikivilliüs.
agamedes. P. agamedes Westir. (3c). Zeiclinimgen weiss: die Mittelbinde der Vflgl bis zur Rippe 5 zusammen-
hängend, die Wurzel der Felder la und Ib nicht bedeckend; der grosse weisse Fleck in der Mittelzelle der
Vtlgl (dem Felde 3 gegenüber) erreicht nicht den Vrd der Zelle; die Vtlgl an der Wurzel tiefschwarz, viel
dunkler als in der Aussenhälfte; der Wurzelfleck im Felde 2 der Hflgl nach aussen eingeschnitten: die Hflgl
in jedem der Felder 2 bis 4 oder 5 mit zwei Submarginal- und zwei Discalstrichen. Ashanti und Togo. ■ —
medesaga. ab. medesaga SV/f. weicht nur dadurch ab, dass die Vflgl einen kleinen Fleck in der Spitze der Zelle und
einen doppelten Subniarginalfleck im Felde 6 haben. Togo.
adamastor. P. adamastor Bad. (3c) ist der vorigen Art sehr ähnlich und unterscheidet sich nur dadurch, dass.
der Querfleck der .Mittelzelle der Vflgl grösser ist und den Vrd der Zelle erreicht, wogegen der Discalfleck
im Felde 2 kleiner und abgerundet ist oder ganz fehlt, so dass die Mittelbinde hier unterbrochen wird.
Ashanti und Togo.
almansor. P. almansor llonr. Zeichnungen weiss; die Mittelbinde der Vflgl auch im Felde 2 breit unter-
l)rochen, indem der Discalfleck dieses Feldes fehlt oder sehr klein ist; der Querfleck der Vflglzelle erreicht
den Vrd der Zelle, ist aber vom Discalflecke im Felde 3 ziemlich breit getrennt: die Hflgl ohne Discal-
punkte und mit undeutlichen oder zum Teil fehlenden Submarginalpunkten, die Spitze ihrer I\Iittelzelle weiss
ausgefüllt; die Zelle der Vflgl mit einem weissen Spitzenflecke; der Discalfleck im Felde Ib der Vflgl reicht
nicht so weit wurzelwärts wie der Fleck in la und ist also kürzer als dieser. Ashanti und Angola.
diarceäonius. P. charccdonius Karsch (9 c) unterscheidet sich von almansor nur dadurch, dass die Discalflecke 1 a
und 1 b der Vflgl wurzelwärts gemeinsam schief abgerundet sind und die Mittelzelle der Vflgl ohne Spitzen-
fleck ist. Togo und Kongogebiet.
Uganda. P. Uganda Laflii/. Mit den beiden letztgenannten Arten nahe verwandt ; die sehr reduzierten weissen
Zeichnungen der Vflgl bestehen nur aus drei kiu-zen Strichen in der Mitte der Zelle, kleinen Discalflecken
in la, Ib und 3, zwei Strichen im Felde 6, einem gespaltenen Discalflecke in 8 und Submarginalpunkten
in Ib, 2, 3 und 6; der Discalfleck in la liegt viel näher an der Wurzel als derjenige in Ib; die Querbinde
der Hflgl ist etwas gelblich, bedeckt die Spitze der Zelle und ist in den Feldern 2 und 6 eingeschnitten:
die Hflgl mit deutlicTien Submarginalpunkten in den Feldern 2 bis 6, aber ohne Discalflecke. Uganda.
poggianus. P. poggianus Hoiii: Grösser, mit einer VflgUänge von etwa 48 mm, die Zeichnungen weisslich; die
Vflgl ohne Suiimarginalflecke; in der Zefle dem Felde 3 gegenüber mit einem grossen Querflecke, welcher
den Vrd der Zelle erreicht und mit drei langen Discalflecken der Felder 2-4 vereinigt ist; der Discalfleck
im Felde 2 ist sehr lang, den Saum fast erreichend, aber schmal, so dass er nur den vorderen Teil des
Feldes bedeckt ; die Discalflecke in 1 a und 1 b bilden danmi einen freien Hrdsfleck, welcher den Saum fast
erreicht, aber von der Wurzel ziemlich weit entfernt ist; die Discalflecke in 6 und S fast genau wie bei
den übrigen Arten gebildet; die (juerbinde der Hflgl breit, die Wurzel und die Spitze iler Zelle fast er-
reichend; die breite dunkle Saumbinde in jedem der Felder 2 bis .5 mit zwei langen weisslichen, etwas un-
regelmässigen Strichen. Angola.
philonoe. P. philonoe WurrI (7a) unterscheidet sich von allen den vorhergehenden Formen dadurch, dass die
Discalflecke der Felder la und Ib der Vflgl die Wurzel dieser Felder bedecken: die Subniai-ginalflecke der
Felder 4 — 8 der Vflgl sind einfach, gerundet und ziemlich gross, diejenigen der Hflgl dagegen in jedem
Felde durch zwei Striche vertreten; die Wurzelflecke der Felder 2, 3 und 6 der Hflgl sind nach aussen
scharf begrenzt, (juer abgeschnitten oder abgerundet; die Mittelzelle der Vflgl vor der Mitte mit drei weissen
Punkten in einer Querlinie, dann mit einem gi'ossen, durch die dunklen Falten in drei Teilen abgeteilten
Querflecke und endlich an der Spitze mit zwei weissen Punkten; die Discalflecke der Felder 2 bis 4 der
Vflgl sind gewöhnlich abgerundet und mehr oder weniger voneinander getrennt. Deutsch- und Britisch-
Ost -Afrika.
Policenes-Gruppe.
Die Hfl^l an der Rippe 4 mit lauiteni, silmialeiii iileichljreitem Schwanz. Die Sth-n schwarz mit wei.sseu
Seitenrändern. Die Flügel oben mit grünen oder grünliclnveissen Zeichnungen. Die Mittelzelle der Vflgl mit 5
bis 6 Querbinden oder Querflecken. Beide Flügel mit Suhmarginalflecken Die Hflgl unten mit einer aus roten
Flecken gebildeten, sogenannten Prachtbinde. Ausser den schon genannten Zeichnungen haben die Vflgl einen Fleek
an der Wurzel der Felder 1 a und 1 h, einen schiefen Querstrich im Wurzelteil derselben Felder und S Discalflecke,
je einen in den Feldern la bis G und 8; die Hfli>l hal)en eine .schmale Queibinde an der Wurzel, eine schmale
Mittelbinde, welche nur aus drei Flecken (in der Zelle und den Feldern 2 und 7) besteht, und gewöhnlich auch
7 Discalflecke in den Feldern Ic bis 7, von denen jedoch der in Ic rot ist. Die Rp hat vier Paar Dornen, je
ein Paar am 1., 2., .S. und dem vorletzten Segmente. Die Pp ist am Anfange des Hlbs stark winklig verbreitert und
hat einen langen Höcker auf dem Mittelrücken.
1. Untergruppe.
Die Hflffl in der Spitze der Mittelzelle mit einem besonderen hellen Flecke , der bisweilen mehr oder
weniger mit dem Fleck der Mittelbinde vereinigt ist. Der Discalfleck im Felde '.\ der Hflgl ist lanirtrestreckt und
erreicht völlig oder beinahe die Wurzel des Feldes. Die Flügel unten am innersten Wurzelrande rot gefleckt. Die
Vflglzelle hinter dem fünften Querstriche einfarbig, ungefleckt.
Ausgegehen 20. IV. 1910. PAPILIO. Von Dr. C. AuRIVlLLIUS. 25
P. evombar Bt^d. (8c). Zeichnungen der Oberseite grünlichweiss; die Mittelzelle der Vtlgl mit 5 evombar.
fast geraden ()uerstrichen; der nach hinten wie gewöhnlich verlängerte zweite Querstrich am Hrd mit dem
Discalflecke des Feldes 1 a verschmolzen ; der Fleck in der Spitze der Htlglzelle oben völlig oder fast völlig
mit der Mittelbinde vereinigt; die Discalflecke der Felder 2 bis 4 der Vflgl füllen die Wurzel der Felder
fast völlig aus; die Htlgl oben ohne rote Flecke. Madagascar.
P. antheus. Die Vflglzelle mit 5 grünen Querstrichen, von denen die 3 letzten S-förmig gebogen
sind; die Zeichnungen der Oberseite wenigstens beim cf lebhaft grün; Hlb mit langen weissen (}uerstrichen
an den Seiten; die Discalflecke der Felder 2 bis 4 der Vflgl sind abgerundet und füllen darum die Wurzel
der Felder nicht völlig aus; die Hflgl oben gewöhnlich mit roten Flecken in den Feldern Ic und 2. —
antheus (V. (9a). Die Querstriche der Vflglzelle alle voneinander getrennt; der Spitzenfleck der Hflglzelle antheus.
oben von der Mittelbinde der Zelle- durch die schwarze Grundfarbe völlig getrennt; die Mittelzelle der Hflgl
unten mit einem tief schwarzen und roten Flecke. Die Rp ist braun bis braungrün mit einem gelben
Gürtel auf dem dritten Ringe und lebt auf Artabotr3's, einer Anonacee. Sierra Leone bis Angola. — Bei
ab. evombaroides Ehn. (9 a) ist der Spitzentleck der Hflglzelle oben mehr oder weniger mit der Mittelbinde evom-
vereinigt; sonst von antheus nicht verschieden. West-Afrika. — Bei ab. utuba Hampa. sind die vierte und baroides.
fünfte Querbinde der Vflglzelle hinten miteinander vereinigt, eine U-förmige Figur bildend; sonst mit mjassae "'"'"'•
übereinstimmend. Delagoa und Biitisch- Ost -Afrika. — nyassae Btb: hat die Mittelzelle der Hflgl unten nyassae.
ohne schwarzen und roten Fleck; die Querstriche der Vflglzelle getrennt. Natal bis Britisch -Ost -Afrika. —
ab. (var. ?) lurlinus Btlr. ist etwas grösser als antheus und hat die grünen Zeichnungen der Oberseite mehr luiiimis.
ausgedehnt , besonders sind die Querstriche der Vflglzelle und die Submarginaltlecke beider Flügel fast
doppelt so gross wie bei diesem. Nvassaland und in der Umgebung von Victoria-Njanza.
P. mercutius Sm. h. Krb. Zeichnungen der Oberseite gelblichweiss; zweite und dritte Querbinde mercatias.
der Vflglzelle einerseits und vierte und fünfte (Hierbinde anderseits zu einem grossen, fast quadratischen
Flecke vereinigt; die Hflgl beiderseits mit einem roten Flecke in Ic und 2 und unten auch mit einem
roten Punkte im Felde 7; die Hflglzelle dagegen ohne roten oder schwarzen Fleck. Nur ein Stück bekainit.
Ist vielleicht nur eine Aberration des Weibchens von nyassae. Delagoabai.
2. Untergruppe.
Das Spitzenviertel der Hflglzelle oben einfarbig schwarz ohne hellen Fleck. Die Vflglzelle mit einem hellen
Flecke oder Punkte am Vrd dicht vor der Spitze.
P. nigrescens Eim. (9a). Die grünen Flecke kleiner als bei der folgenden Art; die Hflgl jedoch nigrescens.
oben in der Wurzel des Feldes 3 mit einem kleinen länglichen grünen Fleck, der bei aUen folgenden Arten
völlig fehlt; die hellen (hierstriche der Vflglzelle sehr fein, linear oder sogar undeutlich; die Submarginal-
flecke beider Flügel klein und undeutlich. Kamerun bis zum Kuilu-Flusse.
P. policenes Cr. Die Hflgl oben mit einem kleinen roten Flecke im Felde Ic hinter der W\\\.% poticenes.
des Irds; die (hierstriche der Vflglzelle fast ganz gerade; die Discalflecke 2 bis 7 der Hflgloberseite alle
gut entwickelt, der im Felde 6 nach hinten stumpf abgerundet oder abgestutzt, nicht oder nur wenig
länger als breit; die Prachtbinde der Hflglunterseite vollständig, indem auch in der Spitze der Mittelzelle
ein roter Strich oder Fleck vorhanden ist ; der rote Querstrich im Felde 2 der Hflglunterseite liegt fast
genau an der Mitte der Rippe 3; die Zeichnungen der Oberseite beim cf lebhaft grün, beim ? etwas heller
grün. Die ausgewachsene Rp ist oben lebhaft grün , die sechs Dornen der drei ersten Segmente schwarz,
an der Wurzel rot. Die Pp ist gewöhnlich an die IMittelrippe eines Blattes befestigt und lebhaft grün, oben
jederseits mit zwei Reihen von schwarzen Punkten. Die Rp lebt an Uvaria catfra und an einer Artabotr3's-
Art. Einer der häufigsten Segelfalter Afrikas, von Sierra Leone bis Angola, Uganda und Aequatoria und
von Natal bis Biitisch- Ost -Afrika verbreitet. — liponesco Suff. Der rote Fleck im Felde Ic der Hflgl- Uponesco.
Oberseite fehlt völlig; die grünen Flecke beider Flügel viel kleiner als bei policenes, sonst von diesem nicht
verschieden. Togo.
P. sisenna Mab. (8c, 9a). Die drei letzten Querstriche der Vflglzelle etwas gebogen; die Hflgl s/se«Ha.
oben ohne roten Fleck im Felde Ic; die Discalflecke 2 bis 6 der Hflgloberseite ziemlich gross und grün,
der im Felde 6 nach hinten zugespitzt, lang und schmal, fast strichförmig; die Spitze der Hflglzelle unten
mit einem roten Strophe oder Flecke ; der rote Querstrich im Felde 2 der Hflglunterseite liegt deutlich hinter
der Mitte der Rippe 3; die Zeichnungen der Oberseite lebhaft grün. Portugiesisch- und Deutsch -Ost -Afrika.
P. polistratus Sm. Die drei letzten Querstriche der Vflglzelle etwas gebogen; die Hflgl oben ohne polist ratus.
roten Fleck im Felde Ic; die Discalflecke 2 bis 5 der Hflgloberseite fehlen gänzlich; die Spitze der Hflgl-
zelle unten ohne roten Fleck; der Discalfleck im Felde 6 der Hflgl schmal, strichförmig; der grosse helle
Wurzelfleck im Felde 2 der Hflgl fehlt auf der Unterseite völlig oder ist nur angedeutet ; die Zeichnungen
der Oberseite hellgrün. Portugiesisch- bis Britisch -Ost -Afrika. — richelmanni Weijm. weicht nur dadurch ridielmanni.
ab, dass die Discalflecke der Felder 4 und 5 der Hflgl vorhanden sind. Deutsch -Ost -Afrika.
XIII 4
26 PAI'lLlü. Von Dr. C. ArmviLLirs.
junodi. P. junodi Trim. ^Fil der voiliergehonden Art sehr nahe verwandt und davon nur dadurcli ver-
schieden, dass die Zeichnungen der ül)erseite griinlichweiss sind, dass der Wurzeltleck des Feldes 2 der
Hflgl auch auf der Unterseite gross ist, dass die Submarginaltlecke der Htlgloberseite und der Fehler Ib
bis 5 der Vflgl sehr klein sind oder fehlen: von den Discaltlecken der Htlgloberseite fehlen diejenigen der
Felder 2 und 3 völlig, die der Felder 4 und 5 sind klein und der im Felde ü ist ziemlich gross, nach hinten
abgerundet. Delagoabai.
porthaon. P. porthaon Hew. (8c). Die drei letzten (Querstriche der Vtlglzelle tief S-fürmig gebogen; die
Zeichnungen der Oberseite alle gelblichweiss und die Hflgl oben ohne rote Flecke: die Hflgl mit Discal-
tlecken in den Feldern 2 bis 5; die l'rachtbinde der Htlglunterseife vollständig, aus roten Flecken oder
Strichen in den Feldern Ic bis 8 gebildet, aber ohne roten Fleck in der ^littelzelle. Die Rp ist aus-
gewachsen samtgriin, auf jedem Ringe mit einer bunten Querbinde, welche aus einer weissen Mittellinie
und jederseits derselben aus einer schwarzbraunen, einer grüngelben und wieder einer schwarzbraunen
Querlinie besteht; sie lebt auf einer Anonacee. Die Pp ist grauschwarz mit einer Reihe schw-arzer Funkte
auf jeder Seite des Hlbs; der Höcker des Mittelrückens ist kürzer als bei der Pp von poUccnes. Delagoabai
adjectus. bis Britisch -Ost -Afrika. — Die ab. adjectus Thur. aus Deutsch -Ost -Afrika unterscheidet sich nur dadurch,
dass die Hflgl «im Felde 3 und zwar in der Einbuchtung der Mittelbinde unter der .Mittelzelle einen etwa
3 mm langen Strich in der grünlichweissen Grundfärbung haben».
colonna. P. colonna Ward (8c). Die Zeichnungen der Oberseite grün, nur zwei Querstriche der Hflgl in
den Feldern Ic und 2 rot; die Grundfarbe dunkler als bei den vorigen Arten, fast rein schwarz: von allen
den vorgenannten Arten dadurch verschieden, dass der Discaltleck im Felde Ib der Vtlgl sehr schmal,
stricht onnig, ist und eine unmittelbare Fortsetzung des zw'eiten Querstriches der .Mittelzehe bildet, sowie
dadurch, dass der Discaltleck im Felde 2 der Vflgl auch schmal ist und fast genau an der Mitte der
Rippe 2 liegt; die Hflgl ganz ohne grüne Discalflecke. Die Rp ist gelblichgrün mit einer violettbrauncn
Seitenlinie; die Dornen des zweiten und dritten Ringes sind nicht wie gewöhnlich einfach, sondern sind mit
feinen Dörnchen besetzt; sie lebt auf einer Anonacee der Gattung Artabotrys. Die Pp ist hell bläulich-
grün und uneben, so dass sie einem durch Raupen zerfressenen Blatte zum Verwechseln ähnlich ist; der
seidene Gürtel der Pp ist sehr fein und bricht öfters ab, so dass die Pp ganz frei wie eine Xymphaliden-Pp
/o«fo/w. hängt. An der Ostküste Afrikas, von Delagoabai bis nach Britisch -Ost -Afrika. — ab. loncona N«//'. weicht
nur dadurch ab, dass die schmale grüne Mittelbinde der Hflgl nach hinten durch die Mediane begrenzt ist
und also nicht wie gewöhnhch auch einen Fleck in der Wurzel des Feldes 2 bildet. Deutsch- Ost -Afrika.
Kirbyi-Gruppe.
Die Hflgl sind ganz wie in der /)o//cc«es-Gruppe geschwänzt und aiuli in den übrigen Kennzeichen stimmt
die Z'/^-i/yZ-fTruppe mit jener so nahe überein, dass sie fast nur durch die einfarbig schwarze Mittelzelle der Vflgl
und das Fehlen der Submarginalflecke der Vflgl davon unterschieden werden kann. Die Zeichnungen der Oberseite
bestehen nur aus einer schmalen Mittell)inde, welche jedoch vom Vrd der Vflgl bis zur Mitte des Irds der Hflgl
zusamiiienliänK-end ist und aus 8 bis 9 Flecken der Vflgl (in den Feldern la bis G oder 7 und 8) und -l Flecken der
Hflfil (in den Feldern 1 c, 6, 7 und der ^Mittelzelle) gebildet ist, und aus 4 bis G Submarginalflecken der Hflü:!. Die
Hflgl oben ohne rote Flecke. Die Prachtliinde der Hflglunterseite ist gut entwickelt und besteht aus roten, schwarz
begrenzten Strichen in den Feldern Ic, 2, 3, 7 und in der Spitze der Mittelzelle. Die Entwicklungsstadien sind
unliekannt.
illyrls. P. illyris Heic. (Sa). Die Zeichnungen der Oberseite gelb; die Mittelbinde am Vrd der Vflgl ein
wenig wurzelwärts gebogen und ohne Fleck im Felde 7; der Schwanz der Hflgl nui- an der äussersten
flavisparsus. Spitze weiss; die Hflgl nnt rotgelben Siunnmöndchen. Ashanti bis Kongo. — ab. (var. yi flavisparsus Fruhi^l.
hat die Submarginalflecke der Htlgl und die roten Flecke der Hflglunterseite grösser als bei der gewöhn-
lichen Form. Insel Fernando-Po.
P. kirbyi. Die Mittelbinde der Vflgl bis zum Vrd ganz gerade und mit einem Fleck im Felde 7;
kirbyi. der Schwanz der Hflgl fast bis zur Mitte weiss. — Bei kirbyi Ilnr. (Sa) sind die Zeichnungen der Ober-
ottonis. seile weisslich; von West -Afrika (Lagos) und Britisch -Ost -Afrika. — ottonis Aiirir. von Deutsch-Ost-Afrika
(Usambara) hat die Zeichnungen der Oberseite grün.
Urbeschreibungs-Nachweis der aethiopischen Papilioniden.
27
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den aethiopischen Papilioniden aufgefülirten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der zitierten Stelle aucli abgebildet ist.
acene Pap. Suff. Iris 17, p. 92.
adamastor Pap. Bsd. Spec. Gen Lep. 1, p. 371.
adjectus Pap. Ttmr. Berl. E. Z. 48, p. 143.
aelyus Pap. Suff. Iris 17, p. 98.
aethiops Pap. R. u. J. Nov. Zool. 12, p. 190.
agamedes Pap. Westw. An. N. H. 9, p. 38.
albicans Pap. Suff. Iris 17, p. 102.
almansor Pap. Honr. Berl. E. Z. 28, p. 210. *
andronicus Pap. Ward, Ent. M. Mag. 8, p. 121.
angolanus Pap. Goeze, Ent. Beitr. III 1, p. 87.
ansorgei Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 3, p. 324.
antenor Pap. Druiy, 111. Exot. Ins. 2, p. 4. *
antheus Pa]!. Cr. Pap. Exot. 3, p. 71. *
antimachus I'ap. Drurv. 111. Exot. Ins. 3, p. 1. *
antinorii Pap. Oberth. An. Mus. Genov. 18, p. 711. *
aristophontes Pap. Oberth. Bull. E. Fr. 1K97, p. 188. *
auriger Pap. Rtlr. Ent. M. Ma^. 13, p. 57.
aurivilliusi Pap. Seeldr. An. E. Belg. 40, p. 499. *
benio I'ap. Suff. Iris 17, p. 91.
bennetti Pap. Di.xey. Proc. Zool. Soc. Lond. 1898, p. 381. *
bimaculatus Pap. Suff. Iris 17, p. 96.
brasidas Pap. Fldr. Verli. z. b. Ges. Wien 14, p. 307, .3.53.
bromius Pap. Dhl. An. N. H. 16, p. 176.
brontes Pap. Godrn. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 540.
casphor Pap. Suff. Iris 17, p. 97.
cenea Pap. Stoll. Sjppl. Gram. j). 134. *
cephonius Pap. Hopff Stett. E. Z. 27, p. 132.
charcedonius Pap. Karsdi, Ent. Nachr. 21, p. 285.
charopus Pap. Westw. Are. Ent. 1, p. 189. '
chrapkowskii Pap. Suff. Iris 17, p. 98. *
colonna Pap. Ward. Ent. M. Mag. 10, p. 151.
commixta Pap. Auriv.. nov. form.
congoanus Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 3, p. .325.
constantinus Paji. Ward. Ent. M. Mag. 8, p. 34.
cyclopis Pap. R. u. J. Nov. Zool. 10, ji. 489.
cynorta Pap. F. Ent. syst. III 1, p. .37.
cypraeofila Pap. Btlr. Ent. M. Mag. 5, p 60.
cyrnus Pap. Bsd. Spec. Gen. I.ep. 1, p. 239.
dardanus Pa|i. Brown, III. Zool. p. .52. *
delalande(i) Pap. God. Mem. Soc. Linn. Paris 2. *
demodocus Pap. Bsp. Anst. Schmett. p. 205. *
demoleus Pap. L. Syst. Nat. ed. 10, p. 464.
dionysoides Pap. Auriv. Ark. Zool. III 23, p. 1. *
dionysus Pap. Dbl. u. Hew. Gen. D. Lep. p. 20. *
discopunctatus Pap. Suff. Iris 17, j). 92.
docusdemo Pap. Suff. Iris 17, p. 101. *
echerioides Pap. Trim. Trans. Ent. Soc. London 1868, p. 72. '
endochus Pap, Bsd. Spec. Gen. Lei). 1> P- -^^■^•
epiphorbas Pap. Bsd. Faune Madag, p. 13. *
erithonioides Pap. Smith. An. N. H. (6) 7, p. 122.
euphranor Pap. Trim. Trans. Ent. Soc. London 1868, p. 70. '
evombar Pap. Bsd. Spec, Gen. Lep, 1, p, 2.54.
evombaroides Pap. Eimer, .4rtb. bei d, Sclnn. 1, p, 228. *
filaprae Pap, Suff. Iris 17, p. 94.
flavisparsus Pap. Frühst. .Stett. E. Z. 64, p. 359.
fülleborni Pap. Karsdi. Ent. Nachr. 26, p. .353.
fulleri Pap. Smith. Ent. M. Mag. 19, p. 234.
gallienus Pap. Dist. Proc. Zool. See. Lond. 1879, p. 649.
gigantea Pap. Wtl^s. Ent. M. Mag. 35, p. 109.
hachei Paj). De-dK Berl. E. Z, 25, p, 286,
heimsi Pap, Suff. Iris 17, p, 9U,
hesperus Pap. Westw. Are. Ent, 1, p. 189, *
hippocoon Pap, F. Ent. syst, 111 1, p. 38.
hippocoonides Pap, Haase. Bibl, Zool, Villi, p, 70, *
homeyeri Pap, Platz, Stett, E. Z. 41, p, 306.
hornimani Pap. Dist. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 647. '
horribilis Paj). Btlr. Lei». Exot, p, 88, *
humbloti Pap, Oberth. An. E. Fr. (6) 8 Bull, p. 40.
illyris Pap. Hew. Ent. M. Mag. 9, p. 232.
immaculatus Pap, Suff. Iris 17, p. 96.
interniplaga Pap. Auriv. Rhop, Aeth, p. 487.
jacksoni Pap. E.Sharpe, Proc. Zool. Soc. Lond, 1891, p. 188. *
junodi Pap. Trim. Trans, Ent. Soc. Lond. 1893, p. 138.
kirbyi Pap. Hew. Ent, M. Mag, 9, p, 146,
lapydes Pap, Suff. Iris 17, p. 103,
latreillianus Pap. God. Enc. Meth. 9, p, 44,
legonuca Pap. Suff. Iris 17, p, 106.
leonidas Pa)i, F. Ent, syst. IUI, p. 35.
leucospilus l'a)!, Rothsdi. Nov, Zool. 9, ji. 598.
levassori Pap, Oberth. Et. d'Ent, 13, p. 10. *
liponesco Pap, Suff. Iris 17, p, 107,
loncona Pap, Suff. Iris 17, p, 107,
lormieri Pap, Dist. Ent, M, Mag. 11, p. 129.
lyaeus Pap, Dbl. An, N, H. 16, p, 178,
mackinnoni Pap. E. Sharpe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p. 187. *
maculatissimus Pap, Suff. Iris 17, p. 95,
maculatus Pap, Suff. Iris 17, p, 91.
mangoura Pap, Hew. Ent. M, Mag. 11, p. 226.
manlius Pap, F. Ent. syst. .Suppl. p. 422.
mechowianus Pap, Dew. Ent, Nachr, 11, p. 305. *
medesaga Pap, Suff. Iris 17, p. 106.
menestheus Pa]), Drury. 111, Exot, Ins, 2, p, 15. *
mercutius Pap. Sm. u. K. Rhop, Exot. Pap, p, 33. *
meriones Pap, Fldr. Reise Novar, Lep. p. 95.
mimeticus Pap, Rothsdi. Entomolog. 30, p. 165.
mixtus P.-ip, Auriv. Ark, Zool, 11123, p. 4. *
moebii Pap, Suff. Iris 17, p. 104,
morania Paii, Angas, Kahrs 111. t. 30, *
morondavana Pap, Smith, An, N. H. (6) 8, p. 78.
nana Paji, Oberth. El, d'Ent, 4, p. 54.
nandina Pap, Rothsdi. Nov, Zool, 8, p, 403, *
niavoides Pa]). Khetl, Iris 3, p. 335. *
nigrescens Pap, Eimer, Artb, bei d. Schm. 1, p. 223.
niobe Pap, Auriv. Hhop, .\eth, p, 465.
nioboides Pap. Auriv. Rhop, Aeth, p, 465.
nireus Pap, L. Syst. Nat. ed. 10, p. 464,
nobicea Pap. Suff. Iris 17, [i. 94,
nobilis Pap, Rog. Verh, z. b, Ges. Wien 41, \). 563.
norcyta Pap. Suff. Iris 17, p. 94,
nubila Pap. Capr. Bull, E, Belg. 25, p. 43.
nuscyrus Pap, Suff. Iris 17, p. 104.
nyassae Pap. Btlr. An, N, H. (4) 19, p. 459.
nyikanus Pap, R. ii. J. Nov. Zool. 10, p. 489.
ochrea Pap. Capr. Buli. E. Belg. 33, p. 119.
odenatus Pap. We.^tw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1872, p. 96. *
onidale Pap. Suff. Iris 17, p. 106.
ophidicephalus Pap. Oberth. Et. d'Ent. 3, p. 13.
oribazus Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 223.
oscari Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 9, p. 597.
ottonis Pap. Auriv. Rhop. Aeth. p. 492.
peculiaris Pap. Neave, Nov. Zool. 11, p. 342. *
peiodurus Pap. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895, p. 720. *
pelopidas Pa]). Oberth. Et. d'Ent. 4, p. 55, *
pemptolipus Pap. Auriv. Ark. Zool. III 23, p. 2. *
phalusco Pap. Suff Iris 17, p. 103.
philonoe Pap, Ward, Ent, M, Mag, 10, p. 1.52.
phorbanta Pap, L. Mant. Plant, p, 525.
phorcas Pap, Cr. Paj), Exot, 1, p. 4. *
phrynon Pap, Druce. An, N, H. (6) 15, p, 332,
plagiata Pap, Stidiel, Ins. -Börse 20, p. 165.
plagiatus Pa]i. Auriv. Ent. Fidskr. 19, p. 183.
planemoides Pap. Trim. Proc. Ent, Soc. Lond. 1903, p, 41.
poggianus Paii. Honr. Berl. E. Z. 28, p. 210. *
policenes Pap. Cr. Pap. Exot. 1, p. 61. *
polistratus Pap. Smith, An. N. H. (6) 3, p. 121.
polytrophus Pap. R. u, J. Nov. Zool. 10, p. 488.
•28
Urbeschreibungs-Nachweis der aethiopischen Papilioniden.
porthaon Pap. Hew. Exot. Butt. Pap. t. 7. *
praecyola Pap. Suff. Iris 17, p. i)4.
preussius l'ap. Karsdi. Beil. E. Z. 38, p. 368. *
pscudonireus Pap. f/dr. Heise Xovar. Lep. p. 94.
pyginaeus Pap. Auriv. Hliop. Aelh. p. 478.
pylades l'ap. /". Hnl. syst. IUI, p. .-U.
rex Pap. Oherl/i. An. K. Fr. (tj) 6 Bull. p. 111.
richelmanni Pap. Weym. Stett. E. Z. 53, p. M. .
rideschi Pap. Suff. Iris 17, )). 93.
ridleyanus Pap. \mte. An. N. H. 12, p. 262. *
ripponi l'ap. liocher. Eiit. Nadir. 24, p. 186.
ruspina Pap. Kheil, Iris 3, p. 33.5. *
salaami Paji. Suff. Iris 17, p. 92
schultzei Pap. Auriv. Ins. -Börse
Simon! Pap. Auriv i^"-""' A"*'- ■
sisenna Pap. Mab.
.,~jj. ' 1', 1'. ^^.
. ap. Auriv. Ins. -Börse 21, p. 363.
ap. Auriv. Rhop. Aelh
Simoni lap. /\uriv. miup. rtem. p. 485.
sisenna Pap. Mab. An. E. Fr. (6J
sjöstedti Pap. Auriv., n. sp.
sosia Pap. R. u. J. Nov. Zonl. 10.
10, p. 29.
[ov. Zool. 10, p. 488.
taboranus Pap Oberth An. E. Fr. (6) 6 Bull. p. 114.
theorini Pa|). .Auriv. Eiit. Fidskr. 2, p. 45.
thersander Pap. F. Ent. syst. III 1, p. 32.
thersandroides Pa|i. Auriv.. n. form,
thuraui Pa]!. Kursdi, Ent. Nachr. 26, p. 126.
tibullus Pap. Kbv. Proc. R. Dublin Soc. (2) 2, p. 338.
triineni Pa].. Ponlt. Trans. Ent. Soc. Eoiul. 1906, p. 283. "
trophonissa Pap. Auriv. Ark. Zool. III 23, p. 6.
trophonius Pa|i. Westw. An. N. H. 9, p. 38.
tynderaeus Pap. /". Ent. syst. IUI, p. 35.
ucalegon Pap. Hew. Exot. Butt. Pap. t. 7. *
ucalegonides Pap. Stgr. Exot. Schni. 1, p. 10.
Uganda Pap. I.alhy. Irans. Ent. Soc. Lond. 1906, p. 9. '
umanus Pap. A?. ;/. / Nov. Zool. 12, p. 191.
utuba Pap. Hmps. An. N. H. (6) 7, p. 182.
wertheri Pap. Karsdi in Werther: Die mittl. Hochl. D.O.-AIrikas,
l». 31.5.
whitnalli Pap. Neave. Nov. Zool. 11, p. 342.
zaimoxis Pap. Hew. Exot. Butt. Pap. t. 6. *
zenobia Pa]i. F. Syst. Ent ]). 503.
zoroastres Pap. Druce, Ent M. Mag. 14, p. 226.
PIERIDAE. Von Dr. G. Aürivilliuk. 29
2. Familie: Pieridae, Weisslinge.
Die Angehörigen dieser Familie haben wie die Papilioniden bei beiden Geschlechtern vollständig
entwickelte Vorderbeine und unterscheiden sich dadurch von den Danaiden, Satyriden, Nymphaliden,
Lemoniiden und Lycaeniden. Nur bei einigen Gattungen der Lycaeniden können die Vorderbeine fast
ebensogut entwickelt sein.
Der Kopf ist meist mittelmässig gross mit gewölbten, nackten Augen. Taster gewöhnlich gut ent-
wickelt, mehr oder weniger zusammengedrückt, selten klein und den Kopf nicht überragend. Sauger gut
entwickelt. Fühler mittelmässig oder lang, gewöhnlich mit scharf abgesetzter Kolbe, selten (bei Pseudopontia)
ganz ohne Kolbe. Hlb bei allen äthiopischen Arten kürzer als die Htlgl. Vorderschienen ohne das für die
I'apilioniden eigentümliche Schienenblatt. Klauen zweispaltig. Flügel mit geschlossener Mittelzelle. Vtlgl
nur mit einer, aber an der Wurzel oft zweispaltigen Submediana. Hflgl stets mit zwei Innenrandrippen.
Die Eier sind aufreehtstehend, sehr langgestreckt, kegelförmig oder fast tlaschenförmig, bisweilen
auch unten verschmälert und daduich spindelförmig. Sie haben feine Längsrippen und gewöhnlich eine
helle, weissliche oder gelbe Farbe.
Die Raupen sind walzenförmig, feinhaarig mit der normalen Zahl von Beinpaaren. Sie leben oft
gesellig und sind gewöhnlich von grüner Farbe mit oder ohne helle Längilinien.
Die Puppen sind am After und durch einen Gürtel um die Mitte befestigt. Der Kopf hat eine
einzige, oft sehr lange Spitze; der Rücken ist mehr oder weniger scharf gekielt, die Flügelscheiden treten
oft sehr stark hervor und die Seiten haben bisweilen spitzenförmige Erhabenheiten.
Die Entwicklungsstadien der meisten afrikanischen Arten sind leider noch völlig dunkel und es ist
nur wenig über ihre Lebensweise bekannt.
Die Weisslinge haben fast inmier eine helle, weisse, gelbe oder orangegelbe Grundfarbe und schwarze
Zeichnungen. Diese letzteren bestehen aus einem Fleck an der Spitze der ^littelzelle, schwarzen Saumtlecken
an den Rippenenden und schwarzen Submarginaltlecken, welche gewöhnlich zwischen den Rippen, bisweilen
aber auch auf den flippen liegen. Die Submarginal- und die Saumtlecke tliessen oft zu einer dunklen
Saumbinde zusammen. Die Flügelwurzel ist öfters, besonders auf der Unterseite, lebhafter gefärbt, gelb,
orangegelb oder rot. Andere Zeichnungen treten nur sehr selten auf.
Die Pieriden treten in der ganzen äthiopischen Region zahlreich auf, linden sich aber viel häufiger
in den otfenen steppenartigen Gegenden von Süd-, Ost- und Nord-Afrika, als in den von Urwald bedeckten
Ländern, und sind fast die einzigen Vertreter der Tagfalter in den reinen Wüstengebieten. Die ostatVikanische
Subregion kann mit Recht als die Subregion der Pieriden betrachtet werden. Dieselben machen dort etwa
19 70 'der Tagfalterfauna aus, während sie in Südafrika 13 »,'0 und in Westafrika nur S^/o derselben bilden.
Viele Pieriden und ganz besonders die Arten der Gattung Terccuhis sind für klimatische Verhältnisse
sehr empfindlich und treten dai-um während der Trockenzeit in einer anderen Farbentracht als während der
Regenzeit auf. Diese Jahreszeitfornien können jedoch durch zahlreiche Zwischenformen miteinander ver-
bunden sein. Ist aber eine Art in einer Gegend, wo die Jahreszeilen nicht oder wenig verschieden sind,
verbreitet, so tritt dort gewöhnlich nur die eine Jahreszeitform als ständige Foini auf; z. B. bei Aden, wo
nur Trockenzeitformen, .und in Kamerun, wo nur Regenzeitformen vorkonmien.
Li der äthiopischen Region kommen zwölf Pieriden-Gattungen vor, von denen vier, Pseudopontm,
Herpaeiiia, Mylothris und Calopieris dieser Fauna eigentümlich sind. Pseudopontia und Calopieris sind nur auf
dem Festlande gefunden worden, die beiden anderen aber kommen auch auf Madagaskar vor. Mijlothris ist
eine sehr formenreiche und überall in Afrika durch häufige Arten vertretene Gattung und kann darum als
die der äthiopischen Region charakteristischste Pieriden-Gattung betrachtet werden. In Arabien, auf Sokotra
und den Maskarenen fehlt sie völlig.
Über die Einteilung der Pieriden in Unterfamilien sind die Verfasser noch nicht einig. Die äthio-
pischen Gattungen scheinen am besten auf die folgenden vier Unterfamilien verteilt werden zu können.
Übersicht der U n t e r f a m i 1 i e n.
A. Die Fühler ganz ohne Kolbe, gegen die Spitze schwach perlschnurartig. Die Rippen h und 6 der
Htlgl gestielt. Die Rippe 5 der Vflgl aus dem Stiele von ß und 7. Die Rippen 7 und 8 der Hflgl
berühren einander in einem Punkte, so dass eine geschlossene Wurzelzelle entsteht.
P s e u d 0 p 0 n t i i n a e.
B. Die Fühler mit Kolbe, nie perlschnurartig. Die Rippen 5 und 6 der Hflgl getrennt oder aus dem-
selben Punkte. Die Rippe 5 der Vflgl niemals aus dem Stiele von 6 und 7. Die Rippen 7 und 8
der Hflgl weit getrennt.
30 PSEUDOPONTIA. Von Dr. C. Aurivillils.
* Die Hflgl mit langer und deutlicher Präcostalrippe. Die zwei ersten Tasterglieder unten mit
Borsten und Haaren bekleidet.
1. Die Kipjje C der Vflyl entsjiringt weit hinter der Spitze der Mittelzelle aus der Rippe 7. l'ierinae.
2. Die Rippe 6 der Vtlgl entspringt fast immer ganz frei aus der Spitze der Mittelzelle oder ist nur
sehr kurz gestielt. Teracolinae.
** Die I'räcostali-ippe der Htlgl fehlt gänzlich oder ist nur sehr kurz uiul wurzelwärts umgebogen.
Die Taster unten glatt beschuppt oder sehen mit Horsten und Haaren jiekleidet. Die Rippe 6
der Vflgl stets aus 7. Coliadinae.
1. Unterfamilie: Pseudopontiinae.
Zu dieser Unterfaiiiilie gfhiirt nur eine einzige Gaftunir. Die Kcnnzeicbeu der Unterfamilie fallen demnach
mit denen der Gattung zusammen.
1. Gattung: PseiKlo^MHitia I'lot:.
Sehr zart gebaate Schmetterlinge mit breit abgerundeten Flügeln. Kopf gerundet; die Augen von
oben gesehen nach vorn etwas konvergierend. Fhlr kurz, die Spitze der Mittelzelle kaum erreichend, faden-
förmig ohne Kolbe, nach aussen aber mit schwach perlschnurförnn'g verdickten Gliedern. Taster sehr kurz
und fein. Spiralzunge wohl entwickelt. Die Mittelzelle beider Flügel klein und kurz, kaum mehr als ein
Drittel der Flügellänge erreichend. Die Rippe 5 der Vflgl aus dem Stiele von 6 und 7, 8 und 9 fehlend,
11 zuerst fast gerade gegen die Rippe 12 gerichtet und dann umgebogen. Die Rippen 5 und 6 der Htlgl
gestielt, die Rippe 7 zuerst völlig gerade und die Rippe 8 in einem Punkte berührend, dann in fast rechtem
Winkel gegen den Saum umgebogen: die Rippe 8 von der Wurzel an von der Zelle abbiegend und mit
deutlicher, saumwärts umgebogener Präcostalrippe. — Die eigentümlichste aller bisher bekannten Tagfalter-
Gattungen. Die Abweichungen im Körperbau sind so gross, dass einige Verfasser die Gattung unter die
Heteroceren gestellt haben. — Die noch unbekannten Fntwicklungsstadien werden vermutlich Licht über
die nähere Verwandtschaft der Gattung bringen.
paradoxe. P. paradoxa F/c/r. (10a). F]infarbig weiss ohne Zeichnungen: die Flügel dünn beschuppt, halb durch-
sichtig uiul bei gewisser Beleuchtung stark schillernd. An der Westküste Afrikas von Sierra Leona bis Angola
verbreitet und besonders in Kamerun stellenweise nicht selten; konnnt wahrscheinlich im ganzen tropischen
Urwaldgebiet vor. Die Geschlechter sind einander ganz ähnhch; die Weibchen jedoch gewöhnlich etwas
grösser als die Männchen.
cepheus. p. cepheus Ehnn. Diese mir unbekannte Art gehört vielleicht nicht dieser Gattung an. Sie wird
von EmniANN in folgender Weise beschrieben: »Beide Flügel oben rein weiss: Vflgl an der Spitze mit
einem scharf begrenzten, viereckigen schwarzen Fleck und vor der Sjiitze mit einem mittelmässig grossen,
dreieckigen schwarzen Fleck. Die Grundfarbe der Vflglunterseite dieselbe wie oben; die schwarzen Flecke
der Oberseite schwach durchscheinend; der Wurzelteil ist schwach grünlich und mit feinen schwarzen
Strichelchen marmoriert. Htlgl unten weiss mit feinen schwarzen Strichelclien.- In Liberia bei Grand Sess
erbeutet.
2. Unterfamihe: Pierinae.
Die hielier gehörenden Gattungen sind durch die spitzigen, burstigen oder rauh beschuppten Palpen, die mit
der Iiip])e 7 lang gestielte Rijjjje ü der Vflgl und die gut entwickelte Präcostalri])pe der Hflgl leicht kenntlich.
Die sechs äthiopischen Gattungen können durch folgende Kennzeichen leicht unterschieden werden.
A. Die Vtlgl höchstens mit 11 Rippen. Die Präcostalrippe der Htlgl gerade oder nach aussen gebogen.
«. Die Rippe 5 der \tlgl entspringt aus der Vorderecke der Mittelzelle, indem die mitlere Disco-
cellulare völlig fehlt oder nur sehr kurz ist.
1. Fühlerkolbe langgestreckt, spindelförmig, zugespitzt. Vtlgl nur mit 10 Rippen. 2. Leptosia.
2. Fühlerkolbe stumpf und kurz. Vtlgl mit 11 Rippen. 3. Herpaenia.
(i. Die Rippe 5 ist durch eine lange, schief nach innen gerichtete mittlere Discocellulare von der
Vorderecke der Zelle getrennt.
1. Die Vtlgl nur mit 10 Rip|)en: die Rippe 7 ist nämlich ganz einfach und nicht gegabelt; der erste
Subcostalast (Rippe 9j ganz gerade und mit der Rippe 8 völlig gleichlaufend. 4. Mylothris.
2. Die Vtlgl gewöhnlich mit 1 1 , selten nur mit 10 Rippen (indem die Rippe 8 winzig klein ist
oder fehlt: der erste Subcostalast aber in diesem Falle geschlängelt und nicht mit dem zweiten
Aste gleichlaufend.
a. Die mittlere Discocellulare der Vtlgl ist deutlich gebogen und bildet darum mit dem Stiele
der Rippen 6—8 einen rechten oder sogar einen stumpfen Winkel. .■). Appias.
1). Die mittlere Discocellulare der Vtlgl ist ganz gerade oder nur sehr schwach gebogen und
bildet darum stets einen spitzen Winkel mit dem Stiele der Ripi^en 6—8. 6. Pieris.
B. Die Vflgl mit 12 Rippen. Die Präcostalrippe der Hflgl nach innen umgebogen. 7. Phyilocharis.
LEPTOSIA: HERPAENIA. Von Dr. C. Aurivillius. 31.
2. Gattung; liepto^ia llbn.
Älittelgrosse oder kleine, zart gebaute Schmetterlinge. Flügel breit abgerundet mit weisser Grund-
farbe. Die Entwicklungsstadien der äthiopischen Arten sind unbekannt. Die Gattung kommt auch in Süd-
Asien vor und ist dort bis zu den Philippinen und Formosa verbreitet. Fliegen am Waldrande oder im
Walde und ziehen schattige Stellen dem Sonnenschein vor. Geschlechter einander ähnlich.
L. medusa. Flügel weiss, die Vtlgl oben mit schwarzer Apicalbinde, welche sich gewöhnlich von
der Rippe 4 bis zur Rippe 10 erstreckt. Unten ist die Spitze und die Wurzel der Vflgl und der ganze
Htlgl mit feinen grünlichen Strichelchen mehr oder weniger dicht besät. Beide Flügel unten mit winzigen
schwarzen Punkten an den fanden der Zwischenaderfalten. Flügelspannung 48-GOmm. — medusa CV. (10a). medusa.
Vflgl beiderseits mit einem grossen, schwarzen Fleck an der Mitte des Feldes 3; Hflgl oben einfarbig oder
an den Rippenenden mit schwarzen Flecken. Von Sierra Leone bis zum Kongogebiet und Uganda ver-
breitet. — ab. immaculata Axrir. (10a). Vtlgl ohne Snbmarginaltleck im Felde 3; Htlgl stets ohne dunkle immacnlata.
Saumflecke. Zusammen mit der Hauptforni. — ab. marginea ilnl'. hat die Hflgl oben mit breiter schwarzer marginea.
Saumbinde, sonst ist sie wie die Hauptform gezeichnet.
L. alcesta. Der vorigen Art ähnlich, aber kleiner, nur 29— 43 mm; Hflgl stets oben einfarbig weiss;
die dunklen Strichelchen der Flügelunterseite sind kaum grünlicli und weniger zahlreich; auf den Hflgln
bilden' sie gewöhnlich nur 1 — 2 feine Querlinien. Von Sierra Leone bis Natal, Britisch Ost- Afrika und Uganda
verbreitet; kommt auch auf Madagaskar vor. — Die zuerst bekannte Form, alcesta Cr. (10a), hat die Vflgl alcesta.
mit einer schwarzen, zwischen den Rippen 5 und 8 liegenden Apicalbinde und einem schwarzen Submarginal-
fleck, der gewöhnlich durch die Rippe 4 geteilt wird. — Bei narica /•". (10 b) fehlt die Saumbinde der Vflgl narica.
völlig, der Subn^arginalfleck aber ist gut entwickelt. — nuptilla Anrir. (10 b). Die Saumbinde der Vflgl vor- miptilla.
banden, wenn auch etwas schmäler als bei aJcesfa, der Submarginalfleck aber völlig fehlend. Bisher nur vom
Ruwenzoriberg bekannt. — nupta Bllr. (10 b). Auch die Vflgl einfarbig weiss ohne dunkle Zeichnungen. nupta.
3. Gattung: BCerpaeiiia BUr.
Diese für die äthiopische Fauna eigentümliche Gattung weicht nicht nur durch die in der Übersicht
angegebenen Kennzeichen, sondern auch durch die eigentümliche Zeichnung von den anderen Pierinen-
Gattungen ab. Sowohl hierdurch wie durch die Lebensweise nähern sie sich den Arten der Gattung Teracolus.
Die Schmetterlinge fliegen im Sonnenschein an offenen Plätzen und vermeiden die Schatten des
Waldes; sie haben einen langsamen Flug und setzen sich häufig an Blumen. Die Entwicklungsstadien sind
unbekannt.
H. eriphia. Flügel oben schwarz mit gelben (?), weissgelben (cf) oder weissen Zeichnungen ; Vflgl
mit folgenden hellen Zeichnungen : ein Längsstrich am \'rd von der Wurzel bis über die Mitte hinaus und
hinter der Zelle zu einer kurzen aus drei Flecken der Felder 8, 5 und 4 gebildeten Querbinde erweitert;
eine schief gestellte, mit dem Vrd fast gleichlaufende Discalbinde, welche am Hrd vor der Mitte anfängt
und aus drei Flecken (in den Feldern la, Ib und 2) gebildet ist; vier bis fünf Submarginalflecke (in 1 b,
3, 5, 6 und bisweilen 8), von denen der im Felde 3 stets der grösste und der im Felde 5 der kleinste ist;
der Fleck in 1 b liegt dicht am Saume und ist gewöhnlich damit vereinigt. Die Hflgl haben oben zwei
gleichlaufende helle Querbinden, eine vor, eine hinter der. Mitte, und drei bis sechs helle Saumflecke, von
denen der im Felde 6 immer der grösste ist. Die Unterseite ist ähnlich gezeichnet, hat aber stets einen
breiten hellen Längsstrich in der Mittelzelle der Vflgl und dunkelbraune statt schwarze Grundfarbe. Die
Art kommt vom Senegal bis Nubien, in Ost-Afrika, in Süd-Afrika bis Angola und auf Madagaskar vor, fehlt
aber im westafrikanischen Waldgebiet. Vier Lokalrassen, deren jede zwei Zeitformen hat, sind beschrieben
worden. — eriphia Cto«//. (10c). Vflgl oben ohne hellen Strich in der Mittelzelle und mit zusammenhängender eriphia.
Discalbinde; die hellen Zeichnungen mehr oder weniger gelblich; Hflgl unten nicht gestrichelt, aber mit
deutbchen Saumflecken. Senegal, Süd-Afrika und Teile von Ost-Afrika. — f nyassae Lanz (10b) ist die nyassae.
Trockenzeitform von eriphia; die hellen Zeichnungen der Oberseite mehr gelblich; Saumflecke der Hflgl-
oberseite grösser; Hflgl unten mit braunen oder rötlichen Strichelchen dicht überzogen, bisweilen so dicht,-
dass die Querbinden undeutlich werden und die Saumflecke ganz verschwinden. Besonders in trockenen
Gegenden von Süd-Afrika. — f. iterata Bfh: Die schw-arzen Zeichnungen der Oberseite etwas mehr aus- iterata.
gedehnt und der Discalfleck im Felde 2 gerundet und von der Binde abgetrennt; sonst mit eriphia fast
völlig übereinstimmend. Deutsch und Britisch Ost-Afrika und im Somaliland. — melanarge Bfh: (22 g) ist melanarge.
die Trockenzeitform von iterata; die dunklen Zeichnungen der Unterseite der Hflgl lebhaft rotbraun. In
denselben Gegenden wie iterata. — lacteipennis Bttr. (10b, c) unterscheidet sich dui-ch grössere Ausdehnung lacteipemüs.
der hellen, gelblichen Zeichnungen, durch geringere Grösse und besonders durch einen hellen Längsstreif
in der Mittelzelle der Vflgloberseite. Abessinien und Nubien. — f straminea Aurir. (22 g) ist die Trocken- straminea.
Zeitform von lacteipennis und zeichnet sich durch die rötlich überzogene Unterseite der Hflgl aus. Nubien. —
32 MYLOTHRIS. Von Dr. C. Aueivillius.
mabillei. mabillei Aui-iv. (22g) hat schneeweisse und stark ausgedehnte helle Zeichnungen dei- Oberseite und die
schwarze Mittelbinde der Htiglüberseite nach innen verkürzt den Ird nicht erreichend. Madagaskar. —
calUanira. f. callianira Miib. ist die Trockenzeitform von mahilh'i und untersciieidet sich nur dadurch, dass die Unter-
seite der lltlgl und die Spitze der Vtlgl rötlich ülierzogen sind. Madagaskar.
4. Gattung: l^Iylotln'is Ulm.
Diese artreiche Gattung ist der äthiopischen Region eigentündich und l)esteht aus niittelgrossen
Schmetterlingen mit weisser oder gellier, selten dunkelgrauer Grundfarbe. Ihre Flügelzeichnung besteht
nur aus schwarzen Flecken an den Rippenenden, welche bald alle gerundet und völlig frei, bald mehr oder
weniger miteinander zu einer Saumbinde verbunden sind; auf den Htlgln kommen selten mehr als sechs
Saumtlecke vor; die Wurzel der Vtlgl und bisweilen auch der Hflgl ist besonders auf der Unterseite oft
lebhaft gelb, rotgelb oder feuerrot gefärbt; Discaltlecke und dunkle Flecke am Ende der Mittelzelle fehlen
immer; die Spitze der Vtlgl ist gewöhnlich abgerundet und beim ? stumpfer als beim &. Rp von gewöhn-
licher Pieridenform , aber etwas länger behaart als bei den europäischen /'/«•/s -Arten. Die Pp mit einer
Reihe Fortsätze auf dem Rücken und einem hakenförmigen Zapfen jederseits an der Wurzel des Hlbs. Die
Gattung kommt fast überall in der äthiopischen Region vor und fehlt nur in Arabien, auf den Maskarenen,
der Insel Sokotra und einigen der kleinen Inseln. Obwohl die Arten oft sehr nahe miteinander verwandt
sind, ist es bisher nicht nachgewiesen worden, dass einige miteinander als Zeitformen oder als Lokalrassen
verbunden sind. Nach der Zeichnung können die Arten in drei Gru])pen eingeteilt werden.
Humbloti-Gruppe.
Beide Fliia:el ganz ohne schwarze Flecken an den Rippenenden.
hiimbloti. M. humbloti Obirth. (10 c). Flügel auf beiden Seiten einfarbig schwarzgrau mit etwas helleren
Rippen. Nur auf der Insel Gross-Comoro angetroffen.
Chloris-Gruppe.
Die Flügel immer mit schwarzen Saumfleckeu, welche wenigstens auf der Unterseite der Htlgl zu einer
schwarzen Saumhinde vereinigt sind. Vflgl auf beiden Seiten mit schwarzer Apicalbinde und olien bis zur Wurzel
mit schmalen dunklen Yrdsstreifen. Die ?? zeichnen sich din-ch eine breitere schwarze Saumhinde der Hflgl aus.
M. chloris. Vflgl beiderseits mit weisser Grundfarbe, unten mit rotgelbem Wurzelfleck ; Hflgl unten
mit ockergelber (Trundfarbe; Apicalfleck der Vtlgl auf beiden Seiten wenigstens bis zur Rippe 4 zusammen-
dtloris. hängend. — chloris F. (lUd). Hflgl in beiden Geschlechtern oben mit weisser oder beim ? bisweilen mit
gelblicher Grundfarbe, ihre Saumbinde beim d^ oben 4 — 5, unten aber 9 — 10 mm breit, beim ? 15 — 17 mm
breit, den Spitzenteil der Mittelzelle bedeckend. Von Sierra Leone bis Kongo und östlich bis Acpiatoria
ciarissa. verbreitet. — clarissa Btlr. Die schwarze Saumbinde der Hflgl viel schmäler, beim cf nur vom Analwinkel
bis zur Mitte des Feldes 3 zusammenhängend, beim ? die Spitze der Mittelzelle nicht erreichend; die Grund-
farbe der Hflgloberseite beim ? hell ockergelblich. Njamnjam, Äquatoria und Uganda.
intermedia. M. intermedia Aiiric. (12 c). Stimnd mit chlor/s durch die ockergelbe Unterseite der Hflgl überein,
weicht aber davon durch die schmale, oben mich innen undeutlich begrenzte und unten nur bis zur Rippe b
zusammenhängende Apicalbinde der Vflgl ab; der Wurzelteil der Vflgl bis zur Spitze der Mittelzelle, sowie
die Hflgl l)is zur Saumbinde .sind oben mit schwarzgrauen Schuppen überzogen; das cf ist unbekannt; die
Saumbinde der Hflgl ist beim ? nur 2—4 mm breit und zusammenhängend. Kamerun.
rembina. M. remblna Plöt^. (12 a) weicht von den beiden vorigen Arten durch die schwefelgelbe Grundfarbe
der Htlglunterseite ab. Die d'd' sind wenig veränderlich, haben oben eine rein weisse Grundfarbe, eine
nur bis zur Rippe 4 zusammenhängende Apicalbinde der Vflgl und eine schmale, zwischen den Rippen ein-
gebuchtete oder sogar in Flecken aufgelöste Saumbinde der Hflgl; unten ist diese Saumbinde stets zu-
sammenhängend und 4 — 7 mm breit; die Vflgl unten ohne rotgelben Wurzelfleck, höchstens etwas schwefel-
gelb an der Wurzel des Vrds. Die ?? sind sehr veräntlerlicb, selten dem cf ziendich ähidich, gewöhnlich
aljer mit viel breiterer Saumbinde der Hflgl und fast bis zum Hinterwinkel zusammenhängender Saum-
infuscata. binde der Vflgloberseite, bisweilen mit oben fast bis zur Wurzel schwarzen Hflgln, ab. infuscata Bartel,
fusca. oder sogar auf beiden Flügeln scbwarzgrau überzogen, ab. fusca Barte/. Kamerun uiul Gaium.
analis. M. analls A)irir. (12a), cf: Flügel oben mit weisser Grundfarbe, Hflgl am Iril und besonders am
Analwinkel gelblich überzogen, Saumbinde der Vflgl bis zur Rippe 3 zusammeidiängend; Vflgl unten fast
bis zur Zellenspitze rot, dann gelblich und nur in den Feldern la, Ib, 2 und 3 weiss, Saumbinde schmäler
als oben und hinten in Flecken aufgelöst; Hflgl unten ockergelb mit 3—4 mm breiter Saumbinde. Das ?
weicht nur dadurch ab, dass beide Flügel rötlich orangegelb sind mit etwas breiteren schwarzen Saum-
binilen. Französisch Kongo-Gebiet.
Ausgegeben 7. Vll. 1910. MYLOTHRIS. Von Dr. C. Aueivillius. 33
Agathina-Gruppe.
Die Saumflecke der Hflgl wenigstens auf der Unterseite ganz frei und abgerundet, selten sehr klein oder
fehlend. Die Vflgl unten nur mit freien oder fast freien Saumflecken. Die zahlreichen Arten dieser Gruppe sind
miteinander sehr nahe verwandt und bilden eine fast zusammenhängende Formenreihe.
M. nubila Möschl. dlbi. Flügel beiderseits mit weisser (0") oder grauer (?) Grundfarbe; Yügl nubila.
beim d" oben an der Wurzel und längs dem Vrde blaugrau bestäubt ; die dunkle Apicalbinde 4 mm breit
und nur bis zur Rippe 5 zusammenhängend ; beim ? kommen auf beiden Seiten nur freie Saumflecke vor.
Kamerun und Gabun.
M. sjöstedti Aurir. (IIa) bat wie die vorige Art einen grossen blaugrauen Wurzelfleck der \ügl- sjSsteäti.
Oberseite und weisse Grundfarbe, unterscheidet sich aber durch eine 9 — 10 mm breite, bis zur Rippe 2
oder 3 zusammenhängende schwarze Apicalbinde der Vflgloberseite und gelben Wurzelteil der Vflglunter-
seite; das ? ist unbekannt. Kamerun.
M. spica Möschl. (10 d) cf. Beide Flügel mit weisser Grundfarbe und unten mit freien, gerundeten s/j/fa.
Saumtlecken; Vflgl oben ohne Wurzelfleck, aber mit etwa 6 mm breiter, bis zur Rippe 3 zusammen-
hängender, schwarzer Apicalbinde. unten mit gelbem Wurzeltleck, welcher die Mitte der Zelle nicht erreicht.
Das ? weicht dadurch ab, dass die Vflgl oben ockergelb und nur am Hrde weisslich sind und längliche
strichförmige Saumflecke haben , welche nach innen gewöhnlich ganz frei sind und nur selten wie in der
Figur durch eine dunkle Bogenlinie verbunden sind. Aschanti bis Kongo und östlich bis Victoria Nyanza. —
Bei ab. ? caspi Suff, sind die bei der Hauptform gelben Flecke zwischen den schwarzen Saumflecken der caspi.
Vflgl grau statt gelb. Togo und Kamerun. — SChumanni Suff', weicht nur dadurch ab, dass die Saum- sdiumanni.
flecke der Hflgloberseite des cf sehr klein punktförmig sind und dass das ? eine bis zur Rippe 2 zusammen-
hängende, mit gelben Schuppen bestreute, schwarze Saumbinde der Vflgloberseite hat. Insel Konakry an
der Küste von Sierra Leone.
M. poppea weicht von -fpica in männlichem Gesclüecht durch einen orangegelben Wurzelfleck der
Vflgloberseite und im weiblichen durch weisse Grundfarbe beider Flügel ab. — Bei poppea Cr. (10 e) isi poppen.
die schwarze Saumbinde der Vflgloberseite des cf bis zur Rippe 2 zusammenhängend und die Grundfarbe
zwischen den langgestreckten Saumflecken der Vflgloberseite des ? weiss oder weisslich. Sierra Leone,
Togo. — hilara Karsch (10 e) hat eine höchstens bis zur Rippe 3 zusammenhängende Saumbinde der Vflgl- hHora.
Oberseite des cf und graue Grundfarbe zwischen den schwarzen Saumflecken der Vflgloberseite des ?.
Kamerun bis Kongo und Uganda. — ab. ? continua Auriv. Grundfarbe beider Flügel weiss; die Vflgl continua.
oben statt der langen Saumflecke mit einer breiten, bis zur Rippe 2 zusammenhängenden und auf der
Innenseite bogenförmig ausgerandeten, schwarzen Saumbinde. Ruwenzori. — ab. ? dubia Auriv. weicht von dubia,
contniua nur dadurch ab, dass die Grundfarl)e beider Flügel oben gelbiichweiss und unten gell)licli und dass
der Wurzelfleck der Vflgl oben deutlicher ist. Französisch Kongo.
M. asphodelus Btlr. (10 e) weicht von spica nur dadurch ab, dass die Vflgl des cf oben einen «^P'^orfW;«.
schwefelgelijen Wurzeltleck haben und dass die dunklen Saumstriche der Vflgloberseite beim ? (= beet-
hoveni Suff) breiter und kürzer sind. Alt-Calabar bis Angola.
M. primulina Btlr. weicht von asphodelus dadurch ab, dass der gelbe Wurzelteil der Vflgl sich bis piinmlina.
zur S]ntze der Mittelzelle erstreckt , das Wurzeldrittel der Felder 1 a und 1 b bedeckt und am Vrde sich
fast bis zur Apicalbinde erstreckt; die gelbe Farbe ist an der Wurzel dunkler nach aussen schwefelgelb;
unten haben die Vflgl gelbe Längsstriche vor der Spitze in den Feldern 3 — 7. Lagos.
M. dimidiata Aurir. (12 b) ist von der voi hergehenden, nahe verwandten Art dadurch leicht zu unter- dimidiata.
scheiden, dass die schwefelgelbe Farbe der Vflgloberseite sich nicht hinter der Mittelzelle in das Feld Ib
hinein ausdehnt und nicht an der Wurzel dunkler ist, dagegen aber die Felder 3 und 4 vollständig und
sogar einen Teil des Feldes 2 bedeckt, und dadurch, dass die Felder 4 — 7 der Vflglunterseite nicht von
gelben Längsstriciien durchzogen sind; auf der Untei'seite der Vflgl .hat die gelbe Farbe dieselbe Aus-
dehnung wie oben, ist aber an der Wurzel goldgelb. Sierra Leone.
M. basalis Aurir. hat wie die vorhergehenden Arten eine wenigstens bis zur Mitte des Feldes 2 basalis.
zusammenhängende, breite schwarze Subapicalbinde der Vflgloberseite: die ganze Mittelzelle und der Wurzel-
teil der Felder la, Ib, 2 und 3 sind hell schwefelgelb: der Vrd, der Wurzelteil der Felder 4 — 8 und der
äussere Teil der Felder la — 3 sind dagegen rein weiss; die schwefelgelbe Farbe hat unten dieselbe Ver-
breitung und ist an der Wurzel kaum verdunkelt: Hflgl auf beiden Seiten weiss, an der Wurzel schwefel-
gelb und mit gerundeten, freien, schwarzen Saumflecken. Kongogebiet.
M. sulphurea Auriv. (10 f). Vflgl oben lebhaft schwefelgelb, an der Wurzel goldgelb mit breiter sulphurea.
bis zur Rippe 3 oder 2 zusammenhängender schwarzer Subapicalbinde; Hflgl beiderseits weiss, an der
Wurzel hell schwefelgelb mit den gewöhnlichen schwarzen Saumflecken; Vflgl unten von der Wurzel bis
über die Zellenspitze hinaus orangegelb, sonst schwefelgelb und mit freien schwarzen Saumflecken. Kamerun.
XIII .5
34 MYLOTHRIS. Von Dr. C. Aurivillius.
odiracea. M. ochracea Aurir. (lOf). Beim cf sind die Flügel oben und unten ockergelb oder dunkel dotter-
gelb; die \tlgl oben mit breiter bis zur Rippe 3 zusammenliängender, schwarzer Saumbinde und unten mit
schwarzen Saumtlecken, von denen diejenigen an den Enden der Rippen 6 — 8 zusammengeflossen sind; die
Hflgl mit sehr grossen, einander berührenden Saumtlecken. Beim ? sind die Flügel ockergelb; die Vflgl
haben sehr breite schwarze Striche an den Rippenenden und die Htlgl oben eine breite, schwarze Saum-
binde. Kamerun.
flaviana. M. flaviana Smith weicht von nchnuea nur dadurch ab, dass beide Flügel eine zitrongelbe Grund-
farbe und die Htlgl viel kleinere Saumtlecke haben ; wie bei ochracea ist die Grundfarbe auf der Unterseite-
an der Wurzel der Flügel nicht verdunkelt. Kamerun.
Die .jetzt folgenden 11 Arten unterscheiden sich von den vorhergehenden dadurch, dass wenigstens beim cf
die Saumflecke der Vtlgloberseite entweder alle oder wenigstens die an den Rippenenden 2—4 frei sind. Die
Apicalbinde ist darum, wenn vorhanden, nur sehr kurz und schmal. Bei den ?? sind die Saumflecke nicht oder nur
wenig nach innen ausgezogen.
crocea. M. crocca Btlr. ci'J a). Beide Flügel oben hell safrangelb mit kleinen, freien gerundeten Saum-
flecken; unten ist die Grundfarbe heller, die Htlgl und die Spitze der Vflgl weisslich. Ruwenzori.
citrina. M. citrina Aiirir. (r2d). Die Saumflecke 6 — 8 oder 5—8 der Vflgl zu einem Spitzenfleck vereinigt;
die Vflgl oben mit zitrongelber an der Wurzel und am Vrde goldgelber (cf ) oder ockergelber (?) Grund-
farbe; Hflgl oben weiss mit schwefelgelber (cf) oder ockergelber (?) Wurzelhälfte, unten fast weiss; Vflgl
unten goldgelb, sauniwärts allmählich heller und am Saume fast weiss. Deutsch Ost-Afrika.
erlangen. M. erlangen I'cKj. (12 c). cf : beide Flügel hell schwefelgelb, die Vflgl auf beiden Seiten mit einem
orangeroten Wurzeltleck ; von den oben dreieckigen Saumflecken der Vflgl sind nur die der Rippen 7 und 8
zu einem schmalen Spitzenfleck, welcher sich am Vrde bis zur Wurzel fortsetzt, vereinigt. ?: beide Flügel
schmutzig braungelb, die Hflgl heller: die Saumflecke .5 — 8 der Vflgloberseite zu einer Apicalbinde ver-
einigt; Wurzel des Vrds der Vflgl oben breit schwärzlich; alle Saumflecke grösser als beim cf. Abyssinien.
agathina. M. agathina Cr. (10 f, 14d cf; 1 1 a ?). Beim d' sind beide Flügel oben rein weiss mit bis zur
Rippe 6 oder 5 zusammenhängender Apicalbinde der Vflgloberseite; der rotgelbe Wurzelfleck der Vflgl-
unterseite scheint oben etwas durch; unten sind die Vflgl weiss und die Hflgl mehr oder weniger gelb;
auch die Spitze der Vflgl ist bisweilen unten gelblich; die Saumflecke der Unterseite gewöhnlich klein, bis-
weilen aber gross und mehr oder weniger miteinander vereinigt. Das ? hat die Flügel auch oben mehr
oder weniger vollständig mit röUichgelber Farbe überzogen. Kommt von der Gegend der Kongo-Mündung
in ganz Süd- und Ost- Afrika bis Abyssinien vor und ist die häufigste der Mi/lothris-Avten. — Rp mit ab-
wechselnder, schwarzer und rötlicher Querbinde und mit gelben Flecken bestreut, an jeder Seite mit einer
weissgelben Längslinie: Kopf schwarz; lebt auf einer Loranthus-Art und wandert wie die Prozessions- Rp
imiher. Pp weisslich mit schwarzen Zeichnungen, auf die bei Pieriden-Ppn gewöhnliche Weise an Blättern
befestigt.
simitis. . M. similis Lfithij (22 a) steht in der Mitte zwischen (lyathiHu und riippelli; Vflgl oben nur mit kleinem,
orangegelbem Wuizelfleck; Hflgl oben an der Wurzel schwach gelblich gefärbt; Flügel auf beiden Seiten
mit weisser Grundfarbe: Vflyl unten mit grossem, orangerotem Wurzelfleck, welcher wenigstens die Rippe 3
erreicht; Saumflecke und A])icalbinde wie bei aijathhta. Britisch Zentral -Afrika.
rüppelli. M. rüppelli Kdch (10 f) ist etwas kleiner als lajuthinu und weicht in beiden Geschlechtern durch
einen grossen lebhaft gelbroten Wurzelfleck der Vflgl ab; dieser Fleck dehnt sich weit über die Mitte der
Zefle hinaus und bedeckt auch den Wurzelteil des Feldes la und Ib; auch die Hflgl sind oben an der
Wurzel mehr oder weniger schwefelgelb (cf) oder orangerot (?) gefärbt. Vom Kaplande bis Abyssinien. —
kikiiytiensis. ab. ? kikuyuensis Bart, weicht durch mennigrote Färbung des Wurzelfleckes der Vflgl und der Wurzel der
Hflgl ab. Britisch Ost-Afrika.
tirikensis. M. tirikensis Seavc hat eine Flügelspannung von nur 43 mm und unterscheidet sich von riipjif/li
dadurch, dass iler gelbrote Wurzelfleck der Vflgloberseite und die schwefelgelbe Wurzel der Hflgl mit
schwarzen Schuppen dicht bestreut sind; die Apicalbinde der Vflgl ist breiter und bis zur Rippe 4 zu-
sammenhängend. Nur das ? ist bekannt. Uganda.
kiwuensis. M. kiwuensis Grünb. ?: beide Flügel oben hell ockergelblich; Apicalbinde der Vflgloberseite wie
bei tirikeuith; beide Flügel und besonders die Hflgl unten heller als oben; Vflgl an der Wurzel bis gegen
das Zellende lebhaft orangegelb und in der Saumliälfte mit undeutlichen hell ockergelben Längsstreifen
zwischen den Rij)pen: Hflgl im Saumteil mit ähidicheii Längsstreifen. Am Kiwii-See in Zentral -Afrika.
yulei. M. yulei Btlr. (22 a) ist etwas kleiner als riippelli und zeichnet sich durch die oben und unten an
der Wurzel goldgelben Vflgl aus; der Wurzelfleck der Vflgloberseite ist viel kleiner als bei rüppelli; der
Saumfleck 4 der Vflgloberseite mit der Apicalbinde vereinigt; Saumflecke der Hflgl klein, punktförmig; Hflgl
MYLOTHRIS. Von Dr. G. Aürivillils. 35
unten inelir oder weniger gelblicli. Beim ? sind beide Flügel oder nur die Vtlgl oben hell ockergelblich.
Nyassaland und Deutsch Ost-Afrika. — ertli Suff', weicht nur durch die etwas breitere, bis zur Rippe 4 ertli.
zusammenhängende Apicalbinde der Vtlgloberseite ab. Insel Korne im Victoria Nyanza.
M. phileris Bsil. (Hb). Flügel beiderseits rein weiss mit oben kleinem, unten mittelgrossem, gelbem phileris.
Wurzelfleck dei- Vtlgl; die Saumflecke sind alle ausser denjenigen auf den Rippen 5 — 7 oder 6 und 7
der Vtlgloberseite frei und gerundet; diejenigen der Rippen 2 — 4 der Hflgl sind grösser als die übrigen.
Madagaskar. — ab. thinaga Suff', zeichnet sich dadurch aus, dass die Hflgl längs des Aussenrds gelblich
angeflogen sind, besonders intensiv vor dem Anahvinkel, und dass sie unten nicht weiss, sondern hellgelb thinaga.
sind. Madagaskar.
M. smithi Mal). (l'2b) ist die grösste aller Arten und durch 1 — 2 schwarze Flecke am Vrde der smithi.
Vtlgl auf den Rippen 9 und 10 ausgezeichnet; alle Saumtlecke sind frei und gerundet; beide l'^lügel sind
weiss und die Vflgl haben einen grossen goldgelben (cf) oder ockergelben (?) Hrdsfleck , welcher die
Felder 1 a, 1 b, die Wurzel des Feldes 2 und die hintere Längshälfte der Mittelzelle bedeckt. Madagaskar.
Die folgenden vier Arten weichen von den vorhergehenden dadurch ab, dass der orangegelbe oder rote
Wurzelfleck der Vflgl nach aussen sehr schief abgeschnitten ist und sich mehr oder weniger weit längs dem Vrde fortsetzt.
M. bernice Heir. (12c) hat beim cf weisse, beim ? schwarzgraue Flügel; die schwarze Apicalbinde bcnüce.
der Vflgl ist beim cf breit und bis zur Rippe 3 oder 4 zusammenhängend, beim ? geht sie ohne Grenze
in die Grundfarbe über; Hflgl mit recht grossen Saumtlecken, unten hell gelblich. Kongogebiet.
M. rubricosta Mab. (11c) ist der vorigen Art sehr ähnlich, aber kleiner und mit kleinen, punkf- nibricosta.
formigen Saumflecken, welche alle frei sind ; Vrd der Vflgl auf beiden Seifen bis zur Spitze schmal schwarz ;
Grundfarbe beider Flügel beim cf weiss, beim ? schmutzig grau, oben hinter der Mitte der Vflgl mehr oder
weniger weisslich. Ost-Afrika von Mossambik bis Uganda und in den inneren Teilen des Kougogebietes.
M. sulphureotincta Strand. «Mit nihricosfa nahe verwandt, aber alle Flügel oben und unten gleich- sulphureo-
mässig schwefelgelblich oder hell ockergelblich beschuppt; die schwarzen Saumpunkte grösser, die der Vflgl tmcta.
nach iinien schattenartig verlängert, besonders die vorderen; die schwarze Vrdsbinde ein wenig breiter.» Ruanda.
M. wintoniana E. Skarpe ist grösser und kräftiger gebaut als rubricosta; die Grundfarbe der Flügel wintoniana.
ist weiss, die Hflgl sind aber oben schwach, unten stark gelb angeflogen; die Saumflecke 5 — 9 der \ flgl-
oberseite sind zu einer wenigstens 5 mm breiten, schwarzen Apicalbinde vereinigt; die Saumflecke der Hflgl
oben und unten sehr gross, gerundet, zum Teil zusaminenstossend; der rote Wurzelfleck der Vflgl oben
kaum angedeutet, unten aber lang und schmal, die Spitze der Zelle fast erreichend. Kavirondo und Uganda.
M. ngaziya Obcrtli. (11 a, b) weicht von allen vorhergehenden dadurch ab, dass beide Flügel oben an ngaziya.
der Wurzel wenigstens 5 mm breit schwarz bestäubt sind; beide Flügel oben mit weisser, schwach gi'Un-
licher Grundfarbe oder die Hflgl beim ? gelblich angeflogen; Vrd der Vflgl ziemlich breit schwarz; die
Saumbinde der Vflgloberseite ist beim cT bis zur Rippe 4, beim ? bis zur Rippe 2 zusammenhängend; die
Saumflecke der Hflgl mittelmässig cf oder sehr gross ?; Saumflecke der Unterseite alle frei; Vflgl unten
mit grossem, orangegelbem Wurzelflecke; Hflgl unten gelblich. Komoren.
Die jetzt folgenden Formen zeichnen sich von den vorhergehenden dadurch aus, dass die Vflgl eine weisse,
die Hflgl aber eine schwefel- oder selten ockergelbe Grundfarbe haben. Die Vflgl unten an der Spitze mehr oder
weniger gelb gefärbt.
M. trimenia Btlr. (11c, d). Die Apicalbinde der Vflgloberseite ist nur bis zur Rippe 5 zusammen- tnmenia.
hängend und an der Spitze nur 2 — 3 mm breit; alle übrigen Saumflecke klein und frei; Vrd der Vflgl-
oberseite schmal schwarz, an der Wurzel nicht erweitert; Vflglspitze unten gelblich. Süd-Afrika bis Natal.
M. sagala. Die schwarze Apicalbinde der Vflgloberseite ist wenigstens 5 mm breit und am Aussenrde
bis zum Hinterwinkel zusammenhängend oder dort durch grosse, ovale oder dreieckige Saumflecke vertreten,
am Vrde setzt sie sich als breite Längsbinde bis zur Wurzel fort, ist an der Wurzel mehr oder weniger
erweitert und bedeckt auch die Wurzel der Hflgl. Von dieser Art sind viele nahe verwandte Formen be-
schrieben. Die Beschreibungen sind oft nur nach einzelnen Stücken gemacht und es ist darum nicht
möglich, zu entscheiden, ob wir es mit wirklichen Lokalrassen oder nur mit individuellen Abänderungen zu
tun haben. Die Formen scheinen mir allmählich und ohne scharfe Grenze ineinander überzugehen; es ist
wenigstens nach den Beschreibungen und Abbildungen nicht möglich, scharfe Unterschiede zu finden. Wer
die Formen in der Natur genau untersuchen könnte, würde gewiss interessante Entdeckungen machen
können. Die Art scheint den Gebirgsgegenden Afrikas eigentümlich zu sein. — sagala Smith. «Vflgl sagala.
weiss, unregelmässig mit Schwarzbraun bestäubt, besonders am Vrde, in der Mittelzelle und an der Wurzel,
wo die Bestäubung so dicht ist, dass die Flügel fast schwarzbraun werden; Hflgl gelb, die Wurzel und ein
unregelmässiges Feld nahe an der Flügelspitze zwischen den Rippen 7 und 8 dicht mit schwarzbraunen
Schuppen bekleidet; kleine schwarze Saumflecke au den Rippenenden. Vflgl unten weiss, Vrd grau und
36 AI'PIAS. Von Dr. C. Acrivillius.
die Spitze schwach gelhhch: Hflgl unten gelb mit kleinen schwarzen Sauniflecken an den Rippenenden.»
crawshayi. Deutsch Ost-Afrika im Inneren. — crawshayi Bfli: (tldj. Die schwarze Saumbinde der Vflgloberseite an
der Spitze 5—7 mm breit, entweder bis zum Hintei-winkel zusammenhängend oder hinten in drei grossen
dreieckigen Flecken an den Knden der Rippen 1 — 3 aufgelöst: die llittelzelle nur im Wurzelviertel schwarz;
Vtlgl ohne schwarzen Hrdsstreifen; Saumtlecke der Htlgl alle frei. Nyassaland und Deutsch Ost-Afrika. —
dulcis. duicis Tliuran (12 b) hat einen schmäleren, nach hinten undeutlichen Vrdsstreifen der Vflgloberseite, einen
nur bis zur Mitte des Fehles 5 ausgedehnten Spitzentleck und lange, grosse dreieckige Saumflecke der
Rippen 1 — 5; die Saumflecke der Hflgl sind alle gleich gross. Deutsch Ost-Afrika hei Langenhurg. —
decora. ab. ? decora Thurati (12 b) weicht von dulcis nur dadurch ab, dass die Hflgl ockergelb, nicht schwefelgelb
aequimargo. sind. Deutsch Ost- Afrika hei Langenhurg. — aequimargo T/iiiidu (12 b). Auch diese Form ist der fliilcis
sehr ähnlich und weicht nur dadurch al), dass der \'rdsstreifen der Vflgloberseite breiter und schärfer be-
grenzt ist, dass die Saumtlecke der Vflgloberseite kürzer sind und dass der Saumtleck 7 der Htlgloberseife
swaynei. viel grösser als die übrigen ist. Deutsch Ost-Afrika bei Poroto-Rungwe. — swaynei Btlt: stimmt mit
rrawshdi/i durch die zum grössten Teil weisse Mittelzelle der Vflgloberseite überein, hat aber einen
schmalen Hrdsstreifen der Vflgloberseite und freie Saumflecke an den Rippen 2 — 4 der Vflgl; die Saum-
narcisstis. flecke der Hflgl gleich gross. Somaliland. — narcissus Bflr. weicht von craivgliaiii dadurch ab, dass die
Mittelzelle der Vflgl wenigstens in ihrer Wurzelhälfte schwarz bestäubt ist: beim ? ist die Saumbinde der
Vflgloberseite breit, bis zum Anahvinkel zusammenhängend, nach innen auf den Rippen 2—4 lang gezackt
und gewöhnlich durch einen Hrdsstreifen mit dem Wurzelflecke verbunden. Am Kilimandjaro und in
dentatus. Britisch Ost-Afrika. — dentatUS Btb: (llc) steht dem iiarcisms sehr nahe: die schwarzen Zeichnungen der
Vflgloberseite sind aber etwas mehr ausgedehnt und die Saumflecke B und 7 der Htlgloberseife sind sehr
knutsoni. gross und miteinander vereinigt. Nyassaland. — knutsoni Ai<rii: (11 dj. Die weisse Grundfarbe der Vflgl-
oberseite ist ringsum durch die schwarze Farbe völlig eingeschlossen und nach aussen wenig gezackt, be-
deckt aber wenigstens die Hälfte der Mittelzelle: Saumflecke 6 und 7 der Htlgloberseife grösser als die
übrigen und gewöhnlich zusanmiengeflossen ; Grundfarbe der Hflgl beim a" schwefelgelb, beim ? ockergelb.
jacfcsoni. Kamerunberg. — jacksoni /■-'. Sharps weicht von der vorigen Form nur dadurch ab, dass die weisse Grund-
farbe der Vflgloberseite höchstens die Sj)itze der Mittelzelle bedeckt und nach aussen breiter gerundet und tiefer
neumanni. gezackt ist. Britisch Ost-Afrika: Kavirondo und Kikuyu. — neumanni A'. Sliarpe ist die dunkelste aller
««</«/« -Formen, indem die weisse Grundfarbe der Oberseite der Vflgl auf einen kleinen dreispitzigen Fleck,
welcher die Wurzel der Felder 2 — 4 bedeckt, reduziert ist: die Saumflecke 6 und 7 der Hflgloberseite gross
und bisweilen zu einer breiten Vrdsbinde vereinigt: Saumflecke der Unterseite beider Flügel winzig klein
oder fehlend. Beim d' sind die Vflgl bisweilen oben so voUständig schwarzgrau, .dass nur der Wurzeltejl
striata, der Rippen 2 — 4 weisslich ist. ab. striata ah. nov. Britisch Ost-Afrika auf dem Kenia und bei Nairobi.
ruandana. M. ruandatia Strand ist fast wie naicissiis gezeichnet , weicht aber davon und von allen anderen
sayalu -Formen dadurch ab, dass die weisse Grundfarbe der Vflgl oben und unten in der Wurzelhälfte durch
ein lebhaftes Schwefelgelb (oder Orangegelb) ersetzt worden ist; Hflgl oben schwefelgelb, unten grünlich-
weiss, an der Wurzel mit schwarzen, sonst in der Wurzelhälfte mit gelben Schuppen sparsam überstreut,
ihr Vrd schmal orangegelb und orangegelbe Schuppen in der hinteren Hälfte des Wurzelfeldes. Ruanda
im Bergurwald.
5. Gattung: Appias H/m.
Diese Gattung gehört zu den Süd-Asien und Afrika gemeinsamen Gattungen und ist im Osten \iel
artenreicher als in Afrika. Die afrikanischen Arten werden von Butler zu den von ihm aufgestellten
Gattungen Phrissiira und Glutojilirissa gestellt. Letztere beiden Gattungen können aber von .Iji/ii'i!' nicht
unterschieden werden. Appias steht der Gattung Fieiiii sehr nahe, weicht aber von dieser dadurch ab, dass
die mittlere Discocellulare der Vflgl nicht wie bei Pieris gerade und schief gestellt, sondern scharf gebogen
ist, so dass er mit der Subcostalrippe einen fast rechten Winkel bildet. Dazu konnnt , dass der Hlb unten
vor der Spitze einen beim o" langen, beim ? aber kurzen oder undeutlichen Haarpinsel besitzt. Wenn die
Vflgl Submarginalflecke haben, liegen dieselben nicht wie bei l'icris zwischen den Rippen, sondern auf den-
selben. — Die ? weichen in der Zeichnung und Flügelform oft beträchtlich von den cf ab. Ihre Zusanmien-
gehörigkeit mit den cT ist darum noch nicht in allen Fällen sicher festgestellt worden.
Sehr bemerkenswert ist der Parallelismus in der Färbung und der Zeichnung, welcher zwischen den
Mijlothris- und den Appias-kview besteht.
perlticens. A. perlucens Btlr. (= Sylvia Aurir.). Diese und die beiden folgenden Arten unterscheiden sich von
den übrigen dadurch , dass die dunkle Saumbinde der Vflgl auch unten mehr oder weniger deutlich aus-
gebildet ist. Sie ist der .1. rhodopc sehr ähnlich und weicht im männlichen Geschlechte hauptsächlich nur
dadurch ab, dass der Wurzelfleck der Vflgl hell zitrongelb und gar nicht orangegelb ist. Beim ? haben
beide Flügel oben eine weisse Grundfarbe und die Vflgl sind unten an der Wurzel zitrongelb. Sierra Leone
bis Angola.
APPIAS. Von Dr. G. Aüeivillius. 37
A. bachi S«/f'. (l-2d 2). Beide Flügel oben und unten mit weisser Grundfarbe, die Vflgl unten an badii.
der Wurzel bis zur Mitte der Zelle orangegelb; die Vtlgl auf beiden Seiten mit einer grauen Saumbinde,
welche an den Rippenenden mit dreieckigen, schwarzen Flecken geziert ist: die Hflgi an den Rippenenden
mit schwärzliclien Saumtlecken, welche oben sehr gross und zu einer Saumbinde vereinigt sind. Das einzige
liekannte Stück dieser Art stammt aus Guinea; es stellt vielleicht nur eine Weibchenform der vorigen oder
der folgenden Art dar.
A. rhodope F. ( 11 d o"", e ?). Beim cf sind die Flügel auf beiden Seiten weiss ; die Vtlgl haben rhodope.
einen orangegelben Wurzeltleck und eine bis zur Rippe 2 zusammenhängende oben einfarbig schwarze oder
grau getleckte, unten mehr oder weniger graue Saumbinde; die Htlgl haben auf beiden Seiten 8 schwarze freie
Saumtlecke. Beim ? haben die Vtlgl oben eine gelbe Grundfarbe, eine sehr breite, bis zum Hinterwinkel
ausgedehnte, gelb gefleckte, schwarze Saumbinde und einen schwarzen Wurzelteil; unten sind sie bis zur
Wurzel gelb und haben eine hellere, dmch Ausdehnung der gelben Flecke auf eine innere Bogenlinie und
schwarze Saumflecke reduzierte Saumbinde ; die Htlgl sind weiss, unten an der Wurzel des Vrds breit gelb
und haben 8 grosse, oben fast zusammenstossende, schwarze Sauraflecke. Sierra Leone bis zum Congo-
gebiete. — ab. dopero >^iiff. weicht nur durch die grössere Ausdehnung des orangegelben Wurzelflecks der dopero.
Vflgl, welcher iilier die Mitte der Zelle reicht, ab. Kamerun.
A. narcissus Btlr. ?. Vflgl hell ockergelb mit einergrauen, halbmondförmigen Subajiicalbinde : Rippen narcissr.s.
hell gelblich, eine Reihe schwarzer Saumflecke fast voneinander trennend; Hflgl hell zitrongell) mit herz-
förmigen, dunkelbraunen Saumflecken an den Rippenenden; Vflgl unten ockergelb mit hell rahmgelbem
Vrd und safrangelbem Wurzelfleck der Mittelzelie; die graue Subapicalbinde undeutlich, Saumflecke kleiner
als oben, Fransen schwarz; Hflgl unten buttergelb, die Wurzel des Vrds lebhaft safrangelb, Saumflecke
wie oben, Brust rahmgelb; Hlb fleischfarbig. Flügelspannung 59 mm. Vielleicht nur eine Weibchenform von
rhixhijic. Angola.
A. phaola Dbl. (11c <f, d ?). cT: Beide Flügel oben bis zur Wurzel weiss; die Vflgl oben mit plwola.
schmalem, schwarzem Vrde und mit breiter, schwarzer Saumbinde, welcher wenigstens bis zur Rippe 2, oft
aber bis zum Hinterwinkel zusammenhängend und in den Feldern 1 b — 3 wurzelwärts tief dreieckig ein-
geschnitten ist ; in den Feldern 4 — 6 ist sie entweder mit einem kleinen weissen Fleck geziert oder durch
eine feine weisse Linie fast geteilt: Vflgl unten weiss, an der Spitze und am Saume etwa so breit wie die
Saumbinde der Oberseite hell gelblich und an der Wurzel bis zur Rippe 2 lebhaft gelb; an den Rippeu-
enden 1 — 8 stehen kleine, gerundete schwarze Saumtlecke, und auf den Rippen 2 — 4 schwarze Submarginal-
flecke, von denen diejenigen der Rippen 2 und 3 mehr oder weniger mit ihrem Saumfleck vereinigt sind;
die Hflgl haben auf beiden Seiten deutliche , gerundete schwarze Saumflecke und sind unten schwach gelb-
lich, fast sahnefarbig, an der Wurzel des Vrds lebhaft gelb. Beim ? sind die Flügel oben grauweiss, oder,
besonders die Hflgl. gelblichweiss; die Vflgl sind an der Wurzel und am Vrde breit schwärzlich überzogen
und ihre Saumbinde hat in allen Feldern deutliche, etwas gerundete gelblichweisse Flecke; unten sind die
Flügel ganz wie beim d" gefärbt und gezeichnet, die Submarginalflecke der Vflgl sind nur etwas grösser
und ein solcher ist auch auf der Rippe 4 vorhanden : die Saumflecke der Hflgloberseite sind viel grösser
als beim cf. Wird von Togo bis zum südlichen Teil des Kongostaates angetrofi"en. — ab. ? ochrea Bart, odirea.
weicht vom typischen ? nur dadurch ab, dass die Vflgl auf beiden Seiten hell ockergelblich und die Hflgl
oben schmutzig grau, gelblich angeflogen und schwärzlich bestäubt sind. Togo.
A. isokani Gr.-Sm. ist mit der vorigen Art sehr nahe verwandt und vielleicht nur die ostafrikanische isokani.
Rasse derselben. Die schwarze .Saumbinde der Vtlgloberseite ist etwas schmäler und in den Feldern 1 b — 3
oder 4 durch die weisse Grundfarbe so tief eingeschnitten, dass sie fast in scharf dreieckige Flecke auf-
gelöst wird, in den Feldern 5 und 6 tritt die Grundfarbe als eine feine weisse Linie weit in die Binde hinein;
auf der Unterseite fehlen die Saumflecke völlig und die W^urzel der Vflgl ist nur sehr schwach gelblich;
die Saumflecke der Hflgloberseite und die Submarginalflecke der Ripjien 2 und 3 der Vflglunterseite sind
entweder als kleine Punkte vorhanden oder fehlen vollständig, [ab. nagare Gr.-Sm. Beim ? sind die Flügel nagare.
oben schmutzig gelblich, aber wie beim & gezeichnet, nur mit grösseren Saumflecken der Hflgloberseite und
mit deutlichen Submarginalflecken der Vflglunterseite. Britisch Ost-Afrika.
A. lasti Cr.-Siii. (11 e). Vflgl beiderseits bis zur Wurzel weiss, oben mit wenig breiter, nur bis zur lasti.
Rippe 3 zusammenhängender, schwarzer Saumbinde und schwarzen Saumflecken an defi Rippen 1 a und 2,
unten an der Spitze dottergelb und mit schwarzen Saumpunkten an den Rippenenden; Hflgl oben schwefel-
gelb, unten dottergelb, beiderseits mit 7 kleinen gerundeten Saumflecken an den Rippenenden. Das ? weicht
vom o"" nur dadurch ab, dass die Saumbinde der Vflgl doppelt so breit und die Saumflecke der Hflgl viel
grösser sind. Deutsch und Britisch Ost- Afrika.
A. majungana Smith. Vflgl weiss, auf beiden Seiten in der Zelle mit einem rötlichen Wurzelfleck, majungana.
welcher die Glitte der Zelle erreicht; oben mit breiter, schwarzer Saumbinde, welche nach innen an den
Rippen gezackt und an den Zwischenaderfalten durch feine weisse Linien tief geteilt ist ; unten am Saume
38 APPIAS. Von Dr. C. Aurivillus.
n:ell)lich ohne schwarze Zeichnungen. Htlgl hell gelblich; oben mit 5 kleinen schwarzen Punkten an den
Kippenendeu: unten an der Wurzel des Vrds schmal orangerot, sonst aber ohne Zeichnungen. Xordwest-
küste Madagaskars.
confiisa. A. confusa M'ih. d": Der vorigen Art älmlich. aber grösser und mit gelbem Wurzeltleck der Vtlgl ;
beide Flügel mit weisser Grundfarbe und unten mit undeutlichen, grauen Submarginaltlecken auf den Rippen,
aber ohne Saumflecke; Hflgl oben mit 6 gerundeten Saumflecken an den Enden der Rippen 2—1. ?: Die
Yflgl oben statt der Saumbinde mit langen, freien schwarzen Strichen auf den Rippen 1 — 8, die inneren
Spitzen der Striche 5 — 8 durch eine gebogene, scbwaizgraue Scliattenlinie verbunden: Saumtlecke der Htlgl
etwas grösser als beim cf; die Unterseite fast ganz wie beim cf gefärbt und gezeichnet. Madagaskar. —
liemiciilora. hcmichlora Mfih. weicht nur durch ])edeutendere Grösse und gelbliche Htlgl ab. Madagaskar bei Diego-Suarez.
nyasana. A. nyasana Btlr. (2'2 a). Eine wenig bekannte und etwas zweifelhafte Art. Bltlek hat offenbar die
Geschlechter verwechselt. Das zuerst von ihm als cf beschriebene Stück ist offenbar ein ? und hat grosse
Ähnlichkeit mit My/ofhris riippe/i. Die Flügel sind oben weiss mit schwarzen, dreieckigen Saumflecken,
welche auf den Vtlgln am Saume vereinigt sind und das Gabelfeld 7 völlig bedecken , Vtlgl im Wurzel-
teil auf beiden Seiten fast bis zur S))itze dei' Mittelzelle breit gelb; unten sind sie auch an der Spitze gelb-
lich und haben 8 kleine sciiwarze Saumpunkte an den Rippen 1 — 8; die Hflgl unten nur in der Mitte
weisslich, sonst gelblich und mit 8 gerundeten schwarzen Saumflecken. Die Form, welche möglicherweise
das cT dieser Art darstellt, i.st kleiner als das?, hat spitzigere Vtlgl mit geradem Anssenrde und bis zum
Hinterwinkel zusammenhängender, schwarzer, an den Rip]ien 1 — 5 nach innen scharf gezähnter Sauml)inde,
ihr rotgelber Wurzeltleck bedeckt nicht die Wurzel der Felder 1 und 2, sondern nur die ■\littelzelle; beide
Flügel sind auch unten weiss und haben dort keine Saumflecke, ^'om Nyassaland bis Britisch Ost-Afrika
verbreitet.
sabiiia. A. sablna Fhh: (11 f cf, e ?). cf' : Vflgl etwas spitz ausgezogen; beide Flügel oben und unten rein
weiss mit 7— S schwarzen Saumflecken, welche nur auf der Oberseite der Vtlgl etwas miteinander vereinigt
sind ; Vflgl ganz ohne WurzeUleck ; Hflgl unten an der Wurzel des Vrds im Felde 8 gelb gefärbt. Das ?
ist kleiner, hat mehr gerundete Flügel mit grauweisser Grundfarbe, freien, strichförmigen Saumflecken der
Vtlglüberseite und grossen dreieckigen der Htlgl; die Wurzel der Vflgl ist schwach rötlich angeflogen. Sierra
udci. Leone bis Angola. — udei ^»ff. (12 d) ist die ostafrikanische Form von sahina und weicht nur dadurch ab, dass
das Wurzeldritiel der Vtlglunterseite orangegelb und die Unterseite der Hflgl und der Saumteil der Vflgl-
weberi. Unterseite rahmgelb sind. Deutsch Ost-Afrika. — ?-f, weben' N////'. (12 d) weicht von sahina-% dadurch ab, dass
der rotgelbe Wurzelteil der Vtlgl grösser und lebhafter getärbt ist und die Saumstriche der Vflgloberseite
weniger scharf begrenzt und durch schwarze Bestäulnmg miteinander vereinigt sind. Wahi-scheinlich eine
dubia. Weibchenfonn von wlei. Deutsch Ost-AtVika. — ?-f. dubia Aiirir. ist der vorigen Weibchenform sehr ähnlich
und nur durch schärfer begrenzte, nach innen durch die Ausbildung der Submarginaltlecke verdickte Saum-
plioebe. striche der Vflgloberseite ausgezeichnet. Britisch Ost-Afrika. — S-f. phoebe Btlr. ist durch die grossen, drei-
eckigen, zu einer an der Spitze breiten Saumbinde zusammengeflossenen Saumflecke der Vflgloberseite und
die auf beiden Seiten gelben Hflgl, sowie die unten m\ der Spitze gelben Vflgl ausgezeichnet; der rotgelbe
Wurzeltl.eck der Vflgl fast wie bei iirberi. Wohl auch eine Weibchenform von ndei oder vielleicht das ?
der Form, welche hier oben als cf von ni/asaiia beschrieben worden ist. Britisch Ost-Afrika.
A. epaphia. Das o^ konuut dem cT von adbimi sehr nahe, ist aber kleiner und lässt innner den
schwarzen Punkt am Ende der Ripjie 1 der Vflgloberseite vermissen : das ? ist dem o^ ganz unähnlich und
weicht auch von allen anderen afrikanischen Appias-'i- ganz erheblich ab; seine Vflgl haben oben einen
grossen schwarzen Wurzelfleck, welcher die Spitze der Mittelzelle erreicht und bald nach hinten von der
Mediana begrenzt ist, bald auch die Wurzel der Felder 1 a und 1 b liis zur Rippe 2 bedeckt und den Hinter-
rand erreicht ; der äussere Teil wird von einer sehr breiten Saumbinde, welche am Vrde fast die Mitte erreicht
und 2 — 5 helle Submarginalflecke der Felder 6 — 9 einschliesst, bedeckt; die Hflgl haben oben grosse Saum-
flecke oder gewöhnlich eine sehr breite schwarze Saumbinde : unten sind die Vflgl an der Wurzel gelblich
angeflogen und haben einen grossen schwarzen Fleck in der Spitze der Zelle und eine schwarze Submarginal-
binde, die Hflgl sind an der Wurzel des Vrds gelb und sonst entweder unbezeichnet oder mit schwarzer
epaphia. Saund)inde. — epaphia ' V. (llf). cT : Vflgl unten an der Wurzel lebhaft gelb, die Saumflecke der Unter-
seite und der Hflgloberseite bald gut entwickelt, bald fehlend. ?: Flügel mit weisser Grundfarbe: Wurzel-
teil der Felder la und Ib der Vflgloberseite bald schwarz, bald weisslich; Hflgl oben mit breiter schwarzer
Saumbinde. Kommt überall auf dem Festlande Afrikas sowie auf Madagaskar und den Gomoren vor. —
(7/W</(2. ?-ab. albida Mab. Vflgl in den Feldern la und Ib bis zur Wurzel weiss; Hflgl oben mit freien Saum-
flecken an den Rippenenden; beide Flügel unten ohne Saumflecke. Nyassaland und Madagaskar. — ?-ab.
flaviäa. flavida M<(b. weicht nur durch gelbliche Grundi'arlie uiid matt schwarze Zeichnungen von der Hauptform
haendeli. ab. Kongo bis -Süd-.^frika, Madagaskar. — haendeli Suff, ist im männlichen Geschlecht fast .so gross wie
sahina und weicht von der Hauptform durch unten an der Wurzel weisse Vflgl ab; die Hflgl oben und beide
contracta. Flügel unten mit deutlichen gerundeten Saumpunkten. Deutsch Ost- Afrika bei Dar-es-salaam. — contracta
PIERIS. Von Dr. C. Aukivillius. 39
Jltlr. cf ist durchschnittlich etwas grösser als die Hauptform, mit schwächer entwickelter Saumbinde der Vflgl-
oberseite; die Saumflecke der Unterseite beider Flügel und der Oberseite der Htlgl fehlen gewöhnlich völlig;
die Vflgl unten an der Wurzel schwach gelblich. Britisch Ost-Afrika und Aquatoria.
6. Gattung: Pieris Schrank.
Die Palpen überragen den Kopf und sind vorn dicht mit langen steifen Haaren bekleidet; ihr letztes
Glied ist lo lang oder länger als das zweite Glied und zugespitzt. Die Fhlr haben eine deutliche, oft knopf-
förmige Kolbe. Die Flügel sind gewöhnlich breit und haben eine weisse, selten gelbe Grundfarbe. Die
Präcostalrippe der Htlgl ist nach aussen umgebogen. Die Vflgl haben nur 11 oder 10 Rippen, indem Rippe 9
stets fehlt und bisweilen auch Rippe S verkümmert ist ; Rippe ß entspringt immer hinter der Zellspitze aus
dem Stiele von 7 und 8; Rippe 11 vereinigt sich bisweilen bald nach ihrem Ursprünge mit Rippe 12, wo-
durch eine geschlossene Wurzelzelle gebildet wii'd. Durch die schief liegende und fast völlig gerade mittlere
Discocellularrippe der Vflgl unterscheidet sich l'icr'»' sofort von Appi(i!<.
Die Unterschiede im Rippenbau, worauf man versucht hat diese artenreiche Gattung in mehrere zu
zerlegen, sind entweder nicht konstant oder gehen so allmählich ineinander über, dass scharfe und natür-
liche Ganzen nicht gezogen worden können.
Das äthiopische Gebiet besitzt zahlreiche Arten, von denen viele besonders hinsichtlich ihrer Weibchen-
formen noch ungenügend bekannt sind.
Nur von zwei afiikanischen Arten kennt mau die Entwicklungsstadien. Die Rp ist feinhaarig und
last walzenförmig mit kleinem Kopfe. Pp schlank, nach hinten stark verschmälert, mit einer mehr oder
weniger erhabenen Rückenlinie und einer Linie auf jeder Seite der drei ersten Hlbsringe; Kopf mit scharfer
Spitze: ein Höckerchen auf der Alitte des ^littelrückens und an jeder Seite des zweiten Hlbsgliedes.
Die äthiopischan Arten können auf vier Gruppen verteilt werden, die sich nach der folgenden Über-
sicht leicht unterscheiden lassen:
Übersicht der Gruppen.
A. Rippe 8 der Vflgl stets vorhanden und nicht oder wenig kürzer als Rippe 7, mit der sie eine Gabel
bildet.
a. Die Vflgl unten gewöhnlich sowohl mit schwarzen Saumflecken an den Rippenenden, wie auch
mit schwarzen Submarginalflecken in den Feldern 3-6 und 8; die Saum- und Submarginalflecke
sind gewöhnlich miteinander zu einer (hellgefleckten) Saumbinde vereinigt, selten sind sie von-
einander völlig getrennt und noch seltener fehlen die Saumtlecken gänzlich, in welch letzterem
Falle jedoch die Submarginalflecke zu einer zwischen dem Vrde und der Rippe 3 liegenden Quer-
binde vereinigt sind. — Bdemis Jlbii. Oalypso- Gruppe.
b. Die Vflgl unten entweder ohne Saumflecke und Submarginalflecke oder nur mit kleinen Saumflecken ;
selten treten auch 1 - 4 ganz freie Submarginalflecke auf, von denen der im Felde 3 besonders
beim ? gross und tiefschwarz sein kann. — Pinacopterijx Wallengr. Pigea- Gruppe.
B. Rippe 8 der Vflgl fehlt gänzlich oder ist sehr kurz, viel kürzer als die Hälfte der Rippe 7. Die
mittlere Discocellulare beider Flügel viel kürzer als die untere.
a. Die Hflgl unten mit grünen oder grünlichen Flecken und Strichen. — Symhloe Hin.
Daplidice-Gruppe.
b. Die Hflgl unten ohne grüne Zeichnungen. — Pieris s. str. Brassicae -Gruppe.
Calypso-Gruppe {Be/cnoia llbn).
Der erste Subcostalast der Vflgl vereinigt sich oft bald mit der Costalrippe. kann aber sogar bei derselben
Art auch ganz frei verlaufen. Die Afterklappen des cf sind gross und am Ende lang zugespitzt.
P. raffrayi weicht von allen anderen Arten aus Afrika dadurch ab, dass die Hflgl unten einfarbig
schwarz sind, mit der Wurzel des Vrds und gewöhnlich auch einem Vrdsfleck vor der Spitze orangegelb; *
die Vflgl auf beiden Seiten im Wurzelteil fast bis zur Spitze der MittelzeUe und der Hinterecke weiss, da-
iiinter tiefschwarz mit oder ohne kleine, helle Striche vor der Spitze, unten mit gelbem Wurzelfleck. —
raffrayi Oherth. (12 f, 13 a, auch als marc/aritacea abgebildet). Hflgl oben bis oder fast bis zur Spitze der mffrayi.
Mittelzelle graublau, dann mit 9—12 mm breiter, schwarzer Saumbinde. Deutsch Ost-Afrika bis Abyssinien. —
margaritacea Em. Sharpc Die Hflgl oben bis über die Glitte liinaus bläulichweiss mit nur 5 mm breiter, mar-
mehr oder weniger hellgeüeckter schwarzer Saumbinde. Deutsch- und Britisch Ost-Afrika. (Das als mar- gnntacea.
r/aritacea 13 a abgebildete Exemplar gehört noch zur Form raffraiji und zeigt durch die leicht bläulichweissen
Einlagerungen vor dem Apex nur schwache Hinneigung zu itiargaritacea.)
P. gidica. Vflgl beim cf mit ausgezogener scharfer Spitze und geradem oder schwach ausgebuch- gidica.
tetem, ganzrandigem Saume mit ungefleckten Fransen. Der schwarze Submarginalfleck im Felde 4 der
40
PIERIS. Von Dr. C. Aurivillils.
Yflgl fehlt ijänzlich oder ist kleiner und viel schmäler als die Subniarsjinaltlecke 3 und 5: die Htlgl unten
fast in der Mitte zwischen der Mittelzelle und dem Saume mit einer gezackten, dunklen (Juerlinie, welche
im Felde 4 unterbrochen ist und in jedem der Felder 2, 3 und 5 einen Strich, im Felde i e aber 2 Striche
nach aussen entsendet : diese Striche erreichen oder durchschneiden die in der Mitte jedes Feldes gewöhnlich
durchbrochene, ka])])entorniige Submarginallinie: die Vtlgl des cf stets oben mit weisser Grundfarbe und
gidica. ihre Saumbinde mit 2 Reihen weisser Flecken. — gidica (rod. hat am Ende der Mittelzelle der Vtlgl nur
einen schmalen Querstrich, welcher nicht mit dem \'rd verbunden ist: Htlgl des cf oben mit einer 2 — 3 mm
breiten schwarzen, weissgetleckten Saumbinde, unten weiss mit schwarzem Fleck an der Spitze der Zelle,
schwarzer Discallinie und schwarzer Sul)marginaliinie, aber olme verdunkelte Rippen: Saumbinde der ^ tlgl
avstooorf/. weiss getleckt : das ? ist mir unbekannt. Kapland. — westwoodi Wallcnfp: (13 ai weicht im männlichen
Geschlecht dadurch ab, dass der Querfleck am Ende der Mittelzelle der Vflgl durch einen schwarzen Strich
mit dem Vrd verbunden ist , dass die Hflgl oben nur freie dreieckige Saumtlecke haben und unten durch
bis zur Wurzel dunkle Rip])en ausgezeichnet sind; der Quertleck am Ende der ]\littelzelle der Vflgl eireicht
bei weitem nicht die Rippe 3. Das ? ist dem cf ganz unähnlich, hat auf der Oberseite beider Flügel eine
5 — 9 mm breite ungefleckte .Saumbinde und einen mehr oder weniger breit verdunkelten Wurzelteil beider
Flügel; der (hierstrich am Ende der Mittelzelle der Vtlgl ist sehr breit; die Unterseite ist fast wie beim cf
gezeichnet, nur mit etwas dickeren schwarzen Zeichnungen: die Grundfarbe beider Flügel ist entweder
doubledayi. weisslich oder ockergelb = f.-$ doubledayi Walhufir. — Die Rp ist spindelförmig mit hell hläulichgrünem
Kopf und Leib, auf jedem Gliede 2 wfis>e Rückentlecke, lebt auf Capparis-ArteUi Pp hellgrün mit wenigen
abyssinica. schwarzen Punkten auf dem Rücken. Süd-Afrika bis Abvssinien, Sudan und Senegal. — f. abyssinica Luc.
(13 a) ist die Trockenzeitform von iresfiroodi und zeichnet sich durch etwas reduzierte schwarze Zeichnungen
der Oberseite und besonders durch die dunkle, rötlichgraue, von einem weissen Längsstrahl geteilte Unter-
seite der Hflgl aus; das 2 ist dem cT ziemlich ahnlich, hat aber stumpfere Vflgl und dickere schwarze Zeich-
occidentis. nungen. Süd-Afrika bis Abvssinien und Sudan. — OCCidentis lith: steht dem icesfirooc/i sehr nahe, ist aber
etwas grösser und hat den (^uerfleck am Ende der X'tlglzelle nach hinten verlängert, so dass er die Rippe 3
^s(*arf/cö. erreicht. Kongogebiet und Deutsch Ost-Afrika. — tschadica Atirir. (12 f) stimmt mit den nächst vorher-
gehenden Formen darin überein, dass der Querfleck der .Mittelzelle der Vflgl mit dem Vrd vereinigt ist,
weicht aber von allen andern Formen durch die breiten, schwarzen, oben fast imgefleckten, unten aber nur
mit einer Reihe kleiner weisser Flecke gezierten Saumbinden beider Flügel ab; unten sind die Hflgl bis zur
am Analwinkel erweiterten sclnvarzen Saumbinde weiss, ohne andere Zeichnungen als einen kleinen schwarzen
Fleck an der Spitze der Zelle und einen orangegelben Strich an der Wurzel des Vrds; das ? hat eine gelb-
liche Grundfarbe der Hflgl und noch breitere Saumbinden. Xord- Kamerun in der Gegend des Tschadsees.
Die folfienden nahe veiwaiidten Arten haljen stumpfere Vflgl mit gewelltem Saume und an den Enden der
Zwischenaderfalten weisspunktierte Fransen Die Vtlgl unten entweder mit zusammenhängender schwarzer, hell ge-
fleckter Saumbinde, oder mit dunklen, eckigen, die Rippen verbindenden Suhniaiginalflecken. Auf der Unterseite
der Vflgl sind die hellen Saumllecke der Felder .3 — 8 durch eine feine, die Rippeiienden verbindende, schwarze Sauni-
linie vom .Samue völlig getrennt. Der Submarginalfleck 4 der Vtlgl ist immer gut entwickelt und liegt naher am
Saume als die Submarginalflecke 3 und ö. Der 1. Snbcostalast der Vflgl scheint immer mit der C'ostalrippe in Ver-
bindung zu tieten.
creona. • P. creona fV, (13 b). Beide Flügel oben mit weisser Gruiutfarbe und zusammenhängender schwarzer
Saumbinde, welche auf den Htlgln beim d' nur b — 6 mm breit ist, beim ? aber die Spitze der Zelle fast
erreicht und entweder ganz ungefleckt ist oder nur in den Feldern 4 — 6 je einen weissen Fleck hat: die
untere (Kieriip]ie der Vflgizelle nur mit einem kleinen freien schwarzen Strich oder Punkte; Hflgl unten
mit gelblicher Grundfarbe, ihre Saumbinde mit vollständiger Reihe von weisslichen (cf ) oder gelben (?) Flecken.
caeca. Senegal bis Niger. — ab. caeca Canuar. Grundfarbe beider Flügel gelblichweiss ; die Vflgl ganz ohne Discal-
sigirrensis. punkt. Abvssinien. — ab. sigirrensis StraiK/. Saumbinde der Hflgloberseite beim cT ungefleckt oder nur
mit einem liellen Flecke, beim V mit einem hellen Fleck am Vrd. Niger.
severina. P, severina <'y. (13b). Vflgl mit einem kleinen schwarzen Punkt am Ende der Mittelzelle; weicht
im männlichen Geschlecht von creona dadurch ab, dass die Saumbinde der Hflgl etwas schmäler ist und
4 — 5 deutliche weisse Flecke einschliesst: im weiblichen Geschlecht durch mehr oder weniger gelbliche
Grundfarbe und schmälere Saumbinde der Hflgl, welche die Mittelzelle bei weitem nicht erreicht. Rp oben
dunkelgrün, unten weisslich, überall mit kurzen, sehr feinen weissen Haaren bekleidet: jedes Glied mit
einem subdorsalen gelben Fleck; Seitenlinie hellgelb; Kopf dunkelbraun mit weissen Punkten, erstes Ghed
am Vrd gelblich; lebt an Capparis. Pp bläulichgrün mit 2 gelben Flecken an jedem Gliede des Hlbs
und 4 an jeder Seite des Thorax: eine feine schwarze Rückenlinie und eine kleine weisse, an der Basis
schwarze Tuberkel jederseits am Winkel der Flügelscheiden. In ganz Süd- und West-Afrika häufig, nörd-
agrippina. lieh bis Angola und Britisch Ost-Afrika, auch auf Madagaskar. — agrippina Fldr. (12 f). Hflgl oben nur
mit freien dreieckigen schwarzen Saumflecken an den Rippenenden , unten mit violettgrauer Grundfarbe,
etisa. sonst mit der llauptform übereinstimmend. Süd- und Ost-Afrika. — elisa Voll, ist eine kleine Inselform mit
einer Flügelspannung \on nur 38 — 47 mm und unten braunen Saumflecken: die Vflgl bald nur mit einem
Punkte, bald mit einem (Querstrich am Ende der Mittelzelle : Hflgl mit hell gefleckter Saumbinde." Comoren. —
Amgegehen 10. IX. 1910. PIERIS. Von Dr. G. AuKIVILLIUS. 41
leucogyne BlJr. hat einen Querstrich am Ende der ilittelzelle der Vflgl, aber nur freie Saumflecke der leucogyne.
Hflgloberseite. Arabien, bei Aden. — boguensis Fhh\ hat einen schwarzen, mit dem Vrd vereinigten Quer- boguensis.
strich am Ende der Jlittelzelle der Vflgl und eine 4 — 5 mm breite hellgetleckte Saumbinde der Hflgloberseite.
Britisch Ost-Afrika und Abyssinien. — infida Btlr. (13 b) hat einen besonders beim ? sehr dicken schwarzen infida.
Querstrich am Ende der Vflglzelle und breite , oft oben last ungefleckte Saumbinden ; Grundfarbe beim ?
gewöhnlich gelblich. Deutsch Ost-Afrika bis Somaliland und Äquatoria.
P. mesentina Cr. (Pars. I, Bd. 1, Taf. 21 d, e). Flügel oben mit weisser (d') oder weisslicher (?) Grund- mesentina.
färbe; Vflgl oben am Ende der [Mittelzelle mit einem schwarzen Querstrich, welcher sowohl die untere wie
die mittlere Discocellularrippe bedeckt und gewöhnlich auch den Vrd erreicht; gewissen Formen von severinci
sehr ähnlich und von denselben nur dadurch verschieden, dass die hellen Saumflecke der Felder 3—8 der
Vflgl auf beiden Seiten (cT) oder wenigstens auf der Unterseite (?) gross und deutlicli und ebenso breit oder
breiter als die schwarze Submarginalbinde , welche dieselbe nach innen begrenzt, smd; die Hflgl entweder
nur mit schwarzen Saumflecken an den Rippenenden , oder gewöhnlich auch mit einer schmalen schwarzen
SubmarginaUinie, die, in jedem Felde einen Bogen bfldend, grosse gerundete weisse Saumflecke ein-
schliesst; alle Rippen der Hflglunterseite stets braun oder schwärzlich. — Rp hellgelb, oben grünlich, auf
jeder Seite eine breite, bräunliche Seitenlinie; Kopf rötlich; lebt auf Gapparis-Arten. Pp hellbraun, auf
dem Rücken dunkelbraun gefleckt; die Tuberkeln an der Wurzel des Hlbs schwarz, die Mittellinie des Rückens
und die Seitenlinien des Hlbs weiss. Auf dem Festlande Afrikas und in Arabien überall häufig; tritt bisweilen
massenhaft auf und wandert in grossen Schwärmen von einer Gegend zur andern. — auriginea Blh-. hat auriginea.
unten ockergelbe oder rahmgelbe Hflgl und ist wohl eine extreme Zeitform. Ruwenzori.
Die hier folgenden Arten sind fast ganz wie die nächst vorhergehenden gezeichnet, unterscheiden sich aber
dadurch, dass die hellen Saumflecke der Felder 3 — 8 auf der Unterseite der Vflgl den Saum völlig erreichen, von-
einander nur durch die schwarzen Rippen getrennt sind und nach innen von der schwarzen Submarginalbinde begrenzt
werden. Bisweilen sind die Rippen kaum dunkler als der Grund und die Saumflecke darum miteinander zusammen-
geflossen. Der erste Subcostalast der Vflgl ist bald frei, bald mehr oder weniger mit der Costalrippe verbunden.
P. zochalia. Vflgl mit schwarzem Fleck oder Querstrich am Ende der Mittelzelle; ihre Saumbinde
beim 6" stets oben mit 3—5 weissen Flecken, beim ? bisweilen imgefleckt, der Discalfleck aber in diesem
Falle sehr dick und den Vrd erreichend ; Hflgl unten mit deutlichen Zeichnungen. — voeltzkowi Kaivclt voeltzkowi.
(13d). Beide Flügel oben mit weisser Grundfarbe; Hflgl unten nnt weisser Grundfarbe und ohne dunkle
Längslinien in der Mittelzelle; die Wurzel des Vrds, ein Längsstrich am Ird und in 1 c, sowie kleine
Saumflecke an der Spitze der Zwischenadeifalten orangegelb; Hflgl oben beim cT nur mit schwarzen Saum-
flecken, beim ? auch mit SubmarginaUinie; Vflgl mit Querstrich am Ende der Mittelzelle. Madagaskar. —
zochalia Bsd. (12 e) hat einen den Vrd erreichenden schwarzen Querstrich am Ende der Mittelzelle der zochalia.
Vflgl; Hflgl unten rahmgelb mit deutlichen dunklen Zeichnungen und zwei feinen Längslinien in der Mittel-
zelle; Hflgl oben weiss (cT), oder lebhaft gelb (?) mit schwarzen Flecken an den Rippenenden und einer
feinen, mehr oder weniger deutlichen und vollständigen SubmarginaUinie; Vflgl auf beiden Seiten mit weissser
Grundfarbe. Liebt bewaldete Gegenden und kommt vom Kaplande bis Britisch Ost-Afrika vor. auch im
Innern des Kamerungebietes bei Bamenda von A. Schlltze angetrotfen. — ab. agrippinides IloN. weicht von agrippinides.
zoclialia nur dadurch ab, dass die SubmarginaUinie der Htlgloberseite völlig fehlt. Unter der Hauptform. —
f. tanganjikae Lcoiz (= formosa Bflr.) (13 b, c) ist wahrscheinlich eine Zeitform von zochalia und zeichnet tanganjikae.
sich dadurch aus, dass der Discalfleck der Vflgl beim cf klein und gerundet ist und den Vrd nicht erreicht
und dass die Hflgl oben ohne SubmarginaUinie sind; das ? weicht kaum vom ? der zuchaJia ab. Deutsch
und Britisch Ost-Afrika. — ab. ? ochracea Heroii ist eine Weibchenform, bei der auch die Vflgl oben gelb ochracea.
sind. Ruwenzori.
P, crawshayi Bth: (13c) ist mit zochalia nahe verwandt, hat aber eine fast ungefleckte, bis zum crawshayi.
Hinterwinkel zusammenhängende, im Felde 3 nach innen erweiterte schwarze Saumbinde der Vflgloberseite,
einen gerundeten mit dem Vrd gewöhnlich nicht verbundenen Discalfleck der Vflgl und kleine punktförmige
Saumflecke der Hflgloberseite; die Zeichnungen der Unterseite sind ganz dieselben wie bei zochalia, aber
sehr matt und undeutlich; die Hflgl und der Saumteil der Vflgl haben unten eine rötlichgraue Grundfarbe;
beim ? sind die schwarzen Submarginalflecke der Vflgloberseite durch weisse Flecke fast völlig von der gleich-
breiten Saumbinde getrennt. Britisch Zentral-Afrika, Nyassaland und Britisch Ost-Afrika. — lata ^'eavc ist lata.
grösser und hat etwas deutlichere Zeichnungen der Unterseite. Lualaba-Gebiet.
P. grandidieri Mab. (13 e) hat keinen Discalfleck der Vflgl und unterscheidet sich dadurch von allen grandidieri.
vorhergehenden Formen. Beide Flügel mit weisser Grundfarbe und an den Rippenenden mit schwarzen
Saumtlecken, welche unten und auf der Oberseite der Hflgl getrennt sind, auf der Oberseite der Vflgl aber
zu einer schmalen Saumbinde vereinigt sind; innerhalb dieser Saumbinde verläuft zwischen dem Vrd und
der Rippe 3 eine wenig dicke SubmarginaUinie, welche weisse Flecke der Felder 3-6 und 8 einschliesst ;
unten sind die Vflgl an der Wurzel fast bis zur Mitte der Zelle orangegelb; die Hflgl sind unten an der
Wurzel, quer über der Mitte, vor dem Saume und am Saume zwischen den schwarzen Flecken mit orange-
gelben kleinen Flecken und Strichen geziert; die Rippen sind nicht verdunkelt. Madagaskar. — peeli Dixci/ peeli.
XIII <5
42
PIERIS. Von Dr. C. AnuviLi.iis.
(22 b) ist die Festlandform von grandidieri und weicht nur durch weniger entwickelte schwarze Zeichnungen
ab ; die Submarginallinie der Vflgloberseite fehlt beim cf fast völlig und ist beim ? sehr schmal. Somaliland.
Es folgt eine Reihe von Arten, welche sich von den vorhergehenden dadurch unterscheiden , dass die Sub-
marginallinie oder die eckigen Subniarginalflecke der Hflglunterseite durch gerundete dunkle Submarginalflecke ersetzt
sind. Diese Submarginalflecke sind wenigstens in den Feldern G und 7 voneinander und von den Rippen völlig
getrennt und treten oft auch auf der Oberseite auf. Bisweilen fehlen diese Submarginalflecke ganz und die Hflgl
haben nur schwarze Saumflecke an den Rippenenden. Der erste .Subcostalast der Vflgl ist fast immer frei verlaufend.
subeida. P. subeida FIdr. (13 c). Die Hflgl auf beiden Seiten oder wenigsten unten mit einem schwarzen
Querfleck am Ende der ^littelzelle zwischen den Rippen 4 und ö; die Rippen der Hflglunterseite stets mehr
oder weniger breit dunkel gesäumt; Vflgl am Ende der Mittelzelle mit einem gerundeten schwarzen Fleck,
welcher mehr oder weniger vollständig mit einem spitz dreieckigen Gostalfleck verbunden ist; Saumbinde
der Vflgl fast ganz wie bei sererina und toMskoui gebildet, ihre helle Flecke oben schmal strichförmig, unten
viel grösser und gelblich, aber durch eine feine schwarze Linie völlig vom Saume getrennt; Hflgl oben mit
einer 4—5 nim breiten, schwarzen Saumbinde, welche dadurch entstanden ist, dass die gerundeten Sub-
marginalflecke der Felder 2 — 4( — 5) mit den sehr grossen Saumflecken vereinigt sind, unten mit hellgelber
Grundfarbe; beim 2 sind die Flüirel mehr gervmdet und alle schwarze Zeichnungen mehr ausgedehnt. Biitisch
sylvander. Ost-Afrika bis Kordofan. — sylvander 6mitli (22 a, h) weicht nur dadurch ab , dass die Submarginalflecke
der Hflgloberseite mehr frei oder bisweilen fast ganz verschwunden sind. Im nordöstlichen Teil des
frobeniusi. Kongostaates. — frobeniusi Sfniiu/ ist oben der Hauptform ähnlich, weicht aber unten dadurch ab, dass
die \ tlgl zwischen der schwarzen Submarginalbinde und dem Saume schwefelgelb sind, ohne schwarze Be-
stäubung der Rippen, und in der Mittelzelle einen gelben Längsstrahl haben ; die Rippen der Hflglunterseite
sind nur zwischen dem Saume und den Submai-ginalflecken verdunkelt. Am Niger bei Sigirri.
P. calypso hat eine Flügelspannung von 52 — 65 mm und einen grossen schwarzen Fleck auf der
Unterseite der Hflgl am Ende der ^littelzelle ; die Rippen der Hflglunterseite sind nie dunkel gefärbt : die
Hflgloberseite beim cf gewöhnlich nur mit Saumflecken, beim ? auch mit grossen Submarginalflecken, welche
mehr oder weniger mit den Saumflecken zu einer Saumbinde vereinigt sind, auf der Unterseite sind sowohl
calypso. die Saum- wie die' Submarginalflecke stets vorhanden und voneinander gut getrennt. — calypso Dritrij (13 d).
Unterseite der Hilgl heil ockergelb, an der Wurzel des Vrds dottergelb, die Vflgl am Ende der Mittelzelle
beim ? mit einem breiten Querstriche, oder beim cf wenigstens unten mit einem dreieckigen Costaltlecke,
welcher durch eine feine Schräglinie mit dem gerundeten Discaltleck der unteren Discocellularrippe vereinigt
ist; auf der Unterseite der Vflgl sind die Saumflecke gross und durch die schwarzen Rippen mit den Sub-
marginalflecken verbunden; die dadurch eingeschlossenen hellen Flecke der Felder 5 — 8 sind gelblich; beim
? sind die Flügel oben an der Wurzel mehr oder weniger breit mit schwärzlichen Schuppen überzogen.
dentigera. Sierra Leona bis Kongogebiet. - dentigera Btlr. (15 b) hat, wie die Hauptform, die Wurzel des Vrds der
Hflglunterseite dottergelij, die üi-undfarbe der Hflglunterseite beim (f aber fast rein weiss; die Vflgl des d*
ohne schwarzen Gostalfleck dem gerundeten Discalflecke gegenüber und wenigstens unten mit von den Saum-
ilecken völlig getrennten Submarginalflecken; das ? weicht vom rali/)tso-2 nur dadurch ab, dass die Sub-
we/!e»//s<Ä/. marginalflecke der Hflgl auch oben frei sind. Kongogebiet bis Äquatoria. — welwitschi liogenh. (12 e).
Hflgl unten an der Wurzel des Vrds zinnoberrot; ihre Grundfarbe wechselt von lebhaft ockergelb bis
fast w^eiss mit einem Längsstricli in 1 c und grossen Flecken am Saume dottergelb, die Submarginalflecke sind
gewöhnlich auch oben deutlich, aber klein und punktförmig; die Vflgl auf beiden Seiten an der Jlitte iles
Vrds mit einem grossen dreieckigen Gostalfleck, welcher gewöhnlich mit seiner Spitze den Discalfleck
erreicht; die Saumflecke der Vflglunterseite sind klein und von den unter sich freien oder fast freien Sui)-
marginaltlecken mehr (cf) oder weniger weit getrennt, der Zwischenraum zwischen den Submarginalflecken
und dem Saum ist rein weiss wie die Grundfarbe (cT) oder schwach gelblich; beim ? sind die Hllgl auf beiden
hospitis. Seiten und die Vflgl unten an der Wurzel ockergelb. Angola und Kongogebiet. — hospitis \Vt'tjm. (^ rati-
dengi Suff.) hat wie ircliiilschi den Wurzelteil des Vrds der Hflglunterseite zinnoberrot und unterscheidet
sich von dieser Form nur durch das Fehlen des schwarzen (^ostalfleckes an der Mitte des Vrds der Vflgl ;
der Zwischenraum zwischen dem Saume und den Submarginalflecken der Vflglunterseite ist lebhaft dotter-
gelb. Deutsch Ost-Afrika.
ogygia. P. Ogygia l'rim. Hflgl auf beiden Seiten ohne dunklen Fleck an der Spitze der Mittelzelle, Vflgl
dagegen oben und unten am Ende der Zelle mit einem schwarzen Querstrich, welcher den Vrd einreicht oder
fast erreicht; oben haben beide Flügel weisse Grundfarbe, unten sind die Htlgl und die Spitze der Vflgl
lebhaft dottergelb und die Wurzel der Vflgl orangegelb ; Vflgl oben mit grossen , zu einer bis zur Rippe 2
zusammenhängenden Saumlinie vereinigten Saumflecken und 4 gerundeten freien oder fast freien Submar-
ginalflecken in den Feldern 3, 5, 6 und 8; der Submarginalfleck des Feldes 4 fehlt oder ist winzig klein;
unten sind die Saumflecke der Vflgl kleiner und voneinander völlig getrennt ; Htlgl auf beiden Seiten mit
fi-eien schwarzen Saumflecken , welche oben grösser und mehr gerundet als unten sind ; ihre Submarginal-
flecke sind klein und l)eim cf auf der Oberseite fehlend; alle Rijijien der Hflglunterseite sind fein schwärz-
lich und die Wurzel des Vrds orangerot. Eine seltene, bisher nur aus Natal bekannte Art.
PIERIS. Von Dr. G. AramLLius. 43
P. thysa. Beide Flügel oben und unten ohne dunklen Fleck am Ende der Mittelzelle; die Sub-
marginalÜecke der Hflgloberseite klein, gewöhnlich voneinander und von den Saumüecken getrennt oder
fast getrennt, der Submarginalfleck des Feldes 4 fast immer fehlend; die Wurzel des Vrds der Hflglunter-
seite zinnoberrot; die Vtlgl unlen an der Wurzel mit einem gewöhnlich grossen, feuerroten oder orange-
gelben WurzelÜecke; die schwarzen Saumflecke der Unterseite sind alle voneinander getrennt und oft durch
die weisslichen Rippenenden in zwei Flecke geteilt, bisweilen fehlen sie völlig. — thysa Hpff. (13 e, 14a). thysa.
Saumflecke beider Flügel oben und unten gut entwickelt, Submarghialtiecke frei; auf der Unterseite sind
die Hflgl und die Spitze der Vflgl lebhaft dottergelb ; Oberseite beim d' bis zur Wurzel weiss oder schwach
gelblich, beim 2 weisslich oder gelblich und an der Wurzel bis zur Rippe 3 mehr oder weniger stark ver-
dunkelt. Von der Kongo-Mündung bis Süd -Afrika und von dort bis zum Somaliland verbreitet. — meldolae meldolae.
Btlr. weicht von der Hauptform dadurch ab, dass die schwarzen Zeichnungen sehr reduziert sind ; die Saum-
flecke der Vflgl sind oben voneinander getrennt und fehlen unten völlig; diejenigen der Hflgl fehlen auf
beiden Seiten; die Submarginalflecke sind klein und punktförmig oder fehlen. Loanda. — Bei balangensis balangensis.
L'bl. u. Bot/. (15 a) sind die Vflgl unten an der Spitze weiss, die Hflglunterseite aber gefl), die Sulimarginal-
üecke der Vflgloberseite frei und die Saumflecke gut entwickelt. Deutsch Ost-Afrika. — ab. macularis macularis.
Aurir. (!4a) hat etwas grössere und mit den Saumflecken schwach vereinigte Submarginalflecke der Vflgl-
oberseite, fast weisse Unterseite der Hflgl und völlig geteilte Saumflecke der Unterseite. Deutsch Ost-
Afrika. — malaria Snff. unterscheidet sich von der Hauptform durch die breitere Saumbinde der Vflgl- malaria.
Oberseite und die damit zusammengeflossenen Submarginalüecken ; beim ? sind die Vflgl oben gelbhchweiss
und die Hflgl hell ockergelb gefärbt. Loango. — ab. alarmi Suff, zeiclmet sich dadurch aus, dass die alarmi.
Submarginalflecke der Vflgl auf beiden Seiten fehlen und die der Hllgl oben fehlen und unten nur durch
Punkte angedeutet sind; ist wohl kaum von meldolae verschieden. Deutsch Ost -Afrika. — ab. ? obumbrata obumbrata.
Weijm. ist unten den thysa -'^ ähnlich, hat aber oben eine rein weisse Grundfarbe mit mehr ausgedehnten
dunklen Zeichnungen; der dunkle Vrd reiclit im Spitzendrittel bis an Rippe 7, die Saumflecke beider Flügel
und die Submarginalflecke der Hflgl sind viel grösser; die hell orangefarbige Bestäubung in der Wurzel-
hälfte der Vflgl fehlt , dagegen ist dieser Flügelteil von einem grossen , veilbraunen Dreieck eingenommen,
das nach aussen winkelig begrenzt ist und sich beinahe an das Ende der Mittelzelle, über '/s des Feldes 2,
über ^4 des Feldes Ib und das ganze Feld la erstreckt; die bräunlich violette Färbung reicht vom Vrd
bis zum Hrd und geht am Hinterwinkel in die dunkelbraunen Saumflecke über; auch auf Rippe 2 erreicht
sie die Spitze des Saumfleckes , so dass im Felde 1 b ein ca. 3 mm grosser Fleck von der rein weissen
Grundfarbe abgetrennt wird; die Hflgl sind oben in der äusseren Hälfte rein weiss, nur die Wurzel des
Vrds ist rötlichgelb und die Mittelzelle sowie das Feld 1 c wurzelwärts hell bräunlichviolett bestäubt.
Sansibar. — ab. ? rimala Suff. (12 e) ist eine extreme melanistische Form und, wie die Figur zeigt, oben
zum grössten Teil mit Schwarzbraun überzogen : auf der Unterseite dagegen sind beide Flügel nur wenig rimala.
dunkler als bei der Hauptform, indem die Vflgl hellgrau und die Hflgl ein wenig durch schwarze Schuppen
verdunkelt sind. Aus dem Albert-Nj-anza-Gebiet.
P. larima Bsd. ist wahrscheinlich mit thysa nahe verwandt, da mir aber keine Form, auf welche larima.
die Beschreibung passt, bekannt ist, gebe ich hier die Originalbeschreibung wieder. «Flügel weiss, an der
Wurzel ein wenig mit schwärzlichen Schuppen bestäubt und am Saume etwas gelbhch angeflogen ; alle vier
Flügel an den Rippenenden mit schwarzen Punkten, welche auf den Hflgln etwas kleiner sind; Spitze der
Vflgl schwarzbraun mit den Saumpunkten vereinigt; Vflgl zwischen der Mittelzelle und dem Saume mit
einer Reihe von drei dicken schwarzen Punkten, von denen der oberste mit der schwarzen Spitze vereinigt
ist; die Hflgl haben auch vor den Saumflecken eine Reihe von anderen kleineren und undeutlicheren Punkten;
die Flügel unten ockergelb; die Vflgl an der Wurzel orangegelb, in der Mitte weisslich und mit zwei Sub-
marginalflecken, welche den beiden hinteren der Oberseite entsprechen; die Hflgl mit orangegelbem Wurzel-
teil des Vrds und einer Reihe ähnlich gefärbter Submarginalpunkte.» Senegal.
P. rubrosignata Weym. (? = pida Xeare). Diese mir unbekannte Form wird von Weymer als Varietät mbrosignata.
zu ihrora gezogen, scheint mir aber eine Form von thysa zu sein. Beide Flügel olme Discalflecke; Vrd der
Hflglunterseite von der Wurzel bis zu seiner Mitte lebhaft zinnoberrot, von da bis zum Aussenrde gold-
gelb; die Saumflecke der Vflgloberseite sind wie bei iheora mit den Submarginalflecken zu einer weissgefleckten
Saumbinde vereinigt; SaumÜecke und Submarginalflecke der Hflgloberseite vorhanden, aber kleiner als bei
theora; die Vflgl unten an der Wurzel mit einem grossen orangegelben Fleck, am Saume mit kleinen Flecken
an den Rippenenden und vor dem Saume mit fünf ganz freien Submarginalflecken in den Feldern 3—6 und 8;
Hflgl unten mit kleinen durch die weissen Rippenenden geteilten Saumflecken, sieben ziemlich grossen Sub-
marginaltlecken und goldgelben Flecken zwischen den schwarzen Saumflecken. Angola.
P. theora. Beide Flügel, wenigstens beim d' oben und unten ohne Fleck am Ende der Mittelzelle;
die Submarginalflecke der Vflgloberseite unter sich und mit den Saumflecken zu einer breiten, weissgefleckten
Saumbinde vereinigt, unten aber sind sie ganz frei oder nur durch die schwarzen Rippen mit den Saum-
flecken vereinigt; die Hflgl unten an der Wurzel des Vrds dottergelb; die schwarze Saumbinde der Vflgl-
oberseite tritt im Felde 3 weit und stumpf nach innen hervor, ist dagegen im Felde 4 tief eingeschnitten;
44
PIEKIS. Von Dr. C. Al-kivillii-
der Vflgl unten an der Wurzel weiss ohne gelben Fleck ; die Hflgl auf beiden Seiten mit grossen freien
Sauinflecken und unten auch mit sieben grossen Submarginalilecken, welche oben durchschimmern oder nur
theora. durch kleine schwarze Punkte vertreten sind. — theora Dbl. (13 e). cT: beide Flügel oben und unten mit
weisser Grundfarbe; die HUgl unten mit schwefelgelben Flecken in 1c, am Ende der Jlittelzelle und am
Ende der Zwischenaderfalten ; die weissen Flecke der Saumbinde der Vtlgloherseite schmal, strichförmig.
concolor. ?: Vtlgl mit gelber, Hflgl mit weisser Grundfarbe. Elfenbeinkiiste bis zum Kongo-Gebiet. — ab. ? concolor
laeta. Attriv. Beide Flügel wie beim cf mit weisser Grundfarbe. Kongo-Gebiet. — ab. ? laeta Weijin. (= ratheo
maculata. Suff.) (15 a, auf der Tafel mit ratheo bezeichnet). Beide Flügel mit dottergelber Grundfarbe. Kamerun und
Deutsch Ost-Afrika. — ab. maculata Am-ir. weicht durch stark vergrösserte weisse Flecke der Saumbinde
lortzingi. der Vtlgloherseite ab. Kongo-Gebiet. — lortzingi Suff'. (12 f) ist etwas kleiner als die Hauptform und zeichnet
sich durch rahmgelbe Unterseite der Hflgl und rahmgelben Spitzenteil der Vflglunterseite aus; die Saum-
flecke der Unterseite sind auch etwas kleiner als bei der Hauptform. Deutsch Ost-Afrika und Ruwenzori.
tlieuszt. P. theuszi Deic. (14 a). Beide Flügel oben und unten ohne dunklen Fleck am Ende der Mittel-
zelle; die SubiTiarginalflecke der Vtlgloherseite unter sich und mit den Saumtlecken zu einer ungedeckten
schwarzen Saumbinde vereinigt, welche beim cf im Felde B nur wenig nach innen ausgezogen ist und
beim 2 auf der Innenseite ziemlich gleichförmig ausgerandet ist mit feinen langen Spitzen auf den Rippen;
Vllgl unten an iler Wurzel mit gelbem Fleck und vor der Spitze mit 3—5 freien Submarginalflecken ; Hflgl
oben beim rf" mit mittelgrossen Saumtlecken und ohne Submarginalflecke, beim ? mit sehr grossen anein-
ander stossenden Saumflecken und kleinen Submarginalflecken ; Hflgl unten an der Wurzel des Vi'ds dotter-
gelb und auch beim cf mit Submarginalflecken wenigstens in den Feldern 1 c — 3 ; beide Flügel oben und
semialba. unten mit weisser Grundfarbe. Kamerun bis Kongo-Gebiet. — ab. ? semialba Aiirir. (15b) weicht durch
weissgelbe bis ockergelbe Grundfarbe der Vflgl ab. Kamerun.
Die letzten Arten der CaVyjO.fo-Gruppe zeichnen sich dadurch aus, dass die Vflgl wenigstens beim cf auf
beiden Seiten eine zusammenhangende, nach innen wenig gezackte schwarze Sanmbinde haben. Die Hfltjl haben
auch auf l)eiden Seiten eine ähnliche schwarze Saumbinde oder nur freie schwarze Saumflecke an den Rippenenden.
Beide Fliifijel ohne Distalfleck am Ende der Mittelzelle. Bei f-oUhicis, die in der Zeichnung einen Übergang zu der
/VV/rrt-Gruppe bildet, lialien die Vflgl unten nur Saumflecke.
heicida. P. heicida />V/. Beide Flügel oben mit weisser Grundfarbe und auf beiden Seiten mit 5 — 6 mm
breiter, ungefleckter, schwarzer Saumbinde: Vflgl unten mit weisser Grimdfarbe und sehr grossem feuerrotem
WurzelÜeck; Hflgl unten mit ockergelber oder weisser (?) Grundfarbe und feuerroter Wurzel des Vrds; die
Geschlechter einander ähnlich. Madagaskar.
P. hedyle hat beim cf schwefelgelbe Grundfarbe auf beiden Seiten der Flügel und oben schwarze,
liedyle. unten schwarziiraune Saumbinden, welche oben stets ungefleckt sind. — hedyle Cr. (14b) hat die Saum-
binden der Unterseite ungetleckl , einen kleinen gelben Fleck im Felde 8 der \ flgl ausgenommen. Sierra
rhena. Leone bis Ashanti. — rhena l>hl. Die Saumbinden der Unterseite in jedem Felde mit einem gelben Fleck.
Ashanti.
ianthe. p. ianthe l'lil. Die Flügel auf beiden Seiten mit schwefelgelber Grundfarbe; die Vflgl auf beiden
Seiten mit ungetleckter schwarzer Saumbinde; die Hflgl oben nur mit 5 grossen freien Saumflecken, unten
auch, mit 7 kleinen Submarginalflecken. Sierra Leone.
sotiliicis. p. solilucis BtJ)-. (14a). d : Flügel auf beiden Seiten mit hell schwefelgelber Grundfarbe, unten
nui- mit freien gerundeten Saumflecken an den Kippenenden; Vflgl oben bis zur Rippe 2 mit zusammen-
hängender, ungefleckter Saumbinde und einem freien Fleck auf der Rijipe 1; Hflgl oben nur mit freien
Saumflecken an den Rippenenden; auf der Unterseite ist die Wurzel der Vflgl und des Vrds der Hflgl mehr
oder weniger deutlich orangegelb. ? (= glucki Suff. 15b). Flügel dünn beschuppt, auf beiden Seiten mit
weisser oder gelliiichweisser Grundfarlje; die Vflgl auf beiden Seiten mit 8 dreieckigen, freien schwarzen
Saumilecken an den Enden der Rippen 1—8; die Hflgl auf beiden Seiten mit 7 gerundeten schwarzen Saum-
flecken ; die Vflgl unten an der Wurzel und die Hflgl unten an der Wurzel des Vrds orangegelb oder schwefel-
caere. gelb. Kamerun, Kongo-Gebiet uiul Angola. — caere /.'. VIdr. ist wahrscheinlich eine Trockenzeitform von
■so/ilitcis und weicht im männlichen Geschlecht nur durch schmälere Saumbinde der Vflgloberseite und sehr kleine
abti. oder fehlende Saumflecke der Unterseite ab. Benguela. — ?-ab. abti Svff'. (12 d) weicht nur durch dunklere
schwefelgelbe bis ockergelbe Grundfarbe der Flügel vom typischen ? ab und ist wohl nur ein dimorphes ?
von solilucis. Südliches Kongo-Gebiet.
Pigea-Gruppe.
cebron.
Diese Gruppe ist von der vorhergehenden kaum scharf zu trennen. Die Sauniflecke der Unterseite sind
immer frei und klein oder fehlen völlig. Die Submarginalflecke der Unterseite fehlen gewöhnlich beim cf völlig
und kommen beim ? gewöhnlich nur auf den Hflgln und im Felde 3 (Ib und 5) der Vflgfl vor. Der 1. Subcostalast
der Vtlgl ist immer ganz frei und die untere Discocellulare der Hflgl gewöhnlich etwas länjjfer als die mittlere. Die
Analklappen des cf haben eine kürzere Spitze als bei den Arten der C'(/////>.so-Gruppe.
P. cebron Waid (I4b, c). cf : Beide Flügel mit hell weisslichgelber Grundfarbe, an der Wurzel und
am Ird der Hflgl schwefelgelb und ohne Fleck am Ende dei' ^littelzelle, auch oben ganz ohne Submarginal-
PIERIS. Von Dr. G. Aurivillils. 45
flecke , unten aber gewöhnlich mit einem gerundeten , freien Submarginaltleck im Felde B der Vflgl ; Vflgl
oben mit feiner schwarzer Vrd.slinie und schmaler, an der Spitze nur 2 mm breiter schwarzer Saumbinde,
welche, nach hinten allmählich schmäler werdend, an der Rippe 2 endet, unten mit gerundeten Saumflecken,
von denen nur die zwei obersten miteinander vereinigt sind; Hflgl oben mit ziemlich grossen, in der Quere
ausgezogenen, und unten mit gerundeten schwarzen Saumflecken; die Unterseite der Htlgl lebhafter gelb
und die Wurzel des Vrds dottergelb. Als ? von ccbroH betrachte ich die auf 14 c abgebildete Form, welche
vom cf durch orangegelbe Vflgl mit viel breiterer Saumbinde und auch oben deutliche Submarginalflecke in
den Feldern 1 a, 1 b und 4 aln\ eicht ; die Hflgl haben auf beiden Seiten 4—7 deutliche Submarginalflecke.
Kamerun.
P. dixeyi Neave. d" : Beide Flügel oben weiss; Vflgl mit feiner Vrdsliuie und einer an der Spitze dixeyi.
4 mm breiten, bis zur Rippe 3 reichenden Saumbinde, sowie kleine Saumflecken an den Rippen 1 und 2 schwarz;
Hflgl auf beiden Seiten nur mit 7—8 gerundeten, oder etwas queren schwarzen Saumflecken; unten sind
beide Flügel an der Wurzel und der Vrd der Hflgl orangegelb, die Vflgl haben 7 freie schwarze Saum-
flecke und beide Flügel am Saume schwache gelbe Striche zwischen den Rippen. Das 2 ist etwas grösser,
34 mm, die Wurzel und Vrd der Vügloberseite sind dunkel beschuppt, die Saumbinde ist breiter aber
weniger schwarz und durch gelbliche Striche der Zwischenaderfalten unterbrochen. Uganda.
P. capricornus hat beim d" oben eine schmale, nach innen auf den Rippen gezackte schwarze Saum-
binde, welche die Rippe 3 erreicht, und einen schwarzen Saumfleck am Ende der Rippe 2; die Hflgl auf
beiden Seiten nur mit gerundeten, freien, schwarzen Saumüecken; die Vflgl unten nur mit kleinen punkt-
förmigen Saumflecken; beim ? sind die schwarzen Zeichnungen viel grösser, die Vflgl haben auf beiden
Seiten 3 schwarzgraue Submarginalflecke (in Ib, 3 und 5) und die Hflgl 6—7; auf der Oberseite ist die
Mittelzelle und der Wurzelteif der Felder la und Ib mehr oder weniger mit Schwarzgrau überzogen. —
capricornus Ward (14b, c). cf : Beide Flügel oben und die Vflgl unten mit rein weisser Grundfarbe; Hflgl capricornus.
unten rahmgelb gefärbt, an der Wurzel des Vrds gewöhnlich orangegelb. ?: Die Mittelzelle und ein breiter
Hrdstieifen der Vflgloberseite scharf begrenzt, schwärzlich; Hflgl oben nicht oder nur wenig an der Wurzel
grau überzogen. Kamerun. — lindneri Den: (14 e cf; ? = fulkcnstehii 12 e) ist etwas kleiner; das cf unter- lindneri.
scheidet sich durch unten weisse Hflgl und das ? dadurch, dass beide Flügel oben wenigstens bis zu den
Submarginalflecken mit Grau überzogen sind. In den Gegenden an der Kongo-Mündung. — bei nusprica nusprica.
Suff. Beim o^ haben beide Flügel oben eine etwas gelbliche Grundfarbe und die Hflgl eine 1—2,5 mm
breite schwefelgelbe Saumbinde. Kamerun.
P. astarte Btlr. (22b) ist im männlichen Geschlecht der vorigen Art sehr ähnhch und nur dadurch astarte.
verschieden, dass die Saumflecke der Vflglunterseite fehlen und der Vrd der Vflgl weniger gebogen ist, wodurch
die Vflgl schmäler werden. Das ? ist ganz verschieden, hat lebhaft orangegelbe, an der Wurzel rötlich an-
geflogene Flügel, welche fast wie beim cT gezeichnet sind und nur durch freie oder fast freie Saumflecke
der Vflgloberseite, einen Submarginalfleck im Felde 3 der Vflgl und punktförmige Submarginalflecke der
Hflgl abweichen ; die Saumflecke der Hflglunterseite sind deutlich , wenn auch klein ; das ? erinnert sehr an
das orangegelbe ? von Mijhifhris ai/afl/iud. Tanganjika und Britisch Ost-Afrika.
P. wagneri -S'«^'. ist mir unbekannt, gehört aber wahrscheinlich in die Nähe von astarte; nach einem wagnerL
? aus Mukenge beschrieben: Grundfarbe oben und unten weiss; Vflgl mit einem schmalen Basalstreif und
Feld 1 1 hellockergelb gefärbt ; der Vrd selu- schmal schwarz ; auf der Spitze der Rippe 1 steht ein schwarzer
Punkt, auf 2 bis 8 je ein schwarzer Fleck, von denen der auf 2 rundUch ist , während die übrigen an den
Rippen schmal ausgezogen sind, und zwar apicalwärts stärker, so dass, während Fleck 3 etwa 2 mm misst,
die auf 7 und 8 beinahe bis an die Wurzel des Feldes 6 reichen; der Raum dazwischen ist hell schwefel-
gelb ausgefüllt; Hflgl oben an der Wurzel sehr schmal hell ockergelb mit 7 gerundeten Saumflecken; Vflgl
unten an der Wurzel und am Vrd bis zur Mitte orangegelb; die Apicalbinde ist etwas schmäler als oben,
hellgelb und reicht nur bis Rippe 3, Saumflecke frei; Hflgl an der Wurzel des Vrds orangegelb; das Feld Ic
und 7, die Zelle und die äusseren Hälften der Felder 3—6 sind hell eigelb gefärbt.
P. rubrobasalis weicht von den verwandten Formen dadurch ab, dass die Vflgl unten einen grossen
orangeroten oder orangegelben Wurzelfleck haben, welcher die Spitze der Zelle fast erreicht. Beide Flügel
ohne' Fleck am Ende der Mittelzelle: Vflgl beim ? mit einem grossen Submarginalfleck im Felde 3 und ge-
wöhnlich auch mit ähnlichen, aber weniger deutlichen Submarginalflecken in Ib und 5. - rübrohzs&Us rubrol^asalis.
Lanz. Vflgl oben grünlichweiss, an der Wurzel rosafarbig angeflogen, am Saume mit klemen freien strich-
förmigen Flecken an den Rippenenden; die Fransen von der Spitze bis zur Rippe 4 hell ockergelb, gegen
den Hinterwinkel weiss; Grundfarbe der Hflgloberseite grünlich hellgelb, der Wurzelteil schön orangegelb,
ganz an der Wurzel rötlich, von da aus gehen orangegeUie Strahlen nach aussen; Saumflecke deutlich,
Submarginalflecke klein und oft undeutlich : unten ist der Spitzenteil der Vflgl und die ganzen Hflgl ocker-
gelb gefärbt. Deutsch Ost-Afrika. — ab. ? lathyana Strand. Grundfarbe beider Flügel lebhaft orangegelb, lathyana.
unten etwas heller. Deutsch Ost- Afrika. — kückeni Suff, weicht von nibroba.^alis dadurch ab, dass die Saum- küdieni.
flecke der Vflgloberseite gross und zu einer Saumbinde vereinigt sind; Hflgl oben matt orangegelb, an der
i^iyj,j^i.oy^n,K. Qi
46
PIERIS. Von Dr. C. Alrivillils.
nitida. Wurzel orangerot; die Saumflecke gross, al)er frei; HÜglunferseite gell). Deutsch Ost-Afrika. — nitida Anrh:
weicht durch die weisse, perlmuttergläuzende Unterseite beider Flügel ab. Kamerun.
orbona. P. orbona (h: cf : Beide Flügel oben und unten weiss und ohne Fleck am Ende der ^littelzelle;
unten auch ohne Submarginal- und Saumflecke; Vflgl oben mit dem Vrd schmal schwarz und mit einer
schwarzen Saumbinde, welche an der Spitze kaum mehr als 1 mm breit ist und, nach hinten allmählich
schmäler werdend, an der Rippe 2 endet: Hügl oben nur mit kleinen Sauiiipunkten an den Rippenenden und
unten an der Wurzel des Vrds gelblich; der F. caprkwnus oben ganz ähnlich gezeichnet, aber mit einer
vidua. Flügelspannung von nur 44 — 45 mm; 2 mir unbekannt. Senegal. — vidua Btlr. (14 d, e) (? --= mahoboides
Hüll.) ist etwas kleiner als die Hauptform und weicht unten dadurch ab, dass die Htlgl und die Spitze der
Vflgl rahmgelb sind ; die ö haben eine Aveniger reine weisse Grundfarbe und wenigstens unten einen Sub-
marginaltleck im Felde 3 der Vflgl und mehrere solche Flecke auf den Hflgln. Britisch Ost-Afrika, Abj-s-
sinien und Äquatoria.
P. pigea entbehrt, wie die vorhergehenden, schwarzen Fleck an der Spitze der Mittelzellen beider
Flügel ; beim cf fehlen die Saumflecke der Vflgl völlig oder sind sehr klein oder bilden eine schmale,
pigea. höchstens bis zur Rippe 4 zusammenhängende Saumhnie. — pigea Ihd. (14 d) hat eine Flügelspannung von
36 — 58 mm; d': die Hflgl wenigstens oben mit kleinen schwarzen Saumpunkten; unten sind die Hflgl und
die Spitze der Vflgl matt gelblich gefärbt. 2: Beide Flügel oben mit massig grossen, schwarzen Saum-
punkten und die Vflgl mit gerundetem Submarginalfleck im Felde 3; die Hflgl auf beiden Seiten ockergelb,
die Vflgl oben ringsum an den Bändern und unten an der Spitze ockergelb, sonst weiss oder weisslich, bis-
alba. weilen oben an der Wurzel verdunkelt. — f. alba Walloifp: (14 d) ist die Trockenzeitform und zeichnet sich
durch oben weisse oder weissliche, beim d' unbezeichnete oder fast unbezeichnete, beim ? gewöhnlich mit
Saumflecken und Submarginalfleck im Felde 3 der Vflgl versehene Flügel aus; die Saumpunkte der Hflgl
fehlen immer; unten sind die Hflgl und die Spitze der Vflgl glänzend rahmgelb. Süd-Afrika bis Angola
und Britisch Ost-Afiika.
spilleri. P. spilleri SjnllerdAc) zeichnet sich durch hell schwefelgelbe Grundfarbe beider Flügel aus; cT: Vflgl
oben mit einer sehr schmalen schwarzen Saumbinde, welche an der Rippe 3 endet, unten unbezeichnet,
Hflgl unbezeichnet oder bisweilen unten mit einigen undeutlichen Submarginalflecken; ? entweder dem o" fast
gallenga. ganz ähnlich oder mit weisslichen, ringsum mehr oder weniger gelblich überzogenen Flügeln. — f. gallenga
Swilli weicht nur durch unten rölliche Hflgl ab. Die Art ist bisher nur in Süd-Afrika von Natal bis Delagoa-
Baj' und in Britisch Ost-Afrika angetroffen.
Die folgenden Arten der Pigea-Gruppe zeichnen sich dadurch aus, dass die untere Discocellularrippe beider
oder wenigstens des einen Flügels unten einen schwarzen Punkt oder Fleck hat ; dieser Fleck tritt oft auch auf der
Oberseite auf.
diarina. P. charina Bsd. (14 e, f). Beide Flügel oben weiss (cT) oder weisslich (?) und ohne schwarze Rippen,
an der Wurzel nicht oder wenig verdunkelt; ihre Saumflecke beim cf klein und frei oder auf den Vflgln
zu einer schmalen Saumbinde vereinigt, beim ? viel grösser und auf den Vflgln bisweilen zu einer Saum-
binde vereinigt; vor dem Saume finden sich beim ? 4 — 7 Submajginalflecke, von denen der im Felde 3 der
grösste ist und diejenigen der Felder 5. (> und 8 klein und miteinander zu einem Querfleck vereinigt sind;
auf der Unterseite sind die Hflgl und die .Spitze der Vflgl gewöhnlich dicht mit Braungrau gesprenkelt;
die Vflgl gewöhnlich ohne, die Hflgl mit Submarginalflecken; beide Flügel mit einem kleinen Punkt am
Ende der Zelle. Süd-Afrika bis Deutsch Ost-Afrika.
gerda. P. gerda Sm. H. Kirb. (14 f). Beide Flügel oben weiss und an der Wurzel breit schwarzgrau bestäubt:
die Spitze dei' Vflgl oben mit schwarzer Saundiinde; die Vflgl auch beim o" unten mit grossem schwarzem
Submarginalfleck im Felde 3; Grundfarbe der Unterseite weiss, nicht gesprenkelt, beim cf ganz ohne andere
Zeichnungen als der schon erwähnte Submarginalfleck der Vflgl. Deutsch und Britisch Ost-Afrika. — ab.
dagera. dagera Suff, hat deutliche Submarginalflecke auf der Htlglunterseite. Deutsch Ost-Afrika.
doxa. P. doxo God. (= simana Hojyff.) (14 e) ist eine dritte, den beiden vorhergehenden sehr ähnliche Art,
deren cf oben durch die schwarzen Rippen und die an der Wurzel nicht oder kaum verdunkelten Flügel
und unten durch die rein weisse Grundfarbe ausgezeichnet ist. Das ? ist dem ? von charina sehr ähnlich,
ist aber etwas grösser, hat eine breitere Saumbinde der Vflgoberseite und auch oben einen schwarzen Punkt
am Ende der IMittelzelle der Vflgl ; die Unterseite ist mehr oder weniger mit dunklen Schuppen bestreut.
Natal bis Britisch Ost-Afrika.
narena. P. narena Smith ist offenbar auch mit den vorhergehenden nahe verwandt und wird in folgender
Weise beschrieben: »cf oben rein weiss: Vflgl mit deF Wurzel, dem Vrd und der Spitze recht breit schwarz;
Vflgl unten weiss mit rahmfarlnger Spitze; ein kleiner schwarzer Punkt am Ende der Mittelzelle und ein
gerundeter, graubrauner Suhmarginalfleck im Felde 3;
Hflgl
ziendich dunkel rahmfarbig, an der Wurzel
hell orangegelb; eine Reihe von 6 graubraunen Submarginalflecken und ein kleiner braungrauer Fleck auf
der oberen Discocellularrippe.« Madagaskar.
PIERIS. Von Dr. G. Airivili.ks. 47
P. Helena iSmith. >(/: Beide Flügel oben scliwach grünlichweiss; Vtlgl mit einer recht breiten Saum- fielena.
binde, welche an der Spitze breiter ist, nach hinten allmählich schmäler wird und auf der Innenseite nahe
an der Spitze durch die weisse Grundfarbe eingeschnitten ist; der Vrd schmal schwarz und ein schwarzer
Punkt am Ende der Mittelzelle ; Vtlgl unten weiss, mit der Spitze breit und der Saum schmäler hell gelblich-
grün; Vrd auch in ziemlich grosser Breite gelbgrUn ; ein kleiner schwarzer Punkt am Ende der Mittelzelle;
Htlgl unten hell gelblichgrün mit einer Bogenreihe von mondförmigen dunklen Submarginalflecken.« Britisch
Ost-Afrika, Kavirondo.
P. liliana Smith (14 f). cf: Beide Flügel oben und unten mit rein weisser Grundfarbe und schart liliana.
hervortretenden schwarzen Rippen, oben an der Wurzel breit schwarzgrau; Vtlgl oben am Vrd bis zur
Mittelzelle und Rippe 9 schwarzgrau, an der Spitze bis zur Wurzel des Gabelfeldes schwarz und dann bis
zur Rippe 3 mit feiner schwarzer Saumlinie oder mit freien Flecken an den Rippenenden; beide Flügel
unten mit schwarzen Saumpunkten an den Rippenenden und deutlichen Submarginaltlecken , von denen die
Vtlgl drei in den Feldern 3 (sehr gross), 5 und 6 und die Htlgl je einen in Ic— 7 haben; auf der untern
Discocellularrippe ein schwarzer Punkt, welcher auf den Vflghi oft sehr klein ist. Das ? hat eine grauweisse
Grundfarbe, eine viel breitere bis zum Analwinkel zusammenhängende, an den Rippen nach innen gezackte
Saumbinde und gut entwickelte Submarginaltlecke der Vflgloberseite, diese Submarginalflecke bilden eine
nur im Felde 2 unterbrochene zusammenhängende Submarginalbinde, welche am Vrd mit der Saumbinde
verschmolzen ist; die Vflgl auch oben mit deutlichem Discalpunkt am Ende der Mittelzelle: Htlgl oben mit
grossen gerundeten Saumtlecken und deutlichen, oft zu einer Bogenlinie vereinigten Submarginalflecken.
Deutsch und Britisch Ost -Afrika. — cf-ab. anali Suff, hat oben helle Rippen und entbehrt unten der Sub- anali.
marginalflecke 5 und 6 der Vtlgl sowie auch fast alle Submarginaltlecke der Hflgl. Deutsch Ost-Afrika. —
?-ab. nigricans Anrir. hat beide Fiügel oben eintönig grauschwarz, die Hflgl am Saume zwischen den nigricans.
Rippen etwas erhellt: Vtlgl unten dunkel rahmfarbig; Hflgl unten grauweiss, mit der Wurzel des Vrds
orangegelb. Britisch Ost -Afrika bei Taveta.
P. venata Mr. ist nach einem einzigen ? beschrieben und scheint dem ? von liliana sehr nahe- venata.
zustehen; der dunkle Wurzelteil der Oberseite ist nach aussen viel schärfer begrenzt und erreicht auf den
Hflgln die Mitte des Feldes Ic; der Submarginalfleck des Feldes 3 der Vflgloberseite ist kleiner, scharf
begrenzt und durch die strichförmigen Submarginalflecke 4 und 5 mit der schwarzen Spitze verbunden, die
Felder la und Ib ohne Submarginalfleck; die Flügel unten hell ockergelb, Vflgl an der Wurzel schwefel-
gelb, am Saume mit schwarzen Rippen; Hflgl unten an der Wurzel des Vrds orangegelb und mit schwärz-
lichen Rippen, auf beiden Seiten mit grossen schwarzen Saumflecken und mit gewellter schwarzer Sub-
marginallinie. Am Weissen Nil.
P. continentalis Hei/n (l-2e) ist oben weiss mit einem schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle con//nen^a//s.
der Vflgl; dieselben auch mit einer bis zur Falte des Feldes Ib zusammenhängenden, an den Rippen nach
innen scharf gezackten Saumbinde und mit vier gerundeten Submarginalflecken, je einem in den Feldern 3,
5, 6, 8, welche durch die Zacken mit der Saumbinde vereinigt sind und dadurch weisse Flecke einschliessen;
Vflgl unten weiss an der Wurzel und an der Spitze gelblich, die Rippen am Saume bräunlichgrau, der
Discalfleck ist grösser als oben; Hflgl oben nur mit vier queren Saumflecken an den Rippen 3—6, unten
gelblichweiss , an der Wurzel des Vrds zitronengelb und mit solchem Striche im Felde ic, die Saumflecke
sind bräunlichgrau und fast zu einer Saumlinie verbunden, ein ähnlich gefärbter Fleck am Ende der Mittel-
zelle; beide FUigel unten ganz ohne Submarginalflecke. Angola, am Quango-Fluss.
F. mabella Smith erinnert an die vorige Art. cf : Beide Flügel oben weiss, die Vflgl unten weiss mabella.
mit gelber Spitze; Hflgl unten hellgelb, an der Wurzel des Vrds safrangelb; Vflgl auf beiden Seiten mit
kleinem, schwarzem Fleck am Ende der Mittelzelle, die Flügel sonst unten ganz ohne Zeichnungen ; Vflgl
oben mit einer an der Spitze 4-5 mm breiten, bis zur Rippe 2 zusammenhängenden schwarzen Saum-
binde, welche nach hinten allmählich schmäler wird und durch die verdunkelten Rippen mit den dicken
Submarginalflecken der Felder 3, 5 und 6 vereinigt ist, wodurch drei Flecke der Grundfarbe eingeschlossen
werden; Hflgl oben ohne Zeichnungen. ? weicht vom cf nur dadurch ab, dass die Saumbinde der Vflgl
ungefleckt und der Submarginalfleck des Feldes 3 fast völlig mit der Saumbinde vereinigt ist , dass ein
Submarginalfleck auch im Felde ib der Vflgl vorhanden ist, dass der Fleck am Ende der Mittelzeüe viel
grösser ist, dass die Hflgl oben gelblich sind und grosse schwarze Saumflecke haben. Madagaskai-. — ab.
mahobo Smith hat beim cf vief kleinere, strichförmige Submarginalflecke der Vflgloberseite und beim ? mahobo.
einen völlig freien gerundeten Submarginalfleck des Feldes 3 der Vflgloberseite und kernen Submargmal-
fleck im Felde 1 b ; die Hflgl sind oben weiss ohne Saumflecke. Madagaskar.
P. antsianaka hat eine Flügelspannung von 60-70 mm und kommt nur auf Madagaskar vor. Beide
Flügel oben mit weisser Grundfarbe; die Hflgl auf beiden Seiten ganz einfarbig ohne Zeichnungen; die
Vflgl auf beiden Seiten mit einem schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle, oben mit schwarzer Saum-
binde oder Saumflecken und wenigstens im Felde 3 mit grossem Submarginalfleck , unten ohne Spur von
Saumflecken, aber wie oben mit 1-4 Submarginalflecken und an der Wurzel orangegelb. - antsxanaka antsmmka.
48
PIEKIS. Von Dr. G. Aurivillius.
Ward. Saumbiiide der Yflgloberseite an der Spitze 6 mm breit, bisweilen fast in grossen langen Flecken
aufgelöst; Vtlgl auf beiden Seiten mit 3 — 4 freien oder oben fast freien Submarginalflecken (in 3, 5, 6
und 8) ; beide Flügel unten mit weisser Grundfarbe ; der orangegelbe Wurzeltleck der Vtlgl bis zur Zellen-
persimilis. spitze ausgedehnt. — ab. persimilis Sm. u. Kij. weicht von der Hauptform nur dadurch ab. dass die
Saumbinde der Vtlgloberseite mehr zusammenhängend, nicht in Flecken aufgelöst ist und der Wurzelfleck
der Unterseite nur bis zur Mitte der Zelle reicht: die Vtlgl nur im Felde 3 mit Submarginalfleck.
ab.
lasti. lasti Sm. u. Ki/. weicht von perximilis nur dadurch ab, dass die Saumbinde der Vtlgloberseite sehr schmal,
affinis. an der Spitze nur 1 mm breit ist. — f. affinis Mab. ist offenbar eine Trockenzeitform und weicht durch
rötlichgraue Farbe der Hflglunterseite und der Unterseite der Vtlglspitze ab ; die Submarginalflecke der Vtlgl-
oberseite sind iiu'lir oder weniger vollständig mit der breiten Saumbinde vereinigt.
ramona. P. ramona Smith stimmt in der Grösse und der Zeichnung nahe mit der vorhergehenden Art überein
und kommt ebenfalls nur auf Jladagaskar vor. Die Htlgl auf beiden Seiten einfarbig ohne Zeichnungen,
die Vflgl beiderseits mit einem schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle; die Vflgl beim d" oben mit
schwarzer Saumbinde, beim ? ganz ohne Saumbinde und Saumtlecke, beim cf mit grossem Submarginal-
fleck im Felde 3, beim ? mit grossen Submarginalflecken in Ib und 3 und kleineren solchen Flecken in 5
und 6 ; Flügel beim cf mit weisser Grundfarbe, die Vtlgl im Spitzenteil lebhaft orangegelb ; die gelbe Farbe
bedeckt die Felder 2 — 6, 8 und die Spitze der Zelle, unten ist auch der Wurzelteil der Zelle ähnlich
gefärbt; beim 2 sind die Vflgl rahmgelb und die Htlgl hell orangegelb.
anomaai. P. anomala I'tlr. (lob) ist eine interessante der Insel Sokotra eigentümliche Art, welche sich offenbar
der P. anisianaka am nächsten anschliesst und wie auch andere Arten für eine frühere Verbindung zwischen
Sokotra und Madagaskar zu sprechen scheint. Beide Flügel oben weiss (cT) oder grauweiss (?) ; Vtlgl auf
beiden Seiten mit einem sehr grossen schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle und mit Submarginalflecken
in Ib (fehlt bisweilen beim cf), 3 (gross und 4 eckig) und in 5, 6, 8, oben auch mit einer ungefleckten
schwarzen Apicalbinde, welche an der Rippe 4 endet; Hflgl oben mit einem Submarginalfleck in 5 und 6;
unten ist die Spitze der Vflgl und die Hflgl bräunlichweiss; die Submarginalflecke der Hflgl fehlen oder
sind nur angedeutet; beim ? sind die schwarzen Zeichnungen grösser als beim cf.
Daplidice-Gruppe.
Von dieser Gruppe hat die äthiopische Reyiou niu- drei endemische Arten. Die übrigen gehören der
paläarktischen Region an und haben sich von dort nach den östlichen und nordöstlichen Teilen des Gebietes ver-
breitet. Die endemischen Arten treten nur in Süd- und Ost-Afi'ika auf und fehlen vollständig in West- und Zentral-
Afrika. Für alle Arten ist es gemeinsam, dass die Vflgl einen grossen, 4 eckigen schwarzen Fleck am Ende der
Mittelzelle und eine weiss gefleckte durch die Vereinigung der Saum- und der Submarginalflecke gebildete schwarze
Apicalbinde führen. Die Apicalbinde endet beim cf scharf an der Rippe 3, wird aber beim ? durch einen Saumfleck
an der Rippe 2 und einen Submarginalfleck im Felde Ib begleitet. i)ie Hflgl haben oben entweder nur Saumflecke
(d") oder auch eine Submarginalbinde, welche durch die Rippen mit den Saumflecken vereinigt ist, wodurch 3 — 5
grosse weisse Flecke der Grundfarbe eingeschlossen werden. Die Grundfarbe beider Flügel oben und luiten weiss.
— In Band f sind die ])aläarktischen Formen dieser Gruppe als Gattung Leucochloc abgetrennt.
daplidice. p. daplidice L. (Pars I, Bd. 1, Taf. 21 f.). Die Schlussrippe der Mittelzelle der Vflgl ist weiss und teilt
den schwarzen Fleck in zwei Teile: die Hflgl unten mit zahlreichen grossen, mehr oder weniger zusammen-
geflossenen grünen oder grünlichen Flecken und mit hellgelben oder weisslichen Rippen ; die weissen Saum-
flecke der Hflglunterseite nach innen erweitert und quer abgeschnitten, die weissen Flecke der .Mittelzelle
und des Feldes 7 klein uiul unregelmässig. Wird als in Abessinien vorkommend angeführt.
glauconome. P. glauconome Kliiij (Pars 1. Bd. 1, Taf. 20 f) weicht von der vorhergehenden Art nur dadurch ab,
dass die weissen Saumllecke der Hflglunterseite nach innen abgerundet oder zugespitzt sind und die weissen
Flecke der Mittelzelle und des Feldes 7 gross und abgerundet. Arabien, Sudan, Somaliland und Britisch
iranica. Ost -Afrika; auch auf der kleinen Insel Semba bei Sokotra. — iranica Bien. (Pars 1, Bd. 1, 20 i.) ist etwas
grösser und hat nur geringe grünliche Zeichnung am Saume und in der Mitte der Hflgl. In Arabien bei
Maskat gefunden.
Die folgenden rein äthiopischen Arten zeichnen sich von den beiden vorhergehenden dadurch aus, dass die
Schlussrippe der Mittelzelle der V^flgl schwarz ist und die Rippen der Hflglunterseite schwarz oder schwarzgrau
gesäumt sind.
hetice. P. helice L. (14 f). Die Hflgl unten in allen Feldern mit gelben Längsstrichen statt der Submar-
ginalflecke; die schwarze Begrenzung der Rippen 2 — C vor dem Saume deutlich verdickt; der Fleck am
Ende der Mittelzelle der Vflgt ist nicht mit den Submarginalflecken verbunden ; der weisse Saumfleck im
Felde 4 der Vflgl ist grösser als die Saumflecke 3 und 5, und beim cf nach innen mit der Grundfarbe ver-
einigt. Die Rp ist oben gelb, unten bläulichgrün,- die Rückenlinie hellblau, jederseits von einer grünen
Längsbinde begrenzt ; die Seitenlinie hellgelb ; der Körper mit kleinen schwarzen Wärzchen und einigen
kui'zen Haaren besetzt; Kopf bläulich mit schwarzen Pimkten. Vom Kaplande einerseits bis zum Damara-
johnstoni. lande und andererseits bis Natal und Transvaal verbreitet. — johnstoni Croiii. (15 a) weicht nur dadurch
ab, dass der weisse Saumfleck im Felde 4 der Vflgl nicht oder kaum grösser als die Flecke 3 und 5 ist;
Ausgeg. 12. XL 1910. EUGHLOE ; CALOPIERIS ; TERAGOLUS. Von Dr. C. Aürivilliüs. 49
die Spitze der Vflgl etwas schärfer, fast rechtwinkelig. Deutsch und Britisch Ost-Afrika. Die Falter flattern nach
Sjöstedt wie unsere Kohlweisshnge in den Bolmenpflanzungen der Eingeborenen vom Kilimandjaro umher.
P. distorta Btlr. hat eine Flügelspannung von nur 33—35 mm und ist also viel kleiner als h-licf^ distorta.
der Fleck am Ende der Mittelzelle der Vtlg] ist durch einen schwarzen Strich längs der Rippe 4 mit dem
Submarginalfleck des Feldes 3 verbunden, die Hflgl unten ohne gelbe Langsstriche , aber mit einer von
schwarzen Bogen oder Strichen gebildeten Submarginalhnie. Britisch Ost-Afrika und Somaliland.
Brassicae-Gruppe.
Von dieser Gruppe kommt nur eine Art in der äthiopischen Region vor. Die Vflgl haben unten zwei
grosse schwarze Submarginalflecke in 2 und 4, beim $ treten diese Flecke auch oben auf.
P. brassicoides Guer. (12 f) hat eine weisse, auf der Unterseite der Hflgl rahmgelbe Grundfarbe: brassicoides.
die Vflgl oben mit breiter, nach hinten allmähHch verschmälerter, schwarzer Saumbinde und unten im Saum-
teil mit schwarzen Rippen ; die Hflgl oben mit dreieckigem , schwarzem , durch eine feine Saumlinie ver-
bundenen Saumüecken an den Rippenenden und unten mit allen Rippen schwarz gesäumt. Nur aus Abes-
sinien bekannt.
7. Gattung: Kucliloe Hbn.
{Phijllocharis Schatz.)
Diese Gattung gehört eigentlich dem paläarktischen Gebiete an. Eine Art ist jedoch in Ost-Afrika
bis zum Somaliland verbreitet.
E. falloui AH. (? = seitzi hob.) (Bd. I, Taf. 22a). Flügel schmal, mit weisser Grundfarbe; die Vflgl faltoui.
auf beiden Seiten mit einem grossen viereckigen schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle, oben mit einer
schwarzen Saumbinde und einer ähnlichen Submarginalbinde, welche beide an der Rippe 4 enden, unten im
Spitzenteil mit 4 grünen (Juerstreifen am Vrd; Hflgl oben ungezeichnet, unten mit 6 — 7 scharf begrenzten,
lebhaft grünen Querbinden. Somaliland.
3. Unterfamilie: Teracolinae.
Die Präcostalrippe der Hflgl ist stets vorhanden und nach aussen umgebogen. Die mittlere Discocellular-
rip])e der Vflgl ist mit ihrem vordei-en Eude schief nach aussen gerichtet oder bildet mit der Rippe 6 einen rechten
Winkel. Diese Unterfamilie umfasst nur drei äthiopische Gattungen ; unter denen jedoch Teracolus durch ihre
zahlreichen und hübschen Arten eine grosse Zierde für die offenen und trockenen Gegenden Afrikas ist.
Übersicht der Gattungen.
A. Die Palpen sehr kurz und schlank gebaut, von oben nicht sichtbar; ihr Endglied rudimentär.
8. Galopieris.
B. Die Palpen von gewöhnlicher Länge, von oben deutlich sichtbar; ihr Endglied spitz ausgezogen.
a. Aus der vorderen Seite der Rippe 7 der Vflgl entspringt nur eine Rippe (die Rippe 8).
9. Teracolus.
(i. Aus der vorderen Seite der Rippe 7 der Vflgl entspringen zwei Rippen (die Rippen 8 und 9).
10. Eronia.
8. Gattung: Calopieris Auriv.
Diese ausgezeichnete Gattung wird gewöhnlich mit Teracolm vereinigt, ist aber besonders durch die
Bildung der Palpen ganz verschieden. Fblr kurz mit grosser, flacher, stumpfer Kolbe. Vflgl mit 11 Rippen;
die untere Discocellularrippe tief nach innen gebogen, die mittlere kurz, gerade und schief gestellt, die
Rippe 6 kurz gestielt. — Nur eine einzige, in den Sammlungen seltene Art.
C. eulimene Klug (16a). Weiss; Vflgl auf beiden Seiten mit grossem gerundetem schwarzem Fleck eulimene.
am Ende der Mittelzelle, oben mit dreieckigem, wurzelwärts etwas ausgerandetem , nach hinten von der
Rippe 3 begrenztem schwarzem Apicalflecke, welcher 6 rotgelbe Flecke einschliesst ; HÜgl oben nur mit
kleinen schwarzen Saumflecken an den Rippenenden, unten mit allen Rippen lebhaft orangegelb, einem
kleinen schwarzen Punkt am Zellende und schwarzen Submarginalpnnkten ; Vflgl unten mit einem breiten
roten Streifen längs dem Wurzelteil des Vrds und orangegelben Rippen des Spitzenteiles. Nubien.
9. Gattung: TeraColllS Swains.
Die Gattung Teracolus ist auch in Nord-Afrika, Palästina, Persien und Ost-Indien vertreten, hat aber
ihr Hauptzentrum in der äthiopischen Region, wo die meisten und grössten Arten voikommen. Die Arten
sind für äussere Einflüsse offenbar sehr empfindlich und haben darum sowohl Sommer- (Regenzeit-) , und
XIII 7
oO TERAGOLUS. Von Dr. C. Aurivillils.
Winter- (Trockenzeit)formen , wie auch zahlreiche geographische Formen ausgebildet. Früher wurden diese
Formen als selbständige Arten betrachtet. Dazu kommt, dass die Weibchen oft den Männchen sehr unähnlich
sind und polychromatisch sein können, und so ist es erklärhch, dass eine Unzahl von Formen benannt und
beschrieben worden sind, ohne dass es möglich ist, alle diese Formen durch stichhaltige Kennzeichen zu
unterscheiden.
Die Sommer- (Regenzeit)formen sind fast immer durch eine grössere Entwicklung der schwarzen
Zeichinmgen der Oberseite und durch die weisse oder fast weisse , nicht dunkel gesprenkelte Grundfarbe
der Htlglunterseite ausgezeichnet. Die Winter- (Trockenzeit)formen haben dagegen die schwarzen Zeich-
nungen der Oberseite schwach entwickelt, oder diese ist ganz verschwunden und sie sind besonders durch
die mehr oder weniger rötliche und schwarz gesprenkelte Unterseite der Htlgl und der Spitze der Vtlgl
leicht kenntlich. Am Ende der Jahreszeiten treten oft Übergänge zwischen den Sommer- und Winterformen auf.
Es ist ganz natürlich, dass die Sommerfoi'inen in denjenigen Gegenden, wo der Niederschlag sehr
gross und demzufolge das Klima sehr feucht ist, intensiver ausgeprägt sein müssen als dort, wo die Regen-
menge weniger gross ist. Solche Formen werden als extreme Sommerformen bezeichnet. Aus den Gegenden,
wo überhaupt keine eigentliche Trockenzeit vorkommt (z. B. Kamerun), sind nur Sommerformen bekannt,
welche also hier als Lokalrassen auftreten.
Dasselbe gilt natürlich auch von den Winterformen. In sehr trockenen Gegenden sind sie besser
als sonst entwickelt und können bisweilen fast als alleinige Form auftreten.
Bei den Männchen vieler Arten kommt an der Spitze der Vtlgloberseite ein lebhaft blau, violett,
rot oder gelb gefärbter Fleck vor, welcher als Prachttleck bezeichnet wird. Der Prachtfleck ist gewöhnlich
nach aussen , bisweilen auch nach innen , schwarz begrenzt. Im übrigen sei auf das Teil I , Bd. 1 , S. 56
Gesagte verwiesen.
Nach der Zeichnung können die Arten in mehrere Gruppen und Untergruppen verteilt werden.
Übersicht der Gruppen.
A. Die Vflgl und bisweilen auch die Hflgl oben dicht am Saume zwischen den Rippenenden mit 4 bis
8 hellen Saumtlecken, die entweder klein, strich- oder punktförmig sind, oder so ei-weitert, dass der
dunkle Saum durch sie fast in Flecke aufgelöst wird. Idmais Äst/.
* Die Vflgl des d' im Felde 1 b vor der Mitte der stark gebogenen Rippe 1 mit einem blasig erhabenen,
auf der Unterseite schwärzlichen Schuppenflecke; ihr Hrd vor der Mitte bauchig erweitert und
das Feld la darum ungewöhnlich breit. Faustus- Gruppe.
** Die Vflgl des cT ohne Blasenfleck und mit geradem oder fast geradem Hrde. A m at u s - G r u p p e.
B. Die Vflgl oben ohne Spur von hellen Saumtlecken zwischen den Rippenenden ; ihr Saum gewöhnlich
zwischen der Spitze und der Rippe 3 oder 2 schwarz, bisweilen bis zum Hinterwinkel schwarz.
Evippe- Gruppe.
Faustus-Gruppe.
Diese Gruppe umfasst nur eine einzige Art, hei der der Praehtfleck der Vflgl völlig fehlt. Die Oberseite
ist rötlichgelb oder fast lachsfarbig.
faustus. T. faustus 0/ir. (Bd. I, Taf. 23 c) kommt nur in Syrien und Persien vor. — vi Swinh. unterscheidet
^'- sich von der Hauptform durch die unten gelben Flügel und fliegt bei Aden in Süd-Arabien.
Amatus-Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind durchschnittlich klein mit breiten, stumpfen Flügeln. Die Vflgl haben ge-
wöhnlich eine Querreihe von schwarzen Discalflecken, welche inehr oder weniger mit der schwarzen Saumbinde ver-
einigt sein können.
T. amatus unterscheidet sich von allen folgenden Arten dadurch , dass der Discalfleck im Felde 3
der Vflgl ebenso nahe oder näher am Saume als der Discalfleck im Felde 2 liegt, was besonders unten, wo
die Flecke frei sind, deutlich ist; der Vrd und ein grosser Fleck am Ende der Mittelzelle der Vtlgl sind
amatus. schwarz; die Grundfarbe beider Flügel oben rotgelb bis weiss. — Die Hauptform amatus F. kommt nur in
Calais. Süd-Asien vor. — Calais Cr. (Bd. I, Taf. 23 d) zeichnet sich durch den grossen und eckigen Discalfleck im
Felde Ib der Vflgl aus; die Flügel oben beim d" mit rotgelber oder lachsfarbiger, beim 2 mit rotgelber bis
weisser Grundfarbe; beim § sind die Vflgl oft an der Wurzel rotgelb und nach aussen weiss oder weisslich;
die Unterseite ist hell grünlich. Kongogebiet, Angola, Ost-Afrika bis Nubien und Bornu, Süd-Arabien. —
carnifer. f. carnifcr Htlr. hat eine rötliche Unterseite und ist die Trockenzeitform von calais. — crowleyi E. Sharpe
crowlryi. (16 a) ist der calai.s sehr ähnlich und nur durch schmälere schwarze Saumbinde und kleinere von der Saum-
binde besser getrennte Submarginalflecke der Hflgloberseite verschieden ; das ? ist oben weiss oder hell gelb-
flavus. lieh (= ab. flavus ab. nov.) (16 a). Auf Madagaskar und an der gegenüberliegenden Ostküste Afrikas.
T. phisadia zeichnet sich durch eine sehr breite schwarze Saumbinde der Oberseite beider Flügel
aus; diese Saumbinde ist auf den Hflgln und in den Feldern i a— 2 der Vflgl ungefleckt und tritt im Felde 3
TERACOLUS. Von Dr. C. Aürivillius. 51
der Vflgl wurzelwärts hervor, weil der Discalfleck 3 viel näher der Wurzel liegt als der Discalfleck 2; die
Wurzel und der Vrd der Vtlgloberseite ist wenigstens beim (f breit verdunkelt und am Ende der Mitielzelle
liegt ein grosser, schwarzer Fleck; die Unterseite der Hflgl ist fast zeichnungsios. — phisadia Gndt. (Bd. {, phisadia.
Fig. 23 d). Grundfarbe der Vtlgl lachsfarbig bei beiden Geschlechtern, oder schwefelgelb bis weiss beim ?;
der Wurzelteil der Hflgloberseite einfarbig weiss oder bisweilen beim ? gelblich ; Flügelspannung nur 28 bis
32 mm; Wurzel der Vflgloberseite mehr oder weniger ])reit bläulichgrau; Unterseite hell grünlichgelb oder bei der
Winterform, f. arne Klug, mehr oder weniger rötlich. — rothschildi F.. Sharpi' (Ißb) ist grösser, 42 — 47 mm, arne.
und hat besser entwickelte schwarze Zeichnungen; die Grundfarbe der Vflgl bildet darum nur eine etwa rotlisdiiUli.
5 mm breite, scharf begrenzte Querbinde; der Wurzclteil der Hflgloberseite ist einfarbig weiss oder gelblich;
das ? ist dem cf ähnlich oder hat oben eine weisse (= ab. albus ab iior. 16a) oder ockergelbe (= ab. ochraceus allms.
16 b) Grundfarbe, ßritiscii Ost-Afrika. ~ ocellatus ßtlr. (16 b, c) ist der typischen phisadia sehr ähnlich, odiraceus.
unterscheidet sich aber sofort dadurch, dass der Wurzelteil der Htlgloberseite vorne lachsfarbig und hinten '"^"'"^"*-
weiss ist. Somaliland.
T. vestalis BÜr. Die Hauptform (Bd. 9, Taf. 73 c) kommt nur in Süd-Asien vor. — castalis Stgy. vestalis.
(16c) ist den weisslichen ?? der vorigen Art recht ähnlich, die rein weisse Grundfarbe der Oberseite bildet castalis.
jedoch auf den Vflgln eine viel breitere Querbinde und die schwarze Saumbinde der Htlgloberseite ist ge-
wöhnlich gefleckt; ein weisser Fleck findet sich auch auf dem Vflgl im Felde Ib; selten fehlen diese weisse
Flecke den Saumbinden, f. nigricans (16 c). Britisch Ost-Afrika und Somaliland. nigricans.
T. gaudens Btlr. (15 e). Vtlgl oben orangegelb, Hflgl oben graugelb, beide mit feinen schwarzen ^aurfc«s.
Rippen und an der Wurzel breit bläulichweiss; die Vflgl mit ziemlich grossen, fast zu einer schmalen Saum-
binde vereinigten Saumflecken und einer schwarzen Discallinie, welche jedoch schon an der Rippe 3 endet;
die Hflgl oben ohne Discallinie und nur mit sehr schmaler Saumlinie, ihre Unterseite hell gelblich mit un-
deutlichen orangegelben Flecken oder rötlich, f. arenicolens Btlr. Abyssinien und Arabien. arenicolens.
T. chrysonome Klitg (Bd. 1, Taf. 23c) ist der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber eine vollständige dirysonome.
bis zum Hrd reichende Discalquerlinie der Vflgloberseite und eine Andeutung dieser Querlinie auf den Hflgln.
Beim ? ist die Grundfarbe heller, die Wurzel nicht weiss und die Querlinie der Hflgl ganz deuthch. Die
Hflgl sind unten bei der Hauptform gelblich mit rötlichen Flecken, bei der Trockenzeitform, f. helvolus Btlr., helvolus.
aber mehr oder weniger rötlich. Deutsch Ost-Afrika bis Somaliland, Nubien, Bornu und Arabien.
T. doubledayi Hpff. (15 d) ist grösser als die beiden vorigen Arten und durch die sehr breit schwarzen doubledayi.
Rippen der Hflgloberseite, sowie durch die breitere, hell gefleckte Saumbinde beider Flügel ausgezeichnet;
die Discallinie der Hflgloberseite ist angedeutet, aber nicht so scharf hervortretend wie bei der folgenden
Art. Sierra Leone, Kongogebiet und Angola.
T. aurigineus Btlr. (15 e) steht auch den vorigen drei Arten sehr nahe, hat aber eine lebhaftere a«n^/n^us.
Grundfarbe, schäi-fere, schwarze Zeichnungen und einen kleineren, nur bis zur Mitte der Zelle ausgedehnten
weissen Wurzelfleck der Vflgl; die Rippen sind mir schmal schwarz und der schwarze Fleck am Ende der
Mittelzelle der Vflgl ist grösser und mehr gerundet; die Grundfarbe der Hflgl Unterseite ist bei der Haupt-
form hell gelblich, bei der Winterform, f. venustus Btlr. (15 e), aber rötlich. Vom Nyassaland bis ^imwenustus.
Somaliland und Äquatoria verbreitet.
T. ansorgei Marsh, weicht von aurigineus nur durch das Fehlen des weissen Wurzelfleckes der Vflgl- ansorgei.
Oberseite ab und ist wahrscheinlich nur eine Rasse davon. Deutsch Ost-Afrika.
T. vesta. Diese veränderliche Art hat tatsächlich dieselbe Grundzeichnung der Oberseite wie auri-
gineus, zeichnet sich aber dadurch aus, dass beide Flügel an der Wurzel breit weiss oder weisslich sind,
obgleich die helle Farbe bisweilen an der Wurzel mit Schwarzgrau oder Blaugrau überzogen ist. Die Discal-
querlinie der Hflgloberseite ist stets zusammenhängend und die Saumbinde ist breit. Der schwarze Fleck
am Ende der Mittelzelle der Vflgl ist gross und oben gewöhnlich mit dem dunklen Vrde verbunden. Auf
der Unterseite der Vflgl ist die Grundfarbe von der Wurzel bis zur Querbinde lebhaft orangegelb. Die
Hflgl unten mit diei rotbraunen Querbinden. — Bei rhodesinus Btlr. ist die Grundfarbe der Oberseite hell rhodcsinus.
ockergelb, fast sahnefarbig, die schwarze Discalbinde so schmal wie bei aurigineu-\ oder etwas schmäler und
die schwarzen Saumbinden kaum breiter als bei dieser Art: der Wurzelteil der Hflgloberseite ist nächst der
Discalbinde hell ockergelblich und die helle Submarginalbinde viel breiter als die schwarze Saumbinde.
Zentral-Afrika am Meru-See. — vesta lieirhe (15 e) unterscheidet sich durch viel breitere Discalbinde w\v\ vesta.
nächst derselben weisse Wurzelteile der Hflgloberseite von rhodesinus; die Wurzel beider Flügel ist oben
breit blaugrau bis schwärzlich bestäubt und die weisse Farbe der Wurzel der Vflgloberseite tritt nur in den
Feldern 1 a und 1 b auf und wird in der Spitze der Mittelzelle dusch die heü rötlichgelbe Grundfarbe ver-
drängt; die Grundfarbe der Hflglunterseite ist lebhaft gelb. Die Form wurde aus Abessinien beschrieben;
ganz ähnliche Stücke kommen abei- auch in Süd-Afrika vor. — mutans Btlr. (16 d) steht der typischen ve4a mutans.
sehr nahe und weicht nur durch etwas hellere Gi-undfarbe und bis zur Spitze weiss ausgefüllte Mittelzelle
der Vflgloberseite ab; die Grundfarbe der Hflglunterseite ist bald hellgelb, bald, f. argillaceus Btlr. (16c), argillaceus.
52 TERACOLUS. Von Dr. C. Aurivillius.
catodirysops. rötlich. Von Damaraland und Natal bis Britisch Ost-Afrika verbreitet. — catochrysops lUlr. (16 c, d) unter-
scheidet sich durch die breite schwarze Saumbinde der Hflgl und die demzufolge sehr verkleinerten hellen
Submarginalflecken sofort von den übrigen ccs/tf-Formen; die Grundfarbe der Hflglunterseite ist lebhaft gelb.
Deutsch und Britisch Ost-Afiika.
T. amelia ist vielleicht auch nur eine Rasse von vesta , unterscheidet sich aber stets durch den
kleinen, fast punktfönnigen Fleck am Ende der Mittelzelle der Vflgl und dadurch, dass die Vflgl unten von
der Wurzel bis zur Discalbiiide hell gelblichweiss und nur in der Mittelzelle lebhafter gelb, schwefelgelb,
amelia. oder orangegelb sind. — amelia Liir. zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die Discalbinde der Hflgl
weit hintc r der Mitte liegt und fast mit der Saumbinde verschmolzen ist, so dass die Submarginalflecke sehr
klein werden; die Mittelzelle der Vflgl unten orangegelb; die Rippen der Hflgl unterseits nicht verdunkelt.
hanningtoni. Senegal bis Nubien. — hanningtoni hÜr. (15 e) hat dunkle Rippen der Hflglunterseite, schwefelgelbe Wurzel
der Vflglunterseite und eine vom Saume weiter entfernte Discalbinde der Hflgl. Britisch Ost-Afrika.
protomedia. T. protomedia Kluri (16 e) ist eine sehr schöne, lebhaft schwefelgelbe Art, welche ziemHch vereinzelt
dasteht, sich al)er doch am nächsten den vorhergehenden anschliesst. Auf der Oberseite der Vflgl sind die
Rippen, ein Querfleck am Ende der Mittelzelle, eine dicke Discalbinde, welche jedoch schon an der Rippe 4
endet, und die liellgefleckte Saumbinde schwarz; die Hflgl haben oben nur eine schmale, gelbgefleckte Saum-
binde, sind aber unten durch die braungelben Rippen und zwei gelbbraune Querbinden schön geziert; das
? weicht nur durch einen dickeren Querfleck am Ende der Vflglzelle und durch einen dunklen Discalfleck
am Vrd der Hflgl ab. — Die Pp ist hell gelbbraun mit weit hervorragenden Flügelscheiden und kurzer
Kopfspitze. Deutsch und Britisch Ost-Afrika, Somaliland, Abessinien , Xubien und westlich wenigstens bis
Yola im Nigergebiet; Arabien.
Bei den nächstfolgenden 4 Arten ist die Spitze der Vflgl oben sehr breit schwarz und enthält wenigstens
beim cf 2 Querreihen von violettroten, lebhaft schillernden Flecken, welche durch die zickzackförmige , schwarze
Discalquerlinie getrennt sind. Die innere Querreihe besteht bei den 3 ersten Arten aus 4(— 5) kurzen Flecken in den
Feldern (;:!) 4— G und 8, bei zoe aber auch aus langen Flecken in 1 b— 3 und in der Spitze der Zelle.
pholoe. T. pholoe Wa/leii(/r. ist der folgenden Art sehr ähnlich und unterscheidet sich nur dadurch, dass
die Hflgl oben statt der Saumbinde nur freie dunkle Flecke haben ; das ? dem cf ganz ähnlich. Damaraland.
celimene. T. cclimene Luc. (16 e, f). Beide Flügel oben mit weisser Grundfarbe, an der Wurzel nicht oder
nur wenig verdunkelt; der Fleck an der Spitze der Vflglzelle fehlt oder ist sehr klein, punktförmig; die
Htltcl oben mit einer zusammenhängenden, hellgefleckten, schwarzen Saumbinde, unten mit 3 dunkelbraunen
Querlinien, von denen die erste gerade ist, und mit einigen gelben Längsstrichen in I b, 2 und der Zelle;
ihre Rippen wenigstens am Saume verdunkelt; die Mittelzelle der Vflgl unten mehr oder weniger gelb;
das ? hat (ob immer?) kleine gelbe Flecke im schwarzen Apicalteil dei' Vtlgloberseite und ist demnach dem
sudanicus. cf recht unähnlich. Süd-Afrika und Ost-Afrika bis Abessinien. — sudanicus Aurir. weicht nur durch die
breitere, 5 mm breite Saumbinde der Htlgloberseite und das Fehlen der ersten dunklen Querlinie der Hflgl-
Unterseite ab. Sudan.
praeclarus. T. praeclarus Btlr. steht der vorhergehenden Art sehr nahe, hat aber eine vorne sehr breite, am
Analwinkel in eine Spitze auslaufende, nach innen unregelmässig gebogene, ungefleckte Saumbinde der Hflgl
und einen grossen schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle der Vflgl; das ? ist ganz verschieden;
oben ist fast die ganze Spitzenhälfte der Vflgl schwarz mit einer Querreihe von kurzen viereckigen roten
Flecken und roten Saumpunkten, unten ist die Wurzel der Vflgl breit rot und hinter der Zellenspitze liegt
eine breite, lebhaft rote, schwarzgefleckte Querbinde, welche am Irde breiter ist; der Wurzelteil der Hflgl
auf beiden Seiten verdunkelt, gelblich. Somaliland.
20»- T. zoe Grand. (16 e) hat in beiden Geschlechtern einen scharf begrenzten blaugrauen Wurzelteil
der Vflgloberseite ; beim cf stösst dieser Wurzelteil unmittelbar an den schwarzen, rotgefleckten Spitzenteil,
beim ? tritt ein weisser Hrdfleck in 1 a, 1 b und 2 auf; die Hflgl oben weiss mit kleinen punktförmigen (cf)
oder grösseren (?) Saumflecken und beim cf am Vrde gelb, unten weiss mit einer schwarzen Discalbinde.
Diese schöne Art kommt nur auf Madagaskar vor.
Es folgen 4 kleine Arten mit weisser Grundfarbe der Oberseite beider Flügel. Die Hflgl sind ganz uube-
zeichnet oder haben oben nur kleine duidde Saumflecke an den Rippenenden und unten höchstens einige wenig
deutliche Discalflecke. Die Vflgl l>eim ? mit deutlichen Discalflecken, welche in einer Bogenreihe stehen.
venosus. T. venosus Stgr. (16 d). Beide Flügel rein weiss, oben an der Wurzel schmal schwarzgrau bestäubt;
die Vflgl oben mit feiner, an den Rippenenden etwas .verdickter dunkler Saumlinie und fein schwarzen Rippen;
das ? weicht durch eine Bogenreihe du^jkler Discalflecke der Vflgl und breiter Saumbinde derselben ab.
Britisch Ost-Afrika.
T. halimede. Die Vflgl oben an der Wurzel mit scharf begrenztem, blaugrauem Wurzelfleck, welcher
die ersten drei Viertel der Mittelzelle und die Wurzel der Felder la und Ib bedeckt, am Hrd wenigstens
beim cf mit grossem ockergelbem Fleck, beim cf ohne, beim 2 mit schwarzem Fleck am Ende der Mittel-
TERACOLUS. Von Dr. C. Aukivillius. 53
zelle. — halimede Klug (16 d). Der hell ockergelbe Hrdfleck der Vflgloberseite erreicht wenigstens die lia/imette.
Rippe 3 und kommt auch beim ? vor: Hflgl oben am Vrde ockergelb. Arabien. — acaste f\!i(f/ (16 d, e); acaste.
der hell ockergelbe Hrdfleck der Vflgloberseite erreicht beim cf nur die Rippe "2 und fehlt beim ? vöUig;
etwas kleiner als die typische Form. Deutsch Ost-Afrika, Britisch Ost-Afrika, Somaliland bis Nubien und
von dort bis Senegal.
T. pleione ist der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber keinen grauen Wurzelfleck der Vflgloberseite;
der goldgelbe oder hell orangegelbe Hrdfleck der Vflgloberseite erreicht fast die Wurzel der Mittelzelle und
bedeckt auch den Vrd und die Mittelzeile der Hflgl, fehlt aber bisweilen beim ?. — Bei pleione Klug (Bd. 1, pleione.
Taf. 23 c) bedeckt die gelbe Farbe der Vflgl beim cf auch den Wurzelteil der Felder 4 und 5; beim ? sind die
Flügel oben ganz gelb oder weiss, ab. tethys Böb. (Bd. 1, Taf. 23 c). — Die Rp lebt an Capparis droserifolia tethys.
und Cadaba glandulosa, ist jung bräunlich, später erbsengrün. Pp cremefarbig, grün gefleckt mit stark vor-
gebauschten Flügelscheiden. Arabien. Weisser Nil. — Die Trockenzeitform miriam Fldr. (chrysomelis Bflr.) miriam.
kommt unter der Hauptform vor. — heliocaustus Btb: Die gelbe Farbe der Vflgloberseite bedeckt nicht heliocaustas.
die Felder 4 und 5, sondern wird nach vorn von der Rippe 3 oder 4 begrenzt. SomaUland.
T. niveu« BÜr. (15 f). Diese eigentümliche kleine Art kommt nur auf der Insel Sokotra vor wnA niveus.
dürfte am besten in dieser Gruppe einzuordnen sein. Beide Flügel oben weiss, an der Wurzel mehr oder
weniger schwärzlicii überzogen; die Vflgl oben an den Spitzen der Rippen 4—8 mit dreieckigen schwarzen
Saumflecken, welche durch die weisse Grundfarbe mehr oder weniger breit getrennt sind, beim cf liegt ein
kleiner orangegelber Fleck unmittelbar innerhalb der Saumflecken in den Feldern 4 — 7, beim ? aber eine
Querreihe von 4 — 5 schwarzen Flecken, bisweilen kommen solche Flecke auch in den Feldern 3— la vor,
wodurch die 2 sehr an die ? von pleione erinnern ; die Vflgl beim cf ohne Punkt am Ende der Zelle, beim ?
mit einem kleinen solchen Punkt; die Hflgl oben beim cf unbezeichnet, beim ? mit 3—4 Saumflecken und
mit Andeutungen von Submarginalflecken; die Unterseite des cT weiss ohne Zeichnungen, des ? mit mehr
oder weniger deutlichen Submarginalflecken und Mittelpunkten. — candidus Btlr. ist eine Männchenform, candidus.
bei der die Saumflecke der Vflgloberseite völlig fehlen, so dass die Spitze nur einen frei liegenden orange-
gelben Fleck hat.
Die mir unbekannte, etwas rätselhafte T. aldabrensis HcjU. ist vielleicht am nächsten mii nireus aldabrensis.
verwandt. Das cf ist weiss mit einem kleinen schwarzen Fleck am Vrd kurz vor der Spitze und mit dem
Vrde der HUgl unten an der Wurzel gelb; das ? ist auch weiss, hat aber zwischen dem Vrd und der Rippe 3
oder 2 der Vflgloberseite eine breite, schwarze Saumbinde, welche 5 — 6 weisse Flecke einschliesst , unten
sind die Hflgl und die Spitze der Vflgl gelblich. Nur auf der kleinen Insel Aldabra gefunden.
Evippe-Gruppe.
Die vielen zu dieser Gruppe gehörenden Arten sind im männlichen Geschlechte fast immer durch einen grell
gefärbten Prachtfleck an der Spitze der Vflgloberseite ausgezeichnet. Nach der Beschaffenheit des Prachtfleckes
teile ich die Arten in 12 Untergruppen ein.
1. Untergruppe.
Die breite schwarze Saumbinde der Vflgloberseite erreicht bei beiden Geschlechtern den Hrd und setzt sich
längs desselben ohne Unterbrechung bis zur Wurzel fort; nur bei einigen extremen Trockenzeitformen des ? ist
sie hinten in Flecke aufgelöst und am Hrd undeutlich; beim cf ist sie am Hinterwinkel uugefleckt, beim ? aber
findet sich dort ein grosser heller Fleck der Grundfarbe. Der Prachtfleck des d' ist violettschwarz, violettbraun
oder gi-auviolett und schliesst 5 längliche ockergelbe Flecke ein. Nur eine Art.
T. eris hat oben eine weisse, oder beim ? bisweilen schwefelgelbe Grundfarbe ; die Hflgl haben oben
beim cT eine breite schwarze Vrdbinde, welche die Rippe 6, nicht aber den Saum erreicht; beim ? fehlt
diese Binde; Saumflecke fehlen' völlig oder können bei Sommerformen recht gross sein. Butler führt von
dieser Art 4 Lokalrassen auf, welche jedoch nicht oder nur durch die Sommerformen des er' unterschieden
werden können. — eris Klug (16 f) wurde aus Nubien beschrieben und ist nach Butler die Form, welche eris.
von Deutsch Ost-Afrika bis Somaliland, Abyssinien und Nubien und von dort bis zum Senegal verbreitet
ist. Beim o" fehlt der schwarze Mittelpunkt der Vflgloberseite und die Saumflecke der Hflgloberseite; der
weisse Submarginalfleck im Felde 3 der Vflgl ist sehr klein oder fehlend, die ? haben gewöhnbch grosse
Saumflecke der Hflgloberseite und weisse bis weissgelbe oder lebhaft gelbe (= f. abyssinicus Btlr.) Grund- abyssinicus.
färbe der Oberseite. — ab. teitensis nennt Miss Sharpe eine Form von Teita in Britisch Ost-Afrika, bei teitcnsis.
der der helle Submarginalfleck im Felde 3 der Vflgloberseite grösser als sonst ist. — f. fatma Fldr. ist die fatma.
Trockenzeitform des ? und dadurch ausgezeichnet, dass die dunkle Saumbinde der Vflgloberseite nur einen
dreieckigen Spitzenfleck bildet, welcher an der Rippe 4 endet und dann durch dreieckige Saumflecke an
den Rippen 3 und 2 sowie durch kleine gerundete Submarginalflecke in i b— 3 vertreten ist; der dunkle
Hrdstreifen fehlt oder ist nur angedeutet; bisweilen sind auch die Submarginalflecke 4—8 von der Saum-
binde völlig getrennt. — opalescens Btlr. (16 f) ist grösser als eris und durch den breit orangelben \yA opalescens
und die gelbe Längslinie des Feldes 1 c der Hflglunterseite ausgezeichnet ; die Saumflecke der Hflgl sind
54 TERACOLUS. Von Dr. C. Aurivillids.
punctigera. auch l)eim cf gross und deutlich; bei der kleineren Winterlorm (f. punctigera Lunz als torriila 16g) sind
die Hflgl unten rötlich ohne orangegelbe Längsstreifen und auf beiden Seiten ohne Saümflecke. Soll von
johnstoni der Delagoabai bis Xyassaland und dem Victoria Xyanza verbreitet sein. — johnstoni Btlr. ist die Form,
welche im östlichen l\ai)lande bis Xatal, Transvaal und Maniealand vorkommt; sie stimmt fast völlig mit
der Hau))tform überein, soll aber durch den auch beim cf vorkommenden kleinen schwarzen Punkt am Ende
der Vflglzelle und den grösseren, weissen Submarginalfleck im Felde 3 der Vflgl unterscliieden werden
können, was jedoch mit mir vorliegenden Stücken aus dem Kaffernlande nicht übereinstimmt; die Winter-
form des ? kommt der Form fatma ganz nahe. — Die vom Damaralande bis zur Mündung des Kongotlusse's
maimiina. verbreitete Form nennt Butler maimuna. Sie soll hauptsächlich durch den matten, rauchfarbigen Pracht-
tleck des cf und die schwach hervortretenden gelben Flecke desselben ausgezeichnet sein ; der weisse Sub-
marginaltleek des Feldes 3 der Vflgl ist immer gross und bisweilen sogar nach innen mit der Grundfarbe
vereinigt; die Hflgl oben mit oder ohne Saumflecke. Wenn man das Vaterland nicht kennt, scheinen mir
die cT kaum und die 2 gar nicht durch stichhaltige Kennzeichen von den übrigen Formen unterschieden
werden zu können. Ein näheres Studium von eri^ wird ohne Zweifel darlegen, dass es nicht möglich ist,
Lokalrassen derselben durch Kennzeichen voneinander zu unterscheiden.
2. Untergruppe.
Der Prachttleck des o"" lebhaft blauviolett oder rotviolett schillernd. Die J sind sehr veränderlich, haben
aber stets auf beiden Seiten der Vflgl eine Bogenreihe von 6 -7 schwarzen Submarginalflecken , welche auf der
Unterseite stets frei sind, oben aber oft eine breite Submarginalbinde bilden. Diese Submarpinalbinde ist gewöhn-
lich mehr oder weniger vollständig mit der schwarzen Saumt)inde vereinigt und schliesst helle Flecke der Felder
2 — 8 ein. Bisweilen sind die Submarginalflecke auch oben klein und frei, aber in einem grossen orangegelben
A])icalfleck eingeschlossen (vergl. 16 g).
eione. T. erone Angas (17 a). Der Prachtfleck des cf besteht nur aus 3—4 kurzen Flecken der Felder
4—6, 8 und ist wurzelwärts so breit schwarz begrenzt, dass die innere Begrenzung des Fleckes 4 ebenso
lang oder länger als der Fleck selbst ist. Die Grundfarbe der Oberseite bei cf und ? weiss oder bisweilen
beim ? etwas gelblich, die Unterseite der Hflgl und der Spitze der Vflgl gelblichweiss oder hellgelb; die
Kippen der Hflgl sind saumwärts fein schwarz und die Saumflecke beim cT klein oder mittelmässig ; beim 2
sehr gross und zusammenstossend; beide Flügel sind oben an der Wurzel mehr oder weniger breit mit
schwarzgrauen Schupiien bestreut. Beim ? ist die schwarze Saumbinde der Vflgloberseite grösser als beim cf
und erreicht gewöhnlich den Hinterwinkel , sie schliesst entweder 3 — 4 weisse Flecke der Felder 4 — 6, 8
oder einen grossen orangegelben Prachtfleck mit 4 schwarzen Submarginalflecken ein; am Hrde im Felde Ib
jobina. liegt ein grosser, schwarzer Discalfleck. — Die Winterform f. jobina Btlr. (16 g) ist wie gewöhnlich kleiner
und durch die rötliche und mehr oder weniger braun gesprenkelte Unterseite der Hflgl und der Spitze der
Vflgl ausgezeichnet ; die schwarzen Zeichnungen der Oberseite sind weniger ent^vickelt als bei der Sommer-
albidus. form und das 2 hat entweder einen gelbroten Prachtfleck oder nur 4 weisse Flecke (ab. albidus) in der Saum-
binde der Vflgl. eraw i.st an der Ostküste von Natal bis Zanzibar verbreitet und kommt auch in Deutsch
Südwest-Afrika vor.
T. ione. Diese Art wird von Miss Sharpe als 5 verschiedene Arten betrachtet; die sogen. Arten
gehen jedoch ohne scharfe Grenze ineinander über, so dass es oft unmöglich ist, festzustellen, unter welcher
ein Stück geführt werden soll. Für alle ist gemeinsam, dass der Prachtfleck des o" massig gross (im Felde 6
nur etwa 7 mm) und nach innen deutlich- schwarz begrenzt ist und aus 5 — 6 Flecken besteht, von denen
der unterste gewöhnlich im Felde 3 liegt und derjenige im Felde 4 nie doppelt so lang wie breit ist ; die
ionr. Ki])pen der Hflglunterseite sind nicht oder nur sehr fein schwarz. — ione Goilt. (Lucas) (=: Imperator Ill/r.)
(17 b) ist grösser als flroiie. und phhfjyas; die äussere schwarze Begrenzung des Prachtfleckes ist beim cf nur
bettoni. wenig grau bestäubt und die innere Begrenzung ist breit oder bisweilen ganz schmal (^ f. bettoni /////•).
Transvaal bis Somaliland und Abessinien , wahrscheinlich auch am Senegal. Beim ? ist der W'urzelteil der
Vflgloberseite schwarz und breit, nach aussen scharf begrenzt und gewöhnlich, wie die Figur zeigt, am
Hrde nach aussen verlängert; wie bei erone-^ enthält die breite schwarze Subapicalbinde entweder einen
/)A/?£y(7s. grossen orangegelben Prachtfleck oder 4 — 6 helle Flecke. — phlegyas Btlr. {^= buxtoni Btlr.. difficilis
K. SIxirpp) (17a) ist kleiner als die Hauptform und hat eine dicht grau bestäubte, äussere Begrenzung des
Prachtfleckes des cf , bei dem ? ist die Wurzel der Vflgl oft, aber nicht immer (vergl. Taf. 17a), weniger
jalone. dicht bestäubt. — jalone Btlr. ist die Winterform und durch die mehr oder weniger rötliche und braun ge-
strichelte Unterseite verschieden; bei dem 'i (16g als hiutoni bezeichnet) ist bisweilen fast der ganze Apical-
fleck der Vflgl orangegelb. Von Natal durch Ost-Afrika bis Abyssinien und Nubien verbreitet, auch in
aiirivillü. Deutsch Südwest-Afrika vorkommend. — ab. ? aurivillii nennt Sl:ff?:rt eine Weibchenform, bei welcher
die Färbung des roten Prachtfleckes saumwärts in rein Schwefelgelb übergeht und zwischen den schwarzen
Saumflecken den Saum erreicht. Deutsch Ost-Afrika.
bacciuls. T. bacchus lith: (17b) weicht von den vorbeigehenden dadurch ab, dass alle Rippen der Hflglunter-
seite bei beiden Geschlechtern schwarz sind, stimmt aber sonst fast völlig mit der vorhergehenden Art übereiii ;
TERACOLUS. Von Dr. G. Aurivillius. 55
die $? treten wie bei dieser in 2 Formen auf und ihre Grundfarbe ist bald weiss bald gelb. — Bei ab. ?
hydrophobus Suff, ist der rote Prachtfleck etwas grösser als gewöhnlich. Deutsch und Britisch Ost-Afrika hydrophobus.
bis zur Äquatorialprovinz. — anomalus (17 b) ist eine ganz eigentümliche Weibchenform, die jedoch wegen anoma/i«.
der schwarzen Rippen der Unterseite wahrscheinlich zu bacchus gehört. — Von dieser Art hat Lathy einen
höchst interessanten Z\vitter abgebildet, welcher links weiblich, rechts männlich gefärbt und gezeichnet ist.
T. regina hat beim er' einen nach innen schwarz begrenzten, sehr grossen Prachtfleck , welcher im
Felde 6 etwa 12 mm breit ist und im Felde 4 einen mehr als doppelt so langen wie breiten Fleck hat; die
S zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der schwarzen Saumbinde der Vflgloberseite zwei Reihen helle
Flecke haben, von denen wenigstens die inneren violettrot oder bläulich sind. — regina Trim. (15 d, 17 b, c) regina.
ist die Winterform mit schwach rötlicher, ungefleckter Unterseite der Hflgl und schmaler innerer schwarzer
Begrenzung des Prachtfleckes des o^ ; die Hflgl haben keine oder nur sehr kleine Saumflecke. Damaraland,
Transvaal und von dort bis Britisch Ost-Afrika und Äquatoria verbreitet. — Die Sommerform anax Sni. anax.
(17 c, d) ist grösser und unten rein weiss oder gelblich; der Prachtfleck des cf nach innen mit breiter
schwarzer Begrenzung; die Hflgl oben mit grossen (?) oder mittelmässigen (cf) Saumflecken und unten mit
deutlichen Discalflecken ; die Grundfarbe des ? ist normal weiss, kann aber auch gelb, ab. louisa titiff'. (17 c louisa.
als „flava" bezeichnet;, sein; die äusseren Flecke der Saumbinde der Vflgl sind gewöhnlich weiss mit oder
ohne violettrote Schuppen oder bisweilen gelb, ab. flavimacula (17 c). fiavimacula.
T. lorti E. Sharpe (17 d, 18 a). Bei dieser und den folgenden 4 Arten ist der Prachtfleck des cf lorti.
nach innen ganz ohne schwarze Begrenzung und stösst darum unmittelbar an die weisse Grundfarbe, welche
sogar zwischen den Teilen des Fleckes eindringen kann. Bei lorti ist der Prachtfleck gross, im Felde 6
wenigstens 12 mm breit und zusammenhängend; er fängt am Vrd gerade gegenüber der Spitze der Mittel-
zelle an. Beim cf sind die Rippen der Oberseite fein schwarz und die Hflgl ohne Saumflecke; das ? hat
einen gelblichweissen Prachtfleck der Vflgl , welche durch die gewöhnlichen schwarzen Submarginalflecke
geteilt und entweder einfarbig (18 a), oder mit kleinen violettroten Punkten gesprenkelt (17 d) ist; die Unter-
seite bei beiden Geschlechtern mehr oder weniger rötlich und beim ? mit Discalflecken. Somaliland.
T. hetaera Gerst. (17 e) weicht im männlichen Geschlecht von der vorhergehenden dadurch ab, dass hetaera.
der Prachtfleck am Vrde ziemhch weit hinter der Spitze der Mittelzelle anlangt, und von der folgenden
durch den wenigstens bis zur Mitte des Feldes 3 reichenden Prachtfleck. Die Hflgl des cf bei der Sommer-
form oben mit Saumflecken und unten mit Discalflecken, bei der Winterform auf beiden Seiten unbezeichnet.
Die ?? haben oben eine sehr breite schwarze Saumbinde beider Flügel: auf den Vflgln enthält sie nur eine,
oft unvollständige Reihe heller Flecke; die Grundfarbe ist weiss (= ab. foliaceus Btlr. 17e) oder schwefel- /o/wceus.
gelb (= ab. sulfureus 17 e). Deutsch und Britisch Ost-Afrika. sulfureus.
T. puniceus Btlr. (18 a, b) ist mit der vorigen Art sehr nahe verwandt und weicht im männlichen ;w«/m«.
Geschlecht nur durch den nach hinten durch die Rippe 4 begrenzten Prachtfleck und im weiblichen Geschlecht
durch die nach innen auf den Rippen lang gezackte schwarze Saumbinde der Vflgl al), welche auch hier nur
eine Fleckenreihe einschliesst; bei der Sommerform sind die schwarzen Submarginalflecke der Vflgl gross
und mit der Saumbinde völlig vereinigt, bei der Winterform, f. flavescens (18b), sind sie besser getvenni f/avescens.
oder fast frei; beim typischen ? sind die heflen Flecke der Vflglsaumbinde violettrot beschuppt, bei ab. albo- all)o-
tnaculatUS (18b) sind sie weiss. Deutsch und Britisch Ost-Afrika; im Innern bis Äquatoria. maculatus.
T. eunoma Hpff. (18 b, c). cf : Saumbinde der Vflgloberseite nur etwa 2 mm breit und die Rippe 3 eunoma.
kaum erreichend; der Prachtfleck nur aus zwei kleinen freien Flecken in den Feldern 5 und 6 gebildet:
ein schwarzer Fleck am Ende der Mittelzelle; sonst sind beide Flügel ganz ohne Zeichnungen, oben rein
weiss, unten schwach gelbhch: ? unbekannt. Portugiesisch Südost-Afrika. — flotowi Suff'. (15 d) hat Qm& flotowi.
etwas breitere, den Hinterwinkel erreichende Saumbinde der Vflgl und einen aus 4 aneinander stossenden
Flecken der Felder 5 — 8 gebildeten Prachtfleck; auf beiden Seiten ein schwarzer Punkt am Ende der Zelle;
die Flügel sonst weiss ohne deutUche Zeichnungen; ? unbekannt. Deutsch Ost -Afrika. — chromW&rus du omifems.
Eothsch. (18b, c) weicht von der vorhergehenden nur dadurch ab, dass die Saumbinde und der Prachtfleck
noch breiter sind; die Hflgl haben oft oben kleine Saumpunkte; das ? ist mehr oder weniger gelblichweiss
und zeichnet sich von allen anderen Arten dieser Untergruppe durch die ganz freien, unter sich und von
der Saumbinde breit getrennten Submarginalflecke der Vflgl aus; in den Feldern 5 und 6 findet sich ge-
wöhnlich zwischen der Saumbinde und den Submarginalflecken je ein violettroter Punkt; die Hflgl haben
grosse Saumflecke und kleine Submarginalflecke, ihre Unterseite gelb. Portugiesisch Südost-Afrika.
T. elgonensis E. Sharpe (18 d) hat eine Flügelspannung von nur 45 mm und ist also kleiner als elgonensis.
die übrigen Arten der Untergruppe; die Grundfarbe ist zart grünhchweiss (die grünhche Farbe tritt in der
Figur zu schwach iiervor) und unten sind die Spitzen der Vflgl und die Hflgl hell gelblichgrün: der Pracht-
fleck des (f besteht nur aus 3 kleinen Flecken der Felder 4—6; die Hflgl sind oben unbezeichnet, haben
aber unten eine Bogenreihe von kleinen Submarginalflecken ; das ? ist unbekannt. Britisch Ost- Afrika : Elgon-
Berg; Nandi; P'.ldoma Ravine; Ruwenzori. — glauningi A. SchuHze ist die westafrikanische Form und unter- glawüngi.
scheidet sich von der ostafrikanischen dadurch, »dass der rote Prachtfleck in Feld 5 und 6 nur noch durch
56 TERACOLUS. Von Dr. C. Aukivillils.
eine schwache Bestäubung gebildet wird, die zwei weisse Flecken in dem Apex bedeckt; dieser schwarze
Apex ist nacii liii)ten zu einei- allmälilicli verschmälerten durclilaiif'cnden Saumhinde erweitert«. Der Pracht-
Heck ist also hier in der schwarzen Saumljinde eingeschlossen. Nordwest-Kamerun im Graslande bei Bamenda.
3. Untergruppe.
Der Prathtfleck des cT tiefrot, blutrot bis scharlachrot, bisweilen schwach violett schimmernd , oder selten
ockergelb, in diesem Falle sehr gross, fast die Spitze der MitteJzelle erreichend. Unten haben die Vflgl schwarz-
braune Discalflecke in Ib, 3 — 6 und 8 und die Htlgl gewöhnlich eine fast vollständige, gebogene Querreihe von
schwärzlichen Discalflecken. Auch die 22 haben einen grossen Prachtfleck, der jedoch etwas heller als beim cf und
von schwarzen Submarginalflecken durchsetzt ist. Grundfarbe der Oberseite bei beiden Geschlechtern weiss oder
weisslich.
walken. T. walkeri Utlr. Der Prachttleck des d" ist im Felde 6 etwa 8 — 13 mm breit und bildet auch im
Felde 2 einen grösseren oder kleineren Fleck; seine äussere schwarze Begrenzung setzt sich bis zum Anal-
winkel fort, seine innere schwarze Begrenzung ist sehr breit und nach hinten so erweitert, dass sie die
Wurzel der Felder 2 und 3 völlig bedeckt. Benguela und Deutsch Südwest-Afrika.
hildebrandti. T. hildebrandti .sV(//-. (i8c). Der Prackttleck des cf ist sehr gross, matt ockergelblich und von
helleren Flecken durchzogen: die Wurzel beider Flügel oben breit schwarzgrau und nach aussen scharf
begrenzt: die Hflgl oben mit breiter schwarzer Saumbinde; die Flügel unten weiss oder weissgrau mit
Discaltlecken und schwarzen Strichen an den Rippenenden: beim ? ist die Grundfaibe der Oberseite gelb.
Umzi. Deutsch und Britisch Ost-Afrika. — lanzi Bart. (18 c) ist die Winterform und weicht durch die Reduzierung
dei' schwarzen Zeichnungen und die rötliche, fein braun liesprenkelte Unterseite der Htlgl und der Spitze
der \ tlgl ab. Die Flügel sind oben au der Wurzel nicht oder nur wenig grau beschuppt , die Saumbinde
blanca. der V'flgl ist in weit getrennte Flecke aufgelöst; das 2 hat oben eine weisse (= al). blanca N"// ' oder gelbe
Clara. (= ab. Clara Suff.) Grundfarbe. Nyassaland und Deutsch Ost-Afrika.
aniiae. T. annae Wallemjr. (18 d). Der Prachtfleck ist gross und lebhaft karminrot; die Wurzel beider Flügel
oben breit hellgiau bestäubt ; die Htlgl oben fast immer mit breiter schwarzer Saumbinde, unten weiss oder
gelblich mit langen schwarzen Striclien auf den Rippenenden, beim ? ist die Grundfarbe gewöhnlich weiss,
siilphurosus. selten schwefelgelb, ^= ab. ? sulphurosus Thnr. Vom Kaplande einerseits bis Damaraland und andererseits
wallengreni. bis Deutsch Ost-Afrika verbreitet. — wallengreni Htlr. (18 d, e) ist die Winterform, welche kleiner ist und
die Unterseite der Hflgl und die Spitze der Vilgl rötlich bat; die Wurzel der Oberseite ist gewöhnlicii nicht
oder nur wenig dunkel beschuppt und die Htlgl haben nur freie Saumtlecke; das abgebildete Pärchen bildet
in dieser Hinsicht emen Übergang zu der Sommerform und zeigt, wie die beiden Formen miteinander ver-
bunden sind.
T. eupompe kommt in Deutsch- und Britisch Ost-Afrika, Somaliland, Aquatoria, Abessinien, Xubien,
längs der Südgrenze der Sahara bis zum Senegal und in Arabien vor. Sie scheint kaum scharf von aiinae
unterschieden werden zu können, ist aber durchschnittlich etwas kleiner und hat eine andere Verbreitung. —
ps^urfacas^c. pseudacaste Btlr. (^ phaenius Btlr., miles 7)7/)-.) ist die extreme Sommerform, die durch deutliche Discal-
flecke der Uiderseite, breitere schwai'ze Begrenzung der Innenseite des Pi-achtfleckes, bedeutendere Grösse
lind grössere, bisweilen zusammenstossende Saumüecke der Hflgl ausgezeichnet ist; das ? hat oft einen
ebenso grossen und dunklen Wurzelteil der Oberseite wie das ? von (uniae; die Grundfarbe der Unterseite ist
eupompe. weiss. — eupompe A7(/r/ (Teil 1, Bd. 1, Taf. 23c) ist die gewöhnliche Sommerform und hat keine oder
undeutliche Discalflecke der Unterseite, schmälere schwarze Begrenzung des Prachtlleckes und keine oder
nur kleine Saumflecke der Hflgl ; die Unterseite ist weiss und der Wurzelteil der Oberseite nicht oder nur
dedecorus. \\&n\g verdunkelt. — dedecorus Fldr. Die Unterseite der Hflgl und der Spitze der Vflgl rötlich; die
schwarzen Zeichnungen der Oberseite noch mehr reduziert als bei (■itj)oiiij>e.
guenei. T. guenei Mab. (18 c) unterscheidet sich von den übrigen Arten der Untergruppe dadurch, dass der
Prachtfleck viel kleiner, im Felde 6 nur 5-7 mn\ breit und nach hinten von der Rippe 3 begrenzt ist;
seine äussere schwarze Begrenzung setzt sich nur bis zur Rippe 2 fort; das 2 hat deutliche Discalflecke der
Oberseite und keine innere schwarze Begrenzung des Pi-achtfleckes. Die Hauptfoi'm unten weiss mit deut-
siga. liehen Discalflecken. Madagaskar. — siga Mab. ist kleiner, etwa 35 ni, und hat eine etwas gelbliche Unter-
seite ohne Discalflecke. Madagaskar.
4. Untergruppe.
Der Prachtfleck ist bei jeder Beleuchtung deutlich rötlichgelb (gelbrot bis rotgelb). Der Prachtfleck des cf
ist gross, am Vrde wurzelwärts ausgezogen, nach innen gerade oder fast gerade abgeschnitten und erhält dadurch
gewöhnlich eine fast dreieckige Form ; er ist bei der Sommergeneration auf allen Seiten schmal schwarz gesäumt.
bei der Winterform aber gewöhnlich nach innen ganz ohne schw-arze Begrenzung; die Rip])en sind wenigstens im
inneren Teil des Prachtfleckes nicht schwarz. Die ?? haben einen deutlichen schwarzen Punkt am Ende der Miitel-
zelle der Vflgl und gewöhnlich einen breiten schwarzen Hrdsstreifen der Vflgl sowie eine winkelig gebrochene
Discalbinde und grosse (oft vereinigte) Saumflecke der Hflgl.
Au^gegchn, 2fl. X[. iniii. TERACOLUS. Von Dr. C. Aürivillius. 57
T. achine ist grösser als die folgende Art; der Prachttleck des cf ist auch grösser, etwas mehr zu-
gespitzt und an den Rippenenden tiefer eingeschnitten; der Piachtfleck des ? besteht aus zwei Fleckenreihen,
welche durch die subrnarginale schwarze Bogenbinde getrennt sind; die innere Fleckenreihe ist oft nur an-
gedeutet ; man kann wenigstens vier Zeitformen unterscheiden , die jedoch ohne Grenze ineinander über-
gehen. — gavisa WaUengr. (19 d cf, e ? als omphale bezeichnet) ist die extreme Sommerforni, welche sich gavisa.
durch kräftige Entwicklung aller schwarzen Zeichnungen und durch wenigstens nach aussen schwarze
Hippen der Unterseite auszeichnet; beim ? ist der schwarze Hrdsstreifen der Vflgl sehr breit und bedeckt
den grössten Teil der Jlittelzelle; die Discalbinde der Hflgl ist gleichfalls sehr breit und mit der Saumbinde
\ereinigt; die Grundfarbe der Unterseite ist beim cf weiss, beim ? mehr oder weniger gelbhch. — achine Cr. achine.
(19d, e) stellt die gewöhnliche Sommerform dar; beim cf ist der Prachtfleck nach innen schwarz begrenzt
und der Hrdsstreifen der Vflgl deutlich; die Saumflecke der Hflgl sind nicht selten frei und die Unterseite
ist weiss ohne schwarze Rippen; bei den ?? sind die schwarzen Zeichnungen weniger entwickelt als bei
yavisa. — antevippe Bsd. steht in der Mitte zwischen der Sommer- und der Winterform ; der Prachtfleck antevippe.
des cf ist nach innen ohne schwarze Begrenzung, der Hrdsstreifen der Vflgl fehlt gewöhnlich völlig, die
Unterseite ist jedoch weiss. — ithonus Btlr. (15 f, 19 c, d) ist die gewöhnliche Sommerform, welche so^ovi ithonus.
durch rötliche, braun gesprenkelte Unterseite ausgezeichnet ist; rf": der Prachtfleck gewöhnhch ohne innere
schwarze Begrenzung, nach aussen aber deutlich schwarz gesäumt; die Vflgl gewöhnlich ohne schwarzen
Hrdsstreifen. — lüderitzi i>nff. ist nur eine Übergangsform zu sitnplex Btlr. (löf), welche die in sehr trockenen luderitzi.
Gegenden vorkonmiende extreme Winterform ist; der Prachtfleck des cf ist nach innen und am Vrde ganz ^^"Vl^x-
ohne schwarze Begrenzung, nach aussen finden sich nur kurze Striche oder Flecke an den Rippenenden;
die Hflgl sind oben ganz unbezeichnet oder halDen nur kleine Pünktchen an den Rippenenden; die Unter-
seite ist röthch und fein gesprenkelt. — Die Art kommt UberaU auf dem Festlande Afrikas südlich von der
Sahara ausser im westafrikanischen Waldgebiete vor.
T, lais Btlr. (--= halyattes Bth\) (19 e) ist kleiner als arhine und hat beim cf eine breite innere Be- lais.
grenzung des Prachtfleckes und rötliche Unterseite; beim ? fehlt die innere Fleckenreihe des Prachtfleckes
völlig; der Hrdstreifen der Vflgl ist gewöhnlich nicht ausgebildet. Ob das kleinere abgebildete ?, wie Miss
Sharpe angibt, zu dieser Art gehört, scheint mir zweifelhaft. Vom Damaralande bis Natal verbreitet.
T. evanthe Bad. (19f). Der Prachtfleck des o" ist nach aussen breit und stumpf abgerundet und evanthe.
büdet dadurch ein Zirkelsegment, das kleiner als ein Halbkreis ist; auf der Innenseite ist er schwarz ge-
säumt mit eingemischten gelben Schuppen in der schwarzen Farbe; Hrdstreifen der Vflgl und Saumflecke
der Hflgl fehlen beim o"^ völlig. Beim ? ist der Apicalfleck der Vflgl einfarbig schwarz oder mehr oder
weniger durch rotgelbe Flecke aufgehellt; Hrdstreifen der Vflgl fehlt vöUig; Saumflecke der Hflgl aber
kommen bisweilen vor. Die Unterseite ist gewöhnlich rot angeflogen und gesprenkelt. Madagaskar.
T. evanthides Ab//. (19 f) ist viel kleiner als evanthe und in beiden Geschlechtern mit kleinen Saum- evanthides.
punkten an den Rippenenden der Hflgl und gelblicher Unterseite; der Prachtfleck des ? ist gross und schwarz
begrenzt, die Grundfarbe der Oberseite beim ? gelbhch. Insel Aldabra.
5. Untergruppe.
Der Prachtfleck ist wie in der vorigen Gruppe immer rötlichgelb ; der des cf ist bei den Sommer-
formen auf allen Seiten breit schwarz gesäumt und besteht aus kurzen, durch die schwarzen Rippen fast getrennten
Fleckchen ; bei der Winterfonn aber ist er von unregelmässiger, nicht dreieckiger Form ; er ist auf der Innenseite
in den Feldern 3 und 4 stets mehr oder weniger tief eingeschnitten und nach innen gewöhnhch deutlich, aber schmal
schwarz gesäumt, bisweilen Jedoch ganz ohne schwarze Begrenzung. Bei den ?? fehlt der schwarze Punkt am Ende
der Mittelzelle gewöhnlich vöUig oder ist \nnzig klein; nur bei evippe ung palleiie ist er deutlich, dort aber fehlt
dagegen der Prachtfleck. Wenn der Prachtfleck des ? da ist, ist er fast immer einfach (aus einer Reihe Flecke be-
stehend) und nach innen breit schwarz begrenzt.
T. evippe L. (18 e) cf. Grundfarbe oben und unten weiss; Prachtfleck mit sehr breiter schwarzer evippe.
Begi-enzung; Vflgl ohne Hrdstreifen, aber gewöhnlich mit Mittelpunkt; Hflgl mit grossen Saumflecken, aber
ohne Querbinde. ?: Apicalfleck der Vflgl gross, einfarbig schwarz oder mit Andeutung von hellen Flecken; —
ab. ocale Bsd. (18 e). Vflgl mit deutlichem Mittelpunkt und mit oder ohne Hrdstreifen; Hflgl mit Saumflecken ocale.
oder Saumbinde und oft auch mit Querbinde. Die einzige Teracofus- Art , welche im Waldgebiet West-
Afrikas einheimisch ist; sie kommt dort von Sierra Leone bis Angola vor.
T. omphale steht der vorigen Ali sehr nahe. Das cf kann gewöhnhch von dem cf von evippe durch
den breiten schwarzen Hrdstreifen der Vflgloberseite unterschieden werden; bei der Winterform kann in-
dessen dieser Streifen ganz fehlen, da ist aber die schwarze Begi-enzung des Prachtfleckes fast immer viel
schmäler als bei evippe und die Unterseite der Hflgl rötlich und braun gestrichelt. Einzelne Stücke, bei
denen die Unterseite fast weiss wie bei ev/ppe-d' und die schwarze Begrenzung des Prachtfleckes breiter ist,
sind aber kaum von evippe zu trennen und beweisen, dass omphale wahi-sehernldch nur eine Rasse von evippe
ist. — omphale God. (18 e) ist die Sommerform mit weisser Grundfai-be der Unterseite; die Vflgl haben omphale.
XIII ^ 8
58 TERAC.OI.L'S. Von Dr. C. Ai kivillils.
einen scharf begrenzten schwarzen Hrdstreit'en, welclier audi die Wurzel luui den Vrd der Hflgl bedeckt;
die Htlgl haben eine breite schwarze (hierbinde hinter der Mitte; die innere schwarze Begrenzung des
omphaloides. Prachtfleckes ist sehr breit. — omphaloides Btlr. ist eine Zwischenform, welche nur dadurch von der
Sommerforin abweicht, dass die Querljjnde der Htlgl fehlt oder reduziert und die Unterseite rötlich angeflogen
theogone. ist. — theogone l^sd. (19a) ist die Winteribrm und hat eine rötliche, braun gesprenkelte oder gewässerte
Unterseite; die schwarze Querbinde der Hflgloberseite fehlt beim cf völlig und ist beim ? viel weniger ent-
wickelt als bei der Sommerform ; der Hrdstreifen der Vflgl ist stets schmäler als bei der Soinmerform und
fehlt beim cT oft gänzlich; der Prachtfleck des cf ist grösser, seine schwarze Begrenzung aber schmäler
pyrrhopterus. als bei der Sommerform. — pyrrhopterus Btlr. scheint eine extreme Winterform zu sein; die Unterseite
der HHgl und der Spitze der Vflgl ist lebhaft rosenrot, braun gesprenkelt und gestrichelt: die Oberseite ist
ganz wie bei theogone gezeichnet. — Die Art kommt in ganz Süd -Afrika bis Angola und den südlichen
Teilen des Kongostaates, in Ost -Afrika, Abyssinien, Arabien und Senegambien vor.
T. pallene ist durchweg kleiner als die vorige Art. Beim er* fehlt die dunkle Querbinde der Hflgl-
oberseite völlig und beim ? ist sie gebogen und mit dem Saume gleichlaufend; bei den Sommerformen ist
pallene. der Mittelpunkt der Vflgl stets deutlich. — pallene Hopff'. (18f, die Unterseite gehört einem ?, nicht einem
<f an) ist die Winterforni , welche eine rötliche Unterseite hat. Der Hrdstreifen der Vflgl fehlt beim cf
\üllig und ist beim ? nur angedeutet: die Htlgl ol)en nur mit freien Saumtlecken; ? mit schwarzer Saum-
infumatus. binde der Vflgl und ohne Prachtfleck: der Prachtfleck des cf nur schmal schwarz gesäumt. — infumatus
hth: (18 f) (= wissmanni Suff.) ist die Sommerform. Sie ist wie gewöhnlich etwas grösser, oben mit besser
entwickelten schwarzen Zeichnungen und unten mit weisser bis grünlicher Grundfarbe; die Vflgl oben mit
einem beim cT mittelmässigen, beim ? sehr breiten Hrdstreifen; Saumtlecke der Hflgl zu einer Saumbinde
seinen, vereinigt. Namaqualand, Matabeleiand, Sambesi, Nyassaland. — Die mir unbekannte seiner! Strand scheint
nach der Beschreibung eine Zwischenform zwischen pallme und infumatus zu sein.
T. daira. Die Formen, die ich hier unter diesem Namen vereinige, werden gewöhnlich als drei ver-
schiedene Arten betrachtet und wurden auch von mir früher so aufgeführt. In Anbetracht der Tatsache aber,
dass es unmöglich ist, die Winterformen der drei Arten voneinander zu unterscheiden, und der wenig be-
deutenden Unterschiede der Sommerformen halte ich es nunmehr für am besten, alle Formen als eine Art zu
betrachten. Die Art ist durchweg kleiner als omplid/e. Bei den cfcf der Sommerform ist der Prachtfleck
ringsum breit schwarz umzogen, der Hrdstreifen der Vflgl ist gut entwickelt oder wenigstens durch einen
Fleck hinter der Mitte des Hrds vertreten, die Querbinde der Hflgl fehlt dagegen oder ist mit der Saum-
binde vereinigt; der Mittelpunkt der Vflgl fehlt immer; die ?? der Sommerform haben oft eine gelbe oder
gelbliche (Grundfarbe und können mit oder ohne Prachtfleck auftreten. Bei den o"cf der Winterform fehlt
die innere schwarze Begrenzung des Prachtfleckes völlig und die äussere ist gewöhnlich in Saumflecke auf-
gelöst; der Hrdstreifen der Vflgl und die Querbinde der Hflgl fehlen völlig: die Saumflecke der Hflgl sind
thruppi. klein und frei oder fehlen auch vollständig. — thruppi Btlr. (19b, c) ist die extreme Sommeifoim und
zeichnet sich durch den breiten, tiefschwarzen, scharf begrenzten Hrdstreifen der Vflgl, welcher auch die
Wur;!el der Hflgl bedeckt, sowie durch die breite Saumbinde der Hflgloberseite aus; das ? hat gewöhnlich
flavidiis. weisse, bisweilen jedoch auch gelbe (= ab. ? flavidusi Grundfarbe. Tritt nur in solchen Gegenden, z. B. in
änira. Bi'it. Ost-Afrika, wo der Niederschlag grösser ist, auf. — daira A7«(/ (19 a) ist die gewöhnliche Sommerfonn.
Der Hrdstreifen der Vflgl ist schmäler, weniger scharf begrenzt, längs der Mitte oft aufgehellt oder sogar
undeutlich und bedeckt nicht oder nur wenig die Wurzel der Hflgl; die Saumbinde der Hflgloberseite ist
gut entwickelt oder in Flecke aufgelöst; die ?? scheinen immer eine gelbe Grundfarbe zu haben, sind aber
hinsichtlich der schwarzen Zeichnungen sehr veränderhch, bald ist der Hrdstreifen der Vflgl und die Saum-
binde der Hflgl gut entwickelt, bald fehlt der vorige und ist die letztere durch freie Saumflecke vertreten,
flavus. ab. 2 flavus (19a). — In Arabien kommt eine dritte Soinmerform vor, welche der dairit sehr nahe kommt; sie ist
yerburei. yerburei Sirinh. (19c) genannt worden und ist dadurch ausgezeichnet, dass der Hrdstreifen der Vflgl fehlt
und durch einen schwarzen Fleck in 1 b hinter der Mitte ersetzt ist und dass die Saumbinde der Hflgl zum
swinhoei. giiissten Teil in Flecke aufgelöst ist; die Grundfarbe ist weiss, selten schwefelgeUi (= ab. swinhoei Btlr.. 19c) —
evagore. evagore A7«(/ (= nouna Luc., = heugiini Fldr.) (19a, b,c, 20 -a) ist die Winterform. Der Prachtfleck ist
nur wenig rötlich und stets nach innen ohne schwarze Begrenzung und die feine äussere Begrenzung ist
oft in Flecke aufgelöst; beim (f kommen sonst oben keine andere Zeichnungen oder nur kleine Saumflecke
der Hflgl vor; bei den ?? ist die Grundfarbe weiss oder rötlichweiss und die schwarzen Zeicliiuiiigen der
Oberseite fehlen oder sind sehr reduziert, der Prachtfleck ist oft durch eine schmale schwarze Submarginal-
binde geteilt. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtern rötlich oder bisweilen fast weiss. — Die Art kommt
in Brit. Ost -Afrika, Somaliland, Abyssinien, Nubien und Arabien vor. — Die Rp ist oben bleifarbig mit
dunklerer Rückenlinie und orangegelber Seitenlinie, überall fein weiss punktiert, unterhalb der Seitenlinie
findet sich auf jedem Segment eine kleine schwarze, weissgefleckte ?]rhöhung; der Kopf i.st orangegelb und
der ganze Körper mit kurzen, steifen Haaren bekleidet. Pp hell violettiot mit purpurroter Rückenlinie und
gelben Seitenhnien.
TERACÜLUS. Von Dr. C. Aukivillius. 59
6. Untergruppe.
Der Prachtfleck ist zwischen dem Vrde und der Rippe 4 ganz {<f) oder fast ganz (?) ohne innere schwarze
Begrenzung, ist aber im Felde 3 nach innen begrenzt oder hat wenigstens an oder etwas vor seinem Irde einen sehr
charakteristischen schwarzen Fleck auf der Rippe 4. Der Prachtfleck ist immer rotgelb; beim $ besteht er gewöhn-
lich aus zwei Fleckenreihen, kann aber auch ganz fehlen.
T. antigone schliesst sich der letzten Art der vorigen Untergruppe nahe an und ist wie sie sehr ver-
änderlich, .so dass sie nicht weniger als etwa zwanzig verschiedene Namen erhalten hat. — antigone Bsd. antigone.
(19h) ist die Winterform; die Unterseite der Hflgl und die Spitze der Vflgl röthch, tleischfarbig oder selten
fast weiss und mehr oder weniger braun gesprenkelt; der Hrdstreifen der Vtlgl fehlt gänzlich, ist nebelig
oder sogar gut entwickelt, ab. galathinus B(lr.; die Saumflecke der Hflgl fehlen oder sind deutlich, 'Aber galathinus.
frei. — phlegetonia Bsd. (19 h, 20 a) ist die gewöhnliche Somraerform ; die Hflgl sind unten weiss oder phlegetonia.
weissgelb, nicht gesprenkelt ; der Hrdstreifen der Vflgl ist breit und scharf begrenzt und die Saumflecke der
Hflgl sind gross, ab. xanthus Swiiik. (20a), oder sogar zu einer Saumbinde vereinigt. — emini Bth: (20a) xanthus.
ist eine extreme Sommerform mit sehr breiter Saumbinde der Hflgl und einem breiten, oft die Mittelzelle <^"""'-
ausfüllenden Hrdstreifen der Vflgl. — Die Art kommt überall auf dem Festlande südlich von der Sahara
ausser in der westafrikanischen Subregion vor.
T. metagone Hol/, ist mir unbekannt; nach der Beschreibung stimmt sie fast völlig mit phlegetonia metagone.
überein; die Hflgl haben jedoch beim cf freie dreieckige Saumflecke, welche gegen den Analwinkel kleiner
sind, und eine undeutliche graue Schattenbinde vom Irde bis zur Rippe 3. Wahrscheinlich eine mit xanthus
nahe verwandte Form von antigone. Britisch Ost -Afrika.
7. Untergruppe.
Diese Untergruppe unterscheidet sich von den vorhergehenden einzig und allein dadurch, dass der Pracht-
tteck des cf ockergelb bis lehmgelb, ohne rötliche Beimischung ist (diese Farbe ist leider in der Tafel nicht richtig
wiedergegeben worden). Die Grundfarbe der Oberseite ist weiss.
T. evenina ist die grösste Art dieser Gruppe; die d'J" haben einen mehr oder weniger vollständigen
Hrdstreifen der Vtlgloberseite; die ?$ haben einen aus zwei Fleckenreihen bestehenden orangegelben Pracht-
fleck, unterscheiden sich aber von allen anderen S? der fö;/ppe-Gruppe dadurch, dass die Vflgl oben einen
grossen schwarzen oder schwarzgrauen Wurzelfleck haben, welcher nicht wie sonst dem Hrd folgt, einen
Streifen bildend, sondern gegen die Flügelspitze gerichtet ist und demnach die Zelle bedeckt (vergl. die
Abbildung 19 f von sipi/luti-2); an der Spitze ist der Wurzelfleck gewöhnhch scharf und schief ausgerandet;
Mittelpunkt fehlt, hinter der Mitte des Hrds aber liegt ein grosser eckiger schwarzer Fleck. — sipylus Sirinh. sipyhis.
(19 f) ist die extreme Sommerform; sie ist durch bedeutendere Grösse, sehr breite innere schwarze Begren-
zung des Prachtfleckes des c/" und schwarze Saumbinde oder grosse schwarze Saumüecke der HHgloberseite
ausgezeichnet. — Die normale Sommerform ist evenina WnJleng): (19 g); die Grundfarbe ihrer Unterseite «'cn/nn.
ist weiss; der Prachtfleck des cT nach iiuien schwarz begrenzt; die Saumflecke der Hflgl sind klein oder
fehlen. — casta Gcrst. (19g) ist eine Zwischenform zwischen den Sommer- und Winterformen; der Pracht- casta.
fleck des cf hat keine innere schwarze Begrenzung, die Unterseite ist aber weiss und die Saumflecke der
Hflgl sind deutlich. — deidamioides Aurir. (15 f) ist die Winterform; der Prachtfleck des cf hat keine deidamioides.
innere und nur sehr schmale äussere Begrenzung; der Hrdstreifen der Vflgl des cf fehlt oder ist sehr kurz;
die Hflgl ohne Saumpunkfe; die Unterseite stets rötlich und mehr oder weniger gesprenkelt. — Die Art ist
vom Kaplande einerseits bis Süd-Angola, andererseits bis zum Somaliland verbreitet. — Die mir in natura
unbekannte xantholeucus Em. Sharpe aus Kavirondo ist wohl nur eine Form von evenina. xantholeucus.
T. ephyia Klug (19 g). Die Flügel oben mit weisser Grundfarbe und sehr schwachem schwefel- ^p/zy/a.
gelbem Anflug, an der Wurzel nicht oder nur sehr wenig schwarz beschuppt; das grosse schwarzgraue
Wurzelfeld der Vtlgloberseite, welches dem ? von evenina zukommt, fehlt bei den ?? von ep>hyia völhg; die
Vflgl fast immer mit kleinem schwarzem Mittelpunkte; der Prachtfleck ist auch beim ? ungeteilt, erreicht
höchstens die Rippe 3, ist nach aussen schmal, nach innen breit (Sommerform) oder schmal schwarz begrenzt.
Mit Sicherheit nur aus Nubien bekannt.
T. liagore Klug (19a) ist eine sehr seltene, nur aus Nubien bekannte Form, welche von Bvti^kr Hagere.
bald zu emrne, bald zu daira gezogen worden ist; sie scheint jedoch am nächsten mit ephgia verwandt zu
sein und könnte sogar eine extreme Trockenzeitform dieser Art sein. Die Flügel oben bis zur Wurzel rein
weiss; der Prachtfleck erreicht die Rippe 2, ist nach innen ganz ohne schwarze Begrenzung und nach
aussen nur mit sehr feinen und kurzen schwarzen Strichen an den Rippenenden versehen ; die Vflgl ohne
Mittelpunkt; die Flügel unten schneeweiss, das Spitzendrittel der Vflgl schön schwefelgelb mit fünf freien
orangegelben Flecken an seinem Irde. Das abgebildete Stück weicht durch schwarze Saumpunkte der Hflgl
und durch etwas kleineren Prachtfleck vom Typus ab.
60 TERACOLUS. Von Dr. C. AuBI^^LLIüs.
8. Untergruppe.
Der Prachtfleck des d* ist sandgelb (hell ockergelblich) und erreicht vollständig die Spitze und den Saum
oder ist nach aussen nur unregelmässig (sch\varz)grau bestäubt ohne schwarze Striche oder Punkte an den Rippen-
enden. Bei den ?? ist der Prachtfleck matt dunkelbraun mit einer Querreihe von ockergelben Flecken. Grundfarbe
beider Flügel weiss. Die Vflgl beim cf ohne, beim ? mit Mittelpunkt.
agoye. T. agoyc Wiillenf/r. (15 f) hat die Rippen der Oberseite fein aber deutlich schwarz und die innere
Begrenzung des Prachtfleckes wenig dick oder undeutlich; die Unterseite ist rein weiss oder nur schwach
bowkeri. gelbhch. Damaraland bis Transvaal. — Bei bowkeri Trim. (15 f) sind die Rippen der Oberseite nicht
schwarz imd die innere schwarze Begrenzung des Prachtfleckes sehr dick ; die Unterseite der Htlgl gelblich
zephyrus. oder rötlich. Damaraland, Namaqualand, Griqua- und Basutoland. — zephyrus Marsh, weicht von af/oi/e
nur dadurch ab, dass die Rippen nicht schwarz sind, dass der Vrd der Vflgl schmal schwarz ist und dass
die Grundfarbe der Vflgl an der Innenseite des Prachtüeckes schwefelgelb angeflogen ist. Somaliland.
9. Untergruppe.
Die Arten dieser Gruppe zeichnen sich durch die lebhaft zitrongelbe, schwefelgelbe, selten fast weisse Gnmd-
farbe beider Flügel aus; im letzteren Falle ist jedoch der Prachtfleck auf der Innenseite deutlich schwefelgelb
begrenzt. Der Prachtfleck ist gross , orangegelb , nach innen gewöhnlich ohne schwarze Begrenzung und erreicht
die Rippe 2, bisweilen sogar die Rippe 1. Bei den cfcT fehlt der Mittelpunkt der Vflgl. Die ?$ sind durch einen
grossen schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle der Vflgl und durch 1 — 5( — 6) freie aber vereinigte, schwarze
Discalflecke der Vflgl ausgezeichnet ; ihr Prachtfleck ist kleiner als beim cf und nach aussen gewöhnlich durch eine
breite schwarze Saumbinde begrenzt. Die Arten sind miteinander sehr nahe verwandt.
T. evarne. Die Vflgl mit stumpf abgerundeter Spitze; der Prachtfleck ist massig gross und erreicht
evarne. nicht die Spitze der Mittelzelle; die Htlgl oben weiss oder nur schwach gelblieh. — evarne Klug (20b) ist
die Somnierform mit unten weissen oder gelblichweissen Hflgln und einer deutlichen äusseren schwarzen
Begrenzung des Prachtttecks beim o* ; die Saumflecke der Hflgl sind immer vorhanden und beim ? sehr
citreus. gross. — Bei der Winterfonn f. citreus BÜr. (=; syrtinus Btlr.) (20 d, e) sind die Hflgl unten rötlich und
die äussere schwarze Begrenzung des Prachtflecks ist sehr schmal oder fehlt gänzlich ; die Saumpimkte der
philippsi. Hflgl fehlen. Ganz Ost-Afrika bis Xj^assaland. — philippsi Bth: (20 b, c) ist eine etwas kleinere, im Somali-
land vorkommende Rasse, bei deren Sommerform die Saumpunkte der Hflgl beim cf ganz fehlen und beim
5/?ar/7e/. ? kleiner als bei evarne sind; die Winterform sharpei (20c) ist noch kleiner, hat unten rötliche Hflgl und
eine in freie Punkte aufgelöste äussere Begrenzung des Prachtflecks.
dissociatus T. dissociatus Btlr. (20 d, e) hat wie die vorige Art einen massig grossen Prachtfleck , welcher die
Mittelzelle niclit erreicht; die Vflglspitze tritt jedoch fast so deutlich w^ie bei den folgenden Arten hervor
und die Flügelspannung ist gi-össer als bei evarne ; beide Flügel haben eine fast weisse Grundfarbe ; der
Prachtfleck des er* bei der Somnierform gewöhnlich nach innen fein, nach aussen dick schwarz begrenzt;
bei der Winterform sind die Hflgl unten rötlich und die schwarze Begrenzung des Prachtflecks ist schwach
entwickelt oder fehlt gänzlich. Von Nyassaland bis Kilimandjaro und Victoria-Nyanza.
T. auxo hat eine ziemlich stark hervortretende Vflglspitze und einen grossen die Mittelzelle erreichenden
auxo. Prachtfleck : beide Flügel mit gelber Grundfarbe. — auxo Luc. (20 c) ist die grössere Sommerform ; die
Grundfarbe ist lebhaft schwefelgelb; der Prachtfleck ist wenigstens nach aussen deutlich schwarz begrenzt
topha. und die Unterseite der Hflgl ist gelb. — topha Walleiu/r. (20 d) ist die Winterform; sie ist kleiner, hat eine
hellere Grundfarbe , einen beiderseits nicht schwarz begrenzten Prachtfleck und eine rötliche , braun ge-
sprenkelte Unterseite der Hflgl. Die Art kommt in Süd-Afrika bis Matabele-Land vor. — Rp einfarbig grün
mit einer schmalen gelben Seitenlinie der Glieder 4 — 12; lebt auf einer Capparidee. — Pp mit sehr langer
incretus. Kopfspitze; ihre Farbe wechselt von rötlichbraun bis hellgrün. — incretus Btlr. (20 e) ist die ostafrikanische
Rasse von aujn und kommt vom Nj^assaland bis Uganda vor; sie ist etwas grösser und hat einen noch
vulneratus. grösseren Prachtüeck, welcher ohne innere schwarze Begrenzung ist. — ab. vulneratus Stgr. (20 f) ist nur
eine zufällige Abänderung mit unregelmässigem Prachtfleck und orangerot gefärbter Saumbinde der Hflgl. —
panganiensis. ab. ? panganiensis Thin: weicht durch weisse Grundfarbe beider Flügel vom gewöhnhchen incretus-9 ab. •
10. Untergruppe.
Die Unterseite der Hflgl und der Spitze der Vflgl ist fein und ziemlich dicht braun oder grau quergestrichelt ;
die Hflgl unten mit einem dunklen Längsstrahle von der Wurzel durch die Mittelzelle fast bis zum Saume. Die
Spitze der Vflgl ist scharf, fast rechtwinkelig.
subfasciatiis. T. subfasciatus Suahis. (20 f). Die Flügel bei beiden Geschlechtem mit schwefelgelber Grundfarbe;
der Prachtfleck beim o"" nicht oder wenig dunkler als die Grundfarbe, beim ? orangegelb bis orangerot, nach
hinten offen oder nur durch die Rippe 4 begrenzt, nach innen aber zwischen dem Vrde und der Rippe 4
durch eine breite, tiefschwarze halbbinde begrenzt; nach aussen hat der Prachtüeck eine sehr breite schwarz-
braune Begrenzung; Vflgl mit schwarzem Mittelpunkt; Hflgl unbezeichnet. Von Süd- Angola und dem Damara-
lande bis Nj'assaland, Deutsch Ost-Afrika und Uganda verbreitet.
ERONIA. Von Dr. C. Aubivillius. 61
T. ducissa. Der Prachtfleck sehr gross, lebhaft orangerot, nach innen ohne Begrenzung, nach
aussen breit schwarz oder braun begrenzt, die Flügel oben beim cf mit gelber, beim ? mit weisser Grund-
farbe; Vflgl mit schwarzem Fleck am Ende der Mittelzelle. — ducissa Dogn. ist die Trockenzeitform und ducissa.
zeichnet sich durch die fast üeisehrote, stark ins Ockerbraune ziehende Unterseite der Hflgl und der Spitze
der Vflgl aus. — f. sulfuratus Karsch (20 f, g) hat eine matt gelblichweisse Unterseite der Hflgl und eine tief- sulfuratus.
schwarze äussere Begrenzung des Prachtflecks; im Felde 3 und 4 der Vflgl steht je ein schwarzer Discal-
punkt. Deutsch Ost-Afrika.
Zu dieser Untergruppe gehört wahrscheinlich auch der mir in der Natur unbekannte T. schuberti sdinberti.
Suff. (14 d). »Grundfarbe der Oberseite weiss; das Wurzelfeld der Vflgl in einer Ausdehnung von 10 — 1'2 mm
hefl schwefelgelb , schwach mit schwarzen Schuppen durchsetzt; der Prachtfleck ziemlich gross, im Felde 6
etwa 7 mm breit, von schillernder rosarot-violetter Farbe und leuchtend orange-ziegelrot eingefasst, welche
Färbung sich vorne bis an den Vrd erstreckt, am Saume in Zimmetbraun übergeht und bis zur Mitte des
Feldes 2 reicht; nach innen ist der Prachtfleck hell schwefelgelb mit eingestreuten schwarzen Schuppen
eingefasst; diese Färbung geht allmählich in die weisse Grundfarbe über; auf der unteren Discocellulare
steht ein schwarzer Punkt. Vflgl unten weissHch, an der Wurzel fast bis zur Mitte der Zelle hell schwefel-
gelb, an der Spitze lehmgelbrötlich mit je einem kleinen ver\nschten Submarginaltleck in 2 — 6 und 8;
Unterseite der Hflgl hell lehmfarbig rötlich mit kleinen hellbräunlichen Strichen und Spreidceln; vom Vrde
bei der Spitze der Rippe 8 geht in gerader Richtung bis nahe an Rippe 4 eine dunklere, etwa 1 mm breite
(Juerbinde.« Deutsch Ost-Afrika. Bisher ist nur ein einziges ? bekannt.
11. Untergruppe.
Die einzige Art dieser Untergruppe wurde früer als eine Eroiiia betrachtet, sie ist aber ein echter Teracoius,
welcher jedoch von allen anderen Arten dadurch abweicht, dass die untere und mittlere Discoceüularis der Vflgl
einen gleichförmigen Bogen bilden. Der schwefelgelbe Prachtfleck des cf ist sehr gross , bedeckt voUständig die
Felder 3 — 10 sowie auch die Spitze der Mittelzelle und wird nach hinten von der Rippe 3 begrenzt. Die Spitze
der Vflgl ist scharf, fast rechtwinkebg und ihr Saimi gerade.
T. lucasi Grandid. (21a). Beim d' ist die Grundfarbe beider Flügel weiss; die Hflgl sind oben un- lucasi.
bezeichnet, unten aber gelb und mehr oder weniger biaun gefleckt und gesprenkelt; die Vflgl sind oben an
der Spitze und am Aussenrde bis zur Rippe 3 schwarz gesäumt, unten haben sie einen schwarzen Fleck
am Ende der Mittetzelle und ihre Spitze ist wie die Hflgl gefärbt und gezeichnet. Bei den ?? ist die Vflgl-
spitze noch schärfer und die Grundfarbe der Oberseite bald mehr oder weniger gelblich, bald rein weiss;
die schwarze Saumbinde der Vflgloberseite ist breiter als beim o" und nach innen von 2 — 4 Submarginal-
flecken der Felder 3 — 6 begleitet, der iMittelfleck der Vflgl ist grösser als beim cf und auch oben gut ent-
wickelt: die Hflgl oben mit grossen Saumflecken und kleineren Submarginalflecken in 2 — 7; die Unterseite
ist wie beim cf gefärbt und gezeichnet. Madagaskar.
12. Untergruppe.
Die Vflgl haben oben eine breite schwarze Apicalbinde , welche etwas hinter der Mitte des Vrds beginnt
und beim cf an der Rippe 2 endet, beim ? aber den Hinterwinkel erreicht. Die Vflgl auf beiden Seiten mit schwarzem
Discalpunkt, alier ganz ohne Prachtfleck. Die Grundfarbe oben beim cf zitrongellj, beim ? weiss. Die Hflgl beim
cf oben unbezeichnet, beim ? mit breiter, schwarzer Saumbinde. Auf der Unterseite der Vflgl findet sich beim ?
eine breite schwarze Submarginalbinde, welche beim cf fehlt oder nur angedeutet ist. Die einzige hierher gehörige
Art stammt aus Madagaskar.
T. tnananhari Ward. (20 g) ist grösser und hat die Hflgl unten schwefelgelb bis ockergelb ohne mananlwri.
Längsstrahl. — ab. nothus Mab. (20 g) ist kleiner als die Hauptform und nur durch einen braunen Längs- nothus.
strahl auf der Unterseite der Hflgl verschieden. — f. flavidus Mab. ist die Winterform und zeichnet sich flavidus.
durch die gelbbraune bis rotbraune Unterseite der Hflgl und der Spitze der Vflgl aus.
10. Gattung: £ro]iia Bsd.
Von Teracoius unterscheidet sich Eronia hauptsächlich nur dadurch , dass die Rippen 8 und 9 der
Vflgl aus der Rippe 7 hinter deren Mitte entspringen und dass die Fühlerkolbe länger mid minder angeschwollen
ist. Die Arten sind durchschnittlich grösser als die 7V/v/c'o/(/s-Arten und unter sich recht verschieden. Die
äthiopischen Arten weichen auch von den indo-malayischen (Pareronia) durch Farbe und Flügelform ganz
erheblich ab. Die ? sind bei den meisten Arten von den cf recht verschieden gezeichnet. Die E7-onia-A\-ien
iiaben einen kräftigen und sehr schnellen Flug und sind darum schwer zu fangen, wenn sie nicht an
Blumen saugend angetroffen werden.
E. cleodora. Beide Flügel oben weiss mit einer breiten schwarzen Saumbinde, welche nach innen c/eodom.
unregelmässig eingeschnitten ist ; an der Spitze der Vflgl schliesst die Saumbinde zwei weisse Flecke ein :
6-2 EROXIA Von Dr. C. ArniviLLirs.
clie Vflgl sind auch unten weiss, ihre Saumbinde aber an der Spitze grau und braun und nur nach innen
rein schwarz gefärbt ; die Htlgl sind unten lebhaft gelb mit brauner, gi-au gefleckter Saumbinde und einigen
braunen Discaltleckeii . von denen einer an der Mitte des Vrds stets vorhanden ist. Die Geschlechter sind
cleodora. einander ähnlich. — cleodora Hbn. ("21 b) ist die Trockenzeitfonn : sie ist kleiner und die Saumbinde der
crxia. Htlgl ist nur 1 — 3 mm breit. — f. erxia llew- (21 b. c) hat eine 5—8 mm breite Saumbinde der Htlgl und
dilatata. eine bleichere Unterseite der Htlgl. — f dilatata lUlr. (21 e, f) ist eine grosse extreme Sommerform, bei
der die Saund)inde der Htlgl 10—12 mm breit ist. — Die Art kommt in Süd-Afrika bis Angola und in ganz
Ost-Afrika bis Abessinien vor. Die Rp wurde auf Capparis zeyheri angetroffen und ist grün mit rotgelber
Seitenlinie.
tcda. E. leda Bxd. (21 e) erinnert im männlichen Geschlecht sein- an Teracolus incirtus, ist aber grösser;
die Flügel sind beim cf oben schwefelgelb; die \ flgl haben einen grossen orangegelben Praclittleck. welcher
die .Mittelzelle erreicht und saumwärts schmal schwarzbraun umrandet ist ; die Unterseite der Htlgl und der
ausseist en Spitze der Vtlgl ist mehr oder weniger braun gefleckt; beim ? fehlt der Prachtfleck der Vflgl
und wird durch eine breitere, nach hinten in Flecke aufgelöste schwarze oder braune Saumbinde ersetzt,
cygnophila. die Grundfarbe ist entweder gelb wie beim o" oder weiss, ab. ? cygnophila Suff. (15 c). — Während der
trimeni. Trockenzeit tritt eine kleinere Form, f. trimeni Oherth., auf, bei der die dunklen Zeichnungen der Vflgl-
oberseite fast völlig fehlen und die Unterseite der Hflgl mehr braun gefleckt ist. — Vom Kaffernlande bis
Abessinien verbreitet.
pilaris. E. pharis /^.sr/. (21c) weiclit von den übrigen Arten durch die stumpferen, mehr gerundeten Vflgl
ab; beide Flügel mit weisser Grundfarbe; die Vflgl oben mit schmaler, schwarzer Apicalbinde, welche an
der Rippe 3 oder 4 endet ; Hflgl oben einfarbig ohne Zeichnungen ; Vflgl unten weiss mit einem kleinen
braunen Suba])icalfleck (cf) oder einer bräunlichen Saumbinde (?); Hflgl unten hellgelblich. l)eim cf nur mit
einem schwätzen Strich am Ende der Mittelzelle und je einem schiefen, braunen Strich in den Feldern 5
und 6. beim ? mit breiter graubrauner Saumbinde. Eine seltene, nur im grossen westafrikanischen Urwald-
gebiet vorkommende, aber von Sierra Leona bis Angola und Uganda verbreitete Art.
tlhiUissina. E. thalassina H-hI. (15c, 21 e) weicht von allen übrigen Arten dadurch ab, dass die Hflgl und die
Spitze der Vflgl unten lebhaft perlmutterglänzend sind ; die Vflgl unten ohne Zeichnungen oder nur mit
kleinen schwarzen Saumpunkten an den Rippenenden und 1—2 schwarzen Subniarginalflecken (in 3 und 5);
die Htlgl unten ohne Fleck auf der Querrippe der Mittelzelle, oft aber mit kleinen dunklen Submarginal-
punkten und gelber Wurzel des Vrds; beim d" sind die Flügel oben schön bläulichweiss , die Vflgl haben
eine breite, nach innen unregelmässig eingeschnittene schwarze Saumbinde, welche gewöhnlich den Hinter-
winkel erreicht, die Hflgl sind unbezeichnet oder haben gewöhnlich schwarze Saumtlecke an den Rippen-
vfiulana. enden; bei der Hauptform des ? sind beide Flügel oben weiss oder weisslich, bei ab. ? verulana Wnirl.
sinalata. sind die Vflgl auf beiden Seiten ockergelb bis orangegelb und die Htlgl weiss, bei ab. ? sinalata Suff'. (15 c)
sind die Vflgl weiss, die Hflgl aber ockergelb; beim ? hat die schwarze Saumbiude der Vflgl gewöhnlich
2 helle Flecke vor der Spitze. Vom Senegal bis Zambesi und Britisch ()st-.\frika verbreitet.
E. argia ist die grösste der afrikanischen Pieriden. Von der vorigen Art unterscheidet sie sich
ilurch die matte , nicht perlmutterglänzende rahnigelbe Unterseite der Hflgl und durch die Unterseite der
Vflgl , welche beim cf einen grossen , schwarzen Suba])icalfleck und beim ? eine dunkle Saumbinde hat.
Beim cf .sind die Flügel oben schwach grünlich- oder bläulichweiss, die Hflgl unbezeichnet und die Vflgl
mit einer schwarzen, nach innen an den Hippen gleichmässig gezähnten Saumbinde geziert. Beim ? ist
diese Saumbinde in den Feldern 2 und 4 tief eingeschnitten oder sogar in Flecke aufgelöst und die Hflgl
haben grosse Saumtlecke an den Rippenenden. Die ?S treten übrigens in vielen Farbenabänderungen auf. —
argia. argia /''. (21 c, d) ist die westafrikanische Rasse; die cfcf haben eine breitere, bis zur Rippe 2 zusammen-
hängende Saumbinde der Vflgloberseite und bei den ?? ist diese Saumbinde tiefschwarz, ungetleckt und
zusammenhängend ; bei dei' Hauptform des 9 sind beide Flügel oben bis zur Wurzel weiss und die Vflgl
semiflava. auch unten ohne Wurzeifleck. West-Afrika von Sierra Leona bis Angola und Uganda. — ab. ? semiflava
idotea. Aiiriv. hat oben orangegelbe Vflgl ohne Wurzelfleck und w-eisse Hflgl. — ab. 2 idotea Bifd. (21 d). Beide
poppea. Flügel oben schwefelgelb; die Vflgl ohne Wurzelfleck. — ab. ? poppea I>i»i. (21 d). Beide Flügel oben
mixta. weiss; die Vtlgl mit orangegelbem Wurzelfleck. — ab. S tnixta Aiirir. Die \'tlgl oben gelb mit orange-
virescens. gelbem Wurzeltleck; die Hflgl oben weiss. — ab. ? virescens Suff. Beide Flügel oben hell grünlichgell):
siilphurca. die Vflgl oben ohne, unten mit orangegelbem Wurzelfleck. Togo. — Bei ab. ? sulphurea Aurk. sind beide
varia. Flügel oben schwefelgelb; die Vflgl auf beiden Seiten mit orangegelbem Wurzelfleck. — varia Trim. ist die
in Süd- und Ost- Afrika vorkommende Form. Die d'd' zeichnen sich durch die etwas schmälere, höchstens
bis zur Rippe 3 zusammenhängende, oft an den Rippen 3 und 4 in Flecke aufgelöste, schwarze Saumbinde
der Vflgl aus. Bei den ?? ist diese Saum binde weissgefleckt oder sogar in Saum- und Submarginalflecke
atirora. aufgelöst. — ab. ? aurora N"//'. (15c) hat beide Flügel oben weiss; die Vflgl auf beiden Seifen mit orange-
rotem Wurzeifleck; die Submarginalflecke der Vflgloberseite fast frei oder fehlend. Xatal , Mosambik. —
mhondana. ab. ? mhondana Suff. (21 dj. Beide Flügel oben weiss; die Vflgl nur unten mit orangerotem W^urzelfleck.
hicensis.
arabica.
CATOPSILIA. Von Dr. L\. Aurivillius. 63
Deutsch Üst-Afiika. — Bei ab. ? giara >S«//'. sind die Vflgl üben weiss ohne Wurzelfleck, unten mit orange- giara.
rotem Wurzeltleck, die Hflgl oben hell ockergelb. Ost-Afrika.
E. usambara Auriv. ist dem cS" der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber eine Flügelspannung von usambaro.
nur 45 inm. Die Klügel sind oben weiss, die Hflgl ohne Zeichnungen, die Vflgl aber mit einer schwarzen
Saumbinde, welche bis zur Rippe 3 zusammenhängend ist und auf der Innenseite an den Rippen weniger
gezackt ist als bei arcfia-cf; Vflgl unten weiss und wie oben mit einer schwärzlichen Saumbinde, welche
nur am Saume selbst gelblich ist; die Hflgl sind unten rahmgelb mit einem gerundeten, bräunlichen Sub-
marginaltleck im Felde 5. Aus Usambara in Deutsch Südwest-Afrika. Das ? ist mir unbekannt.
E. buqueti unterscheidet sich von allen anderen Arten dadurch, dass die Unterseite der Hflgl und die
der Spitze der Vflgl mit feinen braunen Strichelchen gewässert ist und dass die Hflgl unten einen kleineu
braunen Ringfleck und einen weissen Strich am Ende der Mittelzelle haben. Die Unterseite erinnert da-
durch sehr an die Unterseite der Cafopsilia-Arten. Die Grundfarbe beider Flügel ist weiss, auf der Unter-
seite der Hflgl grünlich angeflogen. Die Art kommt in Süd-Afrika bis Angola, in ganz Ost-Afrika, am
Senegal, in Süd- Arabien und auf Madagaskar vor, fehlt aber im westafrikanischen Urwaldgei)iet. — Bei
buqueti Bsd. (21 e) haben die Vflgl oben eine breite schwarze Saumbinde, welche den Hinterwinkel erreicht biuimii.
und sich am Vrde bis zur Wurzel fortsetzt ; dieselbe ist beim ? breiter als beim cf ; die Hflgl sind gewöhn-
lich unbezeichnet, haben aber bisweilen besonders beim ?4— 5 dunkle Saumflecke; diebraunen Strichelclien
der Unterseite sind undeutlicli. — ab. mossambicensis Hpff'. weicht nur durch die deutlich gestrichelte mossam
Unterseite von der Hauptform ab. — f. arabica Hpff'. ist eine Trockeuzeitform, bei der die Apicalbinde der
VflgloJjerseite schmäler ist, nui- die Rippe 3 erreicht und sich nicht längs dem Vrd verlängeit; die Unter-
seite ist kräftig gestrichelt. — f. capensis Hpff'. stellt die extreme Trockenzeitform dar und weicht von nipi-nsis.
iinihicd nur dadurcli ab, dass die Apicalbinde der Vflgl völhg oder fast völlig fehlt.
4. Unterfamilie : Coliadinae.
Durch die auf Seite 30 angegel)enen Kennzeichen ist diese Unterfamilie leicht zu eikennen. Die Vflgl stets
nur mit 11 Ripi)en. Im Verhältnis zu den zahlreichen Formen anderer Weltteile ist sie in Afrika nur schlecht
vertreten.
Übersicht der Gattungen.
A. Die Hflgl mit deutlicher, wurzelwärts umgebogener Präcostalrippe. Die Rippen i) und 10 der Vflgl
frei aus dem Vrde der Mittelzelle, 7 in den Saum. 11. Catopsilia.
B. Die Hflgl ohne Präcostalrippe.
a. Die Rippen 9 und 10 der Vflgl frei aus dem Vrde der Mitfelzelie; die Rippe 7 in die Spitze oder
in den Vrd. 12. Terias.
ji. Die Rip|)e 0 der Vflgl entspiingt hinter der Spitze der Mittelzelle aus dem Stiele von 6, 7 und S.
13. Golias.
11. Gattung: Catopsilia Hhn.
Grosse Arten mit breiten Flügeln. Die Vflgl haben einen fast geraden Saum und ziemlich scharfe
Spitze. Der Saum der Hflgl ist gleichförmig abgerundet. Die cfcf der äthiopischen Arten haben alle einen
Mehlfleck im Felde 7 der Hflgloberseite und einen langen Haarpinsel auf der Unterseite der Hflgl dicht am
Hrde. Die ?? sind gewöhnlich durch Farbe und Zeichnung von den cfd" verschieden. — Die Rpn leben
gesellschaftlich auf Gassia-Arten, sind schwach spindelförmig und haben eine feinkörnige Oberfläche. Pp
mit scharfer Kopfspitze und bauchigen Flügelscheiden.
C. florella F. (Bd. 1, Tat. 23g). Das cf ist oben weiss, an der Flügelwurzel mehlig beschuppt; mn floreiin.
Ende der .Mittelzelle der Vflgl und bisweilen auch der Hflgl ein schwarzer Punkt, sonst sind die Flügel
oben unbezeichnet oder nur mit einigen kleinen dunklen Flecken an der Spitze und am Saume der Vflgl; die
Unterseife der Hflgl und die der Spitze und des Vrds der Vflgl ist grünhch und mit feinen dunklen Strichel-
chen besät. Das ? (= rufosparsa, 21 aj hat eine grünlichgelbe Grundfarbe beider Flügel; die Vflgl haben
rotbraune Flecke an der Spitze und am Saume und einen grösseren, braunen Mittelfleck, auch die Hflgl
haben gewöhnlich rotbraune Saumflecke; unten sind beide Flügel rotbraun gesprenkelt. — ab.-? hybiaea hybinea.
Us(/. hat oben hellere, weissgelbe Flügel. — Bei ab.-? aleurona Btlr. sind die Flügel oben an der Wurzel aleuronn.
und in der Mitte fast weiss, nur am Saume breit gelblich. — Bei ab.-? pyrene Bwaius. sind die Flügel oben pyrnie.
weiss und demnach dem cf fast ganz ähnlich, nur durch den dunklen Vrd und die etwas grösseren Saum-
tlecken der Vflgl verschieden. — Die Art ist überall im ganzen Gebiete häufig.
C. thauruma lieak. (21a). cf: die Flügel oben weiss, au der Wurzel breit schwefelgelb; die Vflgl thaanima.
mit einem schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle; Unterseite schwach rötlichweiss. Beim ? sind beide
Flügel oben im Wurzelteil gelblichweiss, am Saume breit heflockergelblich ; die Vflgl mit grossem ilittel-
64
TERIAS. Von Dr. (':. Aiiuvii,mis.
fleck , J'ieieii rutbraunen .Subniar^inaltlecken und Saunitlecken ;
tlecken. .Ma(las:askar.
Unterseite oiangegelh mit braunen Mittel-
f^randidieri. C. grandidieri Mab. ist der vorigen Art sehr ähnlich und wahrscheinlich nur die Regenzeitform
derselben. Das cf weicht nur dadurch ab, dass der Fleck am Ende der Mittelzelle der Vflgl fehlt oder sehr
klein ist. Das ? hat weisse Grundfarbe, eine bis zum Hinterwinkel zusammenhängende schwarze Saumbinde
der \tlgl, schwarzen Vrd der Vtlgl, freie schwarze Submarginaltlecke beider Flügel, sowie dunkle Saum-
flecke der Hflgl. Madagaskar.
12. Gattung: Terias Swains.
Die Terias-Arten sind kleine, lebhaft gelbe bis fast weisse Pieriden, welche in allen tropischen und
subtropischen Gegenden häufig auftreten. Wie die Teraco/iis-AAen sind sie für klimatische Verhältnisse
sehr empfindlich und bilden ausgeprägte Jahreszeitformen. Bei den Sommerformen sind die dunklen Zeich-
nungen der Oberseite besser entwickelt, die Unterseite aber ist gelb oder weiss und fast zeichnungslos. Die
Winterfornien haben dagegen wenigei' entwickelte dunkle Zeichnungen der Oberseite und eine schwarz odei-
braun gefleckte, oft rötliche Unterseite; sogar die Flügelfransen werden oft rötlich.
Die äthiopische Region beherbergt nur wenige Arten, die jedoch durch ihre grosse Individuenzahl
und ihre lebhafte Färbung zu den auffallendsten Pieriden gehören. Sie werden durch Arten der Lycaeniden-
Gattungen 'J'ffriomima und Liptena nacligeahnit. Der Saum der Hflgl ist bei den afrikanischen Arten gleich-
förmig gebogen oder zwischen den Rippen 3 und 4 nur sehr schwach geeckt. Die Rippen G und 7 der
Hflgl entspiingen aus demselben Punkte oder nur sehr kurz getrennt. Die Geschlechter unterscheiden sich
gewöhnlicii dadurch, dass die Grundfarbe der ?2 heller, mehr weisslich ist. — Die Rpn sind walzenförmig
und sehr kurz und fein behaart. Die Pp ist langgestreckt, an beiden Enden zugespitzt und hat stark
bauchig hervorragende Flügelscheiden. Weiteres über die Gattung vgl. Bd. 1, S. 58, Taf. 23; Bd. 5, S. 80,
!()(), Taf. -24; Bd. 9, S. Iß5, Taf. 73.
Die afrikanischen Ai-ten gehören zwei Gruppen an, welche jedoch mii' im männlichen Geschlecht
scharf unterschieden werden können.
Hecabe-Gruppe.
Beim cf ist die Mediane der Vflgl an ihrer Wurzel bis zur Rippe 2 beiderseits von einem schmalen Striche
besonderer Schuppen begleitet. Diese Striche treten, wenn man die Flügel gegen das Licht hält, dunkel hervor.
Die Vffgl oben mit einer vollständigen, den Hinterwinkel erreichenden, zusammenhängenden, schwarzen Saunibinde,
welche nach innen wenigstens an den Rippen 4 oder 5 zahnförmig vorspringt.
brenda. T. brcnda Dhl.-Heir. (•22 c). Die schwarze Saumbinde der Vflgloberseite tritt an der Rippe 4 am
weitesten nach innen vor, ist zwischen den Rippen 2 und 4 tief ausgeschnitten und tritt an der Rippe 2
gewöhnlich weder scharf nach innen hervor. Die Flügel beim cf schwefelgelb , beim ? weissgelb bis fast
weiss, die Hflgl oben mit Saumpunkten, welche bisweilen zu einer schmalen Saumbinde vereinigt sind, die
macnlata. Unterseite zeichnungslos oder nur mit undeutlichen grauen Flecken der Hflgl. — maculata (22 c) ist die
Winterform und zeichnet sich durch einen grossen braunen Spitzenfleck der Vflglunterseite und durch deutliche
Zeichnungen der Hflglunterseite aus. — Diese Art ist die grösste der äfliiopischen Arten, hat eine Flügelspannung
von 4(t— ijO mm und kommt im ganzen westafrikanischen Waldgebiet bis Uganda und in portugiesisch Ost-
afrika vor.
senegalensis. T. senegalensis Bsfl. (22 c) hat die Saumbinde der Vflgl ganz wie bei der vorigen Art gebildet, ist
aber kleiner, 27— 4ümm, und hat beim cf eine dunklere, goldgelbe oder ockergelbliche, beim ? eine «liell-
gelbe oder weissliche Grundfarbe ; die Flügel sind unten mehr oder weniger zeichnungslos. — Bei der Winter-
bisinuata. form, bisinuata mir. (22 d). haben die Vflgl unten einen dunkelbraunen Subapicalfleck und die Hflgl deutliche
braune Flecken. Diese Art ist kaum von der asiatischen T. hecube verschieden und kommt in der ganzen
aiijiiana. äthiopischen Region häufig vor. — anjuana Btlr. kommt auf der Comoren- Insel Johanna vor, hat eine
geli)e Grundfarbe und soll nach Butler der folgenden Art ähnlich sein, aber eine breitere Saumbinde der
\'flgl haben unil kleiner sein.
floricota. T. floricola B^d. (22 d). Die schwarze Saumbinde der Vflgloberseite tritt an der Rippe 5 oder an
der Falte zwischen den Rippen 4 und 5 am weitesten, aber gewöhnlich nur stumpf und schwach nach innen
hervor und ist dann zwischen der Rippe 4 und dem Hinterwinkel ganz schmal und gleich breit , oft ganz
ohne Spur von Zacken; die Grundfarbe beim o" lebhaft gelb, beim ? heller: die Unterseite fast ohne Zeichnungen,
ceies. die Hflgl oben mit kleinen Saumpunkten oder selten mit schmaler Saumbinde. — Die Winterf'orm. ceres Blh:
(22 dl, hat oben eine hellere Grundfarbe und auf der Unterseite der Vflgl einen braunen Subapicalfleck und
auf den Hflgln deutliche braune Flecken.
Brigitte -Gruppe.
Die Vflgl beim cf ohne Schuppenstriche an der Wurzel der Mediana. Die Sauiubinde der Vflgl ist entweder
unvuUständig und erreicht nicht den Hinterwinkel, oder, wenn vollständig, auf der Innenseite- gleichförmig gebogen,
ohne Einschnitte.
Ausgegebm 31. XII. 1910. COLIAS. Von Dr. C. AuRlVILLIUS. 65
T. hapale Mab. (22 d) hat eine kurze Saunibinde der Vflgl, welche h(iclistens die Rippe 2, gewöhnlich hapalc.
nur die Rippe 3 erreicht, aber an der Rippe 4 weit nach innen hervortritt; die Grundfarbe beider Flügel
ist gelblichweiss oder reinweiss (?i und die Unterseite ist melir oder weniger braun gefleckt. Eine recht
seltene aber sowohl in West- wie in Ost-Afrika und auf Madagaskar vorkommende Art.
T. desjardinsi unterscheidet sich von dei- vorigen Art durch die gelbe Grundfarbe und von allen
übrigen afrikanischen Arten dadurch, d;iss dei' Saum der Htlgl an der Ri]jpe 3 oder zwischen der 3. und 4.
schwach geeckt ist; die Flügel besonders die Vflgl sind Ijreiter und mehr abgerundet als bei den folgenden
Arten. Die Grundfarbe der Flügel ist lieim <f lebhaft gelb, lieim ? heiler gelb. — desjardinsi I'sil. (22 e) desjardinsi.
ist die normale Sommerforni : die sciiwarze Saumbinde der Überseite ist auf den Vflgln etwa 3 mm breit
und am Hrd bis zur Wurzel schmal fortgesetzt , auf den Htlgln ist sie nur 1 mm breit oder in Flecke auf-
gelöst; die Unterseite des Vflgl ist le])haft gelb ohne Flecken und diejenige iler Hflgl nur mit den gewöhn-
lichen dunkelgrauen Zeichnungen geziert. — regularis Btlr. (22 e) ist eine extreme Sommerform, welche '■^^"'ö'''^-
auf der Unterseite mit desjardinsi übereinstimmt, sich aber dadurch unterscheidet, dass die Saumbinde der
Überseite viel breiter (auf den Vflgln 5-6 mm, auf den Hflgln 2— 3 mm breit) ist. — marshalli Bt/r. (22 e) marshalli.
ist die Winterform : die Vflgl sind unten an der Spitze und bisweilen auch am Saume mehr oder weniger
breit rostbraun oder rötlich gefär])t und haben gewöhnlich auch einen braunen Subai)icalfleck ; die Flecken
der Hflglunterseite sind auch mehr oder weniger rötlich; die Saumbinden der Überseite gewöhnlich, so wie
bei deyardinsi ausgebildet. . — ab. aliena Hllr. ist eine Aberration der Winterform, bei der die Saumbinde aliena.
der Vflgloberseite auf eine kurze, die Rippe 3 kaum erreichenden, nur 1 — 2 mm breite rötlichbraune Apical-
binde reduziert ist; die Hflgl sind ganz zeichnungslos. — mandarinula Hall. (22 e) ist eine extreme Winter- mandannula.
form, bei der die Saumbinde der Vflgl in kleine Flecken oder Punkte aufgelöst ist; das abgebildete Stück
stellt eine Zwischenform dar, indem die Saumflecke gross und zusammenstossend sind. — Bei punctinotata punctmotata.
Bt/r. (22 e) ist die Grundfarbe sehr hell, schwefelgelb und die Saumbinden nur durch winzige Punkte an
den Rippenenden vertreten. — Ausser in Araliien kommt diese Art fast überall in der äthiopischen Region vor.
T. eximia Thm: (22 b, c). Der Saum der Hflgl gleichförmig gebogen. Diese mir in Natur unbe- eximia.
kannte Art wurde nach einem einzigen ? beschrieben. Oberseite rein schwefelgelb mit rötlichen Fransen;
die schwarze .Apicalbinde der Vflgl beginnt am Vrde etwa '/s vor der Spitze und zieht ziemlich scharf be-
grenzt in einem Bogen nach aussen, wo sie auf Rippe 2 spitz endigt; auf der Unterseite sind der Vrd und
der Saum der Vflgl ziemlich breit und die ganzen Hflgl zart rotbräunlich. Deutsch Ost-Afrika.
T. brigitta hat einen gleichförmig gebogenen Saum der Hflgl. Die schwarze Saumbinde der Vflgl-
oberseite ist stets an der Spitze 5 — 7 nmi breit, setzt sich beim cf am Vrde bis zur Wurzel und am Saum
bis zum Hinterwinkel fort, ist aber beim ? am Hinterwinkel mehr oder weniger unterbrochen und erreicht
am Vrde nicht immer die Wurzel. — brigitta Cr. (22f) ist durch die rötlichen Fransen und die rötliche'"''^'"''-
Unterseite der Vflgl und des Saumes des Vrds der Vflgl leicht kenntlich; die Oberseite des ? ist nicht oder
nur wenig mit schwarzen Schuppen bestreut. — f. zoe Hnpff. (22 f) hat eine schwefelgelbe Unterseite und ■^<'^-
die Fransen nie rötlich; die Oberseite des ? ist oft ziemlich dicht mit schwarzen Schuppen bestreut. Ganz
Afrika südlich von der Sahara; Madagaskar und Aldabra. — pulchella Bsd. (22f) kommt nur auf IMadagaskar /'«/"'"'/'"•
und Mauritius vor und weicht nur dadurch ab, dass die schwarze Saumbinde der Hflgloberseite breiter ist,
an der Spitze 3,5—4 mm breit und die Grundfai'be der Überseite etwas dunkler, jedoch nicht so rötlich wie
in der Abbildung.
13. Gattung: Coliat^ F.
Die Arten der Gattung Colins sind in den Gebirgsgegenden von Europa, Asien und Nord-Amerika
durch zahlreiche, oft sehr schöne Alten \ertreten ; eine Art geht von allen Tagfaltern am weitesten gegen
den Norden und andere haben sich längs der Kordilleren bis zur Südspitze Amerikas verbreitet. Auch in
den Gebirgsgegenden Afrikas kommen CW/rts -Arten vor; eine Art ist sogar bis zum südhchsten Teil Afrikas
vorgedrungen ; auf Madagaskar und allen übrigen Inseln scheinen sie jedoch ganz zu fehlen. Die afrika-
nischen Arten stimmen so nahe mit den europäischen überein, dass eine nähere Beschreibung der Gattung
überflüssig ist: vgl. hierüber Bd. 1, S. 62, Taf. 25-27: Bd. 5, S. 90, Taf. 27; Bd. 9, S. 164, Taf. 72.
C. hyale L. (Bd. 1, Taf. 25g). Diese europäische Art kommt als eine Form, welche der Form Avo/f.
sarepten^is S/yr. sehr ähnlich ist, in Abyssinien vor. Die Grundfarbe der Oberseite ist lebhaft zitrongelb;
die breite, auf der Innenseite an der Rippe 4 fast rechtwinkelig eingeschnittene schwarze Saumbinde der
Vflgl schliesst grosse gelbe Flecke ein und die Saumbinde der Hflgl ist massig breit oder in Flecke aufge-
löst; der Mittelüeck der Vflgl ist etwas kleiner als bei der europäischen Hauptform und die Unterseite ist
lebhaft gelb, etwas dunkler als die Oberseite. — marnoana Boc/. aus dem Sudan soll durch das Fehlen des mamoana.
orangegelben Mittelflecks der Hflgl und durch einen kleineren langgestreckten Mittelfleck der Vflgl von der
Hauptform abweichen.
C. electo L. (22 f) ist der europäischen crocens Gcoff'r. sehr ähnlich und wohl nur als eine Rasseelecto.
desselben zu betrachten. Sie ist kleiner, hat eine lebhaftere, violettrot schillernde, rotgelbe Grundfarbe der
XIII ^
66
Urbeschreibungs-Nachweis der äthiopischen Pieriden.
Oberseite und eine grünere Unterseite; l)eini ? ist der Wurzelteil der Vflgloberseite breiter schwärzHch. —
aurivillius. ab.-? aurivillius Krj. (22 f) hat weisse Grundfarbe lieider Flüii;el. Die typische Form lioiunit nur in Süd-
Afriiia vor. .Stücke aus Kamerun und Ost-Afrika sind grösser und kaum von croceiis Gioff'. zu unterscheiden.
Solche sind auf Taf. 22 g abgebildet aber irrigerweise als hecate bezeichnet. — Die Kp lebt auch in Süd-
Afrika an Klee -Arten und anderen Leguminosen; sie ist feinhaarig, ijelblichiirüii und dicld mit schwarzen
Punkten bestreut; die KUckeniinie ist dunkler grün und die .Seitenlinie weiss oder gelblichweiss, oberlialb
der Seitenhnie ist die Grundfarbe dunkler grün. Pp hellgrün, halbdurchsiclitig ; die Kopfspitze ist stumpf;
die Rückenhnie ist dunkler grün; Kopf und Flügelscheiden mit schwarzen Zeichnungen; die Seitenlinie des
Hlbs griinlichweiss.
hecate. C. hecate Stn-ck. kenne ich nur durch die Beschreibung und Originalfiguren. Sie ist offenbar mit
elecio verwandt, ist aber grösser und hat beim cf eine sehr hell orangegelbe, am Vrde der Hfli,d zitrongelbe
Grundfarbe der Oberseite, die schwarze Saumbinde der \'tlgl ungedeckt und fast wie bei drclo gebildet;
der Mittelfleck massig gross; die Hflgl mit massig breiter Saumbinde und einem doppelten hell orangegelben
Mitteltleck; die Unterseite ist zitrongelb, die Vf]<rl mit schwärzlichen, die Hflgl mit Ijraunen kleinen Sub-
marginaltlecken ; der Mitteltleck der Hflgl auch unten doppelt, silberweiss mit braunem Ringe. Das ? hat
oben eine zitrongelbe oder weisse Grundfarbe; bei der zitrongelben Form sind die Vflgl an der Mitte des
Hrds schwach orangegelb angeflogen: die Saumbinde der Yih^l mit den gewöhnlichen hellen Flecken, sonst
kaum vom cT verschieden. Die Fransen und der Vrd der Hflgl bei beiden Geschlechtern rot. Bei der
weissen ??-Form ist die Wurzel der Vflgloberseite breit schwärzlich. Die Art ist nach Stücken von Oviin-
Bunda im Kongogebiet beschrieben.
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den äthiopischen Pieriden aufgeführten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
abti Pieris Suff. Iris 17, p. 77.
abyssinica Pieris Lucas. \ie\. Zool. (2) 4, p. 328.
abyssinicus Terac. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 486.
acaste Terac. Klug. Synib. Pliys., t. 7. *
achine Terac. Cr. Pap. Exot. 4, p. 94. *
aequimargo Mvlotlir. Thiirau, Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 141.
affinis Pieris Mab. RiiU. Soc. Pliilomat. (7) 3, p. 138.
agathina Mylothr. Cr. Pap. Exot. 3, p. 76. *
agoye Terac. Wallengr. Kliop. Caffr., p. 15.
agrippina Pieris Fldr. Xovara, Lep. 2, p. 173.
agrippinides Pieris Holt. Proc. U. S. Nat. Mns. 18. p. 758.
alarmi Pieris Suff, his 17, p. 81.
alba Pieris Wallengr. Rhop. Caffr., p. 10.
alba Terac. Atirii'. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 51. *
albida .Appias Mab. Hist. Mad. Lep. 1, p. 261.
albidus Terac. Aiiriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 54.
albomaculatus Terac. Aiiriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 55. *
alcesta Lept. Cr. Pap. Exot. 4, p. 175. *
aldabrensis Terac. Holl. Proc. U. S. Nat. Mus. 18, p. 269. *
aleurona Calops. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 489.
aliena Terias Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 5, p. 337.
amatus Terac. F. Ent. Syst 3 : 1, p. 202.
amelia Terac. Lucas. Rev. Mag. Zool. (2) 4, p. 427.
anali Pieris Suff. Iris 17, p. 83.
analis ^lylothr. Auriv. Arkiv f. Zool. 3 : 19, p. 4. *
anax Terac. Smith. Ami. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 125.
anjuana Terias Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 3, p. 189.
annae Terac. Wallengr. Rhop. Caffr., p. 16.
anomala Pieris Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1881, p. 178. *
anomalus Terac. Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 55. *
ansorgei Terac. Marsh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1897, p. 13.
antevippe Terac. Bsd Spec. Gen. Lep. 1, p. 572.
antigone Terac. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 572.
antsianaka Pieris Ward. Ent. Mon. Mag. 7, p. .30.
arabica Eron. Hopff. Peters Reise Mossamb. Ins., p. 363.
arenicolens Terac. Btlr. Ent. Mon. Mag. 21, p. 81.
argia Eron. F. Syst. Ent., p. 470.
argillaceus Terac. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 19, p. 459.
arne Terac. Klug. Svnib. Phys., t. 7. *
asphodelus Mvlothr. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1887, p. 572.
astarte Pieris Btlr. Proc. Zool. Soc I-ond. 1899, p. 971. *
auriginea Pieris Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1886, p. 374.
aurigineus Terac. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 12, p. 103.
aurivillii Terac. Suff. Iris 17, )). 85.
aurivillius Colias Kejerst. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 32, p. 457.
aurora Eron. Suff. Iris 17, p. 87.
auxo Terac. Lucas. Rev. Mag. Zool. (2) 4, p. 422.
bacchus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 73.
bachi Appias Suff. Iris 17, p. 74.
balangensis Pieris Rebel & Rogenh. In Baumaiin Masai-
I.and, p. 326.
basalis Mvlothr. Auiiv. Arkiv f. Zool. 3 : 19, p. 5.
bernice Jivlothr. Hew. Exot. Butt. Pieris, t. 8. *
bettoni Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1898, p. 409.
bisinuata Terias Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 485.
blanca Terac. Suff. Iris 17, p. 129.
boguensis Pieris FIdr. Novara, Lep. 2, p. 173.
bowkeri Terac. Trim Trans. Ent Soc. Lond. 1883, p. 358.
brassicoides Pieris Quer. Lef. Voyag. .Abyss. 6, p. 365. *
brenda Terias Dbl. & Hew. Gen. Diurn. Lep., p. 79. *
brigitta Terias Cr. Pap. Exot. 4, p. 82. *
buqueti Eron. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 607.
caeca Pieris Cannav. Bull. Soc. Ent. Ital. 32, p. 293.
caere Pieris Fldr. Ann Mus. Wien 4, p. 550.
Calais Terac. Cr. Pap. Exot. 1, p. 84. *
callianira Herp. Mab. Bull. Mus. Paris 1899, p. 373.
calypso Pieris Drury. 111. Exot. Ins-. 2, p. 30. '
candidus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1K81, p. 178.
capensis Eron. Hopff. Peters Reise Mossamb. Ins., p. 363.
capricornus Pieris Ward. Ent. Mon. Mag. 8, p. 54.
carnifer Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 138. *
casp! Mylothr. Suff. Iris 17, p. 72.
casta Terac. Gerst. Archiv f. Naturg. 37 : 1, p. 357.
castalis T-rac. Stgr. Exot. Schm. 1, ji. 43. *
catachrysops Terac Btlr. .Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 178.
cebron Pieris Ward. Ent. Mon. Mag. 8, p. 59.
celimene Terac. Lucas. Rev. Mag. Zool. (2) 4, p. 426.
cepheus Pseudap. Ehrm. Journ. N. York Ent. Soc. II. p. 77.
ceres Terias Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5), 17, p. 218. '
charina Pieris Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 525.
chloris Mylothr. /•: Syst. Ent., p. 473.
chromiferus Terac. Rothsdi. Nov. Zool. 1, p. 538.
chrysonome Terac. Klug. Svmb. Phvs., t. 7. *
citreus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 162.
citrina Mvlothr. Auriv. Ent. Tidskr. 19. p. 182.
Clara Terac Suff. Iris 17, p. 129. •
clarissa .Mylothr. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 18«8, p. 70.
cleodora Eron. I Ibn. Samml. Exot. Schm. 2, t. 130. *
Urbeschreibungs-Nachweis der äthiopischen Pieriden.
67
concolor Fieiis Aurrv. Rhop. Aetliiop., p. 410.
confusa Appias Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 55.
continentalis Pieris Heyn. Ent. Zeitschr. 18, p. 57. *
continua Mylothr. Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 33.
contracta Appias Btlr. Proc. Zool. Soc. Loiid. 1888, p. 75.
crawshayi .Mylothr. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 124. *
crawshayi Pieris Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1893, p. 665.
creona Pieris Cr. Pap. Exot. 1, p. 148. *
crocea Mylothr. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895, p. 734. »
croceus Colias Geoffr. In Fourcr Ent. Paris 2, p. 250.
crowleyi Terac. E. Sharpe. Monogr. Ent. 1, p. 8. *
cygnophila Eron. Suff. Iris 17, p. 85.
dagera Pieris Suff. Iris 17, p. 82.
daira Terac. Klug. Svmb. Phvs., t. 8. *
daplidice Pieris L. Syst. Nat." Ed. 10, p. 468.
decora Mylothr. Thurau. Berl. Ent. Zeitschr. 48, ]>. 141.
dedecora Terac. Fldr. Novara, Lep., p. 184.
deidamioides Terac. Auriv. Öfvers. Vet. Akad. Förhl. 36 : 7,
p. 45.
dentatus Mvlothr. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 124. *
dentigera Pieris Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888. p. 78.
desjardinsi Terias Bsd. Faune Mad., p. 22. *
dilatata Eron. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 199.
dimidiata Mvlothr. Auriv. Ent. Tidskr. 19, p. 182.
dissociatus terac. Btlr. Ann. Mag. Xat. Hist (6) 20, p. 453.
distorta Pieris Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 774. *
dixeyi Pieris Neave. Nov. Zool. 11, p. 341. *
dopero Apiiias Suff. Iris 17, p. 76.
doubledayi Pieris Wallengr. Rhop. Catfr., p. 8.
doubledayi Terac. Hopff. Peters Reise Mossamb. Ins.. p. .362.
doxo Pieris God. Enc. Meth. 9, p. 123.
dubia .Apjiias Auriv. Rhopal. Aethiop., p. 399.
dubia .Mylothr. AuriiK .Arkiv f. Zool. 3 : 19, p. 5.
ducissa Terac. Dognin. Le Natural. 13, p. 132.
dulcis Mylotlir. Tluirau. Berl. Ent. Zeitschr. 48. p. 141.
eleclo Colias L. Cent. Ins., p. 21.
elgonensis Terac. E. Sharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891,
II. 191.
elisa Pieris Vollenh. In Pollen und Van Dam Faune ^Fad. 5,
p. 12. *
emini Tenic. Btlr. Ann. Mag. \at. Hist. C6) 7, p. 47.
epaphia .Appias Cr. Pap. Exot. 3, p. 26. '
ephyia Terac. Klug. Symb. Phys., t. 6. *
eriphia Heip. God. Enc. Meth. 9, p. 157.
eris Terac. Klug. Symb. Phys., t. 6. *
erlangeri Mylothr. Pageiist. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 55, p. 163. *
erone Terac. Angas. ' Kafirs lUustr., t. 30. *
ertli Mylothr. Suff. Iris 17, p. 127.
erxia teiac. Hew. Exot. Butt. Eronia, t. 1. Text,
euagore Teiac. Klug. Symb. Phys., t. 8. *
euanthe Terac. Bsd. Spec. Gen. Lei). 1. P- 567.
euanthides Terac. Holt. Proc. l'. S. Nat. Mus. 18, p. 268. *
euarne Terac. Klug. Symb. Pliys., t. 6. *
eulimene Calop. Klug. Symb. Phys., t. 7. *
eunoma Terac. Hopff. l\Ionatsb. .Akätl. Wiss. Beriin 18.55, p. 640.
eupompe Terac. Klug. Symb. Phys., t. 6. *
evenina Terac. Wallengr. Rhop. Caffr., p. 12.
evippe Terac. L. Lyst Nat. Ed. 10, p. 469.
eximia Terias Thurau. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 142.
falloui Phyll. Allard. Ami. Soc. Ent. Frr. i4) 7. p. 312. *
fatma Terac. Fldr. Novara Lep., p. 189. *
faustus Terac. Oliv. Voy. TEmp. Othom. AU., t. 33. *
flava Terac. Auriv. Seitz. Gross-Schmett. 13, p. .50. *
flavescens Terac. Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 55. *
flaviana .Mylothr. Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (71 1. p. 246.
flavida Appias .Wab. Hist. Mad. Le|i. 1. p. 262. *
flavidus Terac. Auriv. Seitz. Gross-Schmett. 13, p. 58.
flavidus Terac. .Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 7 Bull., p. 37.
flavimacula Terac. Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 55.
flava Terac. Auuiv. Seitz. Gross-Schmett. 13, p. 58.
florella Catops. F. Syst. Ent.. p. 479.
floricola Terias Bsd. Faune Mad.. p. 21.
flotowi Terac. Suff. Iris 17, p. 83.
foliaceus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1894, p. 573. *
frobeniusi Pieris Strand. Archiv f. Naturg. 75 : 1, p. 306.
fusca Mylothr. Bartel. Nov. Zool. 12, p. 149.
galathinus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 142.
gallenga Pieris Smith. .Ann. Mag. Nat. Hist. (.5) 19, p. 65.
gaudens Terac. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. i4) 18. p. 486.
gavisa Terac. Wallengr. Rhop. Caffr., p. 13.
gerda Pieris Smith & Kirby. Rhop. Exot. Pinacopteryx, p. 4. *
giara Eron. Suff. Iris 17, p. 87.
gidica Pieris God. Enc. Meth. 9, p. 131.
glauconome Pieris Klug. Sj'mb. Phys., t. 7. *
glauningi Terac. Sdiultze. Soc. Ent. 24, p. 19.
grandidieri Catops. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) •V Bull., p. 38.
grandidieri Pieris Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 8 Bull., p. 77.
guenei Terac. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 7 Bull., p. 38.
haendeli Appias Suff. Iris 17, p. 76.
halimede Terac. Klug. Symb. Phys., t. 7. *
hanningtoni Terac. Btlr. Ann. Mag Nat. Hist. (5) 12, p. 104.
hapale Terias Mab. Le Natural. 2, p. 99.
hecate Colias Stredter. Weeks 111. Diurn. Lep., p. 6. *
hedyle Pieris Cr. Pap. Exot. 2, p. 137. *
heicida Pieris Bsd. Faune Madag., p. 17. *
Helena Pieris Smith. .Ann. Mag. Nat. Hist (7) 1, p. 245.
helice Pieris L. Mus. Lud. Ulr., p. 243.
heliocaustus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 768. *
helvolus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 94.
hemichlora Appias A'Iab. .Ann. Soc. Ent. Fr. 66, p. 183.
hetaera Terac. Gerst. .Archiv f. Naturg. 37, p. 357.
hilara Mylothr. Karsai. Ent. Nachr. 18, p. 169.
hildebrandti Terac. Stgr. Exot. Schm. 1, p. 44. *
hospitis Pieris Weym. Iris 16, p. 226.
humbloti Mylothr. Oberth. Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 8 Bull., p. 42.
hyale Colias L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 469.
hybiaea Catops. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 612.
hydrophobus Terac. Suff. Iris 17, p. 85.
ianthe Pieris Dbt. Gray Zool. Mise, p. 77.
idotea Eron. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 441.
Immaculata Lept. Auriv. Ent. Tidskr. 16, p. 2.57.
incretus Terac. Btlr. Ent. Mon. Mag. 18, p. 146.
infida Pieris Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 77.
infumatus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 128. *
infuscata Mylothr. Barte/. Nov. Zool. 12, p. 149.
intermedia Mvlothr. Auriv. Seitz. Gross-Schmett. 13, p. 32. *
ione Terac. God. Enc. Meth. 9, p. 140.
iranica Pieris Bienert. Lepid. Ergebn., p. 27.
isokani .Appias Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 123.
iterata Herp. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 96.
ithonus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 146.
jacksoni Mylothr. E. Sharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p. 190. *
jalone Terac. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 14.
jobina Terac. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 14.
johnstoni Pieris Crowl. Trans Ent. Soc. Lond. 1887, p. 35. *
johnstoni Terac. Btlr. Ent. Mon. Mag. 23, p. 29.
kikuyensis .Mylothr. Bartel. Nov. Zool. 12, p. 150.
kiwuensis Mvlothr. Griinb. Soc. Ent. 24, p. 145.
knutsoni Mj'iothr. Auriv. Ent. Tidskr. 12, p. 222.
kiickeni Pieris Suff. Iris 17. p. 78.
lacteipennis Herp. Bltr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 489.
laeta Pieris Weym. Iris 16, p. 229.
lais Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 145.
lanzi Terac. Bartel. Nov. Zool. 12, p. 151.
larima Pieris Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 524.
las« Appias Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 124.
lasti Pieris Smith & Kirby. Rhop. Exot. Nepheronia, t. 1. *
lata Pieris Neave. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910 : 1, p. 62. *
lathyana Pieris Strand. Iris 22, p. 110.
leda Eron. Bsd. Vov. Deleg. 2, p. 588.
leucogyne Pieris Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 492.
liagore Terac. Klug. Svmb. Phys., t. 6. *
liliana Pieris Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 122.
lindneri Pieris Deu.'. Nov. Acta Acad. Nat. Cur. 41 : 2, p. 186. *
■ lorti Terac. E. Sharpe. Proc. Zool. Soc Lond. 1896, p. 527.
lortzingi Pieris Suff. Iris 17, p. 79.
louisa Terac. Suff Iris 17, p. 128.
lucasi Terac. Grandid. Rev. Mag. Zool. (2) 19, p. 273.
lOderitzi Terac. Suff Iris 17, p. 129. ♦
mabella Pieris Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 8, p. 79.
mablllei Herp. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 389.
macularis Pieris Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 43. *
maculata Pieris Auriv. Rhop. Aethiop., p. 410.
maculata Terias Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 64. *
mahobo Pieris Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 8, p. 80.
mahoboides Pieris Hall. Proc. U. S. Nat. Mus. 18, p. 757.
68
Urbeschreibunsrs-Nachweis der äthiopischen Pieriden.
maimuna Terac. Kirby. Pioc. R. Dublin Öoc. (2) 2. p. 338.
majungana Appias Smith. Ann. Mag. Kat. Hist. (6i 7, p. 124.
malaria I'ieris Suff. Iris 17. p. 81.
mananhari Terac. Ward. Ent. Mon. Mag. 6, p. 224.
mandarinula Terias. Holl. lintomolog. 25 Suppl., p. 91.
margarltacea Pieris F.. Sharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891.
p. 191. •
marginea Lept. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (ß) 10, p. 27.
marnoana Colia.> Rogenh. \erh. zool.-bot. Ges. Wien 33 Sitzb.,
p. 22.
marshalli Terias Btlr. Ann. Mag. nat. Hist (7) 1, p- 62.
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mesentina Pieris Cr. Pap. Exot. 3, p. 140. *
metagone Terac. Holl. Proc. 11. S. Nat. Mus. 18, p. 760.
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miriam Terac. FUir. Novara Lep., p. 190. *
mixta Eron. Auriv. Ent. Tidskr. 16, p. 262.
mossambicensis Eron. Hopff. Peters Reise Mossamb. Ins.,
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nagare Appias Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 124.
narcissus Appias Btlr. Trans. Ent. Soc. 1898, p. 431.
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ocale Terac. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 584.
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ochraceus Terac Auriv. Seitz. Gross-Schniett. 13, \\. 51. ♦
ochrea .\piiias Bartel. Nov. Zool. 12, p. 1.50.
ogygia Pieris Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1883, p. 356.
omphale Terac. God. Enc. Meth. 9. p. 122.
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orbona Pieris Geyer. Hl.n. Zulr. 5, p. 44. *
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paradoxa Pseudop. t'ldr. Pet. Nouv. Ent. 1, p. 3ii, 95. *
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praeclarus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 769. *
primulina Mylothr. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 19, p. 627.
protomedia Terac. Klug. .Syinli. Phys.. t. 8. *
pseudacaste Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 156. '
pulchella Terias Bsd. Faune ^ladng.. p. 20. *
punctigera Terac. Lanz. Iris 9, p. 126.
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puniceus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 72.
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raffrayi Pieris Oberth. Etud. d"Ent. 3, p. 17. *
ramona Pieris Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 7. p. 123.
regina Terac. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. .520.
regularis Terias Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (,4| 18, p. 486.
rembina Mvlothr. Plötz. Stett. Ent Zeit. 41, p. 205.
rhena Pieris Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. (.1) 1'. P- 24.
rhodesinus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1893, p. 663. *
rhodope .Appias F. Syst. Ent., p. 473.
rimala Pieris Suff. Iris 17, p. 80.
rothschildi Terac. E. Sharpe Monogr. Ent. 1, p. 14. *
ruandana Mvlothr. Strand. Soc. Ent. 24, p. 42.
rubricosta Mylothr. Mab. Ann. Soc. Knt. Fr. (6) 10, p. 28.
rubrobasalis Pieris Lanz. Iris 9, p. 116.
rubrosignata Pieris Weym. Ent. Zeitschr. 15, j). 65.
rüppelli Myliithr. Kodi. Indo-austral. Lep. Fauna, p. »8.
sabina .Appias FIdr. Novara Lep.. p. 167.
sagala Mylothr. Smith. Ent. Mon. Mag. 23, p. 32.
schuberti IVrac Suff. Iris 17, p. 84.
schumanni Mylothr. Suff. Iris 17, p. 71. *
seiner! IVrac Strand. Archiv f. Natnrg. 57 : 1, p. 378.
semialba Pieris Auriv. Ent. Tidskr. 16, p. 261.
semiflava Eion. Auriv. Ent. Tidskr. 16, p. 262.
senegalensis Terias Bsd. Spec Gen. Lep. 1, p. 672.
severina Pieris Cr. Pap. Exot. 4, p. 95. *
sharpei Terac. Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 60. *
siga Terac Mab. Le Natural. 2. p. 100.
sigirrensis Pieris Strand. .Archiv f. Naturg. 75 : 1, p. 305.
similis Mylothr. I.athy. Trans. Ent. Soc. Lond. 1906, p. 6. *
Simplex terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 148.
sinalata Eron. Suff. Iris 17, p. 88.
sipylus Terac Swinh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 444. *
sjöstedti .Mvlothr. Auriv. Eut. Tidskr. 16, p. 260. *
smithi Mvlothi. Mab. Bull. Soc Philom. 1,71 3. p. 132.
solilucis Pieris Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874. p. 433.
spica Mylothr. Mösdil. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 33, p. 277.
spilleri Pi^iis Spiller. Eiitoniol. 17. p. 62.
straminea Herp. Auriv. .Jägersk. Expeil. Lep., p. 4. *
striata M\lolhr. Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 36.
subeida I'ieris Fldr. Reise Novara Lep. 2, p. 174.
subfasciatus Terac Swains. Zool. 111. i2"i 3, t. 115. *
sudanicus Terac Auriv. .Vrkiv f. Zool. 2 : 12, p. 19.
sulfuratus Terai-. Karsdi. Ent. Nachr. 24, p. 98.
sulfureus I eia<-. .\uiiv. .'^eilz, Gioss-Schnietl. 13, p. 55.
sulphurea Mylothr. Auriv. Ent. Tidskr. 16, p. 2.59. *
sulphureotincta Mylothr. Strand. Iiis 22, p. 109.
sulphurosa IVrac. Thurau. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 312.
swaynei Mylothr. Btlr. Proc Zool. Sol-. Lond. 1898, p. 822.
swinhoei 'W-v.w. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884. p. 491.
sylvander l'ieiis Smith. Proc. Zool. Soc. Lond. 1880, p. 464.
tanganjikae I'ieris Lanz. Iris 9, p. 123.
teitensis Terac F. Sharpe. Monogr. Eni. I, p. 27.
tethys Terac . Röb. Seitz, (Jros.s-Schmett. 1. p. .57.
thalassina Krön Bsd. Spec. Gen. Lei>. 1, p. 443.
thauruma Galops. Reak. Proc. .Vcad. Philad. 18, p. 238.
theogone Terac Bsd. .Spec. Gen. Lep. 1, p. .575.
theora I'ieris Dbl. .\n\\. Mag. Nat. Hist. (1) 17. p. 25.
theuszi Pieris Dew. Ent. Nachr. 15, p. 107. *
thinaga Mylothr. Suff. Iris 17, p. 7.3.
thruppi Terac Btlr. Proc Zool. Soc. Lond. 1885, p. 771. *
thysa l'ieiis Hopff. Monatsb. .\kad. Wiss. Berlin 1855, p. 639.
tirikensis .Mxiotlir. Nrave. Nov. Zool. 11, [). 341. *
topha Terac Wallengr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 34.
trimeni Eron. Oberth. Etud. d'Ent. 3, p. 20.
trimenia Mylothr. Btlr. Ci.st. EnL I, p. 13.
tschadica Pieris Auriv. Seitz, Gross-Schmett. 13, p. 40. *
udei .\ppias Suff. Iris 17. p. 75.
usambara Eron. Auriv. Arkiv. L Zool. 3 : 19. p. 6.
varia Eron. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. |3> 2, p. 175.
venata Pieris Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1871. p. 169.
venosus Terac Stgr. Exot. .Sclimett. 1. p. 43, 305. '
venustus Terac Btlr. Proc Zool. Soc. Lond. 1888. p. 94.
verulana Eron. Ward. I"nt. Mon. Mag. 8, p. 59.
vesta Terac Reidie. Ferr. et (Jall. Voy. .Abyss. Ent.. p. 463. *
vestalis Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 135. *
vi Terac. Swinh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 437.
vidua Pieris Btlr. Proc Zool. Soc. Lond. 1899, p. 972. *
Urbeschreibungs-Nachweis der äthiopischen Pieriden.
69
virescens Eron. Suff. Iris 17, p. 87.
voeltzkowi Pieris Karsai. Ent. Nachr. 26, jj. 369.
vulneratus Terac. Stgr. Exot. Schm. 1, p. 46. *
wagneri Pieris Suff, his 17, p. 79.
walken" Terac. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 14, p. 403.
wallengreni Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 157.
weberi Appias Suff. Iris 17, p. 73.
welwitschi Pieris Rogeiih. Ann. Mus. Wien 4, p. .548. *
westwoodi Pieris Wallengr. Rliop. Caffr., p. 9.
wintoniana Mvlotlir. E. Sharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891,
p. 189. *
xantholeucus Terac. E. Sharpe. Entomolog. 37, p. 133.
xanlhus Terac. Swiiili. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 440.
yerburei Terac. Swinh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 441. *
yulei Mylothr. Bfir. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 853. *
zephyrus Terac. Marsh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1897, p. 8.
zochalia Pieris Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 506.
zoe Terac. Grandid. Rev. Mag. Zool. ('2) 19, p. 272.
zoe Terias Hopff. Monatsb. Akad. Wiss. Berlin 1855, p. 640.
DANAIDA. Von Dr. C. Aurivillius. 71
3. Familie: Danaididae.
Von dieser Familie ist in der äthiopischen Region nur die Unterfamihe der Danaidinen vertreten.
Dieselbe umfasst durchweg mittelgrosse Arten, welche breite Flügel und langgestreckten Hinterkörper haben.
Die Vorderbeine sind bei beiden Geschlechtern verkümmert, ohne Klauen, beim cf mit ungegliederten, beim $
gegliederten Tarsen. Von den übrigen Familien mit ähnhch gebildeten Vorderbeinen unterscheiden sie sich
sofort durch die an der Wurzel gegabelte Medianrippe der Vtlgl. Die Mittelzelle beider Flügel ist stets
geschlossen. Die Palpen sind kurz und die Klauen einfach.
Die cfcf sind gewöhnlicli durch einziehbare Pinsel am Emde des Hinterleibes oder durch Schuppen-
tlecke auf der Oberseite der Hflgl oder der Vtlgl ausgezeichnet.
Die Eier sind stumpf spindelförmig, haben viele Längsrippen und auch zahlreiche Querlinien
zwischen den Rippen.
Die Raupen sind walzenförmig und haben auf dem Rücken zwei oder mehrere Paare von langen,
fadenförmigen, fleischigen Anliängseln.
Die Puppen sind kurz, dick und stumpf mit abgerundetem Ivopfe, sie hängen senkrecht ohne Gürtel.
Die Danaididen können im allgemeinen als giftige Tiere l)etraclitet werden und werden darum gewöhn-
lich von den meisten Wirbeltieren nicht gefressen und tot in den Sammlungen nicht leicht von Schäd-
lingen angegritfen.
In der äthiopischen Region kommen nur wenige Gattungen und Arten vor. Ausser dreien sind
jedoch alle Arten auf dieser Region beschränkt. Die für die indomalayische Region so auszeichnende Gattung
Euploea kommt in der äthiopischen Region nur auf den Maskarenen und Seychellen ^or. fehlt aber völhg
auf dem Festlande Afrikas.
Übersicht der Gattungen.
I. Die Rippe 8 der Htlgl trennt sich erst nach oder an dem Ursprung der Präcostalrippe von der
vorderen Mittelrippe ab und bildet mit dieser eine zwar sehr enge, aber deutliche Wurzelzelle.
A. Die Rippe 10 der Vflgl entspringt aus oder hinter der Spitze der Mittelzelle. Die (Querrippe der
Mittelzelle der Vtlgl ist so stark nach innen gebogen, dass die Rippe 5 viel näher an der Flügel-
wurzel als der Rippe lü entspringt. 1. Danaida Latr.
B. Die Rippe 10 der Vtlgl entspringt vor der Spitze der .Mittelzelle. Die Querrippe der Mittelzelle
der Vflgl ist nur schwach nach innen gebogen, so dass die Rippe 5 nicht oder nur wenig näher
an der Flügelwurzel als die Rippe 10 entspringt.
a. Die Rippe 7 der Hflgl entspringt viel näher an (5 als an !S. 2. Amauris IJbii.
ß. Die Rippe 7 der Hflgl entspringt fast in der, Mitte zwischen den Rippen 6 und 8.
3. A m a u r i n a ^-1 1< r i r.
II. Die Rippe 8 der Hflgl trennt sich ziemlich weit vor dem Ursprünge der Präcostalrippe von der
vorderen Mittelrippe ab und bildet keine Wurzelzelle. 4. Euploea /'.
1. Gattung: l>aiiai<la LnU:
Die Fühlerkolbe ist drehrund und geht allmählich in den Stiel über. Die Pali)en sind kurz und
überragen kaum den Kopf.
Arten dieser formeiu-eichen Gattung kommen in allen Weltteilen vor. Die äthiopische Region ist
jedoch verhältnismässig arm an Arten. Dieselben können nach den Geschlechtscharakteren der o^'cf und der
Zeichnung auf drei Gruppen verteilt werden.
Chrysippus- Gruppe.
Die mittlere Discocelhilarrippe der Hflgl sehr stark, fast rechtwinkelig, nach innen geliugen. Das cf mit
kleiner, unten kaum hervortretender Schuppentasche an der Rippe 2 der Hflgl; der Eingang zur Tasche oben von
einem grossen schwarzen Fleck umgeben. — Rp mit 3 Paaren von Fleischfäden, je einem auf dem Rücken der
Glieder 2, 5 und 11. — Die FlUgei" bei den äthiopischen Arten mit braungelber bis gelbbrauner Grundfarbe und
schwarzer, weisspunktierter Saumbinde.
D. chrysippus ist über die wärmeren Gegenden der ganzen Alten Welt weit verbreitet und fast überall
sehr häutig. Die Spitze der Vflgl ist oben breit schwarz mit einer schmalen, weissen, von 4 — 5 Flecken
der Felder 3— 6 und 9—10 gebildeten Subapicalbinde. Die Art bildet mehrere Lokalrassen, von denen die
Hauptform chrysippus L. aus Ägypten beschrieben wurde und überall auf dem Festlande Afrikas vorkommt ; dvysippus
72 DAXAIDA. Von Dr. C. Auhivillus.
sie ist dadurch ausgezeichnet, dass der weisse Subapicaltleck im Felde + der Vtlgl kleiner, mehr gerundet und
vom Flecke 5 mehr oder weniger voUsfändig getrennt ist; auch die anderen Subapicalflecke sind kürzer
vmd mehr gerundet als bei der östlichen Lokalform; die Htlgl haben eine braungelbe Grundfarbe. — ab.
dirysipellus. chrysipellus Strand ist eine extreme Form, bei der der Fleck im Felde 4- der Vflgl kreisrund ist und von
alcippiis. dem Fleck im Felde 5 ebensoweit wie von dem im Felde 2 entfernt ist. Kamerun. — alcippus Tr. (Bd. 1,
Taf. 28 a) weicht nur durch die (iruiulfai'be der Htlgl, welclie in grösserer oder geiingerer .Ausdehnung weiss
ist, von der Hauptform ab. Komnjt unter der Hauptform vor, ist aber im westafiikanischen Urwaldgebiet
orientis. sehr häufig und verdrängt dort fast ganz die Hauptform. — orientis Auriv. |Bd. 1, Taf. 28a als diri/sippus)
hat eine weit breitere weisse Subapicalbinde der \tlgl mit dein Flecke des Feldes 4 langgestreckt, viereckig
und den Fleck im Felde 5 eine lange Strecke berührend: die Htlgl ohne Weiss; sie kommt in Süd- und
Ost-Afrika unter der Hauptfoim als Cbergangsform vor, ist alx'i- auf den ostafrikanischen Inseln fast allein-
alcippoides. herrschend; ist in Süd-Asien die häufigste Form. — ab. alcippoides Moon hat mehr oder weniger weisse
Hflgl, stimmt aber sonst mit orientis überein und kommt mit dieser zusammen vor.
dorippiis. D. dorippus Kdif) (Bd. 1, Taf. 28b) ist der vorigen Art ähnlich, unterscheidet sich aber sofort da-
durch , da.ss die Spitze der Vtlgl l)raungelb und nur schwarz gesäumt ist und keine weisse Subapicalbinde
infumata. hat; die Grundfarbe ist nicht an der Wurzel verdunkelt mid die Htlgl nicht weiss. — ab. infumata Auriv.
(Bd. 1, Taf. 28 b, als klinjii) weicht nur durch an der Wurzel verdunkelte braune Grundfarbe beider Flügel
albinus. ab. — ab. albinus Lauz (Bd. 1, Taf. 28 b) hat die Mitte der Htlgl mehr oder weniger breit weiss. — Als
transiens. var. transiens Ijeschreibt Sufff.rt eine Form, bei der eine weisse Subapicalbinde der Vtlgl auf der Unter-
seite mehr oder weniger devitlich ist. — Die Art kommt in Süd- und Ost-Afrika, in Arabien, auf Sokotra
und den Gomoren vor, fehlt aber gänzlich in West-Afrika; sie wird oft nur als eine Form von chri/xippus
betrachtet, genügende Beweise dafür liegen aber nicht vor. — />. chrijxippua und dorippus dienen in Afrika
als Modelle für eine ganze Reihe mimetischer Arten; jene für JIiipolinDxia iiiisippiin 9 mit ab. alcippoides;
PseKdacraca pO(/i/ei; Acnim eticedoti mit ab. alcippina ; Miniacraea marslialli ; Telipmi t^anguiuca; Cooksonia
trinu'in; Aletis helridu ; Etiphaedra ruxpina; Papilio dardanus ? f. trop)honiuK und viele andere; diese für
TltjpoHmnax tnisippiis ? f. inaria und dorippuides ; Acraea cncedoii ab. daira ; Mimacraca dolierfyi; Acraea john-
»toni ab. fidrescctuf und Papilio dardanus ? f. dorippoides.
Limniace-Gruppe.
l'if mittlere Discocellularrippe der Hfigl ist nur schwach gebogen oder ganz gerade. Das cf bat im Felde 1 c
der Htig;! eine fj:rosse. imten sackföniiig hervortretende Schuppentasche. Die Flügel sind auf dunklem Grunde mit
zaldreiclien hellen Flecken geziert; die Flecke sind an der Wurzel langgestreckt, in und hinter der l^Iitte aber ge-
i'undet und in 2 — 4 unregelmässigen Bogenreilien geordnet. — Die Rp besitzt nur 2 Paare von Fleischfäden, welche
auf den (Miedern 2 und ll stehen (= Tinniiahi Muon).
petiverana. D. petiverana hbl.-Heic. (23a) liat eine schwärzliche Giundfarbe und hellgrüne Zeichnungen; die
Vflgl haben nur einen Längsstrich an der Wurzel in der Mittelzelle, die Hflgl aber tief gespaltene W'urzel-
striche in den Feldern Ib, Ic imd der Mittelzelle: die Mittelzelle der Vflgl hat einen Querfleck hinter der
-Mitte; die Vflgl haben :} Discalflecke in den Feldern 1 b — 3 und je 2 in den Feldern 4 — 6; die Subiuarginal-
flecke sind klein und jjunktförmig, die Hflgl haben zwei grössere innere Discalflecke (in den Feldern 4 und 5),
eine vollständige Bogenreihe von äusseren Discalflecken und kleine Submarginalpnnkte ; die Unterseite ist
heller graubraun als die Oberseite und nur in der ^Mitte der Vflgl schwärzlich. Überall in den tropischen
Gegenden Afrikas häufig; fehlt in Süd-Afrika und auf den ostafrikanischen Inseln.
Formosa-Gruppe.
Diese für die äthiopische Region eigentümliche Gruppe ist mit der vorigen Gruppe sehr nahe verwandt
und weicht nur dadurch ah, dass das Wurzeldrittel der Vflgl ungefleckt und die VVurzelflecke der Hflgl gross und
ungeteilt sind. Die Flügelflecke sind tatsächlich wie in der L/mw/ore-Gruppe augeordnet, sind al>er weniger zahl-
reich. — Melindu Moore (= Elsa Ilonr.).
morgeni. D. morgeni Honr. (23 a) hat schwärzliche, an der Wurzel etwas bräunliche Vflgl und schwarzgraue
Hflgl; die Vflgl haben einen weissen Fleck hinter der Mitte der Zelle, einen grossen Discalfleck im Felde 2,
2 weisse Subapicalflecke in 5 und G und in der Mitte zwischen diesen und jenen eine Querreihe von 4 weissen
Flecken; die Hflgl haben 3 grosse weisse Wurzelflecke und dazu nur 4 Submarginalflecke in den Feldern 3—6;
die Unterseite wie die Oberseite gefärbt und gezeichnet. Kamerungebiet.
mercedonia. D. mercedonia Karxch (23 b). Der ungefleckte Wurzelteil der Vflgl und die Hflgl bis über die Mitte
hinaus sind dunkel kastauieidiraun, die übngen Teile schwärzlich: die hellen Flecke sind weisslich und fast
wie bei morgnü gebildet; die Hflgl haben aber hinter der Mitte eine auch in den Feldern 1 a— 3 deutliche
Fleckenreihe und deutliche Sid)niargiualpunkte. Deutsch Ost-Afrika , Uganda und Toro. — Als Nachahmer
ist Papilio mimeticus zu erwähnen.
Ausgegeben 10. IL 1911. AMAUKIS. Von Dr. C. AuRiviLLiUS. 73
D. formosa Godm. (23 b) unterscheidet sich von den beiden vorigen Arten dadurch, dass der Wurzel- formosa.
teil der Vflgl fast bis zur Mitte und der Vorderrand der Hflgl leldiaft braungelb sind; die hellen Flecke
sind vollständiger und fast ebenso vollständig wie bei feikerana entwickelt; die Hflgl haben grosse Flecke
an der Wurzel der Felder 4 und 5; diese Flecke fehlen oder sind nur angedeutet bei den beiden vorigen
Arten. Deutsch- und Britisch Ost-Afrika. — neumanni Bothsch. konnnt in Abyssinien vor und weicht nur neununun.
durch dunklere, gelbbraune Grundfarbe des Wurzeltoils der Vflgl ab. — Papilio rex wird als Nachahmer
von D. formosa betrachtet.
3. Gattung: Auiaiiris Hbn.
Diese formenreiche Gattung ist für die äthiopische Eegion ganz eigentiindicli und kommt dort
überall vor.
Die Arten treten oft in grosser Ladividuenzahl auf und geben der Fauna ein charakteristisches Ge-
präge. Alle Arten haben schwarze Flügel mit weissen oder gelben Zeichnungen. Die Vflgl haben ge-
wöhnlich folgende helle Zeichnungen: 1 — 2 Flecke in der Mittelzelle; 4 — 9 oft grosse Diskalflecke in den
Feldern 1 a — 6, 9 und 10, von denen jedoch der Fleck 1 a gewöhnhch fehlt und der Fleck 3 oft viel
näher am Saume als die übrigen liegt; 3 — 6 Submarginalpunkte, von denen diejenigen der Felder 1 b, '2,
3, 6 und 7 fast immer da sind, und mehrere kleine Saumpunkte, welche oft nur unten deutlieh sind.
Die Hflgl haben gewöhnlich eine helle Querbinde oder ein grosses helles Feld, welches bald an der Wurzel,
bald in der ]\litte oder bisweilen sogar etwas hinter der Mitte liegt und nur selten völhg fehlt; dazu
kommen gewöhnlich auch kleine Submarginal- und Saumpunkte. — Die Eaupe ist Z3'lindrisch, kurz fein-
haarig und besitzt vier oder fünf Paare massig langer, fleischiger Anhängsel, welche auf dem Bücken der
Glieder 2, 3, 5 und 11 stehen. — Die Pp ist sehr dünnschahg, kurz und dick, mit stumpf abgerundetem
Kopfende und langem, stielförmigem Cremaster; die Oberfläche ist stark glänzend. — Die Schmetterlinge
kommen nur in bewaldeten Gegenden vor.
Nach den sekundären Geschlechtscharakteren des ^ und den Zeichnungsanlagen können die Arten
auf ö Gruppen verteilt worden.
Uebersidit der Gruppen.
A. Die Hflgl des ^ oben in den Feldern 1 b und 1 c langhaarig, aber ohne Mehlfleck. — Die Hflgl
einfarbig schwarzbraun ohne helles Wurzelfeld oder helle Querlunde imd nur mit kleinen weissen
Submarginalpunkten. — Cadytis Moore Vashti-Gruppe.
B. Die Hflgl des cj oben nahe am Analwinkel mit einem von der Puppe 1 b geteilten Mehlfleck,
welcher sich durch hellere oder dunklere Farlje vom Grunde abhebt. — Die Hflgl fast immer
mit hellem Wurzelfelde oder mit heller Querbinde; selten einfarbig schwarzln-aun, dann aber
auch ganz ohne Submarginal- und Saumpunkte.
a. Die Flügel mit ganzrandigen, einfarbigen, dunklen Fransen Niavius-Gruppe.
h. Die Flügel mit wellenförmigen oder gezackten, unregelmässig weissgefleckten Fransen.
a. Die Hflgl mit hellem Wurzelfelde oder mit einer Querbinde, welche in oder vor der
Mitte hegt und die Mitte der Mittelzelle bedeckt.
1. Das helle Feld der Hflgl erreicht fast die Wurzel der Mittelzelle und ist ge-
wöhnlich rein weiss, wenn aber gelblich, nach aussen undeutlich begrenzt.
Egialea-Gruppe.
•2. Das helle Feld der Hflgl ist auf beiden Seiten scharf begrenzt, gelb oder selten
weisslich und erreicht gewöhnlich nicht die Wurzel der Mittelzelle.
Echeriu-Gruppe.
h. Die Hflgl mit einer fast gleichbreiten, gelben Querbinde, welche hinter der Mitte liegt
und nur die Spitze der Mittelzelle bedeckt. (= Berethis Moore). Phaedon-Gruppe.
Vashti-Gruppe.
Die einzige Art dieser Gruppe ist die grösste der äthiopischen Danaididen.
A. vashti Btlr. (23 d). Die Vflgl sind 48 — 58 mm lang mit zwei grossen, zusammenhängenden rashii.
Diskalflecken in 1 b und 2 nahe an der Mitte des Hrds und mit kleineren, getrennten oder fast getrennten
Diskalflecken (Subapikalflecken) in den Feldern 5 imd 6; die Mittelzelle ist ungefleckt oder hat höchstens
2 weisse Punkte; 5 — G Submarginalpunkte sind vorhanden; die Hflgl haben nur Submarginalpunkte. Vom
Niger bis zum Congo und Aruwimi verbreitet und in vielen Gegenden häufig.
XIII 10
74 AMAURIS. Von Dr. C. AurivilliOS.
Niavius-Gruppe.
Durch die ganzrandigen, ungefleckten Flügelfransen unterscheiden sich die hieher gehörigen Arten
sofort von allen übrigen. Die Hflgl oben gewöhnlich ohne Submarginal- und Saumpunkte.
A. niavius ist durch den grossen, den Hrd erreichenden Hrdfleck und die breite, zusammenhängende,
weisse Subapikalbinde der Vflgl und das grosse, weisse, vom Hinterwinkel weit entfernte, von den tief-
schwarzen Eippen geteilte Wurzelfeld der Hflgl leicht kenntlich; die ^littelzelle der Hflgl ist ungefleckt
oder hat einen weissen Querstrich am Vrde hinter der Glitte; die Vflgl mit, die Hflgl ohne Submarginal-
inainus. punkte; der Mehlfleck des ^ ist schwarzgrau und tritt darum nur wenig hervor. — Bei niavius L. (23 d)
erreicht das weisse Wurzelfeld der Hflgl höchstens die Sjjitze der Mittelzelle; die Subapikalbinde der Vflgl
ist G — S mm breit und erreicht im Felde 3 die Submarginalpunkte. Sierra Leone bis Angola und Uganda.
aethiops. — aethiops Bothsch. & Jord. weicht von der Hauptform nur dadurch ab, dass die Subapikalbinde der
domim- Vflgl schmäler ist und im Felde 3 die Submarginalpunkte frei lässt. Abvssinien. — dominicanus Trim.
(23 c) ist die südliche und östüche Rasse und zeichnet sich sofort dadurch aus, dass das weihst' ^^■urzelfeld
der Hflgl die Spitze der Mittelzelle weit überragt; die Subapikalbinde der Vflgl ist auch durchschnitthch
breiter, 8 — 10 mm breit. Von Xatal bis Britisch Ostafrika; in den Grenzgebieten an Victoria Nyanza
konnuen deutliche Uebergänge zu der Hauptform vor. — Als mimetische Parallelformen zu niavius sind
die Lokalrassen von Hypolimnas anthedon und einige Weibchenformen von I'upilio dardanus {hippocoon und
hippocooiioides) zu erwähnen.
Die folgenden drei Arten sind miteinander sehr nahe verwandt und zeichnen sich dadurch aus,
dass der Diskalfleck des Feldes 3 der Vflgl grösser als jeder der Felder 4 und 5 und von denselben ge-
trennt ist, indem er näher am Saume liegt. Der Diskalfleck im Felde 2 ist gross, erreicht die Rippe 3
und schliesst sich einem viereckigen Fleck in der Mittelzelle und einem gewöhnhch strichförmigen Flecke
im Felde 1 b an. Der Mehlfleck des ^ nahe am Analwinkel der Hflgl ist fast schwarz und tritt darum
gegen die etwas hellere Grundfarbe deutheh hervor. Die Rippe 11 der Vflgl berührt die Rippe 12. —
Die Formen von Hypolimnas duhius bilden eine mit den Formen dieser Gruppe gleichlaufende mimetische Linie.
A. damocles. Das iielle Wurzelfeld der Hflgl erreicht wenigstens die Mitte der Zelle; der Diskal-
damoclcx. fleck des Feldes 3 der \flgl ist abgerundet. — damocles Beauv. Das helle Wurzelfeld der Hflgl erreicht
nicht die Spitze der Mittelzelle; die Hflgl gewühnhch ohne Submarginalpmrkte; das Feld 1 a der Vflgl
p!>yllule(i. einfarbig schwarz. — ab. psyttalea Plötz (25 a) weicht nur dadurch ab, dass das weisse Wurzelfeld der
Hflgl diu Spitze der ^littelzelle erreicht oder etwas überragt; die Hflgl haben gewöhnlich weisse Sub-
marginalpunkte in den Feldern 3 — 6. — Diese beiden Formen konnuen in ganz Westafrika von Sierra
dumoclides. Leone bis Angola und Uganda vor und gehen ohne Grenze in einander über. — damociides Sigr. (25 b)
hat ein grosses Wurzelfeld der Hflgl, welches sich soweit über die Spitze der Mittelzelle hinaus erstreckt,
dass die dunkle Saumbinde an der Rippe 4 nur 5 — 6 mm breit ist; im Felde 1 a der Vflgl findet sich
eine weisse Linie und oft auch ein weisser Strich im Wurzelteil des Feldes 1 b; die Submarginalpunkte der
FekU'r 3 — C der Hflgl sind stets gut entwickelt. Ostafrika bis Uganda.
iurluna. . A. tartarea Mab. (25 a). Die Vflgl sind ganz wie bei damocles gezeichnet oder haben einen kurzen
weisslichen Strich im Wurzelteil des Feldes 1 b; die Hflgl sind oben einfarbig schwarzbraun ohne Zeich-
reata. nungen oder höchstens an der Wurzel ein wenig weiss beschuppt (= ab. reata Suff.). Kamerun, Gabun,
Congogebiet.
bidbifera. A. bulbifera Smith (25 a) weicht dadurch von den vorhergehenden ab, dass der Diskalfleck im
Felde 3 der Vflgl sich mehr oder weniger deutlich als ein gebogener Strich bis zur hinteren Innenecke des
Feldes 3 fortsetzt; der Diskalfleck im Felde 1 b der Vflgl ist grösser und oft doppelt, im AVurzelteil des-
selben Feldes findet sich ein weisser Strich; das weisse Wurzelfeld der Hflgl ist klein und erreicht nicht
die Spitze der Mittelzelle. Kamerun, tlaliun und Deutsch Ostafrika. — Rp braunschwarz auf jeder Seite
des Rückens mit einer Reihe von oralen, gelblichen Flecken, welche an den ersten und letzten Gliedern
grösser sind; auch an den Seiten finden sich solche Flecke; Kopf und Füsse tiefschwarz.
mozdid. Zu dieser Gruppe gehört wahrscheinlicli auch A. mozarti buff. Schwarz mit weissen Zeichnungen;
Vflgl im Felde 2 mit einem grossen Diskalfleck, welcher die Wurzel des Feldes ausfüllt und sich bis zur
Mitte des Feldes 1 b ausdehnt; drei kleine Diskalflecke stehen in den Feldern 3, 4 und 5, der in 3 ist nur
wenig grösser als 2 und steht ungefähr in der Mitte zwischen Saurne und Mediane; in der Mittelzelle be-
findet sich, an den Fleck 2 grenzend, ein viereckiger grösserer Fleck, und im Wurzelteil des Feldes 1 b
ein weisser Punkt; kleine Subniarginalflecke in 1 b, 6, 7, 9 mid 10; Hflgl mit einem kleinen weisslichen
Wurzelfeld, welches die Wurzel des Feldes 6 und einen Teil der Zelle und des Feldes 7 bedeckt. Kamerun.
Egialea-Gruppe.
An den unebenen, weissgefleckten Flglfransen und dem weissen, selten etwas gelblichen Wurzel-
fehl der Hflgl sind die Arten dieser Gruppe leicht kenntlich. Sie bilden zwei natürliche Unterabteilungen.
AMAUBIS. Von Dr. C. Aurivillius. 75
1. Untergruppe.
Der Diskalfleck im Felde 6 der Yflgl ist immer da und bildet mit den Diskalflecken der Felder 4
und 5 eine zusammenhängende weisse Subapicalbinde. Die Hflgl mit grossem über die Spitze der Mittel-
zelle hinausreichendem, weissem Wurzelfelde. Der Diskalfleck im Felde 1 b der Vflgl ist stets vorhanden.
— Der Mehlfleck des (^ ist lang gestreckt und heller als die Grundfarbe des Hflgls.
A. fenestrata Auriv. ('25 b). Der weisse Fleck in der Mittelzelle der Vflgl ist sehr gross, bedeckt fenestrala.
den ganzen Spitzenteil der Zelle und ist mit den grossen Diskalflecken der Felder 2 — 6 zu einem grossen,
weissen Mittelfeld vereinigt; die genannten Diskalflecke bedecken nämlich völlig den Wurzelteil ihrer Felder:
das weisse Wurzelfeld der Hflgl ist gross und erreicht den Ird; die Submarginalpunkte beider Flügel sind
gut entwickelt. Im französischen Congogebiet; selten.
A. nossima Ward ("23 d). Der weisse Fleck in der Mittelzelle der Vflgl ist wie bei der vorigen Art nossima.
sehr gross, bedeckt aber nicht die Spitze der Zelle; die Diskalflecke 4 — 6 der A'flgl sind von der Spitze
der Mittelzelle weit entfernt und bilden eine breite freie Subapikalbinde; das weisse Wurzelfeld der Hflgl
ist sehr gross und nach aussen scharf begrenzt; die Hflgl sind unten am Analwinkel lebhaft kastanien-
braun. Jladagaskar und Mayotte.
A. ochlea Bsd. (24 a) ist kleiner als die beiden vorhergehenden Arten und unterscheidet sich da- ochlcn.
durch, dass der weisse Fleck in der Mittelzelle der Vflgl kleiner ist und hauptsächlich nur den Eaum
zwischen den Eippen 2 und 3 ausfüllt; der Diskalfleck im Felde 1 b erreicht die Eippe 1 und bildet mit
dem Fleck in der Wurzel des Feldes 2 und demjenigen der Mittelzelle eine breite zusammenhängende
Querbinde. Kommt von Natal bis Britisch Ostafrika nicht selten vor. Hyfolimnas deceptor ist ähnlich
gefärbt und gezeichnet.
A. OChleides ist mit ochlea sehr nahe verwandt, weicht aber immer dadurch ab, dass der Diskalfleck
im Felde 1 li dir \ flgl nur als schmaler Strich an der Hinterseite der Eippe 2 liegt und die Eippe 1
nicht erreicht. — ochleides Stgr. Der Fleck in der Mittelzelle der Vflgl ist viereckig und mit dem Diskal- ochlcides,
fleck im Felde 2 mehr oder weniger Itreit vereinigt ; die Hflgl in jedem der Felder 2 — 6 mit zwei deutlichen
Submarginalpunkten. Abj-ssinien. — darius Botliach. & Jord. weicht von der Hauptform nur dadurch ab, darius.
dass die Submarginalpunkte der Hflgl weniger zahlreich und das helle Wurzelfeld etwas kleiner ist. Süd-
abyssinien. — affinis nom. nov. (= comorana Auriv.) (25 c) hat wie darius wenig entwickelte Submarginal- ajjinis.
punkte der Hflgl, unterscheidet sich aber dadurch, dass der Diskalfleck im Felde 2 der Vflgl nach innen
spitz ausgezogen ist und die Wurzel des Feldes 2 völlig oder fast völhg bedeckt. Comoren. — bumilleri liiiiuitlerl.
Lanz (24 b) weicht von den drei übrigen Formen dadurch ab, dass der Fleck in der Mittelzelle der Vflgl
kleiner und von den übrigen Flecken völlig getrennt ist; die Submarginalpunkte sind schwach entwickelt.
Deutsch Ostafrika zwischen Nyassa See und Tanganika.
2. Untergruppe.
Der Uiskallleck im Felde G der Vllgl fehlt völlig oder ist hüchslens ilurcli einen Piiiilvt angedeutet.
Das Wurzelfeld der Vflgl dehnt sich selten über die Spitze der Mitteizelle hinaus.
A. hecate BÜr. (24 b). Der Fleck in der Mittelzelle der Vflgl berührt eine längere oder kürzere hi-i-alc.
Strecke den Fleck im Felde 2; diese wird oft von einem Striche im Felde 1 b begleitet; die Diskalflecke
der Felder 4 und 5 der Vflgl berühren einander fast mit ihrer ganzen Länge und liegen beinahe gleich
weit von der Spitze entfernt; das weisse Wurzelfeld der Hflgl ist klein und erreicht höchstens die Eippen 2
und 5; die Submarginalpunkte der Hflgl fehlen oder sind schwach entwickelt; als für diese Art sehr eigen-
tümlich ist hervorzuheben, dass auf der Unterseite der Hflgl, und oft auch auf der Oberseite, zwei Diskal-
flecke in den Feldern G und 7 auftreten, welche einen Querfleck an der Mitte des Vrdes bilden und von
der bisweilen hellen Wurzel des Feldes 6 gut getrennt sind; der Mehlfleck des (^ ist schwärzhch und
dunkler als die Grundfarbe; beim $ ist das Wurzelfeld der Hflgl normal etwas grösser als beim ..^ und
bedeckt auch die Wurzel der Felder 6 und 7, bisweilen ist es nicht grösser als beim <^, = f. reducta mlnvta.
Bartel. Im ganzen westafrikanischen Urwaldgebiet von Sierra Leone bis Congo und Uganda. — stictica süclicu.
Bothsch. & Jord. ist kleiner und hat kleinere Flecke der Vflgl, aber zahlreichere und deutlichere Sub-
marginalflecke der Hflgl. Abyssinien.
A. hecatoides Auriv. (25 c) ist der vorigen Art sehr ähnlich und hat wie diese in der Mittelzelle hrculoUles.
der Vflgl einen grossen Fleck, welcher nur durch die Eippe vom Flecke des Feldes 2 getrennt ist, der
Diskalfleck im Felde 1 b fehlt oder ist strichförmig und liegt dicht an der Eippe 2, ganz wie bei hecate;
als wichtigste Unterschiede von hecate sind hervorzuheben, dass der Diskalfleck des Feldes 4 der Vflgl
viel näher am Saume als der des Feldes 5 liegt und diesen kaum oder nur eine kurze Strecke berührt,
dass der Diskalfleck im Felde 2 mehr nach innen ausgezogen ist und oft die Wurzel des Feldes 2 völlig
bedeckt, dass die weisse Flecke auf der Unterseite der Hflgl in den Feldern 6 und 7 an der Mitte des
Vrds völlig fehlen und dass der Mehlfleck des (J gelblich und heller als die umgebende Grundfarbe ist.
7G AMAUEIS. Von Dr. C. Auriviluüs.
reulcri. Congogebiet. — reuten" Strand ist mir unbekannt, scheint aber nur durch cinrn ki-ilfönuigen Diskalfleck im
Felde 3 der Vflgl von der Hauptform abzuweichen. Kamerun.
(/,>(/. A. dira Xeare hat die Fhigelform der vorliergehenden Arten, ab(>r wie die folgenden einen vom
Diskalfleck des Feldes '2 der Vflgl weit getrennten jjunktförmigen Fleck der Mittelzelle; der Di.skalfleck des
Feldes 2 der Vflgl ist gi'oss und rektangulär, derjenige des Feldes 4 fehlt oder ist sehr klein; die Hflgl
sind ganz wie bei hecate gezciclmi't und führen einen weissen Fleck im Felde 7 an der Glitte des Vrds.
T'ganda.
itifenia. A. inferna litlr. (24 Ij) hat einen zienilicli grossi-n, aber \(ini Flecke des Feldes 2 gut getrennten
Fleck in der Mittelzelle der Vflgl; der Diskalfleck des Feldes 4 liegt viel näher am Saume als der des
Feldes 5 und berührt denselben nicht oder kaum: der Fleck im Feld 1 b fehlt; das Wurzelfeld der Hflgl
ist weiss oder gelblicii weiss, erreicht gewöhiüicli nur die Eippe 2, selten die Spitze der Zelle, bedeckt aber
oft die Wurzel der Felder 4 — 6 — 7; der Submarginalfleck 3 der Vflgl ist grösser als die übrigen. Ashanti,
Kamerun, Fernando Po; Französisch Congo.
lyialcu. A. egialea Cr. (25 c) ist der vorigen Art sehr iiiinlicl], weicht aber dadurcii ab, dass das Wurzelfeld der
Hflgl gelbhch und nacii aussen undeutlich begrenzt ist; es erreicht gewöhnlich die Zellspitze und das innere Ende
des Mehlfleckes des (^ ; die Submarginalflecke der Vflgl (in 1 b, 2, 3, 6 und 7) sind alle gerundet und fast
gleich gross. Sierra Leone bis Angola und Aruwimi. Das abgebildete Stück stellt eine etwas abweichende
Form aus Uganda dar.
lUiinijdli. A. dannfelti Aurlr. Die Vflgl sind fast ganz wie bei den beiden letzt vorhergehenden Arten ge-
zeichnet und die Diskalfiecke 4 und 5 der Vflgl sind kurz, fast quadratisch und der Fleck 4 liegt so viel
näher am Saume, dass er den Fleck 5 nicht oder nur mit seiner inneren Ecke berührt; von allen anderen
Arten dieser Untergruppe unt(?rscheidet sie sich dadurch, dass das Wurzelfeld der Hflgl rein Meiss, nach
aussen scharf begrenzt und so gross ist, dass es weit über die Spitze der Mittelzelle hinausreicht; die
dunkle Saumbinde ist dadurch an der Eippe 4 nur etwa 6 mm breit. Congogebiet.
hyalitcs. A. hyalites Jillr. (24 a). Der Fleck in der Mittelzelle der \ilgl ist stets durch einen Zwischenraum
vom Diskalfiecke im Felde 2 getrennt und der Fleck im Felde Ib fehlt; von den ähnlich gezeichneten
Arten weicht sie dadurch ab, dass die Diskalfiecke 4 und 5 der Vflgl langgestreckt sind und einander
wenigstens mit '/a ihrer Länge berühren; das Wurzelfeld di'r Hflgl ist weiss, am L'de und nach aussen
gelblich, und erreicht wenigstens die Spitze der Zelle; der ^leblfleck des (^ ist gelblieli. \un Kamerun bis
Angola und Aequatoria.
Echeria-Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe zeichnen sicli dadunli aus, dass das helle Feld d(?r Hflgl nicht die Wurzel
iMreielit. sondern eine breitere oder schmälere (vtuerbiiiile bildet, welche auf beiden Seiten scharf begrenzt und
gewöhnlich gelb oder gelblich ist. Die Vflgl sind bei allen Arten fast ganz ähnlich gezeichnet; die Diskalfiecke
1 a, 1 b und :} fehlen, diejenigen der Mittelzelle und des t'eldes 2 sind von einander weit getrennt und die
der Felder 4 und 5 sind klein, (piadratisch oder gerundet und fast immer getrennt, indem der des Feldes 1 vir!
näher am Saume liegt; die Sut)marginairiecke sind gut entwickelt.
A. echeria. Der dunlilc \\inz(Ueil der Hflgl erreicht wenigstens die Hippe 7 und ist 5 — (i nun
breit; zweites l'alpenglied mit ])unktföi-migem. weissem Flecke; Hlb unten so dunkel wie die Saumbinde
der Hflgl; M'lgl fast ininier mit Snbnjarginalfleck im Felde 8: beim ^J ist der ]\Iehlfleck am Analwinkel d^-r
eeheriii. Hflgl klein, etwa 3 mm lang und die letzte Rückenplatte am Ende kaum eingebuchtet. — echeria Stoll
(24c). Die gelbe Querinnde der Hflgl ist etwa 10 nun breit und erreicht die Spitze der Zelle; alle oder
fast alle Flecke der Oberseite sind gelb. Kp schwarz mit feiner blauer Rückenlinie, unterbrochener gelber
Subdorsallinie und orangegelber Seitenlinie; Atemlöcher mit blauem Ringe; 2tes, 4tes, 6tes, Utes und 12tes Glied
titeckeri. mit einem Pärchen kurzer Fleischfäden. Von Kamerun bis Süd- und Ostafrika. — steckeri Kheil hat eine
schmälere, nur G nun breiten gelbe Querbinde der Hflgl, stimmt aber sonst mit der Hauptform überein.
javk.soni. Abyssinien. — jacksoni K. Sliarpe (24 c) unterscheidet sich von der Hauptform dadurch, dass alle Flecke
der Vflgl weiss sind und die zahlreichen Flecke der Hflgl ol>en gelblich, unten weiss. Deutsch und Britisch
osmrus. Ostafrika, Uganda und Abyssinien. — OSCarus TJniruu (= prominens Grüvh.) (24 d) weicht dadurch ab,
dass die Mittelbinde der Hflgl schmäler ist und die Rippe 2 kaum überragt; die Hflgl haben oben nur drei
weisse Submarginalflecke und der Submarginalfleck im Feld 8 der Vflgl fehlt; dadurch und durch den
etwas mehr länglichen weissen Fleck des zweiten Palj)engliedes nähert sich oscarus die folgende Art. Uganda.
üulaüi ^" a'bimaculata BÜr. (25 d) hat wie die vorige Art einen grossen schwarzen Wurzelt(>il der Hflgl,
welcher die Rippe 7 erreicht und ist auch sonst der cclierid so ähnlieh, dass sie früher nur als eine Form
dersell)en betrachtet worden ist; sie kann jedoch dadurch unterschieden werden, dass das zweite Palpenglied
einen langen weissen Strich hat, dass der Hlb unten so lull wie das helle Feld der Hflgl ist, dass der
Submarginalfleck im Felde 8 der Vflgl fast inuner fehlt und dadurch dass beim J der Mehlfleck der Hflgl
etwa ü mm lang und die letzte Rückenplatte des Hlbs an der Spitze tief eingeschnitten ist. Alle Flecke
EUPLOEA; AMAURINA. Von Dr. C. Aurivillius. 77
sind weiss und die yui'ibinde der Hflgl bei der Hauptfonn gelb. Süd- und Ost-Afrika bis Uganda. —
hanningtoni BUr. (24 b) weicht nur dadurch ab, dass die Querbinde der Hflgl weiss oder gelblich weiss ist. fg""/""^'
Deutsch Ostafrika besonders am Kilimandjaro-Berge häufig.
A. lobengula unterscheidet sich von den vorhergehenden dadurch, dass die dunkle Farbe an der
Wurzel der fiflgl viel weniger ausgedehnt ist und die Rippe 7 nicht erreicht. — lobengula fi. Sliarpe (25 d). lobonjula.
Die gelbe Querbinde der Hflgl ist sehr breit und erreicht beim ^ den kleinen Mehlfleck an der Rippe 1 b;
die Diskalflecke der Yflgl sind gelb und der Submarginalfleck des Feldes 8 ist deuthch. Matabeleland.
Mashunaland, Nyassaland. — katangae Neave hat weisse Flecke beider Flügel, stimmt aber übrigens mit hdlangae.
lobengula überein. Rhodesia und Katangagebiet. — crawshayi Btlr. (24 d). Die gelbe oder weisse Quer- crauahayi.
binde der Hflgl ist weniger breit und erreicht beim q bfi weitem nicht den Mehlfleck; der schwarze
Saumteil der Hflgl ist darum am Irde viel breiter und erreicht gewöhnlich fast die Mitte des Irds; der
Submarginalfleck im Felde 8 der Yflgl fehlt und die Yflgl haben darum nur zwei helle Flecke an der
Spitze; alle Flecke beider Flügel sind weiss. Nyassaland. — Die mir unbekannte whytei Btlr. scheint nur whylvL
durch gelbliche Diskalflecke der Hflgl von crawshayi abzuweichen. Nyassaland.
A. comorana Obertk. ist fast wie crawshatji gezeichnet, hat aber grossere, einander berührende wmorana.
Diskalflecke der Felder 4 und 5 der Yflgl, einen kleinen Submarginalfleck im Felde -8 der Vflgl und in
jedem der Felder 2 — 6 der Hflgl zwei grosse Submarginalflecke, welche fast in der Mitte der breiten
schwarzen Saumbinde liegen; alle Flecke sowie die Querbinde der Hflgl und die Unterseite des Hlbs sind
gelb. Comoren.
Phaedon-Gruppe.
Die einzige Art dieser Gruppe seliliesst sirli in diT Zinrhuung den Arten der Echoria-Gruppo an. woiciit
aber dadurcti ab, dass der schwarzbraune Wurzolteil der Ill'lgl die Mitte des Flügels erreicht und die Wurzel
der Felder 2. 4. 5 und G bedeckt.
A. phaedon F. (24 d) hat schwarzbraune Flügel mit gelben Zeichnungen ; die Mittelzelle der Vflgl phaedon.
ist gewöhnlich ungefleckt; die Diskalflecke der Felder 2, 4 und 5 sind klein; die gelbe Querbinde der Hflgl
ist nur 6 — 7 mm breit, liegt hinter der Mitte und besteht aus einem Fleck in der Spitze der Zelle und je
einem in den Feldern 1 b — 6; beide Flügel mit gelben Submarginal- und Saumflecken. Madagaskar und
Mauritius.
3. Gattung: Aiiiauriiia Auriv.
Di(i Arten wurden bisher zu Amauris geführt, unterscheiden sich aber in beiden Geschlechtern
sofort dadurch, dass die Rippe 7 der Hflgl fast in der Mitte zwischen den Rippen G tnid 8 entsjiringt und
nicht wie bei Amauris viel näher an der Rippe 6. — Die Yflgl haben einen Querfleck in der Mittelzelle,
welcher vom grossen Flecke des Feldes 2 gut getrennt ist, und hinter der Zellenspitze eine kleine Quer-
binde, welche aus den Diskalflecken der Felder 4 — G (und 9) besteht. Die Submarginalflecke sind gut
entwickelt und oft gross, auf den Hflgln sind sie wenigstens unten in jedem Felde zwei und unregelmässig
schief gestellt. Das gelbe Wurzelfeld der Hflgl ist massig gross und erreicht die Wurzel, aber nicht die
Spitze der Zelle. Die Flglfransen sind hell gefleckt und uneben.
A. ellioti BUr. (25 b). Alle Flecke beider Flügel sind gell) und die Submarginalflecke der Hflgl- clUoU.
Oberseite gross und vollständig ausgebildet. Ruwenzoiigebiet.
A. ansorgei E. Sharpe (24 d). Alle Flecke sind weiss und die Submarginalflecke der Hflgloberseite ansorgei.
fehlen teilweise. Nyassaland, Deutsch Ostafrika, Uganda.
Die mir unbekannte ,, Amauris" grogani E. Sharpe ist so unvollständig beschrieben, dass es un- ijruyuiii.
möglich ist zu entscheiden, ob sie zu der Niavius- Gruppe von A^nauris oder zu Amaurina gehört. Die
Beschreibimg lautet: Hinsichtlich der Stellung der weissen Flecke der Yflgl mit A. daniocles Beauv. ver-
wandt, dem allgemeinen Ansehen nach aber der A. ansorgei ähnlich. Yflgl: Grundfarbe dunkel schwarz-
braun, durch eine Anzahl weisser Flecke wie bei A. damocles erhellt; der weisse Fleck im Felde 2 nicht so
ausgezogen wie bei dieser Art; alle Flecke etwas kleiner als bei damocles. Hflgl mit mehr als die Hälfte
braunschwarz; das Wurzelfeld hell ockergelb; nahe am Hrde eine Reihe von undeutlichen weissen Flecken,
dieselben nächst der Spitze am deutlichsten. Unterseite: Mitte der Yflgl dunkel braunschwarz, das Spitzen-
feld heller braun; alle weisse Flecke deutlich, aber kleiner als bei damocles. Hflgl mit mehr als die Hälfte
hellbraun, das Wurzelfeld hell ockergelb; der innerste Wurzelteil dunkelbrami und am Yrde nach aussen
verlängert; nahe am Hrde eine deutliche Reihe weisser Flecke von wechselnder Grösse und am Saume
selbst winzige weisse Doppelflecke. Mushariland zwischen Kiwu und Albert-Edward See.
4. Gattung: Eiiploea F.
Diese für die indo-malayische und die austro-malayische Region, sowie für . die Inseln des iiacifischen
Ozeans so äusserst charakteristische Gattung ist in der äthiopischen Region nur auf den Mascarenen und
78 EUPLOEA. Von Dr. C. Aukivillius.
den Sej^chellen an cU-r Ostküste Afrikas vertreten und liefert einen Beweis für die frühere Verbindung
zwischen diesen Inseln und den südlichen Teilen Asiens. Ganz wüe auf den Inseln des Indischen und
Pacifischen Ozeans treten auch hier auf den verschiedenen Inseln ganz verschiedene Arten auf.
Die (JcJ sind oft durch besondere Mehl- oder Sammetflecke der Vflgl oder der Hflgl oder beider
Flügel ausgezeichnet. Darauf und auf geringfügige Unterschiede der Flglforni hat ^1 o o r e eine grosse
Anzahl von Gattungen begründet. Da aber ein Weibchen nach diesen Gattungskennzeichen nicht bestimmt
werden kann und scheinbar nahe verwandte Arten oft geti'ennt werden, müssen, ist es fraglich, ob diese
„Gattungen" natürlich sind oder nicht. Nur durch ein näheres Studium der Eiitwicklungsstadien dürfte
diese Sache entschieden werden können.
Die Kp sind leider nur wenig bekannt, scheinen aber durch die Zahl und die Auorihiung der langen
Fleischzapfen oder Fleischfäden beträchthch von einander abweichen zu können.
Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass die asiatischen Euploen von vielen anderen Schmetter-
lingen mehr oder weniger genau nachgeahmt werden. Auf den afrikanischen Inseln leben auch zwei
Schmetterlinge, welche wahrscheinlich als Nachahmer von E. euplion und goudoii zu betrachten sind,
nämhch Salamis augustina und das $ von Papilio phorhautn: iTstcti' Art ist nunmehr fast ausgestorben,
letztere aber ist auf Bourbon sehr häufig.
Ueber die zahlreichen indischen Formen dieser Gattung vgl. Bd. it, p. 225 — 272, Taf. 79 — 8(5.
ctiiihun. E. euphon F. (23 c). Die Vflgl sind bläulich schwarz, am Hrde heller und haben eine vollständige
oder fast vollständige Eeihe von ziemlich grossen, weissen Submarginalflecken, von denen die der Felder (i
bis 8 eine Subapikalbinde bilden; kleine weisse Diskalflecke können in den Feldern 3 — 6, 9 und 10 vor-
lianden sein; die Hflgl sind schwarzbraun und haben hinter der Mitte eine o — 6 mm breite, gelbliclnveisse
Querbinde, welche dicht am Saume von 8 — 10 kleinen, gerundeten Flecken begleitet ist; auf der Unterseite
haljcn sie ausserdem weisse schwarz geringelte Diskalpunkte in den Feldern 3 — 6 und in der Mittelzelle.
Beim (^ fehlen Mehlflecke oder sonstige Auszeichnungen und der Hrd der Vflgl ist gerade. — Die Ep
lebt auf Nerium, ist schmutzig weiss, mit einer Seitenreihe schwarzer Punkte und vier Paaren Fleisch-
fädcn, welche auf dem Bten, 4ten, 6ten und letzten Gliede stehen. — Die Pp ist glänzend goldgrün.
Mauritius.
üisjanlhi^i. E, desjardinsi Guer. (25 d). Diese seltene, hier zum ersten Jlale abgebildete Art kommt nur auf der
kleinen Insel Uodriguez vor; sie ist der vorigen Art sehr ähnUch, aber viel kleiner, mit hellerer Grund-
farbe und ohne helle Punkte zwischen dem Saume und der hellen Querbinde der Hflgl.
(jotiduli. E. goudoti Bsd. (23 b) stammt von der Insel Bourbon; die Flügel sind oben von der Wurzel bis
über die Mitte hinaus tief schwarzbraun, dann heller braun; die Vflgl ganz ohne Submarginal- und Saum-
flecke, bisweilen aber mit 1 — 3 kleinen Diskalflecken ; die Hflgl etwa 2 mm vor dem Saume mit einer
Reihe von 8 — 10. fast zusammenhängenden, weisshehen Flecken; die Unterseite beider Flügel mit 5 — 7
weissen Diskalpunkten; das cj hat wie bei euphon einen geraden Hrd der Hflgl und keine Mehlflecke. —
Die Rp. ist glänzend grünlichweiss mit schwarzem Kopfe, orangegelbem erstem Gliede und 4 Paare Fleischfäden.
milni. ■ E. mitra Moore (25 d) gehört zu einer ganz anderen Gruppe der Gattung, in welcher die Geschlechter
einander ganz unähnhch sind. — Beim cj ist der Hrd der Vflgl stark bauchig gebogen und im Felde 1 b
liegt auf beiden Seiten ein tiefschwarzer Längsstrich, welcher aus besonderen Schuppen gebildet ist und
eine „Brandmarke" genaimt wird ; die Vflgl auf beiden Seiten mit einer etwa 6 mm breiten, aus 8 Flecken
(der Felder 2 — 6 und 9 — 11) gebildeten, weissen Querbinde und mit kleinen weissen Subnuirginalflecken;
die Hflgl oben vom Vrde bis zur Mediana glänzend grau mit silbernem Schiller und mit undeuthchen
grauen Flecken am Saume, unten mit 7 — 8 weissen Diskalpunkten und am Saume mit einer Doppelreihe
von gerundeten weissen Flecken. — Beim $ ist der Hrd der Mlgi ganz gerade und fehlt die Brandmarke;
die weissen Zeichnungen aber fast wie beim J entwickelt. Lebt nur auf den Sej-chellen.
rotjeri. E. rogeri Geyer. Von dieser angeblich auch von den Sej'chellen stammenden Art scheint nur ein
einziges Stück bekannt zu sein, welches schon 1837 von Carl Geyer beschrieben und abgebildet wurde.
Wenn das Stück wirklich aus den Se^-chellen w-ar, ist sie wahrscheinlich jetzt ausgestorben, indem sie von
denen, welche in späteren Jahren diese Inseln untersuchten, nicht wiedergefunden worden ist. Die Figur
stellt ein $ dar, welches etwas an das $ von mitra erinnert; die Flügel haben eine schwarzbraune Grund-
farbe mit weissen Zeichnungen; die Vflgl haben im Felde 1 b zwei lange Längsstriche, welche oben bräun-
lich und auf der Unterseite weiss sind, in der Spitze der Mittelzelle ein weisser Fleck, hinter der Spitze
eine weisse Querbinde, welche wie bei mitra aus Flecken der Felder 2 — G und 9 — 11 besteht (der Fleck im
Felde 2 ist abgetrennt und abgerundet) und weisse- Submarginalflecke, von denen die der Felder 5 und (i
grösser sind. Die Hflgl haben einen weissen Fleck in der Spitze der Zelle und dicht hinter der Zelle eine
breite am Irde erweiterte weisse Querbinde, deren Flecke in 1 b und 1 c strichförmig und in den übrigen
Feldern breit und nach aussen zugespitzt sind; dicht am Saume liegen in jedem Felde zwei weisse Punkte;
auf der Unterseite findet sich ausserdem ein Längsstricli im Felde 7 und je ein Punkt im Wurzelteil der
Felder 2, 5 und 6.
Urbeschreibungs-Nachweis der aethioiiischen Danaididen.
79
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den aethiopischen Danaididen aufgeführten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
hyalites Amauris. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 209.
aeUiiops Amauris. lluihsch. <£ Jord. Nov. Zool. 10, p. 503.
al't'iiiis Amauris. Aiiriv. Seitz Grossschmett. 13, p. 75.
albiiitai-ulata Amauris. Bllr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 16,
|). 394.
albiiiiis Dan. Lam. Iris 9, p. 130.
aicippoides Dan. Moore. Proc. Zool. Soc. Lond. 1883,
p. 238. *
aicippus Dan. Cr. Pap. Exot. 2, p. 45. *
aiisürcjci Amaurina. E. Shariie. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 18,
p. 158.
hulbil'era Amauris. Siiiilh. Ann. Mac;. Nat. Hist. (5) 19.
p. 369.
biiiiiilleri Amauris. Laus. Iris 8, p. 380. *
chrysippellus Dan. Strand. Archiv f. Naturg. 57: I, p. 375.
clirxsippiis Dan. L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 471.
cuiiioraiin Amauris. Ohcrth. Bull. Soc. Ent. Fr. 1897, p. 191.*
crausliayi Amauris. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1896, p. 821. *
(laiiioclrs Amauris. Beaiiv. Ins. Afr. et Amer., p. 239. *
(laiiioclides Amauris. Stgr. Iris 8, p. 367. *
(laiiiil'elli Amauris. Auriv. Ent. Tidskr. 12, p. 196.
dariiis Rothsch. & Jord. Nov. Zool. 10, p. 503.
ilrsjardiii><i Eupl. Guer. Icon. Regn. Anim. Ins., p. 474.
»lira Amauris. Xeave. Nov. Zool. 11, p. 324. *
iloiniiiU-aiius Amauris. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879,
p. 323.
(lorippus Dan. Klag. Symb. Phys. t. 48, Text.
c'chcria Amauris. SloU. Suppl. Cram. p. 135. *
rqialea Amauris Cr. Pap. Exot. 2, p. 146. *
eilioti Amaurina. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (C) IG, p. 122.
eiiphou Eupl. /-'. Ent. Syst. Suppl. p. 423.
I'eno.strala Amauris. Auriv. Archiv f. Zool. 3: 19, p. 1.*
I'oriiiosa Dan. (!odm. Proc. Zool. Soc. 1880, p. 183. *
i|oiidü(i Eupl. ü.s</. Faune Madag. p. 36. *
i|rü(|ani Amaurina. E. Sharpe. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 8.
" p. 278.
Iiaiininytoiii Amauris. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p.91
hecate Amauris. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 44.
hei-atoides Amauris. Auriv. Ent. Tidskr. 22, p. 113. *
inferna Amauris. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 79.
iul'umata Amauris. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 33.
jacksoiii Amauris. E. Sharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891,
p. 633. *
katancjae Amauris. Neare. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 8*
lobengula Amauris. E. Sharpe. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 6,
p. 340.
mert^edouia Dan. Kar.^ch. Ent. Nachr. 20. p. 228.
niitra Eupl. Moore. Cat. Lep. Ins. E. Ind. Comp. 1, p. 127.
morgeui Dan. Ilonr. Berlin. Ent. Zeitschr. 36, p. 436. *
mozarti Amauris. Sm//. Iris 17, p. 12.
iieunianni Amauris. Rothsch. Nov. Zool. 9, p. 590.
niavius Amauris. L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 470.
iiossima Amauris. Ward. Ent. Monthl. Mag. 6, p. 225.
ochlca Amauris. ß.s-rf. Voy. Deleg. 2, p. 589.
oehleides Amauris. Stand. Iris 8, p. 366. *
orientis Dan. Auriv. Voeltzk. Reise 2, p. 310.
oscarus Amauris. Thiirau. Berlin. Ent. Zeitschr. 48, p. 301.
petiverana Dan. ]>til. rf- llew. Gen. Diurn. Lep., p. 93.
phaodon Amauris F. Ent. Syst. Suppl., p. 423.
psyltaloa Amauris. Plöl^. Stettin. Ent. Zeit. 41, p. 189.
reata Amauris. Suff. Iris 17, p. 13.
reducta Amauris. Bartel. Nov. Zool. 12, p. 129.
reuteri Amauris. Strand. Wien. Ent. Zeit. 29, p. 31.
rogeri Eupl. ticijcr in Hbn. Zutr. Exot. Schm. 5, p. 36. *
sCeekeri Amauris. Kheil. Berlin. Ent. Zeitschr. 33. p. 393. *
stictiea Amauris. Rothsch. <£ Jord. Nov. Zool. 10, p. 50 L
tarlarea Amauris. Mab. Bull. Soc. Zool. Fr. 1, p. 199.
trauäieiis Amauris. Suff. Berlin. Yint. Zeitschr. 45, p. 115.
vastati Amauris. Bllr. Cist. Ent. 1, p. 1.
whytei Amauris. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1893, p. 644.
Ausgegeben 20. VI. 1011. SATYEIDAE; ELYMNIOPSIS. Von Dr. C. Aurivillius. 81
4. Familie: Satyridae, Grasfalter.
Wie bei den vorhergehenden Danaididen und den nachfolgenden NymphaHden sind auch hier die
Vorderbeine bei beiden Geschlechtern verkümmert und ohne Klauen; die Vordertarsen sind beim (J lang-
haarig und ungegliedert, beim $ aber wenig haarig und liurz gegliedert. Von den Danaididen unterscheiden
sich die Satyriden durch die an der Wurzel einfache Submedianrippe der Vflgl und durcli die ganz ver-
schiedene Flügelzeichnung; von den Nymphaliden aber weichen sie durch die zusammengedrückten Palpen
und die durch eine kräftige Querrippe vollständig geschlossenen Mittelzellen beider Flügel ab. Eine bis drei der
Eippen der Vflgl sind an der Wurzel blasenförmig erweitert, eine Bildung, welche unter den Nymphaliden
nur no:-h bei den Eurytelinen und den Eunicinen gefunden wird.
Die Satyriden sind kleine oder mittelgrosse Tagfalter und haben gewöhnhch eine dunkle, schwärz-
liche oder schwarzbraune Flügelfarbe, welche unten und oft auch oben mit submarginalen Augenflecken
oder Augenpunkten geziert ist; selten kommen auch andere helle Zeichnungen vor. Die Flügel sind dünn
und zart gebaut und der Flug ist langsam und flatternd. Die Arten kommen sowohl in offenen Gegenden,
wie im tiefsten Schatten der Urwälder vor.
Das Ei ist etwas höher als breit, kugel- oder tonnenförmig, und oben gewöhidich nicht schmäler als
unten; seine Oberfläche ist glatt oder hat zahlreiche, kürzere oder längere Eippen, die fast immer einfach
und gerade verlaufend sind.
Die Kpe ist glatt oder oft feinhaarig, nach vorn und besonders nach hinten allmählig verjüngt und
dadurch ausgezeichnet, dass das letzte Glied in zwei längere oder kürzere Spitzen ausläuft. Der Kopf ist
gewöhnlich oben wie gespaltet oder mit zwei langen Dornen bewaffnet. Sie leben auf Gräsern oder mit
denselben nahe verwandten monocotyledonen Pflanzen und haben gewöhnlich eine grüne oder grünliche
Farbe, wodurch sie auf den Grasblättern sitzend schwer zu entdecken sind.
Die Ppn sind ziemlich kurz und dick, abgerundet ohne scharfe Ecken oder Kanten; ihr Kopf ist
abgerundet oder etwas zweispitzig. Sie sind frei am Afterende aufgehängt oder liegen bisweilen auf der
Erde unter Steinen oder unter Grashalmen.
Die Satyriden kommen in allen Teilen der äthiopischen Eegion vor. Fast alle Arten und 10 der
15 Gattungen sind für die Fauna eigentümlich. Bemerkenswert ist, dass die Satyriden auf Madagaskar
eine weit bedeutendere Eolle als in den übrigen Subregionen Afrikas spielen. Sie machen dort etAva 24%
der Tagfalter aus und sind durch etwa 50 für die Insel eigentümliche Arten vertreten.
Ueber die Lebensweise und die Eigentümlichkeiten der Satyriden anderer Länder und Weltteile
vgl. Bd. 1, p. 79; Bd. 5, p. 173; Bd. 9, p. 285. —
Die Satyriden der äthiopischen Fauna gehören zwei Unterfamilien an, von denen die erste oft als
besondere Familie betrachtet wird.
Uebersicht der Unterfamilien.
A. Die Hflgl an der Wurzel mit deutlicher, beim $ sehr grosser Subcostalzelle, welche dadurch
gebildet wird, dass die Eippe 8 durch eine Querrippe mit dem Vrde der Mittelzelle ver-
bunden ist. Die Eippe 8 trennt sich schon vom Anfange an allmählig vom Vrde der Mittel-
zelle 1- Elymnünae.
B. Die Hflgl ohne Subcostalzelle 2. Satyrinae.
1. Unterfamilie: Elymnünae,
.Vuf den Vflghi ist nur die Costah-ippe an der Wurzel blasig angeschwollen. In der Zeichnung weichen
die Elymniineii dadurch von den Satyrinen ab, dass die Flügel wenigstens unten dicht mit feinen Querstricheln
bedeckt sind. Nur eine afrikanische Gattung.
1. Gattung: El3'liiiiioi>sis Fnüist.
Diese Gattung ist mit der typischen, aus dem indo-malayisclien Gebiete stammenden Gattung
Elymnias ^) nahe verwandt und unterscheidet sich hauptsächlich nur dadurch, dass die Eippen G und 7
der Hflgl viel näher aneinander entspringen. Die Entwicklungsstadien sind nicht bekannt.
') Vgl. Bd. 9, p. 371—392, Taf. 87—90.
XIII 11
82 MELAXITIS. Von Dr. C. AcRmu.ius.
phcgca. E. phegea F. (26 a). Die Vflgl sind schwarzbraun mit einem grossen orangegellicn Hrdsfleck und
einer solchen Disealhinde: diese berühren einander fast im Fehle 2; am Vrd finden sich von der Wurzel
bis über die Mitte hinaus kleine weisse Strichelchen; die Hflgl sind oben orangegelb mit einer breiteren
oder schmäleren Saumbinde, welche aus mehr oder weniger zusammengeflossenen, braunen Querstrichen ge-
bildet wird. Unten sind die Flügel fast wie oben gefärbt, die (luerstriche aber sind viel deutlicher und
angustala. beinahe über die ganze Fläche der Hflgl verbreitet. — ab. angustata liurtcl hat eine schmälere und heller
intermedia, gelbe Disealhinde der Vflgl — Bei intermedia Auric. ist diese Binde rein weiss und gleichfalls schmäler als
bei der Hauptform. — Liberia bis (iabuii.
bammakoo. E. bammakoo Westw. (20 a) unterscheidet sich von phegea dadurch, dass die Zeichnungen weiss oder
weisslich sind: der Hrdfleck der Vflgl ist viel kleiner und erreicht gewöhnlich nicht die Eippe 2; der helle
Wurzelteil der Hflgl ist auch viel kleiner, die dunkle Saumbinde dagegen viel breiter; auf der Unterseite
der Hflgl ist die Grundfarbe oft mehr oder weniger gelblich. Ueberall im westafrikanischen Waldgebiet.
ralrayi. E. ratrayi E. Sluirpe (2G a) hat eine fast senkrechte orangegelbe (i)uerbinde der ^'flgl, welche vom
X'rde l)is zum Hrde reicht, aber bisweilen im Felde 1 b kurz unterbrochen ist; das breite ]\Iittelfeld der
ufiandfic. Hflgl ist rein weiss. Uganda. — ab. ugandae Grünb. weicht nur durch die in den Feldern 2 und '^ Ineitere
(,)uerl)inde der Vflgl ab. Uganda.
2. Unlerfamilie: Satyrinae.
Die Formen dieser Unterfamilie zeiclinen sich fast immer dadurch aus, dass die Flügel unten eine sub-
marginale Querreihe von Augenflecken haben. Die Ausbildung der Augenflecke hängt wesentliili von den
.Jahreszeiten ab. Die Regenzelt-(Sommer-)Formen haben grosse, zalilreichere und schärfer hervortretende .\ugen-
flecke, während dieselben bei den Trockenzeit-(Winter-)Formen klein (ind punl<tfr)rniip; oder fcanz verscliwnnden
sind. Diese VeränderUelil<eit der Augenflecke wird bisweilen auch von Aliwritliungen in der ( iniuilfaibe lier
Unterseite begleitet.
l'in die Uebersiclit zu erleichtern, teile ich die 11 Gattungen in vier tJruiipen ein.
Uebersicht der Gattungsgruppen.
I. Klauen gespalten Mclanitis-druppe.
II. Ivlauen einfach.
A. Die Vflgl mit drei an der Wurzel stark aufgeblasenen Eippen .... Mycalesis-Gruppe.
B. Die Vflgl höchstens mit zwei an der Wurzel aufgeblasenen Bippen.
a. Augen haarig l'ararge-druppe.
b. Augen nackt Yptliima-drupp.
Melanitis-Gruppe.
Zu dieser Gruppe gehören nur zwei Gattungen, welche sehr nahe miteinander verwandt sind und darin
übereinstimmen, dass die Palpen schuppig, die Augen nackt und beide Flügel mehr oder weniger geeckt oder
geschwänzt sind. Die Vflgl sind am Knde der Rippe 5 scharf geeckt und die Hflgl an chn- Rippe 4 geschwänzt.
Die Unterseite ist sehr veränderlich, entweder fein gestrichelt oder marmorierl, dürren Blättern ähnlich. Die
Schmetterlinge lieben dunkle Stellen im Walde und setzen sich auf den Boden unter niedergefallenes Laub;
sie sind Dänimerungstiere unil fliegen hauptsächlich nur am Abend kurz vor Sonnen-Untergang.
2. Gattung: Melanitis F.
Die Präcostalrippe der Hflgl entspringt nach der Abtrennung der Rippe 8 vom Vrde der Mittelzelle.
Diese Gattung ist in Afrika durch drei Arten vertreten, tritt aber in der indo-malayischen Begion in
grossem Formenreichtum auf (Fruhstorfer unterscheidet 100 Formen des indisclien Gebiets. Die
Lebensweise der Mehniitis ist Bd. 1, p. 88 und Bd. 9, p. 261 — 262 ausführlich geschildert).
leda. M. leda L. wurde aus Amboina beschrieben und tritt im indo-malayischen Gebiete mit \ielen, kaum
africana. scharf unterschiedenen Bässen auf. — Die äthiopische Form africana Fnihsi. weicht nur unerheblich von
den indischen ab und hauptsächlich nur dadurch, dass das rotgelbo Subapicalfeld der Vflglolierseite durch-
schnittlich grösser ist. Bei der Begenzeitform sind die Flügel oben dunkelbraun, die Hflgl ohne Eotgelb,
die Vflgl aber fast immer vor der Spitze mit einem grossen rotgelben Flecke, welcher einen grossen Teil
der Felder (2) 3 — 6 bedeckt und zwei schwarze weiss pupillierte Augenflecke der Felder 3 und 4 einschliesst :
die Unterseite ist grau, fein bratin gewässert und hat detitliche schwarze, gelbgeringelte und weiss pupil-
lierti' Augenflecke, von denen gewöhnlich drei auf den Vflgln in den Feldern 3, 5 und 6, und sechs auf
den PIflgln in den Feldern Ic — 6 vorhanden sind; diese treten oft auch oben auf, obgleich hier kleiner.
Bei der Trockenzeitform ist die Unterseite marmoriert oder gebändert und die Augenflecke sind klein, punkt-
GNOPHODES. Von Dr. C. Aurivillius. 83
förmig oder fehlen ganz; die Oberseite ist entweder wie bei der Eegenzeitform gefärbt oder mehr oder
weniger, bisweilen fast vollständig mit rotgelb oder rotbraun überzogen, — fulvescens Guen. (= zitenides fulvescens.
Frühst.) (-20 b). Die rotgelbe Farbe der Hflgloberseite geht normal ohne scharfe Grenze in die Grundfarbe
über, selten bildet sie bei Stücken von den Cap-Yerdischen Inseln einen scharf begrenzten Subapicalfleck, =
ab. plagiata Auric. — Ep hell gelblich grün mit weisshchen Längsstreifen, und zwei Kopfdornen. Lebt an plaijkda.
Gräsern und besonders am Re's. Ueberall in der ganzen Eegion häufig.
M. libya Bist. (26 b) ist oben einfarbig dunkelbraun und hat vor der Spitze der Yflgl einen grossen, libya.
schwarzen Fleck, welcher die Felder 3—6 bedeckt und zwei grosse länghche weisse Flecke (in den Feldern
3 und 4) einschliesst; die Unterseite ist wie bei der Trockenzeitform von leda marmoriert und hat keine
deutliche Augenflecke. Die Eegenzeitform ist mir unbekannt. Senegal, Nyassaland, Maniealand, Deutsch-
Ostafrika, Uganda. — ab. nyassae Bartel hat die Yflgl an der Eippe 5 nur wenig geeckt und einen viel nijassal.
kleineren schwarzen Subapicalfleck und kleinere weisse Flecke der Yflgl. Nyassaland.
M. ansorgei Rothsch. Beide Flügel oben schwarzbraun mit violettem oder blauem Schiller; die Yflgl ansorgei.
nahe an der Spitze mit einer weissen Querbinde, welche sich vom Yrde gegen die vorspringende Ecke an
der Eippe 5 erstreckt; die Hflgl des (^ an der Mitte der Eippe 1 b mit einem von Haaren bedeckten
Mehlfleck; die Unterseite unregelmässig, grau gesprenkelt. Selten, nur im dichten Urwalde des
französischen und belgischen Kongogebietes gefunden.
3. Gattung: Cünoilhocles Westw.
Yon den Arten der vorhergehenden Gattung weichen die Gnophodes dadurch ab, dass die Prä-
costalrippe der Hflgl an oder vor der Abtrennungsstelle der Eippe 8 entspringt. Die c^(^ sind durch be-
sondere Samt- oder Mehlflecke ausgezeichnet. — Ep mit zwei zjdindrischen, stumpfen, senkrecht auf-
gerichteten Hörnern am Kopfe und tief gegabeltem Hinterende. Die frei hängende Pp ist fast gleich dick
mit stumpf abgerundetem Kopfe. Nach den Mehlflecken der (J(J können die Arten in zwei Gruppen
geteilt werden.
Erste Gruppe.
Die <JJ nahe am Hrde der Vflgloberseite im Felde 1 b mit einem grossen, ovalen Mehlfleck, welcher
von laugen, nach aussen gerichteten, Haaren bedeckt wird. Hrd der Vflgl fast gerade.
G. grogani E. Sharpe hat eine Flügelspannung von etwa SO mm und ist demnach grösser als die (jroganl.
übrigen Arten; der Saum der Yflgl ist zwischen dem dreieckigen Zahn an der Eippe 5 und dem Hinter-
winkel ganz eben und fast gerade; beim ^ haben die Yflgl oben einen grossen, lang behaarten Mehlfleck
auch im Wurzelteil des Feldes 2; beide Flügel oben schwarzbraun, die Yflgl mit einer sanft gebogenen,
nach hinten allmählig verschmälerten, scharf begrenzten, gelben Subapicalbinde zwischen dem Yrd und
der Eippe 1 ; die Unterseite fast wie bei parmeno marmoriert und mit ähnlichen Augenflecken. Britisch
Zentralafrika im Mushari- Gebiet und am Euwenzori.
G. parmeno Bhl. u. Heiv. (26 b). Die Yflgl sind oben bis zur Subapicalbinde schwärzlich; die Sub- parmeno.
apicalbinde gebogen, beim ^ undeutlich und schmal, beim $ etwas deutlicher und breiter; Saum der Yflgl
zwischen der Eippe 5 und dem Hinterwinkel unregelmässig; (J nur im Felde 1 b mit ]\Iehlfleck; die Unterseite ist,
wie die Figur zeigt, braun, weiss und gelblich marmoriert. Westafrikanisches Waldgebiet von Sierra Leone
bis Angola und Uganda. — diversa Btlr. (26 c) ist die süd- und ostafrikanische Easse, welche nur durch diversa.
die breitere und schärfer begrenzte, gelbe Subapicalbinde der Yflgloberseite abweicht. Sie ist von Natal
bis Britisch Ostafrika verbreitet. Ep grün mit grünen Längslinien. Pp einfarbig grün ohne Zeichnungen,
mit glänzender, wachsartiger Haut. — Bei betsiitiena Bsd. ist die helle Querbinde der Yflgl noch breiter, betsimena.
am Yrde etwa 7 mm breit, scharf und gleichmässig begrenzt und heller, weisslich gelb; der Saum beider Flügel
ist schmal gelblich. Madagaskar. — dubiosa form. nov. (26 c), von der ich nur das abgebildete, aus Kamerun dubiosa.
stammende $ kenne, stimmt unten völlig mit parmeno überein und weicht nur durch die weisse Querbinde
der Yflgloberseite und die kaum geeckten Yflgl ab. Wahrscheinhch nur eine Weibchenform von parmeno.
Zweite Gruppe.
Die JcJ am Vrde der Mittelzelle der Hflgloberseite mit einem grossen, länglich ovalen, kreideweissen
Mehlfleck. welcher von dem in der Mitte stark ausgebuchteteii Hrde der Vflgl bedeckt ist und dem ein ähnlicher
Fleck auf der Unterseite der Vflgl entspricht.
G. chelys F. (26 c). Beide Flügel oben schwarzbraun, beim $ heller als beim ^J; die Yflgl mit chclys.
schwacher Andeutung einer rötlichen Subapicalbinde ; die Unterseite wie bei den übrigen Arten unregelmässig
gefleckt und gesprenkelt mit weissen Augenpunkten. Ep hellgrün mit feinen, kurzen, weisslichen Haaren,
Kopf dunkelbraun mit weissem Stirnfleck und oben mit zwei haarigen Hörnchen; lebt auf einem rauhen,
84 :MY('ALESIS. Von Dr. C. Aürivillius.
pythia. l)r(^itblättcrig('n Grase. Pp grün. Sierra Lt'one bis Angola und Uganda. — Bei ab.-$ pythia F. (26 b) (letzte Figur)
haben die N'flgl am zweiten Drittel des Vrdes eine sclunale weisse Querbinde, welche die Eippe 5 erreicht.
hnrpn. Häufiger als die dem (J ähnliche, typische Weibchenform. — ab.-$ harpa Kurscli hat eine deutlichere,
iris. gelbliche Subapicalbinde der Vflgl als die Hauptforni. Togo-Land. — Jjei ab.-$ iris Bartd haben beide
Flügel oben einen deutlichen violettblauen Schiller. Kamerun, Hinterland.
minehini. G. minchini Heron weicht von der vurhergflimilrn Art dadurch ab, dass die Vflgl noch kürzer und
breiter sind und zwischen der Eippe 4 und dem Hinterwinkel einen geraden und fast ganz ebenen Saum
haben; die Subapicalbinde der Vflgl ist schmal aber deutlich und ziemlich scharf ln-grenzt; sie erreicht die
Hippel oder wenigstens die Hippe 2; die Unterseite ist dunkler als bei cJidijs. Uganda und Huwenzori. • —
magniplafja. ab. niagnipiaga Heron zeichnet sich durch die bedeutendere Grösse des weissen Mehlfleckes des cj aus;
derselbe ist 18 — 14 mm lang und also fast so lang wie die Mittelzelle. Huwenzori.
Mycalesis-Gruppe.
Die Gattungen dieser Gruppe stehen einander sehr natie und sind durch die drei an der Wurzel kräftig
aufgeblasenen Rijjpen der Vflgl ausgezeichnet ; die an der Wurzel blasenförmigen Rippen sind die Costalrippe,
die Medianrippe und die Subniecüanrippe.
.\uf diT Flügehmterseite stimmen fast alle Arten darin üherein, dass die gewühnlitli dunklere Wurzel-
liälfte durrli eine Querlinie (die Mittellinie) von der Saumhiilfte, welche die Augenflecke enthält, getrennt wird.
Die Flügel der <5o sind fast immer durch Haarpinsel oder durch Mehlflecke ausgezeichnet. Die Gruppe
ist auch in der indo-malayischen Region sehr reich an Arten. Keine Art ist jedoch für die äthiopische und die
indo-malayischc Region gemeinsam. Die äthiopischen .\rten gehören drei verschiedenen Gattungen an.
Uebersicht der Gattungen.
A. Augen nackt 4. Mycalesis.
B. Augen haarig.
a. Die \"tlglspitze nicht ausgezogen 5. Henolesia.
Die ^'flglspitze sichelförmig ausgezogen (i. Heteropsis.
I).
4. Gattung: llycalosis Hhn.
Echte Mycalesis- Arten kommen nur in der äthiopischen Hegion vor. Arten aus Asien und Au-
stralien, welche bei M//c«7<;sis geführt worden sind, haben haarige Augen und gehören anderen Gattungen an.')
Die Rpn haben zwei Hörner am Kopfe und die für die Satyriden-Haupen gewöhnliche Körperform.
Die $$ der zahlreichen Arten stimmen im Eippenbau, Flügelform und übrigen strukturellen Kenn-
zeichen so vollständig mit einander überein, dass es unmöglich ist, sie in Gruppen zu verteilen. Die ^^
aber bieten durch die ihnen eigentümlichen Pinsel und Mehlflecke Kennzeichen dar, welche zur ]]ildung
künstlicher Gruppen angewendet werden können. Obgleich also diese Gruppen den grossen Mangel haben,
dass. die Stellung eines $ nicht festgestellt werden kann, benutze ich sie dennoch hier, um die Uebersicht
der vielen Arten zu erleichtern. Bei den (J(J aller Arten kommt in der Mittelzelle der Hflgloberseite nahe
an dvv \\'urzel des Vrds ein langer, nach vorne oder schief nach aussen gerichteter Haarpinsel vor.
Uebersicht der Gruppen.
A. Beim J entspringt die Rippe 7 der Hflgl viel näher an Hippe 6 als an Hippe S oder ist
sogar mit Hij)!»' (> gestieP.
a. Beim (J findet sich in der ^littelzelle der Hflgl am Hrde zwischen den Ausgangspunkten
der Rippen 2 und 3 ein schief nach aussen und hinten gerichteter Haarpinsel Iccius-Gniirpe.
b. Die Hflgl des ^ ohne solchen Haarpinsel Evadne-Gru'p'pe.
B. Beim ^ entspringt die Hippe 7 der Hflgl in der ^Milte zwischen Hippe ü und 8 oder näher
an 8, selten etwas näher an 6, jedoch nicht doppelt so viel von 8 als von 6 . Safitzu-Gruppe.
Iccius- Gruppe.
Die Arten sind durehschuiulirli grösser als in den aiidrren Ciruiipru und haben oft die IIfl;;l am Anal-
winkel etwas ausgezogen und zugespitzt. Hei der einzij^en. zu dieser Grupiie gehörigen Rp, welche bekannt ist,
sind die Spitzen dos letzten Gliedes rudinnMitär, knopffrirniig. — Alle Arten gehören den tropischen Teilen West-
afrikas an.
M. hewitsoni. Px-ide Mügel ol)en schwarzbraun; die Vflgl mit einer blauen oder violetten, auf der
Aussenseite oft wcisslichen (^uerbinde, welche am N'rde dicht hinter der Zellenspitze anfängt und den
Hinterwinkel erreicht; die Hflgl oben mit einer iilauen oder violetten Saumbinde, welche am Vrde am
') Vgl. Frulislorfer's .\usl'ührLmgen über Culapa etc, in Bd. 9, S. '6'3'Z f.
MYCALESIS. Von Dr. C. Aukivillius. 85
l)reitesten ist und allmählig schmäler werdend an der Kippe 1 c oder am Anahvinkel endet; das dunkle
Wurzelfeld der Vflglunterseite ist nach aussen gerade abgeschnitten. — hewitsoni Doumct (26 d). Die Unter- heivUsoni.
Seite mit scharf hervortretenden schwarzen, gelbgeringelten und weiss pupillierten Augenflecken, zwei gleich
grossen auf den Vflgln, in den Feldern 2 und 5, und 6 auf den Hflgln, in den Feldern Ic, 2, 4, 5 und 6,
von denen diejenigen der Felder 2 und 6 die grössten sind; im Felde 1 c stehen zwei Augenflecke, von
denen jedoch der hintere klein oder undeutlich ist. Kamerun, Gabun und Kongo- Gebiet. — subocellata subocellata.
Bartcl (26 c) unterscheidet sich nur durch kleine, verblasste und punktförmige Augenflecke der Unterseite
und ist wohl nur eine Zeitform von heivitsoni. Südliches Kongogebiet.
M. bicolor Bartel (26 d) weicht oben nur dadurch von hewitsoni ab, dass die blaue Querbinde der bicolor.
Vflgl breiter ist und näher am Saume liegt; auf der Unterseite der Yflgln ist der dunkle Wurzelteil nicht
nach aussen gerade abgeschnitten, sondern tritt bauchig nach aussen hervor, das Aussenfeid der Vflgl ist
weisslich und hat nur zwei kleine Augenflecke (in 4 und 5) ; der grosse Augenfleck im Felde 2 fehlt näm-
lich ganz. Im Hinterlande von Kamerun.
Eine dritte ähnliche Art ist M. nanodes Sm., welche mir in der Natur unbekannt ist, aber nach nanodes.
der Beschreibung oben mit bicolor übereinstimmt; unten ist die dunkle Wurzelhälfto nach aussen durch eine
schmale, hell violette Binde begrenzt; das Saumfeld der Vflglunterseite ist violettbraun und hat zwei kleine
Augenflecke in den Feldern 4 und 5 und einen grösseren im Felde 2; die Hflgl auch mit Augenfleck im
Felde 3 und demnach mit 7 Augenflecken, von denen die der Felder 2 und 6 und der vordere des Feldes 1 c
die grössten sind. Ist wahrscheinlich nur eine Form von }iewitso7ii oder bicolor; die Form der Aussenseite
des Wurzelfeldes der Vflglunterseite wird leider in der Beschreibung nicht erwähnt. Im Urwald am
Aruwimi-Fluss.
M. medontias Hew. (26 e). Die Vflgl oben mit einer scharf begrenzten, blauen Querbinde, welche medonlias.
von der Mitte des Vrdes bis zum Hinterwinkel geht und den von unt(>n durchscheinenden Augenfleck des
Feldes 2 einschliesst; die Hflgl oben einfarbig schwarzbraun, am Vrde der Mittelzelle beim ^ mit einem
glänzenden länglichen Flecke, welcher fast völlig von den Vflgln bedeckt wird; auf der Unterseite weicht
diese Art von allen anderen dadurch ab, dass der wenig dunklere Wurzelteil nach aussen durch eine breite,
scharf begrenzte, fast gerade, weisse Querlinie begrenzt wird; die Augenflecke sind schwarz, gelb geringelt
und weiss pupilliert; es kommen davon 4 auf den Vflgl (1 im Felde 2 und drei vereinigte in den Feldern
4 — 6) und 7 auf den Hflgln vor, von denen zwei im Felde 1 c; der vordere von diesen und diejenigen der
Felder 2 und 6 sind grösser als die übrigen. Die Kp ist oben ganz nackt und glatt, an den Seiten sehr
kurz und fein behaart, grün mit zahlreichen dunklen Querlinien, welche durch die obere Seitenlinie unter-
brochen werden; am Hrde jedes Gliedes stehen 4 dunkle Rückenpunkte in einer Querlinie; der Kopf ist
rauh, feinkörnig und feinhaarig mit 4 grossen schwarzen Flecken; hinten im Nacken stehen zwei kleinere
schwarze Flecke; die Kopfhörner sind stumpf und haben zwei dunkle Ringe; die Endgabel ist rudimentär
und besteht nur aus zwei, schief nach oben gerichteten, stumpfen Warzen; durch Zeichnung, Körperform
und Kopfhörner erinnert die Rp sehr an eine Nacktschnecke. — Pp einfarbig grün mit viereckigem, sehr
scharfkantigem Cremaster. Kamerun bis Kongo.
M. iccius Hew. (26 d) ist grösser als die vorige Art, und oben ähnlich gezeichnet, aber mit gebogener iccius.
und nach hinten verschmälerter Querbinde der Vflgl; die ganze Unterseite ist dunkelgrau und wird durch
drei schwarzbraune Querlinien in vier Abteilungen geteilt; zwischen der zweiten und dritten Querlinie
liegen die gelb geringelten und weiss pupillierten Augenflecke ; in der Mittelzelle der Vflgl finden sich drei
schwarzbraune Querstriche, von denen der äusserste sich hinten mit der ersten Querlinie vereinigt; die erste
und zweite Querlinie sind fast gerade und gleichlaufend, die dritte der Vflgl divergiert nach hinten und
nähert sich dem Hinterwinkel; die dritte der Hflgl ist an der Rippe 5 schwach gebogen; dicht vor dem
Saume läuft eine dunkelbraune Wellenlinie. Alt Calabar, Kamerun, Kongo, Uganda. — ephorus Weym. iphorns.
weicht nur durch kleine oder punktförmige Augenflecke der Unterseite ab und ist wohl nur eine Zeitform
von iccius. Goldküste. — Bei ab. transiens Bartel ist die blaue Binde der Vflgl fast um die Hälfte transiens.
schmäler und die Augenflecke sehr klein. Kamerun-Hinterland.
M. sebetus Heiv. unterscheidet sich oben von der vorhergehenden Art dadurch, dass die blauviolette sebeius.
Querbinde der Vflgl nicht scharf begrenzt ist und höchstens die Rippe 2 erreicht, unten sind die Flügel
ähnlich wie bei iccius gezeichnet, aber dadurch abweichend, dass die dritte Querlinie auf den Vflgln fehlt
und auf den Hflgln unregelmässig winklig-wellenförmig geschwungen und undeutlich ist; die Augenflecke
ind klein. Westafrika von Liberia bis Angola. — una Plötz (26 e) weicht nur durch einen weissen Punkt una.
im Felde 5 der Vflgloberseite und durch noch kleinere Augenflecke der Unterseite ab. Gabun. — kochi kochi.
Grünh. ist wohl auch nur eine Form von sebetus; sie wird in folgender Weise beschrieben: Oberseite tief
schwarzbraun samtartig, die blaue Subapicalbinde im Vflgl hinten bis unmittelbar vor die Rippe 2 reichend ;
der für una charakteristische weisse Punkt im Felde 5 fehlt vollständig; Unterseite olivenfarben, stark mit
Braun untermischt; Wurzelteil des Hflgls weiss; Vflgl von der mittleren Partie des Vrdes bis zur hinteren
s
86 JIYCALESIS. Von Dr. ('. Aukiviluus.
Partie des Aussenrandes ebenfalls stark weiss durchtränkt; die beiden Querzeichnungen in dci- Zt-lle des
Vflgls schmäler als bei iina und dunkel ausgefüllt, die Subbasalbinde im Hflgl und die iluichgelu'nde Dis-
calbinde wie bei una verlaufend, aber etwas schmäler; vor den Augenflecken sind nur die weissen Mittel-
punkte scharf und deutlich, in derselben Anordnung wie bei ima, aber noch kleiner, im ^'flgl in den
Feldern '2 und 5, der Fleck im Felde 4 fehlt, im Hflgl in den Feldern la — 6: von den schwarzen und
braunen Umgrenzungen sind nur bei den Flecken 1 b, 2 und 6 im Hflgl sowie bei 2 im Vflgl leichte
Spuren sichtbar. Auf den Sesse-Inseln im Viktoria-Nyanza.
Die folgenden vier Arten weichen von den vorhergehenden dadurch ab, dass die blaue Querbinde der
Vflgloberseite des cJ völlig fehlt oder nur durch eine diffuse violette Färbung angedeutet ist und dass mit Aus-
nahme von zinebi beim ? eine weisse Querbinde der Vflgl vorhanden ist.
zinebi. M. zinebi Bllr. Das ^ oben mit einfarbig schwarzbraunt'n, am Saume heller gefärbten Flügeln; die
Wurzelhälfte der Felder 1 a und 1 b der Vflgloberseite durch aufgerichtete Schuppen rauh und fast schwarz
aber ohne lange Haare; die Unterseite braungrau mit drei dunklen Querlinien, welche fast wie bei iccius
angeordnet sind; die dritte Querlinie der Hflgl fast gleichfrirmig gebogen; Augenflecke nur durch kleine
weisse Punkte vertreten oder ganz fehlend. Sierra Leone bis Togo-Land.
ilalus. M. italus Hew. (26 e). Das cJ ist dem q der vorigen Art sehr ähnlich, aber etwas grösser und im
Wurzelteil der Felder 1 a und 1 b der Vflgloberseite mit langen, dunklen Haaren dicht bekleidet; das $
ist durch die breite weisse Querbinde der Vflgl ausgezeichnet; bei beiden Geschlechtern sind die Augen-
flecke der Unterseite gross und gut entwickelt und die dunklen Querlinien scharf hervor aetend. Vom
Niger bis Gabun verbreitet.
xeneas. M. xeneas Hew. (27 a) weicht von den nächst vorhergehenden durch die hell gefärbte ^Mittellinie der
Unterseite ab; die Vflgl beim (J oben schwarzbraun, im Apicalteil heller bräunlich und mit zwei gleich
grossen Augenflecken in den Feldern 2 und 5, von denen der letztere deutlicher und weiss pupilliert ist;
die Hflgl sind einfarbig schwarzbraun; das $ ist grösser und weicht dadurch ab, dass die Vflgl hinter der
Mittelzelle eine breite weisse Subapicalbinde, welche sich vom Vrd bis zur Eippe 3 erstreckt, und grössere
Augenflecke haben und dass beide Flügel mit einer schwarzen Saumlinie geziert sind; auf der Unterseite
ist die graue oder beim $ weissliche Mittellinie in beiden Flügeln an der Kippe 4 deutlich nach aussen
geeckt oder gebogen; die Augenflecke treten scharf hervor und sind schwarz mit weissen Pupillen und
einem inneren gelben und äusseren braunen Ringe, die beiden der \'flgl und diejenigen in den Ft'ldcrn 2
und G der Hflgl sind grösser als die übrigen; beide Flügel mit einer deutlichen schwarzen Saumlinie. Alt-
Calabar, Kamerun und nördliches Kongo- Gebiet.
phalanlliuti. M. phalanthus N/.'/r. (27 a) ist kleiner als die vorige Art, sonst aber so älmlich, dass sie nur ihircli
die wenigstens auf den Hflglii ganz gerade Mittellinie der Flügclunterseite abweicht. Von der Goldküste bis
zur Mündung des Kongo verbreitet. Beim ^ findet sich auf der Vflgloberseite in der W'urzel des Feldes 2
ein dunkler Haarpinsel, der bei xeneas völlig fehlt; beim $ ist der Saumtoil des Feldes 1 b hinter dem
grossen Augenflecke der Vflgl deutlich erhellt, was bei den 9? ^'on xeneas nicht der Fall ist
Evadne- Gruppe.
Die ArtfMi dieser Gruppe zeichnen sieh durch die Annäherung der Rippen (j und 7 der llfl<:l beim o
vor der folgenden aus. Der P^insel im Felde 6 der Hflgl, welcher bei den 0(J der folgenden Gruppe gewöhnlich
vorhanden ist, fehlt hier immer. Die cJc? sind übrigens oft durch besondere Samtflecke der Hflgl alisgezeichnet.
feae. M. feae Auriv. $: Flügel olien schw-arzbraun, die Vflgl hinter der Zelle mit einer hi'llei-en, an der
Rippe 4 saumwärts gebogenen Querbinde und mit zwei schwarzen, weiss gekernten Augenflecken in den
Feldern 2 und 5; Hflgl oben einfarbig schwarzbraun, am Saume etwas heller und mit zwei wellenförmigen,
schwärzlichen Linien; die Flügel unten schwarzbraun, an der W^urzel grau angeflogen, die Mittellinie schmal
gelblich-weiss, auf beiden Flügeln an der Rippe 4 winkelig gebrochen; die Vflgl mit einer braunen Querlinie
nahe an der Wurzel, einer gelblichen Linie in der Zelle und zwei schwarzen, weissgekernten Augenflecken,
welche jeder von einem rostgelben, schwärzlichen und grauen Ring umgel)en sind, am Saume mit zwei
fast ebenen dunklen Querlinien; die Hflgl mit sechs Augenflecken, zwei in 1 c, einem grösseren in 2 und
je einem in den Feldern 4 — 6, welche alle mit einem rostfarbigen, einem schwärzlichen und einem grauen
Ringe umgeben sind; am Saume zwei schwach gewellte Linien; Hflgl ohne Samtfleck, aber mit zwei
PLiarpinseln, einem am Vrd der Zelle und einem in der Mitte des Feldes 1 c. Auf der Lisel Fernando Po
in einer flöhe von 1400 m von dem berühmten Nafurforscher Leonardo Fea entdeckt.
sciaMs. M. sciathis Heic. (27 a). Flügelunterseite gelbbraun; die Hflgl unten ohne Augenfleck im Felde 1 b
und :3; die gelbgraue ^littellinie der Unterseite deutlich S-förmig gebogen. — (J : Flügel oben einfarbig
dunkell)i-aun, die \ flgl oben nur mit einem einzigen schwarzen weiss gekernten Augenflecke nahe an der
ilYCALESIS. Von Dr. C. Aurivillius. 87
Spitzo im Felde 5; die Hflgl oben nahe am Analwinkel mit einem grossen schwarzen Samtfleck im
Felde 1 b ; Vflgl miten mit zwei schwarzen weiss gekernten, gelb, braun und hellgelb geringelten Augenflecken
in den Feldern 2 und 5, am Hrd schwärzlich; die Hflgl am Ende mehr gelblich und mit 5 Augenflecken,
je einem in den Feldern 1 c, 2, 4, 5 und 6; die Flecke der Felder 2 und G grösser als die übrigen. —
Das $ ist grösser als das ^ und durch eine weisse, scharf begrenzte Subapicalbinde der Vflgl ausge-
zeichnet; die Binde geht vom Vrd l)is zur Eippe 3. Liberia, Alt C'alabar, Kamerun.
M. procora Karsch steht der vorigen Art nahe, unterscheidet sich aber in beiden Geschlechtern procora.
dadurch, dass die helle ]\Iittellinie der Unterseite gleichförmig und fast gerade ist; die Unterseite ist auch weniger
gelblich und mehr grau; beim (J fehlt der Samtfleck am Analwinkel der Hflgl, statt desselben aber findet
sich vor der Mitte des Feldes 1 c ein schwarzer, nach aussen gerichteter Haarpinsel; beim $ fehlt die
weisse Querbinde der Vflgl. In Togo-Land und im Kongo- Gebiet.
M. analis Auriv. hat eine gelblich graue Unterseite mit fast ebenen oder schwach gewellten Quer- analix.
linien; die Hflgl unten mit deutlichem Augenfleck im Felde 3 und die Vflgl auch oben mit zwei hell-
gekernten Augenflecken in den Feldern 2 und 5. — ^: Flügel oben dunkelbraun, die Hflgl am Analwinkel
mit einem schwarzen, grau schillernden, durch die Rippe 1 b geteilten Samtfleck und im Wurzelteil des
Feldes 1 c langhaarig, unten mit 7 deutlichen, gelb, braun und weisslich geringelten Augenflecken, zwei im
Felde 1 c und je einem in den Feldern 2 — 6, der Fleck im Felde 2 etwas grösser als die übrigen, die
Augenflecke stehen in einer fast gleichmässigen Bogenreihe. — ■ Das $ ohne weisse Querbinde der Vflgl.
Kamerun und Kongo- Gebiet.
M. hyperanthus Baker. Diese mir unbekannte Art soll mit analis nahe verwandt sein und wird in hypcr-
folgender Weise beschrieben: Beim J sind beide Flügel dunkel schwarzbraun, die Vflgl mit einem kleinen, antims.
weiss gekernten, schwarzen Fleck im Felde 5 nahe am Saume und einem kleinen, blinden Fleck im Felde 2,
beide Flecke ohne Bing; die Hflgl dicht am Analwinkel mit einem grauen Mehlfleck. Unterseite: beide
Flügel sienna-braun mit Augenflecken und Querlinien; Vflgl in der Mittelzelle mit einem grossen dunkeln
Fleck, welcher auf allen Seiten ausser am Vrd breit mit hell ockerbraun gesäumt ist; die Mittelhnie ist
breit und dunkel, nach aussen hell gesäumt und tritt zwischen den Bippen 3 und 5 saumwärts hervor;
die Augenflecke mit einem hellgelblichen, einem dunklen und wieder einem hellen Bing; der Augenfleck im
Felde 2 ist sehr gross und weiss gekernt; eine dunkle SubmarginalHnie ; Hflgl mit dunkler, nach aussen
scharf hell gesäumter, unregelmässiger Mittellinie und mit 7 Augenflecken, von denen die im Feld 2 und 6
etwas grösser als die übrigen kleinen sind. Kongo Gebiet.
M. taenias Hew. (27 b) ist der M. analis ähnlich, aber kleiner und hat eine rein graue, im Saum- tnrnias.
teil der Hflgl weissliche, scharf gezeichnete Unterseite mit feinen, stark gewellten oder gezackten Quer-
linien; die Augenflecke wie bei analis angeordnet, die Vflgl oben nur mit einem Augenfleck (im Felde 5). —
ö*: Die Hflgl ohne Samtfleck und nur in der Mittelzelle mit einem Haarpinsel; die Vflgl an der Mitte des
Hrds langhaarig. Sierra Leone bis Gabun.
M. ignobilis Btlr. (27 b) hat, wie auch die folgende Art, auf der Unterseite der Hflgl auch im Felde ignohilis.
1 b einen Augenfleck und weicht dadurch von allen vorhergehenden Arten ab. Die dunkle Mittelbinde
der Flügeluuterseite mit fast gleichen und parallelen Seiten ; die weiss gekernten Augenflecke der Unterseite
sind von einem gelblichen, einem schwärzlichen und einem violettgrauen Binge umgeben; derjenige im
Felde 2 ist viel grösser als die übrigen; die Vflgl haben zwei und die Hflgl 7 Augenflecke, von denen je
einer in 1 b, 2, 4, 5 und G und zwei in 1 c ; die Augenflecke der Felder 4 und 5 der Hflgl sind klein und
liegen nahe am Saume; vor dem Saume zwei feine schwarze Linien. — cJ: Flügel oben violettschwarz,
die vorderen etwas heller mit einem Augenfleck im Felde 5 und auf der Innenseite des Augenfleckes
gelblich aufgehellt; die Hflgl oben längs der Eippe 1 b mit einem langen und schmalen von schwarzen
Haaren bedeckten Mehlfleck. — ?: Grösser als das ^ und mit einer weissen Querbinde der Vflgl, welche
sich vom Vrd bis zur Bippe 3 ausdehnt. Goldküste bis Kongo.
M. nobilis Auriv. (27 b) ist der vorigen Art ähnhch und hat wie diese einen Augenfleck im Felde 1 b nobilis.
der Hflglunterseite ; sie ist kleiner und hat kürzere und breitere Vflgl, welche bei beiden Geschlechtern
eine weissliche Subapicalbinde haben; die Unterseite der Hflgl hat 8 Augenflecke, welche in einer fast gleich-
förmig gebogenen Beihe liegen; der Fleck in Feld G ist kaum grösser als der in Feld 5 und nur der
Fleck in Feld 2 ist beträchthch grösser als die übrigen. — (?: Die Hflgl oben nahe am Analwinkel mit
einem schwarzen, von der Bippe 1 b geteilten und wurzelwärts von langen Haaren begrenzten Samtfleck. —
$: Subapicalbinde der Vflgl grösser und rein weiss. Kamerun und Gabun.
88 .MYCALESIS. Von Dr. C. Aurivilliüs.
evadne. M. evadne Cr. (27 b). (J : Beide Flügel oben einfarbig dunkel schwarzbraun mit l)iäulichen Schiller
ohne Augenflecke oder anderen Zeichnungen, unten mit zwei etwas unebenen, aber fast parallelen helleren
Querlinien; die Augenflecke mit einem inneren gelblichbraunen und einem äusseren dunkelbraunen Einge
und von einer helleren Zone umgeben; die Vflgl haben einen grösseren Augenfleck im Felde 2 und einen
kleineren im Felde 5; die Hflgl haben zwei Augenflecke im Felde 1 c und je einen in den Feldern 2 — 6,
aber keinen im Felde 1 b; die Augenflecke der Felder 1 c — 5 liegen fast in einer geraden Linie, der vorderste,
im Felde 6, aber viel näher an der Wurzel als die übrigen; von allen übrigen Arten unterscheidet sich
das cj dadurch, dass die Rippen 6 und 7 der Hflgl an ihrem Ursprünge in einen verdickten Stiel vereinigt
sind. — Das ? ist grösser als das o, oben heller und mit einer grau-gelblichen Querbinde der Vflgl
zwischen dem Vrd und der Rippe 3 oder 2 und mit deutlichen Augenflecken der Vflgl; unten sind die
Zeichnungen heller und schärfer hervortretend, sonst aber ähnlich wie beim q ; die Rippen G und 7 der
Hflgl sind nicht gestielt, kommen aber aus demselben Punkte. Sierra Leone bis Gabun.
noblemairei. M. noblemairei Jauct ist mir unbekannt, scheint aber nach der Beschreibung kaum von evadne ver-
schieden zu sein. ,.3: Oben schwarzbraun mit einem dunklen stahlblauen Schiller ähnlich dem der Euploeen.
Unten rostbraun mit einer violetten Querbinde, zwischen welcher und dem Saume eine Zone liegt, worin
sich finden: 1. auf den Vflgln zwei schwarze weissgekernte, gelb, braun und violett geringelte Augenflecke,
von denen der an der Flügelspitze kleiner ist; 2. auf den Hflgln eine Reihe von 7 ähnlichen Augenflecken,
deren violette Ringe jedoch zusammengeflossen sind; wenn man sie vom Analwinkel rechnet, ist der dritte
der grösste, der vierte rudimentär und der siebente weit innerhalb der Linie, welche die übrigen bilden,
gestellt, und kleiner als der dritte, aber grösser als die übrigen. Flügelspannung: 42 mm. $ unbekannt."
Französisch Kongo.
halyma. M. halyttia F. Die Unterseite mit weisslicher oder hellgrauer Grundfarbe; alle Augenflecke derHflgl-
unterseite in einer fast geraden Linie. — ^: Flügel oben einfarbig dunkelbraun mit schwachem, violettem
Anflug, vor dem Saum mit zwei dunklen Linien; die Hflgl am Ird nahe an der Wurzel mit einem schwarz-
grauen, durch die Rippe 1 a geteilten Mehlfleck; die Unterseite mit zwei ganz geraden und ebenen, braunen
Querlinien und einer gebogenen Linie vor den Augenflecken; diese sind schwarz, weissgekerut und haben
einen gelben und einen braunen Ring; die Vflgl mit 5 in einer geraden Linie stehenden Augenflecken in
den Feldern 1 b — 5; die Hflgl mit 7 solchen Flecken; der Fleck im Felde 2 auf beiden Flügeln etwas
grösser als die übrigen; vor dem Saume zwei braune gewellte Linien. — Das $ ist grösser und hat eine
weissliche Subapicalbinde der Vflgl. Sierra Leone und Liberia.
asochis. M. asochis Hew. (27 c) ist dadurch ausgezeichnet, dass beide Flügel oben bis weit über die Mitte
hinaus weiss sind, wie auch die Grundfarbe der Unterseite. — ^i Oben ist der Vrd der Vflgl bis zur
Rippe 4, der Ird der Hflgl bis zur Rippe 1 b und eine breite Saumbinde beider Flügel schwarzbraun; nahe
an der Wurzel des Irds der Hflgl liegt wie bei hahjma ein grosser von Haaren bedeckter Mehlfleck; die
Unterseite im Wurzelteil gelblich, die Querlinien fein und blass, auf den Hflgln gelblich; vor den Augen-
flecken eine scharf hervortretende und doppelt gebogene braune Querlinie; Vlfgl mit 2, Hflgl mit 7 in
einer schwach gebogenen Reihe stehenden Augenflecken; die Augenflecke mit einem gelben und einem
braunen Ringe; am Saume drei feine dunkle Linien. — Das $ Aveicht vom q dadurch ab, dass die Flügel
oben nur an der Spitze verdunkelt sind, drei dunkle Saumlinien und einen Fleck im Felde 2 haben; unten
sind die Querlinien undeutlich oder verschwunden. Alt Calabar bis Angola.
Safitza- Gruppe.
Die Rippe T der Hflgl entspringt beim $ in der .Mitte zwischen den Rippen G und 8 oder sogar näher
an 8, selten etwas näher an G, jedoch nie doppelt so weit von 8 als von G. Am weitesten von der R'ppe 8
entfernt ist die Rippe 7 bei M. damkelmanni und tolosa. Die Vflgl des o haben bei fast allen Arten im
Felde 1 a dicht an der Ilinterseite der Rippe 1 einen kleinen, gerundeten oder langgestreckten, warzen- oder
schwielartig erhabenen Mehlfleck. — Die zahlreichen Arten dieser Gruppe sind einander oft sehr ähnlich und
besonders die §? können bisweilen nur mit Schwierigkeit bestimmt werden, wenn man nicht auch die dazu
gehörigen ^3 besitzt. Um die Bestimmung der Arten zu erleichtern, teile ich dieselben in mehrere, haupt-
sächlich auf die Pinsel und Melilflecke der 00 begründete Untergruppen ein.
1. Untergruppe.
cJ: Die Vflgl oben nahe am Hinterwinkel mit einem von der Rippe 1 geteilten, schwarzen, nach
aussen gerichteten Haarpinsel; die Hflgl nur am ^'rd der Mittelzelle mit Haarpinsel, am Ird aber in den
Feldern 1 a — 1 c lanshaaritr. Hflgl abgerundet.
Ausgegeben 20. VI. 1911. MYCALESIS. Von Dr. C. Aurivillius. 89
M. madetes Hew. (27 d). Die Flügel beim ^ oben dunkelbraun ohne Zeichnungen, beim $ heller madetes.
braun und die Yflgl mit Andeutung einer Subapicalbinde und mit weiss gekernten Augenflecken in den
Feldern 2 und 5. Auf der Unterseite ist der Wurzelteil bald einfarbig dunkelbraun ohne deutliche Zeich-
nungen, bald wie in der Figur, heller mit innerer Querlinie, nach aussen ist er durch eine dunkle, fast
gerade und gleichförmige Querlinie begrenzt; die Vflgl haben einen grösseren Augenfleck im Felde 2 und einen
kleineren im Felde 5, die Hflgl 7 Augenflecke, von denen nur der im Felde 2 beträchtlich grösser als die
übrigen ist. Goldküste bis Gabun.
2. Untergruppe.
(^ : Die Hflgl oben im Felde 1 c nahe an der Wurzel oder in der Spitze der Jlittelzelle, dem Felde 2
gegenüber, oder an beiden Stellen, mit einem scharf begrenzten Haarpinsel geziert. Dazu kommt der stets
vorhandene Pinsel am Yrd der Mittelzelle und fast immer auch ein Pinsel im Felde G.
M. sambulos Hew. (27 c). Die Hflgl am Analwinkel etwas ausgezogen und an der Kippe 2 kurz sambulos.
und stumpf geschwänzt, rj : Hflgl oben mit Pinsel sowohl an der Wurzel des Feldes 1 c und in der Spitze
der Mittelzelle wie auch im Wurzelteil des Feldes 2. — Flügel oben dunkelbraun mit undeutlicher heller,
gegen den Hinterwinkel gerichteter Subapicalbinde der Vflgl, unten, wie die Figur zeigt, fein gestrichelt
mit kleinen Augenflecken und 2 — 3 feinen dunklen Linien am Saume. Gabun.
M. mandanes Hew. (= graphidabra Karsch) (27 c). Die Hflgl am Analwinkel schwach ausgezogen, mandanes.
an der Eippe 2 sehr kurz gelappt. ^ : Hflgl oben mit Haarpinsel im Felde 1 c und in der Spitze der
Mittelzelle, aber ohne Pinsel im Felde 2. — Flügel oben schwarzbraun, die Vflgl mit einer in zwei Flecke
geteilten gelblichen Subapicalbinde; die Unterseite ist scharf gezeichnet, hat scharf gezackte schwarze Quer-
linien und im Felde 2 der Vflgl einen grossen Augenfleck, vor dem die Grundfarbe einen weisslichen oder
gelblichen Fleck bildet; die Augenflecke der Hflgl sind alle klein. Togo-Land bis Kongo.
M. kenia Rogenh. (27 c) stimmt in der Flügelform und hinsichtlich der Unterseite und der Pinsel kcnia.
des cj mit mandanes überein, weicht al)er durch die scharf begrenzte und zusammenhängende weisse Sub-
apicalbinde der Vflgloberseite von ihr ab. Deutsch und Britisch Ostafrika.
M. auricruda Bth. (27 c). Die Hflgl abgerundet mit gewelltem Saume. Beim ,^ die Hflgl ol)cn mit miricruda.
Haarpinsel im Felde 1 c, aber ohne Pinsel im Spitzenteil der Mittelzelle. ■ — Vflgl oben mit kurzer, gelb-
licher Subapicalbinde, unten fast wie bei mandanes gezeichnet. Von Ashanti bis Angola und Uganda.
M. mesogena Karsch (27 d). ^: Beide Flügel oben einfarbig schwarzbraun ohne Zeichnungen und mesogena.
mit fast ganzrandigem Saume; Saum der Vflgl fast gerade; die Hflgl mit 4 Haarpinseln, einem am Vrd
der Mittelzelle, einem im Felde 6, einem im Wurzelteil des Feldes 1 c nahe an der Mittelzelle und einem
in der Spitze der Mittelzelle nahe am Hinterwinkel der Zelle. Die Unterseite ist gewöhnlich dunkel schwarz-
braun mit stark gewellten schwarzen Querlinien und zwei feinen, schwarzen Linien am Saume; die Vflgl
mit drei Augenflecken (in 1 b, 2 und 5), von denen der im Felde 2 etwas grösser ist; die Hflgl mit
7 Augenflecken, welche in einer vorne etwas gebogenen Reihe liegen, der Augenfleck im Felde 2 ist ge-
wöhnlich etwas grösser als die anderen. $ mir unbekannt. Sierra Leone bis südliches Kongo-Gebiet.
M. sandace Hew. (27 d). Saum beider Flügel schwach gewellt, der Vflgl deutlich gebogen. — sandace.
(J: Flügel oben dunkelbraun, die Vflgl im Felde 5 mit einem deutlichen schwarzen, weiss gekernten und
gelb geringelten Augenfleck und im Felde 2 mit einem undeutlichen, schwarzen Fleck; die Hflgl an der
Spitze der Mittelzelle mit einem tief schwarzen, von einem Haarpinsel bedeckten Mehlfleck, welcher auch die
Wurzel der Felder 2 und 3 erreicht, aber ohne Pinsel im Felde 1 c: die Unterseite ist derjenigen von
mesogena recht ähnlich, aber in der Wurzelhälfte fein gestrichelt und mit mehr geraden und weniger
gewellten Querlinien. — ■ Das $ ist oben heller gefärbt und hat auf den Vflgln zwei sehr scharf hervor-
tretende und gelb geringelte Augenflecke in den Feldern 2 und 5. Senegal bis Kongo.
M. technatis Hew. Flügel fast ganzrandig; die Vflgl mit schwach gebogenem Saume. — (J: Flügel tcchnalis.
oben dunkelbraun ohne andere Zeichnungen als ein undeutlicher schwarzer Fleck im Felde 2 der Vflgl;
die Hflgl im Felde 1 c nahe an der Wurzel mit einem langen Haarpinsel, welcher nahe an der Rippe 1 b
befestigt ist, aber ohne Pinsel in der Spitze der Mittelzelle; auf der Lhiterseite ist die dunkle, nach aussen
violettgrau begrenzte Mittellinie auf den Vflgln sanft gebogen und auf den Hflgln unregelmässig ge-
schlängelt; die Vflgl mit einem grösseren Augenfleck im Felde 2 und einem kleineren in 5; die Hflgl mit
7 Augenflecken, von denen der im Felde 2 der grössste und der im Felde 3 der nächstgrösste ist; alle
Augenflecke sind weiss gekernt und haben einen gelben, einen schwärzHchen und einen violettgrauen Ring.
— Das $ ist oben heller, graubraun und hat vor der Spitze der Vflgl eine breite, undeutlich begrenzte
weissliche Subapicalbinde. Liberia bis Kongo und Uganda.
M. uniformis Beth.-Baker. Von dieser mir unbekannten Art ist nur das ^ beschrieben. Die Be- imiformis.
Schreibung lautet: ,,(^: Beide Flügel eintönig dunkelbraun; Vflgl mit einem sehr kleinen, weiss gekernten
XIII 12
90 MYCALESIS. Von Dr. C. ArRivimrs.
schwarzen Fleck nahe an der Spitze; Hflgl mit einem schwarzbraunen Haarpinsel gerade hinten dem
Winkel der Rippe 2 zwischen der Rippe 1 b und 2 und ausserdem mit Pinsel am Vrd der Mittelzelle.
Unterseite: beide Flügel hell ockerbraun, Vlfgl mit einem grossen, schwach begrenzten Fleck in der Zelle,
einer undeutlichen ersten und einer deutlichen zweiten Querlinie, dieser hell begrenzt; der Augenfleck der
Oberseite mit gelbem Ringe; ein grösserer Augenfleck im Felde 2 und Spuren von zwei anderen zwischen
jenen; die Hflgl mit unregelmässigen dunklen Querlinien, welche eine etwas dunklere ^littelbinde begrenzen,
die äussere Querlinie saumwärts hell begrenzt; eine submarginale Reihe von sieben weissgekernten, schwar-
zen Augenflecken mit hellgelbem, dunkelbraunem und hell ockerbraunem Ringe. Spannweite 55 mm."
Kongo- Gebiet bei Makala-Beni.
miriam. M. miriam F. (27 d). Beide Flügel oben einfarbig graubraun ohne Zeichnungen (die Augenflecke
der Unterseite jedoch durchscheinend), beim ^J mit schwachem, violettem Schiller: Mfgl fast ganzrandig,
Hflgl mit schwach gewelltem Saume; Unterseite wenigstens im Wurzelteil mit deutlichen, braunen Quer-
strichelchen, Mittellinie geschlängelt und nach aussen mehr oder weniger deutlich weissgrau gesäumt; die
Augenflecke schwarz, weissgekernt mit einem gelben, einem dunkelbraunen mid einem gelbgrauen Ringe;
die Vflgl mit einem grösseren Augenfleck im Felde 2 und einem kleineren in 5; die Hflgl mit 7 Augen-
flecken, von denen die der Felder 2 und 3 grösser als die übrigen sind nnd die der Felder 4 — 6 klein und
gleich gross. — cj: Hflgl oben mit den gewöhnlichen Pinseln am Vrd der Zelle und im Felde 6 und dazu
mit einem langgestreckten Pinsel im Felde 1 c dicht am Hrd der Zelle. Gabun, Kongo- Gebiet und Xyassa-
puncHfera. Land. — Bei punctifera Strand sind die Augenflecke der Unterseite zu Punkten reduziert. Ruanda.
(lorothca. M. dorothea Cr. weicht nur durch mehr gerundete Flügel, dunklere Oberseite, sowie dunklere und
meliisina. schärfer gezeichnete Unterseite von der gewöhnlichen, weit verbreiteten Form ab. Sierra Leone. • — melu-
sina F. (27 d) stimmt in Grösse, Flügelform und Zeichnungen der Unterseite nahe mit miriam überein,
hat aber eine viel hellere, weissgraue Grundfarbe der Unterseite. ^: Die Vflgl oben in der ;Mitte und die
Hflgl im Wurzelteil grau aufgehellt meist noch mehi- als in der Figur; Hflgl mit einem hellen, gelblichen
Pinsel am Vrd der Mittelzelle und gewöhnlich auch mit einem kleinen, dunklen Pinsel im Felde 6; im
Felde 1 c dicht am Hrd der Mittelzelle finden sich lange schwärzhche Haare, welche einen schmalen Pinsel
bilden. — Das $ ist gewöhnlich oben einfarbig graubraun, kann aber auch fast wie das ^ gefärbt sein
concolor. (= ab.-$ concolor Auriv. von Fernando Po.) — Sierra Leone bis Angola.
3. Untergruppe.
Die Hflgl des ^ nur mit einem einzigen Haar2)insel, welcher in der Mittelzelle dicht an deren Vrd
befestigt ist, bisweilen aber im Wurzelteil lang anliegend behaart. Die Vflgl oder die Hflgl bei den vier
ersten Arten mit einem schwarzen Mehl- oder Samtfleck; bei der fünften Art ist die ganze Wurzelhälfte
beider Flügel tiefsamtschwarz.
sophrosync. M. sophrosyne l'lötz (= plötzi Bartel). (J: Die Flügel oben dunkelbraun, am Saume und vor der
Spitze der Vflgl etwas aufgehellt, die Vflgl in der Glitte mit einem grossen unregelmässigen schwarzen
Sam'tfleck, welcher den inneren Teil der Felder 2 und 3, sowie den angrenzenden Teilen der Felder 1 b
und 4 bedeckt; auf der Unterseite ist der Wurzelteil einfarbig dunkelbraun und nach aussen durch eine
wenig dunklere, distal violettgrau gesäumte Mittellinie begrenzt; die Mittellinie ist fast regelmässig, auf
den \'flgln deutlich gebogen und auf den Hflgln zwischen den Rippen 3 und 5 schwach ausgebogen; im
viülettgrauen, braun gefleckten Saumfeldo finden sich auf den Vflgln 2 — 3 und auf den Hflgln 5 — G Augen-
flecke; diese sind schwarz, weissgekernt und haben einen gelben und einen dunkelbraunen Ring; der Fleck
im Felde 2 ist grösser als die übrigen und auf beiden Flügeln gleich gross, der Fleck im Felde 3 fehlt und
der im Felde 4 der Hflgl ist klein oder fehlt; der in Feld 6 der Hflgl ist etwas grösser. als der in Feld 5;
der in Feld 6 der Vflgl aber viel kleiner als der in Feld 5. — Das $ ist heller als das cj. Kamerun und Kongo.
istaris. M. istaris Plötz. ^: Die Flügel oben eintönig schwarzbraun, am Saume und vor der Spitze der
Vflgl nicht uder kaum aufgehellt; die Vflgl nahe am Hinterwinkel mit einem grossen gerundeten schwarzen
Samtfleck, welcher hauptsächlich im Felde 2 hegt; die Unterseite im Wurzelteil tief eintönig schwarzbraun
ohne Zeichnungen, nach aussen von einer schwarzen, weiss gesäumten Mittellinie begrenzt, die MitteUinie
ist gleichmässig, auf den Vflgln fast gerade und auf den Hflgln kaum merklich gebogen; die Vflgl mit einem
grösseren Augenfleck in Feld 2 und je einem kleinen in 5 und 6, die Hflgl mit 7 Augenflecken, zwei in
Feld 1 c und je einem in 2 — 6; der in Feld 2 grösser als die übrigen, welche unter sich fast gleich gross
sind; alle Augenflecke sind scharf hervortretend, schwarz, weiss gekernt, mit einem gelben und einem braunen
Ringe; vor dem Saume zwei dunkle gewellte Liniet», — $ mir unbekannt. Die Art ist der vorigen ähnlich,
sofort aber durch den schärfer begrenzten und nahe am Saume gelegten Samtfleck der Vflgl zu unter-
scheiden. Ashanti und Togo.
moUitia. M. moliitia Karsch (= ansorgoi E. Sharpe) (27 e) ist grösser als die beiden vorhergehenden, ^i
Flügel oben samtschwarz, die Vflgl mit einer hell gelbhch braunen Subapicalbinde, welche sich am Saume
MYCALESIS. Von Dr. C. Aurivillius. 91
bis zum Hinterwinkel fortsetzt; in dieser Binde steht im Felde 5 ein kleiner, schwarzer, weiss gekernter
Augenfleck, die Hflgl am Saume und am Ird deuthch aufgehellt; die Vflgl im Wurzelteil der Felder 2 und
3 mit einem gerundeten, matt schwarzgrauen Mehlfleck. Die Unterseite ist fast wie bei isiaris gezeichnet,
die Augenflecke sind jedoch bald besser entwickelt, bald klein und undeutlich. — Das $ ist mir unbe-
kamit. — Diese ganz leicht kennthche Art ist nur aus dem Kongostaate, aus Euwenzori und Uganda bekannt.
M. lamani Anriu. {'27 e). (^ : Die Flügel oben einfarbig, dunkel schwarzbraun, die Hflgl nahe am lamani.
Hrd im Felde 2 mit einem grossen, samtschwarzen Mehlfleck; auf der Unterseite ist der einfarbige, schwarz-
braune Wurzelteil durch eine fast gerade weissliche Querlinie begrenzt; die Vflgl haben einen grossen
Augenfleck im Felde 2, einen kleinen in 5 und je einen punktförmigen in 4 und 6; die Hflgl mit 7 Augen-
flecken, von denen nur der in Feld 2 etwas grösser als die anderen ist. — $: Flügel oben heller braun,
die Vflgl vor der Spitze ziemhch breit grau aufgehellt; die Unterseite ist auch heller und weicht übrigens
dadurch ab, dass die Mittellinie auf beiden Flügeln in der Mitte schwach stumpfwinkehg hervortritt. Am
unteren Kongo bei ]\rukimbungu.
M. obscura Auriv. (28 a). j' : Beide Flügel oben einfarbig schwarzbraun mit schwachem, violettem obscura.
Schiller; die Vflgl an der Wurzel und die Hflgl fast bis zum Analwinkel mit langen anliegenden Haaren
bekleidet und darum dort fast schwarz erscheinend; unten ist der Wurzelteil einfarbig tief schwarzbraun
ohne Glanz, der Saumteil aber etwas heller und mit starkem, etwas in Violett ziehendem Seidenglanze;
die Vflgl mit einem grossen Augenfleck in Feld 2 und je einem kleinen in 5 und 6; die Hflgl mit sieben
Augenflecken, von denen nur d^r im Felde 2 gross ist: die schwarzen Augenflecke sind lebhaft blauweiss
gekernt und haben einen inneren braungelben und einen äusseren schwarzbraunen Ring. Erinnert auf der
Unterseite stark an M. martius. — Das $ ist unbekannt. Kongo- Gebiet und am Euwenzori-Berg.
M. rhacotis Hew. (J: Beide Flügel oben einfarbig dunkelbraun ohne Augenflecke, an der Wurzel, rhacolis.
besonders im Felde 1 c der Hflgl anliegend behaart, vor dem Saume eine feine dunkle, gewellte Linie; die
Unterseite fast dunkler als die Oberseite; Mittellinie fein schwärzlich und schmal viclettgrau gesäumt, auf
den Vflgln ganz gerade, auf den Hflgln sehr wenig gebogen oder fast gerade; die Augenflecke sind schwarz,
weissgekernt, mit einem schmalen gelben, einem breiteren schwarzbraunen und einem violettgrauen Ringe:
sie liegen weiter als gewöhnlich vom Saume entfernt; die Vflgl mit einem grösseren Augenflecke im Felde 2
und je einem kleineren in 5 und 6; die Hflgl mit 7 Augenflecken, von denen diejenigen der Felder 2, 8
und 6 gleich gross und grösser als die übrigen sind. Alt-Calabar, Kongo und Nyassa-Land.
4. Untergruppe.
Die Hflgl des (J oben stets uüt zwei Haarpinseln, einem in der Mittelzelle diclit am Vrd und einem im
Wurzi'ltoil des Feldes 6; beide sind bei gewöhnlicher Flügellage durch den Hrd der Vflgl bedeckt. Die Vflgl
fast inuncr im Felde 1 a, dicht an der Hinterseite der Rippe 1 mit einem kleinen schwielenartig erhabenen Mehl-
fleck. — Die Flügeloberseite immer ohne weisse Zeichnungen und die Vflgl nie mit scharf begrenzter, gelber
Subapicalbinde.
M. golo Aariv. (27 e). Beide Flügel oben einfarbig dunkelbraun ohne Zeichnungen, beim $ etwas golo.
heller als beim (J; auf der Unterseite ist der W^urzelteil dunkel samtbraun ohne deuth che Zeichnungen und
nach aussen fast gerade begrenzt, die Mittelhnie ist nämlich auf den Vflgln nur schwach gebogen und auf
den Hflgln fast gerade, dieselbe und das Saumfeld bei der Hauptform braun gefärbt; die Augenflecke sind
schwarz, weissgekernt mit einem gelben und einem schwarzbraunen Ringe; die Vflgl mit einem grossen
Augenfleck in Feld 2, einem kleinen in 5 und je einem punktförmigen in 4 und 6; die Hflgl haben
7 Augenflecke, von denen nur der in Feld 2 grösser ist, der in Feld 6 aber nicht grösser als der in Feld 5.
— 3" : Die Pinsel der Hflgl sind hell gelblich ; die Vflgl im Felde 1 a etwa an der Mitte der Rippe 1
mit einem kleinen, nicht erhabenen Mehlfleck. Kamerun, Kongo, Uganda. — Bei violascens Auriv. aus violascens.
Gabun und Kongo ist die Mittelhnie der Unterseite breiter und, wie auch das Saumfeld, stark violett schillernd.
M. campa Karscli (27 f). Beide Flügel oben einfarbig dunkel graubraun ohne Zeichnungen, unten campa.
mit dunkelbraunem Wurzelfelde, das auf beiden Flügeln (auf den Vflgln fast rechtwinkelig) an Rippe 4
stark nach aussen hervortritt; die Vflgl mit einem grossen Augenfleck in Feld 2 und einem kleinen in
Feld 5; die Hflgl mit 8 Augenflecken, einem kleinen punktförmigen im Felde 1 b, zwei in 1 c und je
einem in 2 — 6; die Augenflecke sind schwarz, weissgekernt mit einem grauen und einem dunkelbraunen
Ring; die Grundfarbe des Saumfeldes ziemlich dunkel violettgrau. — (J : Die Pinsel der Hflgl tief schwarz;
der Mehlfleck der Vflgl birnförmig oder elhptisch, an der Mitte der Rippe 1 a gelegen und deutlich er-
haben. Togo. — ■ baumanni Karscli (27 e) weicht nur durch helleres, mehr weissgraues Saumfeld der Unter- baunianni.
Seite und kleinere Augenflecke der Hflgl ab; das Saumfeld der Vflgl in den Feldern 3 und 4 mehr oder
weniger gelb beschuppt. Togo.
M. dubia Auriv. (27 b). Beide Flügel mit stark gewelltem oder gezacktem Saume. — (5': Flügel oben dubia,
einfar])ig schwarzlich ohne Zeichnungen, vor der Spitze der Vflgl und am Saume ein wenig aufgehellt;
92 MYCALESIS. Von Dr. C. Aurivillius.
unten bis über die Glitte hinaus oinfarliig chuikelbrann, die dunkle Farlje nach aussen so wie beim $
winkehg hervortretend, aber zufolge der dunklen Grundfarbe des Saunifeldes nicht so deutlich Ijegri'iizt wie
beim $; die Augenflecke wie Ijeim ?; Hflgl oben mit einem hellen Pinsel in der Mittelzelle und einem
schwarzen im Felde 6; Vflgl ohne Mehlfleck im Felde 1 a. — $: (Irundfarbe der Oberseite heller braun;
die Vfl"l vor der Spitze mit gelblichbrauner Subapicalbinde, mit gelblichem Fleck im Felde 3 und mit
einem gerundeten, schwarzen Augenfleck in 2 und 5; auf der Unterseite ist der Wurzelteil dunkelbraini und
durch eine bis zwei violettgraue Querlinien abgeteilt, nach aussen tritt er an den Rippen und besonders an
der Eippe 4 winkelig oder zapfenförmig hervor; das Saumfeld hat eine yiolettgraue Grundfarbe und ist
in Feld 4 der Vflgl mit einem scharf hervortretenden gelben Fleck geziert; die Vflgl haben einen grossen
Augenfleck in Feld 2 und einen mittelmässigen in Feld 5; die Hflgl mit 8 Augenflecken, einem kleinen
in 1 b, zwei in 1 c und je einem in 2 — 6; die Flecke der Felder 2 und 3 sind grösser als die übrigen;
die Augenflecke sind schwarz, weiss gekernt und haben einen gelben und einen dunkelbraunen King.
denlala. Kamerun. — dentata E. Shnrpc ist die ostafrikanische Rasse und weicht dadurch ab, dass der Augenfleck
des Feldes 3 der Hflgl sehr klein und kleiner als der im Felde 4 ist, dass die Vflgl unten vor der Spitze
drei kleine Augenflecke (in den Feldern 4 — 6) haben, dass dieselben oben keinen hellen Fleck im Felde 3
zeigen und dass das ^ oben wie das $ dunkelbraun und nicht samtschwarz ist. Britisch Ostafrika:
Kikuyu, Kavirondo und Uganda.
cooksoni. M. cooksoiii Bruce. Flügel oben dunkelbraun, die Vflgl mit einem grossen, schwarzen weissge-
kernten Augenfleck in Feld 2, einem kleineren in 5 und einer scharf begrenzten gelblich weissen Sub-
apicalbinde, welche in Feld 3 erweitert ist, den Saum aber nicht erreicht. Unten sind beide Flügel,
besonders aber die Hflgl fast überall fein quergestrichelt; das Wurzelfeld der Vflgl ist schwarzbraun, nach
aussen an der Rippe 4 fast rechtwinkelig geeckt und mit zwei hellen Querlinien in der Mittelzelle ge-
ziert; das Saumfeld ist in der Mitte hellgelb ohne Strichelchen und führt einen grossen Augenfleck im
Felde 2 und je einen kleinen in den Feldern 5 und 6; das Wurzelfeld der Hflgl ist nach aussen durch
eine gewellte und schwach gebogene Linie begrenzt, das Saumfeld ist überall fein gestrichelt und schliesst
7 kleine punktförmige Augenflecke ein. Rhodesia. ■ — Dkuck erwähnt in seiner Beschreibung nicht die
Pinsel der Hflgl, die systematische Stellung dieser Art ist darum nicht ganz sicher.
milyas. M. tnilyas Hew. (27 g). cj: Die Flügel oben graubraun, am Saume der Vflgl etwas aufgehellt, im
Felde 2 der Vflgl mit schwarzem Augenfleck; « die Pinsel der Hflgl tiefschwarz, die Vflgl in Feld 1 a,
dicht an der Rippe 1 mit langem, schmalem Mehlfleck; auf der Unterseite haben die Vflgl 4 dunkle
Querlinien in der Mittelzelle und die Hflgl eine dunkle (^lerlinie ülier die Mitte der Zelle, die Mittellinie
ist sauniwärts grauviolett gesäuiiit, auf den Vflgln fast gerade und auf den Hflgln auch gerade oder etwas
nach aussen gebogen; die Augenflecke sind schwarz, weiss gekernt mit einem violettgrauen und einem
schwärzlichen Ringe und stehen auf jedem Flügel in zwei Gruppen, von denen jede durch einen grauvioletten,
elliptischen Ring umgeben ist; auf den Vflgln finden sich in der vorderen Gruppe ein grösserer Augenfleck
in Feld 5 und je ein kleiner undeutlicher in 4 und 6 und in der hinteren Gruppe ein grosser Augenfleck
in Feld 2 und ein kleiner, punktförmiger in Feld 3; auf den Hflgln gehören zur hinteren Gruppe der
grosse Augenfleck in Feld 2 und die kleinen in 1 c und 3 und zur vorderen Gruppe kleine Augenflecke
in 4 und 5 und ein viel grösserer in Feld 6, welcher fast ebenso gross, wie der in Feld 2 ist. Von Togo
bis Kongo, dem Weissen Nil und Abyssinien verbreitet.
li(troin.i. M. pavonis BÜr. ist durch die reinen und scharfen Zeichnungen und Farben der Unterseite von den
ül)rigen Arten verschieden und erinnert an die Parar^e- Arten. — (J: Oberseite einfarbig graubraun, die
\'flgl mit einem schwarzen blinden Augenfleck in den Feldern 2 und 5; die Pinsel der Hflgl schwarz; der
Mehlflcck in Feld 1 a der Vflgl lang und schmal, undeutlich; die Grundfarbe der Unterseite überall rein
grau ohne Strichelchen und kaum dunkler im Wurzelteil; derselbe auf den Vflgln mit 4 schwarzen Quer-
linien in der Mittelzelle und auf den Hflgln mit einer geschlängelten schwarzen Querlinie über der Zellmitte,
die Wurzel der Rippen 2 und 7 berührend; die Mittellinie auf den Vflgln schwach, auf den Hflgln stark
geschlängelt; die schwarzen, weiss gekernten Augenflecke haben einen gelbgrauen und einen schwarzbraunen
Ring und sind von einer grauen Zone umgeben; die Vflgl haben zwei Augenflecke, in den Feldern 2
und 5, jener grösser; die Hflgl haben 7 Augenflecke, zwei in 1 c und je einer in 2 — 6, diejenigen der
Felder 2 und 6 sind fast gleich gross und viel grösser als die übrigen; der in Feld 3 ist oft undeutlich
oder strichförmig. \on Adamaua bis Abyssinien.
aiiinops. M. anisops Karsch (27 g). q: Flügel oben dunkelbraun, die Vflgl mit einem Augenfleck in Feld 2
und einem kleineren, undeutlichen solchen Fleck in Feld 5; die Pinsel der Hflgl dunkellnaun; der Mehl-
fleck in Feld 1 a der Vflgl länglich, nach aussen zugespitzt; die Unterseite mit dunkelbraunem, einfarbigem
Wurzelteil, welcher auf den Vflgln nach aussen schwach gebogen und auf den Hflgln etwas uin-egelmässig
begrenzt ist; die Augenflecke sind schwarz, bläulich gekernt und haben einen gelben, wurzelwärts roten oder
rotbraunen und einen schwarzbraunen Ring; durch die zum Teil roten Ringe unterscheidet sich diese
Art von allen anderen afrikanischen Mycalesis-AxtL'n; die Vflgl haben dri'i Augenflecke, in den Feldern 2,
MYCALESIS. Von Dr. C. Aurivillius. 93
5 und 6; die Hflgl haben 7 Augenflecke, von denen der in Feld 2 viel grösser als die anderen ist und
die in 5 und 6 gleich gross; der in Feld 3 ist klein, punktförmig oder fehlt gänzlich. — Das $ ist etwas
grösser und heller als das ^J, sonst aber diesem ähnhch. Kamerun.
M. ena Hew. q : Flügel oben eintönig dunkel graubraun, die Vflgl mit zwei sehr deutlichen, ena.
schAvarzen, weiss gekernten und matt gelbgeringelten Augenflecken, einem grösseren in Feld 2 und einem
kleinen in Feld 5; die Pinsel der Hflgl schwarz; die Vflgl dicht an der Eippe 1 mit einem sehr feinen
und langen, strichförmigen Mehlfleck; die Unterseite fast überall fein braun gestrichelt, die Mittelhnie der
Vflgl fast ganz gerade und senkrecht gegen den Hrd gerichtet, nach aussen grau gesäumt, die der Hflgl
unregelmässig geschlängelt und besonders im Felde 2 und 6 ausgerandet; die Augenflecke sind schwarz,
weiss gekernt mit einem graugelben und einem dunklen Ringe; die Vflgl haben einen grossen Augenfleck
in Feld 2 und einen kleinen oder bisweilen undeutlichen in Feld 5; die Hflgl mit 7 Augenflecken, von
denen die der Felder 2, 3 und 6 gleich gross und etwas grösser als die übrigen sind. — Das $ ist etwas
grösser aber sonst dem ^ ähnlich; kleine Augenflecke kommen bisweilen auch in den Feldern 3, 4 und ('>
der Vflgl-Unterseite vor. Nyassaland und Deutsch Ostafrika. — kigonserae form. noo. ist die Trockenzeitform kigonserae.
und weicht nur durch kleine oder punktförmige Augenflecke ab; der Augenfleck in Feld 2 der Vflgl scheint
jedoch immer gross zu sein. Deutsch Ostafrika.
M. desolata BÜr. {= leptoglena Karsch). Flügeloberseite graubraun; Vflgl beim ^ mit einem runden desolata.
schwarzen, ungekernten Fleck in Feld 2, beim $ überdies mit einem el)ensolchen Fleck in Feld 5;
Flügelunterseite graubraun, etwas violett gestrichelt, im Aussenwinkel gelblich getüpfelt, übrigens sehr ver-
änderlich; Wurzelfeld dunkler mit etwas welliger, ziemlich gerader, aussen schmal weisslich oder gelblich
gesäumter Grenzlinie; Aussenfeid der Vflgl mit 4 — 5, der Hflgl mit 7 kleinen schwarzen, breit grau um-
flossenen, von einem bräunlichen Ringe eingeschlossenen und so recht gross erscheinenden Augenflecken,
welche alle mehr oder weniger deutlich weiss gekernt sind; Hflgl des ^ oben am Vrd glänzend mit zwei
schwarzen Pinseln. Sierra Leone bis Angola und Abyssinien. — selousi Trini. ist wahrscheinlich nur eine selousi.
südliche Rasse von desolata. ^•. Oberseite dunkel braungrau mit oder ohne schwarzen Augenfleck im
Felde 2 der Vflgl; letztere in Feld 1 a etwas vor der Mitte der Rippe 1 mit einem breit elliptischen, er-
habenen Mehlfleck, welchem auf der Unterseite ein scharf hervortretender kreideweisser Fleck ent-
spricht; die Pinsel der Hflgl-Oberseite gelbbraun; die Unterseite ist deutlich, aber sparsam mit feinen
dunklen Strichelchen bestreut ; die Augenflecke sind klein punktförmig ohne Ringe oder bisweilen nur durch
den weissen Kern vertreten; die Vflgl nur mit zwei Augenflecken, von denen der in Feld 5 oft fehlt.
Das 9 ist grösser und hat einen deutlicheren, oft weiss gekernten Augenfleck im Felde 2 der Vflgloberseite.
Mashuna-Land und Deutsch Ostafrika.
M. safitza Hew. (27 e) ist die häufigste und best bekannte der Mycalesis- Arten und kommt überall safitza.
auf dem Festlande Afrikas südlich von der Sahara vor. — ^i Flügel oben dunkelbraun; Vflgl vor der
Spitze schwach gelblich aufgehellt und mit zwei scharf hervortretenden schwarzen, weiss gekernten und
gelb geringelten Augenflecken, einem grösseren in Feld 2 (dieser fehlt bisweilen oder ist undeutlich, =
ab. semicoeca Strand) und einem kleineren in Feld 5 ; in Feld 1 a an oder etwas vor der Mitte der sevncocca.
Rippe 1 mit einem kurzen und breiten, erhabenen Mehlfleck, der jedoch auf der Unterseite nicht als kreide-
weisser Fleck auftritt; die Pinsel der Hflgl braun; das Wurzelfeld der Unterseite ist dunkelbraun mit oder
ohne Querlinie und nach aussen von einer ebenen, fast geraden und mehr oder weniger breit weisslich
gesäumten Mittellinie begrenzt; die Augenflecke treten scharf hervor, sind schwarz, weiss gekernt, haben
einen gelben und einen dunkelbraunen Ring und sind von einer violettgrauen Zone umgeben; die Vflgl
haben einen grossen Augenfleck in Feld 2, einen kleineren in Feld 5 und bisweilen auch je einen noch
kleineren in 4 und 6; die Hflgl mit 7 Augenflecken, von denen die der Felder 2, 3 und 6 grösser als die
anderen sind. — Das $ ist grösser, hat grössere Augenflecke der Vflgloberseite und eine auch auf der
Oberseite recht deutliche Mittellinie der Vflgl. ■ — evenus Hpff. (27 e) ist die Trockenzeitform und hat cvenus.
kleinere oder punktförmige oder sogar undeutliche Augenflecke. — aethiops B. & J. unterscheidet sich da- adhiops.
durch, dass die Mittellinie der Vflgl am Vrd so gebogen ist, dass sie senkrecht gegen den Vrd steht und
dass die Mittellinie der Hflgl mehr unregelmässig verläuft. Süd-Abyssinien.
M. danckelmanni Boa. hat etwa dieselbe Grösse wie die vorige Art und ist derselben auch recht danckel-
ähnlich, weicht aber besonders dadurch ab, dass die Mittellinie der Unterseite auf den Vflgln an der
Rippe 4 stumpfwinkelig und auf den Hflgln zAvischen den Rippen 3 und 5 bauchig nach aussen hervortritt
(ganz wie bei füllehorni (27 g)). — cj: Flügel oben schwarzbraun, die Vflgl vor dem Saume breit aufgehellt
und dort mit einem grösseren Augenfleck in Feld 2 und einem kleineren in Feld 5; im Felde 1 a etwas
h i n t e r der Mitte der Rippe 1 mit einem erhabenen, elliptischen Mehlfleck, welcher auf der Unterseite
durch einen kreideweissen Fleck vertreten wird; der innere Pinsel der Hflgl gelblich, der äussere gelbbraun;
das Wurzelfeld der Unterseite ist einfarbig tief schwarzbraun und tritt, wie oben gesagt, in der Mitte
beider Flügel nach aussen deutlich hervor; das Saumfeld ist zum grossen Teil weisslich oder violettgrau
94
MYCALESIS. Von Dr. C. ArmviLLiüs.
daresu.
deannulala.
und führt schwarze, weiss gekernte, gelb und dunkelbraun geringelte Augenflecke, zwei auf den Yflgln und
7 auf den Hflgln, von denen die der Felder 2 und 3 grösser als die anderen sind. Deutsch Ostafrika. —
Bei ab. daresa ,S7rand haben die Vflgl auch im Felde 6 einen kleinen Augenfleck, bei ab. deannuiata.SVroHd
fehlt dagegen auch der Augenfleck im Felde 5 der Vflgl. Beide Formen werden in Deutsch Ostafrika
angetroffen.
füUcborni. M. füllebortli Bartel (27 g) ist mit der vorhergehenden Art nahe verwandt, weicht aber nach Baetel
in folgenden Punkten von derselben ab: Aussenteil der Vflgl nicht so stark aufgehellt, mit kleineren,
ungekernten und daher wenig hervoi-tretenden Augenflecken. Der dunkle ^Mittelteil nicht so scharf ab-
geschnitten, nach unten gerade verlaufend. Auf den Hflgln hebt sich die Begrenzung des Innenteiles nur
sehr schwach von dem wenig helleren Aussenteil ab. Der Haarpinsel am Vrd der Mittelzelle ist schwächer
und nicht gelb, sondern rauchliraun gefärbt, der Pinsel des Feldes 6 ist hingegen wesentlich stärker, von
schwarzer, nicht gelbbräunlicher Farbe. Eippe 1 der Vflgl mit länglichem lichten Mehlfk'ck an der Mitte.
Auf der ähnlich gezeichneten Unterseite weicht der dunkle, schwarzbraune Innenteil dadurch ab, dass der
Vrd der Vflgl grau gesprenkelt ist; die ^littelzelle derselben wird von einem grauen Streifen in der Mitte
durchquert. Wurzel- und Irdsteil der Hflgl gleichfalls grau bestäubt, am intensivsten der letztere; ersterer
mit einer undeutlichen lichtgrauen Fleckenreihe; die äussere Begrenzung des dunklen Teiles dringt oberhalb
der Mitte bauchig hervor. Aussenteil violettgrau, gelb gemischt und grau gesprenkelt : der Augenfleck des
Feldes 2 der Vflgl ist braun umgürtet, an Stelle des oberen Fleckes steht nur ein weisser Punkt. Sub-
marginallinie sehr undeutlich, nicht gezackt; auf den Hflgln ist sie deutlich, aber schwächer gezackt als bei
M. danckclmanni. Hier sind nur die drei unteren Augenflecke deutlich; sie sind schwarz, schwach weiss
gekernt und gelblich geringelt, aber sehr klein; alle übrigen Augenflecke werden nur durch weisse Punkte
ocelUgera. vertreten. Deutsch Ostafrika, an der Nordseite des Nyassa-Sees. — f. ocelligera Strand weicht durch die
gut entwickelten Augenflecke der Unterseite, deren auf den Hflgln 7 sind, ab. Deutsch Ostafrika.
campina. M. campina Auriv. (28 a) ist eine hübsche, mit den beiden vorhergehenden nahe verwandte, aber
kleinere Art: Fliigelspannung 38 — 44 mm. ■ — q- Flügel oben eintönig dunkel schwarzbraun ohne andere
Zeichnungen als ein wenig deutlicher, runder Fleck in Feld 2 der Vflgl, die Hflgl etwas heller, besonders
am Saume; die Pinsel der Hflgl braun: der Mehlfleck der Vflgl langgestreckt und an der Mitte der Eippe 1
gelegen. Auf der Unterseite ist der Wurzelteil dunkel schwarzbraun, etwas heller auf den Hflgln; die
Mittellinie ist weisslich (bisweilen sehr scharf) gesäumt und fast ganz wie bei fülleborni gebogen, jedoch auf
den Vflgln zwischen der Eippe 3 und dem Hrd nicht gerade sondern deuthch eingebogen, der Saumteil ist
violettgrau oder violettbraun mehr oder weniger fein gestrichelt mit kleinen, schwarzen, weiss gekernten
und gelbbraun geringelten Augenflecken; die Vflgl mit einem Augenfleck im Felde 2 und einem punkt-
förmigen in Feld 5; die Hflgl nur in 1 c und 2 mit vollständigen Augenflecken, in 3 — 6 nur mit weissen
Punkten. — Das $ ist grösser und etwas heller und hat auf der Oberseite der Vflgl vor dem wieder
dunkleren Saume eine breite, bindenförmige Aufhellung, in welcher der schwarze Fleck des Feldes 2 scharf
goelzi. hervortritt. Mashuna-Land und Gaza-Land. — goetzi Thur. scheint die Eegenzeitform zu sein und weicht
dadurch ab, dass auf der Unterseite überall da, wo campina nur weisse Punkte hat, sich deutliche Augen-
flecke befinden; diese sind auf den Vflgln ein grosser in Feld 2 und ein etwa halb so grosser in Feld 5;
auf den Hflgln je einer von ziemlich gleicher Grösse in 2 und G und je ein kleiner in 3, 4 und 5, sowie
zwei im Felde 1 c ; der Wurzelteil der Unterseite ist samtartig violettschwarz und der Saumteil fleisch-
subapicalis. rötlich, braunwolkig. Deutsch Ostafrika in der Nähe des Nyassa-Sees. — subapicalis Auriv. weicht von der
Hauptform aus dem .Mashuna-Lande nur durch etwas bedeutendere Grösse (q 40 — 42; $ 45 — 49 mm), viel
deutlichere graugelbliche Aufhellung vor der Spitze der Vflgloberseite und durch das nach aussen zwischen
dem Vrd und der Eippe 4 ganz gerade abgeschnittene Wurzelfeld der Vflglunterseito ab; die Augenflecke
wie bei campina nur im Felde 2 der Vflgl und in den Feldern 1 c und 2 der Hflgl entwickelt. Beim $
treten die grossen, weiss gekernten Augenflecke der Vflgloberseite sehr scharf hervor. W^urde auf dem
Kilimanjaro-Berge an schattigen Fusspfaden im Walde bis zu 2000 m hinauf gefunden.
M. anynana Bllr. hat in beiden Geschlechtern auf der Oberseite der Vflgl zwei scharf hervor-
tretende schwarze, weiss gekernte und gelb geringelte Augenflecke, einen grösseren in Feld 2 und einen
kleineren in Feld ö. Beim ^ liegt der Mehlfleck im Felde 1 a der Vflgl an der Mitte der Eippe 1 und
ist kurz und schmal; der Pinsel in der Mittelzelle der Hflgl ist gidb.lich und der im Felde 6 dunkel. D'iv
Unterseite ist mehr oder weniger deutlich braun gestrichelt oder gesprenkelt; die Mittellinie fängt senkrecht
gegen den N'rd der Vflgl an, ist dann zwischen den Rippen 7 und 4 etwas nach aussen gebogen und von
der Rippe 4 bis zum Ird gerade oder schwach eingebogen, saumwärts ist sie mehr oder weniger breit
wei^hch oder gelblich gesäumt; auf den Hflgln ist die Mittellinie schwach und unregelmässig geschlängelt
und auch dort gewöhnlich hell gesäumt, obgleich schmäler als auf den Vflgln; eine innere Querlinie über
die Mitte der Zelle tritt auf beiden Flügeln oft mehr oder weniger scharf hervor. Im Saumfelde liegen auf
den Vflgln zwei Augenflecke, ein grosser in Feld 2 und ein kleiner in Feld ">: jener hat einen grossen
weissen Kern, welcher mehr oder weniger exzentrisch liegt, und einen auf der Hinterseite oft rost-
anynana.
MYCALESIS. Von Dr. C. Aueivillius. 95
p;elben Eing; die Hflgl haben 7 Augenflecke, welche alle klein sind und bisweilen in den Feldern 4 — G nur
durch weisse Punkte angedeutet sind, der Fleck in Feld 2 ist stets etwas grösser als die übrigen; bei der
Trockenzeitform sind die Vflgl unten am Saume mehr oder weniger breit rotbraun gefärbt, besonders
beim $. Flügelspannung 35 — 40 mm. Deutsch und Britsch Ostafrika und auf der Insel Johanna
der Komoren. — socotrana Btlr. ist etwas kleiner, 34 — 38 mm, hat eine mehr graue Grundfarbe der Unter- sorotrana.
Seite, einen ganz runden Augenfleck im Felde 2 der Vflglunterseite und fast gleich grosse Augenflecke in
den Feldern 2 und 3 der Hflgl. Der Kern des Augenfleckes im Felde 2 der Hflgl liegt nicht exzen-
trisch. Insel Sokotra.
M. vicaria TJiur. ist der vorigen Art sehr ähnlich. Die Flügel sind oben bräunlich, beim $ heller vicaria.
graubraun, mit zwei deutlichen, weiss gekernten und gelb geringelten Augenflecken der Vflgl, einem grösseren
im Felde 2 und einem kleineren im Felde 5. Beim (J ist der Mehlfleck im Felde 1 a der Vflgl grösser und
deutlicher als bei anynana, nach aussen allmählig zugespitzt, fast kegelförmig; der Pinsel in der Mittelzelle
der Hflgl ist gelbbraun und der im Felde 6 schAvärzlich. Die Unterseite ist gelblichgrau oder braungrau,
dunkler im Wurzelteil, nicht oder undeutlich gestrichelt; die Mittellinie ist nach aussen hellgrau gesäumt,
auf den Vflgln fast gerade und auf den Hflgln etwas geschlängelt; die Augenflecke sind wie bei anynana,
der in Feld 2 der Vflgl jedoch kreisrund und mit zentralem Kern. Deutsch Ostafrika. — neglecta Thur. nexjleda.
ist die Trockenzeitform und hat sehr kleine oder nur durch weisse Punkte vertretene Augenflecke der
Unterseite. Deutsch Ostafrika.
5. Untergruppe.
o: Wi(^ bei der vierten Uiilergruppe haben die Hflgl oben nahe am Vrd zwei Haarpinsel, einen in der
Mittclzt'lli' unil einen in Feld ü. Von den Arten der vorigen Gruppe unterscheiden sich jedoch die der fünften
Uiitergrii[i|)e dadurch, dass die Vl'lgl oben im Wurzelteil entweder dirht langhaarig oder mit deutlichen IMiisehi
versehen sind.
M. martius F. (27 f). Die Flügel sind kurz und breit und der Saum der Vflgl mehr gerundet als mnrthts.
liei den übrigen Arten; beim (J sind die Hflgl an der Kippe 3 deutlich geeckt. — (J: Die Flügel oben sehr
dunkel schwarzbraun; die Vflgl vor dem Saume ein wenig heller und mit zwei gerundeten blinden, schwarze
]''lecken in 2 und 5, vor der Mitte mit zwei breiten, nach hinten gerichteten Haarpinseln, einem in der
.Mittelzelle und einem im Felde 1 b; der Mehlfleck im Felde 1 a ist breit abgerundet und hegt vor der
Mitte der Kippe 1, fast gerade hinter dem Pinsel 1 b; die Pinsel der Hflgl sind bräunhch. Auf der Unter-
seite ist das braunschwarze Wurzelfeld vom violettgrauen, etwas glänzenden Saumteil scharf getrennt; in
diesem finden sich auf den Vflgln 2 — 5 und auf den Hflgln 7 — 8 schwarze, weiss gekernte und gelb ge-
ringelte Augenflecke, von denen der in Feld 2 auf beiden Flügeln grösser als die anderen ist. — Das $ ist
olien viel heller als das ^, graubraun mit einer deutlichen graugelben Subapicalbinde und viel grösserem
blinden Augenflecken der Vflgl; unten ist der Saumteil auch viel heller als beim cj, giau ohne violetten
Schiller. Diese leicht kennthche Art ist von Ashanti bis Angola, Uganda und Deutsch Ostafrika verbreitet.
M. vulgaris Btlr. (27 g). S- Flügel oben dunkelbraun an der Spitze der Vflgl grau aufgehellt; die vulgaris.
Vflgl in der Mittelzelle und im Wurzelteil des Feldes 1 b langhaarig; die Kippe 1 nahe an der Wurzel
deutlich nach vorn gebogen und dort auf der Hinterseite mit einem länglichen, nach aussen spitz aus-
gezogenen Mehlfleck, welcher fast ganz von den Haaren des Feldes 1 b bedeckt wird; die Unterseite ist
fein braun gestrichelt und gesprenkelt, mit dunklerem Wurzelteil, die Mittellinie fast regelmässig geeckt oder
gewellt; die Augenflecke, zwei auf den Vflgln und sieben auf den Hflgln, sind bei der Trockenzeitform alle
oder zum Teil punktförmig, bei der Regenzeitform, tolosa Plötz, zwar nie gross aber vollständig ent- tolosa.
wickelt. Sierra Leona bis Angola und Uganda.
M. angulosa Btlr. (27 g) ist der vorigen Art sehr ähnlich, aber etwas heller ; beim J liegt der Mehl- angulosa.
fleck des Feldes 1 a der Vflgl hinter der Mitte der Rippe 1, ist kurz, länglich, nach innen gerundet und
nach aussen spitz.
M. funebris unterscheidet sich von allen übrigen Arten dadurch, dass beim ^ der Pinsel in der
Mittelzelle der Hflgl klein und weissUch, der Pinsel in Feld 6 aber tiefschwarz und längs der Rippe 6 eine
lange Strecke befestigt ist, eine Art Borstenreihe bildend. Die Flügel sind oben tief dunkelbraun, vor der
Spitze der Vflgl mehr oder weniger aufgehellt und beim $ mit kleinen, weiss gekernten und gelb ge-
ringelten Augenflecken in den Feldern 2 und 5. — funebris Guer. ist eine ausgeprägte Trockenzeitform, bei funebris.
welcher auf der Unterseite das Saumfeld an der Spitze der Vflgl und auf den Hflgln heller als das Wurzel-
feld ist und nur in den Feldern 2 und 5 der Vflgl und 1 c und 2 der Hflgl deutliche Augenflecke hat.
Senegal. — nebulosa Fldr. (27 f) ist auch eine Trockenform, hat aber kleine Augenflecke in allen Feldern nebulosa.
96
MYCALESIS. Von Dr. C. Arsimiirs.
ii»*r Hflslimierseite nnd auf beiden Rüaeln ein helles, violettbcaimt^s and vom Warzelfelde sehazf be-
•MT^phii ' " :^. — a«npfns " ' -' " .
_ T Augt^nfleckfr L _ _ _. ; „^
^ar niefat abgetrennte Saamfeld der Untnseite ab. Siezia Le<»ia bis Gaban.
6. Unter ■rupyc.
Die einzige Art dieser
von allea anderen dadmeii. dass die Yüä. oben
aci vom Vrd Ns znx Rippe 3 <xler 2 >=- -- —
Die Hflgl des o oben in der Miitiilzelle n
wuthUa.
M. matiita Kir-^rh -1'
' ist: 11-
i'Lwi.iiüich gering<r
Fiizel oben braan ohne Aag»^nilecke, die ^flgi in der Mitte bis zur
-^■~r_ Die Uc* "- ' ' ■ eintönig dank ' - "' *: tv —■ ' ■ - " ;
Rippe 4 w . rtritt. auf d':-n -
auf den Yügtn i und auf den Hil^ln 7 weiss gekernte and
7. Untergruppe.
—-r, .■^•- .V -•-
Dtircli >:'':■'-■:. ■
Cnterseite bei.i.»r Flüsel v^rlirift rwlsclien
Qaerbinde.
^ An! der
- w?ise
ssKsawrei. M. sanssorei Dew. (27 g). Die Flügel oben mit einer gemeinsamen weissen Qaerbinde, welche sich
— - r . . ,_ ' - 3 (Jer Vf_-' ■ — ' - 2 • r Hflgl erstreckt and nach h" - '^reiter wird: die
-n, wei- _ _ :i in den Feldern 2 and 5, , j1 mit ähnlichen
Auj a mleand2:aal der l iiaben die VrLd 2 — t. liie HfT«TT 7 Aagenfieeke. Kongi^gebiet im
Inn«ri-ii, i_-atsch <Dstafrika; BritiseL > - .i iiia: Kavirondo and Uganda.
aurinOiL ^- anmflHi ß'Zr. st der v
FIü_ *-- -'rc^ iT^Iich 1^. d*^"^
and nu-
einen zi-_i- . ^-
fast gan2 w
Hflgin
- Vrt ähnlich, weicht aber dadarci^ ^^s. äass der Warzelteü der
_■'. ob^-n nir eini^n kl-^rn'^n weissen FI»^k in d<^n Feldern 'i nnd 4
ji nur zwi- a ;i and 6
_. .:v ... ^. c^ . _^ -i ^_. -ir sind: die -v^_ ^_ .^ . j Unterseite
Art ist grösser als sauasurei and hat weiss and braon gescheckte, aof den
-n die HfTgl nur emen HaarpinseL indem der Pinsel in Feld 6
^ ._ . -. -vrnzori.
obi^:
EJaordanng in d^n
abnijmiLs. M. abnonnis
^' ^rten dareh die langgestreckte Form
beider Flnsel. welche bis zn den
' - an-
_ - j^ -z-^ ... r -..^ . ,.- zur
-St. HiM hinten a a und ver-
7 , „ -^ .: - .iß anderen afrifran"-
raune Farbe iler V
ab. E
..-....'-_ ..:.: - ■- . . "■.'■—■ -^'- — '' heuen -.•.■^^.■..^. .
RiT>ne :3 erstreckt und einen schwarzen Fleck des Feldes 5
■ - _ -el in ' ■ -
rwei kleine weiss gekernte Augenilecke in den Feldern 2 und 5 und liie Hfl gl ähnliche in den Feldern 1 c.
2. ä and 6. Ashanti, im dichten Wald.
erysieklon. .M. erysiehton E^irrtumn hat fast die Flögelform von ianaos. Flügel oben mäusebrann. ein wenig
^■" ■ ' ■ • '-■':' '■- Vilgl ' F' ' "^ ' ■ — "-ren Schuppen. Ke Unterseite ist von der Wurzel
ier Mr 'irm. etw;i.-s heuer ab oben, dann folgt eine scharf
Ird der Hrlgl: in der
.... .^ .. . . . „^. ..... . ... ^. ...._ . .. -...^.. .. ^: ... _^. ._• etwas braun gemischt:
die Vüsl haben einen snrossen . . -k in Feld 2 und drei kleinere mit einander verbundene in den
4 — 6: 7 " AagTroiLecken, von denen der in Feld 2 der grösste ist: alle Augenflecke
.-•iemt. ...
»andiJt'i. M "T'"iina .i ■ .- — ^ii,-;ci-i. E. Sharp«). F!"r ^" —". wie bei eradne. Beide Flügel oben
dunkel .a, ein w^nig heller gegen den Saum, unten . . ersten drei Vierteln dunkel samtbraun.
Ausgegeben 5. VIII. 1911. HENOTESIA. Von Dr. C. Aubivillius. 97
das letzte Viertel heller braun mit einer Beihe von Augenflecken mit graubraunen Ringen; die VIfgl
mit 5, die Hflgl mit 7 Augenflecken, von denen die vier vordersten die kleinsten sind. Die Hflgl sind am
Analwinkel mehr ausgezogen als gewöhnlich. Britisch Ostafrika: Nandi.
5. Gattung: Heiiotesia Bth.
Die Arten dieser Gattung werden oft als Mycalesis- Arten betrachtet, unterscheiden sich aber sofort
von allen echten Mycalesis durch die dicht behaarten Augen. Auf dem Festlande Afrikas kommen nur
wenige Arten vor, auf Madagaskar aber finden sich viele ganz eigentümliche Arten und viele andere gehören
der indo-malayischen Begion an^) Die Entwicklungsstadien sind nur von einer Art {narcissus, siehe unten)
bekannt. Die zahlreichen Arten können auf vier Gruppen verteilt werden.
Erste Gruppe.
Die Flügeloberseite wenigstens im Felde 2 der Vflgl mit deutlichem Augenfleck. Saum der Hflgl
ganzrandig oder regelmässig gewellt.
A. Arten vom F e s 1 1 a n d e Afrikas.
1. Untergruppe.
(J: Die Hflgloberseite ohne hellen Fleck an der Wurzel des Irds und ohne schwarzen Haarpinsel nahe an
der Wurzel der Rippe Ib. am Vrd aber mit einem Pinsel in der Mittelzelle. — Die Fühler nicht oder nur undeut-
lich weiss geringplt.
H. perspicua Trim. (28 a). Flügel oben dunkel graubraun; die Vflgl mit zwei schwarzen, weiss perspüan.'
gekernten, breit rotgelb (oder graugelb)' geringelten Äugenflecken, einem sehr grossen in Feld 2 und einem
kleineren in Feld 5, (beim $ und auch beim (J, ab. amanica Strand, kommen bisweilen auch kleine punkt- amanica.
förmige Augenflecke im Felde 3 und 4 vor), die Hflgl mit 2 — 4 ähnlichen, aber kleinen Augenflecken in
den Feldern 2 — 5, am Saume heller, braungrau mit zwei scharf hervortretenden Submarginallinien. Auf
der Unterseite ist der Wurzelteil gratxbraun, deutlich fein rostbraun gc^strichelt oder gesprenkelt und mit
deuthcher brauner Querhnie über die Mitte der Mittelzellen; das Saumfeld hat eine hellere graue Grund-
farbe und wird durch eine gleichförmige, fast ganz gerade und nach aussen breit weisslich oder gelblich gesäumte,
dunkelbraune Mittellinie vom Wurzelteil getrennt; die Vflgl haben 2 und die Hflgl 7 gut entwickelte
Augenflecke; die Augenflecke sind schwarz, weiss gekernt und haben einen inneren, gelben und einen
äusseren dunkelbraunen oder rostfarbigen Bing; der äussere Bing des grossen Augenfleckes im Felde 2 der
Vflgl scheint immer rostbraun oder rostgelb zu sein; vor dem Saume zwei deutliche dunkle Submarginal-
linien und vor den Augenflecken der Hflgl eine abgekürzte, bisweilen sehr breite dunkle Querbinde. Kommt
von Kongo bis Natal und von dort bis Britisch Ostafrika und Abyssinien vor. — maevius Stgr. (28 a) ist maeiius.
die Trockenzeitform und weicht nur auf der Unterseite dadurch ab, dass alle Augenflecke ausser der im
Felde 2 der Vflgl undeutlich oder punktförmig sind; auf der Oberseite sind die Augenflecke wie bei der
Hauptform entwickelt. In denselben Gegenden wie die Hauptform. — ab. submaevius Strand soll oben mit s^ibmaeviiis.
maevius, unten aber mit der Hauptform übereinstimmen. Deutsch-Ostafrika.
H. victorina Westio. Der vorigen Art sehr ähnlich, etwas kleiner, oben etwas heller mit kleineren ciclorina.
Augenflecken, aber besonders dadurch verschieden, dass auf der Unterseite sowohl das Wurzel- wie das
Saumfeld eintönig braungrau sind ohne Strichelchen und ohne Querlinien über den Mittelzellen; die Mittel-
linie ist wie bei perspicua gerade und gleichförmig und nach aussen weisslich gesäumt, aber schmäler als bei
dieser; am Saume zwei weissgraue, durch die äussere Submarginalhnie getrennte Linien; (die innere dunkle
Submarginallinie ist vöüig mit der Grundfarbe verschmolzen); die Augenflecke haben einen gelbgrauen,
einen wie die Grundfarbe graubraunen und einen äusseren grauen, auf den Hflgln zwischen den Augen-
flecken unterbrochenen Bing, welcher wohl als Best der grauen Grundfarbe bei perspicua zu betrachten ist.
Zambezi und Deutsch-Ostafrika.
H. ubenica Thur. (28 d) ist eine zweite mit perspicua nahe verwandte Art und weicht nur da- nbcnica.
durch ab, dass die Mittelquerhnie der Hflgunterseite nicht eben und ganz gerade verläuft, sondern schwach
gewellt ist und im Felde 4 einen kleinen Vorsprung nach aussen macht; auch die MittelHnie der Vflgl ist
nicht gerade, sondern schwach S-förmig gebogen; die Grundfarbe der Unterseite ist bräimlich gelb, überall
dunkel quergestrichelt; die Mittellinie ist rehbraun, nach aussen gelb gesäumt; von den Atigenflecken der
Unterseite sind nur der im Felde 2 der Vflgl gross, alle übrigen klein oder undeuthch; die Augenflecke
sind schwarz, weiss gekernt mit gelbem oder braunem Bing, der schwarze Teil ist mit weissen Schuppen
bestreut. Deutsch Ostafrika. — uncinata Thur. scheint die Trockenzeitforra zu sein, hat eine frischer unrinaln.
•) Ueber das Verhältnis der Mycalesis zu Henotesia, Culapa etc. Vgl. Fruhstorfer, Band 9, p. 332.
xni 13
98 HENOTESIA. Von Dr. C. AuRivimus.
gelbe Grundfarbe der Unterseite, noch kleinere Augenflecke der Unterseite und ist besonders dadurch
kenntlich, dass der breite gelbe Eing des Feldes 2 auf der Vflgloberseite auf der Innenseite nach vorn
hakenförmig oder strichförmig verlängert ist. Deutsch Ostafrika.
elisi. H. elisi Karsch (28 a) ist oben der M. perspictia ganz ähnlich, aber mit grauen, statt gelben Eingen
der Augenflecke. Die Unterseite ist dunkelgrau mit dunkelbraunen Striehelchen und Querlinien; die Mittel-
linie ist nicht nach aussen hell gesäumt mid stösst darum auf den Vflgln unmittelbar an den Ineiten
graugelben Eing des Augenfleckcs in Feld 2; alle Augenflecke gut entwickelt mit gelbgrauen Eingen.
evanida. Togo-Land. — evanida Thur. ist die Trockenzeitform und weicht durch kleine, punktförmige oder uii-
(If'uthehe Augenflecke der Hflglunterseite ab.
phaea. H. phaea Karsdi (28 b). Flügel oben graubraun mit sehr schwacher dunkell)rauner ^littehjuerlinie
und mit Augenflecken ganz wie hei elltsi. Unterseite grau mit fast gerader, dunkellnauacr Querlinie; das
Wurzelfeld dicht braun gesprenkelt und mit deutlicher Querlinie über der Mitte der Zellen; die Vflgl mit
vier Augenflecken, einem grossen im Felde 2 und je einem kleinen in den Feldern 4 — 6, die Hflgl mit
sieben dicht gedrängten Augenflecken, welche weiss gekernt sind und einen grauen und einen braunen Eing
haben. Kongo- Gebiet.
teratia. H. teratia Kursch (28 c). Flügel oben in der Wurzelhälfte gelbbraun, im Saumteil vorwiegend
schwefelgelb; auf den Vflgln ist das Gelbbraun des Wurzelteiles aussen durch eine fast gei'ade dunkelbraune
Querlinie, welche den \'rd nicht völlig erreicht, begrenzt und diese auswärts von einer schwefelgelben Quer-
binde begleitet; das Saumfeld führt zwei weiss gekernte, von einem hellgelben Einge umgebene schwarze
Augenflecke, einen gi-össeren in Feld 2 und einen kleinen in Feld 5; der Vrd und die Spitze bis zur
Itippe 4 gelbbraun gefärbt; Saundinie dunkelbraun. Auf den Hflgln ist die Mittellinie sehr schwach ge-
bogen und das Saumfeld weniger licht schwefelgelb als auf den Vflgln, hell braungelb und vorne breit
gebräunt; die Saumlinie ist dunkelljraun und einwärts zunächst von einer feinen Bogenlinie und dann von
einer dickeren braunen Bogenhnie begleitet; vier kleine, breit getrennte, weiss gekernte, gelb und braun
umringte Augenflecke stehen in den Feldern 2 — 5. Die Flügel sind unten gelb, dicht braun gesprenkelt und
durch eine fast gerade braune, nach aussen durch eine rein gelbe Querbinde begleitete Mittelquerlinie
geteilt; das Wurzelfeld in der Mitte mit einer dunklen Queriinie; das Saumfeld der Vflgl mit 2 und
das der Hflgl mit 7 Augenflecken, welche graublau und weiss gekernt sind. Kongogebiet und Deutsch-
Ostafrika.
simonsii. H. simonsii Bllr. (28 d). Diese eigentümliche Art wird von einigen Verfassern als eine extreme
Trockenzeitform von perspicua betrachtet. Ob diese darin Eecht haben, kann nur durch genaue Experi-
mente festgestellt werden. — Die Oberseite beider Flügel ist hell ockergelbhch oder sandgelb und der ein
Wenig tlunklero Wurzelteil ist durch eine schwach hervortretende fast gerade Querlinie vom Saumfeldi'
getrennt; die Spitze der Vflgl ist etwas gebräunt und die braune Farbe setzt sich als eine freie Sub-
marginallinie fast bis zum Hinterwinkel fort; auch die Hflgl haben gewöhnlich eine sehr feine braune Sul)-
marginallinie; die Vflgl haben einen schwarzen weiss gekernten Augenfleck in Feld 2 und einen kleinen
solchen Fleck in Feld ö. die Hflgl haben 2 — 3 schwarze Punkte in den Feldern (1 c) 2 und 3. Die
Unterseite ist rötlichgelb, dicht rotbraun gestrichelt und gesprenkelt; der dunklere Wurzelteil ist durch
eine gerade, saumwärts breit gelb gesäumte Mittellinie begrenzt und ist deutlich breiter als das Saumfeld :
die Augenflecke sind klein und punktförmig oder undeutlich, nur der Fleck im Felde 2 der Vflgl ist etwas
lacus. grösser. Transvaal, Mashuna-Land, Zambczi und Nyassa-Land. — lacus Thur. weicht dadurch al), dass der
\rd und die Spitze der Vflgl in einer Breite von etwa 4 mm und der Saum der Vflgl etwa 2 mm breit
grauschwarz sind; die Augenflecke sind auf beiden Seiten gut entwickelt und weiss gekernt; die Hflgl
haben unten 7 solche .\ugenflecke; die Unterseite ist graubraun ohne Strichelchen. Nyassa-Land.
centralis. H. centralis Auric. ist mit der vorigen Art nahe verwandt und erinnert oben an lacus. Die Flügel
oben hell ockergelb oder fast strohgelb; die Spitze der Vflgl sehr breit, etwa 8 mm, schwarzbraun, die
schwarzbraune Farbe setzt sich am Saume bis zum Hinterwinkel in einer Breite von 3 mm und am Vrd
bis zur Wurzel fort; in Feld 2 ein mittelgrosser, weiss gekernter Augenfleck, welcher die dunkle Saum-
binde fast berührt und in Feld 5 ein kleiner solcher Fleck; die Hflgl mit einer 4 mm breiten, nach innen
undeutlich begrenzten, dunkelbraunen Saumbinde und zwei punktförmigen Augenflecken in den Feldern 2
und 3. Die Unterseite ist rostbraun, fein dunkelbraun gestrichelt und weicht dadurch sofort von simoiisi
ab, dass der dunkle nach aussen gerade abgeschnittene Wurzelteil, nicht breiter, sondern fast schmäler als
der 10 — 11 mm breite Saumteil ist; die Augenflecke wie bei der Hauptform von simotisi klein oder un-
deutlich. Katanga- Gebiet im Kongostaate.
haroldi. H. haroldi Druce ist mir in Natur unbekannt scheint aber mit centralis verwandt zu sein und
könnte sogar die Eegenzeitform derselben sein. Die Vflgl oben gelbhch weiss, die Wurzel, der Vrd, die
Spitze und der Saum noch breiter als bei centralis schwarzbraun; die Augenflecke sind hell geringelt und
der im Felde 2 ist teilweise von der schwarzen Saumbinde umfasst; die Hflgl gelblich oder zum Teil
HENOTESIA. Von Dr. C. Aürivillius. 99
bläulichweiss mit breiter schwarzlirauner Saumbinde, braunem Ird und Wurzelteil und zwei deutlichen weiss
gekernten und hell geringelten Augenflecken in den Feldern 2 und 3. Auf der Unterseite ist der Wurzelteil
tief schwarzbraun und wie bei centralis kaum so breit wie der Saumteil, von dem auch schwarzbraunen
Saumfelde wird er durch eine breite gelblich weisse Querbinde, welche sich am Hrd der Vflgl bis zu einer
Breite von 7 mm ausdehnt, am Vrd der Vflgl und nahe am Analwinkel der Hflgl aber spitz endet; die
Vflgl haben zwei grosse und die Hflgl 7 an einander stossende Augenflecke; dieselben sind alle schwarz,
weiss gekernt und haben einen gelb. liehen, einen dunkelbraunen und einen hellgrauen Ring; am Saume zwei
helle Querlinien. Xordwest-Ehodesia.
H. ochracea Lathy (= wellmanni Weym.) ('2S c) ist oben der H. centralis sehr ähnlich, unten über ochracea.
von allen oben erwähnten Arten ganz verschieden. Die Grundfarbe beider Flügel oben hell ockergelb; der
Vrd, die Spitze und der Saum der Vflgl sind schwarzbraun und zwar die Spitze etwa 8 mm breit, nach
beiden Eichtungen allmählig schmäler werdend, so dass die Breite an der Flügelwurzel und am Hinter-
winkel nur 2 mm beträgt; die dunkle Saumbinde der Vflgl ist demnach beträchtlich schmäler als bei
centralis und durch die gelbe Grundfarbe vom Augenflecke des Feldes 2 ziemlich weit getrennt; der Augen-
fleck in Feld 5 ist klein, aber weiss gekernt ; die Hflgl sind am Saume, an der Wurzel und am Ird mehr
oder weniger bräunlich bestäubt. Auf der Unterseite der Vflgl fehlt die Mittellinie völlig, und die ocker-
gelbe Grundfarbe erreicht in den Feldern 1 b — 3 fast die Mittelzelle; der Vrd, die Spitze und der Saum
sind fast in derselben Ausdehnung wie oben dunkel gefärbt, aber viel heller, graubraun und mit deutlichen
dunkeln Querstrichelchen besonders in der Mittelzelle; die Augenflecke der Felder 2 und 5 sind wie oben
ausgebildet und dazu kommen noch je ein Augenfleck in den Feldern 4 und 6. Die Hflgl sind unten ganz
hellrötlich graubraun und fein braun gestrichelt; die Mittellinie ist durch zwei braune Halbmonde, die ihre
hohle Seite der Flügelwurzel zukehren, angedeutet, der eine liegt an der Wurzel des Feldes 2, der andere
nahe der Wurzel der Felder 4 und 5; hinter diesen Bogen ist die Grundfarbe bisweilen etwas gelblich auf-
gehellt und dann folgen sieben kleine weiss gekernte, fast punktförmige Augenflecke. Flügelspannung 48 mm.
Angola.
H. eliasis Hcw. (28 d) weicht von allen vorhergehenden dadurch ab, dass die Augenflecke dicht an eliasis.
der innersten Saumlinie und nur 1 — 1,5 mm vom Saume entfernt hegen. Flügel oben hell ockergelb, der
Vrd und die Spitze der Vflgl ziemlich breit schwarzbraun; am Saume beider Flügel zwei feine dunkle
Linien, von denen die innere in der Mitte jeden Feldes mehr oder weniger erweitert ist. Beide Flügel
unten mit einer deutlichen, fast geraden, rostbraunen Querlinie, welche das etwas dunklere und dicht
gestrichelte Wurzelfeld nach aussen begrenzt; die Vflgl mit sechs, die Hflgl mit sieben Augenflecken,
welche fast alle auch oben deutlich sind; die Augenflecke sind schwarz, weiss gekernt und haben drei
Ringe, einen gelben, einen schwärzlichen und einen weisslichen; der Augenfleck in Feld 3 der Hflgl ist
ebenso gross oder etwas grösser als der in Feld 2. Loango Kongo und Angola.
2. Untergruppe,
Die Fühler breit und scharf weiss geringelt. Die Augenflecke liegen nahe am Saume. — o- Die Hflgl
oben dicht an der Wurzel des Irds mit einem grauen Fleck, welcher nach hinten von einem nahe an der Wurzel
der Rippe 1 h befestigten, schwarzen Haarpinsel begrenzt wird.
H. peitho Plötz (28 a). Beide Flügel oben einfarbig dunkel schwarzbraun; die Vflgl mit einem ijeilho.
grösseren Augi'nflcck in Feld 2 und einem kleineren in 5, die Hflgl wenigstens mit einem Augenfleck in
Feld 2; die Augenflecke sind schwarz, weiss gekernt und haben einen undeutlichen gelblichen Ring. Die
Unterseite ist gelb, besonders im Wurzelteil braun gestrichelt und mit fast gerader, dicker, rotbrauner Quer-
linie beider Flügel; vor dem Saume, wo die Augenflecke liegen, ist die Grundfarbe mehr oder weniger grau;
die Vflgl haben wie oben zwei Augenflecke in den Feldern 2 und 5, die Hflgl haben normal sechs Augen-
flecke, zwei in Feld 1 c und je einen in 2, 4, 5 und 6, von denen der in Feld 2 stets gross ist und der
in Feld 5 grösser als die übrigen, welche sehr klein oder undeutlich sein können; die Augenflecke sind
weiss gekernt und haben einen dicken, inneren gelben und einen feinen äusseren dunkelbraunen Ring.
Flügelspannung 39—40 mm. — Goldküste, Kamerun und Gabun. — decira Plötz weicht nur dadurch ab, decira.
dass die Mittellinie der Unterseite etwas gebogen ist und dass die Hflgl unten je einen Augenfleck in den
Feldern 2 — 6 haben, von denen die der Felder 2 und 6 grösser als die anderen sind. Goldküste.
H. nigrescens Baker ist offenbar mit der vorigen Art nahe verwandt und wird in folgender Weise nigrescens.
beschrieben: Beide Flügel samtschwarz mit kleinen Augenflecken; Vflgl mit zwei kleinen, tief schwarzen,
weiss gekernten und rot geringelten Augenflecken nahe an der Spitze und einem grösseren ähnhchen Augen-
fleck nahe am Saume in Feld 2; Hflgl mit einem solchen Augenfleck in Feld 2 nahe am Saume und
bisweilen mit Spur einer anderen, kleineren vor demselben. Unterseite: Beide Flügel ockergelb, dicht mit
kleinen rostfarbigen Strichelchen bestreut und mit einer dunkel rostfarbigen Mittellinie ; Saumfeld der Vflgl
grau mit denselben Augenflecken wie oben, die beiden vorderen Augenflecken mit einem gemeinsamen
100 HENOTESL\. Von Dr. AuRiviLLas.
ockergelben Bing, der hintere mit dickem gelbem und feinem dmiklem King; die Hflgl mit einer gebogenen
Reihe von 7 — >? Augenüecken, -welche denen der Vflgl ähnlich sind. Flügelspannung 46 mm. Kongo-Gebiet.
B. Arten aus Madagaskar oder Mauritius.
3. Untergruppe.
Die Flügel oben dunkelbraun-schwarzbraun, höchstens rings um den Augenfleck in Feld 2 der Vflgl
etwas gelb.
nngannvo. H. anganavo Waril.. Die Vflgl oben mit einem kleinen Augenfleck in Feld 5 imd in Feld 2
mit einem grossen, breit rotgelb geringelten, ^velcher nahe am Saume hinter der Mitte des Feldes 2 hegt;
die Hflgl oben nur mit einem kleinen Augenfleck in Feld 2 nahe am Saume. Die Unterseite ist rotbraim
und überall braun gestrichelt; der etwas dunklere Wurzelteil ist auf beiden Flügeln nach aussen scharf, aber
etwas unregelmässig begrenzt und tritt in Feld 4 nach aussen bauchig hervor; im Saumfelde finden sich
nur dieselbe Augenflecke wie oben: dieselben sind hier gelb geringelt. Flügelspannung 43 mm. Madagaskar.
exocelWa. H. exocellata Mab. Die Vflgl oben mit einem kleinen, weiss gekernten Augenfleck in Feld 5 und.
in Feld 2 mit einem etwas grösseren, undeutUch gelb umzogenen solchen Fleck, welcher fast genau in
der Mitte des Feldes 2 liegt: die Hflgl oben ohne Augenflecke. Die Unterseite mit dunkelgrauer Grund-
farbe und braun gestrichelt; das Wurzelfeld ist dunkler als das Saumfeld imd nach aussen unregelmässig
begrenzt: die Unterseite nur in Feld 2 der Vflgl mit einem wirklichen gelbgeringelten Augenfleck, sonst
aber statt der Augenflecke nur mit bläulich weissen Punkten, von denen 5 auf den Vflgln und 7 — 8 auf
den Hflgln vorhanden sind. Madagaskar.
strah. H. sttato Mab. Die Flügel oben schwarz, die Vflgl in der Mitte und die Hflgl überall mit schwarz-
blauem Schiller; die Vflgl mit einem weissen Punkte in Feld 5 und einem weiss gekernten Augenfleck in
der Mitte des Feldes 2 und die Hflgl mit einem ähnlichen, aber kleineren Augenfleck im Felde 2. Die
Vflgl unten in der Mitte schwarz mit rötUch grauem, schwarz gestricheltem Saumfelde und Augenflecken
wie oben. Die Hflgl unten mit gezackter, nach aussen rotbraun gesäumter Mittellinie und in Feld 2 mit
einem hellgelb umzogenen Augenfleck in den übrigen Feldern höchstens mit weisslichen Punkten; die
Wurzel und der Ird sind bläuhch grau gestrichelt. <J: Die Vflgl unten am Ird mit einem glänzenden
weissen Fleck und die Hflgl oben am Vrd der Mittelzelle mit einem weisshchen Haarpinsel. Flügel-
spannung 40 mm. Madagaskar.
andrava- H. andravahana Mab. Die Flügel oben beim q schwarzbraun bis schwärzhch, beim S graubraun:
■ die Vflgl übiu mir mit einem Augenfleck, welcher gelb oder rotgelb umzogen ist und in der Mitte des
Feldes 2 liegt; die Hflgl oben mit einem kleinen oder punktförmigen Augenfleck in Feld 2. Die Unter-
seite ist dunkelbraun, rotbraun und grau marmoriert; auf den Vflgln ist die Grenze zwischen dem Wurzel-
und Saumfeld undeutUch, ein hellerer Fleck liegt gewöhnlich an der Mitte des Vrds und ein rotbrauner
vor der Spitze, ein kleiner weiss gekernter Augenfleck in Feld 5 und ein grösserer in Feld 2; die Hflgl
haben eine undeutliche, in Feld 2 nach innen gezackte dunkle MittelUnie, welche nach aussen durch eine
mehr oder weniger breite und deutliche weis.sUche Querbinde begrenzt ist; diese Querbiude erreicht weder
den Vrd noch den Ird und ist bisweilen durch braune Strichelchen mehr oder weniger verwischt ; in
Feld 2 ein mittelgrosser, schwarzer, weiss gekernter und breit rotbraun umzogener Augenfleck, sonst aber
niarmorata. höchstens kleine weisse Punkte statt der Augenflecke. Madagaskar. — ab. marmorata ab. nov. ist dunkler
und hat keine weisse Querbinde auf der Unterseite der Hflgl. Madagaskar.
fuliginosa. H. fuliginosa Mab. ist oben der vorigen Art sehr ähnhch und weicht nur dadurch ab, dass der
Saum der ^ figl am Ende der Eippe 4 stumpf hervortritt. Die Unterseite ist schwarzbraun mit kleinen
schwärzüchen Querstrichelchen, die Grunf darbe wird saumwärts ohne scharfe Grenze aUmähUg heller: auf
jedem Flügel nur einen Augenfleck in Feld 2. Madagaskar.
bicrislata. H. bicristata Mab. Die Flügel oben wie bei den beiden letztbeschriebenen Arten dunkelbraun mit
einem Augeufleck in Feld 2; von fuliginosa weicht sie dadurch ab, dass der Saum der Vflgl ganz eben
gebogen imd der der Hflgl deuthch wellenförmig ist. Auf der Unterseite ist der grössere Wurzelteil schwärz-
lich und durch eine etwas gebogene und gewellte, hell gesäumte Mittellinie vom grauen Saumfelde ge-
trennt; die Vflgl haben einen kleinen Augenfleck in Feld 5 imd einen wenig grösseren in Feld 2; die
Hflgl einen mittelgrossen Augenfleck in Feld 2 und oft auch einen kleinen in Feld 1 c. — Beim jj
haben die Hflgl oben ausser dem Pinsel der Mittelzelle auch einen an der Wurzel der Eippe 2 befestigten
Pinsel. Madagaskar.
slrigida. H. strigula Mab. (28 b). Die Flügel oben schwarzbraun; die Vflgl mit einem kleinen, weiss ge-
kernten Augenfleck in Feld ö und einem grossen, breit gelb umzogenen, solchen Fleck in der Mitte des
HENOTESIA. Von Dr. Avrivillius. 101
Feldes 2; die Hflgl mit einem kleinen Augenfleck in Feld 2 und an der Spitze der Mittelzelle in Feld 3
oder 4 etwas gelb beschuppt. Die Unterseite ist hell gelblichgrau, braun gesprenkelt und hat eine rost-
farbige MitteUinie, welche auf den Vflgln S-förmig gebogen, auf den Hflgln wenig ungleichförmig und fast gerade
ist; eine innere solche Querlinie tritt auch recht deuthch hervor; die Augenflecke treten wie oben auf, sind
aber kleiner. Madagaskar. — subsimilis Btlr. ist oben ganz ähnhch, weicht aber unten durch mehr graue subsimilis.
Grundfarbe, deutliche Queriinien in der Mittelzelle der Vlfgl und besonders durch die unregelmässige, im
Felde 2 stark nach innen gebogene Querhnie der Hflg ab Madagaskar.
H. angulifascia BÜr. ist der vorigen Art sehr ähnhch, hat aber oben einen grösseren und deut- ""S'.'^'"
lieberen Augenfleck in Feld 2 der Hflgl und weicht unten dadurch ab, dass die Mittellinie auf beiden
Flügeln an der Eippe 4 weit nach aussen hervortritt und am Vrd der Yflgl und auf den Hflgln in ihrer
ganzen Länge nach aussen hellgrau oder graugelblich begrenzt ist. Madagaskar.
H. parva Btlr. weicht von den vorhergehenden dadurch ab, dass der Saum der Hflgl zwischen den parva.
Kippen 4 und 6 ganz gerade oder schwach ausgerandet ist, wodurch an der Eippe 4 eine kleine Ecke
entsteht. Die Flügel oben schwarzbraim; die Vflgl mit einem kleinen Augenfleck in Feld 5 und einem
grösseren in Feld 2, dessen Ring bisweilen so dick und unregelmässig ist, dass er einen gelben Fleck
bildet; die Hflgl mit einem kleinen Fleck in Feld 2. Die Unterseite ist röthchbraun mit braunen
Strichelchen und dunklerem ^A'urzelfelde ; die Mittellinie der Vflgl in Feld 2 tief wurzelwärts gebogen, den
gelben Eing des Augenfleckes umfassend; die MitteUinie der Hflgl in Feld 4 stumpf hervortretend; das
Saumfeld im inneren Teil grau aufgehellt, am Saume wieder verdunkelt; der Augenfleck in Feld 2 der
Vflgl gross, der in Feld 2 der Hflgl klein und ohne Ring, alle anderen nur durch weisse Punkte ver-
treten. Madagaskar.
H. iboina Ward, ist oben schwarzbraun mit Augenflecken wie bei den vorigen Arten; der Saum der iboina.
Hflgl ist gleichförmig gebogen und wellenförmig, dicht vor dem Saume verläuft eine dicke, scharf hervor-
tretende, schwärzHche Linie; der Saum der Vflgl fast gerade. Die Unterseite hat eine braungraue Grund-
farbe mit dunklerem, schwärzlich gestricheltem Wurzelfeld; die Mittellinie der Vflgl ist schwärzlich, tief
S-förmig gebogen und begrenzt die Innenseite des dicken gelben Einges des Augenfleckes in Feld 2; die
Mittellinie der Hflgl is. zwischen den Eippen 2 und 4 schwach nach innen gebogen, sonst aber ziemlich
gerade; der Augenfleck in Feld 2 der Hflgl ist klein und hat einen hellgelben Eing, andere Augenflecke
sind nur durch weisse Punkte angedeutet. Madagaskar.
H. difficilis Mab. weicht nur dadurch von iboina ab, dass die Mittellinie der Vflgl fehlt und die difficilis.
MitteUinie der Hflgl an der Eippe 4 weit nach aussen hervortritt und dann zwischen den Eippen 4 und 2
tief, halbkreisförmig nach innen gebogen ist; die Augenflecke sind grösser als bei iboina und die weissen
Punkte von braunen Eingen umgeben. Madagaskar.
H. vola Ward, ist oben schwarzbraun; die Vflgl haben einen grossen, schwarzen, weiss gekernten vola.
und rotgelb umgebenen Augenfleck in oder etwas vor der Mitte des Feldes 2 und einen kleinen Fleck in
Feld 5; die Hflgl haben einen kleinen Augenfleck in der Mitte des Feldes 3. Beide Flügel sind unten bis
zum Saume eintönig schwärzHch, werden aber etwa 4 mm vom Saume durch einen breiten, geraden, scharf
begrenzten, gemeinsamen, weisslich gelben Querstrich in zwei Teile abgeschnitten; die Vflgl haben nur einen
Augenfleck, welcher in Feld 2 dicht innerhalb des Querstriches liegt, und die Hflgl nur einen kleinen
Augenfleck, welcher in Feld 6 an der Innenseite des Querstriches Uegt. Durch diese Zeichnung der
Unterseite weicht vola von aUen anderen äthiopischen Henotesm-Arten ab. In den Wäldern von Nord-
Madagaskar.
H. ankova Ward, ist kleiner als die oben erwähnten Arten, indem sie nur 36 — 38 mm misst. ankova.
Flügel oben schwarzbraun; die Vflgl mit einem grossen, schwarzen, weiss gekernten und dick rotgelb um-
zogenen Augenfleck in Feld 2 und einem kleineren solchen Fleck in Feld 5 ; die Hflgl oben mit zwei
gleich grossen Augenflecken in den Feldern 2 und 3, bisweilen auch mit einem punktförmigen Augenfleck
in Feld 4. Die Unterseite ist grau, fein braun gesprenkelt und gestrichelt; die Mittellinie ist rostfarbig und
bildet auf beiden Flügeln einen fast rechten Winkel in Feld 4; der Augenfleck in Feld 2 der Vflgl ist von
einem dicken etwas unregelmässigen orangegelben Eing umzogen; die übrigen Augenflecke sind sehr klein
oder nur durch weisse Punkte angedeutet. Madagaskar. — ab. turbata Btlr. weicht nur dadurch ab, dass turbata.
die MitteUinie der Hflgl nur gezackt, aber nicht winkehg gebrochen ist und dass die Hflgl auch unten drei
Augenflecke haben. Madagaskar. — cowani Btlr. ( ? 28 b) ist wahrscheinUch auch nur eine Form von ankova und eowani.
unterscheidet sich nur dadurch, dass das Wurzelfeld der Unterseite viel dunkler als das hellgraue Saumfeld
ist und dass die Hflgl unten deutliche Augenflecke in den Feldern 2, 3 und 6 haben. Madagaskar.
102 HENOTESIA. \'on Dr. Aurivillius.
4. Untergruppe.
Dip Flügel oben in der Mitte, wenigstens im Wurzelteil der Felder 2 und 3 der Vflgl und 3 — 5 der Hflgl,
oder zum grössten Teil rotbraun bis rotgelb. Die Vflgl stets in Feld 2 mit einem Augenfleck, welcher ausser-
halb der Mitte des Feldes liegt.
H. narcissus i.-<t dadurch ausgezeichnet, dass beide Flügel oben in der Mitte mehr oder weniger aus-
gedehnt rutgellj, ringsum aber schwarzbraun gesäumt sind; das rotgelbe Discalfeld der Vflgl ist durch eine
braune Querlinie in einen inneren dunkleren und einen äusseren helleren Teil, worin der Augenfleck des
narcissus. Feldes 2 liegt, geteilt; die Hflgl haben oben zwei Augenflecke in den Feldern 2 und 3. — narcissus F.
(28 c). Der schwarzbraune Hrdstreifen der Vflgloberseite ist etwa zwei mm breit und scharf begrenzt;
das gelbe Discalfeld bedeckt die Felder 2 mid 3 (ausser am Saume) und bildet einen schmalen Streifen
am Hrd der Mittelzelle und längs der Hinterseite der Rippe 2; auf den Hflgln ist nur der Wurzelteil der
Felder (2), 3 — 5 mehr oder weniger breit gelb gefärbt; auf der Unterseite liegt der schwarze, weiss gekernte
Augenfleck des Feldes 2 in einem dicken gelben Ring, hat aber keinen äusseren rötlichen Ring; die ]\Iittel-
linie der Hflglunterseite ist sehr unregelmässig gelappt und eingeschnitten. ]\Iauritius und Bourbon. — Die
Eier sind hellgelb und kugelförmig mit schwachen Grübchen. Die Kp lebt auf Bambus und ist ausge-
wachsen hell rötlich braun mit grünlicher Einmischung und dunklerem Kopfe; die kettenförmige Rücken-
linie ist vorn grünlich, hinten braun; die gewellte Subdorsallinie und die gerade Seitenlinie sind hellbraun;
Atemlöcher schwarz; der Körper ist sehr kurz und fein behaart. Die Pp hat die gewöhnliche Satyriden-
fralerna. form und ist grün mit einigen geraden schwarzen Strichen am Vorderende. — fraterna Btlr. (28 b) ist die
auf Madagaskar vorkommende Form, welche nur dadurch abweicht, dass der Augenfleck in Feld 2 der
Vfiglunterseite zuerst von einem gelben und dann von einem rotbraunen, nach hinten stark verdickten
Ring umgeben ist und dass die Mittelhnie der Hflglunterseite beinahe gleichmässig und nur schwach geschlängelt
ist: die Augenflecke der Hflglunterseite sind bald gut entwickelt, bald nur punktförmig oder fehlend. —
maeva. maeva Muh. weicht von fraterna nur dadurch ab, dass die gelbe Farbe der Oberseite beider Flügel viel
mehr ausgebreitet ist; auf den Vflgln erreicht sie fast den Hrd, welcher nur schmal und undeutlich braun ist,
und bedeckt fast die ganze Mittelzeile: auf den Hflgln streckt sie sich in das Feld Ic und in die ^littelzolle
hinein. Madagaskar.
menamena. H. menamena Mab. Die Vflgl oben orangegelb, an der Wurzel bräunUchgelli, die Spitze ziemlich
breit und der Saum schmäler schwarzbraun, in Feld 2 dicht am Saume ein kleiner, schwarzer, weiss
gekernter und hellgelb umzogener Augenfleck; die Hflgl oben ganz orangegelb, nur an der Wurzel etwas
braun und am Saume mit bräunlicher Querlinie; dicht an dieser liegen 5 — 6 weisse Punkte, welche von
einem feinen braunen, einem gelben und ganz aussen wieder von einem feinen braunen Ring umgeben sind.
Beide Flügel unten rein orangegelb ohne Strichelchen, aber mit drei gelbbraunen oder etwas rötlichen
Querlinien, von denen die zwei inneren fast gerade sind und die dritte nahe an den Augenflecken liegt
und gebogen oder gewellt ist; die Vflgl haben Augenflecke in 1 b, 2, 4 und 5 und die Hflgl sieben solche
Flecke, von denen die der Felder 2 und 3 ein wenig grösser sind. Madagaskar.
utilxaniira. H. ankaratra Ward. (28 c). Beide Flügel oben rotbraun, am Vrd und am Saume schmal, etwa
2 nun broit, schwarzliraun; jede mit zwei schwarzen, weiss gekernten Augenflecken; die der Vflgl in Feld
2 und 5, die der Ilflgl in 2 und 3. Die Vflgl unten in der hinteren Hälfte bis zur ]\Iitte der Zelle und bis
zur Kippe 3 oder 4, rotbraun, sonst dunkelgrau, mit schwärzlichen Querstrichelchen, die Hflgl schwarzgrau
dicht mit schwärzlichen Querstrichelchen bestreut; die Augenflecke der Unterseite mit gelben Ringen, die Hflgl
unten mit sieben Augenflecken, von denen nur die der Felder 2 und 3 etwas grösser sind und scharf
iiervo treten. Madagaskar.
Zweite Gruppe,
Die Flügel oben wenigstens im Felde 2 der Vflgl mit einem Augenfleck. Saum der Hflgl mit
2 — 3 Zacken oder kurzen Sciiwänzchen am Endo der Rippen 2, 3 und 4.
masoiira. H. masoura Hew. ist eine ganz eigentümliche und abweichende Art. Beide Flügel oben und unten
weiss; die Vflgl am Ende der Mittelzelle gelblich angeflogen; ihr Vrd und Spitze oben sehr schmal schwarz,
unten schwarz quergestrichelt, oben in Feld 2 hinter der Glitte mit einem kleinen, schwärzlichen Ring mit
dunklem Mittelpunkte; Saum der Vflgl stark und unregelmässig gewellt. Die Hflgl am Ende der Rippen 2
bis 4 mit sehr scharfen, fast gleich langen Zacken oder kurzen Schwänzchen, unten an der Wurzel und am
Ird schwarz gestrichelt und mit 6 schwarzen, weiss gekernten Augenflecken, zwei in Feld 1 c und je
einem in den Feldern 2, 4, 5 und 6; die drei letzten hegen in einer Linie, welche einen fast rechten Winkel
mit den übrigen bildet. Im Innern von Madagaskar. — 60 — 75 mm.
benams. H. benacus \lah. Saum der Vflgl wellenförmig und der Hflgl an den Enden der Rippen 2 — 4 kurz
gezackt. Die Flügel oben mit einer hell graugelben Grundfarbe; die Vflgl am Vrd, an der Spitze, am
Saume und am Ird fast ganz in derselben Ausdehnung wie bei narcissus schwärzlich, das helle Discalfeld
HENOTESIA. Von Dr. C. AtiRiviLLlüS. 103
ist auch wie bei narcissus durch eine dunkle Querlinie in einen inneren, ein wenig dunkleren Teil, welcher
die Wurzel erreicht und einen äusseren, worin der schwarze, weiss gekernte Augenfleck liegt, geteilt. Die
Hflgl oben am Vrd breit schwärzlich, am Ird und am Saume unregelmässig dunkelgrau überzogen und
mit zwei Augenflecken in Feld 2 und 3. Die Unterseite ist hell weisslich gelb, unregelmässig fein braun
gesprenkelt und hat eine ungleichmässig geschlängelte, an der Eippe 4 nach aussen hervorragende braune Mittel-
linie, welche stellenweise verdickt ist und auf den Vflgln am Ende der Mittelzelle einen grossen dunklen
Fleck bildet; die Augenflecke sind alle klein oder punktförmig. Madagaskar.
H. antahala TFard. (28 d). Flügel oben einfarbig schwarzgrau; die Vflgl mit einem weiss gekernten und ania/iaia.
gelblich umzogenen Augenfleck in der Mitte des Feldes 2; die Hflgl an den Enden der Rippen 2 — 4 kurz
gezackt und mit 2 — 3 kleinen Augenflecken in den Feldern 2 — 4. Die Unterseite hat eine weisse Grund-
farbe; der durch eine geschlängelte, dunkelbraune Mittellinie begrenzte Wurzelteil ist durch ziemlich dicht
stehende schwarzbraune Querstrichelchen verdunkelt; solche Querstrichelchen finden sich auch im vorderen
Teil des Saumfeldes der Vflgl; die Vflgl mit zwei Augenflecken in den Feldern 2 und 5, die Hflgl mit
6 Augenflecken, von denen der in Feld 6 der grösste und ebenso gross wie der in Feld 2 der Vflgl ist
und die in den Feldern 2 und 3 nur wenig kleiner sind; die Augenflecke treten alle sehr scharf gegen den
weissen Grund hervor, sind weiss gekernt und haben einen dicken rotgelben inneren und einen feinen,
schwarzbraunen äusseren Ring; vor dem Saume beider Flügel zwei schwarze Linien. Madagaskar.
H. avelona Ward. (28 e). Die Vflgl mit ganzrandigem, fast geradem Saume, die Hflgl mit zwei avelona.
gleich grossen Zacken oder Lappen am Ende der Rippen 2 und 3, an der Rippe 4 aber nicht oder nur
viel kürzer gezackt. Die Hflgl auf beiden Seiten ohne Augenflecke; die Vflgl wie gewöhnhch mit zwei
Augenflecken, von denen der in Feld 2 gross und der in Feld 5 sehr klein ist. Beide Flügel oben
dunkelbraun; die Hflgl am Saume breit grau. Beide Flügel unten braungrau fein rotbraun gesprenkelt;
die rotbraune Mittellinie ist vom Vrd der Vflgl bis zur Rippe 2 der Hflgl fast gerade und nach aussen
mehr oder weniger breit gelb gesäumt; an der Wurzel der Zacken der Hflgl finden sich auf der Unterseite
dreieckige schwarzbraune Flecke, welche wurzelwärts von einer bläulichen Querlinie begrenzt sind. Mada-
gaskar.
H. parvidens Mab. stimmt in Flügelform und Zeichnung mit der vorigen Art überein und weicht parvidens.
nur dadurch ab, dass die Zacken der Hflgl kürzer und breiter sind und auf beiden Seiten mit einem drei-
eckigen dunkelroten Fleck geziert sind; die Unterseite ist viel dunkler, dichter gestrichelt und ohne helle
Begrenzung der Mittellinie; die blaue Querlinie vor dem Saume der Hflgl fehlt auch völhg. Madagaskar.
H. ankoma Mab. (28 d). Saum der Vflgl wellenförmig und an der Rippe 5 deutlich geeckt: die ankowa.
Hflgl an den Rippen 2—4 kurz gezackt; an der Rippe 4 etwas länger gezackt als an den Rippen 2 und 3.
Beide Flügel oben einfarbig dunkel schwarzbraun, die Vflgl in Feld 2 mit einem schwarzen blau ge-
kernten Augenfleck. Die Unterseite ist dunkel violettbraun und dicht braun marmoriert, im Saumfelde
heller und mehr violett; die Vflgl mit zwei, die Hflgl mit 6—7 Augenflecken, von denen die der Felder 2
und 6 grösser und weiter vom Saume als die übrigen entfernt sind. Madagaskar.
Dritte Gruppe.
Beide Flügel oben fast schwarz mit blauem Schiller und ganz ohne Augenflecke. Saum beider
Flügel ganzrandig; der der Vflgl gerade oder nur schwach gebogen. Die wenig bekannten Arten dieser Gruppe
sind einander sehr ähnlich und nur durch geringfügige Kennzeichen der Unterseite zu unterscheiden. Ob
diese Kennzeichen wirklich stichhaltig sind, kann nur durch die Vergleichung von zahlreichen Exemplaren
entschieden werden. Alle Arten stammen aus den Urwäldern Madagaskars und haben eine Grösse von
42 — 47 mm.
H. cingulina Mab. Beide Flügel unten mit einem gelblich umzogenen Augenfleck im Felde 2 und cingulina.
mit gelblich gesäumter Mittellinie, aber ohne weisse Punkte. Madagaskar.
H. perdita Btlr. Beide Flügel unten mit einem Augenfleck im Feld 2; die Hflgl mit weissen perdiia.
Punkten zwischen dem Vrd und dem Augenfleck. Madagaskar.
H. ward! Mab. Die Vflgl unten ohne Augenfleck in Feld 2. Beide Flügel unten bis zum Saume ivardi.
eintönig braunschwarz; die Hflgl in Feld 2 mit einem sehr kleinen Augenfleck, welcher nur 2 mm vom
Saume entfernt ist; in den übrigen Feldern nur mit weissen Punkten. Madagaskar.
H. narova Mab. Die Vflgl ohne Augenfleck in Feld 2; der Augenfleck in Feld 2 der Hflgl nurota.
Hegt 3 mm vom Saume entfernt. Die Flügel unten wenigstens im Wurzelteil mit ockergelben Schuppen
bestreut. Madagaskar.
104 HETEROPSIS. Von Dr. C. Auritillic*.
andrirola. H. andrivola Mab. Die Vflgl ohne Angenfleck in Feld 2; der Augenfleck des Feldes 2 der Hflgl
liegt 3 mm vom Saume entfernt. Die Flügel unten ohne ockergelbe Schuppen. Die Vflgl unten in der
Mitte deutlich schwarzblau. Der Augt-nfleck in Feld 2 der Hflgl klein: ihre schwarze MittelUnie deutUch
und scharf gezähnt. Madagaskar.
masikora. H. masikora Mab. weicht von der vorigen Art nur dadurch ab, dass die Vflgl unten in der Mitte
kaum schwarzblau sind, dass die Mittellinie der Hflgl rostbraun und sehr undeuthch ist und dass die Vflgl
einen Augenfleck in Feld 5 haben. Madagaskar.
passandara. H. passandava Ward. Die Vflgl unten ohne Augenflecke, in der Mitte deuthch schwarzblau.
Die Hflgl mit grossem Augenfleck in Feld 2, welcher 3 mm vom Saume entfernt ist, und mit sehr
undeutlicher Mittellinie. Madagaskar.
Vierte Gruppe
Wie bei den Arten der vorigen Gruppe fehlen auch hier die Augenflecke auf der Oberseite gänzlich.
Der Saum beider Flügel ist stark wellenförmig oder fast gelappt.
paradoxa. H. paradoxa Mab. (28 e). Bei dieser seltenen Art sind die Flügel obtu schwarzbraun mit weiss
gescheckten Früusen: die Hflgl sind einfarbig, die Vflgl aber haben einen sehr grossen rein weissen Hinter-
randfleck, welcher die Wurzel erreicht und sich zur Rippe 3 oder etwa» in das Feld 3 hinein ausdehnt
und auch die hintere Hälfte der MittelzeUe bedeckt: vom Saume ist er durch die 3 — i mm breite Saum-
binde getrermt. Auf der Unterseite der Vflgl ist die weisse Farbe im Wurzelteil fast bis zum Vrd aus-
gedehnt, dort aber mit schwarzen Querstrichelchen geziert und an der Spitze ist die schwarze Farbe mit
weissen Punkten und Strichelchen marmoriert: kleine undeutliche Augenflecken in den Feldern 4 — 6. Die
Unterseite der Hflgl hat eine weisse, aber überall mit schwarzen Strichelchen bedeckte Gnmdfarbe, am
Saume stehen die dunklen Strichelchen so dicht, dass die helle Grundfarbe stellenweise völlig bedeckt wird;
deutli""]!- -chwarze, weiss gekernte und hell geringelte Augenflecke in den Feldern 2 — 1 und 6. Madagaskar.
6. Gattung: Heteropsis TTes««:.
Diese Gattung weicht nur durch die scharfe, sichelförmig ausgezogene, aber wenig gebogene Spitze
dt-T Vflgl von Henotesia ab. Die Augen sind haarig wie bei Henotesia.
Beim rj haben die Hflgl oben nicht nur einen Pinsel am Vrd der Mittelzelle, sondern auch eine
pinselähnliche Behaarung vor der Mitte der Rippe 1 c.
drepana. H. drepana Dbl. n. Heic. (28 e). Beim ^J sind die Flügel oben einfarbig schwarzbraun mit einem
Weiss gekt-ruten Augenfleck in Feld 2 der Vflgl und unten schwarzgrau mit braunen, etwas unregelmässig ver-
teilten Querstrichelchen und weissen Punkten statt der Augenüecken. Beim ? aber haben die Flügel auf
beiden Seiten eine hell strohgelbe Grundfarbe; die Vflgl haben oben einen schwarzen, nach iimen scharf
begrenzten und mit zwei weissen Strichelchen gezierten Spitzenfleck, welcher nach hinten durch eine schwarz-
braune Submarginalbinde fast bis zum Hrd fortgesetzt wird; in Feld 2 hegt ein grosser schwarzer, weiss
gekernter Augenfleck. Die Unterseite ist wie beim o braun gestrichelt und gesprenkelt. Madagaskar.
Pararge- Gruppe.
Von den Hauptrippen der Vflgl sind höchstens zwei an der Wurzel aufgeblasen. Die- Augen sind haarig
und die Rippen 10 und 11 der Vflgl entspringen frei aus dem Vrd der Mittelzelle. Die Gruppe umfasst vier
äthiopische Gattungen, welche nach der folgenden Uebersicht leicht unterschieden werden können.
A. Die hintere Mittelrippe tind die Rippe 12 der Vflgl an der Wurzel deutlich aufgeblasen.
7. Pararge.
B. Keine der Rippen der Vflgl an der Wurzel aufgeblasen; die Rippe 12 nur etwas verdickt.
1. Die Hflgl an den Rippen 2 imd 4 geschwänzt. Fühlerkolbe breit und scharf abgesetzt.
8. Aphys&neura.
"2. Die Hflgl ohne schwanzähnüche Anhänge vmd mit gleichförmig abgertmdetem Saume.
a. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl aus ein^ni Punkte oder kurz gestielt. Die Vflgl oben
ohne Augenflecke 9. Meneris.
b. Die Rippe 3 der Hflgl vor dem Hinterwinkel der Mittelzelle ausgehend. Die Vflgl
vor der Spitze mit zwei oft zu einem doppelt gekernten Augenfleck vereinigten
Flecke der Felder 5 und 6 10. Leptoneura.
Ausgegehen 15. VIII. 1911. PARARGE; APHYSONEURA; MENERIS. Von Dr. C. AamviLLius. 105
7. Gnttung: Pararge Hhn.
Die Gattung Pararge gehört eigentlich der palaearktischen Region an und dringt nur mit einer
einzigen Art in die östlichen Teile der äthiopischen Region ein. — Hinsichtlich der Gattungskennzeichen
und der Entwicklungsstadien genügt es, darum auf das im Band 1, Seite 133 Gesagte zu verweisen. In der
Bearbeitung der indoaustralischen Fauna bezeichnet Fruhstorfer, einer anderen Nomanclatur folgend, die
wenigen ins indische Gebiet vordringenden Formen mit dem Gattungsnamen Saiijrus Latr. (Band 9, p. 310).
P. maderakal Guer. ('28 f) ist der europäischen Arten maera und hiera ähnlich; die Flügel oben mudenikal.
graubraun; die Vflgl oben in Feld 5 mit einem grossen, schwarzen, weiss gekernten und gelb umzogenen
Augenfleck und vor diesem eine gelbe Querlinie zwischen den Rippen 3 und 7, zwei dunkle Querlinien in
der Mittelzelle und eine andere vor dem Saume; die Hflgl oben mit drei graugelb geringelten Augenflecken
in den Feldern 2 — 4, von denen der in Feld 3 der grösste ist. Die Vflgl sind unten fast wie oben ge-
zeichnet, ausgenommen dass der gelbe Querstrich vor dem Augenflecke sich hinten zu einer mehr oder
weniger deuthchen graugelben Querbinde erweitert. Die Hflgl sind unten schwarzgrau mit 2 — 3 feinen,
geschlängelten schwarzen Querlinien im Wurzelteil und sieben Augenflecken, von denen zwei in Feld 1 c
und je einer in den Feldern 2 — ^6 stehen; die Augenflecke sind schwarz, weiss gekernt, und haben 4 feine
Ringe, von denen der erste und dritte hell, grau oder gelblich, und die anderen schwärzlich sind; vor dem
Saume zwei gewellte dunkle Linien. Abyssinien und nördliches Somaliland.
8. Gattung: Apliysoiieura Karsch.
Vflgl mit massig gebogenem Vrd, schwach welligem, ziemlich geradem Saume und geradem Hrd.
Die Mittelzelle erreicht die Mitte des Flügels. Hflgl mit sehr stark welligem, an der Rippe 2 stumpf ge-
lapptem, an der Rippe 4 in eine scharfe Spitze ausgezogenem Saume. Die Postcostalrippe ist kurz und
nach aussen gebogen; die Rippen 3 und 4 aus dem Hintereck der Mittelzelle oder kurz gestielt. — Diese
abweichende Gattung ist nur durch eine einzige Art vertreten und für Afrika eigentümlich. Die Ent-
wicklungsstadien sind nicht bekannt.
A. pigmentaria Karsch (28 e) hat eine weissgelbe Grundfarbe beider Flügel. Die Vflgl haben oben pigmentaria,
einen schwarzen Spitzenteil, welcher nach innen unregelmässig begrenzt ist, sich vom Vrd etwas vor der
Mitte bis zum Hinterwinkel erstreckt und einen grossen, hellen Fleck am Vrd und 3 — 4 helle Submarginal-
flecke der Felder 3, 4, 6 und 7 einschliesst. Die Hflgl mit schwärzlicher Saumbinde, welche an der Rippe 5
nur etwa 2 mm breit ist, sich aber nach vorn und hinten erweitert, so dass sie am Analwinkel 6 mm
breit ist. Die Vflgl sind unten fast wie oben gefärbt und gezeichnet, haben aber zwei schwarze Querflecke
im Wurzelteil der Zelle und einen deutlichen, mit einem hellen und einem dunklen Ringe umgebenen
Augenfleck in Feld 5. Der Wurzelteil der Hflglunterseite ist mit dunkelbraunen Flecken und scharf
gezackten Querlinien fast völhg bedeckt, so dass die weisse Grundfarbe nur im Wurzelteil der Felder 3
und 4 frei hervortritt; die Hflgl haben 7 recht grosse, gelb und dunkel geringelte Augenflecke, von denen
der in Feld 4 kleiner als die übrigen ist. Nyassa-Land, Deutsch und Britisch Ostafrika.
9. Gattung: Meneris Westw.
Die Flügel sind gross und breit; die Vflgl führen oben zwei Querreihen von scharf hervortretenden
hellen Flecken, aber keine Augenflecke oder selten einen undeutlichen Augenfleek in Feld 5; die Hflgl
haben dagegen auf beiden Seiten eine Querreihe grosser Augenflecke. Saum der Hflgl wellig. Die Fühler
mit drehrunder, nur allmählig verdickter Kolbe. — Rp dick, spindelförmig mit zwei kleinen Spitzen am
Hinterende; die Haut feinhaarig. — Pp kräftig gebaut, mit abgerundeten Seiten; die Flügelscheiden sind
sehr bauchig hervorstehend und der Rücken ist zwischen Thorax und Hlb tief eingeschnürt ; die Analspitze
ist lang und schlank. — Die Gattung kommt nur in Südafrika vor und besteht aus drei grossen und auf-
fallend gefärbten Arten.
M. tullbaghia L. (29 e) ist eine der grössten und schönsten aller bekannten Satyriden und wurde tuUbaghia.
von LiNNE nach Stücken, welche der damahge Gouverneur des Kaplandes Txillbach ihm gesandt hatte
beschrieben. Die Flügel sind oben sehr dunkel schocoladebraun; die Vflgl haben hinter der Mitte zwei
Querreihen von grossen orangegelben Flecken, von denen die innere im Felde 4 unterbrochen ist, und die
Hflgl eine ähnlich gefärbte, scharf begrenzte Querbinde unmittelbar hinter der Spitze der Zelle; beim $
hat die Mittelzelle der Vflgl etwas vor ihrer Spitze einen gelben Querfleck; hinter der Querbinde haben
die Hflgl 4 oder 5 grosse, schwarze, weiss gekernte und mehr oder weniger blau beschuppte und gelblich
geringelte Augenflecke in den Feldern 1 c— 3 (4) und o. Die Unterseite hat eine hellere, graubraune Grund-
farbe und die Zeichnungen der Oberseite sind hier hellgelb oder weissgelb rmd oft schwarz begrenzt; die
XIII 14
106 LEPTONEURA. Von Br. C. Aurtvii.lius.
Mittelzelle der Vflgl auch beim ^ mit hellem Queifleck vor der Spitze, der Wurzelteil der Hflgl mit
zackigen, schwarzen Querlinien; die Augcnflecke der Hflgl sind grösser und haben einen schwarzen, einen
gelben und wieder einen schwarzen King; die drei vorderen in den Feldern 3, 5 und 6 sind in der Jlitte
mit stark glänzenden, opaleszierenden Schuppen bedeckt. — Ep hell bläulichgrün mit schwarzer Rücken-
Hnie; Kopf kastanienbraun: Atemlöcher mit schwarzen Ringen. — Pp halbdurchsichtig, weisslich mit zahl-
reichen kleinen schwarzen Zeichnungen. Kommt im Ka]>lande, Natal und Transvaal vor.
indosa. M. indosa Trim. (^ü e) ist kleiner als tuUbcKjhiu, (lü— Üö mm, und hat kürzere Fühler. Die Vflgl
sind oben schwarzbraun im Wurzelteil gelblich angeflogen; die Flecke sind rein weiss, kleiner und mehr
unregelmässig angeordnet, die innere Reihe hat keine Flecke in 1 a und 1 b; die Hflgl oben ockergelb mit
•t mm breiter, schwarzbrauner Saumbinde und 4 — 5 schwarzen, weiss gekernten Augenflecken in den
Feldern 1 c— 3, 5 (und ü) dicht am inneren Rand der Saumbinde. Unterseite der Vflgl schwarzbraun an der Wurzel
grau mit weissen Flecken wie oben und ausserdem einigen Flecken in der Mittelzelle und einem Augenfleck
in Feld 5. Hflgl unten violettbraun mit mehreren schwarzen Querlinien im Wurzelteil und .ö — 6 gelb
umzogenen Augenflecken. Bisher nur in Xatal und Transvaal angetroffen.
^phüus ^' ''«"'ä''<'P'i''"S Trim. (29 e) ist der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber hellere, an der Wurzel
deutlicli gelbbraune Vfigloberseite mit gelblichen, nicht rein weissen Flecken; die Hflgl oben gelbbraun
mit 7 — 8 Augenflecken; die Saumbinde nacli innen schwärzlich, nach aussen graubraun; die Unterseite fast
ganz wie bei indosa gefärbt und gezeichnet. Kapland und Kaffernland.
10. Gattung: Jjex>to]ieui'a Wallgr.
Mittelgrosse, Erebia-ähnliche Satyriden mit 2 — 3 oft zusammengeflossenen Augenflecken vor der
Spitze der Vflgl und mehrere Augenflecke der Hflgl. Die Rippen 7—9 der Vflgl mit gemeinsamem Stiel
aus der Spitze, 10 und 11 frei aus dem Vrd der Zelle; die Querrippen beider Flügel fast gerade; die
Präcostalrippe der Hflgl fast gerade und wurzelwärts gerichtet; die Rippe 3 der Hflgl entspringt vor dem
Hinteiwinkel der Zelle. — Rp kurz und dick mit grossem Kopfe und kurzen Analspitzen; die Haut mit
sehr kurzen Börstchen besetzt. — Pp dick und zylindrisch mit stumpf abgerundetem Kopfende. — Die
(Gattung umfasst 8 beschriebene Arten, von denen 7 nur in Südafrika gefunden sind; die achte kommt
auch auf Madagaskar vor.
'8"
Uebersicht der Arten.
A. Fühlerkolbe lang gestreckt, allmählig verdickt, drehrund und spindelförmig. Die Vflgl hinter
der Mitte mit einer wenigstens am Vrd zusammenhängenden hellen Querbinde.
a. Die Vflgl oben mit 5 fast gleich grossen Augenflecken in den Feldern 2 — 6 L. jansei.
h. Die Vflgl oben nur mit 2 oder 3 Augenflecken, welche in den Feldern (4), 5 und 6 liegen.
* Die Augenflecke der Vflgl liegen unmittelbar an der Aussenseite der hellen Querbinde.
1. Die Querbinde von weisslichen Flecken gebildet L. boukeri.
2. Die Querbinde von gelbroten Flecken gebildet L. dingana.
** Die Augenflecke der Vflgl durch einen schmalen Zwischenraum von der hellen Querbimle
getrennt und auf der Aussenseite durch 3 — 4 hellgelbe Flecken begleitet.
1. Die Vflgl mit 3 gut entwickelten Augenflecken, welche auf der Aussenseite durch
eine breite hellgelbe Submarginalbinde begrenzt sind L. oxylus.
2. Die Vflgl nur mit zwei gut entwickelten Augenflecken, welche auf der Aussenseite
nur schmal gelb begrenzt sind L. chjius.
B. Fühlerkolbe kurz und breit, flachgedrückt und scharf abgesetzt.
a. Fühlerkolbe an der Spitze quer abgeschnitten. Die Vflgl hinter der Mitte des Vrds mit
heller Querbinde. Rippen der Vflglunterseite weiss. — Unterg. Torijnesis Btlr. L. mintha.
b. Fühlerkolbe an der Spitze abgerundet. Vflgl ohne helle Querbinde. — Untergattung:
Tarsocera Btlr.
1. Grösser, 42 — 46 mm, und etwas heller L. cassus.
2. Kleiner, etAva 35 mm, und dunkler L. cassina.
jansei. L- jansei Sivierstra. Flügel oben dunkelbraun, am Saume heller, grau; beide mit je 5 schwarzen,
weiss gekernten und gelb umzogenen Augenflecken, welche auf den Vflgln in den Feldern 2 — 6 stehen und
wurzelwärts von einer Reihe hellgelber Flecke begleitet sind. Die Unterseite im Wurzelteil mit schwarzen
I,EPTONEURA. Von Dr. C. Aurivillius. 107
Querlinien und auf den Hflgln mit zwei Augenflecken kurz hinter der Glitte des Yrds in den Feldern 6
und 7, sonst fast wie oben gezeichnet. Transvaal.
L. bowkeri Trim. Flügel oben schwarzbraun; die Yflgl mit einer stark gebogenen, submarginalen boukeri.
Reihe von 6 weissen {^) oder 5 rötlichen ($) Flecken in den Feldern 2 — 6 (und 9); beim <J liegt im Felde 6
ein kleiner Augenfleck dicht an dem Fleck desselben Feldes und beim 9 kommen 2 — 3 ähnliche Augen-
flecke vor. Hflgl oben mit 5 — 6 rotgelb geringelten Augenflecken. Die Unterseite fast wie die obere ge-
zeichnet, aber mit dunklen Querlinien im Wurzelteil. Kapland, Kaffernland, Natal und Transvaal.
L. dingana Trim. Flügel oben schwarzbraun; die Vflgl vor der Spitze in den Feldern (4), 5 und 6 dingana.
mit 2^3 mit einander vereinigten, schwarzen, weiss gekernten Augenflecken, welche auf beiden Seiten von
gelbroten, vereinigten Flecken begrenzt sind; hinter den Augenflecken vereinigen sich die beiden Flecken-
reihen mit einem kleinen, gelbroten Fleck im Felde 3 und werden noch von einem freien solchen Fleck
im Felde 2 begleitet. Hflgl oben mit .5, rotgelb umzogenen Augenfleekeii. Die Unterseite hat sehr un-
deutliche Zeichnungen ; die hellen Flecke der Vflgl-Oberseite sind undeutlich oder fehlen und die Augenflecke
der Hflgl haben keine gelben Einge. Natal und Transvaal.
L. oxylus Trim. ist der folgenden Art sehr ähnlich aber grösser und ausser den in der Uebersicht oxyliis.
angegebenen Kennzeichen durch die helleren Ringe der Augenflecke der Hflgl verschieden. Kapland und
Kaffernland.
L. clytus L. (28 f). Flügel oben dunkelbraun; die Vflgl hinter der Mitte mit einer gebogenen hell- clytus.
gelben Querbinde, welche am Vrd anfängt und oft die Rippe 1 erreicht; hinten ist sie mehr oder weniger in
Flecke aufgelöst; die Felder 5 und 6 jedes mit einem weiss gekernten Augenflecke, welcher auf der Innen-
seite durch die Grundfarbe von dem gelben Fleck desselben Feldes getrennt ist, nach aussen aber unmittelbar
an drei gelbe Flecke der Felder 5 — 7 grenzen. Hflgl oben mit 4 — .5 rotgelb geringelten Augenflecken.
Unterseite der Vflgl dunkelbraun; die helle Querbinde schmäler als oben, nach innen schwärzlich begrenzt
und hinter der Rippe 4 undeutlich oder fehlend. Hflgl unten schwarzgrau mit schwarzen Flecken an der
Wurzel, zwei, sehr tief gezackten Querlinien über der Mitte und 7 Augenflecken, welche mit violettgrauen
Schuppen bedeckt sind, und einen gelben, einen schwärzlichen und einen grauen Ring haben. — Die Pp
ist braungrau mit kleinen schwärzlichen Punkten und Strichelchen und wurde unter einem Stein frei
liegend angetroffen. — Kommt nur im Kaplande vor, ist aber dort recht häufig.
L. mintha Geyer ist der vorigen Art sehr ähnlich, unterscheidet sich aber sofort durch die flache, miiitha.
quer abgestutzte Fülilerkolbe, die weisslichen Rippen der Hflgl Unterseite, die unten an der Wurzel roten
Vflgl und die etwas geringere Grösse. Kapland.
L. cassus L. ist den vorhergehenden Arten ziemlich unähnlich. Flügel dunkel schwarzbraun; Vflgl cassus.
oben von der Wurzel bis weit über die Mitte hinaus dunkel braunrot schillernd und vor der Spitze mit
einem grossen, gerundeten mit zwei weissen Punkten gezierten Augenfleck; Hflgl oben mit 3 — 5 dunkelrot
umgebenen Augenflecken; die Wurzelhälfte der Vflglunterseite ist dunkelrot und nach aussen durch eine
dunkle Linie begrenzt; der Augenfleck tritt fast als zwei vereinigte Flecke auf. Hflgl unten mit zwei
welligen schwarzen Querhnien, welche undeutlich mit gelblichen Schuppen gesäumt sind und mit sehr un-
deutlichen, fast nur durch graugelbliche Schuppen angedeuteten Augenflecken. — Die Rp lebt auf Gräsern
und ist hell gelblichbraun mit einer feinen, doppelten, schwarzen Rückenlinie und einer breiten, dunklen
Seitenrückenlinie ; der Körper überall mit kurzen dunklen Börstchen bekleidet : Kopf gross, dunkelbraun ;
-Vnalspitzen sehr kurz. — Pp hell sandfarbig, braun gesprenkelt; ruht frei auf der Erde. Kapland und
Madagaskar. Die Art liebt felsige Gegenden und fliegt nahe am Boden.
L. cassina Btlr. (28 f) weicht nur durch geringere Grösse, dunklere Grundfarbe und weisslich (statt cassina.
gelblich) begrenzte Zeichnungen der Hflglunterseite ab. Kapland.
Ypthima-Gruppe.
Durch einfache Klauen, nackte Augen und höchstens zwei an der Wurzel aufgeblasene Rippen der Vflg
unterscheiden sich die folgenden Gattungen von allen früher erwähnten. Die .\rten sind dünnflügelig und durch-
schnittlich klein; sie haben selten eine Flügelspannung von mehr als 40 mm. Durch folgende Uebersicht können
die Gattungen leicht unterschieden werden.
Uebersicht der Gattungen.
I. Die Rippen 10 und 11 der Vflgl frei aus dem Vrd der Zelle. Die Vflgl oben mit zwei ein-
fachen Augenflecken, in den Feldern 3 imd 5 11. Coenyra.
II. Die Rippe 10 der Vflgl entspringt weit hinter der Spitze der Mittelzelle aus dem Stiele von
7 — 9 und die Rippe 11 kommt darum allein frei aus dem Vrd der Zelle.
108
COENYRA; PHY8CAENEÜRA. Von Dr. C. Armviu.iis.
A. Die Vflgl nur mit einfachen Augenfleckcn. Die Fühler an der Spitze nicht oder kaum
verdickt 12. Physcaeneura.
B. Die Vflgl vor der Sj)itze in den Feldern 4 und 5 mit einem grossen, doppelt gekernten
Augenfleek, selten mit noch einem Flecke in Feld 2.
* Nur die Rippe 12 der Vflgl an der Wurzel aufgeblasen.
a. Die Fühler mit deuthch abgesetzter, mehr oder weniger flachgedrückter Kolbe.
13. Pseudonympha.
h. Die Fühler mit wenig hervortretender, drehrunder Kolbe 14. Neocoeiiyra.
** Sowohl die Rippe 12, wie auch die hintere Mittelrippe (Mediana) der Vflgl an der Wurzel
aufgeblasen; die letztere jedoch nur schwach 15. Yi)thima.
11. Gattung: Coenyra Heiv.
Die Arten dieser Gattung sind klein und zartflügelig und dadurch leicht kenntlich, dass die beiden
Augenflecke der Vflgl in den Feldern 3 und 5 liegen. Die Flügel sind ganzrandig und breit abgerundet.
hebe. C. hebe Trim. l''lügel braungrau; die Vflgl auf beiden Seiten mit drei breiten rostfarbigen
anrantiaca. oder orangegelben (al). aurantiaca ab. 7iov.) Querstreifen, zwei in der Zelle und der dritte hinter der Zelle,
und zwei silbern gekernten und graugelb umzogenen Augenflecken: Hflgl oben mit 4 — 5, silbern gekernten
Augenfk'cken, von denen die der Felder 2 und 3 grösser als die andern sind. Hflgl unten gelblich grau
mit, 3 — 4 orangegelben Querstreifen im AVurzelteil und 6 Augenflecken, je einen in den Feldern Ic — 6;
die Augenflecke sind silbern gekernt und haben einen gelblichen und einen dunkelbraunen Ring. Beide
Flügel unten vor dem Saume mit zwei gleichförmigen dunklen, dicken Linien. Von den östlichen Teilen des
Kaplandes bis Delagoa-Baj'. — Das (^ ist ihuch einen dunklen ]\lehlfleck, welcher am Hrd der Vflgloberseite
vor der Mitte liegt, ausgezeichnet.
nifiplaga.
C. rufiplaga Trim. ist oben viel dunkler, schwarzbraun und liat auf beiden Seiten der Vflgl einen
sehr grossen, eiförmigen, orangeroten Fleck, welcher sich von der Rippe 1 bis zur Rippe 6 erstreckt und
die Augenflecke einschliesst ; die rötlichen Querstreifen fehlen oben, sind aber unten auf beiden Flügeln
deutlich, obgleich schmäler als bei hebe, mit welcher Art rufiplaga sonst nahe übereinstimmt. Transvaal.
12. Gattimg: Physcaeneura WaUgr.
Sehr zart gebaute, zartflügelige Schmetterlinge, welche dadurch ausgezeichnet sind, dass die Vflgl
wenigstens unten nahe am Saume mit einer Querreihe von 4 — 5 gleich grossen, an einander stossenden,
metallisch gekernten Augenflecken geziert sind. Nur die Rippe 12 der Vflgl ist an der Wurzel aufgeblasen.
Die Fühler sind sehr kurz und haben eine allmählig verdickte, drehrunde Kolbe. Beide Flügel unten
wenigstens an den Rändern schwarz gestrichelt.
pandfi. Ph. panda Bsd. (28 f). Fühler sehr kurz, die Spitze der Wurzellilase der Rippe 12 nur wenig über-
ragend. Beide Flügel oben dunkelbraun, mit einer fast geraden Reihe von gleich grossen, rotgelben, schwarz
gekernten Augenflecken, welche auf den Vflgln in den Feldern 2 — 6 und auf den Hflgln in Ic — 4 oder 5
liegen. Unterseite beider Flügel gelblich weiss mit zahlreichen, scharf begrenzten schwarzen Querstricheln und zwei
braunen Linien vor dem Saume; gegen diesen Grund treten die rotgelben, metallglänzend gekernten Augen-
flecke scharf hervor; beim ^J ist der Hrd der Vflgl bis zur Rippe 2 einfarbig schwarz. Beim $ sind die
Flügel oben heller und die schwarzen Strichelchen der L^nterseite scheinen darum schwach durch. Damara-
land bis Transvaal, Natal und Delagoa-Bay.
pione. P'i- pione Goäm. (28 f). Die Fühler mittelmässig, die gelbUche Wurzelblase der Rippe 12 weit über-
ragend; ihre Kolbe sehr lang, gar nicht verdickt. Die Flügel weiss oder weisslich; oben ist der Vrd der
Vflgl schmal, der Saum beider Flügel und der Hrd der Vflgl breit schwarzbraun; in der dunklen Saum-
binde treten auf den Vflgln 3—5 und auf den Hflgln 3 — 6 rotgelbe, schwarz gekernte Augenflecke auf;
diese Augenflecke sind jedoch beim ^ oft sehr undeutlich oder sie fehlen ganz. Auf der Unterseite sind
die lebhaft gelben Augenflecke metallglänzend gekerni und beim 9 die ganze Flügelfläche vor den Augen-
flecken schwarz gestrichelt ; beim ^ sind nur der Vrd und der Hrd (Ird) beider Flügel schwarz gestrichelt
Inddn. und die Mitte ist einfarbig weiss. Manica-Land bis Deutsch Ostafrika. — ab. lucida BtJr. hat einen kürzeren
schwarzen Hrdstreifen der Vflgloberseite, so dass die weisse Grundfarbe vor dem Hinterwinkel den Hrd
erreicht. Nyassaland.
PSEUDONYMPHA. Von Dr. C. Aubivillius. 109
Ph. leda Gerst. (28 f) weicht von der vorigen Art dadurch ab, dass der Hrd der N'flgl und der Vrd Jrda.
der Hflgl oben und unten einfarbig weiss sind. Die Augenflecke fehlen oben und sind unten schwarz, mit
langgestreckten silbernen Kernen und einem gelben und einem braunen, wurzelwärts gewöhnlich offenen
Ringe. Deutsch und Britisch Ostafrika,
13. Gattung: P8eilc1oiiyilll>lia Wallgr.
Die Vflgl bei allen Arten vor der Spitze mit einem grossen, gerundeten, schwarzen Augenfleck,
welcher von einem hellen Ringe umgeben ist und zwei in den Feldern 4 und 5 gestellte, weisse oder blaue
Pupillen hat. Flügel oben dunkelbraun; die Vflgl stets in der Mitte mehr oder weniger ausgedehnt rotgelb
oder rotbraun gefärbt; auch die Hflgl bisweilen oben mit rotgelbem Fleck und mit oder ohne Augenflecke.
— Die Arten sind einander ähnlich, können aber im allgemeinen durch scharfe Kennzeichen unterschieden
werden. Um die Bestimmung derselben zu erleichtern, teile ich sie in drei Gruppen ein.
Erste Gruppe.
Die Unterseite der Hflgl gewölkt, dunkel gestrichelt oder gesprenkelt; ihre Rippen dunkel gefärbt.
Ps. cassius God. (28 g). Die Hflgl oben einfarbig ohne Rot, aber mit zwei graugelb geringelten cassius.
Augenflecken in den Feldern 2 und 3; Augenfleck der Vflgl mit graugelbem Ring; die Vflgl auf beiden
Seiten in der Mittelzelle und im Wurzelteil der Felder 2 und 3 rot gefärbt. Kapland bis Transvaal. —
ab. triocellata Bartel hat drei Augenflecke auf der Hflgl-Oberseite. Natal. trioccllata.
Ps. magus F. {= sabacus Trim.) (29 c). Die Vflgl oben mit zwei gewöhnlich getrennten, bisweilen viagus.
aber auch vereinigten roten Felder, einem in der Mittelzelle und einem innerhalb und hinter dem graugelb
geringelten Augenfleck ; Hflgl oben mit einem kleinen rötlichen Fleck, welcher die Augenflecke der Felder 2
und 3 umgibt. Hflgl unten weissgrau, schwarzbraun gefleckt und gestrichelt; die Augenflecke dunkel und
undeutlich; Vflgl unten in der Mitte ausgedehnt rot, am Vrd und an der Spitze etwas grau gefleckt.
Kapland und Transvaal.
Ps. vigilans Trim. (28 g) ist der vorigen Art sehr ähnlich, weicht aber dadurch ab, dass die Vflgl vigilans.
oben nur einen grossen roten Fleck haben, welcher den lebhaft gelb geringelten Augenfleck nach innen und
hinten begrenzt und nach hinten schmäler werdend die Rippe 2 en-eicht, die Spitze der Mittelzelle aber
nicht oder nur wenig bedeckt. Hflgl oben mit einem kleinen roten Fleck in den Feldern 2 und 3, aber
ohne Augenflecke, oder nur mit einem kleinen solchen Fleck im Felde 2. Vflgl unten in der Mitte aus-
gedehnt rot, am Vrd, an der Spitze und am Saume bis zur Rippe 3 grau gesprenkelt. Die Hflgl unten
grau und überall fast gleichförmig schwarzbraun gestrichelt ohne Querhnien; nur die Augenflecke der
Felder 2 und 6 sind gewöhnlich deutlich.
Ps. hippia Cr. (28 g). Die Vflgl oben in der Mitte mit einem dunkelroten {^) oder roten Fleck, hippia.
welcher wenigstens die äussere Hälfte der Zelle und die Wurzel der Felder 2 — 5 bedeckt, sich aber bei
weitem nicht so weit saumwärts wie der Augenfleck erstreckt; Augenfleck gross, graugelb geringelt und mit
bläulichen Pupillen. Die Hflgl oben mit einem grossen, roten Fleck, welcher sich in die Mittelzelle hinein
erstreckt oder wenigstens die Spitze der Zelle erreicht; Augenflecke fehlen. Hflgl unten weissgrau, fein
und wenig dunkel gesprenkelt und mit zwei deutlichen, welligen, dunklen Querhnien oder beim $ dunkler
gefärbt und dichter gestrichelt und ohne deutliche Querlinien. Umgegend von Kapstadt.
Ps. hyperbius L. (28 g) weicht durch die schwarzbraune fein gewässerte und nur wenig grau ge- hyperbius.
sprenkelte Unterseite der Hflgl von den vorhergehenden Arten ab. Vflgl oben in der Mitte ausgedehnt
rotbraun gefärbt; die rote Farbe umgibt den Augenfleck und erstreckt sich näher nach dem Saum als dieser.
Hflgl nur mit einem kleinen undeutlich begrenzten rötlichen Fleck in Feld (2) 3 (und 4) und gewöhnlich
ohne Augenflecke. Im westlichen Teile des Kaplandes. — mabillei Auriv. hat einen viel kleineren, läng- mabillei.
liehen Augenfleck der Vflgl und soll aus Madagaskar stammen.
Ps. irrorata Trim. hat wie hyperbius eine schwarzbraune Unterseite der Hflgl; dieselbe ist jedoch irroratn.
nicht grau, sondern gelblich gesprenkelt. Oben sind die Hflgl einfarbig dunkelbraun ohne roten Fleck und
ohne Augenflecke. Das lebhaft rote Feld der Vflgl bedeckt fast die ganze Mittelzelle und die Wurzel der
Felder 2 — 5, erreicht aber nicht die Aussenseite des Augenfleckes. Kapland.
Zweite Gruppe.
Die Unterseite der Hflgl wie in der ersten Gruppe nebelig, aber mit weissen scharf hervortretenden
Rippen. Die Hflgl oben in den Feldern 2 — 4 mit 3 kleinen Augenflecken, welche mehr oder weniger breit
rotbraun umgeben sind, unten mit deutlichen, fein gelblich und breit dunkelgrau geringelten Augenflecken in
den Feldern 2—6.
110 NEOCOENYEA. Von Dr. C. Aurivillius.
j)aelula. Ps. paetula Trim. Die rote Farbe der Vflgloberseite bildet ein einziges grosses Feld, welches die
Mittelzelle und den grösseren Teil der Felder 2 — 5 bedeckt und sich ebenso nahe am Saume wie der
Augenfleck erstreckt. Die Mittelzelle der Hflglunterseite ohne weisse Längslinien. Natal und Transvaal.
trimeni. Ps. trimeni Btl. weicht von paetula nur dadurcli ab, dass die rote Farbe der Vflgloberseite
zwei weit getrennte Flecke bildet, den einen in der Mittelzelle und den anderen in den Feldern 3 — 5 an
der Innenseite des Augenfleckes. Die Falten in der Mittelzelle der Hflglunterseite treten scharf weiss hervor.
Der rote Fleck der Hflgloberseito tritt nur als Eing der Augenflecke auf. Kapland.
Dritte Gruppe.
Die Hflglunterseite hat eine eintönige, wediT ncbi'lige noch gestrichelte Grundfarbe und dunkle Rippen.
narycia. Ps. narycia WaUfir. (28 g) weicht von den folgenden Arten durch die ol)en einfarbigen Hflgl ab.
Der Augenfleck der \ flgl hellgelb und dunkelbraun umzogen : an den Seiten des Augenfleckes schliesst sich
ein sehr breites, orangegeli)es Feld an, welches die äusserste Spitze der Zelle und die Felder 2 — 5 bedeckt
und saumwärts von einer dunklen Linie begrenzt wird, welche sich auch jenseits des Augenfleckes bis zum
Vrd fortsetzt. Vflgl unten fast ganz wie oben gezeichnet. Hflgl unten eintönig dunkel braun mit schwachem
Seidenglanze, in der Mitte mit einer sehr undeutlichen oder fehlenden Querlinie und jenseits der Augen-
flecke mit einer etwas deutlicheren, dem Saume gleichlaufenden, rötlichbraunen Bogenlinie: fünf scharf
hervortretende, weiss gekernte, gelb und fein braun umzogene Augenflecke in den Feldern 1 c — 4 und 6;
dieser ein wenig grösser als die anderen; die Augenflecke der Felder 6, 4 und 3 liegen in einer geraden
Linie, welche mit den übrigen einen rechten Winkel bildet; Vrd an der Wurzel schwach rötlich. Fühler-
kolbe flach und stumpf abgerundet. Kapland bis Transvaal.
ncila. Ps. neita Wallyr. ist etwas grösser als narycia und hat eine schmälere und längere Fühlerkolbe. Die
Vflgl sind ähnlich gezeichnet; das rotgelbe Feld ist jedoch etwas kleiner. Hflgl oben mit zwei rotgeringelten
Augenflecken in den Feldern 2 und 3 und unten mit 4 ähnlichen Flecken in den Feldern 1 c — 3 und 6;
Vrd unten an der Wurzel schmal rötlich; die Grundfarl)e beider Flügel dunkler als bei narycia. Kaffern-
land, Natal und Transvaal.
(hirbani. Ps. durbani Trim. weicht von neiia nur dadurch ab, dass der rotgelbe Fleck der Vflgl noch
kleiner ist, dass die Vflgl oben an der Medianrippe rötUch gestreift sind, dass die Hflgl unten drei dunkle
Queriinien haben, dass die (irundfarbe dort zwischen der zweiten und dritten Linie heller ist, eine deut-
liche helle Querbinde bildend und dass der Vrd des Hflgl nicht an der Wurzel rötlich ist. Kapland.
schjtltzei. Ps. schultzei Griinh. Flügel oben schwarzbraun; der rostbraune Fleck der Vflgl ist sehr gross, dunkel
unnandet, eifihiuig, erreicht nach hinten die Eippe 1 und schliesst vorne den gelbgeringelten Augenfleck
völlig ein. Die Hflgl oben jenseits der Zelle mit einem grösseren oder kleineren rotgelben Fleck oder
Querbinde, worin die kleinen, aber scharf hervortretenden, gelbgeringelten Augenflecke liegen; die Unter-
seite der Hflgl fast wie oben aber mit drei dunklen Querlinien, einer vor der ]\litte, einer kurz vor den
Augenflecken und einer jenseits derselben. Damara- und Betschuana-Land. — Diese mir unbekannte Art
scheint nach der Beschreibung und Abbildung mit Neocoenyra natalii Bsd. identisch zu sein.
14. Gattung: Neocoenyra Bth.
Diese Gattung steht der (iattung I'.wialonumpliu äusserst nahe und weicht nur dadurcli ab, dass die
Fühlerkolbe drehrund und nur allmählig verdickt, nicht aber flachgedrückt ist. Die letzten Arten von
Pseudonympha bilden jedoch in dieser Hinsicht einen Uebergang zu Neocoenyra.
In der Zeichnung tritt eine andere Eigentümlichkeit, welche auch bei vielen \' ]iihima-\xU-\\ % or-
kommt, bei Pseudonympha aber nicht zu sehen oder nur sehr undeutlich ist, auf.
Sie besteht darin, dass auf den Vflgln der Augenfleck in einem grossen, eiförmigen, durch eine
deutliche dunlde Linie begrenzten Felde liegt; dieses Feld endet gewöhnlich hinten spitz an der Eippe 1
oder am Hrde und ist vorne breit abgerundet oder bisweilen offen. Auf den Hflgln sind die Augenflecke
auch besonders unten sowohl nach innen wie nach aussen von einer dunklen Bogenlinie begrenzt, wodurch
ein geschlossenes Augenfleckenfeld entsteht. Die Hflgl oben wenigstens mit zwei deutlichen Augenflecken.
Durch die folgende Uebersicht dürfte die Bestimmung der zahlreichen Arten erleichtert werden können.
Uebersicht der Arten.
I. Die Unterseite der Hflgl eintönig grau, dunkelgrau oder dunkelbraun, nicht nebelig.
A. Die weissen Kerne des grossen Augenfleckes der Vflgl stehen mehr oder weniger schief; so dass
eine durch sie gezogene Linie den Hinterwinkel oder den Saum durchschneiden würde,
a. Die Grundfarbe beider Flügel dunkelgrau, ganz ohne rote, rotgelbe oder weisse Zeichnungen.
Die Augenflecke mit graugelben Eingen.
* Unterseite der Hflgl hellgrau; die äussere Grenzlinie des Augenfleckenfeldes bildet in den
Feldern 4 und 5 je eine tief eindringende schmale Schlinge N. bera.
NEOCOENYRA. Von Dr. C. Aueivillius. 111
** Unterseite der Hflgl diinkelgrau ; die äussere Grenzlinie des Augenfleckenfeldes schwach wellig
ohne Schlingen , N. ijptJiimoides.
b. Die Vflgl mit gelbem, rotgelliem oder weissem Felde oder wenigstens die Angenflecke mit solchen,
lebhaft gefärbten Eingen.
* Auf der Unterseite der Hflgl bildet die äussere Grenzlinie des Augenfleckenfeldes in den Feldern
4 und 5 oder wenigstens im Felde 4 eine tief eindringende schmale Schlinge.
1. Das rote Feld der Yflgloberseite ist sehr gross, umgibt auf allen Seiten den Augenfleck,
erreicht die Spitze der Mittelzelle und nach hinten die Mitte des Feldes Ib. . . . N. uatalii.
2. Das Augenfleckenfeld der Yflgloberseite ist entweder gar nicht rot oder nur in seinem
hinteren Teile rot: die rote Faibe erreicht weder die Mittelzelle noch die Mitte des Feldes 1 b.
N. exte7is(i.
** Die äussere Grenzlinie des Augenfleckenfeldes der Hflglunterseite bildet keine tief eindringende
Schlingen.
§. Die Vflgl oben ohne gelbem oder weissem Felde oder mit einem solchen, welches nach hinten die
Rippe 2 nicht überschreitet und nach innen die Mittelzelle nicht erreicht.
o. Die äussere Grenzlinie des Augenfleckenfeldes der Yflgloberseite verläuft dem Saume
parallel und erreicht den Hrd, vereinigt sich aber nicht mit der sehr undeutlichen inneren
Grenzlinie des Augenfleckenfeldes; dieses bleibt darum hinten offen.
1. Die Augenflecke mit rotgelben Eingen. Der Eing des Augenfleckes der Vflgl massig
dick und nach aussen dunkel begrenzt N. gregorii.
2. Die Augenflecke mit weissgelben Ringen. Der Eing des Augenfleckes der Vflgl sehr
dick und nicht dunkel umzogen N. coolisoni.
00. Die äussere Grenzlinie des Augenfleckenfeldes der Vflgloberseite biegt sich an oder vor
der Eippe 2 nach innen um uird vereinigt sich mit der inneren Grenzlinie: das Augen-
fleckenfeld also nach hinten verengt und geschlossen.
1. Kleinere Arten, 33 — 37 mm.
a. Die Flgl unten ohne roten Fleck in der Mittelzelle und ohne rote Querlinien . N. duplex.
b. Die Flügel unten mit einem roten Fleck in der Zelle und mit roten Querstrichen
oder Querlinien N. nifolineata.
2. Grössere Arten, 39 — 44 nun.
a. Das Augenfleckenfeld der Vflgloberseite ist klein, fast kreisrund und erreicht nur
die Rippe 3 N. oictoriae.
b. Das Augenfleckenfeld der Vflgloberseite ist gross, langgestreckt und erreicht die
Rippe 2 oder wenigstens die Mitte des Feldes 2 A''. extensa.
§§. Die Vflgl oben mit einem grossen ockergelben oder weissen Felde, welches die Innenseite
des Augenfleckes umgibt, nach innen die Mittelzelle und nach hinten die Rippe 1 oder
wenigstens die Mitte des Feldes 1 b erreicht.
1. Der Fleck der Vflgl ockergelb N. jordani.
2. Der Fleck der Vflgl weiss N. füllehonii.
B. Die weissen Kerne des grossem Augenfleckes der Vflgl stehen senkrecht hinter einander, so dass
eine durch sie gezogene Linie den Hrd durchschneiden würde A^. paraUelofwpillata.
II. Die Unterseite der Hflgl nebelig, grau und braun gesprenkelt oder gestrichelt . . . N. hechmanni.
N. natalii Bsd. Beide Flügel hell graubraun und hinter der Mitte mit einem grossen, orangegelben natalii.
Felde, welches die Augenflecke völhg einschliesst. Vflgl unten fast wie oben; Hflgl unten mit 4 Augen-
flecken in den Feldern 1 c, 2, 3, 4 und G; die äussere Grenzlinie des Augenfleckenfeldes bildet in den
Feldern 4 und 5 je eine schmale, tief eindringende SchUnge. Damara-Land; Transvaal, Zulu-Land, Mata-
bele-Land.
N. bera Hew. (28g, 29 a). Flügel oben graubraun; die Vflgl mit grossem, bläulich gekerntem graugelb bera.
und schwarzbraun umzogenem Augenfleck, welcher in einem hellgrauen, schwärzlich umzogenen Felde liegt;
die Hflgl oben mit zwei gelbhch und dunkelbraun geringelten Augenflecken in den Feldern 2 und 3. Die
Vflgl unten fast wie oben aber mit dunklerem und nach hinten länger ausgezogenem Augenfleckenfelde.
Hflgl unten hellgrau mit einer undeutlichen schwarzen Querlinie in der Mitte und scharf hervortretenden
Grenzlinien des Augenfleckenfeldes, die äussere Grenzlinie bildet in den Feldern 4 und 5 je eine tief ein-
dringende Schlinge. Die Augenflecke silbern gekernt, scharf graugelb und schwarz geringelt; die Hflgln
gewöhnlich mit 5 Augenflecken je einem in den Feldern 1 c— 4 und 6; die der Felder 3 und 6 ein wenig
grösser als die anderen. Nyassa-Land und Deutsch-Ostafrika.
112
NEOCOENYRA. Von Dr. C. AuRimuus.
ypthi- N. ypthimoides Bth. Der vorigen Art älmlich, oben graubraun, die Äugenfleckenfelder heller grau,
moides. dasselbe der Hflgl nach hinten offen, den Hrd erreichend. Die Unterseite beider Flügel bis zu den Augen-
fleckenfelder schwarzgrau; die Hflgl unten mit zwei Augenflecken in 1 c und je einem in 2, 3 und 6,
bisweilen auch in 4 und 5; die Augenflecke mit einem graugelben und einem dunklen Ringe; äussere
C4renzlinie des Augenfleckenfeldes schwach wellig ohne Schhngen. Nyassa-Land und Deutsch-Ostafrika.
(jregorii. N. gregorii BUr. Flügel oben schwarzbraun, am Saume erhellt, grau schillernd; äussere Grenzlinie
des Augenfleckenfeldes auf beiden Flügeln dick und sehr deutlich, dem Saume gleichlaufend und auf den
Hflgln den Hrd erreichend; innere Grenzhnie dagegen sehr undeutlich oder ganz fehlend; die Augenflecke
mit einem rotgelben und einem dunklen Einge. Auf der Unters^eite ist die innere Grenzlinie etwas deut-
licher; das Augenfleckenfeld der Vflgl aber nacli liiiiten bieit (iffen, dasselbe der Hflgl ist etwas grau
gesiirenkelt. Deutsch und I'ritisch Ostafrika.
cooksoni. N. COOksoni Ham.-Druce weicht von gregorii fast nur dadurch ab, dass der Aiigenfleck der Vflgl
durch einen sehr dicken weissgelben oder fast weisshchen Ring umgeben ist; die Augenflecke der Hflgl mit
hellgelben Ringen, die Felder 4 und 5 gewöhnlich ohne Augenflecke. Katanga- Gebiet.
duplex. N. duplex ß//r. (29 a). Flügel oben schwarzbraun, am Saume wenig heller: das Augenfleckenfeld der
Vflgl ist völlig geschlossen, endet hinten an der Rippe 2 und ist ganz oder zum grössten Teil rotgelb
ausgefüllt; der Augenfleck hat einen lebhaft gelben und einen braunroten Ring; beim $ kommen oft Augen-
flecke auch in den Feldern 2 und 3 der Vflgl vor; die Hflgl oben mit rotgeringelten Augenflecken in 2
und 3. Vflgl unten wie oben gefärbt und gezeichnet; Hflgl unten mit zwei Augenflecken im Felde 1 c
und je einem in 2, 3 und 6 und einfarbigem dunkelbraunem Wurzelteil. Deutsch Ostafrika, Britisch Ost-
afrika und Somah-Land.
ntfilineata. N. rufilineata Btlr. ist mit duplex verwandt, weicht aber dadurch ab, dass die Hflgl oben einen
Augenfleck im Felde (! haben, dass auf der Unterseite der Vflgl ein Querstrich und ein Fleck in der Mittel-
zelle, die Grenzhnie des Augenfleckenfeldes und die Submarginalhnie rotbraun sind und dass auf der
Unterseite der Hflgl die Wurzel, zwei Querhnien in der Mitte, die Grenzlinie des Augenfleckenfeldes und
die Submarginalhnie rotbraun sind. Somaliland.
heckmanni. N. heckmanni Thurau (29 a). Flügel oben dunkelbraun, der Augenfleck der Vflgl mit einem orange-
gelben und einem rötlichen Ringe aber ohne deutliche Grenzlinien des Augenfleckenfeldes; die Hflgl oben
mit zwei rotgelb geringelten .\ugenflecken in den Feldern 2 und 3; die Unterseite der Hflgl und der
Vflgl am Saume nebelig; Augenfleckenfeld der Vflgl durch eine rotbraune Linie undeutlich begrenzt, nahe
an der Rippe 2 endend, dasselbe der Hflgl wie auch das Wurzelfeld derselben grau gesprenkelt, seine
äussere Grenzlinie stark wellig oder winkelig, aber undeutlich; die Augenflecke klein, punktförmig oder
wentzelae. fehlend. Deutsch Ostafrika. — ab. wentzelae Thunm weicht nur durch 4 Augenflecke der Hflgloberseite ab.
Deutsch Ostafrika.
extensa. N. extensa Btlr. (29 a) ist grösser als die bisher beschriebenen Arten. Beide Flügel mit dunkel-
brauner Grundfarbe: der Augenfleck der Vflgl ist gross rotgelb und schwarz geringelt; das Augenfleckenfeld
ist nach hinten völlig geschlossen, erreicht die Rippe 2 oder wenigstens die Mitte des Feldes 2 und ist
kaum heller als die Grundfarbe. Hflgl oben mit zwei rotgelb und dunkel geringelten Augenflecken in den
Feldern 2 und 3. Vflgl unten ganz wie oben gefärbt und gezeichnet. Hflgl unten an der Wurzel des Hrdes
rotbraun und mit einem solchen Fleck in 1 a und 1 b; vier fast gleichgrosse, weiss gekernte rot- und
schwarzgeringelte Augenflecke in den Feldern 1 c — 3 und 6; die Grenzlinie des Augenfleckenfeldes ist dunkel
und deutlich, die äussere entweder ganz eben oder mit 1 — 2 tief eindringenden Schlingen in den Feldern
4 und 5. Bei dieser Art ist also dieses Merkmal als Artkennzeichen ohne Bedeutung. Mashuna-Land. —
major, al). major Trim. weicht nur dadurch ab, dass das Augenfleckenfeld der Vflgl mehr oder weniger vollständig
rotgflb überzogen ist. Transvaal, Matabele-Land, Deutsch Südwest-Afrika, Mashuna-Land.
rictoriae.
jordani.
N. victoriae Atiric. ist vielleicht eine Form von extensa und weicht nur dadurch ab, dass das
Augenfleckenfeld der Vflgl kleiner, mehr gerundet und viel heller als die Grundfarbe des Wurzelteils ist.
Deutsch Ostafrika und Nyassa-Land.
N. jordani Beb. (29 a). Flügel dunkelbraun. Augenfleck der Vflgl gross, breit oval, gelbbraun und
schwärzlicli geringelt mit zwei silbernen Kernen; das Augenfleckenfeld ist sehr gross und zum grössten Teil
ockergelb (nur vor und jenseits des Augenfleckes grau), die Grenzlinie ist dick aber undeutlich, auf der
Innenseite gelbbraun und auf der Aussenseite schwärzlich. Die Hflgl wie gewöhnlich, oben mit zwei rot-
gelb und schwarz geringelten Augenflecken und zwischen dem Augenflecke im Felde 3 und der Zellenspitze
mit einem recht grossen ockergelben Querfleck. Die Hflgl unten im Felde 4 mit einem ockergelben Fleck
an der Spitze der Mittelzelle und mit 5 Augenflecken in 1 c (zwei) 2, 3 und 6, in den Feldern 4 und 5
nur mit weissen Punkten; das Augenfleckenfeld ist etwas heller als die Grundfarbe, nach innen undeutlich,
nach aussen aber durch eine dicke dunkle Linie begrenzt. Deutsch-Ostafrika in den Ulaguru-Bergen.
Ausgegeben 25. IX. 1911. YPTHIMA. Von Dr. C. Aurivillius. 113
N. fülleborni Thurau (29 a) hat ein rein weisses Augenfleckenfeld der Vflgl und entbehrt den hellen füllcbomi.
Fleck an der Spitze der Mittelzelle der Hflgl, stimmt aber sonst fast ganz mit jordani überein. Deutsch
Ostafrika.
N. parallelopupillata Karscli (29 a, b) weicht von den übrigen Arten dadurch ab, dass die weissen Kerne ^%"l^f°'P''''''
im Augenflecke der Vflgl gerade hinter einander stehen, so dass eine durch sie gezogene Linie den Hrd
schneiden würde. Die Hflgl auf beiden Seiten mit gelbgeringelten Augenflecken, in den Feldern 2 und 3
und unten dazu auch mit einem Augenfleck im Felde 6, im Felde 1 c aber mit zwei und in 4 und 5 je
mit einem weissen Punkte. Usambara.
15. Gattung: Yptllillia Hbn.
Kleine zartflügeHge Arten, welche nur durch die an der Wurzel verdickte Medianrippe der Vflgl
von den übrigen Gattungen der Gruppe abweichen. Die Vorderbeine des ^ sind äusserst klein. Wie bei
den beiden nächst vorhergehenden Gattungen haben die Vflgl vor der Spitze einen grossen, doppelt ge-
kernten Augenfleck in den Feldern 4 und 5. Die Unterseite der Hflgl ist fast immer nebehg oder deuthch
gestrichelt.
Die Gattung kommt in allen wärmeren Gegenden der alten Welt vor und ist auch in den Grenz-
gebieten der palaearctischen Region vertreten. In der äthiopischen Region kommen verhältnismässig wenige
Arten auf dem Festlande vor; die Mehrzahl derselben ist auf die Insel Madagaskar beschränkt. Ueber
Lebensweise und Jugendzustände der Ypthima vgl. Bd. 1 p. 91 und Bd. 9, p. 280. Vom palaearctischen
Gebiet kennt man 30 Formen, vom indo-australischen 120; vgl. Bd. 1 p. 91— 93, Taf. 34 und Bd. 9 p. 286
bis 294, Taf. 99.
Erste Gruppe.
Die Fühler erreichen wenigstens die Spitze der Mittelzelle der Vflgl. Die Augenflecke beider Flügel
mit rotem, rotgelbem oder orangegelbem Ringe. Arten aus Madagaskar.
Y. goudoti Mab. Flügel oben dunkelbraun, ganzrandig; die Vflgl im Felde 2 mit einem kleinen, goudoti.
weissgekernten Augenfleck, dessen breiter rotgelber Ring mit dem Ringe des vorderen Augenfleckes ein
grosses, eiförmiges Feld bildet; Hflgl oben mit 2—3 breit rotgelb geringelten Augenflecken. Die Flügel
unten grau, ziemlich sparsam braun gesprenkelt und gestrichelt; die Augenflecke der Vflgl wie oben;
die Hflgl unten ganz ohne Augenflecke.
Y. tamatavae Bsd. Saum der Hflgl wellig; Flügel oben dunkelbraun; Vflgl ohne Augenfleck im tamatavae.
Felde 2; der rotgelbe Ring des Augenfleckes in den Feldern 4—5 ist ebenso breit oder breiter als der
Durchmesser des schwarzen Teiles; die Hflgl oben in den Feldern 2 und 3 mit zusammenstossenden Augen-
flecken. Vflgl unten am Vrde und am Aussenrde gestrichelt und mehr oder weniger grau gefleckt; die
Hflgl unten grau, braun gestrichelt und mit unregelmässigen dunkelbraunen Flecken, an der Mitte ein
grosser solcher Fleck, welcher sich als eine unregelmässige Querbinde fast bis zum Irde fortsetzt; in dieser
Binde Hegt an der Wurzel der Rippe 5 ein scharf hervortretender weissgelber Fleck; Augenflecke fehlen.
Y. zanjuga Mab. (29 b) ist der vorigen Art sehr ähnhch und hat wie diese oben eine dunkle Sub- zanjuga.
marginalhnie beider Flügel. Unten weicht sie nur durch deutliche Querlinien in der Mittelzelle der Vflgl,
durch mehr gleichförmig marmorierte Hflgl ohne grössere schwarzbraune Flecke und durch das Fehlen des
hellen Fleckes an der Wurzel der Rippe 5 ab; die Augenflecke sind durch schwarze Punkte vertreten.
Y. argyrina Mab. hat ganzrandige Flügel und ist kleiner als die beiden vorhergehenden aber sonst argyrina.
denselben oben ganz ähnlich. Unten weicht sie von allen anderen Arten durch zahlreiche eckige süber-
glänzende Flecke der Hflgl ab, diese Flecke begrenzen auf beiden Seiten eine dunkelbraune Mittelbinde und
bilden auch eine submarginale Querreihe, innerhalb dieser hegen in einer fast geraden Reihe 4 schwarze,
weiss gekernte und schmal rotgelb geringelte Augenflecke in den Feldern 1 c— 3 und 6; der Fleck m
Feld Ic ist doppelt gekernt; die Vflgl haben unten eine eintönige, nicht nebelige, dunkelbraime Grundfarbe
und nur zwischen der Spitze und dem Augeuflecke einige silberne Flecke.
Y. dyscola Mab. (28 f, 29 c) hat ganzrandige Flügel und ist oben fast ganz wie die vorhergehenden Arten dyscola.
gezeichnet, indem die rotgelben Ringe der Augenflecke sehr breit sind und die Augenflecke der Hflgl
zusammengeflossen; beide Flügel jedoch ohne dunkle Submarginallinie. Die Vflgl unten eintönig dunkel-
braun, nur an der Spitze etwas grau gesprenkelt; die Hflgl unten schwach braun gestrichelt über die Mitte
hinaus chocoladenbraun marmoriert, mit gelblichen Schuppen bestreut und am Saume breit violett ange-
flogen ohne Augenflecke.
Y. ibitina Ward, hat oben schwarzbraune, an den Augenflecken graue Flügel und eine Flügel- ibilina.
Spannung von etwa 36 mm. Die Augenflecke der Hflgloberseite liegen in einer rotgelben Querbmde. Auf
der Unterseite der Vflgl ist der Augenfleck von einem grossen, grauen, eiförmigen Felde, welches sich vom
Vrde bis zum Hrde ausdehnt, umgeben. Die Hflgl sind unten in der Mitte aschgrau und haben auch einen
XIII 15
114 YPTHBrA. Von Dr. C. Aurivillius.
aschgrauen Streifen am schwärzlichen Hrdo; der Saumteil ist braungrau und schliesst einen unregelmässigen
aschgrauen Fleck ein, welcher hinter den beiden gelbgeringelten Augenflecken liegt.
Bei den folgenden Arten sind die Einge der Augenflecke der Oberseite heller und schmäler als bei
den vorher erwähnten und die Augenflecke der Hflgloberseite sind nicht miteinander vereinigt sondern
ganz frei oder jji'rüliren höchstens einander. Die Hflgl sind stets ganzrandig.
andriaiia. Y. andriana Mab. Saum der Vflgl gleichmässig gebogen; Flügel oben dunkelbraun; die llflgl oben
mit zwei freien Augenflecken in den Feldern 2 und 3, unten sehr dunkel rötlich braun, an der Spitze
und am Ende hell gesprenkelt und mit einem kleinen Fleck an der ^Vurzel der Eippe 5 aber ganz ohne-
Augenflecke. Flügelspannung 36 — 38 mm.
vinsoni. Y. vinsoni Guen. ("29 b) weicht von andriana nur dadurch ab, dass die Hflgl unten heller, in der Mitte,
an der Spitze und am Anahvinkel mehr oder weniger weisslich sind und 2 — 3 deutliche Augenflecke (in den
Feldern (1 c), 2 und 6 haben. Die Vflgl unten an der Spitze deutlich weiss aufgehellt.
rakoto. Y. rakoto Ward, ist der vinsoni zum Verwechseln ähnlich und weicht nur dadurch ab, dass die
Vflgl nicht unten an der Spitze weisslich sind und die Hflgl im Wurzelteil gleichförmig dunkell)raun und
am Saume breit, aber nur schwach aufgehellt. Das $ hat auf der Hflgloberseite auch einen Augenfleck
im Felde 6.
irioph- Y. triophthalma Mab. (29 b) ist eine vierte ähnliche Art, welche besonders mit vinsoni nahe über-
einstimmt und hauptsächlich nur dadurch abweicht, dass die Hflgl unten auch im Felde 3 einen deutlichen
Augenfleck haben. Die Augenflecke der Felder 3 und 6 sind durch eine weissliche Querbinde, welche von
der Spitze gegen den Ird gerichtet ist, getrennt. Nord-Madagaskar.
mabülei. Y. mabillei Auriv. hat eine Flügelspannung von 43 — 45 mm und ist demnach grösser als die nächst
vorhergehenden Arten. Flügel oben dunkelbraun mit einer schwärzlichen Submarginallinie; die Vflgl oben
mit einem, die Hflgl oben mit 2 {^) oder 3, schmal orangegelb geringelten Augenflecken. Vflgl unten
dunkelbraun mit braungrauem Augenfleckenfelde. Hflgl unten an der Wurzel und am Saume dunkelbraun,
quer über die Mitte breit violettgrau mit braunen Strichelchen, ganz ohne Augenflecke. Saum der Vflgl
schwach gebogen ohne Ecke.
nwpsus. Y. mopsus Mab. ist der mabillei ähnlich, aber noch grösser und ohne Augenfleck im Felde 3 der
Hflgl. Die Hflgl unten mit Augenflecken in den Feldern 1 c, 2 und 6, bis über die Mitte hinaus dunkel-
braun, erst hinter der Mitte dicht vor den Augenflecken mehr oder weniger aufgehellt und überall mit
deutlichen, schwarzen Querstrichelchen.
Die zwei jetzt folgenden Arten unterscheiden sich von allen anderen dadurch, dass der Saum der Hflgl
an der Ripiie 5 oder 6 deutlich geeckt ist. Sie werden von Butler als eine besondere Gattung, Callyphthima, betrachtet.
smithi. Y. smithi Mab. Die Hflgl am Ende der Eippe 5 geeckt. Flügel oben schwarzbraun mit bläuUch
grauem Schiller und ziemlich breiter schwarzer Saumbinde; Vflgl mit einem, Hflgl mit zwei ((J) oder drei($)
orangegolb gesätimten Augenflecken. Vflgl unten fast wie oben gefärbt aber heller; Hflgl unten dunkel-
braun und blaugrau marmoriert, nahe der Mitte des Vrdes mit einem grossen gelblich weissen Fleck,
welcher noch von einem kleinen solchen Fleck an der Spitze der Mittelzelle begleitet wird, keine Augen-
fleck'e.
si(f[erti. Y. SUfferti Auriv. weicht von synithi dadurch ab, dass der Saum der Vflgl zwischen den Eippen 6
und 7 geeckt ist, dass die Vflgl oben dunkelbraun und kaum heller am Saume sind, dass der Augenfleck
der Vflgl grösser ist und einen viel breiteren orangegelben Eing hat, dass die gelben Einge der Augen-
flecke der Hflgloberseite zu einer kurzen Binde zusammengeflossen sind und dadurch, dass die Hflgl unten
viel heller, aschgrau, an der Mitte des Irdes sogar weisslich sind und zwei grosse, kastanienbraune Flecke
am Vrde und eine unregelmässige solche Saumbinde zwischen dem Analwinkel und der Eippe G haben.
Die drei letzten Arten der ersten Gruppe zeichnen sich von allen übrigen dadurch aus, dass die
Unterseite der Hflgl zum grösseren oder kleineren Teil rein weiss ist ohne Strichelchen und drei gut ent-
wickelte Augenflecke hat. Die Flügel sind oben dunkelbraun mit dem gewöhnlichen Augenfleck der Vflgl
und zwei oder drei Augenflecken der Hflgl; alle Augenflecke haben freie orangegelbe Einge.
Y. albivittula. Die Hflgl unten bis weit über die Spitze der Mittelzelle hinaus schwarzbraun, dann
mit schmaler weisser Querbinde und am Saume wieder schwarzbraun, die Augenflecke durch die schwarz-
albivittula. braune Farbe umzogen. Bei der Hauptform albivittula Mab. $ stehen die Augenflecke der Hflgl in den
excellens. Feldern 2, 3 und 6. — excellens Btlr. hat auch drei Augenflecke auf der Unterseite der Hflgl; dieselben
stehen aber in den Feldern 1 c, 2 und 6.
Y. batesi. Die Hflgl unten nur bis zur Eippe 2 oder 3 schwarzbraun; die Spitze der Mittelzelle darum
durch die weisse Farbe bedeckt; die weisse Binde ist in der Mitte ß — 7mm breit und umfasst auf beiden
balcsi. Seiten den Augenfleck im Felde 6. — batesi FIdr. ' Die Hflgl oben beim (^ nur mit einem Augenfleck (in
Feld 2), beim $ mit zwei gleichgrossen Augenflecken (in den Feldern 2 und 6), unten mit drei Augenflecken,
elwesi. welche in den Feldern 1 c, 2 und 6 liegen. — elwesi Auriv. (29 b). Die Hflgl ()l)en beim ,^ mit zwei Augenflecken
(in den Feldern 2 und 3) und beim $ mit drei Augenflecken (in 2, 3 und G), unten mit Augenflecken in den
Feldern 2, 3 und 6.
YPTHIMA. Von Dr. C. Auriviluus. 115
Y. niveata Btlr. Die Hflgl unten von der "Wurzel aus weiss; ein breiter, nach aussen zugespitzter niveata.
Streifen am Yrde, eine Saumbinde und die Umgebung der drei Augenflecke (in den Feldern 1 c, 2 und 6)
sind dunkelbraun. Die Hflgl oben ohne Augenfleck in Feld 3.
Zweite Gruppe.
Die Fühler erreichen wenigstens die Si)itze der Mittelzelle der Vflgl und haben eine dünne Keule.
Die Augenflecke mit hellgelbem Hinge. Die Augenflecke der Hflgl nie mit einander vereinigt. Die Unter-
seite l)eider Flügel auf hellem, grauem oder weisslichem Grunde mit zahlreichen, feinen, schwarzbraunen
Querstrichelchen. — Arten vom Festlande Afrikas; nur Y.asterope soll auch auf Madagaskar vorkommen.
Y. asterope. Beide Flügel oben eintönig dunkelbraun ohne Andeutung von Strichelchen; das Augen-
fleckenfeld der Vflgl wenig heller als die Grundfarbe und deutlich dunkel umzogen. Die Hflgl oben ohne
oder mit undeutlicher Submarginallinie gewöhnlich mit Augenfleck in Feld 2. Flügel unten weissgrau,
regelmässig schwarzbraun gestrichelt; die Vflgl am Hrde einfarbig schwarzbraun; die Hflgl gewöhnlich
wenigstens mit drei, aber oft sehr kleinen punktförmigen Augenflecken. Die Seitenklappen des cj sind nur an der
quer abgestutzten Spitze gezähnelt. — asterope Klug (29 c). Die Hflgl oben mit einem ziemhch grossen asierope.
Augenflecke im Felde 2, unten mit drei deutlichen Augenflecken, einem doppelt gekernten in Feld 1 c
und je einem in 2 und 6. Südafrika, Ostafrika, Abyssinien, Arabien. Von dieser Art sind die folgenden oft gering-
fügigen Aberrationen mit Namen belegt worden. — binucleolata Strand (29 d). Hflgl unten mit 3 — 4 sehr t"/^'^''^'''
kleinen Augenflecken in den Feldern 1 c, 2 und 6; der Augenfleck im Felde Ic doppelkernig oder doppelt.
Deutsch Ostafrika und Togo. — simpliciocellata Sirand (29 d). Der Augenfleck in Feld 1 c der Hflglunterseite llßala"°'
schwarz mit zwei weisslichen Pünktchen und schmalem hellem Ring; auch die beiden anderen Augenflecke
sehr klein und undeutlich. Die Unterseite der Hflgl ungewöhnlich hell und mit einer wellenförmig ge-
krümmten dunklen Querlinie in etwa 6 mm Entfernung vom Saume. Abyssinien. — inocellata Strand (29 d) inocellaia.
Hflgl unten ohne Augenflecke, oben mit einem ganz kleinen solchen. Unterseite dunkler als gewöhnlich;
Hflgl mit durch zwei dunkle Querlinien schwach angedeutetem, etwa 3 mm breitem Mittelquerfelde.
Deutsch Ostafrika. — triocellata Strand (29 d) Hflgl unten mit 6 winzig kleinen Augenflecken, zwei im iriocellata.
Felde 1 c und je einem in den Feldern 2, 3, 5 und 6, oben mit 3 Augenflecken, je einem in 1 c, 2 und 3.
Nyassaland. — biocellata Strand (29 d) Hflgl oben mit zwei Augenflecken in den Feldern 1 c und 2, unten biocellata.
mit 6 wie bei triocellata. Deutsch Ostafrika. — biocelligera Strand (29 d) Hflgl oben wie bei hiocellata, unten biocelligera.
wie bei binucleolata gezeichnet. — interrupta Strand (29 d). Hflgl unten mit 6 kleinen Augenflecken, zwei interrupla.
im Felde 1 c und je einem in 2, 4, 5 und 6, oben mit zwei etwas grösseren Augenflecken, je einem in den
Feldern 2 und 4. Deutsch Ostafrika. — uniocellata Strand (29 d) Hflgl unten mit 5 — 6 winzig kleinen Augen- imiocellata.
flecken, von denen die drei vorderen durch ein bräunliches Querband vorhanden sind, oben nur mit einem
Augenfleck im Felde 2, Deutsch Ostafrika. — hereroica Grünb. Hflgl oben nur mit einem kleinen Augen- hereroica.
fleck im Felde 2, unten mit einem Doppelfleck in Feld 1 b und einem Augenfleck in 2. Damara-Land.
Y. granulosa Btlr. ist der vorigen Art sehr ähnlich und nur durch etwas bedeutendere Grösse und o>'anulosa.
deuthche dunkle Submarginallinie der Hflgloberseite verscliieden ; die Hflgl unten mit vier kleinen punkt-
förmigen Augenflecken, zwei nahe am Analwinkel und zwei am Vrd. Das ^J unterscheidet sich scharf von
asterope durch die Seitenklappen, welche eine abgerundete Spitze haben und sowohl an der Spitze wie am
unteren Rande fein gezähnelt sind. Deutsch Ostafrika.
Y. simplicia Btlr. ist gleichfalls den vorigen sehr ähnlich und hat oben einen deutlichen Augenfleck im simplicia.
Felde 2 der Hflgl; dieselben unten gewöhnlich nur mit zwei grossen Augenflecken in den Feldern 2 und 6;
die Augenflecke sind breit hellgelb und schwarzbraun umzogen; die Vflgl unten bis zum Hrde gestrichelt
und mit grossem Augenfleckenfeld, das jedoch nicht heller als die übrigen Teile ist. Congo, Ostafrika,
Abyssinien.
Y. doleta Ky. (29 c) hat eine nebelige, nicht eintönige, sondern stellenweise dunklere, stellenweise dolela.
hellere und undeutlich gestrichelte Oberseite mit scharf umzogenem Augenfleckenfeld der Vflgl, einer ge-
schlängelten schwarzen Querlinie vor den Augenflecken der Vflgl und einer deuthchen, an der Rippe 4
stark nach innen verdickte dunkle SubmarginalUnie der Hflgl. Unten sind beide Flügel grau und überall
ziemlich gleichmässig dunkel quergestrichelt. Hflgl oben mit einem kleinen Augenfleck in Feld 1 c, einem
grösseren in 2 und oft auch einem wenig deuthchen in 6, unten mit zwei kleinen vereinigten im Felde 1 c
und je einem in 2 und 6. Westafrika von Sierra Leona bis Angola. — ab. tripunctata Strand hat auf der tripunctata.
Oberseite der Hflgl 5 Augenflecke, zwei in 1 c und je einen in 2, 3 und 6, und auf der Unterseite zwei
in 1 0 und je einen in 2, 3, 5 und 6. Kamerun. — ab. quadripunctata Strand weicht von tripunctata nur 9""'*^'"
dadurch ab, dass der Augenfleck im Felde 5 der Hflglunterseite fehlt. Kamerun. — ab. quinquepunctata quinque-
Strand hat oben zwei Augenflecke im Felde 1 c und je einen in 2, 3, 5 und 6 und unten zwei in 1 c und punctata.
je einen in 2 — 6. Togo; Kamerun. — ab. septemocellata 6'irand Hflgl oben und unten mit 7 Augenflecken, g^fja/a*^"
zwei in 1 c und je einen in 2 — 6. Kamerun.
116 YPTHIMA. Von Dr. C. AnuriLLirs.
impura. Y. impura Elvces u.Edic. ist unten der vorigen Art ähnlich. Flügel oben braun: beide Flügel mit
ein"'-"''' 1-n dunklen Submarginalbinde und einer doppelten dunklen Saumlinie; Augenfleckenfeld der Vflgl
snl - und nach aussen scharf begrenzt: Hflgl oben mit einem Augenflecke in Feld "2 und bis-
weilen 1 — 2 in Feld 1 c, ihr Augenfleckenfeld nicht b»-grenzt, unten mit drei Angenflecken, einem doppelten
in 1 c und je *^inem in 2 und 6. Gabun, Angola und Ostafrika.
pupiUaris. Y- pupillaris ß</r. ist mit doleta verwandt; rauchbraun; Flügel oben mit hellerem, nach innen durch
eine dunkle Linie begrenztem Saumteil mit zwei feinen Saumlinien; Vflgl mit einem grossen, ovalen,
doppelt gekernten Augenfleck; Hflgl mit einem A'. _ ': in Feld 2 und einem sehr kleinen, doppelten
in 1 c. Flügel unten grau, dicht oüvenbraun gr-: i, ein submarginaler Streifen und eine Saum-
Unie dunkel. Hflgl unten mit drei Augenflecken, einem doppelt gekernten in 1 c, einem in 2 und
depupillala. einem grösseren in 6. Centralafrika. — ab. depupillata Strand. Die Augenflecke der Felder 2 und 6 der
Hflglunterr^ite ?ind gross, aber ohne weisse Kern". Luma.
V. itonia hat fast die Grösse und Flglform von asterope, unterscheidet sich aber von dieser und von
allen anderen verwandten afrikanischen Arten dadurch, dass die Hflgl oben 3 — 6 und unten gewöhnUch
7 Augenflecke, welche in einer fast geraden Linie hegen, haben. Flügel oben ziemlich eintönig graubraun
mit feiner dunkler Submarginallinie, aber ohne deutUch begrenzte Augenfleckenfelder. Augenflecke hellgelb
geringelt und mit silberweissen Pupillen. Die Unterseite ist grau und ziemlich dicht und gleichförmig
braun quergestrichelt. Die Anzahl der Augenflecke wechselt auch bei dieser Art und darauf sind die hier
itonia. erwähnten geringfügigen Abänderungen begründet. — itonia Heic. hat oben 5 und unten T Augenflecke
der Hilgl. Von Sierra Leona bis Angola, Maniealand, Deutsch Ostafrika und Abyssinien verbreitet. — ab.
hoehttyli. hoehneli HoV.. -l^h als itonia). Die Hflgl oben nur mit Z Augenflecken, sonst der Hauptform ähnUch. Ostafrika.
^ . '/; /^ — ä'^- quadriocellata Strand. Hflgl oben mit 4 Augenflecken, zwei kleinen im Felde 1 c und je einem in 2
microo^ und 8 und unten mit 7 Augenflecken. Deutsch Ostafrika. — ab. microocellata Strand. Hflgl oben mit -t,
cdlata. ont'-n aber nur mit 6 Augenflecken, indem der Fleck im Felde 4 i^-iilt. Drutsch Ostafrika. — ab. pluri-
»KD^ta' P"P'"^*^ Strand weicht nur dadurch von der Hauptform ab, dass der Augenfleck der Vflgl drei weisse
suboceUala. Kerne hat xmd hinten von einem kleinen Augenfleck begleitet ist. Zentralafrika. — ab. subocellata Strand
weicht nach der Beschreibtmg des Verfassers iiur dadurch von der ab. quadrioceUata ab, dasi die Hflgl
unten einen kleinen Augenfleck im Felde 2 haben (!). Deutsch Ostafrika.
Y. albida ist grösser als die verwandten Arten und sofort dadurch kennthch, dass die Flügel oben
eine blaugraue oder bläuhch weisse, etwas silberähnliche Grundfarbe und braunen Aussenrand haben.
Auf der Oberseite sind die dunklen Querstrichelchen sparsam oder teilweise ganz fehlend und nur gegen
den Saum und den Vrd dichter stehend, unten ist die Grundfarbe fast vöUig durch die dicht stehenden
•hen verdunkelt. Die Vflgl haben gewöhnlich auf beiden Seiten einen grossen, doppelt gekernten,
aV'id'i : _ und dunkelbraun geringelten Augenfleck und die Hflgl 1 — 3 Augenflecke. — albida Btlr. Die Hflg
oben nur mit einem kleinen Augenfleck in Feld 2, imten gewöhnlich mit drei Augenflecken in 1 c, 2 und 6.
argenlal'j. Deutsch und Britisch Ostafrika. — ab. argentata Bartel weicht nur dadurch ab, dass die Hflgl oben zwei
conrad-i. Augenflecke haben, einen kleinen in Feld 1 c und einen grösseren in 2. Deutsch Ostafrika. — ab. Con-
rads! Strand (29 c) hat auf der Oberseite der Hflgl 3 Augenflecke, indem auch in Feld 3 ein Fleck vor-
uni/ormis. banden ist. Deutsch Ostafrika. — unifonnis Bartel ist von allen Formen dadurch verschieden, dass der
grosse Augenfleck der Vflgl vollständig f-hlt. Die ganze Flügelfläche ist silberweiss; nur der Wurzelteil
des Vrdes und ein überaus schmaler Apikaiteil der Vflgl, sowie der Ird der Hflgl sind dunkel bestäubt;
occiä-.H'aiii. Hflgl nur mit einem winzig kleinen Auge im Felde 2. Zentral-Afrika. — occidentalis Bartel ist die west-
afrikanische Easse und weicht nur durch dunklere mehr bläuhche Grundfarbe- und viel grössere Augen-
flecke der Hflglunterseite ab. Im Inneren von Kamerun auf einer Höhe von 1000 m.
Dritte Gruppe.
Die Fühler sind ausserordentlich kurz, reichirn kaum über die Glitte der Zelle hinaus, haben aber
eine deutliche bimförmige Keule. Die Vflgl mit doppelt gekerntem, von der Spitze weit entferntem Augen-
fleck. Die Hflgl oben ohne Augenflecke.
maihuna. Y. mashuna Trim. (29 b). Beide Flügel oben eintönig dunkelbraun; die Hflgl mit kleinem, rötlichgelb
- " Augt-nileck; die Hflgl ohne Zeichnungen. Die Vflgl unten wie oben eintönig dunkelbraun ohne
.. am Vrde mit einigen grauen Schuppen gesprenkelt; die Hflgl unten dunkelgrau mit weit
getrennten dunklen Queistrichelchen und mit 2 — 7 kleinen schwarzen, silberweiss gekernten Augenpunkten.
Die Fühlerkolbe ist gelbUch. Mashuna-Land.
Urbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Satyriden.
117
Urbeschreibungs=Nachweis
der bei den afrikanischen Satyriden aufgeführten Formen,
bedeutet, dass die Form an der zitierten Stelle auch abaebildet ist.
abnorniis Mycal. Dudgeon, Proc. Ent. Soc. Lond. 1909,
p. 52.
aethiops Mycal. R. u. J. Xov. Zool. 12, p. 175.
africana Melan. Frühst. Ent. Zeitschr. 22. p. 87.
agraphis Mycal. Karsch. Berlin. Ent. Zeitschr. 38, p. 207.
albida Ypthima BUr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 39.
albi\ittula Ypthima Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 9, p. 344.
amanica Henot. Strand, Soc. Ent. 25, p. 6.
analis Mycal. Aurir. Ent. Tidskr. 16, p. 113. *
aniiravahana Henot. Mab. Bull. Soc. Zool. Fr. 3, p. 82.
andriana Ypthima Mab. Hist. Mad. Lepid. 1, p. 26. *
andrivola Henot. Mab. Pet. Nouv. Ent. 2, p. 127.
anganavo Henot. Ward, Ent. Monthl. Mag. 8, p. 122.
angulii'ascia Henot. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5)4, p. 228.
angulosa Mycal. Btlr. Cat. Satyr, p. 130. *
angu^tata Elymn. Bartel, Nov. Zool. 12, p. 129.
anisops Mycal. Karsch, Ent. Nachr. 18, p. 176.
anUuratra Henot. Ward, Ent. Monthl. Mag. 7, p. 30.
ankoma Henot. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 8, Bull. p. 76.
ankova Henot. Ward, Ent. Monthl. Mag. 7, p. 31.
ansorgei Melan. Rothsch. Nov. Zool. 11. p. 451.
ansorgei Mvcal. E. Sharpe, Ann. Mag. Nat. Hist. (6)
18, p. 158.
ansorgei Mycal. Smith, Nov. Zool. 5. p. 352.
antahala Henot. Ward, Ent. Monthl. Mag. 9, p. 148.
anynana Mycal. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 4, p. 187.
argentata Ypthima Bartel, Nov. Zool. 12. p. 134.
argyrina Ypthima Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 8, Bull.p.91.
asochis Mycal. Heu-. Exot. Butt. Mycalesis t. 7 f. 46, 47. *
asterope Yphthima A'Jmj, Symb. Phys. t. 29 f. 11 — 14.*
aurantiaea Auriv. Seitz Grossschniett. 13. p. 108.
aurireruda Mvcal. Btlr. Cat. Satyrid., p. 131.*
aurivillii Mycal. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895, p. 724.*
avelona Henotesia Ward, Ent. Monthl. Mag. 7, p. 31.
bammakoo Elymn. Westw. Gen. Diurn. Lep. p. 405. *
batesi Ypthima Fldr. Reise Novara Lep. p. 486. *
baumannl Mycal. Karsch. Ent. Nachr. 20, p. 230.
benacns Heiiot. Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. 28, Bull.
p. 185.
bera Neocosn. Hew. Ent. Monthl. Mag. 14, p. 107.
betsimena Gnoph. Bsd. Faune Madag. p. 58.
bicolor Mvcal. Bartel. Nov. Zool. 12, p. 130.
birristata Hpnot. Mab. Bull. Soc. Zool. Fr. 3, p. 81.
blnupleolata Yphtima Strand. Ent. Zeitschr. 23, p. 112.
hiocellata Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 112.
bioeelllgera Ypthima Strand. Ent. Zeitschr. 23, p. 112.
bowkeri Lepton. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 348.*
eampa Mycal. Karsch. Berlin. Ent. Zeitschr. 38, p. 206. *
eampina Mycal. Auriv. Ent. Tidskr. 22, p. 114. *
rassina Lepton. Btlr. Cat. Satyr, p. 72. *
eassius Pseudon. Godt. Ent. Meth. 9, p. 526.
eassus Lepton. L. Mus. Lud. Ulr. p. 269.
centralis Henot. Auriv. Arkiv f. Zool. 1, p. 247. *
oheivs Gnoph. F. Ent. Svst. 31, p. 80.
cingulina Henot. Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. 23, Bull.
p. 205.
clytus Lepton. L. Mus. Lud. Ulr. p. 268.
eoncolor Mycal. Auriv. Ann. Mus. Genova 44, p. 517.
ponradsi Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 113.
pooksoni Mycal. Bruce, Trans. Ent. Soc. Lond. 1905, p. 234. *
poolvsoni Neocoen. Bruce, Trans. Ent. Soc. Lond. 1907,
p. 77. *
conani Henot. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 5, p. 334.
danckelmanni Mycal. Rog. in Baumann, Usambara An-
hang, p. 330.
daresa Mycal. Strand, Soc. Ent. 23, p. 6.
deannulata Mycal. Strand, Soc. Ent. 25, p. 6.
decira Henot. Plötz, Stett. Ent. Zeit. 41, p. 198.
dendrophilus Meneris Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3)
1. p. 399.
dentata Mvcal. E. Sharpe, in Neumann Elephant-Hunting,
p. 438. *
depupiilata Ypthima Strand. Ent. Zeitschr. 23, p. 113.
desolata Mvcal. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 480.
diffieilis Henot. Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. 23 Bull., p. 105.
dingana Lepton. Trim. Trans. Ent. Soc.^Lond. 1873. p.l02
diversa Gnoph. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 5, p. 33.
doleta Ypthima Kirbij. Proc. R. Dublin Soc. (2) 2, p. 336.
dorottiea Mycal. Cr. Pap. Exot. 3. p. 19. *
drepana HeteropsisDM.Jt i/f(c. Gen. Diurn. Lep. 2, p. 323.*
dubia .Mycal. ^Mn'r. Ent. Tidskr. 14, p. 270. *
dubiosa Gnoph. Atiiiv. Seitz Grossschm. 13, p. 83.
duplex Neocoen. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 758.
durbani Pseudon. Trim. S. Afr. Butt. 1, p. 80.
dyseola Ypthima Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. 23 Bull., p. 105.
eliasis Henot. Herr. Exot. Butt. Mycalesis t. 7f. 44, 45.*
elisi Henot. Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 38, p. 209. *
einesi Ypthima Auriv. Rhopal. Aethiop., p. 77.
ena Mycal. Heic. Ent. Monthl. Mag. 14, p. 107.
ephorus Mycal. Weym. Stett. Ent. Zeit. 53, p. 79.
erysiehton .Mvcal. Ehrm. Journ. N.-York Ent. Soc. 2, p. 77.
evadDP Mycal. Cr. Pap. Exot. 3. p. 48. *
evanida Henot. Thur. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 124. *
evenus Mvcal. Hpff. Monatsb. Akad. Wiss. Berl. 1 S55.p. 641 .
exeellens Yphthima Btlr. Ent. Monthl. Mag. 21, p. 198.
exoceiiata Henot. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 9, p. 343.
extensa Neocoen. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1898, p. 18.
feae Mycal. Auriv. Ann. Mus. Genov. 44, p. 516.
fraterna Henot. Btlr. Cat. Satvr. p. 145. *
fülleborni Mycal. Bartel, Nov. Zool. 12, p. 133.
fülleborni Neocoen. Thur. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 128.
fuUginosa Henot. Mab. Bull. Soc. Zool. Fr. 3, p. 82.
fulvespens Melan. Guen. Note s. l'ile Reunion Lepid., p. 15.
funebris Mycal. Guir. Icon. Regn. Anim. Ins., p. 422.
goetzi Thur. Berl. Ent. Zeitschr. 42, p. 120.
golo Mycal. Auriv. Ent. Tidskr. 14, p. 267.*
goudoti Ypthima Mab. Hist. Madag. Lepid. 1, p. 21. *
granulosa Ypthima B/(r Ann. Mag.Nat. Hist. (5)12, p. 101.
graphidabra Mycal. Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 38, p. 203.
grpgorii Neocoen. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1894, p. 560. *
grogani Gnoph. E. Sharpe, Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 8,
p. 279.
halyma Mycal. F. Ent. Syst. 3 L p. 243.
Iiaroldi Henot. Bruce, Trans. Ent. Soc. Lond. 1905,
p. 252. *
tiarpa Gnoph. Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 38, p. 211.
hebe Coenyra Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 280.
Iippkmanni Neocoen. Thur. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 126.
hereroica Ypthima Griinb. Denkschr. med. nat. Ges. Jena
16, p. 101. *
hewitsoni Mycal. Doumet, Rev. Mag. Zool. (2) 13, p. 175. *
hippia Pseudon. Cr. Pap. Exot. 3, p. 48. *
118
Urbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Satyriden.
hochni-li Ypthima IIoll. Proc. U. S. Nat. Mus. 18, p. 744.
bv|iiTUiitlius Mvcal. Baker, Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2,
p. !69.
bypcrbius Pseudon. L. Mus. Lud. Ulr., p. 257.
Ibilina Ypthima Ward. Ent. Monthl. Map. 10, p. 60.
iboina llonot. Ward, Ent. Monthl. Mag. 7, p. 31.
iccius .Mycal. Ilcir. E.xot. Butt. Idiom, t. 1 f. 4, .'3. *
igiiobili.s Mycal. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 124.
inipiira Ypthima Elwesu. Edw. Trans. Ent. Soc. Lond.
1893. p. 23.
indosa Mon^ris Triyn. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879, p. 324.
iiiocellnla Ypthima Slra)id. lOnt. Zeitschr. 23, p. 112.
iiilermrilia Elymii. Auriv, Rhop. Aethiop., p. 45.
iiitcrrupla Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 113.
iris Cinoph. Bartd, Nov. Zool. 12, p. 130.
irrorata I'seudon. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1873, p. 103.
islaris .Mvcal. PMz, Stettin. Ent. Zeitschr. 41, p. 197.
italus Mvcal. Jlcw. Exot. Butt. Idiom. S. 1 f. 1—3. *
itonla Ypthima IIcw. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p.287.*
jaiisei Lcpton. Sicierslra, Ann. Transv. Mus. 1, p. 175. *
jordani Neocoen. lU-hel, Verh.zool. bot. Ges. Wien 56, p. 647.
kciiia Mycal. Hofivnh. Ann. .Mus. Wien (i. \\. 4U2. *
kigonsprae Mycal. Auriv. Seitz Grossschmctt. 13, p. 93.
koehi Mycal. 'ariinh. Sitzb. Nat. Frd. Berlin 1910, p. 162.*
Ineus llenot. Thur. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 125.*
lainaiii Mycal. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. FOrhl. 57, p. 1040.
leda Physc. Gersl. Archiv f. Naturg. 37: 1. p. 358.
leda Melan. L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 474.
Irplojilpiia Mvciil. Knrsch, Berl. Ent. Zeitschr. 38, p. 208.
libya .Mrlan. Did. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 405.
lucida l'hysc. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1896, p. 853. *
nialtilloi I'seudon. Auriv. Rhopal. Aethiop., p. 71.
niabilloi Ypthima Auriv. Rhopal. Aethiop., p. 76.
maderakal Par. Uu6r. in Lofeb. Voyage Abyss. 6, p. 381.*
madetes Mycal. IIcw. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 13, p. 381.
iiiaova Ilenot. Malj. Bull. Soc. Zool. Fr. 3, p. 82.
iiiacviiis llenot. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 229. *
niagniphiga Gnoi)h. Ilcron, Trans. Zool. Soc. Lond. 19,
p. 144. *
niaflus Pseudon. F. Ent. Syst. 3: 1, p. 223.
major Neocoen. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1906, p. 61.*
niaudaiips Mycal. Ilew. Exot. Butt. Mycalesis t. 9 f. 61,62. *
niarniorala ilenot. Auriv. Seitz Grossschmett. 13, p. 100.
iiiartjus Mycal. F. Ent. Syst. 3: 1, p. 219.
niashiina Ypthima Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1895,
p. 181. *
niasikura Henot. Mab. Pet. Nouv. Ent. 2, p. 157.
niasoura Henot. Ilew. Ent. Monthl. Mag. 11, p. 227.
lualula .Mycal. Karsch, Ent. Nachr. 20, p. 228.
nicdoiilias Mycal. Heiv. Exot. Butt. Mycalesis t. 9f. 56, 57. *
inriusina Mycal. F. Mant. Ins. 2, p. 43.
meiiamena Ilennt. Mali. Pet. Nouv. Ent. 2, p. 158.
nirsoijoiia Myi/al. Karfirh. Ent. Nachr. 20, p. 236, 240.
microoccllata Ypthima Strayid, Ent. Zeitschr. 23, p. 113.
niilyas Mycal. Ilew. Exot. Butt. Mycalesis t. 6 f. 34. *
niiiichini Gnoph. Ileron. Trans. Zool. Soc. Lond. 19,
p. 143. *
mintha Lepton. Geyer in Ilbn. Ztr. Exot. Schm. 5, p. 15.*
nilriam Mycal. F. Ent. Syst. 3: 1, p. 242.
niolUtia Mycal. Karsch, Ent. Nachr. 21, p. 281.
mopsus Ypthima Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 8, Bull. p. 76.
nandina Mycal. Ansorge, Under the African Sun., p. 316.
naiiodps Mycal. Smith, Proc. Zool. Soc. 1890, p. 472.
narcissus Henot. F. Ent. Syst. Suppl., p. 428.
narova Henot. Mab. Pet. Nouv. Ent. 2, p. 158.
naryeia Pseudon. Wallgr. Rhopal. Caffr.. p. 32.
natalii Xeocoen. Bsd. Voyage Deleg. 2, p. 593.
npbiilosa Mycal. Fldr. Novara, Lep., p. 502.
iii-jjicota Mycal. Thur. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 119.
nelta Pseudon. Wallqr. Oefvers. Vet. Akad. Förhl. 32: 1,
p. 84.
nigrescens Henot. Baker, Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2,
p. 470.
niveata Ypthima Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 4, p. 229.
nobili$ .Mycal. Auriv. Ent. Tidskr. 14, p. 269. *
nobleiuairei Mycal. -lanet, Bull. Soc. Ent. Fr. 1894, p. 256.
nyassae Melan. Bartel, Nov. Zool. 12, p. 130.
obscura Mycal. Auriv. Ent. Fidskr. 22, p. 114.
oecideDtalis Ypthima Bartel, Nov. Zool. 12. p. 134.
oeelligera Mycal. Strand, Soc. Ent. 25, p. 5.
ocbracea Henot, La</t?/. Trans. Ent. Soc. Lond. 1906, p. 1.*
oxylus Lepton. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 43.7.
paetula Pseudon. Ttim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1891,
p. 169.
panda Physc. Bsd. Voyage Deleg. 2, p. 594.
paradoxa Henot. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 9 Bull.,
p. 173.
paralh'lopupillata Neocoen. Karsch, Ent. Nachr. 23, p. 370.
parmeno Gnoph. Dld. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. S. 61
f. 2. *
parva Henot. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 4, p. 228.
parvidcns Ilenot. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 9, p. 343.
passandava Henot. Ward, Ent. Monthl. Mag. 8, p. 122.
pavonis Mycal. Bttr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 481.
pdtho Henot. Ploetz, Stett. Zeit. 41, p. 197.
perdita Henot. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 283.
perspieua Henot. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1873,
p. 104. *
phaea Henot. Karsch, Ent. Nachr. 20, p. 232.
phalanthus Mycal. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 229. *
phejjea Elymn. F. Ent. Syst. 3: 1, p. 132.
piymentaria Aphysoneura Karsch, Ent. Nachr. 20, p. 191.
pione Physc. Godm. Proc. Zool. Soc. 1880, p. 183.
plajiiata Melan. Auriv. Seitz Grossschmett. 13, p. 85.
ploetzi Mycal. Bartel, Nov. Zool. 12, p. 132.
pluripupiliata Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 114.
proeora Mycal. Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 38, p. 210.
puiK'lifora Mvcal. Strand, Iris 22, p. 105.
papillaris Ypthima Btlr. Proc. Zool. Soc. 1888, p. 59.
pythia Gnoph. F. Ent. Syst.- 3: 1, p. 116.
quadriocellata Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 113.
quadripuiictata Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 114.
quinquepiiiietala Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 114.
rakoto Ypthima Ward, Ent. Monthl. Mag. 7, p. 30.
ratravi Elymn. 7?. Sharpe, lüitomolog. 35, p. 41.
rhacotis Mycal. Hew. Exot. Butt. Mycalesis t. 8, f. 50. *
rufilineala Neocoen. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1894, p. 559.
rufiplaga Coenyra Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1900,
p. 59. *
sabacus Pseudon. Trim. Rhop. Afr. Austr., p. 200.*
safilza Mycal. Hew. Gen. Diurn. Lep.. p. 394 note. *
saiubulos Mycal. Hew. Exot. Butt. Mycalesis t. 10 f. 63, 64.
sandacP Mycal. Heiv. Exot. Butt. Mycalesis t. 10 f. 65.
saussurei Mvcal. Dew. Nov. Acta Acad. Nat. Cur. (2)
41: 2, p. 17. *
schullzei Pseudon. Grünb. Denkschr. med. nat. Ges. Jena
16, p. 100. *
sciathi§ Mycal. Hetv. Exot. Butt. Mycalesis t. 8, f. 55,
56. *
sebetus Mycal. Hew. Exot. Butt. Mycalesis t. 10, f. 6, 7. *
selousi Mycal. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1895, p. 183.*
seinicoeea Mycal. Strand, Soc. Ent. 25, p. 6.
septemoeollata Ypthima S<ro»id, Ent. Zeitschr. 23, p. 114.
siinon.sii Ilenot. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 19,
p. lös.
siinplicia Ypthima Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p.481.
sinipliciocpllata Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 112.
sinilhi Ypthima Mab. Pet. Nouv. Ent. 2, p. 157.
socolrana Mycal. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1881, p. 175. *
sophrosvne Mvcal. Plölz, Stettin. Ent. Zeit. 41, p. 196.
Strato Henot. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 8, Bull. p. 76.
slrigula Henot. Mab. Pet. Nouv. Ent. 2, p. 158.
siibapicalis Mycal. Auriv. Kilim. Exped. Lepid., p. 4.
siiltiiiapviiis Henot. Strand, Soc. Ent. 25, p. 6.
siibofpllata Mycal. Bartel, Nov. Zool. 12, p. 131.
siiboppllata Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 114.
subsiniilis Henot. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 4,
p. 228.
sufl'erti Ypthima Auriv. Rhopal. Aethiop., p. 76. *
Urbeschreibungs- Nachweis der afrikanischen Satyriden.
119
(aenias Mycal. Heiv. Exot. Butt. Mycalesis t. 10, f. 66. *
taniatavae Ypthima Bsd. Faune Madag., p. 60. *
techiiatis Mycal. Hew. Exot. Butt. Mycalesis t. 10, f. 67. *
trratia Henot. Kursch, Ent. Nachr. 20, p. 234.
tulosa Mycal. Plötz, Stettin. Ent. Zeit. 41, p. 19~.
transieus Mycal. Barlel, Nov. Zool. 12, p. 131.
Iriiueni Pseudon. Bilr. Cat. Satyr., p. 94.
triocellata Pseudon. Barlel, Nov. Zool. 12, p. 133.
triocellata Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 112.
triophthalma Ypthima Mab. Hist. Madag. Lep. 1, p. 28. *
tripunc-tata Ypthima Slrand, Ent. Zeitschr. 23, p. 114.
lulibaghia Meneris L. Mus. Lud. Ulr., p. 284.
turbata Henot, Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 5, p. 334.
ubenica Henot. Thur. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 121.*
ugandae Elymn. Grünb. Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin 1908,
p. 54. *
una Mycal. Plölz, Stettin. Ent. Zeit. 41, p. 195.
uueinata Henotesia Thur. Berlin. Ent. Zeitschr. 42, p.l23.*
unüorniis Mycal. Baker, Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2, p.470.
unifnrinis Ypthima Barlel, Nov. Zool. 12, p. 134.
uniorellata Ypthima Strand, Ent. Zeitschr. 23, p. 113.
vicaria Mycal. Thur. Berlin. Ent. Zeitschr. 48, p. 118.
victoriae Neocoen. Auriv. Rhopal. Aethiop. p. 72. *
vietorina Henot. Westw. Oates Matabele Land, p. 350.
vic)ilaiis Pseudon. Trim. S.-Afr. Butt. 1, p. 84.
vinsoni Ypthima Guen. Vinson Voyage Lepid., p. 39.
violascens Mycal. Auriv. Rhopal. Aethiop., p. 55.
vola Henotesia Ward, Ent. Monthl. Mag. 7, p. 31.
vulgaris Mycal. Bllr. Cat. Satyr., p. 130. *
vvardi Henot. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 7, Bull. p. 73.
wellnianni Henot. Weym. Deutsche Ent. Zeitschr. 1908,
p. 507.
H-entzelae Neocoen. Thur. Berl. Ent. Zeitschr. 48,
p. 128.
xeneas Mycal. Hew. Exot. Butt. Mycal. t. 7, f. 48. *
ypthimoidcs Neocoen. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1893, p. 646.
zanjuga Ypthima Mab. Hist. Madag. Lep. 1, p. 25.
zinebi Mycal. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 3, p. 19. *
NYMPHALID^. Von Dr. C. Aurivillius. 121
Ausgegeben 35. X. 1911. 5. Familie ! NymphalidaG.
Die Nymphaliden bilden in vieler Hinsicht den Kern der Tagfalter, um den die übrigen Formen
sich gi'uppieren lassen \md sie bilden auch durch Formenreichtum iind Farbenpracht, sowie durch ihre
hoch entwickelten Ri^n und Ppn eine sehr bemerkenswerte Abteilung der Tagfalter. Mit den Danaididen und
Sat_\Tiden haben sie das gemeinsam, daß die Vorderfüße beider Geschlechter verkümmert sind; sie unterschei-
den sich aber von beiden durch die offene oder nur durch eine feine Querrippe geschlossene Mittelzelle der Hflgl
und durch die nicht zusammengedrückten Palpen. Die Hflgl bilden am Irde eine Rinne, welche deir Hlb um-
faßt. Hierdurch weichen die Nymphaliden von den sonst selir nahe verwandten Acraeiden ab. Der Hlb ist
immer kürzer als der Ird der Hflgl und ist .nach hinten mehr oder weniger kegelförmig zugespitzt.
Die Nymphaliden sind im allgemeinen sehr Icräftig gebaut mit einem dicken, muskelreichen Thorax und
haben dementsprechend einen sehr schnellen und ausdauernden Flug. Dessen ungeachtet können viele Arten
ohne Schwierigkeit erbeutet werden, M^eil sie die Gewohnheit haben, immer wieder nach demselben Platz
oder derselben Blume zurückzukommen. Die meisten lieben offene und sonnige Stellen, einige aber sind den
schattigen Lichtungen der Urwälder eigentümlich und haben dann eine damit übereinstimmende dunklere,
aber oft schön blau oder grünlich schillernde Farbe.
Unter den äthiopischen Nymphaliden kommen sehr ausgeprägte Beispiele von'Na.ch.ah.mung (Pseudacraea)
anderer Schmetterlinge tnid auch Ai'ten, welche unter ganz verschiedenen, aber nicht von der Jahreszeit ab-
hängigen Farbenformen auftreten {HypoUmnas, die Weibchen von Charaxes etheocle.s) vor. Näheres darüber
vnvÄ bei den besonderen Gattungen und Arten mitgeteilt werden.
Die Geschlechter sind gewöhnlich einander ähnlich, können aber immer am sichersten durch die ver-
schiedene Bildung der Vorderfüße von einander unterschieden werden. Bei einigen Gattungen (Cynandra,
Eurypliene, Diestogyna. Cyinothoe und vielen Charaxes-Arten) weichen aber die Weibchen so vollständig in
Farbe und Zeiclmimg von den Männchen ab, daß man nur durch Beobachtungen in der Natur ihre Zusammen-
gehörigkeit mit den Männchen feststellen konnte.
Die Rpn zeichnen sich, soweit sie bekannt sind, dadurch aus, daß sie mit steifen, oft verzweigten Dornen
bewaffnet sind. Diese Dornen treten in den verschiedenen Gruppen und Gattungen in verschiedener Anzahl
und Entwicklung auf und kommen bisweilen nur auf dem Kopfe vor. Unsere Kenntnisse der äthiopischen Nym-
phal denraupen ist äußerst lückenhaft und jeder in Afrika wohnende Schmetterlingsfreund kann darum durch
Erziehung der Schmetterlinge aus den Rpn und durch Beschreibung und Abbildung derselben der Wissenschaf t
einen großen Dienst erweisen. Durch die Erziehung einer Art in Anzahl aus der Rp wird auch die Variation
derselben und die Geschlechter vieler Arten sicher festgestellt werden können. Große imd sehr bedeutsame
Entdeckungen (vergl. unter HypoUmnas dubius) sind schon dadurch gemacht ujid viele andere harren noch
ihrer Lösung.
Die Ppn sind stets frei am Afterende aufgehängt, oft bauchig verdickt und mit einem bis mehreren Höskern
versehen.
Die Nymphahden sind über alle Weltteile verbreitet, treten aber in größter Anzahl und bedeutendstem
Formenreichtum in den Tropen Amerikas auf. In der äthiopischen Region sind sie durch 41 Gattungen imd etwa
490 Arten vertreten. Von den Gattungen sind 29 {Lichnoptera, Smerina, Anianarcti'i, Vanessula, Catacroptera, Apa-
iaropsis, Neptidopsis, Meso.vantha, Crenis, Pseudacme i, Pseudonepiis, C'atuni, Pseudargynnis, Cynandm, Aterica,
Hamanumida, Euphaedra, Euryphene, Diestogyna, Crenidotnimas, HarmUla, Etiryj)haedm, Euryphura, Cymothoe,
Euptera, Pseudathyma., Euxmthe und Palla) für die Region eigentümlich und kommen in den anderen Regio-
nen gar nicht vor. Diese Gattungen sind durch mehr als 250 Arten vertreten und umfassen darum wenigstens
50% der äthiopischen Nymphaliden. Die übrigen nicht endemischen Gattungen finden sich fast alle in den
südlichen Teilen Asiens wieder.
Von den äthiopischen Nymphaliden- Arten gibt es nur a-ht (Atella phalanlha; Argynnishyperbius; Py-
mmeis cardui; Precis orithyi; Precis oenone; HypoUmnas hoUni: ByhUa iUihyvi; vm&CJviraxes jasius), welche
auch in anderen Regionen auftreten. Vier derselben haben jedoch in Afrika besondere Lokalrassen ausgebildet.
Innerhalb Afrikas haben die Nymphaliden sich am schönsten in der westafrikanisohen Subregion entwickelt ;
dort kommt nicht nur die Mehrzahl der Ai-ten vor, sondern dort sind auch alle für Afrika eigentümlichen Gattung
außer Smerina, welche nur auf ^Madagaskar vorkommt, vertreten. Dort leben auch die grö.ßten und schönsten
der afrikanischen Nymphaliden und haben sieh zu ausgeprägten Ur^valdbewohner herausgebildet.
Die Nymphaliden sind hinsichtlich ihrer morphologischen Kennzeichen und die Bildung der Entwick-
lungsstadien nicht so einförmig wie die SatjTiden tmd Pieriden, sondern bieten gi-oße Verschiedenheiten dar
und können darum in mehrere, gut unterscheidbare Unterfamilien eingeteilt werden.
Die äthiopischen Nymphaliden gehören acht Unterfamilien an, welche nach der folgenden Uebersicht
ohne Schwierigkeit unterscliieden werden können.
XIII 16
122 CHARAXIDIN^. Von Dr. C. AuRiviLLros.
U 0 b e r s i c 1) t der U n t e r f a ni i 1 i e n.
I. Die Rippen 7 und 8 der \ tlgl sind ininier viel langer als ihr gemeinsamer Stiel. Die Präoostalrippe der
Hflgl entspringt immer weit hinter dem Punkte, wo sieh die Rippe 8 von der vorderen Mittelrippe trennt.
1. Charaxidinae.
IL Die Rippen 7 und 8 der Vflgl sind immer viel kürzer als ihr gemeinsamer Stiel.
A. Die Präcostalrippe der Hflgl entspringt fast immer vor oder an dem Punkte, wo sich die Rippe 5 von
der Mittelzelle trennt (nur bei Catiina und Aterica nach diesem Punkte). Die Fühlerkolbe ist stets all-
mählich verdickt, in die Länge gezogen und drehrund. Die Vordertarsen des Weibchens nur am 2. — 4.
oder 3. — 4. Glied bedornt.
a) Die Rippe 8 der Vflgl geht in den Saum. Der Saum der Hflgl niemals an der Rippe 2 gelappt und
zugleich an der Rippe 4 geschwänzt.
* Die Präcostalrippe der Hflgl entspringt näher an der Flglwurzel als an der Rippe 7.
2. Nymphalinae.
** Die Rippen 5 — 7 der Hflgl entspringen dicht aneinander und so nahe an der Flglwurzel, daß die
Präcostalrippe weiter von der Wurzel als von der Rippe 7 entfernt ist. 3. Xeplidinae.
^) Die Rippe 8 der Vflgl geht in den Vrd oder die Spitze aus. Der Saum der Hflgl an der Rippe 4 ge-
schwänzt und zwischen den Rippen Ib imd 2, dicht an der Rippe 2, mit einem stumpfen Lappen.
4. Älarpesünae.
B. Die Präcostalrippe der Hflgl entspringt immer nach der Trennung der Rippe 8 von der Mittelzelle.
Die Fühlerkolbe mäßig lang und gewöhnlich flachgedrückt. Die Vordertarsen des Weibchens an den
Gliedern 1 — 4 bedornt.
a) Die hintere Mittelrippe der Vflgl bis zum Anfange der Rippe 2 und die Rippe 12 an der Wurzel schwach
aber deutlich verdickt. 5. Eunicinae.
i^) Die hintere Mittelrippe der Vflgl nicht aufgeblasen oder verdickt.
* Die Rippe 12 der Vflgl an der Wurzel zu einer großen ellipsoidischen Blase angeschwollen.
6. Eurytelinne.
** Die Rippe 12 der Vflgl nicht angeschwollen.
1. Die Palpen nicht aufgeblasen. 7. Vanessinae.
2. Das Mittelglied der Palpen aufgeblasen, hell gefärbt inid mit sclnvarzen Borstenhaaren be-
kleidet. 8. Argi/nnidiiiae.
1. Unterfamilie: Charaxidinae.
Obwohl che Charaxidinen äußerlich von einander sehr abweichen können, sind sie immer leicht durch
die in der L^ebersicht erwähnten Charaktere kcnnthch. Die Guttxing Eitximthe weicht durch Flügelfoiin, Zeich-
nung und Farbe so sehr von der Gattung Charaxes ab, daß man früher die Verwandtschaft derselben nicht
ahnte. Die Untersuchung des Rippenbaues zeigte aber sofort, daß Euxnnthe ein naher Verwandter von Cha-
raxes sein mußte und dieses hat sich später durch die Entdeckung der Entwicklungsstadien voll bestätigt.
Viele Lepidopterologen kümmern sich gar nicht um die Anordnung der Rippen in den Schinetterlingsflgln und
halten solche Untersuchungen für unnötig oder allzu schwierig. Solche Untersuchungen sind jedoch wenigstens
bei den Tagfaltern sehr einfach, wenn man die Flügel von unten betrachtet und man gewinnt dadurch einen Ein-
blick in die ^rirkliche Zusammengehörigkeit der Formen und kann nicht durch äußere Aehnlichkeit getäuscht
werden. Tausende von Sclimetterlingsarten sind zu falschen Gattungen geführt worden uiid Himderte von
Gattungen in unrichtigen Familien eingereiht worden, weil so viele Verfasser unterlassen haben, den Bau ihrer
Lieblinge genau zu untersuchen.
Die Rpn der Oharaxiden sind sehr charakteristisch.. Ihr Körper ist völlig unbewaffnet, an oder etwas vor
der Mitte am dicksten und dann sowohl nacli vorn wie nach hinten allmählich verjüngt; die Haut ist nackt aber
fein gekörnelt und am Hinterende kommen zwei stumpfe Höcker vor. Der Kopf ist groß, viel dicker als das
erste Körperglied, rnit der Mundöffnung schief nach vorn gerichtet und trägt am Hrd vier lange fein gezackte
Dornen. Alle bisher bekannten Arten haben eine lebhaft grüne Grundfarbe, welche gewöhnlich durch einige
wenige heller gefärbte Rückenflecke unterbrochen wird. Sie sind sehr träge und verlassen oft wälu-end des
ganzen Lebens nicht den Zweig, auf welchem das Ei gelegt wurde.
Die Ppn sind sehr dick, abgenindet luid völlig glatt : der Rücken ist stark konvex luid der Kopf hat
zwei sehr stumpfe Spitzen; das Endglied hat zwei kleine, abgerundete Wärzchen am Vrde und vier andere
EUXANTHE. Von Dr. C. Aurivillius. 123
an der Spitze rings nm die Wurzel des Kremaster. Dieser bildet bisweilen einen rechten Winkel mit der Längs-
achse der Pp.
Die Eier sind halbkugelig, etwas abgeflacht und haben am oberen Ende feine radiäre Kippen.
Die Charaxiden lieben bewaldete Gegenden und treten darum im Urwaldgebiet Westafrikas viel häu-
figer und in größerem Artenreichtum auf. Einige wenige Arten wie z. B. Charaxes pelias kommen auch in mehr
offenen Gegenden vor, fliegen aber gern in der Nähe kleiner Bäume und Sträucher. In Südafrika fehlen die
meisten Arten im Kaplande und treten erst in den mehr bewaldeten Teilen des eigentlichen Kaffernlandes
und Natals auf. Da die Lebensweise von Euxanihe und Charaxes wie auch der ganze Habitus ganz verschieden
ist, wird näheres darüber bei den Gattungen berichtet werden.
Uebersicht der Gattungen.
I. Die Hflgl gleichförmig breit abgerundet, ohne Ecken oder Schwänze. Die Palpen schwarz mit weißen Punkten.
1. Euxanthe.
II. Die Hflgl fast immer geeckt oder geschwänzt. Die Palpen unten mit hellem Längsstreifen aber ohne weiße
Pimkte.
A. Mittel- und Hinterschienen auf beiden Seiten bedornt. Die Flgl unten nie mit feinen dunklen Quer-
linien dicht gestrichelt. 2. Charaxes.
B. Mittel- und Hinterschienen nur unten bedornt, oben unbewaffnet. Die Flgl unten zum Teil mit kurzen
feinen braunen Querlinien dicht gestrichelt. 3. Palla.
1. Gattung: Euxanthe Hhn.
Diese Gattung kommt nur in Afrika vor und umfaßt große breitflügelige Arten. Bei dem ^ sind die
Flgl, besonders die Vflgl, kürzer und breiter als bei den $ und der Saum der Vflgl ist vor der Mitte fast gerade
und bildet mit dem Vrde einen deutlichen Winkel. Die Hflgl sind abgerundet, ohne Anhänge.
Die Euxanthe- Arten kommen nur in den wärmeren und bewaldeten Gegenden Afrikas imd auf Mada-
gaskar vor. Südlich gehen sie nur bis zur Delagoa-Bay; sie sind scheu und haben einen unregelmäßigen, aber
nicht schnellen Flug; sie werden wie Nachtfalter durch zuckerhaltigen Köder angelockt. Die Arten können
in zwei leicht unterscheidbare Gruppen eingeteilt werden.
Erste Gruppe.
Die Vflgl oben an der Wurzel mit einem großen, dreieckigen, rotbraunen oder gelbbraunen Flecke. Die Mittel-
zelle der Hflgl geschlossen; diejenige der Vflgl i.st fast dreieckig und ihre Hinterecke ist nicht oder nur wenig mehr als ihre
Vorderecke ausgezogen. — • Untergattung HypomelaerM Auriv.
E. trajanus Ward (29 f.). Beide Flgl von schwarzer Grundfarbe; die Vflgl beim ^J auf beiden Seiten trajanus.
mit gelbbraunem Wurzelfleck, einer hellgelben Querbinde über die Mitte, einer Bogenreihe von sieben Sub-
marginalflecken von denen die vorderen größer sind und zwei bis drei kleinen weißen Flecken vor der Spitze ;
die Hflgl sind oben in der Mitte bläulichweiß und haben kleine weiße Punkte dicht am Saume; unten sind sie
schwarz mit tiefschwarzen Strahlen zwischen den Rippen und an der Wurzel schmal rotbraun. — Das $ hat
weiße Zeichiuingen und der Wurzelteil der Hflgl ist auf beiden Seiten bis weit über die Mitte hinaus und vom
Irde bis zur Rijjpe 7 weiß; die sciiAvarze Saumbinde ist darum viel schmäler als beim q, schließt aber zwei Reihen
weißer Flecke ein. — In Westafrika vom Niger bis Angola.
E. i\htx'm% Smith ist der vorigen Art recht ähnlich, weicht aber in männlichem Geschlechte dadurch ab, tlberius.
daß die Hflgl oben in der Mitte einfarbig schwarz sind, aber vor der Spitze 1 — 3 Submarginalflecke haben;
sowie dadurch, daß die Mittelbinde der Vflgl schmäler und grünlich ist. Die Grundfarbe der Hflglunterseite
ist lebhaft braun statt schwärzlich, wodurch die dunklen Z^\-ischenaderstrichen schärfer hervortreten als bei
trajanus. — Das $ unterscheidet sich vom $ des trajanus nur dadurcli, daß das weiße Discalfeld der Hflgl viel
schmäler ist, die Mitte des Flgls nicht überragt und die Wurzel nicht erreicht; die Grundfarbe der Unterseite
beider Flgl ist rotbraun. Das $ erinnert durch Farbe und Zeichnung etwas an Danaida formosa. Deutsch- und
Britisch-Ostafrika.
Zweite Gruppe.
Die Vflgl ohne rotbraunen Wurzelfleck. Die Mittelzelle der Hflgl offen. Die Mittelzelle der Vflgl ist am Vorder-
ende stumpf abgerundet und an der Hinterecke lang ausgezogen, so daß sie beinahe die Form eines Halbkreises hat. — Die
Flügel haben bei allen Arten eine schwarze, oder unten bisweilen braune Grundfarbe; die Vflgl haben 2 — 4 Querreihen heller
Flecke und die Hflgl ein größeres oder kleineres, helles Jlittelfeld und hinter der Mitte 2 oder 3 Bogenreihen von gerundeten
hellen Flecken oder Punkten. Der Hinterleib gegen die Spitze auf beiden Seiten oder wenigstens unten gelb.
V2i
CHARAXES. Von Dr. C. AumviLLirs.
iiiadayn.-^ra- E, niadagascaricnsis /-«crt;? (29 e). Die Vflgl nur mit zwei Querreihen heller Flecke, einer über die
rieuM«. ^litfe aus 7 großen, länglichen Flecken der Felder Ib — (5 und einer nahe am Saume aus kleinen genmdeten
Flecken und mit 2 — 4 kleinen hellen Flecken in der Mittelzclle: die Hflgl mit hellem Mittelfelde und hinter der
Mitte oben mit einer, unten mit 2 — 3 Bogenreihen geriuideter Flecke: da« Feld 7 der Hflgl in innerer Hälfte
einfarbig ohne hellen LängS5<treifen. Die Hflgl unten mit rostbrauner Gnmdfarbe. Hlb oben schwarz, unten
ockergelb. — J: Zeichnungen hellgrün; das Mittelfeld der Hflgl klein, oben nur aus 4 Flecken in den Feldern
4 — 6 luid in der Spitze der Mittelzelle, unten auch von einigen kleinen Flecken in la — 1 c gebildet. — 5. Alle
Zeiehnimgen weiß; das ^littelfeld der Hflgl ist sehr groß, erreicht fast die Wurzel und erstreckt sich weit über
die Glitte hinaus, die Wurzel der Felder la — 6 bedeckend: Hflgl oben am Analwinkel zimtbraun; hat eine
entfernte Aehnlichkeit mit Ainainis nossimn. Jladagaskar, im Urwaldgebiet der Ostküste.
trakefieldi. E. wakefieldl Ward (29 f). Vflgl mit 3 Querreihen heller Flecke; die zweite aus 3 Flecke der Felder
4 — 6. Die Mittelzelle an der Spitze mit einem großen Fleck. Hlb auch oben gelb. Das Mittelfeld der Hflgl
beim j etwas größer als bei der vorigen Art. Uelirigens stimmt sie beinahe völlig mit madaga^caiiensis über-
ein. In Ostafrika, von Delagoa-Bay bis Britisch Ostafrika.
E. eurinome ist den beiden vorigen Arten sehr ähnlich, imterscheidet sich aber sofort dadurch, daß
die Mittelbmde der Vflgl, wie die Figur zeigt, in langgestreckte, weit getrennte und unregelmäßig gestellte Flecke
aufgelöst ist; besonders ist hervorzuheben, daß der Fleck im Felde 3 weit saunnväi-ts gerückt ist. Die Flecke
eurinome. beim J hellgrün. Hlb gelb. — eurinome Cr. j : Das Mittelfeld der Hflgl weißlich. 2: Alle Zeichnungen milch-
weiß; das Mittelfeld der Hflgl ist groß, überragt die Mitte imd bildet einen großen Fleck im Felde 3. Sierra
ansrUica. Leone bis zum Niger. — ansellica Btlr. (29 f irrtümlich als euriuonie bezeichnet). 3: Das ^littelfeld der Hflgl
wie die übrigen Zeicluumgen hellgrün: 'i^ : Alle Zeichmmgen grünlichweiß; das Mittelfeld der Hflgl ist kleiner,
erreicht nicht oder kaum die Mitte und bildet höchstens einen kleinen undeutlichen Fleck im Felde 3. Ist die
südliche Rasse imd kommt von Kamerun bis Angola imd Unyoro vor.
E. crossleyi weicht in beiden Geschlechtem von allen anderen Arten dadurch ab. daß das Feld 7 der
Hflgl auf beiden Seiten einen langen hellen Längsstreifen hat, welcher sich von der Wurzel bis über die Mitte
hinaus erstreckt. Die Flecke der Mittelbinde der Vflgl sind fast wie bei eurinome angeordnet. Der Hlb ist gelb
crossleyi. und die Zeiclmungen beim o hellgriüilich. beim i gelblichweiß. — Bei crossleyi Ward ist das helle Wurzelfeld
der Hflgl groß, dehnt sich bis über die Mitte aus und ist nach fixißen in Strahlen aufgelöst, welche sich beim $
immer, imd gewöhnlich auch beim q. mit den großen gerundeten Flecken de ersten Bogenreihe vereinigen.
ansorgci. Eine seltene aber von Kamerun bis Angola und Aruwimi verbreitete Form. — ansorgei Bothsch. u. Jord. ist
die ostafrikaiiische Rasse, welche in Uganda gefunden wurde und nur dadurch abweicht, daß das helle Wurzel-
feld der Hflgl viel kleiner imd von den Submarginalfleeken völlig getrennt ist.
2. GattiiiiL;- : diaraveix 0.
Die Vflgl sijid breit und gewölmlich spitz dieieckig nüt geradem oder ausgerandetem Saume, welcher
fast ebenso lang oder sogar länger als der gerade Hrd ist. Die Hflgl sind am Hinterwinkel mehr oder weniger
ausgezogen, geeckt oder gelappt und haben gewöhnlich zwei schwanzäJmliche Anhänge, an der Spitze der Rippen
2 und 4 oder sind wenigstens an diesen Rippenenden geeckt. Bisweilen sind die j ungeschwänzt und die J haben
einen Anhang an der Rippe 4 oder haben die j ein Schwänzchen (an der Rippe 2) luid die i zwei. Der Vrd
der Hflgl stark gebogen. Die Fühler erreichen fast die Mitte des ^'rds der Vflgl und haben eine allmählich ver-
dickte, drelimnde, an der Spitze stumpf abgerimdete Kolbe. Der Thorax ist sehr dick und kräftig gebaut
und die C/iaraxes besitzen dadurch ein selir hoch entAvickeltes imd ausdauerndes Flug\-ermögen. Die Flglrip-
pen sind auch dick und kräftig und der \"rd der Hflgl ist mit kleinen scharfen Zähnchen bewaffnet.
Die Arten sind oft prachtvoll gefärbt imd auf beiden Seiten schön gezciclmet und die Gattung kann
als eine der schönsten imter den Xvmphaliden-Gattungen betrachtet werden.
Sie besuchen nicht oder sehr selten Blumen, werden aber vom ausfließendem Saft an Bäumen, von
verfaulten Früchten, von Exkrementen und anderen übelriechenden Stoffen angelockt und können dadurch oft
geködert werden, besonders weil sie die Gewohnheit haben stets wieder an dieselbe Stelle zurückzukommen.
Die Q3 liesuchen auch feuchte Plätze und kleine Wasserpfützen und werden dadurch leichter gefangen als die
£?. die in den Sammlungen meist sehr selten sind.
EtMa zwei Drittel aller bekaimten C/iaraxes-Arten kommen in der äthiopischen Region vor. Xur eine
emzigc afrikanische Art, Ch. jasius, kommt auch außerhalb der Region vor, indem sie im ^littelmeergebiet weit-
verbreitet ist.
Uebersielit der G nippen.
Um die Bestimmung der zahlreichen Formen zu erleichtern, teilen wir dieselben in Gruppen ein.
I. Die Felder 1 a — 1 c der Hflglmiterseite in ilirem Wurzelteil durch helle imd dimkle Längsstrahlen
CHARAXES. Von Dr. C. Aurivillius. 125
bunt gefärbt. Die Wurzelliälfte der Unterseite beider Flgl tief rotbraun oder schwarz mit zahlreichen, grell
hervortretendem, großen, schwarzen bis grauen, -weiß oder silbern umrandeten Flecken oder Strichen.
1. Jasius-Ch-y ppe .
II. Die Felder 1 a und I h der Hflglunterseite wenigstens bis zum Kndc der Rippe 1 a gewöiuilich
einfarbig ohne Zeiiluningen, selten mit dunklen Querstrichen und sehr selten mit helleren Längsstrahlen, in
welchem Falle jedoch die Wurzelhälfte der Unterseite keine schwarze, hell gerandete Flecke hat oder die Rippen
grün sind.
A. Die Vflgl unten im Felde 1 b nahe am Hinterwinkel mit einem großen oder zwei kleineren, gewöhnlich scharf
hervortretenden, schwarzen Flecken, welche bald den Kern, bald die Begrenzung eines großen Augenfleckes
bilden, bald auch ganz frei liegen.
a) Die Hflgl am Analwinkel zwischen den Rippen 1 b mid 2 in einen breiten Lappen ausgezogen, welcher
mit einem stumpfen Schwänzchen an der Rippe 2 vereinigt ist. 2. Zingha-Oruppe.
[j) Die Hflgl am Analwinkel nicht in einen Lappen ausgezogen gewöhnlich aber an der Rippe 2 lang geschwänzt.
* Die Flgirippen braun oder weißlich, nie grün.
L Die Mittelzelle der Hflglunterseite mit dunklen Querstrichen. Hflgl nie rot.
§ Die Zeiclinungen auf der Mitte der Hflglunterseite hören an der Rippe 8 auf und setzen sich nicht
bis zum Vrde fort. Der Vrd ist demnach von der Praecostalrippe bis M'cit über die Mitte hin-
aus einfarbig, weiß oder weißgrau. 3. Etesipe-Gruppe.
§§ Die Zeichnungen in der Mitte der Hflglunterseite setzen sich bis zum Vrde fort.
t Die Mittelzelle der Vflglunterseite mit rotbraiuien Zeichnmigen auf hellerem oder dunklerem
Grunde. Die Hflgl oben mit zusammenhängender, rotgelber Saumbinde. 4. Cynthia-Gruppe.
tt Die Mittelzelle der Vflglunterseite tief schwarz mit weißen Flecken. 8. Nobilis-Gruppe.
ttt Die Mittelzelle der Vflglunterseite mit schwarzen oft weiß umzogenen Zeichnungen auf
hellcrem Grunde.
* Die Hflgl oben fast ganz weiß. 7. Hadrianus-Gruppe.
** Die Hflgl nicht oben zum größten Teil weiß.
a) Die Mittelzelle der Vflgl unten mit einem dunklen Fleck an der Wurzel und zwei fast
geraden Quei'strichen, oder der erste Querstrich in zwei ungleich große Flecke aufgelöst.
0. Die Flgl oben schwarz imd lotbraun oder beim 9 schwärzlich mit gemeinsamer
weißer Mittelbinde und rostbrauner Vrdswurzel der Vflgl. 5. Lucretius-Gnippe.
00. Die Flgl oben mit schwarzer oft blauschillernder Grundfarbe und weißen oder
blauen Zeiclinungen, selten beim $ ohvengrau. 6. Tiridates-Gruppe.
b) Die Mittelzelle der Vflglunterseite in der Wurzelhälfte mit drei freien abgerundeten
dunklen Punkten imd dann mit einem in der Mitte tief nach außen gebogenem
Qui-rstrich.
9. Etheodes-Gruppe.
2. Die Mittelzelle der Hflglunterseite mit 4 schwarzen Flecken. Hflgl mit roter Grundfarbe.
10. Acraeoides-Gruppe.
** Die Flgirippen besonders an der Wurzel und auf der Unterseite grün oder grünlich.
§ Die Hflgl unten mit Silberflecken. 11. Jahlusa-Gruppe.
§§ Die Flgl unten ohne Silberflecken. 12. Candiope-Gmppe.
B. Die Vflgl unten im P'elde 1 b nahe am Hinterwinkel ohne schwarzen Fleck oder Flecke, selten (in der Varanes-
Gruppe) mit scliwacher Andeutung von zwei dunklen Piuikten.
a) Die Hflgl wenigstens mit einem langen Schwänzchen, nie oben schwarz mit blauen Zeichnungen.
* Die Hflgl an der Rippe 2 nicht oder nur kurz geschwänzt.
§ Die Rippen an der Wurzel grünlich. Die Rippen Sund 4 der Hflgl nicht gestielt. 13. Varanes-Gruppe.
§§ Die Rippen nicht grünlich. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl deutlich gestielt. 14. Lichas-Gruppe.
** Die Hflgl bei beiden Geschlechtern an der Rippe 2 mit langem Schwänze, beim ? auch an der
Rippe 4 mit solchem Schwanz. 15- Zoolirm-Gruppe.
ß) Die Hflgl ganzrandig oder nur schwach gezackt; bisweilen beim ? mit einem Schwanz an der Rippe 4,
die Flgl aber in diesem Falle oben tief schwarz mit blauen Zeichnungen.
Beide Flgl mit hellgrüner Grundfarbe. 16. Eupale-Gruppe.
^* Die Grundfarbe der Flgl nicht grün.
§ Die Flgl oben gelbrot-braungelb mit schwarzbraunen Zeichnungen und bei beiden Geschlechtern
ohne Scliwanz. 17. Nichetes-Gruppe.
*
126 CHARAXES. Von Dr. C. AuRivnxros.
§§ Die Flgl oben tief schwarz mit blauen Zeichnungen. Die Hflgl beim ^ ohne Schwanz, beim 2
mit einem deutlichen Schwänzchen an der Rippe 4. 18. Lnodice-Gruppe.
1. Jasius- Gruppe.
Diese Gruppe ist dui-ili die reiche und l>iiiite Zeielinuii;; der Unterseite beider Flgl und besonders durch die abwech-
■sehuleii hellen und dmiklen Lan^linien ani lide der Hflgl in den Feldern 1 a, 1 b (und 1 c) sehr ausgezeichnet. Beide
(ie.schlechter haben zwei Sihwänze am Saiune der Hflgl, einen längeren an der Rippe 2 und einen an der Rippe 1:
bisweilen koiiiint auch ein kürzeres Schwänzchen an der Rijtpe 3 vor. Beide Plgl haben gewöhnlich oben eine helle Discal-
binde, welche oft scharf begrenzt ist, aber, wenn die Grundfarbe hell ist. bisweilen ohne scharfe Grenze in dieselbe tibergeht.
)<isiti.i. Ch. jasius unterscheidet sich von allen übrigen Arten dadurch, daß die Discalbinde fehlt und daß
beide Flgl darum oben bis weit über die Mitte hinaus einfarbig oder fast einfarbig schwarzbraun sind. DieVflgl
oben mit einer breiten, braungelber, durch die schwarzen Rippen mehr oder weniger geteilten Saumbinde
und vor derselben mit einer bisweilen undeutlichen Reihe von ähnlichen aber \'iel kleineren Submarginalflecken.
Die Hflgl oben mit einer ähnlichen braungelben oder gelblichen Saumbinde, welche jedoch durch eine schwarze
Saumlinie vom Saume selbst getrennt ist. gegen den Anahvinkel schmäler wird und dort grau oder graugrünhch
überzogen ist. — -Bei der Hauptform jasius L. ( = Jason L) (B. I, 52b, c) haben die Hflgl oben keineodernur 3 — 4
kleine freie blaue Submarginalf lecke vor der Saumbinde in den Feldern 1 c — 3 und die Vflgl deutliche Submarginal-
f lecke. Auf der Südseite der Sahara, tnid demnach im äthiopischen Gebiete, fand Oberleutnant A. Schultze.
bei Hossere Markoli ein Stück, welches kaum von der Hauptform verschitden ist und davon nur dadurch abweicht,
daß die braungelben Submarginalflecke der Vflgl fehlen und die Hflgl 4 — 5 ein wenig größere blaue Submarginal-
flecke in den Feldern 1 c — 4 ( — ö) haben. Durch diese Kennzeichen nähert er sich der folgenden Form und beweist.
eiiijasius. daß diese nur eine geographische Rasse von jasius ist. — epijasius Reiche (30 a) weicht dadurch ab, daß die
Saumbinde beider Flgl breiter und heller ist, daß die Submarginalflecke der Vflgl fehlen oder nur nahe am Vrde
auftreten und. besonders dadurch, daß die blauen Submarginalflecken der Hflgloberseite zu einer breiten, blauen
Querbinde, welche sich vom Aiuilwinkel bis zur Rippe 5, 6 oder 7 ausdehnt, zusammengeflossen sind. — Rp unten
grünlichweiß, oben lebhaft grün mit zwei gerundeten, augenähnlichen Rückenflecken (der Glieder 6 und 8),
und einer feinen gelblichen SeitenUnie. Avelche am ^^erten Glied.e anfängt und die dunklere Oberseite von der
helleren Unterseite trennt: die vier langen Kopfhörner an der Spitze rötlich; der Kojjf mit gelber Seitenlinie.
maculatus. Kommt an der Südseite der Sahara von Senegambien bis zum Nil, in Unyoro undAbj'ssinien vor. — ab. macu-
latus Suff, hat wie jasius sieben gelbbraune Submarginalflecke der Vflgloberseite. stimmt aber sonst ganz
mit epijasius überein. Von der Insel Konakry an der Küste Senegambiens.
Ch. brutus. Beide Flgl oben schwarz oder schwarzbraun mit einer gemeinsamen weißen oder weil.i-
gelben Discalbinde, welche auf den Vflgln gegen den Vrd in Flecke aufgelöst ist. Saumflecke fehlen; die Hflgl
haben aber vor dem Saume 2 — 4 kleine blaue Flecke, 2 im Felde 1 c und je einen in 2 und 3. Die Unterseite
hat eine zusammenhängende weiße Discalbinde; die Grundfarbe des Wurzelteils ist rotbraun mit den für die
frruppe eigentümlichen sch\\arzen. weiß umzogenen Zeichnungen, die scharf hervortreten; der Saumteil ist
nächst der Discalbinde braungelh und. ist dann mit großen, dreieckigen, schwarzen, nach außen bleigrau begrenz-
hnihi.i. ten Flecken geziert. Die Hflgl auch an der Rippe 3 deutlich aber kurz geschwänzt. — brutus Cr. (30 a). Die Dis-
calbinde der Oberseite rein weiß, nicht oder nur undeutlich blau gesäumt, auf den X'flgln auch im Felde 7 mit
nataleimix. einem Flecke und im Felde 1 b 3 — 9 mm breit. Sierra Leone bis zum Niger. — natalensis tStgr. weicht nur dadurch
ab, daß die Discalbinde deutlich blau gesäunil ist und die kleinen Saumflecken etwas deutlicher als bei der Haupt-
angustus. foi ni sind. Ostafrika von Natal bis Kiiiinaiidjaro. — • angustus Rothscli. (30 a) hat eiiu' viel schmäli-rc im Felde
1 I) der \'flgl nur 2,.') — 4 mm breite Discalbinde und scbr kleine oder ganz verschwuiulene Saumfl(>ckc der Vflgl.
and-ira. Alt Calabar bis Angola. — Bei aiidara Wind von Madagaskar ist die Mittelbinde beim (J etwa so breit wie bei
der Hauptform, aber breit blau gesäumt und olnie helle Flecke in den Feldern 6 und 7 der Vflgl. Beim 5 sind
dagegen die Flecke der Felder 3 — -7 der Vflgl vergrößert, orangegelb und in den Feldern 6 und 7 in je zwei
iunius. Flecke geteilt. — • junius Oberth. zeichnet sich dadurch aus, daß die Discalbinde der Oberseite hellgelb und im
sonialicus. Felde 1 b der Vflgl 6 — 7 mm breit ist. Abyssinien. — somalicus Rofhsch. weicht von jimius nur durch etwas
schmälere Mittelbinde beider Flgl ab. Somaliland.
anxorgei. Ch. ansorgel Rothsch. ist mit der vorigen Art nahe verwandt, weicht aber dadurch ab, daß der \\'urzel-
teil der Vflgloberseite kastanienbraun und nicht schwarz ist; die Discalbinde der Hflgl ist bläulich weiß. (J :
Discalbinde der Vflgl ockergelb, bis zur Rippe 4 zusammenhängend, und dann in Flecke aufgelöst, von denen
je einer in den Feldern 4 und 7 und je zwei in 5 und 6; auf der Innenseite der Discalbinde bildet die Grundfarbe
schwarze Flecke in den Feldern 2 — ß; kleine helle Saumpunkte: die Hflgl mit orangegelben Submarginalflecken
in den Feldern 2 — 7 und 2 blaue Flecke in 1 c ; das Schwänzchen an der Rippe 4 etwas kürzer als das an der Rippe
2. — Das 9 ist größer als das ^ und hat eine weiße nur am Vrde etwas gelbliche Mittelbinde der Vflgl: die
Schwänze der Hflgl sind länger als beim (J imd der vordere länger als der hintere. Eine seltene bisher
nur in Britisch Ost-Afrika im Nandi-Land und im Kikuyu-W^alde angetroffene Art.
Ch. castor hat wie brutus eine tief schwarze Grundfarbe der Oberseite ; die Mittelbinde ist hell ockergelb,
CHARAXES. Von Dr. C. AuRnuxrus. 127
auf den Vf Igln vorne doppelt, indem sie in den Feldern 2 — 6 aus zwei mehr oder weniger vollständig getrenn-
ten Flecken gebildet ist, und auf den Hflgbi kiu-z und dreieckig, höchstens die Rippe 3 erreichend. Auf der Unter-
seite sind die weiß umzogenen Zeichnungen des Wurzelteiles tief schwarz. — castor Cr. (30 a) hat eine hell castor.
orangegelbe Mittelbinde und keine oder sehr kleine helle Saumflecke der Vflgl ; die Grundfarbe der Unterseite
ist im AVurzelteil rotbraun oder rein schwarz (= ab. godarti Jm;u'. 30 b). Senegambien bis Congo und Uganda crodar/t.
— flavifasciatus 5//?-. ist die ostafrikanische Rasse, welche von der Delagoa-Bay und Xyassa-Land bis zum So- flavifascia-
mali-Land vorkommt und nur durch hellere Mittelbinde und deutlichere Saumflecke der Vflgloberseite abweicht ; '"*'•
auch bei dieser Form i.st die Grmidfarbe im Wurzelteil der Unterseite bald rotbraun bald rein schwarz (= ab
reimeri Rothsch.). — comoranus Rothsch. stimmt hinsichtlich der Farbe der Discalbinde der Oberseite mit der reimcrt.
westafrikanischen Form überein, weicht aber von allen Festlands-Formen dadurch ab, daß die auf den Vtlgln f^omnranus.
gelbe, und auf den Hflgln rotbraune Querbinde, welche die sveiße Discalbinde der Flglunterseite nach außen
begrenzt, in Flecken aufgelöst ist. Insel Groß-Comoro.
Ch. pelias hat fast dieselbe Zeichnungen wie castor, ist aber kleiner und viel heller, indem der Wurzel-
teil der Oberseite dunkel rotbrami ist und die hellumzogenen Zeichnungen der Unterseite grau gekernt sind:
die Discalbinde der Oberseite ist orangegelb und die orangegelben Saumflecken der Vflgl sind groß und deutlich.
Die Discalbinde der Unterseite ist weiß und nach außen auf den Vflgln von dreieckigen, orangegelben, auf den
Hflgln von tief rotbraunen Flecken begrenzt ; die Grundfarbe im Wurzelteil der Unterseite ist lotbraun. — -
pelias Cr. (30 b). Die schwarzen Flecke, welche die Discalbinde der Vflgl-Oberseite in den Feldern 2 — 7 zieren, pelias.
sind so groß oder größer als die von ihnen abgetremiten orangegelben dreieckigen Flecke; die schwarze Saum-
linie der Hf Igl sehr dick ; auf der Unterseite der Hflgl sind die rotbraunen Flecke an der Außenseite der weißen
Discalbinde sehr klein, viel schmäler als die Binde. Kapland, in den gebirgigen westlichen Teilen. Die Rp
wahrscheinlich an Protea grandiflora, dem , .Wagenboom". — Bei saturnus Btlr. (30 b) sind die schwarzen mtumus.
Flecke in der Discalbmde der Vflgl kleiner als die von ihnen nach innen begi'enzten orangegelben Flecken ; die
schwarze Saumlinie der Hflgl xieX dünner als bei der Hauptform ; auf der Unterseite der Hflgl sind die rotbrau-
nen Flecke groß und wenigstens so breit als die Binde; die Saumflecke der Oberseite sind bald wenig größer
als die der Haupt form, bald wie bei dem abgebildeten Stücke sehr groß (ab. laticinctus Btlr.). Von Natal bis Congo latiductus.
und Britisch Ost-Afrika. — ab. brunnescens Rothsch. hat der Wurzelteil der Oberseite braunschwarz, die Discal- hrunnes-
binde dunkler orangegelb als bei saturnus und die Saumflecke klein und braun. Nord- Angola. ''^^•
Ch. hansali FMr. kommt in der Zeichnung der vorigen Art recht nahe, hat aber eine breite bis zum Irde hansali.
der Hflgl ausgedehnte hellgelbe Discalbinde und einen dunkleren schwarzbraunen Wurzelteil der Oberseite;
die äußeren gelben Flecke der Felder 3 — 7 der Vflgl sind klein und von der Binde völhg getrennt; die gelben
Flecke am Saume der Hflgl sind strichförmig und durch die dicke schwarze Saumlinie vom Saume völlig getrennt ;
die Schwänze sind länger als bei pelias; die hell umzogenen Flecke im Wurzelteil der Unterseite siiid wie
bei pelias grau gekernt. Abyssinien und benachbarte Teile des Somali-Landes. — baringana Rothsch. weicht nur baringana.
durch schmälere Discalbinde der Oberseite und freie rotbraune Flecke an der Außenseite der Mittelbinde der
Hflghmterseite von der Hauptform ab. Am Baringo-See in Britisch Ost-Afrika.
Die folgenden sechs Arten sind dadurch ausgezeichnet, daß die weißen Zeichnungen der Unterseite melu- oder
weniger silberglänzend sind. Die ißttelbinde der Hflgl ist ziemlich gleich breit und erreicht den Ird. Der Wurzelteil der
Oberseite ist rotbraun und gewöhnlich nicht oder nur wenig dunkler als die Discalbinde, welche darum wurzelwärts wenig
scharf begrenzt ist.
Ch. pollux Cr. (30b). Die Discalbinde der Oberseite ist dunkel orangegelb; die Schwänzchen der Hflgl pollu.r.
nur 3 — 4 mm lang; die Hflgl oben mit einer 9 — 10 mm breiten, tief schwarzen, ungefleckten Saumbinde; die
Vflgl mit kleinen, braunen Saumflecken. Auf der Unterseite sind die schwarzen, weiß umzogenen Flecke fast
ebenso zahlreich wie bei den vorhergehenden Arten und auf den Hflgln kommen 3 im Felde 8 und zwei im
Felde 7 vor. Sierra Leone bis Angola und Uganda. — geminus Rothsch. weicht dadurch ab, daß die Hflgl geminus.
oben kleine braune Saumflecke haben, wenigstens in den Feldern 4 — 6. Manica-Land. Nyassa-Land. Kilimand-
jaro.
Ch. phoebus Btlr. (30 c) kommt der vorigen Art nahe, unterscheidet sich aber sofort dadurch, daß phoebus.
Iieide Flgl oben gi-oße. vereinigte oder nur durch die schwarzen Rippen getrennte Saumflecke haben; die Mittel-
binde ist sehr breit und beim $ in den Hf Ighi und am Hrd der Vflgl weiß oder weißhch ; auf der Unterseite ist
die Grundfarbe des Wurzelteils matt graubraun, nicht lebhaft rotbraun wie bei pollux. Abyssinien.
Ch. phraortesZ»6/. ist den beiden vorigen Arten ähnlich, hat aber viel längere, 8 — 9 mm lange Schwänze phrmrics.
der Hflgl; der Wurzelteil der Oberseite ist hell rotbraun und nur wenig dunkler als die breite orangebraune
Mittelbinde; die Mittelzelle der Vflgl mit zwei großen schwarzen Flecken und che Mittelbinde mit großen schwar-
zen Flecken in 2 — 4; die Hflgl oben am Saume mit oiangegelben Querflecken in 2 — 7; die Hilgl wie bei den
vorigen unten mit drei schwarzen weiß umzogenen Querflecken am Vrd im Felde 8; die Grundfarbe des Wurzel-
teilcs lebhaft rotbraun. Madagaskar; selten.
Ch. andranodorus Mab. Diese seltene Art ist eine der prachtvollsten Formen der Gattung Charaxes. andranodo-
Oben stimmt sie sehr nahe mit phraortes überein, indem der Wurzelteil beider Flgl nicht oder kaum dunkler als »•"■'•
128
CHARAXES. Von Dr. C. AuRrviLLius.
die ÄDttelbinde ist; auf den Vflgln ist die Mittelbinde jedoch vom Wuizelteil durch große schwarze Flecke der
Felder 1 b — -6 getrennt ; die Saumflecke der Hflgl sind strichförmig und Nnel kleiner als bei phraorfefi und der Saum
auch an der Rippe 3 deutlich geschwänzt. Unten haben beide Flgl eine rotbraune Grundfarbe inid die weißen
Zeichnungen sind silberglänzend und breiter als geAvöhnlich ; die schwarzen Zeichnungen im Wurzelteil der Hflgl
sind dagegen in der Zahl reduziert, so daß in den Feldern 7 und S nur je ein kleiner schwarzer Querfieck vor-
kommt; in der silbernen Mittelljinde liegen dagegen hinter der Ri))pe 5 mehrere schwarze Flecke. Madagaskar;
sehr selten.
druceanm. Ch, dfuceanus Btlr. (30 e) ist oben den beiden letzterwähnten Arten ähnlich, hat aber einen dunkleren
kastanienbraunen W'urzelteil der Oberseite, wodurch die Mittelbinde nach innen sch.arf begrenzt wird: die Saum-
fiecke beider Flgl sind groß und bilden auf den Hflgln eine zusanunenhängende Binde; die Hflgl sind nicht
an der Rippe 3 geschwänzt; die schwarze Submarginalbinde beider Flgl ist beträchtlich schmäler als bei phraortes
und nndranodoriis. Die Gnnidfarbe der Untei'seite ist rostbraun und die weißen Zeichnungen schön silberglänzend ;
die schwarzen Querzeichnungen im Wurzelteil der Hflgl sind sehr reduziert und nur durch feine Striche vertreten ;
wie bei andranodorus findet sieh in den Feldern 7 und 8 nur je ein schwarzer Fleck oder Querstrich, der bis-
weilen sogar auch fehlen kann; die Mittelbinde der Hflgl ist nach hinten stark verschmälert und einfarbig oder
nur in den Feldern 2 — 4 mit einem schwarzen Strich an der Innenseite. Gongo-Gebiet, Angola, Nyassa-Land,
Zambesi, Transvaal, Natal.
Ch. eudoxus weicht von den vorhergehenden dadurch ab, daß die Mittelbinde der Vflglobcrseite auf
beiden Seiten durch die tief schwarzbraune Gnmdfarbe vollständig begrenzt wird und gegen den Vrd stark
versclimälert aber fast ganz gerade ist. Das Wurzeldrittel beider Flgl ist oben dunkel rotbraun; die rotgelben
Saumflecke sind groß und auf den Hflgln zu einer Saiimbinde vereinigt. Auf der Unterseite der Hflgl ist die
silberweiße Mittelbinde schmal mit gelblichen Flecken längs der Mitte und im Wurzelteil fehlen die schwarzen
eudoxus. Kerne der silbernen Striche und Flecke ganz oder fast ganz. Eine sehr seltene Art. — eudoxus Drury hat die ^littel-
biiid" der Vtlgloberscite ziemlich breit und auch in den Feldern 4 — 7 aus gerundeten Flecken gebildet : aul
der Unterseite ist dieselbe Binde heller als die Grundfarbe und deutlich begrenzt. Pp einfarbig grün, mit gelb-
mechowi. liehen Atemlöohern und orangegelbem Kremaster. Sierra Leone bis Kamerun. — Bei mechowi Rothsch. (30 c
als eudoxus bezeichnet) liegt die Mittelbinde der Vflglobcrseite sehr nahe am Saume luul ist in den Feldern
2 — 6 sehr schmal linienfönnig; auf der Unterseite ist sie, außer am Hrd im Felde 1 a und 1 b rotbraun und
nicht heller als die Grundfarbe. Angola und südhches Congo-Gebiet.
2. Zingha- Gruppe.
Die einzige Art dieser Gruppe weiclit von allen anderen durch die Foriu de;- Hflgl ab. Dieselben sind näinlk-h am
Analwinkol zwLsi-hcii den Rippen 1 b und 2 in einen breiten Lippen ausgezogen, welcher mit einem kurzen, stumpfen S 'liwänz-
chen an der Hipi)e 2 vereinigt ist. Auf diesen Grund hin ist die Art von einigen Autoren als Typus einer be:sonderen Gat-
tung, Monnra Malt., betrachtet worden.
zingha. Ch. zingha Sfoll (32 d). Beide Flgl oben tief schwarz mit einer gemeinsamen rotgelben oder rotbraunen
Querbinde, welche auf den Vflgl dreieckig ist, sich vom Hrd bis zur Rippe 6 erstreckt, am Hrd die Wurzel er-
reicht und im Wurzelteil der Felder 2 und 3 einen gerundeten schwarzen Fleck einschließt ; auf den Hflgln be-
deckt sie den Wurzelteil und dehnt sich saumwärts bis zur Rippe 3 hinaus; der schwarze Saumteil ist mit einigen
rotgelben Saumflecken und einigen weißen Punkten am Analwinkel geziert. Unten sind die Vflgl an der Spitze
und am \'rd schwarzgrau, in der Mittelzelle und hinter der Rippe 3 aber röthch mit 6 gerundeten schwarzen
Punkten in der Zelle, einem schwarzen Fleck im Felde 3, zwei im Wurzelteil des Feldes 2 und einem großen
schwarzen Submarginalfleck im Felde 1 b und einem solchen kleineren Fleck im Felde 2. Die Hflgl sind unten
am Vi'd in den FeldeiTi 7 und 8 breit graugelb mit 5 — 6 gerundeten schwarzen Flecken und dann sehr bunt
gefärbt, indem die weißliche oder rotbraune Grundfarbe durch zahlreiche schwarze Querstriche und Queriinien
fast netzförmig in Flecke eingeteilt ist ; der Anallappen ist am Saume gelb gefärbt. Das $ ist größer und heller
als das (J, weicht aber sonst nur wenig ab. Sierra Leone bis Congo.
3. Etesipe- Gruppe.
Durch den hellen und ganz uid)ezeichneten Vrd der Hflglunterseite sind die Arten dieser Gruppe leicht kenntlich.
Der Saum der Hflgl bildet an der Ripi>e 5 einen deutlichen Absatz oder Einschnitt und die Hflgl haben bei beiden Geschlech-
tern zwei feine und lange Schwänze (an den Rippen 2 und 1). Die Weibchen .sind oben durch Farbe und Zeichnung
• den Männchen ganz unähnlich. Die besonders in den Mittelzellen und in den Feldern 2 und 3 der Vflgl und 0 und 7
der Hflgl kräftig entwickelten Querzeichnungen der Unterseite sind rotbraun mit oder ohne schwarze Begrenzung.
Ch. etesipe. Die Querbinde der Hflgloberseite ist beim 3* blau und liegt außerhalb der Flglmitte, beim
ctcslpe. $ ist sie wenigstens zum Teil Aveiß und liegt etwa in der Mitte. — etesipe Godt. ^i (30 c). Die Querbinde der
Vflgl ist schmal, ganz in Flecke aufgelöst, von denen nur die in den Feldern 1 a, 1 b und 2 blau, die übrigen aber
weiß sind, und liegt nahe am Saume ; weiße Flecke finden sich auch im Wurzelteil der Felder 2 — 6 und an der
Spitze der Mittelzelle; die Mittelbinde der Hflgloberseite ist nur 2 — 3 mm breit und auch in Flecke aufgelöst.
$. Die Querbinde der Oberseite ist breit und weiß und die Zeichnungen am Saume der Hflgl undeuthch. Sierra
Ausgegeben 20. XI. 1911. CHARAXES. Von Dr. C. AuRn'iLLius. 129
Leone bis Angola und Unyoro. — abyssinicus Bothsch. weicht von der Hauptform dadurch ab, daß die blaue abyssinicus.
Querbinde der Hflgl beim q zusammenhängend und etwa 5 mm breit ist : die blauen Flecke in den Feldern
1 a und 1 b der Vflgloberseite sind auch größer als bei etesipe; das $ ist unbekannt. Abyssinien. — tavetensis iavcicnsis.
Bothsch. (30 d $) ^. Die blaue Querbinde der Hflgloberseite ist nach hinten zusammenhängend und sehr breit
(im Felde 2 7 — 8 mm breit) nach vorn aber stark verechmälert und in Flecke aufgelöst; die blauen Flecke
der Felder 1 a inid 1 b der Vflgl sind größer als bei etesipe, aber kleiner als bei abysshiicvs. Das 2 ist dem 2 der
typischen etesipe sehr älinlich. aber etwas kleiner und mit deutlicheren Zeichnimgen am Saume der Hflglober-
seite. Ost-Afrika vom Xyassa-Land bis Taveta in Britisch Ost-Afrika. — cacuthis Heic. Beim q ist die blaue Quer- cacuiMs.
binde zusammenliängend und etMa 8mm breit, nach vorn nicht verschmälert; die blauen Flecke dfr Felder la
und 1 b der Vflgl sind etwa 6 mm breit und miteinander zu einer Binde vereinigt. Das ? ist dadurch ausge-
zeichnet, daß die breite Mittelbinde der Oberseite auf den Hflgln und bis zur Rippe 2 oder 3 der Vflgl weiß
ist, dann aber bis zum Vrd der ^'flgl orangegelb wird. ^Madagaskar.
Ch. penricei Bothsch. q : Die Unterseite ist fast wie bei der vorigen Art gezeichnet; oben aber liegt penricei.
die Querbinde ^^■ie beim 2 von etesipe beinahe in der Mitte der Hflgl und weiter vom Saume der Vflgl als beim
etesipe-Q ; sie ist weiß oder bläulichweiß und von der Rippe 2 der Hflgl bis zur Rippe 2 der Vflgl breit und zusam-
menhängend, dann in kleine Flecke aufgelöst, von denen je zwei in den Feldern 2, 3 und 6 mid je einer in den
Feldern 4. 5. 7 und in der Mittelzelle liegen: die Grundfarbe der Oberseite ist bläulichschwarz. Das 2 ist
unbekannt. Diese seltene Art ist bisher nur in Angola gefunden. — peculiaris Lathy weicht von der Hauptform pecuUaris.
nur dadurch ab, daß deren bläuhche Farbe hier durch grünliche vertreten ist. Rhodesia.
Ch. achaemeneSjFWr. Die Flgl beim (J oben schwarz, an der Wurzel schwarzgrau mit einer gemeinsamen ocÄacmcnc.«,
weißen Querbinde, welche auf den Vflgln etwa in der Mitte, auf den Hflgln etwas vor der Mitte Hegt imd darum
dort die Wurzel des Feldes 3 nicht bedeckt ; die Mittelbinde bildet auf den Vflgln je einen viereckigen
Fleck in den Feldern 1 a^ — 3 und 7 und in den Feldern 4 — 6 je ZM-ei breit getrennte Flecke, auf den Hflgln
hört sie an der Rippe zwei auf. Die Vflgl haben kleine gerundete Saumflecke an den Enden der Zwischenader-
falten und die Hflgl weißliche, mehr oder weniger blau überzogene Saumstriche in den Feldern Ic — 5 und ähnliche
Submarginalstriche in den Feldern 1 c — 7. Die Unterseite ist fast ^^•ie bei etesipe gezeichnet, hat aber eine hellere
Grundfarbe, feinere Querstriche und eine ziemhch scharf begrenzte, weißliche Mittelbinde. Das 2 weicht dadurch
ab, daß der Wurzelteil der Oberseite gelbbraun und die Mittelbinde hell orangegelb ist; die Saumflecke der
Vflgloberseite sind größer, strichförinig und rotgelb, die Saum- und Submarginalflecke der Hflgl sind größer
und die Saumflecke auch in den Feldern 6 und 7 deuthch aber dort rotgelb. Oben erinnert das $ sehr an Ch.
saturnus(SO b) und an das $ von Ch. gvderinnn, unten aber sind diese Arten ganz verschieden gezeichnet. Deutsch-
Südwest-Afrika, Natal bis Abyssinien und von dort an der Südseite der Sahara bis Senegambien: fehlt aber
in der westafrikanischen Subregion. — ab. fasciatus Suff, weicht nur durch die viel größeren Submarginalflecke fasdalus.
der Hflgloberseite ab. Mhonda in Deutsch-Ost-Afrika.
4. Cynthia - Gruppe.
Diese kleine Gruppe unterscheidet sich vun allen anderen dadurch, daß die Querzeichnungen in der MittelzcUe der
\flglunterseite rostbraun oder rotbraun gefärbt sind. Die Hflgl haben oben eine breite zusammenhängende orangegelbe oder
rotgelbe Saumbinde. Die Schwänze der Hflgl sind bei der ersten Art kurz oder sogar zahnförniig, bei den anderen von
gewöhnlicher Länge.
[.^f- ■ Ch. protoclea Feisth . ( 33 d). Das (J hat die Vflgl oben einfarbig, schwarz nur in den Feldern 1 a— 2 mit orange- proloclea.
gelben Saumllecken oder mit orangegelber Saumbinde ; die Hflgl oben auch tief schwarz aber mit sehr breiter,
an der Rippe 3 10 mm breiter orangegelber Saumbinde, welche gewöhnlich im Felde 1 c und 6 einen schwarzen
Punkt einschheßt; die Unterseite beider Flgl dunkel umbrabraun mit rostbraunen, nur im Felde 1 c der Vflgl
schwarzen Zeichnungen; der Vrd der Vflgl nicht heller als die Grundfarbe. Das $ ist dem S ganz
unähnlicli und hat auf beiden Seiten eine sehr breite weiße Mittelbinde, welche in den Feldern 3 — 7 der Vflgl
mehr oder weniger vollständig in Flecke aufgelöst ist ; die Grundfarbe ist oben schwärzlich, unten heller grau-
braun als beim rj ; die Vflgl oben v.ie beim ^ nur in den Feldern 1 a— 2 mit orangegelben Saumflecken ; die
gelbe Saumbinde der Hflgloberseite nur 3 mm breit. Senegambien bis Angola. — nothodes Jord. verbindet nothodes.
die Hauptform mit azota, indem die Saumflecke der Vflgl besser entwickelt sind als bei jener, aber weniger
als bei azota und die Submarginalflecke nicht so vollständig auftreten, wie bei azota. Tanganjika. — azota azota.
Hew. (33 d) ist als die östhche Rasse zu betrachten. Das $ weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl oben eine bis zur
Spitze ausgedelmte orangegelbe Saumbinde und vor derselben eine Querreihe von orangegelben Submarginal-
flecken, welche mehr oder weniger mit den Saumflecken zusammenfheßen, haben. — Das $ hat eine noch breitere
weiße Mittelbinde der Oberseite, welche auf denVflghi in den Feldern 2—7 in zwei Fleckenreihen aufgelöst ist, von
denen die äußere aus großen orangegelben Flecken gebildet ist ; die orangegelbe Saumbinde der Vflgloberseite ist
wie beim ^ vollständig. In Ost-Afrika von der Delagoa-Bay bis Nj^assa-Land und Britisch-Ost-Afrika verbreitet.
— ab. S nyasana Btlr. weicht nur dadurch ab, daß die Saum- und Submarginalflecke der Vflgloberseite bis zur nyasana.
Rippe 5 miteinander vereinigt sind, einen schwarzen Fleck einschließend ; bei der gewöhnlichen Form sind
diese Flecke schon im Felde 4 von einander getrennt. Nyassa-Land.
XIII 17
130 CHARAXES. Von Dr. C. Aurivillius.
Die Jjeiden füllenden Arten weichen recht erheblich von den vorhergehenden al) und sind da<lui'ili ausgezeichnet, daß
die \'flf;l unten am \'rd bis zmu Ende der ^littt-lzflle weiß oder silhorfclänzfn<l sind, sowie datlurch, daß die TTflgl unten
eine fast g<"ra<le, silberne, mir 2 — 3 mm breite Mittelbinde haben. Die Querzeiihnungen der Unterseite sind wie bei den übri-
gen Arten die.ser Gruppe rötlich und nur im Felde 1 b der Vflgl schwarz. Die Wurzel beider Flgl oben mehr oder weniger breit
rotgelb oder rivtl)raun. Die Weibchen mit hellgelber Mittelbinde. Die Htigl mit zwei, gut entwickelten Schwänzen.
houeli. Ch. boueti ist durch das starke Zurücktreten der schwarzen Zeichnungen der Oberseite ausgezeichnet.
Beim ^ ist der Wurzeiteil der Vflgloberseite nur durch eine Reihe freier schwarzer Flecke von der breiten
gleichgefärbten Mittelbinde getrennt und die Saumflecke auch nur durch eine fast gerade Reihe von dicken
bogenförmigen schwarzen Flecken von der ■Mittelbinde getrennt. In den Feldern 3 — 7 der Vflgl ist die Mittel-
binde durch schwarze Flecke in zwei Zweige geteilt. — Bei houet'i Fe isth. sind beim ^^ die letztgenannten Flecke,
welche die ^littelbinde in den Feldern 3—7 teilen, mit emander zu einer Binde vereinigt ; die Querstriche im Wurzel-
teil des Feldes 2 der Vflglunterseite sind schwarz ; das $ ist unbekannt. In Senegambien und im Inneren von
lasti Sierra Leone. — • lasti Smil/i. (2 31 a. als boneti bczeiclinet). o : Die schwarzen Flecke der Vflgloberseite, welche
die Mittelbinde teilen, sind frei oder fast frei; die Hflgl oben fast einfai'big rotgelb nur vor dem Saume mit
einer Reihe schwarzer Submarginalflecke. ^ hat eine weißge'lbe Mittelbinde, welche auf den Vflgln schon
vom Felde 2 an in zwei Aeste, von denen die innere aus sehr unregelmäßigen Flecken besteht, geteilt ist; der
Saumteil der Vflgl ist schwarz mit kleinen rotgelben Saumflecken; der Wurzelteil beider Flgl gelbbraun; die
Hflgl vor dem rotgelben Saume mit breiter schwarzer Submarginalbinde. Manica-Land bisMombasa in Britisch
rectans. Ost-Afrika. — Bei rectans Roth seh. u. Jord. sind beim ,^ die Saumflecke der Vflgl größer und Savmibinde der Hflgl
schmäler als bei der Hauptform. Vflgl unten hinter der Mitte mit einer silbernen Querbinde. Abyssinien.
cynthia. Ch. cynthia Btlr. (31a 9). Das (J ist oben dem S von lucretius (30 d) zum Verwechseln ähnUch und weicht
hauptsächlich nur durch kleinere rotgelbe Saumflecke der Vflgl und breitere rotgelbe Saumbinde der Hflgl ab,
unten stimmt es aber fast völlig luit boueti überein und weicht demnach sehr von lucretius ab. — Das $
ist auf beiden Seiten dem $ von boueti ähnlich und weicht oben durch dunkleren schwarzbraunen Wurzelteil
beider Flgl, durch mehr lebhaft gelbe, in den Feldern 3 — 7 der Vflgl rotgelb gefärbte Mittelbinde und größere
Saumflecke ab. Sierra Leone bis Angola und L^nyoro.
5. Lucretius - Gruppe.
Die Mittelzelle der \'flgl unten mit drei ungeteilten, schwarzen, weißumrandeten, oder ganz weißen Querstrichen.
Die Flgl oben schwarz mit rotgen)en Zeichnungen, bei der letzten ^Vrt im Wurzelteil milchweiß, oder beim 5 schwärzlich mit ge-
meinsamer weißer Mittelbinde und rotlirauner Vrds«-T.irzel der Vflgl.
lucretius. Ch. luctetius Cr. ^. (30 d). Flgl oben schwarz mit schwachem bläulichem Schiller; Vflgl in der Mittel-
zelle und am Vrd rostbraun, hinter der Mitte mit einer fast geraden Reihe von 8 großen rotgelben Flecken und
mit ähnlichen aber kleineren Saumflecken: Hflgl hinter der Mitte mit rotgelber, nach hinten schmälerer Discal-
bindc und mit breiter rotgelber Saumbinde; die Unterseite rotbraun mit schwarzen Querstrichen im Wurzel-
teil. Beim $ sind beide Flgl oben rauchschwarz mit gemeinsamer Aveißlicher Discalbinde, welche wie beim ^
liegt aber viel schmäler ist; die Saumflecke der Vflgl sehr klein oder undeutlich; die Saumbinde der Hflgl viel
schniäler als beim q und weißlich mit orangcgelbem Anflug; die Wurzel des Vrds der Vflgl nur sehr schmal
rotbraun; die Unterseite heller als beim q und mit weißlicher Discalbinde, welche breiter als auf der Oberseite
ist. In der westafrikanisehen Waldregion von Sierra Leone bis Angola und Uganda, weit verbreitet und recht
häufig.
odysseus. Ch. odysseus Stgr. (30 d). Von dieser seltenen Art ist nur das $ bekannt. Es erinnert etwas an das
9 von lucretius ist aber kleiner, hat kurze und stumpfe Schwänze der Hflgl und statt der hellen Saumliinde
der Hflgl eine Reihe von 6 weißen Submarginalflecken in den Feldern 2 — 7. Die Flgl sind oben dunkel umbra-
braun an der Wurzel der Vflgl etwas heller und haben hinter der Mitte eine schmale weißhche Discalbinde,
welclie mehr oder weniger in Flecke aufgelöst ist imd in den Feldern 5 und 6 der Hflgl je zwei Flecke bildet;
im Wurzeiteil der Felder 3 — (i der Vflgl liegen auch kleine helle Flecke; Vflgl am Saume mit hellen Flecken
in den Feldern 1 b — ^3. Gehört zu den vielen für die Insel St. Thome eigentümlichen Arten.
lacielinclus. Ch. lactetinctus Karsch (30 d). Beide Flgl oben an der Wurzel breit milchweiß überzogen; die Vflgl
dann schwarz nnt orangegelber, am Vrd gespaltener, am Hrd aber in den Feldern 1 a und 1 b undeutlicher
Discalbinde und mit orangegelben Saumflecken ; die Hflgl in der fSaumhälfte schwarz mit schmaler orangegelber
Saumbinde und blauen Flecken vor derselben; Rücken und Hlb oben milchweiß. Beide Flgl unten dunkel
violettbraun; die Mittelzelle der Vflgl mit z^^-ei Querstrichen, von denen der erste und zweite schwarz und weiß-
geringelt sind, der dritte aber ganz weiß ist. Eine seltene nur im Togo-Hinterlande und Adamaua beobachtete Art.
6. Tiridates- Gruppe.
Die Vflgl vuiteii im Felde 1 b nahe am üinterwinkel nüt zwei großen, mehr oder weniger miteinander vereinigten,
.schwarzen, nach innen durch einen dicken, gelben Bogenfleck begrenzten Flecken. Die ^Mittelzelle der Vflgl unten mit drei
schwarzen, weiBunu'andeten QuerfUu'ken, von denen der zweite bisweilen in ungleich große Flecke aufgelöst ist. Die Flgl oben
schwarz mit blauen Zeichnungen und liei den Weibchen mit weißer Querliinde der 'V'flgl: die Grundfarbe l)isweilen beim $ oliven-
grau. Die Hippcui sind braun und die Hflgl imten am Xvdf niit Querzeichnungen im Felde iS. Die Hflgl bei beiden Geschlech-
tern mit zwei Schwänzen, welche jedoch bisweilen sehr kurz, zahnförmig sind.
CHARAXES. Von Dr. C. Auri\illiüS. 131
Ch. bohemanni FUr. (33 a). Beide Flgl oben im Wurzelteil glänzend blau ; die blaue Farbe erreicht boÄeman«?.
auf den Vflgln die Wurzel der Rippe 3, ist nach außen gerade aber schräg abgeschnitten und dehnt sich am Hrd
weit über die Mitte hinaus; vor der Spitze der Yflgl zwei weiße Subapicalf lecke ; der schwarze Spitzenteil ist
sonst beim S einfarbig schwarz, hat aber beim $ eine breite weiße Querbinde, welche dicht außerhalb der blauen
Farbe liegt und sich vom Vrd bis zur Rippe 1 erstreckt. Auf den Hflgln sind der Vrd und der Außenrd breit
schwarz, der letztere mit einer feinen blauen, beim 9 teilweise weißlichen Saumlinie und blauen Submarginal-
punkten; der Ird bis zur Rippe 2 gi-au. Die Untei-seite ist grau bis braungrau mit schAvarzen, weiß gesäumten
Querstrichen, die auf den Hflgln keine zusammenhängende Linie bilden. Deutsch-Südwest-Afrika bis Congo
und nach Osten bis zum Massai-Land.
Ch. smaragdalis Btlr. Beide Flgl oben an der Wurzel bis zur Spitze der Mittelzelle scliwarz mit grün- smaragda-
lichem oder bläulichem Schiller, dann folgt beim cJ eine etwa 10 mm breite blaue Halbbinde zwischen dem Hrd '^*-
luid der Rippe 2 oder 3 und in jedem der Felder 3 — 7 zwei sehr breit getrennte Flecke, welche alle außer
den äußeren in den Feldern 6 und 7 blau sind: beim $ findet sich ui der Mitte eine 7 mm breite weiße Querbinde,
welche vom Vrd scliief gegen den Hinterwinkel gerichtet ist und die Rippe 1 erreicht ; die äußere mit dem Saume
fast gleichlaufende Fleckenreihe des ^ tritt auch beim $ fast unverändert auf. Die Hflgl haben hinter der Spitze
der Zelle eine 12(,;J) — ^15($) mm breite blaue Querbinde und sind am Saume schwarz mit blauweißen Submar-
ginalflecken und eine ähnliche Saumlinie. Die Unterseite ist dunkel graubraun und fast wie bei hohemanni
gezeichnet. Niger bis Angola und Uganda. — butleri Rothsch. (31 a; irrtümlich als smaragdalis bezeichnet), huilerl.
Die blaue Querbinde der Hflgloberseite ist schmäler und überall völlig von der blauen Saumlinie getrennt.
Sierra Leone bis zur Goldküste.
Ch. monteiri SUjr. (33 a). Das o ist oben dem von smaragdalis sehr ähnlich und weicht nur dadurch monteiri.
ab, daß die äußeren blauen Flecke der Felder 2 — 7 der Vflgl viel größer und pfeilförmig sind und die Querbinde
der Hflgl nach vorn schmäler und nach hinten völlig mit der Saumlinie vereinigt ist. Die Vflgl unten an der
Wurzel und vor dem Saume hell graublau. — Beim $ sind die Vflgl oben schwarzbraun mit breiter weißer Quer-
binde und zwei weißen Subapicalf lecken ; die Hflgl oben umbrabraun gegen den Saum etwas heller und mit 8
großen, eckigen, blau gekernten, schwarzen Submarginalf lecken und einer schwarzen, zwischen den Rippen
verdickten Saumlinie. Nur auf der Insel St. Thome vorkommend.
Ch. pythodoris. Saum der Hflgl gleichförmig abgerundet ohne Schwanzanhänge, aber an den Rippen-
enden kurz gezackt. Hlb oben weiß. Beide Flgl oben scliwarz (nur die Vflgl an der Wurzel des Vrds bi'äunlich)
mit breiter blauer und weißer Querbinde, welche auf den Hflgln die Wurzel fast erreicht, nach außen aber un-
regelmäßig gezackt ist und die Zellenspitze nur wenig überragt. Die Querbinde der Vflgl ist der des sma-
ragdalis-^ ähnlich, fängt aber an der Mitte des Hrds an, bildet in 1 a und 1 b große Flecke und ist dann in den
Feldern 2 — 7 in je zwei Flecke aufgelöst, von denen die äußeren blau und die inneren fast weiß sind; der innere
Fleck des Feldes 4 liegt viel näher an der Wurzel als die übrigen; Vflgl ohne Saumflecke; Hflgl mit einer Reihe
kleiner weißer oder bläulichen Submarginalpunkten, ihre Saumflecke aber undeutlich oder fehlend. Die Unter-
seite fast eintönig gelbbraun mit feinen schwarzen Querstrichen. — pythodoris //e^i'. hat die schwarze Saumbinde pythodoris.
der Hflgloberseite schmäler, an der Rippe 6 etwa 10 mm breit ; die blaue Querbinde der Vflgl in den Feldern 1 a
und 1 b stets ungeteilt. Angola und südliche Teile des Congogebietes. — Bei nesaea Smith ist die schwarze
Saumbinde der Hflgloberseite breiter, an der Rippe 6 etwa 14 mm breit; der blaue Fleck im Felde 1 b der Vflgl
gewöhnhch mehr oder weniger in zwei Flecke geteilt. Deutsch und Britisch Ost- Afrika. — Beide Formen
sind sehr selten.
Ch. nandina Rothsch. ^ : Vflgl oben schwarz hinter der Mitte des Hrds mit einem länglichen blauen nandina.
Fleck in 1 a, 2 — 4 blauen Flecken in 1 b und dann mit zwei unregelmäßig gebogenen Querreihen von weißen
oder bläulich weißen Flecken, von denen die innere aus vier Flecken in den Feldern 2 — 5 und die äußere aus
6 Flecken in den Feldern 2 — 7 besteht; kleine gelbhche Saumflecke. Die Hflgl oben zwischen den
Rippen 2 und 7 mit einer nach hinten zugespitzten, in der Mitte etwa 5 mm breiten, scharf begrenzten blauen
Mittelbinde, an die sich ein weißlicher Fleck im Felde 7 anschUeßt ; hinter der Mitte verlauft eine S-förmig ge-
bogene Reihe von 6 kleinen blauen Flecken und nahe am Saume eine Bogenreihe von 6 — 7 bläuUchen Punkten ;
die Saummöndchen selbst sind gelblich; die Schwänze gut entwickelt, etwa 5 mm lang. Die Unterseite stimmt
fast genau mit derjenigen von cithaeron überein. — • Das $ ist dem $ von xiphares sehr ähnlich, weicht aber
durch eine Querreihe von 8 weißen Flecken hinter der Mitte der Vflgloberseite und durch kleineren ocker-
gelben Mittelfleck der Hflgl ab. Britisch Ost-Afrika im Kiku.yu- Gebiet ; selten.
Ch. xiphares Cr. (31 c) ^ : Die Vflgl fast ganz wie bei nandina gezeichnet, die Flecke aber mit Ausnahme xiphares.
der zwei vordersten der äußeren Reihe blau ; der Wurzelteil ist blauschillernd, aber gewöhnhch nicht so deuthch
wie in der Figur. Die blaue Mittelbinde der Hflgl liegt weiter saumwärts, ist breiter und auf der Außenseite
an den Rippen tief eingeschnitten oder sogar fast in Flecke aufgelöst; kleine blaue Submarginalpunkte und blaue
oder gelbhche Saumflecke. — Das 9 Aveicht sehr vom ^ ab; die Vflgl sind braunschwarz ohne blaue Zeichnungen,
aber mit vier weißen Discalflecken (in der Mitte des Feldes 2, vor der Mitte von 3 und an der Wurzel von 4 und 5)
132 CHARAXES. Von Dr. C. Attrivillitts.
und 2 oder mehreren weißen Flecken hinter der Älitte; kleine gelblicJie Saumflecke in Feld 1 b und 2. Die Hflgl
oben in der Mitte zwischen den Rippen 2 und 7 mit einer sehr (etwa 15 mm) breiten, ockergelben, nach außen
dunkel gesprenkelten Querbinde, welche die Wurzelhälfte der Felder 2 — 6 bedeckt ; strichförmige blaue 8ub-
marginalflecke und schmale gelbliche Saumstriche. Auf der Unterseite sind die hellen Flecke der Vflgl größer
und die Hflgl haben in der Mitte eine unregelmäßig nach innen begrenzte gelblich weiße Mittelbinde; das $ ist
viel größer als das ^. Kapland, Kaffcrn-Land, Natal und Transvaal. — Rp grün mit zwei weißlichen, rot ge-
kernten und schwarz umzogenen Rückenflecken, der größere auf Glied 6 und der kleinere auf Güed 8.
ciihaeron. Q\f^ clthaeron Fldr. (31 b) ^: Vflgl oben schwarz mit zwei Querreihen blauer Flecke; die innere Reihe
in der Mitte aus (i Flecken (2 in Feld 1 b und je einer in 2 — ö). die äußere aus 8 Flecken, von denen die vor-
dersten in 6 und 7 weiß sind; ein länglicher blauer Fleck in 1 a hinter der Mtte. Die Hflgl oben hinter der
Mitte mit einer breiten, hinten weißlichen, nach vom blauen Querbinde, mit blauen Submarginalflecken und
weißlichen Saumstrichen. Die Unterseite im Wurzelteil mit unregelmäßig angeordneten, schwarzen, weiß
gesäumten Querstrichen. — Das $ hat oben eine breite, gebogene, nach innen scharf begrenzte weiße Querbinde
der Vflgl und eine bläuüch weiße Querbinde der Hflgl und ist dem $ von violetta (31 a) dadurch oben sehr ähnhch.
Ost-Afrika von Natal bis Kenia in Britisch-Ost-Afrika.
violetta. Ch. violetta Smith (31 a). Beide Geschlechter sind oben den entsprechenden Geschlechtern von clthae-
ron fast ganz ähnlich, unterscheiden sich aber dadurch, daß die Hflgl unten in der Mitte eine feine fast gerade
Querlinie haben, welche saumwärts beim (J schmal, beim $ 2 — 3 mm breit weiß gesäumt ist. Delagoa-Bay bis
Nyassa-Land xmd Mombasa. — Rp grün mit sehr kleinen gelblichen Pünktchen bestreut; Kopfhörner bläulich
oder violett; die Rückenflecke grau oder rostfarbig.
numenes. Ch. nunienes //e«/'. (31 c) Sshwänze der Hflgl kurz. Die Hflgl unten etwas hinter der Mitte mit einer zu-
sammenhängenden, feinen, sanft gebogenen, schwarzen, nach außen weiß gesäumten Querlinie fast ganz wie
bei violetta. Dadurch unterscheiden sich diese beiden Arten von allen übrigen der iiVirfa/es- Gruppe. — q: Flgl
oben bläulich schwarz, an der Wurzel schwarzbraun ; Vflgl in der Mitte mit vier kleinen blauen Flecken im
Wurzelteil der Feldf>r 2 — 5 und gewöhnlich auch hinter der Mitte mit einer QueiTeihe blauer Punkte ; Saumflecke
deutlich und ockergelb. Hflgl hinter der Mitte mit einer im Feld 6 eingebogenen Reihe blauer Punkte; mit
kleinen weißlichen Submarginalflecken und feinen weißlichen Saumstrichen. — Das $ stimmt oben fast ganz
neumanni. mit dem $ von tiridates überein (vergl. 31 b). Sierra Leone bis Angola imd Uganda. — neumanni Rotksch. hat
größere gelbe Saumflecke beider Flgl und etwas längere Schwanzanhänge der Hflgl; Abyssinien.
tiridates. Ch. tlrldates Cr. (31 b). Schwänze der Hflgl normal entwickelt. Die Mittelünie der Hflglunterseite
weder zusammenhängend noch gerade, sondern sehr tief gebuchtet und in Querstriche der Felder 1 c — 8 auf-
gelöst. Das 3 hat die Flgl oben ganz wie das numenes-^ gei'Ärht und gezeichnet; Saumstriche der Hflgl gelb oder
weißlich. $ : Die Wurzelhälfte der Vflgl und die Hflgl bis weit über die Mitte hinaus olivenbraungrau ; die schwarze
Außenhälfte der Vflgl mit weißer, fast gerader Mittelbinde, 2 — -3 weißlichen Subapicalflecken und kleine gelb-
liche Saumflecke; die schwarze Saumbinde der Hflgl ist etwa 7 mm breit und hat blaue, weißgekernte Submar-
ginalflecke vmd gelbliche Saumstriche. — Rp grün mit einem großen braunen Fleck auf dem Rücken des sechsten
Gliedes. Pp grün mit hellen nebelartigen Flecken. Eine häufige, von Sierra Leone bis Angola imd Uganda
marginaius. verbreitete Art. — Bei marginatus Rofhsch. u. Jord. aus Abyssinien sind die Saumflecke der Oberseite beider
Flgl größer und bilden eine nur durch die Rippen unterbrochene Saumbinde.
?»!ia7ws. Ch. mixtus liothsch. Das ^ ist dem ^ von tiridates sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die Saum-
ilecke der Vflgl kurz und weißlich und die Saumstriche der Hflgl dick, imgeteilt und blau sind; die blauen Flecke
hinter der Mitte der Hflgl sind auch viel größer als bei tiridates. — Das $ ist bedeutend größer als das <^ aber
ähnlich gefärbt und gezeichnet und weicht dadurch völlig vom tiridates $ ab. Kamerun und Congo.
bipunctalus. Ch. blpuHctatus Rothsch. ist eine zAveite mit tiridates sehr nahe verwandte Art, welche besonders durch die
sehr kurzen zahnförmigen Schwänze der Hflgl ausgezeichnet ist. Beide Geschlechter oben yne die Geschlechter
von tiridates gefärbt und gezeichnet; die blauen Flecke jedoch beim ^ zum Teil undeutlich oder fehlend und die
Samnstriche der Hflgl dick, ockergelb imd nicht unti-rbrochen. Aschanti bis Aruwimi.
imperialis. Ch. imperlalis Btlr. <^: Vflgl oben mit euier etwas hinter der Mitte des Hrds ausgehenden geraden,
schief gegen die Spitze gerichteten, nach vorn allmählich verschmälerten und in Flecke aufgelösten, blauen
Querbinde; die Binde ist am Hrd 5 mm l)reit und nur bis zur Rij>pe 2 zusammenhängend, dann in Flecke auf-
gelöst, die Flecke der Felder 3 — -ö haben einen weißen Punkt und diejenigen der Felder 6 und 7 sind weiß, der
im Felde 7 liegt mtOir wurzelwärts als der in 6; außer diesen Flecken haben die schwarzen Vflgl einen
weißen Punkt an der Zellenspitze in Feld 4, einen weißen Punkt vor der Mitte der Felder 5 und 6 und kleine
blaue Saumflecke. Auf den Hflghi setzt sich die blaue Binde in einer Breite von etwa 7 mm bis zur Rippe 2 fort und
liegt fast genau in der Mitte, die Spitze der Mittelzelle bedeckend; blaue Submarginalflecke und Saumstriche;
Schwänze kuiz, etwa 3 mm lang. Auf der Unterseite der Hflgl liegen die schwarzen nach außen hell gesäumten
Querstriche der Felder 2 — -7 in einer fast geraden Linie. Beim $ ist die blaue Mittelbinde zwischen der Rippe
CHARAXES. Von Dr. C. Aurivillitjs. 133
2 der Hflgl und Rippe 2 derVflgl ganz wie beim (J gebildet, dann folgen in jedem der Felder 2 — -7 auf den Vf Igln
zwei gerundete hellgelbe Flecke, von denen der innere des Feldes 4 an der Zellspitze liegt; die Saumflecke
beider Flgl und die Submarginalf lecke der Hflgl sind gelbUch. Eine seltene von Sierra Leone bis Kongo vorkom-
mende Art.
Ch. ameliae Doumet (31b). (J : Vflgl oben schwarz mit folgenden blauen Zeichnungen : einem breiten ameliae.
Längsstrich in der Zelle, einem eckigen Fleck an der Zellenspitze, einem Fleck hinter der ^Mitte des Vrds, 8 ziem-
lich großen vSubmarginalflecken und kleinen Saumflecken. Auf den Hflgln sind eine nach vorn verschmälerte
Mittelbinde, gerundete Submarginalflecke und feine Saumstriche blau. Auf der Unterseite liegen die schwarzen
Querstriche der Felder 2, 4 — 7 in einer fast geraden Linie und sind saumwärts durch eine weißliche Binde
begleitet. Das $ ist viel größer hat oben eine schwarzbraune Grundfarbe und alle Zeichnungen weiß oder
gelblichweiß. Die Mittelzelle der Vflgl ist unbezeichnet ; die Mittelbinde der Hflgl erreicht den Ird, ist wurzel-
wärts erweitert mid setzt sich auf den Vflgln bis zur Rippe 2 zusammenh.ängend fort; die inneren Flecke der
Felder 2 — 7, welche beim ^ fast alle fehlen, sind hier groß und deutlich, die äußeren aber kaum größer als
beim i^ ; auf der Unterseite der Hflgl ist die helle Mittelbinde breiter und deutliclier. Das Schwänzchen an der
Rippe 2 ist bei beiden Geschlechtern kurz und viel kürzer als das an der Rippe 4. Diese prachtvolle Art kommt
überall in der westafrikanischen Waldregion vor und ist bis Aruwimi und zum Nyassa-Land verbreitet.
7. Hadrianus - Gruppe.
Diese Gruppe ist nur durch eine einzige eigentüiuÜLh gezeichnete Art vertreten. Die Hflgl oben und beide Flgl unten
mit weißer Grundfarbe. Die schwarzen Querstriche im Wurzelteil der Unterseite sind sehr fein und teilweise undeutlich oder
ganz verschwunden; im Felde 1 b der Vflgl nahe am Hinterwinkel ein großer tiefschwarzer Fleck. Die Schwänze der Hflgl
sind stumpf, der an der Rippe 2 etwa 2 mm, der an der Rippe 4 fast 5 mm lang. Geschlechter ähnhch gefärbt und gezeichnet.
Ch. hadrianus Ward (31 d). Vflgl an der Wurzel fast bis zur Rippe 3 rotbraun, dann schwarz mit einer hadrianus.
weißen, am Hrd etwa 15 mm breiten, nach vorn aber schnell verschmälerten und an der Rippe 5 aufhörenden
Mittelbinde, mit zwei kleinen weißen Discalflecken in den Feldern 5 und 6, weißen Submarginalflecken
in 2 — -6 und einem weißen Saumfleck in 1 b. Hflgl oben an der Wurzel schmal rotbraun, am Saume mit schwar-
zen Submarginalstrichen und schwarzen Saumstrichen. Unten haben die Hflgl in der Mitte eine dicke schwarze
Querhnie, welche nach außen von einer tief gezackten, rotbraunen Querbinde begleitet ist; diese Querbinde
scheint oben durch. Diese schöne, aber seltene Art kommt vom Niger bis Kongo vor.
8. Nobilis- Gruppe.
Von allen anderen afrikanischen Charaxes-Aviru unterscheidet sich diese kleine Grui)pe dadurch, daß die Mittelzelle
der Hflgl unten schwarz mit (silber)weißenQuertlecken ist. Die Hflgl mit zwei gleich langen, beim $ von einander abgebogenen
Schwänzen. Hlb oben beim cJ wenigstens gegen die Spitze weiß oder weißlich, beim ? schwarz. Die Vflgl unten nahe am Hinter-
winkel im Felde 1 b mit einem großen orangegelben, schwarz umzogenen Fleck; ein ähnlicher aber kleinerer Fleck liegt im
Felde 2. Die Hflgl unten liis weit über die Mitte hinaus mit weißer oder weißUcher Grundfarbe und vor der Mitte mit 5 — 6 dicken
tiefschwarzen Querlinien, welche teilweise mehr oder weniger miteinander vereinigt sind und am Vrd nur zwei Binden bilden.
Ch. nobilis Druce (32 c) q. Flgl oben schwarz mit einer gemeinsamen, auf denHflghi sehr (etwa 20mm) nobilis.
breiten auf den Vtlgüi allmählich verjüngten und im Felde 3 durch einen freien Fleck endenden, rahmfarbigen
3Iittelbinde; die Vflgl außerdem mit einem hellgelben Fleck im Felde 5 und 7; die schwarze Saumbinde
der Hflgl etwa 9 mm breit mit blauen Submarginalflecken und Saumstrichen und einem orangegelben Anal-
fleck; Hflgl unten hinter der Mitte mit drei dicken, gebogenen, schwarzen Querhnien, welche drei weiße Flecken-
reihen einschließen, von denen die mittlere aus großen, die anderen aus strichförmigen Flecken bestehen; am
Analwinkel ein großer orangegelber Fleck, welcher zwei schwarze bläulich gekernte Augenflecke einschließt. —
Das ? weicht durch viel breitere (auf den Hflghi 23 — 25 mm, auf den Vflgln im Felde 2 19 — 20 mm breite)
und fast weiße Mittelbinde der Oberseite sowie durch einen langgestreckten weißen Fleck im Felde 6 der Vflgl-
oberseite ab. Alt Calabar, Kamerun, Kongo- Gebiet ; überall selten.
Ch. superbus Am. Schnitze ist der vorigen Art sehr ähnhch, weicht aber durch die schlankeren, am superhus.
Saume wenig ausgebuchteten Vflgl, durch die größeren mattschwefelgelben Saumflecke der Vflgl, durch die
bis 4 mm breite blaugraue Binde, welche in den Feldern 2 — 6 die Mittelbinde der Hflgl von der schwarzen Saum-
binde trennt, durch die größeren und vollständigeren, weißen Querflecken m der Mittelzelle der Vflglimterseite,
durch die schwarze weißgefleckte Saumbinde der Hflglunterseite, welche nur halb so breit (etwa 5 mm) wie bei
nobilis ist und nach innen von einer in Feld 2, 5 mm breiten orangegelben Binde begrenzt wird imd die
weißen Zeichnungen in der Spitzenhälfte der Vf Iglunterseite ab. Bei superhus bedeckt nämlich auf der Vf Iglunter-
seite die Mittelbinde die Wurzel des Feldes 3 und dann folgt eine etwa 5 mm breite weiße Binde der Fel-
der 3 — 6, ein wie bei nobilis gebildeter breiter Querfleck in den Feldern 5 — 7 und endhch vor dem Saume
in den Feldern 1 b — 7 sieben gleichmäßig breite halbmondförmige Flecke, von denen die der Felder 1 b und 2
orangegelb und die übrigen silberweiß smd. Kamerun. Schultze sah diese schöne Art saugend in einer Ein-
geborenenlatrine .
134 CHARAXES. Von Dr. C. Aubwillius.
9. Etheocles- Gruppe.
In dieser Giiii)|)o haben die Vf Igl unten in der Mittelzelle 3 kleine gerundete sehwarze I'vinkte und einen gebogenen oder
gera<len Querstrieh, welelie wie in dei- Figur von orhracea (33b) angeordnet sind. Die Tlflfrl haben stets zwei deut hebe Seliwänzehen.
Die Vflgl haben unten im Feld 1 b nahe am Ilinterwinkel zwei seliwarze mehr oder weniger mit einander vereinigte oder freie
Flecke. Die Arten .stimmen übrigens mit den Arten der liridates-Grnytpc nahe überein. Die 5$ sind oft den J(J ganz
unähnheh und bei etheocles treten eine große Anzalil unter sich völlig verschiedene Weibchenformen auf.
Erste Untergruppe.
Die feinen schwarzen Querstriche im Wurzelteil der Felder 2, 1 — 8 der Ilflglunterseite sind mit einander zusammen-
liängend und bilden eine gerade oder fast gerade Querlinie ; das Feld 3 ohne Querstrich. Die Hflgl oben mit breiter, heller (rot-
gelber, blauer fider weißer) Querbinde oder mit breiter orangeroter Sauml)inde.
anlidea. Ch. anticlca Drury (33 d). ^i Flgl oben tief schwarz; Vflgl am Hinterwinkel zwischen Hrd und Rippe
3 mit einer dreieckigen orangegelben Submarginalbinde, welche nur 1 mm vom Saume entfernt ist; Hflgl oben
mit einer nach vorn schmäleren in der Mitte etwa 8 mm breiten, orangegelben Sauml>inde, welche 4 — 6 schwarze
weißgekernte Submarginalflecke einschließt ; erinnert oben sehr an das J von protodea (33 b). Beim $ sind die Flgl
oben schwarzbraun mit einer gemeinsamen, fast geraden hell orangegelber Mittelbinde ; welche auf den Hf Igln
9 jum breit ist und in den Feldern 5 — 7 derVflgln in zweiAeste geteilt ist; die Hflgl mit einer nur etwa 2 mm
adusla. breiten, zusammenhängenden orangegelben Saumlinie. Sierra L(>one und Aschanti. — adusta Rothsch. weicht
nur dadurch ab, daß beim ^ die orangegelbe Submarginalbinde der Vflgl 2 mm vom Saume entfernt ist
und daß beim $ die orangegelbe Saumlinie der Hflgl teilweise in Flecke aufgelöst ist. Kamerun bis Angola und
Uganda.
opinatus. Ch. opinatus Heron. ^ in Flglform und Größe fast ganz wie etheocles-,^ (33 b). Flgl oben schwarzbraim ; Vflgl
einfarbig ohne Zeichnungen; Hflgl mit den Schwänzen tmd einer zusammenhängenden Saumhnie orangerot
und vor dem Saume mit graublauen, weißgekernten Submarginalpunkten; etwa 6 mm vom Saume liegt zwischen
den Rippen 1 b und 7 eine Querreihe von kleinen rotgelben voneinander getrennten Querstrichen. Die Unter-
seite erinnert sehr an die von anticlea; beide Flgl haben nämhch vor der Mitte eine dunklere, fast geradlinig
begrenzte und gemeinsame, etwa 5 mm breite Querbinde, welche im Feld 1 c der Hflgl wurzelwärts umbiegt
und die Felder 1 a — 1 c mehr oder weniger vollständig bedeckt. $ unbekannt. Ruwenzori.
baumanni. Ch. baumanni Rghfr. (33 c). o: Die Hflgl oben hinter der Mitte zwischen den Rippen 2 — 7 mit einer
hellblauen, in der Mitte 5 mm breiten, nach vorn verschmälerten Querbinde, welche sich auch auf den Vflgln fort-
setzt aber dort viel schmäler und in kleine Flecke aufgelöst ist; Vflgl sonst unbezeichnet, die Hflgl aber mit weiß-
gekernten Submarginalflecken luid grünlichen, in den Feldern -i — 6 orangegelben Sainnstrichen. Die feine
schwarze ^littellinie der Unterseite ist auch auf den Vflgln bis zum Vrd zusammenhängend und gerade und auf
beiden Flgln nach außen weißlich begrenzt. Beim $ ist die Querbinde der Oberseite rein weiß, etwas mehr vom
Saume entfernt und bis zur Rippe 4 der Vflgl zusammenhängend, dann in zwei Fleckenreihen geteilt. Manica-
Land, Nyassa-Land und Deutsch-Ost-Afrika.
thysi. Ch, thysi Capron». (33 c). ^ oben schwarz mit intensivem blauem Schiller; beide Flgl hinter der Glitte
mit einer gemeinsamen dunkelblauen Querbinde, welche auf den Hflgln 6 mm breit und auf den Vflgln etwas
schmäler und in Flecke aufgelöst ist ; Hflgl mit weißen Submarginalpunkten und bläulichen Saumstrichen.
Durch die lebhaft silberglänzende, hinter der Mitte durch eine rotbraune schwarzgefleckte, 2 — 3 mm breite
gerade Querbinde geteilte Unterseite weicht diese wunderschöne aber sehr seltene Art von allen anderen afrika-
nischen Formen ab. Das $ ist unbekannt. Kongo- Gebiet.
hilde- Ch. hildebrandti Deu\ (33 c) J: Flgl oben schwarz mit einer gemeinsamen, geraden, weißen, bläulich
'■«" '■ gesäumten Querbinde, die sich von der Rippe 2 der Hflgl bis zur Rippe 7 oder 8 der Vflgl erstreckt, in den Fel-
dern 5 — 8 der Vflgl aber in kleine gerundete Flecke aufgelöst ist; Schwänze der Hflgl kurz und stumpf.
Die weiße Querbinde tritt auch unten auf und ist dort auf den Hflgln durch die feine, zusammenhängende
und fast gerade schwarze Discallinie wurzelwärts begrenzt, auf den Vflgln aber in den Feldern Ib — -3 nach innen
an den Rippen oft treppenförmig abgesetzt. Hflgl unten mit gelblicher Saumlinie. Das $ ist etwas größer als
das (J und hat eine breitere kaum bläulich gesäumte weiße Querbinde, welche den Ird der Hflgl erreicht, stimmt
aber sonst mit dem (J überein. Goldküste bis Angola.
blandri. Ch. blanda Rothsch. Beim ^ sind die Flgl oben schwarz mit starkem, grünlich blauem Schiller. Die Hflgl
oben hinter der Mitte zwischen den Rippen 2 und 7 mit einer breiten (in Feld 2 9 mm breiten) nach vorn all-
mählich schmäleren, blauen Querbinde, welche im Felde 8 durch einen kleinen freien blauen Fleck vertreten
ist ; auf den Vflgln setzt sich die Querbinde als eine Reihe kleiner blauer Flecke bis zum Vrd fort ; diese Flecke
liegen etwa 7 mm vom Saume und sind in den Feldern 4 — -0 weiß gekernt; außerdem haben die Vflgl
kleine gerundete blaue Flecke im Wurzelteil der Felder 2 — 6, von denen der im Feld 4 wie gewöhnlich an der
Spitze der Mittelzelle liegt. Die Hflgl oben in den Feldern 2—6(7) mit bläulichen Submarginal- und Saum-
strichen, im Felde 1 c mit zwei weißgekernten Submarginalflecken imd einem dicken orangegelben Saumstrich.
CHARAXES. Von Dr. C. AuErv^iLLitis. 135
Auf der Unterseite bildet diese Art einen Uebergang zu der zweiten Untergruppe; die schwarzen Disealstriche
der Felder 2. 4 — 8 bilden nämlich eine fast zusammenhängende, aber nicht ganz gerade Linie, welche die Außen-
seite der dunklen Querbinde bildet ; auf den Vflgln hängen die Querstriche der Felder 1 b — 4 nicht mit einander
zusammen. $ unbekannt. Deutsch-Ost-Af rika : Mikindani.
Zweite Untergruppe.
Die feinen schwarzen Querstriche im Wurzelteil der Felder 2 — 8 der Hflglunterseite stoßen nicht' genau mitein-
ander zusammen und liegen nicht in gerader Linie. Die Hflgl teim cJ oben ganz ohne helle Querbinde oder hinter der
Mitte mit einer nur 1 — 2 mm breiten Reihe blauer Flecke, und nur bei der ersten Art mit breiter blauer Querbinde.
Ch. kheili Sigr. (33c) t^: Flgl oben mit schwarzer Grundfarbe; Vflgl mit großen, blauen Saum- kheUi.
flecken, einer 5 mm vom Saume entfernten Reihe von 8 — 9 blauen, oder in den Feldern 6 und 7 weißen
Postdiscalf lecken, 2 — 4 Discalflecken in 3 — 6, und gewöhnlich auch mit einem blauen Fleck in der Mittel-
zelle. Hflgl hinter der Mitte in den Feldern 2 — -5 mit einer etwas unregelmäßigen Binde vor 4 — 5 Flecken;
Submarginal- und Saumflecke klein und blau. Unterseite wie bei ethalion. 9 unbekannt. Kongo- Gebiet und.
Njamnjam-Land. — • northcotti Rotsch. ^: Flgl oben schwarz; die Hflgl hinter der Zellenspitze zwischen noHhcoUi
den Ripjien 2 inid 6 mit einer 8 mm breiten blauen Querbinde, welche an den Rippen 2 — 5 mit den dicken
blauen Saummöndchen vereinigt ist ur.d dadurch schwarze Meißgekernte Submarginalflecke einschließt; die
Vflgl oben mit großen blauen Saumflecken, welche nur durch die schwarzen Rippen von einander getrennt
sind, und 3 mm vom Saume mit einer Reihe von 8 blauen (oder am Vrd weißen) Submarginalf lecken, von
denen dje hinteren (in 1 a und 1 b) mehr oder weniger mit den Saumflecken vereinigt sind; im Wurzelteil
der Felder 2 — 6 und in der Spitze der Mittelzelle kommen auch blaue Flecke vor. Die Unterseite wie bei
ethalion gefärbt und gezeichnet. 9 unbekannt. Ashanti.
Ch. guderiana Dew. (33 b) ^■. Flgl oben schwarz; Vflgl an der Wurzel grünlich blau mit einem gro- guderiana.
ßen weißen Fleck am Ende der IMittelzelle, mit zwei weißen Discalflecken in 5 und 6, mit einer vollstän-
digen Reihe von 8 weißen oder gegen den Hrd bläuHchen Postdiscalflecken und mit großen weißen Saum-
flecken; Hflgl in den Feldern 2 — 5 mit einer blauen, nur 2 mm breiten Postdiscalbinde, welche nur durch
eine feine schwarze Linie, von den bläulichen weißgekernten Submarginalstrichen getremit ist ; Saumstriche
dick weiß, in den Feldern 1 c — 3 gewöhnlich bläulich und gelblich gekernt. Unterseite ■wie bei den übrigen
Arten, aber mit zwei weißen Flecken am Vrde der Vflgl. — ■ Das $ ist oben ganz verschieden und erinnert
sehr anCh. saturnus {^()h) und an das $ von CA. ac7(r/e»Kewes; es wurde sogar 1892 als eine Varietät von Ch.
pelias beschrieben. Flgl oben an der Wurzel bis zur Rippe 3 hell braun und dann mit gemeinsamer von der
Rippe 2 der Hflgl bis zur Rippe 4 der Vflgl ausgedelmter hell orangegelber Mittelbinde; die Vflgl haben au-
ßerdem folgende orangegelbe Zeichnungen : einen Fleck an der Spitze der Mittelzelle, zwei Discalflecke in 5
und 6, eine postdiscale Reihe von 6 gerundeten Flecken in 2 — 7 und große, zu einer Binde vereinigte Saum-
flecke; die Grundfarbe der Spitzenteile ist schwarz. Auf den Hflgln folgt außerhalb der Mittelbinde eine 10 mm
breite tiefschwarze Binde und dami die blauen, weißgekernten Submarginalflecke und die Saumflecke, welche
in den Feldern 4 — 7 dick und lebhaft orangegelb, in 1 c — 3 aber schmal, grünlich und undeutlich gelbge-
kernt sind. Die Unterseite ist viel heller als beim i^, indem die Mittelbinde auch liier vorhanden ist; die
Hflgl mit roten postdiscalen Bogenf lecken. Angola bis Britisch-Ost-Afrika, aber nicht in Südafrika.
Die folgenden Formen dieser Untergi'uppe sind lange Gegenstand verschiedener Ansichten gewesen und haben durch
ihre überaus große Veränderlichkeit, besonders im weiblichen Geschlecht, den Anlaß zur Aufstellung zahlreicher in der Natur
nicht begi-iindeten Arten gegeben. Durch die genaue Untersuchung eines sehr großen Materiales haben indessen die Herren
V. Rothschild und Jordan in ihrer vorzüglichen Jlonographie der Gattung Charaxes nachgewiesen, daß wir es hier höchstens
mit zwei wirklich verschiedenen Arten zu tun haben. Es erübrigt noch nur dieses durch die Züchtung der Formen vom Ei ab zu
bestätigen. Ich möchte diese hochinteressante Autgabe allen unseren Lesern, die in Afrika leben, dringend empfehlen.
Ch. etheocles (33 b). Beide Geschlechter sind sehr veränderlich und es ist bis jetzt nicht möghch ge- etheocles.
wesen darzutun, daß gewisse männliche Formen zu gewissen weibhchen gehören. Ich muß daher beide Geschlech-
ter für sich behandehi.
(^ (33 b): Beide Flgl oben mit schwarzer Grundfarbe. Vflgl mit mehr oder weniger ausgerandetem
Saume; mit oder ohne blaue Zeichnungen; die blauen Zeichnimgen, welche vorhanden sein können, sind:
ein Fleck in der :Mittelzelle; 1—4 Discalflecke im Wurzelteil der Felder (3, 4) 5 und 6; 1 bis mehrere Post-
discalflecke und Saumflecke. Hflgl gewöhnlich mit einer Reihe postdiscalen Möndchen und immer mit weißen
oft grünlich geringelten Submarginalpunkten und deutlichen Saumstrichen. Die Unterseite ist bei allen For-
men ähnlich gezeichnet, ist aber hinsichtlich der Grundfarbe sehr veränderlich. — fa. picta Rothsch. Vflgl picta.
oben mit großen Saumflecken und mit 3 — 8 Postdiscalflecken, bisweilen auch in den Feldern 3 und 4 mit
Discalflecken. Hflgl oft mit deuthchen, aber nur 1 mm breiten Postdiscalflecken; die Saumstriche der Felder
4 — 6 dick und rot gekernt. Ost- Afrika, von Quilimane bis Unyoro. — fa. fulgurata Auriv: Vflgl oben mit fulguraUi.
großen Saumflecken und 3 — 7 stark gebogenen Submarginalflecken, welche mit ihren Spitzen die Saumflecke
erreichen ; übrigens mit 2 — 3 Discalflecken und einem Fleck in der Mittelzelle. Hflgl mit feinen postdiscalen
Möndchen und dicken, in den Feldern 4 — 6 rotgekernten Saumstrichen. Unterseite hell röthchbraun. Angola.
— fa. chanleri Holl. (= phaeacus Stgr.) Vflgl oben mit großen Saumflecken, aber nur mit 2 Postdiscalflecken. chanleri.'
136
CHARAXES. Von Dr. C. Adeivillius.
contraria. Unterseite Meißgrau bis grau. Angola; Transvaal bis Somali und Unyoro. — fa. contraria Weym. Vflgl
oben mit großen weißen Saumflecken, mit 2Postdiscalpunkten in 6 und 7, mit Discalpunkten in denselben Fel-
dern und mit einem Fleck in der Zelle. Hflgl oben mit einer feinen gewellten, blauen Postdiscallinie, weißen
Submarginalpunkten und dicken weißen, mehr oder weniger bläulich gesäumten Saumstrichen. Unterseite mit
(silber)weißer Gnmdfarbe und sehr scharf hervortretenden schwarzen Zeiclmungen. Deutsch-Ost-Afrika. — -
cyiila. fa. cytila Rothsch. Vflgl oben mit kleinen oder undeutlichen Saumflecken und mit zwei Post discalf lecken.
catocTirous. Unterseite eintönig rotbraun oder sehokoladefarbig. Angola. X\-assa-Land. — fa. catochrous Stgr. Vflgl oben
mit sehr kleinen oder undeutlichen Saumflecken und höchstens mit drei blauen Flecken am Vrd (einem post^
discalen, einem discalen und einem in der Zelle); Saumstriche der Hflgl nicht rotgekemt. Die ersten zwei
Drittel der Unterseite durch ihre weißliche Grundfarbe vom Saumteil scharf abstechend. Niger bis Kongo
hollandi. und Uganda. — fa. hollandi Btlr. Saumflecke der Vflgloberseite klein oder fehlend und höchstens ein Post-
discalflcck; Unterseite mit abMechselnden dunkleren und helleren Binden und brauner Grundfarbe. Häufig
carteri. in Westafrika von Sierra Leone bis Kongo und Uganda. — fa. carteri Btlr. weicht von der vorhergehenden
nur dadurcli ab. daß die Unterseite besonders an den dunkleren Stellen einen rotvioletten Schiller besitzt.
ephyra. ^^'estafrika, von Sierra Leone bis Kongo. — fa. ephyra Godt. Vflgl mit kleinen, aber deuthchen Saumflecken
und einem Postdisealf leck ; Saumflecke der Hflgl ohne rote Striche. Unterseite entweder wie bei hollandi
lutacea. oder carteri gefärbt. Westafrika. — fa. lutacea Rotiisch. Vflgl oben an der Wurzel grimhch mit großem Fleck
in der Zelle; Discal- und Postdiscalflecke eiuzeln oder fehlend; Saumflecke undeutlich oder fehlend; die
Saumstriche der Hflgl in den Feldern 4 — 6 ockergelb oder rötlich. L'nterseite dunkel tonfarbig. Kongogebiet
violaeea. und L'nvoro. — fa. violacea Rothsch. Oberseite mit violettblauer Grundfarbe; Vflgl mit oder olme Saumflecken;
Saumstriche der Hflgl dunkel gekernt. L'nterseite wie bei hollandi oder carteri. Ashauti bis Kongo. — Alle
diese Formen gehen mehr oder Meniger ineinander über und können darum nicht scharf auseinander gehal-
ten werden. — Die 2$ sind noch viel veränderlicher als die qq und teilweise einander oben so unälmlich,
daß sie -«"ie ganz verschiedene Arten aussehen. Die Mittelzelle der Vflgloberseite hat einen hellen Fleck an
der Spitze oder ist ganz hell gefärbt. Bemerkenswert ist, daß viele Formen anderen Charaxes- Arten sehr
älmlich sind und dieselben genau nachahmen. Um die L^ebersicht der vielen Formen zu erleichtem, teile
ich dieselben in drei Gruppen ein:
1. Weibchen, deren Vflgl oben zwei gegen den Hrd fast senkrechte helle Fleckenreihen haben
(vergl. ochracea 33 b).
kirki fa. kifki Btlr. Hflgl oben mit breiter, weißer, nach innen bläulich und nach außen etwas gelb-
lich gesäumter Mittelbinde und olivenfarbigen, in den Feldern 4 — 6 orangegelben Saumstrichen. Die
beiden Fleckenreihen der Vflgl sind in den Feldern la — 3 miteinander vereinigt und nur in den Fel-
dern 4 — 7 mehr oder weniger vollständig von einander getremit : die dadurch gebildete Binde ist gelblich-
ochracea. weiß bis ockergelb. Deutsch mid Britisch Ostafrika. — fa. ochracea Rothsch. (33 b). Die discalen und
postdisealen Flecke der Vflgl ockergelb und in den Feldern la — 3 oder nur in la miteinander vereinigt;
die Hflgl oben mit breiter blaßgelber iDttelbinde und ockergelben Saumstrichen (nur der Saumstrich
in la grünlich. Unterseite im Wurzelteil rotbraun oder graubraun, im Saumteil gelbbraun oder gelblich.
daria. Gabun und Kongo. — fa. daria Rothsch. u. Jord. Die Querbinde der Flgloberseite ist in Form der bei
ethalion-% ähnhch, aber ganz weiß und auf den Vflgln im hinteren Teil schmal, aber auf den Hflgln
etheocles. breit blau gesäumt. Abyssinien. — fa. etheocies Cr. Discale und postdiscale Flecke der Vflgl weiß oder
weißlich, in den Feldern la — 3 miteinander vereinigt oder alle weit getrennt: in letzterem Falle sind
die Postdiscalflecke alle klein. Hflgl oben mit breiter weißer, an den Rändern bläulicher Mittelbinde
und mit gelblichen oder weißlichen Saumstrichen. Sierra Leone bis Gabun. Aehnelt dem $ von Ch. ame-
regalia. liae. — fa. regalis Rothsch. Die Flecke in la und Ib der Vflgl vereinigt und blau, die übrigen frei,
gerundet und gelb oder weißlich. Hflgl oben mit blauer Mittelbinde und gelben Saumstrichen. Erin-
dewitzi. nert an das $ von Ch. imperialis. Sierra Leone bis Alt-Calabar. — • fa. dewitzi Btlr. Vflgl oben in 1 a
imd Ib mit großen, etwa 10 mm breiten blauen Flecken, in 2 — 6 mit bläulichen Discalf lecken, in 2 — 5
ganz oline Postdisealf lecken und nur in 6 und 7 mit weißlichen solchen Flecken. Hflgl oben mit sehr
breiter (etwa 12 — 14 mm) blauer Mittelbinde und grünlichen, in den Feldern 4 — 6 röthchen Saumstrichen.
seriaia. Angola. — fa. seriata Rothsch. Oberseite mit rotviolettem Scliiller. Vflgl in den Feldern la und Ib ganz
einfarbig oder nur mit gelblichen Post discalf lecken; die Felder 2 — -7 mit kleinen, weit getrennten, gel-
ben Discal- und Postdiscalflecken. Hflgl oben ohne Mittelbinde, aber mit orangegelben Saumstrichen
dttadinis. und bisweilen mit imdeuthcher violetter Postdiscalhnie. Gabun. — fa. alladinis Btlr. Oberseite mit bläii-
lichem Schiller. Weicht sonst von seriata nur dadurch ab, daß die Flecke der Hflgl blau, violett oder
weißlich imd die Saumstriche der Hflgl graublau oder grünlich sind. Goldküste bis Kamerun. — fa.
fitlgeits. fulgens Rothsch. weicht von alladinis nur durch zwei blauviolette Discalflecken in den Feldern 6 imd 7
virilis. der Hfigloberseite ab. Sierra Leone. — ■ fa. virilis Rothsch. Oberseite bläuhch schwarz. Vflgl nur mit
einem einzigen blauen Discalfleck im Felde 6 und mit einem imdeutlichen, solchen Fleck in der Zelle.
Hflgl wie bei seriata. Durch das Fehlen der Flecke der Oberseite Avird diese Weibchenform einem q
recht ähnlich. — Es braucht kaum hervorgehoben werden, daß die hier erwähnten Formen ohne scharfe
Grenzen ineinander übergehen körmen.
Ausgegeben 1. 1.1913. CHARAXES. Von Dr. C. Aurivillius. 137
2. Weibchen, deren Vflgl oben eine gebogene, vom Vrd gegen den Hinterwinkel oder den Hrd
gerichtete weiße Querbinde haben.
fa. cedreatis Heic (33 c). Vflgl oben an der Wurzel bis zur weißen Querbinde und die Hflgl bis cedreatis.
5 mm vom Saume oUvengrau ; die weiße Querbinde der Vflgl in den Feldern 2—6 5 mm breit und scharf
begrenzt, in la undeutlich; Spitzenteil schwarz mit 2 weißlichen Postdiscalflecken in 6 und 7. Hflgl
mit weißlichen Submarginal- und grünlichen Saumstrichen. Ist oben den ? von tiridates und nmnenes
ganz ähnlich gefärbt und gezeichnet. Goldküste bis Angola. — fa. rosae Btlr. Auch die Hflgl oben mit rosae.
breiter, weißer oder hellblauer Mitteilende; Wurzelteil beider Flgl braun mit metallischem Schiller. Hflgl
unten mit oder ohne weiße Mittelbinde. Delagoa-Bay bis Taveta. — fa. lutligera Rothsch. Hflgl oben hmigera.
bis 5 — ^6 mm vom Saume hellblau ; Wurzelteil der Vflgl braun ; Vflgl oben in den Feldern 3^7 mit stark
gebogenen bläulich weißen Submarginalflecken. Angola. — fa. manica Trhn. (33 b). Hflgl wie bei lu- wanlca.
nigera; Vflgl oben bis zur Querbinde lebhaft blau. Angola, Manica-Land, Nyassa-Land. Erinnert an das
$ von Ch. bohemani. — fa. vetula Rothsch. Die weiße Querbinde der Vflgl hört an der Rippe 2 auf; veiula.
die blaue Farbe der Oberseite weniger scharf hervortretend und an der Wurzel etwas undeutheh; sonst
mit manica übereinstimmend. Ogowe-Fluß.
3. Weibchen, bei denen die Vflgl oben wenigstens bis zur Rippe 3 und die Hflgl bis weit über
die Mitte hinaus lebhaft blau sind. Vflgl ohne weiße Querbinde.
fa. phaeus Hew. Vflgl oben nur in den Feldern 3 — -7 mit Postdiscalflecken. Delagoa-Bai bis pMeus.
Deutsch-Ost-Afrika. — fa. coryndoni Rothsch. Die Postdiscalflecke der Vflgl sind vollständig vorhanden corynctoni.
und in la und Ib mit dem blauen Wurzelteil vereinigt; Vflgl in la — 4 mit kleinen blauen Saumflecken;
Saumstriche der Hflgl dick imd grünlich. Unterseite mit rötlichgrauer Grundfarbe und schwach hervor-
tretenden Zeichnungen. Zambesi. —
Alle bisher erwälinten Formen von etheocles werden von Rothschild und Jordan als eine geogra-
phische Rasse betrachtet. — ■ Als besondere Rasse kann dagegen die von Senegambien bis zum ffinter-
lande von Kamerun verbreitete Viola Btlr. angesehen werden. ^ : Klein, Flügelspannung nur 48 — ^50 mm. viola.
Vflgl oben schwarz mit einem blauen Fleck in der Zelle, einem weißen Discalfleck in Feld 6, zwei sehr klei-
nen aber undeutUchen Postdiscalpunkten in 6 und 7 und dicken blaugrauen, fast zu einer Binde vereinigten
Saumstrichen. . Hflgl oben in den Feldern 2 — -4 mit feiner, gewellter blauer Postdiscallinie dicht vor den
weißgekernten Submarginalflecken und mit blauen, in den Feldern 5 — 7 weißlichen und rotgelb gekernten
Saumstrichen. $: Flgl oben schwarzbraun; Vflgl mit einer hellgelben Quer binde, welche 4 — 5 mm vom Saume
entfernt und in den Feldern la — 3 gewöhnlich zusammenhängend und 5 — -8 mm breit ist, in den Feldern
4 — 7 aber in zwei Aeste geteilt ist, von denen der äußere gleichmäßig gebogen ist. Hflgl oben mit einer
breiten, weißen, nach hinten bläulichen Querbinde, weißen Submarginal- und dicken Saumstrichen, welche
in den Feldern Ic — 3 grünlich und in 4 — -6 orangegelb sind.
Ch. ethalion Bsd. Sehr nahe mit der vorhergehenden Art verwandt und im männHchen Geschlecht ethaJion.
nur durch die Bewaffnung des Begattungsorganes und im weiblichen durch die einfarbige, nie hell gefleckte
Mittelzelle der Vflgloberseite verschieden, rj : Flgl oben samtschwarz, fast ohne Metallglanz. Vflgl oben ohne
Saumflecke und höchstens mit einem Postdiscal- und einem Discalfleck; Fleck in der Zelle oft fehlend.
Hflgl mit kleinen oder undeutlichen, weißlichen Submarginalpunkten und grünlichen, in den Feldern 4 — 6
oft rotgelben Saumstrichen. — Das $ ist dem etheocles-'^ fa. etheocles älmlich, hat aber keinen Fleck in der
Mittelzelle der Vflgl. Die Zeichnungen sind weiß, ockergelb oder bläulich gefärbt. — Kapland bis Britisch-
Ost-Afrika. — Rp eintönig grün mit einem gelbUch begrenzten Fleck auf dem sechsten Gliede. — ab. cJ
kitungulensis Strand, hat zwei Postdiscalflecke in 6 und 7, aber keine andere helle Flecke der Vflgl. Deutsch- kilumjukn-
Ost-Afrika: Kitungulu. ®^-
10. Acraeoides- Gruppe.
Die einzige zu dieser Gruppe gehörende Art weicht durch ihre .4fTOfo-ähnliche Zeichnung von allen anderen Charaxcs ab.
Ch. acraeoides Druce. Kopf schwarz mit vier gelben Flecken, zwei auf jeder Seite oberhalb des Au- acracoide?.
ges; Fühler und Körper oben schwarz, ein weißer Fleck auf dem Rücken hinter dem Halskragen und ein
gelber auf jeder Seite des Rückens; Palpen oben schwarz, unten gelb; Brust und Unterseite des Hlbes
orangegelb; Beine schwarz; Vflgl oben schwarz mit einer Subapicalbinde von 4 gelblich weißen Flecken;
Hrd mit rotem Striche und vor demselben mit 5 großen roten Flecken, von denen der in der Nähe des Hin-
terwinkels der größte ist. Hflgl oben rot, an der Wurzel und am Ird schwarz; Hinterwinkel und ein Teil
des Irds gelbUchweiß; eine ziemlich breite, schwarze Saumbinde, welche kleine weiße Submarginalpunkte ein-
schheßt; ein schwarzer Querstrich am Ende der Mittelzelle. Vflgl unten im Spitzenteil hell gelbbraun mit
schwarzen Rippen und Zwischenaderf alten; die helle Subapicalbinde wie oben, aber nach innen von einer Reihe
schwarzer Flecke, welche sich bis zum Hinterwinkel fortsetzen, begrenzt; die Zelle und die Mitte des Flgls grün-
Hch grau; die Mittelzelle mit den gewöhnlichen schwarzen Querzeichnungen; die Flgl hinter der Mittelzelle
orangerot. Hflgl unten orangerot, vor der Zelle und am Analwinkel am hellsten; Saum und Rippen schwarz;
XIII 18
138 CHARAXES. Von Dr. C. AuRiviLLros.
4 große schwarze Flecke am Vrd, 4 in der Mittelzelle und 5 in einem Bogen hinter der Zelle; die schwarze
Saumbinde mit blauen und grünlichgrauen Punkten. Erinnert an Pseudacraea clarki. Kamerun.
11. Jahlusa- Gruppe.
\Veicl\t von allen vorhergehenileii Grui>ii('n fliirch die hellen, gnin oder gelblich gefärbten Flügclrippen ab. Beide
Flgl oben mit schmaler, hell gefleckter schwarzer Saumbinde: Vflgl außerdem mit schwarzen Flecken in der Zelle inid im Wurzel-
teil der Felder 1 b — 8: diese Flecke sind geriuidet luid auf der l'nterseite weiß umzogen. Ilflgl oben fast imbezeichnet, imten
mit großen Silberflecken: am Analwinkel stum])f ausgezogen und mit zwei Schwänzelten, von denen das an der I{i|ii)e 2 etwa.s
länger ist. Farbe vmd Zeichnimg entschieden Aryynnis-'ähnWvh. Saum der Vflgl beim q tief, beim 5 schwächer ausgerandet.
jahlusn. Ch. jahlusa Trim. (31 d). Flgl oben hell orangegelb mit schwarzer. 3 (rj) — 4($) mm breiter Saum-
l)inde, welche auf den \'flgln nur große Saumflecke, auf den Hflgln sowohl Submarginalflecke wie auch Saum-
striche einschließt. Vflgl außerdem oben mit einem Punkte und einem gebogenen Querstrich in der Zelle,
einem Querstrich am Zellende, je zwei Discalpiinkten in la und 2, je einem Fleck in 3 — 7 und je einem
Längsstrich in 4 — ^7 dicht innerhalb der Saumbinde schwarz. Hflgl oben zeichnungslos oder mit kleinen
schwarzen Querstrichen in 2 und 4 — 7. Vflgl unten in der Zelle und den Feldern la — 2 hell rötlich, am Vrd
und im Spitzenteil olivengrau mit einem großen silberweißen Fleck hinter der Mitte des Vrds; die schwarzen
Flecke fast wie oben. Hflgl unten an der Wurzel und am Saume dunkel olivenfarbig, in der Mitte mit zu-
sammenhängender silberweißer Querbinde, im Wurzelteil von Feld 7 mit großem und in der Zelle und Feld
Ic mit je zwei kleineren Silberflecken; zwei schwarze Punkte in Feld la und 3 in 8; die Zwischenaderfalten
der Felder Ib — 6 innerhalb der Saumbinde mit schwarzen Längsstrichen. Hlb unten auf jeder Seite
mit einer schwarzen Längslinie; die Längslinien nach vorn verdickt und oft miteinander vereinigt. Kapland
arg !f müdes, bis Transvaal. — argynnides Westw. ist die nördlichere, am Zambesi, im Nyassa-Land und Deutsch-Ost-Afrika vor-
kommende Form. Die schwarzen Linien auf der Unterseite des Hlbes sind in Flecke aufgelöst, der Querstrich in der
Mittelzelle der Vflgl ist auch in Flecke geteilt und die silberweißen Zeichnungen der Unterseite sind kleiner.
12. Candiope- Gruppe.
Die Ripiien besonders auf der l'nterseite grün oder grünlich. Vflgl oben mit grünlichgelber, hellgelber oder rotbraunei
Wurzelhälfte imd schwärzlicher Spitzenhälfte, in der eine S-förmig gebogene Querreihe Vf)n 6 — 7 braungelben oder orange-
gelben Flecke steht. Ilflgl ol)en mit einer dreieckigen schwarzen Saumbinde, welche am Vrd am breitesten ist und nach hinten
allmählich sehn äler wird. Hflgl am Ende der Rippen 2 und 4 mit langen Schwänzen. Geschlechter einander ähnlich.
Ch. candiope. Die Saumbinde der Hflgl erreicht wenigstens die Rippe 3 und ist mit hellen Submarginal-
f lecken geziert. Hflgl unten ohne postdiscale Augenflecke und ohne Schwänze am Ende der Rippe 3. Wurzel-
hälfte der Vflgloberseite hellgelb oder rotgelb, die gelbe Farbe geht stets an der Innenseite der dunklen
candiope. Spitzenhälfte in eine rotbraune Farbe über. — candiope Godt. (32 a). Wurzelhälfte der Vflgloberseite hell-
gelb; Spitzenhälfte schwärzlich mit großen orangegelben Submarginal- und Saumflecken; Saumbinde der
Hflglober.seite schwarz mit großen scharf hervortretenden Submarginalflecken und dicken zu einer Binde
vereinigten Saumflecken. Sierra Leone bis Abyssinien mid Natal. — Rp dick grün mit gelblichen Punkten
bestreut und mit gelber Seitenlinie; Kopf gelb gerandet ; sechstes und achtes C41ied jedes oben mit drei gel-
relox. ben, orangegekernten Flecken. — velox Grant ist etwas kleiner und weicht sonst nur dadurch ab, daß der
Wurzelteil beider Flgl eintönig gelbbraun und die Saumstriche der Hflgl schmäler und dunkler sind. Insel
thomashis. Sokotra. Rp grün mit einem rötlichen Ringe auf dem Rücken des sechsten Gliedes. — thomasius Sigr. Die
Wurzelhälfte der Vflgl wie bei der Hau])tform hellgelb; die Spitzenhälfte der Vflgl und die im Feld 6 etwa 14mm
breite Saumbinde der Hflgl aber sind dunkel kastanienbraun mit kleinen und undeutlichen Submarginal- und
Saumflecken. Insel St. Thome.
aiitam- Ch. antamboulou Luc (32 a) ist der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber kleinere Submarginal- und
hoiilnu. Saumflecke der Ober.seite imd eine bis zur schwarzen Spitzenhälfte hellgelbe Grundfarbe des Wurzelteiles
der Vflgloberseite. Madagaskar.
cowani. Ch. cowani Bth. Win-zelhälfte beider Flgl dunkel eintönig rotbraiui; schwarzer Saumteil scharf begrenzt
mit mäßig groLien Flecken; Hflgl an der Rippe 3 mit einem 3 — 4 mm langen Schwänzchen. Madagaskar.
anaJava. Ch. analava Ward (31 c). Die Saumbinde der Hflgl ist einfarbig schwarz ohne Flecke und erreicht
nur die Rippe 4. Die Hflgl unten hinter der Mitte mit einer Reihe großer Augenflecke, von denen beson-
ders der im Felde 7 groß und deutlich ist. Hflgl mit 3 langen Schwänzen, der an der Rippe 3 etwas kürzer.
Grundfarbe beider Flgl hellgelb. Madagaskar.
13. Varanes- Gruppe.
Mit dieser Grujjpe fangen die Arten an, bei denen .die ^■flgl vmten ija Feld 1 b am llinterwinkel ohne schwarzen Fleck
oder Flecke sind: eine schwache Andeutung solcher Flecke kommt jedoch in dieser Gruppe bisweilen vor. Die Rippen an der
Wurzel hell und mehr oder weniger gninlich. Die Kippen .'5 und 4 der Ilflgl nicht gestielt. Hflgl am Ende der Riiipe 4 lang
geschwänzt, zwischen der Kippe 4 und dem Anahvinkel aber fa-st gerade abgeschnitten ohne Anhang oder an der Kijjpe 2
nur kurz geschwänzt. Hflgl unten hinter der Mitte mit einer in Feld 4 fast winkelig gebrochenen Querreihe gi-oßer Augeii-
flecke. Vrdsfeld (Feld 12) der Vflgl miten in gewohnlicher Weise beschuiipt. Beide Flgl oben mit hellerem ungeflecktem Wurzel-
teil und rotbraimem bis schwarzbraimeni Spitzenteil mit Querreihen von orangegelben Flecken.
CHARAXES. Von Dr. C. AuRmLLius. 139
Ch. varanes. Saum der Vflgl ausgercandet. Beide Flgl oben an der Wurzel milchweiß. Hflgl am Ende
der Rippe 2 mit stumpf hervortretendem Winkel. — varanes Cr. (= austrinus Rothsch.). Die weiße Farbe varanes.
im Wurzelteil der Vflgloberseite bildet nur einen kleinen Fleck am Hrd und erreicht nicht oder kaum die
Wurzel der Rippe 2. Rp bläulich grün mit zahlreichen weißen Punktflecken und weißer Seitenlinie; sechstes,
achtes (und zehntes) Ghed mit weißem Rückenfleck. Kapland, Natal, Transvaal. — vologeses Mab. (32 d voloyeses.
irrtümlich als varanes bezeichnet) weicht nur durch die größere Ausdehnung der weißen Farbe der Vflgl ab
und geht ohne scharfe Grenze in die Hauptform über. Ganz West- und Ost-Afrika.
Ch. fulvescens. Saum der Vflgl bei den drei ersten Rassen fast gerade. Vflgl oben im Wurzelteil hell-
gelb. Hflgl an der Rippe 2 nicht geeckt. Beide Flgl oben im Saumteil dunkler als bei varanes. — fulvescens fidvescens.
Auriv. (32 d). Beide Flgl unten an der Wurzel hell strohgelb. Sierra Leone bis Gabun. — monitor Rothsch. moniUir.
Flgl unten an der Wurzel gelbgrau oder olivenfarbig. Kongogebiet bis Uganda und Deutsch-Ost-Afrika. —
comoranus Aicriv. Beide Flgl oben im Wurzelteil eintönig hell orangegelb ohne Weiß; die inneren Flecke des comoranm.
schwarzen Saumteils der Vflgloberseite sehr in der Quere ausgezogen; die dunkle Saumbinde der Hflgl-
oberseite viel schmäler als bei den anderen Rassen. Comoren: Insel Mayotte. — • acuminatus Thurau. \t\g\acwniHaius.
mit tief ausgerandetem Saume und langer sichelförmiger scharfer Spitze; die orangegelben oder rotbraunen
Flecke des schwarzen Saumteiles sind klein oder imdeutlich. Deutsch-Ost-Afrika.
Ch. balfouri Btlr. Hflgl an der Rippe 2 mit einem 3 mm langen Schwanzanhang und an allen Rippen- halfouri.
enden deutlich gezackt; Vflgl mit schwach ausgebuchtetem oder fast geradem welligem Saume. Beide Flgl
oben kastanienbraun im Saumteil nur wenig dunkler ; Vflgl mit Querreihen orangegelber Flecke fast ganz wie
bei varanes, aber etwas näher aneinander. Hflgl oben ohne dunkle Saumbinde, aber mit dicken, schwarzen,
nach innen orangegelb begrenzten Submarginalmöndchen imd weißen Saumstrichen. Auf der Unterseite ist
der dunkel braungraue Wurzelteil über die Mitte hinaus ausgedehnt und nach außen von einer weißen Linie
oder Binde begrenzt. Nur auf der Insel Sokotra gefunden; fliegt nicht so schnell wie andere Arten und
setzt sich, wenn aufgescheucht, bald wieder.
14. Lichas- Gruppe.
Hflgl zwischen dem Analwinkel und der Bippe 4 fast gerade, an der Rippe 2 schwadi geeckt ohne Schwanz, an der Rippe
■t mit kurzem, nur etwa 3 mm langem Schwänzchen. Flgl oben rotbraun: die Spitze und der Saum der Vflgl mehr oder we-
niger breit schwarz. Flgl unten mit einer gemeinsamen dunklen Qiicrlinie, welche vom Vrd der Vflgl, dicht vor der Sjiitze,
bis zum Analwinkel der Hflgl geht. Vrd der Vflgl unten im Felde 12 bis zum Ende der IMittelzelle weiß oder weißlich.
Ch. lichas. Vflgl mit fast geradem Saume imd vor dem Hinterwinkel etwas ausgerandetem Hrd. Die
Querlinie der Vflglunterseite gerade. Flgl unten nur an der Innenseite der Querlinie grau und seidenglän-
zend, sonst ockergelb mit braunen Querlinien oder Querstrichen. Das $ hat oben eine viel hellere gelbe Grund-
farbe und statt des schwarzen Saumteiles nur Querreihen von schwarzen Strichen. — lichas Dhl. t^. Die schwarze Uclms.
Farbe des Spitzenteiles der Vflgl ist bis zur Spitze der Mittelzelle ausgedehnt und entweder am Ird gefleckt
oder ganz einfarbig = ab. Othello Suff. (31 d; irrtümlich als lichas bezeichnet). Sierra Leone bis Kongo, othello.
— bebra Rothsch. ^. Die schwarze Farbe der Vflglspitze erreicht bei weitem nicht die Älittelzelle und ist behra.
besonders in den Feldern 4 vuid 5 durch die Grundfarbe tief eingeschnitten oder gefleckt. Kamerun, Kongo-
gebiet, Deutsch-Ost-Afrika.
Ch. paphianus Ward. (32 a). Vflgl mit ausgebuchtetem Saume und scharfer Spitze; ihr Hrd gerade, jmphianux.
Die Querlinie der Vflglunterseite gebogen. Die braune Unterseite fast überall mit grauem Seidenglanz. Flgl
oben rötlich braungelb ; Vrd und Saum der Vflgl in einer Breite von 2 — 4 mm schwarz ; einige schwarze Discal-
flecke. Hflgl oben nur mit ringförmigen oft undeutlichen schwarzen Submarginalflecken. Sierra Leone bis
Angola lind Aruwimi.
15. Zoolina- Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe unterscheiden sich von allen anderen dadurch, daß die Htlgl beim (J nur einen langen
Schwanz an der Rippe 2, beim $ aber zwei lange Schwänze an den Rippen 2 imd 4 haben. Die beiden Alten dieser Gruppe
sind iil>rigens dadurch ausgezeichnet, daß sie in zwei ganz verschiedenen Formen auftreten, einer mit schwarzen Zeichnungen
imd grünlich weißer Grundfarbe und einer mit rotbraunen Zeichnungen und rotgelber-weißlicher Grundfarbe. Diese Formen
werden miteinander aus den Eiern desselben ? gezogen und scheinen von den Jahreszeiten unahhängig zu sein.
Ch. kahldeni. Hflgl unten im Feld 1 c mit einem schwarzen Längsstreif, welcher sich von der Wurzel
fast bis zum Analwinkel erstreckt und sich hinten mit dem ähnlichen Mittelstreifen vereinigt. — kahldeni kahldeni.
Homeyer II. Dew. (= W-brunnea Baker). Beide Flgl grünlich weiß; Saumund Vrd der Hflgl schmal schwarz;
vom Vrd entspringt eine schwarze Submarginallinie, welche unten die Rippe 1, oben aber höchstens die Rippe 2
erreicht. Hflgl oben nur mit einer feinen Saumhnie und drei Submarginalflecken (in den Feldern Ic — 3) schwarz,
unten außer den beiden schon erwähnten Streifen auch mit einer dicken schwarzen Submarginallinie und einer
feinen Saumhnie. Kamerun bis Angola. — Bei der fa. homeyeri Deu\ (31 d) sind die Vflgl oben in der Wur- homeyeri.
zelhälfte weißHch, im Spitzenteil gelbbraun mit rostbrauner, gelbgefleckter Saumbinde; Hflgl oben weißhch
140 CHARAXES. Von Dr. C. AüRivELLrüS.
mit einer rostbraunen, etwa 3 mm breiten Saumbinde. Unterseite bräunlich mit dunkleren Punkten bestreut,
wie bei der Hauptform, mit Längsstreifen in Ic und mit Mittelbinde, aber statt der 8ubmarginalstreif n mit
dunklen Punkten. Kamerun bis Angola; selten.
Ch. zoolina bildet drei Lokalrassen, jede mit einer grünlichen und einer braunen oder braungelben
Form. Die grünlich weißen Formen unterscheiden sich von kahldeni durch die breite dunkle Saumbinde der
Hflgloberseite und die gelbbraunen Formen von homeyeri durch das Fehlen des Längsstreifens im Feld Ic der
zoolina. Hflglunterseite. — zoolina Westir. (32b): Flgl mit grünlich weißer Grundfarbe; Vflgl oben mit dem Vrd,
einem Querfleck am Ende der Mittelzelle und dem mehr oder weniger weißgefleckten Spitzenteil schwarz;
Hflgl mit einer 4 — 5 mm breiten, schwarzen Saumbinde mit kleinen weißen Punkten. Flgl unten fast wie oben,
aber mit größeren weißen Flecken der Saumbinden, gemeinsamer schwarzer Mittelbinde und schwarzem Längs-
streifen im Felde Ic der Hflgl; Saum der Hflgl an der Rippe 4 kaum merkbar geeckt. Das $ ist größer und
hat viel größere miteinander vereinigte helle Flecke in den Saumbinden ; Hflgl oben mit gelblichen Saumstri-
manihes. chen. Natal bis Uganda und Abyssinien. — fa. neanthes Heir. (32 b). Die Grundfarbe ist heller oder dunkler
ockergelb und die schwarzen Zeichnungen der Hauptform sind durch rostbraune oder dunkelbraune vertreten;
ohscuratus. selten sind sie schwarz, ab. obscuratus Suff. Auf der dunkel gesprenkelten Unterseite fehlt der Längsstrahl
ehmckei. im Felde Ic der Hflgl. — ehmckei Dew. Saum der Hflgl an der Rippe 4 deutlich geeckt. Weicht sonst von
neanthes nur dadurch ab. daß beide Flgl oben an der Wurzel breit weißlich und unten ohne deutliche INIittel-
phanera. binde sind. Angola. — fa. phanera Joid. hat beim q eine deutliche Ecke an der Rippe 4 der Hflgl und we-
niger ausgedehnte schwarze Zeichnungen der Vflgl, stimmt aber sonst mit zoolina überein. Angola. — betsi-
helsimisa- misaraka Luc kommt auf Madagaskar vor und weicht von zoolina nur dadurch ab, daß die Hflgl des ^ am
raka. Ende der Rippe 4 ein deutliches Zähnchen haben und daß der Querstrich am f^nde der Mittelzelle der Vflgl
belanimena. nur die Wurzel der Rippe 3 erreicht. — fa. betanimena Luc. entspricht die fa. neanthes, ist aber dunkler und
mit dunklerer rostbrauner und mehr zusammenhängender Saumbinde. Die Hflgl beim (J an der Rippe 4 deut-
lich gezackt. Flgl unten ohne Mittelbinde, oder mit scharf hervortretender weißgesäumter Mittelbinde, ab.
andriba. andriba Ward. Madagaskar.
16. Eupale- Gruppe.
Die einzige Ai't dieser Gruppe ist durch die hellgrüne Grundfarbe beider Flgl leicht kenntlich. Die Hflgl ohne Schwanz,
am Ende der Rippe 4 aber kurz geeckt.
eupale. Ch. eupale Drury (32c). Beide Flgl hell grün; Spitzenhälfte der Vflgl viel dunkler grün nach innen
scharf begrenzt und am Hrd wenigstens 2 mm breit. Hflgl oben mit gerundeten schwarzen Flecken vor dem
diliäiw. Saume und dicker dunkelgrüner oder brauner Saumhnie. Sierra Leone bis Angola. — dilutus Bothsch. ist et-
was größer mit hellgrüner Spitzenhälfte der Vflgl, welche nach innen weniger schai'f begrenzt ist und am
Saume an oder vor dem Ende der Rippe 1 endet. Hflgl ohne dunkle Saumlinie und mit kleineren oder im-
deutlichen Submarginalpunkten. Im Inneren des Kongo- Gebietes mid im Nyassa-Land.
17. Nichetes- Gruppe.
Saum der Vflgl ansgcrandet, vor dem Ilinterwinkel am Ende der Ripjje 2 stark konvex. Ilflgl beim o am Anahvinkcl
spitz au.sgezogen; ihr Sauiii gebogen und schwach gezackt aber ohne Schwanz; beim § am .\iialvvinkel abgerundet und mit
einem sehr kurzen Schwänzchen an der Ripi)e 4. Grundfarbe oben orangerot mit violettem Schiller.
nichetes. Ch. nichetes Stnith (32 b). (3 : Flgl oben mit einer fast geraden, schwarzen Mittelbinde, welche sich vom
Vrd der \'flgl bis zur Mitte der Rippe 2 der Hflgl erstreckt und etwa 4 mm breit ist. Die Vflgl in den Fel-
dern 2 — 6 mit schwarzen Discalflecken, welche mehr oder weniger vollständig mit der Innenseite der Quer-
binde vereinigt sind; Hflgl innerhalb der Binde ausgedehnt schwärzlich. Vflgl mit dunklen zu einer Binde ver-
einigten Saumflecken und die Hflgl mit dicken submarginalen Ringflecken. Beim $ ist die Wurzelhälfte bei-
der Flgl oben fast eben so dunkel wie die Querbinde, welche darum nur auf der Außenseite durch die röt-
lich gelbe Grundfarbe begrenzt ist; Submarginalflecke der Hflgl zu einer 4 mm breiten hellgefleckten Binde
leoninus. verschmolzen. Kamerun bis Angola. — leoninus Btlr. (32 b) weicht, wie die Figur zeigt, nur durch die viel
weniger entwickelten schwarzen Zeichnungen von der Hauptform ab. Beim 9 sind die schwarzen Zeichnungen
noch mehr reduziert, die Grundfarbe viel heller orangegelb imd der Saum der Hflgl gleichmäßig abgerundet,
ohne Schwänze. Nyassa-Land.
18. Laodice- Gruppe.
Flgl oben tief schwarz mit blauen Zeichmmgen. Die Hflgl beim (J mit welligem oder gezacktem Saume ohne Schwanz,
beim $ an <ler Rippe 4 geschwänzt. Die Unterseite beider Flgl dunkel mit matten Zeichnungen.
Erste Untergruppe.
Mittelzelle der \'flgl oben einfarbig .schwarz ohne Flecke. Hflgl gewöhnlich auf l)eiden Seiten mit weißen Submarginal-
punkten.
PALLA. Von Dr. C. Aurivillius. 141
Ch. porthos Smith. Hflgl oben mit einer etwa 4 — 5 mm breiten blauen Querbinde, welche in der Mitte porthos.
liegt und sich auf den Vflgbi in fast gerader Richtung bis zur Rippe 6 oder 7 fortsetzt, aber dort allmäh-
lich schmäler wird und sich in Flecke auflöst. $ unbekannt. Kamerun bis Kongo; sehr selten.
Ch. zelica jB<?»-. (32 b). Hflgl oben mit einer schmalen, in Flecke aufgelösten, blauen Querbinde, welche zelica.
weit hinter der Mitte liegt und nur 7 mm vom Saume entfernt ist. Vflgl oben mit einer Querreihe kleiner
blauer Flecke, welche fast senkrecht gegen den Vrd gerichtet ist und einen beinahe rechten Winkel mit der
Binde der Hflgl bildet. $ unbekannt. Eine seltene, nur aus Kamerun und Angola sicher bekannte Art.
Ch. laodice Drury (32 c) ^■. Hflgl oben mit blauen Saumstrichen in den Feldern Ic — 5( — 6), aber ohne laodice,
Submarginalpunkte oder nur mit sehr kleinen solchen Punkten ; dicht innerhalb der Saumstriche und nur 3 mm
vom Saume liegt eine Reihe von 6 dicken blauen Flecken. Vflgl oben mit blauen Submarginalflecken in la — 4
und mit zwei blauen Flecken am Vrd in 5 und 6 etwa 5 mm hinter der Zellenspitze. Flgl unten mit grauem
Seidenglanz und hinter der Mitte der Hflgl mit schwärzlicher Querbinde. — • $. Beide Flgl oben mit breiter,
dunkel ockerbrauner Saumbinde; Hflgl mit weißen Submarginalpunkten, aber ohne Saumstriche. Gold-
küste bis Angola.
Zweite Untergruppe.
Mittelzelle der Vflgl oben ganz oder zum größten Teil blau. Hflgl ohne Subnaarginalpunkte. Hflgl oben über die Spitze
der Zelle mit gerader, nach vorn schmälerer, blauer Mittelbinde ; dieselbe wird auf den Vflgln durch eine mit dem Saume gleich-
laufende Reihe gi'oßer blauer Submarginal flecke fortgesetzt, ^'flgl außerdem an der Mitte des Vrds mit zwei blauen Flecken
in den Feldern 5 und 6. Die $ mit eineni 5 nun langen Schwänzchen an der Rippe 4 der Hflgl.
Ch. mycerina Godi. Vflgl oben ohne blaue Saumflecke. Hflgl oben mit fast zusammenhängenden, myccrina.
blauen Saumstrichen. Sierra Leone bis Kongo.
Ch. doubledayi Auriv. (32c). Vflgl oben mit großen blauen Saumflecken; Hflgl oben mit dicken Saum- douhledayi.
möndchen. Sierra Leone bis Kongo; häufiger als die vorige Art.
3. Gattung: Palla Hhn.
'c
Im Rippenbau und anderen morphologischen Kennzeichen mit Charaxes übereinstimmend ; die Mittel-
und Hinterschienen jedoch oben ohne Dornen, die Rippen 3 und 4 der Hflgl lang gestielt und die Schluß-
rippe der Mittelzelle der Hflgl sehr fein. In der Zeichnungsanlage weichen indessen die Palla-Avten völlig
von allen C7(.ara;res- Arten ab. Beide Flgl sind tmten durch eine weiße Mittelbinde in einen fast unbezeichneten
dunklen Wurzelteil und einen mit braunen Querstrichelchen dicht bekleideten Saumteil geteilt; die Felder laund
Ib der Hflgl auch gestrichelt. Die Hflgl ohne Saumstriche, unten aber mit schwarzen, weiß gekernten und
rotbraun geringelten Augenflecken dicht vor dem Saume. Außer der schwarzen inneren Begrenzung der wei-
ßen Mittelbinde finden sich im dunklen Wurzelteil der Unterseite schwarze Querstriche nur in der Mittel-
zelle der Vflgl (4) und je einer in Feld Ib der Vflgl und 7 und 8 der Hflgl.
Die Vflgl bei den (J(^ aller Arten oben einfarbig schwarzbraun mit einer weißen Mittelbinde, welche
von der Mitte des Hrds ausgeht und den Vrd etwas vor der Mitte erreicht. Hflgl an der Rippe 4 lang ge-
schwänzt und oben mit einem sehr großen, orangegelben Mittelfelde, welches sich am Hrd vom Analwinkel
bis zur Rippe 4 oder 5 erstreckt, und nach vorn allmählich schmäler werdend wenigstens die Mitte der Rippe 3
oder sogar die Rippe 6 oder 7 erreicht und sich vorne mit der Fortsetzung der weißen Querbinde der Vflgl
vereinigt. Wenn das orangegelbe Feld lang ist, wird also die weiße Binde der Hflgl kurz und umgekehrt.
Die Entwicklungsstadien sind leider unbekannt.
P. publius Sfgr. Die weiße Querbinde der Vflglunterseite nach außen durch eine schwarzbraune puhlius.
Binde scharf begrenzt. Die orangegelbe Farbe der Hflgloberseite erreicht wenigstens die Rippe 6. $ dem ^
ähnlich. Sierra Leone bis Kongo.
P. ussheri Btlr. (32 d). Die weiße Querbinde der Vflglunterseite nach außen nicht scharf, sondern uss/tcH.
nur durch die dunklen Strichelchen begrenzt. (^ : Oberseite wie bei publius gezeichnet. $: Flgl oben mit ge-
meinsamer hellgelber-gelbhchweißer Mittelbinde; Vflgl mit zusammenstoßenden orangegelben Submarginal-
flecken und die Hflgl mit ähnUchen Saumflecken. Sierra Leone bis Kongo und Uganda.
P. decius Cr. ^ (32 d). Die weiße Mittelbinde der Oberseite erreicht die Rippe 5 oder 4 der Hflgl fe; »9.
und ist mehr oder weniger breit bläulich begrenzt. $ dem $ von ussheri ähnlich, aber mit hellerer, fast weißer,
7^11 mm breiter, bläulich begrenzter Mittelbinde und von einander völhg getrennten Submarginalflecken der
Vflgl. Sierra Leone bis Angola.
P. violinitens Croicley ist der vorigen Art sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß beim :^ die violinitem.
weiße oder blaue Binde der Hflgl auch die Wurzel der Felder 2 und 3 bedeckt und daß beim $ die weiße
Mittelbinde in der Mitte 12 — 15 mm breit ist. Goldküste bis Angola.
142 Uebersicht der Nvmphalinen-Gattungen.
2. Unterfamilie : Nytnphalinae.
Zu den Nymphalinen gehören nicht weniger als 17 ätlüopische Gattungen, welche alle auf diese Re-
gion beschränkt sind und keine Vertreter in anderen Regionen haben. Sie sind fast alle für die Urwaldgebiete
charakteristisch und treten außerhalb solcher Gegenden nur vereinzelt auf. Nur eine einzige Art. Hamnnu-
mida duedaUis F.. tritt auch in ganz trockenen und offenen Gegenden auf und kommt sogar in Arabien vor.
Auf Madagaskar finden sich nur drei Arten, von denen zwei zu Pseudacraea und eine zu Aterica gehören.
In Süd- und Ostafrika sind die XvmphaUden verhältnismäßig selten und kommen fast ausschließlich nur an
bewaldeten Lokalitäten vor.
Die zahlreichen Formen sind unter sich oft ganz verschieden und haben nur die Kennzeichen, welche
in der Uebersicht der Unterfamihen angeführt sind, miteinander gemeinsam. Die Fühler sind gewöhnlich lang
bis selir lang und haben eine längliche, drehrunde Kolbe. Die Flgl sind bei der Mehrzahl groß und breit,
nur in den drei letzten Gattungen (Catumi, Pseudonepfis und Pseudacraea) sind die Vflgl schmäler und in die
Länge gezogen. Die Flgl haben oft eine dunkelbraune bis schwärzliche Grundfarbe, welche jedoch sehr oft
schön blau, grün oder violett schillert.
Die CJeschlechter sind oft einander sehr unähnMch. indem die £2 sowohl durch Farbe und Zeichnung
wie durch Flglform von den oo abweichen. Dieser L^mstand erschwert das Studium der hierher gehörenden
Formen bedeutend, macht aber anderseits diese Unterfamihe zu einer der interessantesten unter den Tagfaltern.
Die Ent Nvicklungsst adieu sind nur von wenigen Arten bekannt. Die Rp scheinen dadurch ausgezeich-
net zu sein, daß sie nur zwei Reihen von ausgebildeten Dornen haben, eine jederseits des Rückens; diese Dor-
nen sind oft sehr verästelt und stark verlängert, bald aufgerichtet, bald nach außen gestreckt und nieder-
liegend. Pp auf dem Rücken mit einer großen, pjTamidenförmigen Erhöhung.
Die Gattungen sind teilweise sehr nahe verwandt und bisweilen nur durch Vergleichung beider Ge-
schlechter sicher zu unterscheiden. Die wichtigsten L'nterschiede sind in der folgenden L'ebersicht aufgenommen.
Uebersicht der Gattungen.
I. Der Zwischenraum zwischen dem Stiele der Rippen 7 — 9 und der Rippe 12 der Vflgl ist so schmal, daß
die Rippen 10, 11 und 12 einander berühren oder nur durch sehr schmale Zwischenräume getrennt sind,
A, Die Rippe 10 der Vflgl entspringt aus der Mittelzelle oder sehr selten dicht hinter dem Zellende aus
dem Stiele von 7 — 9,
«. Die Praecostalrippe der Hflgl entspringt aus dem Rippe 8 an oder ein wenig vor dem Punkte, wo
sich diese von der Mittelzelle entfernt, sehr selten etwas hinter diesem Piuikte. Die Mittelzelle der
Hflgl ist in letzterem Falle immer geschlossen.
* Die Mittelzelle der Hflgl offen, sehr selten (bei Cymothoe luca^i, cloetensi und oemilius) fein
geschlossen.
1. Die Mittelzelle der Vflgl geschlossen. Die Rippe 9 der Vflgl entspringt beim ^ ungefähr in
der Mitte zwischen der Spitze der Mittelzelle und der Rippe S, beim £ aber etwas näher an
der Rippe 8, Die Praecostalrippe der Hflgl entspringt ein wenig vor dem Trennungspunkte
der Rippe 8, 1, Cymothoe.
2. Die Mittelzelle der Vflgl offen. Die Rippe 9 der Vflgl entspringt beim ^ viel näher an der
Mittelzelle als an der Rippe 8, beim 2 näher an der Rippe 8 als an der Mittelzelle, Die Prae-
costalrippe der Hflgl entspringt gerade dem Trennungspunkte der Rippe 8 gegenüber,
a. Die Rippe U» der Vflgl aus der ^littelzelle. Die Hflgl beim ^ am Analwinkel ausgezogen,
2, Euptera.
b. Die Rippe 10 der Vflgl aus dem Stiele von 7 — 9 kurz hinter der Spitze der Mittelzelle, Die
Hflgl am Anahvinkel abgerundet, 2, Pseudathyma.
** Die Mittelzelle beider Vflgl geschlossen,
t Die Rippe 9 der Vflgl entspringt beim £ gewöhnlich kurz hinter der Spitze der Mittelzelle
und immer näher an dieser als an der Rippe 8,
§ Die Rippe 9 der Vflgl entspringt beim 2 näher an der Rippe 8 als an der Mittelzelle, Die
Rippen 3 und 4 der Vflgl entspringen aus demselben Punkte, der Hinterecke der Mittel-
zelle, oder wenigstens näher an einander als die Rippen 5 und 6. Die Pr<iecostalrippe
der Hflgl entspringt gerade an oder etwas nach dem Punkte, wo sich die Rippe 8 von der
^littelzelle treimt,
— Die Hflgl am Analwinkel in der Mitte zwischen den Rippen Ib und 2 mit breitem
stumpfen Schwanzlappen, Die Flgl oben mit grüner Grundfarbe, 5, Euryphaedra.
-\--T- Die Hflgl am Analwinkel abgerundet oder an einer der Rippen 1 b oder 2 hervor-
tretend,
1, Die Geschlechter durch Farbe, Zeichnung und Ffglform einander sehr unähn-
üch.
CYMOTHOE. Von Dr. C. Aürivillius. 143
a. Der Saum der Hflgl tritt an der Rippe 1 b eben so weit ($) oder viel weiter
als an der Rippe 2 hervor. 4. Euryphura.
b. Der Saum der Hflgl tritt, besonders beim ^, an der Spitze der Rippe 2 am
meisten und mehr als an der Rippe 1 b hervor. 8. Diestogyna.
2. Beide Geschlechter älinlich gefärbt und gezeichnet und mit fast derselben Flgl-
form. Die Rippe 10 der Vflgl immer aus der Älittelzelle.
a. Die Rippe (i der Vflgl dm'ch die kurze, schief gestellte obere Discocellulare
vom Stiele der Rippen 7 — 9 getremit. 6. Harmilla.
b. Die Rippe 6 der Hflgl entspringt aus demselben Punkte wie der Stiel von
7 — 9, weil obere Discocellulare völlig fehlt. 7. Crenidomimas.
§§ Die Rippe 9 der Vflgl entspringt auch beim $ näher an der Spitze der Mittelzelle als
an der Rippe 8. Die Rippen 3 und 4 der Vflgl sind an ihrem Ursprünge weiter getrennt
als die Rippen 5 und 6. Die Praecostalrippe der Hflgl entspringt immer ein wenig vor
dem Punkte, wo sich die Rippe 8 von der Mittelzelle entfernt. Die Rippe 10 der Vflgl
stets aus der Mittelzelle.
1. Palpen grau behaart. 9. Euryphene.
2. Palpen orangegelb behaart. 10. Euphaedra.
tt Die Rippe 9 der Vflgl entspringt bei beiden (Geschlechtern aus dem Stiele von 7 und 8 viel
näher an der Rippe 8 als an der Spitze der Mittelzelle. Die Rippen 3 und 4 der Vflgl an
ihrem Ursprünge wenigstens so weit wie die Rippen 5 und 6 getrennt. Die Praecostalrippe
der Hflgl entspringt an oder etwas vor dem Trennungspunkte der Rippe 8 von der Mittel-
zelle. Die Rippe 10 der Vflgl stets aus der Mittelzelle. 11. Hanutnwmida.
ß. Die Praecostalrippe der Hflgl entspringt aus der Rippe 8, nachdem diese sich vom Vrde der Mittel-
zelle getrennt hat. Die Mittelzelle der Hflgl offen. 12. Aterica.
B. Die Rippe 10 der Vflgl entspringt aus dem Stiele von 7 — 9 weit hinter der Spitze der Mittelzelle,
a. Die Praecostahüppe der Hflgl entspringt aus der Rippe 8 an oder ein wenig vor dem Punkte, wo sich
diese von der Mittelzelle trennt. Geschlechter ganz verschieden. 13. Cynandra.
fi. Die Praecostalrippe der Hflgl entspringt aus der Rij^pe 8, nachdem diese sich von der Mittelzelle
entfernt hat. Die Mittelzelle der Hflgl offen. Die Rippen 3 und 4 der Vflgl ziemlich weit getrennt.
Geschlechter einander ähnlich.
1. Die Vflgl kurz und breit mit fast geradem Saume. Die Rippe 11 der Vflgl frei. 14. Pseudargynnis.
2. Die Vflgl lang gestreckt mit gebogenem Saume und breit abgerundeter Spitze. Die Rippe 11
der Vflgl eine Strecke mit der Rippe 12 vereinigt. 15. Catuna.
II. Der Zwischenraum zwischen dem Stiele der Rippen 7 — 9( — 10) der Vflgl und die Rippen (10 — )11 — 12
ist breit oder sehr breit. Die Mittelzellen geschlossen,
a. Die Rippe 10 der Vflgl entspringt hinter der Spitze der Mittelzelle aus dem Stiele von 7 — 9. Die
Rippen 3 und 4 der Vflgl ziemlich, weit getrennt. 16. Pseudoneptis.
p. Die Rippe 10 der Vflgl entspringt vor der Spitze der Mittelzelle. Die Rippen 3 und 4 der Vflgl aus
demselben Punkte oder sehr nahe an einander ausgehend. 17. Pseudacraea.
1. Gattung : C^'iiiotlioö Hhn.
Große bis mittelgroße Schmetterlinge, deren Geschlechter gewöhnlich ganz verschieden gefärbt und
gezeichnet sind. Die ^^ sind in der Regel oben heller gefärbt imd melu- einfarbig als die oft dunklen, aber
mit hellen Zeichnungen gezierten $?. Diese letzteren sind außerdem bisweilen polymorph. Wegen dieser gro-
ßen Verschiedenheiten der Geschlechter ist die Zusammengehörigkeit von ^J und $ einiger Arten noch nicht
sicher festgestellt. Nur durch genaue Beobachtungen in der Natur und durch Erziehung aus den Raupen kön-
nen viele Fragen in Betreff der Cymothoi- Alten gelöst werden.
Die Rp hat auf den Gliedern 2 — 11 auf jeder Seite des Rückens einen kräftigen, aufgerichteten, nur
wenig verästelten Dorn und auf jeder Seite unterhalb der Atemlöcher ein winziges Dörnchen. Der Kopf
ist unbewaffnet.
Pp ziemhch abgerundet, ohne Dornen oder Warzen, aber mit zwei kurzen Kopfspitzen. Der Außenrd
der Flgldecken tritt sehr scharf hervor und längs der Rückenseite verläuft vom Vrde des Mittelrückens
bis zur Spitze des achten Gliedes ein scharfer Längskiel. Durch diesen Kiel und den viel schlankeren Bau wei-
chen die C ynmthoe -Fu-pTpen von den Chm-axes-Puppen ab.
Die Cytnafhoe- Arten kommen nur in bewaldeten Gegenden vor, sind in Süd- und Ostafrika selten und
fehlen völlig auf Madagaskar, den Maskarenen und den Comoren. Sie bilden mehrere natürliche Gruppen,
die jedoch nicht immer in beiden Geschlechtern scharf unterschieden werden können. Die folgende Uebersicht
der Gruppen wird jedoch die Bestimmung der zahlreichen Arten erleichtern können.
144 Uebersicht der Gruppen.
Uebersicht der Gruppen.
I. Saum der Hflgl an der Rippe 4 deutlich und fast rechtwinkelig geeckt. 1. TAeofeene- Gruppe.
II. Saum der Hflgl abgerundet oder gleichförmig gewellt.
A. Flgl oben schwarz mit gemeinsamer weißer, bläulich gerandeter Mittelbinde. 2. Oemj7»««-Gruppe.
B. Flgl nie wie in A gezeichnet.
a. (5' Flgl nie oben rot oder eintönig matt goldgelblich.
t $ Vflgl oben mit zahlreichen scharf begrenzten weißen Flecken oder mit scharf begrenzter, weißer
oder weißlicher Mittelbinde, die an der Mitte des Vrdes beginnt, schief gegen den Saum ge-
richtet ist und nach hinten höchstens die Rippe 2 erreicht. Mittelzelle der Vflgl oben schwarz
mit unregelmäßigen weißen oder bläulichen Flecken. — 3 Saum der Vflgl gerade oder fast ge-
rade; Flgl oben mit rahmgelber gegen den Saum mehr oder weniger orangegelber Grundfarbe.
3. Hyarbita-Gruippe.
tt 2 Vflgl nie auf einmal oben mit weißen Flecken in der Mittelzelle und mit schiefer gegen den
Saum gerichteter weißer Querbiude. — 3 Saum der Vflgl eingebuchtet oder die Flgl oben an-
ders als in der H yarbita-Gruppe gefärbt.
§ (^. Die Vflgl oben fast einfarbig, lebhaft dunkel orangegelb oder die Hflgl oben mit einer
zusammenhängenden, dunkel begrenzten hellen Mittelbinde, welche die Rippe 1 b erreicht
und vorne nur wenig erweitert ist. — $ : Hflgl oben mit schmaler, weißer, auf beiden Seiten
scharf und geradlinig begrenzter Mittelbinde. 4. Lucasi- Gruppe.
§§ cj. Die Vflgl nie oben einfarbig dunkel orangegelb und die Hflgl nie oben mit heller Mittel-
binde. — 2. Hflgl oben ohne weiße Mittelbinde oder mit einer nach außen eingeschnittenen
und nicht geradlinig begrenzten, weißen Mittelbinde.
0. (J. Die Hflgl am Anal«-inkel am Ende der Rippe 1 b deutlich gelappt oder in einem
kurzen Schwänzchen ausgezogen. Die Vflgl mit fast geradem Saume und rechtwinke-
liger Spitze. — Die S (soweit sie sicher bekannt sind) mit den Hflgln oben von der
Wurzel bis weit über die Mitte hinaus schwarz oder schwärzlich ohne helle Zeichnungen ;
ihr Saum nur schwach gewellt. 5. Lurida-Gruppe .
00. Q. Die Hflgl nicht am Analwinkel ausgezogen. — $. Die Hflgl entweder mit stark ge-
welltem Saume oder nicht oben bis weit über die Mitte hinaus einfarbig schwarz.
+ Größere Arten; Flglspannung beim o "0 — "5, beim $ 85 — 90 mm. Saum der
Hflgl stark gewellt. Hflgl oben wenigstens bis über die Mitte hinaus einfarbig schwarz
oder schwärzlich. 6. Fumatm-GTuppe.
-(--r Kleinere Arten: Flglspannung beim 3 50 — 62, beim $ 65 — 80 mm. Saum der
Hflgl nicht oder nur schwach gewellt. Hflgl nie oben bis weit über die Mitte liin-
aus einfarbig schwarz. 7. Caents- Gruppe.
ß. (J: Flgl oben mit roter — matt goldgelber Grundfarbe. — £: Flgl oben mit roten Feldern oder mit
breiter gemeinsamer, weißer Querbinde. 8. Sangaris-Giuppe.
1. Theobene- Gruppe.
Diese Gruppe un.faßt nur eine einzige .\rt, welche sich von allen anderen durch die Form der Hflgl unterschei-
det. Dieselben sind nämlich am Ende der Kippe 4 deutlich geeckt. Die Flügel haben einen gewellten Saum, welcher
auf den Vflgl beim q fast gerade und beim i hinter der Spitze schwach ausgerandet ist. Hrd der Vflgl nicht ganz
gerade, sondern vor der Mitte schwach konvex und hinter der Mitte, besonders beim $, ausgerandet, wodurch der Uin-
terwinkel deutlich hervortritt.
thedbFne. C. theobene Dhl. u. Heu-. (34 d). 3. Flgl oben im Wurzelteil bis zur Rippe 3 schwarzbraun oder auf den
Vflgln gelbbraun, dami mit hellgelber Mittelbinde, welche am Vrde der Vflgl am breitesten ist und an der
Rippe 1 b der Hflgl spitz endet ; der Saumteil hat eine orangegelbe Grundfarbe, ist aber am Saume und am
inneren Teil mehr oder weniger verdunkelt und schließt gelbe Submarginalflecke und eine schwarze submar-
ginale Kappenlinie ein. Die Unterseite ist gelblich und mit kleinen braunen Punkten gesprenkelt ; durch eine
feine, zuweilen undeutUche MittelUnie wird sie in zwei Hälften geteilt; die Kappenlinie ist deutlich. — Beim
2 (34 d) haben die Flgl auf beiden Seiten eine weiße Grundfarbe: oben ist der schwarzbraune Wurzelteil nach
außen scharf aber unregelmäßig begrenzt und schließt gewöhnlich an der Spitze der ^littelzelle der Vflgl zwei
helle Flecke ein; der Saumteil ist mehr oder weniger braun gesprenkelt und schheßt eine unregelmäßig ge-
bogene Querreihe schwärzlicher Flecke und die an den Zwischenaderfalten oft verdickte schwarze Kappen-
linie ein. Die Unterseite ist mehr oder weniger dicht braun gesprenkelt und hat eine deutliche schwarzbraune
Mittellinie. Pp grün ohne Flecke, aber mit orangegelbem Rückenkiel und gelben Seiten des Kremasters. Elfen-
blassi. beinküste bis Angola und Uganda. — blassi Weym. ist die südöstliche Form und weicht nur durch hellere
Färbung und nach außen undeutlich begrenzte Mittelbinde der Oberseite ab. Portugiesisch Südostafrika,
nebetheo. Deutsch-Ostafrika. — ab. nebetheo Suff, weicht dadurch ab. daß die dunkle Mittellinie der Unterseite saum-
wärts von einer ähnhch gefärbten. 5 — 9 mm breiten Querbiude begleitet ist. ^Mhonda in Deutsch-Ostafrika.
Ausgegeben äO. I. 1913. CYMOTHOE. Von Dr. C. AüRIVILLIUS. 145
2. Oemilius- Gruppe.
Die Flügel sind oben schwarz mit einer gemeinsamen, geraden, weißen, auf beiden Seiten breit bläulich ge-
säumten Querbinde, welche am Vrde der Vflgl weit hinter der Mitte anfängt und an der Rippe 1 b der Hflgl nahe am
Irde endet.
C. oemilius Doumef (34 a). Beide Flgl oben außerhalb der Mittelbinde mit zwei unter sich und mit dem oemilius.
Saume gleichlaufenden Reihen von weißen, blau bestäubten, gerundeten Flecken; die Mittelbinde der Vflgl
an den Rippen saumwärts ausgezogen. Vrd der Vflgl beim ^J biz zur Mittelzelle weiß. Die Unterseite ist
hell grün mit weißer Mittelbinde und weißlichen Fleckem-eihen, zwischen denen die Grundfarbe mit kleinen
schwarzen Submarginalpunkten geziert ist ; Mittelzelle der Hflgl mit zwei feinen schwarzen Ringen und die der
Vflgl mit zwei zackigen Querlinien. Alt-Calabar bis Gabun.
C. frederica Dist. Von dieser, wie es scheint, sehr seltenen Ai't, ist nur das $ bekannt. Es weicht vom frederica.
9 der vorigen Art dadurch ab, daß die hellen Flecke des Saumteiles völhg fehlen. Anstatt dessen sind
die Flecke der breiten Mittelbinde in der Mitte jedes Feldes fast bis zum Saume zungenförmig verlängert.
Die Unterseite ist v\ae oben gezeichnet, aber wie bei oemilius gefärbt. Alt-Calabar.
3. Hyarbita - Gruppe.
Die schönen und seltenen Arten dieser Gruppe sind unter sich nahe verwandt und besonders durch die völlige Ver-
schiedenheit der (J(J von den ^^ ausgezeichnet. Die Hflgl sind bei beiden Geschlechtern gleichförmig abgerundet imd am Anal-
winkel nicht ausgezogen. Der Saum der Vflgl ist beim (J gerade und fast ganzrandig, beim $ nur schwach ausgerandet xind
etwas gewellt. — (J: Beide Flgl oben an der Wurzel und die Hflgl am Ird mehr oder weniger breit verdunkelt, dann hellgelb,
vor dem Saume in größerer oder kleinerer Ausdehnung orangegelb und am Saume schmal verdunkelt. Unten sind die Flgl
hellgelb mit dunkelbraunen Zeichnungen und rotbrauner ^Mittellinie. — Die $$ dagegen haben alle oben eine schwarze Grundfarbe,
weiße imd blaue Flecke in der Mittelzelle der Vflgl, eine von der Mitte des Vrds ausgehende und schief gegen den Saum gerichtete
weiße Querbinde der Vflgl und eine breite weiße oder hell gelbliche Mittelbinde der Hflgl. Die .schwarze Submarginallinie fehlt
oder ist wenig deutlich.
C. relnholdi Plötz ist che größte und hellste der drei Arten. (^ : Wurzel beider Flgl oben blaugrau; reinhoMi.
die blaugraue Farbe erreicht auf den Vflgln die Rippe 2, auf den Hflgln die Spitze der Mittelzelle, bedeckt
mehr als die Hälfte des Feldes 2 und auch die Wurzel des Feldes 3; die Felder 1 a und 1 b sind dagegen
schwärzlich; hinter der Mitte haben beide Flgl eine etwa 9 mm breite orangegelbe Saumbinde, welche
nach innen ohne deutliche Grenze in die hellgelbe Grundfarbe übergeht; die schwärzliche Submarginallinie
ist nicht an den Falten verdickt und überall vom schmal schwarzen Saxime getrennt. Unten sind die Flgl hell
braungelb und durch eine ganz gerade rotbraune, in den Feldern 1 b und 2 der Vflgl schwarze Mittellinie
geteilt ; der Wurzelteil ist eintönig gefärbt und nur in den Mittelzellen, an deren Spitzen, im Felde 1 b der
Vflgl und im Felde 7 der Hflgl mit deuthchen schwarzen Querzeichiiungen ; im Saumteil sind die Postdiscal-
flecken und die Submarginallinie nur schwach angedeutet. — Das $ ist oben dem V von hyarbita sehr ähnlich,
hat aber eine rein weiße Querbinde der Vflgl, welche die Rippe 2 erreicht und im Felde 2 weiter vom Saume
entfernt ist ; unten haben beide Flgl eine hell braungelbe Grundfarbe und die Hflgl eine fast gerade rostbraune
Querlinie, welche die weiße Mittelbinde durchquert; cUese Querlinie fehlt völlig bei hyarbita-'^. — Kamerun.
C. hyarbita Heiv. (36 a) weicht in männUchem Geschlecht dadurch von reinholdi ab, daß der Wurzel- hyarbita.
teil der Oberseite schwarz statt blaugrau ist; die schwarze Farbe bedeckt die Felder la — 2, nicht aber die
Wurzel des Feldes 3 der Hflgl und vereinigt sich hinten mit der schmalen schwarzen Saumlinie; die Sub-
marginallinie fehlt oder ist nur durch Punkte angedeutet. Unten sind che Flgl viel dunkler und bunter als bei
reinholdi, haben eine auf den Hflgln deuthch gebogene MitteUinie, im Wurzelteil der Hflgl eine breite, schwarz
gesäumte kastanienbraune Bogenbinde und sind im Saumteil der Hflgl vom Ird bis zur Rippe 5 dunkelbraun.
— Das $ (36 a) hat eine weißliche Querbinde der Vflgl, welche die Rippe 2 nicht völlig, aber im Felde 2
den Saum fast erreicht und vermißt unten völlig die braune Querlinie der Hflgl. — Alt-Calabar und Ka-
merun.
C. hyarbitina Auriv. (35 b) ist kleiner und dimkler gefärbt, sonst aber der vorigen Art sehr ähnhch hyarbitina.
und vielleicht nur eine Lokalrasse derselben. Das S (35 b) weicht von hyarbita-^ dadurch ab, daß die Wur-
zel beider Flgl oben dunkelgrau, che Felder Ic — 3 der Hflgl dunkelbraun und schwarz gesprenkelt sind und
besonders dadurch, daß die Submarginallinie voUstänchg und an den Innenwinkeln stark vercUckt ist; der
Saum ist übrigens auch viel breiter verdunkelt als bei hyarbita. Die Unterseite stimmt fast völhg mit der
Unterseite von hyarbita ^ überein, ist aber etwas heller gefärbt und hat eine deuthche Submarginallinie.
— Das 9 ist dem $ von hyarbita sehr ähnhch, aber kleiner und mit nur etwa 8 mm breiter Mittelbinde
der Hflgl; die Unterseite hat eine mehr gelbbraune Grundfarbe. Koiagogebiet, am Sankuru-Fluß.
C. beckeri H. Schaff. (= theodota Hew.) (34c). c^: Flgl oben hellgelb, an der Wurzel bläulichgrau; heckeri.
Vrd und eine sehr breite Saumbinde der Vflgl orangegelb; Hflgl mit sehr breiter nach vorn verschmälerter
XIII 19
146 CYMOTHOE. Von Dr. C. Aubivillius.
schwarzbrauner Saumbinde; Submarginallinie gewöhnlich auf beiden Flghi deutlich. Die Unterseite ist gelb-
braun und durch eine etwas unregelmäUige Querlinie in einen mit großen weißen Flecken gezierten Wurzelteil
und einen etwa 13 — 14 mm breiten, nur von drei matten dunklen gezac-kten Querlinien durchsetzten Saumteil
ceteilt. — Das 2 ist oben vom 3 ganz verschieden: die Grundfarbe ist schwarz mit zahlreichen, scharf hervor-
tretenden weißen Flecken: beide Flgl an der Wurzel graublau: die Vflgl haben einen winkeUg gebrochenen
Querstrich in der Mittelzelle einen Längsstrich in 1 a an der Mitte des Hrds und 2 — i Flecke in jedem der
Felder 2 h — 6. Die Hflgl haben ein sehr großes weißes iDttelfeld. welches hinten in 1 c — 3 mit einem lebhaft
orangegelbera Fleck geziert ist iind in der schwarzen Saumbinde zwei Reihen weißer Flecke: die grau-
weiße Unterseite hat dunkelgraue Zeichnungen, welche denen beim ^ ziemlich genau entsprechen: die Mittel-
linie der Hflgl ist rostgelb. Alt-Calabar bis Angola; eine recht häufige Art. — Im Inneren des Kongogebietes
Oteodosia. und in Uganda tritt eine zweite Weibchenform, theodosia Stgr. (36 a). auf. Dieselbe weicht dadurch ab. daß
ihforaiiin. das helle Mittelfeld der Hflgl blaß gelblich ist und den orangegelben Fleck vermißt. — theocranta Karsch
von der nur ein einziges Stück bekannt zu sein scheint, macht ganz den Eindruck eines melanistischen Stücks
des 5 von beckeri. Größe und Flglf orm vrie bei dieser : Vflgl oben einfarbig schwarz-braun und nur mit einem
Längsstrich am Hrde und 5 länglichen grünlich umzogenen Submarginalflecken der Felder 1 b — 5 weißlich.
Auf den Hflgln sind die weißen Flecke in der dunklen Saumbinde durch 5 mit dem Mittelfelde vereinigten
Längsstrahlen der Felder 2 — 6 ersetzt : der gelbe Fleck der Felder 1 c — 3 wie bei der Hauptform. Kamerun.
4. Lucasi- Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe ha))en eigentlich nur die schn-ale, gerade und scharf begrenzte weiße Mittelbinde der Hflgl
der Si njt einander gen~.elnsan\. Uebrigens sind die beiden ersten Arten sehr nahe verwandt vmd von der dritten ganz verschieden
gefärbt und gezeichnet. Die Geschlechter sind einander ganz unähnlich und die 2$ beträchtlich größer als die oo-
lucasi. C. lucasi Doumet (34 a). Beide Flgl unten mit ganz gerader, rotbrauner, am Hrde der Vflgl schwarzer,
dicker Mittellinie. — ^■. Beide Flgl fast ganzrandig mit kurzen, schwarzen Fransen: Saum der Vflgl von der
Spitze bis zur Rippe 3 gerade, dann schwach konvex. Flgl oben intensiv feurig orangegelb: Vflgl nur am
Hrde mit Andeutung einer schwärzlichen Mittelbinde und an der Spitze sehr schmal schwärzhch. sonst ein-
farbig ohne Zeichnungen, die Hflgl mit einer tief schwarzen Mittelbinde, welche am Vrde schmal ist. nach
hinten aber rasch breiter wird, den Analwinkel fast erreicht und sich über den ganzen Ird ausdehnt ; am
Analwinkel im Felde 1 c findet sich eine feine schwarze Saumlinie, welche sonst völlig fehlt. L'nten sind die
Flgl matt gelblich, im Wurzelhälfte der Hflgl weißUch grau und außer in der Zelle der Vflgl ohne deut-
liche Zeichnungen: che .Submarginallinie tritt nur sehr undeutüch hervor. Durch die leuchtende Farbe der
Oberseite und den scharfen Gegensatz zwischen der schwarzen und der orangegelben Farbe gehört das ^
von lucasi zu den auffälhgsten Tagfaltern Afrikas. — Das viel größere £ ist oben schwarz, an der Wurzel
der Vflgl breit gelbbraun oder rotbraun und hat eine gemeinsame schmale weiße Mittelbinde und eine tief
gezackte dicke weiße Querlinie, welche die Submarginallinie nach innen begrenzt. Die Unterseite ist weißgrau,
etwas dunkler an der Wurzel, hat eine dicke dunkelbraune bis schwärzliche Mittelhnie und große schwärz-
liche Postdiscalflecke auf den Hflgln und in den Feldern la, — 2 der Vflgl: die SubmarginaUinie ist ziemlich
deutlich. Alt-Calabar bis Gabtin.
doeiensi. C. cloetensi Seeldr. (35 a). ^: Flgl oben einfarbig orangegelb, an der Wurzel dunkler, braungelb; am
Analwinkel der Hflgl in Ic und 2 mit feiner schwarzer SubmarginalUnie : Unterseite ganz wie bei lucasi-£. —
Das 2 weicht von lucasi-x nur dadurch ab, daß die Vflgl oben an der Wurzel schwarz und nicht rotbraun
sind. .SüdUches Kongo-Gebiet, am Sankuru-Flusse.
C. egesta. Hflgl am Analwinkel beim £ etwas ausgezogen, beim 2 abgerundet : Saum der Vflgl beim
o fast gerade, beim 1 hinter der Rippe 6 tief ausgerandet. Die Hflgl bei beiden Geschlechtern dicht hinter
der Spitze der Mittelzelle mit einer geraden, schmalen, weißen oder beim £ hellgelben, schwarz gesäumten
Mittelbindc. Beim £ sind die Vflgl oben hell ockergelblich und an der Wurzel besonders in den Feldern la — 2
mehr oder weniger verdunkelt : die helle Mittelbinde der Hflgl setzt sich auf den Vflgln gewöhnhch bis zur
Rippe 2 oder 4 fort; die winkelige Submarginallinie ist vollständig oder nur durch Punkte angedeutet. Beim
5 sind die Flgl oben schwarzgrau bis schwärzhch am Saume und an der Spitze der Vflgl etwas heller: die
weiße Mitteibinde setzt sich auf den Vflgln bis zur Rippe 6 fort und mündet dort in einem großen gelbüchen
Vrdfleck: SubmarginaUinie dick und schwarz. Unten sind die Flgl braungrau {£) bis grau ($) mit feiner,
dunkler, auf den Hflgln gerader und hell gesäumter, auf den Vflgl aber unregelmäßig gewellter Mittellinie;
egesta. der Wurzelteil hat wohl entwickelte dunkle Querzeiclmungen. — Bei der nördhchen Rasse, egesta Cr. (34 b)
ist die helle Qiaerbinde der Vflgl beim £ undeutüch oder wenigstens rücht schwarz begrenzt; die helle Quer-
binde der Hflgl ist nach außen etwas gezackt und gewöhnlich auf beiden Seiten scharf schwarz begrenzt : sel-
degesia. ten ist diese schwarze Begrenzung sohr schmal oder fehlend (ab. degesta Stgr.). Sierra Leone bis Goldküste.
coniusa. — confusa Auriv (= megaesta Stgr.) (34 a, b; 36 a) ist durchschnittlich größer und weicht im männUchem
Geschlecht noch dadurch ab. daß die helle Mittelbinde sich bis zur Rippe 3 oder 4 der Hflgl fortsetzt und
auch dort breit schwarz begrenzt ist. Alt-Calabar bis Kongo und Uganda.
CYMOTHOE. Von Dr. C. Aubivillius. 147
5. Lurida- Gruppe.
Die oo dieser Gruppe sind durch die am Analwinkel stark ausgezogenen, fast gelappten Hflgl leicht kenntlich; der
Saum der Hflgl ist gerade oder fast gerade und beide Flgl haben oben eine braungelbe )jIs ockergelbe oder fast orangegelbe
Grundfarbe. Bei den 0 0 sind dagegen die Hflgl gewöhnlich am Analwinkel abgerundet und die Vflgl am Saume tief aus-
gerandet. Die 5? sind gewöhnlich oben dunkel gefärbt und haben auf den S'flgln eine weiße oder weißliche, gegen den
Ä^rd senkrecht gestellte und meist den Hinterwinkel erreichende Querbinde.
C. lurida unterscheidet sich im männhchen Geschlecht von den folgenden Arten dadurch, daß die
Hflgl oben von der Wurzel bis über die IVIitte liinaus gelbbraun bis braungelb und ohne schwarze Mittelbinde
sind. Die $? haben eine weiße und scharf begrenzte Querbinde der Vflgl. — lurida Btlr. (34 d). Beim (J hirvJn.
haben beide Flgl oben eine braungelbe, an der Wurzel dunklere gelbbraune Grundfarbe; die Vflgl haben eine
schmale nur 2 mm breite schwarzbraune Saumbinde, sind aber sonst unbezeichnet ; die Hflgl aber haben
eine am Analwinkel 14 — 15 mm breite gegen den Vrd allmählich verschmälerte schwarzbraune Saumbinde,
in welcher die schwarze Submarginallinie deutlich hervortritt. — Beim $ (= hesione Weym.) sind die Flgl
oben schwarzbraun mit schwarzer Submarginallinie und schmaler schwarzer Mittelbinde der Hflgl; die weiße
Querbinde der Vflgl ist in der Mitte 10 mm breit. Die Unterseite ist bei beiden Gesclilechtern bunt gezeich-
net mit rötlicher Mittellinie und gelben (^) oder weißen (?) Flecken. Ashanti bis Angola. — hesiodotus Stgr. hesiodolha
(34 d $, nicht o) weicht nur dadurch ab, daß beim q beide Flgl oben an der Wurzel lebhaft rotbraun sind
und daß beim 5 die Querbinde der Vflgl schmäler ist und die Hflgl eine breite rotbraune Saumbinde haben.
Ogowe. — Beim ^ von butleri Grünh. ist die dunkle Saumbinde der Vflgl-Oberseite breiter, etwa 3,5 mm hutlcri.
breit am Vrde wie bei hypathn-^ wurzelwärts verlängert und auf der Innenseite von schwarzen Submarginal-
punkten begleitet; die Saumbinde der Hflgl nach innen unscharf begrenzt. Das $ weicht durch dunkel kaffee-
braune, nur im Spitzenteil der Vflgl schwarzbraune Grundfarbe und schmale durch schwarze Zeichnungen
unterbrochene Querbinde der Vflgl von der Hauptform ab. Uganda. — sublurida Frühst, weicht von der sublurida.
Hauptform dadurch ab, daß die Saumbinde der Hflgl fast verschwimden und die der Hflgl viel schmäler sind ;
die Grundfarbe ist auch heller. Fernando Po. — Von colmanti Auriv. ist (J oben heller gefärbt; die Vflgl cohnanti.
mit schmaler, an der Spitze aber erweiterter Saumbinde; die Hflgl ohne dunkle Saumbinde, aber mit scharf
hervortretender schwarzer Kappenlinie und am Saume mit schwarzen Schuppen bestreut. Die weiße Quer-
binde der Vflgl beim ? nur 4 mm breit. Nördliches Kongogebiet. — congoensis Suff, ist der vorigen Form congoenHs.
sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl beim (5* tiefschwarze Submarginalflecke in den Feldern
6 — 8 haben und daß die Kappenlinie der Hflgl auf der Innenseite mehr oder weniger breit schwarz gesäumt
ist. Kongogebiet.
Bei den ^^ der folgenden Ai'ten haben die Hflgl oben eine dunkle Mittellinie oder Mittelbinde oder sind im Wurzelteil
bis über die Mitte hinaus schwarz oder schwärzlich.
C. ochreata Smith. ^: Flgl oben mit orangegelber Grundfarbe; Vflgl ohne Zeichnungen in der Mittel- ochreata.
zelle und ohne deutliche dunkle Mittellinie; die Submarginalpunkte sind klein und die dunkle Saumbinde ist
nur an der Spitze deutlich. Hflgl nur wenig dunkler am Anahvinkel und mit einer schmalen dunklen ^littel-
linie und einer ähnlichen gezackten SubmarginalUnie ; am Saume aber nicht oder kaum verdunkelt; die Mittel-
zelle mit einigen undeutlichen Querzeichnungen. — $: Beide Flgl oben von der Wurzel bis zur Mitte dunkel-
braun, dann viel heller iind mit einer dunklen Querhnie, an deren Innen.seite sich auf den Vflgbi 5 cbeieckige
Flecke und auf den Hflgln nahe am Irde zwei halb elleptische bräunlich weiße Flecke anschheßen. Nur aus
dem großen Urwalde im nördlichen Kongogebiete bekannt. — cycladina Grünh. scheint von der Haupt- cycladim.
form nur dadurch abzuweichen, daß beim ^ beide Flgl oben eine deutliche dunkle Saumbinde haben und
sie verhält sich demnach zu ochreata fast wie butleri Grünh. zu cohnanti Auriv. Uganda.
C. cyclades Ward. (34 b). j*: Beide Flgl oben lebhaft orangegelb, an der Wurzel etwas verdunkelt; cyclades.
Vflgl nur mit kleinen Submarginalpunkten, feiner Saumlinie und einem kleinen Hrd-Fleck im Felde la schwarz
oder schwärzlich; die Hflgl mit einer etwa 3 mm breiten, nach vorn in Flecke aufgelösten, schwärzlichen
Mittelbinde und schwarzer SubmarginalUnie, welche durch die gelbe Grundfarbe von der 3 mm breiten Saum-
binde getrennt ist. Das $ ist mir unbekannt. Kamerun.
C. bonnyi Smith. Beim ,^ sind die Flgl oben gelbbraun, dunkler an der Wurzel und am Analwinkel honnyi.
und Außenrd der Hflgl; Vflgl mit zwei gezackten Linien in der Mittelzelle, mit einer olivenbraunen Quer-
binde zwischen dem Hrde und der Rippe 3, mit kleinen Submarginalpunkten und schwarz gesprenkeltem Saume.
Hflgl oben mit einer nach iimen scharf begrenzten ohvenbraunen Mittelbinde und eine submarginale Reihe
von zusammenhängenden, pfeilförmigen, nach außen gelbbraun gesäumten Flecken; che Wurzel, der Ird und
der Saum sind mit dunklen Schuppen bestreut. Am Aruwimi-Fluß im nordöstlichen Kongo-Gebiet. — orphnina orphninu.
Kar.sch ist wahrscheinlich eine $-Form von bonnyi. Der Saum der Vflgl hinter der Rippe 6 sehr'tief ausgeran-
det ; Analwinkel der Hflgl fast wie bei einem ^ ausgezogen. Flgl oben hellbraun; Vflgl mit drei welligen schwarz-
braunen QuerUnien in der Zelle und zwei ebensolchen außerhalb derselben zwischen den Rippen 4 und 7 ; im
148 CYMOTHOE. Von Dr. C. Acrivillics.
Felde 3 beginnt eine 6 — 7 mm breite, schwarzbraune Querbinde, welche sich bis zur Rippe 1 b der Hflgl fort-
setzt; die SubmarginalUnie ist auf den Vflgln schmal, auf den Hflgln aber zu einer 5 mm breiten schwarz
braunen Binde erweitert : zwischen der Mittelbinde und der Submarginalbinde ist die Grundfarbe grau ; Saum
beider Flgl nicht verdunkelt, hellbraun. Am Ituri-Fluß.
heliada. C. heliada Heic. (35 b). Beim ^ sind die Flgl oben hell orangegelb mit einer gemeinsamen schwarzen
submarginalen Kappenlinie, welche jedoch von dem etwa 2 mm breiten, verdunkelten Saumbinde gut ge-
trennt ist: Vflgl an der Wurzel bis zur Rippe 2 verdunkelt olivenbraun und mit zwei geschlängelten Quer-
linien in der Zelle; Hflgl von der Wurzel bis weit über die Mitte hinaus schwärzhch oder oft an der Wurzel
etwas heller und dann mit breiter, schwarzer, am Vrde bisweilen gespaltener Mittelbinde. Unterseite hellgelb
mit braunen Zeichnungen und gerader, braunroter MittelUnie. — Beim 2 sind beide Flgl oben im Wurzelteil
bis über die Mitte hinaus schwärzlich mit zwei großen gelblichen Flecken in der Vflgl-Zelle: der Spitzenteil
der Vflo^l ist weißgrau, am Saume schwarzgrau mit zwei gezackten schwarzen Submarginallinien : die weiß-
graue Farbe erreicht in den Feldern 3 — 6 und am Vrde die Flgl-Mitte. in den Feldern Ib und 2 aber nur
eine Breite von etwa 10 mm: die Hflgl haben eine 10 mm breite braungraue, in den Feldern 6 und 7 weiß-
gefleckte Saumbinde mit scharf hervortretender schwarzer KappenUnie. Kamerun bis Kassai.
hesiodus. C. hesiodus He>r. Beim 3 sind die Flgl oben orangegelb, nicht oder wenig verdunkelt an der Wurzel,
und haben eine scharf begrenzte 4 mm breite schwarzbraune Saumbinde, welche die äußeren Spitzen der fei-
nen Kappenlinie erreicht, die punktförmig verdickten inneren aber frei läßt; Hflgl mit unscharf begrenzter.
8 — 10 mm breiter, tief schwarzer Mittelbinde, welche sich am Irde ausdehnt und sich am Analwinkel mit der
Saumbinde vereinigt : Unterseite graubraun mit schwachen Zeichnungen und gezackter Mittellinie. Beim 1
ist der Saum der Vflgl hinter der Spitze tief ausgerandet und beide Flgl oben in der Wurzelhälfte dunkel vio-
lettbraun: diese Farbe ist nach außen durch eine schwärzliche Binde begrenzt, dann folgt eine helle Binde,
welche etwas hinter der Mitte des Vrdes der Vtlgl anfängt und bis zur Rippe 2 der Vflgl weiß, in den Feldern
la und Ib der Vflgl und auf den Hflgln aber braungelb und etwa 7 mm breit ist ; auf den Vflgln ist der Spitzen-
teil außerhalb der Querbinde schwärzlich mit drei weißen Punkten in 3 — 6. auf den Hflgln aber treten die
Saumbinde und flie Submarginallinie fast ganz wie beim £ auf. Gabun bis Angola.
heaiodina. C. heslodlna Arn. SchuHze steht der vorhergehenden Art nahe, ist aber kleiner mit einer Flglspan-
nung von etwa 54 mm. Die Vflgl des ^ sind orangegelb, an der Wurzel bis zur Rippe 2 braungelb, die Saum-
linie ist sehr schmal, nur an der Spitze erweitert xind die Submarginallinie fehlt gänzUch oder ist nur durch
winzige Punkte angedeutet : an der Mitte des Hrds ein schwarzer Wisch, welcher die Mitte des Feldes Ib
kaum erreicht. Die Hflgl sind von der Wurzel bis weit über die Mitte hinaus tief schwarz: die schwarze
Farbe erreicht in den Feldern Ic — 5 fast die Kappenlinie, tritt aber in den Feldern 6 und 7 mehr zurück,
indem die orangegelbe Farbe der Saumbinde sich hier wurzelwärts bis zu einer Breite von 6 mm ausdehnt.
Die Unterseite mit gelber Grundfarbe, braunen Zeichnungen und roter, auf den Vflgln undeuthcher Mittel-
linie. 2 unbekannt. Wurde 1896 in Xordwest-Kamerun am oberen Cross-Fluß von Oberleutnant Arnold
ScHXXTZE entdeckt.
hypatha. C. hvpatha Heic. (34 d). Beim £ sind die Flgl oben hell orangegelb, an der Wurzel braungrau ver-
dunkelt und mit einer gemeinsamen, tief schwarzen. 12 — 13 mm breiten Mittelbinde, welche jedoch auf den
Vflgln an der Wurzel der Rippe 3 endet ; die Saumbinde ist 3 mm breit und von der wenig geschlängelten,
oft nur durch Punkte vertretenen SubmarginaUinie vöUig getrennt. Die Unterseite ist hell rauchbraun mit
schwarzen Querzeichnungen im Wurzelteil und rötlicher Mittellinie, — Das £ ist dem 1 von fumana (34 c)
sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab. daß die helle Saumbinde der Oberseite breiter und am Saume mehr
oder weniger verdunkelt ist und die Kappenlinie beinahe in der JOtte hat; die Mittellinie der Unterseite ist
rötlich, scharf hervortretend \ind am Vrde der Vflgl wurzelwärts gebogen. Goldküste bis Kamerun.
6. Fumana- Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind mit einander nahe verwandt imd von übrigen Gruppen leicht kenntlich. Der Saum beider
Flgl und besonders der Hflgl ist stark gewellt und derjenige der Vflgl in der Mitte beim ^ mäßig. Ix-iiu 2 tief ausgerandet. Die
Geschlechter sind einander oben ganz unähnlich. Bei den £-^ sind die Hflgl oben einfarbig schwarz oder schwärzlich oder haben
eine 5 — 7 mm breite, dottergelbe bis orangeeelbe .Saumbinde, in der die zusamn-.enhängende oder in Punkte aufgelöste Sub-
marginallinie liegt : die Vflgl dagegen sind in der Spitzenhälfte hell- bis ledergelb und im Wurzelteil ganz oder zum größten Teil
schwarz oder schwärzlich. Bei den -1 haben die Hflgl stets eine breite gelbe Saumbmde und die Vflgl haben entweder bis zur
Spitze eine schwäi^liche Grundfarbe oder vor dem Saiune eine breite gelbe Binde, die der Saunbinde der Hflgl ähnlich ist :
außenletu habvn die Vflgl eine Querreihe von 3 — 6 weißen Flecken im Wurzelteil der Felder 4 — 6 oder 2 — 6 und 9 oder eine zu-
sanunenhängendf weiße Querbinde, welche senkrecht gegen den Vrd .--teht imd gegen den Hintenvinkel gerichtet ist. Auf der
Unterseite hallen beide Flgl große weiße oder weißliche Flecke in der Zelle und im Wiirzelteil der Felder 1 c. 7 und S der
Hflgl und 1 b, 4. ä und 6 der Vflgl: eine dunkle Mittellinie begrenzt nach außen den Wiu^elteil und ist oft nach innen von
hellen Flecken begleitet.
iumana. C. fumana Westw. (34 e). Die Hflgl oben schwarz mit einer 6(^) — 8(2) mm breiten, vom Analwinkel
bis zum Vrde ausgedehnten gelben Saumbinde; die SubmarginalUnie nur in den Feldern Ic — 2(3) zusammen-
CYMOTHOE. Von Dr. C. ArRmLLirs. 149
hängend, sonst in Flecke aufgelöst. Die Vflgl beim 3 hellgelb mit einem selir großen, nach vorn abgenuide-
t^n imd von der Rippe 3 begrenzten, schwarzen Hrd-Fleck. welcher die Wurzel der Felder la — 2 völlig be-
deckt und mit einer schwärzlichen Saumhnie: ilittelzelle mehr oder weniger verdunkelt braungelb; Submar-
ginalpiuikte gewöhnlich vorhanden. Beim £ sind die Vflgl oben schwarz mit drei kleinen weißen Flecken hin-
ter der Zellenspitze in den Feldern 4 — 6 und mit breiter gelber Saumbinde, welche durch eine dicke schwarz-
braune Saumlinie vom Saume selbst getrennt ist. Gkildküste bis Kuilu.
C. alexander ^«;7. Von dieser Art ist nur das 2 bekannt. Es ist dem 2 von fumana (3i c) ähnlich, ahxander.
weicht aber dadurch ab. daß die Vflgl oben statt der drei weißen Flecke eine 3 — 4 mm breite, vom Vrde
wenigstens bis zur Rippe 3 ausgedehnte, weiße Querbinde haben und daß die Saumbinde der Hflgl viel brei-
ter, S — -13 mm. und gegen den Analwinkel stark verschmälert ist. Der Saum beider Flgl ist weniger gezackt
als bei fumatia. Aus Pungo Andongo in Loanda.
C. diphyia Kirsch (35 a) weicht in beiden Gesclilechtern von fumana (34 c) dadiu'ch ab. daß die diphyia.
ledergelbe Saumbinde der Hflgl vorn im Felde 6 endet oder höchstens die Rippe 7 erreicht und eine dicke
zusammenhängende oder fast zusammenhängende Submarginallinie einscliließt. Beim o bedeckt der schwarze
Hrd-Fleck der Vflgl fast die ganze Mittelzelle imd erreicht in den Feldern la und Ib fast den Saum. Beim
£ sind die Vflgl oben bis zur Spitze schwärzhch mit einer Querreihe von 5 weißen kegelförmigen Flecken
der Felder 2 — 6 und mit einer vollständigen submarginalen Reihe von weißen, schwarz gekernten Bogen.
Konffogebiete und Ruwenzori.
-"e^c^
C. fumosa Sigr. (35a £. nicht -). Beim ^ sind die Hflgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen, fumosa.
Die Vflgl sind hellgelb mit schmaler schwarzer Saumbinde, großen dreieckigen schwarzen Submarginalflecken
in 3 und 4 und einem großen nach vorn abgerundeten, die Wurzel der Rippe 3 erreichenden, in den Feldern
Ib und 2 aber durch die gelbe Grundfarbe von der dunklen Saumbinde getrennten Hrd-Fleck. Das 2 ist
unbekannt . Kuilu-Fluß .
C. haynae Dew. (36 a). Auch von dieser Art ist nur das o bekannt ; es weicht vom o der vorigen hayuae.
Art nur dadurch ab, daß der dunkle Hrd-Fleck der Vflgl in den Feldern la und Ib den Saum erreicht und
nach vorn die Rippe 2 wenig überragt und nur schwach gebogen ist ; die dunkle Saumbinde ist in den Fel-
dern 3 lind 4 sehr verdickt, bildet aber keine selbständigen Submarginalf lecke. Mittelbinde der Unterseite
sehr breit und schwärzhch. Kongogebiet.
C. superba Auriv. ist nur in weibhchem Gtschlechte bekannt und gehört vielleicht als $ zu einer der superba.
vorigen Arten. Das 2 hat eine Flglspamiung von 90 mm und ganz die Flglform der übrigen 22 dieser Gruppe.
Beide Flgl sind oben schwarz : die Vflgl haben eine 7 mm breite weiße Querbinde, welche sich von der ^Mitte des
Vrdes fast bis zum Hinterwinkel erstreckt und in den Feldern la imd 2 ein bis zwei dunkle Flecke einschheßt ;
die Hflgl haben eine 11 — 12 mm breite dunkelgelbe Saumbinde, welche vorn im Felde 6 endet und durch
eine dicke dunkle Saumlinie vom Saume getrennt ist : die Submarginallinie ist weit vom Saume entfernt iind
nur durch freie, tropfförmige schwarze Flecke vertreten. Die weiße Querbinde der Vflgl tritt unten ganz ^vie
oben auf; die Hflgl haben unten eine etwa 2 mm breite weiße Mittelbinde. Südkamenin.
7. Caenis- Gruppe.
Die zahlreichen Arten dieser Gruppe haben nur die in der Uebersicht angegebenen Kennzeichen gemeinsam und sind
unter sich oft sehr verschieden. bUden aber anderseits eine solche Reihe von alhnählich ineinander übergehender Arten, daß sie
nicht auf mehrere Gruppen verteUt werden können. Die Geschlechter sind gewöhnlich oben ganz verschieden gefärbt und ge-
zeichnet und die Zusammengehörigkeit der 3S und der $S ist noch in vielen Fällen unsicher.
C. herminia Stnith (35 a). Beim o haben beide Flgl oben eine rahmgelbe, am Saume breit ockergelbe herminia.
Grundfarbe. Die Wurzel beider Flgl imd der Ird der Hflgl in einer Breite von 5 mm tief schwarz; unmittel-
bar hinter der Mitte verläuft eine a«ch 5 mm breite schwarzbraune Discalbinde, welche im Felde 6 der Vflgl
anfängt und sich im Felde 1 c der Hflgl mit der schwarzen Irdbinde vereinigt ; hierdurch wird die helle :Mittel-
binde nach außen begrenzt und auf den Hflgln nach hinten scharf dreieckig zugespitzt ; der Saumteil ist außer-
halb der Discalbinde'^ockergelb und von der schwarzen, aus pfeiKörmigen Flecken gebildeten Submarginalhnie
durchzogen: der Saum selbst ist schmal verdimkelt und fast ganzrandig. Das £ ist unbekannt. Kamerun und
Kongo-Gebiet bis zum Albert-See. — althea Drury ist nur nur durch die Abbildung in Dkury's Werk be- althea.
kannt; sie könnte vielleicht das ? von herminia sein. Beide Flgl oben schwarzbraun, am Saume etwas heller
braun, etwas hinter der Mitte mit einer geraden, nur 2 mm breiten, weißen Querbinde und weißhchen, scharf-
winkehg gebrochenen Submarginalflecken: die Vflgl außerdem mit chei weißen Flecken im Wurzeheil der
Felder 4 — 6. Sierra Leone.
C. weymeri Suff. (35 c). Das ^ steht, wie die Figur zeigt, dem ^ von herminia nahe, weicht aber da- weymeri.
durch ab, daß beide Flgl am Saume breit schwarz sind, die schwarze Farbe erreicht fast völhg die dreieckigen,
150 CYMOTHOE. Von Dr. 0. Aurivillius.
tiefschwarzen Submarginalfleeken, welche wurzelwärts durch eine tief winkeUg gebrochene, in den Feldern
5 und 6 stark verdickte Linie der flrundfarbe begrenzt ist : die Unterseite hat eine scharf begrenzte, ganz
gerade Mittelhnie, welche den weißhchen Wurzelteil vom braunen Saumteil abtremit. Das $ ist oben sclnvarz
mit einer weißen, 3 mm breiten, nach innen scharf, nach außen etwas unregelmäßig begrenzten Mittelbinde,
die am Vrde der Vflgl scdiwach wurzelwärts gebogen ist : che langen kegelförmigen, tief schwarzen Submar-
ginalfleeken sind nach iiuien nicht oder nur undeutlich hell begrenzt; unten haben beide Flgl eine graue Grund-
farbe und eine braune Mittellinie, welche saumwärts von einer weißen Binde begleitet ist und in den Feldern
3 — 5 der Vflgl die Binde durchquert. Kamerun.
johmtoni. C. johnstofli ßtlr., von der nur das o bekannt ist, kommt der vorigen Art sehr nahe, hat aber eine
Flglspannung von GS — 70 mm und eine breitere, nach außen an den Rippen zahnförmig verlängerte helle
Mittelbinde der Oberseite. Toro.
staudingeri. C. staudingerl Atiriv. Die Flgl sind beim q oben hauptsächlich wie beim (^ von ireymeri gezeichnet;
die helle Mittelbinde ist aber auf beiden Flgln nach außen nicht geradlinig begrenzt, sondern in der Mitte
saumwärts erweitert und hat dadurch eine verschiedene mehr unregelmäßige Form ; die kegelförmigen Sub-
marginalflecke der Felder 3 und 4 der Vflgl sind sehr weit wurzelwärts ausgezogen und mehr als doppelt so
lang wie die entsprechenden Flecke der Felder Ib, 2, 6 und 7; die dicke helle Linie, welche die Submarginal-
flecke nach innen begrenzt, ist darum in der Mitte stark nach innen gebogen. Auf der Unterseite ist der
helle, zuerst hellgraue, dann weiße Wurzelteil nach außen chirch eine gerade braune Mittellinie begrenzt; der
Saumteil ist etwas nebelig braungrau mit feiner gezackter Submarginallinie. Beide Flgl sind etwas kürzer
und breiter als bei ireymeri. Ist vielleicht das ^J der folgenden Art. Kamerun.
indamora. C. indamora Hew. ist dem 9 von hewitsoni (35 b) ähnlich, hat aber eine schmälere. 4 mm breite,
fast gleichbreite, schärfer begrenzte und höchstens die Rijjpe 2 erreichende weiße Querbinde der \i\g\ und
eine schmälere scharf begrenzte Mittelbinde der Hflgl ; die Submarginalfleeken der Hflgl sind klein, pinikt-
oder strichförmig. Unten ist der Wurzelteil der Hflgl nach außen durch eine feine Mittellinie geradlinig be-
grenzt. Alt-Calabar.
hewitsoni. C. hewitsoni >Stgr. (35 b). Das (J weicht oben vom q der C. staudingeri kaum ab, vermißt aber unten
völlig die Mittellinie. Beim $ haben die Vflgl oben eine weiße Qiierbinde, welche an der Mitte des Vrdes
anfängt, wenigstens die Rippe 2 erreicht vmd im Felde 2 stark erweitert ist; ein heller Fleck in der Zelle;
die weiße Mittelbinde der Hflgl ist etwa 11 mm breit; unten felilt die Mittellinie und der Wurzelteil der Hflgl
ist deutlich ausgerandet; sonst sind die Zeichnungen fast dieselben wie oben. Kamerun.
aurivillii. C. aufivillii Stgr. ist eine ostafrikanische Art, welche sich den vorhergehenden und besonders der C.
weymeri (35 c) eng anschließt. Das ^J ist dadurch ausgezeichnet, daß die helle fast weiße Mittelbinde der
Oberseite durch die Ausdehnung der schwarzen Farben sehr vermindert ist ; auf den Vflgln erreicht sie weder
den Vrd noch den Hrd und bedeckt nur die Spitze der Zelle und die Wurzel der Felder 2 — 5; auf den Hflgln
bildet sie einen großen dreieckigen Mittelfleck z^\^schen den Rippen 2 und 7 ; die submarginalen Zeichnungen
sind denen von C weymeri ähnlich ; die Unterseite hat eine gelbgraue Grundfarbe und eine fast gerade braune
Mittellinie. Das $ weicht nur wenig vom $ der C. weymeri ab, hat aber eine etwas breitere weiße Mittelbinde
und deuthchere innere weiße Begrenzung der Submarginalfleeken. Deutsch-Ostafrika.
Während die bisher erwähnten Arten der Caenis- Gruppe darin übereinstiniinen, daß beim o <la« helle .MitUllVld
beider FIpl nai^li außen von einer zn.saininenhängenden und wenigstens in den Feldern 1 a und 1 b der Vflgl 5 — 6 nun breite
schwarze Postdiscalbinde begrenzt wirtl, zeichnen sich die (J(J der folgenden Arten dadurch aus, daß diese Binde völlig fehlt
oder nur durch eine mit der Submarginallinie gleichlaufende und wie diese scharfwinkelig gebrochene postdiscale Flecken-
reihe vertreten i.st. Die helle Grundfarbe lieider Flgl ist darum bei den folgenden Arten viel mehr ausgebreitet und nimmt ge-
wöhnlich den größten Teil der Fläche auf. Bei den 33 der folgenden Arten haben die Flgl demnach oben folgende dunkle Zeich-
nungen: eine gleichbreite und fast ebene Saumlinie oder Saumbinde, eine .scharf gezackte oder aus pfeilförmigen oder kegel-
förmigen Flecken gebildete »Submarginallinie und liisweilen auch eine ähnliche und mit der Submarginallinie gleichlaufende
Posldiscallinie (vergl. consanguis J, llö a). Der Wurzelteil beider Flgl ist mehr oder Weniger breit verdunkelt. Bei den $$ sind
die Saund)inde, die Submarginallinie und die Postdiscallinie stark verbreitet imd miteinander vereinigt, so daß mu' einige helle
Flecke zwischen der Submarginal- und der Postdiscallinie übrig sind; der Wurzelteil ist auch sehr breit verdunkelt imd dadurch
bleibt von der h<'llen Giimdfarbe des j gewöhnlich nur eine schnale weiße .Mittelliinde übrig.
atprina. C. caprina Auriv. cJ: Flgl oben mit hellgrauer Grundfarbe; die Wurzel der Vflgl bis zur Rippe 2 und
der Hflgl bis zur Spitze der Mittelzelle gelbbraun; Saumteil mit breiter Saumbinde, schwarze Submarginal-
linie und vollständiger am Vorder- und Hrde der Vflgl stark verdickter Postdiscallinie; die Hflgl
außerdem kurz hinter der Spitze der Zelle mit einer ebenen und geraden, schwarzbraunen Mittellinie; die
Unterseite mit gerader, scharf hervortretender brauner Mittellinie ; Saum der Vflgl in der Mitte tief ausgeran-
det. Das $ ist mir unbekannt. Kongogebiet am Sankuru-Flusse.
rxipella. C. capella Ward (35 b). Das ,^ ist dem o von caprinn ähnlich, ist aber größer mit hellerer, rahm-
gelber Grundfarbe, mehr grauem und am Hrde der Vflgl bis über die .Mitte liinaus ausgedehntem Wurzel-
CYMOTHOE. Von Dr. 0. AuErviLLius. 151
teil der Vflgl und breiterer, bis zur Rippe 2 der Vflgl verlängerter, schwarzbraimer Mittellinie der Hflgl. Das
5 ist oben bis über die Älitte liinaus schwarzbraun mit deutlicher Mittellinie und am Saume breit ockergelb-
licher Grundfarbe der Hflgl; die Vflgl haben eine breite, weißliche Querbinde, welche an der Mitte des Vrdes
anfängt, die Rippe 2 oder 1 erreicht und durch die Mittellinie und die Flecken der Postdiscal- und der Sub-
marginallinien durchgesetzt wird. Kamerun bis zum Kuilu-Fluß.
C. eris Auriv. Das (J hat die Größe und Flglform von caprina weicht aber dadurch ab, daß der Wurzel- eris.
teil heller, bläulich grau ist und die Mittellinie der Hflgl oben völlig fehlt; die Postdiscal- und Submarginal-
linien sind vollständig und schwärzlich; die Mittellinie der Unterseite ist fast gerade und tritt scharf hervor.
Das 9 ist dem $ von capeZto (35 b) ähnlich, weicht aber dadurch ab, daß die weiße Querbinde der Vflgl mehr
undeutlich begrenzt, die der Hflgl aber in den Feldern 2 — 5 scharf begrenzt, fast unbezeichnet und etwa 5 mm
breit ist; die weißen Flecke an der Wurzel der Felder 2 — 5 der Vflgl treten scharf hervor. Kongogebiet; selten.
C. amphicede Cr. Diese sehr seltene Art kommt der folgenden sehr nahe, ist aber kleiner und viel stär- ainphicede.
ker gezeichnet als diese ; der Vrd der Vflgl ist viel breiter schwarz beschuppt und die postdiscale und siibmar-
ginale Querhnien sind viel dicker und schärfer gezackt ; die Unterseite ist lichter, weißgelblich. Diese Art wurde
schon im Jahre 1777 von Gramer nach einem Stücke aus ,, Guinea" beschrieben und abgebildet. Die Art ist
seitdem nicht Aviedergefunden worden; ein altes Stück findet sich jedoch im Museum für Naturkunde in Berlin
und ist möglicherweise das von Gramer abgebildete Originalexemplar.
C. consanguis Auriv. (35 a). ,^. Beide Flgl oben rahmfarbig an der Wurzel schmal bläulich grau bestäubt ; comanguis.
Ird der Vflgl bis zur Rippe 2 oder wenigstens bis zur Falte des Feldes 1 c bräunlich ; die postdiscale Fleckenreihe
vollst änidg, bisweilen aber nicht ganz zusammenhängend; die Mittellinie der Unterseite scheint oben bisweilen
durch, ist aber oben nicht angedeutet. Das $ ist oben schwarzbraun mit weißer, nur 3^ — 4 mm breiter, nach
innen geradlinig begrenzter Mittelbinde und ist demnach dem 9 von cnenis (35 c) ähnlich, weicht aber stets
von demselben dadurch ab, daß der schwarze Wurzelteil der Vflgloberseite in den Feldern 1 a — 3 ganz gerade und
eben abgeschnitten ist; die Unterseite hat eine ziemUch eintönige dunkelgraue Grundfarbe. Rp schmutzig
gelb mit schwarzem, glänzendem Kopfe und schwarzen Dornen; Kopf und Körper mit kurzen feinen Haaren
dünn bekleidet; erstes und zwölftes Glied ganz unbewaffnet; die Glieder 2 — 11 jedes mit zwei Rückendornen
und jederseits einem kleinen Seitendorn ; die Rückendornen sind lang und kräftig gebaut, aufgerichtet und an
der Wurzel zu einer glänzenden Scheibe ausgebreitet; die zwei ersten und das letzte Paar sind etwas länger,
haben 6 — 8 Seitendörnchen und 4 Endspitzen, die übrigen haben nur ckei Seitendörnchen unterhalb der Mitte
und drei Endspitzen. Von den Seitendornen sind diejenigen der Glieder 2 und 3 sehr kurz und einfach, die übrigen
aber kurz gestielt und am Ende vierspitzig. Die Pp hat zwei kurze Kopfspitzen, aber keine andere Dornen
oder Warzen; der Außenrd der Flgldecken ist sehr scharf gekielt und oben schwarz; längs dem Rücken vom Vrd
des Mittelrückens bis zur Analspitze geht ein scharfer Längskiel ; der Kremaster ist gegen die Bauchseite fast
rechtwinkelig umgebogen. Kamerun.
C. caenis Drury (35 c) ist die häufigste und am längsten bekannte aller Cymothoe- Äxten. Beim ^ caenis.
haben die Flgl oben eine sehr helle, gelblichweiße oder fast weiße Grundfarbe und sind an der Wurzel nur sehr
wenig verdunkelt ; der Ird der Hflgl ist nur bis zur Falte des Feldes 1 c verdunkelt ; die Postdiscallinie ist in Flecke
aufgelöst und oft unvollstäncUg, indem che Flecke der Felder 3— 6 der Hflgl fehlen oder nur durch Punkte ver-
treten sind. Das $ ist veränderhch; bei der gewöhnlichen hier abgebildeten Form ist die weiße Querbinde
4—6 mm breit und nach innen scharf, aber unregelmäßig begrenzt. Sierra Leone bis Angola und Uganda. —
ab. 9 dumensis Strand weicht durch das stark roströtUch beschuppte Wurzelfeld beider Flgl ab. Kamerun, dumemis.
— ab. 9 euthalioides Ky. hat eine breitere, 7—12 mm breite, nach innen ohne scharfe Grenze in den Wurzelteil euthalioides.
eindringende weil5e Mittelbinde. — Bei ab. 9 conformis Auriv. hat die helle Grundfarbe der Oberseite fast conformis.
dieselbe Verbreitung wie beim ,^ ; vom ^ weicht diese Weibchenform jedoch durch die Flglform, durch die feinen
schwarzen Querhnien der Mittelzellen und durch die dickeren Querhnien vor dem Saume ab. Sie ist der Weib-
chenform von ndelimt (35 d) zum Verwechseln ähnhch. Kongogebiet. — C. caenis gehört zu den wenigen Schmet-
terlingsarten, welche sich bisweilen in unzähligen Scharen sammeln und wie die Heuschrecken in großen Zügen
stundenlang in derselben Richtung vorbei fliegen können. Ein solcher Zug wurde einmal in Kamerun von dem
schwedischen Kolonisten K. Kntjtson beobachtet.
C. coranus Smith (35 c) ist ein wenig größer als caenis und weicht im männhchen Geschlecht nur dadurch coranus.
ab, daß die Flgl oben an der Wurzel breiter verdunkelt sind und keine Postdiscalflecke haben; die Saumbinde
ist' verbreitert und fast völlig mit der Submarginallinie vereinigt. Beim 9 ist die weiße Mittelbinde etwa 7 mm
breit und an der Rippe 4 der Vflgl senkrecht gegen den Vrd gebrochen. Natal bis Britisch Ost-Afrika.
C. harmilla Hew. ist nur im weibhchen Geschlecht bekannt und ist offenbar mit den vorhergehenden harmilia.
Arten verwandt. Die Flglspannung erreicht 85 mm; beide Flgl sind oben in der Wurzelhälfte schwärzlich;
che dunkle Farbe ist auf den Vflgln in den Feldern 2—5 tief eingescluiitten, auf den Hflgln aber scharf und schwach
bogenförmig begrenzt ; der Saumteil der Vflgl ist hellgrau mit schwarzen, scharfwinkehgen Postdiscal- und Sub-
marginallinien und dunkler Saumbinde und einer in den Feldern 2—6 durch dunklen Bogen vertretenen Mittel-
linie ; die Hflgl haben eine nur 2 mm breite weißgraue Mittelbinde und eine zackige hellgraue Linie zwischen
der Saumbinde und der Submarginalliiüe ; cüe Unterseite mit gerader, schwarzer Mittelhnie. Kamerun.
152 CYMOTHOIÖ. Von Dr. C. Acrhilluts.
adelina. C. adelina Heiv. (35 d). Beim ^ sind die Flgl oben duiikel rahmgelb, am Saume und am Anah\'inkel
der Hflgl mclir oder weniger breit orangegelb ; die Wurzel ist nur wenig grau bestäubt ; die Postdiscallinie fehlt
völlig oder ist nur in den Feldern 2 und 3 der Hflgl angedeutet ; die Submarginallinie ist fast gleichmäßig ge-
zackt und von der dunkelbraunen Saumbinde giit getrennt. Die Unterseite hat eine rotbraune Mittellinie luid
schwarzgraue oder dunkelbraune Zeichnungen in der AVurzelhälfte. Das $ hat gewöhnlich oben eine rostbraune
Grundfarbe, welche jedoch durch Z wischenformen allmählich in die fast weiße Griuadfarbe des abgebildeten Stückes
übergeht; die Zeichnungen sind fast bei allen Stücken dieselben und der Submarginalfleck im Felde 4 der Hflgl
ist immer sehr groß und nach innen stark verlängert : bei den dunklen Formen tritt bisweilen eine helle Mittel-
corsandra. binde auf. Kamerun bis Angola. — Bei ab. $ corsandra Druce sind die Flgl oben schwarzbraun mit 4 mm breiter
rostbrauner Mittelbinde.
adeln. C, adela Stgr. Das ^ ist dem ,^ der vorigen Art adelina (35 d), sehr ähnlich, hat aber oben eine lebhaft
licht ockergelbe Grundfarbe, welche nicht am Saume dunkler wird, und eine breitere dunkle Saumbinde;
die Hflgl sind am Analwinkel mehr ausgezogen als bei adelina und die Mittelzellen beider Flgl haben deutliche
zackige schwarze Querlinien. Ueber das 9 schreibt St.\udixger: ,,das $ sieht den $ so mancher C ymotho'e- Arien
sehr ähnlich, die Oberseite zeigt einen nach außen stark gezackten dunkleren (rauchgrauen) Basalteil, dann
folgt bis zum schmal dunklen Außenrd ein breiter weißer Teil, der hier eine dunkle Querlinie und zwei dunkle
Zackenbinden führt ; von letzteren ist die innere ziemlich tief gezackt, die äußere weit schwächer gezackt und
zeigt diese einen dunkleren Fleck in jedem Zacken; das adela-^ unterscheidet sich vom adelina-'^ besonders
durch die auf beiden Seiten mehr hervortretende schwarze Querhnie (Mittellinie), welche bei adelina-2'^ oben
stets fehlt, die weit schwächer gezackte dunltlere Querlinie vor den Außenrändern (= die Submarginallinie)
und den nach außen weit stärker gezackten dunkleren Basalteil aller Flgl". Sierra Leone.
amenides. C. amenides Hew. (35 d) ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt. Der schwarze Wurzelteil der Ober-
seite ist nach außen ziemlich eben begrenzt : die weiße Mittelbinde ist fast gerade und 4 — 6 mm breit; zwischen
der Submarginallinie und der breiten Postdiscalbinde liegen auf beiden Flgln eine Reihe großer, scharf begrenzter
mond- oder fast kegelförmigen weißen Flecken. Gabun.
C. aicinieda ist die kleinste der Cymothoe- Arten; sie schließt sich den C. consanguis und caenis ziemlich
eng an, weicht aber von allen anderen Arten der Gruppe dadurch ab, daß die Hflgl bei beiden Geschlechtern
deutliche rostgelbe Saumflecke an den Rippenenden haben, die leider in der Abbildung nicht zum Ausdruck
gekommen sind. Beim o .sind die Vflgl am Saume tief ausgerandet und die Hflgl am Analwinkel deutlich aus-
gezogen; beide Flgl oben hellgelb, rahmfarbig, an der Wurzel schmal verdunkelt und mit einer vollständigen
in den Feldern 3 und 4 verdickter Submarginallinie; die Postdiscallinie ist auf den Hflgln stets vollständig.
Beim $ sind die Flgl oben schwärzlich mit gemeinsamer, auf den Hflgln breiterer, gelblichweißer ^littelbinde
und gerundeten weißen Flecken zwischen der dicken Submarginallinie und der schmalen Postdiscallinie ; die Unter-
seite mit brauner, auf den Hflgln stark gebogener ^littellinie. Die Art ist auf Südafrika beschränkt und kommt
dlcimeda. auch dort nur in bewaldeten Gegenden vor. — alcimeda Godt. Beim (J haben die Vflgl oben deutliche diuikle
Qucrlinien in der ^littelzelle und eine vollständige Postdiscallinie, beim $ ist die helle Mittelbinde schmal und
/rimcni. die >Submarginallinie wenig deutlich. In westlichen Teilen des Kaplandes — trimeni nov. (35 e, als alcimeda)
weicht dadurch ab, daß beim ^ die Mittelzelle der Vf Igloberseite einfarbig ohne Zeichnungen und die Postdiscallinie
nur in den F'cldern I a und 1 entwickelt ist und daß beim J die helle ^Mittelbinde breiter und die Submarginallinie
tief schwarz und deutlich ist. Oestliche Teile des Kaplandes, Kaffernland, Natal. Zulu-Land und das Transvaal.
Die folgenden Arten weichen von den vorhergehenden dadurch ab, daß im niännhchen Geschlecht die Postdiscallinie
nicht als selbständige Linie oder Binde, sondern nur als eine sehr unregelmäßige innere schwarze Begrenzung der Submarginal-
linie auftritt, und daß im weiblichen (icsc hicchl die .schwarze Saumbinde durch große weiße, nach außen ausgezogene Sub-
marginalf lecke geteilt oder fast geteilt «inl.
joduita. C. jodutta Westw. (35c). Beim o* sind die Flgl oben rahmgelb an der Wurzel schmal grau bestäubt und am
Saume mit breiter schwärzlicher Saximbinde. welche am Anal winkel der Hflgl und in den Feldern 3 und 4 der Vflgl
breiter ist und die gewellte, tief schwarze Submarginallinie einschließt : die Grundfarbe dehnt sich in den Feldern
5 und 6 der Vflgl weit in die Saumbinde hinein aus ; die Unterseite ist lebhaft hellgelb mit scharf hervortretender
auf den Hflgln rotbrauner, auf den Vflgln schwarzer Mittellinie und den gewöhnlichen schwarzen Querzeichnungen
im Wurzelteil; die Hflgl mit rostfarbiger Querbinde z »vischen dem Vrd und die Zellciispitze. Beim $ sind die
Flgl oben schwärzlich mit 5—6 mm breiter, weißer, am Vrd der Vflgl durch einen Querfleck bis zur Rippe 5
geteilter Querbinde, welche am Hrd der Vflgl viel weiter nach außen als auf den Hflgln liegt; che Postdiscal-
linie ist schmal, vollständig, scharf gezackt und durch mehr oder weniger großen, weißen Möndchen von der
tief schwarzen und aus kegelförmigen Flecken gebildeten Submarginallinie getrennt; die weißen Submarginal-
(8aum-)flecken sind bisweilen klein und wenig deutlich; die Unterseite ist im Wurzelteil braungrau. Liberia
ehmckei. bis Kamerun. — ehmckei Detr. (35 d) ist die südhchere Rasse und weicht nur dadurch ab, daß beim ,^ die dunkle
Saumbinde der Vflgl-Oberseite breiter ist und in den Feldern 5 und 6 oder wenigstens in 6 einen hellen Fleck
der Grundfarbe völlig abtrennt und daß beim $ die weiße Mittelbinde schmäler und die weißen Saumflecken
größer sind. Kongo-Gebiet.
Ausoegcba, m. 111. pjl:J. OYMOTHOE. Von Dr. C. AuEiviLLros. 153
C. ciceronis Ward. (35 e) ist nur im \^eiblichea Geschlecht bekannt und dürfte vielleicht nur eine Weib- cicerunis.
chenform der vorigen Art sein. Sie hat eine schmälere, mehr gerade und am Vrd der Vflgl nicht geteilte, weiße
[Mittelbinde und noch etwas größere Saumflecke; die Unterseite hat entweder dieselbe Grundfarbe wie bei
jodutta-% oder ist bisweilen gi'ünlich angeflogen. Kamerun.
C. seneca A'y. ist eine weitere mit jodutta-'^ nahe verwandte Weibchenform. Sie weicht von ciceronis neneca.
(35 e) nur dadurch ah. daß die weiße Mittelbinde 5 mm breit ist und am Vrd der Vflgl durch einen schmalen
Querwisch geteilt und zu einer Breite von 12 — 13 mm erweitert ist. IKamerun.
8. Sangaris- Gruppe.
Die (Jo sind durch die matt goldgelbe oder lebhaft rote Oberseite leitlit kenntlich. Die $$ dagegen haben entweder
ciljCM einen rotgelben bis rötlichen, nacli außen gezackten Wurzelteil der Oberseite beider Flgl oder einen großen roten Fleck
der ^'flgl oder sie sind schwärzlich mit breiter weißer ilittelbinde. Im letzteren Falle können sie nicht scharf durch allgemeine
Kennzeichen von den 2S der vorigen GriiiJpe getrennt werden.
C. preussi Stgr. (35 e) ist eine diirch die Farbe und Zeichnung beider Geschlechter sehi- ausgezeichnete preussi.
Ai't und bildet in ge\^'issen Beziehungen einen Uebergang zwischen dieser Gruppe und der vorigen. Beim ^
sind die Flgl oben eintönig matt hell braungelb oder fast goldgelb mit feiner, schwarzer, zwischen den Rippen
weißpunktierter Saurahnie und vollständiger, oder fast vollstäncUger, gewellter oder stumpf gezackter Sub-
marginallinie ; che Mittelzellen mit oder ohne schwarze Querhnien ; che Unterseite ist derjenigen von coccinata
sehr ähnlich und hat wie diese einen großen quadratischen, weißUchen Fleck in der Mitte des Feldes 7 am Vrd
der Hflgl. Beim 5 sind beide Flgl oben im Wurzelteil orangegelb und dann wie die Figur zeigt, schwärzlich
mit weißen Flecken. Kamerun.
C. hainiodia Smith ist im weiblichen Geschlecht dem $ von preussi sehr ähnüch und weicht nur dadurch luiimndia.
ab. daß der Spitzenteil der Vflgl und die Saumbinde der Hflgl reiner sch^^^arz und ohne undeutliche helle
Zeichnungen sind; die Vflgl liaben scharf begrenzte, ungeteilte weiße Discalflecke in den Feldern 2 — 6 und 2
ähnliche Subapicalflecke in ö und 6; die weißen Postdiscalflecken der Hflgl sind groß und scharf begrenzt. Das
j ist unbekannt. Kamerun.
C. coccinata Hew. (36 b, c d). Beim (^ sind die Flgl oben lebhaft scharlachrot mit feiner schwarzer, coccinata.
an der Spitze der Vflgl nicht oder wenig erweiterter Saumlinie und schM-arzen Submarginalpunkten oder
(auf den Hflgln) Submarginalbogen. Die Unterseite gelbbraun, vor dem Saume violettgrau ; Mittelhnie rot-
braun bis schwärzUch, gezackt ; die Hflgl am Vrd in der Mitte des Feldes 7 mit einem viereckigen weißen oder
weißlichen Fleck, welcher oft auch oben angedeutet ist. Das 2 ist oben schwarzgrau, im Wurzelteil der Vflgl
bis über che Mitte hinaus und in der Wurzelhäifte der Felder 1 a und 1 b der Vflgl gelbrot ; che schwarzen Sub-
marginalflecke sind stark kegelförmig ausgezogen und hell gesäumt. Alt-Calabar bis südhches Kongo-Gebiet
und Uganda.
C. anitorgis Hew. (36c. als ammis-^ bezeichnet). Das rj ist dem ,^ von coccinaUi ähnhch, weicht aber aniloroii.
durch che orangerote Grundfarbe der Oberseite und che dickere, an der Spitze der Vflgl bis zur Mitte des Feldes 6
erweiterte schwarze Saumlinie ab. Das $ ist oben an der Wurzel schwärzlich, am Saume breit schwarzgrau
mit 5 mm breiter, am Vrd der Vflgl mehr oder weniger verdunkelter weißer Mittelbinde ; che Submarginalflecken
sind tief schwarz, sehr lang kegelförmig und che Postrhscallinie viel heller aber sein- tief gezackt. Kamerun,
Gabun. Kongo-Gebiet. — ab. C leonis ab. nov. (36b) weicht nur durch breitere weiße Mittelbinde vom typischen leonis.
2 ab. — Bei ab. 2 misa Strand ist che weiße Mittelbinde noch mehr erweitert und erreicht fast den Saum. Ka- misa.
merun.
C. aramis Heiv. (36 c 9). Das c^ ist unbekannt, könnte aber mit dem ,^ von anitorgis identisch sein, aramh.
in welchem Falle die Ai-t vier Weibchenformen haben würde. Beim 2 sind die Flgl oben schwarzgrau, mit einem
sein- großen roten Fleck am Hinterwinkel der Vflgl und einer weißen Mittelbinde der Hflgl; chese Binde ist in
den Feldern 4 — 6 nach außen schmal rötlich begrenzt. Alt-Calabar bis südhches Kongo-Gebiet.
C. sangaris Godt. Beim (J sind beide Flgl oben tief blutrot mit feiner, schwarzer, an der Spitze der Vflgl ..sangaris.
laicht oder kaum erweiterter Saumhnie und gewöhnhch in Flecken aufgelöster Submarginalhnie ; che Unterseite
ist dunkelbraun mit roter ^Httellinie. aber ohne hellen Fleck am Vrd der Hflgl. Beim $ sind che Flgl oben grau,
im Wurzelteil sehr veränderhch dunkelgrau — gelbbraun — orangegelb ; eine etwas geschlängehe braune Mittel-
linie tritt gewöhnhch deutlich hervor und die Postdiscal- und SubmarginaUinien sind scharf gezackt und deut-
lich; eine weiße IMittelbinde gibt es dagegen nicht. Sierra-Leone bis Angola und Uganda. — ab. ^ reuteri Strand reuieri.
weicht nur dadurch ab, daß die Submarginalflecke der Oberseite klein sind oder fehlen und daß che Unterseite
heller ist. Kamerun.
C. angulifascia Auriv. (36 b), deren ^ unbekannt ist, unterscheidet sich vcju allen anderen Cymothoe-<^ anoulifascia
durch die weiße .Mittelbinde, welche auf den Hflgln 7 mm breit ist, am Vrd der Hflgl und Hrd der Vflgl stark
xni 20
154 EUPTERA. Von Dr. G. Aürivillius.
verschmälert und dann wieder })reiter werdend sie'h an der Rippe 3 der Vflgl rechtwinkelig gegen den Vrd um-
biegt. Die Unterseite ist heller mit rotbrauner Grundfarbe. Französi.schcs und belgisches Kongo-Gebiet.
oi/oca. C. Ogova Plöiz (36b) ist eine Weibchenform, deren Stellung unsicher ist. Durch die auf den Ht'lghi
schmale und gezackte, auf den Vflgln aber gegen den Vrd stark erweiterte und am Vrd nicht verdunkelte weiße
Mittelbinde unterscheidet sie sich von den übrigen $$ dieser Gruppe. Kamerun und Ogowe.
hobarli. C. hobartl Hilf, ist eine mir unbekannte, offenbar mit sangaris nahe verwandte Art. Sie wird in fol-
gender Weise beschrieben: Das o oben rot; V- und Aulienrd schmal schwarz; Vflgl mit einem kleinen Spitzen-
fleck und einem Subapicalpunkt schwarz; die übrigen Submarginalpunkte gewöhnlich undeutlich: Hflgl mit
freien Submarginalpunkten. nur am Vrd und am Analwinkel mit Submarginallinie: die Unterseite hat eine
gelbhchbraune Grundfarbe mit fleischrotem und olivenfarbigem Schiller und fast gerader dunkelbrauner .Mittel-
linie. Das ?, dessen Zusammengehörigkeit mit dem rj vielleicht nicht ganz sicher ist, beschreibt Butler wie
folgt: ..Aehnelt sehr dem $ von C. adela, ausgenommen, daß das Wurzelfeld nach innen olivengrau und nach
außen hell saudgelb ist; die discalen pfeilförmigen Flecke sind schwächer hervortretend auf den Vflgln und
noch schwächer auf den Hflgln; die Unterseite ist noch mehr der Unterseite von adeh-^ ähnlich, aber mit mehr
gerader und viel dunklerer Mittellinie ; die hellen Flecken an der Innenseite der Mittellinie sind weiß ; der Außenrd
ist sandbraun und die Discalflecken sehr undeutlich. Flglspannung ü4 mm". Uganda im Nandi-Land.
3. Gattung: Kiiptera Stgr.
Die Euptera-Arten sind kleine, zierliche Nymphalinen, welche in den Sannnluugen selten und nur
wenig bekannt sind. Bei den (J(^ sind die Vflgl kurz, dreieckig und am Saume tief ausgerandet : die Hflgl shid
dagegen am Analwinkel ausgezogen, breit und .stumpf gelappt. Bei den ?? sind die Vflgl breiter und nu'hr
abgerundet und am Saume nicht oder nur seicht ausgerandet; ihre Hflgl sind gleichförmig abgerundet \md
demnach ganz ohne Anallappen. Lebensweise und Entwicklungsstadien siaid völUg unbekannt.
Erste G r u p ]) e.
Die Hflgl ol)on mit -ÄWei hellen QiuTbinden. der ersten vor der .\Iit1e, der anderen hinter der Mitte, von denen dir
ersteie mit dei- aus drei his vier Flecken (in 1 a bis 3) bestehenden Halbbinde der Vflgl zusanuuenhängt.
elubonlas. E. elabotitas H(ir. (50 d). Beide Flgl sind oben schwarz mit hellen, gelblichen oder weißen Zeiclmungen;
die Vflgl haben folgende helle Zeicluiungen : einen Längsstrieh, zwei Punkte luul einen Querstricli iji der Mittel-
zelle; je ehien Querstrich oder Querfleck im Wurzelteil des Feldes 1 a, 2 und 4; eine etwa 4 mm breite Quer-
binde der Felder 1 a bis 3 und eine feine aus nach innen offenen Bogen gebildete Submarginallinie; die Hflgl
haben zwei helle Querbinden und eine feine Submarginallinie, welche derselben der Vflgl äludich ist; dicht
vor dem Saume findet sich noch eine feine helle fast gerade Linie, die jedoch oft undeutlich ist. Die hellen
Zeichniuigen sind beim ,£ mehr oder weniger gelb, beim $ weiß oder weißlich; sie treten auch unten deutlich
dorothcu. hervor. Sklavenküste bis Kongo. — dorothea Bak. ist die nordwestliche Form und soll durch die viel breitere
Querbinde der Vflgl, die strichförmige Zeiclmung ,,in" (wahrscheinlich hinter der Zelle im Felde 1 b) der Zelle
mioeruenais. und die breiteren Querbinden der Hflgl abweichen. Sierra-Leone. — mweruensis Neave weicht von der typi-
schen Form diircli die l)reiteren und mehr zusammenhängenden Querbinden beider Flügel ab. Die hellen
Zeichnungen beider Flgl sind beim q hell schwefelgelb; die Unterseite ist heller als bei der typischen Form;
scheint mir nach den Beschreibungen mit dorothea zusammenzufallen. Nord-Rhodesia.
iiUricata. E. intficata Auriv. ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt; die Zeichnxuigen sind denen der vorigen
Art ähnlich, die Grundfarbe aber ist heller, schwarzgrau, nur im Wurzelteil dunkler, schwärzlich, und die hellen
Zeiclmungen sind im Wurzelteil rostgelb und in der Saumhälfte Meißlicli mit gelblicher Begrenzung; die innere
Querbinde der Hflgl ist sehr schmal und die äußere etwa 3mm breit; beide Flgl haben langgezogene, nach
außen zugespitzte kegelförmige schwarze Submarginalflecke, welche von einem weißlichen, nach innen gelb-
lichen Ringe umgeben sind; unten sind beide Flgl hell weißlich mit undeutliclien bräunlichen Zeiclumjigen im
Wurzelteil und scharf hervortretenden gerundeten schwarzen Submarginalf lecken; 4 — 5 feine schwarze Quer-
linien in der Mittelzelle der Hflgl. Es wäre möglich, daß diese Form jiur ein dimorphes $ von elabontas ist.
Kamerun.
»irene. E. Sirene tStyr. hat etwa dieselbe Größe wie die vorigen Arten und oben eine tief schwarze Grundfarbe;
die hellen Zeichnungen der Vflgl sind schwefelgelb aber viel kleiner und schmäler als bei elabontas (50 d); die
Querbinde der Felder la bis 2 ist besonders schmäler, liegt näher am Saume und besteht aus kleinen dreieckigen
Flecken, welche miteinander scharfe Winkel bilden; die Querbinden der Hflgl sind durch Farbe und Form
ganz abweichend: die innere Qiu'rbinde ist rotbraun, fängt an der Hippe 1 b schmal an und wird gegen den
Vrd. wo sie sich mit der äußeren Binde vereinigt, scluicll breiter; die äußere Binde ist fast dreieckig, fängt
an der Rippe 1 b an, ist dort 8 mm breit, wird aber nach vorn allmählich schmäler und ist im Felde 6, ehe sie sich
mit der anderen Binde vereinigt, nur 2 mm breit ; im Felde 1 c ist sie ganz gelb, in den Feldern 2 — 4 aber nach
PSEÜDATHYMA. Von Dr. C. Aurivllius. 155
innen gelb und saumwärts breit rotbraun und dann einfarbig rotbraun ; die Unterseite der Vflgl ist zum großen
Teil schwarzgrau, die der Hflgl dunkler und heller braun; die hellen Zeichnungen der Oberseite sind kaum
angedeutet, beide Flgl haben aber gerundete dunkle vSubmarginalpunkte. Goldküste und am Niger-Fluß; sehr
selten. Das $ ist mir unbekannt.
Zweite Gruppe.
Die Hflgl oben nur mit einer hellen Querbinde, welche 3 — 5 nini breit i.st. in (ulcr etwji'^ hinter dej Mitti> verliiiift
mul ndt der hellen Binde der Vflgl zusanimenhängt, wenn diese vorhanden ist.
E. pluto 11V(/y/. Beim ;) sind die Flgl oben schwarzbraun mit einer gemeinsamen, in der Mitte etwa iiliito.
3 mm breiten hellgelben Querbinde, welche sich von der Rippe 4 der Vflgl bis zur Rippe 1 b der Hflgl erstreckt
und auf beiden Flgln nach vorn stark, fast dreieckig verschmälert ist ; die Mittelzelle und die Wurzel der Felder
1 b und 2 der Vflgl haben selir feine, fast undeutliche weiße Querlinien; die aus hellen Bogen gebildete iSub-
marginallinie tritt nur wenig hervor; auf der Unterseite ist die Mittelbinde weiß und auch dort scharf begrenzt.
Beim $ ist die Querbinde breiter und auf beiden Seiten reiii weiß. Kamerun bis zum Kuilu-Fluß. — kinugnana kiiiiupHina.
Smith (.50 d) scheint die ostafrikanische Form von pluto zu sein; die (^^ weichen nur dadurch ab, daß die Mittel-
binde der Oberseite auf beiden Flgln nach vorn nur wenig verschmälert ist. Oh und wie die $$ von den west-
afrikanischen $$ verschieden sind, kann ich aus Mangel an Stücken der letzteren nicht entscheiden. Deutsch-
und Britisch-Ostafrika.
E. hirundo Stgr. (50 d) ist oben dem ^ der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber deutlichere helle Zeichnungen hirinulo.
an der Wurzel der Vflgl, eine noch schmälere, in Flecke aufgelöste Halbbinde der Vflgl und eine gegen den
Aitalwinkel lang und spitz ausgezogene Mittelbinde der Hflgl; die Unterseite ist ganz verschieden, nebelig
dunkelbraun und ohne helle, scharf begrenzte Mittelbinde. Das 9 ist unbekannt. Gabun bis Uganda.
E. richelmanni Weym. ist nur im weiblichen Geschlecht bekaimt. Das $ ist jedoch von allen hf^scYwie- richclmanni.
benen oo *'0 verschieden, daß es ohne Zweifel nicht zu eiiaem derselben gehören kann. Die Flgl smd wie bei den
übrigen $$ der Gattung gebildet, die Flgl.spannung erreicht nur 39 mm. Die Vflgl sind oben fast einfarbig
schwarzbraun mit drei rotgelben Flecken in der Mittelzelle; der erste, dicht an der Wurzel, ist klein und drei-
eckig, die beiden anderen bilden kurze Querstriche ; die Hflgl sind oben schwarz und haben nur eine 4 — 5 mm
breite rötlich-ockergelbe Mittelbinde, welche sich vom Ird nur bis zur Rippe .5 erstreckt ; die Fransen beider
Fgl zwischen den Rippen weißlich gefleckt. Die Flgl sind unten schwarzbraun mit weißen Flecken an der
Wurzel und breiter ockergelber Linie vor dem Saume, die Mitte beider Flgl ist mehr oder weniger graugelb
erhellt und die Hflgl haben hinter der Mitte eine Bogenreihe von großen gennideten schwarzen Flecken; die
Mittelzelle der Vflgl mit drei tiefschwarzen durch rotgelbe Striche getrennten Querflecken. Kamenni.
Dritte Gruppe.
Beide Flgl oben an dei' Wurzel bis zur .Mitte oder weit über die Mitte hinaus einfarbig orangegelli ohne Zeichnungen.
E. crowleyi Ky. hat eine Flglspamiung von nur 54 mm, erinnert aber durch die Färbung der Oberseite crou-lcyK
an Euphaedmekus (42 b) und an das $ von Cymothoe preussi. Nur das $ ist bekannt und dasselbe wurde zuerst
als eine Euphaedra und dann als eine Cymothoe beschrieben, ist aber wahrscheinlich eine echte Euptera. Der
Vrd und die Spitzenhälfte der Vflgl sind schwarz; die letztere schließt 4 weiße Flecke der Felder 3—6 ein,
von denen die der Felder 5 und 6 näher an der Wurzel liegen. Die Hflgl haben eine am AnaUvinkel nur 4 mm
breite und gegen den Vrd allmählich verjüngte schwarze Saumbinde, welche in jedem Felde einen halbkreis-
förmigen feinen weißen Bogen einschließt. Der Leib ist weiß gefleckt. Dahomey.
■4. (lattung: Pseinlatli^iiia Stgr.
Die Arten dieser Gattung sind mit denen der vorigen sehr nahe verwandt ujkI unterscheiden sich ntir
durch die in der Uebersicht hervorgehobenen Kennzeichen. Die Hflgl sind bei den ^(^ nicht wie bei den Euptera
cJ<^ am Analwinkel ausgezogen, sondern bei beiden Geschleclitern abgerundet. Durch Farbe, Zeichnung und
Flglform erinnern die Pseudathyma- Arten sehr an A^e/J^is-Arten und sind mehrmals von Autoren, die den Rippen-
bau nicht beachteten, als Neptis beschrieben worden. Wie viele Nachahmer sind sie sehr selten. Ueber ihre
Lebensweise und Entwickelung ist bisher nichts veröffentlicht worden. Wie die Neptis-ATten können sie nach
der Zeichnung der Mittelzelle der Vflgl in zwei Gruppen eingeteilt werden.
Erste Gruppe.
Die ^Mittelzelle der Vl'lgl-Oberseite einfarbig schwarz ohne weiße Zeichnungen. Bei allen Arten haben die tiflgl oben
eine breite, zusammenhängende weiße Mittelbinde, welche sich auf den Vflgln bis zur Rippe 2 fortsetzt und die Vflgl eine weiße
vom Vrde gegen den Hinterwinkel gerichtete Discalbinde, welche auch die Kippe 2 erreicht, aber dort viel näher am Saume
als die weißen Flecke der Felder 1 a und 1 b liegt. Vor dem Saume beider Flgl laufen zwei feine, weiße oder weißliche Quer-
liiiien und vor der Si)itze der ^'flgl liegen gewöhnlich in den Feldern 5 — 7 einige weiße Postdiscalf lecke oder Striche. Beide
156 EURYPHURA. Von Dr. 0. AuRtviLLius.
Flgl haben eine weniftstens mitiii iliul lirln- postdiscalo Reiho von sih\varzi-n imIit ilunkclliiamnti. kiyiirdriuiiicn ixIim' droi.^ikigon
Flecken.
cdllina. Ps. callina Sin. Die \vei(3eii Discalflocken der Felder 2 — ü der Vflgl sind alle groß und mit einander
zu einer zusammenhängenden. \\airzehvärts im Felde 3 ausgerandeten Querbinde vereinigt; der Fleck im
Felde 4 ist der größte. Kamerun.
silrylliiia. Ps. slbylüna Stgr. (49 e). Die weiße Querbinde der Vflgl ist ganz in kleine freie Flecke aufgelö.'^t oder,
wenn zusammenhängend, auf der Innenseite im Felde 4 tief eingesclmitten ; m diesem Falle ist der Fleck in 4
der kleinste und der in 3 der größte. Sierra Leone.
philoiiiffi. Ps- plutonica Rfir. ist kleiner als die vorhergehenden imd hat eine Spannweite von nur 42 mm. Von
denselben scheijit sie nur dadurch abzuweichen, daß die weißen Uiscalflecke der Felder 2 und 3 der Vflgl mit-
einander vereinigt sind und einen fast viereckigen freien Fleck bilden, wogegen die Flecke der Felder 4 — 6 klein
und getrennt sind und in einer Linie liegen, welche mit den Flecken der Felder 2 und 3 einen deutlichen Winkel
bildet. Toro.
Zweite G r upp e.
Die Mittelzelle der Vflgl auf beiden Seiten niit eineni längs den^ Hrd der Zelle verlaufenden \ni(l nnih auücii iiincllicli
erweiterten, weißen Läng.s.stiifh. Die übrigen weißen Zeichnungen wie bei den Arten der vorigen Gruppe.
ucplklimi. Ps. neptidina Karsch. Die Discalbinde der Vflgl ist in zwei breit getrennte Fleckengruppen aufgelöst,
von denen die vordere aus den Flecken der Felder 4 — 6 und die hintere aus denen der Felder 2 und 3 ])esteht ;
die Hflgl unten mit zwei weißen Querbinden an der Wurzel. Stimmt in der Zeichnung sehr nahe mit Neplis
nicoteks (48 e) überein. Kamerun und Kongogebiet.
5. (iattung-: Kiir.ypliura Stgr.
Diese Gattung schließt sich in vielen Beziehungen der Gattung Cymothoe, eng an, erinnert aber anderer-
seits auch an viele Arten der Gattung Euryphene. Die systematischen LTntei'schiede sind schon in der Ueber-
sicht (S. 142 und 143) angegeben. Die Geschlechter weichen durch Flglform ujid Zeichnung von einander ab;
bei den q<^ sind die Vflgl kürzer und breiter, indem der Hrd nicht oder kaum länger als der Außenrd ist und die
Hflgl am Analwinkel deiitlich und ziemlich spitz ausgezogen; bei den $9 ^^^ dagegen der Hrd der Vflgl bedeu-
tend länger als der Außenrd und die Hflgl gewöhnlich am Analwinkel abgerundet. Bei beiden Geschlechtern
ist der Saum der Vflgl in der Mitte mehr oder weniger ausgerandet. Die Entwickltmgsstadien sind unbekannt.
Erste Gruppe.
Die .Millel/.elle der N'flgi oben mit zwei sehr großen, viereckigen, rein schwarzen oder in der Mitfe <4was anlgchellten
l-'leiken, einend in der Glitte und einem am Ende der Zelle.
iiithil'»:. E. nobilis Stgr. (36 e). Der Saum der Vflgl ist hinter der Rippe 5 tief eingebogen; beim (J sijid die Hflgl
am Analwinkel stumpfer und kürzer ausgezogen als bei den übrigen Arten. Beide Flgl sind oben dunkelgrün
mit breiten, verdunkelten, fast schwarzen Außenrändern, welche nach innen von einer schwarzen Submarginal-
linie begrenzt sind; vor dieser Linie liegt gewöhnlich eine postdiscale Reihe schwarzer Flecke; die Vflgl haben
außerdem schwarze Flecke an der Wurzel der Felder 1 b bis 6; die Vflgl sind unten braungrau, etwas nebelig
und im Saumteil heller grau ; die Hflgl sind unten dunkler braun mit einigen grünlichen Flecken an der Wiirzel
und in der Mitte und mit hellgrauem Spitzenteil. Sierra-Leone.
/)f»r/)/( //'•'■"''■ E. Porphyrien Ward (36 e) weiclit von den anderen Arten dadurch ab. daß die Hflgl auch beim $ am
Anahvinkel spitz ausgezogen sind. Beide Flgl oben und unten mit schwarzer Submarginallinie; die Vflgl oben
schwarzgrau, in den Feldern 1 a und 1 b bis zur Submarginallinie rotbraun oder rotgelb; die Felder 2 — 7 mit
schwarzen, oft weißpunktierten discalen Längsstrichen und mit gebogenen schwarzen Querstrichen im Wurzel-
teil; beim (J ein gerundeter schwarzer Fleck in der Mitte des Fehles 1 b. Die Hflgl sind rotgelb mit schwärz-
licher Saumbinde und großen schwarzen Flecken an der Wurzel. Ashanti bis Kamenin. — Aus Togo beschreibt
tnrjooi.ii.y. Sui'KERT als togocnsls eine Form, welche dadurch abweichen soll, daß beim (^ der gerundete schwarze Fleck
im Felde 1 b der \'flgl fehlt und der rotbraune Hrdfleck größer ist und daß beim V <lie weißen Flecke der Vflgl
größer iinrl das Wurzelfeld der Hflgl dunkler ist.
Zweite Gruppe.
Die .Miltelzelle diT X'flgl hat olien .statt der schwarzen Flecke der ersten Grujjpe zwei miregehuäßige hohle .schwarze
Hinge. Die Arten dieser Gruppe .sind miteinander .so nahe verwandt und so veränderlich, daü es mich nicht ülicrraschcn wiirde,
wenn es sich einmal heraus.stellt(, <laß alle nur Foiiuen einei' .A.rl sind. Wie es am besten aii.s der Alibildung von achli/s {'Mt c)
zusehen ist, halien beide Flgl zwisclu'U der .Submarginallinie und dei' .Mittelzelle drei Querreihen d\mkler Flecke, welche jedocli
oft zum Teil inideutlich oder mit einander vereinigt sein köimen : zwischen den miteinander vereinigten schwarzen Flecken
der zweiten und <liitten T?eihe der \'flgl liegen gewöhnlich in den Feldern .'!— li kleine weiße l'imkte; bei den ?? treten außer-
dem oft groß«' hi'lle Flecke zwischen der ersten und zweiten Queri'eihe auf.
uvtitm. E. achlys Hopfj. (36 e). Beide Flgl oben mit dunkel bläulichgrüner (,_j) oder glänzend grüner Grund-
farbe; die Vflgl beim V mit kleinen weißen Flecken in den Feldern 1 b — 6 zwischen der ersten und zweiten
Querreihe; die schwarze Submarginallinie aus flicken fast geraden Querstrichei^ gebildet; LTnterseite rot-
EURYPHURA. Von Dr. 0. AurivillIüs. ' 157
])iaiin. Portugiesisch-, Deutsch- und Britisch-Ostafrika. — chalcis Fldr. (36 d) scheint die westafrikanische rhalcis.
Form zu sein und weicht besonders dadurch ab. daß die schwarze SubmarginaUinie wenigstens auf den Hflgln
aus zweizackigen, w-förmigen Querstrichen gebildet ist ; beim ,^ sind die Hfgl oben dunkelbraun und nur gegen
den Analwinkel der Hflgl mehr oder weniger grünlich angeflogen; beim $ haben beide Flgl oben eine grüne
Grundfarbe uiid die VJlgl sind am Vrd in den Feldern 4 — 6 zwischen der ersten und zweiten Querreihe weiß
ausgefüllt ; die Hflgl des (^ sind am Analwinkel viel länger ausgezogen als bei achlys. An der Westküste Afrikas
bis zum Ubangi-Fluß.
E. oliva Suff, erinnert durch die grünliche Grundfärbung an achlys, ist aber mit aurantiaca am nächsten olh-a.
vei'wandt. die jedoch stets dunkel ist ohne jeden grünlichen Schimmer; das (J ist schlanker, oberseits ganz grün-
lich, mit ähnlichen, aber recht scharfen Zeichnungen wie miraritiaca; weiße Puiiktreilie vor dem Vorderwinkel
der Hflgl deutlich; das $ ist oberseits in der Zeichnung ebenfalls der genannten Art ähnlich, doch ist diese
ebenfalls sehr scharf ausgeprägt; die weiße Mittelbinde der genannten Art ist nur im oberen Teile durch licht-
graue Färbung vertreten; sie setzt sich nach unten bis zum Ird der Hflgl in grünlicher Färbung fort; auch
eine gleichfarbige Außenbinde ist auf beiden Flgln vorhanden, wenji man von einer solchen überhaupt sprechen
kann, da hier nur die dunklen Zeichnungen grünlich umrandet sind; die lichte Punktreihe nicht deutlich hervor-
tretend, da ihre Färbung nicht weiß, sondern hellgrau ist; die hinter ihr auftretenden Flecke sind zu Längs-
strichen ausgezogen. In der Form der Flgl erinnert oliva an plantilla mehr als an aurantiaca, besonders weil
der Vflglaußenrand stärker ausgebogen ist, aber auch die Hflgl sind jener ähnlicher. Unterseite des ^ lebhaft
ockergelb, des $der von aurantiaca. recht ähnlich, doch einförmiger (nachBARTEL). Togo und Kamerun. — ab.
$ älbula Suff, weicht nur dadurch ab, daß die weiße Discalbinde der Vflgl sich bis zum Hrd fortsetzt. Togo. (illmUt.
E. ochracea Bartel weicht von allen bekannten Arten ab; am nächsten steht sie noch der pla.vtilla orhmeca.
(3(5 d), doch ist das ^ dieser Art auf der Flgl-Oberseite stets ganz dunkel, während ochracea-^ graubräiuilieh.
ockerfarben gemischt ist, am stärksten in der Mittelzelle, die auf den Vflgln fast ganz ockerfarben ausgefüllt
ist, und in der Mitte, wo eine gleichfarbige Binde auftritt, die auf den Vflgln undeutlich auf den Hflghi breit
und scharf abgescluritten ist; das $ ist wie plautilla $ ab. chaulianus auf der Flgl-Oberseite vorherrschend
rötlichbraun, weicht aber von diesem dadurch ab, daß auch der größere Teil der Vflgl braun ist; sonst sind
die Zeichnungen der genannten Art ähnlich: beim ^ ist an den Vflgln der große schwärzliche Irdschatten
von plautilla nicht vorhanden; auf den Hflgln ist der schwärzliche Zackenstreifen des mittleren Teiles viel
schmäler, ebenso wie der diesem folgende schwärzliche Querschatten durch einen Zackenstreifen vertreten ist.
Beim 9 ist, wie bei manchem $ von plautilla. im äußeren Teile eine ziemlich breite, weißliche Binde vorhanden,
die aus einzelnen Zacken und Strahlen zusammengesetzt ist; auch die weiße Punktreihe folgt dahinter; die
von ihr begrenzten, schwarzen Flecke sind sehr gerundet ; auf den Hflgln stechen die schwarzen Makeln der
Mittelzelle stark hervor, während der mittlere Zackenstreifen dunkelbraun ist und wenig liervortritt ; der
Außenrandsteil beider Flgl ist beim $ bräunlichgrau gefärbt. Die Unterseite der Flgl ist beim (^ hell gelbbräun-
lich, sehr eintönig, schwach braun (nicht schwarz) gezeichnet; die dunkle Punktreihe im Außenteile der Vflgl
ist sehr verloschen und nur schwach weißlich begrenzt; beim ? ist die Unterseite der von plautilla ähnlich,
jedoch eintöniger, mehr violettbraun, schwächer gezeichnet, auf den Vflgln reicht die weiße Zeichnung nur bis
zur Mitte ; Hflgl sehr eintönig violettbraun, nicht weiß sondern nur schwach dunkelbraun und violett gezeichnet.
Fühler oberseits nicht schwarz, sondern rotbraun, wie auf der Unterseite. Kongo-Gebiet bei Mukenge.
E. fulminea Bartel. Von dieser mir unbekaiuiten Art ist nur ein $ bekannt, welches vom Verfasser fuhninm.
in folgender Weise beschrieben wird: ,,Wie aurantiaca Aur . . Außenrd der Vflgl jedoch viel stärker ausgebogen,
wodurch der Vordei-winkel viel stärker hervortritt. An Stelle der weißen Mittelbinde der genannten Art ist nur
schwacher lichter Schimmer sichtbar; der schwarze Mittel-(Schatten-)Streifen zeigt einen ganz abweichenden
Verlauf; er wendet sich nach unten nicht gerade zum Ird, sondern ist der Subdorsale sehr genähert, also stark '
der Wurzel zugekehrt; der äußere dunkle Fleckenstreifen, sowie die weiße Punktreihe verlaufen mehr ge-
schwungen. Auf den Hflgln fallen sofort die drei Außenstreifen auf, die in der unteren Flglhälfte grüne Färbung
zwischen sich einschließen ; der äußere dieser Streifen ist auch aus viel stärkeren Zacken und Bogen zusammen-
gesetzt als bei aurantiaca. Ganz abweichend ist auch die Unterseite gefärbt, da sie vorherrschend ziegelbraun,
stellenweise violett angeflogen ist; neben den bereits bei der Beschreibung der Oberseite hervorgehobenen
Merkmalen fallen sofort die weniger ausgedehnte lichte Färbung an der Flglspitze der Vflgl, sowie der rotbraune
(nicht ockerfarbige) Außenrd derselben auf: alle Zeichnungen sind braun, nicht schwärzlich; Außenhälfte der
Hflgl fast ganz braun mit weißlichen Zeichnungen, die denen von aurantiaca ähnlich sind. West-Afrika.
E. aurantiaca Auriv. ist mit der folgenden Art sehr nahe verwandt und weicht im männlichen Ge- (nimntidcn.
schlecht nur dadurch ab, daß der Saum der Vflgl an der Spitze der Rippe 4 entschieden mehr hervortritt, daß
die dunklen Fleckenquerreihen der Oberseite heller und im Felde 1 a und 1 b der Vflgl nicht zu großen Flecken
erweitert sind und daß die Unterseite viel heller und mehr eintönig gelb ist. Beim $ haben die Flgl oben bis
zum Saume eine dunkel graubraune Grundfarbe mit denselben Querreihen dunkler Flecke wie beim <S ; auf den
Vflgln liegt zwischen der ersten und zweiten Fleckenreihe eine breite weiße Bmde, welche sich vom Vrd bis zur
Rippe 3 oder 2 erstreckt; die Unterseite ist hellgelb wie beim ^. Kongo-Gebiet.
ETRYPH-EDRA: HAP.>IILLA: CRESTDOMIMAS. Von Dr. C. Ar-RnTLurs.
ntmü^. E.fUatffla F<tr. (36 d) ist die längst beiamiteaiHi häufigste Art der Gattung. Beim 3 sind die F^ oben
n mit den gewöhntirhpn sdnranen Qnor^lKn deatUeii imd am Hid der Vflgi in den FeUem 1 a
' ^ ibmaiginallinie der Hfl^ besteht ate zweimal r ' r.. v-förmi^pn Qoer-
..e gelbbraune bis dnnkell»anne Grandfarbe. DtL^ -^hr verändnüdi; die
znersT beschnebene Form, veiebe voU darum ak die tyfHeehe betrachtet verden muli. erinnert sehr an das 1
— ' -pitifriom. ist aber viel kleiner und hat am Anahrinkel T-ötü^ abgioundete Hflgl: die Tflgi änd an der
.e:s Hnk mehr oder weniger rötlich au^efaeHt und haben tüswedm .auch wd&^ Dkealflecke in den F^
-n ± — 6: die Hfl^ haboi eine S — 9 mm iMcite gelbe bb rotgelbe D^rallwade und änd oft auch im Wurioel-
. 'hl'-'- ' - -~:oh angeflogen. AJt-Oalabar 1^ zum K<»kgo-Ge{Mei undUganda. — ab. fiäiwa Amrir. {= auri-
n^^r:p: > zeiehne« <9eh in beid»i Geschlechtem dadurch aus. daB die Hi^ oben eine breite kd»gelbe
•>ier beiigtäbe '^ welche gewöhnlich die dritte Fleckenreihe erreicht urtd aibo die SulHnaiginal-
Hnie eiiechließ:. ... . _ ^l . Form änd häu^er ab die ££ and haben oben eine scfavarzbranae GrufMÜarbe
und eine hefle sesen den Hintervinkel gerichtete Qoerbinde lier VflgL welche am Vrd weiß, nach hinten aber
timwäimmit». gelhüc' — Bei ab. f liuiJBBua Druee hab«^. 'eide Flgl bis über die Mitte hina^ eine l»aune
Grund:.. .._. _ sind die Hflgl fast ganz und Q— :._. ^jd Hrd breit braun. N^er^ Kamerun. — ab.
aAafasciata Stgir. zeichnet sich dadurch aas. daB beide Figl hinter der Mitte eine weiße oder weißbelie Quer-
Iwade haben : Stücke mit braun oder grünlich überxogenen weißen Flecken Inld»! den Uebergai^ zu den äl»igen
Fonn^a. Kamemn.
•)- •jarrang: Enrvpliaf «Ira .>i^.
Di- eben der Gattnng sind Seite li± in der ' -^t d^ Gattui^en ai^eführt. Die einz^e
iMyieT bek^._.. ...: gehört zu den eigentömlichsien und sei; ... .. lagiahem Afrikas. DieVfl^ sind ziemlich
schmal and langge^Ftreckt. die Hflgl dagegen kurz und abgerundet tuhI am Anahrinkel zwischen dea Rip^ien
1 ' ' . dm»i bröteo. sttimpfen La]^ieii ausgezogen: der Saum der Vflgl ist wao^sto^ beim 1 fast gerad«^
T> - oiir unbekannt.
E. thauma Stgir. (50 a) kt oben grün gefärbt mit schwanen Zeichnungen : die Vf%l oben mit zwei schwar-
zen Flecken in der Zelle, einem schwarzen Rii^ am Zellende, je einem eckten sefawatzm Fleck an der Wurzel
d» Felder 1 a — -1 ' .wach gebogenen Strichen der Felder 3 — 6. einem gouiHleten Submargiaalfleck
des Feldes 1 b un<i ilen schwarzen Saumbiitde: am Vrd bt die Grundfarbe deutlich Terdunkeh,:
die Hf^ haben oben einen stundeten schwarzen Fleck an der ZdknsfMtze und hinter der Mitte drei Qoer-
reihen schwarzer Fleck Loe schwarze Saumhnie. Auf der Unterseite sind Ae schwarzen Zeiehmnigm
kleiner und die Hflgi L^ . zwei Qu^reifa»! schwarzer Flecke, indon die erste (inrmste) ftihäx : die Grund-
farbe bt auf den Hflgtn bis zur erst«a Fleckenreihe und auf den V^in am Hrd Bebt ockerselb. Im Inneiai
Ton Kamerun und Frartzö^ch-Kongo.
7. Gamm^ : Haraülla ^«rtr.
Auch diese Gattung umfaßt nur eii>e einz^ sehene Art. rem der jedoch beide Gesehlecliter bekannt
sir ' " hter sind ähnlich gefärbt und gezeichnet ' -t aber klein«' als das 2. hat kürzere und
br^ rinnert durch die Flgiform an die ££ d^: ...z Diegiogyma. Die Fühler änd sehr lang.
«i^wv. H. degaas Anrir. (4ö d). Beide F^ oben im Worzeheil dunke^rün: die Vf^ dann mit einer Mai^e-
gelben Qoerbinde. welche senkrecht gegoi den Vrd steht, die Rippe i eneieht und sich dann ak schmale Qoer-
hnie bb zum Ebd fortsetzt: diese Qoerbinde ist beim £ dopp^ so schmal als beim ~ : dicht vor der Spitze
liegt im schwarzen Spitzenteil ein groß«' weißer Fleck: die Hf^ haben hint»' der ZeIleie|Mtze eine l»eite.
hefl bläulich grüne Qoerbinde and and am Saume schwärzlich. Unten haben beide F^ onen dunkel ocker
gelben oder bräunKeh gelben Grund und einen großen schwarzim Fleck in der ZeDe: hintea- der Mitte liegt eii^
Bogenreihe gerundeter Flecke, welche teik schwarz uitd weiß begrenzt änd. tob nur weiß: in den Feldon
1 c — 3 der Hf^ eine dicke schwarze SabmarginaHinie. welche grau oder weißlich begrenzt ist . Diese schöne
^r-^ ^^^-, ^- -.^'vrämUch gezeichnHe Art wurde bäsher nur in den Mangrowe-Gegenden an der Käste Kameruit^
8. Gatruu^' . C reuidoiuinta^s Kur^i.
T^- ;___., «_ ,fieser Gattur^ ist äußerlich eirJr -^ ' --n»U-Arten so ähnlich, daß sie früher ab eine
echte ' : wurde and sogar ron BmEB :- * ro«i< (49 a) und bemgmdae (49 b) in one be-
sondere aber ganz iknnstUche Gattui^ — Jiekiere»ig — eingereiht wurde. Der Rippenbau zeigt in diesem,
wie in anderen Fäll^i. wo die wahrai Verwandten dieser (rattung zu suchen siikI und Proless«»' F. Kaksch
hat das Verdienst, dies zuerst dargelegt zu haben. Die Entwickhii^sstadien änd läder unbekannt. Ue F^
äftd fast ganzrand^. der Saum der V^ nur schwach ansgerandet und die Hflgl am Anahrinkel rölUg ab-
DIEyTOGYNA. Vou Dr. C. Aukivilliits. lö'J
C. concordia Hopf f. (46 f). Beide Flgl oben hell bläulich grau mit violettem Anflug und sdnvarzen contordin.
Zeichnungen; die Tflgl mit schwarzen QuerUnien in der Zelle imd an der Zellenspitze imd mit drei Querreihen
schwarzer Flecke, von denen die erste in den Feldern 1 a und 1 b fehlt oder nur schwach entwickelt ist : die
Hflgl haben auch hinter der Zelle drei Reihen schwarzer Flecke, von denen jedoch die erste bisweilen fehlt
oder nur angedeutet ist. Auf der Unterseite haben beide Flgl eine gelbe Grundfarbe, eme postdiscale Reihe
gerundeter schwarzer Flecke und eüie Reihe schwarzer Submarginalstriche : die Zelle der Vflgl ist unbezeichnet.
die der Hflgl aber hat 3 — 4 schwarze Querstriche : übrigens sind die Hflgl üi der Glitte mehr oder weniger blau-
grau und haben blaugraue Streifen zwischen den Postdiscalfleeken und den Saumstrichen. Angola. Zambezi,
Xvassa-Land und Deutsch-Ostafrika.
9. Gattung: ]>iestog^;»iia Karsch.
Die zahlreichen Ajten dieser Gattung sind noch sehr unvollständig bekannt, gehören aber zu den in-
teressantesten Formen der äthiopischen XvmphaUden. Die Geschlechter smd einaiader ganz unähnlich und
die Zusammengehörigkeit derselben ist darum in einigen Fällen noch unsicher. Die Arten sind wegen der oft
undeutlichen und verworrenen Zeichnung schwer zu beschreiben xind die dimklen scliiUernden Farben können
auch durch Abbildungen nicht ganz naturgetreu wiedergegeben werden. In diesem umfassenden Werke ist es
mir durch das große Entgegenkommen der Verlagsfirma möghch gewesen, fast alle bekannten Äxten in beiden
Geschlechtem abbilden zu lassen. Dadurch wird die Bestimmung der Arten hoffentüch sehr erleichtert werden.
Bei den ^q sind die Flgl kurz und breit ; die Vflgl haben einen konvexen Vrd und einen geraden oder
selten etwas ausgebuchteten und noch seltener konvexen Außenrd: die Hflgl sind oft am Anahvinkel etwas
ausgezogen oder verlängert, können aber auch dort völlig abgerundet sein: in jenem Falle ist der Saiun oft
zwischen den Rippen 2 und 6 fast ganz gerade. Die Zeichnungen der Oberseite sind eigentlich bei allen Arten
dieselben, können aber oft undeutlich oder mit einander verschmolzen sein. Es kommen, wie die Figur von
niqro punctata (38 b) am deutlichsten zeigt, auf den Vflgln zwei schwarze Ringe in der ZeUe. \ind einer an der
Zellspitze, und fünf schwärzUche, gegen den Hrd senkrechte Querbinden oder Fleckenquerreihen vor, von denen
die erste nur zwischen dem Hrd und der Wurzel des Feldes 2 herzieht, und oft mit der zweiten Binde vereüiigt
ist; die fünfte Binde entspricht der Submarginalhnie ; an der Außenseite der dritten Binde liegen oft kleine
weiße Punkte in den Feldern 4 — 7. Auf den Hflgha ist der Wurzelteil verdunkelt imd huiter der Zelle hegen drei
dunkle Querbinden, welche den drei äußeren Querbinden der Vflgl entsprechen. Auf der Unterseite tritt
auf beiden Flghi oder wenig.stens aui den Hflgln ein deutliches, nach außen scharf begrenztes Wurzelfeld auf,
dessen Größe und Form die größte Bedeutung als Axtkennzeichen hat.
Die V 2 sind stets größer als die oo m^d haben mehr langgestreckte Vflgl, deren Spitze schärfer imd deren
\"rd weniger konvex ist: die Hflgl sind fast immer am Anahvinkel abgerundet. Bei einigen Arten treten oben
cUeselben dunklen Querbinden wie bei den So auf. bei der Mehrzahl aber sind cüeselben imdeutlich und die
Vflgl haben eine helle schiefe Querbinde ; die Hflgl und der Wurzelteil der Vflgl sind oft hell gefärbt oder die
Hflgl haben eme helle ilittelbmde : das Wurzelfeld der Hflgl-Unterseite stimmt in Form gewöhnlich genau mit
demjenigen des ^ übereLn. wodurch es oft allein möglich ist. die Zusammengehörigkeit der Geschlechter zu
entscheiden: che dunklen Querreihen der Hflgl-Oberseite smd bei den cc oft auf der Untereeite in eine Bogen-
reihe großer dunkler Ringe oder länglicher Augenflecke umwandelt. — Die Fühler smd bei beiden Geschlechtern
sehr lang und reichen besonders beim j weit über die Spitze der Mittelzelle hinaus. Alle Arten smd ausgeprägte
Urwaldbewohner und sind von Sierra Leone bis Uganda und Kavirondo verbreitet, fehlen aber völlig in Süd-
und Ost-Afrika und auf Madagaskar. Ihre frühere Stadien sind leider völlig unbekannt.
Die zahkeichen Arten können nach der Form des Wurzelfeldes auf der Unterseite der Hflgl üi zwei
natürliche und leicht zu unterscheidende Gruppen eingeteilt werden.
Erste Gruppe.
Das Wurzelfeld der Hflgl- Unterseite ist dreieckig und nach außen durch eine gerade oder fast gerade Grenzlmie begrenzt,
welche vom Vrd zum Ird oder wenigstens bis zur Rippe Ib geht imd dort bisweilen winkelig gebrochen ist. Die ?? haben fast
alle eine Ca/soia-ähnUche Zeichnung.
D. camarensis Ward. (39 d). Beim o smd beide Flgl oben an der Wurzel bis zur breiten schwarzen mmamtsis.
Discalbinde lebhaft grünlichblau schillernd; die Mittelzelle der Vflgl jedoch mit den gewöhnlichen schwarzen
Querzeichnungen; auf der Außenseite der schwarzen Discalbinde folgt eine blaue Querbinde und vor dem
Saume verläuft auf den Vflgln eine und auf den Hflghi zwei blaue Querlmien: der Saum der Vflgl ist fast gerade
und die Hflgl smd am Anahvinkel ein -wenig verlängert. Die Unterseite beider Flgl ist lebhaft orangegelb oder
etwas bräunüch gelb, nicht dunkler im Wurzelteil; die Vflgl haben in der .\ntte zwei braune Querlmien, welche
gegen den Hrd einander genähert sind und an der Rippe 1 aufhören ; dicht hinter der äußeren Lüde hegt eme
schwach gebogene Querreihe von 5—6 gerundeten schwarzen Flecken; das Wurzelfeld der Hflgl ist emf arbig
mit einenTschwarzen Punkt in der Zelle und ist nach außen durch eine dicke, zw ischen dem Vrd und der Rippe 1 b
fast gerade Querlinie begrenzt ; in der Saumhälfte kommen nur emige undeutliche braune Punkte vor. — Das
:: ist größer als das ^ und hat eine Flglspannung von 55—60 mm; die Unterseite ist hellgelb, aber ganz wie beim
j gezeichnet : die Oberseite erinnert sehr an che Oberseite von gro/uoörrrtmm'/ 0,hat aber breitere und mehr zusammen-
hängende dunkle Querbinden der Vflgl, eme breitere mehr dreieckige gelbe Mittelbmde der Hflgl und vier-
KU) IMESTOGYNA. Nim Dr. C. AumviLUrs.
eckige. iiacJi auüeji nicht oder kaum hell begrenzte schwarze SubmargLnalflecke der Ht'lgl. Kamerun bis Kongo.
muiidiila. D. mundula Grünb. ist eine neulich beschriebene, mir unbekannte Art, welche mit catnnrensis nahe ver-
wandt sein sdll ujid in folgender Weise beschrieben wird: 0. Flglschnitt wie bei goniograiiniia\ die Hflgl am
Analwinkel weniger zugespitzt als bei cnmarensis, breiter abgerundet und daher die blauen und schwarzbraunen
Streifen weniger steil, mehr liegend; im übrigen stimmt die Zeichiiung'derOberseite mit der von camarensis
überein; Färbung und Zeiclmung der Unterseite wie bei cnmnrensis, die Discalbinde (= äußere Begrenzujig
des Wurzelfeldes) im Hflgl unter der Rippe 1 b in .spitzem Winkel gebrochen und basalwärts zum Ird ziehend,
was bei camarensis entweder ganz felilt oder nur angedeutet ist. — $ : Auf der Oberseite von camarensis nur diirch
die gelbe Discalbinde der Hflgl zu unterscheiden, welche schmäler (an der breitesten Stelle, auf der Rippe 6 nur
4,5 mm breit ) und etwas steiler gegen den äußern Teil des Irds gerichtet ist. so daß der dunkle Streifen der Grund-
farbe zwischen dem Außcnrd der Binde und der gelben Submarginallinic sich gegen den Ird nur ganz unwesent-
lich verbreitert ; ferner sind die Abscluiitte der Submarginalliiiie zwischen den Rippen stärker winkelig gebrochen
als bei camarensis; Unterseite etwas stumpfer graugelb, in der Zeichnung etwas matter, sonst wie bei camarensis.
jiur ist wie beim q die Umbiegung der Discalbinde im Hflgl zum Ird schärfer ausgeprägt. Kamerun und Spajiisch
Guinea.
tjonio- D. goniogramma Karsr/i. (:i!td) ist die kleinste der Diestogyjui- Arten und weicht im Flglschnitt von
gramma. ^llen anderen dadurch ab. daß der Saiim der Vflgl bei beiden Geschlechtern schwach abgerundet ist. Beim
o sind die schwarzen Querbinden der Oberseite deutlicli. scliarf begrenzt luid durcli blaue oder violette Linien
getrennt, die vierte Querbinde ist in gerundete schwarze blau geringelte Flecke aufgelöst, vor der Spitze der
Vflgl liegen oft (nicht immer) drei kleine weiße Subapicalpunkte in den Feldern 4 — 6; die Unterseite weicht
erheblich von der bei camarensis ab, die Gnnidfarbc ist lederbraun und das Wurzelfeld beider Flgl tritt durch
seine etwas dunklere Farbe deutlich hervor; das Wurzelfeld der Vflgl dehnt sich über die Flglmitte hi:iaus und
ist nach außen von einer braunen, an der Rippe 4 stumpf gebrochenen Querlinie begrenzt, das Wurzelfeld
der Hflgl ist in der Mitte grau aufgehellt mit einem schwarzen Punkt in der Zelle und i.st nach außen durch
eine gerade, dunkelbraune, saumwärts Vireit weißgrau gesäumte Linie begrenzt; die großen submarginalen
Augenflecken der Saumhälfte sind ziemlich undeutlich, nur die weißen Punkte an ihrer Innenseite treten
scharf hervor. Das 9 weicht oben vom ^ dadurch ab. chiß die blauen Querlinien durch gelbe vertreten sind
und besonders dadurch, daß die Querlinie zwischen der zweiten und dritten schAvarzen Binde der Hflgl zu einer
breiteji nach vorn enveiterten gelben Mittelbindc ausgebildet ist; die Unterseite ist viel heller als beim o, sonst
aber ganz älmlich gezeichnet. Kamerun und nördliche Teile des Kongo -Gebietes.
ribensis. D. flbensis Ward. (= acutangnla Auriv. 39 e) wurde nach einem angeblich aus Ribe in Ost-Afrika
stammenden Stück beschriebeji und später in allen Sammlungen mit einer nahe verwandten Art aus Kamerun
identifiert. Dadurch wurde ich verleitet, die Art nochmals zu beschreiben. Eiiae Vergleichung von acutangula
Auriv. mit der Figur von ribensis in Ward's sehr seltener Arbeit ,,African Lepidoptera" hat mich aber überzeugt,
daß beide zur gleichen Art gehören und daß die folgende, bisher als ribensis betrachtete Art. demnach eine
andere unbenannte Art ist. Das ^ liat oben deutliclie schwarze Querbiude, welche durch violett sclüllernde
helle Querlinien getrennt sind; die breite zweite dunkle Querbinde der Vflgl tritt an der Rippe 4 nach außen
rechtwinklig oder spitzwijiklig scharf hervor, was besonders auf der Unterseite sehr deutlich ist; die Unter-
seite ist dunkelbraun und die Wurzelfelder in der Mitte weißgrau aufgehellt ; das Wurzelfeld der Hflgl ist nacii
außen durch eine unregelmäßig schwach gebogene, aber doch im ganzen fast gerade dunkle Linie begrenzt.
Das $ erinnert oben an die 9? der vorigen Arten, weicht aber dadurch ab. daß die zweite gelbe Querlinie nicht
nur auf den Hflgln, sondern auch in den Feldern 1 a — 2 der Vflgl ziemlich stark erweitert ist ; auf den Hflgln
ist sie jedoch noch nicht so stark verbreitet wie bei camarensis, sondern mißt dort nur etwa 5 mm, im Felde 1 b
der Vflgl hat sie eine Breite von 2,5 mm; auf der Unterseite tritt dieselbe Binde auch deutlich hervor, ist aber
heller, weißgelb und nach außen undeutlich begrenzt; das dunkle Wurzeifcld tritt hierdurch beim $ viel schärfer
als beim (^ hervor. Britisch Ost-Afrika: ,,Ribe" und Uganda. Die Art ist später meines Wissens nicht im Küsten-
gebiete Ost-Afrikas wiedergefunden worden und es scheint daioim etwas zweifelliaft, ob sie dort wirklich vorkommt.
ohtusuu- D. obtusangula spec. nov. (= ribensis 39 d) ist der voi-igen Art sehr ähialich. weicht aber in beiden Ge-
giila. schleclitern dadurcli al). daß die zweite dunkle Querbinde der Hflgl an der Rippe 4 nach außen abgerundet
oder nur sehr stumpf gebrochen ist. Beim ^ sind die hellen Querlinien der Oberseite dick und lebhaft blau
und das Wurzelfeld der Hflgl-Unterseite nacli außen violettgrau gesäumt ; die Vflgl sind unten am Hrd etwas
gelblich aufgehellt und die blauen Querzeichnungen der Oberseite auf beiden Flgln durch violettgraue Quer-
linien oder Schatten vertreten. Kamerun.
hutlcri. D. butleri Auriv. (= amaranta Btlr. $) ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt. Das $ kommt dem
$ von ribensis recht nahe, hat aber viel schmälere gelbe Qucrbnicn der Obenseite; die erste gelbe Querlijiie der
Oberseite felilt oder ist sehr inideutlich ; die Wurzelhälftc l)(>idcr Flgl wird dadurch fast einfarbig dunkelbraun,
nur in der Mittelzelle der Vflgl treten einige helle Querlinien auf; nach außen ist die Wurzelhälfte durch eine
scharf begrenzte, zusammenhängende, schwach gebogene Querbinde, welche von der Rippe 7 der Vflgl bis zur
Ausuegebcn 15. III. l'J12. DIESTOGYNA. Vou Dr. 0. AURIVILLU-S.
161
Rippe 1 b der Hflgl geht und im Felde 2 der Vflgl sich plötzlich zu einer Breite von 4 nun ausdehnt, sonst
aber nur 1—2 mm breit ist ; hinter der ]\Iitte finden sich auf den Vflgln 2 und auf den Hflgln 3 gelbe Querlinicn;
die Unterseite ist der Unterseite von rihmsis-'^ und obtusangula-0 ähnlich und das ^A'urzelfeld der Vflgl ist wie
bei dieser Art an der Rippe 4 nach außen abgemndet. Toro.
D. luteostriata Baker (39 e) ist ebenfalls nur im weiblichen Geschlecht bekannt. Bas $ schließt sich in luteostri-
dcr Zeichnung den vorhergehenden Arten an, weicht jedoch dadurch recht erheblich ab, daß die erste gelbe "'"•
Querlinie der Oberseite breit ist und scharf hervortritt und daß die zweite auf den Vflgln. zwei große gelbe Flecke
bildet, von denen der eine im Felde 1 b liegt und fast quadratisch ist, der andere aber im Felde 2 sehr lang und
bis zur gelben Submarginallinie ausgezogen ist ; durch den ersten Fleck wird die breite schwarze Discalbinde
fast ganz und durch den zweiten die äußeren Querbinden unterbrochen; beide Flgl Innter der Mitte nur mit
zwei gelben Querlinien ; die Unterseite ist hell bräunlich mit einem dunklen. Punkt in der Mittelzelle der Hflgl ;
das Wurzelfeld der Vflgl ist zwischen dem Vrd und der Rippe 2 nach außen schwach gebogen, im Felde l'b 'aber
tief eingeschnitten; das Wurzelfeld der Hflgl ist groß, nach außen ganz gerade begrenzt und weißlich gesäumt,
die postdiscalen, ovalen Flecke smd groß, weiß geringelt, deutlich und vollständig, nur der im Felde 2 der Vflgl.
ist unvollständig (auf der Innenseite durch den gelben Fleck ausgelöscht). Kongo-Gebiet: Beni-Mawambe.
Di<- l)i-i(len folfieiulen Arten weichen von den vorhergehenden diaser Gruppe durch die Form des Wurzelfeldes der
llflijl-riiterseite etwas ab: dieses Feld ist nämUch ainVrd etwas länger und am Ird etwas kürzer, wodurch seine äußere Grenz-
linie mehr schief zu liegen kommt. Bei den JcJ sind die Zeichnungen der Oberseite weniger deutlich imd bei dem einzigen bekann-
ten $ weichen die Zeichnungen der Oberseite \o\\ denen der vorigen Arten sehr ab und nähern sich mehr der Zeichnung vieler
$? der zweiten Gruppe. Die Hflgl sind bei beiden Geschlechtern am ^Vnalwinkel deutlich, aber breit und stumpf ausgezogen.
D. &ustn\ Auriv. (39 f). ^J: Beide Flgl oben dunkel graubraun mit mattem, bläulichem Schiller, welcher diiseni.
besonders im Saumteil der Vflgl und längs der Mitte der Hflgl hervortritt ; die dunklen Querbinden sind mit
Ausnahme der Discalbinde der N'flgl kaum angedeutet ; in der Mittelzelle der Vflgl süid die gewöhnlichen hellen
Querlinien ziemlich deutlich. Das Wurzelfeld der Vflgl-Untei-seite ist nach außen ziemlich gleichförmig gebogen,
an den Rippen 2 und 3 kurz gezackt und h?ll gelblich gesäumt; das Wurzelfeld der Hflgl ist dunkel kastanien-
braun, nach außen fast gerade aber etwas unregelmäßig begrenzt und besonders gegen den Ird grauviolett
gesäumt; die postdiscalen Ringflecken sind undeutlich, nach innen aber durch weiße Punkte bezeichnet; djese
Punkte treten auch in den Feldern 3 — 7 der Vflgl auf ; das Wurzelfeld der Hflgl erreicht fast den weißen Punkt
im Felde 7. — Das $ ist viel großer als das (^ und eines der größten bekannten Diestogyna-5?. Es ist
mir nur ein Stück (aus Staudinger's Sammlung) bekannt, welches leider auf beiden Vflgln beschädigt ist.
Die Flgl haben oben eine dunkel graubraune, im Wurzelteil dunklere und mehr rötlichbraune Grundfarbe;
die Vflgl haben zwei große schiefgestellte gelbe Flecke in den Feldern 2 und 3, welche offenbar einen Teil der
schiefen Querbinde der $$ der zweiten Gnippe entsprechen, und 4 weiße Subapicalpunkte ; die Mittelzelle
mit den gewöhnlichen gebogenen Querlinien in der Mitte und an der Spitze ; die Hflgl oben zwischen den Rippen
1 b und 7 mit einer breiten gelben ]\Iittelbinde, welclie nach außen unscharf begrenzt und in den Feldern 4 — 6
so stark verbreitert ist, daß sie die äußere Begrenzung der Augenflecke erreicht; die Unterseite fast wie die
Oberseite gezeichnet, die Flecke der Felder 2 und 3 der Vflgl aber fast weiß und das Wurzelfeld der Hflgl mit
einigen violettgrauen Schattenlinien geziert und nach außen von einer weißen, etwa 2 mm breiten Mittelbinde
begrenzt. Eine sehr seltene bisher nur aus Kamerun bekamite Art.
D. romi Auriv. (39 f). Von dieser schönen Art ist nur das r^ bekannt. Die Flgl oben schön blau schillernd, romi.
ohne dunide Querbüiden, in der Mittelzelle der Vflgl schwarz mit blauen Querlmien und am Saume schwarz ;
Fransen schneeweiß ; auf der Unterseite ist das Wurzelfeld tief schwarzbraun und nach außen violettgrau gesäumt ;
das Wurzelfeld der Vflgl ist etwas unregelmäßig aber gegen den Hrd fast senkrecht abgeschnitten, dasjenige
der Hflgl fast geradlinig begrenzt; die Augenflecke smd nur durch weiße Punkte angedeutet; der Saumteil
ist dunkel rötlichbraun, am Analwinkel der Hflgl violettgrau überzogen. Kongo-Gebiet zwischen Kasongo und
den Stanley-Fällen.
Zweite Gruppe.
Das Wurzelfeld der Hflgl-T^nterseite ist abgerundet oder viereckig, indem es nach außen von einer gebogenen oder ge-
wöhnlich an der Rippe 3 oder 4 winkelig gebrochenen Linie begrenzt wird. Eine Einteilung dieser artenreichen Gruppe in
Untergrupiien nach den Zeichnimgen der ^2 ist hier provisorisch versucht, wu'd alier dadmch beeinträchtigt, daß die ij$
mehrerer .Arten noch unbekannt sind oder ihre Zusammengehörigkeit mit den oo nicht ganz unzweifelhaft ist.
Erste U n t e r g r u ji p e.
.Spitze der Vflgl beim $ nicht weiß. Vflgl bei den $? auf beiden Seiten mit einer hellen schief gestellten Querbinde,
welche von der Jlitte des Vrds ausgeht, gegen den Hinterwinkel oder den Saum gerichtet ist und gewöhnüch die Rippe 2 erreicht;
diese Schrägbinde Ijesteht darum gewöhnlich aus 5 Flecken, je einem in den Feldern 2 — 6: die Flecke der Felder 4 — 6 sind jedoch
oft klein oder imdeutlich und der im Fehle 2 ist bisweilen von den übrigen abgetrennt oder bildet mit denselben einen Winkel.
Durch diese eigentümliche, bei den cJo ganz fehlende Querbinde sind die $$ dieser Untergruppe leicht kenntlich. Die (J(J oben
mit schwarzbrauner Grundfarbe und schwarzen Querbinden oder einfarbig schwarz mit oder ohne blaue Zeichnungen und blauen
Schiller, nie aber mit rotbrauner oder gelbbrauner Grundfarbe oder mit ähnliih gefärbten Querbinden.
XIII 21
1B2
DIESTOGYNA. Von Dr. G. Aurrillius.
grosesmithi. D. grosesmithl Stihjr. (39 c) weicht durch die schön gezeiclmete Unterseite von allen anderen Arten ab;
dieselbe hat auf beiden Flgbi eine tief rotbraune, beim J etwas hellere Grundfarbe, welche am Ird der Vflgl in
Gelbbraun übergeht ; die ovalen Postdiscalflecke sind schwärzlieh grau geringelt und in den Fehlern 4 — 6 nach
innen von scharf hervortretenden weißen Punkten begrenzt; die Mittelzelle der Vflgl hat 2 — 3 graue (braun
ausgefüllte) Querstriche und hinter der Zellenspitze liegt em breiter, älmlicher Fleck: die Hflgl haben einen
weißgrauen, durch dunkle Quei-striche mehr oder weniger unterbrochenen Längsstreifen, welcher von der Wurzel
durch die Zelle und das Feld 6 bis zur Flglspitze geht und in der Zelle einen schwarzen Punkt einschließt ; durch
diesen Streifen ist die Art sofort kenntlich: das Wurzelfeld der Hflgl ist nach außen durch eme unregelmäßig
gebogene ujid etwas gezackte, wenig deutliche aber gewölmlich grau gesäumte braiuie Linie begrenzt. Oben sind
die Flgl beim o schwarzbraun mit duiikelblauem Schiller aber olme dunkle Querbinden ; die Vflgl haben einen
weißen Piuikt an der Mitte des Vrds und vier sehr deutliche weiße Subapicalpmikte : beim 2 ist die Grund-
farbe der Oberseite lederbrauji. im Spitzenteil der Vflgl etwas dunkler, die dunklen Querzeichnungen treten
darum ziemlich deutlich auf; die Querbinde der Vflgl ist zusammenhängend nach hinten etwas breiter, oben
hellgelb, unten weiß: die weißen Subapicalpunkte sind deutlich. Kamerun.
(iridatha. D. aridatha Hew. (39 c) ist durch die migewöhnliche Form des Wurzelfeldes der Hflgl-Untei-seite am
besten keiuitlich: dasselbe ist nämlich klein und in der Richtung von vorn nach hinten sehr kurz, indem seine
Hinterseite von der Wurzel der Rippe 3 in fast gerader Linie und mit dem Vrd parallel gegen den Ird verläuft ;
das ganze Feld wird dadurch fast quadratisch. Beim £ ^üid die Flgl oben schwarzbraun mit schwachem blauen
Schiller: die Hflgl suul gegen den Vrd erhellt und dort sind darum die Postdiscalflecke sichtbar; auch die Vflgl
sind am Vrd etwas heller, so daß die dunklen Querbinden und Querflecken sichtbar werden: sie haben 2 — 4
weiße Subapicalpvmkte ; unten sind die Vflgl gelblich mit 5 — 6 rotbraunen Querbinden am Vrd, welche nach
liinten xmdeutlich werden: das Wurzelfeld der Hflgl ist tief kastanienbraun mit gelblichen Flecken in 6 — 8
und einem braimen schwarz und gelb geringelten Pimkt in der Zelle: auf der Hinterseite ist es breit weißgrau
gesäumt : der übrige Teil der Hflgl ist rotbrami. am Analwinkel sehr breit weißgrau überzogen, ein schwärzl.cher
Fleck im Wurzelteil der Felder 4 und 5 schließt sich der Außenseite des Wurzelfeldes an. Das $ schließt sich
unten dem j recht genau an, ist aber heller gefärbt imd hat weiße statt gelbe Flecke im Wurzelfeld der Hflgl
und deutliche Postdiscalflecke der Hflgl; dieQüerbinde der Vflgl ist oben gelb, unten weiß, zusammenhängend,
aber im Felde 2 etwas schmäler als im Felde 3. Alt-Calabar und Kamerun.
abusd. D. abasa Bt^ir. (39 b). Beim £ sind die Flgl oben schwarzbraiui mit recht deutlichen schwarzen Quer-
binden, aber fast ganz ohne blauen Schiller; die Fransen sind dujikel und die weißen Subapicalpunkte der Vflgl
smd undeutlich oder fehlen ; die Unterseite erinnert an die der vorigen Art. ist aber etwas heller imd hat ein Wurzel-
feld der Hflgl von anderer, mehr abgenindeter Form: die Vflgl sind unten gelb mit zwei rotbraunen, dunkel
umzogenen Querflecken in der Zelle, einer braunen, am Vrd erweiterten Schattenbinde hiiater der Mitte, einer
fast geraden, diuikelbraunen Augenfleckenreihe tuad dimkler Saumbinde: das Wurzelfeld der Hflgl ist rötlich-
braun, kaum diuikler als der Saumteil und durch einige gelbe Flecke, von denen der in der Zelle einen schwarzen
Pujikt einschließt, erhellt; der Saumteil ist dicht am Wurzelfelde im Felde 4 verdunkelt, m den Feldern 5 — 7
gelb erhellt, sonst aber dunkel rotbraun imd gegen den Ird etwas violett angeflogen und nur dicht am Anal-
winkcl imd am Ird grau gesprenkelt; die Augenflecke sind durch Uire äußere und iimere gelbe Begrenzung
angedeutet. Das 2 erinnert oben selir an das 2 von aridatha und hat wie dieses eine gelbe, nach hinten etwas
verschmälerte aber ganz gerade Querbinde der Vflgl; diese Querbmde ist auch auf der L'ntei-seite gelb, weim
auch etwas heller als oben: die Unterseite ist dmikel lederbraun aber fast überall dicht grau überzogen, nur
der Spitzenteil der Vflgl imd eine breite Saumbinde zwischen der Rippe 3 und der Spitze der Hflgl sind rein
braun : das Wurzelfeld der Hflgl ist deutlich höher als breit und fast einfarbig tlunkel mit keinen oder imdeutlichen
weißgrauen Flecken. Diese und die beiden vorhergehenden Arten sind die einzigen mir bekannten Formen
dieser Untergnippe. bei denen die $2 eine gelbe Querbinde der Vflgl-Oberseite haben. Alt-Calabar, Kame-
nm imd Kongo- (Tobiet.
atrovirenK. D. atfovirens Mab. (39 a. b). Das j gehört zu den dunkelsten Formen der Gattung: beide Flgl oben
schwärzlich mit dunklem bläulichem Glänze imd ohne Zeicluumgen. die Hflgl jedoch am Vrd heller, dunkel-
braim mit Andeutungen der schwarzen Querbinden: unten sind beide Flgl dunkel umbrabraun. die Vflgl am
Hrd etwas heller; die Mittelzelle der Vflgl hat vor der ilitte einen vorn offenen, grau und dunkelbraun um-
zogenen Ringfleck und an der Spitze zwei graue Querlinien, das Wurzelfeld ist zwischen dem Vrd und der Rippe 2
durch eine an den Rippen etwas gezackte imd saumwärts schwach grau gesäumte und wenig gebogene Linie
begrenzt ; die Spitze ist in den Feldern 6 — 8 mit violettgrauen Schuppen gesprenkelt ; die postdiscalen Ring-
flecke sind sehr undeutlich imd die Meißen Punkte an ihren inneren Enden auch kaum merkbar; das Wurzel-
feld der Hflgl ist wenig dunkler als die Grundfarbe, nach außen abgerundet und durch eine zackige Linie begrenzt ;
diese Linie ist nicht oder nur sehr undeutlich hell gesäumt und winl nicht von einem dunklen Fleck im Felde 4
begleitet ; im Wurzelfelde finden sich gewöhnlich zwei gelblichgraue oder violettgraue Flecke, der eine in Feld 2,
der andere in 7 und ein solcher Ring in der Zelle; die Postdiscalflecke sind durch helle Pimkte an ihren imieren
Enden imd durch kaum sichtbare graur- Ringe angedeutet ; am Analwinkel sind die Felder 1 b — 2 in einer Breite
DIESTOGYNA. Von Dr. C. AuRiviLLms. 163
von nur 2 — 4 mm mit violettgrauen Schu]5pen bestreut; die Fransen beider Figl sind dunkel gefärbt. Beim $
sind die Hflgl und der Wurzelteil der Vflgl oben dunkel gelbbraun und der Spitzenteil der Vflgl fast schwarz
mit weißer Querbinde und 4 weißen Subapicalpunkten; die weiße Querbinde ist gegen den hinteren Teil des
Saumes gerichtet, vom Vrd bis zur Rippe 3 zusammenhängend imd fast gleich breit und dann mit einem unregel-
mäßigen fast freien Fleck im Felde 2; die gelbbraune Mittelzelle mit deutlichen schwarzen Querzeiclmungen ;
die Postdiscalflecke der Hflgl sind schwarz ausgefüllt und saumwärts durch eine schwarze Kappenlinie scharf
b-grenzt : unten siiid die Vflgl dunkel umbrabraun, in der Zelle grau überzogen und nur an der Wurzel der Felder
1 a und 1 b gelb, die weißen Zeichnungen wie oben; die Hflgl sind luiten zum großen Teil grau überzogen, das
Wurzelfeld ist dunkelbraun, hinter der Mitte in den Feldern 1 b, 1 c, 2. 5 und an der Spitze der Zelle breit gelb-
lich aufgehellt, nach außen zackig und sehr dunkel grau gesäumt, in der Wurzel des Feldes 4 ein schwärzlicher
Fleck; der Ird und die Analgegend sind selir breit weißgrau überzogen ; die Postdiscalflecken sijid schwarzgrau
und nach außen nächst der Kappenlmie gelblich ; außerhalb der Kappeirlinie ist die Saumbinde erst gelblich,
daiui dunkel rotbraun. Kamerun, Gabun und Landana.
D. conjungens Auriv. (38 f) ist nur im mämilichen Geschlecht bekannt. Das cJ steht in vielen Be- conjmvjcns.
Ziehungen in der Mitte zwischen atrovirens und atrojmrpurea. Die Flgl smd oben ganz wie bei atropurpurea,
gefärbt und gezeichnet, dunkel schwarzbraun mit blaugrünlichem Schiller und zwei undeutlichen schwarzen
Fleckenreihen vor dem Saume; in der Mittelzelle finden sich zwei undeutliche elliptische schwärzliche Quer-
flecke und ein Fleck hinter dem Zellende; die Fransen der Vflgl sind weiß, diejenigen der Hflgl aber fast ganz
dunkel. Die Unterseite heider Flgl stimmt sehr nahe mit der Unterseite des (J von atrovirens überein; die Vflgl
sind schwarzbraun, am Hrd breit aufgehellt gelblich grau und zwischen der Mittelzelle und der Spitze mehr
oder weniger mit violettgrauen Schuppen bestreut; die weißen Subapicalpunkte, welche oben undeutlich sind
oder fehlen, sind hier deutlicher; die Hflgl sind ziemlich eintönig schwarzbraiui, nur am Anal«dnkel mehr oder
weniger violettgrau überzogen; das Wurzelfeld tritt darum nur undeutlich hervor, ist in den Feldern 1 c, 2,
3. 5 und 6 durch kleine graue Flecke begrenzt und schließt 3 — 4 gelblichgraue Wurzelflecke in den Feldern
1 a — 1 c und 7 ein. von denen der letzte der größte ist ; die eiförmigen Postdiscalflecke smd imdeutlich und jeder
durch einen weißen Punkt am inneren Ende ausgezeichnet. Nordwest-Kamerun, von A. Schxtltze entdeckt.
D. atropurpurea Auriv. (39 a) ist in beiden Geschlechtern oben der D. atrovirens sehr ähnlich, weicht atropurpu-
aber unten recht erheblich ab. Das (J weicht oben durch deutliche weiße Subapicalpunkte imd weiße Fransen ''*"■
der Vflgl imd durch zwei ziemlich deutliche Fleckenreihen vor dem Saume beider Flgl ab ; unten smd die Vflgl
am Hrd bis zur Rippe 3 breit gelblich dunkelgrau, sonst im Wurzelfelde dunkelbraun uiid im Spitzenteil rötlich
braun mit violettgrauen Schuppen vor der Spitze; die Hflgl sind unten bunt gefärbt und haben eine dunkel
purpurrötliche Grundfarbe, das Wurzelfeld ist schwarzbraun am Vrd rötlich und hat in der Wurzel des Feldes
7 einen großen hellgelben Fleck, außerhalb des W^urzelfeldes ist die Grundfarbe braunrot und dann vor den
Postdiscalflecken wieder schwarzbraun, diese schwarzbraune Discalbinde ist im Felde 4 chii-ch einen diuiklen
Querstrich mit dem Wurzelfelde verbunden; die Postdiscalflecken siiid wieder braunrot mit weißen Piuikten
an ihren inneren Enden und undeutlichen gelbeii Flecken an der Außenseite; die Saumbinde ist dunkler braun-
rot. — Das $ weicht oben vom 9 der atrovirens Jiur dadurch ab, daß der Wurzelteil der Vflgl etwas dunkler
und die weiße Querbinde mehr gegen den Hinterwinkel gerichtet ist; unten ist die Grundfarbe der Vflgl mehr
eintönig dunkelgrau, und die Hflgl, welche in der Zeichnung denen des ,^ähialich, aber viel heller suid, sind nur
am Analwinkel (sehr schmal) und im Wurzelteil des Vrds etwas grau überzogen, aber in allen hellen Teilen
deutlich braun gestrichelt oder gesprenkelt, was beim $ von atrovirens nicht vorkommt. Kameran.
D. obsoleta Grünb. (39 a). Beim 3" sind die Flgl oberseits dunkelbraun mit schwarzen ziemlich undeut- ohsolcia.
liehen Zeichnungen, die hintere Pai'tie beider Flglpaare vorherrschend schwarz mit schwachem dunkelblauen
Schimmer : Fransen des Vflgls weiß, des Hflgls dunkelbraun. Unterseite des Vflgls gelblich braun mit dunkelbraunen
Zeichnungen, die auf der Basalhälfte vorherrschen; die dunkeln Querstriche in der Zelle breit, schwärzlich
gesäumt; jenseits der Zelle eme breite hellbraune, dunkel variierte Mittelbinde, vorn stai'k erweitert und fast
die Hälfte des Vrds von der Spitze an einnehmend ; ihre äußere Begrenzung bildet eine aus zusammenfließenden
dunkelbraunen Flecken gebildete Submarginalbinde, die außen noch von einer schwarzen Bogenlinie begleitet
wird; Saum dunkelbraun; Hflgl dunkel rotbraun mit unregelmäßiger heller graubrauner Zeiclunmg; über die
Zelle eüi basaler Fleck, m der Zelle selbst ein isolierter dunkelbrauiier, hell umrandeter Fleck, hmter der Zelle
unter der Rippe 2 ebenfalls ein größerer heller Fleck; jenseits der Zelle sind von der ganz unregelmäßigen Zeich-
luuig nur eine mediane Reihe dunkelbrauner Flecke und eine submarginale Zackenbinde, beide ziemlich undeut-
lich, zu luaterscheiden. Das ? ist unbekamit ; wenn aber das als amaranta $ 38 f abgebildete ?, ^vie möglich
ist. nicht zu amaranta, sondern zu obsoleta gehört, ist die Art in die dritte Untergruppe einzureihen. Uganda.
D. mawamba Baker (38 e) steht, wie die Figuren zeigen, der D. atropurpurea nahe. Beim (^ sind die mmvamba.
Flgl oben schwarzbraim mit dunkelblauem Schiller, schwarzen Querbinden, welche auch in der Mitte der Vflgl
unterscheidbar sind, imd weißlichen Fransen der Vflgl; auf der Unterseite ist das Wurzelfeld der Vflgl schwarz-
grau und gegen die mehr hellgraue Saumhälfte bis zur Rippe 1 scharf und bogenförmig begrenzt, die undeut-
lichen Postdiscalflecke sind saumwärts durch eme dunkle Kappenlinie begrenzt; außerhalb dieser Linie ist
KU DIESTOGYNA. Von T)r. 0. AvRiviLLTr.s.
der .Saum rostfarbig; diese Farbe deJint sich weit in die Felder 3 — 5 hinein aus: das Wurzelfeld ist dunkel rost-
braun mit einem gelben Fleck an der Wurzel des Feldes 7 und in der Zelle; die Saumhälfte ist nächst dem Wurzel-
felde rötlich gelb und ohne dunklen Fleck im Fekie 4, dann aber zum größten Teil mit rostbraun und rötlich-
braun überzogen; die Postdiscalflecke sind schwärzlich begrenzt, grau und rostbraun ausgefüllt. Das 9 weicht
oben kaum vom $ der D. atrovirens ab; die weiße Querbinde der V'flgl ist jedoch am Vrd stark verschmälert;
die Unterseite der Vflgl ist ganz eintönig dunkel braungrau mit denselben Zeicluiungen wie oben; das Wurzel-
feld der Hflgl ist fast ganz schwarzbraun und durch einen schmalen Streifen am Vrd mit dem ebenfalls zwischen
der Figlspitze und der Rippe 4 stark verdunkelten Saum verbunden; der, ganze übrige Teil des Flgls ist hell
gelblich, dünn braun gesprenkelt mit langen aber undeutlichen Postdiscalflecken und ganz ohne dunklen Fleck
im Felde 4. Kongo-Gebiet: Mawamba-Makala.
shiiiilc.r. D. Simplex Stgr. (38 e, f). Beim (J sind beide Flgl oV)en einfarbig dunkelbraun mit blauem Schillci-
nur vor dem Saume treten die zwei äußersten Fleckeni'eihen ziemlich deutlich henror; die Fransen der \'flgl
sind dunkel; unten sind die Felder 1 a — 2 der Vflgl grau; beide Flgl aber sonst eintönig rotbraun mit sehr undeut-
lichen Zeichnungen; das Wurzelf cid der Hflgl ist kaum dunkler als die Grundfarbe, ganz ungefleckt mit einem
schwarzen Punkt in der Zelle und nach außen durch eine feine schwärzliche, gebogene und etwas gewellte Linie
begrenzt; dicht an dieser Linie liegt im Felde 4 ein undeutlich begrenzter, schwarzer Schattenfleck; am Anal-
winkel ist die Grundfarbe sehr schwach grau überzogen; die weißen Subapicalpunkte der Vflgl fehlen auf
beiden Seiten völlig. Das $ hat die Vflgl oben schwarzgrau, an der Spitze etwas dunkler, schwärzlich mit gerader
und zusammenhängender weißer Querbinde und weißen Subapicalpunkten ; die Hflgl sind oben graubraun,
am Vrd luid in den Postdiscalflecken gelblich aufgehellt; die Unter.seite wie beim^J, aber viel heller, eintönig
hell braungelb und mit sehr deutlichem schwarzem Fleck im Wurzelteil des Feldes 4 der Hflgl ; die Grenzlinie des
Wurzelfeldes an der Rippe 2 scharf gebrochen. Sierra Leone.
feroniri. D. feroflia Stgr. (.38 d, e) ist der vorigen Art so ähnlich, daß es genügt die L^nterschiede zu erwähnen;
beim o **hid die Flgl oben sehr matt und dunkel bläulich angeflogen und die Hflgl vom Vrd bis ziu- Falte des
Feldes 4 dunkelbraun ohne blauen Schimmer; die Vflgl haben weiße Fransen und weiße Submargijialpunkte ;
auf der L^nterseite sind die Vflgl abwechselnd gelblich und rotbraun gebändert und nur im Felde 1 b grau. Beide
Geschlechter weichen dadurch ab, daß das Wurzelfeld der Hflgl-Unterseite hinten zwischen der Rippe 4 ui^d dem
Ird gerade a b g e s c li n i t t e n und lireit v i o 1 e t t g r a u g e s ä u m t ist : der scluvärzliche Fleck im
Felde 4 (und 5) tritt scharf hervor. Sierra-Leone.
(ilhoiiimc- D. albopunctata Anriv. (38 d). Die Flgl sind beim ,^ oben schwärzlich mit blauem Schiller aber ohne»
falfi. deiitliche schwarze Querzeichiiungen und olnie weiße Subapicalpunkte: die Fransen sind dunkel, haben aber auf
den Vflgln kleine weiße und auf den Hflgln gelbliche Punkte an den Spitzen der Zwischeiraderfalten : unten sind
beide Flgl sehr dunkel graul)raun, die Vflgl haben graue Querlinien in der Zelle und das an der Rippe 4 winkelig
gebi'ochene Wurzelfeld ist grau gesäumt; die postdiscalen Augenflecken sind recht deutlich und haben kleine
weiße Punkte, die Felder 6 — 8 sind an der Figlspitze grau beschuppt; das Wurzelfeld der Hflgl ist viel höher als
breit, etwas dunkler als die Grundfarbe und schließt nur einen chniklen Punkt in der Zelle ein; die Analgegend
ist grau beschuppt und die Augenflecke weiß pujiktiert. Im Kongo-Gebiet bei LTmangi und Banana. — Das
abgebildete $ gehört wahrscheinlich zu dieser Art, «Tirde aber nicht zusammen mit den (JcJ angetroffen.
umhritia. D. umbrjiia Auriv. (38 d) ist nur im männlichen Geschlecht bekannt und steht der vorigen Art nahe.
Sie weicht dadurcii ab, daß die dunklen Querbinden der Ober.seite schwach angedeutet shul, daß die Fransen
einfarbig dunkel sind, daß das Wurzelfekl der Vflgl-Unterseite eine andere Form hat und an der Rippe 2 zahn-
förmig hervortritt, daß die Augenflecke beider Flgl undeutlich und fast luu' durch die weißen Piuikte angedeutet
sind inid daß das Wurzelfeld der Hflgl deutlicher grau gesäumt ist. Kongo-Gebiet, am Ikelemba-Fluß.
veronica. D. verotlica Cr. (38 b i) *) wurde schon 1780 von Gramer beschrieben und abgebildet und ist demnach
die zuerst bekannte aller Diestogy na- Arten. Das ^J ist oben bei jeder Beleuchtung ziemlich hell grünlich blau,
nur eine Saunibinde, welche auf den Vflgln 2 mm, auf den Hflgln aber kaum 1 mm breit ist, ist schwarz; die
Fransen sind deutlich weiß gefleckt; die dunklen Querzeichnungen in der Zelle derVflgl treten deutlich hervor
und auch die schwarzen Querbinden sind mehr oder weniger angedeutet, besonders die äußerste Binde der
Hflgl ist deutlich, ebenso die weißen Subapicalpunkte der Vflgl; die Grundfarbe der L^nterseite ist ziemlich
eintönig dunkelbraun, das abgenmdete Wurzelfeld der Hflgl jedoch entschieden dunkler als die Saundiälfte;
das Wurzelfeld der Vflgl ist nach außen schwach gebogen und weißgrau gesäumt; die Postdiscalflecken smd
deutlich und grau geringelt: die Figlspitze ist in den Feldern 7 und 8 scha-ach grau beschuppt: auf den Hflgln
liegt ein schwärzlicher Fleck der Felder 4 und 5 dicht an der Außenseite des Wurzelfeldes; die Analgegend ist bis
zum Wurzelfelde schwach grau überzogen: im Wurzelfelde liegen einige kleine violettgrauc Nebelflecke; durch
die weißgefleckten Fransen und die stärkere mehr ausgebreitete und zusammenhängende blaue Farbe der
Ober.seite weicht das ,^ sofort von den (J^ der folgenden nahe vei-wandten Arten ab. Das 5 hat eine ziemlich
eintönige graubraune Oberseite mit zusammenhängender weißer Querbinde der Vflgl; die Unterseite erinnert
*) Dio nach Stücken ilo^ Beil. .AFus. liici' gclicfeiMcii Fitrm-cn sinil iiiclil i;Mt i;clmii;cii ; \ iclli'iili) L;clii')n'n sie mihIi einer
der l'olgonden Ai'ton an.
DIESTOGYXA. Von Dr. G. ArMvmjrs. 165
an diejenige des 3 . ist aber heller und hat ein mehr Tierecüges weiSgran gesänmtes Wnirelfeld der Hflgl. Sierra
Leone bis Ashanti.
D. barombina Avriv. (38 e). Beim ^ treten die sehwaraen Qaeraeidmiinsen der Oberseite deutlich her- harombma.
vor und die duake-lblaue Farbe tritt mir zwischen den sc-hwaTzen E:: - ; ien auf: die Fransen sind
einfarbig, d-ankelbrann oder nur auf den Vflgln mit einigen nndentlic^. -__.._ ^ „_i:en: die Unterseite ist fast
ganz wie bei veronica geßrbt und gezeichnet , nur ein wenig heller und mit einem kleinen . wenig deut liehen, schwar-
zen Punkt in der Zelle der Hilgl: dieser Punkt fehlt röllig bei tvronsV«. ist aber bei den beide: ' \ ^.en .\nen
groß und sehr deutliciL Das I hat oben auf den Hflgln und an der Wurzel der Vflgl eine b: _ - Grund-
farbe und die Vflgl eine weiße Querbinde, deren Fleck im Felde 2 fast frei ist : die Unterseite ist ziemlich dunkel-
braun und das Wurzelfeld der Hflgl viel dunkler als die grau r' . e Saumhälfte : der dunkle Fleck im Wurzel-
teil der Felder 4 und 5 trirt scharf herror: die Zelle aber hat - - -chwarzen Punktes nur einen xmdeut liehen
dunklen Ring. Kamerun.
D. incerta spec. nor. (S8 e). Die Oberseite des ^ stimmt genau mit derjenigen der q -J von haromhina ittrHa.
und iadema üt^erein. die Unterseite aber ist lebhaft und fast eintönig rostfarbig, nur an der Außenseite der Wurzel-
felder etwas gelblich aufgehellt : das Wurzelfeld der Vflgl ist sehr groß, die Flglmirte etwas überragend und nach
außen bogenförmig begrenzt ; das Wurzelfeld der Hflgl ist nur wenig dunkler als die Saumhälfte, nach außen
durch eine schwarzbraune, zackige Linie begrenzt und in der Zelle mit einem deutlichen, hell umzogenen. schwar-
zen Punkt geziert : der schwärzliche Fleck der Felder 4 und 5 an der Mitte des Wurzelfeldes tritt deutlich hervor:
die weißen Punkte an den inneren Spitzen der Pc>stdis<salflecke treten scharf auf: die Fransen beider PTgl einfarbig
dunkel: die weißen Subapicalpunkte der Vflgl sind undeutlich oder fehlen. Das £ erinnert oben an die 2£
der verwandten Arten, hat aber vier deutliche dunkle Querbinden der Hflgl: die Unterseite hat wie beim ^
eine rostbraune, aber etwras hellere Grundfarbe und weicht in der Zeichn".': . nur dadurch ab. daß
das Wuixelfeld der Hflgl nach atißen breit weißgrau gesäumt ist: der ?._ . „_, la der Zelle der Hflgl
tritt scharf hervor. Kamerun: von dem schwedisehen Sammler Fbitz Theo rix entdeckt.
D. tadema Hetc. (SS 3) ist in beiden Geschlechtern den vorhergehenden und besonders der D. barom- iadema.
biiia se:_: ^ : :;h. weicht aber von ' - " ' ' " :?. bran!.. "" '- _ „ "Tx- Gru!^ " >r Unter-
seite al' i-: -/hwarze Punkt in der r . rseite is: ^ - harf ht: ^ d sind
die Fransen einfarbig, dunkel, die Subapicalpunkte der Vflgl klein oder undeutlich und das Wurzelfeld der
Vflgl nach außen in Feld 4 deutlich stumpfwinkelk . ' hen: beim 2 ist die Unterseite der Vflgl bi
grau und die Unterseite der Hflgl nicht c»der nur u; :j grau überzogen. Alt-Calabar. Kamerun. Ga
in Kamerun wohl die häufigste Art der Gattung.
D. nigropunctata Avnr. (38 b), von der nur das J bekannt ist, kommt ohne Zweifel der D. tadema nigropync-
sehr nahe: ist aber auf beiden Seiten viel heller. Auf der Oberseite treten die schwarzen Querbinden gegen ^''-
die braune, nur schwach in Violett schimmernde Grundfart>e hervor: die Unterseite ist blaß weißlich gelb
mit ganz verschwommenen Zeichnungen: nur der schwarze Punkt in der Zelle der Hflgl und die länglichen,
aber stark verkleinerten schwarzen Kerne der Postdiscalflecke beider Flgl treten scharf hervor: das Wurzelfeld
der Hflgl ist kaum dunkler als die Grundfarbe und durch eine dunklere Linie begrenzt : der dunkle Fleck in Feld
4 ist kaum angedeutet. Kongo-Ciebiet bei Ikelemba.
D. auri\illii Batid ( 3S b. c ). Diese nach einem £ aufgestellte Art ist mir in Xatur unbekannt und wird in fol- auririnn.
gender Weise beschrieben: Vflgl etwas stärker einffebogen als bei X).ne«>w»<>7 Cr., sonst dieser ähnhc-h. besonders
in der Zeichnung, die aber weniger als dort hervortritt : grünlicher Schimmer breitet sich besonders in der Mittel-
zelle £us. der schwärzliche Streifen hinter dem Schlüsse der Mittelzelle ist schmäler und setzt sieh nur bis zur
Rippe 3 fort : nach außen im oberen Teile wird dieser Streifen von einem weißlichen Fleckchen begrenzt : grünliche
Schuppen sind an vei^schiedenen Stellen nahe des Vids angehäuft : die weiße Punktreihe vor dem Vorderwinkel
ist ziemlich stark ausgeprägt: der Schiller der übrigen Flglfläche ist viel dunkler als bei D. veronica. fast noch
dunkler als bei amaranta Kan^h: Unterseite sehr dunkel und scharf gezeichnet, sonst ähnlich der ersteren Art:
die äußere Begrenzung des dunklen Wurzelteiles der Vflgl zeigt einen anderen Verlauf: Hflgl sehr dunkelbraun
mit breiter scharf begrenzter Binde im basalen Teile, nach innen wird diese Binde von gelber Färbung um.sä -
am breitesten, fleckartig, im oberen Teile: Mittelzelle mit einem großen, dunkelbraunen Flecke und ei.
helleren am Ende: der schwärzliche Fleck in der Mitte ist ausgedehnter: äußerer Flglteil braun, sehr eintönig.
mit weißlicher Punktreihe und verloschener Zackenlinie". Kamerun an der Barombi- Station.
D. schultzei Aurir. (37 e). Auch diese schöne Art ist nur im männlichen Geschlecht bekannt. Die Flgl * " - :^^-. ;.
oben dunkel schwarzbraun mit vier deutlichen schwärzlichen Querbinden zwischen dem ZeUende xmd dem Saum-
und vier schwärzlichen Querflet-ken in der Mirtelzelle der Vflgl: beide Flgl bei gewisser Beleuchtung mit sehr
lebhaftem grünblauem Schüler, welcher auf den Vflgln die dunklen Flecke der MittelzeUe und die Felder 1 a — 3
bedeckt, ohne jedoch den Saum vöUig zu erreichen und auf den Hflgln sich über die MittelzeUe. die Felder 2 — ö
und den Vrd des Feldes 1 c ausdehnt : in den nicht hlauschillemden Feldern 4 — 6 der Vflgl findet sich je ein
tri'i'i>.T- '^"V.apicalpunkt und jeder^ifi der f-rsten dunklen Querbinde einige weißgraue Schupj)en: der Zwischen-
166 DTESTOGYNA. Von Dr. f!. AüRn'u.Lius.
räum zwischen der zweiten und dritten dunklen Querbinde der Hflgl ist in den Feldern 4 — 6 mit gelblichen
Schuppen ziemlich dicht bedeckt, so daß eine abgekürzte gelbliche (jucrbinde gebildet «ii'd (eine deutliche
Annähei-ung an die (J^J der zweiten Untergruppe); Fransen beider Flgl dunkel gefärbt. Die Unterseite der Vflgl
am Vrd bis zur Rippe 4 braun, dann heller, gelblich; Die Mittelzelle mit gebogenen, weißen Querlinien: das
Wurzcifcld Jiach außen zwischen dem Vrd und der Rippe 4 weißlich gesäumt ; die Hflgl sind imten ziemlich hell
und eintönig rotbraun; das Wurzelfeld ist fast einfarbig, nur mit einem schwarzen, hellgeringelten Punkt in der
Zelle und einem weißgrauen Querfleck im Felde 7 geziert, nach außen ist es von einer ebenen, an der Rippe 4
sehr stumpfwinlcelig gebrochenen, breit m eißlich gesäumten Luiie begrenzt ; im Felde 4 ist die weißliche Begren-
zung durch einen schwärzlichen Fleck unterbrochen; die Postdiscalflecke sind undeutlich und wie gewöhn-
lich nach innen durch je einen weißen Punkt bezeichnet; die Analgegend ist nur unbedeutend violettgrau be-
schuppt. In Xordwest-Kamerun; von Oberst Arnold Schültze entdeckt.
irU. D. iris Avriv. (37 e. f). Beim f^ sind die Flgl oben schwarzbraun mit undeutlichem blauen Schiller,
aber mit scharf hervortretenden blauen Zeichnungen. Die Mittelzelle der Vflgl mit 5 blauen Querstrichen;
der etwas dunklere Wurzelteil in den Feldern 3 — 6 der Vflgl und in der Mitte der Hflgl breit blau gesäumt; die
Postdiscalflecke der Vflgl schwarz gekernt, blau geringelt imd nach außen durch eine schwarze Ka])penlinie
scharf begrenzt; die Hflgl hinter der Mitte mit zwei geschlängclten schwarzen Querlinien, welche lebhaft blau
gesäumt sind; die Unterseite ziemlich eintönig bräunlich sandfarbig, undeutlich brauia gestrichelt und mit
undeutlichen Zeiclmungen; ein dunkler Funit in der Mittelzelle der Hflgl; ihr Wurzelfeld wenig dunkler als
die fJrundfarbe. nach außen gebogen und im Felde 4 durch ehien dunklen Fleck begrenzt. — Beim 5 sind die
Vflgl oben schwärzlich und nur in den Feldern 1 a und 1 b hell braungelb, die gelbe Farbe erreicht jedoch nicht
den Saum und ist an der Wurzel verdunkelt; die Querlinien der Mittelzelle sind auch gelblich: die weiße Quer-
binde ist iinregelmäßig und ihr Fleck im Felde 2 klein und freiliegend: die Hflgl sind oben hell braungelb mit
unscharf begrenzter, dunkler Saumbinde, aus scharfen Winkeln gebildeter schwarzer Kappenlinie und vor dieser
mit einer Querreihe schwarzer Punkte ; die Unterseite ist fast wie oben gefärbt und gezeichnet ; das Wurzelfeld
der Hflgl ist ebenso hell wie der Saumteil und von demselben sehr undeutlich abgegrenzt: nur der schwarzbraune
Fleck an der Wurzel des Feldes 4 tritt deutlich hervor; ui der Mittelzelle ein dunkler Ring; die ganze Unterseite
ist undeutlich hellbraun gestrichelt und die Kappenlinie und die dunklen Punkte viel matter als oben. Katanga
im südöstlichen Teil des Kongo- Gebietes.
kararhi. D. karschi Auriv. (37 d. e). Beim q sind beide Flgl oben tief schwarz; die Hflgl sind ganz einfarbig.
olme Zeichnungen, nur mit weißen Punkten an den Fransen und einen dichten schwarzbraunen Haarkamm
längs der Rippe 1 b; auf den Vflgln treten vier blaue Querstriche in und hinter der Zelle und die blauen Ringe
der Postdiscalflecke gegen den tiefschwarzen Grand sehr schön hervor; die weißen Subapiealjiunkte sind deut-
lich und die Fransen zwischen der Rippe 4 und dem Hinterwinkel weiß: die Unterseite ist im Spitzenteil der
Vflgl und in der Analgegend der Hflgl weißgrau, sonst schwärzlich, überall aber mit schwarzen Strichelchen
dicht bestreut. — Das $ist oben rotgelb, in der Spitzenhälfte der Vflgl schwärzlich und am Saume der Hflgl
verdunkelt, die Vflgl mit dunklen Querzeichnungen in der Zelle luid die Hflgl mit der gewöhnlichen Punktreihe
und Kappenlinie; die weiße Querbinde der Hflgl zeichnet sich dadurch aus, daß die Flecke der Felder 4 — 6
viel- kleiner als die beiden anderen sind; die Unterseite ist wie beim j* fein schwarz gestrichelt und besonders
dadurch ausgezeichnet, daß das Wurzelfeld der Hflgl groß, scharf geeckt, dunkel schwarzbraun und dicht schwarz
gestrichelt, sonst aber ganz unbezeiehnet i.st. Kamerun.
mphirinn. D. saphirlna A'«r,sr/( (37 f). ^ : Flgl oben kaffeebraun mit saphirblaueni Schiller und mit sehr undeutlichen
dunklen Queibinden; die Hflgl am Vrd aufgehellt; Vflgl ohne Subapicalpunkte; die Unterseite ist lichter
braun; die Vflgl haben lichtere Querstrienien in und hinter der Zelle und 2 — 3 weiße Subapicalpunkte: das
Wurzclfeld der Hflgl ist etAvas dunkler, nach außen bogenförmig begrenzt und mit einem kleinen hellen Ring
in der Zelle; die Postdiscalflecke durch helle Punkte angegeben. — Das $ weicht von den $$der vorhergehenden
Arten beträchtlich ab und gehört einem anderen Catii7ia-ähn\ichen T^qjus an ; beide Flgl haben oben eine schwarz-
braune Grundfarbe: die schiefe Querbinde der Hflgl ist hellgelb und hat flen letzten Fleck im Felde 2 fast frei-
liegend, die Mittelzelle mit 5 graugelben Querstrichen, älmliche Querstriche auch im Felde 1 b; 5 weißliche
Subapicalpunkte und eine deutliche schwarze Submarginallinie ; die Hflgl haben eine nach hinten abgekürzte
und stark verschmälerte hellgelbe Mittelbinde, welche zwischen den Rippen 2 und 7 liegt und an der letzteren
etwa 9 mm breit ist ; in deji Feldern 1 c — 6 sind die Kappenlinie imd eine Fleckenreihe vor derselben sehr
deutlich, in den Feldern 1 c — 3 tritt auch eine dritte Reihe dunkler Flecke auf; unten haben beide Flgl eine
braungraue Grundfarbe, welche jedoch in der Mitte der Hflgl etwas aufgehellt ist : das Wurzelfeld der Hflgl
ist viereckig und durch eine dunklere, etwas zackige Linie begrenzt ; es schließt einen sehr undeutlichen, dunklen
Ring in der Zelle und 2— 3 kleine hellere Flecke ein.. Im östlichsten Kongo-Gebiet am Ituri-Fluß und bei Bolengi
angetroffen.
In rüp Xäho dieser Art gehörpn wahr-scheiiilich die drei folgendon. wolrlip nur im woililidicn Coschleoht bekannt sind.
hoMrii). D. hobleyi Neave ist eine mir in Natur unbekannte Art , von der mir das $ bekannt ist ; sie wird in folgender
Weise beschrieben : ., Dunkel olivenbraun mit gelben Zeichnungen; Vflgl dunkel olivenbraun mit schwarzen Schup-
DIESTOGYNA. Von Dr. C. Aürivilliüs. 1ü7
pen bestreut ; in der Mittelzelle zwei schwarze, gelb gesäumte Querflecke und ein solcher Fleck an der Spitze der
Zelle; hinter der Zellenspitze eine gelbe, ziemlich schmale Schrägbinde zwischen der Subcostalrippe und der
Rippe 2; 5 weiße Subapicalpunkte sind durch dunkle Zwischenaderstriche mit der Schrägbinde vereinigt; eine
dunkle Submarginallmie. Die Hflgl suid an der Wurzel bis zur Spitze der Mittelzelle, am Ird und Außeiu'd
dunkel olivenbraun und haben, in der Mitte eine breite den Vrd fast erreichende ockergelbe Mittelbinde; vor
dem Saume 2 Querreihen dunkler Striche ; die Fransen sind braun mit kleinen weißen Punkten. Die Unterseite
ist kastanienbraun mit dem Vrd. der Spitze und dem Hinterwinkel der Vflgl und den Hflgln außen am Saume
grau überzogen; die Schrägbinde der Vflgl ist weiß; Vflgl am Hrd hell olivenbraun; Wurzelfeld der Hflgl
durch eine unregelmäßige dunkle Linie begrenzt; die Postdiscalflecke durch weiße Punkte angegeben. Kavi-
rondo; Kisuniu und Kongo-Gebiet.
D. ernesti-baumanni Kmsch. (38a). Beide Flgl oben schwarzbraun: die Vflgl mit undeutlichen hellen erncsü-
Querstrichen in der Mittelzelle und mit der gewöhnlichen Schrägbinde weißgelb; von den Flecken dieser Biaide """'"'""•
sind diejenigen der Felder 4 — 6 ganz wie beim $ von karschi viel kleiner als die beiden übrigen; die weißen
Subapicalpunkte smd deutlich: Hflgl oben zwischen dem Vrd und der Rippe 1 b mit einer unregelmäßigen,
4 — 9 nun breiten hellgelben Mittelbinde, welche im Felde i am weitesten saumwärts hervortritt und darum dort
am breitesten ist ; die Unterseite erümert an die von Karschi $, ist aber heller, weniger gestrichelt und hat ein
kleineres, durch eine Reihe heller Flecke durchgezogenes Wurzelfeld der Hflgl. Togo-Land.
D. felicia Btlr. erinnert an die vorhergehende Art, hat aber mehr gelbliche Zeichnungen und weicht jcUcia.
von allen anderen 2$ dieser Untergruppe besonders dadurch ab, daß die Schrägbinde der Vflgl sehr schmal,
fast linienförmig ist; dies tritt besonders in den Feldern 2 und 3 auf, wo sie je nur durch ein feines Halb-
möndchen vertreten ist ; das Halbmöndchen im Felde 2 ist in den Feldern. 1 b und 1 a durch einen gewellten
Querstrich bis zum Hrd fortgesetzt ; hierdurch bildet dieses 2 einen Uebergang zu den $$ der dritten Unter-
gruppe; auf den Hflgln ist die hellgelbe Mittelbinde fast wie bei der vorigen. Art geformt, die schwarzen Flecken-
reihen des Saumteiles sind jedoch deutlicher, fast wie bei sapkirina-^. Die Unterseite wird von Butler weder
beschrieben noch abgebildet; er erwähnt nur, daß die Schrägbinde der Vflgl weiß statt gelb ist. Goldküste.
D. plagiata Auriv. (37 d). Xur das r^ ist bekarmt; es weicht von allen anderen Arten sofort durch den pUigiata.
großen, scharf begrenzten, intensiv blau schillernden Fleck ür der Analgegend der Hflgl ab ; die Flgl sind sonst
oben schwarzbraun mit undeutlichen dunkleren Querzeichniuigen ; die Postdiscalflecke der Felder 4 — 6 der
Hflgl sind schwach gelblich umzogen; die Unterseite ist ziemlich eintönig rostbraun, am Analwinkel der Hflgl
ein wenig grau gesprenkelt; die Mittelzelle der Hflgl hat einen schwarzen Punkt und ihr Wurzelfeld ist durch
eine dunkle gebogene Linie begrenzt; der dunkle Fleck im Felde 4 ist nur schwach angedeutet. Kongo- Gebiet :
Bena-Bendi.
Z w e i t e U n t e r g r u p p e.
Die (Jo haben oben wenigstens zum Teil eine rotbraune bis orangegelbe Grundfarbe oder eine ähnlich gefärbte Quer-
biiuk- iler Vflgl. Die 2$ stimmen mit denen der ersten Untergruppe darin überein, daß die \'flgl eine helle Schrägbinde zwischen
der ilitte des Vrds und der Riijpe 2 haben.
D. milnei Hetc (37 f). Beim q sind beide Flgl oben tief schwarz, an der Wurzel lebhaft rostbraun und inlliwi.
am Vrd der Hflgl breit rostgelb; nahe der Spitze der Mittelzelle haben die Vflgl euren hellblauen Querstrich
und hinter der Zellenspitze einen großen älmlich gefärbten Fleck; die Subapicalpiuikte smd oft mideutlich,
die Fransen aber weiß ; auf den Hflghi hat die schwarze Grundfarbe vor dem Analwinkel einen großen sammet-
glänzenden Fleck; die Unterseite ist dunkel rotbraim luid derjenigen von D. plagiata ganz ähnlich, nur etwas
dmikler. — Das $ ist oben orangegelb mit schwarzem Spitzenteil ujtid Vrd der Vflgl und schwarzer Saumbinde
der Hflgl; diese Saumbinde ist nach hinten etwas breiter und erreicht fast die Kappenlinie, vor dieser liegt
eine Reihe von 7 schwarzen Punkten : sonst sind die Hflgl ganz imbezeichnet und nicht dunkler an der Wurzel ;
die Schrägbinde der Vflgl ist rein weiß, bildet große Flecke in den Feldern 2 und 3, aber nur sein- kleine oder
imdeutliche in den Feldern 4 — 6; die Unterseite ist viel heller als beim (J, sonst aber ähnlich und nur dadurch
abweichend, daß das Wurzelfeld der Hflgl fein weißlich gesäumt ist ; die Analgegend ist grau überzogen. Li-
beria bis Kamerun.
D. fuscomarginata Bartel (37 d). Von dieser Art ist nur das $ bekannt; es erinnert an die $$ von jusco-
milnei und amicia. Die Wurzelhälfte der Vflgl bis über die Spitze der Zelle hinaus und die Hflgl bis weit über """■9"'°^-
die Mitte shad oben orangegelb ; der Vrd und die Spitzenhälfte der Vflgl sowie eine breite Saumbinde und die
Postdiscalflecke der Hflgl sind dagegen schwarz; die Vflgl haben eine weiße Schrägbinde, die jedoch in den
Feldern 4 — 6 nur schwach ausgebildet ist; die Unterseite ist der von milnei'!^ ähnlich; die Hflgl sind abgerundet
und nicht am Ende der Rippe 2 etwas ausgezogen, wie bei milnei. Von der Johann-Albrechthöhe in Nord-Kamerun.
D. amicia Hen\ (37 d. als ,,amicea"). Beim jj ist die Grundfarbe beider Flgl oben rotgelb mit schwarz- amicia.
brauner Saumbinde und drei solchen Querbinden oder FleckenqueiTeihen zwischen dieser und der Zellenspitze ;
in der Mittelzelle der Vflgl tue gewöhnlichen dtuiklen Querzeichnungen; die erste der diuiklen Querbinden
16» DIfiSrOGYXA. Von Dr. C. ArBmixirs.
der Vflgl kt bisveflen caeh hiatai tmdevtliefa: die Unterseite ift derjoii^exi too fla^iata ähnKrh wneht aber
durch dsfx wie bei «ehmUsei-S scharf aasgeprägten äcinranten Fleck im Felde 4 d» Hl^ ab. — Rss 1 hat nach
-L eine w - ' rägbinde den Vl^ tmd trie das ^ eöien daptlen Fleck im Felde 4 der Hfl^Untexseite.
ibar an hl-
exttbiar. D. czcdSMC SU. ist eine schöne, ganz Dcuerdings beschriebene Art. welche in der Nähe tud amieia
TU 5tehen scheint. Beim ^ haben die F^ ob«t eine lebhaft rotgelbe Ganindfarbe mit den gewöhnlichen schwarzen
Qaerbinden aof beiden Flgin schari hervortretoMi: der Woizeh«! beid» F^ ist dnnkelbtann: die Unterseite
ist Tiel blässer and verwaschener gelärbt. die Vflgl trüb rotgelb mit der vid Uässo- erscheinenden dnnklefi
Zeichnong der Oberseite, mir die Fleck»ueihe tot dem Saume tritt devtlieher schwärzlich hervor und hat wurzel-
wä— " FekJem 4 — 6 je einen w^Ben Punkt : die Hf^Unterseite et im Wurzelfelde ebenfalk trüb rotgell
ut - .a rundes, schwarzes, weiß gekf^mtes Ffcckehen in der Mrttelzene und einen sröBeien schwärzbchei:
FlecK rnnt^rdemSchiuB derselben (inFe i rotbraune, nicht scharf begrenz' inda> durchziehen di'
Figfanitte; die äufiere Kt auf der Innenst . . . ^ a weiBe Punkte ausgezeichnet. — ^ ^; _ _;! beträchtlich größer
als das £ und im ganzen Spctzenteil der Vfisj oberseits schwarz gefärbt mit einer rein weiSen Schrägbinde: die
übrige Oberseite fet analog jene: ioch die Unterseite der Vfl^ kt beim - stark verdunkelt, mi^
weiBgraues Qoerstreifen in der . _ . . .^z Hflgt unten dankler ak brän £. stark rostgrau gemischt, nur
gegen den Anahrinkel trüb rotgelb mit analoger aber deutlicher Zeichnung ak beim £. — In» Urwalde am Xord-
westufer des Tang£njika-Sees in einer Höhe von etwa iOOOm von GKArEK entdeckt.
D. oidaasf^ unopunctata Bater) ( 37 e)Et in beiden Geschkchton durch den groBen runden
schwarzen Fleck in :: le der Hflgi-Unterseite vtm aDe» anderen Arten leicht kenntlich, ist ab«- somst
mit der folgenden Art nahe verwandt. Das 3, welches von Baseb ak eine besMidere Art beschrieben wurde,
ist oben dem ^ von Ifsamdrti ähnlieh, ab^ etwas h^ier und stimmt unten ziewüch gut mit dem hier abgelMl-
deten 2 überein. Beän £ haben die Hf^ imd die Wnrzelhälfte der \Q^ öne iKaune intd die ;^>itzenhälft<r
der Vf^ eine schwarze Grundfarbe: die Mittelzelle da- Vf^ schliefit ein^i schwarzen Ring ein tu>d die Sehräg-
ixnde ist rein weiß, bk zur B~ '' '.st ^eiehlHeit imd mit einem klonen, fast freioi Fleck in Feld 2: beide Flgl
haben eine deutliche schwaii " ..arginaDinie und die HSgl nndeutliche Po^dkealpunkte: die ganze Unter-
seite ist dunkel violettgraa mit undeutliehai Zeiehnm^en: das WorzeHeld dei'Hf^ hat die gewöhnliche Fwm.
ist aber sehr undeutlich begrenzt ; kein dimkler Fleck im Felde 4. Kongo-GelHet bei Bena-Bendi und Mawamba.
D. inicka ' Form und Begroszuis des Wurzelfrfdes de? '^-"r Taterseite von den ülK^en
Arten ab: dasselbe - • hoch wie breit und erreicht hinten fast -ier Rippe 2. nach außen
ist es durch one dicke tast gerade schwarzl»anne Binde begrenzt und Inldet an d» Ri{^ - ^i^^ scharfe Spitze.
Beim 3 sind die Flgl oben heller oder dunkler nml»atKann mit drä schwarzen Qnerfle^en am Vrd der Vflgl
und zwei mehr oder wen%er deutUchen Fleckenreihen oder Qncxünien xor dem Saume; miten sind die \Q^i
gelbtieh mit einem schwarzbraunen Qoerfleck in det Zelle und einem groBoi ähnlichen an der )Iitte des Vrdes
die HOgl and unten am Vrd heller und gegoi den Anatwinkel allmählich donklo' gefirbt : sie haben stets einen
dunklen Fleck in der Miuekelfe. Beim 1 sind die Hf^ und der Wurzelteil der Tf^ oben gelbbraan mit den
gewöhnliehen dunklen Zeichnungen in der ZeUe der Vflgl und zwei Bogenrähen sefawaizm' Striche hint^ der
Mitte der Hägi: dieselben änd am Saume breit verdunkelt : die S]Mtzenhälfte d«^ Vfl^ kt schwaizlisaan und
schließt die weiße Schrägbinde ein: dieselbe kt ziemlich breit und auch unten wuizelwärts breit schwarz ge-
säu: - erseite ist griUich und hat einen großoi schwarzbraunen Fleck in der Zelle der VflgL — iaricln
Dr^. , .: . rdliche in Sierra-Leooe bk Dahomey vorkommende Rasse und weiefat nur durch dunkloe Farbe
und undeutlichere Zeichnui^en von lifimtdra ab. — lysandra Sioil (37 c) ist heller g^ärbt und weicht von der
fegenden Form dadurch ab. daß die dunkle Begrenzung des Wurzelfeldes der EU^ g^gE^ ^^n Vrd stark ver-
di^ und der Fleck in der ]llittelzelle der Hf^ einfarb^ ist. Ah-Calahar und Kamann.- — nheca Copromm
weicht nur dadurch ab, daß die dunkle Begrenzung des Warzelfekks der Hf^ viel dünner und gegen den Vri
weniger verdickt kt und daß der Fleck in da- Mittelzelle der Hf^ onen hellen Kon hat. Tritt in Kamerxin
ak Aberration and im Kongo-Gebiet ak l;>esondere Rasse auf.
L)ritie Untergruppe.
B^ den 95 dieser Faitagrapf)« Cdtk die beOe Schiägbötde der VOst ««Mte- die 11 der bctdea TavigeB rBtosrapfMi.
aoszirtcfaii^. voUis. Suitt detseltKB habcB die VO^ niefarere aesen dot Hnl seakreelit gestellte beU^eOie QoerfiB*^
nH>>ep.
D. intennirta Amris: (39e). Nur das ^ ist bekannt. Dasselbe kt in der Zeichnang besonders der Vfl^
Oberseite ganz abweichefid and zeigt Anklänge an .die 11 der ersten Gruppe, von doten die Art jedoch durch
die Form des War ier Hflgl gänzlich abweicht; beide Flgi oben schwarzlxaim mit gelben Zeich-
nungen: die Vügl :^ -'liehen Querstrichen in der Zelle und zwei vom Hrd aosgeheraden. mit dem Saume
gleichlaufenden, al^eküizten. gelben Qoerstreifen. von denen der eiste nahe an der Wurzel liegt und am Innere
ende des Feldes 2 endet und der ar 3 der Glitte des Hrdes ausgeht und die Rippe 4 fast errächt ; die
Postdkcalflecke sind ^e'b ■t^ttt, yf-h -, Sabmarsinallinie dick und schwarz; die weißen SalMi|Mca^Minkte
Ausgegehm 3i. IV. 1913. DIESTOGYXA. Von Dr. C. AuRiviLLrus. 169
sind deutlich, die Hflgl haben oben eine breite, nach vorn stark erweiterte hellgelbe Mittelbinde, -welche sowohl
den Vrd \vie den Ird erreicht und sich in den Feldern 4 — 6 mit den dicken gelben Ringen der Postdiscalflecken
vereinigt; die Submarginallinie auch hier dick und schwarz; der schwärzliche Wurzelteil ist nach außen in
Flecke aufgelöst ; die Unterseite ist grau und weißlich gemischt und am Saume diuikler bräunlich ; das Wurzel-
feld der Hflgl ist abgerundet \-iereckig, nach außen gezackt, nur teilweise dunkler als die Grundfarbe und
schließt einen großen, gerundeten, schwarzen Fleck in der Mittelzelle ein. Congo-Gebiet: Stanleyvüle.
D. amaranta Karsch (38 f). Es ist leider sehr unsicher, ob die hier abgebildeten Geschlechter wirklich amarania.
zusammengehören. Das q, welches zuerst beschrieben \^-urde, hat oben eine dxmkel kaffeebraune, überall außer
am Vrd der Hflgl dunkel sammetblau sclümmernde Gnindfarbe ; die Vflgl in der Mittelzelle mit drei lichtblauen
Querstrichen und vor der Spitze mit drei bläulichen Subapicalpmikten ; die schwarze Submarginallinie ist auf
beiden Flgln ziemlich deiitlich : unten ist die Grundfarbe sehr dunkel kaffeeebrauii mit der Saumhälfte der Vflgl
viel heller und am Vrd mit violett grauen Schuppen dicht bestreut, am Vrd im dunklen Wurzelteil vier veil-
graue Querstriche; das Wiu-zelfeld der Hflgl ist schwärzlich, saumwärts gebogen mid von einigen veilgrauen
Flecken, von denen nur der im Felde 1 c etwas größer ist, begrenzt; die Postdiscalflecke sind nur durch helle
Pvmkte angedeutet : Fransen beider Flgl weiß . — Das $ ist oben fast ganz wie das $ von gamhiae gezeiclmet,
weicht aber dadurch ab, daß die Flecke der Querreihen der Vflgl hier zu Querliiüen vereinigt sind und daß
die hellgelbe Mittelbinde der Hflgl den Vrd fast völlig erreicht; die Unterseite ist dagegen völlig verschieden
und erinnert am meisten an die Unterseite von D. ernesti-hmimanni-'^; die Wurzelfelder beider Flgl sind schwarz-
grau, nach außen scharf begrenzt und stoßen am Hrd der Vflgl imd Vrd der Hflgl genau zusammen; dasjenige
der Vflgl ist z^^-ischen der Rippe 2 und dem Hrd und das der Hflgl im Felde 4'ausgerandet; die Grundfarbe des
Saumteiles ist hell graugelblich und besonders gegen den Saum braun gestrichelt, der Saum der Vflgl ist hinter
der Spitze bis zur Rippe 3 breit verdunkelt rotbraun; der Wurzelteil des Feldes 4 der Hflgl ganz olme dunkeln
Fleck. Kamerun und Uganda.
D. gambiae Feisth. (37 a) ist eine längst bekannte, weit verbreitete und sehr ausgezeichnete Art: die gamhiae.
Hflgl sind bei beiden Geschlechtem an den Rippen 2 und 3 kurz und stumpf gelappt. Das $ ist oben rotgelb
mit schwarzen Querzeichnungen und erimiert recht viel an das S '^«n amicm ; der breit verdunkelte Hrd der Hflgl
ist jedoch nach liinten gegen die Grundfarbe scharf abgesetzt; die Vflgl sind unten lebhaft orangegelb, am Vrd
in der Breite der Mittelzelle verdunkelt und grau beschuppt ; die Hflgl haben imten eine sehr breite, schwärz-
lich rotbraune, am Rande sparsam grau beschuppte Vrdbinde und eme schmälere, aber nach innen durch die
Submarginallinie scharf begrenzte Saumbinde ; das Wurzelfeld ist wie die Vrdbinde gefärbt, hat aber eine breite
hellgelbe Querbmde. welche sich vom Ird bis zum Vrd der Zelle erstreckt ; der übrige Teil des Flgls hat eine
gelbe Grundfarbe, ist aber in der Mitte sehr breit braimgrau überzogen. — Das $ ist unten fast wie das ^ ge-
zeichnet, hat aber eine hellere Grundfarbe imd ist in der Mitte der Hflgl nur sehr wenig grau überzogen; die
Oberseite ist dagegen ganz verschieden; die Vflgl sind oben schwarzbraim mit 4 hellgelben oder graugelben
Querstrichen in der Mittelzelle und vier Querreihen hellgelber Flecke oder Striche hinter der Zelle, von denen
die erste die Hinterecke der Zelle beriUut und die letzte vor der Rippe 5 undeutlich ist ; die Hflgl sind oben schwarz-
braun und haben zwischen den Rippen 3 und 7 einen sehr großen hellgelben Mittelfleck, welcher im Felde 5
eine Breite von etwa 10 mm erreicht, nach hüaten aber scluiell verschmälert ist. Senegal bis Kamerun und dem
Congo- Gebiete.
Dritte Gruppe.
Die Arten dieser sehr natürlichen Gruppe unterscheiden sich von allen anderen dadurch, daß das Wurzelfeld der Hflgl
groß und an seiner Hinterecke nach hinten weit ausgezogen und zweispitzig ist; die beiden Spitzen liegen an den Rippen
2 und 3. Dazu kommt, daß die Hflgl unten hinter dem Vrd einen hellen Streifen haben, welcher von der Wurzel bis zur Flgl-
spitze geht und das Wurzelfeld durchquert. Die helle Schrägbinde der Vflgl-Oberseite, welche die ?? auszeichnet, i.st in dieser
Gruppe auch bei den (J(J mehr oder weniger deutlich entwickelt.
D. ampedusa hat unten fast dieselben Zeichnungen wie atossa, alle aber viel matter und mehr undeut-
lich und die Grundfarbe mehr violettgrau; die Oberseite hat eme dmikelgelbe Grundfarbe, welche jedoch zwischen
den breiten schwarzen Querzeiclmungen nur wenig hervortritt und besonders im Wurzelteil undeutlich ist.
— ampedusa Heu: (37 b; beide Figuren smd leider zu hell). Die Schrägbmde der Vflgl ist beim S nicht heller ampedusa.
als die Gnindfarbe imd nicht schärfer begrenzt als die übrigen hellen Querbinden und beim $ auf beiden Seiten
rein weiß. Goldküste bis Alt-Calabar. — leonis Auriv. (37 c; 40 a) weicht nur dadurch ab. daß die Schrägbiiade leonis.
der Vflgl beim ^ oben scharf begrenzt und lebhafter als die Querbinden gefärbt und beim $ auf beiden Seiten
hellgelb ist. Sierra Leone.
D. atossa (37 a, b). Beim ^ sind beide Flgl oben rostbraim mit schwarzer Saumbmde und schwarzer atossa.
Submargmallüiie : die Vflgl haben außerdem zwei schwarze Querbinden, von denen die erste nur die Rippe 2
erreicht und die andere mehr oder weniger mit der Submarginalbinde vereinigt ist und, sich allmälilich verschmä-
lemd, den Hrd erreicht ; die Unterseite ist, wie die Figur zeigt, sehr bunt purpurbraun, gelb, orangegelb und weiß-
grau gemisclit. Bei dem viel größeren ? sind die Vflgl oben in der Wurzelhälfte und die Hflgl bis zur schwarzen
Saumbinde lebhaft orangerot ; cüe Spitzenhälfte der Vflgl ist schwarz mit großem weißen Spitzenfleck und weißer
Schrägbinde, die jedoch in Flecke aufgelöst ist, indem der Fleck im Felde 4 fehlt und der in Feld 2 weit abgetrennt
XIII 22
170 EURYPHENE. Von Dr. C. AuRmmus.
auslrdlis. liegt. Alt-Calabar und Kamcrim. — Eme weibliche Aberrationsforni. 9 '^^J- australis ah. nov. ist kleiner als
das $ der Hauptforni und weicht dadurch ab, daß die Sclu'ägbinde der Vflgl bis zur Rippe 3 zusammenhängend
ist, indem der Fleck in Feld 4 da ist ; der Fleck im Felde 2 ist auch näher an den m Feld 3 gerückt ; die Saum-
binde der Hflgl ist auch viel heller, nach üinen luideutlich begrenzt luid von zwei Querreihen dunkler Striche
oder Flecke begleitet. (longo-Gebiet.
iU. (iattuiit!-: £lir;»'|>lieilo Westw.
Diese formenreiche Gattung ist dadurch eigentümlich, daß sie die unter sich so unähnlichen Arten
der Gattungen Diestogyna und Euphaedra in ganz natürlicher Weise mit einander verbindet. Die ersten hier
angeführten Arten schließen sich nämlich der Gattung Diestogyna eng an und die letzten sind in Form und Zeich-
nung kaum von Euphaedra zu unterscheiden. In der Tat stimmt Euryphene im Köiiierbau so vollständig
mit Euphaedra überein, daß sie, wie die Uebersicht (p. 143) zeigt, nur durch die Farbe der Palpen abweicht.
Die Euryphene- Alien sind mittelgroße bis ziemlich kleine Nymphaliden, welche iliren Hauptsitz im
westafrikanischen AValdgebiet haben und in Deutsch-Ostafiüka nur durch eine einzige Art vertreten sind; süd-
lich gehen sie nicht über Angola hinaus.
Die $$ sind durchschnittlich größer als die (^(^ und weichen gewöhnlich auch durch Farbe und Zeichnung
der Oberseite beti'äehtlich von den ^J^J ab. Auf der Unterseite sind dagegen die Geschlechter ähnlich gezeichnet
und dadurch ist es immer leicht die Zusammengehörigkeit der ^Jo und 5$ zu erkennen.
Von den Entwicklungsstadien sind nur die Ppn bekannt. Dieselben sind dünnschalig und eckig; der
Kopf hat zwei kegelförmige Spitzen und jede Seite in der Mitte nahe am Hinterende der Flglsc beiden eine scharfe
Ecke; die Rückenseite ist scharf gekielt, steigt vom Kopfe bis zum dritten Glied des Hlbs allmählich in die
Höhe, endet dort in einem langen kegelförmigen Dorn, und fällt dann wieder gegen den Kremaster aümählich
ab, einige kleine Erhabenheiten in der Rückenlinie bildend; der Kremaster ist ziemlich lang und fast gerade.
Die Arten können auf mehrere Gruppen, deren wichtigste Kennzeichen in der folgenden Uebersicht
angegeben sind, verteilt werden.
Uebersicht der Gruppen.
I. Die $$ oben mit einer hellgelben — weißlichen, gegen den Ird verschmälerten Mittelbinde der Hflgl und
mit einer Zeichnung, welche sehr an diejenige der Catuna-AYien erinnert. Bei den oj" sind die Flgl oben
orangegelb — braungelb — schwarzbraun mit 4 — 5 schwärzlichen Querbinden oder fast schwarz mit blauem
Schiller; von ähnlich gefärbten (Je? anderer Gruppen unterscheiden sie sich bald durch geringere Größe
(Flglspannung 50 — 55, selten bis 60 mm), bald dadurch, daß die Unterseite nie grün oder grünlieh und die
Wurzel des Vrds der Hflgl nie unten weiß ist; Vflgl stets oben ohne Subapicalbinde.
Zweite Gruppe.
II. Die 9? ^ini^ '^ip oben (V/^»»«-ähnlich gezeichnet und haben keine gelbe Querbinde der Hflgl.
A. Die Hflgl unten mit dunklem Vrdstreifen, welcher wenigstens am ersten Viertel des Vrds anfängt und
die Spitze erreicht ; dadurch werden wenigstens die drei letzten Viertel des Feldes 8 viel dunkler als
der Grand gefärbt.
OL. Der Vrdstreifen der Hflgl-Unterseite ist etwa 3 mm breit, geht von der Wurzel aus und bedeckt
nicht nur die Wurzel der Mittelzelle und das Feld 8, sondern auch den größten Teil des Feldes 7.
Beide Flgl oben mit rotgelber Grundfarbe. Erste Gruppe.
ß. Der Vrdstreifen der Hflgl-Unterseite fängt erst am ersten Viertel des Vrds an und wird nach hinten
durch die Rippe 8 begrenzt ; bedeckt demnach nur den äußeren schmalen Teil des Feldes 8 ; die Grund-
farbe unten lebhaft hellgelb. Beide Flgl oben schwarz, zum größten Teil lebhaft grünblau oder
hellblau überzogen. Siebente Gruppe.
B. Die Hflgl unten ohne dunklen Vrdstreifen.
a. Die Flgl unten mit einer deutlichen, gemeinsamen, schmalen, geraden, dunklen Querbinde, welche
sich von d(>r Sjjitze der Vflgl bis zum A n a 1 w i n k e 1 der Hflgl am Ende der Rippe 1 b er-
streckt. Fünfte Gruppe.
ß. Die Flgl unten ohne gemeinsame Querbinde oder mit einer Querbinde, welche an der Mitte des
I r d s der Hflgl endet.
*. Die Flgl unten in den Mittelzellen olme Zeichnungen oder mit matten, nie rein schwarzen Flecken.
f. Die Vflgl oben hinter der Mittelzelle mit 2 — 3 Querreihen weißer Flecke.
Sechste Gruppe.
tf. Die Vflgl oben ohne weiße Flecke hinter der Zelle oder nur mit weißer Subapicalbinde
oder weißen Ringen der Subapicalpunkte.
§. Die Vflgl oben mit einer breiten, gelben Querbinde, welche an der Mitte des Vrds
anfängt und die Rippe 2 erreicht. Vierte G r u p ]) e.
§§. Die Vflgl oben ohne helle Querbinde oder mit einer Subapicalbinde, welche höchstens
die Rippe 3 erreicht oder ohne Grenze in die Grundfarbe übergeht.
Dritte Gruppe.
**. Beide Flgl unten in der Mittelzelle mit rein schwarzen Flecken. Achte Gruppe.
EURYPHENE. Von Dr. C. Aurivillius. 171
Erste Gruppe.
Die einzige liiehei- gehörige Ai-t weicht von allen aiuleren, sowohl durch Farbe und Zeichnung wie auch durch Flgl-
schnitt ab. Beim ^ ist der Saum der Vflgl ziemhch tief ausgerandet und die lltlgl an der Spitze breit abgerundet und am
Analwinkel etwas ausgezogen und sehr kurz und stumpf zweilappig; die Rippe 1 b ist m ihrer ganzen Länge langhaarig. Beim
$ sind die Vtlgl wie beim (J gebildet, die Hflgl aber am Analwinkel völlig abgerundet.
E. elpinice Hew. Die Flgl beim q oben rotgelb mit wenigen schwarzen Zeichnungen; die Vflgl in der elpinice.
Mittelzelle mit einem schwarzen Ring in der Mitte und einer hohlen Querzeichnung am Ende; hinter der Zelle
fangen am Vrd drei schwarze Querlinien an, von denen die erste nur bis zur Rippe 4 geht, die zweite durch
einige undeutliche freie Flecke der Felder i — 2 fortgesetzt \\ii-d und die dritte bis zur Rippe 1 geht, aber in Flecke
aufgelöst ist ; am Saume eine 2 mm breite schwarze Saumbinde ; die Hflgl sind oben am Vrd breit schwarzgrau
und haben außerdem eine nur 1 mm breite dunkle Saumbinde und eine noch schmälere in Striche aufgelöste
Submarginalbinde und einige dunkle Querzeichnungen in der Zelle; die Unterseite der Vflgl ist dunkel violett-
braun mit zwei großen Flecken in der Zelle, einem Fleck am Vrd hinter der Zellenspitze und die Flglspitze
weiß oder weißlich: auf den Hflgln ist das Wurzelfeld und ein breiter Vrdstreifen schwarzbraun, das Wurzel-
feld jedoch durcli eine weißliche Binde zwischen der Rippe 1 a und dem Vrd der Zelle aufgehellt, die Saumhälfte
ist violettgrau und hat hinter der Mitte dunkle, saumwärts von weißlichen Strichen begrenzte Flecke. Das
$ ist oben orangegelb und hat den Spitzenteil der Vflgl bis zur Zelle schwarz mit einer kurzen zackigen weißen
Schrägbinde zwischen der Glitte des Vrds und der Rippe 4 und weiße Submarginal flecke der Felder 3 — 9; die
Hflgl nur mit dunkler Saumbinde und Submarginallinie ; die Unterseite wie beim 3, nur etwas heller gefärbt.
Alt-Calabar bis Ogowe.
Zweite Gruppe.
Die.se Gruppe ist besonders durch die Farbe und Zeichnung der ?? ausgezeichnet. Dieselben haben, wie die Figuren
d, c, f der Tafel 41 zeigen, eine hellgelbe Jlittelbinde der Hflgl und eine hellgelbe, durch dunkle Querbinden oder Flecken-
querreihen unterl)r()chene Grimdfarbe der Vf Igloberseite : hierdurch erinnern diese V$ sehr an die Arten der Gattung Caluna
und auch an die ?? einiger Diesiogyna-Aiten. Die dunklen Zeichumigen der Vflgl bestehen aus 4 Querflecken oder Querstrichen
in der Zelle, einem solchen an der Zellenspitze und 5 gegen den Hrd mehr oder weniger schief gestellten Querbinden, von denen
die erste die Wurzel der Felder 1 a und 1 b bedeckt und nur bis zum Ursprimg der Rippe 2 reicht, die zweite die Wurzel
der Felder 2 und 3 bedeckt und in den Feldern 4 — 6 oft erweitert ist, die dritte die Mitte des Flgls durchquert, die vierte aus
mehr abgeriuideten Flecken gebildet ist und die fünfte die Saumbinde bildet ; die Hflgl haben zwei dunkle, oft undeutlich ge-
trennte Qucrbiiulen an der Wurzel und vier außerhalb der :Mittelbinde, von denen jedoch die beiden ersten nach vorn in den Fel-
dern 5 und ü von der :\Iittelbinde mehr oder weniger verdrängt sind. Bei den S<S ist die Grundfarlie der Oberseite gewöhnlich
orangegelb bis gelbbraun, selten fast schwarz und di? helle Mittelbinde der Hflgl fehlt völlig: die schwarzen Querbinden sind ganz
dieselben wie bei ilen ??, aber bei den cJ(J immer vollständig ent^^^ckelt oder wenn die Grimdfarbe sehr dunkel ist, nicht deut-
lich hervortretend. Die Spitze der \'flgl ist niemals weiß gefärbt. Die Arten sind miteinander sehr nahe verwandt.
E. carshena Hew. (41 d, f). Das ^J weicht von den übrigen sofort dadurch ab, daß die Flgl oben .schwärz- carshena.
lieh sind und die dunklen Querbinden darum undeutlich oder fehlend ; auf den Vflgln treten nur m der Mittel-
zelle, an der Mitte des Vrds und nahe der Wm-zel der Felder 2 und 3 deutliche schwarze Striche oder Flecke auf;
auf den Hflgln liegt ein großer schwarzer Fleck dicht bmter der Zellenspitze in den Feldern 4—6; dagegen
sind die Vflgl von der Wurzel bis über die Mitte hinaus und die Hflgl in der Mittelzelle und in den Feldern 1 c— 4
lebhaft grünlich blau ; die blaue Farbe ist gegen die Grundfarbe ziemlich scharf begrenzt ; die Unterseite ist ziem-
lich hell gelb mit matten braunen oder dunklen Zeichnungen, von denen nur ein Punkt und zwei Flecke in der
Mittelzelle der Vflgl, em Punkt und zwei Ringe in der Mittelzelle und em größerer Fleck nahe an der Wurzel
der Felder 5 und 6 der Hflgl scharf hervortreten; auch die sch%\ärzlichen Submarginalpunkte sind recht deutlich.
— Das $ dieser und der nächstfolgenden Art ist dadurch vor den übrigen ausgezeichnet, daß die dunklen
Flecke der dritten Querbinde der Vflgl-Oberseite in den Feldern 1 a und 1 b fehlen, wodurch an der Mitte des
Hrds die hellgelbe Grundfarbe einen großen Fleck bildet; die Mittelbinde der Hflgl ist gegen den Vrd nur un-
bedeutend erweitert, im Felde 5 kaum mehr- als 5 mm breit und im Felde 6 mit dunklen Schuppen bekleidet;
die Unterseite hat dieselben Zeichnungen wie beim S, ist aber heller; der Fleck in den Feldern 5 und 6 der
Hflgl ist groß, viereckig und sehr deutlich. Goldküste bis Congo und Albert-Nyanza.
E. tentyris Hew. (41 f). Das ^ ist sofort dadurch kenntlich, daß die Vflgl oben längs dem Vrd breit ientyris.
bläulich grün schillern, wobei die Grundfaibe hellgrün und die dunklen Flecken dunkelgrün aussehen, die
grünliche Farbe wird nach hinten durch die Rippe 2 scharf begrenzt und erreicht nach außen kaum die vierte
Querbinde; die Grundfarbe ist sonst oben dunkel gelbbraun und die dunklen Querbinden treten scharf hervor;
die Unterseite ist graubraun und durch einen viereckigen, schneeweißen Fleck vor der Mitte des Feldes 7 der
Hflgl ausgezeichnet. — Das ? ist dem ? von carshena sehr ähnlich und hat wie dieses einen gelben Hrdfleck
der Vflgl, welcher jedoch schmäler ist und etwas in das Feld 2 eindringt ; die Mittelbinde der Hflgl ist nach
vom etwas breiter und in Feld 5 eUva, 6 mm breit. Sierra Leone bis Angola. — seeldrayersi Auriv. weicht dadurch seeldrayersi.
ab, daß die Flgl beim ^J oben ganz dunkelblau mit undeutlichen Zeichnungen, unten aber wie bei der Hauptform,
172 EURYPHENE. Von Dr. C. Aurivillius.
nur etwas mehr grau sind, und da(3 beim $ der hellgelbe Hrdfleck der Vflgl durch ciiu' schwarzgraue Querlinie
geteilt ist. Ist vielleicht eine selbständige Art. Im Inneren des Congo-Gebietes.
svbteniyrix. E. subtetltyris Strand. .,Mit tentyris Hen: nahe verwandt, aber charakterisiert ii. a. diirch den nur
im Dorsalfelde der ^'tlgl sich befindenden, allerdings schwachen bläulich-violettlichen iSchimmer; von tentyris
weicht die Art außerdem durch folgendes ab : Färbung der Oberseite dunkler, im Costalfelde der Vflgl gar kein
bläulicher Schimmer, dagegen, außer im Dorsalfelde dieser Flgl, auf der Fläch« der Hflgl mit solchem Schimmer;
die schwarzen Fleckenreihen der Vflgl reichen bei derselben Deutlichkeit bis zum Hrd; im Hflgl ist das ganze
Wurzelfeld schwärzlich überzogen". Kamerun.
abesa. E. abesa Hew. (41 d, e) unterscheidet sich von allen übrigen Arten dieser Gruppe dadurch, daß die Hflgl
unten in der Mittelzelle drei tief schwarze Punkte statt eines Punktes und zwei Ringe haben. Beim (^ sind die
Flgl oben sehr dunkel sammetartig schwarzbraun; gegen diese dunkle Grundfarbe treten die schwarzen Quei'-
binden nur undeutlich hervor. Das $ hat vollständige Fleckenquerreihen der Vflgl inid eine in den Feldern
5 und G wenigstens 10 mm breite gelbe Mittelbinde der Hflgl. Goldküste bis nördliches Congo-Gebiet.
E. absolon. Beide Flgl oben beim .-^ mit gelbbrauner Grundfarbe und zusammenhängenden oder fast
zusammenhängenden dunklen Querbinden, unten mit gelbgrauer oder graubrauner Grundfarbe ohne große
schwärzliche Zeichnungen und ohne dunkle Schräglinie in der Spitze der Vflgl. Das $ oben dem $ von zonara
ahsohn. ganz ähnlich, unten aber ohne dunkle Scliräglinie in der Spitze der Vflgl. — absolon F. (41 d. f). Die Flgl oben
7iiicans. beim cJ ohne blauen Schiller. Kamei-un bis zum Congo-Gebiet. — tnicans Auriv. Die Flgl des J haben oben, wenn
sehr schief von der Seite gesehen, einen lebhaften blauen Schiller und sind auf beiden Seiten etwas dunkler
eniebbiae. als bei der Hauptform. Kamerun und Congo-Gebiet. — entebbiae LatJiy ist etwas größer und noch dunkler als
micans, scheint aber sonst damit völlig übereinzustimmen; ob die Flgl oben einen blauen Schiller haben oder
nicht, wird nicht erwähnt. Uganda.
zonara. E, zonara Btlr. (41 d). Beim ,^ sind die Flgl oben orangegelb oder hell braungelb und die schwarzen
Querbinden schmal und fast vollständig in kleine, gut getrennte Flecke aufgelöst ; die helle Grundfarbe nimmt
dadurch viel mehr Platz als bei den anderen Arten ein; die Unterseite ist graugelblich und weicht von der-
jenigen von absolon nur dadurch ab, daß die Spitze der Vflgl durch eine unscharf begrenzte gegen die Mitte
des Hrds gerichtete Schrägbinde geteilt ist. Das $ ist oben den verwandten Arten ganz ähnlich und weicht
unten nur durch die dunkle Schrägbinde der Vflglspitze von absolon-'^ ab. Goldküste bis zum Inneren des
Congo-Gebietes.
mandhiga. E. mandinga Fhlr. (41 d) weicht in beiden Geschlechtern miten durch die gelbgraue oder weißgraue,
mit großen eckigen schwarzgrauen Flecken gescheckte Wurzelhälfte beider Flgl ab; die dunklen Flecken liegen
hauptsächlich im Wurzelteil der Felder 1 — 6. Beim ^ sind die Flgl oben lebhaft orangegelb, etwas dunkler
als bei zonara und mit (>twas größeren, aber doch freien dunklen Flecken. Das $ stimmt oben genau mit zonara-'^
überein. Senegal bis Congo.
oxione. . E. oxione Hew. (41 c) ist durch die schwarzbraune, fast gerade und sehr deutliche Querbinde der Unter-
seite ausgezeichnet; dieselbe geht von der Spitze der Vflgl bis zur Mitte des Irds der Hflgl und tritt auf den
Hflgln etwas schärfer als auf den Vflgln hervor. Beim o ist die Grundfarbe der Oberseite dunkel gelbbraun,
und die dunklen Querbinden sind breit und zusammenhängend. Das $ ist oben den übrigen $$ ähnlich,
hat aber eine sehr scharfe Spitze der Vflgl. Alt-Calabar bis Angola und Toro.
Dritte Gruppe.
Die(J(J stiiuiucn mit den (Jo <lor zweiton Gruiipe tlariii iihi-icin. ilal3 sie fiben t;anz (liescll)en dunklen Queiliinilon haben:
doch können die Querbinden, wenn die Gruiulfailie sehr dunkel ist, fjaiiz undeutlich werden: von den 3<S der vorigen Oru|ii)e un-
ter.sclieiden sie .sich entweder durch die weiße Wurzel des Vrds auf der Vflgl- l'ntc'rseite oder dvu'ch die ganz verschiedene mehr
oder weniger grünliche Grundfarbe der Unterseite. Auf der Olier.seite haben die ^'rlgl am Vrd zwischen der zweiten und (hitten
Querbinde l)ei den ?? fast imtner, ))ei den od aber selten eine helh; Sul>a|)icalbinde, die jedoch höch.stens die Rippe 3 erreicht.
Die $? sind den $$ der zweiten (iruppe ganz unähnlich, .sind oben mehr oder weniger grün oder l)lau überzogen (besonders
auf den llflgln) und haben gewöhnlich keine oder undeutliche dunkle Querbinden.
■partita. E. partita Auriv. (41 c) unterscheidet sich von allen anderen durch die scharf begrenzte, gemein-
same und fast gerade, dunkle Querhinde der Unterseite, welche ganz wie bei oxione verläuft; die Unterseite
hat eine zarte, grünlich- oder bläulichgraue Grundfarbe und eine dunkle Submarginallinie beider Flgl; die
Hflgl noch mit einer solchen Linie hinter der Mitte. Beim .^ haben die Flgl oben eine dunkelbraune Grundfarbe,
deutliche Qiurbinden und eine brauMgeli)e Subapicalbinde der Vflgl. Das $ hat ebenso deutliche schwarze
Querbinden der Oberseite wie das ^, die Grundfarbe der Vflgl ist aber hellgrün und die der Hflgl kaffeebraun;
die Subapicalbinde der Vflgl ist weiß tmd ihre Spitze scharf ausgezogen. Diese sehr ausgezeichnete Art
wurde in Kamerun und im Congo-Gebiet angetroffen.
EUßYPHEXE. Von Dr. G. Acjrivilliüs. 173
E. iturina Knrsch (41 b). Das o ist oben dunkel gelbbraun oder hell kastanienbraun und hat die geAVöhn- üurina.
liehen dunklen Qiierbüiden schmal und zusammenhängend, nur die vierte ist fast vollständig in gerundete
Flecke aufgelöst ; der Saum der Vflgl ist mäßig ausgerandet und die Submarginallinie der Hflgl stark gewellt
oder fast \\-inkelig gebrochen; Flglunterseite graubraun: m den Vflgln ist der Außenteil von der Mitte des
Hrds bis zm- Flglspitze dunkelbraun mit fast geradem Ird und scliUeßt eine Querreihe von 5 schwach aufgehell-
ten rundlichen nach hinten an Größe zunehmenden dunkel gekernten Flecken ein ; einwärts begleitet denimieren
Grenzrand dieses dreieckigen dunkelbraimen Außensaumes eine wellige dunkelbraune Linie und ist der Zwischen-
raum zwischen beiden schmutzig grau ausgefüllt ; Hflgl unten mit zwei anemanderstoßenden braunen Ring-
flecken in der Zelle, nahe dem Vrd kurz vor der Mitte des Feldes 7 mit einem schmutzig weißen Querfleck und
hinter diesem mit einer verwaschenen braunen Bogenbinde. Beim 5 ist der SpitzenteU der Vflgl von der
Mitte des Vrds bis zum Hinterwinkel sch«'ärzlich mit weißer aus drei Flecken der Felder 4 — 6 gebildeter Sub-
a^iicalbinde und dicken weißen Ringen der Submarginalflecke der Felder 2 — 4; die Wurzelhälfte der Vflgl
und die Hflgl sind gelbbraun mit unvollständigen oder undeutlichen schwarzen Zeichnungen, nur die Submarginal-
linie der Hflgl tritt scharf hervor, ist zusammenhängend mid scharf winkelig gebrochen; Unterseite heller als
lieim 3. grünlich oder gelblich grau mit denselben Zeichniingen wie beim ^. Congo-Gebiet am Ubangi und
Ituri-Fluß.
E. brunhilda Ky. Unter diesem Xamen beschrieb Kirby als das (^ eine Form, welche identisch mit brunhilda.
laetitia zu sein scheint und als $ eine Art, die mir unbekannt ist. Die Beschreibung des $ ist wie folgt: ,, Gelb-
braun; Vflgl mit der Spitzenhälfte braun; ein unregelmäßiger weißer Fleck am Vrd unmittelbar hinter der Mitte
und eine submarginale Reihe von bläulich weißen Flecken, die größeren mit schwarzem Kern und der letzte
durch einen schwarzen Fleck vertreten ; Hflgl mit einer submarginalen Reihe dunkler Zeichnungen, welche wurzel-
wärts von emer Reihe undeutlicher dunkler Flecke begleitet wird; Unterseite rötlich grau mit einigen undeut-
lichen Ringflecken in den ]\Iittelzellen und die hellen Zeichnungen der Oberseite wiedergegeben; an der Spitze
der Vflgl ein heller Fleck, von dem eine braune Binde sich nach innen bis zur Mitte des Irds biegt und sich
auf denHflgln. aber dort nach außen gebogen, fortsetzt". Diese Beschreibung genügt nicht, um die Art sicher
von den verwandten zu unterscheiden. Kamerun.
E. chriemhilda Sigr. (44 d). Das ^ verhält sich zu den verwandten Arten fast ganz wie zonara $ zu chrienMlda,
den anderen Arten der zweiten Gruppe; die Oberseite ist nämlich heller, dunkel orangegelb, und die schwarzen
Querbinden sind schmal und fast vollständig in freie Flecke aufgelöst ; dazu kommt, daß die schwarze Sub-
marginallinie der Hflgl fast gleichmäßig gebogen, weder gewellt noch gezackt ist ; die Unterseite erinnert an die
von iturina-^, weicht aber dadurch ab, daß die Spitze der Vflgl nicht durch die dunkle Binde geteüt ist. Das
5 stimmt sehr nahe mit iturina-Q überein, hat aber eine weniger gezackte Subapicalbinde der Vflgl und deut-
lichere dunkle Querbinden mid weicht besonders durch die fast gleichmäßige, nicht scharfwinkelig gebrochene
Submarginallinie der Hflgl-Oberscite ab; die Unterseite hat eine fleischrötlich-graue Grundfarbe. Usagara
in Deutsch-Ostafrika.
E. fulgurata Auriv. ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt. Die Flgl sind oben in der Wurzelhälfte fidgurata.
und am Saume braun, haben aber z\^ischen der zweiten Bmde und der scliarf ^räikelig gebrochenen Submarginal-
linie zum größten Teil eine weißliche Grundfarbe, worin die freien schwärzliehen Flecke der dritten und vierten
Querreihe liegen; die Unterseite ist an der Wurzel bräunüch und im Saumteil weißgrau; etwas vor der Mtte
geht vom Hrd der Vflgl eüie Reihe weißlicher, dunkel gesäumter Flecke, welche vom Hrd bis zur Rippe 4 ge-
rade und dann gegen die Mitte des Vrds umgebogen ist. Congo-Grebiet bei Lingunda.
E. congolensis Capronn. ist eine dritte mit iturina und chriemhilda sehr nahe venvandte Art; von beiden congolensis.
weicht sie durch die aus nach innen offenen Bogen gebildete oder schwach gewellte Submarginallinie der Hflgl-
Oberseite ab. Beim r^ ist die Grundfarbe der Oberseite dunkel gelbbraun und die Querbinden zusammenhängend
oder fa<5t so; die Unterseite ist sehr dunkel braun mit zwei hellgelben Querflecken in der ^Mittelzelle und einer
ähnlichen Subapicalbinde der Vflgl und einem großen fast quadratischen hellgelben Fleck vor der Mitte des Feldes
7 der Hflgl ; dieselben sind am Analwinkel schwach violettgrau beschuppt. Das $ weicht dadurch ab, daß die
Flgl oben eine graugrünliche Grundfarbe haben, nur die Spitze der Vflgl außerhalb der Subapicall)inde ist
schwarz ; die Querbinden sind ziemlich deutlich aber in Flecke aufgelöst ; die Subapicalbinde der ^'f Igl ist fast
gleichbreit und rein weiß, nach hinten vereinigt sie sich mit den sehr dicken hellgelben Ringen der vierten Quer-
reihe in den Feldern 2 — 4; die Unterseite ist der des cj ähnlich gezeichnet, aber viel heller. Congo-Gebiet bis
Uganda.
E. phranza Heu-. (41 b) ist durch den großen schneeweißen Fleck im Felde 7 der Hflgl-Unter- phranza.
Seite sofort kenntlich: hmter demselben liegen zwei kleine weiße Flecke in den Feldern 5 und 6. Beim ^ sind
die Flgl oben dunkel gelblich braun mit scharf begrenzten schwarzen Querzeichnungen ; die zweite Querbinde
der Vflgl ist dick und tief schwarz; die dritte dagegen schmal und am Vrd undeutlich; die Submarginallinie
liegt nahe am Saume ujid ist auf den Hf Igln schwach iind etwas unregelmäßig gewellt ; die Unterseite ist dunkel
graubraun, ziemlich eintönig und mit undeutlichen Zeichnungen; der Vrd der Vflgl ist an der Wurzel breit
174 EURYPHEXE. Von Dr. C. ArBivnxnJS.
weiß und clie äußerste Flglspitze weißgrau beschuppt. Das $ weicht von den verwandten Arten durch die
auf beiden Seiten weiße Vflgbpitze ab : die Vflgl haben zwischen dem Vrd und der Rippe 4 ehie oben gelbliche,
unten weiße Subapicalbinde : die Mittelzelle und die Felder 1 a — 2 der Vflgl bis zur vierten Querbinde sowie
die ganzen Hflgl bis zur Submarginallinie sind grün überzogen ; die grüne Farbe ist in der AEtte der Hflgl auf-
gehellt, eine hellgrüne Mittelbinde bildend: die Unterseite i.'^t fast ebenso dunkel wie beim j und hat noch
moreehi. zwei weiße Querflecke in der Mittelzelle der Vflgl. Vom Xiger bis zum Kuilu-Fluß. — ab. 2 moreelsi .4 i<nt;.
weicht nur dadurch ab. daß die grüne Farbe der Oberseite völlig fehlt und beide Flgl oben eine schwarzbraune
Grundfarbe haben. Congo-Gebiet bei Ikelemba.
coUoni. E. cottoni Bnker ist mir in Xatur unbekannt: sie wird in folgender Weise beschrieben: S- Beide Flgl
mit abwechselnden schwarzbraunen und gelbbraunen Querstreifen und Fleckenreihen; Vflgl mit drei Flecken
in der Zelle und einem hinter der Zellenspitze. welcher sich mit einer schiefen Querreihe schwarzer Flecke
vereinigt : darauf folgt eine breite, an den Rippen unterbrochene, und an der Rippe 6 gegen den Vrd umgebogene
Querbinde: außerhalb dieser Binde sind die Vflgl schwarzbraun mit großen, schwarzen, gelbbraun umzogenen
Submarginalflecken ; Hflgl mit verdunkeltem Wurzelteil und breiter gelbbrauner Mittelbinde, welche gegen
den Ird etwas verschmälert ist ; eine postmediane gebogene Reihe von großen, schwarzen Flecken, mit dicken
gelbbraunen Ringen; eine breite, scharf begrenzte, gewellte, schwarze Submarginallinie; unten sind beide Flgl
heil gelblich braun mit Andeutungen der Zeichnungen der Oberseite. — Beim 5 sind beide Flgl oben heller
braun mit dunkel ockerfarbigen Zeichnungen ; die Vflgl mit hellgelber Subapicalbinde und die Hflgl mit breiter,
unscharf begrenzter hellgelber Mittelbinde. 60 — 74 mm. Congo-Gebiet bei Makala und Beni-Mawambe.
setxrini. E. severlni Auriv. steht der folgenden Art so nahe, daß es genügt die Unterschiede anzugeben. Das
Q ist oben nur durch die etwas rötlich gelbbraune Grundfarbe, unten aber durch die dunkelrotbraune, etwas
in Violett ziehende Grundfarbe versclüeden ; clie Hflgl entbehren unten am Analwinkel völlig clie violettgraue Farbe,
welche so deutlich bei sopkm und laetitia auftritt, sowie auch den weißen Querstrich im Felde 7. Das S ähnelt
sehr dem £ von laetitia, hat aber eine etwas verschiedene nicht gelbliche Unterseite, welche durch einen
schwachen violetten Anflug an die Unterseite des o erinnert ; die schwarze Submarginallinie der Hflgl ist viel
schärfer gezackt oder gewellt als bei laetitia-^. Congo-Gebiet bei Bena-Bendi.
laetitia. E. laetitia Plötz (41 c). Beim ^ sind die Flgl oben dunkel olivenbraun mit den gewöhnlichen schwärz-
lichen Querbinden; dieselben sind alle deutlich und nicht oder kaum in Flecke aufgelöst; die Unterseite ist auch
dunkel olivenbraun ohne deutliche dunkle Zeichnungen; der Saumteil ist etwas dimkler als der Wurzelteil
und wird aiif den Vflgln nach ümen bogenförmig begrenzt, indem er an der Spitze schmal anfängt und am
Hrd die Mitte erreicht; die Vflgl haben zwei weißliche Querschatten m der Zelle, einen solchen Fleck am Vrd
und an der Flglspitze ; am Ird des dunklen Saumteiles findet sich in den Feldern 1 a und 2 eiji oft undeutlicher
weißlicher Querstrich ; die Hflgl haben einen schmalen weißen Querstrich in Feld 7 und sind in der Analgegend
mit violettgrauen Schuppen breit überzogen. Beim 2 sind die Flgl oben schwarzbraun, am Hrd der Vflgl und auf
den Hflgln über die Mitte lünaus grün; die Vflgl haben eine weiße oder gelbliche, nach hinten in den Feldern
3 und 4 stets gelbliche Subapicalbinde; unten ist diese Binde rein weiß und setzt sich durch einen schmalen
Schrägstreifen bis zum Hrd fort : die Unterseite hat eine ockergelbliche oder hell olivenfarbige Grundfarbe
tia. und sonst dieselben weißen Zeichnungen wie beim ^ . Sierra-Leone bis Gabun. — ab. $ tia Suff, weicht dadurch
ab. daß auf der Oberseite der Vflgl der weiße Submarginalpimkt in Feld 6, welcher bei der Hauptform vorkommt,
fehlt. Goldküste.
soptiua. E. sophus F. (41 b) ist durch die spitzen, fast sichelförmigen, am Saume breit ausgerandeten Vflgl
ausgezeichnet. Beim ^ sind die Flgl oben sehr dunkel braun mit ziemlich undeutlichen Querbinden;
die Vflgl haben zwischen dem Vrd und der Rippe 4 oder 3 eine scharf begrenzte, gelbe Subapicalbinde; die
Unterseite ist mit violettgrau und grünlichbraun unregelmäßig gescheckt und die Vflgl am Vrd zwischen der
Mitte der Zelle luid der Subapicalbinde breit gelbgrau; von der Spitze der Vflgl bis zur Mitte des Hrds verläuft
eine weißliche Bogenlinie. die wenigstens vom Hrd bis zur Rippe 4 deutlich und dunkel gesäumt ist. auf dem
Hflgl setzt sie sich als ein Querstrich im Felde 7 fort ; tlie Hflgl sind am Analwinkel breit violettgrau. Beim ?
sind clie Vflgl an der Wurzel und am Hrd und die Hflgl bis zur Submarginallinie grünlich hellblau ; die Subapical-
binde der Vflgl ist sehr breit, hellgelb und erreicht die Rippe 3: unten sind beide Flgl violettgrau mit dem
breiten nach innen gebogenen Saumteil der Vflgl und einem dreieckigen Querschatten der Hflgl, welcher von der
phreone. Mitte des Vrds gegen die Mitte des Saumes geht, grünlich dunkelbraun. Sierra-Leone bis Angola. — ab. phreone
Fei.ofh. weicht im männlichen Geschlecht nur durch etwas hellere Gnuidfarbe ab; das 2 dagegen hat eine
weiße Sul)apicalbinde der Vflgl-Oberseite und ist oben heller blau gefärbt. Senegal bis Liberia und im Congo-
Gebiet.
brayfoni. E. braytoni £^. SAarpe ist mir unbekannt. Die Beschreibung lautet: q. Vflgl bläulich schwarz, die Mitte
metallisch blau: Vrd und Saum braunschwarz; der dunkle Spitzenteil mit emer Subapicalbinde von drei
weißen bläulich angeflogenen Flecken; Hflgl ganz metallisch blau mit dem Vrd. L-d und Saume schwarz-
braun; unten sind die Vflgl braun mit grünlichem Anflug im vorderen Teil, einer submarginalen Reihe brauner
EURYPHEXE. Von Dr. C. Aüeivuxiüs. 175
Flecke und zwei braunen Flecken in der Älittelzelle ; die Subapiealbinde ist undeutlich und die Wurzel des Vrds
bläulich weiß ; die Hflgl unten mit derselben Grundfarbe wie die Vflgl ; zwei brairne Flecke in der !Mittelzelle
und ein weißlicher Fleck nahe am Vrd (im Felde 7) nach hinten von emer weißen Linie begleitet. Das $ ist
dem (J ähnlich, aber oben etwas heller blau; die weiße Subapiealbinde der Vflgl breiter und schärfer begrenzt
und die Flglspitze selbst weiß ; Unterseite wie beim q. Die Art ist mit sophus und aurora verwandt, von beiden
aber durch die schön blaue Farbe der Oberseite verschieden. Im Ituri- Walde.
Die folgenden Arten sind durch die grüne oder grünliche Grundfarbe der Unterseite beider FI2I ausgezeichnet. Bei
den $2 ist die Spitze der Vflgl oft weiß.
E. aurora Auriv. ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt. Die Flgl sind oben sehr dunkel braun, aurora.
an der Spitze der Vflgl bis zur Rippe 5 fast schwarz; die dunklen Querbinden sind undeutlich; die Subapieal-
binde, welche auch in Feld 4 einen Fleck bildet, und die Spitze der Vflgl ist weiß; von der Rippe 2 der Vflgl
bis zur Rippe 2 der Hflgl geht eine sehr undeutlich begrenzte, bläulich violette oder bronzeartig schillernde
Mittelbinde; die Unterseite ist matt grün, im Wurzelteil der Hflgl etwas dunkler und hintei der ilitte durch
die dicken, etwas helleren Ringe der Post discalf lecken unterbrochen; von der Spitze der Vflgl geht wie bei
vielen anderen Arten, zur Mitte des Hrds ein gebogener, dunkel olivenbrauuer Streifen; außer den \^eißen
Zeichnungen der Oberseite haben die Vflgl eme Querbmde in der Zelle und die Hflgl einen Querstrich im Felde
7. Congo-Gebiet am Ubangi-Fluß.
E. wilwerthi Auriv. (41 a, b). Das ^J ist oben kastanienbraun mit dimklen Querbinden imd dem wüuierthi.
(^von ituri iia sehr ähnlich, unten aber sind die Flgl ganz verschieden dunkel grünlich, im Wurzelteil mehr grau
und im Saumteil mehr grünlich; der Saumteil der Vflgl ist nachimien durch die gewöhnliche Bogenlinie begrenzt:
dieselbe setzt sich auf den Hflgln bis ziu- Rippe 5 oder 4 fort, ist aber nur in Feld 7 dick und scharf begrenzt ;
am Vrd der Vflgl liegen 2 — 3 unscharf begrenzte weißgraue Flecke und die Flglspitze ist auch mehr oder weniger
grau beschuppt. — Das $ ist oben dunkelbraun ohne deutliche Querbinden, nur die Submarginallinie tritt
recht deutlich hervor und ist selir schwach gew eilt ; die Unterseite ist hell griuilich grau mit weißer Subapieal-
binde der Vflgl und sonst dieselben Zeichnungen ^vie beim q ; von aurora-^ weicht es durch die dimkle Spitze
der Vflgl und das völlige Fehlen der metallischen ilittelbinde der Hflgl ab, Congo-Gebiet bis Ituri.
E. demetra God. (41 b). Das q unterscheidet sich durch die schwarzgraue, etwas glänzende Grundfarbe demelra.
der Oberseite von allen anderen Arten; die schwarzen Querbinden smd zusammenhängend imd treten deutlich
hervor; das schmale Vrdfeld der Vflgl ist bläulich angeflogen; Subapiealbinde fehlt ganz; die Unterseite ist
lebhaft grün, etwas dunkler im Saumteil, die äußerste Spitze der Vflgl, ein Querstrich im Felde 7 der Hflgl
und 2 — 3 imdeutliche Flecke am Vrd der Vflgl sind weiß oder weißlich; das nach innen gebogene Saumfeld der
Vflgl ist dagegen nicht oder nur undeutlich weiß begrenzt. — Beim 5 sind die Flgl oben eintönig dunkelbraun
ohne deutliche Querbinden; die Vflgl haben eine weiße Spitze und eine schmale und fast mideutliche gelbe Sub-
apiealbinde; die Hflgl hinter der Mitte mit einer blauen, gebogenen, nach vorn verschmälerten Querbinde; die
Unterseite ist stark glänzend, hell schiefergrau, kaum grünlich angeflogen, die Spitze der Vflgl mid die schmale
Subapiealbinde sind weiß, die letztere setzt sich nach hinten in einer hellen Schräglinie bis zur Rippe 7 der
Hflgl fort. Sierra-Leone bis Kamerun.
Die folgenden fünf Arten sind einander oben und luiten recht ähnUch und stimnxen darin mit einander überein, daß
beide Geschlechter eine scharf begrenzte, oben gelbe, unten weiße, Subapiealbinde der Vflgl haben. Der Vrd der Hflgl ist imten
an der Wurzel stets weiß. EigentüniUch ist es, daß die Spitze der Vflgl bald bei beiden Geschlechtern (ntaximiana, ilaminia),
bald niu- beim O {pTiantasia, phantasiella). bald weder beim (J noch beiui $ (nivaria) weiß i.«t. Die Unterseite ist stets lebhaft
grün, oft stark glänzend. Statt dieselben Keimzeichen bei jeder Art zu wiederholen, liefere ich hier zwei Uebersichten, nach wel-
chen die Ai'ten sofort leicht bestimmt werden können.
Uebersicht der ^^.
I. Die Spitze der Vflgl oben nicht weiß oder nur mit weißen Fransen.
A. Die Flgl unten eintönig grün, nicht dunkler am Saume und ohne dunkle Zeichnungen. E. phantasia.
B. Die Vflgl unten am Saume mehr oder weniger verdunkelt, olivengrün; der dmikle Saumteil nach üuieu
bogenförmig begrenzt. Die Flgl unten wenigstens in den Mittelzellen mit mehr oder weniger deut-
lichen dunklen Zeichnungen.
X. Die Flgl oben mit den gewöhnlichen dunklen Querbinden recht deutlich hervortretend. Kleinere
Art, 50 — 55 mm. E. phantasieUa.
p. Die Flgl oben tief schwarzbraun ohne deutliche schwarze Querzeichnmigen. Größere Art, 60 — 65 mm.
E. nivaria.
n. Die Spitze der Vflgl oben weiß. Beide Flgl oben eintönig schwarzbraun ohne oder mit undeutlichen Quer-
binden, unten licht blaugrün mit dunkleren Zeichnungen in den ^littelzellen und oft auch mit dunkleren
Querbinden hinter der Mitte; zwischen den Rippen 7 und 4 der Hflgl em weißUcher Querstreifen.
X. Die gelbe Subapiealbinde der Vflgl-Oberseite ist nur etwa 2 mm breit und erreicht nicht die Rippe 3.
Kleinere Art, 57 — 61 mm. E. flaminia.
176 EURYPHENE. Von Dr. C. Aurivilliüs.
ß. Die gelbe Subapioal binde der Vflgl-Oberseite ist fast 4 mm breit und erreicht wenigstens die Rippe 3.
Größere Art, etwa 64 mm. E. maximiatui.
U e b e r s i e h t der $$.
I. Die Vflgl oben mit weißer Spitze.
a. Die Hflgl oben niit blauer, grüner oder violetter Mittelbinde, welche sich oft auch auf den Vflgln bi.s zur
Rippe 2 oder noch weiter fortsetzt.
1. Die Vflgl unten eintönig grün. E. phantasia.
2. Die \üg\ \mten am Saume dunkler, bräimlich; der dimkle Teil nach innen bogenfömaig begrenzt.
E. phantasiella.
p. Die Hflgl oben einfarbig dunkelbrauji. Die l'nterseite hell blaugrün und hinter der Mitte niit 1 — 3
dunkler grünen Querbinden.
1. Die Unterseite ohne deutliche dunkle Zeichnungen in den Mittelzellen. Kleiner, 64 — 80 mm.
E. flaminia.
2. Die Unterseite mit deutlichen, dunklen Zeichnmigen in den Mittelzellen. Größer, 88 — 89 mm.
E. maximiana.
II. Die Spitze der M'lgl oben nicht weiß. Beide Flgl oben schwarzbraun ohne dunJvle Querbinden und ohne
blaue Mittelbinde der Hflgl, unten hell graugrün, am Saume der ^'flgl und in der Mitte der Hflgl
breit dmikelgrün. E. nivnria.
phaniasia. E. phatitasia Ileir. (41 a) ist nur von Alt-Calabar bis zum Congo-Gebiete verbreitet. Die §? erinnern
an Weibchcufonncn von Euphaedm medon.
phanUimclla. E. phatitasiella Stgr. kommt von Kamerun bis zum Congo-Gebiet vor und hat eine breitere Subapici^l-
phantasina. binde der Vflgl. — Bei phantasina Stgr. (41 a) aus Sierra-Leone und Nord-Guinea bis Lagos ist die Subapical-
binde der \üg\ viel schmäler, nur 1 — 2 mm breit, und der Saumteil der Vflgl-Unterseite nur wenig dunkler
als der Wurzelteil , aber doch nach innen bogenförmig begrenzt .
nharia. E. nivaria IFörd. (40 e) ist eine große, aber recht seltene Art ; die Unterseite ist durch die scharfe Grenze
zwischen dem hellgrünen Wurzelteil und der dunkelgrünen Farbe sehr auffallend. Kamerun bis zum Kuilu-Flul5.
flaminia. E. flaminia Stgr. (40e) erinnert besonders unten an Euphaedra spatiosa und ist bisher nur in Alt-Calabar
und Kanieriui angetroffen.
maximiana. E. maximiana Stgr. ist eine sehr ähnliche, aber etwas größere Art. welche von Dr. Preuss an der Barombi-
Station in Kam'uuu in wenigen Stücken erbeutet wurde und bisher sehr wenig bekajint ist.
Vierte Gruppe.
Diese kleine Gruippo ist flaflurch ausgezeichnet, daß die von der Mitte des Vrds ausgehende Schrägbinde der Vflgl-
Oherseite wenigstens die Hippe 2 erreicht. Ktwas vor der Flglsi>itze liegen gewöhnlich noch 2 — 3 gell)e oder weiße Flecke in den
Feldern 5 — 7. Die Oberseite ist braungelb bis schwarzbraun ohne Spur von blauem oder grünem Anflug mid die l'nterseite hat
nie eine grüne Grundfarbe. Die Unterseite hat bei allen Arten eine gemeinsame schwärzliche Querbinde, welche ana Vrd der
Vflgl nahe an der Spitze schmal anfängt, auf den Vflgln scharf begrenzt und nach hinten nicht oder luu- wenig erweitert ist,
auf den Hflgln aber stark erweitert, nach innen unscharf begrenzt ist imd an der Mitte des Irds breit endet.
comv.s. E. conius Ward. (40 e) hat oben eine eintönige dimkel sammetbraiuie Grimdfarbe imd nur in der ^littel-
zcllc der M'lgl inid an der Innenseite der Schrägbinde einige undeutliche schwarze Linien. Die Vflgl sind unten
dunkelbraun, in der Mitte mehr oder weniger gelblich mit violettgrauen Querflecken in der Zelle und am Vrd
imd weißlichem Spitzenfleck: die Hflgl haben unten außer der ^Mittelbinde 4 — 5 dunkle Querbinden, welche
alle breit violettgrau gesäumt sind. Die hellen Flecke dicht vor der Spitze der Vflgl sind oben beim o gelblich
überzogen, beim $ rein weiß. Kamerun bis zum Congo-Gebiet.
cinaethon. E. clnaethoil Hew. (40 e). Beim S sind die Flgl oben heller braun mit deutlicher Submarginallinie ;
die gelbe Querbinde der Vflgl ist sehr breit und die Flecke vor der Spitze Idein und gelb; der Spitzenteil außer-
halb der Querbinde ist schwärzlich ; die Zeichnung der Unterseite erinnert an die von comus, ist aber braun
und grau gemischt ohne die lebhaft violette Färbung des Grundes. Das $ ist oben dem S ähnlich aber viel
dunkler, schwarzbraun und mit etwas schmälerer Querbinde der Vflgl: die Unterseite stimmt fast völlig mit der
von ikelemba (41 e) überein. Bei beiden Geschlechtern ist die dunJ<le Subniarginallinie der ^'flgl wenigstens
in den Feldern 1 a — 3 fast ganz gerade, weder gewellt noch winkelig gebrochen, nur sehr schwach gezähnelt. Ga-
bun und Franzö.sisch-Congo.
ikelemba. E. ikelemba Auriv. (41 c). Nur das ? ist bekannt. Dasselbe ist dem $ von cinaethon sehr ähnlich,
weicht aber besonders dadurch ab, daß die dunkle Submarginallinie der Vflgl überall stark gewellt oder fast
winkelig gebrochen und oben ^vurzelwärts hell gesäumt ist. Die hellgelbe Querbinde der \'flgl ist vom Yrö
Ausgegeben 10. V. 1913. EURYPHENE. Von Dr. C. Aurivillius. 177
bis zur Rippe 4 schmal, erweitert sich im Felde 3. biegt sich dann gegen den Hrd um und erreicht die Rippe 1,
ist aber in den Feldern 2 und 1 b durch einen Querschatten in zwei Aeste geteilt ; die Hflgl oben mit Spuren
von drei helleren Querlinien; die Unterseite kaum von der von cinaeihon-'^ verschieden.
Fünfte Gruppe.
Die Arten dieser Gru|>|)e .sind .sofort durcli die Zeichnungen der Unterseite kenntlich. Die [Tnterseite i.st ln'i allen Arten
ganz ähnlich gezeichnet und nur durch die hellere oder dunklere Grundfarlie etwas verschieden. Die Hflgl halMui unten eine
gerade, 2 — 3 mm. Ijreite schwarzbraune Querliinde. welche vom Anahvinkel (Spitze der Rippe 1 b) bis zum Vrd etwas hinter
der Mitte geht und sich dann auf den ^"f Igln in einem schwachen Bogen bis zur Spitze fortsetzt, aber bisweilen nach vorn undeut-
licli ist ; die Submarginallinie beider Flgl deutlich schwach gewellt oder gezackt, vor derselben eine Querreihe schwarzer Punkte;
vor der Querbinde auf beiden Plglii eine unregelmäßig geschlängelte Mittellinie, welche auf den ^'flgln fast wie liei ikelemha
(41 e) verläuft: in der Mittelzelle der llflgl liegen 2 — 3 dunkle Ringf lecke und vor denselben ein ähnlicher King im Felde 7:
alle diese Ringe stehen in einer geraden Linie: der Ringfleck im Felde 7 kommt sonst, aber mehr undeutlich, nur bei den Arten
der vierten Gruppe vor: auf den Vflghi finden sich auch 3 dunkle Ringe in der Mitte der Zelle und dahinter 1 — 2 ähnliche Ringe
im Felde 1 b. Die Geschlechter sind oben einander recht imähnlich und die ^^ fast immer dunkler gefärbt und mit deutlicheren
dunklen QuerbLnden ; von den typischen dunklon Querbinden fehlt die er.ste völlig oder ist nur schwach angedeutet ; die zweite
tritt wenigstens auf den Vflgln scharf hervor und ist an den Rippen 4 und 5 scharf gezackt; die dritte ist mehr oder weniger
imdeutlich, schattenartig, und wenig dunkler als die Grundfarbe, am Vrd der Vflgl in den Feldern 5 und 6 aber stark erweitert;
die vierte besteht immer aus freien gerundeten, oft iiell umzogenen Flecken und die fünfte bildet eine deutliche Submarginal-
linie; zwischen der zweiten und dritten Querbinde tritt am Vrd der N'flgl beim $ stets eine weiße Subapiealbinde imd beim cJ
oft eine gell)e solche Binde auf.
E. theognis Hew. (40 c). Die Flgl beim ^ oben eintönig schwarzbraun mit undeuthchen Zeichnungen, thcognis.
niu* die zweite Querbinde und einige geschlängelte Querlinien in der Mittelzelle der Vflgl schwarz und recht
deutlich ; die Subapiealbinde der Vflgl fehlt ; die Postdiscalflecke der Vflgl bisweilen mit undeutlichen gelblichen
Ringen. Das $ ist oben dunkel olivenbraun an der Spitze der Vflgl schwärzlich; die Subapiealbinde ist in
den Feldern 6 — 4 weiß und scharf begrenzt, dann in den Feldern 3 und 2 gelbhch und unscharf begrenzt;
die Postdiscalflecke sind klein und durch weiße oder gelbliche Punkte begrenzt; die Hflgl hinter der Mitte
bis zur Submarginallinie gelblich aufgehellt. Goldküste.
E. cocalia i*'. (40 c). Beide Geschlechter sind durch die an den Rippen 4 und 5 der Vf Ig] lang und com?;«,
scharf gezackte zweite Querlinie der Vflgl ausgezeichnet. Beim o sind die Flgl oben dunkel rotbraun oder
kastanienbraun mit deutlichen schwarzen Zeiclmungen, nur die dritte Qtierbinde ist katnn dunkler als der
Grund und tritt darum nur am Vrd der Vflgl durch die dortige helle Begrenzung hervor ; die gelbe Subapieal-
binde der Vflgl ist sehr schmal (etwa 1 mm breit) und tritt nur als eme gelbe Begrenzung der Außenseite der
zweiten Binde in den Feldern 3 — 6 auf; die Postdiscalflecke sind groß und gerundet und wenigstens auf den
Vflgln orangegelb umzogen. Das $ weicht durch die helle Oberseite von den übrigen Arten ab; der Wurzelteil
ist hell braungelb und geht nach außen allmählich in die weißliche Grundfarbe der Saumhälfte über; die dunklen
Zeichnungen wie beim (J; beide Flgl am Saume verdunkelt. Kamerun bis Congo.
E. mardania F. (40 c, d). Beim cJsind die Hflgl und die Wurzelhälfte der Vflgl dunkel rotbraun und die mardanm.
SpitzenhäJfte der Vflgl schwärzlich mit breiter, scharf begrenzter gelber Subapiealbinde; die Postdiscalflecke
sind auf den Vflgln mehr oder weniger deutlich gelb oder weißlich geringelt und auf den Hflgln nach hinten
undeutlich; die Querbinden 2 und 3 sind im rotbraunen Teil verschwunden oder sehr undeuthch. Beim $
sind die Hflgl und die WurzelhäKte der Vflgl braimgelb mid die SpitzenhäKte der Vflgl schwarz mit breiter weißer
Subapiealbinde und weißen Ringen oder Grenzflecken der Postdiscalflecken ; in der braungelben Farbe treten
nur die Submarginallinie tind die Postdiscalflecke der Hflgl deutlich auf. — Pp glänzend grün mit gelblichem
Rückendorn mid Querbinde des dritten Hlbgliedes und kleinen gelblichen Erhöhungen der folgenden Glieder;
Atemlöcher schwarz. Goldküste bis Angola und Uganda; häufig.
E. senegalensis H.-Schäjf. (40 d) ist der vorigen Art sehr ähnlich, untersclieidet sich aber durch schmälere seiwgalensis.
Subapiealbinde der Xtlgl und beim $ noch durch die dunldere, schmutzig graubraune oder gelblich braune
Grimdfarbe der Oberseite. Senegal und Sierra-Leone. — orientis Karsch (40 d) hat in beiden Geschlechtern orientis.
eine orangegelbe an der Wurzel gelbbraiuie Grundfarbe und eine breitere Subapiealbinde der V^flgl. Deutsch-
Ostafrika.
Sechste Gruppe.
Die Flgl miten mit einer gemeinsamen, breiten, dmiklen Querbindc, welche von der Spitze der Vflgl bis zur Mitte
des Irds der ilf Igl verläuft unil sehr \mregelm.äßig begrenzt ist ; oft ist diese Querbinde undeutlich oder kaum mehr als an-
gedeutet, bei der letzten .\it aber tritt sie sehr scharf hervor. Die Alten sind groß und dadurch ausgezeichnet, daß die Grimdfarbe
zwischen den mit einander zusammengeflossenen schwarzen Querbinden der Vflgl nur als getrennte helle, weiße oder weißliche,
selten gelbe Flecke auttritt. Die Geschlechter sind einander ähnlich.
E. plistonax Hew. (40 c). Die Hflgl und der Wurzelteil der Vflgl sind gelbbraun; der Spitzenteil der plMonax.
Vflgl aber schwarz mit schmaler weißer oder bisweilen beim <J gelbhcher Subapiealbinde und zwei Querreilien
XIII 23
178
EURYPHENE. Von Dr. C. AuRmLLitrs.
weißer Flecke ; der braune Wurzelteil ist unbezeichnet oder hat einige feine dunkle Querstriche ; die Hflgl haben
eine stark gewellte Submarginallinie und sind am Saume mehr oder weniger breit verdunkelt; die Unterseite
ist graubraun, etwas dunkler an der Wurzel und hat undeutliche Zeichnungen; die Subapicalbinde der Vflgl
ist durch 3 — 4 freie, fast silberglänzende Flecke vertreten. Die Art erinnert oben sehr an mardania- $. Lagos
bis Angola.
arcadJus. E. arcadius F. (40 b). Die Hflgl und das Wurzelviertel der A'flgl sind oben sehr dunkel kastanien-
braim mit undeutlichen Zeichnungen; die Mittelzelle und die Wurzel der Felder (2)3 — 6 sind bläulich grün, jene
mit zwei schwarzen Querbinden; der ganze Außenteil dagegen ist schwarz mit drei Querreihen großer weißer,
grünlich überzogener Flecken; ein grünlicher Querstrich tritt gewöhnlich auch im Felde 7 der Hflgl auf.
Die Unterseite stimmt fast völlig mit der von plistonax überein. Sierra-Lsone bis Goldküste.
alaudingeri. E. staudingeri Auriv. (40 b) ist die größte und aucii eine der schönsten Euryphene- Arten. Das ^ stimmt
unten völlig mit dem hier abgebildeten $ überein, weicht aber oben dadurch ab. daß beide Flgl braun, die Flecke
der Vflgl gelb und die Subapicalbinde der Vflgl kleiner und gelb sind; die Hflgl sind fast einfarbig, indem die
dunklen Zeichnungen sehr undeutlich sind. Beim $ sind die Vflgl oben tief schwarz mit breiter weißer Subapical-
binde, grünlich weißen Flecken der Querreihen und grünen Querlinien in der Mittclzelle; die Unterseite hat
eine zarte grünlich graue Grundfarbe und scharf hervortretende schwarzbraune Zeichnungen, deren Anordnung
am besten durch die Figur hervorgeht. Kamerun und Gabun.
Siebente Gruppe.
Diese GruiJpe, deren Kennzeiihon in der Uebersicht augegelnn sind, unifaljt nur eine einzige Alt, welelie Iceine nähere
Beziehungen zu anderen Arten zeigt, durch die Form und Lage der Querijinde der Unterseite aVier an staudingeri erinnert.
barce. E. barce Dhl. Die Unterseite ist hellgelb, stellenweise etwas grau überzogen und hat rostbraune Zeich-
luingen; von der Spitze der Vflgl bis zur Mitte des Irds der Hflgl verläuft eine breite, nach hinten allmählich
erweiterte, scharf, aber auf den Hflgln etwas unregelmäßig begrenzte rostbraune Mittelbinde ; in der Mitte und
an der Spitze der Vflglzelle finden sich zwei breite rostbraune Querbinden, welche heller braun umgeben sind;
ein Querstrich im Felde 7 und drei Ringe in der Mittelzelle der Hflgl sind auch braun; die Submarginallinie
ist fein, schwärzlich, und in jedem Felde w-förmig gezackt. Beim ^ sind die Hflgl zum größten Teil und die AVurzel-
hälfte der Vflgl oben lebhaft blaugrün; die Si^itzenhälfte der Vflgl ist schwarz mit schmaler grüner Subapical-
binde; auf den Hflgln sind die Felder 1 a und 1 b luid eine in den Feldern I c — 4 schmale, dann aber schnell
erweiterte Saumbinde schM'arz. Das $ ist mir unbekannt, fällt aber vielleicht mit der folgenden Form zusammen.
achillaena. Sierra-Leone bis zum Niger-Fluß. — ab. $ achillaena Bartel (40 b). Die Hflgl sind oben bis über die Mitte
hinaus und die Vflgl in den Feldern 1 a — 3 hell violettblau; die Subapicalbinde der Vflgl ist weiß, aber sehr
schmal, nur 1 mm breit ; zwei Querstriche an der Spitze der Vflglzelle und der innere Teil der Saumhälfte der
maculaia. Hf-lgl sind bisweilen gelblich. Togo. — maculata Aiiriv. (40 a; als barce bezeichnet) ist eine Lokalrasse, welche
in Kamerun iind Französisch-Congo zu Hause ist und sich von der typischen Form dadurch unterscheidet,
daß beim (^ die Subapicalbinde der Vflgl breiter und hellgelb oder weißlich und beim $ 5 mm breit und fast
weiß ist; das $ hat eine 6^ — 7 mm breite und fast gleichbreite schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite, stimmt
aber sonst nahe mit dem (J überein und weicht demnach sehr von achillaena ab.
Achte Gruppe.
Die Hflgl oben bis zur Glitte oder iilier die Jlitte hinaus griin oder liläulich grün; auch die N't'lgl olt ludir oder weniger
grünlich überzogen. Die Flgl unten ohne genieiMsauio Mittelbinde, an der Wurzel aber \venig.stens in den Mittelzellen mit <leut-
lichen schwarzen Zeichnungen. Bei den $$ ist die Spitze der X'flgl oben weiß. Diu'ch ilie genannten Kennzeichen schließt sich
diese Gruppe der Gattung Eiiphaedra eng an und einige Arten sind den Kuphaedra- Arten so ähnlich, daß sie als solche be.schri<:-
ben wfU'den sind.
Die vier ersten Arten sind nur nach den <J(J beschrieben luid mir unbekannt: ich muß mich darum auf eini' Wieder-
gebung d<!r Originalbeschreibungen beschränken.
chloeropis. E. chloeropis Baker. Beide Flgl oben bronzeartig blaugrün; Vflgl mit der Wurzel der Mittelzelle durch
einen schwarzen Makel ausgefüllt und hinter diesem mit einem schmalen gewellten Wisch, welcher von zwei
Flecken begleitet ist ; die Mittelzelle din-ch einen größ(>ren Fleck geschlossen und die Felder hinter der Zellen-
spitze in kurzer Ausdehnung schwarz ausgefüllt ; diese schwarze Farbe setzt sich als eine Schattenbinde bis zum
Hinterwinkel fort; ein schwarzer Fleck im Wurzelteil des Feldes 2; Spitzenteil schwärzlich mit einem kleinen
weißen Fleck an der Spitze. Hflgl mit einer breiten schwarzen, bei gewisser Beleuchtung grünlich schillernden
Saumbinde. Unten sind beide Flgl schmutzig grüU; die Vflgl an der Wurzel des Vrds hell bläulich, mit zwei
Flecken in der Mitte und einem an der Spitze der Zelle, alle schwarz germgelt ; ein undeutlicher, postniedianer
gebogener Querstreifen zwischen der Ri])pe 4 luid dem Hrd ; die Flgispitze mit einem weißen Fleckchen; die
Hflgl mit zwei dunklen Ringen in der Mittelzelle und am Ird gelbhaarig. Flglspannung 72 mm. Congo-Gebiet :
Makala.
EURYPHENE. Von Dr. C. AuRrviLLius. 179
E. luteola Baker. Beide Flgl oben tief sammetschwärzlich bronzegrün; Vflgl liinter der Zelle und der hdeola.
Rippe 3 etwas heller (gelblich) bronzegrün; diese hellere Farbe erreicht jedoch weder die Wurzel noch den Saum ;
in der Mittelzelle finden sich drei dunkle Flecke, einer an der Wurzel, einer in der Mitte und ein größerer
an der Spitze ; eine gelbliche Schrägbinde zwischen dem Vrd und der Rippe 5, im Felde 4 mit einem gelben Fleck
endend; die Flglspitze gewöhnlich mit emem kleinen gelben Fleck; eine undeutliche Reihe dunkler Submarginal-
flecke ; auf den Hflgln dehnt sich die bronzegrüne Farbe oft fast bis zum Saume aus ; eine dunkle Submarginal-
linie ist angedeutet. Unten sind beide Flgl olivengrün mit allen Zeichnungen der Oberseite mehr oder weniger
durchscheinend ; die Wurzel des Vrds der Vflgl ist bis zur Mitte der Zelle hell bläulich weiß ; die Vflgl mit dunklen,
bisweilen verloschenen Submarginalflecken ; die Hflgl mit drei schwarzen Flecken in der Mittelzelle und einem
weißen Querfleck an der Mitte des Feldes 7; die Postdiscalflecke und die Submarginallinie dunkel aber unscharf
begrenzt; die Felder 1 a — 2 mehr oder weniger gelblich überzogen. Flglspannung 77 mm. Congo-Gebiet.
E, makala Baker stimmt oben mit der folgenden Art überein, ausgenommen, daß die schmale makala.
Schrägbinde der Vflgl sich zu einem großen und breiten, bis über die Rippe 3 hinaus ausgedehnten Subapical-
fleck entwickelt hat. Die Unterseite beider Flgl bräunlich olivengrün mit den Zeichnungen der Oberseite durch-
scheinend ; in der Mittelzelle vier dunkel geringelte Flecke und hinter der Mitte Spuren von zwei dunklen Quer-
binden und der Submarginallinie; die Hflgl mit drei scharf hervortretenden schwarzen Punkten in der Mittel-
zelle und mit undeutlichen Spuren einer Mittelbinde und einer Submarginallinie. Flglspannung 89 mm. Gongo-
Gebiet bei Makala.
E. leptotypa Baker ist oben auf beiden Flgln schwarz mit hell stahlblauem Anflug; die blaue Farbe lepioiypa.
der Vflgl auf den hinteren Teil beschränkt und nach vorn durch die Rippe 3 begrenzt; sie erreicht weder die Wurzel
noch dem Saume; die Subapicalbinde ist weiß, erreicht die Rippe 5 und ist im Felde 4 durch einen blauweißen
Fleck, welcher den Saum fast erreicht, begleitet; die Flglspitze jnit kleinem, weißen Fleck; die Hflgl sind blau
mit breiter und gleichbreiter Saumbinde. Die Unterseite ist gleichförmig hell bronzegrün ; die Vflgl mit den Zeich-
nungen der Oberseite undeutlich ; die Hflgl mit einem weißen Querstrich im Felde 7 und mit undeutlicher dunkler
Submarginallinie und postmedianer Binde. Flglspannung 86 mm. Congo-Gebiet bei Beni-Mawambe.
E. cutteri Hew. (40 a $; nicht ^, siehe unten). Beim ^^ haben beide Flgl oben eine fast eintönige cuiieri.
schwärzliche Grundfarbe; die Subapicalbinde der Vflgl ist etwa 5 mm breit, gelb, erreicht wenigstens die Rippe 3
und ist von der Rippe 5 an umgebrochen und dem Saume fast gleichlaufend, in den Feldern 3 und 4 schließt
sie gewöhnlich je einen kleinen dunklen Fleck ein ; in den Feldern 1 a und 1 b hegt ein grüner Hrdfleck, der je-
doch die Mitte des Hrds nicht oder wenig überragt und 2 — 3 schwarze Flecke einschließt; die Hflgl sind von
der Wurzel bis zur 6 mm breiten schwarzen Saumbinde lebhaft grün mit einigen kleinen schwarzen Flecken
in und an der Mittelzelle; die Felder 1 a und 1 b sind schwarzgrau und dicht langhaarig. Unten sind beide
Flgl matt graugrün, am Hrd der Vflgl bräunlich und am Ird der Hflgl bis zur Rippe 2 oder 3 breit ockergelb
überzogen; die Mittelzellen haben schwarze Flecke oder Querstriche und die Felder 1 b — 6 der Vflgl schwarze,
oft dreieckige Wurzelflecke; in jedem der Felder 5 — 7 der Hflgl liegen zwei durch einen weißlichen oder hell-
grünen Querfleck getrennte, schwarze Flecke, von denen die äußeren als Discalflecke zu betrachten sind; die
Discalflecke der Vflgl fehlen oder sind nur in den Feldern 1 b — 3 angedeutet ; nahe am Saume beider Flgl eine
deutliche Reihe schwarzer, bisweilen sehr dicker Submarginalstriche ; die Subapicalbinde der Vflgl ist hellgelb
und erreicht imr die Rippe 4; die äußerste Spitze der Vflgl unten weiß. Das $ ist größer mit längeren Vflgln
und weicht nur dadurch ab, daß die Spitze der Vflgl auch oben weiß ist, daß die Subapicalbinde derselben
breiter und die Unterseite heller ist und dickere schwarze Zeichnungen hat. Liberia bis Kamerun. — Das auf
Tafel 40 abgebildete 3 weicht so beträchtlich vom typischen 3 ab, daß es einen besonderen Namen verdient.
fasciata form. nov. (40 a als cutteri 3) weicht im männlichen Geschlecht dadurch ab, daß der grüne Hrdfleck fasciala.
der Vflgl den Saum fast erreicht und durch einen grünen Fleck im Felde 2 mit der Subapicalbinde vereinigt
ist, daß die schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite nur 2 mm breit ist und daß die Discalflecke der Unterseite
groß und scharf begrenzt sind und eine von der Rippe 4 der Vflgl bis zur Rippe 2 der Hflgl ausgedehnte Mittel-
binde bilden. Kamerun.
Die Veränderlichkeit von E. cutteri scheint sehr groß zu sein und die folgenden drei, neulich beschrie-
benen, mir inibekannten Arten, sind vielleicht auch nur Formen davon.
E. cognata Grilnb. ist mit innocua und cutteri verwandt. Oberseite sammetschwarz wie bei cutteri, cognala.
nur am Analrand der Hflgl dunkelbraun; Hrd der Vflgl und Mittelfeld der Hflgl lebhaft blaugrün; die bei
innocua sehr scharfen schwarzen Zeichnungen auf der Oberseite des Hflgls nur durch einen klemen
Fleck in der Zelle angedeutet; Subapicalbinde wesentlich wie bei innocua, an der Rippe 5 unter-
brochen, hinten vor der Rippe 3 abbrechend, der rötliche Anflug etwas schwächer als bei innocua. Grund-
färbung der Unterseite wie bei innocua, matt blaugrün bis olivengrün; Wurzel und Analfeld der Hflgl ockergelb;
die schwarzen Zeichnungen sehr intensiv und kompakt, der Kern kaum heller als die Umrandung; die schwarze
Discalbinde scharf, im Vflgl mit dem zugespitzten Ende bis über die Rippe 4, im Hflgl ebenfalls bis zur Rippe
4 reichend; die einzelnen Flecke ganz zu einer homogenen Binde zusammengeflossen und wesentlich schärfer
als bei cutteri; Subapicalbinde im Vflgl gelblich, wie bei innocua, 4 mm breit; die schwarzen Subapicalflecke wie
bei den verwandten Arten. Flglspannung 61 mm. Kamerun: Bibundi.
180 EÜRYPHENE. Von Dr. C. Aurwilliüs.
iesanianni. E. tessmanni Grünh. ist auch am nächsten mit imiocua imd cutteri verwandt. Beim cJ ist die Oberseite
dunkel oHvenbrauii. ganz oline Saumbinde, die schwarzen Zeichnungen und Flecke ähnlich wie bei innocua; die
Zeichnmigen in den Zellen nur als Striche und Ringe ausgebildet; die braungelbe Subapicalbinde des Vflgls weniger
scharf, besonders auf der mittleren Partie undeutlich und ohne scharfe C4renze, die äußere l'artie zA\ischen den
Rippen 5 — 3 am deutlichsten, aber ohne schwarze Kernflecke. Unterseite braim mit olivenfarbenera Anflug,
die Wurzelliälfte beider Flgl stark wässerig blau durchtränkt; von den schwarzen Zeichnungen in den Zellen
sind mu- die feinen Umgrenzungslinien vorhanden, der Kern ist kaum verdunkelt ; die Zeichnmigen außerhalb
der Zelle fehlen; die helle Subapicalbinde der Mlgl ist nur in der vordersten Partie ausgebildet und verschwindet
unmittelbar hinter der Rippe 6; der weiße Spitzenfleck der Vflgl ziemlich klein; die schmale weiße Strierae
zwischen d'ii Rippen 7 und 8 der Hflgl scharf mid deutlich. — Das 2 auf der Oberseite dem i von cutteri
ähnlich, die gelbe Subapicalbinde der Vflgl sclimäler, zwischen den Rippen 5 und 6 4 — 4,5 mm breit; Mittelfeld
der Hflgl blaugrün schillernd, auf der Mitte hinter der Zelle gelb. Unterseite im Farbenton wie bei cutteri, die
scliAvarzen Zeichiiungen in den Zellen imd auf den Discoidalrippen weniger kompakt, dick schwarz gerandet,
aber mit hellerer Ausfüllung; die Flecke der kurzen schwarzen Discalbnide im Hflgl vorhanden, etwas schwächer
als bei cutteri, im Mlgl ganz fehlend; Subapicalbinde der Vflgl nur 4 mm breit und weiß, nicht gelb wie bei
cutteri; die Submarginalflecke in beiden Flgln kleijier und weniger scharf. Flglspannung 58 (J) — 67 (?) mm.
Spanisch- Guinea bei Alcu.
intermedia. E. intermedia Bartel steht ganz nahe bei innocua imd ist nur im männlichen Geschlecht beschrieben.
Vflgl wie bei cutteri ganz ähnlich gefärbt und gezeichnet, doch ist die lichte Beschuppung am Vrd, an der Wurzel
der Subdorsalrippe und am Ird nicht blaugrün sondern mehr gelbgrün, sie ist auch am letzteren viel ausgedehnter
. und erstreckt sich fast bis zur Rippe 2; der äiißere der beiden schwarzen Striche m\ Feld 1 b von innocua ist .sehr
dünn und wird fast nur durch zwei schwarze Punkte vertreten; die gelbe Subapicalbinde ist breiter und fast
bis zur Mitte des Feldes 2 reichend; Hflgl von denen von innocua dadurch abweicliend. daß der ganze Mittel-
teil nebst dem Wurzelfelde auffallend gelbgrün, fast goldgrün, auftritt; der dicke schwarze Strich am Schlüsse
der Mittelzelle fehlt ganz und der dahinter liegende ist sehr verloschen: Mittelzellenflecke ähnlich wie bei innocua.
Auf der Unter.seite der Vflgl ist die Spitze etwas ausgedehnter weißlich beschuppt und der obere Teil der gelben
Binde .sehr hell, fast weißlich; der untere ist sehr verloschen und tritt nur sehr wenig hervor; der schwarze Strich
in der Mittelzelle vor deren Ende ist nicht gerade, sondern doppelt gebogen und tritt Mixrzelwärts sehr spitz
hervor; der schwarze vor dem Saume ist sehr verloschen und tritt kaum hervor; die Färbung des Saumfeldes,
auch der Hflgl, ist mehr schmutzig lehmgelb; diese Färbung geht auf den Hflgln in den nicht lebhaft ockergelben,
sondern schmutzig ockerfarbenen Irdsteil über; grüne Töne sind auf den Hflgln sehr eingeschränkt, hingegen
tritt die bläuliche Färbung mehr hervor; der lichte Fleck in der Zelle ist breiter, nach innen schmäler, nach
außen breiter schwärzlich begrenzt, hier setzt sich die dunkle Färbung nach unten deuthcher fort; der schwarze
kurze Strich hinter der Mittelzelle ist sehr stark, mehr rechtwinklig; die schwärzliche Submarginalbinde ist
überaus scliM'ach ausgeprägt; sie ist auch viel weiter vom Saume entfernt als bei imiocua; der untere Teil
des Saumes ist durch bläulich -weiße Schuppen aufgehellt; am stärksten treten dieselben im imteren Teile vor
dem Innenwinkel auf, der ziemlich ausgedehnt bläulich, dunkel diu'chschnitten erscheint. Die Hflgl sind im
Verhältnis viel breiter als bei innocua; der InnenMinkel tritt nicht spitz hervor, da der Rand auf Rippe 2 und 1 b
sehr abgerundet ist. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal gibt auch die Fühlerkolbe ab, da sie oben nicht einfar-
big schwarz, sondern vor der Spitze braun gefärbt ist. Flglspamiung 57 mm. Kamerun: Barombi- Station.
innocua. E. innocua Sm. u. Ky. ist dem o von cutteri ähnlich, aber oben heller mit schwarzbrauner Gnnidfarbe
und dadiuch ziinilich deutlich hervortretenden dmüden Querbinden oder Fleckencßierreihen ; die Hflgl sind
von der Wurzel bis über die Mitti hinaus bläulich grün mit einigen schwarzen Flecken in und hinter der Mittel-
zelle; die Vflgl an der Wurzel und am Hrd nur undeutlich grünlich; die Unterseite im Wurzelteil bläiüich grün
mit schwarzen Flecken, im Saumteil schwärzlich braun mid am Ird der Hflgl gelblich; die schwarzen Discal-
flecke fehlen oder sind sehr imdeutlich ; die Submarginallinie liegt dicht am Saume, ist aber fein und sehr imdeut-
hch. Lagos bis Kamenm.
eliensis. £. eliensis Hew. Beim o sind beide Flgl oben dunkelgrün mit schmaler, etwa 3 mm breiter, dunkler
Saumbinde; die ^'flgl mit hellgelber nach hinten etwas verwischter Subapicalbinde und schwarzer Spitze;
am Hrd mit einer 10 — 11 mm breiten hellgrünen Halbbinde, welche die Rippe 3 erreicht; die MittelzeUe der
Vflgl mit 2 — 3 schwarzen Querflecken und die der Hflgl niit zwei schwarzen Punlvten. Die Unterseite ist dimkel
lederbraun mit schwarzen Ringflecken in den ^littelzcllcn aber ohne duidde Discahlecken; die Vflgl mit weißer
Subapicalbinde und A\-eißem Spitzenfleck; die Hflgl mit M-eißlichen Querstrichen oder Querflecken in der Mitte
der Feld.^r 5 — 7; beide Flgl mit dxudcelbrauner Submarginalhnie. Das % ist größer und heller gefärbt. Gabun
bis Kuilu.
cJiilonis. E. chilonis Hew. Beim cJ sind die Flgl oben schwarz mit diiiüicl violettem oder purpurnem Schiller
und schmaler schwarzer Saumbinde; beide Flgl mit gemeinsamer, 9 — 14 nun breiter, lebhaft grüner Mittelbinde,
welche sich von der Rippe 3 der Vflgl bis zur Rij)pe 1 b der Hflgl erstreckt und nach hinten breiter wird; die
Subapicalbinde der \'flgl lebhaft gelb imd scharf begi-enzt aber kiirz imd nur aus drei Flecken der Felder 4 — 0
EUPHAEDRA. Von Dr. O. AxiRiviLLrus. 181
gebildet; die Vflglspitze auf beiden Seiten weiß und die Mittelzelle der Vflgl mit zwei blauen Querstrichen. Die
Unterseite ist lebhaft grasgrün \md nur in den Mittelzellen schwarz gefleckt ; die Subapicalbinde der Vflgl wie
oben, nur etwas breiter; die Hflgl mit gelblichem Querstrich im Felde 7 ; die Submarginalhnie undeutlich, bräun-
lich. Das £ ist mir unbekannt. Diese .seltene Art ist nur aus Gabun und den Ufern des Ubangi-Flusses bekannt.
E. barombina Sfgr. (44 d) ist der vorigen Art ähn'ich, weicht aber dadurch ab, daß die Subapicalbinde bawnibhia.
der Vflgl beim <? völlig fehlt und beim 9 nur durch einen klemen gelblichen Fleck nahe an der Wurzel der Felder
5 und 6 vertreten ist; die grüne Mittelbinde ist schmäler und erreicht d.ie Rippe 4 der Vflgl; d.ie Unterseite ist
dmikler, graulich grün mit zwei undeutlichen Querrv='ihen dunkler Flecke im Außenteil, aber ohne Submarginal-
hnie ; der weiße Fleck der M'lglspitz-. beim $ s?hr groß. Auch diese Art ist selten und nur bei der Bar ombi- Station
in Kamerun gefunden.
E. octogramma Sm. u. Kij. ist eine schöne und leicht kenntliche Art, welche von allen anderen dadurch odogrmmmi.
abweicht, daß die breite schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite mit einer Reihe von 7 länglichen blaugrünen
Submarginalflecken geziert ist. Beide Flgl oben grün, an der Wurzel bläuhch mit schwarzer, nach hinten all-
mählig erweiterter und am Analwinkel der Hflgl etwa 12 mm breiter Saumbinde; die Wurzel der Vflgl mit 5
tief schwarzen Flecken, zwei in der Zelle, einem an der Spitze der Zehe und zwei länglichen an der Wurzel des
Feldes 1 b; die Hflgl nur mit zwei dicken schwarzen Flecken, einem in der Zelle und einem an deren Ende; die
Flgl unten eintönig gelbgrün mit scliM'arzen Submarginalstrichen und an der Wurzel dieselben Flecke wie oben
aber klein und hell gekernt, ringförmig. Kanierun.
E. rubrocostata Auriv. weicht durch den hellroten Fleck ?^n der Wurzel des Vrds der Hflgl -Unterseite ruhrocostaia.
von allen anderen Em-yphene-Arten ab und ist auch sonst ganz eigentümlich gezeichnet. Beide Flgl oben braun
etwas gelblich angeflogen und in dem Spitzenteil der Vflgl schwärzlich; die Hflgl sind fast bis zum Saume und
die Vflgl bis zur Spitze der ^littelzelle matt grünlich (o) oder bläuhch überzogen; diese Farbe geht nach außen
ohne scharfe Grenze in die Grundfarbe über; die ^'flgl mit gelber, etwa 4 mm breiter Suba-picalbinde, welche
sieh vom Vrd fast bis zur Mitte des Feldes 3 erstreckt; die Spitze der M'lgl ist oben beim <S schwarz mit hellen
Fran.sen, beim $ breit weiß. Die Unterseite ist beim S graugelb mit 2 — 3 runden schwarzen Punkten in den
Mittelzellen; das helle Wurzelfeld ist auf beiden Flgln dm-cli eine breite uiu-egelmäßige, in den Feldern 3 und 4
saumwärts ausgezogene dunkelbraune Querbinde begrenzt; im hellen Saumteil finden sich zwei mattbraune
Querbinden, von denen die innere am Vrd der Vflgl einen großen viereckigen dunkelbraunen Fleck bildet. Das
$ weicht unten dadiirch ab, daß die Grundfarbe weißlich, aber fast ganz durch die sehr erweiterten und mit-
einander vereinigten schwarzbraunen und etwas grünlich schimmernden Querbinden verdrängt worden ist;
die Subapicalbinde der Vflgl ist weiß und auf den Hflghi ist die dunkle Begrenzung des Wurzelfeldes nach außen
durch eine breite weiße, an der Rippe 4 scharf winkelig gebrochene und im Felde 3 oft unterbrochene Querbinde
d'T Grimdfarbe scharf markiert. Bisher nur im Congo-Gebiet am Sankuru Fluß angetroffen.
11. Gattung: fltiphaeclra Hbn.
Wie schon oben hervorgehoben worden ist, stimmt diese Gattung im Rippenbau völlig mit Euryphene
überein und weicht nur durch die lebhaft orangegelbe Farbe der Palpen ab.
Die Euphaedra sind große, kräftig gebaute Tagfalter und haben gewöhnlich eine dunklere, schwärzliche
oder braune Grundfarbe der Oberseite mit blauem oder grünlichem Schiller und eine griuiliche Unterseite; selten
ist die Grundfarbe gelb bis orangegelb. In den Mittelzellen treten gewöhnlich wenigstens auf der Unterseite
1 — ^3 scharf begrenzte schwarze Punkte oder Flecke auf; die Vflgl haben fast immer oben eine helle (gelbe, weiße
oder grüne) Subapicalbinde.
Die Geschlechter weichen nur wenig von einander ab ; das $ ist größer als das (J und hat bisweilen eine
hellere Subapicalbinde der Vflgl.
Mehrere Arten oder Formen sind durch ihre außerordentliche Veränderlichkeit bekannt, während
andere fast gar nicht variieren. Wie gewöhnlich hat man früher auf die veränderlichen Formen eine ganze
Reihe von Alten aufgestellt, da aber diese sogenannten Arten durch zahlreiche Zwischenformen miteinander
verbunden sind, ist es fast sicher, daß wir es hier nur mit einigen wenigen Arten zu tun haben. Diese interessante
Frage kann nur durch Züchtung aus den Rpn endgültig beantwortet werden. Vielleicht wird sieh dabei eine
eben solch merkwürdige Tatsache, wie bei der Züchtung von HypoUmmis dubiiis-anthedon, herausstellen.
Die Rpn sind denen der ostindischen Gattung Euthalia sehr ähnlich und haben längs jeder Seite des
Rückens eine Reihe langer, fein, oft fast federartig verästelter Dornen, welche nicht aufrecht stehen, sondern
fast Magerecht nach jeder Seite ausgespreizt sind. Die Ppn stimmen mit denen von Euryphene genau überein.
Wie die übrigen NympJialinen hat auch diese Gattung ihren Hauptsitz in den Urwaldgegenden West-
Afrikas und ist dort durch zahlreiche Arten vertreten. Einzelne Arten dringen jedoch bis Uganda und Abys-
sinien vor und eine Art tritt in Ost- Afrika auf und geht südlich bis zur Delagoa-Bai. Die dunklen Arten sollen
besonders in den schattigsten Stellen der Urwälder herumfliegen.
Die zahlreichen Formen kömien auf fünf Gruppen verteilt werden.
182
EUPHAEDRA. Von Dr. C. ArRmtLics.
Uebersicht der Gruppen.
I. Die Vflgl oben höchstens mit einer hellen Querbinde vor der Spitze und stets ohne helle Mittelbinde.
A. DieHflgl oben am Saume breit t _ in. blau, violett oder grün) ohne Spur von Submarginal-
flecken und auch unten ohne sol -. ler nur mit matten und undeutlichen Flecken.
a) Die helle Subapicalbinde der Vflgloberseite ist sehr breit, lebhaft orang^elb tmd drängt sich nach
hinten in das F- (xler erreicht sogar die Rippe 2. 1. ^>opÄron-Gruppe.
b) Die helle Subaj; ; Vflgl-Oberseite ist schmaler oder bisweilen undeutlich und erreicht
nach hinten höchstens die Rippe 3; sie ist iraß, hellgrün oder gelb. 2. J/frfoH-Gruppe.
B. Die Hfi-' vor dem Saume mit deutlichen Submarginalflecken. imd auch unten fast immer mit
solchen
a) Die Saumbinde der Hflgl oben mit bläulichen, grünen oder schwarzen Submarginalflecken und
' alich mit S' ' Submarginalflecken. 3. Cfre-«- Gruppe.
h) - .1 weißen o-^ _ hen Flecken in der dunklen Saumbinde. Thorax und Hlb oben
mit deutlichen, weißen Paarflecken. 4. Eleus-Gra-ppe.
II. Die Vflgl mit zwei weißen oder gelben Querbinden, der einen \in nrr Spitze, der anderen über die Mitte
aus 2 — 3 Flecken (in der Millelzelle und in den Feldern 2 und 3). Die Htlgl oben rot oder orangegelb mit
breiter schwarzer Saumbinde. 5. Persei«-Gmppe.
1. Neophron -Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind dadurch leicht kenntlich, daß die
■ .-. ,1„- Plr.r— --^ -iVi.-.'l.-h ■^^.t'-zi-tiT -.?').! .1.-»- '**r.itZenteil ■i-'" Vf'-^' i^:?.^
■'ite und der Wnrzelteil der Vflsi bis zuiti
:.ui. grau
srhMnt schwach durch.
neophroH. E. neophfon Hpjjr. ^4ö c. d). Die o: - . r Subapicalbinde der VtTgl erreicht die Rippe 2 oder ragt
sogar etwas in Feld 1 b hinein; der Wurzelte.. ... . :.gl und die ganze Oberseite der Hflgl ist lebhaft grün oder
blaugrün mit dunkler Saumbinde. Rp nach JtrjfOD grün mit zwei großen goldgelben Flecken auf jedem Kör-
rJcJoMo. pergliede. ' . Bai bis Usambara. — violacea ßf/r. ist e- . ier und ler Wur-
zelteil der \ .._ i die Hflgl oben schön violett gefärbt sind . die Sul_j^ _ _ :._. -^ Rippe _
nicht erreicht : die Unterseite ist besonders beim £ dunkler als bei neophron. Pp hellgrün mit goldenen Flecken.
Kilimandjaro und Britisch Ost-Afrika.
«OfnftArJn. E. cUenbecki P - "it in der Zeiehi
imd weicht Jadur-h ab. -. Htlgl und der \^
die Subapicalbinde der Vflgl sind. Abessinieii.
-\rt überein. ist abt r
h und nur wenie du:
2. Medon - Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe h«ben nur dss Kennzeichen geoxeinsaui. daB die Submaiginalflecice der Hflzl auf beideii
Seiten oder wenigstens oben röUig fehl^i. — Durch folgende Uebersicht kiöimen die Arten leicht untMschieden weiden.
I. Die H'"_' :i nicht rot an der Wurzel des Vrds.
A. Dit^ _ en im Wurzelteil wenigstens bis über das Ende der Mittelzelle hinaus einfarbig olivenbraim
bis schwarzbraim. Vflgl mit weißem Spitzentleck.
a) T' ^^^A oben ohne blaue Querbinde, höchstens am Anaiwuuiei mehr oder weniger vioirti i-irr
- _ schillernd. Die Vtlgl stets mit gelber Subapicalbinde.
* Die Htlgl oben ohne Purpurglanz am Saume. Die Mittelzellen unten gewöhnlich nur mit einem
schwarzen Punkte.
1. Die Htlgl unten ohne weiße Querbinde aber hinter der Mitte mit zwei Querreihen von großei;
fast zusammenhängenden dunkelgrünen Submarginalflecken. E. »patiosa.
2. Die Htlgl unten mit einer weißen, bisweilen in Flecke aufgelösten Mittelbinde, welche von^.
Vrd bis zur Rippe 4 verläuft, und hinter der Mitte nur mit einer Querreihe dunklerer
Flecke oder mit einer Quer binde. E. lo^inga.
** Die Hflgl oben am Saume mit violett schillerndem Purpturglanze. unten hell weißlich blau-
grün mit deutlicher, weißer Mittelquerbinde zwischen dem Vrd imd der Rippe 4. Die Mittel-
zellen unten mit drei schwarzen Punkten. E. tcardi.
b. Die Hflgl oben hinter der Mitte mit einer scharf begrenzten blauen Querbinde, welche am Anal-
winkel erweitert ist und dort den Savun erreicht. Die Subapic-albinde der Vtlgloberseite beim o
sehr schmal oder undeutlich.
1. Die Hflgl unten ohne weiße Mittelflecke. S. harpalifee.
2. Die Htlgl tmd gewöhnlich auch die Vflgl über die Mitte mit einer Querreihe von scharf begrenzten
weißen Flecken. E. eupalus.
B. Die Hflgl oben beim ^ einfarbig grün, blaugrün oder bis über die Mitte hinaus tief blau, beim £ wenig-
EUPHAEDRA. Von Dr. C. Aurivillitts. 183
stens in der Mtte und über dem Ende der Mittelzelle blau, violett oder grünlich. Die Spitze der Vflgl
ist beim ^J oben nicht weiß oder höclistens mit weißen Fransen geziert.
a. Die Subapicalbinde der Vflgl ist nur 1 — 2 mm breit, erreicht nicht die Rippe 3 und besteht aus vier
freien oder fast freien, weißen oder weißgelben Flecken.
1. Die Hflgl unten ohne weißen Längsstrahl am Vrd. Die Wurzel und der Hrd der Vflgl und die
Hflgl wenigstens in der Mitte oben lebhaft blau (^) oder wenigstens bläulich angeflogen.
E. Uganda.
2. Die Hflgl bisweilen unten nahe am Vrd mit einem weißen Längsstrahl, der an der Wurzel an-
fängt und in Feld 7 fast die Spitze erreicht. Auf der Oberseite sind der Wurzelteil dei; Vflgl und
die Hflgl bis zum Saume eintönig dunkelgrün. E. peculiaris.
b. Die gelbe, grünliche oder selten weiße Subapicalbinde der Vflgloberseite ist 3 — 4 mm breit, völlig
zusammenhängend und nach hülfen von der Rippe 3 begrenzt ; auf der Innenseite ist sie im Felde 3
deutlich eingeschnitten; beim ^ ist sie bisweilen undeutlich. Die Vflgl beim $ oben mit weißem
Spitzenfleck. Die Flgl unten mit drei scharf hervortretenden schwarzen Punkten in den Mittelzellen
und gewöhnlich auch mit dunklen Submarginalflecken. E. medon.
II. Die Hflgl unten an der Wurzel des Vrds rot gefärbt. Die Vflgl bei beiden Geschlechtern oben mit großem,
\\'eißem Spitzenfleck. E. Iwperca.
E. symphona.
E. imperialis.
E. spatiosa Mab. (45 c). Beide Flgl oben eintönig dunkel olivenbraun, in der Spitzenhälfte der Vflgl spatiosa.
schwärzlich mit gelber Subapicalbinde und weißem Spitzenfleck. Die Unterseite ist grün mit einem (selten
2 — 3) schwarzen Punkt in den Mittelzellen und zwei matten, wenig deutlichen, dunklen Querbinden hinter
der Mitte; die Subapicalbinde der Vflgl scheint nur schwach durch. Das $ kann eine Spannweite von 100 mm
erreichen und ist der größte aller Euphaedra-Axten. Kamerun bis zum Congo-Gebiet und Uganda.
E. losinga Hew. (45 b, c) stimmt oben völlig mit spatiosa überein, weicht aber unten dadurch ab, daß losinga.
die Hflgl in der Glitte eine schmale, scharf begrenzte weiße Querbinde haben, die an der Mitte des Vrds anfängt
und die Rippe 4 oder 3 erreicht ; hinter der Mitte beider Flgl geht eine einzige dunkle Querbinde, welche je-
doch oft deutlicher als die Querbinden bei spatiosa ist ; die Subapicalbinde der Vflgl ist initen wenigstens im
vorderen Teil weiß und scharf begrenzt : die Mittelzelle beider Flgl unten mit 1 — 3 schwarzen Punkten. Kamerun,
Congo-Gebiet, Angola. — ab. impunctata Bartel weicht nur dadurch ab, daß die Mittelzellen unten ohne schwarze impunc-
Punkte sind und daß die weiße Mittelbinde der Hflgl nur durch einen Fleck in Feld 7 vertreten ist. Süd-Kamerun '*'"•
— inaequabilis Thurau unterscheidet sich dadurch, daß die Subapicalbinde der Vflgl schmaler, oben auf der inaequabili».
Innenseite an den Rippen 4 und 5 tief eingeschnitten und unten in Flecke aufgelöst ist ; die weiße Mittelbnide
der Hflgl-LTnterseite ist auch in Flecke aufgelöst. Uganda.
E. wardi Bruce (44 d) ist oben den beiden vorigen Arten sehr ähnlich, aber durch einen violetten warrfi'.
oder kupferigen Schiller in der Analgegend verschieden. Unten smd beide Flgl lebhaft hellgrün oder bläulich
grün mit je drei großen schwarzen Flecken in den Mittelzellen und scharf begrenzter, zusammenhängender
weißer Subapicalbmde der Vflgl; dieselbe ist gewöhnlich Avurzelwärts fein schwarz begrenzt; die Hflgl haben
eine weiße ziemlich breite Mittelbinde, welche oft AVurzelwärts schwarz gesäumt ist. Alt-Calabar und Kamerun.
E. harpalyce Cr. (45 b). Beide Flgl oben eintönig schwarzbraun mit kleinem weißem Spitzenfleck harpalyce.
der Vflgl und einer lebhaft blauen Querbinde der Hflgl, welche am Analwinkel breit anfängt, nach vorn
schmäler werdend an der Rippe 6 oder 7 endet und bisweilen auch auf den Vflgln mehr oder weniger weit
fortgesetzt ist. Die Lmterseite ist ziemlich eintönig hellgrün oder graugrün mit 1 — 3 schwarzen Punkten in den
Mittelzellen. Bei der Hauptform fehlt die Subapicalbinde der Vflgl beim o völlig und ist beim $ sehr schmal,
gelblicli. Sierra Leone bis Kamerun. — Bei ab. lakuma Btlr. ist die Subapicalbinde der Vflgl beim ^ sehr schmal, lakuma.
beim $ aber 4 — 5 mm breit. Unter der Hauptform.
E. eupalus F. (45 b) ist oben der vorigen Art ganz ähnlich, weicht aber unten dadurch ab, daß beide eupalus.
Flgl oder wenigstens die Hflgl in der Mitte eine gebogene Querreihe von weißen, nach üuien gewöhnlich schwarz
begrenzten, freien Flecken haben. Sierra Leone bis Congo-Gebiet.
E. Uganda Auriv. ist eine schöne, oben etwas an preussi (42 d) erinnernde Ai't. Beide Flgl süid oben ugarida.
schwärzlich mit bläulichem Glänze; beim ^ ist die Wurzel der Vflgl bis zur Rippe 2, der Hrd desselben bis
über die Mitte hinaus und der Vrd bis zur Mittelzelle, sowie auch die Hflgl bis weit über die Mitte hinaus schön
und intensiv blau, beim $ smd diese Teile schwach dunkelviolett und nur in der Mitte bläulich; die Subapical-
binde der Vflgl ist schmal und besteht aus vier weißen bläulich gesäumten Flecken. Die Unterseite ist hell bläu-
lich graugriui mit 1 — 3 schwarzen Flecken in der Mittelzelle der Vflgl und einer aus gerundeten Flecken gebildeten,
bisweilen wenig deutlichen, weißen Mittelbinde der Hflgl, welche sich von der Rippe 7 bis zur Rippe 3 erstreckt.
Uganda.
E. peculiaris Lathy. Beim J ist der Wurzelteil der Vflgl-Oberseite bis zur Spitze der Mittelzelle peeuliaris.
184 EUPHAEDRA. Von Dr. C. Aurivillius.
und fast bis y.uin Hintcrwinkel glänzend dunkelgrün mit ZAvei Flecken in der Mittelzelle und einem Querfleck
an der Zellenspitze schwiuz; die .Spitzenliälfte ist schwärzlich mit einer schmalen goldgelhen Subai)icalbinde
aus 4 Flecken und grünem Schiller außerhalb der Binde; die Hflgl sind oben einfarbig dunkelgrün; die Vflgl
an der S])itze mit weißen Fransen. Beide Flgl unten gelblich grün; die Vflgl am Hrd dinikelgrau mit drei schwar-
zen Punkten in der ^litteizellc und statt der Subapicalbinde mit drei kleinen, freien, weißen Flecken in den
Feldern 4 — 6; Hflgl mit zwei schwarzen Punkten in der Mittelzelle und in der Mitte mit einer Querreihe von
4 kleinen weißen Flecken in den Feldern 4 — 7. — Als $ beschreibt L.\thy iind bildet ab eine Form, welche
völlig mit losiiifid V. inaequnhilis Thurau übereinzustimmen scheint. Die Beschreibung lautet: ..Vflgl oben
dunkel olivenbraun; die Spitzenhälfte schwarz mit goldgelber Subapicalbinde und weißer Spitzenfleck; Hflgl
oben dunkel olivenbraun. Vflgl unten grün am Hrd grau mit zwei schwarzen Punkten in der Zelle und vier
weißlichen Flecken statt der Suba])icalbinde und mit einer undeutlichen dunklen Submarginalbinde; Hflgl unten
grün mit einem schwarzen Punkt in der Zelle, einer unterbrochenen weißen Mittelbinde und einer undeutlichen
dunklen Submarginalbinde". Wenn dieses $ wirklich zu dem j gehört, muß die Art den älteren von Thurau
gegebenen Namen inaequnbilis erhalten. Uganda. — ab. albovittata ab. nov. weicht im männlichen Geschlecht
dadurch ab, daß die Subapicalbinde der Vflgl noch schmäler, ganz gerade und auf beiden Seiten vollständig
und fast zusammenhängend ist und daß die Hflgl utiten nahe am Vrd einen weißen Längsstreifen haben, von der
Wurzel ausgeht und längs dem Felde 7 fast die Flglspitze erreicht. Uganda: Sesse-Inseln.
E. medon ist die zuerst bekannte der Euphaedra-Aiten und wurde schon 1763 von Linke beschrieben.
Sic ist ziemlich veränderlich in der Färbung, besonders die $$, und erinnert an einige Formen der Ceres-
Gruppe. Beim J sind beide Flgl oben glänzend grün oder bläulich, am Saume aber mehr oder weniger breit
schwärzlich; die Vflgl sind außerdem innerhalb der Subapicalbinde breit schwarz und haben 2 bis 3 schwarze
Flecke in der Mittelzelle: die Subapicalbinde der Vflgl ist breit und erreicht die Rippe 3; unten sind beide Flgl
grün mit dunkelgri'uier Submarginalbinde, 3 großen schwarzen Flecken in der Mittelzelle und einer weißen,
oft in Flecke aufgelösten oder sogar undeutlichen Mittelbinde der Hflgl; die Spitze der Vflgl hat oben weiße
Fransen, aber keinen Fleck. Das $ ist viel größer, hat einen weißen Spitzenfleck der Vflgl luid eine sehr breite
mcdon. dunkelbraiuie oder schwärzliche Saumbinde der Hflgl. — medon L. (45 a). Beim (J sind die Hflgl oben eintönig
grün oder bläulich und die Subapicalbinde der Vflgl oben gelb oder hell grimlich-bläulich und beim $ sind
die Hflgl fast von der Wurzel bis über die Mitte hinaus und der Hi-d der Vflgl lebhaft blaugrün oder bläulich ;
agnes. die Subapicalbinde der Vflgl ist lebhaft gelb. Sierra Leone bis Angola. — $-f. agnes ßtlr. (45 a) weicht (hulurch
ab, daß die Hflgl und der Hrd der Vflgl oben violettbraun sind mit einer etwa 7 mm breiten hellblauen oder
violcttblauen .Mittelbinde; die Suba])icalbinde der Vflgl-Ober.scite ist gelb oder weiß. Sierra Leone bis Kamerun.
viridinolala. — ab. viridinotata Bllr. ist dadurch ausgezeichnet, daß die Hflgl oben in der Mitte einen großen grünlich gelben
fcrnanda. Fleck in der grünen oder bläulichen Area haben. Gabun und Kongo-Gebiet. — $-ab. fernanda Frühst, weicht
von viridinotata durch größeren, weißen Apicalflcck der Vflgl und viel schmalere gelbe Subapicalbinde ab;
die Unterseite ist dunkler als bei viridinotiUd, die weiße Mittelbinde tritt schärfer hervor inid die schwarze
albiila. Submarginalbinde ist sehr verbreitet. Fernando Po. — ab. albula Thurau hat in beiden Geschlechtern eine
weiße Subapicalbinde der Vflgl-Oberseite inid eine lehmgelbe Unterseite; beim $ ist die Ober.seite chocolade-
braun mit violettem Schiller; das Hrdfcld der Vflgl bis zur Rippe 2 und das Mittelfeld der Hflgl ist bläulich-
fraudata. violett. Guinea. • — Als fraudata beschreibt Thurau aus Uganda ein ^ mit folgenden Worten: ,,Die Subapical-
binde der Vflgl ist auffällig schmal und am Vrd nur etwa 2 mm, an der Einengung auf Rippe 4 ca. 1 mm breit".
Gehört wahrscheinlich zu peculiaris.
luperca. E- luperca Hew. Beim rj sind die Flgl oben schwärzlich, im Wurzelteil der Vflgl bis zur Rijipe 2 und am
Hrd fast bis zum Hinterwinkel dunkel grünlich blau und auf den Hflgln außer amVrd und Ird fast bis zum Saume
Zu(cü/asc/a(n. grünlich blau schillernd; die Subapicalbinde der Vflgl ist weiß oder hellgelb (= ab. luteofasciata ßartel) etwa
3 mm breit, fast gleichbreit, ganz gerade und erreicht an der Rippe 4 fast den Saum, auch einen kleinen Fleck
im Felde 3 bildend. Die Unterseite ist heller oder dunkler grün, am Hrd der Vflgl dunkel violettbraun und am
Ird der Hflgl bis zur Rippe 2 gelbhaai'ig; die Vflgl mit drei in einer geraden Linie liegenden schwarzen Flecken,
von denen zwei hellgrün geringelte in der Mittclzelle und der dritte an der Spitze der Zelle; die Hflgl ebenfalls
mit drei schwarzen Flecken, einem dicht an der \^'urzel in Feld 8 und zwei in der Mittelzelle; auf den Vflgln
ist der Vrd bis zur Apicalbinde, die Binde selbst und der Spitzcnfleck rein weiß; auf den Hflgln ist die AVurzel
des Vrds blutrot und nach hinten von einem schneeweißen Streifen begrenzt, welcher der Rippe 8 folgt und sich
etwas hinter der Mitte des Vrds mit einer weißen Querbinde vereinigt ; diese Querbinde ist schwach saumwärts
gebogen und erreicht die Rippe 4 oder 3 nicht weit vom Saume. Durch diese schöne Zeichnung der Unterseite
weicht diese Art von allen anderen ab. Das typische $ liegt mir nicht vor und ist auch in der Literatur nie beschrie-
variegala. ben worden, düi'fte aber nur wenig vom ,^ abweichen. Alt-Oalabar bis Kongo. — ab. variegata ah. nov.
(45a als luperca) weicht nur dadurch ab, daß die IM'lgl oben bis über die Mitte hinaus und die Vflgl im Wurzel-
teil der Felder 1 a — 2 dunkel olivenbraun ohne blauen Schiller sind; die blaue Farbe ist darum auf die breite
Saiimbinde der Hflgl und die Mittelzolle und den Hinterwinkel der Vflgl beschränkt : die Subapicalbinde der
Vflgl ist mehr lebhaft gelb als bei der Hau])tform. Zwischenformen, bei denen die blaue Farbe mehr ausgebrei-
tet ist, kommen vor. Congo-Gebiet.
Ausgegehen 20. VI. 1913. EUPHAEDRA. Von Dr. G. AußiViLLlUS. 185
E. imperialis Lmrfemar;«. Das sehr schöne $, worauf diese Art begründet ist, kommt der SJ^perca (45 a) i mpcrialis.
sehr nahe. Ob es nur eine Form derselben oder eine selbständige Art ist, kann nur nach Vergleichung eines
größeren Materiales entschieden werden. Beide Flgl oben schwärzlich und im Wurzelteil bis über die Mitte hinaus
dunkelgrün angeflogen; die Subapicalbinde der Vflgl ist etwa 6 mm breit, lebhaft ockergelb und erreicht
die Rippe 4, wird aber dann, von einer mit dem Saume gleichlaufenden und davon 8 mm entfernten Binde
fortgesetzt ; diese Binde ist in den Feldern 3, 2 und im vorderen Teil des Feldes 1 b orangegelb und am Hrd
bläulich; auf den Hflgln wird sie von emer etwas schmaleren blauen Querbinde fast bis zum Analwinkel fort-
gesetzt ; die Fransen der Hflgl sind rein weiß ; die Unterseite ist hell bläulich grün und fast ganz wie bei luperai
gezeichnet, nur dadurch abweichend, daß die weiße Subapicalbinde der Vflgl durch eine weiße Querlinie mit
der Rippe 1 verbunden ist und daß die breite weiße Querbinde der Hflgl ganz gerade ist und darum an der Rippe
4 fast 9 mm vom Saume entfernt ist. Der weiße Spitzenfleck der Vflgl auf beiden Seiten groß. Kamerun.
E. symphona Baker. Die Beschreibung lautet: ,, Palpen unten ockergelb mit einem dunklen symphona.
Seitenstreifen und oben mit länglichen hellen Haaren; Kopf schwärzlich mit zwei weißlichen Punkten unter-
halb der Fühler und mit zwei größeren ol)erhalb derselben ; Augen weiß geringelt ; beide Flgl oben dunkel bronze-
grihi, diuikler gegen den Saum ; die Vflgl im Spitzenteil schwärzlich mit einer um-egelmäßigen, weißen Subapical-
binde, welche sich von der Rippe 8 bis kurz hinter der Rippe 4 erstreckt; ein kleiner weißer Spitzenfleck;
die Fransen mit kleinen weißen Flecken zwischen den Rippenenden. Die Unterseite beider Flgl matt sienna-
braun; Vflgl mit zwei schwarzen Flecken nach einander in der Zelle und einem kleinen an der Zellenspitze;
alle weißen Zeichnungen der Oberseite durchscheinend ; die Hflgl mit zwei schwarzen Flecken in der Zelle und einem
dicht an der Wurzel, alle in einer geraden Linie; das Feld 8 rot, nach hinten hellgrau begrenzt, an der Mitte
des Feldes 7 ein heller Querfleck; beide Flgl mit einer sehr undeutlichen Reihe submarginaler Flecke".
Nachdem ich jetzt Gelegenheit gehabt habe, ein Stück dieser interessanten Art zu untersuchen, finde ich,
daß dieselbe zur Gattung Euryphene gehört und nahe mit rtibrocostata Auriv. verwandt ist, mit der sie auch
die Färbung der Palpen gemeinsam hat. Kongo- Gebiet : Beni-Mawambe.
3. Ceres- Gruppe.
Bei den Fonucn dieser GMippe tritt auf der über.seite der Hflgl gewölinlirh eine Keihe großer gerundeter, mehr oder
weniger .seharf begrenzter, schwarzer .Sidiniargin;ilfle(^ke auf (vergl. die Figuren der Tafel 43); .selten sind diese Flecke gi'üu
oder l)läidich. Die Unterseite ist gewöhnlich dvirrh scharf hervortretende scliwarzc; Discalflecke und Submarginalflecke aus-
gezeichnet; nur bei einigen extremen Formen sind diese Flecke mideutlich oder fehlen völlig, wodurch dieselben sich unten
an die Arten der vorigen Gruppe anschließen. Die V'eränderlichkeit der Formen erreicht in dieser Gruppe ihre höchste Ent-
wicklung und es Ist möglicli, daß wir es nur mit 3 — 4 wirklichen Arten zu tun liaben. Uiu die Bestimmung der zalrlreichen
Formen zu erleiclrtern, können sie auf drei Untergrujipen verteilt werden.
Erste Untergruppe.
Die Hflgl unten ani Vrd mit eineua breiten roten Längsstreif, welcher sich über die Mitte des Flgls hinaus er-
streckt und auch einen größeren oder kleineren Teil des Feldes 7 bedeckt. Bisweilen bedeckt die rote Farbe einen
großen Teil der Unterseite der Hflgl.
E. xypete. Die Vflglspitze auf beiden Seiten 2 — 5 mm breit weiß; die Submarginalflecke der Unter-
seite sind mehr oder weniger vollständig zweigeteilt und liegen nur 2 — ^4 mm vom Saume entfernt; der rote
Vrdsstreif der Hflgl-Unterseite bedeckt niemals vollständig die Wurzel des Feldes 7 ; die Flgl oben mit schwärz-
licher Grundfarbe. — xypete Hew. (44 b). Die Unterseite der Hflgl nicht nur am Vrd sondern auch in der Mitte xypete.
zwischen den Rippen 2 und 7 breit rot überzogen ; die Subapicalbinde der Vflgl ist hellgelb oder weißlich, bläulich
gesäumt, erreicht die Rippe 3 und ist nach hinten nicht oder nur wenig erweitert; Wurzel und Hxd der Vflgl
mehr oder weniger ausgedehnt blaugrüji ; die Hflgl oben glänzend blaugrün mit breiter schwärzlicher Saumbinde,
in welcher die tiefschwarzen Submarginalflecke oft nur bei gewisser Beleuchtung deutlich hervortreten. Die
Flgl unten mit scharf hervortretenden schwarzen Submarginalflecken ; die Vflgl mit drei bis vier schwarzen
Flecken in der Mittelzelle und großen schwarzen Discalflecken an der Innenseite der Subapicalbinde ; die Hflgl
nur in der Mittelzelle und an der Wurzel der Felder 4 — 6 ( — 7) hellgrün mit schwarzen Flecken, sonst lebhaft
rot, am Ird gelb und am Saume hellgrün bis gelblich grün mit schwarzer Saumlinie. Sierra Leone bis Angola.
■ — mirabilis Bartel weicht nur dadurch ab, daß die scharlachrote Färbung der Hflgl-Unterseite mir auf den mirahilis.
Vrdsteil beschränkt ist und Ader 7 nicht überschreitet; die Mitte der Hflgl-Unterseite ist gelblich grün.
Kamerun. • — bombeana Strand ist der vorigen Form älmlich, weicht aber dadurch ab, daß die Subapicalbinde bombeana.
weißlich, breiter und nach hinten mehr erweitert ist (6 mm, im Felde 4 fast 10 mm breit). Kamerun. — Bei
crockeri Btlr. ist die Subapicalbinde der Vflgl undeutlich und nicht von der Grundfarbe abweichend ; die Hflgl crockeri.
sind unten nur am Vrd rot gefärbt und die rote Farbe reicht nach hinten nicht über die Rippe 7 hinaus; die
Grundfarbe der Unterseite ist gelblich grün, am Saume außerhalb der schwarzen Submargmalflecken dunkel-
braun. Ashanti und Niger. — Crosse! E. Sharpe (= aureofasciata Lathy) weicht von crockeri durch eine breite crossei.
goldgelbe Subapicalbinde und einen grünlichen in der Mitte gelblichen HJrdfleck der Vflgl ab. Niger. — caeru- caemlescens.
lescens Smitfi (44a, als gav^ape) kommt der Form crockeri nahe, hat aber eine hell bläuliche, nach hinten erweiterte
XIII 24
186 EUPHAEDRA. Von Dr. C. Attrivillius.
und die Rippe 2 oft erreichende Subapicalbinde der Vflgl, eine hell bläuliche Grundfarbe der Unterseite und
einen schmalen, die Rippe 7 gewöhnlicli nicht erreichenden, roten Vrdsstreif der Hflgl. Kongo-Gebiet.
kurschi. E. karschi Bartfl hat wie xypete einen weißen Spitzenfleck der Vflgl und die Unterseite der Hflgl zum
größten Teil rot : die Subapicalbinde der Vflgl ist weißlich, sehr schmal (etwa wie bei preussi) und scharf be-
grenzt; sie besteht aus 3 kleinen vorderen Flecken und einem großen, mehr nach außen gerückten im Feld 3.
Auf der Unterseite der Vflgl ist die Subapicalbinde weiß und nach innen nur schmal schwarz begrenzt; die
Unterseite der Hflgl fast ganz wie bei der t}-pischen xypete gefärbt und gezeichnet. Wohl auch nur eine Form
von xypete. Nordwest-Kamerun.
herberti. E. herberti E. Sharpe (44 b) ist eine recht abweichende Art. Die Submarginalflecke beider Flgl sind
klein, liegen weiter (5 — 6 mm) vom Saume entfernt und sind oben zu einer zusammenhängenden Linie vereinigt ;
der weiße Spitzenfleck der Vflgl ist sehr groß ; die Subapicalbinde beim ^ schmal, gelblich und wenig deutlich
beim $ breiter und weißlich und die Oberseite ganz oder zum größten Teil heller grün, graugrün oder gelblich
grün. Die Unterseite weicht durch die schwache Entwicklung der schwarzen Zeichnungen von allen übrigen
Formen der Untergruppe ab; die Punkte der Mittelzellen sind klein oder fehlen völlig, ebenso die schwarzen
Discalflecke: die Subapicalbinde der Vflgl ist nur angedeutet und die Submarginalflecke zwar deutlich aber
klein und nicht tiefschwarz; die rote Vrdbinde der Hflgl tritt wenig scharf hervor, ist vor der Mitte durch
die schwarz gesäumte Rippe 8 begrenzt, dehnt sich aber an und hinter der Mitte aus und bedeckt einen Teil
des Feldes 7 (in der Figur ist sie leider zu schwach angedeutet); die Grundfarbe der Unterseite ist hell bläulich
grün und am Saume mehr oder weniger verdiuikelt. Durch die wenig entwickelten Zeichnungen der Unterseite
entspricht diese Art solchen Formen wie eberti und sarita der beiden anderen Untergruppen. Kongo-Gebiet,
selten. I
E. gausape weicht von den vorhergehenden sofort dadurch ab. daß der weiße Spitzenfleck der Vflgl
völlig fehlt (nur die Fransen sind bisweilen weiß) und daß die rote Vrdbinde der Hflgl sehr breit ist und das
Feld 7 von der Wurzel ab und oft auch das Feld 6 bis zu den oft e i n f a c h e n, tief schwarzen Submarginal-
gamape. flecken bedeckt ; kein schwarzer Fleck an der Wurzel des Feldes 7 der Hflgl-Unterseite. — gausape BÜr. Vflgl
oben schwarz mit breiter gelber Subapicalbinde und breiter goldgrüner Hrdfleck; die Hflgl oben goldig grün
mit breiter schwarzer Saumbinde; die Unterseite gelblich grün mit schwarzen Flecken in den Mittelzellen,
schwarzen Discalflecken in den Feldern 2 — 6, schwarzen Submarginalflecken und schwarzem Hrd der Vflgl;
Hflgl in der Mitte breit gelb, nur in der Mittelzelle und am Saume grün oder bläulich. Ashanti — Kamerun.
exlensa. — • ab. extensa Bartel weicht nur dadurch ab, daß die gelbe Subapicalbinde der Vflgl noch breiter ist und die
judiih. grünen Teile der Oberseite mehr mit gelb überzogen. Kamerun. — Judith Weym. hat beim (J eine dreieckige
grüne Subapicalbinde und einen kleinen grünen Hrdfleck der Vflgl-Oberseite und beim 2 eine grünlich gelbe
Subapicalbinde und einen langen gelblichgrünen Hrdfleck der Vflgl. Sierra-Leone und Kongo-Gebiet.
Zweite Untergruppe.
Auch in dieser Uiitergrupi>e .sind die Hflgl unten an der Wurzel de.s Vrds rot; die rote Farbe erreicht al)er niiht
. die Mitte des Vrd.s und ist nach liinten von der Kippe 8 begrenzt oder bedeckt nur einen kleinen Teil der Wurzel des Feldes 7.
E. cyparissa zeichnet sich dadurch aus, daß beide Flgl unten schwarze Discalflecke und große schwarze
Submarginalflecke haben und daß die Submarginalflecke der Vflgl-Unterseite in einer unregelmäßig gebogenen
Linie stehen, indem die Flecke der Felder 3 und 4 dem Saume stark genähert sind; der Discalfleck im Felde 2
der \'flgl-Unterseite ist quergestellt und liegt vor der Mitte des Feldes. Wie bei den übrigen Arten sind die
Hflgl oben grün mit breiter schwarzer Saumbinde und die Vflgl am Hrd wenigstens bis zur Mittelzelle auch grün;
cyparissa. die Hflgl sind unten in der Mitte mehr oder weniger ausgedehnt goldgelb oder orangegelb. — ■ cyparissa Cr.
(44 a). Die Vflgl oben mit grüner Subapicalbinde, unten nicht rot an der Wurzel. Sierra-Leone und Kongo-
aurata. Gebiet. — aurata Carpent. (44 a). Die Vflgl oben mit gelber Subapicalbinde. unten nicht rot an der Wurzel.
sarcoptera. Niger und' Kamerun. — sarcoptera Btlr. hat wie aurata eine^ breite gelbe Subapicalbinde der Vflgl-Oberseite,
weicht aber von den beiden anderen Formen durch einen lebhaft roten Fleck an derWurzel der Vflgl-L^nterseite ab ;
dieser Fleck liegt in der Zelle und erreicht etwa deren Mitte. Ashanti und Dahomey.
E. themis hat wie die vorige Art kräftig entwickelte schwarze Zeichnungen der L^nterseite, weicht aber
von ihr dadurch ab, daß die Submarginalflecke der Vflgl-Unterseite in einer ganz geraden Linie stehen und daß
der Discalfleck in Feld 2 langgezogen ist und in der Mitte des Feldes liegt oder wenigstens die Mitte desselben
erreicht. Die Flgl haben oben eine schwarze Grundfarbe und sind bis über die Mitte der Hflgl hinaus und am
Hrd der Vflgl grün, blau, orangegelb oder weißlich. Die Art umfaßt eine große Menge Aberrationen, welche
in einander ohne scharfe Grenze übergehen, gewöhnlich aber durch die hier angeführten Kennzeichen unterschie-
ihemis. den werden können. — themis Hhn. (43 c). Die Vflgl unten mit deutlicher heller Subapicalbinde und oben mit
rotem Fleck an der Wurzel ; die Subapicalbinde der M'lgl-Oberseite ist beim q goldgelb, beim S gelb oder weiß-
lich, mäßig groß, gleichbreit oder am Vrd schmäler und besteht aus 3 — 4 Flecken in den Feldern 3 — 6. Sierra
pcrmixitmi. Leone bis Congo. — ab. permixtum Btlr. weicht nur dadurch ab. daß die Subapicalbinde der Vflgl nur aus
justUia. zwei Flecken in den Feldern 3 luul 4 besteht. Gabun. — ab. justitia Stgr. weicht von den vorhergehenden
EUPHAEDRA. Von Dr. C. Atjeivillius. 187
nur dadurch ab, daß die gelbe Subapiealbinde der Vflgl sehr breit und abgerundet ist. Lagos bis Gabun,
ab. adonina Hew. (44 b) hat den Hi-dfleck der Vflgl und den Wurzelteil der Hflgl oben orangegelb und eine mehr adonina.
als gewöhnlich ausgezogene Spitze der Vflgl. stimmt aber sonst mit justitia überein. Alt-Calabar. — ab. janetta janefta.
Btlr. Die Vflgl oben ohne Rot an der Wurzel; ihre Subapiealbinde auf beiden Seiten goldgelb oder gelblich;
beide Flgl unten an der Wurzel violettrot. Ashanti bis Kamerun. — ab. reducta Bartel weicht von janetta da- reducta.
durch ab, daß die Vflgl unten ander Wurzel nicht rot sind. Kamerun. ■ — ab. aureolaÄ'»/. (43 c, d) steht auch der aureola.
janetta nahe, unterscheidet sich aber dadurch, daß der rote Fleck an der Wurzel der Unterseite nicht violett-
rot, sondern ziegelrot ist. Kamerun. — ab. campaspe Fldr. Die Subapiealbinde der Vflgl unten deutlich campaspe.
und weiß, oben beim ^ grün, beim $ weiß; die Discalflecke der Unterseite schwarz und deutlich; auf der Ober-
seite ist der Hrdfleck der Vflgl und der Wurzelteil der Hflgl beim ^ dunkelgrün, beim $ hellgrün bis grünlich
weiß; die Vflgl oben ohne Rot, unten aber in der Wurzelhälfte der Mittelzelle rot. Gabun, Kongo-Gebiet, Angola.
— ab. niveovittata Auriv. (44 b) kommt der vorigen Form nahe, unterscheidet sich aber davon und von allen nivcovittata.
anderen /Äe/H^'s-Formen dadurch, daß die schwarzen Discalflecke der Unterseite fehlen oder klein und undeut-
lich sind. Die Subapiealbinde der Vflgl ist unten weiß, oben aber beim rj hellgrün und beim 9 weiß; der große
Hrdfleck der Vflgl-Oberseite und der Wurzelteil der Hflgl-Oberseite sind beim ^ goldgelb, beim $ fast weiß;
auf der Unterseite sind die schwarzen Flecke der Mittelzellen deutlich, die Submarginalflecke aber kleiner
als gewöhnlich ; der Fleck an der Wurzel des Vrds der Hflgl ist ziegelrot und die Hflgl haben im Felde 7 einen
weißen Längsstreifen, welcher sich hinten mit einer weißen Mittelquerbinde vereinigt ; beim $ ist die Wurzel-
hälfte der Vflgl und der größte Teil der Hflgl unten weiß oder weißlich ; die Vflgl oben ohne Rot an der Wurzel.
Südliches Congo- Gebiet. ■ — Die drei letzten Formen unterscheiden sich von den übrigen dadurch, daß die Vflgl
unten eine gleichförmig grime Grundfarbe ohne helle Subapiealbinde haben; auf der Oberseite sind sowohl
die Subapiealbinde und der Hi'dfleck der Vflgl wie auch der Wurzelteil der Hflgl eintönig dunkelgrün ; die Vflgl
oben nicht rot an der Wurzel; die schwarzen Discalflecke der Unterseite sind groß und scharf hervortretend
und die Hflgl in der Mitte breit goldgelb oder gelblich; die AVurzel des Vrds der Hflgl ist violettrot. — ab. nor- normalis.
malis Stgr. (43 d). Die Discalflecke der Vflgl-Unterseite sind sehr groß und stehen in einer gegen den Hrd
senkrechten und demnach mit dem Saume fast parallelen Reihe; die Subapiealbinde der Oberseite ist vom
Hrdfleck völlig getremit. Sierra Leone. — ab. aberrans Stgr. weicht von normalis nur dadurch ab, daß die Sub- aberrans.
apicalbinde der Vflgl durch einen großen grünen Fleck im Felde 2 mit dem Hrdfleck vereinigt ist. Sierra Leone.
— ab. vetusta Btlr. (44 a) unterscheidet sich von den beiden anderen dadurch, daß die Discalflecke der Vflgl- veiusia.
Unterseite in einer schiefen, gegen den Hinterwinkel gerichteten Linie stehen. Sierra-Leone und Kongo- Gebiet.
E. eberti Auriv. (44 d) ist vielleicht nur eine extreme Form der vorigen Art, mit der sie durch niveo- eberli.
vittata gewissermaßen verbunden ist ; andererseits schließt sie sich den Formen .sarita und inanum der folgenden
Untergruppe eng an und unterscheidet sich von deiiselben fa.st nur durch den rötlichen Fleck an der Wurzel des
Vrds der Hflgl-Unterseite. — Beide Flgl unten ohne schwarze Discalflecke und mit undeutlichen oder grünlichen,
kleinen Submarginalflecken ; die Subapiealbinde der Vflgl fehlt beim ^ auf beiden Seiten völlig oder ist wie beim
9 weiß; beim o sind die Vflgl oben ganz wie bei sarita (44 c) gezeichnet mit unscharf begrenzten grünen oder
blauen Flecken der Vflgl; die Unterseite hat deutliche schwarze Flecke in den Mittelzellen und oft auch an
der Wurzel des Feldes 8 der Hflgl und beim ^ eine braungelbe Grundfarbe, welche nur in der Mittelzelle und
in Feld 7 der Hflgl mehr oder weniger bläulich angeflogen ist ; beim $ ist die Unterseite dunkler, graubraun, aber
oft im Wurzelteil beider Flgl breit hell bläulich überzogen ; die Hflgl haben gewöhnlich zAvischen der Rippe 3
und dem Vrd eine breite weiße Mittelbinde.
Dritte Untergruppe.
Die Arten dieser Untergruppe können sofort daran erkannt werden, daß die Hflgl unten an der Wurzel des Vrds
nicht rot sind. Auch in dieser Untergruppe kommen Formen mit imd ohne schwarze Flecke der Unterseite vor.
E. ceres weicht von den übrigen Formen der Untergruppe dadurch ab, daß beide Flgl unten deutliche,
wenn auch bisweilen kleine, schwarze Discalflecke haben; auch die Mittelzellen stets unten mit 2 — 3
schwarzen Flecken; der Hrdfleck der Vflgl-Oberseite ist grün oder bläulich, erreicht die Wurzel selten,
aber das Feld 2; Hflgl oben blau oder grün. Die Art ist sehr veränderlich und die aufgestellten
Formen gehen ohne scharfe Grenzen inemander über. — ceres F. (43 a). Die Flgl unten mit deutlichen ceres.
schwarzen Submarginalflecken, die schwarzen Discalflecke der Felder 3—5 der Vflgl-Unterseite, welche
die helle Subapiealbinde -n-urzelwärts begrenzen, sind gewöhnlich groß und liegen dicht hinter der Zellen-
spitze, welche durch einen schwarzen Querfleck geschlossen ist ; die Hflgl unten mit weißer oder weißlicher Mittel-
binde und oben gewöhnlich mit schwarzem Fleck auf der Schlußrippe der Mittelzelle; die Subapiealbinde der
Vflgl ist oben hell grünlich oder weißlich, selten gelb; die Unterseite wenigstens im Wurzelteil grün oder bläulich,
im Saumteil oft braun überzogen ; die Fransen w-eiß gefleckt. — ab. nigrocilia Lathy (44 a) weicht dadurch ab, daß nigrocilia.
beide Flgl unten bis zu den Submargmalflecken grünlich gelb smd oluie weiße Mittelbinde der Hflgl; die Fransen
sind einfarbig schwarz; die Subapiealbinde der Vflgl-Oberseite ist breit gerundet und grünlich gelb. Nigeria.
— ab. afzelii Fldr. (43 b). Die Hflgl unten ohne weiße Mittelbüide; die Subapiealbinde der Vflgl beim ^ oben afzelii.
188 EÜPHAEDRA. Von Dr. C. Auriyillitts.
grün, unten hellgrün und undeutlich, heim $ grünlich oder weiß: die Unterseite mit lehhaft grüner, nur am
Ird derHflgl etwas gelhlicher Grundfarbe; Fransen schwarz. Das rj ent.spricht völlig der Form vehista von themis.
ravola. Sierra-Leone. — ■ ab. ravola Hew. (43 b). Die Hflgl unten ohne weiße Mittelbinde; die Subapicalbinde der Vflgl
bei beiden Geschlechtern breit und orangegelb: die schwarzen Flecke der Unterseite groß und kräftig ent-
rezia. ^^^ckelt. Liberia bis Gabun. — ab. rezia Heir. (43 a, b). Die Subapicalbinde der Vflgl ist schmal und gleichbreit
und die sie nach innen begrenzenden Discalflecke der Unterseite klein und ziemlich weit von der Zellspitze ent-
fernt (gewöhnlich viel weiter als beim abgebildeten Stück): die Spitze der Vflgl-Oberseite ist besonders beim
(Joft stark blau oder grün schillernd; die Grundfarbe der Unterseite wechselt von grüngelblich bis dunkelbraun,
die Subapicalbinde der Vflgl ist gewöhnlich gelb oder gelblich, beim $ bisweilen fast weiß. Kamerun bis Kuilu.
cotioni. — ab. cottoni E. Shnrpe scheint nur dadurch von rezia abzuweichen, daß die gelbe Subapicalbinde der Vflgl
phaelhu.iti. in Flecke aufgelöst ist. Ituri. — ab. phaethusa Btlr. weicht von allen vorhergehenden Formen dadurch ab,
daß die Submarginalflecke der Unterseite ganz fehlen oder nur angedeutet sind; die schwarzen Discalflecke
sind dagegen vorhanden und die Hflgl haben eine weißliche Mittelbinde; die Subapicalbinde der Vflgl ist hell-
adfUca. gelb oder griuilich weiß (= adeiica Bariel). — artaynta Möschler ist so ungenügend beschrieben, daß ich sie
artaynta, -^^f,]^^ deuten kann. Die Beschreibung lautet : Aehnelt ceres am meisten; die Binde der Vflgl ist aber nicht weiß-
lich, sondern gelb und ihre Form ist eine andere ; sie zieht vom Vrd schräg gegen den Saum gerichtet bis in Zelle 4,
in deren Mitte sie sich mit ihrem Außein-d stumpfwinkelig gegen den Saum richtet, während ceres dieselbe gleich-
mäßig verlaufend führt; die Färbung der Hflgl zeigt ein trüberes grün wie bei ceres; von der am Vrd bei ceres
auftretenden weißlichen Binde zeigt sich keine Spur ; ebenso fehlt der tiefschwarze Querfleck auf der Querrippe
entweder gänzlich oder scheint nur verloschen von der Unterseite durch; vor dem Saume steht eine Reihe
blaugrüner Flecke. Die Grundfarbe der Unterseite ist ein mehr oder weniger trübes Olivenbraun; der erste
schwarze Fleck der Mittelbindc am Vrd ist viel kürzer und schmäler als bei ceres und tritt viel weniger saum-
wärts über die Binde hinaus ; auch die übrigen Flecke der Binde sind viel kleiner wie bei jener Art ; in der Mittel-
zelle stehen 1 oder 1 schwarze, runde Flecke; hinter der Mitte zieht eine breite scharf abgegrenzte weiße, bläulich
angeflogene Binde bis in Zelle 2, welche bei ceres schmäler und nicht scharf begrenzt ist ; die schwarzen Flecke
vor dem Saume sind kleiner wie bei ceres und die schwarzen, halbmondförmigen Randflecke fehlen ganz; Flgl-
spitze schmal weiß; Fransen weißgefleckt. Ashanti.
unssmanni. E. wissmanni Niep. ,, Vflgl oben olivenbraun; die Apicalbindc, welche den Außenrd nicht ganz erreicht,
glänzend lilablau ; Vrd, Spitze und Wurzel intensiv lila glänzend ; der schwarze Querstrich über die Zelle sich
schwach markierend; die dunkle olivenbraune Färbmig am Ird in segmentartiger Eiiilnichtung aufgehellt.
Hflgl oben heller mit dunkler Umrandung; letztere wird wurzehvärts durch die schwach schwarz markierten
Submarginalflecken begrenzt; der schwarze Querfleck der Zelle schwach durchschimmernd; ein matter Lila-
glanz in und beiderseits der Zelle von der Wurzel bis zur dunklen Umrandung; Saum ausgebuchtet, schwarz und
weiß gefranst. Vflgl unten schmutzig gelbbraun, in der Spitze weiß; Apicalbinde weißlich, verschwommen;
dieselbe sowie die Spitze schwach lila glänzend; in der Zelle 3 schwarze ki'äftige Flecke, wovon einer wurzehvärts,
die beiden anderen triangulär nach außen stehend; weiter vorwärts ein schwarzer Querstrich die Zelle sperrend ;
Marginalflecke sehr schwach, weiß markiert. Hflgl unten orangegelb; der Teil zwischen Zelle und Vrd trägt
eine weiße Binde, welche mit breitem, am Vrd parallel laufendem Fleck beginnend, sich verjüngend bis in die
Mitte der Zelle zieht, wurzehvärts schwach begrenzt, nach dem Saume verschwimmend; die Zelle trägt ^vTirzel-
wärts 2 vertikal stehende Punkte, von welchen der untere halb so groß als der obere; saumwärts ein dicker
schwarzer Strich über die Zelle gelegt ; Submarginalflecke schwach weiß, die 5 oberen wTirzelwärts dunkel
begrenzt; beiderseits der Praecostale schwarze Zeichnung, lila bereift; ein mattschwarzer Kommastrich begrenzt
den obersten Bindenf leck \Aurzelwärts ; die Flglhälfte, welche die Binde trägt, sowie letztere schwach lila glänzend".
Congo-Gebiet: Kassaifluß.
viridicaeru- E. viridicaerulea Bartel (= rana Sigr. i. I.) (44 c) weicht durch die sehr undeutlichen oder fehlenden
'^' schwarzen Discalflecke der Unterseite von ceres und durch die deutlichen, schwarzen, bläulich umzogenen Sub-
marginalflecke der Hflgl-Unterseite von den folgenden Arten ab. Die Subapicalbinde der Vflgl ist bläulich
weiß und der Hrdfleck der Vflgl-Oberseite sehr schmal, die Mitte des Feldes Ib kaum erreichend; die Saumbhide
der Hflgl-Oberseite ohne deutliche blaue Flecke ; die Vflgl unten mit drei schwarzen Flecken in der Zelle und einem
schwarzen Submargmalfleck in Feld Ib; die Hflgl unten mehr oder weniger gelblich, besonders gegen den
Ird, in der Mittelzelle mit 1^ — 2 schwarzen Punkten und mit einem schwarzen Fleck an der Wurzel der Rippe 8;
das $ mit einer undeutlich begrenzten weißlichen Mittelbinde, welche beim o völlig fehlt. Süd-Kamerun
und Gabun.
inanum. E. inanum Btlr. (42 d ; 44 c). Beide Flgl unten ohne schwarze Discal- und Submarginalflecke, aber mit 2 — 3
schwarzen Punkten in der Mittclzelle der Vflgl und 1 — 2 in derjenigen der Hflgl; die Hflgl unten bei beiden
Geschlechtern mit weißer, scharf begrenzter, bisweilen in Flecke aufgelöster Mittelbinde, welche sich vom Vrd
bis zur Rippe 3 oder 4 erstreckt ; die Hflgl oft auf beiden Seiten mit bläulichen oder grünen Submarginalflecken;
Subapicalbinde der Vflgl oben hell gelblich (j') oder fast weiß ($), unten weiß; der bläuliche Hrdfleck der Vflgl-
Oberseite schmal. Sierra-Leone bis Angola.
EUPHAEDRA. Von Dr. C. Aurivillius. 189
E. sarita E. Sharpe (44c) hat, wie inanum, keine andere schwarze Zeichnungen der Unterseite als 1 — 3 sarifa.
Punkte in den Mittelzellen; die Grundfarbe der Unterseite ist sehr veränderlich hellgrün — gelbgrün — gelb-
braun und dieHflgl haben keine weiße Mittelbinde, aber bisweilen hellgrüne Submarginalflecke ; die Subapical-
binde der Vflgl ist beim ^ oben dunkelgrün und dreieckig, unten ganz ausgelöscht oder nur angedeutet, beim
$ weißlich; der blaugrüne Hrdfleck der Vflgl erreicht wenigstens die Rippe 2. Congo-Gebiet. — ab. abyssinica ahijssinlca.
Rothsch. hat unten die Wurzel des Vrds der Hflgl lebhaft ockergelb und einen schwarzen Fleck an der Präcostal-
rippe. Abessinien.
E. preussi unterscheidet sich von allen anderen Formen der Untergruppe dadurch, daß die Hflgl unten
am Vrd eine breite weiße bisweilen bläulich angeflogene Längsbinde haben, welche die Wurzel des Vrds bedeckt
und sich dann im Feld 7 weit über die Mitte hinaus erstreckt; die Unterseite hat keine schwarze Discalflecke
und die Submarginalflecke sind klein oder fehlen völlig; die Subapicalbinde der Vflgl ist stets schmal, beim ^
oft sehr schmal, gleichbreit, mehr oder weniger in Flecke aufgelöst und weiß oder beim 3* grünlich; der grüne
oder bläuliche Hrdfleck der Vflgl-Oberseite ist groß und erreicht wenigstens die Rippe 2. — • preussi 8tgr. (42 d). pioussi.
Die Vflgl oben bald fast überall dunkelgrün mit zwei schwarzen Punkten in der Mittelzelle, bald quer über die
Mitte tief schwarz wie gewöhnlich bei den Arten dieser Gruppe; die Grundfarbe der Unterseite ist sehr veränder-
lich und wechselt von grünlich bis gelblich und ockerbraun; die Submarginalflecke sind auf den Hflgln und im
Felde 1 b der Vflgl deutlich. Kamerun bis Angola und Albert-Nyanza. — ab. njami Stgr. hat die Vflgl oben njami.
schwärzer und nicht im Spitzenteil grünlich und die Unterseite dinikel rostbraun mit deutlichen Submarginal-
flecken. Njam-Njam-Land. — ab. njamnjami Stgr. weicht von njami nur dadurch ab, daß die Submarginalflecke njamnjami.
der Unterseite völlig fehlen. Njam-Njam-Land. — ab. olivacea Grünh. unterscheidet sich von den vorhergehenden oUvaoea.
durch die bis auf die weiße Subapicalbinde gleichmäßig dunkel gefärbte Oberseite ohne Spiiren von hellen oder
dunkeln Siibmarginalflecken im Hflgl und die ebenso gleichmäßig bräunlichgrüne LTnterseite, auf welcher die
starke Reduktion der schwarzen Zellenflecke auffällt. Uganda. — neumanni Rothsch. zeichnet sich dadurch aus, ncumanni.
daß auf der Oberseite eine unscharf begrenzte gelbliche Schattenbinde von der Spitze der Mittelzelle der Vflgl
bis zum Hrd und quer über die Mitte der Hflgl verläuft, wodurch also die grünliche Farbe beeinträchtigt wird;
die Hflgl auf beiden Seiten mit deutlichen Submarginalflecken ; die Unterseite hell graugrün. Abessinien.
E. francina Godt. (42 d) ist eine wenig variable und sehr leicht kenntliche Art. Die Flgl sind oben schwarz, imncina.
an der Wurzel und am Hrd der Vflgl und auf den Hflgln bis über die Mitte hinaus schön (grünlich-)blau mit
schwarzen Flecken in der Mittelzelle (und an der Wiu-zel des Feldes 1 b) der Vflgl und einem gerundeten sehr
großen schwarzen Fleck am Ende der Mittelzelle der Hflgl; die breite schwarze Saumbinde ist fast immer mit
großen, gerundeten, scharf hervortretenden blauen Submarginalflecken geziert; die Subapicalbinde der Vflgl
ist schmal und oben orangegelb, unten undeutlich oder weißlich gelb; die Fransen sind an den Spitzen der Zwi-
schenaderfalten weiß punktiert. Die Unterseite ist eintönig grünlich, mehr oder weniger gelb oder braungelb
überzogen mit 2 — 3 schwarzen Punkten in den Mittelzellen, aber ohne deutliche Discal- und Submarginal-
flecke; die Hflgl wenigstens in Feld 7 mit dem Anfang einer schmalen weißen Mittelbinde, welche dort
nach innen von einem winkelig gebrochenen schwarzen Querstrich begrenzt ist. Sierra-Leone.
Die beiden folgenden niir unbekannten Arten scheinen dieser Gruppe anzugehören.
E, paradoxa Neave. Die Vflgl oben glänzend grünlich schwarz mit schmutzig weißer, schmaler Subapi- paradoxa.
calbinde und rotbraunem Hrdfleck; Hflgl oben matt rotbraun mit schmaler schwarzer, grünlich schillernder
Saumbinde und hellgrünen Submarginalflecken. Flgl unten hell olivengrün: Vflgl mit weißer Subapicalbinde;
Hflgl im Saumteil heller grün mit undeutlichen grünlichen Submarginalflecken. Uganda.
E. cooksoni Bruce. Leib oben mit weißen Punkten ; Vflgl oben schwarz am Vrd graugrün ; Subapical- cooksoni.
binde weiß; der Hrdfleck breit bräunlich chromgelb; Hflgl oben braungelb mit breiter schwarzer Saumbinde
und zwei blauen Submarginalflecken nahe am Hinterwinkel. Vflgl unten gelb, schwarzgrün überzogen mit drei
schwarzen Flecken in der Mittelzelle; Hflgl unten chromgelb mit einem schwarzen Fleck an der Wurzel und
einem schwarzen Punkt in der Zelle; eine recht breite, submarginale, weiße Binde geht von der Wurzel bis zur
Spitze, wo sie ganz schmal wird ; zwei undeutliche weiße Flecke an der Zellenspitze und bläulich weiße Submar-
ginalflecke. Rhodesia.
4. Eleus- Gruppe.
Die Hflgl auf beiden Seiten mit weißen oder gelblichen Flecken in der Saumbinde. Thorax und Hlb oben mit deutlichen
weißen Fleckenpaaren. Beide Flgl gewöhnlich im Wurzelteil gelb bis rotgelb.
E. edwardsi Hoeven (42 c, ?, nicht (^). Die Hflgl auf beiden Seiten mit schwarzem Fleck auf der cdwardsi.
Querrippe der Mittelzelle. Die Mittelzellen auf beiden Seiten mit drei großen schwarzen Flecken. Vflgl beim (^
gewöhnlich oben eintönig grünlich graubraun mit schwarzen Rippen, beim ? im Wurzelteil rotgelb; Hflgl oben
gelbbraun mit schwärzlicher Saumbinde und hellgelben Submarginalflecken. Die Unterseite heller mit oder
ohne weißliche Submarginalflecke. Ashanti— Dahomey. — Bei ab. viridis Suff, ist der Wurzelteil der Hflgl viridis.
oben düster grün statt rotbräunlich und die Zellenflecke oben undeutlich. Togo. — ab. clarus Auriv. ist durch citrus.
schnittlich heller und kommt im Congo-Gebiet vor.
190
EUPHAEDRA. Von Dr. C. AuRniLLics.
znmpa.
ferruginea.
raiirayi.
eleus.
E. eleus ist sehr veränderlich, zeichnet sich vor den beiden übrigen Arten sofort dadiirch aiis, daß
die Hflgl unten am Vrd, ganz wie bei E. preussi, einen breiten weißen Längsstreif haben, welcher an der Wurzel
anfängt und das Feld 7 bis zuna Submarginalfleck fast ganz ausfüllt. Die Submarginalf lecke der Hflgl sind
rein weiß und ihre Mittelzelle ganz ohne Fleck am Ende; die Subapicalbinde der Vflgl ist schmal, oben weiß
oder gelb, unten stets weiß. — zatnpa Westw. (42 c). Die Vflgl oben einfarbig, hell bläulich graugrün mit sehr
schmaler, bisweilen unterbrochener, weißer Subapicalbinde und weißem Spitzenfleck; die Hflgl oben ähnlich
gefärbt, nur bisweilen in der Zelle rotgelb angeflogen, und mit sehr breiter weißgefleckter Saumbinde. Unten
sind beide Flgl rotgelb, am Saume mehr oder weniger grimlich grau; Mittelzelle der Vflgl mit 3, der Hflgl mit
einem schwarzen Punkte. Sierra-Leone. — ab. ferruginea Stgr. weicht von zanipa nur dadurch ab, daß die Hflgl
oben bis über die ^fitte hinaus braunrot und nur dicht an der Saumbinde schmal grünlich sind. Alt-Calabar,
Kamerun. — ab. rattrayi E. Sharpe ist eine dritte mit zampa nahe verwandte Form, welche nur dadurch abzu-
weichen scheint, daß die Vflgl oben nahe an der Wurzel braunrot sind. Uganda. — eleus Drury (42 b; irrtüm-
lich als ruspina bezeichnet). Beide Flgl oben in der Wurzelhälfte rotbraun bis gelbbraun; die Spitze der Vflgl
ohne weißen Fleck, nur mit weißen Fransen. Der Spitzenteil der Vflgl und die Saumbinde der Hflgl oben schwarz
oder schwarzblau; die Mittelzelle der Vflgl oben ohne schwarze Punkte; die schwarze Farbe der Vflgl erreicht
hyhrula. nicht die Wurzel der Rippe 3. Sierra-Leone bis Angola und Uganda. — ab. hybrida Auriv. Der Spitzenteil
der Vflgl und die Saumbinde der Hflgl sind grünlich angeflogen; der Spitzenteil der Vflgl ist schmäler und be-
deckt nicht die Wurzel der Felder 4 und 5, welche in einer Breite von etwa 5 mm orangegelb ist ; die Subapical-
binde der Vflgl ist oben hellgelb und unregelmäßig, indem der Fleck in Feld 3 punktförmig ist und der in 4
copraics. viel größer als die anderen; stimmt sonst mit eleus überein. Kongo-Gebiet. — ab. coprates Druce (42 a, als
hybridus; 42 b). Die Mittelzelle der Vflgl oben mit 2 schwarzen Punkten; die Saumbinde der Hflgl und der Spit-
zenteil der Vflgl oben mehr oder weniger grünlich überzogen; sonst der E. eleus ähnlich. Congo-Gebiet und
Orientalin. Angola. — ab. Orientalis Rothsch. weicht von eleus nur dadurch ab, daß die weiße Subapicalbinde der Vflgl
breiter Lst, daß der schwarze Spitzenteil der Vflgl-Oberseite die Wurzel der Rippe 3 erreicht und daß die Mittel-
zelle der Vflgl oben wie bei coprates zwei schwarze Flecke hat. Congo-Gebiet und Deutsch Ost-Afrika.
E. ruspina Hew. (42 b, als eleus bezeichnet) ist fast wie eleus gefärbt und gezeichnet, hat aber eine
andere Flglform. indem die Vflgl küi-zer und stumpfer sind mit schwach ausgerandetem Saum und die Hflgl
am Analwinkel deutlich aber kurz ausgezogen sind. Auf der Unterseite der Hflgl fehlt der weiße Vrdstreifen
völlig. Die rotgelbe Grundfarbe ist auf beiden Seiten ganz ähnlich; der schwarze Spitzenteil der Vflgl und die
Saumbinde der Hflgl ist unten ebenso scharf begrenzt wie oben; die Saumbinde der Vflgl ist zwischen dem
Kintcrwinkel und der Ri])pe 3 viel schmaler als bei eleus; die Subapicalbinde der Vflgl ist weiß, bald schmal
i)ul(l breit und abgerundet ; die Brust jederseits mit 2 sehr großen weißen Seitcnflecken. Die Ai't hat eine große
äußerliche (mimetische?) Aehnlichkeit mit einigen Geometriden wie Aletis helcita L. und einige Agaristiden
wie Weymeria athene Weyin. inul Tuerta ruspina Auriv.
riispiiut.
5. Perseis - Gruppe.
Durch (lic helle l)isweilen in Flecke aufgelöste Mittelquerbinde der schwarzen Vflgl unterscheiden sich die Arten dieser
Gruppe leicht von allen anderen. Die Mittekiuerbinde besteht aus einem Querfleck m der Zelle, einem länglichen Fleck in
Feld 2 und oft auch aus einem schnullen Fleck in Ib längs der üinterseite der Riijpe 2: außer der Mittekiuerbinde haben die
\'flgl wie bei fast allen Arten der Gattung eine Subapicalbinde, welche weiß oder gelblich ist. Die Hflgl sind auf beiden Seiten
rot oder rotgell) mit schwarzer Saumbinde.
■perseit. E. pcfseis Drury (42 a). Die Vflgl mit einem rotgelben Hrdfleck, welcher die Wurzel der Felder la
und 1 b bedeckt und die Mittelquerbinde erreicht ; diese besteht aus 3 gelben Flecken, von denen der in Feld 1 b
klein und schmal ist und der in der Zelle abgerundet und abgetrennt : die Saumbinde der Hflgl auf beiden Seiten
mit weißen Submarginalflecken und unten längs dem Vrd bis zur Ripi)e 8 fortgesetzt, das Feld 7 außer an der
Wurzel ausfüllend und nach innen breit hellgelb gesäumt. Die Hflgl am Analwinkel wie bei ruspina ausgezogen.
Sierra-Leone und Liberia.
eusemoides. E. eusemoides Sm. u. Ky. (42 a). Vflgl oben ohne Hrdfleck, ilire Mittelbinde besteht nur aus zwei
getrennten Flecken (in der Mittelzelle und in Feld 2); die Saumbinde der Hflgl auf beiden Seiten ungefleckt;
die Mittelzelle der Vflgl unten an der Wurzel rot, beide mit 3 schwarzen Punkten; Hflgl unten in der Mitte
(in Feld 4 und 5) hellgelb gefleckt. Kongo- Gtebiet.
imitans. E. imitans HoU. ist der vorigen Ai-t ähnlich, weicht aber dadurch ab. daß die .Mittelbinde der Vflgl
weniger unterbrochen ist, daß die Vflgl an der Wurzel mehrere kleine blaue Flecke und am Hixl einen langen
gelben Streifen haben und daß die Hflgl oben 3 schwarze Punkte in der Zelle und in jedem Feld zwei blaue
Submarginalpunkte haben. Ogowe-Tal; selten und wenig bekannt; gleicht sehr der Xnnthospilopteryx longi-
pennis Wir.
zaddacJii. E. zaddachi Dew. (44 c). Die Vflgl oben schwarz, schwach grimlich schillei-nd und ohne andere Zeich-
nungen als die beiden gelben, zusammenhängenden Querbinden; Saumbinde der Hflgl oben ungefleckt, unten
HAMANUMIDA; ATERICA; CYNANDRA. Von Dr. C. AuRmLUirs. 191
iu jedem Felde mit 2 schwarzen Submarginalflecken ; Mittelzelle der Vfigl unten grimlich-gelb mit 3 schwarzen
Punkten, der Hflgl unten mit zwei Punkten, oben ungefleckt ; Hflgl unten in der Mitte mehr oder weniger hell-
gelb überzogen. Kamerun bis Angola und Deutsch Ost-Afrika. — ab. christyi E. Sharpe weicht nur dadurcli ab, chrislyi.
dal3 die Hflgl auf beiden Seiten ockergelb statt rot sind, nur unten am Vrd rot. Toro.
11. Gattung': Haiiiaiiiiiiiida Hbn.
Die Kennzeichen der Gattung sind oben in der Gattungsübersicht angegeben. Die Vflgl sind dreieckig
mit fast geradem Saume und die Hflgl haben einen gleichförmig abgerundeten Saum.
Die neuerdings in Natal entdeckte Rp stimmt fast ganz mit den bekannten Raupen von Ewphaedra
überein und hat wie diese auf jeder Seite des Körpers eine Reihe langer federförmig verzweigter und wagerecht
ausgestreckter Dornen; sie ist grünlich gefärbt und hat die Gewohnheit auf der Oberseite der Blätter auf deren
Mittelrippe zu sitzen; dabei sollen die Dornen Aehnlichkeit mit den Seitenrippen des Blattes haben und die Rp
schwer zu entdecken sein. Die Pp ist schlanker als die Euphaedra-F])n und hat weder die seitlichen noch die
dorsalen Erhöhungen derselben.
Die einzige Art ist sehr verbreitet und weicht in ihrer Lebensweise von den übrigen Nymphalinen darin
ab, daß sie auch in offenen, nicht oder kaum bewaldeten Gegenden vorkommt.
H. daedalus F. (46 f). Beide Flgl oben eintönig schiefergrau mit einigen schwarzen und weißen Strichen dacdahis.
iu den Zellen und drei QueiTeihen weißer schwarzgeringelter Punkte Inder Saumhälfte; die Vflglspitze bisweilen
oben weißlich; die Unterseite ist grau bis braun oder gelblich mit den schwarzen Zeichniuigen der Oberseite,
aber ohne oder fast ohne die weißen Punkte. — f. meleagris Cr. (46 f) ist oben ganz ähnlich, unten aber heller, meleacjris.
gelbbraun bis gelb, mit deutlichen weißen Flecken und Punkten. — 'Die Art kommt überall auf dem Festlande
Afrikas südlich von der Sahara vor mit Ausnahme der Kap-Kolonie, und findet sich sogar in Süd-Arabien,
wo sie der einzige Vertreter der Nymphalinen ist.
12. Gattiing': Aterica Bsd.
Die Flgl sind besonders beim ^ kurz und breit; die Vflgl haben einen fast ganz geraden Saum und zwei
helle, oft in Flecke aufgelöste Querbinden, eine in der Mitte aus vier größeren Flecken in der Zelle und den
Feldern 2 — ^4 und eine vor der Spitze aus drei oder vier kleinen Flecken der Felder 4 — 6 (der Fleck im Felde 5
ist in zwei Flecke geteilt). Die Eigentümlichkeiten des Rippenbaues sind schon S. 143 in der Gattungsübersicht
angeführt .
Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.
A. rabena Bsd. (48 b). Vflgl oben schwarz, an der Wurzel und am Hrd wenigstens bis zur Rippe 2 rabcna.
rostbraun mit gelben Quei'binden und gelben Submarginalflecken. Hflgl oben gelbbraun, an der Wurzel dunkler;
am Vrd inid an der Spitze schwarzbraun iind mit feiner schwarzer, nach hinten verschwindender Submarginal-
linie. Die Unterseite fast ganz wie bei der folgenden Art. Madagaskar.
A. galene Brown (cupavia Gr. ) (48 a, b). Beim ^ sind beide Flgl oben tief schwarz ; die Vflgl haben acht hell- yaleiw.
gelbe Flecke, von denen drei kleine der Subapicalbinde und 4 etwas größere der Mittelbinde gehören, der achte
ist ])unktförmig und liegt am Vrd der Zelle; außerdem treten bisweilen in den Feldern Ib und 2 weißliche Sub-
marginalsti'iche auf. Die Hflgl in der Mitte mit einer hellgelben Querbinde, welche die Spitze der Zelle und die
Wurzel der Felder 2 — -6 bedeckt und auch einen Fleck in 1 c bildet. Die Vflgl unten schwarzbraun, an der Spitze
breit grau, mit denselben hellgelben Flecken wie oben ; die Hflgl unten nebelig weißgrau mit 2 schwarzen Punkten
in der Zelle und die helle Quer binde wie oben, aber viel matter. Das $ ist größer, hat weiße Flecke der Vflgl
und weißes, selten braungelbes (= ab. $ dimorpha Bartel), breiteres und mehr abgerundetes Mittelfeld der Hflgl; dimorpha.
dieselben sind oft vor dem Saume in der breiten schwarzen Saumbinde mehr oder weniger rotbraun überzogen.
Ganz West-Afrika von Sierra-Leone bis Angola und Albert-Nyanza. — ab. extensa Heran hat größere Flecke exlcnsa.
der Vflgl-Oberseite und breiteres Mittelfeld der Hflgl. Ruwenzori. — ■ incisa Rothsch. hat kleinere Flecke der incisa.
Vflgl und ein mehr abgenindetes Mittelfeld der Hflgl, welches durch einen schwarzen Strich am Zellende einge-
schnitten ist. Abyssinien. — theophane Hpffr. (48 a, b) weicht dadurch ab, daß beim 3' das Mittelfeld der Hflgl iheapluine.
dunkler gelb und nach außen braunrot gesäumt und beim 9 safrangelb oder rotgelb und sehr groß ist. Portu-
giesisch und Deutsch-Ost-Afrika. — ab. $ dechroma Strand weicht nur dadurch von theophane-^ ab, daß das dechroma.
Mittelfeld der Hflgl weiß und gelblich gesäumt ist. Deutsch Ost-Afrika.
13. Gattung: C^^'iiaiidra Schatz & Roher.
Beide Geschlechter erinnern an Diestogynn-Axten und sind wie diese einander völlig unähnlich. Der
Saum der Hflgl tritt an der Rippe 3 deutlich aber stumpf hervor ; hierdurch weicht diese Gattung von allen
anderen Nymphalinen ab. Die Vflgl haben einen weißen Submarginalpunkt in jedem der Felder 2 — '6 txnd
8; die Punkte stehen in einer doppelt, s-förmig gebogenen Querlinie.
192
PSEUUAUGYNNIS; CATUNA. Von Dr. C. Axjrivilliüs.
opis.
C. opis /)/•. (46c, f.). Beim J sind die Flgl oben schwarz, blauschillernd und mit lebhaft blauen Quer-
linien, von (Iciicii :{ — 4 in der Mittelzelle der Vflgl und drei außerhalb der Zelle, die dritte kurz vor dem Saume,
und 5 auf den Hflgln; die Unterseite ist violettgrau und dunkelbraun gescheckt. Das $ ist oben schwarzbraun
mit graugelben statt blauen Querlinien und mit einer gemeinsamen breiten gelben Mittelbinde, welche von der
Rippe 3 der Vflgl bis zur Mitte des Irds der Hfigl verläuft ; auf der Unterseite ist nicht luir die Mittelbinde, sondern
auch fast der ganze .Saumteil der Hflgl (außer an der Spitze) sowie eine Saumbinde der Vflgl liellgelb mit kappen-
förmiger brauner Submarginallinie ; der Wurzelteil beider Flgl ist dunkelgrau mit braunen Flecken. Sierra-
Lcone bis Angola und Uganda.
14. Gattung: PM4Mi<lar$>;.viiiii!>i Kursch.
Wie der Name angibt, erinnert die einzige liieher gehörige Art durch Farbe und Zeicluiung stark an
die niittelgroßeii paläarktisohcn Arqyntii^-AxXQn und nocli mehr an Afella phiUtnthn Drurij. Im Rippenl)aii
aber stimmt sie, wie die Gattungsiiljersicht angibt, ganz nahe mit der folgenden txattung Cutuna überein. — Ucber
die Entwicklungsstadien ist nichts bekannt.
kegemoiie. Ps. hegemone GofZ^ (duodecimpunctata Snell.) (46 f). Beide Flgl oben orangegelb mit schwarzen Querlinien
und Flecken in untl an der Mittelzelle und hinter der Zelle auf den Vflgln mit drei und auf den Hflgln mit zwei Quer-
reihen freier oder fast freier schwarzer Flecke vuid einer mehr oder weniger dicken schwarzen Saumlinie ; die Unter-
seite ist heller aber mit denselben dunklen Zeichnungen und außerdem mit einer gemeinsamen rostbraunen Mittel-
linie, welche von der Spitze der Vflgl bis zum Ird der Hflgl geht luid beim $ viel breiter bindenförmig ist; vor der
Spitze der Vflgl liegen auf beiden Seiten 3 — 4 kleine weiße Submarginalpunkte. Kamerun bis Angola und Uganda.
obscurala. — obscurata Grünb. ist durch die kräftigere Entwicklung aller schwarzen Zeichnungen ausgezeichnet und kommt
nyassac. in Kamerun vor. — nyassae Bnrid (46 f) ist dagegen schwächer als die Hauptform gezeichnet, hat kleinere
schwarze Zeichnungen und cntlielut oben völlig die dunkle Saumlinie beider Flgl. Xyassa-Laud und Rhodesia.
15. Gattung': C'aiiiiia Ky.
Alle Arten haben eine ähnliche, selu" eigentümliche Zeichimug, indem die schwärzliche oder diuikel-
graue Grundfarbe der Oberseite durch feine gelbe oder graugelbe Linien in eckige oder abgerundete Flecke
eingeteilt ist; diese Linien sind auf den Vflgln sehr unregelmäßig angeordnet und treten besonders in der Mittel-
zelle und am Hrd in den Feldern 1 a — 2 sehr deutlich auf, bisweilen bilden sie helle Ringe um die abgerundeten
Flecke des (Grundes; auf den Hflgln treten sie dagegen im Saumteil als drei zusammenhängende Querlinien
auf. Die Hflgl sind außerdem durch eine helle Mittelquerbinde ausgezeichnet ; dieselbe fängt an der Rippe 1 b
nahe an der Wurzel schmal an, ist gegen die Flgispitze gerichtet und wird vorwärts allmählich breiter, so daß
sie die Felder 5 und 6 fast völlig bedeckt und in 6 den Saum beinahe erreicht. Die Unterseite ist hellgelb mit mehr
oder weniger entwickelten dunklen Zeichnungen.
Die Rp hat wie die Eupfuiedra-R^pn auf jeder Seite des Rückens eine Reihe langer nach den Seiten
ausgesperrter, stark verästelter Dornen, die jedoch etwas kürzer und nicht so dicht federförmig verästelt sind,
wie bei den Euphaedm-ll^n.
Die Pp hat eine stark, gleichförmig gebogene Bauchfläche, aber keinen Rückendorn; der Kopf hat
zwei kurze, stumpfe Spitze und der Kremaster ist gerade.
stkorana. C. sikorana Rogcnh. (46 d) weicht von den übrigen dadurch ab, daß die Mittelbinde der Hflgl gelbrot
ist untl daß dii' \ flgl eine scharf ht'grenzte weiße Subapicalbinde aus 3 Flecken der Felder 4 — ^6 haben. An der
Hinterseite der Mittelzelle der Vflgl liegen in emer geraden Linie nach einander dicht an der Wurzel der Felder
1 b — 3 drei dunkle hellumzogene Flecke. Deutsch Ost-Afrika.
crilhea. C. crithea Drury ist die zuerst, schon 1773, beschriebene Art der Gattung. Die Mittclbinde der Hflgl
ist hellgelb und die weiße Subaj)icalbinde der Vflgl fehlt, sonst aber stimmt die Zeichninig recht nahe mit der von
sikornmt (46 d) üben in und die drei dunklen hellgeringelten runden Flecke an der Wurzel der Felder 1 b — ^3 treten
sehr scharf hervor. Sierra-Leonc bis Kongo und Uganda. — Rp grün mit glänzendem, schwarzem Kopfe und
schwarzen Dornen. Pp hellgrün mit schwarzgriüien oder blauen kleinen Punkten und Strichen.
oberthueri. C. oberthueri Karsch (46 d, e) weicht von crithea dadurch ab, daß der dunkle Fleck an der Wiu'zel
des Feldes 3 der Vflgl völlig fehlt und daß der schwarze Wurzelteil der Felder la und 1 b nach außen von einer
unregelmäßig gebogenen gelblichen Linie begrenzt ist und in Ib zwei längliche graugelbe Flecke einschließt;
nur an der Wurzel des Feldes 2 gibt es also einen gerundeten freien Fleck. Die Unterseite ist beim ^ fast ein-
farbig weißgelb, beim $ aber ziemlich reich gezeichnet. Kamerun bis Congo.
auguslala. C. angustata FIdr. ist der vorigen Art sehr ähnlich und weicht nur dadurch al), daß der schwarze Fleck,
welcher die Wurzel iler Felder la und Ib der Vflgl-Oberseite bedeckt, einfarbig luid gleichbreit ist und nach
hinten (außen) durch eine fast ganz gerade und mit der Mittelzelle parallele, 'gelbliche Linie begrenzt wird.
PSEUDOXEPTIS: PSEUDAGEAEA. Tod Dr. G. ArEwniirs. 193
s. TIL ISIS. 16. Gattun4': P<»eudonepti<» •>»^;^-
Die entrage Art dieser GattMOg badet 6:~ :■ ' ";•? ZeifiBDii^g enras an dae J« '^i-^-.-- '
rnimemda- Sdnaettcaü^. DieV^ihabai «n ^^r^eli gebo^ien Sanm : Band der M: ^
geireDt. — Bp auf den Gliedem i — 11 iL" rit setTHmter Bädk^adoaieii und
jedersäte imteriialb der AtemlöAer mit eine; _ - - ^ — ^^q Waize: dk' DomEn änd
kxifd^ gebaut, aber zäemUcii kmz und an :^ pTb-»- -n snd devtlieh läi^ea* ak
die äbn^en. — Die Pp bat eine sebr ebaxa!- ; gebogen i=t und die Mitte
der Vaxdersöte stazk baucbig hervortiin ^ . . - !-.,:-„„ and «neu
sdivadKH Sc-bahatdom: die Glieder 4 — 7 des HI . r..
Ps. CMMSbita F. (46d). Beide H^ sdivajz mit oben L n Tint*=o w^*^ ^aA er-
weiUirtcn geraden Qnerimden mid Hpinen Fleeken- dejoi Ar zgebt.
Bp dankrigräi mit sebwäolieben. an der Wmzel Uaooi Dc»iii_ ^_ ^ . __ ^^ ^ , ^. . :znkrb-
TeiSUeb aogeflogenoi Flgfeehfidf^i Serca-Leone bis Ai^oia nsd UgaL
17. Gattmu: : P<^endaeraea Wt^uc.
IHe seltaien Arten dieser Gattung änd ^st aUe anageageiebnete X& ron Dartaididen imd
AcxaeideiL, besoradess den Pl!»«aia-Anen. Wie bei aHan mimEtkidien G-' — '. i— - r -^^ miter
sieh sovobl in Faibe. Zacbnimg void F^foim sehr Tczscbieden und kann- . I¥^>^
baoes als «iddieb eongpnerfeeb frkaimt veiden. Die vicbti^eii Keimzeicbe& öt» r. xhsm
oben in der GattangEfibeisidit (S. 143) angegeben vxxden.
Die EntwictfanigDEtadien waren bis m letzter Zeit unbekannt, snd aber neaerdinss ^<m Mr. G. F. Lssgs
in Durban. XataL entdeckt wntden. Die drei Tva ihm gezöcbtetoi Azten baben so \^er- <□
und PpiL. daß eme Kintpihnig der Gattung in Cnteigattungen TJdkicbt berecfajgt wäre. 1. ... :s
Matezial tuo andeicn VertaHBPm gelieierten Besebieibuiigen und AbbAdmigen änd leider zäenük h
und geben keine AnWWÜBBe über neiiseze widitige TesbäitnkBe; dazu kmunt. daß die Besel
Figuren niebt in aDen Punktes übeKeinstiinBieii.
Als aBen bi^cr bekannten Azten gemäosara kann indesen ai^eführt wexdsi: E .
oben etwas abgdiaebt, mit regelaäffig angmtducten Heinen Hockocben, wodureb es - _:. ;.>e-
raubten See^ri äfanlieb ist. — Rp auf jeda Seite des Backens der Giieda i — 11 mit - -^^■m
Dom: die Domen des 3L und ILGfedesandgewöhniiebTielläi^iEralsdie ifluigai, wdcbe kurz and a _ . -t
smd: Kofi bisw^kn oben mit kuogn Stad^n. — Pp mit sda lang aosgeraigciiein und xxtgfsfixzxtai^
derselbe und der Thiiax bildet mit den Hlb einen mebr oder weniger deutlicboi WinkeL wodiir:-! *e
des Büekens hanrfrig herraitzitt und die Bauefaseite etwas coneav wird.
Die Gattung knmmt sowxM auf deaa Feaiande. wie am Madaparkar und den Comoj - :.!
nur in Arabien vöDig zn fjpblen
Xaeb der Zesdmung hännt^ die Azten auf die folgEndai G^iqipen vertcät wexdoi.
Uebersieht der Gruppen.
L Die Hflgri wenigEtens wvttfn mit scbazf Im * mtxelendfn sckwaczen Pun!- : i-L
A- Die V^^ auf beiden SeÄen mit sciiwaizen Wuizeipaidüben. Die P^ - z^i
eiufazb^ gelb oder wriBHeb.
z. Dk Mittefaelle der H^ s^ir kuEE. Die Bi{^ 3 und 4 der ^^ lai^ ge^ieit. D . n
Flecbn. Der Leib <dgie heile Flecke (Snbgen. CUmvpoea Amrir.). . . . 1. .^
p. Die Mittelzeile dar BS^ mäffig laz^; die B^ten 3 und 4 aus demselbm PuskÄe. I^e .
gefleht: der Leib oben mit bellen Fleeken.
*. Die H^ mit Bcbmaler, 9chazf begrenzter, hell gefledter Saumbinde, i. iraxze Stzicbe
auf den ZwisfhmadfrfalHen. (J^orveo-äbnlicite Tosrnm). ^ ßoeuüa-Grmppe.
**. Die WfM <diiie heile Saumflecke, aber mit sebwazzen Stiicbes auf des Zwkcbenadfrfahen.
(PlraKM-äbzdiciie FozsKn). 3. Emrybis-Grmppt.
B. Die VfM auf beiden Seiten okie s^twarae Winzie^iunkte. Die Palpe^i Tint-eij sekwazz mit waSen Ua^s-
streüen. 4. Lmentia-Gnppt.
IL Dk- TTt^ auf beidai SeÄen ohne scbwazze Wuixej^punkte, oben iaet esaia^ng Bebwazz. TJvt Tfigl mit mebieren
H«'«»»«-! und drei großen grmien Flecken, je esnem in der lOtteiaeile und dai Fddem 1 b und 2.
5 Ol/mrifi.i-fr'yii/xtt-
V i .
> .Ast, wck^ c _ ^ .d T^ot afi^ aBdev^ aiiväciat.
xm ^
194 PSEUDACRAEA. Von Dr. C. Aürivillius.
semire. Ps. semire Cr. (40a). Beide Flgl oben schwarzbraun, im Wurzelteil mit großen schwarzen Pinikten
und in der .Mitte mit grünen Flecken, welche auf den Ht'lgla eine zusannnenhängende Mitteliiinde i)ilden, auf den
Vflgln aber kleiner und weit getrennt sind; in der Mittelzelle der Vflgl auch zwei kleine grüne Flecke; die Zwi-
schenaderfaUen vor dem Saume mit breiten schwarzen, hell begrenzten Strichen und auf den Hflgln zwischen
diesen und der grünen Mittelbinde mit einer Reihe braunroter Flecke. Die Unterseite ist besonders an der Wurzel
heller als oben und die grünen Elecke weißlich. Sierra-Leone bis Angola.
2. Hostilia- Gruppe.
Beide Flgl im Wurzelteil mit schwarzen, gewöhnlich gerundeten Flecken und die Tlflgl auf beiden Seitc^i mit scharf
begrenzter, rotgelb gefleckter, schwarzer Sa\imbindo und ganz ohne schwarze 8ti-icho auf den Zwischenaderfalten. Die Hflgl
oben zum größten Teil imd die A'flgl wenigstens am Hrd mil rotgelber oder roter (irundfarbe.
hostilia. Ps. hostiUa Drury ist eine ^craea-ähnliche, seltene Art, welche durch die Flglzeichnung von allen übri-
gen recht erheblich abweicht. Die Hflgl imd die Wurzelhälfte der Vflgl sind oben rotgelb mit schwarzen, auf
den Vflgln gerundeten, auf den Hflgln aber zu drei Querstrichen vereinigten schwarzen Flecken; die Spitzenhälfte
der V^flgl ist schwarz mit weißlichen oder hellgelben Flecken; die gelben Saumflecke der Hflgl sind groß und nacii
innen nur durch schmale schwarze Bogen begrenzt. Die Unterseite ist heller mid besonders an der Basis weißlich.
warhiinji. Sierra-Leone bis Ashanti. — warburgi Auriv. (46 c) ist die mehr südliche Rasse und weicht dadurch ab, daß die
gelben Saumflecke der Hflgl-Oberseite sehr klein sind und nach innen von dicken zu einer Binde vereinigten
Bogen begrenzt sind. Kamerun und Kongo-Gebiet.
Ps. boisduvali ist eine der größten und schönsten Arten. Die Hflgl sind wie bei hostilia gelbrot bis rot-
gelb mit scliwarzer. rotgefleckter Saumbinde, haben aber im Wurzelteil große gerundete schwarze Flecke.
Die Vflgl sind im äußeren Teil mehr oder weniger halbdurchsichtig mit dicken schwarzen Längsstrichen zwischen
den Rippen wenigstens in den Feldei'n 2 und 3 ; die schwarzen Flecke der Wurzelhälfte sind groß und gerundet
und kommen sowohl in der Mittelzelle wie in den Feldern 1 a — 2 vor; sehr bemerkenswert ist es, daß einer dieser
Flecke auf der Rippe 2 liegt. Die Art ist bedeutend größer als Acraea egina (54 d), ahmt dieselbe aber ganz
boisduvali. genau nach und hat auch Lokalrassen, welche den Rassen von egina entsprechen. — boisduvali Dbl. Die Vflgl
sind beim (^ rauchschwarz und nm- in der Saumhäifte der Felder 1 a — -2 rotgelb, beim 9 sind sie oben ganz
rauchschwarz ohne Rotgelb. Sierra-Leone bis Kongo. Entspricht der dort vorkommenden Hauptform von
colmllei. Acraea egina. — ab. colvillei Btlr. Der Wurzelteil der Vflgl bis zur Rippe 3 rotgelb; der Spitzenteil rauchschwarz
Irimeni. ohne gelbe Zeichnungen. Natal bis Deutsch Ost-Afrika. — ■ trimeni Bflr. (4G b) weicht von colvillei nur dadurch
ab, daß die Vflgl eine breite ockergelbe oder orangegelbe Subapicalbinde haben, welche sich an der Rippe 3
mehr oder weniger mit dem Hrdfleck vereinigt. Natal bis Deutsch Ost-Afrika. Entspricht der dort vorkommenden
Form areca (54 e) von Acraea egina ; tritt bisweilen auch in West-Afrika als Aberration auf. — Die Rp ist schwarz-
braun mit moosähnlich verästelten Dornen und lebt auf C'hrysophyllnm naialen^^e, einem Baum der Familie
Sapotaceae. Die Pp ist grün mit brauner etwas aufgebogener Kopfspitze und stark gebogener Rückenseite.
dejiciens. — ab. deflclens Karsch ist nach einem Stück von colvillei, bei dem auf den Vflgln die schwarzen Flecke im Felde
1 b und^auf der Rippe 2 fehlen, beschrieben. Deutsch Ost-Afrika.
3. Eurytus- Gruppe.
Die zahlreichen Formen dieser Gruppe sind sofort an den langen deutlichen schwarzen Stric^hen auf den Zwischenader-
falten der Hflgl kenntlich. Die Vflgl stets mit 5 gerundeten schwarzen Flecken in der Zelle und 1 — 2 an der Wurzel des Feldes
Ib. Sie stehen in einer interessanten, aber sehr verwickelten mimetischen Beziehung zu den mit ihnen zusammen fliegenden
Pla»c»ia-AvU'n. Bei den o^ sind die Vflgl spitziger mit geiadem oder schwach au.sgerandctcm Saume, l)ei den $$ shid die
Vflgl sehr st\impf abgerimdet mit gebogenen! Saunie.
Ps. dolomena zeichnet sich von allen übrigen durch die großen, mit weißen oder weißlichen Ringen
dolomcna. versehenen Wurzelpunkte'der Vflgl aus. • — dolomena Heir. (40 e). Die Vflgl beim ,j oben mit sehr großem,
rotem Hrdfleck, welcher die Felder la — -2 inid die hintere Längshälfte der ]\Iittelzelle bedeckt, und mit
einer gelben Subapicalbinde, welche wenigstens im Felde 3 einen großen Fleck bildet und gewöhnlich auch im
Felde 2 einen strichförmigen Fleck hat und durch diesen fast mit dem H!i'df leck vereinigt ist ; im Spitzenteil sind
die schwarzen Zwischenaderfalten nur undeutlich grau gesäumt; die Hflgl sind oben gelbrot mit schwarzem
Vrd vntd breiter schwarzer Saundiinde. Beim $ sind die Vflgl an der Wurzel bis zum Hrd schwarzbraun und haben
in der Mitte einen hellgelben Hrdfleck, welcher nur etwa 7 mm breit ist aber wenigstens die Mitte des Feldes 2
erreicht; die Subapicalbinde ist hellgelb; die Hflgl sind bis zur Mitte hellgelb und dann sehr breit schwärzlich.
albosiriata. Sierra-Leone bis Angola. — albostriata Laihy hat die Hflgl wie bei der Hauptform gezeichnet, weicht aber da-
durch ab. daß die Subapicalbinde der Vflgl fehlt und daß der Spitzenteil lange weiße Streifen hat. Uganda.
rubrobasalis. — rubrobasalls Auriv. stimmt hinsichtlich der. Vflgl mit albosiriata überein, hat aber beim $ eine
pharsa. scharf begrenzte nur 4 mm breite schwarze Saumbinde der Hflgl. Südliches Kongo-Gebiet : Katanga. — pharsa
Frühst, ist nach einem ^ beschrieben, welches sich dadurch auszeichnet, daß die Subapicalbinde der Vflgl weiß
ist und daß die Hflgl eine nur 1 — 2 mm breite scharf begrenzte Saumbinde haben.' Vielleicht das ^^von'^rubro-
usagarae, hasalis. Deutsch Ost-Afrika. — usagarae Stgr. Beide Flgl beim $ oben an der Wiu-zel rotbraun ; die rotbraune
PSETBACRAEA. Von Dr. C. AcBimunTS. 1Ö5
Färl>e da' Tflo;! bedeckt fast die ganze Mittelzelle xmd die Wiiizel der Felder 1 a — 2: etwas tmter der Mitte dee
Hrds liegt eine schmale hellgelbe Binde, die jedoch die Kippe f nicht oder fean-m -nbearagt : die Subapiealbinde
o- "^ ' . ' " ' ■ ^^ ie der ffflg^ - " " _ " " - ■ \ - . -cr-^ ^ ^^ — .g mTn breit
11 - " . Das £ ist -_-_ iia.
B« 6*51 f olEenden jirten sind die rtraden sdncazsem Tleck-e in der lOttelaeDe der Tf 1^ niolit hell geängdiL Sie köomen
.11 zw« Jl geteiit Trerdeai.
i ^ec der ersten AlrteilnnEr sind daran kenntüch. d£u£ dJeTHeä ^neai liellen Hrdöeot und «n« tob diesem vöDig;
r - - ~ - ~ ' - - - wät hintesT
- - ' - ^tn äinei- Art
Pb. eorytoE L. (46 c). Der Hrdfleck dei Tflgl ist groß, erreiehi die B,ippe 3 xmd ist nach innen scharf cunfhis.
vjid geradlinig besrrenzt. bedeckt aber nicht die Wurzel der Felder Ib xmd 2: die Sfis] xmtien an der Wnrzel
: ' ... - - beim 2 "weiß
i^_; -• _^ , . _;^:. _ ^ _ _^ ; __. _ -i _ -_ „__- : ..._:_ ^ .^:^ die Subapieal-
binde der Tflsl beim -1 eelb. l:>eim 1 -weiß. Sierra-l.eoiie bis Kameron. — ab. _ epigea Btlr. Die Snbajncaü- fpigea.
■'inde il!:' - . . . -.or ane
'■'• 1 Tnr _ : - _ , - _ ; . . ' — ; ;c-h ans. Incolor.
laß die Subapiealbinde desr Vfigl -weiß, die TTflpl xmd desr Hrd&eek der Vflgl aber rotgelb sind. Kongo-Oebiet.
^ .^„. " . . , , -..„-..-. _. - , , „. . . - ■ - , 2^ — 2 terra.
-' . - - - - • -oidnnr
n den Feldexn 5 — 7 durch eine schmale schTrarze Binde Tom Saume getrennt iö ; des: Hrdüexk und die Subapi^il-
■ ^ ' ■ "^\ ' "^^ — iiuilatoi' T ' ■ ■ . - r- ■ ^ ■ - - - . - ,^^_
i. - - 'ist oder ieL _ : _
an der Wxtrzel sdb"warzbrann sind, wodurch die veiße Farbe als eme Mtttelbmde axiftritt. Die Zeichnxmgen sind
^•t-im I Treiß. beim £ hell ockergelb oder "weißlick. Xsta"
Ps.äieorrr' -^'- ;-,. a^_ ,, .^ .-■-,-.,- j ;- -...- s. , .^
iior durch die sc- . . ä.b;
<iie SnbapieaJbinde 3st bemi f; ^^^ erwa 3 ttitti breit und m den Feldern 5 nnd t» ott -. n oder fehlend ;
beim 1 ist sdr- 3 — " - - - -eit imd -■ * r ' ' - '" - ''^r^■."•? '■' t. . xj ...-,.> j, , - „. ;., ,.. ^-jr-eJi „2,sp„ra.
in undeutlich b: _ - nait t<.' . ■ . - . . _ __E.el
rotbraxm mit dicken scnwarzen Stnciien axa den Z-wiscnenaaenadi-en. l ganaa. — theorini Aum. Tiigi oben ßteorinL
bis zur WuTT'- '^ " i '^ "■:':-'•' -•• .-t-^- "->•"• ,t- xmd ganz ohne Hrdfleck; Hfl gl o^i- ..-^ jjj^t Bchvarzen
strichen zwl^ _ ^ : . iier. etTra 4 mm breit.eT. nach innen i; -^nrenzter Saxmi-
. Kamerun. — con&anguinta ^o-<i! . weicht tod vj-ch ab, daß die ganze Wtirzelhalfte der consan-
. bis zur Spitze der Zelle und zui Mitte der Böppe .- ^_. i....^ ..■ ; . ein ttesonderer Hr^ifleck tritt nicht anf; 9"*"*°-
, 'rieht genau der Plamema coftnan^vinea Aurir. (5&b). Kamernn.
P&. striata Bür. f46 dl ist ziemlich Teränderlich. aber sofort daran kemntlick. daß die Subapiealbinde eiriaia.
der ^ - . . _ .grau, narx - aume zwischen den echw^ar-
zen M:.__^ _ , . „; ._ ^.___ _^„... .. : .ider "wenige: . ; .„ .^ ; die Hflgl haben oben eine
>ühmale ( 5 ) oder breite ( 2 ) dunkle Saumbinde und eine rotbraune oder gelbliehe, oft in der Mitte mehr a"ufgehellte
ttesondejs beim 2 ) Ginmdf arbe ; ahmt die Plan&ma veetaUs {äß e) nach. Sjesrra-Xieone lös Angola.
- - \ i, "" " " . - - . - - - _ ._^^
ä»'.r !• 13>d
f^ conradli Oherih. ist Tn-rr nxtr im mitnnliehen Geschlecht bekannt und erinnert sehr an das ^ Tcm conmdfL
Ps. euri/tuf (46 c-1 Djf S"nbapicaibinde der Tflgl berührt die Spitze der Mittelzelle tind hst au ei einen Fleck im
Felde 2. ist aber ^ Hrdfleck gut getrennt, dieser ist : • "rom x . .: uzt: die
Hfl gl sind ölten a^ . - _^_. sch"wärzlich xmd haben eine erwi, ^ , , :: i'^iiit rotge.. • . ... ■ ..^ne nach
Tom schwach xeijüngt ist xmd nach axußen durch die schwarze, am Analwinkel ei~was erweiterte Sanmbinde
^(iarf begrenzt ist ; die HflH ^nd unten an der Wurzel breit rötlich. Deutsch Ost-Afrika : Usambara.
Ps, rogersi Trim. ist "vielleicht nur eine Alterrarion der "rorigen Art. Das £ " rch ab, daß rogereL
die SnbapicaJbinde der Tflgl sich mit dem Hrdfleck xereinigt und daß dieser größer ist tu. ^ _ _r. der Felder
1 a und 1 b fast erreicht : die Hflgl sind oben an der Wurzel kaum xerdunkelt und ihre schArarze Saxmibinde ist
. • ' ^rwa 5 TTiTn breit. Das I ist dem I " aber £
_ liie der Tflgl die MittelzeEe berührt i:^ i . : - ^ hat xmi __. ._ -
M; " - .: j i der HQgl nach außen stärker xmd mehr gleiehmäßig abgerundet ist. Britisch Ost- Afrika xmd Deutsch
'->si- Amka : Usambara. (Ton mir früher ak ..imitcitor" aoigefnhrt.)
Ps. ruhama j^ - ... -ojiama.
Spitze der Zelle lieg r - ___ . - _ - . : _ .
196
PSEÜDACRAEA. Von Dr. C. Aurivillius.
fulvaria.
bis zur Wurzel schwarzbraun oder in der Wurzelhälfte mehr oder weniger rotbraun überzogen; im letzteren
Falle ist die Mittelbinde in den Feldern la — 2 wurzelwärts weniger scharf begrenzt ; die Hflgl oben gelbrot
mit schwarzen Strahlen und scharf begrenzter, aber schmaler schwarzer Saumbinde. Ashanti bis Angola.
simulaior. Ps. Simulator Bilr. (46d). Beim ^ sind die Vflgl oben schwärzlich mit einer orangegelben Mittelbinde,
welche nach vorn etwa 4 mm breit ist, die Wurzel der Felder 3 — 5 bedeckt und einen Fleck in der Spitze der Zelle
bildet, hinten aber in den Feldern 1 a — 2 sehr erweitert, etwa 11 — 12 mm breit ist; bisweilen i.st die Wurzel
rotbraun, in welchem Falle die Mittelbinde \vurzelwärts undeutlich begrenzt ist; die Hflgl sind oben an der
Wurzel rötlich, in der Mitte heller, gelblich oder am Ird weißlich, und am Saume ohne scharfe Grenze verdunkelt.
Beim $ ist die Mittelbinde der Vflgl weiß, fast glciciibrcit und endet hinten in der Mitte des Feldes 2, die Hflgl
sind an der Wurzel rötlich und haben eine breite weiße Mittelbinde, welche am Ird fast doppelt so breit wie am
Vrd ist. Sierra-Leone bis Ashanti.
Ps. fulvaria Btlr. j': ,,Flgl oben rauchbraun; Rippen und Falten schwarz; Vflgl mit einer breiten,
scharf winkelig gebrochenen, rotgelben Querbinde, welche sich von der Subcostalrippe bis zum Hrd ausdehnt
und nach hinten breiter wird ; Hflgl in der Mitte von der Subcostalrippe bis zum Ird ockergelb, an der Wurzel
dunkler. $: Vflgl mit weißlicher Querl)inde. welche im Felde 2 endet, und mit einem undeutlich begrenzten
weißlich-gelben Hrdfleck ; Hflgl an der Wurzel graugelb und mit einer weißlichen, am Ird gelblichen Mittel-
binde". Angola.
Ps. impleta Grünb. kommt der vorigen Art nahe, unterscheidet sich aber von ihr und allen übrigen
durch die sehr breite Querbinde der Vflgl, welche die Wurzel des Feldes 2 völlig bedeckt und auch die Wurzel
der Felder 1 a und 1 b fast erreicht, und durch die gleichförmig gelbbraune Grundfarbe der Hflgl. Beim (J
ist die lebhaft gelbbraune Mittelbinde der Vflgl am Vrd 7 mm, an der Rippe 3 12,5 mm und am Ird 18 mm
breit und bedeckt auch die obere Spitze der Zelle ; sie ist zwischen dem Vrd und der Rippe 3 nach außen gerad-
linig begrenzt; die Hflgl sind nur dicht an der Wurzel etwas verdunkelt, haben eine schmale (vorn etwa 3 mm,
hinten nur 1 mm breite) schwärzliche Saumbinde und sind am Analwinkel schwach geeckt. Beim $ ist die Quer-
binde noch breiter als beim <J und nach außen bogenförmig begrenzt; sie erreicht wie beim ^ den Hrd und ist
gelbbraun gefärbt ; die Hflgl sind am Analwinkel abgerundet und haben eine etwas breitere Saumbinde, sind
aber sonst wie beim ^ gefärbt. Sesse-Inseln.
impleta.
fickei.
occidenlalis
Ps. fickei Weym. q. Die Vflgl schwarzbraun mit einer breiten orangegelben Mittelbinde, welche am
Vrd etwa 7 mm, an der Rippe 3 12 mm breit ist und am Hrd nicht erweitert ist und darum die Wurzel
der Felder la — 2 nicht völlig bedeckt; die Hflgl sind dadurch ausgezeichnet, daß sie oben eine bis zur Rippe
7 oder 6 reichende schwarze Vrdbinde und eine etwa 10 mm breite, wurzelwärts scharf begrenzte schwarze
Saumbinde haben ; die Grundfarbe tritt darum nur als eine dreieckig abgerundete weißliche scharf begrenzte
Mittelbinde auf; Hflgl unten an der Wurzel fast bis zur Rippe 2 und 5 rötlichbraun, dann mit gleichbreiter
scharf begrenzter, 7 mm breiter weißer Mittelbinde, welche den Vrd erreicht. 5 unbekannt. Deutsch Ost-Afrika:
Mhonda. — occidentalis form. nov. weicht nur dadurch ab, daß die Mittelbinde der Hflgl oben hell orangegelb
und unten hellgelb und unscharf begrenzt ist und den Vrd nicht erreicht. Goldküste: Accra. — Bei beiden
Formen sind die Streifen an den Zwischenaderfalten fein und treten nur wenig hervor.
hobleyi. Ps. hobleyi Xeave {= togoensis Bnrtel; $ = tirikensis Neave). Das ^ hat wie die vorhergehenden
Arten auf den Vflgln eine breite orangegelbe Querbinde, welche die vordere Spitze der Mittelzelle und die
Wurzel der Felder 4 — 6 bedeckt, an der Rippe 3 winkelig gebrochen ist und sich dann in gleicher Breite bis zum
Hrd fortsetzt, ohne die Wurzel der Felder 1 — 2 völlig zu bedecken; die Hflgl sind an der Wurzel rötlichbraun
und haben dann eine breitere oder schmälere weiße MitteU)inde, welche recht scharf begrenzt ist und sich gegen
den Ird erweitert. Das ? weicht nur dadurch ab, daß die Querbinde der Vflgl weiß und am Vrd 8 — 9 mm breit
ist und sich oft nur bis zur Mitte des Feldes 2 fortsetzt, bisweilen aber den Hrd erreicht, in den Feldern la — 2
aber schmäler und weniger scharf begrenzt ist ; die dunkle Saumbinde der Hflgl ist oft breiter als beim cJ. Uganda
und Togo-Land.
Als Anhang dieser Gruppe führe ich die mir unbekannte, und ungenügend beschriebene P. karschi
Frühst, auf. ,, Vflgl graubraun, unterhalb der Zelle basalwärts rotbraun angeflogen; jenseits der Zelle eine
schmale dunkelgell)liche Binde, welche bis Medianast 3 reicht und costalwärts obsolet wird ; Schwarzpunktierung
der Zelle wie bei ruJuima Heu\; Hflglbasis dunkelrotbraun, die Submarginalzone weißlich; Außensaum dunkel
schwarzgrau ; Internervularstreifung dünner, etwas dünner als bei ruhama und dunkelbraun anstatt schwarz.
Unterseite: Vflgl heller als oben, die Außenhälft(> grau, die Basalhälfte schwarzbraun; analwärts an der Sub-
mediana eine weißliche Zone; Hflgl wie oben, nui- der Marginalsaum schmäler und die Submarginalzone reiner
weiß". Togo-Land: Bismarckburg.
karschi.
4. Lucretia- Gruppe.
Diu'fh (lif s<li\varzen woi ßgestreiften Palpen und die an der Wurzel niclit schwarzgefleekten Vflgl sind die Arien
dif ser Gnipin^ leicht viin denen der vorigen Gnipiie /.u unter.^^clieiden. 1 'nter sich sind sie aber recht verschieden. Die Geschlechter
sind einander f;ist ganz ähnlich gefärbt und gezeichnet.
PSEUDAORAEA. Von Dr. C. Aurivillius. 197
Ps. kiinowi erinnert durch die orangegelbe Querbinde der Vflgl und die weiße Mittelbinde der Hflgl
sehr an Ps. hobleyi, hat aber im Wurzelteil der Vflgl statt der schwarzen Punkte einen dicken schwarzen Längs-
strich in der Zelle und in 1 b. — • künowi Dew. (46 b). Die orangegelbe Querbinde der Vflgl zwischen dem Vrd kiinowi.
und der Rippe 3 fast gleichbreit, ihr Fleck im Felde Ib viel kürzer als der in Feld 2; die weiße Mittelbinde
der Hflgl ist schmal, 5 — -6 mm breit, fast gleichbreit und erreicht nur die Rippe 1 b, die Felder 1 a und 1 b
sind nämlich fast bis zur Wurzel hell gelblich. Kongo-Gebiet, selten; ahmt die Pkinema poggei (58 d) nach.
— neumanni Thurau (= hypoxantha Jord.) weicht nur dadurch ab, daß die orangegelbe Mittelbinde der Vflgl neunumni.
etwas breiter ist und am Vrd deutlich breiter als an der Rippe 4, daß ihr Fleck im Felde 1 b ebenso lang wie
der im Feld 2 ist und daß die weiße Mittelbinde der Hflgl den Ird erreicht und gegen denselben deutlich erwei-
tert ist; der Ird ist nur zwischen der weißen Binde und dem Analwinkel gelblich. Uganda.
Ps. gottbergi Dew. (46 b) hat eine schmale, fast gleichbreite, etwas gebogene Querbinde der Vflgl, gottbergi.
welche den Hrd nahe am Hinterwinkel erreicht, aus fast quadratischen Flecken gebildet ist und auch in der Spitze
der Zelle einen Fleck hat. Die Hflgl sind dunkel rotbraun mit schwarzen »Strahlen und schmaler schwarzer
Saumbinde. Die Vflgl auf beiden Seiten mit dickem schwarzem Längsstrahl in der Zelle und in den Feldern
1 1) und 2. Diese seltene Art ist fast ganz wie Ps. ruhama (46 c) und Planema elongata (58 b, c) gefärbt und ge-
zeichnet. Kamerun bis zum südlichen Kongo-Grebiet.
Ps. clarki Btlr. (46 b). Vflgl oben in der Zelle fast bis zur Spitze und in den Feldern la — 3 bis zur cUrkl.
3 mm breiten schwarzen Saumbinde lebhaft gelbrot mit einem dicken schwarzen Längsstreifen in der Zelle
und in jedem der genannten Felder; die Spitzenhälfte ist schwärzlich, an der Spitze selbst breit schwarz, gewöhn-
lich mit einer breiten rötlichen Subapicalbinde in den Feldern 4 — 6 und schwarzen Längsstrichen an den Falten;
ilie Hflgl sind oben lebhaft gelbrot mit großen, mehr oder weniger zusammengeflossenen schwarzen Flecken
an der Wurzel und einer 2 — 3 mm breiten scharf begrenzten, schwarzen Saumbinde, welche bisweilen undeut-
liche helle Flecke einschließt; schwarze Längsstriche fehlen oder sind sehr kurz; der Ird ist in den Feldern la
und 1 b weißlich ; die Unterseite ist viel heller und die Hflgl hellgrau oder weißlich mit deutlichen Strichen
an den Zwischenaderfalten und freien Wurzelflecken. Erinnert an Äcnmi orinuta (57 a). Kamerun bis Kongo.
— ab. egina Auriv. (= eginoides A. Schultze) weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl auch im Wurzelteil schwarz egina.
sind und nur hinter der Mitte eine rote Halbbinde haben, welche sich vom Hrd bis zur Mitte des Feldes 3 er-
streckt. Erinnert an Acraea egina (54 d). Kamerun und Kongo-Gebiet.
Ps. poggei Deir. ist ein wunderbar treuer Nachahmer von Dannida chrysippus. Beide Flgl oben rotgelb poggei.
mit fein schwarzen Rippen, aber ohne schwarze Strahlen zwischen den Rippen; die Spitze der Vflgl ist bis
zur Wurzel der Rippe 4 schwarz mit einer weißen Subapicalbinde von drei großen Flecken der Felder 4 — 6;
die schwarze Farbe bildet am Vrd einen schmalen Streifen bis zur Wurzel und am Saume bis zum Hinterwinkel
eine 3 mm breite weißpunktierte Binde. Die Hflgl zeigen eine etwa 2 mm breite ungefleckte schwarze Saum-
binde und sind dicht an der Wurzel etwas grau überzogen mit Andeutungen der schwarzen Flecke der Unter-
seite. Die Unterseite der Vflgl ist der Oberseite ähnlich, nur an der Spitze grau erhellt; die Hflgl aber haben
unten 4 große schwarze Flecke an der Wurzel, weiße, am Saume schwarze Rippen und statt der Saumbinde
nur eine schwarze Saumlinie. Angola, südliches Kongo-Gebiet und Rhodesia.
Ps. lucretia ist eine weit verbreitete Art, welche mehrere Lokalrassen bildet. Alle Formen sind schwarz
mit weißen oder gelblichen Zeichnungen. Die Vflgl haben einen Hrdfleck, welcher höchstens die Rippe 2 erreicht,
eine Mittelbinde, welche aus 4( — 5) Flecken besteht, von denen einer in der Spitze der Zelle, je einer an der
Wurzel der Felder 3 und 4 und einer in der Mitte des Feldes 2 liegt, und eine Subapicalbinde aus 2 Flecken
der Felder 5 und 6. Die Hflgl haben eine breite Mittelbinde und beide Flgl gc wohnlich vor dem Saume in jedem
Felde zwei kleine punkt- oder strichförmige Flecke. Die Vflgl sind unten heller als oben, schwarzgrau mit einem
dicken schwarzen Längsstrich in der Zelle, einem dreieckigen schwarzen Fleck an der Wurzel des Feldes 2 und
im Saumteil mit schwarzen Strichen an den Zwischenaderfalten; die hellen Zeichnungen wie oben. Die Hflgl
sind unten an der Wurzel gelblich mit 6 — 7 gerundeten schwarzen Flecken, dann wenigstens bis zur Mitte weiß
oder gelblich und am Saume mehr oder weniger breit verdunkelt mit schwarzen Rippen und Falten und deut-
licheren Submarginalflecken als oben. — ■ lucretia Cr. (46 a). Die Zeichnungen der Oberseite weiß oder weißgrau ; lucretia.
der Hrdfleck der Vflgl ist fast ebenso hoch wie am Hrd breit, erreicht gewöhnlich die Rippe 2, ist aber nach
vorn abgerundet oder schief abgeschnitten ; die Flecke 2 und 3 der Mittelbinde sind scharf begrenzt und mäßig
groß, die beiden übrigen aber viel kleiner und bisweilen matt grau; die Mittelbinde der Hflgl ist fast gleichbreit;
geradlinig begrenzt, 6 — 7 mm breit und erreicht am Ird nur die Rippe Ib; der schwarze Wurzelteil erreicht
nicht den Anfang der Rippe 2. Sierra-Leone bis Angola und Uganda. — protracta Btlr. weicht nur dadurch ab, protmda.
daß die Mittelbinde der Hflgl und der Hrdfleck der Vflgl (wenigstens am Hrd) gelblich sind. Kongo-Gebiet.
■ — expansa Btlr. (46 a) zeichnet sich durch die Vergrößerung der hellen Zeichnungen und den am Analwinkel expama.
braungelb gefleckten Saum der Hflgl aus. Die weißen Flecke der Mittelbinde der Vflgl sind besonders stark
vergrößert; der Hrdfleck ist zwar am Hrd viel breiter als bei lucretia aber viel kürzer und erreicht höchstens
die Mitte des Feldes Ib; die Mittelbinde der Hflgl ist weiß, 10 — 14 mm breit, nach außen abgerundet und er-
reicht den Ird. Ost-Afrika von Delagoa-Bai bis Britisch Ost-Afrika. — ab. heliogenes Btlr. weicht von exjxinsa hellogenes.
198 NEPTIS. Von Dr. C. AxTRiviLLiüS.
nur dachncli ab, daß die lifllen Zeichnungen statt weiß hellgelb bis braungelb sind : die gelbe Färluuig des Saumes
walensensis. am Anahvinkel der Hflgl fehlt dagegen oft. Nyassa-Land und Deutseh Ost-Afrika. — walensensis E. Sharpe
ist die nordöstliche, im Somali-Lande und Abyssinien vorkommende Rasse und scheint nicht immer scharf von
der Haupt form unterschieden werden zu können. Der Hrdfleck derVf Igl ist oft mit der Mittelbinde vereinigt und die
Submarginalfleeke der Hflgl-Oberseite treten scharf hervor. Ob die schwarze Farbe an der AVurzel der Hflgl
(arquinia. die Rippe 2 erreicht, oder nicht, wird nicht erwähnt. ^ — tarquinia Trim. (46a) zeichnet sich durch die fast schwarze
Grundfarbe und die stark reduzierten bisweilen undeutlichen hellen Flecke der Vflgl aus und ist durchschnitt-
lich auch etwas kleiner als die übrigen Formen. Die Mittelbinde der Hflgl ist hell gelblicli, mäßig breit, nach aiißen
etwas abgerundet und erreicht nicht den Ird ; der Hrdfleck der Vflgl ist sehr klein, gelblich oder fehlt bisweilen
völlig: die Flecken der Mittclbinde sind klein und oft von einander getrennt; die Submarginalpunkte beider
Flgl fehlen oder sind undeutlich. — Rp oben lebhaft grim, unten weißlich; Seitenlinie, Kopf und die ersten stark
verlängerten Dornen fleischrot; die letzten Dornen hellgelb; lebt auf Mimusops obovata und Olu^ysoph^-llum.
Pp grün mit gelber Seitenlinie und selir lang au.sgezogener Kopfspitze; erinnert an die Pp von Leucophasia
comorana. sinapis, ist aber in entgegengesetzter Richtung gebogen. Natal bis Deutsch Ost-Afrika. — • comorana Oberth.
stimmt mit der folgenden Form nahe überein vuid weicht wie diese von allen Formen des Festlandes dadurch
ab, daß die schwarze Färbvuig an der Wurzel der Hflgl-Oberseite breiter ist und den Anfang der Rippe 2 erreicht.
Von apaturoides unterscheidet sie sich durch den Hrdfleck der Vflgl, welcher kleiner, nach vom abgerundet ist
apahiroides. vlwA nur die Falte des Feldes Ib erreicht. Comoi-en. — apaturoides FhJr. (46 a) hat einen scharf begrenzten
fast viereckigen Hrdfleck der \'flgl, welcher nach vorn von der Kippe 2 gerade abgeschnitten wird und einen
bis zur Rippe 2 ausgedehnten schwarzen Wurzelteil der Hflgl-Oberseite ; die weißen Zeichnungen der Oberseite
sind schwach grünlich angeflogen und die weiße Farbe der Hflgl-Unterseite erreicht die Wurzel oder ist dort
nur schwach gell)licli gefleckt. Madagaskar.
5. Glaucina- Gruppe.
Die cinzisje .Vit (iie.'ior Grupjie wciclil von allon iibrigoii ganz eiliol)lii:h ab nnd strht ganz isoliert ila.
glaudjia. P, glaucina Gueii. Vflgl schwarz mit zwei großen grünen Flecken an der Wurzel der Felder 1 b und 2
und in der kurzen Mittelzelle grün mit drei schwarzen Flecken am Vrd, in der Mitte zwischen der Zelle und der
Flgls])itze 5 kleine, in einem Bogen angeordnete freie grüne Flecke der Felder 3 — -6 und 9; kleine grünlichen
Submarginalpunkte. Die Hflgl oben einfarbig schwarz mit einem kreideweißen, dreieckigen Fleck am Vrd
im Felde 7 und sehr kleine weißliche Submarginaljiunkte, unten dunkelgrau, am Saume schwärzlich und am Hrd
bis ül>er die ]\ritt(> hinaus gell)lich-weiß. Madagaskar; selten.
3. Unterfamilie: Neptidinae.
Diese Unterfamilie umfaßt nur eine einzige Gattung, welche Vertreter sowohl in der paläarktischen
und indo-nvalayischen, wie auch in der äthiopischen Region hat, Sie ist diirch das Fehlen des sogenannten
Medianspornes nahe an der Wiu-zel der Mediaiu'ipjjc der Vflgl und die nahe an der Wurzel entspringende Rip]ic
5 der Hflgl ausgezeichnet. Die Mittelzellen beider Flgl sind offen. Die Präcostalrippe der Hflgl ist gerade und
aTi der Spitze zweispaltig oder schwach nach außen gebogen.
1. Gattung: Xeptis F.
Mittelgroße oder kleine Tagfalter mit oben schwarzen Flgln, welche mit ^^■eiße^ oder gelben Flecken luul
Linien gezeichnet sind.
Die hellen Zeiehninigen, welche als typisch für die Gattung betrachtet werden können, sind die folgenden :
1. Ein Längsstrich in der Mittekelle der Vflgl, oft in Flecke aufgelöst oder oben fehlend; 2. Eine Mittelquerbinde,
welche in den Hflgln stets zusammenhängend luid von 8 Flecken der Felder 1 a — 6 gebildet ist. in den ^'flgln
aber mehr oder weniger xniterbrochen ist und aus Flecken der Felder 1 a — 6 (8 iind 9) besteht (diese Flecke
werden unten kurzweg als Discalfleck 1 a, 1 b usw. bezeichnet). 3. "\'ier Querlinien A'or dem Saume, welche von
Strichen oder Bogen gebildet sind und luiten dicker und deutlicher als oben sind (dieselben werden von innen
nach außen gerechnet als Saumlinie 1, 2, 3, 4 bezeichnet); 4, Drei Querlinien oder Querbinden im Wiu'zelteil
der Hflgl-Unterseite; die erste von der Wurzel längs dem Vrd, die zweite und dritte vom Ird quer über die
Mittelzelle und sich höchstens bis ziu" Rippe 8 erstreckend. Wie aiis den Kennzeichen der Gruppen hervorgeht,
können einzelne dieser Zeichnimgen bisweilen ganz verschwinden oder etwas umgewandelt sein.
Die Rippe 8 der Hflgl ist stets beim o und bisAveilen auch beim $ verkürzt, so daß sie die Flglspitze
nicht erreicht, sondern in den Vrd mündet.
Die meisten Arten sind mit einander nahe-verwandt ;ind man mul5 die Größe und Stellung der hellen
Flecken genau beachten, wenn man die Arten richtig bestinimcn M'ill.
Die Entwicklungsstadien der äthiopischen Arten sind noch fast ganz imbekannt. Xm- von einer Art von
Bom-bon sind sie beschrieben und abgebildet worden. Bei der Rp dieser Art hat das 4. Glied zwei längere kegel-
förnrige, nach vom gerichtete fleischige Zapfen und das 3. Glied sowie 2 oder 3 der mittleren Glieder sehr Icurze
NEPTIS. Von Dr. C. AuBiviLLros. 199
Erhöhungen: daa 12. GUed hat wieder zwei Icurze Spitzen. Pp lairz inid dick nüt zM'eispitzigem Kopfe und
mehreren Erhöhungen axif der Rückenseite. — Die Neptis- Arten sind über die ganze Region verbreitet, kommen
aber nicht in ganz unbewaldeten Steppengegenden vor, sondern ziehen Lokalitäten, welche mit Bäumen oder
Sträiicher bewachsen sind, vor. — Die äthiopischen Arten können auf fiüif Gnippen verteilt werden.
Uebersicht der Gruppen.
I. Die Flgl wenigstens unten mit hellen Saumlinien.
A. Die Querbinde beider Flgl wenigstens oben gelb. Die Saumlinien fehlen oben ganz oder sind undeutlich.
1. i^ro6ema- Gruppe.
B. Die hellen Zeichnungen der Oberseite weiß.
a. Die Hflgl unten an der Wurzel hell, weißlich oder gelblich mit zahh'cichen bramien oder schwarzen
Flecken, aber ohne weiße Querbinden. Die Rippe 10 der A'flgl entspringt hinter der Spitze der Zelle.
2. i¥e<e?/^-Gruppe.
h. Die Hflgl unten an der Wurzel schwarz oder schwarzbraun mit 2 — 3 weißen Q.uerbinden. Die Rippe 10
die Mlgl entspringt vor der Spitze der Zelle.
*. Die ^Mittelzelle der Vflgl oben einfarbig schwarz oder weißpmiktiert ; selten mit einem gebogenen
Längsstriche, der sich dicht an den Vrd der Zelle anlegt und den Hi'd mcht beiHilirt.
3. Agafha-GTnppe.
**. Die Mittelzelle der Vflgl oben mit einem weißen Längsstriche, welcher entweder die ganze Mittel-
zelle ausfüllt oder deni Hrd der Zelle folgt und den vorderen Teil frei läßt. 4. iT/e/icer/a-Gruppe.
II. Die hellen Saumlinien fehlen auf beiden Seiten vollständig. Der Discalfleck i der Vflgl fehlt.
5. A'-raieMca-Gruppe.
I. Frobenia- Gruppe
Die Arten dieser kleinen Gruppe sind auf den Mascarenen und Conioren-lnseln beseliränkt luid sclieiiien nieht
auf Miwlagascar vorzukoninicn, schließen sich aber der dort einheimischen iV. saclara eng an. Durch die gelben Zeii;hiuuigen
der Oberseite weichen sie von allen übrigen außer zwei Arten der letzten Gruppe ab. Die Discalbinde der ^'flgl ist zweimal
in den Feldern 1 b und 4 unterlirochen vmd der Discalfleck 4 fehlt oder Lst klein und mit dem Fleck in 3 vereinigt. Bei den cJ<J .sind
die Vflgl \mten am Hrde bis zvu' Rippe 2 grau imd stark |)erlmutterglänzend.
N. frobenia F. (48 c). Die Mittelbinde beider Flgl liegt hinter der Mitte und die Flgl sind auf beiden frobenia.
Seiten bis zur Querbinde einfarbig ohne Zeiclinungcn. Die Querbinde der \'flgl ist in drei Fleckengruj)pcn ge-
teilt, welche einen selir kleinen Hrdfleck in 1 a und 1 b, eine mittlere Abteilung in 2 und 3 und eine Subapical-
binde in 5 — 8 bilden. Insel Mauritius.
N. dunietorum Bsd. ist der vorigen Art sehr ähnlich, weicht aber dadurch ab, daß die Mttelzelle der dumetorum.
yi\gl oben weiße, unten gelbliche Punlcte hat und daß die Querbiude weiter von; Saume liegt und unten we-
nigstens auf den Hflgln weiß ist. Insel Boui'bon ; häufig besonders in den feuchteren mid mehr bewaldeten Gegen-
den der Insel.
N. mayottensis Oherth. (48 c) hat, wie die vorhergehende Art, helle Punkte in der Mittelzelle der Vflgl; mayotUmis.
die Discalbinde ist oben hellgelb, unten gelblich-weiß iind auf denHflgha breiter als bei den vorigen Arten; die
Hflgl unten an der Wurzel braun und grau gescheckt. Insel Mayotte.
N. comorarum Oherth. (48 c) weicht von den anderen dadurch ab, daß der gelbe Hrdfleck der Vflgl comomrum.
völlig fehlt, stimmt sonst mit mayottensis fast genau überein, ist aber etwas größer. Insel Grand-Comoro.
2. Metella - Gruppe.
Durch die an der Wurzel gefleckte, nicht weiß bandierte Unterseite der Hflgl weichen die Arten dieser Gruiijie von den
tUirii^cn mit weißer Discalbinde sofort ab. Die erste Saumlinie der Vflgl bildet an der Rippe 4 einen scharfen Winkel nach innen.
N. saclava Bsd. (48 c). Die Hflgl unten an der Wurzel auf weißhchem Grunde mit zahlreichen hell saclava.
rotbraunen unregelmäßigen und mehr oder weniger mit einander Aereinigten Flecken; die Mittelzelle der Vflgl
oben einfarbig oder mit kleinen weißen Punkten, unten weiß mit um-egelmäßigen hell rotbraimen Zeichnungen;
der Discalfleck 4 der Vflgl fehlt oder ist sehr klein, punktförmig ; der Hrdfleck der Vflgl ist groß und berührt den
Fleck im Felde 2 oder ist nur schmal von ihm getrennt ; die ]\Iittelbinde der Hflgl ist 4 — 7 mm breit. Madagascar.
— marpessa Hpffr. (= pasteuriÄ/^e//.) kommt auf dem Festlande Afrikas von Kamerun bis Abessinien und der marpessa.
Kap-Kolonie vor und weicht niir diirch schmalere Mittelbinde der Hflgl und kleinere breiter getrennte weiße
Flecke der Vflgl ein wenig ab.
N. metella Dhl. u. Hetv. (48 c) ist die einzige afrikanische Ai't, bei der die Hflgl unten innerhalb der »ictella.
200 NEPTIS. Von Dr. 0. Aurwillr-s.
Mittelbinde gelb sind mit zahlreichen, scharf begrenzten, gerundeten, schwärzlichen Flecken. Die Mittelzelle
der Vflgl am Hrd mit langem. Aveißem. nach außen schwach erweitertem Längsstreifen; der Hrdfleck sehr klein,
Discalf lecke 2 und 3 ziemlich groß, unter sich nicht oder schmal getrennt. Discalflecke 4 — 6 klein und getrennt;
die Saumlinie 1 liegt weit vom Saume und besteht aus kleinen um-egelmäßig angeordneten freien Flecken, welche
sich den Discalfleckcn eng anschließen : die Saumlinie 4 fehlt auf beiden Flgln oben und tritt auch unten nur
schwach hervor; Mittclbinde der Hflgl 3 4 mm breit, auf der Unterseite nach außen durch schwarze Flecke
begrenzt; die erste Saumlinie der Hflgl matt und durch große, freie scliwärzliche Flecke von der zweiten Saum-
hnic. welche breiter und mehr weiß ist. getrennt. Sierra-Leone bis südliches Kongo-Gebiet und Victoria-Nyanza.
aralilla. — gratilla Mab. weicht nur durch größere und schärfer hervortretende Aveiße Zeichnungen ab. Madagaskar.
3. Agatha- Gruppe.
Diu Formen dieser Uiupiie .sind solorl daran zu erkennen, daß diu lll'lt;! unten an der Wurzel 'J — IJ zu.sanunenhängendo
weiße Querliinden haben (vergl. agalha U. 48 d), und daß die Mittelzelle weiße Punkte hat oder nur am \'rd weiß gestreift ist.
Die zahlreichen Formen sind zum Teil sehr nahe mit einander verwandt.
nemetes. N.nemetes Hew. (4S c). Die erste Wurzelquerbinde der Hflgl-Unterseite sehr kurz und schmal, nur den
Wurzellai>])cii Ijcdeckend ohnedem \'rd zu folgen; derVrd ist daher fast bis zurWurzcl dunkel gefärbt : die zweite
Wurzelquerbinde steht näher an der Wurzel als gewöhnlich und erreicht fast den Vrd. Die Discalflecke der
Vflgl bilden nur zwei Gruppen, die erste besteht aus den Flecken la — 3, ist nach innen fast eben, nach außen
aber tief eingeschnitten, weil der Fleck 2 viel länger als der Fleck 1 b ist; der Fleck 4 ist sehr klein oder fehlt ;
die erste Saumünie besteht in den Feldern 1 b — 5 von sehr schief gestellten, nicht zusammenhängenden Strichen ;
die Mittelzelle der ^'flgl oben ungefleckt oder weißpunktiert, unten am^'rd mit weißer gebogener und nach außen
obtttsa. gespaltener Linie, Sierra-Leone bis Angola und Uganda. - obtusa Rothsch. u. Jord. weicht nur dmx-h etwas
stumpfere Vflgl und schmälere Mittelbinde der Hflgl ab und kommt in Abessinien vor.
Bei allen folgenden Arten der Grujipe sind die weißen Wurzelbinden der Hflgl- Unterseite typisch ange-
ordnet und die erste bedeckt nicht nur den Wurzellapp(-n sondern auch wenigstens das erste Drittel des Vrds. Die
erste Saumlinio tler Vflgl ist gleichförmig gebogen oder fehlt völlig.
kikideli. N. kikideli BscL (48 d) weicht von den übrigen dadurch ab, daß die Discalflecke 1 b und 2 mit einander
breit vereinigt sind, wodurch eine breite weiße Halbbinde zwischen dem Hrd und der Rippe 4 entsteht ; der Discal-
fleck 4 fehlt oder ist ganz klein; die Mittelbinde der Hflgl ist 8 — 10 mm breit. Madagaskar.
atjatlia. N. agatha SfoU (48 d). Die Discalflecke 1 b und 2 der Vflgl sind bei dieser Art und den folgenden durch
eineii Zwischciu-aum der Grimdfarbe deutlich getrennt ; der Discalfleck 4 ist langgestreckt und ebenso gut ent-
wickelt wie die Flecke 3 und 5; die Mittelzelle der Vflgl oben mit drei scharf hervortretenden weißen Funkten
und mit 3 — 4 matteren Avei Blichen Punktflecken; die Saumlinien der Vflgl im Felde 3 und bisweilen auch im
Felde (5 ganz vcrschA\-iinden oder undeutlich; die Discalbinde der Vflgl zwischen der Rippe 2 und dem Vrd zu-
sammenhängend und am A'rd ebenso breit wie im Felde 2 (der Fleck 6 ist länger oder wenigstens ebenso lang
wie der im Feld 2) ; die Mittelbinde der Hflgl erreicht die Rippe 7 und ist in den Feldern 4 und 5 am breitesten.
lativiUala. Häufig und weit verbreitet; Sierra-Leone bis Abessinien und Natal. — ab. lativittata Strand hat eine breitere, im
Feld 5 der Hflgl 8 mm breite Mittclbinde. Unter der Hauptform.
jordani. N. jordani Neave (48 d, als agatha ab.) ist fast ganz wie agatha gezeichnet und weicht luu' dadurch ab,
(laß die weiße Discalbinde der \'flgl gegen den \'rd ver.schmälert und dort nicht breiter als im Felde 2 ist.' Rhode-
sia und Katanga.
livingstonei. N. livingstonei Sujj. ist auch der N . agalha ähnlich, untcr.scheidet sich aber dadurch, daß die Mittel-
binde der Hflgl viel schmäler ist und nur die Rippe (j erreicht, ihr Fleck im Felde 5 ist klein und nicht so lang
wie der in 2 ; die erste Saumlinie ist dicker und liegt weiter vom Saume entfernt und die Saumlinien sind nicht
im Feld 3 der Vflgl unterbrochen; die Discalbinde der Vflgl ist wie bei jordani gegen den Vrd verschmälert.
Deutsch Ost-Afrika. Lukulcdi.
seeldraycrsi. N. seeldrayersi Auriv. (48 d). Die Mittelzelle der Vflgl oben einfarbig oder nur mit 2— 3 winzigen weißen
PunJvten ; die Saurahnien sind zusammenhängend und nicht im Feld 3 der Vflgl unterbrochen ; die Discalflecke
4- -0 der Vflgl .Mud lang und schmal, saumwärts etwas divergierend und treten wurzehvärts weit mehr als die
Discalflecke 2 und 3 hervor; die Flecke 3 und 4 sind durch die Grundfarbe schmal getrennt; die Mittelbinde
der Hflgl ist schmal, wurzehvärts geradlinig begrenzt und nach außen an den Rippen eingeschnitten; die zweite
Saumlinie beider Flgl unten stark verdickt. Die erste Saumlinie der Vflgl in Ib stark eingebogen, ohne jedoch
die Mitte der Rippe 2 bei weitem zu erreichen. Flglspannimg etwa 60 mm. Kongo-Gebiet.
nysiadcs. N. nysiades Hew. (48e) stimmt in der Zeichnung fast völlig mit seeWra^/ersi überein, ist aber kleiner,
mit einer Flglspannung von 44 — 48 mm und kann am sichersten dadurch imterschieden werden, daß die erste
Saumlinie der Vflgloberseite im Felde 1 b einen scharfen Winlcel nach innen bildet, welcher die Mitte der Rippe 2
erreicht; die Discalflecke 3 und 4 der Vflgl sind mehr oder weniger breit getreinit. Alt-Calabar bis Angola.
Ausgegeben 5. I. 1913. NEPTIS. Von Dr. C. AüElVlLUTJS. 201
— clarei Neave scheint nur dadTirch abzu-weiclien, daß der DiscaKleck 6 der Vflgl fehlt oder sehr schmal Knien- clarei.
förmig ist und daß die Flecke 4 imd 5 vollständig mit einander vereinigt sind. Uganda. — Bei metanira Holl. metanira.
sind die Discalf lecke 4 — 6 der Vflgl vöUig entwickelt, aber kürzer als bei der Hauptform. Kamerun bis Congo.
— continuata Holl. (= conspicua Neave) weicht nur dadurch ab, daß die Discalbinde der Vflgl zwischen der Rippe conünuata.
2 und dem Vrd zusammenliängend ist und die Mittelbinde der Hflgl nach außen fast eben und nicht an den
Rippen eingeschnitten. Togo bis Angola und Uganda. — ab. urungensis Strand soll von continuata dadurch urungensis.
abweichen, daß die ilittelzeUe der Vflgl oben drei weiße Punkte liat mid daß die Saumhnien deuthcher sind.
Deutsch Ost- Afrika: Kitungula.
N. puella Auriv. hat eine Flglspamiung von 34 — 37 mm und weicht von nysiades nur dadm-ch ab, daß pudla.
die Discahlecke 2 — 6 der Yilgl eine vollständig zusammenhängende, nach innen fast gerade mid nach außen
bogenförmig begrenzte Querbinde bilden ; die erste Saumlinie der Vflgl ist in 1 b tief nach innen gebogen aber
nicht scharfwinkelig geeckt; die ^littelbinde der Hflgl mäßig breit, gegen den Ird verschmälert. Kamerun
und C'ongo-Gebiet. — nina Stgr. scheint die östhche Rasse zu sein und weicht nur durch die gegen den Vrd ver- nina.
schmälerte Querbinde der ^'flgl und die etwas schmälere Mittelbinde der Hflgl ab. Deutsch Ost- Afrika : Usagara.
N. trigonophora Btlr. (48 e) steht auch der N. nysiades nahe, weicht aber dadurch ab, daß der Discal- trigono-
fleck 4 der Vflgl klein und dreieckig ist; die Mttelzelle der Vflgl ist oben unbezeichnet, Deutsch-Ost-Afrika. P^^^-
Die beiden jetzt folgenden Arten .sind dadurch ausgezeichnet, daß die Mittelzelle der Vflgl auf beiden Seiten
am Vvd einen oder zwei weiße Längs.striche hat, welche der Biegung des Vrds der Zelle folgen.
N. nicomedes Hew. hat eine zwischen dem Vrd und der Rippe 2 zusammenhängende Querbinde der Vflgl, nicomedes.
indem die Discahlecke 2 und 3 einander berühren oder nur sehr schmal getrennt sind; die Spannweite ist nur
34 — 40 mm. Bei der Hauptfonn ist die Discalbinde der Vflgl auf der Imienseite fast gerade oder an der Rippe 4
nur schwach abgesetzt. Goldküste bis Angola und Uganda. — Bei quintilla Mab. sind die Discalflecke 2 und 3 quintilla.
der Vflgl kurz und quadratisch, viel kürzer als der Fleck 4, wodurch die Binde auf der Innenseite an der Rippe 4
einen tiefen Absatz bildet, Elfenbeinküste bis Angola.
N. strigata Auriv. (48 e) weicht von nicomedes nur durcli bedeutendere Größe, 45 — 47 mm, und durch strUjata.
die an der Rippe 4 der Vflgl breit unterbrocheiae Discalbinde der Vflgl ab. Die Discalflecke 2 und 3 der Vflgl sind
mehr oder weniger abgeriindet und von einander getrennt. Kamerun bis Uganda.
Es folgen jetzt zwei nahe verwandte Arten, welche von allen übrigen dadiu'ch abweichen, daß die zweite
Saumlinie der Hflgl stark verdickt und zu einer weißen Querbinde entwickelt i.st; tue Hflgl haben also oben zwei
weiße Querbinden. Die Mittelzelle der Vflgl hat 2 — 3 weiße Striche am Vrde imd die Discalflecke 4 — 5 der Vflgl sind
lang und schmal und liegen weit wurzelwärts dicht hinter der Zellenspitze; der Discalfleck 6 fehlt oder ist sehr klein;
die Discalflecke 2 imd 3 sind klein und getrennt.
N. biafra Ward, hat eine etwa 6 mm breite Discalbinde der Hflgl imd eine aus halbkreis- oder halbmond- biafra.
förmigen Flecken gebildete Submarginalbinde (2. Saumlinie) der Hflgl. Kamerun; selten.
N. pauIa Stgr. (48 f.). Die Discalbinde der Hflgl ist oben nur 3 — 4 mm breit und die Submarginalbinde paula.
besteht oben aus viereckigen Flecken. Sierra-Leone.
Zu dieser Gruppe gehört wahrscheinhch auch die mir unbekannte N. sextilla 3Iab. Die ausführliche, sextüla.
aber dennoch nicht ganz klare Beschreibung lautet: ,, Gleichzeitig mit saclava und kihideli verwandt; die Flgl
sind schön schwarz mit weißer Querbiude, welche auf den Hflghi zusammenhängend, vom abgeriindet und dann
schmal und fast ganzrandig ist vmd auf den Vflghi in melu'ere Flecke geteilt ist, wovon zwei kleine abgerundete
nahe an der Wurzel imd hinter der Zelle zwischen den Rippen 2 mid 4 ein großer ovaler Fleck, welcher nach außen
etwas gespalten ist und durch die schwarze Grimdfarbe vom großen Hrdfleck getrennt. Der Saum ist gewellt
mit weißen Einschnitten luid der Saumteil ist eintönig schwarz. Die Unterseite erinnert an jene von kikideli;
die Vflgl haben in der ZeUe zwei Längsreihen weißer Punkte, von denen die eine längs der Mitte aus 6 Flecken
und die andere am Vrd aus 6 Strichen besteht ; der Saumteil hat an der Spitze 5 weiße Makeln und dann 4 große
Flecke derselben Farbe, welche von einer schwarzen Linie geteilt sind und der Zellensiiitze gegenüber liegen;
zwei andere ähnliche am Hmterwinkel. Auf den Hflghi ist die ^littelbinde oval und erreicht nicht den Vrd;
die Wurzel ist mit drei gebogenen weißen Querbinden geziert; vor dem Saume laufen zwei Reihen weißer Flecke,
von denen die innere von sehr gi'oßen Möndchen luid die äußere aus Strichen gebildet ist". Madagaskar.
4. IVIelicerta Gruppe.
Die ^Mittelzelle der Vflgl Lst ganz weiß ausgefüllt oder hat einen weißen Längsstreifen, welcher dem Hrd folgt mid den
vorderen Teil der Zelle frei läßt. Der Discalfleck 4 der Vflgl fehlt oder ist ganz klein; die Discalbinde der Vflgl besteht
darum stets aus drei getrennten Abteilungen, einem Hrdfleck, zwei Flecken in 2 und 3 und 2 — 3 am Vrde in 5, 6 und 9.
Die Arten können in zwei Untergruppen eingeteilt werden.
Untergruppe A.
Der weiße Längsstreifen der Mittelzelle der Vflgl ohne freien weißen Fleck an seiner Spitze.
XIII 26
202
XEPTIS. Von Dr. C. AüRnaLLius.
jamesoni. N. janiesoni Godm. (48 f) weicht von allen übrigen Ajrten dadurch ab. daß der Längsstreifen der Vflgl-
zelle die Zelle bis zum "\'rd ausfüllt und in seinem äußeren Teil blaugrau ist. Eine große etwa 60 mm spannende
Art; die Discalflecke 5 und (i der Vflgl sind sehr lang imd schmal und nach außen divergierend, der Discalfleek
2 ist abgerundet und viel kürzer als der gleichbreite Fleck in 3 : Discalbinde der Hflgl etwa 5 mm breit und sauiu-
wärts an den Rippen tief eingeschnitten; die zweite Saumlinie ist unten stark verdickt. Kamei-un und Congo-
Gebiet.
nicotcles. N. nicoteles Hew. (48 e). Der Discalfleek 4 der Vflgl ist lang, aber sehr schmäh liegt dicht an der Rippe 5
und bildet mit den Fleclcen 5 und 6 eine zusammenhängende Subapicalbinde ; hierdurch weicht diese Art von den
übrigen ab. Der Längsstrich der' ^Mittelzelle am Ende stunapf abgerundet. Hflgl unten nur mit zwei deutlichen
weißen Wuxzelbinden. Goldliüste bis Angola.
nicobule. N. nicobule IIoll. Der Discalfleek 4 der Vilgl ist sehr klein, dreieckig und liegt ganz frei nahe an der
ersten Saumlinic; der Längsstrich der IMittelzelle am Ende stumpf abgenmdet; die Saumlinien der Mlgl im vor-
deren Teil des Feldes 3 undeutlich oder fehlend; die Discalflecke 5 und 6 der Vflgl klein und abgerundet, nicht
größer als die Flecke 2 und 3; Figlspannung 43 — 45 mm. Ogowe und Ubangi.
nicodice. N. nicodice Griinb. \veicht von nicobule nur dadurch ab, daß die Saunilinien kontinuierlicii und nur dm-ch
die Rippen unterbrochen sind und daß die Discalflecke 5 und 6 der Vflgl langgestreckt imd nicht oval sind. Der
Längsstreifen in der Mittelzelle der Vflgl ist keiKörmig und die Discalbinde der Hflgl 4,5 mna breit. Die Hflgl
oben nur mit 3 Saumlinien. Flglspaimung 48 mm. Spanisch Guinea.
lennunni. N. lermanni Auriv. (48 f). Ist größer als die vorige Art, etAva 55 mm, und hat am Vrd der M'lgl im Felde
9 einen langgestreckten Discalfleek; liinter dem am Hrd etwas ausgerandeten Längsstreifen der ^'flglzelle liegt
bisweilen ein kleiner matter grauer Fleck. Congo-Gebiet.
vehrodes. N. nebrodes Hew. Der Längsstrich der Vflglzelle schmal imd am Ende spitz ausgezogen, vor dem Ende
auf der vorderen Seite tief eingeschnitten; der Discalfleek 4 der Vflgl klein und dreieckig, freiliegend: die Discal-
flecke 5 und 6 langgestreckt und getrennt; Mittelbinde der Hflgl jiach vorn etwas verschmälert: Saumlinien
matt und undeuthch, Flglspaimung etwa 54 mm. Togo-Land bis Angola; selten.
mixophyes. N. Hlixophycs lloU. hat eine Figlspannung von nur 32 mm, scharf hervortretende Säumlinien und einen
vor der Spitze nich*, eingeschnittenen Längsstreifen der Vflglzelle. Sonst stimmt sie fast völlig niit nebrodes
überein. OgOAve.
Untergruppe B.
Der weiße Längsistreifen in der Mittelzelle der Vflgl an semer Spitze mit oineiii scharf liervortietciulcii klciiu^i,
freii'U, dreieckigen, weißen Fleck. Der Discalfleek t der Vflgl ist klein und dreieckig und liegt ganz frei an der ersten
Sauralinie. Die Sauiulinien der Vflgl im Felde 3 mehr oder weniger breit unterbrochen.
melicerla. N. melicerta Drury (48 e). Die Discalflecke 5 xmd 6 der A'flgl schmal und völlig getrennt oder n\n- an
der inneren Ecke einander berührend; Mittelbinde der Hflgl 3 — 4 mm breit; die zweite Saumlinie der Hflgl-
Unterseite stark verdiclct. Eine häufige von Sierra-Leone bis Angola imd Abessinien vorkommende Art. — ab.
melicertula. melicertula (S'<ra«rf weicht dm-ch wemger rein weiße Zeichnungen und etwas größere Discalflecke der ^^flgl ab.
Kamerun.
goochi. N. goochi Trhn. (48 f ) ist wahrscheinlich nur die ostafrikanische Rasse von melicerta und weicht nm
dadurch ab, daß die Discalflecke 5 und 6 der "N^flgl breiter und mehr oder Aveniger vollständig mit einander
vereinigt sind, daß die Mittelbinde der Hflgl breiter, etwa 5 mm breit ist und besonders dadurch, daß die zweite
Saumlinie der Hflgl-Unterseite nicht oder nur wenig verdickt ist. Natal bis Kihmandjaro.
5. Exaleuca Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe weichen ganz erheblich von denen der übrigen Gruppen ab. Die hellen Sauiulinien fehlen auf
beiden Seiten vollständig, eben.so die weißen Wurzelbinden der Hflgl-Unterseite. Die Mittelzelle der Vflgl ist eiiifarliig ohne Flecke
oder Striche. Die Discalbinde der Vflgl Lst aus drei Abteilungen, einem Hrdfleck, einem Doppelfleck in 2 und 3 luul einer Subapical-
binde in 5, 6 (8 und 9) gebildet; der Discalfleek 4 fehlt völlig. Die Arten bilden zwei natürliche Untergrui)pen.
Untergruppe A.
Beide Flgl oben und imten im Samuteil mit schwarzen Längsstrichen an den Zwischenaderfalten. Die Dis-
calbinde der Hflgl ist etwa 6 mm breit und die Discalflecke der Vflgl sind langgestreckt \md eckig; der Hrdfleck
ist gi'oß und hängt mit dem Discalfleek 2 zusamnKn oder ist von ihm nm' schmal getrennt. Die schwarze Saum-
binde der Hflgl-Oberseite ist wenigstens 6 mm breit.
exaleuca. N. exaleuca Karsch. Discalflecke der Vflgl und Discalbinde der Hflgl weiß; Flgl oben dmiJcelbraun,
imten glänzend bronzebraim; Fransen an den Falten mit weißen Flecken. Figlspannung 52 mm. Kamerun und
Congo- Gebiet.
CYRESTIS. Von Dr. C. Axirivillius. 203
N. ochracea Neave. Discalflecke der Vflgl'und Discalbinde der Hflgl ockergelb ; Flgl oben diiiJcelbraun, ochracea.
unten braungelb. Flglspannung 49 mm. Uganda. Wohl nur eine Rasse von exaleuca.
Untergruppe B.
Zwischenaderfalten nicht dunkel, die Rippen aber unten mehr oder weniger schwärzlich. Die Discalbinde der Hflgl ist
nur 3 — 4 mm breit mid die Discalflecke der Vflgl sind klein und abgerundet. Der Hrdfleck der Vflg! ist klein und vom DLs-
calfleck 2 breit getrennt.
N. incongrua Btlr. (48 f). Alle Zeichnungen rein weiß; die Discalbinde der Hflgl liegt etwas hinter der incongrua.
Mitte und bedeclct nicht die Wurzel des Feldes 3; Flgl oben fast schwarz, unten lebhaft gelbbraun mit schwarz
gesäumten Zeichnungen; die A'flgl kurz hinter der Zellenspitze auf beiden Seiten mit 3 — 4 weißen Punkten in
den Feldern 4 — 6 und 10; Fransen weiß gefleckt. Nyassaland und Deutsch-Ost- Afrika.
N. wodwardi E. 8harpe weicht von incongrua dadurch ab, daß die weißen Punlrte hinter der Spitze reodtvardi.
der Vflglzelle fehlen, daß die Discalflecke der \üg] kleiner sind und in den Feldern 1 a und 1 b sogar völlig fehlen
können, und daß die Mittelbinde der Hflgl näher an der Wiu'zel hegt, die Wurzel des Feldes 3 bedeckt und ocker-
gelblich gefärbt ist. Uganda.
4. UnterfamiUe: Marpesiinae.
Diese Unterfamilie ist durch die in der Uebersicht (Seite 122) angefülu'ten Kennzeichen leicht kennt-
lich. Sie ist in der äthiopischen Region nur durch zwei nahe verwandte Arten vertreten, tritt aber in der
indomala_%aschen und neotropischen Region \nel formenreicher auf; hierzu vgl. Bd. 9, S. 570 — 78 und die
Tafehi 121 und 122.
1. Gattung-: C'yrestis Westw.
Die afrikanischen Arten weichen durch die Flglform und die am Saume nicht eingeschnittenen Vflgl
von den typischen Arten aus Süd- Asien etwas ab und wurden darum von Dr. L. Martin, welcher 1903 che Gat-
tung monographisch bearbeitete, als Typen einer besonderen Untergattung (Azania) betrachtet.
Es sind zart gebaute mittelgroße Tagfalter, welche auf weißem Grunde 10 dunkle, schwarz-bravme
Querlinien oder Querbinden haben. Diese Querlinien oder Querbinden sind in folgender Weise angeordnet:
die erste bedeckt die Wurzel der Vflgl und erreicht den Ird der Hflgl etwas vor dem Analwinkel; die zweite
verläuft vor der Mitte der Mittelzelle der Vflgl und endet im Felde Ic der Hflgl ziemhch weit vor dem Anal-
winkel ; die dritte geht etwas hinter der Mitte der Mittelzelle der Vflgl und dicht hinter der Spitze der Mittel-
zelle der Hflgl, erreicht die Rippe 2 und biegt sich dann in einem Bogen gegen den Ird; die vierte bedeckt
die Schlußrippe der Mittelzelle der Vflgl und erreicht höchstens die Rippe 3 derselben Flgl; die fünfte ist
ebenfalls sehr kurz und erstreckt sich nur vom Vrd bis zur Rippe 4 der Vflgl und liegt kurz liinter der Zellen-
spitze; che s e c h s t e fängt am Vrd der Vflgl fast in der Mitte zwischen der Mittelzelle und der Flglspitze an,
geht in fast gerader Richtung bis zur Rippe 3 der Hflgl und biegt sich dann in einem Bogen gegen den Ird,
den sie an demselben Punkte wie die dritte Querbinde erreicht ; die siebente ist von Bogen oder Strichen
gebildet und erreicht den Ird der Hflgl am Ende der Rippe Ib ; die a c h t e fehlt auf den Vflgl, geht aber auf
den Hflgln in fast gerader Linie vom Vorderwinkel bis zum Anallappen ; die n e u n t e ist sehr fein und
läuft auf beiden Flgln dicht vor dem Saume ; die zehnte bildet eine feine Saumhnie.
Am Analwinkel der Hflgl findet sich ein unregelmäßiger dunkel gekernter Augenfleck.
Die Entwicklungsstadien der afrikanischen Arten sind leider unbekannt. Von einigen asiatischen Arten
aber sind die Rpn bekannt. Dieselben zeiclmen sich dadurch aus, daß der Kopf zwei lange Dornen hat und
die Glieder 5 und 12 jedes auf dem Rücken einen langen Dorn. Durch diese unpaaren Rückendornen unter-
scheiden sich diese Rpn sofort von allen anderen Nymphaliden Rpn der alten Welt ; die Rpn der amerikani-
schen Marpesia, nach denen die Gruppe den Namen hat, weisen ähnliche unpaare Dornen auf.
C. camillus. F. (49 b). Die Querbinden, besonders die zweite, dritte und sechste sind breit, schwärz- camillus.
lieh gesäumt und bronzeglänzend braun ausgefüllt ; der Anallappen und Analwinkel der Hflgl unten zusammen-
hängend schwarz ausgefüllt. Sierra Leone bis Congo und Abessinien. — ab. nigrescens ilartin weicht nur da- nigrescens.
durch ab, daß die Binden rauchschwarz ausgefüllt sind und die gelbe Farbe am Analwinkel der Hflgl durch
Blaugrau ersetzt ist. Zentralafrika.
C. elegans Bsd. (49 b). Die Querbinden sind feiner und heller, bisweilen zum Teil undeuthch oder degans.
verschwunden; der Anallappen der Hflgl unten mit zwei gut getrennten, blau bestäubten schwarzen Flecken;
die Grundfarbe reiner weiß. Madagaskar — ■ sublineata Lathy kommt in Ost-Afrika vor und weicht nur sehr subKneaia.
wenig von der Madagaskar- Form ab; hauptsächlich nur dadurch, daß die Querlinien der Hflgl auch unten
deuthch sind; bei der Hauptform sind sie dort zum größten Teil undeuthch.
204 CRENIS. Von Dr. C. Atjriviluus.
5. Unterfamilie: Eunicinae.
Diese Unterfamilie gehört hauptsächlich dem neotropischen Gebiete an und ist in der alten Welt
nur durch die ätliiopische Gattung Crenis vertreten. Sie ist dadurch ausgezeichnet, daß auf den Vflgln die
hintere Mittelrippe bis zur Rippe 2 und die Rippe 12 an der Wurzel schwach aber deutlich verdickt sind. Die
Rippen 10 und 11 der Vflgl entspringen frei aus dem Vrd der ^littelzelle und die Mittelzellen beider Flgl
sind geschlossen.
i. Gattung': Creiiis Boisd.
Einige Verfasser brauchen nunmehr für diese Gattung Hübnees Namen Asterope. Zu Asterope stellte
aber Hübner drei Arten: amulia, sapphira und theane, von denen amulia schon 1833 durch Aufstellimg der
Gattung Crenis abgesondert wurde, weshalb nach den von den Internationalen Zoologen-Kongressen vorge-
schlagenen Nomenklaturregeln der Name Asterope einer der anderen Arten bleiben muß. Scudder erklärte
auch schon 1875 ganz richtig, daß sapphira als Typus von Asterope gelten mußte. Das Verfahren einiger Lepi-
dopterologen, die erstgenamite Art als die tjrpische zu betrachten, steht in offenbarem Widerspruch mit den
internationalen Nomenklaturregeln, nimmt keine Rücksiclit auf die ganze bisherige liistorische Entwicklung
und würde darum die allergrößten mid völlig unnötigen Umwälzungen in den bisherigen Benennungen der
gewöhnlichsten "Schmetterlinge herbeiführen. Unter den Gattimgsnamen Lixnes müßte Papilio für jwiamns,
Sphinx für ocellata, Bomhyx für atlns, Noctna für die Cosside Duomitus strix, Geometra für lacfearia, Tortrix
für Hylophila prasinarmW, Tinea für Aphomia sociella (eine Pyralide!) angewendet werden und bei anderen
Insekten würden die Veränderungen ebenso groß werden. Unter anderen Gattungsnamen Aväre Pieris Schrank
für apollo, Hesperia F. für cupido, Cupido Schrank für virgaureae, Erebia Dalm. für aegeria, Euploea F. für
plexippus usw. zu gebrauchen. Es ist darum zu hoffen, daß jeder, welcher sich die Mühe gemacht hat. die
Konsequenzen dieser Lehren zu untersuchen, ernsthaft dagegen auftreten wird.
Crenis kommt übrigens der südamerikanischen Gattung Eunica so äußerst nahe, daß es fraglich ist,
ob sie künftig als eine besondere Gattung aufrecht erhalten werden kann.
Die Arten ziehen bewaldete Gegenden vor und haben einen kurzen und schwachen Flug; sie fliegen
oft mehrere zusammen luid setzen sich oft auf die Stämme und Aeste der Bäume; sie saugen gern den Saft
verwundeter Bäume und Früchte. Rp zylindrisch mit 6 Reihen kleiner Dornen, die mehr oder weniger ver-
ästelt sind. Pp mit zweispitzigem Kopfe, kegelförmig erhabenem Mittelrückeii inid geeckten Schultern.
Die Arten können auf zwei natürhchen Gruppen verteilt werden:
Erste Gruppe.
Vflgl breit mit geradem oder sclnvach konvexein Saume rnid breit abgerundeter Spitze. Die Flgl oben hell violett-
blau bi.s giünlieh oder brann mit starkem, violettem Schiller. Beide Flgl vinten mit lebhaft orangegelber Giundfarl)e oder
wenigstens die Vflgl an der Wurzel bis zur Spitze der Älittelzelle lebhaft orangegelb oder ockergelb.
benguelae. C. benguelae Chapm. (49 b.) ist sofort dadurch kenntlich, daß die Vflgl unten nur an der Wurzel
bis zur Spitze der Zelle und in Feld 1 b bis zur Rippe 2 ockergelb, dann aber bläulich grün sind mit großen
schwarzen Discalflecken und zwei Reihen schwarzer Flecke vor dem Saume ; die Hflgl sind unten blau mit
4 Querreihen schwarzer Punkte oder Striche, schwarzer Saumlinie, vier großen rotgelben Flecken im Wurzel-
teil mid zwei gebogenen solcher Querbinden liinter der Mitte; diese Querbinden vereinigen sich an der Rippe
1 b und begrenzen auf beiden Seiten die blauen, schwarz gekernten Augenflecke, üben sind die Flgl beim o
hell graublau mit weißen Franzen, schwarzen, auf den Vflgln dreieckig verlängerten Saumflecken an den
Rip])enenden und einer submarginalen Querreihe schwarzer Punkte, die jedoch in den Feldern 2 und 3 der
Vflgl fehlen. Beim § sind die Flgl oben grünlich mit breiter schwarzer Saumbinde der Vflgl mid einem großen
schwarzen, unscharf begrenzten Fleck in der Mitte hinter der Zellenspitze. Congo-Gebiet und Angola.
pechudi, C. pechueli Deiv. Beide Flgl oben blaß graublau mit weißlichem Sclüller; Fransen weiß mit schwar-
zen Flecken an den Rippenenden; eine feine schwarze an den Rippen verdickte Saumlinie inid dicht vor dem
Saume eine Reihe schwarzer Punkte oder Striche und eine vollständige oder fast vollständige postcUscale Reihe
schwarzer Punkte. Vflgl unten lebhaft goldig ockergelb bis über die Mitte hinaus ohne Zeichnungen, dann
■wie oben in den Feldern Ib — 8 mit schwarzen Postdiscalpunkten, von denen die drei vordersten in den Fel-
dern 6 — 8 graiiblau umzogen sind; eine schmale graublaue, nach innen durch die scliwarzen Submarginal-
flecken begrenzte Saumbinde mid eine feine schwarze, an den Rippen nicht verdickte Saumhnie. Die Hflgl
sind unten sehr bunt gefärbt mit graublauer Grundfarbe, zwei unregelmäßig gezackten schwarzen Querlinien,
der eine vor und der andere an der Mitte, einer Reihe schwarzer Postdiscalpunkte und einer schwarzen Sub-
marginallinie ; an der Wurzel iind zwischen den Linien in den Feldern 1 b und 4 — 7 Hegen große gelbrote Flecke
und -die Postdiscalpunkte sind auf beiden Seiten von einer ähnlich gefärbten, 1 — 2 mm breiten Bogenbinde
begrenzt. Das $ weicht nur dadurch ab, daß die Mittelzelle und ein Subapicalfleck der Vflgl-Oberseite schwärz-
lich sind. Congo-Gebiet, Angola, Ovambo-Land und am oberen Laufe des Zambesi-Flusses.
CRENIS. Von Dr. C. Atjeiviliujs. 205
C. rosa Heir. (= mafiae Sigr.) (49 a) steht gewissermaßen in der Mitte zwischen pechueli und amulia; rosa.
von den vorigen unterscheidet sie sich dadurch, daß die Vflgl auf beiden Seiten nur 4 Postdistcalflecke haben
(in den Feldern •> — 8). von denen der hinterste unten gewöhnlich viel größer als die übrigen ist ; die gelben
Zeichnungen der Hflgl -Unterseite sind gewöhnhch heller und mehr zusammengeflossen als bei pechueM. Beim
$ treten die dunklen Zeichnungen der Vflgl-Oberseite kräftiger hervor und die Vflgl sind oben am Saume mehr
oder weniger breit verdunkelt. Delagoa-Bay; Portugiesisch-, Deutsch- vind Britisch-Ost -Afrika.
C. amulia Cr. (49 a). Die Oberseite ist beim (J einfarbig dunkelkupferbraun mit violettem Schiller amulia.
olme Zeichnungen; beim $ tritt dagegen ein dunkler Fleck an der Spitze der Zelle und eine hellere Quer-
binde liinter der Zelle der Vflgl auf und die Htlgl haben deutliehe Postdiscalpunkte. Unten sind beide Flgl
lebhaft ockergelb mit fast ganz denselben Zeichnungen wie bei rosa, aber mit noch mehr reduzierten graublauen
Ringen und Flecken. Sierra-Leone bis Angola.
Zweite Gruppe.
Die Vflgl schuiäler und mehr zugespitzt als bei den Alten der ei-sten Gruppe und mit mehr oder weniger tief ausge-
randetem Saume. Die Unterseite der Vflgl ist oft mehr oder weniger gelblich nicht aber lebhaft orangegelb und die Hflgl
haben unten eine graue oder bräimliche Gnmdfar))e.
C. occidentalium Mah. (48 g). Beim ^ sind die Flgl oben fast schwarz mit einer breiten bräunlichen ocddetiia-
Saum binde der Hflgl. in welcher die postdiscalen Augenflecke mehr oder weniger deutUch auftreten; beim 2 '"'"'•
ist diese Binde grauschillemd und setzt sich auf den Vflgln bis zur Rippe 6, aber verschmälert fort, die Vflgl
haben außerdem einen roten Fleck an der Spitze der Zelle imd drei kleine helle Flecke am Vrd in der Mitte
zwischen der Zelle und der Flgl-Spitze. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtem fast ähnlich; die Vflgl
sind unten glänzend gelbbraun (o) oder braungelb (x) mit breiter schwarzer Querbinde hinter der Zelle zwi-
schen dem Vrd und der Rippe 3 und grauer Spitze; die Hflgl sind grau mit schwärzHchen Zeichnungen. Sierra-
Leone bis Xord- Angola und Abessinien ■ — penricei Rothsch. u. Jord. weicht nur dadurch ab, daß die Grund- penricei.
färbe auf beiden Seiten heller und die subapicale schwarze Querbinde der Vflgl-Unterseite kleiner ist. Angola.
C. morantii Trim. (48 g). Beide Flgl beim ^ oben einfarbig dtmkelgrau ohne Zeichnungen, beim £ morardii.
sind die Hflgl im Saumteil sehwach gelbUch angeflogen imd die Vflgl sind in und hinter der Spitze der Zelle
schwärzlich und haben einige helle Flecke in und hinter der schwarzen Farbe. Die Unterseite ist deren von
C. occidentalium ähnlich, aber viel heller. Die Art steht der vorigen sehr nahe, ist aber bedeutend kleiner
und heller gefärbt. Xatal und Xvassa-Land.
C. boisduvali Wallertgr. (48 g) ist eine kleine und dtmkle Art. Beim o sind die Flgl oben dimkel- boisduvali.
braun, vor dem Saume der Hflgl mehr oder weniger gelbbraun aufgehellt imd dort mit schwarzen Postdiscalpunkten
in den Feldern 2 — 6: beim 2 sind beide Flgl heller gefärbt und die Vflgl haben am Vrd die bei den 2 ge-
wöhnhchen, gelbUchen Discal- und Subapicalflecke. Die Vflgl sind bei beiden Geschlechtem unten gelb mit
grauer Spitze, schwarzer Subapicalbinde imd 1 — 2 schwarzen Flecken an der Spitze der Zelle; die Hflgl-Unter-
seiteist durch ihre von Braungrau, Weißgrau imd Schwarz scheckige Farbe ausgezeichnet, die Ringe der Augen-
flecke treten deutlich hervor und .sind braun oder nur schwach gelblich. ■ — Die Rp lebt in Xatal auf Excoe-
caria reticulata, einem dort häufig vorkommenden Baum, sie hat einen dunkelbraunen Kopf und ist an den
Seiten hellbraun und auf dem Rücken rostbraun ; jedes Glied trägt sechs kurze schwarze Domen mit feinen
Stacheln; die Domen des 10.— 12. Ghedes sind deutlich verästelt. Pp hellbraun mit dunkleren Zeichnungen;
ihr Kopf hat zwei stumpfe Spitzen. Die Art ist von Sierra-Leone bis Xatal, Brit. Ost-Afrika und Uganda
verbreitet und tritt in Xatal häufig auf. — kaffana Rothsch. u. Jord. weicht nur auf der L'nterseite durch kaffarm.
dunklere Gmndfarbe der Vflgl und mehr eintönige, oLivenfarbige Gmnde der Hflgl ab. Abessinien.
C. dubiosa Strand ist mir unbekannt und wird in folgender Weise beschrieben: „Oben etwa wie dubxoBo.
boisduvali Wallengr. dunkelbraun mit schwachem olivenfarbigem Schimmer, bisweilen vielleicht fast rein
schwarz; Fransen ganz schwach bleigraulich schimmernd, jedenfalls an den Vflgln mit Andeutung weißhcher
Flecke; diese Flgl sind in der Zelle und im Costalfelde ein wenig dunkler als hinten; unten sind sie ockergelb
mit graubräurdichem Rand und mit großem schwarzem Fleck zwischen der Zelle und der Flgl-Spitze, sowie
einem kleineren Fleck in der Zelle selbst an derDiscocellulare; der äußere, größte, dieser Flecke ist 4 mm lang,
reicbdich so breit und ist hinten mit dem Discocellularfleck verbunden, insbesondere gegen den Vrd sind feine
schwärzliche Sublimbalflecke oder -striche erkennbar. Die Spitze der Untereeite der Vflgl und an der Unter-
seite der Hflgl die Basalhälfte imd die Augenflecke violett, letztere schmal graulich begrenzt und mit dunklerer
Pupille; die EndhäHte im Gmnde graubräunhch, schwach oüvenfarbig angeflogen mit einer etwa 2 mm breiten,
violettüch angeflogenen Saumbinde ; der Augenfleck im Felde 4 ist nur halb so groß wie die übrigen und trägt
keine schwarze Pupüle, derjenige im Felde 7 ist auch etwas kleiner als die übrigen, aber sonst wie diese ; im
Wurzelfelde finden sich in einer Querreihe 3 schwarze, saumwärts konvex gekrümmte, innen heller angelegte
Querhnien. Die Art ist jedenfalls mit morantii Trim. nahe verwandt und möghcherweLse nur eine Varietät
von dieser." Deutsch Ost-Afrika.
206
CRENIS. Von Dr. C. Attrivilijus.
Jioicenais.
nataletisii
garega.
amazoula.
umbrina.
trimeni.
viadagas-
cariensis.
C. howensis Stgr. (48 g; ? als umbrina) kommt der C. boisduvali sclu- nahe und stimmt unten fast
völlig damit überein. Oben weicht das o durch eine breite schwärzhche Längsbinde am Vrd der Vflgl und das
$ durch bedeutendere Größe und hellere gelbbravme Grundfarbe beider Flgl ab : infolge des helleren Grundes
tritt die sclnvarze Farbe am Vrd der Vflgl beim 5^ schärfer als bei boisduvali auf. Madagaskar.
C. natalensis Bsd. Beim o sind beide Flgl oben hellbräunhch mit starkem gelbUchem Schimmer und
vor dem Saume breit gelbUch aufgehellt; die schwarzen Submarginalstriche sind deutüch und ebenso die Post-
discalpunkte, welche jedoch in den Feldern 2—4 der Vflgl fehlen oder undeutlich sind; die Vflgl sind unten
hell graugelb und an der Spitze grau mit scharf hervortretenden schwarzen Postdiscalpunkten in (4) 5^ — S.
vor denselben sind sie etwas verdunkelt, nicht aber schwarz gefleckt ; die Hflgl sind unten hellgrau mit ocker-
gelben oder bräunlichen Querhnien und mattgelben Ringen der Augenflecken. Das C weicht erheblich vom
cJ ab, indem die Spitze der Vflgl oben bis zur Rippe 2 tiefschwarz ist mit zwei schiefen Querreihen gelber Flecke,
von denen die discale aus zwei Flecken in Feld 3 imd an der Zellspitze und die subapicale aus drei Flecken
in 5 — 7 besteht; hierdurch erinnert das $ sehr an das ? von C. trimeni (49a). Von C. boisduvali weicht na-
talensis durch bedeutendere Größe, hellere Oberseite mit deutlichen Postdiscalpunkten der Vfl^ und besonders
durch die viel schwächer gezeichnete und mehr eintönige Unterseite ab. Natal und Transvaal.
C. garega Karsch. (= ansorgei Rothsch. u. Jord., natalensis Hpffr.) , .stimmt in der Zeiclmung der
Oberseite mit ('. mtalensis Bsd. überein, nur ist der dunkelbraune, hellere Flecke einschUeßende breite Vrd-
Saum der Vflgl schmäler und schließt hinten bei Ader M. 3 (= Rippe 4) fast in gerader Linie ab; die Unter-
seite der Hflgl zeigt insofern einen auffallenderen Unterschied, als die gekernten Ringe von der dunklen wel-
ligen Saumhnie weiter nach innen abgerückt erscheinen, als das bei C. natalensis Bsd. der Fall ist. Ueber-
dies sind die Vflgl schmäler, ihr Schnitt ist ein anderer, indem die Spitze deuthcher gestutzt, besonders im
Hinterwinkel spitzer ausläuft, der Außenrd gerxmdet und nicht welüg ist". Beide Geschlechter sind fast
gleich gefärbt; das q hat wie das 2 eine lichte Apicalfleckenbinde der Vflgl, die beim $ unterbrochen ist;
beim letzteren tritt noch im Feld 3 ein großer, hell ockergelblicher Fleck auf; die Unterseite der Hflgl ist auf-
fallend schwach bräunlich, nicht schwärzlich gezeichnet. Kamerun, Mossanibik, Uganda, Abessinien.
C. amazoula Mab. ist eine dritte mit natalensis nahe verwandte Art. Beim o sind die Flgl oben hell
ockergelbhch mit schmaler, dunkler, die Submarginalpimkte erreichende Saumbinde und schwärzlichem
Längsstreifen an der ■NDtte des Vrd.« der Vflgl; beim ? sind beide Flgl im Wurzelteil verdunkelt und die Vflgl
an der Spitze der Zelle schwärzHch mit gelbem Querfleck; die Unterseite der Hflgl hat eine hellgraue, ein-
tönige oder an der Wurzel verdunkelte Grundfarbe ujid schwach ockergelbUche Ringe der Augenflecke; die
Vflgl-Unter.*eite beim 3 ohne schwarze Zeichnungen, beim ? am Vrd breit schwärzlich. Madagaskar.
C. umbrina Karsch. hat wie die drei letztgenannten Arten deutliche schwarze Postdiscalpunkte in
den Feldern 1 b, 4 — 7 der Vflgl-Oberseite, hat aber oben eine viel hellere, hellgraue oder hell tonfarbige Grund-
farbe; die Spitze der Vflgl ist oben graubraun und hat beim o dieselben hellgelben Flecke wie beim ? vom
7iatalen.sis oder trimeni (49 a); die Unterseite der Vflgl hat deutliche schwarze Querflecke hinter der Zellen-
spitze und die Hflgl eine weißliche Grimdfarbe mit hellgrauen oder bräunlichen (nicht ockergelben) Zeich-
nungen. Togo-Land, L^nyoro, Uganda.
C. trimeni Auriv. (49 a) ist gleichfalls den vorigen Arten und besonders der C. natalensis ähnüch,
aber sofort von allen durch die hell blaugraue Grimdfarbe und die sehr großen und dicken hell orangegelben
Ringen der Augenflecke der Hflgl-Unterseite kenntlich. Beim o sind die schwarzen imd gelben Flecken im
Spitzenteil der Vflgl viel undeutlicher als beim ?. Congo-Gebiet, Angola, Deutscli Süd-West-Afrika, Kap-
land, Delagoa-Bay.
C. consors Rothsch. u. Jord. kommt der vorigen Art selir nahe. Beide Geschlechter sind einander
ganz äiuilich und köinien am leichtesten dadurch von trimeni untcr.^chieden werden, daß die Grundfarbe der
Hflgl-Unterseite dunkler blaugrati ist und die Augenflecke kleinere, nur Murzelwärts .ockergeibliche Ringe
haben. Angola, Zambesi.
C. madagascariensis B^d. (49 a) weicht von allen anderen Arten dadurch ab, daß beide Flgl oben
lebhaft gelbbraun sind mit schwarzer Spitzenhälfte der Vflgl; unten sind die Hflgl und die Spitze der Vflgl
weißgrau und jene haben keine Querlinien und nur sehr undeutliche graue Augenflecke. Das ? ist größer und
weicht sonst vom cj nur durch 2 — 3 kleine gelbe Subapicalflecke in den Feldern 6 — 8 der Vfgl ab. Madagaskar.
6. Unterfamilie: Eurytelinae.
Die Gattungen dieser Unterfamilie sind sofort dadinch kenntlich, daß die Rippe 12 der Vflgl an der
Wurzel zu einer großen ellipsoidischen Blase angeschwollen ist,
Hieher gehören kleine bis mittelgroße Tagfalter mit breiten, abgerundeten, am Saume gewellten oder
bisweilen stark gezackten oder geeckten Flgln, welche bei den verschiedenen Gattungen ganz verschieden
gezeichnet sind.
Die Rpn haben, soweit sie bekannt sind, oben auf dem Kopfe zwei sehr lange, fein verzweigte Dornen
und auf jedem KörpergUede 4 — 6 kurze stacheUge Dornen. Pp mit zwei kiurzen imd stumpfen Spitzen am
BYBLIA. Von Dr. C. Auriviijjüs. 207
Kopfe und an den Seiten ausgerandeten Flglscheiden ; der Rücken zwischen dem Hinterkörper und dem
^littelrücken tief eingedrückt.
In der äthiopischen Region kommen fünf Gattungen vor, welche nach der folgenden Uebersicht leicht
unterschieden werden kömien.
Uebersicht der Gattungen.
A. Die Augen nackt.
a. Die Mittelzelle der Hflgl geschlossen, selten fast offen. Die Flgl ohne weiße Querbinde.
*. Der Saum und die Spitze der Vflgl abgerundet.
a. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl aus demselben Punkte, aber nicht gestielt. IVIittlere DiscoceUulare
der Hflgl gebogen und kürzer als die bisweilen sehr undeutliche oder fehlende untere.
1. Byblia.
b. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl gestielt. Mittlere DiscoceUulare der Hflgl gerade und länger als
die untere. 2. M e s o x a n t h a.
**. Der Saum der Vflgl an der Rippe 6 deutUch geeckt ; die Flgl-Spitze scharf. 3. E r g o 1 i s.
,S. Die Mittelzelle der Hflgl ganz offen. Die Flgl auf beiden Seiten mit weißer Querbinde.
4. Neptidopsis.
B. Die Augen dicht haarig. Die Mittelzelle der Hflgl geschlossen. . 5. E u r y t e 1 a.
1. Gattung: IS^blia Hübn.
Die Byblia-Aiten haben braungelbe bis rotgelbe Flgl mit schwarzen Zeichnungen, welche beim ^
viel kräftiger als beim 2 entwickelt sind. Die Ausdehnung der schwarzen Zeichnungen der Oberseite des ^
geht aus der Figur von tndgaris (49 c) am besten hervor. Die Unterseite der Vflgl stimmt ziemlich nahe mit
der Oberseite überein, ist aber blasser gefärbt ; die Unterseite der Hflgl ist dagegen sehr bunt gefärbt und
bei den verschiedenen Formen verschieden gezeichnet.
Die Gattung ist auch in Süd-Asien vertreten und hat in Afrika drei Arten, von denen jedoch die dritte
kaum mehr als eine insulare Ra.sse der zweiten ist. Bei allen Arten tritt eine Zeitform auf, welche durch die
tief kastanienbraunen Querbinden der Unterseite der Hflgl ausgezeichnet ist. Die Arten können am besten
durch die in der folgenden Uebersicht angeführten Keiuizeichen unterschieden werden.
Uebersicht der Arten.
A. Der schwarze Vrd der S^flgl-Oberseite sendet drei schwarze Querstriche in die Mittelzelle hinein imd ent-
sendet dann hinter der Spitze der Zelle einen schmalen, nach außen scharf begrenzten, gegen den Vrd fast
senkrecht stehenden Querstrich, welcher die Rippe 4 erreicht; der gelbe Fleck am Ende der Mittelzelle
^^-ird dadurch viereckig und von den Rippen 4 und 6 begrenzt. Die Hflgl oben etwas vor der Mitte mit
1 (cj) oder 2 ($) Querreihen schwarzer Punkte und beim $ bis zur Wurzel gelb.
1. B. i 1 i t hy i a.
B. Der schwarze Vrd der Vflgl-Oberseite sendet wie bei der vorigen Art drei schwarze Striche in die MittelzeUe
hinein, erweitert sich aber dann hinter der Zelle zu einem großen schwarzen Querfleck, welcher die Rippe 4
erreicht und auf der Rippe 5 nach außen einen Zahn bildet, welcher sich gewöhnh'ch mit der schwarzen
Submarginalbiude vereinigt ; der gelbe Fleck am Ende der MittelzeUe wird dadurch fast dreieckig und
ist vorne gewöhnlich durch die Rippe 5 begrenzt. Die Hflgl oben an der Wurzel schwarz, dann aber mit
einer breiten heUen Querbinde, in der jedoch keine schwarze Punkte stehen.
a. Die breite Discalbinde der Hflgl-Unterseite ist auf der Innenseite fast gerade oder sanft gebogen, höch-
stens an der Rippe 5 stumpfwinkeUg gebrochen. 2. B. a c h e 1 o i a.
^. Die breite Discalbinde der Hflgl-Unterseite ist auf der Innenseite in Feld 5 deutUch atisgeschnitten.
3. B. a n V a t a r a.
B. ilithyia. Die Hflgl stets unten mit weißer fast zusammenhängender Saumhnie und vier braune
oder braiuigelbe Querbinden, welche durch drei weiße Querbinden oder Fleckenquerreihen getrennt sind. —
ilithyia Drury (49 c). Die Querbinden der Hflgl-Unterseite braun mit deuthcher schwarzer Begrenzung; die ilithyia.
dritte Querbinde nach außen schwarz mit weißen Punkten. — fa. polinice Cr. weicht nur durch die helleren, poUnice.
mehr gelblichen Querbinden der Hflgl-Unterseite von der Hauptform ab. — fa. badiata Grünb. zeichnet sich da- badiata.
durch aiis, daß die Querbinden der Hflgl-Unterseite breiterund einfarbig dunkel kastanienbraun sind; die
zwei inneren sind wie bei den anderen Formen durch schwarze Pimkte und Striche begrenzt, die dritte aber
ist nicht oder nur undeutUch schwarz gesäumt und hat keine weiße Punkte an der Außenseite; Uebergänge
zu den anderen Formen sind nicht selten. — • Rp grün mit braimem Kopfe, zwei langen grünen Kopfdomen
und auf jedem GHede mit sechs kurzen, warzenähnhchen. an der Spitze stachehgen Domen; lebt in Xatal
auf eine häufige, kletternde Art der Gattung Tragia. Die Art kommt überaU auf deni Festlande Afrikas und
in Arabien vor.
cula.
cratneri.
20S MESOXANTHA; ERGOLIS. Wm Dr. C. Aurivillius.
acheloia. B. acheloia Wallengr. (49 b). Die Hauptform ist sofort daran kenntlich, daß die weißen Punkte
am Saume der Hfigl-Unterseite völlig fehlen und hat breite, dunkel kastanienbraune Querbinden der Hflgl-
Unterseite; die dazwischen liegenden weißen oder weißlichen Querbiiiden sind schmal und oft in Flecke auf-
gelöst ; die Vflgl sind unten am Saume breit kastanienbraun mit 3 — 4 weißUchen Subapicalflecken in den Fel-
vulgitris. dern 5 — 8. Süd-Afrika bis Abessinien. — ■ fa. vulgaris Stgr. (49 c Oberseite) ist die Regenzeitform von achelaia
und hat wie diese auf der Unterseite der Vflgl eine breite zusammenhängende, gegen den Vrd erweiterte Saum-
binde, welche jedocli heller braun oder gelb ist; che Hflgl sind unten sehr abweichend, indem sie deutliche
weiße Saumpunkte und hellere Querbinde haben; die dritte Querbinde ist nach außen breit schwarz mit weißen
Punkten. Süd-Afrika bis Abessinien. Eine Aberration mit je einem großen, weißen Längsfleck in den Fel-
aJbitrima- dem 2, 3 und 5 der Vflgl wird von Strand ab. albitrimacula genannt. — crameri Auriv. (49c, als vulgaris
U.) ist der vorigen Form sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl unten am Saume in den Feldena
4 — 8 kurze und fast freie, gelbe Submarginalflecke haben; sie ist die westafrikanische Rasse und von Sierra-
fasciata. Leone bis Angola und Uganda verbreitet. — fa. i usclata Rothsch. u. Jord. ist die seltene Trockenzeit form von
crameri und ist bisher nur von der Goldküste bekannt; sie ähnelt auf der Unterseite der Hflgl der Form ache-
boydi. loia. — boydi Dixey weicht von den übrigen durch den sehr kleinen, nach vorn zugespitzten gelben Discalfleck
im Felde 1 b der Vflgl-Oberseite ab; sonst schließt sie sich am nächsten der Form crameri an, hat aber sehr
dunkle schwarzbraune Querbinden der Hflgl-Unterseite. Sokotra.
anvaiara. B. anvatara Bsd. Die Saumbinde der Vflgl-Unterseitc \\ie bei acheloia und vulgaris; die Hflgl unten
seriata. mit denen von vulgaris übereinstimmend. Madagaskar und Comoren. ■ — fa. seriata Rothsch. u. Jord. ist
die Trockenzeitform und stimmt lünsichtUch der Färbung der Hflgl-Unterseite sehr genau mit acheloia über-
eil!. Madagaskar und Comoi'en.
2. Gattung: Meisoxaiitlia Auriv.
Die einzige Art die.ser Gattung wurde früher bei Eitrytela geführt, weicht aber davon durcli die Flgl-
Form völlig ab und von allen übrigen Eurytehden luitersclieidet sie sich durch die eigentümliche Zeichnung.
Die Unterseite beider Flgl zeigt deuthche mimetische Anklänge an die Acraeen. Die Entwicklungsstadien
sind unbekannt.
ethosea. M. ethosea Drury (49 b). Beide Flgl oben 'schwarz und in der Mitte ausgedehnt hellgelb gefärbt;
die hellgelbe Farbe der Vflgl bedeckt die Felder Ib — 3 außer am Saume und einen schmalen Streifen der Mittel-
zelle und beim $ auch einen großen Teil des Feldes 4; auf den Hflgln sind nur die Ränder schwarz. Die
Unterseite ist matt ockergelblich oder graugelb mit schwarzen Rippen und mit einem schwarzen Punkt in der
Zelle der Vflgl und mehreren schwarzen Punkten an der Wurzel der Hflgl, von denen drei am Ird ringförmig
luid gelb gekernt sind; am Saume finden sich weißliche Flecke, welche nach innen durch dicke schwarze Striche
auf den Falten begleitet sind. Sierra-Leone bis Angola imd Toro.
;5. Ciattuny: Krj;'o]is Westw.
Mittelgroße Falter mit breiten dunkel gefärbten Flgln oluie helle Flecke. Die Vflgl haben scharfe
Spitze mid eckigen Saum ; die Hflgl sind abgerundet und wellenrandig. Die Zeicimung besteht bei allen Arten
aus schwarzen oder braimen Querlinien oder Querbinden.
cnofreo.3 E. enotrea Cr. (49 c). Die Grundfarbe der Oberseite an der Wurzel und am Saume schwarzbraun
((^) oder rötlielibraun ($), in der Mitte aber mehr oder weniger ausgedehnt blaugrau; die Querlimen fein und
wenig scharf hervortretend. Sierra-Leone bis Angola und Kavirondo.
paijen- E. pagenstecheri Suff. (= murina Bartel) (49 c). Beide Flgl oben mit eintönig grauer Grundfarbe
stechen, und braunen Querbinden, von denen die discale breit und zusammenhängend ist ; ein kleiner weißer Sub-
apicalfleck am Vrd der Vflgl; die Unterseite ist viel dunkler mit rotbraunen Binden; Saum beider Flgl stark
auraniiacti. gewellt oder gezackt. Kamerun, RuAvenzori, Ruanda und Deutsch Ost-Afrika. — ab. aurantiaca Heran weicht
nur durch hellere, gelbgraue Grundfarbe und rötliche Querzeichnungen der Oberseite ab.
alphaea. E. alphaea Drury wurde schon 1782 nach einem Stücke aus Sierra-Leone von Drtjry abgebildet
und beschrii'ljen, ist aber seitdem mcht wiedergefunden worden. Die Abbildung ist vielleicht schlecht ausge-
führt und stimmt nicht gut mit der Beschreibung überein. Nach der Beschi-eibung sollen die Flgl oben ton-
farbig sein mit einem hellen Fleck nahe der Spitze der Vflgl und feinen gewellten undeutlichen Querhnien.
Die Beschreibung paßt ziemlich gut auf pagenstecheri.
aclisanes. E. actisanes Heiv. (49 d) ist größer als die übrigen Alten und hat eine eintönig dimkel graubraune
Grundfarbe der Oberseite mit scliAvärzlichen Querlinien und oft rotbraiuier Grundfarbe zwischen den Linien;
die Unterseite ist dunkler mid der Saum beider Flgl viel scln^ächer gewellt als bei den anderen Arten. Kamerun
bis Gongo.
Ausgegeben 10. I. 1913. NEPTIDOPSIS; EURYTELA. Von Dr. C. AuBiviLLius. 209
4. Gattung: [Mepticlopsis Auriv.
Kleine schwarze oder schwärzliche Falter mit weißen- Zeichnungen und gewelltem oder gezacktem
Saume beider Flgl. Die weißen Zeichnungen erinnern selir an die von Neptis und bestehen oben aus einer
mehr oder weniger in Flecke aufgelöste Discalbinde der Vflgl und einer breiten zusammenhängenden Mittel-
binde derHflgl; vor demvSaume verlaufen 3 — 4 feine weiße Querlinien und auf denHflgln liegen z-\^aschen der
Mittelbinde und den Saumlinien eine Reihe von großen schwarzen Flecken. Die weißen Discalflecke der Felder
la — 4 der Vflgl sind durch eine dunkle, bisweilen scharf gezackte Querlinie geteilt. Auf der Unterseite treten
außer den weißen Zeichniuigen der Oberseite auch im Wurzelteil melu-ere weiße Flecke oder Binden auf, wozu
kommt, daß die Saumlinien verdickt und mehr oder weniger zusammengeflossen sind.
Pp mit zwei breiten Kopfspitzen, ohrenförmig ausgebuchteten Schultern, bogenförmig hervorstehen-
dem oberen und hinteren Rand der Flglscheiden, einer Spitze auf dem Mittelrücken und einer an der Wurzel
des Hinterleibes.
N. ophione hat den Saum beider Flgl fast gleichförmig gebogen und stark gewellt, an der Rippe 6
der Vflgl aber nur schwach und stumpf hervortretend. Die weiße Querbinde der Vflgl ist zwischen dem Hrd
und der Rippe 4 in Flecke aufgelöst und die Flecke sind durch gerade Striche geteilt ; die Mittelbinde der Hflgl
nicht unregelmäßig eingeschnitten ; der Wurzelteil beider Flgl unten mit getrennten, scharf begrenzten weißen
Zeichnungen; die schwarzen Postdiscalflecke der Hflgl alle deuthch und groß, unten hell geringelt. — ophione ophione.
Cr. (49 d). Die Hflgl am Analwinkel und an der Spitze schwärzlich. Sierra-Leone bis Angola mid Uganda.
— ab. nucleata Grünb. ,,Der weiße Subapicalfleck im Felde 2 der Vflgl-Oberseite umschheßt einen scharfen nudeata.
schwarzen Querfleck von nicht ganz 1 mm Breite und 2 mm Länge; auch der Subapicalfleck im Felde 1 b
zeigt am vorderen Rand die Andeutung eines schwarzen Kernfleckes." Ruwenzori. — velleda 3Iab. (49 d) velleda.
ist die ostafrikanische Rasse und leicht daran kenntlich, daß die Hflgl am Anal-nankel und am Vrd dicht vor
der Spitze mehr oder weniger rotgelb sind. Deutsch-Ost-Afrika bis Abessiiüen.
N. fulgurata hat den Flglsaum sehr unregelmäßig gezackt, an der Rippe 6 der Vflgl scharf geeckt
und zwischen den Rippen 4 und 6 der Hflgl tief ausgeschnitten. Die weiße Mittelbinde der Hflgl ist unregel-
mäßig ausgeschnitten und an der Rippe 6 weit nach außen hervortretend ; die weiße Discalbinde der Vflgl ist
bis zur Rippe 4 zusammenhängend und durch eine scharf gezackte dunkle Linie geteilt. — fulgurata Bsd. fulgurata.
Die Unterseite beider Flgl im Wurzelfelde und am Saume weiß oder hellgrau, ohne deuthch getrennte Flecke.
Madagaskar. — platyptera Rothsch. u. Jord. (49 d). Die Flgl unten an der Wurzel mit deuthchen weißen platyptera.
Flecken und Linien und im Saumteil mit scharf hervortretenden braunen und weißen Zeichnungen. Oben
sind die Flgl fast wie bei der Hauptform gezeichnet. Deutsch und Brit. Ost-Afrika. — pseudoplatyptera pseudo-
Strand hat eine breitere, 5 — 7 mm breite und saumwärts mehr abgerundete ÄDttelbinde der Hflgl. Die V^at'yplera.
Unterseite wie bei platyptera aber mit 2 mm breiter, weißer Submarginalbinde. Madagaskar.
5. Gattung: Eurytela Bsd.
Durch die dicht behaarten Augen weicht diese Gattung von den übrigen ab. Die Arten sind oben ein-
fach gezeichnet; sie haben eine dunkle, schwarze oder schwarzbraune Grundfarbe und eine gemeinsame helle
Querbinde, welche lünter der Älitte verläuft und sich vom Ird der Hflgl cUcht vor dem Analwdnkel bis zur
Rippe 4, 5 oder 6 der Vflgl erstreckt. Auf der Unterseite tritt die Mittelbinde auch mehr oder weniger deut-
lich auf und außerdem unregelmäßige Querreihen oder Querlinien rotbrauner Flecke, welche bisweilen silber-
weiß begrenzt .sind.
Rp mit zwei langen, stachehgen Kopfdornen luid auf jedem Gliede 4 kurzen Dornen, zwei auf dem
Rücken und je einem unterhalb des Atemloches. — Pp mit zweispitzigem Kopfe, scharf gerandeten, an den
Schultern und an den Hinterecken hervortretenden Flglscheiden und pyramidenförmig erhabenem Rücken.
E. hiarbas. Die Querbinde der Oberseite weiß oder selten gelb, dann aber in der ]VEtte der Hflgl
nur 4 mm breit. — hiarbas Drury (49 e). Saum der Vflgl an der Rippe 6 stumpf her\-ortretend, der Hflgl hiarbas.
abgerundet. Die weiße Querbinde erreicht die Rippe 5 oder 6 der Vflgl, ist auf den Hflgln 6 — 6,5 mm und
an der Rippe 3 der Vflgl 3—5 mm breit. Sierra-Leone bis Angola. — abyssinica Rothsch. ii. Jord. Flgl- abyssinica.
form wie bei hiarbas; die weiße Querbinde erreicht nur die Rippe 4 der Vflgl mid ist fast ebenso schmal wie
bei angustata; Vflgl am Saume röthchbraun. Abessinien. — lita Rothsch. u. Jord. ist die ostafrikanische Uta.
Rasse und weicht von angustata nur dadurch ab, daß die Flgl etwas stumpfer geeckt und die Vflgl oben bis
zum Saume schwarz sind. Nyassaland, Deutsch-Ost-Afrika, Brit. Ost-Afrika. — angustata Auriv. Vflgl an angustata.
der Rippe 6 scharf geeckt und die Hflgl an den Rippen 3 und 4 schärfer gezackt; die weiße Querbinde er-
reicht nur die Rippe 4 der Hflgl, ist nach vorn stark zugespitzt und auf den Hflgln nur 3 — 4 mm breit; die
Vflgl oben am Saume mehr oder weniger breit rotbraun. — -ab. flavescens J«nv. hat gelbe Querbinde, stimmt flavescens.
aber sonst völlig mit angustata überein. Natal. — Rp grasgrün mit weißer, aus schiefen Strichen gebildeter
Seitenlinie und dunkelbraunem Kopfe; lebt auf Tragia. Pp grün mit schwarzen Strichen und Punkten, oder
fleischfarbig mit grünen Zeichnungen. Süd-Afrika
Xni 27
210 EURYTELA. Von Dr. C. Attrivillius.
E. dryope. Die Querbinde der Oberseite ist gelb, in der :Mitte der Hflgl wenigstens 7 mm breit und
dryove liegt gewöhnlich viel näher am Saume als bei hiarhas. — dryope Cr. Die kastanienbraunen Flecke der Unter-
seite groß und getrennt, nicht zu zusammenhängenden Querbinden vereinigt; in Feld Ib der Vflgl stehen
entweder nur zwei solche Flecke oder drei, von denen jedoch die zwei äußeren einander stark genähert smd;
der Saum der Vflgl an der Rippe 6 stumpf abgerundet, kaum geeckt; der dunkle Saum der Hflgl-Oberseite
oLinM nur 2—4 mm breit. Sierra-Leone bis Congo. — alinda Mab. (49 e) ist größer als die Hauptform und hat
anaulata eine 7—8 mm breite schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite. Elfenbeinküste und Kamerun. — angulata
Auriv. (49 e, als dryope). Saum der Vflgl an der Rippe 6 deutlich geeckt; die braunen Flecken der Lnter-
seite smd kleiner und mehr oder weniger vollständig zu Querbmden oder Querlinien veremigt; m Feld Ib
der Vflgl stehen drei dunkle Querstriche, gleich weit von einander entfernt oder der zweite etwas näher am
ersten als am dritten; die Querbmde der Oberseite ist ockergelb und erreicht nicht den Saum; die braunen
Querlinien der Unterseite ziemlich breit und uneben. Die Entwicklungsstadien stimmen so genau mit denen
von hiarhas angustata überein. daß sie nach Miß Fot;>-taesE nicht unterschieden werden köimen. Nach den
merkwüi-digen Entdeckungen im Betreff anderer afrikanischer Arten, welche m den letzten Jahren gemacht
worden sind, wäre es nicht überraschend, wenn hiarhas sich als eine Form von dryope herausstellte; bisher
lineata. ist es jedoch nicht gelungen, die eine Art aus den Eiern der anderen zu züchten. — lineata Äuriv. steht der
vorigen Form sehr nahe und weicht nur durch die schmalen und wenig gebrochenen Querlinien der hellen Unter-
narinda seite ab. Madagaskar. — narinda Ward ist ebenfalls den beiden näclist vorhergehenden Formen ähnlich,
liat aber eine sehr dunkel rotbraune Unterseite und eine rötlichgelbe Querbmde der Oberseite, welche den
Saum erreicht und dort nur durch die schwarze Submargmallinie unterbrochen wird; der Saum der Vflgl ist
an der Rippe 6 stumpf hervortretend, aber kaum geeckt. Madagaskar.
7. Unterfamilie: Vanessinae.
Als für alle Gattungen dieser Unterfamilie gemeinsam kann angeführt werden, daß die Präcostalrippe
der Hflcrl aus der Rippe 8 nach deren Trennung von der Mittelzelle entspringt, daß keine der Rippen an
der Wurzel aufgeblasen ist, daß der Stiel der Rippen 7 und 8 der Vflgl immer länger als die Rippen selbst
ist und daß die Palpen nicht aufgeblasen sind. Die Flgl sind gewöhnlich mehr oder weniger geeckt.
Die Rpn haben am Körper mehrere Reihen steifer und geästeter Dornen und die Ppn sind eckig
und haben zwei Kopfspitzen. , ,•• r- i
Hierher gehören melirere Gattungen mit zahlreichen Arten, von denen viele zu den hautigsten und
am besten bekannten Tagfalter der äthiopischen Region gehören.
Uebersicht der Gattungen.
■ A^^er^Saum der Vflgl an den Rippen 5 und 6 nicht hervortretend, gerade oder sogar ausgerandet; die
Flgl-Spitze dagegen an der Rippe 9 scharf, recht- oder spitzwinkelig hervortretend. Die Rippen 10
mid 11 der Vflgl beide frei aus der Mittelzelle. 1- Kallinia.
B Der Saum der Vflgl an der Rippe 6 (oder 5) mehr oder weniger eckig hervortretend; die eigentliche Flgl-
spitze (am Ende der Rippe 9) dagegen gewöhnlich zurückgezogen und abgerundet, selten spitz hervor-
a) Die Rippe 1 1 und gewöhnlich auch die Rippe 10 der Vflgl entspringen frei aus dem Vrd der Mittel-
zelle vor der Zellenspitze. o • i j t>-
* Die Rippen 5 und 6 der Vflgl fast aus demselben Punkte; die Rippe 10 aus dem Stiele der Kip-
pen 7—9 ; die :\nttelzellen offen. 2. A p a t u r o p s i s.
**. Die Rippen 5 und 6 der Vflgl an ihrem Ursprünge durch einen gebogenen mittleren Discocel-
lularis deuthch getrennt.
a) Die Mittelzelle der Vflgl deuthch geschlossen.
1. Die Palpen schwarz mit scharf hervortretenden weißen Zeiclmungen.
3. H y p o 1 i m n a s.
2. Die Palpen einfarbig ohne Flecke. 4. Salamis.
b) Die Mittelzelle aller Flgl offen (oder äußerst fein geschlossen).
1. Der Saum der Vflgl an der Rippe 5 am weitesten hervortretend. Fühlerkolbe schAvach
und allmählich verdickt, drehrund. 5. C a t a c r o p t e r a.
2. Der Saum der Vflgl an der Rippe 6 am weitesten hervortretend. Fühlerkolbe deuthch
abgesetzt, mehr oder weniger flachgedrückt. 6- P r e c i s.
ß) Die Rippen 10 imd 1 1 der Vflgl entspringen beide hinter der Spitze der Mittelzelle aus dem Stiele
der Rippen 7 — 9. Die IVIittelzellen geschlossen. 7. V a n e s s u 1 a.
II. Augen dicht haarig.
A. Die Hflgl mit gleichmäßig gebogenem nicht geecktem' Saume. 8. P y r a m e i s.
B. Die Hflgl am Ende der Rippen 1 c, 2 und 4 geeckt, oder geschwänzt. 9. A n t a n a r t i a.
KALLIMA. Von Dr. 0. AueivilliüS. 211
1. Gattung-: ICalliiua Westw.
Vflgl breit dreieckig mit geradem Hrd, stark gebogenem Vrd, scharfer Spitze mid geradem oder schwach
ausgerandetem, nach hinten an den Rippen 3 und 2 etwas bauchig ausgebogenem Saume. Die Hflgl am
Anahnnkel gelai^pt oder geschwänzt; auf beiden Seiten oder wenigstens unten mit Augenflecken in den Fel-
dern 2 und 5 und bisweilen auch in 3 und 4.
Rp Vanessa-ähnlich mit zwei langen Dornen am Kopfe und je 6 stachehgen Dornen an den Glie-
dern 2 — 11. Pp eckig mit zwei Spitzen am Kopfe, einem hohen pyramidenförmigen Höcker auf dem Mittel-
rücken und je zwei kegelförmigen Zapfen am Rücken der mittleren Hinterleibsringen.
Die afrikanischen Arten sind kleiner und weniger blattähnlich als die wohlbekannten Arten aus Süd-
Asien. Die Gattung kommt nicht auf Madagaskar vor.
Erste Gruppe.
Die Hflgl breit und abgerundet niit mehr oder weniger gewelltem Saume. Die dunkle Mittellinie der Hflgl-Un-
terseite, welche sich vom Analwinkel bis zuui Vrd erstreckt, setzt sich auf den Vflgl nur bis zur Rippe 2 fort oder ist
dort gegen die Mitte des Vrds gerichtet.
K. rumia Dbl. u. Ww. (49 f.). Flgl beim ^ oben dunkelbraun; die Vflgl mit breiter violettblauer™»'"«.
Mittelbinde und schmaler roter Subapicalbinde ; die Hflgl fast einfarbig mit undeutlicher grauer Submarginal-
linie und 2 — A Augenflecken; beim größeren $ haben die Vflgl eine weiße Mittelbinde, welche sich von der
Mitte des Vrds bis zur Rippe 3 erstreckt und von einem dreieckigen weißen Fleck im Feld 2 begleitet wird,
und 3 — 4 gerundeten weißen Submarginalflecken ; die Subapicalbinde fehlt; die Hflgl oben hinter der Mitte
mit einer sehr breiten, unscharf begrenzten, gelbgrauen oder gelblichweißen Querbinde. Die Unterseite bei
beiden Geschlechtern braungelb mit dunklen Querlinien und hellen Zeichnungen, wie die Figur zeigt. Die
Hflgl am Analwinkel nur kurz gelappt. — -Rp rötlichgrau mit breiter schwarzer Rückenlinie und dunklen, schie-
fen Seitenstrichen; sie hat einen dunkelbraunen mit zwei langen Dornen bewaffneten Kopf; der Körper ziem-
lich dicht weißlich behaart und mit hellen Dornen ; das erste Glied ist unbewaffnet, die Glieder 2 — 1 1 haben je 6 und
die Glieder 12 und 13 je 2 Dornen. Pp grün, rötlich gewässert. Elfenbehiküste bis Congo. — -ab $ amiru amiru.
Suff, weicht nur dadurch ab, daß die Querbinde der Vflgl zum Teil rahmgelb statt weiß ist. Togo. — rattrayi raUrayi.
Em. Sharpe (= kassaiensis Niepelt) ist eine östliche Rasse, welche im männlichen Geschlecht nur durch un-
deutliche Subapicalbinde der Vflgl und Augenflecke der Hflgloberseite von der Hauptform abweicht, aber im
weiblichen dadurch ausgezeichnet ist, daß die Hflgl oben einfarbig ohne helle Querbinde sind und die Vflgl
einen größeren weißen Subapicalfleck haben ; ihre Querbinde ist wie bei amirw gelblich. Kassai-Fluß und Uganda.
i ' K. jacksoni Em. Sharpe (50a) ist eine sehr schöne und seltene Art, welche durch die sehr scharfe, jacksoni.
etwas sichelförmige Spitze der Vflgl und den an der Rippe 5 schwach wmkelig ausgezogenen Saum der Hflgl
von rumia abweicht; der Analwinkel bildet ein stumpf abgerundetes, aber fast 5 mm langes Schwänzchen.
Beide Flgl oben bis weit über die Mitte hinaus lebhaft hell grünlichblau mit 3 weißen Discalpunkten und 3
Submarginalpunkten in den Feldern 2 — -4 und einem kleinen weißen Subapicalfleck der Vflgl und drei schwar-
zen Punkten der Hflgl in den Feldern 4 — ^6 am Außenrande der blauen Farbe ; der braune Saumteil der Hflgl
ist etwa doppelt so breit wie die Saumbinde der Vflgl und weniger scharf begrenzt. Die Unterseite ist dunkel
graubraun mit dunkler Mittellinie, welche auf den Vflgln von der Mitte des Hrds bis zur Mitte des Vrds ver-
läuft und ganz gerade ist; die Vflgl mit einem deutlichen Augenfleck im Feld 2 und einigen dunklen Quer-
linien hl der Zelle. Nordöstliches Congo-Gebiet und in Kavirondo.
Zweite Gruppe.
Die Hflgl von vorn nach hinten in die Länge gezogen und mit völlig ganzrandigem Saume. Die dunkle Quer-
hnie der Hflgl- Unterseite setzt sich auf den Vflgl bis zur Rippe 5 deutlich fort und ist gegen die Flgispitze gerichtet. Das
Schwänzchen der Hflgl lang, gerade oder etwas gebogen und zugespitzt.
K. cymodoce Cr. (49 f.). Beide Flgl oben schwarzbraun, am Saume etwas heller braun und im Wurzel- cymodocc.
teil wenigstens bis zur Rippe 3 stark blauviolett schillernd; vor dem Saume eine schwarze Submarginallinie
und vor der Spitze der Vflgl an der Wurzel des Feldes 7 ein weißlicher Punkt; die Vflgl mit 3—4 mm
breiter, orangegelber, sanft gebogener Subapicalbinde, welche sich vom Vrd bis zur Rippe 3 oder 2 erstreckt
oder sogar die Rippe 1 erreicht, nach hinten aber undeutlicher wird; em deutlicher Augenfleck in Feld 2
der Hflgl und bisweilen auch in Feld 2 der Vflgl ; die Unterseite ist sehr dunkel leberbraun und mit gelblichen
Schuppen bestreut. Die Art ist nach Arnold Schulze sehr flüchtig und, wenn sie sich im dichten Unterholze
einmal gesetzt hat, nicht wieder zu finden; sie fliegt auch beim Klopfen der Büsche nicht auf. Niger bis
Angola. — lugens A. Schnitze weicht nur dadurch ab, daß die Subapicalbinde der Vflgl-Oberseite sehr schmal, luoens.
undeutlich und olivgrau ist. Süd-Kamerun.
K. ansorgei Rothsch. (= incerta Griinh.) ist wahrscheinlich die östliche Form von cymodoce und amorgei.
weicht nur dadurch ab, daß die Subapicalbinde der Vflgl völlig fehlt und beide Flgl oben bis über die Mittel-
212 APATUROPSIS; HYPOLIMNAS. Von Dr. C. AuhivilliüS.
zelle hinaus lebhaft grünlichblau sind ; die blaue Farbe ist saumwärts scharf begrenzt und bei jeder Beleuchtung
deutlich. Uganda und im Innern von Kamerun bei Babungo, 1500 m (A. Schtjltze).
2. Gattung: ApafiiropKis Auriv.
Die Vflgl sind dreieckig mit mäßig gebogenem Vrd und an der Rippe 6 geecktem, und dahinten tief
eingebogenem Saume. Die Hflgl sind beim (^ am Anahvinkel deutlich ausgezogen. Die Mittelzellen sind
offen und die Rippe 10 der Vflgl entspringt hinter der Zellenspitze; die Präoostalrippe der Hflgl ist saum-
wärts umgebogen. Die Gattung stimmt in der Flglform mit Tlialeropis Stgr. und im Rippenbau mit Dilipa
Moore überein, weicht aber von beiden durch die nackten Augen ab.
Es wäre möglich, daß Apaturopsis nicht zu den Vanessinen, sondern zu den Apaturinon gehört. Dies
kann aber nur durch die Entdeckung der Entwicklungsstadien entschieden werden.
Beide Arten sind wenig bekamit und noch sehr selten in den Sammlungen.
cleocharis. A. cleocharis Z^e»'. (50 e). Die Hflgl und die Wurzelhälfte der Vflgl oben braungelb ; jene mit schwar-
zem Spitzenfleck, schwarzer Linie dicht vor dem Saume und kleinen schwarzen Submarginalflecken in den
Feldern 2 — 5, diese durch eine zackige schwarze Querlinie in einen inneren bräunlichen inid einen äußeren
gelblichen Teil geteilt; die Spitzenhälfte der Vflgl schwarz mit zwei kleinen weißen Subapicalpimkten und
gelben Discalflecken in 1 b, 3, 4, 5 und 6; Unterseite gelbbraun und gelbgrau mit bräunlichen Flecken und
Strichelchen. Das $ ist größer und hat die Hflgl am Analwinkel völlig abgermidet. Gaza-Land, Angola, Congo-
Gebiet und Uganda.
kilusa. A. kWusA SmifJi {50c) ist der vorigen Art ähnlich, entbehrt aber die weißen Subapicalpimkte der Vflgl
und die dunkle Saumlinie der Hflgl; die Unterseite der Vflgl ist auch viel dunkler als bei cleocharis. Nord-
west-Madagaskar.
3. Gattung: H.vpoliiuiiaK Hbn.
Palpen lang vorgestreckt, anliegend beschuppt, schwarz mit weißen Flecken. Fühler mäßig lang,
die Mitte des Vrds der Vflgl nicht überragend; ihre Kolbe deutlich abgesetzt, eiförmig, wenig flachgedi-ückt.
Flgl groß und breit ; die Vflgl am Ende der Rippe 6 mein- oder weniger geeckt oder ausgebogen und dahinten
ausgerandet ; Hflgl abgerundet oder am Analwinkel ein wenig ausgezogen, ihr Saum gewellt, gezackt oder
bisweilen fast ganzrandig.
Rp mit zwei langen Scheiteldornen am Kopfe, zwei kurzen Dornen jederseits am ersten (Uiede und
8 — 10 in einer Querreihe an den Gliedern 2 — 11. — Pp mit zwei kurzen stumpfen Kopfspitzen, mäßig er-
habenem Mittelrücken und kurzen kegelförmigen Dornen des Hinterleibes.
Die Arten sind mittelgroße t)is große Nymphaliden und in den Tropen der alten Welt weit verbreitet.
In der äthiopischen Region sind sie sowohl auf dem Festlande wie auf den Inseha vertreten.
Die AVeibchen einiger Arten weichen in Zeicluiung und Färbinig von dem ^J völlig ab und zeigen mi-
metische Anpassungen an Danaiden. Eine andere Art, H. dubius, ist durch ihren außerordentlichen, erst
neuerdings entdeckten Formenreichtum ausgezeichnet.
Die äthiopischen Arten können auf 4 Gruppen verteilt werden.
Uebersicht der Gruppen.
I. Die Mittelzelle der Hflgl deutlich geschlossen. Die Palpen unten mit breitem, zusammenhängendem weißem
Längsstreif, welcher wenigstens die Spitze des zweiten Gliedes erreicht. Misippus-Gvwp'pe.
II. Die Mittelzelle der Hflgl offen oder äußerst fein geschlossen. Die Hflgl unten ohne schwarze Querstriche
in Feld 7. Die Palpen unten nur mit zwei getrennten weißen Flecken, der eine an der Wvu'zel des ersten,
der andere an der des zweiten Gliedes.
o;. Die Mittelzelle der Vflgl einfarbig schwarz oder höchstens mit einem bläulichen Streifen. Die Vflgl
ohne breite weiße Subapicalbinde, oft aber mit freien gerundeten Submarginalflecken.
Salmacis- Gruppe .
ß. Die Mittelzelle der Vflgl mit einem weißen Fleck oder, wenn dieser Fleck fehlt, die Vflgl mit brei-
ter weißer Subapicalbinde.
1. Die Vflgl ohne weiße Subapicalbinde und ohne weißen Hrdfleck, in der Mitte aber mit weißen Flecken
an der Wurzel der Felder 2, 3 (und 4). i)iwarcÄa- Gruppe.
2. Die Vflgl hinter der Mitte mit einer gegen den Vrd fast senkrecht stehenden, aus Flecken der Fel-
der 4 — 6 gebildeten weißen oder bläulichen Subapicalbinde und außerdem mit weißer Mittelbinde
oder mit weißem Hrdfleck. i)M&ia-Gruppe.
HYPOLIMXAS. Von Dr. C. AxTRiviLLnjs. 213
Misippus- Gruppe.
Die (J(J sind oben schwärzlich mit einem großen weißen Fleck in der Mitte aer Hflgl und zwei weißen Flecken der ^■flgl
einena in der Mitte aus 3 — 5 Flecken der Felder (2) 3 — 5 (6) und einem vor der Spitze aus 2 — 3 Fltcken der Felder 6 — 8; diese
weißen Zeichnungen oind von einem blau oder violett schillernden Ring umgeben. Die Weibehen sind den q^ gewöhnlich sehr
unähnlich und bilden sehr viele Ea.«sen und Formen.
H. bolina L. (Bd. 9 p. 547, Taf. 118 b) gehört eigentlich der indo-australischen Region an, in der bolina.
sie einen außerordentlichen Reichtum von Formen aufzuweisen hat. In der äthiopischen Region hat sie sich
bisher nur auf den Inseln Sokotra, Lemka (bei Sokotra) und Mauritius eingebürgert. Auf der letztgenannten
Insel sind nur ein paar Stücke angetroffen worden, welche vielleicht nur eingeschleppt sind. Das ^ von bolina
unterscheidet sich vom misippus-^ durch die kleineren weißen Zeichnungen der Oberseite und besonders durch
die weiße ißttelbinde der Hflgl-Unterseite, welche nicht halb so breit, nur 4 — 5 mm ist. Die Sokotra-Form
schließt sich der südindischen und auf Ceylon vorkommenden Rasse eng an und hat eine Weibchenform, welche
mit jacintha Don. (Bd. 9 Taf. 119 b) übereinstimmt.
H. misippus L. (Bd. 1, Taf. 60 c). Beim Männchen sind die weißen Zeichiaungen der Oberseite größerund misippus.
mehr gerundet als bei bolina und die Hflgl haben unten eine etwa 10 mm breite weiße Mittelbinde, welche sich
vom Ird bis zur Rippe 8 erstreckt und in Feld 7 ein bis zwei schwarze Querstriche hat. Das $ ist stets demcj
ganz unähnlich und ahmt die Formen von Danaida chrysipjnts und dorippus nach. Das typische $ ähnelt
der t\^ischen D. chrysippus und hat dementsprechend die .Spitzenhälfte der Vflgl schwarz mit weißer Quer-
binde und weißem Subapicalfleck ; die Wurzelhälfte der Vflgl und die Hflgl sind oben braungelb ; die letzteren
haben eine 4 mm breite weißpunktierte Saumbinde; unten sind die Spitze der Vflgl und die Hflgl ockergelblich,
und die Hflgl haben einen schwarzen Fleck an der Wurzel von Feld 5 und einen schwarzen Querstrich in 7;
die weißen Flecke der Saumbinde sind größer als oben; der Wurzelteil der Vflgl-Unterseite ist dunkelbraun
und ist durch eine schwarze Querbinde von den weißen Flecken der Felder 3 — 6 getrennt. ■ — ab. £ alcippoi- alcippoides.
des Btlr. (47 a) weicht nur dadurch ab, daß die Hflgl auf beiden Seiten in der Mitte mehr oder weniger aus-
gedehnt weiß sind; sie entspricht also der Form alcippus von Danaida chrysippus. — Bei ab. £ inaria Cr. inaria.
(Bd. 1, Taf. 60 c) sind die Vflgl oben bis auf den schwarzen Vrd und die nur 2 — 3 mm breite Saumbinde
gelbbraun gefärbt, fast ganz wie bei Danaida dorippus. — ab £ dorippoides Auriv. hat die Mitte der Hflgl dorippoides.
mehr oder weniger weiß, stimmt aber sonst mit inaria überein und entspricht also der Form albinus von Da-
naida dorippus. — H. misippus kommt überall in der äthiopischen Region häufig vor.- — DieRp ist dunkel-
braun, an den Seiten dunkel grünlich mit zwei rötlichen Strichen; Beine rot; die Domen sind schwärzlich.
Lebt an Portulaca-Arten. Pp bräunlich, mit schwarzbraunen Zeichnungen; Hinterleib mit feinen dunklen
Querlinien; Flglscheiden dmikelbraun mit einigen ockergelben Flecken.
Salmacis- Gruppe.
Meist große und sehr breitflügelige Arten. Saum der Hflgl bei der ersten Art lang gezackt, bei den übrigen nur gewellt.
Bei allen Arten außer der letzten sind die Kippen der Hflgl und bisweilen auch die Rippen 1 — 5 der Yflgl an oder etwas vor
ihrer Spitze jederseits von einem bläulichen oder weißen Punkt oder Strich begleitet. Die Vflgl hinter der Zelle mit einer
weißen oder weißlichen Querbinde aus 3 — 6 Flecken.
H. dexithea Hew. (47 a). Beide FlgPoben schwarz; die Vflgl mit einer breiten weißen Mittelbinde, dexUhea.
welche sich von der Mitte des Vrds bis zur Glitte des Feldes 2 erstreckt, mit weißen Submarginalflecken in
1 b, 2, 5 — 8, mit einem bläulichen Längsstrich in der MittelzeUe und einem bläulichen Fleck an der Wurzel
des Feldes 2; die Hflgl mit großem weißem ^littelfeld, welches in den Feldern la — 5 durch eine breite braun-
rote Binde begrenzt wird; Saumstriche beider Flgl lang und bläulich. Unten sind beide Flgl rotbraun mit
etwas vergrößerten hellen Zeichnungen; nur die etwa 3 — 4 mm breiten Saumbinden und der Hrd der Vflgl
fast bis zur Rippe 3 sind schwarz und die Saumstriche weiß statt blau. Diese prachtvolle und durch ihre lang-
gezackten Hflgl von allen anderen abweichende Art kommt nur auf Madagaskar vor tmd fliegt in den Wäldern
der nördlichen und östlichen Teilen der Insel.
H. antevorta Dist. (47 a) ist auch oben schwarz mit blauer Mittelbinde der Hflgl, blauen Discal- anievorUu
flecken in 1 a, 1 b, 2 und der iDttelzelle der Vflgl und blauen Saumstrichen, die jedoch den Saum nicht
ganz erreichen; die weiße Querbinde der Vflgl ist schmäler als bei dexithea, liegt mehr schief und endet in
Feld 4; die weißen Submarginalflecke der Vflgl sind groß und alle vorhanden. Unten sind beide Flgl dunkel
umbrabraun und nur am Hrd der Vflgl schwarz, die Mittelbinde der Hflgl ist weiß und nur 2 mm breit; die
Saumstriche sind auch weiß, aber größer als oben; die Vflgl sind an der Rippe 6 schärfer hervortretend als bei
den anderen Arten. Bisher nur in Deutsch Ost-Afrika angetroffen.
H. salmacis ist diu-ch die oben in der Mitte ausgedehnt blau oder violett gefärbten Hflgl au.sgezeichnet ;
die blaue Farbe bildet nach außen in jedem Felde zwei lange Spitzen und ist in der Glitte durch eine weiße
Binde mehr oder weniger unterbrochen; ein anderes großes blaues Feld liegt am Hinterwinkel der Vflgl und
bedeckt die äußere Hälfte der Felder 1 a und 1 b und einen größeren oder kleineren Teil von Feld 2 und
214 HYPOLIMNAS. Von Dr. C. Aurivillius.
schließt sich nach vorn der weißen Mittelbinde an; beim $ ist die blaue Farbe oft durch weißgrau oder gelb-
grau ersetzt. Auf der Unterseite sind beide Flgl dunkelbraun mit weißer Mittelbinde und Saumflecken, aber
salmacis. ohne blaue Zeichnungen; die Mittelzelle hat zwei wurzelwärts vereinigte schwärzliche Längslinien. — sal-
macis Dniry (47 b). Die Vflgl mit weißen Submarginalflecken in den Feldern Ib — 7 oder wenigstens in
1 b, 2, 6 und 7 ; ihre weiße Binde schmal und blau gesäumt ; die Hflgl auf beiden Seiten mit weißer Mittel-
cissalma. binde. Sierra-Leone bis Congo und Uganda. ■ — ab. cissalma Suff, weicht nur dadurch ab, daß beim S
alle Zeichnungen der Oberseite mit Ausnahme der Subapicalflecke 6 imd 7 der Vflgl und der Fransenflecke
blau und beim $ die Zeichnungen der Ober.seite statt blau rahmgelb, sind. Tschad-See und Kamerun.
plalydema. — platydema Rothsch. u. Jord. hat die weiße Querbinde beider Flgl breiter imd schärfer begrenzt als bei
tfiomcnsia. der Hauptform. Unyoro und Abessinien. — thomensis Auriv. zeichnet .sich dadurch aus, daß die blaue
Farbe der Vflgl weniger ausgebreitet und die Mciße Querbinde viel breiter, fast so breit wie bei monteironis
ist, besonders aber dadurch, daß die weiße Querbinde der Hflgl oben völlig fehlt und unten nur durch eine
feine Querlinie, welche fast wie bei antevorta verläuft, aber feiner ist, vertreten wird. Insel Sao Thome. —
moiäeironis. monteironis Druce (4:7 b) weicht von allen übrigen Formen dadurch ab, daß die Spitze der Vflgl bis zur weißen
Querbinde einfarbig schwarz ohne Flecke ist; die weiße Querbinde ist breiter als bei der Hauptform, schärfer
begrenzt und vom blauen Fleck fast ganz getrermt. Alt-Calabar bis Angola und Uganda.
rhapmani. J H. chaptliani Hew. ist eine seltene und wenig bekannte Art, deren Venvandtschaft unsicher ist; durch
die ungefleckte Mittelzelle stimmt sie mit der ««/»(«c ('s- Gruppe überein und die beiden dunklen Linien in der
Mittelzelle der Hflgl-Unterseite stimmen mit salmacis. Beide Flgl dunkelbraun, im Wurzelteil der Hflgl heller,
gelblichbraun und unten an der Wurzel rotbraun; die Rippen sind schwärzlich und die Hflgl haben auf beiden
Seiten dicke schwarzbraune Striche auf den Zwischenaderfalten. Bei der Hauptform haben die Vflgl nur zwei
faaciata. weißliche Discalflecke in den Feldern 2 und 3. Alt-Calabar. — ■ ab. fasciata Auriv. (47 d, als chapmanni)
hat auf den Vflgln eine weiße Querbinde aus 3 — -4 Flecken der Felder 2 — 5. Kamerun. — Die Art hat ein
Planema- oder Pseudacraea-artiges Aussehen und ist vielleicht als eine mimetische Form zu betrachten.
Dinarcha- Gruppe.
Die Vflgl haV)cn in der Mitte 2 — 4 weiße Flecke, aber keine weiße Siiba])icall)inde und keinen Ilrdfleck, sonst stinuneii
die ^Vrten mit denen der folgenden Gruppe nahe überein. Die Subniarginalflecke der Felder 5 luid 7 der \ilg\ sind jedoch immer
kleiner als der im Felde 6 oder fehlen ganz. Die Hflgl auf beiden Seiten mit deutlichen schwarzen Strahlen zwischen den Rippen.
mechowi. ' H. mechowi Dew. (47 d). Die Vflgl haben in der Mitte ein großes weißes Feld, welches aus einem
Fleck in der Zelle und je einem langen Fleck der Felder (1 b) 2 — -4 gebildet ist; der Fleck im Felde 2 erreicht
die Zelle und bedeckt fast ganz die Wurzel des Feldes 2; außerdem haben die Vflgl Subniarginalflecke in 1 b,
6 und 7, von denen der in 6 groß ist ; beide Flgl haben weiße Saumpunkte und die Hflgl sind in der Mitte aus-
gedehnt weiß gefärbt. Unten sind die Vflgl an der Wurzel und im Hrdsteil schwarz und die Hflgl an der Wurzel
des Vrds breit gclbrot. Congo-Gebiet.
H. dinarcha weicht von mechowi dadurch ab, daß die weißen oder bläulichen Discalflecke der Vflgln
kleiner sind und der im Felde 2 weit von der Wurzel entfernt ist ; die Hflgl sind am Analwinkel weniger aus-
dhuircha. gezogen und unten an der Wurzel nicht rötlich gefärbt. ■ — dinarcha Heir. (47 c). Die Submarginalflecke der
Vflgl sind alle oder fast alle da und die der Felder 1 b, 4 und 0 stets groß (q) oder sehr groß ($); die Hflgl
nahe an der Wurzel mit einem ovalen, weißen oder weißlichen Mittelfeld, welches wenigstens die Spitze der
Zelle erreicht; beim $ ist die Discalbinde der Vflgl größer, mehr zusammenhängend und aus 4 Flecken ge-
narcJiafli. bildet. Sierra-Leonc bis Congo und Uganda. — ab. narchadi Suff, weicht nur dadurch ab, daß die Hflgl
oben dunkel umbrabraun, an der Wurzel, am Vrd und am Saume schwärzlich sind ohne weißes Mittelfeld.
bartteloii. Goldküste und Kamerun. ■ — • bartteloti Smith hat etwas kürzere und breitere Flgl und den Saum der
Vflgl zwischen den Rippen 5 und 7 mehr stumpf abgerundet; in der Zeichnung weicht sie von der Hauptform
nur dadurch ab, daß die Submarginalflecke 2 — 5 der Vflgl alle sehr klein sind oder fehlen. Bisher nur in den
großen Waldgegenden im Innern des Congo-G«bietes angetroffen.
Dubia- Gruppe.
Die Vflgl sowohl mit weißen Subai>i(aHle<ken in oder vor derJlitte derFelder4 — 6 wie aviih mit hellen Discalfleckcn
in (Ib) 2 (3) und der Mittelzelle odei' statt der Discalflecke mit großenr weißem Hrdtleck, welcher die :Mitte der Felder 1 a— 2
bedeckt. Die weißen Submarginalflecke der Vflgl fehlen völlig oder sind klein; der vorderste in Feld 7 ist jedocli stets größer
als die derFelder3 — C. Durch die liochüiteressanten Entdeckungen MillarS (siehe S. 215) ist die Artenzahl dieser Gruppe wesent-
lich reduziert worden.
deceptor. H. deceptor Trim. (47c) ist besonders durch die kürzeren und breiteren Flgl imd die eigentüm-
liche Zeichinnig der Unterseite der Hflgl kenntlich; die Hflgl sind nämlich unten an der Wurzel des Vrds in
Feld 8 mehr oder weniger weiß, aber ohne weiße, schwarz gerijigte Wurzelpunkte, wie bei den Formen von
HYPOLIMNAS. Von Dr. C. Attrivillius. 215
dubia; das Feld 7 ist über die Mitte hinaus zum größten Teil dunkelbraun und das große weiße Mittelfeld er-
reicht den Ird und entsendet einen Ast gegen die Flglspitze und einen gegen die Mitte des Saumes in Feld 4 ; dann
folgt eine breite dunkelbraune Binde und am Saume eine schmale weißliche, durch zwei schwarze Linien ge-
teilte Binde; die Vflgl haben einen weißen Punlit im Wurzelteil der Zelle, eine zusammenhängende Discal-
binde und Subapicalbinde und gewöhnlich nur zwei Submarginalpunkte, einen in 1 b und einen in 7 ; imten sind die
Vflgl bis zur Rippe 4. schwärzlich, dann heller braun und stellenweise weißgesprenkelt, an der Mitte des Saumes
sind sie weißlich aufgehellt ; Hflgl oben mit großem weißen Discalfeld, welches die Mitte überragt und nach außen
abgerundet ist; die hellen Zeicluiungen sind heim ^ (=kirhyi Btlr.) "klemev als beim 9- Rp sammetschwarz mit
einem gelben Gürtel in der Mitte jedes Gliedes, worin die Dornen stehen; die Kopfdornen sind lang, schwarz
und an der Spitze knopfförmig verdickt ; sie lebt in Natal auf einer Art der Gattung Fleurya. Natal bis Brit.
Ost-Afrika. — deludens Smith (= grandidieri (J. Mab.) ist die Rasse von Madagaskar und weicht nur da- deludem.
durch ab, daß beide Flgl eine vollständige Reihe weißer Submarginalpunkte haben.
H. limbata Crowley zeichnet sich dadurch aus, daß die weißen Saumflecke beider Flgl auf beiden Sei- limhaia.
ten zu einer 1 mm breiten, nur durch die dunklen Rippen unterbrochenen Saumbmde vereinigt sind. Die
Flgl smd auf beiden Seiten hell schwarzgrau mit fast denselben weißen Zeichnungen wie bei drucei Btlr., aus-
genommen, daß die Submarginalflecke 6- — 8 der Vflgl-Oberseite größer und mit einander vereinigt sind. Klei-
ner als drucei, mit einer Spannweite von etwa 60 mm; wahrscheinlich nur eine Form von dubia. Stammt
aus Madagaskar und muß sehr selten sein.
H. dubia ist eine sehr formenreiche und in biologischer Hinsicht interessante Art. Schon lange waren
von dubia drei Lokalrassen bekannt, eine westafrikanische (dubia mit den Abänderungen cerberus und damoclina),
eine süd- und ostafrikanische (mima) und eine madagassische (drucei mit der Abänderung bewsheri). Zu-
gleich war eine andere Art anthedon bekannt, welche in Struktur und Flglform völlig mit dubia übereinstimmte,
aber eine ganz andere Zeichnung hatte, indem die helle Discalbinde der Vflgl fehlte und durch einen großen
Hrdfleck der Felder la — 2 ersetzt war, und auf beiden Flgln die weißen Submarginalpunkte vermißte. Auch
anthedon hatte drei Lokalrassen, eine westafrikanische (anthedon, Hauptform), eine süd- und ostafrikanische
(wahlbergi) und eine madagassische (madagascariensis). Zwar waren einige wenige Stücke bekannt (diffusa,
daemona, daemonides), welche als Uebergangsformen zwischen dubia und anthedon betrachtet werden könnten.
Da aber Hybriden in der Natur, wenn auch sehr selten, auftreten können, wurden diese Stücke als solche
betrachtet. Weiter waren auch Stücke von mima und wahlbergi in Copula gefangen. Auch diese Tatsache
genügte aber nicht, um die beiden ,, Arten" zu vereinigen. Erst durch die von Alfred D. Millar im Jahre
1909 in Natal au.sgeführten Experimente wurde die Sache endgültig aufgeklärt. Millar erhielt aus von einem
H. ivahlbergi-'^ gelegten Eiern 4 wahlbergi und 5 miyna, und aus Eiern eines mima-'^ einmal nur Stücke von
mima und ein andermal 8 mima und 3 wahlbergi. Hierdurch ist dargelegt, daß wir es bei dubia nicht nur mit
drei verschiedenen Lokalrassen, sondern auch bei jeder Rasse mit zwei in der Zeichnung ganz verschiedenen
Formen, welche beide Geschlechter umfassen, zu tun haben. Es verdient noch hervorgehoben zu werden,
daß die Formen ohne Hrdfleck der Vflgl die Amauris-Arten hyalites (24 a), egialia (25 c), inferna (24 b), he-
cate (24 b) und albi^nacukita (25 d, als lobengula), nachahmen, während dagegen die Formen mit Hrdsfleck
der Vflgl den Formen von Amauris niavius (23 d) und nossima (23 d) älmlich sind. Alle Formen von dubia
sind unten dicht an der Wurzel der Hflgl tiefschwarz mit zwei weißen Punkten, einem in der Mittelzelle und
einem im Felde 8. Die Rp weicht durch gelbliche Dornen von der von H. deceptor ab.
a. Die w e s t a f r i k a n i s c h e Rasse.
dubia Pal. (48 a). Vflgl mit Submarginalpunkten , aber ohne Hrdsfleck; der helle Wurzelteil der dubia.
Hflgl ist groß, bedeckt auch die Wurzel der Felder 1 c, 2 und 3 und dehnt sich in den Feldern 4 — 6 weit
über die Mitte hin aus. — ab. damoclina Tm«,. (47 b, c) weicht nur dadurch ab, daß das helle (weiße bis gelb- damoclina.
liehe) Wurzelfeld der Hflgl viel kleiner ist, die Mitte nicht überragt und nach hinten und innen von der hin-
teren Mittelrippe begrenzt ist ; die Discalflecke der Vflgl-Oberseite sind beim $ oft bläulich ; sie bildet durch die
Verkleinerung des Mittelfeldes der Hflgl einen Uebergang zu ab. cerberus Auriv., bei der das helle Feld der cerberus.
Hflgl völlig fehlt; vergl. Amauris tartarea (25a). ■ — ■ fa. daemona Stgr. bildet eine Uebergangsform zwischen daemona.
dubia und anthedon und ist dadurch ausgezeichnet, daß der Discalfleck in Feld 2 der Vflgl, welcher dieselbe
Form wie bei dubia hat, durch drei lange weißliche Flecke der Felder 1 a und 1 b mit dem Hrd vereinigt ist,
und daß die Subapicalbmde zusammenhängend ist; die weißen Submarginalpunkte sind vorhanden, aber
kleiner als bei dubia; das helle Feld der Hflgl so groß wie bei dubia. Kamerun. ■ — ab. daemonides Stgr. (= la- daemonides.
tepicta Bartel) ist auch eine Uebergangsform, die von daemona nur dadurch abweicht, daß der Hrdfleck der
Vflgl in den Feldern 1 a luid 1 b gelblich und die Subapicalbinde der Vflgl schwärzlich bestäubt ist; das
helle Feld der Hflgl ist kleiner als bei daemona. Kuilu. — fa. anthedon Dbl. (47 c) ist die Form olme Sub- anthedon.
marginalpunkte und mit großem weißem Hrdfleck der Vflgl; das helle Wurzelfeld der Hflgl ist mäßig groß
und die schwarze Saumbinde darum an der Rippe zwei, 6 — 15 und an der Rippe sechs, 5 — 9 mm breit. — Die
216
vSALAMIS. Von Dr. C. Aukiviluus.
westafiikanische Rasse ist von Sierra-Leone bis Angola und Uganda verbreitet und geht in den Grenzgebieten
allmählich in die folgende Rasse über.
ß. Süd- und ostafrikanische Rasse.
mima. Hlima Trini. {48 a) entspricht dubia, hat aber einen schmalen strichförmigen weißen Fleck in der Mit-
tclzelle der Vflgl, welcher die Hüiterecke der Zelle nicht erreicht; das helle Feld der Hflgl ist groß, bedeckt
millari. wie bei dubia, auch die Wurzel der Felder 1 c — 3, und ist nach außen abgerundet. — fa. miliar! form. nov.
ist eine schon 1910 von Trimex abgebildete Uebergangsform zw wahlbergi, welche der daemonu Stgr. ent-
spricht und davon nur durch größeren und schärfer begrenzten Hrdfleck der Vflgl und besser begrenztes Wurzel-
wahlbergi. feld der Hflgl abweicht. — fa. wahlbergi Wallengr. (47 d) weicht von anthedon nur durch Vergrößerung der
weißen Zeichnungen ab; die dunkle Saumbinde der Hflgl wird dadurch nur 4 — 6 mm breit. — Diese Rasse
kommt in Natal und ganz Ost-Afrika bis Uganda vor.
y. Madagaskarische Rasse.
drutxi. drucei Bllr. entspricht den Formen dvbia und mima, weicht aber dadurch von ihnen ab, daß die
Submarginalpunkte der Hflgl größer sind und in allen Feldern, auch in 1 c und 2 auftreten; das helle Feld
bewsheri. der Hflgl ist groß und gelblich. — ab. bewsheri Btlr. hat weißes oder weißliches Wurzelfeld der Hflgl, stimmt
diffusa, aber sonst mit drucei überein. — fa. diffusa Bllr. ist wie daemona und millari eine Zwischenform imd hat
wie diese einen großen Hrdfleck der Hflgl und deutliche Submarginalpunkte, welche jedoch auch in 1 c und 2
madagas- der Hflgl auftreten; der helle Wurzelteil der Hflgl ist sehr groß und weiß. — fa. madagascariensis Mab.
carieiisiH. j^qj^^jj dpi- Form irahlbergi sehr nahe, hat aber noch mehr ausgedelmte weiße Zeichnimgen und einen dicken,
nicht strichförmigen weißen Fleck in der Mittelzelle der Vflgl.
mawbara. H. usambara Ward, ist der Form ivahlbergi von dubia ähnlich, aber größer und dadurch verschieden,
daß die Hflgl oben in 1 b und 2 vor dem Saume braunrote Flecke und unten vor dem schmal schwarzen
Saume eine ähnlich gefärbte breite Bogenbinde haben; auch die Vflgl unten vor der Spitze braunrot. Da
auch andere Arten, wne z. B. Pseudacraea lucretia und Neptidopsis ophione ostafrikanische Rassen haben, bei
denen gelbrote Zeichnungen am Hrd der Hflgl auftreten, würde es mich nicht überraschen, wenn diese seltene
Form sich auch als eine Rasse von dubia herausstellte. Deutsch und Britisch Ost-Afrika.
4. Gattung": ^ialaiiiis Bsd.
Diese Gattung stimmt im Rippenbau fast völlig mit Hypolimnas überein und umfaßt große, breitflü-
gelige schön gefärbte Arten, welche für die äthiopische Region eigentümlich sind und sich am engsten der
indischen Gattung Rhinopalpa anschließen. Die Vflgl sind am Ende der Rippe 6 stets geeckt oder lang aus-
gezogen und die Hflgl am Analwinkel gelappt oder geschwänzt.
Die Entwicklungsstadien stimmen mit denen von Hypolimnas überein und die Rp hat zwei lange
Dornen am Kopfe, zwei jederseits des ersten GUedes, je 10 auf dem 2. und 3. Gliede und je 11 auf den Glie-
dern 4 — 10. Die Ppn sind denen unserer großen Vanessa-Axten sehr ähnlich.
Die Arten können in drei sehr natürUche Gruppen eingeteilt werden.
Erste Gruppe.
Der Saum der Hflgl am Ende der Rippe 5 geeckt oder kurz geschwänzt. Beide F
nf lecken ; die Augentlccke 1 b und 2 der Vflgl sind gleichweit vom Saume entfernt
Beide Flgl oben und unten mit submargina-
len Augen fl
ieniora. S. temora Fldr. (50 c). Beide Flgl oben bis zu den Augenflecken oder auf den Vflgln fast bis zum Saume
schön dunkelblau cj oder violettbraun 9, dann braungrau mit 1 — 5 Augenflecken und zwei schwarzbraunen
Saumlinien; Unterseite mit violettgrauen und schwarzbraimen Querbinden oder Querlinien vuid mit einem
virescens. weißlichen Fleck am Vrd der Hflgl. Alt-Calabar bis Angola, Deutsch-Ostafrika und Abessinien. — ab. virescens
Suff, weicht durch blaugrüne bis fast grüne Farbe der Oberseite, welche sich auf den Hflgln bis zur ersten Saum-
linie erstreckt und also die Augenflecke einschließt, ab. Deutsch-Ostafrika: Mhonda.
cj/turit. S. cytora Dhl. m. Hew. (50 c) steht der vorigen Art sehr nahe und weicht nur dadurch ab, daß beide
Flgl oben eine breite hellblaue (S) oder weißliche (?) Mittelbinde haben, welche sich auf den Vflgln von der
Mitte des Vrds bis zum Hrd nahe am Analwinkel erstreckt und dort die Augenflecke der Felder 1 b und 2 ein-
schheßt und auf den Hflgln die Rippe 1 b erreicht und fast gerade ist. Sierra-Leone bis Togo.
Zweite Gruppe
Der Saum der Ilflgl am Ende der Rippe 4 mehr oder weniger lang geschwänzt ; Saum der Vflgl an der Rippe 6 lang
ausgezogen. Flgl oben mit weiUer oder weililicher, stark perlinutterglänzender Grundfarbe; schwarz sind die Spitze der
Vflgl in kleinerer oder größerer Ausdehnung, zwei bisweilen undeutliche oder in Flecke aufgelöste Linien vor dem Saume und
die Augenflecke. Der Augeulleck des Feldes 1 b der Vflgl liegt viel näher am Saume als der in 2.
Ausgegeben 14. 1. 1913. SALAMIS. Von Dr. C. Aueivillius. 217
S. parhassus ist durchschnittlich größer als die folgende Art und kann sofort durch die stark glänzende
Unterseite beider Flgl davon unterschieden werden; der Augenfleck im Felde 2 der Vflgl ist auch unten deut-
lich. — parhassus Drury ist die nördhche Rasse und zeichnet sich dadurch aus, daß der Saum beider Flgl oben parhassus.
breiter verdunkelt ist und an der Spitze der Vflgl mit den Augenflecken der Felder 5 und 6 völlig vereinigt ist.
Sierra-Leone bis Niger. — aethiops Pal. (50 b). Die dunkle Saumbinde der Oberseite fehlt oder ist schmal und der adhiops.
Augenfleck des Feldes 5 der Vflgl liegt gewöhnlich ganz frei. ^ Rp schwarz mit einer breiten rotbraunen Quer-
binde auf dem Rücken jedes Gliedes zwischen den Dornengürteln oder einfarbig rotbraun mit schwarzen Dornen
und schwarzem Kopfe. Alt-Calabar bis zum Kaplande und Abessinien.
S. anacardii. . Die Flgl unten mit matter weißer, nicht glänzender Grundfarbe; der Augenfleck im
Felde 2 der Vflgl-Unterseite fehlt oder ist ganz undeutlich; die Spitze der Vflgl ist oben breit schwarz, die
schwarze Farbe ist wurzelwärts scharf begrenzt und schließt einige weiße Flecke ein. — ■ anacardii L. Der schwarze anacardii.
Spitzenteil der Vflgl-Oberseite i.st schmaler und sclüießt im Felde 4 nicht einen weißen Fleck völlig ein. Sierra-
Leone bis Goldküste. — ansorgei Rothsch. kommt der Hauptform sehr nahe, hat aber eine mehr rötlich schil- ansorgei.
lernde Oberseite; die schwarzen Submarginalflecke der Felder 4 — ^6 liegen in gerader Linie und der in Feld 2
ist größer als der in Ib. Angola. — nebulosa Trim. (50b 9; <S als anacardii) hat besonders beim $ mehr aus- nchulosa.
gedehnte schwarze Zeichnungen der Oberseite ; der schwarze Spitzenteil der Vflgl-Oberseite schließt im Felde 4
stets einen kleinen weißen Punkt völlig ein. Natal bis Unyoro und Abessinien. — duprei Vins. (50 b) kommt duprei.
nur auf Madagaskar vor und weicht von den anderen Rassen dadurch ab, daß die Hflgl am Analwinkel lang
geschwänzt sind und der Saum der Vflgl beim <^ an der Rippe 6 selir lang ausgezogen ist.
Dritte Gruppe.
Saum der Hflgl gleichmäßig abgerundet oder an der Rippe 4 geeckt oder kurz geschwänzt. Flgl oben mit rotbrauner,
violettbrauner oder dunkelbrauner Grvmdfarbe und schwarzem Spitzenteil der Vflgl; die schwarze Farbe «'reicht die Mitte des
Vrds und den Ilinterwinkel. Die Hflgl oben mit zwei dunklen Saumlinien aber ohne Augenflecke, statt derselben bLsweilen
mit Mulimarginalpunkten. Die T^nterseite Lst äußerst veränderlich und kaum bei zwei Stücken gleich gefärbt: sie ist mehr
oder weniger blattähnlich oder gleich einem mit Flechten oder Moos bekleideten Zweig oder Baumstauiiii. Eine gerade dunkle
Linie geht vom Analwuikel der Hflgl fast bis zur Spitze der Vflgl. Das Schwänzchen am Analwinkel der Hflgl ist stets etwas
einwärts gebogen.
S. augustina Bsd. Beide Flgl oben dunkel violettbraun; die Vflgl mit schwarzer Saumbinde, welche augustina.
stets einen großen weißen Submarginalfleck des Feldes 5 und gewöhnlich auch weiße Flecke der Felder 2 — 4
einschließt; die Hflgl mit hellgrauer bis gelblicher, in der Mitte etwa 13 mm breiter Saumbinde; die Querlinie
der Unterseite ist mehr oder weniger weiß gesäumt oder von weißen Flecken begrenzt. Madagaskar, Bourbon
und früher auch auf Mauritius, wo sie jedoch jetzt ausgerottet zu sein scheint. Oberstlieutenant N. Mandebs,
welcher im Jahre 1907 eine Arbeit über die Tagfalter von Mauritius und Bourbon herausgab, schreibt hierüber:
,, Diese Art ist von ganz besonderem Interesse, weil sie fast sicher (auf Maui'itius) ausgestorben ist, da in den
letzten zwölf Jahren kein Stück gefangen w^urde. So weit ich nach gründlicher Nachforschung ermitteln konnte,
existieren nunmehr nur zwei Stücke, eines in Mr. Trimens Sammlung und eines im Museum von Port Louis.
Es liegt darum Veranlassung vor, alles was ich über den Fang der letzten Exemplare dieser seltenen Art er-
fahren habe, mitzuteilen. Die Art fing schon im Jahre 1865, als Trimen die Insel besuchte, an, sehr selten zu
werden und es ist sonderbar, daß eine Art, deren Rp auf dem Zuckerrohr, welches den größten Teil von Mauritius
bsdeckt, lebt, nicht häufig sondern selten war. Ihr Verschwinden schreibe ich den Verheerungen der indischen
Mynah (Acridotheres tristis) zu. Diese Starenart wurde vor etwa hundert Jaliren eingefülrrt, um die Feldgrillen
und andere Insekten, die am Zuckerrohr schadeten, zu vertilgen. Der Vogel wird geschützt und darum sehr
häufig; er fliegt in kleinen Schwärmen von 20 — .30 Stücken überall im Lande. Er wurde auch in Bourbon
eingeführt, dort aber wandert er zum Glück für S. augustina so häufig in die Kochtöpfe der Einwolmer, daß
der Schmetterling, wenn auch in Anzahl sehr reduziert, noch überlebt. In Madagaskar, wo der Mjmah fehlt,
ist 8. augustina weniger selten. Der Mensch ist also für die Ausrottung dieser Art auf Mauritius verantwortlich.
Das Stück im Museum von Port Louis stammt aus der Sammlung von Herrn Reynard, welcher vor etwa
25 Jahren aus Rpn, die er in seinem Garten im Moka-Bezirk fand, ein halbes Dutzend Schmetterlinge erzog.
Im August 1895 erbeutete Dr. Bolton zwei Stücke bei Savillac an der Ostküste. Diese Exemplare gingen
später verloren und sind die letzten Stücke, welche, so viel ich weiß, gefangen worden sind." Das Aussterben
der S. augustina auf Mauritius ist um so mehr zu bedauern, als sich dort walu'scheinlich eine besondere Rasse,
die durch bessere Entwicklung der weißen Submarginalflecke der Vflgl-Oberseite ausgezeichnet war, ausge-
bildet • hatte.
S. anteva Ward. (50 a). Saum der Hflgl abgerundet oder an der Rippe 4 sehr schwach geeckt; beide anteva.
Flgl oben mit gelbbrauner, auf den Hflglii viel dunklerer, schwach violett schillernder Grundfarbe; der schwarze
Spitzenteil der Vflgl nahe seinem Ird in den Feldern 3 — 6 mit einer hellen Subapicalbinde, welche beim ^J blau
und beim $ weiß ist ; die Unterseite ist heller oder dunkler ledergelb bis violettgrau mit dunkleren Querbinden
und Querlinien. Madagaskar.
XIII 28
amaniensis.
218 CATACROPTERA; PRECIS. Von Dr. C. ATJEmLLixTS.
S. amaniensis Vossder ist mir unbekannt und wird mit folgenden Worten beschrieben: „Grundfarbe
der Oberseite dunkel rotbraun mit starkem rotviolettem Schiller, der sich auch über die Randzeiclmungen
der Flgl legt; Apicalteil und Außenrd der Vflgl von einer breiten blauschwarzen Binde bedeckt, deren innere
Begrenzung in einem Bogen von der Vrdsmitte bis zumHrd reicht und 2,5 mm vor dem Außenrdwinkel endigt;
nahe dem Apex sitzt ein runder Fleck im Feld 5. ein zweiter kleiner am Anfang des Feldes 7, beide blauweiß;
Mittelteil des Außenrds schmal blauweiß gesäumt mit weißen Randstrichelchen auf den Zwischenaderfalten,
die sich nach vorne fortsetzen; Vrd bis zur Mitte gelbbraun; Hflgl dem Außenrd zu dunkler, besonders auf der
vorderen Hälfte, die neben zwei den ganzen Saum begleitenden schwärzliehen gewellten Linien 4 verschwom-
mene dunkle Punkte erkennen läßt; Vordereeke zart weiß eingefaßt; Analwinkel lappig ausgezogen mit weni-
gen zerstreuten blauweißen Schuppen; Grundfarbe der Unterseite schokoladenbraun mit etwas violett mit
schwärzlichen, braunen und grauweißen Zeichnungen; eine gerade Linie zieht vom Vrd der Vflgl nahe der
Spitze bis zum Analwinkel der Hflgl durch; an ihrer Innenseite sitzen im Feld 6 und 7 des Hflgls drei weiße
Fleckchen, die beiden vorderen sich berührend." Nach der Beschreibung scheint mir diese Art entschieden
der folgenden näher als der vorhergehenden zu stehen. Deutsch-Ostafrika: bei Amani.
rarta. S. cacta F. (50 c) weicht von den vorhergehenden Arten dieser Gruppe dadurch ab, daß der Saum der
Hflgl an der Rippe 4 kurz geschwänzt (ö") oder wenigstens deutlich geeckt (?) ist. Beide Flgl oben dunkel rot-
braun mit violettem Schiller; die Vflgl an der Innenseite des schwarzen Spitzenteiles mit einer breiten orange-
gelben Binde, welche sich vom Vrd wenigstens bis zur Rippe 2 erstreckt; die Vflgl gewölmlich vor der Spitze
mit zwei weißen oder bläulichen Punkten, dem einen in Feld 5, dem anderen in 7 und 8; die Unterseite sowohl
hinsichtlich der Grundfarbe wie der Zeichnung äußerst veränderlich, braungrau-dunkelbraun-gräulich-gelblich.
l,n,:,nid:,. Sierra-Leone bis Congo und Abessinien. — ah. languida Bartel ist auf ein $, bei dem der violette Schiller der
Oberseite völlig fehlt, gegründet. Ruwenzori.
5. Gattuii^^ : C'atacroptera Karsch.
Die einzige Art dieser Gattmig wurde früher zur Gattung Precis gestellt und weicht tatsächlich auch
nur wenig von dieser ab. Die Unterschiede sind in der Uebersicht angeführt. Die Hflgl sind am Analwinkel
deutlich geschwänzt.
Die Rp weicht durch zwei lange, am Ende verdickte Kopfdornen ab und die Pp ist in der Mitte bauchig
und entbehrt die Zapfen und Dornen der Precis-Ppn.
C. cloanthe bildet zwei Lokalrassen, welche jede eine Regen- und eine Trockenzeitform hat; die Flgl
sind oben orangegelb mit schwarzer Wurzel, zwei schwarzen Querstrichen in der Mittelzelle der Vflgl und einem
hinter der Zellenspitze, postdiscalen oft blau gekernten Augenflecken und zwei oft in Flecke aufgelösten oder
cloanthe. teilweise undeutlichen dunklen Saumlinien; ein schwarzer Fleck am Ende der Mittelzelle der Hflgl. — cloanthe
Cr. (52 c; die Hflgl sind am Analwinkel defekt) ist die süd- und ostafrikanische Rasse und dadurch kenntlich,
daß die Saumlinien der Vflgl-Oberseite undeutlich oder zum Teil in Flecke aufgelöst sind; die Augenflecke der
Hflgl sind wurzeiwärts nicht oder nur durch eine feinere und unvollständige Querlinie begrenzt; die Unterseite
obscurior. hat eine gelbliche braun gesprenkelte Grundfarbe. Angola bis zum Kaplande und Abessinien. — fa. obscurior
Stgr. ist der Trockenzeitform und weicht nur durch die viel dunklere graubraune oder dxmkelbraune Unterseite
Ugala. ab. — ligata Rothsch.u. Jonl. ist die nordwestliche Rasse und zeichnet sich dadurch aus. daß die Saumlinien,
der Vflgl-Oberseite dicker und deutlicher sind und daß die Augenflecke der Hflgl-Oberseite auf beiden Seiten
von einer dicken aus Bogen gebildeten Querlinie begrenzt sind; die Unterseite mit gelblicher Grundfarbe.
fuscaki. Sierra-Leone bis Togo. — f. fuscata RofJisrh. it.Jord. ist die durch eine dunkle LTnterseite ausgezeichnete Trocken-
zeitform von ligata. — Die Rp ist unten dunkelbraun, oben ockergelb mit breiten braunen Querbinden, worin
die Dornen stehen; der Kopf ist rotbraun mit zwei weichen nicht stacheligen, aber an der Spitze knopfförmig
verdickten Scheiteldornen. Pp hell giihi niit braunen Linien und Flecken und weniger eckig als die Precis-Ppn.
6. Gattung-: Precis Hbn.
Eine Gattung mit zahlreichen, teilweise häufigen und in den Tropen sowohl der alten wie der neuen
Welt weit verbreiteten Arten. Die Arten sind besonders durch ihre oft sehr scharf ausgeprägten Zeitformen
sehr interessant und verdienen im ganzen Gebiete genau studiert zu werden. Ueber die indischen Precis und
ihre Variation vgl. Bd. 9, S. 516—524.
Die Flgl sind ziemlich kurz und breit; die Vflgl sind am Saume nu^hr oder weniger ausgerandet und
an den Rippen 2 und 6 geeckt oder sogar lang ausgezogen; che Hflgl sind dagegen abgerundet oder am Anal-
winkel gelappt oder geschwänzt und an der Mitte des Saumes geeckt oder gezackt. Beide Flgl oben fast immer
liinter der Mitte mit einer Querreihe von Augenflecken oder schwarzen Punkten.
Rp fast zylindrisch mit kurzen DoriuMi an den Körpergliedern und zwei Wärzchen oder kurzen Hörnern
am Kopfe; das erste Segment hat oben nur kleine Warzen, aber jederseits zwei kurze Dornen; die Gheder
PRECIS. Von Dr. C. AURiViLLrüs. 219
2 — 10 haben dagegen jedes 8 — 11 kurze Dornen, nämlich einen in der Mittellinie des Rückens, einen jederseits
des Rückens und je drei in den Seiten, von denen der unterste an den Gliedern 6 — 9 doppelt ist; die Glieder
2 und 3 vermissen den mittleren Rückendorn, sind aber sonst wie die Glieder 4 und 5 bewaffnet; das 11. Glied
hat keinen Fußdorn; das 12. nur die drei Rückendornen und das 13. (die Afterklappe) nur zwei Dornen. —
Pp mit stumpfem seicht ausgerandetem Kopfe; Rücken und Hlb mit kurzen Tuberkeln.
Die Arten können nach der folgenden Uebersicht in Gruppen eingeteilt werden.
Uebersicht der Gruppen.
I. Die Hflgl am Ende der Rippe 1 b deutlich ausgezogen, gelappt oder geschwänzt, und immer mehr
als am Ende der Rippe 2 hervortretend.
A. Die Wurzelhälfte der Vflgl wenigstens bis zur Spitze der Zelle blau. Die Hflgl oben mit 1 — 2
großen Augenflecken (in den Feldern 2 und 5)
Erste Gruppe.
B. Die Wurzelhälfte der Vflgl nicht blau. Die Hflgl oben ohne Augenflecke oder mit einer Quer-
reihe von 4 — 7 kleinen Augenflecken.
a. Die Flgl oben dunkelbraun-schwarzbraun, ohne eigentliche helle Querbinde, aber mit zwei
schwarzen Mittellinien, welche eine bald dunklere bald etwas hellere (rotbraune) Querbinde
einschließen. Der Saum der Hflgl an der Rippe 5 deutlich, oft sehr stark geeckt.
Zweite Gruppe.
p. Die Flgl oben mit hell braungelber Grundfarbe oder mit einer scharf begrenzten, weißen —
gelben — roten Querbmde über die Mitte oder etwas hinter der Mitte.
* Der Saum der Hflgl stark gewellt, gelappt oder gezackt.
Dritte Gruppe.
** Der Saum der Hflgl ganzrandig oder nur schwach gewellt, abgerundet oder an der Rippe 4
geeckt.
Vierte Gruppe.
II. Die Hflgl am Analwinkel abgenmdet ohne Schwanzanhang am Ende der Rippe 1 b ; der Saum aber
bisweilen an der Rippe 2 am meisten und mehr als an der Rippe 1 b hervortretend.
Fünfte Gruppe.
Erste Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind bisher nur in Süd- und Ost-Afrika und in der malegassischen Subregion angetroffen
worden. Durch die großen Augenflecke der Hflgl-Oberseite und die Färbung sind sie leicht kenntlich.
' ■ P. touhilimasa Vidll. hat wie die folgende Art 5 — 6 schwarze Querlinien in der Mittelzelle der Vflgl- iouhili-
Oberseite, weicht aber dadurch ab, daß die Hflgl oben an der Wurzel (?) oder weit über die Mitte hmaus (c^*) '""^"•
lebhaft blau gefärbt smd imd zwei gleichgroße gelb imd schwarz geringelte Augenflecke haben. Unten
sind beide Flgl braun, an der Spitze der Vflgl und im Saumteil der Hflgl mehr oder weniger violettgrau über-
zogen ; die Vflgl haben 4 und die Hflgl 3 weißliche Querlinien, von denen die äußerste gerade ist und sich vom
Ird nahe am Analmnkel bis zum Vrd erstreckt; die Augenflecke smd unten kleiner aber ganz deutlich. Die
Vflgl smd oben fast wie bei artaxia (52 a) gefärbt und gezeichnet. Im südöstlichen Teil des Kongogebietes
und in Rhodesia.
P. artaxia ist immer daran zu erkennen, daß die Hflgl oben' bis'zur Wurzel eintönig graubraun sind
mid zwei Augenflecke haben, von denen der hintere im Feld 2 stets kiemer imd bisweilen sogar undeutlich
ist ; die Mittelzelle der Vflgl hat oben 5 — 6 schwarze Querlinien ; die Vflgl oben bis zur Spitze der Zelle grünlich
blau, dann mit emer breiten schwarzen Querbinde und im Saumteil heller blau mit zwei dunklen Querlinien,
von denen die.iimere nach hinten sehr breit wird. — artaxia Hew. (52 a) ist die Trockenzeitform und unten artaxia.
dadurch ausgezeichnet, daß die Hflgl eine gerade braune oder gelbliche Querlmie, welche sich auch auf den
Vflgln, obgleich weniger deutlich, fortsetzt, haben; die Grundfarbe ist schiefergrau-dunkelbraun und die Augen-
flecke fehlen ganz oder sind nur angedeutet. Angola bis Deutsch-Ostafrika, nicht aber in Südafrika. — Bei
den Regenzeitformen sind die Augenflecke auch imten deutlich, gelb und schwarz geringelt, und die Unterseite
mehr eintönig dmikelbraun ohne Querlime der Hflgl. — f. naclitigalli Dew. hat atif der Unterseite der Hflgl nachiigalli,
eine 5 mm breite, violettgraue Saumbinde, welche die Augenflecke fast erreicht und durch eine dunkle Wellen-
linie geteUt ist; die Spitze der Vflgl unten breit violettgrau. Angola und Nyassaland. Scheint seltener als die
folgende mehr extreme Regenzeitform zu sein. — f. nobilitata Thur. weicht von nachtigalU nur dadurch ab, »obüilata.
daß die Vflgl imten an der Spitze weißlich smd und die Hflgl unten am Saume nur außerhalb der schwarzen
Linie grau sind und zwischen dieser und dem Saume eine dicke schwarzbraune Linie haben; die Augenflecke
sind größer und von der hellen Farbe am Saume breit getrennt. Mashima-Land und Deutsch-Ostafrika.
220 PRECIS. Von Dr. C. Aurivilijds.
rhadawo. P* rhadama Bsd. (52 c). Btide Flgl oben blau mit 4 Querlinien in der ilittelzeUe der Vflgl, den Rippen,
zwei Linien vor dem Saume, dem Vrd der Hllgl und discalen Querllecken der Felder 1 a — 6 der Vtlgl schwarz
oder schwärzlich. Beim ^ smd die schwarzen Zeichnungen stärker entwickelt als beim q und der Vrd der Hflgl
bis zur Rippe 5 dunkelbraun ; die ^ flgl haben vor der Spitze 3- — 4 m eiße Punkte und beim i außerdem 4 weiße
Discalflecke der Felder 4 — 6 und 9 und eine Reilie weißliche Möndchen vor dem Saume. Die Flgl sind tmt^n
bald weiß, grau mid bravui gemischt mit schmaler, fast gerader weißer ^littelbinde der Hflgl tuid deutlichen
arida. Augentlecken, bald last eintönig grau oder graubraim mit undeutlichen Augeuf lecken (= la. arida jorm. nov.;
die Trockenzeitform). Rp schwarz mit kmzen schwarzen Domen, gelblich weißer Rückeiüinie, brauner nach
unten weiß gesäumt-er Seitenlinie und rotgelbem Halsring: sie lebt an Acanthaceen der Gattungen Justicia
luid Barleria. Küste von ^lossambik, Comoren, Madagaskar, Botu-bon, Mauritius und Rodriguez.
Zweite Gruppe.
Die hieher gehörigen Formen können als die dunklen Precisarten bezeichnet werden. Zu den in der Uebersicht er-
wähnten Kennzeichen kann hinzugefügt werden, daU die Augenflecke klein und fast gleich groC, selten unvollständig entwickelt
sind: auf den ilflgln bilden sie gewöhnlich eine fast zusammenhängende Querreihe zwischen den Rippen l b und 7 und auf
den Vflgln sind sie wenigstens in den Feldern 1 b und 2 deutlich oder bilden auch dort eine vollständige Querreihe.
P. choriinene hat oben eine dimkel gelbbraune Grtmdfarbe imd gelblich geringelte Augenflecke; die
\i\g\ haben keine weiße Zeichnungen oder höchstens einen weißen Punkt m Feld 7; die äußere der dimklen
Mittellinien tritt an den Rippen 4 und 5 stark nach außen hervor, ist zwischen 4 und 2 eingebogen und nach
außen von gelblichen Flecken begrenzt; die Unter^eite ist violettgrau mit duiikelrotbraunen Zeichnungen
chorimcne. und einer auf den Hilgln ganz geraden Mittellinie. — chorimene Guer. (52 b). Saum der Flgl mäßig stark geeckt;
Unterseite mit deutlichen Augentlecken und scharfen Zeichnungen; Hflgl am Vrd innerhalb der Mittellinie
orthosia. mit 1 — 2 hellgelben Flecken. Senegal bis Congo imd Abessinien. — ab. orthosia Klug weicht nur dadiuch ab,
atigulata. daß die hellen Flecke am ^'rd der Hflgl-Unterseite iehlen. Unter der Hauptiorm. — la. angulata form. nov.
Mit diesem Namen bezeichne ich eine ausgeprägte Trockenzeitform, welche durch den an der Rippe 6 ^"iel mehr
ausgezogenen Saum der ^ flgl. die dmiklere Oberseite und die mehr eintönige tind schwächer gezeichnete Unter-
seite mit ganz imdeutlicheii Augenflecken ausgezeichnet ist. Abessinien.
P. stygia unterscheidet sich von chorimene dadiu-ch, daß die Grundfarbe der Überseite besonders beim ^
dimkler imd die äußere Jßttellinie der A'flgl fast gerade imd nach außen von der dunklen Giiindfarbe begrenzt
stygia. ist. ■ — stygia Auriv. (52 b). Saum beider Flgl wellenförmig; die Hflgl am Ende der Rippe 5 deutlich ausgezogen;
gregorii. die Unterseite am Saume breit veilgrau überzogen. Elfenbeinküste bis Angola. — gregorii Btlr. schemt die
ostafrikanische Form zu sein und hat fast ganzrandige Flgl und an der Rippe 5 nur schw ach geeckte Hflgl ; die
I'nterseite ist mehr ebitönig grau imd die Hflgl haben gewöhnlich am A'rd einen gelben Fleck im Felde 7. Ru-
wenzori. Uganda und Brit.-Üstafrika.
uatatica. P- natalica Fldr. (52c) ist dadurch sofort kenntlich, daß die Vflgl drei ziemlich große, weiße Discalflecke
der Felder 4 — 6 und einen weißen Subapicalpmikt des Feldes 7 haben; die Zeichnimgen sind sonst dieselben
wie bei den anderen Arten, die Zwischenräume zwischen den schwarzen Querlinien der Mittelzelle und den
Mittellinien sind jedoch oft i'otbraun ausgefüllt und die Augenflecke haben rotbraune Rmge ; Unterseite bald
mehr eintönig mit verschwommenen Zeichnimgen und undeutlichen Augenflecken, bald mit scharfen Zeichnun-
gen imd deutlichen Augenflecken. Angola bisNatal und Britisch-Ostafrika. Angeblich auch auf Madagaskar.
goudoti. P- goudoti Bsd. (52 b) stimmt m der Zeichnung genau mit den übrigen Arten überein, ist aber kleiner
mit am Analw iiikel länger ausgezogenen Hflgl und eüier vollständigen Querreihe von weißgekernten Augenflek-
ken der A'flgl, iladagaskar.
-ö"
Dritte Gruppe.
Die Formen dieser Gruppe sind durch den gewellten oder gezackten Saum der Hflgl ausgezeichnet. Bemerkenswert
ist, daß die Ecke der Hflgl, wenn sie überhaupt da ist, am £nde der Rippe 5 und nicht wie in der folgenden Gruppe am Ende
der Rippe 4 liegt.
P. terea ist oben schwarzbraun mit einer gemeinsamen gelben Mittelbinde, welche sich von der Rippe 9
der A'flgl bis zum Ird tler Hflgl erstreckt und auf den Vflgln schwach gebogen ist ; die Hflgl haben unmittelbar
außerhalb der Mittelbinde eine Querreihe von Augenflecken und die Vflgl an der Spitze 2 — 4 weiße Subapical-
terta. punkte; die Unterseite hat eme hellgelbe Grundfarbe. — terea Drury (51 f) ist die westafrikanische Rasse und
hat eme 5 — 8 mm breite gelbe Mittelbmde. welche durch eine feine dunkle Lmie geteilt ist : die Unterseite
ist hellgelb mit feinen braunen Querlinien und grauen Schattenflecken im Saumteil. Sierra-Leone bis Angola
iiinnii,!. und Uganda. — fumata Both-sch. u. Jord. ist eüie Uebergangsform zu elgiin. indem der Zwischenraum zwi-
schen dem dmiklen A\'urzelteil und der dunklen Mittellmic mein- oder Aveniger dunkel ausgefüllt ist. Kommt m
chjiva. den Grenzgebieten in Angola und im Somalilande vor. — elgiva New. (51 f) hat eine nur 2 — 5 mm breite, gelbe
PREOIS. Von Dr. C. Attrivillius. 221
Mittelbinde, welche nicht geteüt ist; die Unterseite hat gewöhnlich eine reichere Zeichnung als bei der Haupc-
form. Angola bis Natal und Britisch-Ostafrika. — tereoides Btlr. ist mir unbekannt und wird nur mit fol- fereoides.
genden Worten beschrieben: „Verwandt mit terea, die orangegelbe Binde aber verküi'zt und nur durch einen
mehr oder weniger verschwommenen Strich mnerhalb der dunkelbraunen Mittellinie angegeben; Vflgl ebenso
stark sichelförmig wie bei der Trockenzeitform von terea." Brit. -Ostafrika bis zum Ai-usa-Galla-Lande. Ob
dieselbe Form wie f-umata ?
P. andremiaja weicht dm-cli die Bildung der Hflgl von allen anderen Ai'ten ab; dieselben haben näm-
lich ein langes zugespitztes Schwänzchen am Analwinkel und außerdem einen Lappen oder kurzen Schwanz-
anhang am Ende der Rippe 5 und sind übrigens an allen Rippenenden scharf geeckt. Beide Flgl oben mit ge-
meiiisamer heller Mittelbinde, welche beim (^ schmaler, 2 — 6 mm breit, und weiß mit bläulichen Rändern,
beim $ aber 6 — 8 mm breit und ganz oder zum Teil rotgelb bis gelbbraiui ist. Madagaskar. — andremiaja Bsd. andremiaja.
(50 f; auch als musa) ist die Regenzeitform und hat unten eine gelbliche Gnmdfarbe mit scharf begrenzten
weißlichen Flecken im Wurzelteil und ähnlicher Mittelbinde; die Mittelbinde der Oberseite ist beim $ nur
saumwärts rotgelb. — fa. musa Guer. ist die Trockenzeitform und hat eine mehr nebelige Unterseite ohne weiße musa.
Flecke und ohne scharf begrenzte Mittelbmde ; beim $ ist die Mittelbinde der Oberseite einfarbig rotgelb und
sehr breit.
P. limnoria. Die weiß gekernten Augenflecke der Oberseite sind gewöhnlich alle da und liegen jenseits
der hellen, oft sehr schmalen oder sogar undeutlichen Mittelbinde; die Mittelzelle der Vflgl mit 2 — 3 rotgelben,
schwarz gesäumten Querstrichen; am Saume beider Flgl eine Reihe gelber oder rotgelber Flecke. Die Mittel-
binde ist unten weißlich oder hellgelb und im Wm-zelteil fmden sich auf den Vflgln 3 und auf den Hflgln 2
weiße oder gelbliche Querlinien. — limnoria Klug ist kiemer luid dunkler als die anderen Formen mit sehr schma- liDinoria.
1er nur 1 mm breiter Mittelbinde und undeutlicheren Zeichnungen der Unterseite. Arabien und Abesslnien. —
naib Guer. ist größer als limnoria, fast so groß wie tawete, und hat eine ebenso schmale und bisweilen fast undeut- naib.
liehe Mittelbinde der Oberseite, unten aber sehr deutliche weiße Zeichnungen. Abessinien. — tavetai?05f. (52b) iavela.
ist groß mit lebhaft gelbroten Zeichnungen der Oberseite und 2 mm breiter Mittelbmde ; der zweite Querstrich
der Mittelzelle der Vflgl ist nach hmten bis über die Rippe 2 hinaus verlängert; die Unterseite ist dunkel mit
scharf hervortretenden, weißen oder gelblichen Querlinien oder Querbinden. Deutsch- und Britisch-Ostafrika,
Somaliland.
P. guruana Bog. ist mii- unbekannt und wird in folgender Weise beschrieben: ,,Flgl schwarzbraun, guruana.
hinter der Mitte mit einer gemeinsamen rötlichen Querbmde, welche am Vrd der Vflgl schmal und wurzelwärts
gebogen ist; dieselbe ist saumwärts von einer Reilie schwarzer Punkte begrenzt und vor der Spitze von drei
weißen Punkten begleitet; die Hflgl in der Querbmde mit emer Reihe von fünf schwarzen Punkten und ge-
scheckten Fransen; Flgl unten dunkel braun, in der Mitte grau gescheckt; die Querbinde rötlich, nach innen
weißlich, SaumteU grau mit einer Punktreilie wie oben." Butler behauptet, daß guruana eine extreme Regen-
zeitform von limnoria ist; nach der Beschreibung aber scheint sie eher eine Form von archesia zu sein. Die
Mittelbinde der Vflgl-Oberseite ist nämlich bei limnoria fast gerade, bei archesia aber am Vrd deutlich wurzel-
wärts gebogen.
P. archesia. Die schwarzen Submarginalpunkte der Hflgl und der Felder 1 b — 3 der Vflgl liegen in der
hellen iSIittelbinde ; diese ist am Vrd der Vflgl zweiästig mit deutlich wurzelwärts gebogenem ümeren Ast; die
Submarginalpunkte der Hflgl gewöhnlich ohne weißen Kern ; die der Vflgl dagegen normal weiß gekernt, oder
ganz weiß (in den Feldern 4 — 6). Die Fransen beider Flgl weißgefleckt. Dm-ch zahlreiche Experimente von
G. A. K. Marshall und anderen ist es nachgewiesen worden, daß die folgenden, frülier als verschiedene Arten
aufgeführten Formen nur Zeitformen derselben Art sind. Uebergänge zwischen den extremen Formen sind
darum nicht selten. Die Art kommt in Süd- und Ostafrika bis Angola und Victoria Nyanza vor. Die Rp ist
schwarz mit kleinen weißen Punkten bestreut und lebt auf einer Plectranthus-Art. — archesia Cr. (52 a) ist archesia.
die Trockenzeitform; die Mittelbinde ist oben auf den Hflgln und m den Feldern 1 a — 3 der Vflgln rotbraun
und mäßig breit, der innere Ast ist blau oder weißlich und der äußere schmal und braun oder fehlend; die Mittel-
zelle der Vflgl ist mit 2 — 3 bläidichen Querstrichen geziert ; die Unterseite ist grau oder braun und mit dunk-
leren Flecken und Linien marmoriert; die Mittelbbide ist sehr schmal, linienförmig, weißlich und schwarz
gesäumt. — fa. staudingeri Dew. ist eine Zwischenform, welche oben mit archesia übereinstimmt, unten aber staudint/cri.
fast ungefleckt ist und im Wurzelteil eine dunkelbraune,- im SaumteU eine graue Grundfarbe hat. — fa. semi- semiti/inca.
typica Auriv. ist eine zweite Uebergangsform, welche der Regenzeitform näher kommt; die Mittelbinde ist
oben heller und breiter als bei archesia, aber dunlder und gewöhnlich auch schmäler als bei pelasgis und bis zum
Vrd der Vflgl rotgelb; unten ist sie breiter als bei archesia, 2 — 5 mm breit, nach außen aber verschwommen
und nicht scharf begrenzt wie bei jjelasgis; die Mittelzelle der Vflgl oben mit blauen Querstrichen; die Unter-
seite ist im Wurzelteil einfarbig schwarzbraun ohne deutliche Flecke. — fa. chapunga Hew. ist auch eine Ueber- chapmiga.
gangsform, welche vmten mit pelasgis übereinstimmt, oben aber dadurch ausgezeichnet ist, daß die rotgelbe
Binde sehr schmal und bis zur Rippe 4 in gerundete schwarz gekernte Flecke aufgelöst ist. — fa. pelasgis Godf. pelasgis.
(52 a) ist die ausgeprägte Regeuzeitform mit scharf begrenzter, 4—5 mm breiter, oben hellgelber, unten fast
202 PRECTS. Von Dr. C Aüriaillitis.
weißer Alittelbindc mul schwarzbrauner ungefleckter oder unten im Wurzelteil hell gefleckter Grundfarbe;
die Flecke sind jedoch nie nebeUg sondern scharf begrenzt ; die Mittelzelle der Vflgl oben ge^vohiüach mit einigen
striata rötlichen Querstrichen. - ab. striata Auriv. ist eine pelasgis-Form^ bei der das dunkle haumfeld beider Flgl
oben und unten luit zwei Reihen von blauen Strichen geziert ist und die Mittelbinde unten hell rotgelb statt
frobeniusi. weiß ist. Im Kongo-Gebiet bei M'Bako. - Als frobeniusi beschreibt Str..xd eine Form aus Liberia die mir
frobenrus.. ^ .^^ ^^.^ Beschreibung lautet: „Die beiden proximalen der gewöhnhchen 4 blauen Querstriche durch
dicke hellrote ebensolche ersetzt, die beiden distalen kaum heller als der Grund der Flgl, aber rmgsum mit
tiefschwarzer Begrenzung: che hellen Querbinden und cUe Submargin alpunkte fast ganz wie bei coeleshna
Deu:. die Binden jedoch ein wenig schmäler, cüe Flecke in den Feldern 1 b, 2 mid 3 sind innen quergesclnutten
und mit leuchtend weißen, breit schwarz umringten Pupillen, von denen die in Feld 2 die größte ist ; die Bmden
vom gespaltet wie bei coelestina, aber der distale Ast ist deutUch in Flecken aufgelöst walirend der proximale
lünten stärker verschmälert ist; die zu-ischen beiden liegenden weißen Pupillen wie bei coelestina^ Die roten
Flecke der Binde der Hflgl kleiner und mit größeren schwarzen Pupillen als bei coelestiJui; die bäum binden
.vie bei archesia, aber schärfer markiert; blaue oder blauweiße Bestäubung der Hflgl, wie sie bei der Haupt-
form vorkommt, findet sich hier nur am Schwanzanhaiige; cüe Grmidfarbe ein wenig dunkler Die Oberseite
ähnelt ei-enthch mehr coelestma als archesia, daß es sich aber um eine Form letzterer Art handeh, zeigt die mit
archesia recht gut übereinstimmende Unterseite der Flgl; Wer erscheint sie jedoch trüber ^^d mehr- einfarbig
weil cn-auweißhche Bestäubung, die bei der Hauptform etwa ^6 Querbinden oder ^^lsche bildet hier gänzlich
oder fast cänzlich fehlt; eine dunklere Submedianbinde an den Hflgln nicht oder kaum zu erkennen; che ro.-
liche Querbinde dunkler, etwa rotbraun, an den Hflgln mit schwarzen Pupillen, an den Mlghi mit weil3en eben-
solchen etwa wie bei der Hauptform, jedoch diejenige im Feld 2 erheblich größer als die benachbarten von
denen die im Feld 3 ebenso deutUch wie die in Feld 1 b ist." Coelestina kann immer von arches,a durch die
e a n z r a n d i - e n einfarbigen Fransen leicht unterschieden werden. Da aber Stkantj m der langen
Beschreibung nfchts über dieses ..-ichtige Kennzeichen sagt, ist es mir unmögUch zu entscheiden, oh froberitusi
zu archesia oder zu coelestina gehört. Nahe der Grenze von Liberia in Ober-Gmnea angetroffen ; arcAe^ra ist
sonst nicht aus diesen Gegenden Afrikas bekannt.
Vierte Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe können an den ganzrandigen oder nur schw«;h geweUten Fratzen erkannt «erden. Die
schwarzeJsu^rginaTpxmkte stAen auf beiden Flgln in der hellen Querbmde oder fehlen ganzUch.
1 r n P coelestina Deiv (51 e) hat oben eintönig dunkelbraune Flgl mit rotgelben Zeichinmgen; die INÜttel-
'^"^ zelle der VtM m " 3 s Iw L gesäumten, rotgelben Querstrichen, von denen die zweite die Rippe 2 erreicht;
die Ml! telbinde ist am Vrd zweiä^stig und schüeßt drei runde weiße Punkte ein , hinter der Rippe 4 ist sie - standig
in freien ovalen schwarzpunktierten Flecken aufgelöst; die schwarzen Punkte der Felder 1 b-3 der \tlgl
g^JSmUch ^lit weißem Kern; beide Flgl am Saume mehr oder weniger rotgelb mit den XfZf^m^^2
dunklen Saumlinien. Beide Flgl unten dmikel violettbrami mit breiter, dunkel kastamenbramier i^ttelbinde
und weißen Submarginalpunkten der Vflgl, sonst aber ohne deutliche Zeichnungen; die Fransen --^-^-J^'g
■ ,,„i graubrami Kamerun bis Angola. Uganda und Somah-Land. - f. jordam n. f. ist die Regenzeitiorm und
'""^ SchtTur durch schwach gewellte und weißgefleckte Fransen ab; die Unterseite etwas mehr deuthch ge-
zeichnet. Seltener als die Haupt form.
eurodoce P. eurodoce Wcstic. (51 e) ist oben schwarzbraun mit einfacher rotgelber Querbinde, welche auf den
Hfl.ln bis um Saume erweitert ist und dort die beiden dmiklen Saumhnien einschheßt ; die sch^varzen Sub-
marg nalpuxikte sind sehr klein oder undeutUch ; die Unterseite ist rötlich gelbbraun etwas nebelartig und hat
ZSarrbegrenzte rotbraune Mittellinie, die jedoch an der Rippe 4 der Vflgl endet ; das Schwanzchen am
\nahvinkel der Hflgl ist schmal und 5 mm lang; die Fransen sind eintarbig und ganzrand.g; die Felder b~s
der Vf"l sind schmlvl und der Vorsprang an der Rippe 6 bildet darum scheinbar die Flglspitze. Madagaskar.
■ „.„ F. sinuata Plötz (51 e) ist kleiner als die übrigen mit einer Flglspamiung von 42-48 mm und hat eine
^"'"^"- schmäler: Z Felde 2 der Vflgl nur 5-6 mm breite .littelbinde ; der Saum der Vflgl ^'^^^^£^^1
und G selir tief ausgerandet ; die Unterseite ist fast eintönig rotbraun ohne Flecke und ohne »^eüe Striche am
.eU.raoiäes Saume Sierra-Leone bis Congo, Xyassa-Land und Uganda. - pelargoides Aurtv. hat eine hellere mehr gefleckte
,etar^^. Saume^ ^.^ ^^^^^.^^^^^ J^^^ >^^.^^^^ ^^^^ ^j^^,^,^ ^^ ^^^^ ^ Vf,gl sind weniger -'^ f -g;^ ^ ^
yarvi,u,u. offenbar eine Regenzeitform dar. Kamerun und Congo-C^biet. - ab. parv.punct.S Strand. Die ibttelbmde
PRECIS. Von Dr. C. Aurivillius. 223
der Hflgl im Felde 7 olme schwarzen Punkt; nur das Feld 5 der Vflgl mit deutlichem weißem iSubapicalpunkt.
Kamerun.
P. tugela hat eine Flglspannung von 50 — 58 mm und mehr in der Länge ausgezogene Hflgl; die Mittel-
binde hat in Feld 2 der Vflgl eine breite von 6 — 7 mm und ist beim $ oft gelblich gefärbt. — tugela Trim. lurjela.
(51 c) hat die Vflgl am Ende der Rippe 6 lang und geradlinig. ausgezogen ; die Unterseite sehr wechselnd, aber
meist eintönig gefärbt. Natal bis Nyassaland. — fa. aurorina 5/?r. ist eine Regenzeitform, welche nur durch die aurorina.
an der Rippe 6 nur wenig ausgezogenen, oft kaum mehr als geeckten Vflgl abweicht. — pyriforitlis Btlr. kommt pyriformis.
in Deutsch-Ostafrika und Brit. -Ostafrika vor und weicht kaum von tugela ab. — wintgetisi Strmid soll dadurch winUjemi.
abweichen, daß der Saum der Vflgl an der Rippe 2 stark winkelig ausgebuchtet mid der äußere Ast der Mittel-
binde der Vflgl durch drei rötliche Flecke angedeutet ist. Ruanda.
P. milonia Fldr. hat kürzere und breitere Flgl und breitere, im Felde 2 der Vflgl 8 — 12 mm breite Mittel- niiloniu.
binden der Oberseite; die Vflgl sind am Ende der Rippe 6 mäßig ausgezogen. Kamerun mid Congo-Gebiet.
— rauana Smith scheint eine östliche Rasse zu sein, die nur dadurch ausgezeichnet ist, daß die Mittelbinde ranmia.
der Hflgl weißlich ist. Uganda.
Die hier folgenden beiden nahe verwandten Ai'ten weichen von den vorhergehenden dadurch ab, daß die Plgl oben
im dunklen Saume 1 — 2 Reihen blauer Punkte oder Striche haben. Der Saum der Hflgl ist gleichförmig gebogen ohne Ecke
und die Fransen sind entweder ganzrandig und einfarbig oder schwach gewellt imd weiß gefleckt. Der äußere Ast der Mittel-
liindc der Vflgl fehlt oder ist nur durch fi'eie Flecke der Felder 4 — 7 angedeutet.
P. actia macht ganz den Eindruck einer östhchen Rasse von pekirga, da aber Rothschild u. Jordan
mitgeteilt haben, daß die männlichen Kopulationsorgane verschieden gebildet sind, führe ich bis auf weiteres
die beiden Formen als getrennte Arten auf, obgleich die Regenzeitformen ineinander überzugehen scheinen.
Der einzige Unterschied in der Zeichnung, welcher für beide Zeitformen gemeinsam ist, ist, daß der Fleck der
Mittelbinde in Feld 3 der Vflgl bei actia kurz mad fast quadratisch ist und den schwarzen Punkt in seiner Mitte
hat, während derselbe Fleck bei 'pelarga länger als breit ist imd den schwarzen Punkt nahe seiner Außenseite
hat. Dieser Unterscliied ist jedoch bisweilen sehr unbedeutend. Angola, Nyassa-Land, Deutsch- und Brit.-
Ostafrika. actia Dist. (51 d) ist die Trockenzeitform und als solche durch die sichelförmigen Vflgl, die ganz- actia.
randigen, einfarbigen Fransen, die längeren Schwänzchen und die eintönige graubramie oder rotbraune, durch
eine dunkle Linie geteilte, blattähnliche Unterseite, sowie durch die bedeutende Größe ausgezeiclmet. Von der
entsprechenden Form der P. pelarga weicht sie dadurch ab, daß die äußeren blauen Saumstriche der Oberseite
dicht am Saume stehen und gewöhnlich zu einer dicken Saumlinie vereinigt sind. Die Mittelbinde ist rotbraim,
an der Innenseite mehr oder weniger blau ; ihr innerer Ast am Vrd der Vflgl ist beim $ stets blau, beim (^ blau
oder hell gelblich; am Ende der Mittelzelle der Vflgl zwei blaue und in der Mitte ein rotbrauner Querstrich.
— ab. rubrofasciata Suff, weicht von actia dadurch ab, daß die blaue Färbung an der Lmenseite der IVIittelbinde ruhrofas-
vöUig fehlt. — fa. iutzais. Rothsch. u. Jord. (51 d als „galamr' ; = aXhofasciataSuff.) ist die Regenzeitform und hat '''^J"^^^
als solche weißgefleckte, ein wenig gewellte Fransen, an der Rippe 6 nur wenig hervortretenden Vflgl und eine
hellgelbe Unterseite mit deuthcher, weißlicher, schwarzpunktierter Mittelbinde und schwärzlicher Saumbinde mit
zwei Reihen weißlicher Saumstriche. Die Mittelbinde der Oberseite ist bis zu den Submarginalpmakten weiß
und dann rotgelb mit scharfer Farbengrenze. Kommt gewissen Stücken von pelarga F. und gaJami sehr nahe.
P. pelarga F. ist die Regenzeitform und stimmt in Flglform, durch die weißgefleckten Fransen und durch pelarga.
die Unterseite genau mit furcata überein. Der Fleck der Mittelbinde im Felde 3 der Vflgl ist jedoch, wae schon
oben erwähnt ist, länger als breit und die Mittelbinde der Oberseite ist entweder ganz rotgelb oder wurzelwärts
weißgelb ohne scharfe Grenze zwischen den Farben. Senegal bis Angola und Abessiiüen. — fa. galami Bsd.
ist eine extreme Regenzeitform, welche in Westafrika häufiger als pelarga ist, und weicht nur dadurch ab,
daß die Vflgl an der Rippe 6 noch stumpfer abgerundet sind und eine mehr gleichbreite und fast ganz weiß-
gelbe Mittelbinde der Oberseite haben ; die Flglspannung erreicht nur etwa 45 mm und die Mittelbinde hat eine
breite von 5 — 6 mm ; der äußere Ast der Mittelbinde am Vrd der Vflgl ist sehr undeutlich oder fehlt völlig.
— fa. leodice Cr. ist die Trockenzeitform und hat dieselbe Flglform wie actia mid harpyia (51 d); die Fransen leodice.
sind ganzrandig und einfarbig oder mit kleinen weißen Flecken; die Mittelbinde der Oberseite ist 6 — 8 mm
breit, hell rotgelb, einfarbig oder wurzelwärts mehr oder weniger weißlich; die Unterseite ist gewöluilich nicht
so dunkel und so eintönig gefärbt wie bei Trockenzeitformen aus anderen Gegenden; was natürlich mit den
klimatischen Verhältnissen in Westafrika zusammenhängt; die Mittelbinde und die Submarginalpunkte
sind nämlich auch unten oft recht deutlich, dagegen fehlen immer die bei der Regenzeitform vorkommenden
beiden Reihen weißer Flecke am Saume. — ab. harpyia F. (51 d) weicht von leodice nur dadurch ab, daß die harpyia.
Mittelbinde der Oberseite zum größten Teil lebhaft blau gefärbt ist.
P. ceryne weicht von allen anderen Arten dieser Gruppe dadurch ab, daß die Hflgl am Ende der Rippe 4
geeckt oder kurz geschwänzt sind und die Quer binde der Vflgl nach innen fast gerade abgeschnitten ist. Die
Querbinde der Oberseite ist breit, 5 — 6 mm, mit deutlichen schwarzen Submarginalpunkten auf den Hflgln
und in den Feldern 1 b— 3 der Vflgl und von der Rippe 4 der Vflgl an in zwei sehr deutliche Aeste geteilt, von
denen der innere breiter und aus 3—4 Flecken gebildet ist und die äußere schmäler und von 5 Flecken zusam-
mengesetzt ist ; die Mittelzelle der Vflgl hat oben zwei dicke gelbliche oder rotJjraiuie Querstriche, von denen
224
PRECIS. Von T)r. C. AuRiviLLros.
der äußere die Rippe 1 fast erreicht. Die Art umfaßt zwei Rassen, eine südliche, welche von Angola liis Natal
und in Ostafrika bis Uganda und Abessinien vorkommt und zwei scharf getrennte Zeitformen hat, und eine
nördliche, welche im Niger- Grebiete und im Hinterlande von Kamerun vorkommt und bisher nur als Regenzeit-
ceryne. form bekannt ist. — ceryne Bsd. (51 d) ist die Regenzeitform; die ]\Iittelbinde der Oberseite ist innerhalb der
Submarginalpunkte weißlich; die Fransen sind gewellt imd weißgefleckt; auf der Unterseite treten die Zeich-
nungen sehr scharf hervor, die Wurzelhälfte ist lebhaft ockergelb mit einigen weißlichen, schwarz gesäumten
Flecken und durch eine schwarze Querlinie von der breiten weißlichen ^littelbinde getrennt; die schwarzen
Submarginalpunkte treten ebenso scharf wie oben hervor und die der Felder 4 — ^6 der Vflgl sind weiß gekernt ;
vor dem Saume eine Reihe weißer, schwarz begrenzter Striche; der Saum der Vflgl ist an der Rippe 6 abge-
liikwnt. rundet. — fa. tukuoa Wallgr. (51 c) weicht oben durch die braunrote Querbinde iind die ungefleckten Fransen
imd unten durch die eintönig gelbliche, mattbraun gefleckte und gesprenkelte Unterseite, deren Submarginal-
punkte mideutiich sind, sehr bedeutend ab; der Saum der Vflgl ist an der Rippe 6 scharf geeckt oder in einer
ceruana. Spitze ausgezogen. — ceruana Rothsch. u. Jord. ist nur als Regenzeitform bekaiuit und weicht von ceryne durch
die viel dunklere Saumbinde der Unterseite ab. Niger und Kamerunhinterland.
Die beiden letzten .\vten li;il>en auch ganz verschiedene Zeitformen, sind alier daran kenntlicli, daß die weißen .Siih-
apicalpunkte der Felder 4 — (i der \'f Igl-Uberseite völlig fehlen. Bi.sweilen sind zwei solche Punkte da, in welchem Falle je-
doch der Wurzelteil der Hflgl-Oberseite fast ganz rotgelb ist. Der Wurzelteil der Oberseite, welcher bei den früher beschrie-
V)enen Arten fast schwarz ist, zeigt hier eine deutliche Tendenz rotgelb zu werden so, daß die schwarze Farbe nur als Flecke
oder zackige Querbmden zurückbleibt: dieses ist besonders bei den Trockenzeit formen deutlich. Die Zeitformen unterscheiden
sich bei beiden Arten in ganz ähnlicher Weise. Bei den Regenzoitformen haben beide Figl oben eine scharf begrenzte schwarze
Saumbinde mit zwei Reihen weißlicher Punkte oder Bogen und weißgefleckten Fransen: die Vflgl sind an der Rippe 6 nur
schwaeh geeckt oder beinahe abgerundet und (iie Unterseite ist der Oberseite ähnlich mit schwärzen! oder schwarzgeflecktem
Wurzelteii, breiter rotgelber schwarzpunktierter ^littelbinde und schwarzer Saumbinde mit großen weißen Flecken. Bei den
größeren Trockenzeit formen sind die Vflgl an der Ri|>pe (> sichelförmig ausgezogen, die Hflgl am Analwtnkel länger geschwänzt,
die Fransen ganzrandig und einfarbig, die Figl oben im Wurzelteil rotgelb mit schwarzen Flecken und beide Flgl unten dunkel-
braun — violettgrau — graubravm, ganz eintönig oder nebelartig, aber ohne schwarze Zeichnungen imd weiße Flecke und nur mit
fehi'-r dunkler oder heller ]Mittellinie.
citamd. P. cuama Hew. ist die Trockenzeitform und weicht von anfilope (51 c) nur dadurch ab, daß die schwarzen
Zeicluiungen der Oberseite mehr reduziert sind, daß die dunkle Saumbinde der Oberseite bräunlich ist und beson-
ders dadiirch, daß die Submarginalpunkte der Felder 4 und 5 der Vflgl deutliche weiße oder silberne Pupille haben.
trimeni. Manica-Land, Mashuna-Land, Nyassa-Land und Deutsch-Ostafrika. — trimeni Btlr. (51 c) ist die Regenzeit-
form, stimmt oben mit simia nahe überein, weicht aber unten durch die gelbe schwarzgefleckte Wurzelhälfte ab.
P. antilope kommt im südlichen Congo-Gabiet und von dort in Südafrika bis Natal und in Ostafrika
antilope. bis Abessinien vor und tritt wieder im Senegal auf. — antilope Feistli. (51 c) ist die Trockenzeitform und unter-
scheidet sich von cuami nur durch das Fehlen der weißen Subapicalpunkte der Vflgl und die etwas melor aiis-
simia. gedehnten schwarzen Zeichnungen der Oberseite. — fa. simia Wallgr. (51 b) ist die Regenzeitform und weicht
von trimeni nur dadurch ab, daß die Flgl unten an der Wurzel schwarz sind mit 3 — 4 großey hellgelben Flecken;
die schwarze Farbe erreicht wenigstens die Rippe 3.
Fünfte Gruppe.
Durch die am Analwinkel abgerundeten Hflgl smd die Arten dieser Gruppe leicht von allen übrigen zu unterscheiden.
Auch hier kommen Zeitformen vor, die jedoch gewöhnlich nur unten von einander abweichen; nur bei der ersten Art, welche in
iler Färbung und Zeichnung der Hegenzeitform sicli eng an ilie beiden letzten Arten der vorigen Gruppe anschließt, sind die
Zeitformen auch oben ganz verschieden.
P. octavia. Saum beider Figl stark gewellt mit weißgefleckten Fransen; die dunkle 1 — 6mm breite
Saumbinde schließt zwei Reihen blauer Punkte oder Striche ein, welche bald klein, bald dick und miteinander
vereinigt sind; die schwarzen Submarginalpunkte sind gut entwickelt und deutlich. Bei den Regenzeitformen
sind die Flgl auf bsiden Seiten zum größten Teil rotgelb und nur an der Wurzel und am Saume schmal schwarz;
der Saum der Vflgl ist an der Rippe 6nur kurz geeckt. Bei den Trockenzeitformen sind die Flgl bläulich dunkel
schwarzbraun gefärbt und nur außerhalb den Submarginalpunkten mit einer Reihe rotbrauner Flecke geziert;
diese Flecke sind oben auf den Hflgln und in den Feldern 1 a — 3( — 5) der Vflgl stets deutlich und scharf begrenzt,
unten aber oft undeutUch oder ganz verschwommen; die Unterseite ist stets dunkel und mehr oder weniger
neb?lig; die Wurzelhälfte ist durch eine gebogene zackige Linie begrenzt; die Submarginalpunkte der Felder 5
und (i der Vflgl sind weiß gekernt, was bei der Regenzeitform nicht vorkommt. Die Art hat zwei Lokalrassen:
octavia. — octavia Cr. (51 b) ist die Regenzeitform der nordwestlichen Rasse, welche von Sierra-Leone bis Congo, Abes-
sinien und dem Somah-Lande verbreitet ist : sie ist kleiner als die südliche Regenzeitform und hat eine dunk-
amestris. lere mehr braunrotgelbe Grundfarbe, — • i a. amestris Dniry ist die Trockenzeitform von octavia und weicht von
sesamus nur dadurch ab, daß die Flgl oben an der Wurzel nicht oder nur wenig blau sind und daß die Mittel-
sesamiis. Zelle der Vflgl oben 1 — 2 rotbraune Querstriche hat, — sesamus Trim. (51 c) ist die Trockenzeitform der süd-
lichen Rasse, welche von Angola bis zum Kaplande luid Britisch Ost -Afrika vorkommt; sie ist dadurch aus-
gezeichnet, daß beide Flgl oben an der Wurzel blau überzogen sind und daß die rotbraunen Querstriche in der
natdlensli. Mittelzelle der Vflgl völlig fehlen, — fa. natalensis Stgr. (51 c) ist die Regenzeitform von sesamus und von octavia
durch die heller rötliche Grundfarbe und die besonders im Wurzelteil mehr reduzierten schwarzen Zeichnungen
I
Ausgegeben 25. 1. l'Jir,. PRECIS. Von Dr. C. AuBiViLLIüS. 225
verschieden. Die Rp lebt in Natal auf Pleetrantlius calcinus, ist oben dunkelbraun mit gelben Querbinden
und unten schwärzlich; die Scheiteldornen sind länger als die übrigen.
P. Sophia ist die kleinste der afrikanischen Arten und hat eine Spannweite von nur 38 — 46 mm. Die
Vflgl sind oben an der Wurzel bis zur Spitze der Zelle dunkler oder heller braun mit 5 schwarzen Querlinien
in der Mittelzelle und die Hf Igl bis zur Rippe 3 schwarz ; dann folgt eine gemeinsame helle etwa 5 mm breite
Mittelbinde, welche durch die dunklen Rippen in Flecke geteilt ist; der schwarzbraime Saumteil schließt die
schwarzen Submarginalpunkte und zwei Saumlinien ein mid ist auf den Vflgln mit einer aus drei hellen Flecken
(in 4 — -G) gebildeter Subapicalbinde geziert. Die Unterseite (51 b) ist gelblichweiß mit braunen Rippen, feinen
schwarzen Linien an der Wurzel und dem Analwinkel der Hflgl, scharf hervortretenden schwarzen Submarginal-
punkten, zwei braunen schwarzgesäumten Querstrichen in der Mittelzelle der Vflgl und braimen oder grauen
S^hattenflecken am Saume. — ■ Sophia F. (51 b) hat in der Mittelbinde der Vflgl eine gebogene dmikle Querlinie, sopk'ia.
welche sich von der Hinterecke der Mittelzelle bis zur Rippe 1 erstreckt und dort die dunkle Saumbinde fast
erreicht; die Mittelbinde und die Subapicalbinde der Vflgl sind hell braungelb. Rp schwarz mit feiner gelber
Seitenlinie und kurzen Dornen; die Scheiteldornen sind sein* kurz, warzenförmig. Die Pp ist mehr oder weniger
bräunlich gewässert und hat zwei bis drei dunkle Schattenbinden c|uer über die Flglscheiden ; der Kopf ist stumpf
und seicht ausgerandet mit kurzen Augenhöckern. Senegal bis Congo und Uganda, Natal. — infracta Bog. hifruda.
(51 b) weicht nur dadurch ab, daß die dmikle, schiefe Querlinie in den Feldern 1 b mid 2 der Vflgl fehlt oder nur
angedeutet ist. Deutsch Ost-Afrika bis Uganda und Abessinien. — ab. albida Suff. (51 b) hat eine weiße Mittel- albUki.
binde und weiße Subapicalbinde der Vflgl, stimmt aber sonst mit infracta überein; ist in Deutsch Ost-Afrika
häufiger als die Form mit gelben Binden. — ab. leucotincta Strand stimmt durch che weißen Binden mit albida leucoiincia.
überein und scheint nur dadurch abzuweichen, daß die Mittelbinde der Vflgl schmäler und nur in den
Feldern 2 — 4 entwickelt ist. Abessinien.
P. westermanni hat ganz verschiedene Greschlechter; das (J ist oben sehr auffallend gezeichnet, tief
sammetschwarz mit emem blauen Längsfleck am Vrd der Hflgl im Wurzelteil der Felder 6 und 7 und zwei großen
orangegelben Feldern, einem auf den Vflgln hmter der Mitte hi den Feldern 1 b — 5( — 6) und einem auf den
Hflgln nahe am Saume zwischen den Rippen 1 b und 5; m diesem Felde sind bisweilen 1 — 3 schwarze Sub-
margmalf lecke sichtbar. Das $ ist oben dem (J ganz unähnlich aber individuell sehr veränderlich ; gewöhnlich
sind beide Flgl oben schwarzgrau mit schwarzen Querstrichen in der Mittelzelle der Vflgl mid mit Andeutungen
von rotgelben Flecken wenigstens m 1 b mid 2; bisweilen kommen weißliche Längsflecken in den Feldern
2 — 6 vor; die Hflgl haben eine sehr, etwa 11 mm, breite rotgelbe Mittelbinde mit scharf hervortretenden schwar-
zen Submarginalpunkten und smd also nur an der Wurzel und am Saume hi einer Breite von etwa 3 mm schwarz-
grau; die Unterseite ist derjenigen des (^ mehr ähnlich. — westermanni Westw. (50 e; 51 a) (J. Das orange- wester-
gelbe Feld der Vflgl bedeckt nicht völlig die Wurzel des Feldes 3; die Unterseite an der Wurzel weißgrau, grau "'«"*"*-
(oder auf den Vflgln gelblich) mit scharf hervortretenden schwarzen Flecken und Querlinien; Avovon 5 m der
Zelle der Vflgl; die schwarzen Submargmalpunkte smd wenigstens auf den Hflgln deutlich und das orange-
gelbe Feld der Vflgl tritt auch unten mehr oder weniger deutlich hervor. Das 5 ist sehr veränderlich, stimmt
aber gewöhnlich mit der oben gelieferten Beschreibung überein. CToldküste bis Angola. — jordani form. nov. jordani.
Das ^ ist kleiner und das orangegelbe Feld der Vflgl bedeckt völlig die Wurzel des Feldes 3; die Unterseite
hat wie bei der Hauptform scharfe schwarze Zeichnungen, hat aber eme viel dunklere Grundfarbe, welche auf
den Vflgln bis über die Mitte hmaus orangegelb, auf den Hflgln aber dunkel grau mit scharf hervortretendem
silberweißen Fleck an der Mitte des Vrda in Feld 7 und mit der Wurzel von Feld 2 der Hflgl lebhaft braunrot ;
das 9 ist niii- unbekannt. Ruwenzori. — Suffusa Rothsch. xi. Jord ist ebenso klein oder kleiner als jordani und sujjusa.
im männlichen Geschlecht oben demselben ähnlich, unten aber in beiden Geschlechtern daran zu erkennen,
daß die Hflgl nebelig, rotbraun bis rostbraun, smd ohne deutliche Zeichnungen. Britisch- Ostafrika: Kikuyu.
Macht ganz den Eindruck emer Trockenzeitform.
P. hadrope Dbl. u. Hew. (50 c; 51 a) ist eine sehr eigentümliche Art, bei der die Geschlechter ganz ver- hadrope.
schieden sind; das $ wurde 1866 als eine besondere Art (ixia) von Butler besclirieben ; in meiner Arbeit
,,Rhopalocera aethiopica" habe ich zuerst die Zusammengehörigkeit dieses $ mit hadrope hervorgehoben. Beim
(J sind die Flgl oben matt goldgelb mit schmaler dunkler Saumbmde, einem großen schwarzen Apicalfeld der
Hflgl und zwei schwärzlichen Querbüiden der Vflgl, von denen die äußere in der Mitte unterbrochen und
teilweise mit dem Saume veremigt ist; die Unterseite ist gelblich mit einigen schwarzen und braunen Zeichnungen
und bräunlicher Mittellinie der Hflgl ; die Submarginalpunkte treten als Augenflecke auf. Das $ ist oben weiß
mit der Wurzel bis zur Rippe 3 dunkelbraun, mit zwei dunklen Saumlüiien, gelb germgelten submarginalen
Augenflecken, von denen die der Felder 2 und 5 der Hflgl größer smd, mit einem braunen Fleck nahe an der
Spitze der Hflgl und mit einer gezackten Discallinie der Vflgl. Bisher nur in Aschanti gefunden.
P. oenone L. stimmt in der Zeichnimg der Oberseite darin mit westermanni überein, daß die Hflgl nahe oenone.
an der Wurzel des Vrds emen blauen Fleck, der jedoch hier gerundet ist, und jeder Flgl ein großes gelbes Feld
hat, welches jedoch auf den Vflgln vom Vrd gegen die Mitte des Saumes gerichtet ist und eine miregelmäßige
XIII 29
226 PRECIS. Von Dr. C. AurivilliüS.
cehrenc. Form hat; die Hauptform kommt nur üi Südasien vor (vgl. Bd. 9, S. 524; Bd. 1, S. 197, Taf. 62b). — cebrene
Trim. (51a) weicht von der Hauptt'orm durch die kleineren ockergelben Felder, welche in der Mitte hellgelb
sind, und den mehr gerundeten blauen Fleck ab. Beim (J ist die Wurzel der Vflgl bis zur Rippe 2 sanimetschwarz,
die äußeren Teile der Mittclzelle aber sind einfarbig gelb ohne scliwarze Zeichnungen ; ein gelber, schwarzgekenit'^r
Augenfleck tritt im Felde 5 auf und vor demselben eine weißgelbe Subapicalbinde. Das $ hat eine braun-
schwarze Grundfarbe der Oberseite, mehr ausgedehntes gelbes Feld der Hflgl, einen schwarzen Querstrich
am Ende der Mittelzellc der Hflgl und einen großen blau gekernten schwarzen Augenfleck im Felde 2 der Hflgl
paris. hinter der Mitte. Arabien, Sokotra und überall auf dem Festlande Afrikas südlich von der Sahara. — par'is T ri »i .
weicht nur dadurch ab, daß die Mittdzelle der Vflgl-Oberseite bis zur Spitze schwarz ist mit einem feinen blauen
Querstrich und daß die Subapicalbinde der Vflgl nur durch zwei kleine Punkte repräsentiert ist; die Unter-
seite der Hflgl ist oft rötlich oder bräunlich. Madagaskar. — Die Rp lebt in Natal an Arten von Barleria und
Justicia; sie ist dunkel violettgrau mit breiter schwärzlicher Seitenlinie, welche unten von gelblichen Strichen
begrenzt ist, und mit schwarzen Dornen. DiePp ist schokoladebraun mit kleinen gelben und weißen Flecken
und Punkten.
clelia. P. clelia Cr. (51 a). Die Flgl sind beim ,^ oben sanimetschwarz mit einem großen, gerundeten, l)lauen.
violett und grün schillernden Fleck am Vrd der Hflgl ; derselbe bedeckt die Spitze der Jlittelzelle und die Wurzel
der Felder 4 — 7; die Hflgl haben außerdem eine 2 mm breite weiße Saumbinde, welche durch die schwarzen
Rippen und durch zwei schwai'ze an den Riijpen verdickte Saumlinien geteilt wird, luid zwei schwarze gelbgerin-
gelte und weißgekei'nte Augenflecke, einen in Feld 2 und den anderen in Feld 5; che \'flgl haben 1 — 2 kleine rot-
braune Striche in der Mittelzelle, eine weiße gebogene Discalbinde, welche aus 5 Flecken gebildet ist und sich
von der Mitte des Vrds bis zur Rippe 3 ausdehnt, eine weiße Subraarginalbinde zwischen den Rippen 2 und 8,
welche jedoch in den Feldern 4 und 5 undeutlich oder unterbrochen ist, und endlich zwei weiße Flecke in 5
und 6 dicht am Saume ; die Unterseite der Vflgl ist schwarz mit grauer Spitze und fast denselben Zeiclmungen
wie oben, ausgenommen daß die Mittelzelle bläulich ist mit drei dicken, rotbraunen, schwarz gesäumten Quer-
strichen ; die Hflgl sind unten grau mit nebeligen braunen Zeichnungen und einer cücken dunkelbraunen Quer-
binde lünter der Mitte, worin die gewöhnlich undeutlichen Augenflecke Hegen. Das $ ist unten dem (J ähnlich,
hat aber oben eine etwas hellere Grundfai'be und viel größere Augenflecke, welche auch in den Feldern 2 luid 5
der Vflgl fast ebenso deutlich wie auf den Hflgln auftreten. Kommt überall auf dem Festlande Afrikas und
außerdem auf den Comoren, Sokotra und Aldabra vor. — Es ist eine allbekannte Tatsache, daß die Augenflecke
der Satyriden und anderer Tagfalter, bei welchen solche Flecke vorkommen, sehr veränderlich sind. Wenn
man darum bei einer Art, welche normal zum Beispiel 7 Augenflecke hat, Aberrationen nach der Anwesenheit
und relative Entwicklung der Augenflecke aufstellen und benennen will, kann man bei jeder solchen Art die
Literatur mit Hunderten von Namen bereichern. Ob aber die Wissenschaft daraus Nutzen ziehen kann, ist eine
andere Frage, welche schwerlic-h zu bejahen ist. Fiu- die Wissenschaft und das Ansehen der Lepidopterologen
wäre es viel besser die Grenzen und die Ursachen der Veränderlichkeit festzustellen zu suchen. Es sei erlaubt,
diese Bemerkungen anläßlich der folgenden geringfügigen und kaum mehr als individuellen Aberrationen ge-
viridaUi. macht zu haben. — ab. J \ir\idita Strand hat denVrdfleck derHflgl-Oberseite grün statt blau; ob künstlich oder
ii'tpupUlaki. Nat.ur?! Deutsch-O.stafrika: Amani. — ab. V bipupillata *S/ranr/. Die Hflgl oben auch mit einem kleinen Augen-
iriocellaUi. fleck im Felde 6. Abessinien. — ab. $ triocellata Strand. Die Hflgl oben soAvohl in 4 wie in 6 mit einem kleinen
Augenfleck, welcher sich dem größeren Augenfleck im Felde 5 anschließt. Deutsch-Ostafrika und Abessinien.
posterior. — ab. $ posterior Strand. Der kleine Augenfleck im Felde 6 der Hflgl-Oberseite fehlt, der in 4 ist aber da. Abes-
aubtriocel- sinien. — ab. $ subtriocellata Strand. Wie triocellata, aber von dem vorderen kleinen Augenfleck ist nur der
„. '"/"• rote Ring der Saumseite vorhanden (!). Abessinien. — ab. subbipupillata Strand. Wie bipupillata, aber die an
tatu. der Vorderseite der großen vorderen Ocelle (Augenfleck) der Hflgl gelegene kleine Ocelle ist ganz rudimentär
und nur durch eine stiunpf zahnförmige, nach vorne gerichtete Verlängerung des roten Randringes der großen
virilis. Ocelle angedeutet." (!). Abessinien. — ab. $ virilis Strand ist eine Weibchenform, bei der der blaue Fleck der
vosaelerinna.Kügl ebenso groß wie beim ö" ist. Abessinien. — ab. $ vosselerianatSVra«rf ist kleiner als gewöhnlich und hat den
subepiclelUt. Fleck der Hflgl hellgraulicli aber ebenso groß wie bei der Hauptform. Deutsch-Ostafrika. — ab. $ subepiclelia
Strand erinnert sehr an die Madagaskar-Rasse, hat aber ebenso große weiße Zeichnungen wie die Hauptform.
cpiclelia. — epiclelia Bsd. (51a) kommt nur auf Madagaskar vor und weicht durch geringere Größe luul kleinere weiße
Flecke der Vflgl von der Form des Festlandes ab; dazu kommt, daß beim $ der blaue Fleck der Hflgl oft
fehlt oder undeutlich, graulich ist und daß die Querbinden der Mittelzelle auf der Unterseite der Vflgl rein gelb
statt rotgelb sind. — • Die Rp von clelia ist der von cebrene sehr ähnlich und fast nur durch die weißliche Seiten-
linie verschieden; sie lebt in Natal an Asystasia coromandeliana. — Die Pp ist der von cebrene äluilich.
orithya. P. orlthya L. wurde zuerst> nach Stücken aus China besclirieben ; vgl. B. 1, S. 197, Taf. 62 b und B. 9,
S. 522. Sie steht der vorigen Art nahe und hat fast "dieselben weißen Zeichnungen der Vflgl inid auf beiden Flghi
zwei deutliche gelb und schwarz geringelte Augenflecke üi 2 und 5; die blaue Farbe aber bUdet nicht einen
runden Fleck am Vrd der Hflgl, sondern bedeckt wenigstens die ganze Saumhälfte der Hflgl und bildet auch
maiUigasca- eüicn viereckigen Fleck in den Feldern 1 a und 1 b der Vflgl luilie am Analwinkel. ■ — ttiadagascariensis Gnen.
(= boopis Trim.) ist die in Afrika und auf Madagaskar vorkommende Rasse; sie ist kleiner als die Hauptform
rtcnsis.
i
VANESSULA; PYRAMEIS; ANTANARTIA. Von Dr. C. Aueivilltos. 227
mit den hellen Zeichnungen der Vflgl reduziert und gelblich weiß statt rein weiß; die helle Discalbinde der
Vflgl ist von der Submarginalbinde völlig getrennt ; die Mittelzelle der Vflgl hat deutliche rotgelbe Querstriche
und die blaue Farbe der Hflgl ist beim ^ am Vrd breiter, die AVurzel des Feldes 7 erreichend, beim 9 aber
gleichbreit, die Spitze der Mittelzelle nicht oder kaum erreichend; das $ unterscheidet sich übrigens vom ö*
durch viel größere Augenflecke der Oberseite und mattere Farben. Congo-Gebiet bis Natal und Abessinien;
Madagaskar. — here Lang ist noch kleiner und hat keine rotgelben Querstriche in der Mittelzelle der Vflgl. here.
Arabien.
Rückblick auf den Saisondimorphismus der Gattung Precis.
Da keine andere Gattung der afrikanischen Tagfalter so große und auffallende Unter-schiede zwischen den Zeitformen
wie Precis zeigt, ist es von Interesse, eine Zusammenstellung der Kennzeichen, wodurch die Zeitformen von einander abwei-
chen, zu liefern. Wenn man die Regenzeitformen als die normalen und ursprünglichen betrachtet, was wahrscheinlich das
Richtige ist, kann man sagen, daß die Abweichungen der Trockenzeit formen fast durchweg den Zweck hat, denselben em
dadurch beeinflußt werden, sind die Größe, der Fliigelschnitt, die Farbe und Form der Fransen, die Zeichnung und Färbung
der Flgl-Oberseite und ganz besonders diejenigen der Unterseite. Die Trockenzeitformen smd bei den Preci.s- Arten stets größer
als die Regenzeitforoien; man sollte das Gegenteil erwarten, da die ganze Natur sich während der Regenzeit weit üppiger
entwickfit; wenn man aber bedenkt, daß die Rpn der Trockenzeitformen sich während der Regenzeit und die der Regen-
zeitformen sich dagegen während der Trockenzeit entw ickeln, dürfte diese Tatsache hinreichend sein, um die Unterschiede
der Größe zu erklären. Bei allen Precis- Arten tritt der Saum der Vflgl an der Spitze der Rippe 6 etwas hervor; bei den Regen-
zeitformen ist jedoch diese Stelle stumpf abgenmdet oder nur schwach geeckt; bei den Ti-ockenzeitformen aber tritt hier eine
scharfe, bisweilen sehr lange Spitze hervor, wodurch oie Vflgl mehr oder weniger sichelförmig werden und gleichzeitig tritt
der Analwinkel der Hflgl mehr schwanzartig hervor (jedoch nicht bei den Trockenzeitformen von ociavia); hierdurch erhalten
die Flgl besonders in Ruhestellung ein blattartiges Aussehen. Die Fransen sind bei den Trockenzeitformen gewöhnlich ein-
farbig und ganzrandig, auch wenn die Regenzeitformen gewellte und weißgefleckte Fransen haben. Die Zeichnungen der
Oberseite werden gewöhnlich bei den Trockenzeitfcrmen nur wenig verändert; die weiße Farbe wird doch fast immer \^on rot-
gelb oder blau ersetzt und bisweilen werden auch die rotgelben Zeichnungen der Regenzeitformen fast ganz verdrängt luid
durch dimkelblaue oder dmikelbraiuie Zeichnungen ersetzt. Die Unterseite, welche bei den Regenzeitformen oft klare Farben
luid scharfe Zeiclmungen hat, wird dagegen völlig verändert und geht in ein düsteres Gelbbraun, Dunkelbraun odei Grau-
braun über, welches keine oder nur undeutliche Zeichnungen hat, al)er fast immer diu'ch eine helle oder dunkle Mittellinie
durchquert wird.
7. Gattinig': Vaiiesisiila Dew.
Als Hewitson im Jahre 1873 die einzige Art dieser Gattung beschrieb, stellte er dieselbe unter die
Lycaeniden. Dewitz hat das Verdienst, zuerst nachgewiesen zu haben, daß diese eigentümliche kleine Art
zu den Nymphaliden gehört, was sowohl aus der Bildung der Vorderfüße wie aus dem Rippenbau hervor-
geht. Die Palpen sind lang und vorgestreckt; die Fühler sind ebenfalls lang und haben eine gut abgesetzte
flachgedruckte Kolbe; die Flgl sind ziemlich breit mit abgermidetem, gewelltem Saume; der Hlb erreicht
fast den Analwinkel der Hflgl. Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.
V. milca Hew. (52 e). Beide Flgl oben schwarz mit einer gemeinsamen tief rotgelben Mittelbinde, »»i^m.
welche sieh von der Mitte des IrcLs der Hflgl in fast gerader Linie und in einer Breite von 4 — -5 mm bis zur
Rippe 4 der Vflgl erstreckt und sieh dann schmäler werdend gegen die Wurzel etwas biegt mid den Stiel der
Rippen 7 — 9 erreicht. Die Grundfarbe der Unterseite ist etwas heller mit weißUchen Strichelchen im Wurzel-
teil und grauen und rotbraunen Schattenflecken in der Saumbinde; die Mittelbinde ist auf den Hflgln weiß-
gelb, braun gewässert, und auf den Vflgln scharf begrenzt mid ungefleckt, aber etwas heller rotgelb als oben.
Kamerun, bis südliches Congo-Gebiet und Uganda.
8. Gattung : Pj raiiieis Hbn.
Hinsichtlich dieser allbekannten Gattung genügt es auf die Uebersicht (S. 210) und auf die Beschrei-
bungen in Bd. 1, S. 198 und Bd. 9, S. 524 zu verweisen. In der ätliiopischen Region kommt nur eine Art vor.
P. cardui L. (Bd. 1, S. 199, Taf. 62 d; Bd. 9, S. 524) ist wegen ihrer fast vollkommenen Unempfind- ranhii
lichkeit für äußere Einflüsse sehr bemerkenswert; mit fast identischer Färbung und Zeichnung fliegt die Art
in Nord-Eiu'opa an den Küsten des Eismeeres und in den Tropen Afrikas und Asiens. In der äthiopischen
Region kommt sie überall sowohl auf dem Festlande wie auf den Inseln vor; scheint jedoch in den wärmeren
Gegenden die höher gelegenen Gebiete vorzuziehen. Nach Fawcett ist die Rp in Süd- Afrika der europäischen
Rp ähnlich und lebt auch dort an Disteln.
9. Gattung: Aiitaiiartia Rothsch.d; Jord.
Die Arten dieser Gattung wurden früher zu der sonst nur in Süd-Amerika vorkommenden Gattung
22S ANTANARTIA. Von Dr. C. AuRiriLLrus.
Hypanartia Kirby, mit der sie äußerlich recht große Aehnlichkeit haben, gestellt. Durch die im Jahre 1903
von Rothschild und Jordan gemachten Untersuchungen ist indessen festgestellt worden, daß die südameri-
kanischen Hypanartia- Arten durch die Bildung der letzten Rückenplatten des Hlbs völlig von den afrika-
nischen Arten abweichen. Für diese wurde darum die neue Gattung Antanartia errichtet.
Die Fühler sind lang und ragen weit über die Spitze der Vflglzelle hinaus; ilire Kolbe ist scharf ab-
gesetzt, eiförmig mid stark flachgedrückt. Die Mittelzelle beider Flgl ist geschlossen. Die Rippen 10 und 11
der Vflgl ent.springcn vor der Zellen.spitze und die Rippe 9 aus dem Stiele von 7-!- 8, viel näher an 8 als an
der Zellenspitze. Die Rippe 3 der Hflgl entspringt deutlich vor der Hinterecke der Mittelzelle imd die Prä-
costalrippe ist lang und ganz gerade oder ein wenig wurzelwärts gebogen. Bei der nahe verwandten Gattung
Pyrameis ist die Präcostal rippe der Hflgl saumwärts gebogen iind die Rippe 3 der Hflgl kommt aus der Hinter-
ecke der Zelle.
Die Flgl haben oben eine schwärzliche bis dunkelbraune Grundfarbe und die Vflgl auf beiden Seiten eine
rotgelbe schief gestellte Querbinde, welche am Vrd vor der Mitte anfängt luid in sanftem Bogen den Hrd nahe
am Hinterwinkel erreicht und die Spitze der Mittelzelle bedeckt ; dieselbe setzt sich dann oben gewöhnlich
am Saume der Hflgl mehr oder weniger deutlich fort. Vor der Spitze der Vflgl stehen in einem Bogen einige
weiße Submarguialpunkte imd zwischen ihnen und der Querbinde gewöhnlich eine Querreihe oder Querbinde
von drei kleinen weißlichen oder hellgelben Flecken der Felder 5, 6 und 8- — 10. Die Hflgl haben eine mehr
oder weniger vollständige Reihe submarginaler Augenflecke und ihre Unterseite ist dunkel mit verwickelten
nebeligen Zeichnungen.
Rp wie bei Pyrameis bedornt. Pp mit zwei langen scharfen Kopfspitzen und kräftig entwickelten
Tuberkeln der Rückenseite; die Erhöhmig des Mittelrückens ist groß mid am Ende stark keilförmig zusammen-
gedrückt und die Tuberkeln des dritten HlbgUedes sind hakenförmig umgebogen.
Ich teile die Arten in zwei Gruppen ein.
Erste Gruppe.
Saum der Hflgl an der Rippe 4 nicht abgesetzt oder gescliwänzt, sonderr gleichförmig gebogen und nur kurz und
stumpf gezackt, am Ende der Rippe 2 ein wenig mehr als an den anderen Ripjjen ausgezogen. Der Vrd der Vügl imten
an der Wurzel wie bei hippomene mit weißen Querstrichelchen.
abyssinica. A. abyssinica Fldr. (52 d) ist die kleinste Art und mißt nur 33 — 44 mm zwischen den Spitzen der
Vflgl; die Hflgl haben oben eine schmale i-otgelbe Saumbinde, welche gewöhnlich durch eine schwarze Saum-
liiüe vom Saume selbst getrennt ist; die Subapicalbinde der Vflgl ist breiter als bei den anderen Arten und
gelblich. Kilimandjaro bis Abessinien und Ruwenzori.
Zweite Gruppe.
Der Saum der Hflgl bildet an der Rijjpe 4 einen deutlielien Absatz und hat dort emen deutlielien Schwanzanhang.
hippomene. A. hippomene Hbn. (52 d) unterscheidet sich von den drei folgenden Arten dadurch, daß der Vrd der
Vflgl unten an der Wurzel bis zur Querbinde mit weißlichen Querstrichelchen geziert ist; die Vflgl haben oben
eine scharf begrenzte rotgelbe Saumbinde, welche jedoch nur bis zur Rippe 3 reicht, imd ein kurzes Schwänz-
chen an der Rippe 4; die Fühlerkorijc unten schwarz. Kapland bis Abe.ssinien und Ruwenzori; auch im In-
maderjasso- neren von Kamerun. — madegassorum Auriv. ist die auf Madagaskar vorkommende Rasse, welche nur dadurch
""'"" abweicht, daß die Fühlerkolbe unten rostgelb und das Schwänzchen der Hflgl länger ist.
acluifneia. A. schaeneia Trim. (52 d) ist oben der vorhergehenden Art sehr ähnlich, aber ein wenig größer und
mit längerem Schwanzanhang an der Rippe 4 der Hflgl. Die Unterseite weicht durch eine verschiedene Fär-
bung und Zeichnung der Hflgl (vgl. die Figuren) und besonders dadurch ab, daß die Mittelzelle der Vflgl einen
Augenfleck vor der Mitte hat und daß der Vrd an der Wurzel bis zur Querbinde einfarbig dunkelbraun ohne
dihäa. weiße Querstrichelchen ist. Kapland t)is Brit. Ost-Afrika und Uganda. — diluta RothscJi. u. Jonl. weicht durch
heller gefärbte, beim $ weißliche Querbinde der Vflgl mid viel schmälere, mit einer dunklen Saumlinie gezierte
orangegelbe Saumbinde der Hflgloberseite ab. Abessinien.
borbonica. A. borbonica Oberlh. ist noch größer als schaeneia (Länge des Vflgls etwa 34 mm), sonst aber so ähnlich,
daß sie wohl kaum mehr als eine Rasse derselben ist. Die orangegelbe Saumbinde der Hflgl-Oberseite hat wie
bei diluta deutliche dunkle Querstriche am Saume; der wichtigste Unterschied von schaeneia scheint darin
zu bestehen, daß die Unterseite der Hflgl mit schaff hervortretenden, unregelmäßig gebrochenen, hellen Quer-
linien geziert ist. Die Rp lebt an Boehmeria (Pilea) urticaefolia Spreng., ist rotviolett mit rotgelben, an der
Spitze schwarzen Dornen und hat auf den Gliedern 4 — 11 eine breite, weißUche, schwarz gefleckte Seitenlinie;
das erste Glied hat keine Dornen, das zweite und dritte jederseits drei Dornen und die Glieder 4 — 1 1 außer-
iiuiuriiiitiiii. dem einen Dorn in der Rückonlinie. Jladagaskar und Bourbon. — mauritiana Manders ist etwas kleiner und
SMERINA; LACHNOPTERA. Von Dr. 0. AuKiviLLirrs. 229
weicht außerdem dadurch ab, daß die orangegelbe Querbinde der Vflgl auf beiden Seiten am Hrd der Mittel-
zelle eingesclmitten oder unregelmäßig ist; bei der Hauptform ist dagegen diese Querbinde nach innen fast
gerade mid nach außen gleichförmig gebogen. Mauritius; nunmehr sehr selten.
A. delius Drury (52 c) weicht in der Flglform von den übrigen Arten dadurch ab, daß der Saum der delius.
Vflgl viel tiefer ausgerandet ist und daß die Hflgl zwei Schwänzchen haben, ein längeres an Rippe 4 und ein
kürzeres an Rippe 2. Die Querbinde der Vflgl ist oben rotbraun, unten hellgelb, fängt näher an der Wurzel
des Vrds an, bedeckt nicht die Spitze der Mittelzelle, biegt an Rippe 2 scharf gegen den Hrd um und ist
in den Feldern 1 b und 1 a wurzelwärts mehr oder weniger ausgedehnt; die Hflgl sind oben zum größten Teil
rotgelb oder rotbraun mit schwärzlicher Wurzel, dickem schwarzem Querfleck am Ende der Mittelzelle und
dunkler Saumbinde, welche wenigsteias beim 9 eine rotgelbe Linie der Felder 4 — 6 einschließt. Die Unterseite
ist wie bei den anderen Arten bunt gezeichnet und che Mittelzelle der Vflgl hat nahe an der Wurzel einen
weißgeringelten Augenfleck. Sierra-Leone bis Congo. ^ ab. ,S nigrescens Suff, hat statt der rotgelben Quer- »igrescens.
binde der Vflgl nur einen rotgelben Hrdfleck, welcher die Mitte des Feldes 2 erreicht. Togo. — amauroptera amaurop-
Em. SJmrpe weicht dadurch ab, daß die Hflgl oben fast eintönig schwarzbraun sind und daß die Querbinde ''^'■''■
der Vflgl kastanienbraun und auch zum Teil undeutlich ist. Uganda: Toro.
8. Unterfamilie: Argynnidinae.
Die Mitglieder dieser Unterfamilie sind an der Bildung der Palpen sofort kenntlich (vergl. die Ueber-
sicht p. 122). Die Mittelzelle der Vflgl ist geschlossen und die Präcostalrippe der Hflgl entspringt bei allen
äthiopischen Gattungen nach der Abtrennung der Rippe 8 von der Mittelzelle. — Die Rpn auf jedem der
Glieder 2 — 12 mit 4 — 6 Dornen, der Kopf aber unbewaffnet.
Alle Arten sind wenigstens im männlichen Geschlecht oben orangegelb bis braungelb, mit schwarzen
Zeichnimgen und auf der Unterseite der Hflgl oft mit silbernen oder perlmutterglänzenden Zeichnungen geziert.
Die Argynnidinen sind im äthiopischen Gebiet verhältnismäßig arm an Arten. Hinsichtlich ihrer
geographischen Verbreitung verweise ich auf das, was in Bd. 1, S. 211 darüber gesagt ist
Die fünf äthiopischen Gattungen können nach der folgenden Uebersicht leicht unterschieden werden.
UebersichtderGattungen.
I. Die Rippen 3 und 4 der Vflgl aus einem Punkte oder kurz gestielt.
A. Augen haarig. Die Rippe 10 der Vflgl entspringt vor oder aus der Spitze der Mittelzelle.
1. S m e r i n a.
B. Augen nackt. Die Rippe 10 der Vflgl entspringt hinter der Spitze der Mittelzelle aus dem Stiele
von 7+8+9.
«. Die Mittelzelle der Hflgl offen. Das (^ in den Feldern 5 — -7 der Hflgl-Oberseite mit großem
schwarzgrauem Filzfleck. 2. L a c h n o p t e r a.
ß. Die Mittelzelle der Hflgl geschlossen und die Rippen 3 und 4 gestielt. Das (^ ohne Filzfleck.
3. Ate IIa.
II. Die Rippen 3 und 4 der Vflgl breit getrennt. Augen nackt. 4. A r g y n n i s.
1. Gattung': ^iiucriiia ffew.
Vflgl schmal dreieckig mit ausgezogener Spitze mid schwach ausgerandetem Saum. Hflgl mit abge-
rundetem und fast ganzrandigem Saume. Kopf breit mit langen Palpen, deren zweites Glied groß und er-
weitert ist. Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.
S. manoro Ward. (52 d). Beide Flgl oben braungelb an der Wurzel dunkler mit schwarzen oder manoro.
schwärzlichen Zeichnungen ; dunkel sind der Vrd der Vflgl, einige Querstriche in der JVIittelzelle und ein großer
gegen den Vrd erweiterter Querfleck am Ende der Zelle der Vflgl, die Spitze der Vflgl in einer Breite von 8
bis 10 mm und eine gemeinsame etwa 3 mm breite Saumbinde, welche beim ^ scharf begrenzt, beim $ aber
heller, nach innen verwischt ist und zw ei dunkle Linien einschließt ; vor der Saumbinde tritt gewöhnlich eine
Reihe dunkler Punkte oder Striche auf; in der schwarzen Spitze der Vflgl liegen 3 runde gelbliche Flecke
in einem Dreieck. Die Unterseite ist rotbraun oder graubraun mit einigen feinen dunklen Querlinien und Punk-
ten und mit einer dicken, schwärzlichen, fast geraden, nach außen silberweiß gesäumten Mittellinie und silbernen
Schattenflecken am Analwinkel der Hflgl, vor der Spitze der Vflgl und in der Mittelzelle der Vflgl. Madagaskar
in den höheren bewaldeten Gegenden bei Tamatave. Eine der größeren Seltenheiten unter den Tagfaltern
Madagaskars.
2. Gattung': !Lacliiio|»tei*a DU.
Flgl groß und breit, wellenrandig ; die Spitze der Vflgl nicht ausgezogen, stumpf abgerundet; ihr Saum
fast gerade, nur zwischen den Rippen 3 und 6 schwach ausgerandet. Die Hflgl mit kurzem, fast geradem
Vrd, breit abgerundeter S})itze und an der Rippe 4 mehr oder weniger deuthch geecktem Saume. Die Rippe 1 1
230 ATELLA. Von Dr. C. Atjrivillius.
der Vflgl aus der Spitze der Mittelzelle; ihre Rippen 3 und 4 kurz gestielt oder aus demselben Punkte. Ge-
schlechter oben verschieden gezeichnet und das <$ vor der Spitze der Hflgl mit großem Filzfleck. Die Flgl haben
beim 9 oben eine deutliche gezackte dunkle Mittellinie, welche die dunklere Wurzelhälftc von der helleren
Saumhälfte abgrenzt ; beim q fehlt diese Mittellinie völlig oder ist nur z\\ischen dem Vnl und der Rippe 4 der
Vflgl entwickelt; beim ^ ist der Wurzelteil nicht dunkler als der Saumteil. Im Saumteil finden sich bei beiden
Geschlechtern auf den Hflgln eine Querreihe gerundeter schwarzer Discalflecken und vor dem Saume drei
gezackte oder stark gewellte schwarze Luiien, von denen die innerste beim q oft undeutlich ist und die äußerste
Ijisweilen mit dem dunklen Saume selbst vei'cinigt ist, und auf den Vfigln drei solche Querlinien, von denen die
innerste beim ^ in freie Flecke oder Punkte aufgelöst und die äußerste fast mit dem Saume verschmolzen ist.
Auf der Unterseite sind diese Zeichnungen hellbraun bis gelbbraun (nur m den Feldern 1 a und 1 b der Vflgl
schwärzlich) und die Discalflecke der Hflgl zu Augenflecke entwickelt; die Mittellinie ist hier bei beiden Ge-
schlechtern deutlich und auf den Hflgln nach außen von weißen oder silbernen Flecken begleitet. Die Entwick-
lungsstadien sind unbekannt.
iole. L. iole F. (52 f). (^: Beide Flgl oben eintönig orangegelb; die Vflgl ohne schwarze Zeichnungen am Vrd
zwischen iler Wurzel und den Submarginalpunkten; die Unterseite mit ockergelber matter Grundfarbe. $:
Flgl oben in der Wurzelhälfte matt gelbbraun, in der Saumhälfte hell gelblich, unten heller als beim q gefärbt.
hccalacti. Sierra-Leone bis Congo-Ctebiet und Ruwenzori. — ab. 9 hecataea Hew. weicht von der Hauptform, dadurch ab,
daß die Flgl oben hi der Wurzelhälfte schwärzlicli sind und in der Saumhälfte eine weiße Grundfarbe haben.
afzelil. — ab. afzelii Auriv. hat unten eine dunklere, ins Violett ziehende und wenigstens in der Saumhälfte der Hflgl
perimutterschillernde Grundfarbe. Sierra-Leone.
ayresi. L. ayresi Trim. ist möglicherweise nur die südliche und östliche Rasse von iole. Die Hflgl sind am Ende
der Rippe 4 deutlich geeckt und der Filzfleck des q ist kleiner als bei iole. Beim (J haben die Vflgl oben einen
schwarzen Punkt am Vrd der Zelle und kurz hinter der Zelle von der Mitte des Vrds bis zur Rippe 4 ein dicker
schief gestellter schwarzer Querstrich und in der Mitte zwischen diesem Querstriche und den Submarginalpunkten
liegt ein anderer schwarzer Vrdfleck, der jedoch nur die Rippe 6 erreicht; die innere schwarze Saumlinie der
Vflgl zeigt eine deutliche Tendenz, sich an den Rippen 4 und 5 zu verdicken und bildet bisweilen dort einen
großen schwarzen Fleck. Das mir unbekannte $ weicht nach der Beschreibung Trimens oben kaum vom $
der Hauptform ab, soll aber unten sehr hell graugelb mit erzgrünem Schüler sein. Natal bis Britisch-Ostafrika.
abbotii. — ab. $ abbotti Holl. hat eine ins Violette schimmernde Unterseite. Deutsch-Ostafrika.
3. Gattung-: Atolla Dbl.
Atella kommt der vorigen Gattung sehr nahe und weicht nur durch die m der Uebersicht angegebenen
Kennzeichen und durch die abgerundeten Hflgl ab.
Die Arten smd einander nahe verwandt und haben alle oben auf orangegelbem oder braungelbem Grunde
folgende schwarze Zeichnungen: eine ferne, an den Rijjpenenden gewöhnlich verdickte Linie am Saume selbst;
zwei Linien vor dem Saume, von denen die äußere der Vflgl mit dem Saume verschmelzen kann; einer Reihe
gerundeter Submarginalpunkte, fünf (in 1 b — 5) auf den Vfigln und 4 (ha 2, 3, 5 und 6) der Hflgl ; eme von Stri-
chen oder Bogen gebildete Mittellinie, die jedoch gewöhnlich nur in den Feldern 4 — 6 und 8 der Vflgl auftritt;
5 — 6 Discalpunkte der Vflgl, welche an der Wurzel der Felder 1 b — 6 liegen und endlich zwei Querstriche am
Ende und zwei in der Mitte der Vflglzelle. Auf der Unterseite sind diese Zeichnungen undeutlicher und zum
größten Teil braun oder gelblich; die Mittellinie ist vollständig entwickelt und die Submargüialpunkte in Augen-
flecke umgewandelt. Die Rp ist mit Dornen bewaffnet ; der Kopf jedoch ohne Dornen. Pp fast gerade mit stumpf
abgerundetem Kopfe und zwei kegelförmigen Tuberkeln auf jedem Gliede des Rückens und des Hinterleibes.
Die Gattung ist auch in der indoaustralischen Region weit verbreitet. Vgl. hierzu Bd. 1, S. 243, Taf.
71 d und Bd. 9, S. 470.
columbina. A. columbina Cr. (52 f). Saum der Hflgl an'^der Rippe 4 deutlich geeckt; die schwarzen Zeichnungen
der Oberseite kräftiger entwickelt als bei phalanthn; die Saumlmie der Vflgl-Oberseite zusammenhängend; die
innere Submarginallinie der Vflgl bildet gewöhnlich in 4 nach innen einen langen und scharfen Winkel, welcher
den Submarginalpunkt fast erreicht; die Submarginalpunkte der Hflgl-Unterseite groß und schwarz mit brau-
nem'Rmge; die Discalflecke der Vflgl unten kaum wahrnehmbar. Sierra-Leone bis Natal, Britisch-Ostafrika
microps. und Uganda. — microps Rothsch. u. Jord. weicht nur dadurch ab, daß die Flgl oben an der Wurzel verdunkelt,
olivenbraun sind. Somali-Land und Abessinien.
philiberti. A. philiberti Joannis schließt sich der vorigen Art eng an und hat wie diese an der Rippe 4 deutlich
geeckte Hflgl. Von übrigen Arten unterscheidet sie sich dadurch, daß die MittelUnie der Oberseite vollständig
entwickelt ist ; dieselbe ist auf den Vflgbi in Flecke aufgelöst, auf den Hflgln aber ist sie zusammenhängend und
begrenzt die dunklere, olivenfarbige Wurzelhälfte; auf den Vfigln ist nur das Wurzeldrittel verdunkelt. Sey-
chellen.
plialantha. A. phalantha Z^ru»!/. Die Hauptform kommt nur in Asien vor (Bd. 1 p. 243, 471). — aethiopica
aethiopica.
ARGYNNIS. Von Dr. C. Aurivilliüs. 231
Rothsch. u. Jord. (52 f; als phalantha) ist die afrikanische Form und weicht dadurch ab, daß die Mittellinie der
Oberseite außer am Vrd der Vflgl fehlt und daß die Querstriche in der Wurzelhälfte der Hflgl-Unterseite hell
braun oder gelblich sind statt schwärzlich wie bei der Haui^tform. Von columhina kann sie dadurch unterschie-
den werden, daß der Saum der Hflgl abgerundet ist, daß die .Saumlbiie an den Zwischenaderfalten unterbrochen
und demnach in Flecke aufgelöst ist und daß die Submarginalpunkte der Hflgl-Unterseite undeutlicher sLiad mit
klemen schwarzen Pupillen. Die mnere Submarginallinie beider Flgl ist aus Bogen zusammengesetzt. Ganz
Afrika nebst fast allen Inseln. Rp schwarz mit schwarzen und gelben Dornen und weißer Seitenlinie; Kopf oben
rotbraun mit weißem Sthndreieck; sie lebt in Madagaskar auf Flacourtia Ramontchi und in Südafrika an
Weidenarten. Pp grüia mit schwarzen Zeichnungen und Silberflecken. — granti Rothsch. u. Jord. hat dickere granli.
schwarze Zeichnungen der Oberseite. Sokotra.
A. madagascariensis Mab. ist der vorigen Art sehr ähnlich, unterscheidet sich aber dadurch, daß die madagas-
äußere Submarginallmie und die Saumlinis der Vflgl zu einer 1 mm breiten schwarzen Saumbinde vereinigt sind ''«'■^«"®'^*- .
und daß die iiniere Submarginallinie der Vflgl aus fast geraden Strichen gebildet ist; die Saumlinie der Hflgl ist
gleichdick und völlig zusammenhängend; beide Flgl smd fast ganzrandig. Madagaskar.
4. Gattiiny: Arj>'.yiiiii»i F.
Hmsichtlich dieser allbekannten Gattung genügt es auf die Gattungsübersicht (p. 229) und auf die aus-
führliche Besprechung von Stichel in Band 1 p. 226 zu verweisen.
In der äthiopischen Region süad die Argynnis- Arten auf die höher gelegenen Gebü-gsgegenden, wo ihre
Futterpflanzen, Viola- Arten wachsen, beschränkt. Die große Art A. hyperbiiis kommt nur in Abessinien vor und
ist offenbar ein Eindringling aus Asien; die übrigen Arten suid klein und endemisch.
Ich habe früher, dem Beispiele Felders folgend, die Arten auf zwei Gattungen Argynnis und Bren-
this verteilt, welche in der Stellung der Rippe 10 der Vflgl von einander abweichen. Wenn man aber beachtet,
daß durch Anwendung dieses Kennzeichen solche nahe verwandte Arten wie thore Hbn. in Brenthis und ino und
daphne in Argynnis gestellt werden und dazu kommt, daß wenigstens bei ino Stücke vorkommen, bei denen die
Rippe 10 ganz wie bei thore hinter der Zellenspitze entspringt, muß man gewiß dem Herrn Stichel recht geben
und die Einteilung als unnatürlich verwerfen. Wenn man ino, daphne, hecate und andere mit aghija, paphia,
hyperbius und anderen in Argynnis, thore aber m Brenthis läßt, gibt man dadurch an, daß die erstgenannten
Arten näher mit aglaja und paphia als mit thore verwandt sind, was wohl ohne Zweifel unrichtig ist.
Hinsichtlich des von Moore und Fruhstorfer (Bd. 9 p. 512) statt Brenthis eingeführten Namens
Boloria erlaube ich mir zu bemerken, daß dieser Namen eine ganz unnötige Neuerung ist. Felder war der
erste, welcher HtJBNERS Namen Brenthis anwendete und wissenschaftlich begründete; er war darum berechtigt
irgend eüie der von Hübker aufgezählten Arten als Typus zu betrachten und durch die von ihm festgestellten
und später von allen folgenden Verfassern benutzten Kennzeichen hat er schon 1861 thore als Typus auserwählt.
Daß andere Verfasser später eine andere der von Hübner erwähnten Arten als Typus erklärt haben, ist darum
ganz ohne Bedeutung. Der strenge Tadel, welchen Frith.storfer (1. c.) gegen die Verfasser, welche Brenthis
im Smne Felders gebraucht haben, ausspricht, ist darum nach meiner Ansicht völlig unberechtigt.
Erste Gruppe.
Große Ai't mit einer Flglspannung von 62 — 90 mm und einem dem (J unähnlichen 9. welches eine weiße
Subapicalbinde der Vflgl hat. Die Rippe 10 der Vflgl entspringt frei aus dem Vrd der Mittelzelle und die Prä-
costalrippe der Hflgl ist stark saumwärts gebogen.
A. hyperbius L. *) (Bd. 1 p. 242 T. 71c, d) wurde nach Stücken aus Südasien beschrieben und kommt hyperbius.
dort fast überall in Gebirgsgegenden, wo Viola-Arten wild wachsen, vor. Die Form, welche in Afrika vorkommt
und bisher nur auf den Bergen Abessmiens, wo die Viola ahyssinica einheimisch ist, angetroffen worden ist,
weicht etwas von der indischen Rasse ab und ist als — neumanni Rothsch. diJord. beschrieben worden. Sie weicht ncumanni.
in beiden Geschlechtern von der Hauptform dadurch ab, daß der silberne Punkt üi der Mittelzelle der Hflgl-
Unterseite, welcher zwischen den beiden schwarzen Querlinien der Zelle liegt, völlig fehlt, daß die Grund-
farbe zwischen den silbernen Flecken der Hflgl-Unterseite nicht olivenfarbig, sondern ledergelb ist und daß der
Discalfleck im Felde 4 der Hflgl näher am Saume liegt. Beim $ ist die weiße Subapicalbinde der Vflgl kleiner
als bei der Hauptform und die Flecken der Fransen gelblich statt weiß.
Zweite Gruppe.
Kleinere Ai'ten, welche eine Flglspannung von nur 30 — 37 mm haben. Die Rippe 10 der Vflgl entsprmgt
*) "Nickt Johansson, welcher nur Herausgeber und Bespondent, nicht aber der Verfasser der Disputation „Cen-
turia insectorum" war.
232 ARC4YNNI.S. Von Dr. C. Aürivillius.
hinter der Spitze der Mittelzellc aus dem Stiele von 7+8+9 oder nach Rebel und Roüenhofer bei baumanni
genau am Schlüsse der Mittclzelle. Bei den drei mir bekannten Arten ist die Präcostalrippe lang und zuerst
gerade, dann wurzclwärts schwach gebogen. Alle Arten sind offenbar nahe verwandt und haben tatsächlich
fast dieselben Zeichnungen, obgleich die Flecke mehr oder weniger entwickelt smd und die Grundfarbe verschie-
den sein kann. DieFlgl haben oben eine blaßgelbe — orangegelbe — gelbrote Grundfarbe mit schwärzlich ver-
dunkeltem Wurzeldrittel und Querreihen schwarzer Flecke; am Saume verläuft eme schwarze, 1 — 2 mm breite,
licllgeflockte Saumbinde, welche durch die Verschmelzung der Submarguial- und der Saumlinie entstanden
ist, darauf folgt eme Reihe von ß gerundeten Submarginalpunktcn iind daiui eine unregelmäßige Reihe von
Discalpunkten, welche auf den Hflgln fehlen kann, aber auf dem Vflgl aus 3 Flecken nahe an der Wurzel der
Felder 1 b — 3 und aus 3 miteinander vereinigten Flecken der Felder 4 — 6, welche mit den vorigen einen rechten
Winkel bilden, besteht; außerdem haben die Vflgl 3 schwarze Querstriche in der Mittelzelle, einen an der Spitze
der Zelle und einen am Vrd zwischen den Di.scal- und den Submarginalflecken und endlich steht ein schwarzer
Fleck oder Punkt in der Mitte des Feldes 1 b. Die Unterseite der Vflgl ist an der Spitze und am Saume heller
gelb oder weißgclb. hat aber sonst fast dieselbe Grundfarbe und schwarze Zeichnungen wie oben und außerdem
einige silberne Flecke vor der Flgl.spitze; die Hflgl haben unten eine viel hellere, hellgelbe bis weißliche Unterseite
mit zahlreichen Silberflecken und einigen rostbraunen Flecken am Anal- und Vordenvinkel und in der Mittel-
zelle ; in dieser liegt bei allen Arten ein runder, schwarz geringter Silberfleck und außerhalb dieses ein schwarzer
Querstrich; die Discalflecke sind deutlich und die Submarginalpunkte sind oft rmgförmig mit hellem Kern.
smaragdi- A. smaragdlfera Btlr. (52 e) ist etwas größer als die übrigen Arten dieser Gruppe und weicht auch sonst
fera. j-^eht erheblich von ihnen ab. Der Saum der Vflgl ganz gerade; die schwarzen Flecke der Oberseite groß und eckig
und die Hflgl oben sowohl mit Discalflecken, wie auch mit einem dicken Fleck an der Spitze der Zelle und einem
Querstrich in der Zelle; die hellen Flecken der Saumbinde sind größer als bei den anderen Arten; die Submarginal-
punkte der Felder 5 und 6 der Vflgl-Unterseite sind hell gekernt und liegen in einem rostbraunen Fleck, welcher
auf beiden SMten von 2 — 3 Silberflecken begrenzt ist; die Unterseite der Hflgl hat etwa 20 scharf begrenzte Sil-
bcrflecke, von denen der größte in der Mitte liegt und sich vom schwarzen Querstrich der Zelle bis zum schwarzen
Discalpunkt des Feldes 4 erstreckt und von der ungefleckten Querrippe der Zelle m zwei fast gleich große Teile
geteilt wird; die silbernen Flecken vor dem Saimie sind nicht nach außen schwarz begrenzt. Xyassa-Land, auf
den Bergen.
excehior. A. excelsior Btlr. (52 e) weicht von smaragdifera durch den gebogenen Saum der Vflgl, die kleinen
hellen Flecken der Saumbinden, die viel kleineren schwarzen Zeichnungen der Oberseite, die mehr röthche
Grundfarbe der Oberseite, die hellere Unterseite der Hflgl mit unscharf begrenzten Silberflecken und den
schwarzen Strich auf der Schlußrippe der Mittelzelle der Hflgl-Unterseite ab ; die submarginalen Silberflecke der
Hflgl sind durch feine schwarze Striche vom hellgelben Saume getrennt. Wurde zuerst auf dem Ruwenzori in einer
Höhe von 5600 — 9000 Fuß entdeckt und ist später von Oberleutnant A. Schulze auch auf dem Hochlande bei
Bamenda in Kamerun wiedergefunden; kommt auch am Tanganika-See in emer Höhe von 1900 — 2100 m vor.
hannbigtoni. A. hannlugtoni Elwes (52 e) ist mit excelsior sehr nahe verwandt und weicht nur durch blaßgelbe Grund-
farbe.der Oberseite mit größeren schwarzen Flecken und durch die nach außen nicht begrenzten silbernen Sub-
marginalflecke der Hflgl-Unterseite ab. Kilimandjaro ; Britisch Ostafrika : Escarpment bei 6500 — 9000 engl. Fuß ;
Uganda; Ruanda.
hawnanni. A. baumantii Rebel u. Rogenh. ist mir unbekannt, scheint aber dieselbe Art wie hanningtoni zu sein.
Die Beschreibung paßt wenigstens gut auf diese Art, au.sgenommen, daß die Grundfarbe der Ober.seitc als ,, ziem-
lich hell und lebhaft rotgelb" bezeichnet wird. Auf dem Berge Mis.sasiya Mwesi im Imbo-Urundi- Gebiet Deutsch-
Ostafrikas in emer Höhe von 2500 m erbeutet.
Urbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Nymphaliden.
233
Aasgegeben 20. II. 1913.
Urbeschreibungs-Nachweis
der bei den afrikanischen Nymphaliden aufgeführten Formen.
* bedeutet, daß die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
abasa Diestog. Hcir. Exot. Butt. Eury}iheue T. 5. *
abbotti Lachn. Holl. Proc. U. S. Nat". Mus. 18, p. 234.
aberrans Euph. Stgr. Iris 4, p. 128. *
abesa Euryphene Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 74.
absolon Euryphene F. Ent. Syst. 3: 1, p. .56.
abyssinica Antan. Fldr. Reise Novar. Lep., p. 397.
abyssiniea Euph. Rothsch. Xor. Zool. 9, p. 596.
abyssiniea Euryt. Both^ch. u. Jord. Nov. Zool. 10 p. 525.
abyssinicus Oharas. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 458.
aehaemenes Charax. Fldr. Reise Novar. Lep. p. 446. *
aeheloia Byblia Wallengr. Rhop. Caffr., p. 29.
aohillaena Euryphene Bartel Nov. Zool. 12, p. 144.
achlvs Euryphura Hopfi. Sitzb. Akad. Wiss. Berl. 1855,
p." 641.
acraeoides Charax. Bruce Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2, p. 449.
aetia Precis Bist. Proc. Zool. Soc' 1880, p. 185. *
actisanes Ergolis Heio. Ent. Monthl. Mag. 11, p. 183.
acuiuinatus Charax. Thuraii Berl. Ent. Zeit. 48, p. 139. *
acutansrula Diestog. Auriv. Archiv f. Zoolog. 5:5, p. 4.
adela Cvmoth. Sfgr. Statt. Ent. Zeitschr. 50, p. 413.
adelica Euph. Bartel Nov. Zool. 12, p. 140.
adelina Cymoth. Hew. Exot. Butt. Harma t. 3. *
adonina Euph. Heic. Exot. Butt. Romaleosoma t. 3. *
adusta Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 494.
aethiopica Atella Roth-sch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 505.
aethiops Salani. Pal. Ins. Afr. et Amer. p. 22. *
afzelii Euph. Fldr. Reise Novar. Lep., p. 430.
afzelii Lachn. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Pörhl. 44, p. 309.
agatha Neptis Cr. Pap. Exot. 4, p. 76. *
aenes Euph. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 672.
albida PrecLs Suff. Iris 17, p. 108.
albitriiuaeulata Byblia Strand Ent. Rundschau 28, p . 137.
albofasciata Eui-yphura Stgr. Iris 9, p. 213.
albofasciata Precis Suff. Iris 17, p. 108.
albopunctata Diestog. Aui-iv. Ent. Tidskr. 19, p. 178.
albostriata Pseudacr. Lathy Trans. Ent. Soc. Lond. 1906,
p. 4. *
albula Euph. Thxirau Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 307.
albula Euryphura Suff. Iris 17, p. 113.
aicimeda Cymoth. Godt. Enc. Meth. Ins. 9, p. 384.
alcippoides Hypol. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 12, p. 102.
alexander Cymoth. Suff. Iris 17, p. 117.
alinda Euryt. Mab. Ann. Ent. Belg. 37, p. 50.
alladinis Charax. Bllr. Cist. Ent. 1, p. 5.
alphaea Ergolis Drury III. Exot. Ins. 3, p. 49. *
althea Cymoth. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 25. *
amaniensis Salam. Vossel. Deutsch. Ent. Zeitschr. 1907, p. 379.
amaranta Diestog. Karsch Berl. Ent. Zeitschr. 39, p. 6.
amauroptera Antan. E. Sharpe Entomol. 35, p. 309.
amazoula Crenis Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. 23, Bull. ]). 16.
aineliae Charax. Doumet Rev. Zool. (2) 13, p. 171. *
ainenides Cymoth. Hew. Ent. Monthl. Mag. 11, p. 56.
amestris Precis Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 26. *
aiuieia Diestog. Heto. Exot. Butt. Euryphene t. 7. *
auliru Kailima Suff. Iris 17, p. 111.
ampedusa Diestog. Hetc. Exot. Butt. Eurj-phene t. 5. *
amphlcede Cymoth. Cr. Pap. Exot. 2, p. 80. *
aniulla Crenis Cr. Pap. Exot. 2. p. 128. *
anacardü Salam. L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 467.
analava Charax. Ward. Ent. Monthl. Mag. 9, p. 3.
audara Charax. Ward. Ent. Monthl. Mag. 9, p. 209.
andranodorus Charax. Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. 28, Bull.
p. 184.
andreuiiaja Precis Bsd. Faune Madag., p. 45.
andriba Charax. Ward. Ent. Monthl. Mag. 9, p. 210.
angulata Euryt. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 154.
ansulifascia Cvmoth. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl.
54: 5, p. 285. •
au^ustata Catuna Fldr. Reise Novar. Lep., p. 425.
angustata Eur>-t. .4urii'. Ent. Tidskr. 15, p. 278.
ansnstus Charax. Rotfisch. Nov. Zool. 7, p. 432.
XIII
anitorgis Cymoth. Hew. Exot. Butt. Harma t. 6. *
ansellica Euxanthe Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 525.
ansorgei Charax. Rothsch. Nov. Zool. 4, p. 181.
ansorgei Crenis Rothsch. u. .Jord. Nov. Zool. 10, p. 534.
ansorgei Euxanthe Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 8, p. 342.
ansorgei Kallima Rothsch. in Ansorqe Under the Afr. Sun.
p. 319. *
ansorgei Salam. Rothsch. Nov. Zool. 11. p. 452.
antainbimlou Charax. Lucas Ann. Sc. Nat. Zool. (5) 15
Nr. 22, p. 1. V , ,
anteva Salam. Ward. Ent. Monthl. Mag. 6, p. 225.
antevorfa Hypol. Dist. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 703.
anthedoii Hypol. Doubl. Ann. Mag. Nat. HLst. 16, p. 181.
antii-lea Charax. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 36. *
antilope Precis Feisth. Ann. Soc. Ent. Fr. (2) 8, p. 250.
anvatara Byblia Bsd. Faune Madag., p. 56. * '
apaturoides Pseudacr. Fldr. Reise Novara Lep.. p. 416.
arainis Cymoth. Hew. Exot. Butt. Euryphene t. 4. *
arcadius Euph. F. Ent. Syst. 3: 1, p. 151.
archesia Precis Cr. Pap. Exot. 3, p. 44. *
argynnides Charax. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2,
Proc. p. 10.
aridatha Diestog. Hew. Exot. Butt. Euryphene t. 5. *
artaxia Precis Hew. Exot. Butt. Junonia t. 1. *
artaynta Euph. Möschl. Abb. Senckenb. Ges. 15, p. 60.
atossa Diestog. Heic. Exot. Butl. Euryphene t. 3. *
atropurpurea Diestog. Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 313.
atrovirens Diestog. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 8, Butt. p. 77.
augustina Salam. Bsd. Faune Madag., p. 47.
aurantiaca Ergolis Heron Ti-ans. Zool. Soc. Lond. 19, p. 154. *
aurantiara Euryfjhiu'a Auriv. Ent.' Tidskr. 19, p. 179.
aiirata Euph. Carp. Proc. R. Dublin Soc. (2) 8, p. 305.
aureola Euph. Kirb. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 246.
aurivillii Cymoth. Stgr. Iris 12, p. 164. *
aurivillii Diestog. Bartel Nov. Zool. 12, p. 146.
aurora Eiu-yphene Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl. 53,
p. 433.
aurorina Precis B«r. .Proc. Zool. Soc. 1893, p. 651. *
australis Diestog. Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 170.
ayresi Lachn. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879, p. 326.
azota Charax. Hew. Ent. Monthl. Mag. 14, p. 82.
badiata Byblia Grüub. Denkschr. Mat. Nat. Ges. Jena 16,
p. 105.
balfouri Charax. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1881, p. 176. *
barce Euryphene Dbl. Proc. Zool. Soc. Lond. 1847, p. 59.
baringana Charax. Rotfisch. Nov. Zool. 12, p. 78.
barombina Diestog. Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 297.
barombina Euryphene Stgr. Iris 8, p. 372. *
bartteloti Hypoi. Smith Proc. Zool. Soc. Lond. 1890, p. 468.
baumanni Argynnis Bebet u. Rogenfi. in Baumann Slassai-
Land, p. 329.
baamanni Charax. Rogenh. Verhl. Zool. Bot. Ges. Wien 41,
p. 564.
bebra Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 507.
beckeri Cymoth. H. -Schaf f. Äußerem-. Schm. Tagf., f. 84. *
benguelae Crenis Chapm. Ent. Monthl. Mag. 8, p. 175.
betanimena Charax. Xtfca« Ann. Sc. Nat. Zool. (5) 15, Nr. 22,
p. 3.
betsiinisaraka Charax. Lucas Ann. Sc. Nat. Zool. (5) lo,
Nr. 22, p. 2.
bewsheri Hvpol. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 3, p. 187.
biafra Neptis Ward. Ent. Monthl. Mag. 8, p. 121.
bicolor Pseudacr. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 176.
bipunctatus Charax. Rothsch. Nov. Zool. 1, p. 536.
bipupillata Precis Strand Arch. f. Naturg. 77:1:4, p. 89.
blanda Charax. Rothscli. Nov. Zool. 4, p. 507.
blassi Cymoth. Weym. Stett. Ent. Zeit. 53, p. 90.
bohemanni Charax. Fldr. Wien. Ent. Monatschr. 3, p. 321. .
boisdiiTali Crenis Walleyigr. Rhop. Caffr., p. 30.
boisduvali Pseudacr. Doubl. Ann. Mag. Nat. Hist. 16, p. ISO*
30
234
Urbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Nymphaliden.
bolina Hvpol. L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 479.
boiiibeanä Euph. Strand Archiv f. Naturg. 77: 1:4, p. 116.
bonnvi Cymoth. Smith Proc. Zool. Soc. Ix>nd. 1890, p. 470.
borbönica Antan. Oberth. Ann. Mus. Genov. 15, p. 164.
boueli Cliarax. Feisih. Ann. Soc. Ent. Fr. (2) 8, p. 261.
bovdi Byblia Dixeij Proc. Zool. So-, l^ud. 1898, p. 375. *
bräytoni" Euryphene E. Sharpe Entoniolog. 40, p. 155.
briinhilda Eurj-phene Kirb. Ann. Mag. Nat. Hlst. (6) 3, p. 247.
briinnesoens Charax. Itothsch. Nov. Zool. 7, p. 445.
brutus Oharas. Cr. Pap. Exot. 3, p. 82. •
butleri Charax. RMhsch. Nov. Zool. 7, p. 385.
butleri Cvnioth. Grünh. Sitzh. Ges. Naturf. Fr. Bcrl. 1908,
p. 55. "
cacta Salam. 7'. Ent. Syst. 3:1, p. 116.
cacuthis Charax. Hetv. Exot. Butt. Oharaxes, t. 3. *
caenis Cymoth. Drury 111. Exot. Ins. 2, p. 33. *
caerulcscens Euph. Smith Proc. Zool. Soo. Tjond. 1890, p. 469.
callina Pseudath. Smith Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 1, p_. 246.
cainarensis Diestog. Ward. Ent. Monthl. ^lag. 8. p. 35.
camillus Cyi'estis F. Spec. Ins. 2, p. 11.
eanipaspe Euph. Pldr. Koiso Novar. Lep. p. 431.
candiopp Charax. God. Enc. Meth. Ins. 9. p. 353.
capella Cymoth. Ward. Ent. Monthl. Mag. S, p. 119.
caprina C\anoth. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl. 54:^5,
p. 284. ■
cardiii Pyranieis L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 475. _
carshena Euryphene Hew. Exot. Butt. Euryphene, ^t. 7. *
carteri Charax. Btlr. Ent. Monthl. Mag. 18, p. 108.
castor Charax. Cr., Pap. Exot. 1, p. 61. *
catochroiis (^arax. Stgr. Iris 9, p. 218.
cebrenc Precis Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 353.
codreatis Charax. Hew. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 247.
cerberiis Hypol. Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 281.
ceres Euph". F. Syst. Ent. p. 504.
ceriiana PrecLs Rothsch. u. .lord. Nov. Zool. 10. p. 515.
cpryiic PrecLs Hsd. Voyag. Deleg. 2, p. 592.
chalcis Eurvphura FIdr. Wien. Eni. Monat.schr. 4, p. 234.
chanleri Charax. Hol!. Proc. ü. S. Nat. Mus. 18, p. 262.
chapinanni Hypol. Hew. Ent. Monthl. Mag. 9, p. 233.
chapunga PrecLs Hew. Exot. Butt. .Tunonia, t. 1. *
chilonis Euryphene He?«. .Exot. Butt. Eurji^hene, t. 10. *
chloeropis Euryphene Baker. Ann. Mag. Nat. HLst. (8) 2,
p. 474.
choriincne Precis Gu&r. Icon. Regne Anim., p. 476.
i-hrit'inhilda Euryjjhene Stgr. Iris 8, p. 370. *
christyi Euph. E. Sharpe Entomolog. 37, p. 183.
(^icerd'nis Cymoth. Ward Ent. Monthl. Mag. 8. p. 119.
(^inai'thon Euryphene Hew. Exot. Butt. Euryphene, t. 9. *
cissalina IIvpol. Suff. Iiis 17, p. 110.
cithaeron Charax. Fldr. Wien. Ent. Monatschr. 3, p. 398. *
rlarci Nejitis Neare Nov. Zool. 11, p. 330. *
«•larki Pseudacr. Btlr. Trans. Ent. Soc. Ix.nd. 1892, p. 201. *
clariis Euph. Auriv. Seit/. Großschm. 13, p. 189.
claiidianus Eurvphin-a Druce Trans. Ent. Soc. Lond. 1874,
p. 157.
<^lplia PrecLs Cram. Pap. Exot. 1, p. 33. *
«Icocharis ApaturopsLs Heiv. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 58.
cloaiithe Catacr. Cr. Pap. Exot. 4, p. 93.
cluetunsi Cvmoth. Seeldr. Ann. Soc. Ent. Belg. 40, p. 501. *
cocalia Eur>i>hcne F. Ent. Syst. 3:1, p. 2.50.
coccinata Cymoth. Hetv. Exot. Butt. Harma t. 6. *
coelestina PrecLs Dew. Nov. .^cta Acad. Nat. Cur. 11: 2,
p. 193. •
citonobita Pseudon. F. Ent. Syst. 3:1, p. 247.
cognata Euryphene Griinb. Sitzb. Ges. Nat. Fr. Berl. 1910,
p. 472.
uolnianti Cymoth. Auriv. Ent. Tidskr. 19, p. 180. *
coliiinbina Atella Cram. Pap. Exot. 3, p. 76. *
colvillei Pseudacr. Btlr. Ann. Mag. Nat. HLst. (5) 14, p. 123.
cuinurana Pseudacr. Oberth. Etud. d'Ent. 13, p. 14. *
comoranus Charax. Auriv. Voeltzk. Reise 2, p. 321. *
coilioraniis Charax. Rothsch. Nov. Zool. 10, p. 310.
comorarum NeptLs Oberth. Etud. d'Ent. 13, p. 14. *
(H)niiis E\u'yphene Ward Ent. Monthl. Mag. 8, p. 82.
cdiicordia Crenidom. Hopf. Sitzb. Akad. WLss. Berl. 1855,
p. 641.
coiifonuis Cyu^oth. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 214.
coiiliisa Cymoth. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl. 44, p. 310.
conguensis Cymoth. Suff. Iris 17, p. 115.
congolcnsis Euryphene Capronn. Ann. Soc. Ent. Belg. 33,
Bull. p. 122.
conjungens Diestog. Auriv. Archiv f. Zool. 5:5, p. 3.
conradti Pseudacr. Oberth. Etud. d'Ent. 17, p. 29. *
consanguinea Pseudacr. Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 283. *
consangiiis Cymoth. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl. 53,
p. 435.
cdiisors Crenis Rothsch. u. .Tord. Nov. Zool. 10, p. .532.
conspicua Neptis Neave Nov. Zool. 3, p. 329. *
continiiata Neptis Hall. Ent. News 3, p. 249. •
contraria Charax. Weym. Iris 20, p. 44. *
cooksoni Euph. Druce Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 16, p. 5,50.
eoprates Euph. Druce Proc. Zool. Soc. Ixjnd. 1875, p. 411.
coranus Cymoth. Smith Ann. Mag. Nat. HLst. (6) 3, p. 133.
corsandra Cymoth. Druce Trans. Ent. Soi-. Lond. 1874, p. 158.
coryndoni Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 488. *
cottoni Euph. E. Sharpe Entomolog. 40, p. 155.
cottoni Eurvphene Baker Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2, p. 475.
cowani Charax. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 285.
craineri Bvblia Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 279.
crithea Catvma Drury 111. Exot. Ins. 2, p. 29. *
crockeri Euph. Btlr. Ann. Mag. Nat. HLst. (4) 3, p. 20. *
Crosse! Euph. E. Sharpe Entomolog. 35. p. 68.
crossleyi Euxanthe Ward Ent. Monthl. Mag. 8. p. 36.
erowleyi Euptera Kirb. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 247.
cuama PrecLs Hew. Exot. Butt. Junonia, t. 1. *
cutteri Euryphene Hew. Exot. Butt. Romaleosoma, p. 3. *
eyclades Cvmoth. Ward Ent. Monthl. Mag. 8, p. 119.
cvcladina Cymoth. Griivb. Sitzb. Ges. Naturf. Fr. Berl. 1908.
" p. 35.
cyniodooe Kallima Cr. Pap. Exot. 2, p. 5. *
cynthia Charax. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1865, p. 626. •
cyparissa Euph. Cr. Pap. Exot. 1, p. 63. *
cytila Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 484.
cytora Salam. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. )). 211. *
daedaliis Haman. F. Sy.st. Ent., p. 482.
daenuina HjtioI. Stgr. IrLs 9, p. 211. *
dapnionidcs Hyiiol. Stgr. Iris 9, p. 212.
danioclina Hypol. Trim. Trans. Linn. Soc. Lond. 20, p. 505.
dai'ia Charax. Rothsch. u. .Tord. Nov. Zool. 10, p. 542.
dccoptor Hyiiol. Trim. Trans. Ent. Soc. I^nd. 1873, p. 105.
deehronia Aterica Strand Mitt. Zool. iVFus. Berl. 5, p. 287.
decius Palla Cr. Pap. Exot. 2. p. 20. *
defieieus Pseudacr. Karsch Ent. Nachr. 23, p. 372.
degesta Cymoth. Stgr. Stett. Ent. Zeit. 50, p. 418
delius Antan. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 18. *
deludens Hypol. Smith Ann. Mag. Nat. HLst. (6) 7. p. 125.
demetra Eurvph. Godt. Enc. Meth. 9, p. 389.
dewifzi Charax. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895, p. 255.
dexithea Hvpol. Hew. Proc. Zool. Soc. Lond. 1863, ]). 65. *
diffusa Hypol. Btlr. Ann. Mag. Nat. HLst. (5) 5, p. 336.
dihita Antan. Roth.ich. u. .Tord. Nov. Zool. 10, p. 510.
dilutus Charax. Rothsch. Nov. Zool. 5, p. 97.
diinorpha Aterica Bartel Nov. Zool. 12, p. 138.
dinarcha Hypol. Hetv. Exot. Butt. Diadema, t. 2. *.
diphyia Cymoth. Karsch Ent. Nachr. 20, p. 211.
doloniena Pseudacr. Heiv. Exot. Butt. Diadema, t. 2. *
doriclea Diestog. Drury 111. Exot. Ins. 3. p. 50. *
dorippoides Hypol. Auriv. Rhop. Aethiop.. p. 148.
dorothea Euptera Baker Ann. Mag. Nat. HLst. (7) 14, ji. 223.
doiibledayi Cliarax. Auriv. Rhop. Aothioi)., p. 244.
dniceanus Charax. Btlr. OLst. Ent. 1, p. 4.
dnicei Hypol. Btlr. Trans. Ent. So-. T^nd. 1871, p. 420. *
dryope Euryt. Cr. Pap. Exot. 1, p. 125. *
dubiosa Crenis Strand Mit. Zool. Mus. Berl. 5, p. 286.
diibius Hypol. Pal. Ins. Afi-. et Ainer., p. 238. *
diimensis Cymoth. Strand Wien. Ent. Zeit. 29, p. 32.
duinetoruni NeptLs Bsd. Faune Madag. p. 50. *
duprei Salam. Vins. Ann. Soc. Ent. Fr. (4) 3. p. 424. *
duseni Diestog. Auriv. Ent. Tidskr. 14, )). 200.
eberti Euph. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl. 53, p. 433.
(Mlwardsi Euph. Hoev. Tijd. Naturl. Gesch. 12, p. 251. *
cgesta Cymoth. Cr. Pap. Exot. 1, p. 72. *
egina Pseudacr. Auriv. Arkiv f. Zool. 1, p. 249.
eginoides Pseudacr. A. Schulize Insektenb. 23, p. 174.
chmckei Charax. Detc. Berl. E. Zeit. 26, p. 382. *
chmckei Cymoth. Deto. Berl. Ent. Zeit. 30, p. 302. •
elaboiitas Euptera Heiv. Exot. Butt. Euryphene, t. 7. *
elegaus CyrestLs ßsd. Faune Madag., p. 42.
clegans Harmilla Auriv. Ent. Tidskr. 13, p. 200.
eleus Euph. Drury III. Exot. Ins. 3, p. 14. *
elgiva Precis Hew. Exot. Butt. Jimonia, t. 1. *
etlensis Euryphene Heto. Exot. Butt. Euryphene, f. 0. *
ellenbecki Euph. Pagenst. Jahrb. Ver. Nassau 55, p. 147. *
elpinice Euryphene Heiv. Ent. Monthl. Mag. 6, p.J 97.
enotrea Ergölis Cr. Pap. Bxot.i_3, p. 73. *
Ürbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Nymphaliden.
235
entebbiae Euryphene Lafhy Trans. Ent. Soc. L<ond. 1906, p. 5.
ephjra Charax. Chdt. Enc. Meth. Ins. 9, p. 355.
epiclelia Precis Bsd. Faune Madag., p. 44. *
epigea Pseudacr. BÜr. Cist. Ent. 1, p. 216.
epljasius Charax. Reiche in Ferret u. Gallin. ^'oyag. Abyss.
Ent., p. 469. *
eris Cymoth. Aiiriv. Oefvers. Vet. Akad. FörhJ. 53, p. 434.
ernesti-baumanni Diestog. Karsch Ent. Nachr. 21, p. 275.
etesipe Charax. Godt. Enc. Meth. Ins. 9, p. 355.
ethalion Charax. Bsd. Voyag. Deleg. 3, p. 593.
etheocies Charax. Cr. Pap. Exot. 2, p. 34. *
ethosea Mesoxantha Drury 111. Exot. Ins. 3, j). 51. *
eudoxus Charax. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 44. *
eupale Charax. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 7. *
eupalus Euph. F. Spec. Ins. 2, p. 54.
eurinoiue Euxanthe Cr. Pap. Exot. 1, p. 109. *
eurodoee Precis Westw. Gen. Diurn. Lep., p. 325. *
eurytus Pseudacr. L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 487.
eusenioides Euph. Smith, u. Kirb. Rhop. Exot. Euryphene.
p. 1. *
euthaliüides Cymoth. Kirb. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 249.
exaleuoa Neptis Karsch Berl. Ent. Zeitschr. 39, p. 9. *
escelsior Argynnis Butl. Proc. Zool. Soc. 1895, p. 729. *
excelsior Diestog. Rebel. Ann. Mus. Wien. 34, p. 411. *
expansa Pseudacr. Btir. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 177.
extensa Aterica Heran Trans. Zool. Soc. Lond. 19, p. 153.
extensa Euph. Bartel Nov. Zool. 12, p. 141.
fasoiata Byblia Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 528.
fasciata Euryphene Auriv. Seitz G-roßschm. 13. p. 179. *
lasciata Hypol. Auriv. Ent. Tidski'. 15, p. 280. *
fasciatus Charax. Suif. Iris 17, p. 123.
felicia Diestog. BÜr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 80.
fernanda Euph. Frühst. Stett. Ent. Zeit. 64, p. 359.
feronia Diestog. Stgr. Iris 4, p. 96.
ferruginea Euph. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 149.
fickei Pseuda.r. Weym. Iris 20, p. 38. *
tlaiuinla Euryphene Stgr. Iris 4, p. 110. *
flavescens Euryt. Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 278.
flarUasciatus Charax. BÜr. I*i-oc. Zool. Soc. Lond. 1895,
p. 251.
francina Euph. Godt. Enc. Meth. 9, p. 390.
traudata Euph. Thurau Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 307.
frederica Cymoth. Dist. Proc. Zool. Sol-. Lond. 1879, p. 707. *
frobeuia Neptis F. Ent. Syst. Suppl., p. 425.
frobeniusi Precis Strand Archiv f. Naturg. 75: 1, p. 304.
fulgens Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 487. *
l'ulgurata Charax. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 236.
(ulgurata Euryphene Auriv. Ent. Tidskr. 25, p. 95. *
i'ulsrurata Neptidopsis Bsd. Faune Madag., p. 52.
luliuinea Eurj-phura Bartel Nov. Zool. 12, p. 147.
lulvaria Pseudacr. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 214.
lulvescens Charax. Auriv. Ent. Tidskr. 12, p. 216.
lumana Cymoth. TVestw. Gren. Diurn. Lep., p. 288.
I'uuiata Precis Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 518.
t'uiuosa Cymoth. Stgr. Iris 9, p. 215.
iureata Precis Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 516.
fuscata Catacroptera Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 520.
t'useomarginata Diestog. Bartel Nov. Zool. 12, p. 145.
galami Precis Bsd. Faune Madag., p. 46.
galene Aterica Brown New 111. of Zool., p. 94. *
gambiae Diestog. Feisth. Ann. Soc. Ent. Fr. (2) 8, p. 251. *
garega Crenis Karsch Ent. Nachr. 18, p. 173.
gausape Euph. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 671. *
geniinus Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 427.
glaucina Pseudacr. Guen. in Yinaon Vovag. Madag. Lep.,
" p. 3S. •
godarti Charax. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 232.
gonlograninia Diestog. Karsch. Berl. Ent. Zeitschr. 39, p. 5. *
goochl Neptis Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879, p. 336.
gottbergi Pseudacr. Dew. Berl. Ent. Zeitschr. 28, p. 187. *
goudrtti Precis Bsd. Faune Madag., p. 45. *
grandidieri Hypol. L. Mab. Bull. Mus. Paris 1899, p. 374.
granti Atella Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 505.
gratiUa Neptis Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. 23, Bull. p. 106.
gregorii Precis Btlr. Proc. Zool. Soc. 1895, p. 726. *
grosesniithi Diestog. Stgr. Iris 3, t. 3. *
guderiana Charax. Dew. Nov. Acta Acad. Nat. Cur. 41 : 2,
p. 200.
guruana Precis Rogenh. Verhl. zool. bot. Gres. Wien 41, p. 564.
hadrianns Charax. Ward Ent. Monthl. Mag. 8, p. 120.
hadrope I^recis Dbl. u. Hew. Gren. Divirn. Lep., p. 209. *
haimodia Cymoth. Smith Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 64.
hanningtonl Argynnis Elwes Trans. Ent. Soc. Lond. 1889.
p. 558. *
hansali Charax. Fldr. Reise Novara. Lep. p. 446. *
harmilla Cymoth. Hetc. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 274.
harpalyce Euph. Cr. Pap. Exot. 2, p. 78. *
harpyia PrecLs F. Spec. Ins. 2, p. 104.
haynae Cymoth. Dew. Berl. Ent. Zeitschr. 30, p. 302. *
hecataea La<;hn. Hew. Ent. Monthl. Mag. 13, p. 277.
hegemone Pseudarg. Godt. Enc. Meth. Ins. 9. p. 258.
hellada Cymoth. Hew. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 274.
heliogenes Pseuda r. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 18, p. 69.
herberti Euph. E. Sharjie Ann. Mag. Nat. H. (6) 7, p. 131.
here Precis Lang Entomolog. 17, p. 206.
herminia Cymoth. SmiOi Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 63.
hesiodina Cymoth. A. Schnitze Soc. Ent. 23, p. 130.
hesiodotus Cymoth. Stgr. Stett. Ent. Zeitschr. 50, p. 415.
hesiodus Cymoth. Hew. Exot. Butt. Harma. t. 4. *
hewitsonl Cymoth. Stgr. Stett. Ent. Zeit. 50, p. 419.
hiarbas Euryt. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 17. *
hUdebrandti Charax. Dew. Nov. Acta Acad. Nat. Cur. 41: 2,
p. 200. •
hippomene Antan. Hbn. Samml. Exot. Schmett. 2, t. 25. *
hirundo Euptera Stgr. Iris 4, p. 101.
hobarti Cymoth. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1899, p. 976.
; hobleyi Diestog. Neave Nov. Zool. 11, p. 334.
hobleyl Pseudacr. Neave Nov. Zool. 11. p. 331.
hollandi Charax. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 12, p. 266.
honieyeri Charax. Dew. Berl. Ent. Zeitschr. 26, p. 382. *
hostilia Pseudai^r. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 38. *
howensis Crenis Stgr. Exot. Schm. 1, p. 108.
hvarbita Cymoth. Hew. Exot. Butt. Harma, t. 2. *
hvarbitiua Cymoth. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Fiirhl. 54:5
p. 283.
brbrida Euph. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 186.
hypatha Cymoth. Hew. Exot. Butt. Harma, t. 2. *
hypoxantha Pseudavr. Jord. Nov. Zool. 18, p. 137.
hyperbius Argynnis L. Cent. Ins., p. 25.
ikelemba Euryphene Auriv. Ent. Tidskr. 22, p. 116.
üithyia Byblia Drury 111. Exot. Ins. 2, p. 29. •
iniitans Euph. Holt. Canad. Ent. 25, p. 3.
iiuitator Pseudacr. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1873, p. 107.
imperlalls Charax. BÜr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 531. *
imperialis Euph. Undemans Tijdschr. v. Ent. 53, p. 278. *
iiupleta Pseuda r. Grünb. Sitzb. Ges. Naturf. Fr. Berl. 1910,
p. 170. *
inipunrtata Euph. Bartel Nov. Zool. 12, p. 143.
inaequali« Euph. Thurau Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 310.
Inanum Euph. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 158.
inaria Hypol. Cr. Pap. Exot. 3, p. 36. *
Incerta Diestog. Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 165. *
incisa Aterica Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 537.
incongrua Neptis Btlr. Pro?. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 112. *
Indamora Cvmoth. Hew. Exot. Butt. Aterica et Harma. *
infracta Precis BÜr. Proc. Zool. Soc. 1888, p. 63.
inlusca Diestog. Capronn. Ann. Soc. Ent. Belg. 33, Bull. p. 14 5
innocaa Euryphene Smith u. Kirb. Rhop. Exot. Euryphene
p. 1. •
intermedia Euryphene Bartel Nov. Zool. 12, p. 143.
intermixta Diestog. Auriv. Ent. Tidskr. 25, p. 96.
intricata Euptera Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 303. *
iole Lachn. F. Spec. Ins. 2, p. 78.
iris Diestog. Auriv. Arkiv f. Zool. 1, p. 251.
iturina Euryphene Karsch Ent. Nachr. 20, p. 215.
jacksoni KaUima Em. Sharpe Ann. N. H. (6) 17, p. 125.
jahlusa Charax. Trim. Rhop. Afr. Austr., p. 177. *
jamesoni Neptis Godm. Story of the Relief Exped., p. 436.
janetta Euph. Btlr. Proc. Zool. So?. 1871, p. 80.
jasius Charax. L. Syst. Nat. Ed. 12, p. 749 u. errata.
jodutta Cymoth. Westtc. Gen. Diurn. Lep., p. 289.
johnstoni Cymoth. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1902:1,
p. 47. •
jordani Neptis Neave Proc. Zool. Soc. Lond. 1910: 1, p. 33. *
jordani Precis Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 222.
Judith Euph. Weym. Stett. Ent. Zeit. 53, p. 88.
junlus Charax. Oberth. Ann. Mus. Genov. 15, p. 166.
justitia Euph. Stgr. Exot. Schm. 1, p. 149.
kaffana Crenis Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 530.
kahldeni Charax. Homeyer u. Dew. Berl. Ent. Zeitschr. 26,
p. 381. *
karschi Diestog. Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 314.
236
Urbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Nymphaliden.
karschi Euph. Bariel Nov. Zool. 12, p. 141.
karschi l'seudacr. Frühst. Iris 16, p. 10.
kassaionsis Kalliina Ni^pelt Iris 25, p. 124.
kataugae Argynnis Neave Pro:-. Zool. Soc. 1910: 1, p. 28. *
kheili Charax. Stgr. Iris 9, p. 2Ui. *
kikideli Neptis Bsd. Faune Madag., p. 50.
kiliisa Apaturopsis Smith Aim. Mag. Nat. HLst. (ti) 7, p. 125.
kinui^nuna Euptora Smith Ann. Mag. Nat. Ilist. (0) 'S, p. 133.
kirkl Uhaiax. Btlr. Ent. Monthl. :Mag. 18, p. 145.
kitun^ulvnsis Charax. Strand Mit. Zool. Mus. Berl. 5, p. 288.
kiiuuni Pseudacr. Dew. Nov. Acta Acad. Nat. Car. 41 : 2,
p. 198. •
lactetinctus Cliarax. Karsch Ent. Nachr. 18, p. 113.
lat'titia Euryphone l'lötz Stett. Ent. Zeit. 41, p. 192.
lakiinia Euph. Btlr. Trans. Ent. Soc. Jx)nd. 1870, ]>. 128.
languida Salam. Bartd Nov. Zool. 12, p. 135.
laodicc Charax. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 34. *
histi Charax. Smith Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 131.
lutopicta Hypol. Bartel Nov. Zool. 12, p. 135.
liitii'inetus Charax. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895, p. 252.
lativitlata Neptis Strand Ai'chiv f. Naturg. 75: 1, p. 305.
h'odi«« Precis Cr. Pap. Exot. 2, p. 64. *
li-oiiiuus Charax. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895, p. 253. *
Iconis Cymoth. Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 153. *
leonis Diestog. Auriv. Ehop. Aethiop., p. 202.
Icptotypa Euiyphene Baker Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2,
p. 473.
lenuanni Neptis Auriv. Oel'vers. Vet. Akad. Pörhl. 53, p. 431.
loucotincta Precis Strand Ent. Rundschau 28, p. 137.
liclias Charax. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep., p. 49.*'
li^ata Catacroptera Bothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 520.
linibata Hypol. Croicl. Trans. Ent. Soc. Lond. 1890, p. 552. *
lininoria l'recis Klug Synib. l'hys. t. 48. *
lineata Eui'yt. Auriv. Khop. Aethiop., p. 154.
iisidora Euryphura Auriv. Ent. Tidskr. 12, p. 214.
lita Euryt. Roihsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 525.
Hviugstuuci Neptis Sujf. Iris 17, p. 120. *
losiuga Euph. Uew. Exot. Butt. Romaleosoma, t. 1. *
Iiieasi Cymoth. Oouniei Bev. Zool. (2) 11, p. 202. *
lucretia Pseudacr. Cr. Pap. Exot. 1, p. 71. *
liKTetius Charax. Cr. Pap. Exot. 1, p. 129. *
lii^ons Kallima A. Schultze Ent. Rundschau 29, p. 92.
Iiiuig:era Charax. Bothsch. Nov. Zool. 7, p. 488.
Iiiperca Euph. Hew. Exot. Butt. Bomaleosoma, t. 1. *
liirida Cymoth. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 80.
lutaoca Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 485.
lutcul'asciata Euph. Bariel Nov. Zool. 12, p. 143.
lutcula Euryphene Baker Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2, p. 474.
luteostriata Diestog. Baker iknn. Mag. Nat. Hist. (8) 2, p. 477.
lysandra Diestog. Stall Suppl. Crameri, j). 135. *
inaculata Euryphene Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 178. *
maciiiatiis Charax. Sufj. Iris 17, p. 122.
inadagascarieusis Atella Mab. Hist. Madag. Lop. 1, p. 120. *
niadagascaricnsis Crenis Bsd. Faune Madag. p. 18.
niadagascariensis Euxanthe Lucas Ann. Soc. Ent. Fr. (1) 1],
p. 299.
niadaguscarlensis Precis Guen. in Vinson Voyag. Madag. Lep., j
p. 37.
niadagascariensis Hypol. Mab. Ann. Ent. Belg. 25, Bull., p. 55. j
niadegassorum Antan. Auriv. Rhopal. Aethiop., p. 129. 1
niakala Euryphene Baker Ann. Mag. Nat. HLst. (8) 2, p. 473.
nuiudinga Euryphene Fldr. Wien. Ent. Monatschr. 4, p. 108.
inauica Charax. Trim. Proc Zool. Soc. Lond. 1894, p. 43. *
iiianoro Smcrina Uew. Ent. Monthl. Mag. 8, p. 121.
niardania Euryphene F. Ent. Syst. 3:1, p. 249.
niargiiiatus Charax. Bothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 539.
niar|)i'ssa Neptis Hopjf. Sitzb. Akad. VVlss. Berl. 1855, p. 040.
niauritiana Antan. Manders Trans. Ent. Soc Ixind. 1907,
p. 437. *
inawaiiiba Diestog. Baker Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2, p. 476.
luaxiniiana Euryphene Styr. Ii'is 4, p. 112.
luavdttunsis Neptis Oberth. Etud. d'Ent. 13, p. 14. *
nit'clKUvi Charax. Höllisch. Nov. Zool. 11, p. 334.
niei-hinvi Hj^pol. Dew. Berl. Ent. Zeitschr. 28, p. 187. *
niedon Euph. L. Cent. Ins. p. 19.
inclanops Diestog. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. FörhI. 54: 5,
p. 282.
ineleagris Hamanum. Cr, Pap. Exot. 1, p. 102. *
luelicerta Neptis Dntry 111. Exot. Ins. 2, p. 34. *
luelicertula Neptis Strand Ai-chiv f. Naturg. 77: 1: 4, p. 116.
metanira Neptis Uoll. Ent. News 3, p. 249. *
uietulla Neptis Dbl. u. Uew. Gen. Diurn. Lep., p. 272.
mioans Euryphene Auriv. Rhop. Aethiop., p. 201. *
niicrops Atella Bothsch. ii. Jord. Nov. Zool. 10, p. 507.
luilca Vanessula Uew. Exot. Butt. I'ontila u. Liptena, I. 2. *
miliu'i Diestog. Hew. Exot. Butt. Euryphene, t. 3. *
miloiiia Precis Fldr. Reise Novar. Lep., p. 403.
niiina Hypol. 'J'riin. Trans. Liun. Sor. Lond. 20, p. 500. *
uiirabilis Euph. Bariel Nov. Zool. 12, p. 142.
misa Cymoth. Strand Wien. Ent. Zeit. 29, p. 33.
misippus Hypol. L. Mus. Lud. Ulr., p. 264.
niixophyes Neptis Uoll. Ent. News 3, p. 249. *
inixtus Charax. Bothsch. Nov. Zool. 1, p. 536. *
monitor Charax. Bothsch. Nov. Zool. 7, p. 361.
müntelri Charax. Stgr. Exot. Schm. 1, p. 170. *
nionti'iruuis Hypol. Druce Cist. Ent. 1, p. 286.
morautü Crenis Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 439.
moreelsi Euryphene, Auriv. Ent. Tidskr. 22, p. 116.
mundula Diestog. O'rünb. Sitzb. Ges. Naturf. Fr. Berl. 1910,
p. 472.
murina Ergolis Bartel Nov. Zool. 12, p. 135.
musa Precis Quer. Icon. R. Anün., p. 474.
mneruensis Euptera Neave Proc. Zool. Soc. Ijond. 1910: 1,
p. 38. *
raycerina Charax. Godi. Enc Meth. Ins. 9, p. 309.
nachtigalli Precis Dew, Nov. Acta Acad. Nat. Cur. 41:2,
p. 194. *
uaib Precis Guer. Lefeb. Voyag., t. 11. *
naiidiua Charax. Bothsch. Nov. Zool. 8, p. 403. *
narcbadi Hypol. Suff. Iris 17, p. 110.
narinda Euryt. Ward Ent. Monthl. Mag. 9, p. 148.
natalensis Charax. Stgr. Exot. Schm. 1, p. 169.
natalensis Crenis Bsd. Voyag. Deleg. 2, p. 592.
natalensis Precis Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 101.
natalica Precis Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 106.
neauthes Charax. Hew. Exot. Butt. NymphaUs, t. 1. *
nebetheo Cymoth. Suff. Iris 17, p. 115.
nebrodes Neptis Uew. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 200.
nebulusa Salam. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 441.
nemetes Neptis Hew. Exot. Butt. Neptis, t. 1. *
ueophron Euph. Hopff. Sitzb. Akad. Wiss. Berl. 1855, p. 640.
neptidina Pseudath. Karsch Ent. Nachr. 20, p. 289.
netiiaanni Ai'gyunis Bothsch. u. Jord. Nov. Zool. 9, p. 596.
neumanni Charax. Roilisch. Nov. Zool. 9, p. 597.
ueuniaiirii Euph. Boilisch. Nov. Zool. 9, p. 596.
ueuniaiini Pseudacr. Tliurau Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 300.
nichetes Charax. Smith Ent. Montlil. Mag. 20, p. 58.
nicobule Neptis Holt. Ent. News. 3, \>. 249. *
nioodice Neptis Grünb. Sitzb. Naturf. Fr. Berl. 1910, p. 470.
nicoiuedes Neptis Hew. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 205.
nicoteles Neptis Uew. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 206.
nigrescens Antan. Suff. Iris 17, p. 108.
nigrescens Cyrestis Mariin Iris 16, p. 162.
nigrocilia Euph. Lathy Trans. Ent. Soc. Lond. 1903, p. 190.
nlgropunctata Diestog. Auriv. Ent. Tidskr. 22, p. 117.
niiia Neptis Sigr. Iris 8, p. 309. *
nivaria Euryphene Ward Ent. Monthl. Mag. 8, p. 82.
uivuovittata Euph. Auriv. Arkiv f. Zool. 1, p. 249. *
ujaiui Euph. Styr. Iris 4, p. 125.
njamujaml Euph. Stgr. Iris 4, p. 126.
iiubiljs Charax. Druce Ent. Monthl. Mag. 10, p. 13.
nobUis Euryphura Stgr. Iris 4, p. 107. *
nobilitata Precis Thurau Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 137. *
normaÜH Euph. Stgr. li'is 4, p. 129.
northcotti Charax. Bothsch. Entomolog. 32, p. 171.
nothodus Charax. Jord. Nov. Zool. 18, p. 137.
nucleata Neptidopsis Grünb. Wiss. Ergebn. Deutsch. Zent.
Afr. Exp. 3 p. 526.
nuiiienp< Charax. Hew. Exot. Butt. Charaxes, t. 2. *
nyasana Charax. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 15, p. 249.
nyassae Pseudarg. Bartel Nov. Zool. 12, p. 138.
nysiades Neptis Hew. Exot. Butt. Neptis, t. 1. *
oberthüri Catima Karsch Berl. Ent. Zeitschr. 39, p. 4.
obscura Pseudacr. Neave. Nov. Zool. 11, p. 333.
obscurata Pseudarg. Grünb. Sitzb. G«s. Naturf. Fr. Berl.
1910, p. 471.
obscuratus Charax. Suff. Iris 17, p. 123.
obscurior Cataoropt. Styr. Exot. Schm. 1, p. 101.
obsületa Diestog. Grünb. Sitzb. Ges. Naturf. Fr. Berl. 1908,
p. 53.
obtiisa Neptis Bothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. .536.
ubtusaugula Diestog. Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 160. *
occidentalis Pseudacr. Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 196.
occideutaliuui Crenis Mab. Bull. Soc. Zool. Fr. 1, p. 275.
Urbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Nymphaliden .
237
ochracea Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 486.
ochraoea Euryphura Bartel Nov. Zool. 12, p. 146.
ochracea Neptls Xeave Nov. Zool. 11, p. 330. *
ochreata Cymoth. Smith Proc. Zool. Soc. 1890, p. 471.
octavia Precls Cram. Pap. Exot. 2, p. 60. *
octograniina Euryphene Smith u. Kirby Rhop. Exot. Euphae-
dra, p. 1. *
odysseus Charax. Stgr. IrLs 5, p. 200.
oeinllius Cymoth. Douniet Rev. Zool. (2) 14, p. 260. *
oenone PrecLs L. Svst. Nat. Ed. 10, p. 473.
offova Cymoth. Plötz Stett. Ent. Zeit. 41, p. 193.
oliva Euryphura Suif. Iris 17, p. 112.
olivacea Euph. (frünb. Sitzb. Ges. Nat. Fr. Berl. 1908, p. 54.
ophione Neptidopsis Cr. Pap. Exot. 2, p. 27.
opinatiis Charax. Heron Trans. Zool. Soc. Lond. 19, p. ITil). *
opis Cynandra Drury 111. Exot. Ins. 2, p. 33. *
orientalis Euph. Rothsch. Nov. Zool. 5, p. 97.
oricntls Euryphene Kar.^ch Ent. Nachr. 21. p. 277.
orithya Precis L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 473.
orphnina Cymoth. Karsch Ent. Nachr. 20, p. 213.
orthosia Precis Klug Symb. Phys. t. 48. *
Othello Charax. Suff. Iris 17, p. 123.
oxlone Euryphene Hew. Exot. Butt. Euryphene, t. 5. *
pageu»(techeri Ergolis Suif. Iris 17, p. 125.
paphiauus Charax. Ward Ent. Monthl. Mag. 8, p. 120.
paradoxa Euph. Xeave Nov. Zool. 11, p. 333.
parhassus Salam. Drury 111. Exot. Ins. 3, p. 4. *
paris Precis Trim. S. Afr. Butt. 1, p. 212.
partita Euryphene Aurir. Ent. Nachr. 21, p. 380.
parvipunctis Precis Strand Wien. Ent. Zeit. 29, p. 31.
paula Neptis Stgr. Iris 8, p. 368. *
peehuell Crenis Dew. Nov. Acta Acad. Nat. Cur. 41 : 2, p. 195. *
peculiaris Charax. Lathy Entomolog. 39, p. 125.
peculiaris Euph. Lathy Trans. Ent. So?. Lond. 1906, p. 5. *
pelarga Precis F. Syst. Ent., p. 513.
pelargoides Precis Auriv. Ent. Tidstr. 12, p. 204.
pelasgis Precis Godt. Enc. 3Ieth. 9, p. 820.
pelias Charax. Cr. Pap. Exot. 1, p. 5. *
penricel Charax. Kotlisch. Nov. Zool. 7, p. 460.
penricei Crenis Rotlisch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 529.
peruiixtuui Euph. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 158.
perseis Euph. Drury 111. Exot. Ins. 2, p. 37. *
phaethusa Euph. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1865, p. 670. *
phaeus Charax. Heu: Ent. Monthl. Mag. 14. p. 82.
phalantha Atella Drury 111. Exot. Ins. 1, p. 41. *
phauera Charax. Jord. Proc. Ent. Soc. Lond. 1908, p. 09.
phaiitasia Euryphene Hew. Exot. Butt. Euryphene. t. 2. *
phantasiella Euryphene Stgr. Iris 4, p. 114.
phaiitasina Euryphene Stgr. Iris 4, p. 115.
pharsa Pseudacr. Frühst. Iris 16, p. 9. *
phillberti Atella Joann. Ann. Soc. Ent. Fr. 62, Bull. p. 50.
phoebus Charax. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 625.
phranza Euryphene Uew. Exot. Butt. Euryphene, t. 2. *
phraortes Charax. Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. 20, p. 60.
phreone Euryphene Feisth. Ann. Soc. Ent. Fr. (2) 8, p. 253.
plcta Charax. Rotlisch. Nov. Zool. 7, p. 483.
plagiata Diestog. Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl. 54:5,
p. 282.
platydema Hypol. Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 524.
platyptera Neptidopsis Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 526.
plautilla Em'yphura Hew. Exot. Butt. Euryphene, t. 3. *
plistonax Euryphene Hew. Exot. Butt. Euryphene, t. 9. *
pluto Euptera Ward Ent. Monthl. Mag. 10, p. 59.
plutonica Pseudath. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1902 : 1 .
p. 48. *
poggei Pseudacr. Dew. Nov. Acta Acad. Nat. Cur. 41 : 2, p. 197.*
poUnice Byblia Cr. Pap. Exot. 4, p. 169. *
pollux Charax. Cr. Pap. Exot. 1, p. 61. *
porphyrion Eui'yphura Ward Ent. Jlonthl. Mag. 8, p. 118.
porthos Charax. Smith Ent. Monthl. Mag. 20, p. 57.
posterior Precis Strand Archiv f. Naturg. 77 : 1 : 4, p. 89.
preussi Cymoth. Stgr. Stett. Ent. Zeit. 50, p. 412.
preussi Euph. Stgr. Iris 4, p. 119. *
protoclea Charax. Feisth. Ann. Soc. Ent. Fr. (2) 8, p. 200.
protracta Pseudacr. Btlr. Ent. Monthl. Mag. 11, p. 164.
pseudoplatyptera Neptidopsis Strand Archiv f. Naturg. 78 A:l
11. 68.
publius Palla Stgr. Iris 5, p. 267.
puella Neptis Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 285. *
pyriformis Precis Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895, p. 726. *
pythodoris Charax. Heic. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 57.
quintiUa Neptis Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 10, p. 21. *
rabena Aterica Bsd. Faune Madag., p. 47. *
rattraji Euph. E. Sharpe Entomolog. 37, p. 182.
raltrayi Kallima E. Sharpe Entomolog. 37, p. 182.
rauana Precis Smith Nov. Zool. 5, p. 352.
ravola Euph. Hew. Exot. Butt. Romaleosoma, t. 4. *
rectans Charax. Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 540.
reducta Euph. Bartel Nov. Zool. 12, p. 141.
regalis Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 486.
reinieri Charax. Roth.sch. Nov. Zool. 7, p. 439.
reiuholdi Cymoth. Plötz Stett. Ent. Zeit. 41, p. 194.
reuteri Cymoth. Strand Wien. Ent. Zeit. 29, p. 32.
rezia Euph. Heiv. Exot. Butt. Bomaleosoma, t. 4. *
rhadania PrecLs Bsd. Faime Madag. p. 44. *
rlbensis Diestog. Ward Ent. Monthl. Mag. 8, p. 35.
rieheliuanni Euptera Weym. Iris 20, p. 42. *
rogersi Pseudacr. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1908, p. 549.
romi Diestog. Auriv. Ent. Tidskr. 18, p. 213.
rosa Crenis Heic. Ent. Monthl. Mag. 14, p. 82.
rosae Charax. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895, p. 255.
rubrobasalis Pseudacr. Auriv. Arkiv f. Zool. 1, p. 248. *
, rubroeostata Euryphene Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl.
54:5, p. 279. *
rubrofasciata PrecLs Su;j. IrLs 17, p. 109.
ruhaina Pseudacr. Hew. Ent. Monthl. Mag. 9, p. 84.
niiuia Kallima Doubl, u. We.stw. Gen. Diurn. Lep. p. 325. *
ruspiua Euph. Heic. Exot. Butt. Romaleosoma, t. 2. *
saclara Neptis Bsd. Faune Madag., p. 49.
salniaeis Hypol. Drury 111. Exot. Ins. 2, p. 14. *
sangaris Cymoth. Godt. Enc. Meth. Ins. 9, p. 384.
saphirina Diestog. Karsch Ent. Nachr. 20, p. 220.
sarcoptera Euph. Btlr. Lep. Exot. p. 81. *
sarita Euph. E. Sharpe Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 7, p. 133.
saturnus Charax. Btlr. Pro:-. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 624. *
schaeneia Antan. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879, yt. 329.
schultzei Diestog. Auriv. Arkiv f. Zool. 5:5, p. 2.
j seeldrayersi Euryphene Auriv. Rhop. Aethiop., p. 201.
I seeldrayersi Neptis Auriv. Ent. Nachr. 21, p. 379.
semire Pseudacr. Cr. Pap. Exot. 3, p. 3. *
semitypica PrecLs Auriv. Rhop. Aethiop., p. 140.
seneca Cymoth. Kirb. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 249.
senegalensis Euryphene H.-Schäff. Außereur. Schniett. Tagt.,
Fig. 95—98. •
seriata Byblia Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 527.
seriata Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 487.
sesainiis PrecLs Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1883, p. 347.
severini Evirvphene Auriv. Oefvers. Vet. Akad. Förhl. 54: 5,
p. 220. • "
sextilla Neptis Mab. Le Natural. 2, p. 99.
sibyllina Pseudath. Stgr. Iris 3, t. 3. *
sik'orana Catuna Rogenh. Verhl. Zool. Bot. Ges. Wien 39
Sitzb. p. 76.
simia PrecLs Wallengr. Rhop. Caffr., p. 26.
Simplex Diestog. Stgr. IrLs 4, p. 97.
Simulator Pseudacr. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 125.
simiata Precis Plöt: Stett. Ent. Zeit. 41, p. 477.
Sirene Euptera Stgr. Iris 4, p. 100. *
smaragdalis Charax. Btlr. Pro-. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 630. *
smaragdifera Aigynnis Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1895,
p. 629. *
somalioiis Charax. Rothsch. Nov. Zool. 7, p. 432.
Sophia Precis F. Ent. Syst. 3: 1, p. 248.
sophlis Euryphene F. Ent. Syst. 3: 1, p. 46.
spatiosa Euph. Mab. Bull. Soc. Zool. Fr. 1, p. 278.
staudingeri Cymoth. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 213.
staudingeri Euryphene Auriv. Ent. Tidskr. 14, p. 199.
staudingeri Precis Deio. Nov. Acta Acad. Nat. Cur. 41:2,
p. 193. *
striata Precis Auriv. Ent. Tidskr. 22, p. 118.
striata Pseudacr. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 215.
strigata Neptis Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 284. *
stygia PrecLs Auriv. Ent. Tidskr. 15, p. 275.
subbipupillata Precis Strand Archiv f. Naturg. 77:1:4,
p. 90.
subepielelia Precis Strand Int. Ent. Zeitschr. 4, p. 227.
sublineata Cvi-estis Lathy Trans. Ent. So-. Lond. 1901, p. 25.
sublurida Cymoth. Frühst. Stett. Ent. Zeit. 64, p. 359.
subtentyris Euryphene Strand Faima Exot. 1, p. 37.
subtriocellata Precis Strand Aixhiv f. Naturg. 77 : 1 : 4, p. 90.
suffusa Precis Rothsch. u. Jord. Nov. Zool. 10, p. 513.
superba Cymoth. Auriv. Rhop. Aethiop., p. 213. *
superbus Charax. A. Schnitze Soc. Ent. 23, p. 172.
symphona Euryphene Baker Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2,
p. 472.
238
Urbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Nymphaliden.
tadoina Diestog. Heio. Exot. Butt. Aterica Harma. *
tarqiiiiiia Pseudacr. Trini. Trans. Ent. Soc. Ixind. 1868,
,.. 7!.. *
taveta PiecLs Bogenh. Ann. Mus. Wien 6, p. -tßO. *
tavetensis Charax. Hoihsch. Xov. Zool. 1, p. 535.
teniora .Salam. Fldr. Reise Novara Lep., p. 404.
tentyris Kuryphene Hew. Exot. Butt. Euryphene, t. ö. *
terea J'rccii; Drury III. Exot. Ins. 2, p. 32.
tereoldes Precis Btlr. Ann. Mag. Xat. HLst. (7) 8, p. 211.
terra Pseudacr. .Veare Nov. Zool. 11, p. 332.
tessniaiini Eur\-phene Griinb. Sitzber. Ges. Naturf. Fr. Berl.
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thautna Euryphaedra i^tgr. Iris 4, p. 102.
theniis Euph. Hbii. Exot. Schm. 1, t. 60. *
theoliene Cymoth. /)bl. u. Hew. Gen. Diurn. I^ep.. p. 288. *
theot-raiita Cymoth. Karsch Ent. Xa<;hr. 20, p. 209. *
theoddsla Oyinoth. Stgr. Stett. Ent. Zeit. .')0. p. 416.
tllPOirnis Euryphene Hew. Exot. Butt. Euryphene t. 1. *
theophaiie Aterica Hopff. Sitzb. Akad. W'iss. Berl. 1855,
p. 641.
theorini Pseudacr. Auriv. Ent. Tidskr. 12, p. 207.
tkoniashis Charax. t^tgr. Exot. Schmett. 1, p. 169.
thonicnsis Uypol. Auriv. Ann. Mus. Genov. 44, p. 510.
thysi Cliarax. Capronn. Ann. Soo. Ent. Belg. 33, Bull., p. 125.
tia l'^uryphene Suif. Iris 17, p. 111.
tibcrius 'Euxanthe '.s'»n7/( Ann. Jlag. Nat. Hist. (6) 3, p. 129.
tiridates Charax. Cr. Pap. Exot. 2, p. 100. *
tirikensis Pseudacr. Seave Nov. Zool. 11, p. 332. *
toffoensis Euryphura .S«//. Iris 17, p. 114.
losrociisis l'seudacraea, Bartel Nov. Zool. 12, p. 137.
tiiiihiliinasa Precis Vuillot Ann. Soe. Ent. Fr. 61. Bull..
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trujaniis Euxanthe Ward Ent. Monthl. Mag. 8, p. 36.
tri£:iino|)hora NeptL< Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 177.
trinieiii Crenis Auriv. Rhop. Aethiop. 161.
trinieni Cvmoth. Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 152. *
trinieni Pieois Bilr. Proc. Zool. Soc. 1893, p. 651. *
triineni Pseudacr. Btlr. Ent. Monthl. Mag. 11, p. 57,
triiH'i-llata Precis Strand Int. Ent. Zeitschr. 4, p. 227.
tuifela l'recLS Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 334.
tiikiKia Precis Wallengr. Rhop. Caffr., p. 25.
usranda Euph. Auriv. Ent. Nachr. 21, p. 380.
unilirina Crenis Karsch Ent. Nachr. 18, p. 114.
iirnlirina Diestog. .Auriv. Ent. Tidskr. 22, p. 116.
uiKipuiictata Baker Ann. Mag. Nat. HLst. (8) 2, p. 476.
iiriinirensis Neptis Strand Mit. Zool. Mus. Berl. 5, p. 287.
usa^arue PseudaiT. Stgr. Iris 3, t. 3. *
iisiinibara Hypol. Ward Ent. Monthl. Mag. 9, p. 148.
ussheri Palla Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 124.
raranes Charax. Cr. Pap. Exot. 2, p. 100. *
variesata Euph. Auriv. Seitz Großschm. 13, p. 184. *
velU'da Neptidopsis Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 10, p. 19.
velox Charax. Grant Bull. Liverp. Mus. 2, p. 10.
veronica Diestog. fr. Pap. Exot. 4, p. 73.
vetiila Charax. Bothtich. Nov. Zool. 7. p. 488.
vetusta Euph. Btlr. I^ep. Exot., p. 82. *
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violacea Charax. Bothsch. Nov. Zool. 7, p. 485.
violaeea Euph. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1888, p. 91.
violetta Charax. .Smith Ent. Monthl. Mag. 21, p. 247.
violinitens Charax. Cr. Trans. Ent. Soc. Ijond. 1890, p. 554. *
vireseeiis Salam. Sufi. Iris 17, p. 109.
viridata PrecLs Strand Int. Ent. Zeitschr. 4, p. 227.
viridiooerulea Euph. Bartel Nov. Zool. 12, p. 139.
viridinuta Euph. Btlr. Lep. Exot., p. 82. *
viridi■^ Euph. Sujf. Iris 17, p. 111.
virilis Charax. Bothsch. Nov. Zool. 7, p. 487.
virilis PrecLs Strand Archiv f. Natvirg. 77:1:4, p. 90.
Vdlosreses Charax. Mab. Bull. Soc. Zool. Fr. 1, p. 280.
vosseleriana Precis Stratui Int. Ent. Zeitschr. 4, p. 227.^
vulgaris Byblia Stgr. Exot. Schm. 1, p. 106.
nrahlbersri Hypol. ^Pallengr. Rhop. Caffr., p. 27.
wakefieldi Euxanthe Ward Ent. Monthl. Mag. 10, p. 152.
walensensis Pseudacr. E. Sharpe Proc. Zool. Soc. Lond. 1896.
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ivardi Euph. Druce Cist. Ent. 1, p. 286.
w-brunnpa Charax. Baker Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2, p. 478.
westernianni Precis Westw. Ent. Monthl. Mag. 6, p. 278.
weynieri Cymoth. Suff. Iris 17, p. 119.
«ilwerthi Euryphene AMrii-. Ent. Tidskr. 19, p. 177.
«issmanni Euph. Xiepelt Ent. Zeitschr. 20, p. 25.
wintgensi l'recLs Strand Iris 22, p. 107.
woodwardi Neptis F. Sharjte Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 3,
p. 243.
xiphares Charax. Cr. Pap. Exot. 4, p. 171. *
xypete Euph, Hew. Exot. Butt. Romaleosoma, t. 2. *
zaddaehi Euph. Dew. Nov. Acta Acad. Nat. Cur. 41:2, p. 19!».
zainpa Euph. Westtc. Gen. Diurn, Lep,, p. 284.
zelica Charax. Btlr. Ent. Monthl. Mag. 6, p. 28.
zinifha Charax. Cr. Pap. Exot. 4, p. 53. *
zouara Euryphene Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1)S71, |i. .Sl.
zoolina Charax. Dbl. zi. Hew. Gen. Diurn. Lep, t, 53. *
PLANEäIA. Von Dr. C. AüRiviLLnjs. 239
6. Familie: Acraeidae.
Diese Abteilung wäre vielleicht besser nur als eine Unterfamilie der Nymphaliden zu betrachten, wie in
den übrigen Teilen dieses Werkes ; um aber mit den meisten andern Werken über diese Gruppe nicht in Wider-
spruch zu kommen, habe ich sie hier als eine besondere Familie aufgeführt.
Von den Nymphaliden unterscheiden sich die Acraeiden nur dadurch, daß die ]\Iittelzellen beider Flgl
vollständig geschlossen sind und daß die Hflgl am Irde ohne Rimae oder Vertiefung zur Aufnahme des
Hlbs sind. Die Hflgl smd demnach am Ird flach ausgebreitet und in den Feldern la — Ic ebenso wie sonst be-
schuppt und gezeichnet.
Die Vf Igl sind langgestreckt mit gebogenem oder geradem Saume, abgerundeter Spitze und über die Mitte
hinaus geradem Vrd. Die Hflgl haben einen geraden Vrd und einen fast gleichförmig gebogenen Außenrd.
Saum beider Flgl ganzrandig oder schwach gewellt mit kurzen Fransen. Hlb lang und schlank, fast zyliiidrisch
oder gegen die Spitze verdickt imd an der Wurzel mein- oder weniger zusammengedrückt. Fühler mäßig lang mit
deutlich abgesetzter Kolbe. Palpen mit langem Mittelglied und sehr kurzem knopfförmigen Endglied, dünn be-
schuppt und mit einzelnen steifen Grannenhaaren bekleidet . Die Hflgl haben eme deutliche saumwärts gebogene
Praecostalrippe. Die Vorderfüße smd ganz wie bei den Nymphaliden verkümmert und ohne Klauen, beim (J dünn
und langhaarig, beim $ anliegend beschuppt, am Ende etwas verdickt und lanten mit kurzen Stacheln besetzt.
Die Klauen der anderen Bempaare smd gut entwickelt und gewöhnlich unten in der Mitte geeckt; bei den 0(J
sind sie fast immer ungleich groß oder sonst einander unähnlich.
Die Rpn leben gesellig und sind mit verzweigten Dornen bekleidet. Die Dornen süid m ganz eigentüm-
licher Weise angeordnet und dadurch sind die Acraea-Rpn sofort von allen mir bekamiten Nymphaüden-Rpn zu
unterscheiden. Die Glieder 4 — 1 1 haben jedes 6 fast gleich lange Dornen, welche in einer geraden Querlinie stehen ;
das erste Glied hat nur zwei Rückendornen luid das zweite und dritte außer den Rückendornen jederseits
einen Seitendorn, welcher jedoch ganz am Vrd des Gliedes oder fast in der Bindehaut zwischen den Gliedern
steht; die Glieder 12 imd 13 jedes mit 2 Dornen.
Die Ppn sind langgestreckt, fast zylmdrisch, weder bauchig noch am Rücken stark gewölbt; die ersten
Gheder des Hlbs haben oft jedes oben zwei Höckerchen oder zwei lange an der Spitze gekrümmte Dornen ;
auch der Kopf hat bisweilen obren- oder hornähnüche Anhängsel. Sie sind fast immer hell gefärbt mit scharf
hervortretenden schwarzen Zeichnungen.
Die Acraeiden haben einen langsamen, gemächlichen Flug imd lieben auch als Schmetterlinge gesellig
aufzutreten. Sie sondern aus dem Thorax eüien gelblichen Saft aus, welcher einen unangenehmen Geruch hat
und sie gegen die meisten Feinde zu schützen schemt. Sogar die toten luid getrockneten Tiere werden in den
Sammlungen nicht oder wenig von zerstörenden Insekten angegriffen.
Die Acraeiden kommen überall m den Tropen vor, treten aber in der äthiopischen Region viel zahlrei-
cher und häufiger als in den anderen Regionen auf.
Die afrikanischen Arten gehören drei Gattungen an, von denen die dritte sehr abweichend ist.
Ueber sieht der Gattungen.
A. Die obere Discocellularrippe der Vflgl fehlt oder ist sehr kurz und steht fast senkrecht gegen den Vrd der
Mittelzelle. Die Rippe 6 der Vflgl entspringt demnach aus der Zellenspitze oder nahe derselben und ist von
der Rippe 5 weit getrennt.
a) Die Rippe 11 der Vflgl entsprüagt hinter der Mittelzelle aus dem Stiele von 7 — 10 oder selten gerade
aus der Spitze der Zelle. Die Mittelzelle der Hflgl ist kurz mid erreicht nicht die Mitte des Flgls. Die
Palpen schwarz oder schwärzlich mit einer weißlichen Längslinie. 1. Planema.
p) Die Rippe 11 der Vflgl entspringt vor dem Ende der Mittelzelle. Die Mittelzelle der Hflgl ist lang und
erreicht die Mitte des Flgls. Die Palpen sind hell gelblich oder weißlich und nur das kurze Endghed ist
schwärzlich. 2. Acraea.
B. Die obere Discocellularrippe der Vflgl ist sehr lang und Uegt sehr schief, so daß sie als eine Fortsetzung des
Vrds der Zelle aussieht. Die Rippen 5 und 6 kommen aus demselben Punkte (scheinbar der Spitze der Zelle)
und der Stiel der Rippen 7 — 10 scheint also weit vor der Zellenspitze auszugehen. 3. Pardopsis.
1. Gattung: Plaiieuia Doubl. & Hew.
Diese Gattung umfaßt die größten der afrikanischen Acraeiden und überhaupt die größten aller bekann-
ten Acraeiden. In der Zeichnungsanlage stimmen die P/awema-Arten mit der ersten Art der folgenden Gattung
240 PLANEMA. Von Dr. 0. AuRiviLLnis.
nahe überein. Die Vflgl entbehren immer alle schwarze Punkte; die Hflgl aber haben stets gut entwickelte
Wurzelpunkte und gewöhnlich auch Discalpunkte, wenigstens in den Feldern 1 b, 1 c und 2; diese sind jedoch
wegen der Kürze der Jlittelzelle der Wurzel stark genähert ; Submarginalpunkte fehlen dagegen immer. Am Saume
finden sich auf den Falten zwischen den Rippen lange kräftige schwarze Striche ; helle Saumflecke fehlen aber auf
beiden Seiten völlig.
Einige Verfasser, welche sich nur um Farbe und Zeichnung kümmerten, haben melirere Arten der Gat-
tung Acraea als Planema-Arten beschrieben. Wenn man aber Acraea alciope, jodutta und andere zu Planema
zieht, wird es völlig unmöglich eme scharfe Grenze zwischen Planema und Acraea zu ziehen und beide Gattungen
müssen mitemander vereüiigt werden. Die genannten .4craea-Arten stimmen nämlich m allen wichtigen Struktur-
verhältnissen mit den übrigen Acraeen genau überem und können unmögHcli von ihnen generisch getrennt
werden. Wenn man aber die oben m der Uebersicht angeführten Kennzeichen beachtet, wird man finden, daß eme
gute Grenze zwischen den echten Planemen und den Acraeen besteht und daß diese Grenze auch in der BUdmig
der Ppn emen Ausdruck gefunden hat. Dieselben haben nämlich auf dem Rücken der ersten Hlbsglieder je
zwei lange Dornen.
Die Gattung Planema kommt nur üi der äthiopischen Region vor und ist besonders im westafrikani-
schen Gebiet gut vertreten. Die Planemen sind Waldbewohner und fehlen darum in den unbewaldeten Steppen-
gegenden und außerdem auch in der madegassischen Subregion.
Die minietischen Beziehungen zwischen Planema und Pseudacraea sind, wie. schon oben S. 193—196
hervorgehoben worden ist, sehr hoch entwickelt. Seitdem ich die Pseudacraeen bearbeitete, ist es ganz neuer-
dings durcli die BeinühuTigen von Dr. Carpentee gelungen, eme Pseudacraea terra aus einem von Ps. ohscura
$ gelegten Ki zu erziehen. Dadurch ist es sehr wahr.-^cheinlich geworden, daß die mit Ps. eurylus L. am nächsten
verwandten Formen nur eine Art bilden, welche sich dadurch auszeichnen würde, daß sie mehrere ganz ver-
schiedene Arten von Planema als Modell verwendet und dadurch polychromatisch geworden ist.
Die Geschlechter siiad einander mehr oder weniger unähnUch. Als Regel ist die Querbinde oder die
Subapicalbinde der Vflgl beim ^ gelb bis rotgelb, beim $ aber weiß oder weißlich und breiter als beim ^ ;
ebenso ist die Mittelbinde der Hflgl bei den 99 breiter und heller als bei den ^(^. Der Hlb ist bei beiden Ge-
schlechtern fast ganz ähnlich gezeichnet und gefärbt ; oben schwärzlich mit gelbem Hrd der Segmente und mit
zwei gerundeten hellen Flecken auf jedem Segmente, unten fast emfarbig gelblich. Nur bei den letzten Arten
ist der Hlb wie bei vielen Acraeen oben beim ^ heller als beim 9-
Die Arten sind mit einander nahe verwandt und bilden nur zwei natürliche Gruppen.
Erste Gruppe.
Bei den Arten diesei- GrujJiJe hal)on die Vflgl unten am Vrd im Felde 12 dicht an der Wui'zel zwei viereckige schwarze
Flecke, welche nur durch die Grundfarbe fjetrennt smd. Der eine dieser Flecke liegt ganz an der Witrzel. Die Vflgl haben
gewöhnlich oben nur eine helle (^uerbindo, welche vom Vrd bis zum Hrd geht oder nur am Hrd angedeutet ist; selten ist diese
Querbinde gegen den Saum gerichtet und von dem klemen und undeutlich begrenzten Hrdfleck breit getrennt. Wenn ein be-
sonderer flrdfleck vorkommt, ist er also in dieser Gruppe vmscharf begrenzt und überragt nicht die Rippe 2.
P. vestalis zeichnet sich von allen übrigen Arten dadurch aus, daß die sonst so grell hervortretende
Querbinde der Vflgl-Oberseite völlig fehlt oder nur m ihrem hmteren Teil (üi den Feldern 1 a — 2) deutlich
und hell graugelb ist ; das Feld 1 a ist fast immer bis über die Mitte hinaus gelblich ; die Hflgl smd oben wenig-
stens bis zur Mitte hell braungelb, unten aber nur an der Wurzel bis zur Zellenspitze gelbbraun. Bei der Haupt-
vestalis. form vestalJS Fldr. (58 e) sind die Vflgl oben außer einem gelben Streifen am Hrd und der mehr oder weniger
deutlichen Querbmde bis zur Wurzel einfarbig schwärzlich und die Hflgl haben oben eine 7 — 9 mm breite,
nach imien scharf begrenzte schwarze Saumbmde und unten eine gewöhnlich recht deutliche Aveißliche Quer-
stavelia. bhide hmter dem Wurzelteil. Sierra Leone bis Niger. — Bei stavelia iS'«//. {59a) ist der Wurzelteil der Vflgl oben
mehr oder weniger ausgedehnt hellgelb überzogen und das gelbe Wurzelfeld der Hflgl-Oberseite ist nach außen
unscharf begrenzt und sendet gelbliche Strahlen fast bis zum Saume hinaus; auf der Unterseite der Hflgl
fehlt die weißliche Mittelbinde oder ist undeutlich. Kamerun bis Congo-Gebiet.
Die nächst folgenden drei Ai'ten .sind nahe verwandt und dadurch ausgezeichnet, daß die helle Querbinde der Vflgl die
Spitze der ^Nlittelzelle berührt oder zum Teil bedeckt und die Wurzel des Feldes 3 wenigstens beim tj vollständig ausfüllt.
Die Querbinde der Vflgl-Oberseite ist beim cj schmal, 4 — 7 mm breit, fast gerade, gegen den Hrd mehr oder weniger senkrecht
gestellt und braungelb bis rotgelb gefärbt, beim $ stets weiß, breiter mul mehr schief gestellt. Bei den §? haben die Hflgl
eine weiße Mittelbinde oder sind wenigstens in der Mitte etwas aufgehellt: die ?$ sind bedeutend größer als die (J^.
macaria. P. macafiai^. (57' f). Die Flecke in den Feldern 1 b und 2 der Querbinde der Vflgl sind auf der Außen-
seite tief emgeschnitten oder bisweilen ganz gespalten ; die Hflgl oben an der Wurzel bis zur Zellenspitze dunkel-
braun bis s(-hwärzlich, dann mit einer deutlichen h"llgelblichen (rj) oder weißen (9) Mittelbinde. Beim ^ smd
die Vflgl oben im Wurzelteil bis zur Querbinde fast schwarz; die etwa 7 mm breite dunkelgelbe Querbinde ist
darum wurzelwärts scharf begrenzt; sie bildet in der Spitze der Zelle einen unregelmäßigen Fleck, welcher
gewöhnlich einen gerundeten Fleck der Grundfarbe einschließt. Beim 9 füllt die weiße Querbinde der Vflgl
die Wurzel des Feldes 3 vollständig aus und bildet bisweilen auch 1 — 2 Flecke m der Zelle; vom 9 der folgen-
Ausgegaen 12. II. 1913. PLANEMA. Von Dr. C. Aurivillitts. 241
den Art ist sie am besten dadurch zu unterscheiden, daß die weiße Mittelbinde der Hflgl sehr deutUch und gegen
das dunkle Wurzelfeld sehr scharf und geradlinig begrenzt ist. Sierra Leone.
P. macarioides weicht in beiden Geschlechtern von macaria dadurch ab, daß die Hflgl oben bis über
die Mtte hinaus schmutzig gelbbraun sind ohne deutliche Grenze zwischen dem etwas dunkleren Wurzelteil
und der Mittelbmde. Die Querbinde der Vflgl ist beim ^ etwas heller und schmaler als beim ^ von macaria.
— macarioides Auriv. (= rabuma Suff.) (57f, 58 e und 58 f, als umhra $) ist größer und hat beim ^ den Wurzel- wacorioides.
teil der Vflgl wenigstens in der Mittelzelle schwärzlich ; der dunkle Saumteil der Hflgl-Oberseite ist breiter und
deutUcher begrenzt. Kamerun. — hewitsotli Auriv. ist kleiner und weicht im männlichen Geschlecht dadurch hewüsoni.
ab, daß die Wurzel der Vflgl oben bis zur Querbinde hell kastanienbraun ist; die Querbinde grenzt entweder
unmittelbar an die braune Farbe oder wird durch schwärzliche Flecke davon getrennt; die Weibchen dieser
Form sind mir unbekannt. Aschanti.
P. alcinoe weicht von den beiden vorhergehenden Arten dadurch ab, daß die Flecke 1 b und 2 der Quer-
binde der Vflgl auf der Außenseite abgerundet oder quer abgeschnitten sind, selten haben sie beim $ eine
enge strichförmige Spalte ; die Querbinde der Vflgl bedeckt die äußerste Spitze der Hinterecke der Zelle und auch
beim $ gewöhnlich die Wurzel des Feldes 3 ; beim ^ sind die Felder 1 a und 1 b der Vflgl oben im Wurzel-
teil braungelb und diese Farbe geht ohne Grenze m die Querbinde über ; beim $ ist die Mittelbinde der Hflgl
weiß und scharf begrenzt, aicinoe J^Z^r. (57 f) (= godmanni Btlr.). Die dunkle Saumbinde der Hflgl- aZciwoe.
Oberseite ist schmäler, etwa 6 mm breit und nach innen weniger scharf begrenzt; beim ^ ist die Mittelzelle
der Vflgl ganz oder zum größten Teil gelbbraun. Sierra Leone bis Goldküste. — camerunica Auriv. (= salvini camerunica.
Btlr.) (58 e, f.) hat in beiden Geschlechtern eine breitere, 9 — 11 mm breite, und nach innen schärfer begrenzte,
dunkle Saumbinde der Hflgl-Oberseite; beim (J ist die Mittelzelle der Vflgl oben ganz oder zum großen Teil
schwarz. — Rp einfarbig dunkelrot mit schwarzen Dornen und schwarzem Kopfe. Pp hell gefärbt mit schwarzen
Zeichnungen und oben auf Ghed 2 — 5 des Hlbs mit je einem Paar sehr langer, schlanker, schwarzer an der
Wurzel gelbroter und an der Spitze hakenförmig umgebogener Dornen; diejenigen des zweiten Gliedes sind
länger als die übrigen und vorwärts gerichtet, die des fünften Gliedes sind die kürzesten; der Kopf mit zwei aus-
einandergehenden Hörner. Sjöstedt erzog m Kamerun diese Form m Anzahl und dadurch ist die Zusammen-
gehörigkeit der Geschlechter wenigstens hier sicher festgestellt worden; die Stücke zeigen unter sich nur ganz
unbedeutende Abweichungen. Niger bis zum südlichen Congo-Gebiet.
P. umhra Drury (58 i als (J bezeichnet aber sicher ein?) ist eine noch nicht ganz genau bekannte Art, welche umbra.
sich den vorigen eng anschheßt. Sie wurde von Drury nach einem $ aus Sierra Leone beschrieben, bei dem der Wur-
zelteil der Vflgl dunkel gelbbrami ist und die Querbinde völlig fehlt ; auch die Hflgl sind im Wurzelteil bis über die
Mitte hinaus dunkel braungelb mit den gewölmlichen schwarzen Punkten an der Wurzel. Das hier als ,,(?" abge-
bildete $ stimmt also recht genau mit Drurys Figur und Beschreibiuig überein. Eüae andere Weibchenform fas- fasdata.'
ciata n. ab., welche in Kamerun vorkommt, weicht dadurch ab, daß die Wurzel beider Flgl noch dunkler rauchig
braun ist und daß die Vflgl eine weiße, aber sehr schmale und fast in Flecke aufgelöste Querbinde haben; diese
Querbinde tritt oben nur u: den Feldern 2 — 6 auf, ist nur etwa 2 mm breit, bildet in 2 und 3 je zwei freie oder fast
freie dreieckige Flecke und liegt weit hinter der Zellenspitze, so daß die Wurzel der Felder 3 — 6 breit schwarz ist ;
hierdurch weicht dieses $ also völhg von denen der vorigen Ai'ten ab. Ein Stück dieser Form wurde von Professor
Sjöstedt aus der Pp gezogen; die Rp war ganz hellrot, etwas in Violett ziehend, mit schwarzen Dornen ; die Pp
ist weißlich mit schwarzen Zeichnungen imd auf dem Rücken des Hlbs (an Glied 3 — 5) mit drei Paaren langer,
dicker, an der Spitze hakenförmig gebogener Dornen bewaffnet ; dieselben sind an der Wurzel gelbrot und die
beiden letzten sind länger als die übrigen; der Kopf trägt zwei lange auseinandergehende, an der Außenseite mit
einem kleinen Zahn bewaffnete Hörner. — Als (J von umbra wird gewöhnlich eme Form betrachtet, welche der P.
alcinoe sehr ähnlich ist, aber durch bedeutendere Größe, schmälere oder vxudeutliche Querbinde der Vflgl und
schmälere dunkle Saumbinde der Hflgl-Oberseite abweicht; da die Querbinde der Vflgl die Spitze der Mittel-
zelle berührt, die Wurzel des Feldes 3 ausfüllt und ungeteilte Flecke der Felder 1 b und 2 hat, scheint es un-
wahrscheinlich, daß dieses ^ zu einem $, welches m allen diesen Kennzeichen abweicht, gehört.
Alle folgenden Arten haben eine Querbinde der Vflgl, welche hinter der Spitze der Zelle liegt und bei beiden
Geschlechtern die Wm-zel des Feldes 3 frei läßt. Selten berührt die Querbinde die Zelle und füllt die Wurzel des Feldes 3 ganz
oder fast ganz aus ; in diesem Falle aber ist die Binde sehr breit und erreicht den Saum oder den Hinterwinkel, was niemals bei
den früher erwähnten Arten vorkommt.
a. Der Wiu'zelteil der Hflgl-Unterseite rot bis rotbraim oder schwarzbravm, viel dunkler als die helle Mittelbinde imd von
dieser scharf und fast geradlinig begrenzt. Die Diskalpunkte stehen am Außenrd des Wurzelteiles.
P. montana Btlr. (58 d) (J: Vflgl oben schwärzlich mit einer schmalen, nur etwa 5 — 6 mm breiten, montana.
orangegelben Querbinde, welche auf der Innenseite besonders im Felde 3 eingeschnitten ist, die Rippe 2 erreicht
und von einem gewölmlich freien Fleck des Feldes 1 b begleitet wird ; die Hflgl oben an der Wurzel schmal
schwarzbraun, dann mit breiter orangegelber Mittelbinde und scharf begrenzter etwa 6 mm breiter schwärz-
licher Saumbinde ; die Unterseite weicht nur durch etwas blassere Grundfarbe und rotbraunem scharf begrenztem
Wurzelteil der Hflgl ab. Das $ ist größer mit weißer, 8 — 10 mm breiter Querbinde der Vflgl, welche wie beim
XIII 31
242
PLANEMA. Von Dr. C. AtrRiVTLLnjs.
(J auf der Innenseite sowohl in Feld 3 als auch an der Rippe 2 tief eingeschnitten ist, und mit 14 — 15 mm breiter
weißer ^littelbinde der Hflgl; die Saumbinde der Hflgl ist wie beim cJ scharf begrenzt und hat dicke schwarze
meruana. Striche auf den Zwischcnaderfalten. Nyassa-Land bis Britisch Ost -Afrika. — ab. $ meruana RogenJi. Quer-
nicega, bmde der Hflgl rauchig gelblich gefärbt. Meru-Berg. — ab. nicega Snff. weicht dadurch ab, daß die Quer-
binde der Vflgl, beim ^ nur 2,5 — 3 mm breit ist und daß die Mittelbinde der Hflgl beim $ hellgelb statt weiß ist.
Nyassa-Land.
aganice. p. agatlice Heie. (58 d) steht der vorigen Art sehr nahe, hat aber eine schmälere Querbinde der Vflgl
und besonders eine viel schmälere I\Iittelbinde der Hflgl; dieselben sind beim ^J weißgelb oder weiß, beim $
weiß ; die Querbinde der Vflgl ist beim ^ oft fast in Flecke aufgelöst und der Fleck im Felde 1 b sehr klein
oder fehlend; die Grundfarbe ist bei reinen Stücken fast schwarz und die scharf begrenzte Saumbinde der Hflgl
ist bei beiden Geschlechtern 9 — 11 mm breit; die Wurzel der Hflgl ist oben fast schwarz, unten dunkelbraun;
die Geschlechter weichen also nur wenig von einander ab. — Rp m eißlich-grün mit langen gelblichen Domen,
gelbbraunem Kopfe, und blauen Punkten auf dem Rücken und an den Seiten. Pp weißgrüii mit vier Paaren
langer hellroter Rückendornen wie bei camerunica und auseinandergehenden Hörnchen am Kopfe. Diese Art ist die
einzige in Süd-Afrika einheimische Planema und ist vom Kaffernlande bis Zambesi verbreitet; in Ost -Afrika
wird sie von P. montana, welche AvahrschcLnlich nur eine Rasse derselben ist, vertreten.
scaliviHaia. P. scalivittata Btlr. (58 d) ist der aganice sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die schmale
weiße QuerbLnde der Vflgl aus zwei breit getrennten Teilen besteht ; der eine Teil liegt an der Mitte des Vrds und
besteht aus 5 kleinen Flecken der Felder 4 — 6, 10 und 11; der andere Teil besteht nur aus zwei Flecken der
Felder 2 und 3, welche senkrecht gegen den Hrd stehen und nur 2 — 4 mm vom Saume entfernt sind; die bei-
den Abteilungen der Querbinde sind also an der Rippe 4 etwa 3 mm von einander entfernt. Nyassa-Land.
Uopoldina. P. leopoldlna Axiriv. (59 c)stimmt mit den drei letztgenannten Arten darin überein, daß die Querbinde der
Vflgl beim q de" Hrf^ nicht erreicht, weicht aber dadurch ab, daß dieselbe 6 — 7 mm breit und ganz zusammen-
hängend ist und an den Rippen 2 und 3 den Saum fast erreicht ; die Querbinde ist hell orangegelb und die Flecke
der Felder 2 und 3 sind breit kegelförmig nach außen etwas ausgerandet und wurzelwärts abgerundet ; die Grund-
farbe der Ober.seite ist schwärzlich und die Hflgl haben eine in der Mitte etwa 10 mm breite nach innen gerad-
linig nach außen etwas bauchig abgerundete Mittelbmde, welche oben weißgelb unten aber weißlich ist; die
dunkle Saumbinde ist etwa 7 mm breit und scharf begrenzt. Das ? ist mir nicht bekannt. Congo-Gebiet
bei Leopold ville.
macroslicha. P. macfosticha Baker ist mir unbekannt, soll aber nach gütiger Mitteilung Dr. Jordaxs der P. leo-
poldlna ähnlich sem. Die Originalbeschreibung lautet: (J: Beide Flgl schwarzbraun, gelblich rehbraun; Vflgl
mit dem Wurzelteil bis zur Zellenspitze schwarz und mit einem schwarzen Fleck im Winkel zw ischen den Rippen
3 und 4; eine breite gelblich rchfarbige Querbinde vom Vrd bis zum Saume an der Rippe 3 und dann bis zur
Rippe 1 ; Flglspitze bis hinter der Rippe 3 schwarzbraun. Hflgl an der Wurzel, aber nicht bis zur Spitze der Zelle
rußbraun ; eine breite hell gelblich braune Mittelbinde, welche den Anah\inkel erreicht und von den schwarzen
Rippen und Strichen an den Falten durchgesetzt wii-d; Saumbinde breit schwarzbraun an der Flglspitze, all-
mählich schmäler gegen den Analwinkel. Hflgl unten an der Wurzel rötlich mit 2 — 3 Wurzelpunkten, 4 Punkten
in einer Qucrlinie in der Mitte und außerhalb dieser einer unregelmäßig gebogenen Reihe von 8 Punkten, von
denen die in 5 und 6 mehr saumwärts stehen ; die Mittelbinde ist weißlich und nicht halb so breit wie die gelbe
Mittelbinde der Oberseite; der Saumteil sehr breit braungrau. Flglspannung 80 mm. Congo-Gebiet: Makala.
P. quadricolor ist leicht daran kenntlich, daß die Wurzelhälfte der Vflgl oben lebhaft kastanienbraun
und durch cme unregelmäßig gebrochene Linie der schwarzen Grundfarbe von der lebhaft orangegelben Quer-
binde getrennt ist. Die Querbinde erreicht den Hrd oder wenigstens die Rippe 1 und an der Rippe 2 fast den
Saum. Die Hflgl haben eine scharf begrenzte, schmale (4 — 6 mm breite) weiße oder hellgelbe Mittelbinde. Die
q%mdric»lor. Spitze der Vflgl und die 8 — 10 mm breite Saumbinde der Hflgl sind fast rein schwarz. — quadricolor Rogenh.
(58 c). Die orangegelbe Querbinde der Vflgl ist m Feld 3 etwa 4 mm breit und läßt einen bedeutenden Teil der
leptü. Wurzel des Feldes 3 frei. Die Mittelbinde der Hflgl bei beiden Geschlechtem weiß. Deutsch Ost-Afrika. — leptis
Jord. (59d). Die Querbmde der Vflgl im Felde 3 nur 2mm breit, nach hinten undeutlich oder in Flecke aufgelöst ;
laiifasciata. Mittelbinde der Hflgl weiß. Brit. Ost-Afrika: Nairobi. — latifasciata E. SJiarpe (58 d). Die Querbinde der
Vflgl ist in Feld 3 6 — 8 min breit und läßt nur einen sehr kleinen Teil der Wurzel des Feldes 3 frei ; die mnerc
schwarze Begrenzung der Querbinde ist sehr schmal und die Mittelbindc der Hflgl-Oberseite ist beim ^ hell-
itumbana. gelb, beim $ weiß. Ruwenzori und Uganda bis Elgon Berg. — itumbana Jord. Die Querbinde der Vflgl
ist noch breiter als bei latifasciata; beim ^ etwa 9 mm breit; die Mittelbinde der Hflgl weiß. Deutsch Ost-
Afrika: Itumba.
adrasta. P. adrasta Weym. (= haydni Suff.) (57 f). Die Flgl sind oben schwärzhch und haben cme etwa 10 mm
breite Querbinde der Vflgl, welche beim ^ hell ockergelb, beim 9 weiß ist und auf der Innenseite vom Vrd
bis zur Rippe 2 fast gerade abgeschnitten ist und bisweilen an der Rippe 2 endet ; dieselbe ist auf der Außen-
seite in den Feldern 2 und 3 eingeschnitten und erreicht an den Rippen 2 und 3 den Saum. Die Hflgl haben
PLAXEiU. Von Dr. C. Atjbivilijus. 243
eine scharf begrenzte, sehr breite ( 12 — 13 mm) Mittelbinde, welche nach innen den Anfang der Rippe 2 und 5
erreicht und beim ^ oben hellgelb, unten weiß, beim 5 auf beiden Seiten weiß ißt; die dunkle Saumbinde ist
etwa 6 mm breit und scharf begrenzt : die dunklen Striche der Falten treten nur wenig in die Binde hinein.
Die Art ist etwas kleiner als die folgenden und besonders durch die breit abgerundeten Vflgl und den kleinen,
oben schwarzbraunen, unten rotbraunen bis rötlichen Wurzelteil der Hflgl ausgezeichnet. Deutsch Ost -Afrika:
Daressalaam bis Usambara. — pancalis Jord. hat die Querbinde der Vflgl und die 3Iittelbinde der Hflgl noch panoa/is.
breiter und diese ist bis zum Hrd zusammenhängend. Tanganjika.
P. formosa Btlr. (59 b) ist eine wenig bekannte, der folgenden sehr ähnliche Art ; sie weicht von dieser fomwsa.
dadurch ab, daß die Querbinde der Vflgl gegen den Vrd verschmälert ist und eine an der Eippe 4 winkehg
gebrochene Außenseite hat und daß die weiße Mittelbinde der Hflgl schmäler ist ; die Querbinde der Vflgl beim
(J orangegelb, beim £ weiß. Kamerun bis Congo.
P. poggei Dew. (58 d). Die Geschlechter sind ähnlich gefärbt und gezeichnet; die Grundfarbe der vggei.
Oberseite Lst fast schwarz, die Querbinde der Vflgl ist hell or? . 10 — 1.5 mm breit, auf der Außenseite
mehr oder weniger bauchig gebogen und wTurzelwärts schief aL_. „—tten so, daß die innere Grenzlinie fast
senkrecht gegen den Vrd steht: ihr Fleck im Felde 2 ist schief abgeschnitten und erreicht fast die Wurzel
der Rippe 3; in der Wurzel des Feldes 3 ein kleiner abgerundeter schwc - ,^ erreicht
den Hrd und in den Feldern la — 2 gewöhnlich auch den Saum ; die Mittelbin li begrenzt
und 8 — 10 mm breit ; die scharf hervortretende schwarze Saumbinde ist demnach 6 — 10 mm breit ; das Wurzel-
feld der Elflgl-Unterseite ist tief rotbraun. Angola bis Kiwu-See. — nekoni Sm " ' adxireh ab, daß die nelsoni.
Querbinde der Vflgl nach hinten (in den Feldern la und Ib) verschmälert a _ -3i2r eingeschnitten
ist. Congo-Gebiet bis Uganda.
P. macarista iT. iSÄarpe. (59b,d). Dasoistdemo vonpo^yeiähnhc-h, weicht aber dadurch ab, daß die Quer- nwoarisio.
binde der Vilgi fast gleich breit, schmäler und mehr senkrf ' i den Ird gei ' ' ' : dazu kommt, daß sie
den Saum nicht erreicht, die schwarze Grundfarbe der Fl^. -tzt sich da: zum Hinterwinkel fort:
die weiße IMittelbinde der Hflgl ist breiter als beim poggei- £ und die dunkle Saum binde dem entsprechend schmä-
ler. Beim x ist die Querbinde der Vflgl weiß und endet an der Rippe 2; ihre Flecke der Felder 2 und 3
sind wurzelwärts schief und fast gerade abgeschnitten. Kamerun bis Congo-Gebiet und Uganda. — ab. pla- plagioeda.
gioscia Baker weicht nur dadiu-ch ab, daß die Querbinde der Vflgl nach außen tiefer eingeschnitten ist. Congo:
Beni-Mawambe. — ab. ^ latef asciata 5m//. (59 c) hat eine etwas breitere Querbinde der Vflgl, welche die Wurzel Icdejaaeiala.
des Feldes 3 vöUig ausfüllt. Kamerun. — ab. ^ moforsa Suff, hat eine braungelbe 3Iittelbinde der Hflgl- moform.
Oberseite, welche nur am Ird im Felde la weiß ist. Congo-Gebiet: Mukenge. — ab. S vendita Grünb. Die tetxdUa
Mittelbinde der Hflgl-Oberseite ist schmäler, im Felde 2 nur 5 mm br^it und am Vrd bis zur Rippe 5 gelb. Sesse-
lnsein.
P. obliqua ep. nor. q. Flgl oben schwärzlich: Vflgl mit einer hell orangegelben Querbinde, welche oUiqua.
etwas außerhalb der Mitte des Vrdß anfängt, überall etwa 7 mm breit ist und am Hinterwinkel den Hrd er-
reicht ; sie Lst in den Feldern 4 — 6 auf der Innenseite abgerundet und berührt die äußerste hintere Spitze der Zelle,
isst dann in den Feldern 3 und 2 wurzelwärts schief und fast ganz geradliriig abgeschnitten und erreicht dadurch
die Rippe 2 außerhalb ihrer Mitte, mehr als die Wiirz^lhälfte des Feldes 2 ist darum schwarz und das Feld
3 hat einen großen dreieckigen schwarzen Fleck an der Wurzel; der orangegelbe Fleck des Feldes 2 erreicht
den Saum und ist etwa 8 mm lang, in la und Ib tritt die Binde mehr als in 2 wurzelwärts hervor; die
Hflgl haben auf beiden Seiten eine weiße, nach innen scharf und geradlinig, nach außen weniger scharf begrenzte
-Mittelbinde, welche am Vrd etwa 4 mm und am Ird 6 mm breit ist; Wurzelfeld oben schwarz umten lebhaft
rotbraun. 2 mir unbekannt. Die Art ist mit poggei, formosa und tnacarista nahe verwandt, wenn aber die
Form der Querbinde der Vflgl bei diesen Arten, wie allgemein angenommen wird, ' "ist, muß das oben
beschriebene 5 eine selbständige Art sein, welche sofort durch die Lage und Form . binde der Vflgl in
den Feldern 2 und 3 zu erkeimen ist. Fongo Ttmga.
P. entalis Jord. wurde nach einem einzigen ^ beschrieben und soll kleiner als poggei und pseudeuryta eräalis.
sein. Saum der Vflgl mehr ausgerandet: die Querbinde fa«t wie bei / ' - der Rippe 4 mehr saum-
wärt s ausgezogen und auf der Außenseite mit drei scharfen Einschni: . den Pvippen 1 und 4 wie
bei pseudeuryta : die Querbinde ebenso breit am Hrd wie am Vrd und auf der Innenseite ähnhch wie bei poggei
gebogen. Die Mittelbinde der Hflgl-Oberseite schmutzig weiß, bräunlich, ni - r 'ich angeflogen, nach außen
ganz aUmählich in die schwarze Saumbinde übergehend; Wurzelfeld der - ^ ..erseite wie bei poggei und
die Mittelbinde dort weiß. Angola.
F. pseudeurjta Godtn. u. Salv. (= dewitzi Stgr.); (58 c). Diese Art ist Gegenstand einer bedauerlichen pseudeu-
Verwechslung gewesen. Bei Beschreibtmg ihrer Art sagen Godmax und Salve» ausdrücklich, daß das Exem- "T^-
plar von Dr. SiArDESGEB als pseudeuryta n. sp. bezeichnet wurde. In „Iris" (Band 9, p. 210) schreibt aber SiAr-
orsGEB, daß er die Acraea excisa Buil. in ziemlicher Anzahl vom Kamerun- und Gabun-Gebiet erhielt und
früher als Acr. pseudeuryta in Htt. versandte. Daher kommt 'r- a- ■"■• ich in meiner Arbeit „Rhopalocera Aethiopi-
•2U PLANE>L\. Von Dr. C. AuBivnxnjs.
c&" P.excisa nrxA'pseudeurytaaXs dieselbe Art betrachtete. Jetzt hat aber Dr. Jordan, der wohl die Type von
pseudeuryta untersucht hat, nachgewiesen, daß pseudeuri/ta Godm. u. Salv. mit deiritzi Stffr., und nicht mit
excisa identL^ch ist. ST.\n)rs'GER muß demnach früher deintzi und excisa mit einander verwechselt haben.
Die ^^ sind auch tatsächlich oben einander sehr ähnlich, wie ein Blick auf die Figuren (58 c) sofort zeigt.
unterscheiden sich aber sehr leicht dadurch, daß der Wurzelteil der Hflgl bei pseudeuryta unten dunkelbraun
und nach außen von einer weißlichen Mittelbinde begrenzt ist, während bei excisa die ganze Unterseite fast
dieselbe eintönig hell braungelbe Grundfarbe hat und die ilittelbinde entbehrt. — o^ ^"Agl oben schwarz-
braun mit fast gleichbreiter orangegelber Querbinde, welche den Hrd, kaum aber den Saum erreicht und auf
der Innenseite in den Feldern Ib und 3 durch die dunkle Grundfarbe ausgerandet wird; die Flecke der Felder
Ib — 3 sind saumwärts dreieckig eingeschnitten. Die Hflgl sind oben braungelb mit schmaler, 3 — i mm
breiter, unscharf begrenzter schwärzlicher Saumbinde und mehr oder weniger verdimkeltem Wurzelfeld; die
Unterseite der Hflgl hat ein dunkelbraunes Wurzelfeld und eine 5 — 7 mm breite, weißliche Mittelbinde, welche
gegen den Vrd allmählich schmäler wird. Die Unterseite der Vflgl weicht nur durch die hellere imd mattere
anjTuZa/a. Querbinde von der Oberseite ab. Das ? ist mir unbekannt. Congo-Gebiet und Angola. — angulata .S'«//. (59 b)
scheint nach der Beschreibung nur durch die am Analwinkel schmälere Saum binde und die in dt r Mitte weißliche
Mittelbinde der Hflgl-Oberseite von pseudeuryta abzuweichen und gehört vielleicht besser zu macarista. Südli-
ches Congo-Gebiet bei Mukenge.
indentaia. P. indentata Btlr. (59 e) ist der P. excisa ähnlich. ^ Querbinde der Vflgl schmäler als bei excisa o ; Hllgl
oben denen von macaria ähnlich, aber heller mit breiter, hell gelblicher bis hellbraimer Mittelbinde. $: Quer-
binde der Vflgl weiß ; Mittelbinde der Hflgl weiß oder schwach gelblich, schmäler als bei excisa v, auch unten
deutlich imd ^\-urzelwärts recht scharf begrenzt, schmäler als der duinkle Saum. Kamerun bis Angola.
b. Die Hflgl xmten nicht oder kaum dunkler ax\ der Wurzel als in der Mitte und jedenfalls ohne scharf begrenzt es Wurzel-
feld und ohne helle Mittelbinde. Durch dieses Kennzeichen und die demnach eintönige oder fast eintönige braun-
gelbe bis weiüliche Grtmdfarbe der Hflgl-Unterseite können die Arten dieser Abteilung sofort von denen der Abteilune
a. unterschieden werden.
exdaa. P. excisa 5//r. (58 c) 3. Die Unterschiede zwischen dieser Art und pseurfeiiry^a sind schon oben hervor-
gehoben worden. Die orangegelbe Querbinde der Vflgl ist fast gleichbreit, S — 10 mm breit und überall vom
Saume getreimt ; sie ist am Hrd wtu-zelwärts verlängert und gewöhnlich auch auf der Innenseite von gelben
Schuppen an beiden Seiten der Rippe 2 begleitet. Die Hflgl sind oben bis nahe an die Wurzel braungelb mit
freien schwarzen Punkten im Wurzelteil, schwarzen Rippen, schwarzer etwa 3 mm breiter, scharf begrenzter
Saumbinde und in der Saumhälfte mit dicken schwarzen Strichen auf den Zwischenaderf alten. Die Vtlgl unten
wie oben, nur etwas heller gefärbt. Die Hflgl unten bis zum Saume gelbbravm, an der Wurzel ein wenig dunkler
imd mehr rötlieh ; die Wurzelpimkte scharf hervortretend ; die Rippen und die Zwischenaderstriche schwarz
wie oben. Das $ ist bedeutend größer und hat eine weiße im Felde Ib unterbrochene Querbinde der Vtlgl
und eine gelblich weiße Grundfarbe der Hflgloberseite ; die dunkle Saumbinde derselben ist etwas breiter imd
weniger scharf begrenzt ; die Unterseite der Hflgl ist hell rauchbraun, etwas dunkler am Saume und ein wenig
mehr gelblich an der Wurzel. Kameiun bis Congo- (Gebiet.
dongata. P. elongata Btlr. (58 b, c) ist eine leicht kenntliche Art mit fa.st ähnlich gezeichneten Geschlechtem.
Beim o ist die Grundfarbe oben dunkel schwarzbraun mit einer nur etwa 4 mm breiten, braungelben Querbinde,
welche den Hrd erreicht und nur wenig gebogen ist ; ihre Flecke sind auf der Außenseite ziemlich tief gespalten.
Die Hflofl sind im Wurzelteil fast bis zur Mitte dunkel schwarzbraun imd haben dann eine nach vom verschmä-
lerte an der Rippe 2 etwa 10 mm breite rotbraune Querbinde, welche vollständig durch die schwarzen Rippen
und Striche zwischen den Rippen durchzogen ist ; die schwarze Saumbinde ist scharf begrenzt, an der Flgl-
spitze aber nur 2 mm breit und nach hinten allmählich verjüngt ; die Unterseite der Hflgl i.«t eintönig rauchbraun
und die schwarzen Striche erreichen auch hier fast die Mittelzelle. Das ^ weicht nur dadurch ab, daß die Quer-
binde der Vflgl etwas breiter und viel heller ist. Kamerun bis Congo.
P. consanguinea weicht von den vorhergehenden dadurch ab, daß die Vflgl oben im Wurzelteil mehr
oder weniger hell gefärbt sind, daß die helle Querbinde mehr schief liegt, hinter der Rippe 2 verschmälert
oder undeutlich ist und durch eine dunkle Querbinde der Grundfarbe vom hellen Wurzelteil getrennt ist und
dadurch, daß die Hflgl oben an der Wurzel nicht verdunkelt sind. Die schwarzen Striche der Hflgl sind lang imd
erreichen wenigstens die Mitte. Die Saumbinde der Hflgl-Oberseite ist scharf begrenzt und fast wie bei elongata
oonsttngui- gebildet. — consanguinea Auriv. (58 b). Die Vflgl oben im Wurzelteil bis zur Rippe 3 kastanienbraun mit oder
"**'• ohne schwarzen Längsstrich in der Zelle ; die Querbinde und die Oberseite der Hflgl gelbbraun ; die Unterseite
der Hflgl gelblich grau an der Wurzel mehr oder weniger rotbraun. Das $ ist größer imd heller gefärbt
intermedia, und hat eine breitere, hellgelbe Querbinde der Vflgl. Niger bis Congo. — ab. intermedia Auriv. weicht
sartina. nur dadurch ab, daß die ganze Mittelzelle der Vflgl schwarz ist. Congo-G*biet. — sartina Jord. scheint die
nordwestliche Rasse zu sein. Bisher ist nur das $ bekannt ; es weicht vom v der Hauptform dadurch ab, daß
die Querbinde der Vtlgl ebenso dunkel wie beim cj ist und näher an der Wurzel verläuft; die Saumbinde
der Htli^l ist breiter und die Grundfarbe heller; auf der Unterseite ist die Wurzel dunkler braun und die Grimd-
aJbieolor. färbe heller. Goldküste. — Bei albicolor Karsch; (= arenaria E. Sharpe) {öle, 58 b) ist die Querbinde der Vflgl
PLANEMA. Von Dr. 0. Aurivilliüs. 246
weiß und die Partien der Oberseite, welche bei der Hauptform rotbraun bis gelbbraun sind, schmutzig sandgelb
(cj) oder weiß ($); die Hflgl sind unten bis zur Wurzel hellgrau bis weiß. Uganda.
P. epiprotea Btlr. (58 b) zeichnet sich dadurch aus, daß die Querbmde der Vflgl weit hinter der Zellen- epiprotea.
spitze liegt und eher als eine Subapical- als eine Mittelbüide betrachtet werden kann; sie ist gerade, gegen den
Hrd gerichtet und nach hinten von der Rippe 3 begrenzt, beim J rauchgc4b und 4 mm breit, beim $ weiß und
7 mm breit; beim ,^ ist der Wurzelteil der Vflgl bis zur Rippe 3 rauchbraun, beim ? aber schwarzbraun
mit einem kleinen weißen Hrdfleck, welcher nur die Falte des Feldes 1 b erreicht, sich aber auf den Hflgln als
eine undeutliche Mittelbüide bis zur Rippe 2 oder 3 fortsetzt. Beim c? sind die Hflgl oben rauchbraun,
etwas dunkler gegen den Saum. Die Unterseite der Hflgl ist bei beiden Greschlechtern bis zur Wurzel rauchgrau.
Kiger bis Cougo.
Zweite Gruppe.
Die Vflgl unten an der Wurzel des Vrds in Feld 12 mit einem kloinen, viereckigen, weißen, auf beiden Seiten schwarz
begrenzten Fleck und oben nüt einem großen die Rippe 3, nicht aber die Wurzel, erreichenden, scharf begrenzten, hellen Hrd-
fleck. Die Vflgl außerdem nüt einer schief gsstellten Subapicalbinde, welche fast in der Mitte zwischen dem Zellende und der
Flglspitze liegt, gegen die JNIitte des Hrds gerichtet ist und aus 5 — 6 Flecken der Felder 3 — 6, (9) und 10 besteht. Durch die Zeich-
nung sind die Arten dieser Gruppe von allen vorhergehenden sofort zu unterscheiden.
P. schubotzi Grünb. (J. Körper wie bei P. tellus; Vflgl-Oberseite schwarz, Subapicalbinde in Feld 5 schuboUi.
5 mm breit, weiß mit gelblichem Anflug; Hrdfleck wie bei tellus, lebhaft ockergelb, au der Rippe 2 11 mm, am
Hrd 16,5 mm breit; Hflgl lebhaft ockergelb, die schwarze Saumbinde sehr schmal, an der Spitze nur 2 — 3 mm
breit und kaum bis zur Rippe 3 reichend; die schwarzen Wurzelf lecke der Unterseite schwach durchschei-
nend, die schwarzen Rippen und Zwischenstreifen schmal. Unterseite der Vflgl schwarz, Subapicalbinde weiß,
Spitze und Saum bis vor dem Hinterwinkel mit ockergelben Schuppen bestreut ; Hflgl unten mit ganz eintöniger
ockergelber Grundfarbe ohne Saumbinde. Beim $ sind die Subapicalbinde und der Hrdfleck der Vflgl auf bei-
den Seiten rein weiß, die Subapicalbinde ist in Feld 5 8 mm breit und der Hrdfleck hinten nicht erweitert,
an der Rippe 2 mid am Hrd 11,5 mm breit und am Hrd jederseits schwach ockergelb gesäumt; die Hflgl
wie beim (J, die Saumbinde aber breiter, an der Spitze 3,5 mm breit und bis zur Rippe 2 reichend; auch die
Unterseite fast ganz wie beim (J. Im Innern des Congo-Gebietes.
P. tellus Auriv. (58 a). Der Hrdfleck der Vflgl ist breit, nach hinten sehr erweitert, am Hrd etwa 13 mm iellm.
breit und bedeckt darum weit mehr als die Hälfte des Hrds und erfüllt auch vollständig den innersten Teil des
Feldes 2; die schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite ist an der Flglspitze etwa 4 mm breit, wird nach hin-
ten allmählich schmäler, erreicht aber den Analwinkel; die Subapicalbinde der Vflgl auf der Außenseite an der
Rippe 4 ohne scharfen Absatz. Bei der Hauptform ist die Grimdfarbe der Hflgl und der Hrdfleck der Vflgl
orangegelb und die Subapicalbinde der Vflgl etwas heller gelb und in Feld 5 beim (J 5, beim $ 7 mm
breit; ?? mit weißen Zeichnungen kommen selten vor. Beim <^ ist die Mittelzelle der Vflgl oft auf beiden
Seiten mehr oder weniger orangegelb ausgefüllt. Kamerun bis Congo. — ab. q lustella Siiff. weicht dadurch lustella.
ab, daß die Subapicalbinde der Vflgl mit dem Hrdfleck vereinigt ist. — eumelis Jorrf. (= platyxantha Jord.) {59a,) eumelis.
ist eine östliche Rasse, bei der die Subapicalbmde der Vflgl etwas breiter und der Hrdfleck kleiner ist; die
Saumbinde der Hflgl ist schmäler und die orangegelben Teile heller als bei der Hauptform. Toro und Uganda.
P. epitellus Stgr. steht m vielen Beziehmigen zwischen tellus und epaea, dürfte aber mit dieser näher spUellua.
verwandt sein. Die braune Subapicalbinde der Vflgl ist wie bei epaea gebildet, indem der Fleck im Felde 3 näher
am Saume und fast ganz frei liegt; der Hrdfleck ist dagegen noch etwas größer und breiter als bei tellus; die
schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite ist gleichbreit und erreicht den Ird ; die Unterseite der Hflgl ist nicht
gelbbraun sondern schmutzig braungrau und hat vor den Fransen eine schmale weißliche Saumlinie, welche
bei den verwandten Arten völlig fehlt. Deutsch Ost-Afrika.
P. epaea zeichnet sich dadurch aus, daß der Hrdfleck der Vflgl schmal und ziemlich gleichbreit, am
Hrd nicht oder kaum breiter als die Hälfte des Hrds ist und die Wurzel des Feldes 2 nicht ausfüllt, daß die
schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite beim ^ am Vorderwmkel plötzhch sehr erweitert, beim $ aber
oft sehr breit ist. Auf der Unterseite der Hflgl ist das Wurzelfeld lebhafter rotgelb als der übrige Teil des
Flgls. — epaea Cr. (58 a) S- Grundfarbe der Hflgl-Oberseite, Hrdfleck und Subapicalbinde der Vflgl gelb- epaea.
braun; die Hflgl unten im Saumteil mehr oder weniger braimgrau überzogen und in der Mitte etwas aufge-
hellt; ?: Subapicalbinde und Hrdfleck der Vflgl sowie eine 7 mm breite Mittelbüide der Hflgl, welche eine
Fortsetzung des Hrdfleckes der Vflgl bildet, weiß ; die ganze Saumhälfte der Hflgl dagegen auf beiden Seiten
schwarzgrau mit schwarzen Rippen und Strichen. Senegambien bis Angola und oberem Congo. — ab. $
lutosa Suff, ist eine Weibchenform, welche dadurch abweicht, daß die weißen Zeichnungen des typischen $ lutosa.
hell lehmgelb süid und daß die dunkle Saumhälfte der Hflgl-Oberseite in semem inneren Teil breit hellbraun
bis dunkel gelbbraun oder olivenbraun ist; der rein schwarze äußere Teü der Saumhälfte erhält hierdurch
fast dieselbe Form wie beim <J. Kamerun bis Congo. — insularis Auriv. ist eine Rasse, bei welcher das ^ insularia.
246 ACRAEA. Von Dr. C. AuBiviLLnJs.
sich von der Hauptform nur dadurch unterscheidet, daß die Subapicalbinde der Vflgl oben weißlich gelb und
unten weiß ist; beim $ ist die Subapicalbinde der Vflgl rein weiß, der Hrdfleck der Vflgl und die Hflgl aber
ganz wie beim (J gefärbt und gezeichnet; die Wurzel der Hflgl-Unterscite ist hellgelb statt rotgelb. Insel
melina. Fernando Po. — melina Tlmr. is., nur im männlichen Geschlecht bekannt; die hellen Zeichnungen der Oberseite
sind matt ockergelb und der Hrdfleck der Vflgl hat eine andere Form, indem seme Innenseite völlig parallel
mit dem Vrd des Flgls verläuft und ausgezogen die Flglspitze schneiden sollte; dazu kommt, daß die Außen-
seite des Hrdfleckes von zwei gerade Linien begrenzt ist und einen deutlichen Winkel bildet. Nyassaland.
kimtana. — kivuana Jo7-d. (S : I>ie Zeichnungen der Vflgl fast so groß wie bei der Hauptform, aber die Subapicalbmde hell
rahmfarbig und der Hrdfleck hell ledergelb; die Hflgl vor der Mitte mit einer schmalen, gelblich weißen, nach
außen unscharf begrenzten Querbinde; alle Zeichimngen unten gelblich weiß. $: Alle Zeichnungen rein weiß;
die Subapicalbinde der Vflgl schmäler als bei der Hauptform; die Querbinde der Hflgl auch schmäler und
jjaragea. schärfer begrenzt. Insel Kwidguei im Kiwu-See. — farage&Sm. (59 c) ist dadurch ausgezeichnet, daß die Zeichnun-
gen sehr schmal und auch beim ^ weiß sind; die Subapicalbinde der Vflgl ist nur 1 — 2 mm breit und oft fast
in Flecke aufgelöst ; der Hrdfleck ist etwa 3 mm breit und bisweilen am Hrd undeutlich oder verschwunden ;
angusii- die Querbinde der Hflgl ist 5 mm breit, scharf (oder unscharf = angustifasciataö/-«/i6.) begrenzt und überragt
fasdaia. nicht oder kaum die Spitze der Mittelzelle. Uganda und Sesse-Inseln. — homochroa Jord. (59e). Beide Geschlech-
ti'mochroa. ^^^ ähnUch gefärbt und gezeichnet und mit dem (J der Hauptform überemstimmend. Die orangegelbe Farbe
der Oberseite ist etwas heller als bei der Hauptform und die dunkle Saumbinde der Hflgl-Oberseite ist viel
schmäler und hört schon an der Mitte des Hrds auf. Abessinien.
2. Gattung: Aeraea F
Die Gattung Acraea ist die artenreichste aller äthiopischen Tagfaltergattungen und ist fast überall in
der Region vertreten. Außerhalb Afrikas kommen nur wenige Arten in Süd-Asien und Australien vor. Der
Formenreichtum der Gattung w ird noch dadurch erhöht, daß die Mehrzahl der Arten zahheiche Rassen und Zeit-
formen entwickelt haben.
Die Unterschiede zwischen .4 craea und Planema sind schon oben S. 239 angegeben. Es ist noch hinzuzu-
fügen, daß die Puppen der Acraeen unbewaffnet sind oder nur kleine Höckerchen auf dem Rücken des Hlbs
haben. Die Raupen weichen im Körperbau und Anordnung der Dornen nicht von denen der Gattung Planema ab.
Bei der Mehrzahl der ^craea-Arten kommen auf beiden Flgln schwarze Punkte oder runde Flecke auf
hellem Grunde vor. Die Anzahl und Anordnung dieser Punkte smd für die Bestimmung der Arten und Arten-
gruppen von großer Bedeutung. Ich liefere darum hier eine allgemeine Uebersicht derselben. Sie können
m Wurzelpunkte, Mittelpunkte, Discalpunkte und Submarginalpunkte eingeteilt werden.
Die Wurzelpunkte kommen nur in den Mittelzellen inid in den Feldern 1 a, 1 b und 11 der Vflgl
und den Feldern 1 a — 1 c, 7 und 8 der Hflgl vor; in 1 b der Vflgl stehen sie vor dem Ursprung der Rippe 2 und
in 1 1 vor dem Ursprung der Rippe 11; im Felde 7 der Hflgl nahe an der Wurzel des Feldes und im Feld 8 vor
der Präcostalrippe.
Die Mittelpunkte liegen an oder auf den Discocellularrippen und suid oft zu emem Querstrich
oder Querfleck am Ende der Zelle vereinigt.
Die Discalpunkte bilden gewöhnlich di^.ht hinter der Spitze der Mittelzelle eine oft sehr unregel-
mäßige Querreihe vom Hrd (Ird) bis zum Vrd beider Flgl und können durch je einem Punkte m den Feldern
1 a — 1 1 der Vflgl und den Feldern 1 a — 7 der Hflgl bestehen. Einzelne Punkte fehlen oft und die gegenseitige
Anordnung derselben ist von großer systematischer Bedeutung.
Die Submarginalpunkte bilden eme gewöhnlich regelmäßige und mit dem Saume gleichlau-
fende Bogenreihe zwischen den Discalpunkten vmd dem Saume und können in den Feldern 1 b — 8 der Vflgl und
1 b — 7 der Hflgl auftreten. Sie fehlen bei vielen Arten völlig.
Die $$ besitzen nach der Paarung am Ende des Hlbs auf der Unterseite ein Anhängsel, welches bei
verschiedenen Arten ganz verschieden gebildet ist und darum als Kennzeichen der Arten benutzt werden kann.
Dieses Anhängsel eriimert an die Tasche der Panmssius-'^'^ und wird wahrscheinlich auch in ähnlicher AVeise
(durch ein vom (J bei der Kopulation abgesondertes Sekret, welches in der Luft hart wird) gebildet. Obgleich
die ?? durch diese Anhängsel leicht unterschieden werden können, sind letztere bei den einzelnen Arten hier
nicht beschrieben worden, weil eine Beschreibung derselben ohne Figuren kaum zu deuten wäre.
Die Gattung ist sehr homogen und alle Versuche, dieselbe in mehrere Gattungen zu zersplittern, haben
sich darum als verfehlt erwiesen *). Nach der Zeichnung können dagegen die Arten in drei scharf getrennte
Gruppen eingeteilt werden.
Uebersicht der Artengruppen.
i I. Die Hflgl wenigstens unten mit schwarzen Punkten. Die Rippen 6 und 7 der Hflgl nie gestielt.
*) IT. Ei.TRixGHAM hat soeben iii Trans. Eut. Soc. london 1912 eine sehr verdienstvolle Monographie der Gat-
tung vei-Offeiitliclil. Wii- haben uns erlaubt, hier einige seiner Figuren wiederzugeben.
ACRAEA. Von Dr. C. Attrivilutjs. 247
A. Die Hflgl unten am Saume in der Mitte jedes Feldes mit einem einfachen schwarzen Längsstriche
auf der Längsfalte ; selten am Saume fast glashell, so daß die Striche höchstens in den Feldern Ib und 2
sichtbar sind; die Vflgl jedoch in diesem Falle mit breiten dunklen Querzeichnungen.
Erste Gruppe.
B. Die Hflgl unten am Saume ohne schwarze Längsstriche auf den Falten zwischen den Rippen.
Zweite Gruppe.
IL Die Hflgl auf beiden Seiten ohne schwarze Punkte. Die Rippen 6 und 7 der Hflgl bisweilen gestielt.
Dritte Gruppe.
Erste Gruppe.
Durch die schwarzea, mit den dunklen Kippen abwechselnden Längsstriche am Saume auf der Unterseite der Hflgl
und oft auch der Vflgl schließen sich die Arten dieser Gruppe in der Zeichnung den Ptewema- Arten an. Einige Arten wurden dar-
um auch früher unrichtig zu Planema gestellt. Die einfachen hellen Saumflecke zwischen den Rippen auf der Unterseite
der Hflgl, welche bei fast allen Arten der zweiten Gruppe vorkommen, fehlen dagegen stets in dieser Gruppe völlig.
Die zahlreichen Arten können auf 6 Untergruppen verteilt werden.
Uebersicht der Untergruppen.
I. Die Vflgl ganz ohne schwarze Wurzel- und Discalpunkte. Nur bei den $$ von A. alciope sind die Discal-
punkte 1 b — 3 mehr oder weniger gut entwickelt ; diese Art weicht indessen durch eine helle Mittelbinde
der Vflgl von allen Arten der sechsten Untergruppe ab.
A. Die Vflgl schwarzbraun mit einer hellen Subapicalbinde und einem großen hellen Hrdfleck oder mit
einer hellen, gegen den Hrd verbreiteten Querbinde über die Mitte. ErsteUntergruppe.
B. Die Vflgl rauchbraun bis schwärzlich mit hellen oder durchsichtigen Flecken oder bisweilen fast
völlig durchsichtig; niemals mit Hrdfleck oder zusammenhängender beschuppter Querbinde vomVrd
bis Hrd (vergl. jedoch hutleri Auriv.).
* Das' Feld 7 der Hflgl wenigstens mit einem schwarzen Punkt, nie ganz glashell.
L Die Vflgl in Feld 4 mit einem hellen oder durchsichtigen Fleck, welcher nahe am Saume
liegt und fast immer (nicht bei hutleri) von den Flecken der Felder 5 und 6 ganz oder fast
völlig getrennt ist; im Felde 1 b ein ähnlicher Fleck, welcher ebenso nahe am Saume wie der
Fleck in 4 und viel näher als der helle Fleck in 2 liegt.
a) Die Hflgl höchstens mit einem schwarzen Punkt in der Mittelzelle und ohne schwarze Punkte
auf den Discocelhilaren. Das helle Mttelfeld der Hflgloberseite auch ohne schwarze Discal-
punkte. Zweite Untergruppe.
b) Die Hflgl mit zwei schwarzen Punkten in der Zelle und mit schwarzen Punkten auf den
Discocellularen. Das helle Mittelfeld der Hflgl mit schwarzen Discalpunkten wenigstens in
1 b, 1 c, 3, 4 und 5. DritteUntergruppe.
2. Die Felder 4 — 6 der Vflgl ganz oder zum größten Teil glashell oder jedes mit einem hellen
Flecke; diese Flecke bilden eine zusammenhängende Subapicalbinde und der Fleck in 4 liegt
nicht oder kaum mehr saumwärts als der m 5. Wenn das Feld 1 b einen hellen Fleck hat,
liegt er nicht näher am Saume als der in 2. Die Hflgl fast immer mit zwei schwarzen Punkten
in der Mittelzelle und mit schwarzen Punkten an der Spitze der Zelle.
Vierte Untergruppe.
** Die Felder 5 — 7 der Hflgl stets ohne schwarze Punkte, gewöhnlich glashell.
Fünfte Untergruppe.
IL Die Vflgl wenigstens in 1 b und 2 mit den gewöhnUchen schwarzen Wurzel- und Discalpunkten.
Sechste Untergruppe.
Erste Untergruppe.
PZanema-ähnliche Arten, welche durch den Hrdfleck der Vflgl leicht kenntlich sind. Die Arten sind nahe verwandt
und sehr veränderlich; mehrere Varietäten und Abänderungen sind früher als selbständige Arten betrachtet worden. Die Dis-
cocellularrippen der Hflgl ohne schwarze Punkte.
Uebersicht der Arten.
I. Die Mittelteile der Vflgl einfarbig schwarz ohne hellen Fleck im Spitzenteil. Die Subapicalbinde der Vflgl
wenigstens bis zur Rippe 4 zusammenhängend und breit.
248 ACRAEA. Von Dr. C. AuRiviLLnjs.
A. Die Subapicalbinde und der Hrdfleck der Vflgl durch einen breiten Fleck des Feldes 3 völUg mit ein-
ander zu einer Querbinde vereinigt. A. alciope.
B. Die Subapicalbinde und der Hrdfleck der Vflgl mehr oder weniger breit getrennt oder höchstens
einander an der Rippe 3 in einem Punkte berührend.
a) Die Subapicalbinde und der Hrdfleck der Vflgl sind breit getrennt oder kommen einander an der
Rippe 2 ^ehr nahe. Größere Arten.
* Die dunkle Saumbinde der Hflgl-Oberseite gewöhnlich schmal, höchstens S mm breit und
nach innen scharf begrenzt ; selten unscharf begrenzt ; die Subapicalbmde aber in diesem Falle
nur 3,5 mm breit. A. esebria.
** Die dunkle Saumbinde der Hflgl-Oberseite breit und unscharf begrenzt, nach innen gewöhnlich
durch den langen schwarzen Strahlen weit überragt; die Subapicalbinde der Vflgl mehr
als 3,5 mm breit. A. jodutta.
ß) Die Subapicalbinde und der nach vorn breite Hrdfleck der Vflgl berühren fast einander in einem
Punkte an der Rippe 3. Kleinere Art mit einer Flglspannung von höchstens 50 mm.
A. disjxmcta.
II. Die Mittelzelle der Vflgl an der Spitze mit einem hellen Fleck, welcher sich gewöhnlich dem Hrdfleck anschließt
Die Subapicalbinde ist sehr schmal und besteht aus drei kleinen Flecken in 5, 6 und 10 und einem von
diesen weit getrennten Fleckchen in 4.
«) Hflgl auf beiden Seiten mit breiter dunkler Saumbinde. A. conjuncta.
p) Hflgl ohne dunkle Saumbinde. A. ansorgei.
alciope, A. aiciope Heir. (57 e). Das £ bildet meiu-ere Formen, das o aber ist wenig veränderlich. Beim j*
sind die Hflgl und die Querbinde der Vflgl hellockergelb und die dunkle Saumbmde der Hflgloberseite etwa
4 mm breit. Beim $ ist die Querbinde der Vflgl braungelb und nach außen eingeschnitten; die Hflgl sind
braungelb und haben eine breite dunkle Saumbinde wie beim (J. Elfenbeinküste bis Congo und Uganda. —
macarina. ab. $ macarina Btlr. (57 e) weicht vom typischen $ nur dadurch ab, daß die dunkle Saumbinde der Hflgl-
bakossua. Oberseite fehlt oder wenigstens nach hinten sehr schmal ist. Goldküste bis Congo. — ab. 2 bakossua Strand.
cretacea. Querbinde der Vflgl im vorderen Drittel weiß, schmäler als gewöhnlich. Kamerunberg. — ab. $ cretacea
Ivviida. Eltringh. hat eine weißliche Querbmde der Vflgl. Lagos. — ab. $fumida Eltrinqh. hat beide Flgl dunkelbraun
aurivüHi. und fast ohne Zeichnungen. Lagos. — ab. $ aurivillii Stgr. (57 e). Querbmde der Vflgl orangegelb, Hflgl
latifasciata. schwärzlich mit eiiaer 5 mm breiten weißen Mittelbinde. Kamerun bis L'ganda. — ab. $ latifasciata Grünb.
weicht nur dadurch von aurivillii ab, daß die Querbinde der Vflgl auf der Außenseite nicht eingeschnitten,
tella. sondern fast ganzrandig und breiter ist. Sesse-lnseln. —ab. 2 teUa Eltringh. Querbinde der Vflgl orangegelb ;
Hflgl gelbbraun mit scharf begrenzter, aber schmaler und gegen den Aualwinkel allmählich verjüngter dunkler
schecana. Saumbmde. Uganda. — schecana Rothsch. u. Jord. scheint eine besondere in Abessinien vorkommende Rasse
zu sein; das ^ hat eine hellere Querbinde der Vflgl und eine breitere Saumbinde der Hflgl; $ unbekannt.
A. esebria. Die Unterschiede zwischen dieser sehr veränderlichen Art und der nahe verwandten jodutta
sind oben in der Uebersicht angegeben. Die zahlreichen Formen weichen besonders durch die Farbe der hellen
Zeichnungen, durch die Breite der Subapicalbinde und des Hrdfleckes der Vflgl und durch die Entwicklung der
dunklen Saumbinde der Hflgl-Oberseite von einander ab. Die Rp ist nach Trüien hell ockerbraun; jedes
Glied in der Mitte mit emem schwarzen, hellgelb gesäumten Querstrich; Seitenlinie hellgelb; Kopf schwarz;
Domen schwarz, nur die Seitendornen der Glieder 5 — 11 gelb; lebt an Arten der Gattung Fleurj^a. Pp weiß
mit schwach gelblichem Ton und feinen schwarzen Linien und kleinen schwarzen Flecken ; die drei ersten Glieder
des Hlbs mit orangegelben, schwarz umzogenen Rückenflecken, in deren Glitte eine kleine Erhöhung liegt; die
esdrria. Kopfspitzen kurz. — esebria Heu\ Der Hrdfleck der Vflgl groß und breit, die Wurzel der Felder 1 a und 1 b
fast erreichend und die Wurzel des Feldes 2 bedeckend, braungelb; Subapicalbinde schmal, ihre Flecke
hl 5 und 6 kürzer oder wenigstens nicht länger als der schwarze Wurzelteil dieser Felder, beim o hell ockergelb
oder weißgelb, beim $ weiß. Hflgl oben braungelb mit einer etwa 4 mm breiter schwarzer Saumbinde. Kapland
^acksoni. bis Congo und British Ost-Afrika. — jacksoni E. Sharpe (57 d) ist der Hauptform sehr ähnlich und weicht nur
dadurch ab, daß die Subapicalbinde der Vflgl ebenso dmikel m ie der Hrdfleck und breiter ist ; beim 2 ist die
Subapicalbinde noch breiter und erreicht die Rippe 2 wo sie den Hrdfleck berührt; die Breite der Saumbinde
crüi der Hflgl ist sehr veränderlich. .Mashuna-Land bis British Ost -Afrika. — ab. ertli Auriv. kommt der Form jacksoni
.sehr nahe und weicht hauptsächlich nur dadurch ab, daß die Subapicalbmde der Vflgl noch breiter und weiß ist;
der Hrdfleck der Vflgl und die Grundfarbe der Hflgl-Oberseite ist beim $ rotgelb, beim c? hell ockergelb. Usam-
pseudo- bara. — fa. pseudoprotea Btlr. kommt der Hauptiorm sehr nahe und weicht nur dadurch ab, daß die Grund-
protea. f^rbe der Hflgl-Oberseite und des Hrdsfleckes der Vflgl heller gelblich und die Saumbinde der Hflgl schmäler
amphv- sind. Angola. — ab. $ amphiprotea Btlr. ist auch der Hauptform ähnlich und weicht eigentlich nur dadurch
proUa. ,^jj^ ^^ß ^jg dunkle Saumbindc der Hflgl-Oberseite nach mnen unscharf begrenzt und die Subapicalbmde der
mäaprotea. Vflgl wie die übrigen Zeichnungen hell braungelb ist. Angola. — fa. 2 metaprotea Btlr. Die selu" breite Sub-
apicalbinde und der große Hrdfleck der Vflgl berühren einander in Feld 2 und sind hell braungelb ; die Hflgl
i
Ausgegeben h IIL 1913. AGRAEA. Von Dr. C. AuRiViLLnJS. 249
sind noch heller braungelb und haben nur eine dunkle Saumlinie statt der Binde ; kommt der Form jacksoni nahe.
Angola. — ab. $ nubilata £'to-. „Die Grundfarbe tief schwarz; die Wurzel der Mittelzelle, der Hrdf leck der Vflgl nuhilala.
und die Wurzelhälfte der Hflgl sind dunkel schwarzgrau; die Subapicalbinde der Vflgl weißgrau'". Zulu-Land.
— Die folgenden drei Formen weichen von den vorhergehenden durch den kleineren und schmäleren Hrdfleck
der Vflgl, welcher stets die Wurzel der Felder 1 a und 1 b frei läßt und auch die Wurzel des Feldes 2 nicht
oder kaum bedeckt, ab. — tnasaris Oberth. (57 c) ist durchschnittlich kleiner als esebria; die hellen Zeichnungen masaris.
sind beim ^ rotgelb oder braungelb und beim $ weiß oder hellgelb; die Subapicalbinde ist kaum breiter als bei
der Hauptforra. Comoren-Inseln und ganz ähnlich auch in Usambara. — protea Trim. (57 c) ist sofort durch den prolea.
kleinen, unscharf begrenzten Hrdfleck der Vflgl, welcher die Rippe 2 nicht überragt, kenntlich; die Subapical-
binde der Vflgl ist schmal und ihre Flecke der Felder 4 — 6 sind nie länger als der schwarze Wurzelteil ihrer Felder;
die Wurzel der Hflgl-Oberseite schwärzlich, oft bis zur Rippe 2 und die Saumbinde der Hflgl breit ; die hellen
Zeichnungen sind beim ^ hellgelb, beim 9 hellgelb oder weiß. Kapland bis Angola und British Ost-Afrika.
— fa. monteironis Btlr. (57 d) ist der prolea ähnlich und hat wie diese einen kleinen Hrdfleck der Vflgl, welcher wonfcironw.
nach vorn von der Rippe 2 begrenzt wird; alle helle Zeichnungen sind weiß oder selten hellgelb; von protea
weicht sie durch die lange und breite Subapicalbinde der Vflgl ab, dieselbe ist etwa 6 mm breit und hat ge-
wöhnlich auch einen Fleck im Felde 2. Angola, Mashuna-Land, Deutsch und British Ost-Afrika.
A. jodutta F. (57 e). Flgl oben schwarzbraun; die Vflgl wie bei esebria mit einer hellen Subapical- joduffa.
binde, welche stets breit ist und einen Fleck in 3 hat. und einem etwa 6 mm breiten scharf begrenzten Hrdfleck,
welcher die Rippe 3 erreicht, aber die Wurzel der Felder 1 a und 1 b frei läßt ; der Hrdfleck setzt sich auf
den Hflgln als gleich breite oder etwas erweiterte Mittelbmde fort; die hellen Zeichnungen sind beim (J matt
hellgelb, beim 5 rein weiß. Senegal bis Kamerun. — ab. $ carmentis Dbl. u. Hew. (57 e) weicht vom $ der carmentis.
Hauptform nur dadurch ab, daß die Subapicalbinde der Vflgl auch einen Fleck im Felde 2 hat und mir durch
eine ferne Linie der Grundfarbe vom Hrdfleck getrennt ist. Unter der Hauptform. — ab. $ dorotheae Em. dorothcae.
Sharpe (57 d als pseudoprotea und metaprotea). Die Subapicalbinde der Vflgl ist orangegelb bis weißlieh; der
Hrdfleck der Vflgl und die Hflgl sind orangegelb; diese haben dicke schwarze Striche an den Falten und ihre
Saumbinde ist nur im vorderen Teil entwickelt und auch dort nur 2 — 3 mm breit. Uganda und British Ost-
Afrika. — ab. 5 interjecta Eltr. Die Subapicalbinde der Vflgl weiß; der Hrdfleck der Vflgl nur durch inicrjeda.
hell ockergelbe Schuppen angedeutet außer in I a, wo er scharf begrenzt ist; ein weißer Längsstrich in 2 nahe
am Saume; Wurzelhälfte der Hflgl hell ockergelb, Saumhälfte rotbraun überzogen und an der Flglspitze
schwärzlich. British Ost-Afrika. — • ab. 5 subfulva Eltr. weicht vom typischen $ nur dadurch ab, daß die subfulva.
Saumhälfte der Hflgl-Oberseite rotbraun und nur am Saume mehr oder weniger schwärzlich ist. Sierra-Leone.
— ab. '^ castanta Eltr. (59 a). Die Subapicalbinde der Vflgl undeutlich, dunkelgrau; Hrdfleck gelbbraun; Hflgl castanea.
oben kastanienbraun mit schmaler nur 3 mm breiter, gegen den Analwinkel verjüngter schwarzer Saumbinde,
unten dunkel braungrau, an der Wurzel rötlich. Lagos. ^ — ab. $ inaureata £^/r. (57 d, als amphiprotea; 59d). inaureala.
Flgl an der Wurzel der Mittelzelle, in 1 a und 1 b fast bis zum Saume und an der Wurzel des Feldes 2 lebhaft
braungelb; Subapicalbmde weiß; Hflgl oben lebhaft braungelb, nicht verdunkelt an der Wurzel und ohne
dunkle Saumbinde, am Saume mit nach außen verdickten schwarzen Längsstrichen. Nyassa-Land. — aethiops aethiops.
Rothsch. u. Jord. ist die abyssinische Rasse und weicht im männlichen Geschlecht dadurch ab, daß der Hrdfleck
der Vflgl breiter ist, so daß er am Hrd nur 3 mm von der Wurzel entfernt ist, daß die Mittelzelle einen nebe-
ligen Fleck hat und daß die schwarzen Teile der Hflgl schmäler sind. Beim $ ist die Subapicalbmde weiß oder
orangegelb, der Hrdfleck groß und orangegelb und die Hflgl ol)en fast völlig orangegell), die schwarzen Strah-
len im hinteren Teil undeutlich.
A. disjuncta Syn. (= nandensis E. Sharps) (60 c) ist einem kleinen ^ von jodutta ähnhch; beide Flgl disjunda.
oben schwärzlich mit hellgelben Zeichnungen : der Hrdfleck der Vflgl ist breit ohne jedoch die Wurzel der Felder
1 a und 1 b zu erreichen; die Subapicalbinde ist etwa 4 mm breit und hat in 3 einen kleinen Fleck, welcher den
Hrdfleck berührt ; die Mittelbinde der Hflgl-Oberseite ist etwa 8 mm breit und die dunkle scharf begrenzte
Saumbinde darum höchstens 3 mm breit. Nandi, Ruwenzori; Kiwu-See.
A. conjuncta Sm. hat eine Flglspannung von nur 40 — 40 mm und ähnlich gezeichnete und gefärbte conjuncia.
Geschlechter. Flgl oben mit schwärzlicher unten mit dunkelgrauer Grundfarbe; ein dunkel ockergelber Hrd-
fleck ist etwa 4 mm breit, erreicht die Rippe 3 ohne die Wurzel des Feldes 2 völlig zu bedecken, bildet bisweilen
auch einen klehien Fleck in der Wurzel des Feldes 3 und schließt sich dem Fleck in der Zelle an, welcher
jedoch mit dem Hrdfleck einen fast rechten Winkel bildet; die klemen Subapicalf lecken sind auch dunkelgelb;
die Hflgl sind dunkelgelb, an der Wurzel, am Ird und am Saume schwärzlich; die Saumbinde etwa 3 mm
breit. Die Unterseite ist heller aber sonst wenig abweichend. British Ost-Afrika. — fa. interrupta Eltr. intenupia.
hat die Mittekiuerbmde der Vflgl in freie Flecke aufgelöst. — ab. $ silacea Eltr. Die hellen Zeichnungen silacea.
der Oberseite sind hellgelb. — ab. ? mutata Eltr. weicht von silacea nur dadurch ab, daß die Subapicalf lecke midata.
der Vflgl weiß sind. — ab. $ pica Eltr. hat alle helle Zeichnungen weiß. — ab. $ lutealba Eltr. hat pica.
die hellen Flecken der Vflgl orangegelb und die Mittelbhade der Hflgl weiß. — ab. ? suffusa Eltr. ist da- ["^l"^^
XIII 32
250 ACRAEA. Von Dr. C. Aueb'illius.
durch ausgezeichnet, daß die Vflgl nur an der Wurzel und an der Spitze schwärzlich, sonst aber orangegelb über-
zogen sind; auf den Hflgln ist die Saumbinde mit gelben Schuppen gesprenkelt.
amorgei. A. ansofgei Sm. Die Vflgl fast ganz wie bei conjuncta gezeichnet ; die Hflgl oben einfarbig orangegelb,
unten heller gelb mit einer nebeUgen grauen ilittelbinde; die hellen Zeichnungen sind bisweilen rahnigelb und
die Subapicalpunkte der Vflgl weiß. Bisher nur $? bekannt. British Ost-Afrika: Nandi-Land.
Zweite Untergruppe.
Durch die ganz eigentümliche Anordnung der hellen Flocke der Vflgl luid die Reduzierung der schwarzen Punkte im
Wurzelteil der Hflgl weichen die Arten dieser tJntergrupile von denen der folgenden ab. Durch die Stellung der Flecke der Fel-
der 4 — 6 der Vflgl .schließen sie sich den beiden letzten Arten der vorigen Untergruppe an. Ei.thixgham stellt orcat! in die .sVr-
i'ona-Gruppe, nach meiner Ansicht aber paßt sie besser in dieselbe Gruppe wie lycoa und johnsioni.
A. lycoa ist eine sehr veränderliche mit johnstoni nahe verwandte Art; von dieser weicht sie dadurch
ab, daß das helle Wurzel- oder Mittelfeld der Hflgl nach außen abgerundet ist oder bisweilen völlig fehlt. Die Vflgl
haben normal 5 ( — 7) weiße oder weißliche, beim ^ bisweilen matte und sehr undeutliche Flecke; der erste
liegt m Ib dicht am Saume ganz frei und abgerundet oder zum Teil mit dem Fleck in 2 vereinigt, er dehnt sich
jedoch nie so weit wie dieser wurzelwärts aus ; der dritte hegt in 4 nahe am Saume ganz frei oder den Fleck in 5
berührend; die Flecke in 5 und 6 sind gleich lang, unter sich und mit kleinen Flecken der Felder 8 und 9 ver-
lycoa. einigt; die jVIittelzelle stets emfarbig ohne Flecke. — lycoa God. ,^: Beide Flgl dünn beschuppt halb durchsich-
tig; Flecke der Vflgl undeutlich; Wurzelfeld der Hflgl groß matt rötlichgelb nach außen gegen die graue Saum-
binde ziemlich deutlich begrenzt. $ Flgl dimn beschuppt dunkelgrau mit deutlichen weißen Zeichnungen;
media. Saumbinde der Hflgl breit, unscharf begrenzt. Sierra-Leone bis Nigeria. — media Eltr. (57 c, als lycoa)
(J. Flecke der Vflgl deutlicher, Hflgl in der Mitte etwas rötlich gelb angeflogen aber ohne deutliches Wurzelfeld ;
bukoba. $ mit dunklerer Grundfarbe und scharf begrenzter Saumbinde der Hflgl. Kamerun bis Toro. — bukoba Eltr.
^. Vflgl dunkel olivenbraun; Flecke hellgelb, scharf begrenzt; Wurzelfeld der Hflgl ockergelb. $ dem (J
älmlich aber dunkler mit weißen oder weißlichen Zeichnungen. Der Fleck in 1 b der Vflgl bei beiden Geschlech-
oilebbia. tem völUg frei und vom Flecke in 2 breit getrennt. Urundi. — etltebbia Eltr. Der Fleck in I b der Vflgl
ganz frei; Grundfarbe beim <J gelblich grau; Flecke der Vflgl klein und matt gelblich; Wurzelfeld der Hflgl
klein, den Ird nicht erreichend ; Grundfarbe beim $ sehr dunkel, Flecke der Vflgl weiß, Wurzelfeld der Hflgl
lirika. weißgelb. Uganda. — tirika Eltr. Fleck 1 b der Vflgl weit getrennt ; Grundfarbe der Vflgl beim (^ oliven-
fallax.hia.un, beim ? sehr dunkel, Flecke klein; Wurzelfeld der Hflgl gelblich. British Ost-Afrika. — fallax Rogenh.
(57 c). Grundfarbe bei beiden Geschlechtern fast schwarz; Flecke der Vflgl klein, beim q gelbUch, beim 5 weiß,
Fleck Ib von Fleck 2 weit getrennt; Wurzelfeld der Hflgl scharf begrenzt, gelblich. Deutsch Ost -Afrika;
kenia. Kilimandjaro. — Kenia Eltr. Kiemer als die übrige Rassen; Grundfarbe bemahe schwarz; Flecke der
Vflgl beim o zitroiigclb, beim $ weiß; Wurzelfeld der Hflgl bei (^ und $ zitrongelb. Brit. Ost-Afrika: Kenia;
aequalif. Kikuvu. — aequalis Rothsch. u. Jord. Geschlechter einander ähnlich; Flecke der Vflgl und Wurzelfeld der
Hflgl matt gelblich ; Saumbinde der Hflgl gelblich dunkelbraun. Abessinien.
A. johnstoni weicht, wie schon oben angegeben ist, von lycoa nur dadurch ab, daß das Wurzelfeld der
Hfkl nach außen nicht gleichförmig abgerundc t, sondern im Felde 4 mehr oder weniger hervortretend oder
winkelig gebrochen ist ; dieses Kennzeichen tritt besonders auf der Unterseite deutlich hervor. Die Art ist ebenso
veränderlich wie lycoa; die hellen Flecke der Vflgl sind hellgelb oder weiß und der Fleck in 1 b liegt ganz frei;
■johnstoni. die Formen \\'erden durch Zwischenformen mit einander verbunden. Palpen gelblich. — johnstoni Godm.
(57 d). Die schwarze Grundfarbe der Vflgl-Oberseite tritt nur an der Wurzel und am Saume hervor und ist
m der Mitte durch eine sehr breite, nach außen unregelmäßig begrenzte orangegellie Binde, welche die hellgelben
Flecke erreicht, aber nicht oder kaum überschreitet, bedeckt; Hflgl mit weißem Wurzelfeld und breiter schwarzer
fulvescens. Saumbüide. Deutseh und Britisch Ost-Afrika. — fa. fulvescens Oberth. Beide Flgl oben bis zur schmalen,
2 3 nim breiten, fast gleichbreiten Saumbmde blaß orangegelb; Flecke der Vflgl und Wurzelfeld der Hflgl
etwas heller gelb. Deutsch und Britisch Ost-Afrika. — Die folgenden Formen stiumien darin mit einander
überein, daß die Grundfarbe der Vflgl oben emtönig schwarzbraun ohne orangegelber Mittelbinde ist. — fa.
confnsa. confusa Bogenh. Flecke der Vflgl weiß; Wurzelfeld der Hflgl hell ockergelb mit breiter schwarzer Saumbinde
wie bei der Hauptform; ist der f. fallax von lycoa zum Verwechseln ähnlich und häufiger als die Hauptform.
flavescens. Nyassa-Land bis British Ost-Afrika und Uganda. — fa. flavescens 06e?-//t. Sowohl die Flecke der Vflgl wie auch
das AVurzelfeld der Hflgl hell ockergelb; sonst der fa. confusa äluilich und mit der.selben Verbreitung. — fa.
xonkilbrs- semialbescens Oberth. weicht von confusa nur dadurch ab, daß das Wurzelfeld der Hflgl braungelb ist. Nyassa-
cens. Lajid und Deutsch Ost-Afrika. — fa. octobalia Karsch. P'lecke der Vflgl und Wurzelfeld der Hflgl braungelb.
m. jjgyjgpjj Ost-Afrika.
bulleri. A. butleri ^Mn'v. (= torunaÄ?«.). Auch diese Art wird von Eltringham als eine Form von johnstoni
betrachtet. Obgleich dit männlichen Kopulationsorgane wie bei johnstoni gebildet suid, scheint es mir besser,
butleri bis auf weiteres mid bis Zwischenformen entdeckt worden sind als besondere Art aufzuführen ; sie weicht
lll
ACRAEA. Von Dr. 0. Aubiviluüs. 251
nämlich von johnstoni durch schwarze Palpen und durch ganz abweichend gebildete Flecke der Vflgl al>.
Die Flecke der Vflgl lebhaft gelb ; der Fleck m 4 liegt zwar mit seinem äußeren Ende dem Saum fast ebenso
nahe, wie dieser Fleck bei johnstoni, ist aber nach innen lang ausgezogen und mit dem Fleck in 5 breit vereinigt;
dazu kommt, daß der Fleck in 1 b mit demjenigen in 2 vereinigt ist und daß gewöhnlich auch ähnliche Flecke
in 3 und 1 a auftreten; hierdurch werden alle helle Flecke der Vflgl zu einer gelben Querbmde, welche hinter
der Mittelzelle liegt, die Wurzel der Felder 2—6 frei läßt, sich vom Hrd bis zum Vrd erstreckt und nach außen
zwei große Ausbuchtungen (in 1 b und 4) hat, vereinigt; Wurzelteil der Vflgl bis zur Querbinde lebhaft rotbraun,
an der Wurzel mehr oder weniger schwärzlich. Wurzelfeld der Hflgl weiß bis gelblich bis rötlich; Saumbinde
breit. Deutsch Ost-Afrika und Toro.
A. oreas Em. Sharpe (57 c). Beide Flgl oben tief schwarz mit gelben Zeichnungen; die Vflgl ganz wie oreas.
bei fallax und confusa gefleckt, aber außerdem auch mit einem ähnlichen Fleck in der Mittelzelle; die Hflgl
mit einem langen, aber schmalen Mttelfeld, welches die Mittelzelle und die Wurzel der Felder 2 — 7 bedeckt,
nach innen aber von der Rippe 2 begrenzt ist und demnach den Ird bei weitem nicht erreicht ; die Vflgl sind
etwas länger und schmäler als bei johnstoni und lycoa. Auf der Unterseite haben die Hflgl und der Spitzenteil
der Vflgl eine rostbraune Grundfarbe mit schwarzen Längsstrichen; die hellen Zeichnungen fast wie oben, das
gelbe Mittelfeld der Hflgl aber sendet eüienAst bis oder fast bis zur Mitte desirds. Angola; Deutsch und British
Ost-Afrika; Uganda. — ab. albimaculata ..Vewi-e. Flecke der Vflgl weiß. In denselben Gegenden wie die Haupt- albimaeu-
form. — fa. angolana Lathy. Saumbinde der Hflgl-Unterseite und Spitzenteil der Vflgl mit graugelber Grund- '"'"•
färbe; Flecke der Vflgl weiß. Angola. — ab. $ radians n. ab. (= angolana ab. 9 Lathy) weicht von angolanu radiam^
nur dadurch ab, daß das gelbe Mittelfeld der Hflgl-Oberseite sich zwischen den Rippen in breiten Strahlen
fast bis zum Saume ausdehnt; die Flecke der Vflgl-Oberseite gelblich. Angola.
Dritte Untergruppe.
Hierher gehört nur eine einzige wenig bekannte imil eigeuttiniliolie Art, deren Verwandtsohaft unsicher ist. Durch
die Stellung der hellen Flecke der Felder Ib und i dei' Vflgl schließt sie sicli der zweiten Untergruppe am nächsten an.
A. insularis E. Sharpe. Vflgl oben schwarzbraun mit einem gelben Querfleck in der Mitte der Zelle und insularis.
einem ähnlichen orangegelben Fleck an der Spitze der Zelle, einem orangegelben Fleck im Wurzelteil von 2,
einem freien halbmondförmigen kleinen Fleck üi 1 b nahe am Saume und drei kleine orangegelbe Subapical-
flecke in 4 — (i, von denen der in 4 näher am Saume und ganz frei liegt. Die Hflgl oben an der Wurzel bis zur
Rippe 2 schwärzlich, dann mit breiter, am Ird und wurzelwärts hellgelber nach außen orangegelber, etwa
5 mm breiter ^Mittelbmde, welche nach außen im Felde 4 fast rechtwmklig hervortritt (fast wie bei johnstoni)
und mit schwarzen Discalpunkten geziert ist ; die Hflgl unten bis zur Wurzel hell gelblich mit freien schwarzen
Punkten und hinter der Mitte mit einer breiten schwärzlichen Querbinde, welche durch eine feine helle Linie
vom Saixme getrennt ist ; diese helle Saumlmie wird durch die dunklen Rippen und die Striche der Zwischen-
aderfalten in kleine Flecke aufgelöst. Insel Säo Thome.
Vierte Untergruppe.
Die zahlreichen vuid nach den Entdeckungen der letzten Jahre zum Teil sehr vei'änderlichen Arten dieser Unter-
gruppe können nur schwer in einer Uebersicht scharf unterschieden werden. Um jedoch die Bestünmung so weit wie mög-
lich zu erleichtern, habe ich den Versuch gemacht eine Uebersicht der Ai'ten zu liefern.
Uebersicht der Arten.
I. Die Hflgl oben an der Wurzel mehr oder weniger breit verdunkelt; ihre schwarzen Discalpunkte unvoll-
ständig entwickelt (die der Felder 3 und 4 fehlen immer) und der Wurzel genähert. • •:-■
A. Die Längsstriche der Zwischenaderfalten aiif der_ Unterseite der Hflgl erreichen den Saum und sind
gleichdick oder gegen den Saum etwas verdickt.
«. Der Spitzenteil der Vflgl (bis zur Zelle und Rippe 3) melir oder weniger glashell oder wenigstens
hl 4—6 mit glashellen oder durchsichtigen, weißlichen oder hellgelblichen Flecken.
^* Die Hflgl zwischen den Rippen 3^8 mit einer glashellen Querbinde, welche die Wurzel der Fel-
f^ der 3 — 6 bedeckt. A. semivitrea.
** Die Hflgl ohne glashelle Flecke.
§. Mittelbinde oder Mittelfeld der Hflgl schwefelgelb bis weißgelb. A. servona.
A. circeis.
A. safie.
§§. Mittelbinde oder Mittelfeld der Hflgl rot bis rotgelb, selten ganz fehlend.
0. Vflgl mehr oder weniger dicht beschuppt und wenigstens mit Andeutungen von hellen
252 ACRAEA. Von Dr. C. AuRrviLLius.
Flecken. Hflgi oben mit heller Mittelbinde, welche den Ird oder wenigstens die Rippe 1 b
erreicht.
f. Hflgl unten eintönig hell orangegelb, nicht heller in der Mitte, oben nur mit dunkler
Saumlinie. A. grosvenori.
ff. Hflgl unten deutlich heller in der Mitte, oben mit schwarzer Saumbinde.
1. Saumbmde viel schmäler als die helle Älittelbinde.
a. Hflgl unten ohne dunkle Saumbinde. A. parrhasia cj; pelopeia.
h. Hflgl unten mit dunkler Saumbuide und am inneren Ende durch eine Lmie
vereinigten Längsstrichen. A. peneleos (J.
2. Saumbinde ebenso breit oder breiter als die Mittelbinde. A. servona f. rubra;
{A. safie); A. neioloni.
00. Vflgl ganz durchsichtig nur an den Rändern schmal verdunkelt luid ganz ohne helle
Flecke. Hflgl oben und unten schwarz bisweilen mit rotem Mittelfeld, welches jedoch
den Ird nicht erreicht. .4. cinerea.
p. Der Spitzenteil der Vflgl vollständig beschuppt ungefleckt oder mit roten Flecken in 4 — 0.
* Die Rippen und die kurzen Längsstriche auf der Unterseite der Hflgl zu einer 3 mm breiten
schwarzen Saumbinde vereinigt: diese Saumbinde schliefJt in jedem Felde zwei kleine Flecke
der gelben Grundfarbe ein. A. buschbecki.
** Die schwarzen Längsstriche am Saume der Hflgl-Unterseite länger und ganz frei. A. orina 3.
B. Die Längsstriciie der Zwischenaderfalten auf der Unterseite der Hflgl sind nach ümen verdickt, nach
außen allmählich verjüngt und erreichen nicht oder kaum den Saum.
f. Hflgl ohne glashelle Flecke.
3t. Mittelzelle der Vflgl an der Spitze mit einem scharf begrenzten hellgelben, weißen oder durch
sichtigen Fleck.
* Der Fleck der Mittelzelle und des Feldes 2 der Vflgl vollständig beschuppt schwefelgelb.
A. melanoxantha.
** Die genannten Flecke der Vflgl weiß luid halbdurchsichtig. ^4. mairessei.
jii. Mittelzelle der Vflgl emfarbig ohne Flecke oder zum Teil glashell ; die glashcUen oder durchsich-
tigen Stellen, aber nicht scharf begrenzt. A. penelope.
tt- Hflgl mit glashellen Flecken in den Feldern 3 — 6. A. semivitrea.
II. Die Hflgl oben an der Wurzel nicht or' '"um verdunkelt und darum mit freien oder fast freien Wurzel-
punkten ; die schwarzen Discalpunkte viitwickelt und liegen normal in einem Bogen hinter der Zelle.
A. Hflgl mit durchsichtiger oder hall . unsichtiger, grauer bis schwärzlicher Saumbinde, worin die Striche
der Zwischenaderfalten nur sehr andeutlich sind.
a) Saumbinde der Hflgl an der Rippe 4 3,5 mm breit. A. quirinalis.
^) Sauinbhide der Hflgl nur etwa 2 mm breit. A. orestia.
B. Hflgl mit vollständig l)eschu])ptem, schwarzem oder schwarz geflecktem Saum.
a) Die Vflgl wenigstens hinter der Mittelzelle glasklar oder durchsichtig mit dunklen Rippen inid dunklen
Rändern oder mit unscharf begrenzten durchsichtigen Flecken.
* Die schwarzen Striche der Hflgl-Unterseite süid kurz und erreichen nie ht oder nur mit einer
sehr feinen Spitze den Saum. Die Vflgl oben in der Mittelzelle (wenigstens an der Wurzel)
und im größten Teil der Felder 1 b und 2 rot beschuppt.
f. Feld 3 der Vflgl an der Wurzel glasklar. .4. igola ^.
tf. Feld 3 der Vflgl schwarz beschuppt mit oder ohne roten Fleck.
1. Die Rippen am Saume der Hflgl-Unterseite breit schwarz mit kurzen dicken Strichen
zwischen ihnen. A. conradti.
1. Die Rippen inid die Striche der Falten nicht verdickt. A. aubyni.
** Die schwarzen Striche auf der Hflgl-Unterseite erreichen den Saum.
f. Die Hflgl oben an der Innenseite der schwarzen Saumbuide ganz ohne schwarze Striche
auf den Zwischenaderfalten. Vflgl im Wurzelteil bis zur Rippe 3 rot oder rotgelb beschuppt.
1. Die Hflgl oben mit großen, dreieckigen, zusammenstoßenden, schwarzen Flecken an den
Rippenenden. Mittelzelle der Vflgl bisoderfast bis zur Spitze braunrot. A. sambavae.
2. Die Hflgl oben mit breiter, zusammenhängender, schwarzer Saumbinde.
a) Der äußere schwarze Punkt in der Mittelzelle der Hflgl liegt der Rippe 2 gegen-
über. Mittelzelle der Vflgl bis oder fast bis zur Spitze rotbraun beschuppt.
A. sfrotffpocles.
b) Der äußere schwarze Punkt üi der Mittelzelle der Hflgl liegt innerhalb der Rippe 2.
Mittelzelle der Vflgl an der Spitze mehr oder weniger breit glashell. A. masaviba.
ff. Die Hflgl oben an der Innenseite d( r schwarzen Saumbmde nüt dunklen Strichen auf
den Zwischenaderfalten.
1. Die Vflgl in der Zelle bis zur Spitze, in den Feldern 1 a und 1 b fast bis zum Saume
ACRAEA. Von Dr. C. Aubivilijus. 253
und in der Wurzelhälfte des Feldes 2 zusammenhängend, rotgelb beschuppt.
A. igola. $.
2. Die Vflgl in der Wurzelhälfte nicht oder nur undeutlich und halb durchhiichtig rötlich
beschuppt ; Rippen gewöhnlich breit schwarz gesäumt und die Mittelzelle mit emem
dunklen Fleck. A. jxirrhasia $.
A. peneleos $.
p) Die Vflgl im Spitzenteil vollständig beschuppt und mit scharf begrenzten, roten oder weißlichen
Flecken in 4 — 6.
* Subapicalbmde der Vflgl oben rot unten gelblich. Die rote Farbe des Feldes 1 b der Vflgl-Ober-
seite durch einen großen schwarzen Fleck geteilt und mit einem schwarzen Längsstrich an der
Wurzel. Die Mittelzelle der Vflgl mit schwarzem Fleck. A. buschbecki.
-** Subapicalbinde der Vflgl weißlich. Die rote Farbe des Feldes 1 b ungeteilt. A. oriiia $.
A. semivitreä Auriv. (57 b). Vflgl glashell mit feinen schwarzen Rippen und schwarzen Rändern; die setnwiirea.
breite Saumbinde bildet auf der Innenseite dreieckige schwarze Flecke an den Rippen 2 — 5. Hflgl oben an der
Wiu'zel schwarzbraun mit schwarzen Punkten und am Saume mit breiter schwarzer Saumbinde, dazwischen
mit heller am Ird erweiterte Mittelbinde, welche in den Feldern 1 a, 1 b, 1 c und 2 und oft auch in der Mittel-
zelle schwefelgelb, m den übrigen Feldern aber glasklar ist. Avif der Unterseite smd alle schwarzen Teile der
Oberseite lebhaft hellgelb; die schwarzen Striche der Zwischenaderfalten sind nach innen verdickt, nach außen
zugespitzt und erreichen oft nicht völlig den Saum; Mittelzelle mit 2 — 3. Feld 7 mit 1 — 2 schwarzen Punkten;
Felder 2 — 6 ohne Discalpunkte. Congo bis Uganda.
A. servona. ]\Iittelbinde der Hflgl-Oberseite nach außen mehr oder weniger abgerundet, fast immer zi-
trongelb bis schwefelgelb ; die Faltenstriche der Hflgl-Unterseite sind gleichbrcit und erreichen den Saum ; Hflgl
oben an der Wurzel höchstens bis zur Rippe 2 verdunkelt; Vflgl mit durchsichtigen Flecken in den Feldern
1 b — 6 luid der Spitze der Mittelzelle, die Flecke der Felder 1 b und 3 smd bisweilen undeutlich oder fehlen
völlig; auf der Unterseite sind die schwarzen Stellen der Oberseite hellgelb bis rotbraun, servona God. (= ly- servona-
coides Bsd.) (57 b). Flecke der Felder 1 b und 3 der Vflgl deutlich; das dunkle Wurzelfeld der Hflgl-Oberseite
erreicht die Rippe 2 ; Unterseite mit gelber Grundfarbe ; Mittelbinde der Hflgl schwefelgelb. Kamerun bis Angola.
— orientis Auriv. (57 c). Grundfarbe der Oberseite tiefer schwarz, der Unterseite graugelb; die Flecke in 1 b orientis.
und 3 der Vflgl fehlen oder sind undeutlich und klein, die übrigen deutlich weiß beschuppt; dunkles Wurzelfeld
der Hflgl-Ober.seite klem, die Rippe 2 nicht erreichend. Hflori , 'mit je zwei schwarzen Punkten in der Zelle
und im Feld 7. Deutsch Ost-Afrika. Von dieser Rasse hat ►, "■ die folgenden germgfügigen Aberrationen
benannt: ab. depunctella Strand Hflgl ohne schwarze Punkte iii '^r Zelle und mit 1 — 2 in Feld 7. Deutsch depunciella.
Ost-Afrika. — ab. unipuficUlla Strand. Ein Punkt in der Zelle und 2 m Feld 7 der Hflgl. Deutsch Ost-Afrika. — ab. unipunc-
semipunctella Strand. Ein Punkt in der Zelle und emen in Feld 7 der Hflgl. Deutsch Ost-Afrika, —ab. transienda ^^^|'J;_
Ä^mwf/ weicht von semipunctella mir dadurch ab, daß die hellen Flecke der Felder Ib und 3 der Vflgl deutlicher putictetki.
sind. Deutsch Ost-Afrika. — rhodina Rothsch. (= subochreata Grünh.) (60d) hat eine rotbraune Grundfarbe der tmnsienda.
Unterseite, stimmt aber sonst mit der Hauptform überein. Uganda und Abessinien. — ab. $ rubra Eltr. (60 d) .^^^^
weicht von allen anderen Formen dieser Art durch die schmälere und rote Mittelbinde der Hflgl-Oberseite ab;
die Saumbinde der Hflgl so breit oder etwas breiter als die Mittelbinde; Vflgl wie bei orientis gefleckt. Gabun
und Angola. — limonata Eltr. Nur ^(^ bekannt ; sie weichen vt)n der Hauptform dadurch ab, daß die hellen Kmonaia.
Flecke der Felder 1 b und 2 der Vflgl-Oberseite zitrongelb beschuppt statt durchsichtig sind. Fernando-Po.
— tenebrosa Eltr. Unterseite wie bei rhodina, nur etwas dunkler; Vflgl wie bei orientis; die Mittelbinde der Hflgl ienebrosa.
erreicht weder den Vrd noch den Ird. Deutsch Ost-Afrika. — fa. ? reversa Eltr. hat beim S ungleich große reversa.
Fußklauen, während dieselben bei allen übrigen Formen gleich groß' smd; soll sonst mit der Hauptform überein-
stimmen. Congo-Gebiet.
A. circeis Drury ist der Hauptform der vorigen Art sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl circeis.
nur an den Rändern und auf den Rippen schwarz beschuppt und sonst fast durchsichtig sind und daß die hell-
gelbe Mittelbmde der Hflgl gleich breit und nach außen fast geradlinig begrenzt ist. Sierra Leone bis Nord-
Angola.
A. melanoxantha E. Sharpe. Beide Flgl oben schwarz, dicht beschuppt; die Vflgl mit zwei gelben Flecken melano-
in der Mitte (in 2 und der Zellenspitze) und 3 weißlichen halbdurchsichtigen Subapicalflecken in 4—6; Hflgl ^"^^'^a.
oben mit schmaler, zitrongelber Mittelbinde, welche in der Mitte nur 3 mm breit ist und gegen den Ird allmählich
schmäler wird. Unten sind die Hflgl und die Spitze der Vflgl hellgelb mit schwarzen Rippen und Strichen
am Saume; die letzteren sind nach außen fein zugespitzt und erreichen kaum den Saum; Mittelzelle der Hflgl
nur mit einem schwarzen Punkte. Elgon-Berg.
A. mairessei Auriv. Flgl oben völlig beschuppt, schwarz mit 6 halbdurchsichtigen, weißen Flecken der mairea^ei.
Vflgl (hl 1 b, 2, 4—6 und m der Spitze der Mittelzelle) und einer schwefelgelben Mittelbmde der Hflgl, welche wie
bei melanoxantha gebildet ist. Unten smd die Grundfarbe der Hflgl und 8—9 längliche Saumflecke der Vflgl
254 ACRAEA. Von Dr. C. AuRiviLLitrs.
lebhaft schwefelgelb ; die Rippen beider Flgl am Saume sehr breit schwarz gesäumt ; die Striche der Zwischenader-
falten sind sehr kurz und dick, fleckenförmig und erreichen bei weitem nicht den Saum: Mittelzelle der Hflgl
dewUzi. nur mit einem schwarzen Punkt. C'ongo-CTcbiet und Uganda. — fa. dewitzi Aurrv. weicht nur dadurch ab, dalJ
die Mittelbinde der Hflgl-Oberseite rotgelb ist und die weißen Flecke in 1 b und der Zelle der Vflgl kleiner sind.
Congo-CJebiet : Kassai.
A. penelope unterscheidet sich von den folgenden sehr ähnlichen Arten durch die verkürzten, den
Saum niclit erreichenden Strichen auf der Unterseite der Hflgl; die Mittelzelle der Vflgl ist bald emfarbig dunkel
ohne Flecke bald mehr oder weniger glashell; die Vflgl in 1 b — 6 mit hellen oder durchsichtigen Flecke, welche
oft zu einer Querbinde vereinigt sind; die Hflgl oben an der Wurzel breit verdunkelt (selten bei den $$ sehr
schwach) und dann mit einer roten bis rotgelben (selten hellgelber) Mittelbmde und breiter schwarzer Saumbinde.
Die Unterseite der Hflgl ist hell gefärbt, gewöluilich gelblich und hat im Wurzelteil die gewöhnlichen Punkte,
von denen 2 im Feld 7 xnid 1 — 3 in der Zelle. Die Art ist sehr variabel und die Formen gehen ohne scharfe Grenze
penelope. m einander über. — penelope Stgr. (57 b). Flgl dicht beschuppt mit schwarzer Grundfarbe; die Flecke der Fel-
der 1 b — 3 der Vflgl klein, frei, abgerundet und rot oder rötlich, der in 3 fehlt oft ; die der Felder 4 — 6 sind auch
klein uiid bilden eme scharf begrenzte, weißliche durchsichtige Subapicalbinde ; Hflgl mit schmaler roter Mittel-
binde, unten hellgelb mit dicken schwarzen nach imien oft mit den Rippen vereinigten Strahlen. Stücke bei
denen die Flecke 1 b und 2 größer, heller und mehr oder weniger durchsichtig sind, bilden Uebergänge zu den
argerüea. folgenden Formen. C'ongo-Gfebiet und Uganda. — ab. $ argetltea EUr. Flecke durchsichtig und zusammen-
hängend, eine Querbinde, welche jedoch die Wurzel der Felder 3 — 6 nicht völlig bedeckt, bildend; die der Felder
Ib und 2 nach innen rötlich angeflogen; Mittelbmde der Hflgl rotgelb, etwa 5 mm breit; dunkle Saumbinde der
Oberseite mit deutlichen schwarzen Längsstrichen ; Unterseite außer in der ]\Iitte mit silbergrauer Grundfarbe.
extilbescais. Uganda. — ab. 5 exalbescens EUr. gleicht in Zeichnung der Hauptform, aber alle rote Zeichnungen durch
gelblich weiße ersetzt und die Saumbinde der Oberseite so breit wie bei argentea, 3 — 4 mm. Grundfarbe der Un-
sulphures- terseitc gelblich weiß. Uganda. — ab. 2 sulphurescens ab. nov. schließt sich der vorigen Form eng an; Flecke
cens. ib und 9 der Vflgl länglich abgerundet dünn gelblich beschuppt, 3 — 6 glashell; Mittelbmde der Hflgl-
Oberseite etwa 5 mm breit, von ganz derselben Farbe wie bei servona; Unterseite ganz wie bei servona gefärbt.
Einer kleinen A. servona sehr ähnlich ; Mittelzelle der Vflgl aber ohne hellen Fleck und die Saumstriche der Unter-
pendla. Seite abgekürzt und nach außen zugespitzt wie bei penelope. Uganda : Scsse-Inseln. — ab. 2 penella Eltr.
Vflgl oben an der Wurzel fast bis zur Spitze der Zelle rötlieh, dann mit einer etwa 5 mm breiten glasklaren Mittel-
binde, die jedoch die Wurzel der Felder 4 — 6 nicht bedeckt. Modurch ein schwärzlicher Fleck am Zellende ent-
steht; Saumbmde schwarzbraun, etwa 2mm breit. Hflgl oben an der AA'urzel nur schmal verdunkelt und mit
schmaler, nur 2 mm breiter Saumbinde, die rotgelbe Mittelbinde darum sehr erweitert, in der Mitte etwa 10 mm
breit: die Hflgl unten in der Wurzel half te stark rötlich überzogen und mit viel hellerer ^littelbinde. Uganda.
vilrea. — vitrea Eltr. Vflgl oben schwarz mit scharf begrenzter glasheller etwa 4 mm breiter Querbinde, welche die
Wurzel der Felder 2 — 6 nicht völlig erreicht und in 1 a und an der Innenseite der Flecken in 1 b und 2 rötlich
angeflogen ist; die Hflgl mit etwa 7 mm breiter rotgelber Mittelbinde und 2 mm breiter schwarzer Saumbinde;
derubescens. Unterseite wie bei der Haupt form mit hellgelber Grundfarbe. British Ost -Afrika. — derubescens Eltr. {öl b ; als fene-
leos). Vflgl oben fast wie bei t'»<rea, die glashellen Flecke erreichen jedoch oft die Wurzel der Felder 2 — 6; Hflgl mit
lebhaft roter, nur 4,5 mm breiter Mittelbinde und 5 mm breiter schwarzer Saumbinde ; Hflgl unten an der Wurzel
iramludda. und am Saume hell griuilich, in der Mitte hellgelb. Togo-Land. — translucida. EUr. (60 c), weicht von den
übrigen Formen dadurch ab, daß die Vflgl glashell und nur an der Rändern inid an der \A'urzel schmal schwärz-
lich ((j*), oder dunkelgrau ($) .^ind; Hflgl beim ^ fast wie bei der Hauptform, aber mit 7 mm breiter rotgelber
Mittelbinde, beim $an der Wurzel sehr wenig verdunkelt und mit unscharf begrenzter grauer Saumbinde, fast die
ganze Oberseite darum hell rötlich-gelb. Lagos.
pelopeia. A. pelopela Stgr. Lst mit den beiden folgenden Arten nahe verwandt, unterscheidet sich aber von pene-
leos dadurch, daß die Grundfarbe der Hflgl-L^nter.seite ehitönig gelhlich, an der Wurzel und am Samne nicht
oder nur wenig verdunkelt ist und daß die Striche der Zwischenaderfalten viel länger sind und ganz freie innere
Enden haben, dazu kommt, daß die Rippen auf der Unterseite der Hflgl am Saume stark kolbig schwarz verdickt
smd, was nicht oder nur in geringerem Grade bei peneleos vorkommt. Durch dieses Kennzeichen und die längeren
Strichen der Unterseite kann pelopeia auch von parrhasia, der sie oben sehr ähnlich ist, unterschieden werden.
Die Vflgl sind gerade von oben gesehen halbdurchsichtig mit schwarzer Spitze, schwarzen Rändern und den
Rippen 2 — 4 breit schwarz gesäumt, wenn sie aber ganz schief von innen betrachtet werden, sehen .sie ganz
schwarz aus mit einem rötlichen Längsstrich in 1 b, einem kleinen gerundeten rotgelben Fleck in 1 b, 2 und 3
nahe am Saume und glashellen Flecken in 4 — 6 ; Hflgl oben rotgelb, an der Wurzel bis zu den Rippen 2 und 5
oder 6 verdunkelt mit deutlichen schwarzen Punkten und oft mit freiem schwarzem Punkt in 2, 5 und 6; Saum-
bmde schmal, etwa 2 umi, schwarz; Hflgl unten an der Wurzel schwach graugrimlich angeflogen, am Saume
nur durch die durchscheinende Saurabinde der Oberseite etwas verdunkelt. Das $ mir unbekamit. Congo-
tropicalui. Grebiet ; selten. — tropicalis Bloch, scheint nur durch etwas dunklere L^^nterseite der Hflgl mit weniger stark
verdickten Rippen abzuweichen und gehört wolil sicher dieser Art an. Ogowe.
AGRAEA. Von Dr. C. Aurivilliüs. 255
A. peneleos ist in allen ihren Formen am leichtesten daran kenntlich, daß die Hflgl unten eine scharf
begrenzte helle Mittelbinde haben; die inneren Enden der Längsstriche im Saumteil sind nämlich durch eine
bräunliche Kappenlinie vereinigt, welche die Mittelbinde nach außen begrenzt ; nach innen wird sie durch das
scharf abgesetzte stets verdunkelte Wurzelfeld begrenzt; die Rippen und Striche der Unterseite sind nicht
oder wenig verdickt und gleichbreit. — ^ peneleos IFarcZ. (57 b; 1. Fig.). Beim cJ smd die Vflgl wie hei pelopeia $ veneleos.
beschuppt und haben abgerundete hell rötlich beschuppte Flecke üa 1 b und 2 und einen solchen Strich in 1 a ;
Hflgl oben schwärzlich mit etwa 7 mm breiter, nach außen abgerundeter roter bis rotgelber Mittelbinde und 2 — 3
mm breiter Saumbinde ; Vf Igl unten am Saume mit graugelber bis hellgelber Grundfarbe ; Hflgl unten an der
Wurzel nur schwach verdunkelt, ihre Saumbinde viel breiter als oben, 4,5 mm breit. Das $ ist vom ^ recht
abweichend ; die Vf Igl sind im Wurzelteil bis zur Zellenspitze und Rij^pe 3 halbdurchsichtig hell gelbbraun mit
einem länglichen dunklen Fleck in der Zelle und oft auch mit einem gerundeten solchen Fleck hmter der Zelle
im Wurzelteil der Felder 4 — 6; Spitze und Saumbinde heller als beim (J; Hflgl oben bis zur Wurzel gelbbraun mit
freien schwarzen Punkten, die Discalpunkte oft alle da; Saumbinde kaum mehr als 1mm breit, an den Rippen nach
innen gezackt ; Vflgl unten glasklar mit gelber Saumbinde ; Hflgl unten hinter den Discalflecken mit hellgelber
3 mm breiter Mittelbinde, im Wurzelfeld und am Saume dunkler, graugelb; die Kappenlinie, welche die inneren
Enden der Saumstriche verbindet, ebenso deutlich wie beim i^. Sierra-Leone bis Congo. — ab. $ helvimaculata helvimacn-
Eltr. weicht vom tyi^ischen $ nur dadurch ab, daß die Vflgl fast bis zur AVurzel glasklar mit sehr schwachem '"'"•
rötlichem Anflug sind und daß die Hflgl auch oben hinter den Discalpunkten eine 3 mm breite, weißliche, durch
die rötlichen Rippen geteilte Mittelbinde haben. Lagos. — ab. $ lactimaculata f'/^r. (60 a)Flgl ganz ohne rote oder lurümacu-
braune Zeichnungen; Vflgl an der Wurzel bis wenigstens zur Rippe 2 schwarzgrau überzogen. Hflgl auf beiden '"'"'
Seiten im Wurzelfeld und am Saume dunkelgrau mit weißer Mittelbinde, unten etwas heller als oben. Fernando-
Po. — ab. $ sepia Eltr. Vflgl halbdurch.sichtig mit schwarzbraunen Rändern, Spuren weißlicher Flecke in 1 b sepia.
und 2; Hflgl oben schwarzbraun, mit einigen roten Schuppen an der Zellenspitze und an der Innen.seite der Saum-
binde; Ird gelblich; Vflgl unten an den Rändern gelblich; Hflgl unten graugelb mit weißlicher Mittelbinde.
Fernando-Po. — pelasgius Smith ist die östliche Rasse, welche jedoch auch in West-Afrika als Abänderung pelasgius.
unter der Hauptform auftritt, und zeichnet sich dadurch aus, daß das Wurzelfeld und die breite Saumbinde der
Hflgl-Unterseite dmikel leberbraun sind, wodurch die hellgelbe Mittelbinde sehr scharf hervortritt. Congo-
Gebiet bis Uganda; auch als Abänderung in Kamerun bis Angola. — gelotlica Rothsch. u. Jord. weicht von gelonica.
pelasgius durch die mehr durchsichtigen Vflgl und die kastanienbraune Grundfarbe der Unterseite der Hflgl ab.
Abessinien. — Rp dunkelbraun mit schwärzlichen, gelbgesäuniten Querstrichen auf dem Rücken, gelber
Seitenlinie und rotbraunem Kopfe; die Dornen schwarz.
A. parrhasia i^. (57a, 59e) ist im männlichen Geschlecht der vorigen Art so ähnlich, daß es genügt die Untei'- parrhasia.
schiede hervorzuheben. Vflgl halbdurchsichtig nur an den .Rändern, an der Wurzel und auf den Rippen dicht
schwärzlich beschuppt, in 1 b und 2 je ein länglicher rötlich beschuppter Fleck; der Fleck in 1 b setzt sich oft
als rötlicher Streifen gegen die Wurzel fort; die Zelle gewöhnlich mit zwei getrennten rötlichen Flecken; Flecke
der Felder 3 — 6 glashell; auf der Unterseite der Vflgl smd die Ränder und die Mediana gelb beschuppt; die
Unterseite der Hflgl ist fast eintönig gelb ohne dunkle Saumbmde und mit freien inneren Enden der Saum-
strichen. Das $ ist dem (J ähnlich hat aber stumpfere Vflgl mit undeutlicheren und mehr in der Länge ausgezo-
gene rötliche Flecke und weißlich beschuppte Flecke der Felder 4 — 6, von peneleos $ weicht sie durch das Fehlen
der dunklen Saumbinde der Hflgl-Unterseite ab. Rp braun mit sehr langen schwarzen Dornen und heller Seiten-
linie. Pp hell gefärbt mit den normalen schwarzen Zeichnungen ; Rückenflecke des Hlbs breit getrennt, quadra-
tisch mit hellem Mittelpunkt; die Glieder 2 — 7 mit gut entwickelten stumpfen Warzen. Sierra-Leone bis Ka-
merun. — fa. $ oppidia Hew. (57 a) die roten Flecke der Vflgl deutlicher und die weißlichen Flecke der Felder oppidia.
4 — 6 schärfer begrenzt. Fernando-Po. — fa. $ parrhoppidia Stgr. Die Mittelzelle und die Felder Ib und 2 der parrlioppi-
Vflgl fast ganz rot ; die Flecke 4 — 6 glashell. Kamerun. — fa. $ leona Stgr. ( = leonina Baker). Vflgl außer an den Rän- ^^"^•
dem fast glashell; Hflgl oben bis zur Wurzel gelbbraun, näch.st der schmalen Saumbinde heller gelblich; Unter-
seite wie bei der Hauptform aber viel heller; ist dem 9 von peneleos ähnlich aber mehr durchsichtig und durch
die Unterseite der Hflgl leicht kenntlich. Sierra-Leone.
A. grosvenori Eltr. (60 b) schließt sich durch Größe und Flglform den nächst vorhergehenden Arten an. grosvenori.
Vflgl oben ganz schwärzlich und nur in der Zelle und statt der Flecke schwach durchsichtig; Hflgl oben an der
Wurzel bis zu den Rippen 2 und 7 schwarz, dann ziegelrot mit sehr schmaler dunkler Saumlinie und sehr feinen
Strichen der Zwischenaderf alten, unten eintönig orangegelb mit wenigen, kleinen schwarzen Punkten an der
Wurzel und langen Strichen am Saume an den Falten, die Rippen aber kaum schwarz gesäumt. Oestliches
Congo- Gebiet.
A. newtoni E. SJiarpe. Vflgl schwärzlich mit einem gerundeten weißlichen Fleck in 2 und einer weißlicher mwlonl.
Subapicalbinde m 4 — 6; Hflgl oben schwärzlich, genau hinter der Zellenspitze mit einer 3 mm breiten rotgelben,
gleichbreiten Mittelbinde, welche den Ird nicht völlig erreicht, unten bis zur Zellenspitze grünlich hellgrau mit
schwarzen Punkten, sonst wie oben. Insel Säo-Thome; nur ein ^ bekannt.
A. safie Fldr. (57 b) ist eine kleine, sehr distinkte Art. Beide Flgl dicht beschuppt oben schwarzbraun; aafie.
256 ACRAEA. Von Dr. C. Auriviluus.
die Vflgl mit drei weißen Subapicalflecken in 4 — 6 und mit je einem gell)en Fleck in Ib und 2. die Hflgl oben
mit einer schmalen, mehr oder weniger in Flecke aufgelösten gelben Mittelbinde; auf der Unterseite sind die Vflgl
schwarz mit schwefelgelber, schwarz gestreifter Saumbinde und hellen Discalflecken wie oben; die Hflgl haben
unten eine hellere oder dunklere gelbliche Grundfarbe, mit oder ohne Andeutung einer Mittelbinde; schwarze
Wurzelpunkte reduziert; Saumstriche fein, bisweilen am inneren Ende punktförmig verdickt. Abcssinien. —
aniinorii. fa. aiitinofü Oberth. weicht nur dadurch ab, daß die Mittelbinde der Hflgl-Oberseite fehlt oder unvollständig ist.
Abessinien.
A. orina. Durch die vollständig beschuppten Vflgl mit scharf begrenzten roten Zeichnungen weicht
diese Art von der nahe verwandten panhasia ab. Die Vflgl oben schwarz mit einem langen roten Streifen in der
Zelle und in Ib und roten Discalflecken in 2 — 6 oder wenigstens in 2. Hflgl oben schwarz mit breiter roter Mit-
telbinde, welche nur die äußerste Spitze der ^littelzelle bedeckt oder beim 9 bis zur Wurzel rot mit schwarzen
Punkten. Unterseite der Vflgl bis über die Mitte hinaus rötlich dann gelblich mit schwarzen Rippen und dicken
schwarzen Strichen; Hflgl mit gelber Grundfarbe, großen schwarzen Punkten im Wurzelfeld und dicken schwar-
orina. zen Strichen der Zwischenaderfalten. — orina Hew. (= orinata Oberth. 57 a). Vflgl mit roten (^, ?) oder weißen
nigra- (?) Discalflecken in den Feldern 3 — 6. Sierra-Leone bis Congo. ^ fa. nigroapicalis Auriv. Vflgl ohne helle
apicalia. Flecke der Felder 3 — 6. Kamerun bis Uganda. Orina (57 a) ist eine Uebergangsform mit rotem Fleck nur in
orineta. 3. — Ofineta Eltr. ist die östliche Rasse und zeichnet sich dadurch aus, daß die roten Zeichnungen der Vflgl
mehr ausgedehnt sind und das Wurzelfeld der Hflgl-Oberseite auch beim J schwarz ist ; die hellen Flecke der
Felder 4 — 6 der \'flgl sind beim $ bald weißlich bald rot wie beim o ■ Uganda, als Abänderung auch in West-
afriki^,
bwichbecki. A. buschbecki Deir. (57 a). Vflgl oben schwarz mit denselben roten Flecken wie bei orina. der Streifen
in 1 b jedoch durcli einen schwarzen Fleck in der Mitte geteilt und die Mittelzelle mit einem länglichen schwarzen
Fleck ; der Fleck in 3 ist klein und liegt in oder hinter der Mitte des Feldes ; Unterseite wie oben, die Flecke 3 — 6
aber gelb statt rot und die Saumbinde gelb gestreift. Hflgl oben bis zur Wurzel rot mit schwarzen Punkten
oder an der Wurzel etwas verdunkelt, am Saume mit scharf begrenzter etwa 2 mm breiter Saumbinde, unten
mit gelber Grundfarbe und schwarzer Saumbinde, welche in jedem Felde zwei kleine gelbe Punkte einschließt.
Kamerun bis Congo-Gebiet; selten.
cinerea. A. Cinerea Xeave. Vflgl glashell ohne Spur von besonderen Flecken, am V'rd und an der Spitze mehr oder
weniger grau bestäubt. Hflgl oben eintönig schwarz, unten an der Wurzel mit einem großen dunkelroten Feld,
welches sich bis zur Spitze der Zelle und zum Ird ausdehnt; Wurzel|)unkte schwach entwickelt: Vflgl unten an
alhrrta. der \Viirzel des Vrds dunkelrot. Brit. Ost-Afrika: Tiriki Hills (5000 Fuß). — alberta Eltr. (60 e) weicht da-
ilurcli ab, daß die Hflgl oben einen großen länglichen karm.inroten Fleck haben, welcher die Wurzel der Felder
7 — 2, die Mitte des Feldes Ic und die Spitze der Zelle bedeckt. Westlich vom Albert-Edward- See.
oreslia. A orestia Heir. (öOg). Vflgl glashell, an den Rändern und Rippen und an der Wurzel dunkel beschuppt,
die Felder la und Ib über die Mitte hinaus, die Wurzel des Feldes 2, sowie gewöhnlich auch ein kleiner
Fleck in der Zelle hell orangegelb bis rot. Hflgl aaf beiden Seiten hell orangegelb mit schwarzen Wurzelpunkten
und. vollständig entwickelten Discalpunkten und mit einer scharf begrenzten, grauen bis schwärzlichen halb-
Iransila. durchsichtigen Saunibinde. Nigeria bis Angola und Uganda. — ab. transita Eltr. Vflgl ohne rötliche Beschup-
humilis. ])ung; die Hflgl statt der roten Farbe gelb oder weiß. Uganda und Tiriki-Hills. — humilis Ew. S/iarpe. Beide
Flgl durchsichtig ohne rote oder gelbe Schuppen und oben fast ganz ähnlich ; die Hflgl unten an der Wurzel
mit einigen kleinen schwarzen Punkten, die oben nicht sichtbar sind : die Discalj)unkte fehlen. Eine sehr degra-
dierte Form. Uganda und Tiriki.
quirinalis. A. quirinalis iSniit/i ist der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber einen scharf begrenzten rotgelben Wurzel-
teil der Vflgl-Oberseite, welcher die Sp'tze der Zelle und die Rippe 3 erreicht und einen schwarzen Längsstrich
im Wurzelteil der Zelle einschließt; die rotgelbe Farbe der Vflgl ganz dieselbe wie die der Hflgl; Saunibinde
der Hflgl deutlich breiter als bei orestia, etwa 1 mm breit. Oestliches t'ongo-Gebiet ; Uganda; Deutsch und Bri-
tisch Ost- Afrika.
iqola. A- 'gola Trim. ist den beiden vorigenArten sehr ähnlich, weicht aber dadurch ab. daß die Saumhiiide
der Hflgl nicht durchsichtig und die Mittelzelle ungefleckt ist. Wurzel hälfte fler Vflgl bis zur Zellenspitze und Rippe
3 lebhaft orangegelb ohne Flecke; Vrd bis zur Wurzel, Spitze, Saumbinde und Rippen 3 — 6 schwarz bestäubt;
Felder 3 — 6 sonst glashell; Hflgl oben orangegelb mit schwarzen Punkten und 2 — 2,5 mm breiter schwarzer
Saumbinde; die rotgelbe Farbe auf der Unterseite viel blasser als die obere: Striche der Zwischenaderfalten
kurz, den Saum nicht erreichend. Beim $ ist die Grundfarbe heller, hell ockergelb bis rahmgelb und die Saum-
vmcuh'ven- binde unscharf begrenzt. Zulu-Land bis Deutsch-Ost-Afrika. — fa. 9 maculiventris Sm. n. Kij. hat eine
If'is. mattere mehr braungelbe Grundfarbe und eine unscharf begrenzte, bald breitere bald schmälere Saunibinde
der Hflgl-Oberseite: unten sind die Hflgl bald wie oben gefärbt, bald an der Wurzel bis zu den Discalflecken
schokoladenbraun und dann bis zur rotliraunen Saunibinde hell rötlich, lauter der Hauptfonn.
Ausgegeben 25. III. 1913. ACRAEA. Von Dr. C. Attrivilliüs. 257
A. strattipocles Oberfh. (56f) ist der .4. igola sehr ähnlich, hat aber viel größere und vollständig entwickelte straiüpocles.
Discalpunkte der Hflgl luid einen weißlich erhellten Ird derselben. Madagaskar.
A. masamba Ward (56 g) schließt sich den beiden vorigen Arten eng an, weicht aber dadurch ab, daß masamha.
die rotgelbe Beschuppung der Vflgl weniger ausgedehnt ist, die Spitze der Zelle frei läßt und höchstens die Wurzel
des Feldes 2 bedeckt ; sie ist beim $ viel blasser als beim 3" ; die Hflgl wie bei strattipocles mit großen Discalpunkten ;
der äußere schwarze Punkt der Zelle Hegt mehr wurzelwärts vor dem Ursprung der Rippe 2; beim $ ist die
Grundfarbe der Hflgl oft weißlich. Madagaskar. — fa. silia Mab. (56 g) weicht nur dadurch ab, daß die rötliche sUia.
Farbe der Oberseite mehr gelblich und hinter den Discalflecken der Hflgl mehr oder weniger weißlich ist;
die Geschlechter einander fast ähnlich. Madagaskar. — fa. boseae Saalm. (56 g) ist kleiner mit liellgelber Grund- boseae.
färbe der Oberseite. Madagaskar.
A. sambavae Ward ist den beiden letzten Arten sehr ähnlich, hat aber eine mehr braunrote Farbe der sambavae.
Oberseite und weicht besonders dadurch ab, daß die Saumbinde der Hflgl durch große schwarze Flecke an den
Rippenenden ersetzt ist; diese Flecke berühren einander am Saume, sind aber sonst ganz frei; der Ird der Hflgl
breit weißgelb. Madagaskar.
A. aubyni EÜr. (60a) Vflgl oben im Wurzelteil rötlich; die rote Farbe bedeckt die Zelle bis zur Spitze, die aubyni.
Felder 1 a bis 2 fast bis zum Saume, und die Wurzel des Feldes 3 ; der Spitzenteil ist schwärzlich mit drei kurzen,
weißlichen, durchsichtigen Flecken in 4 bis 6. Hflgl oben fast bis zur Wurzel hellrot mit freien schwarzen Punkten
und einer 2 mm breiten, scharf begivnzten schwarzen Saumbinde; unten hell ockergelblich, am Saume auf
den Falten mit kui'zen fehlen Strichen, welche den Saum nicht völlig erreichen. British Ost-Afrika.
A. conradti Oberth. (56 f) weicht von allen vorhergehenden ähnlich gefärbten und gezeichneten Arten conradti.
dadurch ab, daß die Spitzenhälfte der Vflgl dicht beschuppt ist ohne Glasfleck m 3 aber mit scharf begrenzten
weißen Flecken in 4 bis 6 und besonders dadurch daß auf der Unterseite der Hflgl die Rippen am Saume breit
schwarz sind und die Striche kurz und verdickt, kegelförmig. Nyassa-Land und Deutsch Ost-Afrika.
Fünfte Untergruppe.
Große Arten, welche dadurch ausgezeichnet sind, daß die .schwarzen Punkte der Felder 5 bis 7 der Hflgl völlig fehlen.
Die Felder 5 und (> sind bisweilen auch bei den Arten der vorhergehenden Untergruppen ohne Punkte, im Felde 7 finden
sich bei diesen stets 1 bis 2 schwarze Punkte. Die Vflgl sind wenigstens zum großen Teil glashell, an der Spitze und am
Saume oft m^hr oder weniger verdvmkelt und haben zw3i, bisweilen sehr undeutliche, dunkle Querbinden, von denen die
erste vom Vrd durch die Mittelzelle bis zur Rippe 1 a nahe am Hinterwinkel und die andere hinter der Zelle vom Vrd bis
zur Rippe 3 verläuft und bisweilen mit den breit verdunkelten Schlußripiien der Zelle vei'einigt ist. Hfgl mit Wuizel-
punkten in 1 a bis 1 c, zwei Punkten in der Zelle und Discalpunkten in 1 b bis 3 und selten auch in 4, der Punkt in 3 liegt
viel näher am Saunie als die anderen.
A. vesperalis Smith (56 f). Vflgl an der Spitze und am Saume breit verdunkelt, halbdurchsichtig und vesperalis.
mit deutlichen dunklen Querbinden. Hflgl oben hell ockergelb mit etwa 4 mm breiter schwarzbrauner Saum-
bmde, unten dunkel ockergelb mit langen dunklen Strichen der Zwischenaderf alten. Sierra-Leone bis Congo
und Uganda. — catori Beth. Baker. Grundfarbe der Hflgl hellgelb. Sisrra-Leone. catori.
A. peiitapolis hat die Hflgl am Vrd, in den Feldern 5 bis 7 bis zur Zelle und in 1 c bis 4 am Saume glashell pentapolis.
oder durchsichtig ; beschuppt sind also nur die Mittelzelle, die Felder 1 a bis 2 fast bis zum Saume und die Wurzel
der Felder 3 (und 4); die Saumstriche sind oft nur in den Feldern 1 c bis 3 deutlich. Rp oben dunkel umbra-
braun mit einem weißen Fleck jederseits auf den Gliedern 4 bis 12; Kopf rotbraun. Dornen schwarz, die des Glie-
des 2 verlängert. Pp weißlich mit schwarzen Zeichnungen; Hlb oben mit kurzen stumpfen Erhöhungen. —
pentapolis Ward {56 e). Querbinde der Vflgl matt und wenig deutlich ; Beschuppung der Hflgl sehr dünn blaß-
gelb bis weißlich. Sierra-Leone bis Congo und Uganda. — ab. thelestis Oberth. (56 f). Beschuppung der Hflgl rot- ihelestis.
gelb. Unter der Hauptform. — epidica Oberth. (56 f). Querbinde der Vflgl tief schwarz und scharf begrenzt, oft epidica.
stark verbreitet; Beschuppung der Hflgl zitrongelb; Saum beider Flgl oft breit verdunkelt. Deutsch Ost-Afrika.
Sechste Untergruppe.
Durch deutliche freie Wurzel- und Discalpunkte der Vflgl weichen die hieher gehörigen Arten von allen anderen der
ersten Gruppe ab und stimmen dadurch mit den meisten Arten der zweiten Gruppe überein. Die drei Arten sind unter sich recht
verschieden und können durch die Kennzeichen der folgenden Uebersicht leicht unterschieden werden.
Uebersicht der Arten.
I. Beide Flgl ohne Submarginalpunkte. Der Discalpunltt 1 b der Vflgl steht schief nach außen hinter dem
Discalpunkt 2.
XIII 33
258 ACRAEA. Von Dr. C. AuRiviLLnjs.
a. Der Discalpunkt 4 der Hflgl steht etwas näher am Saume als die übrigen und bildet mit den Discalpunk-
ten 2, 3, 5 und 6 einen fast regelmäßigen Bogen. A. encedon.
ß. Der Discalpunkt 4 der Hflgl steht näher an der Wurzel als die Discalpunkte 3 und 5. A. pharsalus.
II. Die Hflgl wenigstens in 1 c bis 3, die Vflgl in Ib und 2 mit großen Submarginalpunkten. Die Discalflecke
1 b bis 3 der Vflgl liegen in einer geraden Linie. A. rogersi.
A. encedon ist eine in Afrika weitverbreitete und sehr veränderliche Art, welche viele Formen, aber
keine bestimmten Lokalrassen aufzuweisen hat. Die schwarzen Punkte sind bei allen Formen dieselben und in
folgender Weise angeordnet. Vflgl: 1 bis 2 Wurzelpunkte in 1 b; ein Querfleck in der Mittelzelle; Discalpunkte
in 1 b bis 6, von denen der in 1 b oft doppelt ist und stets viel näher am Saume liegt als der Punkt in 2 ; bei den
Formen mit schwarzer Flglspitze sind die Discalpunkte 3 bis 6 oben gegen die dunkle Grundfarbe undeutlich.
Hflgl: Wurzelpunkte in (1 a), 1 b, Ic und 7; 1 bis 2 Punkte in der Zelle; je ein Punkt im Wurzelwinkel der Felder
4 und 5 und Discalpunkte in 1 b bis 7, von denen der in 3 oder 4 näher am Saume als die übrigen und der in 2
näher an der Wurzel als der in Ib liegt. Die Hflgl haben oben eine schmale, 1 bis 2 mm breite schwarze oder
schwärzliche Saumbinde und auf ihrer Unterseite sind die Striche der Zwischenaderf alten oft rotgelb statt schwarz.
encedon. Ganz Afrika südlich von der Sahara und Madagaskar. — encedon L. (56 e). Die Spitzenhälfte der Vflglober-
seite schwärzlich mit weißer aus 5 bis 0 Flecken der Felder 3 bis 6 (!), 10) gebildeter Subapicalbinde; Grundfarbe
infuscata. sonst rotbraun bis gelbbraun, unten etwas heller. — fa. infuscata Stgr. weicht von encedon nur durch rauch-
alcippina. braune Grundfarbe ab. — fa. alcippina AHriv. hat die Hflgl in der Mitte mehr oder weniger ausgedehnt weiß,
sganzini. stimmt aber sonst mit der Hauptforin übei'ein. — fa. sganzini Bsd. (56 e). Zeichnungen wie bei der Haupt-
form, Grundfarbe aber strohgelb bis lehmgelb und Saumstiiche der Hflgl-Unterseite gewöhnlich schwarz;
Saumbinde der Hflgl-Oberseite oft erweitert und unscharf begrenzt. Kommt besonders auf Madagaskar vor.
Jycia. — fa. lycia F. (56 e) ist der fa. sgunzini sehr ähnlich, hat aber eine weiße oder weißliche Grundfarbe; bisweilen
ist die Wurzeihälfte der Vflgl auf beiden Seiten rauchig schwarzgrau und oben nur wenig heller als die Spitzen-
fxtmosa. hälfte, ab. fumosa ab. nov. Ein Stück mit 3 schwarzen Punkten in der Mittelzelle der Hflgl wurde von Strand
ascreptieki. ascrepticia (!) benannt. — Die folgenden Formen weichen von den vorhergehenden dadurch ab, daß die Spitzen-
hälfte der Vflgl-Oberseite nicht oder kaum dunkler als die Wurzelhälfte ist und deutliche schwarze Discalpunkte
necoda. hat. — fa. necoda Heir. (56 e). Grundfarbe beider Flgl hellgrau; Vflgl mit weißlicher Subapicalbinde. — fa.
daira. daira Godm. u. SultK Grundfarbe beider Flgl hell braungelb ; die Subapicalbinde der Vflgl fehlt oder ist nur durch
radiata. hellgelbliche Flecke angedeutet. — fa. radiata Auriv. weicht von daira nur dadurch ab, daß die Rippenenden
oben breit dreieckig schwarz gesäumt sind und die hintere Hälfte der Hflgl weißlich ist. Adamaua. — Rp
schieferschwarz mit gelber Seitenliiaie, kleinen weißen und gelben, schwarz gesäumten Rückenflecken und schwar-
zen Dornen ; Kopf schwarz. Pp weiß mit den gewöhnlichen schwarzen Zeichnungen. Die Rp lebt auf t'ommelina.
— Die Uebereinstimmung in der Farbe und Zeichnung zwischen den Formen von Acraea encedon und denen
von den viel größeren Danaida chrysippus und dorippus sind sehr bemerkenswert. Man vergleiche A. encedon
und D. chrysippus, A. alcippina und D. alcippus, A. daira und D. dorippus, A. radiata und D. dorippus ab.
alhinus.
pharsalus. . A. pharsalus Ward. (56 d). Beide Flgl oben an der Wurzel schwarz bestäubt; Vflgl oben an der Spitze
und am Saume sehr breit schwarz mit weißlichen (selten rötlichen) kleinen Subapicalflecken in 4 bis 6 und großen
Discalpunkten m 1 b bis 6, von denen die der Felder 4 bis 6 kaum von der Grundfarbe zu unterscheiden smd ; Mittel-
z >Ile mit einem schwarzen Fleck in der Mitte und an der Spitze; die Mitte der Vflgl und der größte Teil der Hflgl
oben rot, die Hflgl mit schwarzer Saumbinde; Vflgl unten rötlich grau, an der Spitze und am Saume gelblich
mit schwarzen Rippen und Saumstrichen; Hflgl unten an der Wurzel und am Saume grünlich hellgrau, in der
Mitte schwach rötlich mit wohl entwickelten Wurzel- und Discalpunkten und großen dreieckigen Flecken am
Saume auf den Zwischenaderfalten. — Rj) oben rotgelb unten heller mit schwarzer Rückenlinie und kleüien
schwarzen Strichelchen am Vorder- und Hinterrande jedes Gliedes; Kopf und Dornen schwarz. Pp hell gelblich
pÄar.'WiJoi- mit schwarzen Zeichnungen. Senegal bis Angola, Nyassa-Land und Uganda. — pharsaloides JYo^^ (= saluspha
' ''*• Sit ff.) ist die ostafrikanische Rasse und weicht nur dadurch ab, daß die helle Subapicalbinde der A'flgl viel größer
und rot und durch einen solchen Fleck m 3 mit der roten Grundfarbe vereinigt ist; die schwarzen Discalpunkte
der Felder 3 bis 6 treten dadurch als selbständige Flecke auf: die Wurzel beider Flgl ist oben weniger schwarz
bestäubt als bei der Hauptform. Beim $ ist die (hundfarbe oben oft graugelblich. Angola, Deutsch- und Brit.
paUidepiciii. Ost-Afrika. — ab. pallidepicta Strand. Subapicalbinde der Vflgl weißlich. Deutsch Ost-Afrika. — ab.
nia. nia Strand bildet gewissermaßen den Uebergang zu vuilloti. indem die Hflgl an derselben Stelle wie bei dieser
luiUoii. einen hellen gelblichen Wisch tragen. Deutsch Ost-Afrika: Amani. — vuilloti Mab. (56 d). Die Grundfarbe
der Vflgl ist oft völlig in Flecke aufgelöst und die Hflgl haben amird m den Feldern 1 b bis 2 (bis 3) einen großen
weißen Fleck. Hflgl auch unten mit dunkler Saumbmde. Saumstriche dick, aber nicht dreieckig. Deutsch
rhodina. Ost-Afrika. — rhodina Rothsch. Vflgl wie bei vuilloti] Hflgl auch ähnlich gezeiclmet aber ohne weißes Feld.
Abessinien.
rogrrsi. A. rogersi ist durch die Anwesenheit von schwarzen Submarginalpunkten wenigstens in den Feldern
1 b und 2 beider Flgl ausgezeichnet. Die Vflgl haben einen Wurzelpunkt in 1 b, emen schwarzen Fleck in der Zelle
ACRAEA. Von Dr. C. Attrivillius. 259
einen an der Zellenspitze und große Discalpunkte in 1 b bis 6, von denen die in 1 b bis 3 in einer mit dem Saume
gleichlaufenden geraden Linie stehen. Die Hflgl sind gewöhnlich oben an der Wurzel bis zur Zellenspitze so ver-
dunkelt, daß die Wurzelpunkte nicht deutlich sind und haben eine breite schwarze Saumbinde; unten haben
sie Wurzelpunkte in labis 1 c, 7 und 8 und zwei in der Zelle; die Discalpunkte finden sich gewöhnlich in allen
Feldern, sind aber unregelmäßig angeordnet, indem die Flecke in 1 c und 4 näher an der Wurzel als die angren-
zenden liegen, ein schwarzer Punkt auf der mittleren Discocellularrippe ; die Submarginalpunkte liegen dicht
vor der Saumbmde und kommen beim $in den Feldern 1 b bis 7, beim (^ oft nur in 1 b bis 3 vor, — rogersi Hew. rogersi.
Oben schwarz mit einer 8 bis 9 mm breiten Querbinde der Hflgl und einem großen Fleck am Hinterwinkel derVflgl
in den Feldern 1 a bis 2 beim ,^ rot oder rotgclb, beim ? nur undeutlich rötlich. Sierra-Leone bis Angola.— salambo salambo.
Sm. (56 d). Beide Flgl oben rauchschwarz in der Mitte mehr oder weniger breit gelblichgrau aufgehellt. Unter
der Hauptform. — lamborni EUr. ist der vorigen Form ähnlich hat aber eine schmutzig rahmfarbige Querbinde lamlomi.
der Hflgloberseite. Rp schwarzbraun mit schwarzen Dornen und schwarzem Kopfe. Pp hell gelblichbraun
mit feinen schwarzen Strichelchen; am Kopfe mit zwei langen, stumpfen, divergierenden Hörnchen, Lagos,
Anhang zur ersten Gru p"p e.
Die folgende, ganz isoliert dastehende Art fülire ich als Anhang zur ersten Gruppe auf. Die Hflgl haben
unten an den Zwischenaderfalten feine undeutliche schwarze Linien, welche jedoch bei weitem den Saum nicht
erreichen, am Saume selbst sind sie rötlich gefärbt ohne daß jedoch besondere Saumflecke gebildet werden.
Auf der Oberseite der Hflgl kommen dagegen große, abgerundete, durch die schwarzen Rippen und eine Sub-
marginallinie wohl begrenzte Saumflecke vor, welche jedoch ganz dieselbe Farbe wie der Grund der Oberseite
haben,
A. amicitiae Heron (= polychroma Rebel) (59 f), Vflgl oben schwarz in der Wurzelhälfte mit 5 großen amidtiae.
eckigen braunroten Flecken, zwei in 1 b, zwei üi der Mittelzelle und einen in der Mitte des Feldes 2 und in der
Spitzenhälfte mit drei kleinen glashellen Flecken m 4 bis 6, Hflgl oben braunrot, im Wurzelteil der Felder 1 a bis 2
bis zur Rippe 3 schwarz und mit freien schwarzen Discalj^unkten in (4) 5 bis 7; vor dem Saume mit einer dicken
schwarzen Submarghiallinie, welche durch die schwarzen Rippen mit dem Saume verbunden ist; auf der Un-
terseite sind der Wurzelteil bis zu den Discalpunkten und die Saumbinde matt graubraun und der Zwischenraum
bildet eine nach vorn erweiterte hell graugelbe Mittelbinde; Wurzel- und Discalpunkte alle frei, Ruwenzori
und in den Gebirgsgegenden am Nordwestende des Tanganjika Sees,
Zweite Gruppe.
Diese Gruppe umfaßt die Mehrzahl der äthio)iisiluii Atraeeu und kann in mehrere Untergruppen eingeteilt werden.
Die Untergruppen habe ich fast unverändert wie in niemeni Werke Rhopalocera aethiopica beibehalten, obgleich einige Arten
später entdeckt worden sind, die sich nicht olme Schwierigkeiten in den Untergruppen einpassen lassen, Eltringham hat eine
große Anzahl klemerer Gruppen aufgestellt, die jedoch nicht charakterisiert worden sind und darum hier nicht angewendet
werden können. In seiner Bestimmvmgstabelle hat er dagegen die folgenden Untergruppen fast unverändert beibehalten.
Uebersicht der Untergruppen,
I. Die Vflgl vollständig beschuppt, sehr selten hinter der Mitte zum Teil glashell mit geflecktem Saume, Die
Hflgl in diesem Falle unten mit freien nicht zusammengeflossenen Wurzelpunkten,
A, Die Hflgl unten am Saume in jedem Felde mit einem hellen, nach banen dunkel (schwarz) begrenzten Fleck
oder mit breiter schwarzer, hellgefleckter Saumbinde,
a) Die hellen, oft dreieckigen oder in der Länge ausgezogenen Saumflecke der Hflgl-Unterseite sind auf
den Seiten und nach innen von zwei schief gestellten, nach innen konvergierenden oder oft auch
vereinigten, geraden oder gebogenen, mit den schwarzen Rippen gewöhnlich nicht verbundenen
dunklen Strichen begrenzt. Wenn diese Striche gebogen, verdickt und mit den Rippen vereinigt
sind, ist die Saumbinde derjenigen der folgenden Untergruppen sehr ähnlich. In solchem Falle sind
jedoch die Arten" der vorliegenden Gruppe daran kenntlich, daß die Vflgl ohne Discalpunkte sind.
Erste Untergruppe.
i'j) Die hellen, gerundeten oder viereckigen bis transversalen Saumflecke der Hflgl-Unterseite sind nach
innen (und auf den Seiten) von einer geraden oder gebogenen, bisweilen stark verdickten Querlinie
begrenzt. Im letzten Falle kann die Querlinie zu einer breiten, die verkleinerten Flecke ganz ein-
schließenden Saumbinde erweitert sein.
*. Die Wurzelpunkte der Hflgl-Unterseite getrennt.
1. Die Vflgl unten ohne dunkle Striche auf den Zwischenaderfalten oder selten mit kurzen solchen
Strichen, die jedoch vom Saume weit entfernt sind.
260 ACRAEA. Von Dr. C. AumvrLiJüS.
a) Der Discalpunkt 1 b der Vflgl steht fast gerade hinter dem Discalfleck 2 so, daß eine durch
diese Punkte gezogene Linie fast senkrecht zu dem Hrd stehen und die Mittelzelle kaum
oder nicht berühren würde *) Z w e i t e U n t e r g r u p p e.
b) Der Discalpunkt 1 b der Vflgl steht so schief nach außen hinter dem Discalfleck 2, daß eine
durch diese Punkte gezogene Linie den Hinteminkel und die !Mittelzelle durchschneiden
und fast senkrecht gegen den Vrd stehen •würde *). Dritte L'ntergruppe.
2. Die Vflgl unten mit deutlichen, den Saum erreichenden, schwarzen Strichen auf den Zwischen-
aderfalten VierteUntergruppe.
**. Die Wurzelpunkte der Hflgl-L'nterseite zu einem schwarzen, weißgefleckten Wurzelfeld zusammen-
geflossen Fünfte fntergruppe.
B. Die Hflgl unten am Saume ohne helle scharf begrenzte Saumflecke, nur mit schwarzer Saumlinie oder
auch mit heller Saumbinde Sechste L'ntergruppe.
II. Die Vflgl wenigstens hinter der Mitte durchsichtig, glashell oder rauchig ohne Zeichnungen; selten vor der
Spitze und am Saume mit hellen Flecken, die Hflgl aber in diesem Falle unten an der Wurzel schwarz mit
weißen Punkten.
A. Hflgl am Saume vollständig beschuppt und mehr oder weniger gefleckt.
Siebente L'ntergruppe.
B. Hflgl am Saume mehr oder weniger breit unvollständig beschuppt, durchsichtig bis glashell, selten
rauchig, ohne Zeichnungen oder nur an den Rippenenden verdunkelt.
Achte L'ntergruppe.
Erste Untergruppe.
Die eigentümliche Zeichnung am Saume der Hflgl-lTnteiseite, welche diese Untergruppe auszeichnet, kann auch so
beschrieben werden, daß sich dort dunkle Striche auf den Zwischenaderfalten befinden, welche sich gegen den Saum spalten
und einen hellen Fleck einschließen (vergl. die T'nterseiten Taf. 56 a — d). Sehr selten tritt dicseibe Zeithnung, wie beim 9
von aUhoiji, auch oben auf. Bei allen typischen Arten fehlen die Wurzel- und Discalpi^nkte der Vf.'gl cder tiettn nur in 1 b xr.A
2 als kleine freie Punkte auf. Bei den beiden letzten,. sehr abweichenden Alten, welche einen Vebergang zu der zweiten Unter-
gruppe bilden, sind die Discalpunkte der Vflgl dagegen vollständig entwickelt. Dieselben stehen auch hinsichtlich der Zeichnung
am Saume der Hflgl -Unterseite auf einem primitiven Standpunkt und kennen nur a]s ein Anhang dieser Untergruppe betrach-
tet werden.
Uebersicht der Arten.
I. Die Felder 4 bis 6 der Vflgl ohne freie Discalpunkte. oft aber mit einer schiefen QuerbLnde, welche den Vrd
gewöhnlich mit der Saumbinde veremigt und eine helle Subapicalbinde abtrennt.
A. Die Discalpunkte der Hflgl-Unterseite niemals zu einer zusammenhängenden Querlinie vom Vrd bis zum
Ird vereinigt.
a) Die Mittelzelle der Vflgl-Oberseite ganz schwarz oder nahe an ihrer Spitze mit einem hellen Fleck
oder längs ihrer Hinterseite hell gefärbte oder selten fast ganz hell gefärbt, in welchem Fall jedoch
die Rippen 3 und 4 der Hflgl aus einem Pimkte oder kurz gestielt ausgehen und die Hflgl oben an der
Wurzel schwarz sind.
*. Die hellen Saumflecke der Hflgl-L'nterseite 4bis5mal so lang wie am Saume breit, strichförmig
oder schmal kegelförmig, und in ihrer Außenhälfte fast gleichbreit. . . A. althoff i.
**. Die hellen Saumflecke der Hflgl-Unterseite dreieckig oder abgerundet, höchstens doppelt so lang
wie am Saume breit.
§. Die Hflgl unten an der Wurzel mit 17 bis 18 abgerundeten, getrennten schwarzen Punkten
auf gelblichem Grunde und olme rote oder gelbliche Striche zwischen den Punkten; dieselben
auch oben ganz deutlich. Die Zeiclmimgen der Oberseite hell ockergelb. ^littelbinde der
Hflgl-Oberseite schmal (4 bis 5 mm breit) und fast gleich breit. . . . A. oberthüri.
§§. Die Hflgl unten im Wurzelt eü höchstens mit 12 bis 14 schwarzen Punkten, welche mehr oder
weniger zusammengeflossen oder durch rote bis gelbliche Striche vereinigt sind. Mittel-
binde der Hflgl-Oberseite bauchig gebogen oder in den Feldern 4 bis 5 erweitert.
t- Die Rippen 3 und 4 der Hflgl aus demselben Punkte oder kurz gestielt. Die Hflgl oben an
der Wurzel wenigstens bis zur Rippe 2 schwarz oder schwärzlich. Die Discalpunkte
4 bis 6 der Hflgl fehlen.
o. Die Vflgl oben bis zur Rippe 2 einfarbig schwarz ohne helle Zeichnungen. Der große
helle Hrdfleck der Vflgl ^mrzelwärts fast geradlinig begrenzt. Der Fleck in 1 b
rektangulär imd an der Rippe 1 ebenso breit wie an der Rippe 2.
•) Wenn der eine oder beide der Punkte 1 b vmd 2 fehlen, muß man die Art sowohl in der zweiten wie in der dritten
Untergruppe suchen, J
ACRAEA. Von Dr. 0. Attrivillius. 261
1. Der innerste Winkel des Feldes 2 der Vflgl vollständig vom hellen Hrdfleck be-
deckt.
a) Alle Zeichnungen der Oberseite gelbrot. Flglspannung 30 bis 35 mm.
A. uvui.
b) Alle Zeichnungen der Oberseite hellgelb. Flglspannung 48 bis 50 mm.
A. viviana.
2. Der innerste Winkel des Feldes 2 der Vflgl schwarz. Zeichnungen der Oberseite
hellgelb A. Icarschi.
00. Die Vflgl oben im W^urzelteü, gewöhnlich an der Medianrippe, mehr oder weniger
breit hell gefärbt. Der Hrdfleck der Vflgl ist nach innen unregelmäßig begrenzt und
setzt sich oft längs der Mediana gegen die Wurzel fort.
1. Der innerste Winkel des Feldes 2 der Vflgl-Oberseite vollständig vom hellen
Hrdfleck bedeckt.
a) Die Hflgl unten an der Wurzel mit einem roten Strich oder Fleck zwischen den
schwarzen Punkten wenigstens in der Mittelzelle und im Felde 8.
A. cäbira.
b) Die Hflgl imten an der Wurzel ohne rote Striche zwischen den schwarzen
Punkten A. alicia.
2. Der innerste Winkel des Feldes 2 der Vflgl-Oberseite schwarz oder mit einem
schwarzen Punkte.
a) Der rotgelbe Längsstreif an der Mediana der Vflgl-Oberseite ist breit und voll-
ständig mit dem Hrdfleck vereinigt A. honasia.
b) Der rote bis rotgelbe Längsstreif an der Mediana der Vflgl-Oberseite vom
Hrdfleck getrennt oder damit nur schmal und unvollständig vereinigt.
A. sotikensis.
tf. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl breit getrennt. Die Hflgl oben an der Wurzel nicht oder nur
sehr wenig schwarz gefärbt; die schwarze Farbe erreicht nicht die Rippe 2. Mittelzelle
der Vflgl-Obers3ite nahe der Spitze mit hellem Fleck sonst schwarz. Hflgl unten im Wurzel-
feld mit roten Strichen zwischen den schwarzen Punkten.
1. Vflgl mit heller Subapicalbinde A. acerata.
2. Vflgl ohne helle Subapicalbinde A. pulhiki.
13) Die Mittelzelle der Vflgl-Oberseite völlig hell gefärbt oder nur mit einem schwarzen Punkte und an
der Spitze etwas verdunkelt ; selten wie die Felder 1 a bis 3 halbdurchsichtig oder rauchfarbig. Die
Rippen 3 und 4 der Hflgl an ihrem Ursprünge mehr oder weniger breit getrennt. Die helle (gewöhn-
lich rotgelbe) Grundfarbe der Vflgl bedeckt fast völlig die Wurzel der Felder 1 a und 1 b.
*. Die Hflgl unten mit 2 bis 3 schwarzen Punkten in der Mittelzelle, oben an der Wurzel hell gefärbt
mit freien schwarzen Punkten.
L Die hellen Saumflecke der Hflgl-Unterseite nach innen abgerundet, halb elliptisch. Vflgl
mit breiter, gewöhnlich rotgelber, zusammenhängender Subapicalbmde, welche bisweilen
mit der Grundfarbe vereinigt ist.
a) Saumbinde der Hflgl-Unterseite nach innen scharf begrenzt, eintönig schwarz ohne Striche
oder helle Punkte, nur mit den gewöhnlichen Saumflecken A. lumiri.
b) Saumbinde der Hflgl-Unterseite außer den Saumflecken mit hellen Submarginalpunkten
oder nach innen sehr unregelmäßig begrenzt und an jeder Rippe tief eingeschnitten.
A. terpsichore.
2. Die rotgelben Saumflecke der Hflgl-Unterseite scharf dreieckig. Die Vflgl bis zur Spitze
der Mittelzelle rotgelb, dann schwarz oder schwärzlich mit drei kleinen, weißlichen, halb-
durchsichtigen Subapicalf lecken in 4 bis 6 A. fornax.
**. Die Hflgl unten höchstens mit einem schwarzen Punkte in der Mittelzelle. Die Saumflecke der
Hflgl-Unterseite klein, breiter als lang, hellgelb bis weißlich, nach innen durch einen langen
breiten roten schwarz gesäumten Streifen fortgesetzt. Die Hflgl oben an der Wurzel bis zur
Rippe 2 schwarz und mit breiter schwarzer luigefleckter oder undeutlich gefleckter Saumbinde.
1. Zeicluiungen der Oberseite rotgelb A. goetzei.
2. Subapicalbinde der Vflgl und Mittelbinde der Hflgl zitronengelb. . . A. excelsior.
B. Die Discalpunkte der Hflgl-Unterseite vollständig da, strichförmig und zu einer Querlinie, welche vom
Vrd bis zum Ird verläuft, die Zellenspitze berührt und das Wurzelfeld nach außen begrenzt, vereinigt.
A. mirabilis.
IL Die Vflgl in den Feldern 4 bis 6 mit freien, schwarzen Discalpunkten. Die Discalpunkte Ib bis 4 oder 5 der
Hflgl stehen in einer fast geraden Querlinie hinter der Zellenspitze und die Discalpunkte 6 und 7 bilden
mit dieser einen fast rechten W^inkel. Die Saumflecke der Hflgl-Unterseite weißlich, breiter als lang und
nach innen unvollständig oder nicht durch schwarze Striche begrenzt.
262 ACRAEA. Von Dr. C. Attrivilijus.
y.) Die hellen Saumflecke nach innen von zwei kurzen, sehr quer gestellten, schwarzen Strichen, die sich
jedoch in der Mitte nicht berühren, begrenzt. An der Oeffnung dieser Striche setzt sich gewöhnlich
ein breiter rötlicher Streifen an. Grundfarbe der Oberseite rotgelb bis braungelb bis grau. A. zitja.
3) Die hellen Sauniflecke der Hflgl-Unterseite nach innen nicht oder sehr undeutlich schwarz begrenzt.
Vor denselben liegen auf den Zwischenaderfalten breite orangegelbe Längsstriche, welche in den Feldern
1 b bis 4 wurzelwärts von einer schwarzen Querlinie begrenzt sind. Grundfarbe der Oberseite sandgelb
bis rahmgelb A. rahira.
allhoffi. A. althoffi Dew. (56 d) ist viel größer als die übrigen Arten der Untergruppe und von allen durch die Form
der liellcn Saumflecke der Hflgl-Unterseite verschieden (vergl. die Uebersicht). Vflgl oben schwarz mit einem
nach außen er^veiterten Längsstreifen in der Mittelzellc, einer Subapicalbinde und einem schmalen Hrdfleck
in denFeldeni labis2 beim o rot, beim 2 weiß; die Subapicalbinde besteht aus 4 Flecken der Felder 3 bis 6;
der Hrdfleck ist etwa 6 mm breit. Die Hflgl oben schwarz (^J) oder schwarzgrau mit einer ilittelbinde, welche
bebn j nur 3 bis 4 mm breit und schwefelgelb bis weißgelb, beim 5 aber 9 bis 10 mm breit und weiß ist. Die Unter-
seite mit fast denselben Zeiclmungen wie oben aber mit deutlichen Wurzel- und Discalpunkten der Hflgl und
rubrofas- langen schwarzen Strichen im Saumteil. Congo bis Uganda. — f. rubrofasciata Anriv. weicht durch rote
tii""^'"' ^littelbinde der Hflgl ab. Kamerun und Congo-Gebiet. — ? f. telloides Eltr. ist dem t^-pischen ? ganz
unähnlich, hat aber recht große Aehnlichkeit mit Planema telhis (58 a). Die Wurzelhälfte der Flgl ist fast bis
zur Spitze der Zelle matt orangegelb; die orangegelbe Farbe bedeckt nämlich nicht nur wie bei PI. tellus den
größten Teil der Felder 1 a und 1 b und die Wurzel des Feldes 2 sondern auch fast die ganze Mittelzelle ;
die Subapicalbinde ist hell ockergelb und besteht aus 4 Flecken, von denen der in 3 vn^ bei PI. tellus näher
am Saume steht. Die Hflgl oben bis zur Wurzel matt orangegelb und am Saume mit 3 mm breiter schwarzer
Saumbinde, von der nach innen feine schwarze Striche auf den Zwischenaderfalten ausgehen. Uganda. — ab.
drucei. $ drucei Eltr. ist dem tj'pischen ^ ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß der Längsstrich und der Hrd-
fleck der Vflgl orangerot (statt blutrot) und die Subapicalbinde hellgelb sind ; die Mittelbinde der Hfgl ist etwas
ochreata. breiter als beim ^ und weiß; die Grundfarbe der Oberseite viel heller als beim q. Uganda. — ab. 2 ochreata
Eltr. hat die hellen Zeichnungen der Oberseite hell matt ockergelb wie beim o von jodntta (57 e). L'ganda.
psaidepaea. — pseudepaea'Z)«</^. ist die nordwestliche Rasse und zeichnet sich vom typischen ^ dadurch aus, daß der
Streifen in der Mittelzelle der Vflgl fehlt, daß der Hrdfleck und die Subapicalbinde der Vflgl braungelb sind
imd daß die Hflgl auch braungelb sind mit dreieckigem schwarzem Wurzelfeld und einer durch die Vereinigung
der schwarzen Strahlen gebildeten 2 mm breiten Saumbmde. Das 2 ist dem o ähnlich jedoch mit hellerer
braungelber Farbe und fast ohne Saumbinde der Hflgl-Oberseite. Aschanti und Nigeria.
obei.'üri. A. oberthüfi Btlr. (56 c, d) ist an den zahlreichen freien Wurzel- imd Discalpunkten der Hflgl-Unterseite
leicht kenntlich. Die Ober.seite ist schwärzlieh braungrau mit den gewöhnlichen Zeiclmungen hell ockergelb;
Mittelzelle der Vflgl ohne helle Zeichnmigen : Subapicalbinde aus drei Flecken der Felder 4 bis 6 ; Hrdfleck schmal
und fast glcichbreit aus Flecken in 1 a, 1 b, 2 (und 3), der Fleck in 2 bedeckt nicht die Wurzel des Feldes. Hflgl
mit einer ockergelben Mittelbinde, welche ebenso breit wie der Hrdfleck der Vflgl ist und sich diesem anschließt ;
der. Saumteil hat mehr oder weniger deutliche Längsstreifen, welche denjenigen der L'nterseite entsprechen.
Die L'^nterseite m der Saumhälfte zwischen den Rippen mit dicken schwarzen Strahlen, welche am Saume gespaltet
confluens. und durch helle Linien von den Rippen getrennt sind. Nigeria bis zum Congo-Gebiet. — Bei ab. confluens Suff.
ist die Subapicalbinde der Vflgl im Felde 3 mit dem Hrdfleck vereinigt. L'nter der Hauptform.- — Rp schiefer-
grau mit rotgelbem Kopfe, Domen der GUeder 2 bis 5 und die oberen Domen der Glieder 10 bis 1 3 sind schwarz ;
diejenigen der Glieder 6 bis 9 und die unteren der Glieder 10 bis 13 sind gelblich ; sie lebt auf einer Tihacee, Ancistro-
carpus densespinosus. Pp weiß mit zwei dorsalen und zwei lateralen Reihen von orangegelben, schwarzgeringel-
ten Flecken und schwarzen Linien der Flglscheiden.
viviana. A. vlviana Stgr. (56 c) ist oben der vorigen Art ähnlich und hat dieselben hellgelben Zeichnimgen. Der
Hrdfleck der Vflgl ist jedoch viel breiter und bedeckt völlig die Wurzel des Feldes 2 und die Mittelbinde
der Hflgl ist 6 bis 8 mm breit und in den Feldern 4 und 5 saumwärts erweitert ; der Hrdfleck der Vflgl bildet einen
kleinen Fleck in der Hinterecke der Mittelzelle. Die L^nter.seite weicht durch die germgere Anzahl der schwarzen
Punkte im Wurzelfeld der Hflgl ab; dieselben sind in der Zelle und Feld 7 durch rote Striche verbunden. Ka-
merun bis Uganda und Bukoba.
karschi. A. kafschi Aiiriv. (56 c) steht in der Mitte zwischen viviana und cahira und weicht von beiden dadurch
ab, daß der Hrdfleck der Vflgloberseite schmäler, mehr gleichbreit ist und die Wurzel des Feldes 2 nicht bedeckt.
Die Unterseite der Hflgl stimmt genau mit derjenigen von cahira überein. Ist vielleicht, väe Eltringham glaubt,
nur eine Form von cahirn. Kamerun und Britisch Ost-Afrika.
rupicola. A. fupicola A. Schnitze ist eine ganz neulich beschriebene, wie es scheint sehr unbeständige Art imd soll
durch die stark reduzierten wenig scharf begrenzten hellen Zeiclmungen der Ober.seite von den verwandten
Arten abweichen. ,,Auf den Vflgln verläuft die Subapicalbinde, welche bei allen 7 vorliegenden Stücken blaß-
gelb, bei einem $ undeutlich braunrot bestäubt ist, wie bei Icarschi, ist aber schmäler; der Hrdfleck (in 1 a bis 2)
AORAEA. Von Dr. 0. Auriviluus. 263
ist in 1 a am schmälsten, nach außen an den Rippen stark eingeschnürt ; er ist bei 2 ^^ und 2 $$ matt ocker-
gelb gefärbt, bei einem $ dicht gelbrot, bei einem anderen schwarz bestäubt, bei 3 Exemplaren gelbrot ; der Längs-
strich am Hrd der Mittelzelle ist bei den Stücken mit vorwiegend gelber Zeichnung undeutlich, bei den roten deut-
lich und greift sogar bei einem $ nach la über, so daß dieses Stück sich etwas der ^crae«6o»a5ta. nähert. Auf
den Hflgln weicht die sehr schmale Jlittelbinde in Feld 3, wo nur noch ein sehr kleiner heller Fleck übrig
geblieben ist, vom Saume weit zurück, springt aber m 4 und 5 in Form eines Doppelzahires saumwärts vor; die
Älittelbmde ist bei 2 Paaren mattockergelb, bei 1 <^ und 1 $iu Feld 2 saumwärts, in 4 bis 6 über die ganze Breite
gelbrot bestäubt, bei den übrigen Stücken gelbrot. Helle Saumflecke fmden sich nur bei einem $ durch spär-
liche gelbe Beschuppung angedeutet. Auf der Unterseite kommt rujxicola ebenfalls der karschi sehr nahe.
FlglspannungSTbis 42(cJ) bis 44 bis 46 ($) mm." Südkameruner Urwald, wo die Art vorwiegend die kahlen hie
und da auftretenden Granitfelsen zu bewolmen scheint ; ^^Tirde um eme gelbblüliende Komposite fliegend an-
getroffen. — Es war mir nicht möglich diese Art m der Uebersicht emzuführen.
A. cabira ist daran kemitüch, daß der Hrdfleck der Vflgl-Oberseite die Wurzel des Feldes 2 völlig be-
deckt und auch m 1 b die Mittelzelle erreicht ; der helle Fleck in 1 b ist jedoch nach innen schief abgeschnitten
und dadurch an der Rippe 1 viel schmäler als an der Rippe 2, wodurch der Hrdfleck eine eigentümliche Form
bekommt. Die Mittelbinde der Hflgl ist m den Feldern 4 und 5 erweitert und auf der Unterseite haben die Hflgl
stets breite rote Striche in der Zelle und im Feld 8 und am Saume sind die weißlichen Saumflecke nach innen
in rote, schwarz gesäumte Striche verlängert und die Rippen von grauen Linien begrenzt. Vflgl unten in der
Zelle vuid an der Wurzel des Feldes 1 b rötlich bis gelbbraun. — • Bei der Hauptform cabira Hpff. sind die Zeich- cabira.
nungen der Oberseite hellgelb und der Hrdfleck der Vflgl-Oberseite längs dem Hrd der Zelle mehr oder weniger
weit wurzelwärts verlängert. Bei dem abgebildeten Stück (56 c) ist diese Verlängerung so winzig, daß das
Exemplar eher zu natnlensis gehört. Congo bis zum Kaplande und Uganda. — f. apecida Oberth. (56 c) weicht apecida.
nur dadurch ab, daß die Mittelbinde der Hflgl und der Hrdfleck der Vflgl mehr oder weniger mit Rot überzogen
smd; auch die Subapicalbinde der Vflgl ist bisweilen rötlich. Congo und Deutsch Ost -Afrika. — f. abrupta abmpta.
Grünh. stimmt oben mit apecida überein, weicht aber unten dadurch ab, daß die Saumbinde der Hflgl fast ein-
tönig schwarz ohne helle und dunkle Striche ist und daß die roten Flecke zwischen den Wurzelpunkten fehlen.
Sesse-Inseln. — natalensis Stgr. (56 c) weicht von der Hauptform nur dadurch ab, daß der Hrdfleck der Vflgl- natalensis.
Oberseite -mirzelwärts nicht verlängert ist sondern am Ursprünge der Rippe 2 endet. Natal bis Deutsch Ost-
Afrika. — ab. biraca Suff, weicht dadurch ab, daß der Hrdfleck der Vflgl-Oberseite m 1 b bis zur Wurzel biraca.
verlängert ist. Nyassa-Land.
A. uvui Sm. (56 b) ist eme kleine Art und daran kemitlich, daß die Zeicluiungen der Oberseite gelbrot uvul.
(nur am Ird der Hflgl hellgelb) und der Hrdfleck der Vflgl wurzelwärts scharf und gerade abgeschnitten ist;
derselbe bedeckt die Wurzel des Feldes 2 und bildet auch einen klemen Fleck in 3 und in der Spitze der
Zelle. Bei der Hauptform haben die Hflgl unten keine roten Striche zwischen den Wurzelpunkten und kerne hellen
Streifen m der schwarzen Saumbuide; die Subapicalbmde der Vflgl ist fast gerade. Deutsch- und British
Ost -Afrika; Uganda. — balina Karsch (56 b). Die Flecke 4 mid 5 der Subapicalbmde der Vflgl sind verlängert balina.
und die Buide darum an der Rippe 6 fast wiidielig gebrochen ; die Hflgl unten mit 1 bis 2 roten Strichen oder Flecken
zwischen den schwarzen Punkten in der Mittelzelle und m Feld 8 und wenigstens mit Andeutungen von hellen
Strichen in der Saumbinde. Kamenni und Angola. — interruptella Strand ist eme Zw'ischenform und dadurch !'nfer»-Mjjfe/?a.
ausgezeiclmet, daß die großen schwarzen Punkte nahe der Wurzel der Hflgl-Unterseite frei liegen und im Felde
8 fehlen und daß die Saumbinde gelbe oder rötliche Flecke an dem Innenende der hellen Saumflecke haben.
Deutsch Ost-Afrika.
A. alicia E. Sharpe (56 b). Zeichnungen der Oberseite gelbrot, nur am Ird der Hflgl schwefelgelb; der alicia.
Hrdfleck der Vflgl bedeckt völlig die \^"urzel des Feldes 2 irnd setzt sich auf beiden Seiten der Mediana fast bis
zur Wurzel fort, die hintere Längshälfte der Mittelzelle und den vorderen Teil des Feldes 1 b bedeckend; Hflgl
oben an der Wurzel dreieckig schwarz, beim $ oben mit hellen Saumflecken. Hflgl unten mit hellgelber Grund-
farbe, an der Wurzel mit schwarzen Punkten aber ohne rote Flecke oder Striche; ilu-e Saumbmde tief schwarz
ohne helle Streifen und ohne andere Flecke als die weißen Saumflecken. Kamerun; Ruwenzori; Uganda; British
Ost-Afrika; Kilimandjaro. — ab. ? tenelloides Poidt. Subapicalbinde der Vflgl gelb; Mittelbinde der Hflgl lenelloides.
sehr breit und hellgelb, die Wurzel nur wenig schwarz; Saumbinde der Hflgl-LTnterseite hell graugelb. British
0.st-Afrika: Kikuyu. — • ab. C cabiroides Poult. Oben dem (J ähnhch aber mit Saumfleeken auf den Hflgln; cabiroides.
Hflgl unten nüt breiterer Saumbinde, worin die Saumflecke durch deutliche schwarze, nach innen verlängerte
Linien begrenzt smd. British O.st-Afrika: Kikuyu.
A. bonasia ist sowohl mit alicia wie mit sotihensis sehr nahe verwandt und alle drei gehören vielleicht
einer Art an. Von alicia, welche Eltrixgh.4M nur als eine Form von bonasia betrachtet, weicht sie durch die schwarz
gefärbte Wurzel des Feldes 2 der Vflgl ab und von sotikensis scheint sie mir nur dadurch abzuweichen, daß der
helle Längsstreif an der Mediana der Vflgl oben völlig mit dem Hrdfleck vereinigt ist. Aus diesem Grunde
führe ich auch praeponina Stgr. zu sotikensis. bonasia F. (56b). Zeichnungen der Oberseite gelbrot; die schwär- bonasia.
zen Punkte der Hflgl-Unterseite wenigstens in der Mittelzelle und dem Feld 7 durch rote Flecke oder Striche
204
ACRAEA. Von Dr. C. AuRiviLLitTS.
siahona
banka.
solikensis.
verbunden; die Saumbinde der Hflgl-Unterseite an den Rippen mit hellen Strichen oder Linien. Das $ weicht
cynihius. entweder nur durch helle Saumflecke der Hflgl-Oberseite vom $ ab oder hat wie ab. cynthius Dniry die hellen
Zeichnungen der Oberseite hell gelblich. Eine häufige und weit verbreitete Art. Sierra-Leonc bis Congo, Toro
und Deutsch Ost-Afrika. — ab. $ siabona Suff, weicht durch gelbe Subapicalbinde der Vflgl und breitere,
mehr buntgefärbte Saumbinde der Hflgl-Unterseite ab. Togo. — banka Eltr. weicht dadurch ab, daß
die Saumbinden der Unterseite rein schwarz ohne Streifen sind und die schwarzen Punkte der Hflgl-Unterseite
zu einer subbasalen Binde vereinigt sind. Abessinien. — Rp bläulich weiß mit mehr oder weniger entwickelten
dunklen Längslinien; die Dornen der Glieder 1 bis 3 und 11 bis 13 schwärzlich, die übrigen hell gefärbt.
A. sotikensis E. Sharpe (56 a). Der rote Streif an der Mediana der Vflgl-Oberseite ist gewölmlich vom
Hrdfleck völlig getrennt, selten damit vereinigt stets aber durch eine deutliche Emschnürung abgesetzt. Bei
der Hauptform ist die Subapicalbüide der Vflgl hellgelb, die übrigen hellen Zeichnungen der Oberseite aber
gelbrot; die Hflgl haben unten deutliche rote Striche im Wurzelteil und eine bunte Saumbinde, welche mit hellen
Linien an den Rippen und rötlichen Strichen am Innenende der Saumflecke geziert ist. Congo-Gebiet, Angola
und Rhodesia bis Uganda, Abessinien und British Ost-Afrika. — rowena Eltr. (56 b, als praeponina) weicht
nur dadurch ab, daß die Mittelbinde der Hflgl-Obcrs :"ite in den Feldern labis 3 hellgelb und die Unterseite
der Hflgl heller gefärbt ist. Ruwenzori. — Bei katana Eltr. sind alle Zeicluiungen der Oberseite, also auch die
Subapicalbinde der Vflgl, rot gefärbt. Südliches Congo-G^biet. — supponina Stgr. (56 b ?) schließt sich oben
der katana sehr eng an, hat aber bisweilen eine hellgelbe Subapicalbüide der Vflgl (= ab. ninapo Suff.)
und weicht unten von allen anderen sotikensis-Foimcn dadurch ab, daß die Discalpunkte 4 bis 7 der Hflgl-Unter-
seite kräftig entwickelt smd und m einer gegen den Vrd senkrechten geraden Linie stehen ; die roten Striche im
Wurzelteil sind stark entwickelt und bilden fast eine zusammenhängende Querbinde. Congo-Gebiet. — prae-
ponina Stgr. hat auch wie katana die Zeichnungen der Oberseite rot, weicht aber durch die einfarbige schwarze
nicht gestreifte und nur mit Saumflecken versehene Saumbinde der Hflgl-Unterseite ab. Kuilu und Congo-
Gebiet.
A. acerata. Vflgl obeii schwarz mit heller Subapicalbinde und hellem Hrdfleck, welcher üi 1 a bis 3 liegt,
einen Fleck in der Mittelzelle bildet und oft einen schwarzen Discalpunkt in 1 1) und in 2 einschließt; die Hflgl
oben fast l)is zur Wurzel hell gefärbt, mit oder ohne schwarze Punkte und mit etwa 2 mm breiter, schwarzer
gewöhnlicli ungefleckter Saumbinde. Hflgl unten mit rötlichen Strichen im Wurzelteil und in der helleren oder
dunkleren Saumbmde mit dreieckigen schwarz gesäumten gelben Saumflecken. — acerata Heic. (56 a) Subapi-
calbinde der Vflgl im Feld 3 mit dem Hrdfleck vereinigt; helle Teile der Oberseite gelbrot. Aschanti bis Angola
und Uganda. — f. vinidia Hew. (ölia). Subapicalbinde der Vflgl den Hrdfleck nicht erreichend; helle Zeich-
nungen der Oberseite braungelb bis rotgelb. Häufiger als die Hauptform. — ab. brahmsi Suff, weicht nur da-
durch ab, daß die hellen Zeichnungen der Oberseite dunkel ziegelrot smd und daß der Fleck üi der Mittelzelle
der Vflgl fehlt oder klein ist. Nigeria und Kamerun. — ab. diavina Suff, hat einen kleüien Subapicalfleck
der Vflgl, welcher nur aus drei kleinen Flecken der Felder 4 bis 6 besteht und große Discalpunkte der Felder
1 b und 2. Kamerun. — tenella Rog. ist die ostafrikanische Rasse und zeichnet sich durch eine viel hellere
weißgelbe bis weißliche Farbe der hellen Zeichnungen der Oberseite aus; die Subapicalbüide der Vflgl liegt
ganz frei. Nyassa-Land bis Abessüiien. — ab. ruandae Griinh. weicht von tenella nur durch große schwarze
Discalpunkte in den Feldern 1 h und 2 der Vflgl ab, Ruanda.
rowena.
katana.
supponina.
niruipo.
prticponina.
acerala.
vinidia.
brahmsi.
diavina.
tenella.
niandae.
pullula.
A. pullula Griinh. entbehrt ganz die helle Subapicalbüide der Vflgl, stimmt aber sonst nahe mit tenella
übereüi und diü'fte auch nur eine extreme Form von acerata sein. Ruanda.
lumiri. A. lumifi Baker (60 g). Flgl oben mit orangeroten Zeichnungen; Subapicalbinde der Vflgl breit und ab-
gerundet; der Hrdfleck ist sehr groß, erreicht die Wurzel der Felder 1 a bis 2, bedeckt fast völlig die Mittelzelle
und bildet auch einen kleinen Fleck im Felde 3; die Hflgl oben fast bis zur Wurzel orangerot mit 2 mm breiter,
gleichförmiger Saumbinde und bisweilen mit einigen schwarzen Wurzelpunkten. Hflgl unten gelb mit schwar-
zen Wurzel- und Discalpunkten aber ohne rote Flecke im Wurzelfeld und mit gleichförmig gebogener schwarzer
Saumbiiidc. welche große weißgraue Saumflecke einschließt. Flglspannung etwa 34 mm. Kamerun und Congo-
Gebiel
A. terpsichore ist eine häufige und besonders in weiblichem Geschlecht sehr veränderliche Art ; sie kommt
überall in iler Region außer in Arabien vor und bildet einige nicht ganz scharf ausgeprägten Rassen. Bei der
terpsichore. Hauptform terpsichore L. sind die Geschlechter einander ganz ähnlich und oben fast ganz wie bei Ventura
(56 a) gefärbt und gezeichnet; die Subapicalbinde der Vflgl ist von der rotgelben Wurzelhälfte völlig getrennt
und rotgelb oder bisweilen beim 9 weißlich; beide Flgl oben und unten mit deutlichen gelben Saumflecken; die
Hflgl unten im Wurzelfeld ohne rote Striche oder nur in 1 c und der Mittelzelle mit einem solchen Strich
zwischen den schwarzen Punkten; die Saumbinde' stets ohne rote Streifen auf den Zwischcnaderf alten. —
janisM. Bei ab. $ janisca God. (die $$ 56 a bilden Uebergang zu janisca) ist die rotgelbe Farbe durch eine dunkel-
^ubsercna. graue ersetzt und die Subapicalbüide der Vflgl gewöhnlich weiß. — subserena Sinith ist der f. huxtoni ähnlieh;
beide Flgl oben mit scharf begrenzten, tief schwarzen Saumbüiden, welche auf den Vflgln einfarbig süid, auf
den Hflgln aber kleine helle Saumflecke haben; Vflgl unten mit scharf begrenzter, hell gefleckter schwarzer
Au^fldjen 10. IV. VJV;. ACRAEA. Von Dr. G. Aurivillius. 2G5
Siiunibinde; Hflgl unten mit wenigen schwarzen Punkten im Wurzelteil und mit scharf begrenzter schwarzer,
hellgefleckter Saumbbide: ISubapicalbinde der Vflgl mit dem Wurzelteil völlig vereuiigt, einen viereckigen
schwarzen Fleck am Ende der Zelle einschließend. Sierra Leone. — rougeti Gner. (= eliana Strand) hat wie roiujcli.
die Hauptform oben große helle Saumflecke beider Flgl, weicht aber dadurch ab, daß die Vflgl unten am Saume
nur scharf hervortretende schwarze Rippenenden, aber keine nach innen begrenzte helle Saumflecke haben ;
.die helle Grundfarbe erreicht nämlich zwischen den Rippen ohne Unterbrechung den Saum: die helle Subapical-
binde d°r Vflgl ist bald getrennt, bald mit dem hellen Wurzelteil vereinigt; wurzelwärts gerade und in einer gegen
den Vrd fast ssnkrechter Richtung abgeschnitten. Wurde nach Stücken aus Abessinien beschrieben, kommt
aber fast ganz übereinstimmend auch in Süd- und O.st-Afrika und auf Madagaskar vor. — Als ab. $ manjaca manjacit.
B.sd. können Weibchen mit fast durchsichtiger, weißlicher Grundfarbe beider Flgl bezeichnet werden. Sie treten
l)csonders auf Madagaskar auf. — buxtoni Bflr. (56 a, als rougeti) schließt sich der rougeti sehr nahe an und weicht buxioni.
mir dadurch ab, daß die hellen Saumflecke der Vflgl-Oberseite kleiner oder undeutlich sind und die Saumbinde
der Vflgl tiefer schwarz und nach innen unregelmäßig begrenzt ist; die Subapicalbinde der Vflgl an der Rippe
4 mit der hellen Farbe der Wurzelhälfte vereinigt. Süd- und Ost-Afrika. — Bei ab. melas Oberth. sind die Flgl melas.
einfarbig schwarz mit emem iniregelmäßigen weißen Fleck statt der Subapicalbinde der Vflgl und unten nur am
Saume und an der Wurz(^l gelblicli aufgehellt. — ab. connexa Thur. hat der äußere schwarze Punkt in der Mittel- cunnexa.
zelle der Hflgl mit den Mittelpunkten vereinigt. Deutsch Ost-Afrika. — ■ ab. excentrica Thur. weicht dadurch excentrica.
ab, daß die Discalpunkte 3 bis 6 der Hflgl-Unterseite viel näher am Saume als gewöhnlich stehen, in der Länge
ausgezogen sind und die Saumbüide fast erreichen können. Deutsch Ost-Afrika. — ab. toka Strand schließt toka.
sich der typischen rougeti eng an und weicht hauptsächlich nur dadurch ab, daß die innere Begrenzungslinie
der Saumbinde der Hflgl-Unterseite schwarz statt rötlich ist. Abesshiien. — ab. intermediana Strand, ist eine inlerme-
•andere mit rougeti nahe verwandte Abänderung, welche durch die kräftige Entwicklung der roten Striche an der '**"""•
Wurzel der Hflgl-Unterseite und die etwas breitere Saumbinde der Hflgl-Unterseite abweicht. Deutsch Ost-
Afrika. Wie Strand, dem das große Material des Berliner Museums zur Verfügung steht, die intermediana
und eliana. (rougeti) als selbständige Arten betrachten konnte, ist schwer zu erklären, da dieselben offenbar
ohne scharfe Grenzen in die übrigen terpsichore-Yoviwen übergehen und nur durch geringfügige Abweichungen
ausgezeichnet sind. — • ab. contraria Strand wird in folgender Weise beschrieben: ,,Die roten Flecke in der contraria
Saumbinde der Oberseite beider Flgl sind nur ganz schwach angedeutet, flüchtig angesehen erscheint daher die
Saumbinde einfarbig; an der Unterseite der Hflgl sind die schwarzen Flecke des Wurzelfeldes z. T. kleiner und
zwar die der distalen Reihe und der Irdreihe, ferner i.st der distale runde Fleck in der Zelle verschwindend klein.
In der distalen Querreihe sind bloß 5 Flecke vorhanden und zwar in den Feldern 1 b, 1 c, 2, 4 und 7, von denen
der im Feld 4 punktförmig ist. Die Einfassung der schwarzen Saumflecke ist so breit, daß die schwarzen Zwischen-
räume der Flecke so breit wie diese selbst sind. Hinter dem schwarzen Querfleck der Unterseite der Vflgl, der
wie gewöhnlich mit dem Vrd zusammenhängt, findet sich kein weiterer, kleinerer, schwarzer Fleck". Deutsch
Ost-Afrika. Ist offenbar eine extreme Abänderung von buxtoni. — ab. venturina Thur. bildet einen Uebergang venhirina.
zu der folgenden Rasse; die Hflgl haben unten zwischen den Wurzel- und l)iscal])unkten rote Striche in 1 c,
7 und in der Mittelzelle; die Saumbinde ist jedoch gleichbreit mit fast gleich großen Saumflecken, welche an
ihrem Lnienende höchstens einen rötlichen Punkt oder Fleck haben. Uganda. — Ventura Hew. {— bukoba venlum.
Weym.)(ö5 a) ist oben einer typischen terpsichore oder rougeti sehr ähnlich und hat gewöhnlich eine freie Subapical-
binde der Vflgl, deren Flecke in 4 und 5 nach außen stark verlängert sind; unten haben die Vflgl am Saume
scharf hervortretende schwarze Rippen und saffrangelbe Striche auf den Zwischenaderfalten ; die Rasse ist durch
die Unterseite der Hflgl ausgezeichnet: dort finden sich dicke, scharf begrenzte lebhaft rote Striche in der Mittel-
zelle und in den Feldern 1 c und 7 zwischen den Wurzel- und den Discalpunkten und bisweilen solche Striche
auch in anderen Feldern; die gelben Saumflecke sind sehr groß und nach innen in einen roten Strich ausgezogen,
welcher in den Feldern l c bis 3 viel länger als in den Feldern 4 und 5 ist ; die inneren Enden der roten Striche sind
durch eine dunkle Linie verbunden, welche die helle Mittelbinde nach außen begrenzt; die Mittelbinde ist also
nicht wie bei den schon erwähnten Formen fast gleichbreit sondern in den Feldern 4 und 5 sauniwärts stark
'^auchig erweitert. Beim 9 ist die Grundfarbe der Ober-seite graugelb und die roten Striche in der Saumbinde
der Hflgl-Unterseite fehlen oft. Wurde früher stets als besondere Art betrachtet, ist aber durch Zwischenformen
mit ter])sichore\MmnAen und wird vouEltringham wohl mit Recht nur als eine Rasse von terp.sicfwre angeführt.
Südliches Congo-Gebiet; Nyassa-Land; Deutsch und Britisch Ost- Afrika; Uganda. — ochrascens E. Sharpe ocJmiscens.
stimmt in der Zeichnung nahe mit Ventura überein, hat aber eine hell gelblichweiße Grundfarbe beider Flgl
und eine mit der Grundfarbe vereinigte Subapicalbhide der Vflgl. Victoria-Nyanza : Buka-Bay. — rangatana ranaaluna.
Eltr. (60 a) erinnert an das $ von Ventura; oben ist die dunkle Saumbinde beider Flgl breiter und die Saumflecke
kleiner und vom Saume entfernt; die Subapicalbinde- der Vflgl liegt ganz frei und besteht aus drei schmalen
weißlichen Flecken der Felder 4 bis (5, von denen der in 6 nicht halb so lang wie die übrigen ist; die Grundfarbe
der Oberseite hell ockergelb ; Hflgl unten weißgelb und fast wie bei Ventura gezeichnet ; die roten Striche im Wurzel-
teil jedoch zu einer Querbinde vereinigt. Britisch Ost-Afrika. — Die Rp ist nach Trimen matt grim mit einer
weißen Linie jederseits'des Rückens; Dornen des Rückens und die oberen Seitendornen schwarz, die unteren
Seitendornen gelb ; Kopf ockergelb ; die zwei ersten Rückendornen hervorgestreckt und länger als die übrigen ;
XIII 34
266 AGRAEA. Von Dr. C. Aurivillius.
Iel(t auf HiTinannia iiiul Triiiint'i'tta rlioinbuidoa. Pp weißlich mit den gowöliiilielien siliwarzcii Zi'iclimuigi-ii ;
Fawcett liat (lii- 15c()l)atlUuiig gemacht, daß Puppen in dunklen Schachteln schiefergrau werden.
goeUei. A. goetzei Thiir. ist oben einer am Saume ungefleckter terpsichore ähnlich, aber durch die an der Wurzel
bis zur Ripjx- 2 schwarzen Hflgl verschieden: auch die Vflgl sind an der Wurzel schmal schwarz; der grüße
Hrdfleck der Vflgl bedeckt die Felder 1 a bis 3 bis über die Mitte hinaus und fa.st die ganze .Mittelzelle und ist
wie die völlig freie Subapicalbiiule orangerot; die Mittelbijule der Hflgl hat dieselbe Farbe oder ist am Ird etwas
gelblich angeflogen; sie ist am Ird nur 3 mm breit, erweitert sich aber nach vorn und hat m Feld 4 und' 5 eine
Breite von etwa 9 mm. Die Unterseite der Vflgl fast wie bei der Form rouyeti von terpsichore: die Unterseite
der Hflgl ist aber ganz verschieden, schließt sich jedoch derselben von venttira in vielen Beziehungen an ; der
Grund ist hell gelb und die Wurzelhälfte ist in der Mitte fast unbezeichnet. indem die Mittelzelle nur einen
schwarzen Punkt nahe an der Wurzel und 1 bis 2 kleine Punkte an der Spitze hat; die Discalpunkte in 3 bis 5
fehlen völlig; das Feld 1 c hat dagegen einen breiten roten Streif von der Wurzel bis zum Discalpunkt und
ein anderer solcher Strich findet sich im Feld 7 jederseits von einem schwarzen Quer.strich begrenzt. Die bunt
gefärbte Saumbinde ist wie bei Ventura viel schmäler in den Feldern 4 bis 7 als in 1 b bis 3 und wurzelwärts durch
eine fehie dunkle Lmie begrenzt; die Rippen sind schwarz und jederseits durch eme weißliche Linie begrenzt;
die Saum flecke sind breit und kurz, nach innen abgerundet und durch einen breiten roten, schwarz gesäumten
Streif, welcher die innere Grenzlinie erreicht, fortgesetzt. Nyassa-Land und Deutsch Ost-Afrika (im Innern).
excelsior. A. excclsiof E. Sharpe (56 a) kommt der vorhergehenden Art sehr nahe und ist oben ganz ähnlich ge-
zeichnet . hat aber die Mittelbinde der Hflgl und die Subapicalbinde der Vflgl hell zitronengelb und auch der Hrd-
fleck der Vflgl hellgelblich gesäumt. Die Unterseite der Hflgl weicht nur dadurch ab, daß die Saum binde
tiefer schwarz ohne helle Linien an den Rippen ist und daß die schwarzen Wurzel- und Discalpunkte der
Felder labis Ic einen rotgeflecktcn Makel und die der Felder 5 bis 7 ein scharfes rotgekemtes Dreieck bilden.
Kyassa-Land ; Deutsch und British Ost -Afrika.
fornax. A. fomax Bfir. (55 g) ist leicht daran kenntlich, daß die Vflgl im Wurzelteil bis zur Spitze der Zelle
ziegelrot ohne Flecke und dann schwarz (f^) oder schwarzgi-au (9) mit drei kleLnen weißlichen halbdurchsichtigen
Flecken in 4 bis 6 sind ; die schwarze Farbe setzt sieh am Vrd bis zur Wurzel fort und ist besonders beim 2 mehr oder
weniger durchsichtig; die Sanmflcckc fehlen oben völlig süid aber unten groß und rotbraun. Hflgl oben ziegel-
rot mit großen freien schwarzen Wurzel- und Discalpinikten und schwarzer nach innen etwas gezackter Saum-
bindc. in der die Saumflecke beim ^ feiilen oder nur in Ic bis 3 deutlich sind, beim ? aber alle groß und matt rotgelb
sind; unten snul die Hflgl im Wurzelieldc bis zu den Discalflecken etwas rauchbraun beschupjit und haben daini
eine gleichbreite weißliche Mittelbinde und eine schwarze Saumbinde mit dreieckigen rotgelben Saumflecken.
Madagaskar.
mirabili^. A. mirabilis Btlr. ist eine sehr eigentümliche und durch die Unterseite der Hflgl von allen ainleren
abweichende Art, die sich jedoch als aberrierende Form offenbar am besten an diese Untergrup])e anschlit^ßt.
Beide Flgl sind oben fast bis zum Saume dunkel orangegelb, Vrd der Vflgl und Saum beider Flgl schmal
schwarz: die Rippen am Saume schwarz gefärbt; die Vflgl mit einem schwarzen Querfleck am Ende der ]\Iittel-
zelle und üi den Feldern 4 bis 6 mit euiem hellgelblichen Subapicalfleck, w^elcher auf beiden Seiten breit schwarz
gesäumt ist; die Vfgl unten am Vrd und am Saume grau statt schwärzlich. Auf der Unterseite der Hflgl sind
die Discalpunkte strichförmig und zu einer etwas gebogenen Linie, welche das Wurzelfeld nach außen begrenzt,
vereinigt; das Wurzelfeld ist zwischen den Wurzel- und Discalstrichen grau mit rötlichen Streifen wenig.stens
in la bis lo, 4, 5, 7 und der Mittelzelle ; zwi-schen den Discalstrichen und der Saumbinde verläuft eine I bis 2 mm
breite, ujigeflcckte hellgelbe bis weißliche Mittelbinde; die Saumbindc ist etwa 3 mm breit nach innen von einer
schwarzen Linie begrenzt und hat eine grünlich oder bläulichgraue Grundfarbe; die kleinen Saumflecke sind kaum
heller als die Grundfarbe, breiter als lang und nach innen von flachen schwarzen Bogen begrenzt; zwischen
diesen Bogen und dem Ird der Saumbinde verläuft in jedem Felde ein breiter rötlicher Strich. Die Saumflecke
sind also wie bei den Arten der folgenden Untergruppen gebildet ; von ihnen weicht jedoch mirabilis durch
das Fehlen der Discalpunkte der Vflgl ab. Somali-Land.
Mja. A. zitja Bsd. (55 g). Beide Flgl oben ziegelrot mit schmaler schwarzer Saumbinde, welche sicli an den
Hippen mehr oder weniger nach innen verlängert: die Vflgl außerdem mit schwarzem Vrd, mit einem schwarzen
Punkt in der Zelle, einem größeren am Zellende und freien schwarzen Discalpunkten in Ibbisfi; die Hflgl oben
mit einigen Wurzelpunkten und mit Discalpunkten in Icbis 7: die Vflgl unten olme dunkle Saumbinde aber mit
schwarzen Ri])penenden sonst wie oben gezeichnet. Die Hflgl unten mit rötlicher Grundfarbe und mit einer
schmalen weißlichen Mittelbinde, an deren Innenseite die Discalpunkte liegen: die weißliche Farbe dieser Binde
setzt sich jederseits der Rippen bis zum Saume als helle Lijiien fort ; die klemen transversalen hellen Saumfleckc
sind nach innen von schwarzen Striclien. welche sich jedoch in der Mitte nicht berühren begrenzt. Madagaskar.
nidiaUt. — ab. radiata Giien. weicht dadurch ab. daß die helle Begrenzung der Rippen in der Saumbiiide der Hflgl-Un-
terseite viel breiter als bei der Hauptform ist ; die $$ haben eine gelbbraune Grundfarbe. Madagaskar. — ab.
calida. 2 calida Btlr. gleicht radiata, hat aber statt der Saumbinde der Oberseite dreieckige schwarze Flecke an den
ACRAEA. Von Dr. C. AuMViLLitrs. 267
Rippenenden. Madagaskar. — Bei ab. rakeli Bsd. fehlt die helle Begrenzung der Rippen im Saumteile der raTceii.
Hflgl- Unterseite völlig und auch die innere Begrenzung der Saumflecke ist oft undeutlich ; die Saumbinde wii'd
hierdurch fast emfarbig. — ab. ? fumida Mab. hat eine graue Grundfarbe, welche auf beiden Flgln an den Dis- fumida.
caliiunkten weißlich erhellt ist ; die Saumbinde der Hflgl-Unterseite scheint immer mit der von rakeli über-
einzustimmen. Madagaskar.
A. rahira Bsd. (55 g). Beide Flgl oben hell graugelb (<^) oder hellgrau ($); die Rippen im Saumteil rahira.
schwarz gesäumt und am Saume zu langen dreieckigen oder abgerundeten Flecken erweitert; Wurzel- und
Discalpunkte frei und deutlieh ; die Discalpunkte Ib bis 5 der Hflgl liegen m einer fast geraden Linie und die Dis-
calpunkte 6 und 7 bilden mit jenen einen fast rechten Winkel. Die Unterseite ist der Oberseite ähnlich nur etwas
heller und mit rötlichen Strichen in 1 b, 1 c und der Zelle zwischen den Wurzel- und Discalpunkten ; außerhalb
der Discalpunkten verläuft in la bis 5 eme etwa 2 mm breite, weißliche Querbinde, welche saumwärts von einer
dunklen Linie begrenzt ist ; diese Linie hört an der Rippe 5 oder 6 auf und ist auch auf der Oberseite mehr oder
weniger angedeutet; sie entspricht offenbar der inneren Begrenzung der Saumbmde; diese weicht kaum vom
Grunde ab oder hat einige rötliche Striche an den Zwisclienadertalten ; am Saume ist die Grundfarbe noch heller
gelb ohne jedoch deutliche Saumflecke zu bilden; die innere Begrenzung der Saumflecke fehlt nämlich völlig
oder ist nur sehr undeutlich. — Rji schwärzlich mit gelben Brustfüßen, gelber Seitenlinie und weißer Rücken-
linie; die Dornen sind kurz, gelb und stehen in gelben Flecken; Kopf auch gelb; lebt an Erigeron. Pp weißlich
mit schwarzen Zeichnungen. Diese eigentümliche Art liel)t feuchte und sumpfige Gegenden und kommt in ganz
Süd-Afrika bis Angola und Rhodesia vor.
Zweite Untergruppe.
Die Ai'teii dieser Unlergriii)i)e sind nalio verwandt und wie au.s der Uebersicht der Untergruppen (S. 260) hervorgeht,
besonders dadurch ausgezeielinet, daß (h'r DLseaUleck des Feldes 1 b der Vflgl fast gerade hinter dem Disealfleck des Feldes
2 liegt. Außerdem Ist es allen Arten gemeinsam, daß die Discalflecke (1 o), 3 und 5 der Hflgl näher am Savune als
die übrigen stehen. Die Wurzel und die Discalpunkte beider Flgl sind gut entwickelt. Der TTIb ist bei den oö i"^ Spitzen-
teil einfarl)ig gelb bis weißlich. Im! ,I,ii $$ schwarz mit gerundeten hellen Flecken. Die Alten Uduiieii auf zwei Abteilungen
\i>rteilt werden.
Erste Abteilung.
T) i c V f 1 j.; 1 mit S ii b in a r g i n a 1 ]i u n k t c n w e n i g s t e n s in d e n Fei d e r n 1 b und 2.
Uebersicht der Arten.
A. Die Vflgl ohne schwarze Striche auf den Zwischenaderfalten der Felder 3 bis t>, an der Wurzel gewrihnlich
bis zur Rippe 2 schwärzlich.
a. Der Discalpunkt des Feldes 4 der Vflgl liegt nahe an der Hinterecke der Mittelzelle oder die Hflgl haben
oben eine sehr schmale oder unscharf begrenzte Saumbinde. A. natalica.
ß. Der Discalpunkt des Feldes 4 der Vflgl ist von der Hmterecke der Mittelzelle weit (etwa 2 mm) entfernt.
Die Hflgl stets oben mit scharf begrenzter, etwa 2 mm breiter, schwarzer Saumbinde.
*. Flgl oben mit rötlicher oder weißlicher Grundfarbe. A. caecilia.
**. Flgl oben mit eintöniger sandgelblicher Grundfarbe. A. marnois.
B. Die Vflgl in den Feldern 3 bis 5 oder 6 in der Mitte zwischen dem Saume und den Discalpunkten mit deut-
lichen schwarzen Längsstrichen auf den Zwischenaderfalten.
oc. Die hellen Saumflecke der Hflgl-Unterseite groß und gerundet, nach iiuien von dicken schwarzen Bogen
begrenzt. A. oncaea.
ß. Die hellen Saumflecke der Hflgl-Unterseite sehr schmal strichförmig und nach innen von sehr flachen, fast
geraden Bogen begrenzt oder ohne innere schwarze Begrenzung und da mit der Grundfarbe zusammen-
fließend. A. atergatis.
A. natalica Bsd. (55f) wechselt sehr in der Größe, ist aber durcliscimittlich größer als die folgende Art naUxlica.
und hat eine Flglspannung von 46 bis 80 mm. Die Flgl haben oben eine rötliche bis orangegelbe oder braungelbe
Grundfarbe, welche bisweilen bei den $? auf den Hflgln stark verdunkelt und dunkel braunrot ist ; beide Flgl
an der Wurzel bis etwa zu Rippe 2 schwärzlich ; die Vflgl mit 4 bis 5 mm breitem Spitzenfleck inid schwarzen
Fransen, bisweilen auch mit fein schwarzen Rippen; ein Wurzelpunkt in der Zelle und in 1 b am Außenrd
des schwarzen Wurzelfleckes ; Discalpunkte 4 bis 6, 9 und 10 zu einem gegen den Vrd fast senkrecht stehenden
Querstrich vereinigt ; Submarginalpunkte in Ib bis 3 ; Hflgl mit ungefleckter oder undeutlich gefleckter, 4 bis 5 m in
268
ACRAEA. Von Dr. C. AxTRiviLLnTS.
breiter schwarzer Saumbinde. welche beim J scharf begrenzt ist, beim $ aber bisweilen ohne scharfe Grenze in
die verdunkelte Grundfarbe übergeht. Flgl unten heller gefärbt, an der Wurzel nicht verdunkelt: Vflgl ohne
dunklen Spitzenfleck : Hflgl mit lebhaft roten Flecken zwischen den Wurzelpunkten und zwischen den Discal-
punkten und der .Saumbinde wenigstens in lbbis3; die Saumbinde mit grolJen gelben Saumflecken und stets
nach innen scharf begrenzt. Süd- und Ost-Afrika bis Angola, südliches Congo-Gebiet und British Ost-Afrika.
— Rp hellgelb mit weißer Seitenlinie, weißer, schwarz gesäumter Rückenliuie und einem schwarzen Streifen auf
nmhrata. jeder Seite. Pp gelblichweiß mit schwarzen Zeichnungen. — umbrata Suff, weicht dadurch ab. daß die Vflgl
unmittelbar hinter den Discalf lecken 4 bis 6 eine breite dunkelgraue, etwas durchsichtige Querbinde haben,
welche sich vom Vrd bis zur Rippe 3 erstreckt und nach außen an den Rippen gezackt ist ; zwischen dieser Binde
und dem dunkUn Spitzenfleck werden dadurch in den Feldern 3 bis (i vier submarginale Flecke der Grundfarbe
abgetrennt. Die Saumbinde der Hflgl-Oberseite ist schmäler als bei der Hauptform und nach innen unregel-
nlbida. mäßig begrenzt. Mozambik bis British Ost- Afrika. — ab. 2 albidaafi. ?;07'. schließt sich der Form umbrata an.
hat aber eine weiße Grundfarbe der Oberseite und eine sehr erweiterte Saumbinde der Hflgl-Oberseite, welche
lüMdima. die Discalpunkte erreicht; Flgl unten weißgelb. Insel Peniba. — abadima Rihhc (= clarei Neave) bildet einen
Uebergang zwischen iimbrntn und pse^ideginn. Beide Flgl oben mit lebhaft orangegelber Grundfarbe; von um-
brata weicht sie durch die sehr schmale linienförmige oder nur durch einige schwarze Schuppen angedeutete
Saumbinde der Hflgl-Ober.seite und die sehr großen nur durch die Rippen getrennten Saumflecke der Hflgl-
Unterseite ab; die graue Subapicalbinde der Vflgl ist heller, mehr durchsichtig und undeutlicher begrenzt.
Das $ ist dunkler gefärbt und die Grundfarbe bildet vor der Spitze der Vflgl di-ei weißliche Flecke. Angola
pseudcgina. bis Kamerun, Uganda und Abcssinien. — pseudegina Westir. (55 f) ist die nordwestliche Ras.se und zeichnet
.sich dadurch von abadima aus, daß die Vflgl oben ganz oder zum größten Teil schwärzlich oder schwarzgrau
sind. Senegal bis Nigeria. Rp heller als die Rp der Hauptform.
caecUia. A. caecilia F. ist der vorhergehenden Art ähnlich, aber durchschnittlich kleiner (Flglspannung .5()
bis 70 mm) und durch die kleineren mehr abgerundeten und von der Zellenspitzc länger entfernten Discalpunkte
der Felder 4 bis ti der Vflgl verschieden ; die Vflgl haben 2 bis 4 Submarginalpunkte (in Ib bis 4). Grundfarbe oben
hell rötlichgelb bis lachsfarbig; Wurzel beider Flgl und Spitze der Vflgl schwarz in derselben Ausdehnung wie
bei natalira; Hflgl stets oben mit scharf begrenzter, nicht oder undeutlich gefleckter, etwa 2 mm breiter, schwar-
zer Saumbinde; Unterseite wie bei nataUca. die roten Flecke der Hflgl jedoch undeutlich. Senegal bis Nigeria;
arlemisa. Nubien; Uganda; Abessinien; Somaliland; British und Deutseh Ost -Afrika. — ab. $ artemisa Stoll hat emc
hypaticu weiße Grundfarbe und stark erweiterte schwarze Zeichnungen der Oberseite. West-Afrika ; — ah. 2 hypatia
pudora. Drury weicht nur durch dunklere mehr rote Grundfarbe der Oberseite ab. Sierra-Leone. — pudora Auriv.
(55 g) ist eine östliche Rasse, bei der die schwarze Farbe der Vflglspitze nur sehr schmal ist und die Wurzel
mnhrina. der Felder 7 und 8 nicht bedeckt. Deutsch und British Ost-Afrika.* — ab. umbrina Auriv. weicht von pudora
nur dadurch ab, daß die Vflgl oben zwischen den Rippen 2 bis 5 oder 6 eine grau halbdurchsichtige submarghiale
Schattenbinde haben. Deutsch Ost-Afrika: Kilimandjaro.
mamois. A. marnois Rog., welche ich früher mit Unrecht als eine Form von oncaea betrachtete, ist wie Eltring-
HAM nachgewiesen hat, sehr nahe mit caecilia verwandt und wahrscheinlich nur eine Form davon. Flgl oben sand-
gelb: an der Wiu'zel schmal schwärzlich; die schwarze Farbe erreicht nicht die Rippe 2: an der Spitze und am
Saume schmal verdunkelt, jedoch viel breiter als bei caecilia pudora; Wurzel- und Discalpunkte beider Flgl
wie bei caecilia. Sudan.
oncaea. A. oncaea H pff. (55 e) unterscheidet sich sofort durch die feinen schwarzen submarginalen Längs-
striche in den Feldern 3 bis 5 (biso) der Vflgl ; der Discalpunkt in (J der Vflgl fehlt gewöhnlich, q: Die^Vflgl
sind dünn beschuppt mit matt orangegell)er Grundfarbe, an der Wurzel nicht verdunkelt und an der Spitze
nur 2mm breit schwarz; Discalpunkte ge\\öhnlich klein und punktförmig, ganz wie bei caecilia angeordnet.
Hflgl dichter be.schuppt als die ^'flgl und oben mehr rötlich; iiir^' Saumbinde sehr schmal aber deutlicher gefleckt.
Beim 2 haben die Flgl oben eine dunkel graue (rrundfarbe und die Vflgl eine breite weiße Subapicalbinde vom
ob.icura. Vrd bis zur Rippe 3. Süd- und Ost-Afrika bis südliches Congo-Gebiet und Abessinien. — ab. 2 obscura Suff.
Flgl oben braun, Hflgl oben weißlich mit rosenroten Flecken an der Wurzel, am Ird und hinter den Discalpunkten.
— ab. j defasciata Suff. Vflgl braun ohne weiße Subapicalbinde. — ab. 2 alboradiata Suff, hat die Ripi)en
der Hflgl weiß gefärbt. — ab. ^ modesta Suff. Hflgl mit einem großen weißen Feld ni der .Mitte. — caoncius
Suff, ist eine Zeitform ( ?), bei der die Spitze der Vflgl oben ganz wie auf der Unterseite nur eine feine schwarze
Saumlinie hat. Deutsch Ost-Afrika. — ab. liacea Suff, weicht nur durch die oben unscliarf begrenzte und
unten aus dicken schwarzen Bogen gebildete Saumbinde der Hflgl ab. Deutsch 0.st-Afrika.
itlergatis. A. atergatis Westu-. (55 {) hat zwei ziemlich yerschitdene Zeitformen. Die Flgl sind bei beiden Formen
oben bis zur Wurzel lebhaft eintönig orangegelb, bei der Trockenzeitform unten heller und bei der Regenzeit-
form unten etwas dunkler und mehr rötlich als oben; die schwarzen Punkte sind wie bei oncaea angeordnet,
aber bei der Ri'genzeitform sehr groß und dick: die Vflgl sind oben nur am \'rd und Saume schaial schwarz
aber ohne Spitzenfleck mid haben kräftige, schwarze Striche in 3 bis 6; die Hflgl sind an der Wurzel des Feldes
1 c imd der Zelle ein wenig schwarz gefärbt ; die Zeitformen weichen besonders durch die Bildung der Saumbinde
dejasciaia
aUioritduila
modesta.
caoncius.
liacea.
ACRAEA. Von Dr. C. AxjRiviLLnjs. 269
der Hflgl von einander ab ; bei der Regenzeitfonn ist die schwarze Saumbinde auf beiden Seiten etwa 1 mm breit,
oben ungefleckt, unten mit schmalen strichförmigen, weißen Saumflecken; bei der Trockenzeitform fehlt die
Saumbinde völlig oder ist unten nur schwach angedeutet, die Saumstriche der Unterseite gehen darum ohne
Grenze in die Grundfarbe über; die Unterseite der Hflgl hat mehr oder weniger deutliche rote Flecke. Angola;
südliches Congo-Gebiet und Rhodesia.
Zweite Abteilung.
Die V f 1 g 1 o Ji n o S u b m a r g i n a 1 p u n k t e.
Ueber sieht der Arten.
I. Die Vflgl wenigstens in den Feldern 3 bis 6 mit schwarzen Strichen in der Mitte zwischen dem Saume und den
Discalpunkten.
A. Saum der Hflgl schwach gewellt und die schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite nach innen stark
wellenrandig. A. doubledayi.
B. Saum der Hflgl ganzrandig; Saumbinde der Hflgl-Oberseite sehr schmal, hell gefleckt oder nach innen
ganzrandig.
a. Saumbinde der Hflgl-Oberseite schwarz, ungefleckt und nach innen ganzrandig. Flgl normal beschuppt.
A. axina.
(vgl. auch A. braesia f. regalis).
ß. Saumbinde der Hflgl-Oberseite hell gefleckt oder sehr schmal und zum Teil unvollständig.
*. Flgl sehr dünn beschuppt ; die Discalf lecke 4 bis 6 der Vflgl stehen in einer gegen den Vrd senkrechten
Linie. A. aequatorialis.
**. Flgl normal beschuppt; dis Discalflecke 4 bis 6 der Vflgl stehen in einer gegen den Vrd schief stehen-
den Linie. A. ella.
IL Die Vflgl ohne schwarze submarginale Längsstriche.
A. Die Discalpunkte 4 bis 6 der Vflgl sind groß und liegen unmittelbar hinter der Spitze der Zelle.
a. Discalflecke 4 bis 6 der Vflgl getrennt und abgerundet. A. intermedia.
ß. Discalflecke 4 bis 6 der Vflgl eckig und mit einander zu einer Querbinde vereinigt.
*. Vflgl oben mit 6 bis 7 mm breitem, schwarzem Spitzenfleck und dann bis zu den Discalpunkten
mit hellgelber ((J) oder weißer ($) Subapicalbinde. A. rhodesinna.
**. Vflgl oben im Spitzenteil wenigstens bis zur Rippe 3 luul bis zur Wurzelhälfte der Mittelzell"
schwärzlich mit breiter weißer Subapicalbinde. A. mima.
***. Vflgl oben ohne dunklen Spitzenfleck. A. aglaonice $ ab.
B. Die Discalpunkte 4 bis 6 der Vflgl liegen weit hinter der Spitze der Mittelzelle.
a. Die Flgl oben an der Wurzel nicht verdunkelt oder wenn verdunkelt die Vflgl oben mit breitem schwar-
zem Spitzenfleck.
* Die Vflgl vollständig, wenn auch bisweilen dünn beschuppt ohne glashelle Flecke oder nur in 4
und 5 mit einem kleinen glashellen Fleck.
§. Discalpunkte der Hflgl gewöhnlich klein und weit von der Saumbinde entfernt ; Vflgl in 4 bis (>
dicht hinter den Discalpunkten mit kleinen glashellen (^) oder weißlichen (?) Flecken; Vflgl-
spitze oben ohne schwarzen Fleck. A. aglaonice.
§§. Discalpunkte der Hflgl gewöhnlich größer und der Saumbinde mehr genähert; Vflgl ohne
Glasflecke.
1. Der Discalpunkt 2 der Hflgl liegt nicht innerhalb des Ursprunges der Rippe 3. Vflgl
stets mit breitem schwarzem Spitzenfleck. A. caldarena.
2. Der Discalpunkt 2 der Hflgl liegt an der Wurz(d des Feldes 2 iiuicrhalb des Ursprunges
der Rippe 3. A. pudorella.
270 ACRAEA. Von Dr. C. Afrivilltüs.
**. Die Vflgl zwischen den Discalpiuikten und dem Saume mehr oder weniger breit glashell.
Ä. braesia.
ß. Beide Flgl oben an der \^'urzel wenigstens bis zur Mitte der Zelle verdunkelt, schwarz braiui. Vflgl
oben ohne schwarzen Spitzenfleck. A. stenobea.
dmüiledayi. A. doubledayi Guer. (= gaekwari E. Sharpe) (55 e) ist durch die Form der Saumbinde der Hflgl, die
rotbraune Grundtarbe der Oberseite und die kräftig entwickelten schwarzen Zeichnungen, sowie durch die hellen
oder durchsichtigen kleinen Flecken in 4 bis ö der Vflgl hinter den Uiscalpunkten leicht kenntlich; Unterseite
der Hflgl rötlich gelb mit großen weißlichen Saumflecken. Bei der Hauptform haben die Vflgl oben eine breite
schwarze Saumbinde, welche durch die Vereinigung der schwarzen Submarginalstriche mit den Rippen und der
SaumUnie entstanden ist, die helle Subapicalbinde erreicht und gelbe Saumflecke einschließt; beide Flgl oben
Candida, an der \\'urzel verdunkelt. Abessinien und Somaliland. — ab. $ Candida EHr. weicht durch weiße Gruaidfarbe
arahiai. beider Flgl ab. Xiam-Xiam. — arabica Eltr. hat die Flgl dichter beschuppt mit weißlicher, nicht aber durch-
sykeai. sichtiger Subapicalbinde der ^ flgl; die Flgl oben an der Wurzel nicht oder kaum verdunkelt. Arabien. — sykesi
E. Sharpe hat eine hellere Gmndfarbe der Oberseite, welche auf den Vflgln nur durch eine schwarze Luiie vom
Saume getrennt ist ; die breite schwarze Saumbinde fehlt demnach ganz und die schwarzen Submarginalstriche
der Felder 2 bis 5 liegen frei in der Grundfarbe ; die helle Subapicalbinde der Vilgl ist undeutlich oder fehlt völlig.
Deutsch und British Ost-Afrika; Uganda und Sudan.
axina. A. axina iVestw. (55 e) ist eine kleme, nur 30 bis 50 mm messende Art, welche an oncaea und in vielen
Beziehungen auch an doubledayi erinnert ; die Flgl oben mit einer rötlich ockergelben oder graugelben Grundfarbe,
an der Wurzel besonders auf den Hflgln schwärzlich; Vflgl an der Spitze und am Saume schmal schwarz mit
schwarzen Rippen und kurzen schwarzen Strichen auf den Falten in 3 bis 5; Saumbinde der Hflgl oben tief
schwarz, ungefleckt, 1 mm breit, unten mit halbkreisförmigen weißlichen Saumflecken ; Flgl unten hell gelb-
lich mit orangegelben oder rötlichen Flecken; hinter den Discalpunkten 4 bis 6 der Vflgl i.st die Grundfarbe ge-
wöhnlich etwas aufgehellt. Angola imd Damara-Land bis Rhodesia und X^yassa-Land.
aequalorla- A. aequatoflalis Seave (60 g) hat dünn beschuppte Vflgl, welche an der Spitze und am Saume nur von
lis. piiipr feinen schwarzen Linie umgeben sind; Saumbinde der Hflgl oben beim q sehr schmal hell gefleckt oder
unvollständig, beim $ schärfer begrenzt und undeutlicher gefleckt ; die Hflgl oben an der Wurzel schmal schwärz-
lich überzogen; die schwarzen Punkte wie bei den übrigen Arten angeordnet; Flgl oben hell (rötlich) gelb; die
Vflgl am Saume mit fehl schwarzen Rippen und feinen Strichen an den Falten, bisweilen mit Submarginalpunkt
anaemin. in 2 oder in 1 b. British Ost-Afrika: Kisumu. — anaemia Eltr. weicht nur durch hellere und mehr dünn
beschuppte Flgl ab. Kilimandjaro und British Ost-Afrika.
ella. A. ella Eltr. (60 b) ist der equatorialis so ähnlich, daß es genügt die Unterschiede hervorzuheben.
Etwas größer. Flgispannung 5U bis 60 mm ; Vflgl vollständig beschuppt ohne graue Subapicalbinde. Angola.
rhodesiana. A. fhodesiana Wichgr. (55 d, als aglaonice; 60 b). Beide Flgl oben rötlich orangegelb, an der Winzel
besonders der Hflgl verdmikelt ; Vflgl mit 4 mm breitem schwarzem Spitzenfleck imd feiner, schwarzer Linie
am Vrd und am Saume, die Discalflecke 4 bis 6 sind groß und eckig und liegen luimittelbar hinter der Zellen-
spitze; Saumbinde der Hflgl-Oberseite 2 mm breit, schwarz und fast luigefleckt ; Flgl unten mit hellgelber
Grundfarbe; die Hflgl an der Wurzel oder über die ganze Fläche rötlich gefleckt, Saumflecke groß und weißUch.
Die Vflgl beim S mit weißer Subapicalbinde, welche beim ^ fehlt oder nur durch hellgelbe Farbe angedeutet
ist. Rhodesia.
mima. A. mima Neave ist der rhodesiana sehr ähnlich, aber dadurch leicht zu imterscheiden, daß die Vflgl
bei beiden Geschlechtern eine weiße Subapicalbinde der Felder 3 bis 6 haben imd besonders dadurch, daß die
Spitzenhälfte oder beim 2 der größte Teil der Vflgl-Oberseite schwärzlich ist ; auf der L^nterseite der Vflgl ist
die Spitzenhälfte dunkelgrau überzogen; stimmt sonst mit rhodesiana überein und dürfte nur eine Form dersel-
ben sein. Südliches Congo-Gebiet : Katanga und Rhodesia.
aglaonice. A. aglaonice Westic. Beide Flgl oben fast bis zur Wurzel rotgelb mit den gewöhnlichen schwarzen
Punkten; die Discalpunkte der Hflgl sind jedoch kleiner als gewölmlich und die Discalpunkte 3 bis 6 der Vflgl
liegen normal weit hinter der Zellenspitze, dem Anfang der Rippe 10 gegenüber; die Vflgl oben ohne besonde-
ren dunklen Spitzenfleck, wie am Vrd und Saume nur mit schmaler schwarzer Randlinie ; Rippen am Saume
schwarz: Hflgl oben mit 2 bis 3 mm breiter, schwarzer, ungefleckter Saumbinde ; Flgl unten heller gefärbt. Hflgl
an der Wurzel mit roten Flecken luid in der Saumbinde mit strichförnngen, weißlichen Saumflecken. Eigen-
tümlich für diese Art ist, daß die Vflgl fast immer in den Feldern 4 und 5 (und 6) einen kleinen glashellen
Fleck, dicht außerhalb der Discalpunkte haben; beim 2 sind diese Flecke oft weißlich statt glashell. Xatal;
rt/ftfl/osctafei. Transvaal; Mashuna-Land; Manica-Land; Delagoa-Bay. — ab. > albofasciata a6. noi\ Vflgl im Wurzeldrittel
schwärzlich, in der Mitte schwarzgrau und mehr oder weniger durchscheinend weißlich, vor dem Saume in einer
Breite von etwa 5 mm graugelb mit schwarzen Rippen; au der Spitze etwa 3 mm breit schwarz; schwarze
AORAEA. Von Dr. C. Aurivilltos. 271
Sauinbinde nur l mm breit. Hflgl oben schwarz mit einer 7 mm breiten weißen Mittelbinde. welche die ver-
liältnissmäßig großen DiticaliHinkte einschließt. Unterseite hell graugelb mit gelben Strichen der Zwischen-
aderfalten; Vflgl nur mit sehr feiner schwarzer Saumlinie; Hflgl mit 2 mm breiter Saumbinde, welche große
I laibkreisförmige weißliche Saumflecke einschließt. Manica-Land. Ist wohl als eine extreme Regenzeitform zu
betrachten.
A. caldarena Hew. (55 d) ,^. Grundfarbe beider Flgl oben iiell rötlich ockergelb bis hell rosenrot (= ab. caldarcna.
recaldana Suff.): Vflgl mit einem scharf begrenzten, 7 mm breiten schwarzen Spitzenfleck, am Vrd und Saume recaWana. '
sehr fein schwarz; die Discalpunkte 4 und 5 sind klein und frei und liegen näher dem Ird des Spitzenfleckes als
der Zellenspitze; beide Flgl an der Wurzel ein wenig verdunkelt; Saumbinde der Hflgl gewöhnlich mit hellen
Flecken; Unterseite der Vflgl heller gelb, der Hflgl rötlich; der Di.scalpunkt in 2 liegt nicht innerhalb der Wur-
zel der Rippe 3. Das $ hat die Flgl oben an der Wurzel bi-eit verdunkelt, bisweilen zum größten Teil schwärz-
lich. Natal bis Damara-Land und British Ost-Afrika. — ■ ab. $ nero Btlr. weicht dadurch ab, daß die Grundfarbe ncro.
beider Flgl oben dunkelgrau überzogen ist und daß die Hflgl oben an der Innenseite der ungefleckten schwarzen
Saumbinde in den Feldern Ic bis 4 große, scharf begrenzte, viereckige, weiße Flecke haben'. Victoria-Nyanza.
— f. neluska Oberth. (55 d) unterscheidet sich nur dadurch von der Hauptform, daß der schwarze Spitzenfleck neluslca.
der Vflgl schmäler, nur 3 bis 4 mm breit ist. Deutsch Ost-Afrika. — Die Rp hat eine sanft rosenrötliche bis orange-
gelbe Grundfarbe und schwarze Dornen und lebt an Wormskjoldia longepedunculata. Pp gelblich mit schwar-
zen Zeichnungen.
A. intermedia Wichgr. stimmt völlig mit der Hauptform von caldarena überein, ausgenommen, daß die inlcrmcdia.
Discalpunkte 4 und 5 der Vflgl viel näher an der Zellens])itze als an dem schwarzen Spitzenfleck stehen und daß
das $ eine breite weiße Subapicalbinde der Vflgl hat. Rhodesia und südliches Congo-Gebiet.
A. pudorella Auriv. (55 d) ist auch eine mit caldarena sehr nahe verwandte Art, die ich früher nur als pudorella.
Zeitform von caldarena betrachtete. Eltringham hat jedoch nachgewiesen, daß der Discalpunkt 2 der Hflgl
l)ei pudorella näher an der Wurzel des Feldes 2 als bei caldarena steht und daß die männlichen Kopulations-
organe verschieden gebildet sind. Die Hauptform von pudorella weicht außerdem dadurch ab, daß die Vflgl
dünn beschuppt sind und den schwarzen Spitzenfleck völlig entbehren. Deutsch und British Ost-Afrika;
Abessinien. — detecta Neave hat einen 6 bis 7 mm breiten schwarzen Spitzenfleck der Vflgl-Oberseite und ist delcda.
demnach der caldarena noch mehr ähnlich. Rhodesia; Nyassa-Land und Deutsch Ost-Afrika.
A. braesia Godm. Vflgl lang und schmal mit fast geradem Saume, oben in der Wurzelhälfte rötlich braesia.
gelbbraun, im Spitzenteil durchsichtig grau mit freien gelben Flecken am Saume und schwarzer, an der Flgl-
spitze nur wenig erweiterte Saumbinde. Hflgl oben orangegelb oft mit rosenrotem Anflug, an der Wurzel kaum
schwärzlich und mit schwarzer ungefleckter, nach innen etwas gewellter Saumbinde; die Discalpunkte oft nur
von miten durchscheinend ; Unterseite der Hflgl mehr oder weniger rötlich mit deutlichen schwarzen Punkten
und fast strichförmigen hellgelben Saumflecken. Deut.sch und British Ost-Afrika; Abessinien. — f. regalis regalis.
Oberth. (55 e) hat hinter den Discalpunkten 3 bis 6 der Vflgl eine gut begrenzte, fast durchsichtige graue Subapical-
binde sonst aber dicht beschuppte Vflgl. Deutsch und British Ost-Afrika.
A. stenobea Wallengr. (= acronycta Westic.) ^. Beide Flgl oben an der Wurzel bis zur Mitte oder oft stenobea.
bis zur Spitze der Zelle breit schwarzbraun verdunkelt ; Vflgl oben nur mit schwarzer Saumlinie ohne Spitzen-
fleck ; die Rippen am Saume nicht verdunkelt ; Hflgl oben mit 2 mm breiter, ungefleckter, fast ganzrandiger
schwarzer Saumbinde; Grundfarbe der Oberseite hell braungelb, bisweilen etwas rötlich. Unterseite heller
gelb, an der Wurzel der Hflgl rötlich; Saumbinde der Hflgl mit großen hellen Saumflecken; Discalpunkte beider
Flgl ziemlich groß, die der Felder 3 und 5 der Hflgl oft fehlend; die der Felder 4 bis 6 der Vflgl berühren einander
und liegen ziemlich weit hinter der Zellenspitze. Das $ (55 c; = lygus Z)n<ce) weicht nur durch etwas dunklere
Grundfarbe der Oberseite, durch breitere Saumbinde der Hflgl, durch eine mehr oder weniger ausgedehnte
weiße Färbung in der Mitte der Hflgl und oft auch durch breitere schwarze Beschuppung an der Wurzel vom
(J ab. Süd-Afrika bis Angola und Deutsch Ost-Afrika.
Dritte Untergruppe.
Der DLS(aii)uiLkt in Feld i. b i\i'V XTIg! liegt iuiiner näher am Saume als dei' in 2. llienUu'i-h .«iiid die Arten dieser
''riteigruppe von denen der zweiten Unteigru|)i)e leicht zu unterscheiden. Nui' wenn einer dieser Punkte fehlt ist e.s imuiöglich,
die Stelhnig eines Exeniplare.s zu ))estininien und man muß das.selbe in beiden Vntergrxippen suchen. Bei vielen Arten der
dritten t'ntergruiipen haben die Discalpunkte der Hflgl eine Anordnimg, welche nicW bei den Arten der zweiten Untergrupiie
vorkommt (vgl. S. 267). Wie bei der zweiten Untergruppe können auch hier die Arten in zwei Abteilungen nach Fehlen
oder Anwesenheit der Sulnnarginal punkte der Vflgl eingeteilt werden.
Erste Abteilung.
V f 1 g 1 o h n e S u b m a r g i n a 1 p u nk t e.
272 ACRAEA. Von Dr. C. AüRmLLiüs.
U e b e r .s i c li t der A r t (> ii.
I. migl uiitpii in der Mittelzellc stets mit zwei scliwiuzon Punkten (»der mit einem l'imivle und einem Querst rieli,
welche beide an oder vor dem Ursprung der Kij)pe 2 liegen.
A. Die Felder 2 bis 5 der Hflgl mit Di.scalpunkten.
a. Der Disealpunkt 4 der Hflgl liegt (wie in der zweiten Untergruppe) nälicr an der Wurzel als die Dis-
ealpunkte 'i und 5 oder wenigstens ebenso weit vom Saume wie diese.
*. Die Kippen der Hflgl-Oberseite zwischen der Mitte und der »Saumbinde scharf und ziemlich
dick schwarz gefärbt. Die Hflgl unten nur mit einer feinen schwarzen Linie vor dem Saume,
welche die rektangulären Saumflecke begrenzt oder ganz ohne innere schwarze Begrenzung
der Saumflecke, welche darum ohne Grenze in die Grundfarbe und die rötlichen Zw ischenader-
striche übergehen. A. alolmis.
**. Die Rippen der Hflgl-Oberseite nicht schwarz. Die Saumflecke der Hflgl- Unterseite abgerundet
oder dreieckig und nach innen von schwarzen Bogen begrenzt.
§. Die Rippen der V'flgl-Oberseite nicht schwarz.
o. Saumbinde der Hflgl-Oberseite gleichbreit und schmal, etwa I mm l)reit.
I. Vflgl oben mit einem 4 bis 5 mm breiten schwarzen Spitzenfleck. (Hll> des J an der
Spitze weiß). Größere Arten.
a) Vflgl dicht beschuppt. A. leucopyijd.
b) Vflgl über die Mitte hinaus dünn bt'seiiup])t . weißgrau. A. diu(jvnes.
-. Vflgl oben an der Spitze nur mit 1 mm breiter schwarzer Saumbindc. Hlb des J*
an d.'r Spitze gelb. Kleinere Art. A. mansyu.
oo. Saumbinde der Hflgl-Oberseite 4 bis 5 mm breit, breiter in der Mitte.
A. lofua.
§§. Die Rippen der Vflgl-Oberseite an der Spitze und am Saume mehr oder weniger breit schwarz
gesäumt.
o. Der Disealpunkt im Felde 3 der Hflgl ist groß und liegt in der Mitte zwischen der Saum-
binde und der Wurzel des Feldes. A. guillemei.
00. Der Disealpunkt im Felde 3 der Hflgl fehlt oder liegt nahe an der Wurzel des Feldes.
1. Saumbinde der Hflgl-Oberseite schwarz ohne deutliche helle Flecke.
A. nohara.
A. chamhezi.
2. Saumbinde der Hflgl-Oberseite mit großen scharf hervortretenden hellen Flecken.
A. onerata.
[3. Der Discalpmikt 4 der Hflgl liegt näher am Saume als die Discalpunkte 3 und 5.
*. Die Vflgl ganz ohne abgetrennte helle Saumflecke.
§. Rippen der Vflgl-Oberseite in dem Saumteil breit schwarz gesäumt. Vflgl gewöhnlich mit
Discalpunkten in 3 bis ß. A. periphanes.
§§. Rippen der Vflgl-Oberseite nicht oder sehr wenig schwarz gefärbt. Die Discalpunkte der Felder
3 bis (5 der Vflgl fehlen oder sind nicht alle da.
1. Vflgl mit Discalpunkten in einigen der Felder 3 bis (j und mit großem schwarzem Spitzen-
fleck. A. lualabae.
2. Vflgl ohne Discalpunkte in 3 bis 6 oder, wenn mit einigen solchen Punkten, ohne schwar-
zen Spitzenfleek.
a) Der Spitzenfleck der Vflgl-Oberseite 9 bis 1(> mm breit und tief schwarz.
A. chaeribula.
h) Der Spitzenfleek der Vflgl-Oberseite nicht so breit oder ganz fehlend.
A. acrita.
**. Die Vflgl auf beiden Seiten mit liellen Flecken in der diniklen Saumbinde wenigstens in den Fel-
dern 3 bis 8. Flglspannung 55 bis (55 mm. Beide Flgl oben mit rotgelber bis hellgelber bis weiß-
licher Grundfarbe.
Ausgegeben 1. V. 1913. ACRAEA. Von Dr. 0. AfrivilliüS. 273
a) Vflgl oben nicht verdunkelt an der Wurzel; ihre Discalpunkte 2 bis 4 sind klein, abgerundet
und liegen in einer fast geraden Linie. Hflgl oben mit regelmäßiger, höchstens 2 mm breiter
Saumbinde. A. hypoleuai.
b) Vflgl oben an der Wurzel bis über die Mitte der Zelle hinaus verdunkelt. Discalpunkte sehr
groß; die der Felder 3 bis 6 zu einer sehr breiten Querbinde vereinigt. Saumbinde der Hflgl-
Oberseite 5 bis 6mm breit, nach innen unregelmäßig begrenzt und mit sehr kleinen weißen Punk-
ten am Saume. A. turna.
B. Die Felder 3 bis 5 der Hflgl ohne Discalpunkte. Der äußere Fleck der Mittelzelle der Hflgl strichförmig
und winkelig gebrochen. Hflgl auf beiden Seiten mit großen luir durch schwarzen Bogen begrenzten hel-
len Saumflecken der Grundfarbe. A. aureola.
II. Hflgl in der Mittelzelle nur mit einem schwarzen Punkt, welcher oft hinter dem Ursprung der Rippe 2 liegt.
Vflgl gewöhnlich oben mit hellen Saumflecken. Saumbinde der Hflgl-Oberseite gewöhnlich hell gefleckt.
A. Flgl oben mit rotgelber bis graugelber Grundfarbe. Hflgl unten nicht goldgelb.
* a. Vflgl auf beiden Seiten mit breiter, weißer Subapical binde. A. wigginsi.
ß. Vflgl ohne weiße Subapicalbinde. A. anacreon.
B. Hflgl oben tief schwarz ohne Zeichnungen ((^) oder schwarzgrau mit Discalpunkten und breiter unge-
fleckter schwarzer Saumbinde, unten glänzend hell goldgelb mit roten Punkten an den Spitzen der
Saumflecken. A. mirifica.
A. aureola Eltr. (60 c) ist eine seltene bisher nur in einem Stücke aus Angola bekannte Art. Die Flgl aureola.
sind oben lebhaft orangegelb, an der Wurzel ein wenig veidunkelt ; Vflgl mit einem schwarzen Punkt in der Mit-
telzelle, den gewöhnlichen Discalpunkten, von denen der in I b sehr nahe am Saume steht und die der
Felder 3 bis 6 einen flachen Bogen bilden, und einer feinen dunklen Saumbinde, welche an der Spitze nicht er-
weitert ist: die Rippen am Saume fein schwarz und etwas erweitert. Hflgl auf beiden Seiten mit großen Saum-
flecken, welche die Farbe des Grundes haben und durch schwarze Bogen begrenzt sind; die Discalpunkte der
Felder 2 bis 5 fehlen völlig, in 6 findet sich ein Punkt nahe an der Saumbinde und einer in der Mitte des Feldes 7 ;
die Hflgl sind unten heller gefärbt und an der Wurzel in la bis Ic und der Mittelzelle ockergelb; dieses Wurzel-
feld erreicht kaum die Rippe 2, ist in der Zelle und 1 c durch einen dicken schwarzen Strich nach außen begrenzt
und schließt einen schwarzen Punkt in der Zelle ein.
A. onerata Tri7n. scheint nach der Abbildung mit aureola nahe verwandt zu sein und hat eine ganz ahn- onerala.
liehe Saumbinde der Hflgl und ähnliches Wurzelfeld der Hflgl-Unter.seite, weicht aber durch geringere Größe
(Flglspannung etwa 45 mm), durch Discalpunkte der Felder 2, 4 und 5 der Hflgl und mehr unregelmäßig
angeordnete Discalpunkte der Felder 3 bis 6 der Vflgl ab. Damara-Land.
A. leucopyga Auriv. {=\\Bzti Suff.) {55e). Vflgl oben bis zur Wurzel lebhaft orangegelb, bei frischen iciwopyga.
Stücken mit rosa Schiller ; Vflgl oben mit schwarzem , 4 bis 5 mm breitem Spitzenfleck bis zur Rippe 4 und dann
mit sehr feiner Saumlinie; die Discalpunkte 3 bis 6 sind frei und liegen in einer gegen den Vrd fast senkrechten,
geraden Linie ; Hflgl oben mit scharf begrenzter, 1 bis 2 mm breiter Saumbinde und wenig deutlichen oft nur von
unten durchscheinenden Discalpunkten. Vflgl unten ohne schwarzen Spitzenfleck aber dort weißgelb aufge-
hellt mit orangegelben Strichen der Zwischenaderfalten ; Hflgl unten hell graugelb mit scharf hervortretenden
schwarzen Punkten und rcitlichen Flecken an der Wurzel und zwischen den Rippen und Punkten. Die Regen-
zeitform ist kleiner, oben weniger lebhaft gefärbt, mit schwarzem Anflug an der Wurzel und breiterer, nach
innen unscharf begrenzter Saumbinde der Hflgl-Oberseite. Rhodesia und Nvassa-Land.
A. diogenes Suff. (55 f) ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt, macht aber den Eindruck einer diogenes.
dünn beschuppten Form der vorigen Art. Vflgl durchsichtig weißgrau an der Spitze und am Saume breit ver-
dunkelt mit Discalpunkten in 1 b und 2 und bisweilen auch mit einem Mittelpunkt, aber ohne andere Punkte.
Hflgl etwas mehr beschuppt oben matt grau, unten mit rötlichen Flecken ; Saumbinde und schwarze Punkte
fast wie bei leucopyga. Südliches Congo-Gebiet.
A. lofua Ehr. (60 e) .j*. Flgl oben rötlich ockergelb, an der Wurzel schmal schwarz beschuppt und mit lojua.
den gewöhnlichen schwarzen Punkten; Vflgl mit schwarzer Saumbinde, welche sich an der Spitze allmählich zu
einem 3 mm breiten Fleck erweitert, unten heller aber sonst fast wie oben; Hflgl oben mit sehr breiter, unge-
fleckter, in der Mitte breiterer, tief schwarzer Saumbinde, unten mit hellgelber Grundfarbe und weißen Saum-
flecken. Das 9 weicht durch hell ockergelbliche Vflgl ohne schwarze Discalpunkte und hell rötlich graugelbe
Hflgl ab ; die Wurzel- und Discalpunkte sind sehr klein und die Saumbinde etwas schmäler als beim ^ und auch
oben mit grauen Saumflecken. Rhodesia, am Lofu-Fluß.
XIII 35
274
ACRAEA. Von Dr. C. Axtbiivilliüs.
mansya. A. m&nsy& EUr. (60a) hat eine Flglspannung von 40 bis 50 mm und weicht von den beiden folgenden
nahe venvandten Arten nur dadurch ab, daß^die Rippen der Vflgl nicht am .Saume schwarz gesäumt sind und
daß der Discalpunkt des Feldes 3 der Hflgl fast in der Mitte zwischen der Saumbinde und der Zelle steht.
Das $ ist heller gefärbt als das q. Rhodesia.
chambrzi. A. chambczi A'eave ist der ^. HOÄflra (55 c) sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die Rippen der
Vflgl-Ober.<eite am Saume sehr fein schwarz^sind; der Discalpunkt in 4 der Vflgl liegt nicht in derselben Linie
wie die Piuikte der Felder 5 und 6 und der Discalpunkt in 5 der Hflgl fehlt ; der Discalpunkt des Feldes 3
der Hflgl liegt nahe an der Wurzel des Feldes; Vflgl gewöhnlich mit Wurzelpunkt im Felde 1 b. Xordöst-
Rhodesia.
»Ohara. A. nohara Bsd. (55 c). Flgl oben hell rötlich mit den gewöhnlichen schwarzen Punkten, welche bei der
junodi. ab. junodi Oberth. unregelmäßig stark vergrößert sind, imd schwarzer Saumbinde: Saumbinde der Vflgl
nur 1 mm breit, an der Spitze nicht erweitert, der Hflgl 1,5 bis - mm breit nicht oder undeutlich gefleckt;
Rippen der Vflgl-Oberseite gegen den Saum schwarz gesäumt ; die Discalpunkte 3 bis 6 oder wenigstens 4 bis 6
stehen in einer geraden, gegen den Vrd senkrechten Linie ; die Vflgl mit Wurzelpunkt in 1 b : von den Dis-
ealpunkten der Hflgl liegen die der Felder 2 und 4 etwas näher an der Wurzel als die übrigen. Die L'nterseite
ist heller, weicht aber sonst fast nur durch die hellgelben Saumflecke der Hflgl ab. Beim 2 wechselt die Grund-
farbe von hell rötlich bis gelblichgrau. — Rp gelb mit dunklen Längslinien und schwarzen Domen, lebt auf
Wormskjoldia longepedunculata. Pp lang und schmal weißgrau mit schwarzen Linien und gelben, schwarz
halaii. umzogenen Flecken des Hlbs. Xatal, Transvaal, Zulu-Land und Delagoa-Bay. — haiaii Marsh, ist klei-
ner und hat kleinere Discalpunkte, von denen der in 1 b der Vflgl und in 3 und 5 der Hflgl fast immer feh-
len; die Saumbinde der Vflgl i.*t .schmäler als bei der Hauptform. Das ^ mit grauroter bis graugelber Grundfarbe.
j)sr.uialol- Mashuna-Land. — • pseudatolmis Eltr. ist ebenso klein wie Juilnli. und derselben .sehr ähnlich; die Discalpunkte
min. jjpj, Felder 3 und 5 der Hflgl und 1 b der Vflgl sind jedoch vorhanden und der Punkt in 4 der Vflgl schmal
pundrUfita. und quergestellt. Rhodesia. — punctellata Eltr. weicht durch breitere Flgl, breitere Saumbinde der Hflgl und
durch den Discalpunkt in 4 der Vflgl, welcher nicht in Linie mit den Punkten in 5 imd 6 sondern mehr saum-
wärts steht, von der Hauptform ab. Wenn man davon absieht, daß der Discalpunkt im Felde 3 der Hflgl
näher an der Wurzel steht, stimmt sie völlig mit guillemei (55 c) überein und gehört nach meiner Ansicht eher
zu dieser Art als zu iiohara. Xyassa-Land; Angoni-Land; Deutsch Ost -Afrika: Kigonsera.
guilleme'K A. guillemei Oberth. (= acutipeiuiis L<ithy) (55 c) weicht, wie die Figur zeigt, von der typischen nohnnt
nur dadurch ab, daß die Saumbinde der Vflgl an der Spitze etwas erweitert ist, daß die Saumbinde der Hflgl
breiter ist, daß der Discalpunkt in Feld 4 der Vflgl nicht in gerader Linie mit den Punkten in 5 und 6 liegt
und besonders dadurch, daß der Discalpunkt in 3 der Hflgl in der Glitte zwischen der Saumbinde und der
Wurzel fies F.ldes steht. Angola und am Tanganjika-See.
atolmi.9. .\. atolmis Westw. stimmt sehr nahe mit ^-1. nohara überein und weicht hauptsächlich nur dadurch
ab, daß die Rippen der Hflgl in dem Saumteil schwarz sind und daß die Saumbinde der Htlgl auf beiden Seiten
nconlias. völlig fehlt. Damara-Land. Rhodesia, Angola und südliches Congo-Gebiet. — fa. acontias Westw. (55 c als
atolmis) ist die Regenzeitform und weicht dadurch ab, daß alle schwarzen Punkte größer sind und besonders
dadurch, daß die Hflgl eine deutliche aber nur 1 mm breite Saumbinde haben, welche oben ungefleckt ist und unten
schmale querliegende rektanguläre weißliche Saumflecke einschließt. Das 5 hat eine braune bis schwarzgraue
derora Grundfarbe beider Flgl. — ab. decora Weym. ist eine melanistische Abänderung des 3, bei dem die Vflgl
oben in der Mitte schwärzlich sind. Angola.
reriphones. A. periphanes Oberth. (55 b). Mit dieser Art fangen die Formen an, bei denen der Discalpunkt 4 der
Hflgl näher am Saume steht als die Discalpunkte 3 und 5; durch die gegen den Saum schwarzen Rippen
beider Flgl schließt sie sich der A. atolmis an imd weicht von den nächst folgenden Arten ab; der Discalpunkt
in 5 der Hflgl fehlt fast immer und der in Feld 4 der Vflgl liegt etwas mehr saumwärt s als die in 3, 5 und 6.
welche in einer geraden Linie stehen. Bei der Hauptform haben die Vflgl oben einen 6 bis 7 mm breiten schwarzen
Spitzenfleck und die Hflgl eine 1,5 bis 2 mm breite Saumbinde, welche gewöhnlich auch oben hell gefleckt ist;
die Vflgl sind oben an der Wurzel nicht und die Hflgl nur wenig verdunkelt. Das § hat oft eine verdunkelte
ijini. oder weißliche Grundfarbe. Rhodesia. südliches Congo-Gebiet und Xyassa-Land. — fa. beni Baker weicht
acriioidei. nur dadurch ab, daß der schwarze Spitzenfleck der Vflgl-Oberseite fehlt. Angola und Rhodesia. — fa. acri-
toides Eltr. Der Spitzenfleck der Vflgloberseite fehlt oder ist nur 2 mm breit; auch die Discalpunkte in 3 bis 6
der Vflgl fehlen völlig ; Flgl oben an der Wurzel nicht verdunkelt ; Saumbinde der Hflgl wie bei der Hauptform ;
durch das Fehlen der Discalpunkte 3 bis 6 der Vflgl wird diese Form Aev A.acrita (55 b) sehr ähnlich und weicht
umidn. von ihr nur durch die schwarzen Rippen der Vflgl ab. Rhodtsia.^ — fa. umida Wkhgr. weicht von den vorher-
gehenden durch die oben an der Wurzel verdunkelten Flgl und die 3 bis 4 mm breite tief schwarze, migefleckte
Saumbinde der Hflgl-Oberseite ab; der Spitzenfleck der Vflgl fehlt oder ist nur mäßig ent\vickelt. Rhodesia.
mclaiva. — fa. mclaina £'/^-. (59f) hat einen 6 bis 7 mm breiten, nach hinten nur allmählich verschmälerten Spitzenfleck
der Vflgl-Ober.<eite, eine sehr breite ungefleckte Saumbinde der Hflgl-Oberseite und oben au der Wurzel verdun-
kelte Flgl. Rhodesia.
ACKAEA. Von Dr. 0. Aukivillius. 275
A. lualabae Neave ist den beiden folgenden Arten sehr ähnlich und weicht fast nur dadiarh al), <lal.; hcalabac.
die Vflgl in den Feldern 3 bi« 6 zwei bis vier Discalpunkte haben. Beide Flgl oben orangegelb mit großen schwar-
zen Punkten; Spitzenfleck der Vflgl etwa 8 mm breit, auch unten angedeutet; Saumbinde der Hflgl auf beiden
Seiten mit großen hellen Flecken; Hflgl oben an der Wurzel schwärzlich. Congo-Gebiet: Lualaba.
A. Chaeribula übeiih. (55 b) ist gewissen Formen der nä-hsten Art sehr ähnlich und nur durch den sein chacribula.
großen und tief schwarzen Spitzenfleck der Vflgl-Oberseite abweichend. Die Discalpunkte 3 bis 6 der Vflgl
fehlen und die Saumbind" der Hflgl ist hell gefleckt. Die Grundfarbe ist beim ^ orangegelb, beim $ bisweilen
matt dunkelbraun und nur hinter der Zelle der Vflgl gelblich. Rhodesia, südliches Congo-Gebiet, Nyassa-Land
und Deutsch Ost-Afrika.
A. acrita ist sehr veränderlich, aber stets daran kenntlich, daß die Rippen nicht schwarz sind, daß die
Discalpunkte 3 bis 6 der Vflgl gewöhnlich fehlen und daß der Spitzenfleck der Vflgl wenn vorhanden heller und
kleiner als bei chaeribula ist. Die Art hat nach Eltringham 6 Rassen oder Unterarten (die Hauptforni, amhigua,
pudorÜK(., litfundis, »lunm. und bellonu) und außerdem zahlreich'- Abänderungen und Zeitformen. Die Grundfarbe
der Oberseite lebhaft feurig orange rot ; die Discalpunkte 1 b und 2, sowie die Mittelpunkte der Vflgl liegen in
einer gegen den Vrd fast senkrechten Linie, acrita Hew. (55 b). Vflgl hinter der Mittelzelle orangegelb, un-Ua.
an der Spitze höchstens mit 2 mm breiter schwarzer Saumbinde ; Hflgl oben mit regelmäßiger, scharf begrenzter,
etwa 2 mm breiter, hell gefleckter Saumbinde und unten mit großen roten Flecken oder Streifen, sowohl innerhalb
wie außerhalb der Discalpunkte ; die Vflgl oben an der Wurzel nicht oder sehr wenig verdunkelt. Die Regen-
zeitform weicht dadurch ab, daß der Spitzenfleck der Vflgl 3 bis 4 mm breit und wurzelwärts geradlinig begrenzt
ist, daß die Vflgl oben an d-r Wurzel oft bis zum Wurzelpunkt in Ib verdunkelt sind und daß die Saumbinde
d jr Hflgl-Ol)erseite etwa 3 mm breit und nach iinien besonders in Feld 3 mehr oder weniger erweitert ist. Beim
? sind die Vflgl oben bis zur Zellenspitze braungelb bis kaffeebraun und haben einen durchschnittlich breiteren
Spitzenfleck: die $9 d'^r Regenzeitform haben eine schwärzliche Grundfari)e und sind nur im Subapicalteil
der Vflgl rauchgelb oder weißlich. Mashuna-Land, Manica-Land, Rhodesia und Nyassa-Land. ^ — ^ab. msamviae visamviac.
Strand ist auf SS der extremen Regenzeitform gegründet, bei denen die Saumbinde der Hflgl-Oberseite 4 nun In'eit
und am Irde über den ganzen Flgl bis zur Wuizel erweitert ist. An der Südküste des Tanganjika. — ab.
$ aquilina Strand hat die ganzen Hflgl und die Vflgl in der Wurzelhälfte kaffeebraun; Saumbinde der Hflgl innen aquilmi.
!5charf begrenzt und das Wurzelfeld der Hflgl nicht angeschwärzt ; Discalpunkte der Hflgl unter sich um min-
destens ihren Durchmesser entfernt und eine stark gekrümmte Reihe bildend. Deutsch Ost-Afrika. — ab.
nyassicola Strand ist nach Eltringilxm eine Zwischenzeitform zwischen der Trockenzeit- und der Regenzeitform ni/dssicvla.
d ^s3*, hat einen 2 bis 3 mm breiten Spitzenfleck der Vflgl und große nur durch feine Bogen begrenzte Saumflecke
der Hflgl-Oberseite. Nyassa-Land. — ambigua Tri»/, ist dadurch ausgezeichnet, daß der Spitzenfleck der Vflgl ambüjua.
größer, etwa 6 mm breit ist, dxß die Saumhinde der Hflgl-Oberseite nur durch feine oder undeutliche, von unten
durchscheinende Bogen gebildet ist und besonders dadurch, d-:iß die Hflgl unten zwischen den Discalpunkten
und der Saumbinde fast einfarbig sind ohne deutliche rote Flecke. Das Subapicalfeld der Vflgl-Oberseite ist ge-
wöhnlich heller als bei der Hauptform und bisweilen beim $ weiß. .Damara-Land bis Tanganjika. — bella hellu.
Weijm. stimmt durch den großen 7 bis 8 mm breiten Spitzenfleck der Vflgl, durch die Bildung der Saumbinde
der Hflgl-Oberseite und die Färbung der Unterseite der Hflgl nüt ambu/uu, weicht aber von ihr und von allen
übrigen Rassen durch die sehr großen schwarzen Flecke der Vflgl ab; dieselben können bei der Regenzeitform,
bellona Weym. (59f) so groß werden, daß sie einander berühren; der Wurzelpunkt im Felde Ib der Vflgl fehlt bvlluna.
bei der Trockenzeitform, ist aber bei der Regenzeitform groß. Vflgl beim $ der Regenzeitform mit weißem Sub-
apicalfeld. Angola. — littoralis Eltr. ist die in Deutsch Ost-Afrika gewöhnlich vorkommende Rasse und steht Uitoralis.
der Hauptform sehr nahe; sie weicht davon nur durch den etwas breiteren Spitzenfleck der Vflgl ab, welcher bei
der Trockenzeitform 3 mm und bei der Regenzeitform, usaramensis Strand 4 bis 5 mm breit ist. — ab. $aqui- usaramcn-
lia Thur. ist eine Regenzeitform, bei der die Hflgl und die Wurzelhälfte der Vflgl kaffeebraun sind; die schwarze «^'*- . .
Saumbinde der Hflgl-Oberseite ist wenigstens 4 mm breit und innen sehr unregelmäßig begrenzt. — ab. $ "'^"^ "^'
chaeribulula Strand hat einen 7 mm breiten Spitzenfleck der Vflgl-Oberseite und an der Wurzel geschwärzte chaeribu-
Hflgl und wird von Eltringham als eine Zwischenform zwischen der Trocken- und Regenzeitformen betrachtet. ^"''*-
Ost-Afrika. — pudorina Stgr. (55 b) ist an den längeren und spitzigeren Vflgl, welche an der Spitze kaum oder pmlorind.
iiöchstens 2 mm (= utengulensis r/ittr., die Regenzeitform) breit schwarz sind, kenntlich; die Grundfarbe der iäengulen-
Oberseite ist matter als bei der Hauptform und die schwarzen Punkte der Vflgl sind klein oder fehlen ; Saum- *'*•
binde der Hflgl-Oberseite mit großen Saumflecken, die Unterseite zwischen der Saumbinde und den Discalpunk-
ten nicht oder kaum rotfleckig. Kilimandjaro und British Ost-Afrika. — manca Thur. ist der pudorina ahn- nmma.
lieh hat aber küi'zere und etwas breitere Vflgl und weicht von allen anderen Formen dadurch ab, daß die Vflgl
in den Feldern 3 bis 6 gut entwickelte'Discalpunkte haben ; Saumflecke der Hflgl-Oberseite groß aber durch
scharf hervortretende Bogen begrenzt ; Hflgl unten ohne große rote Flecke in den Feldern 2 bis 6. Deutsch
Ost-Afrika. — fa. lindica Strand ist mir unbekannt, soll aber nach Eltringham eine Form vpn nmnca sein. Undica.
Sie weicht jedoch von dieser beträchtlich ab, indem die Vflgl einen 5 bis 6 mm breiten Spitzenfleck haben und
der Discalpunkte in 3 bis 6 entbehren. Deutsch Ost-Afrika. — Mit dem Namen pauperata hat Thur. ausdrück- pauperala.
276 ACRAEA. Von Dr. C. Auriviluus.
lieh alle solchen Stücke von acrita bezeichnet, welche des Wurzelpunktes im Felde Ib der Vflgl entbehren; solche
Stücke treten unter allen Rassen der A. acrita auf und sind nicht selten.
Dil! fol^iüidcii (hei Alton /,ciiliiii'ii sich von allen andcr.'n dadui-cli ans, daß die .Mittelzt He der III'IkI nur einen
schwarzen I'unkt cidei' Queifleek liat und daLl die \'f'fil auf lu-iden Seiten mit liellen Saunifleckeii «eziort sind. Die
Disealpunkte dei' llfl^l sind in der Weise angeordnet, daß die I'unkte üi 2 bis 4 in einer f;Lst geraden Linie stehen,
welrlie nüt den Punkten in 1 bis (>. welche aueh in einer Lhde liegen, einen spitzigen Winkel bildet: der Punkt in 7
steht mehr wurzelwäris als der in 0 und diejenigen der Felder 1 l> und 1 c liegen in einer Linie mit dem ui 2 oder
etwas mehr nach außen.
anacreoii. A. aiiacreotl Tiiin. (55 a). Flgl oben beim ,^ orangegelb beim 9 graugelb bis violettgrau, oft dunkler
aiil (l"ii N'ilglii; beide Flgl oben mit dunkler Saumi>inde, welche groüe helle scharf begrenzte Saumflecke ein-
schließt; die Rippen an der Innenseite der Saumbinden deutlich schwarz verdickt; der schwarze Punkt in der
Mittelzelle der Hflgl liegt immer in der äußeren Hälfte der Zelle; die Hflgl unten mit hellgelber Grundfarbe,
an (l"r Wurzel d-r Felder 1 c und 8 stets rot gofävbt, oft auch mit roten Flecken in den üt)rigen Feldern zwischen
den schwarzen Punkten. Die Discalpunkte in 4 bis 6 der V^flgl sind gut entwickelt und die Grundfarbe ist hinter
anacreontica.ihwn bisweilen stark erhellt. Süd-Afrika i)is Transvaal, Nyassa-Lmd und Deutsch Ost-Afrika. — anacre-
ontica Smith (55 b ?) ist der Hauptform sehr ähnlich, weicht aber durch eine hellere Grundfarbe der Oberseite,
kleinere Discaljuiiiktc luid besser entwickelte rote Flecke zwischen den schwarzen Punkten der Hflgl-Unterseite
homha. ab. Hritish Ost-Afrika. — bomba iSmilh weicht dadurch ab, daß die Vflgl oben einen 4 bis 8 mm breiten schwar-
zen nicht oder undeutlich gefleckten Spitz?nfleck habsn und der Discalpunkte (3) 4 bis 6 entbehren. Bei der
'i'roekenzeitform ist d'n' Spitzenfleck df^r Vflgl nur etwa 4 mm breit und die Flgl sind ob?n an der Wurzel nicht ver-
induna. dunkelt; liei der Regenzeitform, induna Trim. (55b), ist d°r Spitzenfleck d"r Vflgl dagegen 7 bis 8 mm breit und
die Flgl, bisonders die Hflgl, oban an d3r Wurzel breit schwärzlich. Angola und Rhodesia bis British Ost-Afrika.
sp:cios(i. — Speciosa Wichgr. hat eine mehr lebhafte l)raunrote Grundfarbe der Oberseite und eine nur durch die verdick-
ten schwarz'n R'.])p?n angedeutete Saumbindf d"r Vflgl-Oberseite; die Unters?ite lebhaft gefärbt mit gut ent-
wickelten roten Fleck<>n der Hflgl; sonst mit d'-r Hauptform übereinstimmend. Angola.
u-igijinsl. A. wjgginsi Neave. Vflgl oben am Vrde, im Spitzenteil und am Saume schwärzlieh mit einer breiten
weißen Sul)a))i(albind<' in den Feldern 3 bis (i, 9 und 10 und oft auch mit gelben Saumflecken; die Mittelzelle
und die l'VId t la bis 2 bis zur Saumbinde rotgelb; ein schwarzer Punkt in der Zelle und ein Querfleck an der
Zellenspitze sowie auch Discalpunkte in Ib bis 5 oder wenigstens in IbbisS; Hflgl oben goldgelb mit schmaler,
gell) gefleekti^r Saundtinde; Vflgl unten wie oben, aber heller und am Saume grau mit schwarzen Rippen; Hflgl
unten liellgell) mit schmaler weißgefleckter Saumbinde, welche nach innen von goldgelben viereckigen Flecken
begleitet ist, und zwischen den Discal- und Wurzelpunkten mit einer unregelmäßig gebrochenen roten Querbinde,
außeidem mit einem roten Fleck an der Wurzel des Feldes 1 c und 8. Das $ weicht nur dadurch ab, daß die
rutgelbe Farbe der Vflgl-Ober.seite weniger ausgedehnt ist. Flglspainiung 46 bis 56 mm. British Ost-Afrika
und Uganda.
miri/ica. A. mirifica Ltthi/. Obgleich diese Art durch die Färbung der Oberseite beim (J von allen anderen afri-
kanischen Acraecn abweicht, zeigt doch die Zeichnung der Unterseite, daß die Art zu dieser Untergru])pe ge-
hört inid daß ELTitL\oii.\M ohne Zweifel das richtige getroffen hat, ind^m er sie in dieselbe Abteilung wie ana-
creon und ivigginsi stellt, t^: Bald 3 Flgl oben tief schwarz, die Hflgl einfarbig ohne Zeichnungen, die Vflgl
unmittelbar hinter d-rZ^llenspitze mit einer 4 bis 5 mm breiten hellgelben Querbinde, welche vomVrd bis zum
Hinlerwinkel verläuft und an d -r R'pp3 4 winkelig gebrochen ist, und am Saume mit kleinen rötliehen Punkten.
\'flgl unten in den Feldern la bis 2 und im größten Teil der Zelle tief schwarz, im Spitzenteil und am Vrd goldgelli
mit schmaler schwarzer rotgefleckter Sauinbind '. Hflgl unten goldgelb mit schwarzen Wurzel- und Discalpunk-
ten und schwarzer Saumbind % welche große goldgelbe Siumflecke und rote Punkte am inneren Ende der Saum-
fl(>cke einschließt: ein roter" Fleck an d?r Wurzel d-^r Felder 1 c und 8. Das $ weicht vom ^ dadurch ab,
diß die Flgl oben dmikelgrau mit deutlichen schwarzen Discalpunkten sind und eine schwarze Saumbinde ha- . _
ben, daß die gelba Querbind:' d^r Vflgl fehlt und daß beide Flgl unten matt goldgelb sind ohne andere schwarzen 1 1
Z"i(hnung<'n als die Saumbind-^n und die Wurzel- und Discalpunkten. Flglspannung 41 bis 48 mm. Angola und
Rhodesia.
Als Anhang dieser Abteilung der dritten Untergruppe führe ich die beiden folgenden Arten an. Sie sind
walirseheiiilich am nächsten mit den Arten der fünften Untergruppe verwandt, müssen aber nach der Uebersicht
der Untergru|)])en hier untergebracht werden.
lunia. A. turna Mab. ist (unc breitflügeligc Art mit milchweißer Grundfarbe beider Flgl und einer Flglspainiung
von etwa 60 mm; Saum dsr Vflgl deutlich ausgerandet; beide Flgl mit unscharf begrenzter oben schwärzli-
cher, unten grauer Saumbind" und hellen Sauiiiflecken, die jedoch auf der Oberseite der Hflgl oft sehr klein
oder undeutlich sind; Vflgl an der Wurzel bis über die Mitte der Zelle hinaus verdunkelt oben schwarzgrau unten
in der Zelle rötlich; zwei Querflecke in der Zelle und die Discalpunkte groß und schwarz, die Discalpimkte 3 bis 6
mit (lein Mittelfleck zu einer unregelmäßigen Querbinde vereinigt, welche oft sowohl mit dem Vrd wie mit der
Saumhinde vereinigt ist ; Wurzel- und Discalpunkte der Hflgl ziemlich klein, aber vollständig vorhanden undnormal
ACRAEA. Von Dr. C. AuRrviLLius. 277
angeordnet; der Discalpunkt in 4 steht dicht an der Saumbinde. Madagaskar. — ab. marmorata Smith marmorata.
weicht nur durch hellgelbe bis schwefelgelbe Grundfarbe beider Flgl ab. Madagaskar.
A. hypoleuca Trlin. Flglspainiung etwa 60 mm. Flgl oben orangerot; Vflgl oben mit dunkler Saumbinde, hypolewa.
welche 8 große helle Saumflecke einschließt; Discalpunkte in Ib bis 6, alle abgerundet, der in Ib nahe am
Saume, die in 2 bis 4 in einer Linie und die in 4 bis 6 in einer gegen die vorige fast senkrecht stehende Linie, unten
wie oben, aber mit weißlicher Subapicalbinde. Hflgl oben mit 2 mm breiter weißgefleckter Saumbind- und deut-
lichen Discalflecken, unten wie oben gezeichnet aber mit weißer Grundfarbe und größeren weißen Saumflecken.
Scheint mit A. chilo und zetes nahe verwandt zu sein. Das einzige bekannte Stück stammt wahrscheinlich
aus Deutsch Südwest- Afrika.
Z w e i t e Abteil u n g.
Die Vflgl mit deutlichen Sub m arginalp unkt en wenigst ens in ib und 2. Die Dis-
calpunkt e der Hflgl sind wie bei den Arten der zweiten Untergruppe a n g e o r d n e t ; d i e
Punkte in 2 und 4 stehen demnach näher an der Wurzel als die in .'5 und 5.
L^ e b e r s i c h t d e r A r t e n.
T. Die Rippen der Vflgl-Oberseite gegen den Saum allmählich breiter schwarz gesäumt. Die Vflgl gewöhnlich
nur in 1 b und 2 mit Submarginalpunkten.
a. Auch die Rippen der Hflgl gegen die Saumbmde schwarz verdickt. Die hellen Saumflecke der Hflgl-
Unterseite sind schmal luid nach innen von fast geraden schwarzen bisweilen undeutlichen Strichen
begrenzt A. petraea.
[i. Die Rippen der Hflgl gegen die Saumbindc nicht schwarz. Die hellen Saumflecke der Hflgl -Unterseite
nach innen von schwarzen Bogen begrenzt ^4. hüttneri.
IL Die Rippen der Vflgl nicht schwarz gesäumt. Die Vflgl oft mit 4 bis 6 Submarginalpunkten. Die
Spitze der Vflgl unten mit 2 b's 4 hellen Sauniflecken.
X. Saumlnnde der Hflgl-Oberseite schmäler, etwa 2 mm breit, nach innen in jedem Felde gebogen und
gewöhnlich mit deutlichen hellen Saumflecken.
1. Die schwarzen Punkte beider Flgl groß und Icräftig entwickelt . . . . A. violarum.
2. Die schwarzen Flglpunkte kleiner und oft teilweise fehlend A. asema.
(j. Saumbinde der Hflgl-Oberseite 4 bis 5 mm breit, ungefleckt und oft nach innen unscharf begrenzt
A. omrora.
A. petraea Bsd. (54 f) erinnert an A. atolmis, von der sie sofort durch die Submarginalpunkte der Vflgl pdmca.
unterschieden werden kann. Flgl oben lebhaft rot bis orangegelb mit kräftig entwickelten schwarzen Zeichnun-
gen; die Discalpunkte 3 bis tt der Vflgl stehen in einer gegen den Vrd senkrechten Linie und sind oft vergrößert
und mit dem Mittelfleck vereinigt; die Hflgl unten hell rötlich gelb mit roten Flecken zwischen den Punkten
und roten Flecken oder Strichen vor der Saunibinde; der Discalpunkt in 3 scheint stets zu fehlen. Die $$ haben
eine breite weiße oder weißliche Subapicalbinde der V'flgl und oft eine dunklere, rötlichgraue bis schwarzgraue
Grundfarbe besonders der Vflgl. Die Trockenzeitform, petrina Suff., hat rötliche Saumflecke an der Spitze pdrina.
der Vflgl. — Rp goldbraun mit schwarzen Längs- und Querlinicn und schwarzen Dornen ; Kopf schwarz mit weißem
Winkelfleck; lebt an Oncobn kraussiana. Pp hellbraun bis rotbraun mit schwarzen Zeichnungen. — ab. ta- tabomtui.
borana Suff, weicht nur dadurch ab, daß die schwarze Bestäubung an der Wurzel der Vflgl sich bis zum schwar-
zen Punkte in der Zelle ausdehnt und daß die Discalpunkte der Vflgl Meiner sind. — rohlfsi Suff. (60 d). Nach ruhllst.
genauem Vergleich der Figuren und der Beschreibung dieser Form mit petraea, kann ich sie nur als eine extreme
Form davon erklären, welche sich durch die schmale und unten undeutliche Saumbinde der Hflgl unterscheidet.
In allen übrigen Kennzeichen stimmt sie mit petraea überein. Der L^nterschied zwischen rohlfsi und petraea
ist demnach fast derselbe wie zwischen atolmis und acontias und zwischen atergatis und seiner Trockenzeitforni.
Aus Deutsch Ost-Afrika liegen mir Stücke von petraea vor. welche einen deutlichen Uebergang zu rohlfsi
bUden und d'e eine kaum mehr als 0,5 mm breite Saumbinde der Hflgl haben ; dieselbe ist jedoch unten von
schwarzen Strichen deutlich begrenzt. Ukerewe-Insel m Victoria-Nyanza.
A. büttneri Bog. (54 f). Flgl oben orangegelb mit großen eckigen schwarzen Punkten, welche wie bei hüiincri.
petraea angeordnet sind ; Saum und Spitze der Vflgl schmal schwarz und die Rippen vor dem Saume schwarz
gesäumt; Flgl unten mehr rötlich gelb und die Hflgl oft mit roten Flecken an der Wurzel; Saumbinde schmal
Ibis 1,5 mm breit oben ungefleckt unten mit großen, querliegenden, weißen Saumflecken ; der Discalpunkt in 3
groß und näher am Saume als die in 2 und 4. Damara-Land, Rhodesia und südliches Congo-Gebiet.
A. violarum Bsd. (55 a). Flgl oben mit matt ziegelroter bis grauroter bis grauer ($) Grundfarbe und vMamm.
großen schwarzen Punkten; Vflgl nüt feiner schwarzer Saumlinie, welche an der Spitze zu einem 2 mm breiten
278 ACRAEA. Von Dr. 0. Aurivilliüs.
Fleck erweitert ist und mit ti Subiniirginalpunktcn (in 1 )) bis (i); hvidv Flgl obi-n an iltT \Vurzel mehr oder
weniger verdunkelt; Saunibiiule der Hflgl nach innen kai)])entörniig begrenzt; l'nterseite fast wie die Oberseite
die .Saiiniiinde der Htlgl aber mit großen \seißliehen Flecken und die \'flgl an der Spitze mit kleinen sokhen
Saumflecken. Süd-Afrika bis Angola und Mashuna-Land.
asvma. A. aseiTia Hew. (55 a) ist der vorhergehenden Art sehr ähnlich, aber durchschnittlich etwas kleiner,
:Uibisö2 mm. mit matterer, mehr graurötlicher Ckundfarbe und kleineren schwarzen Punkten, von denen beson-
ders die Submarginalpunkte dei- A'flgl kleiner und selten alle da sind. Angola. ^Manica-Land. ilashuna-Land und
ijracilw. Nyassa-Land. — fa. gracilis \\'i(h<jr. weicht nur durch eine schmale 1 mm breite Saumbinde der Hflgl ab. Ma-
shuna-Land.
omrura. A. omrora Trim. ist an der unscharf begrenzten schwarzen ungefleckten Saumbinde der liflgl-Oberseite
leicht kenntlich. Beide Flgl oben an der Wurzel sch\\ärzlich; die schwaizcn Punkte ganz wie bei den beiden
letzten Arten angeordnet, der Submargimxlpunkt in 5 der Vflgl scheint jedoch stets zu fehlen. Bei der Haupt-
form ist die Grundfarbe dunkel ockergelblich, die Vflgl hrtben keinen schwarzen Spitzenfleck (nur eine feine
umbrulu. Saumlinie) und die Saund)inde der Hflgl-Oberseite ist 2,0 mm breit. Angola und Damara-Land. — umbrata
Wicfigr. hat eine ziegelrote bis graurote Grundfarbe, einen 3 mm breiten schwarzen Spitzenfleck der Vflgl und ehie
.'{ bis 5 mm l)reite Saumbinde der Hflgl. Rhodesia und Katanga.
Vierte U nt e r g r u ji p c.
Die Arten dieser Gi'U|)i>e srhlielien siili iliiuii iWr vuiif^en sein- eiii; an und un(ii',s<hc-nliii siili luii dailmcli. ilaU die
Vflj;] a\il' beiden Seiten "def wenigstens unten auf den Zwiselieiiadci-Iallei; <l(utli'lif seliwaize oder l>iauin' l-ilnt,'^s1l•ielle,
w.'l'lie den .Saum eneielieii, lialien. Nur l)ei tler letzten selir aliwei>liend<ii luid w.iii^; bekannten Alt .selieinen diese Ktiiehe
wenis deutlich /.u sein.
V e b e r s i c h t d e r A r t e n.
1. IJic Hflgl mit einem «ub:na ■giiKi!puni<te im Felde 7 uml dciinKuh in diesem Feh'e mit drei scliwarzen
Punkten. Die Vflgl fast immer mit Submarginalpunkteii in 1 I) und 2 A.repheus.
TT. Beide Flgl ohne Subnuirginalpunkte.
A. Der Discalpunkt im Felde 4 der Vflgl liegt niciit oder kaum näher am Saume als der in '.i und die Dis-
caljjunkte in 3 bis (i stehen darum in einer fast geraden und gegen den Vrd senkrechten Linie.
a. Der Discalpunkt in 1 b der Vflgl liegt fast gera;le hinter dem Punkt in 2. Die Vflgl lang und schmal,
ihr Saum tief ausgerandet. Saumflecke der Hflgl- Unterseite rötlich . . . A. pereiina. U
fS. Der Discalpunkt in I b der Vflgl steht viel näher am Saume als der in 2. Die Vflgl von gewöhn-
liciier Form und mit fast geradem Saume. Saumflecke der Hflgl-Unterseite weißlich oder grünlich
iiellgelb.
1. Die Vflgl unten ohne schwarze Submarginallinie -4. e(jina.
2. Die Vflgl unten zwischen den Rippen 1 bis 5 (7) mit dicker scliwavzer Sub.narginallinie, welche
helle Saumflecke nach innen begrenzt, oben mit scharf begrenzter dunkler Saund)inde.
A. medea.
B. Do- Discalpunkt im Felde 4 der Vflgl steht so viel näher am Saume als der Punkt in 3, daß die Discal-
l)unkte 2 bis i in einer geraden, mit dem Vrd fast gleichlaufenden Ijinie kommen. ^4. nioOe.
ccphcus. A. cepheus L. (54 f) weicht von allen mir bekannten afrikanischen Acraeen dadurch ab, daß die Hflgl
einen Submarginalpunkt im Felde 7 besitzen und dadurch in diesem Felde 3 schwarze Punkte haben; die Vflgl
haben einen schwarzen Querfleck an der Mitte und emen an der Spitze der Zelle und große Discalpunkte, von
denen <ler in Ib näher a:n Saume als der in 2 und die der Felder 3 bis 6 wenigstens beim ^ eine Querbinde bilden;
die Submarginalpiuikte sind oft mit der schwarzen Saumbinde vereinigt. Die Hflgl haben eine 2 mm breite,
nach innen an den Rippen gezackte, oben einfarbige, unten hellgelb gefleckte Saumbinde und der Wurzel
genäherte Discalpunkte; unten haben sie eine hcllgebliche bis weißliche Grundfarbe und große rote oder orange-
gelbe Flecke zwischen den schwarzen Punkten und an der Saum))inde. Bei der schon von Linne beschriebenen
uikI von Clerck in seiner seltenen Arbeit ,,Icones insectorum" nach dem Tj-pus abgebildete Hauptform haben
die Vflgl in 3 bis 6 hinter den Discalpunkten eine helle Subapicalbinde. welche beim ^ rotgelb, beim $ weiß ist;
beim ^ sind die Vflgl im Wurzelteil bis zu den Subinarginalpunkten in 1 b und 2 und bis zu den Diseal-
})unkten in 3 bis 6 rotgelb und die Hflgl oben rotgelb, an der Wurzel schwarz beschuppt: beim V sind beide
F[g\ oben schwarzgrau nüt kleineren Punkten als beim ^J, die Hflgl oft etwas gelblich angeflogen. Goldküste
abdera. bis Angola und Sudan. — abdera Ileiv. (.54 f cJ) weicht dadurch ab, daß die helle Subapicalbinde der Vflgl
ACRAEA. Von Dr. G. Aurivilijtjs. 279
fehlt und dp.ß beide Flgl oben an der Winzel breiter schwarz sind. Nigeria bis Congo. — Bei eginopsis Avriv. eginopsix.
haben die Vflgl des (J oben eine schwärzliche Grundfarbe und haben nui- in der Saumhälfte der Felder 1 a und 1 b
einen großen rotgelben Fleck; die Hflgl wie bei der Hauptform gefärbt. Sierra Leone bis zum Togo-Land. —
a.b. 2 pheusaca Suff. Vflgl oben bis zur ockergelben Subapicalbinde gelbbraun mit Ideinen oder fehlenden phcusam.
schwarzen Punkten; Hflgl oben braungelb mit kleinen DiscaJpunkten ; kommt zusammen mit ahdera vor. —
■ ab. 9 sucepha Suff. Flgl oben mit rotgelber Grundfarbe wie beim ^ und die Vflgl mit weißer Subapicalbinde. niwrplia.
Saumbinde der Hflgl oben mit gelben Saumflecken. Unter der Ha.uptform. — ab. 9 nigrescens Ehr. (54 f; nigrestrnfi.
als abdera-2). Beide Flgl oben schwarzbraun mit deutlichen schwa,rzen Punkten; die Hflgl oben vor der
Saumbinde etwas aufgehellt; diese mit Saumflecken; ist wahrscheinlich das $ von eginopsis. Sierra-Leone.
A. perenna Dbl. u. Hew. (54 e) ist durch die langen und schmalen am Saume ausgerandeten Vflgl, welche perenna.
fast ganz dieselbe Form wie bei PapUio onfimachus halben, ausgezeichnet ; die Discalpunkte sind groß und stehen
auf den Hflgln nahe an der Wurzel ihrer Felder (der in 3 scheint immer zu fehlen); Vflgl oben schwarz mit gelb-
rotem Hrdfleck, welcher die Mitte der Felder la bis 2 bedeckt, unten heller und am Saume breit gelblich mit
schwarzen Rippen und Streifen der Zwischenaderfalten. Hflgl oben fast bis zu den Discalpunkten schwarz,
dann mit roter Querbinde und am Saume mit schwarzer rotgefleckter Saumbinde, unten viel heller, an der Wur-
zel grünlich gelb mit freien Punkten und einigen roten Flecken oder Streifen dicht an der Wurzel ; Saumbinde
wie oben. Rp schwarz mit gelben Flecken; Kopf irnd Dornen schwarz. Sierra-Leone bis Angola, Uga.nda
und Nairobi. — thesprio Oherth. (54 e) weicht dadurch ab, daß die rotgelbe Farbe der Vflgl auch die Mittelzelle thrsprin.
und die Wurzel der Felder 3 b's 6 mehr oder weniger vollständig bedeckt. Katanga; Nyassa-Land: Deutsch
und British Ost-Afrika. — kaffana Rothsch. (59 f ) stimmt nrit thesprio nahe überein, ha.t aber größere Discal- hnjjaiin.
punkte und breitere Saumbinde der Hflgl. Abessinien.
A. egina Cr. (54 d) ist viel größer ?.ls perenna und hat eine ganz verschiedene Flglform, ist aber im egina.
männlichen Geschlecht sehr ähnlich gefärbt. Beim o sint^' f'iP ^'flgl schwärzlich in der Mitte etwas durchsichtig
und haben am Hinterwinkel in 1 a und 1 b einen großen gelbroten Fleck, der jedoch die Rippe 2 nicht über-
schreitet; Hflgl oben werrigstens bis zur Rippe 2 schwarz, dann mJt breiter gelbroter Querbinde und breiter,
ungefleckter, an den Rippen etwas gezackter schwarzer Saunibinde, der Discalpunkt in 4 steht näher anr Saume
als die übrigen. Vflgl unten fast wie oben, aber heller und dünner beschuppt; Hflgl unten hell rötlich mit roten
Flecken an der Wurzel und an der Saumbinde und zwischen den großen freien schwarzen Punkten mehr oder
weniger grünlich gelb; Saumflecke groß viereckig grünlich gelb; Halskragen rot; Hlb in der äußeren Hälfte
hellgelb. Beim $ ist die Grundfarbe beider Flgl schwarzgrau ohne rotgelbe Flecke, aber mit einer unscharf
begrenzten, weißlichen Subapicalbinde der Vflgl. Rp weißgelb jederseits mit zwei schwarzen Längslinien; Kopf
und Dornen schwarz. Pp weißlich mit sehr feinen schwarzen Zeichnrrngen. Senegal bis Angola, Nyassa-Land
und Uganda. — harrisoni E. Sharpe. In den Grenzgebieten zwischen der westafrikanischen und der ostafrika- harrUntü.
nischen Subregion treten wie gewöhirlich auch bei dieser Art Uebergänge zu der ostafrikanischen Rasse auf.
Dieselben zeichnen sich dadurch aus, daß die rotgelbe Farbe der Vflgl nicht nur in 1 a und 1 b sorrdern auch als
feine Längsstriche zuerst in 2 und dann auch in den übrigen Felder auftreten kann; die Unterseite der Hflgl
ist zum großen Teil orangegelb überzogen ; die Discalpunkte sind bald ebenso groß wie bei egina, bald viel kleiner
besonders auf den Hflgln, ab. contraria Griinb. (= Idwuensis Griinh.). Rhodesia; Nyassa-Land und an den conimna.
Ufern von Victoria-Nyanza. — areca Mab. (54 e) i.st die ostafrika.nische Rasse und zeichnet sich, dem Gesetz, arfm.
welches für fast aUe afrikanischen Acraeen gültig ist, folgerrd, dadurch aus, daß die gelbrote Farbe der Vflgl nrehr
verbreitert ist, indem sie die Mittelzelle und die Wurzel der Felder 2 bis 6 mehr oder weniger vollständig bedeckt;
die Unterseite der Hflgl ist zum großen Teil orangegelb. Beim $ sind die Grundfarbe mehr gelblich als bei
der Hauptform. Südost-Rhodesia, Nyassa-Land, Deutsch und British Ost-Afrika.
A. medea Cr. (54 d) ist nach meiner Ansicht am besten als selbständige Art aufzuführen. Die hellgelben mchn-
Saumflecken der Vflgl-Unterseite und die dicke schwarze Submarginallinie, welche dieselben nach imren be-
grenzt, bilden eirr ganz neues Kennzeichen, wozu bei egina und ihre Rassen nicht entsprechendes vorhanden ist.
Beide Flgl oben an der Wurzel bis zru- Rippe 2 oder 3 breit schwarz überzogen, dann bis zur scharf begrenzten,
4 bis 5 mm breiten schwarzen Saumbinde gelbrot ((J) oder weiß (?) mit sehr großen Discalpunkten, welche garrz
wie bei egina angeordnet sind: Vflgl unten rötlich, an der AViu-zel und beim ? auch in der Mitte hellgelb oder
weißlich; Hflgl unten in der Mitte grünlich hellgelb oder weißlich, an der Wurzel und an der Saumbinde mit
brpunroterr oder ora,ngegelben Fleckerr. Prinzeir-Lisel.
A. niobe E. Sharpe ist eine interessarrte Art, die mir jedoch leider nur durch die Beschreibung und Ab- »wfer.
bUdurrg bekannt ist. Elt ringh am hält ihre Verwarrdtschaft für ganz unsicher, mir scheint sie am nächsten
nüt egina und medea verwandt zu sein. Bisher ist rrur das S bekannt. Dasselbe hat eine schwarzgraue, an den
Rändern dunklere und in der Mitte halbdurchsichtige Grundfarbe beider Flgl; die Hflgl oben mit 2 mm breiter
schwarzer Saumbinde; die schwarzen Punkte der Vflgl sind groß urrd wie bei egina angeordnet ausgenommen,
dal.? die der Felder 4 bis 6 viel näher an der Spitze stehen, so daß die Discalpunkte 2 bis 4 wie bei chilo in einer ge-
raden Linie stehen; die Wurzel- und Discalpunkte der Hflgl sind auch sehr groß und die der Felder Ibbis 5
stehen in einer fast geraden, gegen die Flglspitze gerichtete Lürie ; wie die Saumbinde der Hflgl sich unten verhält
280 ACRAEA. Von Dr. C. AuRiviLLirs.
wird in der Beschreibung nicht erw ahnt, sie scheint aber auch dort ungefleckt zu sein. Halskragen und Spitzen-
hälftc des Hlbs rot. Insel Säo Thome.
Fünfte Untergruppe.
Auf der l'iitersfite der Hflgl sind die schwarzen Wuizelpunkte zu einem si-hwarzen. hell (gewöhnlich weiß) gefleckten
Wurzelfleck vereinigt. Hierdurch unterscheiden sich die Arten sehr leicht von allen anderen außer einigen Arten der siebenten
Untergruppe, mit denen sie durch das i von chili) tatsächlich äußerst nahe verbunden sind. Der Discalpunkt in I b der Vflgl
liegt, wenn vorhanden, stets näher am Saume als der in 2.
Uebersicht der Arten.
1. DieDiscalpunkte 4 bis 6 der Vflgl sind groß, und zu einer Querbindc vereinigt und stehen so nahe an der
Spitze der Zelle, daß auch der Punkt in 3 in derselben Querlinie zu stehen kommt.
A. Vflgl unten ;in der Wurzel hell gefärbt mit einigen dunklen oder schwarzen Punkten oder Strichen.
Hflgl mit deutlichen Discalpunkten.
a. Vflgl oben mit deutlich begrenzten hellen Saumtlccken wenigstens in 1 b und 2 oder ganz schwarz-
braun ohne helle Flecke, nie mit weißer Grundfarbe. Saumbinde der Hflgl gelbgefleckt oder einfarbig.
,4. zete-s.
p. Vflgl oben zwischen dem Hinterwinkel und der Rippe 4 nur mit feiner schwarzer Saumlinie oder
selten breit verdunkelt mit gelblichen Saumflecken, in diesem Falle aber mit weißer Grundfarbe.
Smimbinde der Hflgl weiß punktiert ^-1. pseudoJycia.
B. \'flgl unten an der Wurzel bis zur Rippe 2 tief schwarz gefärbt ; die schwarze Farbe in der Zelle nach außen
gerade abgeschnitten. Hflgl wenigstens unten ohne Discalpunkte.
1. Vflgl oben bis zur Rippe 4 nur mit feiner Saumlinie. Hflgl nie in der Mitte weiß.
A. anentosa.
2. Hflgl in der Mitte weiß oder Vflgl oben mit dunkler Saumbinde A. tvelwitschi.
II. Die Discalpunkte 4 bis 6 der Vflgl stehen in einer Querlinie etwa in der Mitte zwischen der Zelle und
der Flglspitze und so weit hinter dem Punkt in 3, daß die Discalpunkte 2 bis 4 in emer geraden, mit dem
Vrd fast gleichlaufenden Linie stehen,
a. Vflgl lang und zugespitzt mit etwas ausgerandetem Saume; die dunkle Saumbinde gegen die Spitze
erweitert. Hflgl oben an der Wurzel nur wenig verdunkelt A. chilo.
p. Vflgl breit und stumpf mit konvexem Saume und 4 mm breiter, gleichbreiter schwarzer Saumbinde.
Hflgl oben an der Wurzel bis zur Rippe 2 schwarz. Alle schwaize Punkte sehr groß.
.4. oscari.
:,'. \'flgl ohne hellgetleckte Saumbinde. Hflgl oben an der Wurzel kaum schwarz. Discalpunkte klein.
Grundfarbe rotgelb A. zamhezina.
(Siehe S. 285.)
A. zetes ist eine in Afrika von Sierra-Leone bis Xatal und Abessinien verbreitete und häufig vorkom-
mende Alt, welche mehrere Rassen und Formen bildet und im Nordwesten am dunkelsten ist um dann gegen
Süden und Osten allmählich heller und heller zu werden. Vflgl mit 2 schw arzen Flecken in der Mittelzelle, einem
an der Zellenspitze, großen länglichen Discalpunkten in 3 bis 6 und K). gerundeten freien Discalpunkten in Ib und 2
und wenigstens unten mit großen gelben Saumflecken in Ibbis 0. Hflgl außer den zusammengeflossenen Wurzcl-
punkten, mit einem Mittelpunkte und deutlichen Discalpunkten, von denen der in 2 dicht an der Wurzel des
Feldes und der in 4 weiter saumwärts als die übrigen steht; die schwarze Saumbinde breit auf beiden Seiten
zelea. oder wenigstens unten hell gefleckt. — zetes L. Vflgl oben dunkel schwärzlich, einfarbig oder hinter den Discal-
punkten 3 bis 6 ein wenig aufgehellt; Discalpunkte auf dem dunklen Grunde wenig deutlich. Hflgl oben bis zur
Spitze der Zelle schwarz, dann mit 5 bis 6 mm breiter orangeroter Mittelbinde, worin niu- die Discalpunkte 3 bis 5
frei liegen, unten mit weißlicher Grundfarbe und rötlichen Flecken am Wurzelfelde und an der Saumbinde.
»iCTiippe. Sierra-Leone (bis Kamerun; Uebergänge zu inenippe). — menippe Z)rHri/ (54 b). Vflgl oben mit deutlichen
rotgelben Saumflecken und gewöhnlich auch mit größeren oder kleineren rotgelben Flecken in 1 b, 2 und der
Mittelzelle und mit kleiner weißlicher Subapicalbinde in 4 bis 6; die rotgelbe Querbinde der Hflgl-Oberseite
10 bis 12 mm breit. Das 2 ist größer und hat eine achwarzgraue Grundfarbe der Vflgl und eine graugelbliche
j(üemn. der Hflgl. Ganz West-Afrika bis Angola und Uganda. — jalema Godt. ist eine Zwischenform zwischen menipjte
und acara, bei der die Vflgl oben an der Wurzel fast bis zur Rippe 2 schwarz sind und dann eine etwa 12 bis 13 mm
breite rotgelbe Querbinde haben, welche sich vom Ird bis zum ^'rd der Mittelzelle ausdehnt, die Wurzel der Fel-
der 2 und 3 bedeckt und 4 schwarze Flecke (einen in der Zelle, den Mittelfleck und die Discalflecke 1 b und 2)
acara. einsehließt; Subapicalbinde wie bei menippe kurz und schmal. Kamerun bis Rhodesia. — acara Hew. (54 b, c)
Auagegebeii 7. VI. 1913. ACRAEA. Von Dr. C. AuElVlLLlü-S. (281
ist die in Süd- und Ostafrika vorkommende Rasse und weicht von jalema nur dadurch ab, daß die rotgelbe Farbe
der Oberseite noch mehr ausgedehnt ist und besonders dadurch, daß die Vflgl eine große etwa 7 mm breite
rotgelbe Subapicalbinde in 4 bis 6 haben; Vflgl an der Spitze etwa 6 mm breit schwarz. Natal bis Rhodesia
Nyassa-Land und British Ost-Afrika. — ab. mhondana Sujf. Die Discalflecke 4 bis 6 der Vflgl mit dem schwär- mhondana.
zen Fleck am Ende der Mittelzelle vereinigt. Unter acara. — ab. caffra Fldr. (tescea Suff.) weicht von acara caffra.
nur dadurch ab, daß die Hflgl oben in der Mitte weißlich aufgehellt sind. Natal; Transvaal. • — f. barberi barberi.
Trim. weicht dadurch von acara ab, daß die Vflgl oben an der Spitze eine nur 2 mm breite Saumbinde haben;
die schwarze kappenförmige Submarginallinie der Vflgl-Oberseite ist bald kräftig ausgebildet, bald ganz fehlend,
ab. tritneni Auriv. Transvaal und Griqua-Land. — sidamona Rothsch. u. Jord. ist der acara ähnlich und irimeni.
weicht nur dadurch ab, daß die Wurzelpunkte in der Mittelzelle und in 1 b der Vflgl frei liegen und daß die «'«'"""'»mj.
Saumflecke der Vflgl-Unterseite in Ib bis 5 alle nach innen vollständig schwarz begrenzt sind. Abessinien. —
Die Rp von zetes ist orangegelb mit einer dunkelroten Querbiiide auf dem Rücken jedes Gliedes; Kopf glänzend
rot ; Dornen schwarz ; lebt in Natal an Passiflora. Pp rötlich weiß mit schwarzen Zeichnungen.
A. pseudolycia ist dem äußeren Aussehen nach kaum durch konstante Kennzeichen von zetes zu unter-
scheiden, hat aber nach Eltringham etwas anders gebildete Seitenklaffen des ^J. Alle Formen schließen sich
der Rasse acara am nächsten an und machen den Eindruck einer extremen Entwicklung derselben. Die helle
Grundfarbe ist oben auf beiden Flgln mehr ausgedehnt und die Saumflecke der Vflgl-Oberseite fehlen entweder
gänzlich (sind mit der Grundfarbe vereinigt) oder sind klein und stehen in einer unscharf begrenzten graulichen
Schattenbinde; auf der Unterseite sind sie niemals durch eine schwarze Kappenlinie nach innen begrenzt und
fehlen gewöhnlich völhg; die Discalpunkte beider Flgl durchschnittlich kleiner als bei acara. — pseudolycia psewio-
Btlr. (60 f). Grundfarbe beider Flgl weißlich; Vflgl oben am Saume mit einer 5 bis 6 mm breiten schwarzgrauen ^v^^-
nach innen unscharf begrenzten Schattenbinde, welche kleine gelbliche Saumflecke einschließt, unten mit einem
3 mm breiten scharf begrenzten schwarzen Spitzenfleck, welche von der Rippe 4 an in eine sehr feine SaumUnie
übergeht. Angola. — astrigera Btlr. (60 f). Grundfarbe oben lebhaft gelbrot mit Rosaschiller; beide Flgl oben astrigera.
an der Wurzel tief schwarz ; Vflgl mit etwa 4 mm breitem schwarzem Spitzenfleck, welcher nach hinten in eine
feine Saumlinie übergeht; keine Saumflecke. Das $ mit matterer, mehr gelbliche Grundfarbe. Rhodesia
bis British Ost-Afrika. — ab. $ emini Weyni. ist größer und hat die Vflgl oben an der Wurzel nicht oder emini.
wenig verdunkelt. Deutsch Ost-Afrika. — fa. brunnea Eltr. (60 f) weicht nur durch gelbbraune Grundfarbe brmmea.
der Oberseite ab; Geschlechter einander ähnlich. Angola; Rhodesia; Deutsch Ost-Afrika.
A. anemosa Heiv. Vflgl oben ockergelb bis orangegelb, an der Wurzel bis zur Rippe 2 tief schwarz, anemosa.
die schwarzer Farbe scharf begrenzt, am Saume mit scharf begrenztem, etwa 4 mm breitem schwarzen Spitzen-
fleck und feiner Saumlinie ; ein kleiner Mittelpunkt ; Discalpunkte 4 bis 6 groß und zusammenhängend, Ib bis 3
gewöhnhch klein oder fehlend, der in 1 b steht etwas näher am Saume als der in 2; Hflgl oben an der Wurzel
und am Saume breit scliwarz, dazwischen mit rötlichgelber ungefleckter Mittelbinde. Vflgl unten wie oben
gefärbt und gezeichnet; Hflgl an der Wurzel und in der Saumbinde weiß punktiert; Mittelbinde rötlich weiß
nach innen und außen mit großen roten Flecken, welche am Ird zusammenstoßen. Damara-Land, Transvaal,
Rhodesia ; Portugiesisch-, Deutsch und British Ost- Afrika. — arcticincta Btlr. (54 c). Saumbinde der Hflgl arcUcmcia.
schmäler, 4 bis 6 mm breit. Unter der Hauptform. — ab. interrupta Thur. Die rotgelbe Grundfarbe der Vflgl interrupta.
schiebt sich als ein schmaler keilförmiger Fleck in das schwarze WurzeLfeld der Mittelzelle hinein, so daß ein
2 mm breiter, länglich viereckiger schwarzer Fleck dadurch gebildet wird. Uganda. — ab. mosana Suff, mosarui.
Vflgl ohne Mittelfleck und ohne Discalpunkte in 1 b, 2 und 3. — ab. dubiosa Suff. Hflgl oben (nicht unten) dubiosa.
mit kleinen Discalpunkten. Deutsch und British Ost-Afrika. — ab. ufipana Strand weicht nur dadurch ab, ufipana.
daß der Mittelfleck und die Discalpunkte 1 b und 2 der Vflgl groß und kräftig entwickelt sind. Deutsch Ost-
Afrika und Rhodesia. — Bei ab. discoguttata Strand haben die Vflgl ,,2 bis 3 kleine dunkle runde Flecke hinter disco-
dem Costalfleck in den Feldern 2 und 3". — ab. urungensis Strand. Beide Flgl oben an der Wurzel nur we- d^Uaia.
nig schwarz ; Hflgl unten an der Saumbinde mit weißen Flecken, welche von den roten Postdiscalflecken umge-
ben sind. Deutsch Ost- Afrika.
A. welwitschi steht der anemosa so nahe, daß sie mir kaum eine selbständige Art zu sein scheint. Der
einzige Unterschied liegt darin, daß die Vflgl eine dunkle Saumbinde haben, welche von der Spitze bis zum
Hinterwinkel reicht und allmählich nach hinten schmäler wird. Bei einigen Formen ist diese Binde hinter der
Rippe 4 so schmal, daß sie wenig breiter als die Saumlinie bei anemosa ist. Solche Formen können nur durch
die oben in der Mitte weißen Hflgl von anemosa unterschieden werden. — welwitschi Rogenh. (54 d; 60 g) ^. welwitschi.
Vflgl orangerot, oben an der Wurzel melu' oder weniger schwarz und mit schwarzer oft nach innen gezackter
Saumbinde, welche an der Rippe 2 noch etwa 2 mm breit ist; Hflgl mit weißer Mittelbinde und sehr breiter
nach innen unscharf begrenzter schwarzer Saumbinde. Beim $ haben die Vflgl eine matt ockergelbe Grundfarbe
und eine schmälere Saumbinde: Mittelbinde der Hflgl gelblich, nur in der Mitte weißlich und oben viel breiter
als beim (J. Angola. — alboradiata Auriv. (54 c). Vflgl oben hell orangegelb, vor der Spitze mit weißlichen alboradiaia.
Strahlen; Saumbinde besonders nach hinten sehr schmal; Hflgl oben an der Wurzel nur wenig verdunkelt,
XIII 36
282 ACRAEA. Von Dr. C. Aurivilliüs.
lobeniba. in der Mitte zum größten Teil weiß. Zambezi: an den Victoria-Fällen. — lobemba Ehr. (54 c; als welwitschi).
Beide Flgl oben mit lebhaft kirschroter Grundfarbe und an der Wurzel breit schwarz; Vflgl oben am Vrd bis zur
Zelle schwarz und mit breiter schwarzer Saumbinde ; Discalpunkte 3 bis ü zu einer breiten schwarzen mit dem Vrd
zusammenhängenden Querbinde vereinigt; IVIittelfleck und Discalpunkt 2 groß. Das $ mit braungelber
Grundfarbe. Nord-Rhodesia und südliches Congo-Gebiet.
chilo. A. chilo Godni. (55 a; und 54 c, als barberi). Der Wurzeljiunkt in Ic und die Discalpinikte in 2 bis 4
der Vflgl liegen alle vier in einer mit dem Vrd fast gleichlaufenden Linie. Hierdurch weicht diese und die folgende
Art von allen übrigen dieser Untergruppe ab. Eine solche Anordnung dieser Punkte ist auch sonst unter den
afrikanischen Acraeen sehr selten und kommt nur bei niobe, hi/poleuca, anacreon, mirifica, und annähennigs-
weise auch bei wigginsi und neobule vor. q : Flgl oben hell gelblich rot, etwas rosafarbig, an der Wurzel nicht
oder wenig verdunkelt ; Vflgl mit 3 bis 6 mm breiter, gleiclibreiter oder an der Spitze erweiterter, orangegelb
gefleckter Saumbinde, einem Wurzelpunkt in 1 b, 2 in der Zelle, einem Mittelfleck und große Discalpunkte in
1 b bis 6, von denen der in 1 b viel näher am Saume als der in 2 steht ; Hflgl oben mit 3 mm breiter, undeutlich
gefleckter Saumbinde und deutlichen Discalpunkten, von denen der in 4 näher am Saume als die übrigen und der
in 2 nahe an der Wurzel des Feldes 2 liegt. Vflgl unten fast wie oben, aber mit weißlich aufgehellter Subapical-
binde zwischen den Discalpunkten 4 bis 6 und der Saumbinde ; Hflgl initcn weißlich gelb mit einigen roten Flecken
in 1 a bis 1 c und an der Wurzel des Vrds und mit großen weißlichen Saumflecken. Beim $ sind die Vflgl
glashell mit kleineren schwarzen Punkten und größeren orangegelben Saumflecken; Hflgl wie beim ^ aber
dünner beschuppt und heller gefärbt luid auch oben mit großen oft schwarzpunktierten gelben Flecken in der
cryalallina. Saurabinde. Kilimandjaro ; British Ost-Afrika ; Somali-Land und Abessinien. — ab. $ crystallina »S/;; (77* (54 a)
ist eine extreme Form des $, bei der beide Flgl glashell, nur an der Wurzel schwach gelblich sind und die Vflgl
sowohl alle schwarze Punkte wie auch die Saumbinde entbehren. Die Zusammengehörigkeit dieser Form mit
rhilo kann wegen der fehlenden Zeichnung nicht diirch dieselbe bewiesen werden, sondern konnte nur durch
Vergleichung mehrerer Zwischenformen festgestellt werden. Eltringham betrachtet crystallina als das tj^iische
$ von chilo, da aber Godman ein anderes mit dem ^ viel näher übereinstimmendes $ schon gleichzeitig mit dem
(J beschrieb und abbildete, muß diese Form als die tj^iische betrachtet werden. Kilimandjaro und British
Ost-Afrika.
(tscari. A. oscari Rothsch. (6üd). Flgl oben matt rot mit schwarzer gleichbreiter Saumbinde, welche auf den
Vflgln 5 mm breit ist und große gelbliche Saumflecke einschließt, auf den Hflgln nur 3 mm breit und undeutlich
gefleckt ist; Vflgl breit und abgerundet oben an der Wurzel nur wenig schwarz; Hflgl oben an der Wurzel bis zur
Rippe 2 tief schwarz und dann bis zur Spitze der Zelle weißlich aufgehellt; die schwarzen Flecken beider Flgl
sehr groß und ganz wie bei chilo angeordnet; Flgl unten fast wie oben, die Hflgl aber in der Mitte breit weißlich.
Beim $ ist die Grundfarbe bräunlich weiß. Abessinien.
Sechste Untergruppe.
Diese Untergruppe ist für solche Arten gebildet, bei denen die Saunibindi' dir Hflgl wenigstens unten vtillig fehlt und
nur dvu'ih eine sehr feine srhwarze Linie vertreten ist. Die hellen Sauiuflecke fehlen ebenfalls odi^r sind wenigstens nach innen
nicht schwarz begrenzt, eine li e 1 l e Binde l)ildend. Bei einigen Arten oder Zeitformen der vorigen T'ntergrup|)en kaini durch
Reduktion ein ähnliches \'erhältnis auftreten und da diese Foiiiien hier tjesucbt werden kiinnen, sind sie darum in der l'eber-
sicht der Arten aufgenommen.
U e b e r s i c h t d e r A r t e n.
I. Vflgl mit freien Discalpunkten.
A. Die Discalpunkte Ib bis 5 der Hflgl stehen in einer fast geraden Querlinie . . A. rahira und zii ja.
(vergl. S. 262, 26ß, 267)
B. Die Discal])unkte Ib bis 5 der Hflgl stehen nicht in einer geraden Linie.
7.. Der Discalpunkt in 1 b der Vflgl steht gerade hinter dem Punkt in 2. Die Discalpunkte 3 und 5
der Hflgl stehen näher am Saume als der in 4.
1 . Hflgl auf beiden Seiten nur mit feiner schwarzer Saumlinie. Vflgl oben ganz oder zum größten
Teil schwärzlich A. asholopUntha.
2. Hflgl oben mit 2 mm breiter schwarzer Saumbinde. Flgl oben mit orangegelber Grundfarbe.
A. atergatis.
(Vergl. S. 268.)
ß. Der Discalpunkt in 1 b der Vflgl steht näher am Sainne als der in 2.
1. Die Vflgl ohne Submarginalpunkte A. atolmis.
(Vergl. S. 274.)
ACRAEA. Von Dr. C. Aurivillius. 283
•)
Die Vflgl mit Submargiiialpunkten in 1 b und 2 A. rohlfsi.
(Vergl. S. 277.)
II. Die Vflgl ganz ohne freie schwarze Punkte. Hflgl unten am Saume mit breiter rotbrauner Binde.
a. Hllgl oben mit großen rotgelben schwarz begrenzten Saumflecken. Die Discalpunkte der Hflgl stehen
alle näher an der Wurzel als die Spitze der Mittelzelle A. amicitiae.
(Vergl. S. 259.)
ß. Hflgl oben mit schmaler schwarzer ungefleckter Saumbinde und an der Wurzel bis zur Zellenspitze
schwarz. Vflgl bis zur Zellenspitze rotgelb ohne Flecke, darm halbdurchsichtig rauchschwarz mit un-
scharf begrenzten weißhchen Subapicalf lecken in 4 bis 6 A. baxteri.
A. asboloplintha Karsch (54a). Vflgl oben einfarbig dunkel rauchschwarz mit undeutlichen Discalpunk- asbohpHn-
ten und bisweilen am Hrd in der Mitte von 1 a rotgelb beschuppt, unten hell gelblich braun mit deutlichen
Discalpunkten, schwarzen Fransen und sehr feiner Saumlinie. Hflgl oben hell orangegelb, an der AVurzel bis zur
Rippe 2 schwarz und mit freien schwarzen Discalpunkten und schwarzen Fransen, unten an der Wurzel und am
Ird rot dann hellgelblich und hinter den Discalpunkten mit 4 mm breiter hell orangegelber Querbinde, welche
den Saum nicht erreicht, wodurch eine hell gelbliche Saumbinde entsteht. Beim $ sind die Hflgl oben oft gelb-
braun statt orangegelb. Ruwenzori, Uganda und British Ost-Afrika. — rubescens Eltr. weicht dadurch ab, rubescens.
daß die Hflgl oben rosafarbig sind und die Vflgl einen ähnlich gefärbten Hrdfleck, welcher die Wurzel des Feldes
2 und auch einen Teil der Mittelzelle bedeckt, haben. Beim 2 sind die entsprechenden Teile weiß. British
Ost-Afrika. Diese eigentümliche Art gehört vielleicht am besten zur zweiten Untergruppe.
A. baxteri E. Slutrpe (54 a). Vflgl ganz ohne schwarze Punkte, im Wurzelteil bis zur Spitze der Zelle baxteri.
und zur ]\Iitte des Feldes 2 gelbrot bis rötlich, im Spitzenteil schwärzlich mit drei M'eißlichen, halbdurchsichtigen
Flecken in 4 bis 6. Die Discalpunkte der Hflgl sind alle da, berüliren fast einander und stehen in einem Bogen,
welcher die Zellspitze fast berührt; Hflgl oben bis zu den Discalpunkten schwarz. Saumhälfte gelbrot mit
schmaler ungefleckter schwarzer Saumbinde; unten im Wurzelteil bis zu den Discalpunkten kaffeebraun mit
deutlichen schwarzen Punkten, dann rötlich weiß und am Saume mit 3 mm breiter rostbrauner Saumbinde
und schwarzen Fransen. Eltrixgham führt baxleri zur ersten Gruppe, welche durch schwarze Striche auf den
Zwischenaderfalten der Hflgl-Unterseite ausgezeichnet ist; diese Striche fehlen indessen völhg sowohl in der
Figur des typischen Exemplares wie auch bei den mir vorhegenden Stücken. Durch Farbe und Zeichnung
kommt baxteri der A. insignis der folgenden Untergruppe so äußerst nahe, daß ich die beiden Arten als nahe
verwandt erklären muß. Nur der Umstand, daß die schwarze Saumbinde der Hflgl-Unterseite bei baxteri
völlig fehlt, bei insignis aber deutlich wenn auch schmal ist, hat mich bewogen, 6aa;<enlüer und nicht in der sie-
benten Untergruppe einzuführen. Xyassa-Land, Deutsch und British Ost-Afrika. — ab. fülleborni Thur. füllebomi.
hat größere helle Subapicalflecke der Vflgl und etwa 2 mm breite Saumbinde der Hflgl-Oberseite. X3^assa-
Land. — Bei ab. subsquamia Thur. sind die Flgl dichter beschuppt und die rote Farbe der Hflgl-Oberseite er- subsquamia.
reicht fast die Wurzel der Felder 4 bis 6. Usambara.
Siebente Untergruppe.
Vflgl im Spitzenteil glasklar oder wenigstens mit solchem Subapicalf eld ; selten ganz glasklar oder
im Wurzelteil glasklar und nach außen dünn beschuppt oder ganz rauchschwarz ohne andere Zeichnungen
als ein Mittelfleck. Hflgl mit schwarzen Flecken an den Rippenenden oder mit dunkler Saumbinde. Einige
Arten, welche offenbar zu anderen Untergruppen gehören, kömien leicht hier gesucht werden und sind darum
in der Art-Uebersicht aufgenommen.
Uebersicht der Arten.
I. Hflgl oben mit zusammenhängender, einfarbiger oder hell gefleckter dunkler Saumbinde.
A. Hlb lang, viel länger als die Hflgl, in der Spitzenhälfte weiß gefärbt A. braesia.
(Vergl. S. 271.)
B. Hlb nicht oder nur wenig länger als die Hflgl, in der SpitzenhäKte nicht weiß.
OL. Die Hflgl ohne schwarze SubmarginaliDunkte,
*. Vflgl im Wurzelteil glasklar. Hflgl oben einfarbig schwarz oder mit einem länglichen blut-
roten Felde ^- cinerea.
(Vergl. S. 256.)
**. Vflgl in der Wurzelhälfte oder wenigstens dicht an der Wurzel mit gelben, roten oder schwarzen
Schuppen bekleidet.
284 ACRAEA. Von Dr. C. Aürivillius.
§. Hflgl auf beiden Seiten mit schmaler, scharf begrenzter, ungefleckter schwarzer Saumbinde
A. insignis.
(Vergl. auch A. kakana S. 287.)
§§. Die Saunibinde der Hflgl wenigstens unten mit hellen Flecken.
o. Die Discalpunkte der Hflgl strichförmig und zu einer sehr unregelmäßigen Querbinde ver-
einigt. Auch die Vflgl über die Glitte mit einer gebogenen schwärzlichen Querbinde
von der Mitte des Vrds bis zum Hrd nahe am Hinterwinkel . A. satis.
oo. Die Discalpunkte der Hflgl frei und abgerundet.
t. Die Wurzelpunkte der Hflgl unten in den Feldern 1 a bis 1 c und in der ]\nttelzelle
mit einander vereinigt und 2 bis 4 helle Flecke einschUeßend. Vflgl am Ende der Mittel-
zelle mit schwarzem Querfleck oder Querstrich.
1. Vflgl einfarbig rauchschwarz halbdurchsichtig ohne Flecke und Discalpunkte
A. camoena.
2. Vflgl im Wurzelteil gewöhnlich rotgelb und im Spitzenteil glasklar, selten rauchig,
dann aber mit glasklarem Subapicalfeld und hellen Saumflecken oder bisweilen
völlig rotgelb beschuppt.
a. Vflgl mit Discalpunkten in 4 bis 6. Saumflecke der Hflgl abgerundet,
a'. Vflgl wenigstens mit glasklarem Subapicalfeld A. neohnle.
b'. Vflgl vollständig rotgelb beschuppt A. zanibesina.
h. Vflgl ohne Discalpunkte wenigstens in 4 bis 6. Saumfleck der Hflgl klein und
querliegend A. horta.
tt. Wurzelpunkte der Hflgl-Unterseite ganz frei.
— . Vflgl mit Querstrich am Ende der ;\Iittelzelle . . A. arabica.
— . Vflgl ohne Querstrich am Ende der ]\Iittelzelle.
/^. Hflgl beschuppt oder nur wenig glashell.
1. Hflgl oben mit breiter schwarzer, scharf begrenzter Saumbinde, welche
große kreisrunde Flecke der gelbroten Grundfarbe einschließt.
A. admatha.
2. Saumbinde der Hflgl-Oberscite unscharf begrenzt.
a) Hflgl unten mit roter Submarginalbinde und weißlichen Saumflecken.
A. lia.
b) Hflgl unten ohne rote Submarginalflecke. Saumbinde auf beiden
Seiten mit undeutUchen gelblichen Saumflecken. .4. obeira.
^/^. Hflgl außer an der Wurzel und am Saume glashell. Vflgl fast völlig
glashell A. crystallina.
(Siehe S. 282.)
ß. Die Hflgl mit großen, abgerundeten schwarzen Submarginalpunkten, welche die roten oder gelb-
lichen Saumflecke nach innen begrenzen.
*. Vflgl wenigstens bis zur Zellenspitze rötlich beschuppt A. nmchequenn.
**. Vflgl nur bis zur Rippe 2 rot oder gelblich beschuppt A. ranavalona.
II. Hflgl am Saume nur mit schwarzen Flecken an den Rippenenden. Die Discalpunkte 2 bis 4 der Vflgl stehen
in einer geraden Linie,
a. Größere Art (62 bis 75 mm) ; Hflgl sowohl mit Discal- wie mit Submarginalpunkten. Der Discalpunkt in
1 b der Vflgl liegt näher am Saume als der in 2 A. hova.
ß. Kleinere Ai-t ; Hflgl ohne Submarginalpunkte. Der Discalpunkt in 1 b der Vflgl liegt gerade hinter dem
in 2 . .' . . A. mahela.
imignis. A. insigtlis Dist. (53 e). Vflgl oben bis zur Spitze der Zelle und zum Hinterwinkel rotgelb beschuppt,
im Spitzenteil durchsichtig schwarzgrau, am Ende der Zelle mit einem schwarzen Querstrich sonst ohne Zeich-
nungen. Hflgl rotgelb mit schmaler etwa 1 mm breiter schwarzer migefleckter Saumbinde, welche oft unten
am Saume grau gefärbt ist, an der Wurzel mit großen vereinigten schwarzen Flecken und mit großen Discalpunkten
in lbbis2, von denen der in 2 die Wurzel des Feldes bedeckt, und mit einem dicken schwarzen Querstrich am
Ende der Zelle; die Discalpunkte der Felder 3 bis 7 fehlen völlig; unten wie oben aber viel heller rötlich weiß
mit einer roten Binde an der Iinienseite der schwarzen Saumbinde. Beim 9 ist die Grundfarbe oft graugelblich.
siffinMo. Xyassa-Land; Deutsch und British O.st-Afrika; Uganda. — fa. siginna Sh//. (54 a) ist dadurch au,sgezeichnet,
daß die schwarzen Flecke im Wurzelteil der Hflgl zu emem großen tief schwarzen Makel, welcher auch die AVurzel
der Felder 3 bis 6 bedeckt, vereinigt sind. Deutsch und British Ost-Afrika besonders an Lokalitäten, welche
höher gelegen sind.
satis. A. satis Ward. (54 a). Flgl oben beim ^ mit hell rotgelber oder braungelber, beim ? mit weißer Gnmd-
farbe und sehr dünn beschuppt. Vflgl am Vrd schmal schwarz, am Saume breit glashell mit einigen schwarzen
ACRAEA. Von Dr. C. Auktvillitjs. 285
Schuppen; die Wurzel der Felder 4 bis 6 ist breit gelb {^) oder weiß gefärbt und nach außen von den (bisweilen
undeutlichen) Discalpunkten dieser Felder begrenzt ; der Mittelfleck am Ende der Zelle ist sehr dick und bildet
mit den strichförmigen Discalpunkten der Felder 3 bis 1 b eine gebogene Querbinde ; hinter der Mitte der Zelle
ein schwarzer Querstrich, welcher oft mit dem Älittelfleck vereinigt ist. Hflgl in den Feldern 1 b bis 7 mit strich-
förmigen dicken Discalpunkten, welche mit den äußeren Wurzelpunkten der Felder la bis Ic und den Mittel-
flecken eine unregelmäßige Querbinde bilden, welche helle Flecke der Felder 1 a bis 2 und 4 bis 6 einschließt;
die schwarze Saumbinde breit mit großen gelblichen oder weißen Saumflecken. Rhodesia; Zulu-
Land; Deutsch und British Ost-Afrika. Diese eigentümliche Art erinnert durch die Zeichnung an A. rabbaiae
und zonata und wird von Elteingham mit diesen in einer Gruppe vereinigt.
A. camaena Drury (53 f). Vflgl einfarbig rauchschwarz mit schwarzem Mittelfleck aber sonst ganz camacim.
ohne Zeichnung. Hflgl über die Mitte hinaus rauchschwarz mit großen freien Wurzel- und Discalpunkten,
vor der Saumbinde gelblich; Saurabinde an den Rippen eingeschnitten, tief schwarz mit weißen Punkten.
Sierra-Leone bis Nigeria und Fernando-Po.
A. neobule Dbl. u.Hew. (53 f). Vflgl oben bis zu den Discalpunkten in 4 bis 6 und außerdem auch oft ncobuJe.
am Saume in den Feldern 5 bis 8 dünn hell orangegelb oder ockergelb beschuppt, sonst im Spitzenteil glasklar;
ein Fleck hinter der Mitte der Zelle, ein Querstrich am Zellenende und die Discalpunkte oft deutlich, die Discal-
jjunkte in 2 und 3 jedoch nicht selten fehlend. Hflgl auf beiden Seiten orangegelb mit deutlichen Discalpunkten,
von denen der in 4 näher am Saume als die übrigen steht; Saumbinde 1 bis 1,5 mm breit mit gerundeten hellen
Saumflecken. C4anz Süd- und Ost-Afrika bis Angola, Rhodesia, Sudan und Abessinien. — socotrana Rbl. socolrana.
weicht durch schwarz beschuppte Spitze der Vflgl und größere schwarze Wurzel- und Discalpunkte ab. Insel
Sokotra; als Abänderung auch in Rhodesia. — seis Feisth. hat die Vflgl in den Feldern labis 2 bis zum Saume seis.
gelb beschuppt und in den Feldern 3 bis 8 deutliche gelbe Saumflecke und demnach nur in den Feldern
3 bis 6 eine glasklare Subapicalbinde ; bisweilen sind sie besonders beim $ schwarzgrau oder dunkelbraun statt
gelb beschuppt. Senegal bis Nigeria, besonders im Innern.
A. zambesina Auriv. ist der A. neobule sehr ähnlich, hat aber die Vflgl vollständig rotgelb beschuppt sambesina.
ohne glashelles Subapicalfeld aber mit schmaler 1 mm breiter an den RipjJenenden dreieckig erweiterter Saum-
l>inde; Discalpunkte beider Flgl wie bei neobuh; auf der Unterseite der Hflgl sind die weißen Wurzelpunkte
kleiner und fast gleich groß. Portugiesisch Ost- Afrika : Zumbo amZambezi-Fluß. Vielleicht nur eine extreme
Form von neobule.
A. arabica Rbl. stimmt oben völlig mit der Rasse seis von neobule überein, weicht aber von allen Formen arabica.
der neobule dadurch ab, daß die Wurzelpunkte der Hflgl-Unterseite kleiner sind und ganz frei liegen; Saumflecke
der Hflgl klein und länglich fast wie bei horta. Süd-Arabien.
A. horta L. (53 e, f) ist eine der längst bekamiten und im Kaplande häufigsten Acraeen. Das (^ ist dem horla.
$ von neobule ähnlich, weicht aber dadurch ab, daß die schwarzen Punkte der Vflgl fehlen oder nur durch einen
Punkt in der Zelle und einen in 1 b vertreten sind, daß die Saumflecke der Hflgl klein, länglich und unvollstän-
dig von der Grundfarbe abgegrenzt sind und daß die Hflgl unten am Ird imd an der Saumbinde rot gefärbt
sind. Beim $ sind die Vflgl fast völHg glashell und die Hflgl oben hellgelb bis graugelb, unten weißhch mit grö-
ßeren, von deutlichen Bogen begrenzten Saumflecken. Rp braungelb mit schwarzen Querlinien und gelber Seiten-
hnie und gelber Rückenlinie; Kopf und Dornen schwarz; lebt an Kigellaria africana und verschiedenen Passi-
floren. Kapland, Natal, Zulu-Land, Transvaal und Pondo-Land. — ab. $ conjuncta Blachier zeichnet sich conjuncta.
dadurch aus, daß die Discalpunkte der Hflgl zu langen und breiten schwarzen Streifen umgebildet sind.
A. admatha Heir. (53 e). Vflgl bis zur Rippe 2 oder 3 rosafarbig oder ziegelrot, dann rauchig durchsich- admatha.
tig, die Discalpunkte Ib bis 5 und ein Punkt in der Zelle sind gewöhnlich mehr oder weniger deutlich, jedoch nie
scharf hervortretend ; Hflgl oben mit roter Grundfarbe und scharf hervortretenden Wurzel- und Discalpunkten
und breiter schwarzer Saumbinde mit großen roten Saumflecken; unten wie oben gezeichnet aber mit heller,
rötlich weißer Grundfarbe. Beim $ sind die roten Teile des^' gelblich schmutziggrau oder graubraun. Sierra-
Leone bis Natal und British Ost-Afrika. — ab. leucographa J?i66e (53 e) weicht nur dadurch ab, daß die Felder iewcoffrap/ia.
1 a bis 2 der Hflgl zwischen den Discalpunkten und der Saumbinde weiß sind. Sierra-Leone bis Abessinien
und British Ost- Afrika.
A. lia Mab. (53 e) ist oben der vorhergehenden All sehr ähnlich aber kleiner mit schmaler, nur 1 mm Ua.
l)reiter, ungefleckter oder undeutlich gefleckter Saumbinde der Hflgl und an der Zelle mehr genäherten Discal-
punkten. Unten haben die Hflgl weiße Saumflecke und große rote Flecke sowohl an der Innenseite der Saumbinde
wie gewöhnlich auch zwischen den Discal- und Wurzelpunkten. Madagaskar.
A. obeira Hew. (53 d) weicht von lia durch die breitere aber unscharf begrenzte und mit roten oder obeira.
gelblichen Saumflecken gezierte Saumbinde der Hflgl ab, welche unten nicht nach innen von roten Flecken
begrenzt ist; die Vflgl sind beim ^ an der Wurzel bis zur Rippe 2 oder 3 rotgelb, beim $ fast ganz glasklar;
die Hflgl sind an der Wurzel bis zu den Discalpunkten rotgelb ((J) oder weißgelb ($>, dann bis zur Saumbinde
286 ACRAEA. Von Dr. C. Aurullitts.
glashell oder nur in den Feldern Ic bis 2, 6 und 7 beschuppt ; die Discalpunkte 2 bis 7 der Hflgl gewöhnlich groß
burni. und zusammenstoßend. Madagaskar. ■ — burni Btlr. weicht nur dadurch ab, daß beim (J die Vflgl bis zur Spitze
der Zelle und die Hflgl bis zur Saumbinde hell ockergelblich beschuppt sind. Natal.
ranavdlona. A. ranavalona Bsd. (53 c, d). Vflgl an der Wurzel bis zur Rippe 2 lebhaft rot (rj) oder fast völlig glas-
hell ($); Hflgl mit grauer, oft halbdvn-chsichtiger, rotgefleckter Saumbinde, die roten Saumflccke nach innen von
scharf begrenzten schwarzen Submarginalpunkten begrenzt; Wurzel- und Discalpunkte deutlich; Grundfarbe
vumandaza. unten weiß, oben beim (J lebhaft rot, beim $ weiß oder weißlich. Madagaskar und Comoren. — ab. 5 ma-
viarausetnt. nandaza Ward. (53 d). Grundfarbe der Hflgl mehr oder weniger rötlich. Madagaskar. — ab. maransetra
Ward. Die Discalpunkte der Hflgl zu einer Querbinde vereinigt. Madagaskar.
macliequena. A. machequena Smith (53 d) weicht von ranavalonn nur dadurch ab, daß die Vflgl wenigstens beim ^
bis zur Spitze der Zelle rotgelb beschuppt sind und daß die Hflgl oben beim (^ gelblich statt rot beschuppt sind.
Delagoa-Bay, Nyassa-Land und Rhodesia.
mahcla. A. mahela Bsd. (53 c). Beide Flgl dünn beschuppt mit hell ockergelber Grundfarbe; Vflgl im Saumteil
bis zu den Discalpunkten glashell und mit deutlichen Discalpunkten in Ib bis 6, einem Querstrich am Ende
der Zelle und einem Punkte in der Zelle ; Hflgl mit freien Wurzel- und Discalpunkten und kleinen schwarzen Flek-
ken am Saume an den Rii)])enenden, oben und unten ganz ähnlich gefärbt und gezeichnet. Die Geschlechter
sind einander ganz ähnhch. Madagaskar.
hova. A. hova Bsd. (53 c) eine große schöne Ai't, welche dadurch ausgezeichnet ist, daß die Hflgl eine vollstän-
dige Reihe von Submarginalpunkten und sehr kleine oder sogar undeutliche Saumflecke an den Rippenenden
haben, die Wurzelpunkte stehen dicht an der Wurzel und sind von den Discalpiinkten weit getrennt ; die Vflgl
haben gewöhnlich große inid deutliche Discalpunkte in (la) Ib bis 6, einen Wurzelpunkt in Ib, einen Punkt
in der Zelle und einen Querfleck am Ende der Zelle. Vflgl oben wenigstens bis zu den Discalpunkten ziegelrot, dann
glashell oder bisweilen beim $fast ganz glashell; Hflgl oben rot, am Ird gelblich oder bisweilen beim $ gelblich
weiß. Madagaskar.
Achte Untergru])pe.
lici (It'ii Arten dic.«('i' l'nli'i'^rupix» halii-n die Ilflgl eine iiiigeflei-ktc, ^clashcllo oder wenig.stens dünn iM'Scliuiijiic und
liaH)durrlisiclitigL' Sauuitiindi'. Etwas ähnliches knniiut nur bei einigen Arten der ersten Gru|))ie ('/.. Heisp. orcstiii und qii'irinal't.s)
vor. Bei die.sen treten indessen dunkle Striciie auf den Zwischenaderfaltern auf, woklie hier fehlen. Die Vflgl sind wenig-
stens im Sauniteil glashell.
Uebersicht der Arten.
I. Hflgl mit 1 bis 2 schwarzen Ptinkten in der Mittelzelle.
A. Die glashelle oder durchsichtige Saumbinde der Hflgl ist schmal oder mäßig breit und gewöhnlich gegen
den Analwinkel stark verschmälert, nach innen oft scharf begrenzt.
a. Die Vflgl mit einem schwarzen Punkt oder Fleck in der Mittelzelle und bisweilen auch mit Discal-
punkten in 1 b und 2. Die Hflgl mit deutlichen freien Wurzel- und Discalpunkten. Vflgl an der Wurzel
fast bis zur Spitze der Zelle rotgelb.
1. Die Rippen 6 und 7 der Hflgl gestielt A. iturina.
2. Die Rippen 6 und 7 der Hflgl nicht gestielt.
a) Die rotgclbe Farbe an der Wurzel der Vflgl nach außen durch eine gebogene schwarzgraue
Querbinde begrenzt ; Saumbinde der Hflgl dunkel, scharf begrenzt und sehr schmal, etwa 1 mm
breit A. cerita..
b) Die rotgelbe Farbe der Vflgl nicht nach außen dunkel begrenzt ; Saumbinde der Hflgl unscharf
begrenzt und nach vorn erweitert, im Felde 6 etwa 3 bis 4 mm breit . A. cerasd.
ß. Die Vflgl ganz ohne schwarze Punkte oder Flecke. Sauiuhinde der Hflgl scharf begrenzt.
1. Die Hflgl ganz ohne schwarze Punkte außer 1 bis 2 in der Mittelzelle. . . A. unimacuhita.
2. Die Hflgl mit gut entwickelten Wurzel- und Discalptniktcn.
a) Saumbinde der Hflgl breit und glashell. Hflgl mit kleinen freien Discalpunkten und Submar-
ginalpunkten wenigstens in 1 b, 1 c und 2 A. quirina.
b) Saumbinde der Hflgl schmäler und dunkel, schwärzlich. Discalpunkte der Hflgl groß luid zu
einer Querbinde vereinigt A. kakana.
B. Die Saumbinde der Hflgl ist sehr breit, ein Drittel bis fast die Hälfte des Flgls einnehmend, nach innen
undeutlich begrenzt.
a. Beide Flgl fast glashell ohne schwarze Punkte oder andere Zeichnungen, nur mit einem Punkt in der
Zelle der Hflgl A. Mimilis.
(Siehe S. 256.)
AGRAEA. Von Dr. C. Aübivillius. 287
ß. Die Hflgl im Wurzelteil beschuppt und mit deutlichen Wurzel- und Discalpunkten.
1. Die Vflgl an der Wurzel bis zur Rippe 2 und die Hflgl wenigstens bis zur Spitze der Zelle weiß-
gelb {(5*) oder rotgelb beschuppt. Die Vügl mit einem schwarzen Punkt in der Zelle und mit 1 bis 2
Punkten in 1 b, die Hflgl mit Submarginalpunkten in 1 c und 2 . . . . A. kraka.
2. Die Vflgl bis zur Wurzel etwas rauchig, durchsichtig ohne Zeichnungen, oder nur mit Querfleck
am Ende der Mittelzelle. Die Hflgl bis über die Mitte hinaus weißlich oder weißlichgelb, selten
gelbbraun, ohne Submarginalpunkte A. eugenia.
TT. Mittelzelle der Hflgl ohne schwarze Punkte oder nur im innersten Wurzelwinkel schwarz. Die Hflgl hinter
der Mitte in 2, 3, 5, 6 und 7 mit einer Bogenreihe von 5 großen tief schwarzen Flecken.
A. Die Hflgl in Feld 7 gerade vor dem Fleck in 6 mit einem großen schwarzen Fleck, aber ohne andere Flecke
in 7. Wurzelteil der Flgl beim ^ ockergelb bis braungelb, beim $ weißlich . . A. igati.
B. Die Hflgl in Feld 7 mit einem großen schwarzen Fleck, welcher viel näher an der Wurzel als der Fleck
in 6 steht und bisweilen auch mit einem kleinen Fleck gerade vor dem Fleck in 6. Wurzelteil der Flgl
beim (J ziegel- bis rosenrot, beim $ weiß, rötlich oder bräunlich A. dammii.
A. kakana Eltr. (60 e) ist mir unbekannt, wird aber von Eltringham zuerst als Varietät (Rasse) von Icnkana.
iturina und dann als eine wahrscheinlich selbständige Art angeführt. Nach der Abbildmag und Beschreibung
sclieint mir die letztere Ansicht die richtige zu sein. Vflgl an der Wurzel und am Vrd schmal schwarz, in der
Spitzenhälfte halbdurchsichtig schwärzlich; die übrige Fläche bis zur Spitze der Zelle orangerot ohne Punkte
oder Flecke. Hflgl oben orangerot mit etwa 2 mm breiter, gegen den Analwinkel allmählich zu einer Spitze ver-
schmälerter, schwärzlicher Saumbüide, an der Wurzel fast vereinigten Wurzelpunkten und von diesen breit ge-
trennten, großen, in eine fast gerade Mittelcpxerbinde zusammengeflossenen Discalpunkten, von denen die der
Felder 2 bis 4 dreieckig sind und die Wurzel ihrer Felder ganz ausfüllen ; der Fleck in 3 liegt dadurch viel näher
am Saume als die anderen, welche sich an der Zellenspitze fast berühren. Unterseite wie die Oberseite aber viel
blasser, besonders auf den Hflgln. Abessinien.
A. iturina Smith. Vflgl glashell, am Vrd und am Saume verdunkelt und an der Wurzel bis zur Rippe 3 ilurinn.
rot bis rotgelb ; diese Farbe erreicht nicht die Spitze der Zelle und schließt einen dunklen Fleck in der Zelle und
bisweilen auch emen Discalpunkt in 2 ein. Hflgl rotgelb mit grauer, 2 bis 3 mm breiter Saumbinde und freien
VV^urzel- luid Discalpunkten, welche jedoch fast wie bei kakana angeordnet sind. Kamerun, Congo-Gebiet und
Uganda. Durch die gestielten Rippen 6 und 7 der Hflgl weicht diese Art von den folgenden ab.
A. cerita E. Sharpe (60 e). Von dieser Art ist nur noch ein Stück bekannt; sie ist mit cerasa sehr nahe ccHla.
verwandt und zu dem, was in der Uebersicht gesagt worden ist, ist nur hinzuzufügen, daß die Discalpunkte
der Hflgl klein sind und in den Feldern 4 bis 6 ganz fehlen. Uganda.
A. cerasa Hew. (53 b). Die rotgelbe Beschuppung der Vflgl erreicht die Spitze der Zelle, wird dort von cerasa.
eiiiem Querstrich begrenzt und schließt einen schwarzen Punkt in der Zelle und gewölualich besonders beim $
auch Discalpunkte in 1 b und 2 ein. Die Hflgl sind oben rotgelb mit durchsichtiger, in den Feldern 1 c und 2
stark verschmälerter Saumbinde, vollständig entwickelten Discalpunkten und besonders beim 5 gewöhnlich
auch mit Submarginalpunkten wenigstens in 1 c und 2. Beim $ ist die rotgelbe Farbe heller rot bis hellgelb.
Rp oben rötlich mit grimlicher Rückenlinie und weißen Punkten an der Rückenlinie und am Seitenrande der roten
Färbung, an den beiden Seiten olivengrün und unten hell grim; Kopf schwarz; Rückendornen dunkelgrau, an
den Gliedern 3 bis 6 verlängert, übrige Dornen gelblich bis grünlich weiß. Pp hell orangegelb mit schwarzen
Punkten und Linien. Natal bis British Ost- Afrika.
A. unimaculata Smith weicht von allen anderen Arten dadurch ab, daß die schwarzen Punkte außer unimacu-
lbis2 in der Zelle der Hflgl-Unterseite beider Flgl völlig fehlen. Die Vflgl bis zur Rippe 2 oder 3, die Hflgl '"'"•
bis zur Saumbinde orangegelb beschuppt; Spitze der Vflgl-Zelle glasklar. British Ost- Afrika.
A. quirina F. (53 b). Vflgl glashell ohne Zeichnungen nur in 1 a und an der Wurzel von 1 b rotgelb oder quirina.
rot beschuppt. Hflgl rosenrot bis orangegelb mit freien Wurzel-und Discalpunkten und am Rande der rotgelben
Farbe oft mit Submarginalpunkten in allen Feldern; Saumbinde breit und glashell. Beim $ ist die rotgelbe
Farbe gewöhnlich durch schmutziges Gelbgrau ersetzt. Sierra-Leone bis British Ost- Afrika. — rosa Eltr. rosa.
weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl oben im Wurzelteil bis zur Spitze der Zelle und fast bis zum Analwinkel
rot oder rotgelb beschuppt sind. British Ost-Afrika.
A. eugenia Karsch. (53 b). Vflgl glashell oder etwas rauchig und ganz ohne Zeichnungen. Hflgl oben bis eugenia.
zu den Discalpunkten weißlich oder schwach gelblich mit Wurzel- und Discalpunkten aber ohne Submarginal-
punkte; Saumbinde etwas rauchig und wenigstens 6 mm breit. Togo-Land und Angola. — ochreata Grünh. ochreata.
Flgl dunkler und dichter beschuppt ; Vflgl mit deutlichem Querfleck an der Zellenspitze ; Hflgl von der Wurzel
bis über die Mitte auf beiden Seiten gelbbraun beschuppt. Spanisch Guinea.
A. kraka Auriv. (53 b). Vflgl bis zur Rippe 2 und Hflgl bis zu den Discalpunkten weißgelb ((^) oder kraka.
288
ACRAEA. Von Dr. C. Aürivillius.
braungelb (?) (nicht schwarzgrau wie in der Figur) sonst glashell; Vflgl gewöhnlich mit einem schwarzen Punkt
in der Zelle und mit Discalpunktcn in 1 b und 2; Hflgl außer den Wurzel- und Discalpuiikten gewöhnlich auch
mit Submarginalpunkten in Ic und 2; Saumbiiide glashell, 9 bis 11 mm breit. Kamerun, Feniando-Po undCongo-
tJebiet im Urwakl bei .Mawambi.
dummil A. dammü Vollenh. (53 b). Vflgl bis zur Spitze der Zelle und die Hflgl nicht oder kaum über die schwar-
zen Flecke hinaus rot ((J) oder weiß (?) beschuppt; die glashelle Saumbinde der Hflgl ist darum breit und er-
reicht den schwarzen Fleck in 3; der große schwarze Fleck in 7 liegt viel näher an der Wurzel als der in 6. ^la-
cuva. dagaskar. — cuva Sm. (57 a) weicht dadurch ab, daß die rote (3) oder schmutzig gelbe (?) Beschuppung beider
Flgl sich viel länger saumwärts ausdelmt ; die glashelle Sauiiil)in(le der Hflgl wird dadurch nur etwa 2 mm
nidama. breit; die Hflgl gewöhnlich mit 6 bis 8, selten nur mit 5, ah. niiama Suff., Discalflecken. Deutsch und British
Ost-Afrika.
iyati, A. igati Bsd. (53 a) ist der vorigen Art sehr ähnlich und weicht nur durch die in der Uebersicht ange-
führten Kennzeichen davon ab. Madagaskar.
Dritte Gruppe.
Diese Grui)|)e umfaßt nur zwei äthiopische Arten, welche von
die Hflgl in der Wiirzelhälfte unhezeiohnet sind und der Wurzelpiuikte ganz entbehren
konuut in der zweiten Gruppe bei .-1. humilis und unimaculata vor, wo liisweilen nu
[illen anderen Acvaeen dadurch abweichen, daß
Eine Annäherung an dieses Verhältnis
nur ein einziger Wurzelpunkt in der Zelle
vorhanden ist.
rabbaine. A. rabbaiae Ward. (53 a). Vflgl glashell mit einem schwarzen Wurzelpunkt in 1 b und mit Discal-
punktcn in ( la) Ib bis 6, 10 und 11, welche unter sich und mit einem Fleck in der Zellenspitze zu einer schwarzen
Querbinde vereinigt sind; die Rippen am Saume schwarz und in den Feldern 4 bis 7 große aber undeutliche
hellgelbliche Saumflccke begrenzend. Hflgl sehr dünn weißlich beschuppt mit 2 bis 3 mm breiter, schwarzer
hellgelb gefleckter Saumbinde und ganz ohne andere Zeichnungen. Delagoa-Bay bis Deutsch Ost-Afrika und
mombasae. Rhodesia. — mombasae Swith weicht nur dadurch ab, daß die Hflgl und zum Teil auch die Vflgl sehr hell
braungelb statt weiß beschuppt sind und daß die Discalpunkte der Vflgl kleiner und oft undeutlich sind. Deutsch
und British Ost-Afrika.
2ona(a. A. zonata Hew. (53 a). Flgl braungelb mit schwarzen Rippen und ^dreieckigen'schwarzen Flecken an
den Rippenenden; Vflgl mit schwarzem Vrd. einem großen schwarzen Fleck in der Zelle, einer discalcn und einer
submarginalen gebogenen Querbinde, welche sich am Hrd nahe am Hinterwinkel veremigen; diese Querbinden
werden auf den Hflgln von einer einzigen Querbinde, welche etwas hinter der Mitte verläuft, fortgesetzt. Ehie
seltene bisher nur ii\ Deutschund British Ost-Afrika angetroffene Art.
puncUi-
iisaima.
3. Gattung: I*ard<»|>sis Trim.
Die große Eigentümlichkeiten dieser Gattung wurden von den älteren Verfassern bis auf Schatz völlig
übersehen. Erst der hervorragende englische Lepidopterologc R. Trimex hat das Verdienst , die Unterschiede
zwischen Acraea und Pardopsis klar dargelegt zu haben. Der wichtigste Unterschied von Acraea liegt darin,
daß die Rippe 6 der Vflgl durch eine lange und sehr schief gestellte obere Discocellularrippe vom Stiele der
Rippen 7 bis 10 getrennt ist und aus demselben Punkte wie die Rippe 5 entspringt. Eine solche Bildung der Mit-
telzelle kommt bei keiner anderen NymphaUden- oder Acraeiden-Gattung vor, eriimert aber sehr an die Mittel-
zelle der Lycaeniden-Gattung PentUa, unter deren Arten einige merkwürdigerweise auch in Färbung und Zeich-
nung sehr an Pardopsis erinnern. Eine wirkliche Verwandtschaft der beiden Gattungen scheint aber kaum
denkbar zu sein und man wäre darum versucht die Aehnliclikeiten als Nachahmung zu erklären. Warum aber die
nachgeahmte Art der nachahmenden in der Bildung der Mittelzelle ähnlicher sein sollte als den nächsten Ver-
wandten, i.st eni Problem, das bei dem jetzigen Standpunkte unserer Kenntnisse nicht zu erklären ist. Eltrixg-
TTAM scheint geneigt zu sein, die Gattung Pardopsis von den Acraeiden zu entfernen und fiu- sie eine besondere
Familie oder Unterfamilie der Nymphaliden aufzustellen. So lange die Entwicklungsstadien noch nicht bekannt
sind, scheint es mir am besten die Gattung Pardopsis unter die Acraeiden zu stellen, mit denen sie durch die völ-
lig geschlossenen Mittelzellen, die Stellimg der Rippe 10 der Vflgl, die Bildung der Vorderfüße und des Hlbs
übereinstimmt.
P. punctatissima Bsd. (53 a). Beide Flgl ockergelb oder braungelb mit vollständig (vergl. S. 246)
entwickelten gerundeten schwarzen Wurzel-, Mittel-, Discal-, Submarginal- und Saumpunkten und mit einer
schwarzen Saumlinie, welche sich an der Spitze der Vflgl zu einem Spitzenfleck ausdehnt. Kapland bis Somali-
Land, Uganda und Abessinien; Madagaskar.
Ausgegä>en 7. VI. 1913. Urbeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Acraeiden.
289
Alphabetisches Veizeichiiis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der bei den afrikanischen Acraeiden aufgeführten Formen.
* bedeutet, daß die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
ahailiiiia Acraea Ribbe. Iris 2 p. 182. *
alidcra Acraea Heic. Exot. Butt. Acraea t. 1. *
abriipta Acraea Grilnb. Sitzb. Xat. Fr. Kerl. 1910, p. lii:!. *
acara Acraea Hexe. Exot. Butt. Acraea t. 3. *
aeerata Acraea Heii:. Ann. Mag. >.'at. Hist. (4) 13, -p. 381.
acontias Acraea Weshc. in Oates Matabele Land, p. 34.5. *
acrita Acraea Heiv. Exot. Butt. Acraea t. 3. *
acritoides Acraea EUr. Nov. Zool. 18, p. 153.
acronyota Acraea WesUc. in Oates Matabele I^and, p. 346. *
adinatba Acraea Hew. Exot. Butt. Acraea t. 3.
adrasta Plan. Weym. Stett. Ent. Zeit. 53, p. 85.
a(>i|iialis Acraea Rothsch. &: Jord. Xov. Zool. 12, p. 184.
acthinps Acraea. Rothsch. et- .Jord. Xo%-. Zool. 12, p. 183.
asranioe Plan. Heu-. Exot. Butt. Acraea t. 1. *
asrlaonice Acraea ^Vesilc. in Oates Jlatabele Land, p. 346. *
alberta Acraea. EUr. Xov. Zool. 18, p. 151.
albifobir Plan. Karsch, Ent. Xachr. 21, p. 280.
albida Acraea. Auriv. in Seitz Groifcchmett. 13, p. 268.
albiinaciihita Xeave, Xov. Zool. 11. p. 329.
albotasciata Acraea Avrii: in Seitz Großschni. 13, p. 270.
alboradiata Acraea Auriv. Ehop. Aethiop., p. 91.
alhiiradiata Acraea Suff. Iris 17, p. 28.
alcinoe Plan. Eeld. Eeise Xovara Lep.. p. 368. *
ak'iopc Acraea Heic. Exot. Butt. Acraea. t. 1. *
ab-ippina Acraea Aurii: Rhop. Aethiop.. p. 111.
alioia Acraea E. Sharpc. Ann. Mag. Xat. Hi.«t. (6) 5, p. 442.
altbol'l'i Acraea Deuitz, Ent. Xachr. 15, p. 102. *
anihisriia Acraea Trim. Proc. Zool. Soc. 1891, p. 70. *
ainicitiae Acraea Heran. Trans. Zool. Soc. Lond. 19. p. 148. *
anipliiprotea Acraea Bilr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874. i>- 428.
anacreon Acraea Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1868, p. 77. *
anaoreoiitica Acraea Smith, Xov. Zool. 5 p. 352.
aiiaeinia Acraea EUr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 179. *
aneniosa Acraea Heu-. Exot. Butt. Acraea. t. 3. *
anirolana Acraea Lathy. Trans. Ent. Soc. Lond. 1906, yi. 3. *
aniriilata Plan. Suif. Iris 17, p. 38.
an!rii-<lira>ciata Plan. Grimb. Sitzb. Ges. Xat. Fr. Berl. 1910,
p. 165.
ansor^oi Acraea Smith. Xov. Zool. 5 p. 351.
antinorii Acraea Oberth. Ann. Mus. Genova 15, p. 157.
apt'cida Acraea Oberth. Etudes d'Ent.. 17, p. 23. *
aquilia Acraea Thuniu. Berl. Ent. Zeitschr. 48. p. 129. *
aqiiilina Acraea Strand. Mitt. Zool. Mus. Berlin 5, p. 281.
arabiea Acraea Elfr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 173. *
arabica Acraea Rebel. Denkschr. Akad. Wiss. Wien 71 : 2,
p. 58. *
arclii-iiK-ta Acraea Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 12, p. 103.
aroea Acraea Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 8 Bull., p. 169.
arenaria Plan. E. Sharpe. Entomolog. 35, p. 135.
arspntea Acraea. Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 283. *
artcinisa Acraea StoU. Suppl. Cramer, p. 123. *
asb(doplintha Acraea Karsch, Ent. Xachr. 20, p. 223.
asorepiicia Acraea Strand, Archiv f. Xaturg. 78 A: 1, p. 81.
aspina Acraea Heu: Ent. Monthl. Mag. 14, p. 52.
astrisrera Acraea Btlr. Proc. Zool. Soc. 1899, p. 421. *
atersratis Acraea Wesiic. in Oates Matabele Land, p. 342. *
atolinis Acraea Westw. in Oates Matabele Land, p. 343. *
aubyni Acraea EUr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 304. *
atireola Acraea EUr. Xov. Zool. 18, p. 149.
aurivlllii Acraea .^•'taud. Iris 9. p. 209. *
axina Acraea Wesiu-. in Oates Matabele Land p. 344. *
bakossiia Acraea Strand. Archiv f. Xaturg. 77: 1: 4. p. 114.
balina Acraea Karsch. Ent. Xachr. 18. p. 170.
banka Acraea EUr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912. p. 226.
barberi Acraea Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 433.
baxteri Acraea E. Sharpe. Entomolog. 35, p. 40.
bella Acraea Weym. Ent. Zeitschr. 15. p. 61.
bellona Acraea Weym. Deutsch. Ent. Zeitschr. 1908, p. 728.
beni Acraea Baker, Proc. Zool. Soc. Lond. 1908, p. 110.
XIIT
biraea Acraea Suff. Iris 17, p. 33.
boinba Acraea Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 128.
bonasia Acraea F. Syst. Ent., p. 464.
boseae Acraea Saalm. Ber. Senckenb. Ges. 1879—80, p. 259.
braesia Acraea Oodm. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 538.
brahinsi Acraea Suff. Iris 17, p. 15. *
brimnea Acraea EUr. Xov. Zool. 18. p. 151.
bukoba Acraea EUr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1911, p. 12. *
bukoba Acraea Weym. Iris 16, p. 225. *
biirni Acraea Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 18, p. 467.
biischbecki Acraea Dew. Ent. Xachr. 15, p. 102. *
biitleri Acraea .4i(rir. Rhop. Aethiop., p. 115.
büttneri Acraea Royenh. Ann. Mus. Wien 4, p. 553. *
buxtoiii Acraea Btlr. Ann. Mag. Xat. Hist. (4) 16, p. 395.
eabira Acraea Hopff. Monatsb. Akad. Wiss. Berl. 1S55, p. 640.
cabiroides Acraea PouH. Trans. Ent. Soc . Lond. 1908, p. 529.
caecilia Acraea F. Spec. Ins. 2. p. 34.
caffra Acraea Feld. Reise Xovara Lep., p. 369. *
caldareiia Acraea Heic. Ent. Monthl. Mag. 14. p. 52.
calida Acraea Bilr. Ann. ijag. Xat. Hist. (5) 2, p. 288.
cainaena Acraea Drury, 111. Exot. Ins. 2, p. 12. *
caiiierunica Plan. .4«rir. Ent. Tidskr. 14, p. 285. *
Candida Acraea EUr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 173.
eaoncius Acraea Suff. Iris 17, p. 27.
oainientis Acraea Doubl. &: Heu-. Gen. Diurn. Lep.. p. 140. *
castaiiea Acraea EUr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 329. *
catori Acraea Baker. Ann. Mag. Xat. Hist. (7) 14, p. 223.
eepheiis Acraea L. Syst. Xat. Ed. 10, p. 487.
cerasa Acraea Heu-. Exot. Butt. Acraea. t. 2. *
cerita Acraea E. Sharpe, Ann. Mag. Xat. Hist. (7) 18, p. 75.
chaeribula Acraea Oberth. Etudes d'Ent. 17, p. 19. *
ohaeribiilula Acraea Strand, Mitt. Zool. Mus. Berlin 5, p. 281.
chanibezi Acraea Xeave, Proc. Zool. Soc. Lond. 1910: 1, p. 21.*
chilo Acraea Godm. Proc. Zool. Soc. 1880, p. 184. *
cinerea Acraea .Ware, Xov. Zool. 11, p. 325. *
circeis Acraea Drury, 111. Exot. Ins. 3, p. 24. *
clarei Acraea Xeave. Xov. Zool. 11, p. 327. "''
confhiens Acraea Suff. Iris 17, ji. 33.
contusa Acraea Royenh. in Baumann: L'sambara, p. 326.
coujuncta Acraea Blachier. Bull. Soc. Lepid. Geneve 2, p. 176.*
conjuncta Acraea Smith, Xov. Zool. 5, p. 351.
connexa Acraea Thurau, Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 304.
conradti Acraea Oberth. Etudes d'Ent. 17, p. 22. *
coiisaiiffuinea Plan. Auriv. Ent. Tidskr. 14, p. 282. *
contraria Acraea Griinb. Soc. Ent. 24, p. 145.
contraria Acraea Strand, Archiv f. Xaturg. 78 A: 1, p. 81.
crelacea Acraea EUr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 325.
crystallina Acraea Smith. Ann. Mag. Xat. Hist. (6) 5, p. 167.
ciiVa Acraea Smith, Aim. Mag. Xat. Hist. (6) 3, p. 126.
cynlhius Acraea Drury, 111. Exot. Ins. 3, p. 52. *
daira Acraea Godm. & Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 221.*
daniniii Acraea Vollenh. in Pollen and Van Dam Faune Mad.
5 Ins. p. 12. *
decora Acraea Weym. Ent. Zeitschr. 15, p. 62.
defasciata Acraea Suff. Iris 17, p. 29.
depunctella Acraea Strand. Int. Ent. Zeitschr. 4, p. 226.
derubescens Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 284. *
deteeta Acraea Xeave. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910: 1, p. 24. *
fleivitzi Acraea Auriv. Ent. Tidskr. 25. p. 94.
dewitzi Plan. Stgr. Iris 9, p. 209. *
diarina Acraea Suff. Iris 17, p. 31.
dioareues Acraea Suff. Iris 17, p. 14.
discosuttata Acraea Siraml, Ajchiv f. Xaturg. 75: 1, p. 376.
disjuncta Acraea Smith, Xov. Zool. 5, p. 351.
dorotheae Acraea E. Sharpe, Entomolog. 35, p. 135.
doubledayi Acraea Guer. in Lefeb. Voy. Abyss. 6, p. 378. *
drucei Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 254.
dubiosa Acraea Suff. Iris 17, p. 20.
37
290
Urbeschreibungs-Nachweis dei" afrikanischen Acraeiden.
eerinii Acraea Cr. Pap. Exot. 1, |). 04. *
psiiiopsis Arra<>a Auriv. Rhop. Aethiop. p. 93.
eliaiia A<raea Strand, Archiv f. Naturgesch. 77: 1: 4, p. 87.
ella Aciaoa Kllr. Nov. Zool. 18, p. 1.51.
clonsata Plan. Btlr. Cist. FCnt. 1, p. 212.
ciniiii Acraea Weym. Iris 10, i>. 221. *
eiu-edon Acraea f.. Svst. Xat. KJ. 10, p. 488.
»■iifalis l'lau. Jord. Nov. Zool. 17, p. 402.
fiilclibia Acraea Kllr. Trans. Ent. Soc. Loud. lOll. p. 12. *
epaea Plan. Cr. Pap. Exot. 3, p. 04. *
epidica Acr;u-a Obcrth. Etiidos d'Ent. 17, p. 18. *
epiproica Plan, litlr. Cist. Ent. 1. p. 210.
i'pilclliis Plan. Sf<jr. Iris 9, p. 207.
iM|iiatorialis Acraea .Veai'C. Nov. Zool. 11. p. 327.
erlli Acraea Atirh: Ent. Tidskr. 25, p. 94. *
csfhria Acraea Hcw. Exot. Butt. Acraea, t. 2. *
ouspilia Acraea Kar.^ch, Berl. Eni. Zeitschr., 38. j). 196.
(Miiiielis Plan. .Tord. Nov. Zool. 17, j). 462,
exalbpsci'iis Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912. p. 283.
exi'flsior Ac raea E. Sharpc, Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p. 192*
excpiltrica Acraea TJiKraii, Berl. Ent. Zeitschr. 48. p. 304.
excisa Plan. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 212.
tallax Acraea Rogenh. Ann. Mus. Wien. 0. p. 4.">9. *
Taschita Plan. Auriv. in Seitz Großschni. 13, p. 241.
flavcsceiis Acraea Blachier, Bull. Soc. Lepid. Geneve, 2,
flavesccns Acraea Oberlh. Etudes d'Ent. 17, [>. 26, *
rorniosa Plan, Btlr. (Ust. Ent. 1, p, 213.
Iiirinix A<raea Btlr. Ann. Mag. Nat. Ilist. (5) 4 p. 230,
füllohorni A<raea Thurau, Berl. Ent. Zeitschr. 48, p.
riilTcsceiis Acraea Oberth. Etudes d'Ent. 17, p. 26. *
rinnidu Acraea Hltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p.
fiiniida Acraea Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. 23 Bull., p
liiniiisa Acraea ,4i(rir. in Seitz Großschni. 13, p. 258.
p. 175*
133.
325.
106.
kataiia Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912. p. 228.
kenia Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1911, p. 13. *
kiviiaiia Plan. Jord. Nov. Zool. 17, p. 462.
kraka Acraea Auriv. Ent. Tidskr. 14, p, 272, *
lai'tea Acraea Xeave. Proc, Zool, Soc. Lond. 1910, 1, p, 20.
hu'linniculata Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, j), 271,
laniltornl Acra»»a Eltr. Trans, Ent. Soc. Lond. 1912, \>. 63.
latefasciata Plan. Suij. Iris 17, j). 37.
latifasclata Acraea Grüitb. Sitzb. Ges. Nat. Fr. Berl. 1910,
p. 101,
latifasi-iuta Plan. E. Sharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p;
635.*
leona Acraea .s7oi(f/. Iris 9, p. 199.
leopoldiiia Plan. .4i(rir. Ent. Tidskr. 16, p. 112.
lepiis Pl.iii. ./ord. Nov. Zool. 17, p. 463.
lencd^rapha Acraea Ribbe. Iris 2, p, ISl, *
l('ucopvs:a Acraea Aurir. Ent. Tidskr. 25. p. 92. *
IIa Acraea Mab. Bull. Soc. Philoin. Paris (7) 3, p. 132.
liacpa Acraea Suff. Iris 17, p, 29,
Ihnonata .\craea Eltr. Trans, Ent, Soc, Lond, 1912, p, 295.
lindica Acraea Strand. Mitt. Zool. Mus. Wien 5, p, 282.
littoralis Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912. p. 149.
lobemba Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p, 99,
lofua Acraea Eltr. Nov. Zool. 18, p. 150.
lualabae Acraea Xeaue. Proc. Zool. Soc. Lond. lülii: 1, p, 18. *
liiniiri Acraea Baker. Ann, Mag. Nat. Mist. (8) 2, j), 471,
luslella Plan, Suff. Iris 17, p, 462.
lutealba Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1902, ji. 320.
Iiitosa Plan. Suff. Iris 17. p. 36.
lycla Acraea F. .Syst. Ent.. p. 464.
lycoa Acraea God. Enc. Meth. Iris. 9. p. 239.
lycoides Acraea Bsd. Spec. Gen. 1, t. 11. *
lyariis Acraea Bruce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, p. 408.
^elonica Acraea Rothsch. & Jord. Nov. Zool. 12. p. 183.
eoetzl Acraea Thurau. Berl. Ent. Zeitschr. 48. p. 132. *
sracllls Acraea Wichgr. Berl. Ent. Zeitschr. 53, p. 243. *
grosveiiori Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912. p. 276. *
Kiilllenu>i Acraea Oberth. Etudes d'Ent. 17, p. 19. *
Inilali Acraea Marxh. Trans. Ent. Soc. Lond. 1896, p. 555.
harri>()ni Acraea E. Sharpe, Entomolog. 37, p. 132.
helvunaciilata Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912,
p. 255.
lie«l(Mini Plan, .luriv. Rhop. Aethiop.. p. 122.
liiM'liiM'li A<raea Holt. Proc. \J . S. Nat. Mus. 18, p, 746,
hiiniochroa Plan, Rothsch. et; Jord. Nov, Zool, 12. p, 185,
horla Ai laea E. Mus, Lud, Ulr,, ]). 234,
hiiva Acraea Bsd. Faune Mad., p. 29. *
Imniilis Acraea E. Sharpe. Ann. Mag. Nat. Hist. (0) 19, p. 582.
Iiypatla Acraea Druri/ 111. Exot. Ins. 3. p. 15. *
hypiilpiica -Vcraea Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 2. *
Igati Acraea B.<id. Faune Mad.. p. 29. *
isrola .Vcraea Trim. South .Vir. Hutterfl. 3, p, 379.
iiianreal« .Vcraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 330. *
iinlcnlala Plan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Ilist. (0) 16, p. 416.
iiidnna Acraea Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1895, p. 184. *
inliuscala Acraea Staud. Exot. Schniett. 1, p, 83,
insiirnls Acraea Disl. Proc, Zool, Soc, Lond. 1880, p. 184. *
iiisiilaris Acraea E. Sharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1893, p, 555,
iiisiilaris Plan, Auriv. Ann, .Mus, Genov. 44, p, 518,
inlerjccta Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 329.
internu-dia Acraea Wichgr. Berl. Ent. Zeitschr. 53, p. 241. *
intermedia Plan. Auriv. Rhop. Aethiop.. p. 120.
inlennediana Acraea Strand. 'SlHi. Zoid. Mus. Berl. 5, p. 283. *
internipta .Vcraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912. p. 320.
inlernipta .Vcraea Thurau, Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 303.
Interriiptella Acraea Strand, Iris 22, p, 100,
ilunibana Plan, Jord. Nov, Zool, 17, p, 463.
iliiriria Vcraea Smith Proc. Zool. Soc. 1890, p, 465,
jacksoiil Acraea E. Sharpe. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 5, p. 335.
jalenia Acraea God. Enc. Meth. Ins. 9, p. 234.
janisca Acraea God. Enc. Meth. Ins. 9, p. 233.
.jodnfta Acraea F. Ent. syst. 3: 1, p. 175.
jidinsloiii Acraea G-'orfoi. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 5377
jinutdi Acraea ObcrWi, Lepid, comp. 5: 1, p. 324. *
kaffana Acraea Rothsch. Nov. Zool. 9, p. 595.
kakana .Vcraea Eltr. Nov. Zool. 18, p, 150,
karschi Acraea Auriv. Rhop, Aethiop, p, 106. *
macaria Plan. F. Ent. Syst. 3: 1, p. 174.
maearina Acraea Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1868, p, 221, *
niacarioides Plan, Auriv. Ent, Tidskr, 14, p, 284.
niacari>ta Plan. E. Sharpe. Ann. .Mag. Nat. Hist. (7) 18, p. 76.
inache(|iU'ua Acraea Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 9, p. 62.
macrostlclia Plan. Baker. Ann. Mag.Nat. Ilist. (8) 2, p. 472.
inaciiliventris Acraea Smith &• Kirby. Rhop. Exot. Acraea,
p. l(i. *
niahela Acraea Bsd. Faune Mad. p. 31. *
niairessei Acraea Auriv. Ent. Tidskr. 25, p. 93. *
nianaiidaza A'-raea Ward. Afr. Lep. ]>. 9. *
mauca Acraea Thurau. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 305.
manjaea Acraea Bsd. Faune Mad. p. 33. *
niansya .\craea Eltr. Nov. Zool. 18, i). 153.
niaraiix'lra Acraea Ward. Ent Monthl. Mag. 9, p. 2.
marniiirata Acraea Smith &• Kirby, Rhop. Exot. Acraea, p. 9. *
marnois Acraea Rogenh. Ann. Mus. Wien 4. p. 552. *
niasaniba A-raea Ward. Ent. Monthl. Mag. 9 p. 3.
Uiasaris Acraea Oberth. Etudes d Ent. 17. p. 27. *
medea Acraea Cr. l'ap. Exot. 1, p. 128. *
media Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1911, p. 12.
melaliia Acraea Eltr. Nov. Zool. 18, \i. 152.
niplanoxanfha Acraea E. Sharpe, Proc. Zool. .Soc Lond. 1891,
p. 193. *
nu'las Acraea Oberth. Etudes d'Ent. 17, p. 2 t. *
nn-lina Plan. Thurau. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p, 135,
nieiiippe .V'-raea Drury, III, Exot, Ins, 3, p, 16, *
niernana Plan. Rogenh. Ann. Mus. Wien. 0. |>. 458.
nu'taprotea Acraea Btlr. ('ist. Ent. 1, p. 211.
nihondana Acraea .S'i<//. Iris 17, p. 20.
lllinia Acraea Xeave, Proc. Zool. Soc. Loml. 1910: 1, p. 22. *
luirabilis Acraea Btlr. Proc. Zool. Soc. I^>nd. 1885, |>. 760. *
iiilrifica Acraea l.alhy, Trans. Ent. Soc. Lond. 1906, p. 2. *
inodesta Acraea .*<*(.//. Iris 17, p. 28.
niofiirsa Plan. Suff. Iris 17, p. 37.
mninbasae Acraea Smith. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 127.
inontana Plan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 91.
Ilionteironls Acraea Btlr. Cist. Ent. 1. p. 211.
niüsana A<iaea Suff, Iris 17, p. 20.
msaiuwiae Acraea Strand, Mitt. Zool. Mus. Berlin 5, p. 282.
mutata Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 320.
nandensis Acraea E. Sharpe, Ann. Mag. Nat. Hist. (1 ) 3, p. 244.
nataleiisis Acraea Stand. Iris 9. p. 206.
natalu-a Acraea Bsd. Voy. Deleg, 2, p, 590,
nocoda Acraea Hew. I'.xot, Butt, Acraea, t, 2. *
nelsoni Plan. Smith <t- Kirby. Rhoi). Exot. Acraea, p, 10, *
neobule 'Acraea Doubl, et Heie. Gen. Diurn. Lei)., t. 19. *
Uibeschreibungs-Nachweis der afrikanischen Acraeiden.
291
iieluska Acraea Oherth. Etudes d'Ent. 3. p. 25. *
iiero Acraea Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 12, ii. 102.
iientoni Acraea E. Sharpe, Proc. Zool. Soc. 1893, p. .ö54.
iiiii Acraea Siraiid, lut. Ent. Zeitschr. 4, p. 220.
niceera Plan. Suff. Iris 17, p. 38.
nidaiiiii Acraea Suff. Iris 17, p. 19.
iiiffrosreiis Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 114.
iiiüniapicalis Acraea Auriv. Ent. Tidskr. 14, p. 275.
iiiiiii|iii Acraea Suff. Iris 17, p. 32.
iiiiihe Acraea E. Sharpe, Proc. Zool. Soc. 1S93, p. 554.
iioliara Acraea B.'id. Voy. Beleg. 2, p. 590.
uubilata Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 334.
nyassicola Acraea Strand, Mitt. Zool. Mus. Wien 5, p. 282.
ohoira Airaea Hew. Proc. Zool. Soc. 1863, p. 05.
obcrtliiiri Acraea Btlr. Ann. Mag. Xat. Hist. (6) 1(5, )>. 271.
ol>li<|Ua Plan. Auriv. in Seitz Großschm. 13, p. 243.
ohsfura Acraea Suff. Iris 17, p. 28.
ochrascens Acraea E. Sharpe, Entomolog. 35, p. 41.
oohreata Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 254.
oohreata Acraea Grünb. Sitzb. Nat. Fr. Berl. 1910, ]>. 470.
oetohalia Acraea Karsch, Ent. Nachr. 20, jj. 222.
onirora Acraea Trim. Proc. Zool. Soc. 1894, p. 24 note.
oncaea Acraea Hopff. ^lonatsb. Akad. Wiss. Berl. 1855, p. 040.
oiicrata Acraea Trim. Proc. Zool. Soc. 1891, p. 67. *
(ippidia Acraea Heic. Ent. Monthl. Mag. 11, p. 131.
oreas Acraea E. Sharpe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p. 193. *
orestia Acraea Hew. Ent. Monthl. ilag. 11, p. 131.
orioiitis Acraea Auriv. Ent. Tidskr. 25, p. 94.
oriiia Acraea Hcu\ Ent. Monthl. Mag. 11, p. 130.
oriiiata Acraea Oherth. Etudes d'Ent. 17, p. 22.
oriiicta Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 265.
oscari Acraea Rothsch. Nov. Zool. 9, p. 595.
|ialli<li>picta Acraea Strand, Int. Ent. Zeitschr. 4, ]>. 220.
paiK-alis Plan. Jord. Nov. Zool. 17, p. 462.
parau'oa Plan. Smith, Nov. Zool. 7, p. 547.
parrha^ia Acraea F. Ent. Syst. 3: 1, p. 175.
parrhoppidia Acraea Staud. Iris 9, p. 201.
paiipcrala Acraea Tliurau, Berl. Ent. Zeitschr. 48, ]>. 129.
pelasaiiis A<raea S))iiih, Nov. Zool. 7, p. 545.
pplopria Acraea Staud. Iris 9, p. 192.
poiieh'os Acraea Ward, Ent. Monthl. Mag. 8, p. 60.
pciiella Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 283. *
penelopc Acraea Staud. Iris 9, p. 195.
pentapolis Acraea Ward, Ent. Monthl. ^lag. 8, p. 60.
porciiiia Acraea Doubl. <t- Heiv. Gen. Diurn. Lep. t. 19. *
periphanes Aciaea, Oherth. Etudes d'Ent. 17, p. 20. *
petraca Acraea Bsd. Voy. Beleg. 2, p. 589.
petrina Acraea Suff. Iris 17, p. 25.
pharsaloides Acraea Holt. Entoniolog. 25. Suppl. p. 89.
phai'sahis Acraea Ward, Ent. Monthl. Mag. 8, p. 81.
plca Airaea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 320.
plagioscia Plan. Baker, Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 2, p, 471.
poffgei Plan. Dew. Nov. Acta Acad. Nat. Oui'. 11: 2 Nr. 2,
].. 18. *
praopoiiina Acraea Staud. Iris 9, p. 202.
prott'a Acraea Trim. Rliop. Afr. Austr., p. 110.
psetidafohnis Acraea £'Z/r. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, ]>. 130.*
pseudcgiiia Acraea Westw. Gen. Biurn. Lep. p. 531.
pseudepaea Acraea Dudfj. Proc. Ent. Soc. Lond. 1909, p. 53.
pseudeiiryta Plan. Godm. <t- Salv. Story of the rear col. p. 429.
pseiidolycia Acraea Btlr. Cist. Ent. 1, p. 213.
pseiidoprotea Acraea Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 428.
pudora Acraea Auriv. in Sjöst. Kilinianj. Exped. Lep. p. 4.
piidorella Acraea Auriv. Rhop. Aethiop. p. 99.
piidiirina Acraea Staud. Exot. Schmett. 1, p. 84. *
pulhila Acraea (irii)ib. Wiss. Ergebn. Beutsch. Centr. Afr.
Exped. 3. |). 516.
punctalissinia Pard. Bsd. Faune Mad. p. 31. *
pinu'tellata Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 131. *
quadrioolor Plan. Roc/enh. Ann. Mus. Wien. 0, p. 458. *
quirina Acraea F. Spec. Ins. 2, p. 36.
([iiirinalis Acraea Smith, Nov. Zool. 7, p. 544.
rabliaiae Acraea Ward, Ent. Monthl. Mag. 10, p. 152.
ralunna Plan. Suff. Iris 17, p. 38.
radians Acraea Auriv. in Seitz Großschm. 13, ]>. 251.
nidiata Acraea Auriv. Archiv f. Zool. 2: 12, p. 4.
radiata Acraea Guen. in Vinson Voy. Madag. Annexe F.,
p. 35, note 8.
rahira Acraea Bsd. Faune Jlad. p. 33. *
rakeli Acraea Bsd. Faune IMad. p. 32. *.
ranavalona Acraea B.'id. Faune Mad. p. 30. *
rangatana Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 247. *
recaldaua Acraea Suff. Iris 17, p. 27.
regalis Acraea Oherth. Etudes d'Ent. 17, p. 20. *
reversa Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 296.
rhodesiana Acraea Wichgr. Berl. Ent. Zeitschr. 53, p. 240. *
rhodina Acraea Rothsch. Nov. Zool. 9, p. 595.
rhodiiia Acraea Rothscli. &■ Jord. Nov. Zool. 12. p. 184.
rogersi Acraea Hete. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 57.
roiilfsi Acraea Suff. Iris 17. p. 124. *
rosa Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 60.
rougeti Acraea Guer. in Lefeb. Voy. Abyss. (i, p. 368. *
rowena Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 229.
ruaudae Acraea Grünb. Wiss. Ergebn. Deutsch. Zentr. Afr.
Exped. 3, p. 516. *
nibesoens Acraea Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1908, p. 547.
rubra Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 295. *
rubrofaseiata Acraea Auriv. Ent. Tidskr. 16, p. 111.
rupicohi Acraea .4. SchuUze, Ent. Rundschau 29, p. 92.
safie Acraea Feld. Reise Navara Lep. p. 370.
salanibo Acraea Smith, Ann. Mag. Nat. Hist. (5.) 19, p. 02.
sahispha Acraea Suff. Iris 17, p. 34.
sanibavae Acraea Ward. Ent. Monthl. Mag. 10, p. 59.
sartiiia Plan. .Jord. Nov. Zool. 17, p. 462.
satis Acraea Word. Ent. Monthl. Mag. 8, p. 35.
soalivittata Plan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 18, p. 159.
st'hecana Acraea Rothsch. et- .Jord. Nov. Zool. 12, p. 184.
sohiibotzi Plan. Griinh. Wiss. Ergebn. Beutsch. Zentr. Afr.
Exped. 3, p. 519,
seis Acraea Feisth. Ann. Soc. Ent. Fr. (2) 8, p. 247.
seinialbescens Acraea Oherth. Etudes d'Ent. 17, p. 26. *
seinlfiilvescens Acraea Olterth. Etudes d'Ent. 17, p. 26. *
seniipiuietelhi Acraea Strand, Int. Ent. Zeitschr. 4, ]). 226.
scinivitrea Acraea Auriv. Ent. Tidskr. 10, p. 111.
sepia Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 272.
sprvona Acraea God. Enc. Meth. Ins. 9, p. 239.
sganzini Acraea Bsd. Faune Mad. p. 34. *
siabona Acraea Suff. Iris 17, p. 32.
sidaniona Acraea Rothscli. et- .Jord. Nov. Zool. 12, p. 179.
siaiiina Acraea Suff. Iris. 17, p. 19.
silaeea Acraea Ellr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 320.
silia Acraea Mal,. Hist. Mad. Lep. 1, p. 105. *
sokotrana Acraea Rcbel, Denkschr. Akad. Wiss. Wien 71 : 2, p.
58.
sotikeiisis Acraea E. Sharpe. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891.
p. 034. *
speoiosa Acraea Wichgr. Berl. Ent. Zeitschr. 53, p. 245. *
stavelia Plan. Suff. Iris 17, p. 39.
stenobea Acraea Wallengr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 35.
strattipoeles Acraea Oherth. Etudes d'Ent. 17, p. 18. *
siibfiilva Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912. p. 329.
subochreata Acraea Grünb. Sitzb. Ges. Nat. Fr. Berl. 1910,
p. 164.
siibserena Acraea Smith, Nov. Zool. 7, p. 544.
subsquaniia Acraea Thurau, Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 135.
sucepha Acraea Suff. Iris 17, p. 25.
siiffiisa Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 320.
sulphureseer.s Acraea Auriv. in Seitz Großschmett. 13, p. 254.
supponina Acraea Staud. Iris 9, p. 204.
sykesi Acraea E. Sharpe, Entomolog. 35, p. 279.
taborana Acraea Sulf. Iris 17, p. 26.
tella Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 326.
telloides Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 254.
tellus Plan. Auriv. Ent. Tidskr. 14, p. 280. *
tcnebrosa Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 296.
tenelhi Acraea Rogenh. Ann. Mus. Wien 6, p. 457. *
tenelloides Acraea Poult. Trans. Ent. Soc. Lond. 1908, p. 531.
terpsiohore Acraea L. Syst. Nat. Ed. 10, p. 466.
thelestis Acraea Oherth. Etudes d'Ent. 17, p. 17. *
thosprio Acraea OlM'rth. Etudes d'Ent. 17, p. 21. *
tirika Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1911, p. 13. *
toka Acraea Strand, Archiv f. Naturg. 77: 1:4, p. 87.
toruiia Acraea Smith, Nov. Zool. 7, p. 546.
transienda Acraea Strand, Int. Ent. Zeitschr. 4, p. 226.
transita Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 307.
transhicida Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 285. *
trimeui Acraea Auriv. Rhop. Aethiop., p. 91.
tropicalis Acraea Blachier, Bull. Soc. Lep. Geneve 2, p. 174. *
tiirna Acraea Mab. Pet. Nouv. Ent, 2, p. 158.
292
Urbeschreibungs-Xachweis der afrikanischen Acraeiden.
Qtipana Acra*a Strand. Mitt. Zool. Mus. Berl. 5 p. 279.
Dmhra Plan. Drury. Dl. Exot. Ins. 3, p. 23. *
amhrata Acraea Suff. Iris 17. p. 30.
umhrata A Ta^-a Wichgr. B«t1. Ent. Zt-itschr. .S3. p. 2i2. *
DDibrina A' ra»-a Anriv. in Sjöst. Kiliiwanj. Exped. L.ep.. p. 4.
aniida A'-rat-a W'ir-hijr. B*t1. Ent. Z«-itsohr. 53. p. 246.
unimarolata A'Ta«-a Smith. Not. Z<»1. 5. p. 3-50.
anipunrtpUa Acraea Strand. Int. Eni. Z<eitsohr. 4. p. 226.
nninsen>is Acraea Strand. Mitt. Zool. Mus. Berl. 5, p. 279.
n>aramen<i> Acraea .s'frand. Mitt. Zool. Mus. Berl. 5. p. 2S2.
utensul?n»i» Acraea Thuraii. Berl. Ent. Zeitsohr. iS. p. 130.
DTui Acraea Smith. Ann. Mag. Xat. Hist. (6) ö, p. 16S.
Tendita Plan. Grünb. Sitzb. Ges. Xat. Pr. Berl. 1910, p. 163. *
Tentura .Vcraea Heic. Ent. Monthl. Mae. 14. p. 51.
Tentuiina Acraea Thurau Bt-r!. Ent. Zeitschr. 48. p. 303.
Tesperali* Acraea Smith. Fror. Zool. Soc. Lond. 1S90. p. 466.
Te^tali«. Plan. Feld. Reise Xovara Lep.. p. 369. *
Tinidja Acraea Heic. Ent. Monthl. Mag. 11. p. 130.
riolamm Acraea Bsd. Vov. Deleg. 2. p. 591.
Titrea Acraea Eltr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 284. *
TiTiana Acraea .<laud. Iris 9. p. 204.
ruilloti Acraea Mab. Ann. So-. Ent. Fr. (6) 8 BuU., p. 170.
welwit>ehi Acraea Bogenh. Verb. zool. bot. Ges. Wien 42.
;.. 573. *
wisginsi Acraea Xeare. Xov. Zool. 11. p. 326. *
zambesina Acraea Aurir. Archiv f. Zool. 5: 5, p. 1.
zete> .\. raea L. Syst. Xat. Ed. Ifi. p. 487.
zitja Acraea Bsd. Faune Mad. p. 32. *
zonata Acraea Heic. Ent. Montbl. Mag. 14. p. 154.
FcTli<j(jcaicln l'JU. iiiis.iajcbeu 3. II. HJi!). LIBYTHEA. Von Dr. C. AuKiviLLius. 21)3
7. Familie: Erycinidae.
In Anbetracht des Bd. 1, S. 251 Ausgeführten ist hier, um Unstimmigkeiten mit dem früheren Teil
des Werkes zu vermeiden, die E'nteilungsweise des Bd. 1 beibehalten, obwohl nach Ansicht des Verfassers
die Libytlieiden Familienrecht besitzen und der Name Erycinidae dem Lemonüdae weichen muß. Bei Ver-
einigung beider Gruppen zu einer Familien hätte der ältere ,,Libytheidae" genau genommen als ge-
meinsam zu gelten. Ueber die Gruppe in andern Faunengebieten vgl. Bd. 5, S. 617 — -622 und Bd. 9, S. 767.
A. Unterfamilie : Libytheini.
Die Libytheinen bilden, als eigene Familie behandelt, die kleinste Familie der Tagfalter und sie um-
fassen nur eine einzige Gattung, welche jedoch in allen Weltteilen vertreten ist.
Mt den Danaididen, Satyi'iden, Nymphaliden und Acraeiden haben sie die verkümmerten und unbewaff-
neten Vorderbeine des (^ gemeinsam, ■Reichen aber durch vollständig entwickelte Vorderbeine des $ ab.
Dieselben sind zwar etwas kürzer als die Mittel- und Hinterbeine haben aber normal gebaute Füße mit zwei End-
klauen. Von den Lemoniiden, welche ähnlich gebildete Vorderbeine haben unterscheiden sich die Libytheiden
durch die gerade hervorgestreckten, sehr langen Palpen . Dieselben sind mehrmals so lang als der Kopf und sind
an und für sich hiin-eichend um eine hielier gehörige Forni von fast allen anderen Tagfaltern zu unterscheiden.
Ei elliptisch, flaschenförmig, zweimal so lang wie breit, gerippt, mit längsgerichteten Streifen. Rpn schlank
unbewaffnet, fein behaart, fast zylindrisch mit kleinem gerundetem Kopfe. Pp kurz, wie die Nymphaliden-
Puppcn frei am Hinterende aufgehängt.
1. Gattung: Ijib.ythea F.
Der Saum der Vflgl ist am Ende der Rippe 5 eckig ausgezogen und dahinter mehr oder weniger tief
eingeschnitten. Die Rippe 6 aus demselben Punkte wie der Stiel der Rippen 7 — 9; die Rippe 7 in den Saum;
die Rippen 10 und 11 frei aus dem Vrd der Zelle. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl aus demselben Punkte
(Hinterecke der Mittelzelle) ; die Präcostalrippe ist nach außen umgebogen und entspringt gerade aus demPunkte,
wo sich die Rippe 8 von der Mittelzelle trennt.
Die äthiopischen Arten gehören einer besonderen Untergattung, Dichora Scudd., an, welche sichdurcii
folgende Merkmale auzseichnet:
Fühler nüt deutUch abgesetzter schlanker Kolbe. Palpen kürzer als die Hälfte der Fühler. Hflgl mit
gleichförmig gebogenem (mcht gelapptem) Vrd und am Ende der Rippe 2 kurz geschwänzt; ihr Saum gewellt.
Die hellen Zeichiningen der Oberseite sind bei allen äthiopischen Arten fast dieselben und bestehen auf
den Vflgln aus einem Längsstrich und einem Fleck in der Mittelzelle und aus 5 — -6 Discalflecken in (1 b),
2 — 6, und auf den Hflgln aus 6 Discalflecken in 2—7, von denen die der Felder 2 — ö in einer geraden Querlinie
stehen.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Die Vflgl mit einem deutlichen Discalfleck in 1 b. Alle Zeichnungen der Oberseite, mit Ausnahme der weißen
Discalpunkte in 4 — 6, grau oder gelblichgrau und unscharf begrenzt. L. labdaca.
II. Die Vflgl ohne Discalfleck in 1 b.
a. Die Discalpunkte in 4 — 6 der Vflgl weiß; übrige Flecke der Oberseite klein oder undeutlich, grau oder
gelbgrau. L. ancoata.
ß. Die Zeichnmigen der Oberseite scharf begrenzt, gelb oder rotgelb ; die Flecke der Felder 4 — 6 der Vflgl
jedoch oft weiß.
*. Die Mittelzelle der Vflgl mit einem rotgelben Längsstrich, welcher die Spitze der Zelle erreicht,
oder dort von einem Fleck begleitet ist. Die Flecke in 4^-6 der Vflgl weiß oder weißlich.
._ L. latus.
**. Die Mittelzelle der Vflgl ohne Längsstrich, nur mit einem Querstrich oder Fleck an der Spitze; die
Flecke der Felder 4—6 gelblich. L. cinyras.
L. labdaca Ww. (61 a) ist an den grauen Zeichnungen der Oberseite kenntlich ; der Längsstrich in labdaca.
der Älittelzelle der Vflgl ist oft wenig deutlich ; auf der Unterseite der Vflgl treten die Flecke schärfer hervor
und die Spitze ist bis zu den Flecken in 4 — 6 violettgrau überzogen; die Unterseite der Hflgl ist gewöhnlich
violettgrau, braun und weißlich gewässert mit den Flecken der Oberseite scharf hei-vortretend und weiß; die
hintere Längshälfte der Zelle und der Wurzelteil der Felder 1 c und 2 sind gewöhnlich dunkler als die übrige
Fläche; bisweilen sind die Hflgl unten fast eintönig braungrau ohne helle Flecke. Kommt in ganz West-Afrika
von Sierra Leone bis Congo und Uganda vor und soll auch in Brit. Ost-Afrika bei Kikuyu beobachtet sein.
XIII 37 b
204 LEMON[INA.E. Von Dr. C. Aürivilliüs.
ancoata. L. ancoata Smith ist der vorigen Art sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß der Fleck im Felde
Ib der X'flgl fehlt und daß die Mittclflecke der Oberseite der Vflgl kleiner, mehr undeutlich und etwas gelblicher
sind; die Hflgl sind oben fast einfarbig; Unterseite wie bei labdnca. Madagaskar, an der Nord Westküste.
L. laius ist kaum mehr als der südüche und östliche Vertreter von labdaca und weicht nur durch die
laitia. gelbe oder rotgelbe Farbe der Flecke der Oberseite und das Fehlen des Flecks in 1 b der Vflgl ab. — laius
Trim. (61 a). Der Längsstrich in der Mittelzelle der Vflgl ist schmal und gewöhnlich vom Fleck in der Zellen-
spitze getrennt; die übrigen Flecke sind klein und die Discalflccke in 2 und 3 der Vflgl Meiner als ihr Abstand
iaiandava. vom Saume. Angola bis Natal und Deutsch -Ost- Afrika. — tsiandava Siiiith hat einen bis zur Spitze zusammen-
hängenden Längsstrich in der Mttelzelle der Vflgl und viel grülkre gelbe Flecke; che Discalflccke in 2 und 3
der Vflgl sind mehr als doppelt so lang «ie der dunkle Saiimteil ihrer Felder. Nordwestküste Madagaskars.
— Diese Art gehört zu denjenigen Tagfaltern Afrikas, welche sich bisweilen sehr vermehren und große Wande-
rungen unternehmen. Professor Vosseler berichtet über eine solche Wanderung bei Amani in Deutsch-Ost-Afrika
folgendes: ,,Am 11. Mai 1904 morgens gegen 8 Uhr flatterten in unstetem Fluge, sich immer nahe am Boden
haltend, einzelne Stücke dieser Art zwischen den Dienstgebäuden des biologisch-landwirtschafthchen Instituts
Amani durch. An der Art des Fluges und ihrem sonstigen Verhalten war sofort zu erkennen, daß es sich nicht
um liebes- und honigdurstige Blütenbummler handelte, sondern daß sie von irgend welchen Listinkten getrieben
einean besonderen Ziel zustrebten. Von 9 Uhr an erschienen immer größere Mengen. Sie brachen aus dem
Unterholz des Urwaldes in der Tiefe eines direkt bei Amani beginnenden schluchtähnlichen Tälchens, etwa
300 m südlich von den Gebäuden, hervor, folgten in zappelnder Eile dem Talboden bis auf die Höhe, überflogen
diese und verschwanden jenseits im Buschwerk des Dodwebachtals. Der ganze Schwärm zog zwischen dem
Laboratorium und Bureau durch. An Blüten hielten sich die Tiere nicht auf, wohl aber setzten sich einzelne
Exemplare zu kurzer Rast an das Mauerwerk der Häuser oder auf den Boden, waren aber ungewöhnlich scheu
und flüchtig. Die Flugrichtung fast genau von Süd nach Nord, wurde unentwegt verfolgt, auch wenn die Tiere
mit dem Netz davon abgebracht worden waren. Wie von Feinden gehetzt stürzten die Schmetterlinge aus dem
Busch und jagten fluchtähnlich den gewälilten Weg entlang, immer in unregelmäßigem Zickzackfluge scharf über
dem Boden hinhuschend und deshalb sehr schwer zu fangen, sehr selten schwangen sich einzelne Tiere 1 — 3 m
hoch in die Luft, um sich schnell wieder nieder zu senken. Gegen Mittag ließ der Zuzug allmäldich nach. Am
nächsten Tag erschienen noch wenige Nachzügler. Während der ganzen Dauer der Erscheinung herrschte
schwacher Nordwestwind, der schief der Flugrichtung entgegenwehte. Wie A'iele Tausende während der Beob-
achtungszeit wanderten, läßt sich auch nicht annähernd schätzen, da die Tiere nicht wie andere Schmetterlinge
in dichtem Schwärm hoch in der Luft flogen, sondern immer zwischen den Pflanzen des Versuchsgartens hindurch
strichen, zudem ihrer dunkler Färbung wegen sich nur wenig vom Boden abhoben".
cinyras. L. cinyras T'rim. (ti I a) «eicht von den übrigen Arten dadurch ab. daß der Längsstrich in der AOttelzelle der
Vflgl feiilt und die Subapicalflecke der Vflgl gelb statt weiß sind und einander berüln-en, eine schmale Subapical-
binde bildend; die Flecke der Hflgl sind groß und rotgelb. Kam früher auf Mauritius A^or, scheint aber jetzt
völlig ausgestorben zu sein. Nur ein einziges Stück derselben ist noch aufbewahrt.
B. Unterfamilie: Lemotiiinae.
Diese Abteilung bildet ein Zwischenglied zwischen den Nymphaliden und den Lycaeniden. indem die Vor-
derbeine der (J(J wie bei den Nymphaliden verkümmert sind, diejenigen der $$ aber wie bei den Lycaeniden
vollständig entwickelt. Von den Libytheiden weichen sie durch die stets kurzen aufgebogenen Palpen ab.
Die Lemoniinen gehören fast aiisschließlich den Tropen an. Li Europa kommt nur eine einzige Art,
die bekannte Nemeobius lucina vor und im nearktischen Gebiete treten sie hauptsächlich nur in den südlichsten
Teilen des Glebietes auf. Auch in Afrika und Süd-Asien sind die Lemonüden nur durch verhältnismäßig wenige
Formen vertreten. Süd-Amerika ist dagegen sehr reich an Gattungen und Arten. Li der äthiopischen Region ist
nur eine der Subfamilieu vertreten.
f Die Hflgl der afrikanischen Arten entbehren der chitinisierten Verdickimg an der Wurzel des Vrds, wel-
che den meisten der amerikanischen Gattungen eigentümlich ist. Die Rippen 6 und 7 der Hflgl sind gestielt.
Bei den afrikanischen .Vrten haben die Vflgl 12 Rippen, von denen 7, 8 und 9 gestielt sind und 10 und 11
frei aus dem Vrd der Mittelzelle entspringen. Sie wurden daher bei Behandlung* der Lemoniiden'als eigene
Familie als Subfainilie Nemeobiinae abgetrennt. Die Entw icldungsstadien der äthiopischen Arten sind un-
bekannt.
U e b e r s i c h t der G a t t u ii g e n.
A. Die Hflgl an der Rippe 1 b mit ecldg hervortretendem Analwinkel und an den Rippen 2 und 3 geschwänzt.
Stiel der Rippen 6 und 7 der Hflgl sehr lang, viel länger als die Rippe 6. Die Rippe 8 der Hflgl ist am
Ursprünge der Präcostalrippe nur wenig von der Mittelzelle entfernt. Augen haarig. 1. Saribia.
i
.SARIBIA; ABISARA. Von Dr. 0. Aurevillius. 295
B. Die Hflgl mit abgerundetem Analwinkel und nur an der Rippe 4 geeckt oder geschwänzt. Der Stiel der
Rippen 6 und 7 der Hflgl i.st immer kürzer als die Rippe 6 und selten so lang wie die Rippe 7. Die Rippe
8 ist am Ursprünge der Präcostalrippe weit von der Mittelzelle entfernt. 2. Äbisara.
1. Gattung': ^iaribia Btlr.
Die Vflgl mit gebogenem Vrd, fast geradem Saume und stumpfer Spitze. Die Hflgl sind etwas in der Länge
gezogen und an den beiden Schwänzchen leicht kenntlich. Nur eine Art.
S. tepahi Bsd.{%l&). Vflgl oben braun mit zwei wenig deutlichen hellgrauen Querlinien hinter der Mitte, tepahi
unten rotbraun zwei Querstriche in der ZeUe und zwei Querlinien hinter der Mitte weißhch; vor dem Saume
ein schwarzer weiß umzogener Fleck in 6 und eine unterbrochene feine Querlinie. Hflgl oben braun mit 5
großen nach innen von gelben Bogen begrenzten Saumflecken, von denen die in 1 c, 3, 4 und 5 schwärzUch
und der in 2 rotbraun sind, unten rotbraun mit denselben Saumflecken wie oben und außerdem mit 3 weißen
Flecken in der Zello und einer weißen in den Feldern 2 und 3 M'inkelig gebrochene Discallinie. Madagaskar,
in den Wäldern.
2. Gattung': Abii^ara Fldr.
Diese Gattung, welche durch die in der Uebersicht angegebenen Merkmale him-eichend charakterisiert
ist, kommt auch in Süd-Asien vor. Bei den äthiopischen Ai-teii haben die Vflgl gewöhnlich einen Augenfleck
im Feld 6 und die Hflgl zwei zusammenstoßende Augenflecke in 4 und 5. dicht am Saume. Vgl. Bd. 1.
S. 254 und Bd. 9. S. 779.
Die Arten können, wie die Uebersicht zeigt, auf zwei durch Zeichnung und Flügelform abweichende Grup-
pen verteilt werden.
Uebersicht der Arten.
I. Die Flgl oben braun mit einer gemeinsamen, breiten, weißen Querbinde. Die Augenflecke der Feldei' 4 iind 5
der Hflgl auch oben gut entwickelt, gelbgeringelt. Hflgl zwischen den Rippen 3 und 4 mit einem etwa
5 mm langen an der Spitze weißen Schwänzchen. Augen nackt. Geschlechter ähnlich gefärbt und gezeichnet.
A. Die weiße Querbinde erreicht nicht ganz den Vrd der Vflgl, höchstens die Rippe 12, und auf den Hflghi
nicht den Saum des Feldes 6.
a. Wurzelteil beider Flgl oben dunkelbraun und gegen die weiße Querbinde scharf begrenzt. Die weiße
Querbinde am Ird der Vflgl und Vrd der Hflgl etwa 5 mm breit, auf den Hflgln nach hinten scharf
dreieckig zugespitzt. Vflgl mit Augenfleck im Felde 6. A. gerontes.
ß. Wurzelteil beider Flgl oben schwarzgrau, gegen die weiße Querbinde besonders auf den Hflgln unscharf
begrenzt. Die weiße Querbinde sehr breit und nach außen abgerundet, am Ird der Vflgl etwa 8 mm
breit. Vflg ohne Augenfleck. A. delicata.
B. Die weiße Querbinde erreicht den Vrd der Vflgl und auf den Hflgln im Felde 6 den Saum.
a. Die Vflgl oben ohne weiße Subapicalbinde. A. dewitzi.
ß. Die Vflgl auf beiden Seiten nüt einer schmalen A\eißen Subapicalbinde, welche sich weiügsten.s von
der Rippe 8 bis zur Rippe 4. bisweilen aber bis zum Hinterwinkel erstreckt. A. rogersi.
II. Die Flgl oben heller oder dunkler braun ohne gemeinsame breite weiße Querbinde. Die Hflgl an der Rippe 4
nur scharf geeckt oder gelappt. Beide Flgl unten mit einer weißen Discal- und einer weißen Submarginal-
linie; die letztere bisweilen auf den Vflgln undeutlich. Geschlechter verschieden gefärbt und gezeichnet.
A. Die mittlere Discocellularis (= die Querrippe zwischen den Rippen 5 und 6) der Hflgl kürzer als der
Vrd der Mittelzelle. Die Augen nackt.
a. Die Vflgl auf beiden Seiten mit einem gelbgeringelten Augenfleck im Felde 6.
*. cJ mir unbekannt. — $ Die Vflgl oben mit zwei breiten weißen Querbinden, deren eine von der
Mitte des Vrds bis zur Rippe 3, die andere vor der Spitze zwischen den Rippen 3 und 7.
A. tantalus.
**. cJ. Die Flgl oben einfarbig schwarzbraun; die Hflgl mit violettem Glänze; beide ohne Mehl-
flecke, die Hflgl aber mit einem Haarpinsel in der Mittelzelle. — ■ $ mir unbekannt.
A. intermedia.
ß. Die Vflgl oben ohne Fleck im Felde 6 oder nur mit einem schwarzen, nicht hellgeringelten Flecke.
— S- Die Vflgl oben einfarbig dunkel violettbraun mit einem tief schwarzen Sammetfleck vor der
Spitze in den Feldern 4 — 6. Die Hflgl oben ohne Augenflecke aber mit einem gerundeten lebhaft
blauen Fleck zwischen den Rippen 3 und 5 und mit einem schwarzen, von den Vflgln bedeckten
Mehlfleck vor der MittelzeUe in den Feldern S^und 7 — 9. — 2- Die Hflgl oben einfarbig mit Augen-
flecken in 4 und 5. A. ruther jordi.
B. Die mittlere Discocellularis der Hflgl länger als der Vrd der MittelzeUe. Die Augen feinhaarig. Beide
Flgl oben mit den gewöhnhchen Augenflecken. Die Vflgl des (J ohne Sammetfleck. A. talantus.
296 Urbeschrcibungs-NachweLs der atrikanischo'n Libytheideii und Lemoniiden.
gerontes. A. geroiites F. Zu dem was in der Uebersicht gesagt worden ist, ist niu- hinzuzufügen, daß die
Vt'lgl oben vor der Spitze etwas aufgehellt sind und unten eine w eißliche Subapicalbinde haben ; beide Flgl sind
unten an der Wurzel weißlieh und dann bis zur weißen Querbinde dunkelbraun; die Felder 1 c — 3 der Hflgl
sind am Saume gelb mit silbernen schwarzbegrenzten Querstrichen. Sierra -Leone bis Congo und Uganda.
ddxcala. A. delicata Lathy. Beide Flgl oben an der Wurzel grau, dami mit sehr breiter, nach innen unscharf
begrenzter weißer Querbinde ; Spitzenteil der Vflgl schwarzbraun ohne Augenfleck aber, mit Andeutung einer
liclleren Submarginallinie. unten mit einer weißen Subapicalbinde, welche den Hinterwinkel erreicht. Nyassa-
laiid bis British Ost-Afrika.
dewitzi. A. dewitzi Auriv. weicht von der folgenden Art nur dadurch ab, daß die. weiße Subapicalbinde der
Vflgl-Oberseite völlig fehlt und ist vielleicht nur eine Form derselben. Südliches Congo-Gebiet.
rw/er.si. A. fogcrsi i)rMce (61 a). Vflgl auf beiden Seiten mit weißer Subapicalbinde, welche beim ^J che Rippe 4,
beim V 'h'" Hinterwinkel erreicht; die gemeinsame Mittelbinde ist scharf begrenzt, mäßig breit und auf den
Hflgln nach hinten schief abgeschnitten und die Augenflecke umfassend. Vflgl ohne schwarzen Punkt in Feld 6.
ijeryoH. Congo-Gebiet, Angola und Ruanda. — ■ ab. geryon Stgr. weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl einen schwarzen
Punkt vor der Spitze im Felde 6 haben. Congo-Gebiet.
latilalus. A, tantalus Hew. (61a). Nur das $ ist bekannt. Flgl oben dunkelbraun mit deutlichen gelbgeringel-
ten Augenflecken; die Vflgl hinter der Mitte mit zwei weißlichen Flecken, von denen der eine von der Mitte des
Vrds schief gegen den Hinterwinlvel gerichtet die Rippe 3 erreicht und der andere dreieckig ist und zwischen
dem vorigen und dem Augenfleck liegt. Die Hflgl zwischen dem Irrl und der Rippe 4 mit zwei hellen Linien vor
dem Saume. Goldküste bis Angola.
intcnnidia . A. intermedia Auriv. (61 a) q. Zu dem was schon in der Uebersicht gesagt worden ist, braucht mu'
hinzugefügt werden, daß beide Flgl unten zwei helle Querlinien haben. Ist möghcherweise das ^ der vorigen
Art. Kamerun.
ralherfordi. A. futherfordi. Flgl unten braun mit zwei hellen, etwa 4 mm von einander entfernten Querlinien,
welche auf den Vflghi schief gegen den Hinterwinkel gerichtet und auf den Hflgln gewellt und mit dem Saume
gleichlaufend sind. — Bei der Hauptform rutherfordi 77e«'. (61 a) ist der Sammetfleck der Vflgl beim (J groß
dreieckig, etwa 5 mm lang und das 9 li^t einen gerundeten blauen Fleck am Ird der Vflgl in 1 a und 1 b.
henoigi. Alt-Calabar und Kamerun. — herwigi Deio. unterscheidet sich dadurch, daß der Sammetfleck des ^ klein und
gerundet ist und daß der blaue Fleck der Vflgl des $ völlig fehlt. Südliches Congo-Gebiet.
inlanlus. A. talatitus Auriv. (61 a). (J. Die Vflgl oben mit zwei blauen Querbinden, von denen die innere den
Ird erreicht und dort sehr erweitert ist, die äußere sich ungefähr zwischen den Rippen 4 und 8 erstreckt. Die
Hflgl oben am Vrd breit blau und vor dem Saume mit zwei blauen Linien in 2 und 3. Flgl unten braun ; die
Vflgl mit zw(>i weißen Querbinden, die Hflgl mit einer weißen Mittelbinde und einem großen weißen Wurzelfleck.
— 9- Beide Flgl oben und unten mit brauner Grundfarbe ; die Vflgl oben mit drei hellen Querbinden, von denen
die innerste (über der Mitte) bläulich, die übrigen weißlich sind; die Hflgl ani Vrd nicht oder nur weiüg blau
und in den Feldern 1 b — 3 mit zwei weißlichen Linien vor dem Saume; Flgl imten fast wie beim cJ, die Vflgl
aber mit drei weißen Querbinden und die Hflgl ohne hellen Wurzelfleck. Alt-Calabar und Kamerun.
Ali>habetisc]ies Verzeicliiiis
Zinn Nachweis der Urbeschreibungen der unter den afrikanischen Libytheiden und Lemoniiden aufgeführten
Formen.
* bedeutet, daß die "Poiia an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
iiiu'Data Lili. Smith, Ann. .\lajj. Nat. Hist. (ö) 7 )). 126. laliiluca Lib. Wei^hv. Gen. Diuru. Lep. p. 413 uole.
cinyras Lili. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 5 p. 337. laius Lib. Triin. Tians. Ent. Soc. Loud. 1879 p. 337.
(Iclieata -Abis, f.alhy, Traii.s. Ent. Soc. I.<)Md. 1901 p. 28 *. rosersi Abis. Druce Ent. Monthl. Mag. 15, p. 101.
(I«^witzi Abis. Auriv. Khop. Aeth. p 250. nifhcrfordi .Vbis. Hcw. Ent. Month. ^lat;. 1 1 p. .">(>.
!;erontes .\bis. P. Spec. Ins. 2 p. 117. talantus AbLs. .lurii;. Ent. Tidskr. 12 p. 217.
sreryoii AbLs. Stgr. Exot. Schniett. 1 p. 239*. tantalus Abis. Hew. Exot. Butt. Sospita t. 1 *.
honvisi .Vbis. Dew. Deutsch. lOnt. Zeltsclir. 30 p. 429 *. tepalii Saribia Bsd. Faune Madag. p. 37.
intermedia .■Vbis. .Auriv. Ent. Nachr. 21 p. 381. tsiandava Lib. Smith. Ann. .Mag. Nat. Hist. (6) 8 p. 81.
1
LYCAENIDAE. Von Dr. C. AuRrviLutrs. 297
Ausgegeben 2. I. 1914.
8. Familie: Lycaenidae.
Die Familie der Lycaeniden ist die artenreichste der ätliiopischen Tagfalterfamilien und umfaßt mehr
als 600 Arten. Es sind kleine oder höchstens mittelgroße Schmetterlinge, welche von den Lemoniiden nur da-
durch abweichen, daß die männlichen Vorderbeine besser entwickelt sind.
Als wichtigstes und fast ausnahmsloses Kennzeichen der Lycaeniden ist nämlich hervorzuheben, daß die
Vorderbeine der J^J nicht verkümmert sind, aber einen ungegliederten Tarsus, welcher m einem einfachen
Haken endet, haben. Nur bei sehr wenigen Formen ist der Tarsus gegliedert und am Ende, wie bei den $$,
mit zwei Klauen bewaffnet. Hinsichtlich des Geäders ist zu bemerken, daß die Rippen 10 und 11 der Vflgl fast
stets frei oder miteinander gestielt aus dem Vrd der Mittelzelle entspringen und daß die Präcostalrippe der Hflgl
gewöhnlich fehlt. Die Rippen 7, 8 und 9 der Vflgl entspringen, wenn alle vorhanden, stets mit gemeinsamem
Stiele aus der Spitze der Mittelzelle, wobei die Rippe 7 in den Saum, die Rippe 8 in die Spitze oder den Vrd
und die Rippe 9 in den Vrd mündet. Wenn nur zwei dieser Rippen da sind, münden sie in den Vrd und man
ist darum berechtigt, anzunehmen, daß in diesem Falle die Rippe 7 fehlt. Bisweilen fehlt auch die Rippe 9 und
dann ist die Rippe 8 ganz einfach und mündet in die Spitze oder in den Vrd ganz nahe an der Spitze.
Als Auszeichnungen der (^q kommen oft Mehlflecke oder Haarpinsel vor. Die .-^(^ weichen auch oft durch
Farbe und Zeichnung von den $$ ab.
Die Rpn weichen, soweit sie bekannt sind, ganz erheblich von den übrigen Tagfalter-Rpn ab. Sie sind
kurz und dick, stark gewölbt mit flacher Unterseite und werden dadurch asseiförmig. Der Kopf ist klein und kann
in das erste Körperglied vollständig eingezogen werden. Von vielen ist es bekannt, daß sie von Ameisen wegen
einer süßen Absonderung aufgesucht und geschützt werden oder sich in Ameisennestern verpuppen. Andere sind
merkwürdig, weil sie nicht von Blättern sondern von Schildiäusen leben.
Die Ppn sind oft gleiclifalls kurz und abgei-undet; sie sind entweder nur am Afterende aufgehängt oder
gewöhnlich auch durch einen Seidenfaden ringsum den Leib befestigt.
Die Eier sind, soweit sie bisher bekannt sind, mehr oder weniger abgeflacht, turban oder scheibenförmig
und haben em sehr kräftig entwickeltes Stützgerüst, welches aus netzförmig miteinander vereinigten Balken
gebildet ist. In den Ecken, wo die Balken zusammenlaufen, sind bisweilen knopfförmige Knoten entwickelt.
Die Eiern haben demnach eine zierliche und schöne Skulptur.
Wir teilen die äthiopischen Lycaeniden in zwei L^nterfamilien ein, welche nach folgender LTebersicht
unterschieden werden können.
U e b e r s i c h t der U n t e r f a m i 1 i e n.
A. Die Vflgl fast immer mit 12 Rippen, von denen die Rippen 7 und 9 hinter der Spitze der Zelle aus der
Rippe 8 entspringen. Selten (bei Eresina und Iridana) fehlt die Rippe 7, so daß nur 11 Rippen vorhanden
smd; in diesem Falle entspringt entweder die Rippe 10 aus dem Stiele von 8 und 9 oder ist die Rippe 8
vor ihrem Ende halbkreisförmig gebogen. Augen nackt. Hflgl stets abgerundet ohne Schwanzanhänge,
Anallappen oder Haarquasten Liptemnae.
B. Die Vflgl fast immer nur mit 10 oder 11 Rippen, indem die Rippe 7 und bisweilen auch die Rippe 9
fehlt. Die Rippe 10 stets frei aus dem Vrd der Zelle. Selten sind (bei Aph?iaeus, Phasis, Erikssonia und
den (^^ einiger Jofows- Arten) 12 Rippen vorhanden, in welchem Falle die Hflgl jedoch geschwänzt, gelappt
oder geeckt sind Lycaenini.
1. Subfamüie: Lipteninae.
Die Kennzeichen dieser sehr interessanten UnterfamiUe sind schon in der Uebersicht angegeben. Die
Entwicklungsstadien sind leider noch fast völlig unbekannt. Die einzigen bekannten Rpn und Ppn sind diejeni-
gen von Durhania und Hewitsonia; wir verweisen hier auf die Beschreibung bei diesen Gattungen. Es ist sehr
wahrscheinlich, daß die Lebensweise der Rpn eigentümlich ist und daß viele derselben Ameisengäste smd, wie
schon hinsichtlich der Raupe von Euliphyra festgestellt worden ist.
XIII 38
298 ALAEXA. Von Dr. C. Ackivilijits.
Die Geschlechter sind gewöhnlich einander ähnhch, können aber bisweilen recht verschieden gefärbt
und gezeichnet sein. Die Spitze des Hinterkörpers ist oft beim £ eigentümUch angeschwollen und die Begattungs-
organe des 3 sind asymmetrisch gebaut.
Die Lipteninen treten besonders in der westafrikanischen Subregion auf und fehlen in der madagassi-
schen Subregion völlig. Alle Gattungen sind für Afrika eigentümhch.
Es sind im allgemeinen zart gebaute Formen, welche oft bunt gefärbt sind und bisweilen deutliche
mimetische Beziehungen zu anderen Tagfalter zeigen.
Bei einigen wenigen Gattungen tritt eine deutliche Präcostalrippe der Hflgl auf. Da diese Rippe sonst
bei den Lycaeniden völlig fehlt, scheint mir die Anwesenheit derselben von solcher Bedeutiing zu sein, daß man
die Lipteninen danach in zwei Gruppen einteilen muß.
1. Gruppe: PentUini.
Die Hflgl mit einer deutUchen Präcostalrippe. Die Gattungen Coohsonia und Sheffieldia gehören
wahrscheinlich zu dieser Gruppe. Da ich aber dieselben nicht untersuchen konnte und der Beschreiber
nichts über die Präcostalrippe sagt, muß ich vorläufig die Stellung dieser beiden Gattungen als unsicher bezeich-
nen. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl sind stets getrennt.
Uebersicht der Gattungen.
I. Die Rippe 6 der Vflgl entspringt aus demselben Punkte wie der Stiel von 7 — 9 oder aus diesem Stiele
und ist durch eine senkrechte mittlere Discocellularis von der Rippe 5 getrennt. Die Rippen 6 und 7
der Hflgl gestielt, aus demselben Punkte oder nur sehr kurz getrennt. Palpen kurz mit knopfförmigem End-
gliede.
a. Die Stirn und die Palpen struppig behaart 1. Älaena.
B. Die Stirn und die Palpen anliegend beschuppt 2. Telipna.
II. Die Rippe 6 der Vflgl ist durch die gut entwickelte sehr schiet gestellte obere Querrippe (obere Disco-
cellularis) vom Stiele der Rippen 7 — 9 getrennt und entspringt demnach scheinbar aus der Spitze der ilittel-
zelle. Die Rippen 6 und 7 der Hflgl weit von einander getrennt.
a. Die Fühler sind ziemlich lang und erreichen fast die Spitze der Mittelzelle der Vflgl, welche die Mitte
der Vflgl nicht überragt.
*. Die Rippen 5 und 6 der Vflgl an ihrem Ursprung getrennt.
1. Die Palpen mittelmäßig lang mit kurzem Endgliede. Vrd der Hflgl nur schwach gebogen.
3. Cooksonia.
2. Die Palpen lang, die Stirn weit überragend mit fast zylindrischem EndgUede. Vrd der Hflgl
nahe der Wurzel oder vor der Mitte stark lappenfömiig ausgebogen. . . 4. Durbania.
**. Die Rippen 5 und 6 der Vflgl aus demselben Punkte. Vrd der Hflgl fast gerade.
5. Shefjieldia.
i. Die Fühler viel kürzer als die Mittelzelle der Vflgl, welche sehr lang ist und die Mitte des Flgls weit über-
ragt 6. Pentila.
1. Gattung: Alaeiia Bsd.
Kleine oder selten mittelgroße Lipteninen mit gelber oder weißer Grundfarbe und schwarzen Zeich-
nungen oder schwärzlich mit weißen Flecken. — Die Fühler mit scharf abgesetzter, flachgedrückter Kolbe.
Flgl abgerundet: die Hflgl langgestreckt und oft recht schmal. Die Mittelzellen sind kurz und erreichen nicht
die Flglmitte: die Rippen 7 — 9 der Vflgl sind lang gestielt und die Rippen 10 und 11 ganz frei. Die Rippe
5 entspringt auf beiden Flgln etwas näher an 6 als an 4. — Alle Arten gehören Süd- und Ost- Afrika an
und gehen an der Westküste nur bLs zum Congo-Fluß. Sie haben einen schwachen und langsamen Flug.
Uebersicht der Arten.
I. Die ITgl sind oben gelb oder weißlich mit schwarz gesäumten Rippen und schwarzen Saumbinden, unten
ohne schwarze Querzeichnungen zwischen den Rippen .4. amazoula.
ALAENA. Von Dr. C. AuRrviLLius. 299
II. Die Flglunterseite hat wenigstens am Saume schwarze Querzeichnungen, durch welche die Rippen verbunden
werden oder ist schwarz mit hellen Flecken.
A. Die Hflgl oben mit hellen Zeichnungen.
a. Die Vflgl oben mit einer zusammenhängenden, gebogenen, hellen Mittelbinde.
*. Die Hflgl oben mit einer gebogenen, hellen Mittelquerbinde, welche von der Mitte des Irds bis zur
Mitte des Vrds verläuft.
§. Die Querbinde der Vflgl erreicht den Hrd oder wenigstens die Rippe 1. Hflgl unten in der
Mitte nicht netzförmig gefleckt.
1. Die Querbinde der Vflgl ist nach hinten verbreitert und bedeckt die Wurzel der Felder
2 und 3 A. interpositn,.
2. Die Querbinde der Vflgl ist nach hinten nicht oder wenig verbreitet und bedeckt nicht die
Wurzel der Felder 2 und 3
a. Die Mittelbinde der Hflgl erreicht nicht den Vrd. . . A. nyassae.
b. Die Mittelbmde der Hflgl erreicht den Vrd A. rollei.
§§. Die Querbinde der Vflgl-Oberseite ist gleichbreit und mir 1 — 1,.5 mm breit. Hflgl unten
fast vollständig netzförmig gefleckt.
1. Beide Flgl oben mit einer Reihe weißer Submarginalflecke. . . A. reticulata.
2. Flgl oben ohne helle Submarginalflecke A. caissa.
**
Die Hflgl oben mit einer geraden schmalen Querbinde, welche aus 5 kleinen Flecken der Felder
1 c — 5 gebildet und gegen die Flglspitze gerichtet ist A. Johanna.
ß. Die Vflgl oben mit einem weißen Hrdfleck in 1 a und 1 b und einer geraden weißen Subapicalbinde
zwischen dem Vrd imd der Rippe 3 A. picata.
B. Die Hflgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichimngen A. oberthüri.
A. amazoula Bsii. (61 c). Flgl rotgelb bis ockergelb mit allen Rippen breit schwarz gesäumt und oben mit amazoula.
schwärzlicher, an der Spitze der Vflgl erweiteter Saumbmde; Flgl, besonders die Hflgl, unten mit hellerer Giimd-
farbe und ohne dunkle Saumbinde. Kap-Land bis Deutsch Südwest-Afrika und Nyassa-Land. — congoana congoana.
form. nov. weicht durch orangegelbe Giaindfarbe und nur sehr fein verdunkelte Rippen ab. Am unteren Congo-
Fluß und in Angola.
A. interposita Btlr. Flgl oben schwarzgrau mit einer gememsamen weißen Mittelbinde, welche auf den interposita.
Vflgl die Wurzel der Felder 2 und 3 bedeckt ; zwei weiße Flecke in der Mittelzelle der Vflgl ; auf der Unter-
seite sind die Rippen ini Saumteil durch zwei schwarze Bogenlinien miteinander verbunden, wodurch zweiReUien
heller Flecke emgeschlossen werden ; Wurzelfleck der Hflgl-Unterseite auch mit großen weißen Flecken. Deutsch
Ost-Afrika bei Tabora und am Victoria Njansa. — hauttecoeuri Oberth. (= aurantiaca Btlr.) (62 i), weicht hauttecoeuri,
nur dadurch ab, daß die Mittelbhide beider Flgl orangegelb und die Saumbinde schmäler und oben tief schwarz
ist. Bei Tabora und am Tanganjika-See.
A. nyassae Hew. (61c). Flgl oben schwarzgrau mit schmaler weißer Mittelbinde, welche auf den Vf Igln nyassae.
die Wurzel der Felder 2 und 3 nicht bedeckt und gegen den Hrd nicht verbreitet ist und auf den Hflgln den
Vrd nicht erreicht ; die dunkle Saumbinde der Oberseite ist etwa 4 mm breit und demnach viel breiter als bei
interposita; Vflgl oben gewöhnlich niit zwei hellen Subapicalf lecken. Auf der Unterseite sind die Saumflecke
oft ungeteilt und bilden nur eine Fleckenreilie. Matabele-Land bis Nyassa-Land. — ab. ochracea Btlr. ochracea.
Die Mittelbinde mehr oder weniger gelblich. Nyassa-Land.
A. rollei Suff. ( = mulsa Thieme) ist schwarz mit orangegelber Querbinde, welche auf den Hflgln den rollet.
Vrd erreicht; die hellen Saunif lecke der Unterseite sind zum Teil abgerundet und im schwarzen Wurzelfeld
der Hflgl stehen nur drei große helle Flecken. Deutsch Ost-Afrika: Usambara. — Soll nach Strand das $
von A. picata E. Sharpe sein.
A. reticulata Btlr. Flgl oben schwarz mit weißen Flecken ; die Vflgl mit zwei weißen Flecken in reticulata.
der Mittelzelle, einer schmalen etwas gebogenen, fast in Flecke aufgelösten Mittelbinde zwischen dem Vrd und
der Rippe 1 und einer gebogenen Reilie kleiner Submarginalflecke ; Hflgl oben niit gebogener fast in Flecke
aufgelöster Mittelbinde und 6 freien Submarginalf lecken. Vflgl unten in der Wurzelhälfte schwarz mit zwei
weißen Flecken in der Zelle und einigen kleinen am Vrd, in der Saumhälfte mit drei Reihen großer, nur schmal
getrennter weißgelber Flecke; Hflgl unten mit zahlreichen, nur durch die schwarzen Rippen und feine schwarze
Querlinien getreimten weißgelben Flecken, welche eine fast netzförmige Zeichnung bilden. Nyassa-Land.
300 TELIPXA. Von Dr. C. Aurivilliüs.
caisaa. A. caissa Bbl. u. Bog. (63b) weicht nur durch das Fehlen der weißen Submarginalflecke der Oberseite
von reticulata ab. Deutsch Ost- Afrika in der Nähe des Victoria-Xyanza.
Johanna. A. Johanna E. Sharpe (63 a) ist eine kleine mit reticulata verwandte Art. Flgl oben schwarzgrau mit wei-
ßen Flecken; Vflgl mit zwei Flecken in der Zelle und einer schmalen in Flecke aufgelösten iLttelbinde, welche
aus drei etwas größeren, in einer Linie stehenden Flecken der Felder 1 b — 3 und vier Punkten der Felder 4 — 6
und 9 besteht ; Hf Igl nur mit einer schmalen geraden Querbinde, welche jenseits der Mitte liegt, gegen die Flgl-
spitze gerichtet ist und weder den Ird noch die Spitze erreicht. Vflgl unten schwärzlich mit weißlichen Flecken
fast wie bei reticulata-, Unterseite der Hflgl gelblich mit zahlreichen kleinen weißlichen Flecken. Britisch Ost-
Afrika und Somali-Land.
picaia. A. picata E. Sharpe (61 c). Flgl oben schwarz; die Vflgl mit einer weißen Subapicalbinde vom Vrd
bis zur Rippe 3 und einem kleinen viereckigen Fleck an der Mitte des Hrds: Hflgl nur mit weißer Mittelbinde,
welche in der Mitte nach außen bauchig her\'ortritt und dort etwa i mm breit ist. Vflgl unten mit denselben
weißen Zeichnungen wie oben und außerdem Qiit hellen Flecken in der Zelle, am Vrd und am Saume ; Hflgl unten
mit ungeteilter, weißer ^littelbmde. welche noch breiter als oben ist und außerdem mit 3 großen und einem
punktförmigen weißen Flecken an der Wurzel und sehr großen heUgelben Saumflecken, von denen die in 2 und
4 geteilt sind. Britisch Ost-Afrika. Ist nach Rev. Aubyx Rogees im Fluge einer Neptis zum Verwechseln
ähnlich.
oberthuri. A. oberthuri Auriv. (62 a) Flgl obenschwarz: Hflgl ebifarbig ohne Zeichnungen, Vflgl hinter der Mitte mit
einer gebogenen Querreihe kleiner weißer Flecke vom Vrd bis zur Rippe 3 oder 2. Vflgl unten bis über die
Mitte hinaus schAvarz mit einigen undeutlichen hellen Flecken am Vrd, im Spitzenteil mit drei Querreihen heller
Flecke; Hflgl unten schwarz, in der Wurzelhälfte mit 6 — 7 weißen Flecken, im Saumteil mit drei gebogenen
Querreihen weißer Flecken. Mpala an der Westküste des Tanganjika-Sees.
2. Gattung: Telipiia Auriv.
Im Rippenbau stimmt Telipna fast völlig mit Alaena überein und weicht nur durch die anliegend be-
schuppten Palpen ab. — In der Zeichnung und der Flglform weichen die Teliptia- Arten jedoch ganz erheblich
von Alaena ab. Die Vflgl sind mehr langgestreckt und spitziger. Beide Flgl sind oben schwarz und an der Wurzel
mehr oder weniger ausgedehnt rot oder orangegelb und bisweilen auch mit hellen Subapicalflecken der Vflgl
und weißen Saumflecken der Hflgl. Die meisten Arten sind auch viel größer als die Alaenen.
U e b e r s i c h t der Arten.
Beide Flgl unten orangegelb bis hellgelb, am Vrd und am Saume mit scharf hervortretenden schwarzen und
weißen Zeichnungen. Die Hflgl stets unten mit breiter zusammenhängender, schwarzer, weißgefleckter
Saumbinde, welche gewöhnlich in den Feldern 4 und 5 schmäler als in den übrigen Feldern ist. Flglfransen
gewöhnlich hell gefleckt. Die Hflgl unten am Vrd mit 3 — 4 schwarzen Querflecken oder Querstrichen, von
denen einer sich nach hinten längs der Querrippe der Mittelzelle verlängert ; derselbe wird hier als der Mit-
telquerstrich bezeichnet.
A. Die Hflgl unten am Vrd mit zwei deutlichen Querstrichen innerhalb des Mittelquerstriches; dieselben
durchqueren die Felder 8 und 7 und bilden oft auch einen Punkt in der Zelle.
a. Die Vflgl oben mit einer zusammenhängenden, roten oder rotgelben Querbinde, welche sich vom
Vrd bis zum Hrd erstreckt und nach hinten stark erweitert ist. Die Hflgl oben mit ungefleckt«r,
schwarzer Saumbinde.
*. Die Querbinde der Vflgl-Oberseite ist einfarbig gelbrot liegt völlig außerhalb der Mittelzelle
und bedeckt auch nicht die Wurzel der Felder 1 a und 1 b T. rothi.
**. Die Querbinde der Vflgl ist in ihrem vorderen Teil viel schmäler und heller gefärbt, bedeckt die
hintere Längshälfte der Mittelzelle und encicht völlig die Wurzel der Felder 1 a und 1 b.
T. acraea.
ß. Die Vflgl oben mit einem großen roten Hrdfleck und einer davon völlig getrennten Subapicalbinde.
*. Die Subapicalbinde der Vflgl-Oberseite beim (J aus 2, beim ? aus 3 Flecken; die Mittelzelle
der Vflgl ganz schwarz oder nur längs ihrer Hinterseite rot. Saumbinde der Hflgl-Oberseite
ohne weiße Flecke. Der vierte Querstrich am Vrde der Hflgl-Unterseite gerade. T. bimacula.
TELIPNA. Von Dr. C. Aurivillius. 301
**. Die Subapicalbinde der Vflgl-Oberseite weiß und beim ^ aus 3, beim 9 ^'Us 4 Flecken ge-
bildet. Die Mittelzelle der Vflgl-Oberseite beim $ ganz rotgelb. Saumbinde der Hflgl-Ober-
seite fast immer mit 3 — 4 weißen Flecken dicht vor dem Saume. Der vierte Querstrich am Vrd
der Hflgl-Unterseite unregelmäßig T. acraeoides.
B. Die Hflgl unten am Vrd mit nur einem deutlichen Querstrich innerhalb des Mittelquerstriches; die Quer-
striche gewöhnlich durch weiße Querflecke getrennt. Mittelzelle der Vflgl-Oberseite ganz oder fast
ganz rotgelb. Der rotgelbe Hrdfleck der Vflgl erreicht die Wurzel der Felder 1 a und 1 b.
a. Vflgl oben ohne Subapicalbinde. Saumbinde der Hflgl-Oberseite ohne weiße Flecke. Der erste
Querstrich am Vrd der Hflgl-Unterseite vom Mittelquerstrich breit getrennt. T. rufilla.
ß. Vflgl oben mit weißer Subapicalbinde. Der erste Querstrich am Vrd der Hflgl-Unterseite liegt nahe am
Mittelquerstrich .
*. Saumbinde der Hflgl-Oberseite ohne weiße Flecke. Der erste Vrdquerstrich der Hflgl-Unterseite
lang und schmal, sehr schief gestellt. Die Mittelzelle an der Wurzel mit schwarzem Längsstrich.
T. transver Stigma.
**. Saumbinde der Hflgl-Oberseite mit weißen Flecken. Der erste Vrdquerstrich der Hflgl-Unter-
seite kurz. Die Hflgl unten ohne schwarzen Längsstrich in der Mittelzelle.
1. Das orangerote Wurzelfeld der Vflgl-Oberseite erreicht fast die weiße Subapicalbinde.
a. Die Vflgl oben mit deutlichen weißen Saumflecken wenigstens in 1 b — 4 T. erica.
b. Die Vflgl oben ohne weiße Saumflecke T. nyanza.
2. Das orangerote Wurzelfeld der Vflgl-Oberseite von der weißen Subapicalbinde breit getrennt.
T. sanguinea.
II. Flglfransen einfarbig ohne helle Flecke. Flgl unten dunkel gefärbt ohne weiße Zeichnungen.
a. Vflgl im Wurzelteil auf beiden Seiten bis zum Vrd matt orangegelb. Hflgl unten mit grauhcher Grund-
farbe und einigen schwarzen Wurzelpunkten T. actiiwtina.
ß. Vflgl im Wurzelteil wenigstens am Vrd breit schwarz. Hflgl unten mit dunkelgelber Grundfarbe.
T. carmäa.
T. rogersi.
T. rothi Sm. Vflgl oben schwarz mit einer vollständigen an der Rippe 4 winkelig gebrochenen, am Vrd rothi.
etwa 2 mm, am Hrd 9 mm breiten rotgelben Mittelquerbinde, welche die Mittelzelle und die Wurzel der Felder
1 a und 1 b frei läßt. Hflgl oben rotgelb mit fast gleichbreiter, ungefleckter, etwa 3 mm, breiter schwarzer
Saumbinde. Beide Flgl unten hell orangegelb mit schwarzen und weißen Zeichnungen am Vrd und am Saume
wie bei den verwandten Formen. Nigeria, bei Warri.
T. acraea Dbl. u. Hew. (61 c) steht der vorigen Art nahe und weicht nur dadurch ab, daß die rotgelbe acraea.
Querbinde der Vflgl-Oberseite am Vrd schmäler und heller, am Hrd viel breiter, etwa 15 mm breit ist und die
Wurzel erreicht. Die schwarze Saumbmde der Hflgl ist etwa 4 mm breit. Goldküste bis Kameinin. — ab.
$ nigra Suff, ist dadurch ausgezeichnet,' daß die schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite sehr breit ist und die nigra.
Spitze der Mittelzelle erreicht.
T. bimacula. Vflgl oben schwarz mit einem großen roten Hrdfleck, welcher die Wurzel der Felder 1 a
und 1 b, die hintere Längshähte der Mittelzelle, mehr als die Hälfte des Feldes 2 und die Wurzel des Feldes 3
bedeckt, und gewöhnlich auch mit einer kleinen Subapicalbinde. Hflgl oben rot mit einer etwa 3,5 mm breiten,
ungefleckten schwarzen Saumbinde; die Fransen beider Flgl weiß gefleckt. Beide Flgl unten orangegelb mit
schwarzen und weißen Strichen und Flecken am Vrd und am Saume wie bei den verwandten Arten ; die Hflgl
unten am Vrd mit vier deutlichen schwarzen Querstrichen, von denen der dritte sich auf der Querrippe der Zelle
fortsetzt und der vierte gerade ist. — bimacula Plötz (61 c, d). Die Subapicalbinde der Vflgl-Oberseite ist hell- Unwcula.
gelb und besteht beim J aus zwei (in 4 und 5) und beim $ aus drei (in 4 und 6) Flecken. Kamerun. — echo echo.
Sm. u. Kby. (61 d) weicht nur durch rote Subapicalbinde der Vflgl ab. Ashanti. — albofasciata Auriv. ist durch albofasciata.
weiße Subapicalbinde ausgezeichnet. Fernando-Po. — Bei semirufa Sm. u. Kby. (61 d) fehlt die Subapicalbinde semirufa.
der Vflgl-Oberseite völlig und der Hrdfleck ist kleiner und schmäler. Goldküste bis Congo.
T. acraeoides Sm. u. Kby. (61 d) weicht nur durch die in der Uebersicht angegebenen Kennzeichen von acraeoUes.
bimacula ab. Kamerun bis Angola.
T. rufilla Sm. ist oben der semirufa (61 d) ähnhch und entbehrt wie diese die Subapicalbinde der Vflgl- rufilla.
Oberseite, hat aber einen größeren Hrdfleck, welcher sowohl den größten Teil der Zelle wie auch die Wurzel des
Feldes 3 bedeckt. Saumbinde der Hflgl-Oberseite ungefleckt. Die Unterseite weicht nur durch die in der Arten-
übersicht angegebenen Kennzeichen ab. Nigeria bei Warri,
302 COOKSONIA; DURBANIA. Von Dr. C. AuEmLiJus.
iransver- T. transverstigma (sie !) ^am. ZJrMce (63 a). Vflgl oben mit großem orangerotem Hrdfleck, welcher die
atigma. Rjppe 4 erreicht und fast die ganze Zelle bedeckt; der schwarze Spitzenteil mit breiter aus drei Flecken der
Felder 4 — 6 gebildeter, weißer Subapicalbinde; Saumbinde der Hflgl-Oberseite ungefleckt. Hflgl unten mit
drei langen, schmalen, sehr schief gestellten schwarzen Querstrichen am Vrd und emem schwarzen Längsstrich
in der Mittelzelle. Kamerun.
erica. T. erica Siiff. (61 e). Vflgl oben orangerot, am Vrd, an der Spitze und am Saume schwarz, in den Fel-
dern 4 — 6 und 9 mit weißer Subapicalbinde, welche in Feld 6 viel breiter als in den anderen Feldern ist, und am
Saume mit weißen Flecken. Hflgl oben orangerot mit schwarzer Saumbinde, welche in den Feldern 1 c — 5 je
einen weißen Submargitialfleck einschließt. Die Hflgl unten am Vrd mit kurzen schwarzen Strichen, welche
durch weiße Flecke getrennt smd. Kamerun.
nyanta. T. nyanza Neave kommt der vorigen Art nahe und ist wie diese durch die große Ausdehnung der orange-
roten Farbe der Oberseite ausgezeichnet; dieselbe erreicht auf den Vflgln die weiße Subapicalbinde, welche wie
bei erica gebildet ist, und bedeckt auch einen Teil des Vrds außerhalb der Zelle: weiße Saumflecke fehlen auf
den Vflgln, sind aber auf den Hflghi gut entwickelt. Querstriche am Vrd der Hflgl-Unterseite sehr kurz und
schwach entwickelt. Uganda.
sanguinea. T. sanguinea Plötz (61 d). Vflgl oben schwarz mit großem orangerotem Hrdfleck, welcher die Rippe 4
erreicht und die ]\Iittelzelle völlig ausfüllt, und mit einer vom Hrdfleck breit getrennten Subapicalbinde, welche
aus drei fast gleich großen weißen Flecken der Felder 4 — 6 besteht. Die schwarze Saumbinde der Hflgl-Ober-
seite breit, mit weißen Flecken dicht vor dem Saume. Auf der Unterseite der Hflgl finden sich am Vrd drei
schwarze Querstriche, von denen der erste kurz,' die beiden anderen aber lang smd und die Rippe 5 erreichen.
Kamerun bis Angola.
Die folgenden Arten weichen von den vorhergehenden durch die ganz verschiedene, dimkel gefärbte und nicht
weiß gefleckte Unterseite ab.
actinotina. T. actinofina Lathy (62 a). Vflgl auf beiden Seiten im Wurzelteil bis zum Vrd und der Rippe 4 orange-
gelb, im Spitzenteil oben schwarz mit zwei länghchen gelben Subapicalflecken in 5 und 6, unten schwarzgrau
mit undeutlichen hellen Subapicalflecken in 3 — 6 und breiter schwarzer Begrenzung des gelben Wurzelteiles.
Hflgl braungrau unten mit einigen kleinen schwarzen Wurzelpunkten. Nigeria.
T. carnuta ist eine kleine nur etwa 30 mm messende Art und hat eine gelbliche, schwarz gesprenkelte
Unterseite mit einigen schwarzen Discalflecken ; Hflgl oben rotgelb mit schwarzer Saumbinde ; Vflgl oben schwarz
carnuta. mit oder ohne rotgelben Hrdfleck, welcher beim 9 wenigstens die Rippe 3 erreicht, carnuta Hew. (61 e).
Saumbinde der Hflgl-Oberseite breit, nach vorn erweitert und die Spitze der Zelle fast erreichend; Hrdfleck
parva, der Vflgl beim ^ klein oder fehlend. Gabun bis Uganda. — parva Ky. Hrdfleck der Vflgl-Oberseite beim ^
größer; Saumbinde der Hflgl schmäler, die Zelle bei weitem nicht erreichend. Sierra-Leone bis Kamerun.
rogersi. T. rogCfsi Ham. Druce ist der T. carnuta sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß der Hrd-
fleck der Vflgl sich nach vorn als eine Querbinde bis zur Rippe .5 oder 6 verlängert. Britisch Ost-Afrika.
Ist wahrscheinlich nur die ostafrikanische Form von carnuta.
3. Gattung: Cooksoilia Ham. Dnwe.
Fühler mäßig lang mit flachgedruckter Kolbe. Vflgl mit fast geradem Vrd, fast rechtwinkeliger Spitze
und gebogenem Saume. Saum der Hflgl gleichförmig abgerundet.
Die einzige bekannte Art hat eine .4craea-ähnliche Zeichnung.
trimeni. C. trimeni Ham. Druce (63 a). Flgl oben orangerot; die Vflgl am Vrd schmal und an der Spitze breit
schwarz, juit 4 — ö langgestreckten weißen Flecken vor der Spitze; der breite schwarze Spitzenfleck ist nach
innen fast gerade begrenzt und setzt sich in den Feldern 2 — 1 a als schmale Saumbinde bis zum Hinterwinkel
fort ; ein schwarzer Punkt in der Zelle und em größerer an der Spitze der Zelle ; Hfl^l oben mit schwarzem Mittel-
punkt und schmaler, schwarzer hellgefleckter Saumbinde. Vflgl unten fast wie oben aber statt der weißen
Apicalflecke mit quadratischen gelben Saumflecken in 3 — 7. Htlgl unten etwas mehr rötlich mit mehreren
großen schwarzen Wurzel- und Discalpunkten und zwei dicken, gewellten oder winkelig gebrochenen, schwarzen
BogenlinienVor dem Saume. Rhodesia.
4. Gattung-: l>iirbaiiia Tri^n.
Die Arten dieser Gattung sind auf Süd-Afrika beschränkt. Es sind kleine Tiere, welche sich durch
den großen Wurzellappen der Hflgl und das lange spitzige Endglied der Palpen auszeichnen. Die Mittelzelle
SHEFFIELDIA; PENTILA. Von Dr. C. AuRiviLLnTS. 303
erreicht höchstens die Mitte der Flgl; die Rippen 5 und 6 und 6 und 7 sind an üirem Ursprung deutlich
getrennt und die obere Discocellularrippe der Vflgl sehr schief gestellt. Die Rippe 8 ist an der Wurzel stark ge-
bogen und die Präcostalrippe entspringt weit von der Mittelzelle entfernt. Die Falter haben einen langsanieii
Flug und setzen sich auf Steine, mit denen die Zeichnung und Färbung der Unterseite übereinstinamen. —
Rp langgestreckt, walzen- oder etwas spindelförmig, mit deutlichen Gliedern, langhaarig. Pp kurz und dick,
oben gewölbt unten flach; Oberseite des Thorax und Seiten und Rücken des Hlbs mit langen Haarpinseln.
Ueb er sieht der Arten.
A. Flgl oben schwarz bis schwarzbraun und hinter der Mitte mit einer Querreihe von 5 — 6 roten oder rotgelben
Flecken. Unterseite der Hflgl mehr oder weniger weiß gesprenkelt, aber ohne weißen Querstrich oder Quer-
binde.
a. Die Fleckenquerreilie der Oberseite ist wenigstens 2 mm vom Saume entfernt und orangegelb gefärbt.
Die Flecke der Vflgl sind am Vrd kiemer als am Hrd D. amakosa.
ß. Die Fleckenquerreüie der Oberseite liegt dicht am Saume und ist orangerot gefärbt. Die Flecke der Vflgl
sind am Vrd größer als am Hrd D. limhata.
B. Die Hflgl unten hinter der Mitte mit einer an der Rippe 5 scharf gebrochenen, nach innen dunkel begrenz-
ten, weißen Querbinde oder Querlinie. Flgl oben dunkelbraun mit einer vom Saume fast 3 mm entfernten
Querreihe von 5 kleinen ockergelben Flecken D. saga.
D. amakosa Trim. (62a). Flgl unten weiß gesprenkelt, die Vflgl weniger als die Hflgl; die orangegelbe amäkoaa.
Querbinde der Oberseite fehlt unten auf den Hflgln, ist aber auf den Vflgln breiter, mehr zusammenhängend
und schwarz gesäumt. Das $ hat breitere orangegelbe Querbinden der Oberseite. Rp aschgrau mit einer
dunklen, von weißlichen Flecken begrenzten Rückenlinie und mit genindeten roten Seitenflecken, welche auf
den ersten Gliedern durch weiße Makeln getrennt sind ; Kopf rot ; Köi'per bekleidet mit längeren aschgrauen
und kürzeren gelblichen Haaren; lebt an einem häufigen Grase, Anthistiria ciliata. — Pp hellbraun; Rücken
und Seiten sehr haarig; Thorax und Wurzelhälfte des Hinterkörpers mit Pinseln von kürzeren gelblichen und
längeren weißen Haaren; die Spitze des Hinterkörpers von der abgestreiften Raupenliaut bedeckt. Kapland
bis Transvaal.
D. limbata Trim. weicht oben durch die in der Uebersicht angegebenen Kennzeichen von D. amakosa Umhata.
ab. Unten bilden die weißen Schupjjen dunkel gekernte Ringflecke und die Hflgl haben eine stark gebogene
Reihe orangegelber, schwarz geringelter Submargmalflecken in den Feldern 1 a — 7. Natal und Transvaal.
D. saga Trim. (62 a) unterscheidet sich besonders durch die Zeichnung der Unterseite von den beiden saga.
anderen Arten. Die Mittelzelle der Vflgl-Oberseite ist mehr oder weniger gelb beschuppt und die Vflgl haben
unten zwei Querreihen heller Flecke im Saumteil. Kapland. .
5. Gattung-: fShefJieldia Ham. Bruce.
Diese mir unbekannte Gattung wird vom Verfasser üi folgender Weise beschrieben: ,,Mit Coohsonia
nahe verwandt, von der sie durch die Rippen 5 und 6 der Vflgl, welche aus demselben Punkte oder kurz ge-
stielt ausgehen, abweicht ; die obere (soll mittlere heißen) Discocellularrippe, welche bei Cooksonia vorhanden ist,
fehlt denmach völlig. Die Palpen und Fühler wie bei Cooksonia". Aus einer Abbildung des Rippenbaues gehen die
übrigen in der Gattungsübersicht angegebenen Kennzeichen hervor. In dieser Abbildung fehlt die Präcostal-
rippe der Hflgl; es ist jedoch möglich, daß dieselbe vom Zeichner übersehen wurde.
S. neavei Ham. Bruce (63 a). Vflgl oben schwarz mit einer orangeroten Querbinde, welche vom Vrd neavei.
bis zur Rippe 4 nur 4 nim breit ist, sich aber dann schnell erweitert, die Wurzel der Felder 3 — 1 b erreicht
und auch einen Längsstrich am Hrd der Zelle bildet; Vflgl unten fast wie oben, m der schwarzen Saumbinde
aber mit weißgelben, rectangulären Saumflecken, welche sich in den Feldern 1 b — 3 mit der orangeroten Mittel-
binde vereinigen. Hflgl oben orangerot mit 4 mm breiter, am Analwinkel verschmälerter, schwarzer Saumbinde
und einem gerundeten schwarzen Fleck an der Zellenspitze ; unten heller gelb mit niehreren schwarzen Wurzel-
und Discalpunkten und einer schwarzen Saumbinde, welche eine Bogenreihe blauer Submarginal- und gelber
Saumflecke einschließt. Deutsch Ost-Afrika.
6. Gattung': Peiitila Westw.
Die zahlreichen Arten dieser Gattung sind sofort an den langen Mittelzellen, welche die Mitte des Vflgls
überragen kenntlich. Die Fühler haben eine flachgedrückte, gut abgesetzte Kolbe und erreichen nicht die Spitze
304 PENTILA. Von Dr. C. AuRiviLLnjs.
der Mittelzelle.^Palpen mäßig lang mit kleinem, eiförmigem Endglied. Die Rippe 6 der Vflgl entspringt nahe
an der Rippe 5 und scheinbar aus der Spitze der Mittelzelle, indem die obere Diseocellularrippe sehr lang ist
und in der Fortsetzung des Vrds der Zelle liegt. Hflgl mit kleiner nach außen gebogener Präcostalrippe.
Die Gattung ist sowohl in West- und Süd- Afrika, wäe auch in Ost- Afrika vertretein.
Die Arten können auf drei Gruppen verteilt werden.
Uebersichtder Artengruppen.
I. Flgl dicht beschuppt mit orangeroter Grundfarbe. Vflgl oben an der Spitze sehr breit schwarz mit weißer
Subapicalbinde. Beide Flgl unten mit weißen Saumflecken Erste Gruppe.
II. Vflgl oben ohne weiße Subapicalbinde. Flgl unten ohne weiße Saumflecke.
A. Flgl nicht halbdurchsichtig mit rotgelber bis weißlicher Grundfarbe. Vflgl fast immer mit einem gerun-
deten, freien, schwarzen Punkte am Ende der Mittelzelle oder, wenn dieser Punkt fehlt, unten mit
großen schwarzen Saumpunkten Zweite Gruppe.
B. Flgl kurz und breit, halbdurchsichtig mit weißer Grundfarbe, am Saume mehr oder weniger breit schwärz-
lich, stets aber ohne Saum-, Submarginal- und Discalpunkte. Die Vflgl auch immer ohne freien,
runden Punkt auf der Querrippe Dritte Gruppe.
Erste Artengruppe.
Nur eine einzige Art, welche durch Farbe und Zeichnung sich an Cooksonia und Telipna anschließt.
hiendl- P. hiendlmayen Dew. (61 e). Beide Flgl orangerot; Spitzenhälfte der Vflgl bis zum Hinterwinkel und
""'^^*' zur Mitte des Vrds schwarz mit schmaler weißer Subapicalbinde und unten außerdem mit weißen Saumflecken.
Hflgl mit schwarzer nur 1,.5 mm breiter Saumbinde, welche oben ungefleckt, unten aber weißgefleckt ist. Congo-
gebiet: Mukenge und Ikelemba.
Zweite A r t e n g r u p p e.
Diese Gruppe umfaßt die t}-pischen Penfila- Arten, deren Zeichnung aus schwarzen oder schwärzlichen,
gewöhnlich freien, aber auch mehr oder weniger zusammengeflossenen Flecken auf hellem Grunde besteht.
Diese Flecke treten auf der Unterseite am deutlichsten und am besten getrennt auf und bestehen, wenn yoU-
ständig vorhanden aus: l. Wurzelpunkten in den Mittelzellen und an der Wurzel der Felder 1 b, 2. 9 und 10
der Vflgl und 1 c, 2 und 7 der Hflgl; 2. emem Mittelpunkt am Ende der Zelle; 3. Discalpunkten in den Fel-
dern 2 — 6 und 9 der Vflgl und 1 b — 7 der Hflgl ; 4. Submarginalpunkten in den Feldern 1 b — 6 und 8 der Vflgl
und 1 c — 6 der Hflgl; .5. Saumpunkten an den Rippenenden. Diese Punkte sind demnach fast ganz wie bei
Pardopsis punctatissima (.53 a) angeordnet.
Ueb ersieht der Arten.
I. Flgl oben mit rotgelber — orangegelber — ockergelber Grundfarbe.
A. Die Hflgl oben mit schwarzer oder schwarzgrauer Saumbinde oder wenigstens mit großen, schwarzen,
zusammenstoßenden Saumflecken .
a. Beide Flgl unten mit gerundeten freien Discal- und Submarginalpunkten oder wenigstens mit den letz-
teren oder statt derselben mit dicken schwarzen Längsstrichen am Saume auf den Zwischenader-
f alten.
*. Die Flgl unten am Saume ohne schwarze Längsstriche auf den Zwischenaderf alten.
§. Die schwarze Saumbinde der Oberseite ist sehr breit und^bedeckt auch die^Disc alpunkte,
welche den Submarginalflecken stark genähert sind. Im Felde 2 der Vflgl steht der Dis-
calpunkt viel näher am Submarginalpunkt als am Wurzelpunkt.
0. Die schwarze Spitze der Vflgl-Oberseite ist sehr breit, erreicht die Spitze der Mittelzelle
und bedeckt ganz oder fast ganz die Wurzel der Felder 5 und 6. Grundfarbe der Ober-
seite rotgelb P- nero.
Ausgegehen 6. II. 1014. PENTILA. Von Dr. G. AURIVILLIUS. 305
00. Die schwarae Spitze der Vflgl-Oberseite ist mäßig breit, bedeckt nicht die Wurzel der
Felder 4 — 6 und ist von der Spitze der Mittelzelle ziemlich weit getrennt.
P. rotha.
§§. Die schwarze Saumbinde der Oberseite ist weniger breit und erreicht darum in den Feldern
1 b— 3 der Vflgl und 1 c— 6 der Ht'lgl nicht die Discalpunktc. Wenn die Discalpunkte
oben fehlen, kann man jedoch ihre Lage auf der Unterseite leicht sehen, wenn man die Flgl
gegen das Licht hält.
0. Mittelzelle der Vflgl höchstens mit drei schwarzen Punkten.
1. Saumbhide der Hflgl-Oberseite breit. Grundfarbe der Unterseite rein ohne Strichel-
clien p. amenaida.
P. multiplagata.
2. Saumbinde der Hflgl-Oberseite schmal, linienförmig. Grundfarbe rot, unten mit
grauen Schuppen gesprenkelt P. amenaidoides.
00. Mittelzelle der Vflgl mit 5 schwarzen Punkten. Flgl unten wenigstens am Saume mit
schwarzen Strichelchen und kleinen Pünktchen P. ynomhasae.
**. Beide Flgl unten am Saume mit dicken schwarzen Strichen auf den Zwischenaderfalten. Mittel-
zelle der Vflgl ohne schwarae Punkte. Vrd der Vflgl-Oberseite schmal schwarz.
P. clarensis.
P. pauli.
ß. Die Flgl unten ohne Discal- und Submarginalpunkte oder nur mit klehaen und undeutUchen solchen
Punkten. Obeji ist gewöhnlich nur ein schwarzer Punkt am Ende der Zelle, bisweilen auch einige
kleine Wurzelpunkte vorhanden. Vflgl oben am Vrd wenigstens bis zur Mittelzelle schwärzlich.
*. Beide Flgl mit deutlichem, schwarzem Punkt am Ende der Mittelzelle.
§. Die schwarze Saumbinde der Vflgl-Oberseite erreicht nicht die Spitze der Mittelzellc und
bedeckt nicht die Wurzel der Felder 5 und 6 P. petreia.
§§. Die schwarze Saumbinde der Vflgl-Oberseite erreicht die Spitze der Slittelzelle und bedeckt
die Wurzel der Felder 5 und 6 P. inconspictui.
**. Beide Flgl ohne schwarzen Mittelpunkt P. parapetreia.
B. Die Hflgl oben ohne dunkle Saumbmde oder Saumlinie und gewöhnlich auch ohne Saumpunkte, bisweilen
aber mit kleinen Saumstrichen, welche sich auf die Fransen als schwarze Flecke ausdehnen. Vflgl oben
am Vrd nicht oder nur schmal verdunkelt.
*. Beide Flgl unten ohne Submargmaljjunkte ; die Discalpunkte fehlen auch oder sind klein oder un-
vollständig da. Oben haben die Flgl nur emen Mittelpunkt und bisweilen auch 1 — 5 Wurzelpunkte.
P. paucipunctata.
**. Die Flgl unten mit deutlichen Discal- und Submarginalpunkten.
1. Beide Flgl oben ohne Discalpunkte; die Hflgl auch ohne Submarginalpunkte.
P. tropicalis.
2. Beide Flgl oben mit Discalpunkten.
a. Die'j,Vflglspitze oben wenigstens 3 — 4 mm breit schwarz. Beide Flgl oben mit Submarginal-
puniten, welche auf den Vflgln mehr oder weniger mit dem Saume vereinigt sind.
P. lasti.
ß. Die Vflglspitze oben beim ^ kaum oder sehr wenig geschwärzt. Beide Flgl oben ohne Sub-
marginalpunkte. Grundfarbe lebhaft orangegelb P- occidentalium.
II. Flgl mit hell schwefelgelber bis weißer Grundfarbe und nur dicht an der Wurzel etwas ockergelb.
A. Beide Flgl unten und wenigstens die Hflgl auch oben mit deutlichen, freien, dunklen Saumpunkten
an den Rippenenden.
y.. Die Flgl auf beiden Seiten mit Discal]iunkten. unten auch mit Submarginalpunkten.
XIII 39
306 PENTILA. Von Dr. C. Aujuvrixirs.
*. Alle Punkte klein und auf der Unterseite bräunlich. Die dunkle Saumbinde der Vflgl-Oberseite
erreicht höchstens die Rippe 2 P. laura.
**
Die Flglpunkte groß und deutlich, schwarz oder schwaizgrau. Die dunkle Saumbinde der Vflgl-
Oberseite erreicht wenigstens die Rippe 1 P. keiritsoni.
ß. Flgl auf beiden Seiten ohne Discalpimkte.
*. Wenigstens die Vflgl mit deutlichem schwarzem Mittelpunkt. Vflgl oben mit breiter dunkler
Apicalbinde, welche wenigstens die Rippe 4 erreicht.
§. Hflgl auf beiden Seiten mit großen Submarginalpunkten, welche oben mit den Saumpunkten
zu einer Saumbinde vereinigt sind. Die dunkle Saumbinde der Vflgl-Oberseite ist sehr breit
und erreicht den Hinterwinkel oder die Rippe 1.
1. Mittel- und Wurzelpunkte sehr groß. Grundfarbe der Htlgl-Unterseite rem olrne Strichel-
chen P. pardaiena.
2. Mittel- und Wurzelpunkte klein oder mäßig groß. Grundfarbe der Hflgl-Unterseite
mit schwarzen Strichelchen P. christina.
§§. Hflgl wenigstens oben ohne Submarginalpunkte.
f. Sauniflecke besonders unten nach innen strichförmig ausgezogen. Keine Submarginal-
punkte P. auga.
tt- Saumflecke nicht strichförmig ausgezogen.
0. Hflgl dunkler als die Vflgl, blaß ockergelb P. aspasia.
00. Hflgl nicht dunkler als die Vflgl.
. Vflgl wenigstens mit zwei Wurzelpunkten (in 2 und der Mittelzelle).
1. Vtlgl mit 6 — 10 (je einem in Ib — 3, 9 — 11 und 2 — 5 in der Mittelzelle).
Hflgl mit 2 — 6 (je einem in 1 c, 2, 7 und 0 — 3 in der Mittelzelle) Wurzel-
punkten und unten bisweilen auch mit Submarginalpunkten.
P. abraxas.
P. telesippe.
P. cloeten^i.
■2. Vflgl nur mit 2—3 (in 2, 10 und der Mittelzelle), Hflgl mit 1—2 Wurzel-
punkten (in 2 und 7).
a. Vflgl hell gelb mit großem weißem Hjdfleck: Hflgl weiß. Spitzenfleck
der Vflgl nur 1 — 2 mm breit P. pfiidia.
b. Beide Flgl mit weißer Grundfarbe P. tripunctata.
P. elpinice.
P'^. Flgl ohne Wurzelpunkte oder selten mit einem in der Mittelzelle der Vflgl und im
Feld 7 der Hflgl P. torrida.
**. Beide Flgl oben und unten ohne Mittelpunkt und ohne alle anderen Punkte als die Saunipunkte.
P. tachyroides.
B. Beide Flgl ohne schwarze Saumpunkte und ohne Discal- und Submarginalpunkte, aber mit schwarzem
3Iittelpunkt.
a. Vflgl oben mit einem 4 — 5 mm breiten, schwarzen Apicalfleck, welche an der Rippe 4 oder zwischen
3 und 4 breit endet. Beide Flgl ohne Wurzelpunkte. P. picena.
ß. Vflglspitze oben gar nicht oder nur zwischen den Rippen 6 und 9 schmal schwarz gefärbt.
*. Flgl wenigstens mit einem Wurzelpunkt und die Vflgl oben mit schwarzem Apicalfleck.
1. Vflgl mit zv-ei Wurzelpunkten (in 2 und in der Zelle); Hflgl mit zwei Wurzelpunkten
(in 2 und 7). Hflgl unten gelblich jand schwarz gestrichelt P. bitje.
2. Flgl auf beiden Seiten rein weiß : jeder nur mit einem Wurzelpunkt (in der Mittelzelle der
Vflgl und Feld 7 der Hflgl) P. alba.
**. Beide Flgl ohne Wurzelpunkte und ohne alle anderen schwarzen Zeichnungen als die Mittelpunkte.
P. glagoessa.
PENTILA. Von Dr. 0. Aurivilliüs. 307
P. nero Sm. u. Ky. ( ? = umbra Holl.) (61 e). Flgl mit orangegelber oder rotgelber Grundfarbe und nero.
oben mit sehr breiter, dunkler Saumbinde, welche die Discalpunkte und auf den Vflgln auch die Spitze der
Mittelzelle erreicht ; auf den Vtlgl setzt sie sich am Vrd bis zur Wurzel fort und erreicht dort den Vrd der
Mittelzelle. Unten sind alle Punkte vollständig vorhanden. Kuilu-Fluß und Congo-Gebiet.
P. rotha Hew. (= marianna Suff.) (61 e) weicht von nero nur dadurch ab, daß die schwarze Apical- rotim.
binde der Vflgl-Oberseite die Spitze der Mittelzelle nicht erreicht, so daß die Felder 4 — 6 im Wurzelteil gelb
sind. Kamerun bis Gabun.
P. amenaida Hew. (61 f). Flgl orangegelb oder selten rötlichgelb, oben mit schwarzer Saumbinde, amenaida.
welche schmal ist und die Discalpunkte der Hflgl und der Felder 2 und 3 der Vflgl nicht erreicht und am Vrd
derVflgl die Mittelzelle nicht erreicht; die Discalpunkte fehlen bisweilen oben, (=ab. amenaidanaÄiranrf), und amenai-
scheinen nur von unten durch ; Mittelzelle der Vflgl oben ohne schwarze Punkte oder höchstens mit drei solchen ^"^^^
Punkten; Unterseite gewöhnlich mit allen Punkten vollständig entwickelt. Congo-Gebiet und Angola. —
nyassana Auriv. weicht dadurch ab, daß alle oder fast alle Wurzelpunkte der Oberseite fehlen und daß die Flgl nyassana.
unten am Saume grünlich gelb sind. Nyassa-Land.
P. multiplagata Baker ist mir unbekannt, scheint aber nach der Beschreibung kaum von amenaida muUipla-
verschieden zu sein; in der Beschreibung sind wenigstens keine Kennzeichen angeführt, welche nicht auch auf ^'^^■
Stücke von amenaida passen könnten. Die Beschreibung lautet: ,, Thorax schwarz; Abdomen hell ockergelb;
beide Flgl ockergelb mit etwas gelappten, sehr breiten schwarzen Saumbinden; Vflgl mit dem Vrd schmal
schwarz mit zwei schwarzen Punkten über der Zelle, einem größeren am Ende der Mittelzelle und 3 postmedialen
(= Discalpunkten) in einem Bogen von der Rippe 1 bis 3. Hflgl mit einem Punkte am Zellende und einer
postmedialen mit der schwarzen Saumbinde gleichlaufenden Reüie von 7 Punkten, von denen die drei unteren
näher an der Wurzel als die vier oberen stehen. Unterseite: Vflgl ockergelb an der Spitze gelblich mit drei
Punkten über die Mittelzelle, emem an üirer Spitze, einem zwischen den Rippen 1 und 2 nahe an dem Winkel,
einer postmedialen Reilie von 8 Punkten, an und über dem cb-itten C'ostalpunkt anfangend und emer subtermina-
len Reihe von 6 Punkten, von denen die drei vordersten breite Flecke, die drei hintersten große Punkte bilden.
Hflgl heller als die Vflgl mit einer gebogenen Reilie von 5 Wurzelpunkten, von denen der am Vrd und in der Zelle
sehr klein und die drei übrigen in 1 a — 2 groß sind, einer postmedialen ReUie von 9 großen Punkten und
einer subterminalen Reüie von 7 großen Punkten. Flglspannung 40 mm". Congo-Gebiet: Makala.
P. amenaidoides Holl. kommt der P. amenaida sehr nahe und weicht nur dadurch ab, daß die schwarze amenaidoi-
Saumbinde der Oberseite auf den Hflgln und in den Feldern la — 2 derVflgl sehr schmal, linienförmig ist. Die
Gnindfarbe ist rötlich und auf der Unterseite mit grauen Schuppen gesprenkelt. Gabun.
P. mombasae Sin. u. Ky. (61 f) ist wahrscheinUch die östliche Rasse von amenaida und weicht nur mombasae.
dadurch ab, daß die Mittelzelle der Vflgl 5 schwarze Punkte hat, von denen einer nahe an der Wurzel und die
anderen paarweise übereinander stehen ; dazu kommt, daß die Hflgl unten mehr oder weniger schwarz gestrichelt
sind. Beim o sind die Vflgl oben am Vrd breit schwarz. Deutsch und Britisch Ost-Afrika. — ab. dama Suff. dama.
weicht dadurch ab, daß die Saumbinde der Oberseite auf den Hflgln und zwischen dem Hinterwinkel und der
Rippe 2 der Vflgl nur durch Saumflecke vertreten ist. Deutsch Ost-Afrika: Lindi. — ab. sigiensis Strand siglemis.
weicht durch Undeutlichwerden der schwarzen Bestäubung der Unterseite und durch Reduzierung der schwar-
zen Punkte ab. Saumbinde der Oberseite wie bei der Hauptform; beim r^ fehlt die dunkle Vrdbinde der Vflgl-
Oberseite fast völlig. Bildet einen deutlichen Uebergang zu amenaida. Deutsch Ost-Afrika.
P. pauli weicht von den übrigen Arten außer darensis dadurch ab, daß beide Flgl unten am Saume 6
schwarze Längsstriche auf den Falten der Felder 1 b (respektive Ic) bis 6 haben; Flgl oben mit breiter, dunkler,
nach innen gelappter Saumbinde, unten mit feiner schwarzer Saumlinie und dunklen Fransen; Mittelpunkte
stets groß und deutlich. — pauli Stgr. Discalpunkte klein, oben oft undeutlich; Wurzelpunkt des Feldes 7 pauli.
der Hflgl klein. Nigeria: Loko. — ab. radiata Lathy (62 a) entbehrt der Discalpunkte und hat außer den Mittel- radiata.
punkten nur einen Wurzelpunkt im Felde 7 der Hflgl, der jedoch so groß wie der Mittelpunkt ist. Nigeria.
— ab. multipunctata Lathy (62 a) hat auf beiden Seiten große und deutliche Discalpunkte. Nigeria. muUipunc-
P. ciarensis Neave ist mir unbekannt, scheint aber nach der Beschreibung nur dadurch von pauli abzu- darensis.
weichen, daß die Flgl unten zwischen den Rippenenden helle Saumflecke haben. Uganda: Toro.
P. petreia. Beide Flgl oben mit breiter, schwarzer, nach innen fast ganzrandiger Saumbinde, welche petreia.
sich auf den Vflgln am Vrd bis zur Wurzel erstreckt und den Vrd der Zelle erreicht; Mittelpunkte groß und deut-
lich ; gewöhnlich 2 schwarze Punkte in der Mittelzelle der Vflgl; Discalpunkte fehlen oben und gewöhnlich auch
unten. — petreia Hew. hat eine rötliche Grundfarbe. Ashanti bis Uganda. — preussi Stgr. (61 f). Grundfarbe preussi.
beider Flgl ockergelb. Sierra-Leone.
P. inconspicuaffam.Dmce (63 a) weicht von pj-ewssi (61 f) nur dadurch ab, daß der schwarze Apicalteil inconspi-
der Vflgl-Oberseite die Spitze der Mittelzelle erreicht und die Felder 5 und 6 völlig bedeckt; die Unterseite """'
ist auch dunkler, mehr braun gesprenkelt. Congo-Gebiet: Kassai und Uganda.
308 TENTILA. Von Dr. C. Aubivillius.
parapelreia. P. parapetreia /i'^/. wi'icht (lurcli folgende Kennzeichen von /je/rew ab : Vrdbinde der Vflgl-Oberseitc
sehr breit fast die ganze Mittelzelle bedeckend; beide Flgl ohne Mittelpunkt; Saunibinde der Hflgl breiter;
Vflgl jnit einem Wurzelpunkt in Ib; Unterseite stark verdunkelt. Deutsch Ost- Afrika: Ulugiiru-Berge. —
derema. Bei ab. derema Strand ist die Saunibinde der Hflgl-Oberseite nicht breiter als bei petreia. Usambara.
vaucipunc- P* paucipunctata A'y. (61 f ). Grundfarbe blaß ockergelb ; Vflgl oben am Vrd schmal dunkel gesprenkelt
tata. und beim (^ mit einem schwarzen S])itzenfleck. -welcher an der Rippe 3 spitz endet und an der Spitze 3 mm
breit ist, außerdem imr mit einem Mittelpunkt und emem Punkt in der Zelle; beim $ fehlt der Spitzenfleck
völlig; Hflgl oben ohne andere Zeichnungen als ein schwarzer Mittelpunkt; unten sind die Hflgl überall und
die Vflgl am Vrd imd an der Spitze fein dunkel gestrichelt iind haben außer dem Mittelpunkte gewöhnlich einige
lutmris. Wurzel- und Discalpunkte. Kamemn und Congo-Gebict. — lunaris Weym. hat auf der Überseite der Vflgl eine
halbmondförjnige schwarzbraune Saunibinde, welche an der Mitte des Vrds anfängt, an der Rippe 1 endet und
an der Flglspitze 5 mm breit ist; Vflgl mit 6 Wurzelpiinkten, 5 in der Zelle und 1 im Felde 2; Hflgl
cydaria. mit emem Wurzelpunkt in 7; beide Flgl unten jnit Discalpunkten. Sierra-Leone. — cydaria Sm. weicht
von lunaris nur dadurch ab, daß die Wurzelpunkte ganz fehlen und daß die Discalpunkte der Unterseite
nur auf den Hflghi ausgebildet sind.
tropicalis. P. tropicalis Bsd. (61 f 9)- Flgl ockergelb, oben mit Mittelpunkt und bisweilen auch mit 1 — 2 Wurzel-
punkten; Vtlgl beim j oben mit einer schwarzen Saumbinde, die sich jedoch nach hinten in freie Saum-
und Submarginalpunkte auflöst; Flgl unten mit Wurzel, Discal- und Submarginalpunkten. Diese Art ist die am
längsten bekannte Art der Gattung und kommt in Süd- Afrika vonNatal bis Delagoa-Bay und Manica-Land vor,
lasii. P. lasti 8m. «. Ky. (61 g) weicht von tropicalis nur dadurch ab, daß beide Flgl oben deutliche Discal-
punkte und die Hflgl außerdem auch oben freie (smd in der Figur leider zusammengeflossen) Submarginalpunkte
haben; die Wurzelpunkte sind gut entwickelt; erinnert auch sehr an P . mombasae {6li) und weicht davon haupt-
sächlich nur durch das Fehlen der dunklen Saumbinde der Hflgl-Oberseite und die schmälere Saumbmde der
Vflgl ab. Britisch Ost- Afrika.
occidenia- p. occidentaiium Auriv. (61 g) hat eine lebhaft orangegelbe Grundfarbe und große scharf hervortretende
tum. Jiittelpunkte ; beide Flgl oben ohne Saumbindie und nur mit kleinen Strichen an den Rippenenden; Spitze
der Vflgl bisweilen oben mit cmigen schwarzen Strichelchen; Vflgl auf beiden Seiten, Hflgl unten mit zahl-
reichen Wurzelpunkten; Flgl auf beiden Seiten mit Discalpunkten, nur unten niit Submarginalpunkten. Ka-
ivimaculata. merun, — ab. ininiaculata Suff, entbehrt der Discalpunkte auf der Oberseite der Vflgl. Kamerun.
laura. P- laura Ky. (61 g) ist M'eiß mit einer 4 — 5 mm breiten schwarzen Apicalbmde der Vflgl-Oberseite,
w eiche die Rippe 3 oder 2 erreicht ; Vflgl außerdem am Vrd schAvarz gesprenkelt mit schwarzem INIittelpunkt
und Discalpunkten in 2 — 6 oder wenigstens in 2 und 3, unten auch mit Submarginalpunkten. Hflgl oben mit
Älittelpunkt., ^^'urzelplmkten in 2 und 7, 2 — 6 Discalpunkten und kleinen Saumpunkten, unten auch mit emigen
Submargüialpunkten ; Unterseite etwas gelblich, Lagos,
hctmisoni. P. hewitsoni Sm. u. Ky. (61 g) stimmt mit laura darin überein, daß beide Flgl oben deuthche Discal-
punkte haben, welche jedoch hier viel größer als bei latira sind, weicht aber durch die breite schwarzgraue Sauni-
binde der Vflgl-Oberseite ab ; dieselbe erreicht den Hinterwmkel und schließt die Discalpunkte völlig oder fast
völlig in sich ein; che Hflgl oben mit großen Saumpuidcten und gewöhnlich auch mit Submarginalpunkten,
limbata. ,\lt-Calabar und Kajnerun. — limbata Holl. weicht dadurch ab, daß die Saum- und Submarginalpunkte der
Hflgl-Oberseite zu einer Saunibinde vereinigt sind, Gabun und Ogowe,
pardalena. P. pardalena Hain . Bruce (63 a. b) erinnert an die letztgenamite Art., entbehrt aber auf beidenSeiten der Dis-
calpunkte; Grundfarbe gelblich weiß ; alle schwarzen Punkte sehr groß ; Vflgl oben mit breiter schwarzgrauer
Saumbinde, welche den Hinterwinkel erreicht und die großen Submargmalpunkte einschließt ; Hflgl oben mit einer
weißgefleekten Saumbinde, welche durch Vereinigung der Saum- und Submarginalpunkte gebildet ist. Kamerun.
christitm. P. chflstina Suff. (61 h) hat wie pardalena eme hellgefleckte, t^twa 2 mm breite, schwarze Saumbinde
der Hflgl-Oberseite und unterscheidet sich von dieser nur dadurch, daß alle schwarzen Punkte kleiner sind und
die Unterseite der Hflgl dunkel gestrichelt ist, Kamerun,
caiori. P. catori Baker ist mir unbekannt, gehört aber nach der Beschreibung wahrscheinlich in die Nähe von
chri.stina. „i^ Kopf, Fühler und Halsschild schwarz: iMetathorax bräunlich; Hinterkörper ockergelb: beide
Flgl strohgelb; Vflgl am Vrd fast bis zur Costalrippe dunkelbraun; diese Farbe fließt mit der sehr breiten
.schwarzen Spitze und Saunibinde zusammen; ein schwarzer Punkt in Feld 11 und hmter demselben einer
in der Zelle; diese Punkte bisweilen undeutlich; ein schwarzer Fleck an der Spitze der Zelle. Hflgl mit einem
schwarzen Punkt über der Mitte der Zelle und emem an der Spitze der Zelle; Saum breit braun von der Rippe
6 bis zur Rippe 3. Unterseite mit den Flecken und Zeichnungen der Oberseite durchscheinend und außerdem
mit einem Wurzelpunkt im Felde 2 der Hflgl und mit einer gebogenen Reihe von 7 Submarginalpunkten.
welche auf der Oberseite sch^\■ach durchscheinen. — $ dem ^ ähnlich aber weißer; Hflgl mit den Submarginal-
PENTILA. Von Dr. C. Aueivillius. 309
punktuii eboiiso doutlit'h oben ^\ie unten; Unterseite wie beim cj aber mit einer postiiiedianen Reüie von 5
oder 6 Punkten, welche oben im dunlclen Felde schwach angedeutet sind. Flgispaimung 44 — 48 mm." Ni-
geria, in der Kabba-Provinz.
P. abraxas Dhl. u. New. (61 g). Flgl hell schwefelgelb, an der Wurzel schmal ockergelblich; Mittelpunkt ahraxas.
deutlich; Discalpunkte fehlen völlig; Submarginalpunkte nur unten und auch dort nicht immer vorhanden;
Vflgl mit fi— 8 Wurzelpunkten und oben mit einer schwärzlichen Subapicalbinde, welche an der Rippe 4 endet,
und mit freien Saumflecken am Ende der Rippen 1—3. Hflgl mit 2(cJ)— 6($) Wurzelpunkten und ganz
freien Saumpunkten. Goldküsto bis Gabun. — ab. maculata Ky. (= yaunda Karsch, hedwiga Suff.) maculata.
(61 h) ist eine Form, bei der die Saumbinde der Vflgl-Oberseite durch Zusammenfließen der Saumflecke 1—3 den
Hinterwinkel mehr oder weniger vollständig erreicht und die Submarginalpunkte der Unterseite vollständig
da sind. Kamerun.
P. telesippe Grünb. (63c). Diese mir unbekannte Art wird in folgender Weise beschrieben : Flgl gelblich- telesippe.
weiß mit ockergelber Wurzel ; Apicalfleck der Vflgl 3 mm breit am Ird ausgeschnitten, in ganzer Ausdehnung
deni Saum chcht anliegend, bis zur Rippe 4 reichend oder unwesentlich über sie hinausragend; im Vflgl 10,
im Hflgl 7 Saumflecke; beide Flgl mit großem runden Discalfleck; Wurzelpunkte im Vflgl 7 (in den Fel-
dern 2, 9, 10, 11, sowie 3 m der Zelle), im Hflgl 2 (in 2 und 7). Unterseite wie oben; Submarginal-
punkte der Vflgl mehr oder weniger deutlich (in den Feldern 1 b — 6, 8, 9), aber viel weniger scharf als bei
abraxas, der Hflgl klein und ziemlich undeutlich (in 1 b — 6). Süd-Kamei-un und Spanisch Guhiea.
P. cloetensi Auriv. { = e\imeda, Stoff.) steht der P. abraxas sehr nahe und weicht nur durch eine fast weiße cloetensi.
Grundfarbe und die größere wenigstens bis zur Rippe 3 zusammenhängende, nach innen fast gerade abgeschnit-
tene schwarze Saumbinde der Vflgl-Oberseite ab; Hflgl nur in 2 und ,7 mit Wurzelpunkt. Südliches Congo-
Gebiet.
P. auga Karsch (61 h) ist auch eme mit P. abraxas nahe verwandte Ai't und stimmt m der Ausbildung auga.
der Wurzel- und Mittelpunkte mit ihr'überein; Discal- und Submarginalpunkte fehlen völlig. Die Art ist von
allen anderen dadurch kenntlich, daß die Saumpunkte besonders auf der Unterseite nach innen strichförmig
verlängert sind; die Saumstriche der Rippen 5 — 8 der Vflgl-Oberseite sind zu einem Apicalfleck vereinigt.
Kamerun bis Congo.
P. aspasia(Trmi6. (63c). ,, Vflgl weißlichgelb; Hflgl dunkler, blaß ockergelb nur am Rand heller; Apical- aspasia.
fleck der Vflgl sehr intensiv dunkel, innen ausgerandet, in ganzer Ausdehnung dem Rand anliegend und mit
den Saumflecken ganz verschmolzen bis zu dem Saumfleck der Rippe 3 reichend oder auch Icurz vor diesem
abbrechend; Saumflecke groß und sehr intensiv, an der Spitze der Vflgl nur durch kleine helle Punkte getrennt,
am Vrd teilweise zusammenfließend; Hflgl mit 5 großen scharfen Saumflecken; Vrd der Vflgl zwischen
Wurzel und Apicalfleck dicht schwarz gesprenkelt und gefleckt ; Mittelpunkt nur in den Vf Igln groß und scharf,
in den Hflghi sehr klein oder fehlend; Wurzelflecke der Vflgl in den Feldern 9, 10 und 11 groß und scharf
viereckig mit den Vrdf lecken mehr oder weniger verschmolzen, der Fleck in 2 klein oder ganz fehlend, in
der Zelle 3 Flecke ; Hflgl nur mit einem Wurzelpunkt (im Felde 7), der ebenfalls fehlen kann; bei einem Stück
sind die Hflgl abgesehen von den Saumflecken oben ganz ungefleckt. — Unterseite : Vflgl weißlichgelb, Hflgl
hell ockergelb, nur der äußerste Saum weißlich gelb; Mittelpunkt beider Flgl scharf, nur in den Hflgln kleiner;
Wurzelflecke der Vflgl wie oben, auch der Fleck im Felde 2 stets deutlich vorhanden; Hflgl mit Wurzel-
punkten (in 2 und 7) oder nur in 7 mit solchem Flecke; Vflgl mit Submarginalflecke in den Feldern 7, 5 und 4;
der erstere groß, viereckig, die letzteren ziemlich undeutlich". Spanisch Guüaea.
P. phidia Heir. Flgl weiß; Vflgl aui Vrd wenigstens bis zur Zelle, an der Spitze bis zum Mittelpunkte phidia.
und am Saume breit gelb; beide Flgl mit schwarzen Saumpunkten, welche auf der Oberseite der Vflgl zwischen
der Rippe 4 und dem Vrd zu einem sehr schmalen Spitzenfleck vereinigt smd; außerdem haben die Flgl
nur 3"schwarze Punkte, einen Mittelpunkt und zwei Wurzelpunkte, von denen die der Vflgl im Feld 2 und in
der Zelle und die der Hflgl m 2 und 7 stehen. Ashanti und Togo.
P. tripunctata Auriv. (61 h). Beide Flgl rein weiß mit schwarzen Saumflecken, welche an der Spitze Mpunctata.
der Vflgl-Oberseite zu 'einer schwarzen etwa 3 mm breiten am Saume hellgefleckten Binde vereinigt sind; jeder
Flgl außerdem nur mit Mittelpunkte und 1 — 2 Wurzelpunkte, welche wie bei phidia angeordnet sind. Congo-
Gebiet.
P. elpinice Grünb. (63c) ist offenbar mit tripunctata nahe verwandt und wird mit folgenden Worten be- elpinice.
schrieben: ,, Apicalfleck im Vflgl 2 — 3 mm breit, am Irdtief winkelig ausgeschnitten, bis zur Rippe 4 reichend;
Vflgl mit 10, Hflgl mit 7 Saumflecken ; Mittelpunkt beider Flgl scharf , aber nicht sehr groß; in denVflgln 3—4
Wurzelflecke (in den Feldern 2, 10, 11, sowie einer in der Zelle); in den Hflgln nur ein -Fleck im Felde 7.
Unterseite : Submarginalflecke der Vflgl klein und unscharf, in den Hf Ighi ganz fehlend ; Wurzelflecke wie oben,
nur hl den Vflgln 2 Punkte in der Zelle, der zweite klein basalwärts". Süd-Kamerun.
310 PENTILA. Von Dr. C. AuRiviLLlus.
torrida. P. torrida Ky. ((il li) hat weiße Flgl mit schwarzen Saumpunkten und Mittelpunkte und außerdem
keine Zeichnungen oder je nur einen Wurzelpunkt (in der Zelle der Vt'lgl und im Felde 7 der Hflgl); V'flgl
oben mit emem schwarzen, etwa 3 mm breiten Spitzenfleck, welcher an der Rippe 4 endet. Gabun bis Kuilu-
Fluß.
iachyroides. P. tachyroldes Deiv. (fil h, i) hat weiße Flgl mit schwarzen Saumpunkten, welche auf der Oberseite der
Vflgl zwischen dem Vrd und der Rippe 4 zu einem Apicalfleck vereinigt sind; keine andere Zeichnungen.
roidesta. Kamcnin bis Angola. — Bei ab. roidesta Suff, fehlt auch die dunkle Apicalbinde der Vflgl-Oberseite und
wird durch freie oder fast freie Saumflecke vertreten. Nord-Kamerun.
picena. P. pjcena Hew. Flgl gelblichweiß mit großem schwarzem Mittelpunkt; Vflgl in der Mitte und am
Hrd fast rein weiß, oben mit schwarzem Vrd und breitem schwarzem Spitzenfleck, welcher die Rippe 4 erreicht ;
beide Flgl ohne Saumpunkte oder andere schwarze Zeichnungen. Ashanti.
büje. P. bitje Harn. Bruce (63 c). Flgl M^eiß, unten fein dunkel gesprenkelt oder gestrichelt ; Vflgl oben an der Wur-
zel des Vrds gelblich und mit kleinem schwarzem schmalem Spitzenfleck zwischen den Rippen 6 und 9; Hflgl
unten gelblich; beide Flgl mit Mittelpunkt und 2 Wurzelpunktcn (im Felde 2 und in der Zelle der Vflgl;
in den Feldern 2 und 7 der Hflgl); sonst ohne schwarze Punkte oder Flecke. Kamerun.
alba. P. alba Deic. Flgl auf beiden Seiten niit rem weißer Grundfarbe ohne Strichelchen ; Vflgl oben an der
Spitze nur : ehr wenig verdunkelt; beide Flgl mit kleinem schwarzem ^littelpunkt und außerdem nur mit einem
Wurzelpunkte, welcher in den Vflgln in der Zelle und in den Hflgln im Felde 7 steht. Congo-Gebiet: Mukenge.
glagoesaa. P. glagoessa HoH. Flgl rein weiß, an der Wurzel etwas gelblich, mit schwarzem Mittelpunkte aber ohne
alle andere Zeichnungen. Ogowe-Tal.
Dritte A r t e n g r u p p e.
Die hieher gehörigen Arten wurden früher mit Unrecht zu Larinopoda oder Liptemi geführt, mit denen
sie nur äußerlich durch die Färbung und Zeichnung, nicht aber im Rippenbau übereinstimmen. Die Flgl sind etwas
kürzer und l)rciter als bei den Arten der dritten Gruj)pe. von denen sie sieh durch das Fehlen der Saum-, Sub-
iiiargiiuil- und Discalpunkte, sowie eines freien Mittelpunkt der Vflgl unterscheiden. Die schwarzen Saumbindon
der Überseite treten auch unten ähnlich auf, was nie bei den Arten der vorigen Gruppe vorkommt. Grund-
farbe stets weiß.
Uebersicht der Arten.
A. Die Hflgl mit einem großen, freien, schwarzen Mittelpunkte auf der Querrippe der Mittelzelle. Vrd der Vflgl
und Saum beider Flgl mehr oder weniger breit schwarz.
a. Die Vflgl über die Spitze der Zelle mit einer breiten schwarzen Querbinde, welche den Vrd mit dem Saume
verbindet und die weiße Grundfarbe in zwei große Flecke teilt. Größere Art, 40—50 mm.
P. peucetia.
\i. Vflgl ohne solche Querbinde. Kleinere Arten mit einer Flglspannung von 28—34 nun.
*. Der Vrd der Vflgl ist breit schwarz und bildet einen Fleck oder einen zaluiartigen Vorsprung am
Ende der Mittelzelle. Die schwarze Saumbinde beider Flgl 2 — 3 mm breit.
1 . Der schwarze mit dem Vrd zusammenliängende Fleck an der Spitze der Mittelzelle der Vflgl ist
groß mid abgenindet und erreicht die Hinterecke der Mittelzelle (die Rippe 4). Der dunkle Vrdstreif
' drängt nicht oder kaum in die Mittelzelle hinein P. kirhyi.
2. Der dunkle Vrdstreif der Vflgl dringt ziemlich weit in die Zelle hinein und bildet an der Spitze der
Zelle einen kleinen Vorsprung, der sich jedoch nicht über die Mitte der unteren Discocellular-
rippe hüiaus erstreckt P. muhata.
**. Der Vrd der Vflgl ist nur schmal schwarz und bildet keinen Fleck an der Spitze der Zelle. Saujnbhide
beider Flgl sehr schmal P. sylphida.
P. jjerfragilis.
B. Die Hflgl ohne Mittelpunkt. Beide Flgl ohne Wurzolpunkte.
a. Vrd und Saum der Vflgl mehr oder weniger breit schwarz.
*. Der dunkle Vrdstreif der Vflgl erreicht die Mittelzelle und bildet an ihrem Ende einen Querfleck,
PENTILA. Von Dr. C. AuRrviLLius. 311
welcher wenigstens die Mitte der unteren Discocellularrippe erreicht. Die Spitze und der Saum der
Vflgl sehr breit, 4—5 nini, schwarz. Die dunkle Saumbinde der Hflgl etwa 2 mm breit.
P. sylpka.
**. Der dunkle Vrdstreif der Vflgl geht allmählich in den Spitzenfleck über und bildet keinen Fleck am
Ende der Mittelzelle.
1. Vrd, Spitze und Saum der Vflgl sehr breit schwarz p. ntebi.
•2. Vrdstreif der Vflgl schmal schwarz. Saum beider Flgl sehr schmal oder auf den Hflgln kaum
schwarz p. tirza.
ß. Flgl einfarbig weiß ohne Zeichnungen, nur an der Wurzel dos Vifl der Vflgl etM'as verdunkelt.
P. jiaradoxa.
Die Flgl sind bei allen Arten auf beiden Seiten ähnlich gezeichnet und gefärbt, weii3 mit schwarzen
Zeichmmgen. Die Zeichnungen smd m der Uebersicht beschrieben und süid darum bei den Arten nicht wieder-
holt worden.
P. peucetia Hew. (61 i). Ost-Afrika von Delagoa-Bay bis Mombasa. Vgl. obenstehend. peucetia.
P. kirbyi Auriv. (61 i). Kamenin. Vgl. obenstehend. klrbyi.
P. muhata Dew. (61 i). Kamenin bis Südliches Congo-Gebiet. Vgl. obenstehend. muhata.
P. sylphida Stgr. (61 i). Kamerun bis zum Kuilu-Fluß. Vgl. obenstehend. sylphida.
P. perfragilis Holl. ist mir unbekannt, scheint aber nach der Beschreibung kaum von sylphida ver- perfmgilis.
schieden zu sein. Die Beschreibung lautet: ,, Oberseite: Fühler, Kopf, Thorax und Abdojnen schwarz; Flgl
durchsichtig, weiß; Vrd und Saum der Vflgl ziemlich breit, Saum der Hflgl nur sehr schmal schwarz gefärbt;
ein runder schwarzer Fleck am Ende der Mittelzelle der Hflgl. Unterseite ganz wie die Oberseite; Beine
rot". Ogowe. Wenn sylphida und perfragilis dieselbe Art sind, muß dieselbe perfragilis genannt werden, weil
diese eüi Jahr früher als sylphida beschrieben wurde.
P. sylpha Ky. (61 i) ist der P. kirbyi sehr ähnlich und fast nur durch das Fehlen des Mittelpunktes der sylpha.
Hflgl verschieden.
P. ntebi Baker. Uganda. Beschreibung vgl. oben. niebi.
P. tirza Heiv. entspricht P. sylphida und weicht davon durch das Fehlen des Mittelpunktes der Hflgl tirza.
ab. Gabun.
P. paradoxa Ham. Druce (63 c) ist von allen Pentila- Arien die am einfachsten gezeichnete, indem alle paradoxa.
schwarze Zeichnungen verschwunden sind. Kamerun.
2. Gnippe: Liptenini.
Bei^ den Gattungen dieser Gruppe fehlt die Präcostalrippe der Hflgl völlig.
Um die Uebersicht der zahlreichen Gattungen zu erleichtern verteile ich dieselben auf zwei Gruppen.
Erste Gattungsgruppe.
Der Stiel der Rippen 7, 8 (und 9) der Vflgl entspringt aus der Spitze der Mittelzelle und ist gar nicht oder
nur durch eine sehr loirze gewöhnlich fast senkrecht stehende obere Discocellularrippe von der Rippe 6 getrennt.
Die Rippe 6 kann sogar aus dem Stiele von 7 — 9 entspringen.
Uebersicht der Gattungen.
I. Die Rippeia 6 und 7 der Hflgl gestielt. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl stets getrennt. Die Rippe 6 der
Vflgl aus dem Stiele von 7 — 9 oder 7 — 8.
A. Flgl ganzrandig oder mit gleichförmig gewelltem Saume.
a. Die Vflgl mit 12 Rippen, von denen die Rippen 10 und 11 fast immer frei aus dem Vrd der Mittel-
zelle ausgehen.
*. Die Mittelzelle der Hflgl klein und kurz, die Flglmitte nicht erreichend-. Die Rippe 5 der Hflgl
312 MIMACRAEA. Von Dr. C. AuRrvaLLitrs.
entspringt fast in der Mitte ZNvischen der Rippe 4 und dem Stiele von G und 7.
7. Minmcraea.
**. Die Mittelzelle der Hflgl von gewöhnlicher Länge. Die Rippe 5 der Hflgl entspringt viel näher
am Stiele von 6 und 7 als an der Rippe 4.
§. Die Querrippe der Mittelzelle der Hflgl ist zwischen den Rippen 4 und 5 gebogen. Die
Rippe 7 der Vflgl mündet gewöhnlich in den Saum. 8. Pseuderesia.
§§. Die Querrippe der Mittelzelle der Hflgl ist zwischen den Rippen 4 und 5 gerade. Die
Rippe 7 der Vflgl mündet in die Flglspitze oder in den Vrd. 9. Citrinophila.
ß. Die Vflgl nur mit 11 Rippen.
*. Aus dem Vrd der ISIittelzelle der Vflgl entspringen zwei freie Rippen. Mit der Rippe G der Vflgl
sind nur zwei Rippen gestielt. 14. Eresinopsides.
'*. Aus dem Vrd der Mittelzelle der Vflgl entspringt nur eine freie Rippe. Mit der Rippe C der
Vflgl sind drei Rippen gestielt. 15. Eresina.
B. Die Vflgl am Ende der Rippen 4 — 6 stark, die Hflgl an den Rippen 2 — 4 schwach gelappt. Vflgl mit 12
Rippen, die Rippe 8 jedoch sehr kurz. IG. Argyrocheila.
II. Die Rippen 6 und 7 der Hflgl getrennt oder aus demselben Punkte.
A. Die Rippe 6 der Vflgl aus dem Stiele von 7 — 9.
OL. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl an ihrem Ursprünge deutlich getrennt. 10. Teriomima.
ß. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl aus demselben Punkte oder gestielt. 18. Euliphyra.
B. Die Rippe 6 der Vflgl frei aus der Spitze der Mittelzelle.
a. Die Rippen 2 und 3 der Vflgl nach hinten gebogen. Saum der Vflgl an der Rippe 4 deutlich geeckt.
Vrd der Hflgl hinter der Mitte tief ausgerandet. 19. Teratonetcra.
ß. Die Rippen 2 und 3 der Vflgl gerade. Saum der Vflgl abgerundet oder gerade, nicht geeckt. Vrd
der Hflgl gerade oder abgerundet.
*. Die Vflgl mit 12 Rippen. Die Rippe 7 der Vflgl gerade. Die Palpen nicht oder nur schwach auf-
geblasen,
f. Der Ird der Hflgl bis zum Analwinkel gerade oder schwach konvex.
§. Die Mittelzelle beider Flgl hinten schief ausgezogen, so daß der Hinterwüikel, besonders
in den Hflgln, weit mehr als der Vorden\'inkel hervortritt. Die untere Discocellularrippe
der Hflgl sehr lang, gerade oder etwas nach außen gebogen. Die Rippen 3 und 4 der
Hflgl stets an ilirem Ursprünge weit getrennt. Die zwei vorletzten Ventralglieder des $
stark halbkugehg angeschwollen. 11. Larinopoda.
§§. Die Mittelzelle am Ende quer oder nur wenig schief abgeschnitten, so daß der Hinter-
winkel nicht oder nur wenig hervortritt. Die untere Discocellularrippe der Hflgl mehr
oder weniger nach innen gebogen. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl fast immer aus einem
Pu luvte oder gestielt, sehr selten kurz getrennt. Die vorletzten Ventralglieder des ? nicht
angeschwollen.
1. Die Palpen glatt anliegend bescliuppt; ilir Endglied lang, zusammengedrückt. Die
Fühlerkeule allmählich verdickt, langgestreclct, nur wenig oder gar nicht zusammen-
gedrückt. 12. Liptena.
2. Die Palpen unten mit abstehenden Haaren oder haarähnlichen Schuppen bekleidet;
ihr Endglied kurz, kegelförmig. Die Fühlerkeule gut abgesetzt, eiförmig und stark
zusammengedrückt. 13. Micropentila:
tt- Der Ird der Hflgl zwischen den Rippen 1 a und 1 b tief ausgeschnitten. 17. Aslanga.
**. Die Vflgl nur mit 11 Rippen. Die Rippe 7 der Vflgl an ihrer Spitze halbkreisförmig gebogen.
Die zwei ersten Glieder der Palpen sehr stark aufgeblasen, anliegend beschuppt oder etwas haarig.
20. Iridana.
7. Gattung : Miiuncraoa Bür.
Die Arten dieser merkwürdigen Gattung sind gewöhnlich groß (50 — 65 mm) und erinnern sowohl durch
Flglform wie durch die Zeichnung an Arten der Gattungen Pkinenia und Acraea, besonders aus der Verwandt-
schaft von A. honasia und esebria. Die Flgl sind nämlich unten am Saume mit dunklen und hellen Längsstrahlen
bezeichnet und die Hflgl führen unten ganz wie bei jenen Acraeen 8 — 11 Wurzclpunkte und bisweilen aucli eine
Querreilie von Discalpunkten, welche jedoch alle der Wurzel stark genähert sind.
Fertiggestellt 1914; ausgegeben Sept. 19 IS. MIMACRAEA. Von Dr. C. AUEIVILLIUS. 313
Die Arten sind noch wenig bekannt und ihre Veränderlichkeit noch nicht geprüft. Es ist darum mögüch,
daß einige der hier aufgeführten Arten nur Rassen von anderen sind. Die Entwicklungsstadien und die Lebens-
weise der Raupen sind unbekannt.
Uebersicht der Arten.
I. Spitze der Vflgl schwarz ohne helle Subapicalbinde. Die Vflgl auf beiden Seiten mit einer gebogenen, zusam-
menhängenden, orangegelben oder rötlichen Querbinde, welche etwas hinter der Mitte des Vrds anfängt
und allmählich breiter werdend den Ird erreicht. Auf der Unterseite der Hflgl sind die hellen und dunklen
Strahlen des SaumteiLs sehr lang und erreichen wenigstens die Mitte oder gewöhnlich die Discalpunkte.
A. Die Hflgl oben bis zur Wurzel rotgelb gefärbt oder wenigstens ohne scharf begrenztes dunkles Wurzel-
feld; ihre dunkle Saumbinde schmal, höchstens 3 mm breit. Die rotgelbe Querbinde der Vflgl viel
breiter am Hrd als am Vrd.
a. Die rotgelbe Querbinde der Vflgl ist mäßig breit (in der Mitte etwa 3 — 4 mm) und bedeckt nicht die
Wurzel der Felder 1 — 3. il/. charmian.
ß. Die rotgelbe Querbinde der Vflgl ist bis zur Rippe 4 sehr breit, bedeckt die Wurzel der Felder
1 bis 3 und dringt sogar in die Mittelzelle hinein. M. laeta.
B. Die Hflgl oben mit heller Mittelquerbinde und scharf begrenztem dunklem Wurzelfeld; ihre Saum-
binde gewöhnlich mehr als 3 mm breit.
a. Die orangegelbe Querbinde der Vflgl viel breiter am Hrd als am Vrd. Mittelbinde der Hflgl-Oberseite
einfarbig, orangegelb oder rotgelb.
1. Die dunkle Saumbinde der Hflgl-Oberseite ist in der Mitte etwa 7 mm breit und erreicht den Ird.
Die rotgelbe Mittelbinde dadurch fast gleich breit. 31. fulvaria.
2. Die dunkle Saumbinde der Hflgl-Oberseite ist an der Flglspitze etwa 4 mm breit, nach hinten
allmählich verjüngt und endet spitz an der Rippe 3 oder 2, den Analwinkel nicht erreichend.
Die rotgelbe Mittelbinde wird dadurch am Ird viel breiter als am Vrd 21. paragora.
ß. Die orangegelbe Querbinde der Vflgl ist am Vrd ebenso breit oder breiter als am Hrd. Mittelbinde
der Hflgl-Oberseite ganz oder wenigstens am Ird weiß. j\l. eltringhami.
II. Die Spitze der Vflgl mit heller Subapicalbinde oder fast ganz heU gefärbt.
A. Die Hflgl oben bis oder fast bis zur Wurzel hell gefärbt ohne großes schwarzes Wurzelfeld.
a. Spitzenteil der Vflgl oben fast ganz hell gefärbt ohne deutliche Subapicalbinde.
M. dohertyi.
ß. Spitzenteil der Vflgl oben schwarz mit scharf begrenzter heller Subapicalbinde. Vflgl mit gelbem
oder rotgelbem Hrdfleck.
*. Subapicalbinde der Vflgl rotgelb bis schwefelgelb.
§. Der (orange Igelbe Hrdfleck der Vflgl bedeckt nicht die Mittelzelle und gewöhnhch auch
nicht die Wurzel der Felder 1 — 4. Hflgl unten mit langen dunklen Längsstrahlen im Saumteil.
1. Die Hflgl unten ohne helle Mittelbinde, aber mit sehr langen vom Saume ausgehenden,
schwarzen Längsstrahlen, welche die Spitze der MittelzeUe erreichen.
M. landbecki.
M. schuhotzi.
2. Die Hflgl unten mit einer hellgelben Mittelquerbinde, welche die Längsstrahlen des Saum-
feldes vom Wurzelfelde trennt. M. apicalis.
M. neurata.
§§. Der orangegelbe Hrdfleck der Vflgl bedeckt sowohl die Wurzel der Felder 1 a bis 4, wie auch fast
die ganze Mittelzelle. Hflgl unten mit dreieckigen, schwarz begrenzten Saumflecken.
M. neokoton.
**. Subapicalbinde der Vflgl weiß. Der rotgelbe Hrdfleck der Vflgl ist groß, bedeckt die Wurzel der
Felder 1 a bis 4 und auch die Mittelzelle wenigstens zum großen Teil, und erreicht am Hrd oft
den Hinterwinkel. Hflgl unten gelbhch, kaum dunkler an der Wurzel.
XIIl 40
314 MIMACRAEA. Von Dr. C. AuRiviLLnTS.
§. Hflgl unten am Saume mit einer zusammenhängenden schmalen schwarzen Saumbinde oder
Saumhnie. M. marshalli.
§§. Hflgl unten am Saume zwischen den Rippen mit dreieckigen, gelblichen, schwarz gesäumten
Flecken.
1. Die weiße Subapicalbinde der Vflgl ist groß und berührt an der Rippe 4 den rotgelben
Hrdfleck. Flglspannung 60 mm. M. cosÜeyi.
2. Die weiße Subapicalbinde der Vflgl ist kleiner und erreicht nicht den Hrdfleck. Flgl-
spannung 50 — 54 mm.
a. Subapicalbinde der Vflgl gerade und zusammenhängend aus 4 Flecken der Felder
4 bis 6 und 9 gebildet. Feld 2 ohne weißen Submarginalfleck. M. skoptoles.
b. Subapicalbinde der Vflgl an der Rippe 6 fast unterbrochen; ihr Fleck in Feld 4 punkt-
förmig oder undeuthch. Ein weißer Submarginalfleck im Feld 2 nahe am rotgelben
Hrdfleck. M. gelinia.
B. Die Hflgl oben an der Wurzel schwarz und dann mit gelber oder röthcher Mittelbinde und schwarzer
Saumbinde.
a. Die Hflgl unten mit einer gleichbreiten, gelben Mittelbinde, welche das schwarz gefleckte Wurzelfeld
vom schwarzstrahligen Saumteil trennt.
*. Hrdfleck der Vflgl einfach, oben die Mittelzelle freilassend.
1. Mittelbinde der Hflgl-Oberseite etwa 8 mm breit, wurzelwärts unscharf begrenzt. Hrdfleck
der Vflgl nach hinten stark erweitert die Wurzel der Felder 1 abis 3 fast erreichend. Subapical-
binde der Vflgl rein gelb. M. poultoni.
2. Mittelbinde der Hflgl-Oberseite nur etwa 5 mm breit, scharf begrenzt. Subapicalbinde der
Vflgl ockergelb. M. neavei.
M. flavofasciata.
**. Hrdfleck der V^flgl durch schwarze Querstriche der Felder la — 3 in einem fast gleichbreiten
äußeren Teil und einem inneren aus Flecken an der Wurzel der Felder 1 a — 4 und in der Mittel-
zelle gebildeten Teil. M. krausei.
ß. Die Hflgl unten ohne gelbe Mittelbmde, aber im Saumteil mit sehr langen hellen und dunklen Strahlen,
welche die Mittelzelle erreichen oder fast erreichen. M. masindae.
M. pulverulenta.
M. graeseri.
charmian. M. charmian Smith u. Ky. (62 b). Vflgl oben schwarz mit einer gebogenen rotgelben Querbinde, welche
amVrd etwas hinter der Mitte anfängt, hinter der Spitze der Mittelzelle verläuft, die Wurzel der Felder 1 abis 6
frei lassend und in den Feldern 2 und 1 erweitert ist; unten wie oben, aber mit gelber Querbinde und von hellen
und dunklen Strahlen durchzogenem Spitzenteil. Hflgl oben rötlich mit schmaler nach vorn und hinten verjüng-
ter, schwarzer Saumbinde und etwas verdunkelter Wurzel; unten mit rotbraunem schwarzgeflecktem Wurzel-
feld, welches die kleinen Discalpunkte erreicht, und außerhalb dieser mit sehr langen hellen und dunklen Strahlen.
Kamerun.
laeta. M. laeta A. Schnitze (62 c) steht der vorigen Art sehr nahe, weicht aber durch große Ausdehnung der rot-
gelben Querbinde der Vflgl ab. Dieselbe ist nach außen fast gleichmäßig gerundet, bedeckt die Wurzel der Felder
1 — 3 und 8, ja geht sogar in die Mittelzelle liinein und erreicht in 10 und 11 den Vrd; ,,von dem wurzelwärts
liegenden Teil der schwarzen Grundfarbe bleiben demnach nur übrig eine geringe Bestäubung an der Wurzel
von Feld 1, der größere vordere Teil der Mittelzelle, ein nach außen scharf begrenzter Fleck in Feld 4, der
vorne die Mittelzelle erreicht sowie die nach außen scharf begrenzte Wurzel der Felder 5, 6, 9 — 11 und das
Wurzeldrittel des Vrds. Hflgl lebhaft rotgelb, an der Wurzel mit wenigen schwarzen Schüppchen und einer ebenso
gefärbten, nach innen unregelmäßig gezackten, im Mittel 3 mm breiten, im Feld 1 c nach hinten verschwinden-
den Saumbindc. Auf der Unterseite gleicht die Art der M. fulvaria, zeigt aber folgende Unterschiede: auf den
Vflgln erreicht die ockergelbe Querbinde bereits in 3 den Außenrd und nach innen in 1 oder 2 die Wurzel;
auf den Hflgln werden die hellen Zwischenaderstrahlen wurzelwärts durch kleine schwarze nach außen offene
Halbmöndchen begrenzt. Flglspannung 48 mm." Süd-Kamerun. ,,Das Tierchen tummelt ^ch während der
Mittagszeit in bedächtigem Fluge um dünne Unterholzstangen des Hebten Urwaldes."
MIMAORAEA. Von Dr. C. AuraviLLitrs. 315
M. fulvaria Auriv. (63 a). Vflgl schwarz mit orangegelber, nach hinten breiterer Querbinde, welche die fulvaria.
Wurzel der Felder 1 a— 5 frei läßt ; auf der Unterseite ist die Querbinde heller gefärbt und der Spitzenteil mit
hellen und dunklen Strahlen geziert. Hflgl oben mit schwarzem Wurzelfeld, welches die Mitte der Zelle erreicht
und scharf begrenzt ist, dann mit etwa 10 mm breiter orangegelber Mittelbinde und in der Mitte etwa 7 mm
breiter, nach innen strahlig hervortretender schwarzer Saumbinde, die den Ird erreicht. Hflgl unten mit rotbrau-
nem, schwarzgeflecktem Wurzelfeld, welches nach außen von den kleinen, fast zu einer Querhnie vereinigten
Discalpunkten begrenzt wird; der große Saumteil mit sehr langen dunklen und hellen Längsstrahlen, welche die
Discalpunkte fast erreichen. Congo- Gebiet am Ubangi-Fluß.
M. paragora Rbl. ist etwas kleiner als fulvaria und weicht von ihr, dadurch ab, daß die lebhaft rotgelbe paragora.
Mittelbinde der Vflgl fast S-förmig gebogen ist und den Hinterwinkel erreicht, daß das dunkle Wurzelfeld
der Hflgl-Oberseite kürzer ist, die Mitte des Vrds aber fast erreicht, daß die schwarze Saumbinde der Hflgl-
Oberseite schmäler ist und den Hinterwinkel nicht erreicht und daß dadurch die rotgelbe Mittelbinde der Hflgl-
Oberseite am Vrd schmal, nach hinten aber sehr erweitert ist und den ganzen Ird mit dem Analwinkel bedeckt.
Im Urwald am Tanganjika-See.
M. eltringhami Ha^n. Druce (63 d). Vflgl schwarz, unten im Spitzenteil mit undeutlichen Längsstrahlen, eltringhami.
auf beiden Seiten mit einer orangegelben Mittelquerbinde, welche am Vrd ebenso breit oder breiter als am Hrd
ist und im Felde 4 nach außen winkelig gebrochen ist. Hflgl oben mit schwarzem Wurzelfeld, welches beim $
die Spitze der Mittelzelle erreicht, und emer schwarzen Saumbinde, welche beim ^ gleich breit und nur etwa
3 mm breit, beim $ aber an der Flglspitze etwa 8 mm breit und gegen den Hinterwinkel verjüngt ist; die Mit-
telbinde ist beim (J 9 — 10 mm breit rötlich, nur am Ird in den Feldern 1 a — 2 weiß, beim ? ganz weiß, nur etwa
6 mm breit und erreicht nicht den Vrd, welcher schwärzlich ist. Hflgl unten mit dunkel rotbraunem scharf be-
grenztem, schwarzgeflecktem Wurzelfeld; das Saumfeld ist im inneren Teil besonders in den Feldern la — 4
weiß, nach außen verdunkelt mit sehr langen schwarzen Längsstralilen. L^nyoro im Bugoma-Walde. — Erinnert
an Planema quadricolor (58c).
M. landbecki Ham. Druce{63 b, c). Vflgl oben schwarz in der Mitte zwischen der Zelle und der Flglspitze landbecki.
mit einer gelben, aus 5 Flecken der Felder 4 — 6, 8, 9 gebildeten Subapicalbinde und einem dreieckigen
rotgelben Hrdfleck, \Yelcher die Rippe 4 erreicht, die Wurzel der Felder 1 a — 3 aber nicht bedeckt; der Fleck
im Felde 3 ist klein, nicht oder wenig länger als breit; die Unterseite weicht nur dadurch ab, daß der Spitzen-
teil dunkle Längsstrahlen hat, daß die Subapicalbinde fast weiß und der Hrdfleck gelb ist. Die Hflgl oben bis
zur Wurzel rotgelb, mit schwarzer Saumbinde, welche beim $ breiter als beim (J ist; unten fast eintönig
schmutzgelb bis braungelb, nicht oder kaum dunkler an der Wurzel; 9 schwarze Wurzelpunkte (in 1 c, 2, 7
und der Zelle) und im Saumteil sehr lange ferne schwarze Längsstrahlen, welche die Mittelzelle erreichen oder
fast erreichen; Discalpunkte fehlen.
M. darwinia Btlr. Die Gattung Mimacraea wurde 1872 auf diese Art nach einem Stücke aus einer darwinia.
englischen Privatsammlung gegründet. Ob das typische Stück noch aufbewahrt ist, ist mir unbekannt; die Un-
terseite ist von Butler weder abgebildet noch beschrieben und es war mir darum nicht möglich die Art in der
Uebersicht unterzubringen. Nach der Zeichnung der Oberseite zu urteilen, kommt sie der folgenden Art sehr
nahe. Vflgl oben schwarz mit orangegelber Subapicalbinde in 4 — 6 und 8 und einem breiten, trapezoidischen
orangegelben Hrdfleck, welcher an der Rippe 4 breit endet, am Hrd 12 mm, an der Rippe 4 7 mm breit ist und
die Wurzel der Felder 1 a — 3 frei läßt. Hflgl oben orangegelb mit einer in der Mitte 4 mm breiten, nach innen
etwas gelappten, schwarzen Saumbinde. West-Afrika (?).
M. apicalis Smith u. Ky. (62 b). Vflgl oben schwarz mit gelber, aus 4 — 5 Flecken der Felder 4 — 6, 8, apicalis.
9 gebildeter Subapicalbinde und breitem, trapezoidischem, orangegelbem Hrdfleck, welcher die Wurzel der
Felder 1 b — 3 erreicht oder dort nur wenig schwarz beschuppt ist und an der Rippe 4 quer endet. Unten haben
die Vflgl an der Spitze und am Saume helle und dunkle Längsstrahlen und einen rötlichen Hrdfleck, welcher
auch einen Längsstrich in der Mittelzelle bildet. Hflgl oben orangegelb mit 4 mm breiter gegen den Ird ver-
jüngter, auf der Innenseite gleichmäßig ausgerandeter, schwarzer Saumbinde. Hflgl schwarzgrau mit einer 4 — 5
mm breiten hellgelben Mittelbinde, welche das schwarzgefleckte Wurzelfeld, von der etwa 8 mm breiten, mit
hellen und dunklen Längsstrahlen gezierten Saumbinde abtrennt. Wenn M. daririnia eine ähnliche LTnterseite
hat, ist apicalis wohl nur eine Form dieser Art, welche sich durch die hellgelbe Subapicalbinde der Vflgl aus-
zeichnet. Togo-Land bis Kuilu-Fluß.
M. neurata Holl. ist mir unbekannt und wird in folgender Weise beschrieben: Vflgl dunkelbraun mit neuraia.
einer schmalen orangerot«n Subapicalbinde aus vier Flecken, von denen der oberste klein, die beiden folgen-
den quadratisch und der letzte in Feld 4 dreieckig ist und näher am Saume steht als die anderen; hinter der
Subapicalbinde ein breiter orangeroter Hrdfleck, welcher vorn von der Mittelzelle begrenzt wird und durch die
schwarzen Rippen geteilt ist; auf der Unterseite sind die rotgelben Zeichnungen heller und der Saumteil mit
hellen und dunklen Längsstrahlen geziert. Die Hflgl sind oben im Wurzelteil orangerot mit sehr breiter schwär-
316 MIMACRAEA. Von Dr. C. AxTiimLLnJS.
zer Saumbinde, schwarzem Vrd und schwarzen Rippen: unten ist das Wurzeldrittel rotbraun mit 9 — 10 schwar-
zen Flecken ; dann folgt eine hell gelbe Mittelbinde, welche unscharf begrenzt ist und gegen den Ird breiter wird ;
nach außen grenzt sie an die breite mit Längsstrahlen gezierte Saumbinde. Liberia.
neokoion. M. neokoton Harn. Bruce (63 c). Vflgl oben schwarz mit hell rotgelber Subapicalbinde und sehr großem
orangegell)eni Hrdfleck, welcher sowohl die Wurzel der Felder 1 a — 4, wie auch fast die ganze Mittelzelle bedeckt
(nur an der Spitze der Zelle ein schwarzer Querfleck ; die Unterseite weicht nur dadurch ab, daß in jedem der Felder
2 — 7 ein schmutziggelber, nach innen abgerundeter Saumfleck steht. Hflgl oben orangegelb mit schwarzer
etwa 3 mm breiter Saumbinde, unten gelblich, kaum dunkler an der Wurzel, welche mit 11 schwarzen Punkten
geziert ist; am Saume in jedem Felde mit einem dreieckigen, graugelben, scharf schwarz begrenzten Fleck.
Südost-Rhodesia und Gaza-Land.
marshalH. M. marshalli Trim. (62 c). Vflgl oben schwarz mit einer aus 4 — 5 Flecken gebildeten, weißen Subapical-
binde und einem großen rotgelben Hrdfleck, welcher die Felder 1 aund 1 b fast vollständig bis zum Saume, den
größten Teil der Felder 2 und 3, die Wurzel des Feldes 4 und einen großen Teil der Mittelzelle bedeckt; unten
wie oben gezeichnet, aber mit großen gelbhchen Saumflecken. Hflgl oben bis zur Wurzel rotgelb mit schmaler
schwarzer Saumbinde, unten graugelb mit 12 — 13 schwarzen Punkten in der Wurzelhälfte und einer in der Mitte
nur 2 mm breiten nach vorn und hinten stark verschmälerten schwarzen Saumbinde. Mashuna-Land, Rhodesia
und Nyassa-Land. — Erinnert durch die Verteilung der Farben an Danaida chrysippus und Acraea encedon (56 e).
doherlyi. M. dohertyi Rotksch. Beide Flgl oben hell orangegelb mit feiner schwarzer SaumlLnie, die Vflgl mit einem
schwarzen Vrdstreifen, welcher die Zelle erreicht, sich hinter der Zelle bis zur Rippe 5 ausdehnt, gewöhnlich
auch einen Fleck im Felde 4 bildet und etwa in der Mitte zwischen der Zelle und die Flglspitze endet; hinter
ihm gewöhnlich ein kleiner schwarzer Vrdfleck ; die Unterseite ganz wie die Oberseite aber heller. Hflgl unten
mit .schwarzen Wurzel- und Discalpunkten, sonst wie oben. Britisch Ost-Afrika. — Entspricht der Danaida
dorippus und Acraea encedon f. daira (56 g).
coBÜeyi. M. costleyi Harn. Druce ist der 3/. »warsÄaZ/i (62 c) sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die weiße
Subapicalbinde der Vflgl viel breiter ist und an der Rippe 4 den rotgelben Hrdfleck berührt, daß die Saumbinde
der Hflgl-Oberseite schmäler ist und besonders dadurch, daß die Hflgl unten am Saume dreieckige, durch schief ge-
stellte schwarze Linien begrenzte Flecke haben. Nyassa-Land.
skopMes. M. skoptoles Harn. Druce. Vflgl oben schwarz mit weißer, aus 4 — 5 Flecken der Felder 4 — 6,
9, 10 gebildeter Subapicalbinde und einem großen orangegelben Hrdfleck, welcher die ganze Wurzelhälfte
mit Ausnahme eines schwarzen Querflecks an der Zellenspitze, einer schwarzen Linie in der Zelle und am Vrd
bedeckt; die Unterseite weicht nur durch gelbliche, von schwarzen Strahlen begrenzte Saumflecke ab. Hflgl
oben bis zur Wurzel orangegelb mit 3 — 4 mm breiter schwarzer Saumbinde, unten eintönig gelb mit 9 schwarzen
Wurzelpunkten und lang ausgezogenen dreieckigen, von einer dicken, tief zackigen, schwarzen Linie begrenzten,
graugelben Saumflecken. Nigeria.
gdinia. . M. gelitiia Oberth. (62 b) ist der vorigen Art so ähnlich, daß es genügt die L^nterschiede hervorzuheben.
Die weiße Subapicalbinde der Vflgl besteht aus zwei Abteilungen, welche einander an der Rippe 6 berühren;
die vordere Abteilung besteht aus drei Flecken in 6, 8, 9 und die hintere, welche mehr saumwärts steht,
aus zwei P'lecken in 5 und 4, von denen der in 4 sehr klein und punktförmig ist oder fehlt; außerdem findet sich
ein weißer Submarginalfleck in Feld 2 etwa 4 mm vom Saume entfernt. Die schwarze Saumbinde der Hflgl-
Oberseite nach innen etwas unregelmäßig begrenzt. Die Hflgl sind unten rotgelb^^mit schwarzen, hellgelb
gesäumten Rippen im Discalfelde. Usambara.
poulioni. M. poultoni Neave ( = luteomaculata Griinh.). Vflgl oben schwarz mit fast gerader, gleichbreiter, schwefel-
gelber Subapicalbinde und rotgelber Hrdfleck, welcher die Rippe 4 erreicht, nach vorn verschmälert ist und die
Wurzel der Felder 1 b — 3 oft erreicht; auf der Unterseite ist die ganze Mittelzelle rot mit einigen schwarzen
Punkten und der Saumteil hat wie gewöhnlich dunkle Längsstrahlen. Hflgl oben schwarz mit einer etwa 8 mm
breiten, rotgelben Mittelbinde, unten mit gelbgrauem, schwarzgeflecktem Wurzelfeld, etwa 5 mm breiter hell
gelber Mittelbinde und 7 mm breiter Saumbinde, welche 6 graugelbe, dreieckige Saumflecke und schwarze
Längsstrahlen einschließt. Britisch Ost-Afrika: Kavirondo und Uganda. — Ist durch Farbe und Zeichnung
der Acraea sotikensis E. Sharpe (56 a) sehr ähnlich.
neavei. M. neavei Eltr. (63 b). Flgl oben schwarz mit einer gemeinsamen, etwa 6 mm breiten, ockergelben
Mittelquerbinde, welche sich vom Ird der Hflgl bis zur Rippe 4 der Vflgl erstreckt, auf den Hflgln gebogen und
auf den Vflgln gerade ist; Vflgl außerdem mit einer aus drei Flecken der Felder 5, 6, 8 gebildeten ockergelben
Subapicalbinde. Flgl unten mit dunkelgrauer Grundfarbe und langen, schwärzhchen, dreieckigen, hellgelb
gesäumten Saumflecken;. die Mittelbinde ist weißhchgelb auf den Vflgln breiter (9 mm), auf den Hflghi schmäler
(4 mm) als oben; Subapicalbinde der Vflgl fast ^veiß ; das Wurzelfeld der Hflgl ist groß mit 16 — 19 schwarzen
Wurzel- und Discalpunkten, von denen jedoch einige Discalpunkte in der Querbinde stehen. Kamerun. — Ein
MIMAORAEA. Von Dr. C. Aurivilluts. 317
wunderbar getreuer „Nachahmer" von Acraea oberthüri Btlr. (56 c, d), sogar die Anzahl der schwarzen Punkte im
Wurzelteil der Hflgl-Unterseite ist fast ganz genau dieselbe. Tatsache ist, daß Acraea oberthüri von den nahe ver-
wandten Arten {viviana-, karschi, cabira und anderen, welche nur 12 — 14 solche Punkte haben) durch 17 — 18
schwarze Punkte der Hflgl-Unterseite abweicht und daß Mimacraea neavei sich ebenso von allen anderen bekann-
ten Mimacraeen durch die zahlreicheren deutlichen schwarzen Punkte der Hf Igl-Unterseite abweicht. Wie soll aber
diese Aehnlichkeit erklärt werden ? Kann sie durch natürhche Auswahl zustande gekommen sein ? Wenn man
ein Kennzeichen dadurch erklären will, muß man auch darlegen können, daß sie im Kampf ums Dasein von Be-
deutung sein kann. Die Mimicry-Theorie sagt nun, daß die Acraeen von Vögeln und anderen Feinden nicht
oder ungern gefressen werden und daß die Mimacraea neavei durch Nachahmung der Acraea oberthüri geschützt
wird. Wenn wir auch diese Erklärung ohne weiteres als richtig annehmen, drängt sich uns jedoch die Frage auf:
Wäre nicht M. neavei ebenso gut geschützt, wenn sie nur 14 schwarze Punkte auf der Unterseite der Hflgl hätte
oder wenn die helle Mittelbinde der Hflgl-Oberseite etwas breiter oder etwas schmäler als bei Acraea oberthüri
und nicht genau ebenso breit wäre? Niemand wird doch glauben, daß die Vögel, ehe sie die Schmetterlinge
wegschnappen, die schwarzen Punkte der Unterseite zählen oder die Breite der hellen Querbinde in MilUmeter
schätzen. Wahrscheinhcher wäre anzunehmen, daß 18 Punkte in Vergleich mit 14 Punkten einen so verschiede-
nen Gesamtheitseinch-uck machen könnten, daß sie von Bedeutung im Kampf ums Dasein wären. Auch daran ist
es mir jedoch nicht möglich zu glauben, besonders da es andere sehr ähnliche Acraeen gibt, welche nur 14 oder
noch wenigere schwarze Punkte haben und jedoch wohl auch für die Vögel als ekelhaft oder giftig bekannt
sein müssen. Wäre es vielleicht möglich, daß A. oberthüri ungenießbarer als andere ähnliche Acraeen wäre und daß
es darum vorteilhafter wäre ilir genau zu gleichen als die anderen ? Diese Frage kann nur durch Versuche in
der Natur beantwortet werden. Wenn sie auch bejahend beantwortet wird, scheint es mir doch, daß die Aehn-
lichkeit zwischen Mimacraea neavei und Acraea oberthüri zu groß ist, um allein durch den Kampf ums Dasein
erklärt zu werden. Die Nachahmung geht viel weiter als nötig zu sein scheint, um die Feinde der Schmetter-
linge zu täuschen. Es ist hier nicht der Platz, die interessante und vielumstrittene Theorie der Mimikry ausführ-
lich zu besprechen ; ich habe nur die Gelegenheit benutzen wollen, um eines der vielen Probleme, welche damit
verbunden sind, hervorzuheben und Anlaß zu weiteren Untersuchungen in der Natur zu geben.
M. flavofasciata A. Schnitze (62 c, d) scheint nach der Beschreibung mit neavei sehr nahe verwandt zu flavofas-
sein. Die kurze Beschreibung lautet: ,, Diese Art, welche ober- und unterseits an Acraea oberthüri erinnert, ^iafei.
gehört zu der Gruppe mit hellgelber Querbinde über die Mitte der Hflgl-Unterseite ; Oberseite : Vflgl schwarz
mit ockergelbem nach vorn etwas verjüngtem Hrdsfleck in den Feldern 1 — 3, der im Felde 1 wnrzelwärts aus-
gezogen ist, und ockergelber Subapicalbinde in 4 — 6, und 8, 9 ; Hflgl schwarz mit ca. 5 mm breiter ockergelber,
an den Rippen nach außen gezähnter Mittelbinde, welche durch die Spitze der Mittelzelle läuft und die Wurzel
der Felder 3 und 4 bedeckt. Die Unterseite stimmt last genau mit der von M. apicalis überein. Flglspannung
48 mm." Süd-Kamerun.
M. krausei Dew. (62 b als kraiisi). Vflgl oben schwarz mit gelber Subapicalbinde in 4 — 6, 9 und einer roten krausei.
Halbbinde, welche sich vom Hrd bis zur Rippe 4 erstreckt, etwa 5 mm breit ist und hinter der Mitte liegt, außer-
dem mit roten Flecken an der Wurzel der Felder 2 — 4, einer gezackten roten Längshnie in der Mittelzelle und
zwei roten Linien an der Wurzel des Feldes 1 b; Hflgl oben schwarz mit 5 — 6 mm breiter roter Mittelbinde;
Vflgl unten fast wie oben, aber am Saume mit hellen und dunklen Längsstrahlen; Hflgl unten schwärzhch
mit 3 mm breiter zitrongelber Mittelbinde, etwa 14 großen schwarzen Wurzel- und Discalpunkten und im Sau m-
teil mit schwarzen und hellen Längsstrahlen. Bei Mukenge im Congo-Gebiet.
M. masindae Baker. „Vflgl braun mit einer hellgelben, breiten Subapicalbinde nahe an der Spitze und masindae.
den Vrd fast berührend; ein Hrdfleck, welcher das Feld 1 a und die Wurzel der Felder 1 b — 3 bedeckt, ist orange-
gelb, erreicht die Rippe 4 und ist von dort bis zum Hinterwinkel schief abgeschnitten. Hflgl braun mit fast der
ganzen Zelle (außer an der Wurzel und am Vrd) und der ganzen medianen Area quer über die Mitte breit orange-
gelb. LTnterseite: Vflgl wie oben, im Saumteil aber mit dolchähnlichen Längsstrahlen, wie auf den Hflgln. Hflgl
gelbhch grau mit 4 Wurzelpunkten in einer Querlinie und jenseits diesen mit 4 anderen Punkten in einem Bogen,
von denen die zwei hinteren dicht an einander stehen ; die obere Discocellularrippe mit einem schwarzen Punkte ;
im Saumteil bis zur Zelle finden sich gelbliche, grau gesäumte Längsstrahlen und schmutzgelbe Längslinien ; eine
feine Saumlinie; Fransen ockergelb. Flglspannung 58 mm." Britisch Ost-Afrika: Masindi im Budongo-Wald.
M. pulverulenta^. (ScÄMtee (62 d) ,, steht der fulvaria am nächsten, unterscheidet sich aber von dieser pulvern-
sofort dadurch, daß die zusammenliängende rotgelbe Querbinde der Vflgl in zwei getrennte helle Felder aufge- *" "'
löst ist, nämlich einen großen nach vorn verjüngten, nach außen mehr oder weniger deutlich begrenzten Hrds-
fleck in Feldern 1 — 3 und eine kleinere Subapicalbinde m 4 — 6 und 8, 9. Auf den Hflgln ist die schwarze
Saumbinde nach innen sehr undeuthch begrenzt und dringt bei 3 cJc? in Form dicht quergestrichelter Strahlen
auf den Zwischenaderfalten bis zur Mittelzelle vor; ja bei zwei Stücken ist sogar die ganze Mittelzelle dicht
mit schwarzen Schüppchen bestreut. Dagegen dringt am Ird die rotgelbe Grundfarbe bis Feld 2, bzw. Feld 3
in Form einer ganz schmalen Binde zwischen die Saumbinde und die schwarzen Fransen. Bei dem einzigen $
ist die Subapicalbinde schwefelgelb. Auf der Unterseite unterscheidet sich die neue Art von fulvarianuv dadurch.
318
PSEUDERESIA. Von Dr. C. AuRiviLLnrs.
daß auch hier die Querbinde der Vflgl in Hrdsfleck und Subapicalbinde aufgelöst ist. Flglspannung ^ 50 — 53,
$ 44 mm". Congo am Stanley-Pool.
graeseri. M. gracserl A. Schultze (63 d) „steht der vorigen sehr nahe, unterscheidet sich aber, abgesehen von der
weit geringeren Größe, durch die abweichende Färbung der Hflgl. Diese sind schwarz mit einer gut begrenzten,
an den Rippen zackig ausgezogenen Mittelbinde. Flglspannung 39 mm". Congo am Stanley-Pool.
schubolzi. M. schubotzi A. Schultze (62 d) , .steht ebenfalls der fulvaria sehr nahe und unterscheidet sich von dieser
lediglich dadurch, daß die Querbinde der Vflgl in Hrdsfleck und Subapicalbinde aufgelöst ist. Flglspannung
51 mm. Diese Art muß vielleicht als Lokalform zu der vorigen gezogen werden". Süd-Kamerun im Urwald
bei Yukaduma.
Die drei letzterwähnten Arten sind, wie die Abbildungen zeigen und Dr. A. ScHULTZE auch nunmehr selbst zu-
gibt, am nächsten mit M. landbecki Bruce verwandt.
8. Gattung: Pseuderesia Btlr.
Diese Gattung wurde schon 1874 von Butler aufgestellt, und später von Röber genau beschrieben.
Die Vflgl haben 12 Rippen, von denen 2 — 4 getrennt entspringen, 4 aus der Hinterecke der Zelle; 5 ent-
springt viel näher an der Spitze der Zelle als an der Rippe 4, 6 geht weit hinter der Zellenspitze aus dem
Stiele von 7, 8, 9 aus und die Rippen 10 (gewöhnUch) und 11 frei aus dem Vrd der Zelle. In den Hflgln ent-
springt die Rippe 4 aus dem Hinterwinkel der Zelle, die Rippe 5 nahe an der Zellenspitze und die Rippen 6
und 7 auf gemeinsamem Stiele aus der Spitze der Zelle; die MittelzeUe ist von normaler Größe vmd erreicht
wenigstens die Flglmitte. Dadurch iinterscheidet sich Pseuderesia sofort von Mimacraea.
KiRBY und Grose- Smith haben, durch die Farbe und Zeichnung getäuscht, viele Arten als Pseuderesia
beschrieben, welche tatsächhch zu Liptena gehören. Von Liptena unterscheiden sich die Pseuderesia- Äxten
sofort dadurch, daß die Rippe 6 aus dem Stiele von 7 — 9 entspringt.
Alle Arten sind oben schwarz mit roten oder rotgelben Flecken oder rotgelb mit .schwarzer Spitze der
Vflgl, schwarzen Rändern und einigen schwarzen Punkten. Die Geschlechter sind oben sehr verschieden, indem
die (JcJ mehr schwarz mit kleineren rotgelben Flecken und die S$ weit mehr rotgelb sind.
Ueber die Entwicklungsstadien ist bisher nichts veröffentlicht worden.
Die Lebensweise der Schmetterlinge wird von D. Cator in folgender Weise geschildert: Man muß sie
genau suchen, denn sie leben auf schattigen Stellen und sind sehr schwer im Fluge zu fangen, erstens infolge
ihrer dunklen Unterseiten-Farbe und der geringen Ausdehnung der hellen Farbe der Oberseite, .so daß sie während
des Fluges nur auf Augenblicke sichtbar sind und zweitens weil sie, werm nicht beim ersten Versuche gefangen,
leicht verscheucht werden und wegfliegen. Entdeckt man sie dagegen sitzend, so sind sie leicht zu fangen; man
muß sie aber genau suchen; sie setzen sich auf blattlose Zweige und Ranken.
Die Arten sind noch wenig bekannt und von vielen ist nur das eine Geschlecht beschrieben. LTm die
Bestimmung der Arten zu erleichtern, liefere ich darum für jedes Geschlecht eine besondere Uebersicht.
Uebersicht der Männchen.
I. Beide Flgl oben mit rotem bis gelbem Felde oder Flecke.
A. Hflgl unten rot oder mit roten bis orangegelben Flecken oder Punkten.
a. Hflgl unten mit roter Grundfarbe und mit 2 mm breiter, schwarzer, weißgrau gefleckter Saum-
binde. Der rote Hrdfleek der Vflgl-Oberseite groß, die Rippe 4 erreichend Ps. lihentina.
ß. Hflgl unten mit graugelber bis dunkler Grundfarbe und roten Flecken oder Punkten; ohne hellge-
fleckte Saumbinde, bisweilen aber mit dunklen Bogen am Saume zwischen den Rippen.
*. Vflgl oben mit großem hellem Hrdfleek, welcher wenigstens die Rippe 3 erreicht.
§. Die Vflgl unten mit einer roten Subapicalbinde. Die Hflgl unten hinter der Mitte mit einer
gebogenen roten Discalbinde.
1 . Die Subapicalbinde der Vflgl geht von der Rippe 3 bis zur Rippe 7 und die Discalbinde
der Hflgl vom Felde 1 c bis zu Feld 7; beide sind nach innen und außen schwarz gesäumt.
a. Der Hrdfleek der Vflgl erreicht die Rippe 5.
Ps. moreelsi.
b. Der Hrdfleek der Vflgl erreicht höchstens die Rippe 3.
Ps. tessmanni.
PSEUDERESIA. Von Dr. C. Attrivillitjs. 319
2. Die rote Subapicalbinde der Vflgl-Unterseite besteht nur aus drei Flecken der Felder 4 — 6
und die Discalbinde der Hflgl aus 6 großen innen schwarz gerandeten Flecken der Felder
2 — 7. Der rote Hrdfleck der Vflgl-Oberseite nimmt fast den ganzen Hrd auf und erreicht
die Rippe 4. Ps. favillacea.
§§. Die Vflgl unten ohne rote Subapicalbinde. Der tief orangerote Hrdfleck der Vflgl-Oberseite
sehr groß, die Rippe 6 erreichend. Die Hflgl unten hinter der Mitte mit freien roten Flecken
in 2, 3, 5 und bisweilen auch m 7. Ps. dinora.
Ps. carlota.
**. Vflgl oben mit sehr kleinem roten Hrdfleck, welcher höchstens die Rippe 2 erreicht.
1. Der Hrdfleck der Vflgl ist lang und schmal und bedeckt das Feld 1 a außer an der Wurzel
und am Saume. Ps. gordoni.
Ps. bakeriana.
2. Der Hrdfleck der Vflgl-Oberseite liegt hinter der Mitte des Hrds, ist gerundet oder viereckig
und erreicht wenigstens die Mitte des Feldes 1 b. Ps. isca.
B. Hflgl unten ohne rote oder orangegelbe Flecke.
a. Die Flgl oben tief schwarz mit scharf begrenzten roten Feldern. Der rote Hrdfleck der Vflgl-Oberseite
ist sehr groß, erreicht die Rippe 6, bedeckt aber nicht die Mittelzelle. Ps. lussulus.
ß. Beide Flgl oben orangegelb mit schwarzem Discalfleck, Spitze und Saum der Vflgl und schwarzer
Saumbinde der Hflgl; die schwarze Farbe nicht scharf begrenzt. Ps. cellularis.
II. Die Hflgl oben einfarbig schwarz ; die Vflgl oben schwarz mit einem roten Fleck, welcher hinter der Mitte
in den Feldern (1 b) 2 — 4 liegt und weder den Saum noch den Hrd erreicht.
a. Der rote Fleck der Vflgl-Oberseite ist ziemHch groß, nach außen abgerundet und erreicht die Rippe 1.
Ps. catharina.
Ps. moyambina.
ß. Der rote Fleck der Vflgl-Oberseite ist schmal und länghch fast senkrecht stehend, von den Rippen 2 und
4 begrenzt. Ps. eleaza.
Ps. picta.
III. Vflgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen; Hflgl oben schwarz mit einem roten oder orangegelbem
Felde.
a. Hflgl oben rot mit schwarzem Ird und schwarzer Saumbinde. Ps. minium.
Ps. mildbraedi.
Ps. rutilo.
Ps. phaeochiton.
ß. Hflgl oben schwarz mit breiter orangegelber Vrdbinde, welche die Flglspitze und nach hinten höchstens
die Rippe 4 erreicht.
*. Hflgl unten schwärzlich mit undeutlichen rotgelben Flecken. Ps. bicolor.
**. Hflgl unten dunkel gelbbraun mit schwarzen Flecken, aber ohne rote Zeichnungen.
Ps. sernirufa.
Ps. fusca.
y. Hflgl oben schwarz, am Ird mit einem orangegelben Felde, welches den Analwinkel, nicht aber die
Mittelzelle erreicht. Hflgl unten mit roten Flecken. Ps. debora.
Ps. catori.
IV. Beide Flgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen. Vflgl unten mit roter Subapicalbinde. Hflgl unten
mit roten und schwarzen Flecken.
a. Hflgl unten an der Wurzel schwarzgrau. Ps. deborula.
ß. Hflgl unten an der Wurzel rot oder rotgefleckt. Ps. nigra.
Uebersicht der Weibchen.
I. Hflgl unten rotgefleckt oder mit roter Grundfarbe.
A. Hflgl unten mit 1 — 2 mm breiter, schwarzer, weißhch gefleckter Saumbinde und roter Grundfarbe,
welche mehrere schwarze, weiß gesäumte Punkte oder Flecke einschließt. Ps. libentina.
B. Hflgl unten ohne scharf begrenzte, schwarze, hell gefleckte Saumbinde.
320 PSEUDERESIA. Von Dr. 0. Aurivilliüs.
1
a. Vflgl unten mit roter oder orangegelber Subapicalbinde oder solchen scharf hervortretenden Sub-
apicalf lecken *).
*. Der rote oder rotgelbe Hrdfleck der Vflgl-Oberseit« ist groß und erreicht die Rippe 6. Das rote
Mittelfeld der Hflgl-Oberseite erreicht weder die Wurzel noch die Ränder.
1. Hrdfleck der Vflgl-Oberseite ungefleckt. Die Subapicalbinde der Vflgl-Unterseite ist aus 4
eckigen Flecken der Felder 3 — 6 und einem fast abgetrennten Fleck in 9 gebildet ; alle Flecke
sind innen und außen von einer dicken schwarzen Linie begrenzt. Ps. jnoreelsi.
2. Hrdfleck der Vflgl-Oberseite mit einem schwarten Fleck in 1 b. Die Subapicalbinde der Vflgl-
Unterseite nur aus drei rot«n Flecken der Felder 4 — 6 gebildet. Ps. favillacea.
**. Der rote oder orangegelbe Hrdfleck der Vflgl-Oberseite dehnt sich höchstens etwas über die Rippe
4 hinaus. Subapicalbinde der Vflgl-Unterseite aus 4 Flecken der Felder 3 — 6 gebildet.
1. Subapicalbinde der Vflgl-Unterseite in 3 und 4 rot und viel schmäler als in 5 und 6, wo sie
orangegelb ist. Ps. variegata.
2. Subapicalbinde der Vflgl-Unterseite rot und mehr gleichbreit. Ps. tessmanni.
Ps. nigra.
ß. Vflgl unten ohne rote Subapicalbinde, bisweilen aber im schwarzen Apicalteil fein rötlich gewässert **).
*. Hrdfleck der Vflgl-Oberseite rot, bis zur Rippe 4 breit, dann in 4 und 5 nur 1 mm breit.
1. Der Hrdfleck der Vflgl-Unterseite ungeteilt, von der Wurzel der Felder 2 und 3 weit ent-
fernt. Ps. isca.
2. Der Hrdfleck der Vflgl-Unterseite in den Feldern 2 und 1 b durch einen schwarzen Quer-
strich geteilt; die innere Abteilung der Wurzel dieser Felder genähert. Ps. minium.
**. Hrdfleck der Vflgl-Oberseite orangegelb, groß und in den Feldern 4 und 5 etwa 4 mm breit.
1. Hflgl unten hell graugelb mit scharfen schwarzen und roten Flecken. Ps. dinora.
2. Hflgl unten schwarzgrau ohne freie schwarze Flecke. Ps. bakeriana.
II. Hflgl unten ohne rote Zeichnungen ***).
a. Beide Flgl oben bis zur schwarzen Saumbinde orangegelb, an der Wurzel dunkel bestäubt; Vflgl
oben mit einem schwarzen Punkt in der Zelle, in 1 b und an der Zellenspitze. Ps. cellularis.
ß. Flgl oben schwarz; die Vflgl mit orangegelbem Hrdfleck; die Hflgl mit solchem Vrdstreif.
Ps. fusca.
Ps. libentina weicht von allen anderen Arten dadurch ab, daß die Hflgl unten rot sind mit einer 2 mm
breiten schwarzen Saumbinde, welche 7 weißliche Flecke einschließt; in der roten Grundfarbe stehen schwarze
Wurzelpunkte in 1 c und 7, ein Punkt am Zellende und schwarze, grau gesäumte Querstriche in 1 c — 7 ; Vflgl
mentina. unten mit breiter orangegelber Subapicalbinde. — libetltina Heiv. wurde nach einem $ abgebildet, bei dem der
zerUa. Hrdfleck der Vflgl-Oberseite nur die Rippe 5 erreicht. Alt-Calabar. — zerita P/ö/2 (62 f) (J. Flgl oben schwarz ;
die Vflgl mit einem großen roten Hrdfleck, welcher am Hrd etwa 8 mm breit ist, die Rippe 3 oder 4 erreicht
und die MittelzeUe frei läßt; die Hflgl mit großem rotem Mittelfelde, welches die Ränder nicht erreicht, gegen
den Ird breiter wird und die Spitze der Zelle bedeckt; Vflgl unten schwarz ohne Hrdfleck; das 9 weicht
dadurch ab, daß der Hrdfleck der Vflgl noch größer ist, die Rippe 6 erreicht, einen Querstrich in der Zelle bildet
und auch unten vorkommt; das rote Feld der Hflgl-Oberseite ist auch größer als beim ^. Kamerun bis Gabun.
pieia. Ps. picta Smith (63 e) 3. Flgl oben schwarz; die Vflgl mit einem roten Querfleck in der Mitte der Fel-
der 2, 3 (und 4); Vflgl unten schwarz mit einem roten Querstrich in der Zelle und an ihrer Spitze, roten
Subapicalflecken in 3 — 6 und am Saume weißgrau mit einer schwarzen Submarginallinie ; Hflgl unten bis zur
grauen Saumbinde weißhch, aber fast vollständig rot überzogen, mit je einem großen schwarzen Wurzelf leck in
1 c, 7 und der Mittelzelle und mit dicken schwarzen Querstrichen in der Mitte der Felder in 1 c — 7; die Saum-
binde mit schwarzen Submarginalstrichen in 1 c^6. $ unbekannt. Nigeria bei Warri.
moyamUna. Ps. moyambina Baker wird in folgender Weise beschrieben: „^. Beide Flgl braun, Vflgl mit einem
*) Zu dieser Abteilung gehören wahrscheinlich auch die unbekannten $? von Ps. picia, catkarina, eleaza, debora, debo-
rula und moyambina.
••) Zu dieser Abteilung gehören wahrscheinlich auch die unbekannten ?$ von Ps. bicotnr, carlota, gordoni, mildbraedi,
rittilo und phaeochilon.
••*) Zu dieser Abteilung gehören wohl sicher die unbekannten ?$ von Ps. russulus und semirufa.
Ferüggestellt 1914; ausgegeben Sept. 19 IS. PSEUDERESIA. Von Dr. G. AURIVILLIUS. 321
großen orangeroten Fleck hinter der Mitte am Analwinkel; Fransen braun und weiß gescheckt. Unterseite:
Vflgl in den zwei ersten Drittel braungrau, im letzten Drittel orangerot, an der Spitze und am Saume gelbhch
und gegen den Hinterwinke] ockergelb; Vrd grau, dunkel gesprenkelt; eine breite, dunkle, schief gestellte Quer-
binde hinter der Zelle im roten Felde und eine gebogene dunkle Querlinie vor der Spitze; eine schwarze Saum-
linie. Hflgl hellgrau, beinahe völlig rot überzogen, nur hinter der Zelle, am Vrd und am Saume grau ; ein schwar-
zer Punkt hinter der Mitte des Vrds und ein schwarzer Wurzelpunkt in 1 c, ein großer schwarzer hell geringelter
Fleck vor und hinter der Zelle und an ihrer Spitze ; eine unregehuäßige, fem schwarz begrenzte, rote Querbinde
hinter der Mitte; die graue Saumbinde schwarz gesprenkelt. Flglspannung 34 mm." Sierra Leone.
Ps. catharina 5<;/-. (62 f als eleaza). Flgl oben schwarz mit weißgefleckten Fransen; die Vflgl mit einem eatharina.
großen orangeroten Fleck, welcher die Wurzel der Felder 2 und 3 nicht bedeckt, aber auch einen kleineren Fleck
in 1 b und 4 bildet ; dieser Fleck ist in 2 etwa 5 mm breit und nach außen abgerundet ; nahe der Zellenspitze ein roter
Querstrich. Vflgl unten braun mit silbergrau gemischt, die Wurzelhälfte mit drei dicken schwarzen Querbinden
(zwei in der Zelle und einer an ihrer Spitze), von denen die zweite und dritte durch einen roten Fleck in der Zelle
getrennt sind ; hinter der Zellenspitze ein breiter, fast dreieckiger orangeroter Fleck, welcher den Hinterwinkel
fast erreicht und gegen den Hrd braun überzogen ist; außerhalb dieses Fleckes eine breite, zackige, schwarze,
nach außen rot begrenzte Subapicalbinde; Saumteil grau mit schwarzer, in 5 und 6 fleckenartig ausgedehnter
Submarginal- und schwarzer Saumhnie. Hflgl unten silbergrau, in der WurzeUiälfte rötlich gesprenkelt; ein
Fleck an der Wurzel, einer an der Zellenspitze und einer am Vrd rot ; drei kleinere Flecke an der Wurzel und drei
größere in der Mitte schwarz mit weißlicher Begrenzung ; hinter der Mitte eme unregelmäßige Querreihe von 7 — 8
schwarzen nach außen rot begrenzten Flecke oder Querstriche ; eine submarginale Reihe schwarzer Querstriche.
$ unbekannt. Bei Whydah an der Sklavenküste.
Ps. eleaza Heiv. ist auch nur im männlichen Geschlecht bekannt und steht offenbar der vorigen eleaza.
Art sehr nahe. Sie weicht davon hauptsächlich nur dadurch ab, daß der rote Fleck der Vflgl-Oberseite nur ak
ein roter 1 — 1,5 mm breiter Querstrich der Felder 1 b — 3 auftritt und daß die Grundfarbe der Vflgl-Unterseite
dunkler, schwärzlich ist. Alt Calabar.
Ps. variegata Smith (62 f). Von dieser Art ist nur das $ bekannt. Nach meiner Ansicht ist es aber variegata.
sehr wahrscheinlich, daß variegata das $ von eatharina oder eleaza. ist. Flgl oben schwarz mit gelben Zeich-
nungen; Vflgl mit gelbem Hrdfleck, welcher nahe am Hinterwinkel liegt, am Hrd 6 mm breit ist, in 1 b die Wur-
zel der Rippe 2 erreicht und vorn im Felde 4 spitz endet, Mittelzelle mit zwei kleinen gelben Querflecken und
nahe am Saume 4 gelbe Submarginalflecke in 3 — 6, von denen die in 5 und 6 weiter vom Saume
stehen. Hflgl oben gelb an der Wurzel, am Vrd und Ird, sowie am Saume breit schwärzlich mit kleinen gelblichen
Submarginalflecken in 2- — 5. Vflgl unten mit großem, dreieckigem, hellgelbem Hrdfleck, welcher den Hinter-
winkel und den Stiel von 7 — 9 erreicht, mit roten Submarginalpunkten in 2 und 3 und gelber Subapicalbinde
in 4 — 6, welche durch eine breite schiefe schwarze Querbinde vom Hrdfleck getrennt sind, im Wurzelteil drei
schwarze von Rot getrennte Querflecke. Hflgl unten mit grauer Grundfarbe und schwarzen und roten Flecken,
welche wie bei eatharina und eleazi angeordnet sind. Goldküste bis Sassa am oberen Ubangi.
Ps. debora Ky. (62 f). Nur das (J ist bekannt. Flgl oben schwarz mit weißgefleckten Fransen. Vflgl debora.
unbezeichnet, Hflgl mit einem länglichen orangegelben Irdfleck, welcher die Rippe 3, aber weder die Wurzel
noch den Saum erreicht. Beide Flgl unten eintönig dunkel schwarzgrau ; Vflgl nur mit einer roten, schwarz
gesäumten Subapicalbinde in 4 — 6 ; Hflgl mit 2 roten Punkten an der Wurzel des Vrds in 8, je einem schwar-
zen Wurzelpunkt in 1 c und 7, einer roten Querbinde über die Mitte der Zelle aus drei Flecken in 1 c, 7 und in
der Zelle, jenseits dieser Binde mit je einem schwarzen Punkt in 1 c und 7, dann mit emem roten Querstrich
aus Flecken in 7 und der Zelle, mit einem schwarzen Punkt auf der Querrippe der Zelle und hinter der Mitte
mit emer aus drei Abteilungen bestehenden roten, auf beiden Seiten schwarz gesäumten Discalbinde; die erste
Abteilung ist gerade und besteht aus drei Flecken der Felder 1 c — 3, die zweite liegt näher am Saume und
besteht ebenfalls aus drei Flecken (in 4 — 6) und die dritte liegt viel näher an der Wurzel und besteht aus einem
einzigen Fleck in 7; Saumfeld ohne Zeichnungen. Kamerun bis zum Ogowe-Fluß.
Ps. catori Baker wird in folgender Weise beschrieben: ,, Beide Flgl oben schwarz mit weißgefleckten catori.
Fransen ; Hflgl mit einem tief gelben Felde hinter der Mittelzelle bis zum Ird und Analwinkel. Unterseite beider
Flgl schwarzgrau ; Vflgl mit einer roten Subapicalbinde aus 5 Flecken, von denen der erste und letzte die
kleinsten sind ; Hflgl mit dem WurzeKeld mehr oder weniger rot gefleckt und mit drei schwarzen Flecken in einem
Dreieck, je einem in 1 c und 7 und einem größeren an der Zellenspitze ; eine submarginale, sehr unregelmäßige
rote, auf beiden Seiten schwarz gesäumte Querbinde". Sierra Leone. — Scheint mir mit Ps. debora identisch
zu sein.
Ps. deborula Auriv. (62 f) wird von Grose-Smith mit Unrecht als $ von debora betrachtet. Sie weiclit deborula.
von dieser nur dadurch ab, daß beide Flgl oben einfarbig schwarz sind und daß die beiden ersten Abteilungen
XIII 41
322 PSEUDERESIA. Von Dr. C. AuRmLUTis.
der roten Discalbinde auf der Unterseite der Hflgl einen zusammenhängenden, mit dem Saume gleichlaufenden
Bogen bilden. Kuüu-Fluß.
nigra. Ps. nigra Cator ^. Beide Flgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen ; Fransen weiß gefleckt. Vflgl
unten schwarz, gegen den Hrd schwarzgrau ; Spuren von drei schwarzen Flecken in der Mittelzelle mit einem
roten Fleck zwischen dem zweiten und dritten; die Spitze dunkel gefleckt mit 4 roten Flecken, zwei vor der
Spitze und zwei vor dem Saume; Hflgl grau, den Anschein habend als ob sie abgeschuppt wären, mit mehreren
schwarzen und roten Flecken; die Flglwurzel rot überzogen mit einem kleinen, hell geringelten schwarzen Punkt
an der Wurzel des Feldes 7 und zwei ähuMchen Punkten in der Zelle, von denen der äußere größer und von einem
Punkt in 1 c begleitet ist; ein großer schwarzer Fleck in 7 die Spitze der Zelle gegenüber wird von einem
roten Fleck begleitet ; eine Querbinde, welche sich von der Flglspitze bis zum Ird erstreckt, ist nach innen schwarz
nach außen rot und in der Glitte breiter. — Beim $ sind beide Flgl oben heU ockergelb ; Vflgl mit dem Vrd
breit schwarzbraun, hinter der Zelle noch breiter und dann alhuähhch gegen den Hinterwinkel verjüngt; drei
Flecke in der Zehe und einige hinter derselben; die Grundfarbe hinter der Zelle in 1 b und 1 c fast bis zum
Hrd bräunhch überzogen; Fransen braun, weiß gefleckt. Hflgl oben am Vrd breit braun und mit sehr breiter
brauner Saumbinde, welche gegen den Analwinkel breiter wird; Wurzel bräunlich; Fransen weiß gefleckt.
Vflgl unten hell orangegolb, Wurzel und Vrd schwärzhch; ^littelzelle mit drei, in Größe zunehmenden Flecken
in der Zelle und einem in 1 b, welcher den zweiten und dritten Fleck der Zelle berührt; Flglspitze wie beim ^,
die Subapicalbmde aber nach innen von einer breiten schwarzen Binde begrenzt. Hflgl unten gelblich grau mit
denselben Zeichnungen wie beim o statt der roten Flecke aber mit orangegelben. Flglspannung 30(5:) — 34(o)
mm. Sierra Leone. — Das $ kommt der Ps. variegata nahe, und das ^ erinnert offenbar an Ps. catharina
und eleaza. Meine Vermutung, daß Ps. variegata das $ von eleaza sei, wird dadurch noch wahrscheinhcher.
ytioreelsi. Ps. moreelsi Auriv. (63 d) cJ. Flgl oben sch^varzbraun ; Vflgl mit einem großen roten Hrdfleck, welcher
nach vorn verschmälert ist, die Rippe 5 erreicht und auch einen kleinen Querfleck in der Zelle bildet; die
Hflgl oben mit einem orangerotem Mittelfeld, welches die Spitze der ]Mittelzelle, die innere Hälfte der Felder
2 — 4 und eüien Teil der Felder 1 c und 5 bedeckt. Beide Flgl unten mit grauer Grundfarbe; die Vflgl am
Hrd verdunkelt und vor der Spitze mit einer roten schwarz gesäumten Subapicalbinde, welche aus 5 Flecken der
Felder 2 — 5 und 9 gebildet ist. Hflgl unten mit drei roten Querbinden und drei schwarzen Punkten ; die erste
Querbinde nahe an der Wurzel schmal und gerade aus 4 Flecken in den Feldern 1 c, 7, 8 und der Zelle; die
zweite nahe der Zehenspitze aus drei Flecken m den Feldern 2, 7 und der ZeUe; die dritte hegt nahe am Saume
ist auf beiden Seiten breit schwarz gesäumt und besteht aus 8 Flecken der Felder 1 c — 8; die schwarzen
Punkte stehen in 1 c, 7 und an der Spitze der Mittelzelle. — Das $ weicht vom o nur dadurch ab, daß der
rote Hrdfleck der Vflgl-Überseite größer ist, die Rippe 6 erreicht und auch unten weim auch heUer, auftritt.
Das rote Feld der Hflgl-Oberseite ist auch etwas größer. Congo-Gebiet am Hielemba-Fluß.
favillacea. Ps. favillacea Grünb. (63 e) (J. Vflgl oben schwarz mit einem großen roten Hrdfleck, welcher fast den
ganzen Hrd einnimmt und nach vorn verschmälert die Rippe 4 erreicht ; Hflgl oben schwarz mit ausgedehntem
roten Jlittelfleck. Vflgl unten auf der IVIitte schwarzbraiui ; Vrd, Spitze und Saum aschgrau mit feiner, weißer
Sprenkelung ; in den Feldern 4 — 6 eine aus 3 einzehien Flecken gebildete rote Subapicalbmde ; Irdfleck wesent-
hch heller als oben nur bis zur Rippe 3 reichend. Hflgl unten aschgrau mit leichtem bläulichen Ton und zer-
streuter weißer Sprenkelung; über der Rippe 8 ein kurzer roter Wurzelstrich, in der Zelle zwei dicke rote
Querstriche, der innere über den Hrd der Zelle verlängert, der äußere mit einem breiten Fleck im Felde 7 begin-
nend; die scharfe rote Discalbinde aus 6 großen, innen schwarz gerandeten Flecken in den Feldern 2 — 7 gebildet ;
DLscoceUularrippe mit scharfem schwarzen Fleck, ferner je ein scharfer Fleck über und unter der Zellenmitte. —
?. Saum der Vflgl an der Spitze weiß gefleckt; der rote Hrdfleck weiter nach vorn, bis zur Rippe 6 reichend, un-
ter der Wurzel der Rippe 2 einen deuthchen schwarzen Fleck einschließend; die Zelle in der Mitte ebenfaUs
rot gefleckt ; im Hflgl ist der Fleck auf der hinteren Flglhälfte beschränkt. Im Vorder- und Hflgl sind die Flecke
an den Rändern unregelmäßig zerrissen, am Ird mit schwarzer Sprenkelung durchsetzt. Auf der Unterseite reicht
der Hrdfleck der Vflgl wie oben bis zur Rippe 6, fehlt der äußere Querstrich in der Zelle der Hflgl und reicht die
Discalbüide in das Feld 1 b hmein. Flglspannung 29 — 30 mm. Spanisch Guinea: Alcu.
mapongtta. Ps. mapongua HoU. dürfte mit Ps. moreelsi und tessmanni verwandt sein und wird m folgender Weise
beschrieben: ,,Ul)en rot mit dem Vrd, der Spitze und dem Saum beider Flgl breit schwarz; außerdem füiden sich
auf den \'flgln nahe an der Wurzel drei oder vier dunkle vereinigte Flecke, die Hflgl haben einen kleinen schw arzen
Fleck hinter der Zelle am Ird. Die Unterseite ist überwiegend grau ; Vflgl mit eüiem großen schwarzen Fleck
an der Spitze der ZeUe, einer subapicalen Reihe von 4 quadratischen roten Flecken, welche nach innen schwarz
begrenzt sind, und zwischen dieser und der MittelzeHe mit einer breiten orangeroten Mittekiuerbinde, welche sich
vom Vrd bis zum Hinterwinkel erstreckt, und hinten weißhch wird ; die Hflgl haben zwei kleine sch\\ arze Punkte
nahe an der Wurzel und eine Binde roter Flecke quer über die Mittelzelle; hinter der Zelle und an deren Spitze
zwei große schwarze Flecke; dann folgt eine gebogene subniarginale Reihe von sechs roten Flecken, welche
nach innen sehr stark, nach außen wenig sch\\arz begrenzt sind: beide Flgl mit einer feinen schwarzen Saum-
PSEUDERESIA. Von Dr. C. Aueivillius. 323
liiiie und die grauen Fransen haben schwarze Flecke an den Rippenenden." Flglspannung 30 mm. Ogowe-Tal
bei Kangwe.
Ps. tessmanni Grünh. (63 e) ist mit den beiden letztgenannten Arten nahe verwandt. $. Vflgl oben teasmanni.
schwarz mit einem roten Hrdfleck, welcher höchstens die Rippe 3 erreicht und am Hrd 6,5 — 8,5 mm breit ist.
Der Fleck der Hflgl groß, halbkreisförmig, die vordere Partie freilassend, die hintere größere Hälfte bis auf
einen schmalen Saum ausfüllend. Unterseite ähnlich wie bei favillacea, im Vflgl fehlt der Hrdfleck oder ist nur
am Rand schwach angedeutet, die Subapicalbinde erstreckt sich über die Felder 3 — 6; im Hflgl sind die beiden
breiten basalen Querstreifen gewöhnlich am Vrd der Zelle verschmolzen; der Wurzektreif im Felde 8 breit,
rostfarben ; Discalbinde breit und scharf in den Feldern 1 b — 7 ; außer dem DiscoceUularfleck 5 — 7 schwarze
Wurzelflecke. Subapicalbinde der Vflgl und Discalbinde der Hflgl zeigen innen und außen scharfe schwarze
Einfassung und sind außerdem auf der Axißenseite von ziemhch deuthchen weißen SubmarginaKlecken begleitet.
Vflgl mit deutlichem schwarzen DiscoceUularfleck. — $. Der Hrdfleck im Vflgl breiter etwas über die Rippe 4
hinausreichend, in der ZeUe ebenfalls die Andeutung eines roten Fleckes. Der Fleck der Hflgl oval, weniger
wurzelwärts reichend als beim i^. Vflgl unten mit ausgedehntem gelbroten Hrdfleck, übrige Merkmale wäe beim
(J. Spanisch Guinea.
Ps. russulus Harn. Bruce {63 e). Flgl oben schwarz ; Vflgl mit einem großen, nach außen bogenförmig, russwius.
nach innen fast gerade begrenzten roten Hrdfleck, welcher am Hrd etwa 9 mm breit ist und nach vorn die Rippe
6 erreicht; Hflgl mit einem großen roten Mittelfeld, welches die Spitzenhälfte der ZeUe und den inneren Teil
der Felder 2 — 7 bedeckt; Saumbinde etwa 2 mm breit. Vflgl unten dunkel gelbbraun, schwarz gesprenkelt,
mit einigen schwarzen Punkten in der Zelle und schM arzen Rippen : Hrdfleck wie oben aber viel heller und in
den Feldern 3 — 5 nach außen schwarz eingefaßt. Hflgl unten gelblich braun, dunkel bestäubt mit 7 — 8 großen
schwarzen Punkten an der Wurzel (2 in 1 c, 2 in der Zelle. 3 in 7 und einem an der Zehenspitze) und mit zwei
gewellten schwarzen Bogenlinien vor dem Saume, welche mondförmige weiße Submarginal- iind gelbhche Saum-
fleeke einschließen. Die Art weicht von allen oben ähnlich gefärbten Arten dadurch ab, daß die Hflgl unten
roter Flecke entbehren. Congo-Gebiet am oberen Kassai.
Ps, cornucopiae Holt, wurde als Durbania beschrieben, gehört aber wahrscheinhch zur Gattung Pseud-oornucopiae.
eresia. Die Art hat eine Flglspannung von nur 24 mm und wird in folgender Weise beschrieben: ,,^. Fühler
Kopf, Thorax und Hlb oben schwarz, unten grau ; die Grundfarbe beider Flgl oben warm rot, auf den Vflgln auf
eine gebogene Querbinde, welche sich von der Mitte des Vrds nach hinten allmählich breiter werdend bis zum
Hmterwinkel und der Mitte des Irds erstreckt, beschränkt ; die Querbinde hat dadurch fast die Form eines Füll-
hornes; die Vflgl sonst dunkelbraun; Hflgl mit unregelmäßiger dunkler Saumbinde und am Ird dicht dunkel
gesprenkelt. Vflgl unten mit derselben roten Querbmde wie oben, die rote Farbe jedoch nicht so leuchtend;
Vrd und Spitze breit violett-grau mit feinen braunen Pünktchen, die Wurzel und eine subapicale Querbinde
rußbraun; Hflgl mit derselben violettgrauen Grundfarbe wie die Spitze der Vflgl und mit kleinen braunen
Flecken gesprenkelt ; hinter der ]\Iitte mit einer unregelmäßig gebogenen schmalen schwarzen Querlinie und am
Saume mit fast spießförmigen braunen Flecken zwischen den Rippenenden". Ogowe-Tal. — Wenn diese
Beschreibung wirkhch nach einem Männchen gemacht worden ist, dürfte die Art mit Ps. russulVrS am nächsten
verwandt sein.
Ps. isca Heiv. (62 f, g). (J. Vflgl oben tief scliwarz, hinter der Mitte des Hrds mit einem sehr kleinen, isca.
nur etwa 1 mm breiten roten Hrdfleck, welcher die Falte des Feldes 1 b erreicht. Hflgl oben schwarz mit
einem großen roten Vrdf leck, welcher an der Wurzel schmal ist, sich nach außen allmähUch erweitert, nach außen
bogenförmig abgerundet ist, nach hinten die Rippe 3 erreicht und auch einen kleinen dreieckigen Fleck in 2
bildet ; der Ird ist demnach sehr breit (bis in die ZeUe und zu der Rippe 3) schwarz und die schwarze Saumbinde
ist gegen die Flglspitze allmählich verjüngt. Flgl unten schwarzgrau; Vflgl mit einem großen orangeroten
Hrdfleck, welcher die Rippe 4 erreicht und durch kleme rote Flecke fast bis zum Vrd fortgesetzt wird ; 2 — 3
feine rote Querstriche in der Zelle und einige undeuthche rote Flecke im Spitzenteil. Hflgl unten dunkelgrau
mit 4 — 5 roten Punkten an der Wurzel und einer fast zusammenhängenden gebogenen Querbinde über die Mitte,
welche aus 7 roten, schwarz eingefaßten Flecken der Felder 1 c— 7 besteht; Saumteil mit einigen undeuthchen
roten Strichelchen. — Das 2 weicht nur dadurch ab, daß die Zeichnungen der Oberseite heller, rotgelb sind,
daß die Vflgl oben einen großen Hrdfleck haben, welcher bis zur Rippe 4 breit ist und sich dann als schmaler
Streifen fast bis zum Vrd fortsetzt, daß die Vflgl an der Wurzel zwei rote Querstriche in der ZeUe und einen in
1 b haben und daß der rote Fleck der Hflgl-Oberseite fast die ganze Zelle bedeckt, nur einige schwarze
Flecke zurücklassend. Eine recht häufige, von Alt-Calabar bis zum Congo-Fluß vorkommende Art.
Ps. minium Harn. Bruce (62 g) ist der Ps. isca sehr ähnlich, weicht aber m beiden Geschlechtern da- minium.
durch ab, daß das rote Feld der Hflgl-Oberseite viel größer ist, mdem es sich bis zur Wurzel und zur Rippe 1 b
ausdehnt ; die Wurzel mit mehreren schwarzen Punkten. Außerdem sind die Vflgl beim ^ oben einfarbig schwarz
ohne Zeichnungen, unten ohne Hrdfleck und der Hrdfleck der Vflgl-Unterseite beim ? durch einen schwarzen
Querstrich der Felder 1 b und 2 geteüt. Kamerun, bei Bitje,
324 PSEUDERESIA. Von Dr. C. Aumvillius.
osheba. Ps. osheba Holl. ist auch nach der Beschreibung nicht sicher zu deuten, wahrscheinhch aber mit Ps.
minium Harn. Druce am nächsten verwandt. Die Beschreibung lautet: „Kopf und Körper oben schwarz; Saum
beider Flgl gewellt und die Fransen zwischen den Rippenenden schmal grau. Vl'lgl breit schwarz mit einem klei-
nen roten Fleck nahe an der Wurzel und einem größeren solchen Fle;k am Hrd; Hflgl rot, gleichmäßig schwarz
gesäumt, bei einigen Stücken ist die schwarze Farbe schmäler am Ird; eine Anzahl kleine schwarze Flecke an
der Wurzel. Die Unterseite braun mit bleifarbigem Glänze und ^\enige schwarze Flecke an der Wurzel beider
Flgl; der rote Hrdfle^k der Vflgl tritt auch unten auf und ist nach voi'n von einem kleinen roten Fleck be-
gleitet; an der Wurzel der Hflgl finden sich einige wenige rote Punkte und eine gebogene Querbinde roter
Punkte durchquert die Mitte des Flgls, welcher dort dunkler als sonst ist. Das $ Aveicht in der Tat nur dadurch
vom o ab, daß die Spitze der Vflgl stumpfer ist. Flglspannung 27 mm." Gabun am oberen Ogowe-Fluß.
mUdbraedi. Ps. mildbrüedi A. Schnitze. ,, Vflgl oben vollkommen schwarz; Hflgl oben brennend ziegelrot, Ird und
eine nach hinten unmerklich verjüngte im Durchschnitt 4 mm breite Saumbinde schwarz ; von derselben Farbe
sind die scharf begrenzte mit einigen roten Schüjjpchen bestreute Wurzel, ein Querfleck in Feld 1 der nach vorn
durch die schwarze Wurzel von Feld 2 fortgesetzt wird, sowie ein solcher in der jMitte und am Ende der Mittel-
zolle. Unterseite rußschwarz ; Vflgl mit violettgrauem seidig schimmernden Wurzeldrittel und ebenso gefärbtem
2 mm breiten Saume; in Feldern 1 — 5 je ein verschwommener schwarzer Discalfleck (derjenige in Feld 4 und 5
mehr wurzciwärts), je ein Fleck von derselben Farbe in der Mitte und am Ende der Mittelzelle, von denen er-
sterer deutlich rot beschuppt ist. Auf den Hflgln ist die violettgraue Färbung noch ausgedehnter, indem die im
Mittel 3 mm breite, nach hinten erweiterte Saumbinde mit der grauen Wurzelliälfte am Ird zusammenfließt;
die schwarzen Discalflecke sind in 4 — ö undeuthch, in den übrigen Feldern ziemlich groß und rot ausgefüllt ; außer-
dem sind je zwei rote Wurzelpunkte in 1 c und in der Zelle vorhanden. ? unbekannt." Süd-Kamerun, bei Sang-
mclima. — Dürfte nur eine Form der folgenden Art sein.
ruülo. Ps. rutilo Harn. Druce (63 e) q. Vflgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen: Hflgl oben schwarz
mit einem orangeroten Felde, welches den Vrd erreicht, nach außen gebogen und von der fast 2 mm breiten
schwarzen Saumbmde, nach innen von der Rippe 2 begrenzt ist und im Felde Ic drei kleine rote Flecke bildet ;
es erreicht die AVurzel, bedeckt die ganze Mittelzelle und ist dort mit einem sch^^arzen Punkt in der Zelle und an
der Zeilenspitze geziert. Beide Flgl unten rußschwarz, an der Wurzel und am Saume violettgrau ; Hflgl mit einem
roten Punkt an der Spitze der Zelle und mit einigen undeutlichen roten Pünktchen an der Wurzel.'ik? unbekannt.
Kamerun, bei Bitje.
phaeochiton. Ps. phaeochitoil Grünb. (63 e) ^. ,, Vflgl oben ganz schwarz; Hflgl mit ausgedehntem roten, von der
Wurzel ausgehenden, dem Vrd anliegenden Fleck; Ird und Saum breit schwarz; innerer Rand des Fleckes mit
unregelmäßigen schwarzen Einschnitten. Unterseite schwärzlich grau mit ganz unbestimmten verschwom-
menen fleckenartigen dunkleren Schatten; Hflgl auf der Mitte rötlichbraun beschuppt, dicht hinter der ZeUe
mit einer Querreihe ziemlich undeutlicher roter Punkte in den Feldern 1 b — 4; ein roter Punkt an der Zellen-
wurzel und 2 auf der Zellenmitte nur schMach angedeutet. Flglspannung 23,5 mm." $ unbekannt. Spanisch
Guinea: Makomo. — Auch diese Form scheint kaum von Ps. rutilo verschieden zu sein.
gordoni. Ps. gordoni llnm. Druce (62 g) (J. Vflgl oben schwarz, am Hrd in Feld 1 a mit emem orangegelben Längs-
striche, welcher weder die Wurzel noch den Saum erreicht iindsich der rotgelben Farbe der Hflgl genau anschließt.
Hflgl oben orangegelb mit schwarzer Saumbinde und schwarzem Ird, welcher die Rippe 1 b erreicht. Vflgl
unten matt schwarzbraun, am Saume heller; zwei rote Flecke in der Zelle und eine ziemlich breite rote Quer-
binde hinter der Zelle vom Vrd bis zur Rippe 4. Hflgl unten von der Wurzel bis über die Mitte hinaus mit
abwechselnden orangegelben und braunen, unterbrochenen Querbinden; die Grundfarbe hinter der Mitte zu-
erst dunkler und dann am Saume heller. $ unbekannt. Benin-Küste.
bakeriana. Ps. bakeriana Cntor ist mir unbekannt, scheint aber der vorigen Art nahe zu stehen. (J. Vflgl oben
schwarz, am Ird mit einem orangegelben Längsstrich, welcher sich etwas über die Rippe 1 hinaus ausdehnt,
aber weder die Wurzel noch den Saum erreicht. Hflgl oben orangegelb mit sehr breiten schw arzen Hinterrändern ;
von denen sich die Saumbinde gegen den Vrd schnell verjüngt. Beide Flgl unten schwarzgrau, Hflgl etwas
heller; Vflgl am Vrd rot gesprenkelt mit einem roten Vrdfleck hinter der Zellenspitze; dieser Fleck hängt mit
einer roten Stri'helung, welche sich bis zum Hrd ausdehnt, zusammen: in der roten Färbung ein kurzer
schwarzer Strich. Hflgl unten mit drei unregelmäßigen, unterbrochenen rötlichen Querbinden; die cbitte Quer-
binde ist nach außen von einer breiten schwarzen Binde begrenzt, darauf folgen rote Strichelchen, eine schwarze
Binde und endlich wieder rötliche Strichelchen bis zum Saume. Beim 5 haben die mehr gerundeten Vflgl oben
und unten einen großen orangegelben Hrdfleck; Hflgl oben wie beim (J, unten auch fast wie beim ^, aber heller
und ohne Rot. Flglspannung 30 — 32 mm. Sierra-Leone während der Trockenzeit.
dinora. Ps. dinora Ä"?/. (62 g) ist eine besonders unten ganz eigentümlich gezeichnete Art. ^. Vflgl oben schwarz
mit sehr großem orangcgelbcm Hrdfleck. welcher die Rippe fi und den Hinterwinkel erreicht, am Hrd etw a 9 mm
breit ist und auch einen Querfleck in der Zelle bildet, wodurch der große schwarze Mittelfleck begrenzt wird.
CITRINOPHILA. Von D:. C. Attrivillius. 325
Hflgl oben orangegelb, an der Wurzel am Ird und am Saume schmal schwarz; ein schwarzer Querstrich am Zell-
ende. Vflgl unten schwarzgrau mit hellgelbem Hrdfleck, gelben Saumflecken in 2 — 4 und großem gelben Apical-
fleck, welcher durch eine schiefe schwärzhche QuerbLnde vom Hrdfleck getrennt wird; Vrd schwarz ge-
strichelt. Hflgl unten graugelb mit zahlreichen sch\\ arzen Punkten (in I b, 3 in 1 c, je einem in 2—6, 4 in 7, 1
in der Zelle und I großen am ZeUenende) und drei großen roten Flecken hinter der Mitte in 2, 3 und 5 ; am Saume
eine in den Feldern 5 — 7 undeutHche schwarze Kappenhnie. Das $ weicht nur durch hellere und etwas größere
gelbe Felder der Oberseite vom ^ ab. Kamerun.
Ps. carlota Suff. (63 e) (J. Vflgl oben schwarz mit großem orangerotem Hrdfleck, welcher die Rippe 6 carloUi.
und den Hinterwinkel erreicht ; Hflgl oben an der Wurzel, am Ird bis zur Rippe 2 und am Saume in einer Breite
von 1,5 mm schwarz, sonst orangerot mit einem schwarzen Fleck an der Zehenspitze. Vflgl unten schwarzgrau
mit rotem Anhauche ; am Vrd kleine graue Striche und Punlvte ; ein gelber MargmaKleck in 9, der durch undeut-
liche weißgelbUche Flecke mit einem gelben 4 mm breiten Apicalfleck verbunden ist; eine feine schwarze Saum-
linie, vor dieser in den Feldern 2 — 4 je ein undeuthcher gelber Submarginalfleck ; die äußere Hälfte des Feldes
1 b und das äußere Viertel des Feldes 2 sind hell orangerötlich gefärbt. Hflgl unten gelb, saumwärts stark schwärz-
Uch mehert und punktiert: 2 schwarze Wurzelflecke nebeneinander im Felde 7; an schwarzen Discalflecken
finden sich 10 vor, nämlich: 2 in 1 c, einer an der Spitze der Zelle, je einer in 2 — 8, von denen der in 5 einen
2 mm langen, die in 2, 3 und 7 einen kürzeren lebhaft roten viereckigen Fleck, welcher fast bis an die Außenrd-
binde reicht, entsendet: Saumbinde schwarz, in 1 c undeutlich, in 2 — 4 breiter und je einen kleinen gelben
Fleck einschließend; in den Feldern 5 — 7 erweitert sich die gelbe Färbung auf Kosten des Schwarz zu analen
Flecken, welche die Spitze dieser Felder bedeckt. Nord-Kamerun: Johann Albrechthöhe. — Diese Beschreibung
paßt so genau auf Ps. dinora, daß carlota wahrscheinlich davon nicht verschieden ist.
Ps. bicolor Smith u. Ky. (62 f) ^. Vflgl oben schwarz ohne Zeichnungen; Hflgl oben schwarz mit bicolor,
einem orangegelben, nach außen erweiterten Vrdstreifen, welcher nach hinten fast gerade abgeschnitten ist und
die Rippe 4 erreicht ; saumwärts ist er von einer schmalen nach vorn zugespitzten schwarzen Saumbinde be-
grenzt. Beide Flgl unten schwarz mit mehreren undeutlichen röthchen Schuppenflecken bestreut ; Vflgl hinter
der Mitte mit einem rotgelben Hrdfleck, welcher die Rippe 3 erreicht und auch einen kleinen Fleck in Feld 3
bildet. $ unbekannt. „Accu".
Die jetzt folgenden drei letzten Arten unterscheiden sich von allen vorhergehenden mit Ausnahme von russuhts dadurch,
daß die Hflgl unten der roten Tlecke völlig entbehren.
Ps. semirufa Smith ist oben der Ps. bicolor ganz ähnlich und weicht nur durch schmälere Vflgl ab. Vflgl semirufa.
unten schwärzlich mit einem breiten schmutzgelben Hrdfleck, welcher die Rippe 3 erreicht ; Hflgl in der vor-
deren Längenhälfte schmutzgelb, in der hinteren schwarzgrau, an der Wurzel mit 7 schwarzen Punkten (2 in 1 c,
einem in der Zelle, 3 in 7 und einem am Ende der Zelle) und vor dem Saume mit einigen schwärzlichen Punk-
ten oder Bogen. Sierra Leone.
Ps. fusca Cator. ^. Vflgl oben einfarbig schwarz; Hflgl schwarz mit orangegelbem Vrdstreifen ganz fusca.
wie bei bicolor und semirufa. Vflgl unten dunkelgrau mit einem kleinen schwarzen Fleck am Ende der Zelle und
an der Wurzel der Rippe 2; hmter der Zelle eine gebogene discale Querreihe kleiner schwarzer Flecke und
eine ähnliche submarginale Reihe; Hflgl unten ockergelblich braun mit 2 schwarzen Punkten an der Wurzel
in Feld 7, einem am Ende der Zelle und einem in 1 c; hinter der Zelle eine feine, aus Flecken gebildete, unter-
brochene, schwärzliche Querbinde vom Vrd bis zum Ird und jenseits dieser eine undeuthche submarginale
Reilie schwarzer Punkte. — $. Beide Flgl oben schwarz; Vflgl mit einem breiten orangegelben Hrdfleck,
welcher sich bis in Feld 4 ausdehnt; Hflgl oben wie beim (J, nur etwas heller. Flgl unten wie beim (J, aber
etwas heller und die Vflgl am Hrd gelblich. Sierra-Leone. — Dürfte kaum von semirufa verschieden sein
Ps. cellularis Ky. (62 g). Beide Flgl oben orangegelb, an der Wurzel und die Hflgl fast überall mit celluhris.
schwarzen Schuppen bestreut; Vflgl oben mit 6 — 7 mm breitem schwarzen Spitzenfleck, welcher die Rippe 4
erreicht und sich dann als schmale Saumbinde bis zum Hinterisänkel fortsetzt, bisweilen sind die Discal-
flecke 4 — ^6 (wie in der Figur) vom Spitzenfleck abgetrennt und frei; ein schwarzer Wurzelpunkt in
der Zelle und in 1 b, ein großer schwarzer Mittelpunkt und außerdem oft auch freie schwarze Submarginalpunkte
in 2 und 3. Hflgl oben mit unregelmäßiger, nach innen unscharf begrenzter schwarzer Saumbinde. Vflgl unten
grau mit orangegelbem Hrdfleck. die graue Farbe schwarz gesprenkelt mit schwarzem Mittelpunkt und zwei
Reihen schwarzer Flecke vor der Spitze. Hflgl unten mit hell gelblich grauer, etwas schwarz bestäubter Grund-
farbe, 6 — 7 schwarzen Punkten in der Wurzelhälfte, 6 scharf hervortretenden schwarzen Submarginalpunkten
in 1 c — 6 und am Saume zwischen den Rippen mit dunklen Bogen, welche 5 — 6 gelbhche Saumflecke be-
grenzen. Das 0 ist dem ^ ähnlich, nur etwas blasser gefärbt. Kamerun bis Ogowe-Fluß.
9. Gattung: Citriiiophila Ky.
Im Rippenbau stimmt Citri nophila sehr nahe mit Pseuderesia überein und weicht nur durch die in der
Gattungsübersicht angegebenen Kennzeichen ab. Von Teriomima unterscheidet sie sich durch die gestielten
326 CITRINOPHILA. Von Dr. G. Aüriviluus.
Rippen ü und 7 der Hflgl und dadurch, daß die Rippe 7 der Vflgl in die Spitze oder den \'rd mündet.
Alle Arten sind zitrongelb — schwefelgelb — weißgelb mit schwarzen Saumflecken oder schwarzer
Saumbinde, oben aber ohne Flecke in dc^r C4rundfarbe.
Bei den (^(J ist der Vrd der Vflgl nW.u l)reit und tiefschwarz, bei den $$ nur schwarz gesprenkelt oder
fast ganz gelb.
Uebersichtdcr Arten.
A. Die breite schwarze Saumbinde der Vflgl-Oberseite ist auf der Innenseite deutlich eingeschnitten besonders
in den Feldern 2 und 3. Große Art, 35 — 4.5 mm. C. erastus.
B. Die schwarze Saumbinde der Vflgl-Oberseite ist nach innen fast ganzrandig und fast gleichmäßig ausgeschweift.
a. Die Saumbinde der Vflgl-Oberseite erreicht nur die Rippe 2; beide Flgl unten mit einem schwarzen
Punkt an der Spitze der Mittelzelle. C. unijmnctata.
ß. Die Saumbinde der Vflgl-Oberseite erreicht den Hinterwinkel.
*. Flgl unten am Saume mehr oder weniger schwarz bestäubt, aber ohne deutliche Saumflecke.
1. Saumbinde der Hflgl-Oberseite etwa 2 mm breit und deutlich gebogen. C. si7nilis.
2. Saumbinde der Hflgl-Oberseite nur 1 mm breit und fast gerade, an der Rippe 6 spitz endend.
C. pusio.
**. Flgl unten am Saume mit deutlichen dunklen Saumflecken oder Saumpunkten.
1 . Vflgl unten mit einem dunklen Fleck an der Zellenspitze. Die Hflgl beim $ oben mit freien dunklen
Saumpunkten. C. tenera.
2. Vflgl unten ohne Fleck an der Zellenspitze. Die Hflgl beim $ oben mit sehr schmaler schwarzer
Saum binde. C. serena.
erasius. C. et AStus Heiv. {^J = erasmus Ky.) (62 h). Flgl mit zitronengelber (^) oder weißgelber ($) Grund-
farbe, unten an der Wurzel mehr oder weniger hell orangegelb angeflogen. Beide Flgl beim (J oben mit 3 — 4 mm
breiter schwarzer, auf den Vflgln nach innen gezackter Saumbinde und breiter tief schw arzer Vrdstreifen der
Vflgl, welcher wenigstens die vordere Längshälfte der Mittelzelle bedeckt ; beim $ ist die Saumbinde der Vflgl-
oberseite wie beim (^ gebildet, die der Hflgl dagegen in gerundete Saumflecke aufgelöst und der Vrd der Vflgl
nur schmal schwarzgrau bestäubt. Auf der Unterseite haben beide Flgl statt der Saumbinden freie oder fast
flaveola. freie schwarze Saumflecke. Ashanti bis Angola. — Als ab. ? flaveola Ky. mag eine Abänderung des 9. bei
der die Saumflecke der Hflgl-Oberseite zu einer 2 — 3 mm breiten Saumbinde vereinigt sind, bezeichnet wer-
den. Goldküste und Kamerun. Als (J (!) von flaveola beschrieb Kirby die normale Weibchenform
unipunc- C. unipunctata Baker ist mir unbekannt und gehört vielleicht zu Teriomima. Die Beschreibung lautet:
taia. _^ ^ Beide l'Mgl zitronengelb; Vflgl mit der Spitze breit schwarz, die schwarze Farbe ist nach innen gleichförmig
gebogen mit einem kleinen Einschnitt an der Rippe 4, nach hinten verjüngt und an der Rippe 2 endend;
Hflgl mit feiner, oft unterbrochener, schwarzer Saumlinie. Auf der Unterseite sind beide Flgl heller zitronen-
gelb mit einem schwarzen Punkt an der Zellenspitze; Vflgl mit der schwarzen Saumbinde schwach durchschei-
nend; Vrd und Saum mit feinen schwarzen Punkten; Hflgl mit feinen schwarzen Punkten an den Rippen -
enden. Flglspannung 34 mm." Congo-Gebiet : Makala.
tenera. C. tenera Ky. {^ = limbatä Ky.) (62 g, h). Flgl lebhaft zitronengelb, unten mit schwarzen Saumflecken
und einem unregelmäßigen schwärzlichen Fleck an der Spitze der Mittelzelle der Vflgl. (^. Beide Flgl oben mit
3 mm breiter, tief schwarzer Saumbinde, welche sich auf den Vflgln am Vrd bis zur \\'urzel fortsetzt und die iVIit-
telzello fast völlig bedeckt. — ?. Hflgl oben nur mit freien Saumpunkten ; Vflgl oben mit halbmondförmiger
Saumbinde, welche an der Mitte des Vrds endet; Wurzelliälfte des Vrds nur schmal schwarz bestäubt. Kame-
run bis Gabun.
serena. C. serena Ky. (62 h). Das ? weicht von teiiera ? nur durch das in der Uebersicht angeführte Kennzei-
chen und durch sehr kleine Saumpunkte der Unterseite, sowie durch schmälere Saumbinde der Vflgl-Oberseite
ab. (J unbekannt. Sierra Leone bis Kuilu.
similia. C. similis Ky. (^ = marginalis Ky.) (62 h). Das (j* weicht oben von tenera S kaum ab, hat aber
unten beide Flgl aiu Saume, die Vflgl am Vrd und die Hflgl am Ird schwarz bestäubt und keine deutliche Saum-
flecke (nur auf den Fransen stehen schwarze Flecke an den Rippenenden) ; die Vflgl haben keinen Fleck an der
TERIOMIMA. Von Dr. C. AuBmLLnrs. 327
Spitze der Mittelzelle. Das 9 weicht außerdem durch eine etwa 2 mm breite schwarze Saumbinde der Hflgl-
Oberseite und mehr gleichbreite Saumbinde der Vflgl von tenera $ ab. Goldküste.
C. pusio Smith. S- Flgl gelb; Vrd der Vflgl-Oberseite nur bis zur Mittelzelle schwarz; Saumbinde der pv^io.
Hflgl-Oberseite nur 1 mm breit, fast gerade an den Rippen 1 c und 6 spitz endend ; Flgl unten mit feiner,
schwarzer Saumhnie und ohne Saumflecke. $ unbekannt. Beninküste: Warri.
10. Gattung- : Terioiniiua Ky.
Die Gattung ^l■urde von Kirby für subpuncf.ata aufgestellt. Später vereinigte er mit dieser Art mehrere
andere, welche jedoch nicht damit im Rippenbau übereuistimmen, und verwechselte Cürinophila und Terio-
7ni»ia-Arten miteinander. Von Cürinophila weicht Teriomima durch die nicht gestielten Rippen 6 und 7 der
Hflgl ab. Mit Liptetia ist sie sehr nahe verwandt und nur dadurch verschieden, daß die Rippe 6 der Vflgl aus
dem Stiele von 7 — 9 entspringt.
Die Teriomimen sind kleine zart gebaute, dünnflügelige, einfach gezeichnete Schmetterlinge mit weißer
oder gelber Grundfarbe beider Flgl. Sie sind wahrt cheinlich auf Ost- und Süd-Afrika beschränkt.
Uebersicht der Arten.
I. Die Hflgl unten mit kleinen dunklen Punkten auf weißem oder gelbem Grunde. Vflgl oben mit emem drei-
eckigen, schwarzen Spitzenfleck, welcher lünten an der Rippe 3 oder 2 spitz endet. Hflgl oben einfarbig
oder nur mit kleinen schwarzen Saumpunkten.
a. Beide Flgl mit weißer Grundfarbe.
*. Der dunkle Apicalfleck der Vflgl-Oberseite deuthch länger am Saume als am Vrd. Unterseite rein weiß
mit zahlreichen, zum Teil etwas länglichen dunklen Punkten. T. subpunctata.
**. Der dunkle Apicalfleck der Vflgl-Oberseite dreieckig ebenso lang am Vrd wie am Saume. Unterseite
der Hflgl und die Spitze der Vflgl-Unterseite gelbhch angeflogen mit weniger Punkten.
T. delicatula.
ß. Beide Flgl mit gelber Grundfarbe. Die Hflgl unten nur mit 6 — 8 Punkten, oben einfarbig.
*. Die Vflgl mit 4 dunklen Punkten nach einander am Vrd : ihr Apicalfleck auf der Innenseite nicht ein-
geschnitten. Flglspannung etwa 28 mm. T. puella.
**. Die Vflgl am Vrd nur mit 2 dunklen Punkten, welche vor der Mitte stehen; ihr Apicalfleck auf der
Innenseite im Felde 5 deutlich eingeschnitten. T. puellaris.
II. Die Hflgl unten ohne dunkle Punkte.
A. Hflgl unten hellgelb, bis zur Mitte mit zahlreichen, paarweise geordneten, dunkelgrauen, feinen Quer-
strichen. Spitze der Vflgl unten nicht verdunkelt. T. micra.
B. Die Unterseite der Hflgl, sowie die Wurzel und die Spitze der Vflgl-Unterseite schwarzgrau mit zahl-
reichen in Querreihen geordneten orangegelben Flecken oder rötlich mit hellen Flecken. Vflgl oben mit
schwarzer Spitze und mit großen, dunklen, mehr oder weniger vereinigten Flecken am Vrd.
a. Unterseite der Hflgl heU röthchgelb mit noch helleren Flecken. T. pallida $
ß. Unterseite der Hflgl schwärzhch bis dunkelgrau mit orangegelben Flecken. T. pallida ^
T. aslauga.
T, subpunctataii!/. (62h). Flgl oben weiß ; Vflgl mit einer schwarzen Saumbinde, welche sich nach hinten subpunc-
verjüngend an der Rippe 2 endet; Hflgl oben nur mit kleinen schwarzen Punkten an den Rippenenden. Flgl ^^'
unten weiß ; Vflgl mit grau durchscheinender Saumbinde, zwei Reiiien schwarzer Punkte in derselben und eini-
gen schwarzen Punkten am Vrd, in der Zelle und hüiter der Zelle in 4, 5 und 10. Hflgl unten mit zahlreichen
(über 30) kLeinen Punkten, von denen die submargmalen strichförmig sind. Deutsch und Britisch Ost-Afrika.
T. delicatula Ky. (62 h ; Spitzenfleck der Vflgl unrichtig geformt) weicht nur durch die in der Ueber- delicatula.
sieht angegebenen Merkmale von suhpunctata ab und ist vielleicht das $ dieser Art. . Deutsch Ost-Afrika : Usagara.
T. pueila Ky. (62 h, i). Beide Flgl oben und unten mit gelber Grundfarbe; Vflgl oben mit schwarzer, puella.
nach hinten zugespitzter Saumbinde, \\elche an der Rippe 2 endet, und 4 kleinen Flecken am Vrd; unten
ohne Saumbinde aber mit einer subapicalen Querreiiie von 5 schwarzen Punkten zwischen dem Vrd und der
328 LARINOPODA. Von Dr. C. Aurivillius.
Rippe 4 und am Vrd mit denselben Flecken wie oben. Hflgl oben unbezeichnet unten nur mit 8 schwarzen
Punkten, je einem in 2, 3, 4, 6, 7 und der Zelle und zwei in 1 c. M'^urde als aus Gabun stammend beschrieben;
diese Angabe ist jedoch wahrscheinlich falsch und die Art kommt tatsächlich in Ost-Afrika vor.
puellaria. T. puellarls Trim. weicht nur durch die oben angeführten Kennzeichen von puella ab und ist vielleicht
nur eine Rasse derselben. Maniealand.
micra. T. micra Smith ist eine kleine, nur 21 mm spannende Art mit orangegelber Gnindfarbe. Hflgl oben
unbezeichnet; Vflgl oben mit einigen undeutlichen kleinen dunklen Flecken am Vrd und einer scliMarzen Saum-
binde, welche bei dem einen Geschlecht die Rippe 3 erreicht und nach hinten verjüngt endet und beim anderen
($?) nur einen kleinen Spitzenfleck, weklier an der Rippe 5 endet, bildet. Vflgl unten nur mit einigen undeut-
hchen Strichelchen am Vrd und vor der Spitze; Hflgl unten mit zahlreichen, feinen, dunklen, paarweise stehen-
den Querlinien an der Wurzel und in der Mitte und am Saume mit einer aus Bogen gebildeter Submarginal-
linie. Britisch Ost-Afrika, am Tana-Fluß.
T. aslauga ist eine veränderliche Art, wejche nach Lokahtäten und Jahreszeiten ( ?) variiert. Die hier
zusammengeführten Formen ^^■urden früher als selbständige Arten betrachtet ; da sie aber ohne scharfe Grenze
hüdegarda. ineinander übergehen, betrachte ich sie als Formen einer Art. — Bei hildegarda Ky. (= freya Smith u. Ky.)
(()2 i) haben beide Flgl oben eine gemeinsame, 2 — 5 mm breite, schwarze Saumbinde: die Grundfarbe der Ober-
seite goldgelb bis orangegelb und die Vflgl am \tA. breit schwarz oder schwarz gefleckt ; unten sind beide Flgl
schwärzlich mit scharf hervortretenden orangegelben Flecken und einem gebogenen, am Hrd etwa 5 mm brei-
ten Hrdfleck der Vflgl. Scheint die Regenzeitform zu sein und tritt von Angola bis Britisch Ost-Afrika auf. —
aslauga. aslauga Trim. (62 e) hat oben eine orangegelbe Grundfarbe und weicht von hildegarda dadurch ab. daß die Saum-
binde der Hflgl fehlt (?) oder sehr schmal ist und daß die Saumbinde der Vflgl nach hinten in einer Spitze aus-
läuft und beim $ den Hinterwinkel nicht erreicht; Unterseite mit etwas hellerer Grundfarbe sonst wie bei
pallida. hildegarda. Natal bis Britisch Ost-Afrika. — Bei pallida Trim. ist die Grundfarbe der Oberseite heller gelb und
die schwarzen Zeichnungen noch mehr reduziert ; die Saumbinde der Hflgl fehlt völlig und die der Vflgl ist schmä-
ler und kürzer; auf der Unterseite der Hflgl ist die Grundfarbe beim (J heller grau und beim ? hell rötUch gelb
mit sehr undeutlichen Flecken. Mashuna-Land bis Britisch Ost-Afrika.
11. Gattung: liariiiopoda Btlr.
Die Larinopoden sind ziemüch große (32 — 34 mm) breitflügelige Lipteninen mit weißer Grundfarbe und
schwarzen Zeichnungen. Beine ockergelb mit schwarzgeringelten Tarsen. Die Vflgl haben oben einen schwar-
zen Spitzenfleck oder eine dunkle Saumbinde und unten stets einen dunklen Fleck am Vrd der Spitze der Zelle
gegenüber. Die Hflgl haben unten einen schwarzen Punkt im Felde 1 c nahe am Ursprung der Rippe 2 und
gewöhnhch auch einen solchen Punkt im Felde 6. Der Saum der Vflgl ist konvex, bisweilen nach hmten bauchig
hervortretend. Im Rippenbau kommt Larinopoda der Gattung Liptena nahe, zeichnet sich aber dadurch aus, daß
die Hinterecke der Mittelzellen stark ausgezogen ist und die Spitze der Zelle dadurch breit und schief abge-
schnittien.
Die Geschlechter sind einander fast ähnlich; die ?$ jedoch daran kenntlich, daß die zwei vorletzten
Ventralglieder des Hlbs stark halbkugelig angeschwollen sind.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Die Hflgl unten ohne schwarzen Punkt in der Mittelzelle.
A. Die Hflgl oben einfarbig weiß ohne Zeichnungen, unten ohne Saumbinde oder Saumflecke, aber mit
schwarzem Wurzelpunkt in 1 c und wenigstens einem schwarzen Submarginalpunkt (im Felde 6).
a. Der schwarze Spitzenfleck der Vflgl-Oberseite ist höchstens 2 mm breit und setzt sich als schwarze
Saumlinie nur bis zur Rippe 3 fort. L. lircaea.
ß. Der schwarze Spitzenfleck der Vflgl-Oberseite ist wenigstens 5 — 6 mm breit und setzt sich als breite
Saumbinde wenigstens bis zur Rippe 2 fort. L. lagyra.
B. Die Hflgl wenigstens unten mit dunkler Saumbinde oder dunklen Saumflecken. Die Spitze und der
Saum der Vflgl oben wenigstens bis zur Rippe 2 breit schwarz.
a. Hflgl unten ohne schwarze Irdbinde.
*. Saumbinde der Hflgl fast in Flecke aufgelöst oder nach innen gezackt. L. hermansi.
FertiggestelU 1914; ausgegeben Sept. 1918. LIPTEXA. Von Dr. C. AuRIVILLIUS.
329
**. Saumbinde der Hflgl ganzrandig. l. aspidos.
ß. Die breite schwarze Saumbinde der Hflgl-Unterseite setzt sich am Ird bis zur Wurzel fort.
L. latimarginata.
II. Die Hflgl unten mit einem schwarzen Punkte in der Mittelzelle und außerdem mit einem Wurzelpunkte in
1 c. Die Spitze und der Saum der Vflgl wenigstens oben breit schwärzlich.
a. Die Hflgl unten rein weiß mit drei schwarzen Punkten (in 1 c, 6 und der Zelle) und am Saume mehr oder
weniger verdunkelt. l eurema.
ß. Die Hflgl unten im Wurzelteil mit drei schwarzen Punkten (in 1 c, 7 und der Zelle) und hinter der Mitte
mit drei braunen Schattenbinden, welche am Ird vereinigt smd; die erste und zweite sind breit, die dritte
aber schmal und aus Halbmöndchen zusammengesetzt; die erste erreicht gewöhnhch nur die Rippe 5
oder 6, die beiden anderen den Vrd. Der schwarze Submarginalpunkt im Feld 6 fehlt.
L. tera.
L. lircaea Heic. (63 d). Flgl weiß; Vflgl oben mit einer schmalen Lüiie am Vrd und einem kleinen, beim lircaea.
(J höchstens 2 mm breiten, beim $ fast linienförmigen Spitzenfleck, welcher höchstens die Rippe 3 erreicht,
schwarz; unten wie oben, aber ohne Spitzenfleck und mit einem oft gerundeten schwarzen Fleck an der Mitte des
Vrds. Hflgl oben unbezeichnet, unten nur mit zwei schwarzen Punkten, einem in 1 c und einem in 6. Alt-
f'alabar bis zum Kuilu-Fluß.
L. lagyra weicht von lircaea nur dadurch ab, daß die Vflgl oben eine wenigstens 5 mm breite, schwarze
Saumbinde haben. — Bei der Hauptform lagyra Hew. ist der Vrdstreifen der Vflgl-Oberseite schmal und hin- lagjjm.
ter der Zelle undeutlich und die Saumbinde ist hinten im Felde 2 spitz ausgezogen. Alt-Calabar. — ab. gyrala gyrala.
Suff. (63 f). Die Vrdbinde der Vflgl setzt sich bis zur Saumbinde fort; die Saumbinde ist am Vrd 7 mm breit
und endet stumpf an der Rippe 2 oder erreicht den Hrd. Hflgl unten außer den gewöhnlichen Punkten auch
mit je einem kleinen schwarzen Submarginalpunkt in 5 und 7. Kamerun. — brenda Ham. Dmce weicht nur brenda.
dadurch ab, daß die Hflgl unten eine vollständige Reihe dunkler Submarginalflecke haben. Benin. — emJIia emiiia.
Suff, wurde als besondere Art beschrieben und ward noch 1910 von Ham. Druce als solche betrachtet, scheint
mir aber nur eine Form von lagyra zu sein und nur dadurch abzuweiclien, daß die Saumbinde der Vflgl-Ober-
seite am Vrd noch breiter (9 mm) ist und in 1 b spitz ausläuft. Kamerun bis zum Kassai-Fluß im Congo-Gebiet.
— ab. punctata //am. Driice weicht von emiiia wie hrenda von lagyra ab, indem die Hflgl unten eine vollständige punctata.
Reihe von Submarginalpunkten haben. Kamerun.
L. hermansi Auriv. weicht von lagyra nur dadurch ab, daß die Hflgl auf beiden Seiten 6 — 7 große drei- hermansi.
eckige am Saume mehr oder weniger mit einander vereinigte schwärzHche Saumflecke haben; Hflgl unten
nur in 6 und 7 mit Submarginalpunkten. Congo-Gebiet bei Bangasso am oberen Ubangi. — ab. spuma Ham. spuma.
Druce (63 f) unterscheidet sich von der Hauptform dadurch, daß die Hflgl unten wie bei brenda und pimctata
eine vollständige Reihe von schwarzen Submarginalpunkten, die jedoch in 1 c — 5 mit den Spitzen der Saum-
flecken vereinigt sind, haben. Kamerun.
L. aspidos Druce weicht wie die Arten-Uebersicht angibt, von hermansi dadurch ab, daß die Saumbinde aspidos.
der Hflgl nach innen ganzrandig ist. Togo bis Lagos.
L. latimarginata Smith (63 f). Vflgl auf beiden Seiten mit schmaler schwarzer Vrdbinde, welche die latimargi-
Saumbinde erreicht; diese ist sehr breit, auf beiden Seiten tief schwarz und erreicht den Hrd. Hflgl auf beiden ""'"•
Seiten mit 2 — 3 mm breiter ganzrandiger schwarzer Saumbinde und unten außerdem auch mit schwarzem Ird-
streif , welcher die Wurzel erreicht ; unten mit schwarzem Punkt in 1 c ; der Submarginalpunkt in 6 von der
Saumbinde bedeckt. Beninküste: Warri.
L. eurema Plötz (63 f) weicht von allen vorhergehenden durch einen schwarzen Punkt in der Mittel- eurema.
zelle auf der Unterseite der Hflgl ab. Die schwarze Saumbinde der Vflgl ist mehr oder Aveniger breit und ge-
wöhnhch auch unten deutlich, aber dort bisweilen durch eine weißliche Submarginalbinde geteilt. Hflgl beim $
ohne Saumbinde, beim ,^ mit schmaler, dunkler Saumbinde. Sierra-Leone bis Aschanti.
L. tera Heir. (63 f). Vflgl wie bei eurema. Hflgl oben am Analwinkel und am Saume mehr oder weniger lera.
bräunlich überzogen, unten mit schwarzen Wurzelpunkten Ln 1 c, 7 und der Zelle, und mit 3 — 4 Schatten-
binden (vergl. die Artübersicht); Submarginalpunkte fehlen. Kamerun bis Angola und Uganda.
12. Gattung: liipteiia Hew.
Im Rippenbau stimmt Liptena nahe mit Larinopoda überein. Die Vflgl haben 12 Rippen, von denen die
Rippe 6 frei aus der Spitze der ZeUe entspringt. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl aus demselben Punkte
XIII 42
330 LIPTENA. Von Dr. C. Attrivilijus.
oder kurz gestielt, selten etwas getrennt ; die Rippen 6 und 7 nicht gestielt. Die Mittelzellen sind an der Spitze
quer abgeschnitten und nicht am Hinterwinkel ausgezogen. Die Palpen anliegend beschuppt. Fühlerkeule
langgestreckt fast drehrund.
Die zahlreichen Arten können nach Farbe und Zeichnung in 4 Gruppen geteilt werden. Einige dieser
Gruppen sind als Gattungen betrachtet worden. Die morphologischen Kennzeichen sind indessen nicht stich-
haltig und darum ist es besser dieselben als Gruppen, welche durch die Färbung unterschieden werden können,
zu betrachten.
Uebersicht der Artengruppen.
A. Die Flgl oben mit weißer bis hell ockergelber Grundfarbe, mit oder ohne schwarae Zeichnungen.
a. Die Flgl kurz und breit, stets oben mit weißer Grundfarbe. Der Vrd, die Spitze und der »Saum der Vflgl
auf beiden Seiten breit schwarz oben stets zusammenhängend und ungefleckt. Die Rippen 3 und 4
der Hflgl fast immer getrennt entspringend. Erste Gruppe.
ß. Die Flgl mehr langgestreckt, oben mit weißer oder gelber Grundfarbe. Die Vflgl oben unbezeichnet oder
mit einem großen schwarzen Spitzenfleck, welcher sich am Saume selten bis zum Hrd fortsetzt; der Vrd
selten und nur oben schwarz. Die Hflgl unten einfarbig oder mit mehreren feinen Querlinien oder
schwarzen Punkten. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl gestielt oder aus demselben Punkte, selten (wie
bei fatima) am Ursprünge getrennt. — Parapontia RÖber (= Leucolepis Karsch). Zweite Gruppe.
B. Die Flgl oben einfarbig schwarz oder schwarz mit orangeroten Flecken oder orangegelb mit schwarzen
Rändern. Die Rippen 3 und 4 der Hflgl aus demselben. Punkte. Die Hflgl nie unten mit 6 — 7 dunklen
Querlinien oder Querbinden.
a. Die Flgl unten schwärzlich mit hellen Flecken oder gelblich mit schwarzen Flecken, oben gewöhnlich
mehr oder weniger orangegelb oder rot, selten einfarbig schwarz. Die Rippe 7 der Vflgl endigt in den
Saum. Dritte Gruppe.
ß. Die Flgl oben einfarbig schwarz, unten weiß mit schwarzen Zeichnungen. Die Rippe 7 der Vflgl endigt
in die Spitze. — Tetrarkanis Karsch. Vierte Gruppe.
Erste Artengruppe.
Die Arten erinnern teils an die Larinopoden, teils täuschend an die Pentila-Aiteu der Tirza- Gruppe. Von den Pentila-
Arten sind sie durch das Fehlen der Praecostalrippe der Hflgl und durch die viel kürzere Mittelzelle leicht zu unterscheiden.
Geschlechter einander ähnlich.
Uebersicht der Arten.
I. Die schwarze Spitze der Vflgl unten hellgefleckt oder mit einem weißen Striche. Die Hflgl oben ohne schwar-
zen Mittelpunkt.
A. Die schwarze Saumbinde der Vflgl erreicht den Hrd und setzt sich in gleicher Breite auf der Ober-
seite der Hflgl bis zum Analwinkel fort. Hflgl unten mit dunklem Ird.
a. Auf der Unterseite der Vflgl ist der schwarze Vrd hinter der Spitze der MittelzeUe durch einen Vor-
sprung der weißen Grundfarbe von der schwarzen Spitze scharf getrennt.
*. Hflgl unten am Vrd mit schwarzen Zeichnungen.
1. Hflgl unten mit gelblicher Grundfarbe; die MittelzeUe ganz hell oder nur an der Spitze
mit schwarzem Querstrich. L. lihyssa.
2. Hflgl unten mit weißer Grundfarbe; die MittelzeUe an der Wurzel, in der Mitte und an
der Spitze schwarz. L. hollandi.
**. Hflgl unten am Vrd in den Feldern 7 und 8 einfarbig weiß ohne Flecke. L. nubifera.
ß. Auf der Unterseite der Vflgl geht der schwarze Vrd aUmählich ohne tiefen Einschnitt in die schwarze
Spitze über. Hflgl unten mit sehr breiter, am Saume weißgefleckter Saumbinde.
LIPTEXA. Von Dr. C. Aurivilliüs. 331
1. Die Hflgl unten mit zwei breiten, schwarzen Binden, von denen die eine von der Mitte des
schwarzen Irds bis zur Mitte des Vrds und die andere aus der vorigen quer von der Spitze der Zelle
bis zur schwarzen Submarginalbüide gelit und das Feld 6 ganz bedeckt. Die weiße Grundfarbe
wird hierdurch in zwei größeren und einen kleineren Fleck geteilt. L. canifirrms.
2. Die weiße Grundfarbe der Hflgl-Unterseite nicht in getrennte Flecke abgeteilt.
a. Die Hflgl unten an der Spitze der Mittelzelle mit einem großen, schwarzen, sehr ururegel-
mäßigen Fleck, welcher den Vrd, aber weder den Ird noch den Außenrand erreicht.
L. melandeta.
b. Die Hflgl unten an der Spitze der Mittelzelle mit einem großen gerundeten tief schwarzen
ganz freien Fleck. L. lyhia.
B. Die schwarze Saumbinde der Vflgl-Oberseite ■wird nach hinten allmählich schmäler und erreicht nur die
Rippe 2; auf der Oberseite der Hflgl ist sie nur durch eine sehr feine Saumünie vertreten. Hflgl unten
weiß ohne MitteKleck und mit einer 3 mm breiten, imgefleckten schwarzen Saumbinde.
L. simplicia.
II. Die schwarze Spitze der Vflgl sowie der Vrd und der Saum auf beiden Seiten ohne helle Zeichnungen. Hflgl
unten am Ird nicht schwarz, auf beiden Seiten mit schwarzer Saumbinde.
a. Hflgl nur unten mit schwarzem Mittelpunkt. Saumbinde der Vflgl nach hinten verjüngt, an der Rippe
2 oder 1 spitz endend. L. suhmacula.
ß. Saumbinde der Vflgl bis zum Hrd 3 — 4 mm breit und in gleicher Breite auf den Hflgln fortgesetzt.
*. Die Vflgl auf der Querrippe mit einem deutlichen schwarzen Fleck, welcher mit dem Vrd vereinigt ist.
L. confusa.
**. Die Vflgl ohne deutlichen Fleck auf der Querrippe der Slittelzelle. L. opaca.
L. libyssa Hew. (= margarita Suff.) (63 g). Flgl oben weiß mit gemeinsamer ungefleckter schwarzer Ubyssa.
Saumbinde und schwarzem Vrd der Vflgl. Vflgl unten weiß mit dem Vrd bis zur Zellenspitze breit schwarz und
mit schwarzer, gelbgefleckter Saumbinde, welche am Vrd 7 mm breit ist, sich aber nach hinten schnell ver-
schmälert und an der Rippe 2 oder in 1 b spitz endet. Hflgl unten gelb mit dem Ird bis zur Rippe 1 c
schwarz, mit schwarzer Saumbinde, welche gewöhnlich im Felde 5 unterbrochen ist und zwei weiße Flecke in
3 und 5 — 6 einschließt, und mit 4 schwarzen Flecken, von denen 2 sich dem schwarzen Ird anschheßen
(der erste kleinere in 1 c nahe der Wurzel, der andere größere in 1 c und 2) und 2 am Vrd stehen (der erste
klein und gerundet in 7, der andere viel größer von der Mitte des Vrds bis zur Spitze der ZeUe und der Rippe 5.
Alt-Calabar bis Angola. — orientalis Baker (= confluens Grünh.) (63 f) ist die östliche Formund weicht da- orienialia,
durch ab, daß die Hflgl unten am Ende der Mittelzelle einen schwarzen Querstrich haben, welcher den großen
Vrdfleck mit den beiden Irdflecken verbindet; der Vrdfleck ist außerdem im Feld 6 auch mit der Saumbinde
vereinigt; der schwarze Wurzelpunkt im Felde 7 fehlt dagegen; die gelbUche Grundfarbe wird hierdurch
in vollständig getrennte Flecke geteilt. Uganda.
L. hoUandi Auriv. (63 g) ist der Form orientalis der vorigen Art ähnlich, weicht aber dadurch ab, daß hollandi.
auf der Unterseite der Hflgl der Wurzelfleck im Felde 7 groß und mit dem Vrdfleck vereinigt ist und einen
schwarzen Querstrich über die Mitte der Zelle bis zum Ird sendet; die Grundfarbe ist fast weiß und die
Saumbinde hat 4 — 5 weiße Saumflecke. Congo-Gebiet.
L. campimus Holl. (63 g). Flgl oben wie bei den vorigen Arten; auf der Unterseite der Vflgl geht die campimus.
schwarze Vrdbinde ohne Grenze in die Saumbinde, welche nur einen weißen Querstrich an der Spitze einschließt
über. Hflgl unten silberweiß mit einer geraden schwarzen Querbinde vom Vrd bis zum Ird quer über die Mittel-
zelle, und einem gebogenen schwarzen Submarginalbüide, welche durch einen schwarzen Längsstrich des Feldes
6 verbunden smd; die weiße Grundfarbe bildet hierdurch drei größere Felder, eine Saumbmde und einen
Längsfleck am Ird. Kamerun bis zum Ogowe-Fluß.
L. melandeta Holl. Oben weiß mit breiten sch^\ arzen Rändern wie bei den anderen Arten ; Vflgl unten mdandeta.
wie bei campimus ; Hflgl unten mit schwarzem Ird und Submarginalbüide w ie bei campimus, sonst aber nur mit
einem unregelmäßigen schwarzen Vrdfleck, welcher die Zellenspitze erreicht und einen Zweig quer über die
Mitte der Zelle entsendet. Ogowe-Fluß.
L. lybia Stgr. (63 g als libya) kommt der vorhergehenden Art sehr nahe und weicht nur dadurch ab, daß lyUa.
die Hflgl unten an der Spitze der Mittelzelle einen abgerundeten freien, schwarzen Fleck haben, welcher den
Vrd nicht erreicht. Gabun.
L. nubifera Harn. Bruce (63 g). Vflgl oben weiß mit der Spitze und dem Saume breit schwarzbraun; nuUfera.
Vrd auch bis zur Zelle schwarzbraun; an der Spitze der Zelle em schwarzer Querfleck, welcher mit dem dunk-
332 LIPTENA. Von Dr. C. AuRiviLLros.
leii \'rd zusammenhängt; unten fast wie oben, aber mit helleren dunklen Zeichnungen, weißer Linie am Saume
und verschmälerter Saumbinde, welche an der Rippe 2 endet. Hflgl oben weiß mit breiter brauner Saum-
binde und einem kleinen dunklen Punkt am Ende der Zelle: unten zum größten Teil hell braun überzogen mit
weißem Vrd und weißen, braun gekernten Saumflecken ; ein Punkt an der Wurzel und einer an der Spitze der Zelle
schwärzlich. Diese abweichende Form scheint am besten in diese Gruppe zu passen. Kamerun: Bitje.
simpliciu. L. simplicia Möschl. Vflgl oben weiß mit dem Vrd bis zur Mittelzelle schwarz und mit schwarzer Saum-
binde, welche hinten an der Rippe 2 spitz endet. Hflgl oben weiß mit feiner schwarzer Saumlinie. Vflgl unten
wie oben, aber mit weißer Submarginallinie in der schwarzen Saumbinde. Hflgl unten weiß mit 2 mm breiter,
nach vorn verjüngter schwarzer Saumbinde. Elfenbeinküste bis Goldküste.
aubmacula. L. submacula Lathy (62 a). Vflgl auf beiden Seiten mit schwarzem Vrd und schwarzer unbezeichneter
Saumbinde, welche an der Rippe 2 oder 1 spitz endet. Hflgl auf beiden Seiten mit einer 2 mm breiten, nach
beiden Enden verjüngten dunklen Saumbinde und unten außerdem mit schwarzem Mittelpunkt. Nigeria :
Anambara Creek.
conftiaa. L. confusa Auriv. Beide Flgl oben und unten weiß mit 3 — 4 mm breiter schwarzer Saumbinde und
schwarzem -Mittelpunkt, welcher auf dem Vflgl mit dem breiten schwarzen Vrd vereinigt ist. Kamerun.
opaca. L. opaca Ky. (63 g) weicht von confusa nur dadurch ab, daß der Mittelpunkt der Vflgl fehlt oder vom
breiten Vrd völlig bedeckt wird. Hflgl bei der Hauptform auf beiden Seiten mit schwarzem Mittelpunkt. Kame-
immaculata. run bis Gabun. — ab. immaculata Grünh. Hflgl nur unten mit schwarzem Mittelpunkt. Spanisch Guinea und
vom Kuilu-Fluß.
Zweite Artengruppe.
Dift Gruppe ist sehr natürlich und besteht aus zart gebauten, dünnflügeligcn, weißen oder gelben Art«n, welche an die
Terionümeu erinnern. Die Hflgl unten gewöhnlich mit einer feinen schwarzen Submarginallinie zwischen den Rippen 1 b und 6
und die Vflgl oft mit zwei solchen Linien zwischen der Spitze und der Kippe 4 oder 3. Die Geschlechter sind ähnlich gefärbt
und gezeichnet.
Uebersicht der Arten.
I. Beide Flgl oben und unten mit einem schwarzen Punkte auf der Querrippe der Mittelzelle. Die Rippen
3 und 4 der Hflgl an ihrem Ursprünge ziemlich weit getrennt. Grundfarbe beider Flgl weiß.
a. Vflgl oben am Vrd an der Spitze und am Saume sehr breit schwarz. Hflgl unten mit 3 schwarzen Wurzel-
punkten (in 1 c, 7 und der Zelle). L. perobscura.
ß. Vflgl oben nur mit einem 4 mm breiten, schwarzen Spitzenfleck, welcher an der Rippe 4 oder im Felde 3
endet. Hflgl oben nur mit Mittelpunkt und unten außerdem nur mit sehr feiner schwarzer Saumlinie;
selten mit einem Wurzelpunkt in 1 c. L. fatima.
II. Beide Flgl ohne Mittelpunkt. Die Rippe 3 und 4 der Hflgl aus demselben Punkte oder gestielt.
A. Die Hflgl auf beiden Seiten einfarbig ohne Zeichnungen oder nur mit einer feinen dunklen Saumlinie
oder selten unten mit drei undeutlichen, gelben Querlinien. Vrd der Vflgl-Oberseite nicht oder nur
schmal schwarz.
a. Beide Flgl mit weißer Grundfarbe; Vflgl oben mit großem, schwarzem Spitzenfleck.
1. Der Spitzenfleck der Vflgl erreicht nur die Rippe 4 oder bUdet höchstens auch einen kurzen Quer-
strich im Felde 3. Hflgl unten dicht vor dem Saume mit feiner schwarzer Linie.
a. Flgl auf beiden Seiten rein weiß mit weißen Fransen, ausgenommen am Spitzenfleck, wo die
Fransen schwarz sind. Größere Art, 33 — 35 mm. L. alluaudi.
b. Flgl am Vrd der Vflgl und unten am Saume deutlich gelb angeflogen; Fransen der Hflgl
gelbhch. Kleinere Art, 29 — 31 mm. L. albicans.
2. Der Spitzenfleck der Vflgl erreicht die Rippe 3 oder sogar die Mitte des Feldes 2, ist nicht
hinten zugespitzt und setzt sich am Vrd bis zur Wurzel schmal fort. Hflgl unten ohne schwarze
Linie am Saume. 24 — 27 mm. L. decifiens.
ß. Beide Flgl mit gelber Grundfarbe.
*. Vflgl oben mit schwarzem Spitzenfleck. AVenigstens die Hflgl unten mit schwarzer Linie dicht
am Saume.
LIPTENA. Von Dr. C. Aurivillius. 333
1. Der Spitzenfleck derVflgl ist groß, erreicht nach hinten die Rippe 2 und setzt sich am Vrd
als schmale Binde bis zur Wurzel fort. L. xanihostola.
2. Der Spitzenfleck der Vflgl ist klein und nach hinten von der Rippe 5 begrenzt.
L. bolivari.
**. Vflgl ohne schwarzen Spitzenfleck, am Saume und an der Spitze nur ein wenig dunkler gelb.
Beide Flgl unten ohne schwarze Saumlinie.
1. Hflgl unten ohne Zeichnungen. Flglspannung 32 mm. L. evanescens.
2. Hflgl unten hinter der Mitte mit drei sehr undeutlichen, feinen, gelbUchen Querlinien. Flgl-
spannung 27—28 mm. L. immaculata.
B. Die Hflgl unten mit 3 — 8 dunklen Querlinien oder mit dunklen Discalpunkten. Die Vflgl stets oben
mit dunklem Spitzenfleck.
a. Die Hflgl unten mit dunklen Querlinien.
*. Die Hflgl unten ohne schwarze Wurzelpunkte, bisweilen durch Auflösung der Querbinden mit
emigen freien Flecken.
§. Die Hflgl unten außer der SaumlLnie nur mit 4 gelbbraunen, ebenen Querlinien. Grund-
farbe weiß. Die Vflgl oben mit großem schwarzen Spitzenfleck, welcher sich längs dem Vrd
bis zur Wurzel und am Saume bis zur Rippe 2 ausdehnt. L. subundularis.
§§. Die Hflgl unten außer der Saumlinie mit 6 — 7 dunklen Querhnien oder Querbinden, von denen
jedoch nicht alle den Vrd erreichen.
0. Beide Flgl mit gelber Grundfarbe.
f. Grundfarbe beider Flgl hellgelb.
1. Die Querlinien der Hflgl-Unterseite breit und dick, schwarzbraun; die zwei oder
drei ersten vollständig, die übrigen in den Feldern 4 und 5 oder nur in 5 breit
unterbrochen. Spitzenfleck der Vflgl-Oberseite klein, nur die Rippe 4 erreichend.
Vrd oben nicht oder wenig verdunkelt. L. flavicans.
2. Die Querlinien der Hflgl-Unterseite .schmal, gelbbraun; die sechs ersten gerade,
die siebente gebogen, dem Saume gleichlaufend ; die dritte abgekürzt, die übrigen
vollständig den Vrd erreichend oder fast erreichend. Der schwarze Spitzenfleck
der Vflgl groß, nach hinten die Rippe 2 fast erreichend. L. undina.
t+. Grundfarbe beider Flgl oben orangegelb oder braungelb.
1. Hflgl unten mit hellgelber Grundfarbe. L. praestans.
2. Hflgl unten mit grauer Grundfarbe. L. eukrines.
00. Beide Flgl oben mit weißer Grundfarbe.
1. Hflgl unten gelblich und nur mit 6 feinen gewellten Querlinien. Der Spitzenfleck der
Vflgl-Oberseite erreicht höchstens die Rippe 4, ist hinten breit und auf der Innen-
seite winkelig eingeschnitten. Vrd oben nicht oder nur sehr schmal verdunkelt. Die
erste Querlinie der Hflgl-Unterseite sehr fein, oft zum Teil undeutlich oder in Flecke
aufgelöst. L. undularis.
2. Hflgl unten weiß mit 7 fast ganzrandigen und scharf hervortretenden Querlinien.
Vflgl oben am Vrd breit verdunkelt; ihr Spitzenfleck groß.
a. Der Spitzenfleck der Vflgl dehnt sich nach hinten kaum über die Rippe 4 hinaus.
Querhnien der Hflgl-Unterseite fein und braun. L. seftistrigata.
b. Der Spitzenfleck der Vflgl erreicht die Rippe 2. Querhnien der Hflgl-Unterseite
dick und schwärzhch. L. ferryrnani.
**. Die Hflgl unten strohgelb mit schwarzen Wurzelpunkten in 1 c, 7 und der Zelle und hinter der Mittel-
zelle mit drei feinen zackigen Querhnien. L. subpunctata.
ß. Die Hflgl unten ohne Querlinien, aber mit 7 schwarzen Flecken (3 in 1 c und je einem in 2, 4, 6 und 7).
Grundfarbe beider Flgl gelb. L. homeyeri.
334 LIPTENA. Von Dr. 0. Aurivillius.
perdbscura. L. perobscura Haw. Druce (63 g, h). Vflgl oben, ganz wie bei L. libyssa, schwarz mit großem weißen
Hrdfleck, welcher die Rippe 5 erreicht und die hintere Längsliälfte der Mittelzclle bedeckt ; unten weiß mit
kleinem schwarzem Mittelpunkt, zwei gebogenen Querreihen dunkler Punkte hinter der Zelle aus je 3 — 4 Punk-
ten in 4 — 6 und zwei feinen schwarzen Linien vor dem Saume vom Vrd bis zur Rippe 2. Hflgl weiß mit kleinem
schwarzen Mittelpunkt, außerdem oben mit zwei dicken Submarginallinien, welche in 5 und 6 vereinigt sind,
und unten mit drei Wurzelpunkten in 1 o, 7 und der Zelle, einer gebogenen Querreihe von 6 Discalpunkten
in 1 c — 6 und mit zwei feinen schwarzen Linien vor dem Saume. Kamerun: Bitje.
fatima. L. fatiiTia Ky. (63 h). Beide Flgl weiß an der Wurzel gelblich mit schwarzem Mittelpunkt und unten
dicht vor dem Saume mit feiner schwarzer Saumlinie, welche jedoch auf den Vflgln in Feld 3 endet. Vflgl
oben mit schwarzem Spitzenfleck, welcher am Vrd 6 — 7 mm breit ist, an der Rippe 4 quer, endet und innen
winkelig eingeschnitten ist. Kamerun bis zum Kuilu-Fluß.
alluaudi. L. aliuaudi Mab. (= augusta Suff.) (63 h). Zu dem was in der Uebersicht gesagt worden ist, ist nur hin-
zuzufügen, daß der Vrd der Vflgl an der Wurzel schmal verdunkelt ist und daß auch die Vflgl unten dicht vor dem
Saume eine feine schwarze Linie haben, welche jedoch höchstens die Rippe 3 erreicht. Elfenbeinküste bis
Kamerun.
albicans. L. albicans Cator (63 h) weicht nur durch die in der LTebersieht angeführten Merkmale von alluaudi
ab. Sierra-Leone. ,, Fliegt gewöhnlich hoch oben z\vischen den Bäumen."
deeipiens. ^- decipiens Ky. (63 h). Flgl weiß, unten etwas gelblich; Hflgl unbezeichnet; Vflgl oben mit großem
schwarzen Sphzenf leck, welcher am Vrd 6 mm breit ist, hmten im Felde 2 stumpf endet und am Vrd als schma-
ler Streifen die Wurzel erreicht, unten mit schwarzen Fransen bis zur Rippe 3 und mit Spuren einer schwarzen
SubmarginaUinie in 5 — 7. Kamerun bis Congo.
xantho- L. xaiithostola Holl. {= xantha Smith) (63 h). Beide Flgl oben und unten gelb ; Spitzenfleck der Vflgl wie
slola. ijßi decipiens; Hflgl auf beiden Seiten am Analwinkel mit schwarzer Linie dicht vor dem Saume. Ogowe-Fluß
bis Uganda.
bolivari. L. bollvari Kheil ist mir unbekannt, weicht aber nach der Beschreibung nur durch den kleineren Spitzen-
fleck der Vflgl von der vorigen Art ab. Spanisch Guinea.
evanescens. L. evanescens Ky. (62 i). Beide Flgl hell rahmgelb ohne Zeichnungen; Vrd der Vflgl schmal schwärz-
lich; Fransen rötlich. Kamerun.
imma- L. immaculata Stgr. ist kaum und nur durch das in der Uebersicht angegebene Kennzeichen von
culata. evanescens verschieden. Ogowe.
subundula- L. subundularis Stgr. (63h). Flgl weiß; Vflgl oben mit großem schwarzen Spitzenfleck, welcher sich
'■'*• am Vrd bis zur Wurzel und am Saume bis zur Rippe 2 erstreckt, unten an der Spitze mit zwei braunen abgekürz-
ten Submarginallinien und einer schwarzen dicht am Saume. Hflgl unten mit 4 fernen braunen Querlinien, von
denen die erste nur von 1 c bis zur Spitze der Mittelzelle geht, und mit schwarzer Linie am Saume. ^Kamerun
bis Ogowe.
flavicans. L. flavicans Smith w. Ky. (63 i). Zu den in der Uebersicht gegebenen Kennzeichen ist nur hinzuzufügen,
daß die Vflgl unten einen breiten schwarzen Vrdstreif, welcher kurz hinter der Zellenspitze quer endet, und vor
der Spitze zwei breite dunkle Querbinden zwischen dem Vrd und der Rippe 5, sowie eine schwarze Linie dicht
am Saume haben. Kamerun an der Barombi-Station.
praestans. L. praestans Smith ist kleiner als flavicans aber größer als undina und steht auch in bezug auf die
Zeichnung der Hflgl-Unterseite in der Mitte zwischen diesen beiden Arten; die Querlinien sind nämlich dicker
und dunkler als bei «ndiria aber nicht so dick wie bei /toi;jcans. Beide Flgl oben braungelb; Vflgl mit dem Vrd
und der Spitze breit schwarz und am Saume von der Rippe 3 bis zum Hinterwinkel schmal schwarz; Hflgl
mit einer etwa 2 mm breiten, durch eine gelbe Linie geteilten, dunklen Saumbinde. Vflgl unten fast wie oben,
aber mit hellen Flecken am Vrd und hellen Querlinien vor dem Saume ; die dunkle Saumbinde erreicht höch-
stens die Rippe 2. Hflgl unten mit hellgelber Grundfarbe und 7 dunklen, dicken Querlinien. Sierra Leone.
undina. L. undina S7nith u. Ky. (63 k) ist oben der L. xanthostola ganz ähnhch; auf der Unterseite haben die
Vflgl zwei gebogene braune Querünien vor der Spitze und die Hflgl 7 gelbbraune Querhnien (vgl. die Ueber-
sicht). Kuilu-Fluß.
mkrinea. L. eukrines fl^«m. I>rMce (63 i). Beide Flgl oben orangegelb ; Vflgl mit schwarzem Vrdstreif, welcher an
der Spitze der Zelle endet und durch die Grundfarbe völlig vom schwarzen Apicalfleck getrennt ist; dieser
erreicht hinten nur die Rippe 4, wo er breit endet; dahinter nur eine feine Saumlinie; Hflgl oben ohne andere
Zeichnungen als eine feine dunkle Saumlinie. Vflgl unten fast wie oben, nur dadurch verschieden, daß der Spit-
LIPTENA. Von Dr. 0. AuRiviLLnjs. 335
zenfleck kleiner, weißlich durchzogen und unscharf begrenzt ist. Hflgl unten dunkelgrau mit 6 — 7 unregelmäßi-
gen, teilweise in Flecke aufgelösten QuerUnien. Nordost-Ehodesia.
L. undularis Hew. (63 i). Hinsichtüch dieser Art verweise ich auf die Uebersicht. Die Flgl besonders die undularis.
Hflgl sind schmäler als bei den anderen Arten. Niger bis Congo.
L. septistrigata (sie!) Baker ist mir unbekannt, scheint aber nach^der Beschreibung ' zwischen! Mnrfi/- gepiisiri-
laris und ferrymani zu stehen. , .Beide Flgl weiß. Vflgl mit einem breiten dunklen Vrd und einem sehr jjreiten ?«'«•
dunklen unregelmäßigen Spitzenfleck, welcher am Vrd die ZeUenspitze gegenüber anfängt und sich bis zur
,, dritten Medianrippe" erstreckt. Hflgl oben nur mit einer fernen dunklen Saumlinie vom Analwinkel bis zur
,, dritten Mediam-ippe". Vflgl unten mit einem schmalen braunen Streif längs dem Vrd der Mittelzelle und hinter
dieser mit einem kurzen gebogenen braunen Querstrich vom Vrd bis zur Mediam-ippe"; hinter diesem Quer-
strich ist eine andere gebogene braune Querbinde, welche nahe am Saume an der Medianrippe 3 endet ; näher
an der Spitze ist eine zweite, scharf begrenzte, dunkelbraune, gewellte, schmale, submarginale Querlinie, welche
an der Mediaiu-ippe 2 endet; dicht am Saume eine schwarze durch die Rippen unterbrochene Linie. Hflgl
unten mit 6 braunen Querlinien, von denen ■! sich von der Rippe 1 b bis ziim Vrd erstrecken, die drei ersten
unter sich und die drei letzten unter sich gleichlaufend sind, und mit einer gebogenen und gewellten Submar-
gtnallinie, welche vom Analwmkel bis zur Spitze geht und mit der feinen Saumhnie parallel ist; die dritte der
drei ersten Linien erreicht nicht den Vrd, sondern endet am Vrd der Zelle und die sechste endet an der ,, vierten
Medianrippe". Fransen weiß". Sierra Leone.
L. ferrymani Smith u. Ky. (63 i). Flgl weiß. Vflgl oben mit breitem schwarzem Vrdstreif, welcher die ferrymani.
Wurzel und die vordere Längshälfte der Zelle bedeckt, hinter der Zelle erweitert ist und quer endet, und mit
schwarzem etwas unregelmäßigen Spitzenfleck, welcher durch die weiße Grundfarbe vom Vrdstreif getrennt
ist und am Saume die Rippe 2 erreicht. Hflgl oben weiß mit feiner schwarzer Linie dicht am Saume und von
unten durchscheinenden Querlinien. Vflgl unten fast wie oben, die Saumbinde aber in drei Subapicalbinden
aufgelöst. Hflgl unten mit 7 scharf hervortretenden, dicken schwarzen Querlinien und schwarzer Saumlinie;
Rippen auch schwarz. Diese schöne Art ist nach Stücken von Lokoja am Niger-Fluß beschrieben.
L. subpunctata Baker wird in folgender Weise beschrieben: ,,Flgl oben weiß; Vflgl vom letzten Viertel subpunc-
des Vrds bis zur Rippe 3 schwarz, an der Wurzel ein wenig ockergelb überzogen und am ersten Drittel des Vrds '"'"•
dunkelgrau; Hflgl oben am Saume mit einer Binde von feinen braunen Strichelchen. Vflgl unten weiß mit
einer dunklen QuerUnie an der Spitze der Zelle; Vrd schwach braun gesprenkelt; Spitzenteil weiß mit drei
feinen braunen Querlinien, die innerste ist zackig, gebogen und erreicht das Feld 4, die zweite erreicht die
Rippe 4 und die dritte verläuft dicht vor dem Saume bis zur Rippe 5; Fransen bis zur Rippe 3 schwarz,
dahinter weiß. Hflgl unten hell strohgelb mit zahlreichen hellbraunen Zeichnungen; die Wurzel sehr dünn,
der Ird dichter gesprenkelt; je ein dunkler Punkt in 1 c, 7 und der ZeUe; eiia Querstrich am Zellende; eine
undeuthche unterbrochene Mittelquerhnie; hinter der Mitte eine gebogene, zackige, an den Rippen unter-
brochene Linie und dann eine feine gewellte Submarginalhnie; Fransen weiß. Flglspannung 39 mm. Nigeria
in der Kabba-Provinz.
L. homeyeri Dew. (63 i). Flglauf beiden Seiten mit hell ockergelber Grundfarbe. Vflgl oben mit schwär- homeyeri.
zem Vrdstreif, welcher an der Wurzel anfängt, an der Zellenspitze quer endet und durch die gelbe Grundfarbe
vom großen schwarzen Spitzenfleck, welcher die Rippe 3 erreicht, getrennt wird. Hflgl oben ohne Zeichnung
(die Flecke der Unterseite deutlich durchscheinend). Auf der Unterseite der Vflgl ist der Vrdstreif nur durch
schwarze Wurzelflecke der Felder 9 — 11 und der ApicaKleck durch eine breite schwarze, bis zur Rippe 4 aus-
gedehnte Subapicalbuide und durch eine feine schwarze, bis zur Rippe 2 reichende Saumlinie vertreten. Hflgl
unten mit drei schwarzen Punkten m 1 c und je einem in 1 b, 2, 4, 5, 7 und 8 (bisweilen auch mit Submarginal-
flecken in 1 c — 5) und mit dicker schwarzer Saumhnie. Südliches Congo-Gebiet bis Rhodesia.
Dritte Artengruppe.
Die Arten dieser Gruppe erinnern sehr an die Pseuderesien und sind früher oft auch als solche beschrieben worden.
Von den echten Pseuderesien sind sie indessen stets durch die in beiden Flgln freie Rippe 6 leicht zu unterscheiden. Die $ $
weichen oft dadurch von den ,S<S ab, daß die rotgelbe Farbe besonders oben mehr ausgedehnt ist.
Uebersicht der Arten.
I. Die Hflgl unten wenigstens über die Mitte hinaus orangegelb bis graugelb, gewöhnlich mit schwarzen Wurzel-
und Discalpunkten.
336 LIPTEXA. Von Dr. C. Axtrivillius.
A. Die Vflgl auf beiden Seiten (?) oder nur unten (<J) mit weißer Subapicalbinde. L. subvariegata.
B. Die Vflgl ohne weiße Subapicalbinde.
a. Kleinere Arten, 28 — 30 mm. Hflgl oben von der Wurzel bis weit über die Mitte hinaus und bis
zum Vrd rotgelb. Vflgl oben mit sehr großem, orangegelbem Hrdfleck. Beide Flgl unten vor dem
Saume mit drei dunklen Querlinien oder Querbinden, nämlich : einer dicken Saumlinie dicht vor
dem Saume; einer gezackten Submarginallinie und einer Postdiscallinie, welche auf den Vflgln durch
den breiten Subapicalfleck vertreten ist. Diese Querlinien sind durch die gelbe Grundfarbe schmal
getrennt und auf den Vflghi nach hinten abgekürzt. Geschlechter einander ähnlich.
*. Die schwarze Submarginallinie der Unterseite beider Flgl tief gezackt, im Felde 6 der Vflgl ebenso
deutlich wie in den übrigen Feldern. L. similis.
**. Die schwarze Submarginallinie der Unterseite ist eher gewellt als gezackt und im Felde 6 der
Vflgl undeutlich oder fehlend. Dieses Feld dadurch zwischen der Saumlinie und der Subapicalbinde
fast einfarbig gelb. L. turhata.
ß. Größere Arten, 36 — 40 mm. ^ Hflgl oben mit breiter rotgelber Mittelbinde, welche den Vrd nicht
erreicht; Vflgl oben einfarbig schwarz oder nur mit undeutlichen rötlichen DiscaKlecken in 2 — 4.
$ unbekannt.
1. Vflgllänglich.obenmit Andeutung gelblicher Discalf lecken in 2 — 4. Hflgl unten mit 3 mm breiter,
schwarzgrauer Saumbinde. L. tulliana.
2. Vflgl kurz und breit, oben einfarbig schwarz. Hflgl unten rotbraun, ohne dunkle Saumbinde,
aber mit zwei Querreihen schwarzer Flecke in der Saumhälfte. L. tullia.
II. Die Hflgl unten mit dunkelbrauner bis schwarzer Grundfarbe.
A. Die Hflgl unten mit graugelben bis rötlichen und gewöhnlich auch mit schwärzlichen Flecken. Die Flecke
gewöhnlich nicht scharf hervortretend. Vflgl oben bei den (^^ einfarbig schwarz.
a. Hflgl unten an der Wurzel des Feldes 1 c mit 1 — 2 roten, gewöhnlich schwarz gekernten Flecken.
Vflgl oben bei den $$ hinter der MittelzeUe mit einem roten Längsstreifen, welcher den Hrd nicht
erreicht. Größere Arten, 35 — 40 mm.
1 . Hflgl bei beiden Geschlechtern oben in der Mitte mit rotem Querfleck, welcher weder die Wurzel
noch die Ränder erreicht. L. Catalina.
2. Hflgl bei beiden Geschlechtern oben einfarbig schwarz oder schwarzbraun ohne Zeichnungen.
L. o-rubrvm.
ß. Hflgl unten an der Wurzel des Feldes 1 c ohne rote, schwarzgekernte Flecke, gewöhnlich mit Quer-
reihen schwarzer und gelbhcher Flecke oder undeuthch gelbhch gefleckt. (J. Hflgl oben schwarz
mit breitem orangegelben Vrdstreifen. ?. Vflgl oben mit großem orangegelben Hrdfleck, welcher
die Rippe 4 erreicht und sich dann als schmale Querbinde fast bis zum Vrd erstreckt. Hflgl oben
von der Wurzel bis über die Mitte hinaus orangegelb. L. ideoides.
L. oblonga.
L. infima.
B. Die Hflgl unten mit zahhreichen -weißen oder weißgelben scharf hervortretenden Flecken auf schwarzem
Grunde.
a. S- Hflgl oben in der Mitte mit orangeroter Querbinde. $. Der Hrdfleck der Vflgl-Oberseite erreicht
wenigstens das Feld 4.
1. cJ. Vflgl oben schwarz ohne Zeichnungen. ?. Der Hrdfleck der Vflgloberseite erreicht fast den Vrd.
L. helena.
2. cj. Vflgl oben mit einem kleinen rotgelben Hrdfleck, welcher nur die Rippe 2 erreicht. $. Der
Hrdfleck der Vflgl endet im Feld 4. L. sauberi.
ß. cJ. Hflgl oben schwarz ohne Zeichnungen. $. Der Hrdfleck der Vflgl-Oberseite fehlt oder erreicht
nur die Rippe 4. L. modesta.
L. despecta.
»libvarie- L. subvariegata Sm. u. Ky. (62 e). ^. Vflgl oben schwarz ohne Zeichnungen, unten schwarz mit einer
ä^"'"- breiten weißen Subapicalbinde in 4 — 6, drei weißen Flecken am Vrd, einem orangegelben Längsstrich am Hrd der
Mittelzelle, einem feinen Querstrich am Zellende und zwei vereinigten orangegelben Discalflecken in 2 und 3.
Hflgl oben schwarz mit einer 4—5 mm breiten rotgelben Mittelciuerbinde, welche sich vom Ird bis zur Rippe 6
erstreckt und am Ird heller, gelblich ist ; unten hell orangegelb mit einem schwarzen Punkt in 7 und mit einer
Äusga/eben 26. IV. 1920. LIPTENA. Von Dr. C. AuRmi-LIUS. 337
{Ferliiji/cstellt .Juli 191 J.)
schwarzen, in den Feldern 1 b, 3, 6 und 7 weißgefleckten, in 4 und 5 aber fast unterbrochenen und nur
durch 2 schwarze Saumflecke vertretenen Saumbinde. $ mir unbekannt. Kamerun. — aliquantum Harn, aliquanim».
Bruce (64 a). Das (J weicht nur dadurch von der Hauptform ab. daß die Hflgl unten außer dem Wurzelpunkt in
7 aucii 2 in der Zelle und einen in 1 c haben. Das 2 ist vom q recht abweichend ; Vf Igl oben schwarz mit weißer
Subapicalbinde und sehr großem hell braungelbem Irdfleck, welcher die Wurzel erreicht, die ganze ]\Iittelzelle,
den größeren Teil der Felder 1 a — 3 und das erste Drittel von 4 und 5 bedeckt; unten wie oben, aber mit eini-
gen weißen Punkten am Vrd und am Saume. Hflgl hell braungelb, oben mit et^^as unregelmäßiger, 2 — 3 mm brei-
ter schwarzer Saumbinde, unten mit einem schwarzen Punkt in 1 c und je 2 in der Zelle und in 7, am Saume
mit freien oder fast freien schwarzen Flecken an den Rippenenden und in Ib, Ic, 2 und 7 mit weißen Submarginal-
flecken, welche wurzelwärts von dicken, schwarzen Bogen begrenzt sind. Congo-Gebiet am oberen Kassai-
Fluß.
L. tulliana Smith (65b). Vflgl oben schwarzbraun mit undeuthchen, analen, rötlichen Discalflecken in tulUana.
2 — 4, unten mit drei schwarzen Punkten in der Zelle und emem in 1 c und kurz hinter der Mitte mit einer gelb-
lichen Querbinde, welche am Hinterrand etwa 3 mm breit ist und sich gegen den Vrd stark verjüngt. Hflgl
oben schwärzhch mit schwarzen Wurzelpunkten und einer orangegelben Mittelbmde fast ganz wie bei suh-
variegata aber nach außen fast geradlinig begrenzt, unten graugelb mit schwarzgrauer Saumbinde und 6 — 7
schwarzen Punkten im Wurzelteil ; am inneren Rande der Saumbinde zeigen sich Andeutungen von schwarzen
Piinkten. Beni.
L. tullia Stgr. q. Vflgl oben schwarz ohne Zeichnungen, unten matt schwarz mit einer unregelmäßigen hdlia.
licht röthchbraunen Querbinde hinter der ]Mitte, die im oberen Teile schmal und verloschen, im unteren aber breit
und deutlich auftritt; 2 — 3 schwarze Flecke an der Wurzel; vom Vrd bis zur Rippe 3 eine nach hinten ver-
jüngte, rötlichbraune Saumbinde, welche durch die schwarzen Rippen und eine siibmarginale schwarze Zacken-
linie durchzogen ist. Hflgl oben schwarz mit rotbrauner 5 — 6 mm breiter Mittelquerbinde, \\elche vom Ird bis
zur Rippe 6 reicht und auch einen kleineren Fleck im Felde 6 bildet ; unten ücht rotbraun mit je 2 schwar-
zen Wurzelpunkten in 1 c, 7 und der Zelle, einem solchen Punkt an der Spitze der Zelle, emer gebogenen ReUie von
7 schwarzen Flecken hinter der Mitte und einer verloschenen schwarzen Zackenlinie vor dem Saume. Gabun.
L. similis Ky. (63 k). Vflgl oben schwarz mit einem großen orangegelben Irdfleck, welcher die Wurzel similis.
erreicht, am Hinterrand 10 mm breit ist, die ganze Mittelzelle oder wenigstens ihre hintere Längshähte bedeckt
und nach vorn die Rippe 5 erreicht; unten fast ähnlich, aber mit hellerem Irdfleck, welcher den Vrd fast
erreicht und die dunkle Vrdbinde vom Spitzenfleck abtremit; der Spitzenteil gezeichnet ^vie in der Uebersicht
gesagt ist. Hflgl oben orangegelb mit breiter schwarzer Saumbinde, am Vrd und am Ird mehr oder weniger
verdunkelt, unten graugelb mit 9 — 10 freien schwarzen Punkten im Wurzelteil und die Saumbinde durch drei
Bogenlinien ersetzt. Kamerun.
L. turbata weicht nur durch die in der Uebersicht erwähnten Merkmalen von similis ab. — Bei der Uirbala.
Hauptform turbata Ky. (63 k) ist die schwarze Saumbinde der Vf Igl-Oberseite in den Feldern 1 und 2 nur etwa
1 mm breit und die zwei inneren dunklen Linien vor dem Saume der Hflgl-Unterseite unvollständig oder in Flecke
aufgelöst. Kamerun bis zum Kuilu-Fluß. — intermedia Grünb. weicht nur dadurch ab, daß die schwarze intermedia.
Saumbinde der Vflgl-Oberseite in den Feldern 1 — 2 etwa 2 — 3 mm breit ist und die Querlinien der Hflgl-Unter-
seite zusammenhängend. Kamerun und Spanisch Guinea.
L. Catalina Smith u. Ky. (63k). q. Beide Flügel oben schwarz; die Vflgl ohne Zeichnungen; die Hflgl mit cataVma.
einem kurzen und schmalen ]\Iittelstreif, ^^elcher sich in den Feldern 4 und 5 von der Spitze der ZeUe gegen den
Saum erstreckt ohne denselben zu erreichen und eine Länge von etwa 6 mm hat. Flügel unten mit schwärzhcher
Grundfarbe; Vflgl in der Mitte mit einer Querreihe rötlicher Punkte in 2 — 6, 9, von denen die in 2 und 3
größer sind. weißUchen Punkten am Vrd in 10 — 12 und zwei Reihen undeutlicher weißlicher Möndchen vor dem
Saume. Hflgl unten mit 2 roten Flecken m der Zelle und zwei in Ic, von denen wenigstens der äußere schwarz
gekernt ist, vor dem Saume zwei Reihen undeutlicher, weißhcher Möndchen und oft auch eine ähnliche in der
Mitte. Das $ weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl auf beiden Seiten einen gelbroten Längsstreif haben, welcher
an der Wurzel des Feldes 1 b spitz anfängt, sich bis über die Mitte der Felder 2 und 3 ausdehnt und auch
emen kleinen Fleck in 4 bildet : unten setzt sie sich sogar fast bis zum Vrd schmal fort. Sierra-Leone bis Kamerun.
L. o-rubrum zeichnet sich dadurch aus, daß beim cj beide Flügel und beim $ die Hflgl oben einfarbig o-ruhrum.
schwarz sind. Die Unterseite fast -nie bei Catalina gezeichnet, beim (J jedoch ohne rote DiscaKlecke der Vflgl.
— o-rubrum Holl. ( = daemon Harn. Bruce,). Hflgl unten an der Wurzel mit 4 roten Flecken, zwei schwarz gekern-
ten in 1 c. einem in der Zelle und einem am Zellende. Beim $ (64 a) haben die Vflgl wie bei Catalina-'^ einen
roten Längsstreif, der jedoch etwas breiter ist und auf beiden Seiten durch eine Querreihe roter Flecke mit dem Vrd
verbunden ist. Kamerun bis zum Kassai-Fluß. — tripunctata Smith weicht nur dadurch ab, daß der rote Fleck iripunclala.
in der Mittelzelle der Hflgl-L^nterseite fehlt. Kuilu.
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338 LTPTENA. \'on Dr. C. AuRiviLLros.
ideoides. L. ideoides Dew. ($ = girthi Dew.) (65 b). Die Geschlechter sind oben ganz verschieden. Beim ^
sind die Vtigl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen und die Hflgl auch schwarz aber mit einem breiten rot-
gelben Vrd.-^treif, welcher nach hinten die Rippe 4 erreicht und nur durch eine schmale schwarze Saumlinie vom
Außenrand getreinit ist. Beim ? haben die Vflgl oben einen großen, rotgelben Hinterrandfleck, welcher am
Hinterrand 5 mm breit ist, die Rippe 4 erreicht und dann von einem schmalen Querstrich fast bis zum Vrd
fortgesetzt wird; die Hflgl sind oben rotgelb mit einer schwarzen etwa 3 mm breiten Saumbinde, die sich am
Ird bis zur Wurzel ausdehnt. Auf der Unterseite sind die Vflgl beim (^ schwarzbraun mit einigen undeutlichen
rötlichen Zeichnungen, beim 9 fast wie oben aber mit 3 rotgelbeii Querstrichen üi der Zelle. Hflgl bei beiden
Geschlechtern unten schwarzbraun mit zahlreichen undeutlichen gelblichen Flecken. Congo-Gebiet bei Mukenge.
— Das (J ist dem ^ von Eresina corynetes (64 b) und dem der mit bicolor (62 f) verwandten Pseuderesia Ar-
ten so ähnlich, daß eine genaue Untersuchung der verwandtschaftlichen Beziehungen dieser Arten sehr zu
empfehlen ist .
oilauga. L. otlauga Smith (62 i). ^ unbekannt. ^ dem $ von ideoides (65 b) ähnhch, aber größer (Flügelspan-
nung etwa 30 mm), Irdfleck der Vflgl vorn etwas breiter; die orangegelbe Farbe der Hflgl nach hinten gleich-
förmig abgerundet, die Wurzel der Felder 1 c — 3 breit ausfüllend. Hflgl unten gelbhch mit 5 Querreihen oder
Querbinden schwarzbrauner viereckiger Flecke. Niger bis Kamerun.
infima. L. infima Smith (64a) ist auch nur im weiblichen Geschlecht bekannt und ist der otlauga (62 i) so
ähnlich, daß sie wahrscheinlich nur eine Abänderung derselben ist. Sie weicht nur dadurch ab, daß die Hflgl
oben an der Wurzel bis zur Spitze der Zelle dünn schwärzüch beschuppt sind und unten eine dunklere, mehr
rötliche Grundfarbe haben. Sierra-Leone.
Die folgenden vier Arten weichen von allen übrigen durch die zahlreichen scharf hervortretenden weißen Flecken
der schwarzen Hflgl-Unterseite ab.
helena. L. Helena //aw. ö»'«fp (62 e). ^. Beide Flügel oben schwarz, die Vflgl einfarbig ohne Zeichnungen; die
Hflgl mit nur 2 mm breiter und 4 — 5 mm langer orangegelber Mittelc[uerbinde, welche ^\eder den Ird noch den
Vrd erreicht. Flügel unten schwarz mit zahlreichen zum Teil in Querreilien geordneten weißen (oder auf den
Vflgln teilweise rötlichen) Punkten oder Flecken. Das 5 oben fast wie die $$ von ideoides {Q5\)) und otlauga
(62ij gezeichnet; Vflgl oben schwarz mit einem gelben Irdfleck, welcher den Vrd fast erreicht, am Ird 10 mm
breit, die Wurzel fast erreicht und in den Feldern 4 — 6, 9 sehr schmal ist ; Hflgl oben bis über die Mitte hinaus
gelb mit zwei schwarzen Querstrichen in der Mittclzelle und 4 mm breiter schwarzer Saumbinde; Flügel
unten fast wie beim (^, die Vflgl aber mit großem hellgelbem Irdfleck, welcher die Rippe 4 erreicht und dann
von kleinen weißen Flecken bis zum Vrd fortgesetzt wird die weißen oder schwach gelblichen Flecke der Hflgl
größer als beim ^, besonders der Fleck in der Mitte. Aschanti bis Kamerun.
sauberi. L. sauberi -4. Schnitze (65c) ist mir unbekannt. Die Beschreibung lautet: „^. Oberseite rußschwarz;
auf den Vflgln ein rotgelber nach vorne schmäler werdender Hrdsfleck in 1 a — 2.deramHrd 7 mm, an der Rippe
2,25 mm breit ist; auf den Hflgln ist die Querbinde viel weiter ausgedehnt als bei helena; sie erreicht in Feld 1
und 2, wo sie schwarz gestrichelt ist, die Wurzel, füllt auch die Wurzel von Feld 3 vollkommen aus, greift dann
mit einem kleinen Fleck in die Spitze der Mittelzelle über und bildet noch einen Fleck in Feld 6; nach außen
ist sie, vor allem deutlich in Feld 3 — 5, strahlig ausgezogen ; außerdem befinden sich in der Mittelzelle noch zwei
rotgelbe schwach gestrichelte Flecke. Auf der schwarzen Unterseite stimmt sauberi-^ in Anordnung und Größe
der gelbUchweißen Flecken genau mit helena-,^ überein, auf den Vflghi befindet sich aber statt der roten Flecke
in Feld 2 und 3 ein rotgelber nach vorn stark verschmälerter Hrdsfleck in Feld 1 a — 4, der nach vorne durch die
weißen Discalpunkte zu einem deutlichen Bogen fortgesetzt wird. Das $ unterscheidet sich auf der Oberseite
dadurch vom helena-"^, daß der rotgelbe Hrdsfleck der Vflgl in Feld 1 a nicht die Wurzel erreicht und in
Feld 4 aufhört, wo er einen kleinen Fleck bildet; auf der Unterseite, die sonst mit der von helena-'^ überein-
stimmt, sind die gelbhchweißen Flecke etwas kleiner". Süd-Kamerun; fhegt um die Spitzen rankender
Maranthaceen.
modeata. L. modesta Ky. (62 e). cj. Beide Flügel oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen ; Unterseite schwarz
mit weißen Punkten, welche fast wie bei helena-^ angeordnet sind; die Discalpunkte der Felder 1 b — 3 der
Vflgl fehlen jedoch völlig. Das 9 unterscheidet sich vom helena-^ dadurch, daß der Hrdsfleck der Vflgl nur die
Rippe 4 erreicht. Kamerun bis Kuilu.
despecta. L. despecta Holl. ist mir unbekannt, kommt aber nach der Beschreibung der vorigen Art nahe. ,,^.
Oberseite gleichförmig dunkel rötlich schwarz; Unterseite matt schwarzgrau, an der Wurzel der Vflgl dunkler;
beide Flügel mit marginalen, submarginalen und discalen Querreihen von pfeilförmigen weißen Flecken ; die
Hflgl außerdem mit einigen kleinen undeutUchen Zeichnungen an oder in der Zelle. Das 9 gleicht dem (J, aus-
genommen daß die Spitze der Vflgl weniger scharf, ihr Saum mehr gerundet und die Farbe der Oberseite hell
rötlichbraun ist. Am oberen Ogowe-Fluß.
I
MICROPEmiLA. Von Dr. C. Aurivillius. 339
Vierte Artengruppe.
Von den übrigen Gruppen weicht diese dadurch ab, daß die Rippe 7 der Vflgl in die Spitze ausläuft;
ein bei den Lipteninen sehr seltenes Verhältnis. Beide Flügel oben einfarbig schwarz oder schwärzlich ohne
Zeichnungen oder nur mit durchscheinendem schMarzeni Mittelpunkt, unten Meiß oder weißlich mit scharf her-
vortretendem schwarzem Punkt an der Spitze der Mittelzelle und wenigstens mit Andeutungen von einer feinen
Discaihnie und einer SubmarginaUinie.
L. diversa Baker (63k). Größer, 27—34 mm; die Vflgl unten am Vrd und an der Spitze mit braunen diversa.
Strichelchen gewässert; Hflgl unten über die ganze Fläche mit kleinen Pünktchen, und Strichelchen dünn
bestreut; beide Flügel unten mit einer schwarzen Linie dicht vor dem Saume und die Vflgl außerdem mit dunk-
len Discalpunkten in 2 — 6; die Hflgl mit einem schwarzen Punkt in 1 c. Vielleicht nur eine Rasse der folgenden.
Sierra-Leone.
L. ilma ist kleiner, 18 — 26 mm, und hat eine reine, nicht oder nur am Vrd gesprenkelte Unterseite. — i?»!o,
ilma Hew. (65 c). Beide Flügel unten mit einem großen schwarzgrauen Spitzenfleck, welcher auf den Vflgln größer
ist und wenigstens die Mitte zwischen der Spitze und dem Mittelpunkt erreicht. Congo-Gebiet bis Angola
und Uganda. — Bei Simplex Auriv. (64a) fehlt dieser Fleck oder ist auf den Vflgln nur durch eine dicke Sub- simplex.
marginaUinie vertreten ; beide Flügel mit einer von feinen Strichen gebildeten dunklen Postdiscallinie, welche
jedoch auf den Vflgln nach hinten nur die Rippe 4 erreicht. Togo bis Kamerun.
13. Gattung: Mieropeiitila Awiv.
Die Rippen sind ganz wie hei Liptena angeordnet. Die Palpen aber sind kürzer und ihr MittelgUed ist
unten mit abstehenden, borstenähnlichen Haaren oder Schuppen bekleidet. Die Arten sind alle klein mit
schwarzer oder schwärzlicher Grundfarbe und weißen oder gelblichen Zeichnungen.
Uebersicht der Arten.
I. Die Fülgel unten mit mehreren hellen Flecken an der Wurzel und am Saume.
A. Flügelfransen weißgefleckt. Hflgl oben einfarbig schwarzbraun oder nur mit 1 — 4 kleinen weißen oder
weißlichen Flecken; Vflgl oben schwarzbraun mit 1 — 5 kleinen weißlichen Flecken.
a. Die Vflgl oben mit zwei Flecken vor der Mitte (in 1 b und in der Mittelzelle) und drei hinter der Mitte
(in 3, 6 und 9). Größere Arten, 22 — 32 mm.
*. Hflgl oben einfarbig ohne Zeichnungen. M. adelgunda.
**. Hflgl oben mit 4 weißlichen Flecken. M. dorothea.
ß. Die Vflgl oben nur mit 2 — 3 hellen Flecken hinter der Mitte in (3), ö und 9. Kleinere Art, 17 — 20 mm.
Hflgl oben einfarbig oder nur mit einem weißen Punkt. M. adelgitha.
B. FlügeKransen einfarbig ohne Flecke.
a. Hflgl oben nur mit einigen kleinen gelblichen Flecken, welche eine gebogene Querreihe bilden. Vflgl
^ oben hinter' der I\Iitte mit emer schmalen, unregelmäßig gebogenen gelben Querbinde, welche sich
vom Vrd bis zur Rippe 2 erstreckt. M. fuscula.
ß. Hflgl oben mit einer orangegelben Mittelbinde, welche beim q am Ird deutlich erweitert ist und den
Vrd nicht erreicht.
*. Vflgl oben beim (J hinter der Mitte mit einem gelblichen Querstreif. M. mabangi.
**. Vflgl beim ^ oben einfarbig schwärzlich ohne Zeichnungen. M. alberta.
M. cingulum.
II. Die Flügel unten ohne helle Flecke im Wurzelteil und auch ohxie Flecke am Saume oder nur mit weißlicher
innerer Begrenzung der schwarzen Saumpunkte. Hflgl oben wenigstens am Ird mit gelber Mittelbinde.
a. Beide Flügel unten dicht vor dem Saume mit gerundeten, schwarzen, weiß begrenzten Punkten und
mit gemeinsamer weißlicher Querbinde hinter der Mitte. M. brunnea.
ß. Flügel unten ohne schwarze Punkte am Saume. Vflgl auf beiden Seiten einfarbig schwarz ohne Zeich-
nungen. M. triangularis.
340
ERESINOPSIDES. Von Dr. C. Axjrivillius.
arlelgunda. M. adelgunda Stgr. (62 e) Flügel oben schwarzbraun; Vflgl mit 5 gelblicliweißen Punkten oder Flecken,
einem in der Zelle, einem in 1 b vor der Glitte, einem in der Mitte des Feldes 3 und zwei nahe am Vrd in 6 und 7 :
Hflgl ohne Zeichnungen; Fran.^en zwischen den Rippenenden weiß; beide Flügel unten schwarz mit zahl-
reichen weißen Flecken, von denen 2 — 3 in der Mittelzelle und zwei gebogenen Querreihen vor dem Saume. Vflgl
am Hrd weißgrau. Kamerun bis zum Ogowe-Fluß.
dorolhea. M. dorothea Baker ist der vorigen Art sehr ähnlich und scheint nach der Beschreibung nur dadurch
ab-^iuweichen, daß die Hflgl oben 4 helle Flecke haben, einen in der Wurzel des Feldes 3, einen jederseits der Rippe
2, einen in 1 b und einen am Vrd nahe der Spitze. Flügelspannung 32 mm. Sierra-Leone.
adelgitha.
Juscula.
mabangi
M. adelgitha Heu-. (64 a. als adelgittä) ist kleiner als adelgunda, unten aber ganz ähnlich gezeichnet
und oben nur dadurch abweichend, daß die Vflgl in der Wurzelhälfte unbezeichnet sind und hinter der Mitte
2 — 3 weiße, in einer Bogenlinie gestellte Flecke (in [3] 5 und 9) haben. Hflgl oben mit oder ohne weißen Punkt
in Feld 4. Kamerun bis Gabun.
M. fuscula Sm. Flügel oben schwarzgrau mit hell gelbhchen Zeichnungen; Vflgl in der Wurzelhälfte
mit einem Punkte in 1 b, einem in der Zelle und 3 am Vrd und hinter der Mitte einer unregelmäßigen, fast S-för-
mig gebogenen Querbinde, welche am Vrd anfängt, hinten an der Rippe 2 endet und in Feld 3 etwas verdickt
ist; Hflgl mit emer gebogenen Querreihe von kleinen Strichen oder Punkten in 1 a — 4. Flügel unten schwärz-
lich und wie bei den vorhergehenden Ai'ten mit zahlreichen weißen oder hellgelben Flecken, welche teilweise zu
Querbinden vereinigt sind. Benin-Küste bei Warri.
M. mabangi Baker wird in folgender Weise beschrieben : ..Kopf, Thorax und Oberseite des Hlbs schwärz-
lich; Hlb unten hellbraun; Palpen oben schwärzlich, unten und an den Seiten rahmfarbig: Beine schwarz
mit hellen Ringen. Vflgl schwarzbraun hinter der Glitte mit einem undeutHchen, geeckten, gelblichen Streifen :
Hflgl schwarzbraun mit einer breiten, orangegelben Mittelquerbinde vom Ird bis zur Rippe 7. Beide Flügel
unten schwarzgrau mit gelblichen Flecken und Strichen : Vflgl mit zwei Querstrichen in der Zelle und einem
größeren am Zellende; vom hellgelblichen Hrd geht hinter der Mitte gegen den Vrd ein an der Rippe 6 gebro-
chener, gegen den Vrd verschmälerter orangegelber Qiierstreif; eine feine unterbrochene helle vSubmarginaUinic
und eine dickere Linie vor dem Saume sind im Felde 5 durch einen Fleck vereinigt, Hflgl unten mit 2 Wurzel-
punkten, einer Querreihe von 3 Punkten und 2 — 3 Punkten, von denen der am Vrd viel größer als die anderen
ist; Vrd bis zu diesem Fleck breit ockergelb; eine breite unregelmäßige Querbinde etwas hmter der Mitte vom
Vrd bis Ird und zwei Submargmallinien. Flügelspannung 28 mm." Sierra-Leone.
alberta.
M. albtrt&Stgr. {62e). ^. Vflgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen ; Hflgl oben schwarz mit einer
orangegelben Querbmde, welche vom Ird bis zur Rippe 6 geht und gegen den Ird breiter ist. Flügel unten schwärz-
lich mit kleinen weißen Flecken an der Wurzel, zwei Reihen solcher Flecke am Saume und einer Mittelquerbinde,
welche auf den Vflgln schmal, weiß und gebogen auf den Hflgln dick und gelblich ist. Das $ weicht dadurch
ab, daß beide Flügel oben eine vollständige, 1 — 2 mm breite gelbe Querbinde und mehrere gelbliche Punkte
im Wurzelteil haben. Auf der Unterseite ist die Mittelbinde breiter und gelblich. Ogowe-Fluß.
cingulum. M. cingulum Harn. Bruce ,,ist mit alberta nahe verwandt und auf der Oberseite nicht abweichend: unten
weicht sie aber dadurch ab, daß die Hflgl statt der feinen Linie eine submarginale Reihe von Möndchen haben'".
Kamerun: Bitje.
brunnea. M, bfunnea Ky. (64 b). Beide Flügel oben schwärzlich mit einer undeutlichen gemeinsamen grauen
Querbinde, welche am Ird der Hflgl gelbhch und etwas erweitert ist. Flügel unten schwärzlich mit einer
schmalen deuthchen weißen Querbinde etwas hinter der Mitte und dicht vor dem Saume mit einer Reihe
schwarzer, weiß begrenzter Punkte ; Wurzelteil ohne Flecke. West-Afrika.
triangularis. M. trianguiarls Auriv. (64 b). ^. Vflgl auf beiden Seiten einfarbig schwarz ohne Zeichnungen. Hflgl
schwarz oben mit einer orangegelben Querbinde, welche vom Ird bis zur Rippe 5 geht und am Ird sehr erweitert
ist; unten nur mit einer fast gleichbreiten hellgelben Querbinde, welche den Vrd erreicht. Kamerun.
14. Gattung: Eresiiiopsides Strand.
Zu dem, was in der Gattungsübersicht gesagt worden ist, kann hinzugefügt werden: ,, Palpen behaart
und subsetos, die Stirn weit überragend; das Endglied lang, dünn, subzylindrisch". Die Rippe 6 der Vflgl ent-
springt fast aus der Mitte des Stieles von 8+9 (7 fehlt); die Rippen 10 und 11 frei aus dem Vrd der Zelle.
bichroma. E. bichroma Strand (64 b). Schwarz, oben mit lebhaft orangegelber Hrdpartie der Vflgl und Vrdpartie
der Hflgl; diese beiden Flecke bilden zusammen ein unregelmäßig begrenztes querovales Feld, das 6 mm lang
und 8 mm breit ist und von der Wurzel um 2 — 3 mm entfernt ist ; am Hrd der Vflgl ist es vom Analwinkel
um 1 — 2 mm entfernt und an der Vorderspitze, die bis zur Rippe 5 reicht, um 5 mm von der Flügekpitze entfernt;
ERESINA; ARGYROCHEILA. Von Dr. C. Aurivillius. 341
diese Vorderspitze ist als ein trapezförmiger oder fast rechtwinkliger Fleck abgesetzt, der jedoch mit dem übrigen
gelben Feld zusammenhängt; nach hinten erstreckt letzteres sich zusammenhängend bis zur Medianrippe der
Hflgl; weiter hinten finden sich vereinzelte gelbe Punkte an den Rippen; Fransen schwarz mit 5 gelben Flecken
an den Hflgln und 5 — 6 viel kleineren der Vflgl; am Vrd der Vflgl 1—2 gelbe Punktflecke. Flügel unten orange-
gelb; Vflgl mit 6 — 7 schwarzen, schrägen, unregelmäßigen Vrdstreifen, von denen der äußerste sich nach hinten
linienschmal verlängert und der vorletzte die Rippe 3 erreicht, doppelt so lang und breiter als die vorher-
gehenden ist; Saum schmal schwarz. Hflgl unten mit einer aus schmalen zusammenhängenden Mondflecken
gebildeten SubmarginaUinie, emer iti der Mitte außen stark verbreiteten, submedianen Querbinde und 2 — 3
schmäleren Binden in der Wurzelhälfte schwarz; die schwarze Farbe jedoch mit bleigrauen Schuppen stark
gemischt. Flügelspannung 25 mm. Usambara.
15. Gattun"": Eresiiia Auriv.
'&
Fühler mäßig lang mit deuthcher, ovaler zusammengedrückter Kolbe. Palpen beschuppt und borsten-
haarig, die Stirn überragend. Beine kurz; Hinterschienen schwach gebogen, verdickt und etwas zusammen-
gedrückt. Vflgl nur mit 1 1 Rippen (die Rippe 7 fehlt) ; Rippe 6 entspringt hinter der Mitte des langen Stieles
von 8+9 und die Rippe 10 entweder aus demselben Stiele nahe der Zellenspitze oder aus dieser Spitze selbst und
die Rippe 11 aus dem Vrd der Zelle. Die Rippen 6 und 7 der Hflgl lang gestielt.
Die Arten sind klein und erinnern entweder an Pseuderesia- oder an Liptena- Arten.
Uebersicht der Arten.
I. Flügel wellenrandig mit schwarzer Grundfarbe und orangegelbem Vrdstreif der Hflgl-Oberseite.
E. corynetes.
II. Flügel ganzrandig mit orangegelber Grundfarbe. E. gerda.
E. corynetes Smith u. Ky. (64 b). J. Vflgl oben schwarz ohne Zeichnungen, unten schwarz, am Saume corynetes.
gelblich überzogen mit schwarzen Mondflecken dicht vor dem Saume. Hflgl oben schwarz mit orangegelbem
Vrdstreif, welcher die vordere Hälfte der Mittelzelle bedeckt und die Rippe 4 fast erreicht, aber vor der Flügel-
spitze endet; unten schwarzgrau an der Wurzel und in der Mitte rostfarbig gefleckt und am Saume mit zwei
Querlinien schwarzer Mondflecken. Das 2 zeichnet sich dadurch aus, daß die Vflgl eine am Hrd breite, nach
vorn verschmälerte und an der Rippe 6 endende orangegelbe Mittelbinde haben. Niger bis Kamerun.
E. gerda Ä" 2/- (62 i). Flügel oben orangegelb am Saume etwas dunkler; Vflgl mit kleinem schwarzen gerda.
Spitzenfleck, welcher die Rippe 4 erreicht, kleinem dunklen Mittelpunkt und kleinen Discalpunkten in 4, 5
und 9. Flügel unten braungelb, am Hrd der Vflgl erhellt, mit zwei aus Möndchen gebildeten, dunklen Linien vor
dem Saum und einigen dunklen Discalpunkten und Strichelchen. Kamerun. — unicolor Auriv. weicht nur unicolor.
dadurch ab, daß der dunkle Apicalfleck der Vflgl-Oberseite vöUig oder fast völlig fehlt und die Hflgl unten viel
heller, schwefelgelb sind. Kuilu-Fluß.
16. Gattung-: Argyrocheila Stgr.
Diese Gattung ist auf einen der zartesten und eigentümhchsten Tagfalter gegründet. Im Rippenbau
weicht sie von Eresina nur dadurch ab, daß die Rippe 8 der Vflgl, wenn auch äußerst klein, vorhanden ist. .
Die Vflgl sind am Ende der Rippen 4 — 7 stark gelappt und der Saum tritt an der Rippe 4 am meisten hervor.
Die Hflgl sind schwach wellenrandig.
A. undifera Stgr. (64b). Flügel halbdurchsichtig, weiß mit einigen braunen Pünktchen oder Strichel- undifera.
chen am Saume und am Vrd der Vflgl und mit einem dunklen Punkt im Felde 4 der Hflgl; Fransen braun
gescheckt. Sierra-Leone bis Ogowe-Fluß.
342 ASLAUGA. Von Dr. ('. Aurivillitjs.
17. Gattung: Aslauj^a Ky.
lin Rippeiibau stimmt Aslauga fast ganz mit Liptetin überein und weicht han})t«äclilicli nur durch die
ungewöhnliche Form der Flügel ab. DieVflgl sind hinter der Spitze am Ende der Rippe 6 ausgerandet oder gerade
und treten dann an den Rijjpcn 3 und 4 bauchig hervor; ihre Spitze wird hierdurch schärfer und deutlicher
als bei den Liptena-Artcn. Die Hflgl sind am Ird zwischen den Enden der Rippen I a und 1 b breit und tief
ausgeschnitten und der Analwinkel tritt deutlich hervor. Palpen ganz glatt und anliegend beschuppt, schief
vorgestreckt, mit ziemlieh langem Endgliede. Fühler kurz und dick mit drehninder Keule und kurzen
dicken Gliedern, welche nicht oder kaum länger als breit sind. Die Vorderfüße des (^ sind vollständig gegliedert
und haben zw'ei Klauen; sie w^eichen demnach kaum von denen des $ ab. Dadurch ist es oft schwer zu ent-
scheiden, ob ein J oder 9 vorliegt. Rp länglich, unten flach oben gewölbt und mit einer festen schildförmigen
Haut bedeckt. Sie lebt nach den interessanten soeben veröffentlichten Entdeckungen von W. A. Lamborn
von Schildläusen.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Beine einfarbig, grau bis braun.
A. Die Flügel auf beiden Seiten mit ockergelber Grundfarbe, oben am Vvd und am Saume breit
schwarzbraun A. vinimja-^.
B. Flügel unten mit grauer, violettbrauner Grundfarbe, oben schwärzlich, mehr oder weniger blauschil-
lernd oder violett überzogen.
a. Flügel unten ohne dunkle Querlinie. ;^
*. Der Analwinkel der Hflgl ist fast rechtwinklig und tritt nicht als Schwänzchen hervor.
1. Saum der Vflgl zwischen der Spitze und der Rippe 4 deuthch konkav; Saum der Hflgl
zwischen den Rippen 3 und 4 winkelig hervortretend. A. vininga S-
2. Saum der ^^flgl zwischen der Spitze und der Rippe 4 ganz gerade; Saum der Hflgl gleichförmig
gebogen, in der Mitte nicht winkelig hervortretend. A. lamhorni.
**. Die Hflgl am Analwinkel mit deuthch hervortretendem Lappen oder Schwänzchen.
1 . Beide Flügel unten in der Mitte schwärzhch beschuppt und mit einem gelblichen Querfleck
an der Spitze der Mittelzelle. A. leonae.
2. Flügel unten an der V^^'urzel und am Saume dunkler beschuppt ohne hellen Fleck am Ende
der Mittelzelle. A. kallimoides.
A. cephreii.
ß. Beide Flügel unten mit einer dunklen geraden Querlinie, welche in denVflgln vomVrd nahe der Spitze
bis zur Mitte der Rippe 2 und in den Hflgln von der Spitze der Rippe 8 bis zur Mitte des Irds geht.
A. bella.
A. purpurascens.
IL Beine braun mit weißen Flecken. Wenigstens die Vflgl mit einem weißen Punkt oder Fleck an der Spitze
der Mittclzelle. Große Arten, 53 — 04 mm.
a. Vflgl oben von der Wurzel bis über die Zelle hinaus hellblau. A. aura.
ß. Beide Flügel oben gleichförmig dunkelbraun ohne Zeichnungen. A. pandora.
vininga. A. vifiinga //eiiv (9 - marginata Plötz). ^ Flügel oben indigoblau; die Vflgl am Vrd und am Saume
breit schwarz: Unterseite graubraun, gegen den Saum heller. Beim $ (64 b) sind die Flügel auf beiden Seiten
ockergelb, oben mit etwa 3 mm breiter schwarzbrauner Saumbinde und einem ähnlich gefärbten Vrdbinde,
welche den Vrd der Mittelzelle erreicht, unten ohne Zeichnungen nur am Saume etwas gebräunt. Sierra-
Leone bis Ogowe.
lamhorni. A. lambomi Baker (04 b) ist der A. vininga sehr ähnlioii, hat aber eine verschiedene Flügelform (siehe
oben!) und oben einen grünlichblauen Schiller, welcher auf den Vflgln den Hinterwinkel erreicht; Unterseite
grau, bis über die Mitte hinaus dicht mit braunen Schuppen bestreut. Beim $ sind die Flügel oben eintönig
dunkelbraun. Nigeria bis Kamerun. — Die Rp lebt von Schildläusen, ist selbst schildförmig und oben von einer
zähen, fast ungegliederten, warzigen Haut bedeckt; der Kopf ist kleüi und kann wie bei einer Schildkröte
hervorgestreckt und unter das Schildchen eingezogen werden.
EULIPHYRA. Von Dr. f!. Attrivillitts. 343
A. leonae n. sp. (64 c). Auch diese Art kommt den beiden vorigen nahe, hat aber beim <J ein deutHches leonae.
Schwänzchen am Analwinkel der Hflgl und der Saum der Hflgl ist zwischen den Rippen 3 und 4 deutlich
geeckt oder fast gelappt. Beide Flügel oben stahlblau schillernd, die Vflgl an der Spitze und die Hflgl am
Vrd breit schwarz oder schwarzbraun, Saum der Vflgl hinter der Spitze cleuthch ausgerandet; unten glänzend
dunkelgrau in der Mitte breit schwärzlich beschuppt mit einem kleinen gelbüchen Fleck am Ende der Mittel-
zelle. Das $ kommt dem ? von vininga recht nahe, hat aber fast abgerundete Hflgl; die Vorderseite ist
lehmgelb, ohne schwarzen Rand. Sierra-Leone.
A. kallimoides A. Schnitze (65 c). Oberseite einförmig bräunlich grauschwarz (die Rippen und ein Imnimoides.
schmaler Saum dunkler) mit deutlichem indigoblauem Schiller, der ^\-urzelwärts etwas ins Grünliche spielt;
Unterseite bräunhch veilgrau, «oirzel- und saumwärts durch braune Schüppchen wolkig verdunkelt; eine ganz
schmale Saumlinie braun; vor dieser eine V- und Hflgl gemeinsame, 1 mm breite, nach innen undeutUch begrenzte
grünlichgraue Saunibinde, die sich auf den Vflgln von Feld 4 bis zum Vrd stark verbreitert, auf den Hflgln da-
gegen in Feld 6 undeutlich wird oder verschwindet ; Fransen oben und unten lederbraun. Geschlechter ähnlich
gefärbt. Südost-Kamerun bei Molundu, wo die Art im Sonnenschein auf einer Urwaldlichtung in reißendem
Fluge um niedi-ige Sträucher flog, auf die sie sich zeitweilig zu Ivurzer Ruhe mit halbgeöffneten Flügeln
niederließ.
A. cephren Harn. Bruce ist mir unbekannt, scheint aber nach der Beschreibung kaum von kallimoides cephren.
verschieden zu sein. Oben: gleichförmig dunkel purpurfarbig; Vrd der Hflgl breit braun: beide Flügel mit
dunkelbrauner Saumlinie; Fransen beider Flügel rostbraun. Unterseite hell gelblich braun ohne deutliche
Zeichnungen und besonders an der Wurzel und am Saume dicht mit rotbraunen Schuppen bekleidet; die
untere Hälfte des Irds der Hflgl ist stark konkav und der Analwinkel ist in einen deutlichen, nach innen
gerichteten Lappen ausgezogen. Flügelspannung 42 mm.
A. bella Baker ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt und \\m\ in folgender Weise beschrieben: hMa.
Beide Flügel oben grau mit schwachem hellblauem Anflug; Vflgl dunkel braungrau an der Wurzel mit einem
bläulichen Anflug, welcher fast die Spitze der Zelle und die Mitte des Hrds erreicht ; ein analer weißlicher, durch
die schwarze Querrippe geteilter Fleck am Ende der Mittelzelle; hinter diesem findet sich bis zum Hrd eine bläu-
lichgraue Bestäubung, welche sich dem blanen Wurzelfelde anschließt; Hflgl hell braungrau in der Mittelzelle
und vor der Flügelmitte blau bestäubt ; Fransen der Hflgl weiß. Beide Flügel unten gelblich weiß mit schoko-
ladebraunen Schuppen dünn bestäubt; Vflgl mit einem braunen Apicalfleck und einer braunen schiefen
Linie, welche von der Spitze bis zur Rippe 2 geht, teilweise doppelt ist und sich auf den Hflgln von der
Mitte des Vrds bis zum Ird fortsetzt. Flügelspannung 44 mm. Nigeria, bei Lagos.
A. purpurascens Holl. (64 c) zeichnet sich durch die in der LTebersicht erwähnte dunkle Querlinie der purpuras-
Unterseite aus. Beim $ der Hauptform sind die Flügel oben violett- oder bläulichgrau an der Wurzel schwach ''^"*-
hellblau überzogen; Unterseite hellgrau mit einigen braunen Schüppchen bestreut. Ogo«e-Fluß bis Kavirondo.
— marshalli Btlr. (64 c) ist oben etwas dunkler und hat die Querlinie der Unterseite mehr oder weniger unvoU- marshalli.
ständig oder undeutlich. Mashunaland.
A. aura Harn. Bruce ist nur im \\ eiblichen Geschlecht bekannt und wii'd in folgender Weise beschrieben: aum.
Vflgl oben schwarzbraun an der Wurzel des Vrds grau; der Wurzelteil bis über die Zelle hinaus hellblau mit
einem weißlichen, durch einen schwarzen Querstrich geteilten Fleck am Ende der Zelle; Hflgl dunkelgrau und
fast bis zum Analwinkel blau überzogen; dieser ist stark au.sgezogen; Fransen der Vflgl braun, der Hflgl weiß.
LTnten sind beide Flügel rahmfarbig und dicht mit braunen und schwarzen Schüppchen gesprenkelt ; Hrd der
Vflgl bis zur Rippe 2 weißlich; Saum der Vflgl in der Spitzenhälfte rotbraun mit zwei grauen und schwarzen
winkeligen Zeichnungen nahe der Spitze: ein kleiner weißer Punkt an der Spitze der Zelle und eine undeutliche
dunkle Büide von der Spitze bis zur Mitte der Rippe 2. Hflgl unten mit einer braunen Querlinie von der
Mitte des Vrds bis zur Mitte des Irds; Palpen rahmfarbig mit braunem Endglied. Flügelspannung 53 mm.
Kamerun: Bitje.
A. pandora Harn. Bruce ist eme sehr große, 64 mm spannende Art, von der bisher nur das $ bekannt ist. pandom.
Beide Flügel oben eintönig dunkelbraun ohne Zeichnungen; Fransen beider Flügel und der Vrd der Vflgl sehr
schmal rotbraun. Unterseite hellbraun, dicht mit dunkelbraunen Schüppchen gesprenkelt und mit einer gemein-
samen, ziemhch schmalen braunen Querbinde, welche sich von der Spitze der Vflgl bis zur Mitte des Irds der
Hflgl erstreckt; Hrd der Vflgl hell gefärbt; Fransen braun; beide Flügel mit einem weißen Punkt an der
Zellenspitze. Palpen hellgelb mit braunen Schuppen und braunem Endghed. Die Spitze der Vflgl in eine
scharfe Spitze ausgezogen ; Analwinkel der Hflgl sichelförmig ausgezogen. Die Rippe 6 der Vflgl ist durch eine
deutliche obere Discocellularrippe von der Spitze der Zelle getrennt. Kamerun und Unyoro im Budongo-Wald.
18. Gattung: Euliphyra Holl.
Augen nackt. Fühlerkeule deutlich abgesetzt drehrund. Die Vflgl mit 12 Rippen: Rippe 6 aus dem
Stiele von 7 — 9; Rippe 7 in den Saum nahe an der Spitze oder fast in die Spitze, 10 und 11 frei aus dem
Vrd der ZeUe; die Rippe 5 entspringt etwas näher an 6 als an 4. Die Hflgl mit 8 Rippen: die Rippe 2 ent-
344 TERATONEURA. \'on Dr. C. AuRiviLLnjs.
springt ungewöhnlich nahe an der Hinterecke der Zelle, 3 und 4 Icurz vereinigt aus der Hinterecke, 6 und 7
getrennt. Palpen ziemlich kurz mit kurzem geneigtem Endgliede.
Mr. W. A. L.AMBORN hat die interessante Entdeckung gemacht, daß die Raupen von E. mirifica im
Neste einer afrikanischen Ameise, Oecophylla smaragdina var. longinoda, leben und sieh auch dort verpuppen.
Sie sind länglich schildförmig und oben von einer dicken lederartigen Haut bedeckt, welche sie gegen die An-
griffe der Ameisen schützt.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Hflgl mit gleichförmig gebogenem Saume und etwas ausgezogenem Analwinkel. Saum der Vflgl an der Rippe
4 geeckt. Beide Flügel oben dunkelbraun mit einem großen weißlichen Hrdfleck in 1 a und Ib der Vflgl,
unten mit violettgrauer bis brauner Gnindfarbe und weißgelblichen und schw arzbi'aunen Zeichnungen.
E. mirifica ^.
II. Saum der Hflgl in der Mitte deutlich geeckt. Hflgl unten mit weißer Gnindfarbe und ringförmigen Zeich-
nungen.
a. Saum der Hflgl am Ende der Rippe 2 am jneisten hei-vortretend, geeckt oder kurz geschwänzt. Flügel
oben einfarbig rötlichbraun. E. hucyania $.
[i. Saum der Hflgl am Ende der Rippe 3 geeckt.
*. Die Flügel oben braun, gegen die Spitze und den Saum der Vflgl schwärzlich. Die Vflgl oben mit einem
großen, weißlichen Fleck, welcher die Spitze der Mittelzelle, die Wurzel der Felder 2 — .'i und die
Mitte des Feldes 1 b bedeckt. E. mirifica $.
**. Flügel oben weiß mit 4 — .5 mm breiter schwarzbrauner Saumbinde und ähnlich gefärbtem Vrd der
Vflgl. E. hucyania $.
mirifica. E. mirifica Holl. ($ = hewitsoni Auriv.) (65 c) o. Flügel oben dunkelbraun; Hflgl ohne Zeichnungen:
Vflgl mit einem großen weißlichen fast quadratischen Hrdfleck, welcher die Rippe 2 erreicht; Unterseite röt-
lichbraun, am Saume und an der Wurzel der Hflgl heller, violettgrau ; Vflgl wie oben mit hellem Hrdfleck, außer-
dem mit einigen braunen Strichen und einer dunklen Submarginallinie; Hflgl an der Mitte des Irds in 1 b und
1 c mit einem unregelmäßigen, schwarz umzogenen weißen Fleck, welcher nach vorn von emer dunkelbraunen
Querhnie fortgesetzt wird; 1 — 2 dunkle Querstriche am Vrd und eine dicke schwarzbraune nach vorn und hin-
ten zugespitzte Submarginallinie. Das $ hat oben einen viel größeren weißen Hrdfleck der Vflgl. welcher die
Rippe 6 erreicht und die Spitze der Mittelzelle bedeckt; die Unterseite ist fast wie beim o gezeichnet, aber
viel heller zum großen Teil weißlich. Die vouLamborn entdeckte Rp lebt in den Nestern von Oecophylla smarag-
dina, erinnert an die Rp der verwandten asiatischen und aixstralischen Gattung Liphyra, die gleichfalls bei
Oecophylla lebt, und gehört zu den eigentümlichsten bisher bekannten Tagfalterraupen. Die Unterseite der Rp ist
flach und von der schildförmig ausgedehnten Haut der Oberseite völlig bedeckt, indem der scharfe und mit
chitinisierten kleinen Zapfen besetzte Rand des Schildes sich überall der Unterlage eng anschließt. Hier-
durch wird die weiche Unterseite gegen die Angriffe der Ameisen gut geschützt. Die Oberfläche des Schildes
ist mit dicht gedrängten sternförmigen chitinisierten Wärzchen bedeckt und trägt außerdem auf den dunklen
Flächen chitinisierte, aufgerichtete pinselartige Gebilde. Die Oberseite ist braungelb mit dunkelbraunen
Flecken und hat längs der Mitte des Rückens einen breiten der Länge nach tief gefurchten und an den Seiten
wellenförmigen Längskiel. Der Kopf ist klein und sehr beweglich wie bei der Rp von Aslaugn. Pp schwarz,
kurz uiul dick. Nigeria bis Ogowe.
leiicyania. E. leucyatlia Heir. ($ = sjöstedti Auriv.) (64 c). ö . Flügel oben einfarbig rotbraun, unten weiß mit
grauen oder graubraunen dunkelbegrenzten Flecken oder Querbinden; Vflgl mit 3 — 4 solchen Flecken am
Vrd, und hinter der Mitte mit zwei solchen Querbinden, welche am Vrd anfangen und die Rippe 3 erreichen ;
Hflgl mit mehreren Flecken in der Wurzelhälfte, einer breiten fast geraden Querbinde von der Flügelspitze
bis zur Mitte des Irds und einer etwas gebogenen Binde vor dem Saume. Beim ? sind die Flügel weiß, oben an
der Wurzel braun gesprenkelt mit breiter brauner Saumbinde, welche die Mittelzelle und die Rippe 6 erreicht
und schwarzbraunem V'rd; Vflgl unten mit einigen kleinen dunklen Strichelchen am Vrd, einer Querreihe von
drei ringförmigen, braun bestäubten Flecken etwa in der Mitte der Felder 4 — 6 und einer submarginalen
Reihe von 4 solchen Flecken der Felder 2 — 5; Hflgl unten mit einigen undeutlichen Flecken an der Wurzel,
einer breiten Mittelquerbinde und einer Submarginalbinde, welche wie die Binden der Vflgl aus ringförmigen
Flecken gebildet sind. Nigeria bis Kamerun.
19. Gattung: Teratonenra Dudg.
Diese merkwürdige Gattung scheint mir am nächsten mit Euliphyra verwandt zu sein. Palpen mit dem
zweiten Ghede etwas angeschwollen und dem dritten dünn. Die Fühler sind allmählich verdickt und erreichen
Ausgegelmi 4. V. 1920. IRIDANA. Von Dr. C. Attrivillius. 345
fast die Mitte des Vrds. Beine dick ; die Hinterschienen und Hintertarsen zusammengedrückt. Saum der Vflgl
zwischen der Spitze und der Rippe 4 gerade, an der Rippe 4 geeckt und dahinten schwach ausgerandet ; Vrd
gleichmäßig schwach gebogen. Hflgl an der Mitte des Außenrands stumpf geeckt und dadurch etwas viereckig ;
ihr Vrd hinter der Mitte tief ausgerandet. Vflgl mit 12 Rippen: 2 und 3 nach hinten deutlich gebogen, 5 fast in
der Mitte zwischen 4 und 6, 6 aus der Spitze der Zelle, 7, 8 und 9 auf gemeinsamem Stiele. Hflgl mit 8 Rippen:
3 und 4 aus der hinteren, 0 und 7 aus der vorderen Ecke der Zelle, 5 aus der Mitte der Querrippe.
T. isabellae Dudg. (65 c). Vflgl schwarzbraun, oben mit einem 6 — 7 mm breiten orangegelben Hrdfleck, imbellae.
welcher die Rippe 4 erreicht und von drei kleinen orangegelben Discalflecken der Felder 4 — 6 fortgesetzt wird,
unten mit den Zeichnungen der Oberseite matt gelbUch angedeutet und am Saume grau und braun gefleckt.
Hflgl oben hell orangegelb mit einer nur 2 mm breiter schwarzbrauner Saumbinde ; unten schwarzbraun am Ird
und am Saume in 1 c — 3 grau und mit silbernen oder bleifarbigen Strichen und Flecken geziert; eme breite Quer-
linie geht von der Spitze bis zur Mitte der Rippe 1 b und ist dort gespalten ; ein silberner Fleck am Vrd nahe der
Wurzel und zwei weiße Flecke in der Mittelzelle. Sierra-Leone.
20. Gattuii"': Iritlaiia
■)i07n. nov.
Diese Gattung wurde zuerst von Staudingee im Jahre 1891- als Iris beschrieben, dann 1898 von mir
hidopsis benannt. Da aber beide diese Namen schon früher in der Zoologie verbraucht sind, bin ich genötigt
worden die Gattung noch einmal umzutaufen.
Im Rippenbau kommt Iridana der Gattung Teratoneura recht nahe, weicht aber besonders dadurch ab,
daß die Rippe 8 (oder wenn man will die Rippe 7) fehlt und die Rippe 7 vor ihrem Ende halbkreisförmig
gebogen ist. Die Rippen 2 und 3 der Vflgl sind scliwach gebogen und die Rippen 3 und 4 der Hflgl kommen aus
demselben Punkte oder sind gestielt. Vrd der Vflgl schwach gebogen oder fast gerade.
Bei allen Arten sind die Flügel oben mehr oder weniger ausgedehnt lebhaft blau gefärbt ; die blaue Farbe
ist bei den (J mehr ausgebreitet und bedeckt wenigstens den größten Teil der Mittelzelle der Vflgl. Saum der
Vflgl bei den ^ gerade und mehr aufrecht, bei den $ schräger und gebogen. Die Arten sind nahe verwandt und
noch ganz ungenügend bekannt; die Unterschiede sind darum unsicher und die folgende Uebersicht muß nur
als provisorisch betrachtet werden.
Uebersicht der Arten.
A. Flügel unten ohne metallische Submarginallinie. Vflgl unten mit einem dreieckigen hellen Fleck in der
Mittelzelle am Vrd. /. incredibilis.
B. Wenigstens die Hflgl unten vor dem Saume mit einer glänzenden grünen oder 1)läulichen Linie. Vflgl unten
ohne hellen Fleck in der Mittelzelle.
a. Flügel unten nur mit z^\•ei kleinen weißgrauen Discalflecken in 4 und 5. /. ferdita.
I. exquisita.
ß. Vflgl unten hinter der Zellenspitze mit einer aus 4 Flecken gebildeten weißgrauen Discalbinde in 3 — 6,
deren Flecke in 4 und .5 lang und groß sind. /. euprepes.
I. incredibilis Stgr. (9 = ansorgei S)nüh) (65 c). Beim (^ bedeckt die grünblaue stai-k schillernde Farbe incredibilis.
der Oberseite auf den Vflghi die Felder 1 a, 1 b und der Mittelzelle, den größten Teil der Felder 2 und 3 und etwa
die Hälfte der Felder 4 und 5 und die ganzen Hflgl mit Ausnahme des Vrds, Irds und Saumes, welche in einer
Breite von 1 — 2 mm schwarz sind. Beim $ sind die Vflgl oben schwarz und nur im Wurzelteil der Felder 1 b — 3
breit blau ; auf den Hflgln sind die Ränder 3 mm breit schwarz. Die Unterseite der Vflgl ist matt schwarz mit
drei lichten isabellfarbenen Flecken in der Mittelzelle, hinter derselben und im Analwinkel), einem grauen Vrd
und einem lichten stark braun gesprenkelten Apicalteil, der ganz an der Spitze halbkreisförmig grünUch begrenzt
wird; nach hinten setzt sich der schmale grünliche Halbbogen als schmaler violetter Außenrdstreif fort. Sehr
eigentümlich ist die Unterseite der Hflgl, die eine licht bräunlichgraue, sehr dicht dunkel, im Außenteil dunkel-
braun gesprenkelte Grundfärbung hat; durch die Mitte verläuft eine ziemlich breite, bei gewisser Beleuchtung
matt silberglänzende graue Querbinde, die an den Rändern mehr oder weniger stark schwarz umsäumt ist und
in der Mitte eine nierenförmige, schwarzumzogene Makel hat ; alle diese schwarze Umrandungen sind mehr oder
weniger rotbräunlich begrenzt; unmittelbar vor dem Saume steht eine ganz schmale, linienartige matt silber-
grau glänzende Querbinde, die nach innen schwarz, nach außen vor den silbergrauen Fransen ganz fein rotbraun
begrenzt ist. Sierra-Leone.
XIII 44
346 DELOXEURA. Von Dr. C. Aurivillius.
perdUa. I. perdita Ki/. (04 c) wird in der Beschreibung als (^ angegeben ist aber wahrscheinlich ein $. Vflgl oben
mit einem blauen Fleck welcher die Wurzel der Felder 1 a — 3 bedeckt; Hflgl oben mit einem großen blauen,
Fleck, welcher die Mittelzelle der Felder 2 — 4 fast bis zum Saume und die vordere Längshälfte des Feldes 1 c
bedeckt. Vflgl unten schwärziicli mit grauen Discalflecken in 1 b, 2, 4 und 5, einem rotbraunen Fleck vor der
Spitze und einer grünlichen Submarginallinie vom Vrd bis zur Rippe 3 oder 2. Hflgl unten rostbraun mit
grünüeher Mittelbinde und grünlicher Submarginalluiie. Kamerun.
exquisita. I. exquisita Smith weicht von der vorigen Art nur dadurch ab, daß die blaue Farbe der Oberseite nur
den Vrd und den Saum der Vflgl sowie die Ränder der Hflgl frei läßt; ferner dadurch, daß die Mittelbinde und
die Submarginallinie der Hflgl-Unterseite nur wenig metallisch sind. Ist wahrscheinlich das (^ von perdita.
Ogowe-Fluß.
ruprepei. 1. euprepes Harn. Driice ((»4 c) stimmt oben völüg mit exquisita überein und weicht unten durch die
Discalbinde der Vflgl und die mehr grünlich beschuppten Querlinien der Hflgl ab. Rhodesia.
Zweite Gattungsgruppe.
Die Rippe 6 der Vflgl ist durch eine schief gestellte, gut entwickelte obere Discocellularrippe vom Stiele
der Rippen 7 — 9 deutlich getrennt; dieser entspringt darum sciicinbar vor der Spitze der Mittelzelle. Die Vflgl
stets mit 12 Rippen.
U e b e r s i c h t d e r 0 a t t u n g e n.
I. Die mittlere Discocellularrippe der \'flgl fehlt ; die Rippen 5 und 0 entspringen daher aus demselben Punkte,
etwa in der Mitte zwischen 4 und 7. 21. Deloneiira.
II. Die mittlere Discocellularrippe der Vflgl ist vorhanden; die Ri))pen "> und 6 daher stets an ihrem Urspninge
getrennt.
A. Hrd der Vflgl im äußeren Teil ausgerandet. Die Rippen 8 und 9 der Vflgl auf langem Stiele aus 7.
23. Tumerepefi.
B. Hrd der Vflgl gerade oder schwach convex. Die Rippen 8 und 9 der Vflgl nach einander aus 7.
a. Die Rippen in und II der Vflgl auf gemeinsamem Stiele aus dem Vrd der Mittelzelle.
29. Powellana.
ß. Die Rippen Kl und II der Vflgl entspringen beide getrennt aus dem Vrd der Zelle oder 10 aus dein
Stiele von 7 — 9 und II allein frei aus der Zelle.
*. Die Rippe 9 der Vflgl ist wenigstens ebenso lang oder gewöhnlich viel länger als der Stiel von 7 — 9.
25. Epitolinn.
**. Die Rippe 9 der Vflgl ist stets viel kürzer als der Stiel von 7 — 9.
§. Die Rippe 1 1 der Vflgl ist eine lange Strecke mit der Rippe 12 vereinigt.
2«. Phijtala.
§§. Die Rippe 11 der Vflgl verläuft ganz frei oder berüiut die Rippe 12 mir in einem Funkte.
1. Die Hinterecke der Mittelzelle der Hflgl spitzwinkelig hervortretend.
24. Neaveia.
27. Epitola.
2. Die Hinterecke der Mittelzelle der Hflgl rechtwinkelig, nicht hervortretend.
28. Hewitsonia.
21. Gattung: ©eloiieura Trim.
Die Gattung wurde von Trimen auf eine sehr seltene südafrikanische Art gegründet. Später sind auch
andere Arten entdeckt worden und für eine derselben ist die Gattung Poultonia Neave aufgestellt worden.
Diese kann jedoch von Deloneura nicht unterschieden werden.
Delonenra zeichnet sich besonders dadurch aus. daß die Rippen 5 und f> der Vflgl aus demselben
Punkt entspringen und durcii eine lange schief liegende obere Discocellularrippe vom Stiele der Rippen 7 — 9
getrennt sind.
Die cJc? weichen von den 99 dadurch ab, daß die Vflgl eine schärfere Spitze, einen mehr bauchig hervor-
tretenden Saum und einen langgestreckten schmalen Mehlfleck auf der Rippe 1 haben und daß die Vorderfüße
ungegliedert sind.
BATELUSIA; TUMEREPES. ^■o^ Dr. C. Aurivilliüs. 347
U e b e r s i c h t de r A r t e n.
A. Beide Flügel oben und unten hellgelb ohne Zeichnungen. D. immaculata.
B. Flügel mit lebhaft ockergelber Gi-undfarbe. Die Vflgl mit schMarzem \'rd und .schwarzer Saumbmde «wenig-
stens bis zur Rippe 4.
a. Hflgl oben ohne dunkle Saumbinde. Die Saumbinde der Vflgl i.st nach hinten zugespitzt und erreicht
höchstens die Rippe 3. D. millari.
ß. Hflgl oben mit schwärzlicher Saumbinde. Die Saumbinde der Vflgl erreicht den Hinterwinkel. Hflgl
unten mit violettbrauner Grundfarbe.
1. Saumbinde der Hflgl-Oberseite etwa 3 mm breit. Saumbinde der Vflgl-Unterseite hell gefleckt. Die
Hflgl unten mit halbmondförmigen, in zwei Reihen geordneten hellen Discalflecken.
D. barca.
2. Saumbinde der Hflgl-Oberseite nur 1 — \,5 mm breit. Saumbinde der Vflgl-Unterseite ungefleckt.
Hflgl unten mit einer Querreihe gerundeter heller Discalflecke D. ockrascens.
D. immaculata Trim. .hat die Flügel einfarbig hell gelblich ohne Zeichnungen. Kopf, Thorax, Palpen, immacu-
Fühler und Beine schwärzlich. Dieser seltene Schmetterimg wurde im Jahre 1863 von J. Bowker im eigent- '"'"■
liehen Kaffernland entdeckt, ist aber später nicht wiedergefunden worden.
D. millari Trhn. (64 d als millori). Flügel oben lebhaft ockergelb oder hell orangegelb ; Vflgl mit dem millari.
Vrd bis zur Mittelzelle und zum Stiele der Rippen 7 — 9 schwarzbraun und mit solcher Apicalbinde, welche
nach hinten zugespitzt nur die Rippe 3 oder 4 erreicht; Hflgl oben einfarbig ohne Zeichnungen. Vflgl unten
fast wie oben gefärbt und gezeichnet; die dunklen Zeichmingen jedoch heller gefärbt. Hflgl unten beim (^
schwarzbraun mit breiter heller braungrauer Saumbinde, beim $ bis zum Saume dunkelbraun mit zahlreichen
schwärzlichen Zeichnungen. Natal.
D. h&na. Smith. (65 c). Beide Flügel oben hellockergelb mit etwa 3 mm breiter schwarzer Saumbinde harca.
und schwarzem Vrd der Vflgl. Vflgl unten wie oben aber heller und mit kleinen gelben Submarginalflecken in
3 — 6. Hflgl unten violettbraun mit einem gelben Fleck an der Wurzel des Vrds, etwa 6 — 7 gelben -Punkten
im Wurzelteil und einer doppelten gebogenen Querreilie von halbmondförmigen hellen ■ Discalflecken. Angola.
D. ochrascens Neave ist der vorigen Art sehr ähnlich und weicht nur durch die in der Uebersicht ange- ochrascetts.
führten Kennzeichen davon ab. Britisch Ost-Afrika; Kavirondo.
22. Gattung: Bateltisia Ham. Druce.
Diese Gattung habe ich nicht untersuchen können. Die Beschreibung derselben ist äußerst kurz und
lautet: .,Mit Powellann Beth.-Baker verwandt, von dieser dadurch abweichend, daß die Rippen 10 und 11 der
Vflgl unmittelbar aus der Zelle entspringen und nicht gestielt sind wie bei Pmvellana". In dieser Hinsicht stimmt
also Batelusia mit den übrigen Gattungen der Gattungsgruppe überein. Da keine anderen Kennzeichen an-
geführt sind, war es mir nicht möglich die Gattung in der Gattungsübersicht einzuführen. Wenn die Abbildung
richtig ist, entspringen die Rippen 5 und 6 der Vflgl aus demselben Punkte. Wenn es sich tatsächlich so ver-
hält, gehört Batelusia ohne Zweifel in die Nähe von Deloneura. Die Rippen 8 und 9 der Vflgl sind in der Figur
nicht angedeutet, sind aber wahrscheinlich vorhanden.
B. zebra Ham. Druce (64 d). Beide Flügel oben sahnefarbig ohne andere Zeichnungen als eine am Vrd sebra.
5 mm breite, nach hinten etwas verschmälerte, in Feld 1 b stumpf endende schwarze Saumbinde der Vflgl und
von unten durchscheinende dunkle Querlinien. Flügel auch unten sahnefarbig mit 6 dunklen Querlinien und
zwischen diesen zum Teil gelblich überzogen: die dunkle Saumbinde der Vflgl fehlt unten völlig. Kamerun:
Bitje.
23. Gattung;: Tuinerepes Baker.
Bethune-Baker hat die Gattung Tumerefedes genannt. Obwohl ich der Ansicht bin, daß man sonst
Gattungsnamen nicht ändern darf, scheint es mir jedoch unmögHch einen Namen im Pluralis als Gattungsname
zu brauchen. Ich benutze darum die Singularisform Tuinerepes. Palpen kurz; letztes Glied nackt und etwa
348 NEAVEIA; EPITOLIXA: PHYTALA. Von Dr. C. Aurivillius.
so lang wie die beiden ersten zusammen. .Sclienkei und iSelücnen aller Beine deutlich angeschwollen. Fühler
kurz. Vflgl mit dem Vrd an der Wurzel sehr konvex und dem Hrd vor der Mitte fast bis zum Hinterwinkel
ausgerandet. Mittelzelle der Vflgl kürzer als die Hälfte des Flügels, die Rippen 2 und 3 entspringen nalie einander
weit vor der Hinterecke; 4 aus der Hinterecke, ö aus der Vorderecke, (i von der Zelle, 8 und 9 lang gestielt aus 7,
10 und 11 frei aus der Zelle, diese fast aus der Mitte der Zelle. Hflgl mit den Rippen 3 und 4 kurz gestielt aus
<ler Hinterecke der Zelle, .5 näher an 6 als an 4, 6 aus die Spitze der Zelle, 8 kurz an der Wurzel stark ge-
bogen.
flava. T. flava Baker. Kopf, Thorax, Hinterleib und beide Flügel ockergelb ; Vflgl am Vrd und am Saume sehr
breit schwarz; Hflgl mit einer sehr breiten schwarzen Saumbinde, welche gegen den Analwinkcl und gegen die
Spitze allmählich verjüngt ist. Flügelspaimung 41 mm. Am oberen Niger-Fluß.
24. (iattuiijr: Xeaveia Ha^n. Bruce.
Diese Gattung scheint im Rippenbau ganz mit Epitola übereinzustimmen. Wie sie sich von Epitola
unterscheidjBt wird nicht angegeben. Da ich die Art nicht untersuchen konnte, muß ich die.se Frage offen lassen.
Beim ^J kommt auf der Rippe 1 der Vflgl-Oberseite wie bei Deloneura und vielen Epitola- Alten ein strich-
förmiger Mehifleck vor.
lamborni. N. lambortli Harn. Bruce (64 d). Beide Flügel oben und unten gelblich Mciß etwas grünlich angeflogen;
Vflgl oben am Vrd und am Saume breit schwarz oder braun ; die schwarze Binde an der Spitze etwa 6 mm,
am Hinterwinkel nur 1 mm breit. Hflgl ohne Zeichnungen. Palpen schwarz; das zweite Glied auf der Innen-
seite mit braunen Haaren bekleidet. Nigeria, bei Oni.
25. Gattung-: Epitoliiia Auriv.
Auch diese Gattung ist mit Epitola nahe verwandt luid w eicht nur durch den kurzen Stiel der Rippen 7 — 9
der Vflgl. ab. Fühler mit langen dünnen Gliedern und deutlich abgesetzter Kolbe.
Bei den cJ(^ sind beide Flügel oben schwarz mit stahlblauem oder etwas violettem Schiller; bei den
$$ haben die Vflgl einen orangegelben Fleck, welcher die Rippe 1, nicht aber den Hrd erreicht.
dispar E. dispar. Die Unterseite der Hflgl mit wenig deuthchen rötlichen oder hellgelblichen Flecken oder
(?uerbinden; beim $ ist der gelbe Fleck der Vflgl oben im Felde 2 etwa 2— 2, .5 mm breit, nach vorn verjüngt
und zugespitzt, an der Rippe (i endend. Bei dispar Ky. (64 d) ist die Discalbinde der Hflgl-Unterseite verdickt
cordelia. und breiter als die übrigen Binden. Ashanti bis Ogowe. — cordelia Ky. ( ?) weicht nur dadurch ab, daß die Flek-
kcnreihen oder (^uerbinden der Hflgl-Unterseite alle schmal und gleichbreit sind. Kamerun bis Gabun. —
melissa. meiissa Harn. Bruce hat oben beim ^ eineäi violetten Schüler und stimmt unten mit cordelia überein oder hat
eine fast ungefleckte Unterseite. Addah.
catori. E. catori Baker scheint von dispar dadurch abzuweichen, daß die Unterseite scharf begrenzte rote Zeich-
nungen hat und daß beim $ der orangegelbe Fleck der Vflgl sehr breit ist. Sierra-Leone.
2<). Gattung: Pliytala We.'itw.
Im Rippenbau weicht Phytaln nur durch die eine Strecke weit vereinigten Rippen II und 12 der Vflgl
ab. Bei den ^S »^'"^1 <!'•" Flügel oben zum großen Teil lebhaft blau gefärbt. Die $? sind mit Ausnahme des
$ von elais noch unbekannt.
U e b e r s i (■ li 1 d e r A r t e n.
I. Große Art. 00— 7(i nun. Die Flügel unten mit abwechselnden, hellen und dunklen, breiten Querbinden, ^i
Die grünlichblaue Farbe der Vflgl-Oberseite ohne schwarze Flecke ; die Vflgl oben an der Wurzel des Hrds
mit schwärzhchem Mehlfleck. Ph- elais.
IL Kleinere Arten, 32—36 mm. cJ. Die blaue Farbe der \'flgi-überseite mit schwarzen Flecken in der Mittel-
zolle und in der Wurzel der Felder (2, 3), 4 — 6.
EPITOLA. Von Dr. (J. Auriviluus. 349
A. Die Hflgl unten mit breiter, weißer oder weißlicher Mittelbinde.
a. (^. Vflgl oben an der Wurzel des Feldes 1 a mit einem kleinen ovalen dunklen Mehlfleck; die
Rippe 1 dadurch an ihrer Wurzel stark vorwärts gebogen.
*. Die blaue Farbe der Hflgl-Oberseite erreicht beim (J in den Feldern 1 c — 6 fast den Saum und ist
nur durch eine sehr feine schwarze Saumlinie von den dunklen Fransen getrennt.
1. Die Mittelbinde der Hflgl-X^nterseite überall fast gleich breit. In der Mitte zwischen dem Saume
und der Mittclbinde verläuft eine helle Submarginallinie. Ph. hyetta.
2. Die Mittelbinde der Hflgl-Unterseite in den Feldern 5 und ü deutüch nach außen erweitert;
keine helle Submarginallinie. Ph. hyeUoides.
**. Die Hflgl des (J oben mit 2 mm breiter schwarzer Saumbinde. Ph. hyettina.
p. cj. Die Vflgl oben ohne Mehlfleck an der Wurzel des Feldes 1 a; die Rippe 1 an der Wurzel fast
gerade. Ph. intermixta.
B. Die Hflgl unten ohne helle Mittelbinde. Die Vflgl des ^ ohne Mehlfleck an der Wurzel. Die Hflgl oben
fast bis zum Saume blau. Ph. he7ileyi.
Ph. elais Doubl, u. Heir. (64 f). Diese prachtvolle Art zeichnet sich durch die Größe und hell gebänderte cJais.
Unterseite vor allen übrigen aus. Beim <^ sind die Flügel oben lebhaft blau mit der Spitze und dem Saume der
Vflgl breit schwarz; Vrd der Vflgl und Saum der Hflgl schmal schwarz; Vrd und Ird der Hflgl breit schwarz.
Beim ? sind die Flügel oben schwarzbraun mit undeutlichem blauen Anflug ; die Vflgl zwischen der Mitte des
Vrds und der Rippe 4 mit einer breiten unregelmäßigen gelben Qiierbinde. Ashanti bis Kuilu und Bangasso
am oberen Ubangi. — catori Baker weicht dadurch ab, daß die Vflgl oben an der Zellenspitze einen großen calori.
schwarzen Fleck in der blauen Farbe haben. Sierra-Leone.
Ph. hyetta Heir. (05 d). (J Vflgl oben tief schwarz mit blauen Flecken in der Mittelzello und den hyetta.
Feldern 3 — 6 und in 1 b und 2 bis über die Mitte weit hinaus blau; unten schwarzbraun, am Saume und am
Ird weißgrau und mit 4 weißen Flecken (in 2, 5, 6 und der Zelle). Hflgl oben lebhaft blau mit schwarzen Rip-
pen, am Vrd bis zur Zelle und der Rippe 6 oder der Mitte des Feldes 6 schwarz, am Ird bis zur Rippe 1 b
schwarzbraun ; unten dunkelbraun mit 2 mm breiter gerader weißlicher Mittelbinde, welche vor der Spitze bis
zur Mitte des Irds geht, und mit gebogener heUer Submarginalünie. Angola.
Ph. hyettoides Auriv. (65 f ). ^ Vflgl oben lebhaft hellblau am Vrd, an der Spitze und am Saume breit hyettoides.
schwarz und mit einem großen schwarzen Fleck in der Wurzel der Felder 4 — 6; unten dunkelbraun mit grauem
Ird und grauen Discalflecken in 2 — 6. Hflgl oben wie bei hyetta, unten stark seidenglänzend mit breiter weißlicher
Mittelbinde, welche in den Feldern 5 und 6 stark erweitert ist.
Ph. hyettina Auriv. (65 d) ist unten der vorigen Art ähnlich und weicht oben nur dadurch ab. daß die hyettina.
schwarze Saumbinde der Hflgl viel breiter und der schwarze Fleck an der Spitze der Mittelzelle der Vflgl viel
größer ist. Sierra-Leone.
Ph. intermixta Auriv. Das (^ weicht von den vorhergehenden dadurch ab, daß der Mehlfleck an der intermixta.
Wurzel der Vflgl völlig fehlt. Vflgl oben schwarz mit 2—3 Flecken in der Mittelzelle, 3 in 1 b und je einem in
1 a, 2—6 und 9 lebhaft blau ; unten schwarzgrau am Ird breit grau und mit einer discalen und einer submar-
ginalen Reihe grauer Flecke. Hflgl schwarz in der Zelle und den Feldern 1 c — 5 lebhaft blau ; die Rippen 2—4
schwarz gesäumt; die schwarze Saumbinde etwa 2 mm breit; unten mit einer geraden, etwa 2 mm breiten
weißliclien Mittelbinde. Am Kuilu-Fluß.
Ph. henleyi Ky. (64 d) ^. Flügel oben fast wie bei hyettina (65 dj gefärbt und gezeichnet; die schwarze henleyi.
Saumbinde der Hflgl jedoch sehr schmal. Vflgl unten schwärzlich am Hrd bis zur Rippe 2 grau, mit drei
grauen Discalflecken (in 2, 4, 5) und solchen Subniarginalflecken : Hflgl unten dunkelbraun ohne helle
Mittelbinde. Vflgl oben ohne Mehlfleck an der Wurzel des Irds. Kamerun.
27. Gattung: Epitola We-stn:
Die Gattung Epitola umfaßt zahlreiche besonders im männlichen Geschlecht sehr schön blau, violett
oder grün schillernde oder stark metallglänzende Arten. Die Mehrzahl der Arten sind selten und noch unvoll-
ständig bekannt. Die $$ weichen gewöhnlich oben von den oJ beträchtlich ab, sind aber noch von vielen Arten
nicht beschrieben.
1
350 EPITOLA. Von Dr. C. Ax^RrviLLius.
J)ie Rippen 10 und 11 den- \'tlgl cnt^springen normal aus dem Vrd der Zelle und verlaufen ganz frei;
bei einigen Arten wie bei honorius. carcina, leonina und zelza entspringt die Rippe 10 jedoch aus dem Stiele von
7 — 9 oder aus demselben Punkte wie dieser und bisweilen berührt die Rippe 11 in einem Punkt die Rippe 12
(posthumus-^, doleta, /eo«e/w/.s).
Die Abweichungen im Rippenbau scheinen nicht geeignet zu sein, die Arten in natürlichen Gruppen zu
verteilen. Eine Gnippieruiig der Arten nach der Zeichnung der Unterseite, nach der Flügelform und den Mehl-
flecken der 1^0 scheint mir dagegen ein besseres Resultat zu liefern.
U e b e r s i c h t der A r t e u g r u p p e n.
A. Die Hflgi unten an dci' Wurzel mit schwarzen Punktflecken in der Mittelzelle und in den Feldern 1 c, 7
(und 8). — Q. Die Hfigl oben im Felde 1 a oder auf der Rippe 1 mit einer Längsreihe von schwarzen
nach hinten gerichteten Haaren.
a. Saum der Hflgl am p]ndc der Ripj)e 3 stumpf gelappt. Hflgl unten an der Wurzel dunkel violettgrau.
— 6 '■ ^'flgl oben ohne Mehlfleck in den Feldern 5, 6 und 9. Erste Artengruppe.
ß. Hflgl ganzrandig mit stark gebogenem Saume, unten an der Wurzel braungelb. Die Rippe 10 der
\'flgl entspringt aus dem Stiele von 7 — 9 weit von der Zelle entfernt. — ^ : Vflgl oben mit einem großen
schwarzgrauen MehlfleL'k, welcher die Wurzel der Felder 5, 6 und 9 bedeckt. — Untergattung: Aethi-
opana Bak. Zweite Artengruppe.
B. Hflgl unten ohne schwarze Wurzelpunkte.
y.. l'nterseite der Hflgl nietalliscii (gold- oder violett-)glänzend mit oder ohne grolJe weiße Flecke. Vrd
der Vflgl unten an der Wurzel gold- oder messingglänzend. — ^J. Die Vflgl oben in 1 a längs der Rippe I
mit einer Reihe von langen, nacli hinten gerichteten Haaren. Dritte Artengruppe.
ß. Flügel unten weißgrau — dunkelbraun — schwärzlich mit oder ohne Flecke, stets aber ohne Metallglanz.
— (^: Die Vflgl ohne Haarkamm.
1. J. Die Vflgl oben mit einem großen dunklen Mehlfleck. Vierte Artengnippe.
2. (J. Die Vflgl ohne besonderen Mehlfleck.
a. (J. Die Submediana oder die Mediana der Vflgl oder beide oben an der Wurzel verdickt und dicht
mit schwarzen Schuppen bekleidet. Fünfte Artengruppe.
b. cj. Keine der Rippen der Vflgl an der Wurzel verdickt. Sechste Artengruppe.
Erste Artengruppe.
J)ie beiden Arten dieser kleineu Gru})pe weichen von allen anderen und übcrhaujit von allen bekannten
Lipteninen durch die Flügelform ab. Der Saum der Vflgl ist zwischen der Spitze und der Rippe 5 ganz gerade,
bildet an der Rippe 5 eine scharfe Ecke und ist dann zwischen 5 und 3 tief ausgerandet. Der Saum der Hflgl
ist etwas uiu-egelmäßig und bildet an der Rippe 3 einen stumpfen Zacken oder kurzen Lappen. Die Hflgl sind
unten dunkel violettgrau mit mehreren großen schwarzen Punkten in der Mittelzelle und in den Feldern 1 c und
7 und bisweilen auch in 8.
hewilsoni. E. Iiewilsoni Muh. (()5 d). Beim J sind beide Flügel oben von der Wurzel bis weit über die Mitte hinaus
lebhaft blau ohne schwarze Flecke | Vrd der Vflgl schmal (nur bis zur Ri])pe 12) schwarz; die schwarze Saum-
binde der Vflgl 5 — 8 mm, die der Hflgl etwa 3 mm breit. Vflgl unten schwärzUch violettbraun, am Ird heller,
vor der Spitze mit einer geraden, schiefen Querreihe von 5 weißlichen Flecken in 3 — 6 und 9 und einigen unbestimm-
ten hellen Flecken näher an der Spitze. Hflgl unten dunkel violettbraun mit 12 — 14 schwarzen Punkten in der
Wurzelhälfte und zwei Querreihen schwarzer Striche oder Flecke in der Saumhälfte. Das mir unbekannte ?
dürfte wahrscheinlich eine weiße Subapicalbinde der Vflgl-Oberseite besitzen. Flügelspanming etwa 50 mm. Die.se
seltene Art wurde bisher nur an der Nordseite der Mündung des Congo-Flusses bei Chuichoxo und Landana er-
beutet.
miranda. E. iniranda Styr. (04 e) weicht von hewitsoni dadurch ab, daß die blaue Farbe der Oberseite schön
violett-blau ist und auf den Vflgln nur die Wurzel der Felder 1 b und 2 bedeckt und freie Flecke in 3 — 6 und 9
bildet; die Mittelzelle ist fast ganz schwarz; auf den Hflghi ist die schwarze Vrdbinde sehr breit und erreicht die
EPITOLA. Von Dr. C. Aurivillitts. 351
Mittelzelle und die Rippe 6. Die Unterseite ist dadurch ausgezeichnet, daß im Saumteil die Rippen und die
Zwischenaderfalten ttreit sch\\arz gesäumt oder von schwarzen Strichen und Flecken begleitet sind. Das $ ist
unbekannt. Sierra-Leone und Gabun (?).
Zweite Artengruppe.
Umfaßt nur eine einzige sehr ausgezeichnete Art. deren Geschlechter oben ganz verschieden sind.
E. honorius hat eine ganz eigentümliche etwas P/anerna-ähnliche Unterseite: Vflgl unten schwärzlich
an der Spitze gelblich, beim J mit weißen Discalflecken in 3 — 6 und 9 und solchen Flecken am Saume in 1 b
und 2 und mit kleinen blauen Flecken an der Spitze der Zelle und im Wurzelteil von 4 und 5, beim $ statt
der Flecke mit breiter weißer Discalbinde. Hflgl unten bis zur Spitze der Mittelzelle braungelb mit 1 1 schwarzen
Punkten (3 nach einander in 1 c, 2 in der Zelle, 2 auf der Schlußrippe, 2 m 7 und 2 in 8), dann graubraun mit
schwarzen Rippen und schwarzen Längsstrahlen zwischen den Rippen ; vom Vrd etwas hinter der Mitte geht
eine 1 mm breite weißliche Querbinde bis zur Rippe 4 und setzt sich dann im Feld 3 schief bis zum Saume
fort. Beim (^ sind die Vflgl oben schwarz mit der Mittelzelle, den Feldern 1 a — 2 fast bis zum Saume der Wur-
zelhälfte von 3 und kleinen Flecken in der Mitte der Felder 4 — 6 und 9 lebhaft blau; die Wurzel der Felder 5,
6 und 9 ist bis zu den blauen Discalflecken von einem sehr großen schwarzgrauen Discalfleck ausgefüllt;
die Hflgl von der Rippe 1 b wenigstens bis zur Rippe 6 lebhaft blau mit einer sehr feinen schwarzen Saumlinie.
Beim $ sind die Vflgl oben schwarz mit einem blauen Längsstrich an der Wurzel in 1 b und einer breiten weißen
Discalbinde und die Hflgl schwarzbraun mit der Mittelzelle und der Wurzel der Felder 1 a und 2 hell bläulich
angeflogen. — honorius F. (64 e). Beim o sind die blauen Discalflecke der Vflgl in ."), 6 und 9, größer und der honorius.
Mehlfleck etwas kleiner; beim $ endet die weiße Discalbinde der Vflgl im Feld 2 und die Hflgl haben oben
einen großen weißen Fleck in 3 — 5, welcher sich dem blauen Wurzelfelde anschließt. Kamerun bis Congo und
Bangasso am oberen Ubangi. — divisa Btlr. weicht nur dadurch ab, daß beim o '^pi' Mehlfleck der Vflgl größer divisa.
und die blauen Discalflecke der Felder 5, 6 und 9 kleiner sind und daß beim $ die weiße Discalbinde der Vflgl
die Rippe 1 erreicht und das weiße Feld der Hflgl fehlt. Sierra-Leone — Ashanti.
Dritte Artengruppe.
Auch diese Gnippc umfaßt große oder mittelgroße Arten, welche besonders durch die metallisch glänzende
und mit großen hellen Flecken gezierte Unterseite ausgezeichnet sind.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Die ganze Mittelzelle und beim c? auch der Wurzelteil der Felder 4 — 6, 9 und 10 der Vflgl-Oberseite breit blau,
stark metallisch glänzend. Die Spitze der Vflgl breit und stumpf ausgezogen; ihr Saum in der Mitte tief aus-
gerandet. — ^ '■ Der Haarkamm der Vflgl liegt dicht an der Rippe 1 und trennt sich erst nahe an der Wurzel
von ilir ab. E. fosthumus.
E. Urania.
B. Die Mittelzelle wenigstens teilweise und die Felder 4 — 6 der Vflgl-Oberseite ganz schwarz. Die Spitze der
Vflgl nicht oder kaum ausgezogen und ihr Saum gerade oder nur wenig konkav. Hflgl unten mit weißen Zeich-
nungen. — (J : Der Haarkamm der Vflgl verläuft nur eine kurze Strecke dicht an der Rippe 1 und trennt sich
dann wurzelwärts allmählich von ihr ab.
a. Größere Art, 48 — 52 mm. Flügel unten mit dunkelviolettem Glänze und weißen Flecken. Beimö" bedeckt
die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite auch den hinteren Rand der Mittelzelle und die Wurzel des Feldes 3;
Vflgl oben ohne Mehlfleck. E. crowkyi.
ß. Kleinere Art, 40—46 mm. Hflgl unten mit gelblichem Metallglanze. Die Mittelzelle und die Wurzel des
Feldes 3 der Vflgl-Oberseite schwarz. Vflgl beim (^ oben mit einem kleinen Mehlfleck vor der Mitte der
Rippe 3. E. ceraunia.
E. posthumusi^. (64 e) (5*. Beide Flügel oben schön blau, grau hch schillernd; die Spitze der Vflgl etwa posthumus.
10 mm breit schwarz ; die schwarze Saumbinde wird nach hinten schnell schmäler und endet spitz an der Rippe 2 ;
352
EPITOLA.. Von Dr. C. AuRiviLLnTS.
das Wurzeldrittel des Vrds bis zur Zelle schwarz, an der ]\Iitte des Vrds erreicht die blaue Farbe in einer Breite
v'on 9 — 10 mm fast den Vrd oder wenigstens die Rippe 1 1 ; die blaue Farbe bildet nach außen einen schwachen
fast gleichförmigen Bogen. Hfigl oben in den Feldern 1 c — 6 fast bi.s zum 8aume blau und auch im Felde 7
ziemlich breit blau bestäubt : die schwarze Saumlinie ganz schmal. Unten sind die Hflgl, sowie Spitze und Vrd
der \'flgl bronzeglänzend mit einem großen helleren goll)lich schillernden Fleck an der Wurzel des Vrds der
Hflgl; \'flgl sonst matt schwarzbraun mit einem weißlichen Fleck in der Zelle und grauen Discalflecken in
2—6 und 9. Beim $ ist die blaue Farbe der Oberseite heller und viel weniger ausgedehnt; sie bedeckt auf den
Vflgln nur die Mittelzelle, den größten Teil der Felder 1 a und 1 b und die Wurzelhälfte der Felder 2 und 3;
außerdem finden sich drei kleine Flecke am Vrd in ti, 9 und 10; die Hflgl haben eine sehr breite unregelmäßige
an den Rippen gezackte schwarze Saumbinde. Sierra-Leone bis Congo.
Urania. E. Urania Kl/, ist nur im männlichen CJeschlecht bekannt und weicht niir wenig vom ^J der E. j^ost-
hiunus ab. Die l)laue J'^arbe der Vflgl ist am \'r(l in den Feldern 9 und lü nur 4 mm breit und nach außen an
den Rippen tief und unregelmäßig eingeschnitten; die schwarze Saumbinde erreicht den Hinterwinkel und ist
viel breiter, im Felde 2 etwa 4 mm breit; die schwarze Saumbinde der Hflgl ist auch etwas breiter
und an den Rippen kurz gezackt. Die Unterseite der Hflgl ist dunkler rotbräunlich. Sierra-Leone bis
Kamerun.
crowlet/i. E. crowleyi Etn. Sharpe (64 e) q. Vflgl oben schwarz mit einem großen blauen Fleck, welcher die Fel-
der 1 b, 2 und '.i bis ',i — 5 mm vom Saume bedeckt und auch einen Längsstreif am Hrd der Mittelzelle bildet;
die Rippe 1 ist S-förmig gebogen und das Feld I a faat ganz schwarz mit einer Reihe langer schwarzer Haare;
Hlgl oben zwischen den Rippen 1 b und 6 blau mit 2 mm breiter schwarzer Saumbinde; Vflgl unten schwarz,
an der Spitze violettbraun mit einer S-förmig gebogenen QuerreDie von 7 länglichen weißen Discalflecken in
1 b — 6 und 9, Vrd bis zur Mitte weißlich und an der Wurzel gold- oder messingglänzend; Hflgl unten weißlich
mit rotbraunen Flecken und Längsstrichen, die Mittelzelle fast ganz rotbraun. Das $ ist größer und weicht
dadurch ab, daß die Vflgl oben schwarz sind mit einem blauen Längsstrich in 1 b und weißen Discalflecken in
2.4 — 6 und 9 und daß die weiße Farbe der Hflgl-Unterseite mehr ausgedehnt ist; die Vflgl unten wie oben, aber
ohne blauen Längsstrich und mit 2 — ',i kleinen weißen Saumfiecken in 3 und 4. Sierra-Leone bis
Nigeria.
ceraunia. E. cerautlia Hcir. (64 e) (J. Vflgl oben schwarz, in den Feldern 1 b und 2 bis 3 jnm vom Saume blau und
mit freien blauen Flecken hi 3, 4 und der Mittelzelle, unten schwärzlich mit scharf hervortretenden weißen
Flecken, von denen zwei in der Mittelzelle nahe an der Spitze und je einer in den Feldern 1 b — 6 und 9, von
denen die in 4 iind 5 nahe am Saume stehen. Hflgl oben zwischen den Rippen 1 b und 6 blau mit schmaler 1 mm
breiter schwarzer Sauinbindc: unten braun mit gelblichem Glänze und einer scharf hervortretenden weißen
Querbinde und Längsstreif am Vrd in Feld 7. Das $ weicht durch graue Discalflecke in 3 — 6 und der Mittel-
zeUe der Vflgl-Oberseite und 4 — 5 mm breiter schwarzer Saumbinde der Hflgl-Oberseite ab ; die Hflgl sind unten
heller und weniger scharf gezeichnet als beim (J. Die Ppn wurden von W. A. Lamboen in kleinen Kolonien auf
der Oberseite von Blättern schief aufrecht befestigt angetroffen. Sierra-Leone bis Gabun.
Saume.
Vierte Arfengruppe.
Der große Mehlfleck, welcher die Arten dieser Gruppe auszeichnet, liegt bald an der Wurzel bald am
Uebersicht der Arten.
A. Die Unterseite heller oder dunkler braun mit oder oinie helle Flecke.
a. Unterseite eintönig graubraun ohne Zeichnungen. Der Mehlfleck des ^J ist sein- groß, tief schwarz, vier-
eckig, erreicht fast den Saum und bedeckt den größten Teil der Felder 2 — 4. E. standingeri.
p. Unterseite mit doitlichen hellen Fleckenreihen.
*. ])er Mehlfleck liegt am Saume in den Feldern 2 — 4 ganz wie bei Maudinqeri.
E. gordoni.
Ausgegehen 4. V. 1920. EPITOLA. Von Dr. G. AtTRiviLLiiTS. 353
**. Der Mehlfleck ist hellgrau, bedeckt die Wurzel der Felder (1 a und) 1 b und der Zelle, i.t aber durch
eine blaue Lniie der Zelle vom dunklen Vrd getrennt. e. carcina
^ ?i' Vnlr'^'l "''^^ /f , '^"f^T" l^^'tT rr^''^''' ^"^ ^'^""^''- ^^^^ ^i^^^^i^^ok des ^ bedeckt die Wurzel
des \flgls und erreicht den Vrd. Die Vflgl des ^ ohne schwarzen Querstrich am Ende der Mittelzelle.
ß. gerina.
E. staudingeri Ky (65 d) vveicht durch die Lage des großen schwarzen Mehlfleckeo der Vflgl vonaUen staudinaeri
übrigen Arten außer goräom^ ab. Beim S sind beide Flügel oben blau; der Vrd der Vflglist schmal schwarz
Ihre Spitze nur 3 mm breit dreieckig soliwarz und die schwarze Saumbinde nur 1 mm breit. Hflgl nur mit sehr
Leone unf Gabutr "'' '" ^"^ ^'"^ ^'' '"' ^'^^' ' ''^'"^''- ^'''''''''^^' ungefleckt. $ .„bekannt. Sierra-
fi v.^'if",'''*""l^T" ^'■'''' f *'^^" '^'^'" ^ ''"" staudingeri ganz ähnlich und weicht nur durch die heU goräoni
ge'fleckte Unterseite ab; ist wahrscheinlich nur eine Easse von dieser. Bonny.
.1 1 1 ?: ''*/""^ ^"n ^^l'^'^- ■ ^^^'''^^ ursprünghch nach einem ? beschrieben. Ob das hier beschriebene und carcina
abgebiklete J zu dem ? gebort, ist leider nicht ganz sicher. S : Flügel oben hell zart violettblau, der Vrd der Vflgl
Rinne' f i' "hl ^'^'^Pf ";" '^\ ^^«"'^ f«" ^ mm schwarz, am Saume endet die schwarze Farbe spitz an der
Kippe 1 , die blaue Parbe der \ flgl ist nach außen fast geradlinig begrenzt, bedeckt die Wurzel der Felder '>-6
beHnlhf'r m-, f "*' v'!l\''' "'^^^^^^^ ^'^ d^'- Wurzel durch den großen, etwa 3 mm breiten MehKleck
beeinträchtigt^ Hflgl am Vrd bis zur Rippe 6 schwarz, am Ird in 1 a und 1 b grau; die schwarze Saumlinie
sehr fein. Unterseite braun mit mehreren Querreihen weißlicher Flecke. — Beim $ haben die Vflgl oben nur
einen 6 mm breiten blauen Hrdfleck, welcher nur die Rippe 2 erreicht und nach vorn von einer etwas geboge-
nen Querreihe von 5 kleinen weißen Discalflecken der Felder 2-6 begleitet wird; Hflgl oben nur an der Mitte
weißTn^n t' iT 'T v^'T ^o'"'' schwarzer Saumbinde; Unterseite fast wie beim 3 aber mit scharfen
weißen Discalpunkten der Vflgl. Sierra-Leone bis Kuilu.
E gtrinaHew. (65 b) weicht durch die weißliche, mit hellbraunen Fleckchen und Strichen gezierte Unter- gerina.
seite von den anderen Arten dieser Gruppe ab. Beim ^ ist der Mehlfleck der Vflgl etwa 5 mm breit und be-
deckt die ganze Wurzel bis zum Vrd, die blaue Farbe wird dadurch auf eine 7-8 mm breite Mittelbinde welche
den Stiel von 7-9 und den Hinterwinkel erreicht, beschränkt; Hflgl oben wie beim ^ von carcina aber am Ird
schwarzhch. Wenn Bruce in seiner Vermutung, daß E. goodi Holl. (65 e) zu gerina gehört, recht hat, muß
goodid^s ? von gerina sem; sie weicht nämlich durch das Fehlen des Mehlfleckes der Vflgl ab (die blaue Farbe
erreicht die Wurzel). Die hellbraunen Zeichnungen der Unterseite treten scharf hervor und sind demnach viel
deutlicher als in Hewitsons Abbildung des J. Gongo und Ogowe.
Fünfte Artengruppe.
In dieser Gruppe haben die Vflgl des S keinen großen Mehlfleck, statt desselben aber eine oder zwei
Kippen an der Wurzel verdickt und mit schwarzen Schuppen bekleidet. Die Vflgl unten ohne schwarzen Längs-
streit. Die c^^ sind stets oben schwarz und blau gefärbt mit linienförmiger oder sehr schmaler schwarzer Saum-
bmde der Hf gl. Bei den noch wenig bekannten ?? ist dagegen die blaue Farbe stark reduziert und die schwarze
Saumbinde der Hflg stets breit; auf den Vflgln ist die blaue Farbe bisweilen in der Mitte durch Weiß er-
setzt. Saum der Vflgl gleichmäßig gebogen oder fast gerade.
A . -u ^'f ^'^''n ^""^ """^^ verwandt und üire Unterschiede noch nicht immer genau festgestellt. Die folgende
Artubersicht muß darum nur als ein erster Versuch betrachtet werden.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Flügel unten dunkelbraun oft mit hellen Zeichnungen.
A. o^ Nur die Mediana der Vflgl ist oben an der Wurzel verdickt und schwarz beschuppt.
a. Fransen .schwach gewellt und weiß gefleckt. e. marglnata.
ß. Fransen ganzrandig und einfarbig.
*. cJ.Die Mittelzelle der Vflgl-Oberseite ganz schwarz. Die blaue Farbe bildet nur einen breiten aber
kurzen Hrdfleck, welcher nach vorn von der Mittelzelle und der Rippe 3 begrenzt wird.
E. tumentia.
XIII
45
354 EPITOLA. Von Dr. C. Aurivillius.
**. Die Mittelzelle der Vflgl-Überseite ganz oder zum größten Teil blau ; die blaue Farbe erreicht
hinter der Zelle wenigstens die Rippe 5, gewöhnlich den Stiel von 7 — it.
§. Die Vflgl oben ohne schwarzen Querstrich oder Querfleck am Ende der Mittelzelle*).
f. Die bläulichweißen Discal- und Submarginalflecke der Vflgl-Unterseite sind in den Fel-
dern 1 a und 2 zu großen 3 — 4 mm laugen Flecken vereinigt. E. cercene.
tt- Die hellen Flecke der Vflgl-Unterseite nicht zu großen Flecken vereinigt.
1. Beide Flüge! unten bis zur Wurzel mit zahlreichen scharf hervortretenden weißgrauen
Querstrichen und Querbinden. E. ulboinaculata.
2. Die Flügel unten nur am Saume mit 2—3 Querreihen heller Flecke.
a. Q. Die blaue Farbe derHflgl wird nach Vorn von der Rippe 6 begrenzt oder bildet
nur einen schmalen Streifen im Felde 6. Hflgl nur mit feiner schwarzer Saumlinie.
E. badnra.
b. tJ. Die blaue Farbe der Hflgl bedeckt auch das Feld 6. Die schwarze Saumbinde
der Hflgl fast 1 mm breit. E. badia.
§§. Die Vflgl oben mit einem schwarzen Querstrich oder Fleck am Ende der Mittelzelle (zu dieser
AbteQung gehört auch die unvollständig beschriebene E. umbratilis).
1 . Hflgl oben nur mit feiner schwarzer Saumlinie.
a. o ■ Die blaue Farbe der Vflgl erreicht nur die Rippe 5 oder bildet in 5 und 6 nur kleine
freie Schuppenflccke. E. leonina.
h. (J. Die blaue Farbe der Vflgl erreicht den Stiel von 7 — 9. E. khalifa.
2. Hflgl oben mit einer wenigstens 1 mm breiten schwarzen Saumbinde. Die blaue Farbe der
Vflgl en-eicht den Stiel der Rippen 7 — 9.
a. Die Unterseite mit zahlreichen hellen Zeichnungen. E. moyainbina.
b. Die Unterseite einfarbig dunkelbraun ohne helle Zeichnungen. E. uniforviis.
B. (^. Die Submediana und bisweilen auch die Mediana der Vflgl oben an der Wurzel verdickt und mit
schwarzen Schuppen bekleidet.
a. o . Die Vflgl oben ohne schwarzen Strich am Ende der Mittelzelle. Flügel unten fast wie bei E. cercene.
E. balesi.
ß. (J. Die Vflgl oben am Ende der Mittelzelle mit einem dreieckigen schwarzen Einschnitt, welcher mit
dem schwarzen ^'rd zusammenliängt.
1. (J. Die schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite schmal. E. cercetioides.
E. dorothea.
2. (J. Die schwarze Sauiubindc dci Htlgl-Oberseite selir breit. E. oniei)sis.
II. Unterseite beider Fl igel weiß mit oder ohne dunkle Zeichnungen. Hierher geiiört auch E. virgitiea, von
der nur das $ bekannt ist, und wahrscheinlich concepcion. Die Vflgl oben ohne schwarzen Strich am Ende
der Mittelzelle,
a. Unterseite ohne oder mit undeutlichen Zeichnungen. E. zelica.
ß. Unterseite mit deutliclien Zackenhnien. E. nitida.
marginala. E. marginata Ky. (65 e). (J. Die blaue Farbe der Vflgl bedeckt die ganze Zelle, erreicht den Stiel der
Rippen 7 — 9. ist nach außen schief, fast geradlinig, begrenzt und erreicht am Hrd den Hinterwinkel ; vom schwar-
zen Vrd dringt am Ende der Zelle ein dreieckiger schwarzer Fleck in die blaue Farbe hinein. Hflgl oben zwi-
schen den Rippen 1 b und 6 fast bis zum Saume blau. Unterseite schwarzbraun mit 2 — 3 bläulichweißen Quer-
linien im Saumteil. Beim $ sind die Hflgl oben dunkel braungrau ohne Zeichnungen und die N'flgl haben an der
Stelle der blauen Farbe des q eine weiße nach innen violettblaue Fläche mit einem gebogenen schwarzen Strich
am Ende der Zelle, l'nterseite viel heller als beim (Jund mit weißer Mittelbinde der Vflgl. Kamerun bis Gabun.
tumgnlia. E. tumentia Hnm. Bruce (64 g) J. Vflgl oben schwarz mit einem blauen Hrdfleck. welcher nur die Rippe
3 erreicht und nach vorn von der Mediana begrenzt wird; Hflgl oben zwischen den Rippen 1 b und 6 blau mit
*) Zvi dieser Abteilung gehört atich E. zdza.
EPITüLA. Von Dr. C. Aurivillius. ;ir)5
schwarzer Saunibinde, welche nach vorn breiter wird und allmählich in den schwarzen Vrd übergeht. Unterseite
gelbbraun mit undeutlichen kleinen weißen Disealpunkten. $ unbekannt. Nord-Nigeria bei Afikpo.
E. cercene Hew. (65 f). Der große blaue Hrdfleck derVflgl bedeckt die ganze Zelle, erreicht den Stiel ccrcene.
von den Rippen 7— 9 und geht dann in sanftem Bogen fast bis zum Hint«rwinkel; Hflgl oben zwischen den
Rippen Ib und 0 und bis zum 8aume blau; Flügel unten graubraun mit Querreihen bläulich weißer Flecke;
die Discal- und Submarginalreihen der Vflgl sind nach hinten in den Feldern 2 und 1 a zu großen kegelförmigen
Flecken vereinigt, welche nach innen schwarz begrenzt sind. 9 unbekannt. Kamerun bis Angola.
E. albomaculata Baker (65 c). Ist oben der vorigen Art ganz ähnlich und weicht unten nur durch die albomacu-
zahlreichcii hellen Querstriche und Querlinien ab, welche jedoch in den Feldern 1 b und 2 der Vflgl nicht zu- '"'"•
sammengeflossen sind. Beim ? ist die blaue Farbe der Vflgl heller und weniger ausgedehnt, im Felde 4 ein weißer
Subapicalfleck; Hflgl oben mit sehr breiter dunkler iSaumbinde; Unterseite wie beim (^. Sierra-Leone.
E. badura Ky. (64 g als baduia). Das ^ weicht nur durch die in der Artenübersicht angeführten Kenn- badura.
zeichen vom cercene-,^ ab. Beim ? erreicht die blaue Farbe der Vflgl nur die Rippe 5 und die Hflgl haben eine
4 mm breite schwarze Saumbinde. Kamerun bis Gabun.
E. badia Ky. (64 g) ist etwas kleiner als hadum. sonst aber nur durch die oben angeführten Kennzeichen badia.
verschieden: die hellen Fleckenreihen der Unterseite sind größer und deutlicher als bei badura. Kamerun.
E. zeiza Hew. (65e) ist offenbar nach einem beschädigten Stück abgebildet und beschrieben; die Kenn- zeha.
zeichen sind darum kaum zuverlässig. Die Vflgl weichen nach der Figur*) von allen anderen Arten dadurch
ab, daß sie oben schwarz sind mit zwei blauen Längsstrahlen, von denen der eine aus der Wurzel kommt
das Feld 1 b bedeckt und den Saum fast erreicht; der andere bedeckt die Mittelzelle und ist viel kürzer ; die
Felder 2 und 3 sind ganz schwarz und bilden einen tiefen Einschnitt zwischen den Strahlen. Die Unterseite
ist abwechselnd braun und grau undeutlich bandiert. Alt-Calabar.
E. leonina Stgr. (65 e) ^. Vflgl oben mit einem blauen Hrdfleck, weldicr die Zeile bedeckt, den Hinter- leonhia.
Winkel fast erreicht und nach vorn von der Rippe 5 begrenzt wird; kleine bläuliche Flecke nahe der Mitte
der Felder 5 und 6; ein schwarzer Querstrich am Zellende; Hflgl oben zwischen den Rippen 1 b und 6 bis zum
Saume hell blau; eine feine schwarze Saumlinie. Beide Flügel unten dunkel graubraun mit undeutlichen Flecken
vor dem Saume. — Beim 9 haben die Vflgl eine weiße, im Feld 2 etwa 6 mm breite Mittekiuerbinde, welche sieh
vom Hrd bis zur Rippe 10 erstreckt und im Felde 9 nur 2 mm breit ist; innerhalb dieser Binde sind die Felder
1 a, 1 b und die Mittelzelle grünlich beschuppt; ein dreieckiger schwarzer Fleck am Ende der Zelle; Hflgl oben
schwarzbraun, in die Mittelzelle und an der Wurzel des Feldes 1 c grün überzogen; Unterseite wie beim ^
aber mit weißer Querbinde, welche fast wie oben gebildet aber breiter ist und den Hinterwinkel erreicht. Sierra-
Leone.
E. khalifa Baker steht der vorigen Art luihe, weicht aber sowohl durch die mehr ausgebreitete blaue khalila
Farbe der Vflgl sowie durch die an der Wurzel sehr stark aufgeblasene Medianrippe des ,^ ab. Unterseite grau-
braun mit undeutlichen grauen Zeichnungen. Beim 9 ■'^i'icl die Vflgl an der Wurzel hellblau; die blaue Farbe
füllt jedoch die Zelle nicht aus und ist hinter der Zelle von 4 weißen Flecken begleitet; die Hflgl haben eine sehr
breite dunkle Saumbinde; die Unterseite ist fast ohne Zeichnungen; auf den Vflgln scheinen jedoch die weißen
Flecke der Oberseite durch. Sierra-Leone.
E. moyatnbina Baker ist mir unbekannt und wird in folgender Weise beschrieben: Vflgl schwarz, vom mayam-
Hrd bis zur Subcostalrippe und fast bis zum Hinter\\inkel glänzend azurblau; am Ende der Mittelzelle bildet ""'
die schwarze Farbe einen dreieckigen Einschnitt; Hflgl grau-schwarz, zwischen den Rippen 1 b und 6 blau mit
einer ziemlich breiten schwarzen Saumbinde. Beide Flügel unten graubraun mit zahlreichen wei.'^grauen Zeich-
nungen fast bis zur Wurzel. Sierra-Leone.
E. uniformis Ky. (64 h). tTnterseite dunkelbraun ohne Zeichnungen. Das (J weicht nur durch die in der umformis.
Uebersicht angeführten Kennzeichen vom honina-^^ ab. Beim 9 sind die blauen Felder heil violettblau; der
Hrdfleck der Vflgl erreicht nur die Rippe 5 und ist vom Hinterwinkel wenigstens 2 mm entfernt; die Saumbinde
der Hflgl ist 2 mm breit. Die Art ist kleiner als die beiden vorhergehenden und hat eine Flügelspannung von
32 bis 33 mm. Kamerun.
E. umbratilis Holl. Die kurze Beschreibung lautet: ,,Mit E. marginata verwandt, aber heller blau und umhratilis.
mit ganzrandigen nicht weißgefleckten Fransen. Die Unterseite ist gleichfalls verschieden; die Gnindfarbe
ist dieselbe aber die unregelmäßigen zickzackförmigen Zeichnungen sind zahlreicher und deutlicher und in gut
begrenzten Querreihen geordnet, wodurch die Flügel wie gebändert aussehen. Ogowe-Fluß". Diese Kenn-
zeichen sind nicht genügend um die Art sicher zu deuten.
E. cercenoides Holl. Auch diese Art ist mir unbekannt. (J. Beide Flügel sind oben intensiv dunkelblau cerccnoides.
mit grünem Schiller; Vrd der Vflgl schmal und Spitzendrittel breit schwarz; ein etwas gebogener schwarzer
*) Hewitson's Figuren sind hier (opierl.
356 EPITOI^. Von Dr. ('. Aurivillius.
Fleck an der Spitze der Mittelzelle; die Mediana und Subniediana an der Wurzel schwarz beschuppt. Vrd der
Hflgl breit und Saum sehr schmal schwarz. Beide Flügel unten dunkel bleigrau mit zahlreichen Querreihen
hellblauer gewellter Linien und pfeilförmiger Flecke, von denen die am Hinterwinkel der Vflgl die größten
sind. Ogowe-Fluß.
doroOiea. E. dorothea Baker i.^t offenbar mit cercenoides nahe verwandt. Nach der Beschreibung sind die Flügel
beim ^ oben blau; Vrd der Vflgl bis zur Rippe 12 schwarz, ein großer schwarzer Qiierfleck am Ende der Zelle;
die Subniediana an der Wurzel verdickt und überall schwarz beschuppt; die blaue Farbe nach außen an den
Rippen tief eingeschnitten; Fransen weißlich. Hflgl mit dem Vrd bis zur Rippe 6 schwarz aber im Felde 6
mit einigen blauen Schuppen bestreut ; Saum .schmal schwarz. Flügel unten braungrau mit zahlreichen weißliehen
Zeichnungen fast von der Wurzel ab. Beim 5 sind die Vflgl oben schwärzlich mit einer weißen Mittelbinde
zwischen den Rippen I und 11 ; Feld la und die Mittelzelle mit blauen Schuppen bestreut; Hflgl oben eintönig
schwarzbraun mit einigen blauen Schuppen am Ende der Zelle; Unterseite wie beim (^; die Flügel aber wie oben
mit weißer Mittelbinde, welche den Hrd erreicht. Sierra-Leone.
oniensis. E. otiietisis Baker ist eine soeben beschriebene Art, deren Ppn in der Nähe eines Nestes der Ameise
Cremastogaster hucheri v. aUigatrix gefunden wurden. ^ • Beide Flügel oben lebhaft glänzend blau ; die Vflgl an der
Spitze der Mittelzelle mit einem keilförmigen schwarzen Fleck: Vrd und Saum sehr breit schwarz; der Saum
gegen den Hinterwinkel allmählich schmäler; sowohl die Mediana wie die Submediana an der Wurzel verdickt
und schwarz beschuppt ; Hflgl am Vrd bis zur Rippe 6 schwarz und mit sehr breiter schwarzer Saumbinde. Beide
Flügel unten rötlichbraiin mit weißlichen Zeichnungen; Vflgl mit wenigen weißlichen Schuppen in der Zelle und
an der Wurzel der Rippen 6 und 3 ; unmittelbar hinter der Zelle eine feine gebogene unregelmäßige Linie zwischen
den Rippen 2 und 10; eine deutlichere postmediane zackige Querlinie von Rippe 1 b bis 10; eine undeutliche
etwas breitere Submarginallinie und eine Saumlinie. Die Hflgl fast ähnlich gezeichnet, aber ohne die äußerste
Linie nächst dem Saume. Flügelspannung 36 mm. Nigeria bei Oni in der Nähe von Lagos.
tatest. E. batesi Ham. Druce (64h) ist wie aus den Figuren hervorgeht, den beiden letzten Arten sehr ähnlich
und vielleicht nur durch das Fehlen des schwarzen Striches am Ende der Mittelzelle der Vflgl beim o verschie-
den; die Submediana soll nur wenig verdickt sein. Die l'nterseite stimmt ziemlich mit der von E. cercene
überein. Kamerun.
zelica. E. zelica Ki/. (64 h) zeichnet sich durch die rein weiße, beim 5 unbezeichnete, beim (J nur undeutlich
gefleckte L'nterseite aus. Die blaue Farbe der Oberseite ist hell violettblau und bedeckt auf den Vflgln einen
kleineren Teil der Felder 2 — 6 als gewöhnlich; kein schwarzer Strich am Ende der Zelle; Hflgl mit 1 mm breiter
schwarzer Saumbinde. Kamerun.
nitida. E. nitida Ham. Druce (64 h). Die schöne Abbildung macht eine ausführliche Besehreibung überflüssig.
Von zelica weicht nitida durch die dunklere und mehr ausgedehnte blaue Farbe der Oberseite und durch die scharf
gezeichnete Unterseite ab. Beim rj sind sowohl die Siibmediana wie die Mediana an der Wurzel verdickt und
schwarz beschuppt. % unbekannt. Kamerun. Drice nennt die Art ,,nitide" \\as jedoch französisch und nicht
lateinisch ist.
virginca. E. virginea Baker. J unbekannt. Beim 5 sind die Vflgl oben dunkelbraun mit hellblauen Schuppen
in der Zelle und am Hrd in 1 a und 1 b bis über die Flüge Imitte hinaus; am Ende der Zelle und vor der Spitze,
sowie am Ende des blauen Hrdstreifens ist ein weißer Fleck. Hflgl oben zwischen den RijJiJen Ib und 6 hell azur-
blau mit sehr breiter dunkler Saumbinde. Unten sind beide Flügel weißlich mit braungrauon Zeichnungen.
Flügelspannung 40 — 41 mm. vSierra-Leone.
concepdon. E. cotlcepcion Suff. (65 a). Geschlecht nicht angegeben ; wohl ?. Flügel oben einfarbig graubräunlich
ohne Zeichnungen. Unterseite weißlich mit fast denselben Zeichnungen wie bei nitida. Kamerun.
Sechste Arfengruppe.
Bei den <^cJ fehlen die Vflgl Mehlflecke und keine der Rippen ist an der Wurzel verdickt. Auch hin-
sichtlich der blauen Farbe der Vflgloberseito sind sie von Arten der vorigen Onippen abweichend. Dieselbe
bedeckt nicht die Wurzel der P'elder 3 — ti, sondern bildet freie Flecke etwa in der Mitte dieser Felder und d:e
Mittelzelle ist mehr oder weniger schwarzgefleckt oder bisweilen fast ganz schwarz. Manchmal fehlt auch beim o
die blaue Farbe der Oberseite völlig.
Die zahlreichen Arten sind noch sehr selten m den Sammlungen und ganz ungenügend bekamit.
EPITOLA. Von Ur. C. Auriviluüs. 357
U e b e r s i c h t d e r A r t e 11.
I. Beide Flügel oder wenigstens die Vflgl unten mit dunkler Grundfarbe.
A. Die Hflgl unten mit dunkler Grundfarbe.
a. Die Vflgl unten ohne schwärzlichen Längsstreif in der Mitte. Beide Flügel unten vor dem Saume we-
nigstens mit Andeutungen von Querreihen heller Flecke. Vflgl beim $ oben mit 1—3 schwarzen
Querstrichen in der Zelle und einem dicken Querstrich am ZeUende. Hflgl oben mit einer 1 — 2 mm
breiten schwarzen Saumbinde. (Hierzu wohl auch E. mus, mengoensis und mercedes.)
*. cJ. Die blaue Farbe der Vflgl nach hinten von der Rippe 1 begrenzt. Die hellen Zeichnungen
der Unterseite deutlich. E. catuna.
**. (J. Die blaue Farbe der Vflgl erreicht den Hrd. Die Zeichnungen der Unterseite sehr undeutlich.
E. elissa.
ß. Die Vflgl unten in der Mitte mit einem schwärzlichen Längsstreif, welcher an der Wurzel anfängt,
nach außen allmählich breiter wird und hinter der Zelle in 2 — 5 endet. Die Hflgl gewöhnlich unten
einfarbig bräunlich ohne Zeichnungen.
*. (J. Die Hflgl oben zwischen den Rippen 1 b und 6 mit scharf begrenztem blauen Felde und einer
1 — 2 mm breiten schwarzen Saumbinde.
§. cJ. Feld 1 a der Vflgl-Oberseite ganz oder zum großen Teil blau beschuppt; Mittelzelle mit
2 blauen Flecken ; die Felder 1 a — 2 bis zur Wurzel und bis zur Nähe des Saumes blau be-
schuppt.
1. (J. Die Vflgl sonst oben nur mit 2 kleinen blauen Discalf lecken in 5 und 6.
E. doleta.
2. (J. Die Vflgl oben in den Feldern 3 — (> mit einer etwas gebogenen, zusammenhängenden
Querbinde blauer Discalflecke, welche sich am Hrdfleck anschließt. E. barombiensis.
§§. (J. Feld 1 a der Vflgl-Oberseite schwarz ohne blaue Flecke.
0. (^. Die blaue Farbe der Hflgl-Oberseite nicht durch einen schwarzen Längsstreif geteilt.
1. (^. Mittelzelle der Vflgl oben mit blauem Fleck oder Flecken.
a. 3*. Die Mittelzelle der Vflgl oben mit einem blauen Längsstreif, welcher fast
die ganze Zelle ausfüllt. Feld 1 b der Vflgl bis zur Wurzel und bis 2 mm vom Saume
blau, Feld 2 mit großem blauen Discalfleck, der jedoch nicht die Wurzel bedeckt;
Feld 3 einfarbig schwarz ; Feld 4 — 6 mit kleinen blauen Discalf lecken.
E. conjuncta.
b. ^. Die Vflgl oben mit zwei blauen Flecken in der Mittelzelle und in den Feldern
1 b — 6 mit je einem blauen Fleck, welcher die Wurzel des Feldes nicht erreicht;
die Flecke in I b und 2 größer als die übrigen. E. rezia. .
2. o- Mittelzelle der Vflgl einfarbig schwarz ohne blau. \'flgl oben mit großen blauen
Discalfleckeii in 1 b und 2 und kleinen solchen Hecken in 5 und 0.
E. pinodoides.
E. leonensis.
00. (J. Die blaue Farbe der Hflgl-Oberseite ist durch eine schwarze Längslinie, welclie
dem Hrd der Zelle und der Rippe 4 folgt, geteilt. E. benüensis.
E. sublusfri^.
**. ü- Hflgl oben einfarbig dunkelbraun ohne Zeichnungen oder schwach blau angeflogen.
1. (^. Hflgl oben mit blauem Schiller. E. pinodes.
2. (^. Hflgl oben ohne blauen Schiller. E. nigra.
B. Die Hflgl unten schmutzig gelblich weiß, am Saume schwärzlich bestäul)t. E. adolphi friderici.
II. Beide Flügel unten fast einfarbig silberweiß oder weiß. E. ernesti.
E. catuna Ky. (04 g). ^J. Die blaue Farbe der Vflgl von den Rippen 1 und 6 begrenzt; ein oder zwei catuna.
schwarze Punkte in der Zelle und ein dicker schwarzer Querfleck am Ende der Zelle ; die blauen Flecke der Fel-
der 4 und 5 erreichen fast die Wurzel dieser Felder, sind aber durch einen schwarzen . Querstrich geteilt. Vflgl
358 EPITOLA. Vom Di. C. Airivillius.
unten mit einem gelblichen Fleck am Zellende, einer gebogenen Querreihe .solcher Discalfleoke und einer Reihe
gelblicher Möndehen nahe am Saume; zwischen dem Vrd und der Rippe 4 eine subapicale Reihe solcher Flecke.
Hflgl unten mit zwei Reihen vor dem Saume und einer undeutlichen Discallinie. Kamenin bis Kuilu.
elissa. E. elissa Snüth weicht mir durch die oben angegebenen Kennzeichen und die 2 mm dunkle iSaum-
biiidc der Hflgi-Ober^eite von catuna (64 g) ab. Nigeria, bei Warri.
mus. E. mus Suff. ((>5a-) (??). Flügel oben einfarbig dunkel graubraun ohne Zpioiiiningen, unten mit hell
graubrauner Grundfarbe. Vflgl unten am Hrd bi> Rippe 2 stahlgrau; der Wurzelteil i>t zwi.-^chen der Wurzel
der Rippe 2 und dem Vrd durch eine stark gebogene weißliche wenig deutüche Zackenlinie begrenzt ; eine et-
was gezackte graugelbliche Binde vor dem Saume. Hflgl iMiten in der Saumhälfte mit drei Querreihen heller
gezackter Strichelchen otlcr Bogen. Kamerun: Barombi.
meti'joeiisis. E. mengoensis Baker {(iöa). Flügel oben schwarzbraun. N flgl in der Mitte dunkel violettblau angeflo-
gen: Hflgl zwischen den Rippen 1 b und 6 blau mit breiter dunkler Saumbinde. Flügelunten dunkelbraun mit
einer discalen (in den Vflgln unvollständigen) und zwei submarginalen Querreihen gelbbrauner Flecken.
^'flgl mit scharfer Spitze und bauchigem Saume. Uganda; Mengo.
mercedcs. E. mercedes Suff. '2. Flügel oben einfarbig schwarzbraun ohne Zeichnungen, bei gewisser Beleuchtung
mit schwachem Violetten S?himmer. Vflgl unten in der Mitte ebenso dunkel wie oben, an den Rändern etwas
heller. Kamerun: Johann Albrechthöhe.
doleta. E. doleta Kl/. (64g). S- Siehe oben! Vflgl unten nicht weiß am Hrd; Hflgl unten ganz eintönig braun-
grau oder mit hellen Zeichnungen wie bei cntuna. Sierra-Leone.
cephcna. E. cephena //(«'. (65 o). Nur da- 2 bekannt. Flügel oben .•schwärzlich: Vflgl oben mit einem langen
hellblauen Fknk in 1 b, einem bläulichweißen in 2 und zwei weißen Punkten am Vrd in 6 und 9; unten sind
alle Flecke weiß und die Ränder viel heller gefärbt, nur die Mitte schwärzUch. Hflgl oben mit einem blauen
Längsstrahl, welcher die Mittelzelle und die Wurzel der Felder 4 und 5 bedeckt und 4 mm vom Saume endet,
unten hell bräunlich ohne Zeichnungen, (»abun.
barombien- E. baromblensls Kl/. (65 a). Oben nur durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen von do-
*•*• leta verschictlen. Hflgl unten weißgrau, braun gesprenkelt, am Saum dichter als an der Wurzel. Kamerun;
Barombi.
conjuncla. E. conjuncta Smith. Q. Zu dem was oben gesagt worden ist, ist nur hinzuzufügen, daß die Vflgl unten
am ^'rd des schwarzen Längsstreif zwei kleine weißliche Punkte in 4 und ."> haben und die Hflgl unten ganz
eintönig braun sind. Das ^ ist oben einfarbig schwarzbraun mit 4 kleinen gelblichen Discalflecken in 4 — 6
und 9. Sierra-Leone.
rezia. E. rezia Sntilh weicht nur dun!» die oben angeführten Kennzeichen von coujunctu ah. Kamerun bis
Gabun.
pinod'jides. E. pidodoides Sniit/i i-t mit ilcn vorigen sehr nahe verwandt. Die Unterschiede siiid oben angegeben.
Sierra-lx'one (und? Uganda).
leonensis. E. leonensis Baker ( =^ leona Baker) scheint \o\\ pinodoides nur durch eine glänzend schiefergraue Unter-
seite und den bis zum Hrd ausgedehnten schwarzen Mittelstreifen der Vflgl-Unterseite abzuweichen. Beim $
sind beide Flügel oben eintönig dunkelbraun ohne Zeichnungen: beide Flügel unten ockergelb, die Vflgl mit
schwarzem La ng.>;st reifen und zwei kleinen weißlichen Discalflecken. 34 — 41 mm. Sierra-Leone.
»ubhisMs. E. sublustris Baker. ..N'flgl dunkelbraun mit den zwei ersten Dritteln mit sehr dunkler blauer Farbe
bedeckt, die blaue Farbe hat einen eigentümlichen Glanz, wie von dunklem, ölig gewordenem Indigo; Hflgl leb-
haft dunkelblau mit breiten dunklen Rändern, die Rippen 2 — 4 schwarz, besonders die Rippe 4. welche bis zur
^^"urzel schwarz ist. Beide Flügel unten graubraun; Vflgl am Hrd weißlich und vor diesem bi:; zur Rippe 5
schwärzlich mit zwei weißlichen Discalflecken am Vrd der schwarzen Farbe. Hflgl unten eintönig graubraun
mit Andeutungen einer po.4 medialen Fleckenreihe. — i. Beide Flügel oben eintönig dunkelbraun ohne Zeich-
nungen; die Unterseite wie beim q. Flügelspannung 34 — 36 mm. Sierra-Leone.
beitilensia. E. benitensis Holl. weicht nach Holland nur durch den schwarzen Längsstrahl der Hflgl-Oberseite
von E. rezia ab. Ogowe-Fluß.
pinodes. E. pinodes Hatn. Druce (65 a). Beide Flügel oben schwarzbraun ohne Zeichnungen, beim o mit schwachem
blauen Schimmer: unten hell gelblich braun: Vflgl mit scharf begrenztem tief schwarzem, nach außen stark
erweitertem Mittelstreifen; Hflgl hinter der Mitte mit zwei Qr.erreihen gelblicher Flecke. Sierra-Leone bisLagos.
HEWITSONIA. Von Dr. 0. Aürivillitts.
359
E. adolphi friderici A. Srfinltze (6'ih\ ^ Vfi^-i r.i. ,j. i
den Feldern 1-4 enie nadi vorn stark U-r^chmälerte ^^Ti T '"'• f ^^"^^''•1^^'" WäuliclK^n Schiller; in aäolpki fri-
gebildete Mittelbinde, d.e nicht d.e ^^'urzel dorTe der auSim^^^^^^^ "«'' f '"' ^'^S'"--*"! Di.scalfleeken ''--'•-
hläulich weißer Fleck; von derselben Färbung iJeneTunznf: Fle 7 ^''^^^''^ "" ^
in den Feldern 4-6; unten niattschvvar. mit den enttnr.T r v . ^'^'^'""■"engesetzte Subapicalbinde
ausgedehnter und von schmutzig gelblidfwe le ti^nf. s nH T ^"f ™"gf '''' Oberseite, die aber etwas
bestäubten Rippen und ZwischenaLfalten h cL ^^^^^^ Sabaj.ealbnule geht durch die d.cht weiß
und mit 5- 6 mm breiter schwarzer Saumbinde lirRil^n.e™!^^^^^^^^^^^^ ""'• 7 ''"" T""'' -"""'^'=^" ^'^'^^ä"''*
zig gelblichweiß, am Saume schwärzHch bestäubt d e e dun iVS^ ^^^ unten schmut-
schwarzen Rippen und die breite weiße BesS bung dir t h h«ndS^^^^^^ wird durch die weiß eingefaßten
rippe der Mittelzelle deutlich schwarz bestäubt I öi m fl^a^"tur^"-\ ^'"'•'''° ""^-'-'"-«^he"; «^W^ß-
deutlicher begrenzt. Dr. Arnold Schi-ltzf tmt v Mv 7 reißen Zeichnungen ausgedehnter und etwas
bei Ynkadun;; in Süd-Kamerr Die \^"e ^^llt^^t^i^n br" '"f'^'f '' '^'"'^^ '^^^^^ ^''' "" ^^^'^^
erinnerten in Form und Art der Befesti/i,ZT t ! I. r Tl T^ /^^warzen Fleckenzeichnungen und
E.ernesti WM65a).o^ Flügel oben matt blau mit etwas sUbriger Nuance- Hflcln.if, r . •
dunke^rauer X rdbmde, welche in flachern Bogen durch die vorder sX-S^de^/ill 1^^- '^ """"
dann bis zur Mitte des Feldes ] b mit dem Sauine „arallel und en,l , 1 '" fl^f "^'^'V^^ ;l^i f^^"« bis zar Rippe 3,
28. Gattuii;^': Hewitsoiiia /vy.
Seite We'™ ''in;;'''' f"""^ T'^" T"^ ''^''"" Lipteninen mit einer ganz eigentümlichen Zeichnung der Unter-
S d elben v lli en'td ^^ "' ^^^'^^^■^^™^^- ^ ''^"""' ^^'^'^'^^^ ^"^"^^^'"- ^'^ ^'''P- bedeckel^de die t
Flügelwurzel gegen den Vrd gerichter'ind dt d. e .^"^'""^"l ^'«" ^^f "f " ^be zwei ersten unmittelbar aus der
Hinterecke der lelle i U Im Vrd le ff ^ tulgemlen nahe am Ird anfangen und die letzte zwischen der
Rippe Ib bk.,;,. aT 1 o '^^'^'^"^*= d'« vie^-te 'St immer die kürzeste und erstreckt sich nur von der
rn^L^t ^e^^Sriäf^f^^^'P^^ ^^ ^'^^ Q"^'"''"'- ^^^ -'^^- -'-■ ^-^^ unregelmäßig und bil^dt
Winkel in'd" f:^:!^ nS^t^t'T "^f "'"^Ü;'?- e^"'" ^ '''^'^"^ ^^^ ^^"^^ '^'^^ ^^-^^^ -- Hin*-
9 nn.l 1 h o . I a ' ""^ ^"'^ blauweißhche Sabapicalbinde aus 4-5 Flecken der Felder 4_fi
Ode n "■ De'HfM ^V^^^^Pr^''-^' ^"^' ""' '^^"^ Hinterwinkel findet sich nur ein gelblicher S^i' 1 b
btn; "oLe ZeiXlr' '""^ ^ ^^""^^^"^^ "" ''=^"'"^^" ^^^^' ^^^'•^'•-' '~' '^'-' '-"" ? ^^^er einfarbig dunktl
in der H^b^^^'" ''",'^ langgestreckt mit langen Haarpinseln an den Seiten. Pp ziemlich dick und gedrungen
Afterendi^ "".'" ?M"'' ^'''^^' ' ""'''''' ""* ''^'^'^'''' I^-'^"^'^^ R'-k^" ""* kurzen steifr ßf rs r^am
der:' Zetir mfi™'' ausgesperrten langen Haaren der zurückgelassenen Larvenha^t ^m^
den Haaren d^ff^vnh ^Std^'"" "'""'^"^ "^^'■^"- "■^'^'"" '''' ^^^^'^^"^ ^^^'^-h- ^^^ ^ -^^
360 POWELLAXA. Von Dr. ('. AuRmLLiiTS.
U e b c r s i c h t der Arten.
A. Das Feld 2 der Vflgl-l'nterseite einfarbig ohne hellen Fleck oder nur am Saume hell gefärbt. Beim 9 li^g*
der längliche gelbe Fleik am Hinter« iiikel der \'flgl-über.seite im Feld 1 b.
a. Die zweite und dritte schwarze Querlinie der Hflgl-Unter.seite zusammenhängend. Hflgl unten an der
Wurzel der Felder 2, ti und 7 orangegell). H. boisduvali.
|i. Die zweite und dritte Querlinie der Hflgl-Unterseite je in 4 — 5 Flecke aufgelöst. Die Hflgl unten zum Teil
besonders in den Feldern f> und 7 und an der Außenseite der fünften Querlinie iji 1 b — ^2, rötUchbraun.
H. similis.
B. Das Feld 2 der Vflgl-Unterseite in der Glitte mit einem großen hellen Fleck. Hflgl unten fast ganz wie bei si-
inili.s gezeichnet. Beim ^ steht dt-r längliche gelbe Fleck am Hinterwinkel der Vflgl-Oberseite im Felde 2.
H. kirbyi.
boisduvali. H. boisduvali Hew. (64 f) (^. Flügel oben schwärzlich mit hellblauer weißgefleckter Subapiealbinde und
großem blauen Fleck am Hinterwinkel in 1 a — 2 der Vflgl und einem großen blauen Flecke am Saume der Hflgl,
welcher die Felder 2 — 4 völlig und einen Teil der Felder 5 und 6 bedeckt und durch eine schwarze Linie vom
Saume getrennt ist. Beim 5 haben die Vflgl oben eine 5 mm breite hellgelbe Subapiealbinde und einen läng^
liehen hellgelben Fleck in I b nahe am Hinterwinkel. Ashanti bis südliches Congo- Gebiet.
similis. H. similis Auriv. weicht nur durch die in der l'^ebersicht erwähnten Kennzeichen der Unterseite von
boisduvali al>. Das q ist mir unbekannt. Gabun.
kirbyi. H. kirbyi Dew. (64 f). Beim ^J haben die Vflgl oben einen blauen Fleck in der Mitte von 1 b und einen
anderen hinter der Mitte von 2, welche einander nicht oder kaum berühren; die Subapiealbinde ist weiß und
besteht nur aus kleinen Flecken der Felder 5, 6, 9 und 10; die blaue Färbung der Hflgl-Oberseite ist mehr aus-
gedehnt und bedeckt auch das Feld 1 c bis zur Wurzel. Beim 5 haben die Vflgl oben sehr schief gestellte fast 5 mm
breite gelbe Subapiealbinde, welche in Feld 4 den Saum fast erreicht und einen langen großen Fleck in Feld 2;
bi.sweilen tritt auch in 1 b ein kleiner gelber Fleck auf. — Rp gelbhch grau mit schwarzem Kopfe, überall mit äußerst
feinen und kurzen Haaren bekleidet ; jedes Glied hat an den Seiten einen Fleischzapfen, welcher mit einem Pinsel
langer grauer Haare bekleidet ist : erstes und letztes Glied außerdem mit einem Rückenpinsel und das sechste
Glied mit zwei sehr kleinen weißen Bürsten. Pp grau oben mit kleinen schwarzen Pünlvtchen bestreut ; Flügel-
scheiden dunkel marmoriert. Professor Sjöstedt fand in Kamerun die Ppn auf der weißgrauen etwas gefleck-
ten Rinde eines Baumes, wo sie schwer zu entdecken waren. Kamerun bis Angola.
29. Gattung: Powellaiia Baker.
Diese Gattung stimmt im Rippenbau nahe mit den beiden letzten Gattungen überein, initerscheidet
sich jedoch von allen anderen Lipteninen dadurch, daß die Rippen 10 und 11 der Vflgl mit einander gestielt
sind. Die Fühler erreichen kaum die Mitte des Vrds der \'flgl und sind schlank mit wenig verdickter zylindri-
scher Kolbe. Flügel breit mit acliwach gebogenem Saum und stark gebogenem Vrd der Hflgl.
cotloni. P. cottoni Baker ( = weberi Holl.) (64 g) ^. Flügel oben lebhaft blau; Spitze und Saum der Vflgl 4 mm
breit schwarz; Vrd der Vflgl und Saum der Hflgl kaum mehr als 1 mm breit schwarz; bisweilen haben die Vflgl
einen weißen Subapicalfleck in 5 und die Hflgl einen in 6; die dunklen Binden der Unterseite scheinen auf
beiden Flügeln durch; die l^nterseite beider Flügel weiß mit 7 — 8 dunklen Querbinden oder Querliiüen, deren
Anordnung am besten aus der Figur hervorgeht ; die dritte und vierte sind an ihren Enden mehr oder wemger
miteinander vereinigt. Beim 2 sind die Flügel breiter, oben braun mit schwachem blauen Schimmer und
haben eine weiße Querbinde, welche ^on der Mitte des Vrds der Vflgl fast bis zum Analwinkel der Hflgl geht.
Kamerun bis zum Congo-CJebiet.
Ausgegehen S. II. 192-2. MEGAL0PALPU8. Von Dr. 0. AURIVILLIUS. 361
2. Subfamilie : Lycaeninae.
Die Unterschiede zwischen den Lipteninen und Lycaeninen sind oben S. 297 angegeben.
Die Lycaeninen bilden eine mehr artenreiche und in allen Weltteilen vorkommende Abteilung und
sie -sind überall in der äthiopischen Region vertreten. Am zahlreichsten jedoch kommen sie in Südafrika vor.
Die vielen hierher gehörigen Gattungen können wenigstens auf fünf Gruppen verteilt werden.
Uebersicht der Gattung-sg-ruppen.
I. Das erste Glied aller Tarsen flachgedrückt und wenigstens doppelt so lang wie die übrigen Glieder zusam-
men. Die Hflgl mit langer gegen die Wurzel umgebogener Präcostalrippe. Die Palpen äußerst lang, den
Kopf weit überragend. Die Augen nackt. Erste Gattungsgruppe.
II. Das erste Tarsenglied zylindrisch und von gewöhnlicher Länge. Die Hflgl ohne Präcostalrippe.
A. Alle Beine bis zum zweiten Fußgliede dicht langhaarig. Augen haarig. Hflgl abgerundet ohne Ecken
oder Schwänzchen. Zweite Gattungsgruppe.
B. Wenigstens die Tibien und Tarsen anliegend beschuppt ohne lange Haare; sehr selten haarig, die
Augen aber in diesem Falle nackt.
a. Die Hflgl am Ende der Rippe 1 b gelappt, geschwänzt oder geeckt, selten beinahe abgerundet, dann
aber die Fühler kurz, kräftig gebaut, allmählich verdickt mit undeutlich abgesetzter drehrunder
Keule. Der Ird der Hflgl fast immer zwischen den Rippen 1 a und 1 b mehr oder weniger ausge-
schnitten.
*. Die Hflgl am Ende der Rippe 1 b auf der Innenseite mit einem sehr deutlichen, nach liintcn
gerichteten Lappen, aber ganz ohne Schwänzchen; dagegen an der Rippe 2 geschwänzt. Die
Augen dicht haarig. Vflgl stets mit 11 Rippen, von denen 7 und 8 lang gestielt sind.
Dritte Gattungsgruppe.
**. Die Hflgl am Ende der Rippe 1 b geschwänzt und gewöhnlich auch gelappt (der Lappen jedocli
nach innen und nicht nach hinten gerichtet), selten abgerundet ohne Lappen oder Schwänzchen.
Vierte Gattungsgruppc.
ß. Die Hflgl am Ende der Rippe 1 b abgerundet und gewöhnlich weniger als an der Rippe 2 hervor-
tretend, an der Rippe Ib nie gelappt, geschwänzt oder geeckt, höchstens mit einer feinen Haarquaste.
Ird der Hflgl gerade oder etwas konvex, selten zwischen den Rippen 1 a und 1 b schwach ausgerandet.
Die Fühler sehr fein, ihr Schaft mit langen deutlichen Gliedern und mit mehr oder weniger flach-
gedrückter Kolbe. Fünfte Gattungsgruppe.
Erste Gattungsgruppe.
Diese Gruppe ist in Afrika nur durch eine einzige Gattung vertreten. Die Rippe 6 der Vflgl entspringt
aus dem Stiele von 7 und 8 und die Rippe 9 fehlt; die Rippen 10 und 11 frei aus dem Vrd der Zelle.
1. Gattung': Heg'alopalpiis Böber.
Fühler ziemlich kräftig gebaut; ihr Schaft undeutlich gegliedert und die Kolbe sehr wenig verdickt,
drehrund. Palpen sehr lang, 3 — 4mal so lang wie der Kopf, zusammengedrückt und anliegend beschuppt. Augen
nackt. Beine anliegend beschuppt. Vflgl mit 11 Rippen; die Rippe 5 aus der Mitte der fast geraden Querrippe
der Mittelzelle; die Rippen 3 und 4 beider Flügel fast aus demselben Punkte; die Rippen 6 und 7 der Hflgl
aus demselben Punkte oder ziemlich weit getrennt.
Die Geschlechter sind ähnlich gefärbt, unterscheiden sich aber dadurch, daß der Saum der Hflgl bei den
(JtJ fast ganz abgerundet ist, bei den 9? aber in der Mitte (am Ende der Rippe 5) breit und stumpf hervortritt.
Alle Arten sind oben weiß mit dem Vrd und dem Spitzenteil der Vflgl schwarz.
Herr W. A. Lamboen hat kürzlich die Lebensweise der Raupen von M egalopalpus entdeckt. Diese sind
Raubtiere und leben von kleinen Arten der Jassiden und Membraciden, welche sie mit den Vorderbeinen,
greifen. Die Homopterenlarven werden von Ameisen der Gattung Pheidole aufgesucht und geschützt. Die,-
Ameisen scheinen sich jedoch nicht oder nur sehr wenig um die Megalopalpus-Ra.ufen zu kümmern.
XIII 46
362 LACHNOCNEMA. Von Dr. C. Auriviliius.
U e b e r s i 0 h t der Arten.
A. Die Unterseite der Vflgl am \'rd (sehr breit bis zur Mediana) und an der Spitze gelbbraun; die Hflgl
unten mit Querreihen von Flecken, welche kaum dunkler als der Grund sind und darum nur durch
ihre feine weißliche Begrenzung deutlich hervortreten; bisweilen ist die Unterseite weißlich und fast
ungefleckt. Die breiteste und deutlichste dieser Querreihen Hegt etwas hinter der Mitte und bildet
einen vollständigen Bogen zwischen dem Analwinkel und dem Vrd. Erstes Tarsenglied ziemlich schmal.
7.. Hflgl oben mit 3 — 5 mm breiter, in der Mitte nicht unterbrochener, schwarzer Saumbinde.
*. Saum der Vflgl ganzrandig oder fast ganzrandig. M. zymna.
**. Saum der Vflgl deutlich gewellt. M. angnlosiis.
[i. Saumbinde der Hflgl-Ober.seite höch.stens •! — 3 mm breit, in der Mitte sehr schmal oder ganz unter-
brochen. M. simplex.
B. Die Unterseite der Vflgl nur an der Spitze etwas verdunkelt ; die Hflgl unten mit 3 — 4 unregelmäßigen,
dunkelbravnien Querbinden, welche auf dem helleren Grunde .scharf hervortreten. Die Hflgl oben ein-
farbig weiß mit bräunlichen Fransen oder mit einer feinen, schwarzen Saumlinie zwischen den Rippen
1 b und 5 oder mit schmaler dunkler Saumbinde. Erstes Tarsenglied viel breiter und mehr abgeflacht.
M. metaleucits.
zymmi. M. zynina Dbl. u. Ht-ir. (üöt). \'rd der Vflgl oben bis zur Alittelzelle dunkelbraun. Hflgl unten
piillidri. hellbraun mit sehr undeutlichen hellen Querlinien. Ashanti bis Gabun. — pallida /. nov. Ein mir vorliegendes
j aus Ruwenzori weicht dadurch ab, daß der Vrd der Vflgl oben weiß ist mit kleinen länglichen schwarzen
Flecken am Costalrande selbst und daß beide IHügel unten weißlich ohne deutliche Flecke sind. — L.amboen
beschreibt die Raupe als rindenbraun mit harter Haut der Oberseite, welche dicht mit steifhaarigen Warzen
besetzt ist. Sie lebt teils von der Jasside Anekeln ornata Dist. teils von Membraciden der Gattungen Leptocen-
(rtis. Anchon und Garyarn. welche alle von der Ameise Pheidoh Auririllii v. kasalensis besucht werden. Lam-
BORN berichtet, daß dieselbe Raupe nicht verschiedene Homopteren angreift. Da er aber nicht immer die Schmet-
terlinge gezogen zu haben scheint, wäre es möglich, daß unter den Raupen auch einige der anderen nahe ver-
wandten .\rten vertreten waren.
{Dtgulosu.'t. M, angulosus (ürünh. ist mir unbekannt, steht aber offenbar der vorigen sehr nahe. Die Beschrei-
bung lautet : ..W-rw aiidt mit M. zymna Dbl. u. Hew., etwas größer und von abweichendem Flügelschnitt ; Flügel
beim o länger, schlanker, elliptisch, besonders die Hflgl. die an der Rippe 5 eine abgerundete Ecke bilden; Saum
des Vflgls deutlich schwach gewellt ; Vflgl des 2 breiter, an der Spitze fast rechtwinklig geeckt, der Saum deut-
licher gewellt : Hflgl an der Rippe 5 lappig vorgezogen, fast lanzettförmig, die vordere Saumpartie an der Rippe (5
flach eingebuchtet. Zeichnung der Oberseite wie bei zymna, der breite schwarze Apicalfleck der Vflgl füllt
die ganze Spitzenhälfte aus und schließt die obere Zellenecke ein. Der schwarze Saum der Hflgl ist beim o -.5.
beim $ his 5 mm breit. Unterseite sehr ähnlich wie bei zymna, die Binden kaum dunkler als die graubraune
Grundfarbe, die sie einfassenden weißen Bogenlinien mehr oder weniger scharf, die postdiscale Binde im Feld ö
rechtwinklig gebrochen, der äußere weiße Grenzbogen in diesem Felde weit nach außen verschoben. Flügel-
spannung 38.5 — 43,5 mm."' Spanisch Guinea.
Simplex M. simpiex Röb. (= similis Ky.) (62 h). Ist vielleicht eine Rasse von zymna und weicht mir dinch die
in der Uebersieht angeführten Kennzeichen ab. Kamerun bis Uganda.
■mcialeuciis. M. metaleucus Karsch (65 f) ist an der Zeichnung der Ober- und Unterseite der Hflgl leicht kennt-
lich. Ashanti bis Kamerun.
Zweite Gattungsgruppe.
Auch diese Gruppe umfaßt nur eine Gattung, welche keine nahen Verwandten, weder in Afrika noch in
anderen Regionen hat.
2. Gattung: L<a<>]iiioeiieiiia Triw.
Kleine bis mittelgroße Lycaeniden, deren Hflgl abgerundet sind ohne Ecke oder Schwänzchen. Vflgl
mit deutlich gewelltem bisweilen fast gezacktem Saume. Fühler dick mit kurzen Gliedern des Schaftes und all-
mählich verdickter drehrunder Kolbe. Palpen niäßig lang, unten struppig beschuppt. Augen dicht haarig.
Vflgl mit 1 1 , Hflgl mit 8 Rippen ; die Rippe 5 entspringt in beiden Flügeln aus der Mitte zwischen 4 und 6 ; die
Rippe G und der Stiel der Rippen 7 und 8 der Vflgl aus demselben Punkte, der Spitze der Zelle: die Rippe 9
der Vflgl fehlt und die Rippen 10 und 11 frei aus dem ^'rd der Zelle; die Rippen 6 und 7 der Hflgl weit ge-
. trennt. Die Vorderbeine des ^ sind wie bei Arrugia vollständig entwickelt mit gegliederten Tarsen.
LACHNOCNEMA. Von Dr. C. Aurivillius. 363
Durch die Zeichnung der Hflgl-Unterseite sind die Arten von allen übrigen leicht kenntlich ; es kommen
dort mehrere in Querreihen geordnete, braune oder schwärzliche Flecke vor, welche mit glänzenden, silbernen
oder bleifarbigen «chuppen bestreut oder umzogen sind. Die (^^ sind oben einfarbig dunkelbraun bis schwarz-
braun, die $$ dagegen in der Mitte beider Flügel mehr oder weniger weißlich oder gelblich aufgehellt. Die Arten
sind einander nahe verwandt und noch unvollständig bekannt.
Die Raupen sind fleischfressend, leben von Homopterenlarven und werden von Ameisen begleitet.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Kleinere Arten mit einer Flügelspannung von 15 — 30 mm.
a. Mittelquerbinde der Hflglunterseite unregelmäßig, am Vrd erweitert, bisweilen in Flecke aufgelöst
oder ganz fehlend.
*. Mittelquerbinde der Hflglunterseite vollständig und zusammenhängend oder nur wenig unter-
brochen. Die Discalf lecke der Hflglunterseite stehen wenigstens ebenso weit von den Sub-
marginalf lecken wie von den Mittelflecken entfernt.
t. Die Discalflecke der Hflglunterseite stehen in einer zusammenhängenden, fast geraden
oder schwach gebogenen Reihe zwischen dem Ird und der Rippe 6. — 9- Beide Flügel oben
mit einem größeren oder kleineren, weißen, gut begrenzten Mittelfeld; Vflgl am Ende der
Mittelzelle mit einem großen rektangulären schwarzen Mittelfleck. L. bibulus.
tf. Die Discalflecke der Felder 2 und 3 der Hflglunterseite stehen viel näher an der Wurzel
als diejenigen der Felder 4 und 5; die Reihe ist dadurch unterbrochen oder stark S-förmig
gebogen. — (J. Flügel oben heller braun. — $. Beide Flügel oben braungrau in der Mitte
etwas aufgehellt, aber ohne helles Feld; Vflgl nur mit kleinem strichförniigem Mittelpunkt.
L. durbani.
**. Die Mittelquerbinde der Hflglunterseite fehlt und ist nur durch einen Fleck am \'rd und einem
auf der Querrippe der Mittelzelle vertreten. Die Discalflecke stehen viel näher an den Sub-
marginalflecken als an der Mittelzelle. — ?. Hflgl oben bis zum Vrd und fast bis zur Wurzel
weiß mit einer etwa 3 mm breiten schwarzen Saumbinde. L. exigua.
ß. Mittelquerbinde der Hflglunterseite gerade und fast gleich breit. Die Discalflecke der Felder 1 c — 5
in der Mitte zwischen der Mittelbinde und den Submarginalflecken oder näher an jener. — $. Flügel
oben dunkel mit einem kleinen quadratischen weißlichen Fleck nahe der Wurzel der Felder 4 und 5
der Vflgl. L. brimo.
B. Größere Arten mit einer Flügelspannung von 38 — 46 mm.
a. 5. Die Vflgl oben mit einem weißen Längsfleck, welcher den Hrd der Mittelzelle und die Wurzel der
Felder 1 b — 3 bedeckt. Die Hflgl oben mit einer breiten weißen Querbinde vom Ird bis zur Rippe 6.
L. magna.
L. busoga.
ß. $. Beide Flügel oben hinter der Spitze der Mittelzelle mit einer gelben Querbinde, welche auf den
Vtlgln die Wurzel der Felder 2 und 3 nicht bedeckt. L. reutlingeri.
L. buna.
L. bibulus F. (= emperamus Snell.) (65 g). ,^. Beide Flügel oben einfarbig dunkelbraun ohne Zeich- bibulus.
nungen; Fransen der Hflgl tief wellenrandig ; Flügel unten mit graubrauner Grundfarbe und tief rotbraunen mit
silbernen Schuppen bestreuten Flecken, welche wie beim $ angeordnet sind. — $. Beide Flügel oben mit
einem weißen Mittelfelde oder einer Querbinde; welche sich vom Ird bis zur Rippe 6 ausdehnt oder bisweilen
nur die Wurzel der Felder 4 und 5 bedeckt, in welchem Falle die Felder 1 c — 3 mehr oder weniger graublau
überzogen sind; am Ende der Mittelzelle der Vflgl stets ein großer eckiger schwarzer Fleck. Unten sind die
Flügel in der Mitte weiß und haben dieselben dunklen mit silbernen Schuppen gezierten Flecke, welche für
alle Arten der Gattung auszeichnend sind; die Anordnung denselben geht aus den Figuren hervor. L.\mborn
fand die Raupe in Nigeria von Larven einer Homoptere, Ossaua bicolor Bist., lebend, liefert aber keine Be-
schreibung derselben. Nigeria bis zum Kaplande, Ost-Afrika und Uganda.
L. durbani Trim. (65 g). Das (J ist dem <J der vorigen Art sehr ähnlich, nur oben etwas heller und durhani.
unten durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen verschieden. Das $ ist oben hell braungrau,
etwas dunkler an den Rändern; die Vflgl haben nur einen kleinen schwarzen Punkt am Ende der Zelle; Unter-
Seite wie beim ^. Kapland bis Brit. Ost-Afrika. . _ .
364 LACHNOCNEMA. Von Dr. C. Adriviixius.
cj-hjut, L. exigua lioll. (65 g) ist nur im weiblichen (Geschlecht bekannt. Vflgl oben schwarz mit großem
weißem Hrclfleck, welcher nach vorn verschmälert die Rippe 6 erreicht ; Hflgl oben weiß mit 3 mm breiter
schwarzer Saumbinde. Flügel unten fast weiß; die Vflgl am Vrd und Saume verdunkelt und mit den gewöhn-
lichen Silberflccken, aber ohne dunklen Discalpunkt ; Hflgl mit drei silbernen Flecken am Vrd und hinter der
Mitte mit Discalf lecken in 1 c — 5, welche dicht vor den Submarginalpunkten stehen; die übrigen Flecke fehlen
oder sind nur schwach angedeutet. Am Ogowe und Kuilu-Fluß.
'"■'"">. L. brimo Karsch. (= sudanica Auriv.) (65 g). Fransen der Vflgl kaum gewellt, weiß mit dunklen
Flecken an den Rippenenden, (j'. Flügel oben einfarbig dunkelbraun; $. Vflgl oben mit einem kleinen hellen
Fleck hinter der Zellenspitze. Unterseite durch die in der Artenübersicht angegebenen Merkmale ausgezeichnet.
Togo und Nigeria.
iiiagiia. L. magna Auriv. (65 g). ,^ {= umbra. Smith). Flügel oben einfarbig schwarzbraun ohne Zeichnungen ;
Fransen der Vflgl tief gewellt, fast gezackt ; Unterseite mit brauner oder gelbbrauner Grundfarbe und den
gewöhnlichen, mit Silberschuppen bekleideten rotbraunen Flecken; die Discalflecke der Hflgl unregelmäßig an-
geordnet und dem Saume genähert. Das $ (= niveus Harn. Driice) ist in der Uebersicht beschrieben und an den
scharf begrenzten weißen Feldern der Oberseite leicht kenntlich. Kamerun und Congo-Gebiet.
divergens. L. divetgens Gaede (65 h) ist mir unbekannt geblieben. Die Beschreibung lautet : ,. Etwas kleiner als
L. magna Auriv. und auf der Oberseite von dieser nicht abweichend; unten etwas heller braun und von magna
oder andern ähnlichen Arten sofort zu unterscheiden durch die andere Stellung der Hflglbinden; bei divergens
trifft der äußerste der drei Flecke am Vrd bei Rippe 6 zwischen die mittlere und äußere Binde, bei magna da-
gegen auf die Mittelbinde. Spannweite 30 mm." Da wir noch die Variationsgrenzen bei den Lachnocnema-
Arten und besonders bei magna nicht kennen, ist es unmöglich zu sagen, ob divergens eine selbständige Art oder
nur eine Aberration von magna ist. Bei bibuhis ist die Stellung des genannten Fleckes veränderlich. Kamerun
bei Dengdcng von Dr. Mildbraed erbeutet.
busoija. L. busoga Baker ist nach einem $ beschrieben und scheint kaum vom $ der L. magna (65 g) abzuweichen.
Die Beschreibung zieht wenigstens keine bedeutenden Unterschiede an; sie lautet: ,, Beide Flügel schwarzbraun
mit großem weißem Mittelfelde; Vflgl mit dem weißen Felde fast an der Wurzel anfangend, nach außen bis
zum letzten Viertel des Flügels schnell erweitert und von der Rippe 1 fast bis zum Vrd der Zelle ausgedehnt;
Hflgl mit einem sehr großen weißen Feld, welches sich vom Ird bis zur Rippe 6 und von der Mitte der Zelle
bis in die Nähe des Saumes erstreckt. Vflgl unten weiß mit dem Vrd und dem Saume breit braun; ein kleiner
Fleck vor der Spitze, nach hinten von einem größeren, schief gestellten begleitet ; Vrd und Spitze mit Gruppen
von silbernen Schuppen. Hflgl unten weiß, am Vrd bis zum letzten Viertel mit einem sehr großen, scharf be-
grenzten fast viereckigen Fleck welcher in der Mitte einen schiefen weißen Strich hat ; an der Wurzel 1 — 2
weiße silberbraun geringelte Flecke und in der Mitte eine Querreihe ähnlicher Flecke; eine undeutliche Reihe
von 4 — 5 ähnlichen Flecken hinter der Mitte: Saum breit verdunkelt. Flügelspannung 46 mm." Busoga.
retitlingcri. L. reutlingeri Holl. (65 h). (^ unbekannt. Beim $ sind die Flügel oben schwarzbraun mit einer blaß-
gelben Mittelquerbinde, welche sich von der Rippe 1 bis zur Rippe 6 der Vflgl und von der Rippe 1 c bis zur
Rippe 6 der Hflgl ausdehnt ; die Querbinde der Vflgl ist in den Feldern 2 und 3 verschmälert und bedeckt nicht
die Wurzel dieser Felder, die Querbinde der Hflgl ist etwa 4 mm breit. Die Zeichnung der Unterseite geht am
Ittna. besten aus der Figur hervor. Benita. — luna H am. Druce {65 h) weicht nur dadurch ab, daß die Querbinden
der Ober.seite dunkler gelb sind und die der Hflgl 6 mm breit ist, und ist wahrscheinlich nur eine Abänderung
von reutlingeri. Kamerun.
Dritte Gattungsgruppe.
Die Formen dieser Gruppe sind an der Bildung der Hflgl von allen anderen Lycaeniden sehr leicht
zu unterscheiden. Die Hflgl liaben am Analwinkel am Ende der Rippe 1 c einen deutlichen nach hinten ge-
richteten Lappen aber kein Sciiwänzchen ; am Ende der Rippe 2 sind sie dagegen geschwänzt und an den Rip-
pen 3 und 4 mehr oder weniger gezackt, geeckt oder geschwänzt.
Im Rippenbau stimmen alle Arten miteinander überein; die Vflgl haben nur 11 Rippen indem die Rippe
9 fehlt; die Rippe 5 entspringt in der Mitte zwischen 4 und 6; diese aus demselben Punkte wie der Stiel von
7 und 8; 10 und 11 ganz frei aus dem Vrd der Mittelzelle; in den Hflgln entspringt die Rippe 5 in der Mitte
zwischen 4 und 6 und die Rippen 6 und 7 sind an ihrem Ursprünge ziemlich weit getrennt. Augen dicht haarig.
Palpen anliegend beschuppt mit dünnem Endglied. Fühlerschaft dünn, oft haarfein, mit langen deutlichen
Gliedern; Kolbe drehrund und lang, ziemlich deutlich abgesetzt.
Die Männchen sind oft durch Mehlflecke oder Haarpinsel ausgezeichnet. Man hat darauf mehrere
Gattungen gegründet; da aber die Weibchen dieser ,, Galtungen" durch keinerlei Kennzeichen unter-
schieden werden können, kann ich dieselben höchstens als Untergattungen oder Artengruppen betrachten.
Die Entwicklungsstadien sind sehr wenig bekannt; die Raupen haben die gewöhnliche Körperform
der Lycaeniden-Raupen und leben bisweilen im Inneren von Früchten.
DEUDORIX. Von Dr. C. Attrivillids. 365
3. Gattuuff: I>euflorix H
ew.
Die zahlreichen äthiopischen Arten der Gattung Deudorix können hauptsächlich nach Farbe und Zeich-
nung auf vier Gruppen verteilt werden.
Uebersicht der Artengruppen.
I. Flügel unten eintönig gelb, außer am Analwinliel der Hflgl ohne oder mit undeutlichen Zeichnungen. —
(^. Haarpinsel, Mehltlecke oder sonstige Auszeichnungen fehlen. — Hypomyrina Bruce. Erste Gruppe.
II. Die Flügel unten nie so wie in Abteilung I gefärbt oder gezeichnet. — (J. Die Hflgl oben im Felde 7 oder
in 6 und 7 am Vrd der Mittelzelle mit einem deutlichen Mehlfleck.
A. Flügel unten mit graugrüner oder grüner Grundfarbe, im Wurzelteil wenigstens bis zur Spitze der
Mittelzelle ohne Zeichnungen. — (^. Vflgl unten mit Haarpinsel am Hrd. — Actis Karsch + Kopelates
Bruce . Zweite Gruppe.
B. Die Grundfarbe der Unterseite nicht grün oder grünlich.
a. Die Flügel unten über die Mitte hinaus weiß ohne Zeichnungen, tlann aber mit einer gemeinsamen
gelben oder braunen, schwarzgesäumten, oder schwarzen, zusammenhängenden und geraden oder
fast geraden Querbinde. ■ — H ypokopelates Bruce. Dritte Gruppe.
ß. Die Flügel unten nicht weiß, gewöhnlich grau oder schwärzlich, oder, wenn weiß oder weißlich, ohne
zusammenhängende Querbinde der Hflgl oder mit deutlichen Zeichnungen in der Wurzelhälfte.
Vierte Gruppe.
Erste Artengruppe.
Alle Arten sind verhältnismäßig klein mit einer Flügelspannung von 22 — 26 mm. Stirn gewöhnlich
dunkel mit weißen Seitenrändern und einer weißen Mittellinie im oberen Teil, selten fast ganz weiß. Hflgl an
der Rippe 3 geeckt oder gezackt, aber nicht geschwänzt. Flügel unten eintönig gelb mit keinen oder undeut-
lichen Zeichnungen; Hflgl jedoch unten am Saume in den Feldern 1 c und 2 mit zwei ganz ähnlichen, schwar-
zen, mit blauen Schuppen bestreuten Mondflecken. Vflgl oben schwarz mit orangegelbem Hrdfleck.
Uebersicht der Arten.
A. Hflgl oben orangegelb, an der Wurzel nur schmal schwarz, am Ird bis zur Rippe 1 b schwärzlich und
mit sehr feiner, schwarzer Saumlinie zwischen dem Analwinkel und der Rippe 6.
a. Der orangegelbe Hrdfleck der Vflgl ist sehr groß und erreicht wenigstens die Rippe 4.
B. nomenia.
ß. Der orangegelbe Hixlfleck der Vflgl erreicht höchstens die Rippe 2. B. nomion.
B. Hflgl oben an der Wurzel fast bis zum Ende der Mittelzelle schwarz, dann orangegelb wie in der Ab-
teilung A. Hrdfleck der Vflgl groß, wenigstens die Rippe 4 erreichend. B. acares.
D. nomenia Heu\ (65 i). Die Art ist oben in der Uebersicht vollständig beschrieben. Sierra Leone nomenia.
bis Kongo.
D. nomion Stgr. (65 i) weicht nur durch die schon angeführten Kennzeichen von nomenia ab und ist nomion.
vielleicht nur eine Form derselben. Sierra-Leone.
D. acares Karsch ist auch den beiden vorigen Ai-ten sehr ähnlich und nur durch die größere Ausdeh- acares.
nung der schwarzen Farbe an der Wurzel der Oberseite von nomeriia zu unterscheiden. Togo und Nigeria.
• — Ob das 9 von nomenia '!
Zweite Artengruppe.
Diese Gruppe entspricht den ,, Gattungen" Kopelates Bruce und Actis Karsch, welche nicht voneinander
unterschieden werden können ; denn die Angaben von Karsch, daß die Vflgl der (JcJ bei Actis ohne Pinsel an
der Unterseite des Vrds sind, ist nicht zutreffend. Stirn schwarz mit feinen weißen Seitenrändern und gewöhn-
lich auch mit einem weißen Punkte oder kleinem Striche oben in der Mitte. Hflgl am Ende der Rippe 3 ge-
deckt ohne Schwänzchen.
366 DEUDORIX. Von Dr. C. Aurivillius.
U e I) e r s i c h t tl e r Arten.
A. P'lügel oben mit breiter, gemeinsamer, orangegelber Mittelbinde, welche sich von der Rippe 1 b der
Hflgl bis zur Rippe 5 der Vflgl erstreckt und auch auf der Unterseite auftritt, dort aber weiß gesäumt
ist und sowohl den Ird der Hflgl wie auch den Vrd der Vflgl fast erreicht. D. perigrapha.
B. Wenigstens die ^'flgl oben ganz ohne orangegelbe Färbung.
7.. Hflgl oben mit gelbem Längsstreif am \'rd (hauptsächlich im Felde 6), unten mit einem gerundeten
hellen Vrdfleck. D. mimeta.
[i. Hflgl oben ohne gelben Längsstreif und unten ohne hellen \'rdfleck.
*. cJ. Beide Flügel oben mit mehreren grünlich blauen Längsstreifen, welche den Rippen folgen.
9- Flügel oben matt rauchbraun oder fast schwarz. D. virgata.
**: (^. Beide Flügel oben fast bis zum Saume einfarbig kaiscrblau mit feinem schwarzem Querstrich
am Zellende. $. unbekannt. D. ula.
perigrapha. D. perigrapha Karsch (65 h) ist durch die graugrüne Grundfarbe und die gelbe, unten weiß gesäumte
Mittelbinde ausgezeichnet. Scheint selten zu sein und ist bisher nur in Süd-Kamerun und im Kongo-Gebiet ange-
iiiula. troffen. Das ^ ist mir unbekannt. — unda Gaede ,,Auf der Oberseite des Hflgls ist die orangefarbige Mittelbinde
nach außen hin auf den Rippen zackig hervortretend; unten ist die Mittelbinde des Vflgls zum Vrd hin viel
breiter, ihre Ränder sind fast parallel, während bei perigrapha die Form fast dreieckig ist; hinten ist die Binde
nicht zackig, doch am Ird etwas breiter als bei perigrapha. Spannweite 26 mm." Kamerun bei Dengdeng.
mimeta. D. mimeta Kar.'^ch (65 h). Flügel oben schwarz: Vflgl mit vereinzelten blauen Schüppchen am Vrd.
an der Mediana, am Hrd und am Saume; Hflgl am \'rd mit gelbem Längsstreif, welcher jedoch die Wurzel und
die Rippe 5 nicht erreicht, in 1 a und 1 b und 1 c blau bestäubt. Flügel unten dunkel spangrün; im Vflgl mit
3 kurzen Querstrichen am Zellende und 2, oft undeutlichen, zarten welligen, weißlichen Querlinien, jenseits
der Mitte; Hflgl unten mit rundlichem lichtem Fleck zwischen Vrd und der Rippe 4 und im Anschluß an diesen
nach hinten bis zum Ird mit einer gelben, schwarz und weiß eingefaßten Zickzacklinie ; vor dem schwarzen Anal-
lappen mit einer Bogenreihe gelber Schuppen, an welche auswärts einige blaue anstoßen; Feld 1 c am Saume
schwarz mit \\eißlicher Saumlinie und mit blauen und gelben Schuppen bestreut ; Feld 2 mit großem schwarzem,
nach innen gelb begrenztem Saumfleck ; Feld 3 mit kleinerem blau bestäubtem Saumfleck. Süd-Kam.erun bis
Kongo-Gebiet im Urwalde bis an den 6. Grad s. Br. — Ob das rj von perigrapha''.
virgata. D. vifgata Ham. Driice. (65 k) Flügel oben tief schwarz mit lebhaft blaugrünen Streifen längs der Rippen ;
Hflgl am \'r(l breit schwarzbraun; Anallappen und Schwänzchen schwarz. Flügel unten spangrün hinter
der Mitte mit. zwei gleichlaufenden geschlängelten feinen weißen Querlinien, welche auf den Vflgln oft
undeutlich sind oder fehlen; Hflgl mit .schwarzem Anallappen und großem schwarzen Saumfleck im Feld 2.
Beim $ sind die Flügel oben matt rauchbraun bis schwarz. Sierra-Leone.
"'"• D. ula Karsch (65 h). ^. Flügel oben schön kaiserblau; Vrd, Spitze und Saum der Vflgl schmal
schwarz ; Hflgl am Vrd in den Feldern 7 und 6 schwarz und am Ird in 1 a und 1 b schwarz oder schwarzgrau
mit oder ohne blaue Schuppen; auf beiden Flügeln treten bisw'eilen schwarze Längsstriche am Saume auf den
Zwischenadcrfalten auf. Hlb mit hellen, oben blauen, unten weißen Querringen. $ unbekarmt. Süd-Kamerun
und Kongo- Gebiet.
Dritte Artengruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind an der schneew eißeii und bis über die Mitte hinaus völlig unbezeichneten
Unterseite beider Flügel leicht kenntlich. Die Zeichiumg der Unterseite erinnert sehr an diejenige der Hypo-
lycaena-Äx\.cn und Hewitsox beschrieb tatsächlich dieselben als Hypolycaenen. Bei den ^/^ sind die Flügel
gewöhnlich oben schön blau gefärbt. Die 9$ sind selten oben hellblau beschuppt, gewöhnlich schwarz-
braun und weiß ohne blaue oder rote Färbung.
U e b c r s i c h l de r A r t e n.
A. Hflgl am Ende der Rippe 3 nur geeckt, ohne Schwanzanhang.
a. Die postdiscale Querbinde auf der Unterseite der \'flgl ist gleichbreit (etwa 2 mm breit) und ver-
läuft bis zum \'r(l ganz frei. Anallappen der Hflgl oben rot beschuppt.
DEUDORIX. Von Dr. C. Aurivilltus. 367
*■ <S- Hflgl oben mit großem liraunrotem Fleck, welcher die Felder 1 b — 4 fast vollständig bedeckt;
auch die Vflgl gewöhnlich oben mit kleinem, solchem Hrdfleck. Sth-n schwarz mit weißen
Seitenrändern. Vflgl unten an der Wurzel im Felde 1 b mit großem schwarzem Längsfleck.
Haarpinsel der Vflgl-Unterseite dunkelbraun. D. aruma.
**. (J. Hflgl oben bis zum Saume blau beschuppt; Vflgl oben in der VVurzelhälfte zum größten Teil
blau. B. mera.
rj.. Die postdiscale Querbinde auf der Unterseite der Vflgl ist gegen den Vrd erweitert (dort etwa 4 — 5 mm
breit) oder völlig mit der schwarzen Saumbinde vereinigt. — $. Flügel oben zum großen Teil blau.
*. Die schwarze Postdiscalbinde der Vflglunterseite ist nur am Vrd mit der dunklen Saumbinde
vereinigt, sonst durch die weiße Grundfarbe davon breit getrennt. Anallappen der Hflgl oben
ohne rote Schuppen. — ^. Vflgl oben ohne schwarzen Mehlfleck. — $. Das Schwänzchen an der
Rippe 2 der Hflgl lang und sehr breit, weiß. D. angelita.
**. Die bräunliche, dunkel gesäumte Postdiscalbinde der Vflglunterseite ist vollständig mit der
schwarzgrauen Saumbinde vereinigt. Anallappen der Hflgl oben rot beschuppt. Stirn weiß,
oben orange angeflogen. — cJ. Vflgl oben hinter der Mittelzelle mit einem sehr großen, gerundeten,
schwarzen Mehlfleck. — $ unbekannt.
1. cJ. Der große Mehlfleck der Vflgloberseite erreicht nicht die schwarze Saumbinde.
D. otraeda.
2. (J. Der große Mehlfleck der Vflgloberseite erreicht die schwarze Saumbinde.
D. leonina.
B. Hflgl am Ende der Rippe 3 mit deutlichem Schwänzchen. Die Querbinde der Vflglunterseite liegt
fast in der Mitte, ist gleichbreit und gewöhnlich gelblich. Stirn weiß, oben mit zwei kurzen dunklen
Strichen (ob so auch bei ituri und ehalodes'!). — rJ. Vflgl unten mit schwarzem Längsfleck im Wurzel-
teil des Feldes 1 b: Hflgl oben mit einem schwarzen Haarpinsel im Felde 1 c.
a. Querbinde der Vflglunterseite wenigstens 2 mm breit und gelblich. — ^. Haarpinsel der Vflgl-
unterseite weiß oder hellgelb.
*. Die Vflgl oben weit über die Mittelzelle hinaus (fast bis zur Mitte des Feldes 4) dicht blau be-
schuppt; die Hflgl oben bis zum Saume blau. — 9- Flügel oben wenigstens bis zur Mitte hell
bläulich beschuppt. D. eleala.
**. (J. Vflgl oben nur bis zum Ende der Mittelzelle dünn mit blauen Schuppen bestreut oder ein-
farbig schwarzbraun ohne blaue Schuppen.
1. cJ. Beide Flügel oben mit blauen Schuppen bestreut; Hflgl oben ohne Mehlfleck im Felde 1 c.
D. obscura.
2. ^. Flügel oben ganz ohne blaue Schuppen; Hflgl oben etwa in der Mitte des Feldes 1 c mit
einem kleinen hellen Mehlfleck. D. fusca.
ß. Die Mittelquerbinde der Vflglunterseite sehr schmal, linienförmig und hellgelb. Flügel unten am
Saume nicht verdunkelt. — $. Haarpinsel am Hrde der Vflglunterseite schwarz. D. ehalodes.
D. ztumdi Hetc. (65 i). Stirn schwarz mit weißen Seitenrändern. ^ Flügel oben schwarz; Vflgl mit aruma.
einem kleinen roten Fleck nahe an der Wurzel in den Feldern 1 a und 1 b ; Hflgl mit einem großen roten fast
dreieckigen Fleck, welcher die Felder 1 c — 4 fast völlig, den Anallappen und einen Teil der Zelle bedeckt. Flügel
unten fast wie bei eleala gezeichnet. Haarpinsel der Hflglunterseite schwarz. $ mir unbekannt. Kamerun bis
Gabun. — Bei var. Simplex Schnitze fehlt cler rote Fleck der Vflgl. Belg. Kongo. — Als $ von aruma beschreibt .^hiiflex.
Gaede eine Form, welche oben ganz mit D. himaculata Hew. (siehe unten) übereinzustimmen scheint, aber viel
kleiner, nur 20 mm ist.
D. mera Hew. (65 i). (^. Flügel oben blau; Vflgl am Vi'd schmal, an der Spitze breit schwarz, am mera.
Saume bis zum Hinterwinkel allmählich schmäler schwarz; außer dem mit einem schwarzen Fleck in der Zelle
und am Zellende; Rippen fein schwarz. Anallappen der Hflgl oben rot beschuppt. Flügel unten weiß mit fast
gerader gelber Querbinde, deren Außenseite am Vrd der Hflgl 3 mm vom Saume entfernt ist; Vflgl am Saume
ziemlich breit verdunkelt; Hflgl dort wenig verdunkelt mit schwarzem, gelb umzogenem Saumfleck in Feld 2.
Kamerun bis Angola.
D. angelita Suff. (65 i) wurde nach dem hier abgebildeten $ beschrieben. Stirn weiß. Flügel oben angelHa.
schwarzbraun mit schwachem blauen Schiller; Htlgl zwischen dem Analwinkel und der Rippe 5 oder 6 mit
feiner schwarzer Saumlinie, einer weißen Linie vor derselben, einer Reihe submarginaler schwarzer Bogen und
368 DEUDORIX. Von Dr. 0. Aurivillius.
innerhalb dieser einer Querbinde weißer Flecke; an der Rippe 2 ein 10 — 12 nini langes, breites Schwänzchen.
Flügel unten rein weiß: Vflgl hinter der Mitte mit einer schwarzen Querbinde und einer fast 3 mm breiten,
durch 2 weiße Linien geteilten dunklen Saumbinde; Hfigl mit einer dem Saume gleichlaufenden schwarzen
Submarginalbinde und feiner schwarzer Saumlinie; zwischen diesen mit schwarzen Flecken in 1 c, 2 und 5.
Süd-Kamerun. Die folgenden beiden Formen gehören wohl sicher zu angelitn: ich besitze jedoch nicht ge-
nügendes Material, um zu entscheiden, ob sie als Rassen oder nur als individuelle Abänderungen zu betrachten
mahala. sind. — makala Baker (65 k) ^. Flügel oben schön blau; Vflgl am Vrd und am Saume schwarz; die Unter-
seite fast ganz wie beim ty|)isehen 5; die Querbinde der Vflgl jedoch am Vrd mehr erweitert. Congo-Gebiet
schullzei. bei Makala. Ruwenzori. ^ — SChultzei ^«r«;;. (05 k) Stirn schwarz mit weißen Seitenrändern. (J. Flügel oben wie
bei maÄ:aZa schön blau; Vrd und Saum der Vflgl schmäler schwarz; Saumbinde der Vflglunterseite nur etwa
1.5 mm breit ganz ungeteilt; Hflgl unten mit 2 mm breiter schwärzlicher Saumbinde, worin kleine schwarze
wei(3geringelte Punkte der Felder 3 — 7 stehen. Beim 9 dehnt sich die weiße Submarginalbinde kaum über die
Rippe 3 hinaus und ist viel schmäler als bei der Hauptform; das Schwänzchen an der Rippe 2 ist nur etwa
8 mm lang. Wenn Süffert's Angabe hinsichtlich der Farbe der Stirn bei angelita richtig ist, dürfte schultzei
eine selbständige Art sein. Kamerun bei Mangeme; von Hauptmann A. ScHrLTZE entdeckt.
otraeda. D, otraeda Hew. (66 a). (J. Flügel oben blau; Vrd und Saum der Vflgl schmal, Spitze etwas breiter
schwarz; in der Mitte ein runder schwarzer Mehlfleck, welcher die Wurzel der Felder 2 — 5 bedeckt und ringsum
von der blauen Farbe umgeben ist. Hflgl zwischen den Rippen 1 c und 6 fast bis zur Wurzel blau, sonst schwarz.
Unterseite weiß mit dunkler Saumbinde, welche auf den Vflgln vollständig mit der postdiscalen Querbinde
vereinigt ist. Das $ ist nicht beschrieben und mir unbekannt. Sierra-Leone bis Congo.
leonina. D. leotlina Baker weicht von otraeda nur dadurch ab, daß die blaue Farbe der Vflgloberseite weniger
ausgedehnt und die schwarze Saumbinde dadurch breiter ist ; der runde Mehlfleck ist nach außen mit der schwar-
zen Saumbinde vereinigt ; alle Rippen treten scharf schwarz hervor. Auf den Hflgln dehnt sich die blaue Farbe
kaum ülier die Rippe 5 hin aus und die Rippen sind schwarz. $ unbekannt. Sierra-Leone.
eleala. D. eleala Heir. (66 a). Stirn weiß, oben an den Seiten schwarz. Hflgl an den Rippen 2 und 3 mit
Schwänzchen. Flügel unten weiß, hinter der Mitte mit fast gerader, orangegelber, fein schwarz gesäumter Quer-
binde, welche auf den Hflgln an der Rippe 5 4 mm vom Saume entfernt ist; Vflgl mit einer, Hflgl zwischen
dem Yrd und der Rippe 3 mit zwei dunklen Submarginallinien ; Vflgl am Saume breit verdunkelt ; ein länglicher,
schwarzer, breit orangegelb umzogener Saumfleck in 2 der Hflgl; Anallappen schwarz, nach innen rot; die
schwarze Farbe blau gesäumt. — ^. Vflgl unten am Hrd mit gelbem Haarpinsel. Flügel oben schön blau;
Spitze und Saum der Vflgl brdt schwarz, am Hinterwinkel zugespitzt; Anallappen der Hflgl ohne Rot.
$ Flügel oben .schwarzbraun ; Vflgl in der Wurzelhälfte, Hflgl fast bis zum Saume dünn graubläulich bestäubt ;
Anallappen der Hflgl nach vorn und innen rot beschuppt ; eine feine weiße Linie dicht vor dem Saume. Sierra-
Leone bis nördliches Congo-Gebiet.
Huri. D. ituri Baker (66 a) ist mir unbekannt, scheint aber nach der Figur und der Beschreibung der vor-
hergehenden Art sehr ähnlich zu sein und nur dadurch abzuweichen, daß die Oberseite des ^ kobaltblau ge-
färbt und die Querbinde der Unterseite etwas breiter ist. Der Haarpinsel am Hrd der Vflglunterseite hellgelb.
Congo-Gebiet bei Makala.
(Ascuru. D. obscura Baker. ^. Beide Flügel oben matt schwarz, zwischen den Rippen ein wenig blau bestäubt.
Beide Flügel unten weiß, hinter der Mitte mit einer ziemlich schmalen orangegelben Querbinde; Vflgl unten
mit einem schmalen submarginalen grauen Streifen und am Saume breit grau; Querbinde der Hflgl am Ird
deutlich W-förmig gezackt; eine feine Submarginallinie bis zum Saumfleck des Feldes 2; Saum fein schwarz
und nach innen von einem grauen Streifen, welcher nach vorn breiter wird, begleitet; Saumfleck des Feldes 2
tief schwarz, gelb geringelt ; .\nallappen schwarz mit einigen blauen Schuppen, nach vorn und außen orangegelb
gesäumt. $. Beide Flügel oben matt braun; Vflgl einfarbig; Hflgl mit schwarzer Saumlinie, einer feinen weißen
Linie vor dem Saume und weißen Submarginalflecken; Anallappen schwarz, blau bestäubt nach innen mit
feiner orangegelbcr Linie; Unterseite wie beim ^, die orangegelben Zeichnungen jedoch gelb. Nigeria.
juaca. D, fusca ist eine neue Art, welche in „Ergebnisse der zweiten deutschen Zentral- Afrika-Expedition
1910 — 1911" beschrieben werden wird. Sie stammt aus Belg. Congo.
elmlodes. D. elealodes Baker (66 a) ist den beiden letzten Arten ähnlich, weicht aber dadurch ab, daß die Quer-
binde der Unterseite sehr schmal ist und fast in der Mitte verläuft und daß beide Flügel bis zum Saume weiß
sind mit feiner Submarginallinie. Der Submarginalfleck in Feld 2 der Hflglunterseite ist klein und sehr hell-
gelb umgeben; Analflcck schwarz mit blauen Schuppen. Der Pinsel am Hrd der Hflglunterseite schwarz.
Flügel des ^ oben blau und schwarz wie bei eleala-^. Das $ ist unbekannt. Congo-Gebiet bei Makala.
himacidaUi. D. biinaculata Hew. (66 a) ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt, gehört aber wahrscheinlich als
Weibchen zu einer der oben erwähnten Arten der dritten Gruppe. Stirn weiß oben in der Mit .. gelblich braun.
.U,i,jegehen ?3. XII. 1921. DEUDORTX. V()]i Dr. f. AurivillIuS. 360
Flügel oben dunkelbraun: Vflgl nahe der Mitte mit einem hellgelblichen runden Fleck, welcher die Mitte des
Feldes 1 b und die Wurzel des Feldes 2 bedeckt ; Hflgl zwischen den Rippen 1 c und 5 mit einer breiten ocker-
gelben submarginalen Querbinde und dicht vor dem Saume mit einer feinen weißen Linie vom Anallappen
iiis zur Rippe 5 oder 6. Vflgl unten weiß, kurz hinter der Mitte mit einer fast geraden, 1 mm breiten schwärz-
lichen, etwas schief gestellten Querbinde vom Vrd fast bis zur Rippe 1 und am Saume mit zwei grauen, nur
durch eine weiße Längslinie unvollständig getrennten Saum binden; Hflgl unten mit undeutlicher, nur durch
zwei dunkle Linien vertretener Querbinde, mit zwei dunklen Subniarginallinien in 3 — 6, mit einem schwaizen.
i'ot umzogenen Saumfleck in 2. einem kleineren, blau beschuppten solchen Fleck in 1 c und schwarzem, blau
bestäubten Anallappen. Derselbe oben schwarz, rot und blau beschuppt. Sierra- Leone.
Vierte Artengruppe.
Ich vereinige in dieser Gruppe alle Arten, bei denen die Grundfarbe der Unterseite beider Flügel weder
gelb, noch grün oder rein weiß ist. Dazu kommt, daß die Vflgl nie unten in oder etwas hinter der Mitte eine
I — 2 nun breite dunkle Querbinde, sondern höchstens eine oder zwei helle Querlinien haben.
Es ist recht schwer eine befriedigende Uebersicht der zahlreichen Arten, welche beide Geschlechter
umfaßt, zu liefern, besonders da die für die Einteilung so wichtige Färbung der Stirn in den Beschreibungen leider
oft nicht erwähnt ist. Um die Bestiinnning der .\rten zu erleichtern, teile ich sie in drei L^ntergruppen ein.
Uebersicht der Untergruppen.
.\. Die Hflgl unten im Wiirzcltcil bis zur S])itzc der Mittelzclle einfaibig ohne Zeichnungen oder höchstens
mit eiiu^r feinen weißen t^ucrlinie in dci- .Mittelzelle hinter deren .Mitte oder mit einer Querbinde, aber
ohne runde Punkte.
a. Beide Flügel unten schwarzluaun bis schwärzlich mit feinen weißen (^uerliiiien. Stirn schwarz mit
weißen Seitenrändern. Erste Untergruppe.
p. Flügel luiten graubraun bis weißgrau, mit deutlichem weißgesäumtem Querfleck am Ende der
Mittelzelle. Stirn weiß, oft oben in der Mitte orangegelb überzogen *). Zweite Untergruppe.
B. Hflgl unten im Wurzelteil mit 1 — 4 roten oder schwarzen, weißgeringelten, scharf hervortretenden
Punkten (in den Feldern 1 a, 1 c, 7 und in der Mittelzelle). Dritte Untergruppe.
Erste Untergruppe.
Die Arten sind zwar von denen der beiden übrigen Gruppen leicht zu unterscheiden, unter sich aber
nicht völlig homogen, indem die diei ersten offenbar von den übrigen recht beträchtlich abweichen.
Uebersicht der Arten.
,\. Saum der Vflgl fast gerade oder nur wenig konvex: ihre Spitze stumpf oder rechtwinklig. ■ — cJ Vflgl
\u\ten im Feld 1 b dicht an der Mittelzelle mit einem tief schwarzen glänzenden Fleck, oben nie bis
zum Saume eintönig glänzend blau.
a. Hflgl unten auf jeder Seite der Schlußrippe der Mittelzelle mit einem feinen weißen Querstrich,
welcher weit von der Schlußrippe getrennt ist. — c?- D-i' Haarpinsel am Hrd der Vtlglunterseite
schwarz.
*. Hflgl oben schwarz mit blauen Saumtlecken und blauen Längsstreifen (S) oder ganz rauehbraun
($). — (J. Hflgl oben im Wurzelteil des Feldes 1 c mit einem, großen an der Mediana befestig-
ten, gegen den Ird gerichteten schwarzen Haarpinsel. — PiJodevdorix Harn. Bruce.
D. camerona.
**. Hflgl oben in den Feldern I c — 5 bis zum Saume (<^) oder wenigstens bis über die Mitte hinaus ( 9)
lebhaft blau. — ,^. Hflgl ohne Haarpinsel im Felde 1 c. D. koliU.
p. Hflgl unten bis über die Spitze der Mittelzelle hinaus einfarbig ohne helle Zeichnungen. — (j'. Der
Haarpinsel am Hrd der \'flglunterseite gelb. Flügel oben schwarz mit blauen Längsstrichen.
■ D. diylhis.
*) Die Stinilärbuiie; von valon und rjclniiiiiiiii ist iiiiv unlii-kannt gel)lii-l)eii.
XIII 47
.370 DEUDORIX. Von Dr. (', ArRiviLLirs.
B. Saum der \'flgl mehr oder \\ eiliger konvex, bisweilen fast bauchig hervortretend; ihre Spitze scharf. —
o . \'flgl ohne schwarzen Fleck auf der Unterseite an der Wurzel des Feldes 1 b. Der Mehlfleek der Hflgl-
oberseite bedeckt die Wurzel der Felder 0 und 7, bisweilen auch einen Teil der Mittelzelle. Flügel
oben bis oder fast bis zum Saume intensiv dunkelblau oder grünlichblau. — Diopetes Karsch.
a. Vtlgl unten am Hrd wenigstens bis zur Falte des Feldes 1 b breit weißlich; die helle Farbe scharf
begrenzt.
*. Flügel unten nur mit weißliclien Schattenbinden oder Flecken, im Saumteil aber ohne die
3 — 4 feinen weißen Querlinicn. welche den anderen Arten dieser Gruppe eigentümlich sind.
D. pnsteon.
**. Beide Flügel unten im Saumteil mit 3 oder 4 feinen weißen (^iiciliiiien.
1. Kleiner. (J. Rippen der Hflgloberseite schwarz. D. kednssn.
2. Größer. (J. Rippen der Oberseite nicht schwarz. D. rritnilri.
ß. Vflgl unten am Hrd nicht oder nur wenig erhellt oder nur im Felde 1 a weißlich. Beide Flügel unten
im Wurzelteil bis zur er.sten Querlinie einfarbig ohne Zeichnungen.
*. Die innerste der drei weißen Querlinien der Vflglunterseite liegt im Felde 1 b etwa (i mm vom
Saume entfernt und ist 3 — 4mal so weit von der zweiten wie diese von der dritten entfernt. ■ —
(J. Flügel oben dunkel violettblau, nur wenig schillernd. D. vioJeüfi.
**. Die innerste weiße Querlinie der \'flglunterseite liegt im Felde 1 b nur 3 — 4 mm vom Saume
entfernt und höchstens doppelt so weit von der zweiten, wie diese von der dritten.
1. (J. Flügel oben rein blau, nur wenig schillernd. — $. Die Flügel oben eintönig braun, etwas
glänzend, aber ohne blaue oder violette Schuppen. D. deritas.
2. ^. Flügel oben grünlich blau, sehr stark schillernd und darum senkrecht von oben gesehen
nur in der Wurzelhälfte der Vflgl blau, nach außen aber schwärzlich. — 9- Flügel oben zum
größten Teil matt blau, gegen den Saum schwärzlich. D. corruscans.
camerona. D. caiTierona Plötz (6.5 k). Flügel unten schwärzlich mit einem feinen weißen Querstrich in der Zelle
nahe ihrer Spitze, einem ähnlichen Querstrich kurz hinter der Zelle in 4 und 5, 2 weißen Discallinien und
zwei solchen Submarginallinien; die Di.scal- und Submarginallinien sind oft an den Rippen unterbrochen und
bilden gewöhnlich in jedem Felde einen Bogen, so daß die Bogen der ersten und dritten Linie nach innen,
die der zweiten und vierten nach außen konvex sind, Hflgl außerdem mit feiner weißer Linie dicht am Saume
zwischen den Rippen 1 c und .5 ; ein schwarzer rot umzogener Submarginalf leck in 2 ; Anallappen oben schwarz
und rot mit einigen blauen Schuppen, unten schwarz, wurzelwärts rot begrenzt. Flügel oben beim (J schwarz
mit blauen Längsstrahlen in 1 b, 4 — 6 und der Mittelzelle der Vflgl und in 1 c, 5 und der Mittelzelle der
Hflgl; diese außerdem mit blauen Saumf lecken in 2 — 4; Felder 1 a und 1 b der Hflgl weißlich. Beim $ sind die
Flügel oben eintönig rauchbraun, violett angeflogen oder an der Wurzel blau beschuppt. Sierra-Leone bis
Kamerun.
diytlus. D. diyllus Hew. (6t) a, b) ist der vorigen Art sehr ähnlich und außer durch die in der Uebersicht an-
gegebenen Kennzeichen nur dadurch verschieden, daß beim (J die Felder 2 — 4 der Hflgloberseite fast ganz blau
beschuppt sind mit schwarzen Rippen und daß beim $ die Flügel oben eintönig dunkel rauchgrau sind ohne
violetten Anflug. Die Art ist etwas kleiner als camerona. cj. Pinselam Hrd der \'flgl-Unterseite gelb. Sierra-Leone.
hohli. D. kohli sp. n. r^. Vflgl oben schwärzlich mit 4 — .5 mm breiter dunkelbrauner Saumbinde, die
schwarze Farbe ist saumwärts fast geradlinig begrenzt und erreicht etwa die Mitte der Felder 3 und 4; die
Felder 1 a und 1 b bis zur braunen Saumbinde mit blau.schillernden Schuppen dicht bekleidet; die Schuppen
der Mittelzelle und diejenigen im Wurzelteil der Felder 2 — 6 sind erhaben und bilden einen großen Mehlfleck;
Hrd vor der Mitte bauchig erweitert. Hflgl oben in den Feldern 1 c — 6 und in der Mittelzelle lebhaft blau mit
einem unscharf begrenzten schwarzen Fleck etwas vor dem Saume in den Feldern 2 und 3; die Felder 1 a und
1 b dunkelgrau, 7 und 8 schwärzlich ; eine feine schwarze Saumlinie ; Anallappen rot, schwarz gesäumt ; Schwänz-
chen schwarz am Ende weiß; Saum an der Rippe 3 stumpf abgerundet. Unterseite dunkel schiefergrau mit
einem schwachen Stich ins grünliche; die Zeichnungen kaum dunkler als die Grundfarbe und darum nur durch
die weißen Grenzlinien deutlich hervortretend; ein Querfleck am Zellende, jederseits von einer feinen weißen
Linie begrenzt; Discakiuerbinde unregelmäßig, von viereckigen Flecken gebildet und nur in den Feldern 1 b
und 1 c der Htlgl mit einigen gell)en Schuppen geziert; zwei weiße Submarginallinien; Fransen dunkel gefärbt ;
Anallappen der Hflgl unten schwarz, wurzelwärts durch einen roten Fleck begrenzt; im Felde 2 ein großer,
schwarzer, orangegelb geringelter Saumfleck; eine nach vorn undeutliche feine weiße Saumlinie. Spannweite
2.') mm. Congo- Gebiet.
I
DEUDORIX. Von l)r. C. Aurwillius. 371
D, pasteon Harn. Dnice (66 b). ^. Flügel oben dunkelblau; yüg,l am Vrd und an der Spitze telnväiz- iiostvon.
lieh: Hflgl am Vrd und am Ird schwärzlich und mit schwarzen Rippen. Flügel unten mit brauner Grundfarbe;
\'flgl am Hrd weiß und mit weißlicher Binde am Saume; Querrippe weißlich gesäumt; Hflgl über die Spitze
der Mittelzelle mit einer weißlichen Schattenbinde, welche sich von der Rippe 8 bis zum Ird erstreckt, und
am Saume weißlich beschuppt; ein schwarzer Submarginalpunkt in Feld 6 und ein größerer rot umzogener
in 2. Kamerun: Bit je.
D. kedassa Ham. Dmce (66b) weicht nur durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen von kedassa.
der folgenden Art ab. Flügelspannung etwa 27 mm. Beim $ entbehren die Flügel oben völlig der blauen
Farbe des ^J. Kamerun: Bit je.
D. catalla Karsch (65 k). ^J. Flügel oben schön dunkelblau mit gleichfarbigen Rippen, Vflgl am calalla.
Vrd und an der Spitze schmal schwarz, Hflgl bis zum Saume blau mit schwarzen Fransen, nur in 1 a, 1 b, 7 und 8
schwarz, die Spitze des Feldes 7 jedoch blau; Mehlfleck groß, hellgelblich, breit schwarz umzogen. Flügel unten
dunkel schwarzbraun; in der Saumhälfte der Vflgl mit 3 feinen weißen Querlinien, von denen die innerste fast
gerade, die äußeren winkelig gebrochen sind ; in der Saumhälfte der Hflgl mit 4 feinen weißen Linien, von denen
die äußerste dem Saum anliegt; der Wurzelteil beider Flügel entweder in der Zelle und am Zellende weiß
beschuppt und gestrichelt oder bis zur ersten Querlinie ganz einfai'big ohne Zeichnungen. Togo bis Kamerun.
D. violetta Auriv. (68 a). ,^. Beide Flügel oben bis zum Saume sehr dunkel violettblau ohne Zeich- violldla.
nungen; die Unter.seite weicht nur durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen von den verwandten
Arten ab. $ mir unbekannt. Gabun bis Congo.
D. deritas Hew. (66 b) weicht nur durch die in der Uebersicht erwähnten Kennzeichen ab. Die dcritas.
Hauptform hat eine Flügelspannung von etwa 29 mm. Kamerun bis Angola. — aucta Karsch hat eine Flügel- nucfa.
Spannung von 38 mm, stimmt aber sonst genau mit deritas überein und dürfte nur eine Form derselben sein.
Togo bis Kamerun.
D. corruscans Auriv. (66 b) weicht von deritas hauptsächlich durch die stark schillernde und gegen comtscans.
den Saum schwärzliche Oberseite der Vflgl des ,^ und die sehr dunkle, bläulich-violette Oberseite des $ ab.
Anallappen der Hflgl beim (^ oben schwarz, unten wurzelwärts rot begrenzt, beim $ oben rot, schwarz umzogen,
unten wie beim ^. Kamerun bis Ogowe.
Zweite Untergruppe.
Beide Flügel unten mit deutlichem Querstrich oder Querfleck am Ende der Mittelzelle. Hflgl an der
Rippe 3 geeckt, nicht aber geschwänzt.
Uebersicht der A r t e n.
A. \i\g\ unten zwischen der Mittelzelle und der Submarginallinie nur mit einer einzigen, fast geraden,
gewellten oder ebenen Querlinie.
a. Unterseite hellgrau oder weißgrau mit feiner, gelber, schwach gewellter Discalquerlinie. — (^ (so-
weit bekannt) : Vflgl unten an der Wurzel des Feldes 1 b mit schwarzem Mehlfleck, oben zum größten
Teil blau.
*. Die Discalquerlinie der Unterseite nach außen nicht weiß gesäumt. — (J. Hflgl oben in 1 c mit
schwarzem Haarpinsel. D. kafuensis.
**. Discalquerlinie der Unterseite nach außen weiß gesäumt. — (J. Hflgl ohne Pinsel im Felde 1 c.
D. catori.
D. hemba.
ß. Unterseite dunkelgrau, mit einem schwachen Stich ins Grüne. Die Discalquerlinie der Vflglunter-
seite schwärzlich nach außen weiß gesäumt; die der Hflgl unregelmäßig, aus schwarzgrauen, nach
außen und oft auch nach innen weiß gesäumten Querstrichen oder Querflecken zusammengesetzt.
D. zela.
B. Vflgl unten zwischen der Mittelzelle und den Submarginallinien mit zwei weißlichen Querlinien, von
denen die innere saumwärts und die äußere wurzelwärts braun oder schwärzlich gesäumt sind; diese
beiden Querlinien schließen demnach eine mehr oder wenig deutliche Querbinde ein.
a. Die Discalbinde der Vflglunterseite an der Rippe i deutlich unterbrochen. — ^. Flügel oben zum
großen Teil hellblau; Vflgl oben mit großem schwarzen Sammetfleck an der Spitze der Mittelzelle,
unten mit schwarzem Mehlfleck an der Wurzel des Feldes Ib. D. caerulea.
:{72 REUDORIX. Von Dr. ('. Alrivillus.
ß. Discalbiiide der \'flglunterseite zusammenhängend und fast gerade. — ^. \tlgl olun olnu- Sanum t-
fleek luid uTitcii uline schwarzen Mehlflec-k in 1 b.
*. (J. Flügel oben .-x-hwärziich, bei schiefer Beleuchtung in der .Saun)hälfte mit intensiv blauen
Schiller, im Wurzelteil nicht cdcr nur matt bläulich. O unbekannt.
1. cJ. Flügel ohne rotgelbc Zeichnungen. D. odana.
2. (^. Hflgl oben mit rotgellier Saumbinde oder wenigstens mit einem rotgelben Fleck im Felde i.
D. i/dlathea.
**. _). Flügel oben schwarzbraun olme blauen Schiller; die \'tlgl mit einem rotgelben Hrdfkck, welcher
wenigstens die Rippe 2 erreicht; Hflgl von der Spitze der Mittelzelle bis zum Saume breit orange-
gelb. $. Flügel oben schwärzlich bis graubraun, an der Wurzel inid in der Glitte mehr oder weniger
graublau überzogen. D. diocles.
/.■<//((t;i.s(.s. D. kafuensis Neave. (66 b). J. Flügel oben dunkelblau mit sehwaizen Rippen, \'Hgl am \'rde bis zur
Mittelzelle, an der Spitze und am Saume bis zum Hinterwinkel ziemlich breit schwärzlich, der blaue Wurzelteil
fler Felder 4 und ö etwa 3 mm lang; Hfgl am Vrde bis zur Rippe 6 und am Irde in 1 a und 1 b schwärzlich.
Anallappen orangerot beschuppt. Flügel unten weißgrau mit euiem gelben (.Querstrich am Ende der Mittelzellc
und einer feinen gelben Discallinie; Vflgl mit gelblicher Submarginallinie und schwarzem Mehlfleck an der
Wurzel des Feldes Ib; Hflgl mit zwei Submarginallinien, einem schwarzen, orangerot umzogenen Subniarginal-
fleck in 2, schwarzem, blau beschupptem Anallappen und rotem Strich am Irde vom Anallappen l)is zur Rippe
1 a. $. Dem (J ähnlich gefärbt, nur etwas heller und größer. Nord-Rhodesia.
mtui-i. D. catori Baker ist mir nur durch die Beschreibung bekannt; dieselbe lautet: ^J. Beide Flügel oben
schwarz, überall mit Kobaltblau überzogen; ^'tlgl am Vrde bis zur Subcostalrippe, an der Spitze und am Saume
schwarz; die sehwarze Farbe allmählich gegen den Hinterwinkel zu einer Linie verschmäleit ; Hflgl mit dem
Anallappcn, dem Schwänzchen inul dem Mehlfleck am \'rde schwarz. Beide Flügel unten hellgrau mit dem
gewöhnlichen viereckigen Querfleck am Ende der Zelle, einer gelben nach außen weiß gesäumten Discallinie
und einer ähnlichen Submarginallinie, welche auf den Hflgln am Flecke des Feldes 2 endet; die Discallinie
der Hflgl gegen den Ird w-förmig gezackt; Submarginaltleck des Feldes 2 .schwarz, nach innen und an den Seiten
lot umzogen; .\nallappen schwarz, nach iimen blau beschuppt und am Irde von einem roten, schwarz gesäumten
Streifen begleitet. Haarpinsel am Hrde der \'flgl-Unterseite schwarz. Sierra-Leone.
ln-ii(b:i. D. bemba Neave. (66 b, c). Das ^J ist nicht bekannt; die oben gelieferte Beschreibung der Unter.seite
von D. catori Baker stimmt aber -so genau mit der Untenseite von bemba überein, daß es wahrscheinlich ist, das
beinbn das 9 '^'"ii cntori ist. Flügel oben blau; Vflgl am Vrde, an der Spitze fast bis zur Zelle und am Saume
breit schwarz; Hflgl ringsum etwa 2 mm breit schwarz; Anallappen rot, an der Spitze schwarz mit blauen Schup-
pen. Nord-Rhodesia.
zelo. D. zela Heir. (66c). ^. Flügel oben schwärzlich mit bläulichem Anflug: ^'flgl ohne Zeichnungen:
Hflgl mit lebhaft blauen Linien längs den Rippen 1 b und 2 und mit solchen Saumstrichen in 1 c — 6. Die Unter-
seite ist oben in der Arteiuibersicht beschrieben: Anallappen und Submarginalfleck des Feldes 2 schwarz nach
zeUndes. innen rot begrenzt. Das 2 oben eintönig dunkel rauchbiaun. Sierra-Leone. — zeloides Btlr. scheint die südliche
Form zu sein und .soll nur durch hellere Färbung und breitere, mehr unregelmäßige Zeichnungen der Unter-
seite abweichen. \'flgl oben matt grünlich stahlblau; Hflgl oben hellblau. Rhodesia und Nyassa-Land.
zcluniiina. D. zelotllima Rbl. Diese mir unbekannte Art ist nach einem einzigen (^ beschrieben; ..ist oberseits
wie D. zela Heir., weicht aber durch reiner aschgraue, stark })lau glänzende, viel deutlicher und anders ge-
zeichnete Unterseite davon ab. Die Vflgl zeigen vor dem Saum zwei vollständige, gegen den ird konvergierende
und bis zur Analader deutliche, braune, schwach weißgesäumte Querbinden. Der doppelte Mittelstrich ist
hier auch braun ausgefüllt und basalwärts weiß gesäumt. Die Hflgl haben eine ähnliche Zeichnungsanlage
wie zela, nur findet sich basalwärts von dem braun ausgefüllten, doppelten Mittelstrich noch eine von der
Subcosta bis zum C'ubitalstamm reichende, braune, weiß gesäumte Querbinde, Die äußere gebrochene Quer-
binde ist heller braun ausgefüllt und der schwarze Punkt in Zelle 2 ist wurzelwärts blutrot (und niclit
orangerot wie bei zela) begrenzt. N'flgllänge 15 mm." Xordwestufer des Tanganjika-Sees.
ctivriilca. D. caerulea Hatn. Druce. (66 c). J. Flügel oben glänzend hellblau; N'flgl mit dem \'rd fast bis zur Mittcl-
zelle und der Spitze sehr breit, etwa 4 mm, schwarzbraun, in der Mitte mit einem großen .schwarzen, blau be-
stäubten Sammetfleck. welcher die Spitze der Zelle und die Wurzel der Felder 2 — 6, 9 und 10 bedeckt: Hflgl
in 1 a und 1 b und am A'rdc bis zur Rippe 6 schwarzgrau, in 1 c — ö und der Zelle blau mit feiner schwarzer
Saumlinie; Anallappen an der Spitze schwarz mit blauen Schuppen, nach innen rot beschuppt. Die Unter-
seite ist in der Uebersicht beschrieben. Haarpinsel am Hrde der \'flgl-Untciseite schwarz. Beim $ sind die
Vflgl oben matt violett-blau mit \'rd, Spitze und Saum i)rcit dunkelbraun und die Hflgl auch blau mit \'rd
und Spitze breit und dem Saume .schmal blau; Anallapi)en schwarz, nach innen gelb gesäumt. Nigeria und
UEUDORIX. Von Dr. C. Avrivillius. 373
Adaniaua. — obscurata Trim. i.st die südliche Rasse und weicht im niännliclien Geschlecht dadurch ab, daß ohsrurala.
der Sammettleck der Vflgl-Oberscite noch größer ist, einen bedeutenden Teil der Felder 2- — 5 bedeckt und
nach außen mit dem Saume fast parallel verläuft; Haarpinsel der \'flgl-Unterseite gelbbraun mit schwarzer
Spitze. Ovambo-Land, Manica-Land, Portugiesisch Ostafrika.
D. odana Harn. Druce. (08 a). q. Flügel oben eintönig dunkel grauschwarz mit schwachem blauem imUhhi.
Anflug besonders im Wurzelteil der Vf Igl ; der quadratische ]Mehlfleck der Hflgl (an der Wurzel der Rippe 7) bei
gewisser Beleuchtung intensiv kupferrot schillernd ; Anallappen der Hflgl schwarz mit blauen und roten Schup-
j)en. Unterseite grau, am Saume bräunlich, beide Flügel mit Fleck am Ende der Mittelzelle; Vflgl mit breiter,
zusammenhängender weißgesäumter Discalbinde, welche wenig dunkler als die Grundfarbe ist, und schmaler
undeutlicher Submarginalbinde ; Hflgl mit sehr unregelmäßiger Discalbinde und schwarzem ringsum rotumzo-
genem Submarginalfleck im Felde 2: Anallappen schwarz, etwas bläulich bestäubt. Beim ? sind die Flügel
oben gelblich clunkelgrau. bei gewisser Beleuchtung mit schwachem blauviolettem Schiller und schwarzer
Saumlinie. Nigeria bis Kamerun.
D. galathea Sums, weicht nur durch die rotgelbe Färbung am Saume der Hflgl-Oberseite von odana (jalalhca.
ab. Der MehlfJeck der Hflgl schillert weiß oder goldig. Sierra-Leone.
D. diocles Heu-. (66 c). o. \'flgl oben schwarz mit großem orangeroten Hrdlleck, welcher wenigstens d'wcles.
die KipjH- 4 erreicht und am Hrde 5 — 7 mm breit ist. Hflgl oben orangerot, an der Wurzel bis fast oder bis
zur Spitze der Zelle schwarzgrau; Fransen schwarz; Anallappen blau, schwarz und rötlich beschuppt. Flügel
unten schiefergrau mit dem Submarginalfleck im Felde 2 der Hflgl nur nach innen rot begrenzt, sonst ganz
wie l)ei den beiden letztgenannten Arten gezeichnet. — Das 9 ist etwas größer und hat einen weißlich bläulich-
grauen Mittelfleck, welcher den Hrd nicht erreicht, die Mitte des Feldes 1 b und die Wurzel der Felder 2- — 4
bedeckt; Hflgl dunkelbraun bläulich grau überzogen mit schwarzem Submarginalfleck in 2 und schwarzer
nach innen weiß gesäumter Saumlinie der Felder 1 c — 4: Unterseite wie beim o- Natal bis British O.stafrika. —
vosseleri Strand. Das o' weicht dadurch ab, daß der orange Fleck der \'flgl kleiner ist und nur bis zur Rippe 2 vo.fsckn.
reicht und daß das $ oben dem ? von antalus (66 e) ähnlich ist, aber den schwarzen Submarginalpunkt im
Felde 1 c der Hflgl vermissen läßt. Deutsch-Ostafrika. — Die Rp von diocles lebt in den Hülsen einer Acacia-
art und frißt die Samen auf; sie ist länglich und flach gedrückt, rötlichbraun mit gelben Zeichnungen und
schwarzen Punkten auf den Gliedern 1, 2, 11 und 12, die Glieder 3—10 an den Seiten grünlich. Pp stumpf, dick
und abgerundet, braun mit gelben Flecken auf dem Rücken.
Dritte Untergruppe.
Die hieher gehörigen Arten unterscheiden sich sofort von allen anderen afrikanischen Deudorlx-Arten
durch die \\'urzelpunkte der Hflglunter.seitc. Die Geschlechter sind gewöhnlich oben unter sich verschieden
gefärbt und die (^^ haben stets einen Mehlfleck an der Wurzel der Rippe 7 der Hflgloberseite und einen schwar-
zen Haarpinsel am Hrde der Vflglunterseite. Die $$ sind einander oft .sehr ähnlich und noch unvollständig
bekannt ; liegen mir auch von mehreren .\rten nicht vor. Ich konnte sie darum in der folgenden Uebersicht
nicht in Beträcht ziehen.
Uebersicht der M ä n n e h e n.
A Hflgl oben zum größten Teil orangegelb oder gelbrot.
K. Vflgl oben einfarbig schwarzbraun mit schwachem blauem Scliillci'. Wurzelpunkte der Hflglunterseite rot.
D. dariaves.
ß. Vflgl oben mit kleinerem oder größerem, rotem Felde.
*. Vflgl oben schwärzlich im Felde I b oder in 1 b und 2 mit einem gerundeten rötlichen Fleck, welcher
den Hrd nicht erreicht.
1. Hflgl oben mit einer wenigstens 1 mm breiten, schwarzen Saumbinde. Stirn schwarz mit breiten
weißen Seitenrändern. Wurzelpunkte der Hflglunterseite groß und tief schwarz. D. lorisona.
2. Hflgl oben bis zum Saume rotgelb nur mit schwarzen Fransen. Wurzelpunkte der Hflglunterseite
klein. ^- diopolis.
**. Vflgl oben mit großem orangerotem Hrdfleck oder zum größten Teil orangerot. Hflgl unten höch-
stens mit 3 Wurzelpunkten (in 1 a. 7 und in der Zelle). Stirn weiß oder in der Mitte mehr oder weniger
orangegelb.
§. Vflgl oben am Vrde wenigstens bis zur :\Iittelzelle schwarz oder dunkel grau,
o. Wurzeljjunkte und (^ucrlinicn der Hflglunterseite rot.
374 DEUDORIX. Vom Dr. ('. AiRrv^iLLius.
1. Der oraiigerote Hrclfleck der A'flgl mäßig groß und die schwarze Saumbinde nach vorn
stark erweitert, an der Rippe 4 wenigstens doppelt so breit wie an der Rippe 1.
D. licinia.
2. Der orangerote Hrdfleck der Vtlgl sehr groß; der \Vd, die Spitze und der Saum darum
nur schmal schwarz ; die Saumbinde zwischen den Rippen 1 und 4 fast gleich breit und
nur etwa 2 mm breit. D. dinochares.
00. Hflgl unten mit 2 — 3 schwarzen Wurzelpunkten, einem in der Mittelzelle, einem im Felde 7
und bisweilen auch einem in 1 a. D. livin.
D. (lo/iertyi.
§g. Vflgl oben bis zum \'rde orangerot. nur die Spitze und der Saum, nach hinten sehr verschmälert,
schwarz. D. dinomeiies.
B. Flügel oben einfarbig ohne rote Flecke oder Felder.
a. Flügel oben ziemlich hell eintönig braun, nicht dunkler an den Rändern mit schwachem kupfrigem Glänze
und an der Wurzel der Vflgl violett oder blau schillernd. D. antalus.
ß. Flügel oben schwarz, am Irde der Hflgl hell grau. D. caliginosa.
y. Flügel oben schwarzblau und mit lebhaft blauen Schuppen bestreut. D. tsiphana.
Die Unterseite ist bei allen Arten ziemlich ähnlich gezeichnet. Es genügt darum, sie liier zu l)esclneiben und bei den
einzelnen Arten nur die Unterscliiede anzugeben. Beide Flügel am Ende der Zelle jederseits der Querrippe mil einem ge-
raden scliwarzen oder rotbraunen Qvu'rstrich. dann etwa in der Mitte zwischen der Zelle und dem Saume mit einer Discal-
querbinde, die jedoch nicht oder nur wenig dunkler als die Giundfarbc ist und dämm nur duicli ilue Begrenzung heivor-
Iritt: sie ist nämlich auf beiden Seiten durch dunkle, weiß gesäumte Queistriche begrenzt: die Querbinde ist auf den Vflgln
breit imd fast gerade, höchstens an der Rippe 4 etwas unterbrochen, indem der Fleck in 3 nälier an der Wurzel stellt als
der in 4. Auf den Hflgln i.st sie sehr unregelmäßig und fast ganz in eckige oder gebogene Flecke aufgelöst; der Fleck (oder
die Querstriche) in 7 viel mehr wurzelwärts als der in 6, dieser etwas näher an der Wurzel als die der Felder 4 und 5,
welche gleich weit vom Saume entfernt sind und eine gerade Querbinde bilden: die Flecke in 2 und 3 hängen auch zu-
sammen, stehen aber etwas näher an der Wurzel und schief gegen die vorigen : der Fleck in 1 c ist stark gekrümmt imd der letzte
Fleck in 1 b ist lang und .schmal und sehr .schief gegen die Mitte des Irdes gerichtet. Vflgl mit einer, Hflgl mit zwei dunk-
len Submarginal linieii. von denen die innere schäifer liervortritt, sich am Ird bis zur Rippe 1 fortsetzt uncl die Submarginal-
flecke der Felder 1 b — 2 wurzelwärts begrenzt, die äußere aber an der Rippe 3 endet oder analwärts undeutlich ist. Anal-
lappen unten schwarz mit blauen Schuppen; ein kleiner oft querliegender, blau beschuppter schwaizer Submarginalf leck in
1 c und ein größerer, nach innen rotgelb begrenzter solcher Fleck in 2. Eine feine dunkle, innen weiß gesäumt« Saumlinie.
dariuvcif. D. dariaves Hew. (66 c). q. Vflgl oben einfarbig schwarz mit schwachem bläulichen Schiller; Hflgl
rotgelb, an der Wurzel bis zur Spitze der Zelle und am Irde schwarzbraun; eine feine schwarze Saumlinie. Wurzel-
punkte der Hflglunterseite groß und rot ; Discalbinden schwarz gesäumt, nur im Felde 7 der Hflgl nach innen
durch einen roten Querfleck begrenzt. Beim $ sind beide Flügel oben dunkel schwarzgrau in der Mitte etwas
aufgehellt und zwischen den Rippen 2 — 6 der Hflgl mit einer scharf begrenzten weißgrauen, etwa 2 mm breiten
Submarginalbinde. Delagoa-Bai bis British-Ostafrika.
hirisomi. D. lorisona Hew. (66 d). Stirn schwarz mit weißen Seitenrändern, o '■ ^"flgl oben schwarz mit einem
gerundeten roten Fleck im Felde 1 b; Hflgl an der Wurzel und am Frde fast bis zur Rippe 2 schwarz und mit
einer 1 nun breiten schwarzen Saumbinde, sonst rotgelb; Mehlfleck am Vrde schiefergrau. Auf der Unterseite
sind. die Discalbinden dunkel ausgefüllt und die Hflgl am Vrde breit weißlich aufgehellt: Wurzelpunkte groß
und schwarz. Das 2 ist mir unbekannt. Sierra-Leone bis Xiger. (British-Ostafrika?).
tliopolis. D. diopolis Heu\ (o* = rutila Mah.; $ = Wardi Mab.) (66 d) weicht nur durch die in der Uebersicht
angi'fühiten Kennzeichen von lorisona ab. Die Hflgl unten am ^'rde nicht heller. Bei dem V- welches wahr-
sclicinlich zu dieser .Art gehört, sind die Vflgl oben sch\^arz mit einem großen, scharf begrenzten fast weißen
Fleck, welcher die Felder 1 c und 2 von der Wurzel bis etwa 4 mm vom Saume bedeckt; Hflgl an der Wurzel,
am Vrde und Trde breit schwarz in den Feldern 2 — 5 hell blaugrau mit schwarzen Submarginaljjunkten in
1 c und 2. Madagaskar.
lUhiid. D. licinia Mab. {= derona Smith) (&ad)*). Das ^ weicht nur durch die in der Uebersicht erwähnten
Kennzeichen von den verwandten Arten ab. Beim $ sind die Vflgl oben schwärzlich mit einem graublauen
Hrdfleck, welcher die Rippe 4 erreicht und durch eine wenigstens 3 mm breite, am Hrde stark erweiterte dunkle
Saumbinde nach außen begrenzt ist; Hflgl matt graublau an der Wurzel etwas dunkler mit den gewöhnlichen
balikeli. Zeichnungen am Analwinkel. Madagaskar. — batikeli /JW.. die nach einem 5 beschrieben wurde, weicht nach
der Abbildung nur durch einen etwas größeren graublauen Hrdfleck der Vflgl ab und ist wahrscheinlich nichts
anderes als ein 9 von licinia, in welchem Falle die Art balikeli heißen muß. Mabille erwähnt zwar im Texte
zu CJKAXDTniERs großem Werke, daß das (J von batikeli dem $ fast ganz ähidich sei; diese Angabe beruht jedoch
sicher darauf, daß er in diesem Falle kleine $$ für ^^ angesehen hat. Madagaskar.
dinuchures. D. dinochares Smith (= licinia Trim. non Mab.; dieden Karsch) (66 d). (J. Vflgl oIkii orangerot,
um- ani Vrde bis zur Zelle, an der Spitze und am Saume schwarz; Spitze etwa 4, Saum etwa 2 mm lireit schwarz;
Hflgl bis zum Saume orangerot, am Irde bis zur Rippe 1 b und an der Wurzel nur bis zur Mitte der Zelle
*) Unsere Abbildung 66 d ist die g.enaue Wiedergabe eines von der Satellit-Insel Nossi-Be stammenden Exemplars.
Da sie aber mit der Urbeschreibiuiff nicht gut übereinstimmt, ziehen wir sie nur unter Zweifel hierher.
DEUDORIX. Von Dr. C. Aueivillitts. 375
schwärzlich; Grundfarbe der Unterseite schiefergrau. Das $ unterscheidet sich vom $ der liciiiia nur dadurch,
daß die blaugraue Färbung der Oberseite schwächer und mehr diffus auftritt. Transvaal, Matabele-Land,
Mashuna-Land, Delagoa-Bay, Deutsch- und British-Ostafrika, Madagaskar.
D. livia Khtg (66 e) kommt der vorigen Art sehr nahe und weicht nur durch die schwarzen Zeichnungen Jirin.
der Unterseite ab; die schwarze Saumbinde der Vflgloberseite des (^ nach hinten stark verschmälert und zuge-
spitzt. Flügel beim $ oben heller braun bis über die Mitte hinaus graubläulich angeflogen. — Die Raupe ist
jung grün, später fleischfarbig und lebt in den Schoten von Acacia nilotica und farnesiana, soll auch die Früchte
des Granatbaumes beschädigen. British-Ostafrika, Somali-Land, Nubien, Ai-abien und Nigeria.
D. dohertyi Buk. ist mir unbekannt. Die Vflgl sind nach der Beschreibung ieim (J oben bleigrau mit rlohrri>/i.
einem großen orangegelben fast viereckigen Hrdfleck, welcher sich von der Mitte des Hrdes bis zur Spitze
der Zelle und der Rippe 5 ausdehnt und nach außen schief abgeschnitten ist; Hflgl orangegelb mit der Wurzel,
dem Ird und dem Vrd bleigrau: Saum fein scliwarz; Unterseite mit gelbgrauer Grundfarbe. British-Ostafrika;
Kikuyu.
D. dinonienes Smith. ^. Flügel oben orangerot, glänzend, nur die Spitze und der Saum (sehr schmal) dinmnriirx.
der Vflgl schwarz. Wurzelpunktc und Querlinien der Unterseite rot; Vflgl unten am Hrde orangegelb. $ dem
9 von dinochares (66 d) ähnlich, oben aber mehr grau und mit einem deutlichen schwarzen Submarginal-
fleck im Felde 1 c. Sierra-Leone ; Transvaal und Delagoa-Baj'.
D. antalus Hpffr. (66 e). S'- Flügel oben eintönig kupferig braun ohne andere Zeichnungen als zwei (inlahnt.
Ideine schwarze Submarginalpunkte der Hflgl in 1 c und 2; Anallappen schwarzblau beschuppt, am Irde gelb-
lich; Unterseite grau mit schwarzen Wurzelpunkten und dunklen Querlinien. Das $ ist den $$ der verwandten
Arten sehr ähnlich, oben braun, über die Mitte hinaus blaugrau bestäubt und in der Mitte jedes Flügels weißlicli
aufgehellt, Submarginalf lecke und Anallappen der Hflgl wie beim ^. — Die Rp lebt in den Schoten von
Orotalaria capensis, ist oben gräulich grau oder fleischfarbig mit schwarzen Punkten inid Flecken und mit
kurzen schwarzen Borsten bekleidet; erstes und zweites Glied gelb. Pp von der gewöhnlichen Form mit
dem Thorax und den Flügelscheiden schwärzlich und dem Hinterkörper rötlich gelb, dicht mit schwarzen Pünkt-
chen und schwarzer Rückenlinie. Auf dem ganzen Festlande häufig, auch auf den Comoren und auf Mada-
gaskar. — ab. $ kitobolensis Strand ist größer und hat die Grundfarbe der beiden Flügel unten mehr bräunlich kUobolensis.
grau und die Querbinden der ^'flglunterseite ein wenig schmäler; die Unterseite der Hflgl zeichnet sich durch
das Vorhandensein von nur 2 deutlichen, schwarzen Wurzelpunktflecken aus, indem derjenige im Dorsalfeld
luu' ganz sch\\ach angedeutet ist. Belgisch-Congo.
D. caliginosa Lathy (66 e). (J. Flügel oben schwärzlich mit Purpiu-glanz, unten dunkel schiefergrau raliginoxa.
mit den gewöhnlichen Zeichnungen, aber ohne schwarze Submarginalpunkte auf der Oberseite der Hflgl. $
unbekannt. Nigeria.
D. tsiphana Bsd. ^. Die Flügel sind oben schwarzblau mit hellblauen Schuppen bestreut. Hflgl oben isiphana.
am Saume in den Feldern 1 b — 2 graugelb mit .scharf hervortretenden schwarzen Punkten in 1 c und 2. Die
Unterseite ist fast weiß und weicht in der Zeichnung recht erheblich von den übrigen Arten ab. Vflgl mit
einer dicken submarginalen Schattenlinie von der Rijjpe 1 bis zur Rippe 6 und mit einer schiefen Schatten-
binde, welche sich vom >Submarginalfleck des Feldes 1 b bis zur Mitte des Vrdes erstreckt; die Felder 4 und 5
in der Mitte ein wenig verdunkelt; Hflgl in der Mitte etwas verdunkelt mit schwarzem Wurzelpunkt in 7,
einem Querstrich am Zellende, einem breiten Querfleck in 7, der Spitze der Zelle gegenüber und den Grenzlinien
der undeutlichen Discalbinde graubraun gefärbt ; Submarginalfleck des Feldes 2 nach innen rotgelb begrenzt ;
Anallappen lang und schmal; Schwänzchen kurz. Beim $ sind die Flügel oben schwarzgrau an der Wiu-zel
bläulich überzogen. Madagaskar.
D. rava Holt. ? Oberseite dunkelbraun mit einem ovalen orangefarbigen Fleck in den Vflgln hinter rava.
der Zelle und das äußere Drittel der Hflgl vom Vorderwinkel bis zum Hinterwinkel auch orangegelb; der Saum
der Hflgl ist dunkelbraun und die orangegelbe Farbe vor dem Schwänzchen durch einen braunen runden Fleck
unterbrochen; Schwänzchen schwarz mit weißer Spitze. Die Unterseite fast wie bei eleala Hew. (66a) ge-
zeichnet. Diese Beschreibung ist zu dürftig, um die Art bestimmen zu können. Möglicherweise ist rava das 9
von arutna oder mit lorisona verwandt. Ogowe-Fluß.
D. renidens Mab. ist eine zweite mir völlig unbekannte .Vi-t, welche als Hypolycaena beschrieben wurde, rmiden».
wahrscheinlich aber zu Deudorix gehört. ^. Flügel oben schwarz; Vflgl hinter der Mitte mit einer blauen,
grün schillernden Aufhellung; Hflgl in der Mitte mit einem dreieckigen blauen Fleck und einem bläulichen
Anallappen: Fransen schwarz. Flügel unten matt schwärzlich Vflgl in der Mittelzelle mit einem dunkleren,
nach innen weiß gesäumten Fleck und mit dunkler Saumbinde, welche gegen den Hinterwinkel zugespitzt
ist; Hflgl unten an der Wurzel mit 3 schwarzen weiß umgebenen Punkten, in der Zelle mit 2 Querstrichen,
2 Reihen weißer Querstriche in der Mitte und 2 am Saume; ein schwarzer, rot begrenzter Saumfleck im Felde 2;
Anallappen mit blauen Schuppen. Madagaskar.
376 MYRTXA. \'on Dr. ('. Airiviixifs.
Vierte Gattungsgruppe.
Diese Gruppe umfaßt die Mehrzahl der äthiopischen Lyiaenineii-Gattuiigeu. Bei fast allen sind die
Hflgl am Ende der Rippe 1 b geschwänzt und gelappt. Nur selten sind sie dort abgerundet, in welchem Falle
jedoch die Gattungen durch die dicken Fühler von den Gattungen der nächsten Gruppe abweichen.
Uebersicht der Gattungen.
1. J)ic Kippen ö und t> der Vflgl gehen von demselben Punkte (.scheinbar aus der Spitze der Mittelzelle) aus.
indem die obere Discozellularrippe der Vflgl lang und sehr schief gestellt ist und die mittlere gänzlich fehlt.
4. Myrina.
II. Die Rippen ö und 6 der ^'flgl an ihrem Ursprung deutlich getrennt. Die mittlere Discozellulairippe ist näm-
lich immer da, wogegen die obere fehlt oder sehr kurz ist.
.V. Hflgl am Ende der Rippe 2 geschwänzt.
a. Palpen äußerst kurz und klein. 5. PKeuilnletifi.
[i. Palpen normal oder lang.
*. \ flgl mir mit 10 Rippen; die Rijjpe 7 mündet in die S])itze oder in den \'i(l ; kciiu- (hr Ui])])cn
gestielt oder imr die Rippen 6 und 7 kiwz gestielt.
§. Fühler schlank mit deutlichen Gliedern, welche .3 — 4 mal so lang wie breit sind, und mit
deutlicher Kolbe.
(). Das Schwänzchen am Ende» dei- Rippe I I) der Hflgl stets länger als die übrigen.
7. H i/pol)/C(ie»(i.
oo. Das Schwänzchen am Ende der Rippe 1 b der Hflgl nicht länger als das an der Rij)j)e 2.
Augen nackt.
!. Hflgl mit drei Schwänzchen (an den Rippen 1 b. 2 mid .'5). Die Rippen 6 und 7 der
Vflgl an ihrem Ursprünge ziemlich weit getrennt. 6. Oxylide-'^.
2. Hflgl nur mit zwei gleichlangen, haarfeinen Schwänzchen (am Ende der Rippen 1 b
und 2). Die Rippen fi luid 7 der Hflgl an ihrem Ursprünge mehr oder weniger mit
einander vereinigt. 15. Zeniis.
*;§. Fühler dick und kräftig gebaut, gegen die Spitze nur allmählich verdickt ohne deutliche
Kolbe; ihre Glieder kurz, nicht oder wenig länger als breit und wenig deutlich. .Vugen nackt.
8. Stugeki.
**. \'flgl mit 11 oder 12 Rippen, im ersteren Falle geht die Rippe 7 in die Spitze, im letzteren in den
Saum aus. Hflgl wenigstens mit zwei Schwänzchen (an 1 b luid 2). Fühler kräftig gebaut mit
kurzen Gliedern.
§. Hflgl fast immer an der Rippe 3 geschwänzt, oder wenigstens geeckt: sehr selten ganz eben.
In diesem Falle haben die Flügel unten keine metallische Flecke.
0. -Vugen dicht haarig. !). Trichiolavs.
00. Augen nackt.
1. Das Schwänzchen an der Rippe 1 b der Hflgl kürzer oder wenigstens nicht länger
als das an der Rippe 2. — ^. Die Hflgl oben in der Mitte mit einem großen hellgelb-
liclien Mehlfleck. 10. Dapidodigma.
2. Das Schwänzchen an der Rippe 1 b der Hflgl stets länger und stärker als die anderen.
1 1 . lolaus.
§1;. Hflgl gewöhnlich an der Rippe 3 weder geschwänzt noch geeckt: selten schwach geeckt.
Die Flügel unten mit zahlreichen metallischen Flecken orler sogar mit metallischer (!iund-
farbe.
o. Vflgl mit 12 Rippen. 12. Aphnnens.
00. Vflgl nur mit II Rippen, indem die Rippe 9 fehlt.
1. Die Rippe 11 (erster Subcostalast) frei verlaufend. 13. Spindasis.
2. Die Rippe 1 1 dci' \'flgl vereinigt sich bald nach ihiem Ursprünge eine lange Strecke
mit der Rippe 12. 14. Chhroselus.
R. Die Hflgl am Ende der Rippe 2 ohne Schwänzchen (mit Ausnahme von l'/iii.sis t/ieio und argyrrifipis).
a. \'flgl nur mit Kt Rippen, indem die Rippen 8 und 9 fehlen. Augen nackt.
*. Die Rippen (i und 7 der \'flgl gestielt. Flügel oben mehr odei' weniger lot oder rotgelb. \'flgl
oben ohne Augenfleck am Analwinkel. 17. Axiocerses.
11
**
Amgegeben4.I.l92-2. MYRINA. Von Dr. C. AuKmLLius. 377
**. Die Rippen ß und 7 der Yflgl frei aus demselben Punkte. Flügel oben nicht rot. Vflgl oben im
Felde 1 b am Saume mit einem schwarzen, weißlich geringelten Augenfleck.
18. Leptomymia.
p. Vflgl mit 11 oder 12 Rippen.
^ Augen dicht langhaarig. Vflgl mit 11 Rippen. 19. Cdpys.
Augen nackt.
§. Mittel- und Hinterschienen mit kleinen Sporen. Vordertarsen des r^ ungegliedert. Fühler
länger als der Thorax.
o. Der er.ste Subcostalast {Rippe 11) der Vflgl ist bald nach .seinem Ursprünge mit der Costal-
rippe vereinigt. 14. CJiloroseliis.
00. Der erste Subcostalast (Rippe 11) der Vflgl ganz frei verlaufend.
*. Die Rippe 6 der Vflgl frei aus der Spitze der Mittelzelle.
a. Palpen nicht oder mäßig zusammengedrückt. Hflgl an der Rippe I b fast immer
geeckt.
a'. Hflgl am Analwinkel geeckt oder geschwänzt, selten abgerundet; Vflgl jedoch
in diesem Falle mit 12 Rippen. Fransen der Hflgl fast immer geeckt oder
gewellt. {Anallappen fehlt.) 20. Pha.sis.
I)'. Hflgl mit kleinem Anallappen und mit kurzem haarfeinem Schwänzchen am
Ende der Rippe 1 b. Fransen der Hflgl ganzrandig. Vflgl inn- mit 1 1 Rippen :
die Rippe 7 mündet in die Flügelspitze. 21. fmdori/i.
b. Palpen sehr stark zusammengedrückt. Hflgl an der Rippe 1 I) abgerundet, ganz-
randig. Vflgl mit 11 Rippen: Rippe 7 in die Spitze. 23. Spalgis
**. Die Rippe (i der ^"flgl eine Strecke mit der Rippe 7 gestielt.
1. Fühlerkolbe nur allmählich verdickt. Endglied der Palpen lang zugespitzt. Hflol
an der Rippe 1 b nur kurz gelappt. 22. Eriksonia.
2. Fühlerkolbe deutlich abgesetzt, zylindrisch, stumpf. Endglied der Palpen sehr kurz
und ziemlich stumpf. Hflgl an der Rippe 1 b mit feinem Schwänzchen.
16. Desmolycaemt.
§§. Mittel- und Hinterschieneii ohne Sporen. \'ordertarsen des ^ wie beim 5 gegliedert und
mit zwei Klauen bewaffnet. Vflgl mit 11 Riijpen. Fühler nicht länger als der Thorax.
24. Arrugia.
4. Gattung-: OTyriiia F.
Die Myrina-Aiten sind an der Bildung der Hflgl und den aus einem Punkte ausgehenden Rippen 5 und 0
der Vflgl sofort kenntlich. Die Augen sind nackt ; die Fühler kurz und dick, die Spitze der Mittelzelle bei weitem
nicht erreichend, allmählich verdickt ohne deutlich abgesetzte Kolbe. Vflgl mit 11 Rippen; die Rippe 7 in
die Spitze. Die Hflgl am Analwinkel nach hinten ausgezogen mit langem, breitem Schwanzanhang an der
Rippe 1 b und mit schwachem schmalem Anallappen an der Innenseite des Schwänzchens; an der Rippe 2
ohne Anhang oder höchstens schwach geeckt.
Die Raupen leben an Ficus-Arten und werden oft von Ameisen aufgesucht: die Glieder 2 — 9 oben in
der Mitte buckelig erhaben.
U e b e r s i c h t der Arte n.
A. Flügel unt?n dunkel lederbraun bis gelbbraun, etwas hinter der Mitte mit einer gemeinsamen, auf den
Vflgln bisweilen nur am Vrde deutlichen, bis zur Rippe 2 der Hflgl fast geraden, dann aber rechtwinkelig
gegen den Ird gebrochenen gelben Querlinie. Beide Flügel oben in der Wurzelhälfte oder über die Mitte
hinaus lebhaft blau. Stirn jederseits mit rostbraunen Borstenhaaren bekleidet.
7.. Vflgl oben im schwarzen Saumteil mit einer breiten rostgelben Querbinde, welche jedoch den Saum
nicht erreicht, oder schwärzlich ohne Zeichnungen. M. silemts.
ß. Vflgl oben am Saume selbst sehr breit rostbraun. M. ficedula.
B. Flügel unten eintönig braungrau oder schwarzgrau; Vflgl unbezeichiaet ; Hflgl weit hinter der Mitte
mit einer unregelmäßig gebrochenen oder geschlängelten, schwarzen Querlinie und mit Submarginal-
flecken in 1 b — 2. Stirn schwarz mit weißen Seitenflecken oder Seitenrändern.
a. Hflgl unten ohne blutrote Flecke oder nur mit Andeutung eines solchen Fleckes in 1 c.
*. Die Querlinie der Hflglunterseite ist in 8 schwarze gerundete Flecke der Felder 1 b — 7 aufgelöst
und an der Rippe 5 fast rechtwinkelig gebrochen. M. sharpei.
XIII 48
378 PSEUDALETIS. Von D. C. Aurivillixts.
**. Die Querlinie der Hflglunterseite fast zusammenhängend und aus geraden schwarzen Quer-
strichen, welche wenigstens in 1 b und 1 c wurzelwärts weiß gesäumt sind, gebildet.
M. suhornatn.
ß. Hflgl unten am Analwinkel mit drei großen roten zusammenstoßenden Submarginalflecken in den
Feldern 1 b, 1 c und 2; die Querlinie ist schwarz, weiß gesäumt und zusammenhängend, erreicht
aber nur die Rippe 3 oder 4. M. dermaptera.
silcn^i'<- M. silenus F. (68 a). Flügel oben schwarz, an der \Yurzel bis zur Spitze der Zelle und im Wurzelteil
der Felder 1 a — 2 der Vflgl und 2 — 6 der Hflgl lebhaft blau; die blaue Farbe beim $ weniger ausgedehnt als
beim cj; vor dem Saume zwischen den Rippen 1 und 7 oder 2 und 7 ($) mit einer in der Mitte 5 mm breiten
gelbbraunen Submarginalbinde. Die schwarze Sauinbinde der Hflgl breit und nach vorn stark erweitert, im
Felde fünf 4 ((J) — 7( J) mm breit. Hflgl unten am Irde grau gesprenkelt, besonders hinter der Discallinie. — Die
Raupe ist nach L.\mboen grün mit weißen Tuberkeln und lebt an einer Ficus-Art. 8ierra-Leone bis nördliches
corax. Congo-Gebiet : Uganda, Aequatoria und Abessinien. — ab. $ corax Cr. Nach Cr.^mers Figur sind die Vflgl
oben in der Saumhälfte einfarbig schwarz und die Hflgl oben schwarz mit blaugrauer Saumlinie. Unterseite
ganz wie bei silenus. Mir unbekannt; wahrscheinlich nur eine Abänderung des $. ,, Guinea".
ficfdiila. M. ficedula Trim. (66 e, i) w-eicht von silenus nur dadurch ab, daß die rostbraune Binde der Vflgloberseite
den Saum erreicht und daß die schwarze Saumbinde der Hflgloberseite besonders beim ^ viel schmäler ist.
Stellt wahrscheinlich nur die südliche und östliche Form von silenus dar. Stücke aus dem Zwischengebiete
im mittleren Congo-Gebiet sind mir indessen unbekannt. Angola bis zum Kaplande und an der Ostküste bis
zum Somali-Land. — Die Raupe lebt an Ficus- Arten. Eier smaragdgrün, kugelförmig.
shtir/iri. M. sharpei Bnk. (66 f). Flügel oben schwarz; Vflgl in der hinteren Längshälfte der Mittelzelle und an
der Wurzel der Felder 2 und 3 dunkelblau; Hflgl mit einer dunkelblauen Querbinde, welche den Wurzelteil
der Felder 2 — 6 bedeckt und in 2 den Saum fast erreicht. Uganda.
sithornala. M. subornata Lathi/ (66 f) weicht nur durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen von
sharpei ab: beim q ist jedoch die blaue Farbe der Oberseite mehr ausgedehnt; Anallappen der Hflgl oben an
der Wurzel blutrot gefärbt. — Raupe an Ficus-Arten. — Nigeria und Adamaua.
dermaptera. M. dermaptera Wallengr. (66 f). Flügel oben wie bei den zwei letzten Arten; die blaue Farbe ist je-
doch weniger ausgedehnt und kann bisweilen beim $ ganz fehlen. ■ — Puppe dunkelbraun. — Natal bis British-
Ostafrika.
5. Gattung-: !Pse«daletis Ham. Bruce.
Eine sehr merkwürdige Gattung, welche ganz isoliert dasteht und für West-Afrika eigentümlich ist.
Die Vflgl sind im \'ergleich mit den Hflgln länger als gewöhnlich, unter den Lycaeniden und am Saume konvex;
Hflgl mit zwei Schwänzchen (an 1 b und 2). Die 9? haben einen am Ende verdickten und dort mit dicht
zusammengepackten Haaren (..Afterwolle'') bekleideten Hinterkörper: mit diesen Haaren werden wahrschein-
lich die abgelegten Eier bedeckt.
Die Entwicklungsstadien sind leider unbekannt. Alle Arten haben eine ,, mimetische" Färbung und
Zeichnung und gehören zu den größten Seltenheiten der äthiopischen Tagfalterfauna. Sie sind darum noch
ganz ungenügend bekannt.
Uebersicht der Arten.
A. Flügel mit rotgelber oder rotbrauner Grundfarbe oder schwarz mit rotgelben Zeichnungen. Hflgl am
Analwinkel mit drei weißen Flecken in der schwarzen Saumbinde.
a. Vflgl oben orangegelb, am Vrde und Saum schmal, an der Spitze sehr breit schwarz mit weißen
Submarginalflecken in 4 — 6. Hflgl mit schwarzer weißgefleckter Saumbinde, am Vrde nicht schwarz.
Ps. ngrippina.
ß. Vflgl oben schwarz mit einer schiefen orangegelben Discalbinde und zwei orangegelben Fleckcji in
der Zelle, einem an der Spitze und einem dreieckigen an der Wurzel. Hflgl orange, an Vrd, Saum
und Ird .schwarz. P. arrhon.
B. Flügel weiß bis gelblichweiß (sahnefarbig) mit schwarzen Zeichnungen oder schwarz mit weißen Flecken,
a. Hflgl oben bis über die Mitte hinaus weiß oder sahnefarbig ohne Zeichnungen (die Zeichnungen der
Unterseite scheinen bisweilen oben durch), am Saume mit schwarzer Saumbinde, am Vrde und Irde
aber weder verdunkelt noch gefleckt.
*. Die schwarze Saumbinde der Hflgloberseite am Analwinkel etwa 3 mm breit, nach vorn schnell
verjüngt und an der Rippe 6 spitz endend. Ps. clymenits.
Ps. zebrn.
PSEUDALETIS. Vun Dr. C. AußmLLius. 379
**. Die schwarze Sanmbinde der Htlgloberseite ist gleichbreit oder am Yrde etwas breiter und erreicht
wenigstens die Rippe 7.
§. Hflgl oben ohne schwarze Querbinde innerhalb der Saunibindo. Vflgl oben über die Glitte
hinaus weiß oder sahnefarbig mit schwarzen Zeichnungen, ihre schwarze Saumbinde am
Vrde etwa 11 mm breit.
o. Vflgl mit dreieckigem schwarzem Fleck in der Wurzel des Feldes 2. Saumbinde der
Vflgloberseite mit 2 — 3 weißen Subapicalflecken (in den Feldern 4, 5 und 6).
1. Mittelzelle der ^'flglobe^seite wenigstens bis zur Rippe 2 hellgelb. Die schwarze Discal-
cßierbinde der Vflglunterseite geht vom Vrde bis zur Rippe 2. Hflgl unten ohne
schwarze Querlinie zwischen dem Irde und der Rippe 1 b, welche fein schwarz ist.
Ps. antimachns.
2. Mittelzelle der Vflgl von der Wurzel bis zur Rippe 2 schwarz mit einer feinen weißen
Querlinie. Die schwarze Discalquerbinde der Vflglunterseite endet an der Rippe 3.
Hflgl unten mit einer schwarzen Querlinie, welche von der Mitte des Irdes bis zur
Mitte der Rippe 1 b geht iind sich dann längs dieser Rippe bis zur Wurzel fortsetzt.
Ps. maza7iguli.
00. Feld 2 der Vflgloberseite bis zur Saumbinde weiß, ohne Flecke. Saumbinde der Vflgl-
oberseite einfarbig schwarz, ohne helle Flecke. Vflgl oben bis zur Saumbinde weiß, am
Vrde gelbbraun mit zwei schwarzen Querflecken, einem in der Mitte und einem am Ende
der Zelle. Ps. batest.
§§. Hflgl oben innerhalb der Saumbinde mit einer geraden schwarzen Querbinde, welche vom
Vrde ausgeht und sich schon an der Rippe 3 mit der Saumbinde vereinigt und also nur in
den Feldern 3 — 7 durch einen schmalen Streifen der Grundfarbe von der Saumbinde getrennt
ist. Vflgl oben schwarz mit 3 — 4 völlig getrennten weißen Flecken. Ps. leonis.
ß. Hflgl oben schwarz, in der Mitte mit einem weißen Längs.streifen. welcher von der Wurzel ausgeht,
die Mittelzelle und die Wurzel der Felder 2 und 3 bedeckt und etwa 3 mm vor dem Saume .spitz endet.
Vflgl oben schwarz mit einer gegen die Mitte des Saumes gerichteten weißen Querbinde zwischen
den Rippen 2 und 6. Ps. nigra.
Ps. agrippina Hain. Druce (6(3 h). Flügel oben rotbraun, unten etwas heller, rotgelb; ^'flgl mit schmalem agripjiina.
schwarzem Vrd, etwas breiterer Saumbinde und breitem schwarzen Spitzenteil; weiße Subapicalflecke in 1 b.
4, 5 und 6; an der Mitte der Zelle, am Vrde hängend ein kleiner schwarzer Querfleck, ein größerer solcher Fleck
am Zellende. Vflgl unten mit weißen Flecken am Vrde und zwischen der Rippe 4 und dem Hrde ohne Saumbinde.
Hflgl mit einer in der Mitte stark ver.schmälerten, in den Feldern 1 b, 1 c, 4, 5 und 6 weißgefleckten Saumbinde.
Beim 9 ist die schwarze Saumbinde der Oberseite fast gleich breit mit weißen Submarginalflecken in allen
Feldern. Erinnert an Aletis helcita und gewisse Telipna- Arten und kommt in Kamerun vor.
Ps. arrhon Harn. Druce. Vflgl oben .schwarz, hinter der Mitte mit einer orangeroten schief gestellten arrhon.
C^uerbinde. welche am Vrde anfängt und nahe am Saume endet; ein viereckiger orangegelber Fleck am Ende
der Mittelzelle und ein anderer dreieckiger an der Wurzel, welcher einen schwarzen Punkt einschließt. Vrd zwi-
schen der Querbinde und der Spitze der Zelle orangegelb: ein solcher Strich an der Wurzel der Rippe 1. Hflgl
oben orangefarbig, am Vrde, am Saume und am Irde schwarz, die Abdominalfalte jedoch hell orangegelb;
an der Mitte des Vrdes ein spitziger schwarzer Fleck; drei weiße Submarginalf lecke am Analwinkel. Vflgl unten
fast wie oben, aber ohne orangegelben Strich auf der Rippe 1. Hflgl unten fast ganz orangegelb; der schwarze
\'rdfleck mit weißer Mittellinie; die Flügelspitze wenig verdunkelt; eine .schwarze Submarginallinie ; Rippe 1 b
schwärzlich gesäumt; am Analwinkel einige weiße mit silbernen Schuppen bedeckte Flecke. Kopf orangegelb.
Kamerun.
Ps. clymenus Ham. Druce. (66 h). Vflgl oben sahnefarbig, am Vrde bis zur Mittelzelle, an der Spitze dyiuoius.
und am Saume sehr breit schwarz ohne helle Flecke; ein schwarzer Querfleck in der Mitte und einer am Ende
der Zelle hängen mit dem schwarzen \'rde zusammen. Vflgl unten fast wie oben. Hflgl unten gelblich weiß mit
schwarzen Fransen; Analwinkel ockergelb mit zwei schwarzen, silberweiß geringelten Flecken; ein feiner
schwarzer Streif vom Irde bis zur Rippe 1 b schließt eine weiße Linie ein und ist saumwärts von einem sil-
bernen Streifen begleitet. Kamerun.
Ps. zebra Holl. ist mit clymenus sehr nahe verwandt und scheint nur dadurch abzuweichen, daß die zehra.
schwarze Saumbinde der Vflgloberseite hell gefleckt i.st und daß die Hflgl unten keine silberweißen Zeichnungen
haben. Am Ogowe-Fluß.
Ps. antimachus Stgr. (66g). Flügel oben und unten mit weißer Grundfarbe, an der Wurzel und am cniUmadui.'i
Hrtle der N'figl und beiderseits der Rippe 1 b der Hflgl etwas gelblich angeflogen. Vflgl oben am ^'rde bis zur
:JS() UXYLIDES. \'on Dr. C. AiRiviLiirs.
Mittelzclle und der Rippe H schwarz, mit einem feinen Querstrich in der Zeile hinter der Mitte und einem dicken
t^uerfleckam Zellende gleichfalls schwarz, diese beiden Querflecke vereinigen sich am Hrde der Zelle, bedecken die
Wurzel des Feldes i und schließen einen runden weißen Fleck an der Spitze der Zelle ein; Saumbinde sehr breit
schwarz mit zwei weißen Subapicalflecken in 4 und 5; die Unterseite weicht nur dadurch ab. daß die Mittelzelle
schwarz ausgefüllt ist mit weißem Fleck an der Spitze und daß die Saumbinde in eine gebogene Discalbinde
und eine nur 1 mm breite Saumbinde aufgelöst ist; die Grundfarbe bildet also hier eine breite, im Felde 2 stark
verschmälerte Submarginalbinde. Hflgl oben mit schmaler, am Vrde etwas breiterer schwarzer Saumbindc.
welche am .Vnalwinkel eine feine weiße Linie einschließt; Rippe I b an der Wurzel schmal schwarz gesäumt.
Die Unterseite weicht nur dadurch ab, daß die Saumbandlinie schmal ist und daß eine am Vrde dreieckige,
dann in kleine Flecke aufgelöste schwarze Discalbinde ausgebildet ist; dieselbe endet an der Rippe 2. Gabun.
mazanyiili. Ps. mazangul! yeave (66 g) steht der vorhergehenden Art sehr nahe. Die Unterschiede sind in der
Altenübersicht erwähnt und gehen aus den Figuren hervor. Congo- Gebiet : Lualaba.
baiesi. Ps. batesi Harn. Bruce (66 g). Die Ober-seite der Vflgl ist schon oben beschrieben ; auf der Unterseite
ist die Mittelzelle bis zur Spitze schwarzgrau mit einem schmalen weißen Querstrich hinter der Mitte der Zelle,
und hinter der Flügelmitte finden sich drei graue Schattenbinden, von denen die beiden ersten nach hinten
zugespitzt bisRippe2 gehen, diedritte schmal ist und die Rippe 1 erreicht, und eine 2mm breite Saumbinde. Hflgl
auf beiden Seiten weiß, oben imr mit einer 5 mm breiten schwarzen ungefleckten Saumbinde, unten am Saume
etwas graulich überzogen mit einer feinen dunklen fast geraden Querlinie vom Vrde bis zur Rippe 2 und einer
ähnlichen Submarginallinie. welche sich an der Rippe 2 mit der Discallinie vereinigt und sich als schwarze Linie
bis zum Irde fortsetzt; die Felder 1 a und 1 b außerhalb der Submarginallinie gelb mit einem schwarzen Punkte.
Stirn gelb. Kamerun: Bit je.
h-ijiiis. Ps. leonis Stgr. (66 g). \'flgl auf beiden Seiten schwarz mit einem länglichen schmalen Hrdfleck,
welcher die Rippe 2 nicht oder kaum erreicht, einem kleinen Fleck an der Spitze der Zelle, einer nach v^orn zuge-
spitzten Discalbinde der Felder 2- — 5 und emer nach hinten zugespitzten Subapicalbinde. weiß; beim o fehlt
die Subapicalbinde auf der Ober.seite. Die Hflgl weichen durch die in der Artenübersicht beschriebene schwarze
Discalbinde von allen übrigen Arten ab; auf der Unterseite fehlt die schwarze Saumbinde völlig; die Discal-
binde ist weiß ausgefüllt und ein dicker schwarzer Längsstreifen geht von der Wurzel längs der Rippe 1 b bis
zum gelben, schwarz punktierten Analfleck. Sierre-Leone.
iiiijni. Ps. nigra Holl. zeichnet sich dadurch aus. daß beide Flügel oben schwarz sind mit weißen Zeichnungen;
\'flgl mit einem weißen Punkt an der Zellenspitze und einer schief gestellten, gegen die Mitte des Vrdes fast
senkrecht .stehenden Discalbinde, weiß ; Hflgl oben mit einem weißen Längsstreifen von der Wurzel bis zur Mitte
des Feldes 2. \'flgl unten mit denselben Zeichnungen wie oben und außerdem mit einem weißen Subapicalfleck.
Hflgl auch unten mit dem weißen Mittelstreifen und außerdem mit zwei bläulich weißen Querlinien jenseits der
Mitte; Ird und Analfeld gelblich olivenfarbig mit zwei kurzen silbernen schwarz gesäumten Binden am Irde
und an der Wurzel der Schwänzchen je ein schwarzer Fleck, der nach außen silberblau begrenzt ist. Ogowe-
Fluß.
6. Gattuiio-: Oxylide» Hbn.
Oxylides ist mit der folgenden Gattung verwandt, aber durch die Kennzeichen, welche in der Uebcr-
sicht angeführt sind, leicht zu unterscheiden. Die relative Länge der drei Schwänzchen der Hflgl ist besonders
für diese Gattung eigentümlich. ■ — Flügel bei allen Arten unten weiß mit einer dunklen Querlinie in oder etwas
hinter der Mitte und mit drei schwarzen mehr oder weniger metallisch beschuppten Saumflecken am Anal-
winkel der Hflgl in den Feldern 1 b, 1 c und 2. Bei den .^o """ifl f'ie Flügel oben violettblau mit der Spitzenhälfte
der \'flgl und der Spitze der Hflgl schwarz und der Analgegend der Hflgl mehr oder weniger weiß. Haarpinsel.
Mehlflecke oder sonstige derartige Auszeichnungen fehlen völlig.
Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.
U e b c ]■ s i c h t de r A r t c n.
.V. Beide Flügel unten im Wurzelteil bis zur Discalquerlinie einfarbig weiß ohne Zeichnungen. Die Quer-
linie der Vflgl verläuft fast genau in der Mitte des Flügels. Hflgl unten vor dem Saume mit einer zweiten
Querlinie, welche von der Spitze oder von der Rippe 6 ausgeht und sich bis zum Ende der Rippe 1 a
erstreckt, bisweilen aber in den Feldern 2 und '^ unterbrochen ist.
a. Die Hflgl unten am Analwinkel nicht gelb. Die Discalquerlinie der Unterseite in ihrer ganzen Länge
braungelb, fein schwarz gesäumt. 0. faunvs.
ß. Die Hflgl unten am Analwinkel zwischen den Analflecken und der äußeren Querlinie in den Feldern
1 b — -2 ausgedehnt gelb überzogen. Die Discallinie der Unterseite vom Vrde der Vflgl bis zur Rippe .'5
der Hflgl schwarz, dahinter gelb. 0. hella.
HYPOLYCAENA. Von Dr. C. AußiviLtius. 381
B. Wenigstens die Vflgl unten vor der Mitte mit einer dunklen Querlinie vom Vrde quer über die Mittel-
zelle bis zum Ursprünge der Rippe 2. Die Discallinie der Vflgl verläuft etwas hinter der Mitte des Flügels.
Hflgl unten ohne Submarginallinie, am Analwinkel in den Feldern 1 b, 1 c und 2 breit gelb überzogen,
a. Hflgl unten ohne schwarze Querlinien, nur die Discallinie durch zwei feine schwarze Linien am Irde
vertreten. 0. amasa.
[i. Hflgl unten, wie die Vflgl, am Vrde mit zwei schwarzen Querlinien. O. homeyeri.
0. inelanomitra .
0. faunus Drury (68 a). Yilgl breit mit stumpfer abgerundeter Spitze, oben beim ^ violett- ,'""""«.
l)lau, an der Spitze und am Saume sehr breit schwarz: beim 0 einfarbig schwarzbraun. Hflgl oben beim ^
blau mit schwarzer Spitze und schwarzgrauem Irde, in den Feldern 1 a — 2 mit schwarzen Saumpunkten und
weißen Submarginalflecken, beim^ $ schwarzgrau mit großen weißen Submarginalflecken in 1 b — 3. Unten
sind beide Flügel bis zum Saume weiß mit den in der Uebersicht erwähnten Zeichnungen. Sierra-Leone bis
Angola. — albata Auriv. {= feminina E. Sharpe) (67 a) weicht luir dadurch ab, daß die Hflgl oben am Irde albaiu.
wenigstens in 1 a weiß oder grauweiß und am Analwinkel viel breiter weiß sind; beim ? ist die weiße Saum-
bindc im Felde 2 wenigstens 4 mm breit und erreicht nach vorn die Rippe 6. Congo-Gebiet und Uganda.
0. bella Auriv. weicht von faunus nur durch die oben erwähnten Kennzeichen und durch die mehr hcUa.
ausgebreitete weiße Farbe am Analwinkel der Hflgloberseite ab. Am Kuilu-Fluß.
0, amasa Hew. (66 h) ist mir nur durch die Originalfigur, welche offenbar ein ? darstellt, bekannt, (mmsu.
Die Flügel sind oben weiß mit einer am Vrde etwa 6 mm breiten, nach hinten allmählich verschmälerten
schwarzen Saumbinde der Vflgl; Hflgl am Analwinkel ein wenig gelb angeflogen mit zwei schwarzen weiß, ge-
kernten Saumpunkten (in 1 c und 2). Flügel unten weiß; V^flgl mit schmaler schwarzer Saumbinde, schwar-
zer Discalbinde bis zur Rippe 2 und einem solchen Querstrich über die Mittelzelle; Hflgl mit drei schwarzen
Saumpunkten in 1 b — 2, gelbem Anflug am Analwinkel und 2 feinen schwarzen Linien zwischen dem Irde und
der Rippe 1 b; .sonstige Zeichnungen fehlen. .\lt-Calabar.
0. homeyeri Dew. (66h). S- Flügel oben blau: \'tlgl mit breiter schwarzer Saumbinde; Hflgl am homeyeri.
\'rde und an der Spitze schwarz, am Analwinkel in 1 b — 2 schmal weiß mit den gewöhnlichen drei schwarzen
Punkten und drei weißen Schwänzchen. Flügel unten weiß mit den in der Uebersicht erwähnten Zeichnungen.
H.\M. Druce sagt in seiner Arbeit ,,Illustrations of African Lycaenidae", daß er das 2 besitzt, beschreibt es
aber leider nicht. Nigeria und Angola.
0. melanomitra Karsch (66 h) ist, wie die Figuren zeigen, der vorigen Art sehr ähnlich und nur da- nwlanomii-
durch ver.schieden, daß der schwarze Apicalfleck der Hflgl größer ist und ihre weiße Saumlinie dicker und bis ™'
zur Rippe 6 fortgesetzt; die Schwänzchen sind .schwarz mit weißen Fransen. Auch von dieser Art erwähnt
Druce das $ und sagt, daß es sich vom homeyeri-'^ dadurch unterscheidet, daß das Analfeld der Hflgl breit mit
Orangegelb überzogen ist. Kamerun.
7. Gattung-: Hypolycaena i^W/-.
Beide Flügel halben unten in der Saumhälfte zwei Querlinien, von denen die iniieie (die Discalbinde)
Ijreiter ist und in der Mitte oder kurz hinter der Mitte und die andere, feinere (die Submarginallinie) nahe am
Saume verläuft. Am Analwinkel der Hflglunter.«eite stehen in 1 b und 2 zwei schwarze, mehr oder weniger
metallisch beschuppte Flecke, welche gewöhnlich nach innen durch grelle Farben begrenzt sind. Stirn schwarz
l)is orangegelb mit feinen weißen, erhabenen Seitenrändern.
Die Vflgl sind mehr dreieckig und haben eine schärfere Spitze als bei Oxylides.
Die Arten können auf vier Gruppen verteilt und diese nach der folgenden Uebersicht leicht unter-
schieden werden.
Uebersicht der Artengruppen.
A. Beide Flügel unten in der Wurzelhälfte bis zur Discalbinde einfarbig weiß ohne Zeichnungen (sehr .selten
mit einem Punkte im Felde 7 der Hflgl). Die Discalbinde braungelb, schwarz gesäumt; die Submarginal-
linie schwärzlich. Augen haarig.
a. Das Schwänzchen an der Rippe 1 b der Hflgl deutlich länger als der Hflgl selbst (von der Wurzel
bis zum Analwinkel) und mehr als doppelt so lang wie das Schwänzchen an der Rippe 2. — Zeltus
de Nicev. Erste Gruppe.
ß. Das Schwänzchen an der Rippe 1 b der Hflgl nicht länger als der Hflgl selbst und nicht doppelt so
lang wie das Schwänzchen an der Rippe 2. Zweite Gruppe.
382 HYPOLYCAENA. Von Dr. C. Aukivillivs.
B. Flügel unten in der Wurzelhälfte wenigstens mit einem Querstrich am Ende der Mittelzelie und mit
einem Punkte im Felde 7 der Hflgl. Schwänzchen der Hflgl stets kürzer als der Hflgl selbst.
y.. N'flgl unten ohne Zeichimngen zwischen der Wurzel und dem Querstrich am Ende der Mittelzelle.
.\.ugen haarig. Dritte Grupi^e.
ß. Vflgl unten in der Mitte zwischen der Wurzel und dem Zellende mit einem rotgelben Querstrich,
welcher sich auch auf den Hflgln bis zum Irde fortsetzt. Augen nackt. Flügel bei beiden Geschlech-
tern üben zum großen Teil blau. — Hemiolauts subgen. nov. Vierte Gruppe.
Erste Gruppe.
Stirn schwarz oder .schwärzlich mit weißen Seitenrändern. Die Flügel sind oben bei den qq mehr oder
weniger blau schillernd, bei den $$ schwarzgrau oder schwarzbraun mit reißen Flecken am Analwinkel oder
vor dem Saume der Hflgl. Die ^(^ gewöhnlich ohne Haarpinsel und Mehlflecke, selten mit einem sehr kleinen
•Mehlflcck an der A\'urzel des Feldes 1 und der Rippe 1 der Vflgloberseite.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Die Discalbinde der X'flglunterseite liegt am Hrde viel weiter nach außen als die Discalbinde der Hflgl
und stößt darum nicht mit dieser, sondern mit der Submarginallinie der Hflgl zusammen. Der schwarze,
grünlich beschuppte Fleck im Anallappen der Hflglunterseite ohne rote Begrenzung.
K. Q. Vflgl oben mit schwachem blauem Schiller; Hflgl oben ohne weiße Flecke in den Feldern 1 und 3
oder nur mit einem kleinen Saumfleck im Felde 3. $. Flügel oben mit schwarzgraucr Grundfarbe.
Hflgl oben am Saume bis zur Rippe 3 oder 4 mit 2( — 3) weißen Binden. H. hatita.
ß. ^'flgl oben schwärzlich: Hflgl oben mit einem weißen Fleck im Felde 2 etwa 3 mm vom Saume ent-
fernt und mit zwei weißen Flecken im Felde 3, von denen der innere viel kleiner oder undeutlich
ist. — (J. Flügel oben mit schwachem blauviolettem Schiller. $. Flügel oben ohne blauen Schiller.
H. nigra.
B. Die Discalbinde der Vflglunterseite liegt fast immer genau in der \'erlängerung der Discalbinde der
Hflgl. Der schwarze Fleck des Anallappens der Hflgl auf der Unterseite wurzelwärts und gegen die
Rippe 1 b von einem roten Fleck begrenzt.
X. Größere Art mit einer Flügelspannung von 28 — 29 mm. — ^. \ flgl oben in der Wurzelhälfte schwach
graublau, wenig schillernd: unten bis zum Hrde weiß. H. antifaunua.
ß. Kleinere Arten mit einer Flügelspannung von 20 — 24 mm. — J. Vflgl oben schwarz, wenigstens
bis zur Mitte blau oder grünlich .schillernd, unten am Hrde in den Feldern 1 a und 1 b ausgedehnt
schwarz überzogen; oben an der Wurzel der Rippe 1 mit einem schmalen, strichförmigen, mit braunen
Haaren bekleideten Mehlfleck.
*. Der weiße Ird der Hflgloberscite ist sehr breit, dringt mehr oder weniger in das Feld 2 ein
und ist dort beim o blau überzogen. — ^. Vflgl oben ohne Mehlfleck im Felde 2.
H. lebonit.
**. Der weiße Ird der Hflgloberscite ist schmäler und nach vorn von der Rippe 2 begrenzt. — ^J.
\'flgl oben im Winkel zwischen der Rippe 2 und der Mediana mit einem sehr kleinen dreieckigen
braunen Mehlfleck. H. dubia.
butita. H. hatita Hew. (68b). ö- Flügel oben schwärzlich mit blauem Schiller besonders auf den Hflgln;
diese am Irde bis zur Rippe 2 graii und weiß mit einem weißen Submarginalfleck in 1 c. $• Flügel oben schwarz-
grau ohne blauen Schiller; die Querlinien der Unterseite als dunkle Linien durchscheinend; Hflgl mit weißen
Saumflecken in 1 c und 3 und weißen Submarginalflecken in 1 c — 3. Zu der obigen Beschreibung der Unter-
seite ist nur hinzuzufügen, daß die Vflgl am Sautne ziemlich breit verdunkelt sind. Sierra-Leone bis Angola
vyaniktc. und Congo-Gebiet. — ugandae E. Sharpe ist mir unbekannt und etwas undeutlich beschrieben, scheint aber
von der Hauptform nur dadurch abzuweichen, daß die Flügel unten bis zum Saume weiß sind ohne dunkle
Saumbinde. Uganda; Kiwu und Ukerewe.
iiiijra. H. nigra Ham. Druce (68 b) wurde schon von Hewitsox als hatiUi (Fig. 23) abgebildet, ist aber erst
in diesem Jahre als eigene Art von Druck aufgestellt. Die Art ist an den weißen Flecken der Felder 2 und 3
der Hflgloberscite leicht kenntlich. Raupe grün, asellenförmig. Sierra-Leone bis Kamerun.
antifaiains. H. antifaunus Dhl. u. Hew. (68 b). (J. Beide Flügel oben in der Wurzelhäfte bis zu der von unten
(lurchsclu'inendcn Discalbinde deutlich graublau überzogen; Hflgl oben mit denselben weißen Flecken wie bei
niijm-Q. Das J ist olx'U dem q ähnlich nur etwas heller. Die Unter.seite i.st in der Ucbersicht beschrieben.
Sierra-Leone bis Angola und Uganda.
HYPOLYCAENA. Von Dr. C. Aurivillius. 383
H. lebona//e»r. (67a,68b). (J. Beide Flügel oben bis über die Mitte hinaus dunkelblau, am Saume breit Jehmm.
schwarz; Ird der Hflgl bis oder fast bis zur Rippe 3 weiß oder hellblau beschuppt. Unterseite fast ganz wie bei
antifaunus gezeichnet. Sierra-Leone bis Congo und Toro. — Die Raupe lebhaft grün, die Oeffnung der Rücken-
drüse rot umzogen: wird von Ameisen der Gattung Pheidole besucht. — ab. scintillans Auriv. weicht nur da- srhiHlUins.
durch ab, daß die Flügel des (^ von oben gesehen schwarz sind und nur wenn sehr schief von der Seite gesehen
blau schillern. Kamerun. — ab. caerulea Auriv. hat die schwarze Saumbinde der Vflgl nur etwa 2 mm breit carrxiea.
und fast gleichbreit; die Hflgl oben fast bis zum Saume blau, nur an der Spitze schmal schwarz. Kamerun.
H. dubia Auriv. (68b) ist der vorigen Art sehr ähnlich; die Unterschiede sind in der Ai-tenübersicht (i^hia.
angeführt. Beim ^ sind die Flügel oben .schwarz, bis über die Mitte hinaus sehr dunkel blau schillernd. Beim
$ sind die Flügel oben schwarzgrau ohne Schiller; Hflgl in la und Ib weiß und mit weißen Flecken in Ic,
2 und 3 und feiner weißer Raumlinie vom Analwinkel bis zur Rippe 4. Kamerun.
Zweite Gruppe.
Die beiden Aj-ten dieser Gruppe schließen sich denen der vorigen Gruppe eng an und sind nur durch
das kürzere Schwänzchen an der Rippe Ib der Hflgl verschieden. Beim (J halben die Vflgl oben am Ende der
Mittelzelle einen deutlichen gerundeten grauen Mehlfleck, welcher die Wurzel der Rippen 3 — 5 bedeckt; beide
Flügel oben wenigstens im Wurzelteil blau; Vrd und Saum der Vflgl schwarz. Die Unterseite bei beiden Ge-
schlechtern fast genau wie bei H. (intifaunus gefärbt und gezeichnet.
U e b e r s i c h t der Arten.
1. Der Anallappen der Hflgl oben rot gefleckt. Flügel oben im Wurzelteil graublau. H. Harn.
2. Der Anallappen der Hflgl oben schwarz ohne rote Schuppen. Flügel beim ^ oben azurblau.
H . naara.
H. liara Ha»i. Bruce. (67 a). Hflgi oben mit dunkler Discal- und Submarginalbinde. — cj. Flügel Uam.
oben schwarz; Vflgl im Wiu-zeldrittel hell graublau beschuppt; Hflgl von der Rippe 4 bis zum Irde hell blau-
grau beschuppt. Beim $ sind beide Flügel oben in der Wurzelhälfte bläulich gi'au überzogen; die Felder 1 b — 4
der Hflgl sind mit zwei Querreihen weißer Flecke und einer weißen Saumlinie geziert. Ashanti bis Congo,
Uganda und Kavirondo.
H. naara Hew. (67 a). o". Flügel oben schön azurblau; Vrd und Saum der Vflgl schmal, nur etwa nanm.
1 mm breit, schwarz: Hflgl mit feiner schwarzer Saumlinie und weißen Fransen. $ unbekannt. Angola.
Dritte Gruppe.
Beide Flügel haben unten einen deutlichen Querstrich am Ende der Mittelzelle und die Hflgl außer-
dem einen Punkt an der Wurzel des Feldes 7. Die Augen sind haarig und die Schwänzchen der Hflgl ziemlich
kurz und fast gleich lang. Die (Je? haben keine Haarpinsel oder Mehlflecke.
Einige Arten, die ich zu dieser Gruppe stelle, sind mir unbekannt und nicht genügend beschrieben,
es ist darum möglich, daß sie nicht zu dieser Gruppe gehören.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Flügel oben mit schwarzer, dunkelbrauner oder grauer Grundfarbe.
a. Beide Flügel oben .schwarz. Hflgl mit einigen blauen Schuppen in der Falte und auf dem Anallappen.
Fransen der Vflgl schwarz, der Hflgl weiß. H. moyamhinn.
ß. Flügel oben dunkelbraun mit violettem oder kupferigem Glänze (J) oder beim ? grau bis schwarz-
grau mit weißen Zeichnungen wenigstens der Hflgl.
*. Die Discalbinde der Unterseite auf beiden Flügeln ähnlich ausgebildet und mäßig breit.
§. Vflgl auf beiden Seiten oder wenigstens unten am Vrde breit goldgelb oder orangegelb ge-
färbt. ^- auricostalis.
§§. Vrd der Vflgl nicht gelb gefärbt.
o. Die Querstriche am Ende der Mittelzelle auf der Unterseite sind grau oder schwärzlich,
weiß ausgefüllt, selten auf den Vflgln mit schmalem braunem Striche. H. philippu.s.
H. kadiskos.
384 H\TOLYCAENA. "\'on Dr. f. ArRmLurs.
00. Die Querstriche am Ende der Mitteizelle auf der Unterseite sind rolhraim oder gell),
weiß oder dunkel gesäumt.
1. Die Flügel unten mit grauer Grundfarbe und dicker Discalbinde. H. pachalim.
H. (tureolineata.
2. Die Flügel unten mit weiüer (irundfarhe und feinen gelix'n Querlinien.
H. huxtoni.
**. Hflgl unten mit «ehr breiter, orangegelber am A'rde rötlicher Discalbinde: dieselbe der Vflgl
nur schwach angedeutet. H. vittigera.
B. Beide Flügel oben matt orangerot mit schwarzer Saumbinde. H. jacksoni.
Dioi/finilihiii. H. moyambina Baker wurde nach einem einzigen ^J beschrieben und ist mir uni)ekannt. Die Beschrei-
bung lautet; ..Beide Flügel schwarz: Hflgl mit Spuren eines kurzen feinen Fleckes von blauen Schuppen in
der Falte und auf dem Anallappen; Fransen der \'flgl schwarz, der Hflgl hinter der Spitze weiß; Thorax und
. Abdomen mit Spuren einiger weniger blauer Schuppen. Beide Flügel unten weißlich. Vflgl an der Spitze und
am Saume grau überzogen: ein rotbrauner Mehlfleck hinter der Mittelzelle; eine orangerote, braun gesäumte
Discalbinde und eine feine, unterbrochene nach außen weiß gesäumte Submarginallinie; die Mittelzelle am
Ende mit einem weißen, braun gesäumten Querstrich; Hflgl mit einem kaum wahrnehmbaren (Querstrich
am Ende der Mittelzelle und einer breiten orangeroten, dunkel gesäumten, bis zur Rippe .,1" nicht gewellten,
dann aber bis zum Irde W-förmig gezackten Discalbinde; eine feine gewellte Submarginallinie und aulJerhalb
derselben eine Reihe grauer Flecke; eine schwarze Saumlinie; ein sammetschwarzer, mit blauen Schuppen
umgebener Fleck des Anallappens ist nach innen rot begrenzt ; ein großer schw'arzer rot geringelter Saumflcck
im Felde 2 zwischen den weiß gesäumten Schwänzchen; ein weißer Fleck in 1 c." Flügelspannung 28 mm.
Sierra-Leone.
rnirirn-iialis. H. auficostalis Btlr. (68 b) ist durch den orangegelben Vrd der Vflgl ausgezeichnet. Butler kannte
nur das $; die später von Strand beschriebene H. frommi (68 c) ist aller Wahrscheinlichkeit nach das (J
von BtTTLERs Art. (^. (nach Strand) mit H. philippus am nächsten verwandt und zwar ist interessanterweise
dies (^ dem $ von philippufi am ähnlichsten, weicht aber durch folgendes ab: Oberseite aller Flügel mit
bleiglänzendem Schimmer, aber ohne jeden violetten Anflug, die weißen Submarginalflecke in den Feldern 3,
4 und 5 der Hflgl sind dem Saumein wenig näher und ihre Reihe konvergiert nach hinten mit dem Saume (bei
philippus parallel), der .schwarze Saumfleck im Felde 2 ist bei philippus innen ganz schmal und undeutlich
orangegelb eingefaßt, während bei jrommi daselbst ein orangegelber Fleck, der sogar größer als der schwarze
Saumfleck ist, sich befindet; ferner sind die schwarzen Saumflecke ein wenig kleiner und mehr ellipsenförmig
und der vom Saume gebildete Winkel an der Rippe 3 weniger deutlich, während der schwarze Analfleck, der
bei philippus iinien grünlich bestäubt ist, hier orangegelbliche Bestäubung zeigt. Unterseite dunkler als bei
philippus $ und zwar aschgrau mit ähnlichen Zeichnungen, aber die beiden Querbinden der Vflgl sind parallel
(bei philippus nach hinten divergierend) und auch vorn unter sich ein wenig weiter entfernt; die beiden Binden
dei- Hflgl sind weniger regelmäßig :ils lici philippus und an den Rippen deutlicher unterbrochen: sämtliche
Binden, auch die der Vflgl weniger scharf markiert und ebenso wie der Basalfleck der Hflgl ohne rote, wohl
aber mit orangegelblicher Bestäubung, dagegen sind die zwei schwarzen Saumflecke innen durch je einen leb-
luxft orangefarbigen Fleck begrenzt. Für die -Art charakteristisch ist sodann, daß der Vrd der Vflgl bis fast
zur Spitze orangegelb gefärbt ist. — Das $ ist nach Butler mit philippus nahe verwandt, oben aschgrau:
Vflgl mit besonders an der Wurzel hell goldig ockergelbem Vrd; Rippen dunkel; Saum rauchgrau; vor dem
Saume eine gebogene Reihe von sechs in Größe zunehmenden weißlichen Discalf lecken; ein weißlicher Ring-
fleck am Analwinkel; Hflgl fast wie bei philippus aber am äußeren Schwänzchen mit einem viel größeren, mehr
hell orangegelben Fleck. Unterseite weißlich mit dunkelgrauen, weiß gesäumten, am Irde orangegelb ange-
flogenen Zeichnungen. Nyassa-Land.
philipputi. H. philippus F. (67 a). Flügel oben dunkelbraun, beim (J mit schwachem bläulichen oder violetten
Schimmer; ^'flgl unbezeichnet ; Hflgl mit schwarzem Submarginalfleck in 1 b, 1 c und 2, von denen der in
2 nach innen von einem orangeroten Fleck begrenzt ist; die schwarze Saumlinie nach innen weiß begrenzt;
das $ hat außerdem vor dem Saume zwei Querreihen weißer Flecke von denen die äußere aus 3 (oder 4) Flecken
in den Feldern 3 — 5( — 6) und die innere aus 3 — 4 Flecken der Felder (Ic) 2 — 4 (und 5) besteht; die äulJere dieser
Fleckctu'cihen ist bisweilen aucii beim ,^ schwach angedeutet. Flügel unten grau bis weißhch mit orangegelben
Zeichnungen: N'flgl mit einem Querstrich am Zellende, einer fast geraden Discallinie und einer feinen Sub-
marginallinie; die Hflgl mit einem Wurzelpunkt in 7, einem Querstrich am Zellende, einer etwas unregelmäßigen,
in I c gegen den Ird winkelig gebrochenen Discallinie und einer feinen Submarginallinie, welche am Irde in 1 b
verdickt und deutlicher ist; Hflgl außerdem mit genuidcten schwarzen Saumflecken in 1 b inid 2. von denen
jener blau bestäubt und dieser nach innen rotgelb begrenzt ist; das Feld 1 c am Saume nur etwas verdunkelt,
grau und mit einigen blauen Schuppen; die gelben Discallinien sind bisweilen sehr fein schwärzlich gesäumt.
J)ie Raujje wird nach Lamborx von Ameisen der Gattungen Pheidole \nid Cnmponotus besucht. Eine häufige
in der ganzen äthiopischen Region vorkommende Art.
Ausgegeben 30. I.\1923. ' .' HYPOLYCAENA. Von Dr. C. AuKIVilliTJS. 385
H. kadiskos Harn. Drc. ist mir unbekannt. Die Beschreibung teilt folgendes mit: „Oberseite matt kadiskos.
braunviolett; Hflgl in der Nähe des Aiialwinkels mit drei undeutlichen schwarzen Saumpunkten, M-elche wurzel-
wärts weiß gesäumt sind; Ird bräunlich mit weißen Härchen. Unterseite bräunlich weiß, mit einer braunen
Discalbinde und den übrigen Zeichnungen wie bei hatita, aber außerdem mit einem braunen Querstrich am Ende
der Zelle der Vflgl und einem kleinen braunen Fleck am Vrde der Hflgl nahe an der Wurzel; Fransen weiß; die
Schwänzchen bedeutend kürzer als bei hatita. Kopf, Thorax und Hlb bräunlich; Beine und Fühler weiß mit
schwarzen Ringen. Diese Art, welche oben der H. biixtoni (67 b) ähnlich ist, scheint unten in der Mitte zwischen
hatita und fhilifpus zu stehen." Lagos. Es geht nicht aus dieser Beschreibung hervor, wie kadiskos sich von
philippus unterscheidet.
H. pachalica Btlr. (67 b)*) ist oben der H. philippus sehr ähnlich und nur durch etwas größeren rot- pachalica.
gelben Fleck im Felde 2 innerhalb des schwarzen Saumtleckes verschieden. Auf der Unterseite ist sie durch
die dicken lebhaft gelbroten Discalbinden und Querstriche an der Spitze der Mittelzellen ausgezeichnet; die-
selben sind weiß gesäumt und der Zwischem-aum zwischen der Discalbinde und der Submarginallinie der Hflgl
ist oft mehr oder weniger weiß überzogen; sonst stimmt auch die Unterseite nahe mit derjenigen von philippus
überein. Deut.sch und Britisch Ost-Afrika bis Wadelai in der Aequatorialprovinz. — aureoHneata J5.-5öfc. ist anreolhica-
mir unbekannt, stimmt aber nach der Beschreibung so genau mit pachalica übereiii, daß sie wahrscheinlich '"•
nur eine Form derselben ist. Bethune-Bakek beschreibt seine Art folgendermaßen: ,;Fühler braun, weiß ge-
ringelt. Beide Flügel braun mit einem purpurnen malvenroten Glänze, von der Seite gesehen ist diese Farbe
viel heller ; Saum schmal schwarz ; Hflgl mit drei schwarzen Analflecken ; der erste und zweite nach innen fein
weiß begrenzt, der dritte nach innen mit orangegelbem Fleck. Beide Flügel unten lebhaft steingrau mit lebhaft
goldig orangefarbigen Flecken und Querbinden, welche fein schwarz und weiß gesäumt sind. Vflgl am Zell-
ende mit einem orangefarbigen Fleck, dessen schwarze Begrenzung kaum merkbar ist; Discalbinde breit, auf-
i-echt, allmählich vom Vrde bis zur Rippe 2 etwas verdickt, dann schnell verjüngt und etwas verdunkelt; Sub-
marginallinie viel dünner; der Zwischenraum zwischen diesen Linien weißlich; Saum schmal orangegelb. Hflgl
mit einem Subbasalfleck und einem Querstrich am Zellende; Discalbinde breit, vor der Rijjpe 1 b winkelig
gebrochen und am Irde endend; die Submarginallinie schmäler, der Discalbinde folgend aber an der Rippe 1 b
gebrochen; der Zwischenraum zwischen diesen beiden Linien weißlich; eine dunkle Schattenbinde zwischen
der Submarginallinie und dem Saume, Saum orangegelb; der Analfleck schwarz mit metallischen Schuppen
und nach innen von einem hell orangegelben Fleck**) begleitet; ein schwarzer nach innen orangegelb begrenzter
Punkt im Felde 2; beide Schwänzchen fein." Uganda: Toro.
H. buxtoni Heio. (67 b) ist mit philippus nahe verwandt, unterscheidet sich aber sofort durch die rein lu.v/o>n.
weiße Grundfarbe der Unterseite und die feineren gelben Querlinien der Unterseite. Dazu kommt, daß beide
Flügel beim (J oben lebhaft violettblau sind und daß beim $ die Vflgl oben eine breite etwas unregelmäßige
weiße Mittelbindc, welche jedoch den Vrd nicht erreicht, haben und die Hflgl in der Saumhälfte weiß sind mit
drei schwärzlichen Querlinien. Kapland bis Nj'assa-Land.
H. vittigera Mab. ist eine sehr .seltene auf Madagaskar einheimische Art, von der bisher nur ein Stück vUiUjcm.
bekannt geworden ist. Flügel oben dunkelbraun, in der Mitte etwas grau übeizogen; Hflgl am Saume ziemlich
breit bläulichgrau aufgehellt mit dunklen Saumpunkten, von denen die in 1 b, 1 c und 2 etwas größer und
schwarz sind; der in 2 nach innen breit orangerot begrenzt. Beide Flügel unten mit weißer Grundfarbe; Vflgl
unten mit einem undeutlichen Querstrich am Ende der Mittelzelle, einer sehr inideutlichen schattenartigen
Discalbinde, einer gewellten Submarginallinie und einer feinen, laut Beschreibung blauen, nach der Figur
rötlichen Saumlinie ; Hflgl unten mit einem roten Wurzelpunkt in 7 und mit einer 2 — 3 mm breiten im Felde 7
roten, dann gelben Discalbinde; die Submarginallinie fehlt und die Saumlinie ist sehr fein; die Saumpunkte
sind klein und nur in 1 b, 1 c und 2 ausgebildet, die in Ib und Ic sind blaugrau umzogen und der in 2 nach
innen hellgelb begrenzt.
H. jacksoni B.-Bak. (68 c) ist nur im männlichen Geschlecht bekannt und weicht von allen anderen Ai'- jacksoni.
ten durch die Färbung ab. Flügel oben matt orangerot bei gewisser Beleuchtung mit schwachem Purpurschiller ;
Vflgl mit einer .sehr breiten Saumbinde; Hflgl mit ziemlich breiter dunkler Saumbinde, welche sich gegen den
Analwinkel schnell verjüngt; Analwinkel bläulich weiß, Anallappen gelb gerandet; Schwänzchen lang, das
zweite Schwänzchen kürzer. Beide Flügel unten bis zum Saume rein weiß; VÜgl mit einem schiefen orange-
roten Querstrich vom Vrde bis zur Wurzel der Rippe 2 und einer postmedianen, schiefen, gewellten, orange-
roten Querbinde, welche an der Rippe 1 endet; eine feine, schwach gebogene dunkle Submarginallinie. Hflgl
mit einem kurzen orangeroten Wurzelfleck im Felde 7, einem schiefen orangeroten Querstrich bis zur Rippe 2,
welcher sich dahinter als schwarze Linie fortsetzt und einer feinen schwach gezackten Discallinie, die sich
hinten gegen den Ird umbiegt; ein schwarzer, nach innen gelb begrenzter Punkt in 2, der Fleck in 1 b schwarz
mit schmaler gelber Begrenzung und einem hellen metallisch blauen Fleck näher am Saume; Saumlinie fein
schwarz. Uganda: Toro.
*) Die Figur 67 a stellt keine typische pavhaüca dar.
"*) Dieser Fleck ist bei mir vorliegenden Stücken von pachalica wenig deutlich oder fehlt.
XIII *9
386 HYPOLYCAENA. Von Dr. C. ArRmLLius.
Vierte Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen von den übrigen
Gruppen scharf getrennt und bilden gewissermaßen einen Uebergang zu lolmis. Wenn man dieselben als eine
besondere Gattung oder Untergattung betrachten will, schlage ich für dieselbe den Namen Hemiolaus vor.
Stirn rot mit feinen weißen Seitenrändern und dunkler vertiefter Mittellinie. Die cJ(J stimmen, soweit
sie mir bekannt sind, darin mit den Iolaus-^(^ überein, daß der Hrd der ^'f Igl vor der Mitte einen großen breiten
Lappen bildet, welcher einen dunklen Mehlfleck in der Mittelzclle der Hflgl bedeckt ; .sie weichen aber dadurch ab,
daß der Haarpinsel nicht auf der Unterseite der Vflgl sondern auf der Oberseite der Hflgl nahe der Wurzel des
Feldes 1 c bofcsfig) und nach vorn gerichtet ist. Hierdurch können die q^ von allen anderen afrikanischen
Lycaeniden unterschieden werden.
Uebersicht der Arte n.
A. Die Hflgl unten im Felde 8 unbezeichnet odei- nur mit einem unvollständigen roten Querstrich oder
einem unregelmäßigen roten Fleck.
a. Die Wurzelquerbinde der Hflglunterseite zusammenhängend oder fast zusammenhängend, niciit in
Flecke aufgelöst. Beim (J ist die blaue Färbung der Oberseite auf beiden Flügeln fast ähnlich.
*. Die Grundfarlje der Unterseite an der Wurzel und am Saume mehr oder weniger braun oder
dunkelgrau überzogen, zwischen der Discalbinde und der Submarginalliiiie weißlich aufgehellt.
Schwänzchen rot, schwarz gesäumt. H. ceres.
H. dolores.
**. Die Flügel unten mit eintöniger weißlicher oder weißgrauer Grundfarbe. Die Schwänzchen nicht
oder kaum rot. H. coeculus.
ß. Die Wurzelquerbinde der Hflglunterseite in 4 rotbraune weit getrennte Flecke oder Punkte (in 1 a,
1 b, 7 und der Mittelzelle) aufgelösc. Beim ^ sind die Vflgl oben dunkler und mehr violettblau als
die Hflgl und die blaue Farbe ist der Flügelspitze gegenüber abgerundet, nicht quer abgeschnitten
oder ausgerandet ; die blaue Farbe der Hflgl erreicht die Rippe 7. H. cobaltina.
B. Die Hflgl unten im Felde S mit zwei weit getrennten, rotbraunen oder schwärzlichen, hell umzogenen
Punkten. H. marijra.
cercs. H. ceres Hew. (67 b) wurde von Hew-itson nach einem o aus dem Zulu-Lande in BoiSDUVALs Sammlung
beschrieben und abgebildet (wovon wir eine Kopie geben), ist aber später immer ein Rätsel gewesen. Früher
betrachtete ich die Art als einen lolaus, nachdem ich aber jetzt Gelegenheit gehabt habe die von Suffeet be-
schriebene //. dolores keimen zu lernen, bin ich überzeugt, daß dolores und ceres sehr nahe verwandt sein müssen
und vielleicht sogar synonym sind. Ceres scheint mir in der Tat niu- dadurch von dolores abzuweichen, daß
die Discalbinde der Vflglunterseite nicht gerade sondern in den Feldern 4 und 5 nach außen gebogen ist. —
dolore, dolores Sujj. (67 b). Vflgl oben blau, am Vrde schmal, an der Spitze sehr breit und am Saume in 3 — 1 a etwa
■2 — -3 mm breit .schwarz; die blaue Farbe wird hierdurcli in den Feldern 4 und 5 mehr oder weniger tief ausge-
randet; die Ausbuchtung an der Wurzel des Hrdes ist stahlgrau gefärbt und luit silbergrauen Haaren besetzt.
Hflgl oben in den Feldern 1 c — 4 und zum Teil aiich in 5 bis zum Saume blau, mit schwarzen Saumpunkten in 1 c
und 2, .schwarzer Saumlinie und schwarzgrauen an der Wurzel weißen Fransen ; die Felder 1 a und 1 b sind
grau, die Mittelzelle und die Felder 5 — 8 schwärzlich, beim o mit glänzendem Mehlfleck in der Zelle und schwar-
zem Haarpinsel in Ic; Anallappen grünlich, gelb, rot und weiß beschuppt; das $ weicht nm* durch hellere weiß-
lichblaue Farbe ab. Die Unterseite ist mehr oder weniger verdunkelt, besonders an der Wurzel luid am vorderen
Teil des Saumes. \\rn\ hat dieselben roten Querzeichnungen wie bei coeculus. Delagoa-Bay bis Deutsch Ost-Afrika.
coecuVue. H. coeculus Hpffr. (67 b). o . Vflgl oben schön violettblau, am Vrde schmal, an der Spitze und am
Saume sehr breit schwarz; die blaue Farbe wird hierdurch in den Feldern 4 und 5 deutlich ausgebuchtet und
bedeckt nicht die ganze Wiu-zolhäfte des Feldes 3; im Feld 2 ist die schwarze Saumbindc etwa 3 mm breit und
wird gegen den Hrd Jioch etwas breiter. Auf den Hflgln bedeckt die blaue Farbe die Felder 1 c — 4, -wird aber
in 1 c und 2 durch sehr große schwarze Saumflecke unterbrochen und in 3 und 4 durch die schwarze Saum-
bindc vom Saume getrennt; Felder 1 a und 1 b grau, ^littelzelle und die Felder 5 — 8 schwarz. Das $ ist größer
und weicht oben dadurch ab, daß die blaue Farbe heller und weniger ausgedehnt ist, auf den Hflgln ist sie ge-
wöhnlich nach vorn von der Rippe 4 begrenzt. Auf der Unterseite ist die Grundfarbe fast gleichförmig grau mit
scharf hervortretenden, wenigstens wurzelwärts fein schwarz gesäumten, roten oder braunroten Querbinden
oder Querstrichen; einer Wurzelquerbinde über die Mittelzelle der Vflgl und von Rippe 8 der Hflgl bis zum
Irde, einem Querstriche am Ende der Mittelzelle beider Flügel, einer Discalbinde, welche auf den Vflgln fast
gerade und in den Hflgln an der Rippe 2 unterbrochen und im Felde 1 c winkelig gebrochen ist, imd einer Sub-
juarginallinie, welche bis zur 4. oder 3. Ri})pe. Hflgl rot und dahinten feiner und .schwarz ist ; eine dicke rote Saum-
iinie, die schwarzen Saumflecken der Felder 1 b und 2 wurzelwärts breit (bis zur Submarginallinie) gelb be-
STUGETA. Von Dr. C. Aurivillius. 387
grenzt. Südliches Congo-Gebiet und Angola bis Manica-Land, Nyassa-Land und Deutsch Ost-Airika. — ab.
obscura Suff, weicht dadurch ab, daß die bei der Hauptform roten Binden und Striche der Unterseite dunkel- uhscum.
braun {S) oder schwarz (?) sind. Beim $ ist außerdem die schwarze Färbung der Oberseite mehr ausgebreitet.
Deutsch Ost-Afrika bei Mlionda.
H. cobaltina Auriv. (= coeculus Mab.) (67 c) ist auf Madagaskar der Vertreter von coeculus und durch cohaliina.
die in der Uebersicht angeführten Kemizeichen leicht kenntlich. Besonders verdient hervoi'gehoben zu werden,
daß die dunkelblaue Farbe der Vflgloberseite des ^ in den Feldern 4 und 5 nach außen mehr als bei coeculus
hervortritt und abgerundet ist; hierdurch wird die schwarze Saumbinde bis zur Rippe 6 oder 7 fast gleich breit.
H. maryra Mab. ist mir unbekannt, nach der Abbildung aber oben und unten der vorigen Art sehr mari/ra.
ähnlich und hauptsächlich nur durch die beiden loten hell umzogenen Punkte im Felde 8 der Hflglunterseite
und die weniger lebhaft roten Querzeichnungen der Unterseite verschieden. Von den beiden Punkten des Feldes 8
der Hflgl Hegt der eine innerhalb des Punktes im Felde 7 und der andere in gerader Linie mit dem Quer-
striche am Ende der Mittelzelle; die Discalbinde der Vflglunterseite ist gewellt, aber wie bei cobaltina fast ge-
rade. Madagaskar. — mabillei no)n. n. (= ceres Mab., non Heiv.). Zwischen den Figuren Mabillbs von maryra mablUei.
und ,,ceres" kann ich nur den Unterschied entdecken, daß bei ,,ceres'''' die Discalbinde der Vflglunterseite
an der Rippe 5 eine große Ausbuchtung nach außen bildet und daß dieselbe Binde in den Feldern 4 — 6 der
Hflgl in dicke Striche fast aufgelöst ist. Beim $ ist die blaue Farbe der Oberseite heller, weniger ausgedehnt
und am Ende der Vflglzelle mit einem weißen Fleck geziert. Diese Form ist wahrscheinlich nur eine Rasse
oder Abänderung von maryra. Madagaskar.
H. margites L. Mab. ist mir unbekannt, nach der Beschreibung aber dürfte sie mit ceres (dolores) (67 b) am ntan/itcf!.
nächsten verwandt sein. ., Kleiner als ceres Heic; Vflgl schwarz mit einer dunkelblauen Aufhellung am Hrde;
Hflgl außer dem Vrde fast ganz blau ; beide Flügel unten rotbraun, Vflgl etwas hinter der Mitte mit einer weißen
Querlinie, dahinter i.st der Saumteil grauviolett gegen die Spitze und rotbraun am Hinterwinkel; der violette
Teil ist mit kleinen roten Querstrichelchen bestreut, Feld 1 b bläulich und glänzend; die Fransen sind grau und
und von einer roten Saumlinie begleitet. Hflgl unten wie die Vflgl gefärbt und mit weißer, durch die rote Discal-
linie geteilter Querlinie; an der Wurzel finden sich zwei rote Qucrlinien: eine am Ende der Zelle und eine ge-
wellte, näher ander Wurzel ; beide setzen sich auf den Vflgln fort; der Saumteil ist hellgrau mit roter Submarginal-
linie, am Vrde mehr weißlich, gegen den Analwinkel rötlich; dieser endet in einem langen Schwänzchen, welches
an der W^urzel einen braunroten Fleck hat; Saumlinie rot." Madagaskar.
•-Ö"
8. Gattung: f^tii$>X'ta Drc.
Die Ai-teii dieser Gattung wurden früher unter lolaus geführt. Von dieser weichen sie dadurch ab, daß
die Vflgl nur 10 Rippen haben, indem die Rippen 8 und 9 fehlen. Dadurch stimmen sie mit Hypolycaena überein,
weichen aber durch etwas dickere Fühler mit kürzeren Gliedern davon ab. Stirn breit, weiß, in der Mitte
längsgefurcht. Palpen lang, anliegend glatt beschuppt, ohne Borsten. Fühler ziemlich dick, allmählich verdickt
mit langer drehrunder Kolbe. Vordertibien auf der Innenseite mit steifen Borsten. Zeichnung reich; Quer-
linien der Unterseite scharf gezackt. Geschlechter einander ähnlich. Die ^ ol"^e Mehlflecke oder Haarpinsel.
Die dunklen Zeichnungen der Unterseite schließen sich denen von Hypolycaena coeculus (67 b) ziemJich nahe
an. Die \'flgl haben einen Fleck an der Wurzel der Zelle, eine Querlinie über die Mitte der Zelle bis zur Rippe 1,
einen Querstrich am Ende der Zelle, eine gewöhnlich sehr dicke unregelmäßig gebrochene Discalbinde, eine
feine Submarginallinie und eine dicke Saumbinde. Die Hflgl haben über die Mitte der Zelle eine Querlinie, welche
die Rippen 8 und 1 b erreicht und sich an dieser gegen die Wurzel umbiegt, einen Querstrich am Eiide der Zelle,
eine scharf gezackte Discallinie oder Discalbinde, eine feine gewellte, in den Feldern 6 und 7 gewöhnlich flecken-
artig erweiterte Submarginallinie und eine Saumlinie. Diese Zeichnungen treten nur bei marmorea (68 c) völ-
lig getrennt auf und sind bei den übrigen Arten stark verdickt und mehr oder weniger miteinander zusammen-
geflossen.
Uebersicht der Arten.
I. Flügel oben mit weißer Grundfarbe oder mit mehreren weißen Flecken.
A. Die dunkle Discalbinde der Vflgl ist auf beiden Seiten vom Vrde bis zur Rippe 2 oder 1 breit und zu-
sammenhängend, ihre Flecke in 5—7 stets kleiner als der in 4. Flügel oben bis über die Mitte hinaus
hellblau, in der Mitte und in der Saumhälfte mit getrennten weißen Flecken,
a. Die Discalbinde der Hflglunterseite ist nicht oder mäßig verdickt und überall durch eine breite Binde
der weißen Grundfarbe von der Submarginallinie getrennt. S. howhen.
ß. Die fast schwarze Discalbinde der Hflglunterseite ist am Vrde in Feld 7 durch einen Querfleck
mit der Wurzelbinde vereinigt und bildet in den Feldern 3 und 4 zwei sehr große, 4—5 mm breite
Flecke, welche die Submarginallinie erreichen. S. maria.
388 STUGETA. Von Dr. C. Aurivilliüs.
B. Die dunkle schief gestellte Discalbinde der Vflgl ist vom Vrde bis zur Rippe 3 gerade und fast gleich
breit, setzt sich aber in den Feldern 2 und 1 b nur als schmaler Querstrich, welcher viel näher an der
Wurzel liegt, fort. Beide Flügel oben wenigstens beim $ weit über die Mitte hinaus weiß mit oder
ohne blauen Schiller. S. marmorea.
II. Flügel oben ganz ohne weiße Zeichnungen. S. mimetica.
S. bowkeri. Vflgl oben bis über die Mitte hinaus hell blau mit weißen Längsflecken an der Wurzel
der Felder 4 und 5 und weißen Postdiscalf lecken in 2—6, von denen die in 3 und 4 klein sind oder fehlen; hinter
diesen Flecken und der blauen Farbe in 1 a und 1 b folgt eine etwa 3 mm breite, fast gleichbrcite schwarze
Saumbinde, die weißen Postdiscalflecken sind durch die schwarze Discalbinde von der blauen Farbe getrennt.
Hflgl oben bis zum Saume hell blau mit einem großen schwarzen Fleck an der Spitze, schwarzer Discalbinde
vom Vrde bis zum dritten schwarzen Submarginalmöndchen und schwarzen Saumflecken; zwischen diesen
schwarzen Zeichnungen treten gewöhnlich weiße Postdiscal und Submarginalflecke auf; eine feine schwarze
nach innen weiß begrenzte Saumlinie. Flügel unten mit weißer Grundfarbe und die oben erwähnten Quer-
bnwkeri. Zeichnungen braun bis schwärzlich. — Bei der Hauptform bowkeri Trim. (67c) ist auf der Unterseite der Zwi-
schenraum zwischen der Submarginallinie imd dem Saume nicht oder kaum verdunkelt und die Discalbinde
der Vflgl erreicht nicht die Submarginallinie. Angola bis zum Kaplande und Britisch Ost-Afrika. — ab. sub-
siihinfusca- jnfuscata Grünb. ( = nyanzana Wichgr.) (67 c) weicht nur dadurch ab, daß beide Flügel unten eine breite dunkel-
graue Saumbinde, welche nach innen von der Submarginallinie begrenzt ist, haben, daß die Discalbinde der
X'flgl in den Feldern 3 und 4 die Submarginallinie erreicht und daß der Wurzelteil der Hflgl zwischen den Quer-
linien mehr oder weniger vollständig dunkelgrau ausgefüllt ist. Damara bis Viktoria-Nyanza unter der Haupt-
iiioiiiixuac. form. — mombasae Btlr. wird mit folgenden Worten beschrieben: ,, Größer und blauer als Stücke aus Natal
die schwarze Farbe der Vflgl ist auch mehr ausgebreitet, wodurch die weißen Flecke verkleinert werden. Unten
ist die Grundfarbe weiß, fast ganz ohne graue Beimischung und die dunklen Zeichnungen mehr rotbraun oder
orangerot". Britisch Ost-Afrika und Mombasa.
maria. S. maria Suff, steht der vorigen Art sehr nahe und weicht nur durch die in der Uebersicht gegebenen
Kennzeichen ab. Angola bis Nj^assa-Land.
marmorea. $. marmorea Btlr. (68 c) ist mir leider nur im weiblichen Geschlecht bekannt. Beide Flügel oben
weiß an der Wurzel nicht oder kaum blau; Vflgl mit etwa 3 mm breiter, gleichbreiter schwarzgrauer Saum-
binde und schief gestellter schwarzer Discalbinde, welche an der Rippe 3 quer endet : übrigens scheinen die
dunklen Zeichnungen der Unterseite etwas durch; Hflgl oben mit schwarzgrauem Spitzcnfleck, aus Bogen ge-
bildeter Submarginallinie und dicht vor dem Saume in 3 — 5 mit einer dickeren zusammenhängenden Quer-
linie; schwarze Saumflecke in Ib — 2, wovon die in Ib und 1 c silberblau beschuppt sind. Unterseite weiß mit
feinen Querlinien; nur die Querlinie der Vflgl über die Mitte der' Zelle imd die Discalbinde der Vflgl in 3 — 8
sind dick und schwärzlich; auf den Hflgln ein kegelförmiger schwärzlicher Submarginalfleck in 6; Saumfleck
des Feldes 1 c der Hflgl durch einen grauen Schattenfleck mit metallischen Schuppen vertreten. Im nördlichen
Teil der äthiopischen Region von Ashanti bis Adamaua und dem Weißen Nil.
mhiieiica. S. mimetiCH Auriv. Oben in beiden Geschlechtern dem lolaus nursei (69 b, c ) zum Verwechseln ähnlich ; im
Ri])))cnbau vnid in den übrigen Kennzeichen jedoch mit Stugeta übereinstimmend und unten mit einer Zeichnung,
welche sich derjenigen der anderen Stugetn- Axtcn anschließt. Von allen anderen bekannten Arten der Gattung
Stugeta durch das Fehlen aller weißen Zeichnungen der Oberseite verschieden. (J. Flügel oben schön himmel-
blau ; Vflgl an der Wurzel dc^ Vrds blaugrau, an der Spitze sehr breit (etwa 9 mm), schwarz und von der Rippe 3
an mit einer etwa 3 mm breiten schwarzen Saumbinde; Hflgl am Vrd nur bis zur Rippe 7 schwarz und an der
Spitze in den Feldern 5 und 6 mit schwarzem, 4 mm breitem Spitzenfleck, dann mit feiner .schwarzer Saum-
linie, welche innen von einer bläulich weißen Linie begrenzt ist ; schwarze Submarginalstriche oder Punkte
in 1 c — 5; Anallappen weiß mit schwarzem, von einigen metallglänzenden Schuppen begrenztem Punkt; Fran-
sen weiß, auf den Vflgln stellenweiße verdunkelt und zwischen dem Hinterwinkel und der Rippe 2 mit breit
schwarzen S))itzen. Die Felder 1 a und 1 b weißlich beschuppt. Das $ oben dem ^ fast ganz ähnlich, nur durch
etwas heller blaue und weniger tief schwarze Farbe verschieden. Beide Geschlechter unten mit violettgrauer
Grundfarbe und denselben dunkel rötlich braunen Zeichnungen. Die Grundfarbe i.st beim (J wenig, beim $
ziemlich dicht mit rötlich braunen Schu})})en bestreut und erscheint darum beim $ viel dunkler als beim (^.
Die Zeichnung besteht auf den Vflgln aus einer an der Mediana winkelig gebrochenen, dem Zellende genäherten
Querlinie im Wurzelteil, einem Querstrich am Zellende, einer sehr breiten zusammenhängenden und fast ge-
raden Discalc[uerbinde und einer fast geraden Submarginallinie: diese sind oft durch einen braunen Schatten-
fleck der Felder 3 — 5 miteinander verbunden; zwischen der Submarginallinie und der feinen braunen Saum-
linie treten dunkle Striche mehr oder wenig deutlich auf. Die Hflgl haben ganz dieselben Zeichnungen; die
Querlinien sind jedoch feiner, in den Feldern 1 b und 1 c winkelig gebrochen und die Discalbinde ist nur zwi-
schen den Rippen 2 und 7 verdickt; dagegen bildet die Submarginallinie einen großen tief schwarzen Fleck
im Felde 6 und einen kleineren sok^hen Fleck in 7; ein schwarzer von metallglänzenden Schuppen begrenzter
TRICHIOLAUS; DAPIDODIGMA; lOLAUS. Von Dr. C. Aueivillius. 389
Saunifleck in 2 und auf dem Anallappen, der Augenfleck in 2 innen schmal ockergelb begrenzt; im Felde 1 c
treten zwei Anhäufungen metallischer Schuppen auf. Stirn weiß mit graugelblicher Mittelfurchc. Beine weiß,
oben dunkel gefleckt. Palpen weiß, an der Spitze schwärzlich. Spannweite 30 — 31 mm. Deutsch Ost-Afrika
bei Madibira.
9. Gattuuff: Tricliiolaus A
'»
urtv.
Augen dicht haarig. Das letzte Glied der Palpen kürzer als das zweite. Vflgl beim (J mit 12, beim $
mit 11 Rippen. Hflgl mit drei Schwänzchen (an den Rippen 1 b, 2 und 3), das letzte sehr kurz. Weicht nur
durch die behaarten Augen von lolaus ab.
T. mermeros Mab. ö*. ^"flgl oben schwarz im VVurzelteil fast bis zur Spitze der Mittelzelle und mcrmcros.
bis zur Rijjpe 3 lebhaft blau mit silbernem Glänze; die blaue Farbe in 1 a- — 2 durch eine nur 2—3 mm breite
schwarze Saumbinde vom Saume getrennt; Hflgl oben bis zum Saume schön blau, Felder 1 a, 1 b und der Vrd
schwärzlich, die schwarze Vrdbinde an der Spitze erweitert, die Rippe 5 fast erreichend; große schwarze Saum-
flecke in 1 b— 2, der in 1 b gelb und glänzend beschuppt. Beide Flügel unten schwarzgrau; Vflgl mit einem
feinen kurzen weiß gesäumten Querstrich am Ende der Zelle, einer feinen schwarzen nach innen weiß gesäumten
Discallinie und in weißen Punkten aufgelöster Submarginallinie; Hflgl mit zwei schwarzen weiß imizogenen
Wurzelpunkten, einem in der Zelle und einem in 7, einem kleinen schwarzen Punkt in 1 a, einer am Vrde ge-
raden schwarzen nach innen breit weiß begrenzten Discallinie und 2 — 3 unregelmäßigen weißen Querlinien
im Saumteil ; ein schwarzer mit goldglänzenden Schuppen gezierter Punkt im Anallappen und einem schwarzen
nach innen breit orangerot begrenzten Saumpunkt in 2; Feld 1 c am Saume weißlich mit zwei dunklen Schatten-
flecken. Das $ weicht oben vom ^ dadurch ab, daß der Wurzelteil der Vflgl nur in 1 a, 1 b und der Mittelzelle
blau, im Felde 2 aber weiß und kleiner als beim (J ist; die Unterseite ist etwas heller als beim (J. Madagaskar.
T. leucoceros Oberth. (67 c) weicht nur dadvu-ch ab, daß die Querlinie der Hflglunterseite am Vrde etwas leucoceros.
gebogen und beim J wurzelwärts sehr breit weiß gesäumt ist, beim $ ist der Wurzelteil der Vflgloberseite fast
ganz weiß und die Grundfarbe der Unterseite rein weiß. Madagaskar.
10. Gattung': Dapidodiguia Karsch.
Augen nackt. Palpen lang, fast glatt beschuppt. Scheitel borstenschuppig. Fühler ziemlich dick mit
kurzen Gliedern und nur allmählich in eine drehrunde wenig verdickte Kolbe übergehend. Vorderbeine beson-
ders beim ^ fast bis zur Spitze dicht langhaarig. Vflgl mit 11 Rippen und fast geradem Saume. Hflgl mit drei
feinen Schwänzchen (an 1 b, 2 und 3), von denen der an 1 b kürzer oder wenigstens nicht länger als der an
2 ist. Saum der Hflgl zwischen dem Analwinkel und der Rippe 3 breit ausgezogen, dann winkelig eingeschnitten.
Die längst bekannte aber ziemlich seltene Art ist an der Zeichnung der Unterseite von den verwandten
7otoM<s-Arten leicht zu unterscheiden. Die Unterseite hat nämlich auf dunklem Grunde zahlreiche, feine
weiße Querlinien. Beim (^ haben die Hflgl oben in der Mitte einen großen, unscharf begrenzten, blaß gelblichen
Mehlfleck.
D. hymen F. (68 c). ^J. Vflgl oben schwarz mit einem schmalen, bläulich weißen Irdfleck, welcher hymen.
die Wurzelhälfte oder etwas mehr als die Hälfte der Felder 1 a und 1 b und das Wurzeldrittel der Mittelzelle
bedeckt und am Ursprung der Rippe 2 endet; Hflgl oben bläulich weiß mit kleinem etwa 2 mm breitem und
5 mm langem schwarzem Spitzenfleck und feiner schwarzer Saumlinie; Fransen weiß, am Irde lang und bräunlich ;
der blaßgelbe Mehlfleck bedeckt fast die ganze Mittelzelle und die Wurzel der Felder 2- — 5; Vflgl am Irde mit
langen weißen Haaren. Beide Flügel unten schwarzbraun mit zahlreichen feinen weißen Querlinien und Quer-
strichen wie die Figur am besten zeigt; die Hflgl gewöhnlich vor der Mitte mit einem schief gestellten weißen
Querstreif von der Mitte des Vrds gegen den inneren Teil des Irdes. Das $ weicht oben dadurch ab, daß die
ganze Wurzelhälfte der Vflgl bis zum Vrde und etwas über die Zellenspitze hinaus weiß und der schwarze Spitzen-
fleck der Hflgl viel größer ist. Sierra-Leone bis zum Congo-Fluß.
11. Gattung: lolaus Hbn.
Zu dieser formenreichen Gattung gehören die größten und schönsten Vertreter der Lycaeninen in Afrika.
Alle Arten sind auf das Festland Afrikas (mit Fernando Po) und Arabien beschränkt und fehlen völlig auf Mada-
gaskar, den Comoren, den Mascarenen und auf den übrigen kleinen Inseln im indischen Meere. Eine einzige
Art dringt in Palästina bis in das palaearktische Gebiet ein. Augen nackt, Palpen lang, anliegend glatt be-
schuppt. Fühler kräftig mit kurzen, sehr undeutlichen Gliedern; gegen die Spitze nur sehr schwach und all-
mählich verdickt mit drehrunder nicht abgesetzter Kolbe. Vflgl beim ,^ mit 11 oder 12 Rippen, in letzterem
Falle die Rippe 7 stets in den Saum ; beim $ stets mit 1 1 Rippen und mit der Rippe 7 in die Spitze oder
3» lOLAUS. Von Dr. C. Atiaumrs.
den TrdL Hfl^ mh 2 oder 3 Schwinzcben lan 1 b. f nnd 3): das Schwänzelmi an 1 b stets Unga ak die
andereiL, da? an der Bij^ie 3 kurz oder fehlend. Vorderbeine anüegesd beschuppt, nicht langhaarig
Ha^ " - "ihre 1S91 den Versuch gemacht, die zahlreidien .Arten auf mehreie
Gattungen iingen" mit Ausnahme ron SSfu^eta (ädie oben ^. 387/ ond Tomk-
theira aof Kennzeichen begründet änd, die mir bei den ££ Torkommen, ist es muBÖ^ich, die generEche Steihn^
eines 2 - • mmen. ^ ^!che ntrr aof das eine Geschlec'r - _ _ ' det sind, kann ich nicht
ais ber-r _ o-^ehen. . -. sehr fraglich, ob zum Beispiel o4m^ Arten miteinaiMler
wirklich näh^ verwandt -^ind ais mit gCTrissöi Epamem-Arteti.
För diejemgen. die sich für die genannten ,, Gattungen" interessier«», lielae ich hier eine Ueboacht
derselben.
I. Vflgl beim 3 mit 12 Rippen, von denen die Rippe 7 in den Saum geht.
X. Das Schwänzch«! an dex Rippe I b do^ Hflgl sehr lang nnd tveit. Tammetkeira.
S. I^ Schwänzchen an der Rippe 1 b der Hflgl fein nnd wenig«^ l^ng. Ar^iolam».
U. Vflgl beim ^ nur mit 1 1 Rippen : die Rippe S fehh und die Rippe 7 läuft in den ^'^d oder ^^ S{»tze aas.
z. Die Hflgl beim ^ oben mit einem großen ^lehlfTeck. Die Vflgl unten an der 3Iitte des Hrdes mit einem
nach Tom umgeschlagenen Haarpinsel.
1. Die Vflgl bom o unten im Felde 1 b ohne Mehifleck. Ei.'iniiir'i.
2. Die Vflgl beim ^ unten im Felde 1 b mit großem Y.^'-'^'-/ LAiiiA-f.
% Die Hflgl beim ^ ob«i ohne MefaMeck.
1. Vügl beim 3 nnten am ganzen Hrde bis zum Hinterwinkel mit langen Haaren bekleidet
2. MIgl beim £• nnten am Hrde t^me Haare od^ Haarpinsel " ^^-hlfleck. Apk»iokm».
Die heute bekannten Arten passen nicht alle in dieses Scher. - Wenn man dAmm anf dem
von DsrcE gelegten Gnmde weiter bauen wolhe. müßte man noch zwei ■ . r Grattimgea emchten.
Um imung der noch in vielen Fallen unbekannten ^'^ i . ^o, teile ich üsx
die Gattung .„„.„„ ^.rruppen ein. Diese Gruppen sind zwar hauptsächlich :._ ii^skennzeiehen
gegründet, schienen mir aber natürlicher als die auf sekundären Geschlechtscharakt'- f ^ aufgesteOten
und ha^ . :'ür beide Geschlechter gemeinsam zu sein. Die Stelltmg einiger Ar" rieht
selbst n._ :_ _„ _,__:e, ist mir leider tmsicher. weil einige Verfasser in ihren Beschrei: _._., _ ___ .ong
der Stirn und der Beine nicht «wähnt haben.
Ueber die Lebensweise tmd Entwicklungsgeschichte dieser schönen Tiere ist sehr wenig bekannt. Lam-
Boay fand die Raupen von /. alcibiade.* und iulu^ von Ameisen der Gattung Crem astoga st er besucht und A.
ScHCLTZE hat mir folgendes über ihre Lebensweise mitgeteilt : ..Die sehr flüchtigen Tiere fliegen in den heißesten
Stunden des Tages um blühende Bäume 1 höhere Zweige). In den späteren Xachmittagsstunden streben in dai
Gebirgsgegenden vor allem die blauen Arten den kahlen Kappen zu, wo sie sich auf niedrigere Sträocher zum
Sonnen niederlassen. Mit ziemlicher Sicherheit sind die Arten an den schmarotzenden Loranthos- Arten anzu-
treffen. Za«st beobachtete ich hier die 1 1 bei der Hiablage. später fand ich an dieser Pflanze auch die zwdfelkn»
zu loiftu-i gehörenden Raupen, die ich mangels genügender Zuchtvorrichtungen leider nicht zur Entwicklung
brachte. Die eine Raupe 1 .\sselraupe) war mit ziemlich langen Fleischzapfen vösehen und war durch die schwarz,
braun und ^ :e Farbe einem ' irement sehr ähnlich. Die andere Art glich einer kleinen fcJa-
/«rvii»-Raupr _ -r seitlich viel mehr _ - :nengedrückt : sie fraß Randlöcher in die fleischten LoranthiK-
Biätter. die sie dann mit ihrem Körper auffüllte, so daß sie schwer zu fin«ien war".
Ueboaeht der ArcengnqipeB.
Die Stirn nie einfarbig weiß. Die Palpen an der Spitze schwarz.
A. Vflgi unten wenigstens bis zur Spitze der Mittelzelle einfarbig ohne Zeichnmigen.
z. Vflgl tmten an d« Spitze der )IittelzeQe unbezeichnet odo- mit einem dunklen Qnexstrich, welcher
viel länger als dick ist.
*. Die Stirn schwarz mit weißen Seitenrändem : diese bisweilen so breit, daß die schwarze Farbe
nur eine Mittellinie bildet.
f. Das Schwänzchen an der Rippe 1 b der Hflgl sehr breit ( 2 nun) and lai^ (18 — 20 nun) ein-
farbig weiß. — ^ Vflgi mit 11 oder 12 Rippen und schwarzem Haarpineel am Hrde.
Erste Gruppe.
ff. IXks Schwäozcboi an der Rippe 1 b der Hflgi schmaler nod kürzer, nie einfarbig weiß.
II
I0LAU8. Von Dr. C. Aurivillius. 391
§. Beine einfarbig weiß oder nur längs der Außenseite verdunkelt oder schwärzlich.
Zweite Gruppe.
§§. Schienen und Tarsen weiß mit scharf hervortretenden, schwarzen Flecken oder Ringen.
— (J. Vflgl mit 11 Rippen und schwarzem Haarpinsel am Hrde. Dritte Gruppe.
**. Die Stirn wenigstens oben orangerot oder orangegelb, oder weiß mit orangeroten Zeichnungen;
bisweilen orangerot mit weißer Mittellinie.
o. Vflgl unten am Ende der Mittelzelle unbezeichnet oder nur mit einer feinen schwärzlichen
Querlinie. Vierte Gruppe.
CO. Vflgl unten am Ende der Mittelzelle mit dickem Querstrich. — (J Vflgl nm- mit 11 Rippen.
f. Stirn nicht einfarbig. Beine nicht ganz schwarz. Palpen nicht an der Wurzel gelblich.
Flügel unten mit grauer oder weißlicher Grundfarbe. ■ — ^. Vflgl unten am Hrde mit
>Iehlfleck und schwarzem Haarpinsel. Hflgl oben mit dunklem Mehlfleck, Melcher die
Spitze der Mittelzelle nicht oder kaum überragt. Fünfte Gruppe.
tf. Stirn einfarbig ockergelb. Beine schwarz, unten an der Wurzel gelblich. Palpen an der
Wurzel gelblich. Flügel unten mit gelber Grundfarbe. — ^. Mehlflecke und Haarpinsel
fehlen völlig. Achte Gruppe,
ß. Vflgl unten an der Spitze der Mittelzelle mit einem großen viereckigen, schwärzlichen Fleck. ■ — ^.
Vflgl mit 11 Rippen und schwarzem Haarpinsel. Sechste Gruppe.
B. Vflgl unten nahe an der Wurzel mit einem Querfleck oder einer Querbinde, welche vor der Mitte der
Zelle steht. — (J. Vflgl mit 11 Rippen und schwarzem Haarpinsel am Hrde. Siebente Gruppe.
ir. Die Stirn breit, einfarbig weiß. Palpen bis zur Spitze weiß oder gegen die Spitze nur etwas verdunkelt,
grau oder bräunlich. — ■ ^. Vflgl nur mit 11 Rippen. Neunte Gruppe.
Erste Artengruppe.
Die beiden großen Ai-ten dieser Gruppe kommen denen der folgenden nahe, sind aber an den langen,
breiten weißen Schwänzchen am Analwinkel der Hflgl von allen anderen verschieden. Druce bildete für sie,
die Gattung Tanuetheira, welche jedoch nur durch das Schwänzchen von Argiolaus abweicht. Da die beiden
Arten sonst m Farbe und Zeichnung sehr nahe mit vielen anderen Arten übereinstimmen, betrachte ich
sie lieber als eine Gruppe der Gattung lolaus. Beine weiß, längs der Außenseite schwarz oder schwärzlich. Bei
allen Stücken von I. timon, die ich untersucht habe, fehlt die Rippe 8 der ^'flgl und die Rippe 7 mündet in
den ^'rd nahe der Flügelspitze.
I. timon F. (67 d). q. Flügel oben tief schwarz; Vflgl an der \\'urzel bis zur Rippe 3 und am Hrde bis timon.
über die Mitte der Rippe 1 hinaus schön hellgrünlichblau; die blaue Farbe bedeckt nur den innersten Teil des
Feldes 2 und geht dann schief und fast gerade gegen denHrd, wo sie spitz endet; Lappen des Hrdes ziemlich klein,
weiß behaart; Hflgl in den Feldern la und Ib grau, in Ic — 3 fast bis zum Saume, am Hrde der Mttelzelle und
im Wurzelteil des Feldes 4 hellblau wie die Vflgl ; Mehlfleck klein, braun, von einem glänzenden gi-auen Felde
umzogen, welches den größten Teil der Mittelzelle bedeckt. Vflgl unten einfarbig weiß ohne Zeichnungen. Hflgl
unten bis über die Mitte hinaus unbezeichnet, weiß; hinter der Mitte mit feiner schwarzer Postdiscallinie, welche
nach vorn undeutlicher wird und mit 2 schwarzen nach innen breit rot begrenzten Submarginalpunkten in 1 b
und 2 ; die roten Begrenzungen dieser Punkte sind in 1 c durch einen roten Querstrich, welcher oft die Postdiscallinie
berührt, verbunden; Saumlinie deutlich schwarz, Fransen weiß. Das $ weicht oben dadurch ab, daß die blaue
Farbe der Vflgl etwas mehr ausgedehnt ist, die Wurzel des Feldes 3 bedeckend und daß dieselbe Farbe auf den
Hflgln in 1 c — 3 etwa 6 mm vom Saume aufhört ; die dadurch entstandene schwarze Saumbinde ist mit weißen
Submarginal- und Saumflecken geziert; unten haben beide Flügel zwei deutliche Submarginallinien, die roten
und schwarzen Flecke der Felder 1 b- — 2 sind mit blauen Schuppen bestreut. Sierra-Leone bis Kamerun.
I. Prometheus H. H. Drc. ist mir unbekannt und soll sich von timon nirr dadurch unterscheiden, daß promelheus.
beim ^ die Vflgl oben in der Mitte einen gi-oßen glänzenden bronze-braunen Fleck haben und der Mehlfleck
der Hflgl größer ist ; das $ soll kaum von Hmon-^ abweichen. Sierra-Leone und Unyoro.
Zweite Artengruppe.
Durch die längs der Mitte schwarze, an den Seiten weiße Stirn und die weißen, nicht schwarz geringelten
oder gefleckten, höchstens an der Außenseite matt schwarz gestreiften Schienen weichen die hieher gehörigen
Arten von den übrigen ab.
392 lOLAUS. Von Dr. C. Aurivillius.
Die meisten Arten sind groß und die (J^J sind fast immer oben schwarz und blau gefärbt; nur bei zwei
Arten haben die ^'flgl beim (J oben eine weiße Grundfarl)e. Beide Flügel unten ohne Querstrich am Ende der
Mittelzelle.
Die Mehrzahl der Alten ist nur in inänidichem Geschlecht bekannt. Ich bin darum genötigt die folgende
Uebersicht ausschließlich auf die ^,^ zu gründen. Die Färbung der Beine von /. inores ist mir unbekannt; es
ist darum nicht ganz sicher, daß sie zu dieser Gruppe gehört.
Uebersicht der ^^.
I. Vflgl mit 12 Rippen; die Rippe 7 in den Saum. — Argiolmis Drc.
A. Haarpinsel der Vflgl-Unterseite schwarz.
a. Vflgl unten einfarbig weiß oder weißlich, ohne Zeichnungen oder höchstens mit feiner Submargl-
nallinie, am Saume nicht verdunkelt oder nur etwas rötlich angeflogen, ohne dunklen Hrdfleck.
*. Anallappen der Hflgl oben mehr oder weniger rot beschuppt.
f. Hflgl oben in den Feldern 7 und 8 weiß oderweißgrau. Die blaue Farbe der Vflgl in Feld 1 b
und an der Rippe 1 wenigstens 3 mm vom Saume entfernt. I. alcihiades.
ff. Hflgl oben am Vrde schwarz oder schwarzgrau. Hflgl unten im Felde 2 gewöhnlich mit
einfarbig rotem, bisweilen schwarz gekerntem Submarginalfleck.
o. Die blaue Farbe der Vflgl erreicht im Felde 1 b und an der Rippe 1 fast den Saum oder
ist nur 1 mm davon entfernt.
§. Vflgl oben an der Wurzel des Vrdes schwarz mit oder ohne blaue Schuppen.
1. Die blaue Farbe der Oberseite hell himmelblau ohne grünlichen Schiller.
/. menas.
2. Die blaue Farbe der Oberseite dunkler, bei gewisser Beleuchtung mit starkem
grünlichen Schiller. /. iulus.
§§. Vflgl oben an der Wurzel des Vrdes weißlich. /. jamesoni.
CO. Die blaue oder grüne Farbe der Vflgl ist im Felde 1 b oder an der Rippe 1 etwa 3 mm
vom Saume entfernt.
§. Flügel oben mit blauer Grundfarbe.
1. Hfl,';l oben mit breiter schwarzer in den Feldern 1 c und 2 etwa 3 mm breiter
Saumbinde und unten zwischen dem Anallappen und der Rippe 3 mit sehr dicker
schwarzer Saumlinie. Anallappen oben fast ganz schwarz, nur mit wenigen roten
Schuppen. /. schnitze .
2. Die blaue Farbe der Hflgl erreicht in allen Feldern die etwa 1 mm dicke seh ize
Saumlinie und schließt in den Feldern 1 c und 2 schwarze Submarginalflecke
ein. Saumlinie der Unterseite sehr fein. Anallappen' oben rot mit schwarzem
Punkte am Irde. /. pampemta.
§§. Flügel oI)cn mit metallglänzender grüner Grundfarbe. /. calisto.
**. Anallappcn der Hflgl oben schwarz mit hellgrünen Schuppen aber ohne Rot. Die blaue Farbe
der Vflgl erreicht in den Feldern 1 a und 1 b fast den Saum. /. catori.
ß. \'flgl unten mit breiter, gegen den Hinterwinkel verschmälerter, schwarzgrauer Saumbinde und am
Irde in 1 a und 1 b breit schwärzlich. Hflgl oben am Vrde bis zur Rippe 6 schwarz. Die blaue Farbe
der \'flt;l in den Feld(>rn 1 a und 1 b wenigstens 3 mm vom Saume entfernt. /. Inonides.
I. maesa.
B. Haarpin.sel der Vflgl-Unterseite hellgelb bis braungelb. Vflgl unten weiß, gewöhnlieh ganz ohne Zeich-
niuigen.
a. Flügel oben blau und scln\arz.
*. Hflgl oben am Vrde hellblau und hinter dessen Mitte mit langen weißen oder hellgelblichen,
nach hinten gerichteten Haaren; ihre Spitze sehr breit und stumpf abgerundet; Anallappen der
Hflgl klein, oben schwarz und weiß ohne rote Schuppen; Schwänzchen am Ende der Rippe 1 b
sehr lang, etwa 15 mm und an der Spitze deutlich spateiförmig erweitert. /. caesareus.
**. Hflgl oben ohne lange helle Haare am Vrde; Anallappen der Hflgl oben rot beschuppt; Schwänz- j
chen am Ende der Rippe 1 b mäßig lang, an der Spitze nicht erweitert.
f. Die blaue Farbe der Hflgl erreicht den Saum (die Saumlinie) und schließt in den Feldern!
1 c — 4 große freie schwarze Submarginalflecke ein. Flügel unten ohne Querlinien.
I. lukabas.
I
Ausgegehen 27. I. 1922. lOLAÜS. Von Dr. C. AuRiViLLlUS. 393
tt- Die blaue Farbe der Hflgl ist durch eine schmälere oder breitere schwarze Saumbinde vom
Saume getrennt und schließt keine schwarzen Submarginalflecke ein. Wenigstens die Hflgl
unten mit schwarzer Querlinie in 1 b — 2.
o. Hflgl oben ohne rote Submarginalflecke in 1 c und 2.
1. Die schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite bis zur Rippe 1 b breit, an der Spitze
etwa 3 mm, im Felde 1 c noch fast 2 mm breit. Die blaue Farbe der Vflgl in la und 1 b
etwa 5 mm vom Saume entfernt. /. fulitis.
2. Die schwarze Saumbinde der Hflgl-Oberseite viel schmäler besonders nach hinten.
Die blaue Farbe der Vflgl in 1 a und 1 b nur 2—3 mm vom Saume entfernt.
/. silas V. lalos.
00. Hflgl oben im Felde 1 c und gewöhnlich auch im Felde 2 mit rotem Submarginalfleck.
/. silas.
ß. Flügel oben weiß, am Vrde, Spitze und Saume der Vflgl und am Saume der Hflgl mehr oder weniger
breit schwarz oder schwarzgrau. /. ismenias.
I. piaggiae.
II. Vflgl mit 11 Rippen; die Rippe 7 in die Spitze oder den Vrd.
(X. Vflg, unten am Hrde mit scharf begrenztem, schwarzem Haarpinsel. Hflgl an der Rippe 3 mit ziemlich
langem, haarfeinem Schwänzchen. — Epamera H. H. Drc. — Flügel unten mit weißer Grundfarbe.
*. Vflgl unten mit dunkler Saumbinde. /. Inon.
**. Vflgl unten am Saume nicht oder kaum verdunkelt, einfarbig weiß oder nur mit feiner dunkler
Submarginallinie; am Analwinkel in 1 a und 1 b schwärzlich, die dunkle Farbe jedoch von weißen
Schuppen mehr oder weniger vollständig bedeckt. /. adamsi.
ß. Vflgl unten am ganzen Hinterrande von der Wurzel bis zum Saum mit langen schwarzen Haaren be-
kleidet. Hflgl ohne Schwänzchen an der Rippe 3. — Sukidion H. H. Drc. — Flügel unten mit brauner
Grundfarbe. 7. inores.
I. aicibiades Ky. ((57 d, f). ^. Flügel oben grünlich blau ; Vrd, Spitze und Saum der Vflgl breit schwarz; alcibiades.
die blaue Farbe bedeckt die Mittelzelle, die Wurzel der Felder 2 und 3 und die Felder 1 a und 1 b bis etwa
4 mm vom Saume. Hflgl am Vrde in 7 und 8 weißgrau ; Saumlinie, Rippenenden und submarginale Querstriche
in 1 c und 2 schwarz; Mehlfleck weißlich mit breiter dunkelgrauer Zone; Flügel unten weiß, Vflgl mit roter
Submarginallinie; Hflgl mit roten Submarginalf lecken in 1 b und 2, aus schwarzen Bogen gebildeter Postdiscal-
linie und einer roten Submarginallinie von der Rippe 3 bis zum Vrde; der Analfleck mit schwarzem Punkte.
Das 9 weicht durch hellere und etwas weniger ausgedehnte blaue Farbe und durch große rote Submarginal-
flecke der Felder 1 c und 2 der Hflgl-Oberseite ab. — Die Raupe wird nach L.A.MBORN von der Ameise Cremasto-
gaster Buchneri besucht; sie lebt auf einer Aroidee, Culcasia scandens Beauv.
I. menas Harn. Drc. (67 d). ^. Oberseite mit hell himmelblauer Grundfarbe; die blaue Farbe der Vflgl vienaa.
ist nach außen bogenförmig abgerundet, erreicht an der Rippe 1 fast den Saum, bedeckt mehr als die Hälfte
des Feldes 2 und etwa das erste Drittel des Feldes 3. Die Hflgl haben eine schwarze Saumlinie, sind am Vrde
nur in den Feldern 7 und 8 und an der, Wurzel des Feldes 6 schwärzlich und haben einen gerundeten tief schwar-
zen Mehlfleck welcher nur nach außen schmal grau umzogen ist; Anallappen rot mit einigen silbergrünen Schup-
pen; Saum an 1 b und 2 geschwänzt, an 3 nur schwach geeckt; Vflgl unten weiß ohne Zeichnungen; Hflgl mit
feiner schwarzer Postdiscal- und Saumlinie, einfarbig rotem Submarginalfleck in 2, welcher bisweilen eine feine
Submarginallinie entsendet und mit rotem schwarz geflecktem Analfleck. Das $(67g?)*) weicht dadurch ab,
daß die blaue Farbe der Oberseite durch milchweiße, an der Wurzel der Vflgl schwach blau angeflogene Farbe
vertreten ist ; Hflgl auch oben mit einer Postdiscal- und einer Submarginallinie, welche aus dunklen Strichen
oder Punkten der Felder 1 c — 6 gebildet sind; der Submarginalfleck in 2 ist größer, gerundet und rötlich.
Senegambien bis Gabun.
I. iulus Heu\ (= mathilda Suff.) (67 d, e). Ist etwas größer als menas mit grünem Schiller der blauen iulus.
Farbe; dieselbe ist auf den Vflgln beim ^J nach außen mehr unregelmäßig, aber fast geradlinig begrenzt. Das $
ist vom 9 des I. menas recht verschieden; die helle Wurzelarea der Vflgl ist violettgrau, nach außen weißlich;
die Hflgl sind bräunlich, an der Spitze der Zelle und im Wurzelteil der Felder 2 — 4 grauviolett, dann mit weißer
Postdiscalbinde und weißer Submarginallinie in 1 c — 4( — 6) und zwischen diesen mit dicken dunklen Quer-
strichen, welche in 1 c rot und schwarz, in 2 tiefschwarz sind. — Die Raupe ist nach Lambokns Angabe
wundervoll rubinrot und grün gefärbt, lebt auf einer kletternden Schmarotzerpflanze und wird von Ameisen der
Gattung Cremastogaster besucht ; sie hat eine deutliche Rückendrüse. Sierra-Leone bis Niger.
I. jamesoni Harn. Drc. ist mir unbekannt, scheint aber mit iulus nahe verwandt und nur durch den an der jamesonl.
Wurzel weißlichen \vd der Vflgl-Oberseite verschieden zu sein; die Beschreibung gibt wenigstens keine anderen
Diese und einige andere, mit ? bezeichnete Figuren sind nach Stüclien im Berliner Museum angefertigt und waren
ohne Untei'siicluing der Exemplare duich den Verfasser leider nicht sicher zu bestimmen.
XIII 50
394
lOLAUS. Von Dr. C. ArKmLLirs.
Unterschiede an; sie lautet: „Mit iulus verwandt; Oberseite heller und weniger glänzend blau; Vflgl deutlich weiß-
lich an der AVurzel des Vrdcs; Hflgl mit rein weißen Fransen; ein dunkelroter, nach hinten von einem schwarzen
Punkt begleiteter Fleck nimmt den oberen Teil des Anailappens ein; der untere Teil weiß mit feiner sciiwarzer
Saumlinie; die Schwänzchen weiß mit feiner schwarzer Mittellinie. Unterseite gelblich weiß; Vflgl mit dem
Vrd und der Spitze etwas rotgelb überzogen: Hflgl mit einer scharf licrvortretenden orangefarbigen Binde,
welche an jeder Rippe etwas verdickt ist und von der Spitze bis zum Analwinkel geht, wo sie sich mit dem
roten Analfleck vereinigt; sie ist auch mit dem roten schwarz gekernten Submarginalfleck des Feldes 2 vereinigt;
eine feine unterbrochene Submarginallinie von der Spitze bi.-< zum Irde; Anallappen mit tief schwarzem, blau
beschupptem Fleck: der rote Analfleck mit einigen violettroten Schüppchen; eine feine schwarze Saumlinie;
Fran.sen weiß; Kopf weiß; Thorax grau; Palpen unten weiß, oben und an der Spitze schwarz; Beine weiß;
Fühler schwarz, unten mit weißen Punkten". Kongo-Gebiet am Aruwimi-Fluß.
schutlzei. \. schultzei Auriv. (67 e) ist durch die verdickte schwarze Saumlinie der Hflgl-Unter-seite und die
übrigen in der Uebersicht angeführten Kennzeichen sehr leicht zu erkeimen. $ unbekannt. Adamaua in den
Atlant ika- Gebirgen .
paneperain. \, paneperata H. Drc. (= elisa Suff.) (67 e). Das ^ kommt oben dem ^ von menas nahe, weicht aber
sofort durch die in den Feldern 1 a und 1 b viel breitere schwarze Saumbinde der Vflgl, die dickere schwarze
Saumlinie der Hflgl, die .schwarzen Submarginalflecke der Felder 1 c und 2 der Hflgl und den viel größeren
roten Anallappen der Hflgl ab. Die Unterseite weicht nur durch größeren, roten Analfleck der Hflgl ab. Saum
der Hflgl an der Rippe 3 kurz aber deutlich geschwänzt. Nigeria bei Lagos bis Kongo.
c'tltsto. I. calisto Dbl. u. Heu\ (67 e). Das q weicht von den verwandten Arten dadurch ab, daß die hellen
Partien der Oberseite nicht blau sondern metallisch grün sind. Die Unterseite ist weiß mit einer undeutlichen.
bräunlichen Postdiscallinie; ^'flgl am Vrde und Saume rötlich angeflogen; Hflgl mit einem großen carminroten
Fleck in 2, welcher nach außen schwarz gefärbt ist ; am Analwinkel ein schwarzer, nach innen rot begrenzter,
hellblau beschuppter Fleck; eine abgekürzte schwarze Submarginallinie; Saumlinie schwarz; Fransen weiß.
Das $ ist etwas größer als das q mit den hellen Teilen der Oberseite grauweiß; Hflgl hinter der Mitte mit einer
etwas unregelmäßigen, braunen Querbinde von der Spitze bis zum Irde, dann folgen eine undeutlichere Sub-
marginalbinde und eine breite dunkelbraune Submarginaibinde; Anallappen orangerot mit einem schwarzen
Punkt ; ein orangeroter Fleck in 2 ; beide Flügel an der Wurzel mit blaugrauen Schuppen schwach überzogen :
Fransen der Vflgl braun, der Hflgl weiß; die Unterseite wie beim ^. Senegambien bis Gabun.
catori. I. catori B.-Bak. wird in folgender Weise beschrieben: (J Vflgl tief glänzend blau, an der Wurzel und in der
Mittelzelle schwach mit hellen blauen Schuppen gesprenkelt; Vrd breit schwarz; die Spitze bis zum Vorder-
winkel der Mittelzelle schwarz; Saum breit schwarz nach hinten verschmälert und hinter der Rippe 2 linien-
förmig; einen Pinsel schwarzer Haare unten am Irde. Hflgl lebhaft glänzend blau mit emem großen dunkleren
Fleck in der Mitte; dieser erreicht den Ird der Mittelzelle und schließt einen purpurnen und grünlich schillernden
Mchlfleck, welcher den ^'rd erreicht und von einem Ringe erzgrüner Schuppen umgeben ist, ein; der ganze
Fleck wechselt bei verschiedener Beleuchtung die Farbe; hinter demselben in der Mittelzelle ein purpurglän-
zender Streifen. Beide Flügel unten rein weiß; Vflgl ohne Zeichnungen; Hflgl mit einer sehr feinen dunklen
Submarginallinie, welche am Analwinkel deutlicher ist und mit einem roten Fleck in 2; der kleine AnallapiJen.
welcher oben schwarz mit hellgrünen Schuppen ist, ist unten am Irde glänzend blau, grün und violettrot und
oben von einem roten Mondfleck begrenzt, von welchem eine feine dunkle Linie zum Irde geht ; drei weiß ge-
säumten Schwänzchen, von deneii das an der Rippe 3 einen langen Zahn bildet. Flügelspannung 37 — 38 mm.
Sierra-Lcone.
laonides. I. laoiiides Aur. (67 e). Durch die scharf begrenzte, dunkle Saumbinde der Vflgl-Unterseite weicht
diese Art von allen vorhergehenden ab. Das (J ist außerdem durch die schwärzliche Färbvuig der Felder 1 a und 1 b
auf der Unterseite der Vflgl au.'jgezeichnet. (J. Die dunkelblaue, grünlich schillernde Farbe der Vflgl ist nach
außen abgerundet, bedeckt die Mittelzelle, die AVurzel der Felder 2 luul 3 luid hört in den Feldern 1 a und 1 b
wenigstens 3 mm vom Saume auf. Auf den Hflgln bedeckt die blaue Farbe die Felder 1 c — 5 und den Hrd der
Mittelzelle und wird durch eine schwarze, im Felde ö nach vorn stark erweiterte Saumlinie begi-enzt; Mehl-
fleck gelbbraun mit schwarzer Zone; Anallappen .schwarz mit grünen und weißen, bisweilen auch mit roten
Schuppen; oft ein schwarzer Submarginalfleck im Felde 2. Hflgl unten weiß mit schwärzlicher Postdiscallinie
zwischen dem Irde und der Rippe 4 und unregelmäßiger, vorn rotbrauner, nach hinten roter Submarginallinie,
welche sich mit den schwarz gekernten Flecken der Felder 2 und 1 b vereinigt ; das Schwänzchen an der Rippe 3
zahnförmig. Das 2 ist unten dem ,^ ähnlicli. hat aber oben eine breite schwarze Saumbindc beider Flügel,
große schwarze Submarginalflecke in den Feldecn 1 b — 2 der Hflgl und einen schwarzen postdiscalen (Quer-
strich in den Feldern 1 c und 2 der Hflgl. Sierra-Leone.
L maesa Hew. (67 e, f). Von dieser Art ist nur das $ bekannt. Ilnc Stellung ist darum unsicher. Stirn
weiß mit feiner schwarzer Mittellinie. Die Art ist größer als laonides, scheint aber sonst hauptsächlich nur
lOLAUS. Von Dr. C. Aürivillius. 395
dadurch abzuA\-eichen, daß auf der Unterseite der Yflgl innerhalb der Saumbinde eine zweite dunkle, nach
hinten zugespitzte und im Felde 1 b aufhörende Querbinde auftritt. Sierra-Leone.
I. parasilanus Rbl. ist mir unbekannt. Das Blau der Oberseite ist etwas dunkler als bei 7. iuhis Heiv.;}mrasUanus.
der schwarze Außenteil hat amiäliernd die gleiche Ausdehnung, ist aber am Innenwinkel noch etwas breiter als
bei iiilus. Der ^"rd der Vflgl sowie deren Fransen sind auch hier schwarz. Die Hflgl zeigen einen breiten schwar-
zen Rand, der am A'orderwinkel die Breite von 3 mm besitzt und sich gegen den Analwinkel langsam verschmälert.
Der Anallappen ist kirschrot. Die Sexualmakel besteht aus einem kreisrunden, dunkelgiauen, innen schwarz
ausgefüllten Vrdfleck, welcher den Ird der ]Mittelzelle nicht ganz erreicht. Das Schwänzchen auf Ader Cu.,
(= Rippe 2) ist 5 mm lang und an der Basis und Spitze weiß. (Das Schwänzchen auf der Analader ist verloren-
gegangen.) Die Fransen sind in ihrer Endhälfte weiß. Die Unterseite ist silberweiß, die Vflgl mit einem feinen,
bräunlichen Querstrich am Schlüsse der Mittelzelle, einem solchen feinen Querstreifen bei zwei Drittel und
einem weiteren orangegelben, parallel verlaufenden, zwischen diesem und dem Saume. Auf den Hflgln ist der
innere, bei zwei Drittel verlaufende Querstreifen fast gerade und bräunlich, erscheint über dem Analwinkel
scharf gebrochen und in seinem gegen den Ird zurückgehenden Teil schwarz. Der äußere Querstreifen ist wie
auf den Vflgln auch hier orangegelb. Im Anallappen liegt ein roter, nach innen violett, nach außen schwarz
begrenzter runder ^lakel und in Zelle 1 ein viel kleinerer roter Punkt. Tarsen scharf schwai-z geringt (Rebel i.
litt). Gehört demnach wohl zm- dritten Gruppe, ^^flgllänge 20 mm. Im Urwalde am Nordwestufer des
Tanganjika-Sees erbeutet.
I. caesareus Auriv. (67 f ) ist einer des .schönsten und eigentümlichsten der /o?rt?(s- Arten. ^. Zu dem was caesareus.
schon olfen gesagt worden ist mag hinzugefügt werden, daß das blaue Wurzelfeld der ^'flgl nach außen zwischen
der Spitze der Zelle und der Rippe 1 fast ganz gerade abgeschnitten ist und in 1 a und 1 b den Saum fast erreicht.
Der Mehlfleck der Hflgl ist sehr klein, aber von einer sehr breiten Zone umgeben; die blaue Farbe der Hflgl
geht gegen den Vrd in hellblau über und erreicht überall fast völlig den Saum, die schwarze Saumlinie ist äußerst
fein, fast nur an den Rippenenden deutlich; Felder 1 a und 1 b schwarz; Anallappen klein, schwarz und weiß
ohne Rot. Beide Flügel unten weiß; Vflgl ohne Zeichnungen; Hflgl mit einem kleinen schwarzen, nach innen
roten Punkt in 2 und kleinem schwarzen, rot begrenzten und blau beschuppten Analfleck; Postdiscallinie nui-
angedeutet; Submarginallinie fehlt. Das $ ist mir unbekannt. Kamerun.
I. lukabas Harn. Drc. (67 f). ^. Das blaue Wurzelfeld der Vflgl ist nach außen abgerundet, bedeckt etwa hikabas.
die Hälfte der Felder 2 und 3 und ist in den Feldern 1 a und 1 b wenigstens 3 mm vom Saume entfernt. Hflgl
oben in 1 a und 1 b grau, sonst bis zur Rippe 7 und bis zur feinen schwarzen Saumlinie lebhaft himmelblau
mit rotem Analfleck und großen, schwarzen Submarginalflecken in 1 c^ — 4. Flügel unten weiß; Vflgl ohne
Zeichnungen; Hflgl nur mit schwarzem, nach innen rot begrenztem Fleck des Anallappens und einem roten
Punkt in Feld 2. $ unbekannt. Senegambien.
I, Julius Stgr. (68 e). Das ^ ist dem (J der vorigen Ai-t ähnlich, weicht aber dadurch ab, daß die grün- Julius.
blaue Farbe der Oberseite viel weniger ausgedehnt ist ; auf den Vflgln bedeckt sie nur einen Teil der !Mittelzelle
und nicht oder nur wenig die Wm'zel der Felder 2 und 3 ; auf den Hflgln ist sie durch eme nach innen unregel-
mäßig gelappte, 2 — 4 mm breite schwarze Saumbinde vom Saume getrennt. Mehlfleck olivenbraun mit schwar-
zer glänzender Umgebung. Stattdingek beschreibt in folgender Weise das $: ,,/. Julius 2 ist auf der Oberseite
noch gesättigter blau als julianus (= alcibiades)-^ gefärbt, ohne den starken grünlichen Anflug der letzteren
Art; die schwarzen Randteile der Vflgl stechen noch mehr vom Blau ab; auf den Hflgln ist der Vrd nur im
obersten Teil (soweit er von den Vflgln bedeckt wird) licht, sonst schwarz, besonders zwischen Subcostalis 1
und 2, wo er im größeren inneren Teil bei julianus grauweiß und bei julus meist etwas licht gefärbt, niemals
aber so gesättigt schwarz ist. Oberhalb des von beiden anderen Ai-ten verschiedenen braunroten Analaugen-
fleckes steht ein orangefarbener, .scharf schwarz umrandeter Fleck, über dem noch zwei schwarze Randflecke
stehen, von denen der untere in der Mitte etwas orangefarben beschuppt ist; diese drei Außenrandsflecken
stoßen an den Rippen zusammen; vor ihnen stehen drei längliche, scharfe, schwarze Flecke in der blauen Grund-
farbe, die von den vier schwärzlichen Strichen bei julianus (alcibiades)-$ cder gar jidus-'^, wo sie binden-
artig zusammenfließen, ganz verschieden sind."
I. aelianus Stgr. Von dieser mir Hnbekamiten Art ist nvu- das $ beschrieben worden. Staudinger aelkmus.
schreibt 1891 darüber folgendes: ,, Größe 40 mm: die Oberseite hat em ähnliches Blau wie das beim julius-2,
vielleicht ein wenig lichter aber durchaus nicht so gi'äulich wie bei julianus; die schwarzen Randteile der Vflgl
sind etwas breiter als die bei Julius und stechen ebenso scharf vom Blau ab; auf den Hflgln ist der Vrdsteil
zwischen Subcostalis 1 und 2 (= Rippe 6 und 7) ebenso schwarz wie bei Julius-^; der braunrote Analfleck ist
aber verschieden, mit schwarzem Fleck nach unten wie bei julianus und julus; verschieden . von denen der
anderen di-ei Arten sind die darüber befindlichen drei schwarzen Randflecken, da im untersten, der bei beiden
aelianus-^'^ verloschen auftritt, keine Spur von orangefarbenen oder rötlichen Schuppen auftritt; die beiden
oberen treten scharf auf und sind durch Medianast 2 (= Rippe 3) und etwas blaue Färbung voneinander ge-
trennt; vor ihnen steht beim Sierra-Leona-9 eine scharfe gezackte schwarze Querlinienzeichnung, die nach
unten undeutlich wird und auch bei einem anderen $ nicht so breit und deutlich auftritt ; diese schwarze Linie
396 I0LAU8. Von Dr. C. AuRiviLiJUS.
stellt weiter von den Flecken entfernt und verläuft weit schräger, als dies bei den entsprechenden J? von /«7za?!?<s
und julus der Fall ist. Auf der Unterseite steht auf allen Flügeln eine breite orangefarbene Querlinie, die sich auf
den Hflgln nach dem Vrde zu verbreitert, was auf denen von juliamis und juhis nicht der Fall ist;
auch ist hier der untere orangerote Fleck, in den sie ausläuft (bei einem Stück mit großem schwarzen Kern
versehen) mit dem braunroten Analflecken durch eine schmale verblaßte orangefarbene Linie vollständig ver-
bunden, was bei keiner der anderen 3 Arten der Fall ist ; auf den Vflgln ist der apicale Vrdsteil ziemlich breit
und scharf bis zum Medianast 2 hinab schwarzgrau, während er bei den $$ der anderen 3 .\rten hier nur ganz
schwach verdunkelt ist; in diesen scharf verdunkelten oberen Vrd verliert sich die sehr breite orangefarbene
Querlinic, die wie bei Julius dem Außenrandc nahe steht und mit ihm parallel verläuft. Besonders dieser scharf
dunkle Apical-Außenrandsteil der Unterseite der ^'flgl, sowie die verschiedenen Zeichnungen im unteren Außen-
randsteil der Oberseite der Hflgl trennen diese /. aelianus-^^ von denen der anderen 3 Arten; am nächsten
kommen sie dem Julius-'^., doch glaube ich nicht, daß sie eine dimorphe Form desselben sein können. Von dem
auf der Unterseite dem julnis ziemlich ähnlichen calisto Dhl. u. Heic. kann aelianus das $ nicht sein, da calisto
unten weder Spuren der orangefarbenen Querlinien noch solche des scharf dunklen Apical-Außenrandteiles zeigt."
silania. \. silarus H'im. Drc. wird in folgender Weise beschrieben: q' oben Vflgl glänzend violettblau,
mit der Spitze, dem Vrd und dem Saume schwarz; Hflgl mit zwei Schwänzchen glänzend blau, mit dem Vrde
breit und dem Saume schmal schwarz; Anallappen karminrot mit violetten Schuppen und schwarzem Rande;
ein schwarzer Fleck zwischen den Rippen 1 c und 2 schließt einen undeutlichen roten Punkt ein; ein anderer
kleinerer roter Fleck liegt zwischen den Rippen 2 und 3 und schließt auch einen undeutlichen roten Punkt ein.
Unterseite glänzend weiß; Hflgl mit einer deutlichen geraden roten Submarginallinie, welche sich von der Flügel-
spitze bis zu einem roten Fleck im Felde 2 erstreckt; Anallappen violettrot mit schwarzem Fleck; innerhalb des
Anallappens eine schwarze unterbrochene Linie bis zur Rippe 3. — $: oben Vflgl violettblau, weißlich an der
Wurzel der Rippen 2 und 3; die Spitze, der Vrd und der Saum schwarzgrau; Hflgl violettblau mit der Spitze,
dem Vrd und dem Saume schwarzgrau, hinter der Mitte mit einer unregelmäßigen schwarzen Querbinde, welche
zwischen den Rippen 1 c und 3 rot gesäumt ist; Anallappen karminrot. Fühler schwarz. Palpen oben schwarz
unten weiß. Beine weiß. Ost-Afrika: Delagoa-Bay. — Die Art ist mir unbekannt. Dkitce vergleicht dieselbe
mit iulus Heiv.\ aus der Beschreibung geht aber nicht hervor, wie sie sich von silasWw. und dessen Rasse lalos
unterscheidet.
«iltts. I. silas Wu'. (67 d, g). ^. Vflgl oben glänzend blau ; am Vrde, an der Spitze (sehr breit) und am Saume
.schwarz; die blaue Farbe ist nach vorn und außen abgerundet und bedeckt die Mittelzelle, die Felder 1 a und 1 b
bis 2 — 3 mm vom Saume, etwa die Wurzelhälfte des Feldes 2 und einen kleinen Teil der Felder 3 und 4; unten
sind die \'flgl einfarbig weiß ohne Zeichnungen oder haben eine mehr oder weniger vollständige rotgelbe Sub-
marginallinie. Hflgl oben blau, am A'rde bis zur Mitte des Feldes 6 und am Saume schmal schwarz, am Irde
bis zur Rippe 1 b weißgrau bis schwarzgrau; die schwarze Saumlinie ist schmal (etwa 1 mm) und erweitert
sich nur an der Sj)itze zu einer Breite von 2 — 3 mm; Anallappen rot mit einigen metallischen Schuppen be-
streut, weiI3 umgeben und mit kürzeren schwarzen und längeren weißen Schuppen geziert; in 1 c und gewöhnlich
auch in 2 findet sich ein orangegelber mehr oder weniger schwarz umgebener Submarginalfleck; 3 Schwänzchen,
das am Ende der Rippe 3 kurz; Hflgl unten weiß mit feiner in den Feldern 1 a — 2 schwarzer, in 3 — 7 rotgelber
Postdiscallinie, freiem rotem Submarginalfleck in 2, feiner schwarzer Saumlinie und schwarzem nach innen
breit rot begrenztem Anallappen. Der Mehlfleck der Hflgl -Oberseite ist gelbbraun und von einer breiten schwarz-
grauen Zone, welche den größten Teil der Mittelzelle bedeckt, umgeben. — Das $ ist unten dem^ ganz ähnlich,
weicht aber oben dadurch ab, daß die blaue Farbe weniger ausgedehnt und grau oder weißlich überzogen
ist ; die schwarze Saumbinde der Vflgl ist an der Rippe 2 etwa 4 mm breit ; auf den Hflgln hört die blaue Farbe
etwas hinter der Mitte auf, wodurch eine 5 mm breite, dunkle Saumbinde, die große gewöhnlich vereinigte, rot-
laldx. gelbe Submarginalflecke der Felder 1 c — 5 einschließt, gebildet wird. Kajjland bis Delagoa-Bay. — lalos Harn. Drc.
(67 g; f. ?) ist die etwas größere nordöstliche Rasse und weicht dadurch ab, daß beim J die roten Submarginal-
flecke der Hflgl-Oberseite fehlen und beim $ beide Flügel oben in der Mitte, statt bläulich, breit weiß oder
weißlich sind; die rotgelben Submarginalflccken der Hflgl-01)erseite sind beim ? groß aber gewöhnlich nur in
Uuiiuti. den Feldern 1 c, 2 (und 3) ausgebildet. Deutsch und Britisch Ost-Afrika. — ab.- 9 lasius Siiff. zeichnet sich
dadurch aus, daß beide Flügel oben wie beim (J glänzend tiefblau gefärbt sind mit Ausnahme der Rippen 2 — 4
der \'flgl, die beinahe bis zum schwarzen Saume Mcißlich bestäubt sind; auf den Hflgln sind die Submarginal-
flecke in 1 c und 2 nicht gelbrot sondern leuchtend rein rot gefärbt, ^'om Nordende des Nyassa-Sees.
cruwshitij}. \. crawshayi Btlr. (68 b). Nur das $ dieser Ai-t ist bcsclirieben \\orden. Butler beschreibt es wie
folgt: ,,Am nächsten mit trimeni (der hier gemeinte trirneni ist offenbar nicht der echte trimeni sondern wahr-
scheinlich eine $-Form von silas) verwandt ; die blaue Farbe mehr glänzend als beim $ jener Ai-t und ohne
weiße Färbung der Vflgl-Oberseite; die Medianrippe und die Rippen 2 — 4 jedoch breiter schwarz; Hflgl am
Vrde und in den Feldern 6 und 7 weißlich mit schwarzen Rippen, am Saume etwa ebenso breit schwarz wie
bei lalos und mit zwei fast vereinigten orangegelben Submarginalflccken gegen den Analwinkel; Fransen grau
lOLAUS. Von Dr. C. Aurivillixjs. 397
mit weißen Spitzen ; Schwänzchen schwarz an der Spitze weiß und am Grunde mit weißen Fran.sen ; Anallappen
weiß mit zwei schwarzen Punkten und einem blutroten, hellblau gesprenkelten Fleck, welcher die Wurzelseite
der schwarzen Punkte fast berührt; Ird dunkel graubraun. Unterseite kreideweiß, schwach seideglänzend,
Vflgl mit an der Spitze dunklen Fransen und Andeutungen einer blutroten Submarginallinie ; Hflgl mit einer
blutroten Postdiscallinie, die an den Rippen 6 und 3 geeckt ist und an der Rippe 2 endet, wo sie mit einem
dünnen aus blutroten und hellblauen Schuppen gebildeten Submarginalfleck zusammenhängt; Anallappen
schwarz, nach innen von zwei blutroten und einem bläulichen Bogen begrenzt; innerhalb des Analfleckes einige
wenige schwarze Striche und Pünktchen, eine schwärzliche Postdiscallinie vom Irde zur Rippe 2 ; Körper unten
weiß. Britisch Ost-Afrika: Kikiiyu. — Die Art stimmt sehr nahe mit dem $ von silas überein und scheint nur
durch lebhaft blaue Farbe der Oberseite und die Färbung des Anallappens abzuweichen.
I. ismenias Klvg (6Sd). Beide Flügel oben weiß an der Wurzel schwach hell bläulich angeflogen; Isiucniaf
Vflgl am Vrde bis zur Mittelzelle, an der Spitze (sehr breit) und am Saume schwärzlich ; Hflgl mit feiner .schwarzer
Saumlinie, von der Spitze bis ziu- Rippe 3 mehr oder weniger breit schwarzgrau, im Felde 2 mit großem roten
und im Felde 1 c mit schwarzem Submarginalfleck; Anallappen klein, rot, nach außen schwarz und bläulich
beschuppt ; beim (J ein kleiner hellgrauer, scharf begrenzter Mehlfleck, welcher die Wurzel des Feldes 6 und die
nächst liegenden Teilecler Mittelzelle und des Feldes 7 bedeckt. Beide Flügel unten weiß; Vflgl einfarbig ohne
Zeichnungen, Hflgl mit schwarzer in Striche aufgelöster Postdiscallinie, orangerotem Submarginalfleck in 2
und einem wie oben gefärbten Analfleck. Das $ entbehrt die bläuliche Färbung an der Wurzel der Vflgl-Ober-
seite und den Mehlfleck der Hflgl, weicht aber sonst vom <^ kaum ab. Kommt im nördlichen Teil der ätiopischen
Region von Lagos bis Nubien vor.
I. piaggiae Oberth. ist mit der vorigen Art sehr nahe verwandt und stellt wahrscheinlich eine geogra- piagniae
phische Rasse oder eine 9-Form derselben dar. Nur das $ ist bekannt; es weicht vom $ des /. ismenias da-
durch ab, daß die Hflgl eine breite orangefarbene Submarginalbinde, welche sich auch auf den Vflgln bis zur
Rippe 3 fortsetzt, haben; dazu kommt, daß beide Flügel oben an der AVurzel breit blau überzogen sind und
die Vflgl einen schwarzen Strich am Ende der Mittelzelle haben. Abessinien.
Die beiden folgenden, nahe verwandten Ai'ten weiclien von allen bisher erwähnten Alten dieser Gruppe dadurch ab,
daß die Vflgl des o ""r H Rippen haben; sie gehören dadurch der „Gattung" Epamera H. H. Drc. an. Sie zeichnen sich
übrigens dadurch aus. daß der Mehlfleck der Hflgl-Oberseite klein und weiß ist und unmittelbar zu der glänzend blauen
Grundfarbe grenzt. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite ist nach außen unregelmäßig begrenzt und in den Feldern 1 a und
1 b deutlich .saumwärts ausgezogen. Der Anallappen der Hflgl ist oben am Saume breit weiß, nach innen schwaiz und nicht
oder nur wenig rot beschuppt. Das Schwänzchen an der Rippe 3 ist etwa 4 nun lang und der Saum bisweilen auch an der
lUppe 4 deutlich geeckt. Haarpinsel der Vflgl-Unterseite schwarz. Vflgl beim J unten am Irde in 1 a und 1 b mehr oder
weniger schwärzlich.
, I. laon Heu-. (67 g). 3*. Vflgl oben glänzend blau am Vrde, an der Spitze (sehr breit) und am Saume laon.
schwarz; die blaue Farbe bedeckt die Mittelzelle, die Wurzel der Felder 4 — 2 und den größten Teil der Felder
1 a und 1 b; in 1 b tritt sie deutlich saumwärts hervor und ist nur durch eine etwa 2 mm breite, schwarze Saum-
binde vom Saume entfernt. Die blaue Farbe der Hflgl bedeckt die Felder 1 c — 6 und der Mittelzelle (mit Aus-
nahme des Mehlfleckes) und ist nur durch eine feine schwarze Linie, welche sich jedoch an der Flügelspitze zu
einer Breite von 3 mm erweitert, vom Saume getrennt; ein gerundeter schwarzer Submarginalfleck in 1 c,
welcher einen schwarzen Querstrich in 2 entsendet; L-d schwarzgrau, weißlich beschuppt. Flügel unten weiß;
Vflgl am Saume breit verdunkelt oder mit drei am Vrde zusammenstoßenden dunklen Querbinden; Hflgl mit
breiter orangefarbener Submarginallinie in 1 a — 6, schwarzem Submarginalfleck in 1 b und 2 und einer feinen
scharf gezackten schwarzen Postdiscallinie zwischen dem Irde und der Rippe 5. Das $ weicht oben dadurch
ab, daß die schwarzen Saumbinden viel breiter sind, daß die Hflgl drei große schwarze Submarginalflecke
(in 1 b, Ic und 2) und einen dicken, schwarzen, discalen Quer.strich in Ic und 2 haben und unten durch die
scharf begrenzte und fast schwarze Saumbinde der Vflgl. Goldküste bis Gabun.
L adamsi Lathy (68 d) ist dem laon (67 g) sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die dunkle „thmixi.
Saumbinde der \'figl-Unterseite fehlt und daß die rotgelbe Submarginallinie der Hflgl-Unterseite in den Fel-
dern 3 — 6 sehr fein oder undeutlich ist. Nigeria. — emma Suff, ist wahrscheinlich mit adamsi identisch; die emnia.
Abbildung weicht nur dadurch ab, daß die schwarzen Submarginalflecke der Hflgl-Oberseite kleiner und der
Submarginalfleck im Felde 2 der Unterseite größer ist. Die feine, schwarze Postdiscallinie auf der Unterseite der
Hflgl scheint zu fehlen. Togo.
L inores Heiv. (67 g, 68 a) ist eine ganz eigentümliche, sehr seltene, angeblich aus Gabun stammende iiwrca.
Art. Das ^ weicht von allen anderen Arten dadurch ab, daß die Vflgl unten längs dem ganzen Irde mit langen
schwarzen Haaren besetzt sind. Beide Flügel oben bis zum Saume lebhaft hell himmelblau, die Spitze der
Vflgl in einer Breite von 11 und einer Länge von 9 mm tiefschwarz; Flügel unten braun, Vflgl am Hrde breit
hellblau; Hflgl mit einem schwarzen rot begrenzten Punkt im Felde 2, einem schwarzen Punkt am Analwinkel
und einer undeutlichen dunklen Postdiscallinie; 2 haarfeine Schwänzchen; Körper oben lebhaft blau.
398 lOLAUS. Von Dt. C. ArEmLLirs.
Dritte Artengruppe.
Die Stirn ist wie hei den Arten der zweiten Gruppe schwarz mit weißen Seitenrändern. Die Beine
sind auch weiß, haben aber scharf hervortretende schwarze Ringe oder Flecke. Anallappen der Hflgl oben
schwarz und weiß mit einigen metalli.schen .Schuppen, aber ganz ohne Rot. Bei allen bekannten (J^J haben die
Vflgl nur 11 Rippen. Der Mehlfleck der Hflgl-Ober.seite ist von einer großen glänzenden dunklen Zone um-
geben. Die Hflgl oben mit feiner schwarzer, bis\^•eilen an der Flügelspitze etwas erweiterter Saumlinie.
Die Flügel sind unten weiß und haben bei allen Arten fast ganz dieselbe Zeichnung; Vflgl unten hinter
der Mitte mit zwei breit getrennten schwarzgrauen Linien, welche sich auf den Hflgln bis zur Rippe 3 fort-
setzen und oft wenig deutlich sind: Hflgl dann zwischen der Rippe 3 und 1 a mit einer dicken, unregelmäßigen
rotgelben oder roten t^uerbinde, die durch eine metallisch glänzende grünliche oder silberne Linie geteilt wird;
dazu kommt ein schwarzer Submarginalpunkt im Felde 2 und am Analwinkel. Da das $ nur von einer Art
bekannt ist, gilt die folgende Uebersicht nur für die ^<J.
Uebersicht der (^^.
A. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite bedeckt fast die ganze Mittelzelle und auch die Wurzel der Felder 2
und 3.
a. Flügel oben hell blau mit deutlichem grünem Schiller. /. bellina.
ß. Flügel oben tief blau ohne grünen Schiller.
*. Vflgl am Hrde stark und breit au.sgebuchtet. Mehlfleck der Hflgl sehr groß. /. sappirus.
**. Vflgl am Hrde mit kleinerer Ausbuchtung. Mehlfleck der Hflgl kleiner. 7. gemmariiis.
B. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite ist sehr reduziert, bedeckt höchstens die Wurzelhälfte der Mittel-
zelle und läßt die Felder 2 und 3 ganz (oder fast ganz) frei.
7.. Vflgl unten bis zur inneren Querlinie verdunkelt (die äußere Linie undeutlich). Die äußere Quer-
linie der Hflgl-Unterseite gegen die Flügelspitze verdickt und rotgelb. Hflgl oben ohne schwarzen
Apicalfleck. /. sapphirinus.
ß. Hflgl oben mit schwarzem Apicalfleck. Die äußere Postdiscallinie der Hflgl-Unterseite am Vrde weder
rot noch erw'eitert. /. sciaphilus.
hdlina. I. bcIlIna Plötz (= iaspis Drc.) (68 d). Zu dem oben gesagten ist nur hinzuzufügen, daß die Hflgl
oben im Felde 1 c gewöhnlich zwei schwarze Flecke haben; diese sind beim $ viel größer und durch einen
weißen Fleck getrennt. Das $ weicht sonst vom cJ dadurch ab, daß die blaue Farbe weniger ausgedehnt ist
und einen grauen Ton hat; Vrd der Hflgl bis zur Rippe 5 schwarz. Sierra-Leone bis Kamerun.
sappirus. l. sappIrus //. Dic. (68 d) weicht w ie die Figur zeigt, nur durch die oben angeführten Kennzeichen
von bellina ab. Sierra-Leone.
gemmariui. . I. gemmarius H. Drc. (68 d) ist wahrscheinlich nur eine Rasse der vorhergehenden Art. Kamerun.
sapphirinus. I. sapphiflnus Aiir. (= aurivillii Böb.) (68 e) ist an der Form des blauen Feldes der Vflgl leicht kennt-
lich. Gabun am Ogowe-Fluß.
sciaphitua. I. SCiaphilus Schnitze (68 e) habe ich nicht gesehen. Aus der Beschreibung mag folgendes angeführt
werden: ,^ auf der Oberseite der Vflgl tief.schwarz mit großem lebhaft hellgrünlich blauem Wurzelfleck (wel-
cher dieselbe Ausdehnung wie bei sapphirinus hat); die Hflgl haben oberseits eine lebhaft hell grünlichblaue
Grundfarbe, Felder 1 a und 1 b schwarz, vom Irde bis zur Rippe 5 eine feine schwarze Saumlinie, dann ein
großer tiefschwarzer \'rdfleck ; Duftfleck sehr groß, bis auf einen kleinen blauen Wurzelfleck die ganze Zelle
ausfüllend; im Felde 1 c ein mit dem Irde zusammenhängender schwarzer Fleck und wurzelwärts von diesem
ein pfeiiförmiger Fleck auf Rippe 2, der ebenfalls mit dem Irde durch einen breiten schwarzen Strich verbun-
den ist; Anallappen schwarz, hinten weiß, meist mit einigen metallisch grünen Schuppen; Duftfleck glänzend
grau, im Zentrum mit stark aufgerichteten goldbraunen Schuppen. Unterseite wie bei /. bellina, ausgenommen
daß die metallische Mittellinie des blutroten Fleckes sich auf der vorderen Seite der orangegelben Farbe gegen
den Anallappen fortsetzt. Das $ weicht vom ^ dadurch ab, daß die Mittelzelle der Hflgl-Oberseite blau be-
schuppt ist und die Hflgl ein kurzes Schwänzchen an der Ripjjc 3 haben. 24- — 28 mm. Kamerun im Gebiet
des oberen ("ros.sflusses.
Vierte Artengruppe.
Zu dieser Gruppe stelle ich alle Arten, bei denen die Stirn oben mehr oder \\eniger gelb oder rotgelb
ist und die X'flgl unten wie bei den drei ersten Gruppen gezeichnet sind. Auch hier muß ich mich, da die Mehr-
zahl der 5$ unbekannt sind, in der Artenübersicht auf die (J^ beschränken.
lOLAUS. Von Dr. C. Aueiviilius. 399
Uebersicht der ^^.
I. Die Vflgl mit 12 Rippen. Haarpinsel der \'flgI-Unterseite schiefergrau. Beine weiß ohne schwarze Flecke.
/. trimeni.
II. Die Vflgl nur mit 11 Rippen.
A. Die Vflgl unten am Hrde mit großem Haarpinsel.
*. Haarpinsel gelb. /. scintillans.
**. Haarpinsel weiß. /. mermis.
***, Haarpinsel schwarz oder schwärzlich.
§. Flügel unten mit einer unregelmäßigen, dicken, rotbräunlichen Submarginalbinde, welche
an den Flügelspitzen zu einem Apicalfleck erweitert ist. Anallappen der Hflgl oben einfarbig
blau ohne rote Schuppen. /. creta.
§§. Vflgl unten hinter der Mitte nur mit einer oder zwei schwärzlichen oder roten Querlinien.
f. Hflgl oben in den Feldern 1 c und 2 ohne schwarze Submarginalpunkte.
ß. Die hellblaue Farbe der Vflgl-Oberseite bedeckt zwei Drittel des Flügels und erreicht
den Vrd; die schwarze Spitze kaum mehr als 5 mm breit. Hflgl oben bis zum Vrde blau.
/. carina.
ßß. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite bedeckt selten mehr als die Wurzelhälfte und
erreicht nicht den Vrd. Hflgl oben wenigstens an der Spitze des Vrdes schwarz.
+. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite bedeckt ganz oder fast ganz die Mittel-
zelle, erreicht die Rippe 4 und ist nach außen mehr oder weniger abgerundet.
o. Vflgl oben in der Mitte mit weißem Fleck. /. albotnaculatus.
oo. Vflgl oben ohne weißen Fleck.
1. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite bedeckt nicht die Hälfte des Feldes 3.
a. Anallappen der Hflgl weiß mit schwarzem, grün beschupptem Fleck
und ohne rote Schuppen oder nur mit wenigen, von der Behaarung
fast bedeckten solchen Schuppen.
a'. Die glänzend graue Umgebung des Mehlfleckes der Hflgl-Oberseite
ist sehr groß, bedeckt den Wurzelteil der Felder 4 — 6 und ist
an der Rippe 5 nur etwa 3 mm vom Saume entfernt. Flügel
oben hellblau. I. iasis.
b'. Die glänzend graue Umgebung des Mehlfleckes der Hflgl-Oberseite
ist kleiner, dehnt sich kaum über die Spitze der Mittelzelle hinaus
und ist an der Rippe 5 wenigstens 5 mm vom Saume entfernt.
Flügel oben dunkler blau. /. sibella.
b. Anallappen der Hflgl oben breit rot mit schwarzem Fleck; die graue
Umgebung ihres Mehlfleckes mäßig groß und an der Rippe 5 etwa 6 mm
vom Saume entfernt. /. cytaeis.
2. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite bedeckt den größten Teil der Felder 2
und 3 und ist an der Rippe 3 nur 2 mm vorti Saume entfernt.
/. cottoni.
+ +. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite bedeckt nur die Wurzelhäfte der Mittel-
zelle und eri'eicht nur die Rippe 2 oder bedeckt höchstens die innerste Wurzel
des Feldes 2.
o. Die glänzend weißgraue Umgebung des Mehlfleckes der Hflgl-Oberseite
ist sehr groß, erreicht in den Feldern 5 und 6 die schw^arze Saumbinde und
ist dort nur 2 mm vom Saume entfernt. Anallai:)pen der Hflgl oben nach
innen rot beschuppt; Flügel oben hell blau. /. hemicyanus.
oo. Die schwärzliche Umgebung des Mehlfleckes der Hflgl-Oberseite dehnt sich
kaum über die Mittelzelle hinaus und ist an der Rippe 5 etwa 6 mm vom
Saume entfernt. Flügel oben tief blau.
1. Das erste Schwänzchen (an der Rippe 1 b) der Hflgl breit, etwa 9 mm
lang und oben weiß. /. neavei.
2. Das erste Schwänzchen der Hflgl kürzer, oben schwarz mit weißen
Fransen und nur an der Spitze ganz weiß. /. agnes.
400 TOLAUS. Von Dr. C. Aurivillitts.
ff. Hflgl oben in 1 c und 2 oder wenigstens in 1 c mit schwarzem oder rotem Submarginal-
punkt. Die blaue Farbe der ^'f]gl-Obe^seite bedeckt die Mittelzelle und erreicht wenigstens
die Rippe 4.
o. Die Postdiscal- und Submarginallinien der Unterseite wenigstens bis zur Rippe 3 der
Hflgl fein und schwarzgrau. \'flgl unten am Ende der Mittelzelle gewöhnlich mit
einer feinen dunklen Querlinie. Hflgl mit .drei Schwänzchen.
1. Vrd der Hflgl oben fast bis zur Rippe 6 schwarz. /. belli.
2. Hflgl oben am Vrde bis zur Rippe 7 weißlich, dann blau; die Rippe 7 und ein kleiner
Spitzcnfleck im Felde 6 jedoch schwärzlich. I. sila7ivs.
00. Vflgl unten zwischen dem Vrde und der Rippe 2 mit dicker roter Postdlscallinie aber
ohne Submarginallinie; Saumlinie dick orangegelb. Hflgl unten mit den Postdiscal-
und Submarginallinien vom Vrde bis zur Ripj)c 2 dick und rot. Hflgl oben außerhalb
des ^Ichlfleckes bis zum Vrde oder bis zur Rippe 7 blau. I. .siilus.
B. Die Vflgl unten am Hrde ohne Haarpinsel. Das blaue Wurzelfeld der Vflgl klein, die Flügelhälfte nicht
einnehmend. Mehlfleck der Hflgl sehr groß, glänzend weiß. Hflgl })eim q nur mit 2 Schwänzchen.
/. aethrifi.
I. harharn.
I. mildbraedi.
I. mirahilis.
trhucni. I. trimeni Wallengr. (J. Vflgl oben blau; Vrd (schmal), Spitze (sehr breit) und Saum schwarz; die
blaue Farbe nach außen bogenförmig begrenzt und etwas uneben; Vrd an der Wurzel schmal rötlich; Hflgl
oben blau, an der Wurzel und am Vrde schwarz und mit einem mäßig großen dunklen Mehlfleck, welcher den
größten Teil der Mittelzelle bedeckt; Saum schmal, Ird breit schwarz; zwei schwarze Submarginalflecke nahe
am Analwinkel. Flügel unten silberweiß; Vflgl ohne Zeichnungen; Hflgl aber mit feiner schwarzer Postdiscal-
linie und noch feinerer rotgelber Submarginallinie, welche in einem gerundeten roten Submarginalfleck des
Feldes 2 endet; Anallappen rot, nach außen schwarz mit bläulichen Schuppen; eine feine schwarze Saumlinie;
das Schwänzchen an der Rippe 1 b weiß mit schwarzer Mittellinie, das an der Rippe 2 schwarz mit weißer Spitze.
Fransen weiß, die der Vflgl oben grau. Das $ ist nach Trimen unten dem (J ähnlich, weicht aber oben dadurch
ab, daß die blaue Farbe der Vflgl nach außen mehr oder weniger weißlich ist und daß die blaue Farbe der Hflgl
etwa 4 mm vor dem Saume endet; die dadurch gebildete breite Saumbinde ist bis zur Rippe 6 weißlich, dann
schwarz und schließt zwei Reihen von je 5 — 6 schwarzen Flecken ein; in der submarginalen Reihe sind die
Flecke der Felder 1 c und 2 größer und rot gekernt; die Flecke der postdiscalen Reihe sind strichförmig und
stehen am Außenrande der blauen Farbe. Eine .seltene, bisher nur in Transvaal angetroffene Art. — Ham.
Druce behauptet (Proc. Zool. Soc. Lond. 1902, 2 p. 118), daß tn'yneni zu Epamera gehöre. Der echte /. trimeni
ist aber nach Druces System ein Argiolaus. Es ist darum offenbar, daß Druce nicht den echten /. trimeni
vor sich gehabt hat. Dasselbe gilt wahrscheinlich von der Art, welche Butler aus dem Mashunalande als
trimeni erwähnt.
sc'mlUlawi. I. scititlllans Auriv. (= gazei Ham. Drc.) (68 e). Kopf oben, besonders an den Fühlern orangerot,
Stirn weiß mit orangegelber Mittellinie. Flügel unten weiß; Vflgl ohne Zeichnungen oder mit undeutlichen
Querlinien, am Saume bisweilen schwach gelblich angeflogen; beim ^ an der Wurzel der Felder 1 a und 1 b
ein großer, glänzender nach vorn abgerundeter grauer Fleck; Hflgl mit feiner, freier, schwarzer Postdlscallinie
zwischen dem \'rd und der Rippe I a; ihre Submarginallinie fehlt oder ist nur durch einige rote Striche der
Felder 4 — 6 und einer Linie in 1 b vertreten: ein freier schwarzer Fleck in 2 dicht am Saume, Anallapj)eu mit
großem rotem und kleinerem schwarzem Fleck; jener mit violetten, dieser mit grünlichen. Schui3pen geziert.
Beim ^ ist der Wurzelteil der Vflgl- Oberseite bis zum Vrde glänzend blau; die blaue Farbe erreicht die Spitze
der Mittelzelle und die Ripj)e4, ist nach außen abgerundet und erreicht an der Rippe 1 (fast) den Saum; beim
9 ist das blaue Feld kleiner und heller und nach außen breit weiß. Die Hflgl beim o oben zwischen den Rippen
1 h und 6 schön blau mit feiner schwarzer an der Spitze wenig erweiterter Saumlinie, einem schwarzen Sub-
marginalfleck in 1 c und braunem Mehlfleck mit abgerundeter schwarzgrauer Umgebung: Anallappen rot.
schwarz und weiß; die Felder 1 a und I b zum größten Teil weißlich. Beim ^ sind die Hflgl oben weiß, an der
Wurzel etwas blau überzogen und hinter der Mitte mit zwei dem Saume gleichlaufenden schwärzlichen Quer-
binden. Nigeria bis Sudan.
mermis. I. mermis Ilitm. Drc. (68 e). ^. \'flgl oben tief .schwarz mit kleinem hellblauem Wurzelfelde: die
blaue Farbe bedeckt kaum mehr als die Wurzelhäfte der IVIittelzelle, einen winzigen Teil des Feldes 2 und er-
reicht 3 mm vom Saume den Ird. Hflgl oben vom Vrde bis zur Rippe 1 b und bis zur feinen schwarzen Saum-
linie hellblau mit großem gerundetem Mehlfleck, aber ohne andere Flecke; Felder 1 a und 1 b grau, Anallappen
weiß mit kleinem roten und schwarzen Fleck. Flügel unten weiß mit sclnvarzgrauen Postdiscal- und Submarginal-
linien; diese auf den Hflgln von der Rippe 3 bis zur Rippe 1 a verdickt, rot und sowohl mit dem Submarginal-
Ausgegeben IS. X. 1923. lOLAUS. Von Dr. C. AuRIVILLIüS. 401
fleck in 2 wie mit dem Analfleck vereinigt; Vflgl mit einem feinen grauen Querstrich am Ende der Mittelzelle.
Das ? weicht oben dadurch vom ^ ab, daß die blaue Farbe der Vflgl nach außen in Weiß übergeht, daß der
Vrd der Hflgl breit schwarz ist und daß die Felder 1 c — 4 schwarze Submarginalflecke haben. Deutsch- und
Britisch Ost-Afrika. — Durch den w-eißen Haarpinsel der Vflgl-Ünterseite weicht diese Art von allen anderen ab.
I. creta Heu-. (68 f). o". Beide Flügel oben himmelblau; Spitzenhälfte der Vflgl schwarz, die schwarze creia.
Farbe an der Wurzel der Rippen 3 und i wiirzelwärts ausgezogen, am Hrde 3 mm breit; Hflgl in 1 a und 1 b
dunkelbraun, nur an der Spitze schmal schwarz ; keine Submarginalf lecke ; Anallappen weiß und schwarz fast
ohne rot; Mehlfleck mäßig groß, gerundet, braun mit breiter grauglänzender Zone. Die Unterseite ist weiß und
dadurch ausgezeichnet, daß die braunen Postdiscal- und Submarginallinien unregelmäßig stark verdickt
und wenigstens am Vrde miteinander vereinigt sind ; der Analfleck und der Submarginalfleck im Felde 2 schwarz
mit roter innerer Begrenzung. 9 oben heller blau mit schwarzer Vrdbinde der Hflgl (bis zur Rippe 6); Hflgl
in den Feldern 1 b — 3 am Saume weiß mit schwarzer Saumlinie und schwarzen Submarginalquerstrichen und
dazu noch mit einem gerundeten schwarzen Fleck im Felde 2. Congo-Gebiet.
I. carina Heiv. (68 f). Diese zart gebaute Art ist besonders durch die große Ausdehnung der hellen, carhw.
beim fj blauen, beim $ fast weißen Farbe der Oberseite ausgezeichnet; auf den Vflgln erreicht die helle Farbe
den Vrd, dehnt sich weit über die Spitze der IVIittelzelle hin aus und ist nach außen stark abgerundet ; die schwarze
Spitze ist darum nur 5 mm breit und gegen den Hrd allmählich verschmälert. Die Hflgl haben beim ^ einen
kleinen Mehlfleck, eine feine schwarze Saumlinie und einen grauen Ird; beim $ nur eine schwarze in Flecke
aufgelöste Submarginallinie, sonst sind sie beim ^ blau, beim $ weißlich. Unterseite mit zwei breit getrennten,
feinen, rötlichen Querlinien von denen die innere über die Mitte verläuft und die äußere der Postdiscallinie der
anderen Arten entspricht ; die Submarginallinie fehlt ; ein kleiner, schwarzer Submarginalpunkt am Analwinkel
und im Felde 2; beide wurzelwärts orangegelb begrenzt. ,, West-Afrika".
I. iasis Hetv. (= bertha Suff.) (68 f ). Flügel unten weiß mit feinen schwarzgrauen Postdiscal- und Sub- iasis.
marginallinien; Vflgl am Saume schwach verdunkelt; die Submarginallinie der Hflgl vereinigt sich im Felde 2
mit der roten Begrenzung des Submarginalf leckes und ist dann bis zur Rippe 1 a verdickt und orangegelb;
Anallappen weiß mit schwarzem nach innen rotem Fleck, welcher wie gewöhnlich mit einigen metallischen
Schuppen bestreut ist. Die Oberseite des (J ist schon in der Uebersicht (S. 399) beschrieben. Das $ weicht oben
dadurch ab, daß das blaue Wiu-zelf eld der Vflgl kleiner und nach außen besonders in 1 b, 2 und 3 weißlich ist ;
Hflgl am Vrde bis zur Mittelzelle und der Rippe 5 schwarz, in der Mittelzelle und dem Wurzelteil der Felder
1 c — 3 hell bläulich, dann in 1 c — 4 violettgrau oder weißlich mit schwarzen postdiscalen Querstrichen in 1 c
und 2 und mit einem schwarzen Submarginalfleck in 1 c; Anallappen wie beim ^; Ird grau; Fransen weiß.
Senegambien bis Kuilu.
I. albomaculatus i^m. Sharpe ist mir unbekannt. Die kurze Beschreibung lautet: mit /. iasis {ß8 t) dbomacu-
verwandt, aber durch den weißen Fleck der Vflgl leicht unterschieden. ^. Vflgl: Vrd und Spitze schwarz, gegen Jatus.
den Hinterwinkel stark verschmälert ; die Mitte tief blau, durch einen weißen Fleck im oberen Teil der
Mitte erhellt; Hflgl denen von /. insis ähnlich, die blaue Farbe etwas mehr purpurfarbig; die Unterseite
weicht nicht von derjenigen des /. iasis ab. Toro.
I. sibeila Ham. Drc. (68 g) weicht oben von iasis nur durch die in der Uebersicht angeführten Kenn- sibella.
zeichen ab. Die Unterseite ist weiß und der von iasis ähnlich, ausgenommen, daß beide Querlinien der Vflgl
und die Submarginallinie der Hflgl zwischen dem Vrde und der Rippe 3 fehlen oder undeutlich sind. Kamerun.
Fernando Po.
I. cytaeis Hew. (68g). ^. Flügel oben tief blau; Vflgl am Vrde bis zur Mittelzelle, an der Spitze cytaeis.
sehr breit (etwa 8 mm) und am Saume bis zum Hrde (etwa 3 mm breit) schwarz; die blaue Farbe nach außen
abgerundet; die schwarze Saumlinie der Hflgl an der Spitze zu einer 2 — 3 mm breiten Binde erweitert. Die
Unterseite ist weiß und weicht von derjenigen von iasis nur dadurch ab, daß die Submarginallinie und die
roten Submarginalflecken der Hflgl zwischen der Rippe 3 und dem Irde zu einer breiten orangeroten Binde
vereinigt sind. $ unbekannt. Fernando Po.
I. cottoni B.-Bak. (68 g). Das rj dieser Art weicht von allen verwandten Arten dadurch ab, daß coitoni.
die dunkel grünlich blaue Farbe der Oberseite auf den Vflgln den größten Teil der Felder 2 und 3 bedeckt,
wodurch zwischen der Rippe 4 und dem Hrde eine nur 2( — 3) mm breite schwarze Saumbinde übrig bleibt;
in den Feldern 4 — 6 erreicht dagegen die schwarze Farbe die Spitze der Mittelzelle. Hflgl am Vrde bis zur
Rippe 6 und am Irde in 1 a und 1 b schwarz; eine sehr feine schwarze Saumlinie; Fransen weiß; Mehlfleck
glänzend schwarz die Mittelzelle bedeckend. Flügel unten weiß, an der Spitze und am Saume der Vflgl bis
zur Rippe 2 verdunkelt ; Postdiscallinie der Vflgl nur die Rippe 3 erreichend ; Hflgl mit scharf hervortretender
rötlicher Pcstdiscallinie, aber ohne Submarginallinie; ein freier roter Submarginalfleck in 2; AnaLfleck schwarz
mit roter Begrenzung an der Innenseite. Congo-Gebiet: bei Makala und Beni.
XIII 51
402 lOLAüS. Von Dr. C. Apkivillius.
bilineutd. I. bilineata B.-Bak. Da mir das $ dieser Art bekannt ist konnte ich sie in der Uebersicht nicht auf-
nehmen. Vflgl braun mit diei Vierteln der Falte, der Mittelzelle und dem Winkel zwischen den Rippen 2 und 4
M'cißlich. nach innen mehr oder weniger mit sehr heller blauer Farbe überzogen; Hflgl bräunlich mit den inneren
zwei Dritteln hell bläulich überzogen; eine weiße Submarginallinie teilt die breite dunkle Saumbinde in zwei
Teile; Analfleck rot; ein schwarzer Saumfleck mit metallischen Schuppen bestreut. Beide Flügel unten weiß,
Vflgl an der Spitze und am Saume verdunkelt mit den beiden gewöhnlichen Querlinien braun; Hflgl mit brauner
Postdiscallinie und gelbbrauner Submarginallinie bis zur Kippe 3; zwischen der Rippe 3 und dem Irde eine
breite rote Binde mit schwarzem Punkt in Feld 3 und am Analwinkel; drei Schwänzchen. Congo-Gebiet:
Makala.
hemicyanus. I. hemlcyatius Em. Sharpe. Zu den schon oben in der Arten-Uebersicht erwähnten Kennzeichen
des (J ist nur hinzuzufügen, daß die Hflgl am Vrde sehr stark konvex sind, daß die Flügel unten weiß sind mit
den gewöhnlichen dunklen Querlinien und mit einem feinen Querstrich am Ende der Mittelzelle der \'flgl und
daß der schwarze Submarginalfleck im Felde 2 und am Analwinkel der Hflgl wurzelwärts breit rotgelb be-
grenzt sind. Uganda.
neavei. I. neavei Harn. Drc. (68 h) ist der folgenden Art sehr ähnlich und scheint nur durch die Bildung des
ersten Schwänzchen der Hflgl abzuweichen. Kamerun.
agnes. l. agnes Auriv. (J. Stirn oben einfarbig orangegelb, unten weiß. Schienen und Tarsen mit
scharf hervortretenden schwarzen Flecken oder Ringen. Das blaue Wurzelfeld der Vflgl-Oberseite ist sehr
klein und nach außen sehr schief und fast geradlinig scharf begrenzt; es bedeckt niu- die Wurzelhälfte der Mittel-
zelle, erreicht nur die Rippe 2 und endet an der Rippe 1 und am Irde etwa 3 mm vom Saume entfernt.
Hflgl am Vrde bis zur Rippe 7 und am Irde in 1 a und 1 b schwarz, sonst tief blau mit sehr feiner schwar-
zer, im Felde 6 schwach erweiterter Saumlinie und schwärzlichem Mehlfleck. Beide Flügel unten weiß mit
den beiden gewöhnlichen schwarzgrauen Querlinien. Hflgl am Saume etwas verdunkelt ; die Postdiscallinie
der Hflgl am Irde zwischen der Rippe 1 a und der Mitte des Feldes 1 c nach außen breit rotgelb gesäumt;
die Submarginallinie geht im Felde 2 in die rote Begrenzung des schwarzen SubmarginaKleckes über und ist
dann bis zum Irde verdickt, rotgelb und mit einigen silberbläulichen Schuppen geziert; Anallappen oben weiß
mit schwarzem Querfleck, dessen innere rote Begrenzung fast völlig von den langen schwarzen Haaren des
Feldes 1 b bedeckt wird, unten mit schwarzem und breit rotem Analfleck, Hflgl mit 2 Schwänzchen, an der
Rippe 3 nur geeckt. 9 unbekannt. Kamerun.
belli. I. belli Hey. (68 g). ,^. Zu den in der Uebersicht angeführten Kennzeichen ist noch hinzuzufügen,
daß der Mehlfleck der Hflgl ziemlich klein ist und die Mittelzelle nicht überragt, daß der Submarginalfleck
in Ic groß und viereckig und der in 2 klein und gerundet ist; Anallappen oben schwarz, nach innen rot,
am Saume weiß. Unterseite weiß, Postdiscallinie der Hflgl bis zum Irde schwarz ohne rotgelbe Begrenzung;
die Submarginallinie zwischen der Rippe 3 und dem Irde verdickt und rotgelb: Submarginalfleck des Feldes 2
groß schwarz, auch auf den Seiten breit rotgelb begrenzt. Das } weicht oben vom ^ dadurch ab, daß die blaue
Farbe der Vflgl weniger ausgedehnt, am Hrde 4 mm vom Saume entfernt ist, daß der schwarze Vrd der Hflgl
die Rippe 5 erreicht und daß die Felder 1 c — 4 schwarze Submarginalstriche oder Flecke und die Felder 1 c
und 2 außerdem je einen gerundeten schwarzen Postdiscalfleck haben. Sierra-Leone bis Kamerun.
silanu.s. I. silanus Smith (68 h) ist mir unbekannt, scheint aber nur durch die in der Uebersicht erwähnten
Kennzeichen von /. belli abzuweichen. Das 5 wird in folgender Weise beschrieben: ,, Oberseite, Vflgl hellblau,
gegen die Wurzel grau in der Mitte weiß überzogen; Spitzendrittel schwarzgrau. Hflgl mit den unteren drei
Vierteln blau, grau überzogen und gegen den Saum weiß gefleckt; Vrd und Spitze grau: eine gewellte dunkel-
graue Postdiscallinie; Analflcck schwarz und rot; breite schwarze Submarginalflecke in 1 c und 2. Deutsch-
und Britisch-Ost-Airika.
sidufi. I, sidus Trim. (68 h) weicht recht erheblich von den übrigen Arten ab. Stirn fast ganz braunrot mit
undeutlicher weißer Mittellinie. Beine weiß, nur die Tarsen mehr oder weniger schwarz gefleckt. Hinterleib
unten mit orangegelber Längslinie. Zu der schon gelieferten Beschreibung der Unterseite ist hinzuzufügen,
daß die Vflgl einen schwarzen Querstrich in 1 b nahe am Saume haben und daß die Postdiscallinie der Hflgl
zwischen den Rippen 1 a und 2 fein und schwarz und die Submarginallinie dagegen dort rot oder orangegelb
und verdickt ist. (^. Flügel oben zart hellblau; die blaue Farbe der Vflgl erreicht die Rippe 4 und ist nach
außen fast geradlinig begrenzt; Hflgl mit hellgelbem schwarz umzogenem Mehlfleck und rotem oder schwarzem
Submarginalpunkt in 1 c; Anallappen fast ganz rot. Beim $ sind die blauen Teile des (J weißlich-violett, an
der Wurzel bläulich; Hflgl mit schwarzem Vrde, zwei dunklen Querlinien hinter der Mitte und eineni orange-
roten schwarz gekernten Submarginalfleck auch im Felde 2. Süd-Afrika, vom Kaplande bis zum Zululand.
"Die folgenden vier Formen sind miteinander sehr nahe verwandt und bilden eine eigentümliche natürliche Gruppe,
welche durch das Fehlen des Haarpinsels der Vflgl beim ^ ausgezeichnet ist. Die 9? sind nur von einer Art bekannt; die ^S
aber sind einander so ähnlich, daß eine gemeinsame Beschreibung derselben hier gegeben werden kann. Stirn orange, unten
weiß. Palpen weiß, an der Spitze schwarz. N'flgl durch die starki' Huiidung des Hinter- und Außenrandes fast elliptisch, oben
lOLAUS. Von Dr. C. Aurivillius. 403
schwarz, im Wurzelteil bis zur Rippe 2 (oder 3) hell blau; die blaue Farbe nimmt gewöhnlich nur die innere Hälfte der Mittel-
zelle ein, ist nach außen fast gerade schief abgeschnitten und an der Rippe 1 etwa 3 mm vom Saume entfernt; der schwarze
Spitzenteil erreicht hierdurch in der Mitte eine Breite von etwa 10 mm. Hflgl oben hell blau mit feiner schwarzer, in den
Feldern 5 und 6 zu einem 2 — 3 mm breiten Spitzenfleck erweiterten Saumlinie und selir großem silbergraueni Fleck am
Vrde; der eigentliche Mehlfleck (aus besonderen aufgerichteten Schuppen, welche bei anderen Arten in der Mitte dieses glänzen-
den Fleckes auftritt) scheint hier völlig zu fehlen: die Felder la und Ib grau bis schwärzlich. tJnterseite weiß; Vflgl an der
Spitze und am Saume bis zur Postdiscallinie deutlich verdunkelt (besonders im Spitzenteil): die Querlinien sind graubraun;
auf den Hflgln ist die ganze Postdiscallinie und die Submarginallinie vom Vrde bis zur Rippe 3 grau, braun oder schwärzlich:
zwischen der Rippe 3 und dem Irdo ist die Submarginallinie dagegen verdickt, gezackt und orangerot; sie vereinigt sich im
Felde 2 mit dem schwarz gekernten Submarginalfleck und berührt in diesem Felde auch die Postdiscallinie. Anallappcn lot,
schwarz und weiß oder oben ohne Rot. ^'flgl unten am Hrde breit perlmutterglänzend oder hell bläulich; nach A. Schultze
bei niildbraedi beiderseits der Rippe 1 mit einem federförmigen, aus blaßockergelben Schuppen gebildeten Duftfleck, welcher
den Saume fast erreicht; ein solcher Fleck wird in den Beschreibungen der anderen Arten nicht erwähnt: kann jedoch von
den Verfassern übersehen worden sein.
Sdffert und Schultze vergleichen ilire Arten nicht mit dem früher von Karsch beschriebenen /. aethria. Da
ich von den hierher gehörenden Arten nur mildbraedi untersuchen konnte, ist es leider immöglich zu sagen, ob und wie die
Arten sich voneinander unterscheiden. Avis den Beschreibungen und Figuren gehen nur geringfügige Unterschiede hervor.
I. aethria Karsch (68 h). Mehlfleck der Hflgl-Oberseite durch die blaue Farbe vom schwarzen Spitzen- aethria.
fleck getrennt; Vflgl unten mit schwarzem Querstrich am Ende der Mittelzelle, am Hrde breit bläulich. Beine
schwarz und weiß geringelt. Togo-Land.
I. mirabilis Harn. Druce entbehrt des Querstrichs am Ende der Mittelzelle auf der Unterseite der mirabilis.
Vflgl, stimmt aber sonst mit aethria überein. Sierra-Leone.
I. mildbraedi Arn. Schultze (70 h). Der Mehlfleck der Hflgl-Oberseite erreicht den schwarzen Spitzen- mildbraedi.
fleck und verdrängt demnach in ö und 6 völlig die blaue Farbe; Vflgl unten mit einem feinen Querstrich am
Ende der Mittelzelle; am Hi-de perlmutterglänzend mit dem oben erwähnten Mehlfleck. Beine weiß, schwarz
geringelt. Das 9 hat die für die /ofcww-?? normale Flügelform, die blaue Farbe ist hell violettblau, bedeckt
auf beiden Flügeln die ganze Mitteizelle: die etwa 2 mm breite schwarze Saumbinde der Hflgl ist durch eine
weiße Binde geteilt und vom Saume durch eine feine weiße Linie der Felder 1 c — 3 getrennt. Unterseite wie
beim c?- Süd-Kamerun.
I. barbara Suff. (68 g). Hflgl oben am Vrde bis zum schwarzen Spitzenfleck glänzend grau. Vflgl harbara.
unten ohne Querstrich am Ende der Mittelzelle. ,, Beine weiß." Kamerun: Victoria.
Fünfte Artengruppe.
Diese Gruppe umfaßt die typische Ait der Gattung und weicht nur durch den dicken Querstrich am
Ende der Mittelzelle auf der Unterseite der Vflgl von der vierten Gruppe ab. Postdiscallinie der Vflgl und
der Hflgl bis zur Rippe 2 auch dick und gelbbraun; Submarginallinie auch etwas verdickt und ähnlich gefärbt,
zwischen den Rippen 1 a und 3 der Hflgl wie gewöhnlich rot gefärbt. Anailappen oben rot mit schwarzem
Punkt und weißer Saumlinie. Hflgl mit drei Schwänzchen.
Uebersicht der ^,^.
A. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite bildet nur eine 5 mm breite Hrdbinde, welche die Felder 1 a und 1 b
fast zum Saum und den Wurzelteil der Älittelzelle bedeckt. Hflgl oben bis zur Spitze nur mit feiner schwarzer
Saumlinie. Unterseite braungrau. Stirn oben rotgelb, unten weiß. /. eurisus.
B. Die blaue Farbe der Vflgl-Oberseite erreicht fast den Vrd, ist nach außen abgerundet, dehnt sich über die
Mittelzelle hinaus, ist aber am Hinterwinkel durch eine 2 mm breite schwarze Binde vom Saume getrennt.
Die schwarze Saumlinie der Hflgl-Oberseite an der Spitze etwas erweitert. Unterseite sahnefarbig. Stirn
weiß in der Mitte gelbbraun. /. bolissus.
I. eurisus Cr. (= thuraui Suff.) (69 a). Beim 9 ist das Wurzelfeld der Vflgl-Oberseite an der Wurzel eurism.
bis zur Spitze der Mittelzelle hell blau, dann im Wurzelteil der Felder 2 — 5 und im äußeren Teil des Feldes 1 b
weiß. Hflgl oben am Vrde bis zur Mittelzelle und der Rippe 5 schwärzlich, in 1 c — 4 bläulich grau, nach außen
weißlich mit schwarzer Discalquerlmie, schwarzen Rippen, schwarzen Submarginalflecken in 1 c — 3 und feiner
weißer Saumlinie; Unterseite mit weißer Grundfarbe. Sierra-Leone bis Kamerun.
l. bolissus Hew. (69 a, b) ist unten der vorigen Art sehr ähnlich und oben nur durch die schon erwähn- boliasus.
ten Kennzeichen verschieden. $ unbekannt. Kamerun und Congo.
Sechste Artengruppe.
Zu dieser Gruppe gehört nur eine einzige, durch die Zeichnung der Unterseite von allen anderen ab-
weichende Art.
404 lOLAUS. Von Dr. C. Aurivilliüs.
tilipnus. I, alienus Trim. (69 b). Stirn weiß, oben in der Mitte schwarz oder rotgelb besciiuppt. Beine weiß.
Unterseite weiß, am Saume fast bis zur Submarginallinie schwarzgrau verdunkelt ; Submarginallinie fein schwärz-
lich, Postdiscallinie schwärzlich, auf den Vflgln oft undeutlich und auf den Hflgln in Striche aufgelöst, auf
beiden Flügeln am Vrde stark verdickt, zwei tiefschwarze Flecke bildend, welche auf den Vflgln in 6 und 8,
auf den Hflgln in 6 und 7 stehen ; Vf Igl außerdem am Ende der Mittelzelle mit einem großen viereckigen Doppel-
fleck, welcher die Wurzel der Felder 4 und 5 bedeckt: Hflgl mit zwei Schwänzchen, am Analwinkel dreieckig
ausgezogen: Anallappen auf beiden Seiten weiß mit schwarzem grün beschupptem Punktfleck, aber ganz ohne
rote Schuppen; ein schwarzer, wenigstens unten nach innen rotgelb beschuppter Submarginalfleck im Felde 2.
O . Vflgl oben am Vrde bis zur Zelle, an der Spitze sehr breit und am Saume in einer Breite von 4 mm schwarz,
sonst hell blau; Hflgl am \'rde bis zur Rippe 6 schwarz und mit feiner schwarzer Saumlinie. Das o -weicht
oben dadurch ab, daß das blaue Wurzelfeld der Vflgl nach außen in den Feldern 1 b — 4 weiß ist und daß auf
den Hflgln die Querlinien der Unterseite auch oben deutlich sind. Mashunaland und Deutsch-Ostafrika bei
Kigonsera.
Siebente Artengruppe.
Die .schönen Arten dieser Gruppe sind von allen anderen daran kenntlich, daß beide Flügel unten eine
breite orangegelbe bis rotbraune Wurzelbinde haben. Dazu kommt, daß der Querstrich am Ende der Mittelzelle
der Vflgl und die Postdiscalbinde beider Flügel auch sehr breit und orangegelb bis rotbraun sind. Beide Flügel
außerdem gewöhnlich mit ähnlich gefärbter Saumbinde. Stirn orangegelb. Hflgl an der Rippe 3 geeckt oder
geschwänzt. Hlb unten mit gelber Längslinie.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Submarginallinie der Unterseite beider Flügel breit, zusammenhängend und rotbraun. Hflgl unten mit
einer rotbraunen schwarz gesäumter Längsbinde von der Wurzel längs der Rippe 1 b bis zur Submarginal-
binde. I. arborifera.
B. Die Submarginallinie der Unterseite auf beiden Flügeln durch schwarze Punkte oder Striche vertreten.
a. Hflgl unten vor demirde in 1 b mit einem breiten orangegelben Längsstreif, welcher sich von der Wurzel
bis zur Postdiscalbinde erstreckt. Wurzelbinde der Hflgl-Unterseite vom Vrde bis zur Mitte der Rippe 2
zusammenhängend. Flügel beim 0 oben zum Teil weiß. /. aphnaeoides.
ß. Hflgl unten ohne Längsstreif im Felde 1 b, ihre Wurzelquerbinde ist kurz und besteht nur aus einem
Querstrich zwischen der Rippe 8 und der Mediana und aus einem Fleck in 1 a. Flügel beim $ oben ohne
weiß. /. aemulus.
arborifera. l. arborifera Btlr. (69a). cJ. Vflgl oben lebhaft hell blau: der Vrd, die Spitze und der Saum breit
schwarz ; das blaue Feld nach vorn und außen abgerundet : Hflgl oben blau mit 2 mm breiter schwarzer Saum-
binde, am Vrde in 6 und 7 weiß; Mehlfleck schwarz, abgerundet. $ unbekannt. Britisch-Ostafrika : Kikuyu.
aphnaeoides. I. aphnaeoldes Trim. (69 b). Das (J weicht oben nur wenig vom (J der vorigen Art ab. Beim ? sind
die Hflgl und die Mitte der \'flgl oben weiß, an der Wurzel sind beide Flügel verdunkelt und hellblau überzogen;
Vflgl mit einem schwarzen Querfleck am Ende der Mittelzelle; Hflgl mit schwarzer Postdiscal- und Submarginal-
diameira. linie; die letztere in Flecke aufgelöst. Südafrika vom Kapland bis Xyassa-Laiid. — diametra Karsch (69 a)
v\ird von Hain. Bruce als von aphnaeoides niclit verschieden betrachtet. Obgleich ich nicht genügendes Material
besitze um die Frage endgültig zu entscheiden, bin ich geneigt, c^iawie/ra als die nordöstliche Rasse zu betrachten.
Das $ scheint wenigstens dadurch von der Hauptform abzuweichen, daß beide Flügel oben reiner weiß sind
mit schärferen schwarzen Zeichnungen und mit wenig Blau; der .schwarze Querfleck am Ende der Mitteizelle
der Vflgl ist dreieckig und zugespitzt. Deutsch Ost Afrika: Nord-Usambara und am Meru-Berg. Die Quer-
zeichnungen der Unterseite sind gelbbraun statt hell orangegelb bei der Hauptforui.
aemulus. l. aemulus Trim. (68 h). o- ^'f'gl oben schwarz, im Wurzelteil hell blau; die blaue Farbe erreicht
kaum die Spitze der Zelle und die Rippe 4; Hflgl oben hell blau, am Vrde bis zur Rippe 6 schwarzgrau mit
feiner schwarzer Saumlinie und schwarzen Submarginalflecken in 1 c und 2; Anallappen weiß, schwarz gekernt;
Felde rl a und 1 b weiß oder grau. Beim $ ist die blaue Farbe der Oberseite dunkler und an der Wurzel schwarz-
grau überzogen: die schwarze Farbe ist am Vrde und Saume mehr ausgedehnt. Natal bis Deutsch Ost-Afrika.
Achte Artengruppe.
Die einzige hieher gehörige Art weicht von allen übrigen durch die Färbung ab. Hflgl nur mit 2 Schwänz-
chen, welche einfarbig schwarz sind.
lOLAUS. Von Dr. C. Axjeivillius. 405
I. pallene Walhngr. (69 b). Beide Flügel oben hell ockergelb oder fast sahnefarbig; Hflgl am Analwinkel pallene.
orangegelb; eine feine Sauralinie und die Friinsen schwarz; die S^iitze der Vflgl von der ]\Iitte des Vrdes bis
zur Eippe 3 oder 2 schwarz; Anallappen der Hflgl mit schwarzem Querstrich. Flügel unten orangegelb mit
schwarzem Querstrich am Ende der Mittelzelle der Vflgl und schwarzer Discallinie beider Flügel, welche in 1 c
der Hflgl unterbrochen ist; ein schwarzer Querstrich dicht am Saume in Ib (1 c) und 2. Das 2 ist dem (J
ähnlich, nur etwas blasser gefärbt. Deutsch-Südwestafrika. Transvaal, Natal und Deutsch-Ostafrika.
Neunte Artengruppe,
Ich vereinige in dieser Gruppe einige Arten, welche von Ham. Druce zu Epamera geführt werden,
in vielen Beziehungen aber einen für die Gattung fremdartigen Habitus haben. Sie sind durchschnittlich kleiner
als die anderen lolaiis-Aiten und leben in offenen, trockenen oder sogar wüstenartigen Gegenden, wo sie schein-
bar die Akazien, wahrscheinlich aber eigentlich die auf den Akazien schmarotzenden Loranthaceen aufsuchen.
Ihre Raupen dürften nämlich auf diesen Schmarotzerpflanzen leben. Bisher sind die Arten nur in Südafrika,
im Somali-Lande, Arabien und Sudan angetroffen und fehlen sicher völlig in den bewaldeten Gegenden Afrikas.
Eine Art hat sich von Arabien bis zum südöstlichen Teil der palaearktischen Region verbreitet.
Durch die breite, weiße oder weißgraue einfarbige Stirn können sie sofort von den übrigen Arten unter-
schieden werden. Hflgl nur mit 2 Schwänzchen, von denen das an der Rippe 1 b wenigstens doppelt so lang
wie das an der Rippe 2 ist.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Hflgl unten etwa in der Mitte zwischen der Wurzel und dem Di-scalquerstrich (am Zellende) mit einer deut-
lichen, oft scharf gezackten dunklen Querlinie. ^
OL. Die Submarginallinie der Hflgl-Unterseite bis zum Vrde fein und deutlich. — (J. Vflgl unten am Hrde
mit schwarzem Haarpinsel. Hflgl oben am Ursprung der Rippen 6 und 7 mit schwarzem Mehlfleck.
*. Beide Flügel unten mit weißer oder weißgrauer Grundfarbe. Querlinien der Unterseite rötlich braun.
/. mimosae.
**. Beide Flügel unten schwarzgrau mit violettem Schiller. Querlinien rein schwarz. /. obscurus.
ß. Die Submarginallinie der Hflgl-Unterseite geht am Vrde in den Feldern (5) 6 und 7 in einen großen
dunklen Fleck über (fehlt leider in der Fig. 69 c).
*. Die blaue Farbe der Oberseite lebhaft azur- oder kobaltblau; Hflgl unten zwischen der Discallinie
und der Submarginallinie in den Feldern 4 und 5 nicht oder nur unregelmäßig verdunkelt. — c?-
Vflgl unten mit schwarzem Haarpinsel am Hrde; Hflgl oben am Ursprung der Rippen 6 und 7 mit
schwarzem Mehlfleck. I- nursei.
I. lajoracus.
**. Die blaue Farbe der Oberseite zart violettblau. Hflgl unten zwischen den Querlinien in den Feldern
4 und 5 gleichmäßig verdunkelt, wodurch ein großer dunkler fast viereckiger scharf begrenzter Fleck
entsteht. I- umhrosus.
B. Hflgl unten im Wurzelteil wenigstens bis zum Ende der Mittelzelle einfarbig weiß ohne Zeichnungen.
a. Die Discal- und Submarginallinien der Unterseite fein und undeutlich oder ganz fehlend. — cj. Vflgl
unten am Hrde mit schwarzem Haarpinsel; Hflgl oben ohne dunkeln Mehlfleck. /. hicaudatus.
ß. Die Discal- und Submarginallinien der Unterseite schwarz, zusammenhängend und scharf hervortretend. ■ —
(J. Vflgl ohne Haarpinsel; Hflgl oben am Ursprung der Rippen 6 und 7 mit deutlichem, schwarzem
Mehlfleck. I- jordanus.
I. glaucus.
l. mimosae Trim. (70 e). ^. Flügel oben glänzend hell blau; Vflgl am Vrde bis zur Mittelzelle, an mimosae.
der Spitze bis zum Ende der Mittelzelle und der Rippe 3 und zwischen der Rippe 2 und dem Hrde etwa 2 — 3 mm
breit schwärzlich ; Hflgl oben am Vrde bis zur Rippe 7 schwärzlich, am Irde in 1 a und 1 b weißgrau und am
Saume mit sehr feiner schwarzer Linie, welche an der Spitze im Felde 6 bisweilen fleckenartig erweitert ist;
Anallappen weißlich mit schwarzem, grün beschupptem Fleck; ein schwarzer Saumfleck in 2 und ein solcher
Querstrich in 1 c ; der Mehlfleck liegt an der Wurzel des Feldes 6, ist tief schwarz, scharf begrenzt und von
einer schmalen weißgrauen Zone umgeben. Unterseite hell grau mit rötlichbraunen Querlinien; Vflgl mit Quer-
.strich am Ende der Zelle und den zwei gewöhnlichen Querlinien hinter der Mitte; Hflgl mit Wm-zelquerlinie,
einem feinen Strich am Ende der Mittelzelle, dicker imregelmäßiger Discalquerlinie und feiner Submarginal-
linie. Das $ weicht nur wenig vom ^ ab; der dunkle Vrd der Hflgl erreicht die Rippe 6 und schwarze submar-
ginale Striche treten in allen Feldern auf. Kapland bis Somali-Land.
406
lOLAUS. V^on Dr. C. Aürivillius.
ohxriini.i. I. obscurus sp. nov. steht der vorigen Art nahe und ist oben derselben sehr ähnlich, aber mit
viel dunkler blauer Farbe. Unten weicht sie durch die schwarzgraue ins Violette schillernde Grundfarbe und
die schwarzen Zeichnungen ab; die Vflgl haben einen Querstricli am Zellende und zwei Querlinien hinter dem
Zcllende schwarz; auf den Hflgln ist die Wurzelquerlinie durch einige schwarze Striche oder Flecke vertreten
und die unregelmäßige Discalquerlinie ist zwischen den Rippen 2 und 1 b sehr fein oder ganz unterbrochen;
ein s(;hwarzer Saumfleck im Felde 2. Beide mir vorliegenden Stücke stammen aus Windlmk im Damara-
lande und sind mir gütigst durch Direktor L. PERrNGUEY mitgeteilt \Aorden.
hicaudalus. !. bicaudatus Auriv. (69 c) ist der vorigen Art ähnlich, hat aber verschieden gebildete, am Anal-
winkel lang dreieckig ausgezogene Hflgl, noch hellere blaue Farbe der Oberseite, fast unbezeichnete Unterseite
und einen deutlichen Querstrich am Ende der Mittelzelle der Vflgl. Eigentümlich ist auch, daß beim ^ der
Mehlfleck der Hflgi fehlt oder kaum angedeutet ist. Nigeria in der Gegend von Yola.
Jordaniia. I. jordanus Sigr. (Bd. 1, Taf. 77 g). Diese Art kommt auch in Palästina vor und ist darum in Band 1
beschrieben worden. Flügel oben schwarzgrau, im VVurzelteil mehr oder weniger blau beschuppt; Hflgl beim r?
mit scharf hervortretendem scliwarzen Mehlfleck an der Wurzel des Feldes 6 ; am Saume mit schwarzem Anal-
fleck und schwarzem Punkt in 2, Anallappen und Feld 1 c am Saume grünlich beschuppt. Unterseite weiß-
grau mit zwei schwarzen Qucriinien und auf den Vflgln außerdem mit einem solchen Querstrich am Ende der
Mittelzelle; dieser Querstrich fehlt auf den Hflgln; Anallappen schwarz mit grünen Schuppen und durch eine
weißgelbe Linie mit der Rippe 1 a verbunden; der schwarze Submarginalfleck im Felde 2 nach innen weißgclb
(sahnefarbig) begrenzt; einige grüne Schuppen in 1 c nahe am Saume. Arabien.
(jlaiuus. I. glaucus Btlr. ist nach einem beschädigten Stück beschrieben, wahrscheinlich aber dieselbe Art wie
jordanus. Die Beschreibung lautet: ,,Am nächsten mit /. hdli verwandt; Vflgl oben schwärzlich mit
einem großen hell violett blauen Wurzel- und Hinterrandfleck, welcher etwa die Hälfte des Flügels einnimmt;
Hflgl schwarzgrau, heller gegen den Ird. welcher fast weiß ist; Mitte des Flügels dicht mit lebhaft violetten
Schuppen bedeckt, eine submarginale Reihe von Flecken, welche nach innen schwarz, nach außen weißlich sind ; ein
schwarzer, nach innen grün und gelb beschuppter Analfleck und wahrscheinlich ein ähnlicher Fleck zwischen
den Schwänzchen; Fransen weiß; ein sammetschwarzer Fleck von verdickten Schuppen an der Wurzel der
subcostalen Aeste (Rippen 6 und 7); Flügel unten weiß mit zwei scharf hervortretenden Querlinien (die innere
der V^flgl an den Rippen unterbrochen) und die Saumlinie schwarz; die Querlinien wie bei belli gebildet; der
schwarze, grüne und gelbe Analfleck größer als oben; ein kleiner solcher Fleck oberhalb des Anallappens.
Somali-Land: Duderi.
Utjoniciis. I. tajoracus Wlk. ist mir unbekannt geblieben; der Typus scheint sogar nicht mehr in England auf-
zutreiben zu sein. Die Beschreibung lautet: ,, Flügelspannung 1 Zoll 6 Linien (engl.). Purpurblau. Vflgl: ein
breiter Streifen am Vrde, eine breite Saumbinde und das Spitzendrittel des Flügels schwarzbraun; ein schwarzer
Querfleck am Ende der Mittelzelle. Hflgl: ein großer Spitzenfleck und eine unregelmäßige Saumbinde schwarz-
braun; die Saumbinde ist weiß gesäumt und schließt an ihrer Mitte einen tiefschwarzen Punktfleck ein; Ird
bläulich weiß. Unterseite weiß; ein Querstrich am Ende der Mittelzelle und zwei etwas gezackte Querlinien
im Saumteil schwarzbraun. Hflgl: eine schmale, gewellte schwarzbraune Binde zwischen der Wurzel und dem
Querstriche und eine feine, schief gestellte schwarzbraune Linie zwischen dieser Binde und der Wurzel ; die erste
äußere Querlinie bildet nahe am Irde einen langen und scharfen Winkel ; die zweite äußere Querlinie nahe am
Irde unterbrochen und verkürzt, an der Flügelspitze in einen Fleck endend; ein tief schwarzer Punktfleck wie
oben; einige metallglänzende giüne Schupjien zwischen diesem Punktfleck und dem Analwinkel. Kojjf, Brust,
Beine und Unterseite des Hinterleibes weiß." Tajora (Tadjura) an der Nordostküste des Somali-Landes.
nursci. l. nursei Btlr. (69 b, c) fällt vielleicht mit tajoraca zusammen. Die Beschreibung Butlers, welche
nicht ganz genau mit der Abbildung übereinstimmt, lautet: „Mit /. umbrosa nahe verwandt, die Flügel aber
dIh'u hell kobaltblau mit zwei weißlichen Punkten übereinander im Discus der Vflgl nahe an der schiefergrauen
Saumbinde; Fransen reiner weiß, gegen den Analwinkel ganz weiß; Hflgl oben mit 2 — 3 un.scharf begrenzten
weißen Discalpunkten in einer mit dem Saume gleichlaufenden Reihe ; Saum weiß, nach innen durch einen dunklen
Streifen, welcher die gewöhnlichen dunklen Flecke einschließt, und nach außen von der scharf hervortretenden
schwarzen Saumlinie begrenzt; Fransen rein weiß mit grauer Linie; Flügel unten perlweiß mit denselben Zeich-
nungen wie bei unibrosa, die Querlinien aber schwarzbraun statt rötlich. Arabien: Aden; Somali-Land. —
erlli. vai'. ertli Auriv. ist unten im Wurzelteil diaikler; die blaue Farbe der Hflgloberseite erreicht in der Mitte den
Vrd und in 1 c — 4 die schwarze Saumlinic, die schwarzen Submarginalpunkte ganz einschließend. Deutsch-
Ostafrika: Madibira.
wnbrosus. I. umbrosus Btlr. Flügel oben |hell violettblau; Vflgl am Vrde, an der Spitze (sehr breit) und
am Saume schwarz, die blaue Farbe bedeckt die Zelle, die Wurzel der Felder 2 (und 3) und den größten Teil
der Felder 1 a und 1 b; Hflgl am Vrde bis zur Rippe 6 .schwärzlich, am Saume .schmal weißlich mit schwarzen
Submarginalstrichen und Saumlinie; Anallappen weißlich mit schwarzem, grün beschupptem Fleck. Flügel
APHNAEUS. Von Dr. C. Aurivillius. 407
unten weißlich, an der Wurzel, am Vrde und am Saume mehr oder weniger schwarzgrau überzogen oder mit
großen solchen Flecken wie die Abbildung zeigt ; Vflgl mit einem Querstrich am Ende der Zelle und zwei Quer-
linien rötlich; Hflgl mit einem Querstrich am Ende der Zelle, einer Wurzelquerlinie und zwei äußeren Quer-
linien, ebenfalls rötlich. Somaliland. — sudanicus Auriv. ist kleiner und weicht dadurch ab. daß die sudanicus.
Unterseite fast eintönig weißgrau ist mit schwärzlichen Querlinien. Sudan: in der Nähe des Tsad-Sees.
Dr. Abn. Schultze, welcher diese Form entdeckte, schreibt über ihre Lebensweise: ,,Die Art flog ganz
wie ein lolaus um die Blüten von Loranthus, der auf den spärlichen Mimosen der öden Tirki-Landschaften
schmarotzte".
* *
*
Als Anhang führe ich hier eine von G. Ehrmann im Jahre 1894 als ,,Argiolus'' (Argiolmisl) beschriebene
Form auf, welche ich nicht deuten kann und deren systematische Stellung unsicher ist.
I. (?) hollandi Ehnn. ^. — Oberseite: Thorax und Hinterleib bräunlich mit hellblauen Schuppen hollandi.
bestreut ; Vrd und Saum braun, an der Spitze am breitesten ; ein schwarzer Querstrich in der Flügelmitte : der
übrige Teil der Vflgl schön azurblau. Hflgl-Oberseite : Vrd und Ird hell braun; von der Wurzel bis zur Mitte
des Vrdes ein breiter schwarzer Streifen; der übrige Teil des Flügels azurblau; Analwinkel mit einem orange-
farbenen, schwarz gekernten Fleck; Fransen braun; die Schwänzchen schwarz mit weißer Spitze. Beide Flügel
unten mit hell rehfarbiger Grundfarbe und sechs unregelmäßigen weißen Binden der Hflgl und vier der Vflgl,
außerdem findet sich ein großer schwarzer halbmondförmiger Fleck auf den Vflgln hinter der Mitte der Zelle;
Analfleck der Hflgl tief kastarüenbraun mit schwarzem Kern; zwischen den Rippen 2 und 3 findet sich außer-
dem ein orangegelber, schwarz gekernter Augenfleck, welcher auf der Oberseite nicht angedeutet ist. Das $
ist dem cJ ähnlich, ist aber weniger glänzend und hat eine breitere mehr gerade abgeschnittene Saumbinde
der Vflgl-Oberseite. Flügelspannung etwa 28 mm." Liberia: Grand Sess.
12. Gattung': Aphiiaeiis Hbn.
Obwohl die Aphnaeus- \.vten im Rippenbau völlig mit den <So der größeren /o^a?f.s-Formen überein-
stimmen, weichen sie doch im Habitus recht erheblich von lolaus ab. Die ApJmaeus sind kräftig gebaute,
hesperidenähnliche Schmetterlinge mit scharf spitzigen fast dreieckigen Vflgln und an den Rippen 1 b und 2
geschwänzten Hflgln, welche auf beiden Seiten der Rippe 1 b gelappt sind. Fühler dick mit kurzen undeut-
lichen Gliedern. Vflgl bei beiden Geschlechtern mit 12 Rippen. Stirn und Beine oft bunt gefärbt. Palpen
glatt beschuppt, nicht oder nur zum kleineren Teil weiß gefärbt. Hinterleib gewöhnlich weiß geringelt.
Die 2 gewöhnlich oben dem ^ ganz unähnlich. Die Entwicklungsstadien sind unbekannt.
Die Zeichnungsanlage der Unterseite ist sehr charakteristisch und tatsächlich bei allen Arten dieselbe,
obgleich die Entwicklungsstufe bei verschiedenen Arten ganz verschieden ist. Die Zeichnung be-iteht aus zahl-
reichen hellen, dunkel umzogenen, gewöhnlich sUbernen Flecken auf dunklem Grunde. Diese Flecke sind bald
klein und voneinander getrennt, bald groß und mehr oder weniger miteinander verbunden. Bisweilen sind auch
mehrere derselben reduziert oder ganz fehlend. Die typische Anordnung derselben (vgl. asterius) ist die folgende.
Vflgl : ein Punkt nahe der Wurzel der Mittelzelle, zwei übereinander in der Mitte der Zelle (gewöhnlich zu einer
Querbinde oder Querfleck vereinigt), zwei oder drei am Ende der Zelle in 4, 5 und 9 (gewöhnlich eine Quer-
binde bildend ; je ein Discalfleck in 1 b — 6. 9 und 10; der Discalfleck in 1 b ist schief gestellt und oft strichförmig
und der im Felde 4 steht regelmäßig näher am Saume als die übrigen) ; außerdem kommen bisweilen Submarginal-
flecke in 1 b, 6 und 7 oder sogar noch mehrere oder ein dunkler Submarginalstreifen vor; die Submarginalflecke
sind oft dunkel gefärbt.
Die Hflgl haben normal: 3 Wurzelpunkte (in 1 a, 7 und der Zelle), 2—3 Punkte am Ende der Mittelzelle,
eine um-egelmäßige Bogenreihe von Discalflecken in 1 b — 7 und eine dunkle, bisweilen hell gefleckte Submarginal-
binde; dazu kommt der große verschieden gefärbte Analfleck. Wie auf den Vflgln können auch hier die Flecke
oder Punkte mehr oder weniger miteinander zu größeren Komplexen verschmolzen sein, so sind z. B. die Flecke
am Ende der Mittelzelle miteinander und oft auch mit dem Discalfleck in 7 zu einer Querbinde verbunden, auch
die übrigen Discalflecken können vergrößert und miteinander in Gruppen oder zu einer langen Querbinde
vereinigt sein.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Hflgl mit zwei deutlichen Schwänzchen, einem längeren an der Rippe 1 b und einem kürzeren an 2.
A. Die Flecke in der Mitte und am Ende der Mittelzelle der Vflgl-Unterseite sind miteinander zu zwei
Querbinden vereinigt.
OL. Die Flecke der Unterseite süberglänzend. Flügel oben mit schwarzer .Grundfarbe.
408
APHXAEUS. Von Dr. C. AuRn'iLLius.
hoUandi.
O.
Die Discalflecke der Felder 2 — 6 der Vflgl sind wie auch 2 — 7 der Hflgl zu breiten geraden Quer-
binden vereinigt. Die Wuizelflecke der Mittelzelle und des Feldes 7 der Hflgl bilden auch eine
breite silberne Binde. Augen haarig. A. orcas.
Der Discalfleck 4 der Vflgl-Unterseite liegt viel näher am Saume als die übrigen, die Reihe der
Discalflecke ward dadurch im Felde 4 scharf unterbrochen.
Vflgl oben ohne weiße Flecke im schwarzen Spitzenteil.
1. Vflgl unten ohne Wurzelfleck am Vrde im Felde 12. Der Fleck am Ende der Mittelzelle
der Hflgl-Unterseite ist mäßig groß und wenigstens mit dem Discalfleck 7 vereinigt.
a. Die Discalflecke 2 und 3 der Hflgl-Unterseite berühren den Fleck am Ende der Mittelzelle
und bildet mit diesem und den Discalflecken 6 — 7 eine fast gerade Querbinde. Augen
haarig. ^4. propinquus.
h. Der Discalfleck 2 der Hflgl-Unterseite hängt nicht mit dem Fleck am Ende der Zelle
zusammen und liegt näher am Saume als dieser. A. argyrocycliis.
2. Vflgl unten am Vrde im Felde 12 mit einem silbernen Wurzelfleck, welcher mit dem
Wurzelfleck der Zelle vereinigt ist. Der Silberfleck am Ende der Mittelzelle der Hflgl-
Unterseite groß und abgerundet, von den Discalflecken völlig getrennt. A. brahami.
Vflgl oben mit weißen Discalflecken im schwarzen Spitzenteil und einem solchen Fleck
am Ende der Mittelzelle, unten an der Wurzel des Vrdes mit Silberfleck im Felde 12.
oo.
1
Flügel oben am Saume schwärzlich.
Flügel oben am Saume mit rostbrauner Binde.
B.
A. hutchinsoni.
A. dntcei.
p. Die Flecke der Unterseite nicht silberglänzend, ockergelblich mit dunklem Ring, klein und fast
alle getrennt. Flügel oben mit rotbrauner Grundfarbe, an der Wurzel blau. A. rex.
Die Flecke in der ]\litte und am Ende der Mittelzelle der Hflgl-Unterseite sind klein punktförmig, silber-
weiß, schwarz geringelt und voneinander getrennt. Stirn mit weißen Seitenrändern. A. asterius.
II. Hflgl mit nur einem Schwänzchen, an der Rippe 1 b.
a. Discalflecke der Hflgl-Unterseite klein und getrennt.
*. Flügel oben an der Wurzel blau; ihre Grundfarbe schwarz oder nur am Saume gelbbraun. Flecke
der Unterseite nicht oder wenig silberglänzend. A. questiauxi.
**. Flügel oben mit lebhaft gelbbrauner Grundfarbe ohne Blau an der Wurzel. Flecke der Unterseite
stark silberglänzend. A. marshalli.
ß. Discalflecke der Hflgl-Unterseite zu einer braungelben, schwarz gesäumten Querbinde zwischen den
Rippen 2 und 6 vereinigt. .-1. erikssoni.
A. orcas Drury (69 c). ^. Vflgl oben glänzend blau, am Vrde schmal, am Saume 3 — 5 mm breit,
.schwarz, in der Mittelzelle und hinter derselben mit 3 gerundeten schwarzen Flecken. Hflgl oben schwarz,
am Irde in 1 a, 1 b und 1 c dunkelbraun; hintere Längshälfte der Mittelzelle und die Felder 2 — 5 bis 2 mm
vom Saume glänzend blau beschuppt ; die Rippe I b nach außen blau gesäumt ; Analgegend breit rostbraun
mit schwarzen Flecken: Schwänzchen .schwarz mit weißer Spitze. Unterseite mit ockergelblicher Grundfarbe,
welche jedoch zwischen den großen silbernen, breit purpm-rot gesäumten Flecken und Binden nur als schmale
Linie wahrnehmbar ist; Vflgl mit folgenden silbernen Zeichnungen: einem gerundeten Wurzelpunkt in der
Zelle, einer Querbinde über die Mitte der Zelle bis zur Rippe 12, einer solchen Querbinde am Ende der Zelle bis
zur Rippe 11, einer breiten fast geraden Discalbinde zwischen den Rippen 2 und 9, einem schief gestellten Fleck
in 1 b hinter der Mitte, einem Fleck im inneren Teil desselben Feldes und einigen Punkten in der dunkelroten
Submarginalbinde; die Hflgl haben eine Querbinde nahe der Wurzel in der Zelle und in 7 — 8, eine sehr breite
Discalbinde zwischen dem Vrde und der Mitte des Feldes 1 c (sie ist durch Vereinigung der Discalflecken und
des Fleckes am Ende der Mittelzelle entstanden), drei Flecke am Ird in 1 a — I c und einige silberne Schuppen
auf der breiten purpurroten Submarginalbinde; Analfleck wie oben aber viel heller, orangegelb. Stirn rotbraun
mit weißern Rändern ; Palpen bräunlich, in der Mitte mehr oder weniger weiß. — Das $ ist demrj auf beiden
Seiten ganz unähnlich. Flügel oben einfarbig dunkelbraun, in der Saumhälfte etwas heller, graubraun; Vflgl
bisweilen mit einem gerundeten, helleren Fleck am Ende der Mittelzelle. Die Unterseite macht dadurch einen
ganz abweichenden Eindruck, daß die Zeichnungen und besonders die purpurne Einfassung der SUberflecke
in hohem Grade reduziert sind ; die hell graugelbe Grundfarbe wird dadurch vorherrschend ; die Flecke und Binden
sind sonst dieselben ; die Discalflecke sind jedoch abgerundet und treten als selb.ständige, aber aneinander stoßende
Flecke auf; auf den Hflgln sieht man genau, daß der Fleck am Ende der Zelle an der Bildung der Discalbinde
teUniramt. Sierra-Leone bis Gabun. — hollandi Bür. (= rattrayi Em. Sharpe, heliodorus Schnitze) ist die
südliche und östliche Rasse und weicht nur durch eine dunklere Unterseite von der Hauptform ab. Congo-Gebiet
und Toro.
Ausgegeben IS. X. 1923. APHNAEUS. Von Dr. C. Afrivillius. 409
A. propinquus Holl. (69 c). Das ^ ist oben der vorigen Art ähnlich, weicht aber unten dadiu-eh ab, propinqmts.
daß alle Silberflecke kleiner sind und die Grundfarbe dunkel kastanienbraun ist; der Discalfleck 4 der Vflgl
liegt näher am Saume als die anderen und von denselben abgetrennt; auf den Hflgln bilden der Mittelfleck
(am Ende der Zelle) und die Discalflecke 2, 3, 6 und 7 eine fast gerade Querbinde; die Discalflecke 4 und 5
stehen dagegen frei außerhalb dieser Querbinde. 2 unbekannt. Ogowe-FIuß.
A. argyrocyclus Holl. ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt und weicht unten nur durch die in der argymcy-
Uebersicht angeführten Kennzeichen von propinquus ab. Die Oberseite ist nach Holland dunkel grünlich *^'"*"
braun, bei gewisser Beleuchtung blau glänzend; am Ende der Mittelzelle der Vflgl ein großer weißer Fleck und
hinter demselben eine subapicale Reihe von sehr kleinen und undeutlichen Flecken. Dürfte das $ von propijiquus
sein. Ogowe.
A. brahami Lathy (69 c). ^. Flügel oben schwarz; Vflgl mit einem blauen Wurzelfleck, welcher bmhumi.
die Wurzel der Felder 1 a — 2 und der Mittelzelle bedeckt ; Hflgl in der Mitte mit einer dreieckigen blauen
Felde fast wie bei orcas; auf der Unterseite sind alle Discalflecke deutlich und frei oder nur paarweise vereinigt.
Nigeria.
A. hutchinsoni Trim. (69 d). (J. Vflgl oben schwarzbraun, im Wurzeldrittel blau und im Spitzenteil ÄufcAtnsoni.
mit einem gerundeten weißen Fleck am Ende der Zelle und je einem weißen Discalfleck in 2 — 6; Hflgl oben
fast völlig wie bei orcas gefärbt und gezeichnet. Die Unterseite ist olivenfarbig und durch die großen, meist
gerundeten, zunächst schwarz, dann purpurrot umzogenen Silberflecke ausgezeichnet. Stirn rotbraun mit
weißen Seiten. Augen feinhaarig. 9 mir unbekannt. Natal bis Britisch Ost-Afrika.
A. drucei Neave weicht nur durch das in der Uebersicht erwähnte Kennzeichen und den bis zur Mitte drucei.
rotbraunen Vrd der Vflgl-Oberseite von hutchinsoni ab. Deutseh Ost- Afrika.
A. asterius Plölz (69 d) ^. Flügel oben tief schwarz; Vflgl in la — 2 bis nahe am Saume blau imd as/erius.
mit blauen Flecken oder Punkten in der Zelle und in 3 — 6; Hflgl mit einem dreieckigen blauen Felde, welches
den größten Teil der Felder 2 — 4 und den Hrd der Mittelzelle bedeckt. Unterseite tief rostbraun mit kleinen
punktförmigen, schwarz geringelten Silberflecken, welche alle als selbständige Flecke auftreten und so wie
S. 407 in der Beschreibung der Gattung erwähnt ist, angeordnet sind; der Discalfleck 4 der Vflgl ist etwas größer
als die übrigen und der in 1 b ist lang, schief gestellt und strichförmig. Augen nackt. Stü'n schwarzbraun,
in der Mitte heller mit weißen Seitenrändern. Palpen gelbbraun, an der Spitze schwarz. Sierra- Leone bis Ogowe.
— ab. argenteola Holl. (69 d) hat die Punkte der Unterseite kleiner und den Discalfleck 4 der Vflgl lang und argcnteola.
schmal, strichförmig. Ogowe.
A. rex Auriv. (69 h) ist der größte und schönste aller bekannten Arten und bildet durch seine Fär- rex.
bung und Zeichnung einen Uebergang zu den Arten mit einem Schwänzchen der Hflgl. ^J: Flügel oben schön
kastanienbraun mit schwarzer Saumlinie und weißen Fransen; Vflgl in 1 a und 1 b bis 4 — 5 mm vom Saume
und in der Wurzelhälfte der Mittelzelle blau, am Ende der Zelle mit rundem hellgelbem Fleck und kleinen
ringförmigen, weißlich gekernten Discalflecken in 1 b — 6; Hflgl in der Zelle und in 1 c — 4 bis über die Mitte
hinaus blau überzogen; zwei weißgekernte Discalflecke (in 4 und 5); Schwänzchen gelbbraun. Unterseite gelb-
braun mit dunkel geringelten, heller gelb ausgefüllten, freien Flecken. Stirn rotgelb mit silberweißen Seiten-
streifen. Palpen weißgelb; die Spitze des zweiten Gliedes und das dritte Glied braungelb oder braun. Beine
zum größten Teil rotbraun. Brust und Älittellinie des Bauches sowie die Segmentränder des Hinterleibes weiß.
Deutsch Ost-Afrika bei Kigonsera.
A. questiauxi Auriv. (69 h). Diese Art ist in der Zeichnung und oft auch in der Färbung der vorigen quesiktuxi.
sehr ähnlich, weicht aber dadurch ab, daß die Flügel oben eine schwärzliche Grundfarbe haben, gegen welche
die weißen Discalflecke scharf hervortreten; beim (^ ist die Grundfarbe am Saume breit rostbraun überzogen.
Unterseite bald lebhaft braungelb, bald gelblich grau. Südliches Congo-Gebiet : Katanga.
A. marshalli Neave (69 d). (^. Flügel oben lebhaft kastanienbraun mit schmaler schwarzer Saum- niarsIuxUi.
binde und weißen oder grauen Fransen; Vflgl außerdem am Vrde mehr oder weniger schwarz und mit ring-
förmigen schwarzen hell gekernten Discalflecken, wenigstens m4 — 6; em gerundeter hellgelber Fleck am Ende
der Zelle; Schwänzchen der Hflgl rostgelb. Flügel unten etwas dunkler kastanienbraun als oben mit mäßig
großeia schwarz geringelten freien Silberflecken ; die Discalflecke 2 und 3 der Vflgl und 3 — 5 der Hflgl scheinen
oft zu fehlen ; Analgegend der Hflgl und Hrd der Vflgl gelb. $ unbekannt. Diese hübsche Art wurde im Mashuna-
Land und in der Gegend von Tanganjika im oberen Tal des Lofu-Flusses angetroffen.
A. erikssoni Trim. (69 d). ^. Beide Flügel oben kastanienbraun, am Saume schmal schwarz; Vflgl erik^soni.
an der AVurzel in den Feldern 1 a, 1 b und in der Zelle schmal hellblau mit gerundeten gelben, schwarz geringelten
Discalflecken in 2 — 6 und solchem Mittelfleck ; Hflgl längs der Rippe 1 b etwas blau beschuppt und mit kleinen
gelben Discalflecken in 4 und 5. Unterseite mit rötlichgrauer Grundfarbe und schwarz geringelten braungelben
XIII 52
410 SPINDASIS. Von Dr. C. Attrivillius.
Flecken, die Discalflecke der Hflgl bilden eine zusammenhängende schwach gebogene Binde und beide Flügel
haben eine vollfitändige Reihe von Submarginalflecken, welche auf den Hflgln zusammenhängend ist : Schwänz-
chen rostgelb. Das O ist etwas größer und weicht dadurch ab, daß der blaue Wurzelfleck der \'flgl fehlt und
die Grundfarbe viel dunkler, etwas rauchig ist, besonders die Unterseite der Hflgl ist schwärzlich überzogen.
Angola. Rhodesia und Mashuna-Land.
•o
13. Gattung: ^ipiiidasis Walkngr.
Die Spindasis-Avten weichen von Aphnaeus sowohl durch die Zeichnungsanlage wie durch den Rippen-
bau ab. Vflgl nur mit 11 Rippen, von denen die Rippe 7 in die Spitze oder den Vrd ausläuft. Hflgl stets mit
zwei Schwänzchen. Augen nackt. Fühler kräftig gebaut mit kurzen Gliedern. Die Entwicklungsstadien der
ethiopischen Arten sind unbekannt. Die Gattung kommt auch in der indo-malaiischen Region vor.
Die zahlreichen Arten können auf zwei Gruppen verteilt werden.
Uebersicht der Artengruppen.
I. Die Querbinden auf der Unterseite der \'flgl fangen alle am Vrde selbst an. Die Vflgl oben am Saume
wenigstens 1 — 3 mm breit .sch\4arzbraun. Erste Gruppe.
11. Die Zeichnungen der Vflgl-Unterseite erreichen nicht den Vrd, sondern sind alle durch einen deutlichen
Zwischenraum davon getrennt. Zweite Gruppe.
Erste Artengruppe.
Die Arten sind nahe verwandt und haben alle auf beiden Seiten eine ähnliche Zeichnung.
Die schwarze Grundfarbe der Oberseite ist fast immer an der Wurzel imd am Hrde der \'flgl und über
die Mitte der Hflgl hinaus heller oder dunkler blau; die blaue Farbe schillert mehr oder weniger und ist nicht
scharf begrenzt. Vflgl normal mit drei orangegelben Querflecken oder Querbinden, welche selten grau und
undeutlich sind, die erste, welche oft klein ist, liegt in der Mitte des Flügels und besteht aus einem Fleck in
der Zelle und oft auch aus Flecken in 2 und 1 b; die zweite ist von Discalflecken der Felder (1 b) 2 — 6 gebildet
und die dritte ist von 3 — 6 Submarginalfleeken der Felder (1 b — 3) und 4 — 6 zusammengesetzt. Wenn alle
Flecke der zweiten und dritten Binde da sind, verschmelzen die Binden gewöhnlich in den Feldern 1 b — 3 zu
einer Binde. Die Hflgl haben gewöhnlich einen orangegelben Analfleck und weiße Striche oder Punkte vor dem
Saume in den Feldern 1 c — 3 oder 4.
Die Zeichnung der Unterseite ist von großer Bedeutung für die Unterscheidung der Arten und ver-
dient darum hier ausführlich besprochen zu werden. Die Grundfarbe der Unterseite ist weiß bis strohgelb
oder ockergelb und die Zcichnimgen sind fast immer dunkel umzogen und metallisch ausgefüllt.
Auf der Vflgl-Unterseite finden sich: 1. ein oder zwei Flecke dicht an der Wurzel, die Wurzel-
flecke; 2. ein Fleck im ersten Viertel der Mittelzelle, welcher sich auch in das Feld 12 hinein verlängern
kann, den Vrd aber nicht erreicht, der Subbasalfleck; 3. eine Querbinde vom Vrde über die Mitte
der Zelle wenigstens bis zur Wurzel der Rippe 2, d i e e r s t e Q u e r b i l d e; 4. eine Querbinde vom Vrae
quer über die Schlußrippe der Mittelzelle, diez weite Querbinde; 5. ein Querfleck am Vrde, welcher
gewöhnlich sclK>n an der Rippe 6 endet, d i e d r i t t e Q u e r b i n d e; 6. eine Querbinde in der Mitte zwischen
der Mittelzelle und der Flügelspitzc, welche sich mit dem Saume fast gleichlaufend, vom Vrde bis zur Rippe 4
oder noch weiter erstreckt, d i e v i e r t e Q u e r b i n d e und 7. zwei mit dem Saume gleichlaufende, dunkle
S u b m a r g i n a 1 1 i n i e n . von denen die innere hie und da, nie aber in ihrer ganzen Länge, doppelt oder
verdickt sein kam).
Auf der Unterseite der Hflgl kommen folgende Zeichnungen vor: 1. sechs oder sieben Wurzel-
punkte, welche entweder getrennt und in zwei Querreihen geordnet sind (erste Reihe in 1 a, der Mittelzelle
und 8; zweite in 1 c, der Mittelzelle und 7) oder zu einer breiten Wurzelbinde vereinigt sind; 2. ein Längs-
strich auf der Rippe I b von der Wurzel bis zur Mitte der Rippe; 3. eine Querbinde, welche eine Fortsetzung
der ersten Querbinde der Vflgl bildet, sich vom Vrde bis zur Rippe 2 in fast gerader Linie erstreckt und sich
dann in scharfem Winkel gegen die Mitte des Irdes umbiegt, d i e e r s t e Q u e r b i n d e; 4. eine Querbinde,
welche am Vrde nahe an der Spitze anfängt und wenigstens die Rippe 4 erreicht, d i e z w e i t e Q u e r b i n d e;
■5. zwei S u b m a r g i n a 1 1 i n i e n . von denen die innere mehr oder weniger verdickt oder unregelmäßig
verdoppelt sein kaiui.
Um die folgende Artenübersicht benutzen zu können, muß man die oben gegebene Beschreibung der
Zeichnung genau beachten.
SPINDASIS. Von Dr. C. Aubivillius. 411
U e b e r s i c h t d e r A r t e n.
I. Die Grundfarbe der Unterseite wenigstens zum großen Teil weiß, mit oder ohne Silberglanz.
A. Vflgl unten an der Wurzel des Vrdes im Felde 12 rotgelb oder gelb, ohne Wurzel- und 8ubbasalflecke.
Querbinden beider Flügel getrennt. Grundfarbe der Unterseite stark silberglänzend.
a. Beide Flügel oben mit violettblauem Schiller; Vflgl mit mehr oder weniger entwickelten gelben
Zeichnungen. s. phanes.
ß. Beide Flügel oben braun ohne blauen Schiller: Vflgl ohne gelbe Zeichnungen. S. waggae.
B. Vflgl unten mit Wurzel- und Subbasalf lecken, welche mehr oder weniger zusammengeflossen sind.
Die Querbinden der Unterseite mehr oder weniger, bisweilen fast netzförmig, zusammengeflossen.
a. Grundfarbe der Unterseite silberglänzend. Vflgl oben mit orangegelben Flecken. «S". namaqua.
ß. Grundfarbe der Unterseite weiß ohne Silberglanz. Die Flecke der Vflgl-Oberseite wenigstens zum
Teil rein weiß. s_ somalina.
II. Die Grundfarbe der Unterseite strohgelb bis ockergelb.
A. Die vierte Querbinde der Vflgl-Unterseite ist zusammenhängend, gerade oder fast gerade und endet
frei an der Rippe 4 oder im Felde 3. Die dritte Quer binde der Vflgi-Unterseite ist sehr kurz und erreicht
höchstens die Rippe 6; die zweite erreicht dagegen wenigstens die Rippe 2, gewöhnlich auch die Rippe 1.
a. Vflgl oben an der Wurzel des Vrdes schwarzgrau oder schwärzlich.
*. Vflgl unten an der Wurzel des Vrdes (im Felde 12) mit einem Wurzel- und gewöhnlich auch
einem Subbasalpunkt; der letztere mit dem Subbasalfleck der Mittelzelle zu einer kleinen Quer-
binde vereinigt. Die gelben Querbinden der Vflgl-Oberseite gewöhnlich deutlich, beim ^ frei;
beim $ sind die beiden äußeren nach hinten vereinigt und die erste weiß oder M'eißlich. Saum-
striche der Hflgl-Oberseite dick und deutlich. Stirn hellgelb mit. seh warzer Mittellinie.
1. Die zweite Querbinde der Hflgl-Unterseite bis zum Vrde gerade.
a. Die innere Submarginallinie der Vflgl-Unterseite am Vrde deutlich erweitert wie doppelt.
Die erste Querbinde der Hflgl-Unterseite vom Vrde bis zur Rippe 2 fast gerade; die Sub-
marginallinien deutlich, rotbraun und fast vollständig. S. natalensis.
b. Die innere Submarginallinie der Vflgl-Unterseite am Vrde nicht erweitert. Die erste Quer-
binde der Hflgl-Unterseite zwischen dem Vrde und der Rippe 2 deutlich wurzelwärts
gebogen; die innere Submarginallinie schwefelgelblich, die äußere unvollständig.
»S^. nyassae.
2. Die zweite Querbinde der Hflgl-Unterseite am Vrde geknickt oder etwas unterbrochen, indem
der Fleck in 7 näher am Saume steht als der in 6. Submarginallinien der Vflgl-Unterseite
einfach und fast gerade. Erste Querbinde der Hflgl-Unterseite schwach gebogen. Erster
Querfleck der Vflgl-Oberseite auch beim ^ weiß. S. victoriae.
**. Vflgl unten an der Wurzel des Vrdes (im Felde 12) ohne Flecke.
§. Der schwarze Wurzelstreif im Felde 1 b der Vflgl-Unterseite erreicht höchstens die Wurzel
der Rippe 2 oder ist undeutlich.
o. Die Querbinden der Unterseite hellgelb oder orangegelb ausgefüllt, schwarz gesäumt.
Die Querzeichnungen der Vflgl-Oberseite normal entwickelt, orangegelb. Stirn hellgelb
mit schwarzer Mittellinie. S. inozambica.
00. Die Querbinden der Unterseite rostfarbig, nur auf den Vflgln schwarz gesäumt. Sub-
marginallinien auch rostfarbig. Stirn mehr oder weniger orangegelb. 8. apelles.
§§. Der schwarze Wurzelstrich im Felde 1 b der Vflgl-Unterseite ist schmal und setzt sich bis
über die Mitte der Rippe 2 hinaus fort. Querbinden der Vflgl schwarz silberweiß ausgefüllt, der
Hflgl rostgelb ohne schwarze Begrenzung. S. avriko
ß. \i\g\ oben an der Wurzel des Vrdes (im Felde 12) orangegelb und mit breiten orangegelben Quer-
binden. Hflgl oben mit lebhaft blauem Schiller.
*. Zeichnungen der Unterseite wenig dunkler als der Grund, grau, schwarz gesäumt.
S. modesta.
**. Zeichnungen der Unterseite rostgelb: Querbinden braun gesäumt. Beide Querbinden der Hflgl-
Unterseite unregelmäßig wie in Abteilungen geteilt, im Felde 6 aneinander stoßend.
8. Iiomeyeri.
B. Die vierte Querbinde der Vflgl-Unterseite unregelmäßig, bis zur Rippe 2 oder 1 au.sgedehht, aber bisweilen
im Feldes unterbrochen. Vflgl unten an der Wm-zel des Vrdes mit Wurzel und Subbasalfleck im Felde 12.
412 SPINDASIS. Von Dr. C. AuRiviLLitTS.
OL. Die dritte Querbinde der Vflgl-Unterseite ist (wie bei allen Alten der Abteilung A sehr kurz und
erreicht höchstens die Rippe 6: die zweite endet an oder etwas hinter der Wurzel der Rippe 3 oder
ist von einem selbständigen schief gestellten Fleck im Felde 2 begleitet.
*. Die vierte Querbindc der \'flgl-Unterseite etwas geschlängelt, aber bis zur Rippe 1 zusammen-
hängend.
1. Die gewöhnlichen gelben Querzeichnungen der Vflgl-Oberseite groß und deutlich: Unter-
seite mit strohgelber Grundfarbe und schmalen hellgelb ausgefüllten Querbinden : die vierte
Queibitule der \'flgl-Unterseite an der Rippe 4 dmcli ihre schwarze Begrenzung überbiückt.
S. ella.
2. Die gelben Zeichnungen der Vflgl-Oberseite beim o schmal und wenig deutlich; Unterseite niit
gelber Grundfarbe und breiten rostgelb ausgefüllten Querbinden; die vierte Querbinde der
Vflgl-Unterseite ganz ununterbrochen. S. tavetensis.
**. Die vierte Querbinde der \'flgl-Unterseite sehr unregelmäßig, aus 2: — 3 Abteilungen, welche
völlig getrennt sind oder einander nur berühren, bestehend.
1. Die erste Abteilung der vierten Querbinde der Vflgl-Unterseite geht vom Vrde bis zur Rippe 4,
wo sie sich im scharfen Winkel gegen den Saum umbiegt und die innere Submarginallinie
erreicht, nach innen und hinten stößt sie an einem gerundeten Fleck im Felde 3 an und wird
weiter von ähnlichen Flecken in 2 und 1 b fortgesetzt. S. trimeni.
2. Die er.ste Abteilung der vierten Querbinde der Vflgl-Unterseite geht vom Vrde nur bis zur
Rippe 6; die zweite Abteilung steht sehr schief, fängt an der Rippe 6 dicht innerhalb der ersten
Abteilung an imd bemhrt an der Rippe 4 die äußere Submarginallinie; die dritte Abteilung
liegt frei und schief zwischen den Rippen 4 und 2 und in fast gerader Fortsetzung der
dritten Querbinde, zu der sie auch gerechnet werden konnte. S. ynenelas.
ß. Die dritte Querbinde der Vflgl-Unterseite erreicht die Rippe 5. ist im Felde 4 schmal unterbrochen
und setzt sich dann wemgstens bis zur Rippe 2 fort. Die vierte Querbinde besteht aus zwei getrennten
Flecken, einem vom Vrde bis zur Rippe 6 imd einem im Felde 4. Die Querbinden der Hflgl-Unter-
seite in der Glitte unterbrochen. S. iza.
S. crusfaria.
Da die für fast alle Arten gemeinsame Zeichnung der Oberseite schon oben beschrieben worden ist
und die Unterschiede der Unterseite in der Artenübersicht besprochen sind, halte ich es für unnötig, die Arten
nochmals ausführlich zu beschreiben imd füge darum nur eiiiige ergänzende Bemerkungen zu.
phanes. S. phanes Trim. (69 d, e). Vflgl unten nur am Vrde bis zu den Rippen 5 oder 6 silberglänzend, dann
weiß oder gelblich weiß ; die innere Submarginallinie beider Flügel verdickt und auf den Hflgln an den Rippen
2 und ") resjicktive oft mit den geschlängelten Querbinden vereinigt : hiedurch a\ ird die silberglänzende Grundfarbe
in getrennte Längsbinden geteilt. Das $ weicht dadurch ab, daß die Querbinden der A'flgl-Oberseite viel breiter
sind, die er.ste ist weißlich und die beiden anderen in den Feldern 3 — 1 b miteinander vereinigt; die Hflgl, welche
beim q oben einfarbig und blausehillernd sind, haben beim $ hinter der Mitte zwei helle, bisweilen ganz orange-
gelbe Quei-hinden, welche in den Feldern 2 und 3 zu einer vereinigt sind. Damaraland bis Transvaal undNatal.
waggae. S. waggae E. Sharpe ist mir unbekannt ; da die Beschreibung nichts über die Wurzel- und Subbasalflecke
der N'flgl sagt, ist es unsicher, ob die Art zu Abteilung I A oder I B der Uebersicht gehört. Die Beschreibung
lautet : ,,Am näctisten bei S. namaqua Trimen hinsichtlich der Färbung der Unterseite, sofort durch das Fehlen
der blauen Farbe der Ober.seite zu imter.sc beiden. (^. Vflgl oben einfarbig braun, etwas bronzeglänzend mit
zwei schwarzen F'lecken, dem ersten am Ende der Zelle, dem anderen näher an der Wurzel. Hflgl den V.flgln
ähnlich, aber ohne Bronzeglanz; am Analwinkel i<t ein lebhaft orangefarbener Fleck, welcher bis zur Mitte
des Saumes von weißlichen Submarginalstrichen begleitet wird. Unterseite mit brauner Grundfarbe *) und
weißen silberglänzenden, .schwarz gesäumten Flecken, welche über die ganze Fläche verbreitet sind ohne regel-
mäßige Binden oder Reihen zu bilden mit Ausnahme von einer Reihe weißer Submarginalpunkte; der orange-
gelbe Analfleck der Hflgl ist von einem silbernen Fleck geteilt und hat nahe am Irde einen schwarzen Fleck.
Das $ ist dem ^ ähnlich, aber größer und oben auf beiden Flügeln bronzeglänzend: der orangegelbe Analfleck
ist nicht so lebhaft gefärbt." Somali-Land.
luimaqiia. S. namaqua Trim. (69 e). cj. Hflgl oben fast ganz und die A'flgl am Hrde breit dunkelblau; die
orangegelben Querzeichnungen der Vflgl klein und fi^i. Beim $ sind beide Flügel oben orangegelb mit schwarzen
Rändern und einigen schwarzen Querliinden oder Flecken. Kapland und Xamaqua-Land.
*) Es ist offenbar, daß Miss SllATlPE die Zeichnimgoii dor l'nterseite als die GrundfarlK' und die Griindf;u"be als
Flecke betrachtet.
SPINDASIS. Von Dr. C. Aueivillius.
413
S. somalina Btlr. (69 e). Die Flügel oben bei beiden Geschlechtern in gewöhnlicher Ausdehnung xomathm.
lebhaft dunkelblau glänzend; die Flecke der Vflgl-Oberseite beim $ rein weiß, beim J wenigstens teilweise
weiß. Die Binden der Unterseite tonfarbig mit bleiernen Punkten, geschlängelt und unter sich verbunden,
so daß die weiße Grundfarbe in Flecke geteilt wird. Somali-Land.
S, natalensis Dbl. u. New. (69 e). Beim ^ der Hauptform haben die Vflgl oben die drei gewöhnlichen naialensis-
orangegelben Querflecke und unten einen deutlichen Subbasalfleck im Felde 12, Süd- Afrika bis zum Damara-
Lande, den Victoria-Fällen, dem Manica-Land und Querimba in Portugiesisch Ost-Afrika. — ab. obscura obscura.
ab. nov. weicht dadurch ab, daß die Spitzenhälfte der Vflgl oben fast ganz schwarz ist, nur mit Andeutung eines
rotgelben Discalfleckes im Felde 4 und daß der Subbasalfleck im Felde 12 der Unterseite fehlt (der Wurzelfleck
ist dagegen vorhanden). Natal.
S. nyassae Bllr. weicht nur durch die in der Uebersicht mitgeteilten Kennzeichen von natalensis ab nyassae.
und dürfte nur eine Ra=^se derselben sein. Nyassa-Land.
S. victoriae Btlr. Auch diese Art ist mit n'italensis nahe verwandt. Die Unterschiede sind oben v'irtorme.
in der Artenübersicht angeführt. Owambo-Land, Deutsch und Britisch Ost-Afrika.
S. mozartibica Bertol. (69e, f) ist etwas kleiner als natalensis und hat einen größeren orangegelben niozamhica.
Analfleck der Hflgl-Oberseite; die Unterseite i-;t hellgelb mit hellgelb oder orangegelb au.sgefüllten Querbinden,
welche auf den Vf Igln schwarz, auf den Hf Igln fein schwarz oder rostbraun gesäumt sind ; die innere Submarginal-
linie der Hflgl-Unterseite ist lebhaft orangegelb und nach hinten stark erweitert. Sierra-Leone bis Togo; Süd-
Afrika bis Owambo-Land und Nyassa-Land.
S. apeUes Oberlh. (69 f ) weicht nur durch die in der Uebersicht angefülu-ten Kennzeichen von mozam- apcUex.
hica ab. Die Qaerbinden auf der Oberseite der Vflgl sind bald nur angedeutet und graulich, bald schmal und
orangegelb. Deutsch Ost-Afrika. — nairobiensis E. Sharpe ist eine Rasse oder Zeitform, welche nur durch die nairohien-
breiten, scharf begrenzten gelben Querbinden der Vflgl-Oberseite abweicht. Britisch Ost-Afrika, Narrobi, ***•
Belgisch Congo, Nyassa-Land.
S. avriko Karsch (69 f) ist wahrscheinlich nach einem weiblichen Stück beschrieben. Die Oberseite avriko.
ist dunkelbraun ohne blauen Schiller und mit breiten aber schwärzlich überzogenen und darum undeutlichen
gelben Qaerbinden der Vflgl, von denen die beiden äußeren nach hinten vereinigt sind; Analfleck der Hflgl
orangegelb mit zwei schwarzen silberweiß gekernten Punkten. Die Unterseite i.st der von mozambica ähnlich
und nur dadurch abweichend, daß die Wurzelpunkte der Hflgl größer und rotgelb gekernt sind und daß die
.schwarze Linie im Felde 1 b der Vflgl so stark verlängert ist. Togo.
S. modesta Trim. ist mir inibckannt, scheint aber nur durch die in der Uebersicht erwähnten Kenn-
zeichen von der folgenden Art abzuweichen. Owambo-Land.
modesta.
S. homeyeri Deiv. (69 f) ist die am lebhaftesten gefärbte Art der Gattung und sofort an der rotgelb homcyeri.
gefärbten Wurzel des Vrdes der Vflgl kenntlich. Querbinden der Vflgl-Oberseite breit, .scharf hervortretend,
lebhaft orangegelb ; der blaue Schiller der Oberseite sehr lebhaft ; Zeichnungen der Unterseite fast gänzlich rot-
gelb. Stirn heller oder dunkler gelb ohne schwarze Mittellinie. Südliches Congo-Gebiet, Angola, Owambo-Land,
Rhodesia, Manica-Land, Nyassa-Land, Deutsch Ost-Afrika. — kallimon Harn. Drc. weicht nur durch dunklere, loJ/hnnn.
vollständig rostbraun ausgefüllte Zeichnungen der Unterseite ab und ist sicher nur eine Zeitform von homeyeri.
Rhodesia.
S. ella Hew. (69 f, g). Zu der ausfülu"lichen Beschreibung in der Uebersicht ist nur hinzuzufügen, daß ella.
die Flügel oben wie bei mozimhica blau schillernd sind, daß aber der orangegelbe Analfleck der Hflgl-Oberseite
fehlt. Kapland bis Deutsch Oit- Afrika.
S. tavetensis Lathy (69 g) weicht nur durch die in der Artenübersicht erwähnten Kennzeichen von tavetensis.
ella ab und dürfte eine Rasse derselben sein. Britisch Ost-Afrika bei Taveta.
S. trimeni Neave (69 g). Diese .Art wird von Neave mit »S'. natalensis und victoriae verglichen und ist irimeni.
auch oben der letztgenannten Art sehr ähnlich. Wenn man aber die Unterseite in Betracht zieht, gehört trimeni
meiner Ansicht nach in die Nähe von ella und weicht nur durch die oben hervorgehobenen Kennzeichen von
ihr ab. Die erste Querbinde der Vflgl-Oberseite ist weiß und von einem großen solchen Fleck im Felde 1 b
begleitet; die Querbinden der Hflgl-Unter.seite sind unregelmäßig, in Abteilungen geteilt, die zweite endet
frei. Rhodesia.
S, menelas Harn. Druce (69 g) ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt und weicht sowohl durch menelas.
die Färbung der Oberseite wie auch durch die ganz uru-egelmäßige Anordnung der Zeichnungen der Unterseite
von allen schon erwähnten Arten ab. Beide Flügel oben schwarz mit großem orangegelbem Mittelflecke, welches
auf den Vflgln zwischen dem Hrde und der Rippe 6 liegt und 5 schwarze Flecke (in 2^ — 5 und der Mittelzelle)
414
SPIXDASIS. Von Dr. C. Aurivillius.
crustaria ■
einschließt und auf den Hflgln die Wurzel der Felder 2 — 5 und die Spitze der Mittelzelle bedeckt und am Vrde
zwei tiefe Einschnitte der schwarzen Grundfarbe hat. Die zweite Querbinde der Vflgl-Unterseite ist kurz und
endet an der Wurzel der Rippe 3 von den übrigen Zeichnungen völlig getrennt. Die er.ste sehr unregelmäßige Quer-
binde der Hflgl ist in den Feldern 3 und 4 unterbrochen, die Oeffnung wird aber von der zweiten im Felde 6
unterbrochenen Querbinde geschlossen; die innere Submarginallinie der Hflgl ist stark erweitert und silberweiß
au.sgefüllt. Nigeria.
S. iza Heiv. (69 g) weicht von allen übrigen Aiten durch die oben beschriebene Zeichnung der Unter-
seite ab. Hevvitsox beschrieb die Art nach einem $ (angeblich (^) und sagt von der Oberseite „braun mit
dunklen Flecken". Die Zeichnungen der Unterseite sind rostbraun. Gabun.
S. crustaria Holl. (69h) wurde nach einem ^ beschrieben: ..Flügel oben morphoblau; \'rd und Spitzen-
drittel der \'flgl sowie die Analgegend der Hflgl schwarz." Die Zeichnung der Unterseite scheint mit denen
von iza übereinzustimmen und nur dadurch abzuweichen, daß die Flecke rötlich grau gesäumt sind. Ist wahr-
scheinlich lun- eine Rasse von iza. Ein mir vorliegendes $ stimmt oben ganz mit der Beschreibung von iza. hat
aber die silbernen Zeichnungen der Unterseite breit schwarz gesäumt; die Hflgl haben unten 3 schwarze Sub-
marginallinien. Ogowe und Congo-Gebiet.
Zweite Artengruppe
Obwohl die Zeichnungen der Unterseite hauptsächlich wie in der ersten Gruppe angeordnet sind, ist
es für alle Arten der zweiten Gruppe eigentümlich, daß dieselben den Vrd der Vflgl nie völlig erreichen. Bei den
letzten Arten hat die Oberseite eine vom normalen Spiiulasis-Typui^ ganz abweichende Färbung.
Uebersicht der Arten.
A. Vflgl oben mit einer deutlichen, geraden, schwarzen, vom Saume durch die hellere Grundfarbe getrennten
Submarginalbinde. Beide Flügel unten mit drei Submarginallinien, von denen die äußerste bisweilen in
Punkte aufgelöst ist und die beiden inneren zu einer Binde vereinigt sein können.
a. Grundfarbe der Oberseite hell orangegelb oder ockergelb mit reduzierten, auf den Vflgln schwarzbraunen,
auf den Hflgln gelbbraunen Querzeichnungen. <S'. beUairix.
fi. Flügel oben mit weißgelber oder weißlicher Grundfarbe, welche jedoch durch die breiten und kräftig
entwickelten schwarzen Querbinden oder Querflecken zum großen Teil verdrängt wird und oft nur in
der Mitte und am Vrde der Vflgl mehr ausgedehnt ist.
*. Die zweite Querbinde der Vflgl-Unterseite ist nicht gerade und mehr oder weniger unterbrochen.
S. nilus.
S. kaduglii.
**. Die zweite Querbinde ist gerade, zusammenhängend und erreicht die Rippe 1. S. suhaurea.
ß. Vflgl oben wenigstens am Vrde, an der Spitze und am Saume schwarz, ohne besondere Saumbinde; sonst
violettblau oder orangegclb oder nur mit orangegelbem Hrdfleck. Hflgl oben zum größten Teil orangegelb
oder violettblau. Vflgl unten vor dem Saume mit zwei Querreihen von je 6 — 7 Punkten, von denen die
inneren deutlich und mit Silber ausgefüllt sind, die äußeren aber undeutlich sind oder ganz fehlen.
a. Hflgl unten mit dunkler graubrauner, am Saume rostbrauner Grundfarbe. Flügel oben ausgedehnt
violettblau (q) oder orangegelb ($).
1. $ Hflgl oben am Vrde breit schwarz. S. aderna.
2. $ Hflgl am Vrde nicht breit schwarz. S. hxura.
ß. Beide Flügel unten hell weißgelb mit scharf hervortretenden rostfarbigen Zeichnungen. Vflgl oben
schwarz mit orangegelbem Hrdfleck, welcher bisweilen beim ^ sehr klein ist. S. leoniym.
bellalrij-. S. bellatrix Btlr. ist wahrscheinlich nur eine südliche Rasse der palaearktischen Art S. acamas Klug.
(Bd. 1, S. 279, Taf. 75 i). Flügel oben hell ockergelb längs dem Vrde der Vflgl bis zur Mediana heller und am
Analwinkel der Hflgl weißlich; Vflgl mit einer Querbinde am Ende der Mittelzelle bis zur Rippe 2, einem Quer-
fleck hinter der Zelle, welcher die Rippe 4 erreicht und einem dritten Fleck, welcher die Rippe 6 erreicht; dazu
konitnt eine fast in Flecke aufgelö.ste Submarginalbinde, welche hinten an der Rippe 2 endet: diese Zeichnungen
sind matt bräunlich. Saum neb.st den Fransen schmal schwärzlich; Hflgl oben ohne andere Zeichnungen als
die matt durchscheinenden Querbinden der Unterseite; Analgegend weißlich. Unterseite matt weiß mit hell
gelblich ausgefüllten (^uerbinden : der Raum zwischen den beiden inneren Submarginallinien ist auch gelb
ausgefüllt, wodurcli eine deutliche Submarginalbinde entsteht; die äußerste Submarginallinie in Punkte auf-
Nubien bei Suakin und im Somali-Land.
SPINDASIS. Von Dr. C. Atieivillius.
415
S. nilus Hew. ist mir nur durch die Abbildung des weiblichen Typexemplares bekannt. Flügel oben n'üus.
an den Rändern .schwärzlich, sonst dunkelgrau bis gelblich weißgrau mit dicken schwärzlichen Querbinden;
Vflgl mit einem Querfleck an der Mitte der Zelle, einer Querbinde an der Spitze der Zelle, einer zwischen dem
Vrde und der Rippe 4 und einer breiten etwas gebogenen Submarginalbinde, welche sich im Felde 1 b mit der
zweiten Querbinde vereinigt; zwischen diesen Binden ist die Grundfarbe am hellsten, gelblich weißgrau, aber
durch die dritte Querbinde geteilt; auf den dunkleren Hflgln drei schwärzliche Querbinden, eine vom Vrde
über die Spitze der Zelle bis zum Analwiiikel, eine vom Vrde bis zur Rippe 4 und eine vollständige gebogene
Submarginalbinde. Unterseite weißgrau am Saume etwas dunkler mit schwarz umzogenen Querbinden, welche
nicht oder nur wenig dunkler als die Grundfarbe sind: die beiden inneren Submarginallinien treten darum
als Linien auf: Hflgl mit rotem Fleck am Ende der Rippe 1 b. Am weißen Nil und (?) in Nigeria.
S. kaduglii Beth. Baker wird als mit S. victoriae nahe verwandt angeführt. Aus der Beschreibung geht kaduglii.
aber sicher hervor, daß diese Art entweder mit S. nilus Hew. zusammenfällt oder nur eine Rasse derselben ist.
Die Beschreibung lautet: ..q. Kopf und Halskragen sehr hell rehfarbig: beide Flügel verblichen strohfarbig,
durch schwärzliche Zeichnungen sehr verdunkelt: N'flgl mit der Wurzel hell bräunlich, in eine dunklere Quer-
binde endend; Vrd breit hell bräunlich; postmedianes Band breit, an der Rippe 4 nach außen winkelig ge-
brochen, bis hinter der Rippe 2 fortgesetzt und an der Rippe 2 mit der breiten, dunklen Submarginalbinde,
welche vom Vrde gegen den Hinterwinkel allmählich breiter wird, vereinigt : das subco.stale Dreieck von Flecken
berührt auch die Submarginalbinde; zwischen dieser und der Saumbinde finden sich Spuren einer hellen Linie.
Hflgl fast völlig verdunkelt; der kurze, breite Subapicalfleck und der breite submarginale Streifen sind die
einzigen deutlichen Zeichnungen." Die übrige Beschreibung paßt völlig sowohl auf S. nilus wie auf S. subaurea.
Kordofan.
S. subaurea Smith (69 g) ist oben der vorigen Art ähnlich aber mit hellerer, weißlicher Grundfarbe in subaurea.
der Mitte und zwischen der Saumbinde und der Submarginalbinde deutlich hellgelb aufgehellt. Unterseite
mit gelblich weißer, sahnefarbiger Grundfarbe und am Saume bis zur innersten Submarginallinie hell braungelb
verdunkelt ; die Zeichnungen sind schwarz oder rostgelb umzogen und nicht oder wenig dunkler als die Grund-
farbe und mit silber- oder bleiglänzenden Flecken geziert ; auf den Vf Igln vereinigt sich die zweite Querbinde im
Felde 1 b mit der ersten (und zweiten) Submarginallinie ; die dritte Querbinde besteht nur aus einem kleinen Fleck
in 8, die vierte aber aus drei Flecken in 6 — 4, von denen jedoch der in 5 viel näher an der Wurzel als der in 6
steht; man könnte darum die Flecke in 5 und 4 fast ebensowohl als zur dritten Querbinde gehörend rechnen.
Die erste Querbinde der Hflgl ist zwischen dem Vrde und der Rippe 1 b fast gerade, die zweite endet an der
Rippe 4; die Rippe 1 b ist bisweilen an ihrer Spitze orangegelb. Nigeria bei Lokoja und in Nord-Kamerun.
S. lutosa Plötz ist nach einem so schlecht erhaltenen Stück beschrieben, daß ich die Art, als ich vor hifosa.
vielen Jahren den Tj-pus sah, nicht sicher deuten oder beschreiben konnte. Die Originalbeschreibung lautet:
,,Die Oberseite ist braun, gegen den Saum der Hflgl mit blauem Anflug, die Unterseite ist hellbraun mit einigen
dunkler braunen weißlich gekernten Querflecken und einem schmutzig weißen, fast dreieckigen Fleck, dessen
breiteste Basis sich in Zelle 1 befindet, hinter der Mitte der Vflgl. Die beiden Schwänze der Hflgl sind feiu
und kurz. Vflgl 14 mm." Aschanti, bei Aburi. Die Art kann nur durch eine neue Untersuchung des Typ-
exemplares gedeutet werden.
S. aderna Plötz (q = fallax E. Sharpe; $ = latifimbriata E. Sharpe) (70 a). Flügel unten mit brauner udema.
besonders auf den Hflgln grau schillernder Grundfarbe, welche am Hrde der Vflgl breit gelblich aufgehellt ist ;
die Zeichnung besteht aus silbernen Strichen oder Punkten, welche gewöhnlich fein schwarz und dann breiter
rotbraun oder rostbraun begrenzt sind; Vflgl mit zwei solchen Strichen in der Mittelzelle, einem am Ende der-
selben, einem Wurzelpunkt in 1 b, einem discalen fast geraden Querstrich zwischen den Rippen 1 und 4, einem
etwas mehr saumwärts stehenden Querstrich zwischen 4 und 6 und je einem Punkt in 6, 8 und 9: ziemlich weit
vor dem Saume eine Querreihe von 7 silbernen nur nach außen schwarzen Punkten in den Feldern 1 b — 6; die
Hflgl mit zwei Punkten in der Mittelzelle und je einem in 1 a, 1 c, 7 und 8, einem Querstrich am Ende der Zelle,
einer nur an der Rippe 7 unterbrochenen, sonst fast zusammenhängenden, im Felde 1 c aber rechtwinkelig
gegen den Ird umgebogenen Discalbinde und einer ähnlichen, aber ganz zusammenhängenden und .schon an
der Rippe 2 umgebogenen Submarginalbinde; diese hat zwi.schen den Rippen 2 und 7 gewöhnlich keine silberne
Schuppen und ist darum dort einfarbig rostbraun ; Anallappen mehr oder weniger schwarz, ein silberner Saum-
fleck in 1 c. Oben sind die Geschlechter ganz verschieden; beim ^ sind die Flügel lebhaft violettblau, die Vflgl
an der Spitze breit, am Saume und Vrde schmal schwarz, die Hflgl ringsum schwarz mit großem orangegelbem
Analfeld; beim $ haben die Vflgl einen großen orangegelben Hrdfleck, welcher wenigstens die Rippe ö erreicht;
die Hflgl orangegelb, nur am Vrde breit schwarz und mit feiner schwarzer Saumlinie. Sierra-Leone bis zum
Congo-Gebiet und Kavirondo in Uganda. — spindasoides Auriv. Durch einen bedauerlichen Beobachtungs- spindasoi-
f elller wurde ich verleitet, diese Form als einen Aphnaeiis zu beschreiben; bei genauer Untersuchung finde ich '^**-
nämlich, daß die Vflgl nur 11 Rippen haben, indem die Rippe 8 fehlt und die Rippe 7 wie bei allen Spindasis-
Arten in die Flügelspitze mündet. Die Form ist tatsächlich so nahe mit »S. aderna verwandt, daß ich sie nun-
416
CHL0R0SELA8. Von Dr. C. ArRmLLitrs.
' mehr nur als die östliche Rasse derselben ansehen kann. Das o weicht vom q der S. aderna dadurch ab, daß
die Analgegend der Hflgl-Oberseite dunkel umbrabraun (nicht orangegelb) ist. Das $ ist mir unbekannt.
,, Deutsch Ost-.Afrika": Kigonsera.
loxiira. S. loxura Rebel ist mir unbekannt und nach einem einzelnen 2 aus der Rutschurii-Ebene in Zentral-
-Vfrika be.><chricben. A'flgl schwarz mit einem sehr großen bis zur Rippe 4 reichenden rotgelben Hrdfleck, der
die Flügelwurzel breit si-hwarz läßt und auch am Hinterwinkel noch durch einen schwarzen Rand vom Saume
getrennt bleibt. Hflgl rotgelb mit feinem schwarzen Saum und schwärzlichem Anallappen, der ein 5 mm langes,
grobbeschupptes, braunes Schwänzchen mit schwarzer Mittellinie trägt; auf Rippe 2 ein viel feineres kurzes
Schwänzchen. Die Unterseite gleicht sein- jener von <S'. aderna ist aber dunkler und viel schärfer gezeichnet,
namentlich tritt der äußere braune Querstreifen der Hflgl sehr scharf hervor. Die Vflgl haben eine schärfere
Spitze und einen stärker ausgebogenen Saum als bei S. aderna, bei welcher letzteren die Hflgl auch am Vrde
breit .schwarz gesäumt sind. Vflgllänge 14 mm.
S. leonina weicht durch die eigentümlich gezeichnete Unterseite vcn allen anderen .\iten ab. Die
Grundfarbe der Unterseite ist sehr blaß, hellgelb mit scharf begrenzten rotbraunen oder rostbraunen Mittel-
feldern und oft auch mit solchen Saumbinden oder solchen Flecken am Saume; die silbernen, schwarz umzogenen
Flecke fehlen ganz oder fast ganz in der hellen Grundfarbe und treten nur in den rotbraunen Feldern deutlich
auf ; die Wurzel beider Flügel ist stets von der hellen Grundfarbe bedeckt. Vflgl oben schwarz mit einem größeren
oder kleineren orangegelben Hrdfleck. Hflgl oben orangegelb an der V\'urzel mehr oder weniger schwarz. —
leonina. leotiina E. Sharpe (70 a). Beide Flügel iinten mit zusammenhängender, etwa 2 mm breiter orangegelber bis
roti)rauner Saumbinde. q. Hrdfleck der X'flgl-Oberseite sehr klein oder strichförmig. i. Der Hrdfleck der
paradoxa. Vflgl liegt hinter der Mitte und erreicht die Rippe 4 oder 5. Sierra-Leone und Togo. — paradoxa Schullze.
Die orangerote Saumbinde der Unterseite ist auf den Vflgl n nur in den Feldern 1 b — 3 wohl entwickelt, sonst
fehlend oder nur durch kleine Flecke angedeutet und fehlt auf den Hflgln an der Mitte des Saumes völlig; das
Idtbraune Mittelfeld der X'flgl dehnt sich von der Rippe 2 bis zum \'rde aus und bedeckt die Spitze der Zelle
und die Wurzel der Felder 2 — 6, 8 und 9: das rotbraune Mittelfeld der Hflgl geht vom Vrd bis zum Irde, eine
breite Querbinde, welche am Irde .stark verbreitet ist, bildend, ^'flgl des o oben wie bei der Hauptform. Xord-
bitje. west-Kamerun. — bitje //. Bruce weicht von den beiden schon beschriebenen Rassen dadurch ab. daß die
dunklen Saumbinden der Unterseite völlig fehlen. Vflgl oben beim q mit großem orangegelben Hi-dfleck,
welcher die Mittelzelle erreicht. Kamerun bei Bitje am Ja-Fluß
14. Gattung : Cliloru$!»elas Btlr.
Chloroselas kommt der Gattung Spindasis äußer.st nahe und weicht nur dadurch ab, daß der erste
Subcostalast der Vflgl (= die Rippe 11) sich bald nach seinem Ursprünge mit der Costaiis vereinigt. Er kann
dadurch leicht übersehen werden. Die Augen sind nackt.
Flügel oben beim 2 schwarzbraun bis kupferbraun mit einem orangegelben Fleck am Analwinkel der
Hflgl, beim ^ mit blau schillerndem Hrdfleck der Vflgl und dem größten Teil der Hflgl blau ; Vflgl außerdem
beim (J am Ende der Mittelzelle mit einem schwarzen Mehlfleck oder Querbinde. Der orangegelbe Analfleck
der Hflgl wie beim i. Unterseite graugelb bis rötlich mit schwarzen, metallisch gekernten Flecken.
Die kleinen Arten sind wenig bekannt und bisher nur in Süd- und Ost-Afrika angetroffen worden.
Die Unterschiede zwischen den .\rten sind noch ziemlich unsicher und werden noch dadurch zweifelhaft, daß
die von Butler und Trimen gelieferten Figuren nicht mit den Beschreibungen übereinstimmen.
11,
Uebersicht der Arten
Hflgl nur mit einem kurzen Schwänzchen (an der Rippe 1 b).
Hflgl mit zwei kurzen Schwänzchen, einem an I b und einem an
Oh. tamaniha.
Ch. pseudozeritis.
tamaniha. Ch. tamatiiba 117^. Die kurze Beschreibung dieser Art lautet: ,, Bronzebraun; Vflgl bei gewisser
Beleuchtung blau an der Wurzel und in der hinteren Hälfte; Hflgl blau mit einer schmalen braunen Saum-
binde: ein orangegelber Fleck, welcher an das Schwänzchen stößt und sich in diesem ausdehnt, ist nach außen
glänzend stahlblau begrenzt; Unterseite rötlich grau mit glänzenden metallischen Flecken und einer schmalen
Submarginalbinde von derselben Farbe; einige der Flecke saumwärts tief schwarz begrenzt oder von tief
schwarzen Flecken begleitet; einige schwarze Flecke zwischen der Submarginalbinde und dem Saume; Fransen
esmeralda. hell grau an der Wurzel schwarz". Hör Tan aniba. — esmeralda Btlr. (69 g) wurde weit später, 1886, nach Stücken
aus dem Somali-Lande mit folgenden Worten beschrieben: ,, Vflgl oben mit der Hrdhälfte bis zur Wurzel, aber
mit Ausnahme des Vrdes glänzend smaragdgiün, bei gewisser Beleuchtung purpurglänzend und bei anderer
grau rötlich schillernd; die Wurzelhälfte des Vrdes stets von dieser Färbung; Spitzenhälfte rauchbraun; ein
Ausgegeben 2J.ni.i92J. ZERITIS. Von Dr. C. AüRIVTLLITjS. 417
schwarzer Fleck am Ende der Mittelzelle" (in der Figur sind die Vflgl oben schwärzlich mit einem dreieckigen
grünlich-blauen Hrdfleck, welcher die Wurzel der Felder 1 a — 3 bedeckt nicht aber in die Zelle hineindringt).
„Hflgl glänzend grün mit dem Vrde breit rauchbraun und dem Irde hell bronzebraun; Anallappen goldorange,
an jeder Seite schwarz und silberweiß gefleckt. Körper oben schwarzblau; Kopf weißlich; Palpen weiß; Fühler
und Hinterleib weiß geringelt; Fühlerkeule mit orangegelber Spitze. Flügel unten hell lehmgelb, überall mit
schwarzen silberweiß gekernten Flecken geziert; Vflgl am Hrde weißlich; ein Silberfleck nahe an der Wurzel
des Vrdes, etwa 6 solche Flecke in der Mittelzelle, eine unregelmäßige Querreihe solcher Flecke hinter der Zelle
und noch zwei solche Querreihen vor dem Saume; Fransen weiß; Hflgl mit 4 oder 5 Wurzelpunkten, einer
Querreihe von 4 Flecken mit feinen schwarzen Strichen im ersten Drittel und einer discalen Querreihe silberner
Flecke, welche mit 6 schwarzen Punkten gemischt sind; die submarginalen Reihen wie auf den Vflgln. Anal-
lappen wie oben; Körper unten weiß. Flügelspannung 21- — 22 mm." Als Unterschied von tamaniba hebt Butler
in einer späteren Arbeit besonders die geringere Größe hervor. Wenn man aber weiß, wie die Größe in solchen
Ländern wie das Somali-Land von den Witterungsverhältnissen während der Entwicklung abhängig ist, scheint
mir dieser Umstand an und für sich nicht entscheidend zu sein und ich halte es immerhin für wahrscheinlich,
daß esmeralda nur eine Zwergform von tamaniba ist. Somali-Land.
Ch. pseudozeritis Trim. (70 a) wurde im östlichen Kaplande im Bathurst-Distrikt von Miss Fanny Bowker pseudoze-
entdeckt und erhielt seinen Artnamen davon, daß die Zeichnung der Unterseite sehr nahe mit derjenigen von '"'''*•
Phasis (,,ZerUis" Trim.) übei-einstimmt. Beim ^J sind die Flügel oben schwarzbraun und blau; auf den Vflgln
bildet die blaue Farbe einen Hrdfleck, welcher die Wurzel der Felder 1 a imd 1 b bedeckt, nm* Mcnig die Mitte
des Hrdes und die Rippe 2 überschreitet und kaum in die Zelle hineindi-ingt . Hflgl oben lebhaft blau, am Vrde
breit (bis zur Rippe 6), am Irde und am Saume schmal schwarz; am Analwinkel mit einem orangegelben Fleck,
welcher zwei schwarze Saumpunkte einschließt und nach innen mit einigen bronzefarbigen Schuppen geziert
ist. Die Unterseite ist matt, hell graugelb mit dunklen, eckigen, metallisch gekernten Flecken. Flglfransen
einfarbig, weißlich. $ oben braun. Kapland, Natal, Tran.svaal. — azurea Btlr. scheint dadurch abzu- azurea.
weichen, daß beim (J der blaue Hrdfleck der Vflgl-Oberseite fast bis zum Saume reicht, ohne jedoch in
das Feld 2 und die Zelle einzuch-ingen. Das $ weicht vom (J dadurch ab, daß die blaue Farbe der Oberseite fehlt;
die Flügel sind darum oben einfarbig dunkel kupferbraun mit orangegelbem Analfleck der Hflgl. British Ost-
Afrika.
15. Gattung: Zeritis (Bsd.) Auriv.
Der Name Zeritis wmde zuerst von dem bekannten französischen Lepidopterologen Boisdua'al 1836
im ersten Bande seiner ,,Species Generales des Lepidopteres" angewendet. Er lieferte jedoch keine Beschrei-
bung der Gattung, bildete aber eine Ait {neriene) als die typische ab und fügte auch eine Abbildung des Geäders
bei. Diese Figur- konnte demnach, wenn man nicht allzu streng ist, als Charakterisierung der Gattung gelten.
Das mißliche ist aber nun, daß das Geäder falsch gezeichnet ist und demnach nicht auf die Gattung paßt.
Dazu kommt noch, daß auch die Figur von neriene unrichtig ist, indem die beiden Schwänzchen der Hflgl,
welche für die Gattung auszeichnend sind, völlig fehlen. Die Figm- ist wahrscheinlich nach einem beschädigten
Stücke verfertigt. Die Kennzeichen, welche Boisduval mitgeteilt hat, treffen also auf die vorliegende Gattung
nicht zu. Ob man dessen ungeachtet Boisduval als Autor der Gattung betrachten kann, will ich Andere ent-
scheiden lassen. Um jedoch unnötige Namensänderungen zu vermeiden, habe ich den Namen Boisduvals
gebraucht.
Fühlerkolbe sehr lang, länger als die Hälfte des Schaftes, wenig deutlich abgesetzt. Palpen kiu-z;
ihr letztes Glied vorgestreckt, zylindrisch, fast nackt. Augen nackt. Die Rippen der Vflgl 10. Die Hflgl
mit zwei gleichlangen, haarfeinen Schwänzchen, von denen das eine am Ende der Rippe 1 b, das andere am
Ende der Rippe 2 entspringt. Die Rippen 6 und 7 der Vflgl an ihrer Wurzel mehr oder weniger vereinigt. Die
Flügel sind unten sehr bunt gefärbt mit Querreihen von viereckigen, gelben Flecken.
Die Gattung stimmt im Rippenbau völlig mit Axiocerses überein, weicht aber davon und von den
übrigen verwandten Gattungen durch die beiden Schwänzchen der Hflgl ab.
Nur drei Arten, welche alle selten und wenig bekannt sind, wurden bisher beschrieben. Die Gesohlechts-
unterschiede sind mir unbekannt.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Flügel oben und unten mit schwarzen Submarginalpunkten oder Strichelchen in den Feldern 1^6. Flügel
oben orangegelb mit schwarzen Zeichnungen oder wenigstens in der Saumhälfte mit großen, rotgelben,
mehr oder weniger aneinander stoßenden Flecken und mit rotgelber Saumbinde.
*. Beide Flügel unten mit deutlichen, schwarz begrenzten, meist viereckigen Flecken.
a. Beide Flügel oben an der Wurzel breit schwarzbraun mit oder ohne kleine rotgelbe Flecke oder
Punkte. Z. neriene.
XIII 53
418
ZERITIS. Von Dr. C. AxjEn'iLUTTs.
B.
ß. Beide Flügel oben auch in der Wurzelhälfte leuchtend orange mit kleinen schwarzen Flecken oder
Punkten. Z. auririllii.
**. Beide Hflgl unten eintönig lebhaft orangegelb mit freien schwarzen Strichen oder kleinen Flecken.
Z. jmlcherrima.
Flügel ohne dunkle Submarginalpunkte in der gelben Saunibinde. Flügel oben bis weit über die I\Iitte
hinaus schwarzbraun mit oder oline kleine rotgelbe Discalf lecke; vor der feinen schwarzen Saumlinie mit
einer rotgelben Saumbinde, \\elche aus viereckigen, nur durch die schwarzen Rippen getrennten Flecken
besteht. . Z. sorhageni.
neriene. Z. nerlene Bsd. (70 a) wurde niemals beschrieben und nur nach der Unterseite von BoiSDXTVAL
abgebildet. Als ich aber die Art in meiner Arbeit ,,Rhopalocera Aethiopica" aufnahm, lag mir auch eine Ab-
bildung des einzigen tyi)ischen Stückes von der Oberseite vor. Diese wurde mu- gütigst von Herrn Charles
Oberthür inRennes, welcher die Sammlung Boisdüvals besitzt, mitgeteilt und ist hier wiedergegeben worden.
Die Schwänzclien der Hflgl. fehlen. Ob aber dieselben tatsächlich bei neriene fehlen, wage ich nicht zu ent-
scheiden. Statt einer nach der Figur gemachten Beschreibung genügt es auf die Figur zu verweisen. Die Aus-
amine. dehnuiig der schwarzen Zeichnungen der Oberseite scheint etwas veränderlich zu sein. Guinea, Rhodesia. — amine
Btlr. (69 h) habe ich früher als synonym von neriene betrachtet. Da aber sowohl Butler (An. Mag. Nat. Hist. [7]
8 S. 58, 1901) wie Drucb (Trans. Ent. Soc. London 1905, p. 252) jedoch ohne Unterschiede anzugeben, be-
haupten, daß neriene und amine verschieden sind, will ich bis auf weiteres amine als eine besondere Form be-
trachten. Daß aber amine sehr nahe mit neriene verwandt ist und kaum mehr als eine Form derselben sein
kann, .scheint mir aus der völligen Uebereinstimmung in der Zeichnungsanlage beider hervorzugehen. Wenn
man von den Schwänzchen absieht, scheint amine nur durch größere Ausdehnung der schwarzen Zeichnungen
der Oberseite und der rotgelben der Unterseite abzuweichen; ein Kennzeichen, welches kaum von größerer
Bedeutung sein kann, besonders da auch bei neriene, wie oben bemerkt ist, diese Ausdehnung nicht unveränder-
lich ist. Ashanti, Dahomey und Niger.
(turicillii. Z. aurivillii Schnitze (70 a) liegt mir nicht vor; Schltltze beschreibt sie in folgender Weise: Oberseite:
Grundfärbung leuchtend orange wie bei neriene aber die schwarzen Zeichnungen weit spärlicher wie bei dieser.
Es sind davon nur vorhanden: auf den Vflgln zwei nebeneinandei'stehende undeutliche Punkte in der Mittelzelle,
die aus rechteckigen Flecken (in 1 a, 2 und Ende der Mittelzelle stehend) zusammengesetzte unregelmäßige
Mittelbinde, die aus ebensolchen Flecken bestehende Discalbinde (Flecken in 1 b — 5), winzige Submarginal-
punkte in 1 b — -6, sowie eine ganz feine schwarze Saumlinie. Auf den Hflgln .sind von den schwarzen Zeichnungen
nur vorhanden: ein verschwommener Querfleck am Ende der Mittelzelle, Rudimente der Discalbinde in Feld 5
sowie undeutliche Submargina!j)iuikte in Feld 1 c — 7 und gleichfalls eine feine schwarze Saumlinie. Unterseite:
Grundfarbe glänzend rötlich isabellfarben. Wurzelpunkte, Mittelbinde und Discalbinde vollständig; die Sub-
marginalpunkte der Vflgl sind zu (nach innen offenen) Halbmöndchen erweitert, die der Hflgl wenigstens deut-
licher als auf der Oberseite. Bei neriene .sind die Binden dunkler als die Grundfarbe, wodurch wenigstens die
Hflgl ein schachbrettartiges Aussehen erhalten; bei aurivillii dagegen sind die Flecken zum gi'ößten Teil nicht
anders gefärbt als der Grundton, so daß nur die die Flecke nach außen und innen begrenzenden Querstriche
sich abheben, wodurch die Unterseite wie gestrichelt erscheint. Querstriche und Submarginalpunkte sind
orange mit schwarzer und zum größten Teil auch dicht silberner Beschuppung. Flecken von ähnlicher Färbung
befinden sich auf den Vflgln in Feld 8 — 10. Die Schwänzchen (soweit vorhanden) schwarz, die Fransen grau."
Das einzige Stück, ein (^, wurde von Schultze selbst bei Demssa in Adamaua um blühende Akazien fliegend
erbeutet; .später auch in Süd-Kamei'un angetroffen.
■pulcherrima. Z, pulcherrima ^4wr('«. (69 h?; ohne Schwänzchen!). Stirn weißlich mit einigen schwarzen Punkten
und Borsten. Palpen weiß; letztes Glied oben schwarz; Brust, Beine und Bauch weißlich; Rücken
schwärzlich mit rostgelbem Halskragen; Hlb oben und an den Seiten rotgelb mit schwarzer Rückenlinie.
Fühler schwarz, fein weiß geringelt. Flügel oben lebhaft rotgelb mit schwarzen Zeichnungen, welche an
der Wurzel und am Vrd der Hflgl wie bei neriene zusammengeflossen sind, ^'flgl oben im Wm-zelteil bis
zur Spitze der Mittelzelle schwarz mit einem rotgelben Fleck in der Mittelzelle nahe an ihrer Spitze; die
schwarze Farbe bedeckt auch die inner.ste Wurzel der Felder 2 — 5; Vrd bis zur Rippe 10 schwarz, an der
Wurzel breit rotgelb beschuppt; kurz hinter der Mitte .steht eine unregelmäßige Querreihe großer, eckiger,
schwarzer Discalflecke in 1 b — 6; die Disealflecke 1 b — 3 sind mehr oder weniger mit dem schwarzen
Wurzclteil vereinigt und tremien dadurch drei rotgelbe Flecke der Grundfarbe ab ; die Discalflecke 4 und 6
stehen mehr saumwärts als die übrigen; ein kleiner schwarzer Discalf leck im Felde 7; dann folgt
zwischen dem Vrde und der Rippe 1 eine fast gerade schwarze Querlinie, welche außen mit schwarzen
Submarginalpunkten oder Strichen der Felder 2 — 5 ( — 6) vereinigt ist ; eine feine an den Rippen verdickte
schwarze Saumlinie; Fransen .schwarzgrau. Hflgl oben an der Wurzel bis zum Ende der Mittelzelle und am
Vrd fast bis zur Spitze und zur Rippe 6 schwarz; Discalflecke 1 — 6 länglich, bald schmal und frei, bald größer
DESMOLYCAENA, AXIOCERSES. Von Dr. C. AuRiviLLms. 419
und miteinander vereinigt, der im Felde 5 mit der schwarzen Vrdbinde vereinigt; vor dem Saume zwei mit
dem Saume gleichfaufende Reihen kleiner schwarzer Punkte; eine äußerst feine, in 1 c fehlende schwarze Saum-
linie; Fransen grau, teilweise gelblich; die Schwänzchen schwarz; das am Ende der Rippe Ib an der Wurzel
gelb. Die Unterseite beider Flügel eintönig lebhaft orangegelb und mit freien, schwarzen Strichen und Flecken
geziert; dieselben entsprechen offenbar den Grenzlinien, welche bei neriene und amine die orangegelben Flecke
vom helleren Grunde trennen; auf den Vflgln sind fast alle, auf den Hflgln nur wenige Flecke von silbernen
Schuppen begleitet; die Vflgl haben 5 Querstriche in der Mittelzelle und in den Feldern 4 und 5; 6 im Feld 2;
4 im Felde 3; drei in 6, je zwei punktförmige in 7 und 11 und einen im Felde 10; im Feld 1 b finden sich
ein breiter Längsstreif an der Wurzel, zwei große viereckige Flecke in der Mitte und zwei kleinere Querstriche
vor dem Saume; die Hflgl sind mit etwa 50 kleinen, fast gleich großen, völlig getrennten schwarzen Strichen
(oder Punkten) geziert; dieselben bilden 7 — 8 zum Teil unregelmäßige oder unvollständige Querreihen; nur
einige der Wurzelstriche und alle der ersten submarginalen Querreihe sind mit silbernen Schuppen geziert.
Das einzige mir vorliegende Stück scheint ein $ zu sein (die Vorderbeine sind leider nicht vollständig da).
Ost-Sudan bei Wau.
Z. sorhageni Deuitz (70 a) ist an der dunklen Oberseite und an der scharf begrenzten, ungefleckten sorhageni.
gelben Saumbinde leicht kenntlich. Die Art liegt mir nicht vor, ich gebe darum die Beschreibung Dewitzs
wieder. ,, Oberseite schwarzbraun; die Saumlinie wird von einer Reihe gelber, fast viereckiger Fleckchen be-
gleitet und vor dieser steht eine zweite Reihe kleinerer, bläulich silberner Fleckchen; einige wenige kleine gelbe
Fleckchen oder Pünktchen liegen im Discus beider Flügelpaare zerstreut. Die Unterseite bietet ein buntes,
mosaikartiges Aussehen, indem gelbe und silberne Fleckchen die schwarzbraune Grundfarbe des Discus
beider Flügelpaare durchsetzen; regelmäßig angeordnet sind nur die Flecken der sich auch oberseits findenden
den Saum begleitenden beiden Reihen, von denen die äußere aus gelben, die innere aus silbernen Flecken be-
steht; die übrigen den Diskus beider Flügelpaare besetzenden gelben und silbernen Flecken stehen unregel-
mäßiger. An Rippe 1 b des Hflgls steht ein schwarzes Schwänzchen; ein zweites an Rippe 2 ist bei dem einzigen
vorliegenden Exemplar nur noch teilweise erhalten. Körper schwarz; Hinterleib unterseits gelb geringelt;
Kopf gelb gezeichnet; Beine und Fühler schwarz; Palpen gelb." Angola im Inneren.
16. Gattung: ]>esiuolycaciia Tnm.
Zu den in der Gattungsübersicht (S. 377) angeführten Kennzeichen ist nur hinzuzufügen, daß die Palpen
lang und vorgestreckt sind. Die Flügelform geht aus der Abbildung hervor.
Bisher ist nur eine einzige Art dieser Gattung beschrieben worden.
D. tnazoensis Trim. (70 a). (J. Flügel oben graubraun überall init starkem hell violettem Schiller, mazoensis.
Die Unterseite beider Flügel braungrau mit zahlreichen silbernen und schwarzen Punkten oder Fleckchen,
deren Anordnung aus der Figur hervorgeht. Das $ ist unbekannt. Die Art wurde von G. A. K. Marshall
im Mashuna-Lande entdeckt.
17. Gattung: Axiocerses Hbn.
'o
Fühler mit langer, zylindrischer, allmählich abgesetzter Kolbe. Saum der Vflgl beim (J mehr gerade
und hinten deutlich ausgerandet, beim $ fast gleichförmig abgerundet. Vflgl nur mit 10 Rippen, indem die
Rippen 8 und 9 fehlen; 6 und 7 gestielt, 10 und 11 frei aus dem Vrde der Mittelzelle. Hflgl am Analwinkel breit
aber kurz gelappt mit einem Schwänzchen am Ende der Rippe 1 b ; Ird hinter der Rippe 1 a tief ausgerandet ;
Saum schwach gewellt.
Die Vflgl sind oben schwarz oder schwärzlich mit einem größeren oder kleineren, roten bis gelben,
einfarbigen oder schwarzgefleckten Hrdfleck. Hflgl oben fast ganz oder wenigstens zum größten Teil rot bis
gelb mit (?) oder ohne 1 oder 2 Querreihe dunkler Flecke hinter der Mitte. Unten sind die Flügel mit zahl-
reichen kleinen silbernen oder goldenen, dunkel umrandeten Flecken bestreut. Vrd der Vflgl unten an der
Wurzel hell gefärbt. Die Flügelflecke sind, wenn vorhanden oben stets schwarz, unten aber gewöhnlich metallisch
gekernt; sie kommen normal in folgender Anzahl vor; Vflgl: zwei Wurzelflecke in der Mittelzelle und je einer
in 1 b und 2; ein Querstrich am Ende der Mittelzelle; je ein Discalfleck in 1 b (doppelt gekernt) 2 — 7 und 10
und zwei in 11; eine fast gerade Reihe von 6 oft strichförmigen Submarginalflecken. Die Hflgl haben Wurzel-
flecke in 1 c, 2, 7 und der Mittelzelle (2); einen Querstrich am Ende der Mittelzelle; Discalflecke in 1 a— 7 und
Submarginalf lecke oder Striche in 1 b — 7.
Die Geschlechter weichen durch Flügelform und Färbung der Oberseite recht erheblich von einander ab.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Vflgl unten im Felde 1 b ohne lange süberne Längslinie. — ^. Die helle Färbung der Oberseite nicht sehr
dunkel, rot bis rotgelb.
420 AXIOCERSES. Von Dr. C. Aurivillitts.
a. Die Vflgl unten mit doppeltem, hell gekerntem Discalfleck etwas hinter der Mitte des Feldes 1 b. Fiihler-
schaft schwarz wei(3 geringelt. <?. Vflgl oben an der Wnrzel des Vrdes schwarz oder gelb.
*. Hflgl oben gclbrot bis rot mit schwarzer Wurzel und feiner schwarzer Saumlinie (cJ) oder rotgelb
mit schwarzen Zeichnungen ($).
a. (J. Saum der Vflgl an der Rippe 4 deutlich vortretend. A. harpar.
b. (J. Saum der Vflgl fast gleichmäßig gebogen. A. bambana.
**. Hflgl oben „bräunlich-schwarz, goldbraun schimmernd". A. argenteomaculata.
ß. Die Vflgl oben und unten ohne Discalfleck im Felde 1 b oder nur mit Andeutung eines solchen Flecks.
Fühlerschaft oft braun, sehr fein weiß geringelt oder nur weiß punktiert. ^. Vflgl oben an der Wurzel des
Vrdes breit orangegelb.
*. Vflgl oben am Vrde, am Saume und gewöhnlich auch an der Wurzel breit schwarz oder schwärz-
lich. Hflgl oben mit feiner schwarzer Saumlinie.
a. M'lgl unten an der \\'urzel des Vrdes nur schmal weißgelb mit einer Reihe silberner Schuppen am
Hrde der gelben Farbe. A. mendeche.
h. Vflgl unten an der Wurzel des Vrdes breit silberweiß beschuppt. A. amanga.
**. (J. Vflgl oben fast ganz gelblich ziegelrot, niu- der Vrd vom Ende der Älittelzelle bis zur Spitze und
am Saume schmal schwarz; die dunkle Saumbinde an der Spitze nur 2 mm breit nach hinten allmäh-
lich verjüngt. Beim $ sind die Vrd- und Saumbinde nur durch einige schwarze Schuppen ver-
treten. Hflgl oben einfarbig ziegelrot ohne Zeichnung und ohne dunkle Saumlinie. A. baumi.
B. Vflgl unten im Felde 1 b mit einem silbernen Längsstrich an der Wurzel und dann mit einer langen,
silbernen, gewöhnlich schwarz eingefaßten, schiefen Längslinie, welche nahe an der Wurzel der Rippe 2
entspringt und die Rippe 1 weit hinter ihrer Mitte fast erreicht. — ^. Die hellen Felder der Oberseite
sehr dunkel blutrot. A. punicea.
harpax. A. harpax F. (70 c). (J. Vflgl oben schwarz, an der Wurzel des Vrdes rotgelb und mit einem großen
gelbroten Hrdfleck, welcher wenigstens die Rippe 5 erreicht und 1 — 5 freie oder fast freie schwarze Flecke
(der Discalfleck m 1 b, die Wurzelflecke in 2 und der Mittelzelle und den Querstrich am Ende der Zelle) ein-
schließt; Hflgl oben gelbrot ungef leckt mit feiner schwarzer Saumlinie und dunklen Fransen, an der Wurzel
schmal schwarz überzogen. Die Unterseite ist dunkler oder heller violett braun, am Hrde der Vflgl breit rotgelb;
die Flecke sind gewöhnlich alle da und metallisch gekernt. Beim $ sind die Vflgl oben nur an der Wurzel, am
Vrde bis zur Rippe 7 und am Saume schwarz; die Saumbinde ist 2 — 3 mm breit und nach hinten nicht oder
kaum verjüngt; die schwarzen Discalflecke in 1 b — 5 oder 6 sind alle deutlich inid frei oder fast frei, ebenso
die Flecke am Ende der Mittelzelle; die Submarginalflecke aber sind von der Saumbinde bedeckt; die Hflgl
weichen von denen des ^ dadurch ab, daß sie zwei deutliche Querreihen schwarzer Flecke (die Discal- und
Submarginalflecke) haben; die Unterseite fast wie beim (J gefärbt und gezeichnet, nur heller. Ganz Afrika
perion. von Sierra-Leone bis zum Kaplande und Ost-Afrika. — perion Cr. stellt ein $ dar, bei dem auf der Oberseite
die Discalflecke der A'^flgl und die Discal- und Submarginalflecke der Hflgl zu Querbinden vereinigt sind. Als
(J dieser Form betrachte ich die Stücke, bei denen der rote Hi-dfleck der Vflgl viel kleiner und schmäler ist und
denniach keine freie schwarze Flecke einschließt. Unter der Hauptform, mir aber nicht aus Süd-Afrika be-
styx. kannt. — Bei styx Hebel ist der rote Hrdfleck der Vflgl-Oberseite noch kleiner und erreicht höchstens die Rippe 2.
Deutsch-Ost-Afrika in den Magara-Bergen bei Zanzibar.
bambana. A. bambana Smith (70 c) ist mir unbekannt, kommt aber nach der Abbildung der vorigen Art sehr nahe
und .scheint nur durch den gebogenen Saum der Vflgl, die oben auftretenden Submarginalpunkte der Hflgl
und eine silberne Linie dicht vor dem Saume der Hflgl-Unterseite abzuweichen; der rote Hrdfleck der Vflgl-
Oberseite ist schmäler als gewöhnlich: ähnliche Stücke liegen mir jedoch auch von perion vor. 0.st-Afrika:
Moyabamba und Pugu.
argenteoma- A, argenteomaculata Pag. Die Beschreibung lautet: ,, Fühler schwarz weiß geringelt; Kolbe rötlich-
culata. braun; Palpen und Beine unten weißlich; Bauch weißlich, Bru.st und Hlb oben bräunlich mit rotbraunen Schup-
pen; die Vflgl-Oberseite ist am Rande schwärzlich, in der Mitte goldbraun glänzend; vor den weißliehen auf
den Adern schwarzen Fransen steht eine schwärzliche Marginalbinde. Hflgl-Oberseite bräunlich schwarz,
goldbraun .schimmernd; am Schwanzende mehrere silberblau glänzende Schüppchen. Vflgl auf der Unterseite
hellbrami mit silberweiß glänzenden, schwarz umzogenen Pmiktfleckchen, welche in einer submarginalen und
in drei unregelmäßigen inneren Reihen stehen; Hrd heller gelb, Grund rötlichbraun. Hflgl-Unterseite hell-
braun, schwärzlich Übergossen, mit silberglänzenden Fleckchen, die in einer submarginalen und discalen Reihe
stehen; am schwarz gerandeten und schwarz gefransten Analfortsatz einige rotbraune Schuppen; Fransen
weißlich, auf den Adern schwärzlich". Flügelspannung 20 mm. Abessinien bei Burka.
A. mendeche weicht nur durch das in der Uebersicht erwähnte Kennzeichen von amanga ab und ist
vielleicht nur eine Form derselben. Die Flecke oder Striche der Hflgl-Unterseite sind sehr undeutlich oder zu
LEPTOMYRINA. Von Dr. C. Aitrivillicjs. 421
feinen dunklen Querlinien vereinigt und nicht weiß gekernt; solche Stücke kommen jedoch auch bei amanga
vor. — mendeche Smith (70 c) hat eine am Hrde etwa 7 mm breite Mittelbinde der Vflgl-Oberseite und zwei mendeehe.
ähnlich gefärbte Flecke in der Mittelzelle; die Binde ist beim ^J gelbrot, nach vorn von der Rippe 5 begrenzt
und dort etwa 4 mm breit, beim $ erreicht sie die Rippe 7, ist bis zm- Rippe 6 fast gleichbreit iind rotgelb ge-
färbt. Britisch Ost-Afrika bei Mombasa, wahrscheinlich aber auch in anderen Gegenden Ost- und Süd- Afrikas,
obgleich bisher mit amanga verwechselt. — ab. (;J bistrigata ab.nov. Vflglobeu in den Feldern 2 und 3 in der roten Mstrigata.
Farbe mit freien oder fast freien schwarzen Discalstrichcn, welche bei der Hauptform völlig fehlen. Matabele-
land und Deutsch Ost-Afrika. — borealis Aimv. weicht von der Hauptform nur dadm-ch ab, daß die borealis.
Mittelbinde der Vflgl-Oberseite schmäler ist (beim q am Hrde etwa 4 mm und an der Rippe 4 nur etwa 2,5 mm
breit) und daß die hellen Flecke der Mittelzelle ganz fehlen (cj) oder nur angedeutet sind ($). In Adamaua
von SCHXTLTZE entdeckt.
A. amanga Westiv. (70 b, c) zeichnet sich durch die sehr breite, fast in Uirer ganzen Breite silberweiß amringa.
beschuppte Wurzel des Vrdes auf der Unterseite der Vflgl aus. Wie bei den übrigen Arten wechselt besonders
beim ^ die Breite und Länge des roten Hrdf leckes der Vflgl-Oberseite sehr; bei einem ^ (aus dem Mashuna-
Lande) ist er fast gleich breit und erreicht die Rippe 6, bei einem anderen aus Daressalam ist er auf einen
Strich in 1 a und einen kleinen Fleck in 1 b reduziert ; bei den übrigen Stücken nimmt er eine Zwischenstufe
zwischen den genannten Extremen ein. Vflgl oben an der Wurzel des Vrdes breit orangegelb. Deutsch Süd- West-
Afrika, Matabele-Land, Natal, Transvaal, Mashuna-Land, Nyassa-Land, Deutsch und Britisch Ost-Afrika.
A. bautni Weym. ist mir unbekannt, aber wie Weymer selbst hervorhebt mit amanga nahe verwandt, bamni.
Zu den Kennzeichen, welche in der Altenübersicht erwähnt sind, kann folgendes zugefügt werden: Auf der Ober-
seite der Vflgl ist die dunkle Emfassung am Vrd in der Mitte zirka 1 mm, an der Spitze 2 mm breit, am Außen-
rand mißt sie unter der Spitze nur 1,5 mm und nimmt bis zum Hinterwinkel an Breite allmählich ab, so daß
sie an letzterem in feiner Spitze ausläuft ; über die Schlußrippe der IMittelzelle zieht ein feiner, brauner, hinten
spitz zulaufender Strich, der nach vorne mit dem dunklen Vrd zusammenhängt; an der Wurzel des Hrdes
liegt etwas schwarze Bestäubung, jedoch nur 1,5 mm breit; die braune Farbe des Saumes ist stellenweise mit
roten Schuppen untermischt, während braune Schuppen sich vom Rande aus längs der Rippen nach innen
ausdehnen. Die Wurzel der Hflgl-Oberseite ist etwa 1 mm breit braun bestäubt. Angola.
A. punicea Smith (70 b, c) i.st sofort von allen anderen Arten durch den silbernen Längsstreif im Felde 1 b punicea.
auf der Unterseite der Vflgl zu unterscheiden. J. Flügel oben tief schwarz; Vflgl an der Wurzel des Vrdes
gelbrot und mit einem dunkel blutroten Hrdsfleck, M'elcher bald die Rippe 6 bald nur die Rippe 3 erreicht;
Hflgl mit einem großen blutroten Felde, welches die Analgegend und den Hrd bis zur Spitze der Rippe I a
bedeckt, nach vorn sich bis zur Rippe 5 oder 6 ausdehnt und nach innen die Spitze der Mittelzelle erreicht;
Unterseite rotbraun, violett schillernd und mit silberweiß gekernten Flecken. Beim ? sind die Flügel oben
blaß ockergelblich mit breiter schwärzlicher Saumbinde der Vflgl und gewöhnlich auch der Hflgl ; Mittelzelle
der Vflgl und Vrd der Hflgl auch mehr oder weniger verdunkelt; Unterseite wie beim ^ gezeichnet, aber mit
heller gelblicher Grundfarbe. Manica-Land; Deutsch- und Britisch Ost-Afrika.
18. Gattung-: Jjeptoin^^^riiia Btlr.
Fühlerschaft dünn, fadenförmig mit langen Gliedern ; Kolbe deutlich abgesetzt, kurz, mehr oder weniger
zusammengedrückt. Palpen lang, vorgestreckt oder etwas aufgebogen; erstes und zweites Glied unten borstig;
drittes Glied lang, scharf zugespitzt, dünn anliegend beschuppt. Augen nackt. Die Vflgl mit 10 Rippen (8 und 9
fehlen); Rippe 5 aus der Mitte der Querrippe; 6 und 7 aus demselben Punkte, der Spitze der Älittelzelle ; 7 in
die Spitze auslaufend; 10 und 11 frei aus dem Vrde der Mittelzelle. Die Hflgl haben wie gewöhnlich 8 Rippen
und sind am Analwinkel entweder scharf geeckt oder gelappt und geschwänzt.
Die Ai-ten zeichnen sich dadurch aus, daß beide Flügel oben am Hinterwiukel (resp. Analwinkel) ein
oder zwei schwarze, hell geringelte Augenflecke haben.
Uebersicht der Arten.
A. Hflgl am Analwinkel lang ausgezogen, gelappt und mit langem Schwänzchen am Ende von 1 b. Hflgl
unten mit deutlichen Querzeichnungen und mit zwei schwarzen, nach innen gelb begrenzten Augenflecken,
einem auf dem Anallappen in 1 b und einem am Saume in Feld 2.
a. Flügel oben hell bläulich grau; das Spitzendrittel der Vflgl und 2 — 3 gewellten Submarginallinien schwärz-
lich. L. phidias.
ß. Flügel oben schwarzgrau oder dunkel braungrau; Hflgl am Saume mit weißlichen Ringen und vor den-
selben mit einer solchen gewellten, unterbrochenen Querlinie.
*. Grundfarbe der Unterseite weißlich oder weißgrau. L. hirundo.
**. Grundfarbe der Unterseite steingrau. . L. makala.
422 LEPTOMYRIXA. Von Dr. ('. Aurivillius.
B. Hflgl am Analwinkel etwas ausgezogen und mehr oder weniger scharf geeckt, aber weder mit Schwänzchen
noch mit Anallap])oii. Hflgl unten grau, schwarz und braun gesprenkelt ohne deutliche Zeichnungen und
ohne schwarze .Saumflccke. — Gonatomyrina suh. nov. — Flügel oben mit kupferig brauner Grimdfarbe.
L. lara.
phidias. L. phidias F. (70 b). Vflgl auf beiden Seiten mit einem schwarzen, weiß geringelten Augenfleck in
Ib am Hinterwinkel; Hflgl oben mit tief schwarzen, weiß geringten Saumflecken in Ic und 2 und
einem dunklen Fleck auf dem Anallappen, unten ist der Fleck in 1 c fast völlig von bläulichen Schuppen
bedeckt, der Fleck in 2 nach innen gelb begrenzt und der nach außen weiße Anallappen nach innen schwarz
mit einigen gelben und bläulichen Schuppen. Flügel unten hellgrau mit dunkelgraucn, weißlich umzogenen
Zeichnungen; diese bestehen auf den Vflgln aus einem Quer.strich am Ende der ilittelzelle und Discalstrichen
oder Punkten in 1 b — 7 und 10, einer aus Bogen gebildeten Postdiscallinie und aus gerundeten Saumflecken,
von denen nur der in 1 b tiefschwarz und deutlich ist. Hflgl mit einem Wurzelpunkt in 7, einem Querstrich
am Zellendc, einer unregelmäßigen Discallinie, einer Postdiscallinie und Saumfleckcn, von denen die in den
Feldern 3 — 6 kaum dunkler als die Grundfarbe sind. Das $ ist etwas größer als das (J, weicht aber sonst davon
kaum ab. Madagaskar.
hirumlo. L. hirundo Wallemjr. (70b). Flügel oben schwärzlich mit schwachem violettem oder bläulichem
Schiller (J) oder braungrau ohne Schiller ( J): Vflgl mit einem schwarzen, bläulich (j') oder weißlich ($) um-
zogenen Saumfleclv in 1 b, Hflgl mit zwei solchen Flecken in 1 c und 2 und außerdem auch mit schwarzem,
gräulichgelb bestäubtem Fleck auf dem Anallappen. Unterseite beider Flügel weißlich mit ganz denselben
Zeichnungen wie bei phidias, die Discalflecke aber oft beim ^ gelblich; Vflgl mit gelblicher, Hflgl mit schwärz-
licher Saumlinie. Kajjland, Kaffernland, Natal, Delagoa-Bay und Britisch Ost-Afrika.
makahi. L. makala Baker muß nach der Beschreibung sehr nahe mit hiriindo verwandt sein und scheint nur
durch die dunklere Unterseite abzuweichen. Die Beschreibung Bethune-Bakers lautet : ,, Beide Flügel dunkel
braungrau; \'flgl mit einem oder zwei Augenflecken am Hinterwinkel, ihr Kern schwärzlich, ihr Ring sahne-
farbig ; Hflgl mit zwei solchen Flecken am Analwinkel und vor denselben mit einer Saumlinie, welche auf jeder Seite
von einer feinen, gelblich weißen, an den Rippen unterbrochenen Linie begrenzt ist ; eine zweite weißliche gleich-
falls unterbrochene Linie näher an der Mittelzelle. Unterseite \\arm steingrau; Vflgl mit der Mittelzelle von
einem hell braunen, weiß ausgefüllten Quer.strich geschlossen, über diesem und etwas außerhalb derselben zwei
kleine braune Cost alpunkte ; die Discalbinde braun, weiß gesäumt, hinter der Rippe 4 schwach gebrochen ; die Sub-
marginallinie braun, weiß gesäumt, in entgegengesetzter Richtung wie die Discallmie gebogen, am Hinterwinkel
mit einem schwarzen Fleck: Hflgl mit einem hellbraunen, weiß gekernten Querstrich am Ende der ^Mittelzelle;
vor demselben hinter der ('ostalrippc (Rippe 12) und näher an der Wurzel ein Doppelfleck ; ein zw eiter Punktficck
etwa an der Mitte des Vrdes; am Irde ein Fleck hinter dem Querstrich der Zelle; eine sehr unregelmäßige,
hinter der Rippe 4 stark unterbrochene Discallinie (,,postmediar'line); die Submarginallinie wenig unterbrochen
und ausgebogen, außerhalb derselben eine zweite undeutliche Linie; ein schwarzer Fleck zwischen den Rippen 2
und- 3 und ein anderer auf dem Anallappen, beide wurzelwärts orangegelb gesäumt; ein langes, braunes,
weiß gesäumtes Schwänzchen. Flügelspainuuig 29 — 31 mm." Congo-Gebiet bei Makala.
hoschi. L. boschi Strand (70 b). Strand selbst glaubt, daß sie mit makala nahe verwandt ist, vergleicht
sie aber in der Beschreibung nur mit lara. welche zu einer anderen Abteilung der Gattung als hirundo
luid makala gehört und bemerkt nur, daß sie von makala durch das Vorhandensein von zwei Augen-
flecken im Hinterwinkel der Unterseite der Vflgl abweicht. Die Beschreibung lautet: ,, Verglichen mit
L. lara L., ist zuer-st die Färbung der Oberseite abweichend, indem diese als hell aschgrau, nur im Saum-
felde mit schwachem bräunlichem, und im Wurzclfclde scheint Andeutung grünlichen Anflugs vorhanden
zu sein, zu bezeichnen ist. Das Saumfeld der Vflgl trägt zwar wie bei lara zwei schwarze Ozellen hinten,
diese sind aber fast gleich groß, während bei lara der vordere bei weitem kleiner ist, außerdem ist durch
das Vorhandensein eines weißen Rings ein dritter Ozellus angedeutet. Im Saumfelde der Hflgl sind nur zwei
tief schwarze Ozellen vorhanden, durch das Vorhandensein von weißen Ringen werden aber noch weitere 4 oder
5 Ozellen angedeutet; innen wird diese ganze Ozellenrcihe durch eine aus dunklen zusammenhängenden Halb-
monden gebildete Binde begrenzt. Saumlinie beider Flügel schwarz, die Fransen weißlich. An der Unter-
seite sind die Vflgl heller als l)ei lara, die Hflgl ungefähr wie bei dieser Art ; die ^'flgl mit quergestelltem,
heller umrandetem Discozellularfleck und dem gegenüber am Vrde ist ein dunkler Punkt und zwischen diesem
und der po.stmedianen Querbinde ist ein zweiter, hell umringelter Punktfleck; diese Querbinde besteht aus 6
dunklen, scharf weiß gerandeten, zusammenhängenden Flecken und ist fast gerade, am Analwinkel zwei schwarze
Flecke wie oben und weitere 4 dunkle, hell unuandete Flecke lassen sich vorn erkennen, diese Reihe wird innen
von braunen Halbmonden begrenzt. Das Saumfeld der Hflgl zeigt eine undeutliche Sublimbalbinde, die mitten
durch dunkle Bestäubung erweitert ist und einen kleinen tief.schwarzen Fleck im Analwinkel, ferner schimmert
CAPYS. Von Dr. C. Attrivillitts. 423
der vordere der schwarzen Flecke der Oberseite durch; eme aus bräunlichen Flecken gebildete Postmedian-
binde erreicht weder Vrd noch Hi'd, ist fast gerade, aber mitten deutlich unterbrochen; etwa an der Mitte des
Irdes findet sich ein schräger Querfleck, dem gegenüber am Vrdc ist ein Querfleck, der senkrecht auf den Vrd
gerichtet ist, und hinter diesem ist ein doppelter quergestellter Discalfleck; das Wurzelfeld wird außen von
einer gebogenen Reihe von 4 — 5 kleinen dunklen Querfleckchen begrenzt, die alle unter sich deutlich getrennt
sind und zwar der vordere am deutlichsten. Flügelspannung: 29 mm." Abessinien.
L. lara L. (70 b) weicht durch die Bildung des Analwinkels der Hflgl so erheblich von den übrigen Jam
genau bekannten .li'ten ab, daß sie als Typus einer besonderen Untergattung (siehe oben) gelten kann. In der
Zeichnungsanlage schließt sie sich jedoch den anderen Arten ziemlich eng an, ausgenommen daß die Zeich-
nungen der Hflgl-Unterseite ganz undeutlich und verschwommen sind. Flügel oben kaffeebraun etwas glänzend
und an der Wurzel mit Perlmutterglanz, beide am Saume mit zwei tief schwarzen, weiß geringelten Augen-
flecken in den Feldern 1 b (resp. 1 c) und 2 und bisweilen auch mit einem solchen Fleck im Felde 3 (= ab.
gorgias Stoll); Hflgl bisweilen innerhalb der Augenflecken mit Andeutung einer weißlichen Querlinie; Fransen gonßas.
weiß, an den Rippenenden dunkel gefleckt. Flügel unten weißgrau, Vflgl bisweilen bräunlich; Vflgl mit denselben
Zeichnungen wie die übrigen Arten und 2—3 .schwarzen Augenflecken in 1 b, 2 (und 3); Hflgl dunkler, grau,
braun und schwarz gesprenkelt, nebelig ohne deutliche Zeichnungen und ohne schwarze Saumflecke. Süd-
und Ost- Afrika vom Kaplande bis Kavirondo und Abessinien.
19. Gattung: Capys Hew.
Fühler mäßig dick mit langer, deutlicher, drehrunder Kolbe. Palpen anliegend beschuppt mit dünnem,
spitzem Endgliede. Augen dicht haarig. Vflgl mit 11 Rippen (die Rippe 9 fehlt) und fast geradem ((J) oder
gebogenem (2) Saume. Hflgl am Ende der Rippe 1 b kurz und stumpf geschwänzt, an der Rippe 2 nicht ge-
schwänzt; ihr Saum gewellt oder gezackt.
Dm-ch die haarigen Augen und die Anordnung der Rippen stimmt diese Gattung mit Deudorix überein,
weicht aber nicht nur durch das Fehlen des Schwänzchen an der Rippe 2 der Hflgl sondern auch dadurch, daß
die Hflgl an der Rippe 1 b geschwänzt und nicht gelappt sind, davon ab. Nach meiner Ansicht ist Capys unge-
achtet der äußeren Aehnlichkeit der Oberseite mit einigen .Aitcn der Gattung Deudorix nicht näher mit dieser
verwandt.
Die ^^ haben gewöhnlich auf der Oberseite der Hflgl über die Wurzel der Rippen 6 und 7 einen kleinen
glänzenden hellgrauen Mehlfleck, aber keinen Haarpinsel am Hrde der Vflgl.
Die Flügel haben unten eine graue Grundfarbe; Wurzelflecke fehlen und die Zeichnung besteht aus
einem Querfleck am Ende der Mittelzelle, einer auf den Vflgln fast geraden, auf den Hflgln unregelmäßigen
Querreihe von Discalflecken und aus undeutlichen Submarginal- oder Saumflecken; die Flecke sind schwarz
oder rötlich gesäumt oder geringelt.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Flügel oben nicht einfarbig schwarzbraun. (^. Hflgl oben am Ursprung der Rippen 6 und 7 mit deutlichem
Mehlfleck.
A. Beide Geschlechter oben mit schwarzer Grundfarbe und in der Mitte der Flügel mit einem großen orange-
roten Felde. Fransen weiß an den Rippenenden und an der AVurzel schwärzlich. C. alphaeus.
B. Fransen weiß mit roter Wurzellinie. ^J. Flügel oben schwarzbraun, in der Mitte sehr breit, bisweilen
fast ganz orangerot. ?. Flügel oben dunkelgrau mit violett-bläulichem Anfluge, in der Mitte etwas
heller aber ohne rot; Hflgl oben am Saume mit roten Mondflecken. C. disjunctus.
II. Flügel oben einfarbig schwarzbraun. ^. Hflgl ohne Mehlfleck. C. brunneus.
C. alphaeus Cr. (70 d). Das rote Mittelfeld der Oberseite ist auf den Vflgln breit, mehr oder weniger alphaeus.
abgerundet, erreicht oft den Hrd und bedeckt die Mitte des Feldes 1 b, die Wm-zel der Felder 2 — 5 und die
Spitze der Mittelzelle und ist auf den Hflgln länger und schmäler. Vflgl bei beiden Geschlechtern unten mit
einem großen orangegelben Hrdfleck, welcher die Wurzel der Felder 1 a — 3 und die hintere Längshälfte der
Mittelzelle bedeckt und in den Feldern 1 a — 3 die Discalflecke fast völlig verdi-ängt ; die Discalflecke 6 und 7
der Hflgl .stark verbreitert und mit dem Querfleck am Zellende zusammenhängend; beide Flügel unten am Saume
mehr oder weniger breit verdunkelt. Kap-Kolonie, Natal, Transvaal.
C. disjunctus Trim. (70d). Das ^ weicht vom ^ der vorigen Art dadurch ab, daß die roten Felder disjunctus.
der Oberseite mehr ausgedehnt sind, auf den Vflgln die Wurzel fast erreicht und beinahe die ganze Mittelzelle
bedeckt und auf den Hflgl nur eine schmale nach vorn etwas breitere dunkle Saumbinde und den schwarzen
Ird frei läßt; die Discalflecke der Unterseite sind mehr undeutlich. Das $ ist, wie aus der Beschreibung in der
424 PHASIS. Von Dr. C. AuRmLLiTjs
Artenübersicht hervorgeht, oben vom (J und vom $ des C. alphaeus ganz verschieden; die Unterseite ist blasser
als beim ^J mit scharf hervortretenden und auch auf den Vflgln bis im Felde l b vollständig entwickelten Discal-
flccken; das gelbe Hrdsfeld ist niiiulicli sehr blaß oder nur angedeutet. I. F. Leigh fand die Raupe in Natal
in den Früchten von Protea hirta; die Eier werden auf die jungen Früchte gelegt; die Raupe, die ganz jung
fast .schwarz ist, allmählich heller wird und ausgewachsen fast wie die Raupe von Cossus ligniperda gefärbt
ist, bohrt sich in die Frucht ein und verpuppt sich auch dort, nachdem sie eme Oeffnung in der holzartigen
Wand der Frucht gemacht hat ; Puppe braun : die Raupen werden von kleinen Ameisen aufgesucht und beleckt.
connexivus. Natal, Transvaal und Mashuna-Land. — connexivus Rtlr. (70 g) weicht nur dadurch ab, daß beim o die rote
Farbe der Oberseite weniger ausgebreitet ist und auf den Vflgln nicht die Wurzel, auf den Hflgln nicht den Vrd
erreicht. Das $ weicht kaum vom $ der Hauptfonn ab, die Grundfarbe der Oberseite soll jedoch nach Butler
hnmcnda- mehr lavendelfarben sein. Nyassa-Land. — bamendanus Schullze wurde von Oberleutnant A. Schultze bei
Ulis. Bami im Graslande im Inneren Kameruns entdeckt und zeichnet sich dadurch aus, daß auf der Oberseite des ^
die Vflgl wie bei der Hauptform, dieHflgl aber wie bei connexivus gefärbt und gezeichnet sind. Die Entdeckung
dieser bisher nur aus Süd- Afrika bekannten Art im Hinterlande von Kamerun ist in geogi-aphischer Hinsicht
sehr interessant.
brunneus. C. brunneus Auriv. cJ. Flügelform und Vorderfüße wie beim (J von connexivus; Hflgl jedoch ohne
Mehlfleck am Ursprung der Rippen 6 und 7; beide Flügel oben einfarbig dunkel schwarzbraun mit schwach
violettem oder etwas kupferigem Schiller ; Vflgl hinter der Mittelzelle im Felde 4 undeutlich rötlich beschuppt;
Fransen weißlich mit schai-f hervortretender roter Wurzellinie; Unterseite wie bei connexivus, die Zeichnungen
jedoch undeutlich. Spannweite 26 mm. Deutsch Ost-Afrika: Kigonsera.
20. Gattung: Pliasis Hbn.
Fühler ziemlich dick; Fühlerschaft mit kurzen Gliedern; Kolbe zylindrisch, allmählich abgesetzt . Palpen
lang, vorgestreckt, mit dünnem spitzigem Endgliede, unten entweder borstig oder nur grob beschuppt. Vflgl
gewöhnlich mit 12 Rippen, die Rippe 7 mündet in diesem Falle stets in den Saum; wenn es nur 11 Rippen sind,
fehlt die Rippe 9 und die Rippe 8 ist bisweilen sehr kurz, die Rippe 7 geht in die Flügelspitze aus; die Rippe 6
entspringt frei aus der Spitze der Mittelzelle; Hflgl am Saume gezackt oder gewellt, selten ganzrandig; am
Analwinkel gewöhnlich scharf geeckt oder kurz geschwänzt ohne Anallappen, selten abgerundet.
Die Flügel sind fast immer oben orangegelb mit schwarzen Zeichnungen oder schwarz mit orangegelben
oder gelben Zeichnungen, selten ganz schwärzlich oder silbergrau. Vflgl bei allen Arten unten mit der gleichen
Zeichnung, welche aus folgenden schwarzen oder dunklen, oft weiß ausgefüllten Flecken besteht: 2 Punkte oder
Flecken nacheinander in der Mittelzelle einen Querfleck am Ende der Mittelzelle, einem Wurzelfleck in Feld 1 b;
einer unregelmäßigen Querreihe von 6 — 7 Discalflecken in 1 b — 6 und 9, einer dunklen Postdiscalbinde oder
Fleckenquerreihe und dunklen Submarginalstrichen oder Flecken; die beiden letztgenannten Zeichnungen
sind jedoch oft undeutlich oder fehlen. Die Hflgl sind bei den verschiedenen Ai-ten sehr verschieden gezeichnet
und bisweilen ganz ungefleckt; wenn die Zeichnung dort deutlich hervortritt, kann sie auf folgende, gewöhnlich
weiß oder silberglänzend ausgefüllte Flecken zurückgeführt werden: je einen Wurzelfleck in 1 a, 7 und 8, zwei
Wurzelflecken in 1 b und in der Zelle; einen Querfleck am Ende der Zelle; einen unregelmäßigen Bogen von
8 Discalflecken (in 1 b, 1 c, 2 — 7), eine fast gleichförmig gebogene oder beinahe gerade Reihe von 8 Postdiscal-
flecken in 1 b — 7 und endlich auf 5 — 6 Submarginal- oder Saumflecken. Die schwarze Begrenzung der Flecke
der Hflgl fehlt bisweilen völlig; die Flecke treten dann als weiße oder silberne Flecke auf.
Die zahlreichen Arten können auf 3 Altengruppen oder Untergattungen verteilt werden.
Uebersicht der Arteng'ruppen.
A. Hflgl mit zwei Schwänzchen, einem am Ende der Ripjjc 1 b und einem am Ende der Rippe 2. Vflgl mit
12 Rippen, die Rippe 7 mündet in den Saum. — Phasis Hbn. s. str. Erste Artengruppe.
B. Hflgl am Ende der Rippe 1 b geeckt oder geschwänzt, an der Rippe 2 stets ohne Schwänzchen.
a. Vflgl oben ohne .schwarze Discalbinde oder freie schwarze Discalf lecke, stets mit 12 Rippen; die Rippe 7
mündet in den Saum. Palpen unten grob beschuppt ohne Borstenhaare. ■ — Aloeides Hbn.
Zweite Artengruppe.
ß. Vflgl und oft auch die Hflgl oben mit schwärzen Discalflecken auf hellem (orangegelbem) Grunde oder
die Vflgl oben mit einer zusammenhängenden schwarzen Discalbinde, welche sich nur im Felde 1 b und
am Vrde mit der schwarzen Saumbinde vereinigt. — Poecilmitis Bllr. und Chrysoritis Btlr.
Dritte Artengruppe.
Ausgegeben 2:'. T. 1924. PHASIS. Von Dr. C. AußlVILLIUS. 425
Erste Artengruppe.
Diese Gruppe umfaßt nur zwei große Arten, die unter sich recht verschieden sind. Die erste Art steht
ganz isoliert da und zeigt keine nähere Verwandtscliaft mit den übrigen Arten der Gattung. Die zweite Art
schließt sich offenbar den Arten der folgenden Gruppe an. Fransen weiß mit großen schwarzen Flecken an
den Rippenenden.
ü e b e r s i c h t d e r A r t e n.
A. Flügel oben schwarzbraun an der Wurzel orangegelb überzogen; Vflgl mit großen orange-roten Flecken
in der Mitte; Hflgl mit einer Reihe von 1 — 4 roten Submarginalflecken in 1 b — 4. Vorderschienen unbe-
waffnet. Ph_ thero.
B. Flügel oben orangegelb oder rotgelb ohne Flecke mit breiter, schwarzer, gegen die Spitze der Vflgl erweiterter
und gegen den Analwinkel der Hflgl verjüngter Saumbinde. Vorderschienen mit einem kleinen Dorn an
der Spitze. Ph. argyraspis.
Ph. thero L. (70 d, c). Von den orangegelben Flecken der Vflgloberseite liegt einer in der Mittelzelle, ihem.
einer am Ende der Mittelzelle, einer im Felde 1 b vor der Mitte und fünf Discalflecke in den Feldern 2 — 6; diese
sind bald frei (J) bald mehr oder weniger vollständig miteinander zu einer Binde vereinigt (?). Vflgl unten
orangegelb, am Vrde bis zur Mittelzelle und am Saume sehr breit grau oder braungrau, in der Mitte mit mehreren
schwarzen, silberweiß gekernten Flecken. Hflgl unten graubraun bis braun mit mehreren unregelmäßigen,
silbernen Flecken. Schwänzchen an Rippe 2 bisweilen sehr kurz. Diese schon von Linne beschriebene Art
ist nur aus dem Kaplande bekannt und liebt trockene, sandige Gegenden.
Ph. argyraspis Trim. (70 e). Vflgl unten orangegelb, am Hrde in 1 a und 1 b breit hellgelb, die Saum- anjyrasins.
binde fast wie oben, aber mit silbernen Flecken geziert; die Wurzel des Vrdes und alle vorhandene Flecke mit
Ausnahme der großen schwarzen Submarginalflecke der Felder 1 b — 3, silberweiß mit oder ohne feine dunkle
Ringe; der Wurzelfleck in 1 b und die Discalflecke in 1 b — 3 fehlen gewöhnlich; die Spitze bis zu den Discal-
flecken 4, 5 und 9 und eine schmälere Saumbinde braungrau. Hflgl unten dunkel graubraun mit großen freien
eckigen silbernen Wurzel-, Discal- und Submarginalflecken. Kap-Kolonie.
Zweite Artengruppe.
Alle Arten dieser Gruppe stimmen im Rippenbau miteinander überein und sind offenbar nahe unter-
einander verwandt. Vorderschienen bei allen von mir untersuchten Arten an der Spitze mit einem Dorn be-
waffnet. Die Abgrenzung der nahe verwandten Arten ist noch unsicher und die Artenübersicht daher nur
als eine provisorische anzusehen. — Die Abteilungen Ba und B |3 sind nicht scharf getrennt.
U e b e r s i c h t de r A r t e n.
I. Saum und Fransen der Hflgl geeckt oder wenigstens gewellt. Hflgl am Analwinkel deutlich geeckt oder
kiu'z geschwänzt. Flügel oben gelb mit schwarzen Zeichniuigen oder schwarz bis schwärzlich, nnt oder
ohne helle Flecke oder Felder.
A. Flügelfransen auf beiden Seiten mit sehr deutlichen, weißen Flecken, welche sich auf der Unterseite
gewöhnlich nach innen strichförmig verlängern. Hflgl unten mit zahlreichen weißen oder silberglänzen-
den Flecken.
a. Hflgl am Analwinkel deutlich ausgezogen, oben an der Wurzel nicht oder wenig verdunkelt.
Ph. wallengreni.
ß. Vflgl oben am Vrde olivengrau gefärbt. Kleinere Art. Hflgl am Analwinkel fast ganz abgerundet,
oben im Wurzelteil breit verdunkelt. Ph. malagrida.
B. Flügelfransen wenigstens unten ohne deutliche weiße Flecke.
a. Vflgl oben wenigstens im Wurzeldrittel vom Vrde bis zum Hrde einfarbig gelb oder rotgelb. Die
gelbe Farbe der Oberseite ist auf beiden Flügeln sehr ausgebreitet und läßt gewöhnlich nur eine
dunkle Saumbinde und einen solchen Costalfleck übrig. Die Flecke der Hflgl-Unterseite gewöhnlich
frei, gerundet und klein.
*. Hflgl unten mit lebhaft violettroter oder rosenroter Grundfarbe, am Analwinkel deutlich aus-
gezogen. Ph. arandu.
**. Hflgl unten mit bräunlicher, grauer oder gelblicher Grundfarbe.
§. Vflgl oben bis zum Hinterwinkel mit schwarzer Saurabinde oder wenigstens mit schwarzen
Saum- oder Submarginalflecken.
XIII 54
426 PHASIS. Von Dr. C. Aurivillius.
o. Die Disc.al- und Postdiscalf lecke der Hflgl-Unterseite liegen nahe aneinander und
bilden fast gleichlaufende Bogenreihen. Costalfleck der Hflgl-Oberseite nach hinten
ausgezogen. Flügclfransen oben mit deutlichen hellen Flecken. Ph. molomo.
00. Die Discalflecke der Hflgl-Unterseite bilden wie gewöhnlich eine sehr unregelmäßige
Reihe, welche mit den Postdiscalflecken nicht gleichlaufend ist. Costalfleck der Hflgl-
Oberseite querliegend oder fehlend.
1. Discalflecke der Hflgl-Unterseite weißlich ausgefüllt. Flügelfransen breit, oben
hell gefleckt. Ph. damarensis.
2. Discalflecke der Hflgl-Unterseite klein und schwarz. Flügelfransen oben ohne deut-
liche helle Flecke. Ph. marshaUi.
§§. Beide Flügel oben nur mit feiner dunkler Saumlinie, welche nur an der Spitze der Vflgl
erweitert ist. Grundfarbe der Unterseite hell graubraun mit weißlich ausgefüllten Discal-
flecken. Ph. simplex.
ß. Vflgl oben mit breiter dunkler Vrdbinde, welche die Wurzel oder wenigstens das Wurzeldrittel er-
reicht, oder ganz schwärzlich, q. Vflgl fast dreieckig mit fast geradem Saume. $. Vflgl länger
. und stumpfer mit stark gebogenem Saume.
*. Die Wurzelhälfte der Hflgl-Oberseite wenigstens in den Feldern 1 c — 3 oder 4 und 5 gelb oder rot-
gelb. Vflgl oben in großer Ausdehnung gelb oder rotgelb.
§. Die Discalflecke der Hflgl-Unterseite wenigstens zwischen den Rippen 1 a und 5 zu einer
breiten weißgrauen Querlinie vereinigt. PA. thyra.
§§. Die Discalflecke der Hflgl getrennt wenn auch aneinander stoßend. Ph. almeida.
**. Hflgl oben wenigstens über die Mitte hinaus .schwarzgrau oder schwärzlich. Vflgl oben ganz
schwarz oder nur mit gelbem bis weißlichem Discalfelde oder solcher Postdiscalbinde.
§. Hflgl unten mit lebhaft rosenroter Grundfarbe und freien oder fast freien, hellen, bisweilen
undeutlichen Discalflecken. Ph. conradsi.
§§. Hflgl unten mit grauer, gelblicher oder bräunlicher (nie roter) Grundfarbe.
1. Die Postdiscalflecke der Vflgl-Unterseite einfarbig schwarz. Vflgl oben mit oder ohne
gelbem Fleck in der Mitte [in (1 b) 2, 3 (4)], Hflgl oben stets mit einem großen orangegelben
Fleck am Saume in den Feldern 1 c — 3( — 5) und mit schwarzen Saumpunkten zwischen
den Rippen. Ph. pierus.
2. Die Postdiscalflecke der \'flgl-Unterseite wenigstens in 1 b — 3 mit einem silbernen Punkte.
Vergl. hier auch Ph. damarensis var. — ^J. \'flgl oben ohne Zeichnungen oder mit einer
weißlichen Subapicalbindc oder in der Mitte schwach gelblich aufgehellt: Hflgl oben ein-
farbig ohne Zeichnungen oder mit gezackter weißlicher oder gelblicher Submarginallinie.
Beim $ haben die Vflgl gewöhnlich eine helle (weißliche oder rotgelbe) Po.stdiscalbinde
und die Hflgl eine solche Saumbinde oder Saumliiiie, welche schwarze Saumpunkte ein-
schließt.
a. cJ. Hflgl oben mit gelblicher Submarginall)in(lc. J. Hflgl oben mit breiter orange-
gelber Saumbinde, welche freie schwarze Saumpunkte einschließt.
Ph. taiko.sama.
h. (J. Hflgl oben cinfail)ig schw ärzlich ohne Zeichnungen oder nur mit einer gezackten
grauen, undeutlichen Submarginallinie. $. Hflgl oben mit gezackter, gelblicher Sub-
marginallinie. Ph. orthrus.
II. Saum und Fransen der Hflgl gaiizrandig. Hflgl am Analwiiikcl völlig abgerundet ohne Ecke oder Lap])cn.
Flügel oben mit bläulich weißer Grundfarbe. Ph. barklyi.
tmllengrciü. PH. wallengreni Tiim. q. A'flgl oben schwarz, am Vrde fast bis zur Spitze orangegelb und mit einem
großen solchen Hidfleck, welcher die Wurzel der Felder 1 b — 4 und die hintere Längshälfte der Mittelzclle
bedeckt; die schwarze Farbe bildet demnach eine breite in der Mitte verschmälerte Saumbinde und dringt
zwischen dem Vrde und dem Hidfleck als nach innen zugesjjitzter Längsstreifen bis zur Wurzel vor; Hflgl
oben orangegelb mit schwarzer Saumbindc, welche am Vrde sehr breit (etwa 5 mm) ist und sich hinter der
Rippe 4 sehr schnell zu einer Saumlinie verjüngt; die Wurzel in einer Breite von etwa 3 mm verdunkelt; auf
der Unterseite sind die Hflgl sowie die S])itzc und Saumbinde der Vflgl gelblich oder rötlich braun mit zahl-
reichen silbernen Flecken. Das $ ist heller und weicht sonst oben dadurch ab, daß der gelbe Hrdfleck der ^'flgl
sich als schmale Submarginalstreifen bis zur Rippe fi oder 7 fortsetzt und daß die gelbe Farbe der Vflgl durch
eine dunkle postdiscale Schattenbinde in einen discalen und einen submarginalen Teil geteilt ist. Kapland.
PHA8IS. Von Dr. C. Aueivillius. 427
Ph. malagrida Wallengr. i.st der vorigen Art ähnlich aber etwas kleiner und besonders dadurch ver- mdhigiidn.
schieden, daß beide Flügel oben bis zur Mitte schwarzgrau sind; die orangegelbe Farbe bildet darum auf den
Vflgln nur einen Mittelfleck, welche die innere Hälfte der Felder 2 und 3 bedeckt, und auf den Hflgln eine Sub-
marginalbinde in 1 c — -4; die Flecke der Unterseite sind eher weiß als silbern; die Discalbinde der Hflgl-Unterseite
geschlängelt, schmal und zusammenhängend. Kapland bis Transvaal.
Ph. aranda Wallengr. (70f, g). Flügel oben hell orangegelb, ander Wurzel wenig oder kaum verdunkelt; ara«rfa.
Vflgl mit gleichbreiter, etwa 2 mm breiter, schwarzer Saumbinde und einem damit mehr oder weniger zusammen-
hängenden, dreieckigen Vrdfleck, welcher die Eippe 5 oder 4 erreicht ; Hflgl mit feiner schwarzer Saumlinie
und einem großen schwarzen Vrdfleck. Kapland bis Transvaal. — ab. rougemonti Oberth. weicht nur dadurch r<nigcntonü.
ab, daß der Vrdfleck der Vflgl strichförmig und nach hinten von der Rippe 6 begrenzt ist. Transvaal. ■ — zilka zUka.
Smith ist eine andere Aberration, welche wie rougemonti einen schmalen, nach hinten von der Rippe 6
begrenzten Vrdfleck der Vflgl hat und sich außerdem dadurch auszeichnet, daß die Saiimbinde der Vflgl schmäler
und nach hinten vexjüngt ist, wozu noch kommt, daß der Vrdfleck der Hflgl klein ist oder völlig fehlt ; die Grund-
farbe der Unterseite ist auch weniger rot, mehr bräunlich. Unter der Hauptform: ein Stück dieser Form findet
sich auch unter den Typexemplaren Wallengrens.
Ph. marshalll nov. sper. Diese neue Ai-t schließt sich der Ph. aranda nahe an und weicht davon »lurshalli.
nur dadurch ab, daß die Saumbinde der Vflgl-Obcrseite an der Rippe 2 endet und kleine gelbliche Saumflecke
wenigstens in den Feldern 2 — 4 ein.schließt und daß die Grundfarbe der Hflgl-Unterseite graugelblich oder
rötlich gelb ist mit schwarzen Discalf lecken. Die Grundfarbe der Oberseite ist hell orangegelb und die Hflgl
haben nur eine sehr feine schwarze Saumlinie und dunkle nach außen gelbliche Fransen. Der schwarze Vrd-
fleck der Vflgl ist bald schmal strichförmig und von der Rippe 6 begrenzt, bald mehr dreieckig und bis zur Rippe 5
oder 4 ausgedehnt, der der Hflgl ist klein oder fehlt völlig. Gaza-Land von G. A. K. Marshall entdeckt und
mir mitgeteilt.
Ph. Simplex Trim. ist hinsichtlich der Reduktion der .schwarzen Zeichnungen der Oberseite die extremste simplex.
Form dieser Gruppe. Beide Flügel oben hell orangegelb mit einer feinen schwarzen Saumlinie, welche nur an
der Spitze der Vflgl etwas erweitert ist; Hflgl und die Spitze der Vflgl unten hell graubraun mit weißlichen
dunkel umzogenen Flecken; Discalflecke der Hflgl frei, nicht wie bei thyra zusammengeflossen. Damara-
Land bis Matabele-Land.
Ph. damarensis T/im. (70 g) weicht von den drei letztgenannten Arten durch die breiteren, oben deutlich (/a)«rt)fi!.sis.
hell (weißlich) gefleckten Flügelfransen ab. Flügel oben bis zur Wurzel rotgelb mit schwarzer Saumbinde und
schwarzem Vrdfleck, welcher am Vrde mehr oder weniger mit der Saumbinde vereinigt ist; Saumbinde der
Vflgl 2 — 3 mm breit, ziemlich gleichbreit, nach innen aber oft an den Rippen tief eingeschnitten; Saumbinde
der Hflgl schmal linienförniig oder in Punkte aufgelöst; Vrdfleck der Hflgl groß und breit, quadratisch oder
querliegend; selten ist die ganze Vrdhälfte der Hflgl-Oberseite schwarz (eigene Art?); Vflgl unten in der Mitte
mehr oder weniger rotgelb ; Hflgl und die Ränder der Vflgl heller oder dunkler bräunlich ; die Flecke frei und
hell ausgefüllt, nur die Postdiscalflcckc der Hflgl zu einer gezackten Bogenlinie vereinigt. In trockenen Ge-
genden des inneren Süd- Afrika vom Damara-Lande bis Delagoa-Bay. — ab. punctata »6. nov. (=damarensis punctata.
Trim. var. 1904) weicht oben dadurch ab, daß die Vrdflecke beider Flügel fehlen und die Saumbinde nur durch
kleine freie schwarze Punkte vertreten ist; statt des Vrdflecks der Vflgl stehen zwei kleine Submarginal-
punkte (in 6 und 7); Unterseite wie bei der Hauptform. Kimberley.
Ph. molonio Trim. (70 f ) ist der vorigen Art sehr ähnlich und weicht nur dadurch ab, daß die schwarze molomo.
Saumbinde der Vflgl breiter, nach innen fast ganzrandig ist und daß der Vrdfleck der Hflgl schmäler, nach
hinten ausgezogen und darum eine abgekürzte oder fast vollständige Submarginalbinde bildend ; die Unter-
schiede der Unterseite sind in der Artenübersicht erwähnt. Vom Kaplande nördlich bis Ovambo-Land und
östlich bis Zambezi.
Ph. thyra L. (70g). Flügel oben schwarz; Vflgl mit einem großen orangegelben Hrdfleck, welcher thyra.
die Wurzel fast erreicht, beim (^ nach vorn von der Rippe 3 (oder 4) begrenzt wird, beim $ aber durch zwei
kleine Flecke der Felder 4 und 5 fortgesetzt wird; Hflgl oben mit einem großen orangegelben Felde, welches
die Felder 1 c — 3 fast bis zum Saume, die Wurzel der Felder 4 — 6 und wenigstens die Spitze der Mittelzelle
bedeckt. Die Grundfarbe der Unterseite wechselt von lebhaft violettrot bis dunkel graubraun; die Vflgl sind
wie gewöhnlich in der Mitte ausgedehnt orangerot; die Flecke sind normal entwickelt, die Discalflecke der
Hflgl aber sind, wie in der Artenübersicht angegeben ist, zu einem unregelmäßigen Querstreifen vereinigt.
Kapland bis Transvaal.
Ph. almeida Fldr. (70 g) ist der Ph. thyra sehr ähnlich und nur durch die Zeichnung der Hflgl-Unterseite almeida.
sicher zu unterscheiden. Kapland bis Transvaal. — Die Figur ist sehr wenig ähnlich.
Ph. dentatus Sivierstra ist mü- unbekannt. Die Beschreibung lautet: oben orangegelb mit schwarz- dentatus.
braunen Rändern; Vflgl an der Wurzel heller als in der Mitte, etwas schwarz beschuppt; die schwarze Saum-
428 PHA.SIS. \'()ii Dr. C. Aurivillius.
binde fängt lünter der JMitte des Vrdes an, ist an der Spitze am breitci^tcn und plötzlich an der Kippe 4 ver-
schmälert und dann bis zur Rippe 1 gleich breit; die Saumbinde der Hflgl fängt am Vrde hinter der Mitte an,
ist bis zin- Rip])c 4 sehr l)reit, einen qiiadiatischen Fleck l)ildeiid und dann bis zum Hintenvinkel viel schmaler
und auf der Innenseite tief gezackt; Fransen bräunlich; auf tlcr Unterseite sind die Hflgl. sowie die Spitze und
Saumbinde der Vflgl purpurrot mit den gewöhnlichen Flecken und Strichen beider Flügel; Vflgl orangegelb,
fast wie oben, heller gegen den Hrd ; drei schwarze, silberweiß gekernte Flecke in der Mittelzelle; eine postmediane
Reihe von 5 schwarzen, wurzchvärts weiß begrenzten Flecken, von denen der zweite der Wurzel am nächsten
steht und mit dem ersten am Vrde und dem dritten einen Winkel bildet; der vierte und fünfte in einer QuerT
reihe; eine submarginale Reihe von 7 ähnlichen aber etwas größeren Flecken und am Saume eine Reihe von
8 schwarzen, wenig deutlichen Flecken, welche saumwärts weiße l'unkte haben. Hflgl unten mit einer Quer-
reihe von 4 weißen, schwarz geringelten Subbasalflecken, einer medianen Querreihe von drei solchen Flecken,
von denen der mittlere am Zellende, einer gebogenen, weißlichen außen dunkel begrenzten, gezackten Mittelbinde
und kleinen, weißen Saumflecken. i\Iit Ph. thyra (70 g) nahe verwandt, aber mit größerem Ajjicalfleck und
schmälerer Saumbinde der Vflgl. Transvaal.
Iiirnis. Ph. pierus Cr. (70 f ). (J. \'flgl oben einfarbig .schwarzgrau oder schwärzlich oder nur mit einem
kleinen unsciiarf begrenzten orangegelben Fleck in der Mitte der Felder 2 und 3; Hflgl oben mit einer abge-
kürzten orangegelben Submarginalbinde, welche sich zwischen den Rippen 1 b und 5 (oder 6) ausdehnt und
in den Feldern 2 und 3 am breitesten ist, ohne jedoch die Wurzel dieser Felder völlig zu erreichen, üas '^ weicht
durch die Flügelform und durch etwas größere gelbe Felder der Oberseite ab. Die Unterseite der Hflgl ist durch-
weg heller und weniger eintönig als bei thyra inid almeida. Kapland und Kaffernland.
conradsi. Ph. cotiradsi Auriv. (7üd, e) bildet durch die Färbung der Oberseite einen Uebergang zwischen den
vorhergehenden und den beiden folgenden sehr dunklen Arten. Beim (^ sind die Flügel oben .schwarzgrau bis
schwärzlich; die ^'flgl in der Mitte schwach graulich aufgehellt, so daß die schwarzen Flecke der Unterseite
durchscheinen und vor den dunklen Saumbinden mit kleinen gelblichgrauen Flecken; Hflgl ungefleckt am Irde
und am Analwinkcl mehr grau; Fransen rötlich, an den Rippenenden verdunkelt. Beim '^: sind die Flügeloben
schwärzlich; die \'flgl in der Mitte .schwach gelblich aufgehellt mit von unten durchscheinenden schwarzen
Flecken und mit einer zusammenhängenden nach außen scharf, nach innen unscharf begrenzten ockergelben
Submarginalbinde zwischen den Rippen 1 und 6; Hflgl zwischen den Ri])i)en I b und 6 mit einer breiten gelben
Saumbinde, welche nur durch die gezackte, schwarze, zwischen den Jtippcn punktförmig erweiterte Saumlinie
vom Saume getrennt ist, nach innen aber die Wurzel der Felder 1 c- — 3 bei weitem nicht erreicht. Hflgl unten
violettrot mit gelblichen, meist freien Flecken. Deutsch Ost- Afrika: Ukerewe.
taikosama. Ph. taikosania W'tilleiKjr. (70d,f). Hinsichtlich dieser Art genügt es auf die Uebcrsicht der Arten und
die Figur zu verweisen. \'om Ka])lande bis zu Kikuyu in Britisch Ost-.Vfrika verbreitet.
orlhrtts. Ph. orthrus Trim. (70 e, f) ist die dunkelst e.Ait der Gattung und «eicht nur durch die oben angeführten
Kennzeichen von taikosama ab. Die Geschlechter stimmen in der Flügelform näher als bei den anderen Arten
miteinander überein. Die Unterseite weicht kaum von derjenigen von taikosama ab. Natal, Zulu-Land, Trans-
vaal, Delagoa-Bay.
barklyi. Ph. barklyi Tri Dl. (70 i). Flügel oben ungefleckt, etwas bläulich silbergrau mit .schmaler schwarzer
Saumbinde der X'flgl und schwarzem Subapicalfleck der Hflgl; beim J liegt iinierhalb der Saumbindc der A'flgl
zwischen den Rippen 2 mid 7 ein großes t)rangegelbes Feld, welches die Spitze der Zeile erreicht; \ flgl unten
lebhaft rotgelb mit schwarzgrauem \'rde und Saume und den gewöhnlichen Flecken; Hflgl unten dunkel schwarz-
grau mit undeutlichen, g(>ll)lichcn und schwärzlichen Flecken. Diese ganz eigentümliche Art wurde bisher nur
in den westlichen Teilen des Kaplaudes erbeutet; sie hat einen .schnellen Flug und ist sehr scheu; wurde an
Blumen einer Mesembryanthemum-Ai-t saugend angetroffen.
Dritte Artengruppe.
Fast alle Ai'ten dieser Gruppe sind kleiner als die der beiden ersten. Sie sind gewöhnlich an den schwarzen
Discalflecken der Oberseite der \'figl kcrnitiich, nur bei P/i. plinsphnr fehlen diese Flecke, indem sie oben mit
der sehr breiten schwarzen Saumbinde völlig vereinigt sind. Die \'flgl haben bald 12 Rippen (die Rippe 7
mündet in den Saum) bald nur 11 Rippen, in welchem Falle die Rippe 9 fehlt und die Rippe 7 in die Flügel-
spitze ausgeht.
Alle Arten sind auf Süd--\.frika beschränkt ;, mehrere kojnmen nur im Kaplande selbst vor und haben
eine sehr lokale Verbreitung. Durch die zuvorkommende Güte des Herrn L. PERiNGtrEY habe ich zwar Ge-
legenheit gehabt, fast alle Arten zu untersuchen; da ich aber nur wenige Stücke gesehen habe, kann ich mich
über die Veränderlichkeit derselben nicht äußern. Die folgende Art Übersicht kann darum nur als ein
erster Versuch betrachtet werden. Bei den von mir untersuchten Arten haben die Palpen unten deutliche
Borsten zwischen den Schuppen.
PHASIS. Von Dr. C. Aubivillius. 429
U e b e r s i c h t der Arte n.
A. 8auni der Vflgl an der Rippe 4 oder 5 deutlich geeckt, gezackt oder ausgebuclitet. Vflgl mit 12 Rippen.
a. Hflgl am Ende der Rippe 1 b deutlich geschwänzt. Vflgl oben mit großem schwarzem Fleck am Ende
der Älittelzelle und bisweilen auch mit solchem Punkt in der Zelle. Hflgl oben mit zusammenhängender,
aber nach hinten oft verschwindender, schwarzer Postdiscalbinde.
*. Große .\rt mit einer Flügelspannung von 40 — 55 mm. \^flgl oben mit einer schwarzen zusammen-
hängenden Discalbinde, welche im Felde 1 b gewöhnlich mit der breiten schwarzen Saumbinde
vereinigt ist. Die Postdiscalbinde der Hflgl erreicht nur die Rippe 2 und ist vorn stark erweitert.
Ph. sardonyx.
**. Kleinere Art mit einer Flügelspannung von etwa 30 mm. Vflgl oben mit sehr breiter schwarzer
Discalbinde, welche die Discalflecke in sich völlig einschließt. Hflgl oben an der Wurzel und am
Vrde breit schwärzlich; ihre Postdiscalbinde erreicht den Ird. Ph. phosphor.
ß. Hflgl am Analwinkel scharf ausgezogen, aber nicht geschwänzt. Beide Flügel oben mit 5 — 7 freien
schwarzen Discalf lecken.
*. Beide Flügel oben an der Wurzel breit verdunkelt mit lebhaftem silberblauem Glänze.
f. Hflgl unten fast einfarbig ockergelb ohne Silberfleckc. Ph. osbecki.
tt- Hflgl unten mit mehreren unregelmäßigen oder H-förmigen Silberflecken. Ph. thyshe.
**. Beide Flügel oben fast bis zur Wurzel orangerot ohne Blau. Hflgl unten bunt mit Silberflecken.
Ph. palmus.
B. Saum der Vflgl gleichförmig abgerundet. Hflgl am Analwinkel nur kurz ausgezogen oder geeckt.
a. Beide Flügel oben an der Wurzel breit schwarz und dicht blau beschuppt. Vflgl mit 12 Ri2:»pen.
Ph. pyroeis.
p. Flügel oben nicht blau an der Wurzel.
*. Flügelfransen ungefleckt oder mit hellen Flecken zwischen den Rippenenden.
o. Flügelfransen breit, schwarz mit großen Meißen Flecken zwischen den Rippenenden. Hflgl
unten mit goldenen oder silbernen Flecken. Vflgl oben mit 5, Hflgl höchstens mit 3 schwarzen
Discalf lecken. \'flgl nur mit II Rippen. Ph. chrysanlas.
00. Flügelfransen nicht oder nur undeutlich hell gefleckt.
§. Hflgl oben ohne Discalflecke (oder nur in 5 und 6 mit kleinen Punkten) und nur mit mehr
oder weniger vereinigten schwarzen Saumflecken. Vflgl mit 12 Rippen.
1. Hflgl oben am Vrde nicht oder schmal verdunkelt; Vflgl oben mit einer Querreilie von
3 — 7 oft fast zusammenhängenden Discalpunkten. Ph. lycegenes.
2. Hflgl oben am Vrde wenigstens bis zur Rippe 6 breit schwarzbraun. Vflgl oben nur mit
1 — 3 ganz freien Discalpunkten. Ph. lynctirium.
§§. Beide Flügel oben hinter der Mitte mit einer Querreihe von 3 — 7 schwarzen Discalf lecken.
f. Hflgl unten mit silbernen Flecken. Vflgl mit 12 Rippen. Ph. aethon.
tt- Hflgl unten ohne silberne Flecke.
1. Die schwarze Saumbinde der Vflgl-Oberseite mit rotgelben Saumflecken geziert.
Vflgl mit 12 Rippen. Ph. felthami.
2. Saumbinde der Vflgl-Oberseite ungefleckt.
a. Der Discalfleck im Felde 1 b der Vflgl liegt näher am Saume als der Discalfleck in 2
Vflgl mit 12 Rippen. Ph. chnjsaor.
h. Der Discalfleck im Felde 1 b der Vflgl liegt weiter vom Saume entfernt als der
Fleck in 2. Vflgl nur mit 11 Rippen. Ph. zeuxo.
**. Flügelfransen mit weißen Flecken an den Rippenenden. Beide Flügel oben mit deutlichen Discal-
flecken oder Discalpunkten. Hflgl unten mit silbernen Zeichnungen. Vflgl nur mit 11 Rippen. —
Chrysoritis Btlr. Ph. oreas.
Ph. sardonyx Trim. Durch Größe und Flügelform schließt sich diese stattliche Art den Arten sardony.r
der ersten Gruppe an, durch die Zeichnungsanlage der Oberseite paßt sie am besten in diese Gruppe, durch
die Zeichnung der Hflgl-Unterseite aber weicht sie von allen anderen Arten ab. Der Saum der \'flgl ist an
der Rippe 4 deutlich geeckt und derjenige der Hflgl an den Rippenenden gezackt und am Ende der Rippe 1 b
kurz geschwänzt. Das ^ ist kleiner als das $ und hat spitzigere Vflgl mit fast geradem Saume. Flügel oben
gelbrot mit schwarzen Zeichnungen, an der Wurzel schmal verdunkelt, Vflgl mit einer etwa 3 nun breiten,
430
PHASIS. ^'oll Dr. ('. AußiviLLius.
an der >Spitze und am Analwinkel etwas erweiterten schwarzen Saumbinde, schwarzem Vrdstreifcn von der
Mitte des Vrdes bis zur Saumbinde, schwarzer aus den Discalflecken gebildeter Discalbinde, welche sich ge-
wöhnlich vom Vrde bis in das Feld 1 b erstreckt und eine Subniarginalbinde der Grundfarbe abtrennt, und
mit einem größeren schwarzen Fleck am Ende der ^littelzelle und einem solchen Punkt in der Zelle; Hflgl
mit gewellter schwarzer Saumlinie, welche sich an der Flügelspitze zu einem großen dunklen Vrdfleck erweitert,
dieser Fleck ist entweder mehr abgerundet und erreicht nur die Rippe 4 oder setzt sich als eine Discalbinde
bis zur Rippe 2 fort; Analgegend etwas verdunkelt. Fransen weiß, an den Rippenenden schwarz gefleckt. Auf
der Unterseite haben die Hflgl sowie der Saumteil und der Vrd der Vflgl eine matt braunrote bis dunkel rost-
gelbe Grundfarbe; ^'flgl in der Mitte hell rotgelb mit silbernen, schwarz umzogenen Punkten; zwei in der Mittel-
zclle, einem am Zellende und sechs Discalpunkten in 2 — 6 und 9; die Flecke der Hflgl-Unterseite sind durch
weiße Striche ersetzt, von denen sich zwei im Felde 7 und je einer in den Feldern 1 a — G finden, die zusammen
peringueyi. eine Discalquerlinie bilden. Fliegt im inneren des Kaplandes in trockenen Gegenden. — ab. peringueyi ab. nov.
weicht nur dadurch ab, daß die Hflgl unten einfarbig rostbraun sind ohne weiße oder silberne Zeichnungen.
Kapland.
t
phosphor. Ph. phosphor Trim. Diese kleine seltene Art weicht von allen anderen durch das haarfeine Schwänz-
chen am Analwinkcl der Hflgl ab und ist offenbar am näch.sten mit Ph. sardonyx (74 i) verwandt. Vflgl
oben glänzend goldorange mit einer sehr breiten, gegen den Analwinkel verjüngten Saumbinde und einem Fleck
am Zcllende sciiwarz; die Saumhinde erreicht die ]\Iitte des \'rdes und hängt dort mit dem Querflcck zusammen;
andere Flecke fehlen; die \\'urzel etwas verdunkelt; Hflgl oben orangegelb, an der Wurzel, am Vrde und Irde
breit schwärzlich, vor dem Saume mit einer Reihe oft vereinigter schwarzer Submarginalpunkte oder Flecke.
Flügel unten mit graugelblichcr Grundfarbe und metallischen, schwarz umzogenen Flecken, reiche ebenso
viele wie bei den übrigen Ai-ten, aber in anderer Weise angeordnet sind, der Wurzelfleck in 1 I) der Vflgl
steht gerade hinter dem zweiten Fleck der Mittelzelle und die Discalflecke 1 b und 2 bilden einen Querstrich,
welcher die Hinterecke der Zelle fast berülnt und die Discalflecke 2 und 4 stehen demnach nicht viel näher
am Saume als die übrigen. Bisher nur im eigentlichen Kaffcrnlandc an den Tsomo- und Bashee-Flüssen
angetroffen.
palmus. Ph. palmus (V. weicht von <%s6e (70h) nur dadurch ab, daß die rotgelbe Grundfarbe der Oberseite auf
beiden Flügeln fast die Wurzel erreicht ; die Sainiibinde und die Discalflecken fast Avie bei thijsbe. Kapland.
thyshc.
nigricans.
osbecki.
pyroeis.
Ph. thysbe L. (70 h). Flügel oben orangegelb, an der Wurzel bis oder fast bis zur Mitte schwärzlich
mit lebhaftem, silberblaucm Schiller; Vflgl am Vrde schmal schwarz und mit schmaler schwarzer Saumbinde,
welche kleine rotgelbe Saumflccke einschließt; ein schwarzer Querflcck am Ende der Zelle und 5 — Geckige
schwarze Discalflecke in (1 b) 2 — 6, von denen die in 2 und 4 näher am Saume als die übrigen liegen, Hflgl
oben mit freien schwarzen Discalflecken in 1 c — 6, von denen die in 2 mid 4 näher am Saume liegen und mit
schmaler schwarzer Saumbinde, weiche sich jedoch nur vom Vrde bis zur Rippe 6 oder 4 erstreckt und dahinten
von schwarzen Saumpunkten ersetzt wird; Flügelfransen orangegelb mit eingemischten weißen Schuppen
und mit schwarzen Punkten an den Rippenenden. Vflgl unten orangegelb mit den gewöhnlichen schwarzen,
zuni Teil weiß gekernten Flecken, am Vrde und am Saume bräunlich oder braungrau mit dunklen Rippen und
hellen Längsstrichen zwischen den Rip])en ; Hflgl unten mit abwechselnder rostbrauner und gelbbrauner Grund-
farbe und scharf hervortretenden winkeligen oder eckigen Silberflecken, von denen ein Strich und ein dreieckiger
rostbraun begrenzter Fleck im Felde 7, zwei oft V-förmig zusammenstoßenden Striche in der Zelle, ein H-förmiger
im Felde 3 und andere, unregelmäßig geeckte in 1 c, 5 und G. \'om Ka[)lande liis zum Zulu-Land verbreitet.
Die Art variiert recht erheblich; eine Rasse, welche in gewissen Gebirgsgegenden des Kaplandes vorherrschend
zu sein scheint, verdient besonders hervorgehoben zu werden. — nigricans var.nov. (70h) \\eicht dadurch ab,
daß auf der Oberseite des ^ die orangegelbe Farbe ganz oder fast ganz durch die Ausdehiuuig der schwarzen
Zcithnungen verdrängt worden ist; die Spitzenhälfte der \'flgl ist entweder einfarbig schwarz oder .schließt
lun- 2 — 5 freie gelbe Flecke ein und auf den Hflgln ist die orangegelbe Farbe auf eine nur 2 mm breite, von
den schwarzen Rippen geteilte Sauini)in(ie zwischen dem Irde und der Rippe G beschränkt; das 2 weicht nur
wenig vom '1 der Hauptform ab. Ka|jland, besonders auf Muizenberg.
Ph. osbecki Anriv. weicht nui durch die eintönig braungelbe, ganz ungefleckte Unterseite der Hflgl
von thysbe ab und dürfte vielleicht nur eine Rasse oder Aberration dieser Art sein. Auch die Vflgl sind unten
am V'rde und ani Saume eintönig braungelb ohne Zeichnungen ; Hflgl unten mit feiner rötlichgelber Saum-
linie. Diese Form wurde im Kaplandc 1750 von Linnks Schüler P. Osbeck auf seiner Reise nach China ent-
deckt, ist bisher wenig bekannt und nur in wenigen Stücken erbeutet worden.
Ph. pyroeis Trim. Beide Flügel oben an der Wurzel breit schwarz und dicht blau beschuppt ;
das schwarze \\'urzelfeld erreicht auf den A71gln die Mitte der Zelle und des Hrdes und ist demnach nach außen
schief abgeschnitten; auf den Hflgln erreicht es am Irde wenigstens die Spitze der Rippe 1 a und am Vrde fast
die Flügel.spitze, in der Mitte aber nur die Spitze der Mittelzellc; außerhalb des Wurzelfeldes sind beide Flügel
oben orangegelb mit kaum 2 mm breiter schwarzer Saumbinde und schwarzen Discalflecken; Vflgl außerdem
CRUDARIA. Von Dr. C. Aijrivillius. 431
mit schwarzer Vrdbinde, schwarzem Punkte in der Zelle und schwarzem Querfleck am Zellende; die Discal-
flecke der Vflgl sind 6 (in 1 b — 6) und liegen etwas näher am Saume als gewöhnlich, diejenigen der Felder 4 — 6
stoßen aneinander und liegen in einer schiefen, gegen die Mitte des Saumes gerichteten geraden Linie; Hflgl mit
6 freien Discalflecken, in der Mitte auch außerhalb des Wurzelfeldes dexitlich blau schillernd. Unten sind die
Hflgl, sowie der Vrd und die Spitze der Vflgl rostbraun gefärbt; Vflgl sonst rotgelb mit den gewöhnlichen
schwarzen Flecken und dicht vor dem Saume mit einer Reihe von schwarzen Submarginalpunkten; Hflgl
fast unbezeiclmet, jedoch gewöhnlich mit einer gebogenen Reihe weißer Postdiscalpunkte. Kapland, in
den südwestlichen Teilen.
Ph. chrysantas Trlm. Von dieser Ait ist nur das $ bekannt und be.schrieben worden. Flügel oben chrysantas.
hell orangegelb mit schmaler schwarzer Saumbinde und schwarzen Discalflecken in gewöhnlicher Anzahl und
Anordnung; die Saumbinde ist nach hinten verjüngt und schließt an der Spitze einen gerundeten, weißen
Fleck ein; Hflgl oben orangegelb mit oder ohne Discalflecke und mit schmaler, gezackter Saumbinde; die Art
ist besonders durch die breiten weißgefleckten Fransen ausgezeichnet. Unten sind die Hflgl und der Vrd und
Saum der Vflgl hell grau mit den gewöhnlichen Flecken von denen einige goldig au.sgefüllt sind. Kapland.
Ph. lycegenes Trim. (70 i). Flügel oben kupferglänzend orangegelb, an der Wurzel wenig verdunkelt, Ujcegenes.
am Saume mit schmaler .schwarzer, mehr oder weniger, gezackter Saumbinde; Hflgl son.st gewöhnlich unbe-
zeiclmet; Vflgl mit einem Wurzclpunkt in 1 b, einem Punkt in der Zelle, einem am Zellende und einer fast zu-
sammenhängende Reihe von Discalpunkten schwarz. Vflgl unten orangerot am Vrde und an der Spitze grau
mit denselben Flecken wie oben und außerdem mit kleinen schwarzen Submarginalpunkten. Hflgl unten gelb-
lich braungrau mit kleinen Wurzelpunkten und strichförmigen zu einer Linie vereinigten Discalpunkten. Natal.
Ph. lyncuriuni Trim. (70 i) weicht nur durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen von lyncurium.
lycegenes ab. Hflgl unten vor dem Saume mit mehr oder weniger deutlichen orangegelben Submarginalbogen.
Nur im Kaffernland am Tsomo-Fluß angetroffen.
Ph. aethon Trim. (70 h). Flügel oben orangerot mit schwarzer Saumbinde inid 5 — 6 .solchen Discal- aeihoH.
flecken; ^'flgl außerdem mit Querfleck am Zellende, Wurzelfleck in 1 h und gewilhnlieh auch in der Mitte der
Zelle; Vflgl unten außerdem mit Submarginalpunkten in 1 b — 7; Hflgl unten hell rostbraun mit mehreren
silbernen Flecken. Transvaal.
Ph. felthami Trim. (70 h). Flügel oben orangerot mit schwarzem Mittelfleck und schwarzen Discal- fellhami.
flecken, welche normal angeordnet sind; Vflgl außerdem mit gleichbreiter schwarzer Saumbinde, welche kleine
Saumflecke der Grundfarbe einschließt; Hflgl statt der Saumbinde mit freien schwarzen Submarginalpunkten;
Saum der Hflgl am Ende der Rippe 4 deutlich geeckt. Hflgl unten isabellengrau mit großen, ringförmigen,
aber undeutlichen Zeichnungen. Unter den Sandhügeln am Minzenberg-Fluß im Kaplande im Jahre 1900
von Herrn H. L. L. Feltham entdeckt; hat einen sehr schnellen Flug und setzt sich stets auf Sträuchern und
nicht auf dem Grunde nieder.
Ph. chrysaor Trim. (70 i) ist der folgenden Art sehr ähnlich und weicht nur durch schmälere Saum- chrysaor.
binde der Oberseite, mehr glänzende Grundfarbe, mehr ausgezogenen Anahvinkel der Hflgl und besonders
durch die abweichende Stellung des DLscalf leckes in 1 b der ^'flgl ab. Kapland, Kaffernland und Natal.
Ph. zeuxo L. Flügel oben goldglänzend orangerot mit schwarzem Mittelfleck und Discalflecken, zetixo.
welche normal angeordnet sind; Vflgl außerdem mit schwarzer gleichbreiter Saumbinde und einem kleinen
Punkt in der Mittelzelle; Hflgl mit schmaler an der Spitze breiterer Saumbinde und deutlichen schwarzen
Submarginalf lecken. Vflgl unten rotgelb am Vrde und Saume dunkelgrau, Flecke deutlich. Hflgl unten grau
mit ziemlich undeutlichen Flecken. Kapland, in der Umgebung von Kapstadt.
Ph. oreas Trim. (70 i). Flügel oben orangegelb, an der Wurzel schwärzlich bestäubt; die Bestäubung orcos.
erreicht auf den Hflgln die Mitte oder die Discalflecken; beide Flügel oben mit Discalflecken und Saumbinde;
diese ist auf den Vflgln breit und zusammenhängend, auf den Hflgln schmal oder in Flecke aufgelöst; Flügel-
fransen an den Rippenenden weiß gefleckt; Vflgl unten orangegelb normal gefleckt und mit deutlichen Sub-
marginalf lecken; Hflgl unten rostfarbig mit zahlreichen silbernen, eckigen oder strichförmigen Flecken oder
Zeichnungen. Natal, bisher nur auf einem kleinen Gebiete in den Drakenbergen angetroffen.
21. Gattung': Crudaria Witlkngr.
Ich habe fiüher diese Gattung mit Phasis vereinigt, führe sie hier jedoch nicht ohne Bedenken als
besondere Gattung auf. Crmhtria zeichnet sich dadurch aus, daß die Vflgl nur 11 Rippen haben, indem die
Rippe 9 fehlt und die Rippe 7 in die Sj)itze oder in den Vrd dicht vor der Spitze mündet, und daß die Hflgl
am Analwmkel gelappt und mit einem haarfeinen Schwänzchen am Ende der Rippe 1 b versehen sind. Beide
432 ERIKSSONIA. Von Dr. C. Aurivillius.
Kennzeichen können jedes fiii' sicli bei Phasis-Arten vorkommen, treten aber so viel ich weiß nicht vereinigt
dort auf. Fiügelsaum und Fransen ganzrandig. Palpen lang, anliegend beschuppt ohne Bor.sten. Vorder-
schienen unbewaffnet. Hinsichtlich der Zeichnung mag hervorgehoben werden, daß die Discalflecke nur nach
innen und außen (nicht ringsum) sehwarz begrenzt sind und daß die Discalflecke der Felder 1 b — -1 der Vflgl
in einer fast geraden Linie stehen. Hinterleib des $ an der Spitze mit dichtem Sehuppenballen. Nur eine Ait
ist bekannt.
/eroma. C. lerotlia Walhngr. (70 i). Beide Flügel oben eintönig hell schwarzgrau ohne Zeichnungen (die
Flecke der Unterseite scheinen etwas durcli); Fransen nach außen weißlich; Anallappen schwärzlich beschuppt.
Unterseite heller grau mit weißlichen Flecken der Vflgl und undeutlichen oder weißen der Hflgl; Vflgl mit einem
breiten .schwarzen Längsstricii an der \\'iirzel des Feldes 1 b, einem silbernen Punkt an der Wurzel und einem
größeren nach hinten schwarz begrenzten in der Mitte der Zelle, einem Querfleck am Zellende und 8^ — 9 Discal-
flecken, von denen die der Felder 1 b — 5 nur weißlich, die der Felder 6, 8 — 11 mehr silberglänzend ausgefüllt
sind; kurz außerhalb der Discalflecken eine Reihe undeutliclicr, silberner Postdiscalstriche; Hflgl unten mit
Wurzel- und Discalflecken, Postdiscalstrichcn und Saumflecken, welciie alle gewöhnlich sehr undcutlicii sind,
ulU„„av,ihi- bisweilen aber weiß und scharf hervortreten, alboniaculata Form. nov. ; Analgegend gelblich, Anallappen schwarz ;
'"• Schwänzchen schwarz mit weißer Spitze. Die .Vrt wurde von W.\r-i,EN(!REN nach Stücken aus J. A. Wahlbergs
Sammlung, welche wahrsciu'inlich aus Natal oder Transvaal stammten, beschrieben und ist später im Kap-
lande, im Damara- und Mashuna-Landc und sogar in Deutsch ()st-.\fiika hei Kigonsera angetroffen worden.
22. Gattung: EriksKoiiia Trim.
Augen nackt. Palpen lang, vorgestreckt, unten mit haarartigen Schuppen dicht bekleidet. Fühler
mäßig lang, nach der Spitze nur allmählich verdickt ohne deutlich abgesetzte Kolbe. Vflgl mit 12 Rippen;
die Ri])pe 7 in den Saum; Rippe fi eine Strecke mit Rippe 7 gestielt. Hflgl am Anahvinkel deutlich gelappt
oder geeckt ohne Schwänzchen. Vorderschienen beim <S an der Spitze nnt einem kräftigen Dorn bewaffnet.
Mittel- und Hinterschienen mit sehr kurzen Endsporen.
Die Arten dieser Gattung erinnern in Farbe und Zeichnung an gewisse Formen der Lipteninen, schließen
sich aber tatsächlich der Gattung Plinsis eng an und weichen von allen Lipteninen durch die am .\naJwinkel
deutlich ausgezogenen Hflgl ab.
Beide Arten stimmen in der .Vnzuhl und Anordnung der schwarzen Flecken der Unterseite nahe mit-
einander überein. Die Vflgl haben zwei Punkte nacheinander in der Mittelzelle, einen Qucrfleck am Zellende,
gewöhnlich einen Wurzelpunkt in 1 I) uiul 5 — (5 Di.scalflecke, von denen diejenigen der Felder 1 b — 3 näher an
der Wurzel als die anderen stehen, die Discalflecke in 4 — fi stehen in einer fast geraden Querlinie, der Fleck
in 1 b fehlt bisweilen; 2 — .'{ mm vom Saume läuft eine zusammenhängende dunkle Submarginallinie oder eine
Reihe Submarginalstriehe. Hflgl unten mit einem Wurzelpunkt in 1 b, 2 in 1 c, 2 in der Zelle und 1 in 7, einem
Querfleck am Zellendc und 7 — 8 Discalputdvten, von denen der im Felde 7 größer ist und gerade vor dem Fleck
am Zellende steht ; hinter den Discalflecken verläuft wie auf den Vflgln eine dunkle, mehr oder wenig gebogene
Submarginallinie. welche die Saumbindc nach innen begrenzt.
U e b e r s i c h t der A r 1 e n.
A. Saumbinde der Oberseite schmal, nur 1 mm breit. Auf der Unterseite sind die Rippen am Saume nicht
oder nur fein schwarz, die Grundfarbe dort nicht in Flecke abgeteilt. E. acrneina.
ß. Saumbinde der Oberseite breit, auf den N'flgln wenigstens 2 mm l)rcit. Auf der Unterseite sind die Rippen
zwischen dem Saume und der Submarginallinie breit schwarz und teilen die Grundfarbe in 6 — 7 helle Saum-
flecke ein. E. cooksoni.
acraeina. E. acraeina Trim. (71 a). Flügel oben orangegelb mit etwa 1 nun breiter schwarzer Saumbinde und
von imten schwach durch.scheinenden Zeichnungen; Vflgl mit schwarzer N'rdbinde, welche an der Mitte der Zelle
anfängt und die Spitze erreicht, vor der Spitze aber durch die Grundfarbe im Felde 6 tief eingeschnitten ist,
bisweilen treten auch oben einige der Discalflecke deutlich auf; Hflgl oben unbezeichnet oder mit deutlicher
schwarzer Submarginallinie. Unterseite heller oder dunkler orangegelb mit den oben erwähnten Zeicluuuigen ;
die Wurzel- und Discalflecke klein oder mäßig groß. Im Owambo-Land von dem schwedischen Reisenden
Axel W. Eriksson entdeckt.
cooJcsoni. E. cooksoni Harn. Druce (71 a) ist größer und dunkler, nuhr reit lieh als acraeina, besonders auf der
Unterseite, wo die Hflgl an der Wurzel und zwischen den Di.scalflecken und der Submarginallinie rot überzogen
sind: \\'urzel])unkte gToß; die Submarginallinie, die schwarze Saunilinie und die breit schwarzen Ripj)enenden
Ausgegehen IS. X. 1923. ' SPALGIS; ARRUGIA. Von Dr. C. AuRiViLLiUS. 433
bilden zusammen eine 3,5 — 4 mm breite schwarze Saumbinde, welche große weißliche oder gelbliche Flecke
einschließt. Nordwe.st-Rhodesia.
23. Gattung: SSpalgis Moore.
Stirn schmal. Augen nackt. Palpen sehr lang, gerade vorgestreckt, dünn anliegend beschuppt ; End-
glied lang. Fühler kurz und dick, gegen die Spitze allmählich verdickt mit undeutlich abgesetzter drehrunder
Kolbe; die Glieder des Fühlerschaftes kurz, nicht länger als breit. Flügel breit, fast ganzrandig; Hflgl ohne
Schwänzchen, am Analwinkel völlig abgerundet. Vflgl mit 11 Rippen; die Rippe 9 fehlt; Rippe 7 in die Spitze;
10 und 1 1 frei aus dem Vrde der Mittelzelle ; Rippe 8 länger als der Stiel von 7 und 8 ; Rippe 6 frei aus der
Spitze der Mittelzelle. Vorderschienen unbewaffnet.
Durch die völlig abgerundeten, schwanzlosen Hflgl stimmt diese Gattung mit vielen Arten der letzten
Gattungsgruppe überein, unterscheidet sich aber sofort von allen Formen dieser Gruppe durch die Fühler-
bildung.
Kleine, schlank gebaute Schmetterlinge, deren Flügel weiße Grimdfarbe haben und unten mit zahl-
reichen, feinen, schwarzen oft unregelmäßig verlaufenden Querlinien geziert sind; Saum an den Rippenenden
fast unmerklich eingeschnitten und wenigstens unten schwarz punktiert. Geschlechter einander fast ähnlich,
die Vflgl des ^ jedoch mehr dreieckig und mehr zugespitzt.
Die Raupen leben von Schildläusen und werden von Ameisen besucht. Puppen frei aufgehängt, vom
Rücken gesehen angeblich dem Kopfe eines Affen ähnlich.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Die Hflgl unten nur mit wenigen, 7 — 9, dunklen Querlinien. Vflgl oben ohne dunkle Hrdbinde.
a. Grundfarbe beider Flügel weiß. Hflgl ohne dunkle Vrdbinde. S. lemolea.
ß. Grundfarbe beider Flügel im Wurzelteil hell strohgelb. Hflgl oben wenigstens beim 9 mit breiter schwärz-
licher Vrdbinde. S. pilos.
B. Die Hflgl unten besonders im Wurzelteil sehr dicht mit kleinen dunklen Punkten und Querstrichelchen,
welche in 17 — 20 Querreihen .stehen, geziert. Vflgl oben auch am Hrde breit verdunkelt; die weiße Grund-
farbe tritt demnach nur in der Mitte des Flügels auf. S. tintinga.
S. lemolea Harn. Druce (71 b). Flügel weiß; Vflgl oben an der Wurzel, am Vrde, an der Spitze und lemolea.
am Saume breit schwarz oder schwärzlich ; Hflgl oben nur mit kleinen schwarzen Punkten an den Rippenenden
oder auch mit feiner dunkler Saumlinie; beim $ bisweilen mit schwarzgrauer Saumbinde. Beide Flügel unten
mit feiner, an den Rippenenden verdickter Saumlinie und 7 — 8 mehr oder weniger unterbrochenen feinen dunklen
Querlinien, welche offenbar die Striche, welche die verschwundenen Flecken der Unterseite nach innen und
außen begrenzen, entsprechen. Die eigentümliche schildlausähnliche Raupe wurde schon 1891 am Ogowe-
Fluß vom amerikanischen Missionar A. C. GooD entdeckt und dann von Holland 1892 beschrieben und ab-
gebildet; sie lebt von Schildläusen der Gattung Dactylopius und ist den Schildläusen so ähnlich, daß sie unter
denselben schwer zu entdecken ist. Die Puppen sind an Blättern befestigt und ihre Rückenfläche soll
einem Menschen- oder Affengesicht merkwürdig ähnlich sein. Ganz West-Afrika von Senegambien bis Rhodesia
und Kavirondo in Uganda.
S. pilos Harn. Druce ist nur im weiblichen Geschlecht bekarmt und nur durch die in der Uebersicht piUs.
erwähnten Kennzeichen von letnolea verschieden. Vielleicht nur eine Form derselben. Gambia.
S. tintinga Bsd. ist kleiner als die Arten des Festlandes und weicht besonders durch die Zeichnung tintinga.
der Unterseite (siehe oben) von ihnen ab. Vflgl oben schwärzlich etwas bläulich angeflogen, in der Mitte mit
einem großen weißlichen Felde, welches die Spitze der Zelle und die Wurzel der Felder 1 b — 4 bedeckt; die
feinen schwarzen Zeichnungen der Unterseite in dem weißen Felde durchscheinend. Hflgl oben weiß, an der
Wurzel bis zur Spitze der Mittelzelle schwarzgrau verdunkelt ; die Zeichnungen der Unterseite dm-chleuchtend.
Madagaskar.
24. Gattung: Arriigia Wallengr.
Fühler kurz und kräftig gebaut, fast von der Wurzel an allmählich gegen die Spitze (= die Kolbe fängt
nahe an der Wurzel an) verdickt mit kurzen Gliedern. Palpen lang, vorgestreckt, anliegend beschuppt.
Stirn breit. Augen nackt. Vorderschienen unbewaffnet. Vorderfüße auch beim ^ deutlich gegliedert und mit
zwei Endklauen. Vflgl mit 11 Rippen; Rippe 7 in die Flügelspitze; 10 und 11 frei verlaufend; 6 frei aus der
Spitze der Mittelzelle.
XIII 55
434 ARRUGIA. Von Dr. C. AuEiviLLirs.
\'flgl mit 1 — 2 Punkten in der ^littelzelie. einem AVurzelpunkt in 1 b. einem Querfleck am Zellende,
6 — 7 Discalfleckcn und kleineren Subniarginalflecken schwarz oder schwärzlich ; die Discalflecke der Felder
1 b — 3 sind wurzelwärts gerückt; oben sind diese Flecke oft zum Teil undeutlich. Die Hflgl haben je einen
Wurzelfleck in 1 a — l c, 7 und der Zelle, einen Querfleck am Zellende, 6 — 7 Discalflecke, von denen die der
Felder 1 c — 4 gewöhnlich in einer geraden Linie stehen, und kleine Submarginalflecke oder Punkte: alle diese
Flecke können oft auch unten undeutlich sein.
Die Schmetterlinge lieben sehr heiße -und trockene Stellen, setzen sich auf den nackten Erdboden
und fliegen nur kurze Strecken.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Beide Flügel oben in der Mitte mehr oder weniger ockergelb aufgehellt. A. proiumnus.
B. Flügel oben in der Mitte grau oder weißlich oder gar nicht aufgehellt.
a. Wenigstens die Vflgl oben in der Mitte oder hinter den tief schwarzen Discalflecken weißlich aufgehellt.
Fühler wenigstens 7 mm lang. A. bas%ita.
ß. Vflgl oben nicht in der Mitte aufgehellt. Die Fühler erreichen nicht eine Länge von 6 mm.
A. brachycera.
proiumnus. A. protuiTinus L. (71 b). Flügel oben schwarzbraun, in der Mitte mehr oder weniger ockergelblich
aufgehellt, gegen die ockergelbe Farbe treten die dunklen Discalflecke und auf den Vflgln auch der Querfleck
am Ende der Mittelzclle scharf hervor; die Discalflecke (I b) 2 — 4 der Vflgl .stehen in einer fast geraden schief
gestellten Linie, welche einen fast rechten Winkel mit den Discalflecken 4 — 6 bildet; beim 2 sind die Discal-
flecke 2 und 3 wurzelwärts verlängert und füllen die Wurzel ihrer Felder aus, beim o dagegen sind sie klein
und fast ganz von der breiten mattgrauen Beschuppung der Rippen 2 — 4 verdrängt ; diese Beschuppung bildet
einen Mehlfleck, wodurch die (^^ am leichtesten von den $$ unterschieden werden können. Vflgl unten hell
ockergelblich mit scharf hervortretenden .schwarzen Flecken, welche jedoch kleiner als auf der Oberseite sind;
am Vrde und am Saume grau und braun gesprenkelt: Hflgl unten mit weißgrauer Grundfarbe und braungrauen,
unter sich mehr oder weniger vereinigten, großen Wurzel- und Discalflecken. Flügelfransen wenigstens der
Vflgl mit deutlichen weißen Flecken zwischen den Rippenenden. Vom Kaplande bis Transvaal verbreitet.
basuia. A. basuta WdUengr. (71 a). Flügel oben schwarzgrau mit schwarzem Mittelfleck und schwarzen
Di.scalfleckcn, welche jedoch beim o auf den Hflgln sehr undeutlich sein können; Vflgl mit einem weißen Fleck
in der Wurzel der Felder 4 und 5 und eine zusammenhängende Querreihe von viereckigen grauen oder weißen
Flecken in 1 b^ — ^6 unnüttelbar außerhalb der Discalflecken; beim 9 treten solche Flecke auch auf den Hflgln
auf, beim o aber sind sie dort nur schwach angedeutet; das ^ auf der Oberseite der \'flgl in der Wurzel der
Felder 2 und 3 und auf dem Wurzelteil der Rippen 2 — 4 mit einem mattgrauen Mehlfleck. Unterseite beim
(J mit weißgrauer Grundfarbe und kleinen undeutlichen Flecken der Hflgl, beim S weißlich mit größeren und
deutlicheren Flecken der Hflgl. Kapland bis Transvaal.
brachycera. A. brachyccra Trim. (71 a, b) Lst an den oben schwarzgrauen oder schwärzlichen Flügeln leicht kenntlich;
der Mittelfleck und die schwarzen Discalflecke treten gegen die dunkle Grundfarbe nur undeutlich hervor.
Flügel unten grau nüt schwarzen Discalflecken, welche gewöhnlich auf beiden Flügeln in einer Bogenreihe
stehen. Diese durch die kurzen Fühler ausgezeichnete Art ist bisher imr im Kaplande angetroffen worden.
Fünfte Gattungsgruppe.
Durch die in der Uebersicht (S. 361) angeführten Kennzeichen zeichnen sich die hieher gehörenden
Gattungen von den übrigen Lycaeniden aus. Sie sind an den langen dünnen Gliedern des Fühlerschaftes, den
am Analwinkel völlig abgerundeten Hflgln leicht kenntlich und bilden eine ganz natürliche, sehr artenreiche
Abteilung,
N'iele Verfasser teilen diese Gattungsgruppe in eine sehr große Anzahl von Gattungen ein. Aus Gründen,
die unten näher hervorgehoben werden sollen, werde ich hier diese ,, Gattungen" niu- als Untergattungen von
drei großen und sehr natürlichen Gattungen betrachten. Alle sind nämlich darüber einig, daß die Arten, welche
hier zu den Gattungen Lycaenesthes, Cupido und Heodes gestellt w^erden, unter sich näher verwandt sind, als
mit den Arten der anderen Gattungen. Dasselbe kann dagegen nicht gesagt werden von den Untergattungen,
deren Unterschiede solcher Natur sind, daß es sehr möglich ist, daß sie nur auf Analogien und lücht auf Homolo-
gien gegründet sind und demnach nicht eine w'irkliche Verwandtschaft darlegen. Als erste Eigenschaft einer
natürlichen Gattung nuiß nämlich gefordert werden, daß die darin zusammengebrachten Arten miteinander
näher als mit Arten jeder anderen Gattung verwandt sein müssen.
LYCAENESTHE8. Von Dr. C. Aurivillius. 435
U e b e r s i c h t der Gattungen.
A. Die Hflgl am Saume mit 3 (oder selten nur mit 2) Haarquasten am Ende der Rippen 1 b, 2 und 3.
25. Lycaenesthes.
B. Die Hflgl ganz ohne Schwänzchen oder Haarquasten oder nur am Ende der Rippe 2 kurz geschwänzt.
a. Die obere Discozellularrippe der Vflgl vorhanden und gewöhnlich sehr schief gestellt; die Rippe 7 oder
der Stiel von 7 und 8 der Vflgl entspringt darum getrennt von der Rippe 6 und scheinbar etwas vor der
Spitze der Mittelzelle. Die Vflgl nie unten in der Mittelzelle mit mehr als einem schwarzen Punkte.
26. Cupido.
ß. Die obere Discozellularrippe der Vflgl fehlt; die Rippen 6 und 7 der Vflgl darum stets aus demselben
Punkte oder kurz gestielt. Vflgl unten in der Mittelzelle mit zwei schwarzen Punkten, welche in gerader
Linie mit dem Fleck am Ende der Mittelzelle liegen. 27. Heodes.
25. Gattung: l^ycaeiiesthes Moore.
Die afrikanischen Arten dieser auch in Süd- Asien vorkommenden Gattung sind kürzlich Gegenstand
einer vorzüglichen Monographie von G. F. Bethuxe-Baker (Trans. Ent. Soc. London 1910, p. 1- — 84, 13 Taf.)
gewesen. Obwohl ich wenigstens bis auf weiteres als ratsam ansehe, seine Gattungen als Untergattungen zu
betrachten, werde ich sonst in allem wesentlichen dieser Monographie folgen. Bethune-Bäker stellt fünf
Gattungen auf, welche er in folgender Weise unterscheidet.
A. Vflgl mit 11 Rippen; die Rippe 9 fehlt, die Rippe 8 aber ist deutlich, wenn auch bisweilen sehr kurz.
OL. Die Rippen 10 und 11 entspringen aus dem Vrde der Mittelzelle und verlaufen ganz frei.
Cupidesthes.
Lycaenesthes s. str.
ß. Die Rippe 11 der Vflgl entspringt frei, vereinigt sich aber dann eine Strecke mit der Rippe 12; die Rippe 8
sehr kurz. Neurypexina.
B. Vflgl mit 10 Rippen; die Rippen 8 und 9 fehlen beide.
a. Die Rippe 11 verläuft frei, ohne sich mit der Rippe 12 zu vereinigen. Neurellipes.
ß. Die Rippe 11 ist eine Strecke mit der Rippe 12 vereinigt. Triclema.
Cupidesthes wurde von mir 1895 für eine Art mit nackten Augen (alle andere Arten haben deutlich,
oft sehr dicht behaarte Augen) aufgestellt. Bethune-Bakek hat den Gattungsbegriff erweitert und zu Cupidesthes
mehrere Arten mit haarigen Augen geführt. Wie aber in solchem Falle Cupidesthes und Lycaenesthes unter-
schieden werden können ist mir leider unklar; denn die Unterschiede in Größe, Körperstärke und Flügelform
bilden keine scharfe Grenze. Die übrigen Gattungen sind leicht zu unterscheiden; es fragt sich aber, ob das
Verschwinden der Rippe 8 oder die Verschmelzung der Rippe 11 mit der Rippe 12 bei verschiedenen Arten
nicht ganz selbständig zustande gekommen sein kann, und daß also Arten mit 10 Rippen nicht unter sich näher
als mit Arten, welche 11 Rippen haben, verwandt sind.
Dazu kommt, daß der Rippenbau bei derselben Art wechseln kann. Es liegen nüi' z. B. melrrere Stücke
von L. lusones vor, bei denen die Rippe 8 der Vflgl deutlich ist und die Rippe 11 eine kurze Strecke mit 12 ver-
einigt ist. Es ist mir darum unmöglich die ,, Gattungen" Neurypexina, Neurellipes und Triclema noch als Arten-
gruppen aufrecht zu halten.
Uebersicht der Artengruppen.
A. Augen nackt — Untergattung Cupidesthes Auriv. Erste Gruppe.
B. Augen deutlich, gewöhnlich sehr dicht behaart.
1. Vflgl unten von der Wurzel bis zur Spitze der Mittelzelle einfarbig ohne Zeichnungen oder nur mit einem
schwarzen Längsstrich an der Wurzel des Feldes 1 b. Palpen unten glatt beschuppt ohne Borsten.
Zweite Gruppe.
2. Vflgl unten auch im Wiu'zelteil mit Zeichnungen. Dritte Gruppe.
Erste Artengruppe.
Diese Gruppe umfaßt nur eine Art. Die übrigen Arten, welche Bethune-Baker damit vereinigt,
führe ich zur zweiten Gruppe. Vflgl mit 11 Rippen; die Rippe 11 frei verlaufend. Palpen anliegend beschuppt,
ohne Borsten.
436 LYCAENESTHEvS. Von Dr. C. Aürivilliüs.
robiista. L. robusta Auriv. (71 b). ^. Flügel oben schwärzlich mit scharf begrenztem blauem Felde; das blaue
Feld der Vflgl liegt an der Wurzel, bedeckt die Felder 1 a und 1 b bis über die Mitte hinaus (der schwarze Teil
von 1 b etwa 4 mm breit), fast die ganze Mittelzelle und das Wurzelviertel von Feld 2; auf den Hflgln bedeckt
die blaue Farbe die Mittelzelle, die vordere Längshälfte von 1 c. die Felder 2 und 3 fast bis zum Saume und
die Felder 4 und 5 bis 2 mm vom Saume. Flügel imten weißlich mit braun begrenzten Discalflecken und solchem
Querfleck am Ende der Mittelzellc. Vflgl außerdem mit einem bräunlichen weißgeringelten Fleck in der Mittel-
zelle (dieser Fleck fehlt bei allen anderen von Bethuxe-Baker „u Cupidesthes geführten Arten) und die Hflgl
mit vier solchen Wurzelflecken. Hflgl in der Analgegend mit vier schwarzen, silberweiß beschuppten Punkten
am Saume, einem in 1 b. zwei in 1 c und einem in 2. 2 unbekannt. Kamerun.
Zweite Artengruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind sehr zahlreich, aber alle sofort daran kemitlich, daß die Vflgl unten bis
zur Spitze der Mittelzelle einfarbig sind ohne Zeichnungen oder nur mit ^inem schwarzen Längsstrich an der
Wurzel des Feldes 1 b.
Beide Flügel haben unten einen Querfleck am Ende der Mittelzelle und eine mehr oder weniger unregel-
mäßige Reihe von Discalflecken. Diese Flecke sind gewöhnlich in der Mitte nicht dunkler als die Grundfarbe,
sind aber jederseits zuer.st von einem dunklen und dann von einem weißen oder weißlichen Querstrich oder
Querbogen begrenzt. Auf den Vflgln folgt dann eine Querreihe von 6 — 7 weiß begrenzten Submarginalflecken
und eine oft nach innen weiß begrenzte, dunkle Saumlinie. Hflgl unten gewöhnlich mit 1 — ^4 Wurzelpunkten,
zwei weißen, aus Bogen zusammengesetzten Submarginallinien und eine weiße und eine dunkle Saumlinie:
hiezu kommen gewöhnlich schwarze, metallisch beschuppte, nach innen gelb oder rot begrenzte Augenflecke
in 1 b, 1 c und 2.
U e b e r s i c h t der Männchen.
I. Vflgl unten im Wurzelteil des Feldes 1 b nicht schwarz gefärbt. Stirn borstenhaarig, schwarz mit feinen
weißen Seitenlinien, selten auch längs der Mitte weißgrau aufgehellt. Hflgl mit drei bis fünf Haarquasten,
am Ende der Rippen 1 b, 2 und 3 (4 und 5).
A. Hflgl unten ganz ohne Wurzelpunkte oder Wurzelflecke und also bis zur Spitze der Mittelzelle ein-
farbig ohne Zeichnungen.
a. Beide Flügel oben eintönig dunkel bläulich violett ohne Zeichnungen.
*. Alle Discalf lecke der Hflgl von der Farbe des Grundes (nicht rot). L. musagetes.
**. Wenigstens der Discalfleck in Feld 1 b der Hflgl rot ausgefüllt.
1. Der Discalfleck in 7 der Hflgl ist rot und })unktförmig. L. anadetna.
2. Alle Discalflecke der Hflgl rötlich ausgefüllt. L. ituria.
ß. Flügel oben dunkelbraun ohne violetten Anflug; die Hflgl oben mit breiter orangegelber Saumbinde
und schwarzen Saumpunkten in 1 b — 5. L. rnbricincta.
B. Hflgl unten wenigstens im Felde 7 mit einem Wurzelpunkt oder Wurzelfleck
a. Der Wurzelfleck im Felde 7 der Hflgl tritt nicht scharf hervor und ist nie schwarz mit hellem Ring;
er ist nicht dunkler als die Grundfarbe oder wenigstens nicht dunkler als die Discalflecke.
*. iS- Vflgl oben schwarz mit einem deutlichen hellblauen Hrdfleck, welcher die Wurzel der Felder
1 a und 1 b erreicht. Stirn schwarz mit feinen weißen Seitenlinien aber ohne helle Mittellinie.
Hflgl unten ohne Fleck in der Mittelzelle; oben fast ganz blau oder hell grünlich. (Bethxjne-
Baker führt diese Arten zu Cupidesthes.)
§. cJ- Der blau-grünliche Hrdfleck der Vflgl-Oberseite bedeckt nicht die Mittelzelle, sondern
nur die Wurzel der Felder 1 a und 1 b. Die dunkle Querlinie, welche auf der Unterseite
der Vflgl den Discalfleck in 1 b nach innen begrenzt, ist weit wurzelwärts gerückt und erreicht
fast die Wurzel der Rippe 2. — $ mit Afterwolle. Beide Flügel oben in der Mitte oder zum
größten Teil weiß. •
1. (J. Hrdfleck der Vflgl und die Oberseite der Hflgl bis zum Irde violettblau.
L. voltae.
2. <J. Hrdfleck der \'flgl hell silbeublau oder grünlich; Hflgl oben am Vrde .schwarz, am Irde
breit weißlich, sonst hell silberblau oder grünlich. L. arescopa.
§§. cJ. Der blaue Hrdfleck der Vflgl bedeckt die Mittelzelle und erreicht in 1 a (und 1 b) fast
den Saum. — $ ohne Afterwolle. Beide Flügel oben dunkel graubraun, in der Mitte nicht
oder nur schwach aufgehellt.
LYCÄENESTHES. Von Dr. C. AuRmLLius. 437
1. Die Discalflecke der Unterseite sind groß und die innere dunkle Begrenzungslinie des
Discalfleckes in 1 b der Vflgl erreicht fast die Wurzel der Rippe 2. L. lithas.
2. Die Discalflecke der Unterseite kleiner; die innere Begrenzung des Discalfleckes 1 b der
Vflgl weit von der Wurzel der Rippe 2 entfernt. L. thyrsis.
**. ^. Flügel oben braun oder ganz dunkel violettblau ohne besonderen Hrdfleck der Vflgl.
§. Flügel oben dunkelbraun ohne violetten Schiller. Hflgl unten ohne Fleck in der Mittelzelle.
L. leonina.
§§. (^. Flügel oben dunkler oder heller violett blau, bisweilen am Vrde und Saume schwarz.
t- Flügel unten mit brauner oder dunkelgrauer Grundfarbe.
o. Hflgl unten ohne Fleck in der Mittelzelle. L. chirinda.
L. pauperula.
oo. Hflgl unten mit Wurzelfleck in der Mittelzelle.
1. (J. Vflgl oben fast bis zum Saume dunkel ^ violettblau. L. ligures.
2. 1^. Vflgl oben mit einer wenigstens an der Spitze etwa 2 mm breiten, schwarzen
Saumbinde.
a. Die schwarze Saumbinde der Vflgl gleichbreit. L. afra.
L. alberta.
b. Saumbinde der Vflgl gegen den Hinterwinkel allmählich stark verjüngt.
L. amanica.
tf. Flügel unten mit heller, weißgrauer Grundfarbe. Mittelzelle der Hflgl mit oder beim
(J oft ohne Wurzelfleck. (S. Vflgl oben bis zum Saume ziemlich hell violettblau. $. Beide
Flügel oben mit deutlichen schwarzen Discalflecken und großem Älittelfleck.
L. definita.
ß. Der Wurzelfleck im Felde 7 der Hflgl tritt stets scharf hervor, ist schwarz-rot, gerundet, punkt-
förmig und von einem hellen Ring umzogen.
*. (^. Hflgl unten mit 1 — 2 Wurzelpunkten oder Wurzelflecken in der Mittelzelle.
§. (^. Flügel oben wenigstens im Wurzelteil deutlich blau.
f. o- Flügel oben bis oder fast bis zum Saume dunkel violettblau, höchstens mit feiner,
schwarzer Saumlinie.
o. Wenigstens einer der Wurzelpunkte der Hflgl-Unterseite rot oder rotbraun aus-
gefüllt.
1. Nur die Discalflecke 7 und 1 b der Hflgl rot ausgefüllt. L. rubrimaculata.
2. Alle Discalflecke der Unterseite mehr oder weniger vollständig rot ausgefüllt.
L. hohleyi.
3. Die Discalflecke der Unterseite nicht rot ausgefüllt, von der Farbe des Grundes.
L. lernnos.
L. loa.
00. Die drei Wurzelpunkte der Hflgl-Unterseite schwarz ausgefüllt.
1. Die Discalflecke der Hflgl-Unterseite von der Farbe des Grundes.
L. indefinita.
2. Die Discalflecke der Hflgl-Unterseite mehr oder weniger dunkel ausgefüllt, be-
sonders der im Felde 7. L. sylvanxis.
tt- S- Flügel oben nur an der Wurzel blau oder wenigstens mit breiter schwarzer Saum-
binde der Vflgl. L. millari.
L. otacilia.
§§. (j. Flügel oben einfarbig braun ohne Blau.
a. Hflgl unten nur im Felde 2 mit schwarzem Saumfleck. L. minima.
b. Hflgl unten mit je einem schwarzen, gelb geringten Saumfleck in 2 — 5.
L. gemmifera.
**. (J. Hflgl unten ohne Fleck in der Mittelzelle.
§. cj. Vflgl oben bis zum Saume dunkelviolett oder bläulich, höchstens mit einer feinen schwar-
zen Saumlinie,
f. Der Discalfleck 7 der Hflgl ist wie die übrigen Discalflecken groß und eckig, nicht oder
wenig dunkler als diese.
438 LYCAENESTHES. Von Dr. C. Auriviluus.
1. Der Saumpunkt im Felde 2 der Hflgl nach innen blutrot begrenzt. L. smithi.
2. Der Saumpunkt im Feld 2 der Hflgl nach innen gelb oder rotgelb begrenzt.
a. Der Wurzelpunkt im Felde 7 der Hflgl rot ausgefüllt. L. bihe.
b. Der Wurzelpunkt im Felde 7 der Hflgl schwarz ausgefüllt. L. liodes.
L. nigro punctata.
tt- Der Discalfleck 7 der Hflgl ist ganz wie der Wurzelfleck desselben Feldes gerundet,
punktförmig und entschieden dunkler und schärfer hervortretend als die übrigen Discal-
flccke.
1. Sowohl der Wurzel-, wie auch der Di-scalpunkt im Felde 7 der Hflgl rot au.sgefüllt.
L. lasti.
2. Beide Punkte des Feldes 7 der Hflgl schwarz ausgefüllt. L. princeps.
L. Uganda.
§§. (J. Vflgl oben an der Spitze und gewöhnlich auch am Vrde und am Saume breit schwarz.
t- Hflgl oben am Saume im Felde 2 mit einem schwarzen nach innen orangegelb oder röt-
lich begrenztem Punkte.
1. Der Discalfleck im Felde 7 der Hflgl groß und eckig, nicht punktförmig und nicht
dunkler als die übrigen Discalf lecken. L. livida.
2. Der Discalfleck 7 der Hflgl ist. ganz wie der Wurzelfleck desselben Feldes, gerundet,
punktförmig und entschieden dunkler und schärfer hervortretend als die anderen
Discalflecken. L. lunulata.
L. sanguinea.
tt- Hflgl oben ganz ohne rotgelbe oder gelbe Flecke am Saume. Discalfleck 7 der Hflgl
eckig, nicht punktförmig. L. levis.
II. Vflgl unten an der Wurzel im Felde 1 b breit schwarz ausgefüllt; die schwarze Farbe erreicht fast die Mitte
der Mittelzelle. Stirn weiß mit zwei schwarzen Borstenlinien. Hflgl nur mit zwei Haarquasten (am Ende
der Rippen 1 b und 2), unten mit 4 schwarzen weißgeringelten Punkten nach einander im Felde 7.
L. amnrnh.
Die 5$ weiclioii iikht. mir oben, sondern luerkwüi-digerweise auch unten oft beträcht liili von den <Jo "b. Sie sind
in vielen Fällen noch niclit oder ungenügend bekannt und es ist mir leider darum nicht, möglich, eine Uebersicht derselben
zu liefern. In der Regel unterscheiden sich die $$ oben durch eine graue oder giauljraune Grundfarbe ohne Blau oder niit
starker Reduzierung der blauen oder violetten Farben. Dazu kommt, daß beide Flügel, oder wenigstens die Vflgl, oft oben
in der Mitte weißlich aufgehellt sind. Di,' Unter.seite ist gewöhnlich viel heller als beim o, mit kleineren mehr getrennten
oder teilweise fehlenden Flecken.
mmaijetes. L. musagetes Holl. (72 a). Beide Flügel oben bis zum Saume dunkel bläulich-violett, ohne Zeich-
nungen; Fransen schwärzlich, Haarquasten weiß. Flügel unten braun ohne Wurzelflecke; Mittelfleck und Di.scal-
flecke eckig, weiß begrenzt, nicht oder wenig dunkler als der Grund; Hflgl mit drei schwarzen, nach innen
orangerot begrenzten und mit einigen bläulichen Schupi^en gezierten Saumpunkten, je einem in 1 b, 1 c und 2;
der in 2 \iel größer als die anderen. $ mir unbekannt. Sierra-Leone bis Angola und Uganda.
anadfiiia. L. anadema Hnm. Drnce (71 b) weicht von musagetes nur dadurch ab, daß die Discalflecke der
Felder 1 b und 7 der Hflgl rot ausgefüllt und die Fransen oben hellbraun mit weißen Spitzen sind. $ unbekannt.
Nordwest-Rhodesia.
iluria. L. itufia B.-Bak. (71 c) hat eine rötlichbraune Unterseite und alle oder fast alle Di-sCalflecke der Hflgl
orangerot ausgefüllt; .stimmt sonst mit musagetes überein. $ unbekannt. Im Inneren des Congo-Gebietes
bei Beni, Makala und Mawambe. h^
Tuhricincla. L. fubficincta Holl. (72 a) ist als J beschrieben, wahrscheinlich aber ein $. Flügel oben eintönig
dunkelbraun: die Hflgl zwischen dem Ird und der Rippe 6 mit einer gelben, etwa 4 mm breiten Saumbinde,
welche 6 kleine .schwarze Saumpunkte einschließt und nur durch eine sehr feine dunkle Linie von den Fransen
getrennt ist. Flügel unten bräunlich grau, an der Wurzel bis zum Mittelfleck unbezeichnet ; Discalflecke eckig,
kaum dunkler als die Grundfarbe; Saumflecke in 1 c luul 2 nach iiuien rotgelb begrenzt. Ogowe-Fluß.
voUac. L. voltae Em. Sharpe (71 b). Geschlechter ganz verschieden, q. Vflgl oben schwärzlich mit einem
hell violettblauen Hrdflcck, welcher die Wurzel der Felder 1 a — 2 bedeckt, sich wenig über die Mitte des Hrdes
ausdehnt und nach vorn abgerundet ist ; Hflgl oben ganz hell violettblau mit schmaler, schwarzer, an der Spitze
zu etwa 2 mm erweiterter Saumbindc. Flügel unten weißgrau; Mttelfleck und Discalflecke dunkel begrenzt,
kaum dunkler als die Grundfarbe; Discalflecke breit und eckig; Hflgl nur mit einem Wurzelpunkt (in 7); am
Saume mit sehr kleinen schwarzen, nach innen nicht gelb begrenzten Punkten in 1 b, 1 c und 2. Beim $ sind
LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aueivillitts.
439
die Flügel oben weiß; Vflgl am Vrde (bis zur Zelle) schmal, an der Spitze sehr breit schwarzgrau; der schwarz-
graue Saumteil ist an der Spitze etwa 7 mm breit, verschmälert sich aber schnell nacli hinten und läuft am Hinter-
winkel fast in einer Spitze aus; Hflgl mit einer etwa 2,5 mm breiten dunkelgrauen Saumbinde, welche eine
gewellte weiße Submarginallinie einschließt. Unterseite rein weiß mit denselben Zeichnungen wie beim (J; alle
Flecke jedoch von derselben Farbe wie der Grund und sehr undeutlich begrenzt ; der Wurzelpunkt im Felde 7
der Hflgl scheint zu fehlen. Sierra-Leone, Ashanti und Uganda. — gabunica Auriv. weicht vom typischen 5 gabunica.
dadurch ab, daß die Saumbinde beider Flügel viel breiter, etwa 5 mm breit ist und daß die Hflgl oben am Vrde
bis zur Rippe 6 dunkelgrau sind. Gabun.
L. arescopa B.-Bnk. (71 c). q. M'lgl oben schwarz mit einem kleinen hellblauen Hrdfleck, welcher aresc^pa.
nach vorn abgerundet ist und weder die Zelle noch die Wurzel des Feldes 2 bedeckt ; Hflgl oben hell silberblau,
gegen den Ird weißlich, am Vrde bis zur Rippe 6 schwarz; die schwarze Vrdbinde setzt sich als Submarginal-
binde wenigstens bis zur Rippe 4 fort ; die Unterseite stimmt fast völlig mit der Unterseite von voltae überein (in
der Originalfigur findet sich jedoch in der Mittelzelle ein Wurzelfleck, welcher in der Beschreibung nicht er-
wähnt wird). Beim 2 sind die Flügel oben dunkelbraun mit einem weißen Mittelfeld der Vflgl und dem Wurzelteil
der Hflgl von der Rippe 6 bis zum Irde gleichfalls weiß. Kamerun, am Ja-Fluß. Es wäre möglich, daß diese
Art mit gabunica identisch sein köiuite. Bethune-Baker liefert in seiner Arbeit eine unrichtige Besclireibung
von gabunica.
L. lithas Heu\ (71 c, ^ Oberseite als lunulala). q. Vflgl oben .schwärzlich mit einem hellblauen /(7/ia.s.
Wurzelfleck, welcher die Mittelzelle und den größten Teil der Felder 1 a und 1 b bedeckt, das Feld 2 aber
freiläßt; Hflgl oben hell blau mit kleinem schwarzen Spitzenfleck und feiner .schwarzer Saumlinie; Flügel
unten mit grau weißer Grundfarbe und großen breiten Discalf lecken ; Hflgl mit schwarzem Wurzelpunkt im
Felde 7 und kleinen schwarzen, blau beschuppten, nach innen rotgelb begrenzten Submarginalpunkten in 1 c
und 2. Das 5 ist oben braun, in der Mitte der Vflgl hinter der Zelle ein wenig weißlich aufgehellt und mit
4 schwarzen Flecken am Saume in der Analgegend der Hflgl. Sierra-Leone und Ashanti.
L. thyrsis Kirby (71 d). Das o \veicht oben vom lithas-Q nur dadurch ab, daß die blaue Farbe der ihyrsis.
"\'flgl auch den Wurzelteil des Feldes 2 bedeckt; die Unterseite weicht durch die in der Uebersicht angeführten
Kennzeichen sowie durch die größeren, nach innen von dicken orangegelben Bogen begrenzten Saumflecke
der Felder 1 c und 2 der Hflgl ab ; der Wurzelfleck in Feld 7 der Hflgl ist matt und wenig deutlich, weder schwarz
noch punktförmig. Das 9 ist oben schwarzbraun mit einem dreieckigen weißen Feld der Vflgl zwischen den
Rippen 1 und 4 und mit zwei schwarzen Submarginalpunkten in den Feldern 1 c und 2 der Hflgl. Fernando-Po,
Gabun, Französisch und Belgisch Congo. — ab. 2 unicolor a&. nor. Beide Flügel oben einfarbig dunkelbraun unicolor.
ohne Zeichnungen ; scheint die gewöhnlichste Form des Weibchens zu sein. Obgleich Bethune-B.\ker Hewit-
SONs Figur des £ anführt, erwähnt er in der Besehreibung nur die Form vnicolor.
L. leonina B.-Bak. ist mir unbekannt. Die Beschreibung lautet: ,,cJ. Beide Flügel dunkelbraun; leonina.
Hflgl mit einem bleiartigen Schiller in und hinter der Mittelzelle und mit 4 — 5 dunklen, nach innen hell ge-
säumten Saumflecken. Unterseite beider Flügel dunkelbraun mit hell begrenzten Flecken; Vflgl mit einem
Fleck am Zellende und einem über demselben; Discalbinde breit, dritter und vierter Fleck (wohl = Discal-
fleck 5 und 4) vereinigt saumwärts gerückt, fünfter näher an der Wurzel, sechster größer und mehr wurzel-
wärts stehend, und der siebente (= Discalfleck 1 b) sehr groß und weit näher an die Wurzel gerückt; Saumteil
weißlich mit einer Reihe gebogener Striche zwischen den Rippen ; Hflgl mit einem Wurzelpunkt im Felde 7
und einem am Irde; ein Fleck am Zellende; die Discalbinde beginnt und endet gerade vor und hinter dem Fleck
am Zellende; der zweite Fleck (= Discalfleck 6) steht etwas nach außen, der dritte und vierte (= Discalflecke 5
und 4) vereinigt und noch mehr sau.mwärts, der fünfte und sechste klein, beide eingerückt, der siebente undachte
(= Discalflecke 1 b und 1 c) winkelig und noch mehr wurzelwärts stehend; Saumteil breit weißlich von einer
Kappenlinie geteilt; ein schwarzer Punkt im Felde 2 und am Analwinkel, beide nach innen gelb begrenzt und
mit einigen glänzenden Schuppen. Spannweite 32 mm. — Das $ ist ganz braun ; ich besitze jedoch ein Stück
aus Busoga mit einem weißen Discalfeld der Vflgl und einem gebogenen Submarginalstreifen der Hflgl." Sierra-
Leone bis Uganda.
L. brunnea Sm. u. Ky (71 d, e). Das ^ ist unbekannt. Beim $ sind beide Flügel oben und unten brunnea.
eintönig dunkelbraun; Vflgl oben ohne Zeichnungen; Hflgl oben mit schwarzen, weiß umzogenen Saumpunkten
in 1 c, 2 und 3; Vflgl unten mit sehr breiten Discalf lecken; die innere Begrenzung des Discalfleckes 1 b erreicht
fast die Wurzel der Rippe 2; Hflgl unten nirr mit einem Wurzelpunkt, welcher schwarz ist und im Felde 7 steht;
Discalfleck 7 schwarz, punktförmig und viel dunkler, als die übrigen Discalflecken, welche kaum dunkler als
die Grundfarbe sind; Saumflecke fast wie oben, nur etwas kleiner und nach innen schmal gelb begrenzt. Die
Art ist besonders durch den Saumfleck im Felde 3 auf beiden Seiten der Hflgl ausgezeichnet. Ogowe-Fluß.
L. mimetica Ham. Druce (7 1 c. d). Auch diese Art ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt. Das $ schließt mimetica.
sich dem 0 von voltae (71 b) an. Flügel weiß; Vflgl oben am Vrde bis zur Mittelzelle, an der Spitze und am
440
LYCAENESTHES. Von Dr. AuRn'iLLius.
Saume sehr breit schwarzbraun, die Saumbindo erreicht an der Ri])j)e (> fast die Spitze der Mittelzelle, wird
aber nach hinten allmählich schnüilor und ist am Hrde kaum mehr als 2 mm breit; Hflgl oben mit einer etwa
3 mm breiten dunkelbraunen Saumbinde, welche 7 (zwei in 1 c und je einen in 2 — 6) dreieckige, fein weiß um-
zogene, schwarze Saumflecke einsdilicßt: Fransen braun. Beide Flügel unten mit einer nach innen unregel-
mäßig begrenzten hell bräunlichen Saumbinde, welche die Discalflecke einschließt oder wenigstens erreicht;
die Discalflecke stehen näher am Saume als gewöhnlich, diejenigen des Feldes 1 b der Vflgl und der Felder 1 b
und 1 c der Hflgl jedoch weit mehr wurzelwärts als die arideren; Discalfleck 7 der Hflgl klein, schwarz, punkt-
förmig; Hflgl mit sehr kleinem Wurzelpunkt in 1 a und 7. Kamerun, bei Bit je am Ja-Fluß.
chirinda. L. chirinda B.-ßak. (11 d). o- Beide Flügel oben dunkel violettblau mit .sehr feiner schwarzer Saum-
linie, unten grau mit fein weiß gesäumten Flecken, welche kaum dunkler als die Grundfarbe sind; die Discalflecke
2- — 6 der Vflgi bilden eine zusammenhängende schwach gebogene Binde, der Discalfleck 1 b steht mehr wurzel-
wärts und ist vom Discalfleck 2 völlig getrennt; Hflgl mit zwei wenig deutlichen Wurzelflecken, einem in 1 a,
einem in 7, und zwei nach innen rotgelb begrenzten schwarzen Saumpunkten in 1 c und 2. i. Flügel oben braun
mit einem breiten weißen Fleck der Hflgl, unten mit weißer Grundfarbe. Gaza-Land im Chirinda- Walde; Kap-
land und Kilima-Ndjaro; Ost-Sudan: Wau. — Das ^ ist dem q von definita (71 e) sehr ähnlich und nur durch
die dunklere Unterseite verschieden.
pauperuhi. L. pauperula Strand (72 a). Strand beschrieb diese Form als eine Aberration von ukereirensis. welche
nur durch das Fehlen des Wiu'zelflec-kes in der Mittelzelle der Hflgl von der Hauptform abweicht. Bethcke-
Baker betrachtet pauperuln als eine mit chirinda sehr nahe verwandte Form, welche nur durch eine etwas ver-
schieden gebildete Discalbinde der Vflgl abweicht. Deutsch-Ost- Afrika am Ufer des Victoria-Nyanza.
ligures. L. Hgures Hew. (= emolus Mab.) (71 f). o- Flügel oben bis zur feinen dunklen Saumlinie dunkel
violettblau ; Hflgl dicht vor dem Saume mit einem schwarzen Querstrich oder zw-ei Punkten im Felde 1 c und
einem Punkte in 2. Flecke der Unterseite nicht dunkler als die braune Grundfarbe, fein grauweiß begrenzt:
die Discalflecke 2 — 7 der Vflgl bilden eine zusammenliängende wenig gebogene Querbinde, der Discalfleck 1 b
liegt dagegen so weit mehr wurzelwärts, daß seine äußere Grenzlinie mit der inneren des Discalfleckes 2 zusam-
menfällt. Hflgl unten mit drei AA'urzelflecken (in 1 a, 7 und der Mittelzelle), welche weder punktförmig noch
dunkler als der Grund sind, und mit drei silberblau beschuppten, ringsum rotgelb umgebenen schwarzen Saum-
flecken in 1 b, 1 c und 2; der Fleck in 2 ist größer als die anderen, deren rotgelbe Begrenzung sich stricliförmig
bis zum Ende der Rippe 1 a fortsetzt. Das Qist oben hell braun, am Saume der Hflgl mit einer breiten weißlichen
Binde, welche z\\ei dunkle Linien einschließt, und mit schwarzen Saumflecken in Feld 2 und am Analwinkel;
Unterseite weiß mit denselben Zeichnungen wie beim ^. Ganz West-Afrika von Sierra-Leone bis Angola und
amanica. Östlich bis Nandi und dem Kilima-Xdjaro. — amanica Strand. Von dieser Form, welche Strand zuer.st
für liodes ansah, liegen mir zwei Stücke vom Kilima-Xdjaro vor; auf das eine derselben paßt Strands Beschrei-
bung vollständig und ich zweifle darum nicht, daß er ein solches Stück vor sich gehabt hat. Das andere ist
oben etwas abweichend und bildet eüien Uebergang zu der Hauptform. Es geht daraus hervor, daß amanica
eine Rasse von ligure-s ist. Sie stimmt unten völlig mit ligitres überein, ausgenommen daß der Discalfleck 1 b
der Vflgl näher am Saume steht und w'eicht oben nur dadurch ab, daß beide Flügel eine schwarze Saumbinde
haben; diese Saumbinde ist an der Spitze der Vflgl etwa 2 mm breit, nach dem Hinterwinkel aber allmählich
verjüngt und bildet an der Spitze der Hflgl einen Fleck, welcher den größten Teil des Feldes 6 bedeckt, ist aber
liguroides. dahinten sehr schmal. Deutsch Ost-Afrika: Amani und Kilima-Ndjaro. — liguroides Strand (72a) ist mir unbe-
kannt, wii'd aber in folgender Weise beschrieben: ., Weicht von der typischen Form ab durch geringere Größe
(Flügelspannung 25, Flügellänge 14 mm); der Di-scozellularfleck der Vflgl ist von der postmedianen Binde
um weniger als seinen kürzeren Durchmesser entfernt, genannte Binde ist kaum gebrochen und hinter der
Rippe 2 im allgemeinen kaum zu erkennen; die Hflgl zeigen unten im Wurzelfelde am Vrde einen grauen, aber
eigentlich nur durch die helle Umrandung erkennbaren runden Fleck; die dann folgenden Binden treten, weil
ihre Umgebung heller ist, stärker hervor als bei ligures; Fühlerkolben unten meist hell rötlich. Abessinien, bei
likereiroi.si.t. Eli. — ukercwensis Strand stelle ich nur vorläufig hierher. Das c gehört nach Bethune-Baker zu ligures, das
cJ aber vereinigte er mit lemnos. Strand gibt jedoch an, daß diese Bestimmung ganz unrichtig ist. Nach der
Beschreibung weicht das o vom ligures-o dadurch ab, daß die Hflgl oben eine 3 mm breite braune Saumbinde
albicans, haben. Deutsch Ost-Afrika. — albicans Grünb. weicht durch rein weiße Grundfärbung der Unterseite ab.
Sesse-Inseln.
afra. L. afra B.-Bak. (71 c). Das ^ weicht oben von ligures nur dadurch ab, daß beide P'lügel oben am
Vrde bis zur Miltelzelle und am Saume bicit schwarz sind; die L^nterseite weicht nur dadm-ch ab, daß die Wurzel-
flecke der Hflgl viel kleiner und gerundet sind, i^ unbekannt. Kamerun und im Congo-Gebiet bei Makala.
alberta. L. alberta B.-Bak. (71 d) ist auch den beiden vorigen Arten .sehr ähnlich und weicht von afra nur
durch die dunklere braune Unterseite, die breiteren Discalflecken sowie die Stellung des Discalfleckes 1 b der
Vflgl ab; dieser steht mehr saumwärts, so daß seine äußere helle Grenzlinie die Mitte des Discalfleckes 2 trifft.
$ unbekannt. Congo; Angola, Uganda und am Albert-Edward-See.
Ausgegeben 18. X. 1923.
LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aurivillius.
441
ruicenzori-
Cd.
L. ruwenzorica Grünh. steht offenbar den beiden letztgenannten Arten sehr nahe und fällt vielleicht
mit der aus denselben Gegenden stammenden alberta(71d) zusammen. Die Beschreibung genügt nicht um
diese Frage zu entscheiden; sie lautet wie folgt: „Verwandt mit L. ligures Heiv. und ukeretvensis Strand. ^■. Flügel-
Oberseite stark dunkel violett schimmernd, mit schmalem, scharfem, tief schwarzem Saumband, welches sich
am Analwinkel der Hflgl in den Feldern 2 und 1 c zu dreieckigen Flecken erweitert ; Saumschuppen und Schwänz-
chen des Hflgls hell graubraun; Grundfarbe der Unterseite hell bräunlichgrau, Binden und Außenrand dunkler
graubraun mit deutlich rostfarbenem Anflug; Zeichnungen ähnlich wie bei ligures, aber diffuser, die dunkle
Begrenzung nur schwach angedeutet, auch die hellen Säume wenig ausgebildet; Discalbinde im Vflgl bis zur
Ader 2 mehr geradlinig verlaufend, weniger gebrochen; die hellgesäumten Basalpunkte im Hflgl unscharf oder
ganz diffus; Analflecke im Hflgl hell rostgelb, die schwarzen Kernflecke vom Rande losgelöst, ziemlich klein,
mit glänzend blauen Schuppen bestreut. — 2: Oberseite (etwas abgerieben) matt schwarzbraun ohne schwarzes
Saumband ; Saumschuppen weißlich ; im Hflgl zwischen den Adern 1 b und 6 eine schmale weiße Linie vor dem
Saum, eine weißliche Submarginalbinde nur schwach angedeutet; der ch-eieckige schwarze Saumfleck im Felde 2
innen unscharf gelb gesäumt; Unterseite weiß mit besonders im Hflgl ganz verloschener, graubrauner Zeichnung;
die gelben .Analflecke blaß und verwaschen, die schwarzen Kernflecke scharf. Länge des Vflgls ^ 15 — 17, $
15 mm; Flügelspannung: o -'^ — 30,5, c 28 mm." Albert-Edward-See und Ruwenzori."'
L. definita Btlr. (= nigrocaudata Pag.) (71 e). Butler gab 1899 diesen Namen der Ai-t, welche Trimen definita.
zuerst als emolus (1866), dann als liodes (1887) beschrieb und abbildete. Dessen ungeachtet führt Bethttne-
Baker in seiner Revision Trimens Art zu liodes Hew. und nicht zu definita, was natürlich unrichtig sein muß.
Definita ist eine mit ligures (71 f) nahe verwandte, durch die helle weißliche Unterseite und die scharf gezeich-
nete Oberseite des $ ausgezeichnete Art. (J. Flügel oben dunkel violettblau mit feiner schwarzer Saumlinie und.
gewöhnlich mit schwarzen Saumpunkten oder Strichen in 1 c und 2 der Hflgl; Unterseite hell weißlich, so
daß die weißen Grenzlinien der Mittel- und Discalflecken oft ganz verschwinden: die Discalflecke 3 — 6 und 8
bilden eine zusammenhängende, fast gerade Binde, auch der Fleck in 2 liegt sehr wenig mehr wurzelwärts;
der Fleck in 1 b aber ist schmal und liegt so weit nach innen, daß er den Fleck 2 nicht berülirt; Hflgl mit einem
matten braunen Wurzelfleck im Feld 7 und auch mit einem solchen Fleck in der Zelle, der jedoch oft ganz
undeutlich oder auch gar nicht wahrnehmbar ist ; am Saume in 1 b, 1 c und 2 je ein schwarzer, blau beschuppter
und rotgelb begrenzter Punkt. Das $ weicht von allen anderen mir bekannten Lycaenesthes-^'^ dadurch ab,
daß beide Flügel oben scharf begrenzte viereckige schwarze Flecke haben (Mittelfleck und 4 — 6 Discalflecke) ;
beide Flügel oben hell weißlich grau mit hell bläulichem Schiller, welcher gegen die Wurzel stärker ist; Vrd
bis zm- Mittelzelle und eine etwa 2 mm breite Saumbinde schwärzlich ; die Saumbinde ist auf den Hflgln und
in den Feldern 1 b und 2 der Vflgl oft von einer gewellten weißen Linie geteilt; Unterseite fast wie beim ^ aber
mit deutlichem Wiuzelfleck in der Mitteizelle. In Süd- und Ost-Afrika vom Kaplande bi'^ Britisch O.st-Afrika
und Uganda verbreitet. — TßiMEN beschreibt die Puppe als oben hell gelblichgrün, unten viel blasser glänzend
weiß grün, halbdurchsichtig; auf dem Rücken eine feine dunkle Mittellinie, welche an der Grenze zwischen
Thorax und Hinterleib einen deutlichen lachsfarbigen, braun umzogenen Fleck hat. •
L. rubrimaculata Strand (72 a, b). ,,Oben schwarzbraun, an der Basis mit einigen lebhaft blau gefärbten ruhrimacu-
Schuppen (die Exemplare nicht ausgezeichnet erhalten!), Saumlinie schwarz, am Saume der Hflgl im Felde 2 ""•
ein runder, tief schwarzer, innen orangegelb begrenzter Fleck und dahinter ein zweiter, schwarzer, quer ge-
stellter, undeutlicher, innen nicht orangegelber Fleck. Unterseite grauweißlich mit imdeutlichen grauen, weißlich
begrenzten Zeichnungen, die eigentlich nur aus Linien bestehen, welche die Kontm'en der gewöhnlichen Flecke
und Binden andeuten; die Querbinde ist weit saumwärts gerückt und an den Rippen 2 und 4 so scharf gebrochen,
daß die Innenseite des vorhergehenden Abschnitts fast mit der Außenseite des folgenden zusammenfällt. Am
Saume eine anderthalb Millimeter breite graue Binde, welche durch eine weiße, an den Rippen unterbrochene,
dem Irde dieser Binde am nächsten gelegene Querlinie geteilt wird. Saumlinie aller Flügel scharf markiert,
braun. An den Hflgln ist besonders auffallend drei in einer saumwärts schwach gekrümmten Querreilie gestellte,
lebhaft orangerote oder blutrote, runde, scharf markierte Subbasalflecke, von denen der vordere von der Flügel-
basis um 1,8 mm, von dem folgenden Fleck um 2 mm entfernt ist, während die beiden hinteren unter sich
um 2,5 mm entfernt sind. Ein ebenso gefärbter, aber größerer und viereckiger Fleck findet sich am Vrde in
5 mm Entfernung von der Basis und an der Mitte des Irdes ein wenig deutlicher, ebenso gefärbter Schrägfleck,
welche beiden Flecke die Enden der recht undeutlichen Querbinde bilden. Die grauen Zeichnungen etwa wie
auf dem Vflgl und sämtlich wenig deutlich und wenig regelmäßig. Der die drei Haarpinsel tragende Teil des
Hflglsaumes charakteristisch erweise etwas ausgezogen (verlängert), so daß die Mitte der daselbst liegenden
schwarzen, grünlich beschuppten und innen orangegelb begrenzten Augenflecke im Niveau mit dem Saume der
Felder 3 und 4 sich befindet. Flügelspannung 24, Flügellänge 13 — 14 mm." Ein mir vorliegendes ? gehört
sicher zu dieser Art. Flügel oben schwarzbraun; Vflgl unbezeichnet ; Hflgl am Saume zwischen den Rippen 1 b
und 6 mit zwei feinen weißen Linien, welche schwarze Saumflecke einschließen, der Saumfleck im Felde 2
größer und innen von einem dicken orangegelben Bogen begrenzt; Unterseite rein weiß; die weiße Begrenzung
der Flecke darum verschwunden und die Discalflecke oft nur durch ihre äußere dunkle Begrenzung angedeutet ;
XIII
56
442
LYCAEXESTHES. Von Dr. C. Aiteivilliüs.
hobleyi.
lemnos.
loa .
die kleinen VVurzelpunkte sowie die Discalflecke in 1 b und 7 der Hflgl rot ausgefüllt. Deutsch Ost-.\frika
bei Amani. — Bethune-Baker erklärt diese Art als mit lasti (71 g) identisch; wenn aber der Wurzelfleck in der
Mittelzelle der Hflgl überhaupt als Artkennzeichen zuverlässig ist. hat Strakd darin recht, daß rubriinaculata
von lasti verschieden sein muß.
L. hobleyi Neave (71 e). ^. Beide Flügel oben bis zum .Saume dunkel violcttblau mit feiner schwarzer
Saumlinie; Hflgl mit schwarzen Punkten oder Querstrichen am Saume in 1 c und 2; Flügel unten dunkeigrau
mit deutlichen mehr oder weniger rot ausgefüllten oder rot begrenzten Discalflecken und drei roten, scharf
hervortretenden, weiß umzogenen Wurzelpunkten der Hflgl (in 1 a, 7 und der Mittelzelle); Saumflccke in 1 b
und •! der Hflgl wie gewöhnlich innen rot begrenzt ; beide Flügel mit rötlicher Saumlinie. Beim 9 sind die Flügel
oben am Vrde und Saume sehr breit schwarz; Hflgl oben mit rotgelb begrenztem Saumfleck in 2: Unterseite
heller als beim ^. Britisch Ost-.\frika und Uganda.
L. lemnos Hew. (71 e, f). ^. Flügel oben glänzend violettblau mit feiner dunkler Saimilinie. unten
graubraun mit weiß begrenzten Discalflecken, welche nicht oder nur wenig dunklei als die Grundfarbe sind,
nur der Discalfleck 7 der Hflgl ist oft dunkel ausgefüllt: Hflgl mit drei Wurzelpunkten (in 1 a. 7 und der Mittel-
zelle), welche alle oder wenigstens die beiden vorderen rotbraun, kastanienbraun oder dunkel braun ausgefüllt
sind; schwarze, grün beschuppte und innen rotgelb begrenzte Saumpunkte wie gewöhnlich in 1 c und 2. Beim
9 erreiclit die blaue Farbe der V^flgl-Oberseite nur die Spitze der Mittelzelie und die Mitte des Feldes 2; Hflgl
bis zur Mitte hellblau, dann in großer Ausdehnung weiß mit schwarzer Submarginallinie und schwarzen Saum-
flecken, von denen der in 2 innen orangegelb begrenzt ist; Unterseite viel heller als beim ^, aber mit denselben
Zeichnungen. Natal bis Britisch Ost-Afrika und Uganda. — loa Strand scheint mir höchstens eine Form von
lemnos, die offenbar etwas veränderlich ist, zu sein. Strand sagt von loa, welche er zuer.st als lemnos beschrieb :
,,Die Originalabbildung von lemnos weicht auf den ersten Blick dadurch ab, daß die zwei vorderen der sub-
basalen Flecke der Hflgl hellrot sind, Avährend bei meinen Exemplaren der vordere ganz oder jedenfalls größten-
teils schwarz ist, der andere dagegen mehr oder weniger rötlich oder bräunlich gefärbt; ferner tragen die Hflgl
am Saume unten nur einen schwarzen, irmen rot umringten Fleck, während meine Form außerdem einen oder
zwei solche Flecke im Analwinkel trägt. Hierzu sei bemerkt, daß die Wurzelpunkte der Hflgl in Hewttsons
Figur ohne Zweifel zu grell gefärbt sind (im Text nennt Hewitsox dieselben nur ,,rufons") und daß die schwarzen
Saumpunkte am Analwnnkel bei vielen Lycaenesthes-Arten veränderlich sind (Hewitson gibt im Text an, daß
dort eine gelbe Begrenzung vorhanden ist, welche in der Figur fehlt). Ich möchte darum loa als die Form von
lemnos betrachten, bei der nur einer der Wurzelpunkte der Hflgl rötlich oder braun ist. Deutsch Ost-Afrika.
indelinita. L. indefinlta B.-Bak. (71 c) weicht im männlichen Geschlecht nur durch die in der Uebersicht ange-
führten Kennzeichen von den letzterwähnten Arten ab und dürfte nicht immer scharf von lemnos unterschieden
werden können. Das 9 hat nach Bethune-Baker die Flügel oben braun; Vflgl hinter der Zelle und der Rippe 3
hell blau; Hflg! jnit dem radialen Teil bis zum Saume hell bläulich mit einer scharf hervortretenden schwarzen
Submarginalbinde und schwarzem, nach innen dunkelgelb begrenztem Fleck in Feld 2. beide Flügel unten weiß,
aber -mit denselben Zeiciinungen w'ie beim (J. Die Figur entspricht nicht genau dieser Beschreibung, indem
die Hflgl oben im Saumteil breit weißlich sind ohne gelbe Begrenzung des Saumfleckes im Felde 2, aber mit
deutlichen schwarzen Discalpunkten in 2 — 5; auf der Unterseite fehlen die Wurzelpunkte in 1 a inid in der Zelle.
bigamica. STRAND betrachtet das 9 als eine andere Art und netmt sie bigamica. Britisch Ost-.Airika; Uganda; Ruwenzori.
aylvanus. L. sylvanus Dr. (74 f). Diese altbekannte, in West-;\i'rika weit verbreitete Alt ist an den ch-ei schwarz
ausgefüllten Wurzelpunkten der Hflgl und den nach außen mehr oder weniger lederbraun oder dunkelbraun
ausgefüllten Discalflecken der Unterseite kenntlich. Die Discalflecke 2 — 6 der Vflgl bilden eine zusammen-
hängende fast gerade Querbindc; der Fleck in 1 b aber liegt so weit mehr \\urzel«ärts, daß er den Fleck in 2
nicht oder nur mit seiner Vorderecke berührt. Beim 9 ^i'^d beide Flügel oben dunkel schwarzgrau; die Vflgl
bisweilen in der Mitte aufgehellt, die Hflgl zwischen den Rippen 1 b und 5 oder 6 mit einer feinen weißen Sub-
marginallinie und in 2 mit einem nach innen gclljlich begrenzten schwarzen Saumfleck; Unterseite rein weiß,
so daß die weißen Grenzlinien der Flecke völlig verschwinden ; der Wurzelpunkt in der Zelle ist st^hr klein oder
fehlt und von den Discalflecken ist gewöhnlich nur die dunkle (schwarze) Ausfüllung übrig. Sierra-Leone
bis Angola. — Die Raupe ist grün und wird von Ameisen besucht.
millari. L. miliar! Trim. (71 f). ^J. Vflgl oben schwarzgrau, die Mittelzelle und der Wurzelteil der Felder 1 a
und I b hellblau bestäubt; Hflgl oben noch heller blau mit schwarzer V'rdbinde, welche die Zelle und die Rippe 6
erreicht, und einer etwa 1,5 mm breiten Saumbintlc. welche die gewöhnliche weiße Submarginallinie und die
schwarzen Saumflecke einschließt ; der Saumfleck in 2 ohne gelbe Begrenzung; beide Flügel mit einem schwarzen
Querstrich am Ende der Mittelzelle. Die Unterseite hell grau mit deutlichen Discalflecken, welche in 2 und 3
nahe an der Zelle liegen. Hflgl mit drei dunklen Wurzelpunkten (in 1 a, 7 und der Mittelzelle) und den gewöhn-
lichen nach innen gelb begrenzten Saumflecken in 1 b, 1 c und 2. 9 unbekannt. Natal.
LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aubivillius.
443
L. otacilia Trim. (= dulcis Pag.) ist der vorigen Art ähnlich, weicht aber oben dadurch ab, daß dfariiia.
die dunkle Saumbinde der Hflgl breiter ist und keine weiße Submarginallinie einschheßt; Unterseite dunkler,
graubraun, nur zwischen den Discalflecken und der Submarginallinie weißlich. $ oben hell bräunlich, mit oder
ohne bläulichen Schiller an der Wurzel. Vom Kaplande bis Uganda. — kikuyti B.-Bak. weicht dadurch kikuyu.
ab, daß die blaue Farbe der Oberseite mehr ausgedehnt ist, so daß die Vflgl nur eine 2^ — 3 mm breite schwarze
Saumbinde haben. Britisch Ost-Afrika, bei Kikuyu.
L. suquala Pag. ist nach Bethüne-Bakee, welcher das schlecht erhaltene typische Stück untersucht siiquala.
hat, nahe mit otacilia verwandt. Die Art wird von Pagen.stecher mit folgenden Worten beschrieben:
„In der Größe von ama.ra/i ; Oberseite aller Flügel tief dunkelbraun schimmernd mit schwärzlichem Rande und
weißen Fransen; die Hflgl tragen einen schwarzen, nach innen gelV)rot eingefaßten Augenfleck. Die Unterseite
aller Flügel ist grau; die Vflgl haben vier dunkelbraune, weißlich umzogene Fleckenstreifen, die Hflgl ebenso
und am Vrde zwei schwarze Punkte und zwischen dem oberen und mittleren Schwänzchen einen schwarzen
Fleck, der nach innen orange umzogen i.st und nach außen silberhelle Schüppchen trägt; ein ähnlicher kleiner
Fleck steht am hinteren Schwänzchen; vor den grauen, nach außen dunkleren Fransen eine schwärzliche Mar-
ginalbinde." Wer sich mit Lycaenesthes-Arten beschäftigt hat, sieht sofort ein, daß diese Beschreibung unge-
nügend ist, um die Art zu bestimmen; sie paßt nämlich ebenso gut auf mehrere Arten. Da nicht einmal ange-
geben wird, ob die Hflgl-Unterseite einen Wurzelfleck in der Mittelzelle hat oder nicht, weiß ich nicht ob dw-
Art in die Nähe von otacilia oder von Hodes zu stellen ist. Abessinien: Suquala.
L. minima Trim. (71 f) ist eine kleine Art, welche von allen verwandten Formen dadurch abweicht, ininima.
daß beide Flügel oben einfarbig dunkelbraun sind ohne Blau ; Flecke der Unterseite nicht dunkler als die Grund-
farbe, wenig deutlich; Hflgl n>it 3 — 4 schwarzen Wurzelpunkten. Das $ hat auf der Oberseite der Hflgl eine
weiße Submarginallinie, weicht aber .sonst kaum vom ^ ab. Flügelspannung etwa 22 mm. Natal bis Rhodesia.
L. gemmifera Neave (72 b) weicht von allen anderen Lycaenesthes-Aiten dadurch ab, daß die Hflgl. 'jemmifera.
auch am Ende der Rippen 4 inid 5 kurze Haarquasten und auf der Unter.seite 4 gleichgroße, grünlich beschuppte
und rotgelb geringte, schwarze Saumflecke (in den Feldern 2 — 5) haben. Flügel oben einfarbig schwarzbraun,
etwas bronzefarbig. Flügel unten dunkelbraun mit schwärzlichen, weiß begrenzten Zeichnungen, welche wie
gewöhnlich in dieser Artengruppe angeordnet sind. Bethune-Baker führt die Art zu seiner Gattung Neu-
rellipes. Rliodesia.
L. smithi Mab. (71 g). ^. Flügel oben einfarbig hell bläulich violett mit kupferigem Glänze und .sinHlü.
feiner dunkler Saumlinie; Unterseite ziemlich hell braungrau mit weiß begrenzten jVIittel- und Discalflecken,
welche alle nicht oder wenig dunkler als die Grundfarbe und eckig sind; Hflgl mit einem blau (oder schwarz)
ausgefüllten Wurzelpunkt im Felde 7 und schwarzen, grün beschuppten Saumpunkten in (1 b), Ic und 2;
flie beiden letzteren oder wenigstens der in 2 innen von einem blutroten Fleck begrenzt. Beim $ sind
dife Flügel oben schwarzbraun; Vflgl mit unscharf begrenztem violett bläulichem Hrdfleck, welcher die Rippe 4
erreicht, aber nur einen Teil der Zelle bedeckt ; Hflgl an der Wurzel bläulich beschuppt und am Saume violett-
blau mit dunkler Submarginallinie und schwarzem Fleck im Felde 2. Madagaskar.
L. bih^ B.-Bak. (71 g). (^. Flügel oben dunkel violettblau mit schwarzem Vrd und Saumbinde der hiiw.
Vflgl und schwarzem, innen rotgelb begrenztem Saumfleck im Felde 2 (und 1 b) der Hflgl; Vrd der Hflgl bis
zur Rippe 7 schwarz; Unterseite ziemlich hell grau mit dunkleren, scharf hervortretenden, weißlich begrenzten
Discalflecken, welche alle eckig sind und in einer scharf gebrochenen Querreihe stehen; Hflgl mit rot ausgefülltem
Wurzelpunkt im Felde 7 und einem schwarzen in 1 a; Saumpunkte fast wie oben. $ unbekannt. Angola.
L. liodes Hetv. ist Gegenstand von vielen Verwechslungen mit anderen Arten gewesen. Butler, welcher liodcs.
das tjrpische Stück aus Gabun untersuchte, hebt als Unterschiede von definita Btlr. (71 e) (= liodes Trim.)
folgendes hervor: ,, die Grundfarbe ist mehrgold bronzefarbig als bei definita und die Zeichnungen der Unterseite
sind mehr braun; in den Vflgln ist die Discalbinde in drei fast gleichbreiten und fast gleichgroßen Abteilungen,
welche mit ihren Ecken zusammenstoßen, zerlegt, wogegen bei definita die beiden vorderen Abschnitte
zu einer zusammenhängenden Binde vereinigt sind; hinter der Costalrippe der Hflgl findet sich nahe an der
Wurzel ein scharf begrenzter schwarzer Punkt mit weißem Ring; bei definita fehlen im Hflgl die schwarzen
Flecke am Vrde." Dazu mag noch Hewitsons Beschreibung abgedruckt werden: ^J. Flügel oben dunkel
violettblau mit schmaler dunkelbrauner Saumbinde und weißen Fransen; Hflgl mit zwei oder drei schwarzen,
nach außen blauweiß begrenzten Punkten nahe am Analwinkel; Unterseite grauweiß, beide Flügel mit einem
Fleck am Zellende und etwas hinter der Mitte mit einer aus Flecken gebildeten Discalbinde und mit zwei Sub-
marginalbinden, alle hell graubraun; Hflgl mit einem schwarzen Punkt an der Wurzel und am Analwinkel
mit zwei schwarzen Punkten, welche innen orangegelb begrenzt und mit einigen silbernen Schuppen be-
stäubt sind. Sierra -Leone bis Angola (und Nyassa-Land ?).
L. nigropunctata B.-Bak. (71 g). Steht der L. liodes sehr nahe und weicht hauptsächlich nm' durch nigropunc-
die viel dunklere schiefergiaue Unterseite und die oben bis zum Saume lebhaft violettblaue Oberseite ab. Discal-
lata.
444 LYCAENESTHE8. Von Dr. C. Aueivillius.
flecke der Unterseite alle eckig und kaum dunkler als die Grundfarbe; Hflgl nur mit einem Wurzelpunkt (in 7),
welcher schwarz ausgefüllt ist : Saumpunkle oben schwarz, unten nach innen rotgelb begrenzt. Rhodesia und
Kigonsera in J)eutsch Ost-Afrika.
tis,nii,„ii. L. tisamena Holl. (71 h als ,,ticamenu-s") ist mir unbekannt, muß aber nach der von Beth. -Baker mitge-
teilten Abbildung in die Nähe von liodes gestellt werden. Beth. -Baker führt die Art zu seiner Gattung Triclema.
Holland beschreibt die Art in folgender Weise: Flügel oben einfarbig dunkel violett, unten mit hell rötlich-
grauer Grundfarbe. Vflgl luiten kurz hinter der Mittelzelle mit einer dunklen Querbinde, welche zwischen den
Medianrippen unterbrochen und auf beiden Seiten begrenzt ist (es geht aus der Figur hervor, daß diese ,, Quer-
binde" aus dem Mittelfleck am Zellende und aus dem Discalfleck des Feldes 1 b besteht); dann folgt eine breitere
und dunklere Querbinde vom \'rde bis zur Rippe 2 und endlich eine schmale, braune Submarginallinie; Fransen
dunkelbraun. Hflgl-Unterseite mit zwei dunkelbraunen fast schwarzen, etwas dreieckigen Flecken am Vrde,
einem am Ende der Mittclzelle (in der Figur undeutlich) und einem nahe der Mitte des Irdes; diese Flecke
sind in der Saumhälfte von dunklen, saumwärts hell begrenzten Schattenflecken begleitet; die Submarginal-
linie der Hflgl setzt sich auf den Hflgln fort und ist im Felde 2 und am Analwinkel zu roten, schwarz gekernten
Flecken erweitert; Fransen wie auf den Vflgln. Palpen und Hinterleib unten weiß. Ogowe-Fluß.
lasti. L. lasti Sm. u. Ky. (71 g). o. Beide Flügel oben bis zum Saume dunkel violettblau; Hflgl am Vrde
bis zur Rippe 7 schwärzlich und mit schwarzen Saumpunkten in 1 b und 2. Unterseite hellgrau mit deutlichen
weiß begrenzten Discalflecken, von denen wenigstens die in 1 b und 7 der Hflgl rot ausgefüllt sind und der in
7 abgerundet ist; Hflgl mit roten weiß geringelten Wurzelpunkten in 1 a und 7: Saumflecke der Hflgl in 1 b,
1 c und 2 innen breit rotgelb begrenzt. Das $ ist oben braun mit einem weißen Felde in der Mitte der Vflgl
und einem solchen Streifen vor dem Saume der Hflgl. Gaza-Land, Rhodesia, Deutsch und Britisch Ost-Afrika.
jtnnu'fis.
L. princeps Btlr. ( = neglecta Trini.) (71 h). q. Flügel oben bis zum Saume und Vrde hell bläulich violett
mit deutlichem, bräunlichem oder fast kupferigem Glänze; eine äußerst feine dunkle Saumlinie; bisweilen ein
schwarzer Saumpunkt im Felde 2 der Hflgl; Unterseite ziemlich hellgrau mit deutlichen, etwas dunkleren, weiß
begrenzten Discalflecken, welche auf den Vflgln vier Abschnitte (die Flecke in 1 b, 2 und 3. 4 und 5, 6 undS )
bilden; Discalfleck 7 der Hflgl dunkel ausgefüllt mehr oder weniger abgerundet, selten etwas eckig; ein schwarz
gefüllter Wurzelpunkt im Felde 7 und bisweilen auch in 1 a. Beim 9 sind die Flügel oben braun, nur an der
Wurzel ein wenig blau bestäubt; Vflgl bisweilen in 1 b, 2 und 3 undeutlich aufgehellt und die Hflgl am Saume
mehr oder weniger weißlich; Unterseits ganz wie beim ^. Von Sierra-Leone bis Natal und Abessinien verbreitet.
ii,i„,i,i„. — Uganda B.-Bak. weicht dadurch ab, daß die Flügel oben grau violett sind mit feiner schwarzer Saumbinde
und einer schmalen schwarzen Vrdbinde der Vflgl; Unter.seite aschgrau zwischen der Discalbinde und der Sub-
marginallinie weißlich. Uganda.
;;,.;,/„. L. Hvida Trim. (12g) ^J. Vflgl oben schwarzbraun mit einem blauen Wurzelfeld, welches höchstens die
Mittelzelle und den größten Teil der Felder 1 a, 1 b (und 2) bedeckt; ein schwarzer Querfleck am Zellende;
Hflgl oben wenigstens bis zur Mitte blau mit schwarzem Querstrich am Zellende und im Saumteil mehr oder
weniger \\eiß mit nach innen gelb begrenzten Saumflecken in 1 b und 2. Unterseite hell grau mit dunkleren
Discalflecken und einem schwarz gefüllten Wurzelpunkt im Felde 7. Das § ist dem q- recht ähnlich aber blasser,
mit heller blauer Farbe der Oberseite. Kapland bis Abessinien.
biniihita. L. lunulata Trim. (= hewitsoni Auriv.; grosei Auriv.) (71c als WAas Obers., f, g, h). q. Vflgl oben
blauviolett schillernd, am Vrde bis zur Mittelzelle und an der Spitze breit schwarzbraun und dann mit oder
ohne dunkle Saumbinde; Hflgl ebenfalls violettblau, am Vrde bis zur Rippe 6 breit schwarz, am Saume schmal
schwarz oder nur mit feiner dunkler Saumlinie, im Felde 2 stets mit schwarzem, nach innen sehr breit rotgelb
begrenztem Saumfleck; Unterseite grau mit wenig dunkleren weiß begrenzten Flecken; die Discalflecke der
Vflgl bilden drei Abschnitte in l b, 2 und 3, 4—8); der Discalfleck im Felde 7 der Hflgl ist gerundet, tief
schwarz oder mehr oder weniger mit rotglänzenden Schuppen bedeckt ; Hflgl mit zwei schwarzen oder rot
beschuppten Wurzelflecken, einem in 1 a und einem in 7; Saumflecke der Felder 1 b, 1 c und 2 innen breit
rotgelb begrenzt. Beim $ ist die blaue Farbe der Oberseite lebhafter und reiner blau aber viel weniger au.sge-
dehnt, auf den Vflgln oft nur einen Streifen in 1 b bildend; Unter-seite wie beim ^. Eine recht häufige von
Sierra-Leone bis Angola, Mashuna-Land und Mombasa in Britisch Ost-Afrika verbreitete Art.
L. sanguinea B.-Bak. (71h) kommt der lunulata äußerst nahe und scheint nur durch die weißliche
Grundfarbe der Unterseite abzuweichen. Angola und Rhodesia.
sangitiiKd.
'o^
lerh. L. levis Heu: (71 i) ist eine kleine, sehr ausgezeichnete Art, welche sich in gewisser Hinsicht den Arten
der folgenden Gruppe an.schließt. S- Vflgl oben schwarz, in der Mittelzelle und in den Feldern 1 a und 1 b fast
bis zum Saume lebhaft veilchenblau; Hflgl in der Mittelzelle und in den Feldern 1 c— 5 bis zur 2 mm breiten
Saumbinde ebenfalls lebhaft veilchenblau; also am Vrde bis zur Rippe 6 schwarz; Saumbinde mit zwei sehr
feinen bläulichen Linien, welche die Saumflecke einschließen, diese nicht rotgelb begrenzt; Unterseite dunkel-
LYCAENE8THES. Von Dr. C. ArRniLLiFS. 445
grau mit weiß begrenzten Flecken; die Di.scalflecke kaum dunkler als die Grundfarbe, oft aber an ihrer Außen-
Seite flecken- oder punktförmig schwärzlich ausgefüllt, ganz wie bei vielen Arten der folgenden Gruppe; Hflgl
mit zwei schwarzen Wurzelpunkten (einem in 1 a, einem in 7) und am Saume mit innen rotgelb begrenzten
schwarzen Punkten in 1 b, 1 c und 2. Beim ^ sind die Flügel oben eintönig dunkelgrau mit 1 — 3 feinen weißen
Querlinien am Saume der Hflgl und schwarzem nicht gelb begrenztem Saumfleck in 2; Unterseite wie beim 3.
Sierra-Leone bis Rhodesia.
L. amarah Gner. (72 b). Nach meiner Ansicht ist diese kleine Art unter allen afrikanischen Arten amarah.
die am meisten abweichende. Stirn weiß, oben mit zwei Reihen schwarzer Borsten; Hflgl an der Rippe 3 ohne
Haarquaste; Zeichnung der Unterseite ganz abweichend. ^. Beide Flügel oben bis zum Irde, Vrde und Saum
hellgrau mit deutlichem, messingfarbigem oder kupferigem Glänze und sehr feiner dunkler Saumlinie; Hflgl
mit feiner weißer Saumlinie und schwarzem, nach innen wenig gelb begrenztem Saumfleck in 2; auch in 1 c
ein kleinerer solcher Fleck ; Unterseite hell grau mit weißen, dunkelgrau und weiß begrenzten Discal- und Mittel-
flecken: Vflgl an der Wurzel des Feldes 1 b fast bis zur Mitte der Zelle tief schwarz: Discalfleck 2 sehr breit, so
daß er an der Rippe 2 mit dem Submarginalstrich des Feldes 1 b zusammenhängt ; der Discalfleck 1 b auch
breit, aber mehr wurzelwärts stehend; Hflgl unten mit 7 tief schwarzen, weiß umzogenen Punkten, je einem
Wurzelpunkt in 1 a. 1 c, der Zelle und 7, einem kleineren an der Wurzel der Rippe 8, einem Discalpunkt und
einem Submarginalpunkt in 7; außerdem haben die Hflgl die gewöhnlichen schwarzen, silbergrün beschuppten
Saumpunkte in 1 b, 1 c und 2; dieselben sind nach innen nur schwach gelb begrenzt; die äußeren weißen Grenz-
linien der Discalflecken 2 — 4 sind mit den inneren weißen Grenzlinien der Submarginalstriche der.selben Felder
zu viereckigen weißen Flecken vereinigt. Das £ ist oben braun ohne Metallglanz mit zwei weißen Querlinien
im Saumteil der Hflgl und viel dickerer rotgelber Begrenzung der Saumflecken; unten fast wie beim 0*.
Ueberall auf dem Festlande Afrikas von Sierra-Leone bis zum Kaplande und Abessinien.
Dritte Artengruppe.
Die Arten dieser Gruppe stimmen entweder im Rippenbau mit den Arten der beiden ersten Gruppen
völlig überein oder weichen dadurch ab. daß die Rippe 8 fehlt und die Rippe 11 mit 12 vereinigt ist. Sie sind
immer daran kenntlich, daß die Vflgl unten im WurzelteU deutliche Zeichnungen haben.
Die oft ganz verwickelte und scheinbar völlig unregelmäßige Zeichnung der Unterseite ist tatsächlich
auf folgende, bei /arj/r/as Cr. (71 h) deutliche Grundzeichnung zurückzuführen: 1.) Die Wurzelflccke oder
\\' u r z e 1 p u n k t e; sie liegen im Wurzelteil innerhalb des Ursprunges der Rippe 2. 2.) Der Mittelfleck;
am Ende der Mittelzelle. 3.) Die Discalflecke; bilden eine mehr oder weniger gebogene oft sehr unregel-
mäßig gebrochene oder unterbrochene Querreihe vom Hrd oder Ird bis zum Vrde in den Feldern 1 b — 6, 8
(und 10- — -11) der Vflgl und 1 a — 7 der Hflgl; die Discalflecke in 10 und 11 der Vflgl sind, wenn überhaupt vor-
handen, klem und natürlicherweise wurzelwärts gerückt, so daß sie zwischen dem Vrde und dem Mittelfleck
stehen. 4.) Die S u 1) m a r g i n a 1 s t r i c h e (oder S u b m a r g i n a 1 f 1 e c k e), welche oft zusammen eine
dunkle S u b m a r g i n a 1 1 i n i e oder S u b m a r g i n a 1 b i n d e bilden und 5.) Die S a u m f 1 e c k e oder
Sau m punkte.
Alle diese Zeichnungen sind dunkler als die Grundfarbe oder wenigstens .so dunkel wie diese und beider-
seits (nach innen und außen) weiß begrenzt oder, wenn punktförmig, von einem hellen Ring umzogen; diese
weiße Begrenzung der Flecke oder Striche benenne ich die innere und äußere Grenzlinie. Die äußere
Grenzlinie der Submarginalstriche dient gewöhnlich zugleich als innere Grenzlinie der Saumflecke. Wenn
die Flecke ganz von der Farbe des Grundes sind, treten nur die weißen Grenzlinien hervor und die Zeichnung
der Unterseite tritt scheinbar als eine völlig fremde auf. Um aber die folgende Artenübersicht zu verstehen
und benutzen zu können, ist es notwendig, die Identität der weißen Grenzlinien festzuhalten und die Zeichnung
stets mit derjenigen von larydas zu vergleichen.
Auch in dieser Gruppe muß ich die Artenübersicht auf die ,^,^ beschränken.
Hinsichtlich der folgenden Uebersicht ist noch hervorzuheben, daß die Zeichnung im Wurzelteil der Vflgl stets nur
aus zwei eckigen Wurzslflecken besteht, einem viereckigen in 1 b und einem oft fast dreieckigen in der Mittelzelle; diese Flecke
liegen entweder so, daß ihre inneren Grenzlinien miteinander Winkel bilden oder bei der Mehrzahl der Arten so, daß diese
Grenzlinien eine ganz gerade schief gestellte Linie bilden: auch die äußeren Grenzlinien bilden in diesem Falle eine gerade,
weniger schief gestellte Linie und beide Flecke zusammen ein tief schwarzes, weiß begrenztes Dreieck. Die Zeichnung im Wurzel-
teil der Hflgl besteht ursprünglich wie bei larydas aus 5(— 6) schwarzen, mehr oder wenig abgerundeten und also selbständigen
Flecken je einem in 1 a (1 b), 1 c und 7 und zwei dicht aneinander in der Mittelzelle. Bei der Mehrzahl der Arten sind indessen
diese Warzelflecke zu einem geraden, tief schwarzen, jederseits durch eine gerade weiße Linie begrenzten Querstreif vereinigt.
Uebersicht der ^^.
I. Die Wurzelflecke der Hflgl-Unterseite sind mehr oder weniger getrennt und bilden nie eine gerade zusammen-
hängende Querbinde; der Fleck im Feld 7 fast immer abgetrennt und abgerundet.
446 LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aurivillius.
A. Die \A'urzelf lecke der Vflgl und ihre Grenzlinien bilden miteinander einen deutlichen Winkel (selten
fehlt der Fleck in 1 b).
a. Flügel oben bis zum Saume sehr dunkel bläulich violett. Unterseite braungrau: die Wurzelflecke
und die Discalf lecke 4, 5 und 7 der Hflgl mehr oder weniger schwarz ausgefüllt, deutlich dunkler
als die Grundfarbe.
*. Vflgl unten mit Wurzelfleck im Felde 1 b. L. larydas.
**. Vflgl unten ohne Wurzelfleck im Felde Ib. L. abrvpta.
ß. Flügel oben ziemlich hell blau violett. Unterseite heller grau: ihre Flecke nicht oder kaum dunkler
als der Grund. L. crawsliayi.
B. Die Wurzelflecke der Vflgl liegen gerade hinter einander so, daß ihre Grenzlinien gerade Linien bilden.
a. Der Wurzelfleck in 1 b der Vflgl ist nicht breiter als der in der Zelle; beide bilden darum eine gleich-
breite Querbinde. Beide Flügel oben blau violett. L. paraUela.
[i. Der Wurzelflcck in Felde 1 b der Vflgl ist viel breiter als der AA'urzelfleck in der Zelle, welcher nach
vorn zugespitzt ist; beide bilden daher ein großes Dreieck mit geraden Seiten und geraden oder
fast geraden weißen Grenzlinien. — Vflgl gewöhnlich nur mit 10 Rippen und die Rippe 11 eine
kurze Strecke mit der Rippe 12 vereinigt.
*. Vflgl oben zum größten Teil violettblau oder wenigstens mit blaugrauen kleinen Flecken. Hflgl
unten mit tief schwarzem, grün beschupptem Saumfleck im Felde 3. Innere Grenzlinie der
Saumflecke vollständig.
1. Beide Flügel oben fast bis zum Saume lebhaft violettblau schillernd mit schwarzem \'rde;
Vflgl auch mit nach hinten verjüngter schwarzer Saumbinde. L. coerulea.
2. A'flgl oben schwärzlich mit mehreren kleinen freien graublauen Flecken; Hflgl mit zwei solchen
Querli)iien im Saumteil. L. lamias.
**. Vflgl oben schwärzlich ohne Blau, bisweilen mit grauer Submarginallinie oder mit gelbem Discal-
fleck. Hflgl unten im Felde 3 nur mit kleinem Saumstriche. Die innere Grenzlinie der Saum-
flecke fehlt in 1 b und 2.
§. Flügel oben schwärzlich ohne helle Zeichnungen. L. hades.
L. phoenicis.
§§. N'flgl oben mit braungelbem Discalfleck. L. marskalli.
L. rtffoplugata.
§§§. Beide Flügel oben mit einer grauen oder weißlichen Submarginallinie.
1. Flügel unten mit brauner Grundfarbe. L. kamilüa.
2. Flügel unten mit grauer Grundfarbe. L. nigeriae.
II. Die Wurzelflecke der Hflgl-Unterseite sind zu einer geraden oder fast geraden, tief schwarzen, beiderseits
dinch eine fast gerade weiße Grenzlinie begrenzten Querlinie oder Querbinde so vollständig vereinigt, daß
die einzelnen Flecke nicht wahrnehmbar sind ; diese Wurzelquerbinde erreicht nicht den Vrd, sondern endet
an der Rippe 8.
A. X'flgl oben mehr oder weniger ausgedehnt blau oder violett oder mit solchen Flecken und Linien geziert,
a. Hflgl unten am Vrde im Felde 8 zwischen der inneren Grenzlinie der Wurzelbinde und der inneren
der Submaiginalbinde weiß. Vflgl oben mit dunkel violettblauem Hrdfleck, welcher wenigstens die
Rippe 2 erreicht. Hflgl unten im Felde 3 ohne rot begrenzten und metallisch beschuppten Saumfleck.
*. Hflgl oben in der Mitte mit einem großen dunkel violetten Fleck, welcher die Felder 2 — ö bedeckt
und nur eine etwa 3 mm breite Saunibinde frei läßt. Die äußere Grenzlinie des Wiu-zelf leckes
der Mittelzelle und die innere Grenzlinie des Mittelfleckes wenigstens in den Vflgln getrennt.
Die Wurzel der Felder 2 und 3 ganz oder fast ganz weiß ausgefüllt. Die innere Grenzlinie der
Submarginalbinde der X'flgl am Vrde nicht fleckenförmig erweitert. L. lachares.
**. Hflgl oben nur mit einem dunkelblauen Submarginalstreifen zwischen den Rippen 2 und 5.
L. versatilis.
ß. Hflgl unten nicht weiß an der Mitte des Vrdes. Die äußere Grenzlinie des Wurzelfleckes und die
innere des Mittelfleckes in beiden Flügeln \\cnigstens vorne zu einem weißen Fleck oder Querstrich
vereinigt.
*. Flügel oben mit einem blauen oder violetten Felde, welches auf den Vflgln einen Hrdfleck oder
Hrdstreifen bildet und auf den Hflgln einen gi-ößeren oder kleineren Teil der Wurzel und der
Mitte bedeckt.
LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aurivillius. 447
§. Die äußere Grenzlinie des Wurzelfleckes und die innere des Mittelfleckes wenigstens auf den
Hflgln nur vorn vereinigt und hinten getrennt. Die innere Grenzlinie der Submarginalbinde
der Hflgl am Vrde in 6 oder 7 oder in beiden fleckenförmig erweitert. Vflgl mit 1 1 Rippen
und der Rippe 11 frei verlaufend. L. lysicles.
§§. Die äußere Grenzlinie des Wurzelfleckes und die innere des Mittelfleckes vollständig zu
einem Fleck vereinigt. Vflgl nur mit 10 Rippen, indem auch die Rippe 8 fehlt.
1. Beide Flügel oben mit einem dunkelviolett schillernden Felde, auf den Vflgln am Hide,
auf den Hflgln in der Mitte. Rippe 11 der Vflgl eine Strecke mit der Rippe \i vereinigt.
L. fasciata.
L. obscura.
2. Nur die Vflgl oben mit einem dunkelvioletten Hrdstreifen; Hflgl oben einfarbig schwarz-
braun mit zwei feinen weißen Linien am Saume. L. staudmgeri.
**. Beide Flügel oben mit zahlreichen lebhaft blauen Querlinien und Ringen. Die äußere Grenz-
linie des Wurzelfleckes und die innere des Mittelfleckes in beiden Flügeln zu einem breiten fa.st
quadratischen Fleck in der Mittelzelle vereinigt. Die Grenzlinie der Submarginalbinde der Hflgl
in 6 und 7 fleckenförmig erweitert. Vflgl nur mit 10 Rippen. L. lucretilis.
B. Vflgl oben ganz ohne violette oder blaue Felder und Zeichnungen oder, wenn etwas violett schillernd,
mit gelbem Discalfleck.
a. Vflgl oben ohne gelben Fleck oder gelben Streifen, höchstens in 1 b und 2 undeutlich und unscharf
gelblich aufgehellt .
*. Hflgl oben wenigstens hi Feld 2 mit deutlichem rotgelbem Bogen als innere Begrenzung des Saum-
fleckes. Die äußere Grenzlinie der Wurzelbinde und die innere des Mittelfleckes wenigstens
in den Vflgln völlig getrennt. Vflgl mit 11 Rippen.
1. Hflgl oben ohne gelbrote Submarginalbogen in 1 c und 3. Mittelfleck der Vflgl-Unter.seite
schwarz ausgefüllt. L. lychnides.
2. Hflgl oben auch in 1 c und 3 mit .schwarzem, innen gelbrot begrenztem Saumfleck. Mittel-
fleok der Vflgl-Unterseite von der Farbe des Grundes. L. rvfomarginata.
**. Hflgl oben ganz ohne gelbe Zeichnungen. Vflgl mit 10 oder 11 Rippen.
§. Die weißen Grenzlinien der Unterseite sind sehr breit und miteinander vereinigt, so daß
die Grundfarbe fast völlig verdrängt wird und die Unterseite weiß erscheint mit weit ge-
trennten schwarzen Flecken und Querlinien. L. lamprocles.
§§. Die weißen Grenzlinien der Unterseite von gewöhnlicher Breite. Die Grundfarbe tritt daher
wie gewöhnlich hervor.
1. Die schwarzen Zeichnungen der Unter.seite Schemen oben deutlich durch.
a. Vflgl oben ohne gelbliche Flecke. L. lyzanius.
b. Vflgl oben in 2 mit einem und in 1 b mit zwei kleinen eckigen undeutlichen gelblichen
Flecken. L. flavomaculata.
2. Die dunklen Zeichnungen der Unterseite scheinen oben nicht durch. L. lacides.
L. inconspicua .
ß. Vflgl oben mehr oder weniger ausgedehnt orangegelb oder wenigstens mit einem abgerundeten oder
elliptischen gelben Fleck in 1 b (und 2).
*. Hflgl oben schwärzlich ohne gelben Fleck, aber oft mit weißlichen oder bläulichen Querlinien
vor dem Saume.
§. Die Grundfarbe der Unterseite der Hflgl durch die erweiterten und zusammengeflossenen
weißen Grenzlinien völlig oder fast völlig verdrängt. Vflgl oben zwischen den Rippen 1 und 3
mit einem großen abgerundeten gelben Fleck. L. xavthopoecila.
§§. Die Grundfarbe der Hflgl-Unterseite tritt zwischen den feinen Grenzlinien auf den gewöhn-
lichen Stellen deutlich hervor.
o. ^'flgl unten ohne gelbliche Aufhellung in 1 b nahe am Hinterwinkel. Der gelbe Fleck
der Vflgl-Oberseite steht nur im Felde 1 b oder dringt wenig in das Feld 2 ein.
a. Die innere Grenzlinie der Submarginalbinde der Hflgl-Unterseite am Vrde in 6 und 7
zu einem weißen Fleck erweitert. L. kampala.
b. Die innere Grenzlinie der Submarginalbinde der Hflgl-Unterseite bis zum Vrde schmal
und fein. L. maeander.
448 LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aubivillius.
oo. Vflgl unten mit deutlicher gelblicher Aufhellung in 1 b (und 2) nahe am Hintcrwinkel.
L. lusones.
**. Hflgl oben fast ganz orangegelb oder mit gelbem Felde oder wenigstens mit einer Querreihe
gelber Flecke.
§. Die Anordnung der Discalflecken und der übrigen Zeichnungen der Unterseite wie bei allen
vorhergehenden Arten dieser Gruppe. Die Discalflecke bilden nicht eine zusammen-
hängende dunkle Quorbinde: der Discalfleok 1 b der Vflgl steht an oder vor der Mitte
des Feldes. 1 b und ist vom Discalfleck 2 mehr oder weniger breit getrennt.
o. Hflgl oben nur am Saume orangegelb. Vflgl oben mit den Rippen 1. 2 — 4. 6 und 7 gelb
gesäumt und außerdem im Felde 2 an der Wurzel und am Saume mehr oder weniger
gelb. Die innere Grenzlinie des Mittelfleckes und die äußere des AVurzelfleckes m beiden
Flügeln voneinander getrennt. L. radiata.
oo. Hflgl oben in der Mitte mehr oder weniger ausgedehnt orangegelb. Rippen dei' Vflgl
nicht gelb gesäumt.
t- Hflgl oben nur mit schmaler, aus Flecken der Felder 1 c — 4 gebildeter, gelber Di.scal-
binde. Die innere Grenzlinie des Mittclfleckes und die äußere des Wurzelfleckes
in beiden Flügeln zu einem weißen Fleck in der Mittelzelle vereinigt. L. bitje.
tt. Hflgl oben wenigstens mit großem gelbem Mittelfeld, oft fast ganz orangegelb.
.• . Vflgl oben am Vrde wenigstens bis zur Mittelzelle und Rippe 6 breit schwarz :
ihre schwarze Saumbinde wenigstens 1,5 mm breit und nach hinten nicht
verschmälert.
+. Hflgl oben mit orangegelbem Mittelfeld, welches den Wurzelteil der
Felder 2- — 5 und die Spitze der Zelle bedeckt, aber ohne gelbe Zeich-
nungen am Saume. Grenzlinien der Unterseite erweitert und vereinigt,
blaßgelb, nicht weiß: Flecken schwarz. L. locuples.
+ +. Hflgl mit orangegelbem Mittelfeld und solcher Saumbinde, welche entweder
durch eine schwarze Linie getrennt oder fast ganz vereinigt sind. Die
Saumbinde mit .schwarzen Saumpunkten in allen oder fast allen Feldern.
— . Die Grenzlinien rein weiß, stark verbreitet, einen weißen Grund,
auf dem die schwarzen Flecke scharf hervortreten, bildend.
Discalflecke 2 — 6 der Vflgl alle schwarz, eine zusammenhängende
Binde bildend. L. erythropoecila.
. Grenzlinien wie gewöhnlich zum großen Teil getrennt verlaufend.
Die Discalflecke 2- — 6 der Vflgl stehen nicht in einer zusammen-
hängenden Reihe und sind nicht alle gleich gefärbt.
1. Das rotgelbe Feld der Vflgl-Oberseite ist abgerundet und
die schwarze Saumbinde darum gegen die Flügelspitze stark
erweitert. L. Jeptines.
L. makala.
2. Das rotgelbe Feld der Vflgl-Oberseite ist sehr groß und gegen
die Flügelspitze ausgezogen, so daß die Saumbinde fast ganz
gleich breit wird. L. mahota.
X X . Vflgl oben fast ganz rotgelb mit feiner schwarzer Saumlinie und feiner schwar-
zer Vrdbinde.
+. Die schwarze Vrdbinde der Vflgl-Ober.seite gleich breit, etwa 1 mm
breit; die Saurabinde nach hinten zugespitzt. Die schwarze Vrdbinde
der Hflgl-Oberseite setzt sich am Saume bis zur Rippe 4 breit fort.
L. lychnaftes.
-\--\-. Die schwarze Vrdbinde der Vflgl-Oberseite sehr schmal und in der
Mitte völlig oder fast völlig unterbrochen; die der Hflgl nach hinten
von der Rippe 6 begrenzt.
1. Die Spitze der Vflgl oben in einer Breite von 2 — 3 mm schwarz.
L. pyroptem.
L. leptala.
2. Die Spitze der Vflgl oben nur sehr fein schwarz. L. scintillula.
L. aurea.
449
Äus,e,eben 20. IX. 1924. LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aüeivilliits.
§§. Die Discalflecke beider Flügel sind zu einer zusammenhängenden, mehr oder weniger ge-
bogenen fast ganzrandigen Discalbnide, welche vom Vrde bitzum Hrde resp. Ird gefe 4r-
emigt D*.- Disea^fleck 1 b der Vflgl steht hinter der Mitte seines Feldes. Die'^äußerS Grel
mien der W urzelflecke und die inneren der Discalflecke sind auf beiden Flügeln zu eh.em groTen
S™T'f " ?f ''? °^'^ Mittelfleck veremigt. Beide Flügel auße^rdem zwischeTder
Discalbmde und der Submargmalbinde mit einem oder zwei weißen Feldern welche duich
bi^i^^ssif -^d'^^^" "--^"^^- '- ""--'^'-^^ -^ ^- ^— de; submi^h;:;:
'■ ^r^'S^f^ ^'" ^^^^^ '"' ^-^1 ^''^^' "'^^ '^^"g* "^^r ^'" ^'^ "•«! Ir^l '"it der Sub-
maigmalbuKle zusammen; zwischen den Binden findet sich demnach nur ein .roßer
länglicher weißer Fleck, welcher in 1 b— 5 liest r f
2. Die Discalbinde der Hflgl ist im Felde 2 nach außen gebogen und stößt dort mit der Sub-
S:r getem: """""■ ''''^'""' "'"' '" '''''' ^'^'^ ^-^^^^- ^- ß"^de" h^ zwei
nicht eilrfii^.t'lSd;«"'""''^ ""' '''"' •^"' •""■ ''•^ ?? ^^^^-^^= - 1--"*- ^^-"- i" ^^- UeJI^ht
deutlich hervortritt, empfohlen werdet. '*'"""' vertritt, und L. lusones (72 e), bei der die Zeichnung besonders klar und
Linie ani'viä t\SX^TchS Z ^rrre?,^„l^S%'eTle'^^^^ '^^ «"-«-^-"gefleckt oder mit einer weißen
und den inneren des Mittelfleckes und des DMIeckefltri^ '^T ''"'^f^ Grenzlinie der Wuz-zelflecke
Die innere Grenzlinie des Mittelfleckes ist iedoch oft erw^r/pV, n.l ,,r f
weniger vereinigt, einen weißen Flecrird f mtelzeUe b l.l'n. T) ' """n' '" .«^^"^^'»"^ des Wurelfleckes mehr oder
fleckes 1 b liegen in einer geraden Lhüe^ s^d aber norna drc^ ^l fT'T ^''^^''^'T. "^"^ Mittelfleckes und des Discal-
folgt eine gerade oder fast gerade, mit den leLtgenan teTs e ch a^.fe »1.^^^^^ - • ^''^^' ^ voneinander getrennt. Dann
welche aus der ä u ß e r e S Grenzlinie des Disfalftcke Tl b de f n^ 7 ^ Querhn.e zwischen den Rippen 1 und 6 oder 10,
fleckes und bisweilen auch aus dem innerL Grenzpunkt des DKcälfl. cLV^" "IY'^"*^ n'"^'' ^ ""^ ^' «^^^ ^"ß'^'-"^ des Mittel-
Ich nenne diese Linie die w e i ß e D i s c a" H nTe sie vereiniVf i. ? ^ und dem äußeren des Discalfleckes 10 gebildet ist.
marginalstriche. Weiter folgt eine etwas sei ie geste'llte ml ' 'Ipr ' ^" der B.ppe 1 oft mit der inneren Grenzlinie der Sub-
1 i n i e , welche sich an der Rippe 2^t der iLlS Grenzl nie de^ S^^^^ ^'-^"fT^ Z''^" ^"""' die w e i ß e P o s t d i sc a 1-
linien der Discalflecken 2 und 3 und den innererder DiscäflecLn^^ ""d aus den äußeren Grenz-
flecke 4-6(-S) bilden eine ^-usammenhänS oder aS™^ ^^ ^^'^"n ''« ^J' ^"''"'"^ Grenzlinien der Discal-
Rippe 4 sich gewöhnlich mit der inneren Ch-eLCTe der MnC^J^f^^^^^^^ w e i ß e S u b a p i c a 1 1 i n i e , welche an der
und zusammenhängend und wird al^die weiße Submarel^^nph^^l"^ vereinig . Diese Grenzlinie ist stets deutlich
fast inuner, auch bei Arten bei denen dir&m df^rf^st 7« f v^M ^i"'^^ '^]' ""'^ "^'^ ^^*'^«'^ Subapicallinie tritt
der Felder 4-0 auf. Am Saume veruX noch zwei we ße T inien df ^^''drangt ist, die Grundfarbe als eine dunkle Binde
Saumpunkte. enauien nocn zwei weiße Linien, die äußere und innere Grenzlinie der Saumstriche oder
überein. ™' G^tlSS'r^^t In ?ertS"e?;LtrTuf'odt^If '^^^'^ ""T ^^'^^f /«"•^t-dig mit derjenigen der Vflgl
Streifen am Vrde. Dann folgen die weiß begrenzten W^^^^^^ "^T J ^""^t °der Querstrich und einen solchen
binde vereinigt sind: ihre äußere GrenXielsf bald gan Jfrei u^^ entweder selbständig auftreten oder zu einer Quer-
inneren Grenzlinie des Mittelfleckes zu " inem ÄTpieck ,n d^r 7 , «'^^"tert und mehr oder weniger vollständig mit der
gebrochene Grenzlinie der Discalflecken iTun^lcsTvorn ^ Zelle vereinigt. Die innere, an der Rippe 1 b stets winkelig
wie in den Vflgl durch die GrundfarbT des Feldes -1;°^ Sunt"' D^f «'-nzlinie des Mitt^lfleckes gerichtet, aber ganz
die inneren der Discalflecke 2 und 3 die äußere des AmtlTfl *^, ""'*; ,^"'. äußeren Grenzlinien der Discalflecke 1 b und 1 c,
Vflgln eine zusamnienhängende oder Lt zusLimenhät^end^ und die inneren der D scalflecke 6 und 7 bilden wie in den
mehr oder weniger geschlängelt ist Datn totTTZlT^^l J « ^ ^ ^ D > s c a 1 1 i n i e , die jedoch nicht gerade, sondern
d i s c a 1 1 i n i e , welche aus den änlVrl,? P ,. ? Jedoch an den Rippen i und 6 oft etwas unterbrocliene w e i ß e P o s t-
den äußeren der bS^^ken fünf 7 zusamm^^^^^^^^^^ ^^'^ '''■ ^-'^ !f"-- der Discalflecken 4 und 5 und
weißen Querstrich, welcher an den Rippe.rr nd f lewö^ Discalflecken 4 und 5 bilden einen
äußeren Grenzlinien der Discalflecken tHtt dirGVnnd?rrh.f^cf ," '^'^^'narginallinie berührt; zwischen dieser und den
marginallinie ist oft am Vrde in 6 und ffleckeS e erwS T"" ' '^T^^t ^^/''^' '^^"^ ^'^^'^^ ^'^"'°'"- ^^^ ^^«^^ «"b-
aus nach außen offenen Bogen und fSi It WsweHen ^»7^1 '^'''''^ '^f ^""^"^f^ ^<^''^^» Samiilinien besteht fast immer
Bogen der Sauniflecke vertreten ist Die HfM haben w °der wenigstens m den Feldern 1 b-2, wo sie durch die rotgelben
elliptische, mit glänzenden M^grünen od« fi beÄenS^.Z^ anderes angegeben wird, di-ei tiefschwarze, gerundeti oder
in 2 der größte und der in 1 b derkl^i^te ist die beiden T'^"' bestreute Saumpunkte in 1 b, 1 c und 2, von denen der
Rippe 1 b getrennt sind: alle drei sin^d^^efmet S w iger vol ändtlS^lbtegreTzf''^'-' '" '"^' ■^''^ """^ '^^'"^^^ ^'«
treten mÄ L^ ^^ÜÄ SiS-^S^Ut^i^I^l^ " f ""^ "^^f f^Ä^tß die Rippen deutlich hervor-
zu benutzen. Die alten Figuren z.B ^n HEWItIoV sWl 'f/.«. "'1"^°^"^ dieselbe für eine scharfe Trennung der Arten
neueren sind auch nicht hinreichLdxunvLled^rwAtfJnKe^.nii-/''''"^ der Unterseite kaum brauchbar und viele der
suchen konnte, war es mir daru.n n cht ni^güThX Smm^ H \'' ' mehrere Arten nicht selbst unter-
es zweifellos verdient. 'ogucn aie /.eichnung der Unterseite in der Artenubersicht so zu benutzen, wie sie
SaumlinL' Untoike bi^i'nnlt ^''f'^^f^f «ben einfarbig dunkel bläulich violett mit äußerst feiner schwarzer larydas.
fleck I ^^^y^t^:^':::^^;:^ ^^^ ^- wurz.-
weiche sowi;a^h^rä=Lr:,=^^;;f^^^^
XIII
57
450
LYCAENESTHES. Von Dr. ('. AuRiviLUtrs.
linic ist nicht völlig normal ausgebildet sondern oft in den Feldern 1 c— 3 ein wenig unregelmäßig oder unter-
brochen; die weiße Submarginallinie bei der Hauptform fein und frei verlaufend. Das ? ist oben schwarzbraun
ohne violetten Schüler mit grauer Aufhellung in den Feldern 1 b-3 der Vflgl und drei weißlichen Querlinien
im SaumteU der Hflgl, von denen die beiden inneren aus Bogen gebildet sind; ein tief schwarzer haumtie<>k
im Felde 2- die Unterseite fast wie beim ^ aber mit dickeren Grenzlinien. Häufig und von Sierra-Leone bis
kerste,,;. Natal und Uganda verbreitet. - kitrsttm Gerst. weicht nur durch hellere Oberseite mit mehr durchschemen-
den Flecken der Unterseite und durch etwas hellere Unterseite mit dickeren Grenzlmien ab; die weiße bub-
marginallinie oft mehr oder weniger mit den äußeren Grenzlinien der Discalflecken vereinigt. Beim ? ist die
Aufhellung der Vflgl-Oberseite weißlich. Kommt hauptsächlich in Süd- und Ostafrika vor.
ahn.pla L. afirupta anede. „Oberseite mit der von larydas Cr. (71h) übereinstimmend; auf der Unterseite
des Vflcrls ist bei larydas die weiße Randlinie dos ersten basalen Doppelfleckes außen fast geradlinig, innen
von der^Mitte ab einwärts gebogen; bei abrupta hört die innere Linie auf der Medianrippe auf, die äußere macht
etwas über der Medianrippe einen kleinen Bogen nach außen und endet auf dieser Rippe; das ganze untere
Stück des Basalfleckes fehlt also; der Mittelfleck zwischen Rippe 1 und Rippe 2 ist bei larydas wie die übrigen
weiß begrenzt, bei abrupta ist nur ein brauner spitzer Fleck ohne helle Randlinie vorhanden; der dann zwischen
Rippe 1 und Rippe 2 folgende Randfleck ist bei abrupta innen nicht begrenzt sondern nur durch die helle
Grundfarbe vom Mittelfleck getrennt; Hflgl wie bei larydas Spannweite 25 mm." Nach einem einzigen Stuck
beschrieben Da der emzige Unterschied zwischen dieser Form und larydas in der Ausbildung der Flecke im
F e 1 d e 1 b der Vflcrl-Unterseite besteht, liegt der Verdacht nahe, daß sie auf ein abnormes Stuck, bei dem
eine Entwicklungshemmung der Zeichnung dieses Feldes eingetreten ist, gegründet wurde. Kamerun, im
Yaunde-Bezirk.
crawshayi. L. crawshayi Btlr. (71 h) ist durch die ganz verschiedene Farbe der Oberseite des ^ leicht kenntlich;
unt<Mi stimmt sie fast völlig mit larydas überein, hat aber kleinere Wurzelflecke der \flgl, welche jedoch bei
der Hauptform ganz wie bei larydas stehen. Das ? ist matt grau an der Wurzel beider Flügel bläulich beschuppt.
paralMa. Sierra-Leone bis Uganda. - ab. parallela ab. nov. stimmt oben mit der Hauptform überein und weicht unten
nur durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen ab. Da einige Stücke von der Hauptform Annäherung
zu parallela zeigen, ist sie wahrscheinlich nur eine Form von craivshayi. Deutsch-Ostafrika.
roendea L. coerulea Auriv. (71 i) c?. Flügelspannung 22 mm; Palpen unten borstig beschuppt; Flügel oben
■ ziemlich hell violettblau; Vflgl mit schwarzem Vrde und schwarzer gegen den Hinterwinkel verjüngter Saum-
binde- Hflcrl am Vrde bis zur Mittelzelle und Rippe 6 schwarz am Saume mit feiner, innen weiß begrenzter
Saumiinio und mit .schwarzen Flecken oder Strichen in 1 c-5. Unterseite dunkelbraun niit etwas dunkleren
Flecken und feinen weißen Grenzlinien ; die weiße Discallinie der Vflgl an den Rippen 2 und 4 etwas unterbrochen
indem die inneren Grenzlinien der Discalflecken 2 und 3 etwas mehr wurzelwärts als die äußeren Grenz nuen
des Discalf leckes Ib und des Mittelfleckes stehen ; Wurzelfleck 7 der Hflgl mehr oder weniger eckig vom halbkreis-
förmigen Wurzelfleck der Mittelzelle völlig getrennt; die innere Grenzlinie des Discalfleckes 5 trütt vorn die
Mitte des Discalfleckes 6, wodurch die weiße Po.stdiscallinie hier völlig unterbrochen wu'd; em schwarzer grün
beschuppter Saumfleck auch im Felde 3, derselbe ist nur gegen die Rippe 3 rotgelb begrenzt. Bei den beiden
mir vorliegenden Stücken haben die Vflgl nur 10 Rippen und die Rippe 11 ist eine sehr kurze Strecke mit der
Rippe 12 vereinigt. Das $ ist unbekannt. Kamerun.
,„>„ia. L. lamias^ Hew. (71 i). Das ^ weicht von allen anderen Arten durch die in der Uebersicht beschriebene
■ Zeichnung der Oberseite ab; die Flecke der Vflgl haben oft einen länglichen dunklen Kern ; J«" ^j'^;^;^ ^^^'^^'^
fi.ide.i siHi auf den Vflgln 4 im Felde 1 b, 3 in 2, je einer in 3-6, einer auf der Schlußrippe der M.ttelzelle und
ein feiner Längsstrich in 1 a. Flügel unten dunkelgrau mit schwarzen oder schwärzlichen Flecken und dicken,
teilweise vereinigten Grenzlinien; Vflgl ganz normal gezeichnet; Hflgl mit fast vereinigten A\ urzelflecken,
der Wurzelfleck in 1 a jedoch frei und abgerundet und der in 7 auch etwas abgerundet und mehr oder weniger
schief bestellt ■ in der Mittelzclle sind die äußere Grenzlinie des Wurzelfleckes und die mnere des Mittelfleckes
zu einem weißen viereckigen Fleck vereinigt; die weiße Submarginallinie ist in 4 und 5 vollständig oder fast
vllständig mit den äußeren Grenzlinien der Discalflecken vereinigt; die Grundfarbe tritt als Querstriche oder
Querlinien hauptsächlich nur im Felde 7 zwischen dem Wurzel- und dem Discalflecke. ""Fe de 6 zwischen
dem Discalfleck und der weißen Submarginallinie, in den Feldern 4 und 5 zwischen dem Mittelf eck uml den
Discalflecken und in den Feldern Ib und Ic zwischen den Wurzelflecken und den Discalflecken auf ; am Saume
ein schwarzer, grün beschuppter Fleck im Felde 3 und dunkle Saumstriche zwischen den weißen Saumlinien
in 4-6 Beim $ sind die Flügel oben einfarbig braun mit zwei undeutlichen weißen Linien oder Reiheri von
Bogen vor dem Saume der Hflgl und schwärzlichen Saumpunkten in 1 c-3; die Unterseite wie beim c? aber
mit breiteren Grenzlinien, wodurch die Grundfarbe noch mehr verdrängt «ird. Sierra-Leone bis zum Ogowe-J^ luß.
Die drei folgenden Arten sind offenbar sehr nahe verwandt Die Unterschiede ^^^^J^^l^^^J^^^^^^;^;^^
und Figuren Bktih-ne-BakeRs nicht, ernütteln, besonders w<-il die Besclu-e.btingen und die -'^'^'"'«l"' « "'!,"; l>Vha^^^^^^^^^^^^
bereins i.mnen So z. H. sagt er in der JBeschreib,.ng. daß die Hflgl oben einen .schwarzen Sauinfleck im Felde - ] f»; \JIfß
h t Z n ^^e„, laren übereinstimmt, in der Figur a' er haben die Hflgl eine feine zusammenhangende, außen «eiß
LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aurivillius. 451
begrenzte, schwarze Saunilinie. Weiter sagt Bethune-Baker in der Beschreibung von L. marshalli, diese unterscheide
siclx von phocnicis dadurcii, daß di» Discalflecke 1 b und 1 c der Hflgl ganz dunkel ausgefüllt sind, wälu-end sie dagegen bei
phoenicis ganz von der Farbe des Grundes sind; in den Figuren aber sind sie bei beiden Arten fast gleich dunkel gefärbt. Bei
mir vorliegenden Stücken aus Kamerun, die ich als phoenicis betrachte, sind sie auch deutlich dunkler als die Grundfarbe.
Andererseits treten in den Figuren, z. B. auf der Oberseite der Hflgl, Unterschiede auf, welche in den Beschreibungen nicht
erwähnt werden. Wenn man sich auf die Figuren verlassen dürfte, wären die drei Arten in folgender Weise leicht zu unter-
scheiden:
A. Hflgl oben am Saume ohne schwarze Zeichnungen, in 1 c mit feiner weißer Saumlinie. L. hades.
B. Hflgl oben am Saume mit schwarzen Flecken oder schwarzer Querlinie.
a. Hflgl oben zwischen dem Ird und der Rippe 6 mit einer feinen schwarzen, außen weiß begrenzten
Saumlinie. L. phoenicis.
ß. Hflgl oben in den Feldern 1 c — 5 mit freien schwarzen nach innen abgerundeten Saumflecken.
L. marshalli.
Wenn diese Unterschiede stichhaltig sind, müssen die mir vorliegenden Stücke aus Kamerun zu hades, von der sie
jedoch durch den schwarzen Saumfleck im Felde 2 der Hflgl-Oberseite abweichen, geführt werden.
Alle drei Arten sind wahrscheinlich nur Formen einer etwas veränderlichen Art. Da ich aber diese Frage jetzt nicht
entscheiden kann, muß ich mich darauf beschränken, die Originalbeschreibungen der drei Formen wiederzugeben.
L. hades B.-Bak. (71 i) cj. ,, Beide Flügel emtönig dunkelbraun, Vflgl mit eimem undeutlichen hades.
dunklen Fleck am Zellende und einer gleichbreiten dunklen, gebogenen Submarginallinie, welche vom Vrde
bis zum Hrde geht und mit dem Saume nicht parallel verläuft (in der Figur ist sie mit dem Saume gleichlaufend).
Unterseite: beide Flügel dunkelbraun mit wenig dunkleren, fein weiß begrenzten Flecken; Vflgl mit einem
breiten, keilförmigen Wurzelfleck, einem länglichen Fleck am Zellende, vor denen ein kleiner Fleck am Vrde
steht ; Discalbinde unregelmäßig, Di>;calf lecke 6 und 7 vereinigt, 6 größer als 7, 4 und 5 noch größer und näher
am Saume, 4 mehr saumwärts als 5, 3 und 2 wurzelwärts gerückt, hinten den Mittelfleck berührend, 2 größer
als 3 und ein wenig mehr wurzelwärts, der Discalfleck in 1 b schief gestellt, der Wurzel so stark genähert, daß
er den Wurzelfleck fast berührt; eine gebogene ziemlich breite Submarginallinie, welche oben durchscheint
und eine feine dunkle Saumlinie. Hflgl mit der Wurzelbinde in zwei Abschnitte geteilt; der vordere Teil fast
eiförmig, der hintere unregelmäßig, am Hrde der Mittelzelle gebrochen und dahinten zusammengeschnürt;
ein länglicher Mittelfleck; Discalbinde unregelmäßig; die Discalflecke 6 und 7 vereinigt, 7 größer und dunkler
als 6, 4 und 5 vereinigt weit mehr saumwärts stehend, 3 sehr klein weit melir wurzelwärts gerückt, 2 größer mit
ihrer Innenseite den Mittelfleck berührend; die Discalflecke in 1 c und 1 b bilden miteinander einen Winkel und
sind soweit gegen die Wurzel gerückt, daß sie die Wurzelbindefast berühren; eine gebogene Submarginalbinde ;
vier kleine fast halbmondförmige schwärzliche Saumflecke in 4 — 7; ein schwarzer, mit metallglänzenden blauen
Schuppen bestreuter, innen orangegelb begrenzter Saumfleck in 2 und ein ähnlicher Fleck am Analwinkel."
Sierra-Leone.
L. phoenicis Karsch (71 i). ,, Gestalt, Größe und Habitus durchaus wie bei Triclema lucretilis Hetv., phoenicis.
nur sind die Flügel oberseits einfarbig dunkelbraun ohne die zierlichen blauen Schuppenringe von lucretilis,
die Unterseite der Flügel ist nicht dunkelbraun von Grundfarbe, sondern graubraun und die hellen Binden,
welche die Grundfarbe in schmale ungleich breite Querfelder geteilt erscheinen lassen, sind nicht so blendend
weiß wie bei lucretilis; auf der Vflgl-Unterseite schließen wurzelwärts zwei vorn konvergierende weiße Quer-
striemen ein dunkelbraunes dreieckiges Feld ein, auf welches nach außen hin zunächst ein graubraunes, schmales
Querfeld, dann ein die Flügelmitte durchziehendes graubraunes vor und hinter seiner Mitte verdunkeltes
Querfeld, alsdann jenseits der Mitte ein schmales, auf der Mitte zwei dunkelbraune Flecke führendes Querfeld,
dann eine am Vrde breite zwischen oberer Radialis (Rippe 6) und unterer (Rippe 5), untere Radialis und 3. Me-
dianast (Rippe 4) einen dunkelbraunen Fleck führende und am 1. Medianast (Rippe 2) verschmälert zulaufend
abbrechende Querbinde, endlich saumwärts außer der schmalen schwärzlichen Saumlinie noch ein schmales,
nur hinter dem 1. Medianast etwas verbreitertes, inneres, dunkler braunes und ein sehr schmales, äußeres, grau-
braunes Querfeld folgen. Im Hflgl wurzelwärts zwei große dunkelbraune außen und innen .schmal weiß ge-
säumte Flecke, der vordere zwischen Costaiis (Rippe 8) und Subcostalis (Rippe 7), der hintere hinter der Sub-
costalis beginnend und etwas eingeengt bis zum Analrande ziehend,, alsdann am Vrde ein kleinerer Fleck, auf
der Mitte zwei nebeneinander liegende Flecke und jenseits der Mitte noch zwei zwischen dem 2. (Rippe 3) und
1. Medianast (Rippe 2) ; zwischen letzterem und der Submediana (Rippe Ib) liegende, schwanzartig eingeengt zum
Analrande auslaufende Flecke dunkelbraun; alle Flecke innen und außen von verworrenen schmalen weißen
Querzügen begleitet; zwischen dem 2. und 1. Medianast und auf der Submediana hier durch die am Ende rot
beschuppte Ader geteilt, liegt noch je ein großer schwarzbrauner, metallischblaue Schuppen tragender, innen
rot gerandeter Fleck, welcher auch bei lucretilis nicht fehlt, bei dieser Art aber nicht rot gerandet ist." Sierra-
Leone bis Uganda und Rhodesia.
L. marshalli B.-Bak. (71 i). (J. ,, Unterscheidet sicfj von phoenicis Karsch durch die Unterseite, welche marshalli.
brauner ist mit den Wurzelflecken beider Flügel sehr dunkel braun; bei Karschs Ai't sind sie von der Farbe
452 LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aukivillius.
des Grundes, d. h. grau: alle Flei'kc sind mehr braun ausgefüllt und die Discalfleeke in I b und 1 c der Hflgl
sind ganz dunkel in marshaUi, während sie bei phoenicis ganz von Farbe des Grundes sind." Sierra-Leone und
Nigeria.
rufoplagafa. L. rufoplagata B.-Bak. (71 k). Stimmt unten fast völlig mit L. pJwenicis überein, weicht aber oben
dadurch ab. daß die ^'flgl in der Mitte einen großen abgerundeten braungelben Fleck, welcher die Wurzel der
Felder 2 und 3 und die angrenzenden Teile des Feldes 1 b und der Mittelzelle bedeckt, sowie einen schwarzen
Strich am Zellende haben. Bei Stücken aus dem Kongo-Gebiet haben die Hflgl oben am Saume zwei feine
weißliche Linien. Sierra-Leone und Congo-Gebiet.
kumilila. L. kamilila B.-Bak. (71 k). o ui^d ?■ Flügel oben .schwarzbraun mit grauer oder weißlicher Sub-
marginallinie und wenig deutlichen dunklen Saumflecken; Vflgl mit undeutlichem dunklem Mittelfleck. Unter-
seite kaffeebraiui mit dunkleren, breit weiß begrenzten Flecken in gewölinlicher Anordnung; die Wurzelflecke,
der Mittelfleck und die Discalfleeke 1 b — 5 der Vflgl und 1 b, 3, -t und 7 der Hflgl sind scli\\ärzlich ausgefüllt;
die weiße Submarginallinie der Hflgl in den Feldern 3 — 7 zu viereckigen Flecken erweitert. Sierra-Leone und
Nandi-Land.
nigeriae. L. nigetiae Auriv. (72 b). ^. Zweites Glied der Palpen untcMi struppig behaart ; Vflgloben ehitönig
schwarzgrau mit schwarzem Striche am Ende der i\Iittc^lzelle inid feiner schwarzer Saumlinie; ehie weißliche
Submarginallinie nur in den Feldern 1 b — 3 deutlich ; dicht vor dem Saume sind zwei helle Linien teilweise
schwach angedeutet : Hflgl an der Wurzel scliwärzlich, in der IMitte grau behaart ; die schwarze Saumlinie ist
unmittelbar nach innen von einer vollständigen «eißen Linie begleitet, worauf in den Feldern 1 b, 3, 4 und 5
weiße Bogen und im Felde 2 ein schwarzer Fleck stehen; dann folgt eine in den Feldern 2 — 5 deutliche weißliche
Submarginallinie ; Fransen an der Wurzel weiß, dann grau ; Haarquästchen weißlich ; die Zeichnung der L^nterseite
ist fast normal und geht am besten aus der Abbildung hervor; die weiße Submarginallinie der Hflgl ist fem
und fast gleich breit. Spannweite 19 mm. Nigeria bei Lokoja.
oculata. L, oculata Sm. u. Ky. (72 b). Von dieser kleinen, nur etwa 17 mm messenden Art ist nur das $ bekannt.
Die Art hat nach Betiitne-Baker nur 10 Rijipen der Vflgl und wird von ihm zur Gattung Trichma geführt.
BeideFlügel oben braun ; \üg\ ohne Zeichnungen, llt'lgl mit weißer Submarginallinie xnid scluvarzen Saumflecken,
welche beiderseits weiß begrenzt sind; die Saumflecke in 2 und 3 groß tief schwarz und deutlich. Auf der Unter-
seite sind die Grenzlinien vollständig zu einem weißen Grunde zusammengeflossen, auf dem die Flecke und die
eigentliche Grundfarbe als dunkle Querstreifen (Vflgl) oder feine Querlinien (Hflgl) auftreten. Hflgl mit großen,
rotgelb begrenzten Saumflecken in 2 und 3. Ogowe-Fluß.
lacliarcs. L. lachares Hew. ($ = liparis Gr.-Sm., ^ pulcher S»i. u. Ky.) (71 k). q. Flügel oben schwarzbraun
mit einem großen, halbdurchsichtigen, in Dunkelviolett schillernden Fleck in der Mitte; dieser Fleck bedeckt
auf den \'flgln den größten Teil des Feldes 1 b. mehr als die Hälfte von 2 und die Wurzel des Feldes 3, auf den
Hflgln dagegen die Felder 2 — ö, eine breite Saumbinde jedoch freilassend; dieA'flgl haben am Ende der Mittelzelle
obsoksceiLt. einen unscharf begrenzten, gelblichen Fleck, der jedoch oft ganz fehlen kann, ab. obsolescens B.-Bak. Die
LTntcrseite ist schwarzgrau bis schwärzlich mit breiten Grenzlinien, welche mehr oder weniger vereinigt sind,
wodurch die Zeichnung der Unterseite sehr veränderlich wird; die äußere Grenzlinie der Wurzelbinde und die
iiuiere des Mittelfleckes sind bald ganz frei, bald wenigstens in den Hflgln ganz vereinigt; die äußeren Grenz-
linien der Discalflecken und die innere der Subnun-ginalbinde sind bald ganz getrennt, eine schmale gebogene
Binde der Grundfarbe zwischen sich frei lassend, bald mehr oder weniger miteinander vereinigt. Beim '^ (71 k)
sind beide Flügel oben dunkelbraun; A'flgl gewöhnlich mit einem länglichen, gelblichen Fleck im Felde 2; Hflgl
mit weißer Saumlinie, weißlichen Bogen vor dem Saume und Andeutung einer hellen Submarginallinie und
bisweilen auch mit einem gelblichen Postdiscalf leck ; die Unterseite ist durch die Vereinigung der Grenzlinien
weiß, die dunklen Zeichnungen des q sehr reduziert und die Grundfarbe in ganz normaler A\'eise verdrängt.
Die Raupe ist grün, vor der Verpuppung rötlieh, lebt auf der Unterseite der Blätter üirer Nährpflanze und wird
von Ameisen der Gattung Pheidole eifrig aufgesucht. Sierra-Leone bis Gabiui.
vcrsaiilis. L. versatilis B.-Bak. (71 k). (J. Steht offenbar der vorigen Ai't selir nahe mid weicht oben dadurch
ab. daß die ^'flgl nur einen violettblauen Längsstreif im Felde 1 b und die Hflgl einen dunkelblauen Querstreif
in den Feldern 2 — 4 haben. Auf der Unterseite sind die Grenzlinien zu.-^ammengeflosscn und die Zeichnungen
denen von lachares recht ähnlich. $ unbekannt. Gabun.
hiicliholzi. L. buchholzi Platz. ,.Die Oberseite des ^ ist einfach blauschwarz, die des ? schwarzbraun mit einem
eiförmigen, orangen Fleck in einiger Entfcriunig vom Hrd und Hiiiterwinkel der Vflgl. am Saume der Hflgl
zeigen sich in Zelle 1 und 2 je ein feiner, blauer Strich und in letzterer ein demselben zugekehrtes oranges Mönd-
chen. Die Unterseite ist der von L. larydas sehr ähnlich, auffallend unterscheidet sie sich aber durch den an
der Wurzel weißen Vrd der Vflgl und die schräge, r.eiße Linie daneben, sowie durch die einwärts orange Em-
fassung der beiden Augenflecken am Saum der Hflgl." „Vflgl 13 — 14 mm." Kamerun bei Mctoria. — Ob-
LYCAEXESTHES. Von Dr. C. AuEmixirs. 453
gleich die Beschreibving ungenügend ist um die Art sicher zu bestimmen, bin ich jedoch überzeugt, daß sie
entweder mit L. lachares oder lysicles identisch sein muß. Die Frage kann nur durch Untersuchung des typischen
Stückes im Greif swalder Museum gelöst werden. Bethu>'e-Bakzb hat die Beschreibung des q unrichtig übersetzt
und dadurch unverständlich gemacht.
L. melambrota HoU. (72 c) Ist eine kleine Art, von der bisher nur ein Stück f2?) bekannt Ist. Die melambro-
Beschreibung lautet : Oberseite ist schwärzlich mit bläulichem Schiller; Hflgl mit grauen Fransen; eine schmale '"•
schwarze Saumlinie nach innen durch eine ebenso feine weiße Linie begrenzt und dann eine Serie von schwarz
gekernten grauen Augenflecken. Unterseite weiß mit hellgrauen und .schwarzen verwickelten Zeichnungen
geziert ; am Saume beider Flügel eine Reihe von schwarz gekernten Augenflecken mit weißen oder in den Feldern
2 und 3 der Hflgl rotgelben Pdngen : die Augenflecke sind in beiden Flügeln nach innen von einer dunkelbraunen
Linie begrenzt. Französisch Congo: Ogowe.
L. lysicles Heu:. (11 k). o- Flügel oben schwärzlich ; Vflgl mit glänzend dunkelblauem Längsstreif in 1 a lyncles.
und 1 b; Hflgl mit dreieckigem blauem Fleck am Hrde der Mittelzelle und an der Wurzel der Felder 2 und 3",
mit breiter blauer Submarginalbinde zwischen den Rippen 2 imd 4 und feiner blauer oder weißer Saumlinie
von der Rippe 1 b bis zur Rippe 4. Unterseite dunkel .schwarzgrau mit gleich gefärbten oder teilweise dunkleren
(die Dlscalflecke 1 b, 1 c, 4, 5 und 7, sowie der Mittelfleck und der Wurzelfleck der Hflgl sind oft fast schwarz)
Flecken und mäßig breiten Grenzlinien; Feld 3 der Hflgl-Unterseite ohne Augenfleck am Saume; die weißen
Dlscal- und Postdlscallinien der Vflgl fast ganz gerade. Das 5 ist oben einfarbig dunkelbraun mit feiner weißer
Saumlinie imd Bogen und imdeutlicher Submarginallinie der Hflgl; L'nterseite wie beim ^ aber mit breiteren
Grenzlinien. Sierra-Leone bis Gabun.
L. fasciata Auriv. (= subnitens B.-Bak.) f 72 c), ^. Flügel oben schwärzlich; Vflgl mit der Mittel- fascitOa.
zelle und einem breiten Hrdstreifen in 1 a imd 1 b wenigstens bis zur Mitte der Rippe 2 dunkel violettblau
schillernd ; Hflgl mit einem großen dreieckigen, ähnlich gefärbten Felde, welches die Mittelzelle und die Felder
1 c — 5 bis etwa 2 mm vom Saume bedeckt, und mit zwei feinen undeutlichen solchen Linien am Saume. Unter-
seite schwarzgrau mit normal entwickelten freien Grenzlinien und wenig dunkleren Flecken; nur in der Mittel-
zelle Ist die äußere Grenzlinie des Wurzelfleckes mit der inneren des Mittelfleckes vereinigt; die Discalflecke
2 — 5 der Vflgl und 1 b, 1 e, 2 — 5 und 7, wie auch der Mittelfleck der Hflgl mehr oder weniger schwarz ausgefüllt;
Hflgl nur mit einem voll.ständigen Augenfleck (im Felde 2), die in 1 b und 1 c winzig klein oder fehlend und ohne
rotgelbe Begrenzung. Beim 2 sind die Flügel oben .schwarzbraun mit einer gebogenen, aus Flecken oder Strichen
gebildeten weißlichen SubmarginaUinie und die Hflgl außerdem mit den gewöhnlichen beiden hellen Saum-
linien. Die Unterseite weicht von derjenigen des rj nur dadurch ab, daß die Grenzlinien der Mittelzellen ge-
trennt oder fast getrennt bleiben und daß die weiße SubmarginaUinie der Hflgl im Felde 6 fleckenartig entwickelt
ist. Spannweite 19 — 21 mm. Palpen unten beim jj fast glatt, beim $ borstig beschuppt. Sierra-Leone bis
zum Congo- Gebiet.
L. obscura Harn. Drc. (12 b). Das ^ Ist dem o von fasciata (72 c) sehr ähnlich imd scheint niu- durch obsrura.
die dunklere, mehr eintönig schwärzliche Unterseite und die feineren Grenzlinien derselben abzuweichen; die
weiße SubmarginaUinie der Hflgl im Felde 6 fleckenartig erweitert. 5 unbekannt. Kamerun bei Bit je.
L. staudingeri Sm. u. Ky. (72 c). q. Flügel oben schwarzbraun; Vflgl mit einem divakelhlauen sfaudingerL
Hrdstreif en im Wurzelteil von 1 a und 1 b ; Hflgl nur mit zwei feinen hellen Linien am Saume. Die Unterseite
ist schwärzlich mit feinen, aber steUenwelse erweiterten oder vereinigten Grenzlinien; auf beiden Flügeln findet
sich in der Mittelzelle nahe ihrer Spitze ein weißer Fleck, welcher in gewöhnlicher Weise durch Vereinigung
der Grenzlinien entstanden ist; die weiße SubmarginaUinie, welche sonst sehr fein oder sogar unterbrochen
ist, bUdet am Vrde beider Flügel in den Feldern 6 und 7 einen weißen Fleck; Augenflecke der Hflgl wie bei
fasciata und lucretilis, der im Felde 2 jedoch innen ohne rote Begrenzung niu" mit weißem Bogen. Diese Art
ist offenbar einerseits mit fasciata, andererseits mit lucretilis nahe verwandt und es scheint mir nicht natürUch,
dieselbe generisch von diesen zu trennen. Beim einzigen mir vorliegenden Stück (aus Sierra-Leone) ist übrigens
die Rippe 11 deutlich mit der Rippe 12 eine Strecke vereinigt! Beim 2 sind die Flügel oben braun mit einer
weißUchen SubmarginaUinie der Vflgl und heUerer Unterseite. Sierra-Leone bis zum Congo- Grebiete.
L. lucretilis Hev:. (72 c). Beim q sind die Flügel oben schwarz mit zahlreichen feinen lebhaft blauen lucretilis.
Querstrichen und QuerUnien, welche die Grenzlinien der Unterseite entsprechen; durch diese Zeichnung weicht
die Art von aUen anderen bisher bekannten sofort ab. Die Unterseite ist fast schwarz mit feinen Grenzlinien
und ist derjenigen von staudingeri ganz ähnUch; die MittelzeUen durch Verschmelzung der Grenzlinien mit
einem weißen Fleck und die weiße SubmarginaUinie am Vrde (T>esonders der Hflgl) fleckenartig erweitert;
die rote Begrenzung der Augenflecke der Hflgl fehlt oder ist nur im Felde 2 schwach entwickelt. Beim 2 sind
die Flügel oben rauchschwarz ohne blaue Linien, aber mit den Flecken der Unterseite durchscheinend und
die blaue SubmarginaUinie beider Flügel durch eine weiße ersetzt ; Unterseite wie beim o • — Die Rp l&bt in Ver-
tiefiingen oder Höhlen im Stamme einer nicht näher bestimmten Pflanze und wird von der Ameise Cremasto-
454
LYCAENESTHES. Von Dr. C. Aurivillius.
lucrctia. gaster buclineri besucht. 8ierra-Leone bis Angola. — ab. lucretia Sm. u. Ky. weicht nur dadurch ab, daß die
Augenflecke der Hflgl nach innen breit rot begrenzt sind; die blauen Linien der Ober.seite sind auch etwas ver-
schieden entwickelt, indem die Submarginallinie der Vflgl nach hinten verschwunden ist. Kamerun.
lychnides.
rufomargi-
nata.
lamprocles.
L. lychnides Hew. (72 c, d). <;J. Flügel oben .schwarzbraun ; Vflgl unbezeichnet ; Hflgl mit feiner weißer
Saumlinie und großem innen rotgelb begrenztem Augenfleck im Felde 2; Unterseite schwarzgrau mit ziemlich
dicken, normal angeordneten Grenzlinien; Hflgl ohne Augenfleck im Felde 3. Beim $ sind die Flügel oben
dunkelbraun mit einem länglichen gelben Fleck im Felde 1 b der Vflgl und wie beim ,^ mit großem Augenfleck
im Felde 2 der Hflgl; die Felder 3 — 5 der Hflgl mit recht deutlichen schwarzen Saumflecken; Unterseite wie
beim <J. Alt-Calabar.
L. rufomarginata B.-Bak. (72 d). ^. Flügel oben schwarzbraun: Hflgl mit gelb begrenzten Augen-
flecken am Saume in den Feldern I b — 3. Flügel unten ziemlich hellgrau mit feinen Grenzlinien und hellen
Flecken; nur die Di.scalflecke 2 — 5 der Vflgl und 1 b, 1 c, 4, 5 und 7 der Hflgl sind .schwärzlich ausgefüllt; die
weiße Submarginallinie der Hflgl stark verdickt, die übrigen Grenzlinien fein und frei; Hflgl unten ohne Augen-
fleck im Felde 3. $ dem ^ ähnlich aber mit einem sclir undeutlichen gelbroten Fleck im ,, Medianfelde" der
Vflgl. Spannweite 29 — 31 mm. Congo-Gebiet: Makala und am Albert-Edward-See.
L. lamprocles Hew. (72b). ^. Flügel oben ehifarbig schwärzlich; die schwarzen Flecke der Unter-
seite mehr oder weniger durchscheinend: Hflgl mit feiner weißer Saumlinie wenigstens in 1 c und 2. Flügel
unten durch Erweiterung und Vereinigung der Grenzlinien weiß mit stark reduzierten, schwarzen oder .schwarz-
grauen Zeichnungen; diese bestehen auf den Vflgln aus den Wurzelflecken, einem grauen Querstrich der Grund-
farbe vor der Spitze der Zelle, dem Mittelfleck, dem großen Discalfleck in 1 b, einer Querbinde zwischen den
Rippen 1 und 4, welche aus dem Discalfleck 2 und in 1 b und 3 aus einem Striche der Grundfarbe gebüdet
ist, einer schief gestellten, aus den Discalflecken 3 — 6 und 8 gebildeten Qiierbinde, aus einer schiefen Subai^ical-
binde der Grundfarbe in 5, 6 und 8 und endlich aus der Submarginalbinde und der Saumlinie, welch letztere
gegen den Hinterwinkel sehr fein wird oder ganz verschwindet. Auf den Hflghi tritt die Grundfarbe als schwar-
zer Strich dicht an der Wurzel auf; dann folgen die schmale Wurzelbinde zwischen dem Irde und der Rippe 8,
der Mittelfleck, die Discalflecke, welche vier völlig getrermte Paare (1 b + 1 c, 2 + 3, 4 + 5, 6 -f 7) büden;
der Discalfleck in 6 ist jedoch sehr klein und punktförmig; zwischen den Discalflecken treten bisweilen auch
feine Querstriche oder Querlinien als Re.ste der Grundfarbe auf; die beiden weißen Saumlinien sind vollständig
zu einer weißen Saumbinde, welche nur durch den Augenfleck im Felde 2 unterbrochen wird und nach innen
von der zusammenhängenden Submarginalbinde begrenzt ist, vereinigt. Das $ ist mir unbekannt. Kamerun.
L. lyzanius fl'eji'. (= regilla fl'oZ?. ; turbata Sm.u. Ky.) (72 d, e). Ist kleiner als lamprocles, weicht aber
sonst nur durch die in der Artenübersicht erwähnten Kennzeichen ab. Das $ ist oben heller, im Wurzelteil
der Felder 4 und 5 zwischen dem Jlittelfleck und den Discalflecken fast weiß und ebenso in den Feldern 2 und 3
außerhalb der Discalflecken weißlich aufgehellt, Hflgl mit zwei weißen Linien am Saume; die Unterseite ist
durch Erweiterung der Grenzlinien fast weiß und der Unterseite von lamprocles q sehr ähnlich. — Die Rp wird
nach Lamborxs Beobachtungen von der Ameise Pheidole rotundata besucht. Sierra-Leone bis Angola. —
Die Rippe 8 der Vflgl ist gewöhnlich vorhanden aber sehr kurz ; es liegt mir ein sonst völlig typisches Stück
aus Kamerun vor, bei dem sie völlig fehlt. Die Art tritt also bald als Triclemi bald als Neurypexina auf.
L. flavomaculata Sm. u. Ky (72 d). Diese Art, welche nach Bethune-Baker eine echte Lycaenesthes
ist, also eine freie Rippe 11 der Vflgl hat, kommt der L. lyzanius so nahe, daß ich sie nur durch die kleinen
gelblichen Flecken der Vflgl-Oberseite und durch die Vereinigung der beiden Grenzlinien in der Mittelzelle der
Vflgl zu einem weißen Fleck unter.scheiden kann: bei lyzinius-^ sind diese Linien breit getrennt. Lamborn
erzog auch diese Art (cJ und $) aus Raupen, welche von Ameisen besucht waren; er beschreibt aber das $ nicht
und sagt nichts über die Unterschiede zwischen dieser Art und lyzinius. Nigeria bis Angola.
lacidcs. L. lacides Hew. (72 d). Beide Flügel oben einfarbig schwarz, ohne Zeichnungen; Grundfarbe der
Unterseite sowie die Flecke fast schwarz; Grenzlinien mäßig dick, frei und normal angeordnet; ein rotbegrenzter
Augenfleck im Felde 2 der Hflgl. Kamerun bis Angola.
inconspicua. L. inconspicua Harn. Drc. (72 e) weicht von lacides nur dadurch ab, daß die äußere Grenzlinie des
Wurzelflcckcs und die innere des Mittelfleckes zu einem weißen Fleck in der Mittelzelle vereinigt sind und
daß die weiße Submarginallinie beider Flügel viel dicker ist. Kamerun bei Bitje. — Wahrscheinlich nur eine
Aberration von lacides.
xanthopoc- L. xanthopoccila Roll. (= lycotas Sm., lükokescha Knrsch) (72 e). ^. Flügel oben schwarz; Vflgl
cila. jjjit einem abgerundeten, orangegelben Discalfleck, welcher die Mitte des Feldes 1 b und die Wurzel des Feldes 2
bedeckt ; Feld 1 b zwischen der Wurzel und diesem Fleck mit blauschillernden Schuppen bekleidet ; Hflgl zwischen
den Rippen 1 b und 6 mit einer nach vorn ve-^ hmälerten violettblauen Postdiscalbinde, welche mehr oder
weniger breit ist und am Saume mit einer aus ^ jgen gebildeten, weißlichen, in den Feldern 2 und 3 rotgelben
lyzanius.
flavomacu-
lata.
LYCAENESTHES. Von Dr. C. Atjrivillius. 455
Submarginallinie und einer feinen weißen Saumlinie. Die sehr scharf hervortretende Zeichnung der Unter.seite
geht am besten aus der Abbildung hervor. Das $ weicht oben dadurch ab, daß der Fleck der Vflgl und die
Postdiscalbinde der Hflgl hellgelb smd. Französisch und Belgisch Kongo.
L. kampala B.-Bak. (72 e) kommt der vorigen Art recht nahe, hat aber einen kleineren, nur im Felde 1 b kampala.
liegenden gelben Fleck der Vflgl-Oberseite und keine blaue Zeichnungen. Die Unterseite weicht durch die in
der Uebersicht angegebenen Kennzeichen ab. $ oben schwarzbraun ohne gelbe Flecke. Uganda.
L. maeander Plötz (= chryseostictus B.-Bak.) (72 e). (J. Flügel oben schwärzlich; die Vflgl hinter maeander.
der Mitte des Feldes 1 b mit einem rot- oder bj-aungelben, gerundeten, kleinen Fleck, welcher selten auch etwas
in das Feld 2 eindringt; Hflgl einfarbig mit feiner bläulichweißer Saumlinie zwischen den Rippen 1 b und 3
und mehr oder wenig deutlichen schwarzen Saumflecken, von denen der im Felde 2 bisweilen einen rotgelben
Ring hat, ab. chryseosticta B.-Bak. Das 5 ist durchschnittlich kleiner und hat deutlichere Zeichnungen chryseostic-
der Hflgl-Oberseite. Die Unterseite ist der von lusones ähnlich, aber sofort durch das Fehlen des gelben Hrd- ^•
fleckes der Vflgl zu unterscheiden. Sierra-Leone bis Congo.
L. lusones Hew. (= fulvimacula Mab.) (72 f). Diese Art ist weit verbreitet und an den gelben Imones.
Hrdfleck der sonst dunklen Vflgl-Unterseite leicht kenntlich. Die Oberseite ist derjenigen von maeander sehr
ähnlich, hat aber einen größeren gelben Fleck der Vflgl, welcher gewöhnlich die Rippe 3 erreicht. Der Rippenbau
der Vflgl ist veränderlich so daß die Rippe 8 bald fehlt, bald vorhanden ist und die Rippe 1 1 bald frei verläuft
bald etwas mit der Rippe 12 vereinigt ist. Sierra-Leone bis Angola.
L. radiata B.-Bak. (72 f). Diese mir unbekannte Art macht fast den Eindruck einer Aberration, ist radiata.
aber nach Betii. -Baker eine selbständige mit rufomarginata nahe verwandte Alt. Durch die in der Arten-
übersicht angeführten Kennzeichen und die nach Bakers Arbeit wiedergegebene Figur, kann sie leicht iden-
tifiziert werden. Sierra-Leone.
L. bitje Harn. Drc. (72 f) ist mir unbekannt, kann aber nach den Kennzeichen in der Artenübersicht bUje.
und der Figur ohne Schwierigkeit bestimmt werden. Süd-Kamerun.
L. locuples Sm. (72 f). Mit dieser Art fangen die Lycae7iesthes-Formen an, bei denen die Oberseite Jocuples.
beider Flügel wenigstens in der Mitte ausgedehnt orangegelb ist. — Vflgl oben lebhaft orangegelb, an der Wurzel,
am Vrde bis zur Mittelzelle, an der Spitze wenigstens bis zur Mitte der Felder 4 und 5 und am Saume etwa
2 mm breit schwarz; die Saumbinde am Hrde wurzelwärts spitz ausgezogen; ein schwarzer Querstrich am Ende
der Mittelzelle. Hflgl oben in der Mitte mit einem größeren oder kleineren, orangegelben Felde, welches die
Spitze der Mittelzelle und einen großen Teil der Felder 1 c — 5 bedeckt. Die Unterseite mit hell orangegelber
Grundfarbe, gegen welche die tief schwarzen Zeichnungen sich scharf hervorheben; die Grenzlinien der Flecke
sind auch gelb und daher nicht von der Grundfarbe zu unterscheiden; die schwarzen Zeichnungen sind fast
ganz dieselben, wie bei xanthopoecila. Nigeria und Süd-Kamerun.
L. erythropoecila HoU. (72 h) habe ich nicht untersuchen können. Die wichtigsten Kennzeichen sind erylhropoe-
in der Uebersicht angeführt und die Zeichnung der Unterseite geht aus der Figm- hervor. Französisch Congo: "^^ "*
Ogowe-Fluß.
L. leptines Heu\ (72 f) ist oben von der vorigen Art kaum verschieden, unten aber dadurch ausge- lepünes.
zeichnet, daß die weißlichen Grenzlinien sich etwas von der schmutzgelben Grundfarbe abtrennen und daß
nur wenige Flecke schwarz und die übrigen mattgrau sind. Beim $ ist der orangegelbe Fleck der Vflgl-Oberseite
viel kleiner, nur die Wurzel der Felder 2 und 3 und einen kleinen Teil des Feldes 1 b bedeckend und die Hflgl
oben bis zur Spitze der Mittelzelle schwarz. Französisch und Belgisch Congo; Süd-Kamerun.
L. makala B.-Bak. (Tl f, g) kommt der vorigen Art sehr nahe. Baker hebt hervor, daß die gelben malala.
Felder der Oberseite größer sind und die Zeichnung der Unterseite in vielen Einzelheiten verschieden. Diese
Unterschiede gehen aus den Abbildungen hervor, scheinen mir aber ziemlich geringfügig zu sein mit der einzigen
Ausnahme, daß die Grenzlinien fast weiß sind. Congo- Gebiet bei Beni und Makala.
L. mahota Sm. {1-2 g) ist dadurch ausgezeichnet, daß das orangegelbe Feld der Vflgl fast dieselbe mahoia.
Form wie der Flügel selbst hat, wodurch die schwarzen Ränder fast gleichbreit werden. Die Grenzlinien der
Unterseite sind dick und weiß. Wurde von Delagoa-Bay beschrieben, soll aber auch in Kamerun zu Hause sein.
L. lychnaptes Holl. (72 g) weicht von den folgenden Arten durch die gleichbreite dunkle Vrdbinde lychnaptes.
der Vflgl-Oberseite ab. Die Zeichnungen der Unterseite sind tief schwarz mit weißen Grenzlinien. Französisch
Congo: Ogowe-Fluß.
L. pyroptera Aiiriv. (72g). Beide Flügel oben lebhaft hell orangegelb, an der Wurzel schmal schwarz; pyroptera.
Vflgl an der Spitze breiter schwarz, die Saumbinde nach hinten schnell verjüngt und am Hinterwinkel selir
schmal und spitz endend. Hflgl am Vrde höchstens bis zur Rippe 6 schwärzlich, dann mit sehr feiner dunkler
4;i(>
LYCAEXESTHES. Von Dr. C. AuBiviLLirs.
Saumlinie und einem kleinen schwarzen Submarginalpunkt im Felde 2: die Felder 1 a und 1 b schwärzlich.
Auf der Unterseite sind fast alle Flecke, sowie auch die Grundfarbe gelblich mit breiten weißen Grenzlinien;
schwarz oder schwärzlich sind nur auf den Vflgln der Wurzelfleck in 1 b luid die Discalflecke der Felder 1 b,
'2 (3), 4, ö (und 6) und auf den Hflglu die Wurzelquerbinde, die Discalflecke 1 e. 2. 4. 5 und 7 und die Saum-
flecke in 1 c und '2. Diese kleine, schlank gebaute Art ist aus Kamerun und dem Gebiete des Congoflusses
bekannt.
IcpUilii. L. leptala Comr. scheint oben vollständig mit pifioptera übereinzustimmen, unten aber durch die
dunkle Farbe aller Flecke abzuweichen. Covrvoisiek vergleicht sie nur mit Icptiiies und »uikala, von denen
sie recht verschieden ist, luid besehreibt sie in folgender Weise: ,,Flügelsehnitt genau wie bei kptine.s und makala;
auch die Färbung der Oberseite wie bei jenen beiden in orange, wenig glänzend; dagegen abweichend durch
ausgesprochen schwarze und viel schmälere Flügelsäume, welche an der \"flgI-Costa 1 mm breit beginnen, ihr
entlang feiner weiter verlaufen, am Apex bis zu 2 mm sich verbreitern und gegen den hinteren Winkel wieder
sehr fein auslaufen: an den Hflgln sind Costa und Ird bis 1 mni breit, der übrige Flügel nur linienförmig schwarz
berandct : im Analwinkel und in Zelle Cü (Feld 2) des Hflgls je ein kleiner .-schwarzer Eandpunkt. — Unterseite:
Grundfarbe hell orange; die schwer zu beschreibende Zeichnung ungemein ähnlich derjenigen der beiden oben
genannten Arten, aber sowohl die schwarzen Punktpaare, wie die weißen Qucrlinien stärker hervortretend;
im Analwinkel und in Zelle Cu (Feld 2) zwischen den Ursprüngen der beiden äußeren Schwänzchen je ein leb-
haft metallisch beschuppter, schwarzer, rötlich eingefaßter Fleck." ,, Deutsch- Westafrika'" (Kamerun?).
bakcri. L. bakcri Harn. Drc. (72 g). Von dieser schönen Art ist nur ein $ bekannt und ihre nächste Verwandt-
schaft darum unsicher. ..^lit L. »riknla B.-Bak. verwandt: Oberseite lebhaft orangegelb: Vflgl mit dem Vrd
und dem Saum breiter dunkelbraun; ein brauner Querstrich am Zellende ist mit dem Vrde vereinigt. Die Unter-
seite mit braunen Flecken und weißen Binden fast wie hei makala, doch diese weniger zahlreich ; das ganze Discal-
feld der Vflgl und die äußere Hälfte der Hflgl mit lebhaft orangegelber Grundfarbe: vier schwarze Saumfleeke in
der Analgegcnd mit blauen Schuppen bestreut; Tliorax und Hinterleib oben braun, unten hell gefärbt: Beine
schwarz luid weiß; Palpen weiß mit schwarzer Spitze und schwarzen Haaren." Bclgisch-Congo : Kassai-Fluß.
sciiitillula, L. scintillula HoU. (72 g). Flügel oben glänzend orangerot mit von unten durchscheinenden dunklen
Querbiiulen. an der Wurzel recht breit verdunkelt : Vrd der Vflgl an der Wurzel bis zur Zelle schwarz nach
außen schnell verjüngt und hinter der Zellenspitze sehr schmal, dann an der Spitze wieder erweitert und dort
bisweilen fast 2 mm breit; Saumbinde viel schmäler fast gleichbreit; Hflgl am A'rde bis zur Rippe 6 und am
Irde in 1 a und 1 b breit schwarz, am Saume nur mit feiner schwarzer Saumlinie und mit schwarzen Flecken
in den Feldern 1 c — 5: diese Flecke sind mit der Saumlinie vereinigt, der Fleck im Felde 2 ist groß und vier-
eckig und der in 1 c besteht aus zwei Flecken, von denen der mnere dreieckig ist und der äußere transversal,
die Flecke in 1 e und 2 sind durch eine feine weißliche Linie von der schwarzen Saumlinie getrennt. Die Grund-
farbe der Unterseite ist mehr oder weniger gelblich mit dicken weißlichen GrenzUnien und zum größten Teil
schwärzlichen Zeichnungen. Das $ weicht vom q durch breiten schwarzen Vrd und Saum und durch schmalen
schwarzen Hrd der Vflgl-Oberseite ab: Hflgl oben mit breiterer schwarzer Saumlinie, welche an den Rippen
durch die rotgelbe Farbe unterbrochen wird. Sierra-Leonc bis Congo.
aurca. L. aufca B.-Bnk. (72 h) ist mir unbekannt, kommt aber wie die Abbildung zeigt der L. scintillula
sehr nahe und soll hauptsächlich durch eüie mehr goldgelbe Grundfarbe der Oberseite und eine mehr gelbliche
Unterseite abweichen, i unbekamit. Goldküste.
:enkeri. L. zenkeri Karsch (72 li) weicht durch die Zeichniuig der Unterseite vollständig von allen vorhergehenden
Arten ab. Flügel oVien schwarz: die Vflgl mit großem orangegelbem Hrdfleck. welcher die Rippe 5 oder 0 erreicht
und auch einen Teil der Zellenspitze bedeckt : Hflgl mit gelbem Jlittelfeld (üi 1 c — 5) und undeutlichen schwarzen
Saumflecken. Die Unterseite ist schon in der Artenübersicht beschrieben worden. Kamerun bis Congo.
/i(6<j. L. juba F. (72 h) ist oben der vorigen -\it ähnlich, hat aber größere orangegelbe Felder beider Flügel
und rotgeringelte Saumfleeke der Hflgl-Oberseite. Die Unterseite erinnert auch .«ehr an diejenige von L. zenkeri,
weicht aber dadurch ab, daß die Discalbinde der Hflgl sich im Felde 2 mit der Submarginalbinde vereüiigt.
Sierra-Leone bis Nigeria.
pythagoras. L. pytliagoras F. ist nur durch die ganz ungenügende Besclireibung von Fabkichs und die walu-
scheüdich niclu naturgetreue Abbildung üiDoxovaxs ..Insccts of India" (Taf. 39 Fig. 3) bekannt. Die Oberseite
und die Unterseite der ^'flgl kann ohne allzugroße Schwierigkeit als L. juba gedeutet werden: die Unterseite
der Hflgl aber ist so abweichend, daß es nicht möglich ist, dieselbe mit derjenigen von juba zu identifizieren.
Doxov.\x. welcher wahrscheinlich beide Formen gesehen hat. veremigt indessen mi Text juba und pythagoras
als dieselbe Ait.
Infolge der jetzt herrschenden schwierigen Verhältnisse sind die Abbildungen der Arten dieser Gattung mu-
mittelmäßig gelungen und müssen stets mit den Be'^chreibungen verglichen werden.
Ausgeoeben 4. VIU. 1924. CUPIDO. Von Dr. C. AURIVILLIUS. 457
26. Gattung: C'iipido Schranck.
Viele Verfasser werden sicher entrüstet darüber sein, daß ich die hier besprochenen Arten nicht auf
zahlreiche Gattungen verteilt habe, wie es jetzt so bräuchlich ist. Da ich aber, ganz wieauch Sir G. F. Hampsox,
aus prinzipiellen Gründen nur solche Artengruppen als Gattungen anerkennen will, welche auf Kennzeichen
beider Geschlechter und nicht nur auf sekundären Geschlechtscharakteren des einen Geschlechtes begründet
sind, ist es mir unmöglich gewesen, die Gattung in mehrere zu zerlegen.
Es steht indessen jedem frei, die hier nach Kennzeichen beider Geschlechter aufgestellten, aber zum
größten Teil nur auf Zeichnungsunterschiede begründeten Gruppen als Gattungen oder Untergattungen zu
betrachten.
Die Unterschiede nach dem männlichen Geschlechtsapparat können übrigens nur durch Figuren ver-
ständlich gemacht werden und da .solche in dieser Abteilung des Werkes nicht eingeführt sind, wäre es verfehlt,
Beschreibungen zu liefern, die nicht benutzt werden könnten. Ich hoffe darum, daß die Leser mir dankbar
.sein werden, daß ich versucht habe, die Gruppen so zu charakterisieren, daß die ^^ bestimmt werden können
und die i^'S auch ohne Untersuchung des Genitalapparate?, dessen große wissenschaftliche und biologische Be-
deutung ich natürlicherweise sonst nicht im mindesten unterschätze.
Diejenigen, welche sich für den Wert und die Anwendbarkeit von verschiedenen morphologischen
Kennzeichen für die Einteilung der Cupido-Aiten in Gruppen interessieren, ver\*eiße ich auf die Besprechung
dieser Gattung in meiner Arbeit Rhopalocera aetfiiopica *).
Wieviel in der Systematik der Cupido-Aitcn noch zu tun ist, geht unter anderem aus der Zusammen-
stellung in Lepidoplera indica von den ,, Gattungen" Lycaenopsü, Megisba, Neopithecops. Spalgiii(!), Taraka,
Caatalius, Tarucu-s und Zizera in einer besonderen, jedoch vorsichtigerweise nicht charakterisierten ,, Unter-
familie" LycaeTiopsinae hervor.
Ueber sieht der Gruppen oder Untergattungen.
]. Die Vflgl stets mit II Rippen, indem nur die Rippe 8 fehlt.
A. Die Vflgl unten an der Wurzel mit einem dunklen Längsstrich, welcher der Hinterseite der Rippe 12
folgt, oder im Felde 12 mit dunklen Flecken oder hellen Querlinien; sehr selten fehlen .sowohl der Längs-
strich wie auch die Zeichnungen im Felde 12, in diesem Falle aber sind beide Flügel unten an der Wurzel
des Vrds deutlich gelblich angeflogen.
a. Die Vflgl unten ohne Längsstrich im Felde 11, aber gewöhnlich mit dunklen Querzeichnungen in
der Mittelzelle und in den Feldern 11 und 12. Wenn diese Querzeichnungen fehlen, sind beide Flügel
unten an der Wurzel gelblich überzogen. Augen fast immer haarig.
*. Hflgl unten ganz ohne Querfleck oder Querstrich am Ende der Mittelzellc, am Ende der Rippe 2
geschwänzt. — Phlyaria Kursch. Erste Gruppe.
**. Hflgl unten mit Querfleck oder Querstrich am Ende der Mittelzelle.
o. Flügel unten mit scharf hervortretenden, eckigen oder, ringförmigen dunklen Zeichnungen.
1. Die Diskalbinde der Vflgl-Unterseite ist an der Rippe .3 dadurch unterbrochen, daß der
DLskalfleck 2 viel mehr wurzelwärts steht als der Diskalfleck 3. Hflgl an der Rippe 2
geschwänzt. — Uranothautna BuÜ. Zweite Gruppe.
2. Die Diskalbinde der Vflgl-Unterseite zusammenhängend. Die Rippe 11 der A'flgl ge-
wöhnlich frei verlaufend.
a. Hflgl an der Rippe 2 nur schwach geeckt. — Harpendyreus Heron.
Dritte Gruppe.
b. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt. — Cacyreus Butl. Vierte Gruppe.
oo. Flügel unten mit dunkler Grundfarbe, welche kaum heller als die Zeichnungen ist. Diese
sind darum imdeutlich und hauptsächlich nur durch ihre feinen weißen Grenzlinien sichtbar. — •
Nacadvba Moore. Neunte Gruppe.
ß. Die Vflgl unten an der Wurzel mit einem deutlichen scharf begrenzten schwarzen Längsstrich oder
Längsstrahl, welcher wenigstens das von der Mittelzelle und den Rippen 11 und 12 begrenzte Feld 11
ausfüllt.
*. Augen nackt. — Tarncus Moore -~ Castalius Hübn. Fünfte Gruppe.
**. Augen haarig.
•) Swensk. Weton.sk. .\kad. Handl. 31 (1899) .S. 353 ff.
XIII 58
458 C'UPIDO. Von Dr. C. AuElviLLitTS.
o. Hflgl ohne Schwänzchen. Eippe 11 der Vflgl eine Strecke mit der Rippe 12 vereinigt.
1. Hflgl oben mit rein weißer, zusammenhängender, breiter Mittelbinde. Sechste Gruppe.
2. Hflgl oben ohne weiße Querbinde. — Aza^ius Moore. Siebente Gruppe.
oo. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt. Rippe 11 der Vflgl ganz frei verlaufend. — Syninrucus Biitl.
Achte Gruppe.
B. Vflgl unten an der Wurzel immer ohne dunklen Längsstrahl und ohne Zeichnungen am \'rde im Felde 12 *)
gewöhnlich bis zur Spitze der Mittelzelle unbezeichnet.
a. Beide Flügel unten am Ende der Mittelzelle mit einem Querstrich oder Querfleck.
*. Beide Flügel unten ganz ohne schwarze Punktflecke an der Wurzel.
o. Die Hflgl unten höchstens mit zwei tief schwarzen Saumflecken in Ic und 2. Augen haarig.
Die Mittelzclle der ^'flgl unten der Rippe 2 gegenüber mit einem großen, oft nin durch seine
weiße Grenzlinien angedeuteten Fleck.
1. Die Rippe 11 der Vflgl eine lange Strecke mit der Rippe 12 vereinigt. — Nacadvbn Moore.
— ■ Hflgl bei den afrikanischen Alten ohne Schwänzchen. Nemite Gruppe.
2. Die Rippe 11 der ^'flgl frei verlaufend.
a. Hflgl am Ende der Rippe 2 mit Schwänzchen. Der Saumfleck im Felde 2 der Hflgl-
Unterseite wurzelwärts gelb begrenzt. — Lampides Huhn. Zehnte Gruppe.
b. Hflgl ohne Schwänzchen; ihre Saimiflecke nicht nach innen gelb begrenzt inid bis-
weilen fehlend. — ■ Cyclyrius Butl. Elfte Gruppe.
oo. Die Hflgl unten wenigstens mit vier großen, tiefschwarzen metallisch bestäubten Saum-
flecken (in den Feldern 2 — 5). Augen nackt. — Brephidium (Scudd.) B.-Baker.
Zwölfte Gruppe.
**. Wenigstens die Hflgl unten an der Wurzel oder am Vrde mit 1 — 4 scharf hervortretenden, schwar-
zen, gewöhnlich weiß umzogenen Punkten.
X. Hflgl unten in den Fehlern 3 — G ohne Saumflecke oder nur mit undeutlichen hellen (gelb-
liehen) Flecken. Die Grundfarbe der Unterseite mehr oder weniger gelblich überzogene
Diskalflecke beider Flügel schwarz und getrennt oder fast getrennt. Flügel auf beiden Seiten
mit scharf begrenzter, schwarzer Saunilinie und Fransen. — Neochrysops B.-Baker (ex parte)
Vierzehnte Gruppe.
X X . Hflgl unten in den Feldern 3 — 6 mit deutlichen dunklen (grauen, braunen oder schwarzen)
hell (weißlich) umzogenen Saumflecken. Selten sind diese Flecke undeutlich, stets jedoch
dunkel. Grundfarbe der Unterseite nie gelblich.
o. Rippe 11 der Vflgl völlig frei imd gerade.
t- Die Diskalflecke 1 c — 6 der Hflgl-Unterseite heller als die Subbasalpunkte oder
wenigstens lieller als der Subbasalpunkt 7; selten fast schwarz, kaum heller als die
Subbasalpunkte, in diesem Falle aber wenigstens in den Feldern 4 mid 5 groß, eckig
und aneinander liegend. Gewöhnlich sind sie wenig dunkler als die Grundfarbe
und nur zufolge ihrer dicken weißlichen Begrenzung deutlich hervortretend.
1. Die Diskalflecke nie Mciß gekernt. Alle Subbasalflecke der Hflgl mit schwarzem
Kern. Der Saumfleck 2 der Hflgl-Unterseite nach innen orangegelb begrenzt
oder bi.sweilen ohne besondere Begrenzung. — Euchrysops Butl. und Neochrysops
B.-Bnker (ex parte). Fünfzehnte Gruppe.
2. Hflgl mit 4 Subbasalfleckcn (in 1 a, 1 c, 7 und der Zelle),nur aber der Subbasal-
fleck in 7 mit schwarzem Kern. Der Sauinfleck 2 der Hflgl-Unterseite nach innen
blutrot begrenzt. Augen liaarig. Hflgl geschwänzt. Siebzehnte Gruppe.
tf. Die Diskalflecke 1 c — 6 der Hflgl-Unterseite nicht oder kaum heller als die Sub-
basalpunkte mit oder ohne hellen Ring, oft getrennt und punktförmig, nie groß
und querliegend. Sechzehnte Gruppe.
oo. Die Rippe 11 der A'flgl stets gegen die Rippe 12 gebogen, oft dieselbe berührend oder
damit vereinigt.
f. Die Diskalflecke 1 c — ^G der Hflgl-Unterseite weder schwarz noch punktförmig.
Augen nackt.
*) Bei den Arten der neunten Gruppe (Nacadiiha) kommen indessen bisweilen feine weiße (undeutliche) Querst licho
im Felde 12 vor.
CUPIDO. Von Dr. C. Aurivillius. 459
§. Hflgl ohne Schwänzchen.
1. Hflgl unten ohne Wurzelpunkt im Felde 1 c und nur im Felde 2 mit großem
schwarzem Saumfleck. Achtzehnte Gruppe.
2. Hflgl unten mit Wurzelpunkt im Felde 1 c und mit drei fast gleichgroßen,
.schwarzen, nach innen orangerot begrenzten Saumflecken (in 1 c, 2 und 3). —
Chilades Moore. Neunzehnte Gruppe.
§§. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt. Saumfleck 2 der Hflgl wurzelwärts nicht
oder nur wenig gelb begrenzt. Hflgl unten ohne Wurzelpunkt im Felde 1 c.
1. Unterseite mit heller oder dunkler grauer Grundfarbe und weiß umrandeten
Flecken. Einundzwanzigste Gruppe.
2. Unterseite mit weißer Grundfarbe und darum ohne besondere weiße Um-
randung der Flecke. Z\\ eiundzwanzigste Gruppe.
ff. Die Diskalflecke 1 c — 6 der Hflgl-Unterscite schwarz, punktförmig und frei liegend.
— Zizera Moore + Zizeeria Chapm. + Zizina Chapni. + Zizula Chajnn. + Actizera
Chapm. Vierundzwanzigste Gruppe.
ß. Beide Flügel unten ohne Querstrich oder Querfleck am Ende der Mittelzelle \nid mit weißer Grund-
farbe. — Oboronid Karsch -\- Athysanola Knrsch -\- Termoniphas Karsch.
Dreiundzwanzigste Gruppe.
ir. Die Vflgl nur mit 10 Rippen, indem sowohl die Rippe S, Mie auch die Rippe 9 fehlen.
a. Hflgl unten mit großen schwarzen Saiimpunkten in den Feldern 2 — 5, aber ganz ohne innere gelbe Be-
grenzung derselben. Sehr kleine Art. — • Oraidium B.-Baker. Dreizehnte Gruppe.
ß. Hflgl luitcn nur im Felde 2 mit großem, schwarzem Saumfleck, welcher nach innen von einem sehr großen
orangegelben Fleck begleitet ist. Größere Arten, 25 — 32 mm. — Neolycaena Karsch. (nee De Nie.) +
Cupidopsis Karsch. Zwanzigste Gruppe.
Erste Gruppe.
Diese Gruppe entspricht Karschs Gattung Phlyaria und ist sofort an der reduzierten Zeichnung der
Unterseite kenntlich, kann aber nicht durch morphologi.sche Kennzeichen von den übrigen Gruppen unter-
schieden werden. Karsch gibt an, daß die Rippe 11 der Vflgl mit der Rippe 12 eine Anastomose bildet. Dieses
Kennzeichen ist aber nicht zuverlässig. Bei zwei mir vorliegenden Stücken von der typischen Art, C. cyara
Hew. verläuft die Rippe 11 bei dem einen ganz frei und ist bei dem anderen eine kurze Strecke mit der Rippe 12
vereinigt.
Durch die Zeichnung der Unterseite erinnern die hieher gehörigen Arten sehr an gewisse Pentila-Arten,
ahmen aber nach Poulton gewisse Pieriden nach. Die Hflgl sind an der Rippe 2 geschwänzt. Die Vflgl führen
unten auf dem weißen oder gelblichen Grunde ungleich große schwarze Saumflecke und einen größeren Vrdsfleck,
sowie auch (wenigstens beim f^) einen schwarzen Wurzelfleck im Felde 1 b. Die Hflgl unten wenigstens mit
zwei schwarzen, blau oder grün beschuppten Saumflecken in 1 b und 2 und einem schwarzen Fleck am Ende
der Rippe 5.
Oben sind die Vflgl beim (J dunkel violettblau mit schwarzer Saumbinde und die Hflgl haben eine
weiße oder weißliche Querbindo, welche bisweilen sehr breit ist und die ganze Fläche mit Ausnahme der Wurzel
und einer dunklen Saumbinde bedeckt. Fransen beider Flügel zwischen den Rippen weiß gefleckt. Die Augen
sind mäßig lang und dicht behaart.
Die Männchenschuppen (And'-okonien) sind ziemlich breit und stumpf. Sie bilden keine Makeln oder
Samtstriche, sondern sind über die Oberfläche der Vflgl unter den gewöhnlichen Schuppen verteilt.
U e b e r s i 0 h t der Arten.
A. Flügel initen an der Wurzel des Vrdes deutlich gelblicli angeflogen. Hflgl unten an der Wurzel nicht oder
kaum schwarz beschuppt, vor der Mitte mit einem schwarzen Punkt auf der Rippe 1 b. Beide Flügel unten
ohne Querfleck am Ende der Mittelzelle. Vflgl unten am Vrde nur mit einem schwarzen Fleck, welcher
etwa in der Mitte z«'ischen der Mittelzelle und der Flügelspitze steht.
a. Hflgl unten im Felde 7 mit zwei schwarzen Punkten, oben violettgrau mit dunklerer Saumbinde und
einer unscharf begrenzten, weißlichen Diskalbinde, welche am Irde breit anfängt und nach vorn all-
mählich verjüngt an der Rippe 4 oder 5 endet. C. stactalla.
ß. Hflgl unten ohne Zeichnungen im Felde 7, oben mit sehr breiter, scharf begrenzter, weißer Mittelbinde,
welche die Rippe 6 erreicht. C. cyara.
460 CUPIDO. Von Ur. C. Aueivillius.
B. Beide Flügel unten mit rein weißer Grundfarbe. Hflgl unten an der Wurzel in allen Feldern schwarz be-
schuppt, aber ohne schwarzen Pui\kt auf der Rippe 1 b. Wenn die Vflgl initen nur einen Vrdsfleck haben,
liegt dieser an der Jlittc des Vrds die Spitze der Mittelzclle gegenüber.
a. Vflgl unten ohne Querfleck am Ende der Mittelzelle und nur mit einem Vrdsfleck (in den Feldern 10 — 12).
— (J Vflgl oben mit weißem Hrdstreifen, welcher wenigstens die Falte des Feldes 1 b erreicht. Hflgl
oben mit schmaler, nur etwa 2 mm breiter Saumbinde. C. chibonotana.
ß. Vflgl unten mit 4 großen schwarzen Qiierflecken am Vrde, von denen der mittelste auch die Spitze
der Mittel/.elle bedeckt. Saumbinde der Htigl-Oberseite '1 — 5 mm breit. — ^J Hrd der Vflgl oben nicht
oder ganz unbedeutend weiß beschuppt. C. heritsia.
stactalla. C. stactalla Krrrsch (72 h). Das cj ist oben hinreichend beschrieben und von der folgenden Art durch
die schwarzen Punkte im Felde 7 dei Hflgl-Unterseite sofort zu unter.scheiden; die weißliche Querbinde der
ilflgl-Oberseite ist wahrscheinlich hinsichtlich ihrer Breite recht veränderlich. $ mir unbekannt. Sierra-Leone
bis Nigeria.
ri/am. C. cyara Heir. (72 h) kommt von Kamerun bis Angola uiul Brit. Ostafrika vor und ist an den oben
irmum'irtß- angeführten Kennzeichen leicht kenntlich. — • tenuimarglnatus Grünb. ist von der typischen Form durch die
ncdits. jjiu" schwach angedeutete Saumbinde der Hflgl-Oberseite und die starke Reduktion der schwarzen Flecke der
Unterseite verschieden; im Vflgl der ^'rdfleck an der Mündung der Rippe 9 sowie die Saumflecke von der
Spitze bis zur Rippe 2 .sehr klein, im Hflgl nur ein schwarzer Punkt an der Basis des Feldes 1 a und zwei kleme
Saumflecke in 1 b und 2. Uganda.
vhihoiiola- C. chibonotanus Anriv. bildet einen schönen Uebergang zwischen cyara und heritsia, scheint mir aber
"""■• nunmehr entsciüeden näher mit dieser als nüt jener Art verwandt zu sein. Vflgl oben dunkel violettbraun mit
.schwärzlicher Saumbinde und am Hrde mit einem weißen, etwa 2 mm breiten Streifen, welcher jedoch weder
die Wm'zel noch den Saum erreicht; Hflgl oben rein weiß mit einer schwarzen, 2 mm breiten Saumbinde und
an der Wurzel schmal schwarz beschuppt. Beide Flügel miten rein weiß; die Vflgl mit einem kleinen Vrdfleck
nahe au der Wurzel und einem größeren der Spitze der Mittelzelle gegenüber und am Saume mit unregelmäßigen
schwarzen Flecken. Die Hflgl haben ein kleines unregelmäßiges, schwarzes Wurzelfeld, zwei kleine, undeutliche
Vrdflecke, zwei gerundete, blau beschuppte Saumflecke in 1 c und 2 und zwei wenig deutliche Saumflecke in
4 und 5. KUimandjaro z\\ischen 13ÜÜ und 1900 m.
/i'''7si(/. C. heritsia Hew. (72 i). Diese schon lange bekannte Art weicht oben von chibonotanus besonders durch
die breitere Saumbinde der Hflgl ab ; unten ist sie durch die vier großen Querflecke oder Querbinden am Vrde
der Vflgl und die zwei deutlichen \'rdflecke der Hflgl ausgezeichnet. Das $ stimmt unten nüt dem ^ überein,
hat aber oben einen sehr großen weißen Hrdfleck der \i\g\, welcher die Rippe G erreicht und auch einen Fleck
in der Mittelzelle bildet; es wui-de früher als eigene Ai-t {virgo Butl.) be.schiieben.
Zweite Gruppe.
Sowohl die nKjrpliologLschen Kennzeichen wie auch die Zeichnung der Unterseite zeigen deutlich, daß
die Formen dieser Gruppe mit denen der vorigen nahe verbunden sind. Die Augen sind lang und dicht behaart.
Die Rippe 11 der Vflgl ist wenigstens gewöhnlich auf eine kurze Strecke mit der Rippe 12 vereinigt oder liegt
dieser sehr dicht an. Die Flügelfransen sind wie bei den Arten der vorigen Gruppe in der Mitte zwischen den
Rippenenden weiß gefleckt. Hflgl oben mit deutlichen schwarzen, bisweilen blau beschuppten Saumflecken
in 1 c lind 2.
Die Androkonicn sind mehr langgestreckt, oft haarähnlich und gewöhnlich einen großen Fleck
oder Längsstriche auf der Oberseite der Vflgl bildend. Nur bei C. antinorii sind sie wie bei den Arten dei vorigen
Gruj)))e über die ganze Oberseite verbreitet ohne Flecke zu bilden.
Die Zeichnung der Unterseite ist vollständig entwickelt und besteht aus dunklen eckigen oder ring-
förmigen Flecken oder Querstrichen. Die Vflgl haben 1. freie oder vereinigte schwarze Wurzelflecke in den
Feldern 1 b, 12 und in der Mittelzelle; 2. einen oder zwei dunkle Querstriche oder Querbinden, welche am Vrde
selbst anfangen mid quer über die Mittelzelle wenigstens die Mediana erreichen; 3. einen Querfleck am Ende
der Mittelzelle; 4. eine an der Rippe 3 unterbrochene Reihe von 8 — 9 Diskalflecken in den Feldern 1 b — 0, 8, 9, 10
und 5. zwei aus dunklen Strichen oder Flecken gebildeten Submarginallinien. Die Unterseite der Hflgl hat mehr
oder weniger zusammengeflossene schwarze Wurzelflccke, einen oder zwei Flecke in der Mittelzelle, subbasale
Flecke in den Feldern 1 a, 1 b und 1 c, einen Querfleck am Ende der Mittelzelle, eine oft sehr unregelmäßige
Reihe von 8 Diskalflecken, einen Fleck vor der Mitte des Feldes 7, zwei schmale .schwarze Längsstriche am Vrde
im Felde 8, welche mit den Flecken des Feldes 7 zusammenhängen und endlich zwei aus Strichen, Bogen oder
Flecken zusammengesetzte Submarginallinien, von denen die äußere in den Feldern 1 c und 2 je einen großen
gerundeten schwarzen, blau oder grün beschuppten Fleck bildet.
CUPIDO. Von Dr. C. Aurivillius. 461
Der Saum der Hflgl tritt am Analwinkel etwas eckig hervor und hat am Ende der Rippe 2 ein deutliches
Schwänzchen.
Die ? zeichnen sich dadurch aus, dal] die Grundfarbe der Oberseite heller ist mit deutlichen schwarzen
Diskalf lecken der Vflgl.
U e b e r s i c h t der Arten.
^ Die innere (proximale) Submarginallinie der Hflgl-Unterseite ist nicht längs der Rippe 2 mit dem Saume
verbunden Die Diskalflecke beider Flügel weiß ausgefüllt, ringförmig. — ^. Vflgl oben dunkel violett-
blau ohne Samtflecke oder Samtstriche. C. antinorii.
B Die innere Submarginallinie der Hflgl-Unterseite setzt sich längs der Rippe 2 bis zum Saume fort. Wenigstens
die Diskalflecke der Vflgl nicht weiß ausgefüllt. — cj- Vflgl oben mit großem schwarzem Samtfleck am
Ende der Mittelzelle oder mit getrennten dunklen Längsstrichen in den Feldern 1 b— 6.
a Die Mittelzelle der Vflgl unten zwischen dem Wurzelfleck und der Spitze mit zwei deutlichen schwarzen
oder^ braunen Querbinden. Die Diskalflecke der Hflgl-Unterseite mehr oder weniger abgerundet und
getrennt, in der ]\Iitte weiß ausgefüllt, ringförmig.
*. Größer, 35—40 mm. Beide Flügel oben schön violettblau schillernd (^), oder wenigstens die Vflgl
zum o-rößen TeU blau beschuppt. — ^. \'flgl oben mit großem schwarzem Samtfleck hinter der Spitze
der Mittelzelle. ^- <^raivshayi.
**. Kleinere Arten mit einer Spannweite von 25-30 mm. Beide Flügel oben mit kupferbrauner Grund-
farbe und ohne oder fast ohne violetten Schiller.
1. (J. Vflgl oben mit einem großen Samtfleck in der Mitte.
a. S- Der Samtfleck ist fast herzförmig, bedeckt die Spitze der Mittelzelle, die Wurzelhälfte
der Felder 4 und 5 und einen großen Teil der Felder 3 und 6 sowie einen kleinen Teil des Feldes 2,
erreicht aber nicht die Rippe 2. C. cordatus.
b (? Der Samtfleck ist mehr langgestreckt und nach hinten ausgezogen, so daß er die Rippe 1
■ erreicht. ^- ^"'**/^''-
2 ö^. Vflgl oben mit 7 getrennten, mehr oder weniger in der Länge ausgezogenen Samtflecke, zwei
' in 1 b "und je einer in 2—6. <^- podg^i.
ß Die Mittelzelle der Vflgl unten zwischen dem großen Wrurzelfleck und der Spitze nur mit einer dunklen
Querbinde. Die Diskalflecke der Hflgl-Unterseite sind viereckig, mehr oder weniger zu einer Querbinde
vereinigt und nicht oder niu- selten teilweise weiß ausgefüllt.
*. (J. Vflgl oben mit einem großen herzförmigen schwarzen Samtfleck zwischen der Mittelzelle und der
Spitze, fast ganz wie bei C. cordatus. ^- nubifer.
** ^ Vflgl oben in den Feldern 1 b— 6 und in der Mittelzelle mit feinen schwarzen Strichen auf den
Falten. Der Diskalfleck 2 der Vflgl-Unterseite liegt weit mehr wurzelwärts als der Fleck im Felde 3.
a Vflgl kürzer und breiter ganz ^^ie bei nubifer; Schwänzchen der Hflgl etwa 3 mm lang. Oberseite
, , , , , „„ C. delatorum.
sehr dunkel braun.
b Vflgl etwas länger und schmäler ; Schwänzchen der Hflgl nur 2 mm lang. Oberseite hell kupferbraun
'' ^ C. falkensteini.
C antinorii Oberth. hat oben dunkel violette, schwärzlich gesäumte Yttgl und bläidich graue am anUmrii.
Saume und an der ^^'urzel dunklere Hflgl; wurde zuerst aus Abessinien beschrieben, kommt aber in Ostafrika
bis zur Rhodesia und dem Maniealande vor und wurde von A. Schültze auch bei Bamenda in Kamerun ange-
troffen; $ unbekannt.
C crawshayi Butl (72 k) ist die größte Art dieser Untergattung und diu'ch die oben angeführten Kenn- crawshayi.
zeichen leicht kenntlich; das ? ist oben im Winzelteil der Vflgl grünlich blau beschuppt, hat einen Querstrich
in der Mittelzelle, einen großen Fleck am Ende der ÄLttelzelle, eine zusammenhängende Querbinde von 6
Diskalflecken und die Saumbinde schwarz oder schwärzlich. Nyassa-Land.
C cordatus Em Sh (72 i) hat beim (^ oben dunkel kupferbraune Flügel ohne andere Zeichnungen cordatus.
als den Samtfleck der Vflgl und die beiden Saumflecke der Hflgl, welche mit einigen blauen Schuppen geziert
sind; auf der Unterseite der Vflgl fehlen die Diskalflecke der Felder 1 b und 2; ? unbekannt. Britisch Ostafrika
bei Kavirondo und Kikuyu.
C. lunifer Bebd stimmt unten mit der vorhergehenden Art überein und Meicht oben nur dadurch lunifer.
ab daß der Samtfleck der Vflgl nach hinten ausgezogen ist und die Rippe 1 erreicht ;■ dadurch bildet sie emen
Ue'bergang zu der folgenden Art. Nach einem einzigen ^ aus Bukoba m OstafrUia beschrieben.
462 CUPIDO. Von Dr. C. AuRiviLLirs.
poggei. C. poggei Dew. (72 k) wird gewöhnlich wegen der freien Samtstreifen der Vflgl-Oberseite in der nächsten
Nähe von C jalkensteini gestellt, schließt sicli aber durch die Zeichnung der Unterseite näher den vorhergehenden
Arten an. Kommt in Angola, Rhodesia, Manica-Land, X3-assa-Land und Britisch O.stafrilia vor. — Als poggei ?
(72 i) Lst eine mir unbekannte oder unrichtig gezeichnete Art abgebildet.
nubifer. C. nubifcf Trim. (= pelotus Karsch) (72 i) ist oben dem C. cordatus sehr ähnlich, ausgenommen,
daß die beiden Saumflecke derHflgl klein sind und keine metallischen Schuppen haben, weicht aber unten durch
die in der Ucbcrsicht angeführten Kennzeichen ab und hat große, schwarzgraue, schwarz begrenzte, länglich
viereckige, miteinander zu einer Querbinde vereinigte Diskalflecke der Hflgl-Unterseite ; der Zwischenräum
zwischen den Submarginallinien der Hflgl ist ganz oder zmn großen Teil dunkel bleigrau ausgefüllt. Beim $
fehlt oben der Samtfleck und treten schwarze Diskalflecke und ein solcher Fleck am Ende der Zelle aiif.
distinclesig- Natal bis Britisch Ostafrika ; auch in Kamerun bei Bamenda von Dr. A. Schultze gefunden. — ab. distinctesigna-
yialiis. tus Straml (72k als distinctissima) unterscheidet sich dadurch, daß die weißen Zeichnungen der Unterseite
beider Flügel schärfer hervortreten. Abessinien; ähnliche Stücke liegen mir aber auch aus Kilima-Xdjaro und
Ruwenzori vor.
delatorum. C. delatoruitl Heron stimmt in der Zeichnung völlig mit der folgenden Art überein, weicht aber durch
eine verschiedene Flügelform, welche mit derjenigen von nuhijer (72 i) übereinstimmt, ab. Dieser Unterschied
kann so au.sgedrückt werden, daß, «enn man zwei gleich große und ähnlich gespannte Stücke miteinander
vergleicht, der Abstand zwischen der Spitze der Vflgl und dem Anahvinkel der Hflgl bei delatorum größer ist
als bei falkensteini. Es liegen mir indessen Stücke aus Ruwenzori vor, welche in der Mitte zwischen beiden
Formen stehen und ich halte es darum für wahrscheinlich, daß delatorum nur eine Rasse von falkensteini ist.
Ruwenzori, Etgon und von den Randgebirgen im Nordwesten des Tanganjika-Sees.
falkensicini. C. falkensteini Dew. (73 a) ist an den feinen schwarzen Samtlinien der Vflgl-Oberseite des (J von allen
anderen Arten der Gattung mit Ausnahme von delatorum verschieden. Das mir nicht vorliegende 5 hat eine
weißliche Grundfarbe der Oberseite mit breiter schwarzer Saumbiude beider Flügel, dunklem Vrdc der ^'flgl
und schwarzen Diskalflecken. Die Hauptform ist von Sierra- Leone bis Angola und Britisch Ostafrika verbreitet.
arlemenes. — artemenes Mab. (72 k) ist die auf Madagaskar vorkommende Form und scheint sich nur durch die rein weiße
Grundfarbe der Vflgl-Unterseite zu unterscheiden.
Dritte Gruppe.
Diese Gruppe wurde 1909 von F. A. Heron als besondere Gattung Harpendijreus fi'u eine neue Art
aus Ruwenzori aufgestellt. Sie steht tatsächlich in der Mitte zwischen der zweiten und vierten Gruppe und
zeigt wie nahe diese beiden miteinander verbunden sind.
Die Vflgl haben nur 11 Rippen und die Rippe 11 verläuft ganz frei, ohne sich mit der Rippe 12 zu ver-
einigen. Hflgl am Ende der Rippe 2 schwach geeckt ohne Schwänzchen. Ob die Augen nackt oder behaart
sind, wird nicht erwähnt. Wahrscheinlich sind sie behaart, in v,e\chem.Fa,\le Harpendi/reus nur dm'ch das Fehlen
des Schwänzchens der Hflgl von den Arten der zweiten und vierten Gruppe unterschieden werden kann. Da
aber das Schwänzchen der Hflgl in der Gattung Cupido von so geringer systematischer Bedeutung ist, daß
es bei Rassen derselben Ai-t felüen oder vorlianden sein kann, ist es offenbar, daß die Gattung Harpendyreus
sehr schwach begründet ist.
In der Zeichnung der Unterseite schließt sich die einzige bekannte Art den .Ai'ten der zweiten Gruppe,
besonders dem C. antinorii Oberth. eng an, weicht aber dadiu-ch ab, daß der Diskalfleck 2 der Vflgl fast gerade
hinter dem Diskalfleck 3 und nicht viel mehr wurzelwärts steht.
rcginnldi. C. reginaldi Heron liegt mir nicht vor, hat aber nach Heroxs Beschreibung und Abbildung die Größe
und Flügelform von C. falkensteini (73 a). cJ. Flügel oben matt violettblau mit breiter schwärzlicher Saum-
binde und schwach durchscheinenden Zeichnimgen der Unterseite; Fransen weiß mit dunklen Flecken an den
Rippenenden; Hflgl am Saume im Felde 2 mit einem kleinen, gerundeten, schwarzen, blau bcschupi^ten und
nach innen gelblich begrenzten Fleck aber ohne solchen Fleck in 1 c. Unten haben die Hflgl und die Spitzen-
hälfte der \'flgl eine weißgraue, die Wurzelhälfte der Vflgl dagegen eine braune Grundfarbe; die Diskalflecke
der Vflgl sind ringförmig und bilden eine schwach gebogene, zusammenhängende Qiierbinde vom ^'rd zum
Ird; die innere Submarginallinie ist gewellt und zusammenhängend, die äußere besteht aus getrennten dunklen
Punkten je einer in jedem Felde; die Flecke der Unterseite sind fast ganz wie bei C. antinorii geordnet, aber
dunkler und mehr gedrängt. Das $ ist auf beiden Seiten viel dunkler als das ^ und oben kaum blau angeflogen.
Ruwenzori.
Vierte Gruppe.
Diese Gruppe, welche von Butler Cacyreus benannt, aber nie charakterisiert wurde, schließt sich den
vorigen Gruppen so eng an, daß sie vielleicht besser damit vereinigt werden sollte. Ich glaubte früher, daß die
beiden Gruppen dadurch unterschieden werden könnten, daß die Rippe 11 der Vflgl bei den Arten der zweiten
Gruppe mit der Rippe 12 eine Strecke vereinigt, bei Caegreus aber frei verliefe. Bei genauer Untersuchung
CUPIDO. Von Dr. C. Aurivillius. 463
hat sich aber gezeigt, daß die Rippe 11 auch bei den Uranothamna- Alten frei verlaufen kann und daß Stücke
von C. lingeus vorkommen, bei denen sie eine Strecke mit der Rippe 12 vereinigt ist. Dieses Kennzeichen ist
demnach für die Trennung der beiden Gruppen völlig wertlos.
Da weiter in beiden Gruppen die Hflgl am Ende der Rippe 2 kurz geeckt und geschwänzt sind und die
Rippe 9 der Vflgl ausgebildet ist, bleibt um die Gruppen zii unterscheiden nur die Zeichnung der Unterseite
übrig. Dieselbe ist wie aus den Figuren hervorgeht ganz eigentümlich, besteht aber tatsächlich aus denselben
Flecken wie bei der zweiten Gruppe. Als leicht wahrnehmbare Unterschiede mag hervorgehoben werden, daß
der Diskalfleck im Felde 2 der \'flgl mehr saumwärts steht luid den Diskalfleck im Felde 3 berührt und daß
der Mittelfleck im" Felde 7 der Hflgl eine dunkle Querbinde bildet, welche die Mittelzelle vollständig erreicht.
U e b e r s i 0 h t der Arte n.
A. Vflgl unten in der Mittelzelle mit 4 weißen und drei dunklen abwech-selnden Querstrichen. Die Flügel beim
cJoben hellblau, beim $ schwarzbraun mit weißen Flecken und blauem Schiller im Wurzelteil. Augen haarig.
C. lingeus.
B. Vflgl unten in der Mittelzelle niu" mit einer dunkler, weiß begrenzten Querbinde. Flügel oben kupferbraun
mit oder ohne violettem Schiller. Fransen gleichförmig weiß gefleckt.
OL. Augen haarig. Flügel oben mehr oder weniger blau schillernd. C. palemon.
ß. Augen nackt. Flügel oben bronzebraun ohne blau. C. niarshalli.
C. lingeus Cr. (73 a). ^. Flügel oben hellblau, am Saume etwas verdunkelt, die Zeichnungen der litujdi.t.
Unterseite schwach diu'chscheinend ; Fransen der Vflgl mit ungleich großen weißen Flecken; die Diskalflecke
2 — -6, 9 der Vflgl-Unterseite bilden eine zusammenhängende schwach gebogene fast schwarze Querbinde; der
Diskalfleck 2 der Hflgl-Unter.scite liegt weit mehr wm'zelwärts als der Diskalfleck 3 und wird nach außen von
einem scharf hervortretenden weißen Fleck begleitet. Das $ hat einen deutlichen, auf beiden Seiten durch
einen weißen Fleck begrenzten schwarzen Querfleck am Ende der Mittelzelle der Vflgl und außerdem einige
weiße Submarginalflecke; seine Hflgl sind oben mehr oder weniger weißlich aufgehellt, selten fehlen fast völlig
die weißen Zeichnungen der Oberseite, ab. $ virilis ab. nov. Die Art kommt überall auf dem Festlande und auf virilis.
allen Inseln der äthiopischen Region vor. Manders traf die Raupe auf Coleus hybrida und beschreibt sie als
feinhaarig, hell rötlichgrün, die Rüekenlinie mid die Seitenlinien rot und mit zwei schief gestellten Querlinien
jeder Seite gleichfalls rot. Pupjie ähnlich gefärbt, feinhaarig, mit einem schwarzen Rückenfleck jederseits an
der Wurzel der Flügelscheiden. — ciliaris Auriv. weicht dadurch ab, daß die Fransen der Vflgl weiß mit gleich- ciliarh.
großen schwarzen Flecken und die der Hflgl fast einfarbig weiß sind. Ostafrika: Meruberg.
C. palemon Cr. (73 a). Flügel oben kupferbraun mit schwachem violettem Schiller und beim $ bis- palemon.
weilen im Wurzelteil blau beschuppt; Fransen weiß mit gleichgroßen schwarzen Flecken an den Rippenenden ;
die ganz eigentümliche, verwickelte Zeichnung der Unterseite geht am besten aus der Figxu" hervor. Süd- und
Ostafrika bis zum Ruwenzori. — fracta Grünb. hat die dunkelbraune, weiß eingefaßte Postdiskaibinde der fracia.
Vflgl-Unterseite in den Feldern 3 — 1 b scharf abgesetzt und nach innen verschoben in der Weise, daß in jedem
dieser Felder die äußere weiße Säumung die Fortsetzung der inneren dunkelbraunen des vorhergehenden Feldes
bildet. Ruwenzori.
C. marshalli Bull, ist kleiner als palemon. weicht aber sonst nru' durch die oben angefülirten Kenn- marshnUi
zeichen ab. Kapland bis Natal und Transvaal. Lebt an Geranium-Arten.
Hier mag erwähnt weiden, daß Staudinokr in seinem Werk ,,Exot. Schmolt." I p. 271 angibt, daß in West- und
Ost-Afrika eine Form von Ciipido (Talicada) nijsciis vorkommt, welche sich nur durch das Fehlen des Schwänzchens der Ilflgl
von der ostindischen Ilauptform unterscheiden soll und darum später von Butler var. ecaudata benannt wurde. Da, soviel
ich weiß, diese Art später niemals in Afiika gefunden worden ist. beruht die Angabe Staudinoers wahrscheinlich auf einer
Verwechslung des Vaterlandes .seiner Stücke. Die Art ist im Bande IX dieses Werkes beschrieben und abgebildet (S. 024 und
Taf. 145 k).
Fünfte Gruppe.
Ich vereinige in dieser Gruppe die Arten, welche gewöhnlich auf die ,, Gattungen" TaruCMS J/oore und
Castalius Hübn. verteilt werden. Diese beiden ,, Gattungen" sind neuerdings (1917) von Bethune-Baker und
Fruhstorfer hinsichtlich des Baues der männlichen Begattungsorgane revidiert worden, ohne daß die beiden
Verfasser über die Unterschiede der Gattungen einig geworden sind. Es werden z. B. die asiatischen Arten
ananda de Nie. und fasciatus Röb. von Bethune-Baker zu Tariccus, von Fruhstorfer aber zu Castalius
geführt.
Wenn man von der Bildung der männlichen Begattungsorgane, welche in diesem Werke nicht in Be-
tracht gezogen werden können, absieht, unterscheiden sich die Tarucus und Castalius-(^(^ nm- dadurch, daß die
Männchenschuppen bei jenen vorhanden sind, bei diesen aber fehlen. Die $$ aber sind nicht durch morpholo-
gische Unterschiede voneinander zu trennen.
iU CUPIDO. \'()ii Dr. C. AuRiviLLius.
Die folgende Uebersicht ist für beide Geschlechter, soweit sie mir bekannt sind, gültig und hauptsächlich
auf die dunklen Zeichnungen der Unterseite begründet. Dieselben bestehen auf den Vflgln aus einem scharf
hervortretenden Längsstrich im Felde H, je einem Wurzelfleck in 1 b und 2 sowie einem Fleck in der Mittel-
zelle (alle drei oft zu einem schiefen Querstrich vereinigt), aus einem Querstrich am Ende der Mittelzelle, aus
6 — -7 ganz lun'egelmäßig stehenden Diskalflecken oder Diskalpnnktcn, aus einer })ostdiskalen oder submarginalcn
gebogenen Kcihe von 7 — S freien oder zu einer Binde vereinigten Flecken und aus 6 — 7 kleineren Flecken vor
dem Saume (Saumflecke). Die Hflgl haben freie schwarze Wm-zelpimkte oder einen durch die Vereinigung
der Punkte entstandenen Querstrich an der Wurzel, drei Subbasalpunkte in 1 c, 7 und der Mittelzelle, einen
Querstrich am Ende der Mittelzelle, der jedoch auch fehlen kann, 2 — 8 gewöhnlich umegelmäßig geordnete
Diskalpimkte, acht freie oder vereinigte postdiskale oder submarginale Flecke und acht schwarze oft teilweise
grün beschuppte Flecke vor dem Saume (Saumflecke).
Bei den gewöhnlich zu Castalius geführten Arten fehlen oft mehrere dieser Flecke oder sind dem Saume
stark genähert. C. hintzi bildet jedoch auch in dieser Hinsicht einen schönen Uebergang zu den Tarucus-Y ovmen.
Uebersicht der Arten.
I. Die Diskalflecke der Hflgl-Unterseite sind groß viereckig und bilden eine zusammenhängende, fast gerade
Querbinde, welche von der Mitte des Irdes gegen die Flügelspitze gerichtet ist. Die weiße Grundfarbe
bildet eckige Flecke zwischen den dunklen Zeichnungen, wodurch die Unterseite stark an die der i/esyjena-
Arten erinnert. Flügelfransen weiß mit scharf hervortretenden, schwarzen Flecken an den Rippenenden.
Schwänzchen der Hflgl kurz.
a. Die dunklen Saumflecke der Unterseite klein oder undeutlich, bisweilen, besonders im Felde 3 der Hflgl,
ganz fehlend. — ^. Flügel oben ganz blau mit feiner schwarzer Saumlinie. — $. ^'fIgl oben nur mit
4 — -5 eckigen weißen Flecken. Hflgl oben mit unscharf begrenzten, grauen Flecken. C. thespis.
ß. Saumflecke der Unterseite alle deutlich und scharf begrenzt. — ■ ^. Flügel oben violettblau mit breiter
schwärzlicher Saumbinde. — $. Beide Flügel oben in der Mitte weiß. C. bowkeri.
II. Die Diskalflecke der Hflgl-Unterseite sind imregelmäßig angeordnet und bilden nie eine zusammenhängende
Querbinde.
A. Die Diskalflecke der Hflgl-Unterseite vollständig vorhanden und alle oder fast alle vor der Mitte ilires
Feldes stehend. Die Hflgl stets unten mit dunklem Querstrich oder Querfleck am Ende der Mittelzelle.
a. Die Postdiskaiflecke der Hflgl-Unterseite sind weit vom Saume entfernt und stellen wenigstens
in den Feldern 3 — 5 nur wenig hinter der Mitte dieser Felder. Die Saumflecke 1 c — 3 ( — 5) der Hflgl-
Unterseite mit grünlichen Schuppen bestreut.
*. Diskal- und Postdiskaiflecke der Hflgl alle vollständig frei und gerundet, pimktförmig.
C. syharis.
**. Diskal- und Po-stdiskalflecke der Hflgl weder alle gerundet, noch alle frei.
o. Die Diskalflecke 1 b und 2 der Vflgl bilden mit den Diskalflecken 3 — 5 eine zusammen-
hängende, etwas schief stehende, schwärzliche Querbinde. Stirn schwarz mit weißen Seiten-
rändern. — • (J. Vflgl oben schwarzbraun ohne Blau. C. grammicus.
oo. Die Diskalflecke 1 b und 2 der Vflgl stehen in einer Linie mit dem Querstrich am Ende der
Mittelzelle, nicht aber mit dem Diskalflcck im Felde 3, welcher mehr saumwärts gerückt
ist. Stirn weiß. — ■ ^. Flügel oben lebhaft blau oder violettblau. C. quadrattis.
C. theo'pJirastus.
C. mediterrayieae.
p. Die Postdi.skalflccke der Hflgl-Unterseite sind strichförmig, dem Saume stark genähert inid stehen
alle weit hinter der Mitte ilirer Felder; sie können darum alle als Submarginalflecke bezeichnet werden.
Nur die Saumflecke 1 c und 2 der Hflgl-Unterseite blau beschuppt; der Diskalflcck 5 der Hflgl liegt
weit hinter der Mitte des Feldes 5, dicht bei dem Submarginalfleck 5. C. hiniza.
B. Die Diskalflecke der Hflgl-Unterseite sind gewöhnlich ivcht alle da, stehen aber alle oder fast alle dicht
an den Submarginalflecken, oder sind sogar mit denselben vereinigt. Die Flügel auch beim ^ oben
schwarz mit weißen Flecken oder zum großen Teil weiß.
a. Hflgl auf beiden Seiten mit deutlichem schwarzem Querstrich am Ende der Mittelzelle. Vllgl oben
fast imnicr mit deutlichem weißem Fleck in der schwarzen Saunibiiide im Felde 4 (und 5). Hflgl
ohne Diskalflcck im Felde 5.
*. Der Diskalflcck im Felde 7 der Hflgl steht weit hinter der Spitze der Mittelzelle. Die Diskal-
flecke 1 c — 4 sind alle oder fast alle vorhanden.
Ausgegeben 4. VIII. 1924. CUPIDO. Voll Dr. C. AuBIVILLruS. 465
o. Der Diskalfleck 7 der ELflgl-Unterseite steht etwa in der Mitte zwischen der Spitze der Mittel-
zelle und dem Diskalfleck 6 und ist von beiden völlig getrennt. C. calice.
DO. Der Diskalfleck 7 der Hflgl-Uiiterseite ist weit mehr saumwärts gerückt so, daß er den Saum-
fleck 6 berührt oder fast gerade vor demselben steht.
1. Das weiße Mittelfeld der Vflgl-Oberseite ist groß, erreicht den Hrd und ist dort etwa
5 mm breit. Die weiße Querbinde der Hflgl-Oberseite erreicht den Vrd. C. ertli.
2. Der weiße Mittelfleck der Vflgl-Oberseite ist viel kleiner, erreicht niclit den Hrd, ist
im Felde 1 b nur 2^2,5 mm breit und an der Hinterecke der Mittelzelle diuxli die schwarze
Farbe tief eingeschnitten oder fast unterbrochen.
a. Flügel unten mit weißer Grundfarbe und schwarzen Zeichnungen. C. melas.
h. Flügel imten mit hell gelblichgrauer oder rahmgelber Grundfarbe und bräunlichen
Zeichnungen. C. griquus.
**. Der Diskalfleck 7 der Hflgl ist groß und steht näher an der Wurzel, so daß er eine Fortssetzung
des Querstriches am Ende der Mittelzelle bildet. Die Diskalflecke 1 c — 5 der Hflgl fehlen völlig
oder sind nvu* dm'ch einen Punkt in 2 vertreten. C. gregorii.
ß. Hflgl auf beiden Seiten oder wenigstens unten ganz ohne Querstrich am Ende der Mittelzelle, selten
unten mit einem undeutlichen gelblichen Querstrich. Flügel oben mit breiter gemeinsamer, weißer
Querbinde, welche sowohl den Hrd der Vflgl wie den Vrd der Hflgl erreicht.
*. Flügel unten mit deutlichen, schwarzen Diskal- und Submarginalflecken in allen oder fast allen
Feldern. Diskalfleck 5 der Hflgl gewöhnlich vorhanden.
o. Saumbinde der Vflgl-Oberseite unregelmäßig mit 1 — 4 scharf hervortretenden weißen Flecken.
Die Submarginallinie der Vflgl-Unterseite völlig zusammenhängend, nicht diu-ch die hellen
Rippen unterbrochen. C. cretosus.
CO. Sautnbiade der Vflgl-Oberseite breiter und weniger unregelmäßig, oft ganz ungefleckt. Die
Submarginallinie der Vflgl-Unterseite durch die hellen Rippen in getrennte Flecke auf-
gelöst. C. carana.
**. Diskal- und Submarginalflecke der Unterseite undeutlich, grau oder blaß gelblich; nur die Wurzel-
flecke luid die Flecke des Feldes 1 b der Hflgl und der Felder C — S der Vflgl sowie die Saumflecke
der Hflgl gewöhnlich schwarz oder schwärzlich. C. margaritaceus.
C. thespis L. (73 a). (^. Flügel oben einfarbig blau mit feiner schwarzer Saumlinie und weißen an thespis.
den Rippenenden scharf schwarz gefleckten Fransen; die Rippen besonders gegen den Saum fein schwärzlich.
Die Unterseite ist dadurch ausgezeichnet, daß alle dunkle Zeichnungen dick und groß sind und eckige mitein-
ander vereinigte Flecke bilden; die weiße Grundfarbe tritt darum nur als eckige Flecke auf und bildet nur am
Saume eine fast zusammenhängende Reihe von großen Flecken, in deren Mitte die dunklen Saumflccke fehlen
oder klein und undeutlich sind. Die hellen Flecke sind im Wurzelteil etwas blaugrau angeflogen, dann in der
Mitte reiner weiß; von den größeren Flecken stehen 2 in der Mittelzelle, je ein dreieckiger an der Wurzel
der Felder 2 und 3, zwei viereckige im Felde 4 und je einer in 5 und 0. — ■ $. Flügel oben schwarzbraiui, in
der Wm-zelhälfte bläulich schillernd, im Saumteil mit einigen weißen Flecken. Unten wie beim <^ aber mit größeren
und schärfer begrenzten rein weißen Flecken. Kaplaiid (und Natal?).
C. bowkeri Trim. (73 b) ist der vorigen Ai-t ähnlich, weicht aber durch die kleineren schwarzen Flecke bowkeri.
der Unterseite und durch die in der Uebersicht angegebenen Unterschiede ab ; ist auch etwas größer als thespis.
Natal.
C. sybaris Hpff. (73 a). (^. Flügel oben violettblau mit schwarzem Querfleck am Ende der Mittelzell^ sybaris.
der Vflgl und mit einer 1 — '1,5 min breiten, dunklen, auf den Hflgln oft in Flecke aufgelösten Saumbinde;
Fransen an der Wurzel breit schwarz, dann grau oder weißlich ; eine feine weiße Saumlinie der Hflgl wenigstens
in 1 b — i. Unterseite beider Flügel rein weiß mit freien gerundeten schwarzen Diskal-, Submarginal- und Saum-
flecken; nur auf den Vflgln stoßen die Diskalflecke bisweilen paarweise (1 und 2, 3 und 4) zusammen; die Saiun-
flecke 1 b^3 ( — -4) der Hflgl sind mit grünen Schuppen geziert. Die Flügel des 9 sind oben schwarzbraun mit
weißen Flecken in der Mitte der Vflgl und hinter der Mitte der Hflgl; die Wurzel beider Flügel schwach bläulich
angeflogen. Kapland und ganz Ostafrilva bis Somali-Land und Abessüiien. — linearis var. nov. (^^ aus Damara linearis.
und Transvaal weichen dadurch ab, daß die dunkle Saumbinde der Oberseite völlig fehlt. Die blaue Farbe
ist also nur durch eine sehr feine schwarze Saumlinie vom Saui".<' getrennt; die Saumlinie ist scheinbar dick,
iadam sie ohas deutliche Grenze in den schwarzen Wurzelteil der Fransen übergeht. Es ist wahrscheinlich
diese Rasse, welche in Angola und dem Owambo-Lande vorkommt.
XIII 59
466 CUPIDO. Von Dr. C. AuRn'iLLiL's.
yramniicus. C. grammicusör. Smith. (= louisae Em. Sh.) (lii) weicht von allen anderen Arten dieser Gruppe dadurch
ab, daß die Flügel auch beim (J oben schwärzlich sind, ohne blau. Stirn schwarz mit weißen Seitenrändern. Vflgl
oben einfarbig schwarz (<;J) oder wie die Hflgl oben mit gerundeten auf beiden Seiten weiß begrenzten Saum-
flecken. Unterseite weiß mit schwarzen Zeichnungen; Vflgl mit langem und breitem Wiu-zelstrich bis zur Mitte
des Vrdes, einem nach hinten erweiterten Querfleck, welcher von den vereinigten Subbasalflecken der Felder 1 b,
2 und der Mittelzelle gebildet ist, einem Querfleck am Ende der Mittelzelle, einer zusammenhängenden vom
Hrde gegen die Flügelspitze gerichteten Querbinde, welche von den Diskalflecken 1 b — 5 gebildet ist, einem
großen und langen Diskalfleck, welcher nahe der Wurzel des Feldes 6 steht und sich mit dem Querstriche am
Zellende vereinigt .sowie mit den gewöhnlichen Submarginal- und Saumflecken, von denen jene mehr oder
weniger vereinigt, diese aber ganz frei sind. Die Diskalf lecke der Hflgl-Unterseite sind paarweise nütcinander
zu Querstrichen vereinigt, so daß die Flecke 1 c und 2 einen Querstrich, 3 und 4 einen anderen und 6 und 7
einen dritten, der die Spitze der Mittelzelle berührt, bilden; der Di.skalfleck 5 liegt mehr saumwärts als die
übrigen, hängt aber gewöhnlich mit dem Diskalfleck 4 zusammen; die Submarginalflecke sind alle voneinander
frei, liegen ahier weit vom Saume entfernt und berühren oft die Diskalflecke Ic — 5; Saumflecke gerundet, ganz
frei, in den Feldern 1 c — 5 mit grünen Schuppen geziert. Diese kleine Art scheint selten zu sein und wiu-de
bisher nur in Deutsch und Britisch OstafrUia sowie im Somali-Land gefunden. Sie wurde zuerst von Grose-
Smith als eine Lycaenesth&s beschrieben.
quadratus. C. quadratus Gmnt ist kleiner (Flügelspannung 16 — 19 mm) als die folgende Art und weicht
nach Rebel.s und Bethune-Bakers Untersuchungen auch durch die Bildung des männlichen Genital-
apparates von jener ab. In Färbung und Zeichnung stimmt sie dagegen sehr nahe mit theophrastus überein.
Insel Sokotra.
iheophras- C. theophrastus F. (Bd. I, Taf. 77 i) ist im ersten Bande beschrieben und abgebildet. Da alle Stücke
'"■'• aus dem äthiopischen Gebiete, die ich gesehen habe, der folgenden ^\i-t angehören, ist es unsicher ob theophrastus
dort vorkommt.
medilerra- C. niediterraneae B. -Baker (74 a) ist mit der vorigen Art sehr nahe verwandt und wurde erst neuer-
neae. dings (1917) von Bethune-Baker in seiner ,, Revision der yaracMS-Formen" als besondere Art abgetrennt.
Sie unterscheidet sich von theophmMm in der Zeichnung nur dadurch, daß die Submarginalflecke beider Flügel
strichförmig und zu einer zusammenhängenden Linie vereinigt sind; bisweilen sind alle Flecke der Hflgl-Unter-
seite (mit Ausnahme der gerundeten Saumflecke) hellbräunlich oder gelblich statt schwarz; solche Stüc^kc
sind durchschnittlich kleiner und stellen wahrscheinlich die Trockenzeitform dar ; die Saumflecke 1 c^ — 5 der
Hflgl-Unterseite sind mit grünen oder silbernen Schuppen geziert. Nach Bethune-Baker weicht die Art auch
durch die Bildung des männlichen Genitalapparates recht erheblich von theophrastus ab und wird darum sogar
von ilim in eine andere Abteilung von Tarucus gestellt. Beide Arten fliegen in Algerien untereinander. Ob-
gleich es natürlich möglich ist, nniß es doch wohl noch als eine offene Frage betrachtet werden, ob es wirklich
Arten gibt, welche einzig und allein durch den Bau des männlichen Genitalapparates unterschieden Mcrden
können und ganz ähnliche, nicht voneinander abweichende $ haben. Diese Frage , die Variabilität oder even-
tueller Dimorphismus des männlichen Genitalapparates, kann nur durch die Untersuchung dieses Apparates
bei einer großen Anzahl von demselben Pärchen stammender ^(^ gelöst werden. — Die Art liegt mir aus Nubien,
Khartum, Kordofan und den Veregcbirgen in Adamaua vor.
hinfr.li. C. hintza Trim. (73 b) bildet einen deutlichen Uebergang zwischen den vorhergehenden Ai'ten (Taru-
cus) und den folgenden (Castalius), indem die Diskalflecke wie bei jenen, die Submarginalflecke wie bei diesen
stehen, cj. Flügel oben zart violettlilau, die Zeichnungen der Unterseite mehr oder weniger durchscheinend;
mit kleinen, länglichen, getrennten dunklen Saumflccken, welche nur in I c und 2 der Hflgl größer und schwarz
sind. Die Unterseite mit den normalen schwarzen Zeichnungen und fast alle Flecke frei, die Diskalflecke 2 — 4
und 6 der Hflgl sind gerundet und stehen nahe an der Wurzel ihrer Felder; der Diskalfleck 5 beider Flügel mid der
Diskalfleck 3 der Vügl stehen dagegen weit saumwärts dicht an den Submarginalf lecken; Subnuxrginalf lecke
beider Flügel getrennt, strichförmig; Saumflecke klein und getrennt, nur in den Feldern 1 c und 2 größer mul
grün beschuppt; Stirn weiß mit zwei kurzen schwarzen Borstenlinien. Das $ unten dem (J ähnlich, oben schwärz-
lich, in der Älitte weiß mit schwarzen Kippen und Diskalflecken, wodiuxh die weiße Farbe in mehrere eckige
Flecke geteilt wird; beide Flügel an der Wurzel etwa bis zur Spitze der Mittelzelle bläulich überzogen. Kapland
resplendens. bis Nyassa-Land und Rhodesia. — resplendens Butl. aus Abe.ssinien ist mir unbekannt und nach einem $ be-
schrieben; aus der Beschreibung gehen keine andere Unterschiede von hiniza-'f hervor, als daß die dunkle
Submarginalbmde der Vflgl-Oberseite nicht völlig mit der Saumbinde verbunden ist.
Die folgenilen Ai'Um dieser Gruppe sii\(i leicht daran kennllieh. daß die Fliip;«'! oben in beiden Gescblecbtern scliwaiz
und weiß sind, ohne blauen Schiller. Uie weiße Farbe bildet auf den Vl'lf,'ln einen großen Ihdfleck oder JMittelfleck, welcher
wenigstens die Kippe 6 erreicht, und außerdem auch gewöhnlich 1 — 3 weiße Flecke in der diuiklen Samnbinde. Der weiße
Mittelfleck bildet au(-h stets einen kleinen od :r größeren Fleck in der .Mittelzelle. Die Hflgl haben eine weiße IMittclbiiide,
w<dche inunor den Ird, oft auch den \'rd eri,.>icht. Der Diskalfleck 5 der \'rigl is( groß, saumwärts ausgezogen, aber mit den
anderen vereinigt.
CUPIDO. Von Dr. C. Aueivillixts. 467
C. calice Hpff. (73 b) hat ein mittelmäßig großes weißes Mittelfeld der Vflgl-Oberseite, welches den calice.
Hrd erreicht oder fast (die Rippe 1) erreicht, einen oft sehr kleinen Fleck in der Mittelzelle und einen langen
Fleck im Felde 3 bildet; die weiße Mittelbinde der Hflgl erreicht nicht den Vrd. Die Unterseite weicht durch
die Stellung der Diskalflecke 6 und 7 der Hflgl von derjenigen der übrigen Arten ab. Kongo- Gebiet: Kassai,
Angola, Ovambo-Land, Natal, Zulu-Land, Mossambik, Nyassa-Land und Rhodesia.
C. ertli Auriv. ist der vorhergehenden Art sehr ähnlich, durch die in der Uebersicht angefülirten Kenn- irüi.
zeichen aber leicht zu unterscheiden. Durch den großen weißen Hrdfleck der Vflgl erinnert sie auch sehr an
C. carana Hew. (73 c), von der sie sich jedoch sofort durch den schwarzen Querstrich am Ende der Mittelzelle
der Hflgl unterscheidet. Nyassa-Land.
C. melas Trim. (73 b als melama) ist durch die stark reduzierten weißen Zeichnungen der Oberseite aus- mehts.
gezeichnet. Der weiße Mittelfleck der Vflgl erreicht hinten nicht die Rippe 1 und vorne kaum die Rippe 6
und ist in der Mitte fast unterbrochen, indem der Querstrich am Ende der Mittelzelle und der schwarze Diskal-
fleck des Feldes 2 sich an der Wurzel der Rippe 3 fast erreichen. Der weiße Submarginalfleck im Felde 5 ist
dagegen stets groß und deutlicli. Die weiße Mittelbinde der Hflgl erreicht nicht den Vrd. Beide Geschlechter
einander ähnlich. Ganz Südafrika bis Angola, Rhodesia und Britisch Ostafrilia.
C. griquus Trim. ist mir nur durch Tbimens Beschreibung bekannt und scheint nm' durch die in der griquus.
Artenübersicht erwähnten Kennzeichen von melas abzuweichen. Nach Stücken aus dem Griqua-Lande in der
Kap-Kolonie beschrieben.
C. gregorii Butl. (74 a) hat einen großen Hrdfleck der Vflgl, welcher den Hrd völlig erreicht, dort greyorü.
etwa 4,5 mm breit ist, vorne die Rippe 6 oder 7 erreicht und auch einen kleinen Fleck in der Mittelzelle bildet;
der weiße Submarginalfleck ist groß und steht in 4 und 5; die weiße Mittelbinde der Hflgl ist breit und ungefleckt
oder fast ungefleckt, erreicht aber nicht den Vrd. Auf der Unterseite der Hflgl fehlen die Diskalflecke 1 c- — 5
völlig oder sind nur durch einen Punkt in 2 dicht vor der Submarginalbinde vertreten; der Diskalfleck 6 ist
groß, gerundet und steht frei etwa in der Mitte des Feldes; der Diskalfleck 7 dagegen steht viel mehr wurzel-
wärts und iiängt mehr oder weniger vollständig mit dem Querstriche am Ende der Mittelzelle zusammen. Die
Saumflecke der Vflgl klein oder fehlend, die der Hflgl etwas größer und in den Feldern 1 c — 3 oder 4 grün be-
schuppt. Kilima-Ndjaro und Britisch Ostafrika.
C. cretosus zeichnet sich, wie die Artenübersicht angibt, dadm-ch aus, daß die Saumbinde der Vflgl-
Oberseite große weiße Flecke hat und die Submarginalbinde der Unterseite zusammenhängend ist. Sie tritt
in mehreren Formen (Lokalrassen?) auf, deren Unterschiede noch nicht genau festgestellt sind. — Die Haupt-
form cretosus -ß«</. stammt aus Abessinien; sie hat oben drei ^^ciße Flecke, von denen der mittlere viel größer cretosus.
ist, in der dunklen Saumbinde der Vflgl und in den Hflgln zwei lineare weiße Querstriche außerhalb der
Mittelbindo und drei submarginale Striche nahe am Anahvinkel; die Diskalbinde der Hflgl bildet drei Abtei-
lungen, welche nahe bei der Submarginalbinde stehen, die vorderste besteht aus zwei vereinigten Flecken. — Bei
lactinatus Butl. sind die schwarzen Zeichnungen kleiner und schmäler und die weiße Farbe ist dementsprechend lacthudus.
mehr ausgebreitet und bildet sogar eine weiße Linie vor dem Saume auf der Oberseite der Vflgl. Somali-Land
und Kordofan. — ■ Von nodieri Oberth. (= anomalogi-amma B. Bak.) liegt mir eine Kotype vom Senegal r.odieri.
vor, auf die Bakers Beschreibung von anomalogramma so gut paßt, daß sie ohne Zweifel zu derselben Form
gehört. Von der Hauptform scheint nodieri dadurch abzuweichen, daß der weiße Submarginalfleck im Felde 2
der Vflgl-Oberseite mit dem großen Hrdfleck vereinigt ist und daß der Diskalfleck 5 der Hflgl völlig fehlt;
dazu kommt, daß der Diskalfleck 2 der Hflgl etwas mehr wurzelwärts als die Diskalflecke 1 b und 1 c steht.
Bei dem einzigen mir vorliegenden Stück von cretosus aus Kordofan sind alle Diskalflecke der Hflgl vorhanden
und bilden drei Querlinien oder Querstriche, einen aus den Flecken 1 b — 2, einen aus den Flecken 3- — 5 und
den dritten am Vrde aus den Flecken 6 und 7; von diesen stehen die Flecke 3 — 5 näher am Saume als die
übrigen. Ob diese Unterschiede zuverlässig sind, kann ich nicht entscheiden. Senegal. • — usemia Neave kann usemia.
ich auch nur als eine Form von cretosus betrachten. Sie weicht von den übrigen Formen dadurch ab, daß die
weißen Submarginalflecke der Vflgl-Oberseite reduziert sind, so daß nur ein Fleck im Feld 4 — 5 übrig bleibt;
durch das Fehlen des Diskalfleckes 5 der Hflgl stimmt sie mit nodieri überein. Britisch Ostafrika: Kavirondo
und am Weißen Nil.
C. carana Hew. (73 c) hat dieselbe Grundzeichnung und Färbung wie die vorige Art, weicht aber außer carana.
durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen dadurch ab, daß die Diskalflecke nicht strichförmig
sondern dick und gerundet sind; sie stoßen zwar gewöhnlich aneinander, bilden aber nicht solche Querstriche
oder Qaerbinden wie bei cretosus. Kamerun bis Angola. — kontu Karsch (73 c) ,,ist stets etwas größer inid der kontu.
breite schwärzliche Saum am Außenrande der Oberseite beider Flügelpaare ist durch eine Doi^pelreilie weißer
Bogenfleckchen unterbrochen". In Drxjces Abbildung des typischem Stückes sind diese Bogenfleckchen auf
den Vflgln nicht zu sehen. Auf den Hflgln kommen sie auch bei der Hauptform vor. Togo-Land.
C. margaritaceus Em. Sharpe (73 c) ist diejenige Art, bei der die weiße Farbe am ausgedehntesten margarita-
ist und die schwarzen Zeichnungen besonders unten am wenigsten ausgebildet sind. Die schwarze Saumbinde '^''^®-
468 CUPIDO. Von Dr. C. AüRIVILlius.
der Vflgl-Oberseite ist breit und ungcfleckt, der Querstrich am Ende der Mittelzelle aber ist ganz kuiz und
erreicht nicht den Hintcrwinkol der Zelle und die Wurzel ist höchstens bis zur Rippe 2 schwarz. Hflgl oben
weiß, an der Wiu-zel schmal schw arz (nur bis zur Rippe 2) und mit schmaler schwarzer Saunibinde, in der zwei
feine weiße Linien die länglichen schwarzen Saumflecke begrenzen. Die Unterseite ist oben in der Uebersicht
beschrieben; hier mag nur noch hervorgehoben werden, daß der schwarze Wurzclstrich der Vflgl viel kürzer
als bei den übrigen Arten ist. Kommt in den höheren Gegenden Ostafrikas von Kiliraa-Ndjaro bis Elgonberg vor.
Sechste Gruppe.
Die einzige hieher gehörige Art schließt sich der vorigen Gruppe eng an und wird von Fruhstorfer
als ein Castalius angesehen. Da aber die Augen haarig und die Hflgl schwanzlos sind imd dazu kommt, daß
die (5*^? Androkonien haben, scheint es mir besser fiü- C. isis eine besondere Griippe beizubehalten. Die Rippe 11
der V'^flgl ist eine lange Strecke ganz mit der Rippe 12 vereinigt.
Auch die Zeichnung der Unterseite weicht recht erheblich von derjenigen der Castalitts-YoTmon ab,
indem der Subbasalfleck 1 b der Vflgl fehlt oder nur als Schatten auftritt und die Hflgl hinter der Mitte eine
breite zusammenhängende Submarginalbinde haben, welche entweder durch Vereinigung der Diskal- und
Submarginalflecke oder durch Erweiterung dieser entstanden sein muß. Im letzteren Falle fehlen die Diskal-
flecke der Hflgl völlig.
C. isis Drurij (73 b, c). <^. Flügel oben lebhaft hellblau; Vflgl in der Mitte mit einem weißen Fleck,
welcher die Wurzel der Felder 2 — 4 bedeckt; Hflgl oben mit einer weißen, etwa 4 mm breiten Mittelbincle,
welche sowohl den Xid wie den Ird erreicht und nahe dem Vrde durch einen dunklen Fleck im Wurzelteil des
Feldes 6 verschmälert wird. Beim $ sind die Flügel oben schwarz und weiß an der Wurzel schwach bläulich
schillernd; die weiße Mittclbinde der Hflgl wie beim ,^; der weiße Fleck der Vflgl aber stark erweitert und den
Hrd erreichend; dazu kommt ein weißer Subapilvalfleck in 4 und 5, welcher beim q fehlt. Sierra-Lcone bis
Angola, Uganda und Aequatoria.
Siebente Gruppe.
Eine leicht kenntliche Gruppe. Augen dicht haarig. Hflgl ohne Schwänzchen und oben ohne weiße
Mittclbinde. Rippe 11 der Vflgl eine Strecke mit der Rippe 12 vereinigt. Der Wurzelstrich der Vflgl-Unterseite
ist lang und breit, gewöhnlich die Spitze der Mittelzelle erreichend, aber nur an der Wurzel rein schwarz dann
heller oder dunkler braun; ein Querstrich am Ende der Mittelzelle; die Diskalflecke 3—6 (und 9) bilden eine
fast gerade Querbinde; wogegen der Diskalfleck 2 mehr wurzelwärts steht. Die Submarginalflecke sind schmal,
strichförmig und bilden gewöhnlich eine zusammenhängende Submarginallinie. Die Saumflecke gerundet,
getrennt und bisweilen zum Teil undeutlich. Auf der Unterseite der Hflgl bilden die Wurzelpunkte gewöhnlich
einen kurzen Strich, welcher der Hinterseite der Rippe 8 folgt; ein Querstrich am Ende der Mittelzelle; die
Diskalflecke bald gerundet und schwarz, bald teilweise strichförmig und heller oder ganz fehlend. Submarginal-
und Saumflecke wie auf den A'flgln.
Wie völlig unsicher die Begrenzung der modernen sogenannten Gattungen, in denen man die Cujndo-
Artcn verteilt hat, ist, geht unter anderem daraus hervor, daß viele Verfasser C. eleusis Dem. in dieselbe
Gattinig wie jesous gestellt haben und die Gattung bald Lmnpides bald Azanns nennen. Durch welche Kenn-
zeichen aber diese ,, Gattung" sich von der übrigen unterscheidet, unterläßt man zu erwähnen. C. eleusis hat
die Augen nackt, die Rippe 11 der Vflgl ganz frei und die Hflgl geschwänzt und weicht auch in der Zeichnung
ganz erheblich von den Arten der vorliegenden Gruppe ab.
Uebersicht d e r A r t c n.
A. Die X'flgl unten mit cuiem dunklen Punkte in der Mittelzelle der Wurzel des Feldes 2 gegenüber. Der Diskal-
fleck ft der Vflgl-Unterseite steht, wenn vorhanden, gerade vor dem Diskalfleck 6. Die Saumflecke 1 c und 2
der Hflgl-Unterseite mit blauen Schuppen bestreut. Flügelfransen weißgrau oder grau, oft deutlich ge-
fleckt.
a. Der Diskalfleck 3 der Hflgl ist größer als die Diskalflecke 4 und 5, welche bisweilen ganz fehlen, und
steht chcht an der Submarginallinie. Der Diskalfleck 4 der Vflgl an der Rippe 4 nach außen mehr oder
weniger ausgezogen . Der Saumfleck 2 der Hflgl-Unterseite nie nach innen gelb oder rot begrenzt.
C. natalensis.
ß. Der Diskalfleck 3 der Hflgl bildet mit den Diskalflecken 4 und 5 eine gerade Querlinie und ist stets kleiner
als der Diskalfleck 4. Der Diskalfleck 4 der Vflgl nach außen gerade abgeschnitten oder abgerundet.
*. Der Saumfleck 2 der Hflgl-Unterseite nicht nach innen gelb oder rot begrenzt. — J. Flügel oben
mit einer etwa 1 min breiten, dunklen Saumbinde. — $. Flügel oben braun, in der Mitte nicht oder
undeutlich aufgehellt. C moriqua.
CUPIDO. Von Dr. C. Aurivillius. 469
**. Der Saumfleck 2 der Hflgl-Unterseite wurzelwärts mit gelblicher oder roter Begrenzung. — (J. Flügel
oben nur mit feiner schwarzer Saumlinie.
§. Der Saumfleck 2 der Hflgl-Unterseite nach innen schmal gelblich oder orangegelb begrenzt. —
$. Vflgl oben in der Mitte weißlich aufgehellt.
1. Unterseite weiß oder gelblichweiß mit scharf hervortretenden schwarzen Zeichninigen.
C. mirza.
2. Unterseite mehr grauweiß oder bräunlichgi-au. Di.skalflecke 2- — 6 der Vflgl xmd 1 c — 6 der
Hflgl braun. C. jesous.
§§. Saumfleck 2 der Hflgl-Unterseite nach innen mit blutroter Begrenzung. C. rubrojmncta.
B. Die Vflgl unten ohne dunklen Punkt in der Mittelzelle. Der Diskalpimkt 9 der Vflgl ist schwarz und steht
viel näher an der Wurzel als der Diskalfleck 6; auch im Felde 10 ist ein Diskalpunkt vorhanden. Die
Saumflecke 1 c und 2 der Hflgl-Unterseite tief schwarz ohne blaue Schuppen. Fransen beider Flügel lang,
einfarbig weiß. C. ubaldus.
C. natalensis Trim. (73 c). ^. Flügel oben violettblau mit feiner schwarzer Saumlinie und schwach nataJcnsis.
dirrchscheiuendcn Zeichnungen der Unterseite; ein schwarzer Punkt am Analwinkel der Hflgl. Flügel unten
weiß mit schwarzen oder schwarzbraunen Zeichnungen; Vflgl am Vrde bis über die Mitte hinaus mit breiten
Längsstreifen, mit einem Punkt in der Mittelzelle, einem Querstrich am Zellende und sieben eckigen Diskal-
flecken, von denen der in 1 b schmal und strichförmig, der in 2 mehr wurzelwärts steht und die der Felder 3 — 6
und 9 zu einer fast geraden, gegen den Vrd fast senkrechten Querbinde vereinigt sind; die Submarginallinie
ist schmal und zusammenhängend und die Saumflecke sind frei und getrennt. Hflgl mit schwarzem Querstrich
an der Wurzel, schwarzen Subbasalfleckcn in 1 a, 1 b, 1 c, 7 und in der Mittelzelle, feinem Querstrich am Zellende
und freien gerundeten Diskalf lecken, von denen der im Felde 3 groß ist und gewöhnlich nahe an der Siibmarginal-
linie steht (die Diskalflecke 4 und 5 fehlen bisweilen völlig); Submarginallinie wie in den Vflgln, Saumflecke
größer und in den Feldern 1 c und 2 blau beschuppt. Stirn mit zwei schwarzen Borstenreihen oder fast ganz
schwarz mit feinen weißen Seitenrändern. — • Beim $ sind die Flügel oben in der Mitte weiß oder weißlich mit
breiten dunklen Rändern inid scharf hervortretenden schwarzen Diskalflecken; nur an der Wurzel schwach
bläulich angeflogen; Unterseite wie beim ^. Kommt von Natal bis Abessinien, Ruanda und Französisch
Kongo vor.
C. nioriqua Wallengr. (73 d) ist etwas kleiner als natalensis und weicht übrigens hauptsächlich nur „loriqua.
dadurch ab, daß die Diskalflecke 3 — -5 der Hflgl einander berühren und in einer Qucilinie etwa in der Mitte
zwischen der Mittelzelle und dem Saume stehen und daß der Diskalfleck 2 kleiner als 3 ist. Beim ^J ist der
dunkle Saum der Oberseite breiter und beim $ sind die Flügel oben in der Mitte aufgehellt aber ohne andere
schwarze Fleske als der Qiierfleck am Zellende. Angola bis Natal und Delagoa-Bay, auch am Tschad-See.
C. jesous Guer. (73 d, als ubaldus U.) ist schon im Band 1 (S. 294, Taf. 77 k) beschrieben und abgebildet jesous.
worden. Er kommt in ganz Ostafrika und Südafrika bis ziir Mündung des Kongoflusses sowie auch in Südarabien
nicht selten vor. — soalalicus Karsch weicht nur dadurch ab, daß die Wurzelpunkte der Mittelzelle und des soalalicus.
Feldes 7 auf der Unterseite der Hflgl ganz getrennt und nicht zu einer Querlinie vereinigt sind. Madagaskar.
C. mirza Plötz (73 d) kommt der vorigen Art sehr nahe, hat aber oben beim ^ eine mehr rein blaue nür~a.
Grundfarbe und unten schwarze Zeichnungen auf weißem oder gelblichem Grunde. Sierra-Leone bis Nyassa-
Land, Deutsch- und Britisch Ostafrilia; soll auch in Natal und bei Delagoa gefunden sein.
C. rubropuncta Lathy. ^. Beide Flügel oben einfarbig matt violettblau mit feiner, an der Spitze der ruhropunc-
Vflgl etwas erweiterter, schwarzer Saumlinie und schwarzen Fransen. Die Unterseite hat eine weißgraue Grund- '"•
färbe und ist besonders dadurch ausgezeichnet, daß der Wurzelfleck im Felde 7 der Hflgl frei und gerundet
ist und ihr Saumfleck im Felde 2 nach innen von einem blutroten Fleck begrenzt; der Längsstrich am Vrde
der Vflgl ist wenig deutlich. Beim $ sind die Flügel oben braungrau, nur an der Wmzel und in der Mitte hell
bläulich überzogen, Unterseite wie beim ^. Madagaskar.
C. ubaldus Cr. (= zena Moore; ethpda Walk.; itea Walh.; thebana Stand.) (73 d) liebt trockene mit ubaldus.
Akaziengebüsch bewachsene Gegenden und kommt auch in Südasien und an der Grenze der paläarktischen
Region vor. Er ist darum im Band 1 (S. 2i)4) und Band IX (S. 294, Taf. 153 e) beschrieben und abgebildet
worden. Das ^J, dessen Flügel oben hell blauviolett sind, ist durch eine auf den Vflgln breite, auf denHflgln
dreieckige, sauitartige, dunklere Querbinde, welche aus cS'-Schuppen gebildet ist, ausgezeichnet. Beim $ (73 d)
sind die Flügel oben hell gelblichbraun mit schwachem violettem Schiller. Hflgl bei beiden Geschlechtern
oben mit deutlichen schwarzen Saumpunkten in 1 c und 2. Die Raupe lebt an Akazienarten. Kapland bis
Somaliland und Nubien, Arabien.
470 CUPIDO. Von Dr. C. ArRivn.Tjrs.
Achte Gruppe.
Augen dicht haarig. Rippe 11 der Vflgl frei verlaufend, fast gerade oder gegen die Rippe 12 mehr oder
wenio'er gebogen. Hflgl am Ende der Rippe 2 geschwänzt. Wie bei vielen Lycaene-sthes- Arten scheint die Zeich-
nung der Unterseite beider Flügel sehr verwickelt und von der normalen CH;)irfo-Zeicbnung abweichend zu
sein. Wie bei LycaenerSthe-s hängt dieselbe davon ab, daß die hellen Grenzlinien aller Flecke stark erweitert
sind und davon daß die Flecke und die Grundfarbe ganz denselben dunkelbraimen Ton besitzen. Es entsteht
dadurch eine Mehrzahl von dunklen Flecken imd Querbinden auf weißem oder hellerem Grunde. Diese dunklen
Zeichnungen sind recht veränderlich und braiichen hier nicht näher beschrieben zu werden. Die Vflgl haben
stets unten einen dunklen Längsstrahl von der Wurzel längs der Hinterseite der Rippe 12, wenigstens bis zur
Rippe 11. Die Hflgl haben unten gerundete, tief schwarze, blau beschuppte und von emem (orange )gelben
Ring umgebene Saumflecke in 1 c und 2 imd gerundete oder strichförniige Saumflecke in 3 — 6; die Submarginal-
linie ist zusammenhängend und aus Bogen oder Querstrichen gebildet ; keine genmdete, tiefschwarze Wurzel-
punkte. Die Anordnimg der Diskalflecke der Vflgl ist am besten auf der Oberseite des $ zu sehen.
Uebersicht der Arten (oder Formen).
A. Der Saumfleck 1 c der Hflgl-Unterseite durch einen weißen oder weißüchen Strich längs der Hinterseite
der Rippe 2 vom Saumfleck 2 getrennt. Die innere weiße Begrenzung der Submarginallinie in beiden Flügeln
unregelmäßig und mehr oder weniger unterbrochen. Diskalflecke 4 und 5 nicht strichförmig, mehr oder
weniger verdickt imd unregelmäßig.
a. o- Flügel oben hell blauviolett; die dunklen Zeichnungen der Unterseite deutlich diu-chscheinend. —
2. Bside Flügel oben mehr oder weniger weiß gefleckt oder wenigstens mit weiß umrandeten Diskal-
fiecken. f- telicanus.
ß. cj. Flügel oben dunkel blauviolett, nicht durchsichtig. — ?. Flügel oben ohne weiße Zeichnungen.
Vflgl oben wenigstens bis zu den Diskalflecken 4 und 5 blau. C. rabefaner.
B. Die dicken gelben Ringe der Saumflecke 1 c und 2 auf der Unterseite der Hflgl aneinander stoßend. Die
innere weiße Begrenzung der Submarginallinie auf der Unterseite beider Flügel zusammenhängend und
fast gleichbreit, wiu"ze!wärts von einer gleichfalls zusammenhängenden dunklen Querlinie der Grimdfarbe
begrenzt. Die Diskalflecke 4 und 5 bilden zusammen einen schmalen, geraden, gegen die Rippen senki-echt
stehenden Querstrich. C. socotranus.
UUcnnui. C. telicanus Ling ist schon im Band 1 (S. 293, Taf. 77 h) beschrieben und abgebildet. Die Haupt-
form kenne ich nicht aus der äthiopischen Region, wenn auch einige Stücte besonders aus den Gebirgsgegenden
pfiniijs. derselben nahekommen. — plinius F. (Bd. IX, Taf. 153 b) zeichnet sich durch die hellere, fast weiße Farbe der
Unterseite und die kleiiierea dunklen Zeichnungen derselben aus. Beim $ sind beide Flügel oben weißgefleckt
insuJanw--. und besonders die dimklen Diskalflecke der \'flgl weiß umzogen. Ganz Afrika nebst allen Inseln. — var. insu-
lanus Auriv. Die Unterseite ist so abweichend, daß sie einen ganz fremdartigen Eindruck macht; die diuiklen
(grauen) Zeichnungen sind nämlich so ausgedehnt, daß die weiße Farbe nur als feine Grenzlinien derselben
hervortritt. 2 oben ganz einfarbig grau ohne helle Zeichmmgen. Insel Em-opa (im Kanal von Mozambik). —
nnrgituins. ab, <J, marginalis ab. tiov. Beide Flügel oben mit einer 2 mm breiten, schwärzlichen Saumbinde. Ruwenzori.
rabefaner. C. rabefaner Mab. kommt dem typischen, europäischen C. telicanus (Bd. 1, Taf. 77 li) nahe und weicht
nur diu-ch die in der Uebersicht erwähnten Kennzeichen ab. Das q wiu-de auch tatsächlich \on Mabille (in
Gr^vxdidiers Arbeit) als telicanus abgebildet. Diu-chsclinittlich kleiner als C. plinius und unten viel dunkler. —
O. Vflgl oben blau am Vrde bis ziu- Mittelzelle und am Saume breit schwärzlich; der schwarze Mittelfleck und
die Diskalflecke 2 — 5 treten auf dem blauen Grunde scharf hervor, Hflgl oben in der ;Mittelzelle imd den Fel-
dern 1 c — 4 bis zur Submarginallinie hell graublau ; Saumflecke recht deutlich, in 1 c — 4 wurzelwärts blau be-
grenzt. Ob diese Form eine besondere Art oder eine Rasse von C. telicanus ist, kann nur durch Zucht und durch
Untersuchimg der Genitalapparate des o entschieden werden,
socotranus. C. socotranus Grant ist oben dem C. telicanus v, plinius sehr ähnlich, unten aber durch die in
der Artenübersicht angegebenen Kemizeichen leicht kenntlich. Das 2 ist oben schwarzbraun ohne Diskalflecke
und ohne weiße Flecke der Vflgl: die.se niu- an der Wiu^el bis ziu- Rippe S blauviolett, Hflgl über die Mitte
hinaus violett angeflogen mit deutlichen schwarzen, weiß begrenzten Saumflecken, Insel Sokotra.
Neunte Gruppe.
(A"aca</Mia-Gruppe.)
Diese Gruppe bildet in der Zeichnung der Unterseite einen offenbaren Uebergang z\\ischen den vorher-
gehenden und den folgenden Gruppen dadurch, daß die Vflgl bisweilen unten weißliche Querstriche im Felde 12
haben.
CüPIDO. Von Dr. C. Aurivillius. 471
Die Flecke der Unterseite sind nicht oder kaum dunkler als die Grundfarbe inid darum nur durch die
feinen, weißlichen Striche, von denen sie beiderseits begrenzt sind, bemerkbar. Sehr charakteristisch ist es
auch, daß jeder Fleck diu-ch eine feine (oft undeutliche) helle Mittellinie in zwei Hälften geteilt ist. Die Wurzel-
flecke der Hflgl sind gewöhnlich nur durch einen kurzen Strich an der Wurzel der Rippe 8 vertreten, die Sub-
basalflecke bilden dagegen eine zusammenhängende Querbinde. Die Diskalflecke sind groß inid breit aneinander
stoßend; die Flecke 4 und 5 stehen in beiden Flügeln etwas näher am Saume als die anderen und die Flecke 6
und 7 der Hflgl senki-echt gegen den Vrd. Die Unterseite hat nur zwei (bis drei) schwarze Punkte, die Saum-
flecke in den Feldern 1 c mid 2( — -3) der Hflgl, welche weißlich, bisweilen metallisch umzogen sind. Oben fehlen
diese Punkte gewöhnlich völlig. Zart gebaute, dünnflügelige Arten.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Die Flecke der Unterseite nicht dunkler als die Grundfarbe. Die Saumflecke 1 c und 2 der Hflgl-Unterseite
nicht wurzelwärts gelb begrenzt.
a. Flügel oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen und ohne blauen Schiller. C. aethiops.
ß. Flügel beim c? oben einfarbig dunkel violettblau, beim $ graubraun mit blauem Wurzelfelde der Vflgl.
C. sichela.
B. Die Flecke der Unterseite deutlich dunkler als die Grundfarbe. Die schwarzen Saumflecke der Felder 1 c — 3
der Hflgl-Unterseite nach innen gelb begrenzt. 0. mandersi.
C. aethiops Mab. (73 d) weicht von allen anderen äthiopischen Cupido- Arten diu-ch die einfarbig («//nops.
schwarze Oberseite und die weiß gestrichelte Unterseite ab. Das $, welches mir nicht vorliegt, weicht nach
Holland nicht vom ^ ab. Gabun bis Kongo (imd Abessinien?).
C. sichela Wallengr. (73 d) ist durch die oben erwähnten Merkmale leicht kenntlich. Von Sierra- sidiela.
Leone bis zum Kaplande und Ostafrika verbreitet; auch auf Madagaskar.
C. mandersi Harn. Bruce ist mir nur durch die Beschreibung und die von Manders gelieferte Abbildung mandersi.
bekannt. Da Druce nicht sagt, ob die Rippe 11 der Vflgl frei verläuft oder nicht, ist die Stellung dieser Art
nicht ganz sicher. Die Flecke der Unterseite sind offenbar diuikler und deutlicher als bei den vorhergehenden
Arten, scheinen aber in derselben Weise angeordnet zu sein. Ueber die Lebensweise und die Entwicklungs-
stadien teilt Manders folgendes mit : Die Fhigweise ist ganz verschieden von derjenigen der übrigen in Mauri-
tius vorkommenden Lycaeniden; er fliegt hoch über dem Erdboden und läßt sich oft mit anderen Individuen
seiner Art in heftige Kämpfe ein. — Die Eier sind flach, hellgrün und werden auf die Unterseite von jungen
Blättern der Caesalpinia bonduceUa abgelegt. Die Raupe ist zuerst grünlichweiß luit weißer Behaarung, wird
wenn halberwachsen hell apfelgrün mit einer gelben Linie jederseits des Rückens und einer ähnlichen an den
Atemlöchern. Voll ausgewachsen erreicht sie eine Länge von 10 mm und wechselt in der Farbe von hellgrün
bis braungrün mit rötlichem Anflug und hat auch rötliche Längslinien. Kopf schwarz. Puppe hell rötlichgrau
mit purpurroten Zeichnungen. Mauritius.
Zehnte Gruppe.
(Lat7ipides-GruY>Y>e.)
Früher wurde diese Gruppe von Scudder (1878) und Moore (1881) als Polyommatus bezeichnet.
Nunmehr wird dieser Name wohl mit bes.serem Recht (vgl. die Bedeutung von Polyommatus, vieläugig) fik
C. iciirus und verwandte gebraucht. Hübners Name Lampides wird jetzt für diese Gruppe angewendet.
Die Zeichnung der Unterseite wirkt beim ersten Anblick etwas befremdend und abweichend, ist aber
tatsächlich recht normal, wenn man nm' bemerkt, daß alle Diskalflecke und auch die meisten Wurzelflecke
durch einen dicken weißen Querstrich in zwei Hälften geteilt sind. Ein Diskalfleck besteht demnach aus vier
Querstrichen, einem weißen in der Mitte und jederseits einem braunen Strich luid einer dicken weißen Grenzlinie.
Die äußeren Gi'enzlinien der Diskalflecke bilden in den Hflgln eine scharf hervortretende, fast gerade weiße
Querbinde vom Ird bis zum Vrd. Ein Fleck in der Mittelzelle der Vflgl. Nur eine afrikanische Ai-t.
C. boeticus L. (Band 1, S. 290, Taf. 77 h). Hflgl oben mit schwarzen Saumpunkten in 1 c und 2. hoeücus.
cj. Flügel oben hell violettblau mit feiner schwarzer Saumlinie. ?. Flügel oben grau mit blauem Schiller in der
Mitte. Hflgl hinter der Mitte mit weißer Binde (entspricht der Binde der Unterseite) und weißen Submarginal-
bogen. Gaiiz Afrika und Arabien, sowie auf allen Inseln. — Raupe in den Früchten von Legaminosen (siehe
Bd. 1, S. 291 und Band IX, S. 895).
Elfte Gruppe.
( Cyclyri us- Gruppe . )
Augen haarig. Rippe 11 der Vflgl frei verlaufend. Hflgl ohne Schwänzchen. Die Flecke der Unterseite
treten gewöhnlich niu: dm-ch ihre helle Begrenzung hervor und sind in den Vflgl bisweilen fast ganz verwischt.
472 CUPIDO. Von Dr. C. Aurivillius.
Vflgl normal mit großem Fleck in der Mittelzelle. Die VVurzelf lecke der Hflgl sind undeutlich, die Subbasal-
flecke aber zahlreich (5 — G) und fast zu einer Querbinde verbunden. Die Diskalflecke sind groß und zu einer
Querbinde, welche gewöhnlich fast gerade ist, vereinigt; damit hängt zusammen, daß der Diskalfleck 7 bei
solchen Arten ebenso nahe am Saume wie der Diskalfleck G steht. Eigentümlich für die Gruppe ist auch, daß
der schwarze Saumfleck im Felde 1 c der Hflgl fast immer fehlt. Die Arten scheinen höher gelegene Gegenden
vorzuziehen und einige sind offenbar Gebirgsbewohner.
U e b e r s i c h t d e r A r t e n.
A. Der Diskalfleck 7 der Hflgl liegt nicht näher an der Wurzel als der Diskalfleck G. Die Diskalbinde daher
fast gerade.
a. Flügclfransen nicht gescheckt.
*. Hflgl luiten mit graubrauner Grundfarbe, ^'flgl unten mit deutlichen, wenn auch nicht scharf her-
vortret enden Zeichnungen.
1. Der Saumfleck im Felde 2 der Hflgl klein, punktförmig oder ganz fehlend. • — q. Flügel oben
braun, nur an der Wurzel bis zur Spitze der Zelle violettblau überzogen. C. tsomo.
2. Der Saumfleck im Felde 2 der Hflgl groß und tiefschwarz. — q. Flügel oben hell violettblau;
Vflgl mit breiter, Hflgl mit schmaler dunkler Saumbinde. C. noquasa.
**. Hflgl unten mit weißlicher Grundfarbe und scharf hervortretenden Zeichnungen. Vflgl unten mit
ganz verwischter Zeichnimg. C. kisaba.
ß. Flügelfransen weiß und schwarz gefleckt.
*. Hflgl unten ohne weiße Querbinde. — ^. Flügel oben hellblau mit dunkler Saumbinde.
C. notoha.
**. Hflgl unten hinter der Mitte mit weißer, zusammenhängender oder in der Mitte unterbrochener
Querbinde, am Vrde zwischen der Diskalbinde und dem Subbasalfleck im Felde 7 sowie in der vorderen
Längshälftc der Mittelzelle weißlich aufgehellt. Saumfleck der Hflgl gelblich umzogen.
1. Kleiner, IS — -20 mm. — ^. Flügel oben blau mit schmaler schwarzer Saumbinde.
C. aequatorialis.
2. Größer, etwa 25 mm. Flügel oben von der Wurzel bis über die Mitte hinaus violett oder blau
schillernd, am Saume sehr breit braun. C. juno.
B. Der Diskalfleck 7 der Hflgl liegt viel weiter vom Saume entfernt als der Diskalfleck 6. Flügelfransen weiß
gefleckt. G. crawshayinus.
C. subdüus.
Uomo. C. tsomo Trim. Flügel bei beiden Geschlechtern oben dunkelbraun, beim ^ im Wurzelteil bläu-
lich- schillernd, beim $ fast einfarbig braun. Flügel unten mit grauer Grundfarbe und weißlich begrenzten
Flecken. Zeichnungen der Vflgl matt, aber nicht verwischt; die Diskalbinde der Hflgl saumwärts durch eine
matte weißgraue Querbinde begrenzt. Kapland und Kaffernland.
noquasa. C. noquasa Trim. (74 g) steht der vorhergehenden Art sehr nahe und weicht, außer durch die in der
Uebersicht angeführten Kennzeichen, auch dadurch ab, daß die hellen Grenzlinien der Diskalflecken der Unter-
seite und die helle Querbinde der Hflgl weißer sind und dadurch mehr hervortreten. Kapland, Natal und
Deutsch Ostafrika.
kisaba. C. kisaba Joic. u. Talb. ist neuerdings (1021) als Catochrysops beschrieben und mir nur durch die Be-
schreibung lind Abbildung bekannt. Die Beschreibung lautet etwas verkürzt wie folgt: Oben dunkel schwarz-
braun ohne andere Zeichnungen als ein kleiner, gerundeter, schwarzer Saumfleck im Felde 2. Vflgl unten hell
ockerbraun mit einem undeutlichen Fleck in der Mitte und am Ende der Zelle imd einer solchen Saumlinie.
Hflgl unten mit weißer Grundfarbe und scharf begrenzten dunkelbraunen Zeichnungen. Das Wurzelfeld mit
weißen Haaren bekleidet ; ein Wurzelfleck in 7, ein solcher in der Zelle und in 1 b ; ein Subbasalfleck in 7, ein
solcher im hinteren Teil der Mittelzelle und ein dritter zwischen der Rippe 2 und dem Ird; die Diskalbinde ist
zusammenhängend und besteht aus 9 Flecken, von denen der in 4 saumwärts länger ausgezogen ist und der
in 2 etwas näher an der Wurzel als die übrigen steht; ein runder, schwarzer, orange und braun geringelter Saum-
fleck in 2; ein brauner Saunifleck in 3. Wurde im Kisabawalde, östlich vom Kivu-See, in einer Höhe von 2200 m
von F. A. Barns erbeutet.
notoha. C. nofoba Trim. hat eine braungraue, etwas gelbliche Unterseite mit ein wenig dunkleren, durch die
weißen Grenzlinien hervortretenden und in normaler Anzahl vorhandenen Flecken. Beim o «i'^d beide Flügel
oben bis zur schmalen Saumbinde hellblau, beim $ nur im Wurzelteil blau schillernd. Kapland bis Transvaal.
Auggegeben 20. IV. 1925. CUPIDO. Von Dr. C. AtJRlVlLLnjS. 473
C. aequatorialis E. Sharpe (73 d). Die dunkle Saumbinde der Vflgl-Oberseite ist beim ^ scharf be- aequatoria-
grenzt und an der Flügelspitze etwa 2 mm breit, nach hinten allmählich verjüngt. Beim 9 S'ind die Flügel ''*•
oben dunkelbraun mit einem blauen Längsstrahl im Felde 1 b der Vflgl iind ein wenig Blau an der Wurzel der
Hflgl. Die weiße Querbinde auf der Unterseite der Hflgl nicht unterbrochen. Auf den ostafrikanischen Hoch-
gebirgen wie Elgon (8500 engl. Fuß), Ruwenzori, Kenia, Kilimandjaro (3000 — -4000 m) und Birunga (2900 m).
— ab. sharpiae Butl. weicht nur dadurch ab, daß die weiße Querbinde der Hflgl-Unterseite in der Mitte durch sharpiae.
die Verlängerung des Diskalfleckes 4 nach außen unterbrochen ist.
C. juno Butl. (73 e) steht der vorhergehenden Art sehr nahe und weicht nur durch die in der Ueber- jimo.
sieht angeführten Kennzeichen ab. Beim $ sind die Flügel oben dunkelbraun mit einem blauen Längsstrahl
im Felde 1 b der Vflgl und etwas blau an der Wurzel der Hflgl. Bei der Hauptform sind die Zeichnungen der
Vflgl-Unterseite deutlich. Nyassa-Land. — meruanus Auriv. Vflgl unten eintönig kupferbraun ohne deutliche meruanus.
Zeichnungen mit der Spitze und einer feinen SauniUnie weißlich; von den Querzeichnungen der Mittelzelle
und den Diskalflecken der Hauptform ist nur bei gewisser Beleuchtung eine Andeutung zu sehen. Die weiße
Postdiskaibinde der Hflgl-Unterseite bald zusammenhängend, bald in der Mitte vmterbrochen. Meru-Berg.
Die beiden folgenden Arten habe ich nicht untei suchen können. Obgleich der Diskalfleck 7 der Hflgl
eine ganz verschiedene Stellung hat, glaube ich doch, daß dieselben zu der Cyciyrms- Gruppe gehören. Unter
sich sind die beiden Formen offenbar nahe verwandt und vielleicht nur Rassen einer Art. Sie zeichnen sich
auch dadurch aus, daß die Subbasalf lecke der Hflgl dunkler, hell geringelt sind und dadurch viel schärfer hervor-
treten als bei den übrigen Arten dieser Gruppe. Die Diskalbinde der Vflgl, welche sonst ziemlich parallel mit
dem Saume verläuft, ist hier schief gestellt und schmäler. Flügel oben fast einfarbig dunkelbraun, am Saume
dunkler, an der Wurzel mit oder ohne blaue Schuppen (angeblich ^). Hflgl wenigstens unten mit rundem,
schwarzem Saumfleck im Feld 2. Beide Arten wurden von ihren Autoren in die ,, Gattung Scolitantides'''' ge-
stellt.
C. crawshayinus nom. nov. (= crawshayi Butl.). Flügel unten mit brauner Grundfarbe und weiß- crawshayi-
geringten Flecken. Vflgl mit Fleck in der Mittelzelle und an der Spitze derselben; die Diskalf lecke Ib — 6 ""*•
bUden eine gerade Diskalbinde, welche die Hinterecke der Mittelzelle berührt, ein Diskalfleck in 9 steht mehr
wurzelwärts; vor dem Samne zwei weißliche Bogenlinien. Hflgl mit Subbasalf lecken in 1 c imd 7, Querfleck
am Ende der Zelle und große schwärzliche Diskalflecken in 4 — 6 und 7; die Diskalflecke 2 xmd 3 scheinen von
einer breiten, an der Rippe 2 scharf winkelig gebrochenen weißen Linie verdrängt zu sein. (Nach Butlers
Abbildung beschrieben.) Britisch Ost-Afrika: Machakos.
C. subditus Gr. Smith. ,,^. Oberseite: dem S . crawshayi Butl. ähnlich, aber etwas größer; die Fransen .mhditus.
der Vflgl sind weniger deutlich weißgefleckt und die Hflgl haben im Felde 2 einen schwarzen Saumfleck, welcher
von einem imdeutlichen hellen Ring umgeben ist. Unterseite : Die Vflgl weichen von denjenigen des >S'. crmvshayi
dadurch ab, daß der erste Diskalfleck (in 1 b) doppelt und nach außen gebogen ist und daß der Diskalfleck in 9
und der Fleck in der Mittelzelie fehlen. Die Hflgl haben eine unregelmäßige Querbinde (Diskalbinde) von
braunen Flecken, welche in verschiedener Weise als bei S. crawshayi angeordnet sind; der V-förmige weiße
Strich ist durch eine mattgraue Binde vertreten und die Fransen sind grau mit undeutlichen braunen Flecken."
Britisch Ost- Afrika: Nandi.
Zwölfte Gruppe.
Brephidiurn- Gruppe.
Augen nackt, ffilgl abgerundet ohne Schwänzchen. Vflgl mit 11 Rippen; die Rippe 8 fehlt und die
Rippe 11 vereinigt sich bald vollständig mit der Rippe 12. Stirn weiß mit zwei Reihen schwarzer Borsten.
Palpen unten struppig behaart.
Die ,, Gattimg" Brephidium wurde für zwei nordamerkanische tatsächlich sehr ähnliche Arten aufge-
stellt (Bd. 5, S. 820, Taf. 144 k). Wie diese kleinen Bläulinge sowohl in Nordamerika wie in Südafrika vor-
kommen können, ist ein geographisches Problem von größtem Interesse.
C. metophis Wallengr. (73 e) ist oben einfarbig dunkelbraun mit weißen, wenigstens in den Vflgln metophl'!.
braun gefleckten Fransen; Hflgl mit 5 schwarzen Saumpunkten, von denen die in 1 c und 2 oft noch innen
von einem weißen Fleck begrenzt sind. Flügel unten mit graubrauner Grundfarbe und ähnlich gefärbten, nm-
durch üire dicken weißen Grenzlinien hervortretenden Flecken. Vflgl unten bis zur Spitze der Zelle unbezeichnet,
dann mit 14 weißen Querstrichen und zwei Reihen solcher Striche vor dem Saume. Hflgl unten ähnlich, aber
auch im Wurzelteil mit weißen Querstrichen und am Saume mit 4 — 6 tief schwarzen, metallisch beschuppten
runden Flecken. Süd-Afrika von Damara-Land bis Delagoa-Bai.
XIII 60
474 CUPIDO. Von Dr. C. ArEiviLLirs.
Dreizehnte Gruppe.
Ora idium- Gruppe .
Augen nackt ? Hflgl abgerundet ohne Schwänzchen. Vflgl nur mit 10 Rippen, indem Rippe 8 und 9
fehlen; Rippe 11 frei verlaufend.
Die einzige liieher gehörige Art ist dem C. metophis so ähnlich, daß sie sogar von Butler nm: als Form
demselben erklärt wiu-de. Da aber die Vflgl einen verschiedenen Rippenbau. haben und der männliche Genital-
apparat nach Eethcxe-Bakers Untersuchung (1914) auch abweichend ist, habe ich mich entschlossen, diese
Gruppe beizubehalten. Da mir die Art nicht vorliegt, habe ich die Augen nicht untersuchen können.
harheToe. C. barberae Trim. ist die kleinste aller Cupido-Aiien Afrikas. Flügel oben dmikelbraun mit langen
weißen, an den Kippenenden braun gefleckten Fransen. Flügel unten fast wie bei C. metophis gezeichnet,
die Flecke aber etwas dunkler als die Grundfarbe. Vflgl mit einem bei metophis fehlenden Diskalfleck im Felde 9
(zwischen den Rippen 7 und 10). Hflgl fast wie bei metophis und mit denselben großen, schwarzen Saumpunkten
in 2 — -5; die Subbasalpunkte sind dunkler imd deutlicher als bei metophis. Kapland bis Natal.
Vierzehnte Gruppe.
Seochrysops- Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind zwar, wie Bethuxe-Baker gezeigt hat, sehr nalie mit denen der folgenden
Gruppe verwandt, durch die Zeichnung der Unterseite aber so verschieden, daß ich sie als eme besondere Gruppe
betrachte.
Augen (fein) haarig. Palpen anliegend beschuppt ; zweites Glied luiten ohne oder niu" mit wenigen
Borstenhaaren. Stirn weiß oder in der Mitte gelblich; die Borstenreihen schwach entwickelt. Rippe 11 der
Vflgl frei und fast gerade; Rippe 7 mündet in die Flügelspitze. Die Unterseite hat wenigstens zum TeU eine
gelbliche Grundfarbe und bei allen Arten eine ähnliche Zeichnung. Vflgl luiten bis zur Spitze der Mittelzelle
ohne Flecke; Mittelfleck schwarz mid mäßig oder sehr (^) groß; die Diskalflecke sind 5 — 7 (in[l b]. 2^6 [9])
xmd so angeordnet, daß die Flecke 1 b und 4 näher am Saume stehen als die übrigen; sie sind alle getrennt und
mit oder ohne weißen Ring; Saumfeld unbezeichnet oder mit schwarzer Siibmargmallinie (resp. -Strichen)
und undeutlichen Saumflecken. Hflgl unten mit 4 gerimdeten schwarzen Sxibbasalpunkten in 1 a, 1 b, 7 imd
der Mittelzelle (der Punkt in 1 c scheint stets zu fehlen), einem großen Mittelfleck und sieben getrennten, fast
gerundeten, .schwarzen, oft weiß geringelten Diskalflecken, von denen diejenigen der Felder 1 c und 4 näher
am Saume als die übrigen und der in 7 melir wiu-zehvärts an der Mitte des Vrdes stehen. Die Submarginallinie
besteht bald aus (orange )gelben Bogen oder Strichen in 1 o und 2 und aus schwarzen in 3 — 7, oder ist bisweilen
verwischt und ganz gelblich. Der Saumfleck in 2 und bisweilen auch m 1 b ist schwarz mit blauen Schuppen,
die übrigen sind undeutlich, gelblich oder ganz verwischt. Die schwarze Saumlinie inid die an der Wurzel tief
schwarzen Fransen bilden auf beiden Seiten eine scharfe Begrenzung der Flügelfläche. Die Zeichnungen der
Unterseite scheinen bei allen Arten und beiden Geschlechtern oben durch.
Uebersicht der Arten.
A. Vflgl unten mit deutlicher, schwarzer Submarginallinie oder Submarginalstrichen.
a. Große Arten mit einer Flügelspannung von öO — 64 mm. — q. Flügel oben lebhaft violettblau mit emem
schwarzen Saumfleck im Felde 2 der Hflgl.
*. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt. Diskalfleck 4 der Vflgl langgestreckt, querliegend, saumwärts
ausgezogen. Hflgl unten im Felde 1 c mit einem querliegenden, grün beschuppten Saumfleck und
schwarzem Submarginalstrich. C. gigantetis.
**. Hflgl ohne Schwänzchen. Diskalfleck 4 der Vflgl gerundet, den Flecken der Felder 3 inid 5 ähnlich.
Hflgl ohne schwarzen Saumfleck im Felde 1 c. C. stormsi.
3. Kleinere Arten mit eüier Flügelspannung von 3.5 — 45 mm. Hflgl ohne Schwänzchen.
*. Der Diskalfleck 4 der Vflgl in die Länge gezogen und schief gestellt.
1. Hflgl unten ohne schwarzen Saumfleck im Felde 1 c. — q*- Beide Flügel oben zart graublau.
a. Q. Vflgl unten niu- mit 4 Diskalflecken (in 3 — 6). C. rhodesensis.
b. \i\g\ luiten mit 6 Diskalflecken (in 1 b — ^6). C. delicatus.
2. Hflgl unten mit schwarzem, giiin beschupptem Saumfleck im Felde 1 c. — q. Beide Flügel oben
hell braungrau ohne blauen Schiller. C. peculiaris.
CUPIDO. Von Dr. C. Aueivilliits. 475
**. Der Diskalfleck 4 der Vflgl abgerundet wie die anderen. Hflgl unten ohne schwarzen Saumfleck im
Felde 1 c. — (J. Flügel oben einfarbig braungrau mit schmalen schwarzen Mittelflecken und einem
undeutlichen schwarzen Saumfleck im Felde 2 der Hflgl. C. neavei.
B. Vflgl unten ohne Submarginalstriche und Saumflecke.
a. Hflgl ohne Schwänzchen; unten ohne Saumfleck im Felde 1 c. — ^. Flügel oben hell graublau mit kleinem
Saumfleck im Felde 2 der Hflgl. C. mashunus.
ß. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt, auf beiden Seiten mit schwarzem, grün beschupptem Fleck im Felde
1 c. — (J. Flügel oben lebhaft kupferbraun. C. cupreus.
Die (J,^ haben alle o-Schuppen (Andioconien) von der gewöhnlichen Form und mit breit abgerundeter Spitze.
Die 2? aller Arten sind oben ähnlich gefärbt vmd gezeichnet. Sie sind oben hellblau mit dunklen Rippen, am Vrde
beider Flügel bis zur Mittelzello braun und mit breiter dunkler Sa.imibinde, welche jedoch gewöhnlich durch die weiße Begren-
zung d 'r großon gerundeten Saumflecke mehr oder weniger aufgehellt ist. Die Mittelflecke sind groß und treten scharf hervor.
Die dunkle Submarginalbinde ist d?utlich auch in dem Falle, daß sie auf der Unterseite fohlt.
C. giganteus Trim. (74 a) ist die größte afrikanische Cujndo-Äit und ist aus dem Mashuna-Land, r/njanteus.
Rhodesia und der Gegend des Viktor ia-Nyanza bekannt.
C. stormsi Robbe (74 b) ist der vorigen Art sehr ähnlich, durch die oben angeführten Kennzeichen siormsi.
aber sofort zu unterscheiden. Südliches Congo-Gebiet und am Tanganjika-See.
C. rhodesensis(ae) B.-Bak. ist nur im männlichen Geschlecht bekannt. Die Submarginallinie der rhodesensis.
Unterseite ist mattgrau oder gelblich gefärbt luid unscharf begrenzt. Nordost-Rhodesia.
C. delicatus B.-Bak. (74 b) ist der vorigen Art sehr ähnlich, weicht aber auch dadurch ab, daß die delicatus.
Submarginallinie der Unterseite deutlicher und schwärzlich ist. Das $ ist oben auch am Irde der Hflgl breit
verdunkelt und bisweilen fast ganz braun. Nyassa-Land und Portugisisch Ost-Afrika.
C. mashunus Trim. Das (J ist oben den beiden vorhergehenden Arten sehr ähnlich. Mashuna-Land. mashimus.
C. peculiaris Rogenh. (74 d, e) ist die zuerst bekannte Art dieser Gruppe und durch die dunkle Oberseite pecuUaris.
des cJ von den bisher erwähnten Arten verschieden. Von Rhodesia, Nyassa-Land und Manica-Land bis Mom-
basa und Nairobi in Britisch Ost-Afrika verbreitet.
C. neavei B.-Bak. kann nur durch die oben angeführten Kennzeichen von C. peculiaris unterschieden neavei.
werden. Nyassa-Land und Portugisisch Ost- Afrika.
C. cupreus Neave (74 c) ist eine durch das Schwänzchen der Hflgl, das Fehlen der Zeichnungen am cupreus.
Saume der Vflgl -Unterseite und die Färbung der Oberseite des cj sehr ausgezeichnete Art. Nordorst-Ehodesia.
Fünfzehnte Gruppe«
Euchrysops- Gruppe.
Bethune-Baker hat in diesem Jahre eine ganz vorzügliche Monographie der afrikanischen Arten
dieser Gruppe veröffentlicht und verteilt dort dieselben auf zwei ,, Gattungen" Neochrysops B. Baker und
Euchrysops Butl. Trotzdem, daß ich die Beschreibungen der beiden Gattungen genau miteinander verglichen
habe, ist es mir nicht gelungen einen einzigen stichhaltigen Unterschied zwischen diesen ,, Gattungen" zu ent-
decken. Auch in Betreff des Genitalapparates des ^ und der Androkonien gibt der Verfasser im Text keine
Unterschiede an und eine Vergleichung der AbbUdungen gibt auch keine Anhaltspunkte für eine Trennung
der Gattungen. Die Harpagmes scheinen unter den Arten derselben Gattung ebensoviel voneinander ab-
weichen zu können, wie zwischen Arten der beiden Gattungen; ebenso die Androkonien.
Butlers Gattung Euchrysops ist übrigens etwas anderes als die Bethune-Bakers. Butler gibt als
Kennzeichen seiner Gattung an: ,,Secondaries invariably tailed" (Hflgl stets geschwänzt) und ,,eyes quite
smooth instead of hany" (Augen ganz glatt, statt haarig). Bethune-Baker sagt zwar auch in der Beschreibung
der Gattung: ,,Ashort fine tail from the end of vein 2", stellt aber dessenungeachtet mehrere Alten v/ie z.B.
albistriatus und nvilnthana, welclie kein Schwänzchen haben, zu Euchrysops. Ebenso rechnet er emige Arten
mit haarigen Augen zu dieser Gattung. Da ich auch selbst keine durchgreif enden Unterschiede zwischen „Eu-
chrysops'' und Neochrysops auffinden konnte, war ich gezwungen, dieselben mit Ausnahme der Ai'ten der vier-
zehnten und sechzehnten Gruppe hier in einer Gruppe zu vereinigen.
Augen haarig oder nackt. Stirn weiß mit zwei Reihen schwarzer Borsten. Palpen anliegend beschuppt
gewöhnlich mit keinen oder wenigen schwarzen Borsten auf der Unterseite des zweiten Gliedes. Vflgl mit
11 Rippen (die Rippe 8 fehlt) und die Rippe 11 ganz frei und fast gerade. Die Zeichnung der Unterseite ist
sehr charakteristisch und bei allen Arten ziemlich ähnlicli. Vflgl bis zur Spitze der Mittelzeile unbezeichnet ; ein
weißbegrenzter brauner Querstrich oder Fleck am Ende der Mittelzelle; Diskalflecke gewöhnlich gerundet,
weiß geringelt und zusammenstoßend; Submarginalstriche und Saumflecke deutlich und weiß begrenzt. Hflgl
ohne Wurzelpunkte, aber stets mit 3 runden, tief schwarzen, weiß geringelten Subbasalpunkten in 1 a, 7 und
476 CUPIDO. Von Dr. C. Axjbivilijus.
der Mittelzelle, bisweilen auch mit solchem Punkte in 1 c. Die Diskalf lecke in 1 b imd 7 sind fast immer ganz
wie die Subbasalpuukte tief schwarz, gerundet und weißgeringelt; sie sind auch von den übrigen DLskalflecken
abgetrennt ; diese sind heller oder dunkler braun, weiß umzogen und Menigstens durch die weißen Ringe mit-
einander zu einer unregelmäßigen Querbinde vereinigt. Die Submarginal- und Saumflecke sind deutlich und
jene gewöhnlich wurzelwärts durch große, dreieckige oder kegelförmige, weiße Flecke begrenzt. Der Saumfleck
im Felde 2 schwarz, gerundet, metallisch beschuppt und gewöhnlich nach innen gelb begrenzt.
Uebersichtder Arten.
I. Diskalflecke der Hflgl dunkelbraun bis schwärzlich; die Diskalflecke 4 und 5 oder wenigstens der Diskal-
fleck 4 querliegend, lang und viereckig, rechteckig, nicht abgerundet, den Mittelfleck berührend oder
mit demselben ganz vereinigt. Augen haarig.
A. Hflgl abgerundet ohne Schwänzchen.
a. Flügelfransen weiß mit dunklen Flecken an den Rippenenden. Die Diskalbinde der Vflgl verläuft
näher an der Mittelzelle als am Saume.
*. Flügel oben einfarbig schwarzbraun ohne blau. Stün irad zweites Palpenglied dicht mit
langen schwarzen Borsten bekleidet.
1. Die weißen Flecke der Fransen fast so groß oder größer als die dunklen. Saum ohne weiße
Punkte. C. methymna.
2. Die weißen Flecke der Flügelfransen klein, punktförmig und oben von einem winzigen weißen
Saumpunkte begleitet. C. jmncticilia.
**. Flügel oben ganz (q) oder Menigstens an der Wurzel blau. C. orUjgia.
ß. Flügclfransen nicht gefleckt. Flügel oben wenigstens im Wurzelteil blau. Die Diskalbinde der Vflgl
stellt näher am Saume als an der Mittelzelle. C. grahami.
B. Hflgl am Ende der Rippe 2 geschwänzt. Flügelfransen nicht gescheckt. Flügel oben beim (J ganz, beim
$ im Wurzelteil blau.
a. Flügel unten mit weißer Grundfarbe. Der Subbasalfleck in der Mittelzelle der Hflgl langgestreckt,
fast strichförmig. C. reichenowi.
C. pampolis.
ß. Flügel unten mit braungrauer Gnmdfarbe. Der Subbasalfleck in der Mittelzelle der Hflgl abge-
rundet. .
*. Der Diskalfleck 4 der Vflgl nicht größer als die in 3 und 5 und vom Mittelfleck völlig getrennt.
Diskalfleck 1 b der Vflgl doppelt, aber kleiner als die anderen. — ^. Flügel oben glänzend hell
violettblau mit sehr feiner schwarzer Saumlinie. C. asteris.
**. Der Diskalfleck 4 der Vflgl lang, querliegend, den Mittclfleck erreichend; Diskalfleck 1 b einfach,
so groß oder größer als die anderen. — ^. Flügel oben matt violett blau; Vflgl mit einer wenigstens
1 mm breiten, dunklen Saumbinde. C. trimeni.
II. Die Diskalflecke 4 und 5 der Hflgl stets völlig vom Mittelfleck getrennt, gewöhidich braun und abgerundet,
selten sch\Aärzlich oder etwas ciuerliegend und eckig.
A. Hflgl unten ohne schwarzen Saumfleck in der M i 1 1 e des Feldes 1 c, entweder ganz ohne Saumfleck
in 1 c oder nur- mit 1 — 2 schwarzen Punkten. Wenn nur ein Pimkt vorhanden ist, liegt er dicht an der
Rippe 1 b. Augen haarig, selten nackt, Hflgl in diesem Falle aber ohne Schwänzchen.
a. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt.
*. Die Diskalflecke 4 und 5 der Hflgl größer als die anderen Diskalflecke, etwas querliegend, vier-
eckig, schwärzlich oder dunkelbraun.
o. Hflgl ohne Subbasalpunkt im Felde 1 c; oben ohne deutliche gelbe Begrenzung des Saum-
fleckes in 2. C. intermedius.
oo. Hflgl mit deutlichem Subbasalpunkt im Felde 1 c ; oben mit deutlicher, innerer, gelber Be-
grenzung des Saimifleckes in 2. C. neonegus.
**. Die Diskalflecke 4 und 5 der Hflgl abgerundet, nicht oder kaum größer als die anderen, heller
als die Subbasalpuukte.
o. Hflgl mit Subbasalpunkt im Felde 1 c.
f. Flügelspannung 48 — 54 mm. — i^. Beide Flügel oben emfarbig graubraun ohne blauen
Schiller. C. plebejus.
tf. Flügelspannung etwa 25 mm. — (5'. Flügel oben lebhaft hellblau. ? C. elicola.
CUPIDO. Von Dr. C. Aurivillius. 477
oo. Hflgl ohne Subbasalpunkt im Felde 1 c. — cj. Flügel oben lebhaft blau, grün oder violett.
f. Flügelspannung 30 — 54 mm.
X. Flügel oben mit gi'ünem Schiller. C. chloauges.
X X . Flügel oben heller oder dunkler blau oder violettblau.
^. Flügel oben hell silberblau. C. ghucus.
. Flügel oben blau bis violettblau.
§. Hflgl unten höchstens mit einem schwarzen, nach innen gelb begrenzten
Saumpimkt im Felde 1 c.
+■ Hflgl unten ganz ohne schwarze Saumpunkte im Felde 1 c.
1. Größere Art, 44—48 mm. Die Diskalflecke 1 b— 4 der Vflgl
in einer fast geraden Querreilie. — cj. Hflgl oben ohne Querstrich
am Ende der Mittelzelle. C. quassi.
2. Kleinere Art, 34—39 mm. Die Diskalflecke 1 b— 4 der Vflgl
stehen nicht in gerader Querreihe. — c?. Hflgl oben mit feinem
schwarzem Querstrich am Ende der Mittelzelle.
C variegatus.
-\ — I- Hflgl initen im Felde 1 c dicht an der Rippe 1 b mit einem
schwarzen, grün beschuppten und wurzelwärts gelb begrenzten
Saumpunkte. ■ — (J. Hflgl oben ohne dunklen Querstrich am
Ende der Jlittelzelle.
1. Subbasalpunkt 1 a der Hflgl groß und deutlich. Diskalflecke
der Vflgl abgerundet. — Größere Arten iC- — 54 mm.
a. (^. Hflgl oben ohne deutliche hell umzogene Saumflecke
in den Feldern 3- — 6. C. jjatricius.
b. (J. Hflgl oben mit deutlichen hell umzogenen Saumflecken
der Felder 3 — 6. C. aethiopia.
2. Der Subbasalpunkt 1 a der Hflgl fehlt oder ist winzig klein.
Diskalflecke 2 und 3 der Vflgl langgestreckt, etwas strich-
förmig; ihr Diskalfleck 6 steht weit hinter dem Ursprung der
Rippe 9. Kleinere Art, 30 — 34 mm. C. barkeri.
§§. Hflgl unten mit zwei schwarzen, nach imien gelb begrenzten Saum-
punkten im Felde 1 c ; die gelbe Begrenzung büdet auch oben einen großen
gelben Querfleck zwischen den Rippen 1 b und 2. C. carsoni.
ff. Flügelspannung nur 20 — 28 mm.
1. Flügel oben nicht hell silbergrau. C. antoto.
C. masai.
2. Flügel oben hell silbergraublau. C naidina.
ß. Hflgl abgerundet ohne Schwänzchen.
*. Der Diskalfleck im Felde 1 b der Hflgl schwarz und punktförmig.
§. Hflgl •\venigstens mit zwei schwarzen, hell geringelten Subbasalpunkten (in 7 und in der
Mittelzelle).
f. Hflgl oben ohne breite, orangegelbe Saumbinde zwischen dem Analwüikel und der
Rippe 4 oder 5.
o. Flügel wenigstens beim <J oben einfarbig graubraun bis dunkelbraun ohne blau
oder violett, mit oder ohne Saumfleck im Felde 2 der Hflgl.
+. Hflgl unten ohne Subbasalpunkt im Felde 1 c.
X. Flügel oben dunkelbraun bis schwarzbraun; die Zeichnungen der Unter-
seite scheinen beim cJ oben nicht dm-ch.
1. Unterseite mit braungrauer oder schwarzgrauer Grundfarbe. Die
9$ den (J(J ähnlich. Kleinere Arten, 33 — 40 mm. C. lerothodi.
C. skotios.
C. letsea.
478 CUPIDO. Von Dr. C. Aurivillifs.
2. Unterseite mit grauer Grundfarbe. Die 9? oben im \\'iu-zelteil blau
überzogen und mit scharf hervortretenden schwarzen Diskalflecken
auf der Oberseite der Hflgl. Große Art, 40 — 48 mm. C. victoriae.
X X . Flügel oben graubraun mit von unten durchscheinenden Zeichnungen.
C. cinereus.
-| — \-. Hflgl unten mit schwarzem Subbasalpunkt im Felde 1 c. C. farsimon.
00. Flügel in beiden Geschlechtern oben ganz oder zum gioßen Teil blau oder violett.
Hflgl gewöhnlich ohne Subbasalpiinkt im Felde 1 c.
+. Die Diskalflecke der Vflgl groß, tiefschwarz, ganz abgerundet und in emer
gleichmäßig gebogenen Linie stehend. C. ahyssinicu.".
-\ — |-. Die Di-skalflecke der Vflgl nicht tiefschwarz, von gewöhnlicher Giöße und
mehr oder weniger unregelmäßig angeordnt?t.
X . Größere Arten mit einer Flügelspannung von 38 — 50 mm.
— . Hflgl wenigstens unten mit großem schwarzem abgerundetem
imd nach innen breit gelb begienztem Saumfleck im Felde 2.
1. Alle Di.skalflecke der Hflgl gerundet und fast schwarz; die
in 1 c — 6 aneinander stoßend. C. dolhnani.
2. Die Diskalflecke der Hflgl nicht oder wenig dunkler als die
Grundfarbe.
a. Q. Flügel oben mit blauer Grundfarbe.
a'. (J. Vflgl oben nur mit dunkler Saumlinie.
a". Unterseite mit braungrauer Grundfarbe.
C. synchremutizus.
b". Unterseite mit weißgrauer Grundfarbe.
C. polydialectiis.
h\ cj. Vflgl oben mit dunklen, nach innen hell begrenzten
Saumflecken. C. negus.
b. (J. Flügel oben violett-rotviolett oder dunkel mit starkem
violettem Schiller.
a'. (J- Flügel oben matt grauviolett mit feiner dunkler
Saumlinie. C. pteron.
b'. (J. Flügel oben rötlich violett mit feiner dinikler iSaum-
linie. C. soltcezii.
c'. (J. Flügel oben braun mit starkem violettem Schiller.
C. jefferyi.
. Hflgl unten im Felde 2 mit einem kleinen, nach innen spitzigen
und nicht oder kaimi gelb begrenzten Saumfleck.
C. hypopolia.
XX. Kleinere Arten mit einer Flügelspannung von 25 — 30 mm.
c. Hflgl ohne Subbasalpvmkt im Felde 1 e.
— . (J. Vflgl oben bis zum Vrde blau oder violett mit oder ohne dunkle
Saumbinde.
1. (J. Vflgl oben ohne dunklen Fleck am Ende der Mittelzelle.
C. dolorosus.
C. suhpaUidus.
C. matiensis.
2. cJ. ^'flgl oben mit dunklem Querstrich oder Querflcck am
Ende der Mittelzelle.
a. Die orangegelbe, innere Begrenzung des Saumfleckes 2 der
Hflgl-Unterseite bildet auch einen Querfleck im Felde 1 c.
C. albistriatus.
C. katangae.
b. Die Hflgl unten ganz ohne gelbe Färbung vor dem Saume
im Felde 1 c. C. procerus.
CUPIDO. Von Dr. C. Atjrivillius. 479
. cj. Vflgl oben am Vrde bis zur Mittelzelle oder etwas in diese
hinein und am Saume sehr breit dunkelbraim. C. nandensis.
CO. Hflgl mit Subbasalpunkt im Felde 1 c. C. latrunculatus .
ff. Hflgl oben mit einer breiten orangegelben Saumbinde zwischen dem Analwinkcl luid
der Rippe 4 oder 5. Flügel oben dunkelbraun ohne blauen oder violetten Schiller. Flügel-
spannung 24 — 28 mm. C. kabrosae.
§§. Subbasalpimkte der Hflgl fehlend {^) oder winzig klein ($). C. nevillei.
**. Der Diskalfleck im Felde 1 b der Hflgl \^eder schwarz noch punktförmig, ganz wie die Diskal-
f lecke 1 c — 6 gefärbt und geformt. C. malathana.
B. Hflgl unten in der Mitte des Feldes 1 c mit einem schwarzen, blau oder grün beschuppten, nach innen
gelb begrenzten Saumfleck, welcher ebenso groß oder wenig kleiner als der Saumfleck im Felde 2 ist.
Hflgl am Ende der Rippe 2 geschwänzt. Augen nackt. — ■ Euchrysops Bull.
a. Flügel oben wenigstens zum Teil violett oder blau.
*. (^. Vflgl oben fast bis zum Saume zart rötlich violett. C. osiris.
, **. cj. Vflgl oben blau mit breiter, nach hinten erweiterter schwärzlicher Saumbinde.
C. cyclopteris.
ß. Flügel oben braun, etwas rötlich angeflogen und mit schwachem Bronzeschiller. C. hrunneus.
Bei einigen der kleineren Arten der Abteilung II, A, ß, § oo, ft? >< x die icli untersuchen konnte, ist die Rippe 11 der
Vflgl nicht gerade sondern etwas gegen die Rippe 12 gebogen. Dieselben unterscheiden sich jedoch von den Arten der Grvippen
18, 19, 21 und 22 durch die haarigen Augen.
C. methymna Trim. (74 b) ist durch die oben angeführten Kennzeichen leicht kenntlich. Die Diskal- methymna.
flecke der Vflgl kleiner und gerundet oder größer und im Felde 4 mit dem Mittelfleck vereinigt. Die Diskal-
flecke 4 und 5 der Hflgl langgestreckt und völlig mit dem Mittelfleck vereinigt; die Submarginalflecke 3 — 5
lang, kegelförmig, w\irzclwärts von scharfwinkeligen weißen Bogen begrenzt ; Saumfleck 2 klein schwarz mit
einigen grünen Schuppen, gewöhnlich auch oben als schwarzer Punkt auftretend. Kapland bis Natal.
C. puncticilia Trim. (73 h) weicht von der vorhergehenden Art auch dadurch ab, daß die Diskalflecke pvndicilia.
der Vflgl viel undeutlicher sind und durch die scharf hervortretenden weißen Ringe der Sauinflecke der Unter-
seite. Kapland.
C. ortygia Trim. (73 f) ist unten dem C. methym,na sehr ähnlich aber mit schärfer hervortretenden oriygia.
Zeichnungen imd schwarzen Saumflecken in allen Feldern ; der Diskalfleck 5 der Hflgl erreicht bisweilen nicht
den Mittelfleck. — • (^. Flügel oben lebhaft blau; Vflgl mit schmaler schwarzer Saumbinde; Hflgl mit kleinen
Saumflecken in allen Feldern. — ■ $. Vflgl oben von der Wurzel bis zu den Diskalflecken, welche oben deutlich
zu sehen sind, lebhaft violettblau am Vrde und am Saimie breit braun. Hflgl oben bläulich, am Vrde bis zur
Rippe 6 braun, am Saume mit großen schwarzen Saumflecken in 1 c — G. Kapland bis Transvaal.
C. grahami Trim. (73 e). c?- Flügel oben hell violettblau mit feiner dunkler Saumlinie; Hflgl nur yrahomi.
in 2 mit schwarzem Saumfleck. — $. Flügel oben schwarzbraun ; Vflgl mit großem Mittelfleck und von der Wurzel
bis etwas über die Mitte hinaus violettblau; Hflgl nur an der Wurzel etwas bläulich beschuppt, im Felde 2
mit schwarzem, gelb begrenztem Saumfleck. Kapland und Natal.
C. reichenowi Dew. (73 e). Die Färbung und Zeichnung dieser mir nicht vorliegenden Ai-t geht aus nichenotcL
der Abbildung hervor. Angola.
C. pampolis Bruce ist der vorhergehenden Art sehr ähnlich und vielleicht damit identisch. Nach den pampoHs.
Abbildungen weicht sie jedoch dadurch ab, daß beide Flügel unten vor dem Saume zwei deutliche Reihen
schwarzer Striche oder Flecke (Submarginal- und Saumflecke) statt nirr einer bei reichenowi haben. Nord-
Rhodesia.
C. asteris God. (= caffrariae Trim.) (73 f als trimeni) ist schon oben in der Artenübersicht genau be- asteris.
schrieben. Die dunklen Submarginalflecl^e der Hflgl nach innen breit und stumpf. Kapland bis Natal.
C. trimeni B.-Baker (= asteris Trim.) ist mit asteris nahe verwandt und wurde von Teimen als der Irimeni.
wahre asteris God. betrachtet. Die Submarginalflecke der Hflgl-Unterseite sind nach innen lang zugespitzt,
dreieckig oder kegelförmig. Bei beiden Arten sind die $$ oben braun und bis über die Mitte hinaus blau über-
zogen. Kapland.
Als Anhang zu den vorhergehenden Arten führe ich die folgende mir \inbekannte Art auf. Der Verfasser vergleicht
seine Art mit C. reichenowi. Nach der Beschreibung aber ist es wahrscheinlich, daß die Art zu meiner Abteilung II der vor-
liegenden Gruppe gehört.
480 CUPIDO. Von Dr. C. ArRiviLLitrs.
butha. C. butha Strand wird in folgender Weise beschrieben: „Mit C. reichenowi Dew. am nächsten verwandt,
aber durch folgendes abweichend. Größe bedeutender (Flügelspannung 30 mm), die Blaufärbung der Oberseite
scheint etwas intensiver zu sein xuid die Zeichnungen der Unterseite schimmern nicht oder kaum durch; der
schwarze Diskozellularfleck der Vflgl bildet einen ganz schmalen quergestellten Halbmond; beide Flügel mit
1,5 mm breiter, schwarzer Saumbinde, im Augenfleck der Hflgl ist der schwarze Kern größer, aber die orange-
gelbe Einfassung schmäler und niu- an der Innenseite vorhanden. An der Unterseite beider Flügel ist die Griind-
farbe mehr graulich, die dunklen Zeichnungen kleiner und weniger scharf markiert; der Diskozelhilarfleck
der Vflgl bildet einen schmalen gekrümmten Querstreif; die postmediale Querbinde be.steht aus sechs kleineren,
rundlichen z. T. nicht zusammenhängenden Flecken und am Saume befinden sich, nahe beisammen, zwei fast
ebenso breite sch\\arze Saumbinden, von denen die innere aus etwa halbmondförmigen Flecken gebildet wird;
an der Unterseite der Hflgl sind wie bei reichenowi und zwar in derselben Anordnung fünf tiefschwarze Flecke
vorhanden, die aber viel kleiner sind und die beiden am Irde sind außerdem unter sich weiter entfernt inid
derjenige in der Zelle ist nicht in die Länge gezogen ; der Diskozellularfleck ist frei und wie im Vflgl geformt
und von diesem entfernt befindet sich eine postmediale aus sechs kleinen rundlichen unter sich getrennten
schwärzlichen Flecken gebildete Querbinde, ähnlich wie die der Vflgl und schwach S-förmig gekrümmt. Am
Saume wie in den Vflgln zwei nahe beisammengelegene dunkle Binden (außer der dunklen Saumlinie) und,
wie an der Oberseite, mit einem großen, innen rotgelb umrandeten Auge, das am Außem-ande lebhaft hellblau
bestäubt ist." Goldküste.
Die ji>tzt folgenden, sehr zahlreichen Art 'n haben fast alle dieselbe Zeichnung der Unterseite (siehe oben S. 475, 476)
und können nur durch oft ganz geringfügige Kennzeichen, über deren Beständigkeit wir noch allzviweuig wissen, unterscliieden
werden. In der Avtbeschreibung habe ich mich darum auf solche Kennzeichen, die von der Normalzeichnung abweichen
oder nicht schon in der TTebersicht der Arten angeführt sind, beschränkt. Hinsichtlich der Reihenfolge der Arten bin ich der
Monographie Bethune B.\KERS ziemlich genau gefolgt.
doiimani. C. dollmatii B.-Bak. (74 e). cj. Flügel oben bläulich grün mit etwa 4 mm breiter dunkler Saumbinde
und einer die Mittelzelle erreichenden solchen Vidbinde der Vflgl. Alle Diskalf lecke der Unterseite gerundet
und fast schwarz. Hflgl luaten mit winzigem schwarzem Saumpunkt in 1 b und 1 c dicht an der Rippe 1 b.
^ unbekannt. Rhodesia.
inlcrmedius. C. itltertnedius B.-Bik. (74 b). ^. Flügel oben hellbraun mit violettem Schiller und diu-chscheinen-
den Zeichnungen der Unter.seite. Die Unterseite der Hflgl durch die großen unrl langgestreckten, fast schwarzen
Diskalflecke 4 und 5 an diejenige von G. asteris und trimeni erinnernd. 9- Hflgl oben hinter der Mitte mit
zwei Querreihen weißer Flecke. Portugiesisch Ost- Afrika.
jitcron. C. pteron B.-Bak. Diese mir unbekannte Art hat beim ^ die Flügel oben hell grauviolett mit dunk-
lem Mittelfleck der Vflgl und feiner Saumbinde beider Flügel. Unterseite hell grau mit kaum dunkleren Diskal-
flecken. Kavirondo.
letsea. C. letsea Trim. (= ftmiosus Butl.) (73 k). Flügel oben bei beiden Geschlechtern einfarbig braun mit
einem schwarzen, nach innen gelb begrenzten Saumfleck im Felde 2 der Hflgl, beim $ auch in 1 c ein gelber
Flecji. Unterseite braungrau mit normaler Zeichnung; ein schwarzer Saumpunkt im Felde 1 c dicht an der
Rippe 1 b. Kapland, Rhodesia, Somali-Land.
Icrothodi. C. lerothodi Trim. Flügel oben einfarbig dimkelbraun ohne alle Flecke. Unterseite etwas heller grau-
braun mit fast schwarzen, weißgeringelten Diskalflecken und undeutlichen Saumflecken ohne deutliche gelbe
Begrenzinig. Basuto-Land.
skolios. C. skotios Bruce. Flügel oben einfarbig dunkelbraun ohne Zeichnungen. Unterseite kaum heller
als die Oberseite mit wenig dunkleren, weißgrau geringelten Di.skalflecken und deutlichem, rotgelb begrenztem,
schwarzem Saumfleck in 2. Nordwest-Rhodesia.
cinereus. C. cinereus B.-B(ik. (J. Flügel oben hell braungrau mit schwarzem Saumfleck im Felde 2 der Hflgl.
Unterseite normal gezeichnet, jedoch mit undeutlicher gelber Begrenzung des Saumfleckes in 2. Nordwest-
Rhodesia.
jcfjeryi. C. jefferyi Swiestra. Diese schon 1909 beschriebene Art wird von Bethune-Baker nicht erwähnt,
muß aber wie auch Swie.stra selbst vermutet, nahe mit den vorhergehenden vier Arten verwandt sein. Laut
der Beschreibung sind die Flügel oben olivbraun mit starkem violettem Schiller und dunkelbraunen Rändern ;
Vflgl überall violettschillernd mit dunklem Querstrich am Ende der Mittelzelle; Hflgl mit schwarzem Fleck
im Felde 2, an der Spitze mid am Irde braun; kein Schwänzchen; Flügelfransen braiui, nach außen weißlich ;
Zeichnung der Unterseite normal, mit den Diskalflecken wenig dunkler als die Grundfarbe. Der Verfasser führt
weiter folgendes an: Am nächsten mit C. skotios Bruce verwandt, aber oben verschieden durch den violetten
Schiller der Oberseite und die weißen Fransen und unten d\u'ch die graue (statt olivbraune) Grundfarbe mit
weniger deutlichen Zeichnungen sowie auch durch die kaum bemerkbaren weißen, pfeilförmigen Flecke auf der
Innienseite der Submarginalbogen der Hflgl, welche bei C. skotios deutlich sind. Größe etwa 38 mm.
Ausgegehen 20. IV. 1925. CUPIDO. Von Dr. C. AuRIVILLIUS. 481
C. plebejus Bllr. (74 a). Hflgl geschwänzt, unten mit Subbasalpnnkt in 1 c tind einem kleinen schwär- plebejus.
zen grünbeschuppten und nach innen gelb begrenzten Saumpunkt im Felde 1 c, dicht an der Rippe Ib. — cJ.
Flügel oben einfarbig hell graubraun mit von unten dxirchsch einenden Zeichnungen; Hflgl mit Augenfleck im
Felde 2. — $. Flügel oben blau; Vflgl mit breiter braimer Vrd- und Saumbinde und großem Mittelfleck;
Hflgl mit Querstrich am Ende der Mittelzelle, zwei Querreihen weißlicher Flecke hinter der Mitte und oft auch
mit deutlichen, dunklen Diskalf lecken in 3 — 5; Saumfleck 2 groß und deutlich. Natal, Transvaal, Mashuna-
Land, Rhodesia.
C. parsimon F. (= abyssiniensis Strand, loveni Auriv., kivuensis Joic. u. Talb.) (73g, h). Hflgl ohne parsimon.
Schwänzchen, unten mit Subbasalpimkt im Felde 1 c. — ^. Flügel oben einfarbig braun ohne von unten durch-
scheinende Zeichnungen; Saumfleck 2 der Hflgl schwach entwickelt. — 2. Flügel oben braini, von der Wurzel
bi.s über die Mitte hinaus weißlich mit violettblauer Beschuppung; Vflgl mit großem Mittelfleck iind brauner
Submarginalbinde, welche durch helle Flecke von der ebenfalls dunklen Saumbinde getrennt wird. Sierra-
Leone bis Angola, Rhodesia, Viktoria-Nyanza und Uganda.
C. victoriae Karsch (= acholi B.-BaJc.) (73 g). Hflgl ohne Schwänzchen und ohne Subbasalpnnkt victoriac.
im Felde 1 c. — (J. Flügel oben einfarbig dunkelbraun ohne von unten durchscheinende Zeichntuig, mit Augen-
fleck im Felde 2 der Hflgl. — $. Flügel oben weißlich mit blauer Beschuppung, an der Wurzel schwärzlich; Vflgl
am Vrde schmal, am Saume breit verduiikelt; Hflgl mit dunklen, hell begrenzten Saumflecken und dem gewöhn-
lichen Augenfleck im Felde 2. Besonders aber sind sie dm-ch die schai-f hervortretenden, schwarzen Diskal-
flecke ausgezeichnet; solche treten auch oft auf der Oberseite der Vflgl auf. Britisch Ost-Afrika, Uganda.
C. quassi Karsch (= phasma Butl.) (73 i). Hflgl geschwänzt, unten ohne Subbasalpnnkt und schwarze quassi.
Saumpunkte im Felde 1 c. — (J. Flügel oben matt violettblau mit 1 — 2 mm breiter, schwarzer Saumbinde;
Hflgl mit Augenfleck im Felde 2. — $. Flügel oben braini, im Wurzelteil violettblau, hinter der Mitte breit
weißlich aufgehellt; Vflgl mit großem Mittelflcck, mit oder ohne Diskalflecke und mit einer ReUie STibmarginal-
f lecke; Hflgl oben mit Querstrich am Ende der Zelle, zwei oder mehreren Diskalflecken und großen Saumflecken,
von denen der in 2 gelb begrenzt ist. Aschanti; Lagos. Raupe an einer Labiatc. Die Puppe ruht im Nest
einer Ameise Camponotus mandatus.
C. synchrematizus B.-Balc (74 d). Hflgl ohne Schwänzchen und ohne Subbasalpnnkt im Felde 1 c. — xynchrema-
cJ. Flügel oben matt violettblau; \'flgl mit Mittelfleck; Hflgl gewöhnlich mit schwarzem Saumfleck in 2. — ■ ihus.
$. Flügel oben braun an der Wurzel aber in den Vflgln bis über die Mitte hinaus blau beschuppt; Hflgl mit
großen Sainnf lecken, der in 2 nach innen gelb begrenzt. Sierra-Leone. '
C. solwezü B.-Balc. (74 c) weicht nur durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen von der sohvc^ii.
vorhergehenden Art ab. ■ — (J. Vflgl mit undeutlichem Mittelfleck, Hflgl mit deutlichem Augenfleck in 2. Nord-
west-Rhodesia und am Tanganjika.
C. glaucüs Trim. (74 d) weicht von allen anderen Arten durch die glänzende hell silberblaue Ober- ijhmcus.
Seite beider Flügel beim rj ab. Beide Flügel oben mit den Rippen im Saumteil fein schwarz und mit schmaler
schwarzer Saumlinie ; ^'flgl mit feinem Querstrich am Ende der Zelle ; Hflgl im Felde 2 mit schwarzem, gewöhn-
lich gelb begrenztem Saumfleck. Das 2 ist den $$ der verwandten Arten ähnlich; Flügel oben an der Wurzel
bis über die Mitte hinaus hell glänzend blau mit braunem Vrde und Saumbinde mid nur auf den Vflgln mit
Mittelfleck. Transvaal, Matabele- und Mashuna-Land.
C. chloauges B.-Bak. stimmt in allen Einzelheiten genau mit C. glaucus {IAA) überein und weicht nur chJoawjes.
dadurch ab, daß die silberblaue oder blaue Farbe der Oberseite bei beiden Geschlechtern durch eine metallisch
glänzende, gelbgrüne Farbe ersetzt worden ist. Rhodesia.
C. polydialectus B.-Bak. (74 d). Hflgl ohne Schwänzchen und ohne Subbasalpnnkt im Felde 1 c, poUjdlalec-
auf beiden Seiten mit Augenfleck im Felde 2 und luiten mit kleinem schwarzem grünbeschupptem und gelb '"«•
begrenztem Saiunpvuikt in 1 c dicht an der Rippe 1 b. Unterseite mit sehr heller, weißgrauer Grundfarbe. —
o. Flügel oben hell violettblaii mit feiner schwarzer Saumlinie und feinen Querstrichen am Zellende. — $.
Flügel oben wie bei den verwandten 2$ am Vrde und am Saume breit braun, sonst weißlich mit starker violett-
blauer BesehiippTuig. Ost-Afrika: Kadugli, Ullal, Kibwezi.
C. aethiopia B.-Bak. (74 e). Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt, unten im Felde 1 c ohne Subbasal- aethinpia.
fleck aber jnit schwarzem Saumpmdit dicht an der Rippe Ib.- — cj. Flügel oben hell blauviolett; Vflgl mit
schwarzem Mittelfleck inid breiter, dunkler Saumbinde; Hflgl, wie sonst nur bei den $$, oben mit großen dunk-
len, hell umzogenen Saumflecken in 1 c — 6, die Flecke in 1 c und 2 nach innen gelb begrenzt. Das $ weicht
vom (J nur dadurch ab, daß beide Flügel am Vrde und Saume sehr breit braun sind. Natal und Portugiesisch
Ost-Afrika.
C. nyasae B.-Bak. (74 e) ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt und konnte darum in der Arten- nyasac,
Übersicht nicht eingetragen werden. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt, unten im Felde 1 c mit Subbasalfleck
und schwarzem Saumpunkt an der Rippe 1 b. Grundfarbe der Unterseite weißlich. Vflgl oben violett blau
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CUPIDO. Von Dr. C. Atmi\iLLius.
palririua
beschuppt, am Vrde bis zur Zelle und der Rippe 6 schwarzbraun, am Saume mit einer etwa 3 mm breiten dunk-
len Binde, welche dunkle Saumflecke und eine nach innen weiß begrenzte Submarginallinie einschließt ; Hflgl
bis zur Mitte oder etwas weiter hinaus blau bestäubt, dann mit großen weißen, fast dreieckigen Grenzflecken
der aus Bogen gebildeten SubmarginaUinie und zwischen dieser und dem Saimie mit großen schwarzen, weiß
imigebenen Saumflecken, von denen der in 2 eine dicke innere gelbe Begrenzung hat und der in 1 c strichförmig
ist. \71gl mit großem, dickem, Hflgl mit schmalem Mittelfleck. Beide Flügel oben wenigstens mit Andeutungen
von schwarzen Diskalflecken. Xyassa-Land.
C. patricius Trim. (73 i). Hflgl mit Schwänzchen an der Rippe 2, unten ohne Subbasalpunkt im Felde
1 c, auf beiden Seiten mit Augenfleck im Felde 2. Unterseite hell braungrau mit normaler Zeichnung. — ^
Flügel oben hell blauviolett mit feiner schwarzer Saumlinie und nur in den Vflgln mit schwarzem Mittolfleck. —
Wie das $ sich von den $$ der nächst verwandten Arten mit erscheidet, ist mir nicht klar. Süd- und Ost-Afrika
vom Kaplande bis Abessinien.
C. carsoni Btlr. (74 c). Hflgl mit Schwänzchen, unten im Felde Ic ohne Subbasalpunkt, aber mit
einen schwarzen Saumpunkten, welche nach innen von einem großen, gelben, aiich oben deutlichen
Flügel oben violettblau mit schmaler, dunkler Saumbinde; Vflgl mit, Hflgl
zwei
Querfleck begleitet sind. — ^
ohne Mittelfleck. — 9. unbekannt. Sehr nahe mit C. patricius (73 i) verwandt. Ost-Afrika: Fwambo
iicijuti. C. negus Feld. (73 g) wurde nach einem $ aus Bogos in Abessinien beschrieben. Nach Bethune-
Baker gehört diese Art zu denjenigen, deren q^J eine an die $$ erinnernde Zeichnung der Oberseite haben.
Ob diese Deutung richtig ist, muß dahingestellt bleiben, da die Geschlechter nicht zusammen angetroffen
wurden. Hflgl ohne Schwänzchen und unten ohne Subbasalpunkt in 1 c, auf beiden Seiten mir Augenfleck
in 2 und luiten mit weißgrauer Grundfarbe \uv\ normaler Zeichnung. — q. Beide Flügel oben bis zur Submar-
ginalbinde violett blau mit dunklem Querstrich am Ende der Zelle, mit bis zur Zelle und Rippe 6 braunem \'rde,
breiter dunkler Saumbinde mit deutlicher Submarginalbinde und dunklen nach innen weiß begrenzten Saum-
flecken. — $. Flügel oben wie beim o gezeichnet, aber nur wenig über die Mitte hinaus blau; dadurch entsteht
zwischen dem blauen Wurzelteil und der schwärzlichen Submarginallinie eine breite hellbraime Zone. Abessi-
ti-au. nien: Bogos. Britisch Ost-Afrika: Nairobi. — wau Wichgr. soll sich durch die große Präzision der Zeichniuigen
imd die .scharfen Kontraste zwischen Grundton und den Zeichnungselementen unterscheiden. Die Beschreibung
paßt sonst recht gut auf das von Bethune-Baker abgebildete o ; der Diskalfleck 2 der Vflgl soll jedoch ebenso
nahe am Saume stehen wie der in 1 b. Ost-Sudan: ^^'au.
nconenii.'-: C. neonegus B.-Bitk. (74 c). Hflgl mit Schwänzchen an der Rippe 2 vnid mit Subbasalpunkt im
Felde 1 c, unten diuch die verlängerten eckigen, dunkelbraunen Diskalflecke 2 — 6 ausgezeichnet; Saumfleck 2
auf beiden Seiten deutlich mid gelb begrenzt. — ^. Flügel oben hellblau bis violett schillernd, am Saume schmal
schwarz; ^'flgl mit. Hflgl ohne Mittelflcck. — 2. Flügel oben braun, wie bei anderen Arten von der Wurzel
bis über die Mitte hinaus blau beschuppt; Hflgl hinter der Mitte mit weißlicher Grxmdfarbe. Britisch Ost-
Afrika : Nairobi.
var'icgatus. C. \2iX\tg&\\xs B.-Bak. (74 c, d) bildet einen Uebergang zu den folgenden durchschnittlich kleineren
Ai'ten. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt, unten im Felde Ic ohne Subbasalpunkt und wahrscheinlich auch ohne
schwarze Saumpunkte (dieses geht weder aus der Beschreibung noch aus der Abbildung ganz sicher hervor). — •
cJ. Flügel oben violettblau mit schmaler, dunkler Saumbinde und Querstrich am Ende der Zelle, am Saume
der Hflgl stehen rmidc schwärzliche, nicht hell gcringte Saiimflecke, von denen der im Felde 2 nach innen gelb-
lich begrenzt ist. Gnmdfarbe der Unterseite weißgrau, Zeichmnig normal. — $. Flügel oben braun, an der Wurzel
und nach hinten blau beschuppt, hinter der Mitte weißlich; Vflgl mit diniklen Diskalflecken. Nairobi-District
in Britisch Ost-Afrika.
C. nevillei B.-Bak. (74 e) weicht von allen anderen Arten dieser Gruppe dadurch ab. daß die Sub-
basalpunkte der Hflgl völlig fehlen oder beim $ winzig klein sind. Hflgl ohne Schwänzchen inid ohne schwarze
Saumpunkte im Felde 1 c; Augenfleck in 2 auf beiden Seiten vorhanden. — (J. Flügel oben grauviolett, etwas
bleiglänzend mit dunklem Querstrich am Zellende. — $. Vflgl am \'rde und am Saume breit braun. Süd-Rhodesia.
C. naidina Btlr. ist beim (^ oben hell bläulich silbergrau mit feiner schwarzer Saumlinic. Hflgl mit
Schwänzchen an der Rippe 2, miten ohne Subbasalpunkt im Feld 1 c. Unterseite steingrau mit dunklen \\eiß-
geringelten Flecken ; Mittelfleck mid Diskalflecke der Vflgl fast schwarz, der Diskalfleck in 1 b steht näher
am Saume als die in 2 — fi. welche eine schwach gebogene Reihe bilden. Hflgl mit Subbasalpunkten in 1 a,
7 und der Zelle; ihre Diskalflecke in 1 b und 7 wie_ gewöhnlich schwarz und punktförmig, der Mittelfleck luid
die abgerundeten Diskalflecke 1 c — 6 leberbraun; Submarginallinie braun mit großen inneren weißen Grenz-
flccken ; schwärzliche weiß geringelte Saimiflecke in allen Feldern (die in 1 c und 2 nach der Beschreibung nach
innen gelb begrenzt, in der Abbikhmg aber ohne solche Begrenzung). Somali-Land.
prnccrus. C. procerus Trim. (73h). Hflgl ohne Schwänzchen, unten in Ic ohne Subbasalpunkt und ohne
schwarze Saumpunkte. Flügel unten aschgrau mit normaler Zeichnung imd den Diskalflecken wenig dunkler
nevillei.
naidina.
CUPIDO. Von Dr. C. Aueivillius. 483
als die Grundfarbe; Vflgl mit 5 Diskalflecken, von denen der in 4 länglich rnid schief gestellt ist; die innere
gelbe Begrenzung des Saunif leckes 2 der Hflgl ist undeutlich oder fehlt. — (J. Flügel oben matt violettblau
am Vrde und Saume breit braun; Vflgl mit, Hflgl ohne Mittelfleck. ■ — Beim $ ist die blaue Farbe heller, noch
mehr zurücktretend und der Mittelfleck der Vflgl größer. Natal; Transvaal.
C. barkeri Trim. (73 k). Hflgl mit Schwänzchen, unten im Felde Ic ohne Subbasalpunkt, aber mit barhcri.
einem kleinen schwarzen, metallisch beschuppten und wurzelwärts gelb begrenzten Saumpunkt dicht an der
Rippe 1 b; der Subbasalpunkt in 1 a fehlt oder ist nur angedeutet; Grundfarbe der Unterseite hell grau. ■ — (J.
Flügel oben zart violett mit \nischarf begrenzter dunkler Saumbinde und vor dem Saume mit feiner weißer
Linie in 1 c — 3; Augenfleck in 2 groß und deutlich. — Das $ weicht oben dadiu'ch ab, daß die violettblaue
Farbe reduziert ist und eine breite braune Vrdbinde frei läßt; dazu kommt, daß die weißen Grenzflecke der
Siibmarginallinien und die weißen Ringe der Saumflecke (der Hflgl) auch oben sichtbar sind. Sierra-Leone,
Congo, Angola, Natal bis Deiitsch Cst-Afrilia, Rhodesia, Ruwenzori.
C. dolorosus T/tw. (73f). Hflgl ohne Schwänzchen, unten im Felde 1 c ohne Subbasalpunkt, aber mit dolorosus.
einem schwarzen, metallisch beschuppten Saumpunkt dicht an der Rippe 1 b. Unterseite braun mit den Flecken
wenig dunkler. — i^. Flügel oben dunkel matt violett, am Saume schmal braun, ohne Mittelflecke; Hflgl am
Saume mit schwarzen, nach außen durch eine feine weiße Linie begrenzten Saumflccken. — $. Vflgl oben am
Vrde und am Saume sehr breit braun. Natal; Transvaal, Tanganjika- Gegend.
C. subpallidus B.-Bak. (74 c) steht der vorhergehenden Art sehr nahe imd scheint hauptsächlich siApaHidits.
inu" durch die hellere Unterseite mit dunkleren Diskalflecken abzuweichen. — ^. Flügel oben hell violett ; Vflgl
sowohl am Saume wie am Vrde breit braun ; Hflgl mit feiner, cUuikler Saumlinie und angedeuteten Saumflecken
in 3 — 6; Saumfleck 2 schwarz. ■ — $. Flügel oben braun mit lebhaft violett blauen Schuppen an der Wurzel
und in der Mitte. Britisch Ost- Afrika und Rhodesia. — major B.-Bak. weicht nur diu-ch bedeutendere Größe major.
(34 — 36 mm) und tiefer violette Farbe der Oberseite ab. Nairobi, Laitokitok, Kibwezi, Rhodesia.
C. mauensis B.-Bak. ist, wie auch die vorige Art, nih unbekannt und soll sich nur durch die dunklere mauensis.
Grxuidfarbe der Unterseite und die schmäleren dunklen Ränder der Oberseite beim (J unterscheiden. Hflgl auf bei-
den Seiten mit gelber Begrenzung des Saumfleckes in 2. Britisch Ost-Afrika: Mau.
C. aibistriatus Capr. Stirn weiß, oben mit zwei Reihen schwarzer Borsten. Hflgl ohne Schwänz- albisMatus,
clien, unten im Felde 1 c ohne Subbasalpunkt und ohne schwarzen Saumpunkt (ein solcher bisA\eilen chu-ch
einige metallische Schuppen angedeutet) aber mit gelbem Querstreif nahe am Saume; Unterseite weißgrau mit
normaler Zeichnung, ausgenommen, daß die gelbe Begrenzung des Saumfleckes 2 sehr breit ist und sich in die
Felder 1 c und 3 hinein ausdehnt. — ^. Flügel oben hell blau; Vflgl mit breiter, scharf begrenzter dunkler Saum-
binde; Hflgl mit Andeutungen von Saumflecken auch in 3 — 6 und in 1 c — 3 mit feiner weißer Linie vor dem
Saume. $ mir unbekannt. Sierra-Leone, Congo-Gebiet, Uganda.
C. latrunculatus Grünb. ist mir unbekannt und wird mit folgenden Worten beschrieben: „^. Ober- lalruncula-
seite .stumpf blauviolett mit bronzcfarbenem Ton. Vflgl mit scharfem, schwärzlichem Diskozellularfleck inicl "'*•
1,5 — 2 mm breitem schwärzlichem Saumband. Saumband der Hflgl etwas schmäler, Vrd der Hflgl ebenfalls
dunkler gefärbt; der schwarze Randfleck im Felde 2 außen sehr schmal bläulichweiß, innen breiter orangegelb
umrandet. Unterseite silbergrau mit bräunlichem Ton, Diskalflecke, Diskal- und Saumbinden etwas chmkler
als der Grundton und scharf weiß umrandet. Diskalflecke in unregelmäßiger Reihe, da in beiden Flügeln der
Fleck im Felde 2 etwas nach innen verschoben ist. Im Hflgl 4 scharfe, weiß umrandete Wurzelflecke je einer in
den Feldern 1 a, 1 b und 7 sowie in der Zelle; der Diskalfleck im Felde 7 ebenso. Randfleck im Felde 2 tief
schwarz, außen mit einigen hellblauen Schuppen gerandet, innen breit orangegelb gesäumt; die braunen Rand-
flecke der Felder 1 c und 3 ebenfalls innen gelb gesäumt. Hflgl imgeschwänzt. Flügelspannung 29 mm."
Kamerun: Yaunde- Gebiet. Die Art ist nach Grünbeegs Ansicht mit C. aibistriatus Capr. nahe verwandt
und scheint nur diu'ch den Subbasalpunkt im Felde 1 c der Hflgl abzuweichen.
C. katangae B.-Bak. steht der vorigen Art sehr nahe und weicht nur dacUu-ch ab, daß das Feld 1 c katcmgac.
der Hflgl auch oben am Saume einen großen gelben Fleck hat und daß die Flügel beim <^ oben eine matt violette
Farbe haben. Beim $ sind oben zwei Drittel der Flügel weißlich mit blauem Schiller. Südliches Congo-Gebiet ;
Kambowe.
C. nandensis Neave. Stirn .schwarz mit weißen Seitenrändern. Augen haarig. Hflgl ohne Schwänz- nandensis.
chen, unten im Felde 1 c ohne Subbasalpunkt und ohne schwarze Saumpunkte, aber mit rotgelbem Querfleck
vor dem Saume. Unterseite dunkel braun mit scharf hervortretenden weißen Zeichnungen und wenig dunlderen
Diskalflecken. — (J. Flügel oben schwarzbraun; ^"flgl nur am Hi-de der Mittelzelle und im Wurzelteil der Felder
1 a^4 schwach violettblau beschuppt; Hflgl in den Feldern 1 c — 5 bis zur breiten Saumbinde und in 6 an der
Wurzel violettblau beschuppt; die Saumflecke durch bläuliche Schuppen undeutlich begrenzt und wenigstens
in 2 und 3 wurzelwärts gelbrot umgeben. $ unbekannt. Britisch Ost-Afrika.
484 CUPIDO. Von Dr. C. AcKiviLLirs.
kabrosae. C. kabrosae B.'Bak. (74 f). Hflgl ohne Schwänzchen, unten ohne Subbasalpunkt in 1 c. o^. Beide
Flügel oben braun ohne andere Zeichnungen als eine breite orangegelbe Binde am Saume der Hflgl mit einem
f;ch Warzen Saumpunkt in 2. Unterseite mit brauner Gnmdfarbe und der für diese Gruppe normalen Zeichnung;
\flgl mit 5 frerundtten Diskalflccken. Britisch 0-t -Afrika: Kabros, Njoro.
malalhana. C. Hialathana Boi'id. (73 f). Diese wohlbekannte und weitverbreitete Ait unterscheidet sich von allen
schon erwähnten Arten dieser Gruppe dadurch, daß der Diskalfleek in 1 b der Hflgl nicht wie bei allen anderen
schwarz imd punktförmig, sondern blaß und wie die Diskalf lecke 1 c — 6 gebildet ist. Hflgl ohne Schwänzchen,
unten im Felde 1 c mit Subbasalfleck und am Saume gewöhnlich mit einem deuthchen schwarzen Saumpimkt
nahe bei der Rippe 1 b; Saumfleck 2 auf beiden Seiten deutlich mit breiter gelber Begrenzimg; Augen dicht
haarig; Stirn weiß, oben mit zwei schwarzgrauen Borstenreilien. — 5*. Flügel oben grau mit schwachem bläulich-
grauem Glänze und feiner schwarzer Saumlinie; ^ tlgl mit feinem Quer.-^trich am Ende der Mittelzelie. Hflgl
ohne solchen Querstrich aber gewöhnlich hinter der Mitte mit einer Querreihe dreieckiger weißlicher Flecke
in den Feldern 2 — 5 und mit undeutlichen weißlichen Bogen innerhalb der Saumflecke der Felder 3 — 5. Das
$ kt oben mehr braun mit blauem Schiller in der Mitte der Vflgl. Ueberall auf dem Festlande und in Süd-Arabien
nilotka. sowie auf den Inseln Madagaskar, Aldabra und Sao Thome. — nilotica Auriv. weicht durch eine helle, zart grau-
blaue oder silbergraue Färbiing der Oberseite imd blassere Unterseite ab. \Yahrscheinlich eine Trockenzeit form.
Am Xil-Fluß bei Kaka.
osiri.1. C. osiris Hpffr. (= anubis Snell., phoa -S«e?/., pyirhops J/a6., cxipiescens E. Sharpe) (73 h). Hflgl mit
Schwänzchen an der Rippe 2, unten im Felde 1 c ohne Subbasalpimkt, aber mit großem schwarzem, rot be-
grenztem Saumpunkt in der Mitte des Feldes und im Felde 1 b mit blassem querliegendem, nicht punktförmigem
Diskalfleek. Unterseite mit weißgrauer Grundfarbe und wenig dunkleren, meist strichförmigen Diskalflccken.
Flügel oben rötlich violett mit feiner schwarzer Saumlinie und schwarzen rot begrenzten Saumflecken in 1 c
und 2 der Hflgl. — $. Flügel oben braun, Vflgl in der Mitte, Hflgl an der Wiuzel violettblau beschiippt ; diese
wie bei malatkana vor dem Saume mit zwei Querreihen weißer Flecke oder Bogen, sonst und unten wie beim ^.
brunneus. Ueberall auf dem Festlande. Magdagaskar und Annobon. — brunneus B.-Bak. weicht nur dadiuch ab, daß
beim £ die Flügel oben braun sind mit leichtem roten Anflug. Britisch Ost-Afiika: Nairobi.
cijcloptcrU. C. cyclopteris Butl. (74 e, f). Hflgl mit Schwänzchen an der Rippe 2, unten im Felde Ic ohne Sub-
basalpunkt, aber mit dunklem Saumpunkt in der Mitte des Feldes. Unterseite hellgrau mit normaler Zeichnimg;
Diskaiflecke der Vflgl klein, punktförmig und der Submarginalreihe genähert ; Diskalfleek 1 b der Hflgl schwarz,
punktförmig. — rj. Flügel oben hell violettblau mit breiter, nach hinten erweiterter dunkler Saumbinde und
dunkler Querstrich in der Mitte der ^'flgl. — 2. unbekannt. Sierra-Leone, Nigeria, Abessinien.
Die beiden folgenden Arten -weichen durch die undeutlichen Diskal- und Sauniflecken auf der Unterseite der Hflgl
von den schon beschriebenen ab imd bilden einen Vcbergang zu den Formen der sechz?hnten Gruppe. Stirn weiß mit
zwei Reihen schwarzer Borsten. Die gelbe innere Begrenzung des Saumfieckes im Felde 2 der Hflgl fehlt oder ist schwach
entwickelt und unten kleiner als oben, llflgl ohne Schwänzchen und ohne Subbasalpunkt im Feld 1 c.
hypopolia. C. hypopolia Triin. (74 f). Augen haarig. Rippe 11 der Vflgl ganz gerade. Flügel unten dunkelgrau,
mehr oder weniger (besonders die Hflgl) mit rauhen weißlichen Schuppen bekleidet, die Ringe der Diskai-
flecke hellgrau statt weiß, ebenso die übrigen hellen Grenzflecken oder Grenzlinien, nur die inneren Grenz-
flecken der SubmarginaUinien sind bisweilen (besonders beim i) heller, weißlich ; Vflgl mit 5 Di-skalflecken in 2 — 6,
welche in einen schwachen Bogen stehen; Hflgl mit 3 Siibbasalpunkten (in 1 a, 7 und der Zelle) und 8 Diskal-
flccken in normaler Anordnung ; die in 1 b und 7 klein, schwarz und punktförmig, die übrigen giößer aber wenig
deutlicli; die Saumflecke Ijeim q sehr undeutlich, beim x durch helle Rmge begrenzt, ganz von der Farbe des
Grundes mit Ausnahme des Fleckes in 2, welcher tief schwarz nach innen zugespitzt und schmal gelb begrenzt
ist und nach außen einige grünliche Schuppen trägt. — q. Flügel oben matt violettblau mit dunkler, unscharf
begrenzter Saumbinde, nur die Vflgl mit Querstrich am Ende der Zelle; Hflgl im Felde 2 mit schwarzem,
schmal gelb begrenztem Saumfleck. Das $ weicht oben durch breitere (etwa 3 mm) braune Vrd- und Saum-
binden beider Flügel, mehr blauen Schiller an der Wurzel und in der Mitte, durch dicken Mittelfleck der Vflgl
und deutliche Saumflecke in allen Feldern der Hflgl ab; unten ist die Giundfarbe heller und alle Zeichnimgen
dadurch viel deutlicher. Natal, Transvaal, Mashuna-Land.
abyarinicHs. C. abyssinlcus Aitriv. Augen nackt. Rippe 11 der Vflgl sehr schwach gekiümmt. ^'flgl unten mit
braunem Querfleck am Ende der Mittelzelle und 6 großen tief schwarzen, ganz gerundeten Diskalflccken, welche
einen starken Bogen bilden; Submarginallinie zusammenhängend, biaun, ^\eiß begrenzt ; Saumflecke weniger
deutlich länglich. Hflgl unten grau aber mit großen länglichen weißen Schuppen rauh bekleidet ; Subbasalpunkte
wie gewöhnlich drei (in 1 a, 7 und der Zelle) klein uHd schwarz; Mittelflcck b!aß, halbmondförmig; Diskaiflecke
8 in gewöhnlicher Anordnung, nur der in 7 tief schwarz, die übrigen blaß braun, klein (fast punktförmig) und ge-
trennt; ihre hellen Ringe treten gegen den weißlichen Giund nur schwach hervor; Saumflecke länglich, grau-
braun, nur der in 2 tief schwarz, mit einigen metallischen Schuppen, aber ohne innere gelbe Begrenzung; ein
winziger schwarzer Punkt am Analwinkel in 1 b. — q. Flügel oben violettblau mit starkem Schiller und scharf
begrenzter, etwa 3 mm breiter, dunkler Saumbinde, aber ohne solche Vrdbinde der Vflgl. Hflgl mit deutlichen,
CUPIDÜ. Von Dr. C. Aukivillius. 485
braunen (im Felde 2 schwarzem) Saumflecken; eine mattgelbe undeutliche innere Begrenzung des Saumfleckes
im Felde 2. $ unbekannt. Abessinien.
Als Anhang zu dieser Gruppe fühi-e ich die folgenden mir unkebannten Arten, deren Stellung unsicher, ist. auf.
C. antoto Strand (74 t). „Hflgl geschwänzt und unten mit folgenden Zeichnungen: im Basalfeld eine auMo.
ganz schwach saumwärts konvex gebogene Reihe von 3 tiefschwarzen Subbasalpunkten *), von denen der
vordere unmittelbar hinter der Rippe 8 gelegen und breiter als lang ist, der mittlere in der Zelle, der hintere
auf dem Innenrande; der dunkelgraue Diskozellularfleck erscheint als ein schmaler, ganz schwach saiimwärts
konvex gebogener Querstrich zwischen den Rippen 4 und 6 und vor diesem ein wenig weiter saumwärts ver-
schoben finden sich zwei eine Querreihe bildende tiefschwarze Flecke, von denen der vordere größer ist und
breiter als lang; hinter dem Diskozellularfleck findet sich zuerst ein runder Fleck, der dunkelgrau ist und als
der folgenden Binde angehörig betrachtet werden kann, dann unmittelbar vor dem Irde ein tiefschwarzer Fleck;
von dem hinter der Diskozellulare gelegenen runden Fleck bis zur Rippe 6 erstreckt sich, fast auf die Vflglspitze
gerichtet und saumwärts konvex gebogen eine Reihe von 3 dunkelgrauen Flecken, von denen die beiden vorderen
erheblich größer und quergestcllt sind und hinter und etwas weiter saumwärts von dem Fleck im Felde 2 ist ein
Querfleck und im Felde 7 ist ebenfalls einer, der als Fortsetzung der Binde in den Feldern 3 — 5 betrachtet
werden kann. Im Saumfelde finden sich zwei Reihen dunkelgrauer Sublimbaiflecke und ebenso gefärbte Saum-
linie; im Felde 2 ist ein tief schwarzer cpiereiförmiger Fleck, dem innen ein größerer orangegelber Halbm.ond
anliegt. Flügelspannimg 20, Flügellänge 10,5 mm. Abessinien: Antotos." q-
Da jede Beschreibung der Oberseite und der Unterseite der Vflgl fehlt bin ich niclit imstande die StcHung
dieser kleinen Art näher zu bestimmen.
C. elicola Strand (74 f). Die Beschreibung lautet : ^. ,,Mit C. barkeri Trim. verwandt, aber im Felde 1 c dkola.
der Hflgl ist ein schwarzer Puiiktfleck vorhanden; der am irde gelegene der drei, eine gerade Reihe bildenden
schwarzen Punktflecke des Wurzelfeldes ist von der Diskalbindc tun kaum mehr als seinen längsten Druchmesser
entfernt und ebenso groß wie die beiden anderen Flecke derselben Reilie; die beiden hinteren zusammenliängen-
den Flecke der Diskalreilie liegen hinter dem Diskozcllularfleck während sie bei barkeri deutlich weiter saum-
wärts geschoben sind; die Diskalbinde i.-.t von der Sublimbalbinde deutlicher entfernt und zwischen beiden
liegen scharf markierte, rein weiße Keilflecke ; auch im Felde 3 findet sich ein Ozellus, der allerdings viel kleiner
und undeutlicher als der im Felde 2 ist, und im Felde 1 c sind zwei Ozellen angedeutet. Die Unterseite der
Vflgl weicht von derjenigen von C. barkeri hauptsächlich dadurch ab, daß alle Zeichnungen schärfer markiert
sind imd der Diskozellularfleck näher der Diskalbinde (von dieser nur um iliren größten Radius entfernt), deren
beide hinteren Flecke daher, ebenso wie im Hflgl, etwa hinter den Diskozellularfleck zu liegen kommen. Die
Basalhälfte der Unterseite der Fransen beider Flügel tiefschwarz. Oberseite beider Flügel lebhaft hellblau
glänzend, die vorderen mit schmalem, schwarzem, strichförmigem Diskozellularfleck und 1,5 mm breiter tief-
schwarzer Randbinde: die hinteren mit ebensolcher Randbinde, die Zeichnungen ähnlich wie bei barkeri auf-
weist, aber die Ozellen sind noch Ideiner und nur diejenige im Felde 2 hat inneii einen obendrein ganz kleinen
orangegelben Fleck. Flügelspannung 25, Flügellänge 13 — 14 mm". Abessinien: Eli.
Der Verfasser erwähnt nicht, ob die Hflgl geschwänzt sind oder nicht. Bei dem \'ergleich mit C. barkeri
wäre es wahrscheinlich, daß dieselben ein Schwänzchen hätten. Die Beschreibung paßt aber sonst recht gut
auf die kleineren mit C. suhpallidus ver\\ andten Arten, von denen jedoch andererseits C. elicola durch den Sub-
basalpunkt im Felde 1 c abweicht.
C. masai B.-Bak. wurde als Eueres beschrieben und wird nicht in Bethune-Bakees Monographie mas(n.
von Neochrysops und Euchrysops erwähnt; sclieint aber nach Farbe und Zeichnung mit den Arten der vorlie-
genden Gruppe nahe verwandt zu sein.
„(^. Beide Flügel violettblau. Vflgl am Vrde und Saume sehr schmal schwaiz. Hflgl am Vrdc breiter
braun, am Saume schmal schwarz, mit t-ehr feinem, an der Spitze weißem Schwänzchen und vor diesem einem
kleinen dunklen Fleck. Fransen graaweiß, nach außen dvmkler. Unterseite weißgrau. Vflgl mit kleinem schwar-
zem weißgeringeltem Mittelpunkt; Diskalreihe aus sechs getrennten weißgeringelten schwarzert Flecken r.nd
der Spur eines sehr kleinen am Vrde; die vier vorderen Flecke bilden einen Bogen nach außen, der zweite (vom
Vrde gerechnet) steht dem Saume am nächsten, der fünfte weit mehr wiu'zelwärts und der sechste ein wenig
mehr saumwärts; eine doppelte submarginalc Reihe von weißbegrenzten Mondflecken; eine feine schv/arze
Saumlinie. Hflgl mit zwei schwarzen Subbasalpunkten, einem in der Zelle und einem im Felde 7, und einem
kleinen Punkt am Irde; über dem blaßbraunen Punkt am Zellende findet sich ein schwarzer Punkt am Vrde
(Diskalfleck 7) und hinter demselben ein ähnlicher Punkt am Irde (= Diskalfleck 1 b); die Diskalreihe be-
steht außerdem aus sechs hellbraunen Flecken (in gewöhnlicher Anordnung); eine unregelmäßige hellbraune
Submarginalbinde wird nach außen von einer Reihe hellbrauner Saumflecke begrenzt; eine feine schwarze
Saumlinie; im Felde 2 ein tief schwarzer Fleck mit einigen metallisch blauen Schuppen und nach innen von
einem orangegelben Bogen begrenzt. Alle Flecke und Binden weiß begrenzt. — $. Vflgl graubraun mit einem
*) Dieses Wort fehlt in der Originalbeschreibung.
486 CUPIDO. Von Dr. ('. Aurivillius.
kleinen lebhaft violcttblauem Felde an der Wmzel und in der Mitte. Hflgl fast bis zu den Sauraflecken blau;
diese nach innen von einem blauen Bogen begrenzt; der Saumfleck in 2 nach innen orangegelb begrenzt. Flügel-
spannung: 27 — 28 mm." Britisch Ost-Afrika: Kikuw.
Sechzehnte Gruppe.
Die A'io6e- Gruppe.
Die Arten dieser Gruppe stellen denen der vorigen nahe, weichen aber durch die rein schwarzen, oft
kleinen und punktförmigen Diskalflecken 1 c — 6 der Hflgl ab, welche alle getrennt oder nur teilweise mitein-
ander vereinigt sind. Saumfleck 2 der Hflgl oben und gewöhnlich auch unten ganz ohne innere gelbe Begren-
zung. Rippe 11 stets frei und gerade. Hflgl ohne Subbasalpunkt im Felde 1 c.
Männchenschuppen (Androconien) vorhanden.
U c b e r s i c h t der Arten.
A. Hflgl ohne Schwänzchen unten mit grauer bis .schwärzlicher Grundfarbe. Der Diskalfleck 2 der Hflgl steht
nahe an der Wurzel des Feldes 2 und fast gerade hinter dem Mittelquerstrich.
a. Flügel oben bei beiden Geschlechtern mehr oder weniger ausgedehnt violett oder violettblau.
*. A'flgl oben ohne Querfleck am Ende der Mittelzelle. Die Submarginallinie der Unterseite beider
Flügel breit, dunkelbraun, bindcnförmig, nach innen mit weißlichen Grenzflecken.
1. Diskalflecke 1 b — 0 der Hflgl klein, punktförmig; einige bisweilen undeutlich. Saiimflecke der
Hflgl sehr undeutlich, der in 2 bisweilen schwarz, aber klein und ohne gelbe Begienzung.
a. Flügel unten mit dunkel braungrauer Grundfarbe mit deutlicher weißlicher Querbinde zwischen
den Diskalflecken und der Submarginalbinde (= die inneren Grenzflecke der Submarginal-
binde). C. niobe.
b. Flügel unten bis zur Sid)marginalbinde hellgrau oder in den Hflgln weißlich, wodurch die
Ringe der Diskal])unkte und die Grenzflecke der Submarginalbinde sich nur schwach gegen
die Grundfarbe abheben. Augen nackt. C. lacrimosus.
2. Diskalflecke 1 b — 6 der Hflgl von normaler (Jröße und die der Vflgl .sehr groß, Grundfarbe der
Unterseite sehr dunkel mit deutlichen weißen Zeichnungen. C ariadne.
**. Vflgl oben mit dunklem Querstrich am Ende der Mittelzelle. Die Submarginallinie der Unterseite
fein, aus Strichen oder Bogen gebildet, mit kleinen und vuideutlichen inneren Grenzflecken. Saum-
flecke sehr klein, punktförmig oder fehlend. Augen haarig. C. tantalus.
[i. Flügel oben einfarbig dunkelbraun ohne Zeichnungen.
*. Die weißen Grenzflecke der Submarginallinie beider Flügel schmal, fein, bogenförmig. Augen haarig.
C. ignotus.
**. Die weißen inneren Grciizflecke der Sul)marginallinie sind auf beiden Flügeln sehr groß, erreichen
die Diskalflecke und bilden eine breite weiße Querbinde, die sich gegen die braungraue Grundfarbe
scharf abhebt. C. pephredo.
B. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt, unten mit weißer Grundfarbe und rein schwarzen Flecken ohne hellen
Ring oder Grenzflecke. Hflgl ohne Subbasalpunkt in 1 e. Saumfleeke der Hflgl auf beiden Seiten schwarz,
gerundet oder strichförmig, die in 1 c und 2 auf der Unter.seite metallisch beschuppt und diese außerdem
wurzelwärts schmal gelb begrenzt. C. leucon.
viobc. C. niobe Trim. Unterseite besonders am Saume dunkelbraun. — q- Flügel oben matt violett ohne
Flecke, am Saume breit verdunkelt. — $. Flügel oben braun, au der Wurzel und in der Mitte violett beschuppt.
Kapland bei Knysna.
larrimosus. C. lacrimosus B.-Bak. (74 d) weicht von niobe nur dadurch ab, daß die Grundfarbe der Unterseite
viel heller ist, besonders auf den Hflgln, wo die Fläche mit großen weißen Schuppen mehr oder weniger dicht
mnior. bekleidet ist. Natal, Zulu-Land, Transvaal. — ma\OT B.-Biik. ist größer (44 mm) oben dunkler und reiner
violett lind unten noch heller. Natal.
ariadne. C. ariadne Btlr. Die Grenzfleeken der Submarginalbinde bilden in beiden Flügeln eine scharf
hervortretende weiße Querbinde, welche den Zwischenraum zwischen den Diskalflecken und der Saumbinde
ganz ausfüllen. — ^. Flügel oben violettblau mit dunkler Saumbinde, aber ohne Mittelflecke. — ?. Flügel
oben braun an der Wurzel matt violett beschuppt ; Hflgl hinter der Mitte mit einer Querreihe bläulicher Flecke.
Natal.
CUPIDO. Von Dr. C. Aurivillius. 487
C. tantalus Trim. (74 f) hat eine hell weißgraue Unterseite mit sehr kleinen Subbasalpunkten der laniahis.
Hflgl; Diskalflecke schwarz luid etwas eckig; Submarginallinie fein mit kleinen oder imdeutlichen inneren
Grenzflecken; Saumpunkte sehr undeutlich oder fehlend, die in 1 c und 2 bisweilen schwarz. • — ■ ^. Flügel oben
zart violett mit feiner dunkler Saumlinie und in den Vflgln mit Querstrich am Ende der Zelle. • — ?. Flügel
oben braun, von der AVurzel bis über die Mitte hinaus blau; Mittelfleck der Vflgl dicker. Kaffernland und Natal.
C. ignotus Trim. (74 f). Unterseite grau mit schwarzen weiß begrenzten Flecken und weißen, feinen ignoius.
Grenzbogen der Submarginal- und Saumflecken; Svibbasalpunkte der Hflgl sehr klein; Diskalflecke beider
Flügel klein, punktförmig und frei. Natal, Transvaal.
C. pephredo Trim. Unterseite braungrau; Subbasalpunkte der Hflgl winzig klein oder fehlend; pephredo.
Mittelflecke weiß umgeben ; Diskalflecke 1 c — 6 der Hflgl gerundet schwärzlich, getrennt ; Saiimflecke matt
braiin, gerundet. Natal.
C. leucon 3Iab. weicht von den vorhergehenden Arten so beträchtlich ab, daß er vielleicht am besten leucon,
als Vertreter einer besonderen Gruppe betrachtet würde. Da ich aber die Art nicht selbst untersuchen konnte,
stelle ich sie vorläufig in diese Gruppe. Vflgl unten mit schwarzem Mittelfleck, fünf Diskalf lecken, von denen
die in 2 und 3 frei und gerundet, die in 4 — 6 aber zu einem schief gestellten Querstrich vereinigt sind, und freien
schwarzen Submarginal- und Saumstrichen in 1 b — 6. Hflgl mit drei großen Subbasalpunkten (in 1 a, 7 und
der Zelle), großem Mittelfleck und 8 ungleich großen Diskalflecken in 1 b — 7, von denen die der Felder 1 c, 4
und 5 näher am Saume stehen als die anderen. — ^. Flügel oben schön glänzend blau; Vflgl am Vrde schmal,
an der Spitze breit und am Saume schmäler .schwarz, mit feinem schwarzem Querstrich am Ende der Zelle;
Hflgl mit feiner schwarzer Saumlinie und schwarzen Saumstrichen in allen Feldern. — $. Flügel oben weiß;
Vflgl am Vrde bis zur Mittelzelle und an der Spitze sehr breit schwarz, dann mit gegen den Hinterwinkel sehr
schnell verjüngter Saumbinde; ein feiner schwarzer Strich am Ende der Zelle. Hflgl oben am Vrde bis zur
Kippe 6 schwarz, am Saume mit schwarzen Saumflecken und feiner schwarzer Saumlinie. Madagaskar.
Siebzehnte Gruppe.
Eine sehr ausgezeichnete Gruppe. Stirn in der Mitte schwarz mit weißen Rändern. Augen dicht haarig.
Hflgl mit Schwänzchen am Ende der Rippe 2, unten mit 4 Subbasalflecken in 1 a, 1 c, 7 und der Zelle, von
denen jedoch nur der in 7 schwarz mit (blauem Kern und) weißem Ring ist; die übrigen sind groß und ganz
wie die Diskalflecke gebildet. Mittelflecke beider Flügel von der Farbe des Grundes mit weißer Umrandung.
Alle Diskalflecke mit Ausnahme desjenigen des Feldes 7 der Hflgl von der Farbe des Grundes mit dickem weißem
Ring; Diskalf leck 7 der Hflgl ganz wie der Subbasalpunkt desselben Feldes tief schwarz mit (blauem Kern
und) weißem Ring. Die Submarginalbogen mäßig breit, nach innen mit weißen Grenzflecken. Saumflecke
der Vfgl und 1 c, 3—6 der Hinterflügel strichförmig von Farbe des Grundes; der Saumfleck in 2 gi'oß, gerundet,
.schwarz nach innen blutrot begrenzt. Am Analwinkel in der Spitze des Feldes 1 b ein schwarzer Strich.
C. scintilla Mab. (= quadriocularis SaaJm.) (73 i). Unterseite mit grauer Grundfarbe; die Subbasal- sciniUla.
flecke in 1 a, 1 b und der Zelle, die Mittelflecke und die Diskalfecke' (der in 7 der Hflgl ausgenommen) von der
Farbe des Grundes, aber mit weißlichem Kern. — ^. Flügel oben schön hell himmelblau, am Saume der Hflgl
etwas grünlich angeflogen, mit sehr feiner schwarzer Saumlinie und tiefschwarzem Saumpunkt ina Felde 2
der Hflgl. Fransen des Feldes 1 b der A'flgl und der Hflgl wenigstens zwischen den Rippen 7 und 5 rein weiß.
— $. Vflgl oben blau am Vrde bis zur Zelle und dann bis zur Rippe 5 schwarz und mit etwa 3 mm breiter
dunkler Saumbinde. Hflgl oben blau, am Yrde bis zur Rippe 6 schwärzlich und vor dem Sauiue in den Feldern
1 c — 5 mit kleinen schwarzen Sarnnst riehen. Madagaskar.
C. sanguigutta Mab. (= caeruleoarcuata Saalm.) (73 k) steht der vorigen Art sehr nahe und weicht .w»;/»;</»//a.
hauptsächlich nur durch etwas geringere Größe und nicht weiß gekernte Flecke der Unterseite ab. Dazu kommt,
daß die Farbe der Oberseite mehr violett ist. Madagaskar.
Achtzehnte Gruppe.
Augen nackt. Rippe 11 der Vflgl gegen die Rippe 12 aufgebogen und dieselbe berührend. Hflgl ohire
Schwänzchen, unten mit drei schwarzen Wurzelpunkten (in 1 a, 7 und der Zelle); die Diskalflecke 1 c— 6 sind
grau und stehen in einer fast geraden Querreihe weit hinter der Spitze der Mittelzelle ; Hflgl nur mit einem
schwarzen Saumfleck (in 2). Unterseite grau mit weiß umrandeten Flecken.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Hflgl oben nur im Felde 2 mit einem kleinen gelben Fleck vor dem Saume oder ganz ohne gelbe Zeichnungen.'
Vflgl oben ganz ohne rotgelbe, kupferglänzende Beschuppung. C. messaptis.
488 CUPIDO. Von Dr. C. AiRmLurs.
B. Hflgl oben vor dem Saume mit einem größeren rotgelben Fleck in 1 c, 2 und 3. — q. Vflgl oben mehr oder
weniger mit kupferglänzenden rot gelben Schuppen bedeckt. G. mahallakoaena.
C. nandianus.
C. koaena.
mcssaptis. C. messapus Gorf. (73 k). Unterseite grau ; Mittelfleck und Diskalflecke der Vflgl schwarz und deutlich :
Hflgl mit scliwarzen Wurzc'l])unkten in 1 a. 7 und der Zelle und schwarzen Diskalpiinkten in 1 b und 7: die
Diskaiflecke 1 c — 6 blaß und oft sehr undeutlich; der schwarze Saumfleck im Felde 2 wuizelwärts mit kleinem
rotgelbem Grenzfleck, übrige Saumflecke undeutlich, weißlich umrandet. — (J. Flügel oben fast bis zum Saume
dunkel blau violett ohne ^littelflecke, aber mit schwarzem (gelb begrenztem) Saumpunkt im PVlde 2. — Q.
scbayadis. Flügel oben einfarbig braun, sonst wie beim ,J. Kapland. Kaffernland, Abessinien. — ab. sebagadis Guer. Hflgl
unten mit rotgclbem Grenzfleck auch im Felde 1 c. Abessinien.
mahaUa- C. mahallakoaena WnUengr. (73 i) ist unten fast ganz wie die vorige Art gezeichnet, nur etwas heller
koaetia. ^,.,(1 j^jj clcutlifhcrcr Zeichnung, weicht aber dadurch ab, daß die Saumflecke in 2 und 3 beide nach innen von
dicken orangeroten Bogen begrenzt sind. ■ — q. Flügel oben dunkel violett ; Vflgl und bisweilen auch die Hflgl
an der Wurzel und in der Glitte mit gelbroten kupferglänzenden Schuppen überdeckt; diese Färbung dehnt
sich (jft strahlenförmig an den Rippen saumwärts aus. — -!. Flügel oben einfarbig braun, nur in den Feldern
1 c, 2 und 3 der Hflgl mit rotgelbem Saumfleck. Owambo-Land bis Kapland und dann bis Britisch Ost-Afrika.
iri.tUjwtim. — ab. tfisignatus <S7;y/. Strand führt diese Form zu C. messapus. Wenn aber einerseits der Unterschied in der
Ausdehnung dei- rotgelben Farbe auf der Oberseite der Hflgl nicht durchgreifend ist und anderseits die kupfer-
glänzende Bestäubung der Oberseite beim ^ von mahallakoaena fehlen kann, sehe ich nicht ein, wie die beiden
Arten geti'ennt gehalten werden können. Strand teilt über trisignatus unter anderem folgende Kennzeichen
mit; ,, Größe wie bei messnpiis, 22 mm" (mir liegt ein q von mahallnkoaenn mit einer Flügelspannung von nur
20 mm vor); ,, die Oberseite wie bei messapus gefärbt, abgesehen davon, daß die Hflgl in 3 Zellen orangegelb ge-
fleckt sind. Die Unterseite weicht von derjenigen von 7nessnpus durch hellere Grundfarbe ab mid durch das
^'o^handensein von ähnlicher orangcgelber Saumfärbung wie an der Oberseite, die aber hier wegen der helleren
Umgebung nicht so deutlich fleckförmig erscheint, sondern vielmehr wie ein zickzackförmig gebrochenes Quer-
band, das sich auch noch ein wenig in die Zelle 4 hineinstreekt und in der Zelle 2 einen kleinen schwarzen Punkt-
fleck \imfaßt, erscheint". Abessinien.
nandwmis. C. nattdianus B.-Bak. wurde als eine Catochrysops beschrieben und ist mir unbekannt. Die Beschrei-
bung ist folgende: ..Beide Flügel hell violettblau mit dem Saum schmal schwarz; A'flgl mit Spuren der kupfer-
glänzenden Bestäubung, welche den ('. mahallakoaena so sehr auszeichnet ; bei nandianus aber sind nur schwache
Spuren der Kupferfarbe zu sehen und bei geflogenen Stücken verschwinden auch diese völlig; Hflgl zwischen
den Rippen 1 a und 2 *) mit einem schwarzen Saumfleck, welcher nach innen von einem kleinen roten Fleck
begrenzt ist. Unterseite der von mahallakoaena ähnlich, aber mit sehr heller Grundfarbe inid etwas größeren
Flecken, welche eine breitere weiße Umrandung haben. Flügelspannung 2C mm." Nandi. Nach der Beschrei-
bung scheint auch diese Form ein Bindeglied zwischen messapus imd mahallakoaena zu bilden.
koaciia. C. Roaena Strd. (74 g) wurde nach einem einzigen 9 beschrieben und ist nach Strand mit C. mahalla-
koaena verwandt. Für eine solche Verwandtschaft spricht zwar die Zeichnung der Unterseite, nicht aber die
Oberseite, welche von den 52 der anderen Arten dieser Gruppe völlig verschieden ist. Aus der Beschreibung
mag angeführt werden: $. ,, Oberseite hell blau mit schwarzen Rippen und breiter schwarzer Saum- und Vrd-
binde; im Vflgl ist erstere 3 mm breit und zwar überall gleichbreit . . .; die Vrdbinde ist an der Basis schmäler
als die Saumbinde, saumwärts aber schwach erweitert und an der Flügelspitze ist ihre Breite etwa 5 mm; Disko-
zellularfleck tiefschwarz abgerundet, reichlich so breit (2 mm) wie lang, größtenteils in der dunklen Vrdbinde
gelegen". Hflgl mit etwa 3 mm breiter Vrds- und Saumbinde; letztere wird aber durch die darin eingeschlossenen
Zeichnungen zum großen Teil verdrängt ; in den Feldern 1 b (soll 1 c heißen. ^4«/'«'.) 2 und 3 je ein orangegelber,
hall)mondförniig geUrünunter Fleck, der in den Feldern 2 inid 3 länger als breit ist ; im Felde 2 schließt dieser
Fleck einen tiefschwarzen kreisrunden Fleck ein." ,, Unterseite aschgrau." , Vflgl mit schwarzen, rein weiß be-
grenzten Flecken." ..Hflgl im Wurzelfelde mit einer geraden Querreihe von 3 tief schwarzen, weiß geringten,
luiter sich etwa gleich weit entfernten Flecken" . . .; .,das Saumfeld hinter der Rippe 4 mit einem orangeroten.
G mm breiten, vorn 3 mm langen Fleck, der im Felde 2 einen kleinen tief schwarzen, außen und beider.seits schmal
blau geringten Augenfleck einschließt, in den benachbarten Feldern sind nur wenige blaue Schuppen erkenn-
bar." Flügelspaniumg: 27 — 28 mm. Deutsch Ost-.\frika: Xeuwied-Ukerewe. Ob das 2 von C. alberta Btlr.
(1901)?
Neunzehnte Gruppe.
Ch Hades- Gruppe .
Augen nackt. Stirn .schmal, nach oben etwas verjüngt. Rippe II der Vflgl frei, aber eine Strecke dicht
an der Rippe 12 verlaufend. Hflgl ohne Schwänzchen unten im Felde 1 c mit schwarzem Wurzelpunkt und
*) Diese Angabe muß auf einem Schreibfehler beruhen.
Au-^gegeben 17.11.1925. CÜPIDO. Von Dr. C. ArRniLLms. 48Ö
am Saume in der Mitte mit großem, tief schwarzem, metallisch beschupptem xim\ nach innen gelbrot begrenztem
Saumfleck. Diskalflecke der Vflgl und 1 b und 7 der Hflgl sowie die 4 Subbasalpunkte derselben tief schwarz
und punktförmig. DiskaKlecke 1 c — 6 der Hflgl von der Farbe des Grundes. Alle Flecke der Unterseite weiß
umrandet. Schwarze, breit gelb begrenzte Saumf lecke auch in den Feldern 2 und 3 der Hflgl.
C. trochylus i^^-eyer (74 a imd Band 1, S. 297, Taf. 77 k). ^. Flügel oben braun mit deutlichem, bläulich irochyhts.
grauem Schiller. — $. Flügel oben schwarzbraun ohne bläulichen Schiller. Süd-Afrika nördlich bis zum
Damara-Land, Ost- Afrika bis Abessinien und Nubien, Arabien, Sokotra.
C. alberta Btlr. wurde als eine C'hilades beschrieben, gehört aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht aJberia.
zu dieser Gruppe. ,,cJ. Flügel oben aschbraun mit lebhaftem violettem Schiller; Ränder und Rippen sowie auch
Diskozellularflecke und Fransen rauchbraun ; Hflgl mit rauchbraunen Saumflecken, der vorletzte (im Felde 2
schwärzlich und die drei letzten (in 1 c — 3) saiimwärts weiß begrenzt; die Fransen der Vflgl gegen den Hintqy-
winkel und die der Hflgl mit weißer Wurzellinie; Körper normal; Unterseite fast wie bei Euchrysops cyclopteris,
ausgenommen, daß die drei letzten (in 1 c — 3) Saumflecke der Hflgl nach innen von orangegelben Flecken be-
grenzt sind; der letzte Fleck kurz und linear. • — Das $ ist größer und mehr blau als das ^ mit wohl begrenzter
dinikler Saumbinde und Diskozellularfleck der Vflgl; Vrd beider Flügel breit verdunkelt; die Hflgl oben mit
großen orangegelben Bogen innerhalb der drei letzten Saumflecken (in Ic — 3); Unterseite mehr weißlich als
beim o mit etwas kleineren und mehr undeutlichen Zeichnungen. Flügelspannung: 27 — 30 mm." Equatorial-
Afrika. — Die Beschreibung des $ stimmt genau mit derjenigen von C. Icoaena Strd. (1911) überein.
Zwanzigste Gruppe.
Cupidopsis- Gruppe .
Palpen unten glatt beschuppt ohne Borsten. Stirn dunkel mit weißen Seitenrändern. Augen nackt.
Die Rippen 8 und 9 der Vflgl fehlen ganz und die Rippe 11 ist frei und gerade. Diskalf lecke frei und punkt-
förmig, tief schwarz oder ockergelb. Hflgl unten mit drei schwarzen Subbasalpunkten (in 1 a, 7 und der Zelle),
in 1 c ohne Subbasalpunkt aber mit zwei getrennten Diskalpunkten (ein sehr wichtiges und gewiß phylogene-
tisch altes Kennzeichen), und mit zwei oft zu einem Querstrich vereinigten dunklen, nicht aber schwarzen
Saumflecken. Nur der Saumfleck in 2 ist auf beiden Seiten tief schwarz. Die Felder 1 c- — 3 unten und bis-
weilen auch oben mit orangegelber, in 1 c bisweUen unterbrochener Querbinde innerhalb der Saumflecke.
Bemerkenswert ist auch, daß der Diskalfleck im Felde 2 der Hflgl ebenso weit oder weiter nach außen steht
wie die beiden Diskalflecke des Feldes 1 c, während er bei allen Arten der Gruppen 15 — 19 mehr wurzelwärts
als der Diskalfleck 1 c steht.
Uebersicht der Arten.
A. Hflgl ohne Schwänzchen. Vflgl unten mit schwarzem Punkt in der Älittelzelle hinter ilirer Glitte. Der Diskal-
fleck 6 der Vflgl steht viel näher an der Wurzel als der Diskalfleck in 5. — Neolycaena Karsch.
C. cissus.
B. Hflgl am Ende der Rippe 2 geschwänzt. Vflgl unten normal ohne schwarzen Punkt in der Mittelzelle. Der
Diskalfleck 6 der Vflgl steht wenig mehr wm-zelwärts als der Diskalfleck in 5. — Cupidopsis Karsch.
C. iobates.
C. cissus Godt. (74 g) ist eine an den schon angefülirten Kennzeichen leicht kenntliche Ait. i^. Flügel cissits.
oben matt blau violett, Vflgl am Vrde schmal, an der Spitze und am Saume breiter dunkelbraun, Hflgl am
Vrde bis zur Rippe 7 und am Saume bis zur Rippe 6 braun, dann mit dimklen Saumflecken und feiner dunMer
Saumlinie; Saiimfleck 2 mit dickem gelbem Fleck an der Wurzelseite, bisweilen auch ein kleiner gelber Sub-
marginalfleck am Analwinkel in 1 c und selten auch einer in 3 ; wenigstens in 1 c — 3 eine feine weiße äußere
Grenzlinie der Saumflecke. Das $ ist oben am Vrde beider Flügel und an der Spitze und am Saume der Vflgl
sehr breit schwarzbraun (an der Spitze der Vflgl fast bis zur Wurzel des Feldes 5 und am Vrde der Hflgl bis
zur Rippe 6) ; die blaue Farbe ist heller, kaimi violett und geht oft nach außen besonders in den Feldern 2 und
3 der Vflgl und 3 — 5 der Hflgl in Weiß über. Saumflecke der Hflgl wie beim (J, aber deutlicher. Ganz West-,
Süd- und Ost-Afrika, nördlich bis Sierra-Leone und Uganda. Madagaskar. — ab. aberrans Btlr. ist niu" eine aberrans.
dm-ch Zusammenfließen und Zerteilung oder durch Verschwmden der Diskalflecke der Unter.seite ent.standene
Mißbildung, welche bei fast allen Cupido-Asien auftreten kann. Madagaskar.
C. iobates Hopf f. (72 k). Subbasal und Diskalpunkte der Hflgl bei der Hauptform schwarz. Sub- iobaies.
marginalbinde der Hflgl auf beiden Seiten vom Irde wenigstens bis zur Rippe 4, beim $ oft fast bis zum Vrde
XIII 62
490
CUPIDO. Von Dr. C. Aueivilutts.
orangegelb ausgefüllt. — ^. Flügel oben zart violettblau, an der Spitze luid am Saume breit dunkelbraun;
gelbe Submarginalbinde der Hflgl besonders oben schmäler und kürzer. — $. Flügel oben mit hellerer blauer
Grundfarbe; A'flgl am Vrde, an der Spitze und am Saume breiter schwarzbraun; Hflgl besonders oben mit
der orangegelben Saumbinde breiter und länger. Süd-Afrilca bis Angola und ganz O.^t-Afrilca bis Uganda und
o:hreopunc- Abessüiien. — ab. ochreopuncta ah. n. weicht nur dadurch ab, daß die Subbasal- und Diskalpuiikte der Hflgl
'«■ ockergelb sind. Damara-Land, Griqua-Land, Transvaal, Delagoa-Bai. — ab. conjungens Strd. zeigt eine An-
onjungens. j^^herung an C. cissus dadurch, daß die Vflgl unten einen kleinen schwarzen Punlvt in der Mittelzelle haben
Deutsch Ost- Afrika.
Einundzwanzigste Gruppe.
Die hier zu besprechenden Arten wurden bisher zu der Gattung Catochrysops gestellt, weichen aber,
wie schon Bethuxe-Baker bemerkt hat, von der CatocÄrysops- Gruppe (Tj-pus C. strabo) ab. Unter den äthio-
pischen Arten lagen mir leider nur C. eleusis und confractus vor. Dieselben zeichnen sich durch folgende Kenn-
zeichen aus. Augen nackt. Stirn weiß mit keinen oder wenigen schwarzen Borsten. Die Rippe 11 der Vflgl
berülirt die Rippe 12 oder liegt ihr sehr nahe an. Hflgl am Ende der Rippe 2 geschwänzt, unten im Felde Ic
ohne Subbasalpunkt, aber mit zwei schwarzen metallisch beschuppten Saumpunkten. Die Subbasalpunkte
der Felder 1 a, 7 und der Zelle sind klein oder fehlen. Hflgl oben wenigstens in 2 mit deutlichem schwarzem
Saumpunkte. Kleine Arten mit einer Flügelspannung von 18 — 27 mm.
Uebersicht der Arten.
A. Hflgl oben ohne gelben Submarginalfleck im Felde 2 oder beim $ mit undeutlichem blaßgelbem solchem
Fleck.
a- Diskalfleck 1 b der Hflgl klein, schwarz und punl^tförmig oder ganz fehlend; wenn vorhanden, viel näher
an der Wurzel als der Fleck in 1 c. C eleusis.
C. nigeriae.
C. lois.
ß. Diskalfleck 1 b der Hflgl blaß und querliegend, wenig näher an der Wurzel als der Diskalfleck 1 c. Diskal-
flecke 1 b — 3 der Vflgl und 1 c — 5 der Hflgl lang gestreckt, strichförmig. C. contractus.
B. Hflgl oben im Felde 2 mit orangegelbem Submarginalfleck innerhalb des schwarzen Saumfleckes. Diskal-
fleck 1 b der Hflgl blaß und qucrliegend, ebenso der Diskalfleck in 1 c. C. distracius.
C. eleusis Demais. Diese Art ist unten recht veränderlich und tritt wenigstens in zwei Formen auf;
die eine mit strichförmigen und die anderen mit gerundeten Diskalf lecken in den Feldern 1 c — 5 der Hflgl.
Auch die schwarzen Saumflecke in 1 c — 3 der Hflgl sind sehr veränderlich, bald größer, bald sehr klein. Auch
die Grundfarbe der Unterseite der Hflgl wechselt von fast weiß bis hell gelbbraun. Da die älteren Verfasser
die Zeichnung der Unterseite nur sehr oberflächlich ohne Vergleich mit der Normalzeichnung der Cm^jc^o- Arten
beschrieben haben, ist es nicht möglich, sicher zu entscheiden, welche Formen sie tatsächlich vor sich gehabt
cleuaia. haben. Ich sehe indessen die folgende Form als die typische an. — eleusis i)emais. (74 g). Beide Flügel, besonders
aber die Hflgl, unten mit graugelblicher Grundfarbe. Die Diskalflecke 1 e — 6 der Hflgl abgerundet und von der
Farbe des Grundes, die der Vflgl bald niu- 5 (in 2 — 6) blaß imd abgerundet, bald 6 dunkler inid strichförmig;
die Diskalflecke 1 c und 2 der Hflgl liegen nicht gleich weit von der Wiirzel und stehen nicht in einer gegen
den Ird senkrechten Querlinie. Saumflecke 1 c und 3 der Hflgl-Unterseite klein, piuiktförmig inid mit sUbernen
Schuppen bedeckt. Fransen breit -neiß mit dunlder Wiu'zellinie. — q. Flügel oben hell zart violettblau mit
feiner dunkler Saumlinie und einem kleinen schwarzen Saumpmikt im Felde 2, Saumpmakte der anderen Felder
undeutlich. — $. Flügel oben dunkelbraun, in und hmter der Zelle bläulich bestäubt; Saumflecke der Hflgl
größer und deutlicher, weiß geringt, der Fleck in 2 außerdem nach innen hellgelb begrenzt ; vor den Saumflccken
strujaius. in den Feldern 1 c — 4 eine Querreilie weißer Submarginalflecke. Senegal, Nubien, Abessinien. ■ — strigatus form.
nov. cJ. Oben dem o von eleusis ganz ähnlich,' aber mit 4 deutlichen schwarzen Saumflecken, zwei Ideinen in
1 c, einem großen in 2 und einem kleineren in 3. Grundfarbe der Unterseite fa.st weiß mit gelbbraunen strich-
förmigen Zeichnungen ; schwarz sind niu' die Subbasalpunkte (inla, 7 und der Zelle), die Diskalflecke Ib und 7
sowie auch die Saumflecke 1 c — ^3 und ein winziger sj)itzer Fleck am Analwinkel in 1 b der Hflgl; die Saum-
flecke 1 c^ — 3 wie oben, aber mit einigen metallischen-Schuppen ; Saumflecke 4 — -6 schmal, strichförmig, gelbbraun
wie auch alle Saumflecke der Vflgl ; dann folgt auf beiden Flügeln eine gelbbraune Submarginallinie und zwischen
dieser und den Diskalflecken eine unregelmäßige, etwas gezackte, unscharf begi'cnzte luid in den Feldern 1 c und 2
(respektive 1 b und 2) mehr wurzelwärts gerückte, blaß gelbbraune Querlinie, welche offenbar ein Rest der
ursprünglichen Grundfarbe sein muß. Die Diskalflecke 1 c — 6 der Hflgl und 1 b^6 der Vflgl sind strichförmig
und etwas unregelmäßig angeordnet, indem die Flecke 1 c und 2 der Hflgl und 1 b und 2 der Vflgl viel näher
CUPIDO. Von Dr. C. Aukivillitts. 491
an der Wurzel stehen als die anderen; jene bilden einen fast geraden Querstrich, welcher eme fast gerade Fort-
setzung des Querstriches am Ende der Mittelzelle bildet. $ unbekannt. Nubien. Ob besondere Alt ?
C. nigeriae Em. Sharpe. „Vflgl oben hell aziu-blau, die Spitze und der Saum mit feiner dunkler Linie; nigeriae.
Fransen grauweiß; Hflgl wie die Vflgl mit feiner brauner Saumlinie und fast weißen Fransen; vor dem Saume
eine Reihe von weißen dunkel gekernten Flecken, von denen der größte und dunkelste im Felde 2 steht, nahe
am Analwinkel eine zweite Reihe von undeutlichen weißen Flecken. Unterseite derjenigen von Catochryso'ps
contracta Btlr. ähnlich Eine extra Fleckenreihe im marginalen Teil beider Flügel mit den Flecken größer und
mehr gedrungen, als bei der genannten Art ; sie bestehen aus vier schmalen braunen Linien mit weißen Flecken
auf jeder Seite zwischen den Rippen; Wurzelfeld der Hflgl mit den gewöhnlichen drei schwarzen Punkten;
der große Saunxfleck in 2 mit metallischen silbernen Schuppen am Hrde ; zwei Punkte in 1 c und einer in 3
mit denselben metallischen Schuppen." Nigeria. Die Art ist mir unbekannt, dürfte aber kaum von C. eletisis
verschieden sein.
C. lois Btlr. ,,cJ. Dunkel bronzebraun, die internobasale Fläche der Flügel breit violettblau; Hflgl lois.
immittelbar vor dem Schwänzchen mit einem kleinen schwarzen, außen weiß umrandeten Fleck; eine zweite
kurze weiße Linie am Ende der inneren Medianfläche; eine schwarze Saumlinie; Fransen zum Teil weiß. Flügel
unten hell steingrau, die Zeichnungen der Unterseite fast wie bei C. pandava *) aus Indien; Vflgl mit einem hell
umrandeten braunen Fleck am Ende der Älittelzelle ; eine ähnlich gefärbte Diskalbinde schief vom Vrde zur
Rippe 3, dann etwas näher an der Wurzel inid in zwei Flecke geteilt ; die gewöhnlichen augenf leckähnlichen Saum-
flecke sind von abwechselnden ^^•eißen und braunen Bogen und Flecken zusammengesetzt. Hflgl nahe der Wurzel
mit einer Querreilie von drei weiß geringten schwarzen Punkten, von denen der am Vrde der größte ist; ein
weiß uiru-andetes, braunes Diskozellularmöndchen ; eine gebogene und etwas geschlängelte Diskalreihe von
weißgeringten Flecken, der erste am Vrde schwarz, die anderen von jenem etwas getrennt und braun, die Reihe
hinter der Rippe 3 fast unterbrochen; die gewöhnlichen Saumflecke sind AM.u-zelwärts von breiten weißen Bogen
begrenzt, die beiden am nächsten dem Analwinkel sind schwarz. Körper unten weiß. Flügelspannung: 25 mm."
Somali-Land. Diese Beschreibung ist offenbar nach einem $ und nicht nach einem (^ gemacht und paßt gut
auf mir vorliegende Weibchen von C. eleusis. Wenn meine Deutung richtig ist, muß die Art C. lois benannt
werden.
C. sancti-thomae Em. Sharpe. Auch diese auf die Insel S. Thome beschränkte Art ist mir unbekannt, sancli-tho-
Die kurze Beschreibung lautet: Mit C. ella Btlr. (= contractus Btlr.) verwandt, aber etwas größer. Das (J ist '""''•
oben mehr bräunlich violett. Die Unterseite weicht erheblich ab, indem sie eintönig braun ist mit dunkleren,
weiß oder hell grau umrandeten Zeichnungen ; Hflgl mit drei schwarzen, orangegelb begrenzten und saumwärts
metallisch grün beschuppten Augenflecken. Das $ hat ein stark glänzendes metallisch blaues Feld der Vflgl
und eine sehr breite brainie Binde am Vrde und Saum. Hflgl auch mit einem ähnlichen Wurzelfeld, das jedoch
weniger glänzend ist; Vrd und Saum braun mit einem undeutlichen schwarzen Fleck im Felde 2. Unterseite
wie beim ^J, nur etwas unschärfer gezeichnet."
C. contractus Btlr. Unterseite mit weißgrauer Grundfarbe luicl dunkler grauen, weiß umrandeten contractus.
Zeichnungen. Vflgl mit 6 Diskalf lecken, die in 1 b- — 3 strichförmig, die in 4- — 6 gerundet, die der Felder 1 b
und 2 etwas mehr wurzelwärts stehend; Submarginal- und Saumflecke strichförmig, ziemlich undeutlich;
Grundfarbe zwischen den Diskalflecken und der Submarginallinie eintönig grau ohne Flecke. Hflgl mit drei
winzigen Subbasalpunkten (in 1 c, 7 und der Zelle); Diskalflecke 1 b — 6 alle matt grau, länglich oder strich-
förmig, der in 7 dagegen tief scliMarz, punktförmig; die Diskalflecke 1 c und 2 bilden miteinander einen geraden
Querstrich, der etwas innerhalb des Diskalf leckes 3 steht; der DiskaKleck 1 b noch etwas mehr wurzelwärts;
deutliche Saumflecke in 1 c — 6, aber nur die beiden in 1 c und der in 2 schwarz und metallisch beschuppt, der
in 2 avißerdem nach innen mit blaßgelbem schmalem Grenzfleck. Die Grundfarbe zwischen den Diskalflecken
und der Submarginalbinde mit schwachen Andeutungen von grauen Flecken. — <?. Flügel oben ganz wie bei
C. eleusis hell blau violett mit feiner schwarzer Saumlinie und einem kleinen schwarzen Saumpunkt in 2 und
oft aiich zwei undeutlichen in 1 c. Das $ ist mir aus Arabien nicht bekannt, soll aber in Ostindien, wo die Art
auch vorkommt **), auf der Oberseite dem oben beschriebenen $ von eleusis ähnlich sein. Arabien.
C. distractus Joann. (^. Flügel oben blauviolett mit feiner schwarzer Saumlinie ; Hflgl am Saume vom distraclus.
Irde bis zur Rippe 2 mit zwei feinen weißen Linien und einem schwarzen, nach innen orangerot begrenzten
Saumfleck in 2. Unterseite grau; Vflgl mit grauem, weiß umrandetem Mittelfleck und 5 schwarzen, gerundeten
Diskalpunkten in 2 — 6 und einem länglichen Diskalfleck in 1 b ; am Saume zwei Reihen dunkler, weiß begrenzter
Bogen. Hflgl mit drei schwarzen Subbasalpunkten (in 1 a, 7 und der Zelle) und ähnlichem Diskalpunkt in 7;
die übrigen Diskalflecke wenig dunkler als die Grundfarbe, teils gerundet (in 2, 3 und 6) teUs länglich oder
strichförmig (in 1 b, 1 c, 4 und 5); Saumflecke deutlich, der in 2 schwarz mit blauen Schuppen und orange-
rotem Grenzfleck, der in 1 c strichförmig. Flügelspannung: 22 mm. ? unbekannt. Abessinien.
*) Vgl. Bd. 9, p. 922, Tat. 153 k.
**) Vgl. Bd. 9, p. 922.
492 CÜPIDO. Von Dr. C. AuBmLUUS.
Zweiundzwanzigste Gruppe.
Stirn schwarz mit feinen weißen Seitenrändern. Aiigen nackt. Rippe 11 der Vflgl eine kurze Strecke
mit der Rippe 12 vereinigt oder derselben dicht anliegend. Hflgl am Ende der Rippe 2 geschwänzt. Flügel
unten mit weißer Grundfarbe und länglichen oder .'^trichförmigcn Diskalflecken wenig.'^tens in 1 b — 3 der Yügl
und 1 b — 5 der Hflgl. Hflgl unten mit schwarzen Subbasalpunkten in 7 und der Zelle und oft auch in 1 a, in
1 c ohne Subbasalpunkt und mit querliegendem Saumfleck. Diskalfleck 7 punktförmig und schwarz. Diskal-
fleck 1 b schwarz aber querliegeiul; übrige Diskalflecke heller, nicht rein schwarz. Die Querstriche am Ende
der Zelle in beiden Flügeln sehr fein und blaß.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Der Diskalfleck 6 der Hflgl fehlt oder steht gerade hinten dem Fleck in 7. Der Saumfleck 2 der Hflgl wenig-
stens unten mit schmalem, orangerotem Grenzfleck auf der Innenseite. ■ — ■ ^. Flügel oben schwarzbraun
ohne Blau, an der Spitze der Vflgl schmal weißlich. — 0. Vflgl oben nur in der Mitte bläulich überzogen.
C. hippocrßtes.
B. Der Diskalfleck 6 der Hflgl steht wie gewöhnlich näher am Saume als der Diskalfleck 7. Saumfleck 2 weiß
umrandet inid metallisch beschuppt, aber ganz ohne rotgelbe Begrenzung. Flügel oben mit blauer oder
weißlicher ($) Grundfarbe.
a. Diskalflecke beider Flügel zu einer Linie vereinigt. Vflgl oben in der Mitte blau, am Vrde und am Saume
selir breit schwarzbraini. C. micylus.
ß. Diskalflecke beider Flügel getrennt. ■ — ^. Vflgl oben bis zum Vrde zart violettblau, mit dunkler Saum-
binde. — $. Flügel oben mit weißlicher Grundfarbe. C. togara.
hippocra- C. hippocrates F. (74g). Flügel unten grauweiß; Diskalflecke der Vflgl schwarz, die in Ic — 5 der
'*"*• Hflgl grau ; Submarginallinie beider Flügel sowie die Saumflecke der Vflgl und 3- — 6 der Hflgl grau ; Saumfleck
2 der Hflgl gerundet, schwarz, der in 1 c strichförmig oder geteUt schwärzlich; ein kleiner keilförmiger schwarzer
Fleck am Analwinkel in der Spitze des Feldes Ib.- — (J. Flügel oben schwarzbraun mit feiner schwarzer Saum-
linie und schwarzem Saumpunkt in 2; Vflgl an der Spitze schmal weiß. — $. Vflgl oben längs der Mitte (und
am Hrde) hell bläulich überzogen; Hflgl oben am Hrde inid an der Wurzel dunkelbraun, dann bläulich mit
deutlichen weiß geringten Saumflecken. Sierra-Leone bis Natal und Abessinien, Madagaskar.
micylus. C. Hlicylus Cr. (74h; ? $ als togara) ist mir nur durch Ceamebs Abbildung bekannt. Die in der
Uebcrsicht angeführten Kennzeichen sind von den Figuren genommen. Bethtjne-Baker teilt mit, daß micylus
eine von togara verschiedene Art ist und daß das ^ einen verschiedenen Genitalapparat hat, sagt aber nichts
über die äußeren Unterschiede der beiden Alten. Sierra-Leone.
togara. C. togara Plölz (74h; &\s micylus). Flügel unten weiß oder weißlich ; Vflgl mit strichförmigen, getrenn-
ten, schwarzen oder grauen Diskalflecken von denen die der Felder 1 b und 2 mehr wurzelwärts stehen, Sub-
margiiial- und Saumstriche deutlich. Hflgl unten mit großen, tiefschwarzen Subbasalpunkten in der Zelle und
im Felde 7, bisweilen auch mit einem winzigen solchen Punkt in 1 a; Diskalflecke 1 b und 7 auch schwarz, jener
querliegend, dieser gerundet, Diskalflecke 1 c- — 6 heller grau, der in 1 c viel näher an der Submarginallinie als
die übrigen; Submargmallinie scharf hervortretend aus 9 Bogen gebildet (zwei in 1 c, und je einer in 1 b, 2 — 7);
Saumflecke in 1 c luid 2 stets schwarz auch die anderen bisweilen schwärzlich. Beide Flügel mit feiner schwarzer
Saumlinie. ■ — ^. Flügel oben hell violettblau mit etwa 2 mm breiter schwarzer Saumbinde,, Melche in den Vflgln
ungefleckt, auf den Hflgln aber eine vollständige Reihe weiß umrandeter Saiimflecke einschließt; Vflgl bis zum
Vrde blau, Hflgl am Vrde bis 7mi Rippe 7 braun, am Irde aber bis zur Rippe 1 a blau beschuppt. — $. Flügel
oben weißlich, an der Wurzel bis zur Mitte grau und schwach bläulich beschuppt; Vflgl mit dunklem Mittel-
fleck und etwa 5 mm breitem Spitzenfleck, von dem eine weit schmälere Saumbinde bis zum Hinterwmkel
verläuft; diese Saumbinde in den Feldern 1 b — -3 mit je 2 weißlichen Strichen; die Diskalflecke oft auch oben
deutlich; Hflgl auch o))en mit deutlichen Diskalflecken und am Saume wie beim (J gezeichnet. Kamerun bis
Congo und Ruwenzori.
Dreiundzwanzigste Gruppe.
Obofonia- Gruppe .
Diese Gruppe .schließt sich der vorigen eng an imd kann als ein durch Ausdehnung der weißen Faibe
und Reduzierung der Zeichnungen der Unterseite entstandener Zweig derselben betrachtet werden.
Augen nackt. Stirn schwarz mit feinen weißen Seitenrändern. Palpen unten glatt beschuppt ohne
Borsten. Vflgl mit 11 Rippen; Rippe 11 frei verlaufend und gewöhnlich von der Rippe 12 breit getrennt, bis-
CUPIDO. Von Dr. C. Atjrivillius. 493
weilen jedoch derselben stark genähert. Beide Flügel oben \ind unten ohne Fleck oder Querstrich am Ende
der Mittelzelle. Grundfarbe bei beiden Geschlechtern unten und gewöhnlich auch oben weiß. Vflgl stets oben
mit schwarzer, an der Spitze erweiterter Saumbinde; Hflgl mit dunklem Spitzenfleck, schwarzen Saumflecken
und feiner schwarzer Saumlinie; oft auch mit dunkler Submarginallinie.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Hflgl an der Rippe 2 geschwänzt.
a. Die Hflgl unten mit schwarzen Subbasalpunkten in der Zelle und in 7 bisweilen auch in 1 a, nicht aber
in 1 e. Diskalflecke 1 c — 6 matt, strichförmig, der in 7 groß und schwarz.
*. Flügel oben beim ^ mit graublauer Grundfarbe. C. bibundanus.
**. Flügel oben mit weißer Grundfarbe.
1. Vflgl oben an der Wmrzel mit einem graublauen oder bläulichen Fleck, welcher die Rippe 2 und
die Mitte des Vrdes fast erreicht. C. rutshurensis.
2. Vflgl oben an der Wurzel nicht oder sehr wenig verdunkelt. C. plurilimbatus.
ß. Die Hflgl unten ganz ohne Subbasalpunkte.
*. Hflgl unten mit deutlichem, schwarzem Diskalfleck im Felde 7; Diskalflecke 1 c^ — 6 matt, strich-
förmig, undeutlich oder fehlend, der Submarginallinie stark genähert. Hflgl auf beiden Seiten mit
deutlicher, oft dicker Submarginallinie, welche die Saumflecke nach innen begrenzt.
1. Vflgl oben am Vrde breit und gewöhnlich bis zur Saumbinde schwarzgrau. Hflgl unten ohne
Diskalfleck in 1 b. C. punctatus.
2. Vflgl oben am Vrde niu- an der Wurzel etwas dunkel bestäubt. Hflgl unten mit schwarzem Diskal-
punkt im Felde 1 b. C. pseudopunctatiis.
**. Der Diskalfleck im Felde 7 der Hflgl ist undeutlich und blaß oder fehlt völlig. Uebrige Diskalflecke
fehlen oder sind sehr undeutlich.
1. Die Hflgl auf beiden Seiten und die Vflgl unten mit deutlicher dvnikelbrauner Submarginallinie,
welche die Saumflecke nach innen begrenzt.
a. Vflgl oben am Vrde bis zur Mitte oder bis zur Saumbinde schwarzgrau bestäubt.
C. bueronicus.
b. Vflgl nur an der Wurzel schwach grau bestäubt. C. albicosta.
2. Die Hflgl auf beiden Seiten und die Vflgl unten ganz ohne Submarginallinie. Die Saumfleoke
darum ganz frei liegend. Vflgl oben am Vrde ganz weiß oder nur dicht an der Wmzel ein wenig
verdunkelt. C. güssfeldti.
B. Hflgl ohne Schwänzchen — • Athysanota Karsch. Hflgl unten ohne Subbasalpunkte, aber mit schwarzem
Diskalfleck im Felde 7. Die Submarginallinie beider Flügel luiten undeutlich oder fehlend. Nur die drei
Saumflecke 1 c — 2 der Hflgl-Unter.seite schwarz und deutlich. C. ornatus.
Da die Arten schon oben bei der Charakterisierung der Gruppe luid in der Artenübersicht hinreichend
beschrieben worden sind, genügt es im folgenden ihre Verbreitung zu erwähnen.
C. bibundanus Grünb. bildet durch die Grundfarbe der Oberseite einen schönen Uebergang zu C. bibundanus.
togara Plötz. $ unbekannt. Kamerun: Bibundi.
C. rutshurensis Joic. u. Talb. wurde nach einigen ?$ beschrieben. Ein (^ aus Ruwenzori liegt mir vor rutshuren-
und weicht oben vom $ nm: dadurch ab, daß die Rippen der Hflgl nur hinter ilirer Mitte schwarz und die *'*•
Diskalstriche undeutlicher sind. Die Unterseite des ^ stimmt nach der Beschreibung völlig mit der des $
überein. Rutshuru-Fluß. Ruwenzori.
C. plurilimbatus Karsch {= tryphevotu» B.- Buk.). Bakers Beschreibung von i/'y^J^jerotos paßt genau plurillmba-
auf plurilimbatus luid ist sicher dieselbe Art. Congo-Gebiet: Mukenge und Makala. ■ — Ein fragliches $ dieser '"*'•
Art habe ich neulich bei der Bearbeitung der Lycaeniden der zweiten deutschen Zentral- Afrikaexpedition
erwähnt und beschrieben.
C. punctatus Dew. (74 i; U. als pseudopunctatus) zeichnet sich oben durch die kräftig entwickelten ■pimdalus.
Saumbinden beider Flügel tnid die fast immer vollständige Vrdbinde der Vflgl aus. Lamboen entdeckte in Nigeria
die Raupe und beschreibt ausführlich ihre Lebensweise. Sie lebt in den Blütenknospen von Costus afer (Scitami-
neae) und wird von Ameisen besucht und beschützt. Auch die Puppe ruht in den trockenen Blütenknospen.
C. pseudopunctatus Strd. i.st mir unbekannt. Die Beschreibung lautet: ,,Der vorigen Art {punc- pseudopunc-
tatus) sehr ähnlich, aber dadurch ausgezeichnet, daß das Costalfeld der Vflgl in der Mitte gar nicht und an der latus.
494 CUPIDO. Von Dr. C. Aurivilliüs.
Basis nur ganz leicht dunkel bestäubt ist; die Saumbinde der Hflgl ist nur etwa 1,5 mm breit und nur am Vorder-
ende, wo sie unbedeutend erweitert ist (etwa 1,8 mm breit) schwarz, sonst dunkelgrau; an der Unterseite der
Hflgl ist der schwarze Costalfleck ebenso groß wie der Saumfleck; nahe der Mitte des Irdes der Hfigl findet
sich ein sclu\arzer Punkt fleck; die Unterseite der Vflgl ohne eine gi-aue postmediane Punktreihe; die Saum-
fiecke beider Flügel erscheinen als höchst verwischte Querstriche. Flügelspannung 33 mm. Kamerun.
bueroniciis. C. bueronicus /TarscA. (74 h ; U. als güssfeldti). Deutsch Ost -Afrika: Usambara. Kennzeichen s. in der
Tabelle S. 49:5.
albicosta. C. albicosta Gaede wird mit folgenden Worten nach einem einzigen ,^ beschrieben: ,,Aehnlich punctatus
Dew. imd pseudopunctatus Strd. Vflgl nur an der Wiuzel schwach dunkel bestäubt, am Außenrande etwas
breiter schwarz als pseudopunctatus mehr dem punctatus entsprechend. Am Hflgl ist die Randbinde so breit
wie bei punctatus, doch treten die weißen Ringe darin nur undeutlich hervor. Unten sind auf beiden Flügeln
die schwarzen Augen mit weißen Ringen deutlicher als bei punctatus. Am Hflgl smd alle Randflecke schwarz,
nicht nur derjenige in Feld 2, der blaue Schuppen hat, ähnlich wie punctatus. Am Vrde der Hflgl fehlt der Fleck
und nur Spuren von submarginalen gelben Linien sind am Irde und zwischen R 4 bis R 6 erkennbar. Spann-
weite 3U miTi." Kamerun.
güssfeldti. C. güssfeldti Dew. (74 h) ist an den völlig freien Saumflecken der Hflgl leicht erkennbar. Sierra-Leone
bis Angola.
ornaius. C. omatus i/a6. (= pseudosoyauxi ^Ärwj.). Vflgl oben an der Wm-zel bis ziu- Mitte des Vrds dunkel-
grau bestäubt. Bei der Hauptform fehlt oben die Submarginallinie der Hflgl, die Saumflecke darum niu' durch
veatnlh. die schwarzen Rippenenden getrennt. Sierra-Leone bis Togo. — • vestalis Auriv. Hflgl oben mit deutlicher an
flava, den Rippen verdickter Submarginallinie. Sierra-Leone bis Congo. ■ — flava Holt. Grundfarbe beider Flügel
strohgelb statt weiß. Gabun: Benito.
Als Anhang mag hier C.eloreaF. {Donov.) erwähnt werden. Etwas Aehnliches ist später nicht wieder
gefunden worden und das typische Stück war wahrscheinlich aus zwei verschiedenen Arten zusammengesetzt,
die Vflgl einer Larinopoda und die Hflgl von C. ornatus.
Vierundzwanzigste Gruppe.
Zj'zera- Gruppe.
Augen nackt oder selten fein haarig. Stirn schwarz mit weißen Seitenrändern. Palpen unten stark
borstig. Vflgl mit 11 Rippen, die Rippe 8 fehlt. Hflgl ohne Schwänzchen. Durchweg kleine Arten (Flügel-
spannung: 15 — 24 mm) mit allen Diskalflecken der Unterseite klein, schwarz, frei und punktförmig (nur der
Diskalfleck in 1 c ist gewöhnlich querliegend, strichförmig, was daraus zu erklären ist, daß er aus zwei vereinigten
Punkten besteht).
U e b e r p i c h t der Arten.
A. Hflgl unten mit schwarzem Subbasalpunkt im Felde 1 c.
a. Die Rippe 11 der Vflgl ist nur eine kin-ze Strecke frei und vereinigt sich dann vollständig mit der Rippe 12
ohne sich wieder von der.selbcn zu trennen. Vflgl ohne schwarzen Punkt in der Mittelzelle, aber mit
Diskalpunkten in 7 -F 8, 9 und 10. Hflgl am Ursprung der Rippe 8 mit einem kleinen schwarzen Wurzel-
fleck; ihr Diskalpunkt in 6 viel näher am Saume als der in 7. — Zizula Chapm. C. gaika.
p. Die Rippe 11 der Vflgl ganz frei oder nur die Rippe 12 berülirend.
*. Flügel oben ganz ohne Flecke oder höchstens mit Andeutmigen von Saumfleckcn der Hflgl.
f. Vflgl imten ohne schwarzen Punlvt in der Mittelzelle und ohne Diskalpunkte in 7 — 10. — • Zizina
Chapm.
1. Der Diskalfleck 6 der Hflgl steht nicht näher am Saume als der Diskalfleck 7; diese beiden
stehen darum in einer gegen dvn Vrd fast senkrechten Linie. C. antanossa.
2. Der Diskalfleck 6 der Hflgl steht wie gewöhnlich viel näher am Saume als der Diskalfleck 7.
C. minusculus.
tt- ^ flgl unten mit schwarzem Punkt oder Querstrich in der Mittelzelle. Der Diskalfleck in 6 der
Hflgl steht viel näher am Saume als der Fleck in 7, die Diskalfleckc 5^ — 7 stehen demzufolge
in einer fast geraden Linie.
1. V'flgi unten nur mit drei großen, li.efschwarzen Diskalpunlvten (in 4^ — 6); wenn andere Diskal-
])unkte da sind, sind sie sehr klein und undeutlich. Hflgl mit Wurzelpunkt im Felde 7.
C. atrigemmatus.
2. Vflgl unten wenigstens mit 7 deutlichen Diskalpunkten in 1 b — 6 und 9.
a. Hflgl unten ohne weißen Längsstrich an der Rippe 5. Vflgl ohne Diskalpunkt im Felde 10
xmd gewöhnlich auch ohne Wurzelfleck im Felde 1 b. C. lysimon.
CUPIDO. Von Dr. C. Atjbivillius. 495
b. Hflgl unten mit weißem Längsstrich an der Rippe 5 vom Mittelfleck bis zur Snbmarginal-
linie. Vflgl auch im Felde 10 mit Diskalpunkt und mit großem gerundetem Wurzelfleclc
in 1 b. C. lucidus.
C. drucei.
**. Flügel oben schwarzbraun mit schwarzen, durch ihre dicken weißen Ringe scharf hervortretenden
Mittel- und Diskalf lecken. Vflgl mit großem Fleck in der Mittelzelle und ähnlichem Wmrzelfleck
im Felde 1 b. C. stellatus.
B. Hflgl unten ohne Subbasalpunkt im Felde 1 c. Vflgl ohne Punkt in der Mittelzelle. C. unigemmatus.
C. gaika Trim. (= mylica Guen., perparva Saalm.) (74 i). (J. Flügel oben hell graublau mit dunkler, gnila.
in den Vflgln breiter, in den Hflgln schmaler Saumbinde. $. Flügel oben matt braun. Ashanti. Süd- und Ost-
Afrika vom Owambo- bis Somali-Land, Abessinien und Nubien. Arabien, Madagaskar, Mauritius. Bourbon.
Seychellen, Amiranten.
C. antanossa 3Iab. (74 i und Bd. 9, Taf. 153 e) unterscheidet sich von allen übrigen Ai'ten dieser anianossa.
Gruppe mit Ausnahme von stellatus durch die Stellung des Diskalf leckes 6 der Hflgl. — ^. Flügel oben schwarz-
braini von der Wurzel bis über die Mitte hinaus blau bestäubt mit schwach angedeuteten Sauraflecken. — $.
Flügel oben schwarzgrau mit einigen wenigen blauen Schuppen im Wurzelteil. Tsad-See, Südwest-Sudan,
Ruwenzori, Gabun, Congo, Mashuna-Land, Natal, Ost-Afrilia, Madagaskar, Mauritius.
C. tninusculus Auriv. Von die.ser kleinen Art (17- — 18 mm) ist nur das $ bekannt. Flügel oben ein- mlnusculus.
farbig schwarzgrau ohne blauen Schiller; Fransen weißgrau; Unterseite mit grauer Grundfarbe. Südwest-
Madagaskar.
C. atrigemmatus Btlr. Vflgl unten ohne Wurzelfleck in 1 b. cj. Flügel oben blau mit feiner schwarzer atrigemma-
Saumlinie und mehr oder weniger breit verdunkelter Spitze der Vflgl. Unterseite mit dunkelgrauer Grund- '"*•
färbe. ? mir unbekannt. Madagaskar.
C. lysimon Hbn. (Band 1, S. 295, Taf. 79 c). c?- Flügel oben violettblau, am Saume breit verdunkelt, lysimon.
?. Flügel oben schwarzbraun an der Wui'zel der Vflgl mehr oder weniger graublau bestäubt. Eine in ganz
Afrika häufige Art. Kommt auch in Arabien und auf den Inseln Sao Thome, Prinzen-Insel, Komoren, Mada-
gaskar, Mauritius, Boiirbon, Seychellen und Sokotra vor.
C. lucidus Trim. (74 i). Hflgl unten mit schwarzem Wurzelfleck im Felde 7 an der Winzel der Rippe 8. luddus
— (J. Flügel oben hell blauviolett mit feiner schwarzer Saumlinie und außerdem mit unscharf begrenzter dunk-
ler Saumbinde der Vflgl und undeutlichen Saumflecken der Hflgl. Unterseite hellgrau. — ?. Flügel oben schwarz-
braun, nm- an der Wiu-zel und am Hrde bläulich bestäubt. Süd-Afrika von Angola bis zum Kapland und von
dort in Ost -Afrika bis Britisch Ost- Afrika.
C. drucei B.-Bak. ist mh- unbekannt, muß aber nach der Beschreibung mit C. lucidus nahe verwandt drucei.
sein. ,,(J. Beide Flügel oben rauchbraun, überall dicht blau bestäubt; Vflgl mit einer mäßig breiten, dunklen
Saumbinde, an deren Innenseite Spuren einer Reihe schwarzer Flecke bemerkbar sind; Hflgl den Vflgln ähnlich.
Beide Flügel unten kaffeebraun mit schwarzen, weiß geringt en Flecken ; Vflgl mit zwei Flecken der Mittelzelle,
der zweite groß ; etwas näher am Saume als dieser am Vrde ein kleiner Punkt ; dann eine gebogene Reihe von
4 Diskalf lecken, von denen der hinterste sehr klein; eine undeutliche submarginale Reihe von dimklen Flecken,
welche an die weiße Begrenzung der submarginalen (soll wahrscheinlich ,, marginalen" heißen) Reilie stoßen. Hflgl
an der Wurzel mit einer Reihe von 4 kleinen, aber deutlichen Punkten, denen eine ähnliche subbasale Reihe
von größeren Punkten folgt ; ein Fleck am Zellende ; eine stark gebogene Reilie von 7 Diskalflecken ; ein feiner
weißer Strich geht vom Mittelfleck zu dem dritten und vierten Fleck der Diskalreihe ; die Submarginalreihe
und die Saumflecke wie in den Vflgln. Flügelspannung: 20 mm." $ unbekannt. Madagaskar.
C. stellatus Trim. (74 i) weicht von allen mir bekannten Cwpido-Axien dadurch ab, daß die dunklen, stellatus.
mit dicken weißen Ringen versehenen Flecke der Unterseite auch oben auftreten. Die Diskalf lecke 6 und 7
der Hflgl stehen wie bei antanossa. — cj$. Flügel oben mit schwarzbrauner unten graubrauner Grundfarbe.
Kapland, Nyassa-Land, Kilima-Ndjaro.
C. unigemmatus Btlr. liegt mk nicht vor und gehört vielleicht nicht zu dieser Gruppe. Sie wiu'de nnigemmn-
zwar als eine Zizera-Äxt beschrieben, später aber (1900) sagt der Verfasser daß sie zu Chilades gehört und nahe <«^-
mit messapus verwandt ist. Ein neuer Beleg für die Unsicherheit in der Begrenzung der sogenannten „Gattungen"
dieser Formgruppe. ,,ö*. Mit Z. lijsimon verwandt: oben rauchbraun mit schwachem violettblauem Schiller
und feiner schwarzer Saumlinie ; Hflgl im Felde 2 mit einem schwarzen, hell umrandeten Saumfleck nach innen
schwach orangegelb begrenzt; Fransen rauchgrau, dunkler in den Vflgln, mit schwärzlicher Subbasallinie.
Körper schwärzlich. Unterseite mausgrau mit der Zeichnung fast wie bei Z. lysimon, die Vflgl aber mit hell
umrandetem, nierenförmigem Mittelfleck; die Diskalreüie besteht aus fünf weiß geringten schwarzen Diskal-
flecken und zwei weißen Querstrichen in 1 b statt des bei Z. lysimon vorhandenen Fleckes. Submarginal- und
496 CUPIDO. Von Dr. C. AFRmLtlTTS.
Saumflecke normal. Hflgl nur mit drei fast gleich weit getrennten, schwarzen, weiß geringten Subbasalpunkten
und nur mit dem Diskalfleck 7 schwarz; von den Saumflecken ist der sechste (in 2?) schwarz, am Rande blau
beschuppt. riügcLspannung: 23 mm." Nyassa-Land.
Die Beschreibung und die Figur stimmen nicht miteinander überein. In der Abbildung sind alle Diskal-
flecke der Hflgl klein, schwarz imd punktförmig, nicht nur der in 7 und weder von der orangegelben Begren-
zung des Saumfleckes der Hflgl-Oberseite noch von dem Saumfleck selbst ist eine Spin- zu entdecken.
Unsichere Gruppen.
Es ist mir nicht möglich gewesen, die folgenden Ai-ten nach den Beschreibungen oder Abbildungen in
einer der vcui mir aufgestellten Gruppen mit Sicherheit einziu'eihen.
kcdonrja. C. kedonga Gr.-Sm. (= pidchristriata B.-Bak.). „^. Oberseite: Vflgl bläulich gi-au mit silberweißen
Rippen, Saum schmal dunkelgraii. Hflgl hell silberblaii am Saume mit einer Reihe von gerundeten schwar-
zen Flecken, welche alle gleich groß sind mit Ausnahme der beiden kleinen am Analwinkel; die Flecke
nach außen fein weiß umrandet; eine feine dunkelgraue Saumlinie; ein feines schwarzes Schwänzchen. Unter-
seite grau. Vflgl mit Subbasal- und Diskalflecken fast in derselben Anordnung wie bei Everes fischeri Ev.
(Bd. 9, Taf. 153 h) und E. filicauda Pryer (Bd. 9, Taf. 153 h). Hflgl mit Subbasalpunkten und Diskalflecken,
welche die Zelle in fast derselben Weise wie bei den genannten Arten umgeben; hinter den Diskalflecken folgt
eine breite, unregelmäßige orangegelbe Querbinde von der Rippe 8 bis zum Irde und dann kommt eine Reihe
gerundeter, schwarzer, metallisch be.schuppter Saumflecke im hellgrauen Saumfelde; Fransen beider Flügel
grauweiß."
Die Art wurde als eine Everes beschrieben, ob sie aber wirklich näher mit E. argiades Pallas (dem
Typus von Everes Hbn. Bd. 1, Taf. 78 a) verwandt ist, vermag ich nicht zu entscheiden.
Dagegen stimmt die ausfülirliche und genaue Beschreibung Bethtne-Bakers von Lycmna pulchristriata
(1905) so vollständig mit kedonga überein, daß ich die Identität beider Arten nicht bezweifeln kann.
Nach den Abbikhingen und Beschreibungen sind folgende Kennzeichen dieser Art besonders hervor-
zuheben: Hflgl am Ende der Rippe 2 geschwänzt; alle Diskalflecke inid Subbasalpunkte der Unterseite beider
Flügel tief schwarz, gerundet und weiß geringt. Vflgl vmten mit zwei Subbasalpiuikten, dic'ht hintereinander
in der Zelle mid in 1 b ; Diskalflecke 1 b und 2 stehen senkrecht gegen den Hrd etwas innerhalb der anderen
Diskalflecken. Submarginalbinde imd Sauuiflecke deutlich. Hflgl unten mit drei Subbasalpunkten (in 1 a, 7
und der Zelle) und acht Diskalpunkten (in 1 b, 1 c, 2 — -7), von denen der in 2 dicht an der Hinterecke der Mittel-
zelle steht und die in 5 — 7 wie gewöhnlich in einer fast geraden Linie stehen; außerdem steht am Vrde außer-
halb des Diskalflecks 7, aber innerhalb der roten Querbinde ein den Diskalflecken ganz ähnlicher Punkt, welcher
wahrscheinlich als der Saumfleck des Feldes 7 zu deuten ist. Hflgl auf beiden Seiten und in beiden Geschlechtern
außerhalb der roten Querbinde mit 7 gerundeten schwarzen Saumflecken, von denen zwei klein sind und im
Felde 1 c stehen.
paludicola. C. paludicola Holl. ,, Oberseite mit dunkelgrauer Grundfarbe; Hflgl mit feiner Saumlinie und gegen
den Analwinkel mit 6 etwas dreieckigen schwarzen, blau gerandeten Saumflecken. Unterseite heller als die
Oberseite; beide Flügel am Ende der i\Iittelzelle mit einer doppelten, weiß gesäumten Querlinie; darauf folgen
auf beiden Flügeln Qucrreüien dunkler, heller begrenzter Zeichnungen und eine submarginale Reihe ähnlicher
Bogen. Die Hflgl haben außerdem zwei fast quacb-atisehe dunkelbraune Flecke am Vrde, der eine an der Mitte,
der andere nahe an der Wm-zel, und einen ähnlichen aber punktförmigen Fleck am Irde nahe an der Wiu-zel.
^'^on den auf der Oberseite deutlichen Saunif lecken treten auf der Unterseite nur die in 1 c, 2 und 3 deutlich
hervor; von diesen sind die in 1 c undeutlicii, die in 2 und 3 aber groß und scharf hervortretend; dieselben sind
alle \viu'zelwärts von roten Bogen begrenzt und sind in der Mitte glänzend grün beschuppt. Flügelspannung:
28 mm." Französisch Congo: Ogowe-Fluß.
serrula. C. Serrula Mab. ,,$. Oben schwarzbraun mit weißen Fransen ; Hflgl am Hrde mit zwei Reihen weißer
Flecke, welche gegen den Vrd undeutlich werden; am Saume drei schwarze Flecke, der erste am Analwinkel
aus zwei vereinigten Punkten, der nächste sehr groß, der dritte klein und etwas undeiitlich, darnach Spuren
von zwei andern; die innere weiße Querbinde ist fast in Flecke aufgelöst, dehnt sich aber mehr vorwärts
als die äußere und erreicht fast den Vorderwinkel; sie begrenzt demnach nach innen die schmale braune Quer-
linie zwischen den beiden Binden. Unterseite mit graubrauner Grundfarbe; in den Vflgln finden sich sechs
etwas wellenförmige Reihen hellbrauner Flecke; die beiden inneren bilden vor dem Irde ein Knie, die dritte
ist fast gerade, die vierte vereinigt sich mit der fünften, welche submarginal ist und einen Bogen bildet; zwischen
diesen beiden findet sich eine andere, die jedoch die Zelle nicht überschreitet; die Saumreihe endlich besteht
aus Punkten; eine dicke Saunilinie vor den Fransen. Die Hflgl haben dieselbe, aber etwas mehr unregelmäßige
Zeichnung; die Submarginallinic ist sehr deutlich, etwas gewellt und verläuft innerhalb der Saumflecke, von
denen der erste und dritte, vom Analwinkel gerechnet, durch schwarze Flecke, denen der Ober.seite entsprechend,
1
Ausgegehen 17. IL 1925. HEODES. Von Dr. C. AuRIVlLLlXTS. 497
vertreten sind; dieselben sind an ihren Rändern mit metallisch blauen Schuppen geziert. Flügelspannung:
20 mm." Senegal. Diese Art muß mit dem $ von C. eleusis Dem. nahe verwandt oder identisch sein.
Drei andere im Jahre 1870 von Walker als Lam.pide.s ?? beschriebene Arten gehören wahrschein-
lich auch in die Nähe von C. eleusis und contrachis. Es wird nicht erwähnt, ob die Hflgl ein Schwänzchen haben
oder nicht. Die Größe wechselt zwischen 20 und 25 mm. Diese Arten sind:
C. lyce Walk. ,,?. Metallischbraun am Saume dunkelbraun; Fransen weiß. Hflgl : eine submarginale ?2/ce.
Binde von weißen Flecken; drei tief schwarze Flecke am Saume nahe am Analwinkel. Unterseite weiß, gegen
die Wmzel grau ; sieben braune, mehr oder weniger unregelmäßige Querlmien, die siebente vor dem Saume und
in Flecke aufgelöst. Hflgl mit zwei tief schwarzen Punkten an der Wurzel und mit drei tief schwarzen Flecken
am Analwinkel, welche mit metallischblauen Schuppen geziert und nach innen ockergelb begrenzt sind."
Somali-Land: Tajora.
C. bura Walk. ,,$. Metallischbraun; Saumlinie dunkelbraun; Fransen weiß. Unterseite hell braun bum.
mit acht kaum gewellten weißen Querlinien, von denen die beiden innersten unterbrochen und abgekürzt sind.
Hflgl unten mit einem tief schwarzen, weiß geringten Punkt in der Mitte nahe an der Wurzel und mit drei
größeren tiefschwarzen Flecken nahe beim Analwinkel ; dieselben sind mit glänzend blauen Schuppen geziert
und nach innen ockergelb begrenzt." Somali-Lancl: Tajora.
C. pandama Walk. „$. Metallischbraun mit schwachem blauem Anflug, an der Wm-zel tief blau, pandama.
Fransen weiß. Unterseite weiß mit verschiedenen, unregelmäßigen oder unvollständigen, mehr oder weniger
hellbraunen Querbinden, von denen einige dunkelbraune Ränder haben. Hflgl mit weniger und mehr unregel-
mäßigen Binden und mit zwei tief schwarzen Saumflecken auf jeder Seite des Schwänzchens; dieselben mit
glänzend blauen Schuppen geziert." Sudan: Hor-Tamanib.
27. Gattung: Heodes Dabn.
Diese Gattung ist besser unter dem Namen Chrysophamis Hbn. bekannt (vgl. Bd. 1, S. 281 ; Bd. 5, S. 812
und Bd. 9, S. 931) muß aber Heodes benannt werden, da dieser Name sicher älter ist.
Augen nackt. Stirn mäßig breit mit gelben oder grauen Borsten und sehr feiner oder undeutlicher
weißer Seitenlinie. Fühler mäßig lang, die Mitte der Vflgl wenig überragend oder kaum erreichend. Vflgl
nur mit 11 Rippen, indem die Rippe 8 fehlt; Rippe 11 frei verlaufend; die obere Diskozellularrippe fehlt und die
Rippen 6 und 7 -|- 9 gehen darum von demselben Punkte aus.
In der Zeichnung weichen die Heodes-Avten von denjenigen der Gattung Cupido dadurch ab, daß die
Mittelzelle der Vflgl unten zwei große schwarze, nacheinander und in gerade Linie mit dem Jlittelfleck gestellte
Punkte hat; der äußere dieser Punkte tritt gewöhnlich auch oben auf; außerdem haben die Vflgl auf beiden
Seiten eine unterbrochene Querreüae von 5 — 7 Diskalflecken und unten gewöhnlich auch einige dunkle Sub-
marginalstriche ; ihre Saumflecke fehlen dagegen völlig oder sind nm- unten an der Spitze schwach angedeutet.
Die Hflgl haben, wie auch bei den Cupido-Arten, 3 Subbasalpurrkte, einen Querstrich am Ende der Mittelzelle,
schwarze Diskalflecke in 1 b — 7, eine gebogene vom Saume breit entfernte Reihe schwarzer Submarginalpunkte
und ähnliche mit der Saumlinie vereinigte Saumflecke; alle diese Flecke sind jedoch gewöhnlich, besonders
unten, zum großen Teil undeutlich oder ganz verschwunden.
Die Gattung kommt hauptsächlich niu- m der palaearktischen und der nearktischen Region vor, dringt
aber auch mit einigen wenigen Formen in die äthiopische Region hinein. Von diesen Formen sind zwei kaum
etwas anderes, als geographische Rassen der palaearktischen H. phlaeas L., die dritte aber eine für Süd-Afrika
eigentümliche ganz selbständige Art.
Ueber sieht der Arten.
A. Saum der Hflgl zwischen den Rippen 1 b und 2 etwas ausgerandet und am Analwinkel deutlich geeckt,
a. Hflgl oben schwarz mit breiter roter Saumbinde zwischen dem Analwinkel und der Rippe 6.
H. phlaeas v. pseudophlaeas .
ß. Hflgl oben glänzend kupferrot mit deutlichen schwarzen Diskal-, Submarginal und Saumflecken, nur am
L:de breit und am Vrde schmal schwarz. . H. ahhoti.
B. Saum der Hflgl gleichförmig abgerundet, nicht am Analwinkel geeckt. H. orus.
H. phlaeas L. var. pseudophlaeas Lucas (= menelicki Thierry-Mieg) ist der allbekannten europäische pseudo-
H. phlaeas (Bd. 1, Taf. 77 b) sehr ähnlich und weicht niu: dm-ch etwas hellere Grundfarbe der Vflgl-Oberseite phlaeas.
und die bräunlich gelbe Unterseite der Hflgl ab. Dazu kommt, daß die dunkle Saumbinde auf der Unterseite
der Vflgl nicht grau und scharf ist, sondern gelblich und an der Spitze ohne Grenze in die Grundfarbe übergeht;
XIII 63
498
Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Lycaeniden.
cthiopica. nur gegen den Hinterwiiik( 1 ist sie etwas hellgrau bestäubt. Abessinien. — ethiopica Poulton kommt der
psevdophlaeas sehr nahe, hat aber, wie auch gewöhnlich die paläarktischcn Formen, innerhalb der roten
Saumbinde der Hflgloberseite kleine blasse Punkte, welche bei p.'<e,utlophlaeas fehlen. In Südwest-Uganda
und im Gebiete zwischen Tanganjika und Ruwenzori.
abhoti. H. abboti Holl. (74 i). Flügel oben mit glänzender, kupferroter Grundfarbe. Vflgl mit etwa 2 mm
breiter, schwarzer Sauiiibinde, einem schwarzen Punkt in der Mittelzelle, einem dicken Mittelfleck und 6 Diskal-
flecken, welche in drei Gruppen angeordnet sind (ein Querfleck in 1 b, zwei Flecke etwas mehr saiuuwärts in
2 und 3 inid drei Punkte in einenj Bogen in 4 — 6). Unterseite der Vflgl wie oben aber ohne Saumbmde und
noch mit einem Wurzelpunkt in der Zelle und mit schwarzen Submarginalstrichen wenigstens in 1 b — 3. Hflgl
unten mit rötlicher Grundfarbe auf der die Flecke nur undeutlich hervortreten. 2 größer mit deutlichen Flecken.
In Gebirgsgegenden vom Nj^assa-Land bis Britisch Ost-Afrika.
onis. H, orus Cr. (74 i). Flügel schmäler und länger als bei den vorhergehenden Arten imd am Saume
weit mehr abgerundet. Stirn und Palpen weißlich oder hellgrau beschuppt. Flügel oben kupferglänzend gelbrot
mit schwarzer an der Spitze etwas erweiterter Saumbinde, welche in den Hflgln durch Vereinigung der Saum-
flecke entstanden ist und darum nach innen wellenrandig ist ; ^'flgl oben mit ]Mittclfleck und Diskalflecken und
bisweilen auch mit einem kleinen Punkt in der Mittelzelle ; Hflgl oben gewöhnlich mit Querstrich am Ende der
Zelle und mit einigen kleinen Di.skalflecken (besonders in 2, 4, 5, 6 und 7); der Fleck in 6 steht gerade hinter
dem Fleck in 7 wenn beide vorhanden smd. Vflgl unten fast wie oben, aber mit 2 Punkten in der Mittelzelle,
am Vrde und Saume grau gesäumt mit dunklen Submarginalstrichen in 1 a — 6. Hflgl miten grau, etwas braun
gefleckt mit selir undeutlichen Zeichnungen; mu- die Submarginalstriche treten etwas mehr deutlich hervor.
$ größer mit deutlicheren und vollständig vorhandenen Di-skalflecken der Oberseite. Kapland bis Natal und
Transvaal: auch bei Kikuvu in Britisch Ost -Afrika.
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den aethiopischen Lycaeniden aufgeführten Formen.
* bedeutet, daß die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
abboti TTeod. HoU. Entomologist 2.5, Suppl.. p. W.
aberrans Cup. Btlr. Ann. Mag. Xat. llist. (5) 2. p. 2SS.
abraxas Pont. Dhl. & Heic. Gen. Diuin. I^cp. Tat. 77. *
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antiinachiis l'scudal. SIgr. Exot. Tagt. 1, p. 276. *
antiiuirii Cup. Oberlh. Anal. Mus. Genov. 18, p. 731. *
aiituto Cup. ,'<lrd. Entom. Rundschau 28. p. 138.
apelles Spind. Oberlh. Etud. d'Ent. 3, p. 22.
aphiiaeoides lol. Trim. Trans. Ent. Soc. Ijond. 1873, p. 110.
apicalis Miinacr. Sm.d: Ky. Rhopal. Exot. 13, Lyc. Atric.p.41.*
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aicscopa Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 9. *
arircnti'ola .\plin. Holl. Psyche 5, p. 430.
iirwnteiiinaciilata Axioc. Pag. Jahrb. Xass. Ver. Xat. öö, p. 154.
aiiryraspis Plias. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1873, p. 114. *
arsrvrocvclus Aphn. Holl. Psyche 5, p. 431.
ariiidue'Cup. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1898, p. 193. *
Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Lycaenideu.
499
arrhon Pseudal. Bam. Drc. Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 11, p. 360.
arteiiienes Cup. Mab. Ann. Soc. Ent. Belg. Bull. 23, p. 16.
aruiiia Deud. Ueic. Ent. Montli. Mag. 10, p. 121.
aslau^a Teiiom. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1873, p. 117.
aspasia Pent. Grünb. S.-B. Ges. Xaturf. Fr. Beil. 1910, p. 473.
aspidus Larin. Drc. Ann. Mag. Nat. Hist. (6), 5, p. 25.
asteris Cup. Oodt. Encycl. M^thod. 9, p. 657.
asterius Aplm. Fliitz Stett. Ztg. 11, p. 201.
atrigeinniatiis Cup. Btlr. Ann. .Mag. Xat. HLst. (5) 2, p. 290.
aucta Deud Karsch Entomol. Xachi'. 21 (1895). p. 31.S.
aiiga Pent. Karsch Entomol. Nachr. 21. p. 293.
aura Asl. H. Drc. Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 11, p. 358.
aurea Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 59. *
aureolineata Hypol. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. 1906, p. 310.
aurifostalis Hypol. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 832. *
aurivlllii Zer. Schnitze Societ. Entomolog. 23, p. 131.
avrik«! Spind. Karsch Berl. Ent. Ztschr. 38, p. 223. •
azurea Chloros. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1899, p. 967. *
badia Epit. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 441.
badiira Epit. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 6, p. 271.
bakeri Lyc. H. Drc. Tran.s. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 374. *
bakeriana Pseuder. Cat. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 13, p. 73.
bainbana Axioc. ,Sm. Rhopal. Exot. (3) 26 Lyc. Afric. jj. 123.*
haniendaiius Cap. Schnitze Societas Ent. 24, p. 19.
barbara lol. Suff. Iris 17 (1904), p. 62.
barberae Cup. l'rim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1868, p. 89. *
barca Delon. Sm. Rhopal. Exot. 55, Lyc. Afr. p. 128. *
barkeri Cup. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1893, p. 129. *
barklyi Phas. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 338. *
baronibiensis Epit. A'^. Ann. Mag. Nat. Hist. (li) 6, p. 274.
basiita Arrug. Wallgr. Rhopal. ("affr. p. 46.
batesi Epit. H. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 366. *
batesi Pseudal. Ham. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 370.*
batikeli Deud. Bsd. Faun. Madagasc. p. 24. *
baiinii Axioc. Weym. Ent. Zeitschr. 15, p. 63.
bella Asl. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1913, p. 500.
bella Oxyl. Aiir. .Svensk. Vet. .Utad. Handl. 31, p. 313.
bellatrix Spind. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1886, p. 369.
belli lol. Heu-. lU. Diurn. Lep. Suppl. p. 9. *
bt'lliiia lol. Plötz Stett. Ztg. 41, p. 200.
beinba Doud. Xeave Proc. Zool. .Soc. Lond. 1910, p. 44. *
beiiitensis Epit. HoU. Psyche 5, p. 425.
bibulus Lachn. F. Eutom. System. 3 (1), p. 307.
bibuiidanus Cup. Grünb. S.-B. Ges. Nat. Fr. Berl. 1910, p. 479.
bicaudatiis lol. Aur. Arkiv f. Zool. 2 : 12, p. 14. *
bk'hi'oiiia Ere-sinops. Strd. Archiv Naturgesch. 77 (1), p. 193.
bicolor Pseuder. Sm. A: Ky. Rhop. Exot. 14. Lyc. Afr., p. 44. *
bisraniica Lyc. Strd. Arcidv Natiu-gesch. A. 77 : 1, p. 197.
bihe Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 34. »
bilineata lol. B.-Bak. Proc. Zool. Soc. Lond. 190.S, p. 113.
biinacula Telipna Plötz Stett. Ztg. 1880, p. 19».
biinai-iilata Deud. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874. p. 353.
bistrigata Axioc. Aur. Seitz, Groß-.ScImiett. 13, p. 421.
bitje Lyc. H. Drc. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 374. *
bitje Pent. H. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910. p. 358. *
bitje Spind. H. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 372.
boetieus Cup. L. Syst. Nat. (XII), p. 789.
boisdiivali Hewit. Heiv. lU. Diurn. Lep. Suppl. p. 1. *
bolissus lol. Hew. Ent. Month. Mag. 10, p. 123.
bolivari Lipt. Kheil Mem. Soc. Espan. 1, p. 173.
boreaiis Axioc. A^tr. Arkiv f. Zool. 2 : 12, p. 16.
hoschi Leptom. Strd. Entom. Rundsch. 28, p. 137.
bowkeri Cup. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1883, p. 351.
bowkeri Stug. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 176.
brachycera Arrug. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1883, p. 353.
brahaiiii Aphn. Lathy Trans. Ent. Soc. Lond. 1903, p. 199. *
breiida Larin. H. Drc. Ann. Mag. Nat. Hist. 1903. 9, p. 69.
briino Lachn. Karsch Berl. Ent. Ztschr. 38, p. 217.
brunnea Lyc. Sm. Rhopal. Exot. 26 Lyc. Afiic. p. 106. *
brunnea Microp. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 368.
brunneiis Cap. Aur. Arkiv f. Zool. 10 : 14, p. 5.
brunneus Cup. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1922. p. 361. *
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busoea Lachn. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. (1906). p. 105.
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buxtoili Hypol. Heu: Ent. Month. Mag. 10, p. 206.
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caerulea Hypol. Aur. Entomol. Tidskr. 6, 1895), p. 210.
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caissa Alaena Bbl. & Bog. Baumanns Massai-Land, p. 336.
caliee Cup. Hpffr. Mon. Ber. Akad. Wiss. Berl. 1855, p. 642.
caliginosa Deud. Lathy Trans. Ent. Soc. Lond. 1903, p. 197. *
calisto lol. Dhl. & Hew. Gen. Diurn. Lep. p. 487. *
canierona Deud. Plötz Stett. Ztg. 41 (1880), p. 201.
caiupimus Lipt. Holt. P.syche 5, p. 427.
caraua Cup. Hetv. Exot. Butt. Lycaen. 1. *
carcina Epit. Hew. Ent. Month. Mag. 10, p. 150.
carina lol. Hew. Ent. Month. Mag. 10, p. 122.
carlota Pseuder. Suff. Iris 17, p. 47.
carnuta Telipna Hew. Entom. Month. Mag. 1873, p. 125.
carsonl Cup. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1901, p. 290.
catalla Deud. Karsch Entomol. Nachr. 21, p. 318.
Catalina. Lipt. Sm. & Ky. Rhop. Exot. 1 Lyc. Afric. p. 4. *
catharina Pseuder. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 532.*
catori Deud. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. 1903 (2), p. 331.
catori EpitoUna B. Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. 1904, p. 227.
catori lol. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. 1904, 14, p. 233.
catori Pent. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 18. (1906), p. 339.
catori Phyt. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 12, p. 328.
catori Pseuder. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. 1903, 12, p. 328.
cellularis Pseuder. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 6, p. 262.
cepheiia Epit. Hew. Ent. Month. Mag. 10, p. 151.
cephreii .\sl. H. Drc. Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 11, p. 358.
ceraunia Epit. Hew. Ent. Month. .Mag. 10, p. 149.
cercene Epit. Hew. Ent. Month. Mag. 10, p. 150.
cercenoides Epit. Holt. Psyche 5, p. 424.
Ceres Hypol. Hew. 111. Diiirn. Lep. p. 39. *
chariiiiau .Mimacr. Sm. & Ky. Rhop. Exot. 13. Lyc. Afr., p. 42. *
chibonotaniis Cup. Auriv. KUimandjaro-Meru-Esped. 9, p. 9.
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deeipiens I>ipt. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (6), p. 268.
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500
Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Lycaeniden.
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distractus Cup. .Joann. Bull. Soc Ent. Ital. 1913, p. 118.
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diversa Lipt. B.-Bak. Ann. Mag. Xat. Hist. (7) 14, p. 225.
divisa Kpit. Bllr. Ann. Mag. Xat. Hist. (7) 7, p. 289.
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tlaveola Citr. Ky. Ann. Mag. Xat. Hist. (5) 19, p. 366.
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gordoni Epit. H. Drc. Ann. Mag. Xat. Hist. 1903, 9, p. 70.
gordoni Pseuder. Ham. Drc. Ann. Mag. Xat. Hist. 1903, p. 69.
gorgias Leptom. Stall Suppl. Cram. PapU. Exot. p. 150. *
graeseri Mimacr. Schultze Entomol. Rundsch. 29, p. 50.
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hvettina Phvt. Aur. Entomol. Tidskr. 18, p. 214.
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hypopoHa Cup. Trim. South-Afric. Butt. 2, p. 30.
lasis lol. Heic. lU. Diurn. Lep. p. 42. *
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ignotus Cup. Trim. South-.\fric. Butt. 2, p. 39.
ilma Lipt. Heic. Exot. Butt. Pent. & Lipt. 2. *
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inimai'ulata lApt. Griinb. Sitz.-B. Ges. Xat. Beri. 1910, p. 477.
imniaculata Lipt. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 268. *
ininiai-iilata Pent. Suff. Iris 17, p. 46.
iiicoiispieua Lyc. H. Drc. Proc. Zool. Söc. Lond. 1910, p. 374.*
inconspicua Pent. H. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 357.*
incredibilis Irid. Stgr. Iris 4, (1891), p. 141. *
indetinita Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 25.*
inlinia Lipt. Sm. Rhop. Exot. 14 Lyc. Afric. p. 46. *
iiiores lol. Heic. Ent. Month. Mag. 11, p. 85.
insulanus Cup. Aur. Voeltzk. Reise (1909) 2. p. 324.
intermedia I^ipt. Grünb. Sitz.-Ber. Xat. Fr. Berl. 1910, p. 477.
intcrniedius Cup. B.-Bak. Trans. Ent. .Soc. Lond. 1922, p.310. *
interniixta Phvt. Aur. EntomoL Tidskr. 18, p. 215.
iuterposita Alaena Btlr. Ann. Mag. Xat. Ilist. (5) 12, p. 103.
iobates Cup. Hpffr. Mon.-Ber. Akad. Wiss. Berl. 1855, p. 642.
isabellae Teraton. Dudg. Proc. Ent. Soc. Lond. 1909, p. LI.
isea Pseuder. Hew. Exot. Butt. Pent. & Lipt. 2. *
isis Cup. Drury lUustr. Exot. Insect. 2, p. 6. *
isnienias lol. Klug Svmbol. Phvsic. Taf. 40. *
ituri Deud. B.-Bak. Proc. Zool. .Soc. Lond. 1908, p. 111. *
ituria Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 22. *
inlus lol. Hew. lU. Diurn. Lep. Suppl. p. 9. *
iza Spind. Heic. lU. Diurn. l>ep. p. 62. *
jacksoni Hypol. B.-Bak. Ann. Mag. Xat. Hist. 1906, p. 106.
jamesoni löl. H. Drc. Ann. Mag. Xat. Hist. (6) 8, p. 145.
Urbeschreibungsnachweis der aethiojiischen Lycaeniden.
501
jeHeryi Cup. Swiestra Ann. Transv. Mus. 1 (1909), p. 176.
jesous Cup. Guer. Lef. Voy. Abyss. 6, p. 383. *
Johanna Alaena E.-Sh. Ann. Mag. Nat. Ilist. (6) .5, p. 442.
jnrdanus lol. Stgr. Iris 10, p. 153. *
juba Lyc. F. Mantiss. Insect. p. 82.
Julius lol. SUjr. Iris 4 (1891) p. 146.
juno Cup. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 830. *
kabrosae Cup. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. 1706, p. 107.
kadiskos Hvpol. H. Drc. Ann. Mag. Nat. Ilist. (6) 3, p. 27.
kaduglii Sp"ind. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Ilist. (8) 17, p. .379.
kafuensis Deud. Xeave Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 44. *
kallinioides Asl. Schxilf::e. Entoniol. Rundsch. 29, p. 43.
kallinion Spind. H.-Drc. Trans. Ent. Soc. L. 190.5, p. 254. *
kaniilila Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 76. *
kanipala Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p- 52.*
katan^ae Cup. i?.-jBofc. Trans. Ent. Soc. Lond. 1922, p. 354. *
kedassa Deud. H. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 369.*
kedonga Cup. Sm. Novit. Zoolog. 5 (1898), p. 357.
kersteni Lyc. Gersi. Arcli. Natiu-gesch. 37 (1) p. 359.
khalifa Epit. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Ilist. 1904, 14, p. 229.
kikuyu Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 37. *
kirbyl Hewit. Dew. Nov. Act. Akad. N. Cur. 41 (2), p. 207. *
kirbyi Pent. Atir. Entomol. Tidskr. 16, p. 198.
kisaba Cup. J. et Talb. BuU. Hill.-Jlus. 1 (1921), p. 100.
kitobolensis Deud. Strd. Arcliiv. f. Naturg. A. 78 : 9, p. 145.
koaena Cup. Strd. Ann. Soc. Ent. Belg. 55, p. 145.
kohli Deud. Aur. .Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 370.
kontu Cup. Karsch Berl. Entom. Ztsclir. 1893, p. 227.
krausei Mimacr. Deiv. Entomol. Nachr. 15, p. 106. *
lachares Lyc. Hew. 111. Dimn. I>ep. p. 225. *
lacides Lyc. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 348.
lacriniosus Cup. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1922, p. 281. *
lactinatus Cup. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 764. *
laeta Mimacr. ScMzc. Entomol. Rundsch. 29, p. 49.
lasyra Larin. Hew. Exot. Butt. Pent. & Lipt. 1. *
lalos lol. H. Drc. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 17, p. 286.
laniborni Asl. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1913, p. 499.
laniborni NeaveiaH. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 364."
laiiiias Ijyc. Hew. 111. Diurn. Lep. p. 227. *
laniprocles Lyc. Hew. 111. Diurn. Lep. p. 225. *
laudbecki Mimacr. U. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1010, p. 358. *
laon lol. Heie. lU. Diurn. Lep. Suppl. p. 28. *
laonides lol. Aur. Entomol. Tidskr. 18, p. 218.
lara Leptom. L. Mus. Ulric. p. 320.
larydas Lyc. Cr. Papil. Exot. 3, p. 160. *
lasius lol. Suff. Iris 17 (1004), p. 70.
lasti Lyc. Sm. &• Ky. Rhopal. Exot. 27 Lyc. At'ric. p. 109. *
last! Pent. Sm. et' Ky. Rhopal. Exot. 10 Lyc. Afric. p. 31.*
latiniarifinata Larin. ^»i. No^-it. Zoolog. 5, p. 354.
latruncuhitHsCup.tfriO!&. S.-B. Ges. Nat. Fr. Berl. 1910, p. 478.
laura Pent. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 6, p. 267.
lehona Hypol. Heir. 111. Diurn. Lep. p. 51.
leinnos Lyc. Heic. 111. Diurn. Lep. p. 221. *
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502
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oecidentaliiiiil Pent. Aur. Svensk. Vet. .Vk. llandl. 31, p. 262. *
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oculata Lyc. Sm.d: Ky. Rhopal. Exot. 20 Lyc. jVfric. p. 101. *
«dana Deiid. //. Drc. Ent. Month. Mag. 28," p. 204.
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opaca liipt. Ky. .\nn. .Mag. Xat. Ilist. (6) 6, p. 260.
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orrnttiis Cup. Mab. Ann. .Soc. Entom. Fr. 1890. p. 24. *
(irlhrus Phas. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 810. *
ortygia Cup. Trim. South-Airic. Butt. 2, p. 26.
ii-riibruni Lipt. Holl. Psvche 5, p. 425.
orus Ileod. Cr. Papil. Exot. 4, p. 84. »
osbeeki Phas. Aur. Mus. Ulric. Lep. p. 117.
oslieba Pseuder. Holl. Psyche 5, p. 428.
(isiris (Hip. Hpffr. Mon.-Ber. -\kad. Wiss. Berl. 1855, p. 642
otacilia Lyc. Trim. Trans. Ent. .Soc. liOnd. 1868, p. 90.
otlauga Lipt. Sm. Rhop. Exot. 14 Lyc. Afric. p. 46. *
otraetla Deud. Hew. lU. Diurn. Lep. p. 29. *
pachaliea Ilypol. Bllr. Proc. Zool. Soc. I^ond. 18S8. p. (59.
palenion Cup. Cr. Papil. Exot. 4, p. 209. *
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pallida .Megal. Aur. .Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 362.
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paliiius Phas. Cr. PapU. Exot. 4, p. 100. *
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panipolis Cup. Drc. Trans. Ent. Soc. Lond. 1905, p. 258. *
pandania Cup. ^Vkr. Entomologist 5, p. 5. *
pandora .\sl. Ham. Drc. .Ann. Mag. Xat. Ilist. (8) 11, p. 359.
paneperata lol. //. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1902 (2J, p. 117.*
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patrieids t;up. Trim. South Afric. Butt. 2, p. 20.
paiicipiiiit-tata Pent. Ky. Ann. Mag. Xat. Ilist. (6) 6, p. 263.
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pephredo Cup. Trim. .South-.\fric. Butt. 3, p. 889.
perdita Irid. Ky. Ann. Mag. X'at. Ilist. (6) 6, p. 27 L
perfrasilis Pent. Holl. Psj'che 5, p. 427.
periarapha Deud. Karsch Entom. Xachr. 21, p. 818.
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perion .\xicic. Cr. Papü. Exot. 4, p. 176. *
perobseura Lipt. //. Z>re. Proc. Zool. Soc. Lond. 1010, p. 362.*
petreia Pent. Heu-. .A.nn. Jlag. Xat. Hist. (4) 18, p. 382.
peucetia Pent. Hew. Exot. Butt. Pent. Ä: Lipt. 1. *
phaeochiton Pseuder. Grünb. .S.-B. Ges. Xat. Berl. 1910, p. 476.
phanes S])ind. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1878, p. III.*
phidia Pent. Hew. .Vnn. Mag. Xat. Hist. (4) 13, p. 383.
phidias Leptom. F. Entom. Systemat. 3 (1) p. 286.
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pliiisphiir Plias. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 178.
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picata .\Iaena ^.-.s7i. .\nn. Mag. Xat. Hist. (6) 17, p. 125.
picena Pent. Hew. .A.nn. 31ag. Xat. Hist. (4) 13, p. 382.
picta I'seuder. Sm. Xovit. Zoolog. 5, p. 356.
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preussi Pent. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 267.
Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Lycaeniden.
503
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sigiensis Pent. Strd. Societ. Entomol. 25, p. 6.
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silarus lol. H. Drc. Ent. Month. Mag. 22, p. 154.
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silenus Myr. F. Syst. Ent. p. 531.
similis Citr. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 366.
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smithi Lyc. Mab. BuU. Soc. Ent. Fr. (5) 7, p. 72.
soalalicus Cup. Karsch, Entomolog. Nachricht. 24, p. 369.
socotranus Cup. Grant BuU. Lin.-Mus. 2 (1899), p. 10.
solwezii Cup. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1922, p. 325. *
somalina Spind. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 764.*
sorhageni Zer. Dew. Nov. Act. Ac. Nat. Cur. 41 (2). p. 204. *
spindasoides Spind. Aur. Arkiv f. Zool. 10 : 14, p. 2.
spuma Larin. W. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 361.
staetalla Cup. Karsch. Entomolog. Nachricht. 21, p. 302.
staudingeri Epit. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 6, p. 271.
staudingeri Lyc. S»t. cfr Ky. Rhop. Exot. 27 Lyc. Afr., p. 112. *
steUatus Cup. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1883, p. 349.
Stormsl Cup. Robbe Ann. Soc. Ent. Belg. 36, p. 132.
strigatus Cup. .4 Kr. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 490.
styx Axioc. Fbl. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. 58, p. 159.
subaurea Spind. Sm. Novit. Zoolog. 5, p. 358.
subditus Cup. Sm. Rhopal. Exot. Lyc. Afric. p. 129. *
subinfuseata Stug. Grüub. Denkschi". Med. Ges. Jena 16, p. 107.
sublustris Epit. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. 1904, 14, p. 228.
submacula Lipt. fMthy Trans. Ent. Soc. Lond. 1903, p. 196. *
subornata Myr. Lathy Trans. Ent. Soc. Lond. 1903, p. 198. *
subpallidus Cup. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1922, p. 350. *
subpunetata Lipt. ß.-BaA. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 18. p. 340.
subpunetata Teriom. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 364.
subundularis Lipt. Stgr. Iris 4 (1891), p. 215.
subvariegata Lipt. Sm. & Ky. Rhop. Es. 14 Lyc. Afr. p. 43. *
sudanicus lol. Aur. Arkiv f. Zool. 2 : 12, p. 15.
suquala Lyc. Pag. Jalu'b. Nassau. Ver. Nat. 55, p. 155.
sybaris Cup. Hpifr. Mon. Akad. Wiss. Berün 1855, p. 642.
sylpha Pent. Ky. Ami. Mag. Nat. Hist. (6) 6, p. 266.
sylphida Pent. Stgr. Iris 4, p. 217.
sylraiius Lyc. Drury 111. Exot. Insect. 2, p. 5. *
synchrematizus Cup. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 192?,
p. 323. *
tachyroides Pent. Dew. Nov. Act. Acad. Cm-. 41 (2), p. 201. *
taikosama Phas. Wallgr. Rhopal. Caffr. p. 43.
tajoracus lol. Wkr. Entomologist 5, p. 51.
taraaniba Chloros. Wkr. Entomologist 5, p. 51.
tantalus Cup. Trim. South-Airic. Butt. 2, p. 38.
taretensis Spind. Lathy Trans. Ent. Soc. Lond. 1906, p. 6. *
telesippe Pent. Grünb. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Berl. 1910, p. 473.
telicanus Cup. Laug Verzeichn. Schmett. Augsb. p. 47.
tenera Citr. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 365.
tenuimargitiatus Cup. Grünb. Sitz.-Ber. Ges. Naturf. Pr. Berl.
1908, p. 50.
tera Larin. Hew. Ent. Month. Mag. 10, p. 125.
tessmanni Pseuder. Grünb. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berl. 1910,
p. 475.
theophrastus Cup. F. Entomol. System. 3 (1), p. 281.
thero Phas. L. Mus. UMc. p. 328.
thespis Cup. L. Mus. UMc. p. 318.
thyra Phas. L. Mus. UMc. p. 329.
thyrsis Lyc. Ky. Hew. lU. Dim-n. Lep. p. 224. *
thysbc Phas. L. Mus. UMc. p. 330.
timon lol. F. Mant. Insect. 2, p. 65.
tintinga Spalgis Bsd. Faun. Madagasc. p. 27.
tirza Pent. Herv. Ent. Month. Mag. 10, p. 125.
tisamena Lvc. HoU. Psvche 6, p. 52.
togara Cup." Plötz Stett. Ent. Ztg. 41, p. 202.
torrida Pent. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 364.
transverstigma Teüpna H. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910,
p. 356. *
504
Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Lycaeniden.
tiiiiris.Milaris Microp. Aiir. Entoinol. Tidskr. 16 (1895), p. 203.
triinciii Cup. B.-Hak. Trans. Knt. Soc. Lond. 1922. p. 295. *
triiiicni Cooks. //. T)rc. Trans. Ent. Soc. Lond. 1905, p. 257.*
Irinifiii lol. Wallyr. Oefv. Vet. Ak. Pörh. 32, p. 87.
triiiifui Spind. .Ware Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 50. *
tripiiiictata Lipt. Sm. Bhop. Exot. 29 Lyc. Afric. p. 116. *
tripiinctata Pent. Aur. Entomol. Tidskr. 16, p. 197.
trisiifiiatiis Cup. »S7rd. Entom. Kundscli. 28, p. 131.
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Iiillia Lipt. SUjr. Iris 1 (1891) p. 221.
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tunifiitia Epit. H. Vre. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 366. *
1url>ala Lipt. Ky Ann. Mag. Xat. Hist. (6) 6, p. 263.
ubaldus Cup. Cr. Exot. 4, p. 209. *
Uganda Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1910, p. 32.
llgaiidac llypoL E.-Sh. Entomologist 1904. p. 203.
ukprcwcnsis \ac. Sird. EntomoL Zeitschr. .Stuttg. 23, p. 125.
lila Deud. Kiir.sch Entomol. Xaclu'. 21 (1895) p. 316.
uiiibratilis Epit. Hüll. Psyche 5, p. 425.
iiinitrosiis lol. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 766. *
iinda Deud. Gaede Int. Ent. Zeitschr. 9, p. 72.
iiiMliiia Lipt. .S'w. et- Ky. Rhop. P:xot. 29 Lyc. Afric. p. 117. *
iiiidifcra Argyr. Slgr. Iris 4 (1891), p. 215.
iiiididaris Lipt. Hew. Exot. Butt. Pent. &• Lipt. 1. *
uiiicolor Eresina Aur. Svensk. Vet. Akad. Ilandl. 31, p. 283.
iiuicolor Lyc. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 439.
iinironnis Epit. Ky. Ann. Mag. Xat. Hist. (5) 19, p. 445.
iinigeiiiiiiatiis Cup. Bllr. Proc. Zool. .Soc. Lond. 1895, p. 630.*
iinipiinctata Citr. B.-Bak. Proc. Zool. Soc. Lond. 1908, p. 111.
Urania Epit. Ky. Ann. Mag. Xat. Hist. (5) 19, p. 441.
iisciiiia Cup. \em-e X'ovit. Zoolog. 11 (1904), p. 340.
Tariegata Pseuder. Sm. Rhopal. Exot. 14 Lyc. Afric. p. 45.*
variepiliis Cup. B.-Bak. Trans. Ent. Soc. Lond. 1922, p. 338. *
rersatilis Lyc. B.-Bak. Trans. Ent. .Soc. Lond. 1910. p. 49. *
vcstalis Cup. Aur. EntomoL Tidskr. 16, p. 219.
vietoriae Cup. Karsch Entomol. X^achricht. 21, p. 300.
victoriae Spind. Btlr. Ent. Mouth. Mag. 20. p. 251.
Tininga Asl. Hew. Ent. >Ionth. .Alag. 11, p. 183.
Tioletta Deud. Aur. Entomol. Tidskr. 18, p. 216.
rirgata Deud. H. Drc. Ann. Mag. Xat. Hist. (6) 7, p. 365.
virpinoa Epit. B.-Bak. Ann. Mag. X'at. Hist. 1904, 14, p. 230.
virilis Cup. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 463.
vittigera Hypol. Mab. Petit Xouv. Entom. 2, p. 289.
voltae Lyc. E.-Sh. Ann. :Mag. Xat. Hist. (6) 6, p. 105.
vosseleri Deud. Sird. Arch. Xatmgesch. 77 (1), p. 195.
waggae Spind. E.-Sh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1898, p. 372.
walleiigreni Phas. Trlm. South-Afric. Butt. 2, p. 192.
wau Cup. Wichgr. Int. Ent. Zeitschr. 14 (1921 ), p. 172.
xanthopoerila Lyc. Holl Entomol. Xews 4, p. 27.
xauthostola Lipt. Holl. Psyche 5, p. 429.
zebra Batel. H.-Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 368. *
zebra Pseudal. Holl. Psyche 6, p. 50.
zela Deud. Hew. 111. Diuru. Lep. Suppl. p. 14. *
zelica Epit. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 6, p. 272.
zeloides Deud. Bllr. Ann. Mag. Xat. Hist. (7) 7, p. 289.
zelomima Deud. Rbl. Ann. Wien. Hofmus. 28, p. 265. *
zeiza Epit. Hew. Ent. Month. Mag. 10, p. 151.
zenkeri Lvc. Karsch Entomol. Xachr. 21, p. 293.
zerita Pseuder. PK/^ Stett. Ztg. 41 (1880), p. 199.
zeuxo Phas. L. Mus. L^lric. Lep. p. 331.
zUka Phas. Sm. Rhopal. Exot. (3) 24. Lyc. Afric. p. 121. *
zyiuna Megal. Dbl. d.- Heu: Gen. Diurn. Lep. Tab. 76. *
Ausgegeben 4. II. 1925. HESPERIDAE. Von Dr. C. AuRiviLLitrs. 505
9. Familie: Hesperidae.
Die Hesperiden bilden eine sehr scharf umgrenzte systematische Einheit *), \\ eiche keine nähere Be-
ziehungen zu den übrigen Rhopaloceren aufzuweisen hat und sicher mit denselben nicht in genetischem Zu-
sammenhang steht. Durch die Gattung Euschemon Dhl., bei welcher die Hflgl mit Haftborsten versehen
sind, schließen sich dagegen die Hesperiden den typischen Heteroceren an, obgleich .sonst unter den jetzt
lebenden Lepidopteren keine andere Verbindungsglieder bekannt sind.
In morphologischer Hinsicht sind die Hesperiden besonders durch folgende Charaktere ausgezeichnet :
Kopf groß und breit. Augen groß und nackt. Palpen groß und breit; ihre beiden ersten Glieder dicht
und breit beschuppt, der Stirn dicht anliegend; drittes Glied bald klein und von den Haaren oder Schuppen
des zweiten Gliedes verborgen, bald lang und hervorragend, stets mit sehr dünner, anliegender Bekleidung
gewöhnlich als ,, nackt" bezeichnet). Saugrüssel lang und Icräftig entwickelt. Fühler an der Wurzel breit getrennt
mit deutlichen Kolben; die Kolben oft lang mit lang ausgezogener, gerader oder hakenförmig umgebogener,
selten mit abgerundeter Spitze. Die verschiedene Bildung der Kolben ist von großer systematischer Bedeutung.
Der Thorax ist dick und kräftig gebaut und schließt stark entwickelte Flugmuskeln ein. Die Flügel
sind verhältnismäßig klein und haben einen sehr einfachen Rippenbau, indem alle Rippen aus der Flügelwurzel
oder aus den Mittelzellen entspringen und voneinander völlig frei verlaufen. Die Vflgl haben stets 12 und die
Hflgl 8 Rippen. Die Rippe 2 der Vflgl entspringt gewöhnlich nahe an der FlügelwTirzel weit vor der Mitte
der Zelle; die Rippe 5 geht von der Schlußrippe der Älittelzelle aus, bald in der Mitte zwischen 4 und 6
bald näher an einer dieser Rippen; die Rippe 11 anastomosiert sehr selten mit der Rippe 12. Die Mittelzelle
der Vflgl ist bald kaiim länger als die Hälfte des Vrds, bald so lang als zwei Drittel desselben. In den Hflgln
i.st die Rippe 5 oft schwach ausgebildet oder fehlt bisweilen völlig.
Alle drei Beinpaare sind vollständig entwickelt; die Vorderschienen fast immer mit Schienenblatt
und die Hinterschienen normal mit 4 Sporen.
Die Raupen sind langgestreckt, nackt oder feinhaarig und besonders durch den großen Kopf und die
kleinen ersten Körperglieder ausgezeichnet, wodurch der Körper hinter dem Kopf wie eingeschnürt erscheint.
Sie leben gewöhnlich verborgen zwischen zusammengesponnenen Blättern ihrer Nahrungspflanzen.
Die Puppen sind länglich, gewöhnlich abgerundet ohne Ecken, bisweilen mit ausgezogener Kopfspitze.
Sie sind durch die Haken des Cremasters und einen Faden um die Mitte befestigt und ruhen wie die Raupen
zwischen zusammengerollten Blättern.
Ungeachtet der verdienstvollen Arbeiten von E. Y. Watson, P. Mabille, W. Holland und vieler
anderer läßt die systematische Einteilung der Hesperiden und die Begrenzung der Unterfamilien und Gat-
tungen noch sehr vieles zu wünschen übrig. Ich hatte gehofft, eine neue systematische Bearbeitung der afri-
kanischen Hesperiden versuchen zu können. Die dringende Notwendigkeit diesen Band der ,, Großschmetterlinge
der Erde" baldmöglichst fertig zu machen, nötigt mich aber auf diese Absicht zu verzichten. Ich habe mich
darum hier der letzten Einteilung Mabilles (in ,, Genera Insectorum") ziemlich eng angeschlossen.
Uebersicht der Unterfamilien.
A. Endglied der Palpen lang, gerade wagrecht vorgestreckt. Die Mittelzelle der Vflgl so lang wie zwei
Drittel des Vrds oder länger. Die Rippe 5 der Vflgl ganz gerade und fast genau in der Mitte zwischen 4
und 5 verlaufend. 1. Ismeninae.
B. Endglied der Palpen nicht wagrecht vorgestreckt. Die MittelzeUe der Hflgl fast immer kürzer als zwei
Drittel des Vrds.
K. Die Rippe 5 der Vflgl an ihrem Ursprung mehr oder weniger nach hinten gebogen und dort stets näher
an der Rippe 4 als an 6. 2. Pamphilinae.
ß. Die Rippe 5 der Vflgl von ihrem Ursprung an ganz gerade.
♦) In den andern Tagfalterbänden dieses "Werkes sind darum die Hesperiden als Grypoeera von den übrigen Tagfalter-
familien abgetrennt worden. Vgl. Bd. 1, S. 329 und Bd. 5, S. 833.
XIII 64
506 PYRRHOCHALCIA; RHOPALOCAMPTA. Von Dr. C. Aurivilutts.
*. Die Rippe 5 der Vflgl entspringt etwas näher an 4 als an 6, selten fast in der !Mitte zwischen den
Rippen, in welchem Falle jedoch die Querrippe (mittlere Discocellularis) zwischen den Rippen 5 und
6 gebogen oder verhältnismäßig kurz ist. 3. Heteropterinae.
**. Die Rippe 5 der Vflgl entspringt genau in der Mitte zwischen den Rippen 4 und 6 oder näher
an G. Die beiden Querrippen (mittlere und untere Discoeelhdaris) zwischen den Rippen 4 und 6
bilden eine gerade Linie und sind länger als bei der vorhergehenden Unterfamilie.
4. Hesperiiiiae.
Die hier nach Mabille angenommenen Unteifamilien sind nicht scharf getrennt, da die Rippe 5 dier
Vflgl bei gewissen Gattungen und Arten nicht ganz unveränderlich bleibt. Dieses gilt besonders hinsichtlich
der zweiten xnid dritten Unterfamilie, weil es oft schwer ist zu entscheiden, ob die Rippe 5 ganz gerade oder
am Anfang etwas gebogen i.st. Es ist darum ratsam eine Ait, bei welcher die Bildung der Rippe 5 unsicher
scheint, in der Gattungsübersicht beider Unterfamilien zu suchen.
1. Unterfamilie: Isnieninae.
Fühlerkolben langgestreckt, mäßig verdickt mit lang ausgezogenem, mehr oder weniger umgebogenem
Spitzenteil. Die Rippe 5 der Hflgl fehlt bei den äthiopischen Gattungen oder ist sehr schwach ausgebildet.
Glasflecke fehlen vollständig.
Große Arten mit am Analwinkel mehr oder weniger ausgezogenen oder breit gelappten Hflgln.
Nur zwei afrikanische Gattungen.
1. Gattung: Pjrrhoclialeia Mab.
Weicht von der folgenden Gattung nur dadurch ab, daß die Rippe 3 der Hflgl vor der Hinterecke
der ^littelzelle entspringt und daß der Anallappen der Hflgl etwas breiter, kürzer iind mehr abgerundet ist.
Geschlechter verschieden. Kopf, Palpenglieder 1 und 2, Halskragen und wenigstens die drei letzten Bauch-
glieder orangerot behaart. Flügel unten metallisch grün mit schwarzblauen Rändern und Rippen.
iphis. P. iphis Drury (Töh). Halskragen nur am Vrde imd Hlb nur auf den drei letzten Bauchgliedern
orangerot behaart. — ö. Thorax, Hlb und Flügel oben einfarbig schwarz mit dunklem blauem Schiller. —
Das ? weicht dadurch vom q ^h, daß beide Flügel oben vor dem Saume große, längliche grünbeschuppten
Flecke haben. Erreicht eine Flügelspannung von 66 — 88 mm und ist die größte aller bekannten Hesperiden.
Raupe jjolyphag, kommt im Urwald vor und ist samtbraun, etwas ins violette ziehend mit zahlreichen gelben
Flecken und rotem Kopf. Puppe glänzend gelblieh( ?) mit .schwarzen Zeichnungen; an den Vorderecken des
Mittelrückens und am Kopfe findet sieh je ein stumpfer, rotbrauner Vorsprung; die Analspitze endet mit
zwei langen, rechtwinklig abstehenden Zweigen. Sierra-Leone bis Congo-Gebiet.
juno. P. juno Plöiz (75 h) weicht von P. iphis nur durch geringere Größe, kürzeres drittes Palpenglicd und
zum größten Teil rot behaarte Bauch.seite ab. ^ ™ir unbekannt. Goldküste.
2. Gattung-: Ifikopaloeamptn Wallcngr.
Die Rippe 3 der Hflgl geht aus der Hinterecke der Mittelzelle. Geschlechter einander fast ähnlich.
Uebersicht der Arten.
A. Die Unterseite der Hflgl einfarbig ohne Flecke oder andere Zeichnungen, höchstens mit dunkleren Rippen
und hell gefärbten Fransen.
a. Kopf, Palpen und Unterseite des Hinterleibes orangerot. Beide Flügel unten mit matt schwarzblauer
Grundfarbe. Hh. aeschylus.
ß. Palpen weiß oder grau mit schwarzen Längslinien. Bauch weiß oder gelblich.
*. Die Fransen der Hflgl vom Analwinkel fast bis zur Rippe 2 orangegelb, dann schwärzlich. Hflgl
oben zum größten Teil mit braungelben Haaren bekleidet. Bh. ratek.
**. Die Fransen der Hflgl weiß oder weißlich. Beide Flügel oben einfarbig gra\ibraun oder .-ichwarzbraun
Hh. libeon.
B. Die Unterseite der Hflgl mit scharf hervortretenden Zeichnungen.
OL. Hflgl unten mit einem weißen oder hellgelben Fleck oder mit einer solchen Querlinie.
RHOP.ALOC^MPTA. Vüii Dr. C. Aueivillius. 507
*. Die Unterseite der Hflgl ohne tief schwarze Punkte oder Flecke.
f. Hflg oben am Analw inkcl mit weißem Fleck und weißen Fransen, unten hinter der Mitte zwischen
dem Vrde und der Rippe 1 b mit schmaler weißer Querbinde. Ein kleiner weißer Fleck oder
Querstrich am Ende der IVIittelzelle beider Flügel. Rh ramanatek.
tt- Hflg oben ohne weißen Fleck am Analwinkel.
§. Körper oben und die Flügel wenigstens im Wurzelteil grün oder blau beschuppt. Fransen
der Hflgl dunkel gefärbt. Der weiße Fleck der Hflgl-Unterseite mäßig groß, nur etwa die
Hälfte der Flügelbreite einnehmend. Palpen weiß und schwarz gezeichnet.
1. Der weiße Fleck der Hflgl-Unterseite steht am Vrde. Rh. chalybe.
2. Der weiße Fleck der Hflgl-Unterseite steht etwa in der Mitte des Flügels zwischen den
Rippen 1 b und 6. Rh. bixae.
§§. Fransen der Hflgl am Analwinkel gelb oder rotgelb. Das weiße Feld der Hflgl-Unterseite
ist sehr groß und bildet zv\ischen dem Vrde und der Rippe 1 b eine nach hinten stark ver-
jüngte Querbinde.
1. Hflgl unten ohne weißen Flecli am Irde im Felde Ib. Hflgl oben über die Mitte hinaus
lebhaft rotgelb behaart. Rh. fervida.
2. Hflgl unten am L-de im Felde 1 b mit einem freien weißen oder weißlichen Fleck.
Rh. forestan.
**. Die Unterseite der Hflgl mit einem oder mehreren, gerundeten, tief schwarzen Pvmkten.
■f. Die Hflgl unten nur mit einem großen, schwarzen Punkt, welcher etwa in der Mitte des Feldes
1 0 steht.
1. Flügel oben fast schwarz, an der Wiu-zel breit grünbla\i behaart. Der weiße Fleck der Hflgl-
unterseite fängt am Vrde an und erreicht die Rippe 1 b, ist aber nach hinten stark verjüngt.
Ein kleiner weißer Fleck vor dem Saume in I c. Fransen der Hflgl dunkel, nur unten am
Analwinkel gelblich. Rh. pansa.
2. Flügel oben grau oder schwarzgrau ohne blaue Beschuppung. Der weiße Fleck der Hflgl-
imterseite erreicht nicht den Vrd, ist bisweilen in Flecke aufgelöst, .stets aber im Felde 1 c
am breitesten. Ein gelber Fleck vor dem Saume in 1 c. Fransen der Hflgl weiß, am Anal-
winkel gelblich.
a. Die weiße Querbinde der Hflgl-Unterseite zuisammenhängend. Rh. anchises.
b. Die helle Querbinde der Hflgl-Unterseite in Flecke aufgelöst. Die Flecke bisweilen orange-
gelb statt weiß. Rh- jucunda.
ff. Die Hflgl initen mit 2 — ö schwarzen Punkten, von denen die in 1 c bisweilen zu einem Quer-
strich vereinigt sind, stets aber hinter der Mitte dieses Feldes stehen. Die helle Querbinde der
Hflgl-Unterseite fängt stets am Vrde an und erreicht wenigstens die Rippe 1 b. Fransen der
Hflgl in der Analgegend stets orangegelb.
1. Die Querbinde der Hflgl-Unterseite schneeweiß. Hflgl oben an der Wurzel und in der Mitte
gelb aufgehellt, am Saume breit schwärzlich. Hflgl unten mit je einem schwarzen Punkt in
2 und 3 und in 1 c mit einem schwarzen Querstrich oder mit zwei aneinander stoßenden schwarzen
Punkten.
a. Hflgl unten ohne schwarzen Punkt im Felde 4. Der schwarze Querstrich im Felde 1 c
auch saumwärts weiß begrenzt. -R^- pisistratus.
h. Hflgl unten a\ich im Felde 4 mit schwarzem Punkt ; ihr schwarzer Querstrich im Felde l c
saumwärts von einem orangegelben Fleck begrenzt. Rh. hanno.
2. Die Querbinde der Hflgl-Unterseite hellgelb.
a. Flügel oben eintönig grau, kaum dunkler am Saume. Hflgl unten mit je einem schwarzen
Punkt in 2 — A und mit zwei solchen, einen Querstrich bildenden Punkten in 1 c.
Rh. necho.
b. Hflgl oben an der Wurzel und am Irde breit orangegelb behaart, am Saume breit schwarz,
unten nur im Felde 2 mit schwarzem Punkt und in 1 c mit schwarzem Querstrich, welcher
saumwärts orangegelb begrenzt ist. Rh. sejuncta.
ß. Hflgl unten ohne weißen oder weißlichen Fleck oder Querbinde.
*. Hflgl unten in der Mitte des Feldes 1 c mit einem gerundeten tief schwarzen Fleck in orangegelbem
Felde. -ßA. jucunda var.
508 RHOPALO: A3IPTA. Von Dr. C. Araimiirs.
**. Hfl^ ohne sok^iea Heck, in der Sanmhätfte des Feldes 1 c aber mit einem langgestreekten otai^e-
roten Fleck, vekh^ fa^t völlig durch einen schwarzen Qaerstrich geteilt ist.
1. Vflgl oben dunkelbraun. Hdgi oben <saiigegelb behaart mit breitem schwarzen Saome and Trde.
Bk. keitklaa.
2. B^de Flögel oben metallistji violett Man mit schwarzen Saambind«i. Bk. boeagei.
toAgittg. Rh. aescfaykis P'-": "■'> ei ..O^r^ite ?*"hwarzgr5n. Fransen der VQd grau, der HfTgT weiß, am Hinter-
winkel rotgelb." S-;: -
rmtek. Kb. ratek Bsd. (75 f). Untoseite beider Flügel ganz eintön% donkelbraim; Thorax oben grünBch be~
haart . Mi i :-. gasfcar .
Hbecm. Rh- lifeMfl Dntee soD einen nndeatlichen weißen Fleck am Analwintel auf der Unterseite der Hilgl
ttMieolor. haben. Angola. — laiicctor JIcUt. (75 f) weicht nnr durch das Fehlen dieses Fleckes ab. Beim 2 sind die
Hflgl unten vor dem Saume mehr oder weniger dicht mit hellgrauen Schupp"eii bekleidet i = anilgiais Platz).
K " -' " '"'- Xatal und Delagoa. — Zc dieser Art gehört wahrscheinlich auch die mir unbekannte nach einem
e - rkten Stück beschriebenen brussauxi Jlab. Dieselbe wird mit folgenden Worten beschrieben:
- :z mit ei "liehen S«:hinin;er zwischen den Bippen und der Discos der Vflgl etwas
. -iv._. ^ciciio:. üi.d. ebenfi-- ._ -ajz mit den Fransen von der Rippe -t bis zum Analwinkel schneeweiß:
Unterseite der Flügel schwarzbraun, heiler am Saume; das Fdd 1 der Vflgl in der Mitte hell rötlich: der
Körper auf beiden Seiten schwarz; Bauch mit weißen Haaren." C<Higo am Ubangi-Fluß.
Rh. ramanatek Eid (75 h). Beide Fl^j. :\ schwärzlich, in der Mitte kaum aufgeholt. Von alkn
anderen .\rte:i lurch den ^hneeweißen Ana^...„ -.r Oberseite der Hügl Terschieden. Madagaskar.
Aalgbe. Rh. dialj'be Dbl. d- Hew. (75 e) — Flügel oben fast schwarz: beim o sind die Vflgi an der Wurzel und
die Hflgl bis zum Saume intenär blau schillernd, beim 2 änd beide Flügel oben nur im Wurzeheil Uai^rän
beschuppt. Togo bis Congo.
bijue. Rh, bixae L. (75 e). Beide FKgel oben tief schwarzblau ohne Sc-hiD^. unten fast schwarz. West -Afrika.
Wj. fervida E'' " . V-''_' / —'"raun, nur an der Wuzrel etwas rotgelb behaart: Hflgl
unten am Anal •> Lnkei r Rippe 1 b erreicht. Palpen weiß mit schwarzen Linien.
3Iadagaskar.
Rh. f*restan Cr. i7Si). Vflgl eben fast bis zur Wurzel dunkel graubraun: Hflgl aber in der Mitte
etwas hellgelblich aufgeholt; Thorax oben mit grauer Behaarung. Ueberali auf dem Festlande Afrikas, süd-
lich d^ Sahara. Raupe von bläulicher Grundfarbe, mit dunklen Querstrichen gezeichnet: jedes Glied hat
vom eine Iweite dunkelbraune Querbinde und dahinter 2 — 3 dunklere Queilinien: auf den Gliedern 1 — 3 er-
reicht die Querbinde die Füße, sonst nur die Höhe des Atemlochs: auf den Gliedern 5 — 11 schließt die Quer-
binde jed»seits einen heOen Strich an und auf den Güedem 5 — 10 si^t man zwischen den beidoi asten
Quer' 'aeabgrfrärztelinieanf der Mitte '- ^" ' -. Der Bä>pf ist gelb mit zwei Querreihen schwarzer
Puni^: >ienen die ob^ aus 6 und die - 5 Punkten besteht. Puppe grünlich, weiß bestäubt;
sie hat zwei kurze schwarze Spitzen Jederseitä am vorderen Rande des MrttelrückMis und eine auf der IGtte
mri>cga»tea. ' ^' "es. — artogistes Gn. (78 i) ist eine besondre, auf Madagaskar vorkommende Rasse, welche nur
abweicht, daß oben da Thorax und bade Flügel an der Wurzel mit hell grünlich grauen Haaroi
bekleidet sind, wozu kommt, daß die Hflgi oben in der Mitte heiler weißlichgiau siitd.
pow«. Rh. pama Hete. (75 e) kommt nur auf Madagaskar vor.
ndUea. Wi. ancfaises Gergt. Ciö f) ist durch die in der Uebersicht angegebenen Merkmale leicht kenntlich. Kommt
in Ost-Ai"'ka von Delagca-Bay bis zum Somali-Lande vor und wurde auch in Arabien bei Aden angetzoSen.
/Hcwndd. Rh. Jticisida P ' ' .\rt ganz ähnlich, weicht aber unten ' "^ ab, daß die weiße
Qnerbinde in ct::^a 5 . _ denen einer, der größte, im Felde 1 - und den schwarzen
Punkt einschließt, einer in der 31ittelzelle und je einer in den Feldan 2 — 6 stehen; die letzteren sind gewöhn-
I:^ --;-i----: T- - -— ■ -•- ;. j - - — die Figur (75f) ist eii>e Kc^ie von Bctlebs Original-
^ - r.e Aberration dar. bei der alle diese Flecke rotgelb und
- rt begrenzt sind und Ger Vrd dar Vflgl unten orange gelb ist. Ist der Insel Sokotra eigentümlich. —
Di«r Raupe lebt auf einer Rcusart, ist schwärzlich mit einer gelben Querbinde in der Mitte jedes Gliedes
und einer gelblichen rotgefleckten Seitenlinie der Glieder 4 — 10: Kopf rot mit schwarzen Punkten fast wie bei
der Raupe von Bi. foresbn.
pisigtrabti. Rh. ^sistnrtDS ~ "' . i-t v : n Siena-Leone bis Süd-Afrika verbreitet, mir aber nicht aus Ost-
Afrika nördlich von '. . v bekannt.
hmtmo. Rh. haimo Plöiz (75 f) ist oben dunkler als ptsigtirOin: Vflgl unten mit einem kleinen weißen Fleck in
5 (und 6). Sierra-Leone bis Gabtin.
RHOPALOCAMTA. Von Dr. C. Aurivillius. 509
Rh. necho Plöfz (75 h) ist durch die fast eintönig hell graiibraiine Oberseite beider Flügel ausgezeichnet, necho.
Bei allen mir vorliegenden Stücken fehlen auf der Hflgl-Unterseite die beiden äußeren schwarzen Punkte im
Felde 1 c, welche in Plötzs Beschreibung und in seiner, hier wiedergegebenen Abbildung vorkommen. Jene
Form mag als ab. tripunctata ab. nov. bezeichnet werden. Sierra-Leone bis Gabun. irtpnnrlala.
Rh. sejuticta Mnh. <L- Vuill. (75 f) ist an den in der Uebersicht angegebenen Kennzeichen leicht zu sejuucta.
unterscheiden. Ost -Afrika: Usagara.
Rh. keithloa Wallengr. (75 g). Beide Flügel unten mit eintönig schwarzgrauer Grundfarbe. Hflgl unten keithloa.
mit einem länglichen orangegelben Fleck am Analwinkel im Felde 1 b und mit ähnlich gefärbten Fransen
vom Irde etwa bis zur Mitte des Saumes. Kapland bis Delagoa-Bay. — Die Raupe erinnert sehr an die
von Bh. jorestan. Kopf herzförmig orangerot mit zwei horizontalen Querreihen purpurbrauner Punkte, 4 in
der oberen und 5 in der unteren Reihe. Körper mit gelber Grundfarbe; erstes Glied jedoch einfarbig braun;
die übrigen vorne mit einer breiten, purpurbraunen Querbinde und dahinten mit einer (Glieder 2 und 3)
oder zwei (die übrigen) ähnlichen Querlinien; Seitenlinie a\if den Gliedern 2 — 12 hellrot; Brustfüße hellrot mit
gelben Klauen. Puppe gelb oder rötlich" und mit einem kreideweißen Reif bedeckt. — tancred Plötz (75 g) tancred.
weicht nur dadurch ab, daß die Fransen der Hflgl bis zur Flügelspitzc orangerot sind und ist wahrscheinlich
nur eine Abänderung von keithloa. Natal.
Rh. bocagei Em. Shp. soll auf der Unterseite der vorigen Art ähnlich sein Vflgl unten ganz braun hocagci.
mit schwachem bläulichen Glänze, Hflgl auch unten braun, aber mit einem etwas dreieckigen lebhaft orange-
roten Fleck, welcher drei große schwarze Flecke einschließt Der erste Fleck im Felde 1 e, der zweite in 2 und
der dritte in 4; ein kleiner orangegelber Fleck außerhalb des größeren Fleckes und ein breiter orangegelber
Streif am Ende. Kommt nur auf der Insel St. Thomas vor und gehört zu den hochinteressanten, endemischen
Formen dieser Insel.
2. Unterfamilie Pamphilinae.
Zu dieser Unterfamilie werden alle Gattungen gerechnet, bei denen die Rippe 5 der Vflgl an ihrem
Anfange etwas nach hinten gebogen ist und deutlich näher an die Rippe 4 als an 6 entspringt. Da ich
entschieden der Ansicht bin, daß comma L. und nicht palaemon als Typus der Gattung Pamphila F. *) betrachtet
werden muß, habe ich diese Unterfamilie mit dem Namen Pamphilinae bezeichnet.
I. Drittes Palpenglied knoten- oder kegelförmig, die Behaarung des zweiten Gliedes gewöhnlich nicht oder
wenig überragend, selten deutlich behaart oder beschuppt.
A. Die Fühler sind lang und reichen weit über die Älitte der Vflgl hinaus; ihr oft umgebogener, ver-
schmälerter Spitzenteil ist auch lang und viel länger als der größte Querschnitt der Kolbe.
a. Palpen vorgestreckt; drittes Palpenglied groß und dick, kegelförmig. 6. Gamia.
ß. Palpen aufgebogen, der Stirn anliegend; drittes Glied viel kleiner, nicht vorgestreckt.
*. Die Rippen 3 und 4 der Vflgl an ihrem Ursprung ebenso weit oder weiter getrennt als die
Rippen 4 und 5.
t. Saum der Vflgl gerade. Flügel, oben einfarbig oder nur am Vrde der Vflgl etwas auf-
gehellt, ganz ohne Glasflecke. 1. Acalloinstes.
tt- Saum der Vflgl mehr oder weniger gebogen. Flügel sehr selten oben einfarbig.
§. Kopf ganz gclbrot beschuppt. Flügel oben zum Teil mit bläulichem oder grünlichem
Schiller ohne Glasflecke. 7. Pteroteinon.
§§. Kopf nicht auffällig gefärbt. Flügel oben ohne metallischen Schiller, Vflgl aber gewöhn-
lich mit hellen Flecken,
o. Die Rippe 2 der Vflgl entspringt in oder vor der Mitte der Mittelzelle.
-. Hilgl oben einfarbig schwarzbraun, ohne Flecke oder selten weiß gefleckt.
8. Caenides.
. Hflgl oben zum großen Teil gelb oder gelbbraun oder mit gelber Diskalbinde.
1. Hflgl unten mit einigen weißen, schwarz umzogenen Flecken. Endglied der
Palpen kurz, kegelförmig. — <J Hflgl oben im Felde 1 c, 2 und der Mittelzelle
mit einem scharf begrenzten, ovalen, braunen oder schwärzlichen Mehlfleck.
23. Osmodes.
*) In der Beschreibung der Gattung Pamphila gibt F.\bbicit7s an: „Kolbe mit einem kleinen zurückgekrümmten
Haken", was auf comma, nicht aber auf ..paniscus" paßt. Eine Art, auf welche die Beschreibung iiicht paßt, kann doch nicht
als die typische betrachtet werden.
510 PAMPHILINAE. Von Dr. C. Aurivillids.
2. Hflgl unten t)line weiße Flecke.
a. Endglied der Palpen klein und in den Schuppen des zweiten Gliedes fast
verborgen.
a'. Vflgl unten an der Wurzel mit einem großen schwarzen Fleck, welcher
die Wurzel der Mittelzelle und der Felder 1 a mid 1 b bedeckt und
auch etwas in das Feld 2 hineindringt. Hflgl unten ohne Flecke. —
J Vflgl gewöhnlich oben mit einem feinen schwarzen Mehlstrich vom
Hrd bis zur Rippe 5. 24. Bhab(!o))ia)itis.
b'. Vflgl unten ohne schwarzen Wurzelfleck. Hflgl unten mit einigen
schwarzen Punkten. — q*. Hflgl in der Mitte mit einem glasartigen Fleck.
25. Osphantes.
b. Endglied der Palpen groß und dick, kegelförmig und gerade vorgestreckt.
Hflgl unten mit schwarzen Punkten. — ^. Hflgl oben mit einem glatten
grauen Mchlfleck in der Mittelzelle. 26. Parosmodes.
CO. Die Rippe 2 der Vflgl entspringt viel näher an der Rippe 3 als an der Flügelwiirzel.
Diskalflecke der Unterseite zum Teil mit silbernem Kern. 16. Ceratrichia.
**. Die Rippe 4 der Vflgl entspringt näher an der Rippe 3 als an 5. Flügel gewöhnlich oben ein-
farbig schwarz ohne Glasflecke. 9. Semalea.
li. Die Fühler sind kurz oder mäßig lang, selten lang; ihre Kolbe am Ende fast abgerundet ohne Spitze
oder mit einer scharf abgesetzten, gewöhnlich fast rechtwinkelig umgebogenen Spitze, welche kurz
und nie länger als die doppelte Dicke der Kolbe ist.
a. Die Fühler oder wenigstens ihre Kolbe zum Teil mit schneeweißen Schuppen bekleidet.
1. Spiralzunge kurz, verkümmert. 2. Ploeizia.
2. Spiralzunge lang, kräftig entwickelt. :>. Zophopetes.'
4. Chioneigia.
5. Chondrohpis.
ß. Fühler ohne schneeweiße Beschuppiuig.
*. Die Rippe 5 der Hflgl deutlich, wenn auch bisweilen schwächer als die übrigen,
f. Fühlerspitze wenigstens so lang wie die Dicke der Kolbe.
§. Die Rippe 2 der Vflgl entspringt vor der Mitte der Zelle.
1. Die Rippe 4 der Vflgl entspringt näher an 5 als an 3 und die Rippe 5 der Hflgl näher
an 6 als an 4. Große Alten mit einer Flügelspannung von 40 — 52 mm. 10. Artitropa.
2. Die Rippe 4 der Vflgl entspringt etwa in der Mitte zwischen 3 und 5, selten näher an
5 und die Rijipe 5 der Hflgl nicht näher an 6 als an 4. Ivleine Arten mit einer
Flügelspannung von niu- 25^30 mm. 17. Xant/iodisca.
§§. Die Rippe 2 der Vflgl entspringt an oder hinter der Mitte der Zelle.
1. Drittes Palpenglied schief vorgestreckt. Flügel oben mit lebhaft gelben Zeichnungen.
18. Pardakodes.
19. Padraona.
2. Drittes Palpenglicd fast gerade eniporgestreckt. Flügel oben schwärzlich oder dunkel-
braun, selten gelbbraun. Vflgl mit oder ohne kleine Glasflccke.. 20. Parnara.
tt- Fühler an der Spitze ganz abgerundet oder mit einer kleinen Spitze, welche nicht so lang wie
der Durchmesser der Kolbe ist.
1. Fühler sehr kurz, die Spitze der Mittelzelle der Vflgl nicht erreichend. Mittelschienen
fein bedornt. 21. Gegenes.
2. Fühler etwas länger, die Spitze der Mittelzelle der Vflgl erreichend. 22. Kedesles.
**. Die Rippe 5 der Hflgl ganz fehlend. Drittes Palpenglied schief nach innen gerichtet.
12. Paronymvs.
II. Drittes Palpenglied lang, zylindrisch oder pfriemenförmig, frei hervorragend, ,, nackt".
a. Die Rippe 5 der Hflgl ganz fehlend. Fühler mäßig lang, die Spitze der Mittelzelle der Vflgl erreichend.
Drittes Palpenglied länger und dünner. 13. Andronymus.
ß. Die Rippe 5 der Hflgl deutlich, wenn auch schwächer als die andern. Fühler kiu-z, die Spitze der Mittel-
zelle den Vflgl nicht erreichend. Drittes Palpenglied kürzer und dicker. 14. Platylesches.
15. Gahrga.
ACALLOPISTES; PLOETZIA; ZOPHOPETES. Von Dr. C. Aurivillius: 511
1. Gattung': Acallopistes Holl.
Die Stellung dieser Gattung, deren Arten mir mir nach den Beschreibungen und Abbildungen bekannt
sind, ist etwas unsicher. Vflgl dreieckig mit Saum und Hrd gerade und gleich lang; Rippe 5 etwas näher an
4 als an 6, Rippe 2 vor der Mitte der Zelle, 6 — 8 fast aus demselben Punkte der Spitze der Mittelzelle. Rippe 5
der Hflgl vorhanden.
A. holocausta Mab. (80 f). Flügel oben schwärzlich am Vrde der Vflgl gelblich, fast überall mit gelb- holocausta.
braunen Haaren und Schuppen dicht bekleidet; Unterseite schwarzbraun. Kamerun: Barombi.
A. ditnidia Hall (79 i). Fühler. Leib und Flügel oben und unten eintönig dunkelbraun mit einem dimidia.
schwachen grünlichen Schiller in der Mitte der Vflgl beim starken Sonnenschein. Palpen unten orangefarbig.
Gabun.
2. Gattung-: I»loetzia Saahn.
Sauger klein, fast verkümmert. Palpen gerade vorgestreckt mit kurzem, durch die borstige Behaarung
des zweiten Gliedes bedecktem Endgliede. Hinterschienen nur mit End.'iporen. Vflgl langgestreckt mit scharfer
Spitze und vorne geradem, nach hinten etwas gebogenem Saume. Hflgl am Analwinkel abgerundet, kürzer als
der Hlb.
P. amygdalis Mrtb. (79 i). Flügel oben einfarbig schwarzbraun am Vrde etwas aufgehellt. Vflgl unten amygdalis.
schwarzbraun im Spitzenteil weißlich aufgehellt mit 2 — .3 kleinen schwarzen Punkten. Hflgl unten weißgrau,
etwas violett angeflogen mit je einem schwarzen Ring in 1 c — 7 und in der Mittelzelle. Leib oben dunkelgrau,
unten weißhaarig. Madagaskar.
3. Gattung: Zopliopetes Mab.
Diese Gattung wurde früher mit Ploetzia vereinigt, weicht aber durch breitere Vflgl, lange, normal
entwickelte Spiralzunge, aufgebogene Palpen und vier Sporen der Hinterschienen so erheblich ab, daß sie mit
Recht als eigene Gattung von Mabille aufgestellt wurde. Durch die eigentümliche Zeichnung der Unterseite
besonders der Hflgl schließen die Arten sich jedoch der P. amygdalis offenbar an. Die Geschlechter der meisten
Arten sind auf der Unterseite der Hflgl verschieden. Die Arten kommen bisweilen ans Licht und die silberglän-
zende Fühlerkolbe soll dann sehr auffällig hervortreten.
U e b e r s i c h t der A r t e n.
A. Vflgl oben ohne Glasflecke. Mittelschienen bedornt. Z. fiara.
B. Vflgl oben mit (gelblichen) Glasflecken in der Mittelzelle und in den Feldern 2 und 3, nicht aber in 4, 5,
7 — 11. Mittelschienen ohne Dornen.
a. Hflgl unten ohne hellen Rippen oder helle Längslinien. Nur bei den (J(J.
*. Vflgl oben am Saume von der Spitze bis zur Rippe 4 breit weiß. Vflglzelle nur mit 1 Glasfleck.
Z. dysmephila q.
**. Vflgl oben nicht weiß am Saume. Vflglzelle mit 2 Glasflecken.
§. Vflgl oben mit einem kleinen Glaspunkt im Felde 6, aber ohne Mehlstrich. Hflgl oben am Vrde
breit weiß. Z. cafronnieri (^.
§§. Vflgl oben mit einem .schief gestellten, schwarzen Mehlstrich von der Wurzel der Rippe 3 bis
in das Feld 1 b hinein, aber ohne Glaspunkt im Felde 6. Hflgl pben nicht weiß am Vrde.
Z. cerymica <$.
ß. Hflgl unten mit einem oder mehreren hellen Längsstreifen oder mit hellen Rippen. Nur $9-
*. Vflgl nur mit einem Glasfleck in der Mittelzelle. Hflgl unten nur mit einer hellen Längslinie, w eiche
von der Wurzel bis zum Saume am Ende der Rippe 6 verläuft. Z. dysmephila 2.
**. Vflgl mit zwei Glasflecken in der Mittelzelle.
§. Vflgl ohne Glaspimkt im Felde 6.
1. Hflgl unten vor der Mitte mit einem breiten Längsstreif, welcher an der Wurzel anfängt, gegen
den Saum allmählich breiter wird und das Feld 6 völlig bedeckt. Die Rippen 2 — 4 heller als
die Grundfarbe. Z. cerymica 9-
2. Hflgl unten nur mit hellen Rippen, aber ohne weißlichen Längsstreif und im Felde 6 dunkel
gefärbt. Z. nobilior 9-
§§. Vflgl mit einem Glaspunkt im Felde 6. Z. capronnieri Q.
512 CHJOXEIGL\. CHOXDROLEPIS. Von Dr. C. ArRiviLLirs.
fiara. Z. üara Btlr. (79 i). Beide Flügel oben dunkelbraun ohne Flecke; die Vflgl an der Wurzel schwach,
die Hflgl in der Mitte deutlich ockergelblich aufgehellt. Flügel unten besonders beim £ heller, violettgrau und
am Saume mehr oder weniger schwärzlich gesprenkelt : bisweilen ist in der ilitte der Hflgl eine braune Quer-
binde angedeutet. Süd-Atrika, im Kaplande imd Xatal. G. F. Leigh fand die grünen Eier auf der Oberseite
der Blätter einer > -\rt. — Die junge Raupe ist lebhaft rot mit schwarzem Kopf imd lebt, wie die meisten
Hesperiden-Raup- em durch die Umbiegimg des Blattrandes gebildeten Gehäuse. Erwachsen ist sie hell-
grün mit sehr großem, schwarzem und weißem Kopfe und orangeroten Atemlöchern; das letzte Körperglied
ist oben schwarz. Puppe hellbratui mit weißem Reif.
äjfamephila. Z. dvsmephila Trim. t^SOd). Das ^ ist sofort an der weißen Saumbinde der Vtlgl und das 5 ^Q der
Zeichnung tler Htlgl-Unterseite kenntlich. Bei diesem ist die Gnmdfarbe der Hflgl-Unterseite längs der Hinter-
seite der weißen Längslinie dunkler als sonst. — Die Raupe lebt a\if Dattelpalmen und hat bisweilen die Pflan-
zungen dieser Palme in Südafrika beschädigt. Kapland bis Tabora in Ost -Afrika.
schuUi. Z. schulzi Plöiz (79 b) ist offenbar mit dysmephUa und cerymica verwandt, mir aber nur durch die hier
kopiierte Abbildimg von Plötz bekannt. Angola.
eerjfmico. Z. cer>mica Hew. {= quaternata Mab., weiglei Plötz) (80 f). Das o ist oben in der Uebersicht be-
schrieben und auch durch die Abbildimg leicht kenntlich. Das :$ (80 e) ist größer und oben dmt?h das Fehlen
des Mehlstriches der Vflgl. unten durch die Zeichnung der Hflgl ganz abweichend. Bei einem 3 aus dem Congo-
Gebiete sind die Glasflecke der Vtlgl-Oberseite lebhaft goldglänzend statt matt honiggelb. — Puppe braun,
feinkörnig; der Kopf der Raupe scheint weißlich gewesen zu sein. In West -Afrika von Senegambien bis Congo
verbreitet. Die hier gelieferte Abbildung des J ist nach Plötz's Originalfigur von tceiglei-^ kopiiert.
eaproHNteri. Z. caproiinieri Plölz (80 e) weicht recht erheblich von den anderen Arten ab und ist besonders durch
den weißen Vrvl der Hflgl-Oberseite des 3 ausgezeichnet. Das c ist mir imbekannt, soll aber diesen weißen
Vrd entbehren. Goldküste bis Congo.
Hobilior. z. nobilior HolL (SO b) ist nur im :J Geschlecht bekannt und durch die Unterseite leicht vom 2 der
Z. cerymica zu unterscheiden. Französisch Congo.
4. Gattung: C'liioiieigia Heron.
Die einzige Art dieser Gattung habe ich nicht untersuchen können. Aller Wahrscheinlichkeit nach
ist jedoch Chioneigia mit der folgenden Gattung identisch. Die wichtigsten von Herox angegebenen Kenn-
zeichen sind: Fühler ein wenig länger als drei Viertel der Vflgl: die Kolbe etwa so lang wie ein Drittel des Stieles
und mit unscharf abgesetzter Spitze, welche kaum länger als der halbe Durchmesser der Kolbe ist. Palpen
vorgestreckt mit von den Schuppen des zweiten Gliedes fast verborgenem Endglied. Vflgl mit ziemlich scharfer
Spitze: Mittelzelle kürzer als zwei Drittel des Flügels: Rippe 5 an der Wurzel gebogen und viel näher an 4 als
an 6; Rippe 2 ein wenig näher an der Wurzel als an der Rippe 3. Mittelzelle der Hflgl etwa die Mitte errei-
chend: Rippe 5 schwach entwickelt fast in der Mitte zwischen 4 und 6: die Rippe 2 viel näher an der Rippe 3
als an der Flügelwurzel. Hinterschienen mit einem Paar Sporen.
legge». Ch. legge! H(r. j. Fühler oben weiß, unten bräunlich. Flügel oben dunkelbraun: Vflgl mit 7 kleinen
gelblichen Glasflecken (zwei in der Spitze der Zelle und je einem in 2. 3. 6 — S, von denen der in 2 etwas
größer und querliegend ist); Hflgl einfarbig ohne Zeichnungen. Vflgl unten mit denselben Flecken wie oben,
am Saume aber violettgrau aufgehellt und am Irde in 1 a und 1 b bis über die Mitte hinaus gelblich. Hflgl
unten violettgrau, am Irde, an der Wurzel und am Vrde breit dunkel rotbraim und in der Mitte mit einer von
der Flügelspitze ausgehenden, nach innen verjüngten und an der Rippe 1 b spitz endenden dunklen Querbinde:
einige ähnliche Flecke vor dem Saume. Das 2 weicht nur durch etwas breitere, am Saume mehr abgerundete
Vflgl und etwas hellere Unterseite ab. Flügelspannung: 33 mm. Ruwenzori.
5. Gattung:: C'lioiidrolepis Mab.
Maibille gründete diese Gattung auf seine im Jahre 1S90 beschriebene Art Pamphila murga aus dem
Kaffernlande. Ich habe keine authentische Stücke dieser Art gesehen, nach der Beschreibung aber ist murga
zweifellos dieselbe Art wie Hesperia nivticomis Plötz (78 g) oder wenigstens mit dieser sehr nahe verwandt.
Mabilles B^sclireibung der Gattung ist wie folgt": ..Fühler lang und steif. Kolbe spindelförmig umgekehrt
eiförmig mit kurzer, kaum umgebogener Spitze, welche so lang wie der Querdurchmesser der Kolbe ist. Zweites
Glied der Palpen aufsteigend, mit steifen Haaren bekleidet und die Augen überragend ; drittes Glied kurz, kegel-
förmig, stumpf, schief nach vorn gerichtet. Vflgl mit scharfer Spitze und fast geradem (j) oder in der Mitte
gebotenem Saume; Vrd an der Wurzel gebogen, in der Mitte dem Zellende gegenüber schwach ausgerandet;
Ausgegeben 4. IL 192.5. GAMIA; PTEROTEIXON. Von Dr. C. Aurivillius. 513
Rippe 5 an ihrer Wurzel scharf gebogen, 3 sehr nahe an 4 und 2 vor der Mitte abgehend. Hflgl mit der Rippe 5
entwickelt und 2 und 3 einander genähert. Die Schuppen der Unterseite der Flügel,- besonders der Hflgl und
des Bauches von ungewöhnlicher Größe. Hinterschienen kürzer als die Tarsen mit reichlicher weicher Behaa-
rung und ein Paar Endsporen."' Die Vflgl haben bei allen Arten oben einen gelben Fleck in 1 b und 6 oder 7
Glasflecke (zwei in der Spitze der Jlittelzelle, einen größeren in 2, einen kleinen dicht an der Wurzel des Feldes 3
und je einen kleinen Punkt in 6, 7 und 8). Hflgl oben einfarbig ohne Zeichnungen.
Ch. niveicomis Plötz (= murga Mab., albicornis Btlr.) (78 g). Beide Flügel oben mit dunkelbrauner nivekomia.
oder schwarzbrauner Grundfarbe: Vflgl unten am Vrde und im Spitzenteil hell rostbraun, dahinter schwärzlich
und zwischen der Rippe 4 und der Spitze mit einer Reihe dunkler Flecke, welche auch zu einer Submarginalbinde
vereinigt sein können; die Glasflecke wie oben, der Punkt in 8 oft fehlend. Hflgl unten hell rostbraun oder
gelblichbraun; hinter der Mitte mit einer dunkleren, bisweilen undeutlichen Querbinde, welche an der Rippe Ib
anfängt, gegen die Flügelspitze gerichtet und allmählich verjüngt ist; mehr oder weniger deutliche dunkle
Flecke kommen außerdem im Wurzelteil und am Saume vor. Bei allen mir vorliegenden Stücken (3 ^^) haben
die Hinterschienen 4 Sporen. Mabilles Angabe beruht wahrscheinlich auf einem Beobachtungsfehler. Angola,
Rhodesia, ..Kaffernland'", Nyassa-Land, Kilimandjaro.
Ch. telisignata Btlr. ist oben der vorigen Art ähnlich und weicht nur durch dunklere schwärzliche ielisignaia.
Grundfarbe und größere Glasflecke der Vflgl ab, unten ist sie auch viel dunkler gefärbt und dadurch ausge-
zeichnet, daß die Hflgl in der Mitte einen scharf begrenzten weißen Fleck oder Querband haben. Palpen sowie
die Vorderschienen und Vordertarsen zum Teil weiß; Brust schwärzlich: Bauch mit grauen Haaren dicht be-
kleidet; Analpinsel weißlich. Flügelspannung 32 mm. Nyassa-Land und Britisch Ost-Afrika.
6. Gattung': Oaiiiia Holl.
Große, bunt gefärbte Alten, welche sich durch die kräftigen, fast gerade vorgestreckten Palpen aus-
zeichnen. Die Stirn unmittelbar hinter den Palpen mit einer Querleiste von aufgerichteten Schuppen. Saum
der Vflgl in der Glitte gebogen, der Hflgl mit deutlichem Anallappen. Die Rippe 2 der Vflgl etwas vor der Mitte
der Zelle, die der Hflgl hinter der Mitte. Rippe 5 der Hflgl gut entwickelt. Spiralzunge sehr lang. Hinterschienen
mit 4 Sporen. Vflgl mit großen Glasflecken; Hflgl oben mit einer Querreihe gelber Flecke.
Für die bis jetzt bekannten Formen sind die folgenden Zeichnungen gemeinsam: Vflgl oben in 1 b an der Submediana
mit zwei Flecken, einem gelben vor der Glitte und einem gelblichen Glasfleck ein wenig hinter der Mitte, in 2 mit einem großen
länglichen gelben Cilasfleck, welcher jedoch die Wurzel des Feldes frei läßt : in der Mittelzelle mit einem ähnlichen Fleck, welcher
näher an der Wurzel anfängt, die .Spitze der Zelle aber nicht erreicht: in 3 mit einem viel kleineren und etwas helleren Glas-
fleck nahe an der Mitte des Feldes und vor der Flügelspitze in den Feldern 6 — 8 mit drei in einer schiefen Querreihe ge-
stellten weißlichen kleinen Glasflecken, von denen der in 6 der größte ist. Die Unterseite der Vflgl weicht dadurch ab, daß
der Ird in 1 a imd 1 b fast völlig gelb ist. daß die subapicalen Glastlecken ^-ier sind, indem auch in 9 ein solcher Fleck
auftritt, daß der Vrd an der Wurzel und in der Mitte mehr oder weniger aufgehellt ist und dadurch, daß die Felder 4 — 7 mit
gerundeten dunkelbraunen Saumflecken geziert sind. Die Hflgl haben oben einen gelbhaarigen Längsfleck in der Mittelzelle
und hinter der Mitte eine Querreihe von 4 — 5 kleinen gelben Flecken (in 1 b — .5). l'nten sind diese Flecke weniger deutlich
rostbraun oder grünlich. Fransen dunkelbraun, zwischen Hinterwinkel und Rippe 2 der Vflgl und zwischen Analwinkel und
fast bis zur Eippe 2 der Hflgl gelblich.
G. galua HoU. (= ditissimus Mab., zintgraffi Kar.sch) (79 h). Hflgl unten mit schwarzbraunen, rost- gahia.
braunen und grauen Zeichnungen ohne grüne Flecke.
G. buchholzi Plötz (80 g). 9. Hflgl unten mit grünlichen Diskalflecken und einem dicken grünlichen buchhohi.
Längsstrich in der Mittelzelle. Die hier wiedergegebene Abbildung ist eine Kopie der Originalfigur von Plötz.
Das (J ist unbekannt und ich besitze nicht genügendes Material um andere Unterschiede zwischen den beiden
Arten anzugeben. — basistriga HoU.. welche der Autor selbst mit huchJwhi vereinigt, scheint mir besser mit basistriga.
galua übereinzustimmen. Bei beiden Arten kommt an der Wurzel der Hflgl-Unterseite ein mehr oder weniger
deutlicher weißer Querstrich vor. Goldküste: Aburi.
7. Gattung: Pleroteiiion Wts.
jVIittelzelle der Vflgl lang, etwa zwei Drittel des Vflgls erreichend. Rippe 3 der Vflgl vor der Mitte der
Zelle abgehend. Rippe 5 der Hflgl deutlich. Hinterschienen haarig mit 4 Sporen.
Pt. laufelia Hew. (80 g). Flügel oben dunkelbraun, Vflgl fast ganz, Hflgl am Saume breit dunkelblau laufella.
oder grün schillernd, Rippen dunkler gefärbt. Vflgl unten am Hrde in 1 a und 1 b braun, in der Mittelzelle
und im Wurzelteil der Felder 2 und 3 bläulich oder grünlich schillernd, dann heller braun mit dunklen Rippen.
Hflgl unten hell grünlich mit dunklen Rippen. Hlb unten an der Spitze rotgelb behaart. Goldküste bis Congo,
Madagaskar (?).
XIII 65
514 CAENIDES. Von Dr. C. AuRiviLLirs.
8. Gattung': Caeuules Holl.
Fühler lang, die Spitze der Mittelzelle der Vflgl erreichend; ihre umgebogene Spitze lang und dünn.
Die Rippe 1 1 der Vflgl gerade und von der Rippe 12 getrennt. Rippe 5 der Hflgl deutlich. Große oder mittelgroße
Arten, gewöhnlich mit großen honiggelben oder kleineren, weißlichen Glasflecken der Vflgl.
U e b e r s i c h t d e r A r t e n.
I. Vflgl oben mit Glasflecken.
A. Vflgl oben mit Glasfleck im Felde 2.
a. Der Glasfleck im Felde 2 der Vflgl steht immer näher an der Wurzel als der Fleck im Felde 3.
*. Der Glasfleck im Felde 2 der Vflgl klein, breiter als lang, selten fast quadratisch oder in die Länge
ausgezogen, weißlich oder gelblich, nicht rein weiß. Feld 1 b der Vflgl ohne Fleck oder mit einem
kleinen Fleck, welcher den in 2 nicht beiühit.
§. Vflgl mit einem Glaspunkt im Felde 5*). w'k auch in 4*).
o. Hflgl unten tief schwarzbraun ohne Flecke oder höchstens mit einigen winzigen weißen
Punkten; oben einfarbig oder mit einer Queireihe heller Punkte ($).
1. Vflgl in der Mittelzelle mit zwei länglichen, freien oder zu einem Fleck vereinigten
Glasflecken. Hflgl unten am Saume violettgi au aufgehellt. — ^. Vflgl oben zwischen
der Wurzel der Rippe 2 und der Rippe 1 mit einem feinen Mehl-(Androconien)Strich.
Hflgl mit einem großen schwarzen Haaifleck in der Mitte.
a. Die Glasflecke der Vflglzelle getrennt oder nur aneinanderstoßend; der Glasfleck 2
kleiner und kurz oder nur an der Rippe 2 in eine Spitze ausgezogen. C. dacela.
b. Die Glasflecke der Vflglzelle zu einem großen, recktwinkeligen Fleck vereinigt; der
Glasfleck 2 giößer und länglich. C. soritia.
2. Vflgl in der Mittelzelle nur mit zwei völlig getrennten Glaspunkten. Hflgl unten
bis zum Saume brami, nur etwas heller als in der Mitte. — ^ unbekannt.
C. corduba.
oo. Hflgl unten mit weißgelber Grundfarbe und schwarzbraunen Flecken und Zeichnungen;
oben hinter der Mitte mit einem gelben Fleck in 4 und 5. ('. lacida.
000. Hflgl auf beiden Seiten mit weißer Querbinde. C. malthina.
§§. Vflgl ohne Glaspunkt im Felde 5.
o. Vflgl mit Glaspunkt im Felde 4. Hflgl unten auf grauem Grunde mit Querreihen dunkler
Flecke. C. cylinda.
00. Vflgl oben ohne Glaspunkt im Felde 4.
f. Hlb oben bis zur Spitze braun.
1. Hflgl unten einfarbig dunkelbraun mit oder ohne 1 — 3 kleinen weißlichen Punk-
ten in 1 c — 3. C. kanguensis.
C arela.
2. Hflgl unten mit dunklen Zeichnungen auf hellerem Grunde.
a. Große Art; Flügel.'^pannung etwa 66 mm. Die Glasflecke der Mittelzelle und
der Felder 2 und 3 der Vflgl groß und lebhaft gelb. C. baienge.
h. Kleinere Art; Flügelspannung etwa 33 mm. Die Glasflecke der Mittelzelle und
der Felder 2 und 3 der Vflgl klein und weißlich. Hflgl unten mit weißlich gelber
Grundfarbe. 0. zaremba.
tt- Hlb oben in der Spitzenhälfte weiß. C cretacea c?-
**. Der Glasfleck im Felde 2 der Vflgl ist groß, rein weiß (schneeweiß).
o. Der Glasfleck im Felde 2 ist nur durch die Rippe 2 von einem ähnlichen Fleck im Felde 1 b
getrennt; diese beiden Flecke und der ebenfalls weiße Fleck in der Mittelzelle bilden zusammen
eine zusammenhängende oder fast zusammenhängende Querbinde.
§. Hflgl unten tief schwarzbraun gegen den Saum etwas heller, aber ohne weiße Querbinde.
0. hidarioides.
•) Beim o von C. dacela bisweilen winzig klein.
41
CAENIDES. Von Dr. C. Aueivillius. 515
§§. Hflgl unten mit breiter, unscharf begrenzter, weißlicher Mittelqiierbinde. C. caenira 3*.
oo. Der Glasfleck im Felde 2 der Vflgl ist von den Flecken in 1 b und in der Zelle gut getrennt.
C caenira $.
ß. Der Glasfleck im Felde 2 der Vflgl ist stets groß, langgestreckt, gelblich und dehnt sich ebensoweit
oder weiter saumwärts aus wie der Fleck im Felde 3. Vflgl ohne Glasflecke in 4 und 5.
*. Hflgl unten vor der Mitte mit einer Querreihe von drei silberweißen Flecken (in 1 c, 7 und der
Mittelzelle). C. leonora.
**. Hflgl unten ohne Silberflecke.
o. Vflgl mit subapicalen Glasflecken wenigstens in 6 und 7. — (J Vflgl im Wurzelteil des Feldes 2
innerhalb des Glasfleckes mit einem strich- oder kommaähnlichen Mehlfleck, welcher bis-
weilen die Rippe 1 erreicht.
f. Hflgl oben einfarbig schwarzbraun ohne Zeichnung, unten tief, eintönig umbrabraun
mit einigen kleinen hellen Punkten. Vflgl ohne Glaspunkt in 8.
1. Der Glasfleck im Felde 6 der Vflgl gerundet, weißlich und freiliegend. Hflgl unten
mit mehreren kleinen, weißen Punkten. C. maracanda.
2. Der Glasfleck im Felde 6 der Vflgl gelblich, langgestreckt und den Punkt in 7 be-
rührend. Hflgl unten mit 2 — 4 gelben Punkten (in 3, 5, 7 und in der Mittelzelle).
C. bmaevata.
tt. Hflgl unten heller, bunt gefärbt, an der Wurzel mehr oder weniger gelb gefärbt und nach
außen gelb gefleckt; auch oben mit gelben Flecken. Vflgl oben mit drei subapicalen
Glasflecken (in 6 — 8), von denen der im Felde 6 stets länger und größer als die anderen ist.
1. Thorax oben lebhaft gelbbraun behaart. Der Glasfleck in der Mittelzelle der Vflgl
wurzelwärts quer abgeschnitten. Hflgl unten ohne dunklen Punkt im gelben Wurzel-
teil. C. stöhri.
2. Thorax oben grünlichbraun behaart. Der Glasfleck in der Mittelzelle der Vflgl an
der Mediana wurzelwärts mehr oder weniger ausgezogen. Hflgl unten im Felde 7
mit einem dunklen Punkt im gelben Wurzelteil. C. luehderi.
00. Vflgl ohne Glasflecke in 6 — 9. Hflgl auf beiden Seiten einfarbig schwarzbraun ohne Flecke.
— (J. Vflgl ohne Mehlfleck, Hflgl aber oben in der Mittelzelle mit einem großen schwarzen
nach außen gerichteten Haarpinsel. ' C. benga.
B. Vflgl ohne Glasfleck im Felde 2. Glasflecke der Vflgl klein, nur in 3 (4), 6—8 (und in der Mittelzelle)
auftretend.
a. Flügelspannung etwa 42 mm. Hflgl oben am Saume zwischen den Rippen 2 und 6 mit schmaler,
weißer, nach innen gezackter Saumbinde und weißen Fransen. C. dacena.
ß. Flügelspannung etwa 35 mm. Hflgl einfarbig schwarzbraun, ohne weiße Saumbinde. — (^. Hflgl
oben mit großem schwarzem Haarpinsel in der Mittelzelle. C. dacenilla.
II. Vflgl ohne Glasflecke. Hflgl oben einfarbig schwarzbraun ohne Flecke oder nur am Analwinkel gelb.
a. Hflgl unten mit einer scharf begrenzten, weißen Mittelbinde vom Vrde bis in Feld 1 c, wo sie gegen den
Saum in einer langen Spitze ausgezogen ist; oben am Analwinkel mehr oder weniger orangegelb.
C. orma.
ß. Hflgl-Unterseite ohne weiße Querbinde.
*. Hflgl unten mit schwarzem Fleck in der Mittelzelle vmd solchen Diskalf lecken. Vflgl unten am
Hrde breit weiß.
1. Hflgl unten mit grünlicher Grundfarbe. Wangen, Seiten der Palpen und die Vflgl unten an der
Wurzel des Vrdes orangegelb. Fransen der Hflgl weiß. Hlb unten orangegelb. C. iricolor.
2. Hflgl unten mit rötlichbrauner Grundfarbe. Leib ohne orangegelbe Behaarung. C. latercula.
**. Hflgl unten einfarbig ohne Flecke. Vflgl unten am Hrde nur schwach erhellt. C. sextilis.
Alle Arten dieser Gattung haben oben eine dunkelbraune bis schwarzbraune Grundfarbe beider Flügel und gewöhn-
lich deutliche Glasflecke der Vflgl. Die Hflgl oben bisweilen dunkler als die Vflgl, gewöhnlich einfarbig ohne Flecke.
C. dacela Heiv. (= nydia Plötz) (80 a). Beim ö* sind die Hflgl oben ungefleckt, beim $ haben sie dacela.
einen hellen, oft undeutlichen Punkt in der Mittelzelle und 4 — 5 weißliche Diskalpunkte. Beim $ findet
sich oben im Felde 1 b der Vflgl ein dreieckiger heller Fleck, welcher beim (J fehlt. Kamerun, Fernando-Po.
C. soritia Hew. (= podora Plötz, xychus Mab., xantho Mab.) (80 a) weicht nur durch die in der Ueber- sorUia.
sieht angeführten Kennzeichen von dacela ab. Senegal bis Gabun,
516 C'AENIDES. Von Dr. C. Aurivillius.
ri/linrla. C. cylinda IJeir. [= calpis Karsch) (80(1). An der Zeichnung der Unterseite der Hflgl leieht kenntlich.
ilerda. Togo bis Angola. — ilerda Mschlr. (80 c) ist kaum verschieden. Vgl. die Abbildungen. Goldküste. — waga Plötz
warja. (80 d) .scheint recht abweichend zu sein, ist aber wahrscheinlich nach einem abgeflogenen Stück abgebildet.
Goklküstc.
lacida. C. lacida Hew. (80 d) erinneit an die vorhergehende Art, weicht aber durch die hellgelbe Grundfarbe
der Htlgl-rnterseite ab. Gabun.
zanutim. C. zaremba Plölz (80(1). Auch diese Art kommt den l)eiden letzterwähnten nahe, ist aber kleiner und
durch die anders angcor('neten und weniger zahlreichen dunklen Flecke der Hflgl-Unterseite verschieden. Alt-
Calabar bis Congo.
haienge. C. baienge HoU. (80 c, f) ist eine große, prachtvolle Art, welche durch die großen, lebhaft gelben Glas-
flecke der Felder '2. und 3 und der Mittelzelle der Vtlgl zusammen mit kanguensis einen schönen Uebergang
zu den dann folgenden Arten bildet. Die Unterseite (80 f) der Hflgl ist heller braun etwas nebelig, am Saume
schmal und im Felde 1 c breit graugelblich anfgehellt mit weißen schwarz umzogenen Punkten in 2, 5 und 7,
von denen der in 5 groß und länglich ist. Sierra-Leone und Ogowe.
kanguensis. C. kanguensls Holt. (80 a). Das f^ hat wie das (^ von dacela einen Mehlstrich in den Feldern 1 c und 2
der Vflgl und einen großen schwarzen Haarpinsel in der Mittelzelle der Hflgl-Oberseite. Das $ hat auch im
Felde 1 b der Vflgl einen hellen Fleck. Ogowe und Euwenzori.
leonora. C. leonora Plötz (^80 b) weicht von allen anderen Arten durch die silbernen Flecke der Hflgl-Unterseite
ab. Goldküste bis Französisch Congo.
niaracanda. C. maracanda Hew. (80 c als .,maracandica'') ist in der Artenübersicht hinreichend beschrieben. Kame-
run bis j\ng()la.
hinaevata. C. binaevata Mab. (80 b) ist mir nur aus dem Ogowe-Tal bekannt.
stöhri. C. stöhri Karsch (80 b) ist aus Togo, Kamerun und Gabun bekannt.
luehderi. C. luehderi Plölz. Diese seltene Art kommt der vorhergehenden recht nahe, kann aber durch die in
der Uebersicht erwähnten Kennzeichen leicht unterschieden werden. V^flgl oben im Felde 1 b mit einem (^)
oder zwei (?) gelben Flecken. Hflgl oben mit einem gelben Fleck in der ^littelzelle, einem in 2 hinter der Mitte
und gewöhnlich auch mit einem in 5. Hflgl unten im Wurzeldrittel lebhaft gelb mit einem dunklen Punkt im
Felde 7, dann C£ucr über die Mitte dunkelbraun mit undeutlichen dunkel umzogenen braungclben Diskalflecken
und einem ähnlichen Fleck in der Spitze der Mittelzelle (ein oder zwei Flecke in 1 c sind weißlich ausgefüllt),
am Saume etivas heller gelbbraun. Palpen, Brust und Bauch gelb; Rücken mit braunen, an der Spitze gelb-
iimbrhid. liehen Haaren bekleidet. Goklküstc bis Kamerun. — umbrina Bhl. liegt mir nicht vor, ist aber nach der Be-
schreibung und Abbildung wahrscheinlich die ostafrikanischc Kasse von luehderi. Sie scheint nur dadurch
abzuweichen, daß der Glasfleck in der Mittelzelle der Vflgl noch weiter wurzelwärts ausgezogen ist, daß auf
der Oberseite der Hflgl gelbe Flecke auch in 3 und 4 auftreten und daß die Unterseite der Hflgl eine reichere
und dcul liebere Zeichnung aufweist. Bei Moera im Urwalde nördlich vom Edward-See erbeutet.
bciKjd. C. benga Holl. (80 c) ist dadurch ausgezeichnet, daß die Hflgl auf beiden Seiten ungefleckt sind und
die Vflgl nur drei gelbe Glasflecke (in 2, 3 und der Mittelzelle) haben, wozu beim f ein kleiner gelber Strich
in 1 b kommt. Kamerun; Ogowe.
corduba. C. corduba Hew. (= massiva Mab. n. Viiill.) (80 c) ist nur im $ Geschlecht bekannt und durch die
oben angeführten Kennzeichen kenntlich. Sierra-Leone bis Gabun.
cretacea. C. cretacea Snell. (= gonessa Hew., leucosoma Mab., camerona Plötz) (77 e *)). Warum diese Art,
welche in der Flügclform, im Rippenbau und in der Bildung der Fühler genau mit Caenides übereinstimmt,
zu Hypoleucis gestellt wurde, ist mir unerklärlich. Das (J ist durch die oben weiße Spitzenhälfte des Hlbes
kenntlich. Das $ stimmt völlig mit dem 9 ^'"'^ arela überein. Beide Geschlechter haben auf den Vflgln zwei
getrennte oder einander berührende Glasflecke in der Mittelzellc, je einen Diskalfleck in 1 b — 3 und drei Sub-
apicalpunkte in 6 — 8, von denen der in 7 kleiner ist und gewöhnlich etwas mehr wurzelwärts steht. Hflgl oben
ohne Zeichnungen oder mit einem Paare winziger undeutlicher grauer Punkte. Vflgl unten am Hrde in 1 a
und 1 b bis zum Saume weiß oder grau. Hflgl unten etwas nebelig, fast unbezeichnet oder gewöhnlich mit
einigen hellgrauen Punkten oder Strichen hinter der Mitte zwischen den Rippen 1 b — 7 oder selten mit dunkleren
hell begrenzten Submarginalflecken in denselben Feldern. Sierra-Leone bis Congo. — Ob imd wie C arela
sich von cretacea-^ unterscheidet, kann ich vorläufig wegen Mangel an Untersuchungsmaterial nicht entscheiden.
ploctziana. — ploetziana nennt Str.\xd eine Form aus Kamerun, bei der die Glasflecke in der Mittelzelle der Vflgl ver-
einigt sind.
arela. C. arela Mab. (= paucipunctata B.-Bak.) ("8f) erinneit an C. corduba ist aber kleiner und entbehrt
der Diskalf lecke 4 und 5 der Vflgl. Die Art wurde früher zu Parnara gestellt, stimmt aber durch die Bildung
der Fühler und den Rippenbau besser mit Caenides überein. West -Afrika: Ogowe-Tal, Rhodesia.
*) Die Abbildung nach 1'lötz Originalfigur von ca)>ierona.
SEMALEA. Von Dr. ('. Aurivillius. 517
C. dacena Heic. (80 c) stimmt in Größe, Flügelform und Färbung mit corduba recht nahe überein dacena.
und ist möglicherweise das c? davon. Beide Arten sind auch aus denselben Gegenden bekannt. Dacena zeichnet
sich von allen anderen Caewi^^es-Arten durch die gezackte weiße Saumbinde der Hflgl-Oberseite aus. Sierra-
Leone bis Gabun.
C. dacetliUa sp. n. Von dieser neuen Art liegen mir zwei, einander ganz ähnliche ^^ aus Kamerun dacenilla.
vor. Beide Flügel oben schwarzbraun; Vflgl mit zwei kleinen, viereckigen, nur durch die Falte getrennten,
weißlichen Glasflecken in der ]\Iittelzelle, einem Punkt in 3 und je einem winzigen Punkt in 6 und 7, unten
an der Spitze und am Hrde graulich aufgehellt. Hflgl ohne Flecke, oben in der Mittelzelle mit großem, schwarzem,
nach außen gerichtetem Haarpinsel, unten am Saume etwas aufgehellt. Leib dunkelbraun behaart; Palpen
mit eingemischten hellgrauen Schuppen. Fühler schwärzlich; Spitze der Kolbe lang, umgebogen, gelbbraun.
Flügelspannung: Si — 36 mm.
C. hidarioides Auriv. (= aitopta Drc.) (80 a) weicht besonders durch die dunkle, ungefleckte Unterseite hidarioides.
der Hflgl und die kleineren Glasflecke der Vflgl vom ^ der folgenden Art ab. Kamerun bis Congo.
C. caenira Hew. ($ = calpis Plöiz) (79 h, 80 c). Die Geschlechter weichen voneinander ganz erheblich caenira.
ab. Beim J sind die Glasflecke in 1 b, 2 und der Mittelzelle groß und miteinander zu einer Querbinde vereinigt
und die Unterseite der Hflgl hat eine zusammenhängende, breite, weiße, violett-rötlich bestäubte, unscharf
begrenzte Mittelbinde. Beim $ (79 h, 80 c) sind dagegen, wie die Abbildung zeigt, die Glasflecke der Vflgl
kleiner und voneinander getrennt und die Hflgl unten ohne zusammenhängende Mittelbinde. Kamerun bis
Congo. — ceucaenira H. Druce ist mir unbekannt. Sie wird in folgender Weise beschrieben. ^. Nahe mit C. ccucaenira.
caenira, verwandt. Oberseite heller und die perlweiße Querbinde der Vflgl viel schmäler ruid durch die
braiuien Rippen geteilt. Auf der Unterseite ist der helle Teil der Flügelfläche weit mehr ausgedehnt und
ohne rotviolette Bestäubung in der Spitzengegend. Thorax, Hlb, Palpen und Beine dunkelbraun. Congo:
am oberen Kassai.
C. orma Plötz (79 k) ist eine sehr abweichende und leicht kenntliche Art. Die Fransen der Hflgl orma.
hinter der Rippe 3 gelb. Die weiße Querbinde der Hflgl- Unterseite wechselt sehr in Breite und kann bisweilen
fast linienförmig sein. Togo-Land bis Ogowe.
C. iricolor HoII. (SO e) ist oben in der Artenübersicht vollständig beschrieben. Kamerun bis Ogowe. iricolor.
C. latercula Holl. (79 k) erinnert sehr an die vorhergehende Art, ist aber kleiner und entbehrt der lakrcula.
gelben Zeichnungen derselben. Ogowe.
C. sextilis Plötz (79 k) nach Plötz (XX, Taf. 1352) abgebildet, ist mir unbekannt. Die kurze Be- sextilis.
Schreibung enthält nur das folgende: ,, Dunkelbraun, unten schwarzgrau, nur gegen den Hrd der Vflgl etwas
matter. Die Vflgl sind etwas gespitzt, die Hflgl auch am Hinterwinkel gerundet. 15 mm (Vflgllänge)." Gold-
küste: Aburi.
C. proxima Plötz (79 k). Ob diese Art zu Caenides gehört ist unsicher. Plötz beschreibt sie nur mit proxima.
folgenden Worten: ..Dunkelbraun. Die Vflgl sind oben auf der Saunihälfte kupferrot angeflogen, unten gegen
den Hinterwinkel mattbraun; sie haben in Zelle 2, 3 und 6 sehr schwache Glaspunkte wie parvipuncta H. -Schaf f.
Die Fransen sind gelbbraun. 15 mm. West-Afrika." Die Abbildung soll nach Plötz Figur kopiert sein, stimmt
aber nicht mit der Beschreibung überein *).
C. malthina Hew. (= euryspila Mab.) ist an der Zeichnung leicht kenntlich und gehört wegen der Bil- malthina.
düng der Fühler zu Caenides und nicht zu Parnara. Vflgl oben schwärzlich mit einem doppelten Glasfleck in
der Mittelzelle und 6 — 7 ähnlichen Diskalf lecken, je einem in 2 — 4 (5), 6 — 8. Hflgl auf beiden Seiten mit einer
breiten weißen oder weißlichen Mittelquerbinde, welche oben in den Feldern (1 c) 2 — 4 steht und unten sich
zwischen den Rippen 1 b und 6 erstreckt, sonst ganz ohne Zeichnungen. Sierra-Leone bis Gabun.
9. Gattung: Seiualea Holl.
Diese Gattung ist sehr schwach charakterisiert. Von Caenides, mit der sie in der Bildung der Fühler-
kolbe übereinstimmt, weicht sie nur dadurch ab, daß die Rippe 3 der Vflgl gewöhnlich sehr nahe an der Rippe 4
entspringt ruid von Parnara nur durch die längere Spitze der Fühlerkolbe. Die Stellung der Rippe 3 der Vflgl
ist indessen auch bei den Cae/MV/es-Arten nicht immer dieselbe.
*) Unsere Figur ist eine Wiedergabe der Figuren auf der 1402ten Hesperidentafel in Plötz Werk und diese enthält
die Angabe: West- Afrika,
518 ARTITROPA. Von Dr. C. Aurivillius.
U e b e r s i c li t der (^ (J.
1. Vflgl ganz ohne weiße Flecke.
A. Hflgl oben mit einem großen, tief schwarzen Mehlfleck, welcher die Mittelzelle und die Wurzel der
angrenzenden Felder bedeckt. Vflgl unten am Hi-de mit Haarpinsel. S. pulvina.
S. carba.
B. Hflgl oben ohne Mchlfleck. Vflgl oben nahe an der Wurzel in den Feldern 1 b und 2 mit einem dicken,
aber undeutlichen Mehlfleck, welcher von der Rippe 2 geteilt ist. Vflgl ohne Haarpinsel unten am Hrde.
S. nox.
II. Vflgl mit einigen kleinen weißen Punktflecken wenigstens in 2, 3 und (5. S. ilias.
pulvimt. S. pulvina Plötz (79 a). Flügel auf beiden Seiten einfarbig schwarzbraun. Beim cj haben die Vflgl
unten einen großen, bis zur Rippe 3 ausgedehnten, etwas seidenen Hrdfleck, der jedoch nur bei gewisser Be-
leuchtung deutlich hervortritt und den Saum nicht erreicht. Sierra-Leone bis Gabun.
(■{
arbu. S. carbo Mab. wurde schon 1896 von Holland als mit pulvina identisch aufgeführt. Mabille be-
trachtet sie jedoch noch 1903 als selbständige Ai-t, gibt aber keine Unterschiede an. Die Originalbeschreibung
lautet: ,,Tief schwarz mit Glanz. An der Wurzel beider Flügel ein schwarzes Feld mit dunkelblauem Schiller.
Unterseite schwarz. Vflgl au der Wurzel und an der Spitze mit gelben Schuppen bestäubt; am Hrde ein großer,
seidenglänzender, dreieckiger Fleck, welcher in das Feld (3) 2 hineinreicht . Ein Pinsel von schwarzen, anliegenden
Haaren im Felde 1 a wird von den Hflgln bedeckt. Diese sind mit glänzenden, rot schillernden Schuppen be-
stäubt. Flügelspannung: 26 mm.'' Die Beschreibung paßt auf mir vorliegende Stücke von ä. /»«/yj/i« aus-
genommen, daß ich den erwähnten roten Glanz der Hflgl-Unterseite nicht entdecken kann.
atr'io. S. atrio Mab. ist auf beiden Seiten vollständig schwarz, Hrd der Vflgl heller besonders am Analwinkel,
wo er rußfarbig ist. Palpen dunkelgrau, drittes Glied kegelförmig, kaum vorstehend. Hinterschienen mit
zwei Paar Sporen, mit steifen anliegenden Haaren bekleidet. Hlb ein wenig länger als die Hflgl, diese kürzer
als die Vflgl, fast wie reduziert. 25 mm. Kamerun. Wahrscheinlich das $ von pulvina.
'w-r. S. nox Mab. (79 a). Einfarbig schwarz. Das (J an den oben erwähnten Kennzeichen leicht kenntlich.
Nigeria bis Gabun.
corvina. S. corvina Mab. gehört wahrscheinlich als $ zu nox. ,, Tiefschwarz, in der Mitte der Hflgl rußfarbig.
Vflgl unten schwarz mit den Feldern 1 a und 1 b in ihrer ganzen Länge weißgrau. Fransen und Leib schwarz.
Halsschild mit dunkelgrauen Haaren. Flügelspannung: 22 mm." Sierra-Leone.
Ums. S, ilias Plötz (78h). Diese Art wiuxle bisher zu der Gattung Parnara gestellt. Die Fühler sind aber,
wie auch die Abbildung zeigt, länger als bei der genannten Gattung mit schlanker Kolbe, welche nach außen
gebogen ist und allmählich in die lange Spitze übergeht, ganz wie bei Senialea. <J. Beide Flügel oben schwarz-
braun; Vflgl mit kleinen, weißen Diskalpunkten in 2. 3, 6 und bisweilen auch in 7, unten am Hrde gra\i aufge-
hellt, sonst wie oben. Hflgl auf beiden Seiten einfarbig schwarzbraun. Das 5 hat außerdem einen kleinen
weißen Punkt in der Mittelzelle der Vflgl und gewöhnlich auch ein Subapicalpunkt in 8. Kamerun; Gabun.
10. Gattung': Artitropa Hall.
Spitze der Fühlerkolbe mäßig lang, kürzer als der doppelte Querdurchmesser der Kolbe. Mittelzello
der Vflgl lang, wenigstens so lang wie zwei Drittel des Vrdes; ihre Spitze ausgezogen. Hinterschienen mit
4 Sporen.
U e b e r s i c h t der Arte n.
A. Vflgl mit deutlichen Glasflecken.
a. Die Fransen der Vflgl wenigstens zwischen der Spitze und der Rippe 2 einfarbig dunkelbraun.
§. Glasflecke der Vflgl weißlich und klein (vgl. margaritala 80 f); Mittelzelle der Vflgl nur in der
vorderen Längshälfte mit Glasfleck, ihre Fransen braim.
*. Hflgl vniten mit einer unregelmäßigen, breiten, weißen, silberglänzenden und schwärzlich ge-
säumten Querbinde zwischen dem Vrde und der Rippe 1 b; auch am Irde in 1 a mit großem,
langem, weißem Fleck, welcher sich bisweilen mit der Mittelbinde vereinigt. Rippen der Hflgl-
Unterseite nicht weiß noch weißlich. A. comus.
**. Hflgl unten mit einem breiten, weißen (nicht silberglänzenden) Querfelde, welches am Vrde
anfängt und den Ird erreicht oder fast erreicht, stets aber wenigstens in der Mittelzelle und
ARTITROPA. Von Dr. C. Afrivillius. 519
in 6 — 8 durch große schwarze längliche Flecke geziert oder tniterbrochen ist. Rippen der
Hflgl-Unterseite weiß oder wenigstens etwas heller als die Grundfarbe. A. erinnys.
§§. Die Glasflecke in der Mittelzelle und im Felde 2 der Vflgl groß und gelb. Fransen der Vflgl zwi-
schen dem Hinterwinkel und der Rippe 2 gelb, sonst braun. A. shelleyi.
ß. Die Fransen der Vflgl gelb mit dunklen Flecken an den Rippenenden. Die Hflgl oben ganz dunkel-
braun, nur hinter der Mitte mit einer Querreihe von ö — 6 kleinen, gelben Diskalflecken in 1 c — 5; ihre
Fransen gelb. Der Glasfleck in der Mittelzelle der Vflgl größer und so breit wie die Zelle selbst.
A. hollandi.
B. Vflgl ohne Glasflecke, oben einfarbig dunkelbraun nur an der Wurzel und am inneren Teil des Irds etwas
graugelblich überzogen. A. boseae.
A. cotnus Cr. (80 f). Fransen der Vflgl bis zum Hinterwinkel einfarbig, dunkelbraun. Vflgl unten romus.
am Hrde nur schwach gelbgraii aufgehellt. Hflgl oben mit breiter gelber Mittel qiierbinde, welche sich von
der Rippe 6 bis zum Irde erstreckt und fast gleichbreit ist, unten mit breiter silberweißer Querbinde, welche
bald wie in der Abbildung, bald fast wie bei m.argaritata gebildet ist. Saum der Hflgl an der Rippe 1 b etwas
ausgezogen, zwischen den Rippen 1 a und 2 schmal gelb mit gelben Fransen. West-Afrika, von Sierra-Leone
bis Congo. — ab. reducta Auriv. weicht oben dadurch ab, daß der Ird der Hflgl von der Wurzel bis zum reducta.
Analwinkel und bis zur Rippe 1 b lebhaft orangegelb und die gelbe Mittelbinde verschmälert und wurzel-
wärts verdunkelt ist. Auf der Hflgl-Unterseite bedeckt die weiße Mittelbinde auch das Feld 1 b und ist also
bis zum Ird zusammenhängend. C'ongo-Gebiet : Kimuenza. — margaritata Holt. (80 f) ist mir in "N&tuv margarUa-
unbekannt, scheint aber nur dadurch abzuweichen, daß der Hrd der Vflgl-Unterseite bis zur Rippe 2 weiß '"■
ist und daß der weiße Fleck in 1 a der Hflgl-Unterseite fehlt. Ogowe-Tal.
A. erinnys Tr. (80 g als erynnis) weicht oben von comus dadurch ab, daß die gelbe Mittelbinde der erinnys.
Hflgl nach vorn .stark verjüngt ist und unten durch die schwarzen Flecken beider Flügel. Süd-Afrika, wenig-
stens bis zum Zulu-Land. — ehlersi Knr.sch (= unifasciata Auriv.) stellt die ostafrikanische Rasse dar und ehlersi.
zeichnet sich dadurch aus, daß die gelblich weiße Mittelbinde der Hflgl-Unterseite zwischen dem Irde und
der Rippe 5 scharf begrenzt und mit Ausnahme von einem schwarzen Punkt in 1 c ungefleckt ist. Kiliman-
djaro. — comorarum Oberth. ist oben dadurch ausgezeichnet, daß das Feld 1 b der Hflgl in seiner ganzen Länge comomnim.
bis zum Saume lebhaft orangegelb ist. Unten erreicht die in Flecke aufgelöste weiße Mittelbinde niu- die
Rippe 1 b. Comoren.
A. shelleyi £'?». Sharpe. ist mir unbekannt geblieben. Aus der ausführlichen Beschreibung mag das shellei/i.
Folgende hinreichend sein, um die Art zu erkennen. Fransen der Hflgl gelb mit kleinen dunklen Flecken an
den Rippenenden. Hflgl oben mit einem gelben Fleck nahe an der Wurzel und einer schmalen Querreihe
von gelben Flecken zwischen den Rippen 1 b und 6. Die Unterseite ist derjenigen von A. erinnys ähnlich,
ist aber am Hrde der Vflgl bis zur Rippe 2 breit gelb. West-Afrika: Fantee.
A. hollandi Oberth. Flügel unten an der Spitze der Vflgl und an der Mitte des Saumes der Hflgl breit hollandi.
veilgrau bestäubt; Hflgl unten an der Wurzel in 1 c,7 und 8 imd der Mittelzelle mit 4 — 5 schwarzen, nach
außen grau begrenzten, länglichen Flecken. Bei der Hauptform haben die Vflgl oben nur zwei subapicale Glas-
punkte (in 6 und 7) und die gelbe Fleckenquerreihe der Hflgl ist gegen den Ird gerichtet. Madagaskar:
Antsianaka. — alaotrana Oberth. weicht nur dadurch ab, daß die Vflgl oben drei subapicale Glaspimkte haben alaoirana.
und daß die ein wenig breitere, gelbe Fleckenreihe der Hflgl gegen den Analwinkel gerichtet ist. Madagaskar:
am Alaotra-See.
Da ich die folgende Art nicht untersuchen konnte, muß ich ihre generische Stelhnig offen lassen.
Saalmüller führte dieselbe zu „Hesperia" und Oberthür (1916) zu ,, Proteid es", Holland (1896) aber und
Mabille (1904) zu Artitropa.
A. ? boseae Saalm. (79 i). Hflgl oben graugelb, am Vrde und Saume breit schwarzbraun; der äußere boseae
Teil des graugelben Feldes durch eine unvollständige Schattenquerbinde nach innen begrenzt vmd durch die
dunklen Rippen in 5 Flecke geteilt. Vflgl unten dunkelbraun vor der Spitze veilgrau gemischt mit gerundeten
schwärzlichen Saumflecken; am Vrde zwei dreieckige, hell violettgraue Flecke, der erste an der Mitte des
Vrdes mit seiner Spitze in die Mittelzelle hineinreichend, der zweite hinter der Mitte länger und etwas gebogen
hinter diesem in 5 — 1 b eine schiefe Reihe kleiner unscharf begrenzter Discalflecke. Hflgl unten braun und
veilgrau gemischt, nahe der Wurzel mit einer veilgrauen Querlinie. Fransen am Analwinkel orangegelb. Mada-
gaskar: Nossi-Be. — aaron Oberth. weicht oben nur dadurch ab, daß die Hflgl eine schärfer begrenzte gelbe aaron.
Diskalbinde haben und an der Analgegend breiter orangegelb gesäumt sind und unten dadurch, daß die veil-
graue, subbasale Querlinie den Ird nicht erreicht. Nord-Madagaskar.
520 PERROTIA: PAROXYML'S. Von Dr. C. ArRiviLLnrs.
11. Gattung: Perrotia Oberth.
Diese mir unbekannte Gattung gehört wahrscheinlich in die Nähe von Ariitropa oder fällt damit zu-
sammen. Ueber den Rippenbau wird nichts gesagt. In der Bildung der Fühler und durch die Zeichnung stimmt
sie nahe mit Artitropa überein. Als wichtigster Unterschied scheint mir indes.sen die Form der Hflgl her-
vorzuheben zu sein; dieselben sind nämlich am Analwinkel völlig abgerundet. Die Vflgl haben 5 — 6 kleine Glas-
flecke (2 aneinander .«toßende in der Mittelzelle und je einen in 2. 3, 6 (und 7). außerdem einen gelben Fleck
oder Längsstrich in 1 b. welcher auf der Unterseite weiß ist. Nur oo *üid bekannt.
albiplagn. P. albiplaga Oberth. Glasflecke der Vflgl oben gelblich, unten weiß. Hflgl oben orangegelb, am Hrde
bis zur Mittelzelle und der Rippe 6 breit schwarz und mit schwarzer Saumbinde, welche am Analwinkel spitz
endet. Hflgl unten rein weiß, am Hrde bis zur Mittelzelle und der Rippe 7. am Irde bis zur Rippe 1 b imd
am Saume tief schwarz; die .-ichwarze Saumbinde ist im Felde 1 c etwa 2.5 mm breit, gegen den Vorderwinkel
aber allmählich verjüngt und dort nur linienschmal. Fransen der Analgegend oben gelb unten weiß. Flügel-
albimacula. Spannung 40 mm. Madagaskar: Fenerive. — albimacula Oberth. weicht oben nur dadurch ab. daß die
schwarze Saumbinde der Hflgl nicht gegen den Analwinkel verjüngt ist und etwa an der Mitte des Irdes
spitz endet und dadurch, daß die schwarze Saumbinde in 1 c nur 2 mm breit, in 2 — 5 aber 6 mm breit ist
und dann an der Spitze völlig fehlt. Das weiße Feld erreicht also dort den Saum, ist aber in der Mitte tief
ausgeschnitten. Xord-Madagaskar : Antakares.
12. Gattung: Paroii;i']uus gen. nov.
Die Arten dieser Gattung wurden fiüher zu Pard-ileodes (Holland 1896) oder zu Andronymus (M.\bille
1903) gerechnet. Von beiden Gattungen unterscheiden sie sich jedoch sofoit dadurch, daß die Rippe 5 der
Hflgl völlig fehlt oder nur durch eine Falte angedeutet ist. Die Rippe 2 der Vflgl etwas vor der Mitte
der Zelle, die Rippe 4 viel näher an 5 als an 3 abgehend. Spitze der Fühlerkolbe gewöhnlich gerade vor-
gestreckt, nicht doppelt so lang wie die Dicke der Kolbe. Vflgl mit zwei kleinen gewöhnlich getrennten Glas-
flecken in der Mittelzelle und je einem in 2, 3, 6 — 8, außerdem mit einem kleinen Fleck in 1 b an der Rippe 1.
Hflgl oben mit großem hellen Discalfleck oder solcher 3Iittelbinde. unten zum größten Teil mit heller Grund-
farbe und mit einem schwarzen Fleck nahe der Mitte des Feldes 1 c.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Spitzenhälfte des Hlbs oben weiß oder selten nur an der Spitze verdunkelt. Die Diskalbinde der Hflgl-
Oberseite in den Feldern 2 und 3 glasartig, halb durchsichtig.
■ a. Querbinde der Hflgl-Oberseite zusammenhängend und gelblich. Vflgl unten in den Feldein 4 und 5
nahe am Saume mit einem weißlichen Wischfleck. P. Ugora.
ß. Querbinde der Hflgl-Oberseite im Felde 1 c fa.st unterbrochen, rein weiß. Vflgl unten ohne hellen
Submarginalfleck in 4 und ö. P. nevea.
B. Hlb oben grau oder dunkelbraun. Diskalfeld der Hflgl-Oberseite nicht in der Mitte durchscheinend, gelb
gefärbt .
OL. Hflgl unten ohne zu-^amnienhängende dunkle Saumbinde, statt derselben nur mit einigen dunklen
Flecken. P. xanthias.
P. nlenica.
P. kehmhaensi'i.
ß. Hflgl unten mit zusammenhängender dunkler, nach vorn verjüngter Saumbinde und gelber, fast un-
gefleckter Grundfarbe. P- xanthioide^.
Ugora. P. llgora Heic. (= thersander Mab.) (79h). Die gelblichweiße Mittelbinde der Hflgl-Oberseite er.<treckt
sich von 1 a bis 6 und i.st fast gleich breit (?) oder nach vorn verjüngt (J). Unten sind die Hflgl weiß,
am Vrde im Felde 8 und dicht vor dem Saume zwischen dem Irde imd der Rippe 6 mit einer breiten, gegen
den Ird verbreiteten schwarzen, in 1 a und 2 — 4 rotbraunen Binde. Dazu kommt ein gewöhnlich frei liegender,
tiefschwarzer Fleck in 1 c. Sierra-Leone bis Angola.
nnea. P. nevea H. Bruce (79 d) ist der vorigen Art sehr ähnlich und unterscheidet sich nur durch die in
der Uebersicht erwähnten Kennzeichen. Congo-Gebiet : Kassai.
xanthias. P. xanthias Mab. (79 du Hflgl oben mit großem gelben, auf allen Seiten schwarz begrenzten 3Iittel-
felde. Fransen und in 1 a, und 1 b auch eine schmale Saumlinie, gelb. Unten sind die Hflgl hellgelb, an der
Ausgegeben 10. IL 1925. ANDRONYxMUS. Von Dr. C. AuRiViLLlUS. 521
Wurzel des Vrdes sehr schmal schwarz und mit einem großen schwarzen Diskalfleck in 1 c — 3 ; die dunkle
Sannibinde ist durch drei Gruppen Saumflecke vertreten, eine in 1 a und 1 b, eine in 1 c und 3 und die
dritte an der Flügelspitze in 6 und 7. Nigeria bis Gabun.
P. alenica Strand ist mir unbekannt. „Mit Pard. xanthias Mab. verwandt. Flügel matt schwarz, alenica.
Vflgl mit 6 schmutzig weißen Flecken, und zwar: drei kleine gleich große, etwas eckige Punktflecke, die ein
Dreieck bilden, das um 4,5 mm von der Flügelspitze und um 1 mm von dem Vrde des Flügels entfernt,
sowie 1,7 mm breit und 1 mm lang ist. Ein ebensolcher Punktfleck liegt in der Zelle am Ende derselben
mid hinter der Zelle findet sich ein subcpiadratischer, saumwärts leicht ausgerandeter Fleck von etwa 1,2 mm
Durchmesser an der Basis des Feldes 2, während ein nur halb so großer, trapezoidischer oder dreieckiger Fleck
an der Basis des Feldes 3 gelegen ist. Fransen grauweißlich mit dunklerer Basis. Hflgl mit goldgelbem Median-
fcld, so daß von der schwarzen Grundfärbung nur eine den Saum und den Vrd bedeckende Binde von 2,5
bis 3 mm Breite übrig bleibt, vom Analwinkel aus sind jedoch die sonst schwarzen Fransen in einer Länge
von 4 mm gelb und die Spitze des Vrdes der Hflgl i^t linienschmal gelb. Im Felde 5 ist die schwarze Saum-
binde verschmälert; im Dorsalfelde erstreckt sich das gelbe Feld fast bis zur Flügelbasis, schließt jedoch da-
selbst einen schwarzen Längsstreifen ein. — Unten sind die Vflgl wie oben, jedoch in der Mitte des Dorsal-
feldes mit einem weißlichgelben, bis zum Fleck im Felde 2 erstreckenden Feld. Die Hflgl sind unten weiß-
lichgelb mit zwei schwarzen, subellipsenförmigen, unter sich im Felde 5 imi nur 1 mm entfernten Saumfleck
und mit 4 — 5 kleinen dunklen Fleckchen im Dorsalfelde. — Körper oben schwarz, Hlb jedoch mit etwas
graugrünlicher, undeutliche Binden bildender Behaarung; die Unterseite des Körpers ist weiß, die Beine
teilweise dunkel. Flügelspannung 29, Flügellänge 16,5, Körperlänge 14 mm". Süd-Kamerun: Alen.
P. kelembaensis Strand, liegt mir auch nicht vor. ,,Aehnelt Pardaleodes xanthias Mab. und xanthioides kelemhaen-
Holl, imterscheidet sich aber durch die Unterseite usw. Letztere ist im Vflgl wie oben, jedoch ist der gelbe *'•'''■
Fleck in der Mitte des Dorsalfeldes etwas größer und nicht scharf begrenzt, sondern geht, insbesondere nach
außen, allmählich in die Färbung der Umgebung über. Die Unterseite der Hflgl ist größtenteils von der orange-
gelben Färbung des Medianfeldes der Oberseite nur das Costalfeld ist verwischt dunkelbräunlich bestäubt,
insbesondere in den distalen zwei Dritteln seiner Länge, zeigt jedoch daselbst drei kleine vermischte hellgelb-
liche Flecke, während im proximalen Drittel des Costalfeldes die gelbe Färbung bis nahe an den Vrd sich
verbreitet. Die Saumlinie ist schwärzlich und 3 — -4 kleine, rmregelmäßige, dunkle Sublimbaiflecke sind vor-
handen. Die Fransen in ihrer Basalhälfte so dunkel wie die Saumlinie, in der Apicalhälfte graulich. — Ober-
seite der Hflgl mit abgerundetem, saumwärts leicht gezacktem, den Dorsalrand erreichendem, vom Costalrande
um 3 mm entfernt bleibendem, im Analwinkel aber dem Saum stark genähertem Medianfeld, sonst sind die
Hflgl, ebenso wie die Vflgl, braunschwärzlich. Letztere mit weißlichem, 2,5 mm langem und 1,2 mm breitem,
viereckigem Fleck nahe der Basis des Feldes 2, dahinter und zwar etwas weiter wurzelwärts gerückt ein etwa
gleich großer, aber abgerundeter und orangegelber Fleck; im Felde 3 um 1,5 mm von dem viereckigen Fleck,
ist ein abgerundeter, im Durchmesser etwa 1 mm messender weißlicher Fleck und ein noch kleinerer, aber
ähnlicher Fleck befindet sich im Felde 6 ; dieser und die beiden anderen weißlichen Flecke bilden eine schräge,
saumwärts leicht konvex gebogene Reihe, die zusammen mit dem gelben Dorsalfleck gegen das Ende des
basalen Drittels des Dorsalrandes iind gegen den Costalrand kurz innerhalb seiner Spitze gerichtet ist. End-
lich findet sich ein weißlicher Punktfleck in der Zelle vor dem großen viereckigen Fleck; diesem Punktfleck
entsprechen auf der Unterseite zwei solche, in Querreihe angeordnete Punktflecke. Vflgl-Länge 18 mm." Congo-
Gebiet: Kelemba.
P. xanthioides Holl. (79 f ) ist an die Zeichnung der Vflgl, die ununterbrochene Sanmbinde und die xanthioides.
reingelbe Grundfarbe der Hflgl-Unterseite leicht zu erkennen. Die gelbe Grundfarbe der Hflgl-Unterseite
erreicht den Vrd imd hat nur einen kleinen schwarzen Punkt im Felde 1 c. Ogowe-Tal.
13. Gattung: Audroiiyniiis Holt.
Schließt sich durch die Zeichnung und das Fehlen der Rippe 5 der Hflgl der vorigen Gattung eng
an, weicht aber durch das lange, pfriemenförmige. ,, nackte" Endglied der Palpen ganz erheblich ab. Die
Gattung Aeromecis Mab. (1903) ist hier mit Andronymus vereinigt.
Die Vflgl haben 6—7 weiße Glasflecke (1 oder 2 in der Mittelzelle, je einen in 2, 3, 6 — 8), von denen
der in 2 der größte ist und die in 6—8 wie gewöhnlich punktförmig sind; der in 6 steht immer näher am
Saume als diejenigen in 7 und 8. Hflgl auch mit einem (großen) Glasfleck in der Mittelzelle und gewöhnlieh
auch mit drei kleineren in den Feldern 1 c — 3. Saum der Vflgl an der Rippe 4 am meisten hervortretend
dahinten etwas ausgerandet. Die beiden ersten Palpenglieder glatt beschuppt. Hinterschienen mit 4 Sporen.
Spitze der Fühlerkolbe kurz. Die Palpen bei allen Arten weiß mit der Spitze des zweiten Gliedes und das
ganze dritte Glied braun.
XIII 60
522
PLATYLESCHES. Von Dr. C. ArRiviLLirs.
U e b c r s i c h t der Arten.
A. Die Glasflecke der Hflgl-Oberseite stehen in einer weißen oder gelben Mittelbinde oder sind bisweilen
oben undeutlich.
a. Hlb oben in der Mitte mit weißem Gürtel, welcher bisweilen durch dunkle Rückenflecke unterbrochen
ist. Querbinde der Hflgl-Oberseite weiß. Ä. philander.
9j. Hlb ohne weißen Gürtel. Glasflecke der Vflgl und Mittelfeld der Hflgl-Oberseite gelb oder gelblich.
*. Das gelbe Mittelfeld der Hflgl-Oberseite- kleiner und weiter vom Saume entfernt. A. leander.
**. Das gelbe Mittelfeld der Hflgl-Oberseite ist größer und dem Saume, besonders in 1 b und 5, mehr
genähert oder ihn fast erreichend. A. fenestrella.
B. Die Hflgl oben schwarzbraim ohne andere Zeichnimgen als die weißen Glasflecke. ^4. neander.
philander. A. philander Hopff. (79 h). Hflgl unten denen von P. ligora Heic. sehr ähnlich, rein weiß mit einem
kleinen Punkt in der Wurzelhälfte des Feldes 1 c und großen zusammenhängenden braunen Dkkalflecken in 1 c
und 2. Die Saumbinde besteht aus zwei im Felde 1 c getrennten Abteilungen, von denen die erste in den
Feldern 1 a — 1 c steht, vom Saume durch eine weiße Linie getrennt imd in 1 a rotbraun, und die zweite
braun bestäubt ist, sich dem Saume anschließt und an der Rippe 8 spitz endet. An der Mitte des Hrdes der
Vflgl-Unterseite ein unscharf begrenzter weißer Fleck, welcher die Rippe 2 erreicht. West-Afrika: Togo-Land
bis Angola. Portugiesisch Ost-Afrika. — Raupe grün, weiß gepudert mit rotem gelbgeflecktem Kopfe. Die
Puppe ruht in einem zusammengesponnenen Blatte und ist grauweiß mit etwas dunklerer Rückenseite.
leander. A. leander Plötz (= coander Mab.) ("9 g) weicht nur durch die in der L^ebersicht angeführten Kenn-
zeichen von philander ab. und ist wahrscheinlich eine Form dieser Art.
fenestrella. A. fenestrella B.-Bak. Das o wird vom Autor mit folgenden Worten beschrieben: ..Vflgl rußschwarz
mit einem Glasfleck in dem Winkel der Rippe 2, einem kleinen nahe der Wurzel des Feldes 3 und drei Glas-
punkten im Dreieck am Vrde, etwa ein Drittel von der Flügelspitze. Hflgl rußschwärzlich in der Glitte mit
einem großen diu-chsichtigen Felde, welche von hellgelber Färbung umgeben und geteilt ist; ein hell gelblicher
Streif längs der Falte; der Haarpinsel des o lieU braungrau, an der Spitze grau." Zu dieser Beschreibung
fügt Xe.we, welcher die Art in Rhodesia sammelte, später noch hinzu: ,,Die 22 sind durch eine größere
Ausdehnung des ockergelben Teil der Hflgl-Oberseite, welcher zwi.schen den Rippen 2 und 7 und am Anal-
winkel fast den Saum erreicht, ausgezeichnet ; dieses i.st besonders unten deutlich. Die für das ^ kennzeichnen-
den Glasflecke der Hflgl fehlen". Es liegt mir nur ein von Xeave erbeutetes $ aus Rhodesia vor. Dasselbe
hat die Hflgl-Unterseite fast ganz gelblichweiß ohne andere dunkle Zeichnungen als einen kurzen Streifen im
Felde 8 an der Wurzel des Vrdes, einen undeutlichen braunen Punkt im Wurzelteil des Feldes 1 c und
zwei große, völlig getrennte, schwarze Saumflecke, der eine in 2 — 4, der andere in 6 und 7; die weiße Grund-
farbe erreicht demnach in 1 a — 1 c und in 5 den Saum. Congo-Gebiet : Makala-Beni iind Rhodesia.
neander. A. neander Plötz {= producta Trim.) (79 g, h). Die Unterseite der Hflgl ist dunkel violettgrau mit
einigen schwärzlichen Flecken und außer den Glasflecken n\ir mit einem länglichen weißlichen Fleck in der
Wurzelhälfte des Feldes 1 b. Gabun bis zum Kaplande iind Delagoa.
14. Gattung: .Platjlesehes Holl.
Kräftig gebaute, dickleibige iind breit flügelige Hesperiden mit kurzen Fülilern imd aus der Beschup-
pung des zweiten Palpenglicdes hervorragendem Englied der Palpen. Die Rippe 5 der Vflgl entspringt viel
näher an 4 als an 6. Hinterschienen mit 4 Sporen. Kleinere Arten mit einer Flügelspannung von 25 — 38 mm.
Diese Kennzeichen sowie auch die bei allen Arten fast ähnlich gefärbte und gezeichnete Oberseite
beider Flügel machen es sehr leicht die Angehörigkeit einer Art zu dieser Gattung einzusehen.. Beide Flügel
oben schwärzlich bis schwarzbraun. Vflgl oben mit 8 kleinen weißen Glasflecken (2 länglichen nahe der Spitze
der Mittelzelle und je einem in 2 — 4 und 6 — 8; der in 2 stets eckig und etwas größer als die anderen) und
einem dreieckigen, weißen oder gelblichen Fleck in 1 b nahe an der Mitte der Rippe 1 b; die innere Hälfte
des Hrdes mit einem schmalen, weiß oder gelblich behaarten Streifen. Hflgl oben mit einer Querreihe von 4 — 6,
weißen oder gelblichen, haarigen, nicht durchsichtigen Diskalf lecken. Vorderbrust und L'nterseite der Palpen
weiß oder gelblich. Unter sich sind die Arten einander sehr ähnlich und hauptsächlich nur durch die Zeich-
nung der Hflgl-Unterseite verschieden.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Die Spitze des Hlbs oben rein weiß. Die Diskalflecke 3 und 4 der Vflgl sind klein fa.st punktförmig, völlig
voneinander getrennt und stehen mit dem Fleck in 2 in einer fast geraden, gegen die Flügelspitze gerichteten
Linie. Glaspunkt 8 der Vflgl fehlt gewöhnlich auf der Oberseite.
PLATYLESCHES. Von Dr. C. Aubivillius. 523
a. Hflgl unten eintönig dunkelbraun mit einer gebogenen Eeihe dunkler, oft hell geringter Flecke in 2 — 6,
bisweilen auch mit weißem Fleck in 1 c. P. galesa.
ß. Hflgl unten am Saume weißlich bestäubt und mit helleren Rippen, ein weißer Fleck in 1 c. Vflgl unten
in 1 b mit einem deutlichen weißen Längswisch. P. nigricans.
? P. depygatus.
B. Hlb oben an der Spitze dunkel gefärbt.
a. Hflgl unten mit heller Mittelquerbinde wenigstens zwischen dem Vrde und der Rippe 1 b.
* Die Querbinde der Hflgl-Unterseite im Felde 1 b unterbrochen.
§. Die Querbinde der Hflgl-Unterseite sehr unscharf begi-enzt, violettgrau und wischartig; die
Flügelfläche zwischen dem Saume und der Binde dunkelbraun. P. moritili.
§§. Die Querbhide der Hflgl-Unterseite scharf begrenzt, weiß oder gelblich.
1. Die Glasflecke 3 und 4 der Vflgl klein, punktförmig und getrennt. Querbinde der Hflgl-
Unterseite nur etwa 2 mm breit, weiß. Saum der Vflgl vor dem Hinterwinkel deiitlich aus-
gerandet. P. jncanini.
2. Die Glasflecke 3 und 4 der Vflgl länglich nur durch die Rippe 4 voneinander getrennt. Quer-
binde der Hflgl-Unterseite etwa 4 mm breit, hell gelblich. P. goetzei.
3. Der Glasfleck in 4 fehlt. Die Mittelzelle der Vflgl nur mit einem Glasfleck, welcher nahe
am Hinterwinkel steht. P. sttbnoiatus.
**. Die Querbinde der Hflgl-Unterseite vom Vrde bis zum Irde zusammenhängend, scharf begrenzt
in den Feldern 1 a— 1 c weiß, in 2 — 6 gelb. Glaspunkte 3 und 4 der Vflgl getrennt. P. lartiba.
ß. Hflgl unten ohne helle Querbinde, gewöhnlich aber wie oben mit einer Querreihe heller Flecke.
*. Beide Flügel oder wenigstens die Hflgl unten am Saume von der Farbe des Grundes, dunkelbraun
oder schwärzlich. Hflgl unten mit einer gewöhnlich deutlichen Querreihe heller Flecke. Die Glas-
flecke 3 und 4 der Vflgl klein \md getrennt.
1. Hflgl-Unterseite mit grauer Grundfarbe und deutlichen Diskalf lecken. P. amadhu.
2. Hflgl-Unterseite mit schwärzlicher Grundfarbe. P. chamaehon.
**. Beide Flügel unten am Saume zwischen der Spitze und der Rippe 2 mehr oder weniger mit hel-
leren Schuppen bekleidet, im Felde 1 b der Hflgl aber eintönig dunkelbraun.
1. Fast die ganze Unterseite der Hflgl mit kleinen grauen Schuppen dünn bestreut. P. ayresi.
2. Beide Flügel unten zwischen der Spitze und der Rippe 2 mit breiter, violettgrauer Saumbinde.
P. rohustns.
P. ertli.
P. galesa Hew. (79 a) ist die größte Art der Gattung und durch die in der Uebersicht angeführten galesa.
Kennzeichen leicht zu erkennen. Guinea. — nigerrimus Bth. (79 b) weicht, wie die Abbildung zeigt, nur nigerritmis.
recht unerheblich von der Hauptform ab. Britisch Zentral- Afrika.
P. nigricans Holl. (79 b). Beide Flügel oben schwarz; die Hflgl mit weißen Fransen; sonst besonders lüyricans.
durch die hell bestäubten Rippen und die schwarze Farbe des äußeren Teiles der Felder 1 a — 1 c der Hflgl-
Unterseite ausgezeichnet. Sierra-Leone bis Gabini.
P. depygatus Strand wurde nach einem Stück mit fehlender Hlbspitze beschrieben und darum depy- depygatus,
gata (die Afterlose) benannt(!). Die ausführliche Beschreibung der Oberseite und der Unterseite der Vflgl
enthält keine nennenswerte Unterschiede von P. nigricans; die Unterseite der Hflgl dagegen wird mit folgen-
den Worten beschrieben. ,,Die Hflgl sind unten violettlich angeflogen insbesondere im Wiuzelf ekle ; die Zeich-
nungen sind verloschen violett-weißlich und bestehen aus einer postmedianen, umegelmäßig zickzackförmigen,
zwischen der Dorsalrippe 8 sich erstreckenden schmalen Binde, deren hintere Hälfte der Binde der Ober-
seite entspricht, ferner aus einem längs des ganzen Dorsalrandes verlaufenden hellen Längsstreifen, einem Fleck
in der Zelle am Vrde und endlich sind die Rippen zum großen Teil heller gefärbt und stellenweise durch helle
Querstriche verbunden; das Ganze bildet eine verloschene, unregelmäßig netzförmige, verwischte Zeichnung."
Nyassa-Land. AAVnn die Spitze des Hlbs weiß ist, gehört depygata wahrscheinlich als eine östliche Rasse zu
nigricans.
P. moritili Wallengr. (79 a) ist die längst bekannte Ait der Gattung und kommt in ganz Süd-Afrika moritili.
bis zum Congo-Gebiet vor. Sie ist besonders durch die unscharf begrenzte Querbinde der Hflgl-Unterseite aus-
gezeichnet. Die Fransen der Hflgl-Unterseite sind zwischen dem Analwinkel und der Rippe 2 breit einfarbig
weiß oder hellgelb, dann zwischen 2 und 7 grau oder wenigstens mit breiter grauer Wurzellinie. — costalis form, costalis.
nov. weicht dadurch ab, daß der Vrd der Hflgl-Unterseite in seiner ganzen Breite bis zur Mittelzelle und
524 PLATYLESCHES. Von Dr. C. Aueivillius.
nach außen zur Eippe 8 gelb ist und die Fransen der Hflgl-Unterseite zwischen den Rippen 2 und 7 an der
Spitze gelblich. Congo-Gebiet.
zephora. P. zepHora Plötz (78 b, 79 c; nach Plötz) ist mir unbekannt. Sie wird in folgender Weise beschrieben:
Hflgl unten bleich rötlichgrau, braun bestäubt oder gewässert, meistens mit breitem dunklen Saum und weißen
Fransen. Gestalt kräftig. Fühler halb so lang wie die Vflgl; diese haben in Zelle 1 a einen gelben Längsstreif,
in Zelle 1 b einen solchen Fleck, in Zelle 2 einen weißen Glasfleck, darüber in der Mittelzelle zwei, in 3 und 4
zwei übereinander, desgleichen drei Punkte in 6 — 8. Hflgl oben mit einer ziemlich schmalen, gebogenen, hell-
gelben, von den schwarzen Rippen durchschnittenen Querbinde von 1 c — G, unten ist Zelle 1 b und der Saum
ungleich breit braun. 13 mm. Angola." Ist sicher eine Platylesches-Art.
picanini. P. picanini Holl. (79 b, c) weicht durch die Form der Vflgl von den übrigen Arten ab. Holland gibt
zuerst Liberia, dann nur Ogowe als Vaterland an, aiich im südlichen Congo-Gebiet vorkommend.
' (joeizei. P. goetzei Grünb. (= junodi Oberth.) (79 h) aus der Beschreibung \md der Abbildung geht hervor, daß
die Ai t sich besonders durch die breite, hellgelbe, scharf begrenzte, in 1 c aber unterbrochene Querbinde
der Hflgl-Unterseite auszeichnet. Portugiesisch iind Deutsch Ost-Afrika bis zum Tanganjika-See.
suhtwlaius. P. (?) subnotatus Holl. (79 c) wurde als Parnara (?) beschrieben und später von Mabille zu Platylesckes
geführt. Die Art ist mir nur durch die Abbildung bekannt. Sie zeichnet sich besonders dadurch aus, daß die
Vflgl nur einen Fleck in der Mittelzelle (am Hinterwinkel) und nur 4 Diskalflecke in (1 b, 2, 3 und 6) haben.
Die Hflgl haben oben wie bei den meisten Platylesch es- Arten eine gelbliche Querbindc in der Mitte hinter der
Zelle und sind unten ockergelb mit einer gelben Diskalbinde zwischen dem Vrde und der Rippe 2, 4 — 5 schwärz-
lichen, gelb gekernten Prmkten im Wurzelteil und einer submarginalen Serie von schwarzen Punkten. Fransen
dunkelbraun. Ogowe-Tal.
kimba. P. lamba Neave ist die einzige bekannte Art, bei der die Querbinde der Hflgl-L'^nterseite völlig zu
sammenhängend ist. Südliches Congo-Gebiet.
aniadhu. P. amadhu Mab. (= heterophyla Mab.) (79 b) ist mit den beiden folgenden Arten so nahe verwandt,
daß es schwer hält, einige stichhaltige Unterschiede anzugeben. Die Unterseite der Hflgl ist grau, in 1 b schwärz-
lich und die hellen Diskalflecke deutlich und zahlrcicli (in ! c — 6): Vflgl unten am Saume violettgrau aufgehellt.
bulunfjac. Natal, Transvaal und Britisch Zentral-Afrilva. — batangae Holl. (79 c) ist, wie die Abbildungen zeigen, so wenig
von amadhu verschieden, daß ich sie bis auf weiteres nur als eine Rasse derselben betrachte. Kamerun.
chamaeleon. P. chamaeleon 3Iab. (79 b) weicht von der vorhergehenden Art dadurch ab, daß die Unterseite der
Hflgl schwärzlich ist mit einem weißen Diskalfleck in 1 c und statt der anderen Diskalflecke nur mit grauen
Schaft enf lecken. Sierra -Leone.
ayrcsii. P. ayresü Trim. ist an der Unterseite der Hflgl, welche überall (ausgenommen in 1 b und einem Teil
von 1 <•) mit kleinen getrennten violettgrauen Schuppen gesprenkelt ist, leicht kenntlich. Süd-Afrika bis
Rhodesia, nur im Hochlande.
robustus. p. robustus Vßace ist eine kräftig gebaute Art mit kurzen dickkolbigen Fühlern \nid allen Flügelflecken
mehr oder weniger gelblich. Glasflecke 3 und 4 der Vflgl nur durch die Rippe 4 getrennt xukI fast gerade über-
einander stehend. Die Unterseite ist sehr charakteristisch. Die Grundfarbe beider Flügel ist rein brarm und
mit hell violettgrauen Zeichnungen geziert; auf den Vflgln ist nur eine Saumbinde vom Vrde bis zur Rippe 2
(in den Feldern 4 und 5 am breitesten) und eine feine Saumlinie zwischen der Rippe 2 und dem Hinterwuikel
violettgrau ; auf den Hflgln aber sind die Wurzel, der Vrd bis zur Rippe 8, der Ird in 1 a und in der Wurzel
von 1 b. sowie eine sehr breite, bis zu den rnideutlichen hellen Diskalflecken der Felder 1 c — 6 ausgedehnte
Saumbiiule vom Vrde bis zur Mitte des Feldes 1 c dicht mit violettgrauen Schuppen bedeckt. Körper imten
crlli. weiß. Rhodesia, Mashuna-Land, Nyassa. — ertli Gaede. Ueber diese Form teilt der Autor folgendes mit. ,,Die
Unterseite entspricht fast der von robustus; auf dem Vflgl ist gar kein L'^nterschied anzugeben, nur am Hflgl
ist das Mittelfeld hei ertli weniger hell, so daß die dunkle Sprenklung nur im Randteil des Älittelfeldes vor-
handen und auch dort nicht so grob ist wie bei robustus. Spannweite: 22 — 24 mm." Deutsch Ost-Afrika:
Kigonsera.
nffinissi- P. affitlissimus Strand wird vom Autor nüt P. depygatus und «igrncows verglichen, da aber dieHlbspitze
mus. (jjirii^pi ii^t^ gehört die Art nicht zu derselben Gruppe wie nigricans, sondern ist wahrscheirdich nahe mit
P. amadhu und chamaeleon verwandt. Die Unterseite der Hflgl wird in folgender Weise beschrieben : ,,Die Hflgl
haben unten in der Mitte des Feldes 1 c einen rein_ weißen, etwa viereckigen Fleck, sonst sind nur einige bläu-
liche Wische vorhanden, die als Bruchstücke der Zeichnung der vorhergehenden Art {depygatus) aufgefaßt
werden können, im Dorsalfelde ist ein heller Längsstreifen nur in der Basalhälfte angedeutet; die Grimdfarbe
der Hflgl-Unterseite ist so dunkel wie die der Vflgl und ohne violettem Anflug; die Rippen sind dunkel." Was
hier über die Hflgl-Unterseite gesagt wird stimmt gut mit ÄLibilles Abbüdung von chamaeleon (79 b) überein.
Nyassa-Land.
GALERGA; CERATRICHIA. Von Dr. C. Aurivillius. 525
15. Gattung: Oalerga Mab.
„Die Fühler erreichen nicht die halbe Länge der Vflgl; Kolbe eiförmig mit kurzer, stumpf winlielig umge-
bogener Spitze. Palpen vorgestreckt, borstig; drittes Glied spitzig, nackt, schief vorgestreckt. Vflgl: „Saum
von der Spitze bis zur Rippe 4 schief, dann in entgegengesetzter Richtung bis zum Hinterwinkel schräg gerichtet ;
Rippe 5 an ihre Wiurzel gebogen und etwas näher an 4 als an 6; Rippe 3 nahe am Hinterwinkel und 2 von der
Mitte der Zelle. Hflgl : Rippe 2 außerhalb der Mitte der Zelle und 3 sehr nahe am Hinterwinkel abgehend ;
5 deutlich. Hinterschienen mit 4 Sporen. Das $ ohne Geschlechtsauszeichnungen." Nach Mabille. Die
einzige Art dieser Gattung ist mir unbekannt geblieben.
G. hyposticta Mab. ,, Flügel rötlich schwarz oder etwas purpurglänzend. Vflgl mit drei kleinen weißen hypostida.
Subapicalpunkten in schief gestellter Linie; in der Mitte drei kleine rötliche Diskalpimkte in 1 b— 3, der in
3 sehr klein oder fehlend. Hflgl unbezeichnet und mit gleichfarbigen Fransen. Vflgl unten dunkelbraun, am
Vrde und an der Spitze rötlich ; ein rein weißer Fleck am Vrde an der Mitte der Zelle und darnach eine Reihe
von 5 weißen Flecken, die Subapicalpunkte der Oberseite eingerechnet; von der Spitze geht eine Reihe von
violettgrauen Flecken ; die Felder 1 a und 1 b sind grau ; Hflgl unten mit zwei violettgrauen Querbinden, einer
am Saume und einer in der Mitte, zwischen diesen Binden imd am Vrde schwarz; im Felde 6 zwei rote Flecke."
Madagaskar.
16. Gattung: Ceratrichia Btlr.
Die morphologischen Kennzeichen dieser Gattung sind sehr unbedeutend. Die Fühlerkolbe ist lang
und dünn mit langer Spitze. Endglied der Palpen kurz und klein, durch die Schuppen des zweiten Gliedes
verborgen. Saum der Vflgl kürzer als der Hrd. Die Rippe 2 der Vflgl entspringt viel näher an 3 als an der
Flügelwurzel. Rippe 5 der Hflgl schwach ausgebildet besonders nach innen. Hinterschienen mit 4 Sporen.
Die Arten sind jedoch sofort an der ungewöhnlichen Anordnung der Diskalflecke beider Flügel kenntlich.
Dieselben (oft nur unten vorkommend) sind nämlich dem Saum genähert und stehen wenigstens im Felde 5
viel näher am Saume als an der Spitze der Mittelzelle; die Felder 8 — 10 der Vflgl haben gewöhnlich nahe am
Vrde deutliche Diskalflecke. Hierzu kommt, daß alle oder wenigstens einige Diskalflecke silberglänzende Kerne
haben.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Hflgl oben einfarbig schwärzlich ohne Flecke oder Punkte, unten mit weißer Grundfarbe und dunkler
Saumbinde.
a. Vflgl auf beiden Seiten mit weißen Punkten. Die dunkle Saumbinde der Hflgl-Unterseite am Irde mit
silberweißen, dunkel geringten Punkten.
*. Die dunkle Saumbinde der Hflgl-Unterseite endet spitz nahe dem Analwinkel und ist in der Mitte
(an der Rippe 5) tief eingeschnitten. C. nothus.
**. Die dunkle Saumbinde der Hflgl-Unterseite endet breit und quer an der Rippe 2 und ist wurzelwärts
schwach konvex. C. ialemia.
ß. Vflgl auf beiden Seiten ohne weiße Punkte. C. brunnea.
B. Hflgl oben mit großem gelbem Felde oder fast ganz gelb.
a. Der Diskalpunkt im Felde 7 der Vflgl-U^nterseite liegt (wenn vorhanden) ganz nahe an der Flügelspitze
und viel näher am Saume als der Diskalpunkt in 6.
*. Vflgl oben eintönig schwarz mit oder ohne kleine weiße Diskalpunkte und höchstens mit einem
kleinen weißen Glaspunkt in der Mittelzelle nahe an ihrem Vrde. C. phocion.
**. Vflgl oben im Wurzelteil hellgelb oder wenigstens in der Mitte mit gelber Querbinde, selten beim 5
fast einfarbig schwarz jedoch stets mit einem gelben Fleck in der Mittelzelle wenigstens auf
der Unterseite. C. flava.
ß. Der Diskalpunkt im Felde 7 der Vflgl liegt weit von der Flügelspitze entfernt und näher an der Mittel-
zelle als der Diskalfleck in 6.
*. Die Unterseite der Vflgl zum größten Teil mit gelber Grundfarbe, nur am Hrde, in 1 a, an der Wurzel
luid in der Gegend des Hinterwinkels schwarzbraun überzogen. C. argyrosticta.
**. Die ganze Unterseite der Vflgl schwarzbraun mit den gewöhnlichen Flecken gelb oder weiß.
C. aureu.
Die Ccratrkhia-Ai-ten können auf zwei leicht unterschiedenen Gruppen verteilt werden. In der ersten Gruppe, welche
die PÄocion- Gruppe genannt werden kann, steht der Diskalpunkt 7 der Vflgl nahe an der Flügelspitze, viel näher am Saume
als der Diskaltleck in ö und steht mit den Punkten in 8, 9 und 10 in einer fast geraden, mit dem Vrde fast gleichlaufenden
526 CERATRICHIA. Von Dr. C. Aurivillius.
liinie. — In der zweiten Gruppe, die Argyroslicta-GtuTppe, steht der Diskalpunkt 7 der Vflgl viel weiter vom Saume entfernt
als derjenige in 6.
Phocion- Gruppe.
nothus. C. nothus F. (= enantia Karsck) (78 i, 79 g). Beide Flügel oben mit schMarzbrauner Grundfarbe,
die Vflgl mit scharf hervortretenden Meißen Punkten, die Hflgl ohne Zeichnungen. Vflgl imten fast wie oben;
die Hflgl unten weiß mit dunkler Saumbinde und kleinen schwarzen, zum Teil silbergekernten Punkten
oder Flecken. Die Anordnung derselben geht aus den Abbildungen hervor. West-Afrika.
ialemia. C. ialemia Bruce weicht nur durch das in der Uebersicht angegebene Kennzeichen von nothus ab.
Kamerun.
hrimnca. C. brunnea B.-Bak. ist offenbar mit den beiden vorhergehenden nahe verwandt, mir aber nur durch
die Beschreibung bekannt. ,, Beide Flügel eintönig dunkel umbrabraun ohne Zeichnungen. Unterseite: Hflgl
weiß, am Saume olivbraun getönt; Vrd bis zur Rippe 8 braini; ein sehr großer brauner Fleck bedeckt den
ganzen Saum, ist nach innen gebogen, wodurch der weiße Teil nach außen halbmondförmig ausgerandet wird;
die braune Saumbinde ist an der Rippe 4 eingeschnitten und endet an der Rippe 2; im weißen Felde findet
sich ein dunkler Fleck an der Rippe 8 mit zwei schief gestellten Punkten vor demselben und zwei kleine Flecke
unter der Rippe 2. Flügelspannung: 34 mm." Nandi.
phocion. C. phocion F. (79 g). Hinsichtlich der Geschlechter und der Variabilität dieser und der folgenden
Art herrscht eine große Verwirrung, welche nur durch Zucht und Beobachtungen in der Natur gelöst werden
kann. Xach Holland (1920) ^väre argyrosticta Plötz das $ von phocion. Rebel betrachtet dagegen und wohl
mit Recht (siehe unten) argyrosticta als eine selbständige Art. Eine andere Schwierigkeit ist, daß einige $$,
welche als ^-Formen von flava und deren Rassen beschrieben wurden, kaum von typischen phocion unter-
schieden werden können. Ob der in der Uebersicht hier angeführte Unterschied zwischen phocion und flava
stichhaltig ist, wage ich nicht zu entscheiden. Joicey luid Talbot, welche ein sehr großes Material vor sich
hatten, teilen (1921) mit, daß sie nicht imstande waren zu entscheiden, welche ?$ zu phocion und welche zu
flava gehörten. — (J und $: Vflgl oben schwarzbraun einfarbig ohne weiße Punkte {^) oder mit einigen kleinen
weißen Punkten in 4 — 8, selten auch mit je einem solchen Punkte in 2, 3 und der ^Mittelzelle (o, $); unten
sind die Punkte gewöhnlich vollständiger vorhanden und der Punkt im Vorderwinkel der Mittelzelle fast immer
deutlich, am Vrde tind im Spitzenteil kommt bisweilen eine braungelbe Bestäubung vor. Hflgl oben heller
oder dunkler gelb, an der Wurzel und am Vrde bis zur Rippe 5 oder 6 schwarzbraun, am Irde selten länger
als bis zur Mitte verdiuikelt; Punkte oder Flecke fehlen ganz; die Unterseite ist ganz hellgelb mit kleinen, silber-
weißen, mehr oder weniger durch bravme Schuppen begrenzten Punkten, die selten ganz fehlen (ob besondere
Form ?) und bisweilen (beim $) mit feiner dmikler Linie am Vrde und kleinem dunklem Fleck am Vorderwinkel;
Fransen gelb, an der Flügelspitze bisweilen braun. Sierra-Leone bis zum Congo-Gebiete.
C. flava. Die ^,^ dieser Art sind sofort an der lebhaft gelben ungefleckten Wurzelhälfte der Vflgl-
Obcrseite kenntlich. Die Ausdehnimg dieser gelben Farbe und in Zusammenhang damit die Breite der schwarzen
Saumbinde wechselt dagegen beträchtlich. Die Hflgl sind bei allen Rassen oben gelb ohne Flecke oder nur
mit kleinen dmiklen Saumpunkten an den Rii^penenden und mit schmalem dunklem Spitzenfleck, welcher
externa, «i^^h selten etwas längs dem Vrde ausdehnt. — extensa form. nov. (J. Die gelbe Farbe der Vflgl-Oberseite erreicht
zwischen der Wurzel und der schwarzbraunen Saumbinde völlig den Vrd und bedeckt auch die Wurzelhälfte
der Felder 4 — 6 ; die Saumbinde wird dadurch in diesen Feldern nur etwa 3 mm breit und ist nur in den Feldern
7 — -9 wurzelwärts etwas ausgezogen. An der Wurzel findet sich nur ein kurzer schwarzer Strich, Avelcher der
flava. Rippe 12 folgt. Die hellste Form des ^. Kamerun. — flava Hew. (= charita Plötz) (79 g). cJ. Die gelbe Farbe
der Vflgl-Oberseite erreicht den Vrd, nicht aber die Wurzel der Felder 4 — -6, welche dagegen von der Saumbinde
bedeckt sind und höchstens einen kleinen gelben Fleck im Felde 5 haben. Die dunkle Saumbinde ist zwischen
icollasloni. dem Hrde und der Rippe 4 fast gleich breit. Kamerun bis Congo. — wollastoni Heron cJ. Steht flava sehr nahe
und weicht inu- dadurch ab, daß die dunkle Saimibinde der "^'flgl-Oberscitc auf der Imienseite fast geradlinig vom
Hinterwinkel bis zur Mitte des Vrdcs begi-enzt ist und nur einen .sehr kleinen gelben Fleck in der Wurzel des
Feldes 3 frei läßt. Auf der Unterseite ist die Saumbinde fast ähnlich ausgebildet aber heller, mehr braun.
semlikensis. Ruwenzori und im f'ongo-Gebiet. — semlikensis Joic. u. Talb. (= flava Rebel 1914). Das ^ weicht von den
vorhergeheliden dadurch ab, daß die Vflgl oben von der Wurzel bis zur Saumbinde eine schwarze die Mittelzelle
erreichende Vrdbinde haben. Die Saumbinde ist noch breiter als bei wollastoni inid scheint auch die Wurzel
des Feldes 3 zu bedecken; auch die AVurzcl ist breiter schwarz überzogen. In der Gegend nördlich vom Tanganjika-
jascMla. See und im Scndiki-Tal. — Als ?$ zu diesen «J-Forznen gehören wahrscheinlich die folgenden: fasciata Auriv.
Vflgl oben schwarzbraun, in der Mitte mit einer unregelmäßigen gelben Querbinde, w eiche aus 4 Flecken besteht
(einem unscharfen Querfleck in 1 b, einem gi-ößeren in 2, einem Fleck quer über die Spitze der Mittelzelle und
einem Punkt in 10); außerdem finden sich ein winziger gelber Fleck in 3 und kleine, weiße Punkte in (3 \n\A 7,
der letztere nahe an der Flügelspitze. Unten sind die Vflgl am Vrde sehr breit hellgelb aufgehellt ; die gelbe
Mittelquerbinde fast wie oben tind vorne mit der Vrdbinde vereinigt; dicht vor dem Saume läuft zwischen
C!ERATRICHIA. Von Dr. C. Aurivillius. 527
dein Vrde und der Rippe 3 eine braungelbe Binde ; die weißen Punkte sind schwarz geringt deutlicher als oben
und koiumen in den Feldern 4 — ^9 oder 10 vor. Hflgl oben orangegelb, am Vrde breit schwarz und mit dunklem
Streifen am Irde von der Wurzel bis über die Jlitte hinaus. Die Unterseite fast wie bei den c^(J gezeichnet.
Kamerun. Als $ von flava beschreibt und bildet Rebel ein $ ab, welches der fasciata sehr nahe kommt
und nur dadurch abzuweichen scheint, daß die gelbe Querbinde der Vflgl etwas schmäler ist und die
dunkle Vrd- und Saumbinde der Hflgl-Oberseite noch breiter. Zentral- Afrika. Das $ von semlikensis, welches
JoiCEY luid Talbot abbilden ist noch dunkler, indem die gelbe Querbinde der Vflgl völlig fehlt und diese demnach
oben einfarbig schwarz sind mit 1^3 weißen Punkten vor der Spitze. Semliki-Tal. Eine vierte $-Form betrachtet
Heeon als $ von wollastoni; dieselbe kommt der C. phocion sehr nahe; die Vflgl sind oben einfarbig schwarz-
braun ohne gelbe Mittelquerbinde, aber statt derselben mit einem kleinen gelblichen freien Fleck in 2 und einem
ähnlichen Fleck im Hinterecke der Mittelzelle; außerdem sind die gewöhnlichen kleinen weißen Punkte vor
der Spitze da, unten sind die Vflgl ganz wie oben gefärbt und gezeichnet. Hflgl fast wie bei phocion unten, aber
am Vrde breit dunkelgrau gefärbt. Ruwenzori. Als möglicherweise hier gehörig sind noch zwei von Strand
beschriebenen Formen zu erwähnen: iessmanniana Strand. ,,Ist C. wollastoni Heron $ sehr ähnlich und zwar Ussmannia-
weicht die Oberseite von derjenigen von wollastoni, nach der Abbildung zu urteilen, nur dadurch ab, daß die '"*•
vier subapicalen Punkte der Vflgl rein weiß sind, und die beiden hinteren der drei diskalen Flecke sind unter sich
nur undeutlich oder gar nicht entfernt". ,,An der Unterseite der Hflgl fehlt die bei wollastoni vorhandene dunkle
Bestäubung des Gostalfeldes und kleine schwarze Saumflecke sind vorhanden. Die Unterseite der Vflgl zeichnet
sich aus durch gelbgefärbtes, in der Endhälfte allerdings schwarz gestricheltes Costalfeld; im Saumfelde er-
streckt sich die gelbe Färbung als eine schmale Binde nach hinten bis zur Rippe 3, wobei jedoch der Saum sowie
der Vrd des Flügels schwarz bleiben. Den Diskalflecken der Oberseite entsprechend zeigt die Unterseite eine
gelbe, dui'ch die diuikleren Rippen unterbrochene, hinten wiiiklig gekrümmte Querbinde. Die Subapicalpunkte,
die in dem gelben Feld gelegen sind, liegen in schwarzen mehr oder weniger in der Länge gezogenen Flecken
inid treten daher ziemlich deutlich hervor. Der Hrd der Vflgl ist hellgraulich gefärbt. Flügel spanniuig : 25, .5 mm."
Süd-Kamerun. Die Beschreibung der Vflgl-Unterseite stimmt sehr mit derjenigen von fasciata überein und
tessmanniana scheint eine Zwischenform zwischen fasciata und ,, wollastoni-^" zu sein.
C. indeterniinabilis Strand. Aus der Beschreibung mag folgendes angefülirt werden: ,, Vflgl matt indetermi-
schwarz mit kleinen weißen Punktflecken vnid zwar 4, die eine leicht saumwärts konvex gebogene Schrägreihe nabüis,
von der Mitte des Hrds bis zum Felde 6, daselbst von der Flügelspitze um 4 mm entfernt, bildet; der hinterste
dieser Flecke ist der größte, dreieckig, etwas gelblich xmd liegt der Vorderseite der Rippe 1 b an, dann kommt
ein Fleck im Felde 2, der als eine Querbinde zwischen den Rippen 2 und 3 erscheint, während der Fleck zwischen
3 und 4 fast kreisförmig ist, was auch mit dem Fleck im Felde 6 der Fall ist ; vor letzterem, ein wenig weiter
wurzelwärts gerückt, sind zwei kleine, weiße, nahe beieinander gelegene, eine auf dem Vrd senkrecht gerichtete
Querreihe bildende Flecke vorhanden. Ferner ist ein weißer Punktfleck in der Zelle, dem Vrde stark genähert,
aber von der Diskozellulare entfernt, vorhanden. Die Fransen sind .schwarz, schimmern aber etwas graulich;
die Flügelfläche zeigt im Costalfelde vereinzelte grüngelbe Schuppen iind im Dorsalfelde unweit der Basis ein
ebenso gefärbter Längsfleck. Die Hflgl sind lebhaft hellgelb, das Costalfeld bis zur Rippe 5 jedoch schwarz,
der Vrd schmal gelblich; die gelbe Partie schließt im Wurzelfelde zwei schwärzliche Längswische ein, die wohl
bisweilen zusammengeflossen sind. Vflgl unten schwarz, die Flügelspitze iind eine schmale Längsbinde an der
Basis des Co.stalfeldes sind gelb, das Apicalfeld ist jedoch sehr spärlich gelb beschuppt. Hflgl unten gelb, aber
blasser gelb als an der Oberseite, in der Mitte mit einem subtriangulären und in der Mitte zwischen diesem und
dem Hrde mit einem subquadratischen schwarzen Fleck. Ferner ist ein schwarzer Sublimbalfleck im Felde 1 b
vorhanden und kleinere nach vorn an Größe abnehmende ebensolche können in den Feldern 2 — -4 vorhanden
sein. Sonst sind zwei kleine, undeutliche schwarze antemediane Querstriche in der Zelle, einige submediane
solche, sowie eine postmediane Querreilie ebensolcher zwischen den größeren Flecken. Körper oben schwarz
spärlich mit grüngelben Schuppen bestreut, unten gelb. Beine gelb mit dunkleren Tarsen. Flügelspannung:
26,5 mm." Süd-Kamerun. Aeußerlich muß diese Art der C. phocion recht ähnlich sein; da aber die Stelhing
des Diskalpunktes 7 der Vflgl nicht ganz klar ist, kann ich nicht sicher entscheiden, ob die Art zu der Phocion-
Gruppe oder zu der folgenden gehört.
Argyrosticta- Gruppe.
C. argyrosticta Plötz (79 f ). Vflgl oben schwarz im Wurzelteil mit drei gelben, nicht durchsichtigen argyroMcla.
Längsstreifen, einem breiten am Vrde, einem schmalen in der Mittelzelle und einem breiten, bisweilen flecken-
artigen im Felde 1 b, welche bisweilen die Winzel nicht völlig erreicht, vmd in der Mitte mit 7 hellgelben, fast in
einem Kreise angeordneten Glasflecken, von denen zwei längliche in der Mittelzelle, ein größerer in 2 und je einer
in 3, 4, 6 und 7 ; auf der Unterseite sind diese Flecke noch deutlicher, schwarz umzogen, und in den Feldern 4, 6, 7
nach außen mit silberglänzendem Kern, dazu kommen Punkte mit silbernem Kern in den Feldern 5, 8, 9 und 10.
Die Hflgl sind auf beiden Seiten fast ganz wie bei C. aurea-^ (79 f ) gefärbt und gezeichnet. Das $ ist mir unbe-
kannt. Kamerun bis Mawambi im Inneren des Congo-Gebietes.
528 XAXTHODISCA; PARDALEODES. Von Dr. C. AuRiviLLlus.
aitrea. C. aurea Harn. Druce (79 f. g) kommt der vorigen Art sehr nahe und weicht hauptsächlich nur durch
die dunkle Unterseite und die etwas kleineren Flecken der Vflgl ab. Beim $ sind die Flecke der Vflgl ^veiß
statt gelb. Congo-Gebiet : Kassai.
hollandi. C. hollandi B.-Bak. ist mir unbekannt, gehört aber offenbar zu dieser Gruppe. Die Beschreibung
lautet: ,,(^ ^ flgl schwärzlich mit einem kleinen Fleck am Ende der Mittelzelle; zwei kleinere hintereinander
nahe an der Spitze hinter den Rippen 8 und 7, ein Punkt hinter der Rippe 6 näher am Saume, ein anderer näher
der Wurzel hinter 5 und noch einer mehr proximal hinter 4; Hflgl mit der Wurzel und dem Vrd bis zur Rippe 6
imd zum Saume schwärzlich; die übrige Fläche zitrongelb, am Saume schwach orangegelb. Unterseite".
Vflgl schwärzlich, gelblich längs dem Vrde mid im Spitzenteil; alle Flecke der Oberseite vorhanden imd schwarz
geringt; Hflgl zitrongelb mit dem Vrde schmal braun und einem braunen Fleck an der Spitze; ein brauner
Punkt an der Sj^itzc der ]\Iittelzelle mit einem braunen Fleck auf jeder Seite (vorn und hinten); zwei Punkte
auf der Wurzelseite des Apicalfleckes; ein Fleck in der Mitte der Falte luid ein Punkt im Felde 2 nahe am Saume;
fast alle Flecke mit gcil)em Kern. Flügelspannung: 38 mm." Toro: Fort Portal.
17. Gattung: Xautliodisca gen.
nov.
Die Formen dieser Gattung sind bisher zur Gattung Pardaleodes geführt worden. Um aber die Be-
grenzung dieser Gattmig zu ermöglichen, wurde ich genötigt, für sie eine neue Gattung zu errichten. Alle Formen
sind sehr nahe verwandt und weichen auch diu-ch Flügelform, Farbe und Zeichnung von Pardaleodes ab. Im
Rippenbau zeichnen sie sieh dadurch aus. daß die Rippe 2 der Vflgl weit vor der Mitte der Zelle ent.springt.
Hinterschieiien mit 4 Sporen. Fühler lang, die Mitte der Vflgl weit überragend, ihre Kolbe langgestreckt mit
mäßig langer Spitze. Endglied der Palpen kurz, kegelförmig, wenig hervorragend. Rippe 2 der Vflgl nahe an
der Flügelw^n'zel abgehend, 4 fast in der Mitte zwischen 3 und 5, 11 von 12 gut getrennt. Rippe 5 der Hflgl
deutlich. Vflgl kurz, di-eieckig mit fast geradem Saume. Hflgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen.
Vflgl schwarz mit großem orangegelbem oder rötlichem Mittelfelde.
viMus. X. vibius Hew. (79 f). Das große gelbe Mittelfeld der Vflgl erreicht weder den Vrd noch den Hrd
und wird nacli hinten von der Rippe 1 begrenzt ; es besteht aus eineiu langen dreieckigen Fleck, welcher fast
die ganze Mittelzelle ausfüllt, einem ähnlichen, aber kleineren Fleck in 3, welcher die ganze Wurzelhälfte des
Feldes 3 bedeckt, einem langen rechtwinkligen Fleck in 2. welcher sich ebensoweit wie der Fleck in 3 saimiwärts
ausdehnt, die Wurzel des Feldes 2 aber nicht völlig erreicht, und aus einem fast ebenso großen Fleck in 1 b.
Die Wurzel des Feldes 2 ist beim ^ von einem schwarzgrauen Mehlfleck erfüllt und hinter der Wurzel der Rippe 1
liegt ein ähnlicher schwarzer Mehlstrich. Gabun bis Ruwenzori und der Rut.schuru-Ebene. $ mir imbekannt.
reget. — rega Mab. wird in folgender Weise beschrieben: ,, Vflgl schwarz in der Mitte rotgelb; die schwarze Farbe
bildet an allen Rändern eine regelmäßige Randbinde, welche imter der Spitze einen viereckigen schwarzen
Fleck aussendet, welcher drei apicale gelbe Flecke abtrennt ; ein kleiner langgestreckter schwarzer Fleck an der
Wurzel. Hflgl schwarz mit einer graugelben Aufhellung zwischen den Rippen. Unterseite ähnlich aber heller.
Die Hflgl zwischen den Rippen mit einer gebogenen gelblichen Querbinde, welche deutlicher als auf der Ober-
seite ist. Leib oben schwärzlich. Hlb und Palpen gelblich. Sierra-Leone." Diese Form scheint nur durch die
kleinen gelben Flecken vor der Spitze der Vflgl mid die Fleckenreihe der Hflgl von vibius abzuweichen. —
sierrae. sierrae Holt. (79 f) ist eine unbedeutende Form von rega, welche nur dadurch abweicht, daß der große gelbe
Mittelfleck der Vflgl den Hrd erreicht. Die Hflgl mit oder ohne Flecke. Sierra-Leone.
18. Gattung: Pardaleoiles Btlr.
Fühler lang, die Sjiitze der Mittelzelle der Vflgl überragend, ihre umgebogene Spitze mäßig lang. Drittes
Palpenglied kurz, die Borsten des zweiten Gliedes wenig überragend. Saum der Vflgl deutlich gebogen. Rippe 2
der Vflgl an oder hinter der Zellenmitte ausgehend, Rippe 11 gegen die Rippe 12 gebogen und dieselbe eine
Strecke anliegend. Rippe 3 der Hflgl aus der Hinterecke der Mittelzelle, Rippe 5 deutlich, in der Mitte zwischen
4 inid 6. Hinterschienen mit 4 Sporen.
Flügel oben schwarz mit gelben Feldern oder Flecken. Die Hflgl bisweilen oben ohne Zeichnung. Die
Arten können auf zwei Gruppen verteilt werden, von denen die erste sich durch die Zeichnung der Gattinig
Xanthodiscn sehr eng ansehließt, aber genau denselljcn Rippenbau wie Pardaleodes besitzt.
U c b e r s i c h t der A r t e n
A Hflgl oben einfarbig schwarz ohne deutliche Zeichnungen.
1. Vflgl oben mit einer breiten gelbroten oder orangegelben Querbinde, welche den Vrd erreicht oder fast
erreicht. P. jan.
Ämgrgeho, 27. IL 1925. PARDALEODES. Von Dr. C. At-eivillitjs. 529
2. Vflgl oben nur mit kleinen gelben Flecken. P. idis.
B. Hflgl oben mit einem gelben Fleck in der Mittelzelle und einem großen gelben Felde außerhalb der Mittel-
zelle, beide bisweilen miteinander vereinigt, so daß die Hflgl oben zum größten Teil gelb werden.
a. Hflgl oben in der Mittelzelle mit einem kleinen gelben Fleck, welcher völlig oder fast völlig vom großen
gelben Diskalfelde getrennt ist.
*. Diskalflecke der Vflgl alle oder fast alle durchsichtig, hellgelb.
1 . Der gelbe Diskalfleck in 1 b der Vflgl ist länglich und fast genau so lang wie der Glasfleck in 2 ;
Diskalflecke 4 und 5 viereckig und einander berührend, gewöhnlich nicht durchsichtig; Diskal-
flecke 6 — 8 länglich. P. edtpus.
2. Der gelbe Diskalfleck in 1 b der Vflgl querliegend, viel kürzer als der Glasfleck in 2: Diskalflecke
4 und 5 punktförmig, getrennt, durchsichtig; Di.skal flecke 6 — 8 klein, punktförmig. P. sator.
Vgl. auch reic/tenoivi-^
**. Alle Flecke der Vflgl-Oberseite gelb oder orangegelb, nicht durchsichtig.
1. Vflgl oben mit großen, zum größten Teil vereinigten, gelben Flecken. Das Diskalfeld der Hflgl-
Oberseite i.st groß, abgerundet und erreicht in den Feldern 3 — 5 fast den Saum. P. incerta.
2. Vflgl oben mit kleineren, orangegelben Flecken. Der Diskalfleck der Hflgl-Oberseite bildet zwischen
den Rippen 2 und 6 eine etwa 2 mm breite, fast gleichbreite Querbinde, welche überall vom Saume
breit getrennt ist. P. herilus.
ß. Hflgl oben zum größten Teil gelb, nur am Vrde, an der Wurzel und am Irde schwarz gefärbt, selten bis
zur Spitze der Mittelzelle schwarz, in diesem Falle aber ohne gelben Fleck in der Mittelzelle.
*. Der gelbe Fleck oder Doppelfleck in der Spitze der Vflglzelle ist nicht durch feine gelbe Längstriche
mit der Flügelwurzel verbunden. Die Diskalflecke 6 — 8 der Vflgl sind wie gewöhnlich klein, punkt-
förmig oder etwas länglich, bilden aber nie zusammen ein gleichseitiges Dreieck.
§. Diskalflecke der Vflgl durchsichtig, gelb oder selten weißlich.
1. Wenigstens die Diskalflecke Ib — 3 der Vflgl-Oberseite miteinander vereinigt, nur durch
die Rippen getrennt. P. reichenoivi.
2. Alle Diskalflecke der Vflgl klein und voneinander getrennt. Das helle Feld der Hflgl-Oberseite
erreicht völlig den Saum. P. bule.
§§. Alle Flecke der Vflgl gelb oder braungelb, nicht durchsichtig.
1. Die Diskalflecke 1 b — 3 der Vflgl-Oberseite voneinander getrennt. P. xanthopeplus.
2. Die Diskalflecke 1 a — 3 der Vflgl-Oberseite miteinander zu einer schief gestellten Binde ver-
einigt (^) oder wenigstens die Flecke 2 und 3 aneinander stoßend. P. ariel.
**. Der gelbe Fleck in der Spitze der Vflglzelle ist durch zwei gelbe Längsstriche mit der Flügelwurzel
vereinigt. Die DLskalf lecke 6 — 8 der Vflgl bilden zusammen ein fast gleichseitiges Dreieck, indem der
Fleck in 6 lang ist, der in 7 kürzer und der in 8 punktförmig ist. P. astrape.
P. fan HoU. stimmt im Rippenbau völlig mit Pardaleodes, in der Färbung und Zeichnung aber mit /««.
den Formen der vorigen Gattung überein. Flügel oben tief schwarz; Vflgl in der Mitte mit einer etwa 6 mm
breiten rotgelben Querbinde vom Vrde bis zur Rippe 1 ; dieselbe besteht aus länglichen nur durch die ebenfalls
gelben Rippen getrennten Flecken in 1 b, 2, 3, 9 — 12 und in der Mittelzelle, der Fleck in 12 erreicht nicht ganz
den Vrd, sondern liefert eine feine Linie der Grundfarbe frei. Hflgl oben einfarbig ohne Zeichninigen, unten
mit undeutlichen eckigen schwarzen Flecken auf etwas hellerem Grunde. Bei der typischen Form ist der schwarze
Spitzenteil der Vflgl oben unbezeichnet. hat aber unten drei winzige weiße Punkte, einen in 4 und je einen in 7
und 8. Süd-Kamerun. — ■ kamagamba B.-Bah. scheint nur dadurch abzuweichen, daß die Vflgl oben gelbe kamagamha.
Diskalpunkte in 4, 5, 7 und 8 haben. Kamagambo. — scalaris Grilnb. ,,Die beiden hellen Subapicalflecke unter Scolaris.
der Costa (YrA) des Vflgls und der kleine Submarginalfleck im Felde 4, welche bei P. fan auf die Unterseite be-
schränkt sind, sind hier auch auf der Oberseite vorhanden; der Submarginalfleck ist orangegelb wie die Mittel-
binde, die beiden vorderen Fleckchen sind weißlichgelb. Auf der LTrterseite sind sie sämtlich weißlichgelb.
Die breite gelbe Mittelbinde, bei fan wesentlich senkrecht, ist hier schräg nach außen gerichtet; die innere Be-
grenzungslinie verläuft nahezu geradlinig vom Vrd etwas vor dem Ende des ersten Drittels bis zur Hrdsmitte;
der Außenrand ist auf der Ader 4 nach auswärts verschoben und verläuft von hier bis zur Ader 1 senkrecht mit
leichter Wölbung nach außen." Flügelspannung: 29,.5 mm. Sesse-Inseln ; Ruwenzori; Rutschuru-Ebene.
P. edipus Cr. (79 c) ist nach der Artenübersicht und der Abbildungen leicht zu bestimmen. Sierra- edipus.
Leone bis Kamerun.
XIII 67
530
PARDALEODES. Von Dr. C. Aubivillitts.
salor. P. sator Dil. M. Hew. (= pusiella Mab.) (79 d) ist der vorigen Art sehr ähnlich mid wurde früher
als das $ von edipus betrachtet. Es liegen mir jedoch von beiden Arten <5'cj* und $$ vor. Durch die in der Ueber-
sicht der Arten angegebenen Kennzeichen ist sator sofort von edipvs zu unterscheiden. Ashanti bis Congo.
inceria. P. incerta Snell. (= diluta Robbe, murcia Plötz) (79 e) ist besonders durch die stark vergrößerten und
dadurch miteinander vereinigten nicht hyalinen gelben Flecken der Vflgl-Oberseite au.sgezeichnet ; dadurch
werden zwei schwarze Längstriche im Wurzelteil der Felder 4 und 5 gewöhnlich vollständig von der schwarzen
Saumbinde und oft auch vom Vrde abgetrennt. Congo-Gebiet bis Ruwenzori und der Rutschuru-Ebene.
herilus. P. herllus Hopjf. (79e). Die Flecke der Oberseite sind tiefer gelb und kleiner als bei den vorhergehenden
und die I'leckc der Mittclzelle von den übrigen getrennt. Portugiesisch und Deutsch O.st -Afrika.
rcichcnowi. P. reichenowi Plölz (= festus i/a6.) (79 e) ist im männlichen Geschlecht an dem großen, ungeteilten,
den Saum wenigstens in 1 c erreichenden, gelben Felde der Hflgl-Oberseite kenntlich, steht aber sonst der P.
sator (79d) sehr nahe. Das 2 dagegen kommt dem $ von sator so nahe, daß es nur durch die bedeutendere Größe
iorensis. abzuweichen scheint. — torensis B.-Bak. ,, Beide Flügel dunkelbraun mit bedeutenden orangegelben Feldern;
Vflgl an der Wurzel braun, in der Älitte bis zur Rippe 1 orangegelb, worin die braune Farbe am Ende der Mittel-
zclle und am Vrde hineindringt; die Mittelzelle am Ende mit zwei, fast eirunden, gelblichen, durchsichtigen
Flecken; die Wurzelhälfte der Felder 2 und 3 gelblich und durchsichtig so, daß der letztere Fleck sich länger
als der vorige saumwärts erstreckt, über dem Fleck in 3 ein kleiner orangegelber Fleck; ein größerer orange-
gelber Fleck steht näher am Vrd und näher an der Mittelzelle. Hflgl zwischen den Rippen 2 und 6 hell orange-
gelb, welche Farbe auch etwas in das Feld 1 c eindringt ; Saum schmal braun. Flügelspannung 39 mm." , .Diese
aurivilin. Form ist möglicherweise die östliche Rasse von P. reichenowi. '' Ost -Afrika : Toro. — aurivillii Beuss. , .Vflgl
dunkelbraun an der Wurzel grünlichgelb bestäubt. Die Flügelmitte durchzieht eine breite orange Binde,
welche in den mittleren Feldern zwischen den Adern halbdurchsichtig erscheint, während sie am Vrde und im
Felde 1 b normal pigmentiert ist; nahe der Wurzel findet sich in 1 b ein kleiner normal pigmentierter orange-
gelber Fleck und im Apikalfeld noch drei kleine halbdurchsichtige Flecke: Fransen braun. Hflgl braun wie die
Vflgl, längs des Irdes gelb behaart; zwischen dem in schmaler braunen Linie abschließenden Saume und der
Mittelzelle befindet sich zwischen den Adern 1 b und 6 ein großer orangegelber Fleck, der vor dem Anal-
winkel halbmondförmig eingebuchtet ist, und innerhalb der Diskalzelle schließt sich noch ein kleiner Fleck
gleicher Fnrbe an; die Fransen .sind orangegelb. Unterseite: Die Vflgl zeigen eine hellere Wiedergabe der Ober-
seitenzeichnung und Färbung, jedoch sind der Vrd und das Apicalfeld sowie der Außensaum bis herab zu der
Ader 2 gelb überstäubt, eine Kette kleiner brauner Saummonde folgt dem Saume bis zur Ader 2 und die Apical-
f lecke glänzen weißlich; die Fransen sind statt bräunlich gelb gefärbt. Hflgl braun aber so stark gelb über-
stäubt, daß das Braun mehr als Zeichnung erscheint. Zwischen dem in ganzer Länge rein gelben Ird und der
Diskalzelle bleibt ein brauner Wisch übrig, in welchem zwei Paar längliche Silberflecken auffallen, ebenso steht
eine braune Wolke im Außenwinkel mit einem kleinen, silbernen Flecken an der inneren Grenze unterhalb
der Ader 6. Eine Kette brauner Saummonde folgt dem Außensaume bis Ader 2, zwischen dieser und der Ader 1 b
steht ein größerer halbmondförmiger Fleck etwas weiter vom Saume abgerückt, worauf die schon erwähnten
.silbernen Flecke im braunen Felde nach der Wurzel hin folgen. Zwischen den Saummonden und der Mittel-
zelle, aber etwas näher dem Saume, geht bis zur Ader 2 eine Kette kleiner, brauner Flecke und zwei braune
Ringflecke im gelben Grunde unterhalb des braun und fein gelb gesäumten Vrdes zeigen die Endpunkte von
zwei weiteren braunen Querbinden, wovon die erste in der Flügelmitte als braune Linie die beiden schon ge-
nannton braunen Wische vom Irde oder vom Vrde aus gesehen zu einer Z-förmigen Zeichninig verbindet, M'ährend
die zweite die Mittelzelle teilt und als braune Linie distalwärts an der oberen Ader (0 D C) abbiegend diese bis
zur Ader 4 säumt. Das so umgrenzte gelbe Feld der Mittelzelle ist schwach silberglänzend. Flügelfransen gelb.
Leib braun, gelb behaart. Fühler oben braun, unten heller, gelblich. N. Kamerun." Die Lliiterschiede zwischen
dieser Form und P. reichenoiri sind nicht hervorgehoben und es ist mir aas der Beschreibung nicht klar, wie
die beiden Formen auseinandergehalten werden können. Die Unterseite der Hflgl scheint jedoch etwas bunter
und schärfer gezeichnet zu sein.
bule. P. bule Holl. (= makala B.-Bak.) (79 d, e). Die Abbildungen und der Beschreibung in der L'^ebersicht
sind hinreichend um beide Geschlechter dieser Art zu erkennen. Kamerun bis zum inneren Congo-Gebiet und
der Rutschuru-Ebene.
xanthope-
plus.
P. xanthopeplus Holl. (79 e) auch im Betreff dieser Art genügt es, auf die Abbildungen und die Art-
übersicht zu verweisen. Französisch Congo, im Ogowe-Tal.
ariel. P. aricl Mab. habe ich nicht untersuchen, können und weiß darum nicht, ob sie im Rippenbau mit
Pardaleodes übereinstimmt. In der Zeichnung der Vflgl-Oberseite stimmt sie fast völlig mit P. herilus (79 e)
iiberein weicht aber durch die viel größere Ausdehnung der gelben Farbe der Hflgl-Oberseite ab; dieselbe bildet
nicht wie bei herilus eine schmale Querbinde, sondern ist mehr (^) oder weniger abgerinidet. Die Unterseite
der Hflgl ist heller gelb mit wenigen schwarzen scharf begrenzten Punkten. Beim $ ist das gelbe Diskalfeld
der Hflgl-Oberseite in 1 c durch einen .schwarzen Längsstrahl unterbrochen. Madagaskar.
II
PADRAONA; PARNARA. Von Dr. C. Aurivillius. 531
P. idis Oberth. Flügel oben schwarzbraun; Hflgl ohne Zeichnungen; Vflgl mit zwei gelben Flecken in idis.
der Spitze der Mittelzelle und mit mäßig großen gelben Diskalflecken in 1 b, 2, 3, 6, 7 und 8; die Diskal-
flecke 2 und 3 sind von dem Fleck der Mittelzelle breit getrennt, berühren sich aber, indem der Fleck 2
fast in der Mitte des Feldes 2 steht und der Fleck 3 die Wurzel seines Feldes nicht bedeckt ; im Felde 1 b eine
schwache Andeutung eines vorderen gelben Fleckes. Vflgl unten wie oben gefleckt, aber am Vrde bis zur Mittel-
zelle, an der Spitze bis zur Rippe P und am Saume bis zur Rippe 2 gelbbraun überzogen. Hflgl unten graugelb
mit Andeutung eines etwas helleren Längsstreifen durch die Mittelzelle und das Feld 5 bis zum Saume und mit
einigen winzigen schwärzlichen Punkten oder Strichelchen, je einem in der Mittelzelle, an der Wurzel des Feldes 7
und hinter der Mitte in 2 — 7. Die vorliegende Art stimmt in der Zeichnung so nahe mit gewissen Arten der
Gattung Ampittia (z. B. mirza, cariate und bernieri), daß sie leicht mit denselben verwechselt werden kann.
Da aber die Rippe 5 der Vflgl an ihrer Wurzel gegen die Rippe 4 deutlich gebogen und die Fühlerkolbe lang,
dünn und lang zugespitzt ist, stelle ich sie zu Pardaleodes in die Nähe von P. ariel. Madagaskar.
P. astrape Holl. (— parcus Karsch) (79 e) weicht, wie die Abbildung zeigt, von den übrigen Ai-ten durch aslrapc.
die gelben Längsstrahlen am Vrde und Hrde der Mittelzelle und der ungewöhnlichen Form des Subapicalfleckes
der Vflgl ab. Togo und Gabun.
19. Gattung: Padraoua Mr.
Die einzige, sichere, äthiopische Art dieser Gattung steht der Gattung Pardaleodes recht nahe, weicht
aber dadurch ab, daß die Rippe 11 der Vflgl von der Rippe 12 völlig getrennt verläuft und die Rippe 3 fast
aus dem Hinterwinkel der Mittelzelle und weit von der Rippe 2 entspringt ; diese kommt aus der Mitte der Zelle.
Spitze der Fühlerkolbe sehr scharf aber wenig länger als die Dicke der Kolbe.
P. zeno Trim. (= coanza Plötz, splendens Mab., watsoni Btlr.) (79 d). Die Flügel sind oben schwarz- ^cno.
braun mit lebhaft gelben Zeichnungen, deren Anordnung aus der Abbildung hei vorgeht. Besonders hervorzu-
heben ist, daß die ganze Mittelzelle der Vflgl gelb ausgefüllt ist, daß die Diskalflecke 1 a— 3 eine schief gestellte
von der Mittelzelle getrennte Binde bilden, daß die Diskalflecke 4 und 5 aneinanderstoßend nahe am Saume
stehen und daß die Diskalflecke 6 — 8 langgestreckt sind. Das $ weicht dadurch ab, daß die Mittelzelle der Vflgl-
Obeiseite an der Wurzel mehr oder weniger schwarz ist. Süd-Afrika bis Angola und in ganz Ost-Afrika bis
zum Elgon-Berg. — zenides Strand ist offenbar auf ein 2 gegründet, bei dem der Diskalfleck 1 b der Vflgl in zenidcs..
zwei Flecke geteilt ist. Ganz ähnliche $$ liegen mir auch aus Ost-Afrika vor. Congo im Sassa-Gebiet.
P. ? colastus Plötz ist mir unbekannt, wird aber von Holland als eine fragliche Padraona-Art ange- colastus.
führt. Plötz führt die Art zu Apaustus und beschreibt sie wie folgt: ,, Seh warzbraun mit rotgelber Bezeichnung,
nur am Hinterwinkel der Hflgl sind die Fran.sen gelb. Körper und Flügel wurzel sind oben dicht ockergelb
behaart. Ein schmales in Zelle 1 eingeschnürtes rotgelbes Schrägband zieht in den Vflgln von Rippe 1 — -4,
in Zelle 4 und 5 erscheinen saumwärts nur schwache Staubflecke, Zelle 6 — 8 haben Spitzflecke. Der Vrd ist
ha'b und soweit auch die Mittelzelle rotgelb, in letzterer befindet sich noch ein brauner Strahl. Die Hflgl haben
eine rotgelbe in Zelle 1 c etwas vrerschmälerte Binde von Rippe 1 — 6. Der (^ hat auf den Vflgln eine graue Narbe,
welche dicht vor der gelben Binde mit derselben parallel läuft, in den Zellen 1 — 3 kleine Möndchen bildend.
Leib und Palpen sind unten gelb. Vflgllänge: 16 mm. Delagoa-Bay.
20. Gattung: Paruara Mr.
Fühler eher kurz als lang, die Spitze der Mittelzelle der Vflgl nicht oder kaum erreichend; ihre umge-
bogene Spitze nicht oder wenig länger als der Durchmesser der Kolbe. Drittes Palpenglied kurz und stumpf,
selten aus der Bekleidung des zweiten Gliedes hervorragend. Rippe 2 der Vflgl an oder hinter der Mitte der
Zelle ausgehend, Rippe 5 nahe an 4 und Rippe 11 nicht gegen die Rippe 12 aufgebogen. Rippe 5 der Hflgl deut-
lich, aber schwächer als die übrigen, 2, 3 und 4 nahe aneinander. Hinterschienen mit 4 Sporen.
Die zahlreichen Arten sind alle oben dunlvelbraun oder selten gelbbraun gefärbt mit oder ohne helle
Flecke und können oft nur durch die Anzahl und Stellung dieser Flecke unterschieden werden. Da diese Flecke
nicht immer konstant auftreten und bisweilen bei den Geschlechtern derselben Art verschieden entwickelt
sind, ist es schwer, die Arten durch stichhaltige Merkmale scharf zu trennen. Die folgende Uebersicht kann
darum nur als ein erster Versuch betrachtet werden.
Uebersicht der Arten.
I. Kopf oben einfarbig ohne helle Flecke oder Punkte.
A. Mittelzelle der Vflgl-Oberseite einfarbig ohne Flecke oder höchstens mit einein kleinen Glasfleck am
Vrde der Rippe 10 gegenüber.
532 PARNARA. Von Dr. C. Airivillius.
a. Vflgl oben wenigstens mit 2 — 3 iiellen Glasflecken (in 2 — 4).
*. Beide Flügel oben von der Wurzel fast bis zum Saume dicht mit braungelben Schuppen über-
zogen. Mittelzelle der Vflgl ohne Flecke.
1. Diskalflecke der Vflgl-Oberseitc gelb oder orangegelb, nicht durchsichtig, nur in 2 und 3 vor-
handen oder auch in 6 — 8 angedeutet. Vflgl unten am Hrde und Hflgl oben am Vrde breit
schwärzlich. Hflgl gewöhnlich auf beiden Seiten mit 4 — 5 kleinen. un.scharf begrenzten gelben
Punkten. P- micans.
2. Diskalflecke der Vflgl weiß und durchsichtig, in ( 1 b) 2—4, 6 — 8 vorhanden und deutlich.
Hflgl" mit 2 — 5 gelben Punklficcken. P. auritincta.
**. Beide Flügel oben dunkelbraun bis scln\arzbraun ohne braungelbe Schuppen, im Wurzelteil
aber oft mit grünlichen oder braunen Haaren bekleidet.
-r. Vflgl oben ohne hellen Glasfleck in der Mittelzelle,
o. Vflgl oben mit Diskalfleck im Felde 1 b.
-. Hflgl oben in der Mitte zwischen den Rippen 1 b und 6 mit einer Querbinde weißer
Glasflecke. P. melphis.
— . Hflgl oben ohne Glasflecke.
1. Diskalfleck 1 b der Vflgl-Oberseite weiß und durchsichtig.
a. Unterseite beider Flügel eintönig braun oder sch-warzbraun ohne deutliche
gelbe Schuppen.
a'. Kleiner, 28 — 30 mm. Vflgl unten am Hrde etwas aufgehellt. Hflgl unten
dunkel schwarzbraun mit oder ohne Andeutung einer noch dunkleren
Submarginalbinde. P. alberti $.
b'. Größer, 35 — 37 mm. V'flgl initen am Hrde verdunkelt, schwärzlich.
Hflgl unten dunkelbraun mit 3 — 4 hellen (schwarz geringten) Diskal-
j)unkten in 2, 3 (5) und 6.
a". Hflgl unten in der Glitte am Zellende grau aufgehellt. P. fatvella.
h". Hflgl unten eintönig braun. P. caffraria $.
b. Flügel unten lebhaft rotbraim; Vflgl unten am Hrde breit schwarz
P. ferruginea.
2. Diskalfleck 1 b der Vflgl-Oberseite undurchsichtig und gelblich. Unterseite
der Vflgl längs dem Vrde und der Hflgl fast gänzlich mit großen länglichen
gelben Schuppen dicht bekleidet ; Hflgl außerdem mit weißen, schwarz ge-
ringten Diskalpunkten in 2, 3, (4, 5) und 6. P. horhonica.
oo. Vflgl oben ohne Diskalfleck im Felde 1 b, stets aber mit Glasflecke in 2 und 3.
-. Hflgl oben einfarbig ohne Punkte oder Flecke.
/\ . Vflgl oben mit drei deutlichen subapicalen Glaspunkten in den Feldern 6 — 8.
von denen der in 7 stets etwas mehr wurzehvärts als die übrigen steht.
t. Vflgl unten am Hrde ebenso dunkel oder dimkler als am Vrde.
1. Hflgl unten in der Mitte am Ende der Zelle grau aufgehellt; das
imscharf begrenzte graue Feld durch große graue Schuppen ge-
bildet; außerdem mit 3 — 4 hellen, dunkel geringten Diskalpunkten
in 2, 3 (4—5) und 6. P. fatuella,
2. Hflgl unten dunkel sch^^ arzbraun oder dunkelgrau ohne Aufhellung
in der Mitte.
a. Größere Arten, 34 — 35 mm. P. caffraria $.
P . maranga ?.
b. Kleinere Art, etwa 30 mm. P. ursula $.
tt- Vflgl unten am Hrde deutlich grau aufgehellt.
1. Hflgl unten mit dunkler Submarginalbinde. P. lugens $.
2. Hflgl unten eintönig dunkelbraun ohne Zeichnungen. P. alberti J.
P. entebbea.
?P. xylos.
/\/N . Vflgl oben ohne subapicale Glaspunkte oder nur mit 1 — 2 solchen Punkten
in 6 und 7 oder nur in 6.
PARNARA. Von Dr. C. Aurivillius.
533
1. Vflgl-Unterseite am Vrde, an der Spitze und am Saume und die Hflgl
unten fast gänzlich mit gelben oder rostbraunen Schuppen dicht be-
kleidet.
a. Schuppenbekleidung der Unterseite gelb. P. poutieri.
h. Schuppenbekleidung der Unterseite rostgelb oder rotbraun.
P. morella.
P. marchalii.
■2. Beide Flügel unten mit aschgrauer Grundfarbe.
a. Hflgl unten in der Mitte dunkel bezeichnet.
a'. Hflgl unten in der Mitte mit dunkler Querbinde. Flügelspannung:
26—27 mm. p j^^^^i
b'. Hflgl unten in der Mitte mit einer nach vorn rechtwinkelig ge-
brochene Querreihe dunkler bisweilen hell gekernter Punkte.
Flügelspannung: etwa 35 mm. p. aures.
b. Hflgl unten ohne dunkle Zeichnungen, aber mit 3 kleinen weißen
Punkten. p ^ana.
— . Hflgl oben mit 1—5 hellen Punkten. p alhigutta.
P. anelia.
? P. neoba.
+ +. Vflgl oben in der Mittelzelle am Vrde, der Rippe 10 gegenüber, mit einem kleinen weißen
Glasfleck.
o. Vflgl oben mit Diskalfleck im Felde 1 b.
t- Palpen unten weißlich oder hellgrau.
-. Hflgl oben ganz unbezeichnet.
1. Vflgl oben mit 3 Subapicalpunkten (in 6—8). Hflgl unten mit 3 Diskal-
punkten (in 2, 3 und 6).
a. Vflgl unten am Vrde und an der Spitze, Hflgl fast gänzlich mit großen
gelblichen Schuppen bekleidet. P. borbonica var. senegaknsis.
b. Beide Flügel unten mit grauer Grundfarbe. P. gemella.
? P. aequalis.
2. Vflgl oben nur mit einem Subapicalpunkt (in 6). Hflgl unten mit 6 braunen,
weißgekernten Diskalpunkten in 2 — 6. P. koltzi.
— .»Hflgl oben wenigstens mit Andeutungen von hellen Diskalpunkten; unten
sind diese .stets deutlich.
1. Flügel oben von der Wurzel aus mit langer, ockergelber Behaarung, welche
auf den Vflgl drei Längsstreifen (am Hrde, längs der Mediana in 1 b und
am Vrde) bildet und die Hflgl bis weit über die Mitte hinaus bekleidet
P. detecta.
2. Flügel oben an der Wurzel braun oder grünlich braun behaart. P. gemina.
P. perobscura.
P. chambezi $.
tt- Palpen schwärzlich ohne weiße Schuppen, Diskalfleck 1 b der Vflgl klein und
schmal oder fehlend; der in 2 groß und quadratisch. Hflgl auf beiden Seiten
ohne Diskalpunkte. P. punctata.
oo. Vflgl oben ohne Diskalfleck im Felde 1 b.
-. Hflgl oben ohne Punkte oder Flecke. P. caesia.
P. aequalis.
— • Hflgl oben mit deutlichen hellen Diskalpunkten, welche auf der Unterseite nach
außen schwarz begrenzt sind.
1. Flügel unten mit rostgelber oder rostbrauner Grundfarbe, Palpen unten hell
gelblich. p. subochracea.
P. chambezi.
2. Flügel unten mit dunkelgrauer Grundfarbe und grünlich gelber Bestäubung.
■ P. monasi.
5:U PARNARA. Von Dr. C. ArRiviLurs.
fj. Flügel oben einfarbig dunkelbraun oder schwarzbraun ohne Glasflecke oder andere Zeichnungen.
*. Fransen der Hflgf weiß oder weißlich. P. palocampta.
P. maranga ^.
**. Fransen der Hflgl von der Farbe des Saumes oder dunkelgrau.
ü. Hflgl oben von der Wurzel bis weit über die ilitte hinaus dicht mit gelblichbraunen Haaren
bekleidet ; der behaarte Teil tritt darum scharf gegen den Vrd und den Saum, die schwärzlich
sind, hervor. Große Art, 38 — 39 mm. P. sinnis.
oo. Hflgl oben im Wurzelteil nicht mit langen, von dem Grunde abweichend gefärbten Haaren
bekleidet. Kleinere Arten, 26 — 33 mm.
1. Beide Flügel unten wenigstens mit Andeutung einer breiten, dunkleren Saumbiiide.
P. lugevs Q.
2. Flügel auch unten ohne Zeichnung.
a. Größere Art, etwa 33 mm. P. noctula.
h. Kleincrc Arten, etwa 26 — 27 mm. P. ursula (J.
P. dolens.
B. ilittelzelle der Vflgl stets mit zwei weißen Glasflecken, einem am Vrde, der Rippe 10 oder 11 gegenüber
und einem am Hrde, der Wurzel des Feldes 2 gegenüber; diese Flecke stehen näher an der Wurzel als
der Fleck im Felde 2; die beiden Zcllflecke bisweilen zu einem Querfleck vereinigt.
a. Hflgl oben unbezeichnet oder mit einigen hellen, nicht zu einer Binde vereinigten Diskalpunkten
*. Hflgl oben ohne weißen Fleck am Ende der Mittelzelle.
§. Hflgl unten mit eintöniger Grundfarbe.
+ . Die Grundfarbe der Hflgl-Unterseite graubraun, gelbbraun oder gelblich grau, mit
oder ohne helle Diskalpunkte.
/V. Die weißen Flecke in der 3Iittelzelle der Vflgl getrennt.
o. Vflgl oben mit 3 weißen subapicalen Diskalpunkten (in 6 — 8).
1. Vflgl oben im Felde 1 b beim (J mit einem schwärzlichen, durch eine
feine weiße, schief gestellte Linie geteilten Mehlfleck und beim $ mit
zwei gelblichen, nicht durchsichtigen Flecken, von denen der eine,
größere, an der Rippe 1 und der andere kleinere an der Rippe 2 hinter
dem Diskalfleck 2 steht und gewöhnlich punktförmig ist. Vflgl mit
Diskalflecken in 2 und 3 und mit kleinem Diskalpunkt in 4 und bisweilen
auch in 5. P- mathias.
2. Vflgl oben beim ^ ohne Mehlfleck und mit einem kleinen weißen Diskal-
tleck im Felde 1 b.
a. Vflgl oben mit Diskalfleck in 4. Hflgl oben mit 2 weißen Punkten
in 4 und 5, unten ohne Fleck in der Mittelzelle. P. fallax.
b. Vflgl oben ohne Diskalfleck im 4. Hflgl oben mit zwei weißen Fleck-
chen, je einem in 2 und 3 und unten mit hellem Fleck in der Mittelzelle.
P. mabea.
oo. Vflgl nur mit drei weißen Diskalpunkten, je einem in 2. 3 und 6.
P. hatiri.
/V/V. Die weißen Flecke in der Mittelzelle der Vflgl miteinander zu einem in der Glitte
zusammengeschnürten Querfleck vereinigt. Vflgl mit Diskalflecken in 2 — 4
und Subapicalpunkten in 6, 7 (und 8). Hflgl oben mit zwei weißen Diskal-
punkten. P- argyrodes.
-f-f. Hflgl unten mit violettgrauer oder glänzend violetter Grundfarbe. Die Flecke in
der Mittelzellc der Vflgl getrennt.
1. Hflgl unten mit zwei Querreihen weißlicher, nach innen schwarz begrenzter Flecke,
der einen vor, der anderen hinter der Spitze der Mittelzelle. Vflgl oben mit kleinen
Diskalflecken in 2 — 4( — 5) und Subapicalpunkten Ln 6 und 7. Hflgl oben ohne
Zeichnung. P- saxkola.
2. Hflgl unten glänzend violett, auf beiden Seiten mit hellen Punkten in 2 und 3.
Vflgl mit Diskalf lecke in 1 b — 3 und drei in gerader Linie stehenden Subapicalpunk-
ten in 6—8. P- Icirm.
PARNARA. Von Dr. C. Afrivillius. 535
§§. Hflgl unten in der Analgegend und am Saume heller als im Wurzelteil, breit bläulichgrau
aufgehellt. Vflgl oben mit Diskalflecken in 1 b — 3 imd Subapicalpunkten in 6 — 8. Hflgl
oben mit zwei weißen Diskalpunkten (in 2 und 3). P. leucophaea.
§§§. Hflgl unten am Saume dunkler als im Wurzelteil mit einer weißen Längslinie im Felde 1 c
und mit mehreren weißen Diskalpunkten; oben mit einer Querreihe kleiner weißer Diskal-
flecken zwischen den Rippen 2 und 6. P. unistriga.
**. Hflgl oben mit einem weißen Glasfleck am Ende der Mittelzelle und mit zwei Glaspunkten (in
2 und 3). Vflgl mit weißen Diskalflecken in 1 b — 4 und Subapicalpunkten in 6 — 8. Flügel unten
ähnlich, ausgenommen, daß die Vflgl einen größeren weißen Wischfleck in 1 b und die Hflgl
einen weißen Punkt in 7 haben. P. ogrugana.
ß. Hflgl oben mit einer hellen Querbinde von länglichen miteinander ganz oder wenigstens zum Teil
vereinigten Diskalflecken.
*. Querbinde der Hflgl weiß.
§. Die Glasflecke in der Mittelzelle der Vflgl getrennt.
1. Hflgl unten dunkel oder gelbgrau mit weißen Diskalflecken, aber ohne zusammenhängende
dunkle Saumbinde.
a. Vflgl mit weißen Diskalflecken in 1 b — 4( — 5) und zwei Subapicalpunkten (in 6 und 7).
Hflgl oben mit hellem Fleck in der Mittelzelle und gerader Diskalquerbinde, unten
gelblich mit denselben Flecken wie oben ; im Wurzelteil des Feldes 1 b inicl am Saume
mit schwarzen Flecken oder Binden. P. tarace.
h. Vflgl mit weißen Diskalflecken in 2 — 4 und zwei Subapicalpunkten (in 6 und 7). Hflgl
auf beiden Seiten mit einer geraden Querbinde von 4 weißen Diskalflecken (in 2 — 5), unten
eintönig gelblichbraini mit einem Punkt in der Mittelzelle. Fransen grau. P. ivamho.
2. Hflgl unten hellgelb mit schwarzer Saumbinde und zwei dreieckigen schwarzen Flecken
in 1 c und 2, aber ohne Diskalflecke, oben mit wurzelwärts gebogener weißer Querbinde
zwischen den Rippen 1 b und 5. Flügel oben schwarz; Vflgl oben mit weißen Diskalflecken
in 1 b — 4, aber ohne Subapicalpiuiktc, unten mit zwei länglichen Subapicalpunkten (in
6 und 7). P. statirides.
§§. Die Glasflecke in der Mittelzelle der Vflgl zu einem Querfleck vereinigt. Flügel auf beiden
Seiten schwarzbraun, unten am Saume braun aufgehellt. Vflgl mit weißen Diskalflecken
in 1 b — 5 und drei Subapicalpunkten (in 6 — 8). Hflgl oben mit schmaler weißer Querbinde
in 2 — 5 und unten außerdem mit dreieckigem Fleck in der Mittelzelle und Wurzelpiankt in 7.
P. statira.
**. Querbinde der Hflgl gelb. Vflgl mit gelbem Diskalfleck in 1 b, weißen Diskalflecken in 2 — 4
und den gewöhnlichen drei Subapicalpunkten in 6 — 8. Die Glasflecke in der Mittelzelle der
Vflgl getrennt.
P. flavifasciola.
II. Kopf und Palpen mit weißen Flecken geziert. Vflgl oben nur mit drei Diskalflecken, einem gelblichen in
1 b und je einem weißen in 2 und 3; die Subapicalpunkte gewöhnlich fehlend. Hflgl oben mit weißen
oder gelblichen Diskalflecken. Mittelzelle der Vflgl mit 2 übereinander .stehenden getrennten oder vereinig-
ten Glasflecken. P. netopha.
P. micans Holl. (= marchalii Snell.) (78 g) bildet zusammen mit der folgenden Ait eine besondere, micans.
leicht kenntliche Gruppe und kommt vom Ogowe-Tal quer über Zentral-Afrika bis Britisch Ost-Afrika vor.
P. auritincta Btlr. (= pyrrhobaphes Mab.) (78 f) steht der vorigen Art sehr nahe und scheint nur miriimcla.
durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen abzuweichen. Tanganjika bis Britisch Ost-Afrika.
P. melphis Holl. Flügel oben schwarz an der Wurzel grünlich behaart; Vflgl mit weißen Glasflecken mriphis.
in 1 b, 2 — 7, von denen der in 5 winzig klein ist und die in 2 und 3 die größten. Hflgl auf beiden Seiten mit
einer weißen Querbinde, welche sich wenigstens zwischen den Rippen 1 b und 6 erstreckt. Ogowe-Tal.
P. borbonica ist an dem hellgelblichen undurchsichtigen Diskalfleck 1 b der Vflgl und der mit großen
gelblichen Schuppen bekleideten Unterseite kenntlich. Sie ist häufig, weit verbreitet und tritt in zwei nicht
scharf getrennten Formen auf. — borbonica Bsd. (78 e, f) entbehrt jedes Glaspunktes in der Mittelzelle der Vflgl. borbonica.
Madagaskar. — senegalensis Klug (= continentalis Strd.) weicht nur dadurch ab, daß die Mittelzelle der Vflgl senegalen-
gewöhnlich einen kleinen Glasfleck am Vrde der Rippe 10 gegenüber besitzt. Ueberall auf dem Festlande der «'«•
äthiopischen Region.
P. fatuella Hpffr. (78 e) steht der vorigen Ai-t sehr nahe und wird oft damit verwechselt, kann aber fatuclla.
durch die in der Uebersicht angegebenen Kennzeichen leicht unterschieden werden. Der Diskalfleck in 1 b
Ö3fi PARNARA. Von Dr. ('. AuRmixirs.
der Vflgl-Oberseitc fehlt gewöhnlich heim o- i*^ aber beim $ stets deutlich und weiß. Sierra-Leone bis Süd-
und Ost -Afrika.
cajjrarm. P. caffraria Plötz (= fatuellus Wall.) (78 e) unterscheidet sich von fatuella nur durch die eintönig
dunkelbraune, ungefleckte oder mit 3 — 4 hellen Punkten versehene Unterseite der Hflgl. Kamerim bis Süd-
und Ost-Afrika.
ferruginea. P. ferruginea sp. n. Beide Flügel oben schwarzbraun; die Vflgl mit 6 kleinen Diskalf lecken, einem
gelblichen in 1 b und je einem Glasfleck in 2, 3, 6, 7 und 8; Hflgl einfarbig ohne Flecke. Vflgl unten am
Vrde, an der Spitze und am Saume bis zur Rippe 2, Hflgl fast überall lebhaft rostbraun. Vflgl unten am Hrde
bis in die Mittelzelle und bis zur Rippe 2 oder 3 schwärzlich, Hflgl auf beiden Seiten der Rippe 1 b verdunkelt.
Flügelspannung: 30 mm. Ost-Afrika: Daressalaam.
cntehbea. P. entebbea Sicfi. ist mir unbekannt. Aus der Beschreibung geht hervor, daß Leib und Flügel fast
eintönig braunschwarz sind, die Vorder- und Mittelbeine und die Hintertarsen orangegelb; Vflgl oben mit zwei
hyalinen Diskalflecken, von denen der hintere größer ist und drei Subapicalpunkten, von denen der mittlere
etwas näher an der Wurzel steht; beim $ kommt außerdem ein kleiner, unterer Diskalfleck vor; Vflgl unten
am Hrde breit aufgehellt; sonst keine Zeichnungen. Uganda: Entebbe. — Kann nach dieser Beschreibung
nicht von der folgenden Art unterschieden werden.
nlhrrli. P. albcfti Holl. (78 f). (J. Flügel schwarzbraun; Vflgl mit weißen Diskalflecken in 2, 3, 6 — 8, der
Fleck in 7 näher an der Wurzel, unten am Hrde bis zur Rippe 2 etwas aufgehellt: Hflgl auf beiden Seiten ein-
farbig ohne Zeichnungen. Das 5 weicht dadurch ab, daß die Vflgl oben einen kleinen Diskalfleck hinter der
Mitte der Rippe 1 haben. Kamerun bis Gabun, Ruwenzori und Usambara.
xylos. P. xylos Mab. (78 g) steht, wie die Abbildung zeigt, der vorigen Art sehr nahe, ist aber größer und
hat ander.s geformte Diskalflecke der Vflgl. Gabun.
potiUeri. P. poutieri Bsd. (=ibara Plötz) (78 e, f). Flügel oben schwärzlich ; Vflgl mit drei gewöhnlich sehr kleinen
Diskalflecken (in 2, 3 und 6); Hflgl ungefleckt. Vgl. son.st die Uebersicht der Arten und die Abbildungen.
Madagaskar.
ttifirrhalii. P- mafchalü B.sd. weicht nur durch die lötliche Beschuppuiig der Flügel-Unterseite von der vorher-
gehenden Alt ah. Madagaskar: Nossi-Be. Mauritius.
moreUa. P. morella Joannis .stammt von den Sechellen-Inseln und scheint nur dadurch von P. marchaUi abzu-
weichen, (laß die Vflgl oben einen Diskalpunkt im Felde 6 haben und daß die Diskalpunkte der Unterseite
schwarz geriugt sind.
hnvri. P. havei Bsd. (78f, g). Vflgl nur mit zwei Diskalflecken (in 2 und 3): beide Flügel unten mit giauer
Grundfarbe und die Hflgl in der Mitte verdunkelt. Madagaskar.
aures. P. aures Mab. Flügel oben graubraun; Vflgl mit Glasflecken in 2 und 3 und gewöhnlich mit Glaspunkte
in 6;Hflgl unbezeichnet. Vflgl unten wie oben gefleckt und außerdem mit einem weißen Fleck in 1 b. Die Unter-
seite der Hflgl ist in der Uebersicht beschrieben. Mashuna-Land und Ost -Afrika.
,-(u\fi. P. cana Lathy (77 d). Flügel oben olivenbraun; Vflgl mit Glasflecken in 2 und 3 und Glaspunkto
in (i und 7. Hflgl oben unbezeichnet, unten grau mit violettem Anflug und drei kleinen weißen Diskalpunkten.
Nyassa-Land.
(lUiiipiltii. P. albigutta M(dj. Flügel oben schwarzgraii, unten heller grau; Vflgl )nit Glasflecken in 2, 3 (und 4)
und subapicalen Glaspxuikten in 6 und 7; Hflgl oben mit weißen Punkten in 2 und 3 luid unten gewöhnlich auch
in 4 — 6. Die Fühler sind kürzer als gewöhnlich bei den Parreara-Aiten. Madagaskar.
anelia. P. anelia B.-Bak. ist mir unbekannt. Die Beschreibung lautet: ,, Beide Flügel schmutzig braun mit
hyalinen Flecken. Vflgl mit einem Fleck in 2 und einem kleineren in 3, einem winzigen Punkt in 4, einem Punkt
in 7 und einem kleinen in 8. Hflgl mit einer kurzen Querreihe von 4 Diskalpunkten zwischen den Rippen 2
und (). Die Unterseite graulich mit denselben Glasflecken wie oben. 32 mm." Congo-Gebiet : Mawamba-Makala.
neoha. P- neoba Mab. ,, Flügel oben rauchbraun; Vflgl mit 5 ungleich großen, weißlichen Flecken, nämlich
zwei Punkten an der Spitze und drei kleinen Flecken in den Feldern 2, 3, 4; derjenige des Feldes 2 dreieckig
und viel größer. Hflgl mit einer Reihe von 5 weißgelben Punkten in den Feldern 3, 4, 5 und 6; derjenige des
Feldes 5 doppelt. Fransen grau. Vflgl unten schwärzlich, dunkler am Saume; die Flecke wie oben. Hflgl unten
gelbgrau, mit denselben Punkten wie oben; dieselben sind jedoch nach außen schwarz begrenzt. Palpen grau.
Fühlcrkolbe unten weißlich, an der Spitze .schwarz. 21 mm." Kamerun.
Die hier folgenden sieben Arten zeichnen sich <lii(lui(h aus. daß die cj<? oben einfarbig dunkelbraun oder schwarz-
braun sind ohne Flecke od<'r Zeichnungen. Die oft unbedeutenden l'nterschiede der Arten sind in der Vebersicht mitgeteilt
und brauchen hier nicht wiederholt zu werden.
palocampta. P. palocampta Harn. Drc. Schwarzbraun; Vflgl unten am Hrde etwas aufgehellt. Kamerun.
Ämgeoebcn 27. IL 1925. PARNARA. Von Dr. C. Aueivillius. 63?
P. noctula//aw. Drc. Einfarbig braunschwarz mit gleichfarbigen Fransen. Palpen dicht mit schwarzen noclula.
und weißen Haaren bekleidet. Fühler schwarz mit kastanienbrauner Spitze.
P. maranga Btlr. ^. Flügel dunkel rauchbraun; Vflgl oben mit drei bronzebraunen, nur bei gewisser maranga.
Beleuchtung deutlichen Längsstrichen an der Mediana und an den Rippen 2 und 3, unten mit weißen Sub-
kpicalpunkten in 6 — -8. Das $ weicht dadurch ab, daß die Vflgl auf beiden Seiten fünf Glasflecke (in 2, 3,
6 — 8) haben. 32 mm. Britisch Ost-Afrika am Muthambi-Fluß auf der Südseite des Kenia-Berges.
P. sinnis Mab. (= weymeri Saalm.) (78 g). Palpen unten dunkelgrau. Die mir vorliegenden (^^ sinnis.
sind den $$ ganz ähnlich und haben keinen Mehlfleck der Vflgl. Madagaskar.
P. albirostris Mab. Holland führt diese Art als das <^ von sinnis auf, in welchem Falle jedoch das albirostris.
(J von sinnis dimorph sein sollte. Da aber dazu kommt, daß die Palpen von albirostris nach Mabille unten
schwefelgelb gefärbt sind, ist wohl albirostris eine von sinnis verschiedene Art. Die Vflgl haben oben beim
(^ hinter der Mittelzelle einen schief gestellten, gebogenen, glänzend schwarzen Mehlfleck. Madagaskar.
P. dolens Mab. Ganz dunkel schwarz ; Hflgl oben an der Wurzel mit rotbraunen Haaren bekleidet, dolet^s.
Fransen beider Flügel dunkelgrau. Vflgl unten von der Wiuzel bis zur Spitze der Mittelzelle mit einem tief-
schwarzen Streifen. Palpen gelbgrau. Comoren.
P. lugens Hpffr. (78 e). Das $ besitzt gewöhnlich Glasflecke in 2. 3 und 6 — 8 der Vflgl. Delagoa- lugens.
Bai bis Kilimandjaro und Ruwenzori.
P. Ursula Holl. (77 i). Das ^ ist auf beiden Seiten ganz einfarbig dunkelgraubraun ohne Zeichnungen; ursula.
das $ hat dieselben Glasflecke der Vflgl wie das $ von P. lugens (78 e) entbehrt aber die dunkle Saumbinde
der Hflgl -Unterseite. Ost -Afrika.
Die folgenden 12 Arten zeichnen sicli von allen vorher erwähnten (mit Ausnahme der Festlandsform von borbonica)
dadurch aus. daß die Mittelzelle der Vflgl auf beiden Seiten am Vrde nahe an der Spitze, der Wurzel der Rippe 10 gegen-
über, einen kleinen weißlichen, gewöhnlich länglichen Glasfleck besitzt. Es muß künftigen Untersuchungen vorbehalten
bleiben, zu entscheiden, ob dieses Kennzeichen stets stichhaltig ist.
P. getnella 3Irtb. (= ellipsis <S'«n^m.) unterscheidet sich von P. 6or6onfca außer durch die in der Ueber- gemella.
sieht angeführten Kennzeichen auch dadurch, daß die drei Glaspunkte in 6- — 8 der Vflgl nicht in einer geraden
Linie, sondern in einem stumpfen Dreiecke stehen. West-Madagaskar und auf den Inseln Mafia und Juan
de Nova.
P. holtzi Plötz (79 a). Die Kennzeichen dieser Art gehen aus der Artübersicht und der Abbildung hoUzi.
hervor. Angola.
P. detecta Trim. Vflgl oben mit kleinem gerundetem Diskalfleck in 1 b hinter der Mitte der Rippe 1 detecta.
und mit Glasflecken in 2 — 4, 6, 7 (8), von denen diejenigen der Felder 4, 6 — 8 klein rmd punktförmig sind.
Hflgl oben normal mit fünf kleinen weißlichen Diskalpunkten in den Feldern 2 — 6, von denen jedoch die in
2 — 4 gewöhnlich undeutlich oder von der langen brainigelben Behaarung verdeckt sind. L^nterseite beider
Flügel graubraun, sparsam mit gelblichen Schuppen bestreut; die Flecke wie oben. Der Glaspunkt im Felde 7
der Vflgl steht immer etwas mehr wurzelwärts als die beiden anderen. Natal bis Kilimandjaro. — karschi foryn. kar.whi.
nov. (= borbonica Karsch) liegt mir in einem tj^Dischen Stück aus Togo und auch aus dem Congo-Gebiete vor.
Sie hat etwas kürzere und stumpfere Vflgl und dünnere mehr braune Behaarung im Wurzelteil der Oberseite
beider Flügel; die hellen Diskalpunkte der Hflgl-Oberseite sind dadurch alle deutlich; die in 3 und 5 sind stets
kleiner und etwas näher am Saume gerückt. Da keine andere LTnterschiede zu entdecken sind, kann ich karschi
nur als eine nördliche Rasse von detecta betrachten. Diese Form wurde von Mabille (in litt.) als falarus be-
zeichnet.
P. gemina Gaede wird in folgender Weise beschrieben: ,, Grundfarbe beider Flügel oben gleichmäßig gcmhm.
dunkelbraun; auf den Vflgl die Zcllflecke weiß hyalin; der Fleck über Rippe 1 gelblich; an Subapicalflecken
nur zwei vorhanden, gleich dem zweiten und dritten ähnlicher Arten, sie stehen fast neben- und nicht unter-
einander; Zellfleck klein. Die Diskalflecke in Feld 3, 2 und 1 weit kleiner als bei borbonica und etwas größer als
bei fatuella. Auf dem Hflgl 2 gelblichweiße Flecke in Feld 2 und 4. Unterseite beider Flügel dunkel ocker-
braun, Hflgl im Mittelfelde etwas heller und mit je einem gelblichen Fleck in Feld 2, 4 und 6; auf dem Vflgl
die Flecke wie oberseits. Spannweite 28 mm." Kamerun: Yaunde. — trigemina Gaede weicht nur dadurch irigcmhm.
ab, daß die Vflgl drei Subapicalflecke und die Hflgl Diskalflecke in 2, 3, 4 und 6 haben. Togo.
P. perobscura Ham. Bruce ist mir ebenfalls unbekannt. Der Autor beschreibt sie wie folgt: „^. Oben Tperobsmra.
eintönig dunkelbraun, schwach gi'ünlich an der Wurzel beider Flügel. Vflgl mit einem kleinen, halbdurchsichti-
gen weißen Fleck in der Mittelzelle hinter der Mitte und dicht am Vrd gewöhnlich zwei, bisweilen ein oder
drei kleinen weißen Subapicalpunkten ; ein Glasfleck an der W\irzel des Feldes 3 und ein größerer mehr oder
weniger halbmondförmiger Fleck mehr wurzelwärts im Felde 2 ; im Felde 1 b nahe an der Mitte und der Rippe 1
XIII 68
538 PARXARA. \'on Dr. C. Aueivilliüs.
aufliegend ein kleiner, lebhaft gelber Fleck. Auf dem Hflgl nahe an der Mitte finden sich ein oder zwei winzige
weißliche Punkte, welche auch ganz undeutlich sein können. Die Grundfarbe der Unterseite ist dunkelbraun
mit der Fläche beider Flügel außer am Hrde der Vflgl dicht mit dunkel ockerfarbigen .Schuppen überzogen;
die Flecke wie oben. Fransen giaubraun heller gegen den Hinterwinkel. Palpen hell gelblich mit einigen braunen
Haaren. Fühler unten hell, oben schwarz. Hlb oben braun, unten hell gelblich. 30 — 34 mm. — Das $ ist deig
(J ähnlich, aber heller; gewöhnlich mit Subapicalpunkt im Felde 8 der Vflgl und mit den Diskalpunkten
der Hflgl schärfer hervortretend. Goldküste: Addah und Uganda.
punctalti. P. punctata Auriv. Flügel auf beiden Seiten schwarzbraun; Hflgl ohne Flecke; Vflgl mit einem kleinen
länglichen, gelblichen Fleck in 1 b fast an der Mitte der Rippe 1 (fehlt bisweilen ganz) und mit sechs Glasflecken,
einem punktföriiiigcn in der Mittelzelle und je einem in 2, 3, 6 — 8; von diesen ist der in 2 groß, quadratisch
oder abgerundet und der in 7 steht ein wenig mehr wuizelwärts als die in 6 imd 8. Deutsch-Ost-Afrika: Kili-
mandjaro.
caesia. P. caesia Gaede wird mit P. cana verglichen und als von ihr in folgenden Punkten abweichend ge-
schildert: ,,Am \'flgl ist nur ein einziger sehr kleiner weißer Subapicalpunkt im Felde 6 vorhanden, dafür aber
noch ein ebenso kleiner weißer Punkt in der Zelle, der für cana nicht angegeben ist. Unten ist der Vflgl etwas
heller braun als oben; Vrd, Apex luid Außenrand sind nur schmal grauviolett Übergossen; außer den Flecken
der Oberseite ist noch ein verwaschener gelbweißer Fleck in der Subm.edianfalte vorhanden. Hflgl grauviolett
Übergossen, nur am Analwinkel reiner braun; eine Mittelbindc aus etwa 5 verloschenen braunen Flecken zwi-
' sehen den Rippen 2 und 7 schwach erkennbar. 29 mm." Deutsch Ost-Afrika: Madibira.
aeqiialis. P. aequalis Gaede ,,ist der vorigen Art sehr ähnlich". Grundfaibe der Oberseite ebenfalls violett-
braun. Am Vflgl stehen die drei weißen Subapicalpunkte so, daß der mittlere etwas einwärts verschoben ist;
der Punkt in der Zelle ist strichförmig verlängert; die fast viereckigen Diskalflecke wie bei der vorigen Art und
außerdem noch ein verloschener weißer Punkt im Felde 1 b; Hflgl unbezeichnet. Unterseite in der Grundfarbe
stärker von der vorigen Art abweichend, reiner gelbbraun ohne violetten Schimmer; am Vflgl außer den Flecken
der Oberseite noch ein feiner Subaj^icalpinikt im Felde 5 ; der Fleck in 1 b gi-ößer und gelber als auf der Oberseite ;
am Hflgl ist die mittlere Reihe brauner Flecke sehr undeutlich; dafür sind 2 weiße Punkte vorhanden, die bei
caesia fehlen, der eine im Felde 4, der andere in 5 an der Querrippe." Deutsch-Ost -Afrika : Madibira.
subochracea. P. subochracea Holl. (78 f) ist durch die Abbildung und die Kennzeichen in der Artenübersicht leicht
zu erkennen. Ogowe-Tal.
chamheii. P- chambczi Neave steht der vorigen Art nahe, ist aber kleiner, 26 — 28 mm, und hat deutlichere Flecke
auf der Ober.^eite der Hflgl; Flügelfransen gelblich, an der Wurzel schmal schwarz und gegen die Spitze der
Vflgl mehr oder weniger verdunkelt ; auf der Unterseite der Vflgl dehnt sich die schw arze Farbe des Hrdes fast
über die ganze Mittelzellc aus. Wahrscheinlich nur eine Rasse von subochracea. Beim $ sind alle Flecke der
Oberseite größer, mehr langgestreckt und ein schmaler Strich im Felde 1 b der Vflgl bisweilen vorhanden.
Rhodesia und Ruwenzori.
monasi. ■ P. monasi Trim. Vflgl mit länglichem Glasfleck in der Mittelzelle, zwei Subapicalpunkt en (in 6 und 7)
und drei diskalen Glasflecken je einem in 2, 3 und 4; der letztere ganz klein. Natal.
Alle folgenden Arten zeichnen sich dadurch aus, daß die Mittelzelle der Vflgl zwei voneinander getrennte oder mit-
einander vereinigte, weiße Glasflecke besitzt und sie sind dadurch sofort von allen schon erwähnten Arten zu unterscheiden.
maihias. P. mathias F. (= inconspicua Bert., micipsa Trim.) (B. I, Taf. 88 f, g) ist weit verbreitet und durch
die in der Uebersic'ht angeführten Kennzeichen leicht kenntlich. Hflgl unten normal mit weißem Punkt in
mohopaani. der Zelle und ähnlichen Diskalpunlden in 2 — 6. Die ganze äthiopische Region. — ab. $ mohopaani Wallengr.
Hflgl auf beiden Seiten ungefleckt oder unten nur mit zwei undeutlichen winzigen Punkten. Kaffernland. —
elcgans. elegaiis Mcfb. (= octofenestrata Saalm.) ist die auf Madagaskar vorkommende Form. Sie weicht von der Haupt-
form nur dadurch ab, daß sie etwas kleiner ist mit kleineren Flecken der Vflgl; die Hflgl sind oben oft unge-
lodra. fleckt, imtcn grau überzogen mit deutlichen dunkel geringten Diskalpunkten. — lodra Plöfz weicht nur durch
etwas geringere Größe, dunklere Grundfarbe der Unterseite und hellere fast weiße Fransen ab. Kamerun,
Gabun.
nmhrata. P. unibtata Btlr. habe ich nicht deuten können; sie scheint jedoch mit der folgenden Ait nahe ver-
wandt zu sein aber ohne den Mehlfleck des ^. ,,Mit P. borhonica aus Madagaskar verwandt, dunkel rauch-
braun mit einer gebogenen Diskalreihe von weißen Glasflecken; die drei vordersten nur durch die Subcostal-
rippcn getrennt ; der größte an der Wurzel des Feldes 2, das ^ mit zwei weißen Glaspunkten in der Mittelzelle:
Palpen an den Seiten \\ciß; Analpinsel weiß an der Spitze schwarz; Mitte der Brust und des Bauches weiß.
Hflgl unten mit einem weißen Punkt in der Mittelzelle und 4 oder 5 Punkten in einer gebogenen Querreihe
in der Mitte zwischen der Zelle und dem Saume. Das $ hat breitere imd etwas kürzere Flügel als das (J." Co-
moren: Insel Johanna.
fallax. P. fallax Gaede ^. Flügel oben schwarzbraun, an der Wurzel weniger dicht mit grünlich gelblichen
Haaren bekleidet; diese Haare kommen auf den Vflgln nur in 1 a und 1 b vor. Vflgl mit zwei getrennten Glas-
PARNARA. Von Dr. C. Aueivillius. 539
flecken in der Mittelzelle und 7 Diskalf lecken, von denen ein gelber punktförmiger in 1 b dicht an der Rippe 1
und je ein Glasfleck in 2, 3, 4, 6 — 8; der Fleck in 4 ist punktförmig (oder selten fehlend) und steht in fast gerader
Linie mit den Punkten der Felder 6 — 8; unten braungrau und sparsam mit gelblichen Schuppen bestreut.
Hflgl oben gewöhnlich nur mit 2 unten mit 2 — 5 Diskalpunkten, aber ohne Punkt in der Mittelzelle. Fransen
der Vflgl braungrau, der Hflgl nach außen weißlich. Palpen unten weißlich. Brust und Bauch grau oder gelb-
lich behaart. Das $ mir unbekannt. Diese Art stimmt so nahe mit mathias überein, daß sie tatsächlich fast
nur durch das Fehlen des Mehlfleckes der Vflgl und durch die Anwesenheit eines kleinen Diskalpunktes in 1 b
abweicht. Dieses beweist wie unnatürlich es ist, P. mathias als Typus einer besonderen Gattung (Chapra)
aufzustellen. Kamerun und Ruwenzori. — hias Strd. ist nach einem ^ aus dem Nyassa-Lande beschrieben Mas.
und soll wie fallax einen hellen, nicht hyalinen Punktfleck im Felde 1 b der Vflgl haben, wodurch sie sich offen-
bar von mathias-^ unterscheidet. Sie gehört darum wahrscheinlich zu fallax.
P. mabea HoH. (11 e). Flügel dunkelbraun, unten etwas heller und auf den Hflgln etwas rötlich ange- vmhea.
flogen. Sonst nur durch die in der Uebersicht angefülirten Kennzeichen von fallax abweichend. Ogowe-Tal.
P. bauri Platz (79 a) ist nach Plötz Originalzeichnung abgebildet. Die Beschreibung lautet: ,, Oberseite hauri.
schwarzgrün; Vflgl mit 2 weißen Glaspunkten schräg übereinander in der Mittelzelle und je einem in 2, 3 und 6,
alle voneinander entfernt. Der Körper ist nicht stark. DieFühler sind halb solang wie die Vflgl. 15 mm. Aburi."
Die Art ist mir sonst unbekannt.
P. argyrodes Holl. (78 h). Zu dem, was in der Uebersicht mitgeteilt wurde, ist hinzuzufügen, daß die argyrodes.
Hflgl unten dunkelbraun, am Saume purpurfarbig angeflogen sind und 4 silberglänzende Fleckchen haben.
Ogowe-Tal.
P. saxicola Neave ist eine breit flügelige, etwa 35 mm große Art, welche durch die schon oben in der sammla.
Uebersicht angeführten Kennzeichen zu erkennen ist. Flügel oben dunkel graubraun; die Flecke in der Mittel-
zelle der Vflgl getrennt. Katanga im südlichen Co ngo- Gebiet.
P. larea Neave. Flügel breit und gerundet, oben dunkelbraun; Fransen lang weißlich oder gelblich; larea.
Palpen gelblich. Rhodesia.
P. leucophaea Holl. (11 b). Die beiden weißen Flecke in der Mittelzelle der Vflgl getrennt und schief leucophaea.
gestellt, sonst in der Uebersicht beschrieben. Oben schwarz, die Vflgl und der Wurzelteil der Hflgl auch unten
schwärzlich; Hflgl unten mit einem weißen Punkt in der Mittelzelle. Ogowe-Tal.
P. unistriga Holl. Fühler schwarz ; Unterseite der Kolbe lebhaft gelb, die der Palpen weißlich, der Brust unistrifja.
grau und des Bauches rein weiß. Vflgl oben schwärzlich mit grünlichen Haaren an der Wurzel; Mittelzelle
mit kleinen getrennten Flecken; Diskalflecke in 1 b — 4, 6 und 7; Hflgl unten mit weißem Punkt in der Mittel-
zelle. Ogowe-Tal.
P. ogrugana Lathy (79 c). Durch den großen weißen Fleck am Ende der Mittelzelle der Hflgl von ogrugana.
übrigen Arten dieser Gruppe kenntlich. Nigeria.
P. tarace Mab. ist in der Uebersicht hinreichend beschrieben. Sierra-Leone. iaracc.
P. wambo Plölz (11 c) ist in der Uebersicht beschrieben. Angeblich aus Afrika. wambo.
P. statirides Holl. (78 i) ist eine durch die Unterseite der Hflgl sehr ausgezeichnete Art. Ogowe-Tal. staiirides.
P. statira Mab. (78h) ist in der Uebersicht vollständig beschrieben. Sierra-Leone. statira.
P. flavifasciola Ha7ii. Bruce weicht von allen übrigen Arten dadurch ab, daß die Hflgl auf beiden Seiten flavifasdo-
eine scharf begrenzte gelbe Mittelquerbinde haben; oben ist diese Querbinde nur etwa 2 mm breit, nach vorii '"•
etwas verschmälert; unten ist sie viel breiter bis zur 8 ausgedehnt und im Felde 7 etwa 5 mm breit. Süd-
Kamerun.
P. netopha Hetv. (78 h). Fühler schwarz. Flügeldecken am Irde rot behaart. Hlb unten weiß mit neiopha.
zwei Reihen schwarzer Flecke. Außer durch die in der Uebersicht angeführten Kennzeichen unterscheidet sich
diese Art von allen anderen dadurch, daß die Hflgl unten mit neun scharf hervortretenden, schwarzen Punkten
geziert sind; von denselben stehen zwei nahe an der Wurzel (in 1 c und 7), einer an der Spitze der Mittelzelle
und sechs Diskalflecke in einem Bogen, je einer in 1 c — 7. Die Grundfarbe der LTnterseite ist sehr veränderlich
und hat Anlaß gegeben zur Aufstellung mehrerer Formen, die jedoch ohne scharfe Grenzen ineinander über-
gehen. Bei der Hauptform sind die Hflgl und die Spitze der Vflgl unten gelblich mit oder ohne rötlichen An-
flug und mit kurzen schwarzen Längslinien am Saume auf den Zwischenaderfalten und mit feiner schwarzer
Saumlinie. West-Afrika bis L^ganda. — nyassae Hew. (=■ roncilgonis Plötz, cojo Karsch) (78 h). Auf der Unter- nyassae.
Seite haben die Hflgl und die Spitze der Vflgl eine violettgraue Grundfarbe, deutliche dunkle Strahlen am Saume
auf den Zwischenaderfalten und sehr feine oder bisweilen auf den Vflgln ganz fehlende schwarze Saumlinie.
Togo; Angola; Rhodesia; Mashuna-Land. — ab. ennuari Riley weicht nur durch hellere Unterseite von nyassae ennuari.
ab. Solwezi.
540 GEGEXES. Von Dr. C. xU-rivillius.
Als Anhang führe ich die folgende, mir unbekannte, als C'hapra beschriebene Art von Detagoa-Bai auf:
marcus. P. marcus Strd. ,,^. Oberseite braun, die Endhälfte der Fransen heller (an den Vflgln 5 — 6 mal
dunkel unterbrochen); Vflgl mit der dem (J eigentümlichen Narbe (Stigma) als einem tiefschwarzen, 3 — 4 mm
langen, wurzclwärts ganz schwach konvex gebogenen, 1 mm breiten Schrägstrich, der vom Hrde um 1,3 mm
entfernt ist und nach vorn bis zur Basis der Rippen 3 — 4 sich erstreckt; vor der Spitze der Narbe in 1 mm Ent-
fernung liegt ein heller Punktfle( k und außerhalb der Spitze, in mehr als der doppelten Entfernung findet sich
ein ebensolcher; beide wenig deutlich. Am Vrde auf demselben ziemlich senkrecht gerichtet, von der Flügel-
spitze um 4 mm entfernt, findet sich eine gerade, von drei kleinen, aber scharf markierten, weißlichen, in die
Länge gezogenen Punktflecken gebildete Querreihe. Hflgl mit Andeutung zweier hellerer Punktflecke in der
Vordei'hälfte des Saunifeldes, eine senkrecht auf den Vrcl gestellte Querreihe bildend; diese Flecke werden
bisweilen wahrscheinlich ganz fehlen. — • Unterseite aller Flügel heller braun mit schwachem grüngelblichem
Schimmer und mit reichlicherer und schärfer markierter weißlicher Punktierung: Vflgl am Vrde mit drei eine
Qiicrreihc bildenden Punkten, wie oben; an der Spitze nahe dem Saume eine Querreihe von 2 oder 3 höchst
undeutlichen, bisweilen wohl fehlenden, weißlichen Punkten; in den Feldern 2, 3, 4 und 5 je ein weißer Punkt-
fleck, von denen die in 4 und 5 ganz klein sind und hinter der Spitze der Querreihe liegen, während der Fleck
im Felde 2 viel größer ist, sowie schräg gestellt ist, die von diesen 4 Flecken gebildete Reihe sehr schräg gestellt
(am Vorderende um 2, am Hinterende um 4 mm vom Saume entfernt) und ganz schwach saumwärts gebogen.
In der Zelle nahe der Diskozellulare ein runder Punktfleck, der mit den beiden hinteren der Schrägreüie, ein
gleichschenkliges, längsgerichtetes Dreieck bildet. Hinter diesem die Endhälfte des Hrdfeldes ausfüllend ein
unbestimmter weißlicher Wisch. Hflgl unten mit einer aus 6 — 7 kleinen länglichen weißen Punktflecken gebilde-
ten, fast halbkreisförmig saumwärts konvex gekrümmten, vorn um etwa 2, hinten um etwa 3,5 mm vom Saume
entfernten Querreihe, sowie mit je einem weißen Punktfleck am Ende der Zelle und, der Wurzel etwas näher,
in der Mitte zwischen diesem Fleck und dem Vrde; die hellen Fransen nicht dunkel unterbrochen. Körper
oben dunkelbraun unten gräulich. Fühler sch\\arz, weiß geringt, die gekrümmte Spitze rot, die Basis des Kol-
bens unten weißlich. Flügelspannung: 30 mm. Flügellänge 15 mm. Körperlänge 16 mm."
21. Gattung-: C*ej|;eues Hbn.
Diese Gattung ist besonders durch die sehr kurzen Fühler, welche die Spitze der Mittelzelle der Vflgl
nicht erreichen, und eine sehr kurze iind feine, bisweilen undeutliche Spitze der Fühlerkolbe ausgezeichnet.
Mittel- und Hinterschienen fein bedprnt. Rippe 2 der Vflgl hinter der Mitte der Mittelzelle ausgehend. End-
glied der Palpen versteckt oder kegelförmig und kurz hervorragend. Flügel bei den i^^ oben dunkel ohne helle
Flecke, Vflgl bei den $$ gewöhnlich mit hellen Diskalfleeken in 1 b, 2. 3, 4 (5), 6, 7, (8).
U e b e r s i c h t d e r A r t e n.
A. Die Palpen unten weiß oder weißgrau. Hflgl unten mit aschgrauer oder weißgrauer Grundfarbe oder in
2 — 7 mit grauen Schuppen auf braunem Grunde. G. nostrodmmis.
G. monochroa.
G. occulta.
B. Die Palpen unten gelblich. Hflgl unten mit gelber Grundfarbe. G. niso.
nosiroda- G. nostrodamus F. (= gambica Mab.) ist im Bd. I (p. 349, Taf. 88 e) beschrieben und abgebildet.
mus. Senegambicn, Sahara, Nubien — karsana Moore, ist eine Lokalrasse, welche sich durch hellbraune Oberseite
karsana. yj^^j stark weißgrau glänzende Unterseite auszeichnet. Arabien.
monochroa. G. monochroa Rebel ist nur von der Insel Sokotra bekannt und steht der folgenden Art sehr nahe.
,, Ziemlich gedrungen, Palpen und Brustunterseite gelblichweiß, die Flügel in beide n Geschlechtern ober-
seits zeichnungslos tiefschwarz; unterseits etwas mehr bräunlich, Vflgl mit ganz verloschenen blassen Punkten
in Zelle 2 — 5 und drei untercinanderstehenden Costalpurüvten, Hflgl mit kaum erkennbaren helleren Punkten
namentlich in Zelle 6."
occLiltu. G. occulta Trhn ist der G. nostrodamus sehr ähnlich und wohl nur eine südliche Rasse dieser Art.
Beim (J sind die Vflgl oben in der Wurzelhälfte schwärzlich, beim $ haben sie wie beim 9 von nostrodamus
weißliche Diskalflecke.
„i.s„. G. niso L. (= letterstedti Wallengr., breyicornis Plöiz, hottentotta Trim.). Man hat die Identität
dieser Art mit niso L. bezweifelt. Die noch in der Bibliothek der Akademie der Wissenschaften in Stockholm
aufbewahrte, in Linnes eigener Handschrift als niso bezeichnete Originalzeichnung Cleecks (später von mir
in Rccensio crit. I.epid. Musei Lud. L^lr. veröffentlicht) zeigt aber zur Genüge, daß keine andere südafrikanische
Hesperide Linne vorgelegen haben kann. Die kurzen Fühler und die gelbliche Unterseite der Hflgl (dieselbe
ist leider auf meiner Tafel nicht so gut gelungen wie in der Originalzeichnung), sowde die Fleckenzeichnung
KEDESTES. Von Dr. C. Aurivillius. 541
der Vflgl kommen nämlich bei keiner anderen südafrikanischen Hesperide zusammen vor. — (^. Beide Flügel
oben gelblichgrau ohne Zeichnungen etwas mehlig beschupi^t, Hflgl bis über die Mitte hinaus gelblich behaart.
Vflgl unten im Wurzelteil und am Vrde gelblich mit länglichen aber unscharf hervortretenden, hellgelben Diskal-
flecken in 2—8; Hflgl unten zum größten Teil hellgelb am Vrde und am Irde besonders in 1 b und 1 c dunkler,
bräunlich und mit Andevitungen von dunkleren Diskal- und Submarginalflecken in 2—6. Brust und Bauch
gelblich behaart. Das $ weicht dadurch ab, daß die Vflgl oben deutliche weißgelbe oder gelbe Diskalflecke
in 1 b— 8 haben und daß die Grundfarbe der Unterseite lebhafter gelb ist und deutlichere Zeichnungen hat.
Die Grundfarbe der Oberseite ist dunkler als beim (J und nicht mehlig beschuppt. Süd-Afrilca und Ost-Afrika
bis Euwenzori und Elgon. — hottentotta Latr. (= obumbrata Trim.) soll nach Butler, Neave und anderen hoüenioüa.
Autoren nur eine Form von 7iiso sein. Das (J macht einen ganz verschiedenen Eindruck, indem die Vflgl oben
an der Wurzel und am Vrde bis über die Mitte hinaus gelb und im Saumteil dunkelbraun sind und zwischen
diesen Farben in den Feldern 1 b und 2 einen großen fast schwarzen Mehlfleck haben. Das $ ist mir unbekannt,
soll aber mit den $2 von niso gaui, übereinstimmen. Das (J ist übrigens durchschnittlich kleiner als niso-(S
und hat schmälere und spitzigere Vflgl. Süd-Afrika und West-Afrika bis Liberia.
22. Genus: Kedestes Wts.
Die Arten dieser Gattung unterscheiden sich von den Gegenes-Aiten durch längere Fühler und die scharf
hervortretenden hellen (gelben oder weißen) Zeichnungen der Oberseite. Fühlerkolbe stumpf oder etwas zuge-
spitzt aber ohne umgebogene Spitze. Drittes Palpenglied wagerecht vorgestreckt. Rippe 2 der Vflgl an
oder vor der Mitte der Zelle abgehend, Rippe 11 gerade und frei verlaufend. Rippe 5 der Hflgl deutlich. Hinter-
schienen mit 4 Sporen. Die Vflgl haben oben .stets zwei helle Flecke in der Spitze der Mittelzelle und Diskal-
flecke in 1 b, 2, 3, 6, 7 und 8, bisweilen auch in 4 und 5. Hflgl oben ohne Zeichnungen oder mit 1 — 2
Flecken an der Spitze der Mittelzelle und 2 bis mehreren Diskalf lecken. Beide Flügel außerdem bei mehreren
Arten mit rotgelben Flecken dicht vor dem Saume.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Hflgl oben wenigstens mit einem gelben Fleck in der Mitte, unten ohne weiße Längsstrichc oder weiße
Rippen.
a. Beide Flügel oben ohne rotgelbe Submarginalflecke zwischen den Rippen, bisweilen aber mit den Rippen
am Saume gelb gefärbt.
*. Hflgl unten einfarbig, hellgelb ohne Zeichnungen. Ä'. lepenula.
**. Hflgl unten mit Punkten oder Flecken.
§. Der Diskalfleck 2 der Vflgl steht in der Mitte seines Feldes und deutlich mehr saumwärts als
die Hinterecke der Mittelzelle, im Wurzelwinkel des Feldes 2 bisweilen noch ein dreieckiger
gelber Fleck. Vflgl ohne Diskalflecke in 4 und 5. Hflgl unten mit mehreren schwarzen Punkten
aber ohne weiße Flecke.
o. Die schwarzen Punkte der Hflgl-Unterseite klein, zer.streut und weniger zahlreich.
1. Die Rippen oben am Saume nicht hell gefärbt. K. macomo.
2. Die Rippen oben am Saume gelb. K. rogersi.
00. Hflgl unten mit zahlreichen, großen, schwarzen Wurzel- und Diskalpunkten und außerdem
vor dem Saume mit einer vollständigen mit dem Saume gleichlaufenden Reihe schwarzer
Submarginalflecken. K. capenas.
§§. Der Diskalfleck 2 der Vflgl steht nahe an der Wurzel seines Feldes und fast gerade hinter der
Spitze der Mittelzelle.
o. Hflgl luiten einfarbig gelb mit einigen schwarzen Punkten, aber ohne helle Flecke. Vflgl
ohne Diskalflecke in 4 und 5. K. Untiginosa.
oo. Hflgl unten mit einer vollständigen Reihe von hellgelben oder weißen, schwarz umzogenen
Diskalflecken in den Feldern 1 c — 7 und einem solchen Fleck an der Spitze der Mittelzelle.
1. Hflgl unten hellgelb mit zwei schwarzen Wurzelpunkten, je einem in 1 c und 7. Vflgl
mit Diskalflecken in 4 und 5. Hflgl oben mit deutlichen Diskalflecken und Mittelfleck.
Alle Diskalflecke der Oberseite gelblich. Ä'. callicles.
2. Hflgl unten gelbbraun ohne schwarze Wurzelpunkte, statt derselben aber mit zwei weißen
schwarz geringten Flecken. Vflgl ohne Diskalflecke in 4 und 5, ihre Flecke weiß und durch-
sichtig. Hflgl oben fast einfarbig schwarzbraun nur mit Andeutung von 2 — 3 Diskal-
flecken. K. malm.
542 KEDESTES. Von Dr. C. AuRiviLLirs.
ß. Wenigstens die Vflgl oben z \v i s c h e n den Kippen mit einer deutlichen Reihe roter, rotgelber oder
weißlicher Submarginalflctkc ; unten sind diese Flecke zu einer Submarginalbinde vereinigt. Flügel-
fransen weiß oder weißlich, an den Rippenenden schwarz gefleckt. Hflgl-Unterseite bunt gefärbt mit
zahlreichen schwarzen Punkten und zwischen den Rippen 1 b und 7 mit einer zusammenhängenden
weißen oder weißlichen Diskalcjuerbinde. deren Flecke wurzelwärts und saumwärts durch schwarze
Punkte oder Qucr.striche begrenzt sind.
*. Vflgl oben ohne Diskalflecke in 4 und 5. Hflgl unten im Wurzelteil orangerot und nur mit zwei schwar-
zen Punkten, einen in der Mittelzelle und einen im Felde 7; alle übrige schwarze Punkte begrenzen
die hellgraue Diskalbinde, welche in den Feldern 2 — 7 sehr breit ist ; das Feld 7 der Hflgl-Unterseite
demnach nur mit 3 schwarzen Punkten. K. mohozutza.
**. Vflgl oben mit Diskalflecken in 4 und 5 oder wenigstens in 4. Hflgl unten im Felde 7 wenigstens
mit 4 schwarzen Punkten oder Querstrichen, zwei nahe der Wurzel und einem jederseits der Diskal-
binde.
o. Hflgl unten im Wurzelteil ohne weiße, scharf begrenzte Wurzelflecke, aber mit freien schwarzen
Punkten, zwei in 7 und je einem in 1 b und in der Zelle; ihre Diskalbinde schmal und fast gleich-
breit.
1. Hflgl unten mit feiner dunkler Saumlinie. K. paola.
•2. Saumlinie der Hflgl-Unterseite in Striche oder Flecke aufgelöst. K. tucusa.
00. Hflgl unten im Wurzelteil mit drei weißlichen, beiderseits schwarz begrenzten Flecken, je einem
in 1 c, 7 und der Mittelzelle; Grundfarbe orangerot; Diskalbinde in 1 b- — 3 verschmälert.
K. chaca.
B. Hflgl oben einfarbig schwärzlich oder höchstens mit einem weißen Diskalfleck, unten mit hellen Rippen
oder hellen Streifen vom Saume fast bis zur A^'m'zel.
a. Flügelfransen weiß mit schwarzen Flecken an den Rippenenden. Hflgl oben mit einem hellen Fleck
am Ende der Mittelzelle, unten mit zwei hellen Längsstreifen, einem in 1 c und einem in der Mittelzelle
und Feld 5. Vflgl mit Diskalfleck im Felde 5. K. barberae.
ß. Flügelfransen ungefleckt, grau oder weißlich. Hflgl oben ohne Zeichnungen. Vflgl ohne Diskalfleck
im Felde 5.
*. (Jrundfarbe der Hflgl-Unterseite hellbraun oder gelbbraun ohne freie schwarze Punkte, aber mit
helleren Rippen.
o. Vflgl ohne DLskalfleck im Felde 4.
1. Hflgl unten ohne weißen Längsstreifen am Vrde der Zelle.
a. Hflgl unten mit einer dunklen Linie von der Wurzel durch die Mittelzelle und das Feld 4
bis zum Saume; Feld 1 b in seiner ganzen Länge verdunkelt. K. brtmneostriga.
b. Hflgl unten ohne dunkle Linie in der Mittelzelle, am Irdc in 1 a — 1 c und an der Spitze
in 6 und 7 aber mehr oder weniger verdunkelt. K. fenestrata.
2. Hflgl unten mit einem weißen Längsstreif, welcher die vordere Längshälfte der Mittelzelle
und das ganze Feld 5 ausfüllt; ein ähnlicher, aber schmälerer Streif geht von der Mitte des
Feldes 1 c bis zum Saume. Auch der Ird in 1 a weiß. K. icallengreni.
00. Vflgl im Felde 4 mit einem Diskalfleck, welcher gerade vor dem Fleck in 3 steht.
K. niveostriga.
**. Hflgl unten mit schwärzlicher Grundfarbe, grauen Rippen iind einigen freien schMarzen Punkten
in 5 — 7. Vfl^l mit Diskalfleck im Felde 4. Hinterschienen nur mit Endsporen. K. leiiia.
Icitcinila. K. lepenula Wallengr. (= chersia Hew.). Flügel oben braun mit hellgelben Zeichnungen, unten ein-
farbig hellgelb ohne Zeichnungen, nur im Wurzelteil des Feldes 1 b der Vflgl verdunkelt schwärzlich ; Vflgl
oben im Wmv.elteil bis zur Spitze der Mittelzelle hellgelb, dann mit einer nur in 4 und 5 imterbrochenen Quer-
reihe von gioßen länglichen Diskalflecken in Ib — 3 (5), 6 — 8. Süd-Afrika: Kapland-Transvaal.
iiKinniio. K. maconio Tri»i. {= aleta Plötz) (78 b). Hflgl oben mit gelbem Fleck in der Mittelzelle und einer
unregelmäßigen aber vollständigen Reihe gelber Diskalflecke. Die Haupt form weicht von der folgenden Form
dadurch ab, daß die Hflgl u.nten fast eintönig gelb und mit etwa zehn kleinen schwarzen Punkten gezeichnet
marshalli. sind. Süd-Afrika bis Delagoa-Bai. — marshalli for7n. nov. ist etwas größer oben aber der Hauptform ganz
ähnlich, unten dadurch abweichend, daß die Hflgl am Irde und längs der Mitte (in der Mittelzelle und den
Feldern 4 und 5) orangegelb sind und nur 6 etwas größere schwarze Punkte, je einen in I b — 3, 6 — 8, haben.
Mashuna-Land ; Umtali, von G. A. K. Maeshall entdeckt.
KEDESTES. Von Dr. 0. Aurivillius. 543
K. rogersi H. Drc. ist der vorigen Art sehr ähnlich, weicht aber oben durch die am Saume gelb ge- rogersi.
färbten Rippen und unten durch die langen feinen schwarzen Längslinien am Saume auf den Zwischenader-
falten ab. Die Grundfarbe der Hflgl-Unterseite fast wie bei macomo (78b); die schwarzen Punkte aber nur 6 in
zwei Querreihen; die innere Queireihe aus drei Punkten in 1 c, der Mittelzelle und 7, die äußere auch aus drei
Punkten in 2, 4 und 6 bestehend. Usambara und Britisch Ost-Afrika.
K. capenas Heiv. (78 c) ist durch die Uebersicht und die Abbildung leicht zu bestimmen. Die Rippen rapetws.
oben am Saume gelb gefärbt. Zambesi. — derbice Hew. weicht nur dadurch ab. daß die Rippen der Oberseite dcrhirc.
bis zum Saume schwarz sind. ]\Ianica- und Xyassa-Land.
K. lentiginosa HoU. (78 d) weicht, wie die Abbildung zeigt, oben erheblich von den übrigen Arten ab. lenüglnosa.
Gabun.
K. callicles Heu\ (78 c) ist in der Uebersicht hinreichend beschrieben. Südliches Congo-Gebiet, Angola, rallidcs.
Damara-Land. Xatal inid Ost-Afrika bis zum Somali-Land.
K. malua Neave (78 d) kann durch die in der Uebersicht mitgeteilten Kennzeichen leicht von callicles malKct.
unterschieden werden. Rhodesia.
K. mohozutza WaUengr. (? = nerva F.) (78 d) ist durch die breite Diskalbinde der Hflgl-LTnterseite innho-ntza.
und die übrigen in der L^ebersicht angeführten Kennzeichen ausgezeichnet. Kaffernland, Natal, Zululand
und Transvaal.
K. paola Platz (78 d) ist hier nach Plötz Originalfigur abgebildet. Angola. paola.
K. tucusa Trim. Die Grundfarbe in der Wuizelhälfte der Hflgl-Unterseite ist zum größten Teil gelb- iucum.
lieh weiß mit scharf hei vortretenden schwarzen Pmikten. Beim ^ sind die Submarginalflecke der Oberseite
nur schwach angedeutet. Hflgl oben ohne Diskalflecke, beim $ aber mit gelbem Fleck am Ende der Mittelzelle.
Natal und Transvaal.
K. chaca Trim. (78c) ist an die Färbung und Zeichnung der Unterseite der Hflgl sofort kenntlich, rhara.
Vflgl mit Diskalf lecken in 4 und 5. Süd-Afrika bis Angola.
K. chacoides Gaede ist mir unbekannt, soll aber der vorhergehenden Art sehr ähnlich sein. Diskal- charoides.
flecke der Vflgl weiß und alle vorhanden, der in 1 b beim ^ doppelt, beim $ einfach. Nach der Beschreibung
scheint der wichtigste Unterschied von chaca darin zu bestehen, daß die rotbraune Mittelbinde der Hflgl
in Flecke aufgelöst ist und daß die Diskalbinde graubraun (nicht weißlich) ist. Kamerun.
K. protensa Bllr. wird in folgender Weise beschrieben: ..Mit A'. hicusa Ttitn. verwandt, aber bedeutend pmiensa.
größer (35 mm); Vrd der Vflgl und Ird der Hflgl viel länger; Hflgl oben ohne Diskalflecke und bisweilen auch
ohne den haarigen weißen oder gelblichen Fleck am Ende der Mittelzelle ; die Färbung der Unterseite ist kräftiger ;
Vflgl am Vrd und an der Spitze, sowie die Submarginalflecke ledergelb mit orangegelbem Anflug; die Hflgl
fast wie bei mohozutza abwechselnd gelblich und orange; die schwarzen Diskalpunkte der Hflgl bilden nicht
wie bei tucusa ein regelmäßiges W, sondern stehen fast parallel zu der submarginalen Reihe ; es findet sich auch
ein dunkler submedianer nach innen verjüngter Streif vom Saume bis zur Wiuzel." Nigeria.
K. barberae Trim. (78 c) weicht von allen anderen Arten durch die Zeichnung der Unterseite ab. Kap- barberae.
land und Transvaal.
K. brunneostriga Plötz (78 b) ist nach Plötz Originalfigur abgebildet. Angola. brunneosiri-
K. fenestrata Btlr. (78 d) v.eicht nur durch die in der Uebersicht mitgeteilten Kennzeichen von . jj^^^^,^^^
brtinneostriga ab. Nyassa-Land bei Zomba.
K. wallengreni Trim. (78 c) ist durch die beiden weißen Streifen der Hflgl-Unterseite ausgezeichnet, wallengrenl.
Natal, Mashuna-Land, Kilimandjaro.
K. niveostriga Trim. ist der K. jenestrata sehr ähnlich, von dieser und übrigen verwandten aber durch niveoslriga.
die Anwesenheit und Stellung des Diskalfleckes 4 der Vflgl abweichend. Kapland bis Zululand.
K. lema Neave (78 c). Die grauen Rippen der Hflgl-Unterseite sind in der Flügelmitte dmch einige Icma.
hellere Querstriche verbunden, wodurch einige dunkle Flecke oder Punkte der Grundfarbe abgetrennt werden.
Südliches Congo-Gebiet: Katanga.
K. ? tniranda Btlr. ist mir unbekannt und wurde nach einem einzigen Q aus Britisch O.st-Afrika (Massai- mimwU.
Land) beschrieben. Aus der langen Beschreibung mag das folgende angeführt werden: ,,Der K. fenestrata oben
am meisten ähnlich, Fransen jedoch gelbbraun und die hyalinen Flecke hinter der Spitze der Mittelzelle größer,
weniger schief gestellt und nur durch die Rippe 3 getrennt; die Mittelzelle der Vflgl und die Wurzelhälfte der
Hflgl mit ockergelben Haaren bekleidet. Vflgl unten schwärzlich, am Vrde ockergelb und an der W\nzel rötlich
überzogen, gegen die Flügelspitze zu einen hellgelben dreieckigen Fleck erweitert; die subapicalen Glasfleoke
nach außen schwarz begrenzt ; der dreieckige gelbe Spitzenfleck nach außen durch eine schwärzliche Flecken-
linie und eine breite rostbraune Binde begrenzt; Fransen rötlichbraun. Hflgl unten hell ockergelb. Vrd, Ird
und Saum rostfarbig, im Wurzeldrittel vier dunkel rostbraune Punkte, zwei in der Mittelzelle und je einer in
544 OSMODES. Von Dr. C. Aurivillius.
1 c und 7 ; ein großer viereckiger Fleck nahe am \'idc violettgrau und zum Teil schwarz begrenzt; schief dahinter
ein kleiner gespaltener Fleck; zwischen der Rippe 1 b und der Spitze eine scharf hervortretende dunkel rost-
braune Binde und außerhail) dieser eine ähnliche unvollständige Linie, welche zum Teil dem Saume anliegt;
eine Reihe braune Saumpunkte; Fransen rötlichbraun. Flügelspannung: 33 mm."
28. Gattung: Osniodes Wts. .
Alle Arten dieser Gattung sind sofort an den weißen oder silbernen, dunkel umzogenen Pinikten oder
Fleckender Hflgl-Unterseite (gewöhnlich 4 in 1 c, 5, 7 und der Mittelzelle) und die qq an dem braunen Mehlfleck
der Hflgl-Ober.seite kenntlich. Palpen wenig aufgebogen mit kurzem kegelförmigem Endglied. Fühlerkolbe
spindelförmig ohne scharfe Spitze. Rippe 2 der Vflgl vor oder an der Mitte der Zelle, Rippe 5 an ihrem Ursprung
schwach aber deutlich gebogen, 11 frei verlaufend. Die Geschlechter sind oben einander so iniähnlich, daß sie
in der Artübersicht für sich behandelt werden müssen.
U e b e r s i c h t der (^ (J.
Beide Flügel oben zum großen oder größten Teil gelb, rotgelb oder gelbbraun. Vflgl unten am Hrde
mit einem schwarzen oder grauen Haarpinsel.
A. Vflgl oben mit einer fast gleichbreiten, nach innen scharf begrenzten schwarzen Saumbinde. Der Mehl-
fleck der Hflgl erreicht nicht die Flügelwurzel.
a. Hflgl oben bis zum Vrde gelb, nur an der Spitze und am Hrde schmal schwarz. Die gelbe Farbe der
Vflgl-Oberseite erreicht die Wurzel.
*. Größer, etwa 31 mm ; oben heller gelb. Die gelben Subapicalflecke der Felder 6 — 9 der Vflgl-Oberseite
sind durch einen gelben Fleck im Felde 5 mit der übrigen <:;elben Farbe vereinigt und trennen einen
schwarzen Doppelfleck am Ende der Mittelzelle von der Saumbinde ab. 0. laronia.
**. Kleiner, etwa 27 mm, oben mehr orangegelb. Die Subapicalflecke 6 — 9 der Vflgl-Oberseite bilden
einen frei gelegenen dreieckigen Fleck, indem das Feld 5 einfarbig schwarz ist. O. adosus.
ß. Hflgl oben am Vrde wenigstens bis zur Mittelzelle breit schwarz.
*. Die gelbe Farbe der Vflgl-Oberseite erreicht soAvohl in 1 a \ind I b wie auch in der Mittelzelle wenn
auch etwas verdunkelt die Flügelwurzel. Mittelzelle ohne schwarzen Längsfleck im Wurzelteil.
Subapicalfleck flcr Vflgl frei und abgerundet.
1. Hflgl unten hellgelb mit weißen Flecken in 1 c. 2, 7 und der Zelle. 0. thora.
2. Hflgl unten dunkelbraun mit weißen Flecken in 1 c, 5, 7 und der Zelle. 0. distinctus.
**. Die gelbe Farbe der Vflgl-Oberseite erreicht in der Mittelzelle nicht die Flügelwurzel oder ist dort
von einem schwarzen Längsfleck geteilt.
+ . Die gelbe Farbe der Vflgl-Oberseite dehnt sich in den Feldern 1 a und 1 b bis zu der Flügel-
wurzel aus. Hflgl unten gewöhnlich mit weißen Diskalflecken auch in 2 — 4.
1. Vflgl oben im Wurzelteil der Mittelzelle mit schmalem schwarzem Längsfleck oder ganz
schwarz. Hflgl unten zwischen den weißen Diskalflecken imd der feinen schwarzen Saum-
linie graugelb aufgehellt. 0. chrysatige.
2. Vflgl oben im Wurzelteil ganz schwarz. Hflgl unten zwischen den weißen Diskalflecken
und der dunklen Saumbinde lebhaft gelb aufgehellt. 0. thops.
+ -\-. Vflgl oben an der Wurzel in allen Feldern wenigstens bis zur Wurzel der Rippe 2 schwarz,
selten am Vrde gelblich überzogen.
1. Der gelbe Diskalfleck des Feldes 2 der Vflgl-Oberseite füllt die Wurzel .■seines Feldes ganz
oder fast völlig aus und liegt dem gelben Fleck der Mittelzello dicht an. Mehlfleck der
Hflgl-Oberseite dunkel und scharf hervortretend.
a. Vflgl mit gelben Diskalflecken in I a. 1 b. 2, 3. (i, 7. 8. 0. adon.
h. Vflgl oben ohne gelbe Diskalflecke in I a und 1 b oder nur mit einem Längsstrich am
Vrde in 1 b, aber in 2 — S-mit gelben Diskalflecken. 0. bangkaasi.
2. Der gelbe Diskalfleck des Feldes 2 der Vflgl ist durch die schwarze Grundfarbe von dem
Fleck der Mittelzelle breit getrennt. ^Mehlfleck der Hflgl hell gefärbt. 0. lux.
B, Vflgl oben am Saume nur allmählich etwas dunkler braun mit schwarzen Ripi^en und feiner schwarzer
Saumlinie. Der Mchlfleck der Hflgl ist groß und erreicht fa.st die Flügelwurzel. 0. costatv.s. .■
Ausgegeben 27. IL 1925. RHABDOMANTIS. Von Dr. C. AURIVILLITTS. 545
U e b e r s i c h t der ? ?.
Die ?$ weichen von den cJ(^ dadurch ab, daß beide Flügel oben schwarzbraun sind mit gelben Diskal-
f lecken und 1 — 2 gelben Flecken in der Spitze der Mittelzelle der Vflgl.
A. Der Doppelfleck in der Mittelzelle der Vflgl und der Diskalfleck 2 oder 3 der Vflgl einander berührend (nur
durch die dunkle Medianrippe getrennt). Vflgl oben ohne Diskalflecke in 1 a (4), 5 (und 8).
a. Größere Arten, etwa 31 mm.
*. Hflgl unten im Wurzelteil stark verdunkelt, braun oder grünlich braun. 0. laronia.
**. Hflgl unten im Wurzelteil hellgelb. 0. thora.
ß. Kleinere Arten, 25 — 28 mm.
*. Der Diskalfleck 3 der Vflgl ist scharf dreieckig und bedeckt vollständig die Wurzel des Feldes 3.
0. adon.
0. chrysauge.
0. adosus.
O. hanghaasi.
O. distindiis.
0. tho'ps *).
**. Der Diskalfleck 3 der Vflgl ist wurzelwärts abgekürzt und bedeckt nicht die Wurzel des Feldes 3.
0. costatus.
B. Der Doppelfleck in der Mittelzelle der Vflgl ist durch die schwarze Grundfarbe vollständig von den Diskal-
flecken getrennt.
a. Vflgl oben mit gelbem Läiigsstrich in 1 a, aber ohne Diskalfleck in 4. Diskalflecke der Hflgl-Oberseite
groß und lang. 0. lux.
ß. Vflgl oben in 1 a unbezeichnet, aber mit Diskalflecken in 4 — 6. Diskalflecke der Hflgl-Oberseite klein,
punktförmig. 0. staudingeri.
Da fast alle Arten dieser Gattung abgebildet und in den Artübersichten beschrieben sind, beschränke
ich mich hier auf Angaben über ihre geographische Verbreitung. Alle gehören der tropischen Urwaldregion
West-Afrikas an.
0. laronia Heiv. (77 f). Goldküste bis Gabun, Ituri und Ruwenzori. laronia.
0. thora Plötz (77 f). ,, Guinea". Gabun. thora.
0. adon Mab. (11 g). Sierra-Leone bis Gabun. adon.
0. chrysauge Mab. (77g). Nigeria: Loko. Kamerun. chrysauge.
0. adosus Mab. (77 h). Sierra-Leone bis Gabun. adosus.
0. thops Holl. (77 h). Togo. Gabun. "«op.?.
0. distinctus Holl. (77 h). Gabun. disündus.
0. banghaasi Holl. {11 h). Französisch Congo. - hanghaasi.
0. lux Holl. {11g). Ogowe-Tal; Belgisch Congo. '"•»•
0. costatus Auriv. {= cottoni B.-Bak.). Das ^ weicht von allen anderen Arten dadurch ab, daß costatus.
die Vflgl oben bis zur feinen Saumlinie braun sind mit schwarzen Rippen und gelbbraunen nach außen unscharf
begrenzten Diskalflecken und einem ähnlichen kleinen Fleck in der Mittelzelle ; tief schwarz sind nur ein läng-
licher Fleck in der Zelle, ein dreieckiger Fleck hinter dem Zellende in (3), 4 und 5 und ein Querfleck am Hrde
hinter der Mitte der Felder 1 a und 1 b. Hflgl oben an der Wurzel und am Irde schwarz in der Saumhälfte
tief gelb mit feiner dunkler Saumlinie. Das ? ist von den ?$ der übrigen Arten wenig abweichend. Kamerun
und Congo-Gebiet.
0. staudingeri Holl. (77 g). Von dieser Art ist nur das $ bekannt und es ist nicht ganz sicher, daß sie staudingeri.
zur Gattung Osmodes gehört. Ogowe-Tal.
24. Gattung: Rhabdoiuautis Holt.
Diese Gattung weicht nur wenig von Osmodes ab, hat aber eine verschiedene Zeichnimg beider Flügel
Nur eine Art. ^. Vflgl unten ohne Haarpinsel am Hrde.
Rh. galatia Hew. (= rhabdophorus Mab.) (77 h $) ist im $ Geschlecht durch die Abbildung leicht galatia.
kenntlich. Das cj tritt in zwei Formen auf; bei beiden Formen sind die Hflgl oben gelbbraun und am Vrde
•) Die Untersclüede der ?$ dieser sechs Arten sind geringfügig und mir noch nicht klar.
XIII 69
546
OSPHANTES; PAROSMODES. Von Dr. C. Atjrivillitts.
bis zum Hrde der Mittelzelle sehr breit schwarz, und beide Flügel unten gelbbraun bis braungelb, heller am
Hrde der Vflgl und am Irde der Hflgl aber ohne Flecke. Bei der Hauptform sind die Vflgl oben dunkler braun,
an der Spitze und am Saume sehr breit verdunkelt und an der Färbungsgrenze mit einer scharf hervortretenden
schwarzen, aus Androconien (Mehl schuppen) gebildeten geraden Querlinie zwischen der Rippe 5 und dem Hrd.
Hlb jcderscits mit einem Haarpinsel und die Hflgl am Irde mit einer hellen Längsrinne. — Bei der Q-Form
sosia. sosia Mab. sind die Flügel auf beiden Seiten heller gelbbraun, die Vflgl oben gegen den Saum weniger verdun-
kelt und ganz ohne schwarzen Mehlstrich, dagegen mit einem dunklen dreieckigen Fleck hinter der Mittelzelle
in 4 und 5. Hlb ohne Haarpinsel imd die Hflgl am Irde mit schwarzer Rinne. Die Art kommt von Sierra-Leone
bis Mossambik vor.
25. Gattung: Ospliaiiies Holl.
Die einzige hierher gehörige Art ist mir unbekannt geblieben und scheint nur durch die Zeichnung von
Osmodes abzuweichen.
ogowena. 0. ogowena Mab. Flügel oben schwarzbraun mit gelben Zeichnungen; Vflgl oben am Vrde bis über
die Mitte hinaus orangegelb, am Ende der Mittelzelle mit einem gerundeten gelben Fleck und mit gelben Diskal-
flecken in 1 b — 8, von denen der in 1 b groß ist und einen Strahl bis zur Wurzel entsendet. Hflgl oben mit gelben
Diskalfiecken in 2 — 6 und auch in der Zelle gelb; ein glasartiger Fleck an der Wurzel des Feldes 1 c. Flügel
unten gelb; Vflgl mit den Flecken fast wie oben, aber hellgelb, am Hrde in 1 a und Ib weißlich und fast unbe-
schuppt; Hflgl nur mit 2 winzigen schwarzen Punkten in 1 c und 5 und am Saume etwas verdunkelt. Ogowe-Tal.
26. Gattung:
Parosmodes Holl.
Auch diese Gattung ist mit Osmodes nahe verwandt, weicht aber durch die Bildung des Endgliedes
der Palpen ab. Die Fühlerkolbe hat eine mäßig lange aber scharfe, fast rechtwinkelig umgebogene Spitze.
(J. Vflgl unten mit einem schwarzen Haarpinsel am Hrde. Nur eine sichere Art ist mir bekannt; die übrigen
gehören wahrscheinlich zu der Gattung Oxypalpus.
morantii. P. morantü Trim. (77 i). (?. Vflgl oben am Vrd in 12 und 11 gelb und mit quadratischem gelben Fleck
am Ende der ^littelzclle, großen Diskalfiecken in 1 b — 3, kleinem oder keinem in 4 und recht großen in 5 — 7.
Hflgl oben mit Diskalqucrbinde in (1 c) 2 — ^5. Fransen beider Flügel gelb. Vflgl unten am Hrde in 1 a, am
Hinterwinkel und im Wurzelteil der Mittelzelle schwarz und mit schwarzem Querstrich am Zellende. Sonst
ranoha. mit gelber, (ab. ranoha Wtr.) oder rotbrauner Grundfarbe und hellgelben Diskalfiecken in 1 b- — 3. Hflgl unten
hellgelb oder rotbraun, der Ird breit gelb, stets mit 8 — 9 kleinen schwarzen PunJcten. Süd-Afrika bis
Owambo-Land und Zambesi.
rubeacen-i. ' P. fubescens Holl. {11 c). Holland stellt diese mir unbekannte Art wegen der Bildung der Palpen
zu der Gattung Gorgyra, deren Arten sie sonst sehr unähnlich ist. Da aber die Palpen der Gattung Parosmodes,
denen von Gorgyra ähnlich sind und ruhescens viel besser mit P. morantii durch Zeichnung und Färbung überein-
stimmt, stelle ich sie vorläufig zu Parosmodes. Die Abbildungen machen eine weitere Beschreibung überflüssig.
Ogowe-Tal.
icteria. F. icteria Mab. Diese nie abgebildete Art wurde bisher gewöhnlich mit Oxypalpus biseriatus Mab.
(vgl. S. 553) vereinigt. Da aber Holland versichert, daß icteria ,,strictly congeneric with morantii'' ist und dazu
kommt, daß die Beschreibung von icteria auch nicht auf eine der Ozypalpus-Axten paßt, betrachte ich bis auf
weiteres icteria als eine mir noch unbekannte Art. Mabille beschreibt die Art wie folgt: Flügel oben schwarz
mit großen goldgelben Binden und Flecken; die Vflgl haben eine breite gelbe Binde von der Wurzel bis zur
Spitze, wo sie den Vrd erreicht, und voit der Mittclzelle begrenzt: diese ist schwärzlich gestreift, ausgenommen
an der Spitze, wo sich ein großer, heller graugelb umgebener Fleck befindet. Die Saumbinde ist schwarz, breiter
am Hinterwinkel und der Hrd ebenfalls schwarz. Die Wurzelhälfte ist bräunlich. Die Fransen sind goldgelb.
Hflgl mit einem großen gelben Fleck, ringsum bis zu den Fransen schwarz umgeben. Unterseite gelb: Vflgl
mit einem Strich in der Zelle und einem recht großen Schatten am Hinterwinkel schwarz. Hflgl goldgelb mit
einem schwarzen Punkt an der Wurzel und 4 — 5 rauchbraunen, in einem Bogen stehenden Diskalpunkten.
25 mm." Transvaal.
3. Unterfamilic : Heteropterinae.
Steht der vorigen Unterfamilie sehr nahe und weicht nur dadurch ab, daß die Rippe 5 am Anfang ganz
gerade und nicht gegen die Rippe 4 gebogen ist.
AMPITTIA. Von Dr. C. Aurivillius. 547
Uebersicht der Gattungen.
I. Fühler kurz, die Spitze der Vflglzelle nicht oder kaum erreichend. Fühlerkolbe kurz und ganz gerade,
spindelförmig, an ihrer Spitze stumpf oder kurz kegelförmig. Drittes Palpenglied kurz und fast verbor-
gen, aber gerade vorgestreckt. Hinterschienen normal mit 4 Sporen. Flügel ohne Glasflecke.
A. Rippe 11 der Vflgl frei verlaufend, von der Rippe 12 völlig getrennt.
a. Palpen rauh beschuppt, aber ohne lange, schwarze Haare. Endglied kurz. 1. Ampittia.
ß. Palpen mit langen schwarzen Borstenhaaren bekleidet; ihr Endglied länger, gerade vorgestreckt.
2. Heterofterus.
B. Rippe 11 der Vflgl mehr oder weniger mit der Rippe 12 vereinigt; das Feld 11 dadurch nach außen
geschlossen. 3. Cydopides.
II. Fühler lang, die Spitze der Vflglzelle erreichend oder überragend. Fühlerkolbe mehr langgestreckt und
in eine scharfe mehr oder weniger umgebogene Spitze ausgezogen. Rippe 11 der Vflgl frei verlaufend.
A. Hinterschienen mit 4 Sporen.
a. Drittes Palpenglied sehr lang und dünn, aufrecht oder schief seitwärts gerichtet, ,, nackt" und
sehr spitzig.
*. Beide Flügel oben zum größten Teil gelb oder wenigstens mit gelben Flecken. 4. Oxypalpus.
5. Teinorhinus.
**. Flügel oben einfarbig schwarz oder mit kleinen weißen Flecken.
1. Fransen der Hflgl und die Hlbs-Spitze dunkel. 6. Prosopalpus.
2. Fransen der Hflgl und die Hlbs-Spitze weiß. 7. Ackros.
ß. Drittes Palpenglied kurz oder mäßig lang, beschuppt und kegelförmig. Flügel oben schwarz mit
weißen Glasflecken.
*. Drittes Palpenglied lang, dick, fast zylindrisch, wagerecht vorgestreckt oder etwas hängend.
1. Hflgl unten zum größten Teil weiß. 8. Hypoleucis.
2. Hflgl unten nur mit weißen Glasflecken. 9. Gorgyra.
10. Oedaloneura.
**. Drittes Palpenglied kurz, knopfförmig nicht wagerecht vorgestreckt. 11. Gastrochaeta.
B. Hinterschienen nur mit zwei Sporen. (Nach Mabille).
a. Erstes Glied der Hintertarsen beim ^ stark aufgeblasen. 12. Malaza.
ß. Hintertarsen nicht aufgebla.«en. 13. Manorina.
1. Gattung: Anipittia Moore.
Die Gattung ist schon in Band 9 beschrieben worden. A. lynx Mschlr., welche als eine fragliche afri-
kanische Art beschrieben wurde, stammt wohl sicher aus Asien und dürfte dieselbe Art wie maroides De Nicev.
sein.
Uebersicht der Arten.
A. Hflgl oben in der Mitte mit großem gelbem oder weißem Felde und nur an den Rändern wenigstens am
Vrde schwarz.
a. Hflgl oben ringsum (am Vrd, Saum, Ird und an der Wurzel) schwarz.
*. Der gelbe Fleck in der Mittelzelle der Vflgl-Oberseite ist sowohl mit den DLskalflecken 1 b— 4, wie
auch mit einem Längsstreif in der Wurzelhälfte des Vrdes zu einem großen, unregelmäßigen gelben
Felde vereinigt. A. coroller.
**. Die Diskalf lecke der Vflgl vom Fleck der Mittelzelle völlig getrennt.
§. Der gelbe Fleck der Hflgl-Oberseite steht hinter der Spitze der Mittelzelle. Die Flügelwurzel
und die Mittelzelle darum ganz schwarz. Kleine Art, Flügelspannung etwa 20 mm.
A. parva.
548
AMPITTIA. Von Dr. C. Aukivillius.
§§. Der gelbe oder weiße Fleck der Hflgl-Oberseite ist sehr groß und bedeckt sowohl einen Teil
der Mittelzelle wie auch die Wurzel des Feldes 1 c. Flügelspannung 26 — 32 mm.
1. Unterseite der Hflgl ganz hellgelb oder an den Rändern mehr oder weniger verdunkelt. Fran-
sen gelb. A. pardaliniis.
2. Unterseite der Hflgl schneeweiß. Fransen schwäizlich. A. dispar.
ß. Hflgl oben gelb nur am Vrde bis zur Rippe 7 schwarz. A. amena.
B. Hflgl oben einfarbig schwarzbraun ohne Zeichnungen.
a. Unterseite der Hflgl schwärzlich mit scharf begrenzten hellgelben Flecken und mit gelblichen Schuppen
dünn besprenkelt. Flügelspannung: 20 — 23 mm. A. rhadama.
ß. Unterseite der Hflgl eintönig braungelb oder graugelb ohne Zeichnung oder mit undeutlichen blaßgelben
Flecken. Vflgl oben mit 1 oder 2 Flecken in der Mittelzelle und Diskalflecken wenigstens in 2 und 3.
Flügelspannung etwa 27 mm.
*. Hflgl unten mit matt gelben Flecken A. cariate.
A. bernieri.
**. Hflgl unten graugelb ohne Flecke. A. mirza.
coroller. A. coroller Bsd. Flügel oben schwarz mit orangegelber Zeichnung. Vflgl oben am Vrde fast von
der Wurzel bis zur Rippe 9 mit gelbem Streifen, welcher auch die vordere Längshälfte der Mittelzelle bedeckt
und sich mit einem quadratischen Fleck an der Spitze der Zelle vereinigt ; dieser berührt die Diskalflecken
in 2 und 3, welche ihrerseits mit den Flecken in 1 b und 4 zusammenhängen; ein freier gelber Subapicalfleck
in 5 — 8. Hflgl oben in der Mitte mit großem gelbem Felde, welches aus großen Diskalflecken der Felder 1 c^ — -5
besteht und auch mehr oder weniger in die Spitze der Mittelzelle eindringt. Vflgl unten fast ganz braungelb,
nur in I a und 1 b mit schwarzer Grundfarbe und mit schwarzen Submarginalflecken in 2 — 7, die beiden ersteren
groß, die anderen punktförmig. Hflgl unten gelb mit undeutlichen diniklen Flecken im Wiirzelteil und schwärz-
lichen Diskalstrichen hinter der Älitte in 1 c — 7. Die Rippe 5 der Vflgl ist nicht ganz gerade und die Füliler
etwas länger als bei den übrigen Alten. Dazu kommt, daß auch die Zeichnung abweichend ist. Ich kann
darum coroller nur als eine abweichende Ampittia-Art betrachten. Die Fühlerkolbe ist indessen kurz mit
stumpfer gelber Spitze.
parva. A. parva sp. n. Flügel oben schwarz mit goldgelben Zeichnungen. Vflgl oben vor der Mittelzelle
mit einem gelben Streifen, welcher die Spitze der Mittelzelle, aber nicht den Vrd selbst erreicht ; in der Mittel-
zelle nur ein kurzer Längsstrich am Hrd, der Rippe 2 gegenüber; die Diskalflecke 1 b — 3 bilden einen Quer-
fleck außerhalb der Spitze der Mittelzelle; ein gelber gerundeter Subapicalfleck in (5) 6 — 8, welcher fast gerade
vor der Diskalbinde steht. Hflgl oben hinter der Mitte mit einer gelben Diskalbinde in 1 c — 5, welche nicht
in die ^littelzelle hineindringt. Vflgl unten schwarz mit denselben gelben Zeichnungen wie oben und außerdem
mit einer gelben Saumbinde zwischen der Spitze und der Rippe 3. Hflgl unten gelb, in der Mitte tiefer gelb,
mit schwarzen Sauniflecken in 1 c — 7, Diskalflecken in 1 c, 2 und 7 und einigen unscharf begrenzten schwarzen
Zeichnungen im Wurzelteil. Endglied der Palpen lang, vorgestreckt, rauh beschuppt. Usambara : Mombo
(Sjösteüt). Erinnert stark an das ^J der indischen ^4. maro F. (Band 1, Taf. 87 d), ist aber noch kleiner und hat
eine andere Unterseite der Hflgl. Das $ ist mir unbekannt.
A. pardalina. Bei allen Formen dieser Art sind die Vflgl oben schwarz mit einem gelben Fleck in der
Mittelzcile und zwei Gruppen gelber Diskalflecken einer in 2 und 3 und einer vor der Spitze in fi — 8 oder wenig-
pardalina. stens in 6 und 7. Hflgl oben mit großem orangegelbem Mittelfelde. Madagaskar. — pardalina Btlr. Vflgl auf
beiden Seiten mit kleinem Diskalpunkt nahe am Saume im Felde 5 und mit Subcostalpurikt in 10. Der Fleck
labordei. in der Mittelzelle wurzelwärts quer abgeschnitten. — labordei Oberth. weicht nur dadurch ab, daß der Fleck
der Mittelzelle am Hrde in einem gelben Strich, welcher die \\'urzel beinahe erreicht, ausgezogen ist. — Bei
saclavuf). SHClavus Mab. fehlt der Diskalpunkt 5 der Vflgl, nicht aber der Punkt in 8. — gallieri Oberth. weicht nur durch
(jaUieri. r]as Fehlen des Diskalpunktes 8 der Vflgl von snclaru.s ab. — Bei allen Formen sind die Hflgl unten gelb, aber
ringsum mehr oder weniger verdunkelt oder mit dunklem Längsstrich in 1 c und dunklen Submarginalflecken.
dispar. A. dispar 3Iab. ist durch die schneeweiße Unterseite der Hflgl ausgezeichnet. Vflgl nur mit 4 oder 5
kleinen Flecken oder Punkten, einem in der Mittelzelle iind je einem in 2, 3, 6 (und 7), von denen nur die
in 2 und 3 einander berüliren. Der Mittelfleck der Hflgl-Oberseite beim (J schwefelgelb, beim $ weiß. Mada-
disparilis. gaskar. — disparilis Oberth. scheint nur dadurch abzuweichen, daß der Vrd der Vflgl unten an der Wurzel breit
weiß ist und daß der große dottergelbe ((J) oder weiße ($) Mittelfleck der Hflgl-Oberseite etwas kleiner und
mehr abgerundet ist. Madagaskar.
atiiena. A. amena Gr.-Sm. ist mir imbekannt. Vflgl oben dunkelbraun mit einem großen gelben Makel,
welcher den Vrd und die Mittelzelle fast bis zur AVurzel bedeckt und sich auch hinter und außerhalb der Mittel-
zelle bis zur Rippe 2 ausdehnt ; ein gelber Subapicalquerstrich und ein gelber Punkt hinter diesem näher am
HETEROPTERUS. Von Dr. C. Aurh-illius. 549
Saume. „Die Unterseite wie oben, au,sgenommen daß die ganze Flügelspitze breit gelb ist. Die Hflgl ganz
gelb, am Vrde schwarz gesprenkelt." Madagaskar.
A. rhadama Bsd. (78b). Flügel oben schwarzbraini ; Hflgl ungefleckt; Vflgl mit kleinen gelblichen rhadama
Diskalpunkten in 1 b— 3, 6—8 und gewöhnlich auch mit einem solchen Punkt in der Mittelzelle, unten am Vrde
und an der Spitze braun oder gelblich. Madagaskar.
A. bernieri Bsd. (78 c). Diskalfleck 3 der Vflgl klein, näher am Saume als der Fleck in 2 und von hermtri.
diesem getrennt. Hflgl unten dunkelgelb, schwärzlich bestäubt und mit einigen gerundeten oder quatratischen,
unscharf hervortretenden matt gelben Flecken. Madagaskar.
A. cariate Hew. (78 b). Der vorigen Art sehr ähnlich, Vflgl aber mit Diskalfleck auch in 1 b und mit cariaie.
den Diskalf lecken 2 und 3 einander berührend. Hflgl unten mehr braungelb, sonst aber wie bei bernieri gefleckt.
Madagaskar.
A. mirza Mab. weicht oben von den beiden vorhergehenden Arten nur dadurch ab, daß die Diskal- mirsa.
flecke 2 und 3 der Vflgl mehr saumwärts gerückt sind und fast gerade hintereinander. stehen. Hflgl unten grau-
gelb ohne Flecke. Madagaskar.
2. Gattung: JSeteropterus Dum.
Die folgenden äthiopischen Arten passen besser in diese, als in jede andere bisher aufgestellte Gattung.
Mabille führt drei derselben {kijehtieri, tsila und inornahis) zu Leptalina; da aber die Hintertibien von
Leptalina nur 2 Sporen haben, die der genannten Arten aber 4, können sie nicht zu dieser Gattung gestellt
werden. Von Cyclofides unterscheiden sie sich sofort durch die frei verlaufende Rippe 11 der Vflgl. Unter
sich weichen die Arten durch die Länge der Fühler und die Bildung der Fühlerkolbe etwas voneinander ab.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Mittelzelle der Vflgl auf beiden Seiten ganz unbezeichnet. Beide Flügel oben schwarzbraun ohne Zeich-
nungen.
A. Flügelfransen nicht an den Rippenenden dunkel gefleckt.
a. Hflgl unten von der Wurzel bis zum Saume mit zwei weißen Längslinien, der einen in 1 c, der anderen
in der Mittelzelle und über Rippe 5. Vflgl auch unten ohne Zeichnungen.
*. Die beiden Längslinien der Hflgl-Unterseite breit und sehr scharf hervortretend. H. lepeletieri.
**. Die beiden Längslinien der Hflgl-Unterseite fein und w enig deutlich ; die Rippen zwischen den-
selben oft weißlich. H. tsita.
ß. Hflgl rniten ohne weiße Längslinien.
*. Flügel unten ohne Flecke oder nur mit einem grauen Diskalpunkt und einigen kleinen weiß-
lichen Diskalpunkten. H. inornatus.
**. Vflgl unten ohne Flecke. Hflgl unten mit einem dunkleren Schattenfleck am Zcllende und einer
diskalen Schattenbinde. H. niangarensis.
B. Flügelfransen an den Rippenenden .schwarz gefleckt. Vflgl unten mit schwarzen Saumflecken zwischen
den weißlichen Rippenenden und einer an der Rippe 5 winkelig gebrochenen grauen Diskallinie. Hflgl
unten schwarzgrau mit vier sehr feinen, gebogenen, grauen Querlinien. H. abjectus.
IL Mittelzelle der Vflgl an der Spitze mit 1 — 2 weißen Punkten.
a. Flügelfransen hell mit dunklen Flecken an den Rippenenden.
*. Vflgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen oder nur mit 2 — 3 winzigen weißen Subapicalpunkten
und einigen Diskalpunkten. Hflgl oben einfarbig schwarz ohne Flecke, unten mit hellgelber Grund-
farbe und schwarzen Zeichnungen. H. anomaeus.
**. Vflgl oben mit einer vollständigen, im Felde 5 gebrochenen Reihe weißer Diskalpunkte (in 1 b — 8).
1. Hflgl oben ohne Flecke, einfarbig schwarz. Vflgl unten am Vrde und in der Mittelzelle und die
Hflgl unten überall mit gelblicher Grundfarbe und schwarzen RipiDen. Hflgl unten mit gr-oßen
weißen, schwarzgeringten Diskalflecken in den Feldern Ic — 7; der Fleck in 1 c doppelt.
H. stellatus.
2. Hflgl oben mit einigen kleinen weißen Diskalflecken nahe dem Vrde. Beide Flügel unten mit
grauer Grundfarbe. Hflgl mit hellen Rippen, kleinen weißen Diskalflecken und ähnlichen halb-
mondförmigen Saumflecken. H. punctulaHis.
550 CYCLOPIDES. Von Dr. C. Aurivillus.
ß. Flügelfransen ohne dunkle Flecke an den Rippenenden. Diskalflecke der Vflgl -weiß, vollständig,
(in 1 b — 8), dem Saume genähert und mit demselben fast gleichfaufend. Hflgl oben mit 5 — 6 kleinen
weißen Diskalpunkten. Vflgl unten wie oben, aber mit weißgelben Saumstrichen an den Rippen. Hflgl
unten mit .scharf hervortretenden hellgelben Rippen und 8 weißlichen Diskalpunkten. H. icallacei.
lepelelieri. H. lepeletieri Latr. (= romi Robbe) (77 k). Süd-Afrika bis Congo und Ruwenzori.
isiUi. H. tsita Trim. ( ? = monochromus Mab.) (77 k). Kapland bis Transvaal.
inornalus. H. inomatus Trim. (77 k). Kapland bis Zululand.
niangaren- H. niangarensis HoU. Nordöstliches Congo-Gebiet.
sis.
abjectus. H. abjectus Snell. (= furvus Mab.; uniformis Karsch.) Sierra-Lcone bis Congo.
annmacus. H. anomaeus Plötz (77 k). Unterseite der Palpen gelblich. Die eigentümliche Zeichnung der Hflgl-
Unterseite geht aus der Abbildung hervor. Goldküste: Abiiri.
stellatus. H. stellatus Mab. (= mineni Trim.) (78 a). Ost -Afrika: Manica-Land bis Mombassa.
yunclulaiua. H. punctulatus Butl. {11 a). Congo-Gebiet und am Tanganjika.
wallacei. H. wallacei Neave (78 a). Rhodesia.
3. Gattung: C^clopides Hb».
Von allen anderen Gattungen dadurch abweichend, daß die Rippe 11 der Vflgl eine lange Strecke mit
der Rippe 12 vereinigt ist. Flügel stets oben mit schwarzbrauner Grundfarbe.
Uebersicht der Arten.
I. Hflgl unten ohne weißen Längsstrich auf dunklem Grunde.
A. Hflgl unten mit schwarzbrauner oder graugelber Grundfarbe und ähnliche Rippen.
a. Beide Flügel oder wenigstens die Vflgl oben mit scharf begrenzten lebhaft gelben oder orangegelben
Flecken. — il/e<i's- Gruppe.
§. Vflgl mit gelbem Fleck in der Spitze der Mittelzelle und am Vrde in 9 und 10 gewöhnlich mit
einem ähnlichen, damit oft vereinigten Fleck; außerdem mit gelben Diskalflecken in 2 — 8 und
oft auch in 1 b, welche drei oder vier getrennte Gruppen (in 1 b, 2 und 3, 4 und 5, 6 — 8) bilden;
die in 4 und 5 stehen immer viel Jiäher am Saume als die übrigen.
-|-. Hflgl wenigstens oben mit deutlichen gelben Flecken, einem großen Diskalfleck in 4 und 5,
einem kleinen in 2 und einer Reihe vor dem Saume.
1. Beide Flügel oben an der Wurzel schwarz ohne gelben Fleck oder nur am Vrde der
Vflgl gelb beschuppt. Die gelben Flecke der Oberseite mäßig groß oder klein.
a. Hflgl unten dunkelbraun und nur mit einem kleinen gelben Punkt nahe der Wurzel
des Vrdes ((J) oder mit einigen matt rötlichgelben Flecken, denen der Oberseite
entsprechend. C. metis.
b. Hflgl unten fast schwarz, ungefleckt {^) oder mit matten rötlichen Diskal- und Sub-
marginalf lecken. Alle Flecke der Oberseite klein. Der Diskalfleck 1 b der Vflgl-
Oberseite ist punktförmig oder fehlt gänzlich. C. quadrisignatus.
c. Hflgl unten graugclb oder blaß braungelb mit matt gelben Flecken. Die Flecke
der Oberseite klein und braungelb. C. malgacha.
d. Hflgl unten am Vrde und am Saume bis zur Rippe 2 rötlich braun, am Irde in 1 a,
1 b und 1 c bis zur Falte schwarz und sonst in der Mitte schwärzlich grau; ein Wurzel-
fleck in der Mittelzelle, ein sehr großer Di.«kalfleck in 4 und 5, welcher die Mitte
dieser Felder erreicht oder etwas überragt und kleinere Diskalflecke in 1 c und 2
sind weißlich und treten gegen den dunklen Gnnid scharf hervor. Die Submarginal-
flecke stehen in der braunen Saumbinde und heben sich nur schwach gegen die
Grundfarbe ab. C alticola.
2. Die gewöhnlichen gelben Flecke der Oberseite vergrößert; Vflgl außerdem mit einem
gelben Wurzclflcck im Felde 1 b und die Hflgl mit einem länglichen gelben Fleck an
der Wurzel. C. midas.
CYCLOPIDES. Von Dr. C. AuRiviLLnJS. 551
+ +. Hflgl auf beiden Seiten einfarbig schwarzbraun ohne Flecke. C. kambove.
§§. Vflgl ohne Fleck in der IVIittelzelle oder in 9 und 10 und also niir mit Diskalf lecken. Hflgl unten
ohne Flecke, oben mit 3 — 4 gelblichen Submarginalf lecken.
1. Die Diskalf lecke der Vflgl wie bei den vorhergehenden Arten auf drei, wohl getrennte Gruppen
in 2 + 3, 4+5, 6 — 8) verteilt. C. trisignatus.
2. Die Diskalflecke der Vflgl bilden eine zusammenhängende gelbe Querbinde zwischen den
Rippen 1 und 8. C. decipiens.
ß. Flügel oben einfarbig schwarzbraun ohne gelbe Flecke oder höchstens mit Andeutung von drei kleinen
gelblichen Subapicalpunkten in 6 — 8 der Vflgl. C. aegipan.
B. Hflgl unten mit weißer Grundfarbe und scharf hervortretenden schwarzen Rippen. Vflgl unten mit
weißen oder gelblichen Saumflecken oder Saumstrichen.
y.. Hflgl unten mit orangegelben Basal-, Diskal- und Subniarginalflecken und dadurch sehr bunt ge-
färbt. — Fortnosus-GTUY>\ie.
*. Die Diskalflecke 4 und 5 der Vflgl sind klein, dem Saume genähert und bilden zusammen eine
von den übrigen Diskalflecken völlig getrennte Gruppe.
1. Vflgl mit gelbem Fleck in der Mittelzelle und mit einem damit vereinigten Costalfleck in
9 und lü. C. perexcellens.
2. Vflgl ohne Fleck in der MittelzeUe, unten am Vrde bis zur Mitte gelb beschuppt. C. carsoni.
**. Die Diskalflecke 4 und 5 der Vflgl sind groß und bilden mit den übrigen Diskalflecken eine zu-
sammenhängende gelbe Querbinde oder dringen wenigstens zwischen die Diskalflecke 3 und 6
hinein und berühren dieselben mehr oder weniger.
§. Hflgl unten mit vollständiger Reihe von orangegelben Submarginalflecken (in [1 b] 1 c — ^7).
Vflgl wenigstens oben ohne gelben Fleck in der Mittelzelle. C. formosus.
§§. Hflgl unten ohne Submarginalfleck im Felde 5.
1. Hflgl unten mit rotgelbem Submarginalfleck im Felde 4.
a. Vflgl auf beiden Seiten ohne gelben Fleck in der Spitze der Mittelzelle und im Felde 2.
Die gelben Flecke der Oberseite reduziert. C. tsadicus.
h. Vflgl mit gelbem Fleck in der Spitze der MittelzeUe. Die gelben Flecke der Oberseite
groß und vollständig vorhanden. C. cooksoni.
2. Hflgl unten ohne rotgelben Submarginalfleck im Felde 4. C. ogwanyi.
ß. Diskal- und Submarginalflecke der Hflgl-Unterseite von der Farbe des Grundes und darum nur
durch ilire schwarzen Grenzlinien bemerkbar. MittelzeUe der Vflgl ohne Flecke. Hflgl oben ohne
Zeichnungen. Vflgl oft mit sehr reduzierten gelblichweißen Diskalflecken (gewöhnlich in 3, 5, 6 — 8
deutlich) und auch oben mit weißgelben Saumflecken. Hinterschienen nur mit Endsporen.
C. wilhmi.
II. Hflgl unten schwärzlich mit zwei scharf hervortretenden weißen Längsstrichen, einem in der MittelzeUe
und einem in 1 c.
a. Flügel imten mit kleinen dreieckigen gelben Saumflecken. Hflgl unten am Irde weiß. C. meninx.
ß. Flügel unten ohne helle Saumflecke. Hflgl unten am Irde nicht weiß. C. syrinx.
C. metis L. (77 k) bei der südafrikanischen Form (Kapland bis Transvaal und Angola ?), sind beim meüs.
cj die Hflgl unten ganz einfarbig dunkelbraun ohne Spur von Diskalflecken, nur mit einem winzigen gelben
Fleck an der Wurzel des Vrdes. — In ganz Ost-Afrika bis zum Elgon-Berg kommt eine Rasse orientah's form, orienialis.
nov. vor, bei der die Hflgl des $ wie beim $ rötlich gefleckt sind, aber ohne gelben Fleck an der Wurzel des
Vrdes.
C. quadrisignatus Btlr. weicht nur durch die schon angeführten Kennzeichen von metis ab. Nyassa- quadrisig-
Land, Kilimandjaro. nahts.
C. midas Btlr. (= santhometis Mab.) (77 k). Nyassa-Land. midas.
C. alticola sp. n. Weicht oben kaum von metis und von deren Rasse orientalis ab, hat aber eine ver- allicola.
schiedene Unterseite der Hflgl. Zentral-Afrika : Birunga-Vulkan und auf dem Elgon-Berg in Ost-Afrika. Xur
(JcJ sind mir bekannt.
C. malgacha Bsd. (= limpopona Wallengr.) ist besonders an der helleren Grundfarbe der Unterseite malgacha.
der Hflgl kenntlich. Kapland bis Transvaal. Madagaskar.
C. kambove Neave (11 i). Vflgl fast ganz wie bei metis, aber ohne gelben Streif an der Wurzel des kambove.
Vrdes und unten ohne solchen Streif in der MittelzeUe. Xord-Rhodesia.
552
CYCLOPIDES. Von Dr. C. Aurivillics.
irisignaius.
decipiens,
C. trisignalus Xeave. Uganda.
C. decipiens Btlr. Obgleich die gelbe Diskalquerbinde der Vflgl ganz wie bei C. jormosus gebildet ist,
gehört dic»Q Art nahe mit den vorhergehenden zusammen und weicht durch die einfarbige Unterseite der Hflgl
ahsc'issa. völlig von der i^o>->?;o.S'«,s-Gruppe ab. Nyassa-Land. — abscissa Gaede weicht nur dadurch ab, daß der Diskalfleck
1 b der Vflgl fehlt und die gelben Flecke der Hflgl-Oberscite wenig deutlich sind. Ost -Afrika: Kigonsera.
perexcel-
len.s.
C. perexcellens Btlr. Hflgl imtcn mit gelben Diskalflecken in 1 c, 2, 4—7 und Submarginalflecken
in 1 b — 5 und außerdem mit einigen gelben Wurzelfleoken ; oben nur mit undeutlichen Diskal- (2) und Submar-
ginalflecken (5 oder fi). Vflgl unten mit zusammenhängender, durch die scliA^arzen Rippen geteilte Saumbinde.
awjolanus. Xyassa-Land. — angolanus i?///-. weicht durch giößere gelbe Flecke und durch 2 Flecke in der Mittelzelle der
Vflgl ab. Angola.
carsoni. C. carsoiii Btlr. Mir unbekannt. Aus der Beschreibung mag angefülirt werden: Fransen der Hflgl
dunkelbraun gefleckt; Vflgl unten in der Wuizelhälfte mit gelbem Streif am Vrde, aber ohne Fleck in der
Mittelzelle; Hflgl unten sahnefarbig mit schwachem Silberglanz; Rippen und Saumlinie, nicht aber der Ircl
schwarz; die gelben Flecke wie bei perexcellens. Flügelspannung: 34 mm. Fwambo am Tanganjika-See.
formosiis. C. formosus Btlr. (78 a). Palpen orangegelb. Matabele- und Xyassa-Land.
tsadicus. C. tsadlcus Amiv. Palpen grau. Die gelben Zeichnungen der Oberseite sind reduziert, indem der
Diskalfleck 2 der Vflgl fehlt und der in 3 kürzer ist. Am Tsad-See.
cooksoni. C. cooksoiii H. Drc. (78 a). Rhodesia.
ogn-anyi. C. ogwanyi B.-Bak. ist wahrscheinlicn nur eine Lokalrasse von cooksoiii. Uganda.
icUlemi. C. vvillemi WaUengr. (= cheles Heic.) (78 a, b). Von allen anderen Arten dieser Gattung durch
die L^nterscite der Hflgl verschieden. Damara-Land, Tran.svaal und Somali-Land.
vicninx. C. meninx Trim. (= argenteostriatus Plötz) (78 a). Die Hinterschienen haben nach Teimex bei dieser
Art nur Endsporen. Xatal und Transvaal.
syriii.r. C. syrinx Trim. (78 a). Beide Flügel oben mit kleinen, unscharf begrenzten, matten, hellgelblichen
Flecken und an der Wurzel mit gelblichen Schuppen bestreut. Vflgl unten am Vrde und an der Spitze gelb-
braun. Hflgl unten mit gelbbrauner Grundfarbe. Kapland, auf Berggipfeln.
acgipan. C. aegipatl Trim. (78 a). Oben einfarl)ig dunkelbraun und sehr an die ^e^ero^jierwÄ- Arten erinnernd; vor
der Spitze der \'llgl gewöhnlich drei längliche matt gelb beschuppte Subapicalflecken in 6 — ^8, welche oft
auf der Unterseite deutlicher sind, aber auch doit fehlen können. Unten sind die Hflgl und die Vflgl am Vrde
und an der Spitze dunkel gelbbraun; Ird der Hflgl jedoch in 1 a und 1 b dunkler schwärzlich. Die Rippe 11
der Vflgl ist wenig.stens bei dem vorliegenden Stück nur eine kurze Strecke mit der Rippe 12 ver.schmolzen. Die
Hinterschienen haben bei meinem Stücke 4 Sporen (nach Trimex kommen nur End.sporen vor). Kapland bis
Transvaal und Mashuna-Land. Auch diese Art kommt nur auf Bergen vor.
argenleogul- C. argenteogutta Btlr. I 78 b) habe ich nicht \mtersuchen können. Xach der abweichenden Zeichnung
• der Unterseite zu beuiteiien gehöit sie wahrscheinlich nicht zu Cyclopides. Die Vflgl nach Butler oben mit
drei unregelmäßigen schiefen Querbinden, einigen Submarginalpunkten und den Fransen gelb. Hflgl oben
mit einem Punkte an der Wurzel, einer unregelmäßigen Mittelbinde, drei Submarginalpunkten und den Fransen
gelb. Körper schwarz. Xubien.
Schließlich mag hier eine von Fr. Walker im Jahre 1870 aus Hör Tamanib in Xubien am Roten Meer
■plMyle. beschriebene Art, C. phidyle, er\\ähnt werden, welche bisher nicht gedeutet \\urde und wahrscheinlich nicht
zu Cyclopides gehört. Die Beschreibung lautet: Rostbraun: Kopf vorne inid Leib unten gelblich; Fransen
grau, an ihrer A\'\uzel braun; Vflgl: eine dunklere, unregelmäßige Binde, welche nach außen gerundet und
gedrungen ist und dort einen Längsstreifen entsendet, welche mit einer kurzen, vorderen, am Vrde erweiterten
Binde vereinigt ist; eine dunklere Saumbinde; in der Mitte einige weiße, in drei Gruppen geordnete Glasflecke;
die erste Gruppe aus 1 — -2 PunJ^ten näher an der Wurzel als die zweite, welche querliegend ist und aus 2 — 3
Punkten besteht ; die dritte Gruppe zwischen den beiden anderen, aber weit mehr vom Vrde entfernt und aus
einem Fleck und einem Punkt gebildet. Hflgl mit drei dunkleren aus Flecken gebildeten Binden und einer
zusammenhängenden Saumbinde. Flügel unten gelblich ; Vflgl mit einem braunen Fleck in der Mitte und
außerhalb desselben mit zwei unregelmäßigen Binden, von denen der erste breiter als der zweite, welche am
Saume läuft, ist. Hflgl mit drei unregelmäßigen, von braunen Flecken gebildeten Binden. Flügelspannung
1 inch 5 lin. (englisch).
Ausgegehen 27. 11. 1923. OXYPALPUS. Von Dr. C. AuRIVILLIXJS. SS.'J
4. Gattung': Oxypalpiis Wts.
Die Rippe 2 der Vflgl aus der Mitte der Zelle. Die Rippe 3 und 4 der Hflgl aus demselben Punkte oder
beim ^ oft kurz gestielt.
Uebersicht der Arten.
A. Hflgl unten ohne helle Längsstreifen zwischen den Rippen.
a. Hflgl unten ohne schwarze Punkte oder Querreihe dunkler Ringe.
*. Hflgl unten einfarbig hell braungelb, höchstens mit sehr feiner, schwarzer Saumlinie und dunldem
Längsstreifen im Felde 1 c ; oben zum größten Teil orangegelb. 0. igniius.
**. Hflgl unten in der Mitte und am Irde dunkel braunrot, an der Wurzel, am Vrde, am Saume und
in 1 c schwarz, oben schwarz mit zwei feinen rötlichen Längsstrahlen von der Wurzel. 0. niger.
p. Hflgl unten mit mehreren schwarzen oder braunen Punkten, mit dunklen Ringen oder mit dunkleren
Quer binden.
*. Die Diskal- und Submarginalf lecke der Hflgl-Unterseite von der Farbe des Grundes, aber schwarz
geringt und dadurch scharf hervortretend. Vflgl oben ohne Diskalflecke in 4 und 5 und ohne gelben
Streifen an der Wurzel des Vrdes, in der Mittelzelle mit zwei kleinen Flecken. 0. annulifer.
**. Hflgl unten ohne Ringflecke.
1. Hflgl unten heller oder dunkler braungelb mit mehreren braunen oder schwärzlichen Punkten
und einem dreieckigen schwarzen Saumfleck in Ib. Von den dunklen Punkten steht einer an
der Wirrzel des Feldes 7, 4 in einer Reihe quer über die Spitze der Mittelzelle (2 in 1 c, 1 — 2 in
der Zelle und 1 in 7) und die übrigen in einer submarginalen Doppelreihe, je 2 in 1 c — ^6.
O. biseriata.
2. Hflgl unten mit zwei dunkleren, undeutlichen Querbinden. 0. numa.
B. Hflgl unten mit mehreren weißlichen Längsstreifen zwischen den hellgelblichen Rippen. 0. harona.
0. ignitus ist eine veränderliche Art, deren Formen jedoch ohne scharfe Grenze ineinander überzu-
gehen scheinen. Beim ^ findet sich auf der Oberseite der Hflgl ap der Wurzel der Rippen 2 — ^4 ein kleiner
Mehlfleck, welcher mehr oder weniger von einem gelben Haarpinsel der Mittelzelle bedeckt ist. Vflgl oben am
Vrde von der Mitte ab, an der Spitze und am Saume breit schwarz, außerdem mit schwarzen Streifen in der
Mittelzelle, einem kegelförmigen schwarzen Fleck in 4 und 5 hinter der Zellspitze und mehr oder weniger
ausgebildeten schwarzen Längsstrahlen in 1 a und 1 b, welche von der Saumbinde ausgehen. Beim $ sind die
gelben Zeichnungen der Vflgl stark reduziert und bilden nur eine schmale unregelmäßige Diskalbinde in 1 b^ — 8
und einen damit zusammenhängenden Längsstreifen am Vrde bis zur Wurzel, ignitus Mab. {^ = pyrosa ignUus.
Plöiz; $ = gisgon Mab.) (77 e). Mehlfleck der Hflgloberseite von der Farbe des Grundes, nicht verdunkelt.
Vflgl oben mit kräftig entwickelten schwarzen Zeichnungen, unten aber ohne schwarzen Mehlfleck hinter der
Mitte der Rippe 1, nur an der Wurzel und am Hrde in 1 a über die Mitte hinaus schmal schwarz. Sierra-Leone
bis Ogowe. — woilastoni Heron. ^. Älehlfleck der Hflgl-Oberseite durch eingemischte schwarze Schuppen troUastonl.
mehr oder weniger verdunkelt. Vflgl oben mit etwas verkleinerten schwarzen Zeichnungen, unten wenigstens
mit Andeutung eines schwarzen Fleckes hinter der Mitte der Rippe 1. Kamerun. Ruwenzori. — • fulvus Lathy fidrus.
(77 f). cj. Hflgl oben mit deutlichem schwarzen Mehlfleck. Die schwarzen Zeichnungen der Vflgl-Oberseite noch
mehr verkleinert. Vflgl unten hinter der Mitte der Rippe 1 mit einem länglichen schwarzen Fleck. Nigeria. Itmi.
0. niger H. Drc. (77 e). Vflgl oben einfarbig braunschwarz, unten mit braunroten Flecken wie aus niger.
der Abbildung hervorgeht. Congo-Gebiet am Kassai-Fluß.
0. annulifer HoU. (77 d). Die Abbildung macht eine nähere Beschreibung überflüssig. Gabun: anmiUfer.
Ogowe-Tal.
0. biseriafus Mab. (= zimbazo Tr., icteviana Slrd.) (11 i). Die ausgezeichnete Beschreibung Mabilles biscriaius.
beweist, daß seine auch von ihm selbst später nicht genau untersuchte Pamphila biseriata (sie wird in Genera
Ins. zu Pardakodes gestellt) ganz sicher mit zimbazo Trim. identisch i.st. Bisher wurde P. icteria Mab. mit
dieser Art vereinigt, Strand hat aber darin recht, daß die Beschreibung von icteria nicht auf zimbazo paßt.
Die Art ist durch die Abbildung und die Uebersicht leicht zu bestimmen.
0. numa Drc. wurde als eine Parosmodes beschrieben, aber init icteria Mab. (vermutlich biseriaius) nimm.
verglichen. Da ich die Art nicht imtersuchen konnte, muß ich ihre generische Stellung als unsicher betrachten.
Nach der Beschreibung ist der Körper oben schwarz, unten wie auch die Beine graubraun. Vflgl schwarz: ein
gelbbrauner Fleck am Ende der Mittelzelle und ein anderer mehr saumwärts am Vrde; von diesem Fleck geht
XIII 70
554 TEIXORHIXUS; PROSOPALPUS; ACLEROS. Von Dr. C. AuRmLLirs.
eine Reihe von kleineren Flecken bis zum Hrde. Hflgl schwarz mit einem kleinen gelbbrainien Fleck an der
Spitze der Mittelzelle und dann mit einer breiten gelbbraunen Querbinde vom Anahvinkel fast bis zum „Irde"
(sie!; wohl Vrde?). Fransen gelb. Vflgl unten fast wie oben, aber mehr braun. Hflgl iinten rotbraun mit zwei
xnideutlichen mehr rötlichen Querbinden zwi.schen dem Vrde und Irde; Flügelfläche leicht mit kleinen rötlichen
Flecken besprenkelt. $ dem q .sehr ähnlich, nur mehr schwärzlich. Üst-Afril^a ; Daressalaam.
harona. 0. harona Westiv. {= merops Weym.) ist durch die Unterseite der Hflgl von allen übrigen Alten
verschieden. Bei der Hauptforra sind die gelben Zeichnungen der Oberseite sehr aiisgedehnt. Vflgl oben an
der Wurzel nur bis zur Rippe 2, am Hi'de in 1 a, am Saimie in einer Breite von etwa 2 mm inid am Vrde .sehr
schmal schwarz; außerdem mit einem schwarzen Längsstrich in der Mittelzelle und einem davon getrennten,
kegelförmigen schwarzen Fleck in 4 imcl 5. Hflgl oben nur an den Rändern schwarz. Matabele-Land; Rho-
ruso. desia; Ost-Afrika. — niSO Mah. (11 e) weicht, wie die Figur zeigt, nur dadurch ab, daß die schwarze Färbung
der Oberseite viel mehr ausgedehnt ist. Fliegt in denselben CTCgenden wie die Hauptform inid dürfte eine Zeit-
form derselben sein.
5. Gattuiiff: Toinorliiuiis 117
s.
Weicht von Oxypalpus nur dadurch ab, daß die Spitze der Vflgl mehr abgerundet ist und daß dem ^
der Mehlfleck der Hflgl fehlt.
waisom. T. watsoni Holl. (77 f) ist durch die Abbiklung genügend charakterisiert. Gabun. Hewitsox ver-
wechselte in seiner Sammlung diese Art mit Dalla diras'pes aus Rio-Janeiro.
6. Gattung: Prosopalpiis Holl.
Die.se Gattung umfaßt nur zwei kleine schwarze Arten, die ich leider nicht untersuchen konnte. Das
zweite Palpenglied ist sehr lang vorgestreckt, und mit seiner halben Länge die Stirn überragend und das dritte
Glied auch lang, vorgestreckt, zugespitzt und fast nackt. Rippe 5 der Hflgl deutlich, die Rippen 1 a und
1 b gebogen.
duplex. P. duplex Mab. {11 i). Flügel oben scliMarz, unten vor dem Saume mit einer oder zwei Querreihen
grauer Punkte. Sierra-Leone.
debilis. P. debilis Plötz (77 i). ,, Seh warzbraun, oben ganz einfach, unten haben alle Flügel einen tiüb lila
Mittelpunkt und nahe dahinter eine solche, schmale, gebogene- von den dunkeln Rippen durchschnittene Quer-
binde, auch eine gleichfarbige feine Saumlinie; die vorderen noch unter der Spitze, vor dem Saum 5 Punkte.
Die Fühler sind ^/j so lang wie die Vflgl."' Vflgllänge 12 mm. Kamerun. Nach Plötz Originalfigur abgebildet.
7. Gattung:: Acleros Mab.
Kleine, nahe verwandte und unsicher begrenzte Arten, welche fast immer an dem langen, dünnen und
spitzigen Endglied der Palpen (nur bei placidus ist dieses Endglied kürzer und dicker, mehr kegelförmig), dem
an oder vor der Sj)itze weißen Hlb und den weißen Fransen der Hflgl erkannt werden können. Bei den (J(J
sind die Vflgl oben einfarbig schwarz oder haben höchstens Spuren grauer Flecke, bei den $$ dagegen treten
gewöhnlich 2 — -3 weiße oder weißliche Diskalflecke in 1 b, 2 (und 3), selten auch zwei Punkte in der Mittelzelle
auf. Die Unterseite der Hflgl hat eine eigentümliche, verwickelte, aus Strichelchen imd unscharfen Schuppen-
flecken auf hellerem Grunde bestehende Zeichnung.
L^ e b e r s i c h t der Arten.
A. Vflgl unten am Hrde dunkel gefärbt, schiefergrau oder schwärzlich, höchi-tens n it einem weißen Saum-
fleck am Hinterwinke].
a. Vflgl unten mit weißem Saumfleck in 1 a und 1 b und vor diesem mit weißlicher, dunkel gestrichelter
Saumbinde bis zur Rippe 6 oder 7. Hflgl unten weiß mit schwarzen Strichelchen, welche am Vrde und
in der Mitte vom Irde bis zur Rippe 4 dichter stehen. A. sparsus.
ß. Vflgl unten ohne weißen Saumfleck am Hinterwinkel.
*. Hflgl unten ohne breite dunkle Saum.binde oder nur mit dunkleren Flecken.
1. Kleinere Art; Flügelspannung etwa 23 mm. Hflgl oben am Saume in 1 b — 2 breit (etwa 2 mm)
weiß. A. leucopygus.
ACLEROS. Von Dr. C. Aurivillius. 555
2. Beim $ {(^ unbekannt) sind die Hflgl unten fast eintönig graubraun mit weißem Mittelfleck und
■weißlichen, dunkel gekernten Saumflecken zwischen den Rippen in 1 b — 3. A. kasai.
**. Hflgl unten mit breiter, dunkler, nach innen oft etwas bauchiger Saumbinde, welche die Wurzel
der Rippen 3 und 4 erreicht und gegen die weißliche Mittelbinde recht scharf begrenzt ist; an der
Mitte des Saumes ist sie zwischen den Rippen 2 und 6 mehr oder weniger durch graue Schuppen
erhellt. A. macheni.
B. Vflgl unten am Hrde breit weiß oder weißlich aufgehellt.
a. Hflgl unten in der Saumhälfte mit breiter, dunkler, nach innen oft konvexer und am Saume in der Mitte
aufgehellter Saumbinde.
*. Vflgl ohne Subapicalpunlcte in 6—8. A. plötzi.
A. instabilis.
**. Vflgl mit weißen Subapicalpunkten in 6 — 8. A. olaus.
ß. Hflgl unten ohne dunklere Saumbinde, fast überall gleichförmig gezeichnet.
*. Hflgl unten weiß mit dunlvlen Strichelchen und Querlinien. A. substrigattis.
**. Hflgl unten schwarzgrau, dicht mit graubläulichen Schuppenflecken fast gleichförmig bestreut.
Endglied der Palpen kurz, kegelförmig. A. placidtis.
A. sparsus H. Drc. (77 b). Hflgl oben am Saume schmal weiß. $ unbekannt. Kamerun. sparsus.
A. leucopygus Mab. ( ? = minusculus Bbl.). Wurde aus Madagaskar beschrieben, soll aber nach Ham. leucopygus.
Drttce auch auf dem Festlande Afrikas vorkommen und dürfte dieselbe Art wie minuscidus Rbl. sein. Rebel
sagt von seiner Art folgendes: ,, Steht der vorigen Art (inackeni) nahe, ist jedoch viel kleiner und zeigt auf den
Hflgln längs des Saumes vor und im Afterwinkel von den weißen Fransen ausgehende weiße Flecke in der Flügel-
fläche. Unterseits sind die Flügel heller als bei inackeni, namentlich entbehren die bläulich weißen, braun ge-
sprenkelten Hflgl vollständig der bindenartigen Verdunkelung vor dem Saume. Vflgllänge 11 mm."
A. kasai H. Drc. Flügel oben schwarzbraun. Vflgl mit zwei weißen Punkten in der Spitze der Mittel- kasal.
Zelle, weißen Diskalflecken in 2 und 3 und weißen Subapicalpunkten in 6 — 8. Hflgl auch oben mit weißem
Mittelfleck. Vflgl unten fast wie oben mit großem gespaltenem, weißem Diskalfleck in Ib. Congo- Gebiet :
Kassai. — dualensis Strd. weicht nur dacku-ch ab, daß der helle Mittelfleck der Hflgl-Oberscite fehlt und die dualensis.
Vflgl nur einen Subapicalpunkt (in 6) haben. Kamerun : Duala.
A. mackeni Trim. (11 a). Vflgl beim (J oben ohne deutliche Diskalflecke, beim $ gewöhnlich mit mackcni.
weißlichen Diskalflecken in 1 b und 2. Hflgl oben einfarbig schwarz mit weißen Fransen oder hinter der Mitte
am Saume schmal weiß. Natal bis Angola und Kilimandjaro. — nyassicola Strd. soll durch gelbliche Diskalflecke nyassicola.
der Vflgl und mit ockerbräunlichen Schuppen dicht bestäubtes Wurzelfeld der Hflgl-Unterseite abweichen.
Nyassa-Land. — aurifrons Strd. ?. Vflgl oben mit drei unter sich verbundenen oder mrr durch die Rippen anrifrons.
getrennten Diskalflecken (in 1 b — ^3) und mit drei kleinen Subapicalpunkten in 6^ — 8. Beim ^ haben die Vflgl
nur 2 undeutliche Diskalflecke und keine Subapicalpunkte. Nyassa-Land.
A. plötzi 3Iab. (77 a) ist an der scharf gezeichneten Unterseite leicht kenntlich. Beim $ haben die j^Iötzi.
Vflgl einen weißen Punkt in der Mittelzelle und je einen Diskalfleck in 1 b und 2. Goldküste bis Congo.
A. instabilis Mab. (77 b) ist mit plötzi nahe verwandt, ist aber etwas größer und hat wie die Figur inslabilh.
zeigt, eine viel hellere Unterseite. Ost-Afrika.
A. olaus Plötz (77 b) weicht nur durch die in der Uebersicht erwähnten Kennzeichen von ^^Zö/zi ab. olaus.
West -Afrika vom Togo-Land bis Loango.
A. substrigatus HoU. (77 a). Kamerun und Gabun. subsirigaius.
A. biguttaius Mab. ist mir unbekannt. ,,(J. Schwarz oben ohne Flecke; Fransen der Vflgl weißgrau, bigullaUis.
der Hflgl weiß, Flügel unten graubläulich. Vflgl am Hrde mit großem weißem, dreieckigem Felde. Die Hflgl sind
mit weißen Schuppen bestreut und haben zwei feine, weiße Längs.strahlen am Irde. — $ dem cJ ähnlich, aber
auf der Oberseite der Vflgl mit zwei kleinen weißen Flecken in 1 b und 2. Hflgl am Saume weiß ; die weiße
Farbe ist zweimal erweitert in 1 b und 3." Flügelspannung des cJ 17 mm. Sierra-Leone.
A. placidus Plötz (77 a) weicht, wenn ich ihn richtig gedeutet habe, von allen anderen Arten durch placidus.
das kurze Endglied der Palpen ab und sollte vielleicht als Typus einer besonderen Gattung betrachtet werden .
Die Hflgl sind bald ganz schwarz, bald am Saume schmal und unregelmäßig weiß. Beim $ haben die Vflgl
zwei weiße Punkte in der Mittelzelle und kleine weiße Diskalflecke in 1 b ur^d 2. Goldküste bis Kamerun. —
displacidus Ml. soll von placidus nur ,, durch das Hineinragen der weißen Fransenfärbung in die Fläche der displacidus.
Hflgl" abweichen. Es kommen indessen Zwischenstufen zwischen dieser Form und der Form mit ganz schwarzen
Hflglia vor, Zentral-Afrika, im L'rwald.
556 HYPOLEUCIS; GORGYRA. Von Dr. C. AuRmLLii-s.
8. Gattung: U^ipoleuois 3Iab.
Fühler mit langer umgebogener Spitze, welche mehr als doppelt so lang m ie der Durchmesser der Kolbe
ist. Palpen dicht, fast glatt beschuppt; Endglied kurz knopfförmig. Rippe 5 der Vflgl viel näher an 4 als an 6,
Rippe 2 fast aus der Mitte der Zelle. Rippe 5 der Hflgl schwach entwickelt.
Vflgl mit zwei Glastlecken in der ilittelzelle und 8 Diskalf lecken, von denen die in 1 b — 5 in einer fast
geraden, gegen die Flügelspitze gerichtete Linie und die Subapicalpunkte in 6 — 8 mehr wurzelwärts stehen.
Nur zwei Arten.
iripunctaia. H. tripunctata Mab. (= titanota Karsch.) (11 c). Hflgl oben nur mit 3 — 4 kleinen weißen Diskal-
flecken (in 2 — 5) und am Anahvinkel weißlich aufgehellt; Fransen vom Analwinkel bis zm- Rippe 6 schneeweiß;
unten rein weiß mit schwarzen dreieckigen Saumflecken in 1 b — 5 und breiter schwarzer Vrdsbinde, welche
die Rippe 6 fast erreicht und oft 2 — 3 weiße Punkte einschließt. Togo-Land bis Gabun.
ophiusa. H. ophiusa Heic. (77 d). Vflgl auf beiden Seiten fast wie bei H. tripunctata. Hflgl oben mit einer fast
geraden Querreihe von 6 weißen Diskalflecken (in 1 b — 5) nicht aber am Anahvinkel aufgehellt ; unten mit
denselben scharf begrenzten Diskalflecken und auch mit solchen in 6 und 7; die Flügelfläche innerhalb der
Diskalflecken fast ganz mit weißen Schuppen bekleidet, Vrd und Saum außerhalb der Diskalflecken dagegen
ganz oder zum großen Teil schwarzbraun.
9. Gattung-: CÄorgjra Holl.
Die Gattung ist durch das dicke und verhältnismäßig lange, vorgestreckte Endglied der Palpen ausge-
zeichnet. Die Rippe 5 der Vflgl deutlich näher an 4 als an 6. — Als Eigentümlichkeiten in der Zeichnung ist
hervorzuheben, daß die Vflgl in der Spitze der Mittelzelle zwei Glasflecke haben, welche mit dem Glasfleck in 2
in einer geraden Querlinie stehen. Die Hflgl haben oben fast immer einen Glasfleck in der I\Iittelzelle und je
einen in 2 und 3, unten sind diese Glasflecke schwarz geringt \md die übrigen Diskalflecke ganz schwarz oder
hell gekernt.
Uebersicht der Arten.
A. Vflgl oben mit zwei kleinen Glasflecken oder Glaspunkten in der Spitze der Mittclzellc gerade übereinander,
a. Hflgl oben mit Glasflecken in 2 imd 3 und auch mit einem Glasfleck in der !Mittelzelle. Vflgl mit weißen
Subapicalpunkten in 6^ — 8.
*. Vflgl auch im Felde 4 mit deutlichem Glasfleck. Hflgl unten mit dunkelgrauer Grimdfarbe und
schwärzlichen Diskal- und Submarginalflecken. G. afikpo.
**. Vflgl ohne Glasflcck im Felde 4.
§. Fransen der Hflgl ganzrandig, ungefleckt. Hlb oben an der Spitze weiß. Hflgl unten mit dunkler
Grimdfarbe. G. aburae.
§§. Fransen der Hflgl schwarz und weiß gescheckt. Hlb oben bi.s zur Spitze dunkel. Hflgl unten
mit gelblicher Grundfaibe.
1. Hflgl unten fast überall mit gi unlieb gelber oder graugelblicher Grundfarbe nur am Anal-
winkel mehr verdunkelt. G. mocquerysi.
2. Hflgl an der Wurzel, am Vrde und am Irde breit hellgelb und fast ungcfleckt (mit Ausnahme
eines dunlilen Flecks an der Mitte des Vrdes), dazwischen graubraun mit diuiklen Flecken.
G. aretina.
ß. Hflgl oben ohne Glasflecke in 2 und 3.
*. Hflgl oben mit Ideinem Glasfleck in der Jlittelzelle, unten zum Teil gelb oder rostgelb.
G. snbfacata.
G. vosseleri.
**. Hflgl oben ohne weißen Fleck in der Mittelzelle oder mit sehr undeutlichem solchen Fleck, unten
mit dunkler, nie gelblicher Grundfarbe.
§. Kleinere Arten mit einer Flügelspannung von etwa 20 — 25 mm. Hflgl unten ohne weiße Zeich-
nungen. G. johnstoni.
G. minima.
§§. Größere Art, etwa 30 mm. Hflgl auf beiden Seiten mit unregelmäßiger weißer Saumbinde
G. indusiata.
OEDALONEURA; GASTROCHAETA. Von Dr. C. Aurivillius. 557
B. Vflgl oben in der Mittelzelle nur mit einem kleinen Glasfleck am Hinterwinkel. Hflgl oben ohne Fleck in
der Mittelzelle aber mit zwei dreieckigen Glasflecken (in 2 und 3), unten mit strohgelber Grimdfarbe. Vflgl
nur in 1 b, 2, 3 und 6 mit kleinen hellen Diskalf lecken. G. suhflavida.
G. afikpo H.-Drc. (11 d) ist etwas größer als die übrigen Arten und weicht von allen durch den Diskal- ajikpo.
fleck im Felde 4 der Vflgl ab. Die Zeichnung der Unterseite geht aus der Abbildung hervor. Kamerun und Gabun.
G. aburae Plötz (11 h, 79 c). Die Flecke in der Mittelzelle und die Diskalflecke 2 und 1 b der Vflgl- abwae.
Oberseite stehen bei dieser Art in gerader Linie. Goldküste bis Gabun. — diversata Holl. weicht nur durch hellere diversaia.
Unterseite von der tj^ischen Form ab. Ogowe-Tal.
G. mocquerysi Holl (11 c). Der Diskalfleck 1 b der Vflgl steht viel mehr wuizelwäits als der Diskal- mocqucrysi.
fleck 2. Hflgl unten mit kleinen schwarzen Saumflecken und drei schwarzen Punkten im Felde 7. Französisch
Congo.
G. aretina Hew. (= dolus Plöiz) (77 c) ist am leichtesten an der Unterseite der Hflgl kenntlich. Togo- areiina.
Land bis Gabun.
G. subfacata Mab. (11 b). Auch die.se Art weicht durch die Zeichnung der Unterseite von den übrigen ■■iuhfacaia.
Arten ab. Die Spitze des Hlbs ist nicht weiß wie in Hollands Figur unrichtig angegeben ist.
G. vosseleri Grünb. (11 e) ist mir unbekannt, dürfte aber nach der hier gelieferten Abbildung der Unter- vosselcri.
Seite bestimmt werden können. (J. Vflgl oben nur mit drei Glasflecken, 2 in der Spitze der Mittelzelle und
einem im Felde 3. Das $ hat außerdem dort einen Diskalfleck in 1 b und 2 — 3 Subapicalpünktchen in 6 — ^9.
Ost-Afrika bei Amani.
G. johnstoni Btlr. (11 h). Vflgl oben mit 6 kleinen Glaspunkten, 2 in der Mittelzelle und je einem in johnsioni.
2, 3, 6 und 7, unten außerdem mit einem feinen weißen Längsstrich am Vrde der Mittelzelle und einem Diskal-
fleck in 1 b. Hflgl oben ohne Flecke, unten dunkel gefärbt mit dunkelbrauner Binde und violettgrauem Längs-
streifen an der Rippe 1 b. Britisch Zentral-Afrika und Gabun.
G. minima Holl. (11 c) ist der vorigen Art äußerst ähnlich, i.st aber noch etwas kleiner und hat eine minima.
etwas verschiedene Unterseite mit gerundeten dunklen Submarginalflecken beider Flügel und ohne weißen
Längsstrich in der Mittelzelle der Vflgl. Französisch Congo.
G. indusiata Mab. weicht von den übrigen Arten recht erheblich ab. Vflgl oben schwarz mit 7 kleinen induaiata.
Glaspunkten, 2 in der Mittelzelle, einem etwas größeren in 2 gerade hinter denjenigen der Zelle und je einem
in (1 b) 3, 6, 7, 8, welche auch fast in einer Querlinie stehen, unten etwas heller, am Vrde gelblich, vor der Spitze
grau aufgehellt und in 1 b mit großem, weißlichem Wischfleck; Fransen grau. Hflgl oben schwarz ohne Glasflecke
aber mit weißer etwa 2 mm breiter, nach innen gezackter Saurabinde zwischen dem Analwinkel und der Rippe 6;
Fransen lang und weiß. Kamerun.
G. subflavida Holl. (11 b) ist nach der Uebersicht und der Abbildung leicht zu bestimmen. Ost-Afrika: suhjUnida.
Usagara.
10. Gattung-: Occlaloiieiira Mab.
Weicht von Gorgyra nur dadurch ab, daß die Rippe 2 der Vflgl und der angrenzende Teil der Mediana
zu zwei einander anliegenden, glänzend weißen Blasen erweitert sind. Palpen wagerecht vorgestreckt. Die ein-
zige Art liegt mir nicht vor. Die eigentümliche Verdickung der Rippe 2 und der Mediana der Vflgl kommt
wahrscheinlich nur beim (J vor.
Oe. heterochrus Mab. stimmt in Größe, Flügelform und Fleckenzeichnung beider Flügel mit Gorgyra hckrochrus.
aburae (11 b) genau überein und weicht nur dadurch ab, daß die Hflgl auf beiden Seiten am Irde breit weißlich
aufgehellt sind; Hflgl sonst unten mit gelblicher Grundfarbe, ebenso die Vflgl unten am Vrde und an der Spitze.
Von den angeschwollenen Vflglrippen ist an Mabilles Figuren gar nichts zu entdecken. Ob $$? West-Afrika.
11. Gattung: Oastrochaeta Holl.
Mit Gorgyra nahe verwandt und nur durch die etwas kürzere Spitze der Fühlerkolbe, das kurze auf-
gerichtete Endglied der Palpen und in der Zeichnung durch den mehr saumwärts gerückten Glasfleck 2 der
Vflgl abweichend. Die Glasflecke sind sonst dieselben wie bei G. aburae (11 b).
Uebersicht der Arten.
A. Vflgl mit kleinem Glasfle«k im Felde 4, welcher mit den Glaspunkten in 6 — 8 in einer Linie steht. Hflgl
oben mit Glasfleck in der Mittelzelle und zwei bis drei undurchsichtigen weißlichen Diskalflecken in 2 — 4.
G. meza.
558 GASTROCHAETA, Von Dr. C. Aurivillius.
B. Vflgl ohne i)i.skalflcck im Felde 4. Hflgl oben mit drei Glasflecken, einem in der Mittelzelle und je eiiieni
in 2 und 3.
a. Hflgl unten gelblich mit dunkler Saumbinde. G. mabillei.
ß. Hflgl unten schwarzgrau und auf beiden Seiten mit Glasflecken auch in 2 und 3. G. cyieutes.
vicza. G, meza Hew. {= batea Plötz, bubovi Karsch). Die Subapicalpunkte der Vflgl sind alle klein punkt-
förmig und stehen in gerader Linie. Hflgl unten dunkelbraun mit z^^ei noch etwas dunkleren Queibinden,
einer an der Wurzel, sehr breit, und einer hinter der Älitte; die Diskalf lecke der Oberseite in 2 — 4 sind hier gelb-
braun und ^^cnig deutlich, in der Mitte und am Saume ist die Grundfarbe mehr oder weniger mit violettgrauen
Schuppen bestreut. Togo-Land bis Angola.
mabillei. G. mabiUet /^oZ/. (77d) Ist oben der folgenden Art sehr ähnlich, weicht aber durch die helle Grundfarbe
der Unterseite der Hflgl ab; dieselbe hat zwei schwarze Längsstriche von der Wurzel bis zum Glasfleck der
Mittelzelle, einen schwarzen Wurzelpunkt in 7 und einige kleine dunkle Diskalpunkte, gewöhnlich je einen in
1 c, 4, 5, und 7. Ogowc-Tal.
cybcides. G. cybeutes Holl. (77 d). Der Subapicalpunkt 6 der Vflgl ist etwas größer und steht näher am Saume
als die beiden anderen. Die Hflgl sind unten schwarzgiau und haben außer den Glasflecken weiße Wurzelpunkte
in 1 c (und 7), einige solche Diskalflecke (wenigstens 2) in 1 c und einen weißlichen Saumfleck in 1 b. Kamerun
pallida. und Französisch Kongo. — pallida Boll. Hflgl luiten heller mit undeutlichen Zeichnungen.
Die Arten der folgenden beiden Gattungen sind mir nur durch die Beschreibungen und Abbildungen Taekannt. Sie
sind groß oder mittelgroß und .sehr kräftig gebaut mit dickem Körper und kommen nur auf ^ladagaskar vor. p]ine aus Ost-
Afrika von Trimex beschriebene Art gehört wahr.scheinlich nicht hieher. Früher wurden sie zu der nur aus Australien bekannten
Gattung Trapezites gestellt, worden aber von ^Mabille in seiner Bearbeitung der Ilesperiden in ..Genera Insectorum" auf die
beiden folgenden neuen Gattungen verteilt. Da Mabiiles Gattungen, wie in der Uebersicht angegeben ist, nm- dmch die Bil-
dung der iiintertarsen des (J unterscliieden werden, wobei /a.S'^»osi(.s und empyreus zu Manorina: caiuculinus und carmides aber
zu Malaza geführt werden, ist es mir unmöglich die übrigen Arten, welche von :M.\bili.e vorläufig zvi I'ardoleodes gesteht wer-
den, sowie die später von Obehthi'r als Trapczdes beschriebenen auf Mabilles Gattungen zu verteilen. Ich bin darum genötigt,
eine gemeinsame l'ebersicht aller walirscheinlich zu dieser Abteilung gehörenden Arten zu liefern und ihre generische Stellung
offen zu lassen.
Uebersicht der bisher aus Madagaskar als ,,T r a p e z i t c s" beschriebenen
Arten.
A. Hflgl oben mit zwei gelben Querbinden, einer über die Spitze der Mittelzelle und emer hinter der Mitte.
Vflgl oben entweder ohne Flecke oder nur mit drei kleinen, ganz getrennten Flecken, einem (doppelten)
in der Mittclzelle und je einem in 2 und 3.
X. Hflgl unten rötlichbraun oder violettbraun ohne schwarze Flecke. — Malaza Mab.
*. Hflgl unten einfarbig ohne Flecke. M. catocalina.
**. Hflgl unten in der Mitte mit einem großen gerundeten Silberfleck. M. carmides.
ß. Hflgl unten lebhaft rot mit schwarzen Flecken wenigstens an der Wurzel und vor dem Saume und mit
schwarzem Längsstrich im Felde 1 b, außerdem mit 2 — 4 großen gelben oder weißlichen Flecken. —
Majiorina 31 ab.
*. Hflgl unten mit zwei großen gelben nach innen und außen diu"ch schwarze Punkte begrenzten Flecken.
Flügelspannung etwa 35 mm. Vflgl beim ^ ohne Flecke, beim $ mit drei kleinen gelblichen Flecken.
M. empyrea.
**. Hflgl unten mit 4 großen gerundeten oder eckigen silbernen Flecken, einem in der Zelle, einem in
4 und 5 an der Zellspitze und zw ci in 1 c, dem äußeren doppelt. Flügelspannung etwa 52 mm. Vflgl
luigefleckt. M. fastuosa.
B. Hflgl oben nur mit einer gelben Querbinde oder unbezeichnet, nur in der Mitte und an der ^^'ulzel giau
oder gelblich behaart. Vflgl oben mit gelbem Diskalf leck in 1 b und stets mit einem Doppclfleck in der
Mittclzelle und Diskalflecke in 2 und 3, welche einander 'berühren oder wenigstens sehr nahe stehen.
a. Hflgl unten ohne Flecke oder nur mit undctitlichcn dunklen Punkten oder Flecken.
*. Hflgl oben mit wohl begrenzter, aus deutlichen Flecken bestehender, gelber oder gelblicher Quer-
binde.
§. Hflgl unten am Irde heller, weißlich gefärbt. Subapicalpunkte der Vflgl fehlen oder sind nur
durch einen vertreten.
1. Grundfarbe der Hflgl-Unterseite gelblich. T. (?) Jioica.
2. Grundfarbe der Hflgl-Unterseite braun oder grünlichgrau. T. (?) varians.
§§. Hflgl unten nicht heller am Irde. Vflgl mit drei weißlichen Subapicalpunkten.
MALAZA; MANORINA; TRAPEZITES. Von Dr. C. Atjrivilliüs. 559
1. Hflgl unten cam Irde verdunkelt. T. (?) malchus.
2. Hflgl unten überall mit gleicher Grundfarbe.
a. Hflgl unten mit einigen schwarzen Diskalpunkten. T. (?) paroechns.
b. Hflgl unten ohne deutliche schwarze Punkte. T. (?) ismael.
**. Hflgl oben ohne wirkliche gelbe Flecke, aber längs der Mitte und am Irde mehr oder weniger mit
grauen oder gelblichen Haaren bekleidet.
1. Hflgl: Fransen gelb; Unterseite rotbraun. T. .{''■) giUias.
2. Hflgl: Fransen hellbraun; Unterseite hellgelb mit rostbraunen Zeichnungen. T. (1) chirala.
p. Hflgl unten auf braunem Grunde mit großen, scharf begrenzten, weißen Wurzel-, Diskal- und Saum-
flecken; die letzteren sind nur durch die braunen Rippen getrennt. T. (?) apostrophia.
12. Gattung: Malaza Mab.
M. catocalina 3Iab. (77 a). Vflgl oben ohne Flecke unten am Hrde breit, bis zur Spitze der Mittelzelle caiocalina.
weiß aufgehellt. Madaga.skar.
M. carmides Heir. (77 a). Durch den großen weißen Mittelfleck der Hflgl-Unterseite sehr au.sge- carmides.
zeichnet. Madagaskar.
13. Gattung-: Iflaiioriiia 3Iah.
M. empyrea Mab. ist in der Uebersicht hinreichend beschrieben. Madagaskar. empyrea.
M. fastuosa Mab. mit empyrea nahe verwandt, aber durch bedeutendere Größe und die verschiedene iaii(i(o.-ia.
Unterseite der Hflgl abweichend. Madagaskar.
14. Gattung: Trapezites Hbn.
Da ich die generische Stellung der folgenden, offenbar miteinander nahe verwandten Arten nicht unter-
suchen konnte, bin ich gezwungen, sie bis auf weiteres in der Gattung, in der sie von Holland untergebracht
worden sind, zu belassen.
Bei, allen Arten haben die Vflgl einen oben gelben oder orangegelben Diskalfleck in 1 b und 4 Glas-
flecke (2 oft vereinigte in der Mittelzelle und je einen in 2 und 3); diese 4 Flecke stoßen gewöhnlich, besonders
bei den $$, miteinander zusammen oder sind nur schmal getrennt. Die Subapicalpunkte fehlen selten völlig
und sind bei den $$ oft größer und länglich,
T. (?) howa Mab. Querbinde der Hflgl-Oberseite aus mehreren aber kleinen gelblichen Diskalflecken howa.
der Felder 2 — 5 bestehend; Fransen der Hflgl graulich. Madagaskar.
T. (?) varians Oherth. ist der vorigen Art ähnlich, hat aber eine kleinere fast nur aus einem Mittelfleck varianx.
(in 4 und 5 ?) bestehende Querbinde der Hflgl-Oberseite und eine braune, in den Feldern 1 a — 1 c viel hellere,
gelbliche Grundfarbe der Hflgl-Unterseite. Madagaskar. — pallida Oberth. weicht nur durch hellere, grünlich- pallida.
gelbe Unterseite der Hflgl ab. Madagaskar.
T. (?) malchus Mab. (= jqisilon Saahn.). Vflgl mit drei Subapicalpunkten (^J) oder -Flecken (9)- malchiw.
Hflgl mit mäßig großer, fast geteilter, gelber Querbinde der Oberseite und orangegelben Fransen. Madagaskar.
T. (?) paroechus Mab. (79 f), Hflgl oben mit ovalem gelbem Mittelfleck (cJ) oder mit langer gelber parocchus.
Querbinde (9), welche gegen den Ird breiter wird und denselben fast erreicht. Hflgl unten mit dunklerer Schatten-
querbinde (^) oder mit einigen schwarzen Diskalpunkten ($). Vflgl unten schwarz, am Vrde schmal und an
der Spitze sehr breit hell rotgelb. IMadaga.skar.
T. (?) ismael Oberth. ist nur im $ Geschlecht bekannt und scheint sehr wenig vom 9 des paroechus ismael.
Mab. abzuweichen. Oberthür betrachtet ihn sogar als dieselbe Art, welche Mabille als 9 von paroechus an-
nahm und behauptet, daß das wahre 9 von paroechus völlig mit dem $ übereinstimmt. Das von Oberthür
abgebildete 9 unterscheidet sich indessen vom paroechus-'^ Mab. dm-ch kürzere Querbinde der Hflgl-Oberseite
und dunklere, braune Unterseite, welche keine wahren schwarzen Punkte auf den Hflgln hat. Madagaskar.
T. (?) gillias Mab. {= kingdoni Btlr.) unterscheidet sich von allen vorhergehenden Arten dadurch, gilUas.
daß die Hflgl oben nicht gelb gefleckt sind. Vflgl mit drei Subapicalpunkten. Hflgl unten dunkelbraun ohne
560 TRAPEZITES. Von Dr. C. Acrivilliüs.
ephnalchus. Flecke, Fransen gelb. Diskalflcck 1 b der Vflgl-Oberseite kurz (durchsichtig??). Madagaskar. — epimalchus
perroü. Oberth. Diskalfleck 1 b der Vflgl-Oberseite kurz, oval, gelb. 3Iadagaskar. — perroti Oberth. Diskalflcck 1 b
auf der Oberseite der Vflgl dreieckig, wurzelwärts in eine lange Spitze ausgezogen. Madaga.skar.
aposhophia. T. (?) apostropliia Oberth. Vflgl mit drei weißen Subapicalpunkten und langen schmalen gelben Diskal-
flecken in 1 a und 1 b. Hflgl oben mit gelber Diskalquerbinde und goldgelben Fransen. Vflgl unten mit weißen
Saumflecken in 4 — 7. Von allen übrigen Alten durch die oben beschriebene Unterseite der Hflgl sehr abweichend.
Madagaskar : Fianarant.soa.
chirahi. T. (?) chitala Trim. Beide Flügel oben matt dunkelbraun mit etwas heller braunen Fransen; Vflgl
oben mit (i kleinen Glasflecken (zwei in der Mittelzelle und je einem in 2, 3, 6, 7, welche fast ganz wie bei den
Arten aus Madagaskar angeordnet sind) und einem gelblichen Fleck in 1 b. Hflgl oben ohne Flecke, in der Mitte
aber etwas gelblich aufgehellt. Auf der Unterseite sind die Hflgl und die Spitze der Vflgl lebhaft hellgelb und
mit rostbraunen Zeichnungen geziert. Von dieser seltenen Art i.st, soviel ich weiß, bisher nur ein einziges $,
welches im Mineni-Tal im Manica-Land schon im Jahre 1892 von F. C. Selous erbeutet wurde, bekannt.
4. Unterfamilie: Hesperinae.
Bei den Gattungen dieser Unterfamilie ist die Rippe 5 der Vflgl ganz gerade und entspringt genau in
der Mitte zwischen 4 und 6 oder näher an 6.
U e b e r s i c h t der Gattungen.
A. Fühlerkolbe stumpf, nicht in eine scharfe Spitze ausgezogen, gerade oder nahe ihrer Wurzel gegen den Fühler-
schaft umgebogen.
a. Fülilerkolbe fast gerade. Kleinere Formen, 17 — 26 mm. — $ ohne Afterwolle.
1. Saum und Fransen der Hflgl ganzrandig oder fast ganzrandig. Vflgl auf beiden Seiten mit zahheichen,
nicht diu'chsichtigen, weißen Flecken; gewöhnlich zwei weiße Punkte in der Mittelzelle. Fransen
weiß mit dunklen Flecken an den Rippenenden. 1. Hesperia.
2. Saum und Fransen der Hflgl gewellt. Die weißen Flecke der Vflgl etwas hyalin; keine weißen Punkte
in der Mittelzelle der Vflgl vor ihrer Spitze. 2. Carcharodus.
ß. Fülilerkolbe vor ihrer Mitte gegen den Fühlerschaft n:ehr oder weniger umgebogen. Größere Alten,
28—35 mm. — $ mit Afterwolle.
1. Die Rippe 5 der Vflgl entspringt in der Mitte zwischen 4 und 6. Saum der Hflgl an der Rippe 3 abge-
rundet oder gerade. Hrd der Vflgl gerade. 3. Abantis.
2. Die Rippe 5 der Vflgl entspringt deutlich näher an 6 als an 4. Saum der Hflgl am Ende der Rippe 3
deutlich geeckt. Vflgl am Hrde mehr oder weniger ausgerandet. 4. Caprona.
B.. Fühlerkolbe in eine scharfe, oft lange xmd umgebogene Spitze au.sgezogen.
a. Vrd der Vflgl vor der Spitze deutlich au.sgerandet, wodurch die Spitze besonders hervorgehoben wird.
5. Procamptn.
p. Vrd der Vflgl im Spitzenteil gebogen oder gerade.
*. Vflgl ohne hellen Punkt oder Fleck am Vrde im Felde 12.
§. Die ^lediana der Vflgl zwischen den Rippen 2 und 3 deutlich gebogen. 6. Tagiades.
§§. Die Mediana der Vflgl zwischen den Rippen 2 und 3 gerade oder fast gerade.
o. Drittes Palpenglied lang, fast zylindrisch und gerade vorgestreckt. Saum der Hflgl zwi-
schen den Rippen 4 und 6 bogenförmig ausgerandet. Vflgl ohne Glasfleck im Felde 11. — cJ.
Vflgl ohne C'ostalumschlag. 7. Calleagris.
00. Drittes Palpcnglied knopfförmig oder kurz kegelförmig.
-f. cJ. Hflgl oben ohne Mehlfleck am Vrde und die Vflgl unten ohne Haarpinsel am Hrde.
1. c?. Vflgl am Vrde mit deutlichem Costalumschlag. 8. Eagris.
2. (J. Vflgl ohne Costalumschlag. 9. Sarangesa.
+ +. cj. Hflgl oben mit Mehlfleck am Vrde und die Vflgl unten am Hrde mit Haarpinsel.
10. Tricoseineia.
**. Vflgl auf beiden Seiten mit hellem Fleck oder Punkt am ^'rdc im Felde 12. Endglied der Palpen
kurz, knopfförmig.
1. Mediana der Vflgl zwischen den Rippen 2 und 3 ganz gerade. 11. Celaenorrhinus.
2. Mediana der Vflgl zwischen den Rippen 2 und 3 deutlich gebogen. 12. Ortholexis.
i
Ausgegeben 27. II. 192-5. HESPERIA. Von Dr. C. AuRlVILLltrS. 561
1. Gattung : Hesperia F.
Die äthiopischen Arten sind ganz wie die palaearktischen oben schwarz oder schwarzbraun mit zahl-
reichen kleinen weißen Flecken geziert. Bei den (JcJ fehlt der Costalumschlag der Vflgl und der Haarpinsel der
Hinterschienen. Die Arten kommen nur auf dem Festlande und in Arabien vor, fehlen aber auf Madagaskar
und auf allen anderen Inseln der äthiopischen Region. Die meisten Ai'ten sind indessen auf Süd-Afrika be-
schränkt.
Um Wiederholungen in der üebersicht der Arten und in der Beschreibung zu vermeiden, liefere ich hier
eine Darstellung der für die Gattung tyi^ische Zeichnung. Vflgl: Auf der Oberseite kommen auf schwärzlichem
oder dunkelbraunem Grunde folgende weiße Punkte oder Flecke vor: 2 — 3 Wurzelflecke (in 1 b oft geteilt
oder .strichförmig, in der Mittelzelle vor ihrer Mitte und in 12 [gewöhnlich fehlend), ein Fleck in oder etwas
hinter der Mitte der Zelle, ein winziger Punkt hinter diesem in 1 b (oft fehlend), deutliche Diskalflecke in
1 b — 3 (selten in 4 und 5), 6 — -8 (von denen der in 1 b gewöhnlich geteilt und demnach aus 2 Flecken besteht, von
denen ich den inneren m.ehr wurzelwärts stehenden, der Rippe 1 anliegenden als Diskalfleck 1 b^ und den
anderen als Diskalfleck 1 b^ bezeichne) und Submarginalpunkte in 1 b — 8. Außerdem kommen am Vrde selbst
am Ende der Felder 8 — 11 vier kurze weiße Längsstriche vor. Es ist der Gattung ganz eigentümlich, daß an
der Wurzel der Felder 4 mid 5 unmittelbar außerhalb der Querrippen ein halbmondförmiger Querfleck der
M i t t e 1 m o n d , vorkommt, welcher also nicht, wie oft angegeben wird, in der Spitze der Mittelzelle steht.
Unten sind die Vflgl ganz ähnlich gezeichnet, die Flecke aber oft größer und der Wurzelfleck der Mittelzelle
bisweilen strichförmig.
Die Hflgl sind oben schwärzlich oder dunkelbraini und haben normal folgende weiße Zeichnungen:
ein Wurzelpunkt in der Mittelzelle, eine Diskalquerbinde aus Flecken in 1 b — 5 und eine Reihe Subm_arginal-
punkte in 1 b — 5.
Auf der Unterseite sind die Hflgl gewöhnlich bunt gezeichnet und bei den vielen Arten mehr oder weni-
ger verschieden. Als Grundlage der Zeichniuig mag hervorgehoben werden, daß die Grundfarbe weiß oder
gelblichweiß ist und am Irde in den Feldern 1 a und 1 b gewöhnlich ohne Verdunkelung oder Flecke rein auf-
tritt, daß dagegen die übrige Flügelfläche von zwei dunklen Querbinden, vom Vrde bis zur Rippe 1 b ver-
laufend, durchgequert ist, daß diese Querbinden durch eine helle ilittelbii\de getrennt sind, welche entweder
zusammenhängend ist oder ein- bis zweimal durch dunkle Querstriche unterbrochen wird. An der Wurzel
treten oft dunkle Flecke auf, die sich mehr oder weniger mit der inneren dunklen Querbinde vereinigen, so
daß entweder der ganze Wurzelteil verdunkelt wird oder helle Flecke der Gnnidfarbe an der Wurzel auftreten.
In ähnlicher Weise kann auch die äußere dunkle Querbinde mit dunklen Submarginalflecken vereinigt werden,
so daß der Saumteil des Flügels fast wie oben dunkel wird und kleine helle Submarginalf lecke einschließt. Von
Bedeutung ist auch die Richtung der hellen Mittelbinde, indem sie bald von der Mitte des Vrdes mehr oder
weniger gebogen gegen den Ird gerichtet ist, bald vor der Mitte des Vrdes abgeht und gegen den Hinterwinkel
oder den Saum des Flügels gerichtet ist.
Ich bedaure sehr, daß die Abbildungen der Unterseite (Taf . 75 c, d) mehreren Arten sehr viel zu
wünschen übrig lassen und teilweise völlig unkenntlich sind. Näheres darüber bei den einzelnen Arten.
C!h. OBEETHtJR hat im Jahre 1912 ganz ausgezeichnete Abbildungen fast aller afrikanischen Hesperia-
Arten geliefert (Etudes de Lepidopterologie comparee 6, Taf. 142, 143, Fig. 1301 — 1332). Auf dieselben ver-
weise ich Diejenigen, welche diese schwierige Gruppe näher studieren wollen.
Oberthür war, wie bekannt, ein eifriger Anhänger der Ansicht, daß eine Schnietterlingtait niu- durch
eine Abbildung festgestellt werden kann. Ich kann ihm jedoch darin nicht beipflichten, denn eine naturgetreue
Abbildung ist zwar viel besser als eine schlechte Beschreibung, kann aber nur ein Indidivuum, nicht eine Art
darstellen. Der Artbegriff soll die Kennzeichen, welche für alle Individuen der Art gemeinsam sind und die-
selbe von anderen Arten unterscheidet, umfassen und kann demnach nur durch eine Beschreibung festgestellt
werden. Aus dem Vergleich zweier Figuren geht nicht ohne weiteres hervor, auf welche Unterschiede man
sich verlassen soll.
Üebersicht der Arten.
I. Hflgl unten mit ganz verschiedener Zeichnung als auf der Oberseite.
A. Vflgl oben wenig.stens in der IMittelzelle mit weißem Wurzelfleck, also mit zwei weißen Punkten in der
3Iittelzelle. Beide Flügel oben mit Submarginalpunkten.
a. Die helle Mittelbinde der Hflgl-Unterseite ist gegen den Saum am Ende der Rippe 2 gerichtet und
bisweilen nach hinten in zwei Aeste gespalten; sie erreicht den Saum oder ist durch dunkle Farbe
davon abgetrennt. Die dunklen Binden bisweilen fast ganz in dunkle Striche oder Flecke aufgelöst.
Auch oben bilden die Diskalflecke 3—6 eine aufrechte, gegen den Saum gerichtete Binde.
H. ploetzi.
XIII 71
562 HESPERIA. Von Dr. C. Axtrivillius.
ß. Die helle Mittelbinde der Hflgl-Unterseite ist gegen den Hinterwinkel oder den Ird gerichtet und
mündet in den hellen Ird oder ist gegen denselben gerichtet.
*. Die helle Mittelbinde der Hflgl-Unterseite nicht unterbrochen, zwischen dem Vrde und der Rippe
1 b zusammenhängend, höchstens durch einen dunklen Fleck in 1 c begrenzt, selten fast so dunkel
wie die Grundfarbe und dadurch wenig deutlich und nur durch ihre äußere Begrenzungslinie
markiert .
§. Vflgl auf beiden Seiten mit Diskalflecken in 4 und 5 oder. wenigstens in 4 und oft auch mit
weißen Strichen in 10 und 11. H. agyUa.
H. asterodia.
H. machacoana.
H. abscondita.
§§. Vflgl wie gewöhnlich ohne Diskalflecke in den Feldern 4 und 5.
+ . Vflgl oben ohne Wurzelfleck im Felde 1 b.
/A. Der äußere Fleck der Mittelzelle der Vflgl vom Mittelmond weit getrennt.
o. Hflgl unten ohne deutliche Wurzelflecke; ihre Mittelquerbinde oft ver-
dunkelt bräunlich, stets aber nach außen durch eine fein zackige dunkel-
braune oder schwärzliche Linie begrenzt. H. secessa.
oo. Hflgl unten mit deutlichen weißlichen Wiirzelflecken auf dunklerem Grunde;
ihre Mittelbinde hell imd nicht nach außen durch eine dunkle Linie be-
grenzt. H. transvaaliae.
/^/^. Der äußere Fleck in der Mittelzelle der Vflgl steht nahe an der Spitze der Zelle
und kann sogar mit dem Mittelmond vereinigt sein. H. kituina.
-f -f-. Vflgl oben mit weißem Wurzelfleck im Felde I b.
/N . Hflgl unten im Wurzelfelde mit einigen deutlichen dunklen Flecken und zwischen
diesen mit 3 — 5 weißlichen Flecken, von denen der in 1 c kurz, nicht strich-
förmig ist. H. dronius.
/^ /^ . Hflgl unten im Wurzelfelde ohne deutliche Flecke oder nur am Vrde im Felde 8
mit dunklem Fleck. Das Wurzelfeld mit derselben Grundfarbe wie die helle
Mittelbinde.
o. Der Diskalfleck 1 b^ der Vflgl-Oberseite fehlt oder ist winzig klein, punkt-
förmig, der Diskalfleck 1 b^ aber groß, vom Diskalfleck 2 getrennt und
mehr wurzelwärts stehend. H. zaira.
H. leucomelas.
oo. Der Diskalfleck 1 b- der Vflgl-Oberseite ist verhältnismäßig groß, steht
genau hinter dem Diskalfleck 2 und ist bisweilen durch die Falte geteilt.
Diskalflecke 1 b^ dagegen klein oder undeutlich. Vflgl oben mit zwei Flecken
oder Strichen nahe der Wurzel des Feldes 1 b, fast gerade hinter dem Wurzel-
fleck in der Mittelzelle. Submarginalpunkte der Vflgl-Oberseite klein und
gleich groß. Hflgl unten im Wurzelfelde weißlich, ohne Flecke.
H. diomus.
H. ferax.
H. lacreuzei.
**. Die helle Mittelbinde der Hflgl-Unterseite ist ein- oder zweimal unterbrochen, im ersteren Falle
einen Fleck und eine Binde, im letzteren Falle drei getrennte Flecke bildend. Vflgl oben im
Felde 1 b mit weißem Wurzelfleck und zwei fast gleichgroßen Diskalflecken, von denen der äußere
(= 1 b^) gerade hinter der DLskalflecke 2 steht und mit diesem einen Doppelfleck bildet.
§. Hflgl unten nicht eintönig dunkel mit scharf getrennten weißlichen Flecken; ihre helle Mittel-
binde nur im Felde 6 durch die braune Farbe der äußeren Querbinde unterbrochen.
H. spio.
H. mafa.
§§. Die dunkle Grundfarbe der Hflgl-Unterseite schließt zwischen dem Vrd und der Rippe 1 b
2 — 3 helle Wurzelflecke und 3 Diskalflecke ein; diese sind als Reste der unterbrochenen
Mittelbinde zu betrachten. H. adenensis.
B. Vflgl oben ganz ohne weiße Wurzelflecke oder wenigstens nur mit eine m weißen Punkt oder Fleck
in der Mittelzelle.
■
HESPERIA. Von Dr. C. Aurivillius. 563
a. Beide Flügel wenigstens oben mit weißen Submarginalpunkten.
*. Vflgl wie gewöhnlich mit weißen Diskalflecken in 1 b — 3, 6 — 8.
§. Hflgl unten schwärzlich, am Irde nur in der Saumhälfte der Felder 1 a und 1 b weißlich,
in der Mitte mit zwei (oder drei) schmalen weißen schwarz gesäumten Querlinien, von denen
die erste (vor der Mitte weder den Vrd noch die Rippe 1 b erreicht und der äußerste hinter
dem Vrd beginnt, das helle Feld 1 b aber erreicht und stark gebogen ist; Vrd demnach in
seiner ganzen Länge dunkel. H. sandaster.
§§. Hflgl unten viel heller, mehr bunt gefärbt und mit breiter weißlicher Mittelquerbinde.
+ . Hflgl unten ohne weiße Submarginalbinde, höchstens mit einigen getrennten weiß-
lichen Flecken vor dem Saume in 4 — 6; die helle Mittelbinde fast gleichbreit.
H. sataspes.
H. nana.
+ +. Hflgl unten (dicht) vor dem Saume mit einer zusammenhängenden, weißen oder weiß-
lichen Submarginalbinde.
1. Diskalfleck 2 der Vflgl-Oberseite einfach.
a. Die helle Mittelbinde der Hflgl-Unterseite sehr breit, nach hinten etwas ver-
jüngt. Diskalfleck 1 b^ der Vflgl-Oberseite durch die Falte in zwei Striche ge-
teilt, 1 b'^ sehr klein, punktförmig. Größere Art, etwa 26 mm. H. rehfousi.
b. Die helle Mittelbinde der Hflgl-Unterseite schmal, gerade und gleich breit,
Diskalfleck 1 b^ der Vflgl-Oberseite einfach. Kleinere Art, etwa 21 mm.
H. delagoae.
2. Diskalfleck 2 der Vflgl-Oberseite in zwei Flecke geteilt; ihr Diskalfleck 1 b^ durch
die Falte in zwei Striche geteilt. Diskalbinde der Hflgl-Oberseite lang und schmal,
zusammenhängend. H. zebra.
**. Vflgl ohne Diskalflecke in 2—8. H. melaleuca.
ß. Beide Flügel ganz ohne weiße Submarginalpunkte. H. mangana.
II. Beide Flügel unten fast wie oben mit getrennten weißen Punkten oder Flecken auf braunem oder rotbraunem
Grunde. H. colotes.
H. ploetzi A^iriv. (= spio Plötz (75 c). Die Abbildung ist zwar nach Plötz Originalfigur ausgeführt, plocizi.
ist aber offenbar ganz roh oder sie) stellt eine seltene Aberration dar. Die Unterseite der Hflgl ist
in der Zeichnung recht veränderlich, stets aber dadurch ausgezeichnet, daß die gelblich weiße Mittelbinde
nur vom Vrde bis zur Rippe 3 einfach und zusammenhängend, dann aber durch zwei dunkle Längsflecke der
Felder 2 und 1 c entweder ganz ausgefüllt oder in zwei feine Zweige geteilt ist, von denen der innere die Rippe 1 b
nahe ihrer Mitte und der andere die Spitze der Rippe 2 erreicht. Die Rippen sind mehr oder weniger weißlich,
wodurch die dunklen Querbinden oft in langgestreckte Flecke aufgelöst werden; Wurzelfeld hell, ungefleckt.
Vflgl mit Wurzelflecken in 1 b und der Zelle, Diskalflecken in 1 b— 3, 6—8 (Flecke 1 b^ groß; 1 b^ klein, gerade
hinter dem in 2), mit feinem Mittelmond und deutlichen Submarginalpunkten. Die Oberseite der Hflgl weicht
von derjenigen allen anderen Arten dadurch ab, daß die Diskalflecke 3—6 eine fast gleichbreite, aufrechte, gegen
den Saum gerichtete Querbinde bilden. Sierra-Leone bis Congo. — rebeli Higgins (= zebra Rbl.) ist nur eine der rebeli.
vielen Abänderungen dieser Art und zeichnet sich durch die helleren Rippen der Hflgl-LTnterseite und durch
einen hellen schiefen Streifen, welcher von der Mittelbinde im Felde 7 ausgeht und den Saum an der Spitze
der Rippe 5 erreicht, aus. Am Tanganjika-See, ein ähnliches Stück (?) liegt auch aus Kamerun vor.
H. asterodia Trim. (75 c; durch grelle Färbung und ungenaue Zeichnung ganz irreführend). Vflgl asterodia.
oben mit länglichen weißen Flecken am Vrde in 9— 11 ; Diskalfleck 1 b^ hinter dem in 2, 5 oft fehlend. Wurzel-
fleck Ib undeutlich oder fehlend. Hflgl oben ohne oder mit undeutlichem Wurzelpunkt; ihre Diskalbinde
lang, aus oft etwas freien Flecken der Felder 1 c— 6(— 7). Hflgl unten mit weißlicher oder gelblicher Grund-
farbe, im Wurzelfeld fast ungefleckt ; die helle Mittelbinde zusammenhängender, gegen den Ird oft etwas ver-
schmälert nicht aber unterbrochen; die dunklen Querbinden sind braun, oft mit schwarzen Querstrichen und
die äußere ist nicht selten an die Rippe 5 schmal unterbrochen; der helle Saumteil mehr oder weniger gefleckt.
Kapland und Transvaal.
H. agylla Trim. ist mir unbekannt, aber nach Tkimen mit asterodia sehr nahe verwandt. Sie ist agylla.
kleiner mit reinweißen Zeichnungen und größeren Diskalflecken der Oberseite. Auf der Unterseite ist die Grund-
farbe der Hflgl und die Spitze der Vflgl dunkler und die Fransen an den Rippenenden sind deutlich schwarz
gefleckt. Die Hflgl unten an der Wurzel dunkel, aber mit einer kurzen weißen Subbasalbinde, welche durch
1 — 2 sehr feine weiße Linien mit der weißen Mittelbinde verbunden sind. Kapland.
564 HESPERIA. Von Dr. C. AukivilliüS.
machacoa- H. niachacoana Btlr. ist gleiclifalls der H. asierodia sehr ähnlich, aber giößer (31 mm) mit hellerer Gnind-
""• färbe der Hflgl-Uiitcrscite und mehr unregelmäßigen dunklen Querbinden. Diskalflccke 1 b- der Vflgl giößer
gerade hinter dem Diskalfleck 2; Wurzelfleck Ib groß, doppelt. Es geht weder aus der Beschreibung noch
aus der Figur sicher hervor, ob die Felder 9 — 11 der Vflgl-Oberseitc weiße Flecke haben oder solcher entbehren.
Britisch Ost-Afrika.
abscondüa. H.' abscondita Plöiz (75 d) is-t mir nur durch die Beschreibung und die hier kopierte, unzweifelliaft
etwas roh ausgeführte Abbildung von Plötz bekannt. Die Art scheint durch den dxmklen Längsstreif an der
Rippe 1 b im Wurzelt eil der Hflgl-Unterseite ausgezeichnet zu sein und gehört wahrscheinlich zu der .4.5^eTOf/ta-
Gruppe. Plötz beschreibt die Axt .wie folgt : Vflgl in Zelle 1 (= 1 b) wurzelwärts mit weißem Punkt und einem
halben t3q)ischen Fleck (= Diskalfleck 1 b'-) unter dem der Zelle 2. Hflgl mit einem Wuizclpunkt und einem
etwas schiefen Querfleck auf der Mitte, alle weiß. Hflgl miten weiß mit 2 schrägen welligen dunkeln Binden,
welche breiter werdend vom Vrde bis in Zelle 1 c reichen. Gegen die AYurzel steht noch ein schmaler, in Zelle 1 c
mit der ersten Binde zusammenhängender Fleck. Der Raum zwischen der zweiten Binde imd dem Saum, vom
Vrd bis Rip])e 2 ist grünlichgrau, weiß eingefaßt." Vflgllänge 13 mm. ,,Afrüva".
secessa. H. secessa Trim. Die zuer.st beschriebene Trockenzeit form weicht von den übrigen Arten, dadmch
ab, daß die Mittelbinde der Hflgl-Unterseite stark verdunkelt, hell rostbraun ist und sich dadurch weder von
dem ebenso gefärbten Wurzelteil noch von der inneren dimklen Querbinde deutlich abhebt; diese ist nur durch
einige undeutliche Schattenflccken vertreten; nach außen aber i.st die Mittclbinde durch eine schwarzbraune
Linie scharf begrenzt ; diese Linie bildet den Ird der äußeren dunklen Querbinde, welcher sonst nur wenig dunkler
als die Grundfarbe ist. Noch eigentümlicher sind die sehr breiten Fransen der Vflgl; dieselben sind oben in
ihrer inneren Hälfte tief schwarz mit sehr kleinen weißgrauen Flecken an den Rippenenden, in der äußeren
Hälfte aber einfarbig hell rötlichgrau, unten einfarbig rötlichgrau ohne Flecke. Damara-Land, Owambo-Land,
friiiwrii. Rhodesia, Mashuna-Land. — trimeni form. nov. (75 d, als ,,secussa") dürfte die Regenzeitform sein und weicht
von der Trockenzeitform dadurch ab, daß die Grundfarbe, wie die Abbildung zeigt, gelblich weiß ist mit scharf
hervortretenden dunklen Querbinden. Flügclfranseir in gewöhnlicher Weise schwarz und weiß gescheckt
Rhodesia.
iransvaa- H. transvaaliae Trim. ist eine kleine Axt, welche sich den folgenden Alten anschließt, aber den Wuizel-
''"''• fleck 1 b der Vflgl entbehrt. Vflgl oben: Wurzelfleck der Mittelzelle klein länglich; Mittelmond groß, fast qna-^
dratisch; Diskalfleck 1 b' auch groß und quadratisch, 1 b- fehlend, 2 wenigstens bisweilen geteilt. Hflgl oben
mit Wurzelpunkt und vollständiger gerader Mittelbinde in 1 b — 7. Beide Flügel oben mit vollständiger oder
fast vollständiger Reihe von Submarginalflecken. Vflgl unten fast wie oben gefleckt am Hrde wenig aufgehellt.
Hflgl im Wurzelfeld dimkel mit deutlichen weißen Flecken, je einem quadratischen in den Feldern 7 und 8 und
in cler Mittelzelle, und einem Längsstrich in 1 c; iMittelbinde vom Vrde bis zur Rippe 1 b zusammenhängend
und fast gleich breit, aber mit unebenen Ränd^ern; Saumteil schwarzgrau mit einigen weißen Submarginal-
flecken. Transvaal und Zulu-Land.
kiluiiia. . H. kituina Karsch (= bettoni Btlr.). Die Beschreibung legt dar, daß diese bisher fast verschollene
Art dieselbe wie //. bettoni ist. Ich gebe hier die Originalbeschreibung Kaeschs Mieder. ,,Flügcloberseite schwärz-
lichgrün, die Unterseite heller. Vflgl-Ober.seite mit weißen Fleckchen: in der Zelle einem kleinen Punktfleck
diesseits der Mitte und einem größeren Fleck jenseits derselben sehr nahe einer feinen weißen Zellschlußlinie;
hinter dem größeren Fleck der Zelle zwei größere Flecke je einem in 2 und 1 b, von denen der vordere etwas
mehr nach außen gerückt steht; ferner liegen zwischen der Zelle und der Flügelspitze in 6 — 8 drei gehäufte
Fleckchen und hinter diesen ein isoliertes Fleckchen in 3; endlich befinden sich zwei noch deutliche kleine Fleck-
chen nahe dem Außenrande in 4 und 5, welche einer dem Saume parallelen Reilie fast ganz erloschener Fleckchen
angehören. Hflgl-Oberseite mit einem weißen Punktfleck in der Zelle nahe an der Wurzel, einer größeren gleich
jenseits des Zellendes liegenden weißen Fleckenbinde, welche vorn breit gestutzt in den Raum zwischen den
Rippen 8 und 7 hineinragt, außen und innen .schwach zackenrandig ist und hinten zum Irde auf den Analwinkel
gerichtet schmal ausläuft, sowie mitten zwischen dieser Binde und dem Außenrande eine diesem parallele Reihe
weißer Fleckchen, von denen je einer in 2, 4 und 5 deutlicher hervortritt. Auf der L^nterseite des Vflgls sind
alle Flecke größer als oberseits und der Hrd auf der Außenhälfte weißlich. Die Hflgl-Unterseite durchzieht
gleich jenseits des Zcllendes eine am Vrde erweiterte und hier einen runden dunkelgi'ünen Fleck einschließende,
außen und innen schwach zackenrandige, weiße Schrägbinde in Richtung auf den Ird nahe dem Analwinkel
und auch die Wurzel ist weißlich gefärbt. Fransen schwarz und weiß gescheckt. Spannweite 19 mm." Britisch
Ost-Afrika: Kitui. Durch die Stellung des zweiten weißen Fleckes in der Zelle der Vflgl sowie durch den dunklen
Fleck am Vrde (in 7) in der Meißen Mittclbinde der Hflgl-Unterseite weicht diese Art von allen anderen afrikani-
schen Arten ab.
dromus. H. dromus Plötz (75 c). Vflgl oben: Mittelmond schmal; Diskalfleck 1 b^ groß, I b- sehr klein oder
fehlend; keine weiße Flecke in 9 — 11. Hflgl oben mit Wurzelpunkt und breiter, schwarz gebogener Mittel-
binde in 1 c— 6. Die Zeichnung der Unterseite geht aus der Figur hervor; die Grundfarbe der Hflgl jedoch
oft mehr gelblich. Natal bis Kilimandjaro und Gabun.
HESPERIA. Von Dr. C. Aurivillius. 565
H. zaira Plötz (75 d) ist mir nur durch Plötzs^ Beschreibung und seine hier kopierte, gewiß wenig zaira.
brauchbare Figur bekannt. Die Abbildung stimmt nicht mit der Beschreibung überein. Die Art ist sicher sehr
nahe mit dromus verwandt, wie auch Plötz selbst durch die Uebersicht angegeben hat. Seine Beschreibung
enthält außer dem, was für beide Arten gemeinsam ist, nur folgendes: ,,Hflgl unten schmutzig grünlichweiß mit
zwei breiten vom Vrde bis in Zelle 1 c reichenden olivengrünen Querbinden, von denen eine wurzelwärts, die
andere saumwärts bräunlich verwaschen ist. Vflgi in Zelle 1 b auf der Mitte mit großem weißen Fleck, einem
Punkt unter dem Fleck der Zelle 2 und einem kleinen Fleck'wurzelwärts.^ Uebrigens ist die Oberseite wie bei
vindex." Congo.
H. leucomelas Oberth. Flügel oben schwarz mit scharf hervortretenden weißen Flecken. Vflgl oben lewoinclas.
mit Wurzelstrich in Ib und Wurzelfleck in der Mittelzelle, Mittelmond mäßig groß oder strichförmig; Sub-
marginalflecke 4 und 5 groß ; Fransen oben in der Wurzelhälfte schwarz mit winzigen kleinen weißen Strichen
am Ende der Falten. Hflgl oben mit A^'urzelpunkt und weißer Mittelbinde fast wie bei dromus und spio. Unter-
seite wie bei dromus, das Wurzelfeld der Hflgl aber nur mit einem dunklen Fleck (in 8). Flügelspannung : 24 mm.
Ost-AfrUca: Mpala; Nyangao.
H. diomus Hpffr. (75 c; schlecht und schematisch, zu grell gefärbt). Diese und die beiden folgenden diomus.
Arten bilden eine kleine Gruppe, welche dadurch ausgezeichnet ist, daß auf der Oberseite der Vflgl nahe am
Hrde zwei kleine gegen den Hrd senkrecht, und darum miteinander parallel stehende, weiße Querstriche auf-
treten, von denen der eine aus den Wurzelflecken in 1 b und in der Mittelzelle und der andere aus den Diskal-
flecken 1 b'^ und 2 zusammengesetzt sind; da die Flecke in 1 b oft durch die Falte geteilt sein können, bestehen
die beiden Querstriche oft jeder aus drei Abteilungen. Die helle Mittelbinde der Hflgl-Unterseite fängt etwa
an der Mitte des Vrdes an, ist schwach gebogen und darum nicht so aufrecht wie bei der folgenden Art. Portu-
giesisch inid ..Deutsch" Ost -Afrika.
H. ferax Walkngr. {— ferox Oberth.) (75 c) weicht von diomus nur dadurch ab, daß die helle Mittel- ferax.
binde der Hflgl-Unterseite vor der Mitte des Vrdes anfängt, fast gerade ist und dadurch mehr aufrecht steht.
Wohl nur eine südliche Rasse von diomus. Kapland bis Damara-Land und Transvaal.
H. lacreuzei Oberth. kenne ich nur durch die Abbildung. Sie ist etwas größer als die beiden vorher- lacrcuzci.
gehenden Arten mit ganz derselben Fleckenzeichnung der Vflgl. Hflgl oben mit weißem Wurzelpunkt und
weißer Mittelbinde, welche aus einem freien gerundeten Punkt in 1 c, einem länglichen Fleck in 2, einem winzi-
gen Dreieck in 3, einem großen viereckigen Fleck in 4 + 5 und einem winzigen Punkt in 6 besteht. Hflgl unten
auf eintönigem weißem Grunde nur mit den gewöhnlichen drnüden Querbinden und ohne dunkle Flecke oder
Binde am Saume; die dunklen Querbinden sind schmal, fast in Flecke aufgelöst und enden an der Rippe 1 b,
sie erreichen nicht ganz den Vrd. Transvaal.
H. spio L. (= vindex Cr.) (75 c). Diese altbekannte Art ist durch die Abbildung und die in der spio.
Uebersicht angeführten Kennzeichen leicht von allen übrigen zu unterscheiden. Kapland bis Delagoa-Bay,
Kiliniandjaro (und Angola?).
H. mafa Trim. (75 c) hat kleinere mehr gleichgroße Subirarginalpunkte der Vflgl und eine schmälere, mafa.
mehr in Flecke aufgelöste Mittelbinde auf der Oberseite der Hflgl, stimmt aber sonst sehr genau mit spio übercin ;
die helle Mittelbinde der Hflgl-Unterseite ist bisweilen, doch nicht immer, durch einen dunklen Fleck an der
Rippe 1 b gegen den hellen Ird abgegrenzt. Kapland bis Transvaal.
H. adenensis Btlr. ist oben den beiden vorigen Arten ähnlich, auf der Unterseite der Hflgl aber von adcnensis.
allen anderen, hier behandelten Arten dadurch abweichend, daß dieselbe mit Ausnahme des weißlichen unge-
fleckten Irds (in 1 a und 1 b) eintönig dunkelgrau ist mit scharf begrenzten, weißlichen Flecken, 3 im Wurzel-
felde, 3 quer über die Mitte und einige kleinere am Saume. Arabien : Aden. — Ist nach Rebel nur eine Rasse der
indischen H.galbaF. (Bd. 9, Taf. 165i).
H. oberthüri .sp. nov. (= transvaaliae Oberth.) Mit diesem Namen bezeichne ich eine kleine von Ober- obertMri.
THÜR als transvaaliae abgebildete, mir sonst unbekannte Art, die jedoch offenbar nicht dieselbe Art sein kann
wie Trimens transvaaliae. Nach der Abbildung stimmt oberthüri oben ganz mit H. mafa überein, ausgenommen
daß der Wurzelfleck im Felde 1 b der Vflgl zu fehlen scheint. Auch die Unterseite der Vflgl weicht kaum ab,
es scheinen jedoch dort kleine Diskalflecke in 4 und 5 vorhanden zu sein. Die Hflgl aber sind unten ganz ab-
weichend, indem sie überall auch bis zum Irde fast eintönig hell graubraun sind, ohne deutliche dunkle Quer-
binden und ohne andere Zeichnungen als zwei abgerundete weißliche Diskalflecke, der eine in 4 -|- 5 und der
andere in 6 + 7. Kimberley.
H. sandaster Trim. (75 c) weicht durch die Unterseite der Hflgl von den übrigen Arten erheblich sandasUr.
ab und ist darum durch die Beschreibung in der Uebersicht und die leider sehr mäßig gelungene Abbildung
leicht kenntlich. Kapland. — Soll nach HiGGiNS nur zwei Sporen der Hinterschienen haben und gehört viel-
leicht einer anderen Gattung an.
566 CARCHARODUS. Von Dr. C. Aueivillius.
sataspes. H. sataspes Trim. (75 c; zu grell und hell gefärbt). Beide Flügel oben ohne Wurzelpunkte; Vflgl
nur mit einem Punkt in der Zelle und deutlichem Mittelmond; Diskalt'leck 1 b^ klein, strichförmig oder fehlend,
1 b^ fehlend. 3, 4, 6 — -8 deutlich, bisweilen auch ein winziger Punkt in 5; Submarginalpunkte gleichgroß; Hflgl
oben mit schmaler Diskalbinde, welche nur aus drei Flecken (in 2, 4 und 5) besteht, Submarginalflecke klein.
Fransen beider Flügel an der Wurzel schwärzlich mit kleinen weißlichen Flecken zwischen den Rippenenden.
Vflgl unten mit schwarzgrauer Grundfarbe (kaum dmikler in der Mitte) und derselben weißen Zeichnung wie
oben oft aber mit Diskalpunkten in 4 und 5. Hflgl unten an der Wurzel gelblich oder schwarzgrau und oft
ohne scharfe Grenze in die innere wenig dunklere Querbinde übergehend, davon jedoch durch einen subbasalen
weißlichen Querstrich in 7 und 8 getrennt; die äußere dunkle Querbinde allmählich in den braunen oder wenig
helleren Saumteil übergehend oder davon durch eine Reihe kleiner weißlichen Submarginalflecken getrennt.
Kapland und Natal.
}>a)i(i. H. nana Trim. (75 c; schlechte Abbildung) kommt der vorigen Art sehr nahe, ist aber noch etwas
kleiner, hat eine etwas gebogene Diskalbinde der Hflgl-Oberseite und eine viel hellere, braune Unterseite der
Hflgl mit unregelmäßiger, ge.schlängelter, zweimal (in 2 und 5) stark vcrschn^älerter weißer Mittelbinde. Kapland.
rehfoiisi. H. rehfousi Oberth. ist in der Artenübersicht nach Oberthürs Abbildung beschrieben. Die Unterseite
der Hflgl hat überall eine weißgraue Grundfarbe (ebenso hell wie am Irde in 1 a und 1 b), auf der sich vier dunk-
lere, graue Querbinden abheben, eine sehr kurze und kleine an der Wurzel, weder den Vrd noch der Rippe 1 b
erreichend, eine am Saume zwischen dem Vorderwinkel und der Rippe 2 und die beiden anderen breit getrennten
wie gewöhnlich zwischen dem Vrde und der Rippe 1 b. Mpala am Tanganjika-See.
dela/joac. H. delagoae Trim. .stimmt oben fast völlig mit H. sataspes überein und weicht unten nur dadurch ab,
daß der ganze Wurzelteil der Hflgl einfarbig dunkelgrau, ungefleckt und die helle Mittelbinde schärfer begrenzt
und mehr ganzrandig ist. Dazu kommt als Michtigster Unterschied, daß die hellen Submarginalflecke zu einer
gezackten Submarginallinie vereinigt sind.
zebra. H. zcbra Btlr. (75 d) ist durch die obige Beschreibung und die Abbildung hinreichend gekennzeichnet.
Natal. *)
melaleuca. H. melaleuca Oberth. \\eicht, wenn die Abbildung richtig ist (im Texte wird nichts darüber gesagt)
von allen mir bekannten Arten der Gattung dadurch ab, daß die Vflgl nur einen einzigen Diskalfleck (in 1 b)
haben. Die Vflgl haben also auf beiden Seiten nur einen Punkt in der Mittelzelle vor ihrer Mitte, einen Mittel-
mond, einen Wurzelstrich und einen Diskalfleck in 1 b, sowie ungleich große Submarginalflecke in allen Saum-
feidern. Hflgl oben mit AVurzelpunkt, breiter zusammenhängender Mittelbinde und Submarginalflecken; unten
sind sie an der Wurzel weißlich, haben eine breite, helle Mittelbinde, gioße, durch die dunkleren Rippen ge-
trennte Submarginalflecke und recht schmale, unregelrräßige drmkle Querbinden, welche wie gewöhrilich
vom Vrde bis zur Rippe 1 b gehen. ..Deutsch O.st-Afrika": Kitanga.
manyana. H. mangana Bbl. ist sofort daran kenntlich, daß beide Flügel oben und unten ohne Submarginalflecke
sind. Vflgl auf beiden Seiten fast ganz ähnlich, dinikel braungiau mit 7 — 9 weißlichen Flecken (nämlich einem
Punkt in der Mittelzelle, einem deutlichen Mittelmond, Diskalflecken in 1 b — 3 (5), 6 — 8 und einem undeutlichen
Wurzelfleck in 1 b. Hflgl oben mit drei sehr kleinen Diskalflecken und unten bis zur Wurzel dunkel braungrau
mit ganz gerader schmaler, weißlicher Mittelbinde; Ird zum größten Teil verdunkelt. Arabien.
colotes. H. colotes Drc. (75 d; Vergrößert; in Wirklichkeit i.st die Art kaum größer als nora) weicht von den
übrigen Arten durch die gleichförmig braune, wie oben gezeichnete Unterseite beider Flügel ab. Angola. —
nora. nora Plöiz (75 d) weicht von colotes nur durch dunklere Oberseite und rostbraune Unterseite ab. Die Abbildung
nach Plötzs Originalzeichnung. Französi.sch Congo : Lcango.
Anmerkung: Erst nach Beendigung dieser Bearbeitung hatte ich Gelegenheit von L. G. Htgoiss Abhandlung
über die äthiopischen Arten der Gattung Hcsperia (Trans. Ent. Soc. Ijond. 1024. S. fit — 120, Taf. 7 — 10) Kenntnis zu nehmen.
Da diese Arbeit nicht mehr benutzt werden konnte, gestatte ich mir, hier auf dieselbe zu verweisen. HiCiGi>s ver-
teilt die von ihm anerkannton IS .Vrten auf 9 Gruppen, die nach der Zeiclinung unterschieden werden: 2 Arten, H. paula und
bifida und 5 Varietäten (3 von //. transraalica Tri)», und 2 von H. droiinix I'lölz werden als neu beschrieben.
H. lei)c(»tiela.'< Oberth. wird als .Synonym von dromus Plöiz; H. lacreu:ci als .Synonym von ferax Wallengr.; H. macha-
coana Btlr. und abncondita Plöiz als Synonym von dioniiis; H. rejousi Oberth. als Synonym von depauperata Strd. betrachtet.
2. Gattung': Careliarodiis Hbn.
Diese Gattung, welche schon in Band 1, S. 335 beschrieben worden ist, steht der vorigen nahe und
weicht nur durch die in der Gattungsübersicht erwähnten Kennzeichen ab. Nur eine äthiopische Art.
elma. C. elma Trim. (75 d; zu grell gefärbt). Flügel oben graubraun. Vflgl ana Vrde und an der Wurzel
diuikler, kurz vor der Mitte mit einem feinen, schwarzen, schwach gebogenen Querstrich zwischen der Rippe 1
und 11 , in den Feldern 4 und 5 mit dunklem , .schief gestelltem Fleck und am Saume in 2 und 3 breit verdunkelt ;
außerdem mit folgenden Glasflecken: einem Querstrich vor der Spitze der Mittelzelle. Diskalflecken in 2 und 3
*) Auf S. 336 von Bd. 1 ist der Name zebra (in zelva Btlr. verdruckt) von P. Mabili.e als Synonym zu galba F.
gezogen. Dort ist Taf, 85 b die großfleckige Form aus dem palaearktischen Teil K.\scu.MtPs, in Bd. 9, Taf. 156 i die
kleinfleckige Form von (jalba aus dem tropischen Indien (Gebirgst'orm aus den Xilgiris) abgebildet.
ABANTIS. Von Dr. C. Aiteivillius. 567
und Subapicalpvnikten in 6 — 8. Hflgl oben mit weißem Wurzelpunkt und gerader weißer Mittelbinde in 1 c — 6.
Die Unterseite ist mehr eintönig dunkelgrau mit fast denselben weißen Zeichnungen aber mit zwei Wurzel-
flecken der Hflgl. Die Vflgl haben oben im Saumteil einen sehr schwachen grünlichen Anflug bei weitem nicht
so wie in der Figur. Kapland bis Angola, Nyassa und Usambara.
3. Gattung: Abautis Hpjjr.
Diese Gattung unterscheidet sich von den übrigen sofort durch die in der Gattungsübersicht mitge-
teilten Kennzeichen. Sie enthält mehrere hübsche aber meist recht seltene Ai-ten, welche auf dem Festlande
Afrikas weit verbreitet sind, aber auf Madagaskar und den übrigen Inseln fehlen.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Hflgl auf beiden Seiten mit 5 — 7 scharf begrenzten schwarzen Punktflecken, 2 im Felde 7, 2 in der Mittel-
zelle und 1 — 3 in 1 c. Hinterkörper schwarz mit weißen Hinterrändern der Segmente. A. tettensis.
B. Hflgl ohne schwarze Punktflecke.
a. Hflgl auf beiden Seiten schwarz oder stahlblau mit drei großen weißen Flecken (in 1 c, 7 und der Mittel-
zelle sowie der Wurzel von 4 und 5) und 2 — 3 kleinen (in 2 [3] und 6); alle durch die dimklen Rippen ge-
trennt. Vflgl mit 2 — 3 weißen oder gelblichen Flecken in 1 b, je einem Wurzelfleck in 2 und in der
Mittelzelle und 7 Glasflecken (einem großen in der Spitze der Zelle und je einem in 2, 3, 5 — -7 oder 8).
Stirn vor den Fühlern weiß. Halskragen jederseits mit rotem Fleck. Hlb bunt gefärbt mit orange-
gelbem oder rotem Analpinsel.
*. Flügel mit schwarzer Grundfarbe. Hlb oben mit 4 breiten, roten Querbinden, bisweilen auf dem
Rücken unterbrochen. Schulterdccken mit weißlichem Fleck an der Wurzel und länglichem orange-
rotem Mittelfleck. Mittelrücken jederseits mit orangegelbem Fleck. Hinterrücken jederseits mit
großem schwarzem, am Vrde weißem Haarpinsel. Vflgl gewöhnlich ohne Glasfleck im Felde 8.
Hflgl auf beiden Seiten im Felde 1 a weiß, in 1 b schwarz. Palpen unten ockergelb. A. paradisea.
**. Flügel mit etwas grünglänzender stahlblauer Grundfarbe. Hlb jederseits in der Mitte mit einem
großen, durch die zusammengeflossenen Querbinden gebildeten, weißen oder rotgelblichen, oben
durch eine dunkle Rückenlinie getrennten Fleck. Schulterdecken mit weißem Fleck an der Wurzel
(oft verdeckt) und solchem Fleck in der Mitte. Mittelrücken jederseits mit weißem Fleck. Hinter-
rücken jederseits mit großem, rotem Haaipinsel. Palpen unten schwarz mit zwei großen weißen
Flecken, einem auf dem ersten und einem auf dem zweiten Gliede. Vflgl mit Glasfleck im Felde 8.
Die Felder 1 a iind 1 b der Hflgl auf beiden Seiten blauschwarz oder fast schwarz. A. zambesiaca.
ß. Flügel nie so wie in a gefärbt und gezeichnet.
*. Vflgl oben dunkel gefärbt mit oder ohne helle Zeichnungen.
§. Hflgl ohne dunklen Querfleck am Ende der Mittelzelle. Vflgl fast immer mit weißen Glasflecken.
o. Vflgl oben wenigstens im Saumteil tief schwarz mit großen länglichen oder linienförmigen
Flecken in den Feldern 1 b — 8 oder wenigstens in 1 b — '3, 6 — 8 und in der Mittelzelle.
-f. Beide Flügel unten lebhaft gelb mit feiner schwarzer Saumlinie, einigen dunklen
Flecken in der Mitte der Vflgl luid den Rippen wenigstens zum Teil schwarz. Vflgl oben
bis zur Wurzel schwarz mit gelben Flecken: drei Wurzelflecken (2 in 1 b, einem in der
Zelle), 8 Diskalflecken (in 1 b — 8) und einem Querfleck in der Spitze der Mittelzelle.
Hflgl oben gelb am Saume und am Irde schwarz. A. hicolor.
-f -f. Die Grundfarbe der Unterseite nicht gelb. Vflgl mit weißen Zeichnungen. Hflgl auf
beiden Seiten weiß mit dunklen Rändern. Vflgl oben schwarz im Wurzeldrittel mehr
oder weniger gelb oder rotgelb überzogen.
-. Vflgl statt der Flecken mit feinen weißen Längslinien, je zwei in 1 b und der
Mittelzelle und je einer in 2 — 8. A. lencogaster.
— . Vflgl mit weißen Diskalflecken in 1 b — 3 (4), 5 — 8 und einem großen viereckigen
Fleck in der Mittelzelle. A. hismarcki.
00. Vflgl oben braun, gelbbraun oder gelblich mit deutlich hervortretenden schwarzen Rippen
und weißen Glasflecken wenigstens in 6 — 8 (Subapicalflecken). Feld 1 b stets ungefleckt.
4-. Vflgl mit Glasflecken in 2, 3 und in der Mittelzelle (einem oder 2 länglichen).
568 ABANTIS. Von Dr. C. AueivilliüS.
-. Vflgl oben von der Wurzel bis zur Spitze hell braungelb dann rauchbraun, unten
ganz ockergelb. Hflgl auf beiden Seiten weiß mit dunkeln Rändern. A. lofu.
— . Vflgl oben nicht oder nur im Wurzeldrittel gelblich.
1. Hflgl an der Wurzel mit drei länglichen Glasflecken, 2 in der Mittelzelle und
einem im Felde 7. A. ja.
2. Hflgl ohne Glasflecke.
a. Hflgl ob?n in der Mitte sehr ausgedehnt weiß oder wenigstens mit heller
Mittolbindc.
a'. Hflgl oben schwarzbraun mit einer nur 4 mm breiten, gelblichweißen
Mittelbinde von der Rippe 8 bis zur Falte des Feldes 1 c.
A. elegantula.
b'. Hflgl oben mit breiter weißer Mittelbinde vom Vrde bis zur Rippe 1 b
oder 1 a, oder in noch größerer Ausdehnung weiß oder weißlich.
A. nigeriana.
A. lucretia.
h. Hflgl oben braungelb mit allen Rippen und einer schmalen Saumbinde
schwarz. A. venosa.
+ +. Vflgl ohne Glasflecke in 2, 3 und der Mittelzelle.
1. Vflgl mit Glaspunkten in 6 — 8. Hflgl fast weiß, oben an der Wurzel breit schwärz-
lich und am Vorderwinkel und am Irde mehr oder weniger verdunkelt.
A. efulensis.
2. Vflgl ganz ohne Glasflecke. Hflgl auf beiden Seiten mit braungelber Grundfarbe.
A. venosa var. vldurt.
§§. Vflgl oben ganz ohne Glasflecke oder andere helle Flecke hell rötlichgrau mit schwarzen Rippen.
Hflgl blaß rötlich mit schwarzen Rippen und dunklem Fleck am Ende der Mittelzelle.
A. rubra.
**. Beide Flügel oben und unten von der Wurzel bis weit über die Mitte hinaus rein weiß. Vflgl mit
schwarzer, gleichbreiter Saumlinie, einer ähnlichen etwas gewellten Submarginallinie, welche durch
die schwarzen Rippen mit der Saumlinie verbunden wird, wodurch eine Reihe weißer Saumpunkte
abgetrennt werden, und einer schwarzen schief gestellten Subapicalbinde vom Vrde bis zur Rippe 4,
wo sie sich gewöhnlich mit der schwarzen Submarginallinie vereinigt. Durch diese Subapicalbinde
wird eine zweite Reihe von 5 — 6 weißen Flecken abgetrennt. Hflgl auf beiden Seiten mit schwarzer,
gegen den Hinterwinkel ein wenig verbreiterter Saumlinie. Fransen beider Flügel schwarz und weiß
gescheckt. — Leucochitonea Wallengr. A. levebu.
iellenslf. ' A. tettensis Hpffr. (75 a). Palpen unten hellgelb. Schulterdecken schwarz mit weißen Rändern.
Vflgl oben schwarzgrau mit weißlichem Wurzelstrich am Vrde und in 1 b (dieser saumwärts in zwei Flecke
geteilt), zwei weißen Flecken in der Mittelzelle, weißen Diskalflecken in 1 b — 8 und solchen Saumflecken; diese
und die Diskalflecke teilweise zusammenfließend. Hflgl oben weißlich, unten mehr gelblich mit schwarzer,
oft weiß gefleckter Sauinbinde. Flügelfransen schwarz und weiß gescheckt. Kapland bis Angola und Zambesi.
paradiica. A. paradisea Btlr. (= namacjuana Ww.) (76 i) ist durch die Abbildungen und die Beschreibung in der
Uebersicht hinreichend gekennzeichnet. Die Vorderbrust und die Unterseite der Palpen sind ockergelb. Natal,
Owambo-Land, Rhodesia und Madibira.
zambcsiaca. A. zambesiaca Wiv. (= zambesina Platz, trimeni Btlr.) (75 a) ist oben ausfülirlich beschrieben. Der
große weiße Seitenfleck des Hlbs wird, wenn die weißen Schuppen abgerieben oder beschädigt werden, gelblich
oder rötlich, wie ein mir vorliegendes Stück zeigt. Zambezi, Mashuna-Land, Rhodesia.
hicolor. A. bicolor Trim. (76 i) weicht durch Farbe und Zeichnung von allen übrigen Arten beträchtlich ab.
Diese seltene Art ist nur aus dem Kaffern-Lande, Natal und dem Zulu-Lande bekannt.
Inimi/iixirr. A. leucogastcf Mab. (75 a) ist durch die weißen Längslinien der Vflgl von allen übrigen Arten ver-
schieden. Kopf und Thorax schwarz mit weißen Tropfenflccken ; Schidterdecken an der Spitze gelb behaart.
Mittel- und Hinterrücken jederseits mit gelbem Haarpinsel. Hlb weiß mit schwarzer Rückenbinde und einer
solchen Seitenlinie jederseits des Bauches; Analpinsel schwärzlich. Sierra-Leone und Süd-Kamerun.
hismarcki. A. bismarcki Karsch (75 a). Das abgebildete Stück stellt ein $ dar. Nach Kar.sch weicht indessen
das (J nur wenig vom $ ab, hauptsächlich nur dadurch, daß der Diskalfleck 1 b kleiner ist und der weiße PunJct
in 2 fehlt. Der Diskalfleck 3 ist klein und unregelmäßig. Saumbinde der Hflgl breit und weiß punktiert. Togo-
arctotnargi- Land. — arctomarginata Lathy weicht nur dadmch ab, daß der Diskalfleck 3 der Vflgl gleichbreit und länglich,
>ia/<i.
Axisgegehen 24. III. 1925. ABANTIS. Von Dr. C. Aurivillius. 569
etwa so lang wie der Fleck in 1 b und die Saumbinde der Hflgl schmäler (kaum 2 mm breit) und fast unge-
fleckt ist. Nyas.sa-Land. — neavei form. nov. Neave beschrieb und bildete diese Form als das ? von A. lofu neavei.
ab. Wenn aber Karsch darin recht hat, daß die Geschlechter von A.lismarcki einander ganz ähnlich sind,
ist es nicht wahrscheinlich, daß diese Form und der mit ganz verschieden gefleckten Vflgl ausgestattete A. lofu
die Geschlechter derselben Ait sind, neavei ist der arctomarginata sehr ähnlich, hat wie diese einen länglichen
Diskalfleck im Felde 3 der Vflgl, weicht aber durch die scharfen weißen Flecke der etwas breiteren schwarzen
Saumbinde der Hflgl ab. Nach der Figur Neaves zu urteilen stellt dieselbe ein (J und nicht ein 9 dar. Ehodesia.
A. lofu Neave. (75 a) ist die erste Art einer Reihe Formen, bei denen die Vflgl 3 — 4 Glasflecke in der Mu.
Mitte und drei subapicalen Glaspunkte haben; die Flecke in der Mitte berühren gewöhnlich einander. Hflgl
unten am Vrde in Feld 8 und zum Teil am Saume ockergelb. Rhodesia.
A. ja H.-Drc. (75 b). Flügel oben mit brauner Grundfarbe und einer helleren gelbbraunen Submarginal- ja.
binde der Hflgl, unten mit fast eintöniger gelbbrauner Grundfarbe, hellerem Ird der Hflgl und allen Rippen
schwarz. Süd-Kamerun.
A. elegantuia Mah. Flügel oben schwarzbraun; Vflgl mit freiem Glasfleck im Felde 3 unten am Irde elegantula.
in 1 a und 1 b weißlich aufgehellt. Hflgl unten von der Rippe 8 bis zum Irde mit etwa 6 mm breiter, weißer,
von den schwarzen Rippen durchzogener Mittelbinde und schwarzen Rändern; die Saumbinde 4 mm breit
ohne helle Flecke. Sierra-Leone. Kamerun.
A. nigeriana Btlr. Diese mir unbekannte Art wird von Butler mit zamhesiaca, paradisea und pleroiica nigeriana.
verglichen, dürfte aber am nächsten mit lucretia und venosa verwandt sein. Aus der Beschreibrnig mag das
folgende angeführt werden: Glasflecke wie bei -4. plerotica, außerdem ein weißer Strich im Felde 10, ein weißer
Wurzelfleck in der Mittelzelle und zwei weiße Punkte an der Flügelwurzel. Hflgl weißlich mit der Wurzel,
den Rippen und dem Saum mit den Fransen schwarzbraun; Schulterdecken sehr lang, mit einem weißen Punkt
an der Wurzel, einem in der Mitte imd orangegelber Spitze; Thorax an der Seite und der Spitze mit rostgelben
Pinseln; Hlb an der Wurzel und an der Spitze rauchgrau, in der Mitte silberweiß mit schwärzlicher Rücken-
linie: Analpinsel orangegelb. an rler Wurzel schwarz. Fühler schwarz; Kolbe unten weiß. Flügel unten wie oben,
aber die Vflgl am Hrde weißlich mit braunen Rippen ; Hflgl schneeweiß, Vrd und Saum tiefer schwarz. Brust
rnid Palpen ockergelb; Bauch weiß mit dunkler, nach hinten gelblicher Seitenlinie. Nigeria.
A. lucretia H.-Drc. Vflgl schwarzbraun, an der Wurzel mehr oder weniger braungelb oder rostgelb lucreiia.
beschuppt mit Glasflecken in der ^littelzelle (oft nur 1), in 2, 3 und 6 — 8. Hflgl an der Wurzel in 7 und 8
rostgelb, auf beiden Seiten zwischen den Rippen 1 und 8 mit breiter weißer Mittelbinde und am Saume mit
4 mm breiter dunkler Saumbinde mit schwarzen Rippen und weißlichen Saumpunkten in I b — ^3 oder 4. Pal-
pen unten gelb. Hlb weiß, an der Wurzel schwarz, oben mit dunkler Rückenlinie, rmten mit schwarzen Seiten-
linien, an der Spitze mit gelbem Pinsel. Kamerun und C'ongo.
A. venosa Trnn. (75 a). Durch die eintönig gelbbraune Oberseite der Hflgl ausgezeichnet. Vflgl oben venosa.
braun mit Glasflecken in der Mittelzelle, in 2, 6 — 8 tmd oft auch mit einem kleinen freien Fleck in 3; an der
Flügelwurzel mit zwei weißen Punkten. Flügelfransen kurz und dunkel, am Analwinkel der Hflgl länger und
gelb. Vflgl unten wie oben, aber am Irde in 1 a und 1 b weißlich. Hflgl miten schneeweiß, an der Wurzel, am
Vrde in 8 und am Saume schwarz ohne helle Flecke; Vrd an der Wurzel weißlich; Saumbinde nach hinten
breiter; Rippen nur am Irde und nahe der Saumbinde schwarz. Unterseite der Palpen und Vorderbrust gelb.
Transvaal bis Rhodesia. — umvulensis E.-Sh. ist die extreme Trockenzeitform und dadurch au.sgezeichnet, daß umvulensis.
die Hflgl-Unterseite eintönig braungelb ist ohne weißes Mittelfeld und ohne schwarze Ränder. Mashuna-Land.
— plerotica Kar.sch soll die extreme Regenzeitform sein und scheint nach der Beschreibung nur wenig von plerotica.
der Hauptform, vielleicht nur durch etwas größere Ausdehnung der weißen Farbe der Hflgl-Unter.seite, abzu-
weichen. Ost-Afrika. — vidua Wei/m. weicht von umvulensis nur dadurch ab, daß alle Glasflecke der Vflgl vidua.
fehlen. Angola. Mashuna-Land.
A. efulensis Holl. (75 b) weicht wie die Abbildung zeigt, durch die Zeichnung der Oberseite und die efulemis.
unten bis zum Saunu^ weißen Hflgl von alleir anderen Arten ab. Kamerun und nördliches Congo-Gebiet.
A.. rubra Holl. ist in der Uebersicht beschrieben und an ihren rötlichen, oben und unten ähnlichen rubra.
Flügeln sofort kenntlich. Congo-Gebiet: Medje.
A. levebu tritt, wie es mir scheint, in mehreren ineinander übergehenden Lokalrassen und Zeitformen
auf. — Bei levebu Wallengr. (= lactea Plötz), von der mir die di-ei Typen (2 $, 1 $) vorliegen, ist der Vrd der levebu.
Vflgl auf beiden Seiten schwarz, die Saum- und Submarginalbinden sowie der schwarze Subapicalbogen der
Vflgl schmal und nur durch die schwarzen Rippen verbunden und demzufolge sind die weißen Saumflecke groß
und die 6 weißen Subapicalflecke alle deutlich und länglich. Hflgl unten mit schwarzem Längsstrahl längs
der Rippe 8 bis zur Mitte des Vrdes ; die Rippen 1 a — 4 und die Falte in 1 c mehr oder weniger schwarz gesäumt.
Halskragen jederseits und die Schulterdecken im Wurzelteil orangegelb beschuppt. Palpen unten weiß. Kap-
XIII 72
570 CAPRONA; PROCAMPTA. Von Dr. C. Aurivillius.
defecla. land bis Damara-Land und Rhodesia. — defecta form. nov. (75 b, als levebu) ist eine extreme Trockenzeitform,
welche nnr durch noch schmälere schwarze Zeichnungen der Vflgl und durch das Fehlen des schwarzen Längs-
imncris. Strahles auf der Unterseite der Hflgl abweicht. — amneris Bbl. u. Bog. (75 b, als lactea) ist offenbar eine Regen-
zeitform, welche .sich dm'ch die größere Ausdehnung der schwarzen Flecke am Saume und an der Spitze der
Vflgl und die dadurch ent.standene Verkleinerung der weißen Flecke au.szeichnet. Dagegen fehlen die schwarze
Färbung am Vrde der Vflgl und der schwarze Längsstrahl im Felde 8 auf der Unterseite der Hflgl. Ost -Afrika:
hindei. ilassai-Land und iladibira. — - hindei H. Drc. ist nach der Beschreibung eine extreme Form von amneris,
bei aer die Saumbinde der Vflgl noch breiter ist \nid den Hrd erreicht und die Hflgl unten einen deutlichen
schwarzen Längsstrahl im Felde 8 haben. Britisch Ost-Afril^a : Kitui.
4. Gattung: C^aproua Wallengr.
^Vie Ahaniis kommt auch diese Gattung nur auf dem Festlande Afrikas vor und fehlt in der madagassi-
.schen Subregion. Für die eine {canofus) der drei Arten hat Mabille neuerdings eine besondere Gattung Neiro-
balane aufgestellt. Die L^nt er. schiede sind indessen so geringfügig, daß ich vorziehe, beide Arten in deiselljen
Gattung zu belassen.
U e b e r s i eh t der Arten.
A. Hflgl unten ohne runden schwarzen Fleck im Felde 1 b nahe am Hinterwinkel. Flügel oben mit grauer
Grundfarbe; Vflgl mit deutlichen, scharf begrenzten Glasflecken; Hflgl ohne deutliche Glastlecke. — q* Vor-
derhüfte mit einem sehr langen, der Brust nach hinten anliegenden, schwarzen Haarpinsel. — Caproixt
^]'((ll(^l|t/|■.
X. Htlgl-Unterseite ohne runden scharf hervortretenden, schwarzen Fleck im Felde 1 c. C. piUaamt.
jS. Htlgl-Unterseite in der ilitte des Feldes 1 c, der Wurzel der Rippe 2 fast gegenüber mit einem gerundeten
schwarzen Fleck. ('. adclica.
B. Hflgl unten im Felde 1 b nahe am Saume mit einem gerundeten schwarzen Fleck. Beide Flügel mit weißer
Grundfarbe, braunen oder sch^Yarzen Zeichnungen und grauen Glasflecken. — ^ Vorderhüften ohne Haar-
pinsel. — Untergattung: Netrohahne Muh. C. anwpiis.
piUatnia. C. pillaana WalhiKjr. (= hcterogyna Muh.) (76 i). Die Zeichnung der Oberseite geht aus der Figur
hervor. Unten sind die Flügel viel blasser mit undeutlichen Zeichnungen. Natal bis Damara-Land und
Rhodesia.
qdelmi. C. adelica Kiirscli weicht nur durch den Fleck in 1 c der Hflgl-Unterseite und den mehr gerundeten
cassualalld. Saum der Htlgl von pillaana ab. Togo-Land. — cassualalla B.-Bal;. Der Autor betrachtet später diese Form
als eine bunte Form von aileliva; seine Beschreibung stimmt in allen Einzelheiten genau mit dem Typus von
pillaana, von der sie nur durch etwas mehr rostbraune Färbung an der Wurzel und am Saum der Htlgl-Ober-
seite abzuweichen scheint. Von dem schwarzen Punkt in 1 c der Unterseite wird nichts gesagt. Angola. — •
kordo/aiii. kordofatii li.-liak. Die kurze Beschreibung lautet: ..Kopf, Thorax, Hlb und die Flügel sehr hell rötlichgrau
mit den gewöhnlichen Zeichnungen von adelica ; das breite helle Mittelfeld aber ist mehr oder weniger mit
Strichclchen oder Linien ausgefüllt". Kordofan (?).
t«/i()/«(.s. C. canopus 'J'rint. (76 i). Die Zeichnungen der Oberseite sind in der Figur genau wiedergegeben ; die
dunklon Flecken sind beim q mehr schwärzlich, beim ^_ mehr braun. Unten fehlen die dunklen Zeichnungen
an der Wurzel beider Flügel. Kapland bis Transvaal.
5. Gattung: Procain |»ta Holl.
„Palpen mäßig lang, schlank, vorgestreckt, anliegend; ihr zweites Ghed dicht haarig: Endglied schlank.
Vflgl an der Wurzel gerundet, an der Mitte des Vrdes konvex und vor der Spitze schwach ausgerandet ; die
Spitze quer abgestutzt und der Saum dann fast gerade; Hinterwinkel nicht abgerundet; Hrd gerade. Hflgl
birnförmig mit stark abgerundetem Saume."
P. rara IIuU. (76 g). Flügel oben und unten dunkelbraun (unten etwas heller) mit Querreihen von
eckigen, schwarzen Flecken. Vflgl mit einem Fleck in der Sjjitze der Mittelzelle, einer schiefen geraden Reihe
Diskaltiecke von der Spitze bis zum Hrde und einer Reihe Submarginalflecke; außerdem ein schwarzer Fleck
in 1 b und 1 — 2 hinter der Zelle nahe am Vrde. Vflgl mit einem winzigen Glaspunkt in der Zelle und drei
im Dreieck vor der Spitze in 6 --8. Hflgl mit drei gebogenen Querreihen schwarzer Flecke. Ogowe-Tal.
TAGIADES; GALLEAGRIS. Von Dr. C. Aurivillius. 571
6. Gattung: Tag-iaclcs Hbn.
Endglied der Palpen kurz, knöpf- oder kegelförmig. Rippe 2 der Vtlgl vor der Mitte der Zelle, 5 in
der Mitte zwischen 4 und 6 abgehend, 11 und 12 breit getrennt. Rippe 5 der Hflgl deutlich, Saum an ihrer
Spitze nicht ausgerandet.
Kopf oben mit einigen winzigen weißen Punkten. VHgl mit Glasfleck im Felde 11 und bisweilen auch
in 12. Htlgl unten zum größten Teil weiß.
Ueber sieht der Arten.
A. Hflgl oben dunkel gefärbt, ohne weißes Feld. Hlb oben dunkelbraun.
a. Saum der Hflgl fast gleichförmig abgerundet. Größere Art -40 — 47 mm. T. flesus.
ß. Saum der Hflgl zwischen den Rippen G und 7 etwas hervortretend, dann bis zur Rippe Ib fast gerade.
Kleinere Arten etwa 35 — 38 mm.
*. Vflgl unten an der "Wurzel des Vrdes nicht weiß. Hflgl unten mit zusammenhängender dunkler
Vrdbinde und hinter der Mitte in Ic— 6 mit einer Reihe schwarzer Diskalflecke, welche nahe an der
dunklen Sauiubinde stehen ; außerdem zwei schwarze Flecke im Felde 7, sonst aber keine dunklen
Flecke in der weißen Farbe. T. insiilaris.
**. Vflgl unten an der Wurzel des Vrdes weiß. Flügel oben heller braun, Hflgl mit drei Querreihen
schwarzer Flecke, welche auch unten in der weißen Farbe auftreten. Hflgl unten am Vrde nur
schwarz bestäubt. T. sni/fJii.
B. Hflgl auch oben zum größten Teil weiß, nur an der Wurzel und am Vrde schwarz. Hlb oben an der
Wurzel schwarz, dann weiß. T. hicfcus.
T. flesus F. (= ophion Dr.) (76 c). Vflgl mit Glasflecken oder Glaspunkten in 2 - 8 und ] 1 und in der flesus.
Mittelzelle (2), nie aber in 1 b; die Flecke in 4 und 5 gewöhnlich klein oder fehlend. Hflgl oben in der Saum-
hälfte beim ,^ bläulich grau mit deutlicher Querbinde dunkler. Flecke, beim $ heller grau mit undeutlichen
Flecken. Sierra-Leone bis Natal und Usambara in Ost-Afrika.
T. insularis Mab. (= ophion Bsd.) (76 c) weicht nur durch die in der üebersicht angeführten Kenn- insuhiris.
zeichen von T. flesus ab. Die Glasflecke der Vflgl sind oft sehr klein, bisweilen kommt ein Punkt in Ib vor.
Madagaskar.
T. smithi Midi. (? = samborana Siuiflt] ist mir nur durch die Beschreibung bekannt, ist aber durch die ■•^^mitlii.
oben mitgeteilten Kennzeichen von insularis zu unterscheiden. T. sanihoraiia kann nach Smiths Beschreibung
nicht von T. smitlü unterschieden werden und ist wahrscheinlich dieselbe Art, welche wohl aus Versehen zwei-
mal nach Stücken in Grose-Smiths Sammlung beschrieben wurde. Madagaskar.
T. lacteus Muh. (== dannatti Ehrni.) (76 c) braucht nicht näher beschrieben zu werden. Liberia und ladeus.
Congo- Gebiet.
7. Gattung": Calleagris gen.nov.
Endglied der Palpen lang, vorgestreckt. Vflgl : Rippe 2 vor der Mitte der Zelle, 3 nahe am Hinter-
winkel, 5 aus der Mitte zwischen 4 und 6, 11 von 12 breit getrennt. Hflgl: Rippe 2 etwas hinter der Mitte
der Zelle, 3 nahe an der Hinterecke, 5 deutlich. Saum der Hflgl abgerundet, zwischen den Rippen 4 und 6 aber
tief ausgerandet. — J Vflgl ohne Costalumschlag, Hinterschienen aber mit Haarpinsel.
Diese neue Gattung weicht durch die Bildung der Palpen und die Zeichnung recht erheblich von
EiKjris ab.
C, jamesoni E.-Sh. (76 d). Die Abbildung macht eine nähere Beschreibung der Färbung und Zeichnung /„(»f.so»;.
dieser ausgezeichneten Art überflüssig. Die Glasflecke der Vflgl sind meist gerundet und schwarz umzogen;
sie kommen in der Mittelzelle (ein einziger) und in den Feldern 1 b— 8 vor. Endglied der Palpen schwarz.
Die Grundfarbe der Vflgloberseite ist bei der Regenzeitform dunkler, mehr braun als bei der Trockenzeitform.
Damara- und Mashuna-Land. Rhodesia. — kigonserensis Wichgr. „Vflgl mausgrau mit brauner Bestäubung, fägonseren-
namentlich nach innen und am Hrde." „Der große weiße Fleck am Schluß der Zelle ist nicht so rund wie «'«
bei den Exemplaren vom Tanganjika-See, sondern etwas quadratischer." Die Glasflecke in 1 b und 2 erscheinen
als ein großer zusammenhängender Fleck. Ost- Afrika: Kigonsera.
572 EAGRIS. Von Dr. C. Aveivillus.
8. Gattung: JEa^rii« Gn.
Endglied der Palpen mäßig lang oder kurz, kegelförmig. Vagi:"; Rippe 2 nahe an der Wurzel der Zelle
5 etwas näher an 6 als an 4, II ganz frei. Hfigl: Rippe 2 wenig hinter der Mitte der Zelle, 5 deutlich. Saum
der HHgl zwischen den Rippen 4 und (i ausgerandet. — j VHgl mit Costalumschlag. Hinterschienen mit Haar-
pinsel. Erstes Glied der Hintertarsen ohen haarig. — --Hlb mit AfterwoUe.
U eher sieht der Arten.
A. HHgl. unten mit dunkelbrauner, gelbbrauner, gelber oder hellgelber (nie aber weißer) Grundfarbe.
a. Hdgl ganz ohne Glasflecke.
*. ^. Flügel auf beiden Seiten mit schwarzbrauner Grundfarbe und wenig deutlichen schwarzen Diskal-
und Mitteltlecken. Ytlgl nur mit zwei Glaspunkten in 7 und 8. Palpen unten lebhaft rostgelb. —
9. Elügel oben matt hell rötlichbraun mit schwarzgeringten Glasflecken in fast allen Feldern. Beide
Flügel unten mit weißlicher Saumlinie. E. nottoaua.
**. Ytigl mit zahlreichen Gla&tlecken und braungelber, gelber oder grauer Grundfarbe. Flügel unten ohne
weißliche Saumlinie.
§. Hdgl olien am Saume so dunkel wie ihre Grundfarbe oder wenigstens mit dunklen Zeichnungen.
0. HHgl unten am Yrde in den Feldern 7 und 8 von der Farbe des Grundes (gelb oder braun-
gelb), in 7 aber mit 1 — 2 schwarzen Flecken.
1. Hflgl unten mit dunklerer (J) oder hellerer (^) braungelber Grundfarbe. — ,j". GlasHecke
der Vflgl klein oder teilweise fehlend. E. sabuclhis.
2. Hflgl unten mit reiner, hellgelber Grundfarbe. Glastiecke der Vtlgl bei beiden Geschlechtern
groß und zahlreich. E. astvria.
00. Htigl unten am Yrde dunkel bestäubt oder mit dunkler Yrdbinde.
1. Flügel oben mit dunkelbrauner Grundfarbe. Hflgl unten mit lebhaft gelber Grundfarbe.
E, dccasliiiiiKi.
2. Flügel oben braungrau, in der Mitte schwach gelblich aufgehellt. Htigl unten mit gelblich
grauer Grundfarbe. E. ocinaina.
§§. Hflgl oben am Saume zwischen dem Analwinkel und der Rippe 2 (oder 3 oder 4) breit weißlich
gelb oder graugelb ohne Zeichnungen. E. dcnitba.
ß. Hflgl mit großem Glasfleck in der Mittelzelle und kleineren solchen Flecken in 1 b und 7. E. hindbcclci.
B. Hflgl unten mit rein weißer Grundfarbe und dunkler Yrdbinde, ohne Glastiecke.
a. Der Glasfleck im Felde 2 der Yflgl ist groß und länglich und steht mit seinem inneren Ende gerade hinter
dem zweiten Fleck der Mittelzelle. Hflgl oben am Saume nicht oder kaum erhellt. E. phijUoiilida.
ß. Der Glasfleck im Felde 2 der Yflgl ist schief cjuerliegend und steht weit mehr saurawärts als die Flecke der
Mittelzelle und gerade hinter dem Fleck in 3. Hflgl oben an der Mitte des Saumes breit hellgrau aufgehellt.
E. fnscosa.
noUoaiHi. E. nottoana WuUeiup: (= melancholica Mnh.) (76 d) ist im männlichen Geschlecht sehr dunkel und hat
nur zwei Glaspunkte der Yflgl. Das mir unbekannte - ist viel heller und oben in der Uebersicht nach Trimex
beschrieben. Kapland bis Delagoa-Bay.
mhadius. E. sabadius Giaij (= andracne B^d., hyalinata Saidin.) (76 c, d). Beim j* sind die Flügel oben fast eintönig
braun mit denselben schwarzen Flecken wie beim 5, aber viel kleiner und undeutlicher. Die Glasflecke der
Yflgl sind auch dieselben, wie beim C, aber klein und punktförmig oder fehlend und nur durch ihre schwarze
Umgebung vertreten. Die Unterseite ist lebhaft braungelb (dunkler als beim :,) mit schwarzen Diskalflecken
mauriitana. der Htigl. Die Zeichnung des + geht aus der Abbildung hervor. Madagaskar. — mauritiana Muh. und BouU.
weicht nur dadurch ab, daß beim j" die Glaspunkte der Yflgl noch kleiner sind oder fehlen und daß die
schwarzen Diskalflecke der Unterseite der Hflgl auch sehr klein sind oder fehlen. Mauritius. Madagaskar. —
aldabrami. aldabtana Fri/cr ist etwas kleiner und heller als die Hauptform, sonst aber damit übereinstimmend. Insel Aldabra.
asiorUi. E. astoria lIoU. (= epira Karsch, pJiicda Btlr.). Yflgl mit zwei, beim 3 getrennten, beim i vereinigten
Glastiecken in der Mittelzelle und solchen Flecken in Ic — 9 und 11; von denselben stehen 2 in Ib und mit
denen in 2 und 3 in gerader Linie, die in 4 und 5 sind sehr klein oder bisweilen fehlend.
dccastüjmc. E. decastigma Mal. (76 d) ist durch die Beschreibung in der Uebersicht und die Abbildung leicht zu
bestimmen. Sierra-Leone bis Gabun.
SARANGESA. Von Dr. C. Aurivillius. 573
E. ochreana ImIIui weicht durch die viel hellere Grundfarbe beider Flügel ab. Die Vtlgl haben Glas- uchrcana.
Hecke in 1 b— 3, 6—9 und 11 und wie gewöhnlich 2 in der Mittelzelle. Die Diskalflecke 4 und 5 sind wenigstens
beim typischen Stück nur durch schwarze Flecke vertreten. Nyassa-Land.
E. denuba Flötz (= decolor Mab.) (76 d, e). Die helle Grundfarbe der Hflgl ist gewöhnlich hell und demiha.
rein weißgelb, nicht hellgrau wie in den Figuren. Die Vtlgl haben wie gewöhnlich je zwei GlasHecke in der
Mittelzelle und in Ib und je einen in 2 — 9 und 11; der Fleck in 2 ist groß, fast quadratisch und steht mehr
wurzelwärts als der Fleck in 3, gerade hinter dem zweiten Fleck der Zelle. Hflgl oben an der Wurzel, am
Irde, am Vrde und an der Spitze dunkelgrau oder braun ; sie haben zwei schwarze Flecke im Felde 7, je einen
in 4— ü und zwei kleine oder undeutliche in 1 c. Sierra-Leone bis Kamerun.
E. lucetia Hcir. (76 f). Diese ausgezeichnete und seltene Art ist mir nur durch die Abbildung der Ober- Im-eliu.
Seite bekannt und konnte darum nicht in die Uebersicht eingereiht werden. Angola. Rhodesia.
E. landbecki H.-l)rc. (76 e) zeichnet sich von den übrigen Arten durch die Glasflecke der Hflgl aus. Die landbccki.
Vflgl haben je einen Glasfleck oder Glaspunkt in 1 b — 9 und 11 und zwei in der Mittelzelle. Von den übrigen
Arten unterscheidet sie sich auch dadurch, daß das Feld Ib nur einen Fleck hat und daß die Flecke 1—4 in
einer geraden, gegen die Flügelspitze gerichteten Linie stehen. Ob eine echte Ea[jris? Congo-Gebiet am
Kassai-Fluß.
E. ptiyllophjla Trim. {~ opliion Wallciiijr.) (76 c, d) ist durch die Abbildungen leicht kenntlich. Natal. i,hyH„i,hUii.
Delagoa-Bai.
E. fuscosa HoJl. (76 d) ist durch die in der Uebersicht hervorgehobenen Kennzeichen leicht von F. fuscosa.
pliyjlophila zu unterscheiden. Ogowe-Tal.
9. Gattung: ^araugesa Mr.
Diese Gattung ist sehr schwach von den übrigen Gattungen abgegrenzt und wenig natürlich. Es fehlt mir
jedoch jetzt an Zeit und Material um eine Revision der Gattung auszuführen. Ich schließe mich darum der
bisherigen Einteilung der Arten ziemlich genau an.
Uebersicht der A r t e n g r u p p e n.
A. Saum der Hflgl zwischen den Rippen 4 und 6 tief ausgerandet, die Fransen an den genannten Rippen ver-
längert, zahnförmig ausgezogen. Mediana der Vflgl zwischen den Rippen 2 und 3 ganz gerade; untere
Discocellularis der Vflgl gerade und fast senkrecht gegen die Rippe 4 stehend. — ^-Hinterschienen mit
langem Haarpinsel. Erstes Glied der Hintertarsen anliegend beschuppt ohne Haare. — Erd'is Mab.
Erste Gruppe.
B. Saum der Hflgl gleichförmig gebogen, zwischen den Rippen 4 und 6 nicht oder nur schwach ausgerandet;
Fransen gleich breit, gewellt oder fast ganzrandig. Mediana der Vflgl zwischen den Rippen 2 und 3 schwach
gebogen.
a. Die Rippe 5 entspringt in beiden Flügeln deutlich naher an 6 als an 4; vordere Discocellularis der Vflgl
schief gestellt. — J. Hinterschienen mit Haarpinsel. Erstes Glied der Hintertarsen oben haarig.
Zweite Gruppe.
[i. Die Rippe 5 entspringt in beiden Flügeln in der Mitte zwischen 4 und 6; untere Discocellularis der
Vflgl gerade und fast senkrecht gegen die Rippe 4.
*. 3- Hinterschienen auf der Rückenseite lang behaart aber ohne eigentlichen Pinsel. Erstes Glied der
Hintertarsen anliegend beschuppt; ohne Behaarung. — Hi/da Mab. Dritte Gruppe.
**. ^. Hinterschienen mit langem Haarpinsel. Erstes Glied der Hintertarsen oben behaart. (Ob bei
allen Arten?) Vierte Gruppe.
Erste Artengruppe.
Die Arten dieser Gruppe sind durchschnittlich kleiner und mehr breittiügelig als die Arten der zweiten
und vierten Gruppe und besonders durch den unregelmäßigen, gezähnten Saum der Hflgl ausgezeichnet. Auch
die Vflgl sind am Saume zwischen den Rippen 1 und 2 mehr oder weniger ausgerandet. Hflgl ohne Glasflecke;
Vflgl gewöhnlich mit kleinen Glasflecken in 1 b, 2, 3, 6 — 8 und 11, selten aber in der Mittelzelle. Flügeroben
dunkelbraungrau mit schwarzen in (:^uerbinden oder Querreihen geordneten Flecken. Die Vt "i^*- hellerer
Grundfarbe und deutlicher Zeichnung.
574 SARANGE8A. Von Dr. ('. Adriviluus.
l' e 1) e r s i c L t der Arten.
A. Mittelzelle der Ytigl ohne Glasflecke oder ziemlicli weit vor ihrer Spitze mit 1 — 2 Glaspunkten.
Ä. Flügel .unten mit rotgelber, rotbrauner oder gelbbrauner Grundfar'De oder wenigstens mit einigen solchen
Flecken zwischen den dunklen Flecken.
*. Rippen nicht dunkler als die Grundfarbe.
1. VHgl mit Glasflecken in (I b), 2, .3, 6-8, (10), 11. ,S'. djaelaclac.
2. Yflgl nur mit drei Glaspunkten (in 6 — 8). .S'. melania.
'**. Rippen beider Flügel schwarz, besonders unten scharf hervortretend. S. iwz.
3. Flügel unten von dunkelgrauer oder schwarzbrauner Grundfarbe und ohne hellere rötliche Flecke.
*. VHgl ohne Glaspunkte in der Mittelzelle.
§. Vflgl mit drei subapicalen Glaspunkten (in G — 8) und außerdem mit Glastlecken in 2, 'S, 10
und 11. ^- liil/iiis.
S. (jcmi/i.
gj;. Vflgl ohne andere Glastiecke als zwei Subapicalpunkte (in 7 und 8). S. pcrpaupera.
*". Vflgl in der Mittelzelle mit 2 Glaspunkten, welche beide mehr wurzelwärts als der Fleck in 2 stehen.
(S. hcreirardl.
E. .Mittolzelle der Vflgl dicht vor ihrer Spitze mit einem weißen (Querstrich. S. c.rprompla.
djaclaelae. S. djaelaelae Wtilicufii: (= umbra Trim.) (76 h) ist besonders an der rötlichen Unterseite und den zahl-
reichen Glasriecken der Vflgl kenntlich: ihre Mittelzelle ist gewöhnlich ohne Glasflecke, selten mit einem undeut-
lichen solchen Punkte. Süd-Afrika bis Angola, Somali-Land und Abessinien, auch in Senegambien. — Bei
Stücken aus Ost- Afrika ist die rötliche Farbe der Unterseite dunkler und mehr oder weniger in Flecke aufgelöst:
macuUfem. maculifera Muh. u. BohII. — punctigera Muh. u. Boull. weicht nur dadurch ab, daß der Glasfleck im Felde 2 der
puncdgera. yf^gl größer ist. Britisch Ost- Afrika.
melania. S. melania Mah. ist mit der vorigen Art sehr nahe verwandt und weicht nach der Beschreil)ung nur
dadurch ab, daß die Vflgl beim q keine anderen Glasflecke als die drei Subapicalpunkte haben und daß die
Unterseite dunkler ist. Beim : kommen Glasflecke auch in (1 b) 2 und 3 vor. Gabun, Togo-Land.
„„,,., S. nox Xeave ist durch die schwarzen Kippen und die dunkelbraune Unterseite, • auf der in den Hflgln
nur ein schwacher, dunkelrotbrauner Anflug und in den Vflgln drei rotbraune Flecke in 4, 5 und der Mittel-
zelle zurückgeblieben sind, ausgezeichnet. Rhodesia.
*o^
IwjcHs. ■ S. lugens Fiog- (,^ = morosa IUkj) (7Gh, als himis) nur durch die schon erwähnten Kennzeichen von
(IJacldcliw abweichend. Beim J siiid wie auch beim j' von djaclachin die Außenseite der Vorderschenkel und die
Vorderscliienen weiß beschuppt oder behaart. „Deutsch"- und Britisch-Ost-Afrika bis Ruwenzori.
ijiniyl. S. ganyi B.-Bnl;. ist mir unbekannt, muß aber nach der Beschreibung der ,S'. hujena sehr ähnlich sein:
„J'. Beide Flügel dunkelgrau; Vflgl mit den ersten zwei Dritteln dunkler; ein doppelter Glaspunkt an der
Wurzel der Rippe 11 und ein anderer doppelter Fleck am Winkel der Rippe 3; drei kleine Punkte nicht in
gerader Linie am Vrde näher an der Flügelsjjitze; hinter diesen die Spur einer postmedianen Fleckenreihe,
deren Flecke kaum dunkler als die Grundfarbe sind: Hflgl ebenfalls mit Spuren einer subbasalen und einer
postdiskalen Fleckenreihe kaum dunkler als die Grundfarbe. Unterseite wie oben, aber mit etwas deutlicheren
Zeichnungen. Das ;, dem J ähnlich, aber mit viel größerem Glastieck in 2 und deutlicheren dunklen Binden."
Acholi-Fiand.
perpuuperu.
S. perpaupera lIoU. (76 h) weicht von ,s'. liujcnH nur durch die bis auf zwei reduzierten Glaspunkte der
Vflgl ab. Sierra- licone bis Gabun.
hcrcii-ardi. S. herewardi IHIcii ist etwas größer als die schon erwähnten Arten dieser Gruppe und hat oben einen
bronzeartigen Schimmer. Vflgl mit 7 Glasflecken : 2 in der Mittelzelle zwischen der Wurzel von den Rippen 3
und 11 und je einem in 2, 3, C — 8, von denen wie gewöhnlich derjenige in 2 der größte ist. Zwei gerundete
dunkle Wurzclflecke in 1 b und mehrere andere dunkle Flecke oder Querbinden wie bei den übrigen Arten,
licide Flügel unten am Saume etwas heller gefärbt. Rhodesia.
exprompta. S. exptompta HoU. (76 g, als djaclaelae) unterscheidet sich von den übrigen Arten durch den weißen,
hyalinen Querstrich in der Mittelzelle der Vflgl. Dieselben sonst mit Glastiecken in lb-3, 6 — 8 und 11. Die
Unterseite ist heller als die Oberseite und mehr oder weniger rötlich gefleckt. Goldküste. Abessinien.
SARANGESA. Von Dr. ('. Aurivillius. 575
Zweite Artengruppe.
Die einzige zu dieser Gruppe gehörige Art weicht auch in der Zeichnung von den übrigen Arten ab,
indem die Htigl auf beiden Seiten mit den dunkelbraunen, weißgekernten Punkten geziert sind, von denen drei im
AVurzelteil (in 1 c, 7 und der Zelle) und die 8 übrigen eine gebogene diskale Reihe (in lb-7) bilden. Vtlgl
mit 2 ähnlichen Wurzelpunkten in 1 b und außerdem mit Glasfiecken in (1 b), 2, 3, 6 — 8 und in der Mittel-
zelle ; die beiden in der Zelle bisweilen miteinander zu einem vereinigt. Vtlgl langgestreckt mit fast recht-
winkeliger Spitze.
S. hollandi Btlr. Flügel oben eintönig braun ohne dunkle Zeichnungen, unten ist der Wurzelteil der holhnuli.
Vflgl und die Htigl fast völlig mit hell violettgrauen Schuppen bekleidet. Ijeib und Palpen oben braun, unten
weißgrau. Nyassa-Land; Rhodesia und "Kigonsera in Ost- Afrika.
Dritte Artengruppe.
In Größe und Flügelform kommen die Arten dieser Gruppe, denen der ersten Gruppe nahe. Fühler
weiß geringelt mit langer dünner Kolbe.
U e b e r s i c h t der Arten.
A. Vtlgl mit ungleich großen Glastiecken, von denen viele eckig oder unregelmäßig sind; die Mittelzelle mit
zwei oft zu einem Quertleck vereinigten Glastiecken. Beide Flügel mit deutlichen schwarzen Flecken auf
etwas hellerem Grunde.
a. Die Grundfarbe beider Flügel (nicht aber die schwarzen Flecke) sind auf beiden Seiten, doch besonders
oben, mit graublauen Schuppen bestreut. iS. (jrisca.
ß. Flügel fast ganz ohne bläuliche Schuppen.
*. Der Glastieck in der Mittelzelle der Vtigl querliegend oder aus zwei Flecken bestehend. -S'. vinjorella.
**. Der Glastieck in der Mittelzelle der Vtigl ist unregelmäßig winkelig gebrochen und bildet gewöhnlich
drei Spitzen, von denen eine saumwärts gerichtet ist. S. tricerata.
B. Flügel sehr dicht beschuppt. Vtigl nur mit winzigen aber zahlreichen, gleichgroßen Glaspunkten. Htigl mit
ähnlichen, weißlichen, nicht aber durchsichtigen, oft sehr undeutlichen Punkten. Flügelfransen breit. Beide
Flügel mit winzigen hellen Saumpunkten zwischen den Rippenenden.
a. Flügelfransen hell getieckt. S. astriijera.
ß. Flügelfransen ohne helle Flecke. S. neavei.
S. grisea Hcir. (= micacea Mali.) (IG g) kann von allen anderen Arten durch die graublaue Beschuppung grisra.
der Flügel und des Körpers unterschieden werden. Vtigl mit Glastiecken in 2, 3, 6 — 8, 11 und zwei oft ver-
einigten in der Mittelzelle. Liberia bis Gabun.
S. niajorella Mal. (= motozi Kaisch) (76 g) Vtigl mit denselben Glasflecken wie bei [/risea und außer- majorcUu.
dem oft mit 1 — 2 Glaspunkten in Ib; die Glastiecke besonders der in 2 sind oft größer als bei ijrisea. Bei
schwacher Vergrö^ßerung zeigt es sich, daß die Oberseite der Flügel sparsam mit kleinen hellgrauen Schuppen,
die nur an der Spitze der Vtigl etwas dichter stehen, bestreut ist. Sierra-Leone.
S. tricerata Mali. (7G g) weicht nur durch die Form des Glastiecks in der Mittelzelle der Vtigl ab; iricemla.
dürfte vielleicht nur eine Abänderung von S, niajorella sein. Sierra-Leone.
S. astrigera Jltlr. ^76 li|. Vtigl gewöhnlich mit hellen Punkten in lb-8, 11 und in der Mittelzelle asirigera.
oft auch mit zwei Wurzelpunkten in 1 b. Htigl wenigstens mit einem Punkt in der Zelle und einer gebogenen
Reihe von Diskalpunkten, oft auch mit einigen anderen Punkten. Nyassa-Land. Rhodesia. — neavei ]'il<'[i nmvei.
scheint nur dadurch abzuweichen, daß die Flügel dunkler und ihre Fransen ungetieckt sind. Rhodesia.
Vierte Artengruppe.
Von den zablreichen Arten dieser Gruppe liegen mir viele nicht vor: ich bin darum genötigt, die fol-
gende Uebersicht nur auf die Färbung zu gründen.
U e b e r s i c h t der Arten.
I. Htigl oben bis zum Saume mit dunkler Grundfarbe ohne helle Saumbinde.
A. Htigl unten mit dunkler Grundfarbe, oder selten mit gelber Grundfarbe, aber mit vollständiger dunkler
Fleckenzeichnung.
576 SARANGESA. Von Dr. C. Afrivillius.
a. Hflgl mit gerundetem Glasfleck am Ende der Mittelzelle. Die Glasflecke 2 und 3 der Vagi groß
und eckig. S. motozi.
ß. Hflgl ohne Glasflecke oder nur mit einem Glaspunkt weit vor der Spitze der Zelle.
*. Der Glasfleck 2 der Vflgl groß und viereckig.
1. Hflgl unten dunkelbraun mit großen, viereckigen, nur durch die Rippen getrennten, in 4 Quer-
reiben geordneten schwarzen Flecken. <S'. haph)}ia.
2. Hflgl auf beiden Seiten gelb gefleckt. ' S. motozloidcs.
**. Alle Glasflecke der Vflgl klein, punktförmig, oder der in 2 (und 3) etwas größer, einen Quer-
strich bildend.
ij. Vflgl oben ohne deutliche schwarze Mittelquerbinde.
0. Flügel unten dunkelbraun bis schwärzlich ohne gelbe Flecke oder höchstens vor dem
Saume der Hflgl etwas gelblich aufgehellt.
-\. Die Glasflecke 2 (strichförmig) und 3 der Vflgl stehen wie gewöhnlich nahe an der
Mittelzelle; die der Felder 4 und 5 fehlen.
1. Vflgl mit Glaspunkt in 11, aber ohne solchen Punkt in der Mittelzelle. S. pUslonicus.
2. Vflgl ohne Glaspunkt in 11; wenigstens beim 1 mit Glaspunkt in der Mittelzelle.
.S'. hicidclla.
ff. Vflgl in den Feldern Ib — 8 mit Glasflecken, welche in den Feldern Ib — 5 viel näher
am Saume als gewöhnlich stehen.
1. Alle Glasflecke der Vflgl punktförmig. Hflgl mit gelblichen an den Rippenenden
schwarzen Fransen. N. kohcla.
2. Der Glasfleck 2 der Vflgl schmal winkelig gebrochen, der in 3 strichförmig. S. bnuila.
00 Wenigstens die Hflgl unten mit lebhaft ockergelber Grundfarbe und Querreihen deutlicher
dunkler Flecke. S. maxima.
S. jmndaensiif.
§§. Vflgl oben in der Mitte vom Vrde bis zur Rippe 1 mit einer schwarzen oder schwärzlichen,
nach außen scharf, nach innen unscharf begrenzten, in den Feldern 2 und 3 nach außen ge-
bogenen (^uerbinde, an deren Außenrand die Glasflecke in 2 und in der Mittelzelle stehen,
wenn sie überhaupt vorhanden sind. Vflgl außerdem am Vrde genau innerhalb der Subapical-
punkte mit einem großen dunklen Vrdfleck von quadratischer oder rhomboidischer Form.
1. Hflgl unten mit dunkelgrauer, nicht oder nur schwach gelblich angeflogener Grundfarbe.
Vrdfleck der Vflgl in den Feldern 4 und 5 in eine kegelförmige Spitze ausgezogen.
2. Hflgl unten mit lebhaft ockergelber Grundfarbe und gebogenen Querreihen dunkler Flecke.
Vrdfleck der Vflgl an der Rippe 5 fast rechtwinkelig gebrochen. S. eliminaia.
B. Hflgl unten mit hellgelber oder weißer Grundfarbe und mehr oder weniger reduzierten dunklen Flecken.
OL. Hflgl unten mit hellgelber Grundfarbe. S. houv/cri.
'ö^
S. princei.
S. tsava.
S. hi/po.raiifJtiiia.
S. seineri.
ß. Hflgl unten mit bläulich weißer oder rein weißer Grundfarbe.
*. Der Glasfleck im Felde 2 der Vflgl ist klein, punkt- oder strichförmig.
o. Mittelzelle der Vflgl mit zwei Glaspunkten.
1. Hflgl unten mit bläulich weißer Grundfarbe und dunklen Fransen; oben auch in 1 c— 3
und der Zelle mit dunklen Flecken. -S'. thecla.
2. Hflgl unten mit rein weißer, nur an der Wurzel bläulicher Grundfarbe und weißen Fransen.
Oben ohne dunkle Flecke in den Feldern 1 a — 3. S. tlicclidcs.
00. Mittelzelle der Vflgl ohne Glaspunkt oder nur mit einem solchen Punkt. S. siihalhida.
**. Der Glasfleck im Felde 2 der Vflgl groß und quadratisch. S. mamlata.
S. sithaihicans.
II. Hflgl oben am Saume zwischen dem Analwinkel und der Rippe G oder 7 mit (breiter) gelber oder orange-
gelber Saurabinde. Der Glasfleck im Feld 2 der Vflgl ist punktförmig oder fehlt völlig.
a. Saumbinde der Hflgl oben schmal und kurz, unten heller, aber viel breiter, die Spitze der Mittelzelle
und die Rippe (i erreichend und mit einigen schwarzen Diskalflecken geziert. Vflgl nur mit drei Glas-
punkten (in 6—8). S. brigkklla.
Ausgegeben 20. IV. 1925. SARANGESA. Von Dr. C. Attrivillius. 577
ß. Sa^^mbinde der Hflgl oben 3—6 mm breit, vom Ird bis zur Eippe 6 ausgedebnt. Tflgl mit 5—8 Glas-
punkten. Hrigl unten fast bis zur Wurzel und zum Vrde orangegelb oder gelb.
1. Saumbinde der Htlgl auf der Oberseite nur 3—4 mm breit orangegelb (^) oder hellgelb ($). S. hrigkla.
2. Saumbinde der Hflgl- Oberseite etwa 6 mm breit und mit schwarzen Diskalflecken in 4 und 5. S. hereus.
S. motozi Wallengr. (— pato Trim., helmi KarscJi, $ = pertusa Nah.) (70 e) weicht von allen anderen molozi.
Arten durch den Glasfleck in der Mitte der Hflgl ab. Vflgl mit Glasflecken in 2, 3, 6—8, 11 und mit einem
oft großen Querfleck in der Mittelzelle ; bisweilen auch mit 1 — 2 Flecken in 1 b. Unterseite besonders der Hflgl
gelb gefleckt. Kapland bis Angola, Somali-Land und Abessinien. Senegambien. — ophthalmica Mah. \ie,iQ\xtn\xv ophthalmi-
dadurch ab, daß die gelben Flecke der Unterseite besser entwickelt sind und auch auf der Oberseite der Vflgl '^""
auftreten. Delagoa-Bai, — ophthalmicodes Strd. ist auf ein $, bei dem der Glasfleck der Hflgl punktförmig ophthalmi-
ist, gegründet. Deutsch Ost-Afrika: Mkatta. ''°^^^-
S. motozioides Holl. ist mir unbekannt, dürfte aber nach den in der üebersicht angegebenen Kennzeichen motozioides.
bestimmt werden können. Ogowe-Tal und Britisch Ost-Afrika.
S. haplopa Swh. (76 g, als haploa). Die Abbildung macht eine nähere Beschreibung überflüssig. Ru- haplopa.
wenzori.
S. plistonicus Flöts (76 g) ist der folgenden Art sehr ähnlich. Hflgl auf beiden Seiten mit zahlreicheren TpUstonicus.
und deutlicheren dunklen Flecken. Goldküste bis Rhodesia. Abbildung nach Plütz.
S. lucidella Mal. (76 e) weicht nur durch schon erwähnte Kennzeichen von S. plistonicus ab. Deutsch lucldella.
Ost- Afrika.'
S. kobela Trim. (76 f). Die Zeichnung der Oberseite geht aus der Figur hervor. Unten fehlen oft kobeJa.
einige der hellen Punkte der Oberseite und die Hflgl haben eine gebogene Querreihe von schwarzen, oft weiß
gekernten Diskalflecken, die bisweilen auch oben sichtbar sind. Kapland bis Transvaal.
S. lunula H.-Drc. (7(j g). Hflgl auf beiden Seiten mit schwarzer Saumbinde, oben in der Mitte nur homhi.
sehr schwach, unten etwas deutlicher braungelb aufgehellt, so daß die großen schwarzen Flecke sichtbar werden.
Tn der Abbildung sind die Hflgl 'zu dunkel. Congo-Gebiet: Kassai,
S. maxima Kcurc. Vflgl mit je einem Glaspunkt in der Mittelzelle und in den Feldern 2, 3, G — 8, ma.vima.
unten mit ockergelben Flecken in der Zelle, an der Wurzel der Felder 4 und 5 und hinter der Mitte mit einer
Querreihe eckiger gelber Flecke in Ib — 7; am Saume jederseits der Falten mit einem gelblichen Punkt. Hflgl
oben graubraun mit deutlichen schwarzen Flecken : je einem Wurzelfleck in 1 c, 7 und der Zelle, einem Mittel-
fleck an der Spitze der Zelle, Diskalflecken in 1 c — 7 und Submarginalflecken in denselben Feldern. Hflgl
unten mit ganz denselben Flecken, welche gegen die lebhaft gelbe Grundfarbe scharf hervortreten. Rhodesia.
— flava Rilci/ weicht dadurch ab, daß beide Flügel oben mit großen eckigen orangegelben Flecken geziert flava.
sind und wird als die Trockenzeitform betrachtet. Rhodesia.
S. pandaensis Joicri/ ii. Talhof. Oberseite schwarz, dicht mit graubraunen Schuppen bestreut und mit jjanrfafnsis.
Flecken dieser Farbe. Vflgl mit je einem Glaspunkt in der Zelle und in Ib, 2, 3,6, 8, graubraunen Flecken
und grauer Saumlinie. Hflgl mit den gewöhnlichen Querreihen von graubraunen Flecken. Vflgl unten mit
schwarzer Grundfarbe und gelben Flecken ähnlich wie bei maxima. Hflgl unten schwarzbraun mit Querreihen
orangegelber Flecke. Congo-Gebiet : Luflra-Tal.
S. laelius Mab. (= synestalmenus Karsch) ist etwas größer als die folgende Art und sofort an der laelUis.
dunklen Unterseite kenntlich. Vflgl mit Glasflecken in 2 und 3. Togo-Land bis Gabun. — tristis T!hl. (76 f IrisUs.
als lacUus). Vflgl ohne Glasflecke in 2 und 3. Ost- Afrika: Bukoba. — laelioides P>.iley ist dunkler und beide laeUoides.
Flügel sind unten am Saume breit gelbgrau aufgehellt; die Anzahl der Glaspunkte der Vflgl veränderlich.
Rhodesia.
S. eliminata Hall. (76 f). Vflgl in der Regel mit Glaspunkten in 2, 3, 6 — 8 und in der Zelle am Vrde. cUmhmta.
Hflgl oben mit undeutlichen dunklen Flecken. Beide Flügel unten mit gelber Grundfarbe und dunklen Flecken-
reihen. Deutsch Ost-Afrika bis Abessinien. — deserticola I!hl. ist die Trockenzeit- und Wüsten-Form. Sie dexeriicola.
weicht nur durch eine mehr olivengrüne Grundfarbe der Oberseite und hellere gelbe Grundfarbe der Unter-
seite ab, Sahara; Sudan; Kordofan; Arabien.
Die folgenden fünf Arten (?), welche eine gelbe Unterseite der Hflgl mit reduzierten dunklen Zeich-
nungen haben, sind mir leider nur durch die Beschreibungen und Abbildungen bekannt. Es war mir darum
nicht möglich, dieselben in der Üebersicht näher zu unterscheiden und ich kann hier nur das wichtigste der
Beschreibungen wiedergeben.
S. bouvieri il/rt^. (= philotimus P/öfe, moiozioiAes ^ Holl.) (76 e; die Originalfigur \on pJiilotimus Flöts). bouvieri.
Vflgl mit zwei Glaspunkten in der Mittelzelle und je einem in 2, 3, 6 — 8, 11. Plütz sagt in der Beschreibung
nichts über die dunklen hell umzogenen Submarginalpunkte der Oberseite der Vflgl. Noch weniger paßt Ma-
XIH 73
678
SAR ANGESA. Von Dr. C. ArEmLLirs.
BiLLEs Beschreibung von hoiakti und Hollands von molozioklcs auf die vorliegende Abbildung. SwrsHOE
aber vereinigt (1908) ohne Bedenken houvieii und pliUotimus als dieselbe Art. Ich muß diese Frage ofleu lassen.
Goldküste, Togo-Land, Gabun, Congo-Gebiet.
princei. S. priticei KarscJi. „Flügeloberseite braungrau ganz wie bei 5. homkri Mal. [moto.zioklcs IMl. 5) ge-
zeichnet und getleckt, jedoch weist die YHglzelle nicht z\Yei Glasäecke, sondern nur einen einzigen und zwar
den vorderen Glasfleck auf. Flügelunterseite braungelb, seidig; die Vflgl mit den 6 Glasflecken der Oberseite,
zu denen noch ein lialbdurchscheinender Fleck in 11 hinzukommt. Hflgl mit zwei dem Außenrande parallelen,
welligen, braunen Bogenzügen, einem diesseits und einem jenseits der Mitte ; jeder derselben begrenzt einwärts
einen gelbbeschuppten Fleck, die innere Bogenlinie den Fleck nahe am Zellende, die äußere Bogenlinie den
Fleck zwischen 4 und G; mehr nach vorn zu hebt sich zwischen den Rippen 7 und 8 ein gelbbeschuppter Punkt-
Heck ab, welcher mit den beiden anderen Flecken die Winkel eines Dreiecks bildet. Spannweite 34 mm.'-
Deutsch Ost-Afrika.
hava. S. tsava B.-Bnl-. „Beide Flügel dunkelbraun; VHgl mit einem gelblichbraunen Fleck am Zellende;
die Mitte schwärzlich und mit einem schwärzlichen Fleck hinter dem gelbbraunen Fleck und vier Glaspunkten
am Vrde; zwei Glaspunkte am Vrde der Spitze der Zelle gegenüber, der hintere den gelben Fleck berührend;
Glasflecke in 2 und 3: Saumgegend schwach gelblich. Hflgl mit Spuren einer dunklen Linie hinter der Mitte,
außerhalb derselben ist der Saum schwach gelblich. Yflgl unten heller als oben mit dem gelbbraunen Fleck
der Oberseite ockergelb. Hflgl unten ockergelb mit der Wurzel und dem Yrd grau und einem dunkelgrauen
Spitzenfleck; eine dunkle Mittellinie und eine unscharf begrenzte dunkelgraue Linie hinter der Mitte: Saumlinie
dunkel; Fransen hell mit dunkler Mittellinie.'- Spannweite 34 mm. Britisch Ost-Afrika: Tsavo-Fluß.
hypoxanthi- S. hypoxatlthina JIaJ>. lt. BonJI. Yflgl schwarz, besonders an der Wurzel mit feinen gelben Schuppen
"«• bestreut; sie haben 11 hellgelbe Glasflecke: 5 an der Spitze (wohl in 4 — 8) und 6 in der Mitte, von denen ein
großer in der Zelle, je einer in 2, 3, 11 und 2 in 1 b. Hflgl oben braun mit drei Querreihen großer gelbhaariger
Flecke. Die mittlere Querreihe mit dem Fleck der Zelle größer und gelber. Yflgl unten schwarz mit den
Flecken ein wenig größer als oben; die zwei kleinen Punkte in 1 b grenzen an einen großen gelben Fleck,
welcher den ganzen Hinterwinkel bedeckt und sich längs des Saumes fortsetzt. Die Hflgl sind unten lebhaft gelb,
an der Wurzel schmal schwarz und haben einen schwarzen Fleck in der Mittelzelle und eine halbkreisförmig
gebogene Reihe von 6 Diskalflecken. Fransen gelb mit schwarzen Flecken. Leib oben braun; Hlb gelb geringelt. '-
Spannweite 30 mm. Ost-Afrika.
scineri. S. Seinen Slnl. „Größe sowie Färbung und Zeichnung der Oberseite fast wie bei .S'. macuhda Mab.,
aber die schattenförmigen helleren Zeichnungen der Oberseite ein wenig deutlicher und heller grau, ein dunk-
leres Feld an der Spitze der Hflgl und die Glasflecke der Yflgl etwas abweichend: die drei subapicalen sind
etwa gleich groß und bilden eine fast gerade Reihe ; an der Spitze der Zelle findet sich ein quergestellter, in
der Mitte verschmälerter, anscheinend durch das Zusammenfließen zweier Flecke gebildeter, in der hinteren
Hälfte dreieckig geformter Fleck, der unmittelbar an und ein wenig basalwärts von dem kleinen runden Sub-
costalfleck gelegen ist; die vier übrigen Flecke wie bei S. maculata, jedoch der Fleck in der Zelle 2 ein wenig
kleiner, außen kurz keilförmig zugespitzt, innen dagegen leicht ausgerandet, von Form also 5- oder 6-eckig.
Yon ,S'. iiKuiilata ist .S'. seiiieri sofort durch die Unterseite der Hflgl zu unterscheiden, indem die hellen Partien
trüb ockergelblich (bei S. maculata weißlich) sind; die dunklen Zeichnungen daselbst bestehen aus zwei Quer-
reihen schattenartiger, höchst undeutlicher Flecke, einem ebensolchen Wisch an der Spitze und wahrscheinlich
auch an der Basis. Körper oben schwarz, unten ockergelblich. Fühler schwarz, fein weiß geringt: der Kolben
mit breiterem weißen Ring an der Basis." Spannweite 31 mm. Zambesi.
theda. S. thecia Tlöiz (= semialba 2L0j.) (76f. ?; Färbung der Hflgl- Unterseite fehlerhaft, soll bläulich weiß
sein). „Hflgl unten hellblau, gegen die Wurzel dunkler mit schmalem grauem Yrd, am Yorderwinkel und in
Zelle 7 steht je ein großer brauner Fleck; ein kleiner steht wurzelwärts in Zelle 7 und in der Mittelzelle;
7 stehen im Bogen hinter der Mitte und graue Flecke vor dem Saum" (nach PlütZl Yflgl mit zwei Glas-
punkten in der Mittelzelle und je einem in 2 (strichförmig) 3, G — 8, 11.
thcdides. S. Iheclides //"//. (7G f.) ist durch die Abbildung sofort kenntlich. Gabun.
subalbida. S. subalbida HoU. (? 76 h). „Fühler und Oberseite des Körpers schwarz; Unterseite der Palpen und
Brust gelblich ; Beine und Bauch weißlich. Beide Flügel oben grau und am Außenwinkel schwärzlich ver-
dunkelt. Yflgl mit 7 winzigen weißen Glaspunkten, 4 vor der Flügelspitze fast im Yiereck geordnet und 3 in
einer diskalen Reihe hinter der Mitte. Yflgl unten fast wie oben aber heller und am Hrde weißlich. Hflgl
unten bläulich weiß, an der Wurzel blaugrau bestäubt, an der Spitze schwarz gefleckt und nahe am Yrde hinter
der Mitte mit einem kleinen schwarzen Fleck. Ogowe-Tal. Die hier durch Seitz gelieferte Abbildung stimmt
weder mit der Beschreibung noch mit der schwarzen Figur Hollands gut überein.
maculata. S. maculata Mal. erinnert oben durch Flügelform und die Zeichnung der Yflgl an S. viotoci, bat aber
nur zwei kleine Glaspunkte in der Mittelzelle und viel dunklere Grundfarbe. Hflgl unten fast genau wie bei
TRICHOSEMEIA. Von Dr. C. Aüeivilliüs. 579
S. tlicda gefärbt und gezeichnet. VUgl mit 2 Glaspunkten in Ib und je einem Glasfleck in 2, 3, 6—8 und 11;
derjenige in 2 groß und quadratisch. Mossambik und nördliches Congo-Gebiet.
S. subalbicans B.-Bul;. ist mir unbekannt, aber offenbar mit S. macidafa nahe verwandt. :,Vflgl hell suhalbicans.
bräunlich; ein kleiner Glaspunkt in der Zelle gegenüber der Rippe 3 und einer vor diesem außerhalb der Zelle"
(im Felde 11?); ein ähnlicher Subapicalpunkt; ein Glaspunkt in 3, ein großer quadratischer in 2 und zwei
Glaspunkte in 1 b ; eine dunkle Submarginalbinde ist hinter dem Submarginalpunkte gewinkelt. Htlgl etwas
dunkler mit Spuren einer dunklen Mittelbinde und einer dunklen Fleckenreihe hinter der Mitte. Htlgl unten
weiß mit braunem Yrd; ein kleiner brauner Wisch vor der Zelle und ein großer brauner Fleck, von dem eine
gebogene Fleckenlinie bis zur Rippe Ib ausgeht; ein kleiner Fleck am Zellende; zwei große vereinigte braune
Flecke an der Flügelspitze und Spuren einer Reihe dunkler Submarginalflecke". Britisch Ost- Afrika. Kisumu.
Die folgenden drei Arten wurden, obgleich beim ^ sowohl der Mehlfleck der Hflgl wie auch der Haar-
pinsel der Vflgl fehlen, fraglich in die Gattung Irkhosemeia gestellt. Es liegen mir zwar keine ^^q vor,
doch scheint es mir nicht möglich, dieselben von der Gattung Saranc/esa zu unterscheiden.
S. brigidella PHit^ (= aurimargo Holl.) (76 f., g, als aurimargo). Vflgl auf beiden Seiten einfarbig hrüßdeUa.
schwarzbraun ohne andere Zeichnungen als drei Glaspunkte in 6 — 8, ein Dreieck bildend. Hflgl auch schwarz-
braun mit orangegelber Saurabinde in der Ausdehnung wie die Figuren zeigen. Sierra-Leone; Gabun; Njam-
Xjani.
S. brigida PJöt~ (76 h, i; nach Plütz). Vflgl oben dunkelbraun mit 5 Glaspunkten, je einen in 3, 6—8 hrigida.
und der Zelle, unten mit einigen großen, helleren Flecken. Die Zeichnung der Hflgl geht aus den Figuren
hervor. Kamerun.
S. hereus Drc. (76 i). Das ^ ist nicht bekannt. Beim £ haben die Vflgl 10 Glaspunkte, je einen in hcrem.
2—9, 11 und in der Zelle. Bei einem mir vorliegenden 5 fehlen die Glaspunkte der Felder 2—5, 11 und der
Mittelzelle. Hflgl unten fast wie bei hrif/ida (76 h) gezeichnet, aber mit schwefelgelber Grundfarbe. Ob eine
Weibchenform von Itigida ? Angola. Ituri.
10. Gattung: Tricliosenieia Holl.
Diese Gattung scheint nur durch die in der Uebersicht mitgeteilten sekundären Geschlecbtskennzeichen
des rj von Sarangcaa abzuweichen und darf darum nach meiner Ansicht nicht als besondere Gattung (nur als
Untergattung von Sarcnu/csa) beibehalten werden. Sehr bemerkenswert ist indessen, daß alle Arten vier sub-
apicale Glaspunkte der Vflgl (in 6—9) haben. Der Punkt in 9 kommt sonst sehr selten vor (vgl. jedoch S, hereus).
Vflgl beim ^ oben einfarbig schwärzlich nur mit den 4 Glaspunkten der Felder 6 — 9.
Uebersicht der Arten.
A. Hflgl unten mit lebhaft gelber oder orangegelber Grundfarbe.
OL. Hflgl oben einfarbig schwarz ohne Zeichnungen. T. tetrastigma ^.
|3. Hflgl oben mit sehr breiter gelber oder orangegelber Saumbinde. T. quafcrna.
B. Hflgl unten mit graugelber oder hell olivenbrauner Grundfarbe mit schwarzen Fransen ; Feld Ib fast ganz
verdunkelt. T. suholiuescens.
T. tetrastigma Mah. j". Vflgl auf beiden Seiten eintönig schwärzlich mit winzigen Glaspunkten in 4- 9. tetrastigma.
Hflgl oben schwarz ohne Zeichnungen, unten lebhaft gelb mit schwarzen Fransen, an der Wurzel und am Vrde
kaum verdunkelt, aber mit schwarzen gerundeten Diskalpunkten in 1 c, 4 — 7 und einem solchen Wurzelpunkt
in 7. '___ mir unbekannt. Kamerun.
T. quaterna MaJi. (76 h). ^. ? Vflgl^auf beiden Seiten schwarz nur mit vier Glaspunkten in 6—9. Hflg quaicrna.
oben in der Wurzelhälfte schwarz; in der Saumhälfte gelb und orange mit zwei tief schwarzen Saumflecken in
G und 7 ; unten ist die gelbe Farbe noch mehr ausgebreitet und liefert einen großen schwarzen Fleck in 7 und
einen kleinen in 6 frei. Hlb oben gelb geringelt. Das 2 (76 h) hat längere und hellere Vflgl mit Glaspunkten
in Ib — 9, 11 und der Zelle. Sierra-Leone.
T. subolivescens Holl. (76 h). Die hier wiedergegebene Abbildung von Hollands Figur des j'? macht suboUves-
jede weitere Beschreibung überflüssig. Das $ ist, so viel ich weiß, nicht bekannt. Matabele-Land. '^''"*-
Zu dieser Gattung gehört möglicherweise auch tristifica (76 b). Die Abbildung wurde nach einem Stücke tnstiiica.
im Berliner Museum verfertigt ohne Angabe über die Gattung. Die Art ist wahrscheinlich unbeschrieben und
mir völlig unbekannt, ebenso ihr Vaterland.
580 CELAENüRRHINUS. Von Dr. C. Aubivillius.
11. Gattuii"-: Celaeiiorrhiiiiiü» Hb
'o
n.
Diese weitverbreitete und artreiche Gattung ist auch in der äthiopischen Region durch viele Arten ver-
treten. Sie haben alle oben eine schwarze oder dunkelbraune Grundfarbe mit zahlreichen oft großen gelben
oder selten weißen Flecken der Vilgl und oft auch der Htigl. Die VHgl haben oft einen Wurzeltieck in 1 b
und bisweilen auch in 11 und 12 und Diskaltiecke in Ib — 8, 11, 12 und in der Mittelzelle; der Fleck in der
Zelle besteht aus zwei großen, stets vereinigten Flecken. Hdgl oben mit einem oder mehreren scharf begrenzten
gelben Flecken oder selten ohne solche Flecke aber wie bei vielen der Sayangcfui- Kvi^w mit (i>uerreihen großer
dunkler Flecken, welche gegen den etwas helleren Grund deutlich hervortreten.
Vfl"l : Rippe 2 vor der Mitte der Zelle, 3 etwa ebensoweit von -4 wie diese von 5, 5 in der Mitte
zwischen 4 und (1, 11 frei verlaufend. Htlgl: Rippe 2 weit hinter der Mitte der Zelle, 3 fast aus der Hinter-
ecke, 5 deutlich. Saum der Htigl zwischen den Rippen Ib und 3 fast gerade oder etwas ausgerandet. Fühler-
kolbe fast in der Mitte umgebogen mit langer und scharfer Spitze. Endglied der Palpen kurz kegelförmig oder
knopfförraig. — J. Hinterschienen mit Haarpinsel; erstes Tarsenglied anliegend beschuppt, ohne Haare.
lieber sieht der Arten.
I. Die beiden Diskaltlecke des Feldes Ib der VHgl- Überseite sind getrennt, berühren einander nur in einem
Punkt oder sind zu einem schmalen (^uerdeck vereinigt, dessen vordere Abteilung quadratisch oder nur
wenig länger als breit ist.
A. Alle Flecke der Vflgl gelb, orange- bis honiggelb, mehr oder weniger durchsichtig.
a. Htigl oben dicht rostbraun behaart mit schwarzen Rippen, schwarzem Vrde und schwarzer Saumbinde.
*. Htlgl oben ohne schwarze Flecke im rostbraunen Teil. C. rntUuns.
**. Htigl oben mit einigen großen schwarzen Flecken im rostbraunen Teil. C. rutilans v. lügroimndatus.
ß. Htigl oben schwarzbraun ohne rostbraune Behaarung.
•j-. Htlgl oben mit einem oder mehreren gelben Flecken.
*. HHgl oben am oder nahe am Saume mit lebhaft gelben Flecken oder mit gelbem Saumfelde.
VUgl fast immer oben mit 2—3 AVurzeltlecken (in Ib, 11 [und 12]).
§. Htlgl mit großem gelbem Saumfelde, welches wenigstens den größten Teil der Felder 2 — 5
bedeckt.
1. Vtlgl in 4 und 5 mit gelben, zu einem kleinen Querstrich vereinigten Diskaltlecken nahe
am Saume. C. yalenus.
2. VUgl ohne Diskaltlecke in den Feldern 4 und 5. C. Iiomeijni.
§§. Htlgl in den Feldern 4 und 5 bis zum Saume gelb, einfarbig oder mit 1 — 2 schwarzen Flecken;
den Fleck in 4 und 5 oft mit kleineren gelben Flecken der Felder 3 und 6 vereinigt. Vflgl
gewöhnlich mit Diskalpunkten in 4 und 5.
1. Der gelbe Fleck der Felder 4 und 5 der Hflgl ungefleckt, die beiden Felder ganz aus-
füllend. ('. nüermi.ifus.
2. Der gelbe Fleck der Felder 4 und 5 der Hflgl schließt zwei schwarze Flecke ein, welche
bisweilen den gelben Fleck (^fast) in zwei Hälften, eine innere und eine äußere, teilen.
C. hiseriattis.
**. Hflgl oben ohne gelbe Flecke am Saume, nur in der Mitte am Ende der Mittelzelle mit scharf
hervortretendem gelbem Fleck. C. molccezl.
ff. Hflgl oben ganz ohne gell)e Flecke, auf etwas hellerem Grunde mit Querreihen dunkler Flecke.
C. modcsins.
C. heitoni.
B. Alle Flecke der Vflgl weiß und durchsichtig.
a. Hflgl ganz wie bei ('. molecsi (76 b) mit gelbem Mittelfleck. C. humhluti.
ß. Hflgl ohne gelbe Flecke, schwarzgrau mit Querreihen schwarzer Flecke. C. proximus.
II. Die Diskalflecke des Feldes Ib der Vflgl-Oberseite stets zu einem Fleck vereinigt; die vordere Abteilung
dieses Fleckes langgestreckt, mehr als doppelt so lang wie breit.
A. Die Flecke der Vflgl durchsichtig, weiß. Hflgl oben schwarz ohne Zeichnungen. C. macrostkftis.
B. Alle Flecke der Vflgl gelb oder honiggelb, mehr oder weniger durchsichtig.
a. Der Diskaltleck in Ib der Vflgl ist nur mäßig lang (gewöhnlich nur halb so lang als der Fleck in 2)
und seine hintere Abteilung viel kleiner als die vordere, quadratisch oder strichförmig.
CELAENORRHINUS. Von Dr. C. Aueivillius. 581
*. Vrigl oben mit sehr großem i|uadratischem oder rechteckigem gelbem Wurzeltleck im Felde 1 b.
C. iiicditrina ^.
**. Der Wurzeltieck im Felde 1 b der VHgl ist klein, punkt- oder strichförmig oder fehlt \ullig.
0. VHgl oben mit Wurzeltieck im Felde 1 b.
1. HHgl oben hinter der Spitze der IMittelzelle (in 4, 5) mit einem viereckigen gelben Fleck
und mit 5 — 7 deutlichen gelben Submarginaltiecken. C. mcdilrina $.
2. Hflgl oben ohne gelben Fleck an der Spitze der Zelle und ohne eigentliche gelbe Submar-
ginalflecke; statt derselben nur einige undeutliche, durch Anhäufung kleiner gelblicher
Borsten gebildete Flecke. C. poounus.
00. VHgl oben ohne Wurzeltieck im Felde 1 b. Hflgl oben ohne gelben Fleck im Wurzelteil der
Felder 4 und 5.
1. Hflgl oben schwarz ohne Submarginalflecke, aber mit einem scharf begrenzten gelben Saum-
tieck in 5 und G, unten schwarz ohne Flecke. C. atmtus ^.
C. plützi ^.
2. Hflgl. oben nur mit .3—5 freien, gelben Submarginaltiecken in 2—6. C. atrutus -.
C. perJustris.
ß. Die beiden Diskalflecke des Feldes 1 b der Vflgl sind vollständig zu einem einzigen sehr großen und
langen Fleck vereinigt, welcher ebenso groß oder größer als der Fleck in der Mittelzelle und wenig
kürzer als der Fleck in 2 ist.
*. Hflgl oben schwarz mit großem gelbem Saumfleck an oder etwas hinter der Spitze, unten ohne
Zeichnungen oder nur mit einigen kleinen gelben Flecken. Der gelbe DiskalÜeck 1 b der Vflgl-
Oberseite dehnt sich wurzelwärts nicht oder nur wenig weiter als der Fleck in 2 aus.
1. Vflgl mit Diskalflecken in 3, 4 und 5. Die gelbe Mittelquerbinde der A'flgl sehr breit, in 2 etwa
7 mm, honiggelb. Der gelbe Saumfleck der Hflgl erreicht nicht den Vrd. C. loadicea.
2. Vflgl ohne Diskalflecke in 3 — .5. Die gelbe Mittelbinde der Vflgl nur etwa 4,5 mm breit, gold-
gelb. Der Saumfleck der Hflgl erreicht den Vrd. C. cJin/soglossa.
**. Hflgl oben schwarzbraun mit gelben Flecken vor dem Saume. Der gelbe Diskalfleck im Felde Ib
der Vflgl dehnt sich wurzelwärts länger als der Fleck in 2 aus und erreicht fast die Wurzel der
Rippe 2. C- illustris.
C. rutilans Muh. (= tergeminus //<;((,■.) (76 a; die rotbraune Behaarung der Hflgl und an der Wurzel der ridilans.
Vflgl tritt nur undeutlich hervor). Vflgl mit Wurzelfleck in 1 b und durchsichtigen Diskalflecken in 1 b^8 und
der Mittelzelle; dieser und der in 2 sehr groß; Felder 11 und 12 etwas vor der Mitte des Vrdes mit orange-
gelben Längsstrichen. Palpen unten und Beine gelblich; Hinterschienen des ^ mit schwarzem Haarpinsel.
Hlb schwarz, oben rotbraun behaart. Hflgl unten schwarz, am Vrd wenigstens in 7 und 8 orangegelb mit drei
freien schwarzen Flecken, einem in 8 und zwei in 7, außerdem oft mit gelben Flecken in den angrenzenden
Feldern. Eine etwas veränderliche, aber von allen anderen scharf getrennte Art. Kamerun bis Congo. —
nigropunctatus B.-Bak. (? = woermanni riöts) dürfte nur eine Rasse von ndilans sein und weicht nur durch „iijmpunc-
etwas kürzere und breitere Flügel und die dunklen Flecken der Oberseite der Hflgl ab. Beim ^ fehlen nach '«'"*■•
Rebel die Diskalflecke 4 und 5 der Vflgl. Plötz Beschreibung von C. tvoennanni scheint mir besser auf dieser
Form als auf die Hauptform zu passen. Congo-Gebiet.
C. galenus F. {— fulgens 3Iah.) (76 a) ist eine weitverbreitete, durch die Abbildung und die Angaben .jaU-nus.
in der üebersicht leicht kenntliche Art. Beim $ ist der gelbe Saumfleck der Hflgl kleiner und in den Feldern
2 und 3 mehr oder weniger in Flecke aufgelöst. Das Feld 1 c hat, wie auch beim ^, zwei Paare gelber Flecke.
Senegambien bis Manica-Land. — alluaudi Mab. n. Boidl. soll sich durch bedeutendere Größe, kleineren mit aUuawU.
zwei schwarzen Punkten in 4 und 5 gezierten gelben Saumfleck der Hflgl und deutlichere andere Flecke der-
selben unterscheiden. Scheint mir mit hiserküus zusammenzufallen. Usambara. Kilimandjaro.
C. homeyeri l'Iöt.: weicht nur durch geringere Größe und das Fehlen der Diskalflecke 4 und 5 der Vflgl liomcyeri.
von C. (/(den US ab. Kamerun bis Angola.
C. intermixtus Auric. ist durch den scharf begrenzten, rechtwinkligen, lebhaft gelben Fleck, welcher die intermixlus.
Felder 4 und 5 der Hflgl ausfüllt, sehr ausgezeichnet; Hflgl außerdem oben nur mit kleinen freien oder fast
freien Flecken in 2, 3 und 5. Vflgl mit deutlichen miteinander vereinigten Diskalflecken in 4 und 5. Kamerun.
— opalinus Btlr. weicht nur dadurch ab, daß die Diskalflecke 4 und 5 der Vflgl fehlen. Rhodesia. Britisch opali
Ost-Afrika. — jeanneli M(dj. u. Boull. bildet eine Zwischenform zwischen opaJinus und /idcnu/.ifns, indem die jeanndi
Vflgl in 4 und 5 je einen winzigen Punkt haben. Britisch Ost-Afrika und Ituri.
C. biseriatus Btlr. (= maculatus Hmps.; hoehneli Bog.) (76a %; .^ ah iiiacidafits) Vflgl mit Wurzelfleck öisma/Hs.
in 1 b und Diskalflecken in 4 und 5. Die Art ist dadurch ansgezeichnet, daß der gelbe Fleck der Felder 4 und
luni.1.
li.
582
CELAEX0RRHI^'Ü8. Von Dr. C. Aurivillics.
5 der HHgl zwei kleine schwarze Punkte oder durch Vereinigung derselben einen größeren schwarzen Fleck
einschließt ; beim 5 ist dieser schwarze Fleckoft so groß, daß er die Rippen 4 und 6 erreicht und den gelben
Fleck in zwei gelbe Flecke, den einen am Saume, den anderen an der Wurzel der Felder teilt. Ost-Afrika.
mokeezi. C. mokeezi WaJloif/r. (= amaponda Trim.: separata Strd.) (76 b, als mookezi) weicht von den
übrigen Arten dadurch ab, daß die Diskalflecke 4—8 der Vtlgl zu einer fast geraden Querbinde vereinigt
sind, daß die übrigen Flecke eine schmale Binde bilden, daß alle "Wurzelflecke fehlen und die Hfigl nur in
der Mitte einen gelben Fleck haben. Strand gründete auf diese Art die neue Gattung Apallaga. gibt aber
keine Unterschiede zwischen der neuen Gattung und Celaotonhiiuts an. — Die Rp lebt auf einer Justicia-Art,
hat die gewöhnliche Körperform der Hesperiden-Raupen, einen großen dunkelroten Kopf und hellgrünen Körper
mit weißlicher Längslinie und zwei roten Flecken auf dem ersten Gliede. Pp hell grün mit stumpfer Kopf-
spitze und einigen kleinen schwarzen Zeichnungen ; Scheide der Spiralzunge länger als der Hlb, an der Spitze
Icivuetisis. rötlich. Kapland bis Transvaal. — kivuensis Joic. ii. TaW. ist etwas kleiner und hat die Subapicalbinde der
Vtlgl im Felde ."j unterbrochen. Kivu :
Xiragongo-Wald.
uindesius. C. modestus TthL ist durch die dunkle, nicht gelb gefleckte Oberseite der Hflgl, welche an die von
C.proximH!< {Ibh) erinnert, ausgezeichnet. VHgl mit kurzen, fast quadratischen Flecken in der Zelle und in 2 ; der
Diskaltleck in 5 fehlt bisweilen. Hflgl unten mit zwei Querreihen lebhaft gelber Flecken, welche oben nur
durch schwach gelbliche Haardecke vertreten sind. Spannweite etwa 32 mm. Mashuna-Land.
belioni. C. bettoni Bfir. ist mir unbekannt, wird aber von Butler mit dem indischen C. amhareesa Mr. (Band 9
Taf. 1G4 a) verglichen und soll oben nur durch die gelben Glasdecke der Vflgl abweichen. Unten sind die
Vtlgl dunkel schokoladebraun mit der Wurzelhälfte des Vrdes ockergelb; die Glasflecke sind gelb gerandet; die
Mittelquerbinde endet nahe am Saume mit einem quadratischen Fleck in 1 b : Hrd weißlich gelb. Hflgl unten
lebhaft ockergelb mit zahlreichen großen dunkelgrauen Flecken. Spannweite 38 mm. Xach der Beschreibung
muß diese Art dem C. moäestus ähnlich, aber größer sein. Massai-Land.
humbloli. C. humbloti 31ah. Vflgl mit großen, fast quadratischen, weißen Glasflecken in 2 und in der Mittelzelle,
Glaspunkten in Ib (2 getrennten), 3—8 und einem Strich in 11 und 12. Unterseite beider Flügel ganz wie
oben. Madagaskar.
yroxlmus. C. proximus Mnh. (= elmina Plötz) (75 b) ist an den weißen Flecken der Vflgl und der nicht hellge-
fleckten Oberseite der Hflgl leicht kenntlich. Sierra-Leonc bis Gabun.
macrosiic- C. macfostlctus IIoU. (76 b) ist der vorhergehenden Art ähnlich, hat aber viel größere, miteinander ver-
'"•'• schmolzene Diskalflecke im Felde Ib der Vflgl. und ganz ungefleckte Hflgl. Ogowe-Tal.
meditrina. C. meditfina Hill-. (=|interniplaga Mal.) (76 a, ^). Die Geschlechter sind recht verschieden. Das ^
zeichnet sich vor den anderen Arten durch den großen, gelben, nicht durchsichtigen Wurzelfleck des Feldes Ib
und den breiten gelben Streifen im Wurzelteil des Vrdes aus. Die Diskalflecke und besonders der Diskalfleck
in 1 b sind dagegen bei beiden Geschlechtern fast ganz ähnlich. Beim 2 ist der Wurzelfleck in 1 b klein, punkt-
förmig. Die Hflgl haben 5—7 gelbe Submarginalflecke in 1 b — 6 und 8 — 5 gelbe, von den SubmarginaWecken
ganz getrennte Diskalflecke in 2 — 5, von denen die in 4 und 5 einen größeren Fleck bilden. Kamerun.
pooanus. C. pooanus Aiirif. ist etwas kleiner, weicht aber sonst nur durch die Zeichnung der Hflgl (vgl. die
üebersicht) ab. Der Diskalfleck 3 der Vflgl ist schmäler, mehr strichförmig. Insel Fernando-Po.
atratm. C. atratus ^lah. (= coUucens Ulli!.) 7Ka; q). Das ^J ist durch die Abbildung leicht kenntlich; das 5
ist dem '^ von C. mcd/tiiiia sehr ähnlich und weicht nur durch die in der Üebersicht mitgeteilten Unterschiede
ab. Kamerun.
plötzi. C. plötzi Sich. , ^. Dunkel schwarzbraun mit gelblicliem Anflug; oberer Teil der Fühler und die Kolbe
unten ockergelb. Vflgl mit einer sehr breiten ockergelben Mittelbinde, welche den Vrd und den Hrd nicht völlig
erreicht und ein wenig schmäler gegen den Vrd ist; ihr innerer Rand etwas vor der Flügelmitte und fast gerade,
ihre Außenseite etwas gebogen und vorne uneben; ein orangegelber Subapicalfleck. Hflgl mit einem großen
orangegelben Spitzenfleck. Unterseite wenig heller; Vflgl wie oben: Hflgl ungedeckt. Palpen und Stirn orange-
gelb; Hlb und Beine unten gelblich." Kamerun. Scheint von C. alniius q durch Fehlen der Diskalflecken 8—5
der Vflgl abzuweichen. '^ unbekannt.
pcrluslris. C. pcflustris 7?W. ., 5*. Die schwarzbraune Grundfarbe aller Flügel ist durch lebhaft ockergelbe Schuppen
und Haare getrübt, nur der Vrd der Hflgl bleibt rein schwarz. Die Vflgl führen eine aus vier Flecken be-
stehende goldgelbe Mittelquerbinde, welche wie bei biseriatus Bth: (76 a) geformt, aber breiter ist. Auch die
sechs Suba])ikalflecke sind in gleicher Weise zu drei-Flecken angeordnet wie bei bistr/afiis. Die Hflgl gleichen
in der Zeichnungsanlage sehr ilhixfn.s Mah. (76 b), d. h. sie besitzen nur eine Marginalreihe von fünf goldgelben
kleinen Flecken und goldgelbe, an den Adern (Rippen) schwarz durchschnittene Fransen. Unterseits sind die
Vflgl gleich gezeichnet, aber blasser als oben, die Hflgl vorwiegend schwarzbraun mit verloschenen goldgelben
Flecken im Mittelraume und vor dem Saume. Die Palpen sind unterseits gelb behaart. Vflgllänge 22 mm."
Inneres Congo-Gebiet, im Urwalde.
ORTHOLEXIS; KATREUS. Von Dr. C. Aurivillius. 583
C. boadicea Hvw. (76 b) ist dem C. afmhts (76 a) ähnlich, aber sofort durch den sehr großen und langen boadicea.
gelben Fleck in 1 b der Vflgl zu unterscheiden. Das 9 ist mir unbekannt. Kamerun bis Gabun.
C. chrysoglossa Mab. (76 b) kann mit keiner anderen Art verwechselt werden. Kamerun. dhrysoglos-
sa.
C. illustris Muh. (7ii b) gehört zu den größten und schönsten Arten der Gattung und ist besonders iUusiris.
durch die große Breite der gelben Mittelquerbinde der Vflgl ausgezeichnet ; beim 5 ist die Binde jedoch schmäler
als beim (^. Kamerun bis Ogowe-Tal.
C. beni B.-Bul;. ist mir unbekannt und konnte nach der Beschreibung nicht in der Arten-Uebersicht heni.
eingereiht werden, weil aus derselben nicht sicher hervorgeht, ob die Art zur Abteilung I oder II gehört. —
,,^. Beide Flügel schwarz, mehr oder weniger mit orangebraunen Schuppen bestreut. Vflgl mit einer lebhaft
gelben, durchsichtigen, sehr unregelmäßigen Mittelquerbinde vom Vrde, über die äußere Hälfte der Zelle fast
bis zum Hinterwinkel, hinter der Rippe 2 durch die Grundfarbe tief eingeschnitten; ein durch drei Punkte
gebildeter Subapikalfleck; ein kleiner submarginaler Doppelpunkt quer über der Rippe 5; ein keilförmiger Fleck
mehr wurzelwärts in 3. Hflgl am Vrde bis zur Rippe 7 schwarz, sonst hell orangebraun mit einer orangegelben
Subapicalbinde, welche auch in den dunklen Vrd eindringt und sich längs des Saumes als eine Fleckenreihe
fortsetzt; eine orangegelbe (^hierlinie am Zellende. Unterseite rauchbraun; Vflgl mit allen Glasflecken der Ober-
seite; Hflgl schwach gelbbraun überzogen mit einem gelben Fleck in der Zelle, welche durch einen gelblichen
Wisch geschlossen ist. Fransen orange, an den Rippen unterbrochen. Bei einigen Stücken kommt auf der
Unterseite der Vflgl auch eine postdiskale mit dem Saume fast gleichlaufende Reihe gelber Flecke vor.'" —
„Das 9 ist dem 3 ähnlich, aber dunkler und auf den Hflgln mit einer Reihe von 4 Submarginalflecken zwischen
den Rippen 4—7.'- Spannweite 44 (^)— 54 (i) mm. CongoGebiet : Makala-Beni.
12. Gattung': Ortliolexis Karsch.
Fühlerkolbe mit langer Spitze, halbkreisförmig gebogen. Endglied der Palpen klein und kurz. Vflgl-
zelle die Mitte der Vflgl wenig überragend; Rippe 2 vor der Mitte der Zelle, 5 näher an 6 als an 4, 11 frei ver-
laufend. Hflgl abgerundet; Ripjie 2 weit hinter der Zellenmitte; Schlußrippe der Zelle stark wurzelwärts ge-
bogen; Rippe 5 schwach und undeutlich. Hinterschienen mit 4 Sporen, beim ^ sehr lang behaart.
0. melichroptera Karsch. Beide Flügel oben und unten eintönig schwarzbraun, ohne andere Zeich- meliclirop-
nungen als eine schief gestellte, halbdurchsichtige, gelbe Querbinde der Vflgl, welche am Vrde etwas hinter der
Mitte anfängt und an der Rippe 2 endet; sie liegt ganz jenseits der Mittelzelle, füllt aber die Wurzel der Felder
5 — 9 ganz oder fast völlig aus: ihr Fleck in 2 ist dreieckig und erreicht mit seiner Spitze die Rippe 2; beim
cJ ist diese Binde in der Mitte breiter, nach außen abgerundet und im Felde 1 b etwa 3 mm vom Saume ent-
fernt, beim $ ist sie fast gleich breit und in 1 b kaum mehr als 1 mm vom Saume entfernt. Palpen gelb, unten
mit graubraunem Längsstreif. Spannweite 43 {^) — 53 mm. Kamerun.
0. hollandi H. Dir. (= johnstoni Holl.) ist kleiner (etwa 36 mm) und weicht vom ^ der 0. mdichroptera holhnidi.
dadurch ab, daß die helle (^)uerbinde der Vflgl ganz schmal, weißlich und viel kürzer ist, indem sie nur die
Rippe 4 erreicht. '1 mir unbekannt. Kamerun und G'ongo-Gebiet.
tcra.
Anhang.
Als Anhang führe ich die folgenden Gattungen, die ich nicht untersuchen konnte und deren Stellung
unter den Hesperiden unsicher ist, hier auf.
Gattung: Katreiis Watson.
(= Choristoneitra Mab.; Loxokxis Karsch)
Fühler lang, länger als der halbe Vrd der Vflgl; Kolbe lang und dünn. Endglied der Palpen völlig
versteckt. Flügel breit. Mittelzelle der Vflgl sehr lang, so lang wie -/, des Vrdes mit lang ausgezogener Spitze
und gebogener Schlußrippe: Rippe 2 weit vor der Mitte der Zelle, 5 gerade, aber näher an 4 als an 6, 11 frei
verlaufend. Hflgl breit abgerundet: Rippe 2 fast von der Mitte der Zelle; 5 sehr zart, undeutlich, Schlußrippe
fast gerade. Hinterschienen mit 4 Sporen, unten dicht bedornt; beim ^ mit langem Haarpinsel.
K. johnstoni Butl (= apicalis 3I(ib.; percnoptera Karsch) (76b, als oiwra/Zs). ist durch Größe, Färbung johnsfoni.
und Zeichnung der Ortholexis meVichroptera Karsch sehr ähnlich und weicht außer durch die Gattungskenn-
584 TIMOCOXL\. Von Dr. C. ArRiviLLnis.
zeichen nur dadurch ab, daß die gelbe Querbinde der Vflgl an der Rippe 3 endet (nur mit einem kleinen
Punkttieck in 2), einen Fleck in der Mittelzelle bildet und durch schwarze Rippen geteilt ist. Sierra-Leone
bis Kamerun.
Gattung: Tiuioooiiia >'^t)-d.
„Fühler etwa bis zur Mitte der Flügel reichend; der Kolben in eine feine scharfe Spitze endend, die
aber ganz gerade ist, während der Kolben selbst in oder kurz innerhalb der Mitte stark gekrümrat (aber nicht
so stark wie bei Ahard'is pkrotka Karsrh-'-) ist und dadurch einen Haken bildet. Palpen wie hei Chapra i)ia-
ihias F., aber das Endglied gerade nach vorn etwas divergierend gerichtet. Saum der Vtlgl weniger schräg
als bei Chnpta. derjenige der Htlgl breit gerundet, ohne irgendwelche lappenförmige Verlängerung zu bilden.
Rippe 5 der Vflgl gleich weit von 4 und 6, Rippe 5 der Hflgl gut entwickelt. Vflgl mit stark entwickelter
Narbe. Hflgl unten ganz zeichnungslos. Hinterschienen mit zwei Paar Sporen, von denen die der Außenseite
nur halb so lang wie die beiden anderen sind."
ihidci. T. thielei -SY«/. „3. Alle Flügel braun, schwach goldgelblich schimmernd. Vflgl mit einem von der
Mitte des Hrdes bis zur Rippe 4 sich erstreckenden, gegen die Flügelspitze gerichteten, tiefschwarzen, gleich-
breiten (etwa 1 mm), 5 mm langen, geraden Schrägstrich (.,Xarbe'-) und weißlichen Zeichnungen : in der distalen
Hälfte der Zelle, längs dem Hrde derselben ein 2,5 mm langer Strich, der am proximalen Ende scharf zuge-
spitzt, am distalen aber nach vorn gebrochen ist, so daß er sich in einen parallel zur Diskozellulare gerichteten,
etwa 1.5 mm langen, schräggestellten Querstrich verlängert; nahe der Außenseite der Spitze der schwarzen
Narbe zwischen den Rippen 3 und 4 ein viereckiger Querfleck und zwischen den Rippen 6—9 drei runde Punkt-
flecke, von denen der hintere ein wenig größer ist und die unter sich um den Durchmesser der kleineren Flecke
entfernt sind; sie bilden eine gerade Reihe, die um 2,5 mm von dem weißen Striche in der Zelle entfernt und
senkrecht auf den Vrd gerichtet ist. Unterseite aller Flügel grau bräunlich mit ebensolchen Fransen : die Vflgl
mit denselben hellen Zeichnungen wie oben, die aber weniger scharf markiert sind, und einem unbedeutend
dunkleren undeutlichen Längsstrich aus der Wurzel bis über die Mitte; die Hflgl unten ganz einfarbig." Spann-
weite 29 mm. Delagoa-Bai.
dorix. „Xisoniadc.s'' doris Wh: „2. Braun. Kopf vorn, Leib unten und Beine weiß. Fühler weiß mit schwarzer
Spitze. Hlb mit einer weißen (^uerbinde am Hrde jedes Gliedes. Flügel mit weißen Zeichnungen. Vflgl : zwei
Flecke in der Mitte, der erste nahe an der Wurzel; eine unregelmäßige äußere Binde aus 4 Flecken und
2 Punkten; eine submarginale aus 8 Punkten gebildete Binde; Fransen braun und weiß gescheckt. Hflgl: ein
Fleck nahe an der Wurzel, eine äußere Binde aus drei Flecken und eine submarginale Binde wie in den Hflgln ;
Fransen weiß. Vflgl unten am Vrde weißlich mit fast denselben Zeichnungen wie oben. Hflgl unten grünlich
rehfarbig, am Irde breit weiß und mit denselben Zeichnungen wie oben. Spannweite etwa 26 mm (1 In. 1 lin.).
Tajora (= Tadjura in französisch Somali-Land).
Alphabetisclies Verzciclinis
Zum Nachweis der L'rbeschreibungen der unter den äthiopischen Hesperiden aufgeführten Formen.
* bedeutet daß die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
aaron Art. Obertli. Et. Lep. Comp. 11, p. 241. * alhirostris Parn. ^fah. Grand. :Madagasc. 18. p. 361. *
abjeetiis Het. Snell. Tijd. voor Ent. 1872, p. 52. • aldal)rana Kasrr. Fryfr. Trans. Linn. See. Lond. 15, p. 20. *
abscessa ("vcl. Gaede Int. Knt. Zeitschr. 11 (l!tl7), p. 29. alenita l'ar. Strd. Archiv. Xaturgeseh. 78 A (9), p. 108.
abscoiidlta" Hesp. Plöt: Mitt. Xat. Ver. X.-Vorp. 1884, p. 21. alluaiidi C'el. Mab. & BouU. Bull. See. Ent. Fr. 1916. p. 244.
aburae (iorg. T'löl: Stett. Ent. Ztg. 40. p. 359. alliciila Cycl. .4«^. Seitz. Groß-Sehmett. 13, p. 551.
adplica l'apr. Karsch. Entomolog. Xachricht 18. p. 242. aiiiadhu Plat. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 35. p. 178.
adeneiisis Hesp. BÜr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884. p. 493. ainciia Anip. .s'm. Ann. Mag. Xat. Hist. (6) 7. p. 127.
adoii Osni. .1/06. Bull. Soc. Ent. Fr. 1889, p. 149. anineris Ab. libl.iV Roy. Baumann Mass.-Land. p. 3:i8.
adoMi* ().sni. Mab. Bull. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 149. ainvKdalis Ploetzia Mab. Bull. Soc. Zool. Fr. 1877, p. 234.
a('sri|ian Cvcl. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1868. p. 94. * ancliise^ Rhop. Gerst. Glied.-Thier-Fauna Sansibar, p. 374. *
aequalis Parn. Gaede Int. Ent. Zeitschr. 11 (1917), p. 31. aiiditnslnls Rhop. Plötz Stett. Ent. Ztg. 45. p. 60.
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asfVila Hesp. Trim. South. Afr. Butt. 3. p. 286. anoniacus Het. Plöt: Stett. Ent. Ztg. 40, p. 358.
ahidtrana Art. Oberth. fit. L^p. Comp. 11, p. 244. * apiolrophia Trap. Oherth. Et. Lep. Comp. 11. p. 239. •
alherli l'arn. Holt. Proc. Zool. Soc. I>ond. 1896. p. 67. arbosrastc^ Rhop. 6'/i. Maill. R<^un. Ann. G. p. 19.
alhiLMitta Parn. Mab. Grandid. Madagasc. 18. p. 357. * arctoniar^inala .\b. /,o//ii/ Trans. Ent. Soc. Lond. 1901. p. 34. •
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albiplasa Perr. Oberth. Et. L^p. Comp. 1 1 . p. 240. * arclina Gorg. Heir. Ann. Mag. X'at Hist. (5) 1, p. 343.
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Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Hesperiden.
585
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ceryiiiiea Zoph. Hew. Exot. Butt. 4. *
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cyllnda Caen. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 449.
XIII
dacela Caen. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 451.
dacena Caen. Heiv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 453.
dacenilla Caen. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 517.
debilis Pros. Plötz Stett. Ent. Ztg. 40, p. 360.
deoastigiua Eagr. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891, p. 62.
deeipiens Cycl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 130. *
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dispar Amp. Mab. Bull. Soc. Ent. Fr. (5) 7, p. 73.
disparilis Amp. Oberth. fit. L(^p. Comp. 11, p. 235. *
displaeidus Acl. Rbl. Ann. Wien. Hofm. 28, p. 272.
distincta Osm. Holl. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 43. *
diversata Gorg. Holl. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 32.
djaelaelae Sar. Wallgr. Sw. Vet. Ak. Handl. 1857, p. 54.
dolens Parn. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. 1897, p. 214.
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dualensis Acl. Strd. Archiv Naturgesch. SO A (2), p. 160.
duplex Pros. Mab. Bull. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 169.
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entebbea Parn. Swh. Ann. Mag. Nat. Hist. 1909, p. 90.
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ferruginea Parn. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 536.
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fiara Zoph. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 503.
flava Cer. Hew. Ami. Mag. Xat. Hist. (5) 1, p. 343.
flava Sar. RH. Trans. Ent. Soc. Lond. 1921, p. 255.
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herewardi Sar. RH. Trans. Ent. Soc. Lond. 1921, p. 257.
74
586
Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Hesperiden.
licrilus Paid. Ilitiir. .\[on.-Her. Ak. Wiss. Bcrl. 1855, p. 043. '
hcterofhnis Ued. Mah. Ann. Soc. Ent. Fr. (0) 10, p. 31. *
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Iiotteiitottn Geg. iMir. Encycl. Method. 9, p. 777.
howa Trap. Mab. Bull. Soc. Ent. Fr. (5) 5, p. 215.
hiinibloti Col. Mab. HuU. Soc. Ent. Belg. 1884, p. 187.
hv|»oxan)hina Sar. Mab. & Boidl. Bul). Soc. Ent. Fr. 1910,
"p. 240.
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icteria Faros. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 35, p. 153.
idis Pard. Obcrlh. fit. L(?p. Comp. 11, p. 234.
ignitus Ox. Mab. Bull. Soc. Ent. Fr. (5) 7, p. 40.
ilerda Cacn. Mschlr. .\bh. Sonckenb. Ges. 15, p. 05. *
ilias Sein. PUilz Stott. Ent. Ztg. 40, p. 355.
illiistris (VI. Mab. C.-R. Soc. Ent. Bolg. 1891, p. 73.
iiicerta l'ard. SneU. Tijd. voor Entoni. 1872, p. 29. *
indrtorniinabilis Cer. Strd. Archiv Xaturgesch. 78 A (9), p. 109.
indiisiala Gorg. .Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 35, p. 113.
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iiistaliilis Acl. .Vab. BuH. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 108.
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intcrniixtiis Cel. Aar. Entomol. Tidski'. 17, p. 280.
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ja Ab. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1909, p. 408. *
janips(>ni Call. E.-Sli. Ann. Mag. Xat. Hist. (0) 0, p. 348.
jcanncli Col. Mab.iX: Boiill. Bull. Soc. Ent. Fr. 1910, p. 245.
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juno Pyrrh. I'lötz, Stett. Ent. Ztg. 40, p. 364.
kainatraniba Pard. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 18, p. 110.
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karsaiia Geg. Mr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1874. p. 570. *
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kasai Acl. Drr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1909, p. 410. *
kcifiiloa Rlioj). Wallor. Sw. Vet. Ak.-Ilandl. 1857, p. 48.
kclenihaensis Par. Strd. Int. Ent. Zeitschr. 12, p. 103.
kiniriinscri'iisis Call. U'klujr. Int. Ent. Zeitschr. 14, p. 180.
kitiiiiia llosp. A'«r.srÄ. Entomolog. X'achricht. 22, p. 374.
kivuciisis Cel. Joic. A: 'falb. Bull. llill.-.Mus. 1, p. 102.
kolii'la Sar. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 180.
ki.lassiis Padr. I'lötz Berl. Ent. Zeitschr. 29. p. 229.
kordotani Capr. B.-Bak. Ann. Mag. Xat. Ilist. (8) 17, p. 380.
lahitrdoi Ani|). Obcrth. Et. Lop. Comp. 11, p. 230. *
lacida Caen. Jleic. Ann. Mag. .Vat. Hist. (4) 18, p. 453.
hicrciizt'i llesj). Obcrlh. Et. l^ep. Comp. 0, p. 117. *
lacteus Tag. Mab. Bull. Soc. Ent. Fr. (5) 7, p. 39.
laelioides Sar. Bil. Trans. Ent. Soc. Lond. 1921, p. 253.
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hiniliu Plat. Xeavc, Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 84. *
hindbecki Eagr. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 375. *
larca l'arn. Xeave Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 81. *
laronia Osm. Ilew. Descr. Ilosperid. p. 35.
laterciilus Caen. Holt. Entomol. X'ews 1, p. 156.
hiiilcMa Ptor. H7.s. Exot. Butt. 4. *
Icaiidcr .Vndr. Plötz Stett. Ent.. Ztg. 40. p. 360.
lc!,'i.'ei Zoph. Her. Trans. Zool. Soc. Lond. 1909, p. 173.
lenia Ked. .Vcnre J'roc. Zool. .Soc. Lond. 1910, p. 77. *
lentii^inosa Ked. Hott. Proc. Zool. Soc. l^ond. 1896, p. 50.
leoMora Caen. Plötz Stett. Ent. Ztg. 40, p. 355.
Icpelelieri Het. Lair. Encycl. M(?thod. 9, p. 777.
Icpeniila Ked. Wallcngr. Sw. Vet. Ak. Ilandl. 1857, p. 50.
JeiicosastiT Ab. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. 1890, p. 32.
leiK-onu'las Hesp. Obcrth. VA. Lep. Comp. 0. p. 118, 344. *
It'uouphaea Parn. Holl. Entomolog. Xews 5, p. 93. *
leucupyga Acl. Mab. BuU. Soc. Ent. Fr. 1877, p. 101.
levebii Ab. Wallenf/r. .Sw. Vet. Ak. Handl. 1857, p. 52.
libtMin Hhop. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, p. 410.
liirora Par. Hctc. Ann. Mag. X'at. Hist. (4) 18. p. 450.
lodra Parn. Plötz Stett. Ent. Ztg. 40, p. 355.
lofu Ab. Xcarc Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 72. *
liK'ptia Eagr. Hew. Illustr. Exot. Butt. 5. *
lui-idelhis .Sar. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891. p. 07.
huTctia Ab. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1909. p. 409. *
luehderi Caen. Plötz .Stett. Ent. Ztg. 40, p. 357.
Intens Parn. Hpjir. Mon.-Ber. Ak. Wiss. Berl. 1855, p. 043.
Iug:eiis .Sar. Bog. Ann. Wien. Hofmus. 6. p. 46.
luniila Sar. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 375. *
lux Osm. Holl. Ann. Mag. Xat. Hist. 1892, p. 291.
luabea Parn. HoU. Entomolog. X'ews 5, p. 92. *
inabillei Gastr. Holt. Entomolog. X'ews 5, p. 28. *
inachacoaiia Hesp. Bllr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1899, p. 426. *
mackeni Acl. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1868. p. 95. *
luaconio Ked. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1. p. 405.
inacrostictus Cel. Holl. Entomolog. X'ews 1894, p. 27.
niaculata Sar. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891. p. 68.
inaeulifera Sar., Mab.& Boutl. Bull. Soc. Ent. Fr. 1916. p. 240.
niafa Hesp. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 386. *
iiiajorella Sar. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891, p. 67.
malehus Trap. Mab. Bull. .Soc. Philomat. 1877, p. 136.
nialg-afha Cycl. Bsd. Faun. Madagasc. p. 67.
nialthiiia Caen. Hcic. Ann. Mag. X'at. Hist. (4) 18, p. 457.
mallia Ked. Xcavc Proc. Zool. .Soc. Lond. 1910, p. 78. *
maiigana Hesp. Bbl. Sitz.-Ber. Ak. Wiss. Wien 1899, p. 360.
iiiararanda Caen. Heu-. Ann. Mag. Xat. Hist. (4) 18, p. 450.
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niohopaani Parn. Watlcmjr. Sw. Vet. Ak. Handl. 1857, p. 48.
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nioraiitii Paros. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1873, p. 122.
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neander Andr. Plötz Stett. Ent. Ztg. 45, p. 154.
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nctopha Parn. Heic. Ann. Mag. X'at. Hist. (5) 1, p. 345.
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niso Geg. I.. Mus. T'lric. (1764) p. 339.
niveicomis Chondr. I'lötz Stett. Ent. Ztg. 44, p. 3.
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nobilior Zoph. Holl. I'roc. Zool. Soc. Lond. 1890, p. 95. *
Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Hesperiden.
587
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ofrrugana Parn. Lathy Trans. Ent. Soc. Lond. 1903, p. 204. *
Offwanvi Cycl. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 17, p. 110.
olaiis Acl. Plöfz Stett. Ent. Ztg. 45, p. 156.
ophiusa Hvp. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2. p. 497.
ophthalmica Sar. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891, p. 68.
ophtlialniicodes Sar. S/rd. Archiv iVaturgesch. 78 A (1), p. 80.
orieiitalis Cycl. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 551.
onna Caen. Plöt: Stett. Ent. Ztg. 40, p. 363.
pallida Gastr. HoU. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 39.
pallida Trap. Oberth t,t. Up. Comp. 11. p. 238 *
palocaiiipta Parn. H.-Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1909, p. 411. *
pandaensis Sar. Joic. <fc Talb. Bull. HiU-Mus. Ij pt. 1.
pansa Rhop. Hew. Exot. Butt. 4. *
paola Ked. Plöiz Stett. Ent. Ztg. 45, p. 391.
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poutieri Parn. Bsd. Faun. Madagasc. p. 65.
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proxlnia Caen. Plötz Stett. Ent. Ztg. 47, p. 95.
proxiimis Cel. Mab. Bull. Soc. Zool. Fr., 1877, p. 231.
pulvina Sem. Plötz Stett. Ent. Ztg. 40, p. 353.
punctata Parn. Aur. Kilimandj.-Meru-Exp. 9, p. 15.
punctigera .Sar. Mab. & Boull. Bull. Soc. Ent. Fr. 1916, p. 247.
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quateriia Trich. Mab. C.-R. Soc. Ent. Fr. 1889, p. 156,
ramanatek Rhop. Bsd. Faun. Madagasc. p. 62. *
ranoha Faros. Ww. Gates Matabeleland App. p. 353.
rara Proc. HoU. Ann. Mag. Nat. Hist. 1892, p. 293.
ratek Rhop. Bsd. Faun. Madagasc. p. 61. *
rebeli Hesp. Hujg. Trans. Eut. Soc. Lond. 1924, p. 101.
reducta Art. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 519.
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rehfousi Hesp. Oberth. Et. Ls^p. Comp. 6, p. 117. *
reiehenowi Pard. Plötz Stett. Ent. Ztg. 40, p. 357.
rhadania Amp. Bsd. Faun. Madagasc. p. 69. *
robustus Plat. Xeave Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 83. *
rogersi Ked. Drc. Trans. Ent Soc. Lond. 1907, p. 81. *
rubeseens Faros. HoU. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 35.
rubra Ab. HoU. Bull. Amer. Mus. 43 (1921), p. 253.
ruso Ox. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 25. p. 183.
rutilans Cel. Mab. BuU. Soc. Zool. Fr. 1877, p. 235.
sabadius Eagr. Gray Griff. Anim. Kingd. 15. *
saclavus Amp. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 35, p. 107.
sandaster Hesp. Trim. Trans. Soc. Ent. Lond. 1868, p. 92. *
sataspes Hesp. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 178.
sator Pard. DU. et Hew. Gen. Diurn. Lep. Tab. 79. *
saxieola Parn. Neave Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 82. *
schulzi Zoph. Plöiz, Stett. Ent. Ztg. 43, p. 326.
secessa Hesp. Tritn. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891, p. 102. *
seiner! Sar. Strd. Archiv. X^aturgesch. 75 (1), p. 383.
sejunota Rhop. Mab. & VuUl. Xovit. Lepid. 3. p. 19. *
semlikensis Cer. .Joic. & Talb. Bull. HUl.-Mus. 1, p. 102.
senegalensis Farn. Klug Dbl. Verz. Senegal Ins.
sextilis Caen. Plöiz Stett. Ent. Ztg. 47, p. 89.
slielleyi Art. E.-Sh. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 6, p. 349.
sierrae Cer. Holt. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 78. *
sinnis Farn. Mab. Petit. Nouv. Entom. 2, p. 285.
sniithi Tag. Mab. Grandid. Madagasc. 18, p. 354. *
soritia Caen. Hew. Ann. Mag. Xat. Hist. (4) 18, p. 453.
sparsus Acl. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1909, p. 410. *
spio Hesp. L. System. Xatur (XII), p. 796.
statira Parn. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 35, p. 180.
statirides Parn. HoU. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896. p. 69.
StaiidiiiKeri Osm. HoU. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 42. *
stellatus Het. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891, p. 65.
stöhri Caen. Karsch Berlin. Entom. Zeitsclu-. 'iii, p. 252. *
subalbioaiis Sar. B.Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 18, p. 342.
subalbida Sar. HoU. Entomolog. News 1894, p. 26. *
subFacata Gorg. Mab. Bull. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 168.
siibflavida Gorg. HoU. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 34. *
subnotatiis Plat. HoU. Entomolog. X'ews 5, p. 94. *
subochracea Farn. HoU. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 63. *
subolivesoens Trich. HoU. Ann. :Mag. Nat. Hist. 1892, p. 294.
substriffatus Acl. HoU. Entomol. News 1894, p. 28. *
syriiix Cycl. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1868, p. 93. *
tancred Rhop. Plötz Stett. Ent. Ztg. 45. p. 62.
tarace Farn. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 35. p. 179.
telisisriiata Chondr. BUr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 133. *
tessniaiiniana Cer. Strd. Archiv X'aturgesch. 78 A (9), p. 109.
tetrastiffiua Trich. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891, p. 65.
tettensis Ab. Hpffr. Mon.-Ber. Ak. Wiss. Berl. 1855, p. 643.
thecla Sar. Plötz Stett. Ent. Ztg. 40, p. 361.
theelides Sar. HoU. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 8. *
thieloi Tim. Strd. Intern. Entom. Zeitschr. 3, p. 176.
thops Osm. HoU. l'roc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 43. *
thora Osm. Plötz Stett. Ent. Ztg. 15, p. 145.
toreiisis Pard. B.-Bak. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 18, p. 110.
traiisvaalica Hesp. Trim. South-Afr. Butt. 3 p. 286.
tricerata Sar. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891, p. 106.
trisreinina Parn. Gaede Int. Ent. Zeitschr. 1916, p. 126.
trinieiii Hesp. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 564.
tripunctata llyp. Mab. C.-R. Soc. Ent. Belg. 1891, p. HO.
tripiiiietata Rhop. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 509.
trlsiffnatus Cycl. Neave Novit. Zoolog. 11, p. 343. *
tristlfica Trich. Aur. Seitz, Groß-Schmett. 13, p. 579. *
tristis Sar. Ebl. Ann. Wien. Ilofm. 1914, p. 269.
tsadicus Cycl. Aur. Arkiv. Zoolog. 2, No. 12.
tsera Sar. B.-Bak. Ann. Mag. Xat. Hist. (7) 1, p. 341.
tslta Het. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 386. *
tucusa Ked. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1883, p. 359.
urnbrina Caen. Rbl. Ann. Wien. Hofm. 28 (1914), p. 275. *
univulensis Ab. E.-Sh. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 6, p. 348.
unicolor Rhop. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (5) 7, p. 39.
uuistriga Farn. Holt. Entomolog. News 5, p. 30. *
Ursula Parn. HoU. Proc. Zool. Soc. Lond. 1896, p. 64. *
varius Trap. Oberth. Et. Lop. Comp. 11, p. 238.*
venosa Ab. Trim. South. -Afr. Butt. 3, p. 339,
vibius Cer. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 1, p. 343.
vidua Ab. Weym. Entom. Zeitschr. 15, p. 66.
vosseleri Gorg. Grilnb. Deutsch. Ent. Zeitsclu-. 1907, p. 577.
waga Caen. Plöiz Stett. Ent. Ztg. 47, p. 108.
wallacei Het. Neave Proc. Zool. Soc. Lond. 1910, p. 70. '
wallengreni Ked. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. 1883, j), 361.
waniboParn. Plötz Stett. Ent. Ztg. 47, p. 97.
watsoni Tein. HoU. Ann. Mag. Nat. Hist. 1892, p. 292.
ffilleiui Cycl. Wallengr, Sw. Vet. Akad. Handl. 1857, p. 50.
588
Urbeschreibungsnachweis der aethiopischen Hesperiden.
wollastoni Cer. Her. Trans. Zool. Soc. Lond. 1909, p. 171. *
wollastoni Ox. Her. Trans. Zool. Soc. Lond. 1909, p. 171. *
xanthias Par. Mab. C.-B. Soc. Ent. Bolg. 1891. p. 117.
xanUiioides Par. Holl. Ann. Mag. Xat. Hist. ((5) 10, p. 290.
xaiithopeplus Pard. Holl. Ann. Mag. Xat. Hist. (Ü) 10, p. 289.
xylos Parn. Mab. Ann. Soc. Ent. Fr. (0) 10, p. 31. *
zaira Hesp. Plöiz Mitt. Xat. Ver. X.-Vorponun. 1884, p.
zainbesiaca Ab. Ww. Thes. Ent. Oxon. (1874), p. 183. *
zaremba Caen. Plöiz Stett. Ent. Ztg. 43, p. 376.
zebra Hesp. BÜr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1912, p. 388. *
zenides Padr. SM. Int. Ent. Zeitschr. 12 (1918), p. 104.
zeno Padr. Trim. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 179.
zephora Parn. PlöU Stett. Ent. Ztg. 44, p. 150.
Verzeichnis neuer Formen.
589
Verzeichnis
der in Band i3 aufgestellten Arten, Formen und Namen.
afCinis (Amauris) Aur. 75.
albus (Teracol. phisadia) Aur. 51.
albida (Acraea natalica) Aur. 2(jS.
albidus (Teracol. erone) Aur. äi.
albofasciata (Acr. aglaonice) Aur. 270.
albomaciilata (Crud. leroma) .-1»^. 432.
albomaeiilatus (Teracol. puniceus) Aur. 55.
alticnla (Cyclopides) Aur. 551.
anoinalus (Teracol. bacchus) Aur. 55.
aurantiaea (Coenyr. hebe) Aur. 108.
aiistralis (Diestog. atossa) Aur. 170.
bistrisata (Axioc. mendeche) Aur. 421.
olarus (Euph. edwardsi) Atir. 189.
coniniixta (Papil. rex) Aur. 12.
rongoana (AI. amazoula) Aur. 299.
continua (Myl. poppea) Aur. 33.
costalis (Platyl. moritili) Aur. 523.
crawshayinus (Cupido) Aur. 473.
daeenilla (Caenides) Aur. 517.
deteeta (Ab. levebu) Aur. 570.
dubiosa (tinoph. parmeno) Aur. 83.
extensa (Ceratr. flava) Aur. 526.
faseiata (Euryph. cutteri) Aur. 179.
faseiata (Planema umbra) Aur. 241.
ferruginea (Parnara) Aur. 536.
flaviis (Teracol. daira) Aur. 58.
tlavus (Teracol. amatus) Aur. 50.
flavescens (Teracol. puniceus) Atir. 55
flavidus (Teracol. daira) Aur. 58.
Flavomacula (Teracol. regina) Aur. 55.
fiiliiosa (Acr. encedon) Aur. 258.
incerta (Diestogyna) Aur. 165.
intermedia (Mylothris) Aur. 82.
jordani (Precis coelestina) Aur. 222.
liarsolii (Parn. deteeta) Aur. 537.
kigonserae (Mycal. ena) Aur. 93.
kohli (Deudorix) Aur. 370.
leonae (Aslauga) Aur. 343.
leonis (Cym. anitorgis) Aur. 153.
linearis (Cup. sybaris) Aur. 465.
mabillei (Hypolyc. maryra) Aur. 387.
niaeularis (Pieris thysa) Aur. 43.
maoiilata (Euryph. barce) Aur. 178.
niaoulata (Terias brenda) Aur. 64.
niarffinalis (Cup. telicanus) .4»»-. 470.
niarniorata (Hen. andravahana) Aur. 100.
marshalli (Phasis) Aur. 427.
niarshalli (Ked. macomo) Aur. 542.
neavei (Ab. bismarcki) Aur. 569.
nigricans (Phas. thysbe) Aur. 430.
nigrirans (Pier. Uliana) Arir. 47.
nigricans (Teracol. vestalis) Aur. 51.
nuptilla (Leptos. acesta) A^ir. 31.
oberthüri (Hesperia) Aur. 565.
obliqua (Planema) Aur. 243.
obseura (Spind, natalensis) Aur. 413.
obscurus (lolaus) Aur. 406.
obtusangula (Diestogyna) Aur. 160.
ooeidentalis (Pseudacr. fickei) Aur. 190.
oehraceus (Terac. phisadia) Aur. 51.
oehreopuncfa (Cup. iobates) Aur. 490.
orlentalis (Cycl. metis) Aur. 551.
pallida (Megal. zymna) Aur. 362.
parallela (Lyc. crawshayi) Aur. 450.
parva (Ampittia) Atir. 548.
peringueyi (Phas. sardonyx) Aur. 430.
plagiata (Melan. leda) Aur. 83.
pulcherrima (Zerites) Aur. 418.
punctata (Phas. damarensis) Aur. 427.
radians (Acr. oreas) Aur. 251.
reducta {Artitr. comus) Aur. 519.
sliarpci (Terocol. evarne) Aur. 60.
sjöstedti (Papilio) Aur. 15.
striata (Myl. sagala) Aur. 36.
strigatus (Cup. eleusis) Aur. 490.
sulfureus (Terac. hetaera) Aur. 55.
sulphurescens (Acr. penelope) Aur. 254.
thersandroides (Pap. phorcas) Aur. 17.
trimeni (Cym. alcimeda) Aur. 152.
trimeni (Hesp. secessa) Aur. 564.
tripiinetata (Rhop. necho) Aur. 509.
tristifica (Trichosemeia) Aur. 579.
tschadica (Pieris gidica) Aur. 40.
unicolor (Lyc. thyrsis) Aur. 439.
varlegata (Euph. luperca) Aur. 184.
vlrilis (Cup. lingeus) Aur. 463.
590
Index.
Die Zahl direkt hinter dem Namen gibt die Seitenzahl des Textes an. Die Namen mit großen Anfangs-
buchstuben bedeuten die Gattungen, die in liegender Schrift bedeuten Synonymen sowie gelegentliche
Erwähnungen.
A.
aaron Oberllt. iVi't. 519
abadima Rbb. Acr. 268
Abantis Hpffr. 567
abasa Hew. Diest. 102 . .
abboti Holt. Heod. 498 . .
abbotti HoU. Lachn. 230
abdera Hew. Acr. 278
aberrans Btlr. Cup. 489
aberrans Stgr. Euph. 187
abesa Hew. Euryph. 172 . .
Abisara Fldr. 295
abjectus Snell. Het. 550
abnormis Dudg. Myc. 96
Abraxas 7
abraxas Dbl. & Hexe. Pent.
309
abrupta Gaede Lyc. 450
abrupta Grünb. Acr. 263
abscissa Gaede Cycl. 552
abscondita Plölz Hesp. 564 .
absolon F. Euryph. 172 . .
abti Suff. Pier. 44 ... .
aburae Platz Gorg. 557
abyssinica Fldr. Ant. 228
abyssinioa Luc. Pier. 40 .
abyssinica B.d: J. Kurvt. 209
abyssinica liolhsrh. Euph. 189
abyssinicus Aur. ("up. 484
abyssinicus lillr. Terac. 53
abyssinicus lidthsch. Char. 129
ahyssiniensM SM. Cup. 481
Aeallopistes Holl. 511
acamos Spind. 414
acara Hew. Acr. 280
acara Acr. 281
acares Karsch Dcud. 365
acastc Klug Terac. 53
aceno Suff. l'ap. 13
acerata Hew. Acr. 264
achacmenes Fldr. Char. 129
achaemenes Char. 135
acheloia Wallgr. Byb. 208 .
achillaena Hart. Euryph. 178
achine Cr. Terac. 57 .
achlys Hpffr. Euryph. 156 .
achli/t Euryph. 157
acholi B.-Bak. Cup. 481
Aeleros Mab, 554
Acontia 6
acontias Wie. Acr. 274 . .
Acraea F. 246
Acraea 3, 5, 21, 194, 240, 312
acraea Dbl. & Hew. Tel. 301 .
Acraeldae 239
acraeina Xyctemera 5
acraeina Trim. Eriks. 432 .
acraeoides Drc. Char. 137
acraeoides Sm. & Ky. Tel. 301
Taf.
39 b
74 1
54 f
41 d, e
61g
75 d
41 d, f
12 d
77 b
52 d
13 a
54 b, 0
16 d, o
56 a
49 b
40 b
19 d, o
36 e
55 c
61 c
71 a
61 d
Taf.
acrita Hew. Acr. 275 . . . 55 b
acrUa Acr. 274, 276
acritoides Eltr. Acr. 274
acronycla Ww. Acr. 271
actia Dwf. Prec. 223 .. . 51 d
Actinote 4
actinotina Lathy Tel. 302 . . 62 a
actisanes Hew. Erg. 208 . . 49 d
Aciizera Chapm. 459
acuminatiis Thur. Char. 139
acutangula Aur. Diest. 160
aculipennes Lathy Acr. 274
adamastor Bds. Pap. 24 . . 3 c
adamsi Lathy lol. 397 ... 68 d
adela Cym. 154
adola Stgr. Cym. 152
adelgitha Hew. Micr. 340 . . 64 a
adelgitta = adelgitha 340
adelgunda Stgr. Micr. 340 . 62 e
adeUca Bart. Euph. 188
adelica Karsch Capr. 570
adelina Hew. Cym. 152 . . 35 d
adenensis Btlr. Hesp. 565
aderna Plötz Spind. 415 . . 70 a
adjectus Thur. Pap. 26
admatha Hew. Acr. 285 . . 53 e
adolphi-friderici Schtz. Epit.
359
adon Mab. Osm. 545 . . .
adonina Heic. Euph. 187 .
adosus Mab. Osm. 545 .
adrasta Weyix. l'Ian. 242 .
adusta linthsrh. Char. 134
aegipan Trim. Cycl. 552 .
aelianus Stgr. lol. 395
aelyus Suff. Pap. 19
aemulus Trim. lol. 404
aequalis Gaede Parn. 538
aequalis /?. & J. Acr. 250
aequatorialis E.-Sh. Cup. 473
aequatoriaUs Neave Acr. 269
aequimargo Thur. Myl. 36
aeschyhis Pliitz Rhop. 508
aethiopia B.-Bak. Cup. 481 .
aothiopica R. & J. Atell. 230
aetliiops Mab. Cup. 471
aethiops Pal. Sal. 217 . . .
aetliiops R. & .1. Acr. 249
aethiops R. & ./. Amaur. 74
aethiops R. et ./. :\rvc. 93
aetliiops R. et- J. l'ap. 19
nettion, Trim. Vhas. 431 . .
aethria Karsch lol. 403
affinis .4i/r. Amaur. 75 .
affinis Mab. Pier. 48
affinissimus Strd. l'lat. 524
afikpo Drc. Gorg. 557 . . .
afra B.-Bak. Lyc. 440 .. .
africana Frühst. Melan. 82
05 b
77 g
44 b
77 h
57 f
78 a
68 h
73 d
00 g
12 b
75 e
74 d
52 f
73 d
50 b
70 h
68 h
77 d
71 c
afzelii Aur. Lachn. 230
afzeHiF/a!r. Euph. 187 . . .
agamedes Ww. Pap. 24 . . .
aganice Hew. Plan. 242
Agaristidae 6
agatha Stall Nepfc. 200 . .
agathina Cr. Myl. 34 . 10 f, 11
agathina Myl. 45
aglaja Argynn. 231
aglaonice Ww. Acr. 269
agnes Aur. lol. 402
agnes Btlr. Euph. 184 . .
agoye Wallgr. Terac. 60 .
agraphis Karsch Älyc. 90 .
agrippina Drc. PseudoL 379
agrippina Fldr. Pier. 40
agrippina Thysania 6
agrippinides Holl. Pier. 41
Agrotis 6
agvlla Trim. Hesp. 563
Aläena Bsd. 298
alaotrana Oberth. Art. 519
alarnii Suff. Pier. 43
alba Dew. Pent. 310
alba Wallgr. Pier. 46 . .
albata Aur. Ox. 381
alberta B.-Bak. Lyc. 440
alberta Btlr. Cup. 489
alberta Elw. Acr. 256 .
alberta Stgr. ilicr. 340 .
alberti Holl. Parn. 536 .
albicans Caf. Lipt. 334
albicans Grünb. Lyc. 440
albicans Suff. Pap. 20
albicolor Karseh Plan. 244
albicosta Gaede Cup. 494
albida Aur. Acr. 208
albida Bllr. Ypth. 110
albida Mab. App. 38
albida Suff. Prec. 225 . . .
albidus Aur. Terac. 54
albigutta Mab. Parn. 536
albiniacula Oberth. Perr. 520
albiiiKicuIala Amaur. 215
alhiniaculata Btlr. Amavu'. 76
albimaculata Xcare Acr. 251
albin US Dan. 258
albinus Lanz Dan. 72
albiplaga Oberth. Perr. 520
albirostris Mab. Parn. 537
albistriatus Capr. Cup. 483 .
albistriatus Cup. 475
albitrimacula Strd. Byb. 208
albivittula Mab. Yptii. 114
albofasciata Aur. Acr. 209
albofasciata Anr. Tel. 301
albofasciata Stgr. Eurypli. 158
albofasciata Suff. Prec. 223
albomaculata B.-Bak. Epit. 355
43 b
3c
58 d
48 d
a, 14 d
45 a
15 f
27 f
66 li
12 f
14 d
07 a
71 d
60 e
62 e
78 f
63 h
■j7 c, 58 b
51 b
74 f
65 e
II
INDEX.
591
albomaculatus Äur. Terac. 55
albomaciüatus E.-Sh. lol. 401
albopunctata Aitr. Diest. 164
alboradiata Aur. Acr. 281
alboradiata Suff. Acr. 268
albostriata Lathy Pseudacr.
194
albovittata Aur. Euph. 184
albula Suff. Euryph. 157
albiüa Thur. Euph. 184
albus Aur. Terac. 51 . . .
alcesta Cr. Lept. 31 ...
alcibiade.s Kt/. lol. 393
alcihiades lol. 390, 395
alcimeda Godt. CyLU. 152
alcinoe Fldr. Plan. 241 . .
alciope Hciv. 248 ....
alciope Acr. 240, 247
alcippina Aur. Acr. 258
alcippina Acr. 72
alcippoides Btlr. Hypol. 213 .
alcippoides Hypol. 72
alcippoides Mr. Dan. 72
alcippus Cr. Dan. 72
aicippus Dan. 258
aldabrana Trycr Eagr. 572
aldabrensis Holl. Terac. 53
alenica Strd. Paron. 521
aleta Plötz Ked. 541
Aletis 190. 379
aleiu-ona BÜr. Catops. 03
alexander Suff. Cyni. 149
alicia E.-Sh. Acr. 263 .
aliena Bilr. Terias 65
alienus Trini. lol. 404 .
alinda Mab. Euryt. 210 . .
aliquantum Drc. Lipt. 337
alladinis BÜr. Char. 136 . .
alluaudi Mab.d: Boull. Cel. 581
alluaudi Mab. Lipt. 334 .
almansor Honr. Pap. 24
almeida Fldr. Phas. 427 . .
alphaea Drury Erg. 208
alphaeus Cr. Cop. 423
althea Drury Cym. 149
althoffi Dcw. Acr. 262 .. .
alticola Aur. Cycl. 551
amadhu Mab. Plat. 524 . .
arnakosa Trim. Diirb. 303
amanga Wie. Axioc. 421 .
amanica Sird. Hen. 97
amanica Sird. Lyc. 440
amaniensis ^'oss. Sal. 218
amarah Gurr. Lyc. 445 .
amarah Lycaen. 443
amaranta Karsch Diest. 169 .
amaranta Diest. 160, 163, 165
amasa Heu\ Ox. 381 .
amatus F. Terac. 50
Ainaurina Aur. 77
Amaurina Aur. 71
Amauris Hbn. 72
Amauris 2, 4, 71, 124
amauroptera E.-Sh. Ant. 229
amazoula Bsd. AI. 299 . .
ainazoula Mab. Cren. 206
ambigua Trim. Acr. 275
amelia Luc. Terac. 52
ameliae Doum. Char. 133
amena Sm. Amp. 548
ämenaida Hew. Pent. 307 . .
amenaidana Sird. Pent. 307
amenaidoides HoU. Pent. 307
amenides Heic. Cyni. 152 .
amestris Drury Prec. 224
amicea Diestog. 167
amicia He!<'. Diest. 167 . . .
amicitiae Heran Acr. 259 .
amine Btlr. Zer. 418 . . .
amiru Suff. Kall. 211
amneris Rbl. & Bog. Ab. 570
ampedusa Heio. Diest. 169 .
amphicede Cr. Cym. 151
Taf.
18 b
38 d
54 c
16 a
10 a
67 d,
f
57 f
57 e
47 a
56 b
69 b
49 e
64 a
63 h
70 g
50 d
79 b
62 a
70 b, c
72 b
38 f
66 h
61 c
31 b
61 f
35 d
37 d
59 f
69 h
75 b
37 b
amphiprotea BÜr. Acr. 248
Ainpittia Mr. 547
amulia Aster. 204
amulia Cr. Cren. 205 . . .
amygdalis Mab. Ploetz. 511 .
anacardii L. Sal. 217
anacreon Trim. Acr. 276
anacreon Acr. 282
anacreontica Sm. Acr. 276 .
anadema Drc. Lyc. 438
anaemia Elir. Acr. 269
analava Ward Char. 138
anali Suff. Pier. 47
analis Aur. Myc. 87
analis ,4i(r. Jlyl. 32 ... .
Anaphcla 6
anax Sm. Terac. 55 . . .
anchises Gerst. Rhop. 508 .
ancoata Sm. Libyth. 294
andara Ward Char. 126
andorlides Sm. Pap. 16
andonginis I'löl:: Rhop. 508
andrachne Bsd. Eagr. 572
andranodorus Mab. Char. 127
andravahana Mab. Hen. 100
andremiaja Bsd. Prec. 221
andriana Mab. Ypth. 114
andi'iba Ward Char. 140
andrivola Mab. Hen. 104
andronicus Ward Pap. 16
Andronyniiis Holl. 521
anelia B.-Bak. Parn. 536
anemosa Hew. Acr. 281
anganavo Ward Hen. 100
angeUta Suff. Deud. 367 . .
angolana BÜr. Cycl. 552
angolana Laihy Acr. 251
angolanus Gz. Pap. 21 .
angulata Aur. Prec. 220
angulata Aur. Euryt. 210 .
angulata Suff. Plan. 244 .
angxdifascia Aur. Cym. 153 .
angulifascia BÜr. Hen. 101
angulosa BÜr. Myc. 95 . . .
angulosus Grünb. Megal. 362
angustata Aur. Euryt. 209
angustata Bart. Elymn. 82
angustata Fldr. Catun. 192
angustifasciata Grünb. Plan.
246
angustus Boih.'ich. Char. 126
anisops Karsch Myc. 92
anitorgis Hew. Cym. 153 .
anjuana Btlr. Terias 64
ankaratra Ward Hen. 102
ankoma Mab. Hen. 103 .
ankova Ward Hen. 101
annae Wallyr. Terac. 56 .
annulifer Holl. Oxyp. 553 .
anomaeus Plöiz Het. 550 .
anomala BÜr. Pier. 48 .
anomalogramma B.-Bak. Cup
467
anomalus Aur. Terac. 55 .
anselUca BÜr. Eux. 124 .
ansorgei E.-Sh. Amaurina 77
ansorqei E.-Sh. Myc. 90, 96
ansorgei Marsh. Terac. 51
ansorgei R. & J. Cren. 206
ansorgei R. & J. Eux. 124
ansorgei Rothsch. Char. 126
ansorgei Rothsch. Kall. 211
ansorgei Rothsch. Melan. 83
ansorgei Rothsch. Pap. 17
ansorgei Rothsch. Sal. 217
ansorgei Sm. Acr. 250
ansorgei Sm. Irid. 345
antahala Ward Hen. 103 .
antalus Hpffr. Deud. 375
anlalus Deud. 373
antamboulou Luc. Char. 138
Antanartia R. & J. 227
Antanartia 121
Taf.
49 a
79 i
55 a
55 b
71b
31 c
12 a
17 c. d
75 f
30 f
65 i
7 b
49 e
59 b
36 b
27 g
30 a
27 g
36 c
28 c
28 d
18 d
77 d
77 k
15 b
17 b
29 f
24 d
28 d
66 e
32 a
46 a
56 c
69 f
69 b
Tivf.
antanossa Mab. Cup. 495 . . 74 1
antenor Drury Pap. 20 . . 9 c
antenor PapiUo 3
anteva Ward Sal. 217 . . . 50 a
antevippe Bsd. Terac. 57
antevorta Dist. Hypol. 213 . 47 a
anthedon Dbl. Hypol. 215 . 47 c
anihedon Hypol. 74, 181
Antheraea 6
antheus Cr. Pap. 25 . . . 9 a
anticlea Drury Char. 134 . . 33 d
antifaunus Dbl. &: Heu\ Hypol.
382 ." . . 08 b
antigone Bsd. Terac. 59
antilope Feisth. Prec. 224
antimachus Drury Papil. 11 . 1 a
antiniachus Papiho 3, 21, 279
antimachus Stgr. Pseudal. 379 00 g
antinorii Oberih. Acr. 256
antinorii Oberih. Cup. 461
antinorii Oberih. Pap. 14 . . 2 a
antoto Sird. Cup. 485 ... 74 g
antsianaka Ward Pier. 47
anubis Sncll. Cup. 484
anvatara Bsd. Byb. 208
anynana BÜr. ^Myc. 94
Apallaga Sird. 582
apaturoides Fldr. Pseudacr.
198
Apaturopsis Aur. 212
Apaturopsis 121
Apaustus 531
apecida Oberih. Acr. 263 .
apelles 06pW/i. Spind. 413 .
aphnaeoides Trim. lol. 404
Aphnaeus Hbn. 407
Aphnaeus 4, 297
Aphysoneura Karsch 105
Aphy.'ioneura 104
apicalis Mab. Katr. 583
apicalis Mimacr. 317
apicalis Sin. & Ky. Mim. 315 62 b
Apisa 5
apostrophia Oberih. Trap. 560
Appias Hbn. 36
Appias 4, 30
aquilia Thur. Acr. 275
aquilina Sird. Acr. 275
arabica Ellr. Acr. 269
arabica Hpffr. Eron. 63
arabica Rbl. Acr. 285
aramis Hew. Cym. 153 .
aranda Wallgr. Phas. 427 .
arbogastes Guen. Rhop. 508
arborifera BÜr. lol. 404 .
arcadius F. Euryph. 178 .
archesia Cr. Prec. 221 .
archesia Prec. 222
arcticincta BÜr. Acr. 281 . . 54 c
Arctiidae 5
arctomarginata Laihy Ab. 368
areca Mab. Acr. 279 ... 54 e
areca Acraea 194
arela Mab. Caen. 516 ... 78 f
arenaria E.-Sh. Plan. 244
arenicolens BÜr. Terac. 51
arescopa B.-Bak. Lyc. 439 . 71 c
aretina Heic. Gorg. 557 . . 77 c
argentata Bari. Ypth. 116
argentea Ellr. Acr. 254
argenteogutta Btlr. Cycl. 552 78 b
argenteola Holl. Aphn. 409 . 69 d
argenteomaculata Pag. Axioc.
420
argenieostriatus Plöiz Cycl. 552
argia F. Eron. 62 ... . 21 c, d
argiades Pall. Ev. 496
argillaceus Btlr. Terac. 51 . 16 c
Argiolaus 390, 400, 407
argynnides Wie. Char. 138
Argynnidinae 229
Argryniiis F. 231
Argynnis 121, 138, 192
36 c
70 f.
K
78 i
09 a
40b
52 a
592
INDEX.
arpyraspis Trim. Phas. 425
argyrina Muh. Ypth. 113
Argyrofheila Stgr. 311
argyrocyc-Ius HoU. Aphn. 409
argyrodes HoU. Parti. 539 . .
argyrosticia Pliiiz Cer. 526, 527
ariadne Bür. Cup. 486 . . .
Arichalca 5
arida Aur. Prec. 220
aridatlia Heic. Diest. 162 .
ariol Mal). Pard. 530
aristophontcs Oberth. Pap. 19
arne Klwj Terac. 51
Aroa 5
arrhon Drc. Pseudal. 379
Arrusria M'allgr. 433
artaxia Hcw. Prec. 219 . .
artaynta Mschlr. Euph. 188
art^mene.s Mab. Cup. 462 . .
artcmisa SMl Act. 268
Artitropa HoU. 518
artoptd Drr. Caen. 517
arunia //("■. Deud. 367 . .
(irKDia Deud. 375
asboloplintha h'ar.<ich Acr. 283
ascrepticia Sfrd. Acr. 258
as(>iiia Heu: Acr. 278 .
Asiaiisra Ky. 342
aslauga Trim. Teriom. 328 .
asochis Hetv. Myc. 88 . . .
a.spasia (Irünh. Pent. 309 . .
a.sphodclus Bür. Myl. 33 . .
aspidos Drc. I^ar. 329
astarte BUr. Pier. 45 . . .
asteris Godl. Cup. 479 . . .
asteris Trim. Cup. 479
asterius Plöt: Aph-i. 409 . .
asterodia Trim. Hesp. 563
Asterope Hbn. 204
asteropo Klug Ypth. 115 .
astoria HoU. Eagr. 572
astrape HoU. Pard. 531
astrigera Bür. Acr.
astrigera BHr. Sar.
Atella Dhl. 230
AtcUa 3, 192
atorgatis Wie. Acr.
Atprica Bsd. 191
Alcrica 121, 142, 143
alhenc W'cym. Weyineria 190
Athysaiiola Karsch 459, 493
aUantica Saturnia 6
atolmis IVw. Acr.
alolmis Acr. 277
atossa Heir. Diest.
atratus Mab. Cel.
atrigcinniatus BUr. Cup. 495
atrio Mab. Sem. 518
atropurpurea Aur. Diest. 163
atrovirens Mab. Diest. 162 .
atroi-iren-1 Die.st. 163, 164
avibyni EUr. Acr. 257 .
aucta Karsch Deud. 371
auga Karsch Pent. 309 .
augusta .S'»//. I^ipt. 334
augustina Bsd. Sal. 217
augustina Salamis 78
am-a Drc. Asl. 343
aurantiaca Aur. Coen. 108
aurantiaca Aur. Eurvph. 157
aurantiaca BUr. AI. 299
aurantiaca Heron Erg. 208
aurata Carp. Euph. 186 . .
aurea B.-Bak. Lyc. 456 .
aurea Drc. Cer. 528 ....
aurea Cerat. 527
aureojasciata Laihy Euph. 185
aureola EUr. Acr. 273 .
aureola Ky. Euph. 187 .
aureolineata B.-Bak. Hypol.
385
aures Mab. Parn. 536
auricostalis Bttr. Hypol. 384
281
268
274
169
582
Taf.
70 e
78 h
74 a
39 c
69 d
29 c
79 e
60 f
76 h
52 a
72 k
()5 i
54 a
OD a
62 e
27 c
63 c
10 a
22 b
73 f
37 a, b
76 a
39 a
39 a, b
60 a
61 h
44 a
72 h
79 f,
g
60 c
43 c,
d
Taf.
27 c
3b
15e
. 78 f
. 38 b, c
70 a
57 e
68 b
auricruda BUr. Myc. 89 .
aurifrons Slrd. Acl. 555
auriger BUr. Pap. 23 .
auriginea BUr. Pier. 41
aurigiueus BUr. Terac. 51
aurimarginata Suff. Eurvph
158
aurimargo HoU. Sar. 579
auritincta BUr. Parn. 535
aurivillii Bart. Diest. 165
auriviUii BUr. Myc. 96
aurivillii Eeuss Pard. 530
auriviUii Röb. lol. 398
aurivillii Schtz. Zer. 418
aurivillii Stgr. Acr. 248
aurivillii Stgr. Cym. 1.50
aurivillii Suff. Terac. 54
avirivillius Kef. CoHas 66 . 22 f
aurivilliusi Sceldr. Pap. 23
auroguttata Chalcidica 6
aurora Aur. Euryph. 175
aurora Suff. Ei'un. 62 . . 15 c
ain'orina Btlr. Prec. 223
australis Aur. Diest. 170
austrinus Rothsch. Char. 139
auxo Luc. Terac. 60 . . . 20 c
avelona Ward Hen. 103 . . 28 e
a\Tiko Karsch Spind. 413 . 69 f
axina Wu\ Acr. 269 ... 55 e
Axiooerses Hbn. 419
Axiocerses 417
ayresi Trim. Lachn. 230
ayresii Trim. Plat. 524
Azania Mart. 203
Azanus Mr. 458, 468
azota Heic. Char. 129 . . 33 d
azurea Bth. Chloros. 417
B.
bacchus Btlr. Terac. 54 . . . 17 b
bachi Suff. App. 37 ... 12 d
badia Ky. Epit. 355. ... 64 g
badiata Grünb. Byb. 207
badura Ky. Epit. 355 . . 64 g
badwia — badura Epit. 355
baetica Lycaena 2, 3
bakeri Drc. Lyc. 456 ... 72 g
bakeriana Cat. Pseuder. 324
bakossua Strd. Acr. 248
balangensis Rbl. & Rag. Pier.
43
baienge HoU. Caen. 516 .
balfouri BUr. Char. 139
balina Karsch Acr. 263
bambana Sm. Axioc. 420
bamondanus Schlz. 424
baminakoo Wu: Elymn. 82
banghaasi Holt. Osm. 545
banka Eltr. Acr. 264
Baoris 5
barbara Suff. lol. 403 . .
barberae Trim. Cup. 474
barberae Trim Ked. 543
barberi Trim. Acr. 281
barca Sm. Del. 347 . . .
barcaa Xudaurelia 6
barce Dbl. Euryph. 178
baringana Rthsch. Char. 127
barkeri Trim. Cup. 483 .
barklyi Triyn. Phas. 428
baronibiensis Ky. Epit. 358
barombina Aur. Diest. 165 .
baronibina Stgr. Euryph. 181
bartteloti Sm. Hypol". 214
basalis Aur. Myl. 33
basistriga HoU. Gam. 513
basuta Wallgr. Arr. 434 . .
batangae Holt. Plat. 524
batea Plötz Ciastr. 558
Batclush» Drc. 347
batesi Drc. Epit. 356 ... 64 h
15 a
80 e, f
56 b
70 c
26 a
77 h
68 g
78 c
65 c
73 k
70 i
65 a
38 c
44 d
71 a
79 c
batesi Drc. Pseudal. 380 . .
batesi FIdr. Vpth. 114
batikeh Bsd. Deud. 374
baumanni Karsch Myc. 91
baumanni RhI. et' Rog. Arg. 232
baumanni Rog. Char. 134
baumi Wcym. Axioc. 421
bauri Plötz Parn. 539 .
baxteri E.-Sh. Acr. 283 . .
bebra Roth.ich. Char. 139
beckeri H. -Schaff. Cym. 145 .
beethoveni Suff. .Mvl. 33
Belemis Hbn. 39 '
beUa Aur. Ox. 381
bella B.-Bak. Asl. 343
bella Wcym. Acr. 275
bellatrix BUr. Spind. 414
belli Heic. lol. 402 ... .
beUi lol. 406
belUna Plötz lol. 398 .. .
bellona Wcym. Acr. 275 .
bemba Xcave Deud. 372 .
benacus Mab. Hen. 102
benga HoU. Caen. 516
benguelae Chapm. Cren. 204
benguelae Crenis 158
beni B.-Bak. Acr. 274
beni B.-Bak. Cel. 583
benio Suff. Pap. 13
benitensis' HoU. Epit. 358
bennetti Dixey Pap. 20
bera Hew. Xeoc. 111.
Berethis Mr. 73
bernice Hew. Myl. 35 .
bernieri Bsd. Amp. 549 .
bernieri Amp. 531
bertha Suff. lol. 401
betaniniena Luc. Char. 140
betsimena Bsd. Onoph. 83
betsimisaraka Law. Char. 140
bethoni BUr. Cel. 582
hethoni BUr. Hesp. 504
bethoni BUr. Terac. 54
bewsheri Btlr. Hypol. 210
beivsheri Hypol. 215
biafra Ward. Xept. 201
bibulus F. Lachn. 363
bibundanus Orünb. Cup. 493
bicaudatus Aur. lol. 406
bichroina Strd. Eres. 340
bicolor Aur. Pseudacr. 195
bicolor Bart. Gnoph. 85 .
bicolor Eres. 338
bicolor Sm. <£• Kij. Pseuder.
325
bicolor Trim. Ab. 368 . .
bicristata Mab. Hen. 100
bifida Hesp. 566
biganiica Sfrd. Lyc. 442
biguttatus Mab. Acl. 555
bihe B.-Bak. Lvc. 443 . .
biUneata B.-Bak. lol. 402
bimacula Plötz Tel. 301 . .
biniaculata Hew. Deud. 368
bimaculata Hew. Deud. 367
bimaculatus Suff. I'ap. 17
binaevata .11«/). Caen. 516
binucleolata Strd. Ypth. 115 .
biocellata Strd. Ypth. 115 .
biocelligera Strd. Ypth. 115 .
bipunctatus Rothsch. Char.
132
bipupiUata Strd. Prec. 226
biraca Suff. Acr. 2t)3
biseriatus Litlr. Cel. 581
biseriatus Mab. Oxyp. 553
biseriatus Mab. Oxyp. 546
bisinuata Btlr. Terias 64 .
bismarcki Karsch Ab. 368
bistrigata Aur. Axioc. 421
bitje Drc. Lvc. 455
bitje Drc. Pent. 310 . .
bitje Drc. Spind. 416
laf
66
g
27
0
33
c
79
a
54
a
34 c
68 g
68 d
59 f
66 b,
c
80 c
49 b
28 g, 29 a
12 c
78 c
65 g
69 c
64 b
20 d
62 f
76 i
Vlg
61 c,
66 a
d
80 b
29 d
29 d
29 d
76 a
22 d
75 a
72 f
63 c
Auxgegeben 20. VI. 1925.
INDEX.
593
bixae L. Rhop. 50S
lilanca Suff. Terac. 50
blanda Rotliscli. Char. 134
blassi Weym. Oym. 144
lioadicea Hew. Cel. 583
bocagei E.-Sh. Rhop. 509
boeticus L. Cup. 471
boguensis Fldr. Pier. 41
bohemanni Fldr. Char. 131
hohemanni Char. 137
boisduvali Dbl. Pseudacr. 194
boisduvali Hew. Hewit. 300 .
lioisduvaU Wallyr. Cren. 205 .
bolina L. Ilypol. 213
linlina Ilypominas 121
lioHssus Hew. lol. 403
bolivari Klieil Lipt. 334
Bolocera 6
Boloria 231
bomba Sm. Acr. 270
bombeaiia Sird. Euph. 1S5
bonasia F. Acr. 2ö3
homisia Acr. 312
boniiyi Sm. Cym. 147
hoopis Trim. Prec. 220
hiiosi Suff. Pap. 13
borbonica Bsd. Parn. 535
horhonica Karsrh Parn. 537
Ijorbonica Oberth. Ant. 228
boschi Sird. Lpptom. 422
boseae Saahn. Acr. 257
))oseae Saahn. Art. 519
boueti Feixlh. Char. 130
bouvieri Mab. Sar. 577
bowkerl Trim. Cup. 405
bowkeri Trim. Lept. 107
l)owkeri Trim. Steeg. 388
l)0\vkeri Trim. Terac. 00
boydi Dixey Byb. 208
lirachycora Trim. Arr. 434
braesia Godm. Acr. 271
braliami Lalht/ Aphii. 409
l)rahmsi Suff. Acr. 264
brasidas Fldr. l'ap. 22
brassicoides Guer. Pier 49
braytoni E.-Sh. Euryi li. 174
brenda Dbl. <t- Heiv. l'orias 04
brenda I)re. Lai-. 329
Brenihin 231
Brephidiiim Scdd. 458, 473
brevicornis Plötz Geg. 540
brigida Plötz Sar. 579
brigidella Plötz Sar. 579
brigitta Cr. Terias 65 .
brimo Karsch. Lachn. 304
bromius Dbl. Pap. 19 .
brontes Godm. Pap. 19
brunliilda Ky. Eurypli. 173
brunnea B.-Bak. Cer. 526
brunnea Ettr. Acr. 281
brunnea Ky. Micr. 340
brunnea Sm. «t' Ky. Lyc. 439
brunneostriga Plötz Ked. 543
brunnescens Rothsch. Char.
127
brunneus Aur. Capys 424
brunneus B.-Balc. Cup. 484
brussauxi Mab. Rhop. 508
brutus Cr. Char. 120 . .
bubovi Karsrh Gastr. 558
buchholzi Plötz Garn. 513
buchliolzi Plötz Lyc. 452
bueronicus Karsrh Cup. 494
bukoba Eltr. Acr. 250
htikoba Weym. Acr. 205
bulbifera Sm. Amaur. 74
bule Holt. Pard. 530 . .
bumilleri Laiiz Amaur. 75
Biinaca 0
buqueti Bsd. Eron. 03
bura Wkr. Cup. 497
burni Btlr. Acr. 280
XIII
Taf.
buschbecki Dew. Acr. 25Ö
busoga B.-Bak. Lachn. 304
butha Strd. Cup. 480
butleri Aur. Acr. 250
70 b butleri Aur. Acr. 247
butleri Aur. Diest. 160
butleri Grünb. Cym. 147
butleri Rothsch. Char. 131
33 a büttneri Bog. Acr. 277
buxtoni Btlr. Acr. 265
buxtoni Acr. 204
04 f buxtoni Btlr. Terac. 54
48 g buxtoni Hew. I] vpol. 385
Bybila Hbn. 207*
Byblia 121
09 a, b
€.
cabira Hpffr. Acr. 203
rabira Acr. 317
JO b I cabiroides Poult. Acr. 203
cacta F. Sal. 218 ....
cacuthis Hew. Char. 129
Cacyreus Btlr. 457, 402
) Cadytis Mr. 73
78 o, f ' caeca Cannav. Pier. 40
caecilia /''. Acr. 208
Caeiiides Holt. 514
70 b Caenidcs 5
56 g caenira Hew. Caen. 517
79 i caenis Drury Cym. 151
caenis Cym. 152
76 e caere Fldr. Pier. 44
73 b caerulea A ur. Ilypol. 383
caerulea Drr. Doud. 372 .
07 o raeruleoarcuata Saalm. Cup.
15 f 487
caerulescens Sm. Euph. 185
71 a, b caesareus Aur. lol. 395 .
caesia Gaede Parn. 538
09 c caftra Fldr. Acr. 281
caffraria Plötz Parn. 530
d caffrariae Trim. Cup. 479
12 f caissa Rbl. & Rag. AI. 300 .
Calais Cr. Terac. 50
22 c caldarena Hew. Acr. 270
calice Hpffr. Cup. 407
calida Btlr. Acr. 200
caliginosa Lathy Deud. 375
calisto Dbl. et- Hew. lol. 394
CalleaRris Aur. 571
callianira Mab. Herp. 32
callicles Hew. Ked. 543
callina Sm. Pseudath. 150
Callyphthima Btlr. 114
Calopieris Aur. 49
CaJopieris 20
calpis Karsch Caen. 510
calpis Plötz Caen. 517
calypso Drury l'ier. 42 .
camaena Drury Acr. 285 .
camarensis Ward. Diest. 159
i camerona Plötz Caen. 510
1 camerona Plötz Deud. 370 .
camerunica Aur. Plan. 241 .
camUlus F. Cjt. 203 .. .
campa Karsch Myc. 91 .
30 a campaspe Fldr. Euph. 187
; campimus Holt. Lipt. 331 .
SO g I campina Aur. Myc. 94
cana Lathy Parn. 530
74 h ' cana Parn. 538
candica Fllr. Acr. 269
candidus Btlr. Terac. 53
25 a candiope Godt. Char. 138 .
79 d, e canopus Trim. Capr. 570 .
24 b caoncius Suff. Acr. 208
capella Ward. Cym. 150 .
21 e capenas Hew. Ked. 543
capensis Hpffr. Eron. 03
capricornus Ward Pier. 45
70 h,
i
. 70 f,
g
. 22 f
05 g
5 b,
c
5 a
. 00 f
04 b
) 71 d,
e
{ 78 b
Taf.
57 a
31 a
54 f
.56 a
67 b
50 c
79 h, 80 c
35 c
00 c
67 f
78 e
03 b
55 d
73 b
00 e
67 e
78 c
13 d
53 f
39 d
65 k
58 e, f
49 b
27 f
63 g
28 a
77 d
32 a
70 1
35 b
78 c
14 b, c
caprina Aur. Cym. 150
l'aprona Wallgr. 570
capronnieri Plötz Zoph. 512
Capys Hew. 423
carana Hew. Cup. 467 . .
carbo Mab. Sem. 518
Carfharodus Hbn. 500
carcina Hew. Epit. 353 . .
carcina Epit 350
cardui L. Pyr. 227
cardui Pyrameis 2, 121
cariate Hew. Amp. 549
cariale Amp. 531
carina Hew. lol. 401
carlota Suff. Pseuder. 325
carloia Pseuder. 321
carmontis Dbl. & Hew. Acr.
249
carmides Heiv. Mal. 559 .
carnifer Btlr. Terac. 50
carnuta Hew. Tel. 302 . .
carshena Hero. Em-yph. 171 .
carsoni Btlr. Cup. 482
carsoni Btlr. Cycl. 552
carteri Btlr. 130
Caryatis 5
casphor Suff. Pap. 18
caspi Suff. Myl. 33
cassina Btlr. Lept. 107
cassius Godt. Pseud. 109 .
cassualalla B.-Bak. Capr. 570
cassus L. Lept. 107
casta Gerst. Terac. 59 .
castalis Sigr. Terac. 51
Ca-stalius 457, 403, 400, 408
castanea Eltr. Acr. 249
castor Cr. Char. 127 . . .
('atacroptera Karsch 218
Catacroptera 121
Catalina Sm. tt' Ky. Lipt. 337
catalla Karsch Deud. 371
catharina Btlr. Pseuder. 321
Catocala 0
catocalina Mab. Med. 559 . .
catochrous Stgr. Chr. 136
Catochrysops 472, 488, 490
catochrysops Btlr. Terac. 52
Catopsilia Hbn. 03
catori B.-Bak. Acr. 257
catori B.-Bak. Deud. 372
catori B.-Bak. Epitola 349
catori B.-Bak. Epitohna 348
catori B.-Bak. lol. 394
catori B.-Bak. Pent. 308
catori B.-Bak. Pseuder. 321
ratuna Ejiit. 358
("aluiia Ky. 192
Catuna 121, 142. 143, 159, 100.
170
cebrene Trim. Prec. 226 .
cebron Ward Pier. 44 . . .
cedreatis Heiv. Char. 137
Celaenorrhinus Hbn. 580
Celaenorrhinus 5
celerio Celerio 2
celimene Luc. Terac. 52 .
cellularis Ky. Pseuder. 325
cenea Stall Pap. 13
centralis Aur. Hen. 98
cephena Heic. Epit. 358 .
cepheus Ehrm. Pseud. 30
cepheus i. Acr. 278
cephonius Hpffr. Pap. 13
cephren Drc. Asl. 343
cerannia Hew. Epit. 352 .
cerasa Hew. Acr. 287 .
C'eratrichia Btlr. 525
cerberus Aur. Hypol. 215
cercene Hew. Epit. 355
cercenoides Holl. Epit. 355
ceres Btlr. Terias 04 . . .
ceres F. Euph. 187 ...
75
Taf.
80 e
73 c
05 d
78 b
08 f
03 e
57 e
77 a
(!1 e
41 d, f
74 e
28 f
28 g
lO'g
10 c
59 a
30 a
63 k
65 k
62 f
77 a
10 c, d
51 a
14 b, c
33 c
10 e,
f
02 g
65 e
54 f
64 e
53 b
65 f
22 d
43 a
594
INDEX.
S)c
U e, f
1)2 b
(i a
20 c
54 c, ijo a
Taf.
cercs Hcic. Ilypol. 380 . . 67 b
Ceres Mab. Hypol. 387
cerita E.-Sh. Acr. 287 . . 60 e
ceruana R. & J. Free. 224
Cerura 6
cerymica Heic. Zoph. 512 . 80 f
ceryne Bsd. Prec. 224 . . 51 d
Cethosia 4
ceucaonira Drc. Caen. 517
chaca Triiii. Ked. 543 . . 78 c
cliacoides (iaedf Ked. 543
chaeribula Ohcrih. Acr. 275 .55 b
cbaei-ibulula Strd. Acr. 275
Chalcidica 6
thalcis Fldr. Eurypb. 157 . 30 d
Chalrofiia 5
('liidfo.siinae 5
clialybe Dhl. tt Heu: Rhop.
508 75 e
chamaeleon Mab. Plat. 524 . 79 b
chanibezi Xeave Acr. 274
chanibezi .\tiivc Parn. 538
cliaiilori IIoll. t'har. 135
chapkowskii Suff. Pap. 19 5 c
ohapmani Heu\ Hypol. 214
cbapunga Heiv. Prec. 221
Charaxes O. 124
Chamxcs 3, 4. 121, 122
Charuxidiiiae 122
cliarcedonius Karsch Pap. 24
cliarina Bsd. Pier. 40 . . .
rimrita Plölz Cer. 526
cliariuiaii Sm.& Ky. ^Mim. 314
charopus Ww. I'ap. 18
cheles Hew. Cycl. 552.
ehelys F. Gnoph. 83 . . .
rhersia Hew. Ked. 541
cliibonotatus Aur. Cup. 400
Cliikidcs 488, 495.
ehilo (lodm. Acr. 282 .
rhilo Acr. 277
rliilonis Hew. Euryph. 180
Chidiieit^ia Henm 512
iliirala Triiii. Trap. 500
cliirinda 5.-߫fc. Lyc. 440 . . 71 d
cliloauges B.-Buk. Cup. 481
chloeropsis B.- Bak. Eurvph.
178
chlorig F. Myl. 32 ... . 10 rf
('Moriipoea Aur. 193
»hlorosclus mir. 416
('lioii(Jroli'|isis Mab. 512
chorimenc (luer. l'rec. 220 . . 52 b
Chorisliineuru Mab. 583
cliriemliilda Slyr. Euryph. 173 44 d
christiiia Suff. Peiit. 308 . . 61 /(
christyi A\-.s7i. PUiph. 191
chroiuiferus Rofh.sch. Tcrac. 55 18 6, c
ohrysantas Triiu. Phas. 431
chrysaor Trim. Phas. 431 . 70 j
chrysauge Mab. Osni. 545 . 77 g
cliryseosticta B.-Bak. Lyc. 455
chrysipellu.s Sird. Dan. 72
cliry.sippus f.. Dan. 71
rhri/sippus Dan. 2, 197, 213, 258
ihrysoglo.ssa .1/«/;. Cel. 583 . 70 b
(hrysoiuctli Btlr. Terac. 53
chrysonomo Klug Torac. 51
Chrysophanus 4, 497
ciceronis Ward Cym. 153 . . 35 e
Cigaritis 4
piliari.s Aur. Cup. 403
cinacthon Hew. Eui'ypli. 170 . 40 e
cinerea Neuve Acr. 250
cinereus B.-Bak. Cep. 480
cingulina Mab. Ilen. 103
cinguluni iJrc. Micr. 340
cinyras 7Vi»!. I^ibyth. 294 . . fil n
circeis Drury Acr. 253
cissalma Suff. Ilypol. 214
cissus Codi. Cup. 489 ... lA g
cithaeron Fldr. Char. 132 . . 31 ft
rithaeron Char. 131
40 ö
51a
50 e
21 b
52 r
35 a
60 Ä
28/
07 c
40 c
36 b. c
07 b
Taf.
citreus Btlr. Terac. 60 . . . 20 d,
citri na Aur. Myl. 34 . . . . 12 d
Citrinophila Ky. 325
clara .S'i(//. Terac. 56
clarei Neave Nept. 201
clarei Neave Acr. 268
clarensis Neave Pent. .307
clarissa Btlr. Jlyl. 32
clarki Btlr. Pseudacr. 197 .
clarki Pseudacraea 138
clarus Aur. Euph. 189
claudianus Drc. Euryph. 158
rlaudianus Euryph. 157
clelia Cr. Prec." 226 . . .
cleocharis Hew. Apat. 212 .
cleodora Hbu. Eron. 61 .
cloanthe Cr. Catacr. 218 .
cloetensi Atir. Pent. 309
cloetensi Seeldr. Cym. 140
cloetensi Cymoth. 142
clymenus? Drc. Pseudal. 379
clytus X. Lept. 107 .
coander Mab. Andr. 522
ct>au:a T'lötz Pacb-. 531
cobaltina .4 ur. Hypol. 387 .
cocalia F. Euryph. 177 .
coccinata Hew. Cj-m. 153
coeculus Hpffr. Ilypol. 386
coeculus Mab. Ilypol. 387
coelestina üew. Prec. 222 . . 51 e
cuelestis = coelestina, Prec.
222
coenobita F. Pseudonept. 193 4(i d
Codiyra Hew. 108
Coenyra 107
coerulea Aur. Lyc. 450 . . . 71 i
coguata (Irünb. Eurypli. 179
cojo Karsch Parn. 539
Colaeuis 4
cohistus Plötz Padr. 531
Coliudinae 63
('i)lius F. 65
Colias 63
collucens Stall Cel. 582
cohnanti Aur. Cym. 147
colonna Ward Pap. 2() . . 8 c
colotes Drc. Hesp. 560 ... 75 d
columbina Cr. Atell. 230 . . 52 f
colvillei Bllr. Pseudacr. 194
coniDui L. Pamph. 509
comnüxta Aur. Pap. 12
conioraua Aur. Amaur. 75
comoiaua Oberlh. Amaur. 77
comorana Oberth. Pseudaci'.
198
comoranus .4 ur. Char. 139
comoranus Bothsch. Char. 127
comoraruni Oberth. Art. 519
comoraruni Oberth. Nept. 190
comus Cr. Art. 519 .
comus Ward Euryph. 170 .
concepcion Suff. Epit. 356 .
concolor Aur. ,Myc. 90
concolor Aur. Pieris 44
concordia Hj>ffr. Crenid. 159
conftuens Grünb. Lipt. 331
confluens Suff. Acr. 262
eonformis Aur. Cym. 151
confusa Aur. Cym. 146 31 a, b, 36 a
confusa Aur. I^ipt. 332
confusa Mab. App. 38
confusa Bog. Acr. 250
congoana Aur. AI. 299
congoanus Rollisch. Pap. 17
congoensis Suff. Cym. 147
congolensis Capr. Euryph. 173
conjuncta Blach. Acr. 285
conjuncta Sdi. Acr. 249
conjuncta Sni. Epit. 358
conjungons Aur. Diest. 103 . .38 f
conjungens Strd. Cup. 490
connexa Thur. Acr. 205
connexivus litlr. Capys 124 . 70 g
48 c
SOf
40 e
65 a
46 f
conrad-si Aur. Phas. 428 . .
conradsi Strd. Ypth. 110 .
coiu'adti Oberth. Acr. 257 .
coni'adti Oberth. Pseudacr. 195
consanguinea Aur. Plan. 195
consanguinea Aur. Plan 244 .
consanguinea Aur. Pseudacr.
195
consanguis Aur. Cym. 151 .
consayiguis Cym. 152
consors R. & J. Cren. 206
conspicun Neave Nept. 201
constantinus Ward Pap. 17 .
continentalis Heyn Pier. 47 .
continentalis Strd. Parn. 535
continua Aur. Myl. 33
continuata Holt. Xept. 201
contracta Btlr. App. 38
contractus Bllr. Cup. 491
contraria Grünb. Acr. 279
contraria Slrd. Acr. 265
contraria TFe^»i. Char. 136
cooksoni Drc. Cycl. 552 .
cooksoni Drc. Eriks. 432 .
cooksoni Drc. Euph. 189
cooksoni Drc. JMyc. 92
cooksoni Drc. Xeoc. 112
cooksoni Neoc. 111
Cooksonia Harn. Drc. 302
Cooksonia 298
coprates Drc. Euph. 190 . .
coranus Sm. Cym. 151
corax Cr. Myr. 378
cordatus E.-Sh. Cup. 461 .
cordelia Ky. Epit. 348
cordula Hew. Caen. 516 .
cornucopiae Hall. Pseuder. 323
coroller Bsd. Amp. 548
corruscans Aur. Deud. 371 . .
corsandra Drc. Cym. 152
corvina Mab. Sem. 518
coryndoni Rothsch. Char. 137
corynetes Sm. A: Ky. Eres. 341
corynetes, Eresina 338
Cossidae 6
costalis Aur. Plat. 523
costatus ,4i(r. Osm. 545
costleyi Drc. Mim. 316
cottoni B.-Bak. Euryph.
cottoni B.-Bak. IoL"401
cottoni B.-Bak. Osm. 545
cottoni B.-Bak. Pow. 360
cottoni E.-Sh. Euph. 188
cowani Bllr. Char. 138
cowani Btlr. Hen. 101 .
crameri Aur. Byb. 208 .
crawshayi Btlr. Amaur. 77
crawshayi Btlr. Cüp. 401
crawshayi Btlr. Cup. 473
crawshayi Btlr. lol. 396 .
crawshayi Btlr. Lyc. 450
crawshayi Btlr. Myl. 36 .
crawshayi Btlr. Pier. 41 .
crawsliayinus Aur. Cup. 473
Creiiidiiniinias Karsch 158
Crenidouiimas 121, 143
Creuis Bsd. 204
Crenis 121, 158
creona Cr. Pier. 40 .
creta Hew. lol. 401 .
cretacea Ellr. Acr. 248
cretacea Snell. Caen. 516
cretosus Btlr. Cup. 467
crithea Drury Catun. 192
crocea Bllr. Myl. 34 . . .
croceus Geoffr. Colias 65
crockeri Btlr. Euph. 185
croesus Chry.siridia (>
crossei E.-Sh. Euph. 185
crossleyi Ward Eux. 124
crowleyi E.-Sh. Epit. 352 .
crowleyi E.-Sh. Terac. 50 .
crowleyi Ky. Eupt. 155
174
Taf.
70 d, o
29 c
56 f
58 b
35 a
4c
12 e
78 a
71 a
42 a,
b
35 c
72 i
80 c
06 b
04 b
. . 08
g
. . 04
g
28 b
. . 49
c
24 d
. . 72
k
. . 68 b
. . 71
li
11
d
. . 13
c
13 b
08 f
77 e
04 e
16 a
INDEX.
595
Criidaria Wallgr. 431
crustaria Hol!. Spind. 414 . . 69 h
crystallina .s'»(. Acr. 282 . . 54 a
cuama Hew. Prec. 224
Culapa Mr. 84, 97
ciiparia Cr. Ater. 191
Cupidcsfhes Aur. 435, 436
Oupido ,Schk. 457
Cupido 434
Cupidopsis Karach 459, 488
cuprescens E.-Sh. Cup. 484
cupreus Seave Cup. 475 .
cutteri Hcic. Eviryph. 179 .
tutteri Euryph. 180
cuva .S'/)(. Acr. 288
cyara Heiv. Cup. 460 ....
cyara Cup. 459
cybeutes HnU. Gastr. 558 .
cyclades Ward Cym. 147 .
cycladina Grünh. Cym. 147
Cyclopides Hbn. 550
Cyclopides 5, 549
cyclopis B. & J. Pap. 19
cyclopteris Bür. Cup. 484 .
Cyclyrius Bür. 458, 471
cydaria Sm. Pent. 308
cygnophila Suff. Eron. 62 .
cylinda Heic. Caen. 516 .
cymodoce Cr. Kall. 211 .
Cymothoe Hbn. 143
Cymoihoe 3, 4, 121, 142, 150
Cyiiandra Schatz-Böh. 191
Cynandra 121, 143
cynorta F. Pap. 15
cynthia Bilr. Char. 130 . . .
cynthius Drury Aer. 264
cyparissa Cr. Euph. 186
cypraeofila Btlr. Pap. 16 . .
Cyrestis Ww. 203
cyrnus Bad. Pap. 22 . . .
cytaeis Hew. lol. 401 ....
cytila Bothsch. Char. 136
cytora Dbl. <k Hcic. Sal. 216
74 c
40 a
72 h
77 d
34 b
74 c, f
15 c
80 d
49 f
31 a
1 c
3c
68 g
dacela Hew. Caen. 515 . . . 80 a
dacena Heu-. Caen. 517 . . . 80 c
dacenilla Aur. Caen. 517
daedalusi^. Haman. 191 . . 46 f
dacdalus Hamanum. 142
daemon Drc. Lipt. 337
daemona Stijr. II y pol. 215
daenionides Stgr. Hypol. 215
dagera Suff. Pier. 46
daira G. & S. Acr. 258
daira Acraoa 72, 316
daira Klug Terac. 58 ... . 19 a
Dalaca 6
Dolla Mab. 554
dania Suff. I'ent. 307
daniarensis Trim. Phas. 427 .
dainarensis Trim. (1904) 427
dainmii Voll. Acr. 288 . . .
damocles Beauv. Aniaur. 74
damoclea Aniaur. 77
damoclides Stgr. Amaur. 74 .
danioclina Trim. Hypol. 215
Daiiaida Latr. 71
Damtkla 123, 197, 258
Danaididae 71
Danais 3, 4
danckelnaanni Roy. Myc. 93
danckelmanni Myc. 88
dannaüi Ehrni. Pag. 571
dannfelti Aur. Amaur. 76
d-aphne Argynn. 231
Dapidodignia Karsch 389
daplidice L. Pier. 48
dardanus Brown Pap. 13 . . 2 a
dardatiKS Pap. 11, 74
daresa SM. ilyc. 94
70 g
53 b
25 b
47 b,
c
Taf.
daria B. & J. Char. 136
dariaves Hew\ Deud. 374 . . 66 c
darius B. <£• J. Amaui-. 75
darwinia Btlr. !JIim. 315
Dasychira 5
deannulata Strd. Myc. 94
debilis Plötz Prosop. 554 . . 77 i
debora Ky. Pseuder. 321 . . 62 f
deborula Aur. Pseuder. 321 . 62 f
deeastigma Mab. Eagr. 572 . 76 d
deceptor Trim. Hypol. 214 . 47 c
deceptor Hypol. 75
decliroma Strd. Ater. 191
decipiens Btlr. Cycl. 552
decipiens Ky. Lipt. 334 . . . 63 h
decira Plät: Hen. 99
decius Cr. Palla 141 ... . 32 d
decolor Mab. Eagr. 573
decora Thur. :Myl. 36 . . . 12 b
decora Weym. Acr. 274
dedecorus Fldr. Terac. 56
detasciata Suff. Acr. 268
defecta.4.i<r. Ab. 570 . ... 75 b
deficiens Karsch Pseudacr.
194
definita Btlr. Lyc. 441 . . . 71 e
degesta Stgr. Cym. 146
deidamioides Aur. Terac. 59 . 15 f
delagoae Trim. Hesp. 566
delalandei Godt. Pap. 17 . . 6 b
dclalandci Pap. 18
delatorimi Heran Cup. 462
deleta Epit. 350
deUcata Lathy Abis. 296
delicatula Ky. Teriom. 327 .
delicatus B.-Bak. Cup. 475 .
delius Drury Ant. 229 . . .
Deloiieura Trim. 346
deludens Sm. Hypol. 215
demetra Godt. Euryph. 175 .
deniodocus Esp. Pap. 20
demodocus Papilio 3, II
demoleus L. Pap. 20
dendrophUus Trim. Jlen. 106
dentata E.-Sh. :Mvc. 92
dentatus Btlr. 31yl. 30 . .
dentatus Sicics. Phas. 427
dentigera Btlr. Pier. 42 . .
denuba Plötz Eagr. 573 .
depauperafa Hesp. 566
depunctella'.SVrrf. Aer. 253
depupillata Strd. Ypth. 116
depygatus Strd. Plat. 523
derbice Heie. Ked. 543
derema Strd. Pent. 308
deritas Hew. Deud. 371.
dermaptera Wallgr. Myr. 378
derona Sm. Deud. 374
derubescens Eltr. Acr. 254 .
deserticola Bbl. Sar. 577
desjardinsi Bad. Terias 65 .
desjardinsi Gucr. Euploea 78 .
Desmolvcaena Trim. 419
desolatä Btlr. Myc. 93
despecta Holt. Lipt. 338
detecta Neave Acr. 271
detecta Trim. Parn. 537
Deudorix Hew. 365
Deudorix 4, 423
dewitzi Aur. Abis. 296
dewitzi Aur. Acr. 254
dewitzi Btlr. Char. 136
dewitzi Stgr. Plan. 243
dexithea Hew. Hypol. 213 . . 47 a
Diacrisia 5
diametra Karach lol. 404 . . 69 a
diavina Suff. Acr. 264
Dichora Scudd. 293
Dicranura 6
Dicranuropsis 6
dido Arctia 5
dieden Karach Deud. 374
Diestog:yiia Karsch 159
66 b
66 f
57 b
22 e
25 d
62 li
74 b
52 c
41 b
4a
29 e
11 c
15 b
76 d, e
72 k
Taf.
Diestogyna 4, 121. 143, 158,
170, 171, 191
difficilis E.-Sh. Terac. 54
difficihs Mab. Hen. 101
diffusa Btlr. Hvpol. 216
dilatata Btlr. Eron. 62 . . . 21 e, f
diluta Robbe Pard. 530
diluta R. &■ J. Ant. 228
dilutus Rothach. Char. 140
dimidia Holt. Acall. 511... 79 i
diniidiata .4 i/r. Myl. 33 . . . 12 b
dimorpha Bart. Ater. 191
dinarcha Hew. Hypol. 214 . . 47 c
dingana Trim. Lept. 107
dinochares Sm. Deud. 374 . . 66 d
dinomenes Sm. Deud. 375
dinora Ky. Pseuder. 324 . . 62 g
diocles Heir. Deud. 373 ... 66 c
diogenes Suff. Acr. 273 ... 55 f
diomus Hpffr. Hesp. 565 . 75 c
dionysoides Aur. Pap. 14
dionysus Dbl. A Hew. Pap. 13
diopoüs Hell'. Deud. 374 . . 66 d
diplijaa Karsch Cym. 149 . . 35 a
dira Neave Amaiu'. 76
diraapes Dalla 554
discoguttata Strd. Acr. 281
discopunctatus Suff. Pap. 13
disjuncta Sm. Acr. 249 ... 60 c
disjunctus Trim. Cap. 423
dispar Ky. Epit. 348 .... 64 d
di.spar Mab. Amp. 548
diaparilis Bad. Pap. 18
disparilis Oberlh. Amp. 548
displacidus Rbl. Act. 555
dis.sociatus Btlr. Terac. 60 . . 20 d, e
distincta Holt. Osm. 545 . . 77 h
distinctesignatus Strd. Cup
462
di.itinctissima = distinctesigna-
tus 462
distorta Btlr. Pier. 49
distractus Joann. Cup. 491
ditiasimus Mab. Gam. 513
divergens Gacde Ijachn. 364 .
diversa B.-Bak. Lipt. 339 . .
di versa Btlr. Gnoph. 83 . . .
diversata Holt. Gorg. 557
divisa Btlr. Epit. 351
dixeyi Neave Pier. 45
diyllus Heic. Deud. 370 . . .
djaelaelae Wallgr. Sar. 574 .
docusdemo Suff. Pap. 20
dohertyi B.-Bak. Deud. 375
dohertyi Rothach. 'Slim. 316
dohertyi Mimacr. 72
dolens Mab. Parn. 537
doleta Ky. Epit. 358 ....
doleta Ky. Ypth. 115 . . .
doUmaniß.-ßöA-. Cup. 480. .
dolomena Hew. Pseudacr. 194
dolores Suff. Hypol. 386 . .
dolorosus Trim. Cup. 483
dolus Plötz Gorg. 557
dominicanus Trim. Amaur. 74
donaldsoni E.-Sh. Pap. 19
dopero Suff. App. 37
doriclea Drury Diest. 168
dorippoides Aur. Hypol. 213
dorippoidea Hypol. 72
dorippoides Papil. 72
dorippua Dan. 213, 258, 316
dorippus Klug Dan. 72
doria Wkr. Nisionades 584
doris Wkr. Timoc. 584
dorothea B.-Bak. Epit. 356
dorothea B.-Bak. Eupt. 154
dorothea B.-Bak. Micr. 340
dorothea Cr. !Myc. 90
dorotheae E.-Sh. Acr. 249 . . 57 d
doubledayi Aur. Char. 141 . . 32 c
doubledayi Guer. Acr. 269 . . 55 e
doubledayi Hpffr. Terac. 51 . 15 d
65 h
63 k
26 c
66 a, b
76 h
64 g
29 c
74 e
46 c
67 b
23 c
596
INDEX.
Taf.
doubledayi WaVgr. Pier. 10
doxo Oodt. IMer. -16 ... . M «•
drepana Dbl. m. Heic. Tleter.
104 28 ,•
dromus T'lötz Hesp. 5(U ... 75 c
druceanus lillr. Cliar. 128 . . 30 c
drucei li.-liak. Cup. 495
drucei Blir. Ilypol. 210
drvicoi EUr. Acr. 2()2
di'iicei AV«cp Aphn. 109
dryope Cr. Kuryt. 210
iliialensis Strd. Acl. 055
dubia Aiir. App. 38
dubia Aur. IIvpoI. 383 ... 08 b
dubia Aur. Myc. 91 ... 27 b
dubia Aiir. Myl. 33
dubia Pal. Ilypol. 215 ... 48 a
dubiösa Aur. CJnoph. 83 . . 20 c
dubiosa Strd. ("reu. 205
dubiosa Suji. Acr. 281
dubius lIvi)ol. 74, 121, l.sl,
212
ducissa /)o</n. Teiac. 61
dulcis l'<i<i. Lyc. 443
dulcis Tlnir. Myl. 30 ... . 12 h
duiiieusis Strd. Cyna. 151
duinetoi'UQi Bsd. Ne])t. 19!)
duodeciniputtctafa ISnell. Fseud-
aig. 193
duplex Bflr. Xeoc. 112 . . . 29 a
duplex Neoc. 111
duplex Mab. Proso]). 554 . . 77 i
duprei r//i.s-. Sal. 217
durbani Tr'tm. Lachu. .303 . . 05 g
(hiihani Triiii. Pseudou. 110
Durbaiiiii Trim. 302
Durbanm 297, 323
duseni Aur. Diest. 101 . . . 39 f
J)!/sau.res 5
dyscola Mab. Yptli. 113 . . 28 f, 29 <
dysmephila Trim. Zoph. 512 80 d
Eagris (in. 572
Eagris 571
eberti Aur. Euph. 187 ... I I d
echeria SloU Anuiur. 70 . . 21c
echerioide.s Tri in. Pap. 11 . . 2 c
echo ,s'»(. et- K}j. Tel. 301
edipus Cr. Pard.t529 .... 79 c
edvvai'dsi Iloev. Kupli. 189 . 42 c
cfulensis Hall. Ab. 509 ... 75 b
cgesta Cr. t'yrn. 140 .... 34 b
egialea Cr. Amaur. 70 . . . 25 c
cykilia Amaup. 215
egina Aur, P.seudacr. 197
egina Cr. Acr. 279 . . . . 51 d
egina Acraea 194. 197
egitwidea Srhllsc. l'seudacr. 197
cginopsis Aur. Acr. 279
Egybolis 5
ehlersi Karsch Art. 519
ohtnckei /)cu\ Char. 140
ehiiickei Dcw. Cym. 152 .
elabontas Heu\ Eupt. 154 .
elais Dbl.ifi- Hcu\ Kpit. 349 .
eleala JIeu\ Deud. 308 .
eleala Hcw. Doud. 375
elealodes B.-Bak. Deud. 308
eleaza Heu:. Pseuder. 321
electo L. C'oUas 65 .
elegans.lur. Ilarm. 158 . .
elegaus Bad. Vyv. 203 .
elegans ISlab. Parn. 538
elegantula Mab. Ab. 569
clcora F. Cup. 491
eleus Drurij Euph. 190 .
elcus Euph. 155
eleusis Dem. Cup. 490 .
eleusis Cup. 468, 497
eljneda Suff. Pent. 309
35
d
50
<l
Ol f
(iO
a
06
a
»^lO
f
45
d
49 b
42
b
7f
g
elgiva Ilew. Prec. 220 .. .
elgoncnsis, E.-Sh. Terac. 55 .
eliana Strd. Acr. 265
eliasis Hcw. Hen. 99 .
elicola Slrd. Cup. 485 .
eliensis Heic. Euryph. 180
Eligma 5
eliminata Mab. Sar. 577 .
elisa Suff. lol. 394
elisa \'oll. Pier. 40
elisi K<(rsch Ilen. 98 ... .
eli.ssa Sm. Epit. 358
ella Bflr. Cup. 491
ellft Ellr. Acr. 209 ....
ella Hcw. Si)ind. 413 . . .
ellenbocki Pag. Euph. 182
ellioti Bllr. Aniaurina 77
ellipsi.'^ Saalni. Parn. 537
elma Trim. Carch. 500
elmina Plöl: Cel. 582
elongata Btlr. Plan. 244 . .
ehnigata Plan. 197
elpinice Griinb. Pent. 309 .
elpinice Hew. Euryph. 171
EIna Honr. 72
eltringhanii Drc. Mim. 315
elwesi Aur. Ypth. 114 . .
Elymiiias 81
Elyniniinae 81
Elyniniopsis Pruhsf. 81
emilia Suff. Lar. 32!)
einini Btlr. Terac. 5!) .
cniini Weijm. Acr. 281
enima Suff. lol. 397
emolus Mab. Lyc. 440, lli
enipyrea ]\Iab. Manor. 559
ena Heu-. Myc. 93
cuantia Karsch Cer. 526
encedon L. Acr. 258 . . .
enecdon Acr. 72, 310
eiidochus Bsd. Pap. 21 . .
cDiperamu.'i Sucll. Lachn. 363
ennuari Bit. Parn. 539
enotrea Cr. Erg. 208 . . .
entalis Jord. Plan. 243
cntebbea Swh. Parn. 536
entebbia Eltr. Acr. 250
entebbiae Lathij Euryph. 172
epaea Cr. Plan. 245
Epamcra 390, 393, 397, 400,
405
epaphia Cr. App. 38 . . .
epliorus Weym. Myc. 85
ephyia Klug Terac. 59
ophyra Oodt. Char. 130
epiclea Bsd. I'rec. 226
epidica Oberth. Acr. 257 .
epigoa fitlr. I'seudacr. 195
cpijasius Jieiche Char. 125 .
epimalchus Oberth. Trap. 500
epiphorbas Bsd. Pai». 18 . .
epiprotea Btlr. Plan. 215
cpira Karsch Eagr. 572
Epiiaxis 5
epitellus Stgr. Plan. 245
Epifola Wte. 349
Epitola 348
Epitolina Aur. 348
egytatorialix (acquator.) 270
erasmus Ky. Citr. 326
erastus Hcu\ Citr. 326
Erebus 6
Eresina Aur. 341
Eresina 297. 338
Ert'siiKipsides Strd. 340
Eretis Mab. 57;l-
Ersolis Ww. 208
erica Suff. Tel. 302 . . .
erikssoni Trim. Aphn. 409
Erikssoiiia Trim. 132
Erihssonia 297
erinnys Trim. Art. 519
eriphia Oodt. llurp. 31 . .
51 f
18 d
28 d
74 g
28 a
00 b
09 f, g
25 b
75 d
58 b, c
03 c
()3d
29 b
20 a
50 e
7c
49 c
58 a
II f
19 g
51 a
50 f
30 a
Ob
58 b
02 h
Ol e
09 d
80 g
10 c
cris Aur. Cym. 151
eris Klug Terac. 53 ...
erithonioides Sm. Pap. 20
erlangen Pag. Myl. 34
ernesti Karsch Epit. 35!) .
erncsti-baumanni Karsch
Diest. 167
erone Angas Terac. 54
Eronia Bsd. 61
Eronia 4, 49
ertli Aur. Acr. 248
ertli .4 ur. Cup. 467
ertli .4»?-. lol. 400
ertli Caedc I'Iat. 524
ertli Suff. Myl. 35
erxia Hew. Eron. 02 . . .
Erycinidae 293
erynnis — erinnys Art. 519
erysichton Ehrm. Myc. 96
erythropoecila Holl. Lyc. 455
esebria Hcw. Acr. 248
csebria Acr. 312
esmeralda Btlr. Chloros. 416 .
Estigmenc 5
etesipe Oodt. Char. 128 , .
etesipe Char. 129
ethalion Bsd. Char. 137
eihalion Char. 135, 136
etheocies Cr. Char. 135
ctlicncles, Charaxes 121, 134,
137
ethiopica Poult. Heod. 498
ethoda Mkr. Cup. 469
ethosea Druri/ Mes. 208 .
Euelilot' Hbn. 49
EuchrijS'ips Btlr. 458, 475,
479'
eudoxus IJrury Char. 128
eugenia Karsch Acr. 287 .
cuki'ines Drc. JApt. 334 . .
eulimene Klug Callop. 49 .
Eullpliyra Holl. 343
Euliphyra 297
eumelis .Jord. Plan. 245 .
Eunioinao 204
eunoma Hpffr. Terac. 55
eupale Drury Char. 140 .
oupalus F. Euph. 183 .
Euphaedra Hbn. 181
Eupliuedra 3. 4, 121, 143. 170,
178, 191, 192
euplion /•'. Euploea 78
euphranor Trim. Pap. 17
Euploea F. 77
Euploea 4. 71
eupompe Klug Terac. 50
euprepes Drc. Irid. 340
Euptera Stgr. 154
Euptcra 121, 142
eurema Plöiz Lar. 329
eurinome Cr. Eux. 124
eurisus Cr. lol. 403
eurodoce Ww. Prec. 222 .
Euryphaedra Stgr. 158
Euryphaedra 121, 142
Euryphene TT'jc. 170
Eur'yphcnc 4, 121. 143, 156
Euryph ura Stgr. 156
Euryphura 121, 143
curi/spita Mab. Caen. 517
Eurytela Bsd. 209
Eurytela 208
Euryleliiiae 206
eurytus L. Psoudacr. 195
eurytus Pseudacr. 240
Euschemon Dbl. 7, 505
eusemoides Sm. & Ky. Euph.
190
Euthalia 181
euthalioides A'^. Cym. 151
Eutomis .5
Eu.xantlio 123
Euxanthc 121, 122
Inf.
Kif
9 b
12c
05 a
38 a
17 a
21b, c
72 h
09 g
30 c
33 b
49 b
53 b
63 i
16 a
59 a
18 b, c
32 c
45 b
23 c
9 a
64 c
()3 f
09 a
51 e
16 c
42 a
INDEX.
597
evadae Cr. JVIyc. 8S . . .
evagore Klug Tera.c. 58 . 19 a, b,
evanescens Ky. Lipt. 334 .
evanida Thur. llen. 98
evanthe Bsd. Terac. 57
evanthides Holl. Terac. 57
evarne Klug Terac. 60 . . .
evenina Wallgr. Terac. 59 .
evenus Hpffr. Myc. 93 .
Evercs 485, 496
evippe L. Terac. 57 ...
evombar Bsd. Pap. 25
evombaroides Eimer Pap. 25
exalbescens Elfr. Acr. 254
exaleuca Karsch Nept. 202
excellens Bllr. Ypth. 114
excelsior Btlr. Arg. 232 .
excelsior E.-Sh. Acr. 266
excelsior Bhl. Diest. 168
exceutrica Tlnir. Acr. 265
excisa BUr. Plan. 244 .. .
exigua Hol/. Lachn. 364 .
eximia Thur. Terias 65 .
cxocellata ^^(lh. Ilen. 100
expansa Bilr. Pseudacr. 197
expi'omiJta Holl. Sar. 574
exquisita Sni. Irid. 346
extensa Aur. Cer. 526
extensa Bari. Euph. 186
extensa Bllr. Neoc. 112 .
extensa Neoc. 111
extensa Heran Ater. 191
'I'at.
27 b
c, 20 d
62 i
19 f
19 f
20 b
19 g
27 e
18 e
8c
9 a
56 a
58 c
65 g
22 b,
46 a
76 g
29 a
F.
fularus Mab. i. l. Parn. 537
falkensteini l)ew. Cup. 462 . 73 a
falkensteini Pier. 45
fallax E.-Sh. Spind. 415
faUax Gaede Parn. 538
jallax Bog. Acr. 250 ... 57 c
falloui All. Euchloe 49
fan Holl. Pard. 529
fasciafa Arctia 5
fasciata Aur. Cer. 526
fasciata Aur. Euryph. 179 . 40 a
fasciata Aur. Hypol. 214 . . 47 d
fasciata Aur. I^yc. 453 ... 72 c
fasciata Aur. Plan. 241
fasciata R. et- J. Byb. 208
fasciatus Su/f. Char. 129
fastuosa Mab. Monor. 559
fatima K>j. Lipt. 334 ... 63 h
fatma Flilr. Terac. 53
fatuella Hpffr. Parn. 535 . 78 e
fatuellus Wall. Parn. 536
faunus Drury Ox. 381 ... 68 a
faustus Oliv. Terac. 50
favillacea Grünh. Pseuder. 322 63 e
feae Aur. Mvc' 86
felicia Bilr. Diest. 167
felthami Trim. Phas. 431 . . 70 h
fi'nütüna E.-Sh. Ox. 381
fenestrata Aur. Amaur. 75 . 25 b
fenestrata Bllr. Ked. 543
fenestrella B.-Bak. Andr. 522
ferax Wallgr. Hesp. 565 . . 75 c
fernanda Frühst. Euph. 184
feronia Stgr. Diest. 164 . . 38 d, e
fcrox Oberth. Ilesp. 565
ferruginea Aur. Parn. 536
ferruginea Stgr. Euph. 190
ferrymani Sm. &• Ky. Lipt.
335 63 i
fervida Btlr. Rhop. 508 . . 75 g
festus Mab. Pard. 530
fiara Bllr. Zoph. 512 . . . 79 i
ficedula Trim. ilyr. 378 . . 66 e, f
fickei Weym. Pseudacr. 196
filaprae Suff. Paji. 16
filicauda Pryer Ev. 496
123
fiiicheri Ev. Ev. 496
flaminia Stgr. Euryph. 176 .
flaminia Eur. 175
flava B.-Bak. Tummer. 348
flava Hew. Cer. 526
flava Holl. Cup. 494
flava Bbl. Cer. 526
flava RH. Sar. 577
flava Terac. 55
flaveola Ky. Citr. 326
flavescens Aur. Euryt. 209
flavescens Aur. Terac. 55
flavescens Oberth. Acr. 250
flaviana Sm. Myl. 34
flavicans Sin. (t- Ky. Lipt. 334
flavida Mab. App. 38
flavidus A ur. Terac. 58
flavidus Mab. Terac. 61
flavifasciatus Btlr. Char. 127
flavifasciola Drc. Parn. 539
flaviniacula Aur. Terac. 55 .
flavisparsus Frühst. Pap. 26
flavofasciata Schtz. Mim. 317
flavomaculata Sm. & Ky. Lyc
454
flavus Aur. Terac. 50 .
flavus Aur. Terac. 58 .
flesus F. Tag. 571 . . .
florella F. Catops. 63
florella Catopsilia 2
floricola Bsd. Terias 64
flotowi Suff. Terac. 55
foliaceus Btlr. Terac. 55 .
forestan Cr. Rhop. 508 .
forcstan Rhopalocampta 5
formosa Btlr. Pier. 41
formosa Bllr. Plan. 243
formosa Godm. Dan. 73
formosa Godm. Dan. 13,
formosus Btlr. Cycl. 552
fornax Btlr. Acr. 266 .
fracta Grünb. Cup. 463
francina Godt. Euph. 189
fraterna Btlr. Ilen. 102
fraudata Thur. Euph. 184
frederica Dld. Cym. 145
freya Sm. & Ky. Teriom. 328
frobenia F. Nept. 199 .
frobeniusi Strd. Pier. 42
frobeniusi Strd. Prec. 222
frommi Strd. llypol. 384
fulgens Mab. Cal. 581
fulgens Rothsch. Char. 136
fulgui-ata Aur. Char. 135
fulgurata Aur. Euryph. 173
fulgurata Bsd. Neptid. 209
fuliginosa Mab. Hen. 100
fuUeri Sm. Pap. 23
fulleri Pap. 22
fulminea Bart. Euryph. 157
fulvaria A}ir. Mim. 315 .
fidvaria Btlr. Pseudacr. 196
fulvescens Aur. Char. 139
fulvescens Guen. Melan. 83 .
fulvescens Oberth. Acr. 250
fulvescens Acr. 72
fulvimacula Mab. Lep. 455
fulvus Lathy Oxyp. 553 .
fumana Ww. Cym. 148 .
funiana Cj^m. 149
fumata R. et- J. Prec. 220
fumida Ellr. Acr. 248
fumida Mab. Acr. 267
fumosa Aar. Aer. 258
fumosa Stgr. Cym. 149 .
fumosus Btlr. Cup. 480
funebris Guer. Myc. 95
fui-cata R. & J. Prec. 223 .
furvus Mab. Het. 550
fusca Aur. Deud. 368
fusca Bartel Sly]. 32
fusca Cat. Pseuder.' 325
fuscata R. & J. Catacr. 218
r-.it.
40 e
79 g
18 b
63 i
17 c
62 c, d
72 d
16 a
19 a
7() c
22 d
15 d
17 e
78 i
59 b
23 b
78 a
55 g
42 d
28 b
4h c
63 a
26 b
77 f
34 e
35 a
51 d
fuscomarginata Bart. Diest.
167
fuscosa Holl. Eagr. 573 . .
fuscula Sm. Micr. 340
füUeborni Bart. !Myc. 94 .
fidleborni Mycal. 93
füUeborni Karsch Pap. 15 .
füUeborni Neoc. 111
füUeborni. Tä!«-. Acr. 283
füUeborni Thur. Neoc. 113 .
Taf.
37 d
76 d
27 g
2c
29 a
«.
gabunica Aur. Lyc. 439
gaekwari E.-Sh. Acr. 270
gaika Trim. Cup. 495 ... 74 i
galami Prec. 223
galathea Swn.s. Deud. 373
galathinus Btlr. Terac. 59
galatia Hctv. Rhabd. 545 . 77 h
galba F. Ilesp. 565, 566
galene Brown Ater. 191 . . 48 a, b
galenus F. Cel. 581
Galerga ^fab. 525
galesa Hew. Plat. 523 . . 79 a
gaUenga Sm. Pier. 46
gallienus Dist. Pap. 16 . . . 1 c
gallieri Oberth. Amp. 54«
galua Holl. Gam. 513 ... 79 )i
gambiae Feisth. Diest. 169 . 37 a
gambica Mab. Geg. 540
(Jainia Holl. 513
ganyi B.-Bak. Sar. 574
garega Karsch Cren. 206
Gastrofhaeta Holl. 557
gaudens Btlr. Terac. 51 . . 15 e
gausape Bllr. Euph. 186
gausapc Euph. 185
gavisa Wallgr. Terac. 57 . . 19 d, e
gazei Drc. lol. 400
Gegencs Hbn 540
gelinia Oberth. Mim. 316 . . 62 b
gelonica U. & .J. Acr. 255
gemella Mab. Parn. 537
gemina Gaede Parn. 537
geminus Rothsch. Char. 127
gemmarius Drc. lol. 398 . 68 d
gemmifera Neave Lyc. 443 . 72 b
gerda Ky. Eres. 341 .... 62 i
gerda Sm. tt- Ky. Pier. 46 . 14 f
gerina Heu\ Epit. 353 ... 65 b
gerontes F. Abis. 296
geryon Stgr. Abis. 296
giara Suff. Eron. 63
gidica Godt. Pier. 39
gigantea Wlk. Papil. 12
giganieus Phassus 6
giganteus Trim. Cup. 475 . 74 b
gillias Mab. Trap. 559
girthi Dew. Lipt. 338
gisgoti Mab. Oxyp. 553.
glagoessa Holl. Pent. 310
glaucina Guen. Pseudacr. 198
glauconome Klug Pier. 48
glaucus Btlr. lol. 406
glaucus Trim. Cup. 481 . . 74 d
glauningi Schnitze Terac. 55
ghicki Suff. Pier. 44 ... 15 b
glutophrissa Btlr. 36
Giiophodes Ww. 83
godarti Aur. Char. 127 . . 30 b
godmanni Bllr. Plan. 241
goetzei Grünb. Plat. 524 . . 79 h
goetzei Thur. Acr. 266
goetzi Thj(r. Myc. 94
golo Aur. Myc. 91 ... . 27 e
Gonatomyrina Aur. 422
gonessa Heiv. Caen. 516
goniogramma Karsch Diest.
160 39 d
goochi Trim. Xcpt. 202 , . . 48 f
goodi Epit. 353
598
INDEX.
gordoni Drc. Epit. 353
gordoni Drc. Pseuder. 324
gordoni Pseuder. 320
gorgias Stall Leptoin. 123
Gorgyra Uoll. ö56
Gorgyra 546
gottbergi Dnc. Pseudacr. 197
goudoti Bsd. Euploea 7S .
goudoti Bsd. Proc. 220
goudoti Mah. Ypth. 113
gracilis Wichgr. Acr. 278
graoseri Schtz. Mini. 318.
gi-ahami Trim. Cup. I7!l
gi'anxniicus Sm. Cup. KHi .
grandidicri Mab. Catops. (il
grandidieri Mab. Ilypol. 215
graudidieri .1/«'). Pier. 41 .
gi-anti }{. A- ./. Atoll. 231
granulosa litlr. Yptli. 115
tiraphidahra Karsch -Mvc. 8!)
giatilla Mah. Xept. 200
gregorii Btlr. Cup. 4(i7 . . .
gregorii Btlr. Neoc. 112
gregorii Neoc. 111
gregorii Btlr. Prec. 220
griqvius Trim. Cup. 467
grisea Hew. Sar. 575 .
grogani E.-Sh. Amaurina 77
grogam E.-Sli. ünoph. 83
grosci Aiir. Lyc. 444 ■
gi-osesmithi .S/f/r. Diest. I(i2 ,
grosvonoi'i Ettr. Aar. 255 .
(Irjipoccra 505
guderiana I>cu\ Char. 135 .
ijuderiana Char. 129
guenei Mab. Terac. 56 .
guülemei Obcrth. Aer. 274 .
guruana Bog. Prec. 221
güssfeldti Detc. Cup. 494 . ,
Gynanixa- 6
gyrala .Sii/f. I^ar. 329 . . .
H.
hachci hcir. Pap. 23
liades B.-Bak. Lyc. 451 . .
liadrianus Ward Char. 133 .
hadrope l)t>l. <t- Unv. Vvcc
225
haendeli >'"//. Ajip. 38
haiiuodia Stn. Cyni. 153
Halali Marnch. Acr. 274
lialiiurda Kliu/ Terac. 53 .
hallinioides Schh. Asl. 343 .
halyattes Btlr. Terac. 57
halVrua F. ilyc. «8
Maiiianuinida llbn. 191
Ihntiiniiiuiiilii 121, 142, 113
liaiiuiiij,'t(iiii mir. Aiuaur. 77 .
liamiiiigtoiii Hllr. Terac. 52 .
hanningtoni Klio. Arg. 232 .
haniio Plötz Rhop. 50« . .
hansali Fldr. Char. 127
liapale Mab. Terias 65 .
haploa = haplupa Sar. 577
liaplopa jS'ic/i. Sar. 577 .
Hariiiilhi Aur. 158
IhiniiUla 121, 143
harnüUa Hew. Cym. 151
haroldi Drc. Hon. 98
haroiia Ww. Oxyp. 554
liarpa Karsch Gnoph. 84
liarpalyce Cr. Euph. 183 .
liarpax F. Axioc. 420 . . .
Harpendyrcus Heran 457, 462
harpyia F. I'rec. 223 .
harrisoni E.-Sh. Acr. 279
hatita Hew. Ilypol. 382 . .
hatila Ilypol. 385
liauttecoeuri Obcrth. AI. 299 .
havei Bsd. Parn. 536 .
iMydni Suff, l'lau. 242
T«f.
62 g
46 b
23 b
52 b
63 d
73 e
74 f
13 e
?4 a
76 g
39 c
60 b
33 b
18 e
55 c
74 h
63 f
71 i
31 d
50 c, 51
a
16 d
65 c
24
b
15
e
52
0
75
f
22
d
76
e
45 b
70 c
51 d
68 b
62 i
78 f,
g
Euph. 186
Taf.
havnae Deic. Cym. 149 . . 3() a
hebe Trim. Coen. 108
hecataea Hew. I>acha. 230
hecatc Argynn. 231
hecate Btlr. Aniaur. 75 . , 21b
hecaie Amaiu'. 215
hecate Streck. Colias 66
hecatoides .4i/r. Amaur. 75 . 25 c
heokmanni Thur. Xooc. 112 . 29 a
heckmanni Neoc. 111
hedwiga Suff, l'ent. 309
hedyle Cr. Pier. 44 ... . 14 b
hegemone Godt. Pseudarg. 192 46 f
heimsi Suff. Pap. 13
helcida Bsd. I'ier. 44
helcita Aletis 72, 190, 379
helena Drc. Lipt. 338 ... 62 e
helona Sm. Pier. 47
heliada Heic. Cvm. 148 . . 35 b
helice L. Pier. 48 ... . 14 f
Helicanius 4
holicaustus Btlr. Terac. 53
heliodorus Schtz. Aphn. 408
lieliogenes Btlr. l'seudacr. 197
Heliothis C
Jiehiii Karsch Sar. 577
helviiuaculata Eltr. Acr. 255
helvülus Btlr. Terac. 51
hemiclilora Mah. App. 38
honiicyauus E.-Sh. lol. 402
Hciiiialaus Aur. 382. 386
henlovi Ky. Epit. 340
Henoioshi Btlr. 97
Hcnotcsia 3, 104
Heodes Dalm. 497
Heodes 4, 434
Hepialiduc 6
herborti E.-Sh.
höre Lang l'rec.
horeroica Grünb. Ypth. 115
horcus Drc. Sar. 579 .
herewardi litt. Sar. 574
herilus Hpffr. Pard. 530 .
horitsia Heu-. Cup. 460 .
hernian.si Aur. bar. 329
herminia Sni. Vyni. 149 .
Hcrpaeiiia Btlr. 31
Hirjiitcii'ia 29, 30
herwigi Dcw. Abis. 296
liesioilina Schtz. Cym. 148
hesiodotus Stgr. Cym. 147
hosiodus Hcic. Cym. 148
hesiouc ]\'cyni. Cym. 147
Hespcrhi F. 561
Hcs})cr'iii 519
Hcspci-hliic 5115
Hospcriiiac 56ii
heisperus Ww. J'ap. 16 .
hetaera Gerst. Terac. 55 .
heterochrus Mab. üed. 557
hcterogyna Mab. Capr. 570
Hetcranyuipha 1
heterophytu Mah. Plat. 524
HofiTopsis Wu: Ktl
Hi-tcriiptcrinao 516
Hclcroptcrus /)um. 549
hcuijUni Fldr. Terac. 58
hewitsoni Aur. iOuIiph. 344
hewitsoni Anr. Lyc. 444
hewitsoni Aur. l'Ian. 211
lu^witsoni Daum. Gnoph. 85 . 20 d
hewitsoni Mab. Epit. 350 . . 6S d
hewitsoni Stgr. Cym. 150 . . 35 b
hewitsoni Sm.A Ky. Pent. 308 61 g
Honitstmia Ky. 359
Hrwitsonia 297
hiarbas ürury Eui'yt. 209 . 49 c
hias Strd. Parn. 539
hidarioides Aur. Caen. 517 . 80 a
hiondlniayeri Dcw. Pent. 304 61 e
/( icra I 'ar. 1 05
hilara Karsch .Myl. 33 . . . 10 e
hildebrandti Dcw. Char. 131 . 33 c
64 d
44 b
76 i
79 e
72 i
35 a
31 d
4 b
17 e
hildebrandti Stgr. Terac. 56 .
hildogarda Ky. Teriom. 328 .
Himantoplerinue 5
hindei J>rc. Ab. 570
hintza Trim. Cup. 466 . . .
liippia Cr. Pseud. 109 . . .
hippocoon F. Pap. 13 . .
hippacoon PapU. 74
hijjpocoonoides Haase l'ap. 13
hippocoonoides Paph. 74
hippocrates F. Cup. 492 .
hippomene Hbn. Ant. 228 .
hirundo Stgr. Eupt. 155 . .
hirundo Wallgr. Loptom. 422
hobarti Btlr. Cym. 154
hobleyi Xeave Diest. 166
hobleyi Xeave Lyc. 442 .
hobleyi Xeave Pseudacr. 196
hoehiieU Holt. Ypth. 116 . .
hoem-li Rag. Cel. 581
hoUandi Aur. Lipt. 331 . .
hollandi B.-Bak. Cor. 528
hollandi Btlr. Aphn. 408
hollandi Btlr. Char. 130
hollandi Btlr. Sar. 575
hollandi Drc. Orth. 583
hollandi Ehrm. lol. 407
hollandi Obcrth. Art. 519
holocausta Mab. Acall. 511 .
holtzi Plötz Parn. 537 . . .
homeyeri Dcw. Char. 139 .
homeyeri Char. 140
homeyeri Dew. Lipt. 335
homeyeri Deic. Ox. 381 .
homeyeri Hew. Spind. 413 .
homeyeri Plötz Cel. 581
homeyeri Plötz Pap. 15 .
homochroa Jord. Plan. 246 .
honorius F. Epit. 351 .
hornimani Dist. Pap. 18 .
horribilis Btlr. Pap. 17
horta L. Acr. 285 . . .
hospitis Weym. Pier. 42
liostilia Drury l'seudacr. 194
liottentotta Latr. Geg. 541
hiiltcntotta Trim. Geg. 540
hova Bsd. Acr. 286 . . .
howa Mah. Trap. 559
howensis Stgr. Cren. 206 .
humbloti j/f/&. Cel. 582
humbloti Obcrth. M\l. 32
humbloti Obcrth. Pap. 14 . .
humilis E.-Sh. Acr. 256
h\itschinsoni Trim. Aphn
liyal(! L. Colias 65
hyalhiata Saabn. Eagr. 572
hyalitos Btlr. Amaur. 76 .
hyalitcs Amaur. 215
hyarbita Hew. Cym. 145
hyarbitina Aur. Cym. 145 .
hyblaea Bsd. Catops. 63
hvbrida .4«r. Euph. 19(1
Hydci Mah. 573
hydriigriiplius Piolus 6
hvdrophobus Suff. Terac. ;"
liyetta Hew. Epit. 349 . .
liyettina Aur. Epit. 349 .
hyottoides Aur. Epit. 349
hymon /'. Dapid. 389 .
H ypiDuirtia Ky. 228
liypatha Hew. Cym. 148 .
hypatia Drury Acr. 2(i8
liypi lanthus Bak. ,Myc. 87
hy]H'rbius /„ Arg. 231
hypcrhius Argynnis 121
hyporbius L. l'seudon. 109
H yjiiiki)pelales Drc. 365
hypoleiR-a Trim. Acr. 277
hypoli'uca Acr. 282
Hypoh'uois Mab. 556
Hvpolininas Hbn. 212
H'ypidimnas 3, 121, 181
Hypoljcaena Fldr. 381
riif
18
c
62
1
73
b
28
K
2
b
2b
74 g
52 d
50 d
70 b
71 e
29 b
63 g
80 f
70 a
31 d
63 i
66 h
69 f
2 d, 3 a
59 e
64 e
6a
53 e, f
. . 53 c
. . 48 g
lue
9b
409 ()9 d
24 a
36 a
35 b
65 d
65 d
68 c
34 d
28 g
INDEX.
599
Hypolycaena 375
HypnmcJacna Aur. 122, 123
Hypntni/rliia Drc. 365
hypopolia Trim. Cup. 484 .
})yposticta Mab. Galerga 525
hypo.ranVia Jord. Pseudacr.
197
hypoxanthina Mah. &• Boull.
Sar. 578
Hypsidae 5
I.
ialemia Drc. Cer. 526
ianthe T)bl. Pier. 44
jasis Hew. lol. 401 . . . .
iaspis Drc. lolaus 398
ibara Plötz Parn. 536
ibitina Ward Ypth. 113
iboina Ward Hen. 101
iccius Hcw. Myc. 85 . . .
icteria Mab. Parosni. 546
icteriana, Sfrd. Oxyp. 553
ideoides Dcw. Lipt. 338 .
idis Obcrlh. Pard. 531
Idmais Bsd. 50
idotea Bsd. Eron. 62 . . .
igati Bsd. Acr. 288 . . . .
ignitus Mah. Oxyp. 553 .
ignobilis Btlr. Myc. 87 . .
ignotus Trim. Cup. 487 .
igola Trim. Acr. 256
ikelemba Aur. Euryph. 176 .
ilerda Mschlr. Caen. 516 .
ilias riöfz Sein. 518 .
ilithyia Drury Bvb. 207
ilithyia Byblia 121
illustris ilab. 583 ... .
illyris Hew. Pap. 26 ... .
ilma Hew. Lipt. 339 ....
imitan.s Holl. Euph. 190
Imitator Trim. Pseudacr. 195
immaculata Aur. Lept. 31 .
ininiaculata Grünb. Lipt. 332
immaculata Sfgr. Lipt. 334
immaculata Suff. Pent. 308
immaculata Trim. Del. 347
immaculatus Suff. Pap. 17
iniperator Btlr. Terac. 54
imperialis Btlr. Char. 132
imperialis Char. 136
imperialis Lind. Euph. 185
impleta Grünb. Pseudacr. 196
impunctata Bart. Euph. 183
impura Elw. A- Edw. Ypth. 1 16
inaequabilis Thiir. Euph. 183
inanum Btlr. Euph. 188 .
inaria Cr. Ilypol. 213
inaria Hypol. 72
inaureata Eltr. Acr. 249 .
incerta Aur. Diest. 165 .
increta Grünb. Kall. 211
incerta Snell. Pard. 530 .
incisa Rothsrh. Ater. 191
incongrua Btlr. Nept. 203
inconspirua Bert. Parn. 538
iiiconspicua Drc. Lyc. 454 .
inconsi)icua Drc. Pent. 307
incrcdibilis Siyr. Irid. 345 .
incretus Btlr. Terac. 60 .
incrclus Terac. 62
indamora Heu\ Cyni. 150
indefinita B.-Bak. Lyc. 442
indentata Btlr. Plan. 244 .
Taf.
74 f
68 f
26 d
0)5 b
21 d
.53 a
77 e
27 b
74 f
41 e
80 c
78 h
76 b
8 a
65 c
10 a
12 d,
44 c
)7 d,
38
59 d
c
79 e
48 f
72 e
63 a
65 c
20 e
indeterminabilis Strd. Cer. 527
indosa Trim. Afen. 106 .
induna Trim. Acr. 276 .
indusiata Mah. Gorg. 557
interna Btlr. Amaur. 76 .
inferna Amaur. 215
intida Btlr. Pier. 41 ... .
infima Siii. Lipt. 338 .
71 e
59 e
29 e
r,ry b
24 b
13 b
64 a
infracta Roy. Prec. 225
infumata Aur. Dan. 72
infumatus Btlr. Terac. 58 .
infusca Capr. Diest. 168
infuscata Bartel Jlyl. 32
infuscata Styr. Acr. 258
innocua Sin.iti- Ky. Euryph. 180
innocua Euryph. 179
ino Argynn. 231
inocellata Strd. Ypth. 115
inores Hew. lol. 397 . .
inornatus Trim. Ilet. 550
insignis Dist. Acr. 284 .
instabilis Mab. Acl. 555
insulanus Aur. Cup. 470
insularis Aur. Plan. 245
insularis E.-Sh. Acr. 251
insularis 3Iah. Tag. 571 . .
interjecta Eltr. Acr. 249
intermedia Aur. Abis. 296 .
intermedia Aur. Elymn. 82
intermedia Aur. Myl. 32 .
intermedia Aur. Plan. 244
intermedia Bart. Euryph. ISO
intermedia Grünb. Lipt. 337
intermedia Wichyr. Acr. 271
intermediana Strd. Acr. 2(55
intermedius B.-Bak. Cup. 480
intermixta Aur. Diest. 168 .
intermixta Aur. Epit. 349
intermixtus Aur. Cel. 581
intorniplaga Aur. Pap. 22
inlerniplat/a Mah. Cel. 582
interposita Btlr. AI. 299
interrupta Eltr. Acr. 249
interrupta Strd. Ypth. 1 15 .
interrupta Th.ur. Acr. 281
interruptella Strd. Acr. 263
intricata Aur. Eupt. 154
iobates Hpffr. Cup. 489 . .
lolaus Hhn. 389
lolaus 4, 257. 386
iole F. Lachn. 230 ... .
ione Godt. Terac. 54 .
iphis Drury Pyrrh. 506
iranica Bien. Pier. 48
iricolor Holl. Caen. 517 .
Iridaiia Aur. 345.
Iridopsis Aur. 345
iris Aur. Diest. 166 ....
iris Bart, tinoph. 84
Iris St(jr. 345
irrorata Trim. Pseudon. 109
isabella Dudy. Terat. 345
isca Hcw. Pseuder. 323 .
isis Drury (lup. 468 ....
ismael Oberth. Trap. 559
Ismene 5
Isineninae 506
isnienius Kluy lol. 397 .
isokani Sm. App. 37
istaris Plöts Myc. 90
italus Hcic. Myc. 86 . . . .
itea Wkr. Cup. 4(59
iterata Btlr. llerp. 31
ithonus Btlr. Terac. 57 . .
itonia Hew. Ypth. 116
itumbana Jord. Plan. 242
ituri B.-Bak. Deud. 368 .
ituria B.-Bak. Lyc. 438 .
iturina Karsch Euryph. 173
iturina Sm. Acr. 287
iulus Hew. lol. 393 . . .
iulus lol. 390, 396
iza Hcw. Spind. 414 . .
J.
ja Drc. Ab. 569 ....
jacintha Don. Ilypol. 213
jacksoni B.-Bak. Hypol. 385
jacksoni E.-Sh. Acr. 248 .
Taf.
18 f
. 29 d
67 g, 08
a
. 77 k
53 e
77 b
7(i c
61 a
12c
71 b
39 e
29 d
72 k
52 f
17 b
75 h
80 e
37 e, f
62 f. g
73 b, c
68 d
26 e
15 f, 19 c, d
66 a
71 c
41 b
67 d. e
69 g
68 c
57 d
jacksoni E.-Sh. Amaur. 76 . 24 c
jacksoni E.-Sh. Kall. 211 . 50 a
jacksoni E.-Sh. Myl. 36
jacksoni E.-Sh. Pap. 15 . .2 d, 3 a
jahlusa Trim. Char. 138 . . 31 d
jalema Godt. Acr. 280
jalone Btlr. Terac. 54 . . . 16 g
jainesoni Drc. lol. 393
jame.soni E.-Sh. Calleagr. 571 76 d
janiesoni Godm. Nept. 202 . 48 f
janetta Btlr. Euph. 187
janisca Godt. Acr. 264
jansei Swiestra Lept. 106
jasius L. Char. 126
jasius Char. 121, 124
Jason L. Ciliar. 126
jeanneli Mab. & Boull. Cel. 581
jefferyi Swies. Cup. 480
jesous Guer. Cup. 469 ... 73 d
jobina Btlr. Terac. 54 . . . 16 g
jodutta /•'. Acr. 249 57 e
jodutta Acr. 240
jodutta Ww. Cym. 152 . . . 35 c
jodutta Cym. 153
Johanna E.-Sh. AI. 300 . . . 63 a
johnstoni Btlr. Cym. 150
johnstoni Btlr. Gorg. 557 . . 77 b
johnstoni Btlr. Katr. 583 . . 76 b
johnstoni Bflr. Terac. 54
johnstoni Crowl. Pier. 48 . . 15 a
johnstoni Godm. Acr. 250 . . 57 d
johnstoni Holl. Orth. 583
jordani Aur. Prec. 222, 225
jordaiü Neave Nept. 200 . . 48 d
jordani Rbl. Neoc. 112 .. . 29 a
jordani Neoc. 111
jordanus Styr. lol. 406
juba F. Lyc. 456 .... 72 h
jucunda Btlr. Rhop. 508 . . 75 f
Judith Wcym. Euph. 186
julianus lolaus 395, 396
Julius lol. 395 68 e
junius Ohcrlh. Char. 126
juno Btlr. Cup. 473 ... 73 e
juno Plötz I'yrrh. 506 ... 75 h
junodi Oberth. Acr. 274
junodi Oberth. Platyl. 524
junodi Trim. Pap. 26
justitia Stgr. Euph. 186
K.
kabrosae B.-Bak. Cup. 484 .
kadiskos Drc. Hypol. 385
kaduglii B.-Bak. Spind. 415
kaffana 7?. <t- J. Cren. 205
kaffana Rothsch. Acr. 279 . .
kafuensis Neave Deud. 372 .
kahldeni Char. 140
kahldeni Hern. & Deic. Char.
139
kakana Eltr. Acr. 287 . . .
Kallima Ww. 211
kallimon Drc. Spind. 413
kamagamba B.-Bak. Pard. 529
kambove Neave Cycl. 551 .
kamilila B.-Bak. Lyc. 452 .
kampala B.-Bak. Lyc. 455 .
kanguensis Holl. Caen. 516 .
karsana Mr. Geg. 540
karschi Aur. Acr. 202 ... 56 c
kar.schi Acr. 317
karschi ^4 nr. Diest. 166 . . . 37 d, e
karschi Aur. I'arn. 537
karschi Bart. PJuph. 186
karschi Frühst. Pseudacr. 196
kasai Drc. Acl. 555
kassaiensis Niep. Kall. 211
katana Eltr. Acr. 264
katangae B.-Bak. Cup. 483
katangae Neave Amaur. 77
Katreus T17.S-. 583
74 f
59 f
(i6 b
60 e
77 i
71 k
72 e
80 a
600
INDEX.
Taf.
kedassa Dre. Deud. 371 . . . 06 b
Kcdestes Wis. 541
kedonga Sm. f"up. 496
keithloa Wallgr. Rhop. 509 . 75 g
kelembaensis Strd. Paron. 521
kenia Eltr. Acr. 250
kenia Kofi. Myc. 89 ... . 27 c
kersteni (ierst. Lvc. 450
khalifa B.-Bak. Epit. 355
kheUi Stgr. Char. 135 . . . 33 c
kigonserae Aur. Myc. 93
kigonserensis Wichgr. CaUeagr.
571
kikideli Bsd. Xcpt. 200 . . 48 d
kikuvuensis Bart. .Myl. 34
kikuyu B.-Bak. Lyc. 443
kilusa Sm. Apat. 212 ... 50 e
kingdoni Bllr. Trap. 559
kinugnana S»i. JKupt. 155
kirbyi Aur. Pent. 311 . . . 61 i
kirhyi Btlr. Uvpol. 215
kirbyi Deic. llewit. 300 ... 64 f
kirbvi Hew. Pap. 26 . . . 8 a
kirki Btlr. Char. 136
kisaba Joic. & Talb. Cup. 472
kitobolensis Strd. Deud. 375
kituina Kar.ich Ilesp. 564
kitungulensis SIrd. Hiar. 137
kivuaua Jnrd. Plan. 246
kivueii-sis Joic. & Talb. Gel.
.582
kiriirti.'ii'i Joic. & Talb. Cup.
4SI
kiwuensis Griinb. Jlyl. 34
kiwueruiis Griinb. Acr. 279
knutsoni Axir. ^lyl. 36 . . . 11 d
koaena Strd. Cup. 488 ... 74 g
kobela Trim. Sar. 577 ... 76 f
kochi Griinb. Myc. 85
kohli Aiir. Deud. 370
kontu Karsrh Cup. 4(i7 ... 73 c
kordofaui B.-Bak. Capr. 570
kraka .1 ur. Acr. 287 . . . 53 b
krausei Deic. Mim. 317 . . . 62 b
krausi = krausei, >Iira. 317
kiickeni Suff. Pier. 45
künowi Dar. Pseudacr. 197 . 46 b
labdaoa IT' (f. Libyth. 293 . .
labordoi Oherth. Anip. 548
lachares Heic. Ijyc. 452 .
Iiachiioeneina Trim. 362
Laclmoptera Dhl. 229
J.achnoptcra 3, 121
lacida Hew. Caen. 516 . . .
lacides Heic. Lyc. 454 .
lacreuzei Obertli. Hesp. 565
lacriinosus B.-Bak. Cup. 486
laden I'lötz Ab. 569, 570
lacteipenuis Bllr. Horp. 31
lactetinctus Karsch Char. 130
lacteus Mab. Tag. 571 . . .
lactiniaculata Eltr. Acr. 255 .
lactiiiatus Btlr. Cup. 467
lacus Thur. Ilen. 98
laeUoides Bbl. Sar. 577
laelius Mab. Sar. 577
laeta Schtz. Mim. 314 . . .
laeta ^Vel/m. Pier. 44 . . .
laetitia l'löh Euryph. 174 .
laetitia Eur. 173
lais Btlr. Terac. 57 ... .
laius Trim. Libyth. 294 . .
lakuma Btlr. Euph. 183
lalos Drc. lol. 396 .... 67 f, g
lamani Aur. Myc. 91 . . . 27 e
Jamba Xcare Plat. 524
laniborni B.-Bak. Asl. 342 . 64 b
lainborni Drc. Xeav. 348 . . 64 d
lainborni KItr. Acr. 259
61 a
71 k
80 d
72 d
74 d
10 b. c
30 d
76 c
(iO a
62 c
15 a
41 c
19 e
61a
laniias Hew. Lyc. 450 . . . .
iMmpides Hbn. 458, 468. 471
lamprocles Heic. Lyc. 454 .
landbecki Drc. Eagr. 573 .
landbecki Drc. Mim. 315 .
languida Bart. Sal. 218
lauzi Bart. Terac. 56 .
laodice Drury Char. 141 .
laon Hew. lol. 397 ....
laonides Aur. lol. 394 .
lapydes Suff. Pap. 21
lara L. Leptom. 423 ....
larea Xeave Parn. 539
larima Bsd. Pier. 43
Larinopoda Btlr. 328
Larin(>i>oda 310, 494
laronia Heic. Osm. 545 .
larydas Cr. Lyc. 449 . . .
larydas Lyc. 445, 450, 452
Lasiocampidae 6
lasius Suff. lol. 396
lasti Sm. App. 37 ... .
lasti Sm. Char. 130 . . . .
last! Sm. (£• Ky. Lvc. 444 .
la.sti Sm. & Ky. Pent. 308 . .
lasti Sm. Ky. Pier. 48
lata Ncave Pier. 41
latercula Holt. Caen. 517 .
lathyana Strd. Pier. 45
laticinctus Btlr. Char. 127
latifasciata E.-Sh. Plan. 242 .
latifasciata Griinb. Acr. 248
latefasciata Suff. Plan. 243 .
latifimhriata E.-Sh. .Spind. 415
latimarginata Sm. Lar. 329 .
lativittata Strd. Xept. 200
latreillanus Godt. Pap. 22 . .
latrunculatus Griinb. Cup. 483
laufella Hew. Pter. 513 .
laura Ky.'Fent. 308 . . . .
leander Plötz Andi'. 522 .
lebona Hew. Hvpol. 383 . .
leda Bsd. Eron. 62 ...
leda Gerst. Phvsc. 109 . . .
leda L. Melan. 82
leda Melanitis 4
leggei Her. Chion. 512
legonuca Suff. Pap. 23
lema Xeave Ked. 543 .
leninos Hew. Lyc. 442 .
lemiios Lyc. 440
leniolea Drc. Spalg. 433 . .
Lrmoniidae 293
L(>nioniiiiae 294
lentiginosa Holt. Ked. 543 .
leodice Cr. Prec. 223
leona B.-Bak. Epit. 358
leona Stgr. Acr. 255
leonae Aur. Asl. 343 . . .
leonensis B.-Bak. Epit. 358
leonensis Epit. 350
leonidas F. Pap. 22 ... .
leonidas Pap. 11
leonina B.-Bak. Acr. 255
leonina B.-Bak. Deud. 368
leonina R.-Bak. Lyc. 439
leonina E.-Sh. Spind. 41b .
leonina Stgr. Epit. 355 .
leonina Epit. 350
leoninus Btlr. Char. 140 .
leonis Aur. Cym. 153 .
leonis Aur. Diest. 169 .
leonis Stgr. Pseudal. 380 .
leonora I'lötz Caen. .516 .
leopoldi Suff. Pap. 17
leopoldina ,4i(r.-Plan. 242 . .
lepeletieri Latr. llet. 550 .
lepenula Wallgr. Ked. 542
leptala Courc. Lyc. 450
Leptalina Mab. 549
leptines Hew. Lyc. 455 .
leptis Jord. Plan. 242 .
leptogloia Karsch Myc. 93
Taf.
71 i
Taf.
72 b
76 e
63 b, c
18 c
32 c
67 g
67 e
70 b
77 f
71 h
11 e
31 a
71g
61 g
79 k
58 d
59 c
63 f
3d
80 g
61 g
79 g
7 a. 68 b
21 e
28 f
78 c
71e, f
71 b
78 d
64 c
7 d
70 a
65 e
32 b
36 b
37 c, 40 a
66 g
80 b
59 c
77 k
72 f
59 d
Leptoinyrina Btlr. 421
Leptoneura Wallgr. 106
Leptoneura 104
Loptosia Hbn. 31
Leptosia 30
leptotvpa B.-Bak. Eurvph.
179'
lermanni Aur. Xept. 202 .
leroma Wallgr. Crud. 432 .
l'erothodi Trim. Cup. 480
Leto 6
letsea Trim. Cup. 480 . . .
leucoceros Oberth. Trieb. 389 .
Leucochitonea Wallgr. 568
LeiicocMoe 48
leucogaster Mab. Ab. 368 . .
leucographa Rbb. Acr. 285 .
leucogyne Btlr. Pier. 41
Leucolepis Karsch 330
leucomelas Oberth. Ilesp. 565
leucon Mab. Cup. 487
leucophaea Holt. Parn. 539 .
Leucophasia 198
leucopyga Aur. Acr. 273 .
leucopyga Mab. Acl. 555
leucosoma Mab. Caen. 516
leucospUus Rothsch. Pap. 14
leucotincta Strd. Prec. 225
leucyania Hew. Eidiph. 344
levassori Oberth. l'ap. 23 .
levebu Wallgr. Ab. 569
le\is Hew. Lyc. 444 .
leviibu = levebu, defecta .Vb
570
lia Mab. Acr. 285 . . .
liacea Suff. Acr. 268
liagore Klug Terac. 59 .
liara Drc. Ilypol. 3.S3 . .
libentina Heic. Pseuder. 320
libeon Drc. Rliop. 508
libya Dist. Melan. 83 .
libyssa Hew. Lipt. 331 . .
lihi/ssa Lipt. 334
Libythea F. 293
Libythea 4
Uchas Dbl. Char. 139
Ucinia Mab. Deud. 374 . . .
licinia Trim. Deud. 374
ligata R. <t- ./. Catacr. 218
ligora Hew. Paron. 520 .
ligora Paron. 522
ligures Hew. Lyc. 440 .
liguroides Strd. Lyc. 440
liliana Sm. Pier. 47 ... .
Limacodidae 5
limbata Crowl. Hvpol. 215
limbata Holt. Perit. 308
limbata Ki/. Citr. 326
limbata Trim. Durb. .303
limnoria Klug Prec. 221
limonata Eltr. Acr. 253
limpopona Wallgr. Cycl. 551
lindica Strd. Acr. 275
lindneri Dew. Pier. 45 .
linearis Aur. Cup. 465
lineata Aur. Eur>^. 210
lingeus Cr. Cup. 463 . . . .
liodes Hew. Lyc. 443
liodes Lyc. 441
Liparidae 5
lipari.'i Sm. Lyc. 452
Liphyra 344
liponesco Siiif. Pap. 25
Liptena Hew. 329
Liptena 4, 64, 310. 318, 327,
328, 341
Lipteninae 297
IJptenini 311
lircaea Hew. Lar. 329 .
lisidora Aur. Euryph. 158
li.szti Suff. Acr. 273
lita R. <t- J. Em-n. 209
litha.s Hew. Lyc. 439 . . .
48 f
70 1
73 k
67 c
75 a
53 e
77 b
55 e
04 c
9b
71 i
53 e
19 a
67 a
20 b
63 g
06 d
79 h
71 f
14 f
12e, 14e
73 a
63 d
?1 c
Aii!<(/f(irbt'ii ?S. Vn. 192-1.
INDEX.
601
TAthosiidae 5
littoralis El/r. Act. 275
livia Kluij Deud. 375 .
livida Trini. Lyc. 444 .
livingstoiiei Suff. Xept. 200
loa SIrd. I.yc. 442
loboiiiba Kllr. Acr. 282 . .
lobenfiTula E.-Sh. Aniaur. 77
locuples Siii. Lyc. 455 .
lodia Pldiz Parn. 538
lofu Xeare Ab. 5G9 .
lofua KIfr. Acr. 273 .
lois Bllr. Cup. 491
loncoiia Suff. Pap. 26
l()nt/ij)cn)iifi Wkr. Xanthospil
190
lorisoiia Heic. Deud. 374
lornieii Dist Pap. 20 .
lorti E.-Sh. Terac. 55 .
lortzingi Suff. Pier. 44 .
losinga Heu\ Kuph. 183
louisa Suff. Terac. 55 .
louisae E.-Sh. Cup. 46G
loveni Aur. Cup. 481
T.o.rolcjri.i Karsch 583
loxura EM. Spind. 416
lualabae Xrai'e Acr. 275
lucasi Doum. Cym. 146 .
lucani Cymoth. 142
lucasi (Iraiid. Terac. Gl .
Iiirpus = lugen.s Sar. 571
lucetia Hinr. Eagr. 573 .
lucida Hllr. Physc. 108
lucidella Mab. Sar. 577 .
lucidus Trim. Cup. 495 .
lucretia Cr. Pseudacr. 197
lurret'ia l'seudacr. 216
lucretia Drc. Ab. 5G9
lucretia Sm. & Ky. Lyc
lucretili.s Heu\ Lyc. 453 .
lucrefilis Triclema 451
liicretiu.s Cr. Char. 130 .
lüderitzi Suff. Terac. 57
Ludia Wallgr. G
luehderi P/ö/:: Caen. 516
lugens Hpffr. Parn. 537 .
lugens Rog. Sar. 574 .
lugens Schtzc. Kall. 211
lukabas Drc. Toi. 395 . .
luktikcsrhii Karsch Lyc. 451
luuiiri li.-liuk. Acr. 264 .
luiia Drc. Lachn. 364 .
lunaris Weym. Pent. 308
lunifer KM. Cup. 4G1
lunigera liothsch. Char. 137
lunula Drc. Sar. 577 .
luuulala = lunulata 439
lunulata Trim. Lyc. 444 .
luperca Hew. Euph. 184
hipercd Euph. 18.5
lurida Btlr. Cym. 147 . .
454
Taf
66 e
72 g
54 c
25 d
72 f
75 a
GO e
6G
d
8
a
17 d.
18
a
12
f
45
b.
c
17
c
31 a
21 a
76 f
7G e
74 i
4(i a
72 c
30 d
78 e
76 h
67 f
60 g
65 h
/(. g
71 c, f. g, Ii
Pap.
455
lurlinus Btlr.
lusones Hew. Lyc.
lusones Ijyc. 435
lustella Suff. Plan. 245
hitacea Bothsch. Char. 136
lutealba Ettr. Acr. 249
luteofasciata Bnri. Euph. 184
luteola B.-Bak. Euryph. 179
lufeoiiinculata Cirünb. .Mim. 316
luteostriata B.-Bak. Die.st. 161
hitosa Plölz Spind. 415
lutosa Suff. Plan. 245
lux Hall. Osm. 545 ....
lyaeus Db/. l'ap. 19 . . .
lybia >S7;/;-. Lipt. 331 . . . .
Lyeaenesthes Mr. 434
Lycacnc^fhes 4, 434, 466, 470
liyeaenidae 297
Lycaciiinai' 3G1
LycacHiii).-<inae 457
l.ycacnnjuii.'s 457
XIII
34 d
72 f
39 e
77 g
5 b
63 g
lyce TTÄT. Cup. 497
lycegeues Trim. Phas. 431
lychnaptes HoU. Lyc. 455 .
lychnides Heic. Lyc. 454 .
lycia F. Acr. 258 ....
lycoa (ladt. Acr. 250
lycoroidcx Bsd. Acr. 253
lycotan Sm. Lyc. 454
lygus Drc. Acr. 271
Lymaiilria 5
lyncuriuni Trim. Phas. 431
lyn.r Mschlr. Ami). 5-17
lysandra Stoll Diest. IGS .
lysicles Hew. Lyc. 453 .
Jy.simon Hl)n. Cup. 495
lyzanius Hcu>. Ijyc. 454 .
M.
340
mabangi B.-Bak. Micr.
mabea HoU. Parn. 539 .
mabella Sm. l'ier. 47
mabillei Auriv. Herp. 32 .
mabillei Aur. Ilypol. 387
mabillei Aur. Pseudon. 109
mabillei Aur. Ypth. 114
nxabillei HdU. üastr. 558
Macaria 7
macaria 7^. Plan. 240 .
macarina Btlr. Acr. 248 .
macarioidcs Aur. Plan. 241 57
macarista E.-Sh. Plan. 243 .
machacoana Btlr. Hesp. 5G4
machequena Sm. Acr. 286 .
mackeni Trim. Ad. 555
mackinnoni E.-Sh. Pap. 17 .
maconio Trim, Ked. 542 .
»lacrops l'atula 6
macrosticha B.-Bak. Plan. 242
macrostictus HoU. Cel. 582 .
macularis Aur. Pier. 43 .
maculata Aur. Euryph. 178 .
maculata Aur. l'ier. 44
maculata Aur. Terias 64 .
maculata Ky. Pent. 309 .
maculata ^fab. Sar. 578
maculatissima Suff. Pap. 17
maculatus Huipx. Cel. 581
maculatus Suff. C'har. 126
maculatus Suff. Pap. 13
maculatus Suff. Char. 126
maculitera Mab. <t' Boull. Sar.
574
maculiventris Sm. d' Ky. Acr.
256
niadagascariensis Bsd. Crcn.
206
madagascariensis Guen. Prec.
226
madagascariensis Luc. Eux.
124
madagascariensis Mab. Atell.
231
madagascariensis Mab. Hvpol.
216
madegassorum .4i/r. Ant. 228
maderakal (luer. Pai". 105 .
maderakal I'arage 4
madetes Hew. Myc. 89 . . .
maeander Pliitz Lyc. 455 .
maera Par. 105
maesa Hew. lol. 394 ....
maeva Mab. 11 en. 102
maevius Slqr. Hen. 97 . . .
mafa Trim. Hesp. 565 .
mafiae Sigr. C'ren. 205
magna Aur. Lachn. 364 .
magniplaga Heran Gnoph. 84
magus /''. P.seud. 109 .
mahallakoaena Wallgr. Cup. 488
Taf.
70 i
72 g
72 c, I
56 e
70 i
37 c
71 k
72 d, e
( ( e
57 f
57 e
f. 58 (
59 b
.53 d
77 a
4c
78 b
76 b
14 a
40 a
22 c
61 h
49 a
29 e
28 f
27 d
72 e
67 e, f
28 a
75 c
65 f
29 c
73 i
Taf.
mahela Bsd. Acr. 286 ... 53 c
mahobo Sm. Pier. 47
mahoboides Holt. Pier. 46
mahota Sm. Lyc. 455 ... 72 g
maimuna Btlr. Terac. 54
mairessei Aur. Acr. 253
major B.-Bak. Cup. 483, 486
major Trim. Neoc. 112
majorella Mab. Sar. 575 . . 76 g
majungana .S'»;. App. 37
niakala B.-Bak. Deud. 368 . 65 k
makala B.-Bak. Euryph. 179
makala B.-Bak. Leptom. 422
makala B.-Bak. Lyc. 455 . . 72 f, g
makcda Lyc. 45()
makala B.-Bak. Pard. 530
malagrida Wallgr. Phas. 427
malaria Suff. Pier. 43
malathana Bsd. Cup. 484 . . 74 f
malathana Cup. 475
Malaza Mab. 559
malchus Mab. Trap. 559
malgacha Bsd. Cycl. 551
malthina Hciv. Caen. 517
malua Seaee Ked. 543 ... 78 d
Mamestra 6
nianandaza Ward Acr. 286 . 53 d
mananhari ]Vard Terac. 61 . 20 g
manca Tliur. Acr. 275
mandanes HeH\ Jlyc. 89 . . 27 c
mandarinula HoU. Terias 65 . 22 e
mandersi Drc. Cup. 471
mandinga /"Wc. Euryph. 172 . 41 d
mangana Rbl. Hesp. 566
mangoura Hew. Pap. 18
manica Trim. Char. 137 . . 33 b
maujaca Bsd. Acr. 265
manlius F. Pap. 19
Manoiina Mab. 559
manoro Ward vSmer. 229 . . 52 d
mansya Eltr. Acr. 274 ... 60 a
mapongua Holt. Pseuder. 322
maracanda Hew. Caen. 516 . SO c
»uiracaudica = maracanda 516
maranestra Ward Acr. 286
maranga Btlr. Parn. 537
marchalii Bsd. Parn. 536
marcus .Slrd. Parn. 540
mardania F. Euryph. 177 . . 40 c, d
margarita Suff. Lipt. 331
margaritacea E.-Sh. Pier. 39
margaritaceus E.-Sh. Cup. 467 73 c
margaritata HoU. Art. 519 . 80 f
marginaUs Aur. Cup. 470
marginalis Ky. Citr. 326
marginata Ky. Epit. 354 . . 65 e
marginaia Platz A.sl. 341
marginatus R. <£■ ./. Char. 132
marginea Mab. Lept. 31
margites Mab. Ilypol. 387
maria Suff. Stug. 388
marianna, Suff. Pent. 307
marmorafca Aar. llen. 100
marmorata Sm. Acr. 277
marmorea Btlr. Stug. 388 . . 68 c
marnoana Rog. Colias 65
marnois Rog. Acr. 268
maroides Xic. Amp. 547
Marpesia 203
Marpesiinae 203
marpessa Hpffr. Xept. 199
marshalli Aur. Ked. 542
marshalli Aur. Phas. 427
marshalli B.-Bak. Lyc. 451 . 71 i
marshalli Btlr. Asl. 343 ... 64 c
marshalli Bllr. Cup. 463
marshalli Bür. Terias 65 . . 22 e
marshalli Neave Aphn. 409 . 69 d
marshalli Snell. Parn. 535
marshalli Trim. Mim. 316 . . 62 c
marshalli Mimacr. 72
martius F. .Alyc. 95 .... 27 f
76
602
INDEX.
marlius Myc. 91
raaryra Mab. Hypol. 387
iiiasai B.-Btik. ("up. 485
inasamba Ward Acr. 257 . . 56 g
inasaris Oberth. Acr. 249 . . 57 c
masluina Triiit. Ypth. 110 . 29 b
niasliunus TrUn. Cup. 475
inasikora Mab. Hen. 101
maslndae ß.-Bak. Jlim. Iil7
tnasouia Heiv. Ileii. 102
masniva Mab. <t Vidll. t'aeii.
51(5
»lathia-'i Chapra 584
luatliias F. Tarn. 538
malhitda Suff. lol. 393
iiiatuta Karscli Myc. 96 . . . 27 g
iiiauonsis Ji.-Bak. Cup. 483
luauritiana Mab.d: Boull. Eagr.
niauiitiana Mand. Ant. 228
iiiawamba B.-Bak. Diest. 163
niaxiuia Xcave fSar. 577
-.naxiniiana SUjr. Eurypli. 176
iiiaximiana Eur. 175
iiiayottensis Oberth. Xept. 199
niazanguli Xeave Pseudal. 380
mazoensis Trim. Desm. 419 .
uiechowi Deic. Ilypol. 214 .
niechowi Rothxch. Char. 128 .
mechowianus Deic. Pap. 16 .
niedea Cr. Acr. 279 .
niedesaga Suff. Pap. 24
media EUr. Acr. 250
inediterraneae B.-Bak. Cup.
466
ineditrina Heiv. Cel. 582 .
medon X. Euph. 184 .
tnedon Euph. 176
inodontias Heu\ Gnoph. 85 .
iiiodusa Cr. l^ept. 31 . . .
tiirijaesfa .Styr. (."yiii. 146
.^Ie!;alupal|ius Böb. 361
mctjeru Pai'arge 3
Meyi.sba 457
»lelaena = taelas Cup. 467
luelaina EUr. Acr. 274 .
inelaleuca Oberth. llcsp. 566
niflanibrota Holt. Lyc. 453 .
»lelaena = luelas Cup. 467
luclanarge Btlr. Ilerp. 31 .
melancholieu .Mab. Eagr. 572
in.-landeta Holt. Lipt. 331
ML.laiiia Mab. .Sar. 574
.^Iclaiiitis /•'. ,S2
iiiclauoniitra Karseh Ox. :!81
iiielanops Aur. Diost. 168 .
luelanoxantha E.-Sh. Acr. 253
melas Oberth. Acr. 265
iiiflas Trim. Cup. 467 .
iiu'ldolae Btlr. Pier. 43
lueleagris Cr. Ilaiiian. 191 .
iiK'licerta Drury Xept. 202 .
iiielicortula Strd. Xept. 202
iiiclichroptera Karsch Ortli.
583
inelina Thur. Plan. 246
Meliuda Mr. 72
meli.s.sa I)re. Epit. 348
inelplii.'i Hiill. Farn. 535
inelusina 7-'. Mye. 90 .
nieiianiena Mab. Hen. 102
nienas Drc. lol. 393 ....
mendeche Sm. Axioc. 421 .
nienelas Dre. Spind. 413 .
metielieki Thierr.-M. lleod. 497
Meneris Wie. 105
Metieris 4, 104
menestheus Driiry Pap. 20
niengoensis B.-Hak. Epit. 358
nieninx Triiu. Cyd. 552 .
nienippe Drury Acr. 280 .
niera Heic. Deud. 367 .
mercedes Suff. Epit. 358
.38 e
48 c
66 g
70 a
47 d
30 c
3a
54 d
57 c
74 a
76 a
45 a
20 e
10 a
59 t
66 li
37 e
73 b
46 f
48 e
67 d
70 c
69 g
78 a
54 b
65 1
Taf.
nicrcedonia Karseh Dan. 72 . 23 b
mereedonia Karseh Dan. 13
mercutius Sm. & Ky. Pap. 25
Dieriones Fldr. Pap. 14
niermeros Mab. Trieb. 389
niermis Dre. lol. 400 .... 68 e
merope Cr. Pap. 13
merops Weym. Oxyp. 554
nieruana Bog. Plan. 242
nieruanus Aur. Cup. 473
niesentina Cr. Pier. 41
inesogena Kar.^eh 'Slyc. 89 . 27 d
Mesoxantha Aur. 208
Mesoxaiitha 121
messapus Godt. Cup. 488 . . 73 k
messapus Cup. 495
Metacrenis Btlr. 158
nietagone Holt. Terac. 59
metaleucus Karseh Megal. 362 65 f
nietanira Holt. Xept. 201
nietaprotea Btlr. Acr. 248
Metarctia 5
nieteUa Dbl. <£• Hew. Xept. 199 48 c
uiethymna Trim. Cup. 479 . 74 c
metis L. Cycl. 551 .... 77 k
metophis Wallyr. Cup. 473 . 73 e
nieza Hetc. Gastr. 558
mhondana Suff. Acr. 281
mhondana Suff. Eron. 62 . 21 d
micacea Mab. Sar. 574
micans Aur. Euryph. 172
micans Holt. Parn. 535 . . 78 g
micipsa Trim. Parn. .538
niicra Sm. Teriom. 328
microoceUata Strd. Ypth. 116
Mieropentila Atir. 339
microps E. & J. AteU. 230
niicylus Cr. Cup. 492 ... 74 h
niidas Btlr. Cycl. 551 . . . 77 k
niilca Hew. ^'anessiüa 227 . 52 e
niildbraedi Seht-. lol. 403 . . 70 h
mildbraedi Sehtz. Pseuder. 324
mildbraedi Pseuder. 320
miles Btlr. Terac. 56
millori = millari 347
mUlari Aur. Hvpol. 210
millari Trim. Del. 347 . . . 64 d
millari Trim. Lyc. 442 ... 71 f
milnei Heu-. Diest. 167 ... 37 f
milonia Fldr. Prec. 223
milyas Hetc. Myc. 92 . . . 27 g
niima yeare Acr. 2(59
mima Trim. llypol. 216 . . 48 a
mima Hypol. 215
-Miinacraea Btlr. 312
^^^marraea 3, 4
minieta Karseh Deud. 366 . 65 li
mimetica .1 ur. Stug. 388
nümetica Dre. Lyc. 439 . . 71 c.
mimeticus Rothseh. l'ap. 12 . 1 a
mimetieus Papil. 72
mlmosae Trim. lol. 405 . . "He
minchini Heron Gnoph. 84
miueiii Trim. Het. 5.50
minima J/ull. Gorg. 557 . . 77 c
minima Trim. Lyc. 443 . . 71 f
Miniodes 6
mininunn Dre. Pseuder. 323 . 62 g
mint ha Geyer l^ept. 107
minusculus Aur. Cup. 495
minttsculus Rbl. Acl. 5.55
mirabilis Bart. Euph. 185
mirabilis Btlr. Acr. 266
mirabilis Dre. lol. 403
iniranda Btlr. Ked. 543
mlranda Styr' Epit. 350 . . 65 o
Mire.ia 5
miriam F. Myc. 90 ... . 27 d
miriam Fldr. Terac. 53
mirifica Holt. Eiiliph. 34 1 . . 05 c
luirifica J.athy Acr. 27(>
mirifiea Acr. 282
mirza Mab. Amp. 549
mirza Anip. 531
mirza Plut: Cup. 409 . . .
misa Strd. Cym. 153
misippus X. Hypol. 213
7nisippus Hypolinm. 72
mixophyes Holt. Xept. 202
niixta Aur. Eron. 62
mixta Aur. Pap. 14
mixtus Rothseh. Char. 132
möbü Suff. Pap. 23 . . .
mocquerysi Holt. Gorg. 557 .
modesta Ky. Lipt. 338 .
modesta .Si(//. Acr. 268
modesta Trim. Spind. 413
modestus Rbl. Cel. 582
moforsa Suff. Plan. 243
mohopaani Wallgr. Parn. 538
mohozutza Wallyr. Ked. 543 .
mokeezi Wallgr. Cel. 582 .
mollitia Karseh Myc. 90 .
molomo Trim. Phas. 427 .
mombasae Btlr. Stug. 388
mombasae Sm. Acr. 288
mombasae Sm.d: Ky. Pent. 307
mombasae Pent. 308
monasi Trim. Parn. 538
monitor Rot.seh. Char. 139
monochroa Rbl. Geg. 540
monoehromus Mab. Het. 550
montana Btlr. Plan. 241 . .
montetri Styr. Char. 131
monteironis Btlr. Acr. 249 .
monteironis Drc. Hypol. 214
Monura Mab. 128
mookezi = mokeezi Cel. 582
mopsus Mab. Ypth. 114
morania Arg. Pap. 22 . . .
morantii Trim. Cren. 205 .
morantü Trim. Parosm. 546
moreelsi .4 Mr. Euryph. 174
moreelsi .4Mr. Pseuder. 322 .
morella .Joanu. Parn. 536
morgeni Honr. Dan. 72 .
moriqua Wallgr. Cup. 469 .
moritUi Wallyr. Plat. 523 .
niorondavana Sm. Pap. 20
morosa Bog. Sar. 574
mosana Suff. Acr. 281
mossambicensis Hpffr. Eron. 63
motozi Wallgr. Sar. 577 .
motozi Karsch Sar. 574, 578
motozioides Holt. Sar. 578
motozoides Holt. Sar. 577
moyarabina B.-Bak. Epit. 355
movambina B.-Bak. Hvpol.
384
movambina B.-Bak. Pseuder.
320
mozambica Bart. Spind. 413 .
mozarti Suff. Amaui-. 74
msam\-iae >7rrf.. Acr. 275
nmhata Deic. Pent. 311 .
mulsa Thm. AI. 299
multiplagata B.-Bak. Pent. 307
raultipunctata I.athy Pent. 307
mundula Griiub. Diest. 160
murcia Platz Pard. 530
murga Mab. Pamphila 512
murimi Hart. Erg. 208
mus Suff. Epit. 358 ....
niusa Guer. Prec. 221
musagetes Hall. Lyc. 438 .
mutans Btlr. Terac. 51 . .
mutata A7/r. Acr. 249
mweruensis Xeave Eupt. 151
Mycalesis Hbu. 84
.Myealcsis 3, 4
mycerina Godt. Char. 141
mi/lica Guen. Cup. 495
Mvlothris Hbn. 32
M'ytothris 29. 30
M yopsyehe 5
Mvriiia F. 377
Taf.
3d
9c
71 c
62 e
78 d
76 b
70 f
61 f
58 d
57 d
47 b
7 b. c
48 g
77 i
63 d
23 a
73 d
79 a
76 e
69 e. f
65 a
16 d
INDEX.
603
naara Hetc. IIvpol. 383 ... Gl a
Xacaduba Mr. 4.57, 470
nachtigalli Deiv. Prec. 219
nagare Siii. App. 37
iiaib Guer. Prec. 221
iiaidina Bllr. Cup. 482
nalrobiensi.s E.-Sh. Spind. 413
namaqua Trini. Spind. 412 . (59 e
namaquana Ww. Ab. 568
nana Obcrth. Pap. 18
nana Triiii. Hesp. 5t5() ... 75 c
tiandensis E.-Sh. Acr. 249
nandensis Neare Cup. 483
nandianus B.-Bak. Cup. 488
nandina An-'iorye Myc. 9(3
nandina R. & J . Pap.. 18
nandina Bofh-sch. Char. 131
nanodes Sin. Gnoph. 85
narchadi Suff. Ilypol. 214
narcissus Bilr. App. 37
narci.ssus Bttr. Jlyl. 3()
narcissus F. Hen. 102 ... 28 c
narcissus Hen. 97
narena Stii. Pier. 46
narica F. Lept. 31 ... . 10 b
narinda Ward Eui-ypt. 210
narova Mab. Hen. 103
narycia M'allgr. Pseudon. 110 28 g
Natada 5
natalensis Bsd. Cren. 206
natalensis Dbl. & Hew. Spind.
413 69 e
natalensis Hpffr. Caen. 206
natalensis SItjr. Acr. 263 . . 56 c
natalensis Slijr. Char. 126
natalensis Strjr. Prec. 224 . . 51 c
natalensis Trini. Cup. 4(59 . 73 c
natalica Bsd. Acr. 2(57 . . 55 f
natalica Fldr. Prec. 220 . . 52 c
natalii Bsd. Neoc. 111
natalii Neoc. 110, 111
Xeaera 5
neander Plötz Andr. 522 . . 79 g, h
neanthes Heu\ Char. 140 . . 32 b
neavei Aur. Ab. 569
iieavei B.-Bak. Cup. 475
neavei Drc. lol. 402 68 h
neavei Drc. Sheff. 303 ... 63 a
neavei Ellr. Mim. 316 . . . 63 b
neavei .Miniacr. 317
neavei /i'(7. Sar. 575
Ncaveia Drc. 348
nebetheo Suff. Cym. 144
nebrodos Hew. Nept. 202
ncbulosa Fldr. .Myc. 95 . . 27 f
nebulosa 7'rini. Sal. 217 . . 50 b
necho I'löi: Rhop. 509 . . . 75 h
necoda Hew. Acr. 258 ... 56 e
neglecta Thur. Myr. 95
neglecta Trini. Lyc. 444
negus Fldr. Cup. 482 ... 73 g
neita Walhjr. Pseudon. 110
nelsonl .S'»(. Plan. 243
■ neluska Obcrth. Acr. 271 . 55 d
Nenieobiiiiae 294
nemetes Hew. Nept. 200 . . 48 c
neoba Mab. Parn. 536
neobula IM. & Hew. Acr. 285 53 f
neobule Acr. 282, 285
Neochri/sops B.-Bak. 458, 474
Neocoenyra Btlr. HO
Neococnyra 109
neokoton Drc. Mim. 316 . . 63 c
Neolycaena Karsch 459, 488
neonegvis B.-Bak. Cup. 482 . 74 e
neophron Hpffr. Eiiph. 182 . 45 c, d
Neopithecops 457
Ncptidinae 198
neptidina Karsch Pseudath. 156
Neptidopsis Aur. 209
Neplidopsis 121
Neptis F. 198
Neptis 3, 155, 156, 209
neriene Bsd. Zer. 418 .
nero Btlr. Acr. 271
nero Sm. & Kij. Pent. 307 . .
nerva F. Ked. 543
nesaea Sin. Char. 131
netopha Heiv. Parn. 539 . . .
Netrobalane Mab. 570
neumanni E.-Sh. Myl. 36
neumanni Rotlisch. Char. 132
neumanni Rothsch, Dan. 73
neumanni Rolsch. Euph. 189
neumanni R. & J. Arg. 231
neumanni Thur. Pseudacr. 197
neurata Holt. Mim. 315
Neurellipes B.-Bak. 435
Neurosymploca Wall. 5
yeurypexina B.-Bak. 435
nevea Drc. Paron. 520 .
neviUei B.-Bak. Cup. 482 .
newtoni E.-Sh. Acr. 255
ngaziya Oberth. j\Iyl. 35 .
iiia Sird. Acr. 258
niangarensis Holt. llet. 550
niavius L. Amaur. 74 . . .
iiiavius Amam-. 215
mavoides Kheil Pap. 14
nicega Suff. Plan. 242
nichetes >S'*(i. Char. 140 .
nicobule Holt. Neptis 202
nicodice (irünb. Nept. 202
nicomedes Hew. Nept. 201
nicoteles Hew. Nept. 202 .
nicotcles Neptis 156
nidama Suff. Acr. 288
niger Drc. Oxyp. 553 .
nigeriae Aur. Lyc. 452 .
nigeriae E.-Sh. Cup. 491
nigeriana Btlr. \h. 5()9
nigerriinus Btlr. l'kit. 523 .
nigi'a B.-Bak. Epit. 359
nigi'a Cat. l'seuder. 322
nigra Drc. Ilypol. 382 .
nigra Holt, l'seudal. 380
nigra Suff. Tel. 301
nigrescens B.-Bak. Ilen. 99
nigroscens Eimer Pap. 25 .
nigrescens Eltr. Acr. 279 .
nigrescens Marl. Cyr. 203
nigrescens Suff. Ant. 229
nigricans Aur. Phas. 430 . .
nigricans Aur. Pier. 47
nigricans Aur. Terac. 51
nigiicans Holl. Plat. 523
nigroapicalis Aur. Acr. 25(5
iiiyrocaudata Paij. Lyc. 441
nigrocilia Lathy Euph. 187 .
nigropunctata B.-Bak. Lyc. 4 13
nigropunctata ,4 ur. Diest. 165
nigropunctata Diest. 159
nigropunctatus B.-Bak. Cel. 581
nilotica Aur. Cup. 484
nilus Hew. Spind. 415
nina Stgr. Nept. 201
ninapo Suff. Acr. 264
niobe Aur. Pap. 13
niobe E.-Sh. Acr. 279
niohc Acr. 282
niobe Triin. Cup. 486
nioboides Aur. Pap. 13
nireus L. Pap. 19 . . . .
nireus Pap. 11
niso L. üeg. 54(1
nitida Aur. Pier. 46
nitida Drc. Epit. 35(i . . .
nivaria Ward Eiu'yph. 176 .
iiivaria Yiui: 175
niveata Btlr. Ypth. 115
niveicornis Plöh Chondr. 513
niveicornis Chondr. 512
niveostriga Triin. Ked. 543
niveovittata Aur. Euph. 187
T,af,
70 a
61 c
78 h
79 d
74 e
11 a, b
23 d
32 b
48 e
77 e
72 b
79 b
68 b
9a
54 f
70 h
16 c
79 b
41 a
71 K
38 b
76 a
niveus Btlr. Terac. 53 .
niveus Drc. Lachn. 364
njami Stgr. Euph. 189
njaninjami Stgr. Euph. 189
nobicea Suff. Pap. 16
nobiUor Holl. Zopli. 512
nobUis Aur. Myc. 87 .
nobilis Drc. Char. 133 .
nobilis Rag. Pap. 16 .
nobilis Stgr. Euryph. 156
nobilitata Thur. Vrec. 219
noblemairei J. Myc. 88
noctula Drc. Parn. 537
nodieri Oberth. Cup. 467
nohara B.sd. Acr. 274 .
nomenia Hew. Deud. 365 .
nomion Stgr. Deud. 365 .
noquasa Trhii. Cup. 472 .
norcyta Suff. Pap. 15 .
normaUs Stgr. Euph. 187 .
northcotti Rothsch. Char. 13
nossima Ward Amaur. 75
nossima Amaur. 124, 215
nostrodamtis F. Geg. 540
nothodes Jord. Char. 129
nothus F. Cer. 526 .
nothus Mab. Terac. 61 . . .
notoba Trim. Cup. 472
Nolodontidae 5
nofctoana Wallgr. Eagr. 572 .
nouna Luc. Terac. 58
nox Mab. Sem. 518 ....
nox Neave Sar. 574
ntebi B.-Bak. Pent. 311
nubifer Trim. Cup. 462 .
nubifera Drc. Lipt. 331 . .
nubila Capr. Pap. 20 . . .
nubila Mschlr. Myl. 33 . .
nubilata Eltr. Acr. 249
nucleata Grünb. Neptid. 200
Nudaurclia 6
numa Drc. Oxyp. 5'53
numenes Char. 137
nuinenes Hew. Char. 132 .
nupta Btlr. Lept. 31 . . .
nuptiUa Aur. Lept. 31 . . .
nm-sei Btlr. lol. 406 .. .
niirsei lolaus 388
nuscyrus Suff. Pap. 22
nusprica Suff. Pier. 45
nutra Mr. Euploea 78 . . .
nyanza Neave Tel. 302
nyanzana Wichgr. Stug. 388
nyasae B.-Bak. Cup. 481 . .
nyasana Btlr. App. 38 .
nyasana Btlr. Char. 129
nyassae Bart. Pseudarg. 192 .
64 h
40 e
78 g
44 b
nyassae Bart.
nyassae Btlr.
nyassae Btlr.
nyassae Hew.
Melan. 83
Pap. 25
Spind. 413
AI. 299 .
539
31
307
555
275
nyassae Heiv. Parn.
nyassae Lanz Herp.
nyassana Aur. Pent.
nyassicola Strd. Acl.
nyassicola Strd. Acr.
Nyctemcra 5
Nyctemeridae 5
nydia Plötz Caen. 515
nyikanus 7?. & .T. Pap. 17
Nymphalidue 121
Nyniphaliiiae 142
nyseus Guer. Talic. 463
nysiades Hew. Nept. 200 .
nysiades Neptis 201
o.
obeira Hew. Acr. 285 .
oberthüri Aur. AI. 300 .
oberthüri Aur. Hesp. 505
15 b
80 b
27 b
32 c
4c
36 e
5o c
651
65 i
^ig
2d
43 d
23 d
78 i, 79 g
20 g
76 d
70 a
72 1
63 g
4a
11 b
31 c
10 b
10 b
69 b, c
25 d
74 d
22 a
46 f
61 c
78 h
10 b
48 e
53 d
62 a
(3(14
INDEX.
oboidiüri Jillr. Acr. 2ti2 . .
oherthüri lillr. Acr. :U7
oberthueri Karsch ("at\iii. 1112
obli<(ua Aiir. I'lan. 2t;{
OliDrotiia Kdr.srh 4.59, ■li)2
ob.scuia Atir. .Myc. 91 . . .
obscura Aiir. Spind. 413
obsciu'a B.-Ii(ik. Dciid. 3(is
obscura lirc. Lyc. 15:1 .
obscura \euve Pscudacr. 195
obscura Pseudacr. 210
obscura .S'(///. Acr. 208
obsciu-a Suff. Hypol. :587
obscurataC/rii/i/). l'scuilarg. 192
obscurata Triiii. Duud. :i7:5
obscuratus Suff. Cliar. 140
obscurior Siijr. VaXiicv. 218
obscurus Aur. lol. 406
obsolcscens li.-liak. Lyc. 452
obsoli'ta Grünb. Diost. l(>:i .
obtusa R. et- fr. Nept. 200
obtiisangula Aur. Diest. KiO .
obtusdiK/ula Diest. Kil
obunil)rata Weym. l^ier. 43
ocalc Jisd. Teiac. 57 ...
occidi'iitalis Aur. Pscudacr. 19(i
occidciitalis /iarl. Yi)tli. lUi
occi<l(iitaliuiu .1 «r. Peut. 308
occidciitaliuiu ^fab. Civu. 205
occidcutis Jiltr. Pier. 10
occuUa Triiu. (Jeg. 51((
occlIa(us litlr. Terac. 51 . .
occlllticra SIrd. ,Myc. 91
oclilca B.sd. Ainaur. 75 .
ocbleides SUjr. Aiuaur. 75
oclu-acoa A ur. Myl. 31.
ochracea Bari. Kuiy))li. 157
ocliracca Btlr. AI. 299
oclu'acca Ilcron Pier. 41
ocluvicea Laih. Uen. 99 . .
ochracea Nearr Ne])!. 203
ocliracea liulhsch. Cliar. 130 .
ochracea t'har. 134
ochraceus Aur. Terac. 51 .
ochrascens E.-Sh. Acr. 2(i5
ochrascen.s Scave Del. 347
oclu'ca Bart. App. 37
ochreana fAiDiy Kagi-. 573
oclii'eata Eltr. Acr. 2(12
ocliroata Clrünb. Acr. 287
ochreata Sui. f'ym. 1 17
ocbr(K)l)uncta .\ur. Cup. 19(1
octavia Cr. Prec. 221 .
octobalia Karscli Acr. 250
octofeueMrata Saalni. Parn. 538
octograinma S)ii.&: Ki). Eurvpli.
181
oculata Sni. «t Ky. 452 .
odana Drc. Deud. 373
odenatus Wu\ Pap. Ifi
odiira lOrebus (i
odysseus Sl(jr. Char. 130 .
OeduIciiHMira .Mab. 557
oemilius 1>ou>n. Cyiii. 145 .
oemUius Oyniot.h. 142
oenone L. Prec. 225
ocnone Precis 121
ogova Plölz Cym. 151 . . .
ogowena .^fah. Ospli. 5lti
ogrugana /.atli. Parn. 539 . .
ogwanyi li.-liak. C'ycl. 552
ogygia Trim. l'ier. 12
olaus Platz Acl. 555 . . .
oliva Suff. Kuryph. 157
olivacea (irüuh. Kuph. 189
onipliale Hadt. Terac. 57 .
oniplialoidcM Hllr. Terac. 58
omrora Triiu. Acr. 278
oncaea Hpffr. Acr. 268 . .
onerata Triiu. Acr. 273
onidale Suff. l'ap. 22
oniensis B.-Bak. Kpit. 356
opaca Ky. Lipt. 332 .
•l'af.
56 c, d
46 d, e
28 a
72 b
39 a
39 d
18 e
61 g
48 g
1 6 b, c
24 a
10 f
28 c
33 b
16 b
U b
72 1)
()8 a
30 d
34 a
36 b
79 c
18 e
63 :
oiiali-scens litlr. Terac. 53 .
opalinus Jillr. Cel. 581
Ol>hidcres (i
ophidicephalus Obcc///. Pap. 20
opliion li.^d. Tag. 571
opliion Drc. Tag. 571
ophion Wall. Kagr. 573
opliione Cr. Neptid. 209 . .
opliione Xeplid. 216
Ophiu.'ia 6
ophiusa Hcu\ llypol. 556 .
oplitlialniica .1/«^. Sar. 577
oi)htlialmico(Ies SIrd. .Sar. 577
opinatus Her. Char. 134
opis hrury Cyn. 192 .
oppidia Hcw. Acr. 255 .
Oraidium li.-liak. 459, 474
orbona Geyer Pier. 46
orcas Drury Aphn. 408 .
orcas Aphn. 409
oreas hJ.-SIi. Acr. 251 .
oreas Trim. l'has. 431 .
ori'stia Heu\ Acr. 256 .
Orgyja 5
oribazüs B.fd. Pap. 18 .
Orientalis Aur. C'vcl. 551
Orientalis B.-Bak. Lipt. 331
oriontalis Rolhseh. Kuph. 19(
orientis Aur. Acr. 253
orientis .A ur. Dan. 72
orientis Karscli Euryph. 177
orina [leu\ Acr. 256 .
oriuala Obcrth. Acr. 256
orineta Eltr. Acr. 256
orithya i. I'rec. 226
orilhya Precis 121
orma f'lölz Caon. 517 .
ornatus Mab. Cup. 494
Oriiilhoplera 3
orphnina Karich Cyni. 117
((rthiilcxis Kursch 583
oitliosia Kill// Prec. 220
orthrus Triru. l'lias. 128 .
ort ygia Triiu. Cup. 479 .
o-riibruni llnll. Lipt. 337 . ,
orus haliii. lleod. 498 .
osbecki Aur. I'has. 430
oscari Bol/incli. Acr. 282 .
oscari Bolliscli. Pap. 1 1
oscarus Thur. Aniaur. 76
osliel).) Hall. Pseuder. 321
osiris llpffr. Cup. 481
Osiiiodcs ir/.s. 544
(»sphaiilfs llull. 516
otacilia Trim. Ia'C. 113
otheUo Suff. Char. 139 . . .
otlauga Siii. Lipt. 338 . . .
otraeda Hcie. Deud. 3(i8 .
odoiiis Aar. Pap. 26
oxione Heie. Kuryph. 172 .
Oxylldt's llbii. 380
oxylus Trim. I^ept. 1(17
Oxypulpus ll'/.s. 553
Oxypalpus 546
I».
paclialica Jillr. Hypol. 385
l'adrnoiui Mr. .531
paetula Trim. Pseudon. 110
pagenstechei-i Suff. Erg. 208
palaeiuoii l'aniph. 509
)ialeni()n (V. Cup. 1()3 .
l'alla Hbn. 111 -
/'«//« 121
palleiie Hjiffr. Terac. 58 .
palleiie Ti'iac. 57
palleiie ]]'all(/r. lol. 195 .
pallida Aur. .\legal. 362
pallida Holt. Uastr. 558
pallida Obcrth. Trap. 559
•tat.
16 f
8 a
19 d
46 e, f
57 a
69 c
57 c
70 i
56 g
6 a
63 f
10 d
57 a
79 k
70 e, f
73 f
() I a
71 i
(>(l d
21 d
73 h
31 d
62 i
66 a
41 c
()7 b
49 c
73 a
18 f
69 b
p.iUida Trim. Terioni. 328
pallidepicta SIrd. Acr. 258
palnuis Cr. Phas. 430
paloeampta Drc. Parn. 536
paludicola Stall Cup. 196
l'amphila F. 509
Paiiiphilina*' 509
liMiiipolis J)re. Cup. 179
pancalis Jurd. Plan. 213
panda Bsd. Physc. 198 . . .
pandaensis Joic. et- J'alb. Sar.
577
pandania Wkr. Cup. 197
paitdava JJornf. ('atochr. 491
pandoia Drc. Asl. 313
paneperata JJrc. lol. 391 .
panganiensis Thur. Terac. (io
pansa Heir. Rhop. 508 .
paola J'lölz K.'d. 543 . . .
paphiii Argynu. 231
paphianus ll'nrd Char. 139 .
Papilio i. 11
T'apilio 3
Papilionidao 1 1
j)aradisea lillr. Ab. 5()8 .
Paradoxa Jtrc. l'ent. 311 .
paiadoxa FIdr. Pseiid. 30 .
Paradoxa Mab. Uen. 104 .
paradoxa Scace Euph. 189
paradoxa Schlz. Spind. 116
paragea Siii. I'lan. 246 .
paragora Jibl. -Mini. 315
paralhda ,4 ur. Lyc. 450
parallelopupillata Karscli Neoc,
113
parallelopupillata Neoc. 111
l)arapetreia Rbl. l'ent. 308
J'araponlia Hob. 330
Pararge JJbn. 105
J'ararije 3, 104
I'arasa 5
parasilanus Hbl. lol. 395
parciis Karscli Pard. 531
pardalena Drc. Pent. 308 . .
J'ardaleodes Btlr. 528
J'iirilaleiides 5, 520, ,553
])ai(laliiia lillr. Anip. 548
Pardopsis Trim. 288
l'ardopsis 40()
l'arcroiiia (il
parhassus Drury Sal. 217
paris Trim. I'rec. 226
parineno Dbl. <t' Jleic. (iiKjpli.
83
Pariiara Mr. 531
J'uriiara 516, 518, 524
J'aniassius 246
I)aroe(luis Mab. Trap. 559 .
ParoiiyiiMis .4i(r. 520
ParosiiKidcs Jliill. 546
l'anismodes ,553
parrhasia /•'. Acr.' 25.5 ...
parrhoppidia Slr/r. Acr. 255
parsinion /'. Cup. 481
IJartita Aur. Euryph. 172 .
parva .4i(r. Anip. 548
parva lillr. Ilen. 101
paiva Ky. Tel. 302
parvidens AJab. Ilen. 103
parripuncla H .-Schaf I. Cacn.
517
parvipunctis SIrd. I'rec. 222
passandava ]Vard, Ilen. 104
pasteon Drc. Deud. 371 .
pasicuri Sncll. Neptis 199
palo Trim. Sar. 577
patricius Trim. Cup. 482 .
I'aliila 6
paucipunctala li.-Jiak. Caen.
516
I)aiui|)unctata Ky. Pent. 308
paiila JIcsp. 566
paula Stgr. Nept. 201 . . .
28 f
67 e
75 e
78 d
32 a
76 i
63 c
10 a
28 e
59 c
29 a
63 a, b
26 1>
9 f
J7 a, 50 e
41 c
66 b
73 i
61 f
48 f
II
pauli Sli/r. l'ent. 307
pauperata Thur. Acr. 275
paupeiula SIrd. Lyc. 440 .
pavonis Bllr. >Iyc. 92
pechueli I)cu\ Cren. 204
peculiaris Latby Char. 129
peculiaris Lafhy Euph. 183
peculiaris Xeave Pap. 15
peculiaris Rof/. Cup. 475 .
peeli Dixei/ Fier. 41
peitho Plöt: Hen. 99 . .
jjelaiga F. Free. 223
pelargoides Aur. Free. 222
pelasgis Godt. Free. 221 .
pelasgius Sin. Acr. 255
peUas Cr. Char. 127 .
pelias Charaxes 123, 135
pelodurus Btlr. Fap. 17 .
pelopeia Stgr. Acr. 254
pelopidas Oherth. Fap. 22
pdoina Karsch Cup. 4(32
pemptolipus Aur. Fap. 14
peiieleos Ward Acr. 255 .
pcneleos Acr. 254
penella Eltr. Acr. 254
penelope Sigr. Acr. 254 . .
penricei Bothsch. Char. 129
peiu-icei B. tt- J. Cren. 205
pcntapolis Ward Acr. 257 .
l'entila Wir. 303
/'cntila 4. 459
IVntilini 298
pephredo Trhii. Cup. 187
perdita Btlr. Hen. 103
perdita Ky. Irid. 346 .
perenna Dhl. &: Hew. Acr. 279
perexceUens Bilr. Cycl. 552
perfragihs HiiU. Fent. 311
perigrapha Karmh Deud. 3(il)
peringueyi Aur. Fhas. 430
perion Cr. Axioc. 420
periphanes Obcrih. Acr. 274 .
perhu-ens Bllr. App. 30
perlustris Bhl. Cel. 582
permixtuiu Bllr. Eupli. 18(3
perobscura Drc. Lipt. 334 . .
jjerobscura Drc. Farn. 537
jicrparva Saahu. Cup. 495
perpaupera Hol!. Sar. 571 .
perroti Ohcrih. Trap. 5()0
Porrotia Obrrlh. 520
perseis Drury Eui)h. 190 .
persimili.s .s'»i. <t' Ky. Fier. 18
perspicua Trim. Hen. 97 .
pertusa Mali. Sar. 577
petivcrana Dhl.ii: Hew. Dan. 72
pclivcrana Dan. 13
petraea Bsd. Acr. 277 .
petreia Hew. Fent. 307
petrina Suff. Acr. 277
peucetia Hew. Fent. 311 .
phaea Karsch Hen. 98 .
phacacus SIgr. Char. 135
Ijliacdon F. Amaur 77 . . .
Iiliacdu.sa Biuiaea (5
)}haenu.s Bllr. Terac. 5(3
pliaeocliiton Grünh. lösender.
324
phaeochilon Fseuder. 320
phaetliusa Bllr. Euph. 188
phaeus Hcv\ Char. 137
phalantha Drury Atell. 230
phalaniha Drury Atella 121,
192
phalanthus SIgr. M yi: SÜ .
I'halcra 6
plialusco Suff. Fap. 20
phanera .Jord. Char. 140
phanes Trim. Spind. 412 .
phantasia Hew. Euryph. 17(3
phanlasia Eur. 175
phantasiella SIgr. Euryph. 17(3
phantasietla Eur. 175
74 c
28 a
52 a
30 b
4 b
57 b
57 b
5(3 e
(34 c
54 e
05 h
(i3 g, h
7(> h
12 a
28 a
23 a
54 f
(31 i
28 b
24 d
63 (
09 d,
41 a
INDEX.
phantasina Stgr. Eurypli. 176
phaola Dbl. App. 37 . . .
pharis Bsd. Eron. 62 . . .
Pharmacophagus 3
phar.sa Frühst Fseudacr. 194
pharsaloides Holl. Acr. 258
pharsalus Ward Acr. 258 .
Phasis Hbn. 424
Phasl'i 297
phasnia Btlr. Cup. 481
Phassus 6
phegea F. Elymn. 82 . . .
pheusaca Suff. Acr. 279
phidia Hew.' Yent. 309
phidias F. Leptom. 422 . .
phidyle Wkr. Cycl. 552
philander Hpffr. Andr. 522 .
phileris Bsd. Myl. 35 .
pliiliberti Joan». Atell. 230
philippsi Btlr. Terac. 60 . .
philippus F. Hypol. 384 . .
philonoe Ward Pap. 24 .
Philosamia 6
philothiius Platz Sar. 577
phisadia Godt. Terac. 51
phlaeaji Chrysoplianus 3
phlaea.s Heodes 497
phlegetonia Bsd. Terac. 59 .
phlegyas Btlr. Terac. 54 .
Phlyaria Karsch 457, 459
phocioii F. Cer. 526 ....
phocio» Siicll. Cup. 184
phoebe Bllr. App. 38
phoebus Bllr. Cliar. 127 . .
phoenicis Karseh I.,yc. 451 .
pholoe Wallgr. Terac. 52
phorbanta L. Fap. 18 . . .
phorhauta Bsd. Pap. 19, 78
phoreas Cr. Pap. 17 .
phosphor Trim. Fhas. 430
phosphor Phasis 428
phranza 7/f»c. Euryph. 173 .
phraortes J)l)l. Char. 127
jihraortes Cliar. 128
])hreone Feislh. l'^iuypli. 17 1
l'hrissura Bllr. 30
phrynon Drc. l'ap. 23
/'hi/llochnris Schal: 30, 49
lihylli)phila Trim. Eagr. .573 .
IMivscaenoura Wulli/r. 108
Phjtahi Ww. 318
piaggiae Oherth. lol. 307
pica Fllr. Acr. 249
picanini Holl. Fiat. 524 .
picata F.-Sh. AI. 300 . . .
picena Hew. Fent. 310
])icta Bothsch. Cliar. 135
picta Sni, l'.scuder. 320 .
jiida Neavc Pier. 43
Pielus 6
Pierida«' 29
Pieris Schh: 39
l'icris 4, 30
Pieriiiae 30
pierus Cr. Fhas. 428 .
pigea Bsd. Fier. 46 ... .
pigmentaria Karsch Aphys. Kl
l)illaana Wallgr. Capr. 570 .
pilos Drc. Sjialg. 433
Pinacopteryx Wallgr. 30
pinodes Drc. Epit. 358 .
pinodoides Sm. Epit. 358
pione Godiii. Physc. 108 .
pisistratus F. Rhop. 508 . .
placidus Plötz Acl. 555 .
plagiata .4((r. Diest. 167 .
plagiata Aur. ]\lelan. 83
plagiata Stich. Papil. 12
plagiatus Aur. Pap. 15
plagioscia B.-Bak. Plan. 243
Planeina Dhl. &■ Hew. 239
Planema 193. 194. 214, 246,
312, 351
Tuf.
41 a
11 d, e
21 c
56 d
26 a
70 b
79 h
11 b
20 b
67 a
7a
19 h, 20 a
17 a
79 g
30 c
71 i
6b
6c
41 b
76 c, d
70 b, c
61 c
63 e
70 t
14 d
70 i
65 a
28 f
75 g
77 a
37 d
planemoides Triiu. l'ap. 14
platydema B. et- J. Hvpol. 214
Platylesohes Holl. 522
platyptera B. tt- J. Xeptid. 209
platyxaniha Jord. l'lan. 245
plautilla Hew. Euryph. 158
plaulilla Euryph. 157
plebejus Btlr. Cup. 481 .
plejone Klug Terac. 53
plerotica Karsch Ab. 569
plcrotica Abantis 584
plicata Btlr. Eagr. 572
plinius F. Cup. 470
plistonax Hew. Eiu'yx^h. 177 .
plistonicus Plötz Sar. 577 .
ploetzi Aur. Hesp. 563
plötzi Bart. Myc. 90
plötzi Jlab. Acl. 555 .
plötzi Philosamia 6
plötzi Su^h. Cel. 582
Ploetzia Saalm. 511
ploetziaua SIrd. Caen. 516
]ihu"ilimbatus Karsch Cu)i. 493
phuixiupillata SIrd. Ypth. 116
pluto Ward Eupt. 155
plutonica Btlr. l'seudath. 156
podora Plötz Caen. 515
poggei Dew. Cup. 462 .
poggei Dew. Plan. 243
poggei Planema 197
poggei Deu\ F.seudacr. 197
poggei I'seudacr. 72
poggianus Honr. Pap. 24
policenes Cr. Pap. 25
policcncs Pap. 11
polinice Cr. Byb. 207
poli.stratus Sm. Fap. 25
poUux Cr. Char. 127'. . .
polychroma Rbl. Acr. 259
polydialectus B.-Bak. Cup. 481
polytrophus />'. <t' J. Pap. 13
pooanus Aur. Cel. 582
poppea Cr. Myl. 33 ... .
poppea Don. Eron. 62 .
Porphyrien Ward F.wryph. 156
porphyriim Euryph. 158
porthaon Hew. Pap. 26 . . .
porthos Sm. Cliar. 141
posterior SIrd. T'rec. 22!3
posthumus F. Epit. 351 .
posthumus Epit. 350
poultoni Xeave Alim. 31(3
Poultonia Neace 34(i
]50utieri Bsd. Farn. 536 . . .
Powelhuia B.-Bak. :!(30
Pou-elluna B.-Bak. 317
praeclarus Btlr. Terac. 52
praecyola Suff. Pap. Ki
praeponina SIgr. Acr. 264
praestans Sm. Lipt. 334
Preois Hbn. 218
Prccis 3, 121
preussi Stgr. Cym. 153 .
preussi Cym. 155
preussi Stgr. Euph. 189 .
preussi Stgr. Fent. 307 .
preu.ssius Karsch Pap. 15
primuUna Btlr. Myl. 33
princei Karsch Sar. 578
princeps Btlr. Lyc. 444 .
Procampta Holl. 570
proeerus Trim. Cup. 482 .
procora, Karsch Myc. 87
producta Trim. Andr. 522
Prometheus Drc. lol. 391
prominens Grünb. Amaur. 76
propinquus Holl. Aphn. 409 .
Prosopaipiis Holl. 554
protea Trim. Acr. 249
Proieides 519
protensa Btlr. Ked. 543
protoclea Feislh. Char. 129 .
protoclca Char. 134
ÜU5
Taf.
49 d
36 d
74 a
40 e
76 g
77 a
72 k
30 b
7 1 d
III ,■
21 d
36 e
8c
64 e
78 e, f
35 e
42 d
61 f
71 h
73 h
69 c
57 c
33 d
606
INDEX.
Taf.
pi-otomedia Klutj Tcrac. 52 .
pi'otracta Titlr. Pseudacr. Itl7
])t(i(iimiius -/y. AiT. tlH .
proxima I'löh Cafii. 517 .
l)roxiiuus Mal). lV-1. 5!S2 .
l)S('udacast(' /ilh: Tcrac. 5()
I'st'udacriii'u W'iv. 193
I'si'iutiirnim 121, 138, 112, 113,
211, 210
PsciidaloUs Drc. 378
I'soudart'ynnis Karsrli 1!J2
l'sciiildriiiinn'is 121. 11.3
Psciidatliynia Stgr. 155
r.scndalln/ma 121. 112
psoudatolmis Kllr. Acr. 271
I)seudof;ina ]\'ir. Acr. 208 .
Iisciidcpaca. J>iiä(/. Acr. 202
I'sciidcrcNia /;//)•'. 318
l'xemicrcsia 1, 338, 341
pseudcuryta 6'. & S. Plan. 213
pscudolyria litlr. Acr. 281 .
/'.•«'iifliinurUa .">
l'sciidoiipptis ,s'/if//. 103
J'Mtxloncplis 121, 142, 1 13
liscudoiiireus FIdi: Pap. liJ .
I'sciidi)ti.viii|iha Wd/lijr. Kill
l).sciul(jphlaeas J^uc. lleod. 107
l).s(Midoplatyptera Strd. Neptid.
21)0
l's('ud(»|irintia Plöts 30
J'sriidoiiontiii 3, 4, 20
l'seiidopontiiniic 30
|)scudoprotca Jitlr. .Acr. 218
pseudüpuiiütatus SIrd. Cup.
493
jisctidofioi/anxi Ehriii. Cup. 491
liscudo/.crili.s Trliii. Cliloro.s. 4 17
/'■ii/ehiddc 5
])syttalca I'lülz Aniaur. 74 .
pfi'rou li.-lidk. Cup. ISO
IMcnitciiioii Il7s. 513
/'li/clioloma 0
pulilius Stgr. Palla 141
pudora Aur. Acr. 208 .
puilorcUa Aur. Acr. 271 .
pudorina Slf/r. Acr. 275 .
IMulla Aur. Ncpt, 201
piulla h'y. Terioni. 327 . .
inicllaiis Tr'nii. Tcrioni. 328
l)iilclii'lt<i Dciopeia 2
pukliella Bsd. Tcrias 05 .
jiiililifr .Si)i. <V;- Kl/. Lyc. 452
pulclicrrima Aur. Zer. 418
pulrliri/ilriala li.-lidk. Ev. 400
pullula Üriinl). Acr. 20 1
judvcrulcnta Sclilz. Miiu. 317
))ulviiia Platz (Sem. 518 .
liunctata .4i(c. Parii. 538
punctata Aur. l'lias. 127
punctata Drc. Lar. 320
IJunctatissiina ß.sr/. l'ard. 288
piiHctallns'utia Pard. 301
l)Uiictatu.s Dcw. Cup. 403 . .
punctoUata Eltr. Acr. 274
p\intticilia Trim. Cup. 470 .
punclifcra SIrd. Alyc. 00
l)unctiKcra Lanz Terac. 51 .
l)unctigera Mab. & Boiill. Sar.
574
piuictinolata Btlr. Teria.s 05
l)unctulatus Bllr. Hot. 5.50 .
puiiicca Sm. Axioc. 421 . .
puuiccus Btlr. Terac. 55 . .
pupillari.s litlr. Yptli. 1 Ki
purpurascciis Holt. Asl. 313 .
pusii'lla Mol). l'ard. 530
I)usio Sm. Citr. 327
pygmaeus Aur. Pap. 20
liyladcs F. Pap. 21 ... .
I'yrameis Uhu. 227
l'i/ranicts 121
l)yrcne Swnu. Catops. 03
pyriformi.s Btlr. l'rcc. 223
10
71 b
70 k
75 b
58 c
60 f
0 a
r,r, d
55 b
22 f
00 Ii
02 d
70 a
53 a
71 i
73 11
10 g
77 a
70 b.
c
18 a,
b
()4 c
7 c
pyroeis Trim. Phas. 430
pyroptcra Anr. Lyc. 455 .
pijrosd l'lötz Oxyp. 553
P!/rrluitid])hix Mali. Parn. .535
l'yrrlii(cli;dfia Mdh. 50()
p!/rr/i(ips Mdb. Cup. 4SI
pyrrlioptcrus Btlr. Terac. 58
))ytliagnras /•'. l.yc. 450
l)yUua /'. (inopli. 81 .
pythodoris llcic. Cliar, 131
<|uadratu.s (Irant Cup. 400
((uadricolor Bog. Plan. 242 .
quadricolor Plan. 315
iiuadriocellata >s7rf/. Ypth. llii
quadriuculdrix Saalm. Cup. 487
(juadripunctata Strd. Ypth. 1 15
Huadrisignatus Btlr. Oycl. 551
<(uassi Karsch Cup. 481 .
((uateiTia Mdh. Trich. 579 .
qudtcrudta Mdb. Zoph. 512
(jue-stiauxi .1 ur. Aph. 409 .
quinquepunctata Strd. Ypth.
115
quintiUa Mab. Nept. 201
(luirina F. Acr. 287 .
((üirinalis Sm. Acr. 250
R.
labbaiae \V(trd Acr. 288 .
rahbdide Acr. 28.5
rabefaner Mdb. Cup. 470
rabena B.<:d. Ater. 101 . .
rabuma Suff, l'lan. 24 1
radians Aur. Acr. 251
radiata Aur. Acr. 258
radiata B.-Bak. Lyc. 455 .
radiata (iurii. Acr. 200
ladiata l.dtlii/ Pent. 3(l7 .
raffrayi Oberih. Pier. 30 . .
raliira B.sd. Acr. 207 . . .
i-akcli B.id. Acr. 207
rakoto Mdrd \pth. 114
ramanatek Bsd. llhop. 508 .
ramona Sm. Pier. 48
rona Stijr. Euph. 188
lanavalona /i.id. Acr. 280
rangatana Fllr. Acr. 205 .
ranoha Wtv. Par().sm. 540
rara Holt, l'roc. 570 .
latek Bsd. Rhop. 508 . .
rotheo Suff. VU-v. 44
ratidcu(/i Suff, l'ier. 42
ratrayi F.-Sh. Elynm. 82 .
ratirdiji F.-Sh. Aphn. 108
rattrayi F.-Sli. Euph. 100
lattrayl F.-Sh. Kall. 211
rauana Sm. Prec. 22.'!
rava Ifoll. Deud. 375
ravola 11 cw. Euph. 188 .
reata Suff. Aniaiu-. 7 1
rebeli flii/tj. llcsp. 503
recaklana Suff. Acr. 271
rectans B. & ./. Char. 130
reducta .lur. Art. 510
reducta /iurl. Anuiiu'. 75
reducta /iorl. lOupli. 187
rega .1/«/). Xanth. 528
regalis Ohcrilu Acr. 271 .
regalis Bothxih. Char. 130
rcijiltd Hott. Lyc. 454
ii'gina Trim. Terac. 5.5 .
leginaldi Heran Cup. 402
regularis Bllr. Terias 05 .
relifousi Obcrth. Ilesp. 500
reichenowi I)ew. Cup. 479
reichenowi Plötz Pard. 530
Taf.
':ig
20 b
38 c
7.3 i
70 h
00 h
53 b
53 a
48 b
72 f
()2 a
2 f, 13 a
55 g
75 h
53 c,
00 a
70 g
75 f
20 a
43 b
15 d, 17b, c
73 e
70 c
301
545
reinieri lioLsch. Char. 127
reinholdi Plötz Cym. 145
rembina Plötz Myl. 32 .
reniden.s Mab. Deud. 375
resplendens Btlr. Cup. 100
roticulata litlr. AI. 200
reticuldta Alaena 30(1
reuteri Strd. Aniaur. 70
reuteri Strd. Cym. 153
reutlingeri .S7«// Lachn.
re versa Fltr. Acr. 253
rex Aur. Aph. 400 .
rex Obcrth. Pap. 12 . .
rex Papilio 73
rezia Hew. Euph. 188 .
rezia .S')/(. Epit. 358
Rhahdoina Iltis Hüll. 545
rhabdophorua Muh. Hhabd
rhacotis Hru\ ^lyc. Ol
rhadama /f.srf. Anip. 549 .
rhadama Bsd. Prec. 220 .
rhena DM. l'ier. 44
lihinopolpa 210
rhiphcus Chrysiridia 0
rhodesensis B.-Bak. Cup. 475
rhodesiana Wirhijr. Acr. 2t)0 .
rhodesinus Bllr. Terac. 51
rhodina Rothsch. Acr. 253 .
rhodina Acr. 258
ihodope F. App. 37 .
rhodopc App. 30
Hhopalocainpta Wdllijr. 500
liliopdlocdmptd 4, 5
ribensis Ward Diest. 160 .
ribensis Diest. 101
richolnianni IIV .(/»(. Eupt. 155
riehelnianni W'ei/m. Pap. 25
rideschi Suff. I'ap. 14
ridleyanus TI7u7c I'ap. 21 .
limala Suff. Pier. 43 .
rip]>oiu Böb. Pap. 13
robusta Aur. Lyc. 436 .
robustus Neave Plat. 524
logeri Geyer Euploea 78
rogersi Drc. Abis. 200 .
Drc. Ked. 543
Drc. Tel. 302
Heu-. Acr. 258
Trim. l'.seudacr.
Sulf. Acr. 277 .
roidcsta Suff. Pent. 310
rollei Suff. AI. 299
llomalaesoma BIch. 4
romi Aur. Diest. 101 .
ro)iii Bohlic II et. 550
roncilgonis Plötz Parn.
rosa Fltr. Acr. 287
rosa Hew. Cren. 205 .
rcsae Btlr. Char. 137
rosae Crenis 158
rotha Hew. Pent. 307 .
rothi Sm. Tel. 301
rothschildi F.-Sh. Terac.
rougenuinti Oherth. Phas.
rougeti (luer. Acr. 205
rougeti Acr. 200
rowena Fltr. Acr. 201 .
ruandae (Irünh. Acr. 204
ruandana Strd. .Myl. .30
rubescens Fltr. Acr. 283
rubescens Holt. Parosni. 5I() .
rubra Eltr. Acr. 253 .
rubra Holt. Ab. 5()0
rubricincta Holl. Lyc. 438 .
rubricosta ^1/«?). Myc. 35 .
rubriinacidata SIrd. Lyc. 111
rubrobasalis .4!(r. Pseudacr. 104
rubrobasalis Latiz Pier. 45
rubrocostata Aur. Euryph. 181
ruhrocostdta Aur. Eur. 185
rubrotasciata .4!/r. Acr. 262
rubrofasciata Suff. Prec. 223
rubropuncta Lathy Cup. 460
12 a
rogersi
rogersi
rogersi
i'ogersi
rohlfsi
105
■)30
65 h
60 h
1 b
43 a, b
78 b
52 c
d, 00 b
00 d
11 d, c
39 e
1 a
12 c
71b
Ol a
00 d
30 f
40 a
Ol (;
51 .
Ki b
127
50 b
77 e
(iO d
72 a
11 c
72 a, b
INDEX.
GOT
rubrosignata Wei/iii. Pier. 43
rufilineata Bilr. Neoc. 112
rufilla Sm. Tel. 301 ... . Ol d
rufiplaga Trtni. Coen. 108
rufolincaia Neoc. 111
rufomarginata B.-Bak. Lyo.
4.54 .......'. 72 d
rufoplagata B.-Bak. Lyc. 452 71 k
riifosparsa Catops. 63 . . . 21 a
ruhama Hew. Pseudacr. 19.5 4G c
ruha»ia Pseudacr. 197
rumia Dbl. &: Wie. Kall. 211 . 49 f
rupicola Schtz. Acr. 2ü2
riippelli Koch Myl. 34 . . . 10 f
rüppelü Myl. 38
ruso Mab. Oxyp. 554 ... 77 e
ruspinn Aiir. Tuerta 190
ruspina Hew. Euph. 190 . . 42 b
ruspina Euph. 72
ruspina Kheil Pap. 14
russulus Drc. Pseuder. 323 . 63 e
russulus Pseuder. 320
rutlierfordi Hetv. Abis. 290 . 61 a
rutila Mab. Deud. 374
rutilans Mab. Cel. 581 ... 76 a
rutilo Drc. Pseuder. 324 . . 63 e
rutilo Pseuder. 320
rutshurensis Jojc. <fc Talb. Cup.
493
ruwenzorica Oriiiib. Lyc. 441
sabacKri Triiii. P.seudon. 109
sabadius Oray Eagr. 572 ,
sabina Fldr. App. 38 . . .
.saclava Bsd. Nept. 199 .
saclavus Mab. Amp. 548
safie Fldr. Acr. 255 ....
safitza Heio. Myc. 93 . . .
saga Tr'un. Durb. 303 .
.sagala Sm. Myl. 35
salaami Suff. I'ap. 13
salambo Sm. Acr. 259 . . .
Salamis Bsd. 210
salmacis Drury Hypol. 214 .
salupha Suif. Acr. 258
salvini Btlr. Plan. 241
sambavae Ward Acr. 257
samboraiui Sm. Tag. 571
sanibulos Hew. Myc. 89 .
sanaos Myc. 90
sancti-thomae E.-Sh. Cup. 491
sandace Hew. jNIyc. 89 . . .
sandaster Trim. Ilesp. 505 .
sangaris Godt. Cym. 153
■fangaris Cjan. 154
sanguigutta Mab. Cup. 487 .
sanguinoa B.-Bak. Lyc. 444 .
sanguinea Plöh Tel. 302 .
sanguinea Tel. 72
saphirina Karscli Diest.
sapphira Aster. 204
.sapphirinus Aur. lol.
sappirus Drc. lol. 398
Saraugesa Mr. 573
sarcoi^tera Btlr. Euph.
sardonyx Trim. Phas.
.larepteiisis Styr. Colias
Saribia Btlr. 295
sarita E.-Sh. Euph. 189 .
■mrila Euph. 187
sartina .Jord. Plan. 244
sataspes Trim. Ilesp. 5(i0 .
satis It'ffrrf Acr. 284 . . .
sator Dbl. et- Hew. Pard. 530
Sfilurnia 0
Sartunidue 0
saturnus Btlr. Char. 127 =
sarturnus Char. 129, 135
Satyridae 81
S<iti/rus I.utr. 1, lOö
160
398
180
429
i 65
76 c.
d
11 e.
f
48 c
57 b
27 e
62 a
56 d
47 b
27 d
75 c
73 k
71 h
61 d
37 f
68 e
68 d
44 c
l.i c
54 a
79 d
30 b
sauberi Schtz. Lipt. 338 . .
saussurei Dew. Myc. 96 .
saxicola Neave Parn. 539
scalaris Grünb. Pard. 529
scaüvittata Bilr. Plan. 242 .
schaeneia Trim. Ant. 228 .
schecana R. <t- J. Acr. 248
schuberti Suff. Terac. 61 .
schubotzi Grünb. Plan. 245
schubotzi Schiz. JMim. 318 .
schultzei Aur. Deud. 308 .
schultzei Aur. Diest. 165 .
schultzei Diestog. 168
schultzei Aur. lol. 394
schultzei Aur. Pap. 12
schultzei Grünb. Pseudon. 110
schulzi Plötz Zoph. 512 . .
schumanni Suff. Myl. 33
sciaphilus Schize lol. 398 .
sciathis Heic. Myc. 86 . . .
scintilla Mab. Cup. 487 . . .
scintillans Aur. Hypol. 383
scintillans A ur. lol. 400 .
scintiUula Holl. Lyc. 450 .
Scolitantides 473
sebagadis Guer. Cup. 488
sebetus Hew. Myc. 85
secessa Trim. Hesp. 564
secussa = trimeni Ilesp. 5<)4
seeldrayersi Aur. Euryph. 171
seeldrayersi Aur. Nept. 200 .
seiner! Strd. Sar. 578
seiner! Strd. Terac. 58
seis Peisth. Acr. 285
seiizi Röb. Pier. 49
sejuncta Mab. <£.• Vuill. Rhop.
509
selousi Trim. Myc. 93
Seiiialea Holl. 511
semialba Aur. Pier. 44 .
.semialba Mab. Sar. 578
semialbescens Oherth. Acr. 250
semicoeca Strd. 3Iyc. 93
semiflava Aur. Eron. 02
semipunctella Strd. Acr. 253
semire Cr. Pseudacr. 194 .
semirufa Sm. Pseuder. 325
semirufa Pseuder. 320
semirufa Sm. <t: K y. Tel. .301 .
seinivitrea Aur. Acr. 253 .
seniitypica Aur. Prec. 221
.senilikensis Joic. (t' Talb. Cer.
526
seneca Ky. Cym. 15.3
senegalensis Bsd. Terias 64 .
senegalensis H.-Schdff. Eurviili.
177
senegalensis Klug Parn. 535
sepia Eltr. Acr. 255
septemoceUata .S7crf. YptJi. 115
septistrigata B.-Bak. Lipt. 335
serena Ky. Citr. 326
seriata R. <£• J. Byb. 208
seriata Roihsch. Char. 136
serrula Mab. Cup. 496
servona Godt. Acr. 253 .
sesamus Trim. Prec. 224 .
severina Cr. Pier. 40 . . .
severin! Aur. Eui'yph. 174
sextilis Plötz Caen. 517 .
sextilla Mab. Nept. 201
sganzin! Bsd. Acr. 258 .
sharpei Aur. Terac. 60 . . .
sharpei B.-Bak. :\lyr. 378 . .
sharpiae Btlr. Cup. 473
Sheftieldia Ham. Drc. 303
Sheffieldia 298
Shelley! f:.-Sh. Art. 519
siabona Suff. Acr. 204
sibella Drc. lol. 401 . . . .
sibyllina Sigr. Pseudath. 156
sichelaira/Zf/r. Cup. 471 . . .
sidamona R. <£• .J. Acr. 281
T.if
65 0
27 g
58 d
52 d
15 d
62 d
(i5 k
37 e
67 e
79 b
68 e
27 a
73 i
68 e
72 g
48 d
75 f
1 5 b
46 a
61 d
57 b
22 c
10 (1
62 h
57 b
51 c
13 b
79 k
56 e
20 c
60 f
68 g
49 e
73 d
sidus Trim. lol. 402 . .
sierrae Holl. Xanth. 528 .
siga Mab. Terac. 56
sigiensis Strd. Pent. 307
siginna Suff. Acr. 284 .
sigLrrensis Sird. Pier. 40
sikorana Bog. Catun. 192
silacea Eltr. Acr. 249
silanus Sm. lol. 402 .
silarus Drc. lol. 396
silas Ww. lol. 396 . . .
silenus F. Mjt. 378 .
silia Mab. Acr. 257 .
simana Hpffr. Pier. 46
simia Wallgr. Prec. 224 .
similis Aur. Hewit. 300
similis Cr. Pap. 22
similis Ky. Citr. 320 .
similis Ky. Lipt. 337 .
similis Ky. Megal. 362
simüis Lathy Myl. 34 . .
Simon! Aur. Pap. 23
.simonsii Btlr. Ilen. 98 .
Simplex Aur. Lipt. 339 .
Simplex Btlr. Terac. 57 . .
Simplex Röb. Megal. 302 .
Simplex Schiz. Deud. 307
Simplex Sigr. Diest. 164 .
Simplex Trim. Phas. 427
simpMcia Btlr Ypth. 115
simpUcia Mschlr. Lipt. 332
simplicioceUata Strd. YiJth.
115
Simulator Bilr. Pseudacr. 190
siualata Suff. Eron. 02 . .
sinapis Leucophasia 198
sinnis Mab. Parn. 537 .
sinuata Plötz Prec. 222 .
sipylus Swh. Terac. 59 . .
Sirene Sigr. Eupt. 154
sisenna Mab. Pap. 25 . . .
sjö.iiedti Aur. Euliph. 344
sjöstedti Atir. Pap. 15
sjöstedti Aur. Myl. 33 .
skoptoles Drc. jMini. 316
skotios Drc. Cup. 480
smaragdalis Btlr. Char, 131
smaragdifera Bilr. Arg. 232 .
Siii*>rina Hew. 229
Suicrina 121
smitlü Mab. Lyc. 443 . . .
sinithi ]\/ab. Myl. 35 .
smitlü Mab. Tag. 571
smitlü Mab. Ypth. 114
soalalicus Karsch Cup. 469
socotrana Bilr. Myc. 95
socotrana Rbl. Acr. 285
socotranus Grant Cup. 470
solilucis Btlr. Pier. 44 . .
solwezü B.-Bak. Cup. 4SI .
somalicus Rothsch. Char. 120
.somahna Btlr. Spind. 113
Sophia F. Prec. 225 .
sophrosyne Plötz Älyc. 90
sophus /•'. Euryph. 171 .
sorhageiii Derr. Zer. 419 .
soritia Hew. Caen. 515 .
sosia Mab. Rhabd. 546
sosia R. et- J. Pap. 19
sotikensis E.-Sh. Acr. 204 .
soiikensis Acr. 316
Spalgis Mr. 433
Spalgis 457
siiarsus Drc. Acl. .555 .
spatiosa Mab. Euph. 183 .
spatiosa Euph. 176
speciosa Wichgr. Acr. 276
Sphingidne 6
spica Mschlr. Myl. 33 . . .
spilleri Spill. Pier. 46 . . .
Spinilasis Wallgr. 410
spindasoides .4m;-. Si)ind. 415
spio L. Ilesp. 5()5 . . . .
Taf.
68 h
79 f
54 a
46 d
68 h
67 d, g
68 a
50 g
51 b
02 h
03 k
22 a
28 d
64 a
15 f
62 h
38 e, f
29 d
46 d
15 c
78 g
51 e
19 f
8 c. 9 a
11 a
71g
12 b
11 a
74 d
09 e
51 b
41 b
70 a
80 a
56 a
77 b
45 c
10 d
11 c
(i08
INDEX.
.s/.io piiiiz iicsp. ."(>;?
üjilenden^ Muh. I'adr. ö:{l
spurna Dri: J.ar. 32» ... 03 f
stactalla Kar.srh Cup. 4(jO . 72 h
.statira Mal). I'arn. Ö3J) . . 7S h
.statirides Holl. I'ain. .53!» . . 78 i
staudingoH Aiir. C'ym. 150
staiuliiifffri Aur. Kurypli. 178 40 b
staiidiiiRci'i /Mr. Prec. 221
.staiidiiifjcii Uiill. Osin. ölö . 77 R
.staiidingeri K i/. Kpit. 353 . 05 d
staudingoi-i Sm. A Ky. I^yc.
l.->3 72 c
stavelia Suff. Plan. 240 . . 5» a
.steckeri Kheil Amaur. 70
stcllatus yidh. \U't. 550 . . 7S a
st<'llatiis Triiii. ("up. 495 . . 71 i
stcnobwi W'tillijr. Acr. 271
stictica lt. tt- ./. Amaur. 75
Slictonarlia 5
stiihri Kar.ich Caen. 516 .
stoi-iusi Robbe Cup. 475 .
stmbo F. Catochr. 490
.straniinca Aiir. Ilcrp. 31 .
.Strato Mab. Ilfii. 100
.strattipocles Oberth. Acr. 257
striata Aur. .Myl. 30
striata Aur. J'rec. 222
striata liUr. Pseudacr. 1!)5 .
.strigata Aur. Xept. 201 .
strigatus Aur. Cup. 490
strigula Mab. Ilen. 100 . .
Stiigeta Drc. 387
st\'gia Aur. Prec. 220 .
styx Rbl. Axioc. 420
subalbicans B.-Iiuk. Sar. 579
subalbiila Ilall. .Sar. 57.S .
subapicalis Aur. .Myc. 94
subaurca Sni. S|)ind. 415 .
subbipiipillata Strd. l'rec. 220
subditus Sui. Cup. 473
suboida Fldr. l'ier. 42 .
subepiciea Strd. Vvec. 220
subfacata Mab. Gorg. 557 .
subfasciatus .s'»'«.«. Terac. 00 .
subflavida floll. Gorg. 557 .
subfulva Fllr. Acr. 249
subinfuscata driiitb, Stug. 388 07 c
sublineata ImIIii/ Cyr. 203
sublurida Frulmt. V\)u. 147
.sublustris B.-lUtk. Epit. 35S
subinacula Lathy Lipt. 332 . 02 a
.subniaevius Strd. Ilen. 97
subnileu.'i li.-Bak. Lyc. 4.53
subnotatus Holl. l'lat. 524 . 79 c
subocellata Hurt. Gnopli. 85 . 20 e
subocellata SIrd. Ypth. 110
subocbracca Holt. Parn. 538 . 78 f
.suborliriutu (iriinb. Acr. 253
subolivosci'us IIolI. Trieb. 579 70 li
subornata l.athy ilyr. 378 . 0() f
subpallidus li.-fiah'. l'np. 483 74 e
subpuiutata li.-Hak. Lipt. 335
siilipunctata K y. Teriom. 327 02 li
sub.sercna Siii. Acr. 204
subsimilis /illr. Ilen. 101
subsquaniia Thur. Acr. 283
sub.strigatus Hotl. Acl. 555 . 77 a
subteiityris SIrd. Euryph. 172
subtriof'ellata Strd. Prec. 220
subundularis Stt/r. Lipt. 334 03 h
subvariegata Sm. <?• Ky. I.,ipt.
336 (i2 e
subimriee/ata Lipt. 337
sucepha Suff. Acr. 279
sudanicu Aur. Lachn. 36t
sudanicus Aur. lol. 407
sudanicus .4 ur. Terac. 52
sufterti Aur. Ypth. 114
suffusa FItr. Acr. 249
suffusa R. A- ./. Prec. 225
Sukidion Drc. 393
sulfuratus Karsch Tcrac. Ol . 20 f, g
SOb
74 b
22 g
56 f
10 d
48 e
28 b
52 b
70 li
09 g
13 c
77 b
20 f
77 b
sulturea Aur. Myl. 33 . . .
sulfureus Aur. Terac. 55 .
sulphiu-ea Aur. Eron. 02
sulphureotincta .SVrrf. Myl. 35
sulphurcscens Aur. Acr. 254
sulpburosus Thur. Tcrac. 50
superba Aur. Cym. 149
superbus Seht:. Char. 133
suiipoiiiiia Slijr. Acr. 204 .
suiiuala l'(t(i. Lyc. 443
swaynei Rtlr. .Myl. 30
swinhoei Htlr. Terac. 58 .
sybaris flpf/r. Cup. 405 .
svkesi F.-Sli. Acr. 269
sylpba Ky. Pent. 311 . . .
sylphida Stijr. I'eiit. 311. .
sylvander S)ii. l'ier. 42 .
sylvanus Driiry Lyc. 442 .
Sylvia Aur. App. 30
sympboiia B.-Bak. Eupb. 185
Synchlov Hbn. 39
synchreniatizus B.-Bak. Cup. 481
syuestalinruux Karncli Sar. 577
Syniarurus Btlr. 458
Syiitoniidae 5
syrinx Trim. Cycl. 552 .
.y/rtutus Btlr. Terac. 60
taborana Suff. Acr. 277
taborarni.s Oberth. l'ap. 22 .
tacbyroides Detr. Pent. 310
tadema Ileu\ Diest. 105 .
taeiiia.s II ew. Myc. 87 .
Tagiadcs Ilbii. 571
tagyra Hiir. Lar. 329
taikosama Walhjr. Pho.s. 128 .
tajoracus Wlk. lol. 406
talantu.s Aur. Abis. 296 .
Talicada 463
taniauiba II'Ar. Chloros. 410
tamatavae Und. Ypth. 113
tancred I'lntz Rhop. 509 . .
tanganjikae Lanz l'ier. 41 .
tantalus Hew. Abis. 296 .
tantalus Trim. Cup. 487 .
Tanuetheira 390, 391
tarace Mab. Parn. 539
Taraka 457
tarquinia Triui. Pseudacr. 198
tartarea Mab. Amaur. 74 .
tartarea Amaur. 215
Tarucus 457, 463, 466
Tascia 5
taveta Roy. Prec. 221 .
tavetensis Lathy Spind. 413 .
tavetensis Rothsch. Cliar. 129
technatis I/iir. Myc. 89
Teinorhliuis 117.^. 554
teitensis F.-Sh. Terac. 53
telesippe (iriinb. Pent. 309 .
tclicanus Laixj Cup. 470
Telipna Aur. 300
Telipna 379
telisignata Btlr. Chondr. ;
tella Eltr. Acr. 248
telloides Fllr. .^icr. 262
tellus Aur. Plan. 245 .
tellun Planema 262
temora Fldr. Sal. 216
tenebrosa Fllr. Acr. 253
tenella Fikj. Acr. 204
tenelloides l'oult. Aci
tenera Ky. Citr. 32()
tentyris IIeu\ Eury])h
tenlyri-'i Ein'yi)li. 172
teiiuiniargiiiatus^iV»»'^. Cuj). 100
tepahi Bsd. Sar. 295 . . .
tera IIi'w. Lar. 329 ....
Tcracidlnap 19
Teracohis Su'nx. 49
Taf.
10 f
17 e
513
263
171
56 b
19 c
73 a
61 i
Ol i
22 a,
74 f
n d
78 a
7b
Ol h. :
38 a
27 b
70 d. t
61 a
13 b,
61 a
74 f
40 a
25 a
52 b
09 g
30 d
(i3 c
-.Sa
62 g,
41 f
Ol a
()3 f
Teracohis 2. 3, 29
teratia Kar.trh Ilen. 98 .
Teratiineura Dudg. 344
terea Drury I'rec. 220 . . .
tereoides Btlr. Prec. 221
lergeminus Hew. Cel. 581
Terias Swns. 64
Tcrias 63
Terioniiniii Ky. 327
Trrimiiiinit OL 325
'l'eniionipha.s Kar.irh 459
terpsichore A. Acr. 2ti4
terpsichore Acr. 200
terra Xcave Pseudacr. 195
terra P.seudacraea 240
te.s.smanni (irünl). Euryph. 180
tessmanni O'riinb. Pseuder. .323
te.ssmanniana Strd. Cer. .527
tethys Röb. Terac. 53
Tetrarhanis Karsch 330
tetrastigma Mab. Trieb. 579
tettensis Hpffr. Ab. 5(i8 . .
thalassina Bsd. Ei'on. 02 .
Thaleropis St(jr. 212
t liauma .s7(/c Euryphaedra 158
tliauruma Rrak. Catops. 03 .
theane Aster. 204
thebaua Stijr. Cup. 469
thecla Plötz Sar. 578 . . .
theclides Holt. Sar. 578 .
thelestis Oberth. Acr. 257 .
themis Hbn. Euph. 186 .
theobene I>bt. A- Hew. Cyni. 14
theocranta Karsch Cym. 146
theodo.sia Sti/r. Cym. 146 .
theodota Heu-. Cym. 145
tlieogiiis Hew. Euryph. 177 .
theogone Bsd. Terac. 58 .
theophane Hpffr. Ater. 191 .
theophrastus /•'. Cup. 406
theora Dbl. Pier. 43 . . .
theorini Aur. Pap. 22 . . .
theorini Aur. P.seudacr. 195
thero A. Phas. 425 ....
thersander F. Pap. 17
thersander Mab. Paron. 520
thersandroides Aur. Pap. 17
thespis />. Cup. 465
fhesprio Oberth. Acr. 279 .
theuszi Dew. Pier. 44 . . .
thielei Strd. Timoc. (Eagr.) 584
thinaga Suff. INIyl. 35
thomasius Stgr. Char. 138
tliomen.sis Aur. Hypol. 214
thops Holl. üsm. 545 .
thora Plötz üsm. 545 .
thore Brenthis 231
thruppi Btlr. Terac. 58 .
thm-aui Karsch Pap. 19
thuraui Suff. lolaus 403
Tht/maridae 5
th\T-a L. Phas. 427 . . . .
Thyrctes 5
thysa//w7f. Pier. 43 ....
Thysania 6
thysbe L. Phas. 430 ....
thyrsis Ky. Lyc. 439 .
thysi Capr. Char. 134 .
tia Suff. Euryph. 174
tiberius S)n. Eux. 123
tibullus Ky. Pap. 13 ...
Tliiioi'onia Strd. 581
timon /•'. lol. 391
tintinga Bsd. .Spalg. 433
tippelskirchi Suff. l'ap. 17
tirica Fllr. Acr. 250
tiridates Cr. Char. 132 .
tiruMes Char. 134, 137
tiriken.sis .Vcore Myl. 31
tirikensis Seare I'seudacr. 196
Tirunuila Mr. 72
tirza Hew. Pent. 311
ti-samena H<dl. Lvc. 444 .
'I'af.
28 c
51 f
56 a
03 c
to a
15 c, 21
0
50 a
21 a
76 f
76 f
50 f
43 c
4 34 d
36 a
40 c
19a
48 a.
b
13 e
3d
70 d.
0
0 c
73 a
54 <■
11 a
77 h
77 f
19 b, c
70 g
3e. 14 a
70 h
Vld
33 c
2 a
07 d
:ii b
n h
Ausgegehen 2S. VII. 1925.
fitaywta Karxch Hypol. 506
togara Platz Cup. J92 . . .
iogoensis Bart. Pseudacr. ISHi
togoensis Suff. Euryph. 15(5
toka Strd. Act. 265
tolosa l'lötz Myc. 95
tolosa Myc. 88
topha Wallgr. Terac. 60 . .
toi-ensis B.-Bak. Pard. 530
toirida Ky. Pent. 310 . . .
torr'ul4i Terac. 54
tnruna Sit). Acr. 250
touhilimasa Vuitt. Pi-ec. 219
trajanus Ward Kux. 123 . .
transienda Strd. Xct. 253
transiens Bart. Myc. 85
transieiis Suff. Dan. 72
transita Eltr. Acr. 256
translucida Eltr. Acr. 25-1
transvaaliae Triui. Hesp. 561
traufiiaaliae Oliertli. Hesp. 565
transvaalica Hesp. 566
transverstigma Drr. Tel. 302 .
Trapczites Hbii. 559
TrapezUes 558
triangularis Aur. Jlicr. ."^lO .
tiiccrata Mal). Sar. 575 .
Trifliiolaus Aur. 389
Trichosoineia Holt. 579
Triclema B.-Bak. 435, 444
trigemma Gacde I'arn. 537
tiigouophora Btlr. Xept. 201 .
trimeni Aur. Acr. 281
triineni Aur. Oren. 206 . . .
trinieni Aur. C'yiii. 152 .
ttinieni Aur. llesp. 561 . .
tiiiaeiii B.-Bak. Cup. 479
trimeni Btlr. Ab. 568
trinieni Btlr. Prec. 224 .
trimeni Btlr. Pseudacr. 191 .
trinieni Btlr. Pseudon. 110
trinieni Drr. Cooks. 302 . .
trimeni Cooks. 72
trinieni Xeave Spind. 413 .
trinieni Oberth. Krön. 62
trinieni J'oult. Pap. 14
trinieni Waller. lol.
trinwni lolaiis :*>9l)
Trinienia Btlr. Myl
tiiocellata Bart. Pseud. 109
friocellata Strd. Prec. 226
triocellata Strd. ^'ptli. 115.
tiioplithalnia Mal). Vptli. 1 1 1
tripunctata Aur. l'ent. 309
tripunctata Aur. Rliop. 509
tripunctata Mab. Ilypol. 556 .
tripunctata S)u. \Ä\)t. 337
tripunctata Strd. Ypth. 115
trisignatus Neave Cycl. 552
trisignatus Strd. Cup. 488
trislifica Sar. 579 ....
tristis Holt. Sar. 577
trochylus Frr. Cup. 489 . . .
trophonissa .l»/-. Pap. 13 .
trophonius Ww. Pan. 13
400
3;-
trophonius Pap.
tropicalis Black. Acr. 254
tropicalis Bsd. Pent. 308 .
Iri/pherotus B.-Bak. Cup. 4
tsadicus Aur. Cycl. 552
tsava B.-Bak. Sar. 578
tschadica Aur. Pier. 40
tsiandava Sm. Libyth. 294
tsiphana B.^d. Deud. 375
tsita Trim. Jlet. 550 . .
tsomo Tri)n. Cup. 472 .
tucusa Tri)n. Ked. 543
Tuerla Wkr. 190
tugela Trim. Prec. 223 .
tukuoa Wallgr. Prec. 224
tuUbaghia /,. Men. 105 .
tullia Strd. Lipt. 337
XIII
Taf.
74 h
20 d
61 h
29 f
60 e
63 a
64 b
76 g
48 e
49a
35 e
75 d
51 c
46 b
63 a
69 g
11c, d
29 d
29 b
61 h
76 b
74 a
2 b
Ol f
12 f
77 k
73 e
51 c
51 c
29 e
INDEX.
tulliana Sm. Lipt. 337 .
tumentia Drc. Epit. 354
Tuinerepes B.-Bak. 347
turbata Btlr. Hen. 101
turbata K;/. Lipt. 337 .
turbata S)n. <t- Ki/. Lyc. 454
turna Mab. Acr. 276
tynderaeus /•'. Pap. 22
ubaldus Cr. Cup. 460 .
ubenica Tliur. Hen. 97 .
ucalegon Hew. Pap. 23 .
ucalegonides Stgr. Pap. 23
udei Suff. App'. 38 . . .
ufipana Strd. Acr. 281
Uganda Aur. Euph. 183
Uganda B.-Bak. Lyc. 444
Uganda Lathy Pap. 24
ugandae E.-Sh. Hypol. 382
ugandae Orütib. p:iynin. 82
ukerewensis Strd. Lyc. 440
ula Karsfh Deud. 3(36 . . .
umanus R. & J. Pap. 22
unibra Drury Plan. 241 .
unibra Holt. Pent. 307
utnbra Sm. Laclin. 3(M
unibra Tri)n. Sar. 574
tnnbrata Btlr. Parn. 538
unibrata Suff. Acr. 268
nnibrata Wichgr. Acr. 278
unibratilis Iloil. J<:pit. 355
umbrina .4 ur. Acr. 268
umbrina Aur. Diest. 164 .
umbrina Karsch Cren. 206
umbrina Ji'bl. Caen. 516
unibrosus /itlr. lol. 40(i
uniida Wic/igr. Acr. 274
umvulensis E.-Sh. .Vb. 569
una Plötz Myc. 85 .
uncinata Thur. Hen. 97
unda (lacde Deud. '.WiS
unditera Stgr. Argyr. 3(1 .
undina .S'»/(. <t- A'y. Lipt. .331
undularis Heu\ Lipt. 335 .
unicolor Aur. Eres. 341
unicolor Mab. Rhop. 508 . .
uiüfa.iciala Aur. Art. 519
uniformis Bart. Ypth. 116
uniformis B.-Bak. Myc. 89
unif')rmis Karseh Ilet. 550
uniformis Ky. Epit. 355 . .
unigemmatus Btlr. Cup. 495
uniniaculata Sm. Acr. 287
uniocellata Strd. Ypth. 115 .
unii)unctata B.-Bak. t^itr. 326
unij)U)ictafa B-Bak. Diest. I(i8
unipunctella Strd. Acr. 253
unistriga Holt. Parn. 539
Urania Ky. Epit. 352
{'/■(Diiidae (i
Cranothau)iui Btlr. 457, 463
Ursula Holt. Parn. 537 . . .
urungensis Strd. Acr. 281
urungensis Strd. Nept. 201
usagarae Stgr. Pseudacr. 194
usambara Aur. Eron. 63
iisanibara Ward Hypol. 216
usaramensis Strd. Acr. 275
usenia Xeave Cup. 467
ussheri Btlr. Palla 141 . . .
utenguleusis Thur. Acr. 275
utuba H)nps. Pap. 25
uvui S)n. Acr. 263 ....
Vanessa 21(5
Vanessiiii 210
Vaiipssiila I)eu\ 227
■laf.
65 b
64 g
63 k
73 d
28 d
3 b
12 d
(i5 h
58 1
38 d
20 e
61 b
63 k
63 i
75 f
() 1 h
29 d
32 d
56 b
Vanessula 121
varanes Cr. Char. 139
varia Trim. Eron. 62
varians Oberth. Trap. 559
variegata Aur. Euph. 184
variegata S)n. l'seuder. 321
variegata Pseuder. 322
variegatus B.-Bak. Cup. 482
vashti Btlr. Aniaur. 73 . .
velleda Mab. Neptid. 209 .
velox Graut Char. 138
venata Btlr. Pier. 47
vendita Grüiib. Plan. 243
venosa Trim. Ab. 569 . .
venosus Stgr. Terac. 52 .
Ventura Hetc. Acr. 265 .
Ventura Acr. 266
venturina Thur. Acr. 265
Venus Leto 6
venustus Btlr. Terac. 51 .
veronica Cr. Diest. 164 . .
veronica Diest. 165
versatiUs B.-Bak. I^yc. 452 .
verulana Ward Eron. 62
vesperaüs ,S'j)(. Acr. 257 .
vesta Reiche Terac. 51 . .
vestahs Aur. Cup. 494
vestalis Btlr. T<'iac. 51
vestalis /■'/*•. Plan. 2(0 .
vestalis l'lan. 195
vetula Rothsch. Char. ]:?7
vetusta Btlr. Euph. 187 . .
vi Sv:h. Terac. 50
vibius Hew. Xanth. 528 . .
vicaria Thur. ,\Iyc. 95
victoriae Atir. Neoc. 112
i'ictoriae Neoc. 1 1 1
victoriae Btlr. Spind. 4 13
victoriae Spind. 415
victoriae Karsch Cup. 481 . .
victorina Ww. II en. 97
vidua Btlr. Pier. 46 ... .
vidua Weytii. Ab. 569
vigilans Trim. Pseud. 109 .
rilis FIdr. Dicranurojisis (i
rillica. Arctia 5
rinde.r Cr. He.sp. 565
vinidia New. Acr. 264 . .
vininga Hcu\ Ast. 342 . . .
vinsoni (in. Ypth. 114 . .
Viola Btlr. Cliar. 137
violacea Btlr. Euph. 182
violacea Rothsch. Char. 136
violarum Bsd. Acr. 277 .
violascens Aur. Myc. 91
violetta Aur. Deud. 371 . .
violetta Sm. Char. 132 . . .
violinitens Crowl. I^alla 1 11
virescons Suff. Sal. 216
^irescens Siiff. Ya'oh. 62
virgata Drc. Deud. 366 . . .
virginea B.-Bak. Epit. 356
virgo Btlr. Cup. 460
viridata Strd. Prec. 226
viridicaerulea Bart. Euph. 188
viridinotata Btlr. Euph. 184
viridis Suff. Euph. 189
virilis Aur. (kip. 463
virilis Rothsch. Char. 136
viriüs Strd. Prec. 226
vitrea Eltr. Acr. 254
vittigera Mab. Hypol. 385
viviana Stgr. Acr. 262 . .
viviana Acr. 307
voeltzkowi Karsch Pier. 41 .
vola Ward Hen. 101
vologeses Mab. Char. 139 . .
voltae E.-Sh. Lyc. 438 . . .
vosseleri Grihib. Goig. 557 .
vosseleri Strd. Deud. 373
vosseleriana Strd. Prec. 226
vuilloti .Mab. Acr. 258 . . .
609
T;.f.
45 a
02 f
74 e
23 d
49 d
75 a
16 d
55 a
15 6
38 b
71 k
5() f
15 e
58 e
44 a
79 f
'73 g
11 d, c
28 g
56 a
(>5 f
29 b
68 a
31 a
65 k
44 c
50
c
13
d
32
d
71
b
77
o
56 d
610
INDEX.
vulgaris Bllr. Myc. 95 .
vulgaris Styr. Byb. 208 .
vulneratus Styr. Terac. (50
w.
waga Plötz Caen. 510 .
waggae E.-Sh. Spiad. 412
wagneri Sufj. Pier. 45
VHihlhergl AntlicTaca 6
wahlbcrgi Wiilli/r. Mypol. 210
wakefieldi Ward Kux. 124
walensensis E.-Sh. Pseudacr.
198
walkeri Btlr. Teiac. 50
wallacei .Wniv? 11 et. 550 .
wallengrcni lillr. Terac. 50
wallengi-eni Trim. Ked. 543
wallengreni Trim. Phas. 420
wambo l'UHz Parn. 5:^9 .
warburgi Aitr. Pseutlacr. 194
wardi Drc. Kuph. l,s:! . .
wardi Mal). Deud. :i74
wardi .1/«^. Ileii. 10.3
tralaoni littr. Padr. 531
watsoni Hall, 'l'ciii. 551
wau Wuh(jr. Cup. 4S2
ri'-briuiHia li.-liith. Cliar. 139
rveberi Hall. Pow. 300
weberi Sufj. App. 38 . . .
veifilei l'liitz Zoi>h. 512
urllinaiiiii ]\'c!/iii. Ilon. 99
welwitsclii Ifo/j. .\cv. 281 .
Wflwitsflii /i'o;/. Pier. 42 .
werilzelae Tliiir. Neoc. 112
wertliei-i Korsrh Pap. 14
westeinianni IC«-. Prec. 225 .
westwoodi Widliir. Pier. 40 .
weymeri Saiiliii. Parn. 537
weymeri Suji. Cyiii. 119.
weynieri Oym. 150
M'i'ynirriii 190
wiiitrialli Xritre Pap. 16
vvhytei Hllr. Ainaur. 77
wiggiiisi Xi'iirt; Ai-r. 270
ici;/(/)*i.si .\cr. 282
«illenii W'allijr. Cycl. 552 .
wilwertlii Aitr. Kurypli. 175 .
wintgcnsi Strd. Prec. 223
wiatoniana li.-Sh. Myl. 35
ivi.4man»i Suff. Terac. 58
Taf.
27 g
49 c
211 f
80 d
S 47 d
. 29 f
a
78 d
18 c, e
78
77 c
40 c
41 d
12 d
il d. 00 g
12 e
50e. 51
13 a
35 c
78 a, 1)
4 I a, b
wissnianni Xiep. Euph. 188
wodwardi E.-Sh. Xept. 203
icoer)n(inni J'lölz Cel. 581
woUastoiii Heran Cer. 526
woUastom Hcrou Oxyji. 553
xantha Sm. Lipt. 334
xanthias Miib. I'aron 520 . . 79 d
xanthionides Iloll. Paroii. 521 . 79 f
.ranthi) Muh. Coen. 515
Xaiithddisoa Aur. 528
xantholeucus E.-Sh. Terac. 59
xaiühomcÜH Mab. Cycl. 551
xantliopeplus Holl. Pard. 530
xanthopoecila Iloll. L,yc. 454
Xanthos/)iloplcry.r 0, 190
xantliostola /lall. Lipt. 334 .
xantlius Sirh. Terac. 59 .
xeneas fleir. ,Myc. 80 .
xiphares Cr. Char. 131 . . .
j-ychiis Mab. Caen. 515
xylos Mab. Parn. 530 .
xypete Heu\ Kuph. 185 .
xypete Euph. 180
yaunda Karsch Pent. 309
yerburei Sich. Terac. 58 . . 19 c
yi»:il()ti Sdiitiii. Trap. 559
Y|ithiiiia ilbii. 113
Ylithhiia 3, 4, 109
yptlünioides lillr. Xeoc. 112
ypthhiioiilv.i .Veoc. 111
yulei Hllr. .Mvl. 31 ... . 22 a
z.
zaddachi Dew. Euph. 190 . . II c
zaiia /'/')/.: //c.s-p. 505 ... 75 d
zahuoxis llcir. l'ap. 12 . . 1 b
zalmoris Papilio 3
zambesiaca H'ic. Ab. 308 . . 7'i a
zarnbesina .4»r. Acr. 285
zambi'sina I'lOtz Ab. 568
79 e
72 e
03 h
20 a
27 a
31 c
78 g
44 b
zampa Wir. Euph. 190 .
zanjuga Mab. Ypth. 113 .
zareniba Plötz Caen. 516 .
Zebra Btlr. Hesp. 50(!
Zebra Drc. Batel. 347 .
zebra Holl. l'seudal. 379
zebra Bbl. Ilesp. 563
zela Ilew. Deud. 372 .
zelica Btlr. Char. 141 .
zelica Ky. Kpit. 350 .
zeloides Btlr. Deud. 372
zeloHiinia Bbl. Deud. 372
zelva llesp. 500
zelza Hetv. Epit. 355 .
zelza Epit. 350, 354
zena .Mr. Cup. 409
zenides Strd. l'adr. 531
zenkeri Karxch Lyc. 450 .
zeno Trim. l'adr. 531 .
zenobia F. Pap. 16 . . .
zophora Plötz Plat. 524 . .
zephyrus Marsh. Terac. tiO
zerita I'lötz Pseuder. 320 .
Zeritis Bsd. 417
rWr.s Acr. 277, 288
zete.s L. Acr. 280
zi'tterstedli Wallrjr. Geg. 540
zeuxo A. Plias. 431
zilka Sm. l'has. 427
zimba~.(> Trim. Oxyp. 553
zinebi Btlr. :Myc. 80
zinglia Stull Char. 128 . .
zinti/raffi Kar.sch Gem.
zilenidfs Eruhsi. Melan.
zitja Bsd. .Vcr. 200 .
Zizccsiu Chapm. 459
Zizera Mr. 4, 457, 459
Xizina Chapm. 459, 494
Zizula Chapm. 459, 491
zochalia Bsd. Pier. 4 1 .
zoe (Irand. Terac. 52 .
zoe Hpffr. Terias (i5 .
zonara Btlr. Euryph. 172
zonata Hctr. Acr. 288 .
zonata Acr. 285
zoolina H'if. Char. 14il .
Zophopclcs Mab. 511
zoroastrcs Dnire l'ap. 15
Zutulba 5
Zygaena 5
Zygaenidae 5
zyiiina Itbl. <t- Heu: .Alegal. 302
513
83
494
Taf.
42 c
29 b
80 d
75 d
64 d
0() c
32 b
64 h
05 e
72 h
70 d
3b
78 b, 79
62 f
32 d
oo g
12e
16 e
22 f
41 d
53 a
32 b
65
Druckfehler- Verzeichnis zu Band 13. 611
Druckfehler -Verzeichnis zu Bd. 13.
S. 6 Zeile 20 von unten statt „Bombyciden" setze „Bombyces".
S. 18 Zeile 6 von unten statt (6 b (J) setze: (6 b ?).
S. 37 Zeile 24 von oben statt (11 c ^J setze (11 e<^.
S. 44 Zeile 17 von unten ergänze den Kandnamen ,,glucki".
S. 45 Zeile 26 von oben statt (14 ec? setze: (14 c o').
S. 51 Zeile 14 von oben statt (Bd. 9 Taf. 73 c) setze (Bd. 9, Tuf. 73 b)
S. 61 Zeile 5 von oben hinter (20 f, g ergänze: ,,als ducissa".
S. 61 Zeile 9 von oben statt (14 d) lies: (15 d).
S. 62 Zeile 6 von oben statt (21 e, f) setze (21 b, c).
S. 66 Zeile 2 von oben hinter (22 f ergänze: als eleclo ab U.
S. 85 Zeile 7 von oben statt (26 c) lies: (26 e).
S. 93 Zeile 6 von unten statt ,,fiillehornr' setze: „fülleboini".
S. 100 Zeile 7 von oben hinter Ward setze: (? 28 b).
S. 113 Zeile 10 von unten hinter (29 c setze: „als discala''.
S. 115 Zeile 17 von oben hinter (29 d setze: „als binucleata".
S. 116 Zeile 16 von unten hinter (29 c setze: „als albida".
S. 118 Zeile 30 von oben statt „p. 85" lies: „p. 83".
S. 121 Zeile 19 von unten statt Antanarctia lies: Antanartia.
S. 127 Zeile 5 von oben hinter (30 b setze: „als castor U."
S. 127 Zeile 27 von oben statt „hat der" lies: „hat den".
S. 132 Zeile 8 von oben hinter (31 b setze: „als citkaerion".
S. 133 Zeile 21 von unten statt (32 c) setze: (31 c).
S. 148 Zeile 2 von unten statt (34 e) setze: (34 c).
S. 168 Zeile 19 von oben statt (37 e) lies: (37 c).
S. 169 Zeile 7 von unten hinter atossa setze: ,,Heu\"'.
S. 193 Zeile 10 von oben statt (46 d) setze (46 d, e).
S. 208 Zeile 5 von oben statt „aclielaia"' lies ,,acheloia'\
S. 208 Zeile 14 von unten hinter 49 c setze: „als murina''\
S. 213 Zeile 12 von unten statt „Teilen" lies „Teile".
S. 214 Zeile 22 von oben statt ,,chapmanni" lies ,,chapmani'\
S. 218 Zeile 19 von unten statt „ist der" lies: „ist die".
S. 221 Zeile 12 von oben statt (50 f) lies (51 f).
S. 223 Zeile 5 von oben statt (51 c) lies (51 e).
S. 224 Zeile 29 von unten statt „im Senegal" setze „am Senegal".
S. 230 Zeile 17 von oben hinter ,,Jiecataea" setze: (52 f).
S. 253 Zeile 24 von unten hinter „semipunctella setze: ,,Strd.'\
S. 270 Zeile 24 von oben statt „aequatorialis" lies: „equatorialis" .
S. 295 Zeile 7 von oben statt (61 a) setze (61 a, b).
S. 296 Zeile 16 von oben hinter ,,Hew." ist (61 a) zu streichen.
S. 296 Zeile 21 von oben hinter ,,Auriv.'''' ist (61 a) zu streichen.
S. 308 Zeile 16 von unten statt (63 a, b) setze (63 a).
S. 309 Zeile 29 von unten hinter ,,Grünb." ist (63 c) zu streichen.
S. 342 Zeile 11 von unten hinter ,,Plöiz" ergänze: (65 f).
S. 345 Zeile 7 von unten hinter „Dudg.'' ist (65 c) zu streichen.
S. 349 Zeile 22 von unten hinter ,,Auriv." ist (65 f) zu streichen.
S. 364 Zeile 11 von oben statt (65 g) lies: (65 f).
S. 366 Zeile 15 von unten hinter „Karsch^' ist (56 h) zu streichen.
S. 367 Zeile 3 von unten statt (65 i) lies: (65 i, k).
G12 Druckfeliler-Verzeichnis zu Bd. 13.
S. :571 Zeile 10 von oben hinter ,.K(tr.ich" ist (liö k) zu .streichen.
S. 371 Zeile 17 von oben hinter (68a ergänze: „als deritas"'.
S. 382 Zeile 4 von unten hinter ,Meir.'- ist ((58 b) zu streichen.
S. -439 Zeile 18 von oben statt ,,luHul(dn" lies: homlala.
S. 442 Zeile 17 von unten hinter „sylvanus Dr. ist (74 f) zu streichen
S. 443 Zeile 23 von oben hinter Neuve ist (72 b) zu streichen.
S. 444 Zeile 24 von unten liinter Trim. ist (72 g) zu .streichen.
S. 462 Zeile 1 von luiten statt Caegreus lies Cacyreus.
S. 471 Zeile 6 von unten statt „Lcgaminosen" lies ,,Lcguniinü.sen".
S. 503 (A) Zeile 6 von unten statt „scotios lies „skotios"' und transf. auf S. 503 (B) hinter Zeile 21 v. oben.
S. 511 Zeile 8 von oben statt „Hall."' lies „Holl'\
Berichtigungen zu den Tafeln von Band 13.
613
Berichtigungen zu den Tafeln von Band 13.
T.f.
Taf.
9a
2. Fig. stü
itt hiiiiililoli Set
ic Iniiiibluti
53 c
1,2,3.
Fig. statt liiiira setze
hova
15 a
3. „
, riilhco ,
, lacta
54 c
2.
,, ,
, barberi
,,
vhilo
15 b
1. „
, sein iiilli IIS ,
, scniialba
54 c
4.
, welwitchi
lobemba
15 f
5. „
, deidamiaidcs
, deidamioidca
54 f
5.
, abdera
nigresvens
Kig
1. „
, torrida ,
, piinciigcra
55 b
1.
,» ,
, anacreon
,','
anacreontica (1)
Kis
4. „•
, bu.rfn>ii ,
, jalonc
55 c
5.
,, ,
, alolniis
?»
aenntias
17 a
1,-'. ,.
hu.rloni ,
, phlcgya.-i
55 d
4.
,, ,
, nelusca
jl
neluska
18 b
2.
olhotiiaculalus ,
, albomaculala
55 d
t).
,, ,
, agiaonicc
rhodesiana
18 e
2. "
ijiirn'i ,
, gitcnei
56 a
3.
,, ,
, ro ugcii
,,
bu.rtonl
18 f
7. „
pfillrtir ,^ V ,
, pattenc ? U
56 b
2,3.
,, ,
, piarponiiia
^,
roiecna
19 b
2,3. „
, hciKiliiii ,
, cvagorc
57 a
3.
»» ,
, orinalu
)»
vrina
19 c
5, (i. „
, ijcrburi ,
, yerb urci
57 b
1.
,, ,
, peneleos
J»
derubcsccns
19 e
1- .,
, omphale ? ,
, gavisa $
57 c
1.
,, ,
, lyma
»»
media
20 f
5. „
, ducissa ,
, sulfiiratus
57 d
2.
,, ,
, umphiprolea
inaureata
20 s;
1. „
, ,, ,
, ,,
57 d
3.
,, ,
pseudoproiea
,,
dnrofheae
22 d
3. 11. 4. „
, floricida ,
, floricola
57 d
5.
,, ,
, meiaprolca
J»
dnrotheae
22 e
1. „
, puHctilineata ,
, pHurtinofala
58 c
i.
,, ,
, dcwiizi
^>
pseitdevryta
22 f
9. .,
, clccto ab. ,
, (iKririllius
58 f
1.
,, ,
, umbra
))
macarioides
23 d
3. „
iiiamiis ,
niavius
58 f
2.
,, ,
, umbra q
umbra $
25 0
3. „
, coniiiriiuiis ,
. nf/hiis
61a
3.
,,
, ancoala var.
*J
laius var. (?)
25 d
I. „
, alhimacula ,
, lohcrigula
61b
3.
,,
, geryon
)»
rogersi
25 d
•>
, lohenf/tda ,
, (ilbitnacula
62 b
4.
,,
, krausi
)»
krausei
28 f
4'. "
, dyscala ,
, dysrola
62 f
2.
,, ,
, cleaza
i»
eafharina
29 b
(i. „
, itonia ,
, hoehnell
62 i
4!
,,
, heauliecoeuri
)?
hcauttecoeuri
29 c
3. „
, dysrala ,
, dyscola
63 £
4.
,,
, gyrula
)»
gyrata
29 c
i- „
, albida ,
, conradxi
63 g
5,6.
»,
, libya
lybia
29 d
1. „
, hinKcIrdlii
biniiricolafa
64 a
6.
, adelgiUa
,j
adelgitha
29 f
1- „
, eiiriniiiiic
(in.sellica
64 d
1. u. 2.
,,
, millori
)>
millari
30 b
1. „
, ca.slor ,
, godarfi
64 g
5.
,,
, baldiria
?»
baldura
30 c
3. „
, rudoj'us ,
, »techotvi
66 b
3. u. 4.
,,
, deritas
>»
violclla
31 a
1. „
, hoiu'li. ,
, la.sli
67 c
7,8.
,»
, mernieros
le urore.ros
31 a
3. „
, smaragdaUs ,
, bidleri
68 a
2,3.
,,
, deritas
5»
violetta
31 b
l- „
, cifhaerion ,
, cUluwron
68 e
6,7.
,, ,
, sciophila
)j
sciaphila
31 d
0
, lirhas ,
, Othello
70 f
I.
*,
, orihrus 9
5»
taikosama $
32 b
3. „
, 7iichetaji ,
iiiehelen
70 f
4.
,, ,
, taikosama V
)?
orthrus $
32 d
1. „
, var eines ,
vologesen
71 c
5.
,, ,
, lunulata
)5
lithas
31 d
1. „
, hypotha ,
hypatha
71 c
6.
,, ,
, lilhas
J»
lunulata
34 d
3. „
, hesiodus ^ ,
Iwsiodus $
71 d
0.
,, ,
, brtmnea
»»
brmineus
35 a
2.
, fumosa $ ,
fuiHosa (^
71 e
1.
,, ,
,,
J>
,,
35 b
3' ", \
, hyorbilina ,
hyarbitina
71 h
3.11.4.
,,
, iicamenus
7»
iisamcna
35 c
9
— • ,, ,
, jodiilhi ,
jod ulfa
72 b
3.
,»
, amarah
J»
am arah ( vergi'ö ß . )
35 d
4,5. „
, ehmkci ,
ehmckel
72 b
6.
,,
, obseura
J>
obcurus
35 e
"• ,.
, alcimeda ,
Mmeni
72 k
.5.
,, ,
, dislinelissima
»>
distinetesiy natus
36 c
2.
, araniis ,
anitorij'is
73 b
6. 9.
,, ,
, melaena
)»
melas
37 d
0
, amicea ,
(i)iiiria
73 f
9.
, trimeni
asieris
37 e
3.' ,','
, schulzcl ,
■sehulhei
73 1
1.
., .
, makalahocna
•*
muhalakoacna
39 d
4. „
, ribensis ,
oMusnngula
73 1
2.3.
,, 5
, Patricia
>»
palricius
39 e
1,2. „
, acut a)ii/ lila ,
ribensis
73 i
6.
,, ,
glauca
»)
glaueus
40 a
1,2. „ ,
, cuücri ,
jasciata
74 f
9.
,, ,
, ignota
,,
ignoius
40 a
4. „
, barce ,
»laculata
74 h
1.
,, ,
, logära
,,
micylus $
41 a
1. „
, tcilverthi ,
icihrerthi
74 h
2,3,4.
,, ,
, micylus
,,
togara
41 b
1. „
, ,, ,
,,
74 h
6.
,» ,
, pseiidopunvlai
is„
punctaius
42 a
3,4. „
, Jiybridics ,
enprates
74 h
8.
,, ,
, gussfeldii
,»
bueronicus
42 b
2_
, riispina ,,
eleus
75 b
1,2.
,, ,
, lactaca
,,
amneris
42 b
3' ", '
, eleits ,
ruspina
75 b
3.
,, ,
, levubu
,,
defeeta
42 c
3.4. „
, edivardsi ^ „
cdwardsi $
75 d
1.
,, ,
, seciissa
,,
trimeni
44 a
2. „
, gausape ,
caeriilesecns
76 a
5.
niaculatus
,,
biseriatus ^
44 c
r>. „
, rana ,,
viridimacula
76 a
6.
,, ,
biseriatus
,,
biseriatus ?
45 a
1. „
, luperca „
variegaia
76 b
4.
,, ,
mookezi
,,
mokcczi
47 d .
•1. „
, chapmani „
fasciata
76 b
6.
,, ,
apicalis
,,
johnstoni
48 a
]_. „
dubiiis „
dubia
76 f
5.
., »
, laelius
,,
tristis
48 a
ö. „ ,
, thcophana „
theophanc
76 f
7.
,, ,
aurimargo
,,
brigidella
48 b
3,4. „
,.
,,
76 g
1.
,, ,
,,
,,
,,
48 d
4, 5. „
agatha ab. ,,
jordani
76 h
2.
,, ,
lucens
,,
lugens
48 g
6. „
umbrina „
howensis
77 h
2.
,, ,
distincta
,,
distinrtux
49 c
2.
vulgaris ,,
crameri
77 1
3.
,, ,
kinnbowe
,,
kamborc
49 c
•J- „ >
murina ,,
pa/jenslechcri
77 k
5.
,, ,
lepcletierii
,,
lepeleticri
49 e
1. „
dryope „
anyulata
78 d
2.
5, ,
mohozura
,5
mohozutza
50 b
3. „
anacardii „
neb ulosa 3
78 d
3. 4.
,, ,
ienestratus
,,
fenestrata
51 d
galami „
furcala
79 b
1,2.
,, ,
schullzi
,,
schulzi
51 e
5- „ ,
coelestis ,,
coelestina
80 a
4.
,, ,
hidaroides
,,
hidarioidcs
51 f
3. „
■»iiisa „
andrem ia ja q
80 b
2.
,, ,
binacvatus
binaevata
52 d
3. „
schoeneia ,,
sehaeneia
80 c
3!
,, ,
niaracandica
,,
maracanda
52 f
3. „
phalanta „
aclhiopica
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Kutrettiiiig»>|>ulver znni KntTetten ölijf gewordener Falter diircli einfaches Aufstreuen des Pulvers iiuf die
öligen .Stell.-n. Scliaelitel :\I. — .iiO.
Siiieol. Hervorragendes Kiitl'ettuiigsniittel. Der ganze Falter oder Küfer wird in diese Lösung getnncht und
lileibt .je nach dem Alter des Fettes einige Minuten bis mehrere Stunden in der Lösung. Nach dem
Herausni'hnien trocknet er schnell in der gleichen Funu und ist ohne Umspannen, entfettet wieder in die
Saninilung einzureihen. Flasche M. — .<>(>.
KchiiunielfciiKl tiua.jacolpriiparat. Zum Kiitfernen von Schiinnicl bei Schmetterlingen nnd Küfern uml zum
Heinigen der.selben durch einfaches Ueberstreichen mit welchem Haarpinsel. Flasche M. — .40 und
M. 1.—, Pinsel dazu M. —.0.
Iiisrktciileini I. Farblos, nicht fadenziehend, schnell trocknend, wasserunlöslich, zum Ansetzen von Fühlern
und Körpi'rn, Aufkb'ben von Käfern u.-iw. Flasche M. — .40.
Iiisekteiileiiii 11. Lani-'sani trocknend, wasserlöslich, nicht fadenziehend, zum Zusammenziehen von Flügel-
risscn. Kmset'.en von Flügelstücken usw. Flasche M. — .25.
täeliraiK'listVfti-se Ködermass«'. Nur mit beigefügtem Fliischchen konz. Fruoht-Aether (Apfel- und
Kirnen- Actiier) kurz vor dem Anstreichen zu mischen. '/-" '^'''■■'' ''l** ""^' 1 Fliischchen Aelher M. 1.20.
l-i'fd.Uhis und 1 Fliischchen Aether Jl. 2.10. Pinsel dazu M. —.20.
<<lHttepiilver. Kine Messerspitze voll auf das Spannbrett gestreut und mit dem Finger verrieben er-
leiciitert dns Spannen ungemein, verhütet das Ankleben der Flügel und schützt das Brett vor btaubläusen.
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vorbehalten.
Printed in Germany.
Copyright 1925 by Alfred Kernen Verlag, Stuttgart.
Druck vou H. Laupp jr, 'l'Ubingori.
13. Band.
Inhalts- Verzeichnis der Tafehi.
Die beigesetzten Ziffern bezeichnen die Tafelnummern.
Auf jeder Tafel ist des Raumes wegen nur die erste und letzte der auf der Tafel vertretenen Gattungen angegeben z. B.
auf Tafel 52 nur Precis-Lachnoptera während sie aucli Abbildungen aus den Gattungen Antanartia, Argynnis usw. ent-
hält, wie im Text (S. 228 — 231) angegeben.
Abantis 75, 7(5
Aeallopistes 79, 80
Acleros 77
Acraea 53 — 57, 59, 60
Alaena 61 — 63
Amaurina 24, 25
Amauris 23 — 25
Ampittia 78
Andronymus '79
Antanartia 52
Apaturopsis 50
Aphnaeus 69
Aphvsoneura 28
Appias 11. 12, 22
Argynnis 52
Argyrocheila 64
Arrugia 71
Artitropa 79, 80
Aslauga 64, 65
Atella 52
Aterica 48
Axiocerses 70
Batelusia 64
Byblia 49
Caenides 77 — SO
Calleagris 76
Calopieres 16
Caprona 76
Capys 70
Carcharodes 75
Catacroptera 52
Catopsilia 21
Catuna 46
Celaenorrhinus 75, 76
Ceratrichia 78, 79
Charaxes 30 — 33
Chondrolepis 78
Choroselas 69, 70
Citrinophila 62
Colias 22
Cooksonia 63
Crenidomimas 46
Crenis 48, 49
Crudaria 70
Cupido 72—74
Cyclopides 77, 78
C'ymothoe 34 — 36
Cynandra 46
Cyrestis 49
Danaida 23
Dapidodignia 68
Deloneura 64, 65
Desmolycaena 70
Deudorix 65, 66, 68
Diestogyna 37 — 40
Durbania 62
Eagris 76
Elymniopsis 26
Epitola 64, 65
Epitolina 64
Eresina 62, 64
Eresinopsides 04
Ergolis 49
Erikssonia 71
Eronia 15, 21
Euliphyra 64, 65
Euphaedra 42 — 45
Euploea 23, 25
Euptera 50
Euryphaedra 50
Euryphene 40, 41, 44
Eurvphura 36
Eurytela 49
Euxanthe 29
Gamla 79, 80
Gastrochaeta 77
Gnophodes 26
Gorgyra 77, 79
Hamanumida 46
Harmilla 45
Henotesia 28
Heodes 74
Herpaenia 10, 22
Hesperia 75
Heteropsis 28
Heteropterus 77, 78
Hewitsonia 64
Hypoleucis 77
Hypolimnas 47, 48
Hypolycaena 67, 68
lolaus 67—70
Iridana 64, 65
KaUima 49, 50
Katreus 76
Kedestes 78
Lachnocnema 65
Lachnoptera 52
Larinopoda 63
Leptomyrina 70
Leptoneura 28
Leptosia 10
Libythea 61
Liptena 62 — 65
Lycaenesthes 71, 72
Malaza 77
Megalopalpus 62, 65
Melanitis 26
Meneris 29
Mesoxantha 49
Micropentila 62, 64
Mimacraea 62, 63
Mycalesis 26 — 28
Mylothris 10—12, 14, 22
Myrina 66, 68
Neaveia 64
Neocoenyra 28, 29
Neptidopsis 49
Neptls 48
Osmodes 77
Oxylides 66—68
Oxypalpus 77
Padraona 79
Papllio 1—9
Pararge 28
Pardaleodes 79
Pardopsis 53
Parnara 77 — 79
Paronymus 79
Parosmodes 77
Pentlla 61—63
Phasls 70
Physaneura 28
Phytala 64, 65
Pieris 12—15, 22
Planema 57 — 59
Platylesches 78, 79
Ploetzia 79
Powellana 64
Precis 50 — 52
Procampta 76
Prosopalpus 77
Pseudacraea 46
Pseudaletis 66
Pseudargynnis 46
Pseudathyma 49
Pseuderesia 62, 63
Pseudoneptis 46
Pseudonympha 28, 29
Pseudopontia 10
Pteroteinon 80
Pyrrhochalcia 75
Rhabdomantis 77
Rhopalocampta 75, 78
Salamis 50
Sarangesa 76
Saribia 61
Semolea 78, 79
Scheffieldia 63
Smerina 52
Spalgis 71
Spindasis 69, 70
Stugeta 67, 68
Tagiades 76
Teinorhinus 77
Telipna 61 — 63
Teracolus 15 — 21
Terias 22
Teriomima 62
Trapezites 79
Trlchiolaus 67
Vanessula 52
Xanthodisca 79
Ypthima 28, 29
Zerites 69, 70
Zophopetes 79, 80
XIII.
PAPILIO
cypraeofila
cypraeofila U
gallienu
Pars 11. Fauna africana 1.
Xlll.
PAPILIO
2.
Pars II. rauna africana 1.
XIII.
PAPILIO
Pars II. Fauna africana 1.
PAPILIO
4.
Pars II. Fauna africana 1.
XIU.
PAPILIO
5.
chrapkowskii
bromius
bromius U
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
PAPILIO
phorcas-
thersander
ansorgei
Pars II Fauna africana !.
PAPILIO
Pars II. Fauna africana I
XIII.
PAPiLIO
sisenna
t-vombar
porihaon
colonna
Pars II. Fauna africana 1.
1
XIll
PAPI LI O
moebii
charcedonius
Pars II. Fauna afrikana 1.
XIII
PSEUDOPONTIA - MYLOTHRIS
10
chloris d
chloris U
chloris (
spica d'
spica 5
nni
hiIjir,T ^
hilara U
hilara (
asphodelus 6 asphodelus U
sulphiirea
ochracea
agathina U
agathina c? riippelli cT
rüppelli 5
Pars II. Fauna afrlcana 1.
XIII
MYLOTHRIS-APPIAS
11
r
•
agatliiii.i
sjöstedti 6
• 0 0
ngaziva c? • •
ngaziya ^
sabina cf
epaphia d"
epaphiac^U epaphia <^
Pars 11 Fauna africana 1.
XIIL
MYLOTHRIS-PIERIS.
12.
XTtZ..-^
-sSrajn
Pars EL Paona africana 1.
XIII
P ' E RIS
• raffrayi q
ritacea westwoodi rf'' westwnodi o
abyssinica cT 1 1
creona -
scverina cf
nitida ^
infidagU SLVciiiiapU
tanganjikae c?
L
T
tanganjikae $ tanganjikae c/ U crawshayi<?U subeida d'
subeida 5
subeida d'U
voeltzkowi § ^ä- ^^^^^
calypso cT
ivjcfL)
calypso 5
theora c?
grandidieri o
0 i
f
f •
f
tlnysa c?
thysa U
Pars 11. Fauna afiicana 1.
PI ERIS
Pars II. Fauna africana 1.
xni.
PIERIS-TERACOLUS.
15.
auaer.s
n;veus - niveus
agoye bowkeri
deidamiaides simpiex
* >
ithoniis
Pars II. Fauna africana 1.
CALOPIF^^S -TERACOLUS
16
eulimeneö_ crowicyio ^.üwieyi g^iiava crowleyi ^ crowleyi (. flavaJJ^ rothschtidigf. alba
i.
rothschiidiö'L
-thS«..!:.
.idi $ •
ocellatus
'•• •-
^>
castaiis l:
.\'
^ /-
^..iaceus ;
r^i%
i t
venosus 6 halimede <? halimede 9
acaste cT
jobiiia g U
DuAlori! j
looina <^
»LM!)<1 V I. dlUiUci
Pars II. Fauna airicaiia
xm
TERACOLUS
17
Pars II. Pauna africana 1
XIII
TERACOLUS
18
pallene ^ pallene d* infumatusrf" infumatuscTU infumatus ^ infumatus 5 ab. paJIenec^U
Pars II. Pauna africana I
XIII
TERACOLUS
IQ
^^i ■. w^ * "•. jj_^ -*^ theogone
'leogone c?
0
I
/
^11^^. "f
iieuglinid^U heuglini :^ thruppi fl^ thninmoll thruppi$ heuglini $
^^^^^ t ab. flynidi-,
iagore o daira c?
f
t
daira ^ dairao ab. flav..
cT
ithonus I
>.--■' ^J' 'Cr- 1
frrv^ r^ r
evanthe ö
evantne
X evanthides c?
iiithides 9
sipylus ö" sipylus §
IT 1 c'
cjji! y ut <-'
"phyia $
ephyiaö'U
citreus d"
scfU
citreus §
antigone cf
phlegetonia d"
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
TERACOLUS
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
TERACOLUS-ERONIA
21
rxr
8
1/
■■Y'\
1/
'I
lucasi 9 tnauruma d rutosparsa $ ^^^^^
cleodora o ^^^ ^^^^ ^^^r ^^^^
C i
Ä poppea 5 ^
irgiad'U
ledacf
buqueti c?
buqueti 5 buqueti U
Pars 11. Fauna africana 1.
AUi
APPIAS - HERPAENIA
22
1
f" r>nirf^!&ö
electo ab U
ftraminea
melanarge
Pars 11. Fauna africana 1.
Xlll
DANAIDA-AMAURIS
23
mercedonia z
goudoti t?
vasriö <s
nianius cf
Pars II. Fauna africana 1.
AMAURIS-AMAURINA
24
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
AIVIAURIS - EUPLOEA
25
tartarea
bulbifera
psyttalea
fenestrata
ellioti
damociides
hecatoides
cgialeac?
comoranus
albimacula
lohengula
mitra
desjardinsi
Pars 11. Fauna africana 1.
ELYIVINIOPSIS - iviiOiHi.£SIS
26
Pars II. fauna af'^^"^'» '
IVIYCALESIS
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
IVIYCALES 1 S - N EOCO ENYR A
28
simonsi
eiiasis
ubenica
antahala
ankotna U
avelona U avelona paradoxa drepana c? pi
drepana c? pigmentaria
hippia j
cassius vlgilans
hyperbius narycia beracT berad'U
Pars 11. Fauna africana 1.
XIII
NEOCOENYRA- EUXANTHE
29
fülieborr
parai,e.opi:p;:;at2
KM
asterope g l magus
*MtÜ«€
itO^tlLLtld
Pars 11 Fauna africana 1
XIII
CHARAXES
Pars II. f-"auna africana 1
XIII
CHARAXES
Pars II. Fauna africana 1
Xlll
CHARAXES
32
varanes
fulvescens
deciits <f
ussheri ^
zingha
Pars II. Pauna africana 1.
XIII
CHARAXES
33
Pars II. Fauna africana 1
XIII
CYMOTHOE
34
hypotha d
turida d*
hesiodotus d"
theobene c?
theobene >
Pars n. Fauna afrkana 1
Xll!
CYMOTHOE
35
ciceronis
ciceronis U
preussi §
alcimed;i
Pars 11. Fauna africana 1.
XIII
CYIV] OTH O E - EU RYPH U RA
Pars II. Fauna africana 1
XIII
DIESTOGYNA
\
XIII
DI ESTOGYN A
Pars II. Fauna Mfrir^na 1
XIII
Dl ESTOGYN A
39
Pars II. Fauna africana 1
t
XIII
EURYPH ENE
Fauna africana 1
1
t
U RYPH ENE
41
Pars II. I'auna africaiia 1.
XIII
EUPHAEDRA
42
edwaidsi o
edwaidsi o
francina
piei;.
manuiii o
inanuni
Pars II. Fauna africana 1
XIII
EUPHAEDRA
43
aureola $
aureola c?
normalis
Pars II. Fauna africana 1.
Xlll
EUPHAEDRA- EURYPHENE
44
nigrocilia U
zaddachi
eberti U
gausape U
vetusta U
cyparissa U
aurnta i '•
inanuni U
sarita
sarita U
barombina
chriemhilda
wardi U
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
EUPHAEDRA-HARMILLA
45
neophron c?
neophron U
elegans
Pars II. Fauna africana I.
PSEUDACRAEA-CRENIDOMIMAS
46
Pars 1!. Pauna africana 1.
XIII
HYPOLIIVlNAS
47
Pars II. Fauna africana 1.
XII
HYPOLI^NAS-CREINIS
Pars II. Fauna africana 1.
CREN IS - K ALLI MA
49
cj'inodoce
Pars II Fauna africana 1.
XIII
KALL! (V) A- PRECIS
50
Pars II. Fai
ana 1.
1
XIII
PRECIS
51
andrcm.aja g
andrcmiaja ^ musa
terea
elgiva
Pars II. Paiina africana 1.
PRECIS - LACHNOPTERA
52
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
PARDOPSIS - ACRAEA
53
horta 5
horta o U
neuDuic o
camoena
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
ACRAEA
areca S
perentia S
thesprio $
petraea
petraea
cepheusci'
abdcra c?
büttneri
Pars II. Fauna africana 1
I
1
ACR AEA
Pars II. Fauna africana 1.
1
XIII
ACR AEA
56
m ^
terpaii-liufe <j ttipsiclioie ^ U rougetio Ventura
acerata excelsior
vinidia sotikensis
daira
boseae
ortstia masnmba J' masambad'U masamba 5
silia
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
ACRAEA - PLANEMA
57
alcinoe
macana
adrastad"
macarioides cf mpcarioides o
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
PLA N E M A
umbra(
camerunica 2
Pars II. Fauna africana 1.
PLANEMA-ACRAEA
59
Pars II. Fauna africana 1.
ACRAE A
vtelwitscliii d
welwitschii ?
equatorialis c?
Pars II. Fauna africana 1.
XIII
LIBYTHEA-PENTILA
61
t^l^^
ameiiaiua
••^v
mombas.i mcmbas
pautipunctata ^"'I''
\ ' .rU
last:
(u^identaliuni
r^
t: ' *)
• -"* V.
hewitsoiii
-y- -^ ^ j^-^ r
abraxas abraxas l'
macLilata auga
tripunctata
J
Christina torrida
tachyroides
tachyroides U
peucetia
kirbvi
muhata
sylphida
Pars II. Fauna african« 1.
WArr.pr m VVinter
1
XIII
PENTI LA- DURBAN lA
9
flavofasciata
jdesta 3 iiiüUcsta U
alherta^ alberta 9 albertal' lu-kiKi
tal' h..\..„-. W ^^^ adelgunda
/
lauga
puclla U hilUcgaidad liildcgarda $ huauliccoeuri turbata
ouauga
Pars 11. Fauna africana 1.
Werner u. Winter, Frankfurt a. M. ad nat. rcpr.
mi
XIII
MIMACRAEA- LIPTENA
63
f^^acea tessiiiaiiii
r-
russulus
picta U
^ '^^ '7^07'-
l.itimarginata ^ latiniarßinata eiircma U ^p^
gyrula
Orientalis U
ibyssa
perobscura U
■/ I.
t
I
libya canipimus V „paca
t
V
^
fntim.
alluaudi
albicans ^^^^decipieiis
xaiunosloi.i
subundularis
ü
subundularis
i^
^
fiavi^aiis U
eukrines eukrines U undularis U
undina undina L) turbata turbata U siniilis U
Catalina
suDunauiaris ß^r
l^-nyni.iMi homeyeri
Catalina diversa U
Pars 11. Fauna africana 1.
Werner u. Winter repr. ad nat.
XIII
LI PTENA-EPITOLA
64
^-
o-rubrum
o-rubrum
aliquantum
infima s'mplex U aaeigitta
%
W V\(t 1^1^
brunnea bruruiea U
triangularis corynetes bichroma undifera undifera U lainbor
iMinga
uniformis ^ uniformis § baies: 0"
Pars II. Fauna africana 1.
Werner u. Winter repr. ad nat.
EPITOLA-DEUDORIX
Werner & Winter, Frankfurt a. M.
XIII
DEUDORIX-OXYLIDES
Pars 11. I^auna africana 1
Werner u. Winter, Fr«nkturt « M
Xlll
HYPOLYCAENAIOLAUS
XIII
HYPOLYCAENA-IOLAUS
silanuscJ'
Pars 11. Fauna africana 1
Werner u. Winter, Frankfurt a M.
1
XIII
OLAUS-APHNAUS
69
crustaria 3' crustaria
Pars 11. Fauna africana 1.
W«rn«r u. Winter, FranMurt a M.
XIII.
SPINDASIS-PHASIS
I lyce- genes rium cITrysaor chfysAOr oreas orcas
Pars II. Fauna africanal
Werner & Winter, Frankfurt a. M.
XIII
ERIKSSON lA-LYCAENESTHES
g
acraeina acraeina acraeina cooksoni (^ cooksoniU basuta«?
\<\l
M ^
basuta$
uiiiLnycera
W^ J
brachycera U
lemolea
robusta
robusta U voltae
voltae U anadema U
€€
w
!y
ituria
iturial' arescopa arescopaU
lunulata<? ''^has lithasU
•V,T
/.<S
afra
mimetica tnyrsisU
I
thyrsis (i*
thyrsis?
4^
afrfi L" mimetica U
/
• 0 O-
chirin.in chirindaU alberta albfrfaTi brunneus
brunneus definita ö" dciumau definita"^ hobleyi^ hobieyi u indefinita c? indefinita? indefinitaU lemnos
^^:^
leinnosU ligures liguresU
lunulata$ lunulataU smithi smithi U
lemnos?
bibe;?
/-
^
^^U
miliar! millariU niinima minimaU lunulata,?
biheU nigropunctata nigropum-fata lastiU lästig?
crawshayi larydas?
M%||
ticamenus ticamenus pnnceps lunulata <? lunulataö lunulataU sanguinea sanguineal
lamias U iatnias levis U
IP w ^
levis?
evis d
\
i
caerulea
caerulea U hades hades phoenicis marshalli
^^1^
kamilila kamililaU versatiiis versatilisU lysicies ly^idesU lachares U lachares rufoplagata rufoplagata
Pars II. Fauna africana 1.
Wern«r U. Wl"'-r Frankli.n ;, M
1
XIII.
LYCAENESTHES-CUPIDO
rubricincta J
musagetes ^ (?) rubricincta $ rubricincta pauperula
oculata 2 oculata 2 U obsura ^ lamprocles nigeriae $
meUmbro- {asciata ^ fasciata $ fasciata U staiidin?»" '^ staudingeri lucreiilis cf .u^.^>.... ^ lucretilis i 'T'-dsiJ
avomacul tri lacides ^ lacides $
"^fl i$^l ':i^ -^ ^^ v^^ :^
1^7 i^ ^ ^^ 10 M ^9
V ^ W € 1^ ^^ ly
k#
' '" ff, rt""^ rufo-'''^5'^ IT ~^ ""^ ^"*^ ~ j
lychnides $ ^^^^ o in?'-ii"='t= flavomacul tn lacides ^J lacides $ lacides U lyzanius U |
lyzanius inconspicua xanthopoeci- xantbo- ^ xantbopoe- xantho-,, kampala,. kampala maean- maeanderU
'- ' poecila «I» ,---. IJ U 4„ ^
Pars II. Fauna africanal.
Werner & Winter, Frankfurt a. M.
XIII.
CUPIDO
73.
Pars IL Fauna africanal.
Werner u. Winter 6. nn. b. H , Frankfurt a. M.
I
XIII
CUPIDO-HEODES
Pars II. Fauna Africana 1.
W«rn«r u. Wlnt«r, FranKfurt o. M.
XIII
ABANT'*^ RHOPAi nr/\\\ADT/\
zambesiaca
leucogaster
1nclo=i
m
Itvubu U
dromus U spio
V
plätzi
pluczi sataspes diomus asterodia mafa
ierax sandaster nana
Pars 11. Fau
c a n a
Werner & Wintei. Frankfurt a. M.
CELAENORHINUS-ABANTIS
brigidrt? hereus
anopus bicolor
paradisea rf'
paradisea$
Pars 11. Fauna africana 1.
Werner u. Wfoter, FranKfurt a M.
1
1
XIII.
MALAZA-CYCLOPIDES
77.
/■
/^
U
^
plötzi ^ punctulatus macker
mackeni substri- placidus ^
gatus U
olaus U instabilis subflavida
W%l
sparsus U Icucophaeu aburae aburae U
subfacata johnstoni
mocquerysii aretina U rubescens (J
rubescens $ wambo U Iripunctata
afikpo U cybeutes mabiUei
/
annulifer
ophiusa U ophiusa
W^^ wl^
leri niger
ruso U
f ulvus (5
waUom
laronia o laronia ^ thora J thora V
, . adon ^ ^ • — lux y
adon ,5 chrvsautfe t *
adosiis ' distincta ? thops + thops ^
^"^
lux 5
staudingeri $
banghaasi $
galatia $
. ^ ^^ . i,„„u„..,„Tl •.„nr,„t:i biseriatus Ursula duplex_^ debilis L
biseriatus biseriatus
kambowe U morantii biseriatus
metis
midas
midas U-
Disenaius ui»uio — t---^^
anomaeus lepcleEerii U tsita U inornatus
Pars II. Fauna Africana 1.
Werner u. Winter, Frankfurt «. M.
1
1
XIII.
CYCLOPIDES-HYPOLEUCIS
78.
— - — - ^ j U wallen- ^-mmtf TT
bernieri chaca U callicles callicles caliicles greni U '^""^ üj, capenas capenas ü
^'
u
ienestratus fenestfatus U ientiginosa lentiginosa paola paola U
lugens lugens U caffraria caffraria U fatuella ^^fatuella borbonica poutien
^^
poutieri U
subochrai
^^F ▼ ^^ alberti,^ havei U
borbonica U
auritincla
statirides
arbogastes
forestan
forestan U
Pars II. Fauna Africana 1.
Werner u. Winter. Frankfurt a. M.
XIII
PARNARA-CAENIDES
•JX^,^' " "^ "" xanlhopeplus xanthopeplus xanthopeplus ytf^M
f ^P ^,ä?^ L ^-anthioides ..^„^"l''' sierrae vibius nsmochus
herilus U incerta $
U aurea U
argyrosticta argyr^ticta
latercula
proxima proxima U - sextilis
sextilis U
Pars II. F
a u n a
Africana 1.
Werner u. Winter, Frenkfurt ». M.
XIII
COENIDES-PTERQTEINON
Pars II. Fauna africana 1.
Werner & Winter, Frankfurt a. M-
k
542
S4
Bd. 13
Ent.